Inländervorrang durch die Hintertür

NMTM

Die Schlüsselfabrikation ist ein Paradebeispiel für nichttarifäre Handelshemmnisse: Werkshalle von Kaba in Wetzikon. Foto: Gaetan Bally (Keystone)

In allen ökonomischen Lehrbüchern steht, dass der Welthandel grundsätzlich etwas Gutes ist. Er ermöglicht eine Arbeitsteilung zwischen den Nationen, die den allgemeinen Wohlstand hebt. Die Schweiz ist ein typischer Fall. Müssten wir zum Beispiel alle Lebensmittel selber herstellen, wären wir bedeutend ärmer.

In den Lehrbüchern steht ferner, dass es innerhalb der Nationen immer Gewinner und Verlierer des Welthandels gibt. Es braucht deshalb Kompensationen für die Verlierer, wenn man die politische Unterstützung nicht verlieren möchte. Auch hier ist der schweizerische Fall typisch. Staatlich regulierte Sozialversicherungen, Bildung und Umverteilung dienen dazu, den harten internationalen Wettbewerb abzudämpfen.

In jüngerer Zeit bedienen sich die Staaten auch eines Mittels, das auf den ersten Blick weniger sichtbar ist, aber immer wichtiger zu werden scheint: Sie führen nichttarifäre Handelshemmnisse ein. Darunter fallen alle Massnahmen, die nicht mit Zöllen oder Quoten, sondern mit rechtlichen und technischen Vorschriften die ausländische Konkurrenz benachteiligen.

Ein Beispiel ist der schweizerische Türschlüsselmarkt. Theoretisch steht die Schweiz allen offen, aber die Sicherheitsauflagen für Schweizer Schlüssel sind so anspruchsvoll und spezifisch, dass es sich für ausländische Konkurrenten kaum lohnt, im kleinen Schweizer Markt tätig zu werden.

Die Daten zeigen, dass die Popularität von nichttarifären Handelshemmnissen umso grösser geworden ist, je stärker die Zölle gesenkt wurden. Die folgende Grafik beruht auf Daten der Welthandelsorganisation (WTO) und der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UCTAD).

Bild1

Beim internationalen Personenverkehr ist es genau gleich wie beim Welthandel. Die totale Freiheit ist nicht machbar. Jeder Öffnungsschritt erfordert Kompensationen.

So hat die Schweiz bei der Einführung der Personenfreizügigkeit darauf gedrängt, flankierende Massnahmen einzuführen. Sie widersprechen zwar EU-Recht, aber als integraler Bestandteil der Bilateralen I wurden sie von der EU akzeptiert.

Im Februar 2014 hat sich herausgestellt, dass diese Kompensationen nicht ausreichen. Wenn die Hälfte der Stimmenden Vorbehalte äussert, dann besteht Handlungsbedarf.

Im Zentrum steht vor allem die Wiedereinführung des Inländervorrangs. Offenbar haben viele Einheimische das Gefühl, sie würden auf dem Arbeitsmarkt gegenüber ausländischen Arbeitskräften benachteiligt. Das ist politischer Sprengstoff. In Bern ist diese Botschaft mittlerweile angekommen.

Die Frage ist nun, wie man am besten vorgeht. Ein Blick auf den Welthandel bringt uns vielleicht weiter. Die Initiative verlangt Kontingente – das entspricht Importquoten. Eine andere Möglichkeit sind Gebühren für Arbeitgeber, die ausländische Arbeitskräfte anstellen – das entspricht Importzöllen.

Beide Vorschläge sind politisch schwierig umzusetzen. Besser wäre es, man könnte die Einwanderungsfrage mit Massnahmen entkrampfen, die nichttarifären Handelshemmnissen entsprechen.

Ein Beispiel für ein nichttarifäres Handelshemmnis wäre, dass der Staat nur Personen einstellen darf, die mit den regionalen und lokalen Verhältnissen vertraut sind. Mit anderen Worten: Inländer hätten Vorrang. Wenn kein Inländer gefunden werden kann, darf der Staat diese Bedingungen lockern. Auch ist wichtig, dass es Ausnahmen gibt, zum Beispiel der ganze Hochschulbereich. Aber entscheidend ist, dass er bei der ersten Suche den Einheimischen Vortritt verschafft.

Die Bedingungen sind mit Sicherheit vereinbar mit dem Personenfreizügigkeitsabkommen. Es ist ja kaum zu bestreiten, dass es zum Jobprofil eines Staatsangestellten gehört, dass er oder sie die lokalen und regionalen Verhältnisse gut kennt. Zudem hätte die Massnahme grosse Wirkung. Die meisten Stellen seit Einführung der Personenfreizügigkeit wurden nämlich nicht von der Privatwirtschaft geschaffen, sondern vom Staat und staatsnahen Branchen sowie der Bauwirtschaft als Folge der Einwanderung.*

Es gibt mit Sicherheit ein paar andere nichttarifäre Einwanderungshemmnisse, die Bern aktivieren könnte, ohne den Streit mit der EU zu provozieren. Es wimmelt in der Bundesverwaltung von Juristinnen und Juristen. Sie sollen ihrer Fantasie freien Lauf lassen und die Personenfreizügigkeit auf elegante Weise zurechtstutzen.

115 Kommentare zu «Inländervorrang durch die Hintertür»

  • Martin Schmid sagt:

    Ich denke nicht, dass die flankierenden Massnahmen gegen EU-Recht verstossen, weil damit keine Diskriminierung von Ausländern stattfindet. Vielmehr hapert es an deren Umsetzung. So ist mir als Mitarbeiter eines deutschen Versicherers beispielsweise nicht bekannt, dass die Behörden jemals bei uns Kontrollen bezüglich Löhnen zwischen Deutschen und Schweizern gemacht hätten.
    Vor diesem Hintergrund geht es also nicht darum, nicht tarifäre Handelshemmnisse für den freien Personenverkehr einzuführen, sondern bestehende flankierende Massnahmen auszubauen ohne dabei die Ausländer zu benachteiligen. Nur wie soll das geschehen, wenn wie vor kurzem an der Urne erfolgt, das Züricher Volk genau solche Massnahmen bachab geschickt hat?

  • PoeticJustice? sagt:

    Zwei Probleme:

    1. Als Schweizer muss man in Schweizer Sozialwerke einzahlen.
    Gut so.
    Aber der ausländische Konkurrent auf dem Arbeitsmarkt musste dies nie tun. Trotzdem darf er hier anbieten.
    Hier ist Gleichbehandlung angesagt: Auch der Ausländer soll seine PK voll einzahlen, und denselben Betrag in die AHV nachzahlen, welcher der Schweizer bis anhin schon bezahlen musste.

    2. Gewisse Bevölkerungsgruppen, namentlich Ü50, ältere hochqualifizierte Männer, niedrigqualifizierte aller Altersklassen,
    leichtest Behinderte, Schwangere und alleinerziehende Frauen, haben es auf dem Arbeitsmakrt unendlich schwer.
    Diese verlieren regelmässig gegen Ausländer.

    • Linus Huber sagt:

      Sie weisen auf die Unvereinbarkeit zwischen Wohlfahrtsstaat und freiem Personenverkehr hin. Innerhalb Europa mag dies noch einigermassen funktionieren, aber wenn ein Teil der Weltbevölkerung sich Richtung Europa in Bewegung setzt, ergeben sich im Endeffekt einzig zwei Möglichkeiten, entweder den Zugang auf die die Nachhaltigkeit des Wohlfahrtsstaates verbessernde Immigranten zu limitieren oder die Leistungen schrittweise zu reduzieren, ansonsten sich die aufgrund der demographischen Entwicklung zumindest fragwürdige Nachhaltigkeit des System sich noch verstärkt.

  • Maiko Laugun sagt:

    „Es wimmelt in der Bundesverwaltung von Juristinnen und Juristen. Sie sollen ihrer Fantasie freien Lauf lassen und die Personenfreizügigkeit auf elegante Weise zurechtstutzen.“

    Die Schlussfolgerung ist falsch. Wie alle Angestellten (z.B. Oekonomen bei den Finanzinstituten) funktionieren auch die Juristen in Bern nach dem Willen ihrer (politischen) Vorgesetzten – nicht zu verwechseln mit dem Willen des Volkes – und wenn sie das nicht tun, dann sind sie schnell weg vom Fenster. Bestenfalls dürfen sie intern ihre Fantasien oder ehrliche Meinung äussern, mehr aber nicht.

