Die fehlgeleitete Ökonomenschelte

Gilt als Begründer der klassischen Nationalökonomie.

Gilt als Begründer der klassischen Nationalökonomie: Adam Smith.

Die Ökonomie zu kritisieren macht sich momentan überall besonders gut. Ja, seit Bestehen dieses Blogs ist die kritische Auseinandersetzung mit ökonomischen Dogmen auch bei uns Programm. In meinem Buch habe ich dem Thema ebenfalls ein Kapitel gewidmet.

Jetzt spriessen Artikelserien über die Mängel der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung überall wie Feldblumen im Frühling – zum Beispiel hier. Auch der folgende Videobeitrag geht auf dieses Thema ein. Die unmittelbare Quelle ist Zero Hedge. Ursprünglich stammt er vom« Institute for New Economic Thinking», über das Kollege Mark Dittli bereits geschrieben hat:

Die kritische Auseinandersetzung über die Entwicklung der ökonomischen Wissenschaft ist wertvoll. Aber es drohen auch falschen Schlüsse daraus, wie sich zuweilen selbst in einzelnen Kommentaren zu unserem Blog zeigt. Der bedeutendste Fehlschluss aus der Ökonomen-Kritik-Debatte ist jener, dass die Ökonomie als Wissenschaft insgesamt nichts tauge und versagt habe, dass das von Ökonomen bisher Erforschte unbrauchbar sei und ihre Theorien samt und sonders auf den Misthaufen der Geschichte gehören würden. Das ist kompletter Mist.

Ein Fehlschluss der erwähnten Art zum Wert der ökonomischen Forschung hat potenziell zwei miteinander verknüpfte gefährliche Konsequenzen:

  • Erstens das Unterschätzen der Komplexität ökonomischer Prozesse und intellektuelle Bequemlichkeit: Wer volkswirtschaftliche Zusammenhänge besser verstehen (oder sie fundiert kritisieren) will, muss sehr viel Zeit und Anstrengungen zu ihrem Verständnis in Anspruch nehmen. Der erwähnte Fehlschluss über den Nutzen der bisherigen ökonomischen Forschung kann dazu verleiten, sich die Sache einfach zu machen. Man kanzelt einfach all das, was man eh noch nie verstanden hat, als unnütz ab und schliesst sich einer eingängigen, aber rasch zu wiederlegenden Allerweltstheorie an.
  • Zweitens das Abgleiten auf die Metaebene und Nebenschauplätze: Eine beliebte Art der Fundamentalkritik ganz besonders im Feld der Ökonomie besteht darin, allen konkreten Debatten, Fragestellungen und Lösungsvorschlägen aus dem Weg zu gehen und in Systemfragen der folgenden Art auszuweichen: Ist der Kapitalismus gut oder schlecht? Ist der Mensch gut oder schlecht? Braucht es mehr Markt oder mehr Staat? Konkrete Fragen und Probleme des ökonomischen Alltags können so noch nicht einmal sinnvoll erörtert und schon gar nicht angegangen werden. Wie will man – nur zum Beispiel – auf dieser Ebene das Problem von gefährlichen Fehlanreizen im Finanzsektor angehen.

Wie das obige Video klar macht, drehen sich die gescheiten Debatten um die Ökonomie nicht um Sinn und Unsinn des Fachs, sondern um die Frage, welche Denkrichtungen darin in den letzten Jahren welche Bedeutung eingenommen haben. Und es wird klar, dass die Kritik an diesen im Fach selbst schon lange vorhanden ist:

  • Einige dominierende Theoriemodelle der letzten Jahrzehnte haben die reale Welt in sehr simple (wenn auch mathematisch höchst anspruchsvolle) Modelle gepackt, wie das erwähnte DSGE-Modell oder die «Real Business Cycle Theory» – hier war das auch schon mal Thema dieses Blogs. Gemäss diesen Theorien sollten sich konjunkturelle schwere Krisen eigentlich kaum mehr ereignen. Ein anderes Beispiel sind die Finance-Theorien, die ebenfalls so aufgefasst wurden, dass möglichst unregulierte Finanzmärkte die Risiken insgesamt mindern müssten und dem gesellschaftlichen Wohlstand nur förderlich seien.
  • Vereinfachende Modelle sind aber nicht das Problem. Jeder Versuch, die komplexe Welt zu verstehen, braucht vereinfachende Modelle. Das Problem entsteht dann, wenn das Bewusstsein über die beschränkte Aussagekraft der Modelle verloren geht. Wenn zum Beispiel reale Märkte automatisch mit dem theoretischen Modell des vollkommenen Wettbewerbs verwechselt werden.
  • Damit droht nicht bloss ein fehlgeleitetes Denken, sondern schlimmer noch, ein fehlgeleitetes Handeln. So kann es kommen, dass Fehlentwicklungen zum Beispiel in den Finanzmärkten keine Beachtung fanden, weil sie laut dem unreflektiert übernommenen Modelldenken gar nicht sein konnten. Ähnliche Fehlanalysen und politische Fehlentscheide liegen auch der konkreten Ausgestaltung der Währungsunion oder dem Umgang mit der Eurokrise oder generell jenem mit Ländern in einer Liquiditätsfalle zugrunde. Womit natürlich in jedem Fall nicht nur ein fehlgeleitetes Denken, sondern auch handfeste politische Interessen und Interessenkonflikte eine Rolle spielen.
  • All diese Fehlentwicklungen wurden innerhalb der ökonomischen Wissenschaften allerdings schon seit langem debattiert und auch kritisiert. Diese Debatten haben nicht mit der Krise begonnen, aber seither interessiert sich die Öffentlichkeit brennend dafür.
  • So zielen denn auch eine ganze Reihe von oft vorgebrachten Vorwürfen gegenüber den Ökonomen ins Leere: Kaum jemand in dieser Wissenschaft glaubt zum Beispiel tatsächlich, der Mensch sei nur ein kalter Egoist im Sinne einer Kitschversion des so genannten «Homo Oeconomicus». Dieser «Nutzenmaximierer» war ebenfalls als Modellvorstellung gedacht, um Anreize in bestimmten Situationen besser zu verstehen. Die moderne Verhaltensökonomik gibt sich damit aber auch nicht mehr zufrieden und untersucht mittlerweile in enger Zusammenarbeit mit anderen Sozialwissenschaften und selbst mit der Hirnforschung, wie die Anreizstrukturen von Menschen in bestimmten Lagen tatsächlich sind.

Die Krise ist für die wirtschaftliche Lage sehr vieler Menschen bis heute eine Katastrophe. Nicht aber für die ökonomische Wissenschaft. Ganz im Gegenteil: Sie profitiert davon. Die vorherrschenden Dogmas werden in Frage gestellt. Die Debatten zwischen den Schulen werden so intensiv wie schon lange nicht mehr geführt – und dies über das Internet in einer Art und Weise, dass weltweit jeder Interessierte sie mitverfolgen kann. Diese breit geführte und intensive Debatte befruchtet die Wissenschaft, wie es schon frühere Krisen taten – wie etwa die Grosse Depression oder die Stagflationskrise der 1970er Jahre.

Ökonomen erklären die Welt nicht (mehr) abschliessend. Das unterscheidet die Wissenschaft wieder stärker von Ideologie. Ökonomen gelten nicht mehr als Priester. Dass sie und ihre Theorien umstrittener sind – vor allem innerhalb des Fachs – macht sie bescheidener und das Fach damit stärker.

Keine Kommentare zu «Die fehlgeleitete Ökonomenschelte»

  • Schön, wie schnell die Diskussion in einen Links-Rechts Schlagabtausch ausartete, mit Kommunismus-Vorwürfen, hohem Blutdruck und viel Adrenalin (und Testosteron). Da es sich dabei weitgehend um write-only Beiträge handelt, deren Autoren kaum wirklich annehmen können, dass jemand sie liest und kommentiert — was dann aber trotzdem geschieht — möchte ich mich wieder eher dem Kern der Aussage von Herrn Diem Meier annehmen.

    Einen Punkt möchte ich jedoch (abschliessend) erwähnen. Wenn hier einige in ihrem Hormonschub die Soziale Marktwirtschaft als sozialistischen Raubzug auf das Eigentum ansehen, dann verstehen sie 2 Dinge nicht (und weil sie sie nicht verstehen, müssen sie hierauf nicht antworten).

    1. Wir wissen, dass die Soziale Marktwirtschaft funktioniert, denn sie hat den Mittelstand hervorgebracht, den es sonst nicht gegeben hätte. Wer das nicht glaubt, soll nachschlagen, was „Stagnation“ bedeutet und danach im Verteilungsbericht des SGB nachsehen, dass seit „trickle-down“ der Mittelstand stagniert. Wenn ein Läufer in einem Wettrennen am Start stehenbleibt (stagnieren=stehenbleiben), wann kommt er ins Ziel?

    2. Wir wissen auch, wieso die Soziale Marktwirtschaft funktioniert. Das Zauberwort heisst Massenkonsum. Massenkonsum erfordert hohe Löhne, denn die Arbeiter müssen sich über ihren Grundbedarf Güter leisten können. Unseren Wohlstand verdanken wir den hohen Löhnen in der Sozialen Marktwirtschaft und einem starken Staat, der Investitionen wie Grundlagenforschung und den Bau von Infrastruktur betreibt. Wenn das Kommunismus ist, dann zählt mich dazu!

    Im Artikel Diem Meiers geht es aber nicht um den Wettbewerb der Modelle, sondern darum, dass die Oekonomische Disziplin (es ist keine Wissenschaft) in einem Ausmass versagt hat, dass gemäss Autor manche Kritiker (mich eingeschlossen) die ganze Disziplin auf den Misthaufen der Geschichte spedieren möchten, was er aber als verhängnisvoll und dumm („totaler Mist“) ansieht. Genau, wie viele Kommentatoren den Kern des Artikels ignorieren, ignoriert Herr Diem Meier den Kern der Kritik.

    Niemand verlangt, dass die Oekonomie Finanzkrisen voraussagt, genausowenig, wie Geologen Erdbeben vorhersehen müssen. Was die Kritiker aber zu Recht vorwerfen, ist, dass Oekonomen mit Rezepten, die beweisbar nicht funktionieren, mit Modellen, die auf horrend abstrusen Annahmen basieren, und mit Thesen, die einfach nur Humbug sind, als Anstifter und Komplizen die Weltwirtschaft an den Rand des Abgrunds zu fahren geholfen haben. Und nachdem ihre Disziplin kollossal gescheitert ist, fordern sie jetzt weinerlich, man möge sie in Ruhe lassen und nicht gleich das Kind mit dem Bade ausschütten, wobei „Kind“ ein seltsamer Name für einen Piranha ist.

    Es kommt mir vor, wie wenn nach einem Prozess mit Verfahrensfehlern, gefälschten Indizien und falscher Anwendung unzulässiger Strafrechtsparagraphen, die Juristen nun sagen, man könne das Urteil jetzt nicht einfach auf den Misthaufen werfen, sondern man solle Ruhe bewahren und den Angeklagten jetzt erstmal hinrichten.

    Es ist dann auch etwas billig, darauf hinzuweisen, dass heute eh niemand mehr an den Homo Oekonomicus als Modell des rationalen Akteurs glaubt, und dabei zu unterschlagen, dass damit alle Aussagen und Thesen, die direkt oder indirekt den rationalen Akteur voraussetzen, hinfällig werden. Aus einer falschen Prämisse können keine Schlussfolgerungen gezogen werden. Das gilt in jeder Wissenschaft.

    Da mit der Finanzkrise wesentliche Teile der Oekonomischen Lehre widerlegt wurden, wäre ein Marschhalt angebracht, denn weiterfahren wie bisher bedeutet, dass etwa Studenten wissentlich mit bewiesenermassen falschen Thesen indoktriniert würden. Der Schaden, der dabei entsteht, wenn ein oder zwei Jahrgänge Oekonomie ausfallen, wäre wohl tragbar, wenn man bedenkt, dass andernfalls die Krise der Oekonomie perpetuiert wird.

  • Wyler Thomas sagt:

    An die Redaktion:
    Schade, dass mein kleines Statistikgeschichtchen nicht publikationswürdig war.
    Dass zu starker/automatistischer Theoriefunktionismus alles Schöne unerkenntlich plattwalzen kann ,
    finde ich, hätte auch andere Leser interessiert. Theorien sind unglaubliche und effektive Spezialistenwerkzeuge,
    deren gekonnter Einsatz viel Disziplin und sehr vielfältig gestaltete, jahrelange Trainings bedarf.
    Eine Theorie ist immer eine Vereinfachung, deshalb ist dann, wenn die Theorie einmal da ist, alles stehts
    so einfach. Der Mensch strebt nach Einfachheit, deshalb braucht er einfache Entscheidungskriterien, die
    dank des unglaublichen Ideenreichtums vieler Menschen bzw. der Menschheit in Wissenschaftsrezepte
    führen. Doch Theorien sind keine Unfehlbarkeitswerkzeuge, denn wer logisch aus Falschem das Falsche/Richtige schliesst,
    hat richtig geschlossen; frei nach dem Merksätzchen : ex falso seguitur quodlibet.
    In der Mathematik hat man den Differentialrechnungen bzw. Nullstellenberechnungen etwas Mystisches nachgesagt; dies
    kommt beim Begriff Regula Falsi schon zur Geltung.
    Statistik ist für mich DIE REGULA FALSI Wissenschaft ! Denn man hat nie ein wirklich fassbares Resultat, aber die
    Ausgangsrealität ist “ stehts “ fassbar!
    Wie Ameisensäure chemisch aussieht, kann man dank statistischen Methoden irgendwo nachlesen. Es gibt wunderbare Formeln dazu; mit diesen Formeln kann man fantastische “ Konstruktionen “ realisieren, aber wie die “ Ameisensäure “ einer bestimmten Ameise echt aussieht, kann man nicht ohne echtes Erforschen dieser Ameise wissen. … etc. …
    Jede Sprache ist eine Vereinfachung der Realität, ob es eine Wissenschaftssprache ist oder eine andere ( natürliche )
    Sprache, ist nicht entscheidend. Jede Wissenschaftsprache ist ein Werkzeug, um die Komplexität der „Realität“ zu vereinfachen, damit Entscheide erst möglich werden. Alle Sprachen sind Entscheidungshilfen, deshalb müssen
    sie möglichst einfach designt werden.
    Wenn eine Wissenschaft jede Wissenschaft legitimieren kann, dann sollte mit dieser Wissenschaft alleine,
    jede Wissenschaft realisiert werden können. Statistik ist somit keine echte universelle Legitimationswissenschaft, sie kann
    alleine nicht Alles legitimieren. Meine These ist, dass es eine echte universelle Legitimationswissenschaftt nie geben wird.

    Ich wünsche der Redaktion noch viel konstruktiv kritischer FAIRTRADE- Journalismus,
    damit sich unsere Demokratie in eine FAIRTRADE-Demokratie verwandeln kann.

    Gutes Gelingen,
    Thomas Wyler.

    Vielleicht kann die Redaktion diesen Kommentar veröffentlichen.

  • Albrecht sagt:

    So kompliziert ist das nun auch wieder nicht. Fehler, die bei der Erhebung von Daten entstehen, kann man mit Hilfe der Statistik gut abschätzen; dafür ist sie entwickelt worden. Ich rede von Zusammenhängen wie klinische Versuche, Meinungsumfagen oder eben wirtschaftliche Daten. Wenn man z.B. schätzen will, wie viele neue Stellen geschaffen worden sind im März, daqnn geht man nicht zu jedem Arbeitgeber und zählt; das wäre viel zu teuer. Man befragt eine ausgewählte Gruppe und rechnet dann auf die ganze Volkswirtschaft hoch. Da man nur eine Auswahl befragt hat, sind die Zahlen, die man emittelt hat nicht 100% genau, sondern haben einen Fehler, dessen wahrscheinliche Grösse man mit statistischen Methoden (die mathematisch völlig in Ordnung sind) berechnen kann. Dieser Fehler gehört zu jedem Datenpunkt in jeder Wissenschaft, ich verstehe deshalb nicht, warum die Ökonomen ohne diesen auszukommen scheinen. Also z.B. „120000 plus oder minus 20000 Stellen“ (dies ist NUR ein Beispiel!).
    Eine andere Geschichte ist der systematische Fehler, der in obigem Beispiel entstehen kann, wenn man die Fragen missverständlich formuliert oder wenn man die Gruppe nicht sorgfältig ausgewählt hat – z.B. zu viele Banken verglichen mit der Gesamtwirtschaft. Systematische Fehler kann man mit Statistik nicht erfassen, die hängen von der Kompetenz und Arbeitsethik des Wissenschafters ab.

  • Albrecht sagt:

    In diesem Zusammenhang möchte ich mal eine Frage stellen, die mich schon lange wundert: warum werden wirtschaftliche Daten immer ohne „error bars“ publiziert? Jeder Naturwissenschafter weiss dass seine Daten eine Ungenauigkeit aufweisen und publiziert sei mit seiner besten Schätzung des Fehlers. Selbst Meinungsumfragen kommen heute mit Vertrtauensinterrvallen daher. Aber Daten wie das Bruttosozialprodukt kommen als nackte Zahlen. Da weiss der Zeitungsleser nicht, ob zum Beispiel 3.2% mehr sind als 2.9% oder ob die Unsicherheit so gross ist, dass man den Unterschied nicht sagen kann. Die neu kreierten Jobs in den USA sind das jüngste Beispiel: im März waren es plötzlich „nur“ 120’000 Stellen. Alle Wirtschaftsjournalisten kommentierten langatmig, aber keiner fragte, ob man die Daten überhaupt genau genug erfasst, um grosse Schlüsse zu ziehen.

    • Wyler Thomas sagt:

      In der Naturwissenschaft hat sich der Mathematiker und Naturforscher Carl Friedrich Gauss wohl als erster
      systematisch mit Fehlerrechnungen und möglichen Fehlern auseinandergesetzt. Wenn eine Formel in einem
      physikalisch „bekannten“ Raum dann relativiert wird, kann man nach Gauss eine mögliche Fehlerrechnung machen.
      In der Theoretischen Physik sind viele Resultate von solchen Raumrelativierungsannahmen abhängig.;d.h.: jede
      physikalische Formel „stimmt“ nur lokal, räumlich betrachtet; d.h: bezüglich physikalischen Normbedingungen.
      Das Problem dabei ist, dass man diesen Proberaum bzw. physikalischen Relativierungsraum nie echt kennen kann.
      Wenn man also absolut relativieren möchte, wird der Fehler immer “ total “ sein bzw. ein ehrlicher Physiker wagt nur hypothetische Aussagen zu machen.
      Bsp.: Das 2 dimensionale Cartesische Koordinatensystem sei unser physikalische Anschauungsraum, wobei der lokale
      0-Ursprung des Koordinatensystems betrachtet wird. Die Y-Achse liefert unsere Proberaumwerte, so kann man lokal
      schliessen, dass der ganze Y-Achsen-Raum Messwerte liefern wird. Die Hypothese kann jetzt so formuliert werden:
      Jeder Punkt in der Cartesischen Zahlenebene ist ein physikalischer Messpunkt. Wenn man diese Hypothese mit
      einem physikalischen Messgerät überprüfen würde, hätte man aber nur Messpunkte auf der Y-Achse und der X-Achse.
      D.h: Die Messpunktmenge hat relativ zur tatsächlichen Messpunktfehlermenge den Zahlenwert 0;
      d.h: fällt überhaupt nicht ins Gewicht. Kurz: jeder lokal betrachtete physikalische Proberaum bzw. Testraum
      ist eben nur lokal betrachtet bzw. getestet; will man aber beliebige, unendliche deduktive Schlüsse daraus folgern, kann man sich „total“ irren. In der Physik bedient man sich nun eines Skalierbarkeitstricks. Man probiert, von unseren mensch-
      lichen Grössendimensionen aus, alles relativierend zu betrachten und so „objektivere“ Relativierungsgrössen zu entdecken
      als die Standardmenschengrössen. Die Lichtgeschwindigkeit c im Vakuum ist so in jedem Inertialsystem konstant und daher
      eine solche Standardgrösse. …
      Wenn man jetzt mein kleines Gedankenexperiment einbezieht, könnte die Cartesischen Koordinatensystem-Achsen das einzige System sein, wo c konstant ist; ausserhalb dieser Koordinatensystem-Achsen gibt es dann nur Inertialsysteme, in denen c nicht konstant ist; wobei die Cartesische Koordinatensystem-Achsen das aktuelle Universum repräsentieren könnte. …
      Wie etwas wirklich ist, können wir nie vollständig wissen, aber wir können immer aus lokalen Beobachtungen „universelle“ Hypothesen konstruieren. Lokale Trivialitäten können unglaublich komplex werden, weil eine lokale Trivialität für uns endlichdimensional sein kann, die Realität aber unendlichdimensionale Welten für uns ewig verborgen lässt. …
      Wie praktisch eine Wissenschaf(f)tssprache ist, hängt von deren Entwicklern ab.
      Wenn sie zu praktisch ist, können Fehler damit gemacht werden, die überhaupt nicht auffallen; weil diese Sprache automatistisch umgesetzt wird; ohne kritisch zu hinterfragen, was man überhaupt macht. Einem Computerresultat blind zu vertrauen, kann zu automatistisches Vertrauen sein. …
      Wie gross muss ein Anschauungsraum mindestens sein, damit man eine „universelle“ Aussage machen kann?
      Wenn es nur eine Hypothese ist, beliebig gross; wenn es echte Wissenschaf(f)t sein soll, hängt dies wohl von dem
      Einfallsreichtum des Wissenschaf(f)tlers ab und des Niveaus der Wissenschaf(f)tssprachselbsterzeugung bzw.
      wie „universell“ lokal relativiert wird. …
      Bekanntlich kann man sich nirgends so genau irren wie in den Wissenschaf(f)ten. …
      Wenn man exakte Bezugssysteme geben würde, müsste man auch darlegen, wie man methodisch beim
      Datenerfassen vorgegangen ist, dies würde viel zu viel Platz in jeder Zeitung gebrauchen, denn man müsste
      zum Bsp. die sogenannten Ausreisser bei der Datenerfassung genau erklären und sagen, weshalb diese Ausreisser
      Ausreisser sind.Auch geht es ja einfach um bestimmten Tendenzen, rein visuell, mit grösseren Prozentzahlen, mehr Gewicht zu geben.
      2, … % ist noch psychologisch akzeptabel ; 3,…% ist über der psychologisch akzeptablen Grenze; je nach den aktuellen
      Machtverhältnissen ist zu viel ökonomische Genauigkeit sogar problematisch.
      Es gib auch diverse populärwissenschafftliche Bücher wie man mit Statistik „lügen“ kann.
      Da Lügen auch nur Wissen ist, gibt es wohl nur Wissenschaf(f)tler auf dieser Welt; denn Wissen kann immer zum Selbst-
      läufer werden; z.B: der OVERFLOW bei einem Computer; jede Zwangshandlung etc. …
      Jede Datenerfassung kann, von sehr guten Statistikern, vordesignt werden, sodass ein Laie niemals etwas über die Aussagekraft einer solchen Erfassung sagen kann. Jeder Mensch, der sich nicht jahrelang intensiv mit Statistik,
      Physik und Mathematik beschäftigt hat, wird wohl auf dem Statistikuserniveau bleiben und professionelle Statistikstardesigner niemals durchschauen können. … Vielleicht gibt es einmal die Möglichkeit, dass jeder Schweizer Bürger hervorragend in Wissenschaf(f)ten ausgebildet wird; vielleicht könnte man dann jede Wissenschaf(f)t mit ökonomischen Wissenschaf(f)tssprachen analysieren, wobei jede Wissenschaf(f)tssprache eine ökonomische Wissenschaf(f)tssprache sein kann. Vielleicht ist ja jede Sprache nur aus ökonomischen Gründen existent.
      Freude, Zufriedenheit, …
      können auch ökonomischen Motivatoren sein, für eine Menschenfriedsamkeitswelt. …
      Es wäre wunderbar, wenn wir Menschen ökonomiemündig erzogen werden könnten, dann
      würden wir uns gegenseitig so fördern, dass unser Innovationsgeist zur Lebensqualitätsverbesserung
      der Menschheit eingesetzt werden könnte.
      Solche Eutopien sind wohl erst möglich, wenn jeder Mensch eine FAIRTRADE-Mentalität hat.

