Die Weltwirtschaft steht vor einem Sturm

Präsident Trump tut alles, um die internationale wirtschaftliche Architektur zu zerstören. Foto: Keystone

Die Zeichen für die Weltwirtschaft stehen auf Sturm. Für das wirtschaftlich bedeutendste Land der Eurozone und den mit Abstand wichtigsten Handelspartner der Schweiz, Deutschland, warnt dessen Bundesbank vor einer Rezession. Auch in den USA nehmen die Rezessionsängste zu. 

Diese Aussicht wäre keine Katastrophe. Notenbanken und Staaten haben in gewöhnlichen Zeiten die Möglichkeit, darauf angemessen zu reagieren. Selbst den totalen Einbruch der Weltwirtschaft im Zuge der Finanzkrise vor zehn Jahren konnten sie aufhalten: mit radikalen Zinssenkungen und weiteren Geldspritzen der Notenbanken, Konjunkturprogrammen der Staaten und einer internationalen Koordination des Vorgehens.

Die Politik ist mitverantwortlich für die Krise

Gemessen an den Wirtschaftsindikatoren, droht kein Einbruch wie 2008. Aber die Politik, um die Lage wieder zu beruhigen, ist nicht mehr vorhanden. Die Politik ist sogar mitverantwortlich für die Krise.

Wie gefährlich die Lage geworden sind, hat sich in den letzten Tagen drastisch gezeigt. Im US-Bergort Jackson Hole haben sich die führenden Notenbanker ab dem Donnerstag versammelt. Im Umfeld des Treffens hat eine Reihe von Ex-Kollegen der Amtsinhaber ausgesprochen, was diese nicht sagen dürfen, ohne eine Katastrophe auszulösen: dass die Geldpolitik am Ende ist. Solches war vom Ex-Chef der Schweizerischen Nationalbank (Philipp Hildebrand), dem Ex-Vizepräsidenten der Europäischen Zentralbank (Vitor Constancio) und jenem der US-Notenbank (Stanley Fischer) zu vernehmen. 

Vom Feuerchen zur Katastrophe

Auch die Staatschefs der führenden Industrienationen versammelten sich am Wochenende zum G-7-Treffen im französischen Biarritz. Was aus deren Umfeld zu vernehmen war, ist geradezu schockierend. Nicht nur fehlt eine Bereitschaft zu abgestimmten Konjunkturmassnahmen. Ausgerechnet der Präsident der USA – der führenden Schutzmacht der internationalen wirtschaftlichen Architektur nach dem Zweiten Weltkrieg – tut alles, um ebendiese Architektur zu zerstören. Den Handelskrieg hat er in den letzten Tagen weiter verschärft. Und indem er glaubt, den Unternehmen befehlen zu können, wo sie investieren und produzieren sollen, verschärft er die schon bestehende Unsicherheit und den Abschwung noch weiter. 

Es droht kein ökonomischer Grossbrand wie 2008, aber diesmal fehlt nicht nur eine Feuerwehr zum Löschen – ein Feuerwehrkommandant befeuert den Brand noch weiter. So kann auch ein kleines Feuerchen zur noch grösseren Katastrophe werden als jene vor zehn Jahren.

112 Kommentare zu «Die Weltwirtschaft steht vor einem Sturm»

  • Lucas Wyrsch sagt:

    Mark Angler beschreibt das Immobilien Problem der Schweiz in den 1990er Jahren, welches von Martin Lüscher in der Finanz + Wirtschaft in „die Schweizer Immobilienblase der Neunzigerjahre“ vom 17. November 2015 beschrieben wird: „In den Achtzigerjahren herrscht in der Schweiz Hochkonjunktur.
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    Die Rezession ist 1983 überwunden, die Inflation sinkt von 5,6 auf 3%. “
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    Doch dann der Schock: Am 19. Oktober 1987 verliert der amerikanische Aktienindex Dow Jones Industrial 22,6%.
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    Die SNB leitet den Absturz ein: 1989 erhöht sie den Diskontsatz von 3,5% auf 6%.
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    Im Oktober doppelt der Bundesrat nach.
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    Die Zinssätze für neue variable Hypotheken steigen von 5% 1989 in zwei Jahren auf 8%.
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    Jetzt sinken Zinsen überall!

  • Lucas Wyrsch sagt:

    In den meisten Ländern der Welt sind die Gesetze so, dass auf Immobilien, die vor mehr als 20 Jahren gebaut wurden, keine Hypothekarkredite mehr gewährt werden!
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    Die Schweiz ist ein Spezialfall!
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    Die Blase von 2008 der subprime Krise entstand, weil 2004, um die Wiederwahl von George W. Bush zu erleichtern, armen Menschen Hypothekarkredite zu 110% des Hausverkaufs und zu einem Hypothekarzins von nahe 0% ausgeliehen wurde!
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    Ab 2014 trieb der damalige Chairman des Fed, Alan Greenspan, die Prime Rate kontinuierlich nach oben, was die Subprime Krise auslöste!
    Quelle: Fed Funds Rate History with Its Highs, Lows, and Charts, the balance
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    2004:
    30. Juni: 1.25%
    10. August: 1.5%
    21. September: 1.75%
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    2006:
    29. Juni: 5.25%
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    Diesen Zinswahnsinn gibt es heute nicht!

    • M. Cesna sagt:

      In vielen Ländern gehört nach zwanzig Jahren einem die Hütte selber, der Ärger mit der Bank ist so vorbei.
      … in der Schweiz aber nie, weil man eigentlich meist nur der „Hauswart der Bank“ ist, der der grösste Teil der Hütte immer noch gehört (per Kredit).

    • aRGee sagt:

      Genau. In der Schweiz leased man ein Haus und kauft es nicht

  • Peter Müller sagt:

    Das ohne wirklich harte Fakten zu bringende herbeireden von wirtschaftlichen Krisen, Abschwüngen und Börsencrashes aus den Reihen der Ökonomen ist so alt wie deren Wissenschaft selbst. Es ist das Stellung beziehen einiger geltungsbedürftiger die dann als erste kommen wenn’s passiert ist, seht ihr, ich habs ja gesagt. Aber noch keiner dieser möchtegern Nostradamus hat eine Krise begründet und präzise vorausgesagt. Sie wissen, irgendwann bekommen sie recht. Das reicht ihnen.

    • Claire Deneuve sagt:

      Falsch Müller: Der ehemalige Chefökonome William White hat die ganze Subprime Krise schon 2003 in einem detaillierten Vortrag in Jackson Hole vor der ganzen Zentralbankerelite erschreckend genau vorausgesagt!
      Nur Allan Greenspan hat ihn einfach ignoriert und hat weiter seine aktienmarktdevote Zinspolitik gefahren!

  • Lucas Wyrsch sagt:

    Das Problem aller Wirtschaftswissenschafter der Welt ist, dass sie sich auf den falschen Markt fokussieren, den Schuldenmarkt!
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    Sie kennen den schnellst wachsenden und wichtigsten Markt der Welt nicht, den Immobilienmarkt!
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    Immobilien sind die weltweit größte und wichtigste Anlageklasse.

    Alle Immobilien auf der Welt, einschließlich Gewerbe- und Wohnimmobilien, sind schätzungsweise US$228 Billionen wert.
    Quelle: Savills Report: How much is the world worth? 17. Januar 2019
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    Um diese Zahl in die richtige Perspektive zu rücken, es ist mehr als das 12-fache des BIP der USA oder das 18-fache des BIP Chinas.
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    Die globalen Immobilienwerte sind 2016 um 5% gestiegen, das BIP-Wachstum jedoch nur 2,3%!
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    REITs sind der dynamische Goldstandard der Absicherung!

    • Rolf Zach sagt:

      Nur ein Gedanke. Ist dieses schnellere Wachstum der Immobilien-Werte nicht auch ein Zeichen, dass das Einkommen der Leute in den Ländern mit Wirtschaftswachstum zugenommen hat?
      Man kann sich natürlich fragen, in welchem Segment der Einkommens-Verteilung. Auf alle Fälle steht auf der Gegenseite die gegenwärtige Kredit-Pyramide und ist diese für die Immobilien-Schuldner stabil oder brüchig?

      • Lucas Wyrsch sagt:

        Interessante Fragen Rolf Zach,
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        Als ich 1984 an der Peking Normal University studierte gab es in ganz China noch keinen einzigen Wolkenkratzer und der durchschnittliche Monatslohn dürfte bei 50 Yuan RMB gelegen haben.
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        China war zwischen 1950-1976 das ärmste Land der Welt.
        Quelle: Armut in der Volksrepublik China, Wikipedia, Armut in der Zeit Maos (1949–1976)
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        Heute soll der duchschnittliche Monatslohn in China bei umgerechnet €668.- liegen
        Quelle: Durchschnittliches Einkommen weltweit, Länderdaten.info
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        Somit ist das Einkommen in China zwischen 1984 und 2018 in der Tat massiv gestiegen.
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        Da fast alle Immobilien weltweit, die vor mehr als 20 Jahren gebaut wurden, schuldenfrei sind, und hier nur der Entstehungswert publiziert wurde. sind Immobilien als Anlagen sicher!

