Trumps Zollkrieg – worum es wirklich geht

NMTM

Donald Trump unterzeichnet, inmitten von Arbeitern aus der Stahlindustrie, ein Dekret über Importzölle auf Stahl und Aluminium. Foto: Leah Millis (Reuters)

Nächsten Freitag will Donald Trump Strafzölle gegen ausländische Importgüter einführen. Im Vordergrund stehen Stahl und Aluminium aus Europa und Asien, für die US-Abnehmer bis zu 25 Prozent mehr zahlen sollen. Das soll den Kauf importierter Waren drosseln und die heimische Produktion vor unfairer Konkurrenz schützen. So argumentiert der US-Präsident.

Allerdings wirft er die Begründung in der Praxis gleich wieder über den Haufen, denn er verfügt die Strafzölle nicht auf der Grundlage eines Dekrets gegen unfaire Handelspraktiken, Dumping oder Ähnliches. Sondern er wendet ein Gesetz aus den Zeiten des Kalten Kriegs an, das Gegenmassnahmen erlaubt, falls Importe bestimmter Güter die nationale Sicherheit der USA gefährden. Worum geht es Trump überhaupt?

Überkapazitäten im Stahlsektor

Rein ökonomisch betrachtet, gibt es durchaus Handlungsbedarf. Weltweit bestehen Überkapazitäten im Stahlsektor. Sie belaufen sich nach offiziellen Schätzungen auf 737 Millionen Tonnen (2016). Das ist der grösste Angebotsüberhang in der Geschichte. Im Rahmen der OECD befasst sich ein Ausschuss, dem alle wichtigen Staaten angehören (G-20-Staaten), eigens mit dem Thema. Seit Jahren bekräftigen die Regierungsvertreter auf Gipfeltreffen, dass sie aktiv und gemeinsam die Überkapazitäten abbauen würden:

«Members should consider the extent to which their framework conditions and institutional settings ensure proper market functioning and policy objectives consistent with the need for reducing global excess capacity.» (G-20 Global Forum on Steel Excess Capacity, November 2017)

Die Absichtserklärungen brachten bisher jedoch keinen einschneidenden Erfolg. Die G-20 beschlossen im vergangenen Sommer, die Gespräche fortzusetzen, man wolle sich 2018 dreimal treffen. Die neue US-Regierung zeigte sich bereits damals unzufrieden mit dem mageren Ergebnis und kündigte eine härtere Gangart an. Das ist in den offiziellen Dokumenten nachzulesen:

«…this has reinforced the U.S. commitment to combat unfairly traded imports and address global excess capacity, particularly in view of the Global Forum’s limited results. Unlike past U.S. administrations, President Trump intends to deal decisively with the problem.»

Trumps Strafaktion kommt also nicht aus heiterem Himmel. Kein anderes Land importiert so viel Stahl aus dem Ausland wie die USA. Verständlicherweise ist dort die Sorge über den wachsenden globalen Angebotsüberhang auch grösser als anderswo.

Die EU ist protektionistischer

Trumps Schwarzweissmalerei, wonach die USA fairen Handel betrieben und das Ausland unfairen, ist unzutreffend. Aber genauso falsch ist die europäische Sichtweise, wonach die EU nur Opfer von zu hohen US-Zöllen sei. Im direkten Vergleich zwischen den USA und der EU verhängen nämlich die Europäer mehr und höhere Zölle.

Das Münchner Ifo-Institut untersucht die Zollsätze im transatlantischen Handel und kommt zum Ergebnis, dass die EU protektionistischer ist, als es die USA sind. Bei 48 Prozent aller Produkte verlangt die EU einen höheren Zollsatz als die USA, und nur bei 30 Prozent der Produkte sind die US-Zölle höher. Bei den übrigen Waren liegen die Sätze in beiden Wirtschaftsräumen genau gleich hoch oder sie betragen null (exakt 1540 Waren).

