Unser frankengeschockter Tourismus

Steigen die Preise, bleiben die Gäste aus: Trachtenfiguren auf der Riga. (Foto: Keystone/Alessandro Della Bella)

Die schweizerische Leistungsbilanz hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Ja, man kann geradezu von einer historischen Zäsur sprechen. Traditionell resultierte beim Güterhandel und beim Einkommen der Grenzgänger ein Defizit, beim Dienstleistungsverkehr und den regelmässigen Einnahmen aus dem Ausland (Zinsen, Dividenden etc.) ein Überschuss. Insgesamt war der Überschuss immer etwas grösser als das Defizit. Das bedeutete, dass die Schweiz netto immer Kapital exportierte und ein grosses Auslandsvermögen anhäufen konnte, was wiederum die regelmässigen Einnahmen aus dem Ausland ansteigen liess. Die beiden grossen Änderungen der letzten Jahre sind die folgenden:

  1. Der Güterhandel hat eine positive Bilanz (früher eine negative Bilanz)
  2. Der Tourismus schmälert den Überschuss der Dienstleistungsbilanz (früher starker Beitrag zum Überschuss)

Die erste Änderung ist mittlerweile allgemein bekannt, weil sie schon vor einigen Jahren stattgefunden hat. Verantwortlich für die Änderung ist vermutlich der starke Anstieg der Chemie- und Pharmaexporte, wie eine Studie der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vor einigen Jahren ergeben hat. Mittlerweile stammen fast fünfzig Prozent der Schweizer Exporte von der Chemie- und Pharmaindustrie. Weniger bekannt ist der dramatische Wandel der sogenannten Fremdenverkehrsbilanz. Er hat erst in den letzten paar Jahren stattgefunden. Kurz gesagt: Die Schweiz ist nicht mehr das grosse Tourismus-Land, das es einmal war. Folgende Grafik zeigt, was passiert ist: Der traditionelle Überschuss verschwand plötzlich in den 2010er-Jahren. 2016 resultierte erstmals ein Minus, gemäss Schätzungen soll auch im Jahr 2017 ein Defizit resultieren, wenn auch ein kleineres als 2016. Wie lässt sich dieser historische Einbruch erklären? Folgt man der Chronologie, so ist klar, dass der doppelte Frankenschock von 2011 und 2015 eine wesentliche Rolle gespielt hat. Seit 2008 stagnieren die Einnahmen, während die Ausgabe seit 2011 sprunghaft angestiegen sind. Das ist die logische Folge einer Aufwertung: Ferien in der Schweiz werden für die Ausländer teurer, Ferien im Ausland werden für die Schweizer billiger.

Der Wechselkurs als alleinige Ursache?

Dass der Wechselkurs eine grosse Rolle gespielt haben muss, lässt sich auch an den Zahlen vor der Aufwertung ablesen. 2008 resultierte ein Rekordüberschuss, weil der Franken über mehrere Jahre äusserst schwach gewesen war. Ob alles mit dem Wechselkurs erklärt werden kann, ist indessen zweifelhaft. In den 1970er-Jahren kam es ebenfalls zu heftigen Aufwertungsschüben, doch nie resultierte ein Minus. Welche anderen Faktoren wie stark gewirkt haben, wird erst in ein paar Jahren klar werden. In Krisenzeiten neigen wir immer dazu, strukturelle Faktoren zu überschätzen, weil wir glauben, dass grosse Veränderungen fundamentale Gründe haben müssen. Das ist oft nicht der Fall, möglicherweise auch im Hinblick auf den Schweizer Tourismus.

62 Kommentare zu «Unser frankengeschockter Tourismus»

  • Linus Josef Anton Huber sagt:

    @ Aldo

    Danke für Ihren Kommentar. Ich interessiere mich nicht sonderlich für die unfundierten Beleidigungen und Unterstellungen gegen meine Person, denn die Meinungs- und Redefreiheit betrachte ich als sehr wichtig. Was mich jedoch stört ist der Umstand, dass dieser früher sehr interessante Blog durch diese vulgäre Diskussionskultur die sachliche Diskussion zunehmend behindert. Interessant ist der Umstand, dass die schwindende Qualität des Blogs der Redaktion gleichgültig zu sein scheint.

