Chinas historische Wende

Arbeiter vor einem Kraftwerk in Peking. Foto: Michael Reynolds (Keystone)

Die Entwicklung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre hängt ganz wesentlich davon ab, wie sich die Kohleproduktion entwickeln wird. Die letzten zwei Jahrzehnte waren diesbezüglich wenig ermutigend. China und zunehmend auch Indien fuhren ihre Produktion hoch. 2015 betrug der Anteil der Kohle an der globalen Primärenergie-Produktion (TPES) 28 Prozent gegenüber 24,5 Prozent im Jahr 1971.

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung anhand der Zahlen der Internationalen Energie-Agentur. Deutlich sichtbar ist der Anstieg seit den frühen 2000er-Jahren.

Wird dieser Aufwärtstrend anhalten? Was die Reserven anbelangt, so ist mit einem starken Wachstum zu rechnen. Gemessen an der heutigen Produktion, reichen die bekannten Reserven für mehr als hundert Jahre. Die grössten Reserven befinden sich in China und den USA (je rund ein Fünftel der Weltreserven), Russland (15 Prozent), Australien (9 Prozent) und Indien (9 Prozent).

2013 kam die US Energy Information Administration zum Schluss, dass das Wachstum tatsächlich in grossen Schritten vorwärtsgehen würde. Sie prognostizierte, dass die globale Kohlenachfrage bis 2040 um 39 Prozent steigen würde. Das hätte bedeutet, dass die Weltklimaziele alle weit verfehlt worden wären.

Im neusten Bericht vom Herbst 2017 kam dieselbe Behörde hingegen zu einem ganz anderen Schluss. Nun hiess es, der Kohleverbrauch werde in absoluten Zahlen nicht mehr zunehmen. Die folgende Grafik zeigt die neuen Prognosen.

Wer eine Begründung für die grundlegende Veränderung der Prognose sucht, wird allerdings enttäuscht. Vermutlich hängt es mit der kurzfristigen Entwicklung in der jüngsten Vergangenheit zusammen. Der Kohleverbrauch hat sich nämlich in China in den letzten Jahren deutlich verringert.

Der Grund, warum eine Reduktion der chinesischen Kohleproduktion nicht zu einer Senkung der globalen Kohleproduktion führen dürfte, ist das Verhalten Indiens. Die Prognose geht davon aus, dass Indien seine Kohlevorräte noch stärker anzapfen werde als bisher.

Zur Stabilisierung oder gar Reduktion der CO2-Konzentration würde ein Verharren der Kohleproduktion auf dem heutigen Niveau natürlich nicht ausreichen. Gemäss Prognose wird die Produktion von Erdöl und Erdgas weiter zunehmen. Die erneuerbaren Energien befinden sich im Jahr 2040 immer noch auf Platz 4.

Gleichwohl ist die Nachricht erfreulich: Kohle verliert an Bedeutung in China. Es könnte sich im Nachhinein als grosse historische Zäsur erweisen.

64 Kommentare zu «Chinas historische Wende»

  • Anh Toàn sagt:

    „In the context of lowered demand (see also 2015–16 Chinese stock market crash), in 2016 the Chinese state announced large scale closures and redundancies in heavy and primary industries, “

    Die „heavy and primary industries“ sind doch die Hauptabnehmer von Kohle. Die Kurven zur chinesischen Stahlproduktion sehen ähnlich aus wie die Kurven zur Kohleproduktion. Seit sich das chinesische Wirtschaftswachstum abschwächt, schwächen sich die Investitionen (Hoch und Tiefbau brauchen Stahl) noch mehr ab, das Wachstum wird immer mehr vom inländischen Konsum getragen.

    Ich habe da meine Zweifel an einem Bewusstseinswandel in China, ich meine, gibt ja auch keinen in den USA und nur wenig in Europa (Deutschland steigert auch Kohleproduktion, nicht nur Indien).

  • Rolf Zach sagt:

    Was erstaunlich ist, dass Indien vermehrt seine Kohlenvorräte anzapfen will, obwohl es von allen Nationen wohl der idealste Nährboden für erneuerbare Energie ist, vor allem was die Sonne betrifft.
    Indien ist ja bekanntlich das Land der 500’000 Dörfer und hat wohl eine starke Emigration in Richtung der Großstädte, aber nicht derartige enorme Zahlen wie China. China hat ein reales Pro-Kopf-Einkommen von 16,624 $ (Japan 42,659 $),
    Indien 7,174 $. Indien ist sicher kein Dritt-Welt Staat mehr, seine Exporte bestehen zu 70 % aus Fertigwaren, aber nur 2,3 % sind erneuerbare Energie und Inden ist ein Land der Tropen und Subtropen, nicht weniger Potenzial für erneuerbare Energie wie Brasilien. Sogar seine Einkommens-Ungleichheit ist einiges weniger ausgeprägt als in China.

