Eurokurs: Die Entwarnung kam zu früh

Wegen den Wirren in Italien: Der Euro fällt gegenüber dem Franken wieder. Foto: Tony Gentile

Eben noch sah alles so prächtig aus. Die Länder der Europäischen Währungsunion fanden letztes Jahr wieder zu einem beachtlichen Wachstum zurück. Die Wahl des französischen Präsidenten Emmanuel Macron im Frühjahr 2017 zerstreute die Ängste vor einem überbordenden Populismus, und zwischen dem vergangenen Sommer und April ist der Preis des Euro von etwas über 1.08 auf 1.20 Franken gestiegen – zurück auf den Kurs also, den die Schweizerische Nationalbank bis zum Januar 2015 verteidigt hat.

Wie sich jetzt zeigt, müssen die Champagnergläser erst mal ungenutzt zurück in den Schrank. Der Eurokurs in Franken notiert wieder deutlich tiefer: gestern bei einem Preis von weniger als 1.16 Franken pro Euro. Noch machen sich die meisten davon betroffenen Unternehmen keine grossen Sorgen, die jüngste Kursentwicklung könnte sich ja auch als vorübergehend erweisen. Darum geht es aber auch nicht. Wichtiger ist die grössere Botschaft.

Alle Probleme sind noch da

Diese lautet: Es gibt nach wie vor keinen Grund, das definitive Ende der Eurokrise zu feiern und damit auch nicht das Ende des Drucks, den die Unruhe um die Gemeinschaftswährung auf den Franken ausübt. Der Umstand, dass die Wirtschaft in der Eurozone in jüngster Zeit besser lief, bedeutet nicht, dass die alten Strukturprobleme angegangen, geschweige denn gelöst wurden.

Auslöser der jüngsten Frankenaufwertung und Ängste um den Euro – auch gegenüber dem Dollar hat er
an Wert eingebüsst – ist die politische Lage in Italien, das mit Bezug auf die Wirtschaftsgrösse drittgrösste Mitglied der Eurozone. Dort haben Parteien die Mehrheit errungen, die das Europrojekt offen kritisieren. Die Regierung können sie nur deshalb nicht bilden, weil der Staatspräsident das verhindert. Die Finanzmärkte beruhigte das. Aber die Entwicklung zeigt das alte Problem: Die Bevölkerungen von Eurostaaten können nicht frei entscheiden, wenn das Europrojekt selbst infrage steht.

Die Lehre für die Schweiz

Und das ist nicht das einzige Problem. Über den französischen Präsidenten wird berichtet, dass er seine Reformpläne für die Eurozone angesichts deutschen Widerstands eingedampft habe. Deutsche Ökonomen wiederum laufen Sturm gegen jede Erweiterung der Bankenunion. Obwohl die schon jetzt bloss Stückwerk geblieben ist. Und dann zeigen sich am Konjunkturhimmel Anzeichen eines Endes des zyklischen Hochs. In Frankreich etwa stieg jüngst die Arbeitslosenquote wieder von 9 auf 9,2 Prozent an.

Aus Sicht der Schweiz gibt es nur eine Lehre: Wir werden noch lange mit einem krisenanfälligen Umfeld leben müssen – und damit auch mit Ausschlägen unserer Währung.

118 Kommentare zu «Eurokurs: Die Entwarnung kam zu früh»

  • Pierre Rappazzo sagt:

    Wobei die Arbeitslosenquote kein guter Indikator ist, um in die konjunkturelle Zukunft zu schauen, da dieser Indikator „nachgeht“, also die konjunkturelle Vergangenheit beschreibt.

  • Zeitgeist sagt:

    in diesem Forum kann man sagen was man denkt. In Deutschland von wo,aus ich schreibe ist alles was rechts von der Mitte ist schon nicht mehr salonfähig, danke sehr wohltuend

    • J. Kuehni sagt:

      Wenn Sie das wirklich glauben, müssen Sie aber weit, weit draussen, „rechts der Mitte“ stehen.

      Ich glaube eher, nach 70 Jahren im Keller kommt ihr „rechts der Mitte“ langsam wieder in den Salon gekrochen und behauptet, dies sei dem Zeitgeist geschuldet.

      Ein unschöner Anblick.

  • Peter Lieberherr sagt:

    Wo liegt das Problem? Wenn Italien (u.a.m.) erst mal drausen ist, wird der (deutsche) Euro nur noch eine Richtung kennen: Nach oben! Und genau so muss es auch sein.

    • Franz Helmreich sagt:

      Und was ist dann mit den schönen Leistungsbilanzüberschüssen? Die sind dann weg und mit ihnen (in Deutschland) ca. 8-9% des BIP bzw. der Jobs.

      • Peter Lieberherr sagt:

        @Helmreich: Dann sind die Handelsbilanzen ausgeglichen, so wie es die Theorie und Trump sagen. Und die jungen Italiener und Griechen und Portugiesen (u.a.m.) müssen nicht mehr nach Deutschland, um Arbeit zu suchen.

  • Stefan Wiesendanger sagt:

    Wir müssen v.a. mit einer weiter steigenden Währung rechnen. Warum? Das Land bleibt attraktiv, die Finanzen solide, die Unternehmen innovativ, die Bürger verantwortungsbewusst, Staat und Leute sparsam, die Investitionen hoch, die Vorsorge (vergleichsweise) ausfinanziert, etc. Wo sonst ist das alles gleichzeitig der Fall?

    • Rolf Zach sagt:

      Was soll dieses Lob auf die Schweiz und aller ihrer Vorzüge? Ihr Patriotismus sagt aus, dass die Schweizer Bevölkerung sehr fleißig ist und es viel Reichtum gibt. Einverstanden, es ist richtig eine gute Meinung über unser Land zu haben.
      Was Sie aber vorschlagen und es Ihnen gar nicht bewusst, dass wir als Schweizer den Reichtum aufgeben und ins Kloster eintreten, um arm zu leben.
      Für eine Volkswirtschaft ist dies eine Unmöglichkeit.
      Wenn der Euro sich auf einen Franken abschwächt, wird dies eine direkte Folgen auf unsere Konjunktur haben und es bedeutet Arbeitslosigkeit. Die Zahlen beginnen jetzt bereits sich zu verschlechtern. Kommt noch dazu, dass der $ jetzt ansteigt, was unsere Rohstoff und Halbfabrikate Importe erheblich verteuert. Auf beiden Seiten ist dies für uns schlecht.

  • Torpedo sagt:

    Wuerden die Schweizer ein wenig ueber das „Finanzsystem“ der „Finanzgladiatoren“ nachdenken, dann wuerde auch Ihnen klar werden, dass auch die Schweiz und ihre Buerger pleite sind in Wahrheit. Jedes Schulden-Schneeballsystem kracht einmal zusammen; und Niemand sollte glauben, man koennte es mit neuen teuren „Kampfjets“ verteidigen. Es macht keinen Sinn Scheinwohlstand, aufbauend auf Kreditschneeballsystemen verteidigen zu wollen.
    Wie lange brauchen Herr und Frau „Schweizer“ noch, um aufzuwachen? Wie hoch ist nochmals die Verschuldung im schweizer Immobilienmarkt? Wieviel echtes Eigenkapital haben schweizer Banken? Wie hoch ist die Bilanz der spezialgesetzlichen AG, welche sich als Schweizerische Nationalbank bezeichnet? Wie hoch sind die tatsaechlichen Schulden des sogenannten „Bundes“? Jeder sollte darueber nachdenken. Die Schweiz ist in Wahrheit nicht der Ort der Stabilitaet, sondern genauso pleite wie die Anderen.