    • Anh Toan sagt:

      Ach, jetzt weinst Du bei den Zentralisten (Blog-Redaktion), sie sollten regulieren.

      Weil ohne Regulierung durch Zentralisten ist die Qualitaet mies.

      Freiheit ist immer besser, w
      Wichs R

      • Linus Josef Anton Huber sagt:

        Case in point! Aber es steht jedem frei, sich zum „Jackass“ zu machen.

        • Anh Toàn sagt:

          „Beleidigungen und Unterstellungen“

          Wenn ich Dich hier in diesem Kontext Putin – Stricher nenne, werfe ich Dir nicht vor, Sex zu verkaufen: Ich werfe Dir vor, Dir [frei aber durchaus richtig zitiert] vor, Dich als Patriot, als Verteidiger von westlichen, demokratischen Werten aufzuspielen aber Dir „Deine Rente von Alimentierern von Messerstechern und Taugenichtsen“ und von Diktatoren alimentieren lassen, die genau dies doch kaputt machen wollen.

          Im Bewusstsein an die Grenze zu gehen, dass ein Richter anders urteilen kann, ich glaube nicht, dass meine Äusserungen hier strafrechtlich relevant sind:

          • Anh Toàn sagt:

            Ich sage Volltrottel und Stricher, Du sagst „intellektuelle Idioten“ „Obrigkeitsgläubige“ (Trottel) oder „Profiteure des Status Quo (Stricher) ich rede direkt, never mind the bolloks!

        • Linus Josef Anton Huber sagt:

          TOP DEFINITION
          IYI
          Intellectual Yet Idiot

          From medium.com
          … the inner circle of no-skin-in-the-game policy making “clerks” and journalists-insiders, that class of paternalistic semi-intellectual experts with some Ivy league, Oxford-Cambridge, or similar label-driven education who are telling the rest of us 1) what to do, 2) what to eat, 3) how to speak, 4) how to think… and 5) who to vote for.
          When plebeians do something that makes sense to them, but not to him, the IYI uses the term “uneducated”.

          • Anh Toàn sagt:

            Aber Du sagst doch den Leuten:

            Was sie machen sollen, reden, bzw. hier schreiben sollen, wählen sollen, (AfD nicht Merkel, wenn das Bewusstsein nicht einen zu langen zeitlichen Horizont hat. Aber du hast keinen Doktor, nicht mal als einen Bachelor als Geologe oder so, von keiner Uni, also bist Du ein Idiot, der aber nicht intellell ist,

            eben ein Volltrottel.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Anh Toàn: Wie gewohnt von Ihnen – auf den Punkt gebracht.

            Gemäss meinen bescheidenen Infos verfügt der Linus über keinen Hochschul-Abschluss.

            Aus seiner (Linus‘) Sicht ist das kein Argument. Er sieht sich selbst als intellektuell – aber eben nicht als IYI. Oh yeah! 🙂

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            Ich vertrete einzig meine Meinung und hüte mich anderen vorzuschreiben, wie sie sich zu verhalten haben, sondern respektiere in toleranter Art und ohne Verwendung derogativer Betitelung jede Ueberzeugung, was nicht heisst, dass ich das verbale Duell zwischen unterschiedlichen Ideen vermeide, resp. nicht geniesse. Wenn jemand die Meinung von IYIs mehr oder wenig unkritisch adoptiert, kenne ich kein besseres Wort als dieses Verhalten als Obrigkeitsgläubigkeit zu bezeichnen. Wenn Sie ein Wort offerieren können, welches dieses Verhalten besser beschreiben soll, lassen Sie es mich wissen.

          • Maiko Laugun sagt:

            „..kenne ich kein besseres Wort als dieses Verhalten als Obrigkeitsgläubigkeit zu bezeichnen. “

            Der Glaube an eine eine direkte Demokratie im Heidiland ist also keine Obrigkeitsgläubigkeit?

            Idiot.