    • Wyler Thomas sagt:

      Kleine Regel zum Interpretieren von Statistiken:
      Regel: Traue nie einer statistischen Aussage, die du nicht selbst gekonnt designt haben könntest. …
      Begründungen zu meiner Statistikinterpretationsempfehlung:

      – Wenn die Möglichkeiten zu einer konstruktiven Kritik, mangels fehlendem Datenmaterials,
      schon ausgeschlossen werden, ist das Datenmaterial wohl nicht einmal von einem
      Statistikstardesigner kunstvoll vorbereitend-kreiert (- praekreativ realisiert -) worden.

      – Mach es so wie geschichtserfahrene – Geschichtserfahrung kann auch lesend verinnerlicht werden.- Menschen,
      die prinzipiell alles Neue ablehnen, weil sie sich mit dem
      Neuen nicht beschäftigen … etc. … .
      – Durch Überinterpretationen können leicht Gerüchte entstehen.
      – Auch Statistik ist nur eine Geschichtenschreibekunst, deren Kunstfertigkeit zu erlernen mindestens so
      schwierig ist, wie das Schreibenlernen eines hervorragenden Romans. – Dies nimmt normalerweise mindestens
      mehrere Jahrzehnte in Anspruch und die meisten Menschen belassen es dann lieber bei ihrem aktuellen Leserniveau;
      mein Leserniveau entspricht dann, metaphorisch betrachtet, etwa dem Easy Reader Literaturniveau .-

    • Wyler Thomas sagt:

      Es gibt auch interessante Statistikbücher, die sich mit Themen wie z.Bsp.:
      wie überzeugt man mit Statistik? … etc. … befassen.
      Statistik gehörte früher zu den physikalischen Wissenschaften.
      Erst in der Neuzeit wurde Statistik zu einer eigenen Wissenschaft.
      Deshalb könnte man, salopp überinterpretierend, die Meinung äussern , dass schlechte Physiker niemals gute
      Statistiker werden können.

  • Wyler Thomas sagt:

    Jede Wissenschaft braucht Wissenschaftler, die ein Denkwerkzeug, nämlich eine Wissenschaf(f)tssprache,
    konstruieren bzw. anwenden. Dieses Werkzeug ist für die jeweilige Wissenschaf(f)t adaptiert. Jede Wissenschaf(f)ts-
    sprache beinhaltet viele Denkautomatismen, die der virtuose Wissenschaf(f)tssprachkünstler kaum mehr kritisch
    hinterfragt. So kann sehr viel wissenschaf(f)tssprachlich blendende Eleganz entstehen, die so hell leuchtet, dass
    man den realen Glanz der Natur nicht mehr wahrnehmen kann. Solche Sprache wird so quasi selbsterzeugend bzw.
    selbstschaffend eingesetzt. Deshakb ist es wichtig, dass der kritische, stehts hinterfragende, Umgang mit einer
    Wissenschaf(f)tssprache intensiv trainiert wird. Man sollte nicht nur den automatistischen Gebrauch einer Wissenschaf(f)tssprache üben, sondern auch lernen, wie man herausfinden kann, was hinter so einem Werkzeug
    wirklich steckt, wo die „aktuellen“ Anwendungsgrenzen der jeweiligen Wissenschaf(f)tswerkzeuge sind, etc. …
    Eine Wissenschaf(f)tssprache ist eine ewige Baustelle ! …
    Jede Wissenschaf(f)tssprache ist von kritisch denkenden Menschen entwickelt worden, deshalb kann jede Wissenschaf(f)tssprache jede Wissenschaf(f)tssprache weiterbringen; wobei diese nur von Menschen konstruierte Werkzeuge, mit unvermeidbaren Mängeln, bleiben. Ein Allwerkzeug hat es bis heute noch nicht gegeben.
    Wie brauchbar ein Werkzeug ist, hängt nicht nur vom Werkzeug ab, sondern auch vom jeweiligen Benutzer. …
    Wie geht es wohl weiter mit der automatisierten Wissenschaf(f)tssprachwerkzeuge-Welt ?
    Automatische Börsenspekulationsprogramme, die auf hypothetisch angenommenen Allwerkzeugen basieren,
    haben wir teilweise schon. Die von Menschen konstruierten Wissenschaf(f)tssprachen werden dort automatistisch,
    quasi kritikfrei, in Computersysteme implementiert.
    Sobald automatistische Börsenkriegsführungssysteme endlich korrekt funktionieren werden,
    ist wohl der Weg geebnet für die automatistische Kriegsroboter Konfliktlösungswelt. ..
    Es gibt noch viel Fantasiespielraum. …
    Wenn wir ökonomische Rahmenbedingungen realisieren können, sodass weltweit hervorragende und lebenslange Erziehungs- und Ausbildungswelten für jeden Menschen möglich sind, kann weltweit eine FAIRTRADE-Mentalität entstehen,
    sodass viel wohlstandsförderende Ideen und Konzepte möglich sind, als die uns aktuell Bekannten.

  • Oliver sagt:

    Ein guter Artikel zu diesem Thema aus dem post-autistic economics review

    What Is Neoclassical Economics?

    The three axioms responsible for its theoretical oeuvre, practical irrelevance and, thus, discursive power

    http://www.paecon.net/PAEReview/issue38/ArnspergerVaroufakis38.htm

  • Rolf Schumacher sagt:

    Sergio Mafiotti überweist dreist und offnen einen Scheck über 100 Millionen sfr an die Wirtschaftsfakultät der Universität Zürich. Er unterstützt damit nicht die ökonomische Pseudowissenschaft, sondern er kauft sich tonnenweise „wissenschaftliche“ Publikationsfeigenblätter. So plump bestechlich ist Wissenschaft. Frei denken kann man demnach bloss ausserhalb der Alma Mater? Mir wird Speiübel. Dass die medizinische Forschung von der Pharmaindustrie finanziert wird und demnach nur publiziert wird, was den Geldgebern in den Kram passt (siehe Gardasil) war mir bekannt. Dass nun aber offiziell und dreist auch nationale Universitäten gekauft werden ist mir neu und einfach nur widerlich . Pfui Sergio Ermotti, Pfui Teufel. Kann man auf ein Diplom der UBS-Uni-Zürich wirklich stolz sein. Hat ein solches Diplom noch einen Wert, oder ist es einfach ein UBS-Opportunisten-Wisch?

    • Linus Huber sagt:

      Wenn das Geld aus dem Privatvermögen von Sergio und Clan (inkl. Ospel) kommen würde, könnte er ein wenig Respekt von mir gewinnen. In diesem Fall jedoch kaum, da sich damit das Risiko „UBS“ für die Schweiz nur noch mehr erhöht.

      • Wyler Thomas sagt:

        Bei diesem Geld weiss man wenigstens woher es kommt. Somit kann man vermuten, was für Resultate vorgegeben werden,
        die wie beim Jeopardy-Quiz zu den Grundlegenden Fragen führen, die die Resultate-Menge bestätigen. …
        Dieses Phänomen kommt in allen Wissenschaften vor; nur die Finanzierung ist meistens nicht so offensichtlich
        transparent wie in diesem Fall. …In der Politik ist ja die Transparenz auch auf einem tieferen Niveau. …
        Wie besser ein Wissenschaftler/ Politiker ist, umso erfolgreicher ist er im “ Jeopardy-Quiz“-Wissenschaften/Politisieren. …
        Wie transparent darf eine Ökonomie sein? Kann eine Welt, die wegen ökonomischen Krisen, stehts in Kriegswirren
        verwickelt war, auf völlige ökonomische Transparenz setzen? Solange wir Menschen nicht von uns aus auf
        FAIRTRADE setzen, können wir nicht erwarten, dass ein zu schnell eingeführter Transparenzökonomietotalitarismus
        nicht unweigerlich in einer Warlord/Terrorismus – Welt endet. …
        Gedankenexperiment:
        Führen wir doch das Identity-Sensitive-Money gekoppelt mit allen Interneteinträgen ein, damit wir sicher gehen können,
        dass nur unseren Moralvorstellungen entsprechende Ökonomiehandlungen mit diesem Geld realisiert worden sind.
        Bei diesem Geld weiss man immer was der jeweilige Besitzer damit ökonomisch realisiert hat. Kriminelles Geld fliegt
        sofort auf und wird deflationsbereinigt geldhoheitsmässig blockiert.
        Bsp.:
        Man hat 100 ISM und kann exakt herausfinden was für Menschen alles mit diesen 100 ISM gemacht haben;
        die Geldhoheitsmacht kann in Echtzeit realisieren ob das Geld schön legal eingesetzt wird; es gibt ja immer
        einen Identitätsabgleich gekoppelt mit dem legalen Konsum von legalen Produkten. Scheinfirmen mit Scheinprodukten
        hätten keine Chance in diesen legalen Geldraum einzudringen. Kleine Mafianetzwerke würden schnell mal auffliegen,
        da Konsumzyklen einfach zu erkennen wären. Steuererklärungen müssten keine mehr ausgefüllt werden, da es eine
        totale Geldflussüberwachung gäbe. Jedes Börseninsidergeschäft würde sofort, oder etwas später auffliegen. …
        Wer kriminell tätig sein möchte hätte Möglichkeiten:
        1. den Staat total zu unterwandern und irgendwie einen Staatstotalitarismus realisieren, der rechtens alles für einen Clan macht;
        2. es gibt eine mafiöse Produktetauschhandelswelt; was steuerlich auch intertessant wäre, wenn nur der Geldfluss
        besteuert würde.
        3. jedes Produkt würde wohl auch bald in das Identity-Sensitive-…-System übernommen; aus steuertechnischen
        und kriminellen Gründen.
        4.es gibt noch viel fantasiespielraum.
        .
        .
        .
        n. …
        Folgerung:
        Jede Mafiawelt will dann mindestens den 1. und 3. Fall durchsetzen und wird dann den sogenannt freien, offen und ehrlich denkenden Menschen mafiastaatsrechtens alles „ermöglichen“.
        Folgerungen:
        Wer zu viel Transparenz in einer Gewaltwelt realisieren will, hilft nur den Mafiaorganisationen; denn von Staates
        wegen aufgezwungene Transparenz/Ehrlichkeit verhindert, dass Menschen von sich aus noch „Gutes“ tun können;
        man kann in so einer Welt nur noch Mafiastaatsgutes tun. …
        Wer wirklich unsere Ökonomie reformieren will, kann dies nur erfolgreich mit flexiblen Rahmenbedingungen tun, die
        den Menschen die Möglichkeit geben, echt das ganze Leben lang erzogen und ausgebildet zu werden, damit wir
        moralisch auf ein FAIRTRADE-Niveau gehoben werden können. Solange wir aber nur möglichst viel
        technisches Wissen in unseren „perfekten“ Erziehungs- und Ausbildungslehrgängen vermittelt bekommen, muss man sich nicht wundern, dass sogar Ärzte – Assad,Karadzic, …- zu Menschenschlächtern mutieren können. …
        Reine Staatslösungen können genauso gefährlich sein wie Staatsfreiheitslösungen.
        Meine Devise ist, dass der Staat die Privaten im Zaum halten sollte und die Privaten den Staat.

        • Rolf Schumacher sagt:

          Insbesonder der letzte Staz ist wichtig. Unter privaten verstehe ich wahre Privatpersonen. Nicht Scheinprivare im Auftrag der Mafia. Unter dem Staat verstehe ich einen Staat der vom Volk (echte Steuern für alle) bezahlt wird und nicht von der Mafia gesponsert.
          Deshalb ist es auch extrem wichtig, dass die Wissenschaft nicht von Sergio Mafiottis der Welt gekauft wird, sondern neutrale fundierte Analysen, welche für den Privatmann und den Politiker verständlich sind liefern. Leider sind wir meilenweit davon entfernt. Unsere Welt wird finanziert und diktiert von Grossbanken, Trusts, FIFA (Fussball Weisswaschanlage, siehe GC DOSE……..

          Wir müssen mit allen Mitteln, gegen diese Ungerechtigkeit (Staatsverkauf, Wissenschaftsverkauf angehen) Ein Ermotti und auch ein Sepp Blatter sind nicht die Schweiz. Wir sind sie.

  • Wyler Thomas sagt:

    Ein Modell ist Etwas, das Alles so Modell erkenntlich vereinfacht, dass nur noch Modell Erkenntliches gebraucht wird, damit perfekt Modell getreu entschieden werden kann. ; )
    Auch Juristen und Ökonomen verhalten sich Modell dienerisch. (Viele Wissenschaftler verhalten sich rein Modell
    dienerisch, weil sie sonst keine finanzielle Unterstützung für ihre Arbeit bekommen; auch nicht von sogenannten frei und offen denkenden Menschen. …
    In der Physik wurde das Gedankenexperiment eingeführt, damit man als einfacher Mensch ein einfaches Modell, aus einer
    nie echt durchschaubaren Komplexitätswelt, kondensieren kann.
    Wenn solche Modelle auch noch mit Humor weitergegeben werden können, bleiben sie in bester Erinnerung. Die Grenzen solcher Modelle sollten aber auch mit viel Humor erklärt werden, damit wird keine Sklaven von diesen Modellwelten werden. Hier ein kleiner Beginn, für ein unfertiges Gedankenexperiment, zu einem kleinen Modell.
    Grundthese:
    mit jedem Logizismus ist immer Alles, was mit Logik endlich dargestellt werden kann, erklärbar; da jeder Logizismus so erweitert werden kann, dass ein beliebig anderer Logizismus daraus entstehen kann.
    Wenn diese Grundthese ein Minimalismusmodell sein kann, ist immer Alles erklärbar, was perfekt daherkommt; deshalb
    sind wohl Perfektionen in unserer Welt so wichtig.

    Ökonomiemodellthese:
    Jedes Ökonomiemodell setzt auf ein dynamisches Spring-Feder-Clan-Pilotenspiel-Familien-Prinzip.
    Diese Springfeder kann wachsen, schrumpfen , etc. … und ganz interessant umherhüpfen, denn sie wird vom
    Leben auf dieser Welt angetrieben. … wie humorvoll es weitergeht, hängt vom jeweiligen Modellkonstruktor ab. …; )

    Deshalb arbeitet an humorvollen Modellen, damit in einer entspannteren Atmosphäre etwas gedanklich Neues
    entstehen kann, was uns Menschen auf dieser Welt echt weiterbringt.
    Denn traurige Geschichte, die sich immer und immer wieder echt reproduzieren muss, weil keine echt neuen Ideen
    realisiert werden, die uns Hoffnung machen auf mehr Menschenfriedsamkeit, ist im ökonomischen Sinn
    verschwendete Geschichte.

    • Wyler Thomas sagt:

      Korrektur!!!
      Am Ende der 6.-ten Zeile von oben fehlt nach “ frei und offen denkenden Menschen. …“ die Schlussklammer „)“.

  • Andres Müller sagt:

    «Die soziale Verantwortung des Managers ist es, mehr Geld für den Aktionär zu verdienen.» Milton Friedman. Aus diesem Grund wird demnächst die Diskussion wieder auf weitere Bankenunterstützung hinaus laufen. Die Deutsche Bank, welche jeden Tag hunderte von Derivaten auf den Markt wirf um das oben erwähnte Ziel zu erfüllen, wird dies Rücksichtslos auf die Gesammtgesellschaft betreiben. Da die Risiken durch diese Emissionen ständig steigen wird der einzige Zweck politischer Äusserungen der Banken -CEO darin liegen, das Risiko ihres Konzerns auf fremde Kosten zu minimieren.
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anleihen/duestere-prognose-deutsche-bank-warnt-vor-neuer-krise/6528538.html

    • Urs sagt:

      …hier noch eine kleine Geschichte über Derivate…

      DX0BGY war nur ein kleines Rädchen im gigantischen Getriebe der Finanzindustrie. Aber das Tageszertifikat ist gleichzeitig Sinnbild eines abgehobenen Kasinokapitalismus, der mit herkömmlichen Bankgeschäften nicht das Geringste mehr zu tun hat.

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=12904

      • Andres Müller sagt:

        Hallo Urs, Derivate wie DX0BGY,Hochfrequenzhandel und Risikominimierung (auf Kosten der Anderen) sind leider die einzigen Fakten die nach Diskussionen über Ökonomie am Ende des Tages in der Realität übrig bleiben.

        Die Entwicklung nimmt seinen Lauf, ohne Wirtschaftsethik.

        Ohne Eingriffe geschieht aus meiner Sicht nun etwa dies:

        Zuerst wird die Mittelschicht von Krediten abgesägt, diese dann in Grosskonzerne überführt um am Ende Bankensystem und Grosskonzern zu fusionieren. Solche Vorgange finden bereits statt, etwa bei Siemens.

        Wovon Siemens aber keine Ahnung hat, die Fusion mit einer Bank führt ereits mittelfristig dazu dass die Produkte vollkommen von ethischer Regulierung abgekoppelt werden, sie dienen letztlich nur noch dazu um mit minimalem Aufwand möglichst viel Kapital aus menschlicher Arbeit herausschlagen zu können.

        Zuoberst in einem solchen System werden aber nach der Fusionierungsphase die Derivate das Kerngeschäft „Produkte Erzeugen“ ablösen, denn das verspricht noch höhere Gewinne. Das Produkt dient dann lediglich noch dazu die Risiken zu minimieren.

        Sind die Geschäftsmodelle Bank und realwirtschaftlicher Konzern fusioniert, gleicht es mehr dem einer Bank. Zuobest steigen die Saläre und unten an den Werkbänken werden radikal Stellen abgebaut. Im Ergebnis kommt es dazu das unsere Gesellschaft einer Chimäre aus realwirtschaftlichem konzern und einer Grossbank gegenübersteht, die in sich ein pseudostaatliches Gebilde darstellt. Die Internationalisierung der Gebilde die sich so ergeben werden die Nationalstaaten weiter marginalisieren und diese Konstruktionen werden die Möglichkeit besitzen vor Steuern besser zu sparen als alle anderen Konzerne.

