Ach, Europa!

Haben Sie noch den Überblick, um was es in der Eurokrise genau geht? Dieses Video erklärt (fast) alles.

60 Kommentare zu «Ach, Europa!»

  • Linus Huber sagt:

    @ Anh Toan

    Ich würde mich freuen, wenn Sie zu folgender Aussage Stellung nehmen könnten.

    Gesetze verhindern keine Verbrechen, sondern bestrafen sie

    Gesetze verhindern keine Verbrechen. Wir können so viele Gesetze erlassen wie wir wollen, trotzdem werden Fälle von Diebstahl oder Fahren, wenn alkoholisiert, existieren. Wir erlassen Gesetze nicht um dies zu verhindern, sondern um Sicherzustellen, dass es sehr kostspielig ist, wenn man diese Gesetze verletzt.

    Gesetze werden im Grunde aus folgenden Gründen erlassen:

    1. Um die Bevölkerung wissen zu lassen, welches akzeptables und was inakzeptables Verhalten darstellt.
    2. Um jene, welche diese Normen verletzen, zu bestrafen.
    3. Um gefährliche Leute zum Schutze der Gesellschaft aus der Zirkulation zu ziehen

    Wir erlassen Gesetze und Regulierung für Firmen/Unternehmen mit einem ähnlichen Ziel:

    1. Um Firmen erkennen zu lassen, was akzeptables oder inakzeptables Verhalten darstellt.
    2. Um das Fehlverhalten des Managements zu bestrafen.
    3. Um gefährliches wirtschaftliches Verhalten zum Schutze der Gesellschaft aus dem Verkehr zu ziehen.

    Mit wirtschaftlichem Verhalten ist der Einfluss einer Firma auf die Gesamtwirtschaft gemeint. Dies betrifft Angelegenheiten wie Umweltverschmutzung oder finanzielle Risiken, welche die gesamte Weltwirtschaft in den Abgrund reissen könnten.

    Gesetze sind immer eine Erwaegungsangelegenheit: Meine Freiheit endet, wo die Nase des andern beginnt. Umstände, welche Deine Gesundheit, Sicherheit oder allgemeines Wohlbefinden gefaerdet werden grundsätzlich gesetzlich kriminalisiert; Verhalten von Firmen, welche die gleiche Gefahr hervorrufen, sollten dementsprechend reguliert werden.

    Heute existiert eine verachtenswerte Gruppe von Unternehmensführern (Crony Capitalists), welche das Wort “Freiheit” missbrauchen indem sie versuchen, die Freiheiten der Allgemeinheit einzuschränken. Sie glauben, dass Freiheit eine Lizenz für rücksichtsloses Verhalten zulasten der Sicherheit von anderen und zulasten der Wirtschaft beinhaltet.

    Dies ist jedoch nicht richtig. Je schneller wir diese einfache Wahrheit erkennen, desto schneller wird die Wirtschaft den richtigen Weg einschlagen. Ich denke, je länger wir uns dieser Wahrheit verschliessen, desto länger wird sich die gegenwärtige Agonie dahinziehen.

    • Michael Schwarz sagt:

      @Linus Huber:

      „Der Staat kann sich ohne Zentralbank finanzieren“, Ihre Aussage kann ich bestätigen. Der Fed wurde 1909 gegründet, vor 1909 haben die US-Regierung ohne Zentralbank sich finanziert, die Inflation war niedrig, Geld verliert wenig am Wert, die Staatsfinanz war gesunder, die Staatsdefizite waren geringer als heute usw.

      Seit der Gründung der Fed ist der Wert des Dollars permanent am Wert verloren, im Gegenzug steigt die US-Staatsdefizite. Kurzgesagt, die USA wäre besser daran, wenn kein Fed gäbe.

  • Michael Schwarz sagt:

    Die EU-Politiker haben Verstanden verloren. Das BIP Griechenlands nach der Prognose liegt bei 212 Mrd. EUR für 2012, die Unterstützungskredit beträgt 130 Mrd. EUR. Wollen die EU-Politiker, IWF und EZB das ganze BIP Griechenlands finanzieren. So Dumm können die EU-Politiker, IWF und Draghi nicht sein, dass die Volumen des Hilfspaketes nicht mehr im Verhältnis zum BIP Griechenlands steht.

  • Michael Schwarz sagt:

    Das Sparpotenzial der Griechen erreicht langsam seine maximale Grenze und die wirtschaftliche Aktivität leidet unter den massiven Sparzwang. Die Zeit wird für die Griechen immer knapper, nur mit dem Sparzwang können die Griechen sich nicht retten. Im Gegenteil, sie sparen sich zum Tod. Der Sparzwang Griechenlands, der von EU und IWF auferlegt wird, beschleunigt den Untergang der Griechen. Wenn ich Grieche wäre, dann ist ein gutes Geschäft für 3 Mrd. gegen 130 Mrd. umzutauschen. Das Kernproblem der griechischen Wirtschaft kann durch die Unterstützungszahlung nicht mehr gelöst werden.

    Die Tatsache ist, die Griechen noch nicht vollständig an der Globalisierung angestellt sind, es ist eine Frage des kulturellen Wandels und gesellschaftliche Organisation. Die Griechen haben diese Entwicklung komplett verpasst, jetzt müssen sie in extremem Tempo nachholen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass die Griechen auf aktuellen technologischen Entwicklungsniveau schaffen werden, aus der Schuldkrisen auszukommen.

    Die EU, IWF und EZB können die Griechen nicht ewig finanzielle Unterstützung leisten. Es wird kein weiteres Hilfspaket für Griechen mehr geben, das sollte für alle klar sein.

  • Andres Müller sagt:

    Ach Europa… ja -und noch ein Schmankerl dazugelegt….

    Frau Katseli, eine griechische Ökonomin, früher Arbeitsministerin im Kabinett von George Papandreou,ist sehr verärgert über den „New Deal“ mit Brüssel.

    Griechenland gibt nämlich seinen Kreditgebern das Recht, die 111 Tonnen Goldreserven in der Bank von Griechenland im Rahmen des New Deal abzugreifen, Hellas habe nun keinen direkten Zugriff mehr auf diese 4 Milliarden Euro Goldreserven.
    Ausserdem würden nun die griechischen Staatsanleihen neu durch Brüssel über ein in englischer Sprache geschriebenes Gesetz geregelt, somit an die Sprache der Gläubiger angepasst.

    • Linus Huber sagt:

      @ Andres Müller

      Natürlich ist diese Frau zurecht verärgert. Was jetzt abläuft ist das Verscherbeln der Kronjuwelen an die Gläubiger-Banken. Die Griechen werden es eines Tages noch bereuen, dass sie mit diesem ganzen Theater nicht radikal durch Bankrott-Erklärung eine Ende setzten. Aber was soll es, politische Veränderungen brauchen im Vorlauf extreme Entwicklungen um einer Reaktion den notwendigen Auftrieb zu ermöglichen und alles ist eben sehr schwerfällig und langsam im Ablauf.

      • Andres Müller sagt:

        und wieder klagt ein Whistleblower über seinen Arbeitgebe, nach Goldman Sachs nun JP Morgan:

        http://www.webcompact.net/index.php/news/20929-jpmorgan-whistleblower

        „Yes, we at JPMorgan that are in the know are fearful of a cascading credit event being triggered in Greece as they have hidden derivatives in excess of $1 Trillion USD. We at JPMorgan own enough of these through counterparty risk and outright prop trading that our entire IB EDG space could be annihilated within a few short days. The last ten years has been market by inflexion point after inflexion point with the most notable coming in 2008 after the acquisition of Bear.“

        Ausserdem erzählt der angebliche Angestellte von diversen kundenfeindlichen Kursmaniplationen…

  • Anh Toan sagt:

    Swissquote newsticker: 28-02-2012 19:15 SNB/Jordan: Kein Ende der Schuldenwirtschaft ohne Stabilitätskultur
    Zürich (awp) – Die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise hat zu einem beispiellosen Anstieg der Staatsverschuldung geführt. „Inzwischen steckt vor allem Europa in einer Schuldenkrise, deren Bewältigung sich sehr schwierig und schmerzhaft gestaltet“, erklärte am Dienstag SNB-Vizepräsident Thomas Jordan anlässlich des NZZ Podiums in Zürich. Allerdings hätten die meisten OECD-Staaten bereits seit den 1960er Jahren anhaltende Budgetdefizite verzeichnet.

    „Die Situation ist höchst beunruhigend“, erklärte Jordan weiter. Denn die übermässigen Staatsschulden verursachen erhebliche gesamtwirtschaftliche Risiken. Auch verliere ein hochverschuldeter Staat seine Handlungsfähigkeit in Krisenzeiten, wie die Ereignisse in einigen europäischen Ländern gezeigt hätten. Dabei sei die Nachhaltigkeit der Staatsfinanzen eine zentrale Rahmenbedingung für die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft und für die Sicherung der Sozialwerke und somit für den sozialen Zusammenhalt.

    Gute Fiskalpolitik verhindere derweil, dass der Staat in eine Situation gerate, in der er seine zentralen Aufgaben nicht mehr wahrnehmen könne. „Die Sanierung hochverschuldeter Staaten und der Einführung neuer Regeln oder Verfahren zur langfristigen Konsolidierung der Staatshaushalte kommt deshalb derzeit vielerorts zu Recht die höchste Priorität zu“, sagte Jordan weiter. Wie die Erfahrungen zeigen würden, gebe es aber keine einfachen Rezepte, die Erfolg garantieren würden.