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            Wenn Sie mir ein besseres politisches System als die direkte Demokratie erklären wollen, bin ich gerne bereit, dies zu diskutieren; ich bin mit unserem System der direkten Demokratie allgemein betrachtet zufrieden und kann hierbei keinen Zusammenhang mit etwelcher Obrigkeitsgläubigkeit erkennen. Vielleicht soll das Wort „Idiot“ ein wirkliches Argument darstellen, welches ich ebenfalls nicht erkennen kann.

          • Anh Toàn sagt:

            Linus Huber, 04.09.2016 in der Berner Zeitung

            „Die Kommentare zeigen, wie stark das kollektivistische Gedankengut in der Bevölkerung bereits verankert ist, ein Gedankengut, welches einerseits alles durch den Staat und durch das Verlegung von Entscheidungen auf eine höhere hierarchische Ebene zu regeln wünscht. Obwohl sich Risse in der Nachhaltigkeit der Programme des Wohlfahrtsstaates öffnen, setzt sich bei vielen kein Umdenken ein.“

            Aber Sie sagen nur Ihre Meinung, sie sagen niemandem, welche Meinung richtig und welche falsch ist, ausser dass die Bevölkerung umdenken tun täte (langsam) und langsam zur Einsicht kommt, nicht kollektivistisch zu denken.

            Volltrottel!

          • Anh Toàn sagt:

            Intellektuelle Idioten können in der schlauen Bevölkerung ein doofes kollektivistisches Gedankengut verankern. Zum Glücvk gibt es Volltrottel wie der Huber, die dem Volk dies erläutern, auf dass es zur Einsicht gelange, wie gefährlich dieses kollektivistische Gedankengut ist.

            Nämlig so ist der Unterschied zwischen den demokratischen Volltrotteln und den antidemokratischen, diktatorischen intellektuellen Idioten.

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            Die Analyse einer Situation aus meiner Sicht entspricht nicht einer Auflage, wie sich jemand zu verhalten hat. Dümmer geht’s nümmer.

          • Anh Toàn sagt:

            Und wie machen intellektuelle Idioten Auflagen, an die man sich zu halten hat?

            Indem Sie gewählt werden?

            Oder gibt es ein Gesetz, dass man den Gebildeten folgen muss?

            Du willst einfach Schmutz werfen auf unsere Institutionen, die schliesslich in erster Linie mit intellektuellen Idioten besetzt werden. Selbst der Köppel hat einen Master.

            Warum sollte hier kein Putin Stricher schreiben? Wenn aber einer, dann doch der, der angeblich nicht mal glaubt, dass es sowas gibt, bis er handfeste Beweise hat.

            Ich bin intelligent genug, Andere nicht zu unterschützen: So bescheuert wie der Scheiss den den rauslässt bist du nicht, du willst hier (und all den anderen Orten wo du das gleiche machst) nicht deine Meinung äussern, du bist ein Putin Stricher.

          • Anh Toàn sagt:

            Ich kann dich auch einen Pudel Putins nennen, Schröder und Trump sind auch nicht mehr.

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            Lesen hilft, denn hier in diesem Blog ist definitiv niemand ein IYI! (policy making)

            Ihr 2 kommt mir, abgesehen vom fehlenden Anstand, vor wie Jim Carrey und Jeff Daniels im Film „Dumm und Dümmer“.

          • Anh Toàn sagt:

            „the inner circle of no-skin-in-the-game policy making “clerks” and journalists-insiders, that class of paternalistic semi-intellectual experts+

            Das erste sind „policy makers“, dann kommt ein „and“ und dann folgt eine Aufzählung., die wohl nicjht sehr eng abschliessend zu verstzehen ist „that class of paternalsitic semi-intellectual experts“ ist doch recht weit gefasst.

            So wegen leseschwierig.

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            Sicher doch, und das Wort „inner circle“ ist bedeutungslos.

            Es tut mir leid, dass ich die einzigen Argumente, welche Sie beiden offerieren (Idiot, Putinstricher, Wichser, Volltrottel etc.), ich nicht als solche wahrnehmen kann. Aber laesst Euch nicht von Eurem Weg abbringen; hoffentlich finden die Leser wenigstens ein wenig Unterhaltungswert in diesen inhaltsleeren und einzig der Diffamierung dienenden Aussagen.