  • Andres Müller sagt:

    PS: Die Diskussion über Ökonomie wird bald wieder der Diskussion Platz machen, wieviel Geld die Banken benötigen um die Krise überwinden zu können.
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anleihen/duestere-prognose-deutsche-bank-warnt-vor-neuer-krise/6528538.html

    Vorherrschend ist die Bankenökonomie die sich von Ethik losgelöst hat. Getreu den Vorstellungen eines Milton Friedman «Die soziale Verantwortung des Managers ist es, mehr Geld für den Aktionär zu verdienen.» Das hat sich inzwischen in den Derivate-Markt eingefilzt. Die Deutsche Bank die oben über neue Krisen warnt, sie emitiert jeden Tag hunderte von Derivaten welche eben dieses Profitstreben maximieren will. Diese Derivate erzeugen aber Märkte sich von der Realwirtschaft komplett ablösen, weil es unerheblich ist ob die Märkte steigen oder sinken, die Bank profitiert gerade dann wenn Volatilität höher wird. Eine Untersuchung der Nanex hat ergeben dass dies seit dem Siegeszug des Hochfrequenzhandels tatsächlich der Fall ist.
    Eigentlich sind es auch nicht mehr die Aktionäre die davon profitieren, obwohl sie eine Gewinnausschüttung erhalten, sie müssen nämlich mit ständig steigendem Risiko eines systemischen Kollaps rechnen, bei dem sie alles auf einen Schlag verlieren. Mehr Geld verdienen kann nur durch höheres Risiko erfolgen, und dieses Risiko steht inzwischen auf einem Niveau welches einer globalen Geldentwertung näher kommt. Die Ethik Friedmans endet also im über die Massen angestiegenen Risiko die durch Geldkonzentration verschärft wird, sie setzt nun das Wohl der Aktionäre über das der Gesamtgesellschaft und wird deshalb schneller als Saurier TRex den Massentod durch übertriebenen Gigantismus einleiten. Das Kuriose dabei, wer dabei am längsten mitmacht wird zuletzt sterben, dann aber Schmerzhafter als die ersten die im Risiko fallen. Somit sage ich warnend, glaubt nicht das Rückblickend in hundert Jahren Griechenland den schmerzhaftesten Untergang erleben wird, unserer wird wenn er geschieht noch Grausamer ablaufen.

  • Viktoria Steiner sagt:

    Im Gegensatz zu den Naturwissenschaften gehören Wirtschaftswissenschaften zu den Sozialwissenschaften – und keine Mathematik der Welt kann diesen Umstand ändern. Wirtschaftswissenschaften befassen sich mit einer Tätigkeit von Individuen und menschlichen Gesellschaften – der Produktion, Entwicklung und dem Austausch von Waren und Dienstleistungen – dem Wirtschaften eben.

    Dieser Unterschied hat Konsequenzen, die sich nicht nur die Wirtschaftswissenschafterinnen und – wissenschafter, sondern auch wirtschaftlich und politisch handelnde Personen, also wir alle, nicht ignorieren dürfen.

    Jemand, der naturwissenschaftliche Forschung betreibt hat – sofern sein Forschungsobjekt nicht lebt – beeinflusst mit den Modellannahmen seiner Forschung sein Forschungsobjekt nicht. Die Erde kreist um die Sonne, sie tut dies nach bestimmten, komplexen physikalischen Regeln – und sie tut das, egal, ob Galileo oder Einstein in ihren Theorien richtig liegen. Forschende in diesem Bereich haben den Luxus, durch Experimente, Hypthesen und Theorien die Realität zu erforschen und sich ihr so, hoffentlich, nach und nach anzunähern. Liegen sie falsch, wird sich der Fehler in ihren Experimenten irgendwann als seltsame, unerwartete Ergebnisse manivestieren und man kann eine neue Theorie bilden.

    Diesen Luxus haben Sozialwissenschaften nicht. Sobald sozialwissenschaftliche Theorien und Modelle in die „freie Wildbahn“ gelangen und in Wirtschaft und Politik angewendet werden, besteht die Gefahr, dass die wissenschaftlich nötigen Vereinfachungen auf die komplexe Realität angewendet werden. Und damit *werden* sie gewissermassen Realität. Sozialwissenschaftliche Modelle, die von politischen und wirtschaftlichen Akteuren (oder aufgrund von Beratung) umgesetzt werden, werden dann sozusagen am lebenden Objekt getestet – die grossen Utopien und Ideologien des 19. und 20. Jahrhunderts wurden auf diese Weise zu gigantischen Experimenten, an deren Folgen Millionen Menschen gestorben sind und mit denen wir teilweise jetzt noch zu kämpfen haben.

    Das ist kein Plädoyer gegen Sozialwissenschaften. Im Gegenteil. Wir brauchen ein besseres Verständnis davon, wie unsere Gesellschaft funktioniert, nach welchen Regeln wir zusammenspielen (wollen), wie wir unser Handeln am besten organisieren etc. Dafür brauchen wir auch theoretische Modelle, die die Wirklichkeit vereinfachen. Diese Vereinfachung aber mit der Realität zu verwechseln – wenn die Forscherinnen und Forscher diesen Fehler nicht begehen, besteht die Gefahr bei jenen, die wirtschaftliche und politische Entscheidungen treffen – ist brandgefährlich. Darum geht es.

    Die Ökonomie muss endlich wieder klarer kommunizieren, dass sie eine Sozial- und keine Naturwissenschaft ist. Dass Zahlen, auch wenn sie so schön eindeutig wirken, in diesem Bereich nie eindeutig sind. Dass sie gleichzeitig Beobachterin und handelnde Akteurin in diesem Spiel ist – dass sie die Regeln gleichzeitig erforscht und schreibt.

    Das ist in einem gewissen Sinn eine Diskussion auf der Meta-Ebene – das sagt noch nichts über die Inhalte der ökonomischen Lehre aus. Aber die Ökonomie muss sich dieser Diskussion stellen – genauso, wie es die Politikwissenschaft immer wieder tun muss, wenn ein neues Regime versucht, die Welt nach dem einfachen Modell zu formen, statt umgekehrt.

    • Urs sagt:

      …so oder so ist es eine anmassende Wiederwärtigkeit das sich die Oekonomen so über alle anderen Erheben konnten… und Erklärungen für alle nur erdenkliche Bereiche des Lebens gefunden haben… in Ihrer Arroganz und oft auch Ignoranz merkten diese aber eben nicht, das nicht alle Bereiche des Lebens von der Oekonomie gelenkt werden… ja, vielmehr sind es wohl am Ende die kleinsten Bereiche… rein Oekonomisches Denken findet wohl nicht mal beim täglichen EInkauf statt auch wenn jemand mit einem ganze Stapel Gutscheinen in den Laden geht und die Preise vergleicht…

      …und heute sind wir bereits soweit getrimmt auf Oekonomischen Nutzen (auch wenn es uns direkt nichts bringt) das die erste Frage stets lautet…“und wer bezahlt das“ verbunden mit einer Wunderlichen redefintion des Gerechtigkeitsbegriffs und des Leistungs- und Entlöhnungsprinzips…

      Immerhin, es hat mehr als 30 Jahre äusserst intensiver Propaganda gebraucht um die meisten Menschen dazu zu bringen das halt einfach zu akzeptieren oder daran zu glauben. Das aber konnte zum Glück nicht verhindern das weiterhin Zweifel bestehen und Fragen gestellt werden…

      Man weiss aber auch, das wenn man die Menschen über lange Jahre anlügt, täuscht und über den Tisch zieht, das in dem Moment wo die Desinformation aufhört und sich auch nur die kleinste Alternative anbietet, sich die Menschen umgehend und in grosser Zahl abwenden… Egal wie lange und intensiv die vorhergehende Informationskampange gedauert hat…

    • Andres Müller sagt:

      Frau Steiner, das tut die Ökonmie ja auch -an oberster Stelle steht tatsächlich das Soziale Element, sogar ein Anspruch auf die korrekte Benennung der Gefühlshirarchie wird erhoben.

      Frau Mc Closkey beschreibt diesen Anspruch wie folgt:

      „An den Business-Schulen lernen sie aber nur die erste Hälfte. Aus diesem Grund schreibe ich meine Bücher. Ich schreibe sie gegen die Linken, aber ich schreibe sie auch gegen die Rechten, denn diese sind überzeugt, dass Gier gut ist, dass man so viel Geld wie möglich machen soll und jeden abzocken sollte.“

      Das einzige soziale Element der Ökonomen mit dem sie arbeiten ist die Aktivierung von Gier. Stellen Sie ihren Fernseher ein, dann werden sie sehen mit was die Realwirtschaft für ihre Produkte wirbt, mit der Ezeugung von Gier. Die gesamte Etik ist auf diese Gier aufgebaut und der daraus folgende sozialdarwinistische Wettbewerb.

      Ökonomie sollte alle Tugenden umfassen, meint aber Frau Mc Closkey, sie spricht sich deshalb für eine Humanökonomie aus. Das würde sie wohl nicht tun wenn sie annehmen würde dass Ökonomie und Humanethik bereits aufs engste verbunden wäre.
      http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/oekonomie-sollte-alle-tugenden-umfassen_1.16384897.html

      Ich denke diese Frau ist auf der richtigen Spur, und das würde bedeuten dass in einer alle Tugenden umfassenden Ökonomie Männer und Frauen dieselben Chancen haben müssten um ihre Bedürfnisse zu befriedigen -Nicht Gier zu oberst, sondern wohl überlegte und durchdachte Bedürfnisse die erst nach Einbezug aller Gefühle die Marktteilnahme einleitet, zuoberst der demokratisch erarbeitete Konsens.

      Eine Werbung auf dieser Basis würde dann etwa folgenden Inhaltes sein:

      „Unser Produkt Xxx will für Sauberkeit in allen Haushalten sorgen, auf ökologische Art und Weise, unsere Produkte werden auf der Basis gleicher Lohn für gleiche Arbeit produziert und unsere Mitarbeiter haben alle mindestens Existenz sichernde Minimallöhne. Und unser Direktor erhält nicht mehr Geld als das fünffache seiner Büroreinigungskraft. Wenn sie unser Produkt kaufen, dann erwerben sie auch ein sauber produziertes Produkt! Unsere Produkte werden mit nimimalem Energieeinsatz produziert und unterstützen das regionale Gewerbe.“ Denken Sie bei ihrem nächsten Einkauf an soziales Engagement, denn nicht nur ihr Küchenbereich soll glänzen, vielmehr soll auch ihr Herz zufrieden strahlen.“

      Naja ..ist noch verbesserungsfähig die Werbung, aber so ungefähr 😉

      • Anh Toan sagt:

        @Andreas Müller: Wo bleiben die Titten in Ihrer Werbung?

      • Andres Müller sagt:

        Anh Toan, wenn sie auf Bildmaterial stehen, ich habe ihnen die Grafik der letzten Dekaden – direkt von meiner Konkurrenz.Da gibts durchaus Beeindruckendes die Männerherzen höher schlagen lassen und die von mir oben erwähnte Gier anheizen. 😉

        http://demonocracy.info/infographics/usa/derivatives/bank_exposure.html

        • Urs sagt:

          @Andres Müller; danke für den Link… 🙂

          Erschlagend… Visuell und Gedanklich… und in der andern Ecke des Rings stehen die Bürger und Nationalen Oekonomien die sich nun zu Zwangsschuldendienst verdingen müssen…

          • Andres Müller sagt:

            Urs, diese Nötchen sind am Markt in Bewegung und fordern natürlich ständig neue Duplikate.Theoretisch sind diese Mengen seit Abkoppelung von Fiat Money von Gold beliebig vermehrbar. Das wäre auch eine Aufgabe für die Ökonomie gewesen das Problem der unendlichen Vermögens/Schulden –Ausweitung in den Griff zu bekommen, aber soviel ich mich noch erinnere waren US -Ökonomen gerade aus diesem Grund an Nixon gelangt. Seither ist die USA und die Welt von der militärischen Schlagkraft der Amerikaner abhängig. Auch etwas dass die Ökonomie sich espart, die Zusammenhänge zwischen (erfolgreicher) Geldmengenausweitung und (erfolgreichen) US-Militärinterventionen zu erforschen.

          • Anh Toan sagt:

            @Urs und Andres Müller: Habe mir die Bildchen angesehen; ja genau so geht Werbung, der Erfolg der Seite wäre noch grösser, wenn die statt Wolkenkratzer eben T…n genommen hätten. Da würde selbst Woody Allen neidisch („What you always wanted to know about sex, and never dared to ask“)!

            Ihnen ist schon klar, dass eine Bank, die neue Optionen herausgibt, gleichzeitig Puts und Calls auf den selben Basiswert herausgibt, netto kaum eine Exposition zum Basiswert besteht. Ihnen ist auch klar, dass bei einem Investment über Optionen meistens mehrere Optionen ge- und verkauft werden (Kauf Put mit Strike 0.45, Verkauf Put mit Strike 0.30, Kauf Put mit Strike 0.10). Ihnen ist wohl auch klar, dass eine Bank, die Longpositionen in Basiswerten hält, diese mit Puts absichert, was das Risiko vermindert, nicht erhöht.

  • Linus Huber sagt:

    Eric Beinhocker‟s excellent The Origin of Wealth tells us that modern economics was born out of the Frenchman Léon Walras’ singular failure to achieve anything with his life. Having failed dismally and respectively at mathematics, engineering, journalism and banking, he elected thereafter to steal and misapply scientific principles from the world of physics to the nascent sphere of economics.

  • Linus Huber sagt:

    The philosopher Karl Popper identified falsification (or “testability”) as the criterion that distinguishes between scientific and unscientific theory. Galileo called his own experimental tests cimenti, or “trials by ordeal”. Any scientific theory can be tested by experience – by observation or experiment. Try telling that to an economist. So we get a “profession” that promotes “theories” like the Capital Asset Pricing Model and advocates policies like “quantitative easing” and that awards Nobel Prizes to people like Paul Krugman.

  • Linus Huber sagt:

    An economist is a sponsored clown jester in the employ of either a bank or a government (these days, there is not much between the two), whose sole purpose is to toe the party line. If the party is a bank, the party line is that banks need to be supported by the rest of society at any cost, even if that cost is a multi-year depression. If the party is a government, the party line is just keep paying your taxes and shut up.

    – Tim Price.

  • Linus Huber sagt:

    @ Anh Toan

    Da Ihnen obige Aussagen so freuten, erlaube ich mich noch eine nachzuschieben:

    Most economists, it seems, believe strongly in their own superior intelligence and take themselves far too seriously. In his open letter of 22 July 2001 to Joseph Stiglitz, Kenneth Rogoff identified this problem. “One of my favourite stories from that era is a lunch with you and our former colleague, Carl Shapiro, at which the two of you started discussing whether Paul Volcker merited your vote for a tenured appointment at Princeton. At one point, you turned to me and said, “Ken, you used to work for Volcker at the Fed. Tell me, is he really smart?” I responded something to the effect of, “Well, he was arguably the greatest Federal Reserve Chairman of the twentieth century.” To which you replied, “But is he smart like us ?”

    – Satyajit Das.

  • Linus Huber sagt:

    Sorry bad translation

    “Wirtschaftswissenschaften sind ausserordentlich nützlich als eine Form der Arbeitsbeschaffung für Ökonomen” (J.K.Galbraith)

  • Linus Huber sagt:

    „Wirtschaftswissenschaften sind eine ausserordentlich nützliche als eine Form der Arbeitsbeschaffung für Ökonomen“ (J.K.Galbraith)

    „economics being an entire scientific discipline of not knowing what the hell you’re talking about. And there‟s some debate over the use of that adjective scientific“ (P.J. O‟Rourke)

    • Anh Toan sagt:

      @Linus Huber: „not knowing what the hell you’re talking about“

      Würden wir bereits wissen, bräuchten wir kein Wissen zu schaffen, keine Wissenschaft.

      Auch Physiker haben keine Ahnung, wie sie die Geschichte mit den Neutrinos erklären sollen, wie dies zu Newton und Einstein passt, und genau darum sind sie Wissenschaftler.

      Ein Jurist lernt auch nicht sämtliche Gesetze als Wissen auswendig: er lernt, wie man mit Gesetzen umgeht, wie Gesetze entstehen, oder entstehen könnten, dass Gesetze in anderen Kulturen anders waren oder sind und warum. Mit dem lernen eignet er sich eine Methodik an. Die Verfasser der Ebschaftsteuerinitiative wollen einen CHF Betrag in die Verfassung schreiben, es ist schlechte Juristerei, eine Verfassungsbestimmung so zu formulieren, dass sie alle paar Jahre angepasst werden muss.

      Was Sie hier schreiben, giolt für jede Wissenschaft, wenn es nicht so wäre, würde diese Wissenschaft obsolet.

      Die Eltern erzälen dem von Alpträumen geplagten Kind, sie wüssten, das nichts schlimmes geschehen kann. Dieses unumstössliche Wissen der Eltern gibt Beruhigung. Anscheinend können auch Erwachsene nicht mit Ungewissheit umgehen, und werfen den Wissenschaften vor, sie nicht mit Gewissheiten beruhigen zu können. Werdet erwachsen!

      • Linus Huber sagt:

        @ Anh Toan

        Es handelt sich nicht um meine Worte und ich habe auch die Adresse der aufgeführten Personen nicht, um Ihnen behilflich sein zu können.

  • Andres Müller sagt:

    „Die Ökonomie zu kritisieren macht sich momentan überall besonders gut“

    Welche Ökonomie? Ich sehe keine mehr.

    Nur um es kurz anzusprechen, folgender Vorgang hat mit Ökonomie nichts zu tun, sondern mit Zitronensozialismus:

    Präsident Obama drückte so viel innerhalb eines Jahres in sein 2009 Stimulus-Programm wie das NASA -Gesamtbudget in heutigen US-Dollar ausgedrückt, von 1958 bis heute. Dazu gehören die Mercury und Gemini-Missionen, Projekt Apollo Mond-Landungen, die Raumschiffe und Raumstationen, das Hubble-Teleskop und alles andere was die NASA getan hat.

    Die Agentur NASA ist mit dem letzten Huckepackflug der letzten Raumfähre nun eine blasse Parodie ihrer selbst geworden. Das gilt ebenso für die US Amerikanische Ökonomie, die nicht mehr im Dienste der Menschen steht, Hoffnungen und Inovation wohl lange nie wieder so verquikt wie in den Nachkriegsjahrzehnten. Genauso Schlimm ist es in Europa und Russland, die letzten monetaren Hoffnungen fliessen in die Bankkonzerne, während die Kleinen sparen müssen.

    DAS ist keine Ökonomie, das ist Traurig und zum heulen. Trauer ist weniger eine Wissenschaft, eher vielleicht noch Religion.

    • Frank Baum sagt:

      @Müller: War die Hoffnung in den Nachkriegsjahrzehnten höher als heute? Wahrscheinlich schon. Nach dem Trauma eines Weltkrieges und eines hoihen Wachstums ist das auch nicht erstaunlich. Wenn die heutige Krise überwunden sein wird, wird es mit der Zuversicht aber auch wieder nicht weit her sein.

      Eines ist sicher falsch: Heute ist die Innovation deutlich rasanter als in den Nachkriegsjahrzehnetn. Das ist kein Vergleich. Gerade die USA sind besonders innovativ. diese ganzen Internet-Blogs, die wir hier benutzen kommen ja letztlich von dort.

      • Andres Müller sagt:

        Die Internet-Technologie hat sich seit den 90er Jahren kaum geändert, da wurden lediglich aus alten neue Begriffe konstruiert. Die Sache hat sich nur in der breiten Masse ausgedehnt durch Kommerzialisierung, ich nutzte schon 1986 Computerforen. PS: Hypertext HTML Format wurde in der Schweiz im CERN erfunden. Es gibt Fortschritte in der Miniaturisierung, aber diese Technlogie zur Miniaturisierung stammt ebenfalls aus den 80er-90er Jahren. Kommen wir zu 3D Vision, sowas hatte ich 1974 schon mit einem Dual Diaprojektor und einer Polaroidbrille und Silberleinwand bei mir zu Hause. Ich sehe nichts wesentlich neues. Ich bin sogar überzeugt, die Mondfähre würden die Konstrukteure heute mit den Mitteln der 60er Jahre nicht mehr hinbekommen, sie müssten kopieren. Es gibt zwar viele neue Produkte, doch deren Lebenszeit nimmt ständig ab -und ein Mehrwert ist Zweifelhaft. Die erste Fernsehauflösung im HDTV Format sah ich von Sony 1982 auf einem Plasmabildschirm. Kommen wir zu den Comuterbetriebssystemen, da sehe ich wenig Fortschritte seit Commodore Amiga und Atari. Sogar die Optik macht gerade wieder Rückschritte, etwa bei Windows 8 -ein unsägliche Oberfläche mit farblich abstossenden Kopfweh-Panels. Die Presseerzeugnisse kommen zwar nun über das Internet, aber ehrlich gesagt ich hätte lieber noch den Tagi und die NZZ, die Berner Zeitung von 1972. Nun haben wir allumfassenden Einheitsbrei.

