Debatte um den «Hungerkanzler»

Erich Salomon Bildarchiv Preussischer Kulturbesitz

Hat seine Politik die Krise in den 1930er verschärft? Kanzler Heinrich Brüning. (Foto: Erich Salomon Bildarchiv Preussischer Kulturbesitz)

Mit der Verschärfung der Eurokrise ist die Frage nach der Parallele mit der Grossen Depression der 1930er Jahre wieder aktuell geworden. In diesem Zusammenhang wird vor allem ein Name öfters genannt: Heinrich Brüning, der «Hungerkanzler», dessen Wirtschaftspolitik die deutsche Wirtschaft von 1930 bis 1932 in eine tiefe Depression ritt und dadurch den Aufstieg der Nazis begünstigt hat. Paul Krugman sprach zum Beispiel davon (hier), Markus Diem Meier hat den Ball aufgenommen und Krugmans Gedanken übersetzt (hier).

Brünings Politik war in der Tat verheerend. Durch Sparprogramme und eine restriktive Geldpolitik schnitt er die deutsche Wirtschaft vom Sauerstoff ab. Während seiner Regierungszeit von März 1930 bis Mai 1932 schrumpfte die Industrieproduktion um ein Drittel. Die Zahl der Arbeitslosen verdoppelte sich nahezu von 3 auf 5,5 Millionen – rund 30 Prozent aller gegen Arbeitslosigkeit versicherten Arbeiter waren nun arbeitslos. Bei den Reichtagswahlen im Juli 1932, die zwei Monate nach Brünings Entlassung durch Reichspräsident Hindenburg stattfanden, konnte die NSDAP ihren Stimmenanteil auf 37 Prozent erhöhen (19 Prozent mehr als 1930). Politische Verwerfungen sind nie automatisch das Ergebnis von ökonomischen Krisen, aber Brüning hat zweifellos zur Radikalisierung beigetragen.

Weniger eindeutig sind die Motive Brünings. Unter den Historikern herrscht seit Ende der 1970er-Jahre eine äusserst interessante Debatte, die unter dem Namen «Borchardt-Kontroverse» geführt wird (hier eine exzellente Zusammenfassung). Der deutsche Wirtschaftshistoriker Knut Borchardt stellte 1979 die Hypothese auf, dass Brüning gar nicht anders konnte, als zu sparen, weil er einen Überschuss erwirtschaften musste, um die Reparationen (Kriegsschulden) an die Alliierten bezahlen zu können. Anders formuliert: Deutschland befand sich 1930 bis 1932 in einer ähnlichen Zwangslage wie Griechenland heute.

Linksliberale Historiker dagegen argumentieren, Brüning habe die deutsche Wirtschaft vorsätzlich ruiniert, um die Alliierten davon zu überzeugen, die Kriegsschulden zu erlassen. Er habe ein nationalistisches Programm verfolgt, um Deutschland wieder zu alter Stärke zu verhelfen. Er hätte problemlos die Währung abwerten und ein Investitionsprogramm starten können, um die deutsche Wirtschaft anzukurbeln und die politische Radikalisierung zu verhindern. Borchardt unterschätze die politischen Motive des deutschen Reichskanzlers.

Mir haben Borchardts Argumente immer eingeleuchtet (zum Beispiel hier). Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse in der Eurozone sieht man, dass Schuldnerländer wenig Spielraum haben, wenn die Gläubiger nicht zu Konzessionen bereit sind. Damals erkannten die Alliierten zu langsam, wie gefährlich das Schuldenregime war. Im Sommer 1932 konnte sich Deutschland an der Lausanner Konferenz von den Reparationen befreien, aber es war schon zu spät. Brüning war weg, die Nazis hatten die Wahlen bereits gewonnen, und Reichspräsident Hindenburg näherte sich kurz darauf Hitler an.

Keine Kommentare zu «Debatte um den «Hungerkanzler»»

  • Urs sagt:

    Wie so oft eine Balance zwischen Aufstand des Pöbels (aus diversen Gründen und in der Regel alle Berechtigt) und Profitgenerierung bzw. Profiteerhalt der „Leistungsträger“ (aus einer Handvoll Gründen aber in der Regel auch Berechtigt) … immer mal unter die Räder kommt da bei so alles mögliche was einst andere Nationen nach Europa oder die USA blicken liess…

    Ob da bereits Zweifel ob der Richtigkeit all dessen aufgekommen sind oder nicht…? Ich nehme mal an das die Eigentümer der 5 grossen Medienkonzerne (alle Westlicher Coleur) nach wie vor genügend Länder- und Standortmarketing verbreiten, auch wenn alles bereits den Bach runter geht… aber es hat ja noch genug Substrat, u.a. auch Träume die sich aus vergangenem nähren, an dem man sich vergreifen kann…

  • andreas schweizer sagt:

    Brüning hat mal in erster Linie Staatsangestellte entlassen, Subventionen gekürzt und den Betrag der Transverleistung (Leister/Empfänger) verringert. Das ist vernünftig. Das entspricht dem Geist der Demokratie.