  • Anh Toàn sagt:

    Mit Steinen können wir Mauern oder Brücken bauen.

    Bauen wir Brücken, kommen „die“ zu „uns“. Bauen wir kleine und wenig Brücken, kommen wenige, die anderen stehen dort Schlange und warten. Vielleicht machen sie etwas, bauen etwas auf, können auch noch nächstes Jahr anstehen, haben eine Option, das ist immer besser als keine zu haben. Werden sie ungeduldig, müssen wir noch eine kleine Brücke bauen, damit sie wenigstens weiter dort warten, in der Hoffnung, es gäbe weitere Brücken.

    Bauen wir Mauern, denken die, besser heute weg, morgen gibt es mehr Mauern.

    Bauen wir die Mauern ab und bauen Brücken, der Weg ist das Ziel.

    • Reto Stadelman sagt:

      Die Frage ist einfach wie immer: Will die graue Eminenz der Schweiz das? Eine unheilige Allianz zwischen Wirtschaft und Linken weiss den Bau schöner aber schmaler Brücken schon zu verhindern. Etwas brutal gesagt, ist ja die Revision des Asylgesetzes genau so eine schmale Brücke, die jetzt zur Schnellstrasse ausgebaut werden soll.
      Der Ansatz ist gut, aber niemand will es so umsetzen. Das wäre eine effektive Lösung. Genau das was man eben nicht will…

  • Wolfgang Carneval sagt:

    Man sollte die nicht Inländer bei Anstellung so „bevorteilen“ dass eine Anstellung zu kostspielig würde. Z.B. soll der Arbeitgeber die gesamte AHV, Arbeitslosenversicherung, Krankenkasse etc. bezahlen müssen. Damit wären alle EU Einwände auf einen Schlag ausgehebelt.

  • Kristina sagt:

    Das ist eine unmögliche Attitüde. Planwirtschaft at its best. Gnarls Barkleys singt: `think twice`. Handelshemmnisse für Menschen.
    Es gibt ein altes Schweizerisches Sprichwort: Hinter jedem Reichen sitzt ein Teufel und hinter jedem Armen zwei. Zum Schluss sind es archaische Gründe die den Menschen antreiben. Hunger zum Beispiel.
    Dagegen kommt keine Planwirtschaft an. Und die Marktwirtschaft auch nicht. Offene Grenzen schon. Da braucht es Wille und die United Nations. Eine Alternative wäre Stück für Stück der Welt aufteilen und quasi gutschweizerisch in-Kanton-isieren. Bedingungsloses Grundeinkommen nicht vergessen. Jetzt freue ich mich auf den Finanzausgleich.

    • Linus Huber sagt:

      Vielleicht liegt das Problem in der Diskrepanz zwischen höchst reguliertem Handel an Gütern und Dienstleistungen einerseits und den fehlenden Handelshemmnissen für Menschen andererseits. Beide Aspekte übervorteilen Grossfirmen: Die hohe Regulierung beim Handel an Gütern und Dienstleistungen behindert die Konkurrenz für Grossunternehmen von unten (Menschen in der Form von Kleinfirmen) und die fehlenden Handelshemmnisse der Menschen selbst erzeugt ebenfalls eine Übervorteilung der Grossfirmen, indem die Konkurrenzdruck im Arbeitsmarkt für tiefere Kosten im Bereiche der Löhne sorgt. 3. Der freie Kapitalmarkt übervorteilt ebenfalls die gleichen, in diesem Fall zulasten des Staates.

      • Reto Stadelman sagt:

        Gut Analysiert. Meiner Meinung nach auf den Punkt getroffen. Oder ganz einfach gesagt: Die Globalisierung hilft überproportional den Konzernen. Dem Rest der Welt eher weniger.

  • Andy Meier sagt:

    Ich frage mich schon lange ob es denn nicht elegantere Massnahmen gäbe um eine Art „Innländervorrang“ durchzusetzen. Die Idee die hier propagiert wird sollte tauglich sein. Hier noch einige mehr: 1.Beherrschen einer Landessprache (kann doch nicht als Diskriminierung gelten). 2. Steuer die jede Firma pro eingestellten Ausländer entrichten müsste. 3. Bürokratische Hürden die Einstellung von Ausländern erschwert und verteuert. 4. Lohnabrechnungen die zwingend über den Staat gemacht werden damit keine Dumpinglöhne bezahlt werden. 5. Depot von 6 Monatslöhnen, hinterlegt beim Staat, das erst nach ein paar Jahren wieder zurückerstattet wird, und bei Arbeitslosigkeit verwendet werden kann etc…

  • J. Kuehni sagt:

    Ist es clever, die anderen ennet der Grenze für blöd zu halten?

    Findet man eine Massnahme auch dann noch gut, wenn andere dieselbe auf uns anwenden?

    Findet Neoliberalismus und Globalisierung à l’Americain mit oder ohne EU mehr oder weniger statt?

    Findet auf einem gemeinsamen Markt voller Extrawürste überhaupt noch etwas anderes als Kuhhandel statt?

    Wieviele Schweizer arbeiten eigentlich im EU-Ausland?

    It takes two to tango.

    • Linus Huber sagt:

      1. Nein
      2. Eine Massnahme mag zwar gleich sein, jedoch ist der Kontext von ebenso hoher Bedeutung.
      3. Mit EU mehr, da ein zentralistisches System einfacher zu dirigieren ist und zusätzlich die Arbeit der Lobbyisten von Grossfirmen, der Weltregierungsfanatiker und der Kriegstreiber erleichtert.
      4. Es mag sein, dass jedes gesellschaftliche System sich über Zeit zunehmend korrumpiert, was jedoch niemals die immer offensichtlicher werdende Vetternwirtschaft und Institutionalisierung von „moral hazard“ entschuldigen darf.
      5. Etwa 480k (http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/02/blank/key/schweizer_im_ausland.html)

      • J. Kuehni sagt:

        Danke für die Antworten, Herr Huber.

        2. Kontext ist grundsätzlich immer von Bedeutung, allerdings in Tit-for-Tat-Situationen tendenziell von geringerer Bedeutung (> Aussetzung von Vernunft).

        3. Dies ist Ihre (umstrittene) Meinung. Ein angeblich zentralistisches System lässt sich allerdings nur dann „einfacher dirigieren“, wenn es inner- oder ausserhalb dieses Systems eine mindestens ebenbürtige Machtkonzentration gibt, die solches bewerkstelligen kann. Die Abschaffung des Systems wäre dann kontraproduktiv. Schaffen wir mit der EU gleich auch die USA, China, Google, die UBS, Goldman Sachs und den Grundsatz „Divide et impera“ ab?

        • J. Kuehni sagt:

          Inwiefern wird ihre Meinung durch die Realitäten in Staaten von vergleichbarer Grösse ausserhalb der EU gestützt? Haben Australien, Bolivien, die Philippinen weniger Probleme mit Globalisierung, Migration, Vermögenskonzentration, Währungsvolatilität etc.?

          4. Es gibt objektiv keinen Grund, die dörfliche Vetternwirtschaft einer globalen vorzuziehen (am meisten Weh tut immer das Bobo dass man grad hat, ich weiss). Objektiv spricht alles dafür, Korruption auf jeder Ebene mit der einzigen Methode zu bekämpfen, die wir kennen: Checks und Balances (setzt allerdings die Existenz eines entsprechenden, zentral situierten Forums voraus, oh Graus, Zentralismus).

          • Linus Huber sagt:

            Die Frage liegt aus meiner Sicht darin, inwiefern das Individuum respektive die Bevölkerung in der Lage ist, sich mit demokratischen Mitteln zu wehren. Je höher die Machtkonzentration, je weiter entfernt vom Individuum die Entscheidungsebene, je anonymer der Entscheidungsablauf etc. desto schwieriger dürfte es sein, über das eigene Schicksal zu entscheiden. D.h. nicht, dass wenn die Bemühungen der Weltregierungsfanatiker unterbunden werden, sozusagen ein Lala-Land von Glück, Zufriedenheit und Wohlstand ausbricht, sondern dass die Bevölkerung aufgrund der Tatsache, dass sie die Handlungsfähigkeit beibehält, auf demokratische Weise eine Veränderung zu erwirken.