Der Chart gibt einen Überblick. Aufgeführt ist rechts von null, bei wie vielen Produkten die EU-Aussenzölle höher liegen als die US-Zölle, und links von null, wie häufig die Zölle in der EU tiefer sind als in Übersee. Die Säulen rechts von null sind meist höher als links von null. Es gibt also mehr Produkte, die in der EU mit höheren Zöllen belegt sind als in den USA.

Quelle: Ifo-Schnelldienst 6/2018

Europäische Exporteure sind vor allem bei Milchprodukten benachteiligt. Dort liegen die Zölle bei durchschnittlich 20 Prozent. Amerika zahlt dafür beim Autoexport drauf. Die EU verlangt 10 Prozent Zoll, während umgekehrt in den USA keine hohen Abgaben anfallen. Das ist nur bei Kleinlastwagen der Fall, wo die USA zum Schutz ihrer Pick-ups durchschnittlich einen Importzoll von 22 Prozent verlangen. Die EU revanchiert sich allerdings: Hier sind 15 Prozent Zoll fällig und für Motorräder 6 Prozent.

Kein Wunder, dass Trump die deutsche Autoindustrie im Auge hat, und dass die EU bereits damit droht, Motorradimporte noch höher zu besteuern. Wenn Präsident Trump über massive Zölle klage, habe er also zumindest punktuell nicht unrecht, schreibt der Autor der Ifo-Untersuchung, Gabriel Felbermayr. Das Gleiche gelte auch für die EU, allerdings in geringerem Ausmass.

Trumps durchschaubare Taktik

Der Konflikt solle dazu genutzt werden, über einen generellen Abbau der verbleibenden Zölle weltweit nachzudenken, empfiehlt Felbermayr. Eine Anpassung nach unten sei viel besser als zollpolitisch aufzurüsten. Trump könnte dabei die Initiative übernehmen und ins Feld führen, dass die Amerikaner sich grundsätzlich für bilaterale Handelsabkommen einsetzen. Immerhin hatten nicht sie, sondern die Europäer die Verhandlungen zur transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft TTIP abgebrochen.

Der US-Präsident hätte also durchaus valable ökonomische Argumente auf seiner Seite, um für mehr Freihandel zu kämpfen. Aber sein bisheriges Vorgehen legt nahe, dass es ihm nicht darum geht. Sondern er sucht den kurzfristigen politischen Erfolg: die Zwischenwahlen im November, bei denen die Republikaner um ihre Mehrheit im Kongress fürchten müssen.

«The Donald» überraschte die Welt mit seinen Strafzolldrohungen, um die heimischen Stahlarbeiter zu schützen, ausgerechnet in jener Woche, als in Texas die ersten Vorwahlen stattfanden, um die Kandidaten für den Urnengang im November festzulegen. Der Wahlkampf hat begonnen, und Trumps Zollkrieg ist sein Hauptthema geworden. Das lässt nichts Gutes erwarten. Schon gar nicht die Bereitschaft im Weissen Haus, sich mit den Europäern zügig auf ein gemeinsames Vorgehen zu einigen, um den Disput beizulegen.

36 Kommentare zu «Trumps Zollkrieg – worum es wirklich geht»

  • Kurt sagt:

    Der freie Markt nicht einfach nur gut. Zumal er ja eben gar nicht frei ist und schon gar nicht fair. Dies beweisen diverse Agrarzölle z.B. mit Drittweltländern oder Kartellabsprachen. Der Freihandel generiert unnötige ökologische Belastungen, der Transport für jeden Müll aus einer chinesischen Handelsplattform zum Drittweltlandstarif analog UPU ist schlichtweg gesagt „birreweich“. Ob der Konsument, welcher schlussendlich die Schutzzölle bezahlt, bereit ist, ein US- Automodell einem deutschen vorzuziehen, muss sich aber erst noch herausstellen. Der Konsument war bis anhin aber auch ein grosser Treiber der Globalisierung, indem er immer mehr günstiger erwerben will. Generell wird es wieder wichtiger die Binnennachfrage zu stärken, um weniger von Im- und Exporten abhängig zu sein.