    Vor Brüning haben die Monarchisten den Staatsapparat ins unbezahlbare aufgebläht. Danach die Sozialisten (rote/braune).

    Brüning ein Fehlverhalten zu unterstellen ist schlicht falsch. Brünings Handlungen waren klar im Sinne eines liberalen, demokratischen Verfassungsstaates. Seine Gegenspieler haben ein paar Jahre später die Mehrheit der Gesellschaft in Uniformen verpackt, die Minorität versklavt und industriell Ermordet.

  • Bruno Waldvogel-Frei sagt:

    Der Dollar wieder so teuer wie vor der Intervention von fünf Zentralbanken (inkl. SNB). Es ist so gekommen wie erwartet. Wenn fünf solche Banken es nicht schaffen, mehr als eine Woche nachhaltig zu intervenieren, dann sieht es doch ziemlich düster aus. Oder täusche ich mich da?
    http://online.wsj.com/article/BT-CO-20110919-708511.html

  • Theo Stauffer sagt:

    Die Schweiz hat erkanntermassen ein Problem mit Ausländern im Allgemein und mit den Deutschen im engeren Sinn. Die Amerikaner leben zum Teil in einer Fantasiewelt aus Hollywood wenns um etwas ausserhalb ihren Grenzen geht.

    Übersetzt heisst das, dass die Schweiz eine ziemlich kranke Schadenfreude aufbringt jedesmal wenns den Anderen, aber vor allem den Deutschen in Europa schlecht geht.

    Genauso schaffen es die Amis jede zweite Geschichte aus Europa, ins besondere, die aus Deutschland mit dem zweiten Weltkrieg in Verbindung zu bringen.

    Fabelhaft. Braucht nur noch kleine grüne Männer von Mars mit Hakenkkreuz-Armreifen und dann ist die Story perfekt.

  • Beat S. Eberle sagt:

    Ich wiederhole mich:
    Zum Thema empfehle ich dringend ein Buch von Adam Tooze: Ökonomie der Zerstörung. Die Einführung gibt zum Thema eine gute Grundlage. Das Buch ansonsten gibt einen Gesamtüberblick über die Wirtschaft im 3. Reich. Für mich ein echter Lesegenuss.

    Ansonsten irritiert mich die Tatsache, dass vor allen anderen Staaten Deutschland auf eine deflationäre Politik in Griechenland und anderen Staaten pocht. Gerade Deutschland, dass die Gefahren einer solchen Politik so extrem selber erfahren hat. Ich weiss nicht, ob was eine echte Alternative wäre. Die wirtschaftliche Lage in den PIIGS-Staaten macht mir persönlich Angst und die betroffenen Menschen tun mir Leid. Sind doch gerade die einfachen Leute am meisten betroffen. Und ich denke, diese Menschen haben im Mindesten etwas mehr Mitgefühl und weniger Polemik verdient.

    Grüsse
    Beat

  • Mind. einen grossen Unterschied zu damals gibt es heute:
    Das Wachstumsmodell ist am Ende!
    „Die Wirtschaft“ kann nicht ewig wachsen, aber noch immer wollen die Politiker und Banker den Brand löschen, indem sie Benzin reinspritzen! Schuldzinsen mit Krediten zu bezahlen oder gar die Schulden damit abzubauen, ist ein Perpetuum mobile, das komischerweise ein paar Jahrzehnte lang funktioniert hat. Jetzt ist Ende der Party. Mit Garantie.
    Décroissance ist angesagt (z.B. klick auf Name).

  • Ruedi sagt:

    Zitat Yves M.: ,,God left this place long ago,, Nicht Gott hat den Menschen verlassen! – Der Mensch hat Gott verlassen! – Und Tanzt um das Goldene Kalb!

    Die Bibel Losgelöst von den Religionen ist ein Buch das von Weisen Menschen geschrieben worden ist. Und enthält Weisheiten die bis Heute ihre Berechtigung haben und das Leben regeln sollen. Mit Respekt vor der Natur und unseren Mitmenschen gegenüber! Nur wurde die Bibel von Einzelnen Religionen missbraucht um ihre Macht, Gier und Egoismus auszuleben.

