Der Vormarsch der Roboter

Begrüssung des neuen «Nao»-Roboters an einer Messe in Bangkok. (16. März 2017) (Foto: Reuters/Athit Perawongmetha)

Vor zwei Wochen wurde in der chinesischen Küstenstadt Wuzhen ein kleines Stück Wirtschaftsgeschichte geschrieben. Dort nämlich spielte der 19-jährige Ke Jie drei Partien des asiatischen Brettspiels «Go» gegen den Computer Alpha Go von Google Deep Mind.

Ke Jie beim Spiel gegen Google. (Foto: Reuters)

«Go» ist eine Art Schach, aber sehr viel komplexer, mit Milliarden von Spielmöglichkeiten. Und Ke ist der weltbeste «Go»-Spieler.

Doch er hatte keine Chance. Alpha Go gewann alle drei Partien. Ke sagte nach seiner Niederlage lapidar: «Die Zukunft gehört der künstlichen Intelligenz.»

Auf den ersten Blick mag dieses Ereignis nach wenig aussehen. Schliesslich sind bereits zwanzig Jahre vergangen, seit der IBM-Computer Deep Blue erstmals den Schachmeister Garry Kasparow bezwungen hat.

Dennoch ist die Partie Ke vs. Alpha Go von Bedeutung: Noch bis vor 18 Monaten nämlich war es keinem Computer gelungen, auch nur mittelmässige «Go»-Spieler zu schlagen. Das Spiel galt als Domäne, in welcher der Mensch der Maschine nach wie vor überlegen war.

Selbstläufer nach dem «Tipping Point»

Diese Anekdote zeigt: In der Welt der Technologie finden derzeit einige gewaltige Umwälzungen statt. Exponentielle Entwicklungen sehen während langer Zeit unspektakulär aus, doch dann, wenn der «Tipping Point» erreicht ist, geht es atemberaubend schnell.

Die künstliche Intelligenz ist eines der Gebiete, auf dem in den nächsten Jahren wohl sehr viel geschehen wird. Ein anderes Gebiet ist die Robotik, genauer gesagt: die Industrierobotik.

Und um dieses Gebiet soll es in diesem Beitrag gehen.

Industrieroboter sind nicht per se neu. In den Sechzigerjahren wurden in Japan, Europa und den USA die ersten ihrer Art eingeführt. Man kennt sie; in westlichen Automobilwerken gehören Roboter mittlerweile zur Standardausstattung. Gemäss Daten der International Federation of Robotics sind heute weltweit etwa 1,4 Millionen Industrieroboter im Einsatz.

Die Durchdringung der Industrie mit Robotern unterscheidet sich allerdings erheblich, wie die folgende Grafik zeigt:

 

In Korea sind aktuell pro 10’000 Arbeiter gut 530 Roboter im Einsatz, während es in China nur 49 sind.

Doch das könnte sich bald ändern. Mehrere Indikationen deuten darauf hin, dass auch auf dem Feld der Industrierobotik ein «Tipping Point» erreicht ist, der den Einsatz von Robotern in den kommenden Jahren massiv beschleunigen könnte. Diese Indikationen sind unter anderen:

  • Massiv gesunkene Kosten für Software und Rechenleistung
  • Enorme Fortschritte auf dem Gebiet der Sensorik
  • Deutlich gestiegene Lohnstückkosten in Ländern wie China

Gemäss einer Studie von Boston Consulting Group (BCG) kostete beispielsweise ein in der US-Autoindustrie eingesetzter Schweissroboter im Jahr 2005 insgesamt 182’000 US-Dollar. Heute sind es noch 133’000, und in acht Jahren sollen es noch gut 100’000 US-Dollar sein.

Die Analysten von BCG gehen davon aus, dass sich das Wachstum im Einsatz von Industrierobotern weltweit markant beschleunigen wird.

