Wie viel müsste Deutschland zahlen?

Ein Aktivist demonstriert am Dienstag (21.06.11) vor der Euro-Skulptur vor der Europaeischen Zentralbank in Frankfurt am Main gegen einen Rettungsschirm fuer Griechenland und fuer die "Rueckabwicklung" des Euros.

Müssen sich die Deutschen wirklich sorgen? Ein Aktivist demonstriert vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt gegen einen Rettungsschirm für Griechenland und für die «Rückabwicklung» des Euros.

Will man die Eurozone zusammenhalten, ist eine Transferunion wohl unausweichlich. Das bedeutet: Eurobonds, partielle Zentralisierung der Finanzpolitik und Finanzausgleich. Die EU müsste sich in eine Art Vereinigte Staaten von Europa verwandeln.

Ob das politisch machbar oder wünschbar ist, wird heftig debattiert. Eine andere Frage ist, wie hoch die Summen sein müssten. Ein Blick auf den deutschen Finanzausgleich ist dazu hilfreich, zumal auch das heutige Deutschland das Resultat einer Währungsunion von alter BRD und ehemaliger DDR ist.

Drei Dinge sind bemerkenswert (ich nehme 2005 als Benchmark, um die Verzerrungen der Finanzkrise zu weglassen):

  • 2005 wurde der gesamte Finanzausgleich im Wesentlichen von drei Bundesländern bezahlt: Baden-Württemberg, Bayern und Hessen. Die Beiträge von Hamburg und Nordrhein-Westfalen sind zweitrangig. Die übrigen Bundesländer sind Empfängerländer.
  • Das grösste Empfängerland ist mit grossem Abstand Berlin. 2005 floss mehr als ein Drittel in die Bundeshauptstadt.
  • Die transferierte Summe betrug nur 7 Milliarden Euro. Hinzu kamen Bundesergänzungszuweisungen in der Höhe von 14 Milliarden Euro. Die Gesamtsumme machte etwa 1 Prozent des deutschen Bruttoinlandprodukts (BIP) aus – also überraschend wenig.

Die Zahlen lassen sich nicht eins zu eins auf die Eurozone übertragen. Die Grössenordnung dürfte aber etwa stimmen. Die beiden deutschen Ökonomen Kai A. Konrad und Holger Zschäpitz sind aufgrund von etwas raffinierteren Berechnungen zum Schluss gekommen, dass Deutschland etwa 74 Milliarden Euro pro Jahr zahlen müsste – das entspricht nur knapp einem Prozent des Eurozone-BIP. Wiederum also eine kleine Summe.

Konrad und Zschäpitz bleiben dennoch skeptisch, und zwar vor allem aus politischen Gründen. Einen Länderfinanzausgleich auf EU-Ebene zu installieren, erfordere eine enorme Koordinationsleitung. Dafür sei die EU weder bereit noch habe sie ausreichend Zeit. Vielleicht wäre die Anwendung des schweizerischen Finanzausgleichs, der Steuerwettbewerb mit einschliesst, besser, wie René L. Frey und Kaspar Villiger unlängst vorgeschlagen haben.

Wie wenig Zeit bleibt, zeigen die neusten Daten zu den Renditen von Staatsanleihen: Spanische Staatsanleihen weisen mittlerweile eine Rendite auf, die 2,8 Prozent über der Rendite der deutschen Staatsanleihen liegt. Im April 2010 betrug der Spread weniger als ein Prozent.

Keine Kommentare zu «Wie viel müsste Deutschland zahlen?»

  • Edward sagt:

    Ich denke, die Europäische Union geschaffen wurde, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu einem großen Markt, der mühelos konkurrieren gegen andere Märkte. Nun ist für viele Länder stehen vor der Herausforderung, die Unterstützung ihrer Nachbarn, die schwächer und stark abhängig von ausländischen Märkten wie den Vereinigten Staaten sind. Vielleicht haben einige von diesen Volkswirtschaften müssen überarbeiten ihre Finanzmärkte? Ich zog nach einer karibischen Insel (Dominikanische Republik) und setzte all mein Geld in Immobilien – kaufte Villen und jetzt mieten sie – bis das Vertrauen ist zurück in Europa.

