Ist der Fall der türkischen Lira der Anfang einer grösseren Krise?

Verliert an Wert: Die türkische Lira. Foto: Reuters

Die Türkei steht inmitten einer typischen Währungskrise eines Schwellenlandes. Wie schon oft zuvor haben eine allzu expansive Geld- und Fiskalpolitik zu einem Boom geführt, der grosse Ungleichgewichte hervorgebracht hat. Das zeigt sich am klarsten bei der Leistungsbilanz, die seit mehr als zehn Jahren negativ ist (Quelle):

Turkey Current Account

Typisch sind nicht nur die Symptome der Krise, sondern auch ihre Gründe. Schwellenländer werden in der Regel autoritär und klientelistisch geführt, selbst wenn sie formale Demokratien sind. Wer immer an der Macht ist, versucht seine politische Dominanz auch wirtschaftlich abzusichern, und schaltet dadurch systematisch die Konkurrenz aus.

Des Weiteren wiederholen sich auch die internationalen Mechanismen. Boomphasen entstehen immer, wenn das internationale Zinsniveau über längere Zeit tief ist, weil so die Unternehmen, Haushalte und Staaten an billige Kredite kommen, was zu Fehlinvestitionen verleitet. In der Türkei und in manch anderen Schwellenländern sind es vor allem die international tätigen Unternehmen, die in den letzten Jahren ihre Dollarschulden stark erhöht haben.

Im neusten Jahresbericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zeigt eine Grafik das Ausmass der Dollarverschuldung der Unternehmen («non-bank borrowers»). Sie befindet sich ganz rechts auf der unten stehenden Abbildung. Seit der Finanzkrise hat sie sich etwa verdreifacht.

Wenn nun die US-Zinsen langsam steigen und/oder der Dollar stärker wird, erhöht sich die Schuldenlast der Dollarschuldner. Deswegen brechen Finanzkrisen in den Schwellenländern meist in der Spätphase einer Hochkonjunktur aus. Von der Türkei scheinen keine grossen Ansteckungsgefahren auszugehen, aber der Absturz der türkischen Lira könnte durchaus der Auftakt zu einer grösseren Finanzkrise in den Schwellenländern sein. Diese Wellenbewegung würde dann schnell auf die globalen Kreditmärkte überschwappen, was wiederum die Krisen in den Schwellenländern verstärken würde.

So begann auch die Asienkrise 1997 in Thailand, einem für die internationalen Finanzmärkte unbedeutenden Land. Aber schon bald stellte sich heraus, dass die thailändischen Probleme typisch für Südostasien waren. Bald brachen auch in Indonesien, Malaysia und den Philippinen ähnliche Krisen aus. Selbst Hongkong und Südkorea, zwei reiche Länder, gerieten in den Sturm, später auch Russland und Brasilien. 1998 erreichte die Krise auch die Wallstreet.

Deswegen ist die Beobachtung, wonach die Türkei nur eine kleine Volkswirtschaft sei, irreführend. Auch Griechenland ist eine kleine Volkswirtschaft, dennoch hat die Eurokrise erst mit dem hellenischen Staatsbanktrott schnell eine bedrohliche Dimension angenommen, weil die Finanzmärkte panisch reagierten und die EU und die EZB zwei Jahre lang hilflos agierten.

Zwei Optionen bleiben

Was wird als Nächstes in der Türkei passieren? Gemäss typischem Krisenverlauf bleiben der türkischen Regierung nur zwei Optionen. Entweder erhöht sie die Zinsen, um den Fall der Lira zu bremsen und die Inflation in den Griff zu bekommen, oder sie führt Kapitalkontrollen ein, um den Abfluss des ausländischen Kapitals zu stoppen und den Wechselkurs kontrollieren zu können.

Die erste Option ist äusserst schmerzhaft, sie löst eine starke Rezession aus und beschleunigt den Bankrott der schwachen Unternehmen, was staatliche Unterstützung nach sich ziehen würde. Ausserdem würde sie das Regime stark schwächen. Deshalb ist es wahrscheinlicher, dass die türkische Regierung Kapitalverkehrskontrollen gekoppelt mit Preis- und Lohnkontrollen einführen wird. Möglicherweise wird sie auch dafür sorgen, dass die Dollarschulden des Privatsektors umstrukturiert werden, sobald sich eine Bankenkrise abzeichnet. Damit wird sich auch die staatliche Kontrolle in der Wirtschaftspolitik verstärken. Auch dies verheisst nichts Gutes.

