Der Franken und das Gold

1000er-Noten und ein Goldbarren im Tresor der Zürcher Kantonalbank, 9. August 2011.

Seit die SNB mit ihren Massnahmen begonnen hat, ist der Goldpreis in Schweizer Franken steil gestiegen. Das ist ein eindeutiger Erfolg: 1000er-Noten und ein Goldbarren im Tresor der Zürcher Kantonalbank, 9. August 2011.

Viele Ökonomen haben am vergangenen Mittwoch (17. 8.) von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) eine stärkere Massnahme erwartet, nämlich die Einführung einer Untergrenze für den Wechselkurs. Offenbar hatten auch die Devisenhändler damit gerechnet. Als die SNB eine erneute Ausweitung der Liquidität bekannt gab, wurde der Schweizer Franken sofort stärker, d. h. die Erwartungen wurden enttäuscht. Seither schwankt der Kurs zwischen CHF 1.13 und 1.15 pro Euro.

Das ist schon viel besser als noch Anfang August, als der Frankenkurs fast die Parität erreichte. Aber das Ausmass der Abwertung ist noch nicht gross genug, um der Exportwirtschaft aus der Patsche zu helfen. Zudem stellt sich die Frage, wodurch die Abschwächung des Frankens erreicht worden ist. Ist sie eine direkte Folge der SNB-Massnahmen, oder ist sie erreicht worden, weil die SNB weitere Massnahmen, darunter die Einführung einer Wechselkursuntergrenze, in Aussicht stellte? Die Marktreaktion vom vergangenen Mittwoch lässt darauf schliessen, dass die Erwartung einer künftigen Devisenmarktintervention wichtiger war.

Bei aller Ungeduld mit der Frankenstärke sollte aber nicht vergessen werden, dass die SNB jetzt schon einen grossen Erfolg errungen hat: die Abkoppelung des Frankens vom Gold. Wie die Grafik (Quelle: Finanzen.net) zeigt, ist der Goldpreis in Schweizer Franken gerechnet steil in die Höhe gestiegen, seit die SNB mit ihren Massnahmen begonnen hat. Selbst in den letzten Tagen, als die Verunsicherung der Anleger einen neuen Höhepunkt erreichte und die Renditen der US-Staatsanleihen auf einen historischen Tiefstand sanken, blieb der Franken stabil. Das heisst, die Anleger sind zwar weiterhin sehr verunsichert, aber sie behandeln den Franken nicht mehr als einen Goldersatz.

Damit dürfte Gold noch attraktiver für die Anleger werden. Der Preis ist jetzt schon auf ein schwindelerregend hohes Niveau gestiegen, aber die Nervosität hält an. Inzwischen steigen auch die Renditen der italienischen und spanischen Staatsanleihen wieder, obwohl die Europäische Zentralbank (EZB) als Käufer auf dem Markt aufgetreten ist. Die Eurozone steuert auf eine baldige Krise zu. Es sieht ganz schlecht aus.

Keine Kommentare zu «Der Franken und das Gold»

  • Viktor Falkenschweif sagt:

    Also, ich höre seit viel Jahren auf eine „Quelle“ die sich seit 32 Jahren mit Gold- und nur mit Gold beschäftigt. Dem wäre ja nichts besonderes mehr beizufügen, hätte ich nicht schon wirklich viel Geld mit seinem Horizont verdient und jetzt kommts; Der Typ verlangt nicht einmal etwas für seine Marktanalysen und Ausblicke! Wer es genau ist, weis ich heute noch nicht aber, eines seiner Leitsätze ist; Hien und her macht die Taschen leer! Wie dem auch immer, hier sein letzter Bericht:
    Weekly price Chart closing Agust 12.2011: Wer in den letzten 10 Jahren auf namhafte Aktientitel gesetzt hatte, muss durch das Band massiv Verluste eingefahren haben- realisieret oder Buchverlust! Wir erinnern uns; in den letzten 10 Jahren 3 Börsenniedergänge- weltweit. Der 4te ist schon auf dem besten Weg. Nur, die Vorzeichen heute sind ganz andere! In einem Wort, die Weltstaatsverschuldung! Man möge es mir nicht verübeln, keinen weiteren Kommentar dazu abzugeben, es reicht schon wenn es die sogenannten Spezialisten und Volkswirte tun- und wie sie falsch lagen!
    Gold steigt- jetzt auch wieder in CHF. Technisch gesehen, ist Gold auf allen Parametern übergekauft doch, wie der obig Chart u.a. zeigt, werden kurzzeitige Seitwärtsbewegungen dazu genützt, die Übergekauft Situation (RSI) zu neutralisieren. Ungeachtet dessen, mit den jetzt vorherrschenden Tagesbewegungen und Volatilität wird Gold „overshooten“ und in die USD
    1’850.00 per oz. AU anzeigen. Das spannend dabei wird sein, dass Gold in CHF gerechnet, neue all-time high’s aufzeigen wird… Erst in den kommenden Wochen wird sich wirklich abzeichnen, ob die meiner bescheidenen Meinung nach doch fragwürdigen Interventionen der CH Nationalbank auch am Devisenmarkt nachhaltig Wirkung zeigen. Im Übrigen werden am
    Tag(!) in etwa 3,2 Billionen Euro’s gehandelt… Was da wohl CHF 200 Mrd. bewirken sollen- ausser extremen Buchverlusten auf Fremdwährungen?
    An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass auch der Goldpreis nicht ohne Gegenbewegung (insbesondere bei massiven, kurzfristigen Preisanstiegen) seine weitere Entwicklung aufzeigen wird… Mittel- und langfristig ist jedoch klar davon auszugehen, dass Gold sich in einer ausgedehnten- leicht steigenden Seitwärtsbewegung bis ins Jahr 2012 „verweilen“ wird um dann, begründet aus den katastrophalen weltweiten Staatsverschuldungen und den damit verbundenen Währungszusammenbrüchen!! (dito Staatspapiere) als auch der wirtschaftlichen Rahmensituation- weltweit, zu weiter massiv ansteigenden Goldpreisen die deutlich jenseits der US$ 2’500.00 Marke liegen werden! In der Tat, wir werden uns noch die Augen reiben, in welche Preishöhen das Gold in den nächsten Jahren gehen wird.

    • Andres Müller sagt:

      Alle Goldpreis -Analysen (Chart-Analysen vor allem) haben einen Schwachpunkt aus meiner Sicht, sie beobachten nämlich historische Vorgänge mit den USA als Taktgeber, so wie sie nie mehr wiederkehren werden. In Zukunft wird sich viel Marktpotential nach Asien und Südamerika verschieben, in die noch immer aufstrebenden Märkte. Immer mehr Menschen partizipieren somit am begrenzt vorhandenen Rohstoff Gold -Edelmetalle, Erdöl,Seltene Erden. Das wird nur schon anhand der zunehmenden Zahl von möglichen Käufern und Verbrauchern den Preis der Rohstoffe anheben.In Anbetracht dessen, dass die Währungen der aufstrebenden Märkte relativ zu US$ und Euro ansteigen werden, sehe ich keinen Grund langfristig nicht auf Edelmetall als Sicherheit zu setzen.

  • Andres Müller sagt:

    @Anh Toan, der Grund warum ich hier schreibe ist, alles (aus meiner Sicht) zu tun, damit der gigantische Berg virtueller Werte zugusten von Nachhaltigkeit/Qualität umstrukturiert wird. Es geht um nichts geringeres als das wirtschaftliche Überleben der nächsten Generation(en) durch Stabilität. Wachstum ist etwas Gutes, aber virtuelle Expansion (auch vorangetrieben durch Computerprogramme im Hochfrequenzhandel)zerstört das Gleichgewicht zwischen den Kräften die realen Mehrwert für die Gesellschaft erarbeiten und Jenen die der Realwirtschaft Kredite zur Expansion anbieten.
    Auf dem Papier besitzen Investoren heute mehr Werte (auch Gold) als dass diese tatsächlich existieren oder jemals herbeigeschafft werden könnten. Man lebt in der Finanzwelt übertieben immer mehr von der Zukunft, die dadurch immer unsicherer wird. Zum Schluss schreibe ich hier, weil der Tagi einen Diskussionsblog geschaffen hat, als Bürger der auf demokratischem Wege seine Meinung kund tut.

  • Andres Müller sagt:

    Nun hat sich der Schweizer Franken selbst gegenüber den wichtigsten Edelmetallen aufgewertet. Man kann über die Wirkung der SNB urteilen wie man will, Fakt ist aber, es funktionierte nicht. Die Finanzkrise ist sich infolge der Staatsverschuldung weiter am akzentuieren und die Schweizer Währung ist zum Spielball gefährlicher Spekulation verkommen. Im Blog wurde mir entgegnet, eine Gold oder Silber-Anbindung würde den Franken weiter ansteigen lassen. Fakt ist aber, hätte die SNB dies letzte Woche getan, der Franken wäre nun 1% weniger stark angestiegen gegenüber US$ und Euro. Aus meiner Sicht müsste die SNB den Franken um 20% abwerten, was in Kombination mit einer Silberanbindung durchgeführt werden könnte. Übrigens kann eine Notenbank auch Goldpreis und Silberpreis durch Kauf oder Verkauf beeinflussen. Silber und Gold gibt es nur in begrenzten Mengen, was langfristig für Stabilität sorgt. Und auch wichtig: Die SNB kann jederzeit sich selbst gegenüber Edelmetall abwerten, indem sie die Edelmetalle verkauft und somit die Kaufkraft des Papiergeldes verringert. Durch Zukaufen kann sie den Wert des Papiergeldes erhöhen.

    • Anh Toan sagt:

      Der CHF soll an Kokain angebunden werden, der Kokainpreis ist sehr stabil, wird kaum von Spekulation beeinflusst. Ausserdem koennte die SNB durch Kokainver- und -zukauefe den Kokainpreis beeinflussen. Bei extremen Preissteigerungen mit entsprechendem Einfluss auf den CHF Aussenwert, muessten die schweizer Bauern zum Kokainananbau verpflichtet werden, was mehr Angebot schafft und damit den Konkainpreis drueckt, und die Belastung des Bundeshaushaltes aus Direktzahlungen an die Landwirtschaft reduziert. 1 Kg Kokain kostet etwa gleichviel wie ein Kg Gold, es braucht also keine Lagerkapazitaeten. Kommt es zu einem globalen Waehrungskollaps (EUR, USD, YEN) koennen die Papier CHF bei der SNB in Kokain getauscht werden: Kokain eignet sich hervorragend als Zahlunsmittel, da es einfach in nahezu beliebig kleine Mengen geteilt werden kann, Da Menschen in Krisenzeiten einen grossen Drang zu Realitaetsfluchten haben, wird der Wert von Kokain zumindest stabil sein. Nur Vorteile!

      • Andres Müller sagt:

        Abeiten Sie noch immer am quanitative Easing für ihre Billigbuchhaltung? Aber nicht vergessen @Toan, eine Firma rentiert nur wenn zwischendurch auch was gearbeitet wird. Übrigens ist ihre Idee sehr schlecht, Kokain ist ein erneuerbarer Rohstoff, im Gegensatz zu Gold, Silber,Platin,Palladium,Uran,Diamant. Und Rohstoffe wie Salz würden sich ebenso wenig dazu eignen Papiergeld zu binden , die Tresore der SNB wären zu klein.

        • Anh Toan sagt:

          @Andres Mueller:

          Danke fuer Ihre Unterstuetzung meines Guerillamarketings. Die Arbeit in meiner Firma machen doch ausgebeutete Vietnamesen, die Gewinne entstehen gemaess Marx durch den Kapitaleinsatz, als Chef/Unternehmer/Kapitalist habe ich den ganzen Tag Zeit, dumm rumzulabbern.

          Eigentlich ist es irrelevant, aber da Sie so darauf fixiert sind: Was ist Ihre Motivation hier zu schreiben? Weltverbesserung mittels Geschwaetz? Pushen des Silberpreises? Narzissmus? Waehlerstimmen?

  • Michael Schwarz sagt:

    Bernanke hat alle Pulver verschossen, mit seiner aggressiv extrem expansiven Geldpolitik hat er die US Finanzgeschichte neu geschrieben. Die Weltwirtschaft ist in einem absoluten Ungleichgewicht geraten, durch seiner Geldpolitik, die Welt ist gespalten wie nie zuvor. Zwischen Industrieländern und Schwellenländern, zwischen Armen und Reichen. Das ist eine soziale Zeitbombe, die jede Zeit explodieren kann. Das Banksystem ist fast zuvor zusammengebrochen, der nächste Zusammenbruch wird das ganze Gesellschaft sein, nicht nur das Finanz- und Banksystem.

    Was kann Bernanke tun, eigentlich nichts. QE3 wird nicht geben, weil das Problem liegt nicht bei der Liquidität, wenn so wäre, wäre Bernanke das Problem längste gelöst, das Wirtschaftswachstum müsste heute bei 4 bis 5% liegen. Wie ich in vielen Beiträgen wiederholt geschrieben habe, die USA muss erst das Vertrauen der Investoren, bzw. ausländische Investoren wieder gewinnen. Die Verlust der Wettbewerbsfähigkeit kann nicht durch Manipulation der Währung erreicht werden, die Schweiz und Deutschland sind gute Beispiele, wie man die Wettbewerbsfähigkeit aufrecht erhalten kann. Die Amis können von der Schweizer und Deutscher viel lernen, dies gilt auch für die Geldpolitik.

  • Taric Trent sagt:

    Entweder Einsicht oder Abstimmen.

  • Michael Schwarz sagt:

    Die Regulierung und Kontrolle der Hedgefund bzw. Hedgefundmanager sind entscheidend für die Bildung des Marktgleichgewichts. Ein gutes Beispiel ist der Franken, obwohl der Franken bereits seit Jahren überbewertet ist, steigt er unaufhörlich, weil die Hedgefundmanager den Frankenkurs manipulieren, dies führt dazu die Marktmechanismen versagen. Das Kapitalmarkt aus Gleichgewicht geworfen wurde, nur so können die Hedgefundmanager Geld verdienen, nämlich die Märkte manipulieren und destabilisieren.

    Die Grösse eines Hedgefunds muss in Zukunft eingeschränkt werden, gleichzeitig muss die Volumen des verwalteten Vermögens einzelner Fundmanager eingeschränkt werden. Die starke Konzentration der Macht und des Kapital ist der Übel aller Probleme, die wir in letzten 15 Jahren erleben, und die Liberalisierung der Banken und Investmentbanking müssen wir rückgängig gemacht werden, weil die Kapitalmarktmacht muss auf viele Personen und Organisation aufgeteilt werden, wie möglich, nur bei solcher Konstellation, kann der Märkte in die Richtung des Gleichgewichts zu steuern.

    Das blinde Glauben der Zentralbanken an Marktmechanismen ist für den Kapitalmarkt zerstörerisch, weil die Zentralbanken die Kontrolle längst an mächtigen Hedgefondmanager abgegeben haben, gegen der Kapitalströme der Hedgefund machtlos geworden sind. Diese Machtstruktur durch der staatlichen Regulierung brechen, das ist der einzige Möglichkeit, das System Sozial demokratische Marktwirtschaft in Zukunft aufrecht zu erhalten.

