Der Ölpreis als Wirtschaftsseismograf

Im freien Fall: Zwei Händler beim Ölpreissturz an der Börse in New York. (Foto: Daniel Barry/Getty Images)

Ein Fass Rohöl der Qualität Brent kostet heute 65 US-Dollar und damit fast gleich viel wie am ersten Handelstag 2018. Zwischen diesen beiden Terminen vollführte der Ölpreis allerdings eine wahre Berg-und-Tal-Fahrt. Kein anderer wirtschaftlicher Indikator spiegelt so unmittelbar die Hoffnungen und Ängste, welche dieses Jahr sowohl Anleger als auch Wirtschaftsakteure umtreiben. Auch nicht der Dollar oder die Aktienkurse, denen normalerweise diese Rolle zugesprochen wird. Wie ein Seismograf zeichnet der Ölpreis offene und verborgene Risiken für die Weltwirtschaft auf.

Quelle: Thomson Reuters

Dabei startete die Weltwirtschaft mit Schwung ins neue Jahr. Nachdem 2017 die meisten Länder die kräftigsten Wachstumssprünge seit 2010 verzeichnet hatten, waren sich Ökonomen einig, dass der globale Aufschwung 2018 und 2019 weitergeht, allenfalls etwas weniger synchron, aber gleichwohl kräftig. Experten setzten ihre Prognosen für den Ölpreis von Monat zu Monat höher. Der Preis stieg tatsächlich. Im Mai und Juni erreichte er mit 79 Dollar die höchsten Notierungen seit dreieinhalb Jahren.

Politik gewinnt die Oberhand

Mitten in diese Siegesserie platzte im Juli die Nachricht, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China eskalieren könnte. Wenn sich die beiden grössten Volkswirtschaften in einen Zollkrieg verstricken, wird die Weltwirtschaft zwangsläufig Schaden nehmen. Da es sich bei beiden Staaten auch gleichzeitig um die grössten Ölverbraucher handelt, wundert es kaum, dass der Fasspreis im Juli abrupt absackte.

Die Öl- und die Weltwirtschaft traten so in eine Phase ein, in der politische Schlagzeilen die Oberhand gewannen. In der Folge sprangen die Notierungen hin und her. Einerseits drohte Donald Trump dem Iran mit Sanktionen. Gleichzeitig fiel wegen der politischen Unruhen in Venezuela die dortige Erdölförderung aus. Solche absehbaren Angebotskürzungen beflügelten den Ölpreis. Andererseits gaben Opec-Staaten wie Saudiarabien bekannt, es werde den Förderausfall ausgleichen, in dem es mehr Öl auf den Markt werfe. Und Donald Trump verkündete über Twitter, einige Länder erhielten Ausnahmegenehmigungen, um weiter vom Iran Öl beziehen zu können. Am Markt kam die Sorge auf, dass kurzfristig zu viel Öl zur Verfügung stehen könnte, was wiederum den Preis drückte.

Prognosen bleiben zuversichtlich

Bei den damaligen Kommentaren zum Marktgeschehen fällt besonders auf, wie viele Konjunkturforscher eingestehen, dass sie einfach nicht wissen, was in den nächsten Monaten passieren wird. Und wie es in solchen Fällen in der Regel der Fall ist, hielten die meisten von ihnen an den bisherigen und überwiegend zuversichtlichen Prognosen fest. Nirgendwo zeigt sich dieser Zwiespalt besser als bei den Vorhersagen der Internationalen Energieagentur im August. Zwar schreibt sie einleitend, dass die Ölnachfrage wegen des sino-amerikanischen Disputs abnehmen könnte. Ihre konkreten Vorhersagen für 2018 und 2019 revidierte sie indes sogar leicht nach oben.