55 Kommentare zu «Ist der Fall der türkischen Lira der Anfang einer grösseren Krise?»

  • Rolf Zach sagt:

    Bei den Zahlen der Handelsbilanz ist zu beachten, dass China die grösste Import-Nation der Türkei ist und nicht China finanziert diese Importe, sondern Großbanken aus dem EU-Raum. Wenn nun der Sultan den Import von US-Handys verbietet und diese wirksam in der Öffentlichkeit zerstört werden, zerstört man damit eigentlich nur „Made in China“ Produkte. Wo ist da irgendwelche Logik?
    Die Deutschen wollen dem unbedarften Schwiegersohn des Sultans als Wächter der Lira den IMF als Lösung schmackhaft machen, damit gibt es eigentlich keine bilateralen Kredite der EU und vor allem nicht von Deutschland.
    Was die türkischen Fertigwaren-Ausfuhren von technologischen Gütern betrifft , ist dies so eine Sache. Wie ist dies mit der Fernsehr von Vestel (Türkei) gegen
    Panasonic?

    • Rolf Zach sagt:

      Kommt noch bei den Kreditgesuchen der Türkei an die EU dazu, dass Griechenland und Zypern mit Stimmrecht am Tisch vom EU-Ministerrat sitzen und ihre Zustimmung zu diesen Krediten benötigt wird. Diese Zustimmung gibt es nur mit Fortschritt in der Zypern-Frage. Der Sultan verliert aber seine Macht, wenn er da nur ein Jota nachgibt.
      Daraus folgt die Konsequenz, der Sultan wird einseitig ein Moratorium der Ausland-Kredite in $ und € des türkischen Staates, der türkischen Konglomerate und Banken erklären, dies geschieht noch vor Ende 2018.

  • Rolf Zach sagt:

    Der Sultan spekuliert vor der Angst der Kettenreaktion in der Weltwirtschaft vor einer Einstellung der Bedienung der Auslandschulden der Türkei und deshalb ist er überzeugt, er brauche den IMF nicht. Er vergisst dabei, dass Weltwirtschaftskrisen bisher immer den Ausgang in den USA nahmen, ob es 1929, 1971 oder auch 2008 war. Die Türkei ist da einfach ein zu kleiner Raubfisch.
    Ferner ist er überzeugt, es brauche in als Stabilisator im Nahen Osten und als solcher könne er ruhig syrisches Gebiet annektieren, seine Kurden und die auch von Syrien und dem Irak malträtieren und das Erdöl auf ihrem Gebiet an sich reißen. Er ist überzeugt, Katar und Saudi-Arabien werden ihm die notwendigen Milliarden $ zur Verfügung stellen, obwohl er für sie unfähig war, Assad zu liquidieren.

    • Rolf Zach sagt:

      Mit diesen Angst einflößenden Vogelscheuchen reist der Sultan im September nach Berlin. Die Deutschen sollen für ihn noch viel mehr zahlen und dafür sorgen, dass der IMF zu Kreuze kriecht. Sonst gibt es mehr Flüchtlinge über die Ägäis, mehr türkische Hass-Prediger für türkische Moscheen in Deutschland im Lande der Rassisten und Schänder. Er, der Sultan kontrolliert politisch die Türken in Deutschland. Wehe euch!
      Wir werden sehen, ob die deutsche Regierung darauf eingeht. Wenn sie es macht, sollte ich vielleicht türkische Lira erwerben!

  • Linus Josef Anton Huber sagt:

    „Boomphasen entstehen immer, wenn das internationale Zinsniveau über längere Zeit tief ist, weil so die Unternehmen, Haushalte und Staaten an billige Kredite kommen, was zu Fehlinvestitionen verleitet.“

    Fast richtig; es handelt sich um die geldpolitische Zentralplanung, welche von der Voraussetzung ausgeht, dass die PhDs in den Zentralbanken unter der weltweiten Führung des FED wissen, wie hoch der Zins zu liegen hat. Es ist nicht, dass die Zinsen „tief“ lagen, sondern eben offensichtlich „zu tief“, was zwangsläufig zu solchen Ungleichgewichten verbunden mit entsprechenden Fehlinvestitionen und Spekulationsblasen führen MUSS. Auch banalste Erkenntnisse haben es angesichts von Machtansprüchen schwierig sich durchzusetzen.

    • Anh Toàn sagt:

      Die Zinsen der FED Zentralisten waren nicht zu tief für die USA, aber für die Türkei, Argentinien und andere Schwellenländer.

      Verstehen?

      • Anh Toàn sagt:

        Verstehen was „internationales Zinsniveau“ heisst! Das ist USD.g anz bestimmt nicht, dass Zinsniveau das die türkischen Zentralisten für ihre Lira machen.

        Die Amis senken zinsen und in der Türkei, Thailand, Vietnam ist Boom.

        .

        • Anh Toàn sagt:

          Das internationale Zinsniveau macht die FED, im Interesse der eigenen Bevölkerung. Finden Sie das falsch?

          • Anh Toàn sagt:

            Die zwei Staaten auf dieser Welt mit den autoritärsten Regimes, NK und Eritrea, hatten keinen Boom und haben nun keinen Bust: Es gibt keine ausländische Investoren welche einen Boom verursachen und wenn sie abhauen mit dem Geld den Bust. Kim und der Affe Werki verteidigen die völkischen Interessen, frei von ausländischem Einfluss.