    So können weder nummerische Regeln wie die im EU-Fiskalpaket diskutierten Schuldenbremsen oder Fiskalräte die Probleme nicht alle lösen. „Solche Massnahmen können nur dann einen handfesten und dauerhaften Beitrag zur Haushaltsdisziplin leisten, wenn sie von einer breit abgestützten politischen Überzeugung über die langfristigen Vorteile stabiler Finanzhaushalte getragen werden“, so Jordan. Deshalb sei das Erreichen eines breiten politischen Konsens über die Notwendigkeit ausgeglichener Staatshaushalte immanent für die Lösung der europäischen Schuldenkrise. Gelinge es jedoch den Ländern mit Schuldenproblemen nicht, eine breit abgestützte Stabilitätskultur aufzubauen, seien die Bemühungen zur Herstellung nachhaltiger Fiskalpolitik „früher oder später wohl zum Scheitern verurteilt“.

    Soviel zu die Banken sind an allem Schuld und Austerität funktioniert nicht. Jordan hat halt keine Ahnung von Volkswirtschaft

    • Andreas Estermann sagt:

      Wie naiv muss man sein um zu glauben, dass vom Vizepräsident der SNB zu hören sei, dass die Schuldigen bei den Banken zu suchen seien…

      • Linus Huber sagt:

        Richtig Andreas.

        1. Gegenwärtig haben die Zentralbanken einzig die Interessen der Banken im Sinn.

        2. Da die Zentralbanken selber mindestens mitschuldig sind an der Bildung der Kreditblasen, müssen sie den Finger ja Richtung Regierungen richten.

        3. Die Idee, dass die SNB unabhängig handelt ist eher fragwürdig. Sie scheint jedem internationalem Trend hinterherzulaufen (wie z.B. vor über 10 Jahren, als sie sämtliches Gold veräußern wollte) und scheint keine eigenständige Strategie zu haben. Das FED hat sicherlich seine Finger in Entscheidungsprozessen wie z.B. bei Angelegenheiten, welche die Ausweitung der SNB Bilanz betreffen.

        4. Quasi sämtliche Mitglieder in den Entscheidungsgremien sind Angehörige der 1% oder willige Diener in der Hoffnung, auch einmal dazu zu gehören.

        5. Der angesprochene Konsens, welcher Jordan anspricht, liegt in der Hoffnung der 1%, dass die 99% die kommenden harten Massnahmen akzeptieren ohne gegen die 1% vorzugehen.

      • Anh Toan sagt:

        @Andres Estermann: So wie Sie formulieren, bestreiten Sie, dass man dies von Jordan hören oder lesen kann, eigentlich wollen Sie wohl bestreiten, dass der Inhalt richtig sei. Die Aussage als solche wurde gemacht, daran gibts keine vernünftigen Zweifel.

        Wie naiv muss man sein, um einem Politiker zu glauben, der sagt, die Politik sei unschuldig, die Banken sind an allem Schuld? Ein Notenbank ist keine Bank, auch wenn das gleiche Wort verwendet wird, deren Organe stehen näher an der Politik als bei den Banken, die Politik wählt ihn (oder genehmigt seine Wahl), Rechenschaft muss der Politik abgelegt werden, nicht den Banken. Eine Noternbank ist nicht die Bankiersvereinigung, sondern eine staatliche Institution, da haben Sie etwas falsch verstanden

        @Linus Huber: Die Notenbanken müssen die Banken retten, weil die Staaten ihre Schulden nicht bezahlen können: Angefangen mit der Subprimekrise, deren Auslöser war, dass die Marktteilnehmer nicht mehr an die implizierte Garantie der USA für Fannie Mae und Freddie Mac glaubten: Diese haben, angewiesen von der Politik, die Hypothek jedes Penners garantiert, auf dieser Garantie basierte das AAA Rating. Diese staatlichen Hypofinanzieren haben jedoch viel mehr Hypos verbürgt, als ihr Eigenkapital erlaubte, lange haben die Marktteilnehmer geglaubt, der Staat werde die notwendigen Mittel nachschiessen: Die Subprimekrise war das direkte Ergebnis von staatlicher US Eigenheimförderung, eigentlich hat der Staat Schulden gemacht (Verpflichtungen aus Bürgschaften zu Gunsten Dritter, diese Schulden jedoch nicht verbucht.

        Der Staat ist in Sachen kreativer Buchführung Weltmeister: Der deutsche Staat wird seine „Hilfskredite“ an die ganzen EU Rettungsgefässe zum Nominalwert in seiner Bilanz stehen lassen, vorgeben, das Geld wäre noch da, es sei mit der Rückzahlung dieser Kredite zu rechnen: Die Leistungen zu Gunsten Griechenlands und Co. werden budgetneutral verbucht in den Geberländern, darum braucht es die Konstruktionen mit den vier Buchstaben, „four letter words“.

        Ein Volkswirt, der es bis ins Direktorium einer Notenbank geschafft hat, ist kaum naiver, als ein Volkswirt, der seine Behauptungen in einem vermeintlich unterhaltsamen Video darlegen muss, um überhaupt wahrgenommen zu werden.

        Der griechische Staat hat nie Banken gerettet, ist dennoch massiv überschuldet: Die griechischen Banken sind nur dann überschuldet, wenn der Staat seine Verpflichtungen nicht erfüllt.

        Würden das FED keine Staatsanleihen kaufen, lägen die Zinssätze der US Staatsanleihen bei 4-5%, das Budgetdefizit läge bei astronomischen 20% (am Anfang: Die entsprechenden Hypothekarsätze würde die meisten US Eigenheimbesitzer ruinieren. (70% der US Bevölkerung wäre noch vor den Banken ruiniert, mit verheerenden Auswirkungen auf die Staatsdefizite durch wegbrechende Steuereinnahmen und explodierende Sozialkosten). Nur weil die Marktteilnehmer die Staatsanleihen als (teilweise) wertlos betrachten, wackeln die Banken und zwingt diese, sich bei den Notenbanken zu refinanzieren. Die Banken können auch bei höheren Zinssätzen leben, nicht die nominelle Höhe der Zinssätze ist wesentlich für den Profit der Banken, sondern die Differenz der Zinssätze zwischen Ausleihungen und Refinanzierung. Bei höheren Zinssätzen wären aber viele Staaten (USA, UK, GR, Sp. I, F,) umgehend pleite. Primär geht es den Notenbanken um Rettung der Staaten vor der Pleite, sie kaufen Staatsanleihen, nicht Bankanleihen oder Bankaktien. Sie geben den Banken Kredit damit diese Staatsanleihen kaufen. Die Aktionen der Notenbanken dienen primär den überschuldeten Staaten.

        Einzig für Island kann man die Schuld den Banken zuweisen, jedoch hat auch dort vorher der isländische Staat das explosionsartige Wachstum der Finanzindustrie in keiner Weise zu bremsen versucht, sondern im Gegenteil noch gefördert mit Staatsgarantien für ausländische Anleger bei inländischen Banken. Die Politik hat sich gefreut über die explodierenden Steuereinnahmen, die latenten Verpflichtungen aus den Garantien schlicht ignoriert.

        Der Staat reguliert und überwacht die Banken, erteilt Lizenzen, erlässt Buchführungsvorschriften usw.. Selbst wenn die Probleme Resultat von Exzessen der Banken wäre, hätte der Staat zumindest bei seiner Aufgabe, die Banken zu überwachen, versagt.

        • Linus Huber sagt:

          @ Anh Toan

          Ihre Ausführungen sind soweit korrekt, weshalb ich dies in einen größeren Rahmen zu unterbringen versuche.

          Die Politik ist bestimmt nicht unschuldig, da gebe ich Ihnen uneingeschränkt recht. Die Fehler wurden schon vor langer Zeit gemacht, indem man den Banken immer stärkere Selbstkontrolle zugestand und frühere Einschränkungen eliminierte, welche es den Banken erlaubte, ihre Macht (auch durch Einflussnahme auf die Legislative) massive zu erweitern. Heute ist der Einfluss der Banken auf die Politik überwältigend und unterhöhlt die Prinzipien von marktwirtschaftlichen Grundsätzen sowie den Geist der Rechtsstaatlichkeit und vielleicht bald die demokratischen Werte immer stärker.

          Die Zentralbanken haben immer auf ihre Unabhängigkeit gepocht, somit können sie grundsätzlich ihre Verfehlen nicht den Regierungen anlasten. Wären die Zinsen nicht künstlich tiefgehalten worden, wäre das Ausmass der amerikanischen Immobilienblase (oder auf Internet Blase) bedeutend kleiner ausgefallen. Hätten die Zentralbanken nicht bei jeder kleinen Krise der letzten 30 Jahre gleich wieder Retter gespielt, wäre die Risikobereitschaft im Finanzsektor bedeutend schwächer. Dies sind Verfehlungen, welche gegen marktwirtschaftliche Prinzipien verstiessen und anstelle dies zu erkennen, erhöhen die Zentralbanken den Grad der genau gleichen Strategien in der Hoffnung auf ein anderes Resultat (Definition von Wahnsinn gemäß Einstein: Das Wiederholen gleicher Versuche in der Erwartung eines andern Resultats). Wer, wenn nicht die Zentralbanken, sollte das Gesamtvolumen an Krediten im System überwachen und mit entsprechenden Massnahmen reagieren, wenn nicht die Zentralbanken. Eine massive Ausweitung des Kreditvolumens sollte die Zentralbanken reagieren lassen und nicht erst, wenn die negativen Auswirkungen einer geplatzten Blase zu Tage treten. Was hindert z.B. die SNB (in Zusammenarbeit mit der Finma, die Eigenkapitalquote für Immobilien schrittweise anzuheben, was eine Überbewertung des schweizerischen Immobilienmarktes verhindern würde? Es sind natürlich die Banken, welche sich dagegen sträuben würden. Oder was hindert die SNB festzulegen, dass die Banken auf Immobilien eine höhere Reserve halten müssen? Ebenfalls die Banken, welche sich dadurch eingeschränkt fühlen die Kreditblase auszuweiten und dadurch temporär grosse Gewinne verbuchen zu können (plus Boni). Sollten wir eines Tages eine Arbeitslosenquote von 10% ausweisen, möchte ich einmal sehen, wie sich der Immobilienmarkt verhält, wenn man berücksichtigt, wie hoch das Kreditvolumen (im Verhältnis zum BIP, soweit ich mich erinnere über 120%) im Hypothekenmarkt in der Schweiz ist.