        • Thomas Hartl sagt:

          Warum glauben sie, dass Immobilien, die vor mehr als 20 Jahren gebaut wurden, nicht mehr beleiht werden? Die tiefen Zinsen laden doch geradezu ein, Hypotheken aufzunehmen, egal wie alt der Bau ist. Zugleich gehen die Preise durch die Decke, wie der Case-Shiller-Index beweist. Für mich riecht das nach einer ähnlich üblen Blase, wie 2008.

        • Jan Svoboda sagt:

          @Wyrsch

          „sind Immobilien als Anlagen sicher!“

          Das war der Lacher des Jahres, damit solltest Du im Zirkus auftreten.

  • Nadine Binsberger sagt:

    Dieses ökonomische System ist sowieso nicht zu retten. Wir wissen seit Jahrzehnten, dass es nicht nachhaltig sein kann, weder ökonomisch, noch sozial noch ökologisch. Es ist deshalb absolut völlig egal, wer gerade an den Schalthebeln der politischen oder fiskalischen Macht sitzt. In dem Moment, wo dieses Ding Risse bekommt, versucht jeder und jede alles zu tun, was gerade irgendwie sinnvoll erscheint – aus der jeweiligen politischen oder ökonomie-theoretischen Warte heraus. Was es braucht, wäre aber ein System Change, anstelle der Rettungsversuche eines nicht nur lecken sondern für jede heute vorstellbare Reise gänzlich ungeeigneten Schiffes.

    • Lucas Wyrsch sagt:

      Nadine Binsberger kann, wenn Sie will, die letzten Zahlen von Compenswiss ansehen!
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      Compenswiss ist der Ausgleichsfonds der AHV!
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      Klicken Sie auf „Vermögen“, sehen Sie, dass Compenswiss am 01. Januar 2019 ein Vermögen von CHF 34.3 Milliarden und am 30. Juni 2019 ein Vermögen von CHF 37.1 Milliarden besass!
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      Somit wuchs das Vermögen von Compenswiss ist der Ausgleichsfonds der AHV in nur sechs Monaten um CHF 2.8 Milliarden oder 8.2%!
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      Auch alle Pensionskassen sollen in nur sieben Monaten eine Performance von 8.27% erreicht haben lehrt uns die UBS.
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      Es gibt sehr wohl nachhaltiges Wachstum und dies ist vor allem im globalen Immobiliensektor!
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      Indien erreicht rasche Zuwächse beim wertvollsten Gut der Welt, Immobilien!
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      Kennen Sie das Immobilienwachstum von Indien?

      • Rolf Zach sagt:

        Nichts kann den Kapitalismus ersetzen, denn er ermöglicht autonome Entwicklungen im Wirtschaftsleben. Dieser Kapitalismus hat die Unterscheidung zwischen Besitz und Eigentum gebracht und damit eine gewaltige Geld- und Güter-Pyramide in Schwung gebracht. Ich verweise auf Heinsohn und Braudel.
        Nur ist der Kapitalismus ein Monster, dass unter Umständen seine eigenen Kinder frisst. Er braucht deshalb Regulierung und Überwachung in einer offenen Gesellschaft und dies nennt sich soziale Marktwirtschaft.
        Der Sowjet-Kommunismus hat versagt, weil er die Autonomie und damit die Verantwortung der einzelnen Träger in einer Volkswirtschaft verneinte.

      • Taric Trent sagt:

        Ich sage ihnen hier einmal warum Immobilien überhaupt nichts mit nachhaltig zu tun haben: Eine Immobilie veranstaltet selbst keine Produktion und schafft damit keinen Wert, ist also als Geldquelle 100% davon abhängig, dass der Laden rundherum läuft – eine Schmarotzerei von den Grundeigentümern an der nationalen Wertakkumulation. Ist es mit der vorbei, ist es auch mit den Immobilienpreisen vorbei und damit mit Geldquelle Grundeigentum. So.. wenn sie das nachvollziehen können, dann hilft das ihnen hoffentlich von ihrem Finanzberater-Tripp herunterzukommen.

  • Alex sagt:

    Wenn China den Kreditimpuls abflauen lässt dann schwächt sich die Weltwirtschaft ab, ähnlich in 2015. Die FED gesellt sich noch mit einer straffen Geldpolitik (2017-2018 0,75/1,00->2,25/2,50 Fed Funds Rate) dazu, womit US$-Kredite teurer werden (Türkei, Argentinien). Das wäre auch ohne Trump geschehen. Zwar zu einem anderen Zeitpunkt, da der Fiskalimpuls mit dem TCJA 2018 die FED zum antizyklischen Handeln gebracht hat (was Trump Powell vorwirft).

    Ausgerechnet die USA betreibt zurzeit Konjunkturmaßnahmen (fragwürdige). Die Koordination kann man sich eher mit der Eurozone schenken. Deutschland (Weidmann, Scholz) hat schon bekundet das es kein Interesse an Weltwirtschaft hat wenn es keine positiven Leistungsbilanzüberschüsse gibt.

    • Rolf Zach sagt:

      1. China hat eine Binnenwährung. Die einzige Währung, die zählt für seine Wirtschaftsbeziehung zum Ausland, ist der US$. Der chinesische Markt ist riesig und kann durchaus in vielem für sich selber sorgen. Was aber für uns, die westlichen Industriestaaten zählt, ist seine Nachfrage nach unseren Gütern und ob sie uns mit ihren Exporten auf Märkten von Dritten (Entwicklungsländer) verdrängen können.
      2. Chinesen müssen für ihre Immobilien und Wertschriften, die sie in den USA, Großbritannien und der EU kaufen, in $, £ und € zahlen. Die haben nämlich eine riesige Kapitalflucht!
      3. Leistungsbilanz-Überschüsse sind generell inländischer Konsum-Verzicht und auch ein Zeichen, dass nicht im Inland investiert wird. Wer sind auch die Akteure der Leistungsbilanz eines Landes?
      Sehr wichtig!

      • Alex sagt:

        Ich verstehe nicht worauf sie hinaus möchten. Mein Kommentar bezieht sich auf den Artikel und meine Erklärung, dass nicht nur Trumps stümperhafte Tariffpolitik und Twittertiraden (US-Unternehmen verbieten in China zu investieren) für die Abschwächung der Weltwirtschaft verantwortlich ist.

        Auch ist die Argumentation mit dem Feuerwehrkommandanten fehl am Platz, da die Eurozone auch ohne Obama in der Lage ist Feuer im eigenen Haus zu legen (Eurokrise ist immer noch nicht gelöst). Die abgestimmten Konjukturmaßnahmen sind mit Maastricht, Fiskalpakt und Schuldenbremse nicht möglich und das hat nichts mit Trump zu tun, sondern mit einer desaströsen Politik in der Eurozone die partout durch Merkantilismus sich sanieren will. Sehr gut erkennbar an der zurzeitigen Rhetorik aus Deutschland.

  • Claire Deneuve sagt:

    Sicher kann man die Zentralbanken als die Feuerwehrleute des Spätkapitalismus bezeichnen, aber der Vergleich, dass sie den Brand immer weiter befeuern dünkt mich falsch. Wenn schon ist es der Wasserschaden, der manchmal grösser sein kann als der Brandschaden.
    Nur wenn man ein Feuer nicht richtig löscht, dann fängt es schnell wieder an zu brennen. Wie Europa heute aussehen würde, wenn der Club Med allesamt Staatsbankrotte hätten anmelden müssen, den Rest der EU inkl. Heidiland auch gleich mit in den Abgrund gerissen hätte, das wäre vermutlich noch einiges übler. Dann wäre vermutlich ein Björn/Bernd Höcke in D aussichtsreichster Kanzlerkandidat, in F auch eine Blondine an der Macht und da die auch nur mit Wasser kochen können, hätten wir vermutlich schon bald mal wieder Weltkrieg!

  • Santiago Sevilla Lic.Oec.publ. sagt:

    Sehr niedrige Zinssätze sind nicht unbedingt Anlass zu neue Investitionen, wenn die Stimmung depressiv ist. Niedrigere Zinssätze vermindern den Wachstum der Geldmenge, und verursachen einen Rückgang der allgemeinen Nachfrage nach Konsumgütern. Zinssatzänderungen vermehren oder vermindern die Geldmenge je nach Hóhe des Satzes. Die Negativzinsen sind depressiv für die Wirtschaft. So hat mein Professor Friedrich Lutz an der Universitát Zürich doziert. Das ist reine Mathematik.

    • Claire Deneuve sagt:

      Sevilla: Es fragt sich einfach, wann Ihnen Herr Prof. Lutz dies gelehrt hat? In den 90ern oder allenfalls in der ersten Hälfte des 21. Jh als die Welt noch „normal“ war, die Gesamtverschuldung aller Akteure zw. 100-150% des Welt-BIP oszillierte?
      Nun haben wir aber nicht mehr ceteris paribus Verhältnisse. Die Gesamtverschuldung der USA liegt bei 74.1 Bio, das sind rund 347% des BIP von 21.33 Bio Der Zinsaufwand beträgt gemäss US Debtclock bei 3.185 Bio pa, das sind fast 15% des BIP!
      Da dies unmöglich alles erwirtschaftet werden kann, wird ein Teil einfach dem Schuldenberg dazugeschlagen, was wiederum eine Geldmengenausweitung zur Folge hat.
      Einen solchen Leverageeffekt hatte er vermutlich noch nicht berücksichtigt bei dem +1% Zinsen 3.5% höhere Zinskosten nach sich ziehen.