          • Jan Svoboda sagt:

            So so, die Fed verteidigt die Interessen der Bevölkerung, noch weitere Perlen auf Lager? Und was meint dein Arzt dazu, noch keine Besserung in Sicht?

          • Anh Toàn sagt:

            @Jan Svoboda:

            Ja ich weiss von Twitter, die wirtschaftliche Erholung in den USA ist ganz alleine Trump zu verdanken. Er hat das gemacht, trotz der FED obwohl er da noch nicht mal Kandidat war.

            Im Ernst, es gibt nur ganz wenige Stimmen, – Sie und Huber in diesem Blog, die Oberchecker -, die heute noch die Politik der FED nach der Finanzkrise kritisieren: Zumindest aus Sicht der USA hat die FED ziemlich richtig gehandelt.

          • Jan Svoboda sagt:

            klar die Ahnungslosen nennen es wirtschaftliche Erholung, die anderen eine Aufblähung der Schulden und Bilanzschwindel, entspricht etwa dem Bau der Potemkinsdörfer.

          • Claire Deneuve sagt:

            Svoboda: Wir wissen ja alle, dass Sie lieber eine grosse Depression wie in den USA der 30er Jahre oder auch Deutschland 1931/32 gehabt hätten, damit Sie sich in Ihren Untergangsszenarien so richtig hätten suhlen können. Vielleicht wäre dann in ihrem Szenario auch noch ein allmächtiger Führer vorgesehen gewesen, zutrauen würde ich Ihnen das ja.
            Herr Anh’s Beiträge finde ich im grossen ganzen im Gegensatz zu ihren rechtsreaktionären 0815 Stereotypen, die Sie sich irgendwo im alternaiven Universum angelesen haben, wirklich erfrischend.

          • Jan Svoboda sagt:

            @Claire
            Amüsant, es gibt tatsächlich Hohlköpfe die glauben, wenn man die Kreditkartenrechnung nicht zahlen kann, kann man die zweite Kreditkarte nehmen, dann die nächste usw. und irgendwann wird sich die Schuld in der Luft auflösen. Genau das hat nämlich die Fed gemacht und die Schulden zum BIP dazugerechnet und erklärt es sei Wachstum.Offensichtlich haben Sie bei der Mathe nicht aufgepasst, wenn GDP in 20 Jahren um 55% steigt und die Schulden um 330% kann nur ein absoluter Ignorant glauben, die Fed habe was gerettet und die Amis können sich jetzt am eigenen Schöpf aus dem Sumpf ziehen. Wohl zu viel Star Trek geschaut.

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            @ Jan

            Z.B. Knut Wichsell beschreibt den Einfluss der Geldpolitik auf Investitions-, Sparverhalten und Konjunktur in seinem Hauptwerk „Geldzins und Güterpreise“ gut. Es handelt sich keineswegs um „Rocket Science“, sondern um logisch nachvollziehbare Prozesse, welche die Zentralbanker bewusst zu ignorieren verstehen.

            Es handelt sich nicht einzig um Ahnungslosigkeit, sondern zugleich um eine gehörige Portion an Obrigkeitsgläubigkeit, welche hier mit eine Rolle spielen muss.

          • Claire Deneuve sagt:

            Ja Svovoda Null Ahnung von Nix aber eine Riesenklappe!
            „Offensichtlich haben Sie bei der Mathe nicht aufgepasst, wenn GDP in 20 Jahren um 55% steigt und die Schulden um 330% kann nur ein absoluter Ignorant glauben,“
            .
            Bei Wirtschaftswachstum die Realzuwachsrate nehmen und bei den Schulden den Nominalzuwachs – das zeigt genau die dilettantische Svoboda Denke auf. Einfach unsauber und halbbatzig wie fast alle ihre Kommentare!
            Null Ahnung von Oekonometrie, Svoboda. Ihr ökonomisches Wissen vermutlich in irgendwelchen alternativen Schundseiten angelesen, so kommen mir ihre Kommentare jeweils vor.
            PS 1946 hatten die USA sogar 120% Schulden vom BIP und haben diese bis in die 70er Jahre wieder auf 40% runtergebracht.

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            @ Claire

            „It’s better to be approximately right than exactly wrong.“

            PS: Die Situation der USA in 1946 ist aus vielen Gründen (z.B. Demographie, Aufbruchstimmung, vorangegangener spartanischer und sparsamer Lebensstil etc. etc.) nicht mit der heutigen Situation einer weltweiten Kreditblase vergleichbar.