    • Rolf Zach sagt:

      Warum dann so wenig erneuerbare Energie und die starke Förderung der Kohle.
      Da sind natürlich die Zahlen des Wachstums der Bevölkerung. Kein Land ist mit derartiger Brutalität gegen weiteres Wachstum seiner Bevölkerung vorgegangen wie China, was auch durchaus seinen bedeutenden Anteil hat am chinesischen Wirtschaftswunder. China hat nicht derart gute Voraussetzungen für erneuerbare Energien wie Indien. Da bin ich überzeugt, dass derartige Investitionen in Indien kostengünstiger sind als in China.
      Erneuerbare Energie, hauptsächlich Sonne, aber auch etwas weniger als Wind und Wasser, sind lokale Investitionen. Sie brauchen nicht derartig massive Investitionen von der zentralen Energie-Erzeugung zum lokalen Konsumenten.

      • Rolf Zach sagt:

        Wer das Dorf nicht fördert, verursacht Umweltzerstörung (Abholzung aller Bäume)
        und belässt die Einwohner im Elend, was auch ihre Gesundheit beeinflusst. Für die indische Elite, dies gilt für die Politik, die Wirtschaft und auch für die Akademiker, sind die Leute auf dem Dorf Untermenschen. Alle ihre Belange interessieren nicht. Das Karma hat sie dorthin gepflanzt und die Götter haben es so gewollt, wir aber sind die Auserwählten. Ein solches Menschenbild hat Ostasien nicht, deshalb ist der Fortschritt tiefgreifender. Man kann diese Analyse direkt mit der Energiefrage koppeln. Warum brauchen diese Untermenschen lokale Kreditkassen für Investitionen, damit sie nicht mehr ihre Lebensgrundlage zerstören. Nichts wird getan gegen den üblichen ländlichen Zinswucher!

        • Anh Toàn sagt:

          „Dezentrale Versorgung mit Alternativenergie“:

          Schraubt man sich eine Solaranlage aufs Dach in Vietnam, empfliehlt es sich, mindestens ein Familienmitglied daneben auf dem Dach schlafen zu lassen, damit die am Morgen nicht weg ist.

          In Saigon habe ich nur Aircon im Schlafzimmer, habe deswegen (keine Isolation) das kleinste Zimmer als Schlafzimmer gewählt. Die Aircon stelle ich auf 27 Grad, in der zweiten Hälfte der Nacht hat die bis am Morgen nichts zu tun. Das reicht zum schlafen (nur für Sex nicht). Im Erdgeschoss reicht ein Ventilator.

          In Vietnam wird Strom an Privathaushalte sozialistisch verkauft: Die ersten 50KW im Monat kosten kaum, je mehr Konsum, desto teurer wird es. Ich kam auf rund USD 15 pro Monat.

  • Maiko Laugun sagt:

    „Kohle verliert an Bedeutung in China.“

    Kann schon sein.

    Und:

    „Zur Stabilisierung oder gar Reduktion der CO2-Konzentration…“

    Sehe hier in China lebend eine täglich erschreckend hohe zunehmende Anzahl von Fahrzeugen.

    Man sollte aufhören, die Dinge isoliert zu betrachten.

    • Maiko Laugun sagt:

      Alleine die Stromkosten – trotz AKW, Windrädern, EE etc. – belaufen sich hier auf monatlich weit mehr als 100 CHF.

      Energie – egal welche – sollte ökologisch und nicht ökonomisch sinnvoll eingesetzt werden. Davon ist China weit (!) entfernt.

      • Marcel Senn sagt:

        Maiko: Läck 100 Stutz für Strom bei Euch in China, das ist in etwa ähnlich teuer wie bei uns auch trotz vor allem Windkraft, Wasserkraft.
        Oder lässt Du die Aircondition den ganzen Tag laufen?

        • Maiko Laugun sagt:

          Ni Hao Marcel:

          Ja, AC ist ein wesentlicher Faktor. Hängt mehr mit der Bautechnologie zusammen als mit der subtropischen Gegend.

          Es gibt auch kein wirklich funktionierendes Recycling-System hier.

          Deshalb mein Hinweis (meine bescheidene Meinung) dass man die Dinge/Themen nicht isoliert betrachten sollte.

          Gruss an Dich nach Uruguay.

        • Maiko Laugun sagt:

          In China gibt es die bekannte geografische Linie zwischen Süd und Nord:
          Im Norden wird Heizöl subventioniert, im Süden nicht. Das bedeutet, dass im Süden AC (Strom) auch zur Heizung verwendet wird.

          Die Bautechnik der Häuser ist aber landesweit dieselbe. Alles klar? Gruss – mit einem chinesischen Schmunzeln 🙂

    • Maiko Laugun sagt:

      „Chinas historische Wende“

      Auf das ich nicht lache.

    • Maiko Laugun sagt:

      Rein technologisch hat China zum Westen längst aufgeschlossen:

      Punkto Energie – und unnötige Verschwendung dieser – ist China noch immer ein Entwicklungsland. Das hängt (z.B.) mit alter Bautechnik von Häusern zusammen. Es gibt keine wirkliche Isolation (= Energieverschwendung) – und daran wird sich so schnell nichts verändern.

      China wird auch in Zukunft – trotz aller Fortschritte – noch lange zu den Umweltsündern gehören.

