Die globale Sicht der Globalisierung

Offen für alles: Werbung aus aller Welt am Times Square in New York. Foto: Richard Allaway (Flickr)

Offen für alles: Werbung aus aller Welt am Times Square in New York. Foto: Richard Allaway (Flickr)

Studien und Berichte über die Ungleichheit fokussieren in der Regel auf die Entwicklung innerhalb von Ländern. Der an der University of New York lehrende Ökonom Branko Milanovic hat diese Entwicklung nun auf globaler Ebene untersucht und das Ergebnis in seinem neuen Buch «Global Inequality, a new Approach for the Age of Globalisation» veröffentlicht. Die folgende Grafik zeigt diese Entwicklung für die zwanzig Jahre von 1988 bis 2008. Das ist – wie Milanovic selbst festhält – genau die Zeit der «starken Globalisierung» vom Fall der Berliner Mauer bis zur Finanzkrise.

Verteilung ElefantDie Grafik zeigt auf der waagrechten Achse die gesamte Erdbevölkerung, aufgegliedert von den ärmsten 10 Prozent (0. bis 10. Perzentil) bis zu den reichsten 10 Prozent (90. bis 100. Perzentil). Das 50. Perzentil zeigt damit die Mitte der Verteilung an (den Median). Die senkrechte Achse zeigt die Einkommensgewinne der jeweiligen Bevölkerungsgruppe, d.h. der entsprechenden Perzentile, über diesen Zeitraum an. Von besonderer Bedeutung sind vor allem die drei Punkte A, B und C in der Verteilung. Schauen wir sie uns etwas genauer an:

  • Punkt A: Die Grafik macht klar, dass die grössten Einkommensgewinne an jene gingen, die sich etwa in der Mitte der globalen Einkommensverteilung befinden. Deren Einkommen hat um fast 80 Prozent zugenommen. Dabei handelt es sich laut Milanovic fast ausschliesslich um die Bevölkerungen asiatischer Schwellenländer, hauptsächlich China, aber auch Indien, Thailand, Vietnam und Indonesien. Wichtig zu beachten ist weiter, dass hier nicht der Gewinn der Reichsten aus diesen Ländern gezeigt wird, da diese sich weiter rechts in der globalen Einkommensverteilung befinden.
  • Punkt B: Die Einkommen der Bevölkerungsteile, die sich weltweit gesehen beim 80. Perzentil befinden (20 Prozent der Weltbevölkerung sind reicher, 80 Prozent ärmer) haben während der zwanzig Jahre starker Globalisierung stagniert. Dabei handelt es sich um die Mittelschicht der reichen Länder, laut Milanovic kommen drei Viertel aus dieser Gruppe aus Westeuropa, Nordamerika, Ozeanien und Japan. So wie bei Punkt A China dominiert, dominieren hier die USA, Japan und Deutschland.
  • Punkt C: Hier zeigt sich die Einkommenszunahme des reichsten Prozents weltweit. Es wird deutlich, dass die Allerreichsten ebenfalls grosse Gewinner der Globalisierung sind. Hier dominieren Leute aus den USA mit der Hälfte dieses reichsten Prozents, was bedeutet, dass 12 Prozent der Amerikaner zu den weltweit Allerreichsten zählen. Die meisten der übrigen Vertreter dieser globalen Plutokraten stammen aus Westeuropa, Japan und Ozeanien. Mit nur einem Prozent Anteil an ihrer eigenen Bevölkerung sind hier die Reichsten aus Russland, Brasilien und Südafrika vertreten.

Am meisten Gewinn für die Reichsten

Wie die Grafik oben zeigt, haben die Mittelschichten aus den Schwellenländern einen grösseren Einkommenszuwachs erfahren als die Allerreichsten. Absolut gesehen sieht das aber vollkommen anders aus, wie die folgende Grafik von Milanovic zeigt:

Verteilung absolutWie hier deutlich wird, haben die Einkommen des weltweit reichsten und zweitreichsten Prozents mit grossem Abstand absolut am meisten zugenommen. Da die Mittelschichten in den Schwellenländern von einem sehr tiefen Einkommen eine Zunahme erfuhren, ergibt das bei jedem Zuwachs eine starke relative (prozentuale) Zunahme. Die Reichsten dagegen haben eine starke Steigerung von einem bereits hohen Niveau aus erreicht. Sie haben absolut gesehen daher mit grossem Abstand am meisten von den beiden Globalisierungsjahrzehnten profitiert, wie die Grafik der absoluten Gewinne zeigt.

Dennoch hat die relative Zunahme für die Betroffenen die grössere Bedeutung, wie sie in der ersten Grafik wiedergegeben wird. Denn was zählt, ist für die meisten vor allem, welche Verbesserung in den Einkommen sich bei einem selbst oder beim eigenen sozialen Umfeld zeigt und weniger der Vergleich zu den Reichsten in weit entfernten Ländern.

Mittelschicht ist nicht gleich Mittelschicht

Was sagt uns nun aber diese weltweite Betrachtung der Einkommensentwicklung über die Globalisierung und ihre Akzeptanz? Unten die wichtigsten Punkte:

  • Die Mittelschicht in den reichen Ländern hat von der Globalisierung nicht profitiert, obwohl auch ihr die ökonomische Theorie das Gegenteil versprochen hat. Ganz anders die Reichsten in den gleichen Ländern, die im Vergleich zu dieser Mittelschicht relativ und absolut richtiggehend abgesahnt haben. Diese Entwicklung hat die Akzeptanz der wirtschaftlichen Öffnung in den reichen Ländern unterminiert. Sie hat damit zur wachsenden Ungleichheit beigetragen und wird als ungerecht wahrgenommen.
  • Auf der anderen Seite hat die Globalisierung den Mittelschichten in den Schwellenländern vor allem Asiens zu starken Einkommenszuwächsen verholfen. Das hat umso mehr Bedeutung, als die Menschen hier (anders als jene aus der Mittelschicht im reichen Westen) aus tiefster Armut kommen. Die wirtschaftliche Öffnung hat sich hier als grosser Segen erwiesen.
  • Die positiven Aspekte der Globalisierung bzw. der wirtschaftlichen Öffnung sollten bewahrt werden. Dazu gehört mehr als der Einkommenszuwachs in den ärmeren Ländern (mehr dazu in dieser Analyse). Dafür braucht die bestehende Öffnung Legitimität – vor allem auch in den reichen Ländern. Um diese sicherzustellen, reicht es nicht, nur auf generelle wirtschaftliche Vorteile zu pochen. Es braucht eine Politik, die dafür sorgt, dass tatsächlich allen die Früchte einer Öffnung zukommen, und es braucht eine soziale Absicherung. Dabei geht es noch nicht einmal um Gerechtigkeit, sondern schlicht um das Bewahren der positiven Seiten der wirtschaftlichen Öffnung.
  • Und es ist wichtig, es mit der Öffnung nicht zu übertreiben (mehr dazu ebenfalls in dieser Analyse). Ein vollkommen freier Kapitalverkehr zum Beispiel hat ganz andere Folgen als der Freihandel. Eine zu weit gehende Kapitalmarktliberalisierung führt immer wieder zu schweren Finanz- und Wirtschaftskrisen. Auch eine vollkommene Personenfreizügigkeit ist eine Übertreibung, sie gefährdet die gewachsenen sozialen und institutionellen Strukturen in einem Land (siehe dazu auch hier). Schiedsgerichte für Investoren (statt ordentliche Gerichte), die die Souveränität von Ländern einschränken, gehören ebenfalls zu den Übertreibungen. Dasselbe gilt für Patentregeln, die den Wettbewerb zu stark behindern und meist bereits mächtigen Konzernen zu lange eine Monopolmacht sichern.

Die optimale Globalisierung

Wie in ökonomischen Analysen üblich, kann man auch bei der wirtschaftlichen Öffnung ein Optimum definieren. Die Grafik unten zeigt schematisch, wie man sich das vorstellen könnte:

Optimale Globalisierung

Die Globalisierung mit immer offeneren Grenzen stiftet Nutzen. Aber dieser Nutzen nimmt mit zunehmender Öffnung ab. Man spricht von einem abnehmenden Grenznutzen, wenn der Nutzen einer weiteren «Einheit» Öffnung bzw. Globalisierung abnimmt. Tatsächlich ist der Nutzen einer Öffnung am grössten, wenn zuvor kein Freihandel existiert. Nach einem schon relativ weitgehenden Freihandel ist er aber nur noch gering.

Umgekehrt hat eine weitere Öffnung aber immer auch Kosten (Ungleichheit, soziale Unsicherheit, gefährdeter Zusammenhalt in der Gesellschaft, geminderte demokratische Mitbestimmung). Diese Kosten steigen mit jeder weiteren «Einheit» Öffnung bzw. Globalisierung an, man spricht dann von steigenden Grenzkosten. So lange der Grenznutzen bei einer weiteren Öffnung über den Grenzkosten liegt, ist das für die Gesamtgesellschaft ein Gewinn. Wenn die Grenzkosten aber den Grenznutzen einer weiteren Öffnung übersteigen, ist das ein Verlust.

Man kann gut argumentieren, dass so weit gehende Öffnungen wie durch die Währungsunion in Europa (wegen der eingeschränkten demokratischen Souveränität), oder durch das TTIP (aus dem gleichen Grund und wegen der geplanten Schiedsgerichte für Investoren) oder auch durch eine vollkommene Personenfreizügigkeit das Optimum überschreiten und die dann zu hohen Kosten sogar die bestehenden Vorteile der Öffnung gefährden, weil die Öffnung auf immer mehr Widerstand stösst und protektionistische Bewegungen Zulauf erhalten.

437 Kommentare zu «Die globale Sicht der Globalisierung»

  • Markus Ackermann sagt:

    Zu recht bezieht sich der Nobelpreis-Träger Shiller heute auf project-syndicate.org auf einen anderen Nobelpreisträger:
    „In 1948, Paul A. Samuelson’s “factor-price equalization theorem” lucidly showed that under conditions of unlimited free trade without transportation costs (and with other idealized assumptions), market forces would equalize the prices of all factors of production, including the wage rate for any standardized kind of labor, around the world. In a perfect world, people don’t have to move to another country to get a higher wage. Ultimately, they need only be able to participate in producing output that is sold internationally.“
    Nur Soziopathen sehen alles als Business: Denn für friedliche Gesellschaften wäre Demokratie nötig: als Garantie gegen Ausbeutung

    • Markus Ackermann sagt:

      Dani Rodrik gab Shiller und Samuelson schon am 11. August 2016 „The False Economic Promise of Global Governance“ ebenfalls auf project-syndicate.org die passende Antwort und machte gleichzeitig Vorschläge für sinnvollere Schritte in eine bessere Zukunft:
      die Stärkung der Selbstorganisation
      „So the problems of our day have little to do with a lack of global cooperation. They are domestic in nature and cannot be fixed by rule making through international institutions, which are easily overwhelmed by the same vested interests that undermine domestic policy.“
      https://www.project-syndicate.org/commentary/global-governance-false-economic-promise-by-dani-rodrik-2016-08

  • Johnny Smith sagt:

    @ J. Kuehni

    Sorry für den Start eines neuen Threads, wird langsam etwas schwierig zu lesen unten mit den vielen verschachtelten Unterthemen.

    „Eine Schweiz von 8 Mio. Einwohnern kann mit einem Handelsblock von 500 Mio. Einwohnern nicht „Auf Augenhöhe“ verhandeln.“

    ‚Macht’politisch bin ich einverstanden, in der Realität durchaus häufig der Fall. V.a. in der Domäne, die Sie ja häufig kritisieren, der freien Marktwirtschaft.

    Im ‚zwischenstaatlichen‘ Bereich sollte allerdings nicht mehr Krieg oder gnadenloser Wirtschaftskrieg der Macht ‚zum Recht verhelfen‘ (sinnvoller für beide Seiten wäre das Anstreben eines Win-Win-Vertrags).

    Ich glaube, dass gerade das ‚von oben herab‘ des Grossen, die Bevölkerung des ‚Kleinen‘ abstösst und bessere Verhandlungen erschwert. Es muss notabene auch nicht unbedingt ‚Gross gegen Klein‘ der Hintergrund sein. Ich vermute, dass diese empfundene Arroganz beim Brexit Entscheid auch eine Rolle gespielt hat. Deshalb sollten jeweils beide Vertragsparteien auf Augenhöhe diskutieren. Zugegeben: Praxis und Theorie sind nicht identisch.

  • Anh Toàn sagt:

    „The world according to Ackermann / Huber“

    Zuoberst ist das Volk. Sein Wille geschehe. Der besteht darin, dass es keine Papierliwender und keine Zentralplaner gibt, alles wird in Vollversammlungen dirketdemokratisch entschieden. (Wie AJZ, halt Online) Es gibt keine Infantlisierung, Vernatwortlich ist die Famillie für Kita und Alten- und Krankenpflege, die Frau macht das wieder

    Bekenntnis zur traditionellen Familie:

    Es gibt nur Unterstützung, wenn ein Elternteil allein tragen MUSS (nicht trägt.): Die kann auch bei ihrem Mann bleiben, hat keinen Grund wegzulaufen, also muss sie nicht allein tragen, selber doof.

    Reaktionäre Grufties, voll im Mief wie meine Eltern, als wäre da irgendwo Freiheit gewesen.

    • Anh Toàn sagt:

      Wenn das die Frau alles macht mit dem Geifer und der Scheisse kostet es nichts, und wenn es keine Sozialleistungen gibt vom Staat, wenn sie wegläuft, bleibt sie.

      Und so ist Freiheit für den Souverän, Yeah, Baby!

    • Anh Toàn sagt:

      Und wenn die Frau nicht macht, müssen es die Kinder machen, das mit der Scheisse und dem Geifer, weil sonst bekommen die nie ein Erbe, und können dann sehen, wo sie bleiben.

      Sind ja frei zu entscheiden, ob sie ihrem Vater gehorchen wollen oder nicht. Und wenn der sie verhauen will, hat da bestimmt keine KESB oder so sich einzumischen, ist doch seine Sache, weil es ist Freiheit, Baby, Yeah!

      Und wenn das vermögen, dass der Vater sich in freiem Markt erarbeiten durfte, nicht reicht, für die Medikamentenpreise auf dem freien Markt, ist die Tochter frei zu entscheiden, ob sie ihren Vater krepieren lässt (hätte ja auch noch 2 Jahre länger arbeiten können, aber der faule >Sack hat gemeint es reicht schon) oder sich prostituiert. Freiheit Baby Yeah!

      • Anh Toàn sagt:

        Das will der gute Vater nicht riskieren, also arbeitet er sein ganzes Leben bis er tot umfällt, spart so viel er kann, trägt all seinen Lohn auf die Bank oder vergräbt es im Keller als Gold, oder kauft Boden von einem der krank wurde und Geld brauchte für Medikamente, dessen Kinder schlafen jetzt unter der Brücke, und die unsichtbaren Hand des freien Martes sorgt für den Reichtum der Nation. Das Leben der Bürger ist halt arm, aber frei und somit gut. So wie es ja früher auch gut war, bevor das ganze moderne Zeugs ankam.

  • Anh Toàn sagt:

    Derartige Demagogie ist gefährlich für unsere Demokratie: Von Leuten, die es eigentlich besser wissen (Somm oder Huber) wird das Volk in einer völlig falschen Vorstellung gelassen, wie unsere Demokratie funktioniert, warum die so funktioniert, die Leute die es nicht besser wissen, schon vom Grossätti gehört haben, in der Schweiz regiere das Volk, sei der Putin wie einst Lui Kators, selbst der Dr. iur Blocher, der mal im Bundesrat sass, sagt das seinen Wählern, gut er hat ja nicht regiert im Bundesrat, nur Akten verstauben lassen und vernichtet…

    Ja, das macht mich wütend, agrressiv und lustlos auf inhaltliche Auseinandersetzung: Ihr seit die Verräter unserer Demokratie oder werdet von denen instrumentalisiert, ohne es zu merken.

  • Rolf Zach sagt:

    Für die Kommentatoren, die so selbstsicher den Tod des Euro und der EU verkünden, wie der geschätzte Herr Ackermann. Seine
    Gegenargumente kann er nicht mit der Gegenwart beantwortet, sondern nur mit Texten von Adam Smith, die aus dem Zusammenhang gerissen sind. Diese Texte werden uns mit Englisch beigebracht, obwohl der gute Adam Smith bereits vor 1800 ins Deutsche übertragen wurde. Ebenso wird nie die Wirtschaftsgeschichte seit Adam Smith herbeigezogen. Adam Smith wird natürlich benützt, weil seine Zeit bereits seit 200 Jahren vergangen ist und irgendwie kann man immer etwas finden, um darüber zu fabulieren und die EU und den Euro schlecht zu machen. Ich kann Sie noch überbieten. Nächstens argumentiere ich für die EU und den EURO mit Aristoteles und der Bibel, dass sind 1800 mehr.

    • Rolf Zach sagt:

      Wir reden nicht allgemein über die Globalisierung, sondern was sie für die Schweiz bedeutet und das ist real und betrifft unser Wohlstand direkt.
      Erstens die Schweiz wird in Brüssel eine Abfuhr erleiden, die sich gewaschen hat. Kontingentierung ist Sklaven-Wirtschaft und nichts anderes. Es gibt ja Schweizer, die so beschränkt sind, dass sie meinen, die EU Regierungen betrachten ihre Bürger als Sklaven. Sie sollen dies doch den Schweizer Unterhändlern in Brüssel erzählen, die werden sofort am Verhandlungstisch erkunden. Die Bilateralen sind tot und können nicht mehr erweckt werden, die EU sagt entweder gar nichts oder ein Rahmenabkommen. Dieses Rahmenabkommen ist für uns schlechter als der EWR Vertrag von 1992.

      • Rolf Zach sagt:

        Wir sind in Brüssel am Katzentisch und wir müssen zu Diensten von Brüssel viele Mäuse fangen, damit diese uns irgendwelche anderen Brosamen geben.
        Die ganze Sache ist eine Frage der Macht und auch Griechenland wird sich nicht für die Schweiz aufopfern, weil es als Mitglied angeblich vollständig geknechtet wurde. Merkt Euch, Griechenland ist Mitglied, wir sind es nicht!!! Natürlich gibt es Träumer, die reden ständig von der WTO Regelungen und wir können mit allen Ländern Freihandels-Verträge abschließen. Ja, so wie mit China, wo der große Maudi China mit der kleinen Schweizer Maus zu spielen beliebt, dies kann weder die USA noch der große Maudi China mit der EU. In solchen Verträgen werden wir als Maus gefressen, aber die angeblich tote EU lebt und zeigt die Zähne.

        • Rolf Zach sagt:

          Wir waren ja so gescheit und verschlagen, nach dem Bundesrat sollte sich das Ausland die Zähne an unserem Bankgeheimnis ausbeißen. Nicht nur wurde der Maus Schweiz, die Möglichkeit verbaut listig in Zukunft den Käse abzuholen, wir mussten auch den Käse-Vorrat aus der Vergangenheit herausgeben. Ferner meinen viele in der Schweiz, man müsse den Schweizerfranken zur ultimativen Reservewährung gestalten, indem man bei uns einige Prozentsätze höhere Deflation hat als alle übrigen, mehr natürlich als der EURO und noch mehr als der Yen. Die Rentner schreiben dies mit Gusto und denken nicht an ihre Enkelkinder, die keine Stelle mehr finden, auch wenn sie Hochschulabsolventen sind. Wir wissen ja, wie der Suppen-Kaspar im Struwwelpeter geendet hat. So gewappnet gehen wir in die Globalisierung!

          • Rolf Zach sagt:

            Jedermann kann diese Zeilen als Wirrnis einstufen, entscheiden darüber wird die Zukunft. Natürlich kann man wie ein Pawlowscher Hund immer gebetsmühlenartig wiederholen, die EU und der Euro wird zusammenbrechen, die EU und der Euro wird zusammenbrechen etc. Eine bestechende Logik, garniert mit Adam Smith in Englisch, ergibt mehr Aura, er wurde ja nie übersetzt ins Deutsche. Und fertig sind Totschlag-Argumente vom Denker, wie in der Skulptur von Rodin. Wau!!
            Übrigens, die Flüchtlingsströme über das Mittelmeer und den Balkan haben herzlich wenig mit der EU zu tun. Nicht mal so sehr mit der Globalisierung überall, aber mehr mit der Bevölkerungsexplosion in den Herkungsländern und der Islam hat keine Antwort darauf, aber dass ist etwas anderes.

          • Anh Toàn sagt:

            Islam

            Ich halte Religionskritik für wichtig, aber bitte nicht gegründet auf dem Niveau von gegründet von einem Ziegenhirten (ist Bauhandwerker oder Fischer besser?)

            Alle Religionen basieren auf Lügen (Kurt Vonnegut), zumindest der Lüge, es gäbe Wahrheit.

            Aber alle Religionen sind, ganz abgesehen von Gott und so, im realen Menschen nützlich beim Schaffen gesellschaftlicher Strukturen (Familie, Krönung von Monarchen) und menschlicher Strukturen (Tagestruktur mit fünfmal beten und waschen, Wochenstrutur mit Sonntag in die Kirche, Jahresstruktur mit Ostern Weihnachten Pfingsten ramadan), grundlegende Werte (10 Gebote) welche ein arbeitsteiliges Leben in Gesellschaften grösser als eine höhlenbewohnende oder nomadisierende Sippe erst ermöglichen.

          • Anh Toàn sagt:

            Ackermann nimmt gerne die Reformation, er verkennt, dass Luther und Co. nicht konnten, was sie wollten, die katholische Kirche reformieren, es entstand eine neue Religion, die einen dem Islam sehr ähnlichen Kern hat:

            Es gibt keine absolute religiöse Autorität, und darum umfasst Protestantismus halt auch Abtreibungsklinikabfackler, Brei Viks und vieles mehr.

            Also wenn Religionskritik, etwas fundiert, und wenn es das ist, kann man es bei Hugo Stamm schreiben.

          • Anh Toàn sagt:

            Die Angst vor der Islamisierung des Abendlandes ist – Mann darf das wörtlich nehmen – die Angst den Kürzeren zu ziehen.

    • Anh Toàn sagt:

      Danke Herr Zach

      „Der Ackermann versteht nicht“ habe ich geschrieben:

      Er sagt, das Volk sei der Souverän und leitet daraus Ansprüche des Volkes ab. Aber unsere BV sagt nirgendwo, dass das Volk der Souverän sei, sondern dies folgt aus den Rechten (insbesondere Wahlrecht), welche die Verfassung gibt. Nun zu sagen, wenn man dem Volk nicht die Rechte gibt, wie Rousseau oder sonst jemand vor 300 Jahren dem Souverän zuordnete, sei Verfassungsbruch, das Volk hätte viel mehr Rechte als in der BV steht, es könne dem Parlament und dem Bundesrat Befehle erteilen wie ein Chef seinen Angestellten (er bezeichnet an anderen Orten die Parlamentarier als Angestellte), und das Parlament könne nicht frei entscheiden, wie es in BV 161/1 steht, ist der Inbegriff eines Zirkelschlusses.

      • Anh Toàn sagt:

        „Der Ackermann kann da nix für“ habe ich auch geschrieben:

        Wenn selbst der Herr Somm in seinem Kommentar von einem Putsch redet, weil das Parlament, bzw. dessen Kommission, von seiner Kompetenz gebrauch macht, den vermorksten MEI Artikel im Gesamtzusammenhang der Verfassung irgendwie um zu setzen, und dabei frei entscheidet (BV 161/1) bin ich überzeugt, dass Der Herr Somm ganz genau weiss, dass dies rein gar nichts mit einem Putsch zu tun hat. Das Ministerium für Propaganda und Agitation, zieht schon an die zehn Jahr‘ kreuz und quer und krumm, die Wähler an der Nase herum.

        Dann ist es kein Wunder, dass der Ackermann Strafe von mindestens 1 Jahr Gefängnis fordert für die Kommissionsmitglieder, welche die Unabhängigkeit der Schweiz verraten.

  • Anh Toàn sagt:

    Apropos Menschenbild, gerade auch aus globaler Sicht, habe ich noch etwas loszuwerden:

    Jeder Mensch hat bei Geburt eine gute und eine schlechte Seite. Die Seite, die vom Leben mehr genährt wird, wird grösser, aber nie gross genug die andere Seite vollständig auf zu fressen: Selbst Dölfi liebte seinen Hund.

    Bei manchen ist es fast unmöglich, noch etwas von der guten Seite zu finden, manchmal erkennt man kaum, dass selbst in diesem Menschen auch eine böse Seite steckt.

    Meistens aber gilt, trifft man einen bisher unbekannten Menschen, findet man in ihm, was man in ihm sucht. Und bitte suchen nicht mit hoffen verwechseln: Die Angst, er sei böse, sucht das Böse in ihm, das Vertrauen, (im Bewusstsein nicht Wissen ist, ansonsten wäre es dumm) er ist gut, sucht das Gute.

  • Marcel Senn sagt:

    Auch das gehört zur Globalisierung — Südkoreanische Grossreederei pleite – zehntausende Container mit Milliardenwerten treiben irgendwo auf den Weltmeeren rum….mal schauen, ob das zu einer Kettenreaktion in der Globalisierung führen wird

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/grossreederei-hanjin-auf-den-pleite-frachtern-wird-nahrung-knapp-a-1111832.html

  • Marcel Senn sagt:

    Huber: Eigentlich müssten Sie ja völlig happy sein, denn Sie haben das grosse Glück Ihr Lieblingszitat von Jefferson aktuell live auf den Phillipinen mitzuerleben:

    „The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants.“
    .
    Jetzt wo „the punisher“ Duterte mit eisernem Besen kehrt, vielleicht auch noch etwas bei der Oligarchie und alles Uebel aus dem Land morden lässt bei über 90% Zustimmung der Bevölkerung, dazu dem Obama (und dem Papst etc) noch den Putang Ina zu verstehen gibt.
    .
    Dann freuen Sie sich doch über Ihren Inselgruppenherrscher, der es den „Weltregierungsfanatikern“ wieder mal so richtig „gezeigt“ hat!

    • Linus Huber sagt:

      Ehrlich gesagt, stört mich die Tendenz, dass die Diskussion immer wieder auf die persönliche Ebene reduziert wird und damit der Dialekt von Ideen verfälscht/gestört wird.

      • Marcel Senn sagt:

        Wenn Sie in Ihren Kommentaren permanent schreiben es müsse alle 20 Jahre eine Revolution geben oder eben das Jefferson Sprüchli permanent wiederholen, dann müssen Sie sich nicht wundern, wenn man so Anschauungsbeispiele nimmt. Das einzig „persönliche“ dabei ist, dass Sie sich jenes Land als Wohnort ausgesucht haben, wo jetzt sowas gerade passiert.
        Auf soziale Problematiken, die Ihre „Doktrine“ auslösen könnten, gehen Sie nicht ein – Sie meinen wenn jeder „freiheitlich“ vor sich hinwurstelt und von den „richtigen“ Anreizsystemen geleitet würde, dann käme alles schon gut…geht fast schon in eine ähnlich menschenverachtende Richtung wie der andere Oesterreicher im 20 Jh.
        .
        Im Vergleich zum Anh springe ich ja geradezu noch harmlos mit Ihnen um

  • Markus Ackermann sagt:

    Dies ist die brillanteste Aufarbeitung des Themas (vom November 2014), die ich kenne
    http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/36064/das-politische-trilemma-der-schweiz/

  • Linus Huber sagt:

    „Corrupt bankers represent a threat not only to those they directly rip off but also potentially the entire global financial system, the Governor of the Bank of England has warned.“

    Aber hallo, wer genau ist denn für das diesbezügliche Anreizsystem verantwortlich? Carney beklagt das Resultat des Gruppendenkens, welches in Zentralbanken vorherrscht, indem er anstatt seine eigene Unzulänglichkeit und korrumpiertes prinzipienfreies Gedankengut in Frage stellt, die Akteure, welche auf die erzeugten Anreize entsprechend reagieren beschuldigt. – lächerlich und traurig zugleich.

    Ja, die Menschen werden langsam unruhig angesichts der immer offensichtlich werdenden gezinkten Karten in diesem Spiel, daher muss wohl schnell ein Sündenbock für die eigenen Fehler gefunden werden.

    • Maiko Laugun sagt:

      @Linus: Bank of England hat als 1. Nati zugegeben, dass sie kein Geld aus dem nichts herstellen kann. Das blenden Sie aus; passt halt nicht in Ihre Weltverschwörungs-Theorie.

      • Linus Huber sagt:

        Wow, Weltverschwörungstheoretiker, das Schlagwort, welches nun jedes Argument im Keime ersticken soll.

        1. Geben Sie die Referenz, damit man dieses aus dem Kontext gerissene „Zugeben“ richtig einstufen kann.
        2. Was ändert dies an meiner obigen Aussage – nichts.
        3. Die Agenda der Weltregierungsfanatiker benötigt weder eine formelle noch organisierte Verschwörung, sondern eine anständige Anzahl an finanzstarken, machtgierigen lose miteinander verbundenen Oligarchen sowie eine willige auf ihren persönlichen Vorteil bedachte und daher auch ähnlich denkende Funktionselite (Zachs Ausdruck) reichen, solange das Heer an obrigkeitsgläubigen Bürgern in der Mehrzahl ist, problemlos aus.

        • Maiko Laugun sagt:

          @Linus: Habe den Link hier bei NMTM schon mindestens einmal gepostet. Finde ihn auf die Schnelle nicht (Google ist gesperrt in China). Es ist ein umfangreiches Dokument; evtl. online bei der Bank of England selbst zu finden. Komme online gerade nicht durch.

          Bin erneut erstaunt, dass Sie mit Ihrer (weiter unten selber genannten) Bildung, Erfahrung und Kompetenz das nicht wissen oder sich nicht daran zu erinnern vermögen.

          Bei Ihnen ist prinzipiell alles „aus dem Kontext gerissen“, was nicht in Ihre eigene Theorie passt. Ein Eingeständnis einer Zentralbank widerspricht Ihrer Aussage „…das Resultat des Gruppendenkens, welches in Zentralbanken vorherrscht..“.

          • Marcel Senn sagt:

            Maiko: Der Linus ist meiner Meinung eh im falschen Blog – ich war neulich mal auf Lukas Reimanns (SVP) Twitter Account (meinem Lieblingsfeind von den Sünnelis, da er aus dem gleichen Kaff kommt (Wil SG) – da „hubert“ es nur so…genau die gleichen Doktrine wie bei unserem Linus – die beiden könnten glaub gute Freunde werden…
            .
            Aber vermutlich will Linus uns „Irrlichter“ einfach „bekehren“ – Never trust an Austrian 😉

          • Linus Huber sagt:

            Nein, es geht nicht darum, inwiefern es in meine Theorie passt oder nicht, sondern darum, dass der Kontext es leicht zulassen würde, dass es sich um ein reines bedeutungsloses Lippenbekenntnis handelt, welches keine Konsequenzen auf die eigentliche Geldpolitik hat. z.B. Zentralbank-Bilanz mehr als vervierfacht seit 2008, M2 Wachstumsraten ein vielfaches der Wirtschaftswachstumsraten, Private Verschuldung weiterhin auf einem historischen Hoch, Reduktion der Zinsrate von 0,5% auf 0.25% gerade anfangs August etc.

          • Linus Huber sagt:

            @ Marcel

            Warum versuchen Sie dauernd den Standard der Diskussion auf die Ebene eines Stammtisches zu senken?

          • Maiko Laugun sagt:

            @Ni Hao Marcel: Twitter ist hier in China leider auch gesperrt. Würde das sonst gerne lesen. 🙂

            Hast Du zufälligerweise noch irgendwo den von mir zitierten Link? Wie Du weisst, ist mein Online Leben hier etwas mühsam. Und sonst trage ich den halt in der Zukunft mal in einem anderen NMTM-Beitrag nach, sofern ich irgendwo noch durchkomme.

            @Linus: Bank of England: Eigene Einsicht kann ein 1. Schritt zur Verbesserung sein, auch dann, wenn es sich vielleicht nur um einen Teilbereich handelt und in der Praxis noch (?) … „..keine Konsequenzen auf die eigentliche Geldpolitik hat.“ … und wird im optimalen Falle von anderen Nati’s übernommen, wobei dies aus logischen Gründen noch (?) ein Wunschdenken bleibt.

          • Marcel Senn sagt:

            Maiko: Hola – sorry weiss jetzt nicht gerade welchen Link Du meinst…
            Ist ja wirklich etwas lästig mit Eurer limitierten Globalisierung im Reich der Mitte – Waren ja – Infos nein…

            Huber: Sie benehmen sich ja auch als seien Sie hier mit lauter Anhängern der österreichischen Schule an einem Stammtisch, das provoziert halt…aber vielleicht besser ich gehe gar nicht mehr auf Ihr Gedankengut ein – wir reden ja eh andauernd aneinander vorbei – kann mit Ihren Doktrinen als Gesamtkonzept nicht wirklich viel anfangen und für Sie bin ich ja auch nur ein „Zentralplaner“.

          • Linus Huber sagt:

            @ Marcel

            Nein Sie sind kein Zentralplaner, aber der für Zentralplaner perfekte Bürger, indem Sie den unentwegten Ausbau der Zentralplanung einzig als Fortschritt betrachten und dies mit Ihrer gesamtheitlich zu erkennenden Obrigkeitsgläubigkeit auch belegen.

          • ast sagt:

            warum sollen (grosse) Notenbanken nicht beliebig grosse Mengen Geld schöpfen können? Die Goldbindung ist doch längst abgeschafft und die Notenbanken dürfen sogar Firmenanleihen und Aktien kaufen.

            In der Realität sehe ich daher kaum Grenzen, weil die globale (Finanz) -Politik offenbar keine gesetzt hat.

          • Linus Huber sagt:

            @ ast

            Genau, daher ist der Kontext, in welchem diese Aussage stattfand, derart wichtig.