Der Ölpreis schoss im August und September in die Höhe. Zuversicht machte sich breit, dass am Ende die weltweite Erdölnachfrage das Angebot auch weiterhin übertreffen werde. Erneut traten Marktbeobachter hervor, die versprachen, dass die Notierungen auf bis zu 100 Dollar pro Fass steigen könnten. Handelsdispute und Förderkrisen wurden auf einmal nur noch einseitig interpretiert: Sie würden den Ölpreis noch forcieren. Wer auf die Kehrseite der Medaille verwies, befand sich in der Minderheit.

Umschwung nach unten

Dann kam der tiefe Sturz. Zusammen mit den Aktienkursen fiel auch der Ölpreis im Oktober ins Bodenlose: Brent sackte von 88 auf heute 65 Dollar ab. Offiziell wurde aus dem Bullen- ein Bärenmarkt. Die scharfe Korrektur spiegelt sicherlich einen Stimmungsumschwung der Ökonomen. Sie sorgen sich mehr als zuvor, dass der Aufschwung enden könnte. Die Indizien nehmen zu. Immer mehr Frühindikatoren fallen. Chinas Konjunktur steht auf ihrer Beobachtungsliste ganz oben. Aber auch in Europa tauchen inzwischen eindeutige Abwärtssignale auf. Neben Italien weist diese Woche Deutschland einen Wachstumsrückgang im Quartalsvergleich aus, weil der Welthandel stockt.

Die bange Frage Mitte November lautet: Wie kräftig wird der globale Abschwung ausfallen? Viel hängt davon ab, wie die führenden Wirtschaftsnationen ihren Handelsdisput austragen. Siegt die politische Vernunft? Vermag man sich zu einigen?

Auch hier bietet sich der Weltrohölmarkt als Anschauungsbeispiel an. Denn um den Ölpreis zu stabilisieren, reichen wirtschaftliche Fundamentaldaten nicht aus, vielmehr müssen die Förderstaaten zusammenarbeiten. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Protagonisten Saudiarabien, USA, Russland, Iran und Irak miteinander sprechen und sich auf ein gemeinsames Ziel verständigen. Wie das angesichts des diplomatischen Scherbenhaufens, der in den vergangenen zwei Jahren hinterlassen wurde, möglich sein soll, ist ein Rätsel. Auch die Weltwirtschaft hängt gegenwärtig am Faden der internationalen Politik, und das ist nicht gut.

42 Kommentare zu «Der Ölpreis als Wirtschaftsseismograf»

  • Rolf Zach sagt:

    Die kürzlichen Rückgange der Börsen-Indices in New York sind natürlich in erster Linie ein Zeichen der Überbewertung der US-Aktien im besonderen der Technologie-Werte, die zum Teil abenteuerliche Kurs/Gewinn-Verhältnisse aufweisen. Kommt noch dazu, dass im Gegenteil die Steuer-Ermäßigungen der Trump-Administration kein stabiler Faktor der US-Konjunktur sind (Krugman in New York Times).
    Der Rückgang des Erdölpreises wird in denjenigen Länder der islamischen Welt, die noch positive Leistungsbilanzen haben wegen ihren Erdöl- und Erdgas-Exporte, breite Schneisen in ihrer Nachfrage nach Waren aus dem Ausland verursachen. Diese Welt ist sowie so bereits durch politische Krisen gekennzeichnet und die Kapitalflucht der dortigen Autokraten wird sich damit erhöhen. Schlechte Zeiten!

    • Rolf Zach sagt:

      Europa ist wirtschaftlich besser da, als sich viele vorstellen können. Wir müssen in Europa nicht auf die Nachfrage anderer Kontinente warten, sondern unsere Nachfrage stimulieren, so wie es die Obama-Administration es erfolgreich nach 2008 vorgeführt hat. Dazu brauchen wir nicht einmal den US$, wir haben unsere eigene Reservewährung €, ein wesentlicher Vorteil. Wer in Europa sein eigenes isoliertes Gärtlein pflanzen will, hat keinen Dünger dafür und er wird eingehen. Dies gilt vor allem auch für die Schweiz. Wir werden im Brexit sehen, es wird nicht gut für Großbritannien, siehe der Rückgang des Kurses des £.