      • Rolf Zach sagt:

        Ihr Kommentar ist sehr interessant. Meine persönliche Erfahrung lernt mich, dass man dann persönlich Investitionen in Energie-Sparen tätigt, wenn eine Spar-Kapazität des Einkommens vorhanden ist.
        Wird auch in China nicht deshalb weniger in der Hinsicht Energie-Sparen und erneuerbarer Energie gebaut, weil einerseits die Haushalte sparen, aber der Staat und die Großunternehmen für die Haushalte investieren. Die meisten Investitionsprojekte der erneuerbaren Energie sind eher lokal begrenzt. China liebt riesige Investitionen oder nicht?

        • Rolf Zach sagt:

          Es ist sicher auch eine Frage der Berufsausbildung, die China nach meiner Vermutung noch nicht dort ist, wo sich Südkorea und Japan befinden. Dann gibt es da noch den Drang zum Schreibtisch. In ihrem konfuzianischen China ist der gut ausgebildete Beamte die Spitze der Prestige-Pyramide. Ob dessen hohe theoretische Ausbildung den Problemen der alltäglichen Praxis immer optimal entspricht, kann man sich durchaus fragen. Ich weiß, den Chinesen ist diese Problematik bewusst.
          Natürlich ist dieses Riesenland wie ein riesiger Tanker, der auf die Steuerung in der Kommandobrücke schwer fällig reagiert.

        • Maiko Laugun sagt:

          @Rolf Zach: Auf meine Gegend (Südost-China) bezogen:

          Z.B. Moderne Windräder gibt es sicher schon seit mehr als 8 Jahren.

          Bekanntlich erlangt China das know-how durch den Kauf westlicher Firmen. EE wird vorangetrieben, keine Frage! Dies gilt ganz generell für Technologie.

          Trotzdem: Ganz China ist eine einzige Baustelle. Es werden täglich neue Häuser hochgezogen – mit veralteter Bautechnik, keine Isolation, weder in den Mauern noch bei den Fenstern.

          Deshalb eben mein Hinweis, dass man die Dinge, z.B. EE nicht isoliert betrachten sollte.

          Von der ursprünglich kopierten (!) IT hingegen, hat China den Westen längst überholt. Es ist üblich, im Alltag mittels Smart-Phone-App die Einkäufe zu bezahlen. Im Heidiland weiss man ja noch nicht mal, welches System einzuführen ist.

  • Monique Schweizer sagt:

    Ganz interessant der globale Kohleatlas nach Braun und Steinkohlevorkommen.
    Langfristig werden vor allem die USA, Russland, China, Australien noch Kohle haben, wenn die fossilen Brennstoffe dann mal alle sind, während z.B. Afrika, Lateinamerika kaum Vorkommen haben und im arabischen Raum praktisch gar keine Kohlevorkommen hat.

    https://www.boell.de/de/2015/06/02/geologie-und-geografie-unterirdische-waelder?dimension1=ds_kohleatlas

    • Rolf Zach sagt:

      Die meisten dieser Gebiete haben den Vorteil sich in den Tropen und Subtropen zu befinden, was sie zur Förderung von Sonnenenergie bevorteilt. Ägypten ist dafür ein gutes Beispiel. Es kann seine erneuerbaren Energie enorm ausbauen, was es aber nicht genügend tut. Es sollte dies auch tun, im Hinblick um Meerwasser möglichst kostengünstig zu entsalzen, den was wirklich in Ägypten fehlt, ist gutes Süßwasser und auch um die landwirtschaftliche Anbaufläche zu erweitern.
      Die fehlende Kohle in diesen Gebieten ist eigentlich nur ein wirklicher Mangel in Aufbau einer eigenen Stahlindustrie, da Kohle bekanntlich dabei unverzichtbar ist. Aber dafür haben sie jede Menge an hochwertigem Eisenerz. Eisenerz raus und Kohle hinein, die Schiffe sind auf beiden Wegen beladen.

      • Maiko Laugun sagt:

        @Rolf Zach: „Die meisten dieser Gebiete haben den Vorteil sich in den Tropen und Subtropen zu befinden, was sie zur Förderung von Sonnenenergie bevorteilt.“

        Ja, das ist ein Fakt. Trotzdem, lesen Sie meine Kommentare weiter oben. Man darf die Dinge nicht isoliert betrachten.

    • P. Schmid sagt:

      Öl ist 6 Milliarden Dollar pro Tag und zusammen mit Gas, Kohle und Uran läppern sich wohl etwa 10 Milliarden Dollar pro Tag für konventionelle Energie Ressourcen zusammen. 10 Milliarden Dollar gibt die Welt jeden Tag dafür aus um die Klimaerwärmung zusätzlich anzuheizen.

      Mit 10 Milliarden Dollar können Sie jeden Tag über 30 GW an Photovoltaikmodulen kaufen.
      Das sind dann 11’000 GW (!) an Solarleistung pro Jahr. (28% der Erdkruste besteht übrigens aus Silizium – es gibt hier kein Peak-Silizium.)
      Als, Vergleich Beznau I, mit dem angeblich unverzichtbaren aber trotzdem spröden Reaktordruckbehälter hat nur eine Leistung von 0,35 GW.