          • Linus Huber sagt:

            Eine weitere Frage dürfte darin liegen, ob und inwiefern sich der Zeitgeist ändert und z.B. Globalisierung mit dem angestrebten Zentralismus der Weltregierungsfanatiker in Frage gestellt wird. Ich glaube Anzeichen zu erkennen, dass sich politische Veränderungen anbahnen, welche die eingeschlagene lineare menschenverachtende Entwicklung nicht nur in Europa sondern weltweit hinterfragt und dies ist gut so.

          • Linus Huber sagt:

            Die beste Waffe gegen Korruption ist Transparenz (Licht reinigt). Inwiefern anonyme und weit von den Menschen entfernte Entscheidungsabläufe transparenter sein sollen als diejenigen auf einer tieferen hierarchischen Ebene, erscheint mir schleierhaft.

          • Reto Stadelman sagt:

            @Linus Huber
            Zu Punkt 5 möchte ich noch etwas hinzufügen. Es ist für die wenigsten Schweizer attraktiv im Ausland zu arbeiten. Mit dem Lohn dort, können sie kaum genug Geld auf die Seite schaffen, um jemals wieder zurück in die Schweiz zu finden. Man kann bedingt also von einer Einbahnstrasse in die Schweiz reden, wenn es um Arbeitskräfte geht.
            Warum sollte ich in Deutschland arbeiten, meine Lieben verlassen und dabei das Risiko eingehen, niemals mehr in der Schweiz meinen Lebensmittelpunkt aufbauen zu können, wegen der hohen Kosten?

          • J. Kuehni sagt:

            Auch Transparenz erfordert ein entsprechendes Forum. Nach europäischem Standard ist die Schweiz diesbezüglich ein Schlusslicht, z.B. bei der Parteienfinanzierung, aber das fällt nur auf, weil irgendwelche „Weltregierungsfanatiker“ darüber Transparenz schaffen, indem sie den internationalen Vergleich ziehen. 😉

          • J. Kuehni sagt:

            Ich habe es schon öfters angemerkt; die Ebene auf der wir unsere Gesellschaft letztendlich verhandeln müssen, wird durch das technologische Niveau determiniert und nicht durch irgendwelche linear verkrusteten Ideologien und Vorstellungen „wie es sein müsste, oder einmal war“. Ein „Zurück in die Vergangenheit“ gibt es nur mit gleichzeitigen katastrophalem Zivilisations- und Technologieverlust. Mir ist schleierhaft, wie eine solche, von Ihnen begrüsste Zeitgeiständerung irgendeiner Bevölkerung irgendeine Handlungsfähigkeit zurückgeben soll, um damit „auf demokratische Weise eine Veränderung zu erwirken“.

          • J. Kuehni sagt:

            @Stadelmann

            Was machen dann bloss diese 480k Auslandschweizer von L.H. im EU-Ausland? Sind wohl alle aufn‘ Kopp gefallen…

          • Linus Huber sagt:

            „wird durch das technologische Niveau determiniert“

            Hier dürften wir uns einigen, uneinig zu sein. Das technologische Niveau würde es z.B. leicht ermöglichen, die Demokratie stark auszubauen, eine Möglichkeit, welche geflissentlich vernachlässigt wird, weil dies die Machtkonzentration reduzieren würde. Obwohl das Ankreiden von z.B. intransparenter Parteifinanzierung grundsätzlich positiv ist, geht es diesen Bürokraten in erster Linie um den Ausbau der eigenen Macht. Wir müssen uns bezüglich Parteienfinanzierung nicht grosse Sorgen machen, denn erstens ist es in etwa bekannt, was hier abgeht und zweitens wird der Souverän dies gelegentlich richten, wenn er es als notwendig empfindet.

          • Linus Huber sagt:

            „Sind wohl alle aufn’ Kopp gefallen…“

            Es handelt sich nicht um meine Auslandschweizer. Warum sollen diese Menschen auf den Kopf gefallen sein? Es gibt unzählige Beweggründe, dass jemand ins Ausland geht, z.B. höherer Lebensstandard bei bescheidener Pension, Ausbildung, persönliche Beziehungen, berufliche Karriere, Abenteuerlust, finanzielle Vorteile etc. etc. Jedes Leben nimmt seinen individuellen Verlauf.

  • Alfred Bosshard sagt:

    Inländervorrang ist gegen PFZ (Ungleichbehandlung). Mein Vorschlag an den BR: Aenderung Arbeitsgesetz: Alterstruktur in grossen Firmen muss Alterstruktur der arbeitsfähigen Bevölkerung entsprechen: Wirkt gegen Rausstuhlen der über 50-jährigen und gegen Jugendarbeitslosigkeit. Kostet natürlich etwas für die Firmen, da weniger Lohndruck durchgesetzt werden kann aber immer noch weniger als Ablehnung der Bilateralen oder Kontigente ab Februar 2017.

  • Frank Zuffnik sagt:

    Das ist doch alles kein politisches Problem, sondern ein Bildungstechnisches. Die einen koennen nicht verstaendlich erklaeren wo bei einem Entscheid die Vor- und Nachteile liegen und darum glaubt der Buerger grundsaetzlich den anderen, die ihm den 5er und s’Weggli versprechen. MEI, EWR, PFZ, BVG und jetzt Service Public, es ist doch immer dasselbe. Aber das Volk merkts ja nicht und faellt jedesmal wieder draufrein, kriegt am Ende nichtmal den 5er, s’Weggli kassieren sowiso andere und daran sind natuerlich wieder jene schuld, die vorausgesagt haben, dass es so kommen wuerde, Fuer die Wahrheit gibt’s halt vom Waehler an der Urne keine Boni.

    • Markus Ackermann sagt:

      @Zuffnik
      Der Schweizer Souverän ist dumm … nur SIE kommen draus. Aber
      1. erklären können Sie’s nicht
      2. überzeugen noch weniger
      3. Die Geschichte gibt dem Schweizer Souverän fast immer recht
      4. … und die Überheblichen präsentieren gleich den nächsten Blödsinn
      5. … und das Spiel fängt von vorne an
      6. Die Überheblichen gehen wieder vor dem Schweizer Souverän unter
      usw. usf.
      Nicht „das Volk merkts ja nicht und faellt jedesmal wieder draufrein“ … sondern die Überheblichen.
      Besser wäre: Die Überheblichen würden weniger dumm politisieren … dann klappt’s auch mit dem Schweizer Souverän.

      • Rolf Zach sagt:

        Nun als einer dieser Überheblichen habe ich folgende Vorschläge, ich beginne mit der Finanzsektor, wo alle in der Schweiz domizilierten Banken ohne Rücksicht auf ihr Schweizer Personal und besonders bei ihrem Kader Krethi und Plethi von Sibirien bis hinein in die Tropen irgendwelche Leute angestellt haben. Was kann man dagegen tun?
        Erstens unterscheiden zwischen Nicht-EU und EU Bürger. Bei beiden muß der Bewerber eine unserer 3 Amtssprachen sprechen, wenn GB das Diskriminierung betrachtet, verweisen wir auf Lettland mit den Russen. Diese wird die Reihen bereits gewaltig lichten. Zweitens Nicht EU-Bürger müssen eine Prüfung ablegen über die hiesige Gesetzgebung im Bankwesen.

        • Rolf Zach sagt:

          Diese Prüfung muß noch genauer sein, wenn sie Nicht-EU-Ausländer betrifft im Direktionsrang. Wir wollen keine Araber, Latinos und andere mit einer Schmalspur-Bildung ihres Heimatlandes und die nur hier sind wegen ihrem politischen und verwandtschaftlichem Netzwerk. Wegen London und New York könnte man großzügig auf eine Regelung wegen Berufszertifikat und Kenntnis der Amtssprache verzichten. Wir machen Gegenseitigkeit.
          10 Amerikaner in Zürich, 10 Schweizer in New York, 20 Engländer in der Schweiz, 20 Schweizer in London. Damit
          wird der Sprachzwang ausnahmsweise aufgehoben, den wir aber grundsätzlich wegen der kulturellen Eigenheit der Schweiz vehement verteidigen müssen.