          • Anh Toàn sagt:

            Inner Circle:

            smokin smokin smokin is good for the brain
            Miss Mary you strike again

            Bedeutungsvoll!

          • Anh Toàn sagt:

            Ja, meine Aussagen dienen Deiner Diffamierung als Putin Stricher, Putins Pudel, Putin Troll.

          • Anh Toàn sagt:

            Bei mir ist das nicht so verschwurbelt wie bei Dir:

            Wenn ich sage, Du bist ein Putin Stricher, will ich nicht männliche Prostituierte diffamieren, sondern dich.

            Das merken die >Leser auch, wenn d es ihnen nicht erklärst.

            Anscheinend hast du wenig Vertrauen in die Intelligent der Leser hier (Dedr Bevölkerung), wenn du glaubst, diese brauchen erklärt zu bekommen, wer hier der Gute und wer die bösen Doofen sind.

  • Urs Pfister sagt:

    Der Frankenschock ist das eine, doch leider wurde der Schweizer Tourismus bei faktisch Null-Teuerung massiv teurer (z.B. Wallis 35% von 2000-2015) und anstelle von Gastlichkeit wird der Tourismus massiv besteuert. Kurtaxen um die 2000 Franken pro Zweitwohnung für realistisch gesehen drei Ferienwochen schlagen mit 600 bis 700 Franken zu Buche, pro Woche! Gratis Bähnli und Postautofahren für 2000 Fr. im Tal sind ein Witz. Finanziert werden damit primär Defizite der Bergbahnen ohne Fass und Boden (z.B. Saas Grund). Guten 0.1 Mio Hottelbetten stehen 2.8 Mio Betten in den Zweitwohnungen gebenüber. Anstelle das wichtigste Segment zu pflegen, werden hier ca. 400 Mio mehr Kurtaxen als noch vor wenigen Jahren abkassiert, wer wundert sich, dass die Zweitwohnenden da die Ferien im Ausland verbringen?

  • Anh Toàn sagt:

    In manchen Tourismusdestinationen der Schweiz landet die Bereitsstellung eines eigentlich touristischen Angebotes beim Bau:

    Viel lieber fährt der Schweizer Bergler auf einer grossen Baumaschine im Sommer und baut dem Touristen ein Ferienhaus und überlässt es dem Touristen, die ihn (be-)Dienenden selber mitzubringen. Also führt er kein Hotel und buckelt vor seinen Gästen, sondern macht ein Bauunternehmen auf und guckt von seiner grossen Maschine runter.

    Habe über 10 Jahre in Verbier gelebt: Im Sommer ist mehr Verkehr auf der Strasse nach Verbier hoch und runter mit Baumaterial und Bauarbeitern, als im Winter mit Touristen. Am liebsten wäre den Einheimischen, die Touristen würden die Wohnungen und Häuser nur kaufen, renovieren, aber nie kommen.

  • Motivierte Wanderin sagt:

    Gehe häufig in die Berge. Was ich gestern wieder erlebte hat mich ernüchtert. Im Bergrestaurant, das ich mit meinem Sohn mitleidshalber, fast keine Wanderer unterwegs, frequentierte wurden wir von sehr freundlichen Slowaken bedient. Aber, der Punkt ist, wir hatten unser Picknick im Rucksack. Wenn es für die Schweizer nicht mehr stimmt, schliesst einfach diese Restaurants. Ich will in den Schweizer Bergen nicht hochdeutsch sprechen müssen. Habe jahrzehnte im Ausland gelegt. Diese Strukturveränderungen gibt es immer wieder. Ich bin nicht bereit für einige wenige Profiteure die ganze Infrastruktur in den Bergdörfern zu tragen.

