Das Paradox der Digitalisierung

NMTM

Die Technologie ist zwar weit fortgeschritten, aber ihr Einsatz oft noch nicht viel mehr als Spielerei: Ein Roboter stellt den Besuchern in einem Kiosk auf der Rigi Informationen zur Verfügung. Foto: Urs Flüeler (Keystone)

Automatisierung, Robotisierung, künstliche Intelligenz, Machine Learning, selbstfahrende Autos, Internet of Things: Wer gegenwärtig die Schlagzeilen in der Wirtschafts- und Technologiewelt liest, muss zum Schluss kommen, dass sich eine der bedeutendsten technologischen Revolutionen aller Zeiten abspielt. Von der «Vierten Industriellen Revolution» oder vom «Second Machine Age» ist die Rede. Das McKinsey Global Institute kommt in einer Studie zum Schluss, dass bis 2030 fast die Hälfte aller heutigen menschlichen Arbeitsprozesse automatisiert werden könnten.

Das klingt dramatisch. Die Geschichte hat nur einen Haken: Man sieht in den volkswirtschaftlichen Statistiken noch nichts davon.

Simpel gesagt, müsste die Automatisierung und Digitalisierung von zuvor menschlichen Arbeitsprozessen die Arbeitsproduktivität in der Wirtschaft markant steigern. Doch das geschieht nicht. Im Gegenteil: In den westlichen Volkswirtschaften sinkt die Arbeitsproduktivität seit den späten Neunzigerjahren, und in den Schwellenländern sinkt sie ebenfalls seit knapp zehn Jahren. Das erinnert an das «Solow Paradox»: Der US-Ökonom Robert Solow sagte 1987, man sehe das Computerzeitalter überall, bloss nicht in den Produktivitätsstatistiken.

Die Ökonomen Erik Brynjolfsson (Mitautor des Buches «The Second Machine Age»), Daniel Rock und Chad Syverson haben sich in einem Papier mit dem Titel «Artificial Intelligence and the Modern Productivity Paradox» näher mit dem Phänomen der rätselhaft niedrigen Produktivitätsraten befasst.

Hier zunächst die jährliche Rate der Arbeitsproduktivitätsfortschritte in ausgewählten Weltregionen:

 

Die rückläufige Arbeitsproduktivität in den USA (rot), Europa und Japan (grün) ab der Jahrtausendwende sowie in den Schwellenländern (gelb) ab etwa 2008 ist evident. Die grosse Frage ist: Wieso haben die enormen technologischen Fortschritte, die in Sachen Digitalisierung in den letzten Jahren erreicht wurden, keinen Einfluss auf die Produktivität?

Vier Erklärungen für die niedrige Arbeitsproduktivität

Brynjolfsson und seine Kollegen führen vier mögliche Erklärungen ins Feld:

  1. Zu hohe Erwartungen und falsche Hoffnungen
  2. Messfehler
  3. Konzentrierte Marktverhältnisse
  4. Zeitliche Verzögerungen

Den ersten beiden Erklärungen messen die Autoren keine allzu grosse Bedeutung zu. Hohe Erwartungen und falsche Hoffnungen sind stets ein Begleitphänomen von neuen Technologien; die Forscher erwähnen das Beispiel, wie die Nuklearfusion jahrzehntelang Hoffnungen auf eine Energierevolution schürte und enttäuschte. Messfehler sind ein konstantes Thema, weil die volkswirtschaftliche Statistik generell Mühe bekundet, die Wertschöpfung im (digitalen) Dienstleistungssektor adäquat zu messen.

Spannender wird es mit den Punkten 3 und 4.

Zur Marktkonzentration: Wenn es spezifisch um das Feld der künstlichen Intelligenz oder des Machine Learning geht, liegen die meisten sich bereits im produktiven Einsatz befindlichen Anwendungen fest in den Händen weniger Technologiekonzerne. Google beispielsweise ist es mit dem Einsatz von Machine Learning gelungen, den Markt für Digitalwerbung absolut zu dominieren.

Das führt zu einer «Winner takes all»-Ökonomie, in der der Marktführer eine derart dominante Stellung einnimmt, dass er dauerhaft Monopolrenten abschöpfen kann. Das ist schön für die Aktionäre des Monopolisten, nützt der Volkswirtschaft insgesamt aber wenig.

Neue Technologien brauchen Zeit

Das grösste Gewicht geben Brynjolfsson und seine Kollegen der vierten Erklärung: Die wahrscheinlichste Begründung für die noch nicht sichtbaren Produktivitätsfortschritte liegt in der Tatsache, dass die neuen Technologien noch viel mehr Zeit benötigen, um ihren Effekt auszuspielen.

Das mag zunächst banal klingen, doch die Erklärung ist plausibel. Künstliche Intelligenz und Machine Learning sind sogenannte «General Purpose»-Technologien: Ihr Effekt kommt nur im Zusammenspiel mit einer Reihe von Innovationen rund um ihre praktische Anwendung zum Tragen.

Die Autoren der Studie ziehen eine Parallele zum Elektromotor, der zwar um 1880 erfunden wurde, seinen praktischen Einzug in die produktive Wirtschaft aber erst um 1920 fand. Ähnliches gilt für den Computer, der rund dreissig Jahre benötigte, bevor er in den Achtzigerjahren seinen Siegeszug durch die Wirtschaft antrat.

Wer weiss, vielleicht ist die Erklärung für das paradoxe Zusammenspiel von digitaler Revolution und schwacher Arbeitsproduktivität also ganz simpel: Es braucht mehr Zeit. Oder in den Worten von Brynjolfsson: «Never mistake a clear view for a short distance.»

135 Kommentare zu «Das Paradox der Digitalisierung»

  • Matthias sagt:

    Wichtig erscheint mir noch, dass es sich bei den obigen Darstellungen um die Wachstumsrate der Arbeitsproduktivität handelt, welche abgenommen hat, jedoch noch immer im positiven Bereich ist. Das heisst, dass die Arbeitsproduktivität zwar weiter gestiegen ist, jedoch nicht mehr im selben Ausmass wie „früher“ – abgenommen hat sie jedoch in den letzten Jahren nicht…

  • Daniel Siegenthaler sagt:

    Die Arbeitsproduktivität misst nicht, was sie vorgibt zu messen. Wenn eine Tonne Gold mit zehnmal weniger Arbeitsaufwand geschürft werden kann, sinkt der Preis entsprechend. Der Wert der Wettervorhersage hat nicht zugenommen, obwohl sie heute dank Supercomputer zehnmal genauer ist. Der Wert von Werbeaktionen bleibt tief, obwohl heute mit wenigen Klicks Millionen Kunden erreicht werden können. Der Preis, den wir für all diese Dienste zu zahlen bereit sind, bemisst sich in wesentlichen nach dem Arbeitsaufwand. Damit beisst sich die Schlange in den Schwanz. Was die Arbeitsproduktivität tatsächlich misst, ist der Anteil der Wertschöpfung der arbeitenden Bevölkerung im Verhältnis zu anderen preisbildenden Prozessen wie jener der Kapitalschöpfung. Die richtige Antwort wäre also: 2. Messfehler.

  • Monique Schweizer sagt:

    Die uendlich weise Regierung Trump hat das Problem schon erkannt und will jetzt den Restaurantbetreibern erlauben, die meist 20% Trinkgeld nach ihrem Gutdünken zu verwenden. So können vermutlich auch die Roboterkellner in Schach gehalten werden, solange die Serviceangestellten noch den Trinkgeldmindestlohn von 7.25$ die Stunde erhalten.
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    Ein echtes Weihnachtsmärchen. Dem rund 3.2 Mio schlechtverdienenden Servicepersonal wird das Trinkgeld weggenommen, damit die Tellerwäscher in der Küche auch noch querfinanziert werden können vom Beizenbesitzer!
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    Ist das nicht rührend – mir kommen gleich die Tränen….buäääähhh
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    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/usa-arbeitgeber-sollen-trinkgelder-einsammeln-duerfen-a-1184837.html

    Und in den Villen freut man sich über die Tax Reform…

    • Maiko Laugun sagt:

      @Monique Schweizer: Die Propaganda in den USA war schon immer erfolgreicher als bei mir in China hier.

      Ich habe deshalb wenig Mitleid mit der US-Bevölkerung. Das meine ich ernst.

      • Monique Schweizer sagt:

        Laugun: Von wenig nach noch weniger umverteilen – das ist doch gelebter Neoliberalismus in Reinkultur.
        Und irgendwann nach dem Motto – haltet die Klappe mit dem was ihr bekommt, sonst werdet ihr durch Roboter und Automaten ersetzt.
        Die Mehrheit die Trump nicht gewählt hat und jetzt noch mehr den Schmalhans machen muss, die haben definitiv die A….karte gezogen!
        Sind ja nicht alle Amis gleich drauf, von dem her gibts schon einige mit denen man bedauern haben kann unter der aktuellen Administration.

        • Maiko Laugun sagt:

          „..haltet die Klappe mit dem was ihr bekommt..“

          *America first*!

          Für mich persönlich gibt es kein dümmeres ‚Volk‘ als die Amerikaner.

          • Monique Schweizer sagt:

            Maiko: Naja wenn ich die Jubelplakate neulich bei der 4-stündigen Presse Frage und Antwort-Show so angeschaue, die an eine Teenagerveranstaltung erinnern, dann sind die Russen auch nicht besser. Verarmte Menschen gibts dort % noch mehr als in den USA!
            Und dann die Jubelkommentare gewisser Foristen, dass unter Putin die Lebenserwartung von 65 unter dem Obersäufer Jelzin auf aktuell etwas über 70 Jahre gestiegen sei.
            Das ist weltweit Platz 155 gemäss CIA World Factbook — noch hinter den hungernden Nordkoreanern und dem failed State Lybien!
            .
            Aber es gibt tatsächlich Menschen die feiern sowas als einen Erfolg!