        • J. Kuehni sagt:

          „Wow, Weltverschwörungstheoretiker, das Schlagwort, welches nun jedes Argument im Keime ersticken soll.“

          Sagt derjenige, der dauern mit dem Schlagwort „Weltregierungsfanatiker“ zuschlägt, einem Term, der seine „Weltverschwörungstheorie“ gleich mit sich trägt.

          😉

          • Linus Huber sagt:

            Eben nicht, denn es handelt sich, wie bereits erläutert, nicht um eine Verschwörung!

            Interessant mag die Häufigkeit der Verwendung von Schlagwörtern sein, denn sie dürfte Auskunft über deren Popularität geben.

            „Weltregierungsfanatiker und Kriegstreiber“ – 7
            Weltregierungsfanatiker – 197
            Assoziationsfreiheit – 2,590
            Obrigkeitsgläubigkeit – 3480
            Kollektivismus – 84,400
            Nazi – 87,900
            Weltverschwörungstheoretiker – 95,900
            Verschwörungstheoretiker – 312,000
            Rassist – 525,000

            Offensichtlich sind meine Schlagwörter nicht derart populär wie Ihre 🙁

          • Linus Huber sagt:

            Noch einige andere verwendeten Schlagwörter:

            „regulierter Handel“ – 1,650
            Zentralplaner – 2,220
            Zentralplanung – 4,130
            „Künstler der Manipulation“ – 4,350
            Interventionisten – 11,800
            Interventionismus – 47,700
            Ausländerhass – 58,900
            Abschottung – 561,000
            Freihandel – 706,000
            Menschenrechte – 6,440,000

            Auch hier muss ich konsterniert feststellen, dass meine „Schlagwörter“ aufgrund der mässigen Anwendung offensichtlich nicht in die indoktrinierte Meinungsbildung passen.

            Interessant ist vielleicht der Umstand, dass z.B. der Begriff „Weltregierungsfanatiker“ bis vor einem Jahr gerade 3 mal in der Suche auftaucht, also eine massive Steigerung innerhalb eines Jahres erfuhr. Vielleicht werden meine „Schlagwörter“ an Popularität zulegen – 🙂

  • Beat S. Eberle sagt:

    “ Die Mittelschicht in den reichen Ländern hat von der Globalisierung nicht profitiert, obwohl auch ihr die ökonomische Theorie das Gegenteil versprochen hat. “
    Ich bezweifle, dass diese Aussage so legitim ist. Profitieren funktioniert nicht ausschliesslich über höhere Einkommen. Wir profitieren hauptsächlich von guten, billigen Produkten. Man denke sich, wir müssten alles aus Schweizer Produktion kaufen… (Autos, Kühlschränke, Radios, Smartphones, TV-Programme, Kleider, PC, Tourismus, etc, etc, etc.). Die Qualtität (im Sinne der Funktionen), die Auswahl und die Preise wären auf einem sehr viel schlechteren Stand für den Konsumenten ohne die Globalisierung und der damit verbundenen Arbeitsteilung / Handel.

    • Markus Ackermann sagt:

      @Eberle
      Da täuschen Sie sich gewaltig.
      1. Rechnen Sie einmal mit einem Produktivitätsgewinn (Veränderung Output/Input inflationsbereinigt) von ~5%.
      Bsp: System-Manager in der IT
      -> Falls die Systeme nicht um 5% p.a. wachsen, kann man Stellen streichen
      2. Jetzt schauen Sie, wie viele Papierli-Wender die Infrastruktur nutzen
      … zu welchen Kosten
      … immer Veränderung Output/Input, inflationsbereinigt
      3. Jetzt schauen Sie, ob / wie die Produktionskosten (inkl. ALLER Gemeinkosten, indirekten Kosten etc.) GEFALLEN sind.
      … und schauen Sie, wie viel die verkauften Umsätze in Geld und in Stk. GESTIEGEN sind
      … zu welchen Preisen für den Konsumenten
      … in welcher Menge
      => Sie werden feststellen, dass fast der gesamte Produktivitätsgewinn an irgend welche Papierli-Wender ging

    • Markus Ackermann sagt:

      @Eberle
      Das Mechano dahinter ist relativ einfach.
      The annual produce wird NUR von den productive hands produziert,
      aber von den productive hands und den unproductive hands konsumiert.
      -> Wenn die unproductive hands (Papierli-Wender) immer mehr werden, dann profitieren die productive hands von ihrer Produktivitätssteigerung relativ immer weniger.
      -> Geld ist aber nur das Transfermittel für einen Tausch von Arbeit gegen Arbeit. Money ist ein Bezugsschein, ein claim auf den output der productive hands
      -> Was wird passieren? Es wird mehr Geld gedruckt, d.h. es gibt mehr Bezugsscheine, z.B. mehr Schulden, z.B. längere Bankbilanzen (statt Vollgeld).
      DARUM haben wir heute eine Verschuldung von z.T. 400 % des BIP.
      Bref:
      RELATIV zur Arbeit aufgeblasene nominale Werte / Preise

      • Markus Ackermann sagt:

        @Eberle
        „There is one sort of labour which adds to the value … there is another which has no such effect. The former, as it produces a value, may be called productive; the latter unproductive labour. Thus the labour of the manufacturer adds, generally, to the value of the materials which he works upon … The labour of the menial servant, … , adds to the value of nothing … A man grows rich by employing a multitude of manufacturers: He grows poor, by maintaining a multitude of menial servants. The labour of the latter, however, has its value, and deserves its reward as well as that of the former. But the labour of the manufacturer fixes and realizes itself in some particular subject or vendible commodity, which last for some time at least after the labour is past.“

      • Markus Ackermann sagt:

        @Eberle
        „The labour of some of the most respectable orders in the society is, like that of menial servants, unproductive of any value, and does not fix or realize itself in any permanent subject, or vendible commodity, which endures after that labour is past, AND FOR WHICH AN EQUAL QUANTITY OF LABOUR COULD AFTERWARDS BE PROCURED. The sovereign, for example, with all the officers both of justice and war who serve under him, the whole army and navy, are unproductive labourers. They are the servants of the publikk, and are maintained by a part of the annual produce. Their service … produces nothing for which an equal quantity of service can afterwards be procured. In the same class must be ranked … churchmen, lawyers, physicians, players, buffoons … opera-singers …

      • Markus Ackermann sagt:

        @Eberle
        Like … the tune of the musicians, the work of all of them perishes in the very instant of its production.
        Both productive and unproductive labourers, and those who do not labour at all, ARE ALL EQUALLY MAINTAINED BY THE ANNUAL PRODUCE of the land and labour of the country. This produce … can never be infinite … the whole annual produce of the land and labour of every country, is, no doubt, ultimately destined for supplying the consumption of its inhabitants.“
        Adam Smith, Wealth of Nations, 1776, Book II, chapter III

    • Markus Ackermann sagt:

      @Eberle
      Ihre Arbeit, Ihre Arbeitsstunde ist heute mindestens gleich viel wert (in Konsumgütern) wie vor 30 Jahren (1986)
      … falls Sie NICHTS dazu gelernt hätten, NICHT besser geworden wären
      Wenn jetzt die Produktion jährlich in ihrer Produktivität um 5% besser geworden wäre, dann hiesse dies, dass die Kosten (inflationsbereinigt) nur noch circa 1/5 der damaligen Kosten sein dürften
      0.95^30 = 0.215, also 21.5% der Kosten von 1986.
      -> Würden Sie als Konsument diesen Produktivitätsgewinn für sich nutzen können, dann könnten Sie mit ihrer Arbeitsstunde sich das 4-Fache bis 5-Fache von 1986 leisten.
      DAS können Sie nicht.
      Claro:
      Solche Rechnungen haben mit der Realität wenig zu tun, sie geben Ihnen aber eine Richtung: Konsumenten werden von unproductive hands ausgebeutet

      • Anh Toàn sagt:

        Hatten Sie 1986 einen Compi? Was konnte der und was hat er gekostet?

        Vielleicht rechnen Sie noch immer mit dem TEXAS TI 30: Den heute noch zu finden, kostet vermutlich mehr als 1986

        Scheiss Globalisierung

        • Anh Toàn sagt:

          Welches „KonsumGUT“ wurde nicht billiger in Arbeitsstunden gerechnet seit 1986?

          Den Konsum von Dienstleistungen (Hotel, Restaurant, Coiffeur, vor allem aber im Gesundheitswesen, wo wir ausserdem viel mehr konsumieren) kann nicht billiger werden, denn eigentlich werden da Arbeitsstunden gekauft, wenn man die in Arbeitsstunden rechnet, bleibt der Preis gleich:

          1986 haben Güter noch etwas gekostet, heute kosten die fast nichts mehr, aber Arbeit kostet in Arbeit gerechnet, immer gleich viel.

        • Anh Toàn sagt:

          Zählen Sie eine Prosituierte zu den Papierli Wendern oder ist die produktive, mit der Hand oder sonst was?

        • Anh Toàn sagt:

          Was ist mit einem Psychiater?

          Ist eigentlich ein Geriatiepfleger „produktive“?

          Ist ein Lehrer „produktive“? Wie messen Sie seinen output?

          Sie müssten ja meiner Linie Folgen: Mit einem Weltstaat brauchen wir viel weniger Papierli Wender, weniger Politiker, weniger Steuerverwaltungen und überhaupt keine Zöllner, Grenzwächter, Passbüros, keine Formulare für MWST Rückerstattungen, Exportbescheinigungen, Ursprungszeugnisse, kein Geldwechsel (Transaktionskosten).

        • Anh Toàn sagt:

          @Ackermann „Papierliwender“ „unproduktive Hands“ Adam Smith und so:

          Ja all die Papierliwender braucht es nicht, weil es gibt ja die unsichtbare Hand und Frau Holle.

          • Anh Toàn sagt:

            In diesem Satz habe ich Ihnen Adam Smith, The wealth of nations zusammengefasst, es war damals üblich sich wichtig zu machen, indem man umständlich und endlos formulierte.

          • Anh Toàn sagt:

            Für den Wohlstand der Nation ist das Beste, wenn die Schwachen krepieren und die Doofen verhungern (Linus Huber: Wenn Sie keine Bankbilanzen lesen können und dann noch keine Versicherungsmathe, ist das ihr (mein) Problem.)

            Ich wünsche Ihnen wirklich nicht, nicht einmal dem Huber, dass Sie im Pflegeheim auf die unsichtbare Hand warten müssen, damit Sie nicht an Ihrem Geifer ersticken oder mit Ihrer Scheisse von den Fliegen gefressen werden

          • Linus Huber sagt:

            „die unsichtbare Hand warten müssen, damit Sie nicht an Ihrem Geifer ersticken oder mit Ihrer Scheisse von den Fliegen gefressen werden“

            Ein wahrlich erschütterndes Menschenbild, welches hier an den Tag tritt.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Huber
            … er ist krank

          • Anh Toàn sagt:

            Also wenn es Euch erschüttert, oder Ihr krank findet, dass ich Euch das nicht wünsche….

          • Anh Toàn sagt:

            @Linus Huber:

            Sie sind derart widerlich, zitieren die Verneinung weglassend, also genau das Gegenteil dessen, was ich gesagt habe, um es mir dann als mein Menschenbild vorzuwerfen.

            Wiks R

          • Anh Toàn sagt:

            Der Ackermann versteht nicht, da kann er nichts für, der Huber will in die Irre führen, der macht es absichtlich, das ist Demagogie, er erzählt dem Volk wie schön und toll und gut es ist, und dennoch von den Politkern und Zentralbankern verarscht wird: Warum?

            Damit er (oder der/die deren Brot er nimmt) das Volk effen kann.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Anh: Ich persönlich schätze Ihre Kommentare. Bin vielleicht weniger empfindlich als andere 🙂

          • Linus Huber sagt:

            Sie erkennen nicht einmal die inhaltliche Bedeutung meiner „Erschütterung“, denn diese betrifft eben genau nicht was Sie uns wünschen oder nicht, sondern den Umstand, dass jemand eine solch kranke Vorstellung pflegt, dass Menschen untereinander sich derart abartig, frei von Empathie und Mitgefühl verhalten. Sicherlich versteht Markus genau, was gemeint war.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Huber
            Ich habe ihm im Internet die „Theory of Moral Sentiments“, das Hauptwerk von Adam Smith, gepostet, es ist frei zugänglich.
            Adam Smith verstand sich als liberaler Moral-Philosoph. Ein zentrales Element bei Adam Smith ist die compassion.
            Kant interessiert ihn auch nicht.
            Es geht ihm nicht um Ratio oder Vernunft, er ist perrmanent überfordert von seinem eigenen Innern.

          • Johnny Smith sagt:

            @ Maiko Laugun

            Es gab auch einmal eine Zeit (vielleicht bis vor 1,2 Jahren), wo ich die Kommentare von AT noch mehrheitlich schätzte. Mittlerweile schätze ich nur noch wenige davon, mehrheitlich nicht mehr. Sie sind immer weniger inhaltlich argumentiert, dafür aggressiver, einseitiger, rechthaberischer). Der Kommentar von Markus Ackermann
            11. September 2016 um 11:48 ist nicht ganz unmöglich.

          • Anh Toàn sagt:

            Huber: Sie haben mich dennoch gegenteilig zu meiner Aussage zitiert:

            Mein Menschenbild wird mir einmal als naiv vorgeworfen, alle seien gut und nett und lieb, dann glaube ich anscheinend, alle verkaufen ihre Söhne nach China, und schicken ihre Töchter auf den Strich. Oder sie lassen die Eltern, die sich den A. aufgerissen haben, um ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen, einfach verrecken.

            Wer abhängig ist von Familie für soziale Sicherheit, braucht viele, Kinder, fehlende zentralplanerische soziale Sicherheit ist der wesentliche Grund für das Bevölkerungswachstum, da wo es noch stattfindet.

            Die unsichtbare Hand regelt das dann mit Hungersnöten, Seuchen oder Kriegen, aber ich frage mich, ob damit tatsächlich der Wohlstand gesteigert wird.

          • Anh Toàn sagt:

            @Johnny Smith

            Ich gebe Recht betreffend Aggressivität meiner Kommentare, aber inhaltlich sich mit dem Huber oder dem Ackermann auseinandersetzen geht nicht:

            Der Huber sondert seine Textbausteine ab, wenn man versucht mit ihm zu argumentieren, weicht er aus, „hebt die Diskussion auf eine andere Ebene“

            Der Ackermann sondert Platitüden ab, Stichworte (siehe auch den Kommentar von Herrn Zach dazu, deren Ironie er nicht zu erkennen vermag: Die Briten müssen sich beeilen mit dem Austritt, sonst könnten sie noch die letzten sein, in der gleich zusammenbrechenden EU) – damit kann man sich nicht inhaltlich auseinandersetzten. Der Herr Zach hat es sogar versucht.

            Ansonsten weht über diesem Blog die Fahne der Pistols: „never mind the bolloks“

          • Anh Toàn sagt:

            Der Ackermann sagt dem Zach er sei „wirr“, mir ich sei krank.

            Ich gestehe den Huber persönlich an zu greifen, bzw. den Nick, wenn er Strafantrag stellt wegen Ehrverletzung ist mir zu wissen, wer er ist, eine allfällige Verurteilung wegen was ich hier mache, so schlimm ist das nicht, wert. Er hat für mich keine Ehre mehr zu verletzen, weil er seine Wettschulden bei mir nicht bezahlt, auch nicht sich entschuldigt, er tut nicht mal so, als würde er später zahlen: Er wusste wahrscheinlich bevor er wettete, dass er nicht bezahlen wird, falls er verliert, hat sich aber ausgerechnet, was er sich leisten kann, wenn er gewinnt.

            Ansonsten greife ich niemanden persönlich an, sondern kritisiere einzig, was aus dem Text hervorgeht.

          • Johnny Smith sagt:

            @ AT

            Danke für Ihre zwei Kommentare. Jeder hier weiss, dass Sie und LH wie Katz und Hund sind. Und dass er seine Wettschulden nicht bezahlt hat. Lohnt es sich dafür, den Blog mit immer gehässigeren persönlichen Angriffen zu überfüllen? Ich meine nicht.

            „…inhaltlich sich mit dem Huber oder dem Ackermann auseinandersetzen geht nicht“

            Versuchen Sie’s. Übrigens: nur einen Teilaspekt aus dem Ganzen herauszupicken für seine Argumentation, da sind wir wohl alle mit im Geschäft. Da sind auch Sie ‚gelegentlich‘ nicht ganz untalentiert 😉

            Und wenn’s wirklich nicht geht, dann lassen Sie’s. Nehmen wir mal den Nardone: der ist so wirr und einseitig, da lass ich es lieber, meine Zeit zu verplempern.

          • Anh Toàn sagt:

            Johnny Smith
            „Nehmen wir mal den „Nardone“ der ist so wirr und einseitig“

            Damit haben Sie sich gerade voll selbst abgeschossen.

          • Johnny Smith sagt:

            „Damit haben Sie sich gerade voll selbst abgeschossen.“

            Wenn Sie wenigstens lesen würden und vielleicht sogar zu verstehen versuchten, WARUM ich entschieden habe, bei manchen Trolls gar nicht zu argumentieren…

            Aber vielleicht ist das ja gerade Ihr Problem, Hauptsache etwas schreiben, was ‚gut tönt‘. Oft gelingt’s, manchmal nicht.

          • Anh Toàn sagt:

            @Johnny Smith: Ich helfe Ihnen

            Der Nardone ist so weit weg von einem Troll, und die meisten hier, davon bin ich überzeugt, sehen dies so wie ich. (Der Huber sieht es wie Sie, Sie sind nicht allein)

          • Johnny Smith sagt:

            @ AT

            „und die meisten hier … sehen dies so wie ich“

            1. Ich weiss nicht, warum die (angebliche) Mehrheitsmeinung relevant sein soll, ob jemand ein vermuteter Troll ist oder nicht.

            2. Sie haben mir nicht beantwortet, warum ich mich „gerade voll selbst abgeschossen“ hätte.

            „Ich helfe Ihnen“
            3. Merken Sie, dass Sie nicht nur immer häufiger aggressiv (was Sie ja immerhin selber zugeben), sondern sich auch manchmal (bewusst?) herablassend äussern? 😉

            „Der Huber sieht es wie Sie“
            4. Ich weiss nicht, wie LH zu Nardone steht. Sie vermutlich auch nicht. Und wie unter 1. erwähnt, spielt das auch keine Rolle.

            Bref (wie Markus Ackermann sagen würde): Sie disqualifizieren sich unter emotionalem Stress selber. Calm down and think before you post.

          • Anh Toàn sagt:

            Der Ackermann denkt?

          • Anh Toàn sagt:

            Schlagworte zitieren und Namedroping und „mein Buch gibt es im Handel zu kaufen“ (immerhin weiss dies jetzt jemand, jetzt muss nur noch jemand ausser er selbst es kaufen) nenn ich nicht Denken.

          • Anh Toàn sagt:

            Übrigens, ich amüsier mich hier. Sie müssen es nicht glauben, aber ich amüsier mich genauso wie linke Choten oder rechte Fussballhooligans bei ihren Schlachten: Nur kann ich ein wenig texten, masse ich mir an zu glauben, dann brauch ich keine Fäuste um mich zu amüsieren beim draufhauen.

            Ihr haut auf Moslems Flüchtlinge Politiker Banker Bürokraten Zentralisten Linken und ich hau auf Euch, und wenn ich treffe, quieksts die Sau.

          • Anh Toàn sagt:

            Herablassung finden Sie bei mir, Gratulation, beim Huber finden Sie keine Herablassung, keine Überheblichkeit, keine Angriffe auf Senn, Kühni, Maigun, Zach, Nardone, keine Weltregierungsfanatiker, keine Obrigkeitsgläubiger, keine Doofen.

            Das alles finden Sie nur bei mir.

          • Johnny Smith sagt:

            wikipedia:

            Schizophrene Psychosen, Symptome:
            … Wahnvorstellungen, Halluzinationen … er vertritt die Vorstellung, fremde Gedanken lesen zu können … Der Wahn selbst ist durch eine objektive Falschheit, die subjektive Gewissheit und die Unverrückbarkeit gekennzeichnet. Das heißt, der Kranke ist keinerlei Argumenten zugänglich und wird unter keinen Umständen von seiner Vorstellungswelt abrücken, und sei sie von außen betrachtet auch noch so offensichtlich falsch („ver-rückte“ Sicht der Welt) … Viele Betroffene halten sich für „Auserwählte“, im positiven wie im negativen Sinne …

            Markus Ackermann war schneller als ich, 11. September 2016 um 11:48.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Anh Toàn: Köstlich! Deshalb nochmals: Lese Ihre Kommentare mit grossem Vergnügen 🙂

          • Maiko Laugun sagt:

            @Johnny: Für Ferndiagnosen kontaktieren Sie bitte Mike Shiva. Da wird Ihnen geholfen.

          • Johnny Smith sagt:

            @ Maiko Laugun

            Bewundernswert, wie Sie sich für AT ins Zeug legen. Aber im Ernst: Sie haben möglicherweise recht. Für AT sind Sympathiebekundungen vermutlich hilfreicher als Kritik oder (Fern)Diagnosen.

          • Anh Toàn sagt:

            „er vertritt die Vorstellung, fremde Gedanken lesen zu können“

            Nee, ich kann einen Text lesen und hinterfragen, andere können immerhin eine Speisekarte lesen.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Johnny: „Bewundernswert, wie Sie …“

            VERachtenswert, wie Sie plus einzelne andere einen Kommentator in eine psychisch kranke Ecke zu schieben versuchen.

            Mit Ihrem Kommentar an mich liegen Sie komplett daneben. Ich kenne AT nicht. Der braucht niemanden, der sich für ihn „ins Zeug“ legt.

            Es geht mir um Sie persönlich (plus andere). Ein erbärmliches Verhalten.

          • Johnny Smith sagt:

            @ Maiko Laugun

            Ich habe nie behauptet, dass Sie AT kennen. Aber ansonsten gebe ich Ihnen auch hier weitgehend recht. Einen Kommentator in eine psychisch kranke Ecke zu schieben, ist je unbegründeter umso verachtenswerter.

      • Rolf Zach sagt:

        Na, dann hat Mister Krugman den Nobelpreis für Wirtschaft völlig zu unrecht erhalten. Nun vieles hat Anh Toàn Ihnen bereits mit seiner üblichen Scharfsinnigkeit beantwortet. Die Frage ist nur welcher Wirtschaftsraum ist der ideale für den Austausch von Gütern in der heutigen Technostruktur (Ausdruck von Galbraith). Die EU und der EURO sind ja vom Teufel. Sollte man nicht den US$ in Kalifornien durch den kalifornischen Real ersetzen, sicher erhöht das Einkommen aller Bewohner der USA, sonst haben wir ja für alles die WTO. Dieser Glaubensatz ist die tibetanische Gebetsmühle der EU-Gegner.

        • Markus Ackermann sagt:

          @Zach
          Warum so wirr?
          Mangels Argumenten?
          Logik ist nicht Vernunft, aber wäre ein guter Anfang.
          .
          Bei Richard Koo finden Sie den Unterschied in der purchasing power zw. Japan und Singapore … sogar noch gerechnet in einer Währung, die zufolge Manipulationen der Zentralbank (BoJ) sich massiv im Realwert veränderte.
          .
          … und ja, mittlerweile befürchtet sogar auch Krugman, dass die Amis einen Kartoffelsack wie Trump wählen, weil sie über Jahrzehnte verseggelt wurden und der US-Mittelstand ausgeblutet wurde

          • Rolf Zach sagt:

            Gehört die Europäisierung auch zur Globalisierung? Der Austausch von Belgien und dem Ruhrgebiet mit der Lombardei,ist grösser als derjenige der Region Boston-New York mit Los Angeles. Warum sollte eine der grössten verzahnten Wirtschaftsregionen der Welt, nämlich das Rheintal mit der Lombardei nicht eine gemeinsame Währung haben? Sie reden von den verschiedenen Sozialsystemen in West-Europa. Wie war das mit Puerto Ricoanern die in den 50er Jahren nach New York und auch den Schwarzen aus dem Süden. Da wurde der Staat New York als eine Art einziger Staat der USA dargestellt mit einem Sozialsystem in den USA und dies wurde beklagt als ein falsches Zeichen und dies in der gleichen Nation. Was haben Sie für Waren in ihrem Haushalt von der Schweiz, von der EU und von der ganzen Welt?

          • Rolf Zach sagt:

            Ich wollte eigentlich Krugman kritisieren, weil er zum Beispiel auf List herumhackte und gar nicht freundlich über Erziehungszölle redete. Wenn ich Ihre und andere Kommentare lese, werde ich immer mehr zum Anhänger des Freihandels. 1913 meinte Deutschland ein Kolonialreich sei unbedingt notwendig um seinen Wohlstand zu sichern. Noch 1929 hat Schacht an diese dümmliche Überlegung geglaubt. Hitler hat sein Kolonialreich in der Sowjetunion gesehen, wenigstens war im bewusst geworden, dass die deutschen Kolonien in Afrika und dem Pazifik immer ein Verlustgeschäft gewesen sind. Nachzulesen bei Tooze gab es ja die Auseinandersetzung Stresemann/Hitler in dieser Sache. Die deutsche Machtelite meinte, sie könne den Reichtum ihrer Landes nur mit Kolonien sichern+seien dies Pinguine in der Antarktis.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Zach
            Sie werden immer wirrer.
            SOOO werden SIE nie Teil einer in das Zentrum Ihrer Argumentationen gestellten „Elite“, wie immer Sie die auch nennen wollen und was immer Sie von diesen „Eliten“ auch phantasieren.
            .
            Natürlich ist die €U ein Teil der sog. Globalisierung
            -> Ex-Aussenminister Joshka Fischer und Ex-Bundeskanzler Schröder begründeten ihre Agenda 2010 nie anders
            -> Eine in keinster Weise demokratisch legitimierte sog. €-Gruppe definiert die Lebensumstände in Griechenland
            .
            Natürlich soll man Handel treiben, aber DIES legitimiert in KEINER Art und Weise
            -> eine ANTI-demokratische, imperialistische und kolonialistische €U
            -> europ. Bomben auf den Irak und Syrien
            -> eine fortschreitende Verelendung in €U-Ländern
            … und die Delegation der politischen Verantwortung

          • Markus Ackermann sagt:

            @Zach
            NMTM hat die Themen der Globalisierung wirklich sehr intensiv und sehr gut aus allen möglichen Perspektiven (z.B. volkswirtschaftlich, wirtschaftsgeschichtlich, demokratiepolitisch, gesellschaftspolitisch) journalistisch abgedeckt.
            Beispiele sind:
            http://blog.bazonline.ch/nevermindthemarkets/index.php/4320/das-doppelte-trilemma-des-euroraums/
            http://blog.bazonline.ch/nevermindthemarkets/index.php/39784/der-iwf-relativiert-den-neoliberalismus/
            http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/wef/Wir-sind-bei-der-Oeffnung-zu-weit-gegangen/story/12120245?dossier_id=2521
            http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/wef/Wir-sind-bei-der-Oeffnung-zu-weit-gegangen/story/12120245?dossier_id=2521
            „Die Schweiz hat demokratisch entschieden, dass das Land nicht Teil der EU sein will.“

          • Rolf Zach sagt:

            @Achermann. Sie sind sehr liebenswürdig in Ihren Argumentationen, sie erschöpft sich in Schlagworten. Der Standard geht etwa so, die EU ist böse und der EURO ist noch böser, warum weiß ich nicht so genau, aber eines weiß ich genau, Griechenland wurde geknechtet und die Deutschen sind dort eingefallen wie im 2. Weltkrieg, aber anstatt Soldaten sind es jetzt die Banker mit dem Euro. Ebenso ist die EU verantwortlich für die Bomben auf Syrien, die guten Russen haben ja keine abgeworfen. Wo sind übrigens die Kolonien der EU und wie viele von ihren Flüchtlingen konnte die Merkel, die griechische Karikaturisten beliebten sie mit Hitler-Schnäuzchen zu zeichnen, in anderen EU-Ländern per Befehl abladen? Immerhin wünschen sich jetzt die Leute von Barcelona weniger Touristen, Zeichen des Elends?

          • Markus Ackermann sagt:

            @Zach
            1. Ja, der € wirkt in den €U-Ländern so effizient wie eine Besatzungsarmee
            -> doppeltes Trilemma des €-Raumes
            2. Ja, die EU-Staaten Frankreich und England bombardieren und D gibt die Zielkoordinaten (abgesehen von der US-Drohnen-Steuerung aus Ramstein)
            Für D wäre ein qualifiziertes Mehr der Legislative in qualifiziertem Verfahren nötig: DAS wurde in Verletzung der Verfassung umgangen (schon seit den „Brunnenbauern“ für Afghanistan)
            3. Wo sind die Kolonien?
            DAS sind die Armen in den €U-Ländern, ausgebeutet von den Bankstern via €U.
            Die Arbeitslosigkeit in den €U-Staaten grassiert
            => Verelendung
            => Zertrümmerung der €U-Parteien:
            -> Würde Coluche noch leben, wäre er heute Präsident und F aus der €U.
            -> Nun halt Le Pen + FR-Exit
            Ursache + Wirkung: Dani Rodrick (link)

          • Rolf Zach sagt:

            Jetzt ist nur noch die Frage, wann der Euro zusammenbricht und wann die EU, man sollte den Briten dringend empfehlen ihren Brexit schneller durchzuführen, ansonsten sind sie noch die letzten EU-Mitglieder. Warum hat dann die Flüchtlingsfrage von den Leuten aus Afrika und dem Nahen Osten die Bevölkerung der EU-Staaten derart aufgeregt, es ist doch wirtschaftspolitisches Thema der Globalisierung? Jetzt weiß ich warum, diese Menschen wollen gar nicht in das Sozialsystem von Deutschland einwandern, die wollen alle nach China und Vietnam, wo sie gastfreundlich aufgenommen werden und sie eine subventionierte Parallelgesellschaft erwartet, wo sie mit Burka und all dem Zeug ungestört leben können. Die wahre Globalisierung ist die Einseitigkeit und um diese zu fördern, haben wir Nationalstaaten.

          • Markus Ackermann sagt:

            Eben, Herr Zach.
            Sie werden immer wirrer in Ihrer Argumentation.
            Lassen wir’s dabei.

  • Marcel Senn sagt:

    Das Orakel von Jackson Hole!
    Wann crasht es das nächste mal auf der Crossroad der Weltwirtschaft!
    Das FED lässt grüssen!

    https://www.youtube.com/watch?v=psfFJR3vZ78

    http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/oede-strassenkreuzung-wird-zum-youtubehit/story/30238641

  • Rolf Zach sagt:

    Es würde mich schon interessieren, welche Globalisierung die Teilnehmer der Diskussion als problematische betrachten. Man kann ja die Globalisierung so einteilen. Über allem steht die Globalisierung der westlichen Kultur, deren Anziehungskraft so stark ist, dass sie auch die islamische Kultur auffrisst und wahrscheinlich auch alles, was sich in Asien noch indigen befindet.
    Die Globalisierung der Menschen und der Arbeitskräfte wird es nie geben, ohne dass daraus ein substanzieller Gewinn für das aufnehmende Land entsteht.
    Die Globalisierung von Rohstoffen und Halbfabrikaten wird sich fortsetzen, denn sie ist eigentlich nie bestritten worden. Einzig wie viel Wertschöpfung das exportierende Land in Richtung Fertigwaren unternehmen soll.

    • Rolf Zach sagt:

      Ein Beispiel dafür ist Brasilien. Soll es mehr Stahl oder Eisenerz exportieren? Es gibt auch das andere Beispiel, nämlich China. Soll es Aluminiumhütten unterhalten und Tonerde importieren, obwohl seine Energiepreise für diese Produktion zu teuer sind gegenüber Alu-Produzenten wie Kanada und Island. Die Japaner haben die Alu-Produktion aufgegeben. Bei Stahl das gleiche, riesige Eisenerz-Importe für eine Stahlindustrie, die den Inlandbedarf übersteigt. Japan hat sich mit Qualitäts-Stahl gerettet.
      Nun kommen wir zu den Konsumgütern, ob langfristig oder sofortiger Verbrauch ist gleichgültig.
      Sie sind mit den Direktinvestitionen und den multinationalen Konzernen mit ihren Marken verzahnt. Diese Globalisierung ist auf die einzelnen Wirtschaftsräume konzentriert+bedeutet keineswegs global.

      • Rolf Zach sagt:

        Ist sie nun ein Arbeitsverlust in einem Land und ein Gewinn in einem anderen. Bei Textilien und Schuhen sicher, bei Handy auch, aber die wesentlichsten Bausteine dieser Handy müssen die Chinesen aus den US einführen, damit Apple nicht Konkurrenz bekommt. Auf alle Fälle glaube ich nicht auf weitere Steigerung der weiteren globalen Verteilung von Fertigwaren, sonst hätten wir nicht die Schifffahrt-Krise.
        Zum Schluss die Investitionsgüter, da haben sich Länder wie Deutschland, Japan und Südkorea so richtige Wissens-Monopole eingerichtet. Die Schweiz ist auch dabei, aber wir sind eifrig daran, in diesem exklusiven Klub auszuscheiden.
        Dann gibt es natürlich dem vom Warenhandel- und Dienstleistungsverkehr abgekoppelten internationalen Finanz-Verkehr.

    • Maiko Laugun sagt:

      @Zach: „Über allem steht die Globalisierung der westlichen Kultur, deren Anziehungskraft so stark ist, dass sie auch die islamische Kultur auffrisst und wahrscheinlich auch alles, was sich in Asien noch indigen befindet.“

      „Ueber allem“ steht Ihr zur Schau gestelltes Gedankengut der heuchlerischen Christlichen Raubritter; das Ueberlegenheitsgefühl des Westens. Genau dies sagt Ihr Satz aus. Punkt.

      • Anh Toàn sagt:

        @Maiko Laigun

        Ich gebe Ihnen durchaus Recht betreffend des Kommentars von Herrn Zach, aber auch ich sage:

        Die Angst vor einer Islamisierung des Abendlandes ist kompletter Nonsense, die Welt wird Kalifornisiert von Hollywood, Google, Apple, Homoehe, Eggfreezing, alles kommt heute aus Kalifornien.