In der Vergangenheit expandierte die installierte Basis weltweit etwa im Rahmen von 2 bis 3 Prozent, also ungefähr gleich oder leicht unter dem Wachstum der Wirtschaft. Für die kommenden Jahre rechnet BCG nun mit einem jährlichen Wachstum von 10 Prozent:

 

Im Basisszenario von BCG würde die installierte Basis an Industrierobotern von heute 1,4 Millionen auf über 4 Millionen im Jahr 2025 ansteigen. Im aggressiven Szenario wären es mehr als 6 Millionen.

Die schnellsten Wachstumsraten sieht BCG in Korea, Taiwan, Indonesien und Thailand, gefolgt von Kanada, China, Japan und den USA. Am schwächsten soll die Roboter-Durchdringung in den nächsten Jahren in vielen europäischen Ländern, inklusive der Schweiz, ausfallen:

 

Die grosse Frage ist nun: Was bedeutet das für die Arbeitsplätze in den jeweiligen Ländern?

Auf der positiven Seite ist dem Vormarsch der Robotik viel abzugewinnen: Die Produktivität der Wirtschaft steigt. Repetitive, minderwertige Fertigungsarbeiten müssen nicht mehr von Menschen gemacht, sondern können von Maschinen übernommen werden. In vielen Ländern, beispielsweise in Japan, China und auch in Westeuropa, schrumpft die im arbeitstätigen Alter stehende Bevölkerung; da ist es sinnvoll, dass mehr Arbeiten von Robotern übernommen werden.

Doch es gibt auch deutliche negative Signale. Es könnte sein, dass durch Robotik und generell durch Automatisierung mehr Arbeitsplätze ausgelöscht und nicht genügend neue geschaffen werden.

Zumindest in den USA gibt es dafür empirische Belege. Die Ökonomen Daron Acemoglu und Pascual Restrepo haben in einer im März 2017 publizierten Studie den Effekt untersucht, den Industrieroboter auf die Zahl der Arbeitsplätze sowie auf das Gehaltsniveau in den einzelnen Counties in den USA haben.

Wer sich für die Details interessiert, findet die Studie hier am National Bureau of Economic Research.

Acemoglu und Restrepo kommen zu klaren Schlüssen: Es besteht eine signifikant negative Korrelation zwischen dem Wachstum der installierten Basis an Industrierobotern in einem County und der im jeweiligen County registrierten Entwicklung der Anzahl Arbeitsplätze. Die folgende Grafik von Acemoglu und Restrepo verdeutlicht den Zusammenhang:

 

Simpel gesagt: Je höher die Durchdringung mit Industrierobotern (horizontale Achse), desto negativer hat sich die Anzahl der Arbeitsplätze im jeweiligen County entwickelt. (Die Grösse der Kreise repräsentiert die Gesamtzahl der Arbeitsplätze im County.)

Ähnlich ist das Bild, wenn man die Roboterdurchdringung mit der Entwicklung des Lohnniveaus vergleicht:

 

Auch hier: Je mehr Industrieroboter in einer US-Gemeinde stehen, desto deutlicher ist das Lohnniveau gesunken.

Sehr wichtig: Der Beobachtungszeitraum von Acemoglu und Restrepo bezieht sich auf die Jahre von 1993 bis 2007. Der Einfluss der grossen Robotik-Revolution, die erst jetzt begonnen hat, ist darin noch nicht zu sehen.

Für die Politik – nicht nur in den USA, sondern auch in Europa und Ländern wie China – wird es über die kommenden Jahre eine der grössten Herausforderungen sein, wie mit dem Wegfall von Industriearbeitsplätzen in oft strukturschwachen Regionen umzugehen ist.

Denn eines ist so gut wie sicher: Der grosse Vormarsch der Maschinen hat erst begonnen.

51 Kommentare zu «Der Vormarsch der Roboter»

  • EuroTanic sagt:

    Was hat denn die isolierte Fähigkeit Go zu spielen mit Intelligenz zu tun? NIchts. Aber auch gar rein nichts.