          • Jan Svoboda sagt:

            bravo Claire,mit diesem Kunststück könnten Sie im Zirkus auftreten,bekanntlich werden Schulden zum Nominalpreis zurückgezahlt und damit ihre Gelaber Sinn macht,müssten die Löhne und Steuereinnahmen mindestens den Kaufkraftverlust ausgleichen,gemäss Fed CPI Calculator würde man für die Rückzahlung von 100 $(1998)nominal heute 154.4$ brauchen,so ein Pech,die Reallöhne stagnieren seit etwa 30 Jahren und die Steuereinnahmen reichen nicht einmal für die laufende Kosten,ein Budgetüberschuss gab es zuletzt nur zwei Jahre unter Clinton und das auch nur weil man die Social Sec.Fonds geplündert hat.Und hätte man die Berechnungsmethoden für CPI und GDP nicht frisiert,hätte die USA seit mind.25 Jahren keinen positiven GDP gehabt.Arme Amis, hätten sie Sie als Beraterin wären die Schulden schon weg))))

          • Claire Deneuve sagt:

            Huber: „Aufbruchstimmung“
            Der Donald verbreitet doch Aufbruchstimmung noch und nöcher, dazu Steuersenkungen, Discount-Kapitalrepatrierungssteuersätze, schafft Arbeitsplätze in der US-Army.
            Es herrscht fast schon eine Vollbeschäftigung wie 1946 und was soll an den US Demographics so falsch sein?
            0-14 years: 18.73% (male 31,255,995/female 29,919,938)
            15-24 years: 13.27% (male 22,213,952/female 21,137,826)
            25-54 years: 39.45% (male 64,528,673/female 64,334,499)
            55-64 years: 12.91% (male 20,357,880/female 21,821,976)
            65 years and over: 15.63% (male 22,678,235/female 28,376,817) (2017 est.)
            .
            Da sind die Amis noch nicht so ganz so ein zu einem Altersheim geworden wie einige EU Staaten oder Japan.

          • Claire Deneuve sagt:

            Svoboda: Gemäss Congressional Budget Office wird die US Staatsschuld 2028 schon 33’851 betragen.
            Wenn das Nominalwirtschaftswachstum über 5% ist, dann werden auch 2028 die Schulden zum GDP nur um die 100% betragen.
            Und wenn Trump noch eine zweite Wahlzeit gewählt würde, dann dürften es vermutlich noch ein paar Billionen mehr sein, der kümmert sich entgegen seinen Wahlprahlereien einen Deut um die Schuldenzunahme.
            Vielleicht gibts bald wieder einen Governement Shut Down. Trump droht schon wie ein quängelndes Kleinkind wenn er seine Mauer nicht bekommt…
            Vielleicht bekommen Sie Ihren ersehnten Zusammenbruch tatsächlich noch in den nächsten ein bis zwei Jahren, der Immomarkt ist auch schon wieder am blubbern

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            Claire:

            1. Die gesellschaftliche Kohäsion und Stimmung in den USA nach dem Sieg im 2. WK kann man nicht mit der heutigen Stimmung gleichsetzen.

            2. Es geht nicht einzig um „public debt“, sondern die gesamte Verschuldung (public and private) muss berücksichtigt werden. Die private Verschuldung lag aufgrund spartanischer Lebensführung bedeutend tiefer, speziell im Bereiche der Haushalte.

            3. Die US-Regierung reduzierte ihre Ausgaben um mehr als 50% von $118Mia. in 1945 auf $57Mia. in 1947. Eine auch nur annähernd gleiche Reduktion des Regierungsbudgets ist heute aufgrund der Anspruchshaltung politisch nicht durchsetzbar.

            4. Ich empfehle Ihnen einen Vergleich der Alterspyramide von 1945 mit derjenigen von heute vorzunehmen, bevor Sie sich dazu äussern.

          • Anh Toàn sagt:

            @Huber: Unser MD shcrieb 2014 was in der FuW zu Wichsel:

            „Wicksell selbst mass dem Mangel des nicht observierbaren natürlichen Zinssatzes wenig Bedeutung zu. Er empfahl, aus der Beobachtung des Preisniveaus Rückschlüsse auf das Niveau von Geld- und natürlichem Zins zu ziehen: Steigt die Inflation, ist der Geldzins zu niedrig; herrscht Deflation, ist der Geldzins zu hoch. In Anbetracht der deflationären Tendenzen in der Eurozone kann angenommen werden, dass Wicksell heute die Empfehlung abgeben würde, die EZB solle versuchen, den Geldzins weiter zu senken. Genau das versucht die Zentralbank unter ihrem Vorsitzenden Mario Draghi derzeit mit immer unkonventionelleren Methoden.“

            Vor allem basierten Wichsel Thesen auf geschlossenen Volkswirtschaften.

          • Anh Toàn sagt:

            Im Thema hier geht es darum, wie eine fremde ausländische Währung bzw deren Zinssätze eine Volkswirtschaft beeinflussen:

            Wie beeinflussen die Dollarzinsen die Volkswirtschaft in den Schwellenländern:

            Ich gestehe kein Oekonom zu sein, also erklären Sie mir, oder wenn ich zu doof bin zu verstehen, den grundsätzlich doch intelligenten anderen Lesern, was Wichsel dazu geschrieben hat.

            Namedropping ist keine Argumentation, das Thema hier ist der Einfluss ausländischer Geldpolitik auf die inländische Volkswirtschaft.