      • Rolf Zach sagt:

        Eine solche Geldmengen-Ausweitung kann sich eine normale Landeswährungen nicht erlauben, dies können nur Reserve-Währungen. Wir haben eine allmächtige Reservewährung und dies ist natürlich der $. Wir leben im Zeitalter des Dollar-Standards! Alle Welt will $, mit Ausnahme derjenigen Staaten, die €, Yen oder SFr haben. In einer verunsicherten Welt voller Rechtslosigkeit und Eliten, die einander nicht trauen, kann der $ riesige Defizite in der Leistungsbilanz, wie auch im Budget, sich erlauben. Der € hat noch nicht einen solchen Vertrauensbeweis, obwohl im gesamten € -Raum solider gewirtschaftet wird, aber es nimmt zu. Der SFr ist gleich Gold, eine Reservewährung mit keinen Schulden im Ausland, deshalb muss die SNB unserem Staat in Milliarden-Höhe SFr auszahlen. Wir wollen profitieren!

        • Claire Deneuve sagt:

          Zach: Was heisst denn da keine Schulden im Ausland?
          Das CHF Gebiet hat aktuell 1.837 Billionen CHF External Debts, wie die SNB das monatlich aufzeigt.
          https://www.snb.ch/en/mmr/reference/imfsdds_2019_08_14/source/imfsdds_2019_08_14.en.pdf
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          Und hören Sie doch mal auf mit diesen SNB Umverteilungsphantasien, bald werden die Währungskriege noch zunehmen und dann braucht die SNB noch mehr als genug Pulver!
          Diese Initiative mit den Negativzinsen der AHV zuzuführen, das ist ja noch OK, aber das ist eine andere Dimension als die x-Dutzend-Milliarden, die Sie einfach mehr oder weniger sinnfrei umverteilen wollen!
          Nun Herr Zach, die SNB wird so oder so nicht auf Sie und andere Grossumverteiler hören, darum können Sie eigentlich aufhören mit Ihrem Wunschkonzert.

          • Rolf Zach sagt:

            Die Zahlen wegen Claims and Liabilities to non-residents ist die Schatzkiste für ausländisches Hot Money, angelegt in SFr bei den hiesigen Banken und diese zahlen garantiert keine Negativ-Zinsen. Das Negativ-Zins Regime der SNB ist so aufgelegt, dass es die Ausland-Kundschaft der Schweizer Banken nicht vergrault, im Gegensatz zu 1978.
            Abgesehen davon ist Differenz zwischen Claims und Liabilities entspricht den Aktiven der SNB in Devisen. Sie sprechen von brutto, ich von netto und das zählt.
            Was sagen Sie zum £-Bestand der SNB? Wie hoch wird der Verlust sein, 10 Milliarden SFr?(Der Monte-Ceneri Eisenbahntunnel kostet weniger!). Wann entledigt sich die SNB vom £-Bestand? 2021, wenn wir einen £ Kurs von 0.5 £ für einen SFr haben.

          • Rolf Zach sagt:

            Was sagen Sie, Frau Deneuve, sollen wir die heraufkommende $ Inflation mitmachen oder nicht. Wenn wir gegenüber $ aufwerten mit einem Kurs von 60 Rappen für 1 $ (ich kann ihnen versichern, die Inflation in den USA ist bereits unterwegs), dann kann die die SNB ihre ganze Gewinn-Reserve von 150 Milliarden SFr ins Kamin schreiben und den Wechselkurs kann sie doch nicht verteidigen, nicht gegenüber dem $ und auch nicht gegenüber dem €, der auch aufwertet gegenüber dem $, aber weniger stark. Mit Ausnahme, die Schweizer wollen eine Inflation von 10 %. Ist die Berechtigung einer Notenbank dafür zu sorgen ihre Devisenbestände zu entwerten und nach der Entwertung dem Volk zu erzählen, wir sollen den Gürtel enger schnallen, wie in der Depression von 1974/75, die schlimmer war als 34/ 35?

          • Claire Deneuve sagt:

            Zach: Ich glaube Sie irren sich. Von den aktuell 592 Mrd Franken die bei der SNB potentiell zinsbefreit sind (478 Mrd von CH Banken, 113 Mrd Guthaben von Bund, ausländ. Banken und sonstigen) sind bei den CH Banken schon mal rund 340 Mrd Neg. Zins befreit (mal will ja den CH-Kleinsparer nicht auch noch mit Negativzinsen verärgern, sonst kommt er noch auf die Idee einen Bankrun zu machen).
            Von den rund 600 Mrd ausländischen Kapitalien, die in den letzten 10 Jahren in die CH geflossen sind, wird vermutlich ein grösserer der 2.08 Mrd Negativzinseinnahmen an ausländische Gutbetuchte mit Mio Vermögen abgezwackt und das ist auch gut so. Sollen die Oligarchen blechen!
            2.08 Mrd mit 0.75% kapitalisiert ergibt übrigens nur Neg. Zinsen auf 277 Mrd.
            Das sind „nur“ 26% der Geldmenge M3

          • Claire Deneuve sagt:

            Zach: Apropos £: Im Oktober 2016 war das £ mit Fr. 1.21 ähnlich tief wie heute mit 1.2 und seither hat die SNB gerade mal 3.4 Mrd von dem Zeugs dazugekauft. Immerhin hat das auch noch was an Zinseinnahmen gebracht über 3 Jahre.
            Viel mehr als 1:1 wird das £ nicht abserbeln und dann wären vielleicht selbst die Briten wieder einmal etwas kompetitiver.
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            Der US$ auf 0.6 Fr dünkt mich jetzt doch ein etwas gar pessimistisches Szenario — dann hätte die CH zuallerst mal ein gröberes Problem. 0.85 bis 0.9 kann ich mir längerfristig noch vorstellen, aber so einen Verlust kann unsere SNB ja noch aus der Portokasse bezahlen, das wären 35 Mrd Verlust.
            Was wirklich sexy ist bei der SNB L/S Hedge Konstruktion, wir sind als vermutlich einzige Währung der Welt gegen Abwertung abgehedged.

  • Markus Ehrler sagt:

    Die Weltwirtschaft hat sich 20 Jahre fehlentwickelt, weil wie jeder Totalitarismus auch der global-totalitäre perversions-metastasierend dem Menschen-Wohl abträglich ist. Marktwirtschaftlich pulverisiert freie Wettbewerbs-Vielfalt mit permanenten Gleichgewichtskräften in allen Segmenten ist die Lösung für eine menschenfreundliche Zukunft. Der 45. US-Präsident ist erfolgreich am Paradigma-Wechsel für eine menschenfreundliche Zukunft.

    • Claire Deneuve sagt:

      Ehrler: „Der 45. US-Präsident ist erfolgreich am Paradigma-Wechsel für eine menschenfreundliche Zukunft.“
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      Sie meinten wohl eher eine menschenUNfreundliche Zukunft.
      Wenn viele Amis mit ihren junkfoodverfetteten Wurstfingern halt nicht mehr so produktiv sind wie die bienenfleissigen und erfolgshungrigen Chinesen mit ihren filigranen erfolgshungrigen Fingern, dann ist das wohl mittlerweile eher eine evolutionäre Entwicklung! Und gegen die Evolution ist auch der orange Riese ziemlich machtlos!

    • andy sagt:

      Ihr blinder Glaube an den Präsidenten zeigt wie wenig Sie von Menschen, Politik und Wirtschaft verstehen.

      Gut! Leute wie sie, brauchen einen übermenschlich erscheinenden Leitochsen, um nicht gänzlich aus dem Rahmen der Bedeutungslosigkeit zu fallen.

      Another brick in the wall – Egal ob Präsi oder Bettler

    • Rolf Zach sagt:

      Nobel-Preisträger Angus Deaton bestreitet ihre Ansicht. Die gegenwärtige US-Administration fördert das Einkommen und Vermögen von 1 % der Amerikaner, die Millionäre sind. Die sogenannte Laffer-Kurve! Für mich ein Rezept für zukünftiges Desaster!

    • Linus Huber sagt:

      Sie erkennen die größeren Zusammenhänge gut, Markus. Es ist komplett bedeutungslos, ob man Trumps Gehabe und Verhalten gut findet oder nicht, sondern einzig die Infragestellung der als alternativlos klassifizierten forcierten Globalisierung ist unter dem Strich von Bedeutung.

  • Markus Meier sagt:

    „Stop economic growth, stop climate warming!“

    Rezession ist gut fürs Klima. Desto massiver die Rezession, desto besser für unsere Zukunft. Man kann es noch prägnanter ausdrücken: Ohne Rezession i.e. Schrumpfung der Wirtschaft wird der Mensch nicht überleben. Man kann nicht ewig mehrere Erden pro Jahr „verbrauchen“. In diesem Sinne, ist dies eine sehr positive Nachricht 🙂

    Aber es gibt ja auch noch jene, die an das Märchen von der Abkoppelung des Ressourcenverbrauchs vom Wachstum glauben. Mit Beispielen wie die der „Öko-Bilanz“ von Cryptowährungen werden aber auch die letzten Technologiegläubigen (Kapitalismus + Technologie = gutes Leben) langsam aus ihrem Traum erwachen. Prost!