  • Anh Toàn sagt:

    Da mir dieses Thema ausdiskutiert erscheint, erlaube ich mir, an dieser Stelle auf die zur Zeit wollt in Sachen Geldtheorie wichtigste Diskussion zurück zu kommen:

    @Nardone: Alle Konten sind Null, es gibt kein Bargeld: Die UBS, Eigentümerin der Liegenschaft am Paradeplatz und EINEM KLUMPEN GOLD im Keller geht über die Strasse zur CS und sagt, ich verpfände Dir meine Hütte, muss meine Bankenlizenz bezahlen und Reserven einlegen: Die CS bucht: Guthaben gegen UBS – Schuld bei der SNB. Die UBS bucht Aktiven Banklizenz (immat. Anlagen) + (für den Restbetrag) Aktiven Reserven an Schuld bei CS: CS macht das gleiche mit UBS. Die Nati bucht, Guthaben gegen die Banken an Schulden bei den Banken. Die Nati will aber gar keine Guthaben bei den Banken, also kauft sie Gold von denen.

    • Anh Toàn sagt:

      Die Bilanz der Nati sieht dann so aus:

      Aktiven: Gold
      Passiven: Schulden bei Banken in CHF

      Und für diese Schulden können die Banken Bargeld verlangen von der Nati.

      Die Banken haben „aus ihren Liegenschaften und ihrem Gold“ Geld gemacht.

      • Anh Toàn sagt:

        Für die Goldfans: Staat einem Klumpen Gold könnten es auch Währungen eines anderen Landes sein, das haben ZB’s auch lieber in den Aktiven als Forderungen in eigener Währung gegen die Banken.

        Ich meine, stehen in der Bilanz der ZB netto Forderungen gegen die Geschäftsbanken in eigener Währung, ist das Bankensystem bereits zusammengebrochen, die ZB hält es als „lender of the last resort“ als Zombie aufrecht.

        • Anh Toàn sagt:

          Leiht die ZB den Geschäftsbanken netto Geld, was viele behaupten, würden ZB’s regelmässig tun, weil so Geld in Umlauf gebracht werde, ist das Bankensystem tot.

      • Anh Toàn sagt:

        „Die Bilanz der Nati sieht dann so aus:
        Aktiven: Gold
        Passiven: Schulden bei Banken in CHF“

        Will man sagen, die Nati hätte das Notenbankgeld gemacht (die Passiven ihrer Bilanz) hat sie es gemacht, indem sie von den Geschäftsbanken Gold (oder Fremdwährungen) kaufte, AUF PUMP!

        Alles andere sind Lügen.

        • Anh Toàn sagt:

          Mit Kauf von Fremdwährungen oder Gold (oder Anderem) von Geschäftsbanken, kann die Nati Notenbankgeld machen, sie „bezahlt dies den Banken nicht“, sondern verspricht erst mal Bezahlung: Die Geschäftsbanken verlangen Bezahlung, wenn sie jemandem anderen bezahlen wollen, ob eigene Kosten oder jemandem einem Kredit auszahlen (bar oder dafür jemandem ein Guthaben einräumen) wollen. Bis dahin existiert das Notenbankgeld nur zwischen den Banken und den Geschäftsbanken, „in Umlauf bringen“ müssen es letztere.