          • Rolf Zach sagt:

            Weniger Rassismus bei den Amerikanern, dann würden sie nämlich weniger Republikaner wählen. Der Rassismus ist bei den Weißen dort die Garantie (oder sie meinen es wenigstens), sie haben im Kapitalismus durch ihre Hautfarbe einen guten Vorteil. Deshalb wurde Trump gewählt, wie Reagan zuvor.
            Abgesehen sind im Service auch viele Latinos, die illegal eingewandert sind, dass richtige Ausbeutungsobjekt, deshalb legalisiert die Kongress-Mehrheit auch nicht
            deren Status, so bleibt die Mehr-Klassen-Gesellschaft erhalten und die Mittelklasse kann sich trotz sinkender Löhne ein Essen auswärts noch erlauben.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Monique Schweizer: Freies westliches Gedankengut beinhaltet, dass ein jeder glaubt, auch wirklich frei denken und seine Meinung äussern zu können. Ich behaupte, dass dies (Meinungsbildung) manipuliert ist (Propaganda).

            In (Ex-)kommunistischen Ländern ist die Chance höher, dass die Mehrheit eben genau nicht an irgendwelche Propaganda glaubt. Ich würde dies also trotzdem als ein etwas ‚freieres‘ Denken bezeichnen.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Rolf Zach: „Deshalb wurde Trump gewählt, wie Reagan zuvor.“

            Kann mir kaum vorstellen, dass nur Weisse so dumm (!) sind, solche Präsidenten zu wählen. Oder wie kommen Sie zu dieser Erkenntnis?

            P.S. Soweit mir bekannt, werden die Weissen schon bald, zwar immer noch die grösste, aber dennoch nur noch die (grösste) Minderheit darstellen. Wie kommen dann solche Wahlergebnisse zustande?

  • Alexander Granderath sagt:

    Der wahre Produktivitätsfortschritt kann NUR in der durchschnittlichen Lebenserwartung der Menschheit gemessen werden. Darum geht es schlussendlich. Alles andere ist Beiwerk und Mittel zum Zweck. Die durchschnittliche Lebenserwartung wird in Zeiten dem KI noch einmal stark steigen, bis dann später nur wenige Menschen in Zoos in den Genuss der Lebenserwartung kommen werden. 2018-20 haben wir die ersten Exaflop Kapazitäten und den ersten Quanten Computer mit mehr als 40 Qubits. Dann geht die Post ab..

    • Rolf Zach sagt:

      Das können wir auch mit HDI-Index (Menschliche Entwicklung) von der UNO als statistische Mittel überprüfen. Norwegen ist Spitzenreiter, nachher kommen Australien, die Schweiz und Deutschland.
      Die USA ist auf Platz 10, vor Schweden Platz 14 und Japan Platz 17. Russland, Rumänien und Kuweit (!) sind an letzter Stelle. Über China sind keine Zahlen verfügbar.

  • Ramseyer Alexander sagt:

    Ich habe heute auf Martinique für mein Heim (Schiff) eine neue Waschmaschine, einen Staubsauger, einen 28″ smart TV und einen Laserdrucker für etwas über 800 Euro gekauft. Wieviel hätte ich hier dafür vor 10 Jahren wohl bezahlt? Die Stückkosten scheinen die Arbeitsproduktivität nicht zu berühren….oder die reale Welt ist einfach viel zu Komplex um sie akkurat zu messen. Dem Argument von Franz Marke kann ich ebenfalls sehr viel abgewinnen. Wie werden eigentilch die neuen „negativen“ Faktoren einkalkuliert? Ist es nicht vielleicht so, dass die stark steigende Produktivität einer der wichtigen Faktoren in der unerklärlicherweise fehlenden Teuerung ist, die die Zentralbanker so wahnsinnig gerne sähen?

    • Rolf Zach sagt:

      Hat viel mit „Economies of scale“ zu tun, frägt sich, wo man eine Fabrik für 10’000 Waschmaschinen oder 10’000 Laserdrucker aufstellt oder auf die Stückzahl von 10 Mio. geht, wie in den riesigen Fabriken in China.
      Aber interessanterweise kann zum Beispiel Miele mit ihren Waschmaschinen in Deutschland ganz gut leben, dies gilt sogar für die VZ Zug, die eine eher kleine Fabrik ist.
      Produktivität ist ein quantitatives Merkmal. Was ist besser in der Qualität, eine Miele oder eine aus China? Interessanterweise gehen die Chinesen für solche Haushalt-Geräte am liebsten in Japan shoppen. Bei uns wollen Sie Uhren. Die Chinesen scheinen nicht immer viel Vertrauen in ihre Produkte zu haben. Die Amerikaner haben einfach in vielen solchen Produkten das Feld geräumt? Warum?

      • Maiko Laugun sagt:

        @Rolf Zach: „Was ist besser in der Qualität, eine Miele oder eine aus China?“

        Oh jeh!

        Als ich anfangs 2000er Jahre noch im Heidiland lebte, da gingen technische Produkte westlicher Produktion (egal ob in China oder sonst wo effektiv hergestellt), exakt nach Ablauf der Garantiefrist kaputt.

        Und Sie – Herr Zach – stellen ernsthaft die Frage, ob „Miele“ besser ist?

        Da selber in China lebend, kann ich Ihnen ein Lied davon singen, was hundslausige (!) Qualität bedeutet. Das hat nichts mit Qualitätskontrolle oder der Fähigkeit zu tun, ein gutes Produkt herzustellen.

        Aus meinen alten Kommentaren sollten Sie eigentlich erkennen können, was ich damit meine.

  • Linus Huber sagt:

    Gemäß Andy Haldane, liegt das Problem in der seit Jahrzehnten zunehmenden Divergenz zwischen Firmen mit einerseits sehr hoher und andererseits sehr tiefer Produktivität. Firmen mit tiefer Produktivität werden durch immer billigeres Fremdkapital am Leben erhalten, respektive deren Bereinigungs-
    und Erneuerungsprozess verhindert. Die Umverteilung von “unten nach oben” und zunehmende Kluft zwischen den Einkommensgruppen kann damit ebenfalls gut erklärt werden. Andere Aspekte wie z.B. das wachsende Volumen an Regulation zugunsten der Grossunternehmen, der subventionierte schmarotzende Finanzsektor, die demographische Entwicklung, das Gesetz des abnehmenden Grenzertrages monetärer Stimulation etc. dürften den Trend verstärken.

    • Maiko Laugun sagt:

      @Linus: „Die Umverteilung von “unten nach oben” und zunehmende Kluft zwischen den Einkommensgruppen kann damit ebenfalls gut erklärt werden.“

      Jöh, herzig! Huberchen beschreibt, was die ganze Menschheit schon immer wusste.

      • Linus Huber sagt:

        Wow, alle Achtung vor der ganzen Menschheit, welche den Zusammenhang zwischen Geldpolitik und Umverteilungsmechanismen, welche sich in den letzten 40 Jahren abspielten, schon immer wusste.

        • Monique Schweizer sagt:

          „Firmen mit tiefer Produktivität werden durch immer billigeres Fremdkapital am Leben erhalten, respektive deren Bereinigungs-
          und Erneuerungsprozess verhindert.“
          .
          Wieso soll eigentlich eine Firma mit einem positiven EBIT Leute auf die Strasse stellen? Einer Firma zu einem mehr oder weniger zufälligen Zinssatz Fremdkapital zur Verfügung stellen ist eh etwas Schwachstromunternehmertum und wie wir ja wissen verleitet dies auch viele CEO’s nur mit geleveragedem FK das EK aufzupimpen.
          Wie wärs mal mit einem neuen Denkanstoss – Anleihen in FK zu verbieten und nur noch EK zuzulassen – dann wäre diese FK Frage und all Ihre Zombiefirmentheorien vom Tisch.
          Wenn kein EK mehr vorhanden ist, dann ist Lichterlöschen und dann würden sich alles echt unternehmerisch bereinigen, oder Linus?

          • Linus Huber sagt:

            „mehr oder weniger zufälligen Zinssatz Fremdkapital zur Verfügung stellen“

            Warum wundert es mich nicht, dass Sie offensichtlich keine Ahnung von der Bedeutung des Preises für Kapital haben (es handelt sich nicht um einen zufälligen Zinssatz!), jedoch sofort die Idee von Zwangsmassnahmen (Anleihen in FK zu verbieten) in Betracht ziehen.

          • Anh Toàn sagt:

            Tiefe Zinsen sind Zwangsmassnahmen gemäss Huber, finanzielle repressiert fühlt er sich bvei tiefen Zinsen, in hohen Zinsen finder er Freiheit und Verantwortlichkeit.

          • Monique Schweizer sagt:

            Huber: Zinslipicken ist nun mal was für Schwachstromcharaktere wie Sie einer zu sein scheinen. Entweder ist man bei einem Unternehmen voll mit dabei oder gar nicht. Das zwingt den Investor auch sich mehr über das Unternehmen und seine zu informieren und Verantwortung zu übernehmen mit allen möglichen Chancen und Risiken und verunmöglicht es zudem dem Managament über überhöhtes FK die EK Rendite zu verzerren!
            Dort passieren nämlich die wahren Manipulationen, die so manche Fa schon in den Abgrund gerissen haben, weil das gierige Management via FK-Leverage die EK Renditen und vor allem ihre eigenen Boni zu eigenen Gunsten manipulieren.
            Aber soweit kann der Huber natürlich nicht denken.
            Zinspapiere kann man immer noch für Staaten und Provinzen beibehalten – ist auch ein 60Bio Markt

          • Monique Schweizer sagt:

            Huber: Sie sind ja mit ihrem ökonomischen Putzfimmel der grosse Bereinigungsfanatiker hier im Forum und kritisieren vor allem die Zentralbanken mit ihrer Zins- und Geldpolitik.
            Da macht es doch Sinn, wenn man Unternehmen von eben jenem angeblichen „Uebel“ abkoppelt und neue Wege in partizipative Investitionen geht, dann werden die schwachen Unternehmen auch viel schneller vom Markt bereinigt.
            Nur schon die Tatsache das über 75% aller weltweiten Derivate Zinsderivate sind, zeigt, dass das aktuelle System doch ziemlich krank ist.
            Die Realität, die Sie andauernd kritisieren, zeigt doch nichts anderes auf als dass wir mit diesen verkrusteten Zeitwertsystem des Kapitals auf dem Holzweg sind! Das einzige was Sie machen ist pfaffenhaft motzen, aber das ändert scheinbar null & nix!