    • Claire Deneuve sagt:

      Meier: Und was ist in Griechenland passiert in der langen Rezession? Die Menschen haben im Winter gefroren und weil sie sich das Heizöl nicht mehr leisten konnten, haben sie massig Wälder abgeholzt um damit zu heizen.
      Die Illusion, dass eine Rezession wirklich eine signifikanten CO2 Ausstossreduktion herbeiführen würde ist eine Legende. Im Gegenteil es fehlt dann am Geld für die Energiewende und man lässt die Braunkohlekraftwerke, die ja schon bestehen einfach noch länger rumqualmen.
      Und Oel ist ja sowas von preiselastisch. Mitte 2008 war der Preis noch bei fast 150 US$ Fass, dann brach die Nachfrage nur 2-3% ein und der Preis sauste innert 6 Monaten auf rund 35 US$ runter. So billiges Oel kann man sich dann auch in der Rezession wieder leisten, Klimaschutzeffekt sehr gering!

      • Markus Meier sagt:

        Also gut, immer schön weiter wachsen und den Glauben an das ewige Wachstum nicht verlieren. Gibt es ein ewiges Wachstum? Falsche Frage. Weiter machen. Die „Technologiewende“ wird es schon richten. Mit der neuen Technologie können wir schön weiter Wachsen ohne mehr Ressourcen zu verbrauchen. Ja, wir können sogar mit weniger Ressourcen immer weiter wachsen. Eine Art „Perpetuum mobile“. Die Zukunft gehört uns, wir müssen nur das mit der Wende noch schaffen, dann wird alles gut. Prost!

        • Claire Deneuve sagt:

          Meier: Selbstverständlich dürfen Sie in Ihrem Ponyhofwunschdenken von einer Abkehr vom ewigen Wachstum träumen, nur ignorieren Sie dabei folgende Realitäten:
          a) Die Weltbevölkerung wächst auch noch immer um rund 1.1% pa, das wird noch ein paar Jahrzehnte so bleiben bis wir 0% erreichen
          b) Die Welt ist mit über 300% verschuldet wie nie, alleine die Zinszahlungen auch bei den heutien Tiefstzinsen vielerorts verschlingen zw. 12-14% des Welt-BIP. Davon wird ein Teil einfach dem Schuldenhaufen dazugeschlagen
          c) Milliarden von Afrikanern, Asiaten, Lateinamerikanern träumen auch von einem westlichen Lebensstil und das bedeutet nun mal Wachstum

          • Claire Deneuve sagt:

            d) Und sollte es infolge einer schweren Wirtschaftsdepression zu einer Massenverelendung kommen, dann können Sie fast Gift drauf nehmen, dass reaktionäre Kräfte an die Macht kommen (war schon 1933 so) und dann gehts auch nicht mehr lange bis einer um das Volk abzulenken mit einem Feindbild von aussen einen Krieg anzettelt, der dann schnell mal in einem Weltkrieg enden könnte.
            Und Kriege sind bekanntlich auch nicht sehr klima- und umweltfreundlich und wenn man sieht, wie überall aufgerüstet wird und neue Raketli getestet werden, ist die Wahrscheinlichkeit der hässlichen Mutter aller Szenarios nicht wirklich sehr unwahrscheinlich.
            .
            Von dem her ist weiteres Wachstum vermutlich eben doch noch das geringste aller Uebel. Gut die Schweizer könnten von mir aus aufhören zu wachsen

          • Taric Trent sagt:

            Zu Ihren Vorschlägen für eine Ursache des Wachstums:
            Generell werden Staatsschulden nie abbezahlt, sondern refinanziert, vielleicht gibt es Ausnahmen – und heute wo Wachstum und Zinssatz so etwa bei 0 rumkrebsen, kommt es plausibel – aber früher? Da war ein Riesenwachstum und eine geringe Zunahme der Verschuldung, heute umgekehrt, und doch beides dasselbe? Das Wachstum kann auch keine notwendige Folge einer Zunahme der Bevölkerung sein: Auch Staaten mit konstanter Bevölkerung müssen immerzu (Wirtschafts-)wachsen, oder nicht? Milliarden von Armen träumen schon lange von Reichtum – und bleiben weiter arm.
            Also welchen von ihren 3 Vorschlägen für die Ursache nehmen sie selbst ernst? Oder wollen sie sich in der Frage nicht festlegen?

          • Markus Meier sagt:

            Ich träume nicht, im Gegenteil. Ich sage jediglich, ohne Abkehr von der Wachstumsideologie, kein Überleben für die Menschheit. Ich habe mich persönlich darauf eingestellt, dass das Ende naht und mein Lebenskonzept radikal angepasst. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Mensch fähig ist die notwendigen massiven Verhaltensveränderungen in kurzer Zeit zu vollziehen tendieren gegen Null.

            Faschismus und Kriege (um Ressourcen, später um Nahrung und Trinkwasser) werden kommen, das ist unausweichlich ohne Revolution und Systemänderung.

            Haben Sie Ihr Lebenskonzept auch angepasst oder leben Sie noch im Ponyhof?

            Auf dieser Seite gibt es übrigens verschieden Literaturhinweise zum Thema:

            https://elgar.blog/2017/08/22/can-we-stop-the-advance-of-climate-change-while-growing-the-global-economy/

          • Claire Deneuve sagt:

            Tarik Trent: Ich denke in multikausalen gewichteten Kausalitätsmodellen, Sie scheinbar nicht, dass Sie mir so eine obsolete Frage überhaupt stellen.
            .
            Meier: Nun da Sie sich drauf eingestellt haben, zeigt mir nur auf, dass Sie selbst nicht mehr an eine Abkehr vom Wachstum glauben, da die Weltwirtschaft und die ökologischen Probleme einer MS Titanic gleicht, die den Eisberg schon gesichtet hat, aber der Kurs nicht mehr ändern kann.
            Nein ich habe meine Strategien auch schon angepasst und lebe nicht mehr auf einem Ponyhof. Habe ein 100% abbezahltes schönes Haus und einen grossen Garten wo wir Gemüse anpflanzen. Habe zwar noch ein Auto, aber auf das könnte ich auch verzichten, wenn es sein muss und für mein Trinkwasser habe ich einen Inverse Osmosis 8-fach Filter inkl. UV!

  • Basil sagt:

    Ich empfehle die Lektüre von „Prosperity without Growth“ von Tim Jackson. Es zeigt klar auf was an unserem Wirtschaftssystem von heute nicht stimmt. Ob man nun das Wachstum komplett aufgeben muss kann man diskutieren, aber das sich unser Wirtschaftssystem an den ökologischen Grenzen unseres Planeten ortientieren soll und das Wohl der Menschheit das ultimative Ziel der Wirtschaft sein soll kann man doch nicht infrage stellen (es sei denn man ist einer der vielen Ökonomen die zurzeit die grossen Regiereungen dieser Welt berät).

  • Andi Ochsenbein sagt:

    Das Schuldenproblem wird wie folgt gelöst werden: Die Zinsen für neue Schulden werden auf 1% erhöht, worauf der Wert der bestehenden Anleihen extrem sinkt. Mit den neuen Schulden kauft man die alten Anleihen zurück. Dafür kosten die neuen Schulden dann halt äs bitzeli. (Man überlege einmal, was passiert, wenn dann der Zins für noch neuere Anleihen wieder sinkt.) Und die Pensionskassen müssen 30% in praktisch zinsfreien Anleihen halten, huereluschtig.

    Zum ewigen Weltuntergangsgejammer – hier wieder ganz besonders mit Bezug auf Deutschland: Der Präsident der deutschen Bundesbank warnte diesen Sonntag vor Panik und findet, es seien keine besonderen Massnahmen nötig. https://www.bundesbank.de/de/presse/interviews/-ich-sehe-keinen-grund-zur-panik–804524

  • Monique Saulnier sagt:

    Und „The Donald“, seines Zeichens Zerstörer, wird wo möglich eine zweite Amtszeit bekommen! Vielen Dank auch, Trumpies., auch im Namen der kommenden Generationen.

    • Rolf Rothacher sagt:

      Lustig, Ihre Reduktion. Aber Trump-Hasser sind nun einmal sehr einfach gestrickte Menschen.
      Wer immer noch glaubt, die 500 Mio. Europäer oder die 340 Mio. US-Amerikaner würden wirtschaftlich den Ton auf Erden (und damit den CO2-Ausstoss) bestimmen, der lebt in Wolken-Kuckucksheim.
      6 Milliarden Menschen verlangen weltweit nach einem besseren Leben in der Zukunft. Das bedeutet Arbeit, Einkommen, Konsum, Energieverbrauch.
      Wem immer noch nicht klar ist, dass es völlig egal ist, was USA/Europa tun, ob wirtschaftlich oder klima-technisch, ist heillos naiv.