  • Meier vo Züri sagt:

    Übel ist die Mischung zwischen hohem Preis und eher dürftigem Angebot in der CH. Wir versuchten es die letzten Jahren wieder mal. 2x 1 Woche Ski fahren, 1 x Arosa im Sommer. Kannte bisher nur die Werbung mit schöner Heimat, was dann aber kam, ist ein hässlicher Ort mit 70er Bauten. Das Hotel war gut, aber teuer. Dann Scuol zum Ski fahren. Wir kommen um 19.30 an und wollen im Hotel mit schönem Speisesaal essen, es ist gut besetzt, hat aber freie Tische. Angeboten wird leider nur die kleine, kalte Karte. Die Pisten sind dürftig und die Freundlichkeit mehr als nur aufgesetzt. Man könnte das noch lange weiterführen. Wir gehen jetzt wieder in die Ferne, da ist es auch nicht immer gut und manchmal sogar übel, aber dem Preis entsprechend und etwas reales Abenteuer ist zudem noch gratis dabei.

    • Rolf Zach sagt:

      Die Österreicher müssen einfach ihre Qualität herabsetzen, dann werden Sie sich an den Bündner Service gewöhnen. Überhaupt ist es eine Frechheit von uns Unterländern Hotelgast zu sein, viel besser wäre es, wir würden Eigentumswohnungen kaufen, wo die Bodenpreise der Zürcher Goldküste entsprechen und die Baukosten doppelt so teuer sind wie in der Stadt Zürich.
      Haben Sie ihren Nationalrat schon darauf angesprochen, die Mittel für den Finanzausgleich für die Alpen-Kantone aufzustocken, ein unbedingtes Muss!

  • Hans Hödli sagt:

    Nimmt man die Fluchtoasen Singapur, Macau, Hongkong heraus dann sind bei der per capita NIIP Norwegen und CH einsame Spitze, wobei Norwegen wegen der tiefen Bevölkerungszahl fast doppelt so hoch ist wie die CH. Dass eine hohe positive Nettoauslandsposition einen positiven LB wirksamen Zins- und Dividendensaldo ergibt versteht sich von selbst. Bereiche mit tiefer Wertschöpfung wie Detailhandel und Tourismus fallen in der LB nicht ins Gewicht, ganz im Gegensatz zur Chemie/Pharma. Dem Tourismus macht nicht nur der Wechselkurs Probleme sondern mindestens so schlimm auch unser Agrarprotektionismus. Aufgrund des absolut minimen BIP Anteils dieser beiden Branchen sind sie angesichts der verursachten Umweltschäden sofort einzustellen.

    • Maiko Laugun sagt:

      Dann können Sie uns ja sicher auch erklären, was amerikanische Aktien im Depot der SNB – in Verbindung mit Stützungskäufen des EUR, zwecks Verteidigung des Mindestkurses des CHF – mit der Unterstützung der gebeutelten Tourismus-Branche (und/oder der Export-Industrie) zu tun haben: oder?

    • Maiko Laugun sagt:

      Bin sicher, dass Sie das können. Die SNB kann es nämlich nicht – ich meine erklären.

      • Rolf Zach sagt:

        @Maiko Laugun. So etwas interessiert die ehrenwerten Gnädigen Herren der Nationalbank-Leitung (der Bundesrat gehorcht ihnen und nicht umgekehrt!) überhaupt nicht. Die sind eifrig daran ihren riesigen Devisen-Schatz in den USA zugunsten von Trump zu verplempern. Da gibt es nichts für Touristik-Investitionen und es gibt nichts für die ETH, was noch viel wichtiger für unsere Zukunft ist.
        Lumpige 2 Mrd. Franken müssen genügen für uns alle in der Schweiz. 30 Mrd. Franken Gewinnbeitrag im Trump-Land zum verlieren und 20 Mrd. bei der EZB ohne Ertrag. So wird der Gewinn verteilt, dass ist die wahre Geldpolitik nach Lehrbuch, wer dagegen ist, versteht nichts
        von der erhabenen Handlungen der SNB. Mit anderen Worten, er ist ein Banause.

        • Maiko Laugun sagt:

          @Rolf Zach: Persönlich ist mir eine bevorzugte Behandlung einer spezifischen Wirtschafts-Branche ein Dorn im Auge, nur schon weil dies Begehrlichkeiten von anderen weckt. Ich meine z.B. das – to big to fail Bekenntnis – welches nur auf Banken, jedoch nicht (z.B.) auf Versicherungen ausgesprochen wurde.