    Gott = Schöpfung, Natur, Universum alles was uns umgibt = wenn wir gegen die Natur und Schöpfung arbeiten werden wir Verlieren und uns selbst vernichten = Wenn wir um das Goldene Kalb (=Geld) Tanzen und dabei die Natur vergiften nehmen wir uns selbst die Lebensgrundlagen=Verseuchte Luft, Böden, Wasser, Geist und Seele.

    Die Zehn Gebote:

    Das erste Gebot
    Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

    Das zweite Gebot
    Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen.

    Das dritte Gebot
    Du sollst den Feiertag heiligen.

    Das vierte Gebot
    Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.

    Das fünfte Gebot
    Du sollst nicht töten.

    Das sechste Gebot
    Du sollst nicht ehebrechen.

    Das siebte Gebot
    Du sollst nicht stehlen.

    Das achte Gebot
    Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

    Das neunte Gebot
    Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.

    Das zehnte Gebot
    Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

    • Tom Baer sagt:

      @Rudi: Die Zehn Gebote tönen für mich wie Affirmationen, die man immer positiv schreibt, weil dein Unterbewusstsein immer davon ausgeht was IST und (nicht) was Nicht ist.
      Aus meiner Sicht wäre es besser wenn da stehen würde:
      Du sollst Leben achten
      Du sollst Hab und Gut anderer achten
      Du sollst die Wahrheit sagen .. etc.
      Jesus sagte es sehr positiv: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!
      Selbstliebe ist sehr wichtig und darf nicht mit Egoismus verwechselt werden. Leider hassen sich viele Menschen selber, was natürlich nicht zu einer friedlichen Welt beiträgt.

  • Matthias Vogelsanger sagt:

    In seinem Link an Ende des Artikels schreibt Straumann:

    „The evidence also shows that, because of this widespread fear of inflation, not a single European country deliberately devalued its currency in the 1930s. “

    Dies ist falsch. Die Schweiz hat im Sog Frankreich’s im September 1936 den Franken um 30% abgewertet.

  • Michael Schwarz sagt:

    Die EU muss die Griechen finanzielle Unterstützung leisten, eine andere Alternativ gibt es nicht. Die Auszahlungenn der Rettungspacket sind eine Sache der Formalität. Die EU versucht die Griechen die Reformen rasch durchzuführen, der Druckmittel ist die Auszahlung der Rettungspacket. Das ist ein gefährlicher Spiel, welcher die EU in jetzigem Zeitpunkt nicht spielen darf. Eine Insolvenz Griechenlands wird die Finanzmärkte Weltweit destabilisieren. Die Arbeit, die man in 2009 geleistet hat, zur Rettung der Banken Wirtschaft, werden sich in die Luft auflösen. Das Ergebnis wäre der Absturz der Finanzmärkte weltweit, wie in 2008 der Fall ist. Die Banken müssten wieder von Staaten gerettet werden.

    Die EU-Politiker haben die Gefahr für die Weltwirtschaft und globale Finanzmärkte bis heute verkannt. Es darf keine weitere Verzögerung bei der Auszahlung des Rettungspacketes an die Griechen erlauben.

    • Andres Müller sagt:

      „Die Banken müssten wieder von Staaten gerettet werden.“
      Diese Möglichkeit wurde bereits ausgeschöpft, das liegt nicht mehr im politisch durchsetzbaren Bereich.

      • Michael Schwarz sagt:

        @Andres Müller:

        Wenn die Finanzmärkte wieder zusammenbrechen, müssen der Staat die Banken wieder retten, auch wenn der Staat nicht tun wolle. Die Finanzinstitute dürfen nicht untergehen, weil sie das Finanzsystem eines Landes bilden. Das ist das Ergebnis der ziellose Liberalisierung mit der Überzeugung, dass die Privatunternehmen immer effizient sein, als die staatliche. So werden die wichtige Aufgabe eines Staates privatisiert, ohne sich über die Stabilität des Systems fragen zu stellen.

        Ich kann Ihnen versprechen, wenn die Finanzmärkte mal wie in 2008 zusammenbricht, werden die grossen Banken wieder das gleiche Problem bekommen. Die Banken haben sich von Innern nichts geändert, deshalb hat mich die Verluste von 2,3 Mrd. der UBS nicht überrascht. Wie ich zuvor schrieb „die Casinos und Spiele sind wieder geöffnet … zocken bis das System sich Komplete zusammengebrochen ist“. Der einzige Weg wenn diesen Fall antreten, ist die Rettung des Staates.

        • Andres Müller sagt:

          Herr Schwarz, eine Billionenhilfe durch den Staat wie 2008 ist kaum mehr möglich. Die Bewertungsagenturen müssten die USA und andere Länder dann auf Ramschstatus abstufen.