          • Linus Huber sagt:

            Nun, es geht weder um tiefe noch um hohe Zinsen, weder um die Herabwürdigung von Sparern, etwelche Putzfimmel noch um die Beschönigung des auf das Anreizsystem reagierende Handeln von Geschäftsleitungen. Sie erkennen und beschreiben Teil des Problems gegen das Ende Ihres Kommentars ganz gut, nur wollen Sie wie gewohnt planwirtschaftliche Misswirtschaft mit noch mehr Planwirtschaft korrigieren. Ich bevorzuge die planwirtschaftliche Misswirtschaft, welche das Anreizsystem bestimmt, beseitigt wird. Beim Zins als Preis des Kapitals handelt es sich um eines der wichtigsten Informationssysteme des Kapitalismus, welches entscheidend auf das Anreizsystem wirkt.

          • Monique Schweizer sagt:

            Was hat denn das mit planwirtschaftlich zu tun?
            Ein nicht geringer Teil des heutigen Schuldendilemmas sind eben Anreize Eigenkapital durch eine unnötig überhöhte Aufname von Fremdkapital zu leveragen.
            Wenn alles gut geht und die EK Rendite dadurch höher wird als die Zinskosten, dann geht das Spiel auf.
            Nur wenn es zu Rezessionen kommt, dann spielt der Leverage eben gegen einem, das Management seilt sich dann irgendwann mit vollen Taschen ab & der Büetzer wird auf die Strasse gestellt.
            .
            Sie als „Anreizspezialist“ hier im Forum sollten erkennen, dass mitunter auch falsche Leverageanreize fatale Folgen haben können & in der Praxis auch haben. Dort muss angesetzt werden und gewisse Praktiken muss man einschränken oder ganz verbieten.
            Sie wollen ZB mit Gold etc. einschränken
            .

          • Linus Huber sagt:

            „Ein nicht geringer Teil des heutigen Schuldendilemmas sind eben Anreize Eigenkapital“

            Richtig und der Anreiz sich zu verschulden ist mit der planwirtschaftlichen Geldpolitik verknüpft. Anstatt dass der Markt den Preis für Kapital festlegt, wird er durch Zentralbanken willkürlich festgelegt. Dass durch die Fixierung von Preisen fehlerhafte Signale erzeugt werden, dürfte Sie sicherlich auch einmal gelernt haben; und dies bei einem der bedeutendsten Preise des Kapitalismus.

          • Monique Schweizer sagt:

            Huber: „Anstatt dass der Markt den Preis für Kapital festlegt“
            .
            Kapital ist im Gegensatz zu allen andern Gütern omnipotent sprich für alles einsetzbar und demnach weitab entfernt von einem normalen Markt mit normalen limitierten Bedingungen. Die FED hat sich mit der Zinspolitik in den letzten Jahrzenten an der CPI orientiert, darauf haben die Banken Risikozuschläge für Bonität, Dauer, Marktpotential etc geschlagen und Geld verliehen. Nur was ist der volkswirtschaftlich optimalste Zins für Millionen verschiedener Branchen? Zusätzlich zocken die Derivatebubis noch zu 75% auf Zinsderivate und verzerren alles nochmals.
            Der Markt kann auf den Kapitalmärkten gar nie optimal spielen – darum muss man diese und nur diese Märkte gut regulieren, wie es sonst rauskommt sah man 2001 oder 2008.

          • Linus Huber sagt:

            Nun, da muss ich Ihnen widersprechen. Der Preis für Kapital ist nicht nur ein Markt wie jeder andere, sondern ein Markt, welcher bei Verzerrungen nicht nur einen Teilbereich der Wirtschaft verzerrt, sondern das gesamte Wirtschaftsgeschehen. Natürlich geben die Zentralbanken vor aufgrund von ökonomischen Erkenntnissen wie z.B. die Inflationsrate (unter Vernachlässigung von z.B. Asset-Inflation) oder der falsch verstandenen Phillipskurve zu agieren und Leute wie Sie glauben tatsächlich, dass diese den PhD-Standard verwaltenden Oekonomen wirklich wissen was sie tun. 2008 sollte auch Ihnen als Lehrstück gedient haben, sofern Sie nicht komplett blind sind auf einem Auge.

          • Monique Schweizer sagt:

            Dieser bedeutendste Preis des Kapitalismus ist eben zugleich auch seine grösste bewusste Lüge!
            Einen volkswirtschaftlich optimalen Preis für Kapital gibt es nur in Ihrer Phantasie Huber.
            Logisch versuchen die Zentralplaner von den Zentralbanken den volkswirtschaftlich optimalsten Basiszinsatz zu eruieren als Basis für all die Aufschläge bis zum Endkreditnehmer. Es sind alles nur bestmöglche Annäherung an die Realität (vor allem CPI und Konjunktur) was Sie permantent kritiesieren und die können nie perfekt matchen. Nach Ihrer Markttheorie müssten sowieso alle ZB ihren Zins auf Null stellen und dann sollen die Geschäftsbanken über den Zins entscheiden. Oder wie jetzt wo die ZB vor allem der Inflation folgen mit einem mehr oder weniger kleinen Spielraum nach oben oder unten.

          • Monique Schweizer sagt:

            Huber: Sie kritisieren nur, stellen alle anderen als irgendwelche halbbachenen PhD dar, aber einen kohärenten Vorschlag wie man es besser machen kann (mit Ausnahme den ZB irgendeinen mehr oder weniger zufallsbestimmen Goldanker um den Hals zu hängen) habe ich von Ihnen nie gehört.
            Und wenn sie den Kapitalmarkt einfach als einen Markt wie jeden anderen sehen, das ist einfach ein zutiefst oberflächliche Betrachtungsweise – eben genau weil er Einfluss auf alles hat – ob Apfel oder Birne – vor dem Kapital sind alle gleich — das ist religiöser Quatsch Pfarrer Huber und schadet dem Fortkommen der Menschheit mehr als dass es ihr nutzt. Die Lobbyisten & Akteure der Finanzindustrie nutzen das auch gnadenlos aus – die sind um Potenzen schädlicher als die Zentralbanker.

          • Linus Huber sagt:

            „Logisch versuchen die Zentralplaner von den Zentralbanken den volkswirtschaftlich optimalsten Basiszinsatz zu eruieren“

            Eben, und versagen aufgrund der Komplexität kläglich, was nicht weiter verwunderlich ist, wenn man die Wechselwirkungen versteht. Gerade oben haben Sie über einen Teil der Probleme lamentiert, welche daraus entstanden. Wie gewohnt sind Sie komplett unfähig, etwelche Kritik zu formulieren, sondern glauben tatsächlich, dass wir uns in der besten aller Welten befinden.

        • Monique Schweizer sagt:

          Es ist dieses ganze Kapitalrenditedenken das krank ist und den Karren auch irgendwann an die Wand fahren wird.
          Ein hundsnormales KMU ist doch schon einfach froh wenn es seine Löhne, Investitionen, Abschreibungen und sonstigen Kosten bezahlen kann und wenn am Ende gut was übrig bleibt, dann freut man sich, reinvestiert oder zahlt es sich als Dividende aus. Das ist gesundes Unternehmerisches Denken und nichts EK-rendite orientierte Denken, das man noch mit Extra-FK künstlich hochpimpen will. Dass diese Geisteshaltung die aktuell dominierende ist, ist mir schon klar — Renditen kann man vergleichen. Nur dann müsste Kapital primär mit dem besten Renditen/Risikoprofil fliessen – was z.b. bei Aepfeln nicht der Fall ist — muss der Apfelpreis dann wg Renditewettbewerb steigen oder was?

          • Monique Schweizer sagt:

            All die Typen die 2005 Zuckerberg Geld gegeben haben für FB, die wollten auch keine festverzinslichen Anleihen von FB, sodern Aktien – mit vollem Risiko – entweder wirds ein Volltreffer oder ein Totalausfall.
            Das ist doch echtes Unternehmertum mit voller Selbstverantwortung, die Sie immer predigen.
            Wo es problematisch wird ist beim Zinssatz für den weltgrössten Markt – den Real Estate Markt, weil (fast) jeder ein Dach über dem Kopf haben muss und nicht mehr vollumfänglich frei entscheiden kann. Gut man kann dann vulgärdarwinstisch sagen, wer sich keine Wohnung leisten kann, der muss dann in der Favela in einer Blechhütte hausen (aber selbst dort spielt der Markt unerbittlich mit), aber irgendwelche Unternehmensanleihen braucht kaum einer fürs reale Leben.

          • Linus Huber sagt:

            „Nur dann müsste Kapital primär mit dem besten Renditen/Risikoprofil fliessen – was z.b. bei Aepfeln nicht der Fall ist — muss der Apfelpreis dann wg Renditewettbewerb steigen oder was?“

            Nun, ob der Preis der Aepfel zu hoch oder zu tief sein soll, entscheidet grundsaetzlich der Markt. Warum genau soll die Produktion von Aepfeln ungenügend Rendite abwerfen? Wenn ja, dann würde niemand ausser Aepfelliebhaber in deren Produktion investieren.