          • Anh Toàn sagt:

            Wenn für die inländische Volkswirtschaft zu tiefe USD Zinsen Inflation produzieren, was macht dann die inländische Notenbank? Erhöht die die Zinsen der inländischen Währung, steigt der Anreiz, sich in Fremdwährung zu verschulden (siehe Ungarn mit den CHF Hypo’s). Das heisst die ZB kann nichts dagegen machen, wenn schon müsste die Politik (Gesetzgeber) Kapitalverkehrskontrollen beschliessen.

          • Anh Toàn sagt:

            Aber Ihnen geht es nicht ums Thema, zu jedem Thema lassen Sie immer die gleichen Textbausteine ab, über die bösen Zentralbanken und deren inflationäre Geldpolitik, die korrupten Politiker und die MSM:

            Das einzige Ziel ist die Glaubwürdigkeit der demokratischen Institutionen zu untergraben, Zweifel zu schüren, Unsicherheit, auf dass ein (rechtsnationaler) Heilsbringer erscheine, welcher das Volk retten soll.

            Ihnen liegt nicht an Diskussion, Sie werfen nur Schmutz.

          • Jan Svoboda sagt:

            @Claire
            „Wenn das Nominalwirtschaftswachstum über 5% ist“. Wenn!klar, wenn Ihre Tante Eier hätte wäre es Ihr Onkel. Man muss nur die bisherige hellseherische Leistungen des CBOs mit der Realität vergleichen, Sie glauben offensichtlich auch an den Weihnachtmann.Nicht einmal das nach Abzug der CPI publizierte GDP ist real, man tut zuerst alle Staatsausgaben auf Pump dazurechnen und es dann in Verhältnis zu den Schulden stellen.Es entspricht etwa den jährlichen Budgetdefiziten die man eigentlich vom GDP abziehen müsste.Klar eine Mogelpackung.Dazu kommt dass nur der Privatsektor Steuern zahlt, man müsste also zuerst das GDP um den Staatssektor bereinigen, dann wäre die reale Verschuldung gesamt nicht 350% zu GDP sondern wesentlich mehr.

          • Jan Svoboda sagt:

            @Claire
            übrigens, die Reduktion der Verschuldung in den 40 jahren hatte einen handfesten Grund, die strenge Regulierung des Bretton-Woodsabkommen, unter anderem den obligatorischen Ausgleich der Handelsbilanzdefizite mit Gold. Vor 40 Jahren hatten die USA etwas über 2 Billionen $ Gesamtschulden, heute fast 70 Billionen $ und sie fantasieren davon, dass man die Verschuldung reduzieren könnte, allein im bisherigen Fiskaljahr, das noch bis Sep läuft haben die Amis bis Juni 415 Milliarden $ an Zinsen gezahlt, wohlgemerkt nur für die Staatsschulden. Viel Glück damit.

    • Jan Svoboda sagt:

      Anh Toàn
      Da ist sie wieder, die umgekehrt proportional grosse Meinung im Vergleich zur Ahnung!
      Musst du unbedingt zu allen Dingen die du nicht verstehst immer deinen Senf bringen?

      • Anh Toàn sagt:

        Wenn ich mal gross bin, will ich auch so schlau sein wie Du, oder sogar wie der Huber!

        • Jan Svoboda sagt:

          na ja, die Hoffnung stirbt ja zu letzt, wenn du von dem Zeug noch mehr rauchst, könntest du sogar Fed Präsident sein, bevor du dann aufwachst, mit einer Hand in deinem Nachttopf.

        • Ruedi sagt:

          Das System wird manipuliert, seitdem man gemerkt hat, das man mit wertlosem Papier (Geld) drucken in der Hand von Privaten (Bankiers) das Volk bescheißen kann, mit denn Instrumenten von Krediten (Schulden), Zinsen und dem Spiel von abwechslungsweise Deflation und Inflation.

          Reichtum an eine kleine Gruppe, bezahlt mit den Schulden und Zinsen von Staat und Volk. Dieses kranke Schulden-System hat seine Handlanger bis in die höchste Politik, welche aus den Geld-Töpfen (an)gefüttert werden.

          Kennedy war der letzte US-Präsident der sich gegen die FED erhob, am 4.6.63 unterschrieb er die Executive Order 11110.

          Seitdem Privat-Banken aus dem nichts durch Kredite Geld schöpfen können, ist das Geld-System Todkrank. Seitdem ist es kein Geld-Werte-System mehr – sondern ein Geld-Schulden-System.

          • Ruedi sagt:

            …Richtig war das früher eine Währung vom Staat als Herausgeber, durch Werte abgesichert und kontrolliert war, dies zu ändern war der große Fehler. Die Kontrolle Privaten Bankern und Spekulanten zu überlassen war/ist verantwortungslos. Die Ursache der aktuellen Schulden-Probleme, während die Verursacher „angeblich“ to big to fail geworden sind. Man sollte sie fallen lassen diese Blutsauger.