  • Maiko Laugun sagt:

    @Josef Marti: „Eine Invasion ist nur in desolate Systeme möglich.“

    Genau!

    Zum Glück wurde die nationalistische BV des Heidilandes ausgehebelt und heute keine schmarotzenden Steuer-FLUECHTLINGE mehr ihr Geld über die grüne Grenze einfliessen und in Sicherheit bringen können, denn das Bankkunden-Geheimnis entsprach doch nichts anderem als einer Illusion, also einer unüberwindbaren Mauer.

    Oder habe ich da etwas (Sie) falsch verstanden?

    • Josef Marti sagt:

      Das Geschäftsmodell Hinterziehungsgeheimnis ist zu Recht in die Hosen gegangen, Schadenfreude ist halt die schönste Freude. Dasselbe gilt für die aus reiner Geldgier eingeführte PFZ, dafür haben Herr und Frau Schweizer zu Recht die Quittung erhalten. Sie kennen ja den Spruch mit den Kälbern und den Metzgern.

    • Rolf Zach sagt:

      Steuerhinterziehung gegen Demokratien mit einer geordneten Rechtspflege ist gleich wie Steuerhinterziehung gegen die Schweiz und wird strafrechtlich geahndet. Der feine Unterschied zwischen dem Erreichen dieses Ziels mittels Fälschung von Dokumenten (kriminell) oder einfach nicht angeben besteht zwar immer noch in der Schweiz, ist aber sehr unter Beschuss und gilt nicht mehr in den Abkommen mit Nachbarn und den USA, die alle demokratische Rechtsstaaten sind.
      Aber bitte, was macht die Bank mit Bürgern aus Staaten, die willkürlich verhaften, keine unabhängige Gerichtsbarkeit kennen und einfach so querbeet Todesurteile austeilen? Was machen libanesische Kaufleute in Afrika, wo das Wort Eigentum unbekannt ist und Liquidität nur gesichert ist mit Reservewährung.

      • Anh Toàn sagt:

        Asso die Korrupten, die „ihre“ Kohle, die sie in korrupten Diktaturen „verdienten“ bei uns demokratischen aufgeklärten im Westen verstecken wollen, muss man schon mit einem Bankgeheimnis schützen.

        Ich weiss, dass Sie das nicht schreiben wollten, aber es ist die Konsequenz dessen, was Sie schreiben. Das von Diktaturen gebeulte Volk hat nämlich kein Geld im Ausland zu verstecken.

        • Anh Toàn sagt:

          Oder geht es um den Schutz von Schweizern die im Ausland leben? Tut mir leid Herr Laigun und Co., aber in der Schweiz verlangen wir von Ausländern, sich an die Gesetze zu halten und dann sollen wir Schweizern im Ausland helfen, sich nicht an die dortigen Gesetze zu halten, weil die Gesetze dort nicht so demokratisch sind wie bei uns?

  • Marcel Senn sagt:

    Richtig Rock ’n Roll auf dem Oelmarkt wird es dann vermutlich zwischen 2030 und 2040 geben, wenn sich die gerade mal 681 Mrd Fass Proved and Probable Oil Reserves in Existing Fields dem Ende zuneigen, gleichzeitig sich aber vermutlich (oder auch nur vielleicht) immer mehr Staaten von fossilen Treibstoffen verabschieden wollen (ob können ist dann noch eine andere Frage)
    Die norwegische Oelconsultant Fa Rystad Energie gibt jedes Jahr eine unabhängige Recherche über die Oelreserven der wichtigsten Länder raus, die tw. wesentlich von den offiziellen Zahlen divergieren (in den USA werden nur die angezapften Felder z.B in BP Energie Outlook angegeben).

    https://www.rystadenergy.com/newsevents/news/press-releases/united-states-recoverable-oil/

    • Marcel Senn sagt:

      Zum „Glück“ für die Welt haben nach Rystad die USA die grössten 2PCX Reserven mit vermuteten 310 Mrd Fass, vor Saudi-Arabien 281 Mrd, Russland 190 Mrd.
      Die hilft vermutlich den einen oder anderen US-Oelkrieg zu verhindern, wie wir sie in den letzten 50 Jahren kannten.
      Das vermutlich in Sachen Oelreserven stark überbewertete Venezuela hat gemäss Rystadt gerade mal 70 Mrd Fass und damit weit weniger als Hugo Chavez grossspurigen Ankündigungen zw. ca. 2005-2010 als die „offiziellen“ Reserven sprunghaft bis fast 300 Mrd Fass angestiegen sein sollen.