    • Hans Hödli sagt:

      Blödsinn. Die CH gehört zu den Top Nettogläubigern der Welt, natürlich nicht absolut dafür aber umso mehr pro Kopf da die CH klein ist. In absoluten Zahlen stehen immer noch die Japaner zuvorderst, und das trotz einer rekordhohen Staatsverschuldung. Von Pleite kann also keine Rede sein.
      Am Ende des Tages geht es in der Ökonomie aber immer um die Verteilung, daran geht kein Weg vorbei.

  • Linus Josef Anton Huber sagt:

    „Die Entwarnung kam zu früh“ – Natürlich, denn aufgeschoben heisst nicht aufgehoben.

    Wirklich bedenklich ist jedoch der Umstand, dass die EU bis zum heutigen Tage unfähig (oder unwillig) ist/war ein geordnetes Austrittsprozedere von EURO und/oder EU festzulegen. Solch ein Versäumnis speziell angesichts der offensichtlichen Gegenreaktion auf Zentralisierung und Globalisierung in der Form der Sicherung der im Nationalstaat verankerten demokratischen Rechte wird sich irgendwann rächen.

    • Torpedo sagt:

      Es stellt sich die Frage, ob das „internationale“ Bankensystem in Wahrheit nicht komplett pleite ist! Was haben sie denn vorzuweisen an echtem Eigenkapital im Verhaeltnis zu ihren grotesken Bilanzsummen?? Und dann noch diese immer weiteren chronischen Bilanzverlaengerungen. Diese Finanz-Institute sind wirklich allesamt Bilanverlaengerungsweltmeister! Das „Finale“ (Endspiel) ist noch ausstehend. Mal sehen wer der Schuldenweltmeister am Ende sein wird. Die korrupte Verbrechensgesellschaft laesst gruessen.

      • Hans Hödli sagt:

        Der ist ja schon lange bekannt. In den 70er Jahren nach dem Nixon Schock haben die Amis mit der Opec abgemacht dass Öl nur gegen Dollars verkauft wird. Im Gegenzug erhielten die Saudis Waffen, Schutz und einen höheren Ölpreis. Länder die da nicht mitmachen wie Libyen, Irak, Iran etc. riskieren dass sie Besuch bekommen.

    • J. Kuehni sagt:

      Es gibt ein „ein geordnetes Austrittsprozedere von der EU“. Stellt sich bloss heraus, dass die Austrittswilligen unwillig sind, die Konsequenzen des Austritts zu tragen. Es gab (und gibt) eben auch (viele) Gründe für das Eintreten in die EU.

      Beim Euro sieht es etwas anders aus. Dessen Rückabwicklung geht wohl tatsächlich nur via Totalkatastrophe. Nicht mal der infame Salvini ist wirklich bereit zu diesem Schritt. Drum sollte man ihn vielleicht besser weiterentwickeln statt abschaffen.

      Apropos: Gibt es eigentlich ein „geordnetes Austrittsprozedere“ aus der wirtschaftlichen, technologischen und informationellen Globalisierung?

      • Linus Josef Anton Huber sagt:

        „Es gibt ein „ein geordnetes Austrittsprozedere von der EU“.“

        Sicher doch; das ist wohl der Grund, weswegen Brexit sich derart schwierig gestaltet und alles erst ausgehandelt werden muss.

        • Maiko Laugun sagt:

          @Linus Huber(chen): „Sicher doch; das ist wohl der Grund, weswegen Brexit sich derart schwierig gestaltet und alles erst ausgehandelt werden muss.“

          Haben die Briten den Beitritt selber unterschrieben – oder deren Grossmutter? Oer die Queen?

          Vollidiot.

        • Maiko Laugun sagt:

          Huber versteht nicht mal, dass ein Austritt überhaupt möglich ist.

          Eben, ein verblendeter Vollidiot.

      • Linus Josef Anton Huber sagt:

        „Drum sollte man ihn (EURO) vielleicht besser weiterentwickeln statt abschaffen.“

        Wen meinen Sie mit „man“? Glauben Sie, dass Sie es besser wissen als die europäischen Bevölkerungen, welche darüber befinden und entscheiden? Ich habe eine kleine Neuigkeit für Herrn Kuehni, naemlich, dass Sie es

        1. nicht besser wissen und

        2. es weder in Ihrem noch im Befugnisbereich der EU-Bürokraten liegt, darüber zu entscheiden, sondern deren Aufgabe darin besteht, entsprechend der politischen Entwicklung zum Wohle der Bevölkerungen zu agieren, was hier sträflich vernachlässigt wurde/wird.

        • Anh Toàn sagt:

          Ich habe auch eine Neuigkeit für Sie: Weder die Mehrheit der Griechen, noch der Italiener, noch der Deutschen oder Franzosen wollen aus dem Euro. Nicht mal die Minderheit, welche laufend gegen die EU und den Euro wettert, wie AfD, FN, Salvini, die rechten Öschis wollen austreten aus dem Euro. (Die haben etwas gegen Nigger, egal welcher Hautfarbe, nicht gegen den Euro)

          Keine Sau will austreten aus dem Euro, nur die Schweizer Eurountergangspropheten wünschen sich ganz sehnlichst, dass endlich endlich mal einer austreten will. Seit über zwanzig Jahrern, bald zehn Jahre seit dem Höhepunkt der „Eurokrise“, und noch immer will keiner austreten.
          Ich verstehe Euren Frust.

          • Anh Toàn sagt:

            Für Salvini beginnt Niggerland irgendwo südlich von Bologna. Der Süperdemokrat will die demokratische italienische Republik abschaffen. Er will das italienische Volk spalten, in Italiener und Nigger.

          • Anh Toàn sagt:

            Und bevor jemand sagt, die Bürger Europas würden nicht zum Euro befragt:

            „wenn ein Politiker, eine Partei sich Chancen ausrechnete, mit einem klaren Euroaustrittsprogramm gewählt zu werden, würde er mit einem solchen Programm antreten und wenn tatsächöich die Mehrheit gegen den Euro ist, auch gewählt werden:

            Aber es tritt nicht mal jemand an mit dem klaren Ziel, aus dem Euro auszutreten.

        • J. Kuehni sagt:

          „Wen meinen Sie mit „man“? Glauben Sie, dass Sie es besser wissen als die europäischen Bevölkerungen, welche darüber befinden und entscheiden? Ich habe eine kleine Neuigkeit für Herrn Kuehni, naemlich, dass Sie es (…) nicht besser wissen.

          Ich behaupte nicht, es besser zu wissen als die „europäische Bevölkerung“ (schwierig, herauszufinden, was die weiss, wäre aber dafür, einen gesamteuropäischen Demos zu schaffen, um wenigstens herauszufinden, was sie will).

          Hingegen habe ich eine (begründete) Meinung zum Euro, die sich vielleicht mit dem Terminus „unangenehme Notwendigkeit“ bündig umschreiben lässt. Sue me.

          • J. Kuehni sagt:

            Etwas würde ich doch auf jeden Fall behaupten: Weder Sie, noch Salvini, noch die Le Pen, noch Beatrix von Storch und ihr Gauleiter wissen, „was die europäische Bevölkerung“ weiss oder will. Die behaupten aber (im Gegensatz zu mir) „wir sind das Volk“ und bezeichnen jeden, der widerspricht als Verräter (oder eben Besserwisser).

            Schauen Sie mal wieder in den Spiegel (bei guter Beleuchtung).