      • Mark Angler sagt:

        Heute sind die westlichen Industrienationen die grössten Klimasünder. Das sind Fakten. Darauf basierend ergibt sich die Verpflichtung, dass wir aktiv werden.
        Dass sich die Welt weiter entwickelt, ist nichts Neues. Wir können der Welt nicht nur zeigen, dass wir die Verantwortung für unsere Klimasünde übernehmen, sondern auch, wie es besser geht.

      • Anh Toàn sagt:

        „6 Milliarden Menschen verlangen weltweit nach einem besseren Leben in der Zukunft. Das bedeutet Arbeit, Einkommen, Konsum, Energieverbrauch.“

        Sie suchen die Zukunft im Rückspiegel.

        „Arbeit, Einkommen, Konsum, Energieverbrauch“ zerstört unsere Lebensgrundlagen, wie könnte es damit unser Leben verbessern?

        • Daniel Meier sagt:

          Anh Toàn, es geht nicht darum, dass es IHR Leben oder das des durchschnittlichen Europäers/Nord-Amerikaners verbessert, sondern diese 6 Mia. Menschen wohl deren eigenes Leben verbessern… Ihr, Anh Toàns, Leben interessiert die meisten dieser Menschen nicht ganz zu unrecht überhaupt nicht. Jedem Menschen ist sein eigenes Vorankommen, wenn er nicht so viel hat (wie wir obgenannten im Allgemeinen), einiges wichtiger. Das kann man nun gut finden oder schlecht, aber es ist halt schlicht die Wahrheit. Sie können aber natürlich gerne nach Afrika/Südamerika und in grosse Teile von Asiens gehen und dort freiwilligen Verzicht und Zurückhaltung predigen. Allerdings ist es fraglich, ob Sie damit einen grossen Erfolg haben werden…

          • Anh Toàn sagt:

            Nur bringt jeden gegen jeden niemanden voran. Auch in Asien oder in Afrika ändert das Denken, schneller als dass Denken der alternden Bevölkerung auf dem alten Kontinent ändert.

      • Claire Deneuve sagt:

        Logisch für den Rothacher sind die Subsaharabewohner mit einem CO2 Ausstoss von zw. 0.2 bis 0.8 Tonnen pro Kopf natürlich die bedrohlichsten Klimakiller.
        Wie kann denn das Hirni eines jämmerlichen kleinkarierten Rechtsbürgerlichen auch anderes funktionieren als auf der ewigen Suche nach einem Sündenbock.
        Schuld haben in Rothachers Kleingeist-Universümli selbstverständlich immer die anderen!

        • Skyjumper sagt:

          Wie kommen Sie auf eine Suche nach einem Sündenbock? Ist es nicht mehr möglich Sachverhalte auszusprechen ohne das man Unterstellt bekommt andere zum Sündenbock machen zu wollen?

          Ob 8 to CO2 nun von 1 Europäer oder von 20 Afrikanern (zu je 0,4 to) in die Umwelt entlassen werden ist der Klimaentwicklung völlig wurscht. Alle 21 zusammen kommen derzeit auf 16 to.

          Reduziert der Europäer seinen CO2-Ausstoß auf 4 to., und die 20 Afrikaner erreichen dieses Level auch mal irgendwann (und dieses Bestreben ist absolut nachvollziehbar und überhaupt nicht zu verurteilen), dann haben alle 21 zusammen bereits einen Ausstoß von 84 to. CO2.

          Es ist nicht entscheidend was die aktuellen, WENIGEN „Umweltsünder“ machen. Entscheidend wird das Verhalten der VIELEN „noch nicht so sehr Sünder“ sein.

          • Claire Deneuve sagt:

            Skyjumper: Sie machen einfach einen Denkfehler. Die allermeisten Afrikaner träumen zwar von einem westlichen Leben mit mind. 4 Tonnen CO2 Emission, aber die werden das ihrer Lebtag nie erreichen können.
            Und die allermeisten Nordamerikaner, Europäer, Japaner, Australier können und wollen 4 Tonnen nie erreichen.
            Sie können gerne mal den Selbsttest machen mit so einem detaillierten CO2 Rechner. Um bei uns auf 4 Tonnen runterzukommen, da muss man schon ein sehr entbehrungsarmes Leben führen. Der Grossteil unseres Wohlstands fusst nun mal auf den 85% fossilen Energien und die werden wir nicht so schnell wie nötig runterbringen können, da kann man in Bundesbern noch lange was von klimaneutral bis 2050 oder noch früher daherschwafeln. Die Eidgenossen werden sich a an der Urne wehren…

          • Skyjumper sagt:

            @Claire Deneuve

            Ihren Ausführungen zum Unwillen der Europäer und Co. will ich gerne zustimmen.

            Aber schauen Sie sich mal auf einschlägigen Statisken den CO2-Ausstoß, bzw. die Entwicklung, für China und Indien an. Dann sehen Sie wie schnell das geht und welche Skaleneffekte das aufgrund der puren Menge Mensch auf die absolute Zahl an CO2-Emissionen das hat.

            Der Wille zur Steigerung in den Schwellen-, und Entwicklungsländern zur Steigerung ist einfach gegeben, und sie sind auch in der Lage. In Afrika (da stimme ich zu) nicht heute, nicht morgen, aber absehbar. In Asien und Südamerika bereits gestern, heute und morgen. Davor die Augen zu verschließen macht keinen Sinn.

            Was aber im übrigen keine Entschuldigung dafür sein soll das wir nicht trotzdem sorgfältiger werden müssen.

      • Anton Paschke sagt:

        Schauen Sie auch den Afrika Kanal im Fernsehen? Gestern war eine grosse Demo in Luanda mit genau diesen Forderungen.

  • Manfred Zwygart sagt:

    „ein Feuerwehrkommandant befeuert den Brand noch weiter“ Trump weiss, die Schulden können weltweit nie und nimmer bewältigt werden. Er trimmt die US-Wirtschaft fit für den Wechsel. Mit Wechsel meine ich den Goldstandard (mit Kryptotechnik). Ich gehe davon aus, dass dieser Wechsel schnell vonstatten gehen wird (ein paar Wochen), spätestens nach den US-Wahlen 2020 (egal wer gewinnt). Es gibt keine Alternative mehr. Nicht mal Markus Diem hat einen Lösungsvorschlag. Jetzt ist der letzte Zeitpunkt, sich darauf einzustellen. Gold/Silber (physisch), Land/Landwirtschaft/Immobilien (ohne Kredit), Kunst.

    • Rolf Rothacher sagt:

      Lustige Idee. Sie meinen Blockchain-Technik, nicht Krypto. Doch die ist völlig untauglich als Zahlungssystem. Und der Goldstandard bindet bloss die Nationen. Das hat man ausprobiert und man ist mit ihm gescheitert. Land/Landwirtschaft/Immobilien behalten auch nicht ihren Wert, wenn’s hart auf hart kommt, weil Staaten solchen Güter einfach nach belieben einkassieren können. Und der private Besitz von Gold/Silber wurde schon von so manchen Machthabern der Welt verboten. Wäre auch nichts neues.
      Doch warum derart schwarz sehen? Ist unnötig. Leute wie Sie sollten mal zurückschauen, ins Nach-Kriegs Österreich oder wenige Jahre später nach Deutschland der 1920er-Jahre. War schlimm, aber kein Beinbruch.

      • Claire Deneuve sagt:

        Rothacher: Was damals in Deutschland bis Ende 1923 mit der Hyperinflation der sog. „Papiermark“ passierte, war auch die Folge von realitätsfremden Vollpfosten bei den Versailler Verhandlungen und in der Folgejahren.
        Die US Unterhändler waren tw. auch Banker.
        Zuerst wollte man 21 Mrd Goldmark, 1920 schon 269 Mrd Goldmark, dann gings wieder runter auf 132 Mrd Goldmark.
        Nur eine Goldmark entsprach 0,358423 oder ¹⁰⁰⁰⁄₂₇₉₀ Gramm Feingold. Bei der Maximalforderung von 269 Mrd GM 1920 hätte das 96’400 Tonnen Gold entsprochen. Blöde nur, dass der jemals geförderte Weltgoldbestand damals nur rund 24’000 t war.
        Kein Wunder liess die Reichsbank dann die Papiermark hyperinflationieren.
        Der junge Keynes hatte schon 1919 gewarnt, aber die Banker meinten einmal mehr alles besser zu wissen

        • Lucas Wyrsch sagt:

          Ich gehe mit Rolf Rothacher einig, dass Blockchain völlig untauglich als Zahlungssystem ist und die schlimmste Hyperinlflation, Claire Deneuve, war nicht 1923 als am 20. November 1923 ein einziger US Dollar ganze 4.3 Billionen (4,300,000,000,000.-) Renten- oder Papiermark Wert war, sondern der 31. Juli 1946 in Ungarn, als der Pengö am 1. August 1946 durch den Forint ersetzt wurde, der bei Einführung zu 400 Quadrilliarden (eine 4 mit 29 Nullen; ausgeschrieben 400.000.000.000.000.000.000.000.000.000) Pengö oder 200 Millionen Steuerpengö gewechselt wurde.
          .
          Wir hatten 1946 in Ungarn keine Goldstandard Problematik wie 1932 und die Auswirkungen waren die schlimmsten der Weltwirtschaftsgeschichte!
          .
          Sinken die Zinsen weltweit, gehen wir besseren Zeiten entgegen!