        In Kairo tanzt die jeunesse D’orée zu Britney Spears, manche spielen in einer Trash Metallband.

        Gerade diese Veränderung erschrecken manche Muslime (man stelle sich vor, Gotthelf hätte was von Homoehe gehört), eine Möglichkeit, wenn auch nicht eine schlaue, damit umzugehen, ist Verweigerung und zurück zu den alten Werten, Überhöhung der alten tradierten „eigenen Kultur“: Soweit sind die Talibans halt nicht von unseren rechtsnationalen Heimatverteidigern. Angst vor Veränderung.

        • Maiko Laugun sagt:

          @Anh: Danke. Stimme Ihrem Kommentar gerne zu. Wie Sie wissen, habe ich in Saudi gearbeitet und gelebt. 99.9% der Menschen dort haben nichts gegen den Westen. Im Heidiland sehen die Zahlen anders aus, durch Propaganda geschürt.

          • Marcel Senn sagt:

            Maiko: Dafür umso mehr gegen den Iran – der saudiarabische Grossmufti hat die Iranis gerade neulich zu Ungläubigen deklariert!

            http://www.spiegel.de/politik/ausland/saudi-arabien-grussmufti-erklaert-iraner-zu-unglaeubigen-a-1111335.html

          • Maiko Laugun sagt:

            @Marcel: Danke. Die Saudis sagen selbst: „Araber schiessen aufeinander!“ Die Saudis mögen auch die Aegypter nicht, da diese ’schlecht‘ Arabisch reden, aber die Perser und Israeli stehen an 1. Stelle. Bei Israel geht es aber um den Staat und NICHT um die Menschen. Da wird unterschieden

          • Maiko Laugun sagt:

            Innerhalb von Saudi gibt es unterschiedliche Interpretationen des Islam und nicht alle sind gleich stark religiös, aber alle sehen sich an der Spitze des Islam, da der Prophet eben in Saudi war. Der Konflikt Schiiten (inkl. der Perser) und Sunniten ist sicher der Bekannteste.

            Durch Kriege/Anschläge sterben mit Sicherheit mehr ‚eigene‘ als ‚andere‘.

            P.S. Tippen ab Händy ist beschi… äh .. bescheiden 🙂

          • Linus Huber sagt:

            „99.9% der Menschen dort haben nichts gegen den Westen“

            Das ist zumindest eine extrem undifferenzierte Darstellung der Situation, wenn nicht sogar kompletter Unsinn.

          • Rolf Zach sagt:

            Zu Saudi-Arabien möchte hinzufügen, dass die wenigstens ehrlich sind, im Gegensatz zu Erdogan und offen sagen, dass Demokratie nichts ist für den Islam. Sie sagen, dass die Saudis die Ägypter nicht mögen, aber warum war es dann ein Ägypter namens Atta, der als lokaler Chef von 9/11, seine Saudis als Handlager wie Schafe zur Schlachtbank führte? Es waren ja interessanterweise keine Palästinenser dabei. Bin Laden war ja ursprünglich Jemenit, die Saudis brauchen zur Führung von großen Sachen immer andere. Iran ist übrigens das einzige islamische Land, wo der Diebstahl und die Ausfuhr vor-islamischer Kulturgüter mit dem Tode bestraft wird und die Korruption dabei nicht hilft. In den anderen islamischen Ländern kann man mit Geld diesbezüglich alles machen.

          • Linus Huber sagt:

            „Innerhalb von Saudi gibt es unterschiedliche Interpretationen des Islam“

            Was genau wollen Sie damit erklären? Saudi Arabien ist die Hochburg des Wahhabismus, welcher zugleich Staatsreligion ist; das diesbezügliche Selbstverständnis verdeutlicht sich selbst in der Staatsflagge.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: Wieviele sind es denn? Und umgekehrt im Heidiland. Erhellen Sie mich Unwissenden mit Ihren prophetischen Wahrheiten.

          • Maiko Laugun sagt:

            Ich hasse das Tippen ab Händy, ehrlich! 🙂

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: Ich rede von Menschen als Gläubige; nicht vom islamischem Staat!
            @Rolf: Sie reden von den 0,1%. Warten wir diesbezüglich Linus‘ Weisheiten ab.

          • Anh Toàn sagt:

            „saudie Arabien“ Wahabismus und so“

            Als ich im roten Meer segelte, hab ich gesagt, wenn ich ein grösseres Problem habe, segle ich nach Saudi Arabien: Die werden mich medizinisch versorgen, wenn da mein Problem liegt, werden mir besorgen, was mein Boot braucht um wieder seetüchtig zu sein, wenn ich kein Geld habe, werden die es mir schenken: Vielleicht stellen die einen Polizisten vor mein Krankenzimmer, lassen mich nicht aus dem Hafen, aber wenn ich ablege, werde ich und sie Freunde geworden sein.

            Ich musste es nicht ausprobieren, weiss also nicht, wie es gekommen wäre, aber Zweifel dass auch mir Ungläubigen zuvorkommende Gastfreundschaft gewährt worden wäre.

          • Anh Toàn sagt:

            Zweifel habe ich keine.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Anh: Richtig. Die (Saudi-)Arabische Gastfreundschat ist sprichwörtlich. Diejenige im/von Yemen(Iten) am grössten.

          • Linus Huber sagt:

            Natürlich bestehen wie beim Christentum auch unterschiedliche Richtungen innerhalb des Islams, nur besitzen diese in Saudi Arabien keine politische Macht.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: „..nur besitzen diese in Saudi Arabien keine politische Macht.“

            Das habe ich auch nicht behauptet. In Saudi sind sich die Menschen untereinander nicht über die Ausrichtung/Interpretation des Islam einig. Es gibt auch dort streng und weniger streng Gläubige. Es gibt auch solche, die nur vorgeben, gläubig zu sein. Letzte natürlich, weil sie müssen.

            Und? Wieviele hassen uns dort nun? Wenn Sie meinen Kommentar als „..wenn nicht sogar kompletter Unsinn.“ .. titulieren, erwarte ich wenigstens eine konkrete Antwort auf meine Fragen.

          • Anh Toàn sagt:

            „Menschenbild“

            Es gibt Eltern, die verkaufen ihre Kinder
            Es gibt Kinder, die kümmert es nicht, wenn deren Eltern am Geifer ersticken
            Es gibt Frau Storch, die möchte zur Not auf Frauen und Kinder schiessen lassen.

            Glauben Sie, niemand auf der Welt erstickt an seinem Geifer, weil kein Mensch, oder keine Sau auf Deutsch, ja nicht mal zentralplanerische Bürokraten dies verhindern? Glauben Sie, die hätten das immer verdient, wenn es niemand verhindert?

            Ihr Darstellung der Menschen, der guten Familie die sich kümmert, der altruistischen Reichen die den Schwachen helfen, ist reinste Demagogie, das glauben Sie selber nicht. Zumindest nicht mehr, wenn Sie mal aus Ihrer geschützten Expats Traumwelt rausgehen und sich umsehen auf den Philippinen.

            @Maiko: Danke.

          • Linus Huber sagt:

            @ Maiko

            Ja, wobei die politische Macht ueber das öffentliche Leben etc. entscheidet. Es handelt sich ja genau um den politischen Islam, welcher mitunter die auch teilweise durch die Einmischung des Westens erzeugten Probleme verschärft, respektive diesen Umstand instrumentalisiert. Die Islamisierung Europas ist in vielen dieser Kreise als Fernziel anerkannt. Glauben Sie, dass dies Ihnen gegenüber als westlicher Ungläubiger gross thematisiert wird und glauben Sie, dass sich solches Gedankengut mit „nichts gegen den Westen haben“ deckt oder glauben Sie dass, dieses Gedankengut einzig von 0,1% der Bevölkerung gepflegt wird?

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: Sie haben meine Fragen nicht beantwortet.

            Ihre eigenen hingegen fast selbst, durch den Satz: „“..wobei die politische Macht ueber das öffentliche Leben etc. entscheidet..“

            Das interessiert nur die religiöse Führung, nicht die grosse Masse. Ich kann die Zahl der Hasser nicht zählen, nur schätzen. Ich stufe sie als sehr klein ein.

          • Linus Huber sagt:

            Wie hoch die Anzahl derjenigen ist, welche eine Aversion gegen die westliche Kultur, gegen die westliche Einmischung im Mittleren Osten, gegen die westliche Unterstützung Israels, gegen die aus Ihrer Sicht westliche degenerierte Lebensweise etc. etc. ausweisen, geben Sie mit 0,1% an, was ich mehr als bezweifle ohne eine genaue Zahl zu kennen. Es dürften unzählige Grautöne vorliegen, während ein Wort wie „Hass“ eine extrem undifferenzierte Betrachtungsweise impliziert. Als Gastarbeiter aus einem westlichen Staat werden Sie bevorzugt und sehr gastfreundlich behandelt (nicht so wenn Sie z.B. Eritreer wären), das ist richtig, aber die Idee, dass Ihnen deswegen Zugang zu ihrer tiefen Überzeugungen gewährt würde, ist fehl am Platz, da dies ihr Verständnis für Gastfreundschaft verletzte.

          • Anh Toàn sagt:

            Sagen Sie es doch, das sind alles falsche Säcke und die doofen Laigun und Toàn fallen drauf rein.

          • Anh Toàn sagt:

            Übrigens holen sich die Saudis Arbeitskräfte aus Eritrea, Hausmädchen, Bauarbeiter usw usw.

            Du weisst ganz genau wie „die sind“, was die denken, was die machen und offenbarst nur Deine komplette Ahnungslosigkeit, indem Du denjenigen, die in von mir aus „deren“ Kultur lebten, „die“ kennenlernten konnten, Naivität vorwirfst.

            Wie bescheuert kann man sein?

          • Anh Toàn sagt:

            Habe einen Saudi getroffen in Eritrea, ihn gefragt, was er mache hier: „Business“. Also hab ich ihn gefragt, was man den Eritrea kaufen oder verkaufen könne. Er werbe Arbeitskräfte an, da habe ich gedacht, ja billige Arbeitskräfte gibt es hier zu kaufen, wenn man gelassen wird, zweifellos.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Anh: Danke, er kapiert es nicht. Es passt nicht in sein Weltbild 🙂

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus:

            Die Saudis (ich rede nicht von anderen Arabern) gehen am Wochenende in die umliegenden Länder zum Saufen und Pimpern, fahren amerikanische Autos, haben amerikanische IT, gehen in England zur Schule, haben Reisefreiheit.

            Das schlimmste kommt aber am Schluss: Es interessiert den Saudischen Durchschnittsmenschen nicht, ob syrische, afghanische, irakische Flüchtlinge oder andere Muslime in der CH gem. CH-Verfassung das Recht auf einen Schreihals auf einem Turm oben haben oder nicht.

            Muss erschreckend sein – für Ihr Weltbild! 🙂

          • Linus Huber sagt:

            „Die Saudis gehen am Wochenende …“

            Auch hier wieder eine vereinfachte Darstellung der Situation. Es ist richtig, dass ein Teil der privilegierten Bevölkerung sich derart verhält, aber nicht die Mehrheit. Ob nun ein Prinz privat in seiner Villa die ausgelassensten Parties (inkl. Disco, sämtliche Spirituosen, Drogen, Weiber) oder ein für Gespräche eingeladener Saudi die von der Firma organisierte Dirne in Europa zusammenschlägt oder eine missbrauchte Maid in der Wüste tot aufgefunden wird, sind alles einzig Beispiele von „Verfehlungen“ aus muslimischer Sicht, und nicht allgemein akzeptiertes Verhalten. Die überwiegende Mehrheit der Saudis lebt ein ganz normales Leben, arbeitet zu einem hohen Anteil in Regierungsorganisationen, kümmert sich um die Familie und befolgt die Religion.

          • Linus Huber sagt:

            „Die Saudis (ich rede nicht von anderen Arabern)“

            Ein Teil der Kuwaitis dürften diesbezüglich ähnlich handeln, zumindest anfangs der 80iger Jahre, als Sie die Nachtklubs in Basra bevölkerten.

          • Linus Huber sagt:

            Die Saudis wie wohl auch die meisten anderen Bevölkerungen des Mittleren Ostens verhalten sich aus Angst vor Repressionen und auch aufgrund des kulturellen Hintergrundes (inkl. Religion) sehr machtbewusst, d.h. diejenigen an der Macht werden selten offen kritisiert; dieses Verhalten kommt nicht einzig in ihrer fast schon kritiklosen Akzeptanz ihrer politischen Führung zum Ausdruck, sondern spielt auch in ihrer Einstellung gegenüber der westlichen Vormacht oder ihrem Verhalten gegenüber Menschen aus diesem Kulturkreis eine Rolle.

            Ich bezweifle daher, dass ohne die massiven Interventionen der USA der vermeintliche arabische Frühling sich derart chaotisch entfaltet hätte.

          • Linus Huber sagt:

            „gehen in England zur Schule“

            Die saudische Regierung investiert im Bewusstsein des diesbezüglichen Mankos massiv in den Bereich der Bildung und nicht einzig in der Form des Ausbaus der eigenen Institutionen, sondern auch indem vielen Studenten die Möglichkeit geboten wird, im Ausland zu studieren.

            Neben den von Ihnen wohl hier angesprochenen Privilegierten, welche ihre Kinder im Ausland studieren lassen (ich denke mehrheitlich in den USA, da die Zahl von Saudi Studenten in England seit Jahren rückgängig ist), bestehen massive von der Regierung finanzierte scholarship-Programme, welche von vielen Saudis genutzt werden (wenn ich richtig informiert bin, handelt es sich um ca. 200,000, was einem recht hohen Anteil der männlichen Hochschulpopulation entspricht).

          • Anh Toàn sagt:

            Der Minus malt nach Zahlen
            Sich ein Bild von Saudi-Arabien

    • Stadelman Reto sagt:

      „Die Globalisierung der Menschen und der Arbeitskräfte wird es nie geben, ohne dass daraus ein substanzieller Gewinn für das aufnehmende Land entsteht.“
      Glauben sie nicht, dass wenn im aufnehmenden Land 1 alles von Wert besitzt, dieser auch alleine entscheided, wann Gewinn für das aufnehmende Land entsteht? Ich denke nämlich, dass das der Fall ist. So gesehen findet die Globalisierung der Arbeitskräfte bereits massiv statt. Warum auch nicht? Das Aufnehmende Land (Diese eine Person) profitiert ja davon…

      • Maiko Laugun sagt:

        Deshalb ist Globalisierung und Personenverkehr untrennbar. Nationalstaaten hinken der Entwicklung hinterher; es ist denen ein Dorn im Auge; deshalb hohe administrative Hürden, bis hin zu Mauern und Stacheldraht.

        • Rolf Zach sagt:

          Immerhin wird das Prinzip der Leistung und Gegenleistung bei freiem globalen Personenverkehr nicht Frage gestellt. Wer dabei das bessere Geschäft muss man im Einzelfall prüfen, es kann auch durchaus eine Win-Win Situation enstehen.
          Was die Vorherrschaft der westlichen Zivilisation erlaube ich mir, mich Arnold Toynbee zu berufen, der schon vor 100 Jahren eine solche Entwicklung erwartet hat.
          Was komisch ist bei Erdogan, dass er behauptet, die Demokratie zu verteidigen. Er, der doch den Islam in allem und jedem zur allein selig machenden Leitkultur der Türkei erklärt. Wo doch der Islam soviel mit der Demokratie anfangen kann, wie das Feuer mit dem Wasser.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Rolf Zach: „Er, der doch den Islam in allem und jedem zur allein selig machenden Leitkultur der Türkei erklärt.“

            Sie weichen aus: 0,1% missbrauchen den Islam als ein Tool.

            „Was die Vorherrschaft der westlichen Zivilisation erlaube ich mir…. “

            … diese als Entschuldigung für meine eigenen Aengste und als Rechtfertigung für mein Gedankengut zu (miss-)brauchen?

          • Maiko Laugun sagt:

            P.S: Im Wissen (?), dass dieser Planet ohne Religionen kein besserer Ort wäre, so würde wenigstens diese billige Entschuldigung wegfallen.

  • Markus Ackermann sagt:

    @Senn
    Wir sind da einig.
    Das ist die Antwort vom 5.9.2016 eines Freundes, den ich versuche, aus der Misere zu holen mit Antoine de St. Exupérie:
    Um mit Deinem Projekt Erfolg zu haben („ein Schiff zu bauen“) brauchst Du die „Sehnsucht nach dem weiten Meer“. Das wird Dir die Kraft geben, die vielen Hindernisse zu überwinden.
    .
    „Yo no tengo ni mar. Seguiré agarrado a la pequeña y frágil tablita hasta que mis limitadas fuerzas me falten y tenga que ir a donde nadie aún sabe con certezas y de donde nadie ha regrezado.“
    Auf deutsch: Ich habe kein Meer. Ich klammere mich fest an ein kleines, fragiles Brettchen bis mich meine Kräfte verlassen werden.
    .
    Es geht nicht um Mindestlöhne, sondern um die Kraft, zu kämpfen und seine Situation zu verbessern. Ich weiss, er wird gewinnen.

    • Markus Ackermann sagt:

      gehört zu
      Marcel Senn
      8. September 2016 um 19:42

    • Marcel Senn sagt:

      Ackermann: Verstehe, was Sie meinen. Bei Ihren Zeilen habe zwar gerade ein anderes Bild vor Augen gehabt, denn diesen Vorsatz nehmen sich zur Zeit auch jeden Tag x-zehntausend Afrikaner zu Gemüte wenn sie zur langen Reise aufbrechen ins „gelobte“ Europa und sich an fragile kleine Brettchen klammern…vor allem seit sie gehört haben, dass es dort eine Uebermutter geben soll, die sich um ihr Wohlergehen kümmern würde und was es dort alles für tolle Sachen haben soll…allerdings dass man auch für die kämpfen und dazu Fähigkeiten und Know-How haben muss, wissen viele nicht.
      .
      In der CH sind wir priveligiert, es gibt soviele Möglichkeiten und wenn man kämpft kann man auch in absehbarer Zeit etwas erreichen aber wie sieht es z.B. vielen jungen Griechen etc. aus – a lost generation!

      • Marcel Senn sagt:

        Viele werden mit der Zeit apathisch und depressiv, wenn sie nur noch Negativbescheide bekommen und ihre Ziele und Wünsche immer mehr davonschwimmen sehen. Ich war im Rekordsarbeitslosenjahr 1997 auch fast mal ein Jahr arbeitslos trotz guter Ausbildung und damals erst 36 Jahre alt – hat dann doch über 250 Bewerbungen gebraucht – dafür hatte ich nachher einen interessanten und gutbezahlten „Schoggijob“ – hatte einfach auch das nötige Glück (und Können)! Aber wenn ich mir z.B. vorstelle, ich wäre in der gleichen Situation in Griechenland 2016…nur schon der Gedanke schlägt mir aufs Gemüt.
        Würde glaub auch nach D oder CH auswandern…

        • Markus Ackermann sagt:

          @Senn
          Ja. HartzIV wird „vererbt“, weil man sein Untertanentum lernt.
          .
          Diese innere Befreiung im Kopf, das ist der Kern des Liberalismus.
          In dieser Situation waren viele Schweizer zZt des Sonderbundkriegs und der beginnenden Industrialisierung
          … sich selber etwas zutrauen, in sich selber die Kraft finden, vom Untertanen zum Bürger / Unternehmer
          … raus aus der Enge der Kirche und der Zünfte etc.
          .
          Und genau diese Untertanen-Enge ist heute die Rückversicherung der Mächtigen, an der Macht zu bleiben.
          Die Emanzipation der Armen
          zu Kleinunternehmern
          zu Bürgern (statt Untertanen)
          zu Demokraten:
          Die Motivation dieser Menschen ist die Sorge um ihre Familie.
          Als Mentor hast Du nur eine Chance: die Beziehung, damit die Mentees Selbstvertrauen gewinnen … der Rest ist einfach

          • Marcel Senn sagt:

            Wie hiess der Mutmacher-Slogan damals (1997) noch:
            .
            „Aufschwung beginnt im Kopf“
            .
            und in der vielgeschmähten „Sozialindustrie“
            „Fördern und fordern“!
            Habe ein paar Freunde, die in dem Bereich arbeiten und die machen das eigentlich ganz gut, haben schon viele „hoffnungslose“ Fälle (va. Jugendliche, aber auch Suchtkranke) wieder zurück ins Erwerbsleben gebracht. Das sind jetzt alles andere als „naive jöh dä Aermschti- Gutmenschen“, denn zuviel Herz kann man sich gar nicht leisten, sonst wird man bald mal ausgenutzt, genauso wie übertriebene Härte auch nicht zum Ziel führt.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Senn
            Es geht nicht darum, „es besser zu wissen“.
            Es geht um die De-Blockierung der Energie, um die Befreiung im Kopf.
            Zur Illustration:
            In der Karibik treffen Afrika und Europa und die alteingesessenen Indianer aufeinander und mischen sich (buchstäblich auch physisch). Daraus entstehen kulturelle und Familiensysteme, die ihre eigenen Regeln und Berechtigungen haben.
            Würde man top-down irgend etwas implementieren wollen, würde man sicher scheitern.
            -> Irgend welche europäischen oder US-Theorien zur Globalisierung in diesen Ländern umsetzen zu wollen, ist einfach blödsinnig.
            -> Diese Gesellschaften haben ihre eigenen DESIGN PRINCIPLES, die sich über mehr als ein Jahrhundert bildeten.
            -> Hören Sie Ostrom zu. Belief sets und rule sets machen einen Teil der Identität aus.

          • Marcel Senn sagt:

            Ackermann: Habe mir Ostrom angehört und sie hat sicher in vielem recht, nur habe ich meine Zweifel, ob wir wirklich noch so eine Allemendweltgemeinschaft sind wie ich ihre Modelle verstanden habe.
            Es gibt mittlerweile zu viele überregionale bis hin zu panglobalen Problemen, die nicht mehr klar abgrenzbar sind – CO2 Ausstoss resp Klimawandel wäre sowas, aber auch effizientere Formen der Ressourcenallokation, zumal die global sehr ungleich verteilt sind und wir z.B. fast alle schon von den seltenen Erden im Handy höchstgradig „abhängig“ sind — solch eingreifende interkontinentale Dependenzen gab es vor 100 Jahren noch viel weniger.
            Die „Design Principles“ haben sich auch verändert mit der Zeit – das sind auch keine 10 Gebote für alle Ewigkeit!

          • Markus Ackermann sagt:

            @Senn
            ABER
            1. Die Globalisierungstheorien wollen ja genau DAS: sie wollen die „überregionale bis hin zu panglobalen Probleme“ mittels einer „Allemendweltgemeinschaft“ sog. „lösen“
            2. Ja, ich kann nicht im Voraus sagen, was „robust“ funktioniert als Design Principle … hingegen kann ich in der Rückschau untersuchen und analysieren, was die Geheimnisse des Erfolgs waren von dem, was seit Jahrhunderten überlebte (was tradiert wurde, die Tradition), also das Destillat einer >100jährigen Lebenserfahrung
            3. Mit Sicherheit können wir sagen:
            – Es gibt KEIN Imperium, das überlebte … auch nicht die €U
            -unsere halb-direkte Demokratie war ein sehr erfolgreiches, robustes System der „Governance“
            – es gibt keine demokratischen Entscheide, einem anderen Volk den Krieg zu erklären

          • Marcel Senn sagt:

            Ackermann: Beim menschlich mitverursachten Klimawandel gibt es nun mal keine 100 Jahre alte Erfahrungen und wenn wir da nochmals 1000 bis 2000 Mrd Tonnen CO2 raufjagen in den nächsten 30 bis 60 Jahren (zw. 1800 bis heute warens rund 2000 Mrd Tonnen, davon sind 1000 Mrd Tonnen in der Atmosphäre geblieben) dann könnte es dann echt mal ungemütlich werden für viele Regionen der Welt.
            .
            Gut ich glaube die Menschheit wird da eh grandios scheitern dran — auch die paar % weniger Ausstoss, die erreicht werden machen den Braten nicht mehr feiss und dann kann man nur noch hoffen, dass sich all diese Klimaexperten geirrt haben und die Skeptiker und Leugner recht haben (was ich allerdings bezweifle, da ich mich schon gut 15J mit dem Thema beschäftige).

          • Marcel Senn sagt:

            Ackermann: Betr. €U glaube ich inzwischen, dass die noch länger weiterexistieren wird als Ihnen lieb ist – auch ein 1929ff wird es vermutlich nicht geben – „Supermario“ wird einfach alles wegmonetarisieren, die ganzen Schuldenberge, die Zinsen werden sehr sehr lange tief bleiben, die Geldumlaufgeschwindigkeit ebenfalls, so dass die vermehrte Geldmenge allenfalls bei gewissen Assetklassen noch zu etwas höhere Bewertungen führen wird (der Bondmarkt ist ja schon ausgelutscht), den Immomarkt kann man auch nicht unendlich in die Höhe treiben (die realen Menschen darin müssen sich ja die Mieten auch noch leisten können), gut bei den Aktienmärkten hats noch was Spekulationpotential nach oben.
            Und irgendwann wird dem Kapital wirklich nichts mehr anderes übrig bleiben als real zu produzieren.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Senn
            1. Willkommen in der Welt von Hjalmar Schacht!
            ABER:
            -> Was passiert, FALLS es tatsächlich zu helicopter money käme?
            -> WER würde so blöd sein, seine Arbeit oder seine assets gegen € zu tauschen?
            Hier der Link zu Richard Koo, Chief Economist Nomura Research:
            „Cost-benefit analysis of helicopter money“
            http://static.nzz.ch/files/0/9/4/Nomura_814907_1.18775094.pdf
            2. Heute finden Sie im Daily Telegraph einen erhellenden Ausblick von Ambrose Evans Pritschard (AEP), die ökonommische Edelfeder dort, über die Perspektiven, die Draghi noch bleiben:
            -> Beim nächsten Abschwung fehlt der €ZB die Möglichkeit, zu reagieren.
            -> Dalio nannte dies „pushing on a string“.
            -> Mittlerweile kauft die €ZB Bonds von Henkel + Sanofi zu negative yields
            … und subventioniert Dividenden!

          • Marcel Senn sagt:

            Ackermann: Glaube der Helikopter startet noch nicht so bald. Jetzt lässt er mal das Aufkaufprogrogramm bis März 2017 auslaufen. Momentan sehen die Zahlen in der € Zone ja wieder etwas besser aus. Glaube auch nicht, dass LePen, AfD, Wilders etc nächstes Jahr wirklich an die Macht kommen oder sich der „Unfall“ mit einem Brexit wiederholen wird – die Briten waren ja schon seit eh etwas „special“.
            .
            Und wenns wieder wirtschaftlich schlechter gehen sollte, dann gibts nochmals ein QE und ev. noch einen usw – so ein bis zwei Jahrzehnte werden die das sicher noch durchziehen können und werden das auch „whatever it takes“

            http://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/schuldenmonetisierung-soll-euro-crash-abwenden/

          • Markus Ackermann sagt:

            @Senn
            Ja, what ever it takes.
            DAS können die noch lange machen
            … aber nur mit IHREN Bezugsscheinen (€).
            Was Draghi macht, ist eigentlich vergleichbar mit einer Wechselreiterei
            … und DAS wird so lange gehen, bis jemand „kassa“ ruft
            …. und zwar in einer Fremdwährung.
            Wie lange wird man (ausserhalb der €ZB) noch € akzeptieren oder Schulden in €?
            Wie wollen die die geschaffene Liquidität wieder aufsaugen / rückführen (Richard Koo)?
            Wie lange geht’s noch, bis wir einen kompletten Investitions-Streik in der Realwirtschaft haben?
            Klar, die assets könnnen weiter aufgeblasen werden (asset inflation)
            … aber es geht um die Relation zur Realwirtschaft.
            -> Venezuela hatte 2015 die beste Börse weltweit (in Bolivares!)
            … und konnte nicht einmal den Notendrucker in £ bezahlen

          • Linus Huber sagt:

            „so ein bis zwei Jahrzehnte werden die das sicher noch durchziehen können“

            Dies bezweifle ich. Vertrauensverlust ist keine lineare Funktion!

          • Marcel Senn sagt:

            Ackermann: „Wie wollen die die geschaffene Liquidität wieder aufsaugen / rückführen“
            .
            Wenn die Zinsen mal steigen sollten, dann fallen die Bonds etwas und dann kann die ZB das Zeugs wieder verkaufen und Liquidität entziehen. und bei Null Zinsen ist die Chance da, dass die Zinsen wieder mal steigen und dann werden diese Papiere wieder interessant als Anlage.
            .
            Huber – dem Gesamtsystem ist es doch relativ egal wenn Sie ein Vertrauensproblem haben, das System hat gar keine Alternative als ohne Vertrauen funktionieren zu müssen, dann einfach mit knallharten Verträgen.
            Sie werden sich auch noch 2030ff über die falschen „Doktrine“ etc. etc. echauffieren können – als Altershobby und dazu Prof Hülsmann lesen

          • Marcel Senn sagt:

            Ackermann wo ist denn das Problem? Von den 5 verschiedenen grossen Währungsblöcken €, USD, Yen, Remimbi, £ sind doch alle ziemlich kräftig verschuldet und die können sich schon in etwa in einem Gleichgewichtszustand halten – also ihre Bolivares Schauermärli sind in diesem Fall nicht wirklich ein aussagekräftiger Vergleich!

          • Linus Huber sagt:

            „dem Gesamtsystem ist es doch relativ egal wenn Sie ein Vertrauensproblem haben“

            1. Geht es nicht um meine Befindlichkeit und um mein Vertrauen in das System, sondern um das Vertrauen der Gesellschaft in das System und die Entscheidungsträger.

            2. Sie unterliegen aus meiner Sicht in dieser Frage zu stark der linearen Denkweise. Die Risse sind langsam offensichtlich und eine gesellschaftliche Veränderung mag lange als träge wahrgenommen werden, jedoch muss man dies eher im Sinne einer Waage betrachten, in welcher die eine Schale in einer Art Phase Transition fast plötzlich mehr wiegt und in Bewegung gerät (darum hat Sie wohl auch Brexit überrascht).

          • Markus Ackermann sagt:

            @Senn
            Koo’s Argument:
            „Another possibility is that … private-sector loan demand will NEVER recover. If that were in fact the case, there would be no need to mop up the liquidity, and consequently no need to worry about the attendant costs.
            -> The current economic slump could continue indefinitely if people who had terrible experiences digging themselves out of debt following the asset bubble’s collapse decided they would never again borrow money.
            In that case there would be no need for the central bank to move quickly to mop up the funds created under quantitative easing
            and helicopter money. But I think it is dangerous to keep quantitative easing and helicopter money policies in place based on the assumption that the current situation will continue forever.

          • Markus Ackermann sagt:

            But I think it is dangerous to keep quantitative easing and helicopter money policies in place based on the assumption that the current situation will continue forever. After all, success for all policies including helicopter money IS DEFINED as a recovery in private-sector demand for loans.“
            Herr Senn, Sie sagen:
            VORAUSSETZUNG für die Fortsetzung der heutigen Geisterbahn ist das DAUERNDE SCHEITERN der Zentralbanken, ihre Ziele zu erreichen.
            … denn sobald die Zentralbanken ihre Ziele auch nur ansatzweise erreichen würden, müssten sie die Liquidität wieder zurückführen und ihre Zielerreichung rückgängig machen
            … sofern die Zentralbanken überhaupt Wirtschaftspolitik betreiben KÖNNEN (was sie seit 2008 ohne Nachweis behaupten)
            NB:
            Wer zahlt die €-Liquidationskosten?

          • Maiko Laugun sagt:

            @Ackermann: „..bis jemand ‚kassa‘ ruft..“

            Gilt auch für die SNB mit ihrer aufgeblähten Billanz.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Laugun
            Da haben Sie recht! Die SNB hat einen informellen Staatsfonds.
            1. Richard Koo schätzt das Inflationsrisiko
            für den US$ bei 1’500% und
            für den CHF und den Yen bei je 2’800%,
            für den € bei 500% und
            für das £ bei 1’100%.
            2. Die eigentliche Werkbank der Welt (Realwirtschaft) ist China.
            Die Chinesen tauschen ihre Arbeit v.a. gegen $. DAS führt zu sehr hohen Beständen an US$-Treasuries. Das ist sehr ungemütlich.
            -> Was macht also China: es behält die eigene Goldproduktion im Land und kauft laufend Gold dazu. Das ist der hedge in China gegen den US$.
            -> China hält sich sehr bedeckt mit konkreten Zahlen.
            3. Das Interesse der Realwirtschaft an Papierli ist limitiert.
            -> Ich kann mir vorstellen, dass Xi nicht weniger chuzpe hat als De Gaulle hatte.
            We shall see.

          • Anh Toan sagt:

            Die SNB wäre froh, wenn endlich jemand Kassa rufen würde, genauso die EZB und BOJ und FED.

          • Marcel Senn sagt:

            Ackermann: Was nur 500% Inflationsrisiko auf den €, aber 2800% auf unsere Fränkli — dann hat ja die €U im Vergleich zu uns ja fast alles richtig gemacht 🙂
            .
            Gruss aus Argentinien – auch mit Inflation kann man leben, irgendwann gewöhnt man sich einfach dran!
            .