        • Andres Müller sagt:

          Noch anzufügen, ich selbst habe die Zeit der 60er Jahre miterlebt, nein -die Innovationskraft war um das hundertfache mindestens höher als heute. Man muss das in der Relativität zu vorher sehen. Praktisch die ganze Innovation heute wurde von 1950-85 vorgedacht. Ich sehe nur Weiterentwicklungen dieser damals vorgedachten Technologien, aber kaum Technologiesprünge. Ich glaube auch dass die bedeutendsten Wissenschaftler der Moderne von 1900-1972 lebten und die bedeutensten Ökonomen sogar vor 1950. Genauso die Politiker, seit Adenauer, Kennedy, Willi Brandt sehe ich kaum mehr bedeutende Figuren der Weltpolitik -schon gar nicht in der Schweiz. Jedenfalls habe ich in meiner Jugend eine Fortschrittsgeschwindigkeit erlebt und daraus entstehenden Hoffnungen, die ich so leider als Vergangen ansehen muss. Stellen sie sich vor AHV, IV – wurden damals geschaffen, und heute ist nicht mal mehr genügend Geld dafür vorhanden -wie Peinlich mit einer angeblichen Produktivität von über 300% zu damals.

          • Frank Baum sagt:

            @Müller: Dass sich in der Informationstechnologie seit 1985 nichts mehr wesentliches getan haben soll, ist schlicht absurd. Man mag als Innovativ beurtielen, was man will. Über den Nutzen kann man auch streiten. Man kann aber kaum über die Auswirkungen diskutieren. Es werden heute viel mehr Patente angemeldet als je zuvor. Die Leistung von Computern – nicht zu vergessen von Internet-Applikationen – hat ein exponentielles Wachstum hinter sich. Versuchen Sie doch einmal einen normalen Zeitgenossen von 1980 vor Augen zu führen und mit welchen technischen Gerätschaften dieser durch Alltag und Berufswelt ging mit einem vergleichbaren Zeitgenossen von heute – sprich: man denke sich alle Dinge, die man heute nutzt (vom Internet, Excel, Email bis zum MP3-Spieler und Smartphone) und die es damals nicht gab. Dann vergleiche man den Zeitgenossen von 1980 mit jemandem von 1950. So betrachtet hält der Technologiesprung von 1950 bis 1980 einem solchen von 1980 bis heute nicht Stand.

            Politiker: Politiker sind nicht so schlecht wie ihr Ruf und nicht so gut wie ihr Nachruf. Das hat ja Ogi von sich schon gesagt und das trifft den Kern der Sache ziemlich gut. Man jammert gerne über die heutigen Politiker und schwärmt von den Grössen vergangener Tage. Dabei übersieht man sehr oft, dass von den Politikern des Anno Dazumals viele schlicht vergessen gingen und selbst, die, an die man sich erinnert, von ihren Zeitgenossen oft nicht als so gross whar genommen wurden. Keiner hielt von Helmut Schmidt etwas besonderes, als er im Amt war. Als er als 90-Jähriger Kettenraucher in den Talkshowas auftrat, war er hingegen eine Wucht, weil er unbekümmert losplauderte.

            Forschung: Es gibt viele Forschungsgebiete, deren Durchbrüche zurück liegen. So hat die Physik in den letzten 50 Jahren kaum noch Nennenswertes hervor gebracht. In den Wirtschaftswissenschaften gab es hingegen durchaus innovative Ansätze: Behavioral Economics, Option pricing, Market Theories. Ausserdem gibt es sehr innovative Erungenschaften in der Gentechnik, der Psychologie und den kognitiven Wissenschaften. Was sich wirklich als bahnbrechend durchsetzen wird, wird man eher später erkennen. Aber die Menge der neuen Erkenntniss stellt jede frühere Epoche in den Schatten.

          • Andres Müller sagt:

            Sicher kann man sich darüber streiten Herr Baum, Entwicklung ist aber stets unter Nutzaspekten für die breite Bevölkerung zu betrachten, und da kann ich leider vor allem im sozialen Bereich seit einigen Jahren nur Rückschritte erkennen, die Sozialwerke sind in Gefahr von IV bis BVG und Krankenkasse. Wussten sie dass 30% der Schweizer die Kasse nicht mehr bezahlen können? Das wäre vor 20 Jahren zum Presseskandal geworden -heute hör man darüber nicht mal was auf der hinterletzten Seite.
            Wenn wir mal die Fortschritte in Zahlen betrachten, da sind relevante Daten wie Konsum und Lohn in einen langfristigen Abwärtstrend gefangen, jedenfalls im Schnitt der westlichen Industriegesellschaft. Mag sein dass Sie heute günstig ein Mobiltelefon erwerben können das ich vor 20 Jahren gar nicht kaufen konnte, allerdings konnte ich vor 20 Jahren Möbel aus Holz kaufen für die sie heute ein Vermögen hinblättern müssen. Wer die Wahl hat hat die Qual 😉
            Hier die versprochenen Daten made in usa
            http://www.zerohedge.com/news/guest-post-wages-and-consumption-are-both-long-term-downtrends

  • Theo Stark sagt:

    Übrigens, was in all den Ökonomiemodell-Bashing-Beiträgen und -Diskussionen auch immer etwas vergessen geht: auch die „exakten“ Wissenschaften arbeiten mit Modellen. Diese sind eventuell realitätsnäher als Wirtschaftswissenschaftliche Modelle, aber dennoch nicht zwingend über allen Zweifel erhaben und sie werden auch laufend überarbeitet und überhohlt. Beispielsweise hatte die exakte Elementarteilchenphysik vor 50 Jahren noch eine andere Vorstellung oder ein anderes Modell davon, wie ein Atom aufgebaut ist.
    Überhaupt, diese exakte Naturwissenschaften beruhen ja auch nur auf der Interpretation von Resultaten und Ergebnissen aus Experimenten – doch ist die Interpretation auch in den exakten Wissenschaften immer die richtige? Und die weltberühmte Formel von Einstein beruht doch auch nur auf Berechungen – oder konnte jemals jemand ( und zwar nicht nur durch Kürzen, Substituieren und quadratischen Erweitern, was A.E. auch immer gerechnet hat) nachweisen, dass sich das Weltall tatsächlich ausdehnt? Beispiele von anderen Naturwissenschaften die mit Modellen arbeiten, fallen mir viele ein (Molekulargenetik, Chemie, etc).
    Man sollte aufhöhren zu erwarten oder zu unterstellen das mit den Modellen beabsichtigt ist, die Realität exakt abzubilden! Modelle sind immer nur ein Erklärungsversuchen (von vielen), der oft auch bewusst simpel gehalten wird.
    Naiv ist nur, wer diese Modelle anwendet und dabei glaubt, sie würden die Realität abbilden. Das ist aber nicht die Schuld der Wissenschaftler, seien es Ökonomen oder Physiker!

  • Ueli der Knecht sagt:

    @Heinrich Bachmann
    „…wenn eine solche nicht mehr durch die um sich greifende Konkurrenzangst geführt wird.“ Ich denke, dass die Angst, welche durch diese Gesellschaft logischerweise produziert wird, eben uns permanent daran hindert überhaupt „frei denken“ zu können. Wir sind alle so in das Zwangskorsett des Funktionierens eingespannt, dass selbst unsere „gesellschaftlich-nichtaktzeptierten“ Gedanken immer noch zu wenig „Opposition“ darstellen um einen effektiven Wandel möglich zu machen.

  • Linus Huber sagt:

    Immerhin dürfen wir als Versuchskaninchen für Prof. Bernanke’s Theorien unseren Dienst leisten. Ist doch auch was, nicht?

  • Heinrich Bachmann sagt:

    „So wenig Haushalte auf Dauer mehr ausgeben können als sie einnehmen, so wenig können dies Staaten“ etwa so ähnlich liess sich vor kurzem ein prominenter Schweizer Ökonom verlauten. Eine Binsenwahrheit, der wohl nicht nur jeder Ökonom zustimmen kann. Einnahmen und Ausgaben sollen, ja müssen sich auf die Dauer die Waage halten. Selbstverständlich! Warum die Aufregung? – Also gut, denkt sich der Laie, dann muss dieser Grundsatz wohl auch für Unternehmen gelten. – Halt, halt, ruft da der Ökonom „Ein Unternehmen muss langfristig mehr einnehmen als ausgeben, damit es Gewinne machen und zum Wachstum beitragen kann!“

    Jetzt aber staunt der Laie, nur der Fachmann wundert sich leider immer noch nicht: Wie soll das denn jetzt zusammengehen: Die einen müssen mehr einnehmen, als sie ausgeben, während die andern gleichzeitig nicht mehr ausgeben dürfen, als sie einnehmen? Die einen müssen das vereinnahmen, was die andern nicht ausgeben dürfen! D a s ist doch kompletter Mist, d a s ist doch ein Fehlschluss! – Wenn die Ökonomie sich dieser Doppelmoral nicht stellen kann und will, dann taugt sie eben wirklich nichts und muss selber grundsätzlich in Frage gestellt und kritisiert werden. Dann helfen auch die Beschwörungen von Markus Diem Meier nichts.

    Wenn aber die beiden Seiten des genannten Widerspruchs zu den Grundpfeilern einer Konkurrenzwirtschaft gehören, dann verkörpert diese Wirtschaft selber die permanente Krise. Die Frage, der sich die Ökonomie so hartnäckig verweigert, besteht dann nicht darin, das zeitweilige Versagen der Marktwirtschaft zu erklären oder vorauszusagen, sondern ihr vermeintliches Funktionieren. – Tut sie aber nicht.

    Aber warum merken denn nur die wenigsten Menschen, dass dieser Hokuspokus – genannt Ökonomie – niemals gut gehen kann? Viele ahnen wahrscheinlich, dass mit solchen unvereinbaren Grundpfeilern etwas nicht stimmen kann, aber sie halten es nicht aus, dieser Tatsache auf Dauer ins Gesicht zu sehen und schlagen sich in diesem Streit auf eine der beiden Seiten. Dies vereinfacht scheinbar den Überblick und mag zumindest zeitweise eine gewisse Erleichterung schaffen. Die Sündenböcke befinden sich dann logischerweise auf der jeweils andern Seite. Die einen haben „über ihre Verhältnisse gelebt“ oder „waren zu faul“, andere haben „abgezockt“ oder haben „Misswirtschaft betrieben und sind ihrer Wachstumspflicht nicht nachgekommen“ – oder einfach alles zusammen. Man kann schon heute sehen, wie sich die „unsichtbare Hand des freien Marktes“ zur „sichtbaren Faust des allumfassenden Konkurrenzzwanges“ ballt.

    Was jetzt not täte, wäre eine breite Diskussion aller praktisch (und theoretisch) denkenden Menschen darüber, wie eine Kommunikation über die Verwendung der gemeinschaftlichen Ressourcen gewaltfrei gestaltet werden soll, wenn eine solche nicht mehr durch die um sich greifende Konkurrenzangst geführt wird.

    • Frank Baum sagt:

      @Bachmann: Der Staat darf auf die Dauer nicht mehr ausgeben als er einnehmen kann und Unternehmen müssen auf Dauer mehr einnehmen als sie ausgeben. Das verstehen Sie offensichtlich nicht. Dafür gibt es zwei simple Erklärungen: Staaten haben andere Aufgaben als Unternehmen und Staaten können im Gegensatz zu Unternehmen Geld drucken.

      Staaten können genauso wie Unternehmen dauerhaft mehr Geld einnehmen als sie ausgeben. Das wäre aber nicht sinnvoll, weil es nicht das Ziel unseres Allgemeinwesens ist, Vermögensberge aufzuhäufen. Der Staat kann aber eben auch sein eigenes Geld drucken und das kann ihn dazu verleiten, dauerhaft mehr auszugeben als er einnimmt. Das führt dann zu Inflation, was sich wiederum negativ auf Ersparnisse und Investitionen auswirkt.

      Unternehmen müssen mehr Geld einnehmen als sie ausgeben, weil sie sonst schlichtweg pleite sind und verschwinden. Die Frage ist lediglich, wieviel Gewinn müssen die Unternehmen denn erzielen? Sie müssen ihr Wachstum finanzieren können. Dass sie darüber hinaus keinen Gewinn erwirtschaften regelt der Wettbewerb. Das tut er in der Regel auch recht effizient. Wo er es nicht tut, muss der Staat eingreifen. Auch das passiert ja bekanntlich.

      • Heinrich Bachmann sagt:

        Vielen Dank für Ihren Kommentar, Frank Baum.
        Und, natürlich bin ich nicht einverstanden mit Ihren Argumenten.

        Was ich von „der Ökonomie“ früher einmal erwartet habe (heute aber schon lange nicht mehr), das wäre eine Erklärung, warum eine Konkurrenzwirtschaft trotz der genannten Doppelmoral (staatliches und privates Haushaltsgleichgewicht auf der einen und Unternehmensgewinne und damit Wachstum auf der andern Seite) dennoch funktionieren soll. Ihre zwei „Erklärungen“, Frank Baum, sind nicht nur etwas simpel, wie Sie selber schreiben, sondern klammern das tatsächliche Problem vollkommen aus.

        Dass Staaten andere Aufgaben haben als Unternehmen, dürfte klar sein. (Eine Konkurrenzwirtschaft braucht eine Instanz, die die Konkurrenz in gewisse Bahnen lenkt). Aber die unterschiedlichen Aufgaben haben nichts damit zu tun, dass beide Bereiche einer Volkswirtschaft in dieselbe Gesamtheit von Produktion und Zirkulation von Geld und Waren eingebunden sind. Und das stimmt auch, wenn man sämtliche Staaten und ihre Volkswirtschaften, deren Aussenhandel und internationale Finanztransaktionen als Gesamtheit betrachtet.

        Mehr noch: Das Problem wird noch akzentuiert, wenn man den Staat (die Staaten) einmal beiseite lässt und erwartet, dass der Unternehmensbereich als ganzes auf Dauer mehr einnimmt als ausgibt. Woher dann diese Mehreinnahmen? Natürlich von der staatlichen Notenpresse, werden Sie vielleicht sagen, und dass natürlich nur soviel Geld „gedruckt“ werden darf, dass keine Inflation entsteht. Schon wieder eine simple „Erklärung“. Die Unternehmen wollen aber nicht irgendwelche wertlosen Papierscheine oder billiges Buchgeld. Dieses „Mehrgeld“ muss dann schon einen „Mehrwert“ repräsentieren. Von einer Theorie des „Wertes“ aber hat sich die Volkswirtschaftslehre schon vor längerer Zeit verabschiedet, was ich aus Platzgründen jetzt leider auch tun werde.

        Deshalb zur Veranschaulichung nur kurz: Wohin es führt, wenn die Unternehmen von ganzen Volkswirtschaften dauerhaft mehr einnehmen als ausgeben, zeigt die Euro-Krise sehr deutlich: Es gibt zwangsläufig andere Volkswirtschaften, die mehr ausgeben als einnehmen. Als prominente Beispiele wären etwa Deutschland und Griechenland zu nennen.

        Das Problem mit der erwähnten Doppelmoral wird eben nur dadurch (scheinbar) zum Verschwinden gebracht werden, dass „die Ökonomie“ beide Seiten gedanklich voneinander trennt. Das ist unstatthaft und wird uns noch „teuer“ zu stehen kommen, wenn wir es weiterhin negieren.

        • Urs sagt:

          So ähnlich äussert sich auch Wolfgang Lieb in diesem Interview…

          „…Man kann durchaus die Prognose wagen, dass in Europa, wenn sich die Politik weiterhin so zum Büttel der Finanzunternehmen macht wie bisher, lateinamerikanische Verhältnisse nicht mehr allzu fern sind. Was die Medien anbetrifft, hätten wir in Deutschland diese Verhältnisse bereits…“

          http://www.heise.de/tp/artikel/36/36784/1.html

        • Frank Baum sagt:

          @Bachmann: Dass UNternehmen dauerhaft Gewinne erwirtschaften und Staaten nicht ist kein Widerspruch. Das entspricht lediglich dem Zeitwert des Geldes. Unternehmen benötigen Geld. sie müssen investieren, damit sie ihre Leistungen erbringen können. Um zu investieren, benötigen sie Geld und dazu müssen sie Gewinne erwirtschaften.

          Die Frage, ob diesen Gewinnen Werte gegenüber stehen, wird durch Wachstum und Inflation beschrieben. Es findet fraglos ein Wirtschaftswachstum statt und das ist auch gut so. Ebenso kommt es zu einer Inflation. In dem Rahmen, in dem sich die Inflation in den letzten 30 Jahren bewegt hat, ist sie nicht schädlich (obwohl sie über einen solcehn Zeitraum massive Auswirkungen hat). Dennoch ist das Realeinkommen (abzüglich Inflation) gestiegen.

          Wenn also UNternehmen Gewinnen machen, dann machen sie diese nicht auf Kosten des Staates, sondern, um die Investitionen zu bedienen, die diese Gewinnen erst ermöglichen. Eine durchaus kritsiche Frage ist nicht so sehr, ob Unternehmen Gewinnen machen und der Staat nicht, sondern wie hoch die Gewinne der Unternehmen ausfallen und wie hoch das reale Lohnwachstum ist. Hier hat sich eindeutig eine Schere geöffnet. Warum dies geschah und was dagegen zu tun ist, dazu geben die Wirtschaftswissenschaften auch Auskunft.

  • Frank Baum sagt:

    Das ist ein sehr guter Artikel. Er steht in einem angenehmen Gegensatz zu der Polemik, die Herr Thielmann (Wirtschaftsethiker aus St. Gallen) neulich im Tagi verbreitet hat.

    Wären unsere ökonomischen Erkenntnisse wirklich so nutzlos, dann hätten wir den Wohlstand, den wir heute geniessen, nie erreicht. Das gelingt nur, weil wir eine immer komplexere Wirtschaft zu lenken verstehen – nicht immer korrekt, aber doch mehr korrekt als falsch. Genauso können wir auf unsere Sozialleistungen stolz sein: wir haben uns noch nie so grosszügig um die ärmsten in unserer Gesellschaft gekümmert wie eben heute.

    Es ist auch richtig, dass wie Wirtschaftswissenschaften von der Krise profitieren, da sie dadurch stärker hinterfragt werden und daran wachsen können.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Wie sieht es mit dem Wohlstand aus in Ukraine, Moldawien, Rumänien, Algerien, Aethiopien, Georgien, Irak, Pakistan, Peru, Angola, Indien, China, Brasilien, Südafrika, Irland, etc etc etc …..Die Mehrheit der Menschen lebt in bitterer Armut. Viele in absolut sklavenähnlichen „Arbeitsverhältnissen“, noch mehr ohne Job und ohne jegliche staatliche Unterstützung.
      Wie sieht es mit dem Sozialstaat in den USA, UK, Afrika, Asien, Südamerika aus????? Hr. Baum sie schauen wirklich extrem einäugig und mit diesem auch noch unglaublich verklärt auf die realen Verhältnisse. Die Welt gehört einigen wenigen Superreichen, das haben wir der Oekonomie zu verdanken. Echte harte Arbeit lohnt sich nicht. Börsengamblerei, Wirtschaftsjuristerei hingegen umso mehr. Wie hoch ist das Durchschnittseinkommen in Spanien, Marokko, Mauretanien, Mozambique, Mali, Bolivien oder Bulgarien. Wieviel verdienen in diesen Ländern dagegen Spitzenpolitiker, Bankdirektoren, Juristen und korrupte Geschäftsleute??
      Wie gross ist der Lohn eines extrem gut ausgebildeten Chemikers? Wieviel verdient dagegen ein KV-Abgänger im mittleren Kader einer Bank? Wie gross ist der Bonus von Sergio Ermotti, wie hoch das Jahressalär eines Piloten?
      Denken sie mal nach, was genau hat uns die Oekonomie gebracht??????

      • Heinz Gerber sagt:

        @Schuhmacher: Als Kommunist vergleichen sie Birnen mit Äpfel.
        Wie können sie Wohlstand und Sozialstaat querbeet zwischen Industrieländer, Schwellenländer und Entwicklungsländer vergleichen? Ist etwa dass gleiche wie wenn sie einen Professor, Student und Schüler im gleichen Fach vergleichen.

        Haben sie vergessen dass die CH vor 160 Jahren mausarm war und zahlreiche CH-Bürger mit der Auswanderung eine bisschen Glück suchten? Warum geht es uns heute besser als im umliegenden Europa oder in anderen fernen Ländern?
        War es eventuell eine Verfassung (von Liberalen gemachtt!!) die für alle die gleichen Rechten und Pflichten vorgab sowie durch die Bevölkerung und den Staat als Ganzes (fast keine Korruption) gelebt wurde oder ist es weil wir mit Nazigeld, Steuerhinterziehung unseren Staat aufbauten??
        Haben sie noch nicht gemerkt dass das Pendel immer wieder von der einten Seite auf die andere Seite ausschlägt und einzig der Mensch für dieses Pendeln verantwortlich ist? Wenn sie auf der Welt (wie oben von ihnen beschrieben) alles gleichschalten möchten dann müssen sie die Menschen ausradieren und durch Roboter ersetzen! Schon zwei Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen reichen damit Ungerechtigkeit entsteht (Adam + Eva lassen grüssen).