  • Bernd Rickert sagt:

    Die Finanzkrise hat Märkte, Wachstum und Steuereinnahmen nicht verzerrt, sondern von Schrott bereinigt. Das gleiche passiert jetzt in den Schuldenkrisen.
    Der Unterschied zwischen Finanz-und Schuldenkrise liegt allerdings darin, dass während der Finanzkrise Schrottpapiere mengenmässig begrenzt waren, während in der Schuldenkrise ständig mehr Schrott produziert wird.

  • Karl K. sagt:

    Der Länderfinanzausgleich, wie der Name schon sagt, gleicht nur bestimmte regionale Unterschiede aus. Die Zahl der Geberländer wird dabei nicht größer, d.h. ein Finanzausgleich hat nie eine positive Wirkung! Der Länderfinanzausgleich in Deutschland kaschiert nur die von den Siegermächten verordnete „föderale“ ineffiziente Struktur (siehe Ewigkeitsklausel).

    Warum wird bei diesen Berechnungen der Kaufkraftverlust der Deutschen seit Einführung des Euro vergessen – gewissenhafte Hochrechnungen gehen von 2,5 Billionen Euro aus. Das wird auch so bleiben, denn mit den PIIGS und der neuen EZB Führung wird der Euro lira-weich werden. Nach Hartz V, 1€-Euro-Job, Bankenrettung und Euro-Rettungsschirm 1+2, Kaufkraftverlust gibt es echt Spinner die behaupten das D noch 75 Mrd. pro Jahr an die PIIGS zahlen könnte.

    @Herr Lienert
    Warum sollten drei Leistungsstärksten Bundesländer mit der Schweiz und Östereich zusammengehen? Was ist wenn Deutschland den Anschluß der leistungsstärken Regionen der Nachbarn fordern würde – wir wissen auch wie es geht 🙂

  • Michael Schwarz sagt:

    Bevor wir uns über die Deutscher sorgen gemacht werden, sollten wir das Problem mit CHF sorgen machen. Der starke CHF wird für die Schweiz zur Wachstumsfalle, vor allem wenn die Weltwirtschaft abkühlt. Zur Zeit ist die negative Effekte nicht sichtbar, weil die Weltwirtschaft wächst, die Nachfrage aus China immer noch wächst. Dieser Zustand wird nicht für lange Zeit anhalten, wenn der Nachfrage aus China rückläufig ist, dann werden wir den starken CHF mehr als spürbar sein.

  • Ich bin fuer eine Aufspaltung zwischen Nord und Sueddeutschland

  • Hampi sagt:

    Und schon ist der Spread Spanien-Deutschland bei 3 %.

    Jene, die aus der Enge ihrer Ideologie noch immer denken, dass Griechenland aus dem Euro geworfen werden sollte (so schnell wie möglich), denen möchte ich eine Frage stellen:

    Ist es legitim, nur weil das Wort „Domino-Effekt“ in ihrer Ideologie nicht vorkommt, so zu tun, als existiere dieser Effekt nicht?

    Die steigenden „Spreads“ sind der Beweis dafür, dass es hier nicht nur um Griechenland, sondern um weit mehr geht.

  • Peppercorn sagt:

    Deutschland bezahlt nur scheinbar und hat ein grosses Interesse , dass Griechland nicht Pleite geht. Deutschland erhält am Finanzmarkt Kredite mit 3-4 % Zinsen. Also wenn Deutschland Kredite aufnimmt um griechische Schulden zu decken und diese Griechland zu Zinsen von 7 bis 11 % zur Verfügung stellt, streicht Deutschland und deren Geldinstituite sogar ein Gewinn ein. Darüber redet Frau Merkel nicht. Darum ist die deutsche Regierung auch strikt gegen die Idee von Herr Junker betreffend Einführung der Eurobonds zu 4 bis 5 %. Dadurch müsste auch Deutschland mehr Zins bezahlen für die eignen Schulden von doch 2000 Milliarden Euros. Bedaurerlicher Weise hat Deuschland Rückendeckung von Frankreich und somit hat der Vorschlag von Eurobonds der EZB keine Chance. Griechenland lässte Deutschland nicht aus dem Euro raus, weil dann Deutschalnd und deren Gedlinstitute risike Probleme bekommen und es eine Kettenreaktion auslösen könnte , ja sogar auch für Deutschland ein Rückstufung der Kreditwürdigkeit.