          • Anh Toàn sagt:

            Wenn die Banken Bezahlung der Schulden von der ZB fordern, bezahlt diese, indem sie einem anderen Bezahlung verspricht, bei Banknoten verspricht sie es dem Inhaber. Der Unterscheid zwischen den Passiven der ZB und denen der Geschäftsbanken ist, dass in der Bilanz der ZB eigene Versprechen stehen, die nur durch gleiche Versprechen ersetzt werden, in der Bilanz der Geschäftsbank aber steht ein Versprechen auf ein Versprechen der ZB:

            Als Jurist habe ich Bankeinlagen nicht als Geld verstehen können, weil Geld für mich eine Forderung gegen die Notenbank (den Staat ist) ist, ein Bankguthaben aber eine Forderung gegen eine Geschäftsbank auf Lieferung einer Forderung gegen die Notenbank ist. Aber wirtschaftlich betrachtet hat der Volksmund recht: „Man hat Geld auf der Bank.“

    • Maiko Laugun sagt:

      @Ahn: Danke. Ich wünschte, ich könnte es so gut erklären wie Sie das können.

      @G. Nardone: Ihr Link der National Bank of England im letzten NMTM-Beitrag:
      Fand noch keine Zeit, diesen zu lesen. Bin aber sicher, dass dies hier wieder Thema in einem Beitrag werden wird. Trotzdem schon mal ein Danke schön und ein Gruss an Sie!

  • Roland Heinzer sagt:

    Das BIP hängt immer mehr vom Konsum ab, somit auch die Steuereinnahmen.
    Arbeitsplätze verschwinden ins Ausland, Roboter produzieren rund um die Uhr 24/7/365. Die Produktion steigt, Konsumgüter werden billiger.
    Immer tiefere Zinsen machen den Konsum auf Kredi verlockend.
    Der Staat steigert das BIP mit der steigenden Staatsquote. Steigende Steuereinnahmen, schöne neue Welt. Subventionierte Energien, Gratisgeld, Roboter die für uns arbeiten, schon bald Grundeinkommen für Alle, Kreditkarten für Alle, aber nur wenn man sich dem väterlich alles vorsorgendem Staat unter ordnet.
    Das Paradies naht.
    Oder ist alles nur ein Albtraum.
    Bitches Brew: Das Gratisgeld. (Nullzinsen) wirkt wie Drogen, aber das Aufwachen wird schrecklich, so wie der Entzug, er kann auch tödlich sein.

  • Thomas Jung sagt:

    Was für die Interpretation der Grafik vielleicht noch zu beachten wäre, sind die Wirtschaftssektoren der untersuchten Länder: Je industrieller eine Volkswirtschaft ist, desto mehr potentielle Roboterarbeitsplätze sind möglich. In stark dienstleistungsorientierten Volkswirtschaften ist dieses Potential natürlich kleiner.

  • Franz Gödl sagt:

    Mag sein, dass die Maschine in den Disziplinen, die für Maschinen geschaffen sind, den Menschen über sind. Aber in der Disziplin, die der Mensch am besten beherrscht, wenn er sie nicht schon beinahe vergessen hätte, wäre die der Emotionen und der Intuition oder auch die der Herzenergie. Vielleicht ist es eine Chance für uns, uns wieder darauf zu besinnen anstatt mit logischem Denken zu brillieren, das dem Menschen gar nicht von Natur aus liegt. Ein Beispiel dafür, dass der Mensch eine absolute Katastrophe in Bezug auf Sachlichkeit und Logik ist, zeigen die aktuellen Aktienmarktstände. Je höher es geht, desto mehr Vertrauen in den Anstieg hat der Mensch anstatt vorsichtiger zu werden und genau deshalb verliert die Masse in regelmässigen Abständen an der Börse.

  • Guido Biland sagt:

    Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Ära der freien Marktwirtschaft. Der Wettbewerb zwischen den Volkswirtschaften bestimmt die Agenda der Politik, während de facto ein anderer Wettbewerb unser Schicksal bestimmt: der Wettbewerb zwischen Menschen und Maschinen mit kognitiven Fähigkeiten. Menschen können sich anpassen und lebenslang lernen. Was wird aus uns, wenn autonome und vernetzte Maschinen besser darin sind, sich anzupassen und lebenslang zu lernen? Die neue Ära der freien Marktwirtschaft erfordert eine andere Politik. Es reicht nicht mehr, den Kapitalismus mehr oder weniger sozial zu verwalten. Ihn human zu gestalten, ist die essenzielle Aufgabe der Politik im durchautomatisierten Zeitalter.