      • Jan Svoboda sagt:

        “ die USA die grössten 2PCX Reserven mit vermuteten 310 Mrd Fass“wieder so ein Lacher, wird so laufen wie mit den „gigantischen“ shale Reserven im Monterey Feld wo die EIA fast 14 Milliarden Barrels Reserven publizierte die sie dann 2 Jahre später um 96% nach unten korrigieren musste.Ist übrigens Unsinn von Reserven in 2030-2040 zu reden, den die Reserven sind direkt abhängig vom aktuellen Preis, viele Shale Felder sind beim Preis unter 60 $ nicht zu holen,denn dann ist es ein Verlust. Zusammen mit der kommenden Rezession und damit tieferen Preisen wird die Shaleindustrie gigantische Verluste schreiben, mindestes die Hälfte ihrer Junkbonds im Wert von fast 6 Billionen $ wird durch den Kamin fliegen, die meisten dieser Kredite haben sie beim WTI Preis zwischen 75 und 150 $ aufgenommen.

        • Jan Svoboda sagt:

          Inzwischen schreiben die meisten Shale Firmen negativ cashflow und der Output der Bohrungen nimmt rapide ab, manche halten sich nur noch über Wasser durch den Verkauf ihrer Grundstücke mit den angeblichen Reserven.

          • Marcel Senn sagt:

            Svoboda: Wenn Sie die 2PC und 2PCX Schätzungen so in Zweifel ziehen, dann werden die 2P Reserven allenfalls noch 20-22 Jahre langen und dann wird der Oelpreis nach einigen Jahren ziemlich rapide ansteigen und dann wird auch Shale Oil wieder sehr kompetitiv und dann wird es auch gefördert werden. Ob das dann andere Gesellschaften sind, das ist sekundär.

          • Jan Svoboda sagt:

            @Senn
            Sie haben Recht, hab falsche Zahlen erwischt, es ändert allerdings nichts an der Schlussfolgerung, die Shalindustrie wird nicht in der Lage sein ihre Schulden zu bedienen, geschweige denn zurückzuzahlen, die Shalebohrungen haben sehr kurze Lebensdauer, nach kurze Zeit sinkt der Output rapide, allein bei den 5 grössten Felder sank der Output in August um halbe Million bpd, von den 10 grössten haben nur 3 positives cashflow. Mit jedem dollar weniger beim Preis von WTI sinken auch die fördebaren Reserven, die wiederum als Kollateral zur Deckung der Bonds dienen und die weltweite Rezession ist unterwegs, viel Glück damit.

        • Jan Svoboda sagt:

          @Senn
          Unsinn,Sie tun so als ob die US Shalereserven den gesamten Weltmarkt diktieren können. Es gibt mehr als genug Oel überall, das Einzige was sich ändert, die meisten US Shalefirmen machen Pleite, es gibt keine Chance dass sie ihre fast 6 Bill.$ Kredite durch die Produktion finanzieren,die integrierten Produzenten machen Abschreiber, und die Amis werden wieder vom Import abhängig sein wie vorher.Auch Kanadas Teersandproduktion wird langsam unrentabel. Es sind die Förderkosten die relevant sind und da haben die konventionellen Lieferanten im Ausland noch viel mehr Luft nach unten.

          • Marcel Senn sagt:

            Svobodas übliche Unsinnzahlen: Wieder so ein Lacher!
            „According to data by Thomson Reuters LPC, the oil and gas sector has a combined US$833.3 billion of loans outstanding. Of those, US$399.5 billion is maturing by the end of next year, while US$138.4 billion is due by the end of this year.“
            .