          • Marcel Senn sagt:

            Ackermann: Mit 1.5 Bio ZB Gold weltweit können Sie kein narrow money Geldmenge von 27 Bio$ weltweit resp. ca 85 Bio M3 decken!
            Zudem ist Gold ungleich verteilt, sowohl geographisch als auch Gesellschaftlich!
            .
            Die 1823 Tonnen Gold von China sind ja auch nicht wirklich der Brüller – das sind lächerliche ca 78 Mrd $ (verg. SNB 1040 Tonnen ca 43.5 Mrd)

            Und der Treasury-Bestand der PBOC ist leicht am abnehmen und mit 1.24 Bio auch nicht so so viel

            http://ticdata.treasury.gov/Publish/mfh.txt

          • Markus Ackermann sagt:

            @Senn
            @Eberle
            http://www.zerohedge.com/print/572218
            Hier sehe ich heute Graphiken, welche Ihre Überlegungen (Monetarisierung), Herr Senn, mit den Überlegungen von Herrn Eberle (Preissenkungen) zusammen führt:
            1. Price Changes 1996 – 2016
            Die Quellenangaben zu diesen Zahlen sind allerdings seltsam (WEF, aber wenn man dann dem Link folgt, soll es BIS sein), item: ich glaube dennoch, dass das Gesamtbild, der Trend etwa stimmen könnte.
            Dass die Inflationszahlen Interessen-gesteuert modelliert sind, ist (glaube ich) unstrittig
            2. Sie, Herr Senn, erwarten eine von den Zentralbanken koordinierte Monetarisierung in den grossen Währungsräumen. Dies würde zu einem Aufkauf der Aktien durch die Zentralbanken führen (siehe Graphik BoJ: Japan’s ETF are up 5.8x, but excluding BoJ 2.4x)

          • Markus Ackermann sagt:

            @Senn
            Nun, wie könnte dies weiter gehen?
            1. Die Zentralbanken sprechen sich zwar ab, aber trotzdem sehen wir einen Abwertungswettlauf der Währungen gegeneinander (letzthin: Brexit)
            Bref:
            Alle Währungen werten abwechselnd gegen einander ab und alle werten gegen das Gold ab
            2. Ich vermute, dass der Yuan etwa 12% pro Jahr abwerten wird, das wäre in 5 Jahren eine Halbierung der Produktionskosten und der Schulden in Yuan.
            Ich vermute weiter, dass China weiter exportieren wird und darum unverändert US$ einnehmen wird (in Yuan werden diese US$ einfach mehr wert)
            3. China wird weiter die US$-Treasuries abbauen (bzw. gegen Gold tauschen) und das Gold wird gegen alle Währungen aufwerten. Dieser Aufwertungsgewinn wird das deleveraging in China erleichtern (evt. sogar finanzieren)

  • Anh Toàn sagt:

    Viele sagen, die Abschaffung der Zölle inklusive Peronenfrezgigkeit zwischen den Kantonen, die „Globalisierung“ innerhalb der Schweiz, war gut für die Schweizer. Die Aargauer fanden es viellecht auch ganz schlimm, dass sie von den Wallissern und Bündnen um Abetslätze konkurriert wurden.

    Dait die Reichen nicht immer reicher werden, braucht es eine zentrale Macht. Die war schwach in der Shweiz damals, aber es gab ene Zentralregierung (Teufelszeug gemss Huber und Ackemann)

    Wenn wir die Vorteile einer globalen Wirtschafts wollen, bauchen wir ene Weltregierung, denn nur eine globalisierte Macht, kann eine globalisierte Wirschaft steuern. Nationale Macht kann die Globalisierung der Wirtschaft nicht verhindern.

    • Anh Toàn sagt:

      Gerade weil eine globale Macht fehlt, kann das Kapital die Nationalstaaten gegeneinander ausspielen.

    • Maiko Laugun sagt:

      @Anh: „..denn nur eine globalisierte Macht, kann eine globalisierte Wirschaft steuern…“

      Genau – und zur einer globalisierten Wirtschaft gehört auch ein globalisierter Personenverkehr (Migrationsströme, Völkerwanderungen, Flüchtlinge, Arbeitssuchende, Familiennachzug etc.), weshalb auch Nationalstaaten (inkl. Staatenverbunde wie die EU) und ganze Kontinente in der ursprünglichen Form ausgedient haben und einer globalen Regierung zu unterstellen sind.
      Ich bezweifle, dass ich das noch erleben werde.

      • Rolf Zach sagt:

        Wieder diese Diskussion des globalisierten freien Personenverkehrs für Alle. Den hat es nie gegeben und wird es nie geben, er ist völlig widersinnig und führt zu politischen Krisen. Es hat aber immer Regierungen gegeben, die die Immigration förderten aus wirtschaftlichen und machtpolitischen Gründen. Die klugen und Macht suchenden Regierungen wollen eine Immigration des Wissens und der Förderung der Wohlfahrt. Eine solche Emigration verursacht den Neid der Eliten. Eine Emigration der billigen Arbeitskräfte zeigt eine Regierung, die ihre Interessengruppen nicht im Griff hat. Eine Regierung, die Krethi und Plethi hereinholt, die direkt in die Wohltaten eines Sozialstaates hineinwandern, hat irgendwie ein schlechtes Gewissen.

        • Rolf Zach sagt:

          Eine solche Regierung ist schädlich. Schlussendlich haben wir Regierungen, dass sie für uns die Ellenbogen brauchen und nicht nur für die Machteliten ihres Landes, sondern auch für das gemeine Volk. Wir sind als gemeines Volk gütig, human und gerecht. Gottes Kinder also. Zünden wir Asylanten-Heime an, sind wir nichts anderes als ein gemeingefährlicher Mob und vom Teufel besessen. Die Regierung sorgt dafür, dass wir nicht ein Mob werden. Sie ordnet solche Dinge an und wenn sie übertreibt, haben wir die Intellektuellen und die Kritisierenden in dieser Runde, die dafür sorgen, was bei einer Regierung geht oder eben nicht geht und wie viel dem gütigen Volk zuzumuten ist.

        • Maiko Laugun sagt:

          @Zach: Sie verteidigen die Illusion des Heidilandes, welches in der Realität längst zu einem reinen Profit orientierten Wirtschaftsstandort verkommen ist.

          • Rolf Zach sagt:

            Ob Heidiland oder nicht, ist völlig gleichgültig, was ich sagen will, es ist nicht das Volk, dass die Gerechtigkeit und seinen Schutz organisiert, es sind ihre Regierungen. Ich gebe Ihnen einen gewagten Vergleich, Roosevelt war ein Vorbild von Fairness und Gerechtigkeit, Hitler ist das ultimative Böse. Von der Kristallnacht hat er vom gerechten Volksempfinden gesprochen und den Mob wüten lassen. Hat Roosevelt etwas gegen den US Rassenwahn unternommen, nicht die Bohne, aber er hat nie das Volk gegen die Schwarzen aufgehetzt und nicht gegen die Japaner im 2. Weltkrieg. Die wurden durch seine Administration um ihr Hab und Gut gebracht, aber nicht durch den Mob. Roosevelt war ein Aristokrat. Aristokraten brauchen für ihre Schandtaten den Mob nicht.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Zach: Also Bundesrat im Heidiland = (oder zumindest annähernd wie) Roosevelt? Etwas aristokratisch zwar, da aber nicht aktiv an aktuellen Gräueltaten beteiligt und nur passiv hinnehmend, vertretbar?

            Und sonst ….

            „..haben wir die Intellektuellen und die Kritisierenden in dieser Runde, die dafür sorgen, was bei einer Regierung geht oder eben nicht geht und wie viel dem gütigen Volk zuzumuten ist.“

            … also gerade soviel, damit der gemeine Heidiland-Illusionist sein *Heil* aufrecht erhalten kann und nicht zum Mob mutiert?

          • Rolf Zach sagt:

            Nehmen Sie Mao in China, der ja neuerdings eine große Auferstehung erfährt. Was wurde zu seiner Zeit alles dem Volk eingebläut, um den neuen Menschen zu erschaffen. Man hat den Sohn auf den Vater und den Nachbarn auf den Nachbarn gehetzt, so sei dies richtig. Dieses System hat jeden Menschen zur unappetitlichen Kreatur werden lassen, nebenbei gingen wertvolles Kulturgut verloren, wo es heute heißt, der Westen habe die chinesische Kultur ausgeplündert. Ich schätze Deng mit seinem Realismus trotz 1989. Für ihn war die Regierung für die Gemeinheiten zuständig und nicht wie bei Mao das Volk. Es ist nicht gut, wenn solche Hetzer für die eigene Macht angebetet werden.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Zach: Da muss ich etwas verpasst haben. Im chinesischen Alltag nehme ich nichts von einer Auferstehung Mao’s war.

    • J. Kuehni sagt:

      @Anh Toàn: Ich glaube das Kalkül hinter allerlei Bestrebungen zur Re-Nationalisierung ist, dass diese die Globalisierung effektiv beenden würde: eine globalisierte Wirtschaft braucht eben auch globalisierte Märkte und keinen nationalstaatlichen Flickenteppich. Rechte wollen mit den neuerlich hochgezogenen Grenzen Immigranten draussen halten (und die eigenen Pfründe bewahren), Linke meinen damit den Neoliberalismus aussperren und die Reichen wieder zur inländischen Solidarität zwingen zu können, ein jeder nach seinem bevorzugten Gusto.

      • J. Kuehni sagt:

        Das Problem dabei ist, dass man sich für die Hoffnung auf ein Ende der Globalisierung nicht nur das Internationale Konfliktpotenzial schönreden muss (z.B. mit Thesen à la „Demokratien führen keinen Krieg gegeneinander), sondern auch den Unterschied zwischen Freihandel und Binnenmärkten mitsamt der Tatsache, dass Freihandelsnormen normalerweise vom grössten Beteiligten *durchgedrückt* werden, ignorieren muss.

        • Stadelman Reto sagt:

          @J.Kuehni
          Ich denke sie bringen es auf den Punkt. Und ich oute mich da auch gleich als eine Person die so denkt. Ziehen wir die Grenzen hoch, können wir den grasierenden Neoliberalismus eindämmen, die Reichen zu innländischer Solidarität zwingen und die Gelder auch in armen zur Entwicklungshilfe einsetzen.
          Andere Mittel den grasierenden Neoliberalismus zu bremsen gibt es (ausser der Weltregierung) ja scheinbar leider nicht…
          Zum Konfliktpotential: Das besteht immer. Egal wie gross die wirtschaftlichen Verflechtungen sind. Und wenn man sich die Opferzahlen der weltweiten Konflikte ansieht, dann sieht man leider deutlich dass deren Anzahl seid 2010 wieder steigt. China und die USA heizen den Konflikt im Südchinesischen Meer trotz wirtschaflticher Verflechtung an und und und…

          • J. Kuehni sagt:

            Danke für den Response, Herr Stadelmann. Wollte oben eigentlich noch anfügen, dass meiner Auffassung nach Grösse, Komplexität und Effizienz von Organisationen – politische Institutionen, Firmen etc. – massgeblich vom Stand der Technologie determiniert werden und dass der Impuls, „zurück zu Mama“ (sich in die gute alte Zeit zu retten) wohl auch deswegen zum Scheitern verurteilt ist, weil dabei ein analoger Technologieverlust unvermeidbar ist: selbst wenn wir es schaffen, der Globalisierung das Licht auszuknipsen landen wir dann eben nicht in besagten alten Zeiten, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer üblen Realität.

          • J. Kuehni sagt:

            Gegenüber einem „Superschurken“ à la Apple z.B. hätte die Schweiz – auf sich alleine gestellt – zwei Möglichkeiten:

            a) Total roll over.
            b) Marktzutrittsverweigerung.

            Daran, dass die Schweiz einem solchen Konzern irgendetwas konstruktives diktieren könnte, glaube ich keine Sekunde, dazu fehlt uns schlicht das nötige Know How & Personal (ganz abgesehen von der fehlenden, kritischen Masse).

            Viel Spass beim Einsammeln der Gadgets bei der Bevölkerung, Herr Stadelmann, ihre Popularität wird dadurch sicherlich ins unermessliche steigen.

            😉

          • Anh Toàn sagt:

            „Ziehen wir die Grenzen hoch, können wir den grasierenden Neoliberalismus eindämmen“

            Ach und darum sind in der Schweiz Blocher, Matter oder Köppel dafür, die Grenzen hochzuziehen, die mögen nämlich neoliberal nicht, die wollen endlich wieder eine soziale Marktwirtschaft, oder gar Sozialismus.

            Weil wir sind klein und allein, wir müssen international konkurrenzfähig sein, weil wir stehen in Konkurrenz mit anderen Nationalstaaten, Neoliberal ist das Credo für internationale Konkurrenzfähigkeit zu erreichen, in jedem Land, und darum findet ein race to bottom jeder gegen jeden anderen Nationalstaat, versucht Löhne zu senken, Währungen abzuwerten, Steuern zu senken, Sozialkosten abzubauen.

            It’s a rat race. And we’re all caught!

          • Anh Toàn sagt:

            Ich glaube nicht daran, in 1 oder 5 Jahren einen guten Weltstaat bauen zu können, aber ich glaube daran, dass unsere einzige mittelfristige Überlebenschance als Menschheit darin liegt, in diese Richtung zu gehen: Gehen wir in die andere, schlagen wir uns bald alle gegenseitig tot. (Und mit alle meine ich alle. Die letzten Worte der Schweizer werden sein: „Aber wir waren doch neutral.“

          • Anh Toàn sagt:

            Und der dumme Heuchler Hippie der nur seine Tussi pimpern wollte, wird mir hier immer wieder bestätigt:

            Stellt Dir vor eine Welt ohne Staaten, Religionen, Besitz,
            Ich frage mich, ob Du es kannst.

            Der zweite Satz ist der wirklich gute, ihr weigert Euch, Euch das überhaupt vorzustellen, darüber nachzudenken wie, ihr sagt nicht viel, ausser das wäre ja schrecklich, immer, so oder so, Weltregierung ist Teufelszeug. Lang lebe das Vaterland.

          • J. Kuehni sagt:

            Bin ja ganz bei Ihnen, Anh Toàn…

          • Anh Toàn sagt:

            Ja, Sie Herr Kuehni, aber einen Satz habe ich so falsch verstanden wie Herr Stadelmann:

            Sie schreiben: “ eine globalisierte Wirtschaft braucht eben auch globalisierte Märkte und keinen nationalstaatlichen Flickenteppich“

            Herr Stadelmann liest dies als: “ Ziehen wir die Grenzen hoch, können wir den grasierenden Neoliberalismus eindämmen“

            Neoliberalismus kann auch die Doktrin des Nationalstaates sein:

            Der Inbegriff des Neoliberalisten hier ist doch Linus Huber, er ist genauso Anhänger des Nationalstaates. Er glaubt an eine neoliberale Politik innerhalb stark gefestigter nationaler Grenzen.

            Die SVP hat die FDP auf der neoliberalen Seite überholt, hat aber kein Problem damit, dies als Verteidigung des Schweizer Nationalstaates darzustellen.

          • Stadelman Reto sagt:

            @Anh Toàn
            Ich glaube, dass sie mit ihrer Einschätzung recht haben. Ich glaube auch, dass wir nicht um einen Weltstaat herumkommen werden.
            Nur glaube ich nicht, dass wir diesem Ziel näher kommen, wenn wir die Opposition in den reicheren westlichen Ländern jetzt noch mehr anstacheln. In den letzten etwa 30 Jahren ist in der EU mehr in Richtung Weltstaat gegangen als jemals zuvor und jetzt ist die Bevölkerung müde. Ihr eine Pause von 30 Jahren zu gönnen, mag für uns Menschen mit einer Lebensspanne von etwa 87 Jahren, wie eine unglaubliche Zeitverschwendung erscheinen. Aber nachfolgende Generationen werden es uns danken und können an dem Projekt weiterarbeiten.
            Machen wir so weiter wie heute, behaupte ich, werden wir schon bald um 100 oder noch mehr Jahre zurückgeworfen.

          • Stadelman Reto sagt:

            @Anh Toàn
            Wie schon geschrieben, das ist eine Behauptung die ich auf Grund meiner Wahrnemung der Momentanen lage aufstelle. Wissenschaft geht natürlich anders.
            J. Kuehni glaubt ja auch etwas ganz anders. Ziehen wir die Grenzen hoch, dann verlieren wir technologische Fortschritte und werden noch härter landen. Und wissen Sie was? Er könnte recht haben. Ich weiss es schlichtwegs nicht besser.
            Kurzer Einschub: Ich glaube weder Blocher, Matter oder Köppel dass sie die soziale Marktwirtschaft einführen wollen. Aber der Feind meines Feindes…
            „It’s a rat race. And we’re all caught!“
            Ja das ist so. Gut formuliert.

          • Stadelman Reto sagt:

            @Anh Toàn
            Etwas was in all diesen Diskussionen von mir noch nie angesprochen wurde, aber auch schon erwähnt wurde: Die Ressourcen dieses Planeten schwinden. Die Natur leidet.
            Wir werden vielleicht viel schneller zu einer Lösung kommen müssen als wir denken…

          • Stadelman Reto sagt:

            @J. Kuehni
            Wenn ich es den Schweizer Konsumenten nur gut genug erkläre, dann wird es sie sicher nicht stören, wenn sie keine Apple Produkte mehr kaufen können…
            Spass bei Seiten.
            „Daran, dass die Schweiz einem solchen Konzern irgendetwas konstruktives diktieren könnte, glaube ich keine Sekunde, dazu fehlt uns schlicht das nötige Know How & Personal …“
            Das glaube ich auch. Wie sollen wir Apple erpressen? Aber ich glaube an die Gier von Apple. Sie werden nicht aufhören hier Produkte zu verkaufen, solange sie noch Gewinne machen. Vielleicht werden Verkäufe anfänglich aus Protest eingestellt, aber mittel- bis langfristig wird kein Konzern einen Markt unerschlossen belassen. Selbst wenn er so winzig ist wie die Schweiz. Solange das Geld sprudelt…

          • J. Kuehni sagt:

            Stadelmann: „Aber der Feind meines Feindes…“

            WER ist denn nun ihr Feind wenn der Herrliberger der Feind ihres Feindes ist?

    • Stadelman Reto sagt:

      „Wenn wir die Vorteile einer globalen Wirtschafts wollen, bauchen wir ene Weltregierung, denn nur eine globalisierte Macht, kann eine globalisierte Wirschaft steuern. Nationale Macht kann die Globalisierung der Wirtschaft nicht verhindern.“
      Korrekt. Leider wird es noch Jarhunderte dauern bis so eine Weltregierung zur Realität geworden ist. Bis dahin muss man die Globalisierung im Zaun halten.

      • Stadelman Reto sagt:

        @Anh Toàn
        Seien sie sich dessen bewusst: Hält man die Globalisierung nicht in Schach, wird es auch eine Weltregierung geben. Eine Weltoligarchie um genau zu sein. Diese würde dann aus den Verwaltungsräten der grössten Unternehmen bestehen. Die Staaten wären dann nur noch deren Pudelchen. Dann können wir es mit einer echten demokratischen Weltregierung gleich ganz vergessen…
        Und wieder scheint die alte Regel zu greiffen: Gut gemeint ist nicht das Gleiche wie gut gemacht. Heute weniger sozial zu sein, scheint die Möglichkeit zu retten, jemals einen globalen Sozialstaat zu erlangen. Denn dafür braucht es Leute wie Sie und mich die von einer gerechteren Welt träumen. Aber das können wir nicht wenn wir ins Prekariat gezwungen werden. Retten sie sich selbst und nachher die Welt Anh Toàn!

        • Maiko Laugun sagt:

          @Stadelmann: „Hält man die Globalisierung nicht in Schach, wird es auch eine Weltregierung geben. Eine Weltoligarchie um genau zu sein.“

          Eine Taktik kann sein, den Feind mit seinen eigenen Waffen zu schlagen.

        • J. Kuehni sagt:

          @Stadelmann. Sorry, jedoch empfinde ich unsere Situation weder subjektiv noch objektiv als derart ausweglos. Die Hysterie insbesondere bezüglich der EU leistet so manchem einen Bärendienst, bei der ist das Glas durchaus auch mal halbvoll:

          http://www.nytimes.com/2016/09/08/opinion/elizabeth-warren-what-apple-teaches-us-about-taxes.html?ref=international

          30 Jahre Neoliberalismus haben so einige Gehirne gewaschen, weshalb man nun die Macht der Konzerne, ebenso wie die Ohnmacht der Regierungen völlig verzerrt wahrnimmt. Eine Weltoligarchie ist aber genauso wenig zwingend unausweichlich wie es der angekündigte, globale Siegeszug der liberalen Demokratie vor 25 Jahren war.

          Nur eines scheint mir ziemlich klar: Serielle Nordkoreanisierung bringt ganz sicher keine Verbesserung.

          • Stadelman Reto sagt:

            Ich habe den Artikel interessiert gelesen. Gegen den Schluss kommt der Schreiber aber zu einem recht ähnlichen Schluss wie ich das tue. Man sollte die Firmen dazu ermutigen, in der Heimat Arbeitsplätze zu schaffen beispielsweise.
            Das alles ist aber noch nicht passiert… Das ist ein entscheidender Punkt. Auch stand geschrieben, dass die Lobyisten im Kongress nach möglichkeiten suchen, Steuern im eigenen Land zu vermeiden… Sie sehen also, da läuft einiges und es ist überhaupt nicht klar, wer als Sieger daraus hervorgeht…

      • Rolf Zach sagt:

        Reden wir von der Globalisierung der Arbeitskräfte, der Waren oder von den Finanzströmen, die mit dem Handel von Waren und Dienstleistungen nichts zu tun haben. Die Globalisierung der Arbeitskräfte ist nur eine Nische und findet in grösserer Anzahl nur als Lohn-Dumping innerhalb eines Wirtschaftsraumes statt. Beispiele sind Zentralamerika und die USA oder Nord- und Südeuropa. Wirtschaftsflüchtlinge oder andere, ohne Vorteil für die Aufnehmenden hat keine Zukunft. Auch wir haben die deutschen Vertriebenen von den Russen und Polen 1945 auch nicht akzeptiert. Der wirkliche Brocken der Globalisierung sind die Fertigwaren und ganz neu der Export technische Dienstleistungen von armen Ländern, aber bevölkert mit Leuten für den nötigen Know-How für diesen Export. Indien ist davon der Beweis.

        • Rolf Zach sagt:

          Rohstoffe und zum Teil auch Halbfabrikate sind nie ein Beispiel gegen die Globalisierung. Wir kennen dies mit den komparativen Kosten von David Ricardo. Krugman ist ja der wahre Nachfolger von Ricardo und hat dessen Theorie enorm verfeinert. Er sagt ja, die Globalisierung sei nur eine kleiner Teil der riesigen US Wirtschaft und wichtig ist, was der US Konsument davon gewinnt und nicht der Produzent. Dazukommen noch Breitseiten gegen List. Es ist ein Vergnügen ihn zu lesen, aber in der ganzen Breite seiner Außenhandels-Theorie fehlt mir der Glaube. Die Ablösung der Produktion inländischer Fertigwaren durch Importe ist immer in erster Linie ein schmerzhafter Prozess für die Beschäftigung. Kann diese Beschäftigung-Lücke durch die Hilfe der komparativen Kosten gedeckt werden?

          • Rolf Zach sagt:

            Ein wichtige Auswirkung kommt noch dazu, ist der Multiplikator-Effekt bei der inländischen Produktion oder bei Importen grösser?

      • Anh Toàn sagt:

        Reto Stadelmann: „Hält man die Globalisierung nicht in Schach, wird es auch eine Weltregierung geben. Eine Weltoligarchie um genau zu sein. Diese würde dann aus den Verwaltungsräten der grössten Unternehmen bestehen“

        Als Newsweek titelte „Exxon und der Rest der Welt“ hat noch kaum jemand von Globalisierung geredet.

        Sie diskutieren hier mit Kommentatoren aus Vietnam/China/Uruguay/Philippinen aber alle sind zur gleichen Zeit am gleichen Ort, hier in diesem Blog, und Sie glauben noch, Sie können Globalisierung anhalten.

        „Retten Sie sich selbst“: Ich fühle mich nicht in Not, sehe allenfalls eine Gefahr für mich und meine Nächsten genau im Nationalismus: Unser Recht auf Familie wird von Nationalisten bedroht, meine Frau ist Ausländerin. Ich in Ihrem Land.

        • Anh Toàn sagt:

          Und wenn es dann noch weitergeht, ist vielleicht unser Kind mal Ausländer in allen Ländern, Halbasiate oder Halbeuropäer, (Halbjuden kamen auch ins KZ) und das könnte an beiden Orten und dem Rest der Welt sowieso, zu viel Fremdes sein.

          • Anh Toàn sagt:

            „Mischlinge“ aus unterschiedlichen Kulturen haben meines Erachtens viele Vorteile, aber einen wesentlichen Nachteil: Unser Kind sieht für Europa asiatisch aus, für Asiaten europäisch, er wird also überall als Ausländer wahrgenommen werden.

    • Marcel Senn sagt:

      Anh: Nur die Walliser und Bündner hatten damals (zw. 1850 – ca. 1930) gar keine grosse Lust sich mit den Argauern oder den Zürchern um einen Fabrikarbeiterjob zu konkurrieren – die sind einfach massenhaft ausgewandert (über 10% der damaligen CH Bevölkerung) nach v.a. Süd- und Nordamerika
      Dafür hatten wir in den grossen Städten 1910 Ausländeranteile zw. 33 (Züri) bis gar 50% (Lugano) – gesamtschweizerisch 14.7% – ein Wert der mit WK I wieder massiv zurückging und erst 1967 wieder erreicht wurde.

      http://www.watson.ch/Wissen/Schweiz/662417639-Arm–kulturfremd–schlecht-qualifiziert–Als-wir-Schweizer-noch-selber-Wirtschaftsfl%C3%BCchtlinge-waren

      • Rolf Zach sagt:

        Mit Recht weisen Sie auf diese Tatsache hin. Als 1912 der Deutsche Kaiser zum Staatsbesuch in Zürich und Bern, konnte man meinen es sei unser Monarch, derart gross war die Begeisterung. Alles was dem grossen Kanton kam, wurde geschätzt. Unternehmer, Akademiker, Handwerker und selbst gestandene Sozialdemokraten wie Nationalrat Herrmann Greulich, ein verdienstvoller Pragmatiker für unser Land. Die hohen Offiziere waren mehr Deutsche als Schweizer. Was waren unsere Bündner und Walliser, die Hintersassen der Schweiz um 1900. Sie waren nur interessant als unsere Naturburschen für die Touristen.
        Übrigens haben wir noch 30er Jahren des 20. Jahrh.
        unseren Hintersassen die Überfahrt nach Argentinien bezahlt, wo sie in Misiones ohne Hilfe der Schweiz Urwald fruchtbar machen mussten.

    • Zufferey Marcel sagt:

      Das politische System ist ja schon innerhalb nationalstaatlicher Grenzen vielerorten langsam am Anschlag, wie alleine die Wahlen in den USA beweisen. Und da leben gerade mal 318 Millionen Menschen, deren Zusammensetzung gar nicht so homogen ist, wie man bis vor Kurzem noch geglaubt hat.

      Auf der ganzen Welt leben derzeit 7,39 Mia Menschen. Deren Heterogenität kann in einem Kommentar mit 600 Zeichen gar nicht beschrieben werden, item: Wenn nur schon Zürcher mit den Aargauern hadern (oder die Berner mit den Jurassiern)- und das innerhalb eines klar definierten Nationalstaates- dann möchte ich gar nicht erst wissen, um wie viel komplizierter eine globalisierte Macht beschaffen sein muss, um die Interessen aller (!) Menschen auf diesem Planeten unter einen Hut zu bringen!

      • Zufferey Marcel sagt:

        Es gibt ja z. T. schon von Dorf zu Dorf unüberbrückbare Differenzen, und zwar nicht nur hierzulande, sondern auch in Südostasien. Was schon nationale Regierungen nicht lösen können, soll dann plötzlich eine globale Macht richten..?! Das ist doch illusorisch! Auch wenn man dieser ominösen Macht föderalistische Strukturen verpassen würde! Ausserdem kennzeichnet die menschliche Existenz ja nicht nur der Handel- ausser für Ökonomen vielleicht- sondern auch noch vielerlei andere Charaktersitika! Die unsichtbare Hand in Ehren- aber die Probleme der Menschheit sind wesentlich vielgestaltiger: Der Homo oeconomicus ist nicht viel mehr, als ein zu kurz geratener Erklärungsansatz!

        • Maiko Laugun sagt:

          @Zufferey: „Was schon nationale Regierungen nicht lösen können, soll dann plötzlich eine globale Macht richten..?! Das ist doch illusorisch!“

          und …

          „Wenn nur schon Zürcher mit den Aargauern hadern..“

          Dann schaffen wir doch das Heidiland ab. Oder besser noch, schaffen wir auch gleich die Kantone und Dörfer ab. Funktioniert ja offensichtlich nicht.

          Die Selbstbestimmung eines Individuums genügt vollständig zur Akzeptanz der Mitmenschen.

          • Zufferey Marcel sagt:

            Hm, Sie scheinen Ayn Rand sehr zu mögen, Maiko. Die Selbstbestimmung des Individuums hängt aber von einer ganzen Reihe von Rahmenbedingungen ab, auch natürlichen, biologisch gegebenen, zum Beispiel. Oder klimatischen. Politischen sowieso. Und familiären erst! Etc. Mir fällt in diesem Zusammenhang vor allem Hayek’s Kosmos und Taxis ein. Wieviel glauben Sie, kann man zerstören, ohne dass sich das moderne, zivilisierte und ordnungsliebende Individuum dabei verirrt?

            P.S. Das Heidiland ist nicht zwingend an einen schweizerischen Kontext gebunden. Es gibt da doch sicher auch das Shengzhouland. Oder das Washingtonland…

          • Maiko Laugun sagt:

            @Zufferey: Stephen Hawking hat in seiner Disziplin schon vor vielen Jahren sinngemäss geschrieben, dass eine übergeordnete Theorie notwendig sei.

            Mit gefällt so etwas besser, als bestehende gegeneinander auszuspielen. Eine übergeordnete Weltregierung geht in die gleiche Richtung. Umweltprobleme/beschränke Ressourcen werden über früher oder länger – nach Kriegen – dazu führen.

            „P.S. Das Heidiland ist nicht zwingend an einen schweizerischen Kontext gebunden…“

            Sagen Sie das dem Keynes‘ liebenden @Rolf Zach. Er sieht die EU/EURO-Zone als ein übergeordnetes Heidiland, in welchem er aber keine Muslime und Flüchtlinge haben will.

            „P.S. …das Shengzhouland..“.

            In meinem Falle eine Insel im Süd-Ost-Chinesischen Meer (400K E.) als einziger Weisser. Trotzdem, KEIN Heidiland.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Das Übergeordnete wird an der Komplexität- und der Heterogenität der menschlichen Spezies- sowie an den geografischen Zerklüftungen dieses Planeten scheitern. Aber der Gedanke an eine übergeordnete Ordung ist mir nicht unsympathisch, ganz im Gegenteil. Er wäre sogar sehr naheliegend, wenn da nicht unsere (eigentlich völlig irrationale) Wesensart wäre.

        • Anh Toàn sagt:

          Das Übergeordnete wird an der Komplexität- und der Heterogenität der menschlichen Spezies- sowie an den geografischen Zerklüftungen dieses Planeten scheitern.

          Heterogenität der menschlichen Spezies:

          Der Huber ist Schweizer wie ich, ich mag alle Moslems mehr alös den, fühl mich denen näher.

          Geographische Zerklüftungen: Flugzeuge fliegen auf 10’000 Meter, Glasfaserkabel

          Hatten wir noch nie, das kann ja nicht gehen, wo kämen wir dahin.

        • Anh Toàn sagt:

          Heterogenität der Schweizer:

          Es gibt blonde, es gibt braunäugige, es gibt fleissige, es gibt faule, es gibt schlaue, es gibt dumme, dicke und dünne, grosse und kleine, Männer und Frauen, religiöse und nicht religiöse, französisch oder deutsch sprechende:

          Das kann nie was werden mit einem Staat, viel zu Heterogen diese Spezies, und dazu noch so geographisch zerklüftet!

        • Zufferey Marcel sagt:

          Test

        • Zufferey Marcel sagt:

          Werden Sie konkret, Anh: Skizzieren Sie doch einmal Ihre Vorstellung vom Übergeordneten! Wie wollen Sie die Interessen von zukünftig 10 Mia. Menschen unter einen Hut bringen? Die Welt als riesengrosse Schweiz- mit Nachäffen meiner Antworten ist es nicht getan! Ich bin gespannt auf ihre Vorstellungen. Nicht dass ich gleich die Weltformel von Ihnen erwarten würde- aber wenistens etwas Konkreteres, als Luftschlösser sollte bei Ihrer aussergewöhnlichen Intelligenz schon drinnen liegen!

          • Anh Toàn sagt:

            In der EU sind schon manche Staaten vereint. Die EU ist die einzige grosse Macht, die wächst, das ist attraktiv: Will ich einen guten Job und Karriere machen, will ich in eine wachsende Firma. Sie wird daher weiter wachsen, nach Osten und nach Süden, mal langsamer, mal schneller (wie bei der Osterweiterung), irgendwann wird Russland dazu gehören, Nordafrika auch und Indien. Dann kommt Kanada und Staaten Süd- und Mittelamerikas (um sich dem Einfluss der USA zu entziehen), und dann werden die USA folgen, dann China: Ob Japan oder die Schweiz (wie bei der UNO) als letzte beitreten, frag ich mich.

            Nicht die EU wird untergehen, alle anderen Staaten werden sich darin vereinen oder wir schlagen alles gleichzeitig kaputt.

          • Anh Toàn sagt:

            Kurz: Die Welt als Riesengrosse EU, die eigentlich weitgehend der Schweiz formell vor dem Bundestaat, materiell aber so ganz grob der Schweiz zwischen 1850 und dem ersten WK etwa entspricht (vor AHV und Finanzausgleich, aber mit CHF): Es wird genauso labil sein, wie es die Schweiz in dieser Zeit war, aber letztlich zusammenbleiben, weil sonst alle verlieren:

            Das weiteste weg von der EU, was für die Briten keine wirtschaftliche Katastrophe wäre, ist der EWR: So ein Theater wie mit der Schweiz wird sich die EU mit den Briten nicht mehr antun können.