      Rechnen Sie ausnahmsweise mal nach Frau Schweizer.

      • Monique Schweizer sagt:

        Schmid: Wenn Sie richtig rechnen würden, dann kämen Sie auf höhere Werte, denn was können Sie mit einem Fass unraffinierten und nicht weiterverarbeiteten Fass Rohöl zu akt. 68$ machen — nichts, ausser vielleicht Gewässer verschmutzen!
        .
        Mit Ihren lächerlichen 10 Mrd $ Energiekosten pro Tag können Sie die Welt definitiv nicht am laufen halten, zumindest nicht so wie wir Sie heute kennen!
        .
        Die Energiekosten (davon 85% Fossile !!) am GDP betragen aktuell um die 14 cent pro GDP $ (2005er $).
        Die sind zwar gut runtergekommen, aber immer noch signifikant
        https://yearbook.enerdata.net/total-energy/world-energy-intensity-gdp-data.html
        .
        In Sachen rechnen müssen Sie mir keine Ratschläge erteilen, das kann und tue ich wohl definitv besser als Sie Herr Schmid!

        • P. Schmid sagt:

          Dann sind es ja noch mehr als 10 Milliarden Dollar pro Tag.
          Dann können demnach ja noch mehr als 11000 GW an Solarmodulleistung pro Jahr gekauft werden.
          Bis 2050 sind das dann 352’000 GW oder gemäss Ihrer Rechnung vielleicht 500’000 GW.

          Danke für Ihre Unterstützung.

          Weltweit ist übrigens 392 GW an Atomenergieleistung am Netz. Das heisst es kann mit dem Geld was die Welt heute für Energie ausgibt über 1000 mal mehr an Solarleistung ans Netz geschlossen werden, als es Atomenergieleistung gibt.

          Ihnen ist wenigstens bewusst, dass 1000 eine grössere Zahl als 1 ist?
          Oder wissen Sie nicht was Zahlen sind?

  • Ulrich Konrad Schweizer sagt:

    Wie ist es möglich, dass sich der Kohleverbrauch in China verringert, wenn seit Jahren jede Woche ein Kohlekraftwerk neu ans Netz geht ?

    • P. Schmid sagt:

      Weil in China gleichzeitig noch viel mehr alte Kohlemeiler vom Netz gehen und weil die Auslastung der Kohlekraftwerke abnimmt.
      (Ein abgestelltes Kohlekraftwerk verbraucht keine Kohle.)

    • Maiko Laugun sagt:

      @Ulrich Konrad Schweizer: Nehme an, dass Sie das weltweit meinen, oder? In China selbst geht bestimmt nicht „seit Jahren jede Woche ein Kohlekraftwerk neu ans Netz“.

      Haben Sie dazu eine Quelle/Link?

  • P. Schmid sagt:

    Die Welt konsumiert 90 Millionen Barrels Öl pro Tag.
    Das sind über 6 Milliarden Dollar pro Tag.
    Aus diesen 6 Milliarden Dollar pro Tag lassen sich zwei Dinge feststellen:
    1. Der politische Einfluss der Petroleum-Lobby ist zwangsläufig enorm und entsprechend werden auch Energie-Statistiken öl-optimistisch beeinflusst.
    2. Erneuerbare Energien und Effizienzmassnahmen müssen lediglich günstiger als 6 Milliarden Dollar pro Tag sein, um Öl ersetzen zu können.
    3. Was günstiger ist, wird langfristig gewinnen – trotz politischem Gegenwind.

    • P. Schmid sagt:

      Es sollte Energie-Prognosen heissen (nicht Energie-Statistiken).

      • Monique Schweizer sagt:

        Schon mal beacht, dass Sie Kohle und Gas vergessen haben, zusammen mit Erdöl machen die rund 85% des Weltenergiebedarfs aus – s. Grafik oben!
        .
        Viel Spass dann bei dem alles kompensieren und langfristigen „gewinnen“ — da wird noch einiges an Blut fliessen in wenigen Jahrzehnten – wenn es um die Verteilungskämpfe geht – das könnte echt hässlich werden irgendwann – Mad Max lässt grüssen!

        • Rolf Zach sagt:

          Wir können ja die „Peak Oil“ Theorie herbeiziehen, hat sie sich bewahrheitet? Ja und nein, aber wegen den fossilen Brennstoffen bricht kein schwerwiegender Konflikt aus, der sich zum veritablen Krieg mit hoher Technik entwickeln wird.
          Nehmen wir ein Beispiel, kann die Türkei mit kriegerischen Mittel die die Erdgasbohrungen vor Zypern verhindern? Wohl kaum, sie sind trotz allen Drohungen zu schwach dazu und es lohnt sich real nicht für die Türkei einen vollen Krieg mit Griechenland und Zypern zu riskieren.
          Die fossilen Brennstoffe sind nicht mehr dieses „Vogel friss oder stirb“ System in den jeweiligen Volkswirtschaften, wie dies zwischen 1800 und 2000 der Fall war. Wir wissen über die Alternativen Bescheid. Es ist nur noch eine Frage der Zeit und den dazu notwendigen Investitionen.