          Im Beitrag ist die Dominanz der Pharma-Industrie erwähnt. Warum unterliegt die nicht exakt diesem Status?

          Ich tippe mal auf ein korrumpiertes System. Könnte ja sein, dass man auch die Pharma-Industrie in der Zukunft mal wird retten müssen.

          Die SNB hat sich zu einem staatlichen Hedge-Found entwickelt. Die Frage ist nur, für welche Interessen die tatsächlich einstehen.

          • Hans Hödli sagt:

            Das ist einfach. An erster Stelle die Bonijäger, erst an zweiter Stelle die Aktionäre, an dritter Stelle die Grundbesitzer, an vierter Stelle die Bondholder, zuallerletzt die Renditesklaven und Kleinsparer.

        • Maiko Laugun sagt:

          Die Ex-Rentenanstalt (heute SwissLife) hatte im Anschluss an die staatliche Rettung der UBS exakt diese Forderung gestellt – und ist selbstverständlich abgeblitzt. Die sind/waren nie system-relevant, klar. Das weiss sogar ich als kleiner Idiot.

          Ich sehe eine Nationalbank deshalb eher als ein Zudiener der Finanzindustrie. Gleichzeitig gibt es im Heidiland eine FINMA, welche ihren Namen nicht verdient (=Brot und Spiele für das Volk). Vielleicht sollte dort mal endlich investiert werden. Dazu braucht es keine zusätzlichen Mittel. Es braucht nur den politischen Willen dazu.

  • Walpurga Müller-Schmidt sagt:

    Für mich liegt es vor allem an der Qualität von CH Hotels und anderen Tourismus Angeboten: schlechter Service, null Kundenorientierung, oft reinste Abzocke. Ich meide die CH in meinem Konsum seit mehreren Jahren, obwohl ich sicher das Geld hätte, um es mir zu leisten.

    • Werner Wenger sagt:

      Eigentlich eine fiese Masche hier zu reklamieren statt am Ort, wo die Leistung offenbar zu wenig gut war.

    • Karl Zeisig sagt:

      Zum Glück bleiben diese Art von Touristen der Schweiz fern. Da wird einfach pauschal verurteilt und „heruntergemacht“. Nach dem Motto „Geiz ist Geil“ aber Leben wie ein König!
      Zudem bringt es nix Reklamationen hier anzubringen. Leute mit Rückgrat tun dies vor Ort. Aber eben, da müsste man ja schon ehrlich sein. Nicht jedermanns/jederfraus Sache!

      • Motiverite Wanderin sagt:

        Ich weiss nicht, wie es Frau Müller ergeht, ich jedenfalls habe es satt, wenn ich in den Bergen hochdeutsch sprechen muss, im Engadin sogar italienisch. Wir sind ein schweizerdeutsch sprechendes Land. Ich konnte in den USA oder GB auch nicht einfach hochdeutsch parlieren. Deshalb gehe ich mittlerweile lieber an Orte, wo das Personal noch authentisch ist.

        • J. Kuehni sagt:

          „Wir sind ein schweizerdeutsch sprechendes Land“

          Ui. Zu ihrem Glück lesen unsere welschen Landsleute diesen Blog genausowenig wie die Ticinesi. Die Rätos immerhin, wissen wohl, dass ihre Sprache am aussterben ist, können alle deutsch, dürfen wohl bleiben, eh?

          • J. Kuehni sagt:

            Davon abgesehen: Wenn unsere Tourismusindustrie keine Schweizer Mitarbeiter mehr findet oder nur auf der Basis von billigeren Saisonnier-Wanderarbeitern überleben kann, (im Klartext: keine „schweizer“ Löhne zahlen kann), ist diese spezifische Branche vermutlich nicht produktiv genug (und müsste daher nach gängiger Marktlogik „sterben“). Ein freundliches Lächeln, ob einheimisch oder nicht, wird daran kaum viel ändern.