          • Anh Toàn sagt:

            Aber ich fühle mich nicht zuständig für Lösungen, ich schreibe Kommentare, zu Texten.

            Der Fussballkommentator muss selber keine Tore schiessen können, er muss nur kommentieren können.

          • Anh Toàn sagt:

            Ich habe auf meiner grossen Reise den Erfolg des EUR in der Welt gesehen: In der Türkei gibt es kaum mehr Dollar, wenn jemand nicht Lira will, fragt er nach Euro (z.B. Marinagebühren werden nur in Euro ausgeschrieben). In Tunesien war es ähnlich, in Ägypten halten sich USD und EUR etwa die Wage, der Euro gewinnt aber. Selbst in Südostasien beginnt der Euro breit bekannt und akzeptiert zu werden.

            Als ich auf einem Boot lebte, hatte ich immer kleine Dollarscheine dabei, habe gesagt, damit kann man überall kaufen, jeder weiss, oder findet jemanden, den er fragen kann, was 1USD wert hat in seiner Währung und wie der aussieht etwa: Ich habe gesehen, an vielen Orten auf der Welt geht dies inzwischen auch mit Euro:

            @Marcel Senn: kann man einen Taxifahrer in Uruguay mit EUR Cash bezahlen?

          • Zufferey Marcel sagt:

            Meine Antwort an Sie ist leider verschwunden, Anh. Wohin, weiss ich nicht. Nun bin ich aber zu faul, das alles nochmals zu schreiben. Ich hoffe, Sie sehen mir das nach 😉

  • Pedro Reiser sagt:

    Ausgezeichneter Artikel, Herr Markus Diem Meier! Das Beste, das ich bisher in den Schweizer Medien über die Globalisierung gelesen habe.

  • Linus Huber sagt:

    1. Wirklicher Freihandel benötigt nicht diese Volumen an Regelwerken, sondern wäre auf einer A4 Seite geregelt; also ist der Ausdruck „Freihandel“ mit „stark reguliertem Handel“ zu ersetzen.

    2. Da es sich um stark regulierten Handel handelt, muss die Frage, zu wessen Gunsten reguliert wird, gestattet sein, den Regeln bevorteilen und benachteiligen einzelne Akteure, Gruppen etc.

    3. Da die Lobby-Abteilungen der Grossfirmen die Regulierung massgebend beeinflusst und bestimmt, ist jeder Zweifel daran, dass diese Abkommen in erster Linie den Grossfirmen dient, fehl am Platz.

    4. Die damit einhergehende Machtkonzentration entspricht der Agenda der Weltregierungsfanatiker und Kriegstreiber und versucht u.a. das Recht auf Selbstbestimmung von Staaten zu untergraben.

    • Marcel Senn sagt:

      Linus: Ihre schon hyperinflationär erwähnte Agenda der Weltregierungsfanatiker und Kriegstreiber gehört nun mal seit Urzeiten zur Menschheit: Von Alexander dem Grossen über Julius Cäsar, Karl dem Grossen, Dschingis Khan, Pizarro, Cortes, Napoleon bis hin zu Hitler und noch einigen mehr!
      Die Menschheit hat sie alle überstanden und im Vergleich zu denen wirken doch die heutigen fast schon „harmlos“, da inzwischen ein Gleichgewicht der Kräfte herrscht und territoriale Okkupationen mittlerweile gering sind im Vergleich zu den obenerwähnten Imperatoren und Conquistadoren.
      .
      Sie steigern sich da glaub zu fest in was rein Linus….

      • Fred Mazinaux sagt:

        @ Marcel,
        Das menschliche Gedankengut der Aufklärung und einiger der Franz. Revolutionäre macht klar, dass das Gros der Menschen weitgehend gewillt ist der Evolutionsgesetzlichkeit zu folgen, die alleine die Geschichte des Gastspiels unserer Spezies während unseres endlichen Daseins bestimmt. Die Geschichte die Sie aufführen zeugt nach meiner Meinung eher von wachsender Dummheit und weist auf lange dauernder Disaster.
        Was es braucht: wir 99.9% müssen die 0.1.% überwinden und die Grundideen wie einleitend erklärt verwirklichen.
        Linus weist nach meiner Auffassung implizit in die gleiche Richtung.

        • Marcel Senn sagt:

          Fred: Die wohl aktuell bedrohlichsten „Weltregierungsfanatiker“ sind wohl aktuell der IS, nur sind das noch um die 30-50’000 „Kämpfer“ und langsam gehts mit denen auch dem Ende zu, gut feige Attentate wirds wohl noch geben.
          Ansonsten gibts vor allem Lokaldiktatoren -manchmal sogar demokratisch gewählt wie viele Herrscher in Afrika, die die Rohstoffe ihrer Länder an Rohstofffirmen z.B. in der CH buchstäblich „verscherbeln“ und ihre Landsleute kommen dann auch noch als Flüchtlinge.
          Die 0.1% werden Sie nie überwinden können, das ist wie die schon besiegt geglaubte Tuberkulose, die kommt immer und immer wieder zurück – irgendwie liegt das in der Natur des Menschen.
          PS Dass Hillary Clinton den 3. WK anzetteln würde, wie viele Gegner in den Foren behaupten, das ist Schwachsinn

          • Linus Huber sagt:

            Jetzt reden Sie wieder kompletten Unsinn und das schlimmste daran liegt im Umstand, dass Sie dies auch noch glauben.

            1. Die Isis ist das Resultat des Gedankengutes dieser Weltregierungsfanatiker, welche dauernde Einmischung in die inneren Angelegenheiten mit der Rechtfertigung von Menschenrechten etc. betreiben.

            2. Ja, sicherlich gibt es teilweise auch ekelerregende Diktatoren, jedoch ist dies das Problem der jeweiligen Bevölkerung und keine Rechtfertigung zur Einmischung. Freiheit und Demokratie kann man nicht verschreiben, sondern müssen erkämpft werden und auf dem starken Willen der Bevölkerung beruhen, ansonsten dies nicht funktioniert.

            3. Auch die Flüchtlingskrise wurde genau durch dieses Gedankengut erzeugt!

          • Marcel Senn sagt:

            Huber: Den Unsinn Ihnen zurück:
            „Diese Weltregierungsfanatiker“ – das waren damals Bush, Cheney und Rumsfield – ja die haben schon kurz nach 9/11 beschlossen den Saddam auszuschalten und daraufhin ist in den Gefangenenlagern von ehemaligen Saddam Schergen der IS gross geworden – der radikalen Islam ist einfach Mittel zum Zweck und auch gleich die Guideline – aber im Prinzip ist es nur ein Marketingtrick um u.a. Selbstmordattentäter etc. zu aquirieren – und das klappt nun mal am besten mit 72 Jungfrauen etc.
            .
            Nach Ihrer Logik hätten die Amis also Hitler auch einfach weiter machen lassen – die besetzten Völker hätten dann selber für sich schauen können (gut die Russen waren dazu fähig fast als einzige).
            .
            Den arab. Frühling haben nicht die „Weltregierungsfanatiker“ angezettelt

          • Linus Huber sagt:

            „Den arab. Frühling haben nicht die „Weltregierungsfanatiker“ angezettelt“

            Wie kann jemand nur auf die Schnapsidee kommen, dass die Aufstände (arabischer Frühling) in keiner Weise mit der durch den völkerrechtswidrigen Iraqkrieg erzeugten Destabilisierung des Mittleren Ostens und der direkten wie indirekten Unterstuetzung der Rebellen in einem Zusammenhang stehen. Isis, welches in etwa das Gedankengut des US-Partners Saudi Arabien vertritt, ist wohl auch nicht das Resultat dieser die Regierungen schwächenden Destabilisierung. Ich weiss nicht genau wer nun ihr Hitler sein soll, Saddam Hussein, Gaddafi, Bashar al-Assad oder sogar Yanukovych, welche alle nicht ein einziges mal die EU oder USA angriffen, sondern einzig die von den USA kreierten Organisationen wie Al Queda etc.

          • Marcel Senn sagt:

            Ja Huber: Dass in Ihrer kleinkarierten Verschwörungstheortikerwelt keine Chaoseffekte Platz haben ist mir schon klar.
            Es war ein Gemüsehändler in Tunesien, der sich selbstverbrannt hat aus Verzweiflung über seine wirtschaftliche Situation und so einen Flächenbrand ausgelöst hat.
            Sie sollte sich vielleicht mal mehr etwas mit Chaostheorien, dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik, Entropie und so Zeugs beschäftigen als ausschliesslich mit den Amis (die sicher auch einen Einfluss haben z.B. beim IS (das habe ich ja geschrieben) – aber es gibt noch andere Kräfte und Auslöser als nur die Amis (und Russen) auf diesem Planeten!!

          • Linus Huber sagt:

            Ach so, die durch die Einmischung inkl. in der Form militärischer Aktionen erzeugte Destabilisierung ist eine Verschwörungstheorie und keine Tatsache. Wie gewohnt verkennen Sie einen Anlass mit der Ursache.

          • Fred Mazinaux sagt:

            @Marcel Ihr 17:40
            Was Sie Linus hier in diesem Zusammenhang empfehlen sagt mir, dass Sie wohl Kenntnis haben von Chaos Theorie und dem 2. Gesetz der ThD. aber verstehen tun Sie die nicht.
            Mir scheint, mit Ihren letzten Kommentaren sind Sie ziemlich aus dem Geleise geraten. Schade!

          • Marcel Senn sagt:

            Huber: Reden wir jetzt von Tunesien, Aegypten, Lybien, Yemen, Syrien, Irak oder von was??
            Sie können nicht immer alles unter Ihre Weltfanatikertheorien stülpen – überhaupt tendieren Sie etwas sehr zum generalisieren…

          • Linus Huber sagt:

            Nein, nicht alles und es geht um folgendes:

            1. Das Gedankengut der Weltregierungsfanatiker vertritt die Idee der Einmischung in die inneren Angelegenheiten von Staaten; natürlich entstehen Chaos-Effekte und nicht vorhersehbare Konsequenzen, was der Ausdruck „Destabilisierung“ wiedergibt; sollen diese Effekte nun als Rechtfertigung oder Entschuldigung dienen oder was?

            2. Nur weil ich aufgrund meiner Unzulänglichkeit nicht in der Lage bin, die Konsequenzen meines Handelns vollumfänglich zu verstehen, heisst dies noch lange nicht, dass ich nicht dafür verantwortlich bin. Der Weg in die Hölle ist mit guten Absichten gepflastert.

          • Linus Huber sagt:

            @ Fred

            Ich empfehle die Finger davon zu lassen, sich dauernd geradezu als normaler modus operandi in die inneren Angelegenheiten von unabhängigen Staaten einzumischen, solange man nicht von diesem Staat angegriffen wird. Gewalt ist einzig im Falle der Verteidigung gerechtfertigt. Darum war z.B. Dutertes Bemerkung gegenüber Obama ein klarer Schuss vor den Bog „mischt euch nicht in eurer herablassenden Art in unsere Angelegenheiten, denn ich bin einzig gegenüber der eigenen Bevölkerung verantwortlich!“; gerade die Idee der eigenen Bevölkerung zu dienen wurde in vielen westlichen Staaten stark relativiert und die Politiker glauben einem höheren Ideal, was immer das sein mag, dienen zu müssen.

          • Fred Mazinaux sagt:

            @Linus
            Das kann nur in begrenztem Masse als Anstand möglich sein.Wie die Quantenmech. beweist gibt es ein Ganzes aus unzähligen Teilen die alle nicht zu einander selber bezogen sind aber auch selbst mit dem Ganzen & das Ganze selbst mit jedem Teil. Nach Evolutionsgesetz ob wir damit zufrieden sind oder nichgibt es keine absolute Freiheit. Wir Menschen haben nur die Freiheit der Wahl wie wir der Evolutionsgesetzlichkeit entsprechen wollen.
            Die USA als DIE NATION erklärt haben & sich nicht als eine Nation der Nationen der Welt halten dupieren andere zur Unterzeichnung Internationaler Abkommen, sie selberaber ratifizieren nicht wie re Spratly Islands, dann aber die Unterzeichner ihnen gegenüber ans Abkommen zwingen wollen. Ihr Wunsch ist fantasievoll.
            re Marcel,warum schweigt er wohl?

          • Linus Huber sagt:

            @ Fred

            Natürlich sind gesellschaftliche Verhältnisse relativistisch und nicht absolut. Aber genau dies ist ja auch der Punkt, indem sie sich nicht ad absurdum in die gleiche Richtung (z.B. zunehmende Zentralisation) entwickeln, sondern einem Zyklus unterworfen sind, indem z.B. eine derartige lineare Entwicklung eine Reaktion in der Form von Fliehkraft/Zentrifugalkraft erzeugt. Die gegenwärtige Entwicklung Richtung Zentralisation, welche durch die Weltregierungsfanatiker unter Anwendung unterschiedlicher Mechanismen verteidigt wird, stösst aufgrund der Veränderung/Erneuerung des gesellschaftlichen Selbstverständnisses zunehmend auf Widerstand. Man mag dies positiv oder negativ betrachten, was jedoch nichts am Umstand ändert, dass dieser neue Trend existiert.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: „..Zyklus..“

            Seltsame Logik! Ihre einzige Hoffnung besteht also darin, dass ausgerechnet ein wiederkehrender Zyklus die Zentralplaner und Weltregierungsfanatiker ausser Kraft setzt und nie mehr zurück bringt?

            Der Menstruationszyklus lässt sich nicht ausser Kraft setzen, jedoch durch Verhütung (meistens) entscheidend beeinflussen.

          • Linus Huber sagt:

            Es geht nicht um meine Hoffnung, sondern ich versuche die gegenwärtige Entwicklung zu analysieren und die zunehmende Auseinandersetzung zwischen denen, welche den Status Quo der gleichförmigen und linearen Entwicklung mit fast schon verzweifelter Anstrengung verteidigen einerseits und den sich formierenden zentrifugalen auf einem neuen Selbstverständnis beruhenden Kräfte andererseits. Jedes gesellschaftliche System dürfte sich über Zeit korrumpieren, sodass eine auf dem Willen des Volkes basierende Erneuerung jeweils eine Frage der Zeit ist, wobei dies natürlich den Interessen der bestehenden Elite zuwider läuft; schliesslich ist in diesen Kreisen die Idee, dass nicht die Eliten das Problem sind, sondern die Bevölkerungen, gut verankert.

            Wer redet von nie mehr „zurückbringen“.

          • Linus Huber sagt:

            @ Maiko

            In einem Punkt dürften wir vielleicht übereinstimmen. Die Gefahr von kriegerischen Auseinandersetzungen gerade zwischen Staaten dürfte ansteigen, allerdings weniger deswegen, weil dies die Bevölkerungen gutheissen, sondern vielmehr deswegen, weil die bestehende Elite nicht für ihre Unzulänglichkeit und Vetternwirtschaft zur Verantwortung gezogen werden will, sondern zur Ablenkung, Abwendung einer Revolution und zur Sicherung der eigenen Macht vorzugsweise einen Sündenbock, welchen sie, mit entsprechender Propaganda zum Teufel hochstilisieren, finden wird; ein Rezept, welches bereits derart oft erfolgreich angewendet wurde, dass es schon fast langweilig wirkt.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: Verhütung = Weltregierung, verbunden mit der Hoffnung, dass das Kondom nicht platzt.

          • Linus Huber sagt:

            Ich erkenne keinen oder einen höchst marginalen Zusammenhang zwischen selbstbestimmter persönlicher Lebensplanung und der Veränderung des gesellschaftlichen Selbstverständnisses, wobei es natürlich Ihr gutes Recht ist, sich davon beeinflussen zu lassen.

    • Maiko Laugun sagt:

      @Linus: Warum wollen die „..Weltregierungsfanatiker und Kriegstreiber..“ die Regeln zu ihren Gunsten ändern? Ganz einfach: Weil sie ihnen im Wege stehen. Am liebsten hätten sie nämlich gar keine Regeln. Oder wenn, dann nur eine auf einer A4-Seite.

      Das wäre dann Huber’s A4-Seite. Auf dieser hat nicht viel mehr Platz als folgender Satz: *Alle Macht dem freiheitlichen Lynch-Mobb.*

      Sie – werter Herr Huber – sind also der Befürworter und Unterstützer der „..Weltregierungsfanatiker und Kriegstreiber..“.

      • Linus Huber sagt:

        „Am liebsten hätten sie nämlich gar keine Regeln.“

        Unsinn, denn Kontrolle über die Gesellschaft (Untergrabung der Demokratie), indirekte Subventionierung und Sicherstellung von Wettbewerbsvorteilen sind das Ziel und keinesfalls keine Regeln.

        Wir reden über Handel und nicht über irgendwelche Phantasien; Beispiel eines Textes welcher wirklich Freien Handel als Ziel hätte:

        „Mit sofortiger Wirkung sind sämtliche Zölle und Subventionen auf Waren und Dienstleistungen aufgehoben.“

        • Maiko Laugun sagt:

          „Wir reden über Handel und nicht über irgendwelche Phantasien;..“

          Ach so? Dann betreffen Ihre .. „Weltregierungsfanatiker und Kriegstreiber“ .. also ausschliesslich den Handel?

          „„Mit sofortiger Wirkung sind sämtliche Zölle und Subventionen auf Waren und Dienstleistungen aufgehoben.“

          Und wer profitiert davon mehr? Die GROSSEN oder das kleine (lokale) Gewerbe?

          Auf der Rückseite Ihres A4-Blattes steht dann wohl klein gedruckt folgender Zusatz:

          *Für Risiken und Nebenwirkungen beim Handel mit Rüstungsgütern, Chemie, radioaktiven Materialen etc. von/an Weltregierungsfanatiker und Kriegstreiber fragen Sie bitte Dr. Huber*

          • Linus Huber sagt:

            Ach so, Sie glauben tatsächlich, dass die Handelsvereinbarungen gleich auch noch ueber die Bestimmungen und Gesetze von unabhängigen Staaten entscheiden sollen, so richtig im Sinne der angestrebten Handelsabkommen …

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: „Sie glauben tatsächlich..“

            … selber, dass eine isoliert auf den Handel beschränkte christliche 10-Gebotstafel = Ihre einfache A4-Liste, die „Weltregierungsfanatiker und Kriegstreiber“ in die Schranken zu weisen vermag? Ich gestehe, an eine solche Möglichkeit habe ich tatsächlich noch nie gedacht 🙂

          • Linus Huber sagt:

            Es besteht ein Meilenweiter Unterschied, zwischen „jemanden in seine Schranken verweisen zu wollen“ einerseits und „der Verweigerung das Gedankengut einer die Demokratie untergrabenden Agenda gutzuheissen“ andererseits.

    • Stadelman Reto sagt:

      @Huber
      Ich bin nicht der Meinung, dass unsere Demokratie und die grundsätzlichen Strukturen das Problem sind. Ich bin der Meinung, dass korrupte Menschen sie zu dem gemacht haben was sie heute sind. Dieser Korruption und diesen Betrügereien muss der Riegel geschoben werden. Das Kind mit dem Bade auszuschütten ist dagegen nicht nötig.

      • Linus Huber sagt:

        @ Reto

        Ich gehe insofern mit Ihnen einig, dass wohl jedes gesellschaftliche System sich über Zeit korrumpiert. Die Bevölkerungen erkennen das Problem, können jedoch leider nicht auf die Unterstützung des gegenwärtigen politischen Establishments zählen, wodurch alternative politische Kräfte sich entfalten. Wenn die gegenwärtige politische Elite das Kind sein soll, dann gibt es wohl keinen anderen Weg.

        • Markus Ackermann sagt:

          @Huber
          @Stadelmann
          Hier eine Philippika von Nassim Taleb (Black Swan) gegen eine sich selbst referenzierende „Inelligenzia“ im Interesse des Staates (verstanden als Interesse der Mächtigen, statt der BürgerINNEN):
          “ the problem is the one-eyed following the blind: these self-described members of the “intelligenzia” can’t find a coconut in Coconut Island, meaning they aren’t intelligent enough to define intelligence hence fall into circularities — but their main skill is capacity to pass exams written by people like them.“
          https://medium.com/@nntaleb/the-intellectual-yet-idiot-13211e2d0577#.wtuzlf5m5
          Bref:
          „Eierköpfen“ fehlt oft die Lebenserfahrung
          … und (in meinen Worten:) darum können sie weniger gut entscheiden, als der Schweizer Souverän.

          • Markus Ackermann sagt:

            The intellectual Yet Idiot (IYI) „calls by two distinct designations: “democracy” when it fits the IYI, and “populism” when the plebeians dare voting in a way that contradicts his preferences. While rich people believe in one tax dollar one vote, more humanistic ones in one man one vote, Monsanto in one lobbyist one vote, the IYI believes in one Ivy League degree one-vote, with some equivalence for foreign elite schools, and PhDs as these are needed in the club…
            Typically, the IYI get the first order logic right, but not second-order (or higher) effects making him totally incompetent in complex domains. In the comfort of his suburban home with 2-car garage, he advocated the “removal” of Gadhafi because he was “a dictator”, not realizing that removals have consequences“

  • Fred Mazinaux sagt:

    Globalisierung:Wie lange lässt das Evolutiongsetz das unsinnige Zahlenspiel der irrsinnig gew. Spezies homo sapiens noch zu, als Unterhaltung Der Einen (ca. 0.01%)&als Überlebenskampf Der Andern (99.99%),gespielt wird!
    Das“Computer Spiel“ geht um die virtuellen Forderungen der Einen für virtuelle Dienstleistungen an die Andern, die diese dann mit selbst erarbeiteten Überlebenswerten aus Naturgütern im Besitz der Einen zu bezahlen haben. Dabei tippen die Einen ausgedachte Zahlen als von den Andern zu bezahlende sog.Schulden ein, die dann nach Gesetzen des (Bürger?)Staates, bestraft &ruiniert werden durch Konfiskation v.Heim & Hof hinterlegt als Sicherheit , wenn die Andern nicht so auchZins & ZZ (exponentiell), als Schuld, an die Einen nicht (zurück)zahlen können. Wer hat Verstand?

    • Markus Ackermann sagt:

      @Mazinaux
      1. „Das“Computer Spiel“ geht um die virtuellen Forderungen der Einen für virtuelle Dienstleistungen an die Andern, die diese dann mit selbst erarbeiteten Überlebenswerten aus Naturgütern im Besitz der Einen zu bezahlen haben.“
      Ja, so analysiert Adam Smith … darum rechnet er in Arbeit als Quelle der Wertschöpfung und will Arbeit gegen Arbeit tauschen … mit steigender Produktivität (Effizienz) dank Wettbewerb
      2. Sie sprechen das Zins-Problem an. Zins- und Zinseszins waren lange Zeit in einigen Religionen verpönt.
      Wie korrelieren Zins, Produktivität und Wachstum?
      siehe heute: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mayers-weltwirtschaft/mayers-weltwirtschaft-geschichten-vom-zins-14439968.html

      • Markus Ackermann sagt:

        Keynes gibt in Kapitel 13 seiner General Theory ein Modell / Korrelation, die mir gefällt:
        „The schedule of marginal efficiency of capital may be said to govern the terms on which loanable funds are demanded for the purpose of new investment; whilst the rate of interest governs the terms on which funds are being currently supplied. … For whilst an increase in the quantity of money may be expected, cet. par., to reduce the rate of interest,
        -> this will NOT happen, if the liquidity-preferences of the publik are increasing more than the quantity of money;
        and whilst a decline in the rate of interest may be expected, cet. par., to increase the volume of investment,
        -> this will NOT happen if the schedule of the marginal efficiency of capital is falling more rapidly than the rate of interest;
        and whilst an increase in the volume of investment may be expected, cet. par., to increase employment,
        -> this may NOT happen if the propensity to consume is falling of.
        Finally, if employment increases, prices will rise in a degree partly governed by the shapes of the physical supply functions, and partly of the wage-unit to rise in terms of money.“
        … und genau dies kann nicht funktionieren, falls die ausbeuterischen Papierli-Wender
        – den Zuwachs vorweg wegfressen oder
        – in der Finanzwirtschaft die Bewertungen der assets aufblasen.

    • Markus Ackermann sagt:

      Keynes gibt in Kapitel 13 seiner General Theory ein Modell / Korrelation, die mir gefällt:
      „The schedule of marginal efficiency of capital may be said to govern the terms on which loanable funds are demanded for the purpose of new investment; whilst the rate of interest governs the terms on which funds are being currently supplied. … For whilst an increase in the quantity of money may be expected, cet. par., to reduce the rate of interest,
      -> this will NOT happen, if the liquidity-preferences of the publik are increasing more than the quantity of money;
      and whilst a decline in the rate of interest may be expected, cet. par., to increase the volume of investment,
      -> this will NOT happen if the schedule of the marginal efficiency of capital is falling more rapidly than the rate of interest;
      and whilst an increase in the volume of investment may be expected, cet. par., to increase employment,
      -> this may NOT happen if the propensity to consume is falling of.
      Finally, if employment increases, prices will rise in a degree partly governed by the shapes of the physical supply functions, and partly of the wage-unit to rise in terms of money.“
      … und genau dies kann nicht funktionieren, falls die ausbeuterischen Papierli-Wender
      – den Zuwachs vorweg wegfressen oder
      – in der Finanzwirtschaft die Bewertungen der assets aufblasen.

  • Michael Berger sagt:

    Die Globalisierung scheint also insgesamt eine gute Sache zu sein, denn der weltweite Wohlstand wurde dadurch massiv angehoben. Nur wenige Menschen haben nicht profitiert, wie die Daten deutlich zeigen.
    Dass immer mehr Globalisierung nicht immer besser ist, ist klar, das gilt für alles. Die Fragen sind daher nur:
    1. Wo liegt das Optimum? Auf der Grafik ist das der Schnittpunkt der geraden für Grenzkosten und Grenznutzen, aber das hilft noch nicht weiter.
    2. Wie erreicht man es?

    Die beiden Fragen sind sehr schwierig zu beantworten. Doch in der Praxis will sie eigentlich kaum jemand allgemein beantworten, sondern die meisten wollen bloss wissen, was für sie selbst das Optimum ist und eine entsprechende Politik machen.

    • Markus Ackermann sagt:

      @Berger
      Ich habe 2001 u.a. genau an diesen beiden Fragen herumgehirnt.
      Ich habe es nicht geschafft, die Antwort
      – zu quantifizieren
      – zu qualifizieren
      – zu optimieren.
      Es geht nicht um make or buy, es geht nicht um Markt vs Staat, erst recht geht es nicht um policies oder standards, oder irgendwelche Papierli
      … eher schon um DESIGN PRINCIPLES, deren Entwicklung EIN JAHRHUNDERT und mehr braucht.
      Wenn Sie das Interview von Elinor Ostrom auf nobelprize.org ansehen, dann sehen Sie, wie sie in dieser Frage einen ganzen Strauss unterschiedlicher Betrachtungen aufmacht und die Optimierung in jedem Einzelfall vornehmen muss: von der Wasserversorgung kalifornischer Bauern über die Organisation von Polizeien bis hin zu einem Wassergericht in Spanien seit dem Mittelalter …

      • Marcel Senn sagt:

        Ackermann: Ich habe zunehmend Mühe mit diesen simplifizierten „Ricardo Optimum“ Weltmodellen, die sich primär auf Grenznutzen und Grenzkosten ausrichten, aber dabei x andere Faktoren wie Umweltveränderungen, EK- und Vermögensungleichheit, religiöse und ethnische Konflikte, abnhemende Ressourcenreserven und noch eine Unzahl anderer Parameter ausblenden, die sich andauernd verändern und so nicht mehr als ceteris paribus betrachtet werden können.
        .
        Dass Ricardo es nicht besser wissen konnte und mit seinem rel. simplen Wein/Tuch Modell in die Geschichte einging, dafür kann man Verständnis haben. Aber mit den heutigen Superrechnern sollte man doch eigentlich komplexere Modelle kreieren können, die für den Menschen und seine Umwelt das Optimum finden sollte und dies nicht nur monetär

        • Markus Ackermann sagt:

          @Senn
          1. Ja, darum sollten Sie das Interview mit Williamson und Ostrom anschauen:
          Es geht um ganz andere Themen, u.a. Governance
          … aber nicht birrewaich top-down und irgend an einer Wandtafel gemalt
          …, sondern eine Governance, die sich als langjährige Tradition entwickelt, als Destillat einer z.B. >100-jährigen Lebenserfahrung.
          -> Die Schweiz hat eine Jahrhunderte-lange Tradition mit Grossmächten bzw. Reichen an ihrer Grenze umzugehen. Es ist heute einfach schwieriger, da man D und F nicht gegen einander ausspielen kann (€U). Aber wie lange geht das noch so weiter in D und F bis es da Änderungen gibt? Schauen Sie sich den Osten D’s an mit Minimallöhnen, Transferzahlungen, Minimalrenten, Abhängigkeiten vom Staat … und AfD-Zuwächse von ALLEN Parteien her kommend.

      • Michael Berger sagt:

        Das Problem bei diesen Fragen ist schon das Fundament, das ihre Beantwortung benötigt. Es braucht eine Theorie der Gerechtigkeit, welche beantwortet, welche weltweite Güterverteilung gerecht ist. Das ist weniger eine wirtschaftswissenschaftliche als sondern eine philosophische Angelegenheit.
        Um die Einkommensentwicklung wie sie etwa im Artikel beschrieben ist zu bewerten, muss man eine Zielvorstellung haben. Sollen idealerweise alle gleichviel haben oder sollen alle gleichviel mehr haben und wenn ja, absolut oder relativ zu ihrer aktuellen Situation? Soll die finanzielle Lage an Leistung geknüpft sein und wenn ja wie?
        Diese Fragen beschäftigen die Menschheit seit sie komplexere Sozialstrukturen bildet, eine allgemein akzeptierte Lösung wurde nicht gefunden.

        • Markus Ackermann sagt:

          @Berger
          Ja, wie gesagt, habe ich auch nicht „die“ Lösung.
          ABER
          den Ausgangspunkt für die Lösung:
          1. Derjenige, der die Güter / Leistungen / Werte SCHAFFT, soll das ERST-Zugriffsrecht haben auf diese Güter (= Adam Smith: Werte werden durch Arbeit generiert),
          2. also nicht der Ausbeuter, der Parasit (Feudalherr), der einen Wirt besiedelt, weil er selber diese Güter / Leistungen / Werte NICHT schaffen kann
          3. davon zu unterscheiden ist
          – die Verteilungsgerechtigkeit,
          – die Nutzung der Gemeingüter und
          – der Konsum

          • Linus Huber sagt:

            Interessante Diskussion! und erfreulicherweise offeriert hier für einmal niemand ein einfaches Rezept, wie dies global zu regeln sei. Das Ziel der Gerechtigkeit, welches ein durch das kollektivistische Gedankengut indoktrinierte im Wohlfahrtsstaat lebender Menschen oft fast als Menschenrecht gleichzusetzen scheint, ist eine Vision, welche nicht durch Zwang einer sich bildenden Weltelite mit all den internationalen Organisationen verwirklichen lässt, denn sie ist aufgrund der Komplexität der Gesellschaft weder plan- noch realisierbar, sondern erzeugt aufgrund der Tatsache, dass diese Ziele auf globaler Ebene mit Machtkonzentration, Zwang und Gewalt vollzogen werden soll, genau das Gegenteil.

            Der Weg in die Hölle ist mit guten Absichten gepflastert.

          • Anh Toàn sagt:

            Dann kommen Sie bestimmt in den Himmel.

  • Marcel Senn sagt:

    Und wohin das führt, kann man dann Jahr für Jahr in der globalen Vermögensverteilung der Privatvermögen im CS Wealth Report nachlesen. Vor allem der Data-Teil mit fast 160 voller Zahlenfriedhöfe ist doch immer wieder interessant, zumal es der einzige dieser Wealth Reports ist der auch die non-financial Vermögen berücksichtigt.
    Data 2015
    http://publications.credit-suisse.com/tasks/render/file/index.cfm?fileid=C26E3824-E868-56E0-CCA04D4BB9B9ADD5

    Hier auch noch der Report 2015
    https://publications.credit-suisse.com/tasks/render/file/?fileID=F2425415-DCA7-80B8-EAD989AF9341D47E

    Freue mich schon auf die 2016er Ausgabe im Oktober!

    • Marcel Senn sagt:

      Und zum heutigen NMTM Thema Globalisation hat die CS auch noch gleich einen interessanten Report rausgegeben:

      The End of Globalization or a more Multipolar World
      http://publications.credit-suisse.com/tasks/render/file/index.cfm?fileid=EE7A6A5D-D9D5-6204-E9E6BB426B47D054

      Man kann eigentlich nur hoffen, dass die etwas darbende CS diese Reports noch weiterhin produzieren wird und dass die nicht plötzlich einer Sparübung zum Opfer fallen – denn die sind meist ziemlich gut gemacht!

      • Rolf Zach sagt:

        Die Frage ist doch die, warum ist der US Handel derart ins Defizit geraten und dies setzt sich bei Dienstleistungen fort, dass gleiche bei Großbritannien, wo die Zahlen des Leistungsbilanz-Defizit noch schlimmer sind trotz ständiger Abwertung des Pfundes. Man spricht vom türkischen Wunder, man sieht wohl viele Baukräne und hört von märchenhaften Immobilien-Preisen in Istanbul, aber nicht das die türkischen Waren auf den Weltmärkten diejenigen von Ostasien verdrängt haben. Vielleicht ist dies der erfolgreiche Schlüssel der Globalisierung. Man macht Schulden bis an die Decke, zahlt nichts zurück oder wie die Türkei, wo das Zurückhalten der Syrer eine Konjunktur-Blüte ist und die Leistungsbilanz damit nicht weiter ins Minus abrutscht.

        • Marcel Senn sagt:

          Zach: Ist doch relativ einfach – indem man permanent über seine Verhältnisse lebt und zudem die Weltleitwährung hat in der praktisch alle wichtigen Rohstoffe kotiert sind. Und mit der stärksten Armee der Welt kann man diese vorteilhafte Ausgangslage dazu gut abhedgen!
          .
          Für die Briten könnte es etwas enger werden in Zukunft – das £ ist eben weltweit nicht so wichtig wie der $.