          • Rolf Zach sagt:

            So können wir mit gutem Gewissen EU Mitglied werden, denn heute sind wir machtlos am Katzentisch in Brüssel.
            Wenn die Engländer reklamieren wegen Diskriminierung, zeigen unsere Banken, daß sie keine Leute nach London schicken ohne Kenntnis des Englischen. Sie werden es schwer haben bei der Kommission durchzukommen oder schickt man Deutsche und Engländer ohne Rumänisch nach Bukarest? Wenn trotzdem dies geschieht, muss man darauf bestehen, daß Bukarest noch nicht ein ausgereifter Finanzplatz ist, Zürich aber schon. Was ist ein Betriebswirtschaft-Studium in Deutschland? Eine Massenabfertigung ohne Tiefe, dies stellt man unseren Universitäts-Abschlüssen und unseren Berufsdiplomen gegenüber.

          • Rolf Zach sagt:

            Die Schweizer Gesetze und Gerichte sind ja bekanntlich weniger arbeitnehmerfreundlich als sogar diejenigen der USA. Vor allem was Kader betrifft, die werden Ausländer in den USA nicht so schnell wieder los. Das herrlichste Vergnügen ausländischer Bankchefs hier, ist das Schikanieren von Schweizer Mitarbeitern, ein Vergnügen ohne gleichen und die Ausländer machen es auch bei den Schweizer Banken und setzen dafür speziell Schweizer Vögte, noch besser und effizienter.
            Dafür werden die Juristen in Bern angehalten, ja keine Initiativen im vorerwähnten Rahmen zu entwickeln, weil die Schweizer Wirtschaft es nicht so will.

        • Rolf Zach sagt:

          Aber wir sind mit unserem Retter aus H. der Überzeugung, allein und machtlos lebt sich besser. Vielleicht wollen gerade diese Seite der EU-Feinde, damit sie uns als Volk noch mehr herum kommandieren können. Mit solchen Interventionen können wir in Brüssel erheblich stachelig und unangenehm sein. Seien wir wie Dänemark, hat es eine EU-Invasion von EU-Bürgern und hat es Flüchtlinge? Aber unsere Machtelite in Wirtschaft und Politik will die absolute Freiheit in solchen Dingen (inklusive der Mann aus H.), ob es nun der gesamten Volkswirtschaft und dem sozialen Frieden nützt oder nicht. Bei jeder Elite kommt ihr Gewinn zuerst, aber wenigstens denken unserer Nachbarn langfristig.

          • Rolf Zach sagt:

            Unsere dagegen denkt nur kurzfristig und sie selbst nimmt Schaden davon. Ein Beispiel: Die mächtigen Anwälte in Zürich (fast die heimliche Regierung der Schweiz) sorgen dafür, daß die ausländisch beherrschten Banken in Zürich jeden Analphabeten als Generaldirektor anstellen können. Gleichzeitig verbauen sie aber ihren Söhnen solche Posten, die dann von diesen Analphabeten mit geringen Löhnen herumkommandiert und schliesslich davongejagt werden. Diese Leute schneuzen am Morgen beim Kaffee die Nase, jagen auch Schweizer davon, die von Montag bis Sonntag arbeiten und ihnen jede Schwierigkeiten abnehmen. Sie müssen halt ihre Macht demonstrieren, sonst leidet ihre Libido.

          • Anh Toàn sagt:

            @Rolf Zach: Sie sind der einzige Realist hier: Es ist viel einfacher, sich wie ein Loch in welchem Körperteil auch immer zu benehmen, wenn man Aktivmitglied im Verein ist. Die Schweiz ist halt frei und unverbindliches Passivmitglied, zahlt einen reduzierten Beitrag aber hat nichts zu sagen.

          • Reto Stadelman sagt:

            @Rolf Zach
            Ihre Worte in den Ohren der Idioten die mit einem Schweizer Pass zuoberst sitzen…

        • Maiko Laugun sagt:

          @Rolf Zach: „..wo alle in der Schweiz domizilierten Banken ohne Rücksicht auf ihr Schweizer Personal und besonders bei ihrem Kader Krethi und Plethi von Sibirien bis hinein in die Tropen irgendwelche Leute angestellt haben.“

          Zumindest die Grossbanken sind in ausländischem Besitze, notabene ausserhalb der EU. Wenn schon, dann müsste man auch bei den Eigentümern (von Finanzinstituten) auf den Inländervorrang pochen.

          Billige indische IT-Menschen haben den Arbeitsplatz mehrheitlich (nicht alle) in Indien selbst. Verlegt ein CH-IT-Mensch freiwillig seinen Arbeitsplatz nach Indien, zu den dortigen lokalen Konditionen?

      • Markus Ackermann sagt:

        @Zach
        Ja, SOLCHE Diskussionen wünsche ich mir.
        Es stellen sich auch Fragen in Bezug auf die Qualifikationen + deren Vergleichbarkeit.
        Welches sind geeignete Parameter für die Integration von Expats?
        Z.B.
        Sprache?
        Wissen zu Tradition, Geschchte, Mentalität?
        … mind. auf dem (leider: oft tiefen) Niveau von Jung-BürgerINNEN
        Was unterscheidet sesshafte Expats von Nomaden?
        Bref:
        Ich denke, es gibt sehr viele Aspekte … und die Ergebnisse werden viele überraschen.
        -> Dies würde zu einer viel bunteren Gesellschaft führen, als wir sie heute haben … und auf einem viel höheren gesellschaftlichen Niveau
        -> Historisch hat die Schweiz immer von fähigen Migranten profitiert

      • Anh Toàn sagt:

        „Die Geschichte gibt dem Schweizer Souverän fast immer recht“

        Während das Deutsche und Französische und Italienische Volk doof sind: So doof, in Parlamentsdiktaturen zu leben, sich der EU-Diktatur zu unterwerfen, statt schlau wie das Schweizer Volk, Referendum und Initiative einzuführen.

        Eine einzige Frage habe ich an Sie: Warum haben alle anderen Völker keine Demokratie wie das Schweizer Volk?

        • Anh Toàn sagt:

          Stimmt nicht, ich habe noch eine Frage:

          Wenn die Briten nicht austreten, aus der EU Diktatur, sind die doof oder die EU ist keine Diktatur, richtig und gut und demokratisch legitimiert, zumindest für die Briten?

          Und falls die Briten austreten, und dann die Schotten bei den Britten austreten, darüber abstimmen würden sie, da bin ich mir ziemlich sicher, um der EU beizutreten, sind die Schotten dann doof oder die EU ist keine Diktatur, richtig und gut und demokratisch legitimiert, zumindest für die Schotten?

          Und wenn die Deutschen die AfD, welche doch Volksabstimmungen verspricht, dieser keine Mehrheiten verschafft, sind die dann doof?

          • Josef Marti sagt:

            Die Briten wären wirklich doof wenn sie austreten, als Schmarotzer profitieren sie ja. GB produziert ja nichts ausser wie Ackermann sagt „Papierli“. Jeder Parasit der seinen Wirt verlässt ist ja wohl nicht ganz bei Trost. Sie sollten mal von Ihrem Wohlfühl- Ziischtigsclub Ross herunterkommen.

          • Anh Toàn sagt:

            „Wohlfühl-….Ross“ (Ziischtigsclub hab‘ ich mir noch nie angetan)

            Ja ich weiss, das ist gegen unsere Sitten als Schweizer, uns geht es bestenfalls „recht“, oder „nicht schlecht“, und wir sind ständig in Sorge, unser Zustand könne sich verschlechtern.

            Die Deutschen profitieren doch auch, wegen dem tiefen Euro, die Griechen profitieren auch, weil die Deutschen bezahlen, und wer genau wird jetzt diktiert von der EU Diktatur?

          • Josef Marti sagt:

            Die Griechen profitierten nur bis vor 2010 von den Deutschen. Seitdem gibt’s Zwangskredite und Sparpakete / Rentensenkungen etc. weil man dem GR Staat den Konkurs explizit verboten hat. Schäuble wollte die Griechen zwar aus dem Euro rausschmeissen, gegen den Willen von F ging das aber nicht, und ein einseitiger Austritt eines Landes ist unzulässig.