          • Claire Deneuve sagt:

            Ach Herr Wyrsch, wem erzählen Sie denn das. Logisch kenne ich die 1946er Hyperinflation in Ungarn – aber bitte was war Ungarn 1946 schon – ziemlich bedeutungslos und darum kennen die meisten jene Hyperinflation gar nicht, aber die von 1923 ist vielen ein Begriff, sei es von Briefmarken aus jener Zeit oder auch Banknoten, die es in Sammlerkreisen immer noch gibt und auch zu Artikelillustrationen immer wieder verwendet werden.
            Pengö Bank-Noten von damals habe ich hingegen noch nie gesehen.

  • Peter Schmucki sagt:

    Die Mechanismen der kapitalistischen Marktwirtschaft funktionieren nicht mehr, weil die Leitzinsen bei der letzten Krise auf null bis unter null gesenkt wurden. Das Kapital mangels Nachfrage keinen Gewinn mehr abwirft, oder im Fall von Kryptowährungen nicht vorhanden ist. Die verängstigten Menschen befördern in Phasen von starken wirtschaftlichen Umwälzungen immer wieder populistische Idioten an die Macht, welche die nötigen Entwicklungen behindern oder einfach ignorieren bis es zu spät ist.

    • Rolf Rothacher sagt:

      1.) Sie erzählen von untauglichen Mitteln der Zentralbanken. Doch die haben nie etwas mit den „populistischen Idioten“ zu tun.
      2.) Ob die USA bei einer weltweiten Rezession arg in Bedrängnis gerät, bei dem starken Binnenmarkt, ist mehr als fraglich. Eher profitieren die US-Bewohner von billigst gewordenen Gütern aus Europa und Asien.
      3.) Welche nötigen Entwicklungen meinen Sie? Werden Sie konkret. Irgendetwas faseln kann jeder.
      4.) Nicht die Mechanismen des Kapitalismus funktionieren nicht mehr, sondern die Zentralbanken haben den Kapitalismus mit seinen Marktkräften ausgebootet und ihn zerstört. Der Kapitalismus kann nicht funktionieren, wenn die Politik oder Zentralbanken ihn aushebeln.

      • Mark Angler sagt:

        Die Nationalbanken haben die Geldmenge nicht ausgedehnt, wie sie lustig sind. Sondern weil sie die Konjunktur schützen wollten.
        In der EU war dies notwendig, weil es Staaten gab, die sich so sehr verschuldet haben, dass sie vor dem Default standen. Das wiederum hatte zwei wesentliche Gründe: Einige Länder haben sich in krimineller Art und Weise verschuldet, andere haben sich verschuldet weil sie die Geschäftsbanken, die den „kriminellen“ Staaten Kredite gewährt haben, vor dem Untergang schützten. In den USA war es ähnlich.
        Bottom line entstand der grösste Teil der Geldschwemme dazu, um den Ausfall des verzockten Geldes zu kompensieren um Schaden von den Banken zu nehmen. Und die Ursache dafür war der im Kaptialismus so sehr gelobte freie Markt. Der hat versagt.

        • Linus Huber sagt:

          Mark:

          Die ungehinderte Verwendung von Geldpolitik zur Förderung des Wirtschaftswachstums führt konsequenterweise zu

          – Wachstum des Finanzsektors über demjenigen der Wirtschaft
          – Ausweitung von Ungleichgewichten
          – Blasen in Finanz- und Immobilienmärkten
          – Umverteilung des Risikos vom Risikoträger auf die Allgemeinheit
          – Umverteilung von „unten nach oben“

          Es handelt sich um das „one-trick-Pony“ Phänomen, welche die ankerlose Geldpolitik zugunsten der Banken bezweckt. Der Rest von Erklärungen der Zentralbanken ist reiner intellektueller Mambo-Jambo um sich zu rechtfertigen. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass Geldpolitik nach PhD-Standard versagen wird.

          • Lucas Wyrsch sagt:

            Linus Huber sieht alles aus der negativen Perspektive, wenn er aufteilt in
            – Wachstum des Finanzsektors über demjenigen der Wirtschaft
            – Ausweitung von Ungleichgewichten
            – Blasen in Finanz- und Immobilienmärkten
            – Umverteilung des Risikos vom Risikoträger auf die Allgemeinheit
            – Umverteilung von „unten nach oben“

            Der Finanzsektor ist viel kleiner als der Entstehungswert alles Immobilien weltweit!

            Das BIP Wachstum ist schon lange tiefer als das Immobilienwertwachstum.
            .
            Ausweitung von Ungleichgewichten war eine Folge der geburtenreichen Babyboomer Generation und des Talentenkrieges, kann aber durch Steuern vermindert werden.
            .
            Risiken von Risikoträger werden durch mehr Captiven selbst getragen!
            .
            Man kann auch eine Umverteilung von „oben nach unten“ anpeilen.

          • Linus Huber sagt:

            Der Vergleich zwischen Immobilienmarkt und Finanzsektor ist bedeutungslos. Bei jedem guten Ökonomen blinken die Warnleuchten, wenn der Finanzsektor längerfristig stärker als die Wirtschaft wächst.

            Immobilienwertwachstum, zunehmende Ungleichgewichte (z.B. Handelsbilanzen, Staatsschulden etc.) werden zweifelsfrei durch die Geldpolitik erzeugt.

            Umverteilung von Risiken auf die Allgemeinheit findet bei der übermäßiger Kreditausweitung und kostenloser Liquiditätsrückversicherung zugunsten der Banken verdeckt statt. In 2007 wurde die Angelegenheit kurzfristig für jedermann sichtbar.

            Verdeckte Umverteilung von unten nach oben darf nicht das Resultat von Geldpolitik sein; Umverteilungsmechanismen haben transparent zu sein und gehören in den Bereich der Sozialpolitik.

  • Hansueli Wermelinger sagt:

    Der Artikel hat einen blauäugigen Optimismus und fehlende Logik inne, dass es einem schaudert, wenn man daran denkt, dass die Mehrheit vermutlich ebenso gepolt ist. Leider auch unsere Wirtschaftskapitäne und Money-Manager und AHV- sowie Pensionskassen-Verwalter. Wenn seit 10 Jahren schon alle Hebel in Bewegung gesetzt und alles Pulver verschossen wurde, um die Bankenkrise zu beheben, dann fragt man sich doch berechtigter Weise, wieso die kommende Krise nicht stärker als 2008 ausfallen sollte? Im Gegenteil: die Krise wurde ja gar nie ganz „bekämpft“. Sie hat sich im Gegenteil wegen der Massnahmen sogar verschärft (z.B. Zombi-Unternehmen, Verschuldungsgrad). 2008 wird im Vergleich ein Spaziergang sein, verglichen mit dem, was auf uns zukommt. Und da muss man kein Prognostiker sein.

    • Hotel Papa sagt:

      Wo sehen sie einen Gegensatz zum Artikel? Implizit steht genau das da: Das initiale Feuer ist weniger heftig als 2008. Aber das Pulver (Löschwasser) ist verschossen.

      • Tofa Tula sagt:

        Was soll die Angstmacherei? Die Weltbevölkerung wächst und wächst. Alles potenzielle Kunden und Konsumenten. Der „westliche“ Geldadel hat einfach nicht mehr die Gewissheit, den Gang der Dinge alleine bestimmen zu können und dass andere Akteure auf der Bühne eigene Konzepte umsetzen könnten, die mit den eigenen nicht im Einklang sind.

      • Hansueli Wermelinger sagt:

        Er sagt ja ganz klar, dass gemessen an den Wirtschaftsindikatoren keine Krise wie 2008 droht. Da bin ich gegenteiliger Meinung. Und alle die glauben, ich sei Permapessimist, denen kann ich dagegen halten, dass ich in den späten 80-er und frühen 90-er Jahren Permaoptimist war und die Masse übervorsichtig war zu dieser Zeit. Also genau umgekehrt wie heute.

        • Claire Deneuve sagt:

          Wermelinger: 2007 waren die Wirtschaftsindikatoren auch noch ganz gut 3.1% im Euroraum, in den USA 1.8%.
          Das Problem damals waren doch all die toxischen Wertpapiere mit denen US-Banken und auch europäische Banken vollgemüllte waren und sich die Banken gegenseitig nicht mehr trauten (v.a. ab August 2007, als die Zentralbanken als Mittelspartei einspringen mussten).
          Und wenn die Staaten und ZB damals nicht eingegriffen hätten, wäre das gesamte Finanzsystem infolge der hohen Verflechtungen implodiert.
          Mit der heutigen globalen hohen Verschuldung droht ähnliches Ungemach, darum probiert man es jetzt mit Experimentalökonomie wie dem Einsatz von Minuszinsen etc.
          In hochverschuldeten Zinseszinssystemen mit geringem Wachstum und tiefer Inflation die logische Systemkonsequenz.