          Die Banken erhielten ein grosses Privileg indem sie durch Vergabe von Krediten die Geldmenge ausweiten können. Dieses Privileg sollte zur Sorgfalt verpflichten in der Kernaufgabe der Banken, nämlich die Kreditvergabe in Bezug auf des Schuldners Fähigkeit Zinsen zu zahlen und die Schulden innerhalb eines gewissen Zeitrahmens zurückzahlen zu können. Die Vorstellung, dass Banken gezwungen werden können, schlechte Kredite zu erteilen, ist nicht vertretbar, sondern ist eine Argumentation der Banken um sich zu rechtfertigen. Also, welcher vernünftige Mensch würde z.B. heute Anleihen von Spanien kaufen, wenn man die finanzielle Situation Spaniens beurteilt und nicht erwartet, dass man bei Problemen wieder gerettet wird? Wie kommt es dazu, dass Ackermann sich zu äussern wagt, dass Staatsanleihen risikolos bleiben müssen für Banken. Genau aus dem Grund, dass die Banken sich daran gewöhnt haben, ihre Kernaufgabe nicht mehr wahrzunehmen und dauernd durch Massnahmen von Zentralbanken und Regierungen gerettet zu werden, sodass sie sich nur noch auf die Gewinnmaximierung (und Boni Maximierung) konzentrierten ohne Rücksicht auf etwelche Verluste. Damit wurde im Grunde das Risiko vom Investment getrennt und die Konsequenzen von schlechten Entscheiden der Banken auf die Allgemeinheit umgelagert.

          Island ist der Staat, welcher als einziger richtig reagierte, indem er den Banken den Finger zeigte. Zwar erfuhren sie einen massiven Einbruch im Werte ihrer Währung, aber sind heute stabilisiert und können neu aufbauen. Der Entscheid die Banken nicht zulasten der Allgemeinheit zu retten basierte auf einem Referendum, welches der Präsident Islands durchsetzte und zwar gegen den Willen der restlichen Regierung. Ich erinnere mich, dass ich selber sogar eine email an den Präsidenten sandte und ihm gratulierte für seine heute beispiellose und heldenhafte Haltung, welche er einnahm.

          • Anh Toan sagt:

            „Also, welcher vernünftige Mensch würde z.B. heute Anleihen von Spanien kaufen, wenn man die finanzielle Situation Spaniens beurteilt und nicht erwartet, dass man bei Problemen wieder gerettet wird?“

            Ehrlich gesagt, finde ich den Kauf einer spanischen oder italienischen Anleihe deutlich vernünftiger, als sein Geld dem US Staat zu 2% auf 10 Jahre, oder noch dümmer an UK zu einem nur marginal höheren Zinssatz zu leihen: Spanien und Italien können sich vielleicht selbst retten, vielleicht wird ihnen von der EU noch mehr geholfen, die Risiken sind (dank den EZB Käufen nur unvollständig) eingepreist. Betreffend US oder UK Staatsanleihen sind keinerlei Risiken eingepreist, obwohl die USA und UK faktisch pleite sind.

            Für eine US Bank macht es aber Sinn, US Staatsanleihen zu kaufen: Eine US Bank braucht für den Kauf von US Staatsanleihen viel weniger Eigenkaptal als für den Kauf einer anderen Anleihe, weil die US Anleihen in den USA als sicher gelten. Das Gleiche gilt für spanische Banken betreffend spanische Anleihen oder griechische Banken betreffend griechischer Anleihen: Denken Sie, der griechische Staat sagt seinen Banken, das Geld, das ihr uns geliehen habt, werden wir wohl zu einem grossen Teil nicht zurückzahlen, darum müsst ihr Abschreibungen vornehmen? Auf Grund der „Held to maturity“ Regel können Staatsanleihen solange zum Buchwert in einer Bankbilianz stehen, bis der Default eingetreten ist, und müssen nicht wertbereichtigt werden, wenn ein (Teil-)Ausfall wahrscheinlich ist. Mit diesen Buchführungsregeln schafft der Staat das Interesse der Banken, in Staatsanleihen zu investieren. (Mit vertieften Kenntnissen des Bankgeschäftes und entsprechende Bilanzierungsregeln, könnte bestimmt noch deutlicher gezeigt werden, wie die Politik das Interesse der Banken schafft, die Schulden der Politik zu finanzieren,z.B. sind die gesetzlichen Reserveeinlagen der Banken (Zwangs-)Kredite an den Staat).

            Island: Haben Sie sich einmal gefragt, warum die Holland und UK Regierung die Einlageverluste ihrer Bürger entschädigt haben und nun das Geld zurück verlangen? Zahlen UK und Holland immer, wenn ein Bürger von einer ausländischen Bank sein Geld nicht zurück erhält? UK und Holland haben den Einlegern die vom isländischen Staat im „Depositors‘ and Investors‘ Guarantee Fund Tryggingarsjóður“ versprochenen, jedoch bis heute nicht ausbezahlten Gelder vorgeschossen: Der Staat hat Garantien für die Einlagen übernommen, und will nun diese Verpflichtungen nicht erfüllen: Die Isländer sagen, was interessieren uns die Versprechungen unserer ehemaligen Politiker. Ist es „heldenhaft“, seinen Versprechungen nicht Folge zu leisten?

            Da die Politik seit den 70ern nur in wenigen Ausnahmejahren (aus Versehen) Budgetüberschüsse schafft, bleibt den Notenbanken nichts anderes übrig, als die laufend zunehmenden Staatsschulden mit Inflation zu entwerten, ansonsten der Staat pleite geht: Mit dem Euro wurde dieses Muster gebrochen (die Griechen, Spanier, Italiener und Franzosen können die EZB verglichen mit einer eigenen Notenbank zu sehr begrenzt zum Gelddrucken zwingen), der dadurch kurz- und mittelfristig verursachte Schmerz (Pleite in GR, Austeritätsschmerzen etc.) wird zu langfristig gesünderem Umgang des Staates mit seinen Finanzen führen.

            Das Schlimme an Demokratie ist, das man den Souverän bei Versagen nicht einen Kopf kürzer machen kann.

          • Anh Toan sagt:

            In Griechenland versucht die Poilitik, die Gläubiger zu einem massiven Verzicht zu zwingen, ohne dies „Default“ zu nennen. Da nun die Marktteilnehmer davon ausgehen, dass in Zukunft dieser Trick immer bei Staatspleiten angewendet wird, sind CDS für Staatsanleihen wertlos: Nun kann die Politik sagen, die Banken hätten Teufelszeug erfunden mit den CDS. In meinem trivial naiven Verständnis erscheint mir nicht die Versicherung eines Zahlungsausfalles als Teufelszeug, sondern wenn die Gläubiger mehr als die Hälfte ihrer Forderungen abschreiben müssen, und dies kein Default sein soll.
            Solches Verdrehung schafft nur die Poilitik!

          • Linus Huber sagt:

            @ Anh Toan

            Ich würde mich freuen, wenn Sie zu folgender Aussage Stellung nehmen könnten.

            Gesetze verhindern keine Verbrechen, sondern bestrafen sie

            Gesetze verhindern keine Verbrechen. Wir können so viele Gesetze erlassen wie wir wollen, trotzdem werden Fälle von Diebstahl oder Fahren, wenn alkoholisiert, existieren. Wir erlassen Gesetze nicht um dies zu verhindern, sondern um Sicherzustellen, dass es sehr kostspielig ist, wenn man diese Gesetze verletzt.

            Gesetze werden im Grunde aus folgenden Gründen erlassen:

            1. Um die Bevölkerung wissen zu lassen, welches akzeptables und was inakzeptables Verhalten darstellt.
            2. Um jene, welche diese Normen verletzen, zu bestrafen.
            3. Um gefährliche Leute zum Schutze der Gesellschaft aus der Zirkulation zu ziehen

            Wir erlassen Gesetze und Regulierung für Firmen/Unternehmen mit einem ähnlichen Ziel:

            1. Um Firmen erkennen zu lassen, was akzeptables oder inakzeptables Verhalten darstellt.
            2. Um das Fehlverhalten des Managements zu bestrafen.
            3. Um gefährliches wirtschaftliches Verhalten zum Schutze der Gesellschaft aus dem Verkehr zu ziehen.