  • Karl Napp sagt:

    Der deutsche Bundeshaushalt hat Einnahmen von ca. 300 Milliarden EURO zu verzeichnen. Müsste Deutschland ca. 74 Milliarden EURO in einen Eurofinanzausgleich zahlen, wären das 25% der Einnahmen. Diese Summe müßte also entweder durch höhere Steuern oder durch zusätzliche Kreditaufnahme finanziert werden. Beides würde unweigerlich zum Kollaps führen. Es ist mir völlig unverständlich, wie man eine Summe von 74 Milliarden EURO als „niedrig“ bezeichnen kann.

  • Anh Toan sagt:

    Genauso, wie es nur wenige gibt, die viel zahlen, gibt es nur wenige, die viel bekommen. Die meisten bezahlen ein bisschen oder bekommen ein bisschen. Das ist in der Schweiz so, ist in Amerika so, ist so in Deutschland. Es ist fuer mich nicht ueberraschend, dass die Zahlen relativ klein sind.

    Die Schweiz ist ganz generell ein sehr gutes Modell fuer Europa, Die Schweiz sind die vereinigten Kantone der Schweiz, sagt doch Artikel 3 der BV: „Die Kantone sind souverän, soweit ihre Souveränität nicht durch die Bundesverfassung
    beschränkt ist; sie üben alle Rechte aus, die nicht dem Bund übertragen sind.“ Uebersetzung fuer Politblogschreiber: Fragt der Lehrer wo Kinder herkommen, Heidi ganz aufgeregt: „bestimmt kantonal geregelt!

    Schafft Europa zum Finanzausgleich wie beschrieben, auch noch eine gemeinsame Aussen- und Verteidigungpolitik, und bessere demokratische Legitimierung seiner Organe (2 Raete, nach Bevoelkerung und Land gewaehlt, bilden vereinigtes Europaparlament, welches Europaregierung waehlt, dazu Initiative und Referendum) und Europa nach schweizer Vorbild ist da. Was jetzt, Europa oder Eurozone? Macht England mit? Die Schweiz? Eins nach dem Anderen, zuerst das dringendste Problem loesen, um den Rest kann man sich spaeter kuemmern. Der Weg ist lang aber nicht weit (Kuno Lauener).

  • Dietrich sagt:

    Wir Westdeutschen sind es leid für andere zu zahlen.
    Solidäritätszuschlag für die EX DDR. Der wird sich noch länger halten als die Berliner Mauer. Bisher 20 Jahre. Die Mauer stand 28 Jahre. Uns Bürger wurde mit den Maastrichtverträgen vorgelogen der Euro soll stabil werden wie die D- Mark.
    Von Politikern die sich Ihre Dissertationen zusammenlügen… Europaabgeordnete Frau Ex Dr. Koch Mehrin z.B.
    Dann auf Griechenland mit dem Finger zeigen und Ex Stasi Offiziern Pensionen zahlen, die für Bespitzelung, Inhaftierungen wegen Republikflucht und den Schiessbefehl verantwortlich waren oder dies duchführten, davon will Frau Merkel nichts wissen. Ehemalige „FDJ “ Sekretärin.

  • Thomas Maurer sagt:

    Der Vergleich zwischen Ex-BRD-DDR mit der heutigen EU hinkt gewaltig: Zum einen kam es zur de-facto-Verschmelzung von zwei Staaten zu (wieder) einem Staat unter EINER einheitlichen Gesetzgebung (natürlich auch fiskalisch) mit gleicher Sprache und Mentalität. Dies ist alles bei der EU eben gerade nicht gegeben, was ein gemeinsames Ziehen am gleichen Strang erheblich erschwert. Zweitens wurden bei der Wiedervereinigung die ehemaligen Unternehmen der DDR unter dem Dach der bundeseigenen Treuhandanstalt (als eine Art staatlicher Superholding) zusammengefasst und – je nach Wert – wieder veräussert, deren Erlöse wiederum an den Bund zurückgeflossen sind. – Das alles kann ich im Verhältnis EU / Griechenland nicht einmal ansatzweise erkennen.

  • Samuel Staffelbach sagt:

    Ich sag’s ja immer… es folgt eine undemokratische Brüsseler-Diktatur mit faschistoiden Zügen… Weiter so!… Und nachher ist man erstaunt, wie es so weit kommen konnte…

  • Frranklin Feller sagt:

    Hut ab vor den Deutschen! Sie haben nach dem 1. und 2. Weltkrieg wie ein Phoenix aus der Asche erhoben, sie haben die neuen Bundesländer mit eigener finazieller Kraft integriert und nun sollen sie auch noch zum Zahlmeister Europas werden. Stetes Schaffen war schon immer eine gute Tugend was man von den Griechen bzw. deren Regierung nicht unbedingt sagen kann.