          • Anh Toàn sagt:

            Mann kann den Austritt aus dem Euro als unzulässsig betrachten, wenn er ohne Austritt aus der EU erfolgt. Wäre Griechenland aus dem Euro ausgetreten, hätte die EU vielleicht den Ausschluss GR aus der EU beschliessen können. Kann man einem diktierten mit Ausschluss von der Diktatur drohen?

  • Alain Surlemur sagt:

    Anderer Vorschlag:
    Der zukünftige Arbeitnehmer muss eine „Infrastrukturabgabe“ entrichten um sich hier niederlassen oder arbeiten zu dürfen. Diese ist unabhängig von Position / Einkommen / Hautfarbe / Wasauchimmer. Setzen wir sie mal auf 100.000.– fest. Für den Topmanager dem TheVeryBigCompany Millionen als Lohn zahlt wäre das ein Klacks, für den gering Qualifizierten Lohndrücker aus Ostisstan, der dem Wähler auf dem Magen liegt, prohibitiv.

    • Andy Meier sagt:

      @surlemur: Frage ist ob dies mit der PFZ vereinbar wäre, es schmeckt doch ziemlich nach Diskriminierung der Arbeitnehmer. Aber, solche Abgaben auf die Firmen abwälzen, würde vielleicht PFZ konform sein.

  • John Steiner sagt:

    „Im Zentrum steht vor allem die Wiedereinführung des Inländervorrangs. Offenbar haben viele Einheimische das Gefühl, sie würden auf dem Arbeitsmarkt gegenüber ausländischen Arbeitskräften benachteiligt. Das ist politischer Sprengstoff. In Bern ist diese Botschaft mittlerweile angekommen.“
    In Bern ist noch gar nichts angekommen, es wird nur lamentiert aber nicht gehandelt. Das ist nicht nur politischer Sprengstoff, sondern auch Sprengstoff für den sozialen Frieden in diesem Lande.

    • Patrick Le Cloarec sagt:

      «In Bern ist noch gar nichts angekommen», meint Ihr. …Doch, nun die Interesse der Wirtschaft + Lobbys sind offenbar vorrangig. Was hat sich die Wirtschaft und Arbeitgeber die letzten Jahren – um die PFZ zu behaupten – erlaubt, ohne das ein Partei, ein Politiker dieses Fehlverhalten widerspricht? …Ob Schulabgänger, Lehrabgänger, +45, +55, …Alle wurden stigmatisiert wenn nicht diffamiert!
      …Eine Anstiftung zur sozialen Unruhen, betreiben gemeinsam Wirtschaft/Arbeitgeber + Politiker. Mit gravierenden Folgen. Oder meinen diesen Eliten in etwa, dass «die Idioten die Kröte schlucken werden »?

  • Greg sagt:

    Der „freie Markt“ ist und bleibt eben nur eine Fiktion&deren staksten Befürworter die „Potentesten“, um durch ihre Lobbyeinwirkung die Mehrheit Platt zu machen.
    Die Geschichtsklitterung beginnt nämlich schon durch die Behauptung, dass Menschen immer ein Konkurrenzmodell suchen, obwohl man durch solidarisches Verhalten erst überleben konnte. Auch Wirtschaft kann gut mit diesem Modell auskommen, dazu braucht es aber keine“Finanzdiktatoren“, welche willkürlich Kredite zur Übervorteilung von Juristischen- Natürlichen Personen dienen.

    Insofern ist ein gewisser Selbstschutz nur lebenserhalten&versteht sich als Notwehr gegen Zwangsstandardisierungen der $tärksten &ihren korrumpierten…

    • Josef Marti sagt:

      Obwohl in der rent seeking Gesellschaft der Monopole und Oligopole der Wettbewerb eine Illusion ist wird dieser zum Dogma erhoben und zwar in der Art dass die beteiligten Akteure sich in einem gegenseitigen race to the bottom zu Boden konkurrieren sollen, sodass die Boden- und Kapitalbesitzer nur abwarten und leistungsfrei absahnen sowie allfällig überlebende Konkurrenten einfach aufkaufen können. Das Lächerlichste dabei sind die Wettbewerbskommissionen die nach Belieben Fusionen durchwinken.

  • Anh Toàn sagt:

    Kommuniziere ich mit einem Amt in der Schweiz, ob Steuerverwaltung, Grundbuchamt, Handelsregister, Einwohnerkontrolle, Ausgleichskassen oder Motorfahrzeugkontrolle, denke ich, ach hier arbeiten die ganzen Schweizer. Dann noch bei der Bank und auf der Versicherung, oder sie haben ein KMU, Automech, Frisör oder Gipser, gibt es Angestellte, sind das mehrheitlich Ausländer.

    • Rolf Zach sagt:

      Aber kommen Sie bitte nicht mit dem Spruch, die Schweizer seien sich zu schade für solche Arbeiten. Erstens werden solche Arbeiten nicht so bezahlt, daß der Schweizer mit den erhaltenen Einkommen wegen unseren Preisen durchkommen kann. Wissen Sie, viele Schweizer aus den ländlichen Gebieten und vor allem von diesen aus den Voralpen offerierten sich auf dem Schweizer Arbeitsmarkt nach 1945 als Hilfsarbeiter mit einer rudimentären Ausbildung und diese Leute mußten in den 50er Jahren mit den jungen und wendigeren Italiener in Konkurrenz treten. Dies war diesen hochnäsigen
      Intellektuellen aus dem akademischen Milieu völlig gleichgültig und sie schwatzten von Schweizer Arroganz und Rassismus.

      • Josef Marti sagt:

        Viel schlimmer noch: Gegen diese wendigen und viel besser aussehenden Italiener hatten unsere hässlichen Rednecks bei den Weibern natürlich keine Chancen mehr.

        • Anh Toàn sagt:

          Und heute? Kommen die Ausländer aus Kulturen, wo die Frauen verhüllt und die Männer schön sind, dazu auch noch gross, nicht wie die Italiener / Spanier / Portugiesen. Wo reist die mitteleuropäische, mittelreiche und mittelübergewichtige Sextouristin hin?

          • Josef Marti sagt:

            Bei den Verhüllten sind die Männer nicht besonders gross, vielfach eher schmächtig und dünngliedrig. Die Sextouristinnen stehen mehr auf kräftigere und besser bestückte Kongolesen und Kariber.

  • Leo Klaus sagt:

    Eine Nebenbemerkung zum Umstand, wie wir Schweizer uns ins Bein schiessen, mit unserem Fremdsprachenunterrichtstreit. Die Sprachenvielfalt in der Schweiz ist ein Riesentrumpf, den wir nicht benutzen (wollen).

    Wenn man konsequent und effektiv den Fremdsprachenunterricht an den Schulen foerdern wuerden, sodass alle Schueler schon ab 1. Klasse Franzoesisch (Deutsch im Welschland) und ab 3. Klasse Englisch lernen wuerden, mussten wir gar nix mehr tun. Man haette im Inland Leute welche 3 Sprachen beherrschen wuerden, und es waere fuer Arbeitnehmer selbstverstaendlich, dies zu erwarten.

    Aber die SVP/FDP usw. wuerden dies bekaempfen, weil es naemlich (viel) Geld kosten wuerde!

    • Rolf Zach sagt:

      Ganz einfach, Sie ermöglichen ihrem Kind nicht nach St. Gallen zum Studium zu gehen, dagegen soll es sich an einer sogenannte Universität im Bible Belt der USA immatrikulieren lassen. Dies sind hervorragende Hochschulen und sehr gläubig. Darwin ist ein Ketzer und grundsätzlich wird die biblische Schöpfungslehre in der Biologie vermittelt. Betriebswirtschaft wird dort mit selbstbewußtem Auftreten verwechselt. Ihr Kind hat damit viel mehr Chancen bei einer der beiden Schweizer Großbanken angestellt zu werden, als ein Absolvent aus St. Gallen. Ich weiß. ich polemisiere, aber viel weg von der Wahrheit ist es auch nicht.

  • dr house sagt:

    Es ist «offenbar ein Gefühl haben». es sind tatsachen! dass man über inländervorrang (und damit meine ich auch hier integrierte ausländern) überhaupt diskutieren muss. der sollte selbstverständlich sein und vor allen dingen als normal angesehen werden.

  • Anh Toàn sagt:

    Die flankierenden Massnahmen, von denen die Rechte sagte, es brauche sie nicht, da sei alles nur linker wirtschaftsfeindlicher Kram, und daher zum grossen Teil nie eingeführt wurden, reichten nicht, zeigte sich im Februar 2014?