    • Rolf Zach sagt:

      Ich glaube nicht an die „Peak Oil“ Theorie. Weniger aus dem Grund, dass wir noch zukünftig weitere Ölvorkommen erschließen können, sondern weil die erneuerbaren Energie weitere technologische Durchbrüche erzielen. Ferner ist zu beachten, dass die Kosten für die Förderung von Erdöl nicht stabil bleiben, sondern eher zunehmen.
      Der Franken von 1939 ist heute 6 SFr. wert. Das ÖL war 1.13$ pro Barrel, SFr. 5/Heutiger Wert 30 SFr. resp.
      30$/Ölpreis neulich 67$.
      Wir sehen daraus, dass die Konkurrenzfähigkeit erneuerbarer Energie, trotz hohen Anfangs-Investitionen, noch gewährleistet ist und in den Betriebskosten sind erneuerbare Energien nicht zu schlagen.
      Wir sprechen ja auch nicht von „Peak Coal“.

  • Markus Meier sagt:

    Längerfristig wird sich der Ölpreis wohl kaum mehr über 100 USD bewegen, denn ab 60 USD wird Fracking rentabel – will heissen, die Amerikaner werden bei preistreibender Öl-Knappheit dann selber einfach das Ölangebot erhöhen und die Preise werden darum automatisch wieder fallen.

  • Bernhard Piller sagt:

    @Josef Marti: Bitte entschuldigen Sie das doppelte Verschicken meines Kommentars.
    Was die Besetzung Europas anbetrifft, glaube ich nicht, dass RU in der Lage ist, einen Einmarsch in Europa durchzuziehen. Und die Chinesen sind zu weit weg. Aber in ein paar Jahren wird die Lage anders sein. Da werden die Chinesen schon mal das südchinesische Meer besetzt haben und die See-Hoheit anstreben.

  • Bernhard Piller sagt:

    Eben, wie ein Kommentator oben schon erwähnt hat, vielleicht hängt der Oelpreis mehr von den Verhandlungen der OPEC über eine Verknappung des Angebots ab als von der Weltkonjunktur. Auch die Sauis und die anderen OPEC Länder sind lernfähig und wissen mittlerweile, dass manchmal „weniger mehr ist“.

  • Rolf Rothacher sagt:

    Ein wirklich sinnfreier Artikel. Denn der Ölpreis hat kaum noch Auswirkungen auf die Wirtschaft. Bei 120 USD/Fass wuchs die Weltwirtschaft weiter. Aber auch 30USD/Fass kurbelten wenige Jahre später die Weltwirtschaft nicht an. Der Autor verlangt zudem Mengen-/Preisabsprachen? („Denn um den Ölpreis zu stabilisieren, reichen wirtschaftliche Fundamentaldaten nicht aus, vielmehr müssen die Förderstaaten zusammenarbeiten.“)
    Ist der Autor Kommunist? Anders kann ich mir diese Markt-Feindlichkeit nicht erklären. Dieser Artikel hätte in den 1970er-Jahren geschrieben gehört. Doch die letzten 40 Jahre haben gezeigt, dass der Erdölpreis zunehmend an Gewicht verliert, was die Wirtschaft betrifft. Seit Schieferöl und Fracking können die Ölpreise auch nicht mehr überschiessen.

    • Heinz Ketchup sagt:

      Wenn dann müssten sie schreiben, die Wirtschaft wuchs TROTZ 120 Dollar pro Fass weiter. Die Regel gilt weiterhin, hoher Preis bremst das Wachstum, tiefer Preis stimuliert das Wachstum. Das gilt wie eh und jeh, aber wenn die Wirtschaft boomt, kann sie einen höheren Preis auch länger verkraften.