            Mit wirtschaftlichem Verhalten ist der Einfluss einer Firma auf die Gesamtwirtschaft gemeint. Dies betrifft Angelegenheiten wie Umweltverschmutzung oder finanzielle Risiken, welche die gesamte Weltwirtschaft in den Abgrund reissen könnten.

            Gesetze sind immer eine Erwaegungsangelegenheit: Meine Freiheit endet, wo die Nase des andern beginnt. Umstände, welche Deine Gesundheit, Sicherheit oder allgemeines Wohlbefinden gefaerdet werden grundsätzlich gesetzlich kriminalisiert; Verhalten von Firmen, welche die gleiche Gefahr hervorrufen, sollten dementsprechend reguliert werden.

            Heute existiert eine verachtenswerte Gruppe von Unternehmensführern (Crony Capitalists), welche das Wort „Freiheit“ missbrauchen indem sie versuchen, die Freiheiten der Allgemeinheit einzuschränken. Sie glauben, dass Freiheit eine Lizenz für rücksichtsloses Verhalten zulasten der Sicherheit von anderen und zulasten der Wirtschaft beinhaltet.

            Dies ist jedoch nicht richtig. Je schneller wir diese einfache Wahrheit erkennen, desto schneller wird die Wirtschaft den richtigen Weg einschlagen. Ich denke, je länger wir uns dieser Wahrheit verschliessen, desto länger wird sich die gegenwärtige Agonie dahinziehen.

          • Anh Toan sagt:

            „Gesetze verhindern keine Verbrechen, sondern bestrafen sie“

            Reden Sie von Strafgesetzen, ist deren (general- und individual-)präventive Wirkung (Verhinderung von Straftaten) unter Strafrechtlern tatsächlich umstritten: Zumindest aber verhindert/reduziert staatliche Strafe private Rache- und Sühnefehden, und wirkt damit präventiv. Liesse sich Strafrecht nicht mit Prävention begründen, müsste es abgeschafft werden, der massive staatliche Eingriff in die Rechte des Bürgers (Freiheitsentzug) liesse sich nicht mit einem höherwertigen Rechtsgut rechtfertigen, sondern nur mit dem (primitiven) emotionalen Sühnebedürfnis des Staates, der Gesellschaft. Wird jede präventive Wirkung von Strafrecht verneint, gibt es keine rechtsdogmatische Rechtfertigung für Strafrecht.

            Wenn Sie schreiben, Strafgesetze werden erlassen um Fehlverhalten zu bestrafen, entsteht, auch wenn Sie dies vermutlich nicht wollten, der Eindruck zuerst war das Fehlverhalten, dann macht der Staat ein Gesetz um dieses Verhalten zu bestrafen. In Rechtsstaaten gilt jedoch ein Rückwirkungsverbot für Strafrecht (keine Strafe ohne Gesetz), also ohne Strafnorm gibt es kein Fehlverhalten, die Strafnorm definiert präzise, was Fehlverhalten ist, und was eben nicht. Das Verbot unpräziser Strafnormen (Wer die Wirtschaft oder die Allgemeinheit schädigt, wird bestraft) resultiert auch aus dem Grundsatz, keine Strafe ohne Gesetz. Strafgesetze begrentzen den staatlichen Strafanspruch auf vorgängig präzise definierte Sachverhalte, geben also im Umkehrschluss dem Bürger die Garantie, für welches Verhalten er nicht bestraft wird, sie verhindern staatliche Willkür.

            Die meisten Gesetze betreffen aber nicht Strafrecht, sondern Verwaltungs- und Privatrecht: Diese dienen ganz unterschiedlichen Zwecken, vom Schutz der schächeren Partei in einem Vertragsverhältnis (Mieter, Arbeitnehmer, Konsument) bis zur Organisation der Verwaltung.

            Angesprochen von Gesetzen sind nicht Unternehmen oder Private sondern Personen. Fast alle Gesetze betreffen sowohl juristische als auch natürliche Personen, es sei denn, der Einschluss der juristischen Personen ist aus deren Natur ausgeschlossen (AGs können nicht heiraten oder adoptieren). Im Strafrecht liegt die Problematik bei juristischen Personen bei der Schuldfrage (Schuld: Fähigkeit zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden und entsprechend dieser Einsicht zu handeln). Schuld in diesem Sinne ist fast immer beim verantwortlichen Management zu finden, fraglich ist, ob diese dem Unternehmen zugeordnet werden kann: Kommt ein Manager auf die Idee, das Produktentwicklungsgenie des Konkurrenten ermorden zu lassen, macht sich der Manager bestimmt wegen Anstiftung zu Mord strafbar, das Unternehmen zu bestrafen erscheint in diesem Fall jedoch ziemlich widersinnig. Unternehmen unterstehen meistens nur Strafrecht, wenn aufgrund spezieller Gesetzesvorschrift, die Schuld der Manager dem Unternehmen zugewiesen wird, in erster Linie nicht, um es zu bestrafen (die UBS muss für 5 Jahre in den Knast, weil sie Anleger betrogen hat, geht irgendwie nicht so gut), sondern vor allem, um die finanziellen Schadenersatzansprüche und die finanziellen Strafen (Bussen) aus Unternehmensmitteln decken zu können.

        • Linus Huber sagt:

          Übrigens, wenn sie die Schweizer Politik in Bezug auf Förderung von Wohneigentum betrachten, werden die gleichen Fehler gemacht (nur nicht so aggressiv). Staatliche Wohneigentumsförderung ist grundsätzlich eine schlechte Idee. Die Amerikaner haben sich mit diesen 2 halbstaatlichen Firmen (Freddie und Fannie) massiv in diesen Markt eingemischt mit dem entsprechenden Resultat, welches wir heute sehen.

          In Bezug auf AAA Ratings von diesen Instrumenten mit amerikanischen Hypotheken ist es ja klar, dass die Banken massive Fehler machten und sich basierend auf irgendwelchen mathematischen Modellen die Triple A Ratings erschlichen, wobei noch dazu kam, dass die Banken für das Rating bezahlten, womit S&P etc. natürlich schnell mal bereit waren eine positive Bewertung abzugeben.

          Grundsätzlich muss man bei der Analyse dieser Situation immer ein Auge darauf werfen, wer davon profitiert. In Anbetracht der Tatsache, dass 40-50% von Bankgewinnen in der Form von Boni dem System entzogen werden, kann man sicherlich erkennen, wo die Motivation am größten war und wer damit am stärksten für die entsprechenden Resultate/Regulierungen/Gesetze kämpfte.

          • Anh Toan sagt:

            Hier gebe ich Ihnen recht: Staatliche Wohneigentumsförderung führt nur zu höheren Wohneigentumspreisen, in der Schweiz wird mit dem Schuldzinsabzug und Eigenmietwert die Fremdfinanzierung von Wohneigentum gefördert, eigenfinanziertes Wohneigentum wird bestraft.

            Die AAA Ratings beruhten auf der Staatsgarantie (Fannie Mae und Freddie Mac): Die Ratingagenturen haben sich gesagt, was immer da gebündelt wurde, ist unterlegt mit einer Staatsgarantie, also nehmen wir den Triple A Stempel. Kein individueller Hypothekarschuldner hätte ein AAA Rating, dies lässt sich mit der Bündelung oder mathematischen Modellen („Markowitz“ reicht nicht für AAA Rating) alleine nicht rechtfertigen, jedoch mit der staatlichen Garantie.

            Ich bin sicher kein Spezialist in Mortgage backed securities, wenn mich jemand berichtigt, der tiefere Kenntnisse hat, bin ich interessiert, als Jurist, Buchhalter und Anleger erscheint mir die einzige fachlich korrekte Rechtfertigung, einem gebündelten Hypothekenpaket ein Tripple A Stempel aufzusetzen, der Schuldner hat selbst ein Tripple A Rating oder eine Garantie eines Tripple A Bürgen. Bei Wikiinvest habe ich gefunden: „….S&P rated mortgage-backed securities with triple-A ratings, because they were issued by banks with high credit scores or because they were insured by companies with similarly high credit lines, such as monoline bond insurers.“ Mit monoline bond insurers sind wohl vor allem Fannie Mae und Freddie Mac gemeint.

            Wer profitiert ist immer eine gute Frage: Es profitiert, wer sich mit den geltenden Regeln arrangiert, denn sind diese falsch, kann er nichts dazu, dass es in die Hose geht. Wendet er sich gegen die geltenden (falschen) Regeln, wird er bestraft oder geht pleite, bevor der Rest erkennt, dass die Regeln falsch sind. Wollen Sie einen Führerschein erwerben, müssen Sie die Antworten geben, welche die Lehrmittel vorschreiben, ob diese richtig sind, ist irrelevant.

          • Anh Toan sagt:

            Das System der indirekten Amortisation von Wohneigentum über die dritte Säule ist eine versteckte Subvention der Banken:

            Der Kunde hat Geld auf der Bank (auf dem 3. Säule Konto) und Schulden bei der gleichen Bank (Hypothekl). Die Bank kassiert die Zinsdifferenz, der Kunde macht das Geschäft dennoch, weil sich sein Verlust vor Steuern in einen Gewinn nach Steuern verwandelt.

          • Hampi sagt:

            Anh Toan sagt:
            1. März 2012 um 08:13

            Die grossen Monoline Bond Insurer waren MBIA und Ambac.

            Traditionell garantierten sie „Municipal Bonds“. Später auch Verbriefte-Hypotheken-Kredite. Was ihnen zum Verhängnis wurde. Ihr Geschäftsmodel fiel in sich zusammen wie ein Kartenhaus, als sie das „Triple-A-Rating“ verloren.