            „Wenn du Sklave der Banken bleiben willst und ihnen die Kosten deiner eigenen Versklavung bezahlen möchtest, dann lass sie weiter die Ausgabe der Währung kontrollieren und die Geldmenge der Nation regulieren” – Sir Josian Stamp (1880-1941).

            https://www.youtube.com/watch?v=TfwsGH7-0lk

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            Sie vertreten mit Ihren Ausführungen eine gesunde Einstellung, Ruedi. Die Aufgabe des Goldstandards, welcher zuvor die Zentralbanken (inkl. Regierungen) in ihrer Macht begrenzte, eröffnete die Möglichkeit einer neuartigen Geldpolitik nach PhD-Standard. Angesichts des daraus resultierenden Wachstums des Finanzsektors die Annahme zu vertreten, dass die Zentralbanker zum Wohle der Gesellschaft und nicht der Banken handelte, kann einzig auf einer naiven Obrigkeitsgläubigkeit beruhen. Die Ueberlegung beruht auf der Schnapsidee, dass „Geld drucken“ Wohlstand schafft; es handelt sich jedoch bei der Geldentwertung in erster Linie um einen verdeckten Umverteilungsmechanismus von „unten nach oben“.

          • Ruedi sagt:

            „Ressourcen-Basierte-Wirtschaft“ Jacque Fresco sprach davon schon in denn 70iger Jahren.

            Zeitgeist 3 , Film-Dokumentation die es mittlerweile auch auf Deutsch übersetzt auf YT zu sehen gibt. Auch die Folgen 1 und 2 sind sehr Interessant.

          • Ruedi sagt:

            „Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, das aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute, aber geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System ihnen feindlich ist.” – Gebrüder Rothschild, London, am 28.Juni 1863 an US-Geschäftspartner, Rothschild-Bankendynastie (u.a. Fed).

            Der Link zu der 3-teiligen Dokumentation auf Deutsch. Viel Zeit bleibt der Menschheit nicht mehr, bis sie von ihrer selbst geschaffenen Realität rechts überholt wird. (Jacque Fresco im Teil 3).

            https://www.youtube.com/results?search_query=Zeitgeist+-+Der+Film+der+DEIN+LEBEN+ver%C3%A4ndert%3F+-+Doku+Teil

          • Ruedi sagt:

            «Griechenland steht am selben Punkt, im gleichen schwarzen Loch, und es versinkt jeden Tag tiefer darin.»

            Zitat griechischer Finanzministers Yanis Varoufakis vom: 13.08.18

            Türkei überall?!

  • Manfred Linker sagt:

    Es ist eher ein Finanzangriff mit Sanktionen seitens der USA. Warum, Wirtschaft: Wachstum ist seit Jahren hervorragend, Verschuldung tiefer als bei den meisten europäischen Ländern und Infrastruktur Investitionen höher als in den meisten Industriestaaten. Wieso Sanktionen? Ist es der Pastor?? oder die S400 Systeme?

    • Marcel Senn sagt:

      Linker: So so „Infrastruktur Investitionen höher als in den meisten Industriestaaten“
      So ein Unsinn, die USA investieren schon seit Jahrzehnten sehr wenig in Fixed Capital Investments. Aktuell 16.3% des BIPS, die EU hat 19.8% und weltweit sind es 25.7%
      https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/fields/2259.html#us
      .
      In den USA hat es tausende von Brücken, die irgendwann auch wie diejenige in Genua enden könnten und es auch immer wieder mal tun!
      Und von Trumps gross angekündigter Infrastrukturinitiative hört man auch nix mehr. Star Wars und sonstige Aufrüstung ist ihm aktuell wichtiger.
      Und in Sachen Schuldengenerierung in der Hochkonjunktur ist Trump ein Totalversager. Für die nächsten 2 Jahre sind jeweils mind. 1.2 bis 1.3 Bio $ pa geplant, nix von Schuldenabbau

      • Rolf Zach sagt:

        Wie immer bei Zahlen, sind Sie genau, Herr Senn.
        Nur hat Krugman in der N.T. zu Recht vermerkt, es ist ein sehr großer Unterschied, ob man in der eigenen Währung verschuldet ist oder in einer Reservewährung wie der $ und der €. Was auch bei einer Konjunkturpolitik nach Keynes sehr zu beachten ist. Um Keynes optimal umzusetzen, braucht es die 100% Möglichkeit der eigenen Währung, deshalb bin ich ein überzeugter Befürworter des Euro, wo Stieglitz und andere Ökonomen ihre starken Vorbehalte haben. Aber die Entwicklung zeigte, dass ich nicht ganz Unrecht habe.
        Wie weit in seinem Finanz-Haushalt ein Land mit einer Reservewährung, wie die Weltmacht USA gehen kann, wird nächstes Jahr beantwortet, ob die misstrauischen Geister, wie Sie und ich, Recht bekommen, ist offen.