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            Nun, Kuehni, es ist Ihr unbestrittenes Recht, die Realität einer Entwicklung zu ignorieren resp. zu verneinen. Nur wird dies nichts daran ändern.

          • J. Kuehni sagt:

            Aha, wenn ich also behaupte, die terriblen Simplifizierer wüssten genausowenig wie ich, „was die europäische Bevölkerung weiss oder will“, massen sich aber genau dies (im Gegensatz zu mir) an, verneine und ignoriere ich also „die Realität einer Entwicklung“.

            Mir scheint, dies trifft eher auf Sie zu.

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            Politische Veränderungen sind sehr träge und ergeben sich oft über etliche Wahlzyklen. Jedoch die gegenwärtig stattfindende und gut begründete Polarisierung gegen das politische Establishment nicht zu erkennen, bedingt eine gute Portion an Realitätsverweigerung.

            Ob und inwiefern man diese Entwicklung gut findet ist eine andere Frage.

        • J. Kuehni sagt:

          Und anstatt mich billig der „Besserwisserei“ zu bezichtigen, könnten Sie ja auch mal eine konkrete Frage beantworten:

          „(…) Gibt es eigentlich ein „geordnetes Austrittsprozedere“ aus der wirtschaftlichen, technologischen und informationellen Globalisierung?“

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            Lach, das eine hat wenig mit dem andern zu tun. Technologischer Fortschritt hat wenig bis nichts mit dem Konstrukt EU zu tun.

  • J. Kuehni sagt:

    Die wirtschaftlichen und politischen Probleme Italiens oder Griechenlands (oder der Schweiz) allein durch das Euro-Prisma zu betrachten, ist m. E. irreführend. Man macht sich dabei allzuleicht diese Silver-Bullet-Argumentation der schrecklichen Simplifizierer zu eigen: „Wenn bloss das-und-das nicht wäre, wäre alles besser“.

    So wie der Autor dieses Beitrages sich die Argumentation des Herrn Salvini unbesehen zu eigen macht: Der Präsident der italienischen Republik hat kein Recht, einen eurokritischen Minister in Spe abzulehnen, oder vielmehr: Muss der sein verfassungsmässig garantiertes Recht gerade deshalb aussetzen, WEIL der Minister eurokritisch ist?

    The mind boggles

    • Linus Josef Anton Huber sagt:

      Nun, Kuehni, dieser Entscheid des Präsidenten zeigt einzig auf, wo die wirkliche Auseinandersetzung stattfindet, nämlich zwischen Bevölkerung und ihrem demokratischen Recht auf Selbstbestimmung und dem dominierenden politischen Establishment. Ich hoffe, dass die Demokratie gewinnen wird.

      • Anh Toan sagt:

        Ja, Du best bei den Guten.

      • Anh Toàn sagt:

        “ In Italien werden die Minister nicht von den Chefs der Regierungsparteien nominiert. Der Staatspräsident ernennt sie auf Vorschlag des designierten Premierministers. Er kann auch Vorschläge ablehnen, was in früheren Jahren schon vorgekommen ist.“

        und

        „Matteo Salvini hat erreicht, was er wollte. Vermutlich finden schon im Sommer Neuwahlen statt, bei denen er in seiner Rolle als Verfechter der Demokratie noch besser abschneiden dürfte als zuvor.“

        aus

        https://bazonline.ch/ausland/europa/ausgetrickst/story/25215133

        Salvini wollte keine Regierung bilden, er wollte Neuwahlen. Und sich da als Süperdemokrat hinstellen, der gegen das Establishment kämpft:

        Sie sind voll drauf reingefallen.

        • Anh Toàn sagt:

          „Er hiess sogar die Wahl von Giuseppe Conte als Premier gut, obwohl dieser nicht vom Volk gewählt worden war, kaum politische Erfahrung hatte und wegen seines aufgemotzten akademischen Lebenslaufs in der Kritik stand.“

          Das hätte Sie nicht gestört: Conte ist ein Guter, auch mit geschöntem Lebenslauf, ungewählt, aber dennoch Süperdemokrat gegen das Establishment.

          Mann seit Ihr doof, die Ihr auf die Narrative vom Heldenkamf (Trump, Blocher, Farage) gegen das Böse, das Establishment noch immer reinfällt:

          „Es war einmal ein schöner Prinz….und wenn sie noch nicht gestorben sind…“

      • Anh Toàn sagt:

        Glauben Sie im Ernst, Trump oder die AfD oder Le Pen verfolgen weniger eigene Interessen, als der Rest der Politiker? Sind weniger „Establishment“ als der Rest der Politiker, nur weil sie so tun, als können sie ihre eigene Sprache nicht richtig? Weil sie so tun, als sei die Welt so einfach, wie ihr sie euch vorstellt?

        Die Guten gegen die Bösen.
        Die Demokraten gegen das Establishment.

        Habe einen Typ: Die Welt ist nicht wie in den US Western mit John Wayne.

        • Anh Toàn sagt:

          Sie sind doch nicht so doof Huber, also warum wiederholen Sie laufend genau dieses Narrativ?

          • J. Kuehni sagt:

            Herr Huber hofft auf die Katharsis. Und die Mittel werden dabei vom Zweck geheiligt.

            Direkt gefragt, geht es ja bei ihm nie um Trump oder Salvini oder sonstirgendjemanden („People“), sondern immer nur um das Prinzip („Ideas“). Wenn kümmern da schon schnöde, praktische Konsequenzen (sind ja bloss „Events“).

            Eben

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            Richtig, ich betrachte die gesellschaftlichen Verhältnisse im Sinne von Edward Abbey

            „Society is like a stew. If you don’t stir it up every once in a while then a layer of scum floats to the top.“

            oder Thomas Jefferson

            „The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants.“

            wobei die Mittel demokratischer Natur sind.

            Mit Trump und Brexit wurden die ersten Erfolge und mit AfD, 5Sterne, FN die ersten Teilerfolge verbucht. Es geht hierbei jedoch nicht um mich oder etwelche Wunschvorstellungen, sondern ganz einfach um die Analyse der politischen Entwicklung, welche sich bemerkbar macht. Sofern die demokratischen Rechte nicht noch weiter marginal beschnitten werden, wird sich diese Entwicklung fortsetzen.

          • Anh Toàn sagt:

            In wie fern ist Trump und Brexit ein Erfolg?

            Ein Erfolg in welche Richtung?

            Schuldenabbau? Ende der expansiven Geldpolitik?

            Eine Mauer, welche die Mexikaner bezahlen?

            Trump zumindest ist ein Erfolg fürs oberste 0.01 Prozent, ein riesiger Erfolg.

          • Anh Toàn sagt:

            Ach so, Erfolg ist, wenn die lineare Entwicklung beendet wird, es eine disruptive Entwicklung gibt, wenn es richtig knallt ist es ein Erfolg für Sie:

            Ihnen ist einfach fad: Habe einen Tip: Satt zu beobachten, wie das Stew der Welt kocht, machen Sie doch einfach irgend etwas: Zusehen ist nämlich furchtbar fad und meistens passiert auch furchtbar wenig.

          • J. Kuehni sagt:

            „Tip: Satt zu beobachten, wie das Stew der Welt kocht, machen Sie doch einfach irgend etwas“

            Ich würde sagen der Herr Huber verdient es, bei der von ihm ersehnten Katharsis an ganz, ganz vorderster Front mit dabei zu sein, da wo es zweifellos äusserst „demokratisch“ zu und her gehen wird.