            Wenn ich mich recht erinnere sind beide bankrott oder ähnlich.

        • Linus Huber sagt:

          Anh Toan

          Ich bin beeindruckt von der Tiefe Ihrer Kenntnisse. Es wäre interessant mit Ihnen face to face zu diskutieren, da man hier viel zu viel Zeit verliert mit der ewigen Tipperei.

          In Bezug auf die Triple A Ratings auf amerikanische Hypotheken kann man zusätzlich noch einen zusätzlich Trick erwähnen, welche die Banken anwandten. Sie habe die Hypotheken noch versichert z.B. bei AIG, was S&P half diese Qualitätsbewertung abzugeben. Diese Versicherung war mehr oder weniger ein Kind der Banken, um eine Kreditausfallversicherung vorweisen zu können, obwohl z.B. AIG gar nie das nötige Kapital besass, solche Kreditausfälle zu begleichen.

          Ansonsten erkenne ich grundsätzlich wenige Aspekte, welche gross von meinen Überlegungen abweichen. Das erweiterte Bild welches ich aufzeigte, haben Sie nicht gross angesprochen.

          • Anh Toan sagt:

            @Hampi und Linus Huber

            Will der US Staat mit Bürgschaften für Wohneigentumskredite für Penner Sozialkosten sparen oder Wachstum kreieren, schliesst sich privates Kapital diesem Geschäft an, denn der Staat wird dafür sorgen, dass dieses Geschäftsmodell aufgeht. Das MBIA und Ambac, auch AIG, Buffet und andere da mitspielten, widerlegt meine Schuldzuweisung an den Staat nicht zwingend.

            Meistens schreibe ich nicht hier, weil ich der Meinung bin, besonders fundierte Kenntnisse zum Thema zu haben, mich nerven einfach einseitige, dürftig fundierte Schuldzuweisungen. Ich lese etwas und denke, das ist so einseitig, in Teilen falsch, und erliege dem Zwang, etwas zu entgegnen. Würden alle auf dem Staat rumdreschen, würde ich schreiben, seht mal, was die Banken gemacht haben. Jede Begebenheit hat soviele Wahrheiten, wie Betrachter, Wahrheit interessiert mit nicht, mich interessiert, wie fundiert eine hier geäusserte Meinung ist, ob der Autor ernstzunehmende Antworten auf gegenteilige Argumente hat.

          • Anh Toan sagt:

            @Linus Huber (wirklich nicht persönlich gemeint, ganz grundsätzlich): Ich schreibe lieber, das schriftlichen Formulieren hilft, meine Gedanken zu präzisieren. Damit erspare ich Ihnen viel Zeit beim Versuch, meine noch unpräzisen Gedanken zu verstehen. Im Gespräch ist man nahezu gezwungen, zuerst mit reden und erst später mit denken anzufangen, oder nicht zuzuhören, weil bereits das nächste Argument im Kopf formuliert werden muss.

            Denken braucht Zeit, lesen braucht Zeit, tippen geht schnell, Kommentar senden noch schneller

          • Hampi sagt:

            Anh Toan sagt:
            1. März 2012 um 11:56

            Deine Kommentare sind immer interessant (ab und zu sogar genial).

            Ich möchte nichts widerlegen. Dein Erwähnen der Monoline Bond Insurer hat mir lediglich wieder jene Zeit in Erinnerung gebracht, als Ambac unterging und der „Black Swan“ in Sichtweite war.

            Eben, als die Regeln begannen, falsch zu sein.

          • Linus Huber sagt:

            @ Anh Toan

            „Da die Politik seit den 70ern nur in wenigen Ausnahmejahren (aus Versehen) Budgetüberschüsse schafft, bleibt den Notenbanken nichts anderes übrig, als die laufend zunehmenden Staatsschulden mit Inflation zu entwerten, ansonsten der Staat pleite geht“

            Dies stimmt in dieser Form nicht. Es gibt verschiedene Ansichten was der Begriff „Inflation“ bedeuten soll. Heute wird hauptsächlich das Resultat von der Geldmengen-Ausdehnung als Inflation gemessen in der Form von Preis-Indexen, deren Kalkulation je nach Staat teilweise mindestens ein wenig manipulierbar ist. Bei diesen Modellen werden meist Preissteigerungen von Investments (e.g. Immobilien, Aktienmarkt etc.) nicht als Inflation berücksichtigt. Dann gibt es noch die Ansicht, dass Inflation der Veränderung der Geld- plus Kreditmenge im System entspricht und eben Preissteigerungen nur das Resultat dessen ist.

            Eine diesbezügliche Diskussion ist eigentlich viel zu vielschichtig um Ausführlich darauf einzugehen. Trotzdem, wie ich oben schon erwähnte, ist es grundsätzlich nicht die Aufgabe der Zentralbanken, die Finanzierung von Staatsschulden zu organisieren, sondern ihre Aufgabe sollte in der Sicherstellung der Stabilität des Finanzsystems, respektive des Währungssystems liegen. Die Idee, dass Zentralbanken die Banken retten, ist auch eher fragwürdig, einzig die Anleger sollten Schutz geniessen. Um eine Währung stabil halten zu können, müssten die Zentralbanken eben reagieren, wenn sie erkennen, dass aus welchen Gründen auch immer die Kreditmenge im System massiv ansteigt, um Blasenbildungen zu verhindern. Heute liegen die Gesamtschulden (Staat, Wirtschaft, Privat, Banken) in den meisten westlichen Staaten im Bereiche von 400% des BIP. Es hätte gar nie zu soviel Inflation des Kreditvolumens kommen dürfen, wenn die Zentralbanken seit vielen Jahren nicht eine fragwürdige Geldpolitik betrieben hätten. Natürlich folgen die meisten Zentralbanken dem Beispiel des FED, welches mit dem Dollar nach wie vor die „Master Währung“ besitzt und somit ist Greenspan und Bernanke hauptverantwortlich global gesehen.

            Übrigens gerade aus dem Grunde, dass die Staaten unfähig sind, seriös zu haushalten, wäre es angebracht gewesen, dass Zentralbanken eben die Kreditmenge viel stärker berücksichtigt hätten in ihren geldpolitischen Entscheiden. Es ist menschlich zwar verständlich, dass man die Party nicht gerne unterbricht, wenn sie gerade so schön läuft, aber eben nicht sehr weitsichtig, wie man heute erkennt.

            Der eigentliche Grund, dass Zentralbanken sich in die Staatsfinanzierung im gegenwertigen Ausmass einmischen, liegt in der Tatsache, dass mit allen Mitteln versucht wird, die Kosten von Fehlinvestitionen im Endeffekt von den Banken auf die Allgemeinheit abzuwälzen, ansonsten diese eh Bankrott wären (speziell wenn man berücksichtigt, dass die Banken noch immer erlaubt sind, viele ihrer Assets nach Modellen anstelle nach Markt zu bewerten). Aus marktwirtschaftlicher Sicht ist dies natürlich ein Sündenfall, wenn man das Risiko vom Investment trennt und die Konsequenzen von Fehlinvestitionen der Allgemeinheit unterjubelt, anstelle sie dort anfallen zu lassen, wo sie ihren Ursprung hatten. Es ist wirklich nicht so schwierig festzustellen, ob ein Staat einen wirtschaftlich seriöse Haushalt führt und ob dieser nachhaltig ist.

            Eine andere Ihrer Ideen muss ich hier ein wenig entkräften. Sie glauben, dass Zentralbanken beliebig die Inflationsrate beeinflussen können mit ihrer Geldpolitik. Hier darf man nicht vergessen, dass dabei die Kreditmenge und die Umlaufsgeschwindigkeit (Volatility) mit berücksichtigen muss, welche ein wenig schwieriger zu manipulieren ist. Da die Zentralbanken das Geld erstinstanzmaessig an die Banken abgibt, nützt die Geldmengenerweiterung nur insofern, dass die Banken dieses zur Verfügung gestellte Geld auch wirklich als Kredite ausgeben. Leider sind die Banken heute vorsichtiger geworden und benutzen diesen Gewinn an Liquidität eher um ihre Bilanzen zu schönern und/oder zu spekulieren. Das Problem der Zentralbanken besteht nämlich darin, dass sie zwar die Liquidität im System erhöhen können, jedoch nicht festlegen, wohin das Geld fliesst.

            Zentralbanken können auch nicht beliebig die Geldmenge erhöhen, da bei zu aggressiver Geldmengen Ausdehnung auf einmal das Vertrauen in die Währung, zisch weg ist, welches Hyperinflation bedeutet. Wer heute in langfristige staatliche Anleihen investiert, muss meiner Ansicht nach das Risiko lieben. Natürlich können Märkte wie Zinsen mittelfristig manipuliert werden; jedoch die Verletzung von marktwirtschaftlichen Regeln wird sich auf lange Sicht betrachtet immer rächen.

            Übrigens kann sich ein Staat sehr gut selber finanzieren oder eine Zentralbank. Diese Aufgabe könnte problemlos dem Finanzministerium (Treasury) zugeordnet werden und anstelle von Geld ausleihen wird es einfach gedruckt. Es würde sich hierbei eigentlich um eine ehrlichere Art handeln, da jeder gleich sehen würde, wie stark die Währung entwertet wird und der Staat könnte all die Zins und Zinseszinsen sparen, welche heute an das Bankensystem gezahlt wird.