          • Monique Schweizer sagt:

            Zach: Der Peak des konventionellen Oels hat sich schon vor einigen Jahren bewahrheitet.
            Beim aktuellen Stand gemäss Rystad Energy inkl. 2PCX Reserven inkl. unkonvetionelles Oel dürfte der Gesamtpeak ca im Jahre 2026 stattfinden!
            Berechnungsgrundlage: Bisher verbrauchtes Erdöl seit 1850: 1500 Mrd Fass – Reserven inkl. vermuteter gemäss detailliertem Rystad Link (jährlich upgedated und keine offiziellen Regierungswunschzahlen oder nur angezapfte wie in USA) 2200 Mrd Fass. Aktueller Weltverbrauch etwas über 30 Mrd Fass pa
            In Mrd. Fass: (1500 + 2200)/2 = 1750 abzüglich bisher verbrauchtes Oel -1500 = 250/ 30 Verprauch pa = noch rund 8 Jahre -> 2018 + 8 Jahre = 2026!
            Leichte Verschiebungen noch vorbehalten, aber es wurden kaum noch richtig fette Oelfelder gefunden mit vielen Mrd. Fass

          • Monique Schweizer sagt:

            Zach: Meine Berechnung ist allerdings eher der Idealfall oder die Wunschvorstellung der Oelindustrie.
            Denn die 2P Oelreserven (proved and probable) machen akt. nur gerade 660 Mrd aus (ca 22 Jahre Weltölverbrauch), es ist davon auszugehen, dass der Oelverbrauch in den nächsten Jahrzehnten trotz allem noch 1-2% steigen wird pa und der EROEI (Energy Return on Energy Invested) nach dem Peak noch weiter signifikant sinken wird, also einiges mehr an Energie (fossile aber auch Strom) aufgewendet werden muss um die letzten Tropfen noch zu fördern! Bei Shale Oil muss das Gestein über längere Zeit auf 400 Grad ! aufgeheizt werden, damit das Oel sich zu sammeln beginnt — das muss der Herr Schmid aber sehr viele Sonnenkollektoren & Windräder aufstellen um diese Energie zu erzeugen!

          • Rolf Zach sagt:

            Frau Schweizer, ich will nicht mit ihren Zahlen räsonieren, da sind Sie mir viel zu genau und auch zu erfahren in Ihrem Gebiet der Volkswirtschaft und Politik.
            Was mich aber interessiert ist der soziologische Faktor der ganzen Energienachfrage.
            Ich gebe Ihnen ein Beispiel. In Kreta wehrt sich die Lieferfirma für Erdöl mit Vehemenz gegen die weitere Verbreitung von Sonnenkollektoren und Windräder, den ihre Anlagen zur Verarbeitung und zur Verteilung werden dadurch obsolet und die dahinterstehenden Kredite sind gefährdet.
            Man wird sehen, ob die Lieferfirma sich durchsetzen kann und weiterhin ihr Monopol für fossile Brennstoffe ausüben kann. Die gleiche Frage kann man für die pazifische Inselwelt durchrechnen.

          • Rolf Zach sagt:

            Wenn man zum Beispiel für die Cook Islands durchrechnet, was die Aufstellung von Sonnenkollektoren kostet und was die Inseln zur bisherigen Versorgung durch fossile Energie aufwenden müssen, wird einem schnell klar, wie die Kostenseite für die Bewohner dieser Inseln ausschaut.
            Was bedeutet Dieselöl für diese Eingeborenen. Das ganze Öl muss aufwendig transportiert werden, praktisch eine Sonder-Lieferung wie Heizöl auf eine einsame Berghütte im Monte Rosa Gebiet. Dann der Unterhalt der Generatoren gegenüber den Sonnenkollektoren. Auch bei einem tropischen Wirbelsturm sind wahrscheinlich die Kollektoren besser, man kann nämlich nicht mehrere Generatoren auf Lager halten. Sonne und Wind ermöglichen auch die Reduzierung der bisherigen Subventionen der ehemaligen Kolonialmächte.

          • Rolf Zach sagt:

            Wir dürfen nie vergessen, unsere Kosten sind der Umsatz und der Gewinn der anderen.
            All diese Händler aus Sydney, die diese Inseln mit Waren beliefern, haben Umsatzeinbussen im gewinnträchtigsten Segment. Die werden sicher nicht die Hände in den Schoss legen. Die versuchen mit Hilfe der Politik die Entwicklung zu verhindern oder wenigstens zu verzögern. Ihre Kreditgeber, die Banken und die internationalen Ölfirmen, werden sie dabei sicher nicht behindern.
            Dies gilt natürlich noch im viel grösseren Maßstab für die USA. Wo kommen die Trump Enthusiasten aus der Wirtschaft her? Alle diese Konzerne der fossilen Energie müssen damit rechnen, dass viele ihrer Investitionen vielleicht in 10 Jahren bereits obsolet sind. Die USA ist für die Sonnenenergie besser positioniert als Europa.