  • Peter Schwarz sagt:

    Globalisierung ist wie ein Auto ohne Steuerrad und Bremse.

  • Stadelman Reto sagt:

    „Es braucht eine Politik, die dafür sorgt, dass tatsächlich allen die Früchte einer Öffnung zukommen, und es braucht eine soziale Absicherung. Dabei geht es noch nicht einmal um Gerechtigkeit, sondern schlicht um das Bewahren der positiven Seiten der wirtschaftlichen Öffnung.“
    Das fasst meine Meinung gut zusammen.
    Auch das die Reichsten die Gewinner sind habe ich schon behauptet. Hier noch die Statistik dazu. Die Reichen lachen zuletzt…
    Es gibt gute Gründe, der Globalisierung entgegenzutreten. Aber ich gebe auch selbstkritisch zu, dass habe ich nicht immer gewusst. Vor wenigen Jahren hätte ich wohl noch über Globalisierungskritiker gelacht…

  • Josef Marti sagt:

    Mit ungehindert freiem Kapitalverkehr hat das sowieso nie funktioniert. Die Paradebeispiele von China und Südkorea haben genau das Gegenteil gemacht, nämlich staatlich gelenkte und dosierte Kapitalimporte. Entscheidend für einen wirtschaftlichen Aufstieg ist somit immer:
    Eigene unabhängige Geld- und Zinspolitik verbunden mit Kapitalverkehrskontrollen und damit automatisch Selbstbestimmung der Wechselkurspolitik. Die Fixkurse unter Bretton Woods konnten unter unabhängigen Notenbanken auch nur mit Kapitalkontrollen funktionieren. Zusätzlich muss von innen her das Potenzial vorhanden sein, eine vernünftiges eigenständiges Bildungssystem aufzubauen, eigenständige Verbreitung von Wissen und Bildung ist absolut zentral.

    • Maiko Laugun sagt:

      @Josef Marti: Ich dachte, Sie mögen keine 5-Jahrespläne wie in China? 🙂

      Der aktuelle sieht übrigens eine Steigerung des Kapitalimports/ausländische Investitionen unter Steuerbegünstigungen für ausländische Firmengründungen vor.

      • Marcel Senn sagt:

        Maiko: Du verwechselst da glaub was – der Huber scheut doch Pläne jegwelcher Art wie der Teufel das Weihwasser! Und wenn dann Pläne noch irgendwo an einer zentralen Stelle geschmiedet werden, dann sind sie das non-plus-ultra alles Bösen.
        Auf den Phillipinen kann man eben planlos in den Tag hineinleben…in Uruguay im Prinzip auch…:-)

        • Maiko Laugun sagt:

          Marcel: Ich glaube von Josef Martin gelesen zu haben, dass er keine ‚kommunistischen‘ 5-Jahres-Pläne mag. Falls ich falsch liege, entschuldige ich mich im voraus.

          Der Huber ist ein anderes Thema. Er spricht von „Konfusion“ wenn man seine Argumente hinterfragt und hebt diese einfach auf eine andere Diskussions-Hirarchie.

          Man kann bekanntlich mit – und auch ohne (Zentral-)Plan seine eigene Meinung einbringen. Ich denke, das ist auch gut so 🙂

          • Marcel Senn sagt:

            Maiko: Das kann schon sein, dass unser Herr Marti das mal geschrieben hat. Aber seine Kommentare schätze ich sonst sehr.
            Starre 5-Jahrespläne sind auch was dummes, wenn schon eine rollende Planung, die man regelmässig anpasst.
            Ich habe für mich privat übrigens sogar eine rollende Finanzplanung auf Excel mal bis ins Jahr 2040 – so ungefähr meine zu erwartende Restlebenszeit (inkl. Rauchermalus) – damit ich tunlichst vermeiden kann eines Tages als Armengenössiger wieder nach Heidiland zurückkehren zu müssen.
            Und dieser Rolling Forecast (short Term und Long Term-Daten sind verknüpft) werden regelmässig mit neuen Daten und Lebensplanänderungen gefüttert.

          • Maiko Laugun sagt:

            „..seine Kommentare schätze ich sonst sehr.“

            Ich auch!

            „Starre 5-Jahrespläne sind auch was dummes, wenn schon eine rollende Planung ..“

            Bei uns nennt sich die Partei noch immer kommunistisch, obwohl sie es nicht mehr ist. Das gleiche gilt doch auch für Pläne – egal ob auf Jahre beschränkt oder zentral. Ich sehe diese mehr als notwendige flexible Teilbereiche („Rolling Forecast“) innerhalb einer Gesamt-Strategie, eben auch auf privater Ebene. Das tue ich genau gleich wie Du auch.

            Bin mir sicher, dass auch der Huber auf den Philippinen nicht (zentral-)planlos in den Tag hinein lebt, trotz der Erkenntnis (wie wir alle), dass keiner weiss, was nur schon morgen sein wird. Er selbst wird dies als einen Widerspruch in der Argumentation sehen, egal.

          • Linus Huber sagt:

            Wie wirr muss man sein, um persönliche Planung mit zentralistischer auf Zwang beruhender Planung gleichzusetzen.

          • Marcel Senn sagt:

            Huber: Wieso wirr? Mit meiner privaten Finanzplanung übe ich auch einen gewissen „Zwang“ auf das Ausgabeverhalten meiner zukünftigen Frau aus (und gegenüber mir selber übrigens auch)…
            Das Prinzip ist im kleinen gar nicht so fundamental unterschiedlich wie im Grossen.
            Sie scheinen einfach überdurchschnittlich hoch unter irgendwelchen Zwangsphobien zu leiden Linus, dabei haben Sie doch sich wie ich weitab von der Heimat ein priveligiertes Stück Freiheit geschaffen um das Sie über 98% der Menschheit vermutlich sehr beneidet. Wo ist man denn noch freier als z.B. an einem phillipinischen Sandstrand? (solange man nichts mit Drogen zu tun hat, dies zumindest seit Duterte)

          • Linus Huber sagt:

            Die Unfähigkeit die Differenz zu erkennen, erübrigt jede weitere diesbezügliche Diskussion.

          • Maiko Laugun sagt:

            „..erübrigt jede weitere diesbezügliche Diskussion.“

            Diskussion Ja, aber für die Allgemeinheit: Eine Buchhaltung ist auch dann eine Buchhaltung (oder Berechnungstabelle), wenn sie sich lediglich im Umfang/Datenmenge/zeitlicher Aufwand/Komplexität von einer Privatperson unterscheidet.

          • Linus Huber sagt:

            Vielleicht erkennen Sie den springenden Punkt, wenn Sie sich vorstellen würden, dass Sie in Zukunft ihre persönliche z.B. finanzielle Planung alternativlose von mir ausführen lassen müssten und Sie zugleich unter Gewaltandrohung verpflichtet wären, sich daran zu halten! Selbst wenn ich aufgrund meiner Bildung und Erfahrung kompetenter als Sie dürfte, solch einen Finanzplan zu erstellen und durchzusetzen, kann ich mir schwerlich vorstellen, dass Sie den Unterschied zwischen diesen zwei Verfahren nicht erkennen.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: Erstaunlich, wie ein wie Sie vor Bildung, Erfahrung u. Kompetenz strotzender Mann so viel Angst haben kann. Oh, ich weiss, das ist ein Widerspruch!

            In China gibt es eine zentralplanerisch diktierte Buchhaltung – und keiner hält sich daran.

          • Linus Huber sagt:

            Es geht einzig darum, ob Sie faehig sind, den Unterschied zwischen den 2 Verfahren zu erkennen. Auch hier ist meine persönliche Befindlichkeit bedeutungslos, daher unterlassen Sie unnötige Unterstellungen.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: Die SNB mit ihrem Mindestkurs-Theater und China mit der Kapitalflusskontrolle diktieren mir bereits zentralplanerisch meine pers. Finanztabelle. Ich bin also nicht frei. Deshalb gehe ich von einem (1) und nicht zwei (2) Verfahren aus.

          • Linus Huber sagt:

            „Die SNB mit ihrem Mindestkurs-Theater und China mit der Kapitalflusskontrolle diktieren mir bereits zentralplanerisch meine pers. Finanztabelle.“

            Sie sprechen einen wichtigen Aspekt an, nämlich den Umstand, dass die individuelle Planung durch den übermäßigen Ausbau der Zentralplanung, welche mit Zwang verbunden ist, immer schwieriger zu bewerkstelligen ist… ; da verwundert es mich, dass Ihr Gedankengut den weiteren Ausbau an Zentralplanung als derart positiv einstuft.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: Sie lenken schon wieder ab, aber das ist nichts Neues:

            1. Eine pers. Finanztabelle wird immer von äusseren Umständen diktiert. Alles andere ist Wunschdenken.

            2. Mit nur 1 zentralplanerische Diktatur wäre das Leben einfacher, da man sich nur auf eines fokussieren/anpassen muss. Bei mir sind es heute 2, vorher mit der CH, China u. gleichzeitig 3, mit unterschiedlichen Vorgaben/Einschränkungen, nicht nur im Finanzbereich.

            Aber das werden Sie erwartungsgemäss nicht anerkennen.

          • Maiko Laugun sagt:

            add: „…u. Saudi Arabien gleichzeitig 3“

          • Linus Huber sagt:

            Unglaublich, wie Sie vermeiden zu antworten. Ich frage, ob Sie den Unterschied zwischen einer fuer den Eigenbedarf durchgeführte Planung und einer Planung für andere Menschen, resp. die Gesellschaft (Zentralplanung) erkennen und es sind genau Sie, welcher nie eine Antwort gibt. Sagen Sie endlich ja, ich erkenne den Unterschied, oder eben nein, ich erkenne keinen Unterschied. Dass Sie die Zentralplanung in Ihrer persönlichen Planung berücksichtigen ist eine Selbstverständlichkeit und nicht die Antwort.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: Können Sie nicht lesen und interpretieren? Darum ging es hier gar nicht.

            Ein jeder Vollidiot kennt den Unterschied. Ich kannte diesen Unterschied schon als Kind, weil meine Eltern die Erziehung (Zentralplanung) für mich übernahmen. Ist es jetzt selbst für Sie klar?

            Das war nur eine Antwort eines Idioten an …. wie darf ich Sie denn nennen? Das ist keine Unterstellung nun, das ich eine Frage: Vielleicht noch das Wort Fach vornedran?

          • Linus Huber sagt:

            Doch, dies ist der springende Punkt, indem Marcel die zentralistische Planung der persönlichen Planung anhand von vergleichenden Beispielen gleichsetzte. Die Differenz liegt nicht im Bereiche der mathematischen Arbeiten sondern im Bereiche des Kontextes, was er konzeptionell nicht zu begreifen scheint.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: Marcel Senn bereichert NMTM mit mühsam aus vielen Quellen zusammengetragenem hoch interessantem Zahlenmaterial in einer Art Welttabelle.

            Ein jeder Idiot merkt, dass sein Kommentar – unabhängig seiner Wortwahl – in diese Richtung zu interpretieren ist.

            Oder halten Sie ihn für so dumm? Echt?

            Gehen Sie mal ein bisschen an die frische philippinische Luft und mischen sich unter die Menschen. Vielleicht befreit dies von Zwängen, Weltregierungsfanatiker-Phobien und sturem Beharren auf – in diesem Falle – irrelevanten konzeptionellen Kontexten.

          • Linus Huber sagt:

            „Das Prinzip ist im kleinen gar nicht so fundamental unterschiedlich wie im Grossen.“

    • Maiko Laugun sagt:

      Ausländische Start-ups zählen also weniger Steuern als chinesische Firmen. Das läuft bereits.

    • J. Kuehni sagt:

      @Marti: Entscheidend für einen wirtschaftlichen Aufstieg (à la China) ist vor allem immer auch das Vorhandensein von externen, offenen Märkten, auf die sich der Export des Aufsteigers zuverlässig abstützen kann, sonst nützen alle Kapitalverkehrskontrollen und unabhängige Geld- und Zinspolitik nichts. Die den ganzen Ramsch kaufen sind dann „faule Schlaffis“ und die ihn herstellen sind „tüchtige Chrampfer“, Letztere verachten Erstere, obwohl sie gar nicht existieren könnten ohne die. So ist das halt mit der menschlichen Psyche.

      • Maiko Laugun sagt:

        @J. Kuehni: „..Letztere verachten Erstere,..“

        Umgekehrt!

        Letztere („faule Schlaffis“) zeigen mit dem Finger auf erstere („tüchtige Chrampfer“) und machen diese als Hersteller/Produzent für die Umweltverschmutzung verantwortlich, denn ein Konsument sieht sich selbst nie in der Verantwortung.

        • J. Kuehni sagt:

          Och ja, den Gegenverkehr gibt es sicher auch, ohne Zweifel. Trotzdem würde ich weiterhin behaupten, dass Länder mit einer positiven Handelsbilanz generell (und unlogischerweise) ein höheres Prestige geniessen als solche mit negativer, ausser vielleicht in „spezialisierten“ Kreisen. China hatte in jüngster Vergangenheit, ähnlich wie Grossdeutschland 1870–1914, mit dem Newcomer-Status (und natürlich mit dem eigenen, angekratzten Selbstwertgefühl) zu kämpfen gehabt, eine besonders gefährliche Mischung, aber das ändert sich gegenwärtig rapide, nicht?

    • Markus Ackermann sagt:

      @Marti
      Wenn ich mich recht erinnere, war sogar Milton Friedman gegen den unregulierten Personen- und Kapitalverkehr (kann mich an die Fundstelle nicht mehr erinnern)

  • Josef Marti sagt:

    Ist ja wohl ein Witz dass man dazu Studien benötigt. Dass wenn das Wirtschaftsgefälle ungehindert ausgenutzt werden kann die Löhne insgesamt nivelliert werden und dadurch leistungslose Besitzeinkünfte sprich Zins, Bodenrente, Profite gesteigert werden leuchtet wohl jedem Idioten ein.

    • Markus Ackermann sagt:

      @Marti
      „leuchtet wohl jedem Idioten ein“
      …. wie die Links-Grünen in der Schweiz es seit mehr als einem Jahrzehnt zeigen: offenbar nicht
      1. Diese Voll-Idioten wollen den Beitritt der Schweiz zur €U
      … während ihre angebliche Klientel (Arbeiter, unterer Mittelstand) seit mehr als einem Jahrzehnt verlieren und die ererbten assets der Cüpli-Sozialisten in der Bewertung steigen
      2. diese Voll-Idioten feiern EWS, welche die wichtigste Lobbyistin der Grossbanken war und die Lösung des too-big-to-fail-Probelms die ganze Zeit verschoben und vertrödelt hat, dafür mit der Lex USA die Schweizer Souveränität per Ermächtigungsgesetz zum Verfassungsbruch im Interesse der Grossbanken brechen wollte: Links-Grün als Vertreter der Grossbanken
      … während die Risiken beim Staat bleiben

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        …auf den punkt gebracht, herr ackermann. sie haben die seilschaften fdp-sp auf den punkt gebracht. ist ja irgendwie auch logisch. die sozis haben von der wirtschaft keine ahnung und benötigen die „liberalen…“ in der exekutive. und diese zocken den mittelstand ab – machen kasse – und die kosten trägt der staat-, sprich der mittelstand. genau so läuft der hase.

      • Josef Marti sagt:

        Da dürfen Sie aber die EU Turbo PfZ- Weichsinnigen und grünliberalen sowie CVP Volksausbeuter nicht vergessen, welche das Steueraufkommen komplett nur noch auf Konsumsteuern umlagern wollen.

      • J. Kuehni sagt:

        @Ackermann: Und die restlichen „Voll-Idioten“ trotteln dem Shareholder-Value-Propheten vom Herrliberg hintennach, weil der ihnen verspricht, die Grenzen für Aus- und Inländer dicht zu machen (nicht aber für Waren und Kapital und sicher nicht für Finanz-„Dienstleistungen“).

      • J. Kuehni sagt:

        Wissen Sie, die Sozis warnen seit rund 30 Jahren vor den Folgen einer ungebremsten Globalisierung, auch in der Schweiz. Das gierige, rechte Kleinbürgertum hat denen bloss ins Gesicht gelacht und unter Anleitung von Ebner/Blocher fröhlich an der Börse weitergezockt. Die *rechte* Mehrheit im Parlament blockt auch heute weiterhin jede Massnahme zur Verbesserung der Situation als „wirtschaftsfeindlich“ ab (> Mindestlöhne) und läutet die nächste Runde im internationalen Steuerdumping-Wettbewerb ein.

        • Markus Ackermann sagt:

          @Kühni
          Falsch
          1. Am 18.5.2014 haben in der Schweiz 2’210’192 Stimmende (= 76.3%) die Mindest-Lohninitiative abgelehnt
          Das wäre keine Verbesserung, sondern eine Verschlechterung der Situation der BürgerINNEN gewesen
          -> siehe Agenda 2010:
          der Verrat der dt. SPD an ihren WählerINNEN und der Bruch mit F
          => Abwahl von Schröder, Wahl von Merkel
          2. Dort, wo es Mindestlöhne gibt, gibt es
          – Arbeitslosigkeit
          – Massenelend (D im Osten: darum AfD; F (smic): darum Front National)
          – Ghettos (banlieus in F, dito in IT, Bel etc.)
          – prekäre Sozialkassen
          – etc.
          Bref:
          Die €U ist ein Globalisierungsprojekt, das die wirtschaftliche und soziale Situation der Menschen in den €U-Ländern per saldo verschlechtert.
          PolitikerINNEN, die die €U forcieren, verkaufen ihre WählerINNEN an Lobbies.

          • Marcel Senn sagt:

            Ackermann: In den USA gibt es schon seit 1938 Mindestlöhne und das Massenelend ist auch nicht grösser als anderswo. Und zusätzlich werden Tiefstverdiener noch mit Tax Credits und Foodstamps am Leben gehalten.
            Mindestlöhne sollen ja nicht all zu hoch sein – die CH Initiative war mit Fr. 4000 im internationalen Vergleich etwas gar hoch und zudem schlecht ausgearbeitet – hätte wenn schon erst ab ca. 21 Jahren gelten sollen, damit es keinen Crowding out Effekt gibt bei Lehrlingen.
            Aber gegen gewisse Ausbeuterschweine ist ein ML nicht das schlechteste Mittel – denn die gibt es nach wie vor!

          • Markus Ackermann sagt:

            @Senn
            Wie viele Amis leben heute on food stamps?
            Wie viele wählen Trump?
            Wie viele Veterans leben heute in Armut?
            Wie viele würden Trump wählen, falls sie wählen würden?
            .
            Wie viele Mexikaner arbeiten schwarz und unter den Mindestlöhnen?
            Wie viele neue Stellen sind KellnerINNEN und bar-tenders? oder Greeters bzw. Packers („paper or plastic?“) bei Walmart und wie viele neue Stellen sind qualifizierte jobs?
            Was ist diese „service“ economy der Nannies, Ubers, Guards, dog-walkers?
            Wie hoch sind die Mieten in den Ghettos?
            -> So hoch wie man sie mit Mindestlöhnen gerade noch finanzieren kann!
            .
            Wie viele in den neuen Bundesländern hängen vom Staat ab?
            Und wie viele davon wählen AfD?
            .
            -> In der CH braucht’s qualifizierte Arbeitsstellen, Produktivität … keine Mindestlöhne

          • Marcel Senn sagt:

            Ackermann: 42 Mio Food Stampler von über 49 Mio vor ca. 5 Jahren, 21 Mio Veteranen, 47 Mio living in poverty etc etc

            http://www.usdebtclock.org/

            Ich kenne ja all diese Argumente der traditionellen Oekonomen zum Thema ML – damit können all diese an sich überflüssigen Jobs wie Greeters oder Packers auch noch ein paar Brosamen verdienen während die Mitglieder der Familie Walton von Walmart gleich scharenweise in den Milliardärsrankings nach oben streben können — sowas finde ich einfach zum k…n!

          • Rolf Zach sagt:

            Ich bin mit Senn vollkommen einverstanden hinsichtlich Mindestlohn, jeder dieser sogenannten Ökonomen sollte das Buch von Ravi Batra lesen mit dem Titel „Greenspan’s Betrug“, wo er mit messerscharfer Logik nachweist, warum Mindestlöhne sein müssen. Nun viele Professoren der Ökonomie sind Hohepriester der Ideologie derjenigen Macht-Elite, die vor Faulheit und Gier völlig verrottet ist und die faulsten Eier der Funktions-Elite beschäftigt, geschieht auch in offenen Gesellschaft nach der Philosophie von Popper.

          • Linus Huber sagt:

            Der Mindestlohn wird all jene, deren Produktivität diesen nicht rechtfertigt, aus dem Arbeitsmarkt verdrängen; es geht hierbei nicht um eine ethische Wertung sondern um die normalen ökonomischen Zusammenhänge, denn ein Unternehmen überlebt nicht, wenn es nicht an ökonomischen Prinzipien orientiert. Der Mindestlohn wirkt zusätzlich dahingehend, dass die oft durch tiefe Löhne gekennzeichneten Einstiegsmöglichkeiten ins Berufsleben, welche stark mit der Aneignung von Erfahrungen (skills) zusammenhängen, erschwert werden.

            Die zunehmende Kluft zwischen den 0,1% und dem Rest der Bevölkerung ist schwerlich eine Frage des Mindestlohns.

      • J. Kuehni sagt:

        Erst seit kurzem (+/- 2010) wachen ein paar *rechte* Mittelständler (z.B. gewisse Acker- und Rittermänner) langsam auf und merken, dass die Rechnung von Supply-side-trickle-down (= offizielle Globalisierungsdoktrin) am Ende für sie nicht aufgehen wird, schreien Zetermordio und schieben die Misere den Linken, Ausländern und der EU in die Schuhe, wofür hat man schliesslich Minderheiten und externe Buhmänner. Sie wollen Schuldige? Gucken Sie in den Spiegel.

        Erbärmlich.

        • Markus Ackermann sagt:

          @Kühni
          Falsch.
          Ich habe u.a. dazu schon 2004 ein Buch zur Öffentlichen Beschaffung von IKT-Leistungen publiziert, als eines der Ergebnisse meines EMBA
          (im Buchhandel erhältlich)

        • Philipp M. Rittermann sagt:

          kuehni. nein. die globalisierungs-auswüchse haben wir hauptsächlich und in erster prio. den „liberalen….“ zu verdanken. das problem dabei ist, dass an zweiter stelle die linken von den von der wirtschaft ausgesonderten profitieren. ich nenne das eine „unheilige allianz“ zwischen fdp und sp. und zu den sozis. die sind schlichtweg träge geworden, weil man in den geschützten werkstätten halt einfach gut versorgt ist.

          • Maiko Laugun sagt:

            Ooooch @Rittermann: In einer „geschützten Werkstatt“ befinden sich Ihre SVP-Bauern und durch Parallel-Import-Verbot/Kartelle geschützte SVP-Importeure.

        • Peter Schwarz sagt:

          @Kuehni Das einzige was Sozis zur Geschichte beitragen ist ihr permanenter Irrtum. Sollten sie jedoch einen Sozi kennen dessen Ideen zu Reichtum und Wohlstand seiner Mitbürger führte, posten sie doch bitte seinen Namen.

          • J. Kuehni sagt:

            Jaja, weiss schon, wenn wir diese tollen „Jaab creators“ nicht hätten. Über deren politische Grundeinstellung ist meistens wenig bekannt, Zuckerberg soll ja z.B. gerüchteweise ein Linker sein, die meisten sind wohl einfach Opportunisten und Maximierer des eigenen Vorteils, unter welcher ideologischen Ägide auch immer. Sind allerdings Sie, Herr Schwarz, nicht mit dem silbernen Löffel im Allerwertesten zur Welt gekommen, verdanken Sie ihren Anteil am produzierten Wohlstand sehr wohl und weitgehend sozialdemokratischen Ideen, deren Basis die Ablehnung des Prinzips „The winner takes it all“ bleibt.

          • J. Kuehni sagt:

            Zur Illustration empfehle ich die Lektüre von Arbeits- und Mietverträgen um ca. 1860–90 und ähnliche Dokumente aus der goldenen Zeit des Frühkapitalismus.

          • Rolf Zach sagt:

            Als Keynesianer kann man durchaus ein guter Sozialdemokrat sein und ich möchte daran erinnern, dass der klügste wirtschaftspolitische Initiative damals in den 30er Jahren von der SPS kam unter der Ägide des nachmaligen Bundesrates Max Weber. Was mir einfach nicht den Kopf geht, ist diese kritiklose Verherrlichung der islamischen Kultur unter der Attitüde des Antikolonialismus. Weil sie angeblich alle unter der Machtpolitik der USA und der anderen Bösen des Westens derart gelitten haben, sind es sehr gute Menschen und verdienen all unsere Güte, wenn sie zu uns kommen. Ihre mitgebrachten Sitten sind der westlichen natürlich überlegen und müssen strengstens geschützt werden gegen diese westliche Dekadenz. Wenn der Westen nicht wäre, wäre der Nahe Osten das Paradies.

          • Rolf Zach sagt:

            Diese Kenner des Islams und seiner Güte und der immer bestehenden westlichen Bosheiten sollen doch einmal erklären, was mit den Sumpf-Arabern geschehen wäre, wäre Saddam nicht von den Amerikanern verjagt worden. Natürlich wissen diese Herren und Damen nichts über die Sumpf-Araber, obwohl es Hunderttausende sind, deren Schicksal interessiert sie überhaupt nicht. Es sind ja Experten.

          • Anh Toàn sagt:

            „kritiklose Verherrlichung der islamischen Kultur unter der Attitüde des Antikolonialismus“^

            Machen Sie Schattenboxen? Niemand verherrlicht kritiklos, aber viele verurteilen pauschal gedankenlo

            Moslems sind weder gut noch schlecht, weder schlau noch dumm, es sind Menschen. Manche sind gläubiger, andere weniger.

            Moslem zu mir, als ich eine Runde zahlte: „Ich bin ein schlechter Moslem, ich trinke Bier“. Habe geantwortet: „Freut mich Dich kennen zu lernen, ich bin ein schlechter Christ“

            Nur weil ich eine Burka bescheuert finde, heisst das noch lange nicht, dass ich staatliche Kleidervorschriften begrüsse.

            Die Schwarzer sagt den Kopftuchtragenden Frauen, die seien doof auf ihre Männer zu hören, die sollen gefälligt auf Schwarzer hören.

          • Anh Toàn sagt:

            Herr Zach, ich kann Ihre Hetze gegen Muslime nicht in Einklang bringen, mit Ihren ansonsten sehr geschätzten anderen Kommentaren.

            Für Sie ist der Bürgermeister von London kein Moslem, Sie wissen besser als er selber, ob er Moslem ist: Er kann keiner sein für Sie, weil Sie sonst ihre primitiven, im Kern zutiefst rassistischen (nicht im Sinne von Strafrecht) aber im Sinne von Zuschreiben von ausschliesslich negativen Eigenschaften auf alle mehr oder weniger Gläubigen einer Religionsgemeinschaft nicht mehr aufrecht erhalten können:.

            Dass eigentlich intelligente Menschen im 21 Jahrhundert noch solche Sätze schreiben.

          • Anh Toàn sagt:

            Haben Sie, oder sonst jemand sich mal Gedanken gemacht, wie der Bauchtanz in die muslimische Kultur der sexuellen Prüderie kam?

            Meine selbst ausgedachte Antwort: Nicht der Bauchtanz kam in den Islam, die sexuelle Prüderie kam in den Islam, gebracht von Victoria und ihren Kolonisatoren.

    • Franz Kaufmann sagt:

      Auf der Grundlage von Studien (mit gesicherten Fakten) lässt sich besser Argumentieren, als auf dem Bauchgefühl.
      😉

    • Anh Toàn sagt:

      Wenn die Löhne nivelliert werden, steigen die besitzlosen Einkünfte: Wenn die Löhne überall auf das höhere Niveau angepasst werden, aber nicht:

      Ihr Weltbild setzt das voraus, darum glauben Sie, wer wahrnimmt, dass die Löhne in den Schwellenländer deutlich gestiegen sind, ist der Idiot.

      Was ficht mich die Realität an, die Löhne werden auf das unterste Niveau angepasst, sagt meine Lehre, also ist es so.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    kurz gesagt, hat die „globalisierung“ eines gebracht-, noch mehr reichtum für die reichen auf und zu kosten der armen. eine der folgen in der ch ist zudem, dass der mittelstand für die volkswirtschaftlichen negativen folgen aufkommen darf. für mich persönlich ist „globalisierung“ das unwort des 21sten jahrhunderts.

    • Rolf Zach sagt:

      Man kann es einfach nicht so sagen und ich bin doch sehr kritisch. Wir vergessen die Direktinvestitionen. Nehmen wir ein Beispiel, Nestle in China. Wenn in China Nestle gleichviel Umsatz macht wie in den USA, ist dies ein gewaltiges Wachstum für diese Firma (China hat nach Kaufkraft ungefähr ein Viertel des Schweizer GDP pro Person). Das freut natürlich die, die Nestle Aktien haben, weil ja China die Dividenden leicht exportieren kann bei ihrem Leistungsbilanz-Überschuss. Auch eine Folge der Globalisierung, betrifft auch Apple und Co., die durch Foxconn auf Festland-China billigst Handy montieren und die Eigentümer von Apple Aktien erfreuen, aber auch die US-Konsumenten bei deren gleichzeitigem Erschwernis einen gut bezahlten Arbeitsplatz zu finden.

      • Rolf Zach sagt:

        Obama redet ja ständig davon diese industriellen Arbeitsplätze in die USA zurückzubringen. Er redet auch von Facharbeiter-Ausbildung. Aber will die Funktions-Elite dieser Nation diesen mühevollen Prozess einschlagen, die denken über den Fordismus nicht hinaus. Hillary ist darüber informiert, Trump quatscht irgendetwas in diese Richtung, aber ohne es genau durchdacht zu haben. Auch so eine Meinung von uns Stimmbürgern, dumme Politiker sind bessere Politiker als Leute, die denken, denen kann man nicht trauen. Wir wissen alle, Dummheit kann juristisch nicht verfolgt werden, auch bei den grössten Schäden, siehe UBS vor 2008 und CS immer seit 1995. Natürlich gibt es juristische Spitzfindigkeiten, aber die lassen wir lieber.

  • Ben sagt:

    In den globalen Handelsverträgen i.e. der Globalisierung fehlen alle denkbaren sozialen und solidarischen Komponenten zwischen den Generationen, Geschlechtern, Reichen und Armen, Dienern und Herren, Besitzern und Habenichtsen. Wie wirklich gruusig i.e. Soziopathisch das alles gedacht war lässt sich in MAI, dem Multilateralen Abkommen für Investitionen nachlesen. Warum sind Löhne, Ferien, Krankheit, Unfall, Arbeitsjahre, GAV, Gewerkschaften, Arbeitskämpfe, soziale Errungenschaften nicht globalisiert?

    • Linus Huber sagt:

      @ Ben

      Auf globaler Basis würden diese „Errungenschaften“ des kollektivistischen Wohlfahrtsstaates nicht funktionieren, weil dann niemand mehr zur Ausbeutung übrig bliebe, respektive Sie 70% Ihrer Rente ans Bein streichen dürften.

  • Dani Keller sagt:

    Sollten die Damen und Herren von antidemokratischen Parteien und Wirtschaftsverbänden (FDP usw.) mal lesen. PFZ und Bilaterale haben nicht per se Vorteile für eine Volkswirtschaft. Ja, manche Abkommen (z. B. PFZ) richten sogar volkswirtschaftlichen Schaden an (Aushöhlung von Sozialwerken), was letztendlich auch der Wirtschaft schadet (weniger wettbewerbsfähig durch steigende Sozialabgaben usw.). Das Volk entscheidet durchaus weise und vorausschauend, ohne wissenschaftliche Studien, sondern aus Erfahrungen mitten im Leben (Mittelschicht hat im Westen bei der Globalisierung an Wohlstand verloren).

  • Heinz sagt:

    Neben dem Mittelstand in den westlichen Staaten gibt es es noch einen zweiten grossen Verlierer der Globalisierung: die globale Umwelt. Seit 1988 nahm die Verschmutzung der Meere, der Luft und der Böden in gewaltigem Masse zu., Wälder wurden in Rekordgeschwindigkeit abgeholzt und Arten verschwanden, ohne dass das jemanden der Mächtigen gross gekümmert hätte.

    • Marcel Senn sagt:

      Heinz: Noch viel schlimmer – die rund 10-11 Mrd Menschen die in den letzten 50 Jahre auf der Welt gelebt haben oder leben, haben genau gleichviel Ressourcen verbraucht wie die schätzungsweise 95-100 Mrd Menschen, die in den letzten 50’000 Jahren gelebt haben.
      Aktuell verbraucht jeder der 7.4 Mrd Menschen rund 10 Tonnen an Mineralien, Biomasse, Metallen und fossiler Energie pro Jahr — als 27kg pro Tag — wir Westler noch einiges mehr – ca 43kg/Tag
      Auf der anderen Seite produzieren wir über 5 Tonnen CO2 pro Mensch/pro Jahr oder über 14kg im Tag

      http://www.konsum-welt.de/fileadmin/dateiupload/KonsUmwelt/Bildungsmappe_I_Verantwortungsvoller_Konsum.pdf

      Allzulange werden wir nicht so weitersauen können wie in den letzten Jahrzehnten — aber das checken viele noch nicht!