        Ich hoffe sie haben auch bemerkt dass erst mit der Globalisierung solche Ungetüme von Unternehmen entstanden sind sowie die Löhne wie auch die Vermögen exponential angestiegen sind. Das ist doch erstaunlich, wurde dies vor allem durch soziale Romantiker begünstigt welche meinten mit dem Öffnen der Grenze (Personen und Kapital) werde es für alle Menschen besser bzw. gerechter.

        Was hat die Oekonomie (Wirtschaft) gebracht?
        Den Menschen weiterentwickelt sonst würden wir noch heute mit Pfeil und Bogen jagen!

        Denken sie mal ein bisschen nach. Machen einen Rückblick (länger als ihr eigenes Alter) auf die Menschheit und fragen sich vielleicht mal „warum Weltreiche kommen und gehen…“

        P.S. Sind sie froh dass sie in der Schweiz leben dürfen, ich bin es auf jeden Fall.

        • Ueli der Knecht sagt:

          @Heinz Gerber
          Ich bin zwar nicht der „Fanclub“ des Herrn Schumachers. Aber zu seiner Verteidigung muss ich erst einmal klarstellen, dass er kein „Kommunist“ ist. Ich aber – gehöre zu dieser „Spezies“, welche immer dafür plädiert die Grenzen zu öffnen und die Gefangenen zu befreien. Unser Wohlstand hier in der Schweiz, aber auch in der EU hat sehr wohl was damit zu tun, dass wir auf Kosten anderer Länder und Kontinente leben. Es fing damit an, dass wir Millionen Schwarze in die neue Welt verschleppt haben und einen Genozid an der indigenen Bevölkerung begingen. Heute lassen wir die Schwarzen nur noch verhungern, wenn sie nicht unser Gemüse, unsere Früchte, unser Saatgut, unsere Medikamente, unsere Autos, unsere second-hand Kleider, unsere Handys, unsere Computer und unser Coca-Cola kaufen wollen oder können. Die Indios in Südamerika durften nach 500 Jahren einen Indio als Präsidenten eines Landes wählen und finden den Kapitalismus seitdem auch ganz toll. Dass die Schweiz so „reich“ ist liegt vor allem daran, dass sie im Herzen von Europa liegt und immer ein Refugium für das Kapital, aber auch für ein paar geniale Unternehmer darstellte – die liberale Verfassung haben auch andere Länder. Übrigens steht in dieser Verfassung zwar, dass wir alle gleich vor dem Gesetz sind – aber manche können sich halt doch einen besseren Anwalt leisten. Die Korruption ist für ein so reiches Land wie die Schweiz eigentlich noch relativ gross – diese spielt sich halt eher auf der Teppichetage ab – aber es stimmt, dass ich noch nie einen Polizisten „schmieren“ musste.
          Sie schreiben: „Wenn Sie auf der Welt alles gleichschalten wollen, dann müssen sie die Menschen ausradieren und durch Roboter ersetzen“. Ja aber Herr Gerber – genau das macht doch ihr geliebtes kapitalistisches System mit seinem Humankapital und genau das ist auch der Punkt an dem das System scheitern wird, da Roboter nun mal nicht im Supermarkt einkaufen gehen können oder wollen.
          Sie schreiben: „Ich hoffe sie haben auch bemerkt, dass erst mit der Globalisierung solche Ungetüme von Unternehmen entstanden sowie die Löhne wie auch die Vermögen exponentiell gestiegen sind.“
          Ich weiss ja nicht wann für sie die „Globalisierung“ begonnen hat – aber grosse Unternehmen gabs auch schon im 19. Jahrhundert. Die Löhne sind in den letzten 30 Jahren ganz bestimmt nicht exponentiell gestiegen – bei den grossen Vermögen gebe ich ihnen aber Recht – da kann man tatsächlich von einer exponentiellen Entwicklung sprechen.
          Sie schreiben, dass die Ökonomie den Menschen weiterentwickelt habe. Ich sage aber, dass der Mensch sich weiterntwickelt hat weil er nun mal ein Mensch ist. Die Sonne scheint ja auch nicht deswegen, weil ein Physiker seiner Klasse heute die Kernfusion erklärt.

          • Urs sagt:

            …die Gleichschaltung ist es auch die mir mehr und mehr auf den Geist geht.

            Die Lügereien, Betrügereien, die Reinterpretation von Gerechtigkeit a la Neoliberal. Die dummen Sprüche von Selbstregulierung und Eigenverantwortung die nur noch Sinnbefreites Beiwerk für immer noch mehr Raffgier auf der einen Seite und Ausbreitung äusserst prekären Lebensumständen bis hin zur völligen Verarmung auf der anderen Seite sind… dies alles Verbunden mti der völligen Zerstörung jeglicher Gemeinschaflticher Errungenschaften duch die von der WTO vorangetriebene Privatisierung derselben…

            Die mangelnden Alternativen und die in meinen Augen masslose Ungerechtigkeit, Gier und Machtstreben einiger weniger die zudem auch noch fast völlig ihrer Gemeinschaftlichen Verantwortung enthoben sind… wärend alle anderen sich abstrampeln…

            Wie extrem sich die politische Landschaft in das rechts-bürgerlich-authoritäre Spektrum verschoben hat kann man als Beispiel an den Texten von Norbert Blüm erkennen der eigentlich bürgerlich ist, aber weit links von den Sozialistischen Parteien argumentiert. So halt wie das die christlich-bürgerliche Vorstellung einer Gesellschaft einst war… die bürgerlichen von vor 20-30 Jahren waren sozialer als es die Sozialisten von heute sind…

            Die Parteiprogramme der bürgerlichen von damals lesen sich im Kontext zu heute beinahe wie ein Kommunistisches Manifest…

            Wie authoritär und kompromisslos gegenüber abweichenden Meinungen die Gesellschaft geworden ist kann man etwa an den hohen Strafen für Demonstranten an unbewilligten Demos erkennen. Da werden dann mal die ungehorsamen Bürger zu mehreren tausend Franken Busse verurteilt…und legt den Partizipationswillen der Bürger systematisch lahm was bis vor einigen Jahren noch undenkbar war…. auch die systematische Bestrafung von Arbeitslosen, Sozialhilfemempfängern, IV Rentern, Arbeitsuchenden und allen anderen die nicht in das Prinzip von Selbstregulierung und Eigenverantwortung passen … wird von Verantwortlichen als TINA zum Prinzip für Gerechtigkeit erhoben. So gerecht wie es etwa die Neudefinition von FlatrateTax Schemas, Steueroasen oder der Shareholdervalue vorgibt…

          • Anh Toan sagt:

            @Ueli den Knecht: Falls ich mich in einen Kommunisten verlieben könnte, wären Sie es. Aber Sie sind doch gar kein Kommunist, Sie gehören zur „Spezies“ der Anarchisten, das sind die schlimmsten, vor denen haben selbst die Kommunisten Angst.

        • Rolf Schumacher sagt:

          Erstmal besten Dank für ihre Antwort Hr. Gerber. Ich wähle seit Jahren überzeugt bürgerlich. Ich bin der Meinung Leistung soll sich bezahlt machen, wer sich anstrengt darf auch mehr verdienen als Menschen welche schlapp und motivationslos in den Seilen der Gesellschaft hängen. Ich stehe ganz klar für einen minimalen Sozialstaat, was das Arbeitslosengeld betrifft. Es kann nicht sein, dass ein hart arbeitender Fabrik- oder Bauarbeiter am Ende des Monats nicht deutlich mehr Geld hat als ein IV-Rentner. Auch muss die Sozialeverantwortung innerhalb der Familien wieder zum tragen kommen. Wenn es einem schlecht geht, ist die ganze Familie gefordert. Man kann nicht Kinder am Laufmeter auf die Welt stellen und dann das Gefühl haben der Staat müsse für diese sorgen. Nein Hr. Gerber ein Kommunist bin ich aus vollster Ueberzeugung nicht.
          Nun zum Aepfel und Birnenthema. Sozialstaat und Wohlfahrtsstaat gehen Hand in Hand. Wenn es keinen Sozialstaat gibt, dann sind schwächere Menschen völlig ungeschützt den reichen und gesunden Mitbürgern ausgesetzt. Wohlfahrt heisst, dass es der ganzen Gesellschaft einigermassen gut geht, nicht nur einer ganz kleinen Klasse.
          Ntürlich sehen das einige Menschen anders. Die superreichen Drogenbarone in Carracas sprechen sicher auch von Wohlfahrtsstaat Kolumbien. Das Geld ist in den USA über die Bank of America weissgewaschen, gehört Ihnen (harten Deviesn sei Dank) das Land. Die kolumbianische Bevölkerung derart arm, dass die Drogenfürsten für ein Appel und ein Ei für jedes Unannehmlichkeit einen Menschen einstellen können. Das nenne ich persönliche Wohlfahrt, das nenne ich freie neoliberale Marktwirtschaft. Wer Geld hat, dem gehört die Welt, der muss sich um keine Gesetze, keine Regeln, keine meckernden Nachbarn kümmern. Der kann so richtig, voll egoistische, seine persönliche Wohlfahrt ausleben.
          Werter Hr. Gerber auch in Nigeria gibt es eine ganz schmale Elite, welche behauptet Nigeria sei ein ausgesprochener Wohlfahrtsstaat.
          Wenn sie nun die superreichen Staaten wie Luxemburg, Singapore, aber auch die Schweiz nehmen, da wähnt sich bereits die Mehrheit der Bevölkerung in einem Wohlfahrtsstaat. Weshalb? Dank harter Devisen und hohem Grundeinkommen kann man im Ausland (Thailand, Aegypten, Kuba) beinahe dieselben Annehmlichkeiten geniessen, wie der kolumbianische Drogenbaron in Carracas, oder der nigerianische Warllord und Politiker in Abuja. Die Konsumgüter, welche in Fernost produzierte werden sind lächerlich günstige Wegwerfartikel, das nenn ich Wohlfahrt, wenn man so richtig schön aus dem Vollen schöpfen kann, nicht?
          Nun aber meine ketzerische Frage an sie Hr. Gerber, weshalb geht es der Schweiz derart gut im Vergleich zum Ausland? Weil wir intelligenter sind, weil wie mehr arbeiten? Das sind rethoriche Fragen, welche ich mit NEIN beantworten würde. Menschen sind überall gleich, die Eugenik hat zwar etwas anderes behauptet, aber dieses schwarze Kapitel haben wir hoffentlich überwunden.
          Es ist eine Frage des Geldes. Die Schweiz hat genügend hartes Geld um
          a) eine unglaublich gute Infrastruktur bereitzustellen. Wir haben dank staatlichen (Sozialstaat) Schulen sehr gut ausgebildete Fachkräfte.
          b) eine tiefe Steuerbelastung angzubieten (das zieht Briefkastenfirmen und gut betuchte an wie das Licht die Motten)
          c) direkte Demokratie und eine 7er Regierung (keinen korrupten Einzelpräsidenten)

          wie kam die Schweiz zu ihrem Vermögen und Wohlstand. Da wird es nun ein wenig delikater. Ich würde mal auf den Bergier-Bericht verweisen, der zeigt wie sich die Schweiz im 2. WK verhalten hat und sicher nebst den USA der grösste Kriegsgewinner war. Natürlich war die Schweiz in einer ungemütlichen Lage, natürlich ist es dumm seine Trümpfe aus der Hand zu geben, natürlich hatten wir Glück. Trotzdem muss man sich auch mal bewusst werden, weshalb wir derart geschont wurden im Krieg und woher das Geld (Investoren, Geschäftspartner, Kunden) kam, welches den Grundstein für die heutige Wohlfahrt legte.

          Die Geschichte ist passé ich will mich darüber auch nicht weiter auslassen. Gehen wir zu den aktuellen Wirtschaftswohlfahrtskapitänen. Erinnern wir uns an deren jüngste Geschichte. Seweso, Schweizerhalle, Asbestopfer, Freunde der Apartheit Südafrikas (Schmiedheiny-Merz-Blocher), unhaltbare Arbeitsbedingungen in Glencoremienen Südafrikas, Waffenlieferung nach Pakistan, UBS-Skandal in den USA von Köchlin Schwiegersohn Marcel Ospel (1932 ähnlicher Köchlinskandal Basler Handelsbank mit Frankreich), CEO-Ermotti (rechte Hand Profumos (Berlusconis Bankier) übernimmt UBS, Wegelin Skandal, Tamiflu Hoax Roche (Don Rumsfeld Erbe) etc etc etc……
          Auf was für einem Fundament basiert unser Wohlstand?? Wie wohl darf es uns sein in unserem Wohlfahrtsstaat? Wieviel Wohlfahrt haben wir anderswo geklaut??

          Die Wahrheit holt die Menschen meistens ein. Es ist nie gut Tatsachen zu verdrängen, lets face facts heisst doch ein auch in ökonomischen Kreisen bekanntes neudeutsches geflügeltes Wort.

          Ach ja und. Menschen welche mit Pfeil und Bogen um ihre Ueberleben kämpfen, leben nicht unbedingt unglücklicher als wir, aber sie zerstören und klauen sicher deutlich weniger als wir. Und bezeichnender Weise brauchen die Indianer im Amazonas auch keine charity Weihnachtsheucheleien, weil sie kein schlechtes Gewissen haben müssen.

          Das Rad der Zeit kann man sicher nicht zurückdrehen. Aber eines ist sicher, die Ureinwohner haben der Welt deutlich weniger geschadet als wir es tun.
          Fortschritt ist leider allzu oft ein ethisch-moralisch gewaltiger Rückschritt.

          Auch wenn sie mich wahrscheinlich am liebsten als sozialistisch-romantischen Halbschuh bzeichnen würde bin ich bloss ein schweizer Schumacher, der unsere Zeit mit einem kritischen Auge beobachtet, ohne seine Verantwortung als Familienvater, Bürger und Unternehmer fahren zu lassen.

          PS: a propos Hass auf Kommuninsten. Bizarrerweise saufen die reichsten Kapitalisten am liebsten Krimsekt und essen russischen Kaviar dazu, kleiden sich gerne in chinesischer Seide und ungarischen Halbschuhen und rauchen bevor sie mit einer rumänischen animierdame ins Bett gehen noch eine kubanische Zigarre. Also so verhasst scheint der Kommunismus gerade bei den grössten Kapitalisten auch wieder nicht zu sein, oder???

      • Frank Baum sagt:

        @Rolf Schumacher: Wie ging es denn all diesen Leuten BEVOR man die Wirtschaftswissenschaften kannte? Gibt es viele Länder, in denen Armut herrscht? Sicher. Es gibt aber auch Länder, die der Armut entronnen sind – vor allem in Asien. Es gibt aber kein einziges Land, in dem es eine Mittelschicht gibt, welches nicht mit den Erkenntnissen der Ökonomie regiert wird. Ohne Geldwirtschaft, kein Wohlstand. Es gibt auch kein Land, das wegen der Geldwirtschaft arm ist.

        Wir leben allerdings nicht auf einem Pony Hof. Nur, das taten wir nie und das werden wir auch nie. Es wird auch immer Lohnunterschiede geben und das ist auch in einem gewissen Rahmen gut und völlig gerecht. Wollten wir für alle gleiche Löhne verlangen, müssten wir auch von allen das gleiche Lebensmodell einfordern und das ist mit individueller Freiheit nicht vereinbar.

        Es gibt auch keine Garantie, dass eine hohe Ausbildung auch ein hohes Gehalt nach sich ziehen muss. Für eine solche „Garantie“ gibt es auch keine Rechtfertigung. Wieso soll ein Chemiker genausoviel verdienen wie ein Bankangestellter? Wenn jemand wirklich gut Geld verdienen will, dann soll er in einer Bank arbeiten oder in der Pharma-Branche.

      • Frank Baum sagt:

        @Schumacher: Die Welt ist kein Pony Hof, soviel steht fest. Vor dem Kapitalismus war sie es erst recht nicht, das steht auch fest. Die Sklaverei ist auf der ganzen Welt abgeschafft. Das haben wir vor allem der Aufklärung zu verdanken, die letztlich auch die Ökonomie und den Kapitalismus nach sich zog.

        Es gibt viele Länder, die dank dem Kapitalismus den Sprung in den Wohlatsnd geschafft haben. Dazu zählen alle heutigen Inustrieländer und in den letzten 50 Jahren eine Reihe von asiatischen Ländern. Eines ist auch klar: es gibt kein einziges Land, das ohne Kapitalismus Wohlstand geschaffen hätte. Im Gegenteil: bittere Armut und sklavenähnliche Verhältnisse herrschen dort, wo der Kapitalismus eben nicht funktioniert und wo die Regeln der Ökonomie eben nicht so fortschrittlich angewendet werden, wie bei uns.

        • Ueli der Knecht sagt:

          @Frank Baum

          Was die Historie des Kapitalismus anbelangt sollten Sie sich vielleicht noch mal ein paar Geschichtsbücher zu Gemüte führen. Kinderarbeit (bis zu 16 Stunden am Tag) im fortschrittlichen England des 19. Jahrhunderts u.s.w…ja da kommt einem die Zeit vor dem Kapitalismus ja gerade wie die reinste Schinderei vor. Aber eben: Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing ist wohl auch ihr „Motto“.

          • Frank Baum sagt:

            @Ueli: Versuchen Sie es selber einmal mit der Geschichte: Gab es denn vor dem Kapitalismus und der Industrialisierung im England des 19. Jahrhunderts KEINE Kinderarbeit? Die Antwort ist: Ja, die gab es auch! Was glauben Sie, wie das Leben in der Landwirtschaft zu diesen Zeiten war! Es reicht ein Blick in die Entwicklungsländer heute, wo man sieht, wie es den Kindern dort geht, wenn sie auf den Feldern arbeiten müssen.

            Der Kapitalismus hat die Kinderarbeit nicht nach sich gezogen. Durch den Kapitalismus ist aber viel Arbeit entstanden und vor allem Industriezentren, wo die Menschen zusammen kamen. Die Armut der Menschen viel damit erst recht auf. Sie entstand aber nicht dadurch. Wieso sind denn alle in die Industrieznetren gekommen und haben die 16-H/Tg-Jobs angenommen, wenn sie auf dem Land ein gutes Auskommen gehabt hätten?

            Natürlich haben die Sozialisten für die Abschaffung der Kinderarbeit gekämpft und dass sie das durchgesetzt haben, ist eine tolle Sache. Nur, ohne Kapitalismus hätten sie diesen Kampf nie führen können, weil wir nie den Wohlstand erreicht hätten, der uns den Verzicht der Kinderarbeit ermöglicht. Ausserdem hätte nie die Revolution des Wissens statt gefunden: Heute ist eine gute Ausbildung viel wichtiger als noch vor 150 Jahren. Wieso ist das so? Weil wir eine wesentlich komplexere Arbeitswelt und einen wesentlich höheren Stand der Technologie erreicht haben. Die Abschaffung der Kinderarbeit ist aus heutiger Sicht nicht mehr nur eine moralische Frage sondern auch eine ökonomische: Es ist auf die Dauer sinnvoller, wenn Kinder in die Schule gehen, als Steine zu schleppen oder Textilien auszufransen. Ohne Kapitalismus hätten wir so einen Zustand nicht erreicht – ohne Sozialisten sicherlich auch nicht, aber eben: ohne Kapitalismus auch nicht.

          • Urs sagt:

            @Ueli der Knecht

            …um der Gerechtigkeit etwas gutes zu tun… vor der Kinderarbeit durch die ersten Kapitalisten war die Leibeigenschaft die Regel… hier wo ich wohne wurde einst mal einer Frau als Hochzeitsgeschenk die ganze Region vermacht inkl. Land, Häuser, Menschen und Ertrag daraus… was aber sicher nicht heisst das man die ebenso üblen Entwicklungen heute nicht vehement verbessern sollte…

            ..die früheren Wegzölle waren ebenso privatisierte Einnahmequellen wie heute die Bodenschätze… auch Salz wurde einst besteuert und noch vieles andere… nicht für einen Staat sondern in der Regel für rien private Interessen hat man alle anderen ausgenommen… in etwa so wie heute der Shareholder es tun kann…

            …lustig hingegen das in früheren Zeiten der Zucker und Gebäck so teuer war das nur die Reichen sich das Süsse Zeug leisten konnten. Um die eigene Leistungsfähigkeit zu demonstrieren hat man sich konsequent die Zähne schwarz faulen lassen… und Promenierte lächelnd…

  • Baer sagt:

    Mir scheint, man sollte diesen guten Artikel auf die nächste Ebene heben und besprechen, wie die Institutionen beschaffen sein müssen, innerhalb deren ökonomisches Wissen angesammelt und weitergereicht wird. Ein grosses Problem jeder Wissenschaft – als nicht bloss der Ökonomie – ist, dass die theoretischen Diskussionen auf einem Komplexitätsniveau geführt werden, welches die Kapazitäten (vor allem zeitliche, aber manchmal auch geistige) des Normalbürgers übersteigen. Somit kann niemand den Erfolg dieser („)Wissenschaft(„) genau kontrollieren ausser die Experten selbst. Bei einer Geisteswissenschaft wie der Ökonomie trifft das noch mehr zu. Da man in der Ökonomie auch kaum natürliche Experimente machen kann, ist es nicht wirklich möglich, eine Theorie mit empirischen Befunden zu widerlegen – es braucht in der VWL eigentlich eine neue Theorie, um eine alte Theorie zu stürzen. Das lehrt jedenfalls die Dogmengeschichte.