        • Marcel Senn sagt:

          Zach: In den USA ist gerade der personifizierte Anti-Keynes am Ruder. Schulden machen ohne Ende in der Hochkonjunktur und bei Vollbeschäftigung! Was wird der dann mal machen, wenn eine rezessive Phase einsetzen sollte? In den USA ist schon wieder eine Housing-Bubble im Anmarsch, diesmal auf noch höherem Niveau wie 2007 und wenn die FED die Zinsen noch ein paarmal erhöht, dann könnte es schon bald wieder mal gehörig krachen.
          Die Weltleitwährung $ hat die Amis verführt schon seit Jahrzehnten über ihre Verhältnisse zu leben und dann kommt Trump noch und bezeichnet Länder mit einem Handelsbilanzüberschuss vs. den USA als „Diebe“! Die hohen Verteidigungsausgaben dienen primär der Verteidigung des US$, denn sonst würde das US Kartenhaus mit der Zeit zusammenbrechen.

  • Franz Müller sagt:

    Ob die galoppierende Schwindsucht der TR-Lira eine globale Krise monetäre Krise auslösen könnte? Kaffeesatz lesen und spekulieren, dass die TR eine andere, bessere Regierung bekommt als heute, ebenso. der EURO-Raum und auch unsere Banken gaben gemessen am BIP der TR nicht so viel Geld, wie etwa GR. Deshalb ist das TR-Verlustrisiko für fast alle EU-Mitglieder verkraftbar. Abwarten und Tee trinken, schauen was Uncle Sam macht, auf den kommts drauf an, nicht die EU, oder die kleine CH.

    • Marcel Senn sagt:

      Müller: Den Mutigen gehört die Welt. Wer am Montag seine US$ auf Geheiss des Sultans zu 7 Lire pro $ gewechselt hat, hat bis heute ein schönes Schnäppchen gemacht, aktuell hat die Lire wieder schön zugelegt und notiert auf 6.09 zum US$.

      • Rolf Zach sagt:

        Aber bitte schnell kaufen und wiederverkaufen von dieser Lira. Solange die Devisenreserven der Türkei noch da sind. Aber wir bösen Spekulanten aus dem Westen kommen nicht an diesen Spieltisch. Es kommt zuerst die herzige Familie des Sultans mit ihrem famosen Schwiegersohn als Wächter der Lira, damit sie an diesem Spiel, Verkauf der Devisen der Zentralbank gegen Lira-Bestände, beteiligen können. Im Gefolge sind es die Mobster-Offiziellen des Sultans und die steinreichen Familien der Konglomerate und des Großgrundbesitzes.
        Nix da für die Ungläubigen aus dem Ausland, Allah will es so. Wird die Türkei auch ihre 236 Tonnen Gold auf den Markt werfen?

  • Anh Toàn sagt:

    „Typisch sind nicht nur die Symptome der Krise, sondern auch ihre Gründe. Schwellenländer werden in der Regel autoritär und klientelistisch geführt, selbst wenn sie formale Demokratien sind. Wer immer an der Macht ist, versucht seine politische Dominanz auch wirtschaftlich abzusichern, und schaltet dadurch systematisch die Konkurrenz aus.
    Des Weiteren wiederholen sich auch die internationalen Mechanismen….“

    Nein, was Sie als unter „des Weiteren“ ist das typische für die Krise in Schwellenländern, je freiheitlicher die Wirtschaftsordnung, umso mehr, je stärker die Macht, umso grösser die Möglichkeiten, den „Boom und Bust“ bestimmt durch Zinsniveau in USD zu verhindern:

    • Anh Toàn sagt:

      Auch hier werden ja als Lösungsmöglichkeiten Kapitalverkehrskontrollen gesehen: Verbot des Haltens von Devisen oder Gold, Preis- und Lohnkontrollen:

      Das sind doch alles Instrumente, die einer freiheitlichen Ordnung widersprechen und typisch sind für autoritäre Systeme.

      Es war nicht die expansive Politik der türkischen Notenbank, welche zum Boom führte, es war die expansive Politik der FED und die Freiheit der international tätigen Konzerne, sich in USD zu tiefen Zinsen zu verschulden: Einzig autoritäre Regime wie in Vietnam oder China können wirksam die Verschuldung in Fremdwährungen begrenzen.

      • Anh Toàn sagt:

        Die Boom und Bust Zyklen in den Schwellenländern folgen der Geldpolitik der FED: Expansive Geldpolitik der FED führt zu einem Boom, bremst die FED, kommt es knüppeldick für die Schwellenländer: Einerseits werden die Zinsen höher, vor allem aber steigt der USD wegen der höheren Zinsen: Hohe USD Zinsen bedeuten, „Risk off“, Abzug von Geldern aus Schwellenländern, zurück in den sicheren Hafen USD wo es auch Zinsen gibt, tiefe USD Zinsen bedeuten „Risk on“, raus aus dem USD, rein in Schwellenländer.