          • Monique Schweizer sagt:

            Werter Herr Zach. Auf die lokalen Problemfelder, ob jetzt auf Kreta oder im Südpazifik ist es doch etwas schwierig im Detail einzugehen, da müsste ich mich zuerst einlesen und eine Analyse machen, aber das ist mir aktuell doch etwas zu aufwändig.
            .
            Ich bin schon einigermassen zufrieden, wenn ich den Gesamtüberblick mehr oder weniger gut im Griff habe und so die Entwicklung einigermassen einordnen kann.
            Ehrlich gesagt bin ich schon happy muss ich das Ende der Abundanz billiger fossiler Energien auf diesem Planeten nicht mehr erleben (ausser ich würde 130 Jahre alt, was ich aber stark bezweifle), denn danach könnte es echt hässlich werden, wenn ich nur schon bedenke, wieviel Blut in den letzten hundert Jahren schon wegen Oel & Co vergossen wurde!

          • P. Schmid sagt:

            Frau Schweizer
            Mit 500’000 GW Solarleistung (gemäss Ihrem Vorschlag) erzeugen Sie um Faktoren mehr Energie, was mit der Ölmenge welche heute gefördert wird, erzeugen könnten.

            Ist Ihnen ferner bewusst, dass selbst ein schweres Luxuselektrofahrzeug (Tesla S) ein Bruchteil der Energiemenge eines konventionellen Benziners benötigt und diese Energiemenge kann direkt vom Schweizer Parkplatzdach gewonnen werden (nichts mit verschwenderischen Ölsänden fernab der Schweizer Grenze).

        • P. Schmid sagt:

          Seit Jahren gibt es Gebäude die ein Mehrfaches der Energien mit ihrer Oberfläche erzeugen als sie selbst benötigen.

          Alleine mit Windenergie kann in Europa der Energiebedarf mehrfach gedeckt werden.

          Die vorhanden Speicherkapazitäten der Wasserspeicherkraftwerke ist mehr als ausreichend.

          Europa hat 220 TWh an Wasserspeicherkapazität. Das sind 200 Milliarden Batterien (Milliarden nicht Millionen) an Elektroautobatterien.

          • P. Schmid sagt:

            Es sind natürlich 10 Milliarden Batterien (nicht 200 Mrd).
            Das entspricht der Speicherkapazität von über 50 Elektroautos für eine 4 Köpfige Familie.

          • Monique Schweizer sagt:

            Nun Herr Schmid. Alleine der weltweite Stromverbrauch beträgt um die 16’500 TWh und der ist ja nur ein Bruchteil des Gesamtweltenergieverbrauchs von über 100’000 TWh (eben die gut 85% fossilen)!
            .
            Aber schön haben Sie Ihre 220 TWh Wasserspeicherkapazität in Europa auch noch erwähnt, das ist buchstäblich ein Wassertropfen auf den heissen Stein.
            Und die Energie für die Herstellung Ihrer 200 Mrd Batterien, die Umweltprobleme wenn die nicht mehr funktionstüchtig sind, haben Sie die auch noch irgendwie bedacht?
            .
            Was für Batterien kann man mit 220 TWH denn herstellen? 200 Mrd dünkt mich da doch etwas gar euphorisch, oder meinen Sie die kleinen AAA Batterien damit?

          • P. Schmid sagt:

            Europa benötigt etwa 400 GW im Schnitt.
            Mit 220 TWh kann demnach Europa während 550 Stunden mit Strom versorgt werden.

            Eine Nacht dauert aber nur 12 Stunden (und nicht 550 Stunden) und eine Windflaute über ganz Europa dauert kaum wesentlich länger als 12 Stunden.

            220 TWh ist viel mehr Speicherkapazität als Europa jemals benötigen könnte. Es braucht also keine Batterien mehr, da die 220 TWh der bestehenden Wasserkraftwerke weit mehr als ausreichend sind.

            Die Welt benötigt nur 16’500 TWh und mit den 500’000 GW Solarleistung gemäss Ihrem Vorschlag oben, kommt man aber auf 750’000 TWh bis 2050. Damit können Sie jedem Bewohner in Afrika grad noch den Balkon elektrisch heizen. Wollen Sie das?

    • Realist sagt:

      Subventionen für Solarenergie noch und nöcher, und dann von politischem Widerstand reden…. lächerlich…
      p.s. auch die Erdöl-Lobby kann nicht ideologischer sein als sie…

      • Rolf Zach sagt:

        Sie sollten einmal die Geschichte über den Anfang der Erdölindustrie im Iran lesen. Das war am Anfang trotz guter geologischer Voraussetzungen ein verkorkstes Unternehmen. Die Investoren befahlen bereits den Abbruch der Erdölsuche, der der örtliche Chef hielt sich nicht daran und seine Truppe stieß im letzten Augenblick auf Erdöl in beträchtlichen Mengen. Auch nachher musste sich der britische Staat mit viel Geld an der ausbeutenden Gesellschaft beteiligen (BP).
        Mit der Ausnahme von Holz braucht es langwierige Vorbereitungen, ob fossil oder erneuerbar, um Energie zu gewinnen. Was ist der Unterschied von Subventionen und Investitionen in monetärer Hinsicht?