    • Hans Hödli sagt:

      Der freie Markt ist nicht nur wegen Kartellen, Zöllen etc. nicht frei, sondern insbesondere deshalb weil durch absichtliche planwirtschaftliche Währungsmanipulation der Notenbanken jahrelang anhaltende LB Überschüsse und damit massive gegensätzliche Nettoauslandspositionen aufgebaut werden.
      Vor den Weltkriegen war diesbezüglich trotz höherer Zollschranken die Aussenwirtschaft freier und der Zahlungsbilanzausgleich war dank internationalem Goldstandard langfristig gewährleistet.

      • Rolf Zach sagt:

        Man sollte die Antworten von P. Krugman herbeiziehen wegen diesen Schutzzöllen http://www.krugmanonline.com/. Krugman liebt List mit seinen Erziehungszöllen nicht besonders im Gegensatz zu mir. Aber trotzdem, ist mir Flassbeck, den ich in vielem bewundere, zu dogmatisch in dieser Hinsicht.
        Ein Leistungsbilanz-Defizit oder Überschuss sagt auch immer etwas aus über die sozialen Verhältnisse in einem Land aus und wer diese Leistungsbilanz kontrolliert, der Staat oder Private.
        Dies zeigt sich bereits in der Unterscheidung dabei von Fertigwaren und Rohstoffen. Man muss schwer unterscheiden zwischen der Quantität der Zahlen einer Leistungsbilanz und deren Qualität. Der Überschuss der Schweiz ist nicht derjenige von Kuweit.
        Krugman hält nicht viel von den Schutzzöllen von Trump, wie auch ich.

        • Rolf Zach sagt:

          Ihre Antwort bezüglich Goldstandard wage ich zu bezweifeln. Der Zahlungsbilanz-Ausgleich wurde nicht nur durch Gold ausgeglichen, sondern auch durch Portfolio-Investitionen über den Finanzplatz London und Direktinvestitionen Europa zu übriger Welt. Ein System, dass zu 50 % davon funktionierte, dass British India zu einem Rohstoff-Lieferanten zurückgedrängt wurde und England trotz Handelsbilanz-Defizit damit ihr Weltreich finanzieren konnten.
          Dann gab es da diese Stockungen, wie die Baring-Krise 1890 wegen Argentinien.

    • Marcel Senn sagt:

      Hödli: Nur dass die USA mit dem $ als Weltleitwährung gegenüber allen anderen Ländern einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil hat und sich somit die Handelsdefizite und massive Verschuldung nur deswegen überhaupt leisten kann, dazu schreibt der „Starökonom“ Flassbeck nichts!
      Langsam Zeit, dass andere Währungsräume (€, Yuan, Yen) diese Rolle ev. gemeinsam übernehmen, das ist vermutlich das einzige womit man die USA mal disziplinieren könnte!

      • Hans Hödli sagt:

        Sie unterschlagen, dass dieser Wettbewerbsvorteil von den Exportjunkies dazu genutzt wird, ihre NIIP seit Jahrzehnten massiv auszubauen, sodass im Volkseinkommen die Gewinnquote (=Zinsen, Mieten/Pachten, Dividenden) zwangsläufig massiv zulasten der Lohnquote erhöht wird (zugegeben in der CH deutlich weniger als in D).
        Sonst stimme ich Ihnen natürlich zu.

        • Monique Schweizer sagt:

          Aber Herr Hödli – ich bitte Sie, ich unterschlage gar nichts. Ja die USA haben aktuell eine NIIP von minus 7.768 Bio $, während Japan um die 3 Bio plus und China und D je rund 1.6 Bio plus haben.
          .
          Bei einer differenzierteren Betrachtung werden Sie zudem feststellen, das von dieser negativen US NIIP über 81% aus den 6.32 Bio Treasuries und Notes in ausländischen Händen stammen!
          .
          Die Gross International Investment Position ist da aussagekräftiger, die US Assets im Ausland betragen akt. 26.8 Bio und Liabilities 34.6 Bio – also investieren auch die Amis ganz fleissig im Ausland. Vor allem seit Trump Präsident ist gings aufwärts – fast 3 Bio $ in 1.5 Jahren

          https://www.bea.gov/newsreleases/international/intinv/2017/pdf/intinv317.pdf

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            „Aber Herr Hödli – ich bitte Sie, ich unterschlage gar nichts.“

            Soweit ich dies verstehen kann, hat Herr Hödli nicht mit Ihnen sondern mit Herrn Senn diskutiert.