        Schwellenländer wie die Türkei können keine eigene Währungspolitik mit gleichzeitig freiheitlicher Ordnung: Eine freiheitliche Ordnung führt dazu, dass die FED die Währungspolitik macht. Nur eine autoritäre Ordnung kann dies zumindest begrenzen.

        • Anh Toàn sagt:

          hat die US Wirtschaft einen Schnupfen (Anzeichen von Überhitzung = erhöhte Temperatur), bekommt Europa die Grippe (Rezession) und die Schwellenländer eine Lungenentzündung.

          Das ist mein Scheiss dazu.

          • J. Kuehni sagt:

            Geht es nach dem Willen der Cakeisten, werden die renationalisierten Staaten Europas in Zukunft auch wieder eine Lungenentzündung kriegen.

        • J. Kuehni sagt:

          Die Mutter aller Schwellenländer steht auch vor einem Problem: Will es Sultan anstelle des Sultans werden, muss es sich öffnen, die eigene Währung frei handelbar machen, den Barbaren Zutritt (und Bürgerrecht) gewähren, aus volatilen Shareholdern entschlossene Stakeholder machen.

        • Rolf Zach sagt:

          Schlussendlich ist die Frage, kann ein Land um sein Wirtschaftswachstum zu fördern sich exzessiv in fremder Währung ($ und €) verschulden?
          Exzessiv kann es sicher nicht, aber mit einer Verschuldung in $ und €, die sich darauf konzentriert, die notwendigen Produktions-Anlagen zu importieren, die es für die Infrastruktur und für die Exportindustrie braucht, ist es durchaus vertretbar. Dies sollte doch einfach möglich sein, denn die USA sorgen mit ihrem Defizit, dass die Welt von Dollars überflutet wird und nirgends eine Dollar-Lücke besteht. Dies war in der Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre anders.
          Es ist einfach nicht logisch, unter diesen Umständen zu behaupten, die Schwellenländer seien immer ein Opfer der US-Geldpolitik.
          Die Türkei ist zu 100 % selber schuld.

          • Rolf Zach sagt:

            Die Finanzierung dieser türkischen Konglomerate war in vielem hochspekulativ und die türkischen Banken waren ihre willfährigen Sklaven.
            Man scheute sich nicht, die Immobilien-Spekulation (vor allem Istanbul) nicht nur mit Lira zu fördern, man holte dazu auch $ und €.
            Es kann mir doch keiner sagen, dieses Leistungsbilanz-Defizit der Türkei von 5,5 % des Volkseinkommens sei volkswirtschaftlich logisch, solche Defizite haben nur Hungerleider-Staaten und der ewige Sünder und Prasser Argentinien.
            Ja, die Staatsverschuldung ist gering. Ein ständiges Gequake der Experten, vom Leistungsbilanzdefizit wurde nie gesprochen, nur vom Wirtschaftswachstum. Natürlich, wenn man alle 15 Jahre die Währung immer vollständig entwertet, zuletzt 2001.

  • Rolf Zach sagt:

    Bei der jetzigen Regierung ist der Islam gefragt und nicht das Fachwissen einer hervorragend geschulten Beamtenschaft. Die werden gegenwärtig zu Tausenden entlassen. Auch diejenigen Beamten, die wohl überzeugte Moslems sind, aber die Bildung hochhalten wie ihr Vorbild Gülen. Was jetzt zählt ist Loyalität gegenüber dem Sultan und dies garantieren ihm seine Mobster-Kollegen aus den Slums von Istanbul. Kein Wissen, nur das förmliche Tun im Glauben zählt. Man wird zu Mitteln primitiver Gewalt Zuflucht nehmen, um die Krise zu lösen.
    Der Besitz von $ und €, ob unter dem Bett oder im Ausland, wird ein schweres Verbrechen und streng betraft. Die Todesstrafe wird so wieso in der Türkei wieder eingeführt, sie nicht zu haben ist gegen den Islam. In der Türkei ist auch viel privates Gold vorhanden.

  • Rolf Zach sagt:

    Bei Schwellenländer ist zuerst auch der geistige Hintergrund eines solchen Landes zu verstehen. Da gelten nach wie vor die Aussagen von Max Weber.
    Was er betreffend Katholizismus und Kapitalismus geschrieben hat, gilt gleichfalls für den Islam.
    Was die Türkei betrifft, man hat das Wirtschaftswachstum streng genommen nicht selber mit seinen Gewinnen verarbeitet, man hat es im Ausland eingekauft.
    Was immer ein todsicheres Rezept für eine später auftretende Wirtschaftskrise ist. Da zählt das ständige Herunterleiern betreffend eines robusten Wirtschaftswachstum durch Experten überhaupt nichts. Die türkische Lira ist nun einmal eine Inflationswährung und wird es weiter sein. Keine Sicherung der Geld-Stabilität und deshalb auch keine Reservewährung. Man borgt in $ und €.

  • Hans Hödli sagt:

    Kapitalkontrollen wurden bereits beschlossen, indem Spekulanten erschwert werden soll mit hohem Hebel mit carry trades gegen die Lira zu wetten.

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