    • Anh Toàn sagt:

      „Die Initiative verlangt Kontigente….sind politisch schwierig umzusetzen“

      Das ist eben Problembewirtschaftungspolitik: Man verlangt etwas, was nicht umsetzbar ist: So kann man wunderbar vorgeben, etwas zu tun.

      • Rolf Zach sagt:

        Wenn ich auch gegen ihre Argumente manchmal polemisiere, ich stimme Ihrem Beitrag vollständig zu. Übrigens macht es mir Spaß, mit Ihnen zu räsonieren.

  • Georg Kühne sagt:

    Erst einmal: ist es der Job von Juristinnen und Juristen, sich ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen? Was würde dabei rauskommen wenn jeder Cowboy spielt? Dieser Artikel ist leider nur rhetorisches Flickwerk. Als erstes Beispiel werden „Schlüssel“ genannt, die beim Leser das Sicherheitsbedürfnis mitklingen lassen sollen, und gleich darauf wird der Vergleich auf die Ausländer übertragen. Haben Jobs mit „anspruchsvollen und spezifischen Sicherheitsauflagen“ (= Schlüssel) nicht bereits Inländervorrang? Und was andere Arbeiten, auch sehr anspruchsvolle, betrifft: Wir erhalten täglich Leistungen von Ausländern, die hier leben und einen guten Job machen. Das wird offensichtlich gerne vergessen.

    • Rolf Zach sagt:

      Ja, besonders die Koryphäen, die die beiden Schweizer Großbanken im letzten Vierteljahrhundert angestellt haben. Eine Erleuchtung sonder gleichen und wir sind alle gespannt auf die Fortsetzung, was Freuden uns das noch bringt. Wo die Schweizer Industrie erhebliche Schwierigkeiten hatte, wurden die unfähigen Schweizer Manager zu Recht fortgejagt, aber vielfach ersetzte man sie durch ausländische Nichts-Könner, die dann das Unternehmen endgültig filetierten und dann liquidierten. Wie diese beiden schwedischen Genies, die die ressourcenreiche ABB fast auf den Hund brachten. Ein Lob solchen Ausländern. Ich weiß, es gibt auch andere.

  • Anton Keller sagt:

    Es würde schon genügen, dass Staatsangestellte deutsch, französisch und italienisch sprechen können müssen.

    • Anh Toàn sagt:

      Ich finde auch, ein Deutschlehrer sollte deutsch können, eigentlich auch ein Primarlehrer, aber wo arbeiten dann die ganzen Deutschschweizer? Und was machen die Ostschweizer Lehrer, wenn die auch noch Französisch können sollten?

    • Cybot sagt:

      Das ist doch schon fast so. Bundesangestellte müssen mindestens 2 Landessprachen sprechen können, Kader sogar 3 – die dritte allerdings nur verstehen, wenn ich recht informiert bin. Wenn du allerdings meinst, man könnte 3 Sprachen fliessend verlangen, hätten wohl auch 99% der Schweizer keine Chance mehr – und der Bund ein gröberes Personalproblem.

  • Peter Hinterhofer sagt:

    Meine Rede, meine Rede, was die Inländerbevorzugung betrifft. Andere Nachbarländer, etwa Italien, machen dies ja längst auch so (zu ihrem eigenen Schaden dann auch noch im Hochschulbereich, aber das wäre ja weiter nicht schlimm, da ja der unsrige international, d.h. hochstehend, bleibt).
    Aber natürlich sind Schweizer Exekutivbehörden (auf allen Ebenen, von Gemeinden über Kantone bis zum Bund) nicht für „fantasievollen Umgang“ mit nationalen und internationalen Gegebenheiten und Verbindlichkeiten bekannt.

  • Anh Toàn sagt:

    Die Schweizer dürften schon auf dem Bau arbeiten, und auch beim Staat: Die Kehrrichtabfuhr hat immer offene Stellen, die Wäschereien der Spitäler auch.

    • Peter Hinterhofer sagt:

      Stimmt leider nicht, das mit vielen offenen Stellen in den genannten Branchen – und nennen wir die Strassenreinigung gleich noch mit. Und bei der lokalen Müllabfuhr sowie vereinzelt in der Baubranche, häufig aber in der Logistik gibt es eigene, nahezu mafiös organisierte Angestellten-Trupps, die nur Landsleute ihrer eigenen Herkunft wirklich in ihre Teams integrieren, bei den von Ihnen genannten Branchen also meist Südosteuropäer und Türken. So wenigstens erfuhr ich es bei meiner bisher erfolglosen Stellensuche in diesen Branchen.

      • Anh Toàn sagt:

        Wo entscheiden „Angestellte“ wer in die Teams kommt? Aber aus Ihrem „die nur Landsleute im Team integrieren“ schliesse ich, dass Sie in einem Umfeld, wo auch Ausländer arbeiten, nicht integrierbar sind. Sie denken, etwas besseres zu sein, als die mafiös organisierten ausländischen Arbeitnehmer, und wären daher schädlich fürs Arbeitsklima.

        • Peter Hinterhofer sagt:

          Nicht, wer in die Teams kommt, sondern wer drin bleibt. Die Chefs wollen v.a. Ruhe und keine anständigen Löhne bezahlen. Aber Sie haben offenbar keine Ahnung vom Arbeiten in den genannten Branchen, also lassen Sie hier mal das Kommentieren darüber, danke.
          Und nein, es geht nicht um meine Integrierbarkeit, ausser dass Ü50-Leute (unabhängig v. Nationalität) heute zuhauf nicht mehr angestellt werden.

          • Peter Hinterhofer sagt:

            P.S. Hinterhofer ist kein „klassisches“ Schweizer Geschlecht, ch-ch-ch

          • Anh Toàn sagt:

            Habe mal bei der Kehrrichtabfuhr gearbeitet.

          • Anh Toàn sagt:

            Als ich da gearbeitet habe, oder zuvor in der Fabrik am Fliessband, gab es noch keine Freizügigkeit, aber Saisonniers. Da haben auch keine Schweizer in Niedriglohnjobs gearbeitet, ausser den Ferienaushilfen., Ende 70er Jahre gab es das nur noch bei Schweizerinnen. Die typischen Frauenjobs, Krankenschwester, Serviertochter, Kindergärtnerin, Friseuese sind auch heute noch schlecht bezahlt. Die Ausländer waren Südwesteuropäer mehrheitlich, denen wurde ziemlich ähnliches nachgesagt wie den Südosteuropäern oder Nordafrikanern heute: Mittelalterlich (katholisch) frauenfeindlich (wegen nachpfeiffen), „Mafia und Familie“ Clan, Sippe. Und die D links und NL Wohnwagen rechts: Stau!

      • Anh Toàn sagt:

        Sie machen mafiös organisierte Ausländer dafür verantwortlich, nicht mal einen Job bei der Kehrichtabfuhr zu erhalten. Sie sind unschuldig, können nichts dazu. Das glaube ich Ihnen, weiss nur nicht, wenn ich es entscheiden müsste, warum ich Sie anstellen sollte, wenn bei Ihnen immer die anderen schuld sind. Ich will Leute anstellen, die für sich selbst und für ihr Arbeitsergebnis sich selber verantwortlich fühlen.

        • Georg Kühne sagt:

          Bei so einer Einstellung, Unterwürfigkeit im Namen von „Selbstverantwortung“ zu verlangen, werden Ihre Angestellten wenig Freude haben, und Sie mit solchen Angestellten auch nicht – weil Sie niemals beide Seiten der Wahrheit kennen werden.

          • Anh Toàn sagt:

            In meinem Team gibt es keine „Ausländer“ und „Inländer“ es gibt ein Team. Wer es zu spalten versucht, in zwei Gruppen einteilen will, ist nicht teamfähig.