      • Rolf Zach sagt:

        Krugman hat hinsichtlich Leistungsbilanz-Defizit der Amerikaner ganz deutlich gesagt, dies beunruhige ihn nichts besonders, sein vorherrschendes Ziel, dass die US-Volkswirtschaft in voller Aktivität ist.
        Für mich bedeutet dies nichts anderes, als die Geldpolitik voll in den Dienst einer brummenden Volkswirtschaft zu stellen. Eine Reservewährung ist eine Währung, die voll ihre Stellung ausnützt um die heimische Wirtschaft zu befruchten.
        Wir in der Schweiz machen auf Deflation und erdrosseln dabei unsere Industrie und wenn sie sich behauptet, müssen die Arbeitnehmer daran glauben. Die Überschüsse in der Leistungsbilanz benützen dann die Kapitalisten, wie unser Manitu aus Herrliberg, grandiose Giacometti, kräftige Hodler und armselige Anker-Bildchen zu Weltrekord-Preisen zu kaufen.

  • Paul Meier sagt:

    Grundsätzlich geht es ja da einfach um Innenpolitik und Einlösen von Wahlversprechen – einen grossen Einfluss wird es nicht haben, es sei denn, die ganze Schose eskaliert noch dramatisch. Eines muss ich allerdings sagen – auf deutsche Autos werden an der Ami Grenze 2,5% Zoll erhoben, die EU verlangt auf Ami Schlitten 10%…. das dürfte schon harmonisiert werden?!

    • Rolf Zach sagt:

      Solche Sätze sind auch historisch bedingt. Was kaufte man als erfolgreicher Schweizer Geschäftsmann 1950.
      Sicher keinen Mercedes, wenn schon einen Jaguar und noch besser einen amerikanischen Strassen-Kreuzer. Was hatte der Bundesrat bis in die 60er Jahre als offizielle Limousinen? Cadillacs nicht Mercedes wie heute.
      Die US-Autoindustrie war noch 1955 das Mass aller Dinge und diesen Unterschied der Zollsätze erklärt sich aus EU-Furcht und US-Selbstbewusstsein. Abgesehen davon waren Opel (GM) und Ford in Europa damals sack stark, haben aber diese niedrigeren Zollsätze für Exporte nach USA nicht ausgenützt.
      Immerhin der Mercedes 300 SL war ein Liebling der US-Schönen und Reichen und die hatten ja auch Einfluss.

  • Peter Halter sagt:

    Der Artikel unterstützt in etwa meine Ansicht zum Thema „Strafzölle“. Auf die Gefahr hin, dass ein Entgegenkommen der EU, im Sinne gleichangesetzter Verzollungssätze, dem schwierigen Präsidenten bei den Zwischenwahlen Rückenwind verschaffen könnte, wäre es wohl am sinnvollsten, die US Einfuhrerschwerungen vorerst zu akzeptieren. Nach den Wahlen kann die Union ihre Zollsätze für Fahrzeuge etc. denen ihres Handelspartners auf der anderen Seite des Atlantiks anpassen. Diese Einfuhrerleichterung wird kaum eine Importschwemme Amerikanischer Motorräder und Autos verursachen da gerade in diesem Bereich die Konsumenten sehr polarisiert denken. Entweder man mag diese Fahrzeuge und ist bereit etwas mehr dafür zu bezahlen oder man mag sie nicht. Man verzichtet auch darauf wenn sie billiger sind.