  • Christoph Bögli sagt:

    Nur mal so als methodische Kritik: Die beiden Grafiken zur Durchdringung mit Industrierobotern sind eher zweifelhaft, da die verwendeten Datensets sehr unausgewogen sind. So weit ersichtlich werden die beiden linearen Regressionen fast ausschliesslich von dem einzelnen Ausreisser mit sehr hoher exposure nach unten gezogen. Ohne diesen Datenpunkt fielen die Korrelationen wohl deutlich schwächer oder gar nicht negativ aus. Das ist entsprechend ziemlich dürftige Statistik und eignet sich darum nur sehr bedingt für weitergehende Schlussfolgerungen.

    • Jon Caduff sagt:

      Ich würde noch weitergehen und sagen, aus den Statistiken lässt sich – unabhängig von deren Qualität – streng genommen gar nichts schlussfolgern. Der Artikelschreiber macht einen geradezu klassischen Denkfehler, in dem er Korrelation mit Kausalität gleichsetzt. Nur weil Roboterdurchdringung
      und Anzahl Arbeitsplätze negativ korrelieren, heisst das nicht, dass ein direkter Kausalzusammenhang besteht. Möglicherweise (!!) wären die Arbeitsplätze einfach ins Ausland verschoben worden, hätte man sie nicht automatisieren können. In dem Falle wären Branchen und Art der Arbeitsplätze, sowie allenfalls eine Politik, die es verpasst hat, neue Unternehmen anzuziehen, möglivhr Ursachen für deren Verschwinden. Allerdings ist auch das eine durch absolut nichts gestützte Spekulation.

      • Linus Huber sagt:

        Sie beide liegen mit Ihren Argumenten richtig. Es mag zwar in einzelnen Örtlichkeiten zu temporären „Schwierigkeiten“ führen, welche sich automatisch selbst regeln werden, ABER für die Gesellschaft insgesamt betrachtet sind Produktivitätssteigerungen ein Positivum. Das Narrativ des Artikels zielt darauf hinaus, dass die Politik sich mit entsprechenden Regeln einzumischen hätte, oder in anderen Worten, noch mehr Staat gerechtfertigt wird. Dieser Autor lieferte schon bedeutend bessere Artikel als diesen.

        • Maiko Laugun sagt:

          Na toll, Herr Huber! Der Staat soll also nicht eingreifen und z. B. die Roboter besteuern?

          • Linus Huber sagt:

            Natürlich nicht, aber die Politiker lassen ungern die Möglichkeit eine neue Steuer zu erheben verstreichen. Die Idee, Maschinen zu besteuern, kursiert bereits seit Jahrzehnten. Vielleicht sollte man sich einmal darüber Gedanken machen, dass es zu einem nicht unerheblichen Teil auch damit verbunden sein dürfte, dass Geld zu günstig ist und daher sich Investitionen dieser Art besser rechnen.

            Die Angst, dass Maschinen Jobs vernichten, gab es schon bei der Einführung der Dampfmaschine. Aber immer entstanden neue Jobs.

  • J. Kuehni sagt:

    Der Zug mit den Roboterarmen in Fabrikhallen ist doch längst abgefahren, ähnlich wie Trumpolinis Arbeitsplätze im Kohlebergbau.

  • H.Trickler sagt:

    Auch wenn der Computer Alpha Go spektakulär gegen den Menschen gewonnen hat, bedeutet dies keinen riesigen Fortschritt der künstlichen Intelligenz. Das Ergebnis wurde mit ‚dummer‘ Rechenpower und einem ‚dummen‘ Algorithmus erreicht, welcher nur gerade für diese Aufgabenstellung leistungsfähig ist.