  • Ueli sagt:

    @Andres Müller
    Ihr unerschütterlicher Glaube an die ewige Reformierbarkeit vom heiligen Zweigespann namens „Demokratie / Kapitalismus“ in allen Ehren.
    Aber:
    Das Kapitalismusmodell hat selbst hat nie so rein gegolten, wie die liberale Apologie es unterstellt. Es war bereits bei Marx Ideologiekritik, wie wenig der Begriff, den die bürgerliche Gesellschaft von sich selbst hegte, mit der Realität sich deckte. Nicht enträt es der Ironie, dass gerade dies kritische Motiv: dass der Liberalismus in seinen besten Zeiten keiner war, heute umfunktioniert wird zugunsten der These, der Kapitalismus sei eigentlich keiner mehr. Auch das indiziert einen Umschlag. Was von je an der bürgerlichen Gesellschaft gegenüber der ratio des freien und gerechten Tauschs, und zwar infolge von seinen eigenen Implikationen, irrational: unfrei und ungerecht war, hat derart sich gesteigert, dass ihr Modell zerbröckelt. Eben das wird dann von dem Zustand, dessen Integration zum Deckbild von Desintegration sich wandelte, als Aktivposten verbucht. Das Systemfremde enthüllt sich als Konstituens des Systems, bis in die politische Tendenz hinein. Im Interventionismus hat die Resistenzkraft des Systems, indirekt aber auch die Zusammenbruchstheorie, sich bestätigt, der Übergang zu Herrschaft unabhängig vom Marktmechanismus ist sein Telos. Das Wort von der formierten Gesellschaft hat das unvorsichtig ausgeplaudert. Solche Rückbildung des liberalen Kapitalismus hat ihr Korrelat an der Rückbildung des Bewusstseins, einer Regression der Menschen hinter die objektive Möglichkeit, die ihnen heute offen wäre. Die Menschen büssen die Eigenschaften ein, die sie nicht mehr brauchen und die sie nur behindern; der Kern von Individuation beginnt zu zerfallen.

    • Taric Trent sagt:

      „Das Systemfremde enthüllt sich als Konstituens des Systems“

      Geht ihnen eigentlich einer ab wenn sie so schreiben?

      • Ueli sagt:

        @Taric Trent

        Wenigstens haben Sie den Kernsatz zitiert!
        Zu ihrer „Kritik“:
        Ein berühmter Philosoph schrieb ums Jahr 1943, dass Fremdwörter die Juden der Sprache seien. –

        • Taric Trent sagt:

          Aha das macht mich dann so mindestens ein Bisschen zum Antisemiten. Mir ging es eher um ihre Absicht. Wollen sie nur Eindruck schinden oder etwas vermitteln?

          • Andreas Dombek sagt:

            @Taric Trent

            Ach, trösten Sie sich. Als so ein „Antisemit h.c.“ sind Sie in bester Gesellschaft, denn dieser Spruch wurde von einem Menschen kreiert, der jüdischer-deutscher Abstammung war. Der Name lautet: Th. W. Wiesengrund. Besser bekannt unter seinem Künstlernamen Th. W. Adorno.
            Die besten „Judenwitze“ machen die jüdischen Menschen eigentlich selber! Das mit dem „Eindruck“ und dem Rest müssen Sie jedoch selber rausarbeiten.

          • Ueli sagt:

            @Taric Trent

            Mit dem Satz, der übrigens von Adorno stammt, wollte ich Sie nicht als Antisemiten denunzieren.
            Vielmehr wollte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass die Verwendung von Fachterminologie (Fremdwörter) durchaus Sinn macht, wenn komplexe Themen behandelt werden. Man kann eben nicht alles im „Alltagsslang“ abhandeln!

          • Ueli sagt:

            @Taric Trent

            Umgänglichkeit selber ist Teilhabe am Unrecht, indem sie die erkaltete Welt als eine vorspiegelt, in der man noch miteinander reden kann, und das lose, gesellige Wort trägt bei, das Schweigen zu perpetuieren, indem durch die Konzession an den Angeredeten dieser im Redenden nochmals erniedrigt wird. Das böse Prinzip, das in der Leutseligkeit immer schon gesteckt hat, entfaltet sich im egalitären Geist zu seiner ganzen Bestialität. Herablassung und sich nicht besser Dünken sind das Gleiche. Durch die Anpassung an die Schwäche der Unterdrückten bestätigt man in solcher Schwäche die Voraussetzung der Herrschaft und entwickelt selber das Mass an Grobheit, Dumpfheit und Gewalttätigkeit, dessen man zur Ausübung der Herrschaft bedarf.
            Adorno, Minima Moralia

          • Taric Trent sagt:

            @Ueli: Das ist halt ein elitärer Philosoph in Person: Die hockante Formulierung sieht er als Ausweis einer Fähgikeit, die dem Schwachen fehlt, und das sei seine Erniederigung. Der Erniedrigende ist Adorno selbst, der mit seinen gesponnenen Dialektiken (deren Inhalt übrigens meistens saubanal ist) vom Berg herabwinkt, den er aufgestellt hat. Desweiteren geht das Zitat mit den Judenfremdwörtern um den autoritären Charakter und hat mit tauglicher Wortwahl überhaupt nichts zu tun.

          • Ueli sagt:

            @Taric Trent

            Sie sollten wissen, dass schon die alten Römer, welche bekanntlich mehr für ihr Kriegshandwerk als für ihre grossen Denker bekannt waren, dem griechischen Philosphen Heraklit elitäre Sophisterei und „dunkle“ Unverständlichkeit vorwarfen.
            Die Taktik ist offenbar immer noch dieselbe: Man geht überhaupt nicht auf die Argumente ein, sondern schmäht den unangenehmen / unangepassten Philosophen als „elitären Hans guck in die Luft“, welcher sich über „den Normalmenschen“ lustig machen würde.

          • Taric Trent sagt:

            @Ueli: Argumente braucht man nur wenn man etwas diskutiert. Dann bin ich halt noch ein Römer neben dem Antisemiten ein Sophist und blablabla.. machen sie sich ruhig zum Affen.

  • Andres Müller sagt:

    Mit der berühmten Rede „Arsenal der Demokratie“ eröffnete Roosevelt 1941 den Kampf gegen Diktaturen. Heute stehen wir vor einer ähnlichen Bedrohung der Demokratie. In einem denkwürdigen Artikel in der Zeit wird das auf den Punkt gebracht:

    „Im Krisensommer 2011 offenbart sich der desaströse Zustand unserer Demokratien. Eine übermächtige Finanzwirtschaft führt Politik und Eliten vor.“ http://www.zeit.de/politik/2011-08/finanzkrise-politik-eliten/seite-1

    Vor wenigen Tagen stand ähnliches im Tages-Anzeiger in einem ebenso denkwürdigen Artkel von Loepfe.
    Es zeigt sich, im gesamten Westen soll der Demokratie zugunsten einer „Wirtschaftsregierung“ das Licht ausgeblasen werden, es steht Inflation auf Kosten der sozial Schwachen vor der Türe. Und da sich diese geschwächte Gesellschaft nicht mehr weiss an welche Politiker sie sich wenden können, wählen sie aus Angst in Europa (traditionell) Rechts und in den USA die halblinken Demokraten. Eine Lösung ist von der Politik aber nicht mehr zu erwarten, von keiner jener Parteien, welche in den letzten Jahrzehnten den neoliberalen Wirtschaftskult aufgebaut haben. Es war eine Kult, der den Feind der Demokratie heraufbeschworen hat und zum Hohepriester ernannte, nämlich den Sozialdarwinismus, getarnt als „freier Markt“.

    Es ist die Zeit gekommen die Politik neu zu ordnen und die Superreichen aufzufordern sich an der Rettung der Demokratie zu beteiligen, solange das noch ohne Volksaufstände möglich ist und bevor sich ein längst vergangen geglaubter brauner Mantel über Europas Demokratien niedersenkt. Es ist Zeit sich gegen die Finanzdiktatur zu erheben, welche die massivste Umverteilung von Geld nach Oben in der jüngeren Geschichte auslöste. Die Politik scheint nur noch anwesend um den Superreichen zu dienen und ihnen einen Sozialismus auf Staatskosten zu gewähren. Wer sich aber Demokrat nennen will, der muss dafür sorgen dass alle Bürger die gleichen Chancen erhalten, denn nur so können alle die gleichen Werte verteidigen.

    Es ist richtig was „die Zeit“ da schreibt: „Die Demokratien haben sich vom neuen Finanzkapitalismus ihr Selbstbewusstsein abkaufen lassen. Der Aufstieg der Demokratie war nicht möglich ohne die soziale und rechtliche Zivilisierung des Kapitalismus, ohne die Zurücksetzung der Macht der ökonomisch Stärkeren. Die alternden Demokratien kapitulieren vor ihr.“

    Spätestens seit Timo Sarrazin wissen wir aber, der Sozialdarwinsmus ist bis in die Sozialdemokratie vorgedrungen und hat dort den verheerenden „dritten Weg“ geschaffen, ich nenne das „Thatcher light“.

    Yes we will stamp him in the Ground! Jede Form eines angeblich „freien Marktes“ welcher sich in nichts anderem mehr reflektiert als einer Neoversion der direkten Euthanasie anno 1932, nämlich einer Sozialeuthanasie ohne Töten. Zwar sind Menschen die arbeiten ohne über das Existenzminumum zu kommen nicht direkt des Lebens bedroht, aber denoch ist ihre Existenz Menschenunwürdig und solche Menschen werden auch tatsächlich weniger alt. Noch mehr, solche Menschen können unsere Demokratie nicht stützen, sie werden entweder Wahlabstinenz oder sie wählen aus Protest den Extremismus.

    Wir sind nun an der Grenze dessen angekommen, wo Demokratie noch arbeiten kann, wir benötigen eine neues Arsenal der Demokratie. Wir müssen die Politiker in die Verantwortung ziehen, sie müssen den Sozialismus für Reiche sofort beenden und die Superreichen zwingen mit der Bevölkerung ihren Reichtum zu teilen. Egal ob Bürgerlicher oder Sozialdemokrat, sie tragen nicht nur Verantwortung für Sachentscheide, vielmehr auch für die Sicherheit der Moral in einer Demokratie, denn wenn nicht wird es letztendlich keine Rolle mehr spielen ob sie Links oder Rechts stehen, denn der Extremismus liebt beide nicht.

    Die Schweiz hatte 1924 die richtige Entscheidung gezogen, wie haben als erstes Land die Sicherheit der Rückkehr zum Goldstandard gewählt, und das nie bereut.Nun stehen Entscheidungen an, will die SNB die Kleinen weginflationieren um die Exportwirtschaft zu retten, oder will sie Stabilität. Ich bin für Stabilität, diesmal wäre der Silberstandard meine Wahl. Aber darum geht es mir hier nicht, die SNB steht auch in der Pflicht der Sozialen Verantwortung, genauso wie die Politiker, und auch wenn sie es mit Geld zu tun haben, so kann auch Kapital eingesetzt werden um das Ungleichgewicht der Vermögen wieder ins Lot zu bringen. Der Franken ist gestiegen, das wäre der richtige Zeitpunkt um genau diese Probleme anzugehen.

    Wir sind gegenüber dem WKII doch noch in Vorteil, wo das Arsenal der Demokratie hiess, Waffen gegen den Nationalsozialismus zu schaffen und Kapital zur Verteidigung gegen den Faschismus bereitzustellen. Wenige Jahre später sind wir aber vielleicht nicht mehr in der Lage die Demokratie ohne Waffengewalt zu verteidigen, deshab die Daman und Herren, ich hoffe die endgültige Diktatur des Marktes kann noch mit Vernunft verhindert werden, und dazu sollen sich Linke und Rechte zusammenschliessen um den Gesellschaftsvertrag zu erneuern, Gesetze zu verabschieden welche ein zu grosses Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich verhindern.

    • Urs sagt:

      Nun, es wird wohl so kommen wie es immer war. Alles gute kommt von oben, aber eben auch alles Schlechte. Demokratie in all Ihren Varianten wurde meines Wissens nach nie von unten erkämpft so wie das in zahllosen Geschichtsbüchern unter das Volk gebracht wurde und wird… Demokratie wurde per Dekret von oben herhab an die Bevölkerung abgegeben. Ausnahmslos in stets kontrollierbaren Teilen…

      Welche Absichten dahinter standen und vieleicht wieder stehen werden vermögen wohl erst die Historiker wirklich zu erfahren. Alles andere ist Legendenbildung… Mitspracherechte, Partizipationsrechte, Meinungsfreiheit usw wird erteilt und im gleichen engeschränkt..An und für sich nicht grundsätzlich schlecht, denn eine totalitäre Demokratie wäre wohl genaus so wenig überlebensfähig wie eine totalitäre Diktatur oder auch alles andere totalitäre…

      Schlecht ist eigentlich nur, das die Arroganz und Selbstverständlichkeit Demokratische Systeme mit List und Tücke zu umgehen Ausmasse angenommen hat die Nachdenkliche Bürger dumm dastehen lässt…

      Kommt auch noch dazu das in der aktuellen ausgestaltung der Globaliserung viele Aspekte die für Zivilgesellscahften und deren Ansprüche elemantar sind, explizit nicht geregelt worden sind. Geregelt in einem weiteren Sinn soll hier heissen das man Demokratie genauso achtenswert unterstützt und zum Erfolg verhilft wie den Ansprüchen der Investoren auf Renditen und Profite…

      Die Inhalte des MAI Abkommens bzw. die Reste die davon im Internet zur Informationsgewinnung zu finden sind haben sich nie ratifizieren lassen. Das war mitte der 90′ Jahre. Doch das hat die Akteuere nicht daran gehindert diese in die heutigen WTO Handelsverträge einzubauen. Der BEtritt zur WTO bedeutet also das verbindliche festschreiben der Ansprüche von Investoren… Verbindlich, Einklagbar, Bestrafbar… ohne Rücksicht darauf ob die nicht Profitorientierten Ansprüche von Zivilgesellschaften, also das Konglomerat der Vielfalt des menschlichen Lebens, erfüllt werden…

      Renditen und Profite, die ultimativen Anforderungen von Investoren an die Gesellschaft, wurden in der Tat über alles gestellt was das menschliche Leben ausmacht. Alle anderen Anforderungen die für die meisten Menschen mittelbare und unmittelbare Auswirkungen auf die Lebensqualität haben wurden diesen Anforderungen unten an gestellt… Alles mögliche National gegeregelte was in irgend einer beliebigen Art und Weise als Profitmindernd interpretiert werden kann wird auf lange Sicht eliminiert. Unüberblickbare Zeiträume von 1-2 Generationen und man steltl fest wieviel sich bereits geändert hat. Bei den alten EU Ländern dauert es etwas länger weil sich innenpolitisch nicht alles machen lässt mit den Menschen… die neuen EU Ländern haben diese Wandlung alle bereits hinter sich…

      Protestierende Menschen sind eher als Investitions- und Renditemindernd denn als Feinde von Demokratie anzusehen. Demonstrationen wie auch Arbeitskämpfe sind denn in den WTO Verträgen dementsprechend eingestuft und die Mittel zur Repression bereits bewilligt…

      Ein Teil der alten EU Länder befindet sich soeben in einer Transitionsphase welche sich dahin gehend äussert das alles Gemeinschaftlich finanzierte und noch in Besitz stehende eliminiert bzw. privatisert wird… in der Regel nur um Schuldendienst zu leisten und die Steuern und Abgaben für die Wohlhabenden ein weiteres mal senken zu können…

      Auf ein Wort reduziert, Shareholdervalue anstatt Stakeholdervalue und jeder nicht Investor (immerhin eine klare Mehrheit) muss sich fragen wohin mit den beiden Begriffen die meines Erachtens viel von dem erklären was heute passiert…

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Ich bin ja offen gestanden ein ökonomischer Volltrottel, bilde mir aber ein, ein gutes „Gschpüri“ für allerlei in der Luft liegendes zu haben. Darum hier mein Rat: kaufen Sie sich ein Stück Land, auf dem Sie Karoffeln anpflanzen können. Und für die eher Vorsichtigen würde ich noch den Kauf einer Knarre mit sehr viel Munition empfehlen. Einfach, damit Sie vermeiden können, dass Daniel Vasella oder der heilige Christoph ihnen die Kartoffeln klaut.

  • Ueli sagt:

    @Urs
    Auch der Klassenkampf muss wieder gelernt werden! Die Migrosclubschule könnte ja diesen wichtigen Bürgerkurs in Zukunft anbieten. Ich würde mich jedenfalls gerne als Lehrer bewerben….

  • Urs sagt:

    Ach wie schön wäre es doch, man könnte die von uns allen geliebte Oekonomie mit einem Satz einfacher regeln Steuern, Kontrollieren und Kontrollieren…

    Aber dann, was würde dann aus diesem und allen anderen Oekonomie Blogs werden? Ja, was würde aus den Finanzhandelsplätzen werden? Ja ganze allgemein, was würde aus all den Oekonomen werden?