          • Hans Hödli sagt:

            KMU haben auch keine kotierten Aktionäre die wie Heuschrecken fungieren können. Dafür sind die KMU Inhaber krankhaft auf Dividende fixiert, das geht so weit dass sie und ihre eigenen Berater permanent und absichtlich Dividende mit Investition verwechseln.

          • Monique Schweizer sagt:

            Huber: Sie argumentieren ja in Ihren Kommentaren andauernd die abgehobenen Eliten würden sich nicht um das Gemeinwohl kümmern. Aber mal Hand aufs Herz, das Kapital kümmert sich noch viel viel weniger als ihre verhassten (und sowieso austauschbaren) „Eliten“ um das Gemeinwohl, das Kapital ist nur auf Rendite fixiert und geht dafür auch buchstäblich über Leichen!
            Und ob der „Markt“ immer das optimalste für das Gemeinwohl bedeutet, da habe ich auch meine Fragezeichen. Sicher haben Märkte sehr viele positive Aspekte im Gegensatz zu zentralplanerischen Wirtschaften. Aber diese marktgläubige Generalisierung von Euch Libertären die kann ich einfach nicht teilen. Es gibt nun mal Bereiche wo der Staat regulierend eingreifen muss und die ganze Finanzindustrie ist so einer.

          • Linus Huber sagt:

            Der Staat ist in erster Linie dafür zuständig, die Transparenz und den geordneten Ablauf der Preisfindung zu sichern und nicht dafür, den Preis selbst zu bestimmen. D.h. nicht, dass dieser Grundsatz unter keinen Umständen verletzt werden kann oder soll, sondern dass man sich der Verletzung und den daraus resultierenden Konsequenzen klar bewusst ist und es nicht als eine Selbstverständlichkeit sieht, dass die eh bestehenden Tendenz zur Machtkonzentration unbedacht und einzig mit dem Fokus auf kurzfristige Vorteile zugelassen wird. Meist erzeugt eine erste Verletzung dieses Grundsatzes den Bedarf an immer weiteren zentralplanerischen Eingriffen.

          • Maiko Laugun sagt:

            Hans Hödli: „Dafür sind die KMU Inhaber krankhaft auf Dividende fixiert,..“

            Da geht es aber auch um (Vermögens-)Steuerzahlungen der Inhaber selbst. Woher (von was) soll ein Inhaber die möglicherweise hohen Steuern denn sonst zahlen? Einfach nur vom Privatvermögen? Kann also auch ein Grund sein für hohe Dividendenauszahlungen bei einem KMU.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: „Der Staat ist in erster Linie dafür zuständig, die Transparenz und den geordneten Ablauf der Preisfindung zu sichern und nicht dafür, den Preis selbst zu bestimmen. “

            Ja, Huberchen, und das geht selbstverständlich ohne Zentralplanung und Gesetze.

            Idiotischer geht es wirklich nicht mehr.

          • Linus Huber sagt:

            Genau Maiko, deswegen ist jede Massnahme und jedes Gesetz in Erwägung dieser Ihre Fähigkeit übersteigende differenzierten Betrachtungsweise zu evaluieren.

          • Maiko Laugun sagt:

            „..dieser Ihre Fähigkeit übersteigende differenzierten Betrachtungsweise..“

            „Ihre“ gross geschrieben?

          • Linus Huber sagt:

            Dass die Höflichkeitsform ein Novum zu sein scheint, überrascht mich auch nicht?

          • Anh Toàn sagt:

            Ach, das übersteigt die Fähigketen von Herrn Laugun:

            Warum soll dann der Laugun über Gesetze abstimmen dürfen?

            Der Stimmbürger braucht keine Ahnung, eine Meinung reicht völlig.

          • Anh Toàn sagt:

            Der Laugun isi doch zumindest durchschnittlich gebildet und intelligent für einen Schweizer. Dem fehle die Fähigkeit, Gesetze in einer differenzierten Betrachtungsweise zu evaluieren. Aber genau dies verlangt doch die halbdirekte Demokratie vom Bürger.

            Und Sie verlangen, dass die Bürger, welche nicht zu Evaluation mit einer differenzierten Betrachtungsweise fähig sind, mehr zu Gesetzen befragt werden, obwohl die dies nicht verstehen.

            Ein Haufen Volltrottel macht eine Intelligenzbestie.

          • Linus Huber sagt:

            Nun, der Durchschnitt der Bürger dürfte sehr wohl diese angesprochenen Aspekte bewusst oder unbewusst mit berücksichtigen. Natürlich gibt es Menschen, welche zu allem eine Meinung und von wenig eine Ahnung haben. Es ist erlaubt, nicht jenen anzugehören.

          • Anh Toàn sagt:

            „bewusst oder unbewusst berücksichtigen“ dürfte doch diese Aspekte auch der Durchschnittsbürger Laigun.

            Aber Sie sagen, aber dieser Durchschnittsbürger (Der Herr Laugun) könne dies nicht, weder bewusst noch unbewusst.

            Also müssten es die Doofen am bestem, diese wohl unbewusst, derartige differenzierende Evaluierungen berücksichtigen, denn die Durchschnitssbürger können dies nicht, und die intellektuellen Idioten erst recht.

            Dein Scheiss ist surreal.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus(lein): „Es ist erlaubt, nicht jenen anzugehören.“

            Selbstverblendung eines Vollidioten (Gross geschrieben, wegen der Höflichkeitsform)?

          • Anh Toàn sagt:

            „KMU Inhaber sind auf Dividenden fixiert“ Wo? In der Schweiz sind sie es, weil die privilegierte Besteuerung für Dividenden und gegen höhere Lohnbezüge spricht: Sobald ohnehin ein AHV Maximalrente zu erwarten ist, sind sämtliche Sozialabgaben als Steuern zu betrachten, es gibt keine Gegenleistung dafür. Ausserdem kann der Bezug der Dividenden zeitlich gesteuert werden: Wenn zB. bei einem älteren Doppelverdienerpaar einer Arbeitnehmer ist und ein Jah kein steuerbares Einkommen hat, weil Lohnerhöhngen noch in der PK eingekauft werden, beschliesst der andere Eheparnter in seinem KMU, in diesem Jahr die Dividende auszuschütten. Mit Dividenden kann man die Progression glätten.

    • Jan Svoboda sagt:

      Sie haben es Linus erfasst, vereifacht gesagt werden durch nach Unten manipuleirte Zinsen (QE) generell die unproduktiven Subjekte zur Lasten der produktiven am Leben erhalten und es gilt nicht nur für Firmen sondern auch Personen und für den Staatssektor, ist also klar warum gesamtwirtschaftlich die Produktivität sinkt. Es allerdings den hiesigen ewig gestrigen Hobbymarxisten zu erklären, liegt meines Erachtens ausser Reichweite.

      • Maiko Laugun sagt:

        @Jan Svoboda: „Es allerdings den hiesigen ewig gestrigen Hobbymarxisten zu erklären, liegt meines Erachtens ausser Reichweite.“

        Liegt es wenigstens in Ihrer „Reichweite“, Ihre eigene Ueberzeugung klar definieren zu können, denn genau dies vermisst meine Wenigkeit? Ausser Parolen und Behauptungen meine ich natürlich.

        • Jan Svoboda sagt:

          @Maiko
          meine obige Ausführung sollte eigentlich klar genug sein, es sei denn Jemand braucht Nachhilfeunterricht

          • Maiko Laugun sagt:

            @Jan Svoboda:

            „Jemand“ (gross geschrieben):

            Zwischen den Zeilen zu lesen, traue ich mir zu.

            Linus hingegen scheint dazu unfähig zu sein.

        • Jan Svoboda sagt:

          @Laugun
          Deutsch ist nicht meine Muttersprache, wenn Du meine Sprache so sprichst wie ich Deutsch, kannst Du Dein schwachsinniges Gelaber wiederholen.

      • Anh Toàn sagt:

        @Huber und Svoboda:

        Bestimmt die Zentralbank wie viel höhere Zinsen ein „subprime“ Schuldner bezahlen muss als ein erstklassiger Schuldner?

        Wird jetzt der zweitklassige eher erhalten, wenn der erstklassige Schuldner 6% bezahlt und er 10, oder wenn der erstklassige Schuldner 1% bezahlt und er 2.5%?

        Entscheidend ist nicht Notenbankzinssatz dazu, sondern die Risiko Aufschläge welche vom Markt verlangt werden, in genügendem oder eben ungenügendem Umfang.

        • Jan Svoboda sagt:

          @Anh Toàn
          nimmt mich Wunder welchem Oekonomiekindergarten Du entlaufen bist.
          Die Risikoaufschläge sind für die Erhaltung der unproduktiven Subjekte völlig irrelevant, sondern das allgemeine Zinsniveau ist entscheidend.Wenn die ZB jahrelang durch Käufe am Bondmarkt am langen Ende die Zinsen senkt,sind auch die Nieten in der Lage, zumindest gewisse Zeit, ihre Schulden zu bedienen. Klar ist, dass höhere Zinsen es verhindern, dass angeschlagene Subjekte überhaupt Kredit bekommen. Hat man schön z.B. bei Griechenland gesehen,vor dem Eintritt zu Eurozone hat GR 14-16% für 10 jährige Bonds gezahlt und seine Schulden waren zumindest in Grenzen, nach dem Eintritt waren es nur noch 2.5-3.5% und die Schulden haben sich in Kürze mehr als verdoppelt,schliesslich kann man sich 3% eher leisten als 14%.