          Dagegen würde auch Gelddrucken nichts mehr helfen.

          Bereits jetzt ist das Vertrauen in die Banken derart erschüttert dass Grosskonzerne wie Siemens (die sich eine eigene Geschäftsbank leisten können) lieber bei der Zentralbank ihre Milliarden deponieren als der Kreditvergabeaktivität fremder Banken zu trauen.

          Anstelle dass die Zinsen von den Banken durch Kreditvergabe erwirtschaftet werden, erhält Siemens von der EZB marginale Zinsen welche die EZB aber aus dem Nichts druckt. Derzeit liegen Billonenvermögen auf Bankkonten die sich bald in Luft auflösen könnten da es den Banken nicht mehr gelingt genügend sichere gewinnbringende Investitionen oder Kreditnehmer zu finden. Hier nutzt es dann nicht mehr die Banken durch Gelddrucken zu retten, weil die das Geld nicht mehr nutzbringend verwalten können (zum Beispiel die verstaatlichten Hypokreditinstitute in den USA). Da der Geldumlauf zurückgeht und vermehrt sicherheitshalber uninvestiert niedrig verzinst deponiert wird, gerät die erhöhte Geldmenge nun zur Bankenfalle.

          • Anh Toan sagt:

            @Andres Mueller: Haette ich eine Bank, wuerde ich meine Investments herunterfahren, nicht weil ich keine vernuenftigen Investitionsmoeglichkeiten sehen, sondern weil ich diese nur kurzfristig (bei der Zentralbank, am Geldmarkt, Sparguthaben) rentabel finanzieren kann. Eine fristenkonkruente Refinanzierung z.B. mittels Obligationen auf 5-10 Jahre ist viel zu teuer. Wenn ich aber meine Gewinne aus der kurzfristigen Finanzierung langfristiger Investitionen erzielen muss, eliminiere ich dafuer das Glauebigerrisiko, indem ich mir bei der NB kurzfristig praktisch gratis Geld leihe und dies in langfristige Staatsanleihen mit nahezu 2% Zins des gleichen Landes investiere. Ausserdem muss ich meine Eigenkapitalquote erhoehen, da meine Gewinnaussichten nicht sehr toll sind,muss ich dazu die Bilansumme reduzieren.
            Anm.: Ich besitze keine Bank und hab ausser einer einwoechigen Schnupperlehre noch nie bei oder fuer eine Bank gearbeitet, hab alsokeine Ahnung, ob dies stimmt, erscheint mir aber auf Grund der Anleihenrenditen von Banken absolut logisch.

    • Thomas Ernst sagt:

      @Michael Schwarz:
      „eine andere Alternativ gibt es nicht.“ Das mantrahafte sinnleere nachbeten von Mutti Merkels Merksatz ersetzt das eigene Denken nie!
      Es gibt IMMER Alternativen. Die mögen dem einen oder anderen nicht gefallen, man mag sie sogar kollektiv als unakzeptabel beurteilen, aber zu behaupten, „es gibt keine Alternative“ ist Dummschwätz.

      Im konkreten Fall ist äusserst strittig, ob nicht die verfügbaren Alternativen besser wären, als die Konkursverschleppung. Keine Organisation kann ewig über ihre Verhältnisse leben. Nur Mutti und ihre getreuen Nachbeter wollen das nicht begreifen. Oder, genauer, Mutti klammert sich so lange es geht an ihr trauriges Pöstchen und die Kollateralschäden dieses egoistischen Verhaltens gehen ihr am Ars… vorbei.

  • Maria Halder sagt:

    Die Parallelen sind sonnenklar. Klar ist auch das Krisen dieser Art zu Kriegen fuehrten. Menschen aendern sich nicht.

  • Bruno Waldvogel-Frei sagt:

    Und noch was: Sehen Sie sich das mal an, was jetzt mit dem Schweizer Franken passiert! http://www.xe.com/currencycharts/?from=USD&to=CHF

    • Anh Toan sagt:

      Die Risikoaversion scheint abzuebben, falls es nicht nur bis zum naechsten Bernanketermin diese Woche geht. Ich glaube nicht, dass dies Hoffnung auf QE 3 ist.

      Vor allem die CH,US und GB Presse erzaehlt uns lange genug, die Welt geht unter, die PIIGS und die Banken sind pleite, der Euro nicht zu retten, auch Herr Straumann macht Vergleiche mit der Depression 1930-1932: Nicht mal in GR wird die Industrieproduktion um 1/3 schrumpfen, fuer 3 Jahre werden es wohl irgendwo um 15% sein. Nirgendwo sonst sind die Prognosen aehnlich schlecht, allenfalls Nullwachstum. Vielleicht fangen die Marktteilnehmer wieder an zu glauben, was sie sehen (Unternehmensgewinne, Konsumentenvertrauen, Guetertransporte, Stromverbrauch, europaeische Solidaritaet usw.), statt was Ihnen von den Medien in ihrer Katastrophengeilheit erzaehlt wird.