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            Nun, Kuehni, es hat eigentlich gar nichts mit mir zu tun, sondern ich erläutere einzig die gegenwärtige Zeitgeschichte. Natürlich können Sie diese Entwicklung leugnen, ignorieren oder verneinen; allerdings ist dies komplett bedeutungslos.

          • Anh Toàn sagt:

            „…ich erläutere einzig die gegenwärtige Zeitgeschichte.“

            Wem? Den Doofen?

          • J. Kuehni sagt:

            „Nun, Kuehni, es hat eigentlich gar nichts mit mir zu tun, sondern ich erläutere einzig die gegenwärtige Zeitgeschichte.“

            Der Gestus des unbeteiligten Beobachters und „Erläuterers“ (wenn Sie so wollen) hat sich eigentlich seit Heisenberg erledigt. Man kann nicht „beobachten“ ohne den beobachteten Gegenstand zu „beeinflussen“ und schon gar nicht kann man „erläutern“ ohne Partei zu sein.

            Abgesehen davon: Wer einzig „erläutern“ will und nicht zugibt, dass er bloss „argumentiert“, setzt voraus, über die Wahrheit zu verfügen. Das ist (ausser für Mathelehrer) schon ein ziemlich arroganter Anspruch.

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            Lach, nun, ich schätze, dass sich mein Einfluss im Bereiche von 0,0 einpendeln dürfte. Ich habe kein Problem damit, wenn Sie mich als arrogant empfinden.

          • J. Kuehni sagt:

            Auchlach.

            Wenn sich ihr „Einfluss im Bereiche von 0,0 einpendelt“, warum machen Sie sich dann die Mühe hier zu „erläutern“?

          • J. Kuehni sagt:

            Ihre Arroganz besteht auch darin, dass Sie meinen, die hiesigen Leser für dumm verkaufen zu können.

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            Wer hier genau dumm sein und als dumm verkauft werden soll, kann wohl jeder der hiesigen Leser selbst für sich beurteilen. Der Umstandes, dass Ihre Argumentation offensichtlich nur noch auf unbedeutende persönliche Angriffe beruht, sagt eigentlich alles.

      • J. Kuehni sagt:

        Huber: Rund 33% haben die Sterne gewählt, rund 18% die Lega. Macht zusammen eine schmale Wackel-Mehrheit von aufgerundet 51%.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentswahlen_in_Italien_2018

        Wie weit geht unter diesen Umständen Ihr „Mandat“ zum „demokratischen Recht auf Selbstbestimmung“? Gibt es da Limiten? Z. B. indem der Präsident der Republik sein verfassungmässiges Recht wahrnimmt und einen Minister ablehnt? Tut er dies vielleicht auch im Namen des „Volkes“ (halt die anderen 49%)?

        Weder der Exit aus dem Euro noch aus der EU werden in Italien von Mehrheiten befürwortet. Aber Salvini darf sich nach seinem Spielchen bei den nächsten Wahlen gewiss über 10% mehr „empörte“ Wähler freuen.

        • J. Kuehni sagt:

          Die wirklichen Trottel in diesem Game sind die Bambi-Sternlein. Die unterstützen keineswegs eine ultrarechte Agenda, mit ihrer blauäugigen, „strategischen“ Allianz werden sie aber am Ende genau diesen Protofaschisten an die Macht bringen und von dem postwendend einen Kick in die Fresse kriegen: „Euch brauchen wir jetzt nicht mehr“.

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            „Die wirklichen Trottel in diesem Game sind die Bambi-Sternlein.“

            Sicher doch, auch die Trump-Wähler, die AfD-Wähler, die Brexit-Wähler, die FPÖ-Wähler, die FN-Wähler, die SVP-Wähler etc. sind alles Trottel und einzig der an Obrigkeitshörigkeit leidende Kuehni weiss, was wirklich Sache ist.

          • J. Kuehni sagt:

            Die 33%-Partei wurde von der 17%-Partei an der Nase herumgeführt. Die Sterne wollten (mussten) jetzt endlich an die Regierung, ansonsten man die langsam als blosse Plauderis betrachtet hätte, der infameuse Salvini aber, der wollte Neuwahlen mit dem Rückenwind der Empörung. Verschliesse ich meine Augen nicht vor dessen Con-Game, bin ich ein „obrigkeitsgläubiger Besserwisser“. So sei es halt.

          • J. Kuehni sagt:

            Ich weiss nicht, ob die von Ihnen erwähnten, „schrecklichen Simplifizierer“ alles Trottel sind, vermute darunter auch viele Opportunisten, Egotisten und schlichtweg bösartige, wer aber aus taktischen Gründen (auf der Basis welcher Agenda auch immer) einen Trump oder einen Salvini in Machtpositionen hievt, der hat tatsächlich nichts aus der Geschichte gelernt.

            Auch noch so berechtigte Anliegen können eben an miesen Personalien scheitern.

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            Eben, Kuehni, einzig Sie sind es, welcher den Puck erkennen kann. Congrat!

        • J. Kuehni sagt:

          Limiten:

          Die alten Parteien vertraten Partikularinteressen von links oder rechts (oder der Kirche) und akzeptierten vielleicht gerade deswegen die verfassungsmässige Limitierung ihrer Macht.

          Die neuen (alten) „Schrecklichen Simplifizierer“ behaupten, „das Volk“ zu vertreten und sie werden deshalb, einmal an der Macht, keinerlei Limitierung mehr akzeptieren. Und das ist das Gegenteil von Demokratie, bei der das Volk (und nicht die Mehrheit der 51% oder weniger) herrscht.

          Ihre „Retter der Demokratie“ werden die letzten Reste dieser Demokratie im Namen des Volkes in den Abfallkübel der Geschichte treten, Herr Huber.

          • J. Kuehni sagt:

            Als Vorgeschmack das Spielchen des infamen Salvini, der die Regierungsbildung wegen eines abgelehnten Ministers platzen lässt und die Schuld dem Präsidenten zuschiebt, der sein verfassungsmässiges Recht wahrgenommen hat.

            Ihre „Retter der Demokratie“ werden die letzten Reste ebendieser mit einem verächtlichen Lächeln auf den Lippen in den Abfallkübel der Geschichte treten.

          • Maiko Laugun sagt:

            @J. Kuehni: Ihre „Retter der Demokratie“ werden die letzten Reste ebendieser mit einem verächtlichen Lächeln auf den Lippen in den Abfallkübel der Geschichte treten, Herr Huber.“

            Genau das versteht der „Event“-Huber (und auch Ackermännchen) nicht. Wie immer, brillant formuliert von Ihnen, Herr Kuehni.

  • petmauhasli@gmail.com sagt:

    Auch der Schweizer Franken ist so wertlos wie Euro, Dollar, Yen, Pfund,….. etc.
    Alle sind in Wahrheit nur wertlose Schuldscheine, bezw. FAISCHGELD!!!
    Anscheinend sind die grossen Menschenmassen nicht in der Lage dies zu erkennen. Es gilt zu handeln, bevor es zu spaet ist!!! Jeder muss sich selbst informieren, wenn er nicht mit ins Verderben stuerzen will.

    • Lukas sagt:

      Sie verwechselnd da so einiges – die vielen Ausrufezeichen machen es nicht besser. Tauschmittel wie Geld haben denjenigen Wert, den man ihnen zuschreibt.