    Ja was, wenn die Oekonomie einfach da wäre und die MEnschen könnten sich um anderen Dinge kümmern. Wäre das nicht was erstrebenswertes? Leider leider, so wie es aussieht haben wir über die Jahre der streng verfolgten Liberaliserung, hier primär die Ansprüche der Kapitaleigentümer, ja da haben wir wohl unzählige Steuer- und Kontrollmechanismen über Bord geworfen…

    Und nun? Sind wir deswegen wirklich befreit, freier… Selbstbestimmter? Ja und überhaupt, was ist mit der so gerühmten Eigenverantwortung und Selbstkontrolle? Was mit Zitaten wie “ Freiheit und Demokratie“ in beliebigem Kontext unzählige mal geäussert, als Vorzeigeritter allen anderen unter die Nase gerieben um zu zeigen wie perfekt das eiens Tages alles sein wird. Wie überlegen und allem anderen ein Vorbild werdend…

    Sind am Ende die Verlierer doch dijenigen die sich vor ca. 20 Jahren über den Zerfall des Sozialistischen Blocks lustig gemacht haben? Keinererlei Zweifel über die Richtigkeit von allem? Diejenigen die erhobenen Hauptes als Berater in die unterentwickelten Länder marschiert sind und mit ihren Vorschlägen auftrupfen konnten… nicht weil man besser war, sondern wohl eher weil der anderen am Boden gelegen hat…

    Gibt es am Ende für den Standardbürger, den Standardlohnempfänger, den Standardmieter… ja gibt es für den am Ende nicht mehr Freiheit und Selbstbestimmung wenn doch mehr geregelt wird? Mehr umverteilt wird… zur Abwechslung mal von oben nach unten. Ja? Wenn die Finanzströme in einer Art und Weise kontrolliert werden das eben nicht nur die Finanzler und deren Auftraggebenr die Investoren allen anderen sagen dürfen wie es läuft sondern eher der Rest der Gesellschaft selber bestimmen darf und kann was mit den Finanzströmen gemacht werden darf…

    Darin versteckt sich ja nicht wirklich etwas neues. Eben nicht… man müsst sich, eifnach ausgedrückt, nur endlich wieder an altbewährte Kaufmännische Regeln halten um dem wieder Herr zu werden anstatt grosse Teile der BEvölkerung mit dummen sprüchen a la “ der Markt wird‘ schon richten“ abzufertigen…

    Der Markt wird’s schon richten bedeutet in diesem, heute praktizierten Kontext am Ende eh nur der Griff in die Steuerkassen die eigenlich von den Bürgern und für die Bürger angehäuft worden sind… Aber auch das Selbstverständis wurde leider in den Dreck gezogen und hat seine Unschuld an eine Handvoll Anspruchshalter abgegeben…

    • Thomas Ernst sagt:

      @Urs:
      „Steuerkassen die eigenlich von den Bürgern und für die Bürger angehäuft worden sind“ ist ein verbreiteter, aber nichts destoweniger fundamentaler Irrtum: Gemeinsinn funktioniert nachweislich nur in Sozietäten bis etwa 150 Mitglieder. Sobald die Sache grösser wird, ist es der Egoismus, die Gier und die Raffinesse derjenigen, welche von der „Gemeinorganisation“ profitieren (Politiker, Staatsangestellte/Beamte etc.), welche dafür sorgen, dass in der Steuerkasse Geld angehäuft wird.

      Dies geschieht vorzugsweise unter dem Vorwand „Der Staat sind wir alle“, oder „Steuergerechtigkeit verlangt progressive Steuern nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit“ oder ähnlichen Sprüchen, mit denen einer relativen Mehrheit der Abhängigen vorgegaukelt wird, der ganze Schmonzes sei in ihrem Interesse.

      Faktisch ist man näher an der Wahrheit, wenn man davon ausgeht, dass eine kleine Räuberbande (Grossfinanz, Top-Politiker, Medienmogule etc), unterstützt von einer beträchtlichen Horde willfähriger Profiteure (Medienfuzzis, Beamte, Staatsangestellte, Sozialschmarotzer, Anwälte, Mediziner etc.) die Mehrheit schlicht abzockt. Die allermeisten Gesetze dienen heute nicht „dem Bürger“, sondern einer kleinen Pressure-Group von Profiteuren. Alles was mit „Schutz“, „Ordnung“, „Sicherheit“ etc. verkauft wird, ist in aller Regel nur dazu da, weitere Leute in der staatlichen Maschinerie zu beschäftigen.

      Inzwischen haben die Drahtzieher natürlich längst herausgefunden, dass man nicht nur über das Eintreiben von Steuern (am liebesten auch im Ausland – siehe die US-kriminelle IRS & Co), sondern auch über Währungsmanipulationen und Schuldentechniken den Lohn- und Arbeitssklaven ihren sauer verdienten Anteil am Gesamtvermögen wieder aus der Tasche ziehen kann – OHNE dass er das grad so direkt merkt.

      Wenn Sie von einem Gangster überfallen werden, merken Sie das und können sich ev. wehren. Dieses Risiko gehen die Staats-, Polit- und Finanzgangster gar nicht ein. Diese ziehen uns unser Geld mit viel raffinierteren Tricks aus der Tasche – und mehr als die Hälfte der Bevölkerung (z.B. die typischen SP, CVP und FDP-Wähler) ist zu doof, um das überhaupt zu realisieren.

      Steuern sind Diebstahl. Jedenfalls die, die in den sog. „sozialen“, d.h. asozialen Marktwirtschaften erpresst werden. Nix Gemeinsinn, nix Gemeinwohl.

      • Urs sagt:

        Hr. Ernst, leider ja da muss ich ihnen recht geben. Nicht zähneknirschend eher mehr realistisch… Interessant ist noch die Zahl 150 als Grenzwert ab dem das alles aus dem Ruder läuft… die ist erschreckend tief, muss sich feststellen…

        Ich vergleiche immer mal wieder die politische Landschaft, die Parteiprogramme usw. derer die vor ca. 40 Jahren oder auch nur schon vor 20 jahren miteinander auskommen mussten… Ich werde den Eindruck nicht los das vieles wesentlich weniger Ideologisch und weniger Authoritär und weniger Kompromissloser angegangen wurde. Die Ideologie der diversen Parteien war auch mehr in der Mitte angesiedelt wärend dessen die aktuellen Parteien sehr weit in ein bürgerlich-authoritäres Lager gewandert sind. Das gleiche auch für die Bevölkerung die miteinander umgehen muss… Da ziehen sich etliche Gräben durch viele Länder und deren Bürger…

        Dazu gehört eben auch die immer Selbstverständlichere Systematik des Ausraubens der Bürger… Ich denke das war bis Ende der 70-80 Jahre des vergangenen jahrhunderts zumindest in Europa nicht so extrem wie heute…

        • Thomas Ernst sagt:

          @Urs: Ich stimme mit Ihrem Rückblick überein. Auch auf die Gefahr hin, die „gute alte Zeit“ zu beschwören, welche ja so gut niemals war: Ich glaube schon, dass viele – Wirtschaftsführer, Politiker etc. – nach den Gräueln des 2.Weltkriegs tatsächlich versuchten, die Welt wieder aufzubauen, der Demokratie und Selbstbestimmung zum Durchbruch zu verhelfen etc. Politiker haben sich eher „dem Amt“ bzw. „dem Volk“ oder „dem Wähler“ verpflichtet gefühlt, als ihrer Partei oder ihrer Wiederwahl.

          Kehrseitig war damals allerdings eine starke Betonung der Disziplin, was auch viel mit Obrigkeitshörigkeit zu tun hat(te). Wenn man systemische Familientherapie macht, kommen aus der Generation oft die Muster: Man konnte seine Herzenswünsche nicht realisieren (die Freundin nicht heiraten, den Beruf nicht ergreifen), weil es gegen die Disziplin verstossen hätte. Damit ist auch viel subjektives Unglück generiert worden.

          Mit der Emanzipation von den Vorgaben der Vorfahren durch die 68er wurde allerdings wohl auch die Selbstverantwortung durch plumpen Trivialhedonismus – auch Konsumerismus genannt – ersetzt. Da müssen wir jetzt wahrscheinlich kräftig korrigieren – siehe die stupenden Ausführungen unseres Kollegen XY.

    • Thomas Ernst sagt:

      @XY:
      Ihre Analyse ist mal wieder so brilliant wie klug zusammengefasst. Ich könnte Ihnen nicht mehr zustimmen.

      Etwas überrascht hat mich Ihre Aussage: „Persönlich spekuliere ich darauf, dass es so sein wird, dass also der Mensch das in genügenden Mengen vorhandene Wissen aus niederen Beweggründen ignoriert und damit altbekannte Fehler wiederholt.“

      Auch wenn ich konzediere, dass die Lernfähigkeit der Gattung H. Sapiens bisher nicht berauschend war, dürften wir doch immerhin die Hoffnung hegen, dass die kulturelle Evolution (im Sinne Ken Wilber’s „Halbzeit der Evolution“) die Menscheit nicht völlig links liegen lässt – nicht wahr?

      Ausserdem: „Spekulieren“ bedeutet normalerweise, sich so aufzustellen, dass man bei Eintritt des Erwarteten eine persönlichen Gewinn macht. Welchen Gewinn – abgesehen von der grimmigen Befriedigung, recht gehabt zu haben – können Sie daraus ziehen, wenn die Menschheit ihre Chance zur Weiterentwicklung aus Dummheit an die Wand fährt? Auch Sie können sich ja der Entwicklung Ihrer Umwelt nicht einfach entziehen. Die Globalisierung hat keine Inseln übergelassen, auf die sich die Seligen (Weitsichtigen, Klugen) zurückziehen könnten. Wenn wir in Feudalismus, Faschismus und Unfreiheit versinken, sinken Sie doch mit, nicht wahr?

      • Ueli sagt:

        @XY

        Sie schreiben: „Ich bin mir fast sicher, dass sich fast alle gesellschaftlichen Katastrophen mit einem Mangel an Moral erklären lassen.“
        Ich glaube, dass diese Forderung nach Moral die „totale Vergesellschaftung“ des modernen Menschen verkennt. Bis hinab zu ebenso läppischen wie affektiv besetzten privaten Zänkereien präsentiert die Gesellschaft den Lebendigen die Rechnung für ihre verkehrte Gestalt, an der sie mitschuldig sind, und für das, was sie aus ihnen gemacht hat. In den blinden, sich selbst verhängten Konflikten gelangt das gesellschaftliche Wesen an die Subjekte zurück, ohne dass sie dessen gewahr würden.

      • Thomas Ernst sagt:

        @XY:
        Ja, das ist für mich soweit stimmig und zeigt, was Sie unter „Ausstieg“ verstehen. Anspruchsvoll, aber sehr vernünftig.

        Ich sehe an Ihrer „rechten Spalte“, dass Sie nicht mit einem totalen Kollaps der Gesellschaft rechnen, sonst wäre alles ausser reiner Selbstversorgung (und ev. sogar Selbstverteidigung) ja zwecklos. Ich würde ausserdem (entschuldigen Sie die Krittelei am Detail) den Begriff „Moral/moralisch“ durch den Begriff „Ethik/ethisch“ ersetzen, da ersterer durch das Kollektiv definiert wird, zweiterer aber durch das Individuum.

        Jedenfalls – Danke für den Input!

  • Hans Saurenmann sagt:

    Natuerlich ist das meiste SNB Gold in New York und Fort Knox. Jetzt wird bewusst auf Inflation zugesteuert and ein zusaetzlicher Haarschnitt wird ueber Nacht kommen. Sogar bei den EURO Turbo’s hat das Wetterleuchten angefangen. die zum Teil erstklassischen Blog’s sollten in Erwaehgung gezogen werden. die Fuehrungs Crew bei der SNB haben die Lage nicht im Griffe und werden das sinkende Schiff fruehzeitig verlassen, von den politischen Kraeften koennen wir keine Weisheiten erwarten. Sparen ist angesagt, Haus kaufen und abwarten und Tee trinken, der naechste Sturm ist im anzug.

  • Hannes sagt:

    Die eigene Währung wird nicht zerstört, sondern die künstliche Erhöhung des SFR wird durch die SNB korrigiert. Ein hoher Franken nützt uns langfristig nichts. Es ist wie bei allen Blasen (IT, Immobilien, etc.) nach dem Aufblasen kommt das Platzen.

  • Hampi sagt:

    Die beobachtete Abkoppelung des CHF vom Goldpreis kann verschiedene Gründe haben. Nebst den Aktivitäten der Nati, denke ich, dass die Spekulanten/Anleger sich unterdessen auch mal die Frage gestellt haben müssen, wie idiotisch und unwahrscheinlich eigentlich ihr Szenario ist: EU versinkt im Desaster – in der Schweiz läuft alles prima.

    Das Schicksal der Schweiz ist so stark mit der EU verbunden, dass es geradezu naiv ist, an so ein Szenario zu glauben. Diese Tatsache (Schweiz umzingelt/durchwandert von EU) sollte eigentlich früher oder später in die Hände der Nati spielen, denn sie wirkt wie ein „natürlicher Stabilisator“.

    • Thomas Ernst sagt:

      @Hampi:
      Wie wir wissen, gibt es in der heutigen globalisierten Wirtschaft keine Inseln der Glückseligen mehr. Die vernünftigen leiden unter Aufwertungsdruck, die Dummen unter Schuldenfallen. ABER: Es genügt ja, dass es in der Schweiz RELATIV gesehen besser läuft, oder präziser, nicht ganz so besch…en wie in EURoland, damit der Anleger und Spekulant in den CHF flüchtet (und den SGD und sicher in Gold/Silber/Platin). Wie schon von professionellerer Seite angeführt: Im Hurricane werden alle nass, aber man muss ja nicht grad dort stehen, wo der Blitz zuschlägt.

      • Hampi sagt:

        @ Thomas Ernst

        Die Aufwertung des CHF ist völlig logisch, weil (wie sie sagen) es der Schweiz relativ besser geht als den meisten anderen. 

        Mein Versuch einer gegenteiligen („contrarian“) Meinung stellt das nicht in Abrede. Aber es ist und wird auch in nächster Zukunft so sein, dass die Schweiz, im Vergleich zum Goldpreis und zum SGD, viel stärker von der EU abhängt. 

        Der Goldpreis und weitgehend auch die Wirtschftsperspektive Singapurs 
        sind nicht direkt betroffen, wenn die EU in eine Rezesion rasselt. Die Schweiz aber rasselt mit.

        Die Schweiz kann sich so vernünftig verhalten wie sie will:  wenn es um die Abhängigkeit (geographische Lage, Handelspartner, etc.) zur EU  geht, dann steht sie im Vergleich zu Gold und Singapur ohne Zweifel auf der Seite der, wie sie simpel und etwas einfältig sagen, Dummen. 

        Im gegenwärtigen Gewitter sind wir an die höchste Tanne gekettet. Und wenn der Blitz….

  • Beat Grütter sagt:

    Es ist wirklich eine Tragödie,dass die SNB auf Druck der Linken, denen die florierende Wirtschaft in einem Wahljahr ein Greuel ist, und die deshalb mit Hilfe der Medien eine Wirtschaftskrise herbeischreit, und ein paar Wirtschaftsbossen, die jede Gelegenheit nutzen, noch mehr Gewinne einzukassieren, den Schweizer Franken mutwillig schwächt, und damit Millionen von Sparern (einschliesslich auch alle BVG Sparer) enteignet. Durch die angeblich „tragbare“ Inflation von 5%, welche die Geldvermehrung der SNB im Minimum zur Folge haben wird, schmelzen die Ersparnisse wie Schnee in der Sonne dahin. Schon seit über drei Jahren erhalten die Sparer wegen der diversen Krisen (Hypothekarkrise, Bankenkrise, Schuldenkrise, etc.) praktisch keine Zinsen mehr und leiden unter enormen Einbussen in ihrer Lebenshaltung. Das kümmert die für die Frankenschwächung Verantwortlichen nicht. Hauptsache, ihre überrissenen Gehälter werden immer schön an die Teuerung angepasst. Zu allem Überfluss wollen jetzt die um ihre Wiederwahl bangenden BR Widmer-Schlumpf und Schneider-Ammann die florierende Exportwirtschaft mit einer Milliardengeldspritze, die die Inflation zusätzlich anheizt, „retten“. Dieses Geld wäre, wenn schon, ungleich besser eingesetzt, wenn damit den seit Jahren um ihre Zinserträge gebrachten Sparer entschädigt würden. Dadurch würden die Konsumausgaben im Inland gefördert, was wiederum der Wirtschaft zugute kommt.