            Die Schweiz leidet unter einer generell mangelhaften Weitergabe der Produktivitätsgewinne an die breite Masse, kombiniert mit Importkartellen und Schatzkästliwährung, resultierend in einem Missverhältnis im Wachstum von Teuerung und Löhnen.

          • J. Kuehni sagt:

            Die einen Schweizer können sich dann die Ferien in der Schweiz nicht mehr leisten, während die anderen Schweizer keine Anstellung mehr im Tourismus annehmen können, weil solche trotz Subventionitis keine (für die hiesigen Lebenshaltungskosten) existenzsichernden Löhne mehr bezahlen kann (vom aus ähnlichen Gründen verursachten Einkaufstourismus ins Euroland wollen wir gar nicht erst anfangen).

            Den ganzen Alpenraum könnte man getrost in ein Naturschutzgebiet für Murmeltiere, Bären und die beste Armee der Welt umwandeln, per Saldo wäre dies wohl ein Gewinngeschäft. Und dann müssen Sie sich auch nicht mehr über die slovakische Bedienung im Bergrestaurant aufregen. Gut für Herz & Kreislauf, ganz ohne Höhenluft und erst noch billiger.

  • Lilian Cahenzli sagt:

    Die Dienstleistungs Qualität des Schweizer Gast- und Tourismus Gewerbe hat in den letzten Jahren stetig abgenommen. Das angestellte Personal ist ungenügend oder gar nicht geschult oder spricht nicht mal mehr eine der Landesprachen. Die Höfichkeit gegenüber dem zahlenden Gast ist schlicht nicht mehr vorhanden was zwangsläufig dazu führt, dass sich der Gast eine Alternative sucht die nicht nur billiger im Preis ist sondern auch seinen gerechtfertigten hohen Qualitätsansprüchen genügt. Wenn der Schweizer Tourismusverband diesen Umstand dem Hotel- und Gastgewerbe klar macht, dann werden auch die Gäste wieder kommen und unsere einzigartig schöne Natur und die Menschen, die darin leben wieder gerne besuchen.
    Gastfreundschaft vermitteln und leben ist der Schlüssel zu Erfolg.

    • Anh Toan sagt:

      Landessprache und so: Als waeren im Oeschiland Tourismus keine Auslaender beschaeftigt.

      • Motivierte Wanderin sagt:

        ANh Toan Sie haben recht. Auch Oesterreich ist drauf und dran in die CH Falle zu tappen. Wie sagte uns doch der Hotelier so schön, die Oesterreicher streichen lieber Arbeitslosengeld ein. Weshalb sie immer mehr auf Fremdsprachige angewiesen sind. Da gibt es nur noch eine Alternative, Tagesausflüge mit Picknick.

        • Maiko Laugun sagt:

          @Motivierte Wandering: „Auch Oesterreich ist drauf und dran in die CH Falle zu tappen.“

          Falsch! Im Gegensatz zum Heidiland haben es die Oesterreicher eben geschafft, auch das ausländische Personal auf (gespielte) Freundlichkeit zu trimmen. Ist das so schwer verständlich?

          P.S. In den Bergen im Heidiland herrschen bis und mit heute Interessen-Kämpfe, auch familiäre.

          Oder frei übersetzt: Früher hat man die Touristen gemeinsam ausgenommen – und heute individuell.

        • Maiko Laugun sagt:

          Natürlich ist auch Oesterreich in die Falle getappt. Die waren allerdings schlauer und haben 30 Jahre profitiert.

          Links und Rechts hohe Berge – führt überall zu einem eingeschränkten Denkvermögen, allerdings im Heidiland viel mehr.

        • Maiko Laugun sagt:

          Die Heidiländer waren aber so klug und haben das Bank-Kundengeheimnis (Zitat alt BR Merz: „Das Ausland wird sich daran die Zähne ausbeissen!“) aufrecht erhalten und sich dies bewusst und gewollt in die Verfassung schreiben lassen. Das Resultat dürfte bekannt sein.

          Somit haben Sie nicht ganz unrecht mit Ihrem Kommentar.

          Ich halte es für besser, daraus eben die richtigen (?) Schlüsse zu ziehen.