    Heute sind Ökonomen weitgehend vom Wettbewerb der Ideen geschützt (gerade sie), auch wenn sie das Gegenteil behaupten. Man kann aber heute eine noch so absurde Theorie verfolgen in einem der vielen exotischen „Randbereiche der Ökonomie“, und man findet bestimmt ein Journal auf dem Gebiet, das sich nicht zu schade ist, es zu publizieren. Schliesslich sind die Inhaber des Journals selbst Professoren, die auch publizieren wollen, und da will man sich möglichst viele Freunde machen. Da publiziert man dann, man verbessert dabei vielleicht sogar seine Zitationsstatistik, und das wars. Ein Kampf zwischen Ideen gibt es nicht, Journalpublikationen sind meist bloss Ping-Signale in den ewigen Kosmos, respektive in ein selbstreferenzielles System von Ökonomen, die noch so froh sind, wenn andere Ökonomen ihre Theorien nicht an der praktischen Nützlichkeit messen.

    Nach der Grossen Depression war der wissenschaftlich Disput viel, viel fruchtbarer (siehe z.B. Shackle’s „High Years of Theory“). Ökonomen wie Joan Robinson, Keynes, Hayek, Dennis Robertson, Gunnar Myrdal, spater Samuelson und Sraffa bekämpften sich direkt in publizierten Briefwechseln und öffentlichen Stellungnahmen. So haben sich die Koriphäen der verschiedenen Schulen 1:1 aneinander gemessen, und die restlichen Ökonomen (nicht alle können genial sein!) konnten die Argumente in Ruhe analysieren und abwägen. Es ist sehr bereichernd, diese Briefwechsel aus heutiger Sicht zu lesen, die aus einer Zeit stammen, in der man noch für seine wirtschaftstheoretischen Aussagen haftbar gemacht und angegriffen wurde. Das braucht es. Im Vergleich heute: Da erhalten Professoren teils ein „Call for papers“ von einem „Think Tank“, in dem schon drin steht, was dann bei der Forschung bitte sehr als Resultat rauskommen soll. Bei einer solch unehrlichen Wissenschaftskultur wird man entweder zynisch und verbittert, oder man spielt mit – zum Nachteil der Gesellschaft, die wirkliche ökonomische Probleme beklagt.

    Ich habe schon mit einigen Ökonomieprofessoren, die anderer Meinung waren, das Gespräch gesucht. Sie lehnten jede Form von Austausch ab, ohne sich dabei zu interessieren, was meine Standpunkte überhaupt waren.

    • Anh Toan sagt:

      Ich bin gläubig darin und bete es darum vor: „Menschen werden nie wissen“. Darum hat sich noch jedes Wissen früher oder später als nur in Teilen richtig erwiesen. Was ist das Gegenteil von Wissen? Irrtum oder Glaube? Darum gehören Profs, welcher Fachrichtung auch immer, die glauben sie wissen, nicht an Universitäten, weil dort soll studiert werden, ob als Student oder als Prof. (Ich zitiere Dich @baer frei). Lese ich die Kommentare hier, stelle ich fest, dass einige vergessen haben: Wissenschaft strebt das schaffen von Wissen und eben nicht von Nutzen an. An Universitäten gehören nur Leute, die studieren, im Bewusstsein, dass sie nie wissen werden, und darum immer offen sind, für neue Ansätze, und gerade wenn das alte Wissen über Bord geworfen werden muss, wirds doch interessant für einen Studierenden. Aber die Realität an den Hochschulen stellt sich noch immer dar, wie von Goethe beschrieben:

      „Heisse Magister, heisse Doktor gar,
      und ziehe schon an die zehen Jahr
      herauf, herab und quer und krumm.
      Meine Schüler an der Nase herum.

      Diejenigen die wissen wollen, und diejenigen die glauben zu wissen, gehören an eine Fachhochschule. Da kann den Schülern Wissen vermitteln werden, dass sie im Beruf nutzen können. An Universitäten soll studiert, Wissenschaft betrieben werden, Wissen geschaffen eben. Faktisch sind wohl unsere Universitäten zu Fachhochschulen auf hohem Niveau geworden.

      Was ist das Gegenteil von Wissen? Ignoranz, Irrtum oder Glaube?

      Und was für die einfacheren Oekonomenbasher: Oekonomen (und andere Sozial- und Geisteswissenschaftler) „erfinden“, im Unterschied zu den richtigen (Natur-)Wissenschaftlern, keine Explosionsmotoren, Giftgase oder Atombomben.

      • Rolf Schumacher sagt:

        Abermals Anh Toan, es geht nicht um Oekonomen an sich, sondern jene, welche teuer bezahlt im Auftrag ganz bewusst lügen, flunkern, schummeln. (Siehe Peter Kurers und Marcel Ospels TV-Auftritte während der UBS-Krise!!!!) Es sollte im Interese der Oekonomen selber sein, die faulen Eier zu entlarven.

        • Anh Toan sagt:

          Abermals Rolf Schumacher: Ich zitiere Sie falsch: „…um Ärzte an sich, sondern jene, welche teuer bezahlt im Auftrag von Krankenkassen, Pharmaindustrie…..“ oder: „….Physiker an sich, welche teuer bezahlt im Auftrag der Atomindustrie, der Waffenindustrie….“ oder „….Geologen an sich, welche teuer bezahlt im Auftrag der Rohstoffkonzrne…“

          Wissenschaft erarbeitet Wissen: Wie dieses Wissen von der Gesellschaft eingesetzt wird, ob zu Nutzen oder zu Schaden, liegt primär in der Verantwortung der Gesellschaft und nicht der Wissenschaft.

          • Rolf Schumacher sagt:

            Die Wissenschaft generiert Wissen? Ich würde eher sagen die Wissenschaft schafft Lügen, welche aufgedeckt werden müssen. Das absolute Wissen wird dem Menschen immer verborgen bleiben. Es wäre fatal, wenn ein mächtiger Einfaltspinsel den Schlüssel zum Universum erhalten würde. Das darf nie sein. Aber aufgeklärte Grössenwahnsinnige suhlen sich trotzdem liebend gern in ihrer eitlen Aussonderungen und sind blind für ihre abgrundtiefe Unzulänglichkeit.

          • Baer sagt:

            @ Schumacher: Ich befürworte Anh Toans Meinung. Grundsätzlich ist Wissenschaft das, was Wissen schafft. Diejenige Gruppierungen, welche die Gesellschaft und damit den wissenschaftlichen Prozess lenken und dominieren, bestimmen letztendlich, welche Innovationen angestrebt werden und was mit ihnen gemacht wird.

            Toan meint „Wissen“ dabei sicher nicht als absolute und unveränderliche Konstante, sondern wahrscheinlich eher als ein Erkenntnis über Abläufe, Verhältnisse, Kausalitäten und Zusammenhänge, die uns Menschen bemächtigen, besser mit uns selbst und der Umwelt zu leben. „Ich weiss, dass ich nichts weiss“, ist ein Ausdruck, der sicher auch Toan geläufig ist. Doch bedeutet dieser Ausspruch nicht, dass wir jegliches Streben nach „Wissen“, dieser vielleicht unerreichbaren Utopie, abbrechen müssen. Da wäre sicher Sokrates auch unserer Meinung.

          • Rolf Schumacher sagt:

            Wie kann Wissenschaft wissen schaffen? Was ist, muss man erkennen dann kann man es versuchen in Zahlenmodellen oder schriftlichen Aufsätzen zu beschreiben. Was ist hat aber bereits existiert, bevor es der Wissenschaftler erkannt hat. Und noch was, viele Wissenschaftler haben anderswo abgekupfert, sie haben nicht viel selber gefunden (erfunden). Die wissenschaftlichen Modelle sind aber bloss Annäherungen an die Wirklichkeit. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Wissenschaft bewusst oder nicht bewusst vor allem Unwahrheiten und Lügen streut, um die Menschen im Auftrag zu manipulieren. Kriege, Werbung, umgeben uns tagtäglich, diese wissenschaftliche Realitätsverzerrung will dem Menschen suggerieren, dass man für sie sorgt. In Tat und Wahrheit will man aber die Masse abhängig und gefügig machen. Sie sollen das richtige Produkt beim richtigen Verkäufer kaufen und sie sollen die richtigen Politiker wählen, das Geld bei der rechten Bank in richtige Anlagen investieren, die richtigen Häuser kaufen, den rechten (wissenschaftlich legitimierten) Krieg unterstützen, am rechten Ort ferien machen etc etc etc. Für jene die das ganze in Auftrag geben, gelten die wissenschaftlichen Vorgaben oft am wenigsten, denn sie wissen wie wertlos sie sind. Es ist Tatsache, dass Frauen von gynäkologen am wenigsten häufig operiert werden, es ist Tasache dass die Impfbereitschaft unter Aerzten und dem Pflegepersonal sehr tief ist. Ein Mechaniker wird auch nie alle 15`000km einen Service machen lassen und ein Banker wird viele seiner Schrottpapiere selber nie kaufen, ein Hausmakler wird die meisten seiner Häuser als viel zu teuer einstufen, wenn er sie selber kaufen müsste,nur ein Physiker weiss wie ungenau seine exakte Wissenschaft ist, ein Elektroniker un IT-Spezialist weiss wieviele Fehler es in jedem Applegerät gibt und wie extrem schlecht Microsoft programmiert ist. Nur ein Journalist -Korrseponden weiss wie stark Depechenagenturen lügen. Ein eingeweihter Börsenmakler weiss wie stark der Insiderhandel ist,
            Wissenschaft und geprüfte Labels schützen oft nur die Geldmafia.
            Wenn ich in D eine Ananas mit hunderten von Labels kaufe, ist die immer schlechter als eine ohne Label direkt vom Feld in Queensland gekauft.
            Wer sich auf Wissenschaft und Experten verlässt zementiert seine Dummheit in ganz verantwortungsloser Manier. Selber denken, selber prüfen sind die einzigen wahren Prinzipen, sonst wird man wissenschaftlich für dumm verkauft und das kostet ein Schweinegeld.

          • Ueli der Knecht sagt:

            @Rolf Schumacher
            Nun, Herr Schumacher, ich glaube, dass Sie den Zusammenhang Aufklärung, Arterhaltung, Macht und Wissenschaft noch nicht zufriedenstellend analysiert haben. Ich lasse hier mal F. Nietzsche als den „advocatus diaboli“ auftreten:

            Nietzsche sagt im vierten Buch seiner „Morgenröte“: Unser jetziger Hang zur Freude am Wirklichen – wir haben ihn fast Alle – ist nur daraus zu verstehen, dass wir so lange und bis zum Überdruss Freude am Unwirklichen gehabt haben. An sich ist es ein nicht unbedenklicher Hang, so wie er jetzt auftritt, ohne Wahl und Feinheit: – seine mindeste Gefahr ist die Geschmacklosigkeit.
            Im fünften Buch der „Morgenröte“: An sich ist die Wahrheit durchaus keine Macht, – was auch immer des Gegentheils der schönthuerische Aufklärer zu sagen gewohnt sein mag! – Sie muss vielmehr die Macht auf ihre Seite ziehen oder sich auf die Seite der Macht schlagen, sonst wird sie immer wieder zu Grunde gehen!
            Am Anfang des ersten Buches der „fröhlichen Wissenschaft“ – überschrieben mit „Die Lehrer vom Zwecke des Daseins“ bringt Nietsche den Zusammenhang Arterhalung – „böse Menschen“ auf den Punkt:
            Ich mag nun mit gutem oder bösem Blicke auf die Menschen sehen, ich finde sie immer bei einer Aufgabe, alle und jeden Einzelnen in Sonderheit: Das zu tun, was der Erhaltung der menschlichen Gattung frommt. Und zwar wahrlich nicht aus einem Gefühl der Liebe für diese Gattung, sondern einfach, weil Nichts in ihnen älter, stärker, unerbittlicher, unüberwindlicher ist, als jener Instinkt, – weil dieser Instinkt eben das WESEN unserer Art und Heerde ist. Ob man schon schnell genug mit der üblichen Kurzsichtigkeit auf fünf Schritt hin seine Nächsten säuberlich in nützliche und schädliche, gute und böse Menschen auseinander zu thun pflegt, bei einer Abrechnung im Grossen, bei einem längeren Nachdenken über das Ganze wird man gegen dieses Säubern und Auseinandertun misstrauisch und lässt es endlich sein. Auch der schädlichste Mensch ist vielleicht immer noch der allernützlichste, in Hinsicht auf die Erhaltung der Art; denn er unterhält bei sich oder, durch seine Wirkung, bei anderen Triebe, ohne welche die Menschheit längst erschlafft oder verfault wäre. Der Hass, die Schadenfreude, die Raub- und Herrschsucht und was alles sonst böse genannt wird: es gehört zu der erstaunlichen Ökonomie der Arterhaltung, freilich zu einer kostspieligen, verschwenderischen und im Ganzen höchst thörichten Ökonomie: – welche aber bewiesener Massen unser Geschlecht bisher erhalten hat.

      • Wyler Thomas sagt:

        @Anh Toan
        Das Gegenteil von Wissen ist auch nur Wissen . 😉 Mit Wissen definieren wir Wissen und widerlegen Wissen.
        Es gib für uns nur Wissen und Wissen wandelt sich evolutiv mit dem Zeitgeistwandel. Absolutes Wissen ist
        für uns niemals echt relativierbares Wissen. Relativierbares Wissen ist in jeder endlich erklärbaren Unendlichkeit
        endlich relativierbares Wissen. Echt relativierbares Wissen ist in jeder echten Unendlichkeit nur echt unendlich relativierbar. Jede echte Unendlichkeit ist niemals endlich relativierbar. Relativierbar ist jede Beziehungswelt bzw. Raumwelt, etc. …
        Perfektion ist immer endlich relativierbar. Pragmatismus ist der Weg, der den Menschen und der Natur die beste Gesundheit ermöglicht; die Basis dazu bildet eine FAIRTRADE-Mentalität gegenüber Mensch und Natur. … : )
        Ökonomische Krisen können in Weltkriege führen; deshalb kann man mit Ökonomiefundamentalismen Ökonomiewerkzeuge konstruieren, die Weltkriege verursachen können; weil wir Menschen das Resultat schon
        realisieren wollen bevor wir Aufgaben kennen, die zu Resultaten führen können, sind wir für einfache Vorschnell-
        lösungsrezepte so empfänglich; unsere Denkzwangswelten verhindern, dass wir solche Resultat-Aufgaben-Resultate-Vorschnelllösungen-Konstrukte durchschauen können. Unsere Welt verhindert das langsame und tiefe Denken bzw.
        Nachdenken. Lösungen müssen so schnell realisiert werden, dass deren Nachhaltigkeit keine Rolle mehr spielt. …
        Denkräume zu schaffen, die freies Denken ermöglichen, sind für unsere Menschenzukunft sehr wichtig, damit wir
        weltweit gegenseitige Verständnisbegegnungen realisieren können; solche Begegnungen sollten alle Menschen
        miteinander realisieren können. …
        Ohne Perfektionszwänge könnten wir pragmatischer durchs Leben gehen.

  • HSG Student sagt:

    Ich studiere selbst gerade an einer renommierten Universität in der Deutschschweiz Ökonomie und Wirtschaftswissenschaften (um es mal beim Namen zu nennen) und kann nach 3 Jahren nicht wirklich verstehen, wie aus einem solchen Studenten ein fähiger Akteur in der Wirtschaft werden soll. Das einzige, was man uns lehrt, sind Gleichtgewichtsmodelle bis zum Abwinken, welche auf zig unrealistischen Annahmen basieren. Oder auch, wie man ökonometrische Auswertungen erledigt, welche genauso unzulänglich sind, da auch diese nur unter einer Vielzahl an Annahmen gültig sind. Ich vermisse das Klare und Bestimmte, welches einer Wissenschaft Substanz verleiht.

    Sicherlich, verglichen mit einer angelsächsischen Ausbildung haben wir hier noch einiges voraus bzgl. Ethik, langfristig(er)em Denken und sozialer Kompetenz. Doch gerade weil ich sehe, dass praktisch jeder Absolvent zu einem Zahnrädchen in der Maschine getrimmt wird, werde ich das Studium in diesem Sommer nicht auf höherer Stufe weiterführen und in eine richtige „Naturwissenschaft“ wechseln. Denn eines weiss ich ganz genau: selbst wenn ich dort nicht viel verdienen sollte, so sind Berufe welche reale Werte schaffen um ein Vielfaches nützlicher und erfüllender als alle Tätigkeiten in der Hochfinanz zusammengenommen. Letztlich liegt die Schuld aber ganz klar in unserem Studiensystem (Bologna), welches nicht Denken/Selbständigkeit/Innovation fördert, sondern reflexionsarmes Wiedergeben von altgedienten und längst überholten Theorien.
    Ich möchte nicht vom Thema abkommen, aber ebenso problematisch wie das obige Problem sind die Herrscharen an Geisteswissenschaftlern, Sozialwissenschaftlern usw., welche auch nicht wirklich was Innovatives zutage fördern (siehe beispielsweise das ganze Juristentum).

    • Rolf Schumacher sagt:

      Werter HSG-Absolvent das sind gute Einsichten, aber!
      a) Jedes Studienrichtung arbeitet mit Modellen. Je berühmter der Vater eines Modelles, umso mehr wird aus dem Modell ein unumstössliches Dogma. DIe Eugenik (Rassenhygiene/Sozialdarwinismus) z.B. wurde von Medizinern, Psychologen, Biologen, gar Philosophen (Nietzesche. Uebermensch schrie voller Freude: Gott ist tot) als hochwissenschaftliche Diziplin betrieben. Natürlich wurden die Dres. Julian Huxley (UK) oder Dr. Fischer von der Hochfinanz mit vollem Eifer mit Geld unterstützt. In Deutschland bezahlte Rockenfeller Hitler gar das Kaiser Wilhelm Institut für Rassenhygiene (in diesem Rockefellergeschenk wurden viele unschöne Experimente an niederen Rassen durchgeführt). Rockefeller, Ford, Bush senior, JP Morgan, fast das ganze House of Lord unterstützten die Eugenik und lieferten damit den grobschlächtigen Faschisten (Führer der ,Herrenrassen) die Legitimation auf noch nie zuvor dagewesene Art und weise mindere Rassen (Zigeuner, Asiaten, Schwarze und Juden) auszubeuten, missbrauchen, vertreiben und sogar zu eliminieren.
      Weitere unschöne Produkte der Naturwissenschaften für die mafiöse Politelite der Welt: Atombombe, chemische Waffen, biologische Waffen, Tamiflu etc etc etc.
      b) was unterscheidet aber den Oekonomen/Juristen/Politologen von den Naturwissenschaftlern? Oekonomen, Juristen und Politologen hätten die Verantwortung für das Wohl der Gesellschaft zu arbeiten. In Tat und Wahrheit lassen sich aber nicht wenige dazu missbrauchen die willkürlich herrschende Geldelite zu schützen und sie ebnen diesen den Weg um ihre völlig egoistischen Interessen oft wieder jegliche Legalität, Ethik und Moral durchzusetzen. Ohne dieses Basis käme die Geldelite nicht zu derart viel Macht und könnte die Naturwissenschaftler auch nicht für ihre bizarren, menschenverachtenden Ideen gewinnen.

      Nennen wir (ich weiss dass ich mich wiederhole) die Gründung der Unicredit Bank in Italien. Zunächst trieb Senator Amato ein Gesetz durch den Senat, welches das zuvor bestehende restriktive italienische Bankengesetz aushebelte. Erst nach Einführen der legge Amato (in den 90ern) waren Bankfusionen im grossen Stiel möglich in Italien zudem hatte der Staat viel weniger Möglichkeit die Banken zu kontrollieren als zuvor. Binnen weniger Jahre entstand unter Mitwirken einiger (Politologen, Juristen und Oekonomen) unter der Führung von Berlusconi Profumo und anderen Polit-/Wirtschaftsgrössen (P2 Logenbrüder) die grösste Bank Italiens. Obwohl in den 90er mit der Wende der interessante Ostmarkt aufging, verkauften viele solide kleinere und mittlere Banken ihr lukratives Geschäft der neuen, völlig unbekannten Unicredit (wieviele Politologen, Juristen, Oekonomen sich für diese bizarren Uebernahmen haben missbrauchen lassen weiss ich nicht). Als die Bank genug gross war holte man den Oekonomen Sergio Ermotti von Merill Lynch (Bank of America) zu Unicredit. Ermotti wurde Vizepräsident und sorgte dafür, dass sich die Unicredit im Ostgeschäft (von der Türkei über Rumänien den ganzen Balkan hoch, uber die Ukraine, Russland, Kasachstan) zur Nummer Eins entwickelte.
      Die Unicredit Dank ihren Osteinkäufe (Bankübernahmen) bald zur viertgrössten europäischen Bank und somit auch ein schützenswertes too big to fail Konstrukt. Damit war ein flächendeckendes Imperium (von Italien aus gesteuert) welches in vielen Ostländern direkten Einfluss auf die Politik und lokale Wirtschaft nehmen konnte.
      Wer zahlt befiehlt!! Es ist doch erstaunlich wie schnell das Vakuum im Osten von einer einzigen Bank derart rapide gefüllt wurde. Ich glaube kaum, dass man heute in Bulgarien, Rumänien, Ukraine, Serbien an der Unicredit vorbeikommt. Somit haben Juristen-Oekonomen-Politologen dem neuen Herr über den Osten Pate gestanden. Die lokale Bevölkerung hat das Nachsehen.