            Ich erkenne oft aus Ihrer Argumentation, dass Sie sehr gut auf die rechtlichen Aspekte des jetzigen Systems eingehen können, jedoch finde ich es schade, dass Sie Veränderungen der Vergangenheit und die daraus resultierenden Folgen, sowie die heutigen Veränderungen und die für die Zukunft relevanten Entwicklungen eher vernachlässigen.

          • Linus Huber sagt:

            Übrigens kann sich ein Staat sehr gut selber finanzieren oder eine Zentralbank.

            Korrektur: nicht oder sondern ohne Zentralbank

  • Linus Huber sagt:

    Welcher Weg auch immer eingeschlagen wird, es wird die Kaufkraft der 99% reduziert.

    Weg 1

    Massive Inflation, wobei die bestehenden Vergütungen (Staat/Pensionskassen) an die einzelnen Bürger gleich bleiben. Dieser Weg wird gegenwärtig mit allen Mitteln verfolgt durch die Zentralbanken, indem sie die Geldmenge bei jedem kleinen aufkommenden Problem massiv ausweiten (inkl. SNB)

    Weg 2

    Zahlungen in der Form von vermeintlichen Guthaben (z.B. AHV, Arbeitslosenunterstützung etc.) sowie private Unterstützung (z.B. Pensionskassen, Häuserpreise, Aktien) schmelzen dahin und anerkennen auf einmal nur noch z.B. 50% des ursprünglich gedachten Guthabens.

    Es mag auch eine Art Mittelweg gefunden werden, wobei der Grundsatz verbleibt, dass die Kaufkraft massiv reduziert werden wird.

    Der störende Aspekt liegt in der Tatsache, dass gewisse Leute vorab wissen, welcher Weg gewählt werden wird und sich dadurch persönlich bereichern können. Dies ist der Effekt des Crony Capitalism, welchen wir heute pflegen.

  • Linus Huber sagt:

    Das Video gibt eine gute Darstellung der Situation. Das Problem liegt eigentlich darin, dass die Bevölkerung noch nicht merkt, wie dieser größte Diebstahl aller Zeiten im Zeitlupentempo vor ihren Augen abläuft, bis sie die Einschnitte spüren werden. Jedoch dann wird es zu spät sein zu reagieren, da das Geld schon verdampft ist.

    Vergisst nicht, 40-50% von Bankgewinnen gehen weg in Boni-Zahlungen.

    Ich denke viele Menschen können selbst anhand dieses Videos nicht erkennen, wohin die Reise geht.

  • Andreas Estermann sagt:

    Das Video bzw dessen Verfasser ist nicht „gegen etwas“. Er beschreibt lediglich die Faktenlage welche vielen leider nicht bewusst ist. Es ist auf jeden Fall sehenswerter als all die Bild-Schlagzeilen welche die Schuld an der Krise bei den „faulen Griechen“ suchen.

  • Stadelman Reto sagt:

    Video ist kaum sehenswert. Die erzählen das gleiche wie schon diverse Leute vorher ohne das ganze kritisch zu hinterfragen. Es ist also 1. GEGEN die EU 2. GEGEN den Euro und 3. einfach nur Polemik.

  • Es ist schon erstaunlich, dass wir in 12’000 Jahren Menschheit und der Christianisierung der westlichen Welt es nicht geschafft haben uns sozial zu verhalten. Noch schlimmer ist jedoch, dass wir immer noch unsere Henker selbst wählen. Der Umverteilungsmodus ist unterdessen dermassen unanständig, dass selbst das Mittelalter als Hort von sozialer Gerechtigkeit angesehen werden kann…

    Der Hort und die Autzuchtstationen von massloser Gier sind immer noch die Universitäten und deren Professoren im Bereich Ökonomie und Wirtschaft. Was da immer noch an Irrlehren vermittelt wird ist einfach nur gruselig! Gerade die westliche Intelligenzia hat in den letzten 60 Jahren komplett versagt. Die Zucht von Individuen, geldgeil und rücksichtslos, ist an den Unis pefektioniert worden und dies ohne jemals Verantwortung zu übernehmen. Das „Zusammen“ wurde vollständig gelöscht und das „Ich“ zur absoluten Heilslehre erhoben. Der Aufbau von Oligarchien in ganz Europa ist explizit ein „Verdienst“ unserer Universitäten…!

    Wenn wir nicht radikal das Steuer herumreissen, werden wir Massenaufstände und brennende Städte erleben, denn irgendwann ist das Mass erreicht. Deutschland als sogenannter Motor Europas leistet sich 22% der Bürger unter der Armutsgrenze, weiter 20% knapp darüber und nochmals über 20% Menschen, welche von der Altersarmut betroffen sind. Und dieses Land schwingt sich zum Retter Europas auf mit Hinweis auf die boomende Industrie. Erkauft hat sie sich diesen Status als Exportweltmeister mit Löhnen vergleichbar mit Rumänien, Serbien, Armenien usw.. Über 1 Euro-Jobbs wird das Wirtschaftswunder auf dem Rücken der Ärmsten ausgetragen und der Binnenmarkt ist sogut wie inexistent. Ein Mindestlohn ist politisch nicht in Sicht und wenn doch, dann mit € 8,50, BRUTTO, viel zu tief. Folglich beutet die deutsche Wirtschaft ihre Bürger aus, wie zu Zeiten von 1933-1945!

    Eine ganz traurige Rolle spielt dabei die SPD und die deutschen Gewerkschaften. Seit über 10 Jahren sinken die Löhne permanent und die jeweiligen Tarifverhandlungen und deren Abschlüsse gleiche nicht mal die ganze Teuerung aus…

    Dies gilt selbstverständlich, in leicht abgemilderter Form, auch für die Schweiz. Auch unsere SP und unsere Gewerkschaften haben Machtpakete mit der Wirtschaft und den Banken geschnürt. Nichts, aber auch gar nichts, weisst darauf hin, dass wir unsere Banken definitiv und massiv an die Kandarre nehmen. Im Gegenteil; Hedge-Fonds sind mehr gefragt als je zuvor, die Boni sprudeln wie eh und je und „gewettet“ darf auf alles und jeden!

    Ich gebe diesem Oligarchien-System noch maximal 5 Jahre, dann brennt die Erde…!!!

    • Ihr Kommentar spricht mir aus der Seele, auch wenn ich ihn vielleicht etwas weniger apokalyptisch verfasst hätte… 😉 Tatsächlich sehe ich die Wurzel des Uebels ebenfalls im wahnhaften Glauben an die Oekonomie, die eben keine Wissenschaft ist, sondern viele Züge einer Sekte hat. Nicht nur, dass es in ihr verschiedene Glaubensrichtungen gibt, die sich gegenseitig widersprechen und daher nicht alle gleichzeitig wahr sein können, sondern dass ihre Dogmen selbst gegen ihre Widerlegung durch die Realität — zum Beispiel durch die Finanzkrise — komplett immun zu sein scheinen. Was ist das für eine Wissenschaft, deren Dogmen munter weitergebetet werden, sogar wenn sie nachweislich nicht zutreffen!

      Der trickle-down Neoliberalismus (als Beispiel einer dominanten Sekte innerhalb der Oekonomie) macht sehr konkrete Voraussagen darüber, welche Ergebnisse man erhält, wenn man ihre Rezepte — Steuererleichterungen für Unternehmen und Kapital („Reiche“), Deregulierung von Märkten, Privatisierung von Staatsbetrieben usw — befolgt. Steuersenkungen führen zu vermehrten Investitionen und schliesslich sogar zu Mehreinnahmen für den Staat. Das Problem ist nur, dass diese Effekte in den 30 Jahren neoliberaler trickle-down Oekonomie noch nie eingetreten sind! Was jeder Fünfjährige weiss, nämlich dass tiefere Steuern zu tieferen Einnahmen führen, hindert Vertreter der Economiesuisse oder den Bundesrat in seiner Betrugs-Abstimmung zur Unternehmenssteuerreform II nicht daran, genau das Gegenteil zu behaupten.

      Leider (??) teile ich Ihre Ansicht nicht, dass das Volk irgendwann aufsteht, die Teppich-Etagen stürmt und die CEOs und Manager hinter ihren Teakholz-Schreibtischen hervorzerrt und an den nächsten Laternenmasten aufknüpft. Aber vielleicht wäre das Volk bereit, eine Volksinitiative zu unterstützen, die für mehr Gerechtigkeit in Steuer- und Wirtschaftsfragen sorgen soll? Wenn ich allerdings an das Schicksal der Steuer-Initiative der SP denke, habe ich da so meine Zweifel.

  • Andrea L. sagt:

    Einleuchtende und nicht-oberflächliche Analyse.
    Was wäre aber die Alternative? Dazu sagt das spannende und lehrreiche Video nix.

    • Alain Wolf sagt:

      Dass Europa die Griechen so behandelt, wie die Schweiz das Wallis und das Tessin. Das wird schon kurz angesprochen.