          Tourismus kann nicht alleine definiert werden, nicht mehr und nicht weniger.

        • Maiko Laugun sagt:

          Mittlerweile scheint ein Umdenken stattzufinden in der Heidiland-Tourismus-Branche. Man hat erkannt, dass ein individuelles Ausnehmen (=Anti-EU) nicht mehr funktioniert. Man hat erkannt, dass man nur gemeinsam (= pro EU) stark ist. Den Protagonisten ist das selbstverständlich noch nicht klar. Es ist wenigstens ein Anfang.

          Nicht dass ich dieses Gedankengut generell für gut befinde. Es sollte nie darum gehen, andere auszunehmen. Es soll lediglich aufzeigen, dass Egoismus langfristig nicht zum Ziel führt. Es ist eine Illusion.

  • Anh Toàn sagt:

    @Linus Huber: Wie blöd bist Du?

    • Anh Toan sagt:

      Du wirfst @J. Kuehni vor, sich fuer intelligenter als der Durchschnitt der Bevoelkerung zu halten. Fuer wie viel bloeder also der Durchschnitt der Bevoelkerung haelst Du denn Dich?

      • Anh Toàn sagt:

        Du bist auf alle Fälle zu schlau, den Scheiss den Du schreibst, selber zu glauben: Putin-Söldner (mach Dir nichts draus, ist der Schröder auch)

        • Marcel Senn sagt:

          Hallo Ahn Wo siehst Du denn hier den Huber????
          Bist aus Versehen im falschen Blogbeitrag gelandet??

          • Anh Toàn sagt:

            Nöh, war einfach zu lang wo es war, und die Frage grundsätzlich, und es sollte hier stehen bevor der Huber seinen Scheiss wieder hier ablässt.

    • Aldo Bachmann sagt:

      Ihre Fixierung auf Huber sollten Sie vielleicht mal untersuchen lassen. Damit hätten Sie wenigstens eine Ausrede, Ihre Beleidigungen sind nämlich längst strafrechtlich relevant. Haben Sie das wirklich nötig, oder geht das bei Ihnen unter Diskussionskultur?

      • Anh Toàn sagt:

        Soll er mich doch anzeigen!

      • Anh Toàn sagt:

        Geht bei Ihnen, was Huber macht, unter Diskussionskultur?

      • Anh Toàn sagt:

        Huber ist kein Freund von politischer Korrektheit, hat er schon oft betont.

        Aber ich tue ihm zu viel Ehre an, damit haben Sie Recht.

      • Anh Toàn sagt:

        „Diskussionskultur“

        Für das Kopftuchmädchenzitat, welches der Huber hier wiederholt auskotzt, gab es im Bundestag eine Rüge.

        Ist das auch Ihre Diskussionskultur?

      • Maiko Laugun sagt:

        @Aldo Bachmann: Kommentar von Linus Huber:

        „Oder wollen Sie uns hier klar machen, dass Burkas, Kopftuchmädchen, alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und unsere sozialen Systeme sichern werden?“

        – im NMTM-Beitrag namens „Schlimmere Globalisierung“ von keiner Relevanz?

        Ich selber habe den Linus Huber schon als „Idioten“ bezeichnet; nachlesbar ebenfalls hier auf NMTM. Obwohl juristisch kaum von Relevanz, mich selber auch als solchen.

        Der Huber mag – als angeblicher Eidgenosse/Rütli-Schwörer keine fremden Richter. Oder? In meinem Falle wären diese (Richter) in China zu finden.

        Sie haben recht, eine Diskussionskultur hat seine Berechtigung. Eine krankheitliche Unterstellung allerdings nicht.

      • Maiko Laugun sagt:

        Der Huber will, dass die Genfer (oder alle Welschen) aus der Eidgenossenschaft austreten, denn die sind ja bekanntlich nicht obrigkeitsgläubig, weil sie mehrheitlich gegen die Deutsch-CH stimmen. Der Huber ist ein Patriot. Der Huber ist eine vorzeige Rütli-Schwörer. Der Huber ist ein Muster-Demokrat.

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