  • Marcel Senn sagt:

    Was mir immer wieder auffällt ist, dass angesichts des US-Handelbilanzdefizits von fast 800 Mrd viele glauben, die USA seien ein relativ unbedeutender Exporteur, dabei sind die nach China die No 2 Weltweit mit rund 1.45 Billionen (2016) und 2017 sogar 1.547 Bio – noch vor Deutschland mit rund 1.32 Bio und weit vor Japan 634 Mrd und Südkorea 511 Mrd.

    https://www.worldatlas.com/articles/exports-by-country-20-largest-exporting-countries.html
    https://atlas.media.mit.edu/en/profile/country/usa/

    Wenn nur schon die Chinesen beginnen das Agrarexportprodukt No 1 – Soyabohnen für gut 23 Mrd vermehrt in Südamerika einzukaufen (was tendenziell auch schon passiert), dann bekommen die US Farmer ein gröberes Problem!
    Am Ende werden bei einem Handelskrieg eben doch alle verlieren.

  • G. Monkowski sagt:

    I stimme dieser Analyse nicht zu! Trump will die einzelnen Laender gegeneinander ausspielen. Hinzu kommt das man die Europaeer zu Kriegshandlungen gegen Russland einstimmen moechte. Japan kommt ungeschoren davon, weil die Japaner eine Bedrohungsrolle in Asien gegen China uebernehmen wollen.
    Europa sollte aus den 2 Kriegen eigentlich gelernt haben. Daher NATO weg und Amis raus – oder will man einen Atomkrieg mit taktischen Waffen den die Amis gerade vorbereiten?

    • Lukas Bissig sagt:

      Hier hat jemand den Überblick. Freut mich zu sehen. Vor 2-3 Jahren wurde man mit so einer Aussage noch als Aluhut beschimpft. Fakt ist: Die Übergabe des Machtzepters kann nie ohne Krieg vonstatten gehen. USA und das Petrodollar/Zentralbankensystem stehen vor dem Kollaps, der eigentlich schon längst eingetreten ist. Zion bereitet derweilen den nächsten False-Flag vor. ich bin dann mal weg…

      • Anh Toàn sagt:

        Ihr geht beide beu Euren Sandkastenspielen davon aus, das Interesse Trumps sei das (so verstandene Interesse) der USA. Ich gehe davon aus, das Interesse Trumps ist Trump. Und Trumps Interesse umfasst seine Kinder, ich nehme ihm ab, dass er seine Kinder und Enkel liebt, also will er keinen grossen, globalen Krieg, der liegt nicht in seinem Interesse.

        • Marcel Senn sagt:

          Anh: „ich nehme ihm ab, dass er seine Kinder und Enkel liebt, also will er keinen grossen, globalen Krieg, der liegt nicht in seinem Interesse.“
          .
          Haben Sie echt das Gefühl, die Clanliebe könnte den abhalten vor einer kriegerischen Auseinandersetzung? Jetzt wo im WH die Tauben konsequent mit Falken ersetzt werden und das Verteidigungsbudget immer neue Dimensionen erreicht.
          Und der Iwan aktuell neue Wunderwaffen entwickelt, wie die Rakete die mit Mach 10 für alle Abwehrsysteme der Welt unabschiessbar wäre.
          Und wenn ihm Mueller noch mehr auf die Pelle rückt, dann könnte auch der Donald immer unberechenbarer werden und als Ablenkungsmanöver auch noch einen Krieg anzetteln.
          Nicht zu vergessen Unter Donalds Haarpracht schlummert immer noch ein unberechenbarer hormongetriebener Teenager

    • Helmuth Meier sagt:

      @ Monkowski: Im Artikel geht es um Zollkrieg, nicht um einen Atomkrieg. Haben Sie zum eigentlichen Thema auch etwas zu sagen? Zum Beispiel, dass die EU gesamthaft protektionistischer ist als die USA.

  • Hans Hödli sagt:

    Fakt ist dass in einem Handelskrieg Europa und Japan/Asien ganz schlechte Karten haben, noch schlimmer geht es dabei dem Export Junkie CH, aber auch D. Die Wohlstandseinbussen können in Europa je nach Land bis zu 50% betragen, in den USA vielleicht 10%, und davon merkt der Durchschnitt US Hillbilly und Trump Wähler gar nichts, das US Establishment dagegen muss sich daran gewöhnen weniger deutsche, japanische und CH Luxusgüter zu bekommen. Mit dem Steuerkrieg der Firmenbesteuerung und Nato Rüstungskosten kann DT Europa sodann komplett zur Sau machen. Size matters.