      Bref: Juristen, Oekonomen und Politologen (Politiker) bescheren uns die Grundlage unseres Seins. Sie legen die Leitplanken des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Diese grosse Verantwortung kann natürlich auch missbraucht werden. Wie oben beschrieben, haben sie auch die Macht unkontrollierbare Ungetüme zu schaffen, für welche ganze Volkswirtschaften haften müssen.

      Anders gesagt müssten Juristen, Oekonomen und Politologen alles daran setzen Korruption, Erpressung, Insiderwissen, Schwarzmarktaktivitäten zu unterbinden. In Tat und Wahrheit kaschieren sie aber insgesamt die illegalen Methoden der internationalen Verbrechens. Sebstverständlich tun das nicht alle, aber ausgerechnet einige der namhaftesten leider doch.

      Schlimm daran ist, dass als Folge davon die Gesellschaft so das Vertrauen ganz allgemein in die Jurisprudenz, Oekonomie und Politologie völlig verliert und das ist natürlich völlig ungerechtfertigt. Denn ohne juristischen, oekonomischen und im besten Fall demokratischen politischen Rahmen kann keine moderne Gesellschaft funktionieren, kann kein Naturwissenschaftler seine guten Ideen umsetzen.
      Ein Philosoph, auch wenn er ein ausgebrühter, unmenschlicher Demagoge ist, kann seine Ideen nicht umsetzen, wenn er nicht von Investoren unterstützt wird. Lenin z.B hätte im Sörenberg noch lange seinen Ideen nachhängen können, wenn die internationale Geldelite ihn nicht im plombierten Zug durch ganz Kreigseuropa nach Russland gefahren hätte und ihn und seine Anhänger nicht materiell unterstützt hätte, wäre die russische Revolution und der Kommunismus kaum realisiert worden.

  • Bruno Bänninger sagt:

    Ökonomisch heisst wirtschaftlich, haushälterisch, rationell, sparsam und effizient.
    Ökonomie ist alles andere und noch mehr. Ausser eine exakte Wissenschaft. Eher eine Religion, deren Priester glauben zu wissen, aber nichts wissend nur glauben können. Besonders wissen sie nichts über die menschliche Psyche die Reaktionen auslöst. Immerhin im Nachhinein können Oekonomen alles ganz genau erklären. Dann wissen sie was falsch lief, also weshalb ihre Prognosen grundsätzlich richtig waren aber nicht eintrafen.

    • Rolf Schumacher sagt:

      NIcht ganz. Die Oekonomen, Juristen und Poltiiker, welche für die Geldelite arbeiten kennen die menschliche Psyche besser als die meisten freudianischen Traumdeuter, oder CG-Jung nacheifernden Antrhopologen. Sie sind meisterlich im Blenden, Verführen, Aufhetzen und Vertuschen, sie blasen Blasen auf, bevor wir es bemerken. Nein sie verleiten uns dazu, unsere eigenen Blasen aufzublasen, lassen dies sehr teuer bezahlen und überlassen uns Schulden und einen haufen warmer Luft. Sie behandeln uns wie dummes Vieh, dass man nach Strich und Faden ausnehmen kann und spielen sich gleichzeitig als Befreier, Erlöser, Macher, Retter, einzig wahrer Patriot etc auf und schaffen gleichzeitig auch noch Gott ab. Sie benutzen die Volksseelen als Klavier auf denen sie derart süsse, verlockende Liedchen säuseln, dass ihnen auch der letzte Skeptiker hypnotisiert, um den eigenen Verstand gebracht, aus den Händen frisst. Sie lassen in ihren Medien von eigenen Strohpuppen (Osama Bin Laden, Ahmedinejad, Fidel Castro) grelle und horrible Kampfpanmphlete schreien, dass jeder Staatsmann der etwas auf sich hält bei Ihnen Rüstungsgüter, Medikamente etc einkauft, oder deren Armee frei ins Land lässt. Sie schüren derart gekonnt Aengste, dass verschiedene Ethnien aufeinanderlos gehen wie tollwütige Bestien und jeder gefallene Soldat in der Agonie ein feines Lächeln auf den Lippen hat, weil er meint für den rechten Gott gestorben zu sein und sicher im Paradies aufzuwachen.
      Oekonomen, Journalisten, Politologen, Juristen, im Auftrag der Geldelite, sagen wir ihnen diplomierte Marktschreier, zerstören das was den Menschen menschlich macht. Sie machen aus einem friedlichen Vernunftsgeschöpf einen seelentoten Konsumjunkie voller Angst, Neid, Frust und Hoffnungslosigkeit.
      ZB: Sie verhökern uns Atomstrom als sicheren, sauberen, billigen Strom. Und verschweigen uns die wahren Kosten, die ungelösten Entsorgungsprobleme und die akuten Gefahren eines Gaus.
      Nein, ein Steinzeitmensch bin ich sicher nicht, aber den Oekonomen in maurisch aufgeklärtem Schlipps und Kragen kann ich beim besten Willen nicht viel Postives abgewinnen.

  • Wyler Thomas sagt:

    Thomas Wylers Meinung.
    Jeder Wissenschaftler, ab einem bestimmten Bekanntheitsgrad, hat die Tendenz , aus seiner Spezialität 1 Dogmatismus zu
    machen. … Echte offene Diskussion ist so nur ein Bestätigen bzw. Widerlegen von Dogmen des Widersachers gleichzusetzen; so kann kein konstruktiver Dialog stattfinden. Das Leben, Uni- bzw. Multiversum, etc. auf ein paar Dogmen zu reduzieren und so Alles echt erklären und echt verstehen zu können, wird uns Menschen nie gelingen; aber wir Menschen können echt lokal pragmatisch so vorgehen, dass wir eine Ökonomie für den Menschen und für alles Leben auf diesem Planeten realisieren können. …
    Ohne FAIRTRADE-Mentalität, gegenüber Mensch und Natur, wird uns das aber nie gelingen.

  • Rolf Schumacher sagt:

    Wen ich gescholten werde, sage ich danke und versuche es besser zu machen. Zu weinen und darauf beharren, dass ich es trotzdem richtig getan hätte, wäre schlicht für andere gefährliche und eitle Arroganz.

  • Rolf Schumacher sagt:

    Das Studium der Volkswirtschaften könnte sehr wohl als Wissenschaft bezeichnet werden. Ein guter Wirtschaftsdenker müsste gleichzeitig, Politologe-Historiker-Betriebswirtschafter-Jurist-Ethnologe-Psychologe und vor allem auch Ethnologe sein. Wenn er sich nun auch noch einen Kopf über die Handelsobjekte machen will, dann müsste er zudem Ingenieur, Physiker, Biologe, Pharmakologe, Geologe, Agronom, Mediziner, Schreiner, Schlosser, Bäcker, Bauarbeiter…..sein. Wenn man diese Anforderung mit dem vergleicht was die mächtigsten Oekonomen unserer Zeit wirklich geistig fundiert überblicken können, dann kommt man zu einem für die Oekonomen wenig schmeichelhaften Schluss.
    Und trotzdem sind die Finanzjongleure (Mafia-noble Familien und ihre Oekonomen und Juristenheere) jene, welche für sich die Macht über den globalen Markt beanspruchen und somit über Politik, Justiz und dem Restvolk stehen.
    Die liberale Marktwirtschaft, insbesondere grossen internationalen Finanzinstitute und andere börsenkotierte Wirtschaftsmoloche sind zum mächtigsten Bestandteil unserer Gesellschaft geworden. Sie sind allem übergeordnet, es gibt keine wirkliche Gewaltentrennung mehr. Von dem der soviel Macht für sich beansprucht müsste man erwarten, dass er freiwillig einen stringenter ethisch-moralischer Codex um sich schnürt, welcher von Unabhängigen stets auf ihre Umsetzung hin zu überprufen wird. Nur so kann Willkür, Grössenwahn und Herrschaftssucht der Finanzgrössen unterbunden werden.

    Ich sehe aber, dass die Feigenblattökonomen der Neuzeit flankiert von Feigenblattwirtschaftsjuristen genau das Gegenteil taten, sie verhinderten nicht Willkür und Grössenwahn, sondern sie förderten ihn mit einer noch nie dagewesenen Arroganz. Fusionsspezialisten wie Peter Kurer und waghasige Bank-CEOs, schossen wie Pilze aus dem Boden in den 80ern.
    Die Unicredit-Bank in Italien ist ebenfalls ein solch von der Mafia gesteuertes und von Feigenbalttsenatoren (Amato), Feigenblattwirtschaftsjuristen und Feigegnblattökonomen (Profumo/Sergio Ermotti) gesteuerter hochtoxischer, nimmersatter too big to fail Moloch.

    Fazit werter Hr. Diem, wo sind die bissigen Oekonomen bitte schön, welche einem Sergio Ermotti, einer Unicredit auf den Zahn fühlen. Wo sind die kritsichen Oekonomen, welche sich nicht mehr vor den Karren der WB, IWF, EZB, BIZ spannen lassen. Wo sind die Juristen, welche den Bluthunden der Mafia, welche in den Parlamenten dieser Welt frech platz genommen haben die die Zähne ziehen, in dem sie deren Immunitätsröckchen anheben. Wo sind die mutigen Politiker, welche sich trauen gegen übermächtige CEOs anzutreten? Marcel Ospel wurde mit der Begründung, es käme für die Schweiz zu teuer, nicht der Prozess gemacht.

    Was bitte schön nützen uns studierte Oekonomen, wenn sie im Sold der Mafia stehen? Wie wertvoll ist deren Aussage?
    Lieber Diem es ist gut und wichtig, sich über Systemänderungen Gedanken zu machen, zuerst müssen aber jene, die ausserhalb vom System stehend jedes System unterwandern und zu ihren Gunsten missbrauchen ausgeschaltet werden.
    Solange Sarkozys, Berlusconis, Sergio Ermottis, Camerons, Schröders, Blairs, Bushes an die Macht kommen, können die studierten Oekonomen, Juristen und Politologen denken wie sie wollen. Karriere macht jedenfalls nur der Oekonom, welcher dem Geldgeber in den Kram passt. Das Kriterium einen Juristen/Oekonomen für sich arbeiten zu lassen ist nicht die Intelligenz, sondern das Beziehungsnetz (welches gleichzeitig auch ein Garant für absolute Loyalität ist.).

    Nicht neue Systeme müssen erdacht werden, sondern die Missbräuche der bestehenden Systeme angegangen werden. Wir hätten gute Kontrollorgane, wenn diese aber von den willkürlich Herrschenden besetzt werden wird jedes Kontrollorgan zur lächerlichen Farce (FINMA-UBS-Haltinger)….

    Denken sie nicht zu weit Hr. Diem, versuchen sie einfach die offensichtlichen Probleme anzupacken. Wir brauchen heute weniger verklärete Visionäre in der Oekonomie dafür umso mehr ehrliche Fahnder. Wir brauchen keine theoretischen juristischen Abhandlungen, aber der Wille Korruption, Insiderhandel etc den ehernen Riegel zu schieben.

    Nur um das geht es, um nichts anderes. Der ganze Zahlen- und Abkürzungs- und Paragraphenklimbim der modernen Oekonomen und Juristen ist ptimitivstes Salzstreuen in die Augen jenes, welche gerne klar sehen möchten, um die Realiwirtschaft kontrollieren zu können.

  • Benjamin Wilkowirski sagt:

    Es gilt zwei grundsätzliche Dinge zu beachten:
    1. Oekonomie ist keine Wissenschaft. Durch den Versuch, die gegenwärtigen Zustände und die historische Entwicklung, die dazu führten, zu verstehen, hofft man, durch Erkennen von Mustern oder Prinzipien zukünftige Ereignisse und Entwicklungen mit einer leicht erhöhten Wahrscheinlichkeit des Eintreffens vorauszusehen.
    2. Es gibt über die Zeiten und Völker und Kontinente hinweg eine Korelation zwischen freier Marktwirtschaft und Prosperität, und umgekehrt zwischen Regulierung, Einschränkung und Besteuerung einerseits und wirtschaftlichem und kulturellem Niedergang andrerseits.
    Bei jedem Eingriff in die freie Marktwirtschaft muss man sich sofort fragen: cui bono? Denn jeder Eingriff bringt für die einen vermeintliche Vorteile, die aber nachträglich umso teuerer wieder korrigiert werden. Beispiele dazu gibt es mehr als genug; es sind im letzten Jahrhundert ganze Volkswirtschaften und deren unfähige politische Führung (man muss eigentlich sagen: parasitäre Profiteure) verschwunden, und Länder wie Griechenland, Spanien und weitere bezahlen heute einen hohen Preis für vermeintliche „soziale“ Sicherheiten, die letztendlich nicht mit eigenen Mitteln (auf keiner Stufe!) erwirtschaftet wurden. Und die heutige EUR-Krise ist eine EU-Krise, resultierend aus einem politischen Fehlkonstrukt und dem Irrglauben (oder der bewussten Lüge), den Markt lenken zu können. Der Preis für die Pseudo-Rettung der in Not geratenen Volkswirtschften und des EUR wird uns in Form von höheren Preisen präsentiert werden, da die Regierungen die fast unermesslichen Kosten einfach verinflationieren.

    • Urs sagt:

      …auf der anderen Seite stellte eines der Vorbilder heutiger Neoliberaler Verfechter fest, das ohne staatliche bzw. übergeordnete Eingriffe einige einfach zu stark werden und im eigenen Interesse alle anderen benachteiligen… können und es auch tun.

      Adam Smith war derjenige den ich meine…

      Ausserdem, der Staat legt nach wie vor alle oder sicher die meisten Regeln fest. Immerhin brauchen selbst die Marktideologen ein Länderübergreifendes Regelwerk um mit ihrem Kapital spielen zu können. Wirklich liberalisert ist das bei weitem nicht…

      Dann aber, so richtig liberalisiert wird gerne von unten her… da lässt man dann gerne den einzelnen ohne jegliche Verbindlichkeit auf liberalisierte Märkte los. Am besten noch ohne zusätzliche Absicherung so wie das etwa heute der Fall ist wenn man sich zwar globalisiert auf die Arbeitsuche machen darf, aber keinerlei Soziale Verbindlichkeit mitnehmen kann… weder sind die ferien, die Altersvorsorge, die Sozialhilfe, die Arbeitslosenhilfe, die Invalidenrente, die Arbeitsjahre, Gesamtarbeitsverträge international und verbindlich geregelt.

      Warum nicht?

      Diese Dinge sind ganz einfach nicht gültig weil denen eben nicht die gleichen Regeln verpasst worden sind wie das für Investitionen, Urheberrechte, Patente, Markenzeichen usw. der Fall ist… ja, sogar entgangene Renditen und Profite lassen sich gegenüber Staaten einklagen…

      Nicht aber das Recht auf Soziale Absicherung, Arbeit,, Lohn…

      Trotz dem Dauergerede über die fantastischen Vorteile die liberalisierte Märkte angeblich allen bringen sollen, je weiter oben Sie hinschauen, desto regulierter und verbindlicher wird das ganze. Durchgesetzt mittels der Macht des Staates und internationaler Handelsverträge die auch noch gleich internationaler Gerichtsbarkeit unterliegt…

      • Hermine Kleefeld sagt:

        @Urs: Sie sind von einer naiven Staatsgläibigkeit… Ein von Ihnen propagiertes und behauptetes Recht auf Arbeit und Lohn gab es in allen sozialistischen und kommunistischen Staaten, und wohin das führte, zeigt die Geschichte deutlich. Ihre Vorstellungen von eine globalen Harmonisierung ist verständlich und kindlich; dieser Irrglaube beruht auf der Vorstellung, dass die technische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung weltweit gleichtzeitig und im Gleichschritt voranschreitet. Die Dynamik in all diesen Feldern ensteht aber gerade durch die Ungleichheit, ebenso wie die Dynamik der Märkte durch grundsätzliche Ungleichheit (die sich nie elimineren lässt, egal an welche heile Welt Sie glauben wollen) und dem permanenten Bestreben nach Ausgleich getrieben wird. Wenn Staaten aufgrund ihrer Macht zu regulieren versuchen, bewirken sie nur Verzerrungen, und je stärker die Regulierung, desto grotesker die Folgen. Und eine internationale Gerichtsbarkeit gibt es auch nur in den Heileweltphantasien der Gutmenschengemeinde. Ein Individuum oder eine Körperschaft unterwirft sich nur dann dem Spruch Dritter, wenn die physische Gewalt dieser Dritten grösser als die eigene ist. Darum etwa drohen linke Europapolitiker der kleinen Schweiz wegen Bagatellen und wollen eigenes Landesrecht extraterritorial durchsetzen (hier habe Sie die Perversion der internationalen Gerichtsbarkeit), andrerseits machen gerade diese Länder kritiklos Geschäfte mit Gewaltherrschern und Schlächtern in Afrika und im grossen Stil mit China (das übrigens die Menschenrechte als eine Erfindung der Westeuropäer versteht und sich nicht darum kümmert; und Ihre internationale Gerichtsbarkeit auch nicht). In einem freien Mark ziehen fast immer alle involvierten Partner einen Vorteil aus einem Handel; und es steht keinem Dritten – auch keiner staatlichen Institution – zu, sich an diesen erarbeiteten Mehrwerten Dritter in Form von Steuern, Abgaben und Regulierungen (=Korruption) gütlich zu tun. Es gibt keine Alternativen zur freien Marktwirtschaft, gleich wie es keine Alternativen zu einer Demokratie gibt. Denn beide sind untrennbar miteinander verbunden: Demokratie beruht auf der Freiheit eines jeden und auf dem Recht auf und dem Schutz von Eigentum. Alles andere scheiterte bisher kläglich und wird es auch in Zukunft.

        • Urs sagt:

          @Kleefeld;

          Mit naivität hat meine Meinung eher weniger zu tun. Vielmehr erscheinen mir andere Lösungswege noch utopischer als mein „Staatsglaube“. Zumindest dort hat man bereits bestehnde Mitspracherechte was ja bei Unternehmen die grössere Etats verwalten als so manches Land überhaupt nicht vorhanden ist. Ja nicht mal die MA haben Mitspracherechte… woher also soll ich die nehmen bzw. bekommen?

          Die alternative zu meinem Staatsglaube wäre, wenn man die bürgerliche bzw. zivilgesellschaftlichen Rechte auf zumindest grössere Unternehmen ausdehnen würde. Aber auch da werde ich als Utopisch deklariert… auch hier, welche Alternativen haben wir bzw. gibt es wenn man ein weiter so nicht mehr akzeptieren möchte?

          Nun, dann meine frage, was soll es denn nun sein? Einfach weiter so? Dann könnte man ja u.a auch diesen Blog gleich eliminieren und alle anderen Debatten über Gesellschaftliche Aspekte sein lassen… Nicht?

          Mir sträuben sich die Nackenhaare wenn ich solche Dinge lese; „….Es gibt keine Alternativen zur freien Marktwirtschaft, gleich wie es keine Alternativen zu einer Demokratie gibt. Denn beide sind untrennbar miteinander verbunden: Demokratie beruht auf der Freiheit eines jeden und auf dem Recht auf und dem Schutz von Eigentum. Alles andere scheiterte bisher kläglich und wird es auch in Zukunft….“..