      Herr Straumann, seit ueber einem Jahr erzaehlen Sie uns von der Chancenlosigkeit des Euro im Allgemeinen und Griechenlands im besonderen. Wie lange muessen wir warten, bis Sie uns ueber entsprechende Tatsachen berichten oder anerkennen, dass Sie unrecht hatten? In the long run ist naemlich auch der Euro und Griechenland tot, aber das wissen die meisten von uns auch ohne Sie.

      • Bruno Waldvogel-Frei sagt:

        Nicht mehr Lange, Herr Toan, nicht mehr lange. Irgendwie leben wir wohl auf zwei unterschiedlichen Planeten.

        • Anh Toan sagt:

          Nicht auf anderen Planeten aber anderen Kontinenten: In Asien gibts viele arme Junge, die glauben morgen ist es besser, in Europa gibts viele reiche Alte, die glauben, morgen ist es schlechter. Erstes bringt mehr Lebensfreude bis zur allfaelligen Katastrophe und zweites hilft nichts zur Vermeidung dieser. Zukunftsprophezeihungen ohne klaren Zeithorizont sind laecherlich. Ich werde sterben, Sie werden sterben, der Euro wird sterben, es wird Krieg geben, die Welt geht unter, sind voellig triviale Aussagen, die einzig relevante Frage ist „Wann“!
          P.s: Tausend Jahre ist auch nicht mehr lange.

  • Bruno Waldvogel-Frei sagt:

    Ich beobachte das Geschehen nun seit über drei Jahren. Die Situation scheint sich wie von einer unischtbaren Hand auf den Worst Case zuzuspitzen. Aus zuverlässigen Quellen weiss ich, dass gewisse Kreise eine Krise wollen, um supranationale Ziele zu erreichen. So langsam glaube ich auch nicht mehr an eine Verschwörungstheorie, sondern an reale Schattenpolitik. Wie auch immer – jeder der wissen will, wie ein Worst-Case-Szenario aussehen könnte, sollte sich „Das Ende des Geldes“ von Adam Fergusson zu Gemüte führen. Auch die Wirtschaftszeitungen beginnen, sich damit auseinanderzusetzen. Lesenswert dazu der Artikel aus dem Handelsblatt: Das Titanic-Szenario. http://www.handelsblatt.com/politik/international/der-euro-steuert-auf-den-eisberg-zu/4569202.html Oder die oesterreichische Wirtschaftszeitung „Format“: Ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone kann nicht mehr ausgeschlossen werden. http://www.format.at/articles/1137/525/307036/ein-auseinanderbrechen-eurozone Was im Moment jedenfalls brandgefährlich ist, ist die Kapitalflucht aus allen europäischen Banken. Der Kollaps könnte möglicherweise in Frankreich beginnen. Es ist auch bedrohlich, wie die Börsen nach oben schiessen, obwohl die realen Zahlen alle nach unten weisen. Schon im Mai 2010 stand alles vor dem Abgrund. Ohne Druck aus Frankreich wäre damals Deutschland aus dem Euro ausgestiegen und hätte die Währungsreform durchgeführt. Darüber hatte ja die FaZ berichtet. Es kann nun also jederzeit so weit sein. Was dann sein wird – der liebe Gott weiss es.

  • Eron Thiersen sagt:

    Wie Realpolitik denkt und funktioniert zeigte sich erst jüngst, als der konservative Flügel der US-Republikaner bestätigte, eine Verschärfung der Wirtschaftssituation für ihre Eigeninteressen in Kauf nehmen zu wollen. Volksempfinden, Volkswohl, demokratische Prozesse und der soziale Frieden spielen dabei untergeordnete Rollen. Der Mensch als Individuum existiert nicht in diesem strategischen Spiel, Existenzvernichtung ist Kollateralschaden. Einheit wird zu oft über eine gemeinsame Regierung definiert, eine gemeinsame Wirtschaftspolitik. Doch Zentralisierung war und ist kein demokratischer Prozess und funktioniert nur in glorreichen Zeiten. Wie sich jetzt zeigt, diktiert der Grosse den Kleinen was zu tun ist, die Kleinen werden aber immer mehr und ziehen die Grossen mit in den Abgrund. Es verhält sich so desaströs, wie Supply Chain in der Wirtschaftskrise. Die kleinen Unternehmen fallen, die grossen werden gestützt bis kein Geld mehr da ist, obwohl die KMU in der Summe der Wirtschaftsleistung die treibende Kraft hinter dem BIP sind. Die Natur lehrt uns, dass Vielfältigkeit das Überleben sichert, die Politik will aber normieren, genau dieser Nicht-Föderalismus führt zu Abhängigkeiten, die sich politische Mächte, wie anfangs erwähnt, zu deren Gunsten ausnutzen. Ängste werden zusätzlich geschürt um neue Behörden zu installieren. So ensteht ein Apparat der mehr zum Schein das Wohl der Konsumenten und Steuerzahler schützen soll, als dieser je in der Lage sein wird. Beispiele für nicht mehr funktionierende Staaten: Griechenland, Italien, Belgien, USA, Ungarn …