          • Anh Toàn sagt:

            Als Griechenland in die Währungsunion kam, hat sich deren Bonität, deren Rating verbessert, erst recht als Draghi gesagt hat, whatever it takes:

            Die haben nicht wie blöd Kredite bekommen, weil die Zinsen in Euroland tief waren, sondern weil der Markt davon ausging, dass es letztlich eine Deckung durch die EZB geben wird: Dass diese nicht vollständig war, zeigte sich daran, dass Griechenland auch in der Währungsunion immer höhere Zinsen zahlen musste, als Deutschland.

            Das allgemeine Zinsniveau muss mein Konkurrent auch verdienen, ist mir egal auf welcher Höhe, Probleme habe ich, sobald ich wegen grösserem Risiko höhere Finanzierungskosten habe als meine Konkurrenz.

        • Jan Svoboda sagt:

          Wenn für die Bewertung der Risikoaufschläge das Rating der käuflichen Ratingagenturen massgebend ist, schliesslich bezahlt ihre Dienstleistung der Schuldner, ist es für die Investoren so gut wie wertlos.
          Hat man schön bei der Hypokrise gesehen, wie sich AAA schnell in Junk verwandeln kann.
          Eine gesunde Firma braucht übrigens keinen Kredit, sie kann sich billiger über Aktienemissionen finanzieren. Künstlich tiefe Zinsen ermöglichen es den Konzernen Aktienrückkäufe auf Pump zu finanzieren und so bessere Gewinne vorzutäuschen, was die meisten SP500 Firmen auch tun.

          • Anh Toàn sagt:

            Jan Svoboda: „schliesslich bezahlt ihre [Ratingagenturen] Dienstleistung der Schuldner, ist es für die Investoren so gut wie wertlos.

            Dann bezahlen die das, um sich selbst zu gefallen, so wie Ratingagentur, ratingagentir, sag mir, wer das beste Rating hat?

            Oder merken die doofen Investoren nicht,
            aber der schlaue Svoboda, dass die Ratings wertlos sind für sie, und nutzen diese für Investitionsentscheide und rechtfertigen, dass das Unternehmen dafür Geld ausgibt?

            Wer soll denn sowas bezahlen, wenn nicht der Staat? Würden Sie dem mehr glauben schenken, wenn es vom grössten oder den den grössten Investoren bezahlt wird? Wenn es alle Investoren anteilsmässig auf die Investition bezahlen sollen, kann es ja gleich das Unternehmen zahlen, dann zahlen es ja alle anteilig.

          • Anh Toàn sagt:

            Also wer soll Ratingagenturen bezahlen?
            a) das Unternehmen
            b) der Staat
            c) der grösste Aktionär
            d) Sie, weil die anderen, die sich auf eigene Kosten etwas schlauer zu machen versuchten, die Ergebnisse für sich behalten werden?

            Wer soll das bezahlen?

            Oder sollte man den Unternehmen -zentralplanerisch – verbieten, dies zu kaufen, und den Investoren, sowas zu berücksichtigen bei Investitionsentscheiden?

            Was wollen Sie uns sagen ausser dass Sie nichts verstehen?

          • Anh Toàn sagt:

            „Eine gesunde Firma braucht übrigens keinen Kredit, sie kann sich billiger über Aktienemissionen finanzieren.“

            Aktienkapital sind auf Dauer billiger, wenn man pleite geht, bevor die Aktionäre ihr höheres Risiko als die Fremdkapitalgeber vergütet bekamen. In kurz sagt ihr sagt:

            Eine gesunde Firma braucht keinen Kredit, wenn sie dumme Aktionäre findet. So wie Tesla.

          • Anh Toàn sagt:

            Aber selbst Tesla kassierte sogar von jedem Besteller eines Model X einen unverzinslichen Kredit in Höhe der Anzahlung, rund eine halbe Milliardäre zinsloses Fremdkapital kam rein. Tesla zahlt nichts dafür, trotz hundslausiger Bilanz. Tesla zahlt die Arbeiter nicht, die Lieferanten, eigentlich zahlt Tesla nur Elon Musk: Im Geschäftsbericht ist es schwer ersichtlich, er habe ja kein Gehalt, aber seine Steuerrechnungen betragen Milliarden aus Optionen die er erhielt.

            Nun, wenn es so wäre wie Sie behaupten, und Tesla auch noch das neue bessere ist, dass die Trucks in den USA verdrängt, würde bei höheren Zinsen Tesla pleite gehen und Ford überleben.

            Erfolgreiche, rasch wachsende Firmen haben häufig eine schwache Bilanz. Eine starke Bilanz haben die Saurier.

          • Anh Toàn sagt:

            Die altmodischen Schweizer Unternehmen (es gab eine Menge davon, grössere und kleinere) bis in die 80er hatten lange Gewinne ausgewiesen, indem sie auf eigenen Grundstücken produzierten, die mit 1CHF in der Bilanz standen, wie die Maschinen und sonstigen Anlagen, Fremdkapital gab es kaum, alles Eigenkapital in der Bilanz.

            Dann änderte was im markt, man musste invstieren, ging zum Markt und wollte Kredit, und der Markz antwortete: Jetzt habt ihr Gewinne, aber wenn ihr die Investition um im Markt zu überleben abschreiben und finanzieren müsst, habt ihr keine Gewinne mehr, sondern Verluste:

            Erst da haben die gemerkt, dass sie vielleicht schon seit Jahrzehnten pleite sind, kein Geschäftsmodell haben, trotz gesunder Bilanz und Gewinnen.

          • Jan Svoboda sagt:

            @Anh Toàn
            ich habe es nicht vor, Deine infantile Vorstellungen zur Wirtschaft zu kommentieren, es ist schon Zeitverlust sie überhaupt zu lesen.

          • Anh Toàn sagt:

            @svoboda: Selber doof!

        • Linus Huber sagt:

          „Entscheidend ist nicht Notenbankzinssatz dazu, sondern die Risiko Aufschläge“

          Unsinn im Quadrat, den Sie hier wieder absondern. Wenn das allgemeine Zinsniveau aufgrund der Geldpolitik höher liegt, hat es auf sämtliche Akteure einen Einfluss.

          • Anh Toàn sagt:

            Ach Mann, klar gibt es Argumente, dass bei tiefen Zinsen die Investoren auf der Suche nach Rendite die Risiken unterbewerten und die Spreads schwinden: Aber dies ist keine Zwangsmassnahme der Notenbank, die Investoren sind frei, die Risiken angemessen zu würdigen: Die haben kein Recht auf ihren Berechnungen gemäss angemessene Rendite, das ist bestenfalls ein Anreiz, kein Zwang:

            Ihre Forderung zusammengefasst:

            Die Notenbank darf die Anleger nicht in Versuchung führen, Risiken zu vernachlässigen, sonst ist sie des Teufels Werkzeug.

          • Anh Toàn sagt:

            Erhebt der Staat Steuern, setzt er mit zentralistischen Systemen Anreize zur Steuerhinterziehung: Alles wäre gut, wenn es keine Steuern gäbe, würde niemand welche hinterziehen.

  • Franz Marke sagt:

    Warum wird ein offensichtlicher Grund nicht genannt? Einerseits wird versucht, durch Digitalisierung die produktiven Prozesse zu beschleunigen und weniger personalintensiv zu gestalten, gleichzeitig wird dieser Produktivitätsgewinn aber aufgegressen durch ein wachsendes Heer an sich unproduktiver, aber heute wohl notwendiger Stellen: Compliance, interne Unternehmenskommunikation, Quality Management, just name it. Wer in einem mittleren bis grösseren Unternehmen arbeitet, kann das auch mit Händen fassen: Immer weniger arbeiten in der Produktion, dafür werden Arbeitsplätze geschaffen, deren Stellenbezeichnung nach bestem bullshit bingo klingt. In meinem Unternehmen hat vor zehn Jahren eine (!) Person Qualitätssicherung wie auch Arbeitssicherheit/Umwelt abgedeckt, heute arbeiten da 5.

    • Linus Huber sagt:

      @ Franz

      Die erhöhte Regulierungsdichte und damit verknüpfte Ausbau administrativer Funktionen dürfte u.a. sicherlich mit ein Grund sein. Die Schwierigkeit liegt der Gewichtung der einzelnen Faktoren. Da klaffen die Meinungen auseinander.

    • Anh Toàn sagt:

      Qualitätssicherung und Arbeitsplatzsicherheit sind keine unproduktiven Jobs. Der Output dieser Jobs ist zwar nicht direkt messbar, man könnte, statt diese zu Beschäftigen, auch einfach verletzte Mitarbeiter durch andere ersetzen, aber die müssen zuerst gefunden und eingearbeitet werden. Statt Geld ausgeben für Qualitätssicherung kann man auch die Kundenreklamationen und Rücksendungen bearbeiten, aber dass dies produktiver ist, bezweifle ich.

    • Maiko Laugun sagt:

      @Franz Marke: „Qualitätssicherung“

      Wollen Sie ernsthaft Gen-manipulierten und mit in seiner Wirkung noch unbekannten Folgen sonst mit unkontrollierten Chemikalien angereicherten Frass verzehren?

      Ich nicht.

      Ohne blauäugig zu sein, das Augenmerk sollte darauf gerichtet sein, dass nicht Grosskonzerne im genannten Sinne die Gesetze zu ihren Gunsten beeinflussen können. Da sehe ich durchaus eine reale Gefahr.

      Trotz ist nicht ein jeder ‚Papierliwender‘ (Compliance, Controller, Quality, you name it) die wahre Gefahr.

      • Rolf Zach sagt:

        Man kann natürlich die Produktions-Prozesse so gestalten, dass die Fehlerhaftigkeit der produzierten Güter sehr gering, dies bewirkt dann auch das weniger Leute in der Qualitätssicherung benötigt werden. Japan hat ja enorm vom amerikanischen Statistiker Edward Deming übernommen, die USA hat dessen Lektion bis heute nicht verinnerlicht.