  • Maurer P. sagt:

    Nicht nur Euro, auch Dollar, YEN, CHF, CAD, etc, werden in der Wertlosigkeit enden, weil das gesamte Finanzsystem auf einem Kreditschneeballsystem beruht. Auch die einbezahlten AHV-Beitraege sind letztlich wertlos. Die Politiker/ -.innen, sowie saemtliche etablierten Polit-Parteien betreiben allesamt eine Politik, welche letztlich leider zum grossen Nachteil der Menschen enden wird. Jedes Schneeballsystem endet im Zusammenbruch. Wenn alles auf einem
    Schuldenturm aufbaut, dann ist eben ein Zusammenbruch garantiert. Aber anscheinend wollen die Damen und Herren im Bundeshaus, so weiter wursteln wie bisher. Wer es nicht fertig bringt fuer Atomabfaelle ein Endlager bereitzustellen, der wird auch beim Schuldenschneeball-Finanzsystem nur zuschauen wie es zusammenkracht. Schrottpolitik!

    • Rolf Zach sagt:

      Kritik ist immer gut, aber man muss aufpassen, dass daraus nicht eine Wursterei wird, dann kann man nämlich nichts aus einer Kritik lernen, obwohl sie in einzelnen Bereichen durchaus berechtigt sein kann.

  • Alice Mayer sagt:

    Ich bin sicher kein Experte was die Finanzwelt betrifft aber die Aussage „alles sah prächtig aus“ ist ja wohl der Witz des Jahrhunderts. Griechenland hat verkauft was zu verkaufen war, Spanien kommt grad mal so über die Runden und Italien macht Chaos wie die letzten 30 Jahre auch. Kurz nichts hat geändert warum also sollte es prächtig Funktionieren mit den Währungen und der Wirtschaft. Diejenigen die Glauben der Dollar werde es richten die werden dann staunen wenn die Welt merkt das ihre Dollar Anleihen nur noch für die Toilette taugen da die Amis nie und nimmer ihre Schulden bezahlen werden, im Gegenteil früher oder später ziehen sie mit den Waffen die ihnen die Welt finanziert hat gegen ihre Gläubiger los um sich deren restliche Resourcen auch noch anzueignen.

  • Dimitrios Papadopoulos sagt:

    Jetzt einmal im Ernst: Hat wirklich jemand geglaubt, die Grundprobleme der Euro-Zone sein gelöst? Das eine davon heisst Überschuldung und Deficit Spending. Italien, Spanien und vor Allem Griechenland machen das seit Jahrzehnten, war aber immer nur deren Problem, nicht das von Rest-Europa.
    Das wurde mit Draghi-Hohlgeld zugeschüttet und wird, falls Macron seine Pläne verwirklicht, definitiv auf alle Nettosteuerzahler der Eurozone verteilt werden. Keine Lösung.
    Das andere Grundproblem ist der Euro selbst, der eine grundfalsche Konstruktion ist. Der politische Wille wurde wieder einmal der ökonomischen Vernunft übergeordnet. Solange es den Euro gibt, wird auch die Euro-Krise fortbestehen.

    • J. Kuehni sagt:

      Die „Eurokrise“ wird sogar weiterbestehen, wenn es keinen Euro mehr gibt und sie wird auch weiterbestehen, wenn es keine EU mehr gibt. Die wechselseitig myriadenfach existierenden (oder fehlenden) Beziehungen, Verflechtungen und Verwerfungen, die Anpassungs- ebenso wie die Abgrenzungsakrobatik, die Ungleichheit der Produktivität, die Tendenz zur Clusterbildung mitsamt ihrer Kehrseite, den „Backwatern“, exisiteren ja dann trotzdem noch, die existieren seit dem Zerfall des römischen Reiches. Und in Zukunft werden sie noch zusätzlich kompliziert, durch assymetrische Einmischung von aussereuropäischen Entitäten.

    • Rolf Zach sagt:

      Man sollte sich vielleicht einmal die Währungsgeschichte der USA und der Schweiz sich zu Gemüte führen. Es wäre vielleicht für diese überzeugten Euro-Gegner eine genüssliche Lektüre, die ihnen aber zeigt, dass keine stabile Währung mit unterschiedlicher staatlicher Organisation so einfach aus dem nichts hervorgeht.
      Den US$ gibt es seit 1792, die Zentralbank erst seit 1913, im gleichen Jahr hat der Bund (Washington) zum ersten Mal kontinuierlich Steuern eingezogen.
      Der Schweizerfranken gibt es seit 1849, aber die Nationalbank erst seit 1907 und die Bundessteuern erst seit 1915.
      Immerhin der Euro erblickte das Licht der Welt schon zusammen mit einer Zentralbank, dass sollten alle diese Kritiker nicht vergessen!

      • Maiko Laugun sagt:

        @Rolf Zach: Ein widersprüchlicher Kommentar von Ihnen, vor allem im letzten Satz, sich selbst widersprechend. Lesen Sie nochmals das Statement von J. Kuehni.

        • Rolf Zach sagt:

          Wissen Sie, auch als überzeugter Anhänger der europäischen Integration und natürlich des Euros, ist mir schon bewusst, dass man aus irgendwelchen Motiven, die eigentlich nicht so entscheidend sind, die ganz wichtigen Interessen zu Kleinholz spaltet und alles in den Abgrund hinein stößt. Der Erste Weltkrieg ist ein klassisches Beispiel.
          Warum haben in Italien diese beiden Parteien derart viele Stimmen gemacht. Diese SVP Partei des Nordens, die nicht Italien sieht, sondern ausschließlich ihr eigenes Portmonnaie. Diese Sterne-Partei, die nie begriffen hat, dass auch der Kleine Bürger sein muss und nicht immer auf die Mafia hören sollte.
          Die kleine Existenzen in Italien wollen keine Flüchtlinge und dies wir mit Brüssel gleichgesetzt, was viel den Erfolg dieser Parteien erklärt.

      • Maiko Laugun sagt:

        Das System NMTM lässt mich nicht wie gewünscht kommentieren und blockt.

  • A. Sandmeier sagt:

    „Eben noch sah alles so prächtig aus. Die Länder der Europäischen Währungsunion fanden letztes Jahr wieder zu einem beachtlichen Wachstum zurück“. – Politische Erklärungen greifen zu kurz. Die Lage in der EU ist alles andere als stabil.

    • Rolf Zach sagt:

      Ja, was ist den in dieser Welt noch stabil, aber immerhin lebt es sich sicher besser in West- und Nord-Europa und trotz allem in den USA (kein Sozialstaat), Kanada und Australien besser als in der übrigen Welt.
      Darum haben wir ja diese Emigrantenströme in diese Richtung. Die Leute wollen nach Australien und nicht nach China, Vietnam oder Indien. Die Leute wollen in Europa in erster Linie nach Deutschland, da kriegt man am meisten, am unwohlsten ist es ihnen in Italien und Osteuropa.
      Da schreien deutsch-türkische Akademiker mit anatolischem Armen-Hintergrund über die üblen Deutschen und Schweizer und fragen sich ständig, ob sie nicht zurückkehren sollen ins türkische Paradies.
      Mir fehlt das Verständnis, deshalb bin ich wohl Rassist.

  • Hans Hödli sagt:

    Hier kurz und bündig zusammengefasst:
    https://www.youtube.com/watch?v=WquLEzia92I

  • Martin Hofer sagt:

    Das ist nicht in erster Linie eine Frankeaufwertung, sondern eine Dollarstärke! Der Franken hat zum Dollar in den letzten Wochen massiv eingebüsst, der Dollar stieg von 0.95 auf über 1 USD und aktuell liegt er bei rund 0.995.
    Der EUR/USD, die am meisten gehandelte Währung der Welt, zeigt klar, dass die Euroschwäche aus der Dollarstärke kommt, denn der Verfall des Euro gegen den Dollar war in den letzten Wochen dramatisch. Dies liegt darin begründet, dass die Markteilnehmer davon ausgehen, das FED werde die Zinsen ende Juni sowie im September jeweils erhöhen, während die EZB in ihrer lockeren Geldpolitik gefangen bleibt und die Zinsen nicht nach oben angepasst werden. Sollte nun das FED tatsächlich die Zinsen erhöhen, so wird die Dollarstärke und damit auch die Euroschwäche weitergehen.