          • Linus Huber sagt:

            „Das Problem damals waren doch all die toxischen Wertpapiere“

            Dies war nicht das grundlegende Problem, sondern ein Symptom eines tieferliegenden Problems, respektive das Resultat eine Geldpolitik zugunsten der Finanzindustrie.

      • Hansueli Wermelinger sagt:

        Die Notenbank-Manipulationen mit Feuerlöschen zu vergleichen ist Nonsense. Erstens haben die Notenbanken nicht gelöscht sondern woanders Luft hineingeblasen und damit Feuer mit Feuer bekämpft. Genau dieselben Mechanismen führten ja zur Finanzkrise 2008. Zweitens werden Feuerwehrmänner mit Helden gleich gesetzt und Notenbanker sind keine Helden, weil sie kein persönliches Risiko eingehen – Feuerwehrmänner sehr wohl. Notenbanker halten Reden und hebeln an unglaublich machtvollen Instrumenten und wenn’s schief geht, ist man schon längst an einem anderen Job, vermutlich bei Goldman Sachs.

        • Linus Huber sagt:

          „Notenbanker sind keine Helden, weil sie kein persönliches Risiko eingehen“

          Genau, Hansueli, es handelt sich um IYIs (intellectual yet idiot) ohne „skin in the game“.

    • Lucas Wyrsch sagt:

      Das Problem von Hansueli Wermelinger, sowie auch des Artikels besteht in der falschen Annahme, dass der Schuldenmarkt relevant sei!
      .
      Der Schuldenmarkt ist dies jedoch schon lange nicht mehr, der weltweite Immobilienbesitz hingegen ist relevant.
      .
      Am 25. August 2019 schrieb Peter Stephens in The Motley Fool in „How REITS can help you generate a passive income, get rich and retire early“ (Wie REITS Ihnen helfen kann, ein passives Einkommen zu generieren, reich zu werden und früh in Rente zu gehen) und erklärt das Konzept!
      .
      Wir haben seit 2008 die weltweit tiefsten Zinsen fast überall und diese lösten grosse Opportunitäten im Bauwesen aus, welche über mehr Immobilien und OBOR, ein weltweites Infrastrukturprojekt, Möglichkeiten schaffen, die zuvor unmöglich waren!

      • Rolf Rothacher sagt:

        Von welchen „Möglichkeiten“ schreiben Sie? Nur weil viel zu viel (einmal mehr) gebaut wurde, bedeutet doch nicht, dass dies alles hinfällig wird, sobald keine Mieter/Käufer mehr da sind, die sich das leisten können.
        Die Schweiz alleine muss mit Hypothekarabschreibern von über 100 Milliarden rechnen. Deutschland dürfte bei 800 bis 900 Milliarden zu stehen kommen. Spanien, Frankreich und Irland werden daran bankrott gehen.
        Nicht mal eine neue Währung hilft da, weil diese sofort mit höheren Zinsen belastet sein wird, während die Schulden 1:1 übertragen werden.

        • Claire Deneuve sagt:

          Rothacher: Zuallerest werden immer noch die Eigenmittel abgeschrieben werden müssen und nicht die Hypotheken.
          Bei rund 2 Bio Privatimmobesitz wären dann z.b. 20% rund 400 Mrd, die Hypotheken (nur Privatimmos ohne Business-Real-Estate von juritischen Personen) betragen um die 850 Mrd.
          Wenn die Preise dann auf breitem Niveau 30-40% absacken würden, dann gehts auch den Banken ans Eingemachte.
          Nur das würde primär passieren wenn die Zinsen massivst ansteigen würden in der CH (danach siehts heute gar nicht aus) oder wenn es eine rezessionsbedingte Massenarbeitslosigkeit geben würde.

      • Mark Angler sagt:

        Herr Wyrsch, da ist meiner Ansicht nach die Gier Vater des Gedankens, nicht der ökonomische Sachverstand.
        Selbst wenn Sie tiefe Zinsen über 30, 40 Jahre abschliessen könnten, würde Ihnen das nicht helfen, wenn die Zinsen wieder steigen, weil Sie sich dann mit einer Entwertung Ihrer Immobilie konfrontiert sehen, was dazu führt, dass die Bank Sie zum Nachschiessen von Eigenkapital auffordert. Können Sie das nicht und können das viele andere mit Ihnen auch nicht, dann empfehle ich Ihnen mal einen Blick auf den Konjunkturverlauf in der Finanzkrise. Genau das wird dann passieren.

      • Linus Huber sagt:

        Lucas Wyrsch
        „Das Problem von Hansueli Wermelinger, sowie auch des Artikels besteht in der falschen Annahme, dass der Schuldenmarkt relevant sei!“

        Sie scheinen den Zusammenhang zwischen Kreditmarkt und Immobilieninvestitionen und -Blasen zu erkennen. Die Geldpolitik erzeugt die Anreize wonach sich die Akteure orientieren.

  • sepp z. sagt:

    Ich glaube, die Ökonomen, Banker und Superreichen sind bloss so panisch verängstigt, weil sie nicht mehr – wie bisher – damit rechnen können, dass die Politik demütig tut, was sie verlangen.

    • Peter Schmucki sagt:

      Solange sie noch die Möglichkeit haben AHV oder Sozialhilfe zu beziehen, können sie schon politischen Brandstiftern huldigen. Leider sind solche Politiker der Killer von jeder ökologischen und ökonomischen Marktwirtschaft. Ich sehne mich nicht nach dem nächsten Weltkrieg.

    • Peter Meier sagt:

      Im Gegenteil! Die Politik macht immer mehr, was die Superreichen wünschen/befehlen.

    • Hansjürg sagt:

      Jein, richtig bis auf: „dass die Politik demütig tut, was sie verlangen.“
      Die müssen gar nichts verlangen, die Politik ist so devot, dass sie in einem dauernden Zustand des „zu Kreuze kriechen“ ist.

    • Linus Huber sagt:

      Sepp

      Sie liegen grundsätzlich richtig. Die demokratische Selbstbestimmung bringt schrittweise politische Mehrheiten, welche die Alternativlosigkeit

      – einer forcierten Globalisierung zugunsten von Grossunternehmen
      – die Balkanisierung der Industriestaaten anhand offener Grenzen
      – die graduelle Untergrabung demokratischer Selbstbestimmung

      in Frage stellt.

  • Lucas Wyrsch sagt:

    Die Weltwirtschaft kennt die weltweit wertvollste Anlageklasse schlecht!
    .
    Wie verhalten sich Immobilien zu Aktien, Beteiligungen und Anleihen?
    .
    Laut HSBC sind globale Immobilien eine wertvollere Anlageklasse als alle Aktien, Beteiligungen und Anleihen kombiniert, die zusammen im Jahr 2016 lediglich US$170 Billionen betrugen.
    Quelle: Global Real Estate, Trends in the world’s largest asset class
    .
    Würden Pensionskassen in die wertvollste Anlageklasse der Welt investieren, kämen sie auf jährliche Dividendenrenditen zwischen 8% und 16%!
    .
    Am 2. August 2019 erzielten alle 25 Bestandteile von MORL eine durchschnittliche Dividendenrendite von 9.99% und ihre mREITs stiegen um 15.2%, was einer Performance in 7 Monaten von 21.14% entsprach!
    .
    MORLs Dividenenrendite war gestern 24.76%

    • Thomas Hartl sagt:

      Hohe Renditen sind ein Indikator für hohe Risiken und die Bereitschaft hohe Risiken einzugehen ist ein Indikator für eine Blase. Unsere Pensionskasse ist vor 15 Jahren mit einer solchen Anlagestrategie mächtig auf die Schnauze gefallen und wir durften jahrelang sanieren.

      • Swiss Business Club sagt:

        Leider irrt Thomas Hartl mit seinem Kommentar völlig!
        .
        1980 war der US Prime Rate über 20% und die Zinsen waren damals somit wirklich hoch!
        .
        Immobilien sind wie der Goldstandard, nur dynamisch, weil sie Erträge abwerfen, was Edelmetalle nicht tun!
        .
        Die Risiken der US REITs gehören zu den tiefsten weltweit mit der tiefstmöglichen Volatilität, weil alle REITs durch Immobilien abgesichert sind!
        .
        Warum REITs hohe Dividenden abwerfen erklärt ein Gestzt von 1960, welches besagt, dass REITs mindestens 90% des Gewinns an Dividenden (Zinsen oder Kapitalrückzahlungen) an Investoren, meist Aktionäre weitergeben müssen, um steuerfrei bleiben zu können.
        .
        Es ist das steuerfreie Modell von REITs, das die hohen Zinsen garantiert und nicht irgendeine eine Blase!

        • Thomas Hartl sagt:

          Was glauben sie, was mit US-REITs passiert, wenn sich eine Immobilienkrise wie in den Jahren 2007 und 2008 wiederholt? Wer bereit und in der Lage ist dieses Risiko zu tragen, für den liegt eine schöne Rendite drin. Aber eine massive Investition durch Pensionskassen wäre verantwortungslos.