          • Anh Toàn sagt:

            Der Mann schreibt, er kriege keinen Job, weil die Anderen mafiös organisiert sind. Die haben also ihren Job zu unrecht, eigentlich hätte er den Job verdient. Aber warum das so ist, wo seine besseren Qualifikationen liegen, sagt er nicht, da sein Kommentar hier unter diesem Artikel steht, vermute ich, er meine seinen Schweizer Pass, den er mit Geburt geschenkt bekam, worauf er vermutlich auch noch besonders stolz ist. (Die „Papierlischwyzer“ haben immerhin eine Prüfung bestanden)

    • Josef Marti sagt:

      Das könnte vielleicht in Japan so sein, sicher nicht in Europa. Sie haben wohl die Funktion unseres von der Wirtschaft und deren bürgerlichen Marionetten in Bern propagierten Migrationsschneeball- und Lohndumpingsystems immer noch nicht begriffen oder Sie blenden das absichtlich aus um abzulenken. Der Niedriglohnsektor gehört ausschliesslich den neuesten Migranten, junge CH und länger ansässige Ausländer ohne Ausbildung gehören aufs Sozialamt, dort kann man ihnen dann immer noch die SKOS Ansätze kürzen.

      • Rolf Zach sagt:

        Solche mafiösen Organisationen bestehen und viel mehr im privaten Bereich als im staatlichen. Es ist für Arbeitgeber ein Vorteil, weil damit ein streng hierarchisches System einhergeht, daß jegliche zusätzliche Lohnwünsche unterdrückt und mit der Hierarchie die Einheitlichkeit des Teams unterstreicht. Schweizer sind zuviel Individualisten, Albaner haben eine feste Clanstruktur, die keine Fremden duldet und einen Chef hat. Man hat damit einen zeitlich geringen Personalaufwand und kann sich auf Akquisition und Kontrolle der Durchführung der Arbeiten konzentrieren.

        • Anh Toàn sagt:

          Als Arbeitgeber ist es wichtig, darauf zu achten, dass sich eben keine Clanstrukturen im Unternehmen bilden. Clans unter den Arbeitnehmern sind nicht im Interesse des Arbeitgebers.

          Wer glaubt, wenn die Produktion nach Asien ausgelagert wird, bleibe Forschung / Entwicklung / Marketing / Finanzen auf Dauer in der Schweiz, träumt. Entweder die billigen Arbeitskräfte kommen zu uns, oder alle Arbeitsplätze gehen zu denen.

          Mafiöse Strukturen: Das VS schröpft systematisch die Eidgenössische Arbeitslosenversicherung, der Beamte da ist mit den Bauunternehmern verwandt und Nachbar und aufgewachsen. BS schröpft die IV, mit psychisch Erwerbsunfähigen, statt kantonaler Sozialhilfe.

      • Anh Toàn sagt:

        @Josef Marti „…junge CH und länger ansässige Ausländer ohne Ausbildung gehören aufs Sozialamt…“

        Die meisten davon schon. Sonst hätten sie eine Ausbildung.

    • Peter Hinterhofer sagt:

      Mit Inländer sind weder alles Schweizer (z.B. keine Auslandschweizer) noch alle in der Schweiz lebenden Personen gemeint, sondern nur diejenigen mit Arbeitsbewilligung (egal ob CH oder v. Ausland). Also unterstellen Sie mir nicht Nati-Chauvinismus, Mr. Anh Toàn.

      Gut möglich (wenn auch hier viel zu leicht zu behaupten), dass Sie mal, vor mehr als 15 J., bei der Müllabfuhr gearbeitet haben. Heute haben in den verschiedenen Touren jeweils nur Leute mit gleichem Hintergrund einen mehr oder weniger sicheren Job, andere/neue mit „fremder“ Herkunft haben dort nix verloren und werden rausgeekelt, drin bleiben nur diejenigen, die den Schichtführer/Fahrer „schmieren“.

      • Anh Toàn sagt:

        Dann machen Sie einen Lastwagenausweis und dann eine Strafanzeige gegen die Fahrer. Als Schweizer und Ü50 ist dort ohnehin der einzige Job für Sie bei der Kehrichtabfuhr.

        Da haben ja auch alle den gleichen Hintergrund, bei den Fahrern.

        Wären Ihre Behauptungen nicht aus der Luft gegriffen, könnten, sollten Sie Strafanzeige einreichen, aber das tun Sie nicht, weil Sie ganz genau wissen, dass sie keine Beweise haben, also nur behaupten: Die Ausländer seien mafiös, wenn sie von Schweizern (Chauffeure) verlangte Bestechungsgelder bezahlen.

        Kotz!

    • Reto Stadelman sagt:

      Ja da freut man sich doch. Mit einem Hochschulstudium auf dem Bau arbeiten. Ich will gar nicht ausrechnen, was für eine enomre Ressourcenverschwendung das für den Staat wäre. Und die Mordswut auf die Politik muss man wohl kaum erwähnen. Die Langeweile wäre wohl unterträglich. Da kommt man dann schon auf dumme Gedanken…
      Unterwürfigkeit im Namen von “Selbstverantwortung”, so kann man das auf jedenfall nennen. Man sollte keine Versprechen machen die man nicht halten kann. Und wenn Hochschulabgänger wegen der globalen Konkurrenz nicht mehr verdienen, als ihre Kollegen mit Lehrabschluss, die dann aber auch langsam verdrängt werden…
      Machen Sie die Rechnung.

  • Maiko Laugun sagt:

    „Es ist ja kaum zu bestreiten, dass es zum Jobprofil eines Staatsangestellten gehört, dass er oder sie die lokalen und regionalen Verhältnisse gut kennt.“

    Zumindest die Stadt Zürich ist da offensichtlich anderer Meinung, denn in der dortigen Verwaltung wird bald mehr Hochdeutsch als Dialekt geredet, z.B. in den Bauämtern. Ein deutsches Abi ohne grosse Berufserfahrung wird einem lokalen KV vorgezogen. Wer braucht denn schon (z.B.) Strassenkenntnisse in Bauämtern? Null (lokale/regionale) Ahnung, aber gepflegtes Hochdeutsch.

    • will williamson sagt:

      Subjektiv habe ich den Eindruck, dass das gepflegte Hochdeutsch bzw. Schriftdeutsch auch in der Bundesverwaltung schon ziemlich verbreitet ist. Viellleichf eine vorsorgliche Massnahme in Hinsicht auf einen gegegentlichen EU-Beitritt?

    • Peter Hinterhofer sagt:

      Maiko Laugun und Will Williamson: Dem kann ich nur beipflichten. Bei Bundesstellen frag ich mich dann, wie gut Deutsche mit dem Französischen (oder weiteren Landessprachen) zurechtkommen … :-((
      (Natürlich sind auch meine Franz-Kenntnisse beschränkt, aber ich arbeite ja auch nicht beim Bund.)

    • Maiko Laugun sagt:

      @williamson & @Hinterhofer: Damit kein falscher Eindruck entsteht. Bin selber Ausland-Schweizer und somit der letzte, der etwas gegen ausländische Arbeitskräfte hat, weil ich das Problem eben auch von der anderen Seite her kenne.

      Es ist eine Frage des Ausmasses, ob und wieviele ausländische Arbeitskräfte ein Land tolerieren will. Einen generellen Inländervorrang halte ich genauso für falsch wie eine masslose Arbeitskrafteinwanderung, vor allem wenn letztes unter fadenscheinigen Gründen (bessere Qualifikationen) erfolgt, in Tat und Wahrheit aber selbst beim Staat nichts anderes als Lohn-Dumping ist.

      • Peter Hinterhofer sagt:

        Ich möchte ja auch keinen absoluten Inländervorrang, das führt nur zu Qualitätseinbussen (bei Arbeit, Produktion + Dienstleistungen), aber doch so, dass die PFZ nicht einfach voll zu Gunsten der eh „global“ denkenden Kapitalisten (sprich hier „Arbeitgeber“) geht, also auch gegen die reinkommenden Arbeitskräfte.

        • Rolf Zach sagt:

          Im Prinzip ist die Freizügigkeit innerhalb der EU als ein Mittel gedacht die Binnenwanderung innerhalb Europas zu erleichtern, um in den Volkswirtschaften der einzelnen Ländern das Wachstum zu fördern. Viele Arbeitgeber in der Schweiz, wie z.B. dieser Herr aus H, wie auch in Großbritannien haben die PFZ aber Mittel zum Lohn-Dumping eingesetzt, deshalb in beiden Ländern die EU-Feindschaft. Der Herr aus H. will eine Bewirtschaftung nach Kontingenten, so kann er billigere indische Chemiker für seine Fabrik anstellen. Deutsche und französische Chemiker sind eben nicht mehr viel billiger als Schweizer. Ob jetzt von der ETH oder der ESPCI aus Paris, bei sind für ihn wohl gut, aber zu teuer.