  • Brunner sagt:

    Die Menschheit lernt Geschichte,, aber die Geschichte lehrt den Menschen nichts, denn , jede Generation muss ihre eigenen Fehler machen, denn nur aus eigenen Ferhlern lernt der Mensch.deshalb wiederholt sich die Geschichte der Menschheit immer und immer wieder, mit nur leichten Unterschieden.

  • Matti Hoch sagt:

    Biblische Prophetie, ein gerne ausgeschaltetes Thema, vorallem nur den „Frommen“ überlassen, beginnt sich auch in Europa zu erfüllen. Der Traum, der König Nebudkadnezar hatte und der ihm dann von Daniel gedeutet wurde, zeigte auf, dass vor dem endgültigen Erscheinen von Jesus Christus als rechtsgültigem Weltenherrscher nochmals ein Reich ertstehen wird, das schon einmal da war: Das Römische Reich! Die EU entspricht diesem Reich ziemlich genau, mindestens was die Grenzen und die Mentalität betrifft. Die Füsse des Traum-Standbildes, die aus Eisen u. Ton waren, bezeichneten eine gewisse Zusammengehörigkeit, aber durch das Material, das nicht mischbar ist, auch schon bereits der vorprogrammierte Zerfall.
    Europa hat sich von Gott abgewendet und dem Mammon zugekehrt! Wirtschaft ist alles was zählt. Was dabei herauskommt sehen wir heute deutlich: Unsicherheit, Angst, Gier, Armut u. Reichtum von Wenigen! Um die EU letztendlich zusammenhalten zu können, bedarf es einer „Diktatoren-Figur“, die noch kommen wird! Diese charismatische Politiker-Figur kann es vordergründig richten, die Probleme dieser Welt, inklusive die im Nahen Osten, zu bändigen. Jedoch unter dem Preis der totalen Unterdrückung aller Völker. Dieser Typ wird soweit gehen, dass offenbar sehr gut erklärbar wegen Sicherheitsbedenken etc. sich alle Menschen mit einem Zeichen versehen werden, ohne dieses sie weder kaufen noch verkaufen können. Das ist dann die entscheidende Phase: Wem werden die Menschen mehr gehorchen? Diesem „Tier“, das aus dem dämonischen Völkerabgrund hervorkommen wird, oder dem Lebendigen Gott, der die ganze Erde in dieser Zeit mit weltumspannenden Katastrophen u. Gerichten wachrütteln wird? Die Bibel sagt, dass es seit Menschengedenken nie so eine schreckliche Zeit gegeben hatte, wie dann diese sogenannte „Trübsal-Zeit“. Das ist die Zukunft dieser Erde! Aber, zum Schluss, bevor die Völker dieser Erde unter der Führung dieses teuflisch inkarnierten Diktators gegen Jerusalem u. Israel marschieren werden, um dem Jüdischen Volk für immer den Garaus zu machen, wird Jesus der Messias vom Himmel erscheinen! Sichtbar für die ganze Welt, wird ER dann diesen Ver-Führer töten und endlich, endlich als rechtmässiger Erbe dieser Erde SEIN Friedensreich aufrichten. Erst dann werden die Schwerter zu Pflugscharen umgeschmolzen, nicht vorher! Wer diese Gerichts-Zeit nicht erleben möchte, soll sich heute, solange noch Gnadenzeit ist, mit seinem Herzen zu Gott, zu seinem Sohn Jesus Christus bekehren und Busse tun von seinen bösen Werken und den Geboten des einzig geborenen Sohnes Gottes Gehorsam schenken und Seine Worte auch tun. Dieser Mensch wird dann diese schreckliche Gerichtszeit nicht erleben müssen, weil Jesus versprochen hat, ihn vorher von dieser Erde wegzunehmen um ihn vor den Gottesgerichten zu bewahren. Leider erzählen die wenigsten Pfarrer diese Vorausschau, weil sie im Grunde genommen in ihren Herzen wohl Theologen sein mögen, aber lebendige u. wiedergeborene Christen sind die Wenigsten von ihnen, leider!