    • Rolf Zach sagt:

      Wie begründet sich eine Dollarstärke? Nächstes Jahr hat die USA 5 % ihres Volkseinkommens als Budgetdefizit, d.h. gegen 1’000 Mrd. $. Jetzt ist der Staat bereits zu mehr als 105 % verschuldet und es wird gegen 150 % steigen mit steigenden Zinsen, zusätzlich sind die Privaten mit 200 % verschuldet. Das Leistungsbilanz-Defizit ist 2,5 % im Minus im Vergleich zu dem riesigen Volkseinkommen. Die Auslandschulden gehen gegen 40 % des Volkseinkommens und vor allem die Auslandschulden der Amerikaner wachsen mehr als der Welthandel an Dollars benötigt, um den Zahlungsverkehr abzuwickeln.
      Nennen Sie mir bitte, ob die Zahlen auch so sind im Euroland als ganzes zusammengenommen wie in den USA. Natürlich sind angeblich die USA Nr. 2 im Wettbewerb der Nationen nach dem WEF. Gilt dies noch?

      • Anh Toàn sagt:

        „Wie begründet sich eine Dollarstärke? “

        Kurzfristig mit dem was @Martin Hofer schreibt, der wachsenden Zinsdifferenz. Selbst wenn die Marktakteure die gleichen negativen Erwartungen haben wie Sie, Herr Zach, handeln die nicht entsprechend deren Erwartungen, sondern den Erwartungen die sie glauben haben die Anderen. Oder entsprechend dessen, was sie glauben, erwarten die Anderen von den Anderen.

        • Rolf Zach sagt:

          Habe ich mit Demut zur Kenntnis genommen, muss aber anfügen, ich bin im Dollar weder engagiert noch spekuliere ich à la baisse gegen den Dollar. Was ich erwähne, sind objektive Tatsachen, wie man die beurteilt, ist jedem selber überlassen. Es kann durchaus sein, dass der $ auf 1.20 gegen den CHF steigt und der Euro/Dollar Kurs 1:1 wird und ein solches Szenario kann einige Monate andauern. Aber ich erinnere an 2008, da ging es rasend schnell in den USA abwärts und riss Europa mit. Was hat sich seit 2008 in den USA so grundlegend verbessert? Sollen mir mal diese $ Enthusiasten und € Schwarzseher die Sachlage volkswirtschaftlich beantworten und zwar ohne faule Sprüche.

  • Champedissle sagt:

    Ich freue mich über den neuen /alten Kurs! Ich bin AHV Rentner und aus Kostengründen in den EU Raum gezogen. Logischerweise ging die letzten Monate meine Rente immer mehr zurück, da der Franken schwächer wurde. Jetzt kann ich mich wieder freuen, demnächst wird meine monatliche Rente zu einem besseren Kurs überwiesen und ich kann mir wieder mein normales Leben leisten.

    • Rolf Zach sagt:

      Ich gönne Ihnen den höheren Franken-Kurs für die Auszahlung der AHV-Rente in Euros, aber die Schweiz wird dies hart treffen und ich kann Ihnen versichern, die FDP und die SVP werden aus ihren Löchern kommen und an der AHV herum schnipseln, was sie nur können.
      90 Rappen für den Euro ist der Tod der Schweizer Industrie und dann müssen die Löhne reduziert werden, weil die Gewinne gegen 0 gehen und der Staat nur noch Defizite hervorbringt, weil sich die Arbeitslosigkeit erhöht und die Wirtschaft nichts mehr verdient. Man wird dann Ihre AHV reduzieren, in dem das Kostenniveau des jeweiligen Landes betrachtet und es mit der Schweiz vergleicht. Was sagen Sie dann?

      • Manfred Zwygart sagt:

        @Rolf Zach, Problematisch ist nur der schnelle Absturz. KMU’s haben teure Importe im Lager. Damit muss gerechnet werden. Für die Leute und KMU ist es immer besser, die stärkere Währung zu haben. Damit kann auch günstiger importiert werden. Die einzigen, die Nachteile haben, sind grosse Konzerne. Die haben nur den Sitz in der Schweiz und importieren somit nichts. Das Rückgrat der Schweiz sind aber Leute und KMU.

        • Rolf Zach sagt:

          Herr Zwygart, ich muss Ihnen leider widersprechen. Unsere Wirtschaft hat heute genau gleich wie die japanische, die dies weltweit propagiert hat, das „Just in Time“ Prinzip. Ebenso sind viele unserer Fertigfabrikate, vor allem was Investitionsgüter betrifft, in einer europäischen Wertschöpfungstiefe verbunden, aus der man sich nicht so einfach ausklinken kann.
          Vergessen Sie auch nicht die Schweizer Zulieferer für unsere Schweizer Maschinen. Es kann durchaus sein, dass der Hersteller der Schweizer Maschine auf einen Lieferanten aus Baden-Württemberg zurückgreifen muss, weil dieser preiswerter ist und eine grössere Flexibilität hat und den Schweizer aus dem Markt verdrängt.

    • Maiko Laugun sagt:

      @Champedissle: Lesen Sie mal das Ausland-Schweizer-Gesetz (ASG). Dann werden Sie schnell merken, dass auf uns Ausland-Schweizer noch harte Zeiten zukommen werden. Leider hat die Mehrheit der CH-Dispora dieses Gesetz bis und mit heute nicht verstanden. Gruss aus China.

  • Max Bader sagt:

    Die Probleme der Euro-Zone wurden ja nie angegangen. Man hat sich einfach mit dem Aufkauf von Staatsanleihen Zeit erspielt, diese aber bisher ungenutzt verstreichen lassen. Man hat also auf den kochenden Kochtopf den Deckel stärker drauf gedrückt, statt endlich die Temperatur des Wassers zu senken.
    Die Strategie von Schneider-Ammann, welche den Handel der Schweiz über die Welt besser verteilt, ist richtig, den die EU und vor allem die Eurozone werden immer unzuverlässiger. Das schlechteste, was wir nun machen können, ist die Unterzeichnung des Rahmenabkommens. Damit würden wir nur noch stärker in den Abwärtsstrudel kommen.

    • Rolf Zach sagt:

      Ach ja, darf ich Sie fragen, verzeihen Sie mir meine Rüpelhaftigkeit, glauben Sie an den Storch?
      1. Die EU ist und bleibt unser Hauptmarkt. Sie ist nie durch keinen anderen Markt ersetzbar. Auch wenn wir Spezialisten für weltweit einzigartige Nischenprodukte sind und bleiben. Es geht nie auf.
      2. Unsere Freihandelsabkommen haben nie die Stärke solcher großer Spieler im Welthandel, wie China, Japan, USA und auch der EU. Sie vergessen, nicht Deutschland macht seine Freihandelsabkommen, sondern Brüssel, das bedeutet Macht von 400 Mio. Europäern.
      Während wir laufend von China hintergangen werden, da für die nur die Macht zählt und nichts anderes. China hat keinen Freihandels-Vertrag weder mit der EU, noch den USA, aber es wagt diese nie so zu behandeln, wie sie es mit uns tun.