  • Andres Müller sagt:

    Mag euch zwar vielleicht als Verrücktheit vorkommen, aber wenn ich Hildebrand wäre würde ich den Schweizer Franken an Silber binden. Silbervorkommen gibt es in Polen, und eine Vertrag mit diesem Land würde die östliche Eurozone stabilisieren. Bevor hier jemand verzweifelt mit den Händen fummelt, bitte lest mal wie die Schweiz zur Finanzdrehscheibe wurde:
    http://www.snb.ch/de/mmr/reference/festschrift_summ/source

    Ich halte einen harten Franken für weniger gefährlich als eine mit Verlusten weich geklopfte Währung. Ich kann versichern, ein solcher Schritt würde der Schweiz insgesamt mehr nutzen als schaden, auch wenn die Exportindustrie dann eine Weile subventioniert werden müsste, wie auch der Tourismus und die Landwirtschaft. Dafür wäre dann aber reichlich Geld vorhanden.

    • Andres Müller sagt:

      „Wer den ersten Schritt macht wird einen grossen Vorteil ernten.“ Das ist der springende Punkt, wer zu spät kommt den bestraft das Leben *lach* 🙂 Wir haben in der Schweiz aber ein Problem, wir sind träge geworden und unsere Regierungsspitze dümpelt in Phantasterei, die Leute glauben man könne den Franken langfristig „künstlich“ drücken, die Exportindustrie retten mit einem Houdini-Trick. Wir vergessen einfach dass die USA ihre Währung mit allen Mitteln runterbuttern will (mit dem BIP eines 300 Millionen Volkes, und das wir gegen solche Bestrebungen nur das tun können was wir bereits 1924 erfolgreich getan hatten, die Gelegenheit nutzen und den Franken in eine führende Backup-Devise transformieren.

      • Andres Müller sagt:

        Die Schweizer müssten sich nur mal vor Augen führen, welches Potential in Polen steckt, theoretisch könnte dieses Land aus meiner Sicht der perfekte Wirtschaftspartner der Schweiz werden, genauso wie sie sagen einige Länder Südamerikas. Ich war verschiedene male in Polen, das Land hat enorme Aufbaukapazitäten.
        Auch China hat Silbervorkommen, womit auch dort Kontrakte abgeschlossen werden könnten. China ist bestrebt Silberbestände zu verkaufen. Es wird angenommen, dass die Silberminen noch 25 Jahre gut liefern können, danach zeichnet sich ein langsamer Rückgang der Bestände ab. Man wäre mit Silber also auf einer recht sicheren Seite gegen massive Abwertung. Bei Gold, sagen Sie selbst, weiss niemand so genau ob die physischen Bestände derzeit nicht durch Papierblasen überbewertet sind. Die SNB könnte ihre Goldbestände in Silberbestände umwandeln und die „faulen Knox Goldpapiere“ am Markt jetzt zu gutem Preis los werden.

    • Alois Krieger sagt:

      Wir hätten die gleichen Probleme mit einem Silber-Franken wie mit einem wertstabilen Franken ohne Deckung. Wenn die Notenbanken glaubwürdig sind, dann ist das bunkern von Metallen unter der Erde sinnlos. Deshalb auch die Goldverkäufe. Leider sind einige Notenbanken nicht mehr so glaubwürdig, wobei ich glaube, dass die Amerikaner die Zinsschraube schon wieder anziehen werden, wenn es Inflation gibt. Sie sind auf Gelder aus dem Ausland angewiesen.

      Die Eurozone ist ein Fehlkonstrukt. Der Preis für dien Grössenwahn der Politiker müssen jetzt die Steuerzahler der soliden Länder bezahlen. Zum Glück sind wir da nicht dabei!

  • Hans sagt:

    Seit wann ist es ein „Erfolg“ mutwillig die eigene Währung kaputtzumachen?
    Stattdessen muss durch entsprechende Gesetzesänderungen sichergestellt werden, dass Unternehmungen und Konsumenten beim Einkauf ausländischer Güter vom starken Franken profitieren. So müssten z.B. vertikale Preiskartelle oder die Verhinderung von Parallelimporten streng bestraft werden, d.h. nicht nur mit symbolischen sondern mit schmerzhaften Bussen. Damit auch von Konsumentenseite Druck auf die Preise ausgeübt werden kann, müssen die teilweise prohibitiven Gebühren für die Verzollung von Sendungen aus dem Ausland massiv gesenkt werden, z.B. indem die Freigrenze wie im Reiseverkehr auf einen Wert von 300 Franken angehoben wird und die Verzollungsgebühren 20% des zu erhebenden Zoll- und MwSt-Betrags nicht übersteigen dürfen. Usw.

  • Sacha Meier sagt:

    Die Aussage, dass Gold (XAU) vom Schweizer Franken (CHF) abgekoppelt sei ist blanker Unsinn. XAU wird in USD gehandelt. Sinkt der CHF im Verhältnis zum USD aufgrund verbaler oder geldmarktpolitischer Interventionen der SNB, dann steigt auch der Goldpreis. In den letzten Monaten war XAU in CHF deshalb (relativ) stabil, weil der USD durch direkte oder indirekte Quantitative Easing (QE) Programme der US-FED einer starken Inflation ausgesetzt war. Dadurch sank der USD-Kurs etwa in dem Masse, als auch XAU stieg. Damit ist es natürlich jetzt vorbei. Aufgrund der intrinsichen Hebelwirkung dieses Mechanismus explodiert der XAU-Preis bei jedem Absinken des CHF.

    • Andres Müller sagt:

      Hier zu ihrem Kommentar meine Erkenntnis vom 27.09.2011, wenige Tage nach dem „Goldkollaps“

      Diese Meldung tickelte eben über den Internet-Äther:

      „Unsere Edelmetallhandelsfirma Westgold verzeichnet am Montag den bislang umsatzstärksten Tag in der Unternehmensgeschichte. Der bisherige Spitzenwert wurde um etwa 50 % überschritten und die absoluten Kapazitätsgrenzen erreicht. Zeitweise ist die telefonische Kommunikation zusammengebrochen. Alle Anfragen per Mail konnten jedoch beantwortet werden. Vor allem erreichten uns massive Orders bei den Gold-Standardprodukten, den 1 oz Münzen und Barren in allen Größen sowie im Silberbereich bei den 1 oz-Münzen“

      Ich habe sehr gestaunt, andere Händler verzeichnen ebenfalls Nachfragerekord. Dies alles bei einem Goldpreis der doch eben noch stark gesunken ist.

      Bis ich dann der Lösung des Rätsels auf die Spur kam. Es wurde in den letzten Tagen keineswegs grosse Mengen an physischem Gold verkauft (physisch wurde sogar hinzugekauft), es fand aber eine Massenabwanderung von Papiergold nach US$ statt. Die Papiergoldhändler müssen höhere Gebühren für den Handel bezahlen, was den Abverkauf der Papiere beschleunigt hat.

      Nun also Frau Meier, offenbar gibt es beim Goldpreis Hebelwirkungen die nichts aber auch gar nichts mit dem Handel von physischem Gold zu tun hat. Man kann auch sagen, das Papiergold beginnt sich vom physischen Gold zu trennen, die Kurse werden daher in Zukunft weniger vom Euro/US$ Verhältnis beeiflusst.

  • Frank Z. Marg sagt:

    Alles in allem steuern wir auf eine Deflation zu, das ist für mich sonnenklar. Aber, jetzt kommt das aber: Es könnte sein, dass diese Art des Krisenmanagement letztlich eben doch aufgeht… Wenn Wachstumsmärkte wie Afrika, Lateinamerika und Asien jetzt aufholen, dann könnte diese ganze Schuldenspirale gebremst und die Schulden absorbiert werden, nämlich (einmal mehr…) durch Wachstum. Folgendes wäre dabei zwingend: Es müssten „brutale“ Mechanismen zum Zuge kommen, die eine Verschuldung ALLER Staaten sowie den Nicht-Abbau von Schulden krass sanktioniert werden. Ansonsten gäbe es, wie gehabt, Wachstum, aber keinen Abbau der Schulden. Und einmal mehr wäre dann Keynes „enttäuscht“: Diese Politik bedingt nämlich Schuldenabbau in Wachstumsphasen, etwas, das bisher nie gemacht wurde…

    • Thomas Ernst sagt:

      @Frank Z.:
      Woher würden Ihre „brutalen Mechanismen“ kommen? Wer könnte solche Durchsetzen?

      Eines der Hauptprobleme insbesondere des EUR ist ja, dass keine der selbstauferlegten Regeln (no-bailout, Verschuldensgrenze etc.) jemals von den Politikern eingehalten wurde. Wer würde dies wie ändern können?

  • Ernst Dubler sagt:

    >>Seit die SNB mit ihren Massnahmen begonnen hat, ist der Goldpreis in Schweizer Franken steil gestiegen. Das ist ein eindeutiger Erfolg

    Hähh? Ich wünschte, ich hätte mich verlesen! Versucht Herr Straumann den Leuten Sand in die Augen zu streuen, oder glaubt er diesen Unsinn wirklich? Das zweite kann man wohl ausschliessen.
    Um es allgemein verständlich zu machen: Ich frage mich, ob Herr Straumann auch schon mal Zug gefahren ist? Da muss ihm immer etwas für ihn vollkommen unerklärbares passieren: Da fährt immer der Bahnhof weg und der Zug bleibt stehen! Nein? Könnte es nicht sein, dass tätsächlich der Zug fährt? Umgesetzt in seinen brillianten Artikel: Die Kaufkraft des Goldes ist seit Jahrhunderten praktisch konstant. Was abwertet, ist all das Papiergeld! Die SNB erklärt ja auch hochoffiziell, dass sie den starken CHF zu Gunsten des schwachen EUR schwächen will! GENAU DIES zeigt das Diagramm des nach oben ausbrechenden Goldpreises. Aber muss man sich solidarisch mit einem Abstürzenden (EUR) mit in die Tiefe stürzen? Man mache aber nicht den Fehler, zu glauben, dass der CHF besser ist. Auch der CHF ist nicht mehr Gold gedeckt (Golddeckung fiel mit Inkrafttreten der neuen Bundesverfassung weg). Der CHF Absturz wird lediglich etwas zeitlich versetzt zum EUR stattfinden. Das Ergebnis wird dasselbe sein…

  • Rolf Engel sagt:

    Bevor die Weltwirtschaft abstuerzt werden in jedem betroffenen Land die Armeeausgaben reduziert. Das wird die Schuldenlast sehr schnell reduzieren. Leider werden wahrscheinlich die Laender ihre Ausgaben nicht aendern was ein erneutes Verschulden bewirkt. Weiter muessen die Spekulationsmoeglichkeiten sehr weit abgeschaft werden. Hohe Strafzoelle einfuehren bei schnellem Verkauf reicht dafuer bei weitem aus. Hoffen wir dass das so umgesetzt wird.

  • Alois Krieger sagt:

    Das Problem ist doch, dass die SNB gar nicht im grossen Stil die Geldmenge ausweiten kann, wie die USA oder die EZB. Es gibt Eidg. Obligationen im Wert von etwas 110 Mrd. Davon kann die SNB nicht viele kaufen, ohne den Markt zu verzerren.

    Deshalb muss die SNB fremde Staatsanleihen kaufen, wenn sie den Franken schwächen will. Das ist aber mit grossen Risiken verbunden. Gibt es in einem dieser Länder hohe Inflation, dann hat die SNB nur noch die Wahl auch in der Schweiz dieselbe Inflation zuzulassen (was ihrem Mandat der Preisstabilität entgegensteht und ihre Glaubwürdigkeit kosten würde – dies würden wir dann über Jahrzehnte mit teureren Zinsen bezahlen) oder aber auf den hunderten Milliarden an fremden Obligationen einen Verlust einzufahren. Dann müsste sie vom Bund oder von den Kantonen neues Eigenkapital anfordern. Das können dann schnell mal 50, 100 oder mehr Milliarden sein. Politisch ist es aber jetzt schon ein Problem, wenn die Kantone die 2 Mrd. an Dividenden nicht mehr bekommen. Es ist also mehr als fraglich, dass die SNB bei einem weiteren Kursrutsch eingreifen wird.

    Schlussendlich wird man lieber die Exportwirtschaft mal ein Jahr Verluste schreiben lassen als die Staatsschulden auf Irland-Niveau ansteigen zu lassen. Es ist jedenfalls zu hoffen.

    Die USA haben es hier leichter, sie können in Notfall genug ihrer eigenen Schulden kaufen. Steigen dann die Zinsen, dann macht zwar die Notenbank einen riesigen Verlust (und die Sparer verlieren einen Teil ihres Geldes), aber die Verluste sind auch Gewinne für den Staat, der dann real tiefere Schulden hat. Und die Amerikaner sind keine grossen Sparer

  • Hotzenplatz sagt:

    Herzlich Willkommen… im Club der Fiat-Währungen! Jetzt ist der SFR auch kein sicherer Hafen mehr! Wohin jetzt bloß mit dem vielen Papier? Oder doch Gold? Was rauchen die eigentlich in der Schweiz bei der SNB? Das muß ja ein tolles Kraut sein! Die getroffenen Maßnahmen gleichen dem Erwerb einer Fahrkarte für die TITANIC!

  • Mark sagt:

    Die SNB hat innerhalb von weniger als zwei Wochen ungefähr 90’000 Franken PRO HAUSHALT neu aus dem Nichts „gedruckt“, sprich den Banken an Liquidität zur Verfügung gestellt.

    Anders ausgedrückt, damit hätten 5.4 Millionen Leute bei einem durchschnittlichen Einkommen von 50’000 Franken ein Jahr lang beschäftigt werden können oder 540’000 Leute 10 Jahre lang. Habe ich richtig verstanden, ein schwächerer Franken soll uns vor Arbeitslosigkeit schützen? Warum den Arbeitslosen nicht einfach Arbeitslosengeld zahlen, wäre ja wohl viel billiger als diese Hanebüchenen Interventionen.

    Vom Gessler haben sich die Schweizer befreit, aber den Banken unterwerfen sie sich anstandslos. Der EU will man sich nicht unterwerfen und beitreten (und das ist m.M. nach auch richtig so) weil man die Souveränität behalten will, aber den Banken gegenüber tritt man alle Rechte ab.

    Liebe Schweizer, ich denke es ist an der Zeit, dass Ihr Euch klar drüber werdet wofür Ihr steht und von wem Ihr bereit seid Euch unterjochen zu lassen.

    Herr Hildebrand ist ein Grünschnabel im Haifischbecken der grossen Zentralbanken der Welt und die Schweiz wird von diesen und den Spenkulanten wie eine Mücke zerquetscht werden. Die Engländer haben 1992 versucht gegen die Spekulanten zu kämpfen und haben kläglich verloren und den Herren George Soros, Jim Rogers etc. zu riesigem Reichtum verholfen. Seither weiss man, keine Zentralbank der Welt ist mächtig genug sich gegen die Spekulanten zu stellen, die SNB schon gar nicht.

    Der jetzige Kurs der SNB wird böse enden, weil er dumm und grob fahrlässig ist. Ein starker Franken mag ja problematisch sein, aber ihn deshalb einfach mutwillig zu zerstören grenzt m.M. nach an Landverrat. Es gibt andere Mittel: Zölle, Tobin tax, Steuererleichterungen (z.B. bei MWST, Ertragssteuern etc.), Negativzinsen etc. um dem starken Franken entgegen zu wirken.