      • Rolf Zach sagt:

        Hoher Preis ist aber auch der Grund nach Alternativen zu suchen und die sind heute viel offensichtlicher als sie im 1970er Jahrzehnt waren.
        Die erneuerbaren Energien sind heute Realität und nicht mehr wegzudiskutieren.
        Ich erinnere nur den Autor von „The Money Game“, dem unvergesslichen George Goodman, der in „Paper Money“, die Welt in düstersten Farben sah wegen der Öl-Knappheit und was ist daraus geworden?
        Die Ölindustrie muss mächtig Einfluss nehmen, um den Vormarsch der erneuerbaren Energie zu verlangsamen. Trump wurde mit Geld der Öl-Lobby Präsident.
        Der Gegensatz Öl-Wirtschaft und erneuerbare Energie ist der folgende:Bei der Öl-Wirtschaft weniger Investitionen am Anfang, hohe Betriebskosten/Bei den Erneuerbaren: Hohe Investitionen am Anfang, niedrigere Betriebskosten.

    • Anh Toàn sagt:

      Vielleicht ist der Autor nicht Kommunist, sondern Moslem. Oder Mexikaner. Oder war mal eine Frau. Oder von Soros bezahlt. Oder so!

      • Linus Josef Anton Huber sagt:

        Der Begriff „Kommunist“ hat nichts mit Religion und wenig mit Nationalität und noch weniger mit Geschlecht zu tun, sondern es bezieht sich unzweideutig auf das kollektivistische Gedankengut, welches hier mit Kommunismus angesprochen wird. Solch unangemessene Kommentare zeigen einzig auf, worum sich Ihre Gedanken kreisen.

        • Anh Toan sagt:

          Ein Kartell, eine Absprache der Produzenten mittels Begrenzung des Angebotes die Preise hoch zu halten. ist Kommunismus.

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            Staatlich gelenkte Wirtschaft im Bereiche der Ölindustrie deckt sich mit dem kollektivistischen Gedankengut von Kommunismus und Faschismus. Man kann sich darüber streiten, jedoch diesen Umstand dazu zu verwenden, die eigene Fixierung auf Religion, Nationalität oder Geschlecht als indirekte Unterstellung verwerflicher Absichten verwenden zu wollen, ist abwegig.

    • H.Trickler sagt:

      Ein wirklich sinnfreier Kommentar: Der Autor erläutert allgemein anerkannte Mechanismen der Preisbildung beim Öl.

      Haben Sie tatsächlich noch nie ein Wörtchen über das früher mächtigste OPEC-Kartell gehört?

    • Linus Josef Anton Huber sagt:

      Lach, Rolf, das kollektivistische Gedankengut verbunden mit der Idee der Zentralplanung wird den heutigen Ökonomen in der Ausbildung eingebleut. Nur weil sie dauernd vom „Freien Markt“ labern, heisst dies noch lange nicht, dass sie diesen auch wirklich wollen. Vieles wie auch das Platzen von Blasen hängt mit der zentralplanerischen Geldpolitik zusammen; seit geraumer Zeit herrscht eine leicht restriktivere Geldpolitik (steigende Zinsen), welche sich schrittweise auf das Geldmengenwachstum auswirkt und als Konsequenz sich in diesem oder jenem Bereiche der Blasenwirtschaft bemerkbar macht. Die politischen Erklärungen dienen einer leicht verständlichen „cause – effect“ matrix und vernachlässigen die Hauptursache.

    • Linus Josef Anton Huber sagt:

      Die politisch wohl beste Erläuterung ist in diesem Artikel gegeben, in welchem erklärt wird, dass Trump die Saudis verarschte.

      https://www.reuters.com/article/us-oil-opec-saudi/upset-by-trumps-iran-waivers-saudis-push-for-deep-oil-output-cut-idUSKCN1NK20S

      • Anh Toàn sagt:

        Trump hat die Saudi verarscht, damit es ein Überangebot an Öl auf dem Weltmarkt gibt und 1st die US Ölproduzenten pleite gehen.

        Trump ist nämlich ein Grüner: Je Wachstum, desto Umweltzerstörung (nicht nur aber Fracking ist Top of the Umweltzerstörung) und darum hat er innert zwei Jahren das Wachstum der Weltwirtschaft gestoppt.