      • Dimitrios Papadopoulos sagt:

        Und was, bitteschön, spricht dagegen, das Klumpenrisiko Eurozone etwas auszubalancieren mit einem Ausbau der Handelsverträge mit anderen Ländern?
        Zudem nimmt der Anteil der Exporte in die Eurozone seit dem Inkrafttreten der bilateralen Verträge konstant ab (ist derzeit unter 47%), was sehr gut ist für unsere Wirtschaft, denn die Krise der Eurozone ist nicht vorbei, nur überdeckt.

        • Max Bader sagt:

          Sind Sie sich sicher, dass dies so hoch ist? Wenn man so die EU-Länder ohne Euro anschaut, dann fällt da viel weg und selbst die EU hatte nur minim einen höheren Anteil als 53% an unseren Exporten.

        • Rolf Zach sagt:

          Sie schauen in die Zahlen unserer Exporte in die €-Zone, aber sie vergessen dabei, dass die Schweizer Exporteure, um überhaupt konkurrenzfähig zu bleiben, in € fakturieren und dies gilt auch für die übrige EU, für Osteuropa und für die meisten Länder von Afrika. Erkundigen Sie sich einmal bei einer Trade Finance Bank, dann hält ihre Ideologie der Realität nicht mehr stand, was den Außenhandel betrifft. Aber da wird einfach ins Blaue hinein behauptet, ohne die Fakten zu beachten. Es gibt nur zwei Währungen im Welthandel, den $ und den €. Den $ für die Rohstoffe und Fertigwaren, den € hauptsächlich in Fertigwaren und dies betrifft den Schweizer Export besonders. Dies kann man 100 mal schreiben, es interessiert die € Schwarzseher nicht.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Rolf Zach: Grundsätzlich einverstanden. Sie blenden allerdings den chinesischen RMB aus, obwohl Sie wissen, dass zwischen Russland und China Handelsverträge (inkl. Rohstoffe wie Gas) in RMB und nicht in USD unterzeichnet wurden.

          • Maiko Laugun sagt:

            Auch „Währungen im Welthandel“ ändern sich. Man sollte diesen Fakt nicht ausblenden.

  • Benedikt Jorns sagt:

    Dass in einem der grösseren EU-Länder wieder einmal eine Regierungskrise wirtschaftliche Unsicherheit bringt, war zu erwarten und gehört schon beinahe zur Normalität. Klar drückt das auf den Euro-Kurs, doch mit solchen Entwicklungen müssen wir stets rechnen. Langfristig betrachtet ist es ein ganz anderer Grund, der zur Aufwertung des Schweizerfrankens im Vergleich zum Euro führt. Es ist die schon lange Zeit unterschiedliche Inflationsrate, welche solche Wechselkursänderungen mit sich bringt.

    • Benedikt Jorns sagt:

      Die Ausland-Investitionen unserer Nationalbank können die Wechselkurse nur über eine beschränkte Zeit beeinflussen. Sowohl in den USA wie auch im Euro-Raum versucht man, eine Inflationsrate von 1,5% bis 2% zu erreichen (siehe z.B. in Wikipedia). In der Schweiz ist die Inflationsrate nach wie vor sehr klein. Unsere Nationalbank sollte die umlaufende Geldmenge jährlich derart erhöhen, dass wir eine zum Euroraum vergleichbare Inflationsrate hätten. Zu erreichen wäre dies durch einen neu zu schaffenden Fond zur Erhaltung der Infrastruktur. Der jährliche Beitrag unserer Nationalbank könnte die Geldmenge im jeweils gewünschten Mass erhöhen.

      • Benedikt Jorns sagt:

        Weshalb versuchen sowohl die europ. wie auch die amerikan. Zentralbank, die Inflationsrate zwischen 1,5% und 2% zu halten? (siehe z.B. in Wikipedia) Die in einer Volkswirtschaft umlaufende Geldmenge ist nach neusten Erkenntnissen für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes von grosser Bedeutung. Diese umlaufende Geldmenge kann leider nicht direkt gemessen werden, denn genau betrachtet ist nicht nur die „Menge“ sondern auch deren „Umlaufgeschwindigkeit“ von ökonomisch grosser Bedeutung.

        • Lorena sagt:

          Ich kann Ihnen sagen warum. Man inflationiert die Schulden weg auf Kosten der Sparer. So geht das. Sie haben auf Wikipedia etwas anderes gelesen. Entschuldigung, aber es darf gelacht werden.

      • Anh Toàn sagt:

        Die SNB kann keine Infrastrukturausgaben beschliessen. Was Sie verlangen, müsste die Politik beschliessen, aber die „linke“ CH-Regierung will sparen, sparen, sparen, nicht investieren.
        Genauso wie der neue D Finanzminister, auch ein „Linker“, der an der schwarzen Null hängt.

        • Rolf Zach sagt:

          Sie und ich, geschätzter Anh Toàn müssen uns einfach daran gewöhnen, dass der Name Keynes bei unseren Schweizer Politikern und vor allem bei unserer liebenswerten Nationalbank etwa so angesehen wird, wie bei den christlichen Theologen der Teufel und der Antichrist. Lenin hat noch mehr Reputation bei der SNB. Sogar Milton Friedman ist nicht ganz koscher.
          Die SNB bleibt bei ihren kümmerlichen Ausschüttungen, obwohl sie der Bundesrat durchaus dazu hätte zwingen können (mit Hilfe des Parlamentes) mehr auszuschütten.
          Ich wiederhole mich ständig, warum nicht 10 Mrd. CHF für die ETH, gleichfalls 10 Mrd. CHF für die Kantone (Auflage Infrastruktur).
          Warum nicht Vekselberg seine Beteiligungen an Sulzer und Oerlikon übernehmen, er schadet uns mehr als er nützt.

      • Hans Hödli sagt:

        Keine Chance. Die CH hat im OECD Vergleich eine rekordtiefe Staatsverschuldung und ist ein Fluchtland für ausländische Devisen. Folglich müssen Kapitalverkehrskontrollen eingeführt werden wie damals in den 70ern mit Negativstrafzinsen auf Bankkonten von Ausländern. Eine Notenbank kann nur die Geldbasis aufblähen mehr nicht. Wenn die Zunahme des Geldangebots aber massiv hinter der Zunahme der Geldbasis hinterherhinkt wie in der CH dann ergibt dies einen schrumpfenden Geldschöpfungsmultiplikator. Die Geschäftsbanken müssten ihre Bilanzen durch Kreditausweitung massiv verlängern und die Löhne müssen deutlich angehoben werden, sonst wird’s nichts mit der Inflation.

        • Rolf Zach sagt:

          Erstens ist es einmal gut von einer anderen Seite als mir zu hören, dass die Leitung der SNB unter Leutwiler einiges besser war als diejenige heute.
          Dies gilt vor allem auf für die Negativzinsen 1978 und den anderen diesbezüglichen Maßnahmen.
          Nicht zu vergessen, damals gab es keinen Euro
          (die DM hatte nie die gleiche Stellung) und der Dollar war auf höherer Fahrt bezüglich Inflation als die 2 %, was die USA heute haben.

  • pepe müller sagt:

    Die EU ist schon seit Beginn am auseinander brechen. Nur billigste Taschenspielertricks und die Versklavung ganzer Völker Iren, Italiener und Griechen z.B. rettet die EU immer wieder! Dass der Tagi-Schreiberling hier sieht, dass „alles so prächtig aus sah..“ zeigt, wie verblendet unsere sogenannten Journalisten in Wahrheit sind. Unabhängiger Ideologie-freier Journalismus ist in der Schweiz Tod!