        • Maiko Laugun sagt:

          Rolf Zach: „Man kann natürlich die Produktions-Prozesse so gestalten,..“

          Man „kann“, Ja. Will man auch? Aus Sicht der Produzenten? *Freie Marktwirtschaft* gibt es nicht – und widerspricht eigentlich genau dem.

          Ohne zentralplanerische Gesetze (Anti Freie Märkte) frisst der Bürger verseuchte Lebensmittel und krepiert daran.

          Freie Marktwirtschaft bedeutet, dass es eine selbstreinigende Wirkung gibt, indem der Bürger seine Lebensmittel dort kauft, wo er – in Selbstverantwortung – erkennt, dass es auch noch andere Produzenten gibt, welche gesunde Produkte herstellen. Das wird nicht überprüft, da eben Freie Märkte. Man kauft beim Metzger Fleisch ein, wo man weiss, dass an seinen Produkten bisher noch keiner verreckt ist. Das ist Vertrauenssache – Selbstverantwortung.

  • Peter Sidler sagt:

    Der Artikel hat einen entscheidenden Fehler: „Die rückläufige Arbeitsproduktivität in den USA (rot), Europa und Japan (grün) ab der Jahrtausendwende sowie in den Schwellenländern (gelb) ab etwa 2008 ist evident.“

    Gemäss Grafik steigt die Produktivität weiterhin aber weniger schnell als in der Vergangenheit.

    • Monique Schweizer sagt:

      Nur wenn die Produktivität in USA und den anderen mature Economies nicht mal mehr um 1% steigt, die Verschuldung, die jetzt schon eine BIP Leverage von um die 300% aufweist aber 3%, 4% oder mancherorts noch mehr % steigt, dann geht die ganze Rechnung am Ende nicht wirklich auf.
      Reales BIP Wachstum minus Bevölkerungswachstum gibt in etwa den Produktivitätszuwach – nur sollte der viel höher sein, will die Welt jemals wieder aus der Schuldenfalle halbwegs rauskommen.

  • Stefan Wiesendanger sagt:

    Erstens: 1% pro Jahr ist eine Verdoppelung des Outputs in einem Menschenleben. Nicht schlecht. Zweitens: es gibt ein Messproblem. Ein Lexikon ist noch gleich teuer, aber Wikipedia ist gratis. Der Output ist noch da, aber er ist aus dem Zähler des Produktivitätsquotienten verschwunden.

    • Monique Schweizer sagt:

      Wenn Milliarden von Menschen sich jeden Tag ein paar Stunden auf sozialen Gratisnetzwerken rummtummeln (oft auch während der regulären Arbeitszeit) dann tendiert der Output gegen Null.
      Stimmt viele dieser Zeitfresser sind gratis oder fast gratis. Wie sagte schon meine Grossmutter: Was nüt choschtet isch meischtens au nöd viel wärt!

      • Maiko Laugun sagt:

        @Monique Schweizer: „..viele dieser Zeitfresser sind gratis oder fast gratis.“

        Wir bezahlen doch mit persönlichen Daten. Oder irre mich da?

        • Monique Schweizer sagt:

          OK Maiko so kann man es auch sehen. Dann geht man einfach in unserer Fake World mit einem Fake Namen und Fake Daten rein und dann ist wieder alles praktisch gratis. Und wenn dann irgendwelche Datenhändler mein Fake Profil weiterverkaufen – was kratzt mich das!
          .
          Und was sind die Daten der Milliarden armer Schlucker mit kaum Kaufkraft weltweit wert?

          • Maiko Laugun sagt:

            @Monique Schweizer: „Und wenn dann irgendwelche Datenhändler mein Fake Profil weiterverkaufen – was kratzt mich das!“

            Genau dies versuche ich zu verstehen. Durch die Digitalisierung wird ein jeder transparent, direkt (echtes Profil) oder indirekt (Fake Profil).

            „Und was sind die Daten der Milliarden armer Schlucker mit kaum Kaufkraft weltweit wert?“

            Vermutlich gar nichts. Trotzdem wird es getan. Warum?

            Vielleicht, weil versucht wird, eine Kaufkraft vorzugaukeln?

  • Cybot sagt:

    Ein sehr schöner Artikel der gut zusammenfasst, was ich jedes Mal denke, wenn ich wieder einmal irgendwo lese: „In 5 Jahren werden wir alle…“ Solche Prognosen sind immer viel zu optimistisch. Deshalb sind auch diese Behauptungen, wir hätten alle bald keine Arbeit mehr, reine Panikmache. Manche Jobs werden natürlich verloren gehen, aber hauptsächlich wird es darauf hinauslaufen, dass die nächste und die übernächste Generation einfach andere Dinge machen wird als wir. Aber das war ja quasi schon immer so.

  • Julian sagt:

    Dieser Artikel ist interessant aber irreführend. Es stimmt nicht (wie im Artikel behauptet wird), dass die Arbeitsproduktivität in den USA seit den 90er Jahre sinken würde. Wenn man die in diesem Artikel publizierte Grafik genau betrachtet, fällt auf, dass die Kurven das WACHSTUM der Produktivität in den Weltregionen abbilden. Das bedeutet, dass in allen betrachteten Weltregionen die Produktivität während der abgebildeten Zeitperiode immer am Zunehmen war. Was sich abgeschwächt hat, ist lediglich die Wachstumsgeschwindigkeit der Produktivität.

    Anstatt zu fragen, wieso das Wachstum der Produktivität heute geringer ist, könnte man auch die Frage untersuchen, wieso um die Jahrtausendwende in vielen Regionen dieses Wachstum höher war als heute? Das kann viele Gründe haben, die nichts mit Digitalisierung zu tun haben, zumal dieses Produktivitätswachstum im ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausends vor allem in den Emerging Markets am grössten war. Oder leuchtet es anderen Lesern ein, wieso in den Emerging Markets die frühe Digitalisierung (starke Verbreitung von Mobilfunk und Internet) einen besonders starken Einfluss gehabt haben könnte? Vielleicht sind andere Faktoren wichtiger?

    Eine komplett andere Erklärung für die Veränderungen im Produktivitätswachstum könnte die Globalisierung von Produktion und Handel sein. Die grossen Investitionen von westlichen Konzernen in Emerging Markets vor und nach 2000 haben sicherlich zu einer starken Modernisierung der dortigen Produktionsanlagen geführt, was natürlich in diesen Ländern zu einem starkem Wachstum der Produktivität führte.

    Wenn nun durch die Produktionsverlagerung der relative Anteil derjenigen Jobs, bei denen Produktivitätssteigerung durch Automation schwieriger ist, in reifen Volkswirtschaften ansteigt, ist es auch nur konsequent, dass das Wachstum der Produktivität in diesen Ländern weniger gross ist.

    • Anh Toàn sagt:

      „Oder leuchtet es anderen Lesern ein, wieso in den Emerging Markets die frühe Digitalisierung (starke Verbreitung von Mobilfunk und Internet) einen besonders starken Einfluss gehabt haben könnte?“

      Insbesondere das smartphone ermöglichte als bezahlbarer Computer mit Internetzugang unglaublich viel für die jüngeren in Schwellenländer. In der Provinz gab es vorher da kaum Festnetztelefon.

      Bei uns hat Internet und Mobilfunk im Kern Dinge vereinfacht, die vorher auch gingen. Manchmal fehlte nicht mal die Seite im Telefonbuch, die man brauchte in der Kabine. Die Post war da noch zuverlässig und schnell. Man musste halt zur Bibliothek, um sich zu etwas schlau zu machen.

      Aber in den Provinzen der Schwellenländer war das vorher alles nicht.

      • Anh Toàn sagt:

        Zuerst war das „Internet“ ausser Katzen nur Porno. Vorher gab es Porno in Videotheken. Die Produktivität bei youporn dürfte höher sein, als in den Videotheken zuvor. Aber vor allem waren da ja Katzen im Internet, am Anfang, bei uns, wo soll da Produktivität herkommen?

        • Monique Schweizer sagt:

          Was ist denn die Produktivität bei Youporn? Die rammeln ja zumeist gratis. Gut ein bisschen Klickgeld gibts vielleicht noch, aber der Werbemarkt wird meines Erachtens weitaus überschätzt – weltweit rund 500 Mrd $ – oder gerade mal 0.65% des Welt-BIP und sehr viel wachsen wird der auch nicht mehr – höchstens Verschiebungen innerhalb der Werbemedien wirds geben.
          Unsere No-Billag-Staatsfeinde meinen auch das SRF könne nachher die Zuschauer einfach mit Werbung zumüllen – selbst wenn es gezielte Werbung ist, die meisten Menschen haben langsam die Schnauze voll von Werbung im Uebermass. Wenn man irgendwas spezielles braucht, dann kann man sich im Internet viel besser informieren – gibt ja auch x Vergleichsseiten.

          • Anh Toàn sagt:

            Youporn produziert ja keine Videos, sondern bringt diese zum Kunden, was früher Videotheken machten. Der output pro Arbeitsstunde ist bei youporn grösser, als er in einer Videothek war.

          • Monique Schweizer sagt:

            Ist mir schon klar, dass Youporn nur eine Plattform ist. Die Produzenten rammeln und die Konsumenten rubbeln und dazwischen wird noch etwas Klickgeld abgegriffen. Nur die Wertschöpfung resp. Produktivität dürfte doch eher sehr gering sein, wenn man das auf die aufgewendeten Stunden umrechnet.
            Das läuft bei vielen anderen digitalisierten Zeitvertreiben ähnlich ab – kein Wunder steigt die digitalisierte Produktivität nicht wirklich…Grosser zeitlicher Input, geringer BIP-mässiger Output

      • J. Kuehni sagt:

        „Die Post war da noch zuverlässig und schnell.“

        Bei Sherlock Holmes kann man nachlesen, dass im viktorianischen London der 1880er-Jahre (schon damals eine Multimillionenstadt) ein Postservice existierte, mit dem innerstädtisch ein mehrmaliger Briefwechsel am selben Tag möglich war, sogar ohne Telegramm und auf der Basis eines Transportsystems mit Kutschen und Eisenbahnen. Von so etwas konnten Europäer von 1980 bloss träumen, die hatten dafür das Telefon (dessen breitenwirksame Implementierung ebenfalls gegen 60 Jahre dauerte).