    Aus ganz anderen Gründen wird die Automatisierung der Produktion beschleunigt fortgesetzt, nicht nur wie im Artikel beschrieben durch Roboter.

    Daher werden immer mehr repetitive Aufgaben automatisiert und die damit verbundenen Stellen fallen weg. Und weil die nicht automatisierbaren Arbeiten in Europa zu teuer sind, ist die Produktion nach China abgewandert. Und bald einmal wird China zu teuer sein und es kommt das nächste Schwellenland dran!

  • Josef Marti sagt:

    Die CH ist davon nicht gross betroffen weil hier schon lange nichts mehr produziert wird sondern nur noch Dienstleistungen erbracht werden, und diese werden grossenteils nach Osten ausgelagert. Wir brauchen deshalb nur noch Tätigkeiten mit Sozialkompetenz sprich Betreuung von Alten und Dementen in unserer überalterten Gesellschaft sowie das Riesenheer von infantilisierten Asylanten die betreut werden müssen. Die Asylindustrie ist der zukunftsträchtigste Beschäftigungszweig zusammen mit den Papierliwendern in der Bundesverwaltung die gar nicht nach kommen mit neuen Reglementen und Verordnungen schreiben, dafür gibt es leider noch keine verlässlichen Roboter.

    • Cybot sagt:

      Bei der Verwaltung täuschst du dich sehr mit der Sicherheit der Jobs. Da wird schon heute immer mehr digitalisiert und automatisiert. Gleichzeitig kommen aber dauernd neue Regelungen hinzu, die wieder mehr Arbeit verursachen – die Frage, welche Entwicklung schneller sein wird, ist durchaus offen.
      Und nebenbei gibt es noch viel mehr Jobs, die nicht von Maschinen übernommen werden kann – alles was konzeptionelle Arbeiten sind, in der IT, aber auch in der Industrie. Aber die setzen halt eine gewisse Grundintelligenz voraus.

      • Josef Marti sagt:

        Die Gesetzes und Reglementierungsflut führt ganz klar zu noch mehr Personal und immer mehr aufgeblähtem Verwaltungs und Justizapparat. Dieser kann niemals durch Digitalisierung ersetzt werden. Bund und Bürokratie (wie auch unsere lieben Monopolstatthalter die Banken) suchen immer nur bestausgebildete und teuerste Leute. Die haben keine Verwendung für polnische Spargelstecher und Kellner, und alle anderen Zudienerfunktionen werden sowieso outgesourct.

    • Maiko Laugun sagt:

      @Marti: „Die CH ist davon nicht gross betroffen weil hier schon lange nichts mehr produziert wird ..“

      Zur Kategorie der Roboter kann man auch Software zählen, welche dann sehr wohl auch in einer Dienstleistungsgesellschaft Arbeitsplätze vernichtet, vor allem in den Büros. Anzeichen dafür sind schon vorhanden.

      • Josef Marti sagt:

        Hab ich ja oben gesagt.

        • Maiko Laugun sagt:

          OK. Es geht vor allem um Routine-Jobs. Sie erwähnen die Banken. Dort hat der Trend längst eingesetzt. Warum nicht in der von Ihnen zitierten Bundesverwaltung? Genau dort scheint mir ein grosses Potential vorhanden zu sein?

          • Josef Marti sagt:

            Nein, Bürokratie und Paragraphenreiterei (Justiz, Verwaltung und Vollzugswesen) sind nur für die unteren zudienenden Chargen restrukturierbar. Oben werden zwar etwas weniger aber teurere Bürokraten die Kosten sogar erhöhen, wie ich vorher schon gesagt habe. Und wenn man dann noch alle für den wachsenden Nannystate unerlässlichen Ärzte, Psychologen, Sozialarbeiter, Pädagogen, Bewährungshelfer, Pfleger etc etc etc berücksichtigt dann ergibt das ein schier unerschöpfliches Jobwunder, denn genau diesen Leuten wird eine gloriose Jobzukunft voraussagt.