    • Andres Müller sagt:

      Eine Alternative wäre gewesen eine kontrollierte Insolvenz mit vorübergehendem Austritt der Hellenen aus dem Euro und Neueintritt auf nedrigerem Niveau. Dafür ist es nun zu spät. Im Kern des Problems sehe ich Deutschland, es hat seine Lohnkosten zu tief ehalten -ich würde dem Phänomen den Namen Schröder Hartz -Syndrom geben und heute das Merkelsche Austerizitäts -Syndrom. Damit überfluten die Deutschen den Kontinent mit ihren Produkten. Eine entsprechende Studie in Brüssel kam zu diesem Schluss, aber die Deutschen haben dafür kein Gehör. Dafür hatten die Deutschen historisch noch nie ein Gehör.
      Die folgende Grafik belegt dass die Deutschen ihren Exportboom auf Kosten ihrer Arbeitnehmer ausüben:
      http://www.querschuesse.de/wp-content/uploads/2012/02/1a215.jpg

      Kein Wunder kamen in den letzten Jahren immer mehr Deutsche in die Schweiz, denn hier ist der Lohn in vielen Berufen um einiges höher. Und damit zerstörten Sie das Handelsgleichgewicht in ganz Europa

      • Alain Wolf sagt:

        Die Alternative „Austritt“ konsequent angwendet müsste dann wohl aber mittelfristig auch auf weitere Länder ausgedehnt werden. Ist das dann noch Europa was übrigbleibt? Was sind die Folgen? Für und in Europa? Und Global gesehen?
        Ich sehe, auch mit Blick auf den Rest des Planeten, keinen andern Ausweg als ein politisches zusammenrücken, uns somit die reine Geldpolitik zwischen den „Kantonen“ eine kleinere Rolle spielt. Nicht das ich mir da Illusionen machen würde …

  • Fritz sagt:

    Die Idee vom wirtschaftlich geeinten Europa ist ein Ideal. Die Unterschiede der europäischen Ländern zueinander (ökonomisch und kulturell) sind sehr gross und somit sind Spannungen vorprogrammiert. D.h. wenn die griechische Krisel überwunden ist, werden die nächsten folgen. Menschen sind egoistisch, sei es wie damals bei der Entwicklungshilfe, wo in den Entwicklungsländern die Gelder in die Oberschicht umgeleitet wurden oder eben hier: Die Fördergelder der EU versickern in der Administration des jeweiligen Landes.

  • Michael Schwarz sagt:

    Die Insolvenz Griechenlands wurde kurzfristig durch der Liquiditätszufuhr der EZB zwar verhindert, aber das Kernproblem in Griechenland, Portugal und Spanien wird dadurch nicht gelöst. Im Gegenteil, das Problem bereitet sich in der ganzen EU aus, die Länder, die zuvor noch gesund waren, werden sie jetzt auch angesteckt.

    Die Banken, die mit den billigen Krediten die griechische Staatsanleihe gekauft haben, sind Insolvenz-Kandidat, weil sie die Anleihe bald massiv abschreiben müssen, die Griechen können die Rückzahlung der Anleihe nicht bedienen, das gilt auch für EZB. Die EU-Steuerzahlung werden in Zukunft kräftig bluten. Der Austritt Griechenlands könnte in diesem Jahr stattfinden, weil langfristig können die EZB und EU-Länder die Griechen nicht finanzieren.

    Die endgültige Lösung ist der Austritt Griechenlands und weitere überschuldete EU-Staaten. Es kann nicht zusammen wachsen, wenn nicht zusammen gehört. Das parasitäre Verhalten der Griechen ist allgemein bekannt, weil sie andere Kultur und Vorstellung haben, die Griechen sind keine Deutsche.

    • Andreas Estermann sagt:

      Griechen sind keine Deutsche. Californier sind keine New Yorker. Jurassier sind keine Zürcher. Es kann nicht sein, dass alle Regionen auf dieser Welt wirtschaftlich gleich stark sind. Es MUSS systembedingt stärkere und schwächere Player geben. Was gerade in Europa passiert ist für Kleingeister lediglich eine Transferunion. Leute die in grösseren Masstäben denken sehen die Geburtswehen der Vereinigten Staaten von Europa. Deutschland wird hier aufrund der Grösse seines Marktes und der zentralen Lage naturgemäss die wirtschaftliche Lokomotive spielen. Griechenland und die anderen Staaten des „Club Med“ werden ähnlich wie die Staaten Arizona/Florida in den USA die Rolle des Seniorenheims übernehmen. Das hat mit „Kultur“ und „Vorstellung“ wenig zu tun.

  • Franz sagt:

    Vieles von dieser bunten Darstellung mag richtig sein. Wenn sich allerdings ein Brite so auf D einschiesst, darf man ihn erinnern, dass die Zentralbanken der UK und der USA nichts anderes machen. Sie fluten ihre Volkswirtschaften massiv mit Liquidität, um ihre Banken zu stützen. Zum Vorwurf, dass die „Austerity“ Politik der EU in GR eine Lösung verhindere, weil sie Wachstum verhindere nur soviel: Die „Austerity Politik“ der Briten stellt alles andere in Europa in den Schatten! Lässt man mal die nationalistischen Klischees beiseite und konzentriert sich auf die Fakten, muss man festhalten, dass die Lage desolat ist. Die Gesamtverschuldung (privat u. öffentlich) ist höher als in jedem anderen Industrieland, das Budgetdefizit mit ca. 10% doppelt so hoch wie in der Eurozone, die Inflation bewegt sich in der Nähe von 5% , etc…Es sieht düster aus auf der Insel! Der Unterschied zwischen der Euro-Zone und den Angelsachsen ist, dass die Euro Länder mit dem Fiskalpakt mit Nachdruck an einer Lösung arbeiten. Das Wachstum in GR anzukurbeln, bevor ein Minimum an funktionierender öffentlicher Infrastruktur vorhanden ist, macht keinen Sinn. Das ist die conditio sine qua non!

    • Alain Wolf sagt:

      Ich habe nirgens herausgehört oder -gesehen dass er die britische Wirtschaftspolitik verteidigt. Im Gegenteil er stört sich eher generell an dem sich gegenseitigen Ausspielen der EU- und Euro-Länder.

      • Linus Huber sagt:

        Richtig Alain

        Es handelt sich um eine objektive Darstellung der gegenwärtigen Situation.

        Vergessen wir hier nicht, speziell im Fall von Griechenland war Draghi Chef von Goldman Sachs Europa als Griechenland in den Euro aufgenommen wurde und es ist allgemein bekannt, dass GS der griechischen Regierung behilflich war bei der Manipulation (Fälschung) der Zahlen, worauf die Entscheidung der Aufnahme basierte. Und heute sitzt dieser Typ in der EZB (heute scheut man sich nicht einmal mehr Korruption öffentlich zu zeigen, es merkt eh niemand).

        Ein anderer wichtiger Aspekt liegt darin, dass Banken ein enormes Privileg besitzen, indem sie die Kreditmenge im System beeinflussen können. Man sollte meinen, solch ein Privileg sollte zu verantwortungsvollem Verhalten führen, aber das Gegenteil ist eingetroffen, indem sich die Top-Banker die Lizenz zum Diebstahl legitimieren liessen. Der Kernaufgabe einer Bank besteht in der Sorgfalt bei der Vergabe von Krediten in Bezug auf des Schuldners Fähigkeit, diese Schulden zu verzinsen und innerhalb einer gewissen Zeit zurückzuzahlen. Die Banken haben wieder versagt, aber nicht nur dies, die EZB fördert dieses spekulative Verhalten der Banken, wie in obiger Darstellung erklärt. Sämtliche Zentralbanken versuchen mit allen Mitteln zu verhindern, dass Fehlinvestitionen abgeschrieben werden und suchen zusammen mit der Politik nach Wegen, die Kosten dieser Fehlinvestitionen der Allgemeinheit unterzujubeln.

        Natürlich werden wir diesen Kosten nicht ausweichen können; es ist allerdings wichtig, dass die Kosten dort auftauchen, wo sie produziert wurden (also bei den Banken, welche ihre Sorgfaltspflicht verletzten) ansonsten die marktwirtschaftlichen Prinzipien schwerwiegend verletzt werden und die Banken direkt eingeladen werden, weiterhin ihre Sorgfalt zu vernachlässigen zugunsten kurzfristiger Profite (und Boni).

  • H. Trickler sagt:

    Wohin ist denn der Blog „Wovon die Schweiz wirklich lebt“ verschwunden??

  • Roth sagt:

    Sicher eine originelle Darstellung. Nur schade,
    dass das video nicht übersetzt wird.
    Bitte künftig in unsere Landessprachen übersetzen,
    es verdient von einer breiten Öffentlichkeit verstanden zu werden.
    Danke.

    • Thomas Meier sagt:

      Vielleicht mal einen Englisch-Kurs besuchen? In 10-20 Jahren kann jeder Englisch (Englisch wird ab der 2. Klasse unterrichtet;jeder KV Abgänger kann Englisch…), sonst haben Sie früher oder später ein Problem…

    • Andres Müller sagt:

      in Zahlen:

      http://wirtschaftswunder.ftd.de/2012/02/27/marktwirtschaft-absurdes-umschuldungstheater/

      in Deutsch:

      http://www.infosperber.ch/Artikel/Wirtschaft/Eurokrise-Unterhaltende-Aufklarung-fur-jedermann

      Die Banken werden ja zur Griechenrettung sagen, weil sie das Geld auf das sie angeblich beim Griechencutting nicht nur zurück erhalten werden, sie werden auch noch mit Milliarden von Billigkrediten von der EZB versorgt. Die Einzigen die für das Cutting schliesslich bezahlen werden sind die einfachen Bürger, sowie griechische Sozialwerke die griechische Bonds halten. Die Griechen erhalten gar nichts zu ihrer Rettung wenn man von theoretischen 6% absieht, es geht NUR um die Rettung der Banken.