    Wann fangen Schweizer wieder an selbständig zu denken und sich vom Joch der Banken zu befreien?

  • Fritz Miehl sagt:

    …kollektiv schwer…! Dem könnte man grob gesehen zustimmen. Leider kommt da mehr zusammen- zur Menschheitskrise!
    jahrzehntelanges „Brainwashing“ der Massen bei gleichzeitigem Verlust der „echten Gläubigkeit“ als politisches Steuerungselement der Massen! Dummheit macht, entgegen der eigenen Einschätzung, eben nicht vor den sog. Eliten halt. Die hässlichen Erfahrungen werden ein Vielfaches von dem darstellen was heute den kindlichen Gemütern überhaupt vorstellbar ist!

  • Anh Toan sagt:

    Habe selten so viele grottenschlechte Kommentare in diesem Blog gelesen!

    Angefangen vom nichtssagenden bis falschen Schluss Herrn Straumanns: Die Eurozone IST in einer Krise und STEUERT nicht auf eine baldige zu, hatte den Eindruck, dass dies bereits jeder Gymnasiast weiss! Was sieht ganz schlecht fuer wen aus? Herr Straumann, Sie sollten erlautern wie es aussieht, nicht ob es gut oder schlecht aussieht, das kann mir jeder Taxifahrer auch sagen.

    Ich halte es mit Kostolani: Aktien kaufen, wenn die Kanonen donnern! Bricht das Weltfinanzsystem zusammen, sind die, die sich mit den Lemmingen von der Panik erfassen lassen, nur etwas spaeter, dann jedoch genauso bitterarm wie ich. Fuer unbedarfte Anleger, wie ich nach dem Platzen der Internetblase, will ich auf den Spruch „Never catch a falling knife“ hinweisen, das heisst, lieber etwas teurer kaufen, wenn die Kurse anfangen zu steigen, zuerst defensive Werte, offensive Werte erst, wenn sich die Erholung ein wenig bestaetigt hat.

    Um den apokalyptischen Ton in diesem Forum etwas entgegen zu setzen, weise ich darauf hin, dass das Fangen eines Fisches, ist man arm, mehr Gluecksgefuehle bringt, als der Kauf eines Porsches, wenn man reich ist.

    • Tom Baer sagt:

      @Anh Toan: Wenn ich Ihren letzten Satz richtig verstanden habe, dann lässt es sich für mich auch so ausdrücken:
      „Arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer viel bedarf.“
      Wichtig im Leben ist m. E., wie man sich fühlt.

    • Ueli sagt:

      @anh toan

      Ihr Beitrag „zwischen den Zeilen“ gelesen:
      1. Kollektive Beleidigung: Alle anderen schreiben grottenschlechte Kommentare
      2. Krisengewinnleraktientipps
      3. Armutsromantisierung als Trostpflaster für die, welche es in Zukunft wohl nicht schaffen werden.

      Chapeau! Ihr Beitrag ist auf einem so hohen Niveau, dass einem geradezu schwindlig werden kann.

      • Andres Müller sagt:

        Bestätige diesen Eindruck

      • Thomas Ernst sagt:

        @Ueli:
        Unser aller Oberlehrer Anh Toan darf, nein muss natürlich regelmässig Zensuren austeilen. Wie sonst sollten wir unbedarft-hilflosen Schüler sonst wissen, wie unendlich weit wir vom Weisheitslevel eines heiligen Anh weg sind? Seien wir dankbar, dass sich so ein hohes und überlegenes Wesen überhaupt herablässt, in so einer Diskussionsrunde seine Duftmarken zu hinterlassen. Sonst würden ja nur wir Kleingeister unter uns bleiben und im geistigen Sandkasten spielen….

        • Anh Toan sagt:

          @Thomas Ernst: Pogo ist nichts fuer Mimosen!

        • Hanspeter Niederer sagt:

          Emotional einigermassen gesunde Menschen sollten berücksichtigen, dass Antoine (alias Anh Toan) mit seinen arroganten Kommentaren ja nur Hits auf seine Site generieren will, wie von ihm an anderer Stelle anerkennenswerterweise zugegeben. Es ist daher am besten, wenn wir diesen emotional schwer beschädigten Menschen einfach ignorieren.

          • Anh Toan sagt:

            @Hanspeter Niederer: Ich kritisiere den Kommentar, was auch @Ueli mit meinem Kommentar durchaus berechtigt macht, Sie kritisieren den Verfasser. @Thomas Ernst kritisiert immerhin eine Einstellung, die er meint, aus mehreren Kommentaren Toans entnehmen zu koennen, darum mache ich aehnliches mit seinem Kommentar. Wuerde ich Ihren Kommentar mit aehnlichem beantworten, muesste ich Sie beleidigen, lieber belehre ich Sie:

            Sie duerfen schreiben, Toan schreibt arroganten Schwachsinn, aber Toan sei emotional gestoert ist eine Beleidigung, eher eine Tatsachenbehauptung als ein Werurteil, Ihr Ausweg bliebe der Wahrheitsbeweis. Wer ein Werk, sei es ein Kommentar, sei es ein journalistischer Beitrag, veroeffentlicht, muss mit der Kritik an diesem Werk leben, sowohl die Motivation fuer die Kritik, ob pekuniaer oder ideell, als auch deren materielle Richtigkeit ist irrelevant. (Marcel Reich-Ranicki hat nicht reihenweise Ehrverletzungsprozesse am Hals, weil er Buecher und nicht deren Autoren kritisiert.)

            Ist ein Versicherungsvetreter, der hauefig ausgeht, um dank einem grossen Bekanntenkreis viele Versicherungskunden zu gewinnen, emotional gestoert? Wie ist es mit einem Spielwarenhaendler, der einen Clown zu einer Show vor seinem Geschaeft beauftragt? Ein Wirt, der in eine Partei eintritt, weil er darauf hofft, dass Kommissionssitzungen seinen Saal fuellen?

          • Hampi sagt:

            @ Hanspeter Niederer

            Emotional gesunde Menschen zeichnen sich auch nicht besonders dadurch aus, dass sie eine gesamte Generation für geisteskrank erklären. Und wohl noch viel weniger, wenn sie sich wie „Uns“-Usurpatoren aufführen.

      • Anh Toan sagt:

        @Ueli: Never mind the bolloks!

        1. Mit „selten so viele grottenschlechte Kommentare hier gelesen“ sage ich auch, dass es auch gute und durchschnittliche gibt und das normalerweise bessere Kommentare hier zu lesen sind. Dazu hab ich bei einzelnen Kommentaren (Papas, Ryf, Lena,) erlauetert, warum ich sie „grottenschlecht“ finde.

        2. Krisengewinnler: Wer in Krisen heult, statt diese als Chance versteht, darf das, muss ich dabei mitmachen? Sind die ganzen Untergangspropheten, die zum Goldkauf raten, weniger verwerflich?

        3. Lieber meine Armutsromantisierung als Verschwoerungstheorien und Weltuntergangsszenarien (Ihre „brennende Loeschfahrzeuge“ finde ich sogar ziemlich gut), aber jedem das Seine.

  • Ueli sagt:

    Brennende Löschfahrzeuge:

    15 Billionen Dollar haben sich die Staaten der Welt die Bewältigung der Krise von 2008 kosten lassen.
    Die Staatsverschuldung ist selbst zur wichtigsten Blase der Finanzindustrie geworden, und genau die ist jetzt im Platzen begriffen. Die Wirtschaftspolitik befindet sich in einem heillosen Dilemma. Einerseits muss die Ausdehnung der Staatsverschuldung weitergehen, um eine Deflation zu vermeiden. Gleichzeitig ist die Ankündigung einer baldigen Haushaltskonsolidierung unerlässlich, um die Kreditwürdigkeit des Staates zu stimulieren. Diese strukturelle Double-bind Situation bildet den Hintergrund für die akute Panik, welche die Finanzmärkte erfasst hat. Umso klarer ist, welcher Ausweg in dieser verfahrenen Situation noch bleibt. Auf sich gestellt hat die Wirtschaftspolitik zwar keine Spielräume mehr, aber noch eine geldpolitische Option. Die Zinsen können die Zentralbanken angesichts bereits extrem niedriger Leitzinsen zwar nicht mehr senken, dafür kaufen die Zentralbanken die Anleihen ihrer notleidenden Staaten auf. Damit eröffnen sie zum einen den Staaten neue Verschuldungsmöglichkeiten und verhindern zum andern zunächst die Entwertung der in der Finanzindustrie platzierten Staatspapiere. Der ideelle Gesamtkapitalist machts etwas, was kein anderer kann, er verschuldet sich bei sich selbst. Vor einigen Jahren galt genau das noch als grösster denkbarer Sündenfall wider die Geldwertstabilität. Nicht zu Unrecht: Eine Zentralbank, die statt rentierlicher Papiere Staatspapierschrott als Währungsreserve einlagert, verlagert die Krise auf eine neues Feld. Die Entwertung von Staatsschulden wird vertagt, an ihre Stelle tritt die schleichende Entwertung des Geldes. Der Schritt von der Krise der Staatshaushalte zur Krise des Geldmediums stellt die nächste logische Stufe des Krisenprozesses dar. Der Kapitalismus überwindet seine Krisen, indem er die nächste grössere vorbereitet. Das wusste schon Karl Marx. Aber noch nie ging die Verwandlung des Löschmittels der letzten Krise in Brennstoff der nächsten Krise derart rasant vonstatten wie heute.

    • Frank Z. Marg sagt:

      Perfekt, genau so sehe ich es auch… Nur, es könnte sein, dass diese Art des Krisenmanagement eben doch aufgeht… Wenn Wachstumsmärkte wie Afrika, Lateinamerika und Asien jetzt aufholen, dann könnte diese ganze Schuldenspirale gebremst und die Schulden absorbiert werden, nämlich durch Wachstum. Einzige Bedingung wäre: Es müssten „brutale“ Mechanismen zum Zuge kommen, die eine Verschuldung ALLER Staaten über Gebühr krass sanktioniert und: ebenso müsste der Nicht-Abbau von Schulden krass sanktioniert werden. Ansonsten gäbe es, wie gehabt, Wachstum, aber keinen Abbau der Schulden. Und einmal mehr wäre dann Keynes „enttäuscht“: Diese Politik bedingt nämlich Schuldenabbau in Wachstumsphasen, etwas, das bisher nie gemacht wurde…

      • Andres Müller sagt:

        Theoretisch ist weiteres Wachstum möglich, in der Praxis hat sie aber Grenzen. Die Welt leidet nämlich unter einem immer grösseren Nutzenszwang, das heisst jede Investition muss rentieren. Der globale Wettbewerb hat verursacht, dass gewisse mögliche Wachstumssegmente auf nationaler Ebene weggebrochen sind. Denken sie etwa an die friedliche Weltraumfahrt, welche in den USA einst Teil des Wachstumsmotor war. Heute bleibt den USA nur noch das Militär. Es fehlt der Menschheit immer mehr an grossen Visionen, deren Umsetzung Arbeit und Innovation verschafft. Das Wachstum ist global gesehen auch begrenzt durch die verbliebene Menge an Erdöl und anderen Rohstoffen. Eine weitere Grenze wurde erreicht durch die Möglichkeit Reichtum praktisch unendlich anwachsen zu lassen, ohne es refinanzieren zu müssen. Wenn die Konsumenten nur noch billigen Schrott kaufen können, ist auch Ende der Fahnenstange.

    • Plagiator sagt:

      Bitte geben sie ihre Quelle demnächst an! Oder sind sie Ernst Lohoff? Wenn nicht, sollten sie das nächste mal besser „verfremden“…

      http://www.krisis.org/2011/brennende-loeschfahrzeuge

  • Die Frankenschwächung, erzeugt durch die Notenpresse, als „einen grossen Erfolg der SNB“ zu bezeichnen zeigt ein seltsames Ökonomieverständnis. Eigentlich dürfte man heute davon ausgehen, dass anhand der deutlichen Beispiele, die „Sachverständigen“ langsam verstehen sollten, dass mittels Inflaltionierung einer Währung, eine kriselnde Volkswirtschaft nicht angekurbelt werden kann: sonst müsste Simbabwe, die USA, England, Japan..usw. von wirtschaftlicher Stärke strotzen! Die Notenpresse ist der simpelste Weg – daher verstehen ihn auch die Politiker – ein Strohfeuer zu legen, das allerdings keine nachhaltige Wirkung hat. Was der Schweiz dringend Not tut und einen wohltuenden, nachhaltigen Effekt erzielen würde sind folgende Punkte, welche die Rahmenbedingungen günstig ändern:
    1) Währungsgewinne müssen rigorose weitergegeben werden.
    2) Unser Gesetztes- und Verordnungstschungel muss ausgedünnt werden, damit diejenigen welche volkswirtschaftliches Einkommen generieren wieder vernünftig arbeiten können.
    3) Unsere wichtigsten Sozialwerke (AHV, BVG, KVG und ALV) müssen so umgebaut werden, dass sie auch in Zukunft finanzierbar, mehr auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten (Selbstverantwortung!) und krisenresistenter sind.
    4) Der volkswirtschaftlich unproduktive Staatsapparat muss unbedingt und spürbar verkleinert werden und ein Mentalitätswandel in den „Staatsdiensten“ ist eine notwendige Voraussetzung: das Staatspersonal ist für den Bürger da und nicht umgekehrt!
    Ob unsere „Gefälligkeitsdemokratie“ zu solchen Schritten der „Gesundung“ fähig sein wird, werden die kommenden Herbstwahlen zeigen.

    • Beat Grütter sagt:

      Bei der Forderung, unser Gesetzes- und Verordnungsdschungel müsse ausgedünnt werden, würde ich vorsichtig sein. Unsere Gesetze und Verordnungen sind in der Regel in einem langwierigen Verfahren erlassen worden, in dem alle Betroffenen die Gelegenheit hatten sich zu äussern. In kaum einem Land der Welt ist das so eingehend der Fall. Man kann deshalb sagen, dass wir von einer breiten Mehrheit getragene Gesetze und eine grosse Rechtssicherheit haben. Unnötiges hat spätestens im Parlament wenig Chancen und wenn doch mal übermarcht wurde, dann besteht die Möglichkeit, das im erwähnten Verfahren zu ändern. Dass nicht jedem jedes Gesetz passt, liegt in der Natur der Sache. Jetzt einfach die Regeln streichen, die denen, die sich am lautesten bemerkbar machen, nicht passen, hätte negative Folgen für jene, die durch die angeblich überflüssigen Gesetze geschützt werden. Die FDP (meine Partei) verlangt derzeit Vereinfachungen im Bauwesen und massive Erhöhungen der Ausnützungsziffern. Das bringt den glücklichen Landbesitzern in zentrumsnahen Gebieten viel Kohle, verringert aber drastisch die Wohnqualität, die bisher in der Schweiz hochgehalten wurde.

      Völlig einverstanden bin ich mit Punkt 4. Der Staat muss dringend massiv zurückgestutz werden. Die Gehälter und Pensionen von Regierenden Richtern und Beamten, einschliesslich auch der Heerscharen von Beschäftigten des ganzen Gesundheits- und des Sozialwesens, haben mittlerweile Höhen erreicht, von denen die in der Privatwirtschaft Beschäftigten nur träumen können. Dass solche „Grossverdiener auf Kosten des Steuerzahlers“ nicht motiviert sind, sich für die Bevölkerung aufzuopfern, ist klar. Die FDP könnte mit Leichtigkeit wieder zu einer der stärksten Parteien werden, wenn sie hier wirklich Remedur schaffen würde und sich dazu mit der SVP zusammen täte, anstatt die Linken, die für unser Land eine Tragödie sind, zu unterstützen.