          • Josef Marti sagt:

            Einspruch Herr Zach. Mit Kontingenten ist’s aber schmerzhaft beschränkt mit den Billigindern. Habe ich selbst vor 2001 erlebt als eine EU Arbeitskollegin von mir denselben Scheissjob für ganze 2‘000 p.Mt. weniger machte ohne zu Murren. Solange der Inländer vom Hochlohnland profitiert hat der Churchill die besseren Karten als diese krass inkompetenten FDP/GLP Blindgänger à la Noser die für jeden Zusatzprofitfranken die Grossmutter zum Ausstopfen nach China verkaufen würden, und sich dann vom Churchill massregeln lassen müssen, dieser Egoismus sei falsch (sic!).

          • Anh Toàn sagt:

            „Mit Kontingenten ist’s aber schmerzhaft beschränkt mit den Billigindern.“

            Ja, beschränkt auf die Bedürfnisse der Wirtschaft. Nach Billigarbeitern, nach was denn sonst in einer globalisierten Wirtschaft?

  • Gion Saram sagt:

    Es ist ganz einfach, in einer direkten Demokratie wie der Schweiz müssen die Vorteile einer Marktöffnung mittelfristig bei einer Mehrheit der Stimmbürger DIREKT ankommen, sonst schwindet früher oder später die Unterstützung für jede noch so gut gemeinte Massnahme. Wenn das passiert kann man versuchen eine Zeit lang mit moralischer und weltanschaulicher Propaganda die Tatsache zu verschleiern das es den Leuten materiell nicht besser geht, aber irgendwann sickert halt die Realität trotzdem durch.

    • Linus Huber sagt:

      Sie sprechen die Kooperationsbereitschaft der Bevölkerung an, welche an einem unbestimmten Zeitpunkt verweigert wird, wenn das Spiel gezinkt ist, d.h. immer die gleichen die Früchte der Globalisierung ernten, ein Umstand, welcher Richtung Weltregierung anhand einer sich gebildeten Oligarchie führen soll. Zu einem gewissen Grad sind wir diesem Zeitpunkt markant näher gekommen in den letzten 2 bis 3 Jahren, was die politische Entwicklung gut erkennen lässt. Daher darf die Notwendigkeit dauernder demokratischer Erneuerung des Gesellschaftssystems nicht unterschätzt werden.

      The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. – Thomas Jefferson

  • Alberto La Rocca sagt:

    In den Lehrbüchern steht etwas über die „Wealth of the Nations“. Das Gesamtwohl der Nation sagt aber wenig aus, wie Einkommen und Vermögen verteilt sind. Wie Reiner Eichenberger auch schon festgestellt hat, bringen die Bilateralen Verträge mit der EU in erster Linie Vorteile für die Unternehmen und die Grundeigentümer, wenig aber für die Mehrheit der gegenwärtigen Inländer, die zur Mehrheit Arbeitnehmer und Mieter sind. Mittlerweile bin ich auch zum EU-Befürworter geworden, immerhin ist der soziale Schutz innerhalb der EU konsequenter ausgebildet.

    • will williamson sagt:

      Das mit der Verteilung sehen Sie schon richtig. Herr Vasella und ich haben ein ansehnliches Durchschnittsvermögen.

      • Markus Ackermann sagt:

        Novartis macht rund 1-2% des Umsatzes in der Schweiz.
        Die interessanteren Absatz-Märkte sind USA, EU, Japan. Die USA und die EU sind durch Lobbies gesteuert.
        Konzerne LIEBEN innig Regulationen, die sie vor Konkurrenz schützen und ihre Geschäftsmodelle unangreifbar machen.
        aktuell: TTIP

    • Markus Ackermann sagt:

      @La Rocca
      1. Der soziale Ausgleich erfolgt via Demokratie.
      Die MEI ist dafür das klassische Beispiel: TROTZ der „politisch korrekten“ Propaganda-Lawine der Lobbies entschied der Schweizer Souverän mit dem eigenen Kopf
      2. Das GEGENTEIL von Demokratie heisst €U
      -> Darum haben wir dort eine immer weiter steigende MASSENVERELENDUNG. Die Mehrheit wird dort von der Minderheit ausgebeutet. Die sog. EU-„BürgerINNEN“ können de facto + erst recht de jure die Politik nicht mehr bestimmen
      => Darum verfällt dieses System in den Kamikaze-Modus:
      – Die lateinische Peripherie macht sich unregierbar
      – Die früheren Habsburger Untertanengebiete provozieren
      – Rest: Alt-Parteien werden zertrümmert

      • Markus Ackermann sagt:

        Vielleicht wäre Hara Kiri Modus der bessere Begriff.
        Bsp.:
        – Brexit, Grexit
        – Aktuell Österreich: SP + ÖVP kommen nicht einmal mehr in die Stichwahl für den Bundespräsidenten
        – BRD: Alt-Parteien mit miserablen Ergebnissen in Landtagswahlen, AfD „aus dem Stand“ z.T. die grösste Oppositionspartei
        – Sp: La casta (= Poder Popular und Sozialdemokraten) wurden entmachtet
        – It: Die Basta-Plattform ist mittlerweie stärker als Renzi. Die Parteien der Römer Verträge (DC, Craxi) gibt es schon lange nicht mehr
        – F: 2017 haben die Franzosen die Wahl zw. Vichy 2.0 (mit zertrümmerten, korrupten Rechtsparteien + zertrümmerten, perspektivlosen Linksparteien) und LePen
        – NL: SP im Tiefflug

      • Josef Marti sagt:

        Die Brüssel Bürokraten und Technokraten sind der verlängerte Arm der im EU Parlament bestimmenden Lobbykratie welche den neoliberalen Raubzug auf die Menschheit orchestriert. Dazu dient auch der Deutsche LB-Überschuss-Merkantilismus, welcher künftig teilweise kompensiert werden dürfte mit den TTIP, die Exporteure kommen längerfristig also nicht umhin die Beute mit den US Konzernen zu teilen. John Connolly 1971 : “Foreigners are out to screw us, and it is our job to screw them first.”

      • Rolf Zach sagt:

        Man hat in der Schweiz einfach nicht die Vorteile eines EU-Beitritts begriffen. Nicht die EU und der Euro sind die Probleme von Südeuropa, sondern die eigenen Strukturen, daß heißt aber gar nicht, daß man sich in diesem riesigen Markt sich nicht wehren kann und den Neoliberalen schutzlos ausgeliefert ist. Dänemark ist dazu ein Beispiel.
        Eine andere Frage, wird einfach die Mafia in Italien verschwinden, wenn dieses Land aus der EU austritt. Werden die Papierli-Wender in Griechenland weniger, wenn dieses Land aus der bösen EU austritt. Natürlich, weil sie als Land keinen Kredit mehr haben und niemand mehr gewillt ihre Sauerei zu bezahlen.

      • Maiko Laugun sagt:

        @MA: „-> Darum haben wir dort eine immer weiter steigende MASSENVERELENDUNG.“

        Steigende Armut, meinetwegen in Massen, Ja. Gilt auch – mit Verzögerung – für die CH. Wahre Verelendung in Massen hingegen finden Sie jedoch auf dem Subkontinent, in gewissen afrikanischen Ländern und vielleicht noch an anderen Orten. In Bezug auf Europa ist das Polemik. Oder lässt sich wahre (Massen-)Verelendung überhaupt noch steigern?

        • Markus Ackermann sagt:

          @Laugun
          Nein, nein: „Massenverelendung“ trifft präzise zu
          1. GR:
          – mehrere Generationen leben von den kleinen Renten der Grosseltern … die noch weiter gekürzt werden
          – viele haben keine Krankenkasse mehr. Krebskranke erhalten deshalb keine Therapien mehr … und springen darum von Spitaldächern
          2. Sp:
          – Seit 2008 haben sehr viele Familien alle ihre Ersparnisse aufgebraucht, Sozialkassen sind leer
          – EIGENTLICH funktionieren nur noch der Tourismus + ganz wenige Industriebetriebe … neben den unproduktiven Papierli-Wendern
          