        Bravo Donnie!

        • Linus Josef Anton Huber sagt:

          Ne, Donnie wollte mir einen Gefallen machen, sodass ich günstiger tanken kann. In der Schweiz merkt man beim Benzinpreis allerdings z.Z. noch wenig vom fallenden Oelpreis.

  • Josef Marti sagt:

    Die USA können von allen einen globalen Abschwung am besten verkraften. China weiss das inzwischen und reagiert entsprechend extrem nervös, es muss so schnell wie möglich seine Exportabhängigkeit reduzieren dh. die nationale Sparquote reduzieren und damit die Konsumquote erhöhen. Europa dagegen kann mit den Zinserhöhungen der Fed nicht mithalten und D wird bald für seinen Merkantilismus die Quittung erhalten.
    Angesichts des desolaten wirtschaftlichen und militärischen Zustandes von Europa müsste eigentlich RU und China zusammenspannen und Europa militärisch besetzen, das wäre ein leichtes, Trump könnte nicht rechtzeitig reagieren, er ist mit sich selbst beschäftigt und mit seiner Wiederwahl.

    • Bernhard Piller sagt:

      Eben, wie ein Kommentator oben schon erwähnt hat, vielleicht hängt der Oelpreis mehr von den Verhandlungen der OPEC über eine Verknappung des Angebots ab als von der Weltkonjunktur. Auch die Sauis und die anderen OPEC Länder sind lernfähig und wissen mittlerweile, dass manchmal „weniger mehr ist“.

    • Jan Svoboda sagt:

      @Marti
      „Die USA können von allen einen globalen Abschwung am besten verkraften“ Lach. Sie sollten ein Komiker werden. China kann zwar Pleite gehen, ihre Industrie aber bleibt bestehen, die US Wirtschaft hingegen besteht zu mindestens 60% vom Herumschieben von Schuldscheinen, hin und her, ohne die Bilanzschwindel hätten sie seit mindestens 25 Jahren kein positives BIP gehabt, ihre Wirtschaft ist etwa gleich mit Kredit gehebelt wie in GRE, seit Jahren kaufen dort Konzerne ihre eigenen Aktien auf Pump um ihre Zahl zu reduzieren und damit die sinkenden Gewinne/Aktie besser aussehen zu lassen.

    • Jan Svoboda sagt:

      US und EU Wirtschaft kurz erklärt:
      USS Titanic

      die Fed-Mannschaft an Kapitän Trump: das Loch unter der Wasserlinie mit unseren Unterhosen gestopft, mit Volldampf voraus!
      Der Kapitän Trump an die Mannschaft : macht noch zweites Loch im Schiffsboden damit das Wasser abfliessen kann.

    • Rolf Zach sagt:

      Was ist so desolat in Europa? Warum will dann die ganze islamische Welt nach Europa auswandern?
      Schauen Sie einmal den HUD Index der UNO an, da erfährt man einiges!

      • Josef Marti sagt:

        Sie haben es ja beantwortet. Eine Invasion ist nur in desolate Systeme möglich.

        • Linus Josef Anton Huber sagt:

          Wir sind Zeugen eines historisch größten Hahnreiwesens:

          Eine gesamte Zivilisation gibt bereitwillig ihr Land und ihre Frauen her, weil die Alternative fies sein soll.

          • Anh Toàn sagt:

            Sagt die Hamas und schiesst Granaten auf Israel.

          • Anh Toàn sagt:

            Sagen die Taliban und werfen Säure in die Gesichter von Mädchen die zur Schule wollen.

            Hat Ihr Vater Sie oft gehauen?

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            Der Begriff Projektion umfasst das Übertragen und Verlagern eines innerpsychischen Konfliktes durch die Abbildung eigener Emotionen, Affekte, Wünsche und Impulse, die im Widerspruch zu eigenen und/oder gesellschaftlichen Normen stehen können, auf andere Personen, Menschengruppen, Lebewesen oder Objekte der Außenwelt.

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