  • Anh Toan sagt:

    @XY: Da die derzeitige Generation kollektiv schwer geistesgestoert ist, bin ich unendlich dankbar, dass wir immerhin noch Sie haben: Als letzter nicht dem Wahnsinn Verfallener, muessen Sie sich selbst umgehend zum Alleinherrscher der Welt ausrufen, denn tun Sie es nicht selbst, koennte dies nur ein Geistesgestoerter tun.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Ich kann Ihre Enttäuschung und Ihr blankes Entsetzen über das selbst- und schöpfungs-zerstörerische Handeln der Spezies Homo sapiens zwar sehr gut verstehen, trotzdem bitte ich Sie, sich in Ihren Beiträgen zu mässigen. Sie werden sonst ausgegrenzt, wenn den andern Menschen nur blanker Hass entgegenschlägt. Zum Thema kollektive Geisteskrankheit: die Menschen flüchten in blinden Konsum und in Gier nach Macht, weil ihnen das Eingebundensein in einen grösseren Sinnzusammenhang abhanden gekommen ist. Stichworte dazu sind Verlust des Glaubens und seinen Geboten und Verboten sowie Getrenntsein von der (eigenen) Natur durch die Geringschätzung und die verbrecherische Ausbeutung von Mitgeschöpfen in der „Nutztier“-Haltung, der Leerfischung und Verschmutzung der Meere mit alles zerstörenden Maschinen, des stupiden Mobilitätswahns usw. Leider erfolgte die Handlungsanleitung dazu auch von den Religionen mit dem idiotischen Satz „macht euch die Erde untertan“ sowie von der täglich massivst widerlegten Behauptung, wonach der Mensch die Krone der Schöpfung sei.

      • Thomas Ernst sagt:

        @HP Niederer:
        „Leider erfolgte die Handlungsanleitung dazu auch von den Religionen“ – es sind primär die christlichen Religionen, welche diese Suprematsbotschaft und Herrschaftsideologie predigen. Es gibt aber weltweit viele anderen Glaubenssysteme, welche wenig mit solchen Ideologien zu tun haben. Primär ist es eigentlich der römisch-katholische und der US-evangelikale Ansatz, welche solche Geisteshaltung als Teil ihres Herrschaftssystems nutzen. Es zeugt weder von Weltoffenheit noch von fundierter Sachkenntnis, in diesem Zusammenhang undifferenziert von „den Religionen“ zu reden.

    • Anh Toan sagt:

      @XY: Ich habe als Alternative nicht gemeint, ein Geistesgestoerter wird Alleinherrscher, sondern ein Geistesgestoerter muss Sie zum Alleinherrscher ausrufen, Auch wenn Ihnen laestig, koennen Sie als einizger von Vernunf gesegneter uns doch nicht alle im Stich lassen! Es sei denn, dies gebiete die Vernunft.

      Meine „Leidenschaft“ beschraenkt sich darauf, Hits auf meine Page zu generieren, es ist schlicht Arbeit (Akquise), was nicht heisst, dass ich diese nicht gerne tue und gelegentlich sogar gelegentlich spannend oder witzig finde, am Schluss bleibt alles hier bloss Geschwaetz.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Anh Toan 1343:in diesem Blog geht es nicht darum, irgendwo im Universum Hits zu generieren, sondern Meinungen auszutauschen. Danke für Ihre Offenheit, aber lassen Sie uns hier in Frieden mit Ihrem stupiden Businessmodell.

      • Hampi sagt:

        Hanspeter Niederer
        20. August 2011 23:10

        Ich weiss auch nicht, woher sie berufen wurden, sich hier als Leithammel aufzuführen. 
        Ihr „uns“ hat auf jeden Fall nichts mit mir zu tun!

      • Andres Müller sagt:

        „Meine “Leidenschaft” beschraenkt sich darauf, Hits auf meine Page zu generieren“
        welch armselige Kreatur, aber immerhin ehrlich.

    • Thomi Horath sagt:

      Sie fühlen sich offensichtlich angesprochen, Herr Antoine, oder wie sieht das genau aus? Herr XY hat mit geistesgestörter Jugend sicher nicht die ganze Jugend gemeint. Aber wahrscheinlich ist es wohl schon die Mehrheit. Leider. Seufz. :/

  • Rolf Meierhans sagt:

    Die Massnahmen der SNB zeigen deutlich das jeder Schweizer innert wenigen Tagen um 10% seines Vermögens, seines Zukünftigen Lohnes, seiner Pensionsgelder etc. enteignet wurde. Dieses Spiel kann theoretisch noch viel weiter getrieben werden. Eine Enteignung um 90 oder sogar 99% ist auch möglich. Warum das ein Erfolg sein soll ist mir ein Rätsel.

    • Thomas Ernst sagt:

      Danke, stimme Ihnen 100% zu!

    • Anh Toan sagt:

      @Rolf Meiehans: Die Massnahmen der SNB haben dazu gefuehrt, dass der Vermoegenszuwachs um 30-50 Basispunkte, den die Schweizer in den letzten drei Jahren auf ihre PK Guthaben, zukuenftigen Lohn, ihr Vermoegen erzielten, um 10 Basispunkte reduziert wurde. (So waere es zwar auch falsch, aber etwas weniger.

      Waere es fuer Sie ein Erfolg, wenn die Schweizer Vermoegenszuwaechse von 100 oder 500 Basispunkte erzielten, jedoch leider keinen Job mehr haben? Die Schweizer koennten dann mit einem Monatslohn eine griechische Insel kaufen, wenn sie denn einen Monatslohn haetten.

      • Alois Krieger sagt:

        Die PK Gelder und Sparguthaben werden erst weniger Wert haben, wenn auch die Preise anziehen. Die Befürworter der Eingriffe der SNB argumentieren, dass die Ausweitung der Geldmenge rechtzeitig wieder rückgängig gemacht werden können, wenn die Preise tatsächlich wieder zu steigen beginnen. Leider hat das in der Vergangenheit nie funktioniert.

  • Eduard Ringier sagt:

    XYs Aussagen treffen leider genau zu.

  • Michael Schwarz sagt:

    @Straummann

    Ich stimme Ihnen zu, dass die SNB einen kleinen Erfolg verbuchen kann. Aber der Erfolg ist ehr bescheiden. Wenn der Kurs wieder unter 1.10 fallen würde, bekommt die SNB wieder das gleiche Problem wie zuvor. Ich bin der Meinung, dass die Massnahme der SNB zu spät umgesetzt hat. Die Aufgabe der Kurspflege ist eine langwierige Aufgabe, die die SNB nicht von heute auf morgen das gewünschte Wechselkurs erreicht werden kann. Die Vorarbeit haben die SNB nicht geleistet, deshalb wird es schwierig werden, die Überbewertung rasch abzubauen – die Überbewertung des Franken hat auch zwei Jahre braucht sich aufzubauen. Wenn Hr. Hildebrand glaubt, dass die Überbewertung des Franken innerhalb nächst ein bis zwei Monate abgebaut werden kann, dann irrt er sich.

    Bis heute kann ich eine klare Führung der SNB im Devisenmarkt nicht erkennen. Die hat lediglich ein klares Signal am Devisenmarkt gesendet, mehr ist es bis jetzt nicht. Es ist ein entscheidender Unterschied zwischen dem Senden klarer Signale und dem Übernahme der Führung. Eine Obergrenze einzusetzen, heisst die Führung im Devisenmarkt zu übernehmen. Offensichtlich will Hildebrand diesen entscheidenden Schritt zum Abbau der Überbewertung des Frankens nicht riskieren. Die wertvolle Zeit verstreicht, die Unsicherheit in Kapitalmärkte steigern, es wird noch schwieriger für die SNB.

  • Fisch Peter sagt:

    Während Jahrzehnten hat die Schweiz sparsam gewirtschaftet. Jetzt wo überall Einbeinige herumhumpeln, wissen wir nichts Dümmeres als uns auch noch die Beine zu amputieren.

  • Urs sagt:

    …die hässlichen Erfahrungen…so wie die Lemminge…

  • Herr Strickenberg, zuerst platzt die Anleihenblase, dann gehen die Währungen unter. Dann kommt eine weltweite Währungsreform ( wahrscheinlich mit einem angepassten Gold oder Value Basket) als Sicherung). Dazu steigt das Gold auf mind. 5000-10000 SFR und dann platzt vielleicht irgenwann einmal die Goldblase jenseits dieser Grenzen. Wenn Sie kein Gold haben, werden sie erleben wie ihr Bankkonto schmilzt wie Schnee an der Sonne! Die Menschen lernen nie aus der Vergangenheit. Dumm, dümmer am Dümmsten! Noch nie hat ein Papiergeldsystem überlebt. Die Endphase ist eingeläutet!

  • Renato Tosoni sagt:

    Würde die Schweiz die restlichen 1000 Tonnen Gold auch noch mit der genau gleichen Begründung wie vor 10 Jahren auf den Weltmarkt werfen, wäre doch ein Tolles zeichen, dass das Gold nichts wert ist und eine richtig schöne Flucht in die überragende
    Papierwährung wie Euro und $ auslösen! Oder war der geniale Entscheid damals wohl ein gewaltiger Schuss in den Ofen?
    Und jetzt will man mit QE3 auf schweizerischer Art die Währung kapput machen? 200 Mia Sfr. entsprechen in etwa 5000 Mia$
    gemessen am Bruttosozialprodukt Schweiz USA.

    • Thomas Ernst sagt:

      @Renato Tosoni:
      Mit dem Gold ist das so eine Sache. Die Tonnen lagern ja offiziell im Fort Knox in den USA. Die USA weisen aber die Goldreserven (inkl. den „treuhänderisch“ verwalteten schon seit Jahren nicht mehr detailliert aus, sondern nur noch gemeinsam mit Gold-Futures, d.h. mit Papiergold). Aufgrund verschiedener Indikatoren auf dem physischen Goldmarkt (v.a. in Indien & Türkei) muss man aber davon ausgehen, dass die Amis das Schweizer Gold physisch schon längst veruntreut haben und nur noch Papiergold bereithalten.

      Da sich natürlich keiner traut, öffentlich über diesen Diebstahl zu reden, ist es eine der eleganteren Wege, die USA anzuweisen, das Gold zum aktuellen Preis zu verkaufen, dann bekommt man wenigstens US-Dollars, die man dann in etwas anderes verwandeln kann…

      Leider haben wir uns vor Jahren mit den schmierigen Gaunern ennet dem Teich eingelassen, und jetzt haben wir den Schlamassel.

      • Meierseppi sagt:

        Sie haben es richtig erfasst
        Respekt!

      • Andres Müller sagt:

        „Leider haben wir uns vor Jahren mit den schmierigen Gaunern ennet dem Teich eingelassen“. Herr Ernst, mitgegangen mitgehangen, wer ist hier der Gauner ?Auf das Spiel wurde bewusst eingangen, alle wussten Bescheid, von Anfang an. Alle wussten und wissen es noch immer, Reichtum ist nur zu erreichen wenn man mit gezinkten Karten spielt. Ursache ist der „unregulierte“ Markt der aber sehr wohl reguiert ist, nämlich durch ähnliche Methoden die einen einarmigen Banditen auszeichnet, man nennt es Weltfinanzsystem. Der Badit wird nun mit immer wertloseren Coupons gefüllt, weil die Bank (der Staat) bereits gesprengt wurde. Nun versucht sich die SNB auch mit dem Banditen mit der gezinkten Mechanik. Und weil die Mechanik eben längst vom Hochfrequenzhandel ausgetrickst werden kann, wird die SNB ihren Einsatz verlieren, bis auch die Schweizer Staatskasse leer ist.

  • John Peer sagt:

    Die Beiträge von Müller, XY und Ryf beruhigen mich ein wenig, aber ansonsten bin ich einfach nur fassunglos, ohnmächtig und zornig über die aktuellen Vorgänge. Überschüsse, mit denen man Schulden abbauen sollte, werden von Lobbys abgezwackt, eine bisher stabile Währung wird willfährig zerstört, Politiker fordern einen Nachvollzug der ruinösen Wirtschafts- und Finanzpolitik der EU und USA – und alle jubeln? Was zum Teufel ist hier los?

    • Hampi sagt:

      @XY

      Was zurzeit abgeht, ist meiner Meinung nach nicht was den Herren passt. Vielmehr glaube ich, dass die Herren ganz gehörig die Kontrolle über die vielen Schalt- und Walthebel verloren haben. 

      Klar, man kann argumentieren, dass die Herren ihre Schäfchen längst im Trockenen haben; aber sie wissen genauso wie ich, dass, wer es einmal vom Herrchen zum Herr gebracht hat, der lässt die Schalt- und Kommandozentrale nicht so mir nichts dir nichts los.
       
      Kein Herr hört gerne das Wort „Haircut“ oder „wertlos“, darum kann der Herr, auch wenn er bisher für alle „Exuberance“ verantwortlich war, zwar schuldig sein, aber doch kaum daran interessiert, sein Vermögen sich in Luft auflösen zu sehen.

      • Hampi sagt:

        Nachtrag: die gesamte europäische Banken-Sklavenkolonie ist zurzeit weniger wert als Apple.

        • Andres Müller sagt:

          Gut, bei Apple wird immerhin noch etwas produziert, wenn auch von zweifelhaftem Wert in dieser Dimension 🙂
          Aus meiner Sicht sollte Toyota mit sechs mal mehr Mitarbeitern eigentlich mehr Wert sein als nur die Hälfte von Apple.
          Ich bin mir gerade am überlegen ob Facebook nicht auch bald mehr Wert wird als die Euro-Bankler obwohl beide wenig greifbares produzieren 😕 Immerhin eine Webseite zum allgemeinen Gebrauch mit ein paar Hundert Mitarbeitern, gegenüber den Banken deren Chefs (wenn man deren Lohn berücksichtigt) alleine den Bankschalter schmeissen.

      • Lena sagt:

        Nein das ganze ist zu grosse Teil gewollt, Es geht darum das das Geldsystem mit Zins und Zinsezins von sich auch ein ende hat. (die Geldmenge übersteigt den Wert den es gibt oder die Weltwirtschaft stockt und es kommt zu wenig Geld im System.) Der Problem ist Folgender: Geld wird aus dem nicht Geschöpft (gemacht, Erzeugt) in Form von Schulden, also jemand muss Schulden MAchen damit neues Geld gemacht werden darf. Das Problem ist das Geld für Zins und Zinsezins das wird ganrnicht gemacht, und auch nicht im system zurückgebracht (zum grossen Teil) Es ist ein Schneball System je mehr Kredite aufgenommen werden je mehr geld ist im system um Schulden zurück zu Zahlen sobald das Stockt haben wir die situation jezt.. Die NB sind Kreditgeber und nehmer in einen, das Geld Fliesst zu den Banken die Gamblen damit… der Bürger Zahlt die Verluste.

        Und Noch was es gibt eine Elite die strebt eine Weltwährung an und eine Weltregierung (NWO) jezt wie bekommen die das… ganz einfach.. mann lässt das Gelsystem herunterfahren oder er bricht von alleine zusammen was halt zuerst kommt. dann lässt mann die Welt 2 Wochen im Caos.. also nach 2 Tage sind die Läden Geplündert, es herrscht anarchie.. (siehe im kleinen Sturm Katrina, oder Haiti erdbeben.) Nach 2 Wochen Flehen 99% der menschen Helft uns… ja sie Helfen euch, sie sagen Wir brauchen eine Weltwährung und welt Regierun das ist „alternativlos“ und die Menschen werde auf knien gehen und danken!!! Was haben sie Bekommen? die Herren haben die Situation geschaffen, damit ihr das wollt was sie wollen (Terror Anschlag unter Falscher Flagge) So wird es Passieren.. da ist überhaupt nichts entlaufen, es läuft für die mehr oder weniger nach plan! das kann jederzeit unkontrolliert passieren, aber spätestens in 10 Jahren ist es Volbracht.. Und bei einer weltregierung wird es keine Allierten mehr geben die uns Retten. Auch die Globalisation ist von ihnen gewollt um das zu volbringen!