      • P. Schmid sagt:

        Tatsächlich sind die Subventionen für fossile Energien 10 mal so hoch wie die Subventionen für erneuerbare Energien.

  • P. Schmid sagt:

    Indien hat übrigens letztes Jahr mehr Solarleistung installiert als Europa und die USA. Neue Kohlekraftwerke können auch in Indien nicht mehr gegen Solar- und Windkraft konkurrieren und auch die Inder können rechnen.

    • Brenner sagt:

      ÄH…Solar und Wind können mit konventionellen Kraftwerken nicht konkurrieren…im Moment sind die EE nur Parasiten, ohne die konventionellen gibt es keine Stromversorgung. Schon mal gehört, dass die Sonne nachts nicht scheint und der Wind nicht immer weht? Da braucht es nicht einmal eine Dunkelflaute zum Netzzusammenbruch…Nicht zu fassen, wieviele immer noch an Märchen glauben. Schilda lässt grüssen!

      • Maiko Laugun sagt:

        @Brenner: Es geht nicht um Konkurrenz. Es geht um Ergänzung – und als logische Folge daraus – eine konstant zunehmende Umschichtung zu EE.

        Aber auch EE – nur schon die Herstellung – braucht noch immer konventionelle Energie. Das sehe ich auch als einen Fakt.

        • Brenner sagt:

          Bestechender Gedanke. Scheiterte schon im Ansatz bei Desertec. Weltumspannend bleibt immer noch das Problem, dass Strom nicht in gespeicherter Form-so wie Kohle, Gas oder Öl- in den erforderlichen Mengen transportiert werden kann. Oder dachten Sie an Kabel quer durch den Pazifik?

          • Maiko Laugun sagt:

            Brenner: „…Kabel quer durch den Pazifik?“

            Nein, natürlich nicht. Europa und Asien (z.B.) sind auf dem Landwege verbunden, inkl. Zeitverschiebung/Sonneneinstrahlung.

            Transfer von konventionelle Energie via (z.B.) Piplines auf dem Landwege ist ja nichts Neues.

            Ich meinte es in diesem Sinne.

            Zudem hoffe und vertraue ich, dass es zukünftig möglich sein wird, EE in gespeicherter Form zu transferieren. Das ist noch ein langer Weg wird, ist mir klar.

      • Maiko Laugun sagt:

        @Brenner: „Schon mal gehört, dass die Sonne nachts nicht scheint und der Wind nicht immer weht?“

        Wenn im Heidiland die Sonne untergeht, dann geht sie in einem anderen Land erst auf. Schon mal davon gehört?

        Wenn es möglich ist, konventionelle Energie um den ganzen Planeten herum zu karren, dann sollte dies doch auch mit EE möglich sein; oder nicht?

        Globale Herausforderungen können auch nur global gelöst werden. Nationalistisches Gedankengut scheint mir da fehl am Platz zu sein.

      • P. Schmid sagt:

        Tatsächlich sind Wind und Solar die günstigen Energiequellen: https://www.ft.com/content/17fb4bf8-1947-11e7-9c35-0dd2cb31823a

        Und Wind und Solarkraftwerke sind zuverlässiger als Kernkraftwerke, welche nicht nur regelmässig gewartet werden müssen, sondern z.T. auch ganz ohne Erdbeben gerne mal Jahrelang ungeplant ausfallen (Beznau I).

        • Brenner sagt:

          Solar und Wind fallen als Energiequelle regelmässig (Solarr) und grossflächig (Beide) aus. Sie könnten sogar gratis sein, sie wären für die Stromversorgung, wie wir sie gewohnt sind, nutzlos. Nur mit einem konventionellen Back-Up- System sind sie brauchtbar – fraglich, ob der Aufwand dafür ökologisch und volkswirtschaftlich gerechtfertigt ist (siehe Deutschland).

          • P. Schmid sagt:

            Falsch Herr Brenner.
            Abgesehen davon, dass Solar- und Windkraftwerke wesentlich zuverlässiger sind als AKW, welche auch ohne Erdbeben jahrelang ausfallen können (Beznau I): Die Schweizer Wasserkraftwerke können alleine mehr als doppelt so viel Strom erzeugen, wie die Schweiz im Schnitt benötigt und können so jede Nacht oder Windflaute problemlos überbrücken.
            Der Niedertarif kann zudem von der Nacht in den Mittag verschoben werden.
            Es gibt keinen Grund den Nachstrombedarf künstlich hoch zu halten (wenn alle schlafen und niemand Strom braucht).

  • Paschke sagt:

    Mich stört der Anglizismus „Produktion“ an Stelle von „Förderung“. Produktion ist synonym mit Herstellung, es wird kein Erdöl oder Kohle hergestellt.

  • Maike sagt:

    Nun, wenn China keine Kohle mehr verwendet, mag das ja positiv für die CO2 Bilanz sein. Doch gleichermaßen steigt der chinesische Bedarf an alternativer Energie. In diesem Falle ist es Erdöl. Wenn die Chinesen jeden Preis für das Erdöl zahlen werden, wird das mit Sicherheit auch Auswirkungen auf den Rest der Welt haben. Es ist einmal mehr ein Grund, sich Gedanken um alternative Strom- und Energie-Erzeugung zu machen.