    • Bruni Giordano sagt:

      mit Marshallhilfe, schon vergessen?

    • Larissa sagt:

      Ganz Ihrer Meinung, @Franklin Feller. Zahlmeister sind die Deutschen ja schon lange und davon profitiert auch das Ego-Ländli Schweiz indirekt u. direkt ganz nett. Und zum Dank werden die Deutschen dann dafür auch noch schön kritisiert… und immer dabei oder voran bei Kritik und Bashing ist ausgerechnet die kritikresistente Schweiz. Kein Wunder, wenn D. mal eines Tages die Nase voll hat von der allgemeinen Trittbrettfahrerei, den Sonderwegen, etc….

  • Martin Lienert sagt:

    Ich habe schon oft geschrieben , dass es das Beste waere wenn Sueddeutschland Oesterreich und die Deutschschweiz einen Neuen Staat gruenden.

    • Larissa sagt:

      Hören Sie doch auf mit der naiven Träumerei. Wen interessiert schon die Rosinenpickerei, bzw. Schmarotzerei der Schweiz od. die CH überhaupt. Die schlechten Zeiten für die Schweiz kommen wieder. Nach den 7 fetten Jahren kommen eben die nächsten mageren Jahre. Die grosse Abhängigkeit der CH von der EU u. von D., null Bodenschätze, kein Engagement für ein einiges Europa und immer nur krtisieren, bzw. warten bis alles perfekt ist, sowie die politische Bedeutungslosigkeit ist eben sehr unpopulair.

  • Markus Schneider sagt:

    Was heisst hier „Deutschland“ müsste jährlich 74 Milliarden zahlen? In Wirklichkeit müssten Baden-Württemberg, Bayern und Hessen diese 74 Milliarden jedes Jahr aufbringen – die anderen Bundesländer sind ja gar nicht fähig dazu.

  • Fred Schwegler sagt:

    „Zschäpitz sind aufgrund von etwas raffinierteren Berechnungen zum Schluss gekommen, dass Deutschland etwa 74 Milliarden Euro pro Jahr zahlen müsste – das entspricht nur knapp einem Prozent des Eurozone-BIP. Wiederum also eine kleine Summe.“

    Nur eine kleine Summe??? 74Mrd entspechen ueber 3% des deutschen BIP, oder 25% des deutschen Bundeshaushalts!!!

  • Frank Z. Marg sagt:

    Wahrscheinlich bleibt nichts anderes übrig. Aber was ich einfach nicht verstehen will: Wieso sollen die Kreditgeber (Banken, Investoren und auch Staaten via deren Nationalbanken), die das Risiko tragen, aber auch jahrelang die Rendite einstrichen, jetzt nicht auch zur Kasse gebeten werden? Diese Drohung, dass alles in sich zusammen kracht, hat schon was. Aber mittlerweile kracht es in sich zusammen, weil soooo lange schon gewartet wurde. Wäre von Anfang an klar gewesen, jetzt müssen die Banken halt abschreiben, dann wären wir nicht an diesem Punkt heute. Und deshalb: Das Geschäftsmodell der Banken mit ewiger Staatsgarantie ist für den Bürger in keinem Fall eine Lösung. Und der Bürger sollte sich auch definitiv folgendes merken: Wer sein Geld zur Bank bringt, hat es ab diesem Moment nicht mehr. Er hat damit der Bank einen Kredit gegeben, und er kann das Geld verlieren, wenn die Bank nicht mehr zurückzahlen kann – wie eben bei jedem Kredit. Ausser wenn die Banken Kredit geben, das scheint sakrosankt, da müssen am Schluss dann wieder die Bürger den Kopf hinhalten qua Politik.

    • Urs sagt:

      Mit ein Grund das die Bänker, obwohl im Prinzip nur Vermittler, in seriös wirkender Kleidung daherkommen ist… es muss seriös aussehen damit die Leute genug Vertrauen aufbringen ihr sauer verdientes Geld dort zu lagern… also der Bank vertrauen und einen Kredit zu geben.