    • Gerhard Engler sagt:

      @Müller: Genau, die EU ist schon seit 1957 am Auseinanderbrechen. Es werden zwar immer mehr Länder und der gemeinsame Markt wird immer weiter ausgebaut. Und die armen Griechen müssen den Euro behalten oder besser gesagt: sie wollen ihn behalten und die EU kann ihnen den Euro nicht wegnehmen. Aber trotzdem wird das bald auseinanderbrechen. Aber wann? Vielleicht in 2 Jahren oder in 20 Jahren oder in 200 Jahren. Aber sicher irgendwann einmal.

      • Dimitrios Papadopoulos sagt:

        Spätestens dann wenn das Quantitative Easing des Magic Draghi nicht mehr funktioniert, würde ich meinen. Dann, wenn die Inflation ausser Kontrolle gerät und das ganze Hohlgeld aus dem System gezogen werden muss.
        Ich hoffe nur, die Bundeswehr ist bis dahin noch nicht einsatzbereit.

  • Lorena sagt:

    Ein starker Franken stärkt schliesslich die Kaufkraft der Konsumenten in der Schweiz. Ich kann das Gejammere nicht mehr hören. Der Industrie scheint es ja bestens zu gehen. Die Börse boomt, man hat „Fachtkräftemangel“ und die Exporte laufen prächtig. Eine gezielte Abwertung ist nichts anderes als eine Enteignung der Sparer. Woher kommt eigentlich dieses stetige Propagandatrommelfeuer für einen schwachen Franken?

    • Rolf Zach sagt:

      Ja, natürlich, Sie scheinen schon Recht zu haben.
      Sie wissen ja, die SVP und die FDP verteidigen mit Hauen und Stechen die Importmonopole ausländischer Markenartikel, die einiges teurer sind bei uns als in Deutschland. Von Schweizer Milchprodukten und vom Schweizer Fleisch wollen wir gar nicht reden, obwohl Bündner Fleisch mit
      50 % mit Fleisch aus Argentinien aufgemischt wird und als Original Schweizer Fleisch mit dem entsprechendem Preis in den Verkauf gelangt.
      Glauben Sie, jemand im Grenzgebiet zu Deutschland wird noch Leute im Detailhandel beschäftigen?
      Abgesehen davon, kann unsere Wirtschaft schnell wieder einstürzen, wie 2008 und 2015, wo die Nationalbank unter Zähneknirschen riesige Euro-Bestände kaufen musste, obwohl sie glaubte der Euro werde nächstens zusammenbrechen.

      • Lorena sagt:

        Leider haben die Interventionen Nebenwirkungen, die langfristig unter Umständen schwieriger zu kurieren sind als die Krankheit selber.

      • Hans Hödli sagt:

        Wie H.W. Sinn treffend formuliert hat ist das wirklich kein schlechtes Geschäft wenn man ausländische zinstragende Schuldtitel bekommt im Eintausch gegen dafür neu bedrucktes Papier. Leider wird damit nicht Ihr ETH Projekt unterstützt.

    • Hans Hödli sagt:

      Wohlstand und Lebensstandard sind in der CH übermässig vom Export abhängig, ohne ausländische Dauerschuldner und ohne planwirtschaftliche Währungsmanipulation durch die SNB würde auch Ihr Lebensstandard um 50% schrumpfen auf Niveau Bulgarien.

      • Peter Utrecht sagt:

        Ja, das Märchen vom Wohlstand – mit Bürgern deren pro Kopf Verschuldung die höchste der Welt ist. Wenn Sie es, Herr Hödli, erstrebenswert finden, das Leben lang als Schuldensklave zu dienen, bitte sehr.

        • Hans Hödli sagt:

          Eben, dann müssen Sie aber schon zu den Yanomami am Amazonas gehen, dort ist die Privat- und Staatsverschuldung praktisch Null. Wohlstand gibt’s nur wenn Renditesklaven sich für die Boden und Kapitalbesitzer abstrampeln und dabei eine vernünftige Lohnquote resultiert. Ohne Schulden kein Wohlstand und ohne Wohlstand keine Schulden, so einfach ist das.

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            Nun, Hans, es geht nicht um Schulden oder keine Schulden, sondern um Schulden im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung. Wenn Wachstum in erster Linie einzig durch zunehmende Schulden erwirtschaftet werden kann (Kreditvolumen wächst dauerhaft stärker als Wirtschaft), stimmt etwas nicht. Ueber Zeit werden sich die Wachstumsraten schrittweise reduzieren und an einem nicht vorhersehbaren Zeitpunkt werden die nicht rückzahlbaren Schulden sich melden.

  • Pius Tschirky sagt:

    Ich schätze die Berichte von Herr Diem sehr. Gerne aber würde ich mal wissen, was für Wertpapiere da sich nun in den Tresoren der EZB befinden und was wohl passiert, wenn diese zur Rückzahlung fällig sind. Vom Euro halte ich schon deswegen gar nichts. Auch früher war es immer so, dass es mit fortwährender Permanenz einfach im EWS (Europäisches Währungssystem) fortwährend Turbulenzen gab.

    • Walter Scharnagl sagt:

      Aus der Presse konnte ich erfahren, dass fast 30 Bonds im Besitz der EZB notleiden sind. Da können wohl ein paar Milliarden zusammenkommen.

      • Pius Tschirky sagt:

        Danke, Herr Scharnagel! Ja, sie werden dann via „Rettungsschirm“ wieder Geld senden müssen zum Beispiel den Griechen, damit Sie diese Anleihen zurückzahlen können.

  • RB sagt:

    Obwohl ich die EU und den Euro gut finde, habe ich gehofft, dass die neue Regierung in Italien zustande kommt. Nicht weil ich diese Regierung toll finde, sondern weil die aktuelle Euro-Politik durch das wirtschaftlich drittstärkste EU-Land zu Recht ins Wanken gekommen wäre. Vielleicht wäre Deutschland dann endlich von seiner unlogischen und unprofessionellen Haltung abgerückt und hätte einer sinnvollen Euro-Politik zugestimmt, so dass alle Euro-Länder wieder gleich stark vom Euro profitieren. Ich vermute, dass die aktuelle Euro-Politik eine kurze Verschnaufpause bis zu den Neu-Wahlen in Italien im August hat und dann werden die Stimmen in Italien, aus dem Euro auszutreten wohl noch lauter sein.

    • Torpedo sagt:

      Die EU; nach der Sowjet-union kreierte man die europaeische-Union.
      Alle diese Unionen sind letztlich keine Demokratien, sondern Diktaturen. Totale Rohrkrepierer auf endloser Verschuldung aufgebaut!
      Die Menschheit sollte sich endlich von diesen grossen Geschwueren verabschieden. Niemand braucht sie. Es ist nicht noetig, dass man sich von weit her regieren und diktieren laesst. Die regierenden Tyrannen im eigenen Lande reichen schon aus! Da braucht man nicht noch besoffene „Junkers“ aus Bruessel oder Paris.

  • Anh Toàn sagt:

    „Die Regierung können sie nur deshalb nicht bilden, weil ein einst ranghoher Mitarbeiter des Internationalen Währungsfonds als Staatspräsident das verhindert“

    Und ich habe gemeint, dies sei der aktuelle italienische Staatspräsident gewesen.

    Der Beitrag hier stammt von einem einstigen Kindergärtner!

Kommentar

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