  • Monique Schweizer sagt:

    Ist doch alles nur Augenwischerei, sowohl Oel als auch Gas werden schon vor Ende des Jahrhunderts ziemliche Engpässe haben und teuer werden, nur die Kohlevorräte werden noch genügend gross sein und dann wird Kohle seine schmutzige Renaissance erleben.
    Die unabhängige Rystadenergy gibt jedes Jahr die Entwicklung aufgrund eigener Recherchen raus und ist darum auch etwas zuverlässiger als BP Energy Outlook, die sich auf offizielle Daten abstützt – es wird auch nach P, 2P, 2PC und 2 PCX unterschieden.

    https://www.rystadenergy.com/newsevents/news/press-releases/2017-annual-oil-recoverable-resource-review

    https://www.rystadenergy.com/newsevents/news/press-releases/all-time-low-discovered-resources-2017/

  • George sagt:

    Dass China und andere Länder – selbst Oel produzierende – verstärkt und in beachtlichem Ausmass auf Nuklearenergie setzen, wird natürlich mit keinem Wort erwähnt. Wir hätten KEINE Probleme, wenn die Kohle überall mit Nuklearenergie ersetzt würde.

    • Heinz sagt:

      Keine Probleme? Wie muss das in den Ohren eines Weissrussen klingen? Und was machen Sie mit dem Müll?

    • Jürgen Baumann sagt:

      Wir hätten finanzielle und terminliche Probleme ohne Ende. Bis ein AKW produziert vergehen 10 bis 20 Jahre. Die Kosten pro kWh sind so exorbitant hoch geworden (obwohl noch nicht mal eine vernünftige Versicherung, geschweige denn Beerdigungskosten dabei sind), dass nur mit einem bedeutenden Nebennutzen so etwas wie Rentabilität entsteht. Und der Nebennutzen ist klar die Atombombe. Womit wir bei der Frage sind: „Macht das noch Sinn?“ M.E. nein.

      • Rolf Bombach sagt:

        Leider trifft ähnliches für die Fotovoltaik zu. Solar-2035 will ja ca. 15 GWp in der Schweiz installieren. Das wird zeitlich auch sehr eng. Da hilft nur exponentiell zunehmender Zubau. Wenn dann das mediane Alter der Anlagen unter ca. 3 Jahren liegt, produzieren diese Installation netto noch keine Energie; der Payback erfolgt erst nach dem Ende der Installationen. Beteiligung an Windparks in Nordeuropa scheint da zielführender zu sein.

    • P. Schmid sagt:

      Kernenergie ist zu teuer und kann nicht mehr gegen Solar- und Windkraft konkurrieren. Deshalb ist die Atomstromproduktion in China bereits 2012 von deren Windstromproduktion überholt worden.

    • fredy sailer sagt:

      George,
      Absolut einverstanden. Wenn wir die Klimaerwaermung ernst nehmen wuerden, waere die logische Folgerung dass wir weltweit mindestens 200 – 300 AKW’s brauchen.
      Was die Anti-AKW Bewegung leider immer verschweigt ist die ungeheure Menge von Radioaktivitaet die durch die Verbrennung von Fossilen Brennstoffen erzeugt wird.
      Z.b. erzeugt die Verbrennung von Kohle uber 100x so viel Radioaktivitaet als ein AKW.
      Kohle beinhaltet, Uranium, Mercury, Beli und Thorium.

      • P. Schmid sagt:

        Alleine mit der Schweizer Dachfläche kann mehr als doppelt so viel Strom erzeugt werden, wie mit den 5 Schweizer AKW.

        • Rolf Zach sagt:

          Ebenso sind nach einem bekannten ETH Professor die Möglichkeit in höheren Lagen, also in den Schweizer Bergen, die Gewinnung von Sonnenenergie durchaus optimal, obwohl wir uns auf dem 47. Breitengrad befinden, eine Lage, die im Flachland nur für total verlorene Flächen wie Dächer gut benützt werden kann.

  • Emil Eugster sagt:

    Die Entwicklung in China weg von der Kohle, wird auch den technischen und wirtschaftlichen Fortschritt weg von der Kohle im Rest der Welt ankurbeln.
    wenn China konkurrenzfähig die Kohle mit ökologisch, wirtschaftlich und technisch besseren Möglichkeiten ersetzen kann, dann müssen die anderen auch mitziehen.

  • Stefan Gasser sagt:

    Die hat in der Vergangenheit mit spektakulären Fehleinschätzungen brilliert und das Potential von Solar- und Windenergie nicht erkannt obwohl diese in vielen Regionen der Welt günstiger Elektrizität erzeugen als Kohlekraftwerke. Auke Hoekstra von der Technischen Universität Eindhoven hat die vergangenen Fehlprognosen in einer schönen Grafik dargestellt, wer googelt oder twittert der findet diese schnell – diese Grafik bzw. Fehleinschätzung wird auch häufig von Michael Liebreich, Gründer von Bloomber New Energy Finance, referenziert bzw. verwendet.

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