        • Andres Müller sagt:

          @Lena, Sie schreiben: „Und Noch was es gibt eine Elite die strebt eine Weltwährung an und eine Weltregierung (NWO)“. Fragen sie da mal in St. Gallen nach und warum Blocher dort aus dem Kreise der Bilderberg-Gesellschaft Wirtschaftsboss der Uni werden wollte. Es ist ihm aber nicht gelungen. In gewisser Art gibts die Weltregierung bereits, zumindest deutet die geheime Connection bei den CIA-Gefangenentransporten auf eine dezidierte Schattenregierung des Westens hin. Auch die misteriöse Verwendung von Anthrax, sehr kurz nach dem 9/11 stimmt mich misstrauisch. Übrigens gab damals der Milliardär Buffet der Bush -Regierung die Schuld, insbesonders dem Herrn Ashcroft und Bolton. Trotzdem glaube ich, dass der Pakt der Eliten derzeit eher am auseinanderbrechen ist als umgekehrt.

        • Tom Baer sagt:

          @Lena: Das mit dem Zinszins sehe ich auch so wie Sie.
          „Elite die strebt eine Weltwährung an und eine Weltregierung“. Ich glaube nicht an eine Elite, die die Welt regieren will. Warum ich nicht daran glaube, versuche ich hier kurz zu erklären: Der homo oeconomicus (h.o) ist dazu gezwungen immer einen Schuldigen in Form einen Person zu suchen (Bernanke, Bush, Hildebrand usw.) Das System generiert/konditioniert Verlustängste und Angst nicht den Normen zu entsprechen (ohne diese Ängste hätte heute bei 30° niemand eine Krawatte an) damit wir besser kontrollierbar werden. Die Konditionierung des h.o. beginnt gleich nach der Geburt, da ist es anscheinend am effektivsten. Wie wir erfolgreich zum h.o. werden, kommt im Buch „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“ von Frau Jean Liedloff gut zum Ausdruck (http://books.google.ch/books?id=VEly3Qm862IC&q=fortgeschrittenen). Später wird der h.o. durch die Massen denen er angehört beeinflusst: (hier eine Gruppierung aus dem Buch „Psychologie der Massen“ in der die Staatsrelgion fehlt http://books.google.ch/books?id=kFERl-o9nwIC&q=Arbeiterkaste und natürlich von den Ausbildungsstätten in denen der h.o. verdummt und für den Markt „optimiert“ wird, wie das im Buch „Verdummt noch mal ! – Dumbing Us Down: Der unsichtbare Lehrplan oder Was Kinder in der Schule wirklich lernen“ zum Ausdruck kommt.

          Durch diese freiheitsraubenden Konditionierung wird der h.o. zum umwelt- und kulturzerstörerischen Menschen, der auch eine Weltwährung anstrebt.

          Und noch zur CIA: die Leute bei der CIA sind auch nur Angestellte mit Jobverlustängsten, die, wie jedem dem droht der Job verloren zu gehen, auf kreative Ideen kommen, wie der Schaffung des Feindbilds Al-Kaida um damit den Job und denen seiner Untergebenen zu erhalten. Al-Kaida ist aufgrund der „Massengläubigkeit“ natürlich eine Verschwörungstheorie.

          Und zum Schluss noch eine, aus meiner Sicht, positive selbsterfüllende Prophezeiung: Die grosse Masse wird bald sehr verschiedenartig konditioniert sein, die EU, China und USA werden auseinander brechen und wir werden eine umwelt- kulturerhaltende, tier- und menschenfreundliche Regionalwirtschaft mit Regio-Geld betreiben!

    • Meierseppi sagt:

      Klasse!

      Das ganz genau ist es, was gerade passiert und rücksichtslos durchgeführt wird!!

  • Unwissend sagt:

    Also das mit der „Abkoppelung des Frankens vom Gold“ sehe ich auch nicht ein. Gold wird doch mit Dollar/Unze gehandelt. Und der Goldpreis stieg, da sich der Franken gegenüber dem Dollar abgeschwächt hat. Sinkt morgen der Dollar gegenüber dem Franken um 10%, so bekommen wir das Gold in Franken auch ca. 10% billiger…

    • Beat Grütter sagt:

      Nein. Wenn der Franken gegenüber dem Dollar um 10 % teurer wird, dann bezahlen wir für Gold 10 Prozent mehr in Franken!

      • Hampi sagt:

        @ Beat Grüttner / @ Unwissend

        Beat Grüttner: ich glaube, da haben sie einen Denkfehler gemacht: Wird der Franken relativ zum Dollar stärker, verbilligt sich der Preis von Gold relativ zum Schweizer Franken (vorausgesetzt, der Kurs Goldunze/USD bleibt gleich).

        Unwissend: Der Goldpreis stieg nicht, da sich der Franken relativ zum Dollar abgeschwächt hat. Der Goldpreis stieg, weil er stieg (nachfragebedingt). Aber dieses Mal geschah eben nicht das, was seit der Krise zu beobachten ist, nämlich, dass wenn die Nachfrage nach Gold steigt, automatisch auch die Nachfrage nach Schweizer Franken steigt. Die Koppelung besteht (bestand?) darin, dass sowohl Gold, wie auch der Schweizer Franken als „Safe Haven“ gelten.

        Und die Abkoppelung, sollte sie für längere Zeit anhalten, bedeutet, dass das Gold vom Markt als mehr „Safe Haven“ als der Schweizer Franken angesehen wird (oder auch: Gold hat keine Nati im Rücken, wie der Schweizer Franken 🙂

  • R. Strickenberg sagt:

    Gold ist eine Blase, auch wenn sie erst in 5 – 10 Jahren platzen wird.

    • Lena sagt:

      Bevor dei Goldblase Plazt, fliegt das Geldsytem uns um die Ohren.. solange die sogenanten Probleme „Schulden-Krise“ mit neuen“ Schulden“ (USA/EU) geglaubt wird zu lösen, was die Politiker ja machen, wird Gold steigen. Gold ist im moment noch Manipulierbar weil es Papiergold (ETF) gibt das anscheinend gedeckt sein soll.. Wette da ist höchstens 1% gedeckt.
      Also wenn Feuer durch mehr Feuer nicht zu löschen ist, und immer mehr Investoren Gold Pysisch nehmen, gib es irgenwann ein riesen Problem, dann Platzt die Papier-Gold Blase.. Richtig sehe ich auch so..

      Solange nicht jeder Investor, und auch normale Bürger Gold kaufen (Pysisch) und solange nicht jeder über Gold Redet oder wo mann es noch bekommt.. (errinerungen an die IT blase ende 2000, oder beim Gold in den 80er) der unterschied zu Gold ist aber das Gold (Pysisch) nur begrenz gibt, glaube im ganzen einen würfel 40x40X40M oder wenige Gramm pro Weltbewoner. Im Moment wird Gold noch manipuliert durch JPM FED usw.. weill wenn jezt in der Krise die im Moment ja nicht Gelöst wird, sonder nur vorne her geschoben wird, wenn dann Gold richtig in die höhe geht zb auf 7000$ pro unze innert wenigen Minuten bricht das Geldsytem und das Papiersystem an der börse zusammen. Das ganze Funktioniert nur solange mann in einen Schneballsystem glaubt. (Inflationsbereinigt müsste Gold eh auf 700$ p U sein, und von der heutigen Geldmenge garnicht zu sprehen..
      Was mit Gold passiert weis ich auch nicht.. aber auf jedefall bleibt mein Gold immer gleich schwer. und er hat schon über Tausende von Jahren sein Wert erhalten.. und in dieser Krise habe ich Plus genmacht mit meinen Gold und Silber.. und sehr Gut Geschlafen.. mein Geld macht mich mehr sorge, mit den nicht Funktionierende Interv,ntionen der NB.. Wenn Geld im System gebracht wird muss jemand Schulden machen.. wer ist es das Die SNB,Banken oder der Staat?? Das Geld wird dann den Banken gegeben.. die im moment eh keine Kredite vergeben (wegen der Drohende WeltKrise, Globalisation sein Dank für die Fans), mit dem Geld Kasino Speielen weil das Geld ja Arbeiten muss und Gewinn machen Bald Brauchen sie Gute Zahlen um Boni zu Zahlen. Vor wenigen Wochen haben die Grosen Banke ja gejamert, ich sage voraus, dank der SNB schreiben die im Herbst super Zahlen, wer Wettet mit? Wenn die das Geld Verzocken.. sollte jeder langsam wissen wer das Bezahlen muss! Denke auch das ist der Angriff auf die Schweiz, Geseuert und mit Lobbyn von Grossen Firmen die am Bilderberg Treffen in St. Moritz waren.. Und die Reiche Schweiz macht mann mit Geld kaputt.. aber das werden wir erst in 2-3 Jahren sehen.. wie dann die Infltion kommt.. und Gold wieder Gewinnt und Geld Verliert.. Das ist keine Investoren Tips, nur meine Meinung.. alles ohne Gewähr.. 😉

      • Lena sagt:

        UPS.. Bei Gold Inflationsbereinigt sollte 7000$ p. unze sein und nicht 700!

      • Anh Toan sagt:

        @Lena: Ich moechte gerne Ihre Wette (Nur 1% der ETFs physisches Gold sind tatsaechlich durch Gold gedeckt) annehmen.

        • Lena sagt:

          Ich Gehe sogar noch weiter und sage das meiste Gold der Nationalbanken ist schon lange nicht mehr da.. zb auch die SNB hat gold in Amerika zu aufbewahrung gegeben wie auch andere Länder D Ö USW.. das Gold ist schon lange weg oder Verliehen.. werum sonst gertaot sich schon seit 20 Jahre kein Poklitiker mehr das Gold zu überprüfen ob es da ist.

          Im Mai bei der Gold und Silber-Drückung wurde mehr gold und silber Verkauft als was es gibt.. Und das weil das Meist Gehandelte Gold nur auf Papier existiert. In Amerika hatten schon verschieden Banken (auch UBS) prozesse mit kunden, die schon lange Papier-Gold hatten und sie zahlten auch die Lagergebühr, als sie das Gold wollten, speisste sie die Bank mit Geld ab.. im Vertrag war klein geschrieben sie müssen NICHT das Gold auslifern… warum echt?

          Aber an dem Tag wo Viele Pysisch Gold wollen und es keins Mehr gibt wirst du sehen wie ETF papiergold auf 0 NULL herunterfallen, weil es nur Papier ist… 😉 Und wir zimlich nahe an dem tag dran.. je mehr Geld gedruck wird desto näher kommt der moment der Wahrheit. Ich weiss nicht ob du die Wette Ironisch meinst, oder ob du bei einer Bank arbeitest.

          • Anh Toan sagt:

            @Lena

            Entschuldigen Sie meine Arroganz, gute Lehrer sind unbeliebt bei Schuelern, wenn Sie nachdenken, werden Sie was lernen:

            Wenn undgedeckte Leerverkauefe moeglich sind, kann mehr von einem Gut verkauft werden, als es tatsaechlich davon gibt. (ob dies schaedlich oder verwerflich ist, ist eine andere Frage, erschrecken tuts.)

            Ein ETF kann unmoeglich die Kosten der physischen Goldlieferung als vertragliche Verpflichtung beinhalten, sein Kurs waere dann nicht nur vom Goldpreis, sondern auch von Transportleistungen abhaengig.

            Dass soviel Gold in Papierform gekauft wird, sollte zumindest diejenigen Anleger erschrecken, die in Gold Sicherheit suchen. Wer Gold physisch kauft, in unterschiedlicher Stueckelung und darum wohl auch Silber, die monetaeren und psychischen (Dagobert Duck) Kosten der Aufbewahrung in Kauf nimmt, behaelt vielleicht Recht. Wer Gold auf Papier kauft, auch in einem „physisch“ gedeckten ETF, ist nicht weniger Spekulant als ein USD-Shorty.

            Selbstverstaendlich kann es in den mit physischem Gold gedeckten ETFs irgendwo einen oder mehrere Madoffs haben, fuer den Kleinspekulanten bedeutet dies, sein ETF koennte ein Madoff sein. Bei 99% Madoffs wuerde ich die Wette annehmen, wenn ich nicht auf Grund Ihres zweiten Kommentars ueberzeugt waere, damit Ihre Unerfahrenheit ausnutzen.

          • Lena sagt:

            @Thoan
            Es geht nicht nur um ETF die sind mir egal (habe keine).. das System hat ein Problem, egal was sie machen zb „Eurobonds“ das würde die sache nur für einige Zeit hinauzögern und am schluss währen alle EU Staaten Bakrott. Und die Junge Diktatur EU währe Erwachsen geworden, weill alle länder wie griechenland vom IWF EZB BRüssel ISFS usw alles nicht geählte . Nach dem Entschluss von EuroBons würde Gold sicher fallen für eine Zeit bis dann die ganze EU bankrott ist, und das sagen die Märkte wann.. Oder wenn sie einfach weiter Schulden mit schulden Bekämpfen und so mehr neues geld Machen.. das führt früher oder später zur Inflation Die Politiker und andere wollen/brauchen das.. so Zahlen sie einfacher die schulden Zb USA und die Exporte steigen etwas, aber ob da die Chinesen mitmachen..hmm… und Gold steigt.. wen sie zb Grichenand Bakrott gehen lassen und aus dem Euro austeigen, dann haben wir die Banken-Krise wieder die unter den dekmantel Geld Machen geschlummert hat, wieder raus Geholt.. weil seit 2008 garnicht gelöst wurde nur Geld gemacht und Gerettet Banken Staaten usw..
            Und wer hat noch Probleme die EZB, ups die hat ja bist jezt fast alle Anleihen überteuer Angekauft. Dann gehen NB Bankrott als nächstes, ups nein die können ja Geld machen, aber nur wenn sie selber oder jemand anderst Schulden macht.. Dann sind wir wieder beim Problem.. und bei der Inflation Ich denke die USA wir nicht nur ein Dobledip haben sonder ein Tribledip Gold steigt
            Im Geldsystem fehlt das Gelt für Zins und Zinsezins, und das steigt Expotenzial an, zuerst geht es sehr gut da steigt er wenig.. am schluss geht er gerade nach oben, da sind wir jezt.. Die Wirtschaft musst immer mehr Produziere immer mehr umsatz, die Banken mussten immer mehr Gewinnen wir immer mehr Arbeiten. damit das so geht muss es viele Schuldenehmer geben..der Wirtschaft muss es gut gehen, aber auch den Konsumenten Die sind weg seit 2008, jezt nehmen noch NB FED EZB von sich selber Kredite auf geben das Geld weiter an den Banken.. und die geben ja keine kredite mehr.. aus der Interbaken kredit Problem flammt wieder auf.. also Casino bei Verlust zahlt eh das Volk (Staat) Banken dürfen ja nicht Bankrott gehen.. also grosse.. das zieht andere nach weil da ein netz von Krediten ist untereinander… Und wenn Grichenland den BailOut bekommt, also zuerst drücken die die Zirtone (GR) noch ganz aus.. Privatisierung 😉 wer macht das..?? GR ist ja kein eigenständiger Staat mehr.. Erst wenn alles Privatisiert ist die Rechte weggenommen sin wird Grichenland Bankrott gehen dürfen. also wenn das Passiert geht das ganze los mit Portugal Italen FR.. und so weiter.. wenn Frankreich ein A verliert ist die Kacke wieder am dampfen… Gold steigt…
            Alle diese Probleme hat mein Pysisches Gold und Silber nicht.. Und Kaufe mal für 3 Millioonen Gedeckte ETF für die auch Lagerungsgebühr Zahlst und lasse das mal ausliefern.. Ich denke ohne Anwalt bekomst du es nicht.. 😉 und nicht mal dann.. Zuerst Platz eh die Bondblase.. aber je länger und grösse die Politiker und Baker die Probleme machen oder hinausschieben.. je mehr Investoren/Private werden Gold Pysisch Verlangen dafür braucht es die Massen garnicht, da Reichen eineige wenige grosse Investoren..China wil ihre reserven aufstocken, Asien kauft viel Gold Russland.. oder irgend ein Land hat mal den Mut America ihren Gold zurück zu erstatten.. glaube fast Venezuela macht das gerade.. wenn das Schuhle macht.. FDie NB’s habe schon lange das Gold Verliehen für CDS Leerferkäufe, Shorties usw… hmm was macht gold dann echt.. und ausserdem hat gold seinen wert seit Jahrtausende gehalten.. schau mal in die Geschichte wie das mit geld war.. die lebensdauer ist wenige hundert Jahre, unser hält nicht mal 200 weil da immer nur Vollgas gild, bis es Platze dann weitter, jedoch werden die abstände der blasen immer kürzer und heftiger.. so habe ich wenigstens mein geld diversifiziert und ich habe es nicht erst jezt gekauft.. und ein riesen gewinn drauf werde auch weiter Kaufen.. Solange die probleme nicht Gelöst werden sonder nur Hinausgeschoben mit Geld machen, drucken, Schöpfen, steigt Gold. Warum ist die börse seit 2008 Gestiegen.. nur weill Geld reingepumpt wurde QE1 QE2 Banker Rettung Rettungspakete EU/EZB/IWF irgenwann werden die fällig die Pakete. dann wird neus Geld Gemacht, wie Jezt für den Kauf der Anleihen.. wo ist da geld gelandet.. an der Börse.. 2010.2011 waren einige schwarze Schwäne da, die börse hat kaum reagiert.. weil soviel Geld drinn ist, und mit den nidrigen Zinz geld nachgeschossen wird.. was wenn die zinsen steigen müssen, dann haben wir wieder Probleme.. Kredite können nicht mehr Bezahlt werden, Immobilien Blase, Banken-Krise– Gold steigt.
            Also das sind für Mich gründe genug keine ETF zu haben und wenn das system zb Börse oder Geld Crash’t, dann sind 100% ETF^s nur noch Papier weil dann die Banken und Börse zu haben!!.. also im WorstCase 100% Madoffs.. 😉 und du hättest verloren..
            Aber egal wir werden sehen.. wer unerfahren ist 😉 du weisst ja jezt wie ich das in etwas sehe..