  • Zufferey Marcel sagt:

    Alles in allem nichts unbedingt Neues. Für den Westen gesprochen, ist wichtig, dass die soziale Absicherung weiter funktioniert, trotz Überalterung der Bevölkerung. Dass der Reichtum ungleich verteilt ist- und das voraussichtlich auch bleiben wird, ist weniger das Problem. Aber die Ungleichverteilung der Lebensrisiken, bildlicher: Der Abstieg vom Ingenieur zum Hartz IV-Empfänger- kann im Westen sehr schnell erfolgen. Immer mehr Menschen bis weit in den Mittelstand hinein beginnen langsam damit, ihre soziale Fallhöhe auzuloten und stellen fest, dass man sie in den letzten beiden Jahrzehnten vollkommen vergessen und sich selbst überlassen hat- mit den bekannten Folgen: Der Aufstieg von AfD, Pegida, Front National und Konsorten ist auf genau jenen wachsenden Unmut zurück zu führen!

    • Markus Ackermann sagt:

      @Zufferey
      Sie haben recht und es wird so weiter gehen.
      1. Schon heute sind die Relationen schlechter als 1929ff, aber die „gepflegten“ Statistiken vernebeln dies noch etwas:
      Produktivität
      Arbeitslose
      Defizite
      Verschuldung

      2. Die Deutsche Bank ist heute die gefährlichste Bank der Welt (NB: Der Kursverfall der Aktien von DB und CS sind ähnlich), die italienischen Banken sind instabil, bei den frz. Banken fehlt mir das Vertrauen etc.
      3. Wie lange werden die Leute noch bereit sein, ihre assets / ihre Arbeit geben € zu tauschen?
      4. Frankreich hat die Entkolonialisierung (Algerien etc.) mit der 4. Republik bezahlt.
      -> Der € hat vergleichbare Effekte wie ein Kolonialreich … der Zerfall von € und €U wahrscheinlich auch
      5. In D erwarte ich Radikalisierungen
      6. IT? Sp?

    • Franz Kaufmann sagt:

      „Dass der Reichtum ungleich verteilt ist- und das voraussichtlich auch bleiben wird, ist weniger das Problem.“
      Eben doch, wenn das Umverteilen anhält, führt das ja gerade dazu, dass z.B. der Ingenieur zum Hartz IV Empfänger wird. Es wird von Ihm zu einem einflussreichen bereits Wohlhabenden um verteilt.

      • Markus Ackermann sagt:

        @Kaufmann
        Soeben veröffentlicht der Chairman & CEO von Gallup „The Invisible American“, wie 25 Mio. US-Bürger abgehängt wurden:
        „The percentage of Americans who say they are in the middle or upper-middle class has fallen 10 percentage points, from a 61% average between 2000 and 2008 to 51% today.
        Ten percent of 250 million adults in the U.S. is 25 million people whose economic lives have crashed. Let’s say someone has a good middle-class job that pays $65,000 a year. That job goes away in a changing, disrupted world, and his new full-time job pays $14 per hour – or about $28,000 per year. That devastated American remains counted as „full-time employed“ because he still has full-time work“
        http://www.gallup.com/opinion/chairman/195680/invisible-american.aspx?version=print

        • Markus Ackermann sagt:

          „… leading to an environment of desperation that we haven’t seen since the Great Depression.
          Millions of Americans, even if they themselves are gainfully employed in good jobs, are just one degree away from someone who is experiencing either unemployment, underemployment or falling wages. We know them all.“

    • Anh Toàn sagt:

      @Zuffery

      „Für den Westen gesprochen“

      Sie stellen her einen Kommentar, aus der Sicht des Westens (Der Rest der Welt: who cares‘).

      Der Beitrag, geht um eine globale Sicht.

      • Maiko Laugun sagt:

        „..aus der Sicht des Westens..“

        Genau. Deshalb braucht es auch die Sichtweise von Kommentatoren aus ferneren Ländern, also unsere. Die ist nicht immer besser, jedoch aus einem anderen Blickwinkel und hoffentlich mindestens ergänzend.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Anh, gut dass Sie das gesagt haben. Von alleine wäre ich da nie drauf gekommen!

  • Stefan W. sagt:

    Ich denke, das Grundproblem ist, dass Marktwirtschaft im globalen Handel nicht wirklich funktioniert: Der Endkunde kann sich den Hersteller und den Lieferanten nicht mehr aussuchen. Der Eine ist am anderen Ende der Welt, und oft in einem Land, in dem man auch nicht einfach ma eben vorbeischauen kann, wie beim Handwerker um die Ecke, und der Andere ist ein global agierender Megakonzern, auf dessen Lieferantenauswahl und Preisbildung der Endkunde nur sehr begrenzt Einfluss hat. So bekommen wir am Ende zwar billige Handys, aber unsere Arbeit wird immer weniger benötigt, da es in den meisten Branchen irgendwo auf der Welt jemanden gibt, der dasselbe billiger tut. Globalisierung tauscht somit billige Waren gegen soziale Sicherheit.

    • Franz Kaufmann sagt:

      Ich behaupte das reine Marktwirtschaft aus Prinzip schon nicht ideal ist, egal ob global oder lokal. Sie sagt ja nichts aus über fair oder unfair und somit entsteht in jedem Fall Ungleichheit.

      • Markus Ackermann sagt:

        @Kaufmann
        1. Ja, das stimmt … mit Bezug auf ein Ideal der Verteilungsgerechtigkeit, nicht der Leistungsgerechtigkeit.
        Das iustum pretium gibt es nicht.
        ABER:
        Adam Smith wollte mit dem Kapitalismus den Feudalismus bekämpfen und der Wertschöpfung durch Arbeit den gebührenden Raum geben.
        DAS war DAMALS erfolgreich.
        2. HEUTE sind wir weit weg von diesen Konzepten:
        -> Wir haben statt Feudalismus so etwas wie Monopolkapitalismus oder dezentrale Planwirtschaft.
        DARUM (kein Wettbewerb) entstand der Neo-Feudalismus (Banken etc.)
        .
        Wenn Sie’s vertiefen möchten:
        Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung
        http://www.srf.ch/play/radio/popupaudioplayer?id=609d1059-7b0c-44bb-a2f1-354d1819b7f2
        … oder die Arbeiten der Nobelpreisträger (nobelprize.org)
        Ronald H. Coase und Elinor Ostrom

        • Stadelman Reto sagt:

          Auch aus sicht der Leistungsgerechtigkeit ist die Marktwirtschaft nicht optimal. Es sei denn natürlich, sie argumentieren dass der heutige Zustand bereits nichts mehr mit freier Marktwirtschaft zu tun hat, was auch eine Möglichkeit ist.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Stadelmann
            Ja, das meine ich ja.
            Es spielt für den Ausgebeuteten keine Rolle, ob der Ausbeuter ein Räuber, Erpresser, Betrüger ist … oder die Ausbeutung durch Herrschaft erfolgt.
            Das Gegenmittel im Interesse der Ausgebeuteten heisst DEMOKRATIE … und zwar nicht durch die Macht von Funktionären (die ihr Mandat an die Lobbies verkaufen) sondern durch die Macht der BürgerINNEN.
            -> DARUM soll in der Schweiz die Macht des Souveräns (Volk + Stände) gebrochen werden, wie wir aktuell gerade sehen bei der Umsetzung des Verfassungsauftrages der MEI.
            -> Das ökonomische Mechano ist einfach: solange der LETZTE Entscheid bei den BürgerINNEN liegt
            – gibt es keine Marge (Kosten der Bürger), die Korruption finanziert
            – können PolitikerINNEN keinen trade-off an die Lobbies verkaufen

          • Markus Ackermann sagt:

            @Stadelmann „Leistungsgerechtigkeit“
            Damit es vielleicht klarer wird:
            Die Nobelpreisträger Coase und Stigler haben es m.E. sehr gut analysiert. Bei der Gerechtigkeit gehts um die Bewertung (value) bzw. die Zuteilung des values.
            Das Schulbeispiel sind ein Farmer und ein Rancher, deren Grundstücke aneinander grenzen. Jetzt weiden die Kühe des Ranchers auf dem Land des Farmers.
            -> Wie teilt man jetzt den Value, den die Kühe durch den Diebstahl beim Farmer generierten … oder soll man den Schaden ausgleichen?
            -> Wenn sie zum Gericht gehen, zahlen sie die Juristen (unproductive hands): DIE verdienen!
            (Transaktionskosten > Schaden)
            -> Besser ist es: Rancher und Farmer machen einen Vertrag und BEIDE verdienen … und diese marktwirtschafltliche Lösung ist erst noch produktiver!

          • Markus Ackermann sagt:

            Sobald PolitikerINNEN einen trade-off an Lobbies verkaufen können (Konzerne, Juristen, Apotheker … you name it) geht das in die (höheren) Kosten und Preise / Margen
            … und ist am Ende des Tages von den BürgerINNEN zu bezahlen.
            DARUM ist die Lage noch viel schlechter, als im Artikel aufgezeigt, denn
            1. Produktivitätsgewinne der Realwirtschaft werden vorab abgeschöpft durch die Gemeinkosten der Papierli-Wender (-> Betriebsabrechnungsbögen)
            => die Konsumenten profitieren nicht von diesen Produktivitätsgewinnen sondern müssen im Gegenteil höhere Preise bezahlen
            2. Da niemand solche Preise bzw. vorgelagerte Kosten bezahlen will, wird man durch Regulationen zu einem Zwangskonsum gezwungen
            3. I.d.R. verhindern Regulationen den Kosten-Wettbewerb
            => internat. Konzernarbitrage

          • Markus Ackermann sagt:

            … und nun kommt Elinor Ostrom und analysiert u.a. unsere Jahrhunderte-alten Alpgenossenschaften und die alten Wasserversorgungen im Wallis und zeigt auf, dass die Selbstverwaltung (mit praktisch kaum Regulationen … und schon gar nicht internationalen) oft WEITAUS produktiver und in der Gesamtschau i.d.R. besser funktioniert
            … mit nur minimalen Papierli-Wender-Kosten

          • Franz Kaufmann sagt:

            Danke, das wollte ich auch gerade schreiben.

          • Linus Huber sagt:

            @ Markus

            1/2

            In nicht ungewissen Aussagen erkennt sie die Problematik der Zentralplanung (von oben diktiert) und sieht in den selbstorganisierenden Kräften, welche vorzugsweise auf der nach Problemstellung bestgeeigneten hierarchischen Ebene angesiedelt sind, eine alternative Gesellschaftsordnung. Zwei Aspekte will ich kurz erläutern.

            1. Technologischer Fortschritt konditioniert uns zu einem gewissen Grad, dass Errungenschaften neueren Datums quasi immer mit positiven Resultaten zusammenhängen (kurzum ein besseres Produkt). Die vom Gedankengut der Zentralplaner beseelte Tendenz, diese Idee auf die gesellschaftspolitische Ebene zu übertragen, ist jedoch oft nicht nur fehl am Platz, sondern geradezu kontraproduktiv.

            2. Die Demokratie beinhaltet immer auch die Gefahr, …

          • Linus Huber sagt:

            2/2

            in welchem alles immer detaillierter reguliert wird, in sich; auch dies wird von vielen Menschen oft fälschlicherweise als Fortschritt betrachtet (der in jedem Sozialisten schlummernde kleine Diktator erlebt hier oft sein Hoch). Die selbstorganisierenden Kräfte, welche für ein Problem eine für den Einzelfall massgeschneiderte Lösungen zu finden versucht, werden dadurch schrittweise zerstört.

          • Linus Huber sagt:

            Korrektur:

            2. Die Demokratie beinhaltet immer auch die Gefahr, dass sich das kollektivistische Gedankengut, in welchem alles immer detaillierter reguliert wird, unbegrenzt durchsetzt, in sich …

          • Anh Toàn sagt:

            @Linus Huber

            „Die Demokratie beinhaltet immer auch die Gefahr, dass sich das kollektivistische Gedankengut, in welchem alles immer detaillierter reguliert wird, unbegrenzt durchsetzt.“

            Dann haben Sie ja gar kein vertrauen in die Vernunft des Volkes, wäre das Volk vernünftig, würde es kollektivistisches Gedankengut rechtzeitig als schädlich erkennen, und es gibt keine Gefahr.
            Ich möchte gerne von Ihnen wissen, was?

            Ihre Variante: Man wartet, bis zu viel und dann werden Köpfe abgeschlagen. (Die Freiheitsbaumvariante)

            Zweite Variante: Man begrenzt die Macht des Volkes.

            Ich finde die zweite besser. Zumindest wenn man dies geschickt macht.

          • Linus Huber sagt:

            Es handelt sich tatsächlich um ein Dilemma, welches allerdings nicht mit Zwang sondern einzig durch Überzeugungskraft geändert werden kann, denn das man im Satz „man muss die Macht der Bevölkerung begrenzen“ kann in der Demokratie die Bevölkerung nur selber sein. Diese selbst auferlegte Machtbegrenzung kann einzig im Bewusstsein dieses Dilemmas entstehen, wodurch in der Konsequenz Tendenzen Richtung übersteigerter Zentralisation, Regulierung, Erweiterung und Ausbau staatlicher Funktionen etc. in Anbetracht dieses Gesichtspunktes bedeutend kritischer betrachtet werden.

            Die erläuterte Gefahr ist in repräsentativen Demokratien, wo sich das „man“ mit der politischen Klasse deckt, bedeutend höher, was Jefferson wohl zu dieser Aussage provozierte.

          • Anh Toàn sagt:

            @Johnny Smith

            Versuchen Sie mal, „selbstauferlegte Machtbegrenzung“ inhaltlich zu diskutieren.

          • Anh Toàn sagt:

            Bei Jugendlichen besteht die Gefahr, dass die rasen:

            Dagegen können aber nur selbstauferlegte Gecshwindigkeitsbegrenzungen helfen, weil die sonst unfrei werden

            Aber schlimm ist beim H8uber, der ist gar nicht so doof, weil gell Johnny, im ersten Moment fanden Sie das tönt ganz gut, mit selbstauferlegter Begrenzung

          • Anh Toàn sagt:

            Eine Selbstaufgelegete Begrenzung kann man selbstverstaändlich jederzeit wieder ablegen, sonst wäre Sie nicht selbstauferlegt. Dann aber ist sie keine Begrenzung

          • Markus Ackermann sagt:

            @Huber
            Sie stellen die Frage: Wie soll sich eine Gesellschaft organisieren?
            1. Die Gesellschaften stehen in Traditionen. Tradiert wird, was sich bewährt hat.
            D, F, CH haben je andere Traditionen, weil die politischen und geschichtlichen Erfahrungen sich unterscheiden
            2. In D, F, CH würde HEUTE ein Diktator nicht mehr akzeptiert, u.a. weil die Menschen einen bestimmten Wohlstandslevel haben und sich relativ sicher fühlen.
            In einem Land der Dritten / Vierten Welt hat ein Diktator z.T. ein besseres standing in der Bevölkerung als dies z.B. in der CH, D, F der Fall wäre … u.a. weil es in der 3. / 4. Welt schon an der Sicherheit fehlt und man sich von einem „guten“ Diktator Stabilität erhofft.
            3. In der CH haben wir eine schon relativ lange Tradition der Selbstorganisation.

          • Markus Ackermann sagt:

            Wir wollen unsere Angelegenheiten selber organisieren, da wir wissen, dass die „Oberen“ zuerst ihre eigenen Interessen verfolgen.
            U.a. darum die vorsichtige Haltung gegenüber dem Staat: Fast jede Gemeinde hat eine Rechnungskommission / Geschäftsprüfungskommission, idR gewählt von der Bevölkerung … was eigentlich ein sehr hohes Mass an Vertrauen generiert
            4. Es zeichnet die CH aus, dass sie ein sehr fein gesponnenes Netz an Sicherheiten hat gegen Machtmissbrauch: politische Rechte, politische + rechtliche Kontrollen. Wo das nicht funktionierte, gab’s Missbrauch.
            ABER
            -> dieses Netz wirkt auch als Überregulierung (z.B. im Vergleich zu einem „guten“ Diktator)
            -> und ~immer muss entschieden werden
            => Am Ende muss ich entscheiden, wem ich am meisten vertraue: Volk + Stände

          • Johnny Smith sagt:

            @ AT
            „Versuchen Sie mal, „selbstauferlegte Machtbegrenzung“ inhaltlich zu diskutieren.“

            Wo liegt Ihr Problem damit? Es gibt genügend Beispiele, wo ‚Selbstregulierung‘ (Markus Ackermann nennt es in seinem Beitrag ‚Selbstorganisation‘) gut funktioniert hat und genügend, wo es nicht funktioniert hat. Nehmen Sie bspw. die ‚Schuldenbremse‘, Selbstregulierung, Gewaltentrennung, oder was sonst auch immer. Überhaupt kein Grund, LH hier in eine Ecke als unverbesserlichen Propagandisten, der nicht zu argumentieren bereit sei, hinzustellen.

          • Anh Toàn sagt:

            „Schuldenbremse“ die funktioniert: meinen Sie damit die US Budgetbegrenzung, deren ausser Kraft Setzung zum jährlichen Ritual geworden ist, gelegentlich mal ein bisschen gestört. Oder Schäubles Schwarze Null? Wer zwingt ihm die genau auf? Selbstregulierung so wie bei den Banken für Geldwäscherei und so?

            Die Gewaltentrennung beruht gerade darauf, dass die eine Gewalt die andere kontrolliert, und soll von den Volchsverhetzern dahin gewandelt werden, dass die oberste Gewalt sich selbst kontrolliert, so wie sich Putin oder Erdogan, aber nicht Obama oder Merkel selber kontrollieren.

            Sie machen sich lächerlich Herr Smith, es ist mühsam.

            Sie machen hier nichts anderes, als den Huber und dem Ackermann Nachzuplappern:

            Johnny takes a walk on the wild side

          • Anh Toàn sagt:

            Oder meinen Sie mit Selbstregulierung die funktioniert die Defizitkriterien der EU?

            Wenn ich mich entmündigen lasse, damit ich mein vermögen nicht verprasse, kann ich vom Moment an, wo ich entmündigt bin, dies nicht mehr aufheben: Ab dem Moment der Entmündigung, begrenze ich nicht mehr selber.

          • Anh Toàn sagt:

            Der Huber sagt, staatliche Regeln seien schlecht, weil die Interessenheinis diese beeinflussen mit ihren lobbies und so, da wäre es doch besser, die sich gleich selbst regulieren zu lassen.

            Ja Dummheit macht mich aggressiv, habt ihr denn gar nichts verstanden in der Schule und also nur auswendig gelernt was Euch aufgetischt wurde, wie in einer Koranschule, oder die Mönche in Life of Brian, die sich die Bibel an den Kopf hauen beim rezitieren.

          • Anh Toàn sagt:

            Wenn man sparen will, macht man eine Schuldenbremse, will man nicht mehr sparen, hebt man die auf.

            Wenn man abnehmen will, macht man Diät, will man nicht mehr abnehmen, hört man auf mit Diät:

            Weiss jemand, warum Diäten ein so erfolgreiches Biz sind: Niemand nimmt ab damit, und kauft immer wieder neue Diätideen.

            „Selbstbegrenzung“ ich würd lachen, wenn’s nicht so traurig wär‘

          • Anh Toàn sagt:

            Gäbe es nur eine einzige Diät, die funktioniert bei den meisten, gäbe es ja keine Dicken mehr.

          • Johnny Smith sagt:

            @ AT

            Nun haben Sie ja doch gemacht, was man Ihrer Meinung nicht machen könne: nämlich „selbstauferlegte Machtbegrenzung“ inhaltlich zu diskutieren. 😉 😉

          • Markus Ackermann sagt:

            @Smith von wg „Urteil“
            Diese Frage stellt sich auch bei TTIP, CETA usw., ja sogar innerhalb jedes Staates z.B. bei Enteignungen
            1. Normen fussen auf BESCHLÜSSEN (von Volk, Parlament, Regierung), also nicht auf Verträgen.
            Solche Beschlüsse können z.B. Eigentumsrechte begründen, verändern (auch: schädigen)
            2. Verträge fussen auf dem KONSENS der Vertragsparteien und gelten, weil die Vertragsparteien es so wollen.
            Solche Verträge können z.B. Eigentumsrechte übertragen, verändern (auch: schädigen).
            Dann kann man ein staatliches Gericht anrufen oder ein vertragl. Schiedsgericht (insb. für einen Vergleichsvorschlag)
            3. Der Gem. Ausschuss soll einen Konsens erarbeiten, kein Urteil. Er soll die Rechtslage bewerten, nicht autoritativ gestalten (verändern).
            Anders wäre: ein EU-Veto

        • Markus Ackermann sagt:

          5. Dass am Ende des Tages Volk + Stände entscheiden, ist eine historische Erfahrung (ein robustes Design Principle im Sinne von Ostrom), denn es wirkt ganz wesentlich als Minderheitenschutz.
          Man kann es aber auch psychologisch begründen:
          Die Gruppe weiss mehr, die Gruppe gleicht aus.
          -> Vernunft ist mehr als Logik und Spezialwissen der Technokraten. Die Eierköpfe mögen so gut ausgebildet sein, wie sie wollen: der Schweizer Souverän entscheidet besser
          6. Die Selbstbeschränkung ist ein Teil dieser demokratischen Meinungsbildung und Entscheidfindung … und zwar im Kopf der BürgerINNEN, nicht in ihrer Entmachtung durch Institutionen oder Verfahren.
          Der CH-Souverän muss den LETZTEN Entscheid haben
          -> Es gibt niemanden, der es besser kann oder ein besseres Recht darauf hat

          • Fred Mazinaux sagt:

            @Markus Ackermann
            Ich bin auch voll und ganz ihrer Überzeugung!

          • Anh Toàn sagt:

            „Der CH-Souverän muss den LETZTEN Entscheid haben“

            Innert welcher Frist?

            Die SVP kann im Parlament einen Alternativvorschlag einbringen zu dem der Kommission, den sie als den Volchswillen missachtend interpretiert. Nimmt das Parlament dennoch den Kommissionsvorschlag an, kann sie ein referendum eingreifen: Sie kann dann auch bei den nächsten Nationalratswahlen den Wählern sagen, wenn ihr uns die Mehrheit verschafft, werden wir unseren Gesetzesvorschlag im Parlament umsetzen:

            Der CH Souverän hat das Letztentscheidungsrecht, Sie haben es einfach noch nicht gemerkt.

          • Anh Toàn sagt:

            Wenn der CH Souverän letztentscheidet, die Monarchie unter Stöffel von und zu Herrliberg einzuführen, darf der das, der Souverän, und wenn er entscheidet, ich darf nicht mehr in meiner Nase bohren, Nasen seien Volkseigentum, darf der das auch, er ist der souverän und ich sein rechtloser Sklave, ich habe nur die Rechte die mir der CH Souverän gewährt, solange es ihm beliebt.

          • Anh Toàn sagt:

            Weil der Souverän ist frei und unabhängig, in Anfang und Ewigkeit, Amen.

          • Anh Toàn sagt:

            Und wenn der Souverän frei ist, ist es gut, ausser er verlangt von den Frauen, Burka zu tragen, dann ist es schlecht, wenn er ihnen verbietet, Burka zu tragen, ist es wiederum gut.
            Die gleichen Leute die heute den Burkini verbieten wollten, wollten mal das oben ohne baden verbieten und auch den Bikini.

            Früher haben die den Frauen gesagt, ihr dürft Eure Titten nicht zeigen, heute sagen sie, Ihr dürft Eure Titten nicht verstecken.

          • Anh Toàn sagt:

            Der CH Souverän hat auch das Recht zu entscheiden, dass Sie Herr Ackermann ab sofort mit den Herren Huber und Smith verheiratet sind.

            Da hätten Sie dann nichts dagegen, Hauptsache der Souverän bleibt Souverän, dass man sich gewöhnen kann.

          • Anh Toàn sagt:

            Gut der Huber würde sich gezwungen zu Heirat unfrei fühlen und dem Freiheitsgottbaum Patriotisch den Kopf des Souveräns der ihn diktiert bringen (bei den Pakis eine A-Bombe kaufen und sich mit ihr patriotisch und freiheitskämpferisch am Bellevue in die Luft sprengen: Früher oder später kommt das, die Macht wächst wie ein Krebsgeschwür, die Gefahr der Überhandnahme von kollektivistischem Gedankengut ist eklatant und offenbar, aber das macht nichts, ist halt so und kreative Zerstörung, Schumpeter hat gesagt, so müsse es sein, geht nichts anders, es ist wegen der unsichtbaren Hand und den Papierliwendern.

          • Anh Toàn sagt:

            Ich habe noch einen Weg, es Ihnen zu erklären:

            Das Volk hat mit der Annahme der Totalrevidierten BV letztentschieden, nicht mehr alles letztentscheiden zu können. darum regiert jetzt ein Bundesrat und nicht das Volk und ein Parlament macht Gesetze und nicht das Volk, das kann nur in die Verfassung schreiben, aber keine Gesetze machen hat das Volk letztentschieden: Ist das jetzt souverän und demokratisch?

          • Anh Toàn sagt:

            Warum ist auf der wörtlichen Umsetzung des „Schweizervorrangs“ nicht zu beharren, kein Landesverrat, kein Verfassungsbruch in Ihrer Diktion Herr Ackermann?

            Wen es Ihnen gelingt, mir dies zu erklären, da steht doch schwarz auf weiss Schweizer, warum darf das jetzt nur Inländer meinen, und nicht Schweizer, dann nehme ich Sie ernst, versprochen.

          • Linus Huber sagt:

            @ Markus

            „Die Selbstbeschränkung ist ein Teil dieser demokratischen Meinungsbildung und Entscheidungsfindung … und zwar im Kopf der BürgerINNEN“

            anstelle meiner Erläuterung

            „Diese selbst auferlegte Machtbegrenzung kann einzig im Bewusstsein dieses Dilemmas entstehen, wodurch in der Konsequenz Tendenzen Richtung übersteigerter Zentralisation, Regulierung, Erweiterung und Ausbau staatlicher Funktionen etc. in Anbetracht dieses Gesichtspunktes bedeutend kritischer betrachtet werden.“

            Sie erklären dies bedeutend verständlicher als ich – danke.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Huber
            Ja, es sagt eigentlich das, was wir bei Kant mit dem kategorischen Imperativ finden oder in vielen Religionen mit der Goldenen Regel
            .
            Wenn man Kant liest, dann kommt er auch sehr komplex daher, weil er präzis und logisch argumentieren möchte, nach dem Motto:
            -> Was sind die Voraussetzungen und Bedingungen, dass eine Aussage wahr sein KÖNNTE.
            Sie wollen Ihre Überlegungen oft in den Kontext von Planungen stellen oder von Anreiz-Systemen und damit prognostizieren Sie ein mögliches Ergebnis, d.h.: Sie modellieren anders
            -> Jedes Modell will zwar vereinfachen, fokussiert aber auf die Modellierung und damit v.a. auf die Systemgrenze des Modells (was ist drinnen, was ist draussen) und die dynamischen Teile innerhalb des Modells (analog: Zellmembran und Mitochondrien)

          • Anh Toàn sagt:

            Hat der Schweizer Souverän auch das „ius primae noctis?

            Was meinen Kant und Rousseau dazu?

          • Anh Toàn sagt:

            Ich mein jetzt als Rudelbums oder so, wer hat noch nicht, wer nicht nochmal?

          • Linus Huber sagt:

            @ Markus

            Sie wollen Ihre Überlegungen oft in den Kontext von Planungen stellen oder von Anreiz-Systemen und damit prognostizieren Sie ein mögliches Ergebnis, d.h.: Sie modellieren anders.

            Wenn Sie meine Überlegungen charakterisieren, darf die Frage erlaubt sein, inwiefern sich Ihre Überlegungen von meinen aus Ihrer Warte unterscheiden, oder worauf Ihr Modell beruht.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Huber
            Die erste akademische Ausbildung formt und strukturiert das Denken für’s Leben.
            -> Ich habe zuerst ein Jus-Studium abgeschlossen und danach als Gerichtsschreiber gearbeitet
            -> Erst danach habe ich eine betriebswirtschaftliche Ausbildung als Wirtschaftsinformatiker, später als Telecom-Ingenieur, abschliessend ein EMBA gemacht: wer in Geschäftsprozessen denkt, denkt anders als ein Ingenieur (physikalische und mathematische Grössenordnungen) oder ein Manager
            -> Ich könnte mir vorstellen, Ihre erste akademische Ausbildung war eine naturwissenschaftliche-mathematische, also denken (modellieren) Sie anders als ein Jurist: sie denken eher in Gleichungen und Funktionen, ein Jurist denkt in Interessen und Rollen
            -> Eine philosoph. Ausbildung ist eine im richtigen Fragen

          • Markus Ackermann sagt:

            @Huber
            praktisches Bsp., das Sie vielleicht kennen:
            -> Die erste akademische Ausbildung von Keynes war die eines Mathematikers
            … und genau als Mathematiker diskutiert er in seinen Lehrbüchern seine Erkenntnisse: er denkt in Gleichungen und definiert die Argumente der Gleichungen
            -> Die erste akademische Ausbildung von Adam Smith war diejenige eines Philosophen (phil I) … und so formuliert er auch seine Bücher.
            -> Jemand, der als Theologe ausgebildet wurde, würde ganz anders schreiben (z.B. Augustinus). Kant ist insofern interessant, als er in einem stark pietistischen Elternhaus aufwuchs und es ihn Jahre und Jahrzehnte kostete, sein Denken zu befreien (von religio via ratio zur Vernunft) … obwohl Kant sicher ein Gigant des philosophischen Denkens ist: sapere aude!

          • Markus Ackermann sagt:

            @Huber
            anderes Bsp:
            -> Senn denkt (nicht nur, aber auch) in Buchhaltungsposten, also in Vermögens-Identitäten und Vermögensflüssen.
            -> Sie sehen die Gesellschaft eher als Experimentierfeld und wollen eine Hypothese empirisch untermauern (mit Ihrem Modell).
            => Oft reden Sie und Senn aneinander vorbei, wie Hund und Katze.
            DAS ist aber nur ein Teil: es gibt z.B. auch Werte-Konflikte.
            -> Solche Konflikte werden u.a. dadurch verschärft, dass Wahrheiten relativ sind, also aus und in Verfahren legitimiert werden (Niklas Luhmann: Legitimation durch Verfahren).
            -> Es ist z.B. unlogisch, dass Wahrheiten in wissenschaftlichen Gremien (z.B. in der Medizin) durch Vereinbarungen definiert werden. Denn der Stand der Wissenschaft war immer der aktuelle Stand des Irrtums.

          • Anh Toàn sagt:

            @Markus Ackermann: Sie haben ein Jus Studium abgeschlossen und bezeichnen unsere Parlamentarier als unsere Angestellte und fordern Bestrafung mit mindestens 1 Jahr Gefängnis wegen Landesverrat:

            Schämen Sie sich.

          • Markus Ackermann sagt:

            „Art. 266 1. Verbrechen oder Vergehen gegen den Staat. / Angriffe auf die Unabhängigkeit der Eidgenossenschaft

            Angriffe auf die Unabhängigkeit der Eidgenossenschaft

            1. Wer eine Handlung vornimmt, die darauf gerichtet ist,

            die Unabhängigkeit der Eidgenossenschaft zu verletzen oder zu gefährden,

            eine die Unabhängigkeit der Eidgenossenschaft gefährdende Einmischung einer fremden Macht in die Angelegenheiten der Eidgenossenschaft herbeizuführen,

            wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.
            …“

            Der Erlass von Gesetzen und Verfassungsbestimmungen, die in der Schweiz gelten sollen, gehört zu den inneren Angelegenheiten der Schweiz.
            -> Wer dagegen ein Veto-Recht der EU vorsehen möchte, greift die Unabhängigkeit der Schweiz an und damit Art. 2 BV (Zweck)

          • Markus Ackermann sagt:

            „Art. 2 Zweck
            1 Die Schweizerische Eidgenossenschaft schützt die Freiheit und die Rechte des Volkes und wahrt die Unabhängigkeit und die Sicherheit des Landes.
            2 Sie fördert die gemeinsame Wohlfahrt, die nachhaltige Entwicklung, den inneren Zusammenhalt und die kulturelle Vielfalt des Landes.
            3 Sie sorgt für eine möglichst grosse Chancengleichheit unter den Bürgerinnen und Bürgern.
            4 Sie setzt sich ein für die dauerhafte Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und für eine friedliche und gerechte internationale Ordnung.“

          • Anh Toàn sagt:

            Steht da die seien unsere Angestellte?

            Eben

            Sie verstehen so viel von Jura wie Thiel vom Koran;

            Ich hab es fünfmal gelesen aber nichts verstanden.

          • Anh Toàn sagt:

            Wie Thiel lesen und zitieren Sie, was gerade in Ihre absurde Meinung passt:

            Haben Sie BV 161 auch schon mal gelesen? Da wo steht, dass die Parlamentarier frei entscheiden, deutsch und deutlich.

            Juristen übrigens denken nicht in Personen und Rollen, sie legen Gesetze aus. Es geht um Texte, generell abstrackte, welchen individuel kontrete Sachverhalte zuzordnen sind: Wie bei den Theologen eigentlich, nur lässt sich deren Text nicht ändern. Was Thiel und Sie machen, ist Mumpitz. Keine Juristerei und keine Theoligie.

          • Anh Toàn sagt:

            Fred Mazinaux

            12. September 2016 um 22:27

            @Markus Ackermann
            Ich bin auch voll und ganz ihrer Überzeugung!

            Herr Mazinaux: Überzeugungen voll und ganz sind Religion. Wenn überhaupt, sollte man wenigstens eigene Überzeugungen haben, vielleicht die von anderen TEILEN, aber voll und ganz der Überzeugung anderer sind höchstens Groupies, Fanboys und andere Idioten.

            Ich weiss, dass Sie Herr Mazinaux dies meinten, sie teilten die Überzeugungen von Herrn Ackermann, aber Sie sind nicht in der Lage, dies au^f Deutsch auszudrücken:

            Solche Leute können Sie beeindrucken mit Herrn Ackermann, solche Leute beeindrucken Thiel und Köppel und Somm und Co.