    • Josef Marti sagt:

      Was ich vergessen habe ist der explodierende Bedarf an neuen Gefängnissen da diese überquellen, auch der Strafvollzug mit all seinen vor- und nachgelagerten Dienstleistungen ist ein absoluter Boomsektor mit gewaltigem Wachstumspotential genau gleich wie das Gesundheitswesen. Davon wiederum profitiert auch die Baubranche.

      • Paul Levi sagt:

        Ein explorierender Bedarf an neuen Gefängnissen? Wie kann das sein, wenn doch die Kriminalität am Sinken ist?
        Das zeigt, dass Sie echt keine Ahnung haben und nur billige Polemik betreiben!

        • Josef Marti sagt:

          Das zeigt dass Sie echt keine Ahnung haben, an Ihnen ist offensichtlich vorbeigegangen dass in 30 Jahren die Bevölkerung um über 2 Mio gewachsen ist.

          • Paul Levi sagt:

            Na und? Es geht ja um die Zukunft und die Kriminalität wird in Bezug auf die Bewohner gemessen. Da die Rate am Sinken ist und die Bewohner am Steigen, werden die Gefängnisse für sehr lange genug gross sein. Jedenfalls alles andere als ein explorierender Bedarf.
            Oder sehen Sie das anders?

    • Gerhard Engler sagt:

      @Josef Marti: Sie haben wohl keine Ahnung von der CH-Wirtschaft. Stadler Rail, ABB und viele andere Industriebetriebe exportieren im Milliarden-Bereich. Alle diese Betriebe suchen nach Ingenieuren, von denen gibt es in der Schweiz viel zu wenige.

      • Josef Marti sagt:

        Warten Sie’s ab bis die neuen Roboter kommen. Die traditionelle Industrie kann man vergessen, ohne die Chemie und Pharma bringt die CH keinen LB Überschuss mehr zustande, da kann der Stadler noch so viel ausländische Staatsaufträge für seine Bähnli reinholen.

    • Olivier Fuchs sagt:

      „Schon lange nichts mehr produziert wird.“ Quatsch. Es wird pro Kopf mehr echte Ware produziert als fast überall anderswo. Heilmittel, med. Geräte wie Implantate für Gebiss und Ohr, Uhren, Maschinen, Schienen-Fahrzeuge. In meinem Dorf Fabrik , die einen Drittel des Weltbedarfs eines bestimmten Kleinteils fertigt. Die Maschinen laufen Tag und Nacht. Ist fast in jedem grösseren Dorf so.

    • Paul Levi sagt:

      Was hat das Asylwesen und die Bundesverwaltung mit dem Thema Robotertechnik zu tun? Gar nichts! Hier wird nur billige Propaganda betrieben! Die Bezeichnung „infantilisierte Asylanten“ zeigt ja schon die menschenverachtende Ideologie die hier verbreitet wird.

  • Rolf Rothacher sagt:

    Seit den 1960er-Jahren wird uns jede Dekade von Neuem das Gespenst der Massen-Arbeitslosigkeit durch Automation vorgebetet. Dittli reiht sich hier nahtlos (und sinnfrei) ein. Entspricht etwa dem Versprechen des papierlosen Büros der 1990er-Jahre: heute wird viel mehr Papier verbraucht als damals!
    Tatsache ist, dass jede neue Technik stets zu noch mehr Arbeitsplätzen geführt hat. Industrie-Roboter werden weiterhin nur dort wirklich kostengünstig eingesetzt werden können, wo auch Massen hergestellt werden. Doch in einer technisch sehr schnell-lebigen Zeit sind auch diese Roboter rasch veraltet, besitzen nicht die nötigen Fertigkeiten, um mit der Technik Schritt zu halten.
    Dittli geht von Industrie-Modellen aus, die es in Zukunft und gerade dank der Technik, so gar nicht mehr geben wird.