      In der Geschichte der Banken sind schon etliche Einleger bankrott gegangen weil die Bank eben auch nur mit Wasser kochen kann und teils auch weil schlicht und einfach räuberische Absichten hinter dem Wort Bank versteckt worden sind. Man hat die Einleger also systematisch beraubt…. auch mit Aktien und anderen papierchen wurde das immer wieder gemacht Madoff war nur einer der letzten.

      Um das vertrauen zu stärken hat man sich staatsgarantien einfallen lassen… die heutigen Abzocker also noch mit Steuergeldern unterstützt. Ohne diese Garantie aber würde ich und viele andere mein sauer verdientes Geld wieder unter der Matratze aufbewahren…

      Was am Ende den Banken ja auch wieder einen Teil der Fundamente entziehen würde…

  • Boris sagt:

    Die Frage ist nicht, wieviel Deutschland bezahlen müsste – sondern was billiger kommt. Nehmen wir an, dass der EURO verschwindet, dann besitzt Deutschland sicher wieder eine harte Währung namens DM – im Gegensatz zu Italien, Spanien, Frankreich etc. deren Währungen gegenüber der DM rasch an Wert verlieren würden! Dies hätte zur Folge, dass deutsche Exporte in diese Länder wohl deutlich abnehmen und der „XXL-Aufschwung“ vorbei wäre.
    Was also kommt Deutschland billiger? An diesem Punkt bin ich der Aufassung, dass Eurobonds den PIIGS-Staaten helfen könnten, weil sie damit günstigere Zinsen erhalten. Ob es dazu die Vereinigten Staaten von Europa braucht, weiss ich nicht – aber der USA geht es ja trotz „dieser Vereinigung“ nicht wirklich besser um es mal höflich zu sagen.

  • Urs Zwingli sagt:

    Bei diesen Zahlen wären aber Gegenleistungen von den betroffenden Ländern notwendig. Z. B. Spanien könnte Deutschland Mallorca abtreten, bzw. Griechenland paar Inseln, usw. Man muss sich einfach eingestehen, dass das deutsche Wirtschaftssystem den anderen EU-Staaten komplett überlegen ist! Wenn man mal manche verarmten Regionen anschaut, (wie z. B. das alte Ostpreußen) wäre es sowieso sinnvoller, dass diese ein Teil Deutschland wären.

  • Paul Jäger sagt:

    Es wird offenbar üblich, bei Bedarf die Zahlenbasis zu verschweigen oder zu verschleiern. Die Gesamtsumme von 21 Milliarden Ausgleich zwischen den alten und neuen Bundesländern der BRD gelten wohl nur für ein Jahr und nicht für die 20 Jahre, seit denen der Osten am Tropf hängt.
    Wenn das 1 % des deutschen BIP war, ginge es aber beim EU-Finanzausglech um 1 % des europäischen BIP. Ob den Deutschen auch noch jährlich 74 Milliarden für die armen EU-Länder „Wiederum also eine kleine Summe“ zählen, darf man bezweifeln.

  • Carsten sagt:

    Es ist nicht so das ich etwas gegen gegenseitige europäische Hilfe habe. Aber ist eine Tatsache das die derzeitigen Probleme nicht aus fehlender Solidarität der einzelnen Länder enstanden sind, sondern ein bewusstes Konstrukt der Banken ist um Einfluss auszuweiten und die Privatisierung in Bereichen wie Wasser, Strom, Straßen usw. vorranschreiten zu lassen. Da kann auch kein Länderausgleich mehr helfen. Was wir brauchen ist eine Neuregelung unseres Bankensystems, die Chefs dieser Geldinstitute haben einfach viel zu viel Einfluss.

  • eurokrise sagt:

    Angela Merkel zu Griechenlandhilfe und Euro

    http://goo.gl/tph20

  • Jürg Bühler sagt:

    Super Idee, jeder in Deutschland (auch Kinder eingerechnet) muss weniger als 1000 Euro pro Jahr an die Länder spenden, die sich lieber etwas früher pensionieren lassen und nicht so gerne Steuern zahlen. Das ist doch eine tolle Schache, wird sicher viel Begeisterung auslösen bei unserem nördlichen Nachbarn.

  • Hansjürg Kaiser sagt:

    Und wieder einmal soll es der Deutsche Steuerzahler richten ! Wieviel kann/will man dem Deutschen Steuerzahler noch zumuten?

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