          • Anh Toàn sagt:

            Wer für EU Beitritt stimmt, gehört ins Gefängnis wegen (versuchtem, solange er in der Minderheit ist) Landesverrat, steht schliesslich in BV 2 und StGb und bei Reaussaue und Kant, sagt der Ackermann und der Jurist und Exp0erte für Demokratie:

            Sperrt sie ein die Euroturbos, sind nämlig Landesverräter. Das ist Demokratie nach Ackermann, mir graut vor Euch Demokraten.

          • Anh Toàn sagt:

            Wenn ich mich auf den Bundesplatz stelle und Unterschriften sammle für einen Beitritt zur dikatorischen und unfrei machenden EU, begehe ich versuchten Landesverrat, ich muss eingesperrt und wer auch unterschreibt aus: Weil das ist Demokratie die wir mit der Muttermilch aufgesogen haben, mit Käse und Butter in uns verinnerlicht, im Staatsrecht den Jura Studenten beigebracht wird. jäwoll nämig dr iur. Bartli und dr Moscht mit em Kant.

          • Anh Toàn sagt:

            Ich habe an Orten geschrieben, ich könne keine Bankbilanz lesen und keine Versicherungsmathe, und das, obwohl ich mich heute als Buchhalter bezeichne, aber ich kann eine Verfassung lesen und verstehen:

            Ich kann ein Anstellungsverhältnis (Subordination!) von einem Organ des Staates unterscheiden.

            Ich kann einen Repräsentanten von einem Vertreter unterscheiden.

            Was haben Sie gelernt bei Ihrem juristischen Studium? Gesetzestexte copy pasten?

          • J. Kuehni sagt:

            @Ackermann:

            Was machen Sie bloss im hypothetischen (aber ganz und gar nicht unrealistischen) Fall, dass „Die Schweizerische Eidgenossenschaft (…) die Freiheit und die Rechte des Volkes, (…) die Unabhängigkeit und die Sicherheit des Landes“ am besten innerhalb der EU schützen kann? Nämlich dann, wenn alle diese Freiheiten und Rechte zwar in der Theorie absolut, in der Realität aber Verhandlungssache sind und auch unter besten Voraussetzungen immer bleiben werden? Lochen Sie dann alle SVP’ler mitsamt ihrem Obermotz ebenfalls als Landesverräter ein?

          • Anh Toàn sagt:

            Herr Kuehni, wir brauchen keine Konjunktive, was Sie und ich sagen ist darauf gerichtet, die Schweiz in die EU zu führen, fremden Herrn zu unterwerfen, wir begehen versuchten Landesverrat.

            Weil man muss die Demokratie schützen. Wir sind Verräter. Dass die SP in die EU will, weiss jeder, also muss die SP als kriminelle Organisation verboten, und deren Mitglieder wegen Anklage in einer kriminellen Vereinigung weggesperrt werden: Damit das Volk frei ist.

            Der Inbegriff von Landesverrat hat die japanische Regierung mit der bedingungslosen Kapitulation begangen. Die hätten wie Dölfi bis zum letzten Mann kämpfen müssen, wie Martha die Kinder vor fremder Herrschaft retten, das waren noch Patrioten, die sich und ihr Volk der Freiheit und dem Vaterland verschrieben.

          • J. Kuehni sagt:

            „Der Erlass von Gesetzen und Verfassungsbestimmungen, die in der Schweiz gelten sollen, gehört zu den inneren Angelegenheiten der Schweiz.“

            Und wenn durch diese internen Bestimmungen Dritte unfreiwillig betroffen sind (wir leben ja nicht alleine auf dem Mond) dürfen die dann Mitsprache halten oder ihre Interessen quid pro quo auch verteidigen? Oder ist das dann „Missachtung der Demokratie“ (so wie beim Brexit, falls der Entscheid *irgendwelche* negativen Konsequenzen für die Briten hat) und alle die im Inland darauf hinweisen sind Landesverräter?

          • J. Kuehni sagt:

            Gilt die in der Bundesverfassung garantierte Meinungsfreiheit auch für Parlamentarier, falls diese der Meinung sind, dass eine (formelle oder informelle) Mitgliedschaft in der EU die Interessen der Schweiz am besten wahrt, oder ist das bereits Landesverrat? Sagt wer? Die Volksmehrheit? Der Herrliberger? Markus Ackermann als „the People’s Mouth“?

          • J. Kuehni sagt:

            Bestehen Sie, Herr Ackermann, deswegen auf einem Recht zur Willkür des Volksmehrheit, damit man bisher verfassungsmässig garantierte Rechte per Mehrheitsbeschluss nach Belieben abschaffen kann, damit man lästige Minderheiten als Volksverräter einlochen kann, weil einer mystifizierten „Selbstbeschränkung im Kopf“ der BürgerINNEN (Aha!) der Vorzug vor einer institutionalisierten Gewaltentrennung zu geben sei?

            Sie sind nicht mal originell, Herr Ackermann, Sie sind bloss einer von vielen, die vorgeben, Freiheitsrechte und Demokratie zu beschützen, indem Sie diese einschränken und die Voraussetzung zu deren Abschaffung anstreben.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Kühni
            „die Freiheit und die Rechte des Volkes, (…) die Unabhängigkeit und die Sicherheit des Landes“ am besten innerhalb der EU schützen kann?“
            Es gehört zu den Volksrechten, dass die Schweizer Verfassung GEÄNDERT werden kann: wer eine Totalrevision der Verfassung beschliessen kann, kann auch den Beitritt zur EU beschliessen.
            Gefordert ist nur, dass der Schweizer Souverän dies in LETZTER Instanz entscheidet.
            Was NICHT möglich ist: jemand ANDERES als der Schweizer Souverän entscheidet für diesen, denn PRÄZIS dies wäre ein Angriff auf die Volksrechte und die Unabhängigkeit der Schweiz.
            Der letzte Grundsatzentscheid (BGE 73 IV 103) zu StGB 266 Ziff. 1 (= pol. Landesverrat) stammt aus der Nazi-Zeit. DAS ist kein Zufall. Die Geschichte wiederholt sich nicht, sie reimt sich.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Kühni
            „Gilt die in der Bundesverfassung garantierte Meinungsfreiheit auch für Parlamentarier“
            Ja natürlich
            … und die ParlamentarierINNEN geniessen aufgrund ihrer Funktion sogar Immunität.
            Über die allfällige Aufhebung der Immunität entscheiden ParlamentarierINNEN.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Kühni
            „Freiheitsrechte und Demokratie zu beschützen, indem Sie diese einschränken und die Voraussetzung zu deren Abschaffung anstreben“
            1. Nein, das Gegenteil ist der Fall
            2. WER foltert in der Türkei etc?
            Die Staatsmacht
            3. Wer putschte?
            Situation bis heute unklar. Sicher Soldaten, die meinten sie seien an einer „Übung“, sicher ein Teil des Militärs
            … ganz sicher NICHT die BürgerINNEN
            4. WER locht in der Türkei ein?
            Richter, Staatsanwälte und Polizisten
            5. WER hat das grösste Interesse an Freiheitsrechten und Demokratie
            … die Bedrohten, also die BürgerINNEN
            … ganz sicher zu allerletzt die Mächtigen. Denn die sind auch ohne Recht mächtig
            Bref:
            WER IST ALSO DER BESTE GARANT für Freiheit und Demokratie?
            Die BürgerINNEN!
            … ganz sicher nicht Staat / PolitikerINNEN

          • Anh Toàn sagt:

            Ackermann:

            Dann ist jetzt in der Türkei, Gott sei Dank, Demokratie und Freiheit.

          • Anh Toàn sagt:

            Die haben den Erdogan gewählt. Die hätten sich sogar gegen den Putsch gestellt. Die guten selbsbegrenzten Bürger finden es toll, wenn der Erdi das linke Pack wegschafft, wie beim Duterte.

            Die sind begeistert von ihrem Erdi, die Mehrheit der Türken, der Bürgerinnen, die interessieren die Rechte linker kurdischer Landesverräter nicht, die applaudieren den Staatsanwälte, wie in D bei den Nazis, was dann keiner mehr wahrhaben wollte: Dölfi war es. Die Türken sagen dann auch irgendwann, der Erdi war es. Und bei uns waren es die Banken, welche die Juden bestohlen.

          • Anh Toàn sagt:

            Am lustigsten finde ich die Italiener. In allen Filmen die im 2. WK spielen, sind die Partisanen und kämpfen gegen die bösen Deutschen, aber auch wenn man früher die alten Leute fragte, alles Partisanen, weil das Volk die Bürger sind der beste Garant der Freiheit, hat wohl Pol Pot auch etwa so gesagt.

          • J. Kuehni sagt:

            Ackermann: Erdogan ist mittlerweile absolutes Oberhaupt der Exekutive, Judikative und des Militär-/Polizeiapparates seiner „Illiberalen Demokratie“, jede Oppositionszeitung ist geschlossen und deren Redakteure im Knast oder Exil. Bei der nächsten Volkswahl bekommt der garantiert 90% der Stimmen. Die brauchen da keine linken Ideen von Gewaltenteilung und so, weil die BürgerInnen sind ja der beste Garant zum Schutz ihrer Freiheitsrechte, hätten wir doch auch so ein tolles System in der Schweiz, darum müssen wir jegliche rechtliche & verbindliche Einschränkung des Mehrheits- (aka Volks-)willens abschaffen.

            Sie böggen es einfach nicht.

          • J. Kuehni sagt:

            Ihr Volk ist kein homogener Eintopf. Darin gibt es informelle/ethnische Mehrheiten oder auch ganz simpel ökonomisch dominante „Kasten“, die in der Geschichte der Menschheit schon zigfach ihren „minderen“ Mitbürgern die Freiheitsrechte vorenthalten oder entzogen haben, ganz „demokratisch“ per einfachem Mehrheitsrecht (ob manipuliert oder nicht, spielt dabei keine Rolle).

          • J. Kuehni sagt:

            Erst seit der Erfindung der modernen Gewaltenteilung, deren wichtigste Funktion die Limitierung des einfachen Mehrheitswillens ist(!), sind stabile Demokratien überhaupt möglich geworden. Und indem Sie, Herr Ackermann, diese Limitierung unter Verweis auf eine mystifizierte „Selbstbeschränkung im Kopf der BürgerInnen“ aufheben wollen, propagieren Sie die Abschaffung dieser modernen Demokratie bei nächster Gelegenheit. Gute Nacht.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Kühni
            1. Die Gewaltenteilung ist ein Phänomen, das es mind. seit dem Mittelalter gab: mit Fürstenhöfen, Reichstag + Reichsgerichten
            2. Montesquieu formulierte wohl das, was Sie als „moderne Gewaltenteilung“ bezeichnen
            Danach gab es die Französische Revolution, den terreure von Robespierre und das Kaiserreich von Napoleon
            Am ehesten umgesetzt wurden die checks and balances von den Gründervätern in den USA.
            Genau in DIESEM Rahmen haben wir heute eine dysfunktionale Demokratie in den USA, wo Wallstreet gegen Trump zur Wahl stehen und der Mittelstand seit Jahrzehnten verseggelt wird
            4. Die Nazis hatten Gewaltenteilung, Russland, die UdSSR-Staaten
            … ALLE Diktaturen haben „Gewaltenteilung“. Es geht um die Gleichschaltung gegen die Bevölkerung. Gewaltenteilung ist kein Garant

          • Markus Ackermann sagt:

            @Kühni
            1. Steht der Souverän an LETZTER Stelle, kann man immer noch beim Auszählen bescheissen
            ABER:
            NUR dort und
            nur MIT DER HILFE eines Verfassungsgerichtes (Gewaltenteilung).
            prakt. BSP:
            Der Supreme Court ist in den USA ein Verfassungsgericht.
            Im Case Gore vs Bush vom 12.12.2000 sehen Sie, wie ein Wahlbetrug vor aller Augen umgesetzt wird:
            -> als Gore bei den Nachzählungen in Florida drohte, in Führung zu gehen, hörte man einfach auf, die Stimmen zu zählen und der Supreme Court (u.a. von Reagan bestellt) deckte dies!
            Hier die mündl. Verhandlung im Originalton + Protokoll http://www.americanrhetoric.com/speeches/bushvgoreusscoralarguments.htm
            Ergebnis:
            Bush Baby wurde der 1. US-Präsident, der von der MINDERHEIT ins Amt „gewählt“ wurde
            2. Folge:
            2. Irak-Krieg
            => ISIS

          • Markus Ackermann sagt:

            Bei der folgenden ZDF-Sendung der Anstalt vom 6.9.2016 geht es fast nur um das FEHLEN von Demokratie und deren Aushebelung durch Exekutive (EU-Gewirr, ab ca. 16:30 min, Tafelnummer) und Judikative (EuGH).
            Die Sendung endet mit einer EU-„Geisterbahn“ für das Links-Grüne Lager, welche schon eingetreten ist und mit Sicherheit so weiter gehen wird. Denn die Ausbeutung der rechtlosen Bevölkerung ist das ökonomische Mechano, das die €U antreibt und zusammen hält.
            Hier Videos plus Fakten-Check und weiteren Fundstellen:
            http://www.zdf.de/die-anstalt/fakten-im-check-der-anstalt-45096714.html
            -> In der Tafelnummer wird von „betreutem Wählen“ gesprochen,
            -> die SPK-NR will mit dem EU-Veto nun für die Schweiz ein „betreutes Stimmen“ von Volk + Ständen mit der EU als KESB einführen.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Kühni
            „Ihr Volk ist kein homogener Eintopf.“
            Ja, die Schweiz ist ein Volk von Minderheiten.
            -> Der Schweizer Souverän (Volk + Stände) ist eine Menge von MINDERHEITEN, die ständig wechselnde Mehrheiten suchen.
            Der Minderheiten-Schutz ist Teil der DNA der Schweizer Mentalität. Genau DAS ist eine der Selbstbeschränkungen, die im politischen Prozess im Kopf der BürgerINNEN stattfinden
            Bsp. 1: Die MEI
            -> Die Propaganda-Walze der spin doctors von Links bis Rechts wollten dem Souverän einimpfen, es sei political incorrect, für die MEI zu stimmen (sogar noch NACH der Abstimmung!).
            -> Der Schweizer Souverän entschied nach EIGENEN KRITERIEN: praktisch jeder kannte Ü-50, die keine Stelle mehr finden konnten etc.
            Bsp 2: DSI
            Gar keine Propaganda
            ABER:
            -> Jeder kennt secondos.

          • Anh Toàn sagt:

            „Der Minderheiten-Schutz ist Teil der DNA der Schweizer Mentalität“

            Ja gell, darum waren wir so lieb zu den armen Zigeunerkindern und haben sie zu richtigen Schweizern Bauern geschickt, damit die auch lernen, Minderheiten zu respektieren.

          • Anh Toàn sagt:

            Tja niemand hat den Schweizern gesagt, dass sie darüber abgestimmt haben, die Europäer durch billiger Asiaten zu ersetzen: das steht es müsse im „wirtschaftlichen Gesamtinteresse“ liegen, die arbeitslosen Ü50 sind nicht das wirtschaftliche Gesamtinteresse, das wqirtschaftliche Gesaminteressen sind:

            Billige Arbeitskräfte
            Billige Energie
            Tiefe Steuern

            get it?

          • Anh Toàn sagt:

            Tiefe Zinsen habe ich vergessen

          • Anh Toàn sagt:

            „Der Minderheiten-Schutz ist Teil der DNA der Schweizer Mentalität“

            Als die ganze Welt Südafrika boykotierte, diese Minderheit ausgrenzte, waren wir Schweizer da und halfen.

          • Johnny Smith sagt:

            „-> die SPK-NR will mit dem EU-Veto nun für die Schweiz ein „betreutes Stimmen“ von Volk + Ständen mit der EU als KESB einführen.“

            Autsch. So viel politische ‚Incorrectness‘ und so viel demokratiepolitische Brisanz (Wahrheit?) in einem so kurzen Satz – unschlagbar 😉

          • Markus Ackermann sagt:

            @Smith
            Bis heute gibt’s nichts Schriftliches von der SPK-NR, nur die Medienkonferenz. Darum müssen wir den Mittwoch abwarten.
            Was Fluri sagte, lässt Folgendes erwarten:
            1. In einem CH-Bundesgesetz wird dem Gemischten Ausschuss EU-CH (je 50%) ein VETO-Recht gegen die Umsetzung der Bilateralen in CH-Verfassung + CH-Gesetzen eingeräumt: Die CH soll nichts machen dürfen, was der EU missfällt
            2. Damit werden die Verhältnisse auf den Kopf gestellt. Denn das JETZIGE Mechano ist:
            -> Die Schweiz setzt die Bilateralen selbständig um, so wie es die CH für richtig ansieht. (Die Bilateralen sind kaum self-executing, sondern Verpflichtungen der CH gegenüber der EU, brauchen aber CH-Normen zur Umsetzung)
            -> Fluri will Volk + Ständen (+BR) via EU verbieten, gegen ein EU-Veto abzustimmen

          • Johnny Smith sagt:

            „Bilateral“ bedeutet ja eigentlich „von zwei Seiten ausgehend, zwei politische Partner betreffend“. Ich dachte eigentlich immer, das impliziere eine Diskussion auf Augenhöhe. Das bedingt sicher mal symmetrische Ausschüsse (wäre im genannten Vorschlag erfüllt), aber auch symmetrische Handhabung: der Ausschuss müsste auch zuständig sein für ein Urteil ob die EU die bilateralen Abkommen erfüllt oder nicht. Und entweder ist dann so ein Urteil bindend für beide Seiten oder nicht bindend. Wenn irgendwelche Asymmetrien vorliegen (bpsw. bindend für die Schweiz, nicht bindend für die EU) wäre es eher ein Assoziationsvertrag, Kolonialvertrag, o.ä. Mal schauen, was letztlich dabei rauskommt.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Smith
            Ja, das ist der alte Konflikt zw. Hugo Grotius (pacta sunt servanda) und Jean-Jacques Rousseau:
            1. Hugo Grotius, Jurist der damaligen Kolonialmacht Holland:
            -> Eine Macht / ein Land kann seine Souveränität (= LETZT-Entscheidungsrecht innerhalb des Landes) verkaufen. DANN können die PolitikerINNEN ihre BürgerINNEN an eine fremde Macht verkaufen
            2. Jean-Jacques Rousseau: Schweizer Uhrmacher-Sohn.
            -> Der contrat social ist der logische Kern einer Gesellschaft, darum ist der volonté général das oberste Prinzip und darum ist die Souveränität UNVERKÄUFLICH, weil es sonst die Gesellschaft und ihren contrat social nicht mehr gäbe.
            => Staatsverträge müssen landesrechtlich umgesetzt werden, da der Gesetzgeber landesrechtlich ist
            => Ein gemischter Ausschuss kann nur bewerten

          • Johnny Smith sagt:

            Meine vorherigen Ausführungen waren sehr modellhaft/mechanistisch, Ihre Ausführungen beinhalten zudem eine qualitative Dimension. Danke für Ihre Ergänzung.

          • J. Kuehni sagt:

            @Smith/Ackermann:

            Demokratie ist nationalstaatlich limitiert, Handelsinteressen und zugehörige, internationale Verträge nicht. Wollen Sie mehr demokratische Legitimität für letzteres, muss entweder die Demokratie international ausgeweitet, oder der Handel national eingeschränkt werden. Beides hat Vor- und Nachteile, die Entscheidung darüber kann demokratisch gefällt werden.

          • J. Kuehni sagt:

            Eine Schweiz von 8 Mio. Einwohnern kann mit einem Handelsblock von 500 Mio. Einwohnern nicht „Auf Augenhöhe“ verhandeln. Wir könnten ja 250 Mio. Europäer importieren, die kommen sicher gerne, danach können wir in Brüssel (und überall sonstwo) so richtig auf den Tisch pauken, voll demokratisch legitimiert.

          • Markus Ackermann sagt:

            Diese Frage stellt sich auch bei TTIP, CETA usw., ja sogar innerhalb jedes Staates z.B. bei Enteignungen
            1. Normen fussen auf BESCHLÜSSEN (von Volk, Parlament, Regierung), also nicht auf Verträgen.
            Solche Beschlüsse können z.B. Eigentumsrechte begründen, verändern (auch: schädigen)
            2. Verträge fussen auf dem KONSENS der Vertragsparteien und gelten, weil die Vertragsparteien es so wollen.
            Solche Verträge können z.B. Eigentumsrechte übertragen, verändern (auch: schädigen).
            Dann kann man ein staatliches Gericht anrufen oder ein vertragl. Schiedsgericht (insb. für einen Vergleichsvorschlag)
            3. Der Gem. Ausschuss soll einen Konsens erarbeiten, kein Urteil. Er soll die Rechtslage bewerten, nicht autoritativ gestalten (verändern).
            Anders wäre: ein EU-Veto

          • Markus Ackermann sagt:

            @Kühni „Demokratie ist nationalstaatlich limitiert“
            Ich bin mit Ihnen einverstanden.
            Mein Argument, das daran anschliesst: Es gibt (derzeit) keine internationale Demokratie.
            Der grösste Entscheidkörper ist die UNO. Entscheide unterstehen dem Vetorecht im Sicherheitsrat … also dominiert vom Veto-Recht von DIKTATUREN:
            China
            Russland
            USA mit einer dysfunktionalen Demokratie
            F (unter Ausnahmezustand und mit einem zertrümmerten Parteien-System)
            UK (als einzige, funktionierende repräsentative Demokratie)
            DIESEM Gremium will ich
            – weder die Definition und den Schutz meiner Menschenrechte
            – noch meiner Eigentumsrechte
            – oder Demokratierechte
            anvertrauen.
            .
            Da traue ich meinen MitbürgerINNEN viel mehr, denn die sind genauso bedroht wie ich und die wollen ihre Rechte genauso schützen wie ich meine.

          • J. Kuehni sagt:

            Meines Erachtens ist die intransparente Verhandlungsstrategie und das Gemauschel bei all diesen „Freihandelsverträgen“ einer Art ideologischen Verkrustung geschuldet: Seit bald 40 Jahren hören wir, dass der Staat schlecht und der Markt gut ist, (selbst wenn der Staat das Forum der Demokratie ist, und der Markt nicht), darum soll sich der Staat gar nicht einmischen in die Handelsinteressen der privaten Akteure. Diese „privaten Akteure“ sind mittlerweile so gross und komplex geworden, dass (mit Ausnahme des USA) keine nationale Aufsichtsbehörde mehr mithalten kann, weder mit unabhängigem Know how noch Ressourcen (dürfte Ihnen, Herr Ackermann, als Spezialist im IT-Beschaffungswesen bekannt sein).

          • J. Kuehni sagt:

            Wir haben es verpasst, unser demokratisches Forum im Gleichschritt mit dem ökonomischen und technologischen Fortschritt rechtzeitig auszubauen, weil dieser „Ausbau“ keine politischen Mehrheiten findet: der Staat soll – gemäss unserer vorherrschenden Denke aus den 70igern – sparen und kleiner werden! (Der Huber findet das gut, weil er denkt, dass damit die privaten Akteure ihre bevorzugten Einflusskanäle verlieren, evtl., vielleicht, wie genau weiss er selbst nicht).

          • J. Kuehni sagt:

            Besonders „dumm“ ist die Situation in Europa, denn die Europäer hätten sowohl genügend gemeinsame Interessen wie auch die Ressourcen und sogar das Know How um überbordende Partikularinteressen „auf Augenhöhe“ zu checken, teilweise wird das sogar gemacht, meist jedoch von kurzsichtigen, NATIONALEN Egoismen torpediert (um den Abgasbeschiss von VW an die grosse Glocke zu hängen brauchte es die USA). Und hier liegt auch mein teilweiser Vorwurf an ihre Argumentation, Herr Ackermann: Sie propagieren das k(r)ampfhafte Festhalten an tradierten Vorstellungen von Demokratie, garantieren damit aber nur, dass diese immer weiter obsolet werden: Was nützt ein pseudosouveränes Letztentscheidungsrecht, mit dem bloss zwischen Totalanpassung oder -absturz entschieden werden kann?

          • J. Kuehni sagt:

            Die Briten (immerhin eine Nation von 70 Mio.) stellten post Brexit fest, dass sie weder personell noch bezüglich Know How in der Lage sind, all die benötigten Handelsverträge (inkl. Fallback-Position WTO) neu zu verhandeln. Das ganze wird am Schluss wahrscheinlich teuer an private Anwaltskanzleien geoutsourced, alles hinter verschlossenen Türen und selbstverständlich geheim, was für ein Triumph der Demokratie, „taking back control“.

            Und die Briten, die haben immerhin noch die Möglichkeit der NAFTA beizutreten, oder gleich ein neuer Gliedstaat der USA zu werden, weil special relationship und so, voll souverän, haha. Die Polen und Ungarn sollten auch mal soviel Glück haben mit Ihrer Auswahl an Sugardaddies.

          • Johnny Smith sagt:

            @ J. Kuehni
            „Demokratie ist nationalstaatlich limitiert, Handelsinteressen und zugehörige, internationale Verträge nicht.“

            Absolut einverstanden.

            „Wollen Sie mehr demokratische Legitimität für letzteres, muss entweder die Demokratie international ausgeweitet, oder der Handel national eingeschränkt werden.“

            Internationale Verträge sind mMn (besser) demokratisch legitimiert, wenn zwei (potentiell ungleich grosse/wichtige/…) Partner, beide für einen demokratischen Zuspruch sorgen (können) sprich bei beiden Einheiten die jeweilige Mehrheit den Auschlag gibt. Hier müsste die Demokratie nicht international, sondern national ausgeweitet werden (wo nicht vorhanden). Oder verstehen Sie „demokratisch legitimiert“ hier als Mehrheit der Gesamtheit (über beide Parteien hinweg)? Dann kann ich Ihre Schlussfolgerung teilen, dann wäre eine Ausweitung der Demokratie international notwendig.

            Ich teile sogar die Meinung, dass eine solche stärkere internationale Demokratie sinnvoll wäre (nicht nur „Ständemehr“ sondern AUCH „Volksmehr“). Solange die EU allerdings nicht einmal die EU-interne Demokratie einigermassen erreicht, bin ich skeptisch bez. Verlagerung demokratischer Rechte an die EU.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Kühni
            „Was nützt ein pseudosouveränes Letztentscheidungsrecht, mit dem bloss zwischen Totalanpassung oder -absturz entschieden werden kann?“
            1. Die DEFINITION der Souveränität ist das Letzt-Entscheidungsrecht, also ist Ihr „pseudo“ logischer Unsinn
            2. SIE meinen „Macht“: Motiv, Ziel, Absicht der €U sind die AUSBEUTUNG der entrechteten Bevölkerung. Sagt das Volk NEIN, dann gibt’s die EU nicht mehr. Genau DARUM wird es entrechtet (siehe link zur Tafelnummer der Anstalt vom 6.6.2016)
            3. Ja, es gibt Grosskonzerne.
            -> PRÄZIS DIE kaufen unsere PolitikerINNEN … und DARUM zerfallen die Parteien in den USA, F, D, Sp, GR, IT etc.
            => INSTITUTIONELL ist das Volk mächtiger, solange das Volk die Demokratie hoch hält. Georg Schramm
            http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=56974

          • J. Kuehni sagt:

            @Smith: Und eben weil Sie skeptisch sind, „bez. Verlagerung demokratischer Rechte an die EU“, garantieren Sie gleichzeitig, dass „die EU (…) nicht einmal die EU-interne Demokratie einigermassen erreicht“: Sie warten also auf etwas, dass Sie gleichzeitig (durch das skeptische Warten) verhindern.

            Und das ist nicht mal einer Notlage geschuldet: Solange es – wie Anh Toàn anderswo feststellt – in der EU ein Sezessionsrecht gibt, bleibt der Notausgang zur Renationalisierung offen.

          • Johnny Smith sagt:

            @ J. Kuehni

            Meine Antwort ist wieder mal im Nirvana verschwunden. 2. Versuch.

            „eben weil Sie skeptisch sind, „bez. Verlagerung demokratischer Rechte an die EU“, garantieren Sie gleichzeitig, dass „die EU (…) nicht einmal die EU-interne Demokratie einigermassen erreicht““

            Nein. Die EU ist in keiner Weise behindert durch meine Skepsis (oder die von anderen Nicht-EU-Bürgern), ihre INTERNEN Demokratiedefizite endlich abzubauen.

            Nochmals: International gesehen teile ich Ihre Schlussfolgerung, dass hier die Weiterentwicklung sinnvoll ist und (ja, natürlich) behindert wird durch Staaten, die ’nicht mitmachen‘. Wenn die EU aber nicht mal intern (im Kleinen) Demokratie fertigbringt, fehlt mir der Glaube, dass es im Grossen klappt. Da halte ich es, wie Markus Ackermann formuliert hat: „Da traue ich meinen MitbürgerINNEN viel mehr, denn die sind genauso bedroht wie ich und die wollen ihre Rechte genauso schützen wie ich meine.“

          • J. Kuehni sagt:

            „1. Die DEFINITION der Souveränität ist das Letzt-Entscheidungsrecht, also ist Ihr „pseudo“ logischer Unsinn“

            Semiotische Spielchen interessieren mich wenig, entscheidend wäre manchmal die Unterscheidung zwischen Definition und Konvention, da wo die beiden nicht deckungsgleich sind, hier ist das gar nicht der Fall, denn eine vorgetäuschte (pseudo-)Souveränität ist sehr wohl ein Ding der Möglichkeit, wie jeder Teenager instinktiv versteht.

            Sind Ihre Optionen als Souverän dermassen eingeschränkt, dass Sie nur noch vom „Letztentscheidungsrecht“ des Brückensprungs Gebrauch machen (oder sonst das SOS-EU-Telefon anwählen könnten), wäre dies per Definition Ihr souveräner Entscheid, Aussenstehende mögen nach konventionelleren Erklärungen suchen: „Er sah keine andere Möglichkeit mehr“.

          • J. Kuehni sagt:

            @Smith: Ich habe Ihre Position verallgemeinert, stellvertretend für EU-SkeptikerInnen inner- & ausserhalb der EU. Dass die Schweiz kein formelles EU-Mitglied zu sein braucht ist klar, und Ihr Standpunkt insofern auch sehr verständlich, haben wir doch trotz Nichtmitgliedschaft bisher einen für uns vorteilhaften Deal bekommen, ein „Deal“ nichtsdestotrotz, der ausdrücklich nicht von meiner Seite her gefährdet wird, sondern von Leuten, die sich einreden, sie könnten ALLES haben, ohne im Gegenzug etwas dafür zu geben.

            Insofern als Sie anerkennen, dass die Schweiz evtl. ein Interesse am Gelingen einer demokratischen EU hätte, ist unser Abseitsstehen ein Luxus, den wir uns noch leisten können, vielleicht aber nicht sollten, während es ihr (demokratisches) Recht ist, noch zu warten.

          • Johnny Smith sagt:

            „ist unser Abseitsstehen ein Luxus, den wir uns noch leisten können, vielleicht aber nicht sollten“

            Ja, das kann sein, einverstanden.

            Nicht böse gemeint, ich konnte nicht widerstehen:
            „Ist das Unvermögen der EU, das interne Demokratiedefizit abzubauen, ein Luxus, den sich die EU noch leisten kann, vielleicht aber nicht sollte“

            Danke für eine interessante Diskussion.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Kühni
            „Sind Ihre Optionen als Souverän dermassen eingeschränkt…?“
            Nein, völlig falsch: Souveränität heisst nur, dass der Souverän am Ende, in LETZTER Instanz entscheidet.
            PolitikerINNEN sind DAVOR nicht beschränkt … ihre korrupten Spielchen zu veranstalten mit dem Zweck, die BürgerINNEN zu verkaufen
            Bsp: Freizügigkeitsabkommen (FZA), Anhang I
            Der ARBEITGEBER (AG) ist im FZA nicht geregelt.
            -> Fluri hätte also eine AG-Steuer vorschlagen können (analog einer LSVA), statt dass die CH-BürgerINNEN die Infrastruktur bezahlen
            -> Die EU verlangt von Apple RÜCKWIRKEND 14 Mia. €, weil Irland durch tiefe Steuern in Wirklichkeit Subventionen an Apple vergeben habe. Die CH-Inländer zahlen SEIT ABSCHLUSS des FZA für die Infrastruktur mehr Steuern als die erst jetzt EU-Zugereisten

      • Josef Marti sagt:

        Selbstverständlich ist eine reine Marktwirtschaft ideal, diese kann aber nur existieren unter staatlich bestimmten Rahmenbedingungen wie sie der Ordoliberalismus (Eucken, Röpke, Erhard usw.) verlangte, dh. somit auch Verhinderung von Monopolen, Oligopolen, Kartellen, Grossbanken und einseitig reguliertes Patentrecht. Der Ordoliberalisums ging sogar so weit, dass er die Haftungsbeschränkung von Kapitalgesellschaften ablehnte. Heute sind wir so weit dass für diese ordoliberalen Ideen der sozialen Marktwirtschaft Sara Wagenknecht herumweibeln muss.

        • Stadelman Reto sagt:

          In der Tat eine traurige Sache. Es wäre logisch, aber die Mächtigen wollten sich das Leben schon immer einfacher machen…

        • Markus Ackermann sagt:

          @Marti
          Ja, genauso ist es.
          Und diese soziale Marktwirtschaft (Freiburger Schule) wurde und wird von Links-Grün, CVP, BDP, einem Teil der FDP etc. verkauft, wie Sie es weiter oben beschrieben haben.
          NB:
          Die grösste Gefahr in Europa ist die €U, weil sie aus ihrem fundamentalen Konzept heraus ANTI-demokratisch, imperialistisch und kolonialistisch ist (und nie anders wird sein können), denn
          -> in jedem demokratischen System werden sich die Ausgebeuteten (also immer die Mehrheit, sonst lohnt’s sich nicht) demokratisch wehren
          -> die „unproductive hands“ (Adam Smith) können sich selber nicht über Wasser halten und brauchen einen Wirt der sie ernährt
          DARUM
          -> Ausbeutung
          -> anti-demokratisch
          -> imperialistisch und kolonialistisch
          -> der Fehrtraaag von Lissàbohhohn (sensyiert)

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