      • Michael Schwarz sagt:

        Natürlich sind die Massnahme zu Rettung der griechischen Banken, das ist auch der Grund warum die Griechen sich zögert aus der EU auszutreten und das ist auch der Grund warum die Griechen finanziell unterstützt wird, es ist sicherlich nicht aus der Liebe der Nächste.

        Das Problem ist die Massnahme der EZB, dass die den Banken noch mehr motivieren die griechische Anleihe zu erwerben, dies führt zur massiven Abschreibung in späterem Zeitpunkt. Die Griechen können die Kredite und Coupon mit der Zeit nicht bezahlen – die griechischen Anleihe haben den Junkbond Status. Das bedeutet massivere Abschreibung bei Banken und Pleitewelle der europäischen Geldinstitutionen.

        Wie ich zuvor kommentiert habe, die massiv überschuldeten EU-Staaten müssen aus der EURO-Zone, mittlerweile haben die Deutsche und Franzose die Problematik verstanden, dass die Griechen von der EU-Einschränkung befreien muss, womit die Griechen wieder auf die Beine kommen können; das gilt auch für Portugal und Spanien.

        • Michael Schwarz sagt:

          Das Default risk Griechenlands ist gegenwärtig für alle griechische Anleihe. Der Staatspleite Griechenlands wird unvermeidlich sein, wenn die Griechen die Rettungskredite verbraucht sind – das wird bald der Fall sein, dann gibt es kein drittes Rettungspaket für die Griechen , weder von EZB noch von IWF. Das ist das Ende dieser Geschichte Griechenlands und das Ende der europäischen Banken und vieler Hedgefunds.

          • Andres Müller sagt:

            Ja, und eben wird der worst case in der Presse vermeldet den ich bereits seit Wochen hier als sehr gefährlich verkündet hatte -die CDS Ausfallversicherung sei im Fall von Griechenland „wohl sinnlos“, vermeldet nun das Handelsblatt. http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anleihen/athener-schuldenschnitt-ausfallversicherungen-fuer-griechen-bonds-sind-wohl-sinnlos/6263942.html

            Das ist so einfach nicht, wie sich die Verantwortlichen das überlegt hatten mit dem „freiwilligen Schuldenschnitt“. Sollte die CDS tatsächlich trotz technischem Bankrott nichts zahlen müssen, so würde das gesamte Versicherungssystem sinnlos. Und das heisst tatsächlich, die Auswirkung davon wird ein massiver Vertrauensverlust in das Bewertungssystem von Bonds bringen, was wiederum gegerell die Sicherheit von Papiergeld in Frage stellt.
            Wenn schon die CDS beim kleinen Griechenland versagt, dann sind auch spanisches oder italienische CDS nichts Wert.
            Das gesamte Währungssystem beruht aber auf CDS Papieren (sie stellten bisher das Vertrauen in den Wert von Staatsanleihen etc. her), das werden wir nun alle erfahren müssen.
            Wie die Märkte kurzfristig reagieren werden kann ich nicht genau voraussagen, aber langfristig steht uns Hyperinflations ins Haus -und zwar eine ganz Besondere. Es wird eine Deflation entstehen auf Produkten aus der Realwirtschaft, während Rohstoffe sich massiv verteuern. Millionen Menschen werden ihren Job verlieren. Die Weltwirtschaft wird nun zusammenbrechen, was nur eine Währungsreform verhindern könnte oder eine weltweite Umschuldung welche die Banken und Investoren belastet -und das wird kaum geschehen.

          • Michael Schwarz sagt:

            @Andres Müller:

            Das CDS funktioniert nur wenn die Kette von Insuer nicht unterbrochen wird. Das ist eher unwahrscheinlich, weil wenn die Griechen default werden, was bald sehr wahrscheinlich ist, dann wird die CDS-Kette rasch zerreissen, eine Kettenreaktion im CDS-Market wird auslöst – das CDS funktioniert im Ernstfall nicht, die Mathematik und financial engineering hat es versagt. Die Financial Engineer haben in letzten 30 Jahren viele derivaten Produkte erfunden – financial innovation, das Ergebnis ist die Destabilisierung des gesamten Kapitalmarktes, vor allem am Ende funktioniert die Insurance nicht mal.

            Kurzgesagt, die Financial Engineer und Ökonomen sind zu weiter gehen, ohne sich über die Konsequenzen bewusst zu werden.

          • Andres Müller sagt:

            @ Schwarz

            Die CDS sind letzlich die verbliebene Vertrauensgarantie des Marktes in den Wert der Währungen. Eine Aufgabe dieser Papiere würde zum Vertrauenseinbruch bei Wertpapieren führen -zu denen letzlich auch das gedruckte Geld gehört. Historisch wurden die CDS nach dem sogenannten Nixon Schock eingeführt
            http://de.wikipedia.org/wiki/Nixon-Schock

            Damals verabschiedete sich der US$ von der Golddeckung um durch Geld drucken u.A. die US -Kriege finanzieren zu können (sowie den Investitions-Raubbau in den “neuen Märkten” zu finanzieren). Die USA brachte auch durch dass der IWF fortan allen ihren Mitgliedern seither verbietet ihre Währung mit einer festen Bindung an Gold decken zu können.

            Die Geschichte der CDS gehören in das Kapital Neokolonialismus sowie kalter Krieg, Aufstieg des Computerhandels und reflektieren die militärische Macht der USA. Heute reflektieren CDS vor allem die Macht der Banken, es stehen Werte in der Grössenordnung von 50 Billionen US$ auf dem Spiel, so gross ist nämlich inzwischen der Versicherungswert gestiegen. Es sind ja nicht nur die Staatsanleihen die mit CDS gesichert werden. Das Vertrauen wird allerdings zuerst bei den Staatsanleihen verschwinden, weniger bei Versicherungen welche die Privatwirtschaft anbetreffen.

            In Hellas stehen zwar nur „läppische“ 3,2 Milliarden CDS -Papiere auf dem Spiel, aber die Entscheidung des US -Bankenkonsortium ISDA am 8. März 2012 wird von den Märkten mit angespannter Aufmerksamkeit verfolgt.
            Interessant ist, die Goldreserven der Griechen haben dieselbe Grösse und die Politiker dort haben unterschrieben dass die Gläubiger sie anzapfen dürfen. Wer weiss, vielleicht werden die nicht ausgelösten CDS mit Gold entschädigt -ich wäre nicht mehr überrascht.

            Werden die CDS überhaupt nicht ausgelöst, so wird unter Vertrauensverlust die Verstaatlichung Europäischer Bonds wohl unvermeidlich, die EZB müsste noch mehr Geld ausspuken mit denen dann die Landsnotenbanken ihre eigenen Staatsanleihen kaufen müssten. Wird beim Zahlungsausfall der Griechen nichts bezahlt, dann auch nicht bei Spanien Italien etc. -da diese Länder noch viel grösser sind.

  • laura sagt:

    Genial und richtig

  • Anita Lösch sagt:

    Offensichtlicher denn je wieviele komplexe Fragen und Themen es in der EU-Krise gibt…gleichwertige Länder? Macht, nicht nur der Banken… Wer muss Verantwortung übernhmen? Wer tut/kann es, wer nicht, warum nicht? Wo bleibt der einfache Bürger, der Steuerzahler? Wie kann eine Nation eine prosperierende Zukunft anvisieren? Arbeitsplätze schaffen? Keine neuen Themen…. viele kluge Köpfe, aber keinerlei Lösung in Sicht? Jetzt wäre die Zeit (endlich) reif für eine komplett neue Ära von nachhaltiger, fairer und ethischer (Wirtschafts)politik, aber das bleibt wohl „wishful thinking“…doch die Hoffnung auf eine gute Entwicklung stirbt zuletzt.

  • Gabi sagt:

    Was war auch von einem Klub zu erwarten, dem egal ist, ob sich seine Mitglieder an die Vereinsstatuten halten oder nicht.

    Siehe auch: Beitritt Bulgarien.

    • Damian sagt:

      Und jetzt ist Serbien ebenfalls Beitrittskandidat…gute Nacht.

      • Gabi sagt:

        Masse statt Klasse.

        Von wegen „Europäische Werte“!

        My ass.

        • Sto sagt:

          Das geographische Zentrum Europas liegt nicht in Deutschland, sondern in Polen und Europa ist nicht gleich EU. Ob nun Serbien ebenfalls der EU beitritt ist eigentlich Wurscht. Das Prinzip bleibt gleich (wie überall auf der Welt): „Geld aus Steuern den Reichen geben“ und „Gewinne privatisieren / Verluste sozialisieren“.

          • Gabi sagt:

            Ich gebe zu, dass ich das, was ich unter „europäische Werte“ definiere, wesentlich weiter nord-westlich lokalisiere, als – gerade! – Serbien.

    • Urs sagt:

      Nun ja, wenn die EIntrittsregeln zu strikte ausgelegt sind verlieren halt dann entweder die Vereinsbetreiber und/oder die künftigen und/oder die bestehenden Mitglieder die Motivation am ganzen… oder man bleibt ganz exklusiv unter sich… was dann aber auch eine gewisse Monokultur mit sich bringen kann.

      So statisch wie man sich so manches im Leben wünscht ist es zum guten Glück nicht… Pech dann halt, wenn einige glauben sich weiterhin über Wasser halten zu wollen indem strikte Regeln befolgt werden wärend man die Abtrünnigen bestraft, oft im glauben, etwas gutes für das grosse Ganze zu tun… oder nur für sich selber.

      Aber dann, auch das sind in der Regel Illusionen die nur einem Teil aus der Misere helfen…

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