        • Anh Toàn sagt:

          Habe irgendwann geschrieben, dass ich raus bin, endgültig: Hätte noch etwas warten sollen, dann wäre auch der Wiedereinstieg kein Verlust gewesen, aber der steile Trend nach oben war schon kurz nach dem Erscheinen des zweiten Beitrages hier, gebrochen. Nicht viel verdient, aber mehr als woanders (bezahlt für das Geld) in der Zeit.

          • Anh Toàn sagt:

            wer noch hat: raus!

          • Monique Schweizer sagt:

            Anh: Ein Bekannter von mir hat 2011 aus purem Blödsinn 80 BTC für rund 4$ Stück gekauft und auf irgend einer Festplatte oder einem Stick – er weiss es nicht mal mehr. Wir sind in den Ferien neulich bei einem Essen zufällig auf BTC zu sprechen gekommen und der hatte tatsächlich keine Ahnung, dass BTC am Wochenende die 20’000 gekratzt hat.
            .
            Jetzt muss er bei seiner Rückkehr zuerst mal die Festplatte oder den Stick suchen – gut mittlerweile sind sie schon wieder eine halbe Million $ weniger wert….aber immer noch eine Mio…
            .
            Glaube so BTC Besitzer die gar keine Ahnung haben auf was für Vermögen sie momentan virtuell sitzen dürfte es noch einige haben…

  • Anh Toàn sagt:

    Bereits Anfang 90er habe ich von der papierlosen Buchhaltung geträumt, ginge doch viel einfacher. Es hat fast 20 Jahre gedauert, bis dies möglich wurde, und jetzt machen Anbieter wie Telefonfirmen und Banken langsam Druck mittels Gebühren für Papier, dass es endlich Standard wird. Und die Älteren fühlen sich ungeliebt und ungerecht behandelt: Menschen ändern sich nicht, die Menschheit verändert sich über neue Generationen. Bis neue Technologien breit genutzt werden, braucht es eine Generation, auch wenn dies rein technisch viel schneller ginge.

    • J. Kuehni sagt:

      Hab‘ ich auch schon oft gedacht: bevor z.B. bezüglich Energieversorgung, Transportsystem oder auch ökonomischer/politischer/gesellschaftlicher Mainstream-Doktrin (> Neoliberalismus) ein echter Paradigmenwechsel stattfinden kann, muss erst der „Bulk“ der Babyboomer wenigstens mental den Löffel abgeben.

      • Anh Toàn sagt:

        Oft wird gesagt, wir lebten in einer Zeit rascher Veränderungen. Ich meine, das wurde früher auch oft gesagt. Da sich dies so Allgemein nicht messen lässt, behaupte ich sogar das gegenteil ist war: Da die Menschen heute älter werden, und die Frauen später gebären, dauern wesentliche Veränderungen viel länger. Aber selbst dies kommt den immer älteren Menschen immer schneller vor.

  • Hansli sagt:

    Bei mir haben die grossen Produktivitätssprünge um das Jahr 2000 bis 2005 Stattgefunden. Die damaligen mühsamen Messungen, sonstigen Aufnahmen und Planungsinstrumente haben ca. 50% meiner Zeit beansprucht. Heute vielleicht noch 5%. Ein heutiger Produktivitätsvorsprung von z.Bsp. 50%, weil ein Messgerät besser ist, hat keinen messbaren Einfluss mehr, weil ein unwichtiger Teil meiner heutigen Arbeit verbessert wurde.

    • Rolf Zach sagt:

      Ich kann dies nur unterstreichen, die Computer-Software hat die großen Fortschritte in der Produktivität zwischen 1995 und 2010 gemacht. Heute geht es nur noch um Standardisierungen. Ein typisches Beispiel ist die Abwicklung von Akkreditiven, wie viel einfacher ist es für den Sachbearbeiter ein solches abzuwickeln. Entscheidend war auch Digitalisierung der Archive, eine enorme Zeit-Einsparung im Hervorholen von Informationen.

  • Chris Schmidlin sagt:

    Produktivere Systeme führen dazu, dass neue Geschäftsfelder erschlossen werden. Mit erheblichen Kosten. Gleichzeitig erodieren die Gewinne aus den automatisierten Prozessen. Netto wird’s nicht dann eben mehr.
    Und ja, die Administration wid immer mehr zum Moloch. dies ist ein globales Phänomen: Die Verantwortlichen habe den Überblick schon längest verloren und versuchen ihn durch das Sammeln und Auswerten von noch mehr Daten zurückzuerhalten (Kostenstellenrechnung). Leider sind scheinbar wenige in der Lage zu sehen, dass nicht jede Kostenstelle gewinnbringend sein kann und das es Abhängigkeiten gibt.
    Dafür fallen horrende Kosten an, Geld das in der Produktionsoptimierung dann fehlt.

    • Rolf Zach sagt:

      Wenn Sie natürlich aus ihrer IT Infrastruktur eine eierlegende Woll-Milch Sau machen, haben Sie eine schlechte Administration, wobei das heutige Star-Management System die einzelnen Kostenstellen zusätzlich aufeinander hetzt. Der oberste Star betrachtet mit Wohlgefallen, wie sich die unteren Ebenen gegenseitig abschlachten. Es gibt leider zu viele solcher Firmen, die haben bösartig gesagt ein Management „by suicide“. Resultat: Ständiger Besuch von McKinsey im Haus, um die Kosten zu optimieren und zu reduzieren.

      • Maiko Laugun sagt:

        @Rolf Zach: „McKinsey “

        … wird nur ins Hause geholt, um die persönliche Verantwortung abzuschieben, zwecks Sicherung von Boni durch prozessoptimierte Abläufe und nichts anderes.

        Besonders tragisch ist es, wenn die Führungsetage eben genau dieser Schmiede namens „McKinsey“ selbst angehörte. Ganz abgesehen davon, dass diese Beratungsfirme nichts anderes tut, als Daten abzusaugen und Optimierungs-Massnahmen ausschliesslich im Selbstinteresse durchführt, um eben durch ehemals eigene *Jünger* sich in Position zu bringen. Da liegt der Hund begraben.

      • Maiko Laugun sagt:

        Wie kann ein Manager seine Boni mit Verantwortung begründen, wenn er genau diese gezielt und bewusst auslagert?

        Es braucht ein zentralplanerisches Gesetz, welche genau dies verbietet.

  • Markus Meier sagt:

    Ausser bei Taxifahrern und Lastwagenchauffeuren sehe ich eigentlich kein allzu grosses Potential von KI den Menschen massenweise Arbeit abzunehmen. Das haben (robotorisierte) Maschinen schon längst getan. Viel mehr ist da kaum mehr zu holen.

  • Bernhard Piller sagt:

    Ich glaube, Sie (oder Marx) haben es auf den Punkt gebracht, bravo. A propos, wer ist Marx?

  • YZ sagt:

    Abnehmerder Grenznutzen?! Die Produktivitaet aboslut ist hoeher (und steigt nach wie vor, ggf. dank Technologie (!)), es ist bloss Anstieg der abnehmend ist (sinkende Wachstumsraten, die aber nach wie vor positiv (!) sind).

  • Bernhard Piller sagt:

    Natürlich hat die Produktivität massiv zugenommen. Die Herstellung einer elektronischen Karte z.B. geht heute 10 mal schneller als noch vor 20 Jahren. Allerdings kann die Produktivität nicht in Form von Geld gemessen werden, denn unser Markt erwartet, dass die Zunahme der Produktivität nicht einfach zu mehr Gewinn führt, sondern zu mehr Leistung und besseren Produkten für denselben Preis oder auch zu tieferen Preisen. Gott sei Dank! Das erlaubt uns, auch bei stagnierenden Löhnen immer mehr zu konsumieren, immer bessere medizinische Leistungen in Anspruch zu nehmen etc.

    • Hans Hödli sagt:

      Produktivitätszuwachs heisst höherer output pro eingesetzte Arbeitsstunde, die massgebliche Grösse sind die Lohnstückkosten. Werden diese an den Zuwachs angepasst so wird auch der verteilungsneutrale Spielraum gewahrt und alle massgeblichen Faktoren sprich Löhne, Zinsen, Mieten/Pachten und Dividenden partizipieren gleichmässig am Zuwachs.

      • Bernhard Piller sagt:

        Ich verstehe nicht, warum zwangsläufig Löhne, Zinsen, Mieten etc gleichmässig am Zuwachs partizipieren sollen? Es gibt viele Bereich (z.B. PC Fabrikation, Drucker-Fabrikation etc), wo trotz Produktivitätszuwachs der Gesamtkuchen abgenommen hat. Da hat niemand in irgend einer Weise profitiert ausser der Konsument.

      • Hans Hödli sagt:

        Piller: Angebotsseitige Deflation (welche ja positiv zu werten ist) macht man sicher nicht um den Kuchen zu verkleinern oder zu stagnieren, ansonsten ist ein solcher Unternehmer wohl eher ein Pestalozzi oder gar ein mutwilliger Bankrotteur.

  • Paul Seidl sagt:

    Nicht die Arbeitsproduktivität sinnkt, sondern deren Wachstumsraten haben abgenommen. Ein kleiner, aber wichtiger Unterschied.

    • Peter Aletsch sagt:

      Richtig. Kapitaler Schnitzer von Dittli. Falls die Produktivitätszunahme konstant oder steigend wäre, würde die Produktivität gegen unendlich wachsen.