    • Yves M. sagt:

      No one told you right?

      God left this place long ago.

    • Taric Trent sagt:

      Wenn sie mal ihre Nase aus der Bibel nehmen würden könnten sie der Gewerbepolizei bei ihrer Arbeit zuschauen…

    • Marco Pollastri sagt:

      Hallo Matti

      Die Geschichte mit der Figur ist mir noch lebendig im Kopf. Ich habe vor 5 Tagen einen erschütternden Traum gehabt, der von diesen Dingen handelt und den ich dir gerne mitteilen möchte. Hab ihn niedergeschrieben, macht aber keinen Sinn den hier auszubreiten. Schreib mir bitt eine E – Mail: pollastri(at)namaycush.ch
      Merci und gruss Marco

    • Flor sagt:

      Danke, sehe ich genauso. Leider fallen in dieser Zeit auch viele vom echten Glauben an Christus ab. Schein und nicht Sein gilt leider schon viel zu oft….

    • Samuel Pfister sagt:

      Vielen Dank für diesen amüsanten Einblick in die wirren Gedankengänge eines Wahnsinnigen. Möge der Psychiater mit Ihnen sein. 🙂

    • Rolf Buholzer sagt:

      Herr Hoch, ich glaube sie haben sich im Blog geirrt. Die betreute Esoterikecke ist eins weiter bei Herrn Stamm…

  • Andres Müller sagt:

    Nicht nur die Wirtschaftspolitik erinnert wieder an die Zeit Brüning, auch die politische Polarisierung läuft in Europa entlang ähnlicher Pfade wie Ende der 20er Jahre. Die Demokratie wird in Frage gestellt, was mit fiskalischen Kraftausdrücken wie „Wirtschaftsregierung“ umkleidet wird. Da darf man auch Keynes wieder mal nicht vergessen, welcher vor zu weit gehenden deutschen Reparationszahlungen gewarnt hatte, mit dem Hinweis auf Entwicklung eines gefährlichen Nationalismus. Interessant ist wie sich Deutschland heute verhält, es scheint aus der Geschichte nichts gelernt zu haben, nur diesmal steht das Land auf der Liste der Mächtigen und die bedrängten Länder die zu Sparen gezwungen werden sind Griechenland,Italien,Spanien,Portugal.

    • Larissa sagt:

      Immer wieder paradox, lächerlich und äusserst einfältig, wie sich die Schweizer in die internationale, bzw. europäische Politik einmischen wollen. Nichts dazu beitragen, aussen vorstehen, aber lauthals unqualifiziert alles besser wissen wollen und nur darauf warten, dass man wieder profitieren kann. Selber aber im eigenen Land die eigenen Probleme nie in den Griff bekommen und Schuld immer bei den Anderen suchen. Parasitäre, schmarotzende CH !

      • Taric Trent sagt:

        Jetzt ersetzen sie doch mal „Die Schweizer“ mit „dem Schweizer“ und „die internationale, bzw. europäische“ mit „die schweizer“ und dann erschrecken sie nicht zu fest wenn sie sich im Spiegel erkennen Frau Wutbürgerin.

      • Maria Halder sagt:

        Liebe Larissa. Konsequenzen ziehen. Koffer packen. Sie koennen in einem anderen Land in die Haende spucken und etwas auf die Beine stellen. Einfach fluchen ist auch nur parasitaer.

        • Martin Kreidel sagt:

          Zu glauben, mit unreflektierten Zweizeilern, das bißchen Inhalt dann noch auf Stammtischniveau – und nicht nur hier – Kritiker zur Ausreise treiben zu können, zeugt allenfalls davon, wie recht Larissa doch hat. Wo sie nun geflucht haben soll, erschließt sich mir auch nicht. Zu dumm, daß man die blöden Ausländer, die sich hier äußern, nicht einfach ausweisen kann, nicht? Reißen Sie sich gefälligst zusammen!