          • Lucas Wyrsch sagt:

            US REITs sind keine Religion, sondern Anlagen, da geht es nicht darum, etwas zu „glauben“, sondern zu wissen, dass US REITs die weltweit besten Absicherungsstrategien darstellen!
            .
            Warren Buffett merkte vor zwei Jahren, genau wie die Schweizerische Nationalbank auch, dass er sich gegen Trumps Handelskriegsrisiko absichern muss und beide kaufte die erste REIT zu Absicherung, STRORE Captial (STOR).
            .
            Keine Schweizer Pensionskasse kennt REITs ausser einer oder zwei Sammelstiftungen, sonst wäre die Performance nicht nur 8,27% wie in den ersten sieben Monaten von 2019, sondern zwischen 11% und 22%!
            .
            STOR kostete am 31. Dezember 2019 US$28.31 und schloss am Dienstag bei US$37.19, +US8.88 oder +31.37% (in 7 Monaten und 28 Tagen)!

          • Thomas Hartl sagt:

            @Lucas Wyrsch: Ich korrigiere meine Frage: Was wissen über die Reaktion von US-REITs auf eine Immobilienkrise wie 2007 und 2008?
            Warren Buffett sitzt inzwischen übrigens auf über 120 Milliarden Cash. Wenn der Mann wirklich eine gute Nase hat, dann trifft dieser Artikel voll ins schwarze und die beste Empfehlung ist raus aus dem Risiko.

          • Lucas Wyrsch sagt:

            Ab 2004 trieb der damalige Chairman des Fed, Alan Greenspan, die Prime Rate kontinuierlich nach oben, was die Subprime Krise auslöste, Thomas Hartl!
            Quelle: Fed Funds Rate History with Its Highs, Lows, and Charts, the balance
            .
            2004:
            30. Juni: 1.25%
            ..
            2006:
            29. Juni: 5.25%
            .
            Diesen Zinswahnsinn gibt es heute nicht mehr, weil die Macht der Zentralbanker durch soziale Medien wie Twitter eingeschränkt wurde!
            .
            Greenspan war ein Renaissance Herrscher wie Ludwig XIV.
            .
            REITs hatten wenig Einfluss auf die subprime Krise, ihre tiefe Volatilität sicherte schon damals vor Vermögensverlusten.
            .
            Warren Buffett kauft keine Firmenaktien mehr, weil der Handelskrieg zu undurchsichtig bleibt, aber REITs wie STOR kaufte er 2017 zur Absicherung!

    • Linus Huber sagt:

      Immobilienbesitzer sind bestens dafür qualifiziert, im Falle einer Krise zur Kasse gebeten zu werden, den sie können den Grundbesitz nicht vor dem gierigen Zugriff des Staates schützen.

  • Guido Biland sagt:

    Wir haben ein kleines Problem.
    Die Ökonomen haben panische Angst vor einer Rezession.
    Auf der anderen Seite sagen uns die Naturwissenschaftler, dass mehr fossilenergiebasiertes Wachstum zum existenzbedrohenden Klimakollaps führt.
    Passt nicht zusammen.
    Wieso klammern wir reichen Industrieländer, die längst im Luxus schwelgen, uns so verbissen an das Wirtschaftswachstum? Es führt in die Hölle.
    Oder sind die Wissenschaftler allesamt Fantasten?
    Vielleicht sollten sich die Wissenschaftler und Ökonomen mal an einen Tisch setzen und über zukunftstaugliche Rezepte diskutieren.

    • Peter Meier sagt:

      Klar, erst sollen die Wissenschafter und Oekonomen sich einigen. Dann werde ich mir überlegen, ob ich es glaube/akzeptiere. Aber zwischenzeitlich mache ich weiter, wie es mir gefällt. So denkt der kleine Guido (und sägt weiter am Ast auf dem wir alle sitzen).

      • Guido Biland sagt:

        Was genau wolltest du sagen, Peterli?

        • J. Kuehni sagt:

          Herr Meier wollte wohl anmerken, dass es keine Rolle spielt, wie hart und belastbar die von der Wissenschaft etablierten Erkenntnisse sind, wenn die daraus resultierenden Empfehlungen von Politik und Publikum geflissentlich ignoriert oder aufgrund von wohldotierten Partikularinteressenten proaktiv verleugnet werden. Damit hat er ja ganz recht, nicht wahr, und neben der Saltwater-Ökonomie fällt mir doch gleich spontan noch eine ganz andere, womöglich noch wichtigere Wissenschaftsdisziplin ein, die vornehmlich am sogenannten „Bauchgefühl“ der angry old men scheitert

          • Guido Biland sagt:

            Gerontologie?

          • J. Kuehni sagt:

            Ja. Es gibt da eine demografisch bedingte Inflation von … ähem … Idiosynkratischen Reaktionen auf etliche bittere Pillen, die vielleicht zu schlucken wären.

          • Linus Huber sagt:

            Identitäre Politik wie z.B. Altersdiskriminierung, Rassismus, Sexismus etc. sind bevorzugte Mittel, welche von linksorientierten Kreisen zwecks Manipulation eingesetzt werden, Guido, und daher nichts Neues.

          • J. Kuehni sagt:

            Ach die armen Snowflakes…

          • J. Kuehni sagt:

            Identitätspolitik ist etwas anderes als identitäre Politik, derweil ein demografisches Phänomen wie die kopfstehende Alterspyramide Kategorien wie Rasse, Geschlecht und Kultur transzendiert. Und ihr jämmerlicher Versuch, quasi die ganze Weltgeschichte links anzulasten ist ultimativ ein Schuss nach hinten; „Rechts“ ist insofern völlig unfähig zur Übernahme von Verantwortung für die einenen Taten und damit auch völlig unfähig zur Freiheit. Aber eigentlich wissen wir das ja schon längst.

          • Linus Huber sagt:

            Segregationspolitik ob im Bereiche des Alters, der Rasse etc. etc. ist nun einmal einfach ein beliebtes Argumentationsmuster im linksorientierten Gedankengut. Dass dies Ihnen nicht passt, kann ich gut nachvollziehen.

    • J. Kuehni sagt:

      Wir haben ja auch eigentlich kein „Wachstumsproblem“, sondern ein „Verteilungsproblem“, global und innerhalb der einzelnen politischen Entitäten. Eine permanent wachsende Wirtschaft ist eben die bisher einzige bekannte Methode, wie man Produktivitätsgewinne breiter verteilen—und damit sozialen Frieden kaufen kann, ohne die Reichen (& zunehmend wieder Mächtigeren) „ärmer“ und politisch „schwächer“ zu machen. Die Frage ist natürlich, ob die Zielsetzung der obig beschriebenen Methode die „richtigen“ Prioritäten beinhaltet.

    • Daniel Hugentobler sagt:

      Den letzten Satz haben Sie perfekt formuliert: Daraus geht nämlich hervor, dass Ökonomen keine Wissenschaftler sind. Heisst das auch, dass Ökonomie keine Wissenschaft ist?

      • Guido Biland sagt:

        Sie haben das genau richtig interpretiert, Herr Hugentobler. Die Modelle der Ökonomie scheitern meistens an der Realität. Das rückt sie in die Nähe der Astrologie.

  • Max Bader sagt:

    Die neue Krise ist deswegen so anders und gefährlich, weil die Eurokrise nicht ein bisschen überwunden wurde. Im Gegenteil: Man steht dort schlechter da als vor der letzten Krise

  • Frank Lauer sagt:

    und wieder kein wort darüber, dass die austeritätspolitik der letzten 10 jahre mehr als nur ein bisschen für das mangelnde wachstum und die rekordtiefen zinsen verantwortlich ist. bröckelnde infrastruktur und stagnierende löhne sind kein erfolgsrezept!

  • Hotel Papa sagt:

    Wenn man die „Lesenswert / nicht Lesenswert“ Statistik betrachtet, dann hat zumindest die Newsnet Leserschaft eine ähnliche Zusammensetzung wie das US-Amerikanische Stimmvolch.
    „Mir doch egal, was passiert, Hauptsache es pinkelt einer den Grosskopferten ans Bein!“ von ca. 1/3 der Stimmenden (Hand aufs Herz, das ist nicht „Lesenswert oder nicht“, das ist „Ich bin mit dem Schreiberling einverstanden“

    • Astrid Meier sagt:

      Vielleicht liegt die Bewertung auch daran, dass der Artikel doch sehr oberflächlich daherkommt?

    • Jessas Neiau sagt:

      Immerhin können Sie sich alles Geschriebene so unüberdacht zu Gemüte führen und sich in Ihrer stumpfsinnigen Jasagerei bestätigt fühlen. Das bringt Sie dann über die unangenehme Tatsache hinweg, dass die nicht so wie Sie selber „Stimmenden“ in Wirklichkeit nicht den „Grosskopferten“, sondern verdientermassen Ihnen selber an beide Beine und sonstwohin pinkeln. Lernen Sie doch im Übrigen mal Deutsch: Auch mit linkem Dünkel schreibt man nicht „Volch“.

      • Hotel Papa sagt:

        Einen Anschiss von so einem humorlosen Menschen wie Ihnen trage ich als Auszeichnung.

      • Monique Saulnier sagt:

        Da kann ich nur sagen: Jessas nei au!
        Nur so nebenbei: „Volch“ kann durchaus so geschrieben werden. Dialekt ist keine Schriftsprache und hat keine Rechtschreiberegeln. Könnte man auch mit rechtem Dünkel wissen.

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