    • Heinz Ketchup sagt:

      50 % Einbussen von was? Einkommen? Hm, klar würden wir Exportvolumen verlieren, aber im auch der Amerikaner ist süchtig geworden nach den billigen Importen. Das würde auch der Hillbilly merken.

      • Hans Hödli sagt:

        Die CH kann’s knüppeldick treffen, sie verdient gemäss economiesuisse 70% ihres BIP im Ausland, dh. für 70% unseres Lebensstandards sorgen ausländische Schuldner. Mit der EU hat die CH ein Handelsdefizit, also hängt unser Wohlstand von Asien, Lateinamerika und USA ab. Die USA ist für viele Exportjunkies ein tödliches Klumpenrisiko, dies betrifft neben China und D auch Japan und Südkorea.

        • Peter Halter sagt:

          Der Kommentar wird mit den grossartigen Worten „Fakt ist“ (zurzeit ein Modeausdruck) eingeläutet. Darauf folgen nur ihre Vermutungen und Unterstellungen ohne jeden Hintergrund aufzuführen. Mit ein paar relativen Zahlen, denen ebenfalls jede Basis fehlt, wird ihr Konstrukt untermalt um ihm einen mathematisch korrekten Eindruck zu vermitteln. Eröffnen Sie doch besser ihre Kommentare mit z.B. „Aus meiner Sicht…“

        • Hans Hödli sagt:

          Die Fakten sind simpel nachzuschlagen, man muss halt schon die Grössenordnungen und Relationen in Rechnung stellen. Die US Importe machen ca. 11% des US BIP aus, die CH Exporte machen 70% des CH BIP aus. Wer hat jetzt wohl das grössere Klumpenrisiko für seinen Lebensstandard resp. das Volkseinkommen?

        • Marcel Senn sagt:

          Hödli: Das ist Unsinn, der Leistungsbilanzüberschuss 2015 betrug 11.9% vom BIP!
          .
          Irgendwas haben Sie da scheinbar falsch verstanden.

          • Hans Hödli sagt:

            economiesuisse bezieht sich auf die Exporte und nicht auf den LB Überschuss. Sie müssen also den Superökonomen der Lobbyorganisation Unsinn vorwerfen. Das ist ja deren Dauerpropaganda zugunsten ihrer Klientel der Exportindustrie.

          • Marcel Senn sagt:

            Hödli: Nehme aber an das mit dem „70% verdienen im Ausland“ haben Sie so interpretiert – kann mir nicht vorstellen, dass die Typen von der Economiesuisse das auch so geschrieben haben.
            Der Warenexport war 2016 232 Mrd, dann kommen noch rund 79 Mrd Gold und Silber primär Rein- raus Geschäfte mit noch etwas Barrengiessen dazwischen dazu und 122 Mrd Dienstleistungen – also 433 Mrd Total (das sind ca. 66% BIP) aber dem stehen noch 360 Mrd Importe gegenüber.
            Die inländische Nachfrage ist mit 591 Mrd vs 658 Mrd BIP 2016 immer noch die stärkste – dort wird immer noch der grosse Haufen verdient.
            .
            Ihre Interpretation kommt mir vor wie der Lädelibesitzer, der die Kasse abrechnet und meint das sei jetzt alles sein Gewinn (gibt Typen, die wirtschaften so, aber meist nicht sehr lange)

          • Marcel Senn sagt:

            Hödli: Die Berechnung des BIP nach Verwendungsarten dürfte Ihnen ja bekannt sein:
            Konsum (Staat und Private)
            +
            Bruttoinvestitionen
            =Inländ. Endnachfrage
            +
            Vorratsveränderungen/nettozugang Wertsachen
            +
            Exporte (Waren + DL)
            =Gesamtnachfrage
            ./. Importe (Waren + DL)
            =
            Bruttoinlandprodukt

          • Hans Hödli sagt:

            Das haben die ganz genau so beschrieben, und die BIP Definition bestätigt das schliesslich auch, auch wenn das eine unechte Quote ist da nicht zu 100% addiert. Sie sehen ja selbst dass die Importe im BIP zwangsläufig schon abgezogen sind.