      • Monique Schweizer sagt:

        Aletsch – wieso „kapitaler Schnitzer“ von Dittli? Die Richtungstendenz aller Kurven zeigt nach unten und wenn da nichts wesentliches passiert in Sachen Produktivität, werden die ersten Kurven dann in ein oder zwei Jahrzehnten vielleicht auch mal die Nullproduktivitätszunahme berühren oder gar in negatives Territorium vorstossen.
        Es gibt ein genügend grosses Sammelsurium von Faktoren, die sich negativ auf das Produktivitätswachstum auswirken können – von Verknappung und Engpässe der Rohstoffe, steigende Energiepreise, klimatische Einflüsse oder auch Handels-& sonstige Konflikte usw usw.
        .
        Seit Dot.Com gings in den USA in Sachen Produktivitätszuwächse nur noch abwärts, bei den mature Economies schon seit längerem.
        Klar kann man sich noch an 1% Zuwachs klammern, nur wie lange noch?

        • Rolf Zach sagt:

          Warum muss die Produktivität der amerikanischen Volkswirtschaft zunehmen? Muss es gar nicht, man hat als Ersatz die weltumspannende Reservewährung Dollar!

          • Maiko Laugun sagt:

            „..man hat als Ersatz die weltumspannende Reservewährung Dollar!“

            Wie lange noch? Am alten, verblendeten Selbstverständnis kleben bleiben?

  • Thomas Hartl sagt:

    Es muss auch die Frage erlaubt sein, welche Effekte uns in einer digitalisierten Arbeitswelt die Produktivitätssteigerung wieder verhageln. Damit meine ich nicht das Surfen am Arbeitsplatz, sondern ausuferndes Controlling und überbordende Bürokratie, welche durch die Digitalisierung erst realisierbar geworden sind.

    • Bernhard Piller sagt:

      Die Bürokratie ist nicht eine Folge der Automatisierung, sondern des menschlichen Charakters. Da müssen Sie zu einem Psychologen gehen und um eine Erklärung bitten.

      • Ralf Schrader sagt:

        Jeder Psychologe wird Ihnen gern bestätigen, dass es keine Zusammenhänge zwischen Psychologie und sozialen oder gesellschaftlichen Phänomenen gibt. Bürokratie ist eine systemimmanente Konstante sozialer Arbeitsteiligkeit. Jede hinreichend umfangreiche Software hat eine Kontrollstruktur, welche die Aufgaben der Bürokratie wahr nimmt.

        • Bernhard Piller sagt:

          Im graphischen Gewerbe wird heute nicht mehr auf dem Reissbrett gezeichnet, sondern auf dem Computer. Wo ist da die Bürokratie? Sie können auch eine Bürokratie mit Registerkarten betreiben.

  • A. C. sagt:

    „Digitalisierung einführen“ und „Digitalisierung leben“ sind zwei unterschiedliche Dinge. Wenn ich an meinem Arbeitsplatz sehe, wie Kollegen sich den neuen Technologien schlicht verweigern, dann ist dies meiner Meinung nach einer der Hauptgründe, weshalb die Digitalisierung nicht greift. Erst wenn den Leuten klar ist, welche Vorteile die Digitalisierung bringt und sie entsprechend geschult sind, dann klappt’s. Oder müssen wir erst auf die nächste Generation warten, welche damit aufwächst?

    • Rolf Zach sagt:

      Ich weiß nicht, Digitalisierung in der Regel erleichtert die Arbeit, nehmen Sie die Logarithmentafel und vergleichen Sie dies mit Taschen-Rechner und Computer. Sogar die ältesten Ihrer Mitarbeiter bevorzugen das zweite.

  • Kurt Waldvogel sagt:

    Der Produktionsgewinn der Roboter wird durch Abbau humaner Arbeitskraft kompensiert.
    Der Gewinn zeichnet sich durch Abbau der Lohnkosten ab und nicht durch höhere Produktion.

  • Ralf Schrader sagt:

    Die digitale Revolution haben wir schon hinter uns. Was kommt sind autonome Robotik und autonome Künstliche Intelligenz. Davon haben wir noch nichts. Das beginnt, wenn der erste Roboter gebaut ist, an dem kein Mensch auch nur den geringsten Anteil hat und Algorithmen bestehen, welche kein Mensch mehr versteht, die kein Mensch warten kann und auch nicht muss und die Menschen auch nicht abschalten können, wenn es nicht gefällt. Solange wir noch den Stecker ziehen können, ist es keine echte KI.

    • Bernhard Piller sagt:

      Keine Angst: um einen Menschen zu bauen, braucht es zwei Menschen. Um einen Roboter zu bauen, braucht es mindestens 1 Mia Menschen, die alle ihren kleinen Beitrag machen. Wir haben nichts zu befürchten.

      • Ralf Schrader sagt:

        2045 wird kein Mensch mehr ein Werkstück in die Hand nehmen, kein Mensch mehr einen Konstruktionsplan entwerfen oder auch nur einen Roboter oder einen Algorithmus verstehen. Wir sind die letzte Generation des produzierenden und regierenden Menschen. Nach uns die KI und nur noch die.

        • Hans Hödli sagt:

          Fehlüberlegung. Ohne entlöhnte abhängig Beschäftigte gibt es keine Abnehmer für die Endprodukte mehr und der Kapitalismus schafft sich selbst ab, was gleichbedeutend mit Macht- und Kontrollverlust über die Renditesklaven wäre. So dumm sind die Sklaventreiber resp. Boden- und Kapitalbesitzer auch wieder nicht.

          • J. Kuehni sagt:

            Doch, sind sie. Siehe z.B. Buffoon Trump und sein neues Steuergesetz, oder ansonsten die gesamte Geschichte der feudalistischen Systeme dieses Planeten.

            Der fatale Irrtum liegt darin, zu glauben, dass sich die grössten Profiteure des Kapitalismus überhaupt um das längerfristige Wohlergehen des Kapitalismus (oder der Gesellschaft, der Nation, der Menschheit, der Natur, you name it) kümmern. Diesen Leuten kann es ja nicht um noch mehr „Zaster“ oder „Assets“ gehen, sondern um Stellung, Macht und das Verlangen, dass der Pöbel vor ihnen wieder sein kollektives Knie beugen muss.

            Und das kann man auch mit einer Ökonomie auf deutlich bescheidenerem Niveau erreichen, s. Dark Ages.

          • Bernhard Piller sagt:

            @Hans Hödli, Wozu brauchen Sie noch Abnehmer? Zum gut leben brauchen Sie nur Güter und Dienstleistungen. Wenn jeder seinen eigenen Roboter hat, der ihm die Arbeit macht, kann er Golf spielen gehen.

          • Hans Hödli sagt:

            Kühni: Sie bestätigen ja die Aussage.
            Piller: Sie glauben wohl wir steigen um aus einem Schuldgeld- oder Feudalsystem in eine „gift Society“, das soll es mal tatsächlich gegeben haben vor einigen tausend Jahren.

        • Rolf Zach sagt:

          Sagt mir einmal, Ihr geschätzten Kommentatoren, was man da als Investition reinbuttern muss und wie eine solche Investitionsrechnung aussieht?

  • Taric Trent sagt:

    Weil Produktivität nicht in Wertschöpfung gemessen werden kann, da Wert durchschnittlich (!) notwendige Arbeit ist (Marx).

  • Hans Hödli sagt:

    Es ist nicht wirklich verwunderlich. Die Computerisierung hat neben sicher vorhandenen Produktivitätsfortschritten zu einer gigantischen ineffizienten bürokratisierten Beschäftigungstherapie va. in Grossbetrieben geführt. EDV Systeme und völlig untaugliche und ineffiziente EDV Projekte werden über Jahrzehnte mit einem Heer von Personal zu Tode administriert und das Rad immer wieder von Neuem erfunden mit einem Rattenschwanz von Folgeprojekten. Das Dümmste was dabei passieren kann ist eine erfolgreich abgeschlossenes Projekt und System das ohne gigantischen Unterhaltsaufwand funktionieren würde.

    • Peter Aletsch sagt:

      Wenigstens die Banken stellen jetzt um auf konfigurierbare Standardsysteme wie von Avaloq und Temenos. In der technischen Informatik war es gar nie möglich, Eigenentwicklungen zu starten. Zu komplex die Aufgabe, etwas für Könner.

      • Rolf Zach sagt:

        Das schlimmste sind die obersten Geschäftsleitungen, die Null Ahnung von der ganzen Sache haben. Eine IT-Infrastruktur muss ausbaufähig sein, aber gut durchdacht. Die Lieferanten der Software stellen einem ein solches System ins Haus, aber man muss gut wissen, was man damit überhaupt will und was realistisch ist.
        Wie bei einem Hausbau, der Bauherr sagt, was er sich vorstellt und er muss mit seinem Architekten abstimmen, was möglich und wünschbar ist. Dies ist die Eigenverantwortung der Bank. Die Software-Lieferanten sind nur die Handwerker. Die Handwerker arbeiten in der Regel schon gut, aber sie konzentrieren sich auf ihren Bereich und wenn ein Blödsinn eingebaut wird, wir ein Blödsinn eingebaut, das ganze ist ihnen gleichgültig. Mit der IT verhält es sich gleich.

        • Anh Toàn sagt:

          Oder anders gesagt: Softwareanbieter behaupten Lösungen zu verkaufen, sie verkaufen aber Werkzeuge. Welches Werkzeug ihm wirklich nutzt, und wie er damit umgeht, muss der Unternehmer, das Management rausfinden.

          • Anh Toàn sagt:

            Eine Bohrmaschine anschaffen löst noch nicht das Problem, wie ein Loch in richtiger Grösse an die richtige Stelle in die Wand kommt.

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