          Insbesondere das hier; „… Demokratie…beruht … Recht auf und dem Schutz von Eigentum…“ finde ich eigentlich ziemlich lustig… wo doch gerade die Bodenschätze weltweit in der Hand einiger weniger Aktionäre sind und der Rest der Gesellschaft keinerlei Rechte mehr daran hat…

          …schaue ich mir genauer an, in welchen Zuständen viele Menschen leben… und hier schaue ich halt nun mal über die Grenzen unseres Kleinstaates hinaus. Dort sehe ich üble Zustände und ich erkenne auch, das die Schweiz in einigen bereichen und gegenüber gewissen Handelspartnern so ihre Probleme hat mit der Globaliserung, Liberaliserung fertig zu werden. Ich denke hier ausdrücklich nicht an die Handvoll Konzerne die sich in gewissen Exportmärkten behaupten können… sondern an den Binnenmarkt und die Lebensräume der Menschen die hier nach wie vor leben und arbeiten…

          Soziale Marktwirtschaft? Definieren Sie das bitte mit ihren Worten und bitte sagen Sie mir doch, in welchem Land es diese gibt…

          • Hermine Kleefeld sagt:

            @Urs: Als Sozialist (oder Kommunist; Sie können es sich aussuchen) argumentieren Sie so, wie Sie argumentieren: argumentum ad populum. Voraussetzung für Demokratie ist Freiheit und Recht auf Eigentum. Demokratie ist nicht einfach Mitspracherecht für alle, jederzeit und überall. Das demokratische Freiheitsrecht begründet sich im Recht, zu leisten oder nicht zu leisten, und nicht darin, sich zu nehmen und Dritte für sich ohne Gegenleistung zu verpflichten.
            Sie können das lustig finden und es lächerlich machen; dass Demokratie auf individueller Freiheit und dem Recht auf Eigentum basiert ist schlicht ein Axiom. Sie können sich in die entsprechende Philosophie einlesen, vielleicht erhellt das Ihre Gedankengänge.
            Ihre willkürliche und einseitige Reduktion dieses Axioms auf Bodenschätze greift nicht, denn Bodenschätze sind immer im Eigentum der jeweiligen Länder und Regierungen und nie Eigentum einer Aktiengesellschaft. Die Regierungen lassen sich Schürfrechte vergolden, sind an den Gesellschaften selber beteiligt, und einen Grossteil der Erträge landet entweder bei den völlig korrupten regierungsfähigen Privatpersonen oder Clans (z.B. in Afrika), bei einer Einheitspartei (z.B. in China), oder einfach bei der Regierung, die ihren völlig überdimensionierten und ineffizienten Beamtenapparat damit alimentiert und sich Wählerstimmen mit Versprechen auf Gratis-Staatsleistungen kauft (z.B. USA und viele westeuropäische Staaten). Der staatliche Raubzug auf privates Eigentum wird als „gerecht“ und „sozial“ oder noch wortverdrehender als „Soziale Marktwirtschaft“ bezeichnet.
            Die von Ihnen behaupteten üblen Zustände sind nicht das Resultat freier Marktwirtschaft, sondern das Resultat oekonomischer, sozialer und kultureller Verwerfungen und Perversionen durch unfähige und geldgierige meist linke Regierungen und vorgeblich „soziale „Machtapparate. Es gibt zur freien Markwirtschaft keine Alternativen; bisher konnte niemand eine aufzeigen.

          • Taric Trent sagt:

            Bitte halten sie sich an meinen Ratschlag von letztem Mal und verlegen Sie sich mit ihren völlig am Thema vorbeigehenden, unsachlichen Rechtschaffenheits-Anfällen wieder in den Politblog zurück wo Sie herkommen. Den neuen Namen können Sie auch gleich wieder mitnehmen, herzlichen Dank.

  • alfred sagt:

    existenzsichernde löhne werden durch harz 4 oder minimalste sozialleistungen ersetzt
    dieses vorgehen schadet unsere volkswirtschaft mehr, als alle asylanten in der CH
    und was machen die linken und gewerkschaften >> sie verspielen ihr potential mit immer neuen utopische initiativen (ferien, erbschaft, mindeslohn, grundeinkommen usw.usf.) doch das wirkliche problem (eine gerechtere gesellschaft) entsteht nur mit druck von der strasse durch streik >>> wenn die arbeiterparteien und gewerkschaften wieder glaubwürdig werden wollen kündigen sie jetzt alle gesammtarbeis- / knebelvertäge und stillhalteabkommen und rufen zu streik’s auf
    >>> die streikkassen sind gefüllt nutzt endlich dieses potenzial > bevor ihr in der bedeutungslosigkeit verschwindet

  • Markus sagt:

    Verdienstvoll, Herr Diem, wieder mal drauf hinzuweisen. Erinnert mich an meine Rebellion an der HSG (68er Generation) gegen die neoklassische Wirtschaftstheorie, wegen der Diskrepanz zwischen Theorie und Realität. Hab später auch gemerkt, dass Modelle nützliche Instrumente zur Erkenntnis sein können. Kritik an den Wirtschaftswissenschaften hat Tradition, wissen wir schon lange. Wettbewerb der Ideen ist zentral, zum Glück gibt´s verschiedene Erklärungsansätze. Die Totsagungen (von Wissenschaftlichkeit, von Geschichte, von weiss ich was) verdienen keine Aufmerksamkeit, da wünsch ich mir Intelligenteres. Ein gewisses – wohl unvermeidliches – Hintennachhinken der Wirtschaftswissenschaft im Erklären der Realität hat sich einmal mehr bei der Anbahnung der Verselbständigung des Finanzsektors über drei Dekaden hinweg, von der Politik ermöglicht, wieder gezeigt. Es gab durchaus Rufer in der Wüste – in Wissenschaft, Finanzpolitik, Journalismus -, aber der vorherrschender Konsensus hat das eben nicht wahrhaben wollen, es ging zu Vielen zu gut dabei. Viel Wirtschaftswissenschaftskritik, scheint mir, ist eher an die Politik gerichtet…

    • Frank Baum sagt:

      @Markus: „Viel Wirtschaftswissenschaftskritik, scheint mir, ist eher an die Politik gerichtet…“ Da haben Sie Recht. Allerdings darf man die Finanzbranche selbst auch dazu zählen. Sie haben die Richtung der Wirtschaftswissenschaften massgeblich geprägt, nicht zuletzt mit der eigenen Nachfrage nach Wirtschaftswissenschaftern.

  • Taric Trent sagt:

    Öffnen sie nun auch von Ökonomie Seite das Tor für Psychologie, Philosphie und Soziologie wie es Straubhaar fordert, das interdisziplinäre Zusammenstehen sämtlicher Geisteswissenschaft ist wohl die Befruchtung, die sie antizipieren, und die noch aussteht. Dieses Tor ist von den anderen Seiten nämlich schon länger weit offen. Den Verbund der Ideologieproduzenten sehe ich als defensiven Akt, er basiert auf dem Mangel an Glaubwürdigkeit ihrer Theorie und nicht am Gegenstand und wird daher in der Wirtschaftskrise auch von der Ökonomie, die da am Heftigsten unter moralischem Beschuss steht, angegangen. Das wird ganz sicher fruchtbar werden, aber wer fruchtbar für ein Qualitätsmerkmal hält, der kann sich ja mit einer Ameisenkönigin verloben.

  • Bitchslap sagt:

    Hans Nötig, wenn Sie auch nur ein bisschen Ahnung hätten von Wissenschaftstheorie, dann würden sie bald keine Forschung mehr unterstützen können. Denn in jedem Bereich gibt es Paradigemen, zum Beispiel in der Evolutionsforschung: Der Mensch stammt vom Affen ab. Oder auch in der Physik, z. B. die String-Theorien. etc. blablabla. Und Ökonomie ist nicht einfach etwas von Menschen geschaffenes wie Währungen oder unnütze Politiker, Ökonomie ergibt sich automatisch, auch in der Tierwelt (zum Beispiel Essen gegen Fortpflanzung, etc.). In dem Sinne haben Sie mit Ihrer Aussage mehr über sich selbst verraten als über die ach-so-schlechte Wissenschaft Ökonomie. Des Weitern zweifle ich ernsthaft an ihrem ökonomischen Verständnis…

    • hans nötig sagt:

      Es kann an meiner mangelbehafteten Ausdrucksweise liegen, aber ich kann nicht erkennen das ich mir ein grossartiges ökonomisches Verständnis attestiere. Ich will mich nur nicht mit dem aktuell vorhandenen Zeitgeist abfinden.

      Desweiteren haben Sie anscheinend meinen Beitrag oder die Funktion der Sozialwissenschaften nicht verstanden. Falls es Sie tatsächlich interessieren sollten und Sie nicht einfach ein wenig Dampf ablassen wollten, ein gutes Interview dazu: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/oekonomie-ist-eigentlich-keine-wissenschaft-11418489.html

      • Heinz Gerber sagt:

        Herr Nötig, ich habe das Interview mit Professor Ortlieb gelesen. Es ist erstaunlich, obschon er die Ökonomiewissenschaft kritisiert bestätigt er die Dogmen der Ökonomiewissenschaft wie z.B. hier „Der Verzicht auf Konsum bringt auch die Produktion zum Erliegen und kann nur in die Depression führen.“ Er bestätigt sogar den Autor der BZ, mit „Damit haben Sie vermutlich recht, woraus zunächst aber nur folgt, dass die Lage aussichtslos ist. Und ganz bestimmt habe ich kein Rezept anzubieten, mit dem die griechische Volkswirtschaft wieder auf einen grünen Zweig käme“ was Herr Markus Diem Meier (dafür mit Rezept) selber sagt dass nämlich in dieser Konstellation (ohne eigene Währung) den Griechen nicht geholfen werden kann
        Die Wissenschaft muss hinterfragt werden und dass soll auch so sein,denn vor langer Zeit wurde von Wissenschaftern gelernt dass die Erde eine Scheibe sei. Die Wissenschafter in der Oekonomie werden trotz Friedman, Mises, Hayek, Keynes, Smith und all die Anderen noch mehr dazu lernen. Es ist gut dass die gängigen Dogmen hinterfragt und angepasst werden. Ich denke die Menschheit wird auch dieses Problem weniger oder besser meistern.

  • hans nötig sagt:

    Es gibt keine Wirtschaftswissenschaft!

    Man kann es so bezeichnen aber es ist noch lange keine Wissenschaft ein selbst kreiertes System zu untersuchen oder darüber zu orakeln welches Modell jetzt das bessere ist. Das mag mathematisch seinen Reiz haben und es gibt durchaus auch Erkenntnisse daraus, aber mit einer wissenschaftlichen Untersuchung hat es nichts gemein. Es ist eben nur eine Theorie.

    Oder würden Sie Theologie (und auch nur die Konzentration auf eine, sagen wir das Christentum) auch als Wissenschaft bezeichnen?

    Ich mag ja ein „Tüpflischisser“ sein, aber bei der Verknüpfung von Dogmen und Ideologien mit dem Wort Wissenschaft schaudert es mich regelmässig. Wir konzentrieren uns aus meiner Sicht einfach viel zu sehr auf diese „Disziplin“, anstatt die „richtigen“ Wissenschaften zu bemühen und uns so eine neue Wirtschaftsordnung aufzubauen, am besten eine die langfristig funktioniert.

    • Thomas Meier sagt:

      Wissenschaft bedeutet nichts anderes als ein Gebiet zu erforschen und die Erkenntnis daraus weiterzugeben. Wirtschaftswissenschaften erforschen wie die Menschen wirtschaften bzw. die begrenzten Güter vertelt werden. Das ist auch nicht wirklich selbst kreiert oder zumindest nicht von der Ökonomie sondern von den Menschen (bei Theologie oder Jus ist der Einfluss die „Selbstkreierung“ viel grösser). z.B. Angebot und Nachfrage, Tauschhandel usw. kann man auch bei Tieren beobachten und haben die Menschen immer verwendet, unabhängig vom System (z.B. Schwarzmärkte im Kommunismus). Ökonomie ist letztendlich das Ergebnis vom Menschen bzw. seinem Antrieb und das kann man wiederum mit Psychologie untersuchen, aber auch Naturwissenschaften wie Medizin / Neurologie usw. Darauf haben Ökonomien keinen Einfluss (z.B. dass Menschen oft egoistisch handeln wurde nicht von Ökonomen so befestgelegt oder so, die Mensch sind eben so).

      Wie auch immer, es ist ziemlich naiv, wenn Sie von „richtigen“ Wissenschaften sprechen. Selbst Naturwissenschaften beruhen auf Mathematik, was wiederum vom Menschen geschaffen wurde und auch nur eine Theorie mit Annahmen ist (z.B. existiert soetwas wie eine gerade Linie in der Realität nicht, kommt aber andauernd in der Mathe / Geom. und somit in Nat.wisschenschaft vor). Ausserdem haben sich auch Naturwissenschaft sehr oft geirrt, das ganze Thema mit Einstein und Lichtgeschwindigkeit als Maximum ist ein aktuelles Beispiel. Naturwissenschaft ist auch oft weniger nützlich als Ökonomie. Es ist doch wichtiger ein System zu finden, damit es den Leuten besser geht, anstatt irgendwelche Sandkörner am tiefsten Punkt des Meers zu untersuchen.

      • hans nötig sagt:

        Genau das meinte ich doch auch (ich habe mich wohl wirklich schlecht ausgedrückt) 😉

        Über die „richtigen“ (in Anführungszeichen weil im Gegensatz zur Wirtschaftswissenschaft richtig, nicht im Sinne von richtig) Wissenschaften wie Psychologie oder Soziologie und unter berücksichtigung ökologischer Aspekte eine Wirtschaft aufzubauen die allen etwas nützt und eben auch nachhaltig ist. Und dafür brauchen wir nunmal keine Wirtschaftswissenschaften.

        Ist jetzt alles langsam ein wenig OT und ich will damit ja auch nicht sagen das die Wirtschaftswissenschaften völlig sinnlos sind, ich störe mich nur daran das sie als Wissenschaft bezeichnet werden. Denn dies verhindert imho das viele Menschen gewisse Dinge in Frage stellen die so nicht sein müssten.

        • Frank Baum sagt:

          @nötig: Ob ein Fachgebiet oder eine Arbeit „eine Wissenschaft“ ist oder nicht, hängt von der Art und Weise ab, wie gearbeitet wird. Wissenschaftliche Arbeiten in jedem Fachgebiet setzen wissenschaftliche Methoden voraus.

          Gerade weil die Wirtschaftswissenschaft eine Wissenschaft ist, kann und soll sie ja eben in Frage gestellt werden. Dies im Gegensatz zu Dogmen oder einer Religion. Das geschieht ja eben auch. Nur, wie in diesem Artikel gut beschrieben, sind diese Fragestellungen meist komplexer, als es in einem Zeitungsartikel mir-nichts-dir-nichts dargestellt werden könnte. Die Wirtschaftswissenschaft ist mit Sicherheit genauso eine Wissenschaft wie die Psychologie: in beiden Fachgebieten arbeiten Leute mit wissenschaftlichen Methoden. In der Soziologie werden hingegen eher irgendwelche Behauptungen aufgestellt, ohne einer wissenshaftlicher Methode zu genügen.

          Man darf aber eines nicht vergessen. Nur weil viele Leute wirtschaftswissenschaftliche Zusammenhänge NICHT in Frage stellen, heisst das nicht, dass diese Zusammenhänge einer kritischen Betrachtung nicht stand halten. Man muss diese krische Betrachtung nicht andauernd wiederholen, wenn man nichts neues beisteuern kann.

      • Ueli der Knecht sagt:

        @Thomas Meier
        „…Angebot und Nachfrage, Tauschhandel kann man auch bei Tieren beobachten.“ Und das beweist jetzt was? Dass der Kapitalismus schon im Tierreich erfunden wurde?
        „…haben die Menschen immer verwendet, unabhängig vom System (z.B. Schwarzmärkte im Kommunismus)“. Den „Markt“ so wie wir ihn kennen (oder ist für sie ein römischer Sklavenmarkt das gleiche wie das RAV bei ihnen um die Ecke) gibt es erst seit 200 Jahren und die östliche Nachholform war der Staatskapitalismus und nicht der Kommunismus.
        Bei einem Punkt muss ich ihnen aber Recht geben: Die Naturwissenschaften sind nur sehr begrenzt „nützlich“ in Bezug auf „die Welt so einrichten, dass jeder was zu essen hat“. Trotzdem zeigt gerade die moderne Biologie (Ökologie) auf, dass Kooperation in der Natur weit verbreiteter ist als sich dies mancher „Neo-Darwinist“ erträumen liesse und dass diese Kooperation eben nicht einfach ein Verhältnis „Virus-Wirtszelle“ ist, sondern eine wahre Bereicherung für alle Systeme.

        • Thomas Meier sagt:

          @hans nötig: Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung, auf was Sie hinauswollen. Alles ist eine Wissenschaft, aber Wirtschaft nicht? Wie und warum sollte Soziologie oder Psychologie ein Wirtschaftssystem aufbauen. Damit beschäftigen sich diese Wissenschaften ja nicht mal. Ausserdem überschneiden sich die meisten Wissenschaften. z.B. verwenden Soziologen Aspekte aus der Psychologie. Dann könnte man ja auch argumentieren die Psychologie abzuschaffen und am Ende hätte man nur noch DIE Wissenschaft, welche alles vereint, oder wie? Es macht durchaus Sinn, dass sich Leute spezialisieren, da die Fähigkeiten von Menschen nun mal begrenzt sind und nicht jeder alle gleich gut kann.

          @Ueli der Knecht: Auch die Römer, alten Ägypter usw. haben alle gehandelt. Alexandria war eine Handelsstadt und Handel = Markt. Und ja, Sklavenhandel mag wohl unmoralisch sein, aber war auch ein Markt. Aber es wurden ja auch tonnenweise anderes Zeugs gehandelt (Nahrung, Gewürze, Stoffe usw.). „Der Markt“ wurde nicht vor 200 Jahren erfunden, sondern eher vor 10’000 Jahren oder so, als die Menschen sesshaft wurden und nicht mehr alle die gleichen Tätigkeiten ausübten (z.B. einer baute Korn an und tauschte es dann mit eine Jäger / Züchter). Dadurch ist dann Spezialisierung entstanden (das was wir heute als Beruf und Ausbildung bezeichnen) usw.
          Und falls Sie auf Adam Smith anspielen wollen mit 200 Jahren: Adam Smith hat erkannt wie Märkte funktionieren und diese nicht erfunden. Bis vor 400 Jahren wussten die Menschen auch noch nicht, dass es Bakterien gibt und trotzdem sind wir uns wohl einig, dass diese auch davor bereits existiert haben…

          • Ueli der Knecht sagt:

            @Thomas Meier
            Also für Sie ist „Markt“ gleich „Markt“. Ob es sich nun um den Steinzeitmenschen handelt, der ein Tier gegen eine Waffe tauscht oder um ein historisch gewachsenes höchstkomplexes System namens Kapitalismus. Die Raumfahrt hat ja auch bekanntlich mal damit begonnen, dass ein Kind einen Drachen aus Papier gebastelt hat…
            Übrigens habe ich mit keinem Satz behauptet, dass Adam Smith den Kapitalismus „erfunden“ hat, geschweige denn richtig interpretiert. Die antike Latifundienwirtschaft, welche auf Sklaverei basierte war nicht nur „moralisch verwerflich“, sondern basierte auf ganz anderen ökonomischen (oikos=das Haus betreffend) Prinzipien als die moderne „Marktwirtschaft“. Unsere Worte wie „Kapital“ stammen tatsächlich noch aus der Antike – aber sie bezeichnen heute vollkommen andere „Verhältnisse“ und „Machtstrukturern“.
            Die meisten Kapitalisten sind heute reine „Geldkapitalisten“, d.h. sie haben mit der eigentlichen Produktion der Güter und Dienstleistungen überhaupt nichts mehr zu schaffen, während der antike pater familias seinen Landbesitz, seine Sklaven, seine Viehherden und auch seine Familie als „Kapital“ begriff. Tatsächlich ist die antike Latifundienwirtschaft viel näher verwandt mit den mittelalterlichen Feudalgesellschaften, welche noch Leibeigenschaft kannten.

  • Urs sagt:

    Solange sich alle nur erdenklichen Parameter an den globalen Handelsverträgen orientieren müssen, solange bleiben auch die Oekonomen in diesem Framework „gefangen“. Die Menschen so oder so… da die Rahmeparameter bereits vorgegeben sind.

    Zumindest die, die sich einer breiteren Oeffentlichkeit vorstellen dürfen und auch noch an relevante Positionen gesetzt werden um wichtige Entscheidungen beeinflussen zu können… Dazu gehört etwa auch, die schwächung des Staates was die Sozialen, Zivilgesellschaftlichen und Umverteilungsmechanismen angeht… ebenfalls in diesen Verträgen verbindlich und unwiederruflich festgelegt ist, die schnellstmögliche privatisierung von allem was man sich nur denken kann (ausgenommen Landesverteidung und Schutz des inneren gegen Aufruhr, Streiks, Demonstrationen etc) .

    Entsprechend Zielführend sind halt auch die Oekonomischen Modelle die generell mit dem bekannten TINA Prizip unter die breitere Oeffentlichkeit gebracht werden um Dinge zu erklären die eben zur erfüllung der Handelsverträge beitragen.

    Diese oft verheerende Entwcklung d.h. die Demontage der für die meisten Menschen wichtigen Nationalstaaten, deren Regeln, Umverteilung, Steuer- und Budgehthoheit und deren Kontrollmöglichkeiten dauert bereits eit ca. 3 Jahrzehnten an. Langsam, Stück für Stück und bis heute meist unbemerkt…

    … das sind die Eckwerte innerhalb denen sich die „pragmatischen“ Oekonomischen Modelle bewegen dürfen… wirkliche, auch für die Zivilgeschaftlichen und Sozialen Parameter, relevante Modelle werden nur insofern laut debatiert als es gilt die einst gemeinschafltich getragenen Kosten die zum Aufbau und Unterhalt einer Gesellschaft nötig sind zu individualisieren… ineffizienz des Staates und die Rede von der Ungerechtigkeit Progressiver Steuern sind nur zwei Methoden die massiven Aenderungen implementieren zu können… dies obwohl jeder einzelne am Ende davon weniger hat als vorher.

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