        • Linus Josef Anton Huber sagt:

          Nun, Hans, selbst wenn sich das Zollregime ein wenig ändert, heisst dies noch lange nicht, dass der Handel eingestellt wird, sondern einfach, dass die durch Ueberschüsse ausgewiesenen Ungleichgewichte schwächer ausfallen werden. Auch heute herrscht nicht wirklich Freihandel, sondern zugunsten der Grossunternehmen stark regulierter Handel. Was sich in erster Linie ändern wird, liegt darin, wer genau die Profiteure der Handelspolitik sein werden.

  • Rolf Zach sagt:

    Für einen heißen Krieg braucht er die Zustimmung des Kongresses. In diesem Jahrhundert hat der Kongress zweimal einem Krieg zugestimmt, wobei er vom Präsidenten belogen wurde, dass war 1964 (Vietnam) bei Johnson und 2003 (Irak) bei Bush junior der Fall. So etwas ist auch bei einer allfälligen erneuten republikanischen Kongress-Mehrheit bewusst und keiner, ob Republikaner oder Demokrat wird diese korrupteste und ineffizienteste Administration seit Harding einen Krieg führen lassen. Bei Trump mit seinen Schutzzöllen, viel Geschrei und wenig Wolle sagt der Narr und schert ein Schwein.

    • Anh Toàn sagt:

      Wenn der Iran Israel angegreift, wird der Kongress zustimmen: Trump arbeitet daran, den Iran dazu zu bringen. Die Verlegung der US Botschaft, die Verbrüderungsszenen mit den Saudis, die Katar Geschichte, die noch widersprüchliche zumindest Kommunikation in Sachen Sanktionen – einerseits wurden diese nochmal, „ein letztes Mal“ für 4 Monate ausgesetzt, andererseits neue Sanktionen eingeführt (nicht wegen dem Atomprogramm, man nennt jetzt anders) und Donald sagte wiederholt, der Iran halte sich nicht an den Atomdeal, Schweigen zu den Aktionen des NATO Mitglieds Türkei in Assad’s (ist doch Oran) Syrien – alles ist zumindest geeignet, ich meine sogar darauf angelegt, den Iran zu provozieren.

      Trump kann den heissen Krieg nicht anfangen, er arbeitet daran, dass der Iran ihn anfängt.

      • Michael Sander sagt:

        In Ihrer Welt geht offenbar alles Böse von den USA und Israel aus. Sie tun mir leid.

        • Anh Toàn sagt:

          Ist eine religiöse Quelle, ich bin nicht religiös, aber die gefällt mir irgendwie: Der Stolz sei der Ursprung aller Sünden. Das Böse geht von Egomanen aus, Egoisten, Egozentrikern, was auch immer, die glauben etwas besseres zu sein als der Rest der Menschen.

      • Rolf Zach sagt:

        Erstens, diese Feinschaft zwischen Israel und Iran hat nichts mit Realpolitik zu tun, sondern ist ideologisch bedingt für das eigene Publikum. Was Israel wirklich will, dass die Araber von der Westbank irgendwohin verschwinden (Christen wie Moslems!). Die Schweiz, Deutschland und Vietnam wären doch hervorragende Destinationen. Israel kann nicht so handeln wie die Chinesen in Sinkiang es machen mit den dortigen Einheimischen. Die Weltöffentlichkeit inkl. USA ist dagegen.
        Trump wird nie einen Krieg wagen, er ist ein aufgeblasenes Großmaul. Wie ist Reagan aus dem Libanon davongeschlichen, bei Trump ist es schlimmer. Das gefährliche an ihm ist nicht, dass er auf den Knopf drückt, sondern dass die US-Außenpolitik nach seiner Abwahl 2020 einen irreparablen Schaden davon trägt.

  • Anh Toàn sagt:

    Über die nächsten Zwischenwahlen soll ein Handelskrieg helfen, für eine Wiederwahl als Präsident wird er einen richtigen Krieg brauchen.

Kommentar

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