    • J. Kuehni sagt:

      „Tatsache ist, dass jede neue Technik stets zu noch mehr Arbeitsplätzen geführt hat.“

      Das ist zwar eine Tatsache, aber kein Naturgesetz.

      • Josef Marti sagt:

        Diese Tatsache ist im ureigensten Interesse der Kapitalisten, da ansonsten Massenarbeitslosigkeit, Verelendung und Bürgerkrieg droht und sie wieder weiterwandern müssen. Also muss sodann ein neuer Niedriglohnsektor für die moderne Dienstboten- und Konsumgesellschaft aufgebaut werden wie in D und die Arbeitslosenversicherung gekürzt werden inkl. weiterem Sozial- und Infrastrukturabbau resp. Privatisierungen.

      • Linus Huber sagt:

        Nein, es ist nicht Naturgesetz aber beweist, dass technologischer Fortschritt schwerlich als Grund betrachtet werden darf, dass die Politik nun aktiv zu werden hat. Das Narrativ zielt genau darauf hinaus, dass der Staat sich hier einzumischen hätte, indem die Rechtfertigung zu z.B. bedingungslosem Basiseinkommen promoviert werden kann.

    • Patric Schmid sagt:

      Sry diese es hat immer funktioniert es wird weiter funktionieren attitüde ist hier total fehl am Platz. Heute ist der begrenzende Faktor der Arbeit nicht mehr was man Herstellen oder Anbieten kann sondern was einem Abgenommen wird. Unser Problem ist, dass schlicht niemand alles kaufen kann was wir theoretisch produzieren könnten. Und das was wir dringend wollen, Land zum Leben und Gesundheit können wir nicht herstellen.
      Rolf ist das Pferd das glücklich ist, dass es in Zukunft ohne Pflug und Bierlieferkarren Ausreiten kann. Nur Füttern wird es keiner mehr.

      • Linus Huber sagt:

        @ Patric

        Die Überkapazitäten der Wirtschaft sind erst in zweiter Instanz das Resultat von Produktivitätssteigerungen sondern beruhen ursprünglich auf der auf Konsum fokussierten Geldpolitik. Ohne die Zusammenhänge richtig zu verstehen, besteht die Gefahr, dass falsche Konklusionen gemacht werden. Ob Rolf weiter als Pferd existieren will oder sich zu einer Kuh oder einem Schwein mutiert, überlassen Sie besser seiner eigenen Initiative.

  • Thomas Hartl sagt:

    Steigende Produktivität hat schon immer Arbeitsplätze bedroht. Eine Antwort war die Reduktion der Arbeitszeit. Dagegen spricht im Moment eine boomende Wirtschaft mit einem Mangel an Fachkräften. Eine andere Antwort wäre, ein Wertewandel gegenüber dem traditionellen Bild der Arbeit. Beispielsweise durch die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens. Dagegen spricht, dass die Akzeptanz innerhalb der Gesellschaft noch fehlt, und fast das ganze politische Spektrum auf Vollbeschäftigung fokussiert ist. So bleiben kurz- und mittelfristig nur die herkömmlichen Werkzeuge: Förderung von Weiterbildung und soziale Abfederung über einen starken Sozialstaat.

    • H.Trickler sagt:

      Mangels Arbeitsplätzen wird in absehbarer Zeit der Anteil an Soziahilfebezügern in Westeuropa so hoch sein, dass jederFrau einsehen muss, dass es billiger ist, allen ohne Prüfung ein Grundeinkommen zu bezahlen.

      • Josef Marti sagt:

        Deshalb wird der ganze afrikanische Kontinent entleert und in Europa durchgefüttert. Gemäss EMRK hat die ganze Welt einen einklagbaren Anspruch auf Durchgefüttertwerden durch den hiesigen Steuerzahler. Dumm nur dass dieser auch bald keine Steuern mehr zahlen kann und die Vermögenden schon längst geflüchtet sind.

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