        • Larissa sagt:

          Woher wollen Sie eigentlich wissen, wie mein wirtschaftlicher und sozialer Status ist? Können Sie sich eigentlich nicht vorstellen, dass es sich auch in Nachbarländern herumgesprochen hat, wie paranoid und einfältig sich die Schweiz gegenüber EU, € und DE benimmt? Aber um Sie zu beruhigen: bin selbstständig mit 6 Mitarbeitern, 30 Jahre erfolgreich in Marketing und Werbung tätig und verlege z.Z. meine Firma ins europäische Ausland wg. massiv verbesserten Standortvorteilen – aber insbesondere auch wg. „Kanal voll“ von kritikresistenter, selbstverliebter und weltfremder Schweiz. Grüezi u. Adieu 😉

          • Taric Trent sagt:

            Dann werden sie sich in ihrer Auffassung als Liberale mit gehobenem Niveau logischerweise der FAZ anstatt dem Tagi zuwenden. Wir werden die einzigartige Qualität ihrer Beiträge wahnsinnig vermissen. Viel Glück, vor Allem damit, dass die Eurozone noch steht bis sie ankommen.

          • Lidija sagt:

            Hoj Larissa! Paranoid sind die Eindringlinge, die meinten hier Honig und Milch zu finden, keine Steuern zahlen zu müssen, die ihr Geld in Deutschland nicht versteuern und über die Grenze schmuggeln und meinen, dass wir als Bürger und Erbauer des Staates Schweiz dieses Schmarotzertum noch im Nachhinein hoch honorieren würden. CH Banken haben keinen Deutschen in den Jahren nach dem 2 Weltkrieg dazu bewogen ihre Kapitalien in Deutschland nicht zu versteuern. Sie umgingen BRD Gesetze und gleichfalls CH Gesetze in der Meinung; wenn da in der Schweiz keine Seuern zu zahlen sind, dann hauen wir doch in die Pfanne. Die Party ist vorbei für die Deutsche Bürger die eben betrogen haben. Deutsche Bürger, nicht die CH Banken machten sich zu Kriminellen. Ihre Darstellungsart, Ihre Werbekunst ist von der Art, die sich plump und billig anhört.
            Es ist schon miserabel, dass Sie Ihre Werbekunststücke auf diese dreckigste Art einsetzen.
            Es ist wahrlich gut, dass Sie die Leine ziehen.

        • Thomas Ernst sagt:

          Danke, Maria. Mehr gibts zu den Larissen nicht zu sagen.

      • Peter Steiner sagt:

        Ohne in einen Hurra-Patriotismus zu verfallen, denke ich, dass wir in der Schweiz unsere Probleme recht gut im Griff haben.
        Immerhin haben wir noch letztes Jahr schwarze Zahlen geschrieben, unsere Wirtschaft läuft so gut, dass wir von ausländischen Arbeitskräften überrannt werden, einzig die Extremen Kreise in der Politik machen mir Sorgen.

        Andererseits lasse ich mich gerne aufklären, was genau paradox, lächerlich und äusserst einfältig ist, wenn sich ein Bürger für das politische Geschehen interessiert.
        Das tun sie schliesslich auch, und obwohl sie nichts substantielles geschrieben haben und sich in pauschalen, unbegründeten Vorwürfen verlieren, macht man sich doch die Mühe Ihnen korrekt zu antworten.

      • Anh Toan sagt:

        @Larissa: Obwohl im Ton schon ein wenig verletzend, haben Sie eigentlich recht: Wir sollten hier ueber die aktuelle Kartellgestzrevision reden. Beim Euro sind wir, obwohl indirekt betroffen, aussen vor, weil wir es so wollten, nicht weil die boese EU uns nicht wollte. Vermutlich hat der Verleger kein Interesse an einer Diskussion ueber das Kartellrecht, abo.ch: Jahresabo BZ 379, BAZ 389, Tagi 398.
        @Maria Hader: Die Meinungsauesserungsfreit gilt als Menschenrecht in Rechtsstaaten auch fuer Auslaender, falls Larissa ueberhaupt Auslaenderin ist. Es gibt auch viele Schweizer, die parasitaere Aspekte der schweizerischen Politik (Pauschalsteuer, Bankgeheimnis) sehen.

    • Fritz Zensus sagt:

      Immer wieder paradox, lächerlich und äusserst einfältig, wie sich die Schweizer in die internationale, bzw. europäische Politik einmischen wollen. Nichts dazu beitragen, aussen vorstehen, aber lauthals unqualifiziert alles besser wissen wollen und nur darauf warten, dass man wieder profitieren kann. Selber aber im eigenen Land die eigenen Probleme nie in den Griff bekommen und Schuld immer bei den Anderen suchen. Parasitäre, schmarotzende CH !

    • Gianin May sagt:

      Eine Wirtschaftregierung wäre gar nicht das Problem, nur darf diese keine politische Macht haben und muss der regulären Regierung unterstellt werden. Es ist vor allem wichtig, dass die Politiker nicht mehr auf 2 Hochzeiten tanzen, denn niemand kann 2 Herrren dienen.

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