            Cheers Lena

          • Thomi Horath sagt:

            Lena, sind Sie eine Frau? Habe selten etwas so Schlaues von einer Frau gelesen. Schreiben Sie aber bitte „pysisch“ mit „ph“. Es hat den gleichen Stamm wie das Wort „Physik“ und Sie sagen ja auch nicht „Pysik“, oder? Liebe Grüsse! 🙂

      • Alois Krieger sagt:

        Es ist aber auch möglich, dass sie in ein paar Jahren auf ihren teuer gekauften Krüger Rand oder Goldvreneli sitzen. Ihre Enkel werden diese dann geschenkt bekommen und später verkaufen. Die nerven sich dann auch nicht über den Preis….

        Dass es in der westlichen Welt in Zukunft höhere Inflation geben wird, ist sehr wahrscheinlich. Aber dem Preisstand von Gold zufolge müsste die Inflation 3/4 des Wertes vom USD wegfressen, dann wäre der Goldpreis wieder auf dem Stand von vor zwei Jahren.

        Nein, es gibt momentan nur zwei Gründe, Gold zu kaufen. Sie rechnen damit, dass alles kollabiert und auch der CHF wertlos wird. (In diesem Fall empfehle ich Ihnen aber den Kauf Gewehren und ein paar Kühen). Oder sie kaufen einfach, weil sie glauben, dass das Gold noch eine Zeit lang weitersteigt vor dem Platzen der Blase.

        • Patrick Ryf sagt:

          @Alois Krieger Welches Grosi war 1930 schlauer? Das Grosi, dass ein 20FR Gold-Vreneli zu 20FR gekauft hat oder das Grosi das sein Bares immer in einem Papier-Schein auf 20FR lautend gehalten hat.

          • Anh Toan sagt:

            Ziemlich irrelevant, das Grosi ist tot.

          • Das Grossi anno 1930 war zu diesem Zeitpunkt mit einer Goldmünze gut beraten, diejenigen Münzen, welche das Grossi an die Erben weitergegeben hat, haben nach 80 Jahren gerade mal den aktuellen Wert. Aus dieser Sicht hat das Vreneli enorm an Kaufkraft eingebüsst. Ich habe vor ca. 30 Jahren etliche geschenkt bekommen. Damals hatten sie einen Ankaufswert von CHF 300.-, sind dann auf CHF 75.– zurückgefallen und haben erst ab 2005 wieder an Kaufwert zugenommen. Ich denke, man sollte nicht von Münzen sondern von Barren sprechen. Zum jetzigen Zeitpunkt mögen sie Sinn machen und die Kaufkraft erhalten oder einigermassen ausgleichen. Sollte sich eine Hyperinflation einstellen, muss sowieso jeder mit einer Währungsreform rechnen, da mit Gold oder Silber mangels erhältlicher Menge für den Umlauf gar nicht bezahlt werden kann. Hätte ich 2007 mein gesamtes CHF-Vermögen in ETFs (entsprechend risikoreich) inverstiert, hätte sich dieses um das Dreifache erhöht, mit Goldbarren aber nur um das Doppelte. Die Diskussionen um Gold und Silber werden inzwischen schon bald zur Glaubensfrage. Ich halte es da eher mit Alois Krieger. Mit Gewehren kann man sich verteidigen, mit Kühen ernähren und Überschuss zum Goldpreis verkaufen. Da wird mancher sein Gold und Silber schneller los als ihm lieb ist.

          • Urs sagt:

            Aber Nein, Hr. Toan, das Grosi war damals ein junges Fräulein und könnte heute so um die 90 jahre alt sein…

            🙂

          • Anh Toan sagt:

            @Urs: Noch was philosopphisches:

            OK, das Grosi ist heute 90 Jahre,mit karger Rente in 1-Zimmer Mietskaserne. Wafuer wuerde das Grosi sein Vreneli hergeben? Eher wuerde es sterben!

          • Hanspeter Niederer sagt:

            Antoine@1631 + 1932: glauben Sie im Ernst, dass Ihre Arroganz als Argument durchgeht?

          • Alois Krieger sagt:

            Das Grosi hat 80 Jahr lang keinen Zins auf die 20 Franken gehabt. Hätte es das Geld mit 5% verzinst bekommen, dann hätte es jetzt fast 1000 Franken.

            In den 30er Jahren war noch ein Goldstandard, die 20 Franken als Goldvreneli zu halten, war trotzdem nicht so blöd. Aber schauen Sie sich an, was passiert wäre, wenn Sie in den 70er oder 80er Jahren Gold während der Bubble gekauft hätten.

  • Patrick Ryf sagt:

    Was der SFR-Gold Chart oben anzeigt ist sicher nicht, dass die SNB den SFR vom Gold abgekoppelt hat, sondern das der SFR gegenüber Gold an Kaufkraft eingebüsst hat, oder Anders ausgedrückt, der SFR wurde gegenüber der globalen Hart-Währung Gold abgewertet. Dies heisst etwa soviel, wie dass der SFR auch zu einer Weich-Währung gemacht wird. Das dieses Verwässern der SFR-Währung einen sicheren Hafen suchende Anleger abschrecken wird und die allgemeine Flucht vom Fiat-Geld ins Sach- und Bürger-Geld Gold anheizen wird, liegt auf der Hand. Der Goldpreis zeigt keine Abkoppelung sonder eine Verluderung des SFR an. Wegen des ruinösen Abwertungs-Wettlaufes der Währungen bleibt der SNB wegen der Wirtschaft und den Arbeitsplätzen keine andere Wahl als bei diesem perversen Abwertungs-Spiel mitzumachen. Eine kaputte Währung ist aber ein sehr hoher Preis der dafür zu bezahlen ist. Vielen scheint die Zerstörungskraft dieses Inflations-Krieges in keiner Weise bewusst zu sein. Sie sehen mittelfristig keine Inflation, dabei wird gerade in dem Moment der grösste Inflations-Tsunamie aller Zeiten geboren und in ca. 2-3 Jahren wird als Teuerung an Land kommen und grosse Zerstörungen hinterlassen. Als Vorgeschmack sehen wir jetzt gerade die erste Geldmengen-Inflations-Welle die vor drei Jahren geschaffen wurde an Land kommen.

    • Anh Toan sagt:

      @Patrick Ryf: Also wie kann der CHF zum Gold an Kaufkraft verlieren, zur Hartwaehrung Gold abgewertet werden, wenn der CHF (noch) an Gold gekoppelt ist? Sie schreiben: Der Wagen wurde nicht von der Lok abgekoppelt, er hat sich von der Lok entfernt!

      • Patrick Ryf sagt:

        Ein KG Gold bleibt immer ein KG Gold. Die Frage lautet, wie viele SFR muss ich für ein KG Gold bezahlen. So gesehen steigt also nicht der Goldpreis, sondern je mehr SFR ich brauche um ein Kilo Gold zu kaufen, desto weniger Kaufkraft hat der einzelne SFR. Es ist also nicht der Goldpreis der steigt, sondern der Schweizer Franken verliert an Wert. Wenn mehr SFR produziert werden, wird es tendenziell zu einem Steigen der Preise, also zu Teuerung kommen. Der steigende Goldpreis ist daher nicht eine Konsumgüter-Teuerung sondern eine Vermögens-Teuerung. Im Endeffekt ist es aber immer eine Umverteilung von den Haltern von SFR zu denen, die in reale oder fiktive Werte, deren Preis steigt, investiert sind. Geld ist in seiner Geschichte im freien Markt immer aus einer Sache zu einem Sachgeld in der Weise geworden, dass der Markt die liquideste Sache als Tausch- und Wert-Aufbewahrunsmittel ausgewählt hat. Das praktisch alle Völker der Erde früher oder später bei Gold und Silber gelandet sind, zeigt dass es die Funktion von Geld immer am besten erfüllt hat. Dieses Sach-Geld ist aber nicht nur ein Tauschmittel, sondern eben auch ein Wert-Aufbewahrungsmittel, dass es dem Sparer erlaubt, ihren Konsum in die Zukunft zu verschieben. Da das Fiat-Geld wegen Überproduktion immer mehr seine Wert-Aufbewahrungs Funktion verliert, flüchten immer mehr informierte Sparer in die wertbeständigere Sache Gold. Wie wir beobachten können, verliert das inflationierte Fiat-Geld immer mehr auch die Tauschfunktion, weil in einem Produktions-Wettlauf des Fiat-Geldes und den daraus entstehenden Währungs-Turbulenzen eine Kalkulation für die Wirtschaft unmöglich wird. Der freie Markt ist gerade daran, Gold und Silber wieder zu Monetisieren, also zu Geld zu machen, weil es in der Geschichte die Aufgaben von Geld immer am Besten erfüllt hat. Es gibt kein Fiat-Geld das langfristig überlebt hätte. Langfristig zeigt die Höhe des Goldpreises an, wie viel Fiat-Geld produziert wurde und sichert in dem abgleichen der Nominale die Kaufkraft. So gesehen ist es noch keinem Fiat-Geld langfristig gelungen sich vom Gold, dem wahren Markt-Geld der freien Bürgerschaft abzukoppeln.

    • Alois Krieger sagt:

      Hayek und Co. wird das passen. Er kann sich weiterhin als sozialen Arbeitgeber brüsten, muss keine Leute entlassen (deren Löhne sinken ja mit dem schwachen Franken) und dazu macht er noch einen Gewinn auf seine Privaten Kredite. Deshalb ist übrigens diese Währungspolitik in der Wirtschaft so beliebt, die meisten Manager halten die Anteile an ihren Firmen zum Teil auf Kredit. Ein schwacher Franken bedeutet einen Vermögenstransfer von Sparern zu Schuldnern.

      Man brauch übrigen nicht auf Gold zu schauen, um die Kaufkraft des Frankens zu beurteilen. Gemessen Rohstoffen (wie Öl, Weizen etc.) ist der Franken nicht gestiegen.

  • Matthias Vogelsanger sagt:

    „Es sieht ganz schlecht aus.“ Soll ich mir einen Strick kaufen, Herr Straumann? Oder vielleicht doch die nächste Woche abwarten?

    • Basta sagt:

      Ich musste durch Lebensumstände bedingt von sehr wohlhabend auf arm umstellen. Die ganzen schönen Spielzeuge und Prestigeobjekte habe ich verloren. Ich lebe heute anders, aber glücklich. Glücklich, weil ich mich nie über meinen Besitz definiert habe. Wenn der Euro gerettet werden soll, dann braucht die EU eine zentrale Wirtschaftsregierung und 24 nationale Wirtschaftsminister werden überflüssig. Ein Währungsraum mit 25 verschiedenen Wirtschaftspolitiken kann nicht funktionieren. Die nationalen Politiker scheinen aber noch nicht reif genug zu sein, um auf Macht zugunsten von Brüssel zu verzichten. Durch diese egoistische und ich-zentrierte Haltung treiben sie aber Europa in die grösste Krise seit dem 30-jährigen Krieg. Damit handeln sie völlig unverantwortlich und gegen das Interesse aller europäischen Bürger. Der Zerfall der Eurozone und damit der EU ist parktisch unabwendbar und die Folgen davon sind völlig unkalkulierbar. Wegen eigenütziger Machtüberlegungen einzelner nationaler Politiker… Unglaublich, aber wahr. Leider. – Wahrscheinlich wird das auch auf Sie, werter Mathias Vogelsanger, einen Einfluss haben. Ob Sie sich den bald neuen Lebensumständen anpassen wollen oder lieber den Strick nehmen, das muss ich freilich Ihnen selber überlassen. Als Tipp darf ich Ihnen verraten, dass jede Krise auch wieder neue Chancen beinhaltet. Und dass wir in einer Zeit grosser Umbüche leben, ist Ihnen hoffentilch auch schon aufgefallen. Wir erleben den reinen Kapitalismus in seinen letzten Zügen, den Zusammenbruch des auf Zinseszinsen basierenden Wirtschaftsmodells. In zehn Jahren wird nichts mehr so sein, wie es war. Es wird aber sicher auch einiges dabei haben, das besser ist, als es früher war.

    • Stephan Roos sagt:

      Herr Vogelsanger, es sieht wirklich schlecht aus. Die Entscheidung können wir Ihnen nicht abnehmen.

    • Matthias Schneeberger sagt:

      Nein, Gold und Silber, sie werden demnächst in andere Sphären vorstossen, die alle überraschen wird. Alle Sparer werden ihren Haircut bekommen, das ist sicher. Der Franken ist nur mehr eine reine Papierwährung, wie alle anderen auch. Alles wird nun gegen Gold und Silber abwerten, jede Papierwährung, und zwar massiv.. Geduld bringt Rosen.

      • Beat Grütter sagt:

        Wenn das Volk anfängt, auf Gold zu setzen, dann steht mit Sicherheit unmittelbar ein Preiseinbruch bei diesem Edelmetall bevor. Lange wurde es hochgejubelt. Doch wenn die Grossinvestoren anfangen ihre Gewinn zu realisieren, d.h. ihr Gold zu verkaufen, d.h., spätestens bei 2000 USD/Unze, bzw. bei Fr. 50`000.00 pro Kg bricht der Preis wieder um bis zur Hälfte ein, wie vor dreissig Jahren. Einzige Stütze des Goldes ist momentan die Geldentwertung, die vermutlich bald durch die Herausgabe von neuen Währungen hinfällig wird. Dann werden die Karten völlig neu gemischt und der Handel mit der „Ersatzwährung“ Gold voraussichtlich verboten und das Gold enteignet. Die Sicherheitsfreaks werden dann die Dummen sein und die Hypothekarschuldner sich die Hände reiben, weil man ihnen ihre Schulden erlassen wird.

  • Adrian Tschui sagt:

    Wenn man von Gold aus rechnet, so wird im Moment gerade enorm viel (ehrlich angespartes) Vermögen in CHF vernichtet… Ist es das Wert?

  • Andres Müller sagt:

    Ich weiss nicht ob das ein Erfolg ist, dass sich nun der Goldpreis auch gegenüber dem Franken erhöht. Was bewirkt das Wirklich? Ein weiterer Vertrauensverlust in Fiat Money und damit kommen wir an die Schwelle wo Deflation in eine weltweite Inflation der Währungen umkippt. Da werden Einige zwar frohlocken, aber wohl wiederum nun jene die sich ein Golddepot leisten können. Ich würde nun empfehlen den Franken in Gold zu sichern. denn die Interventionen der SNB werden den Goldpreis zum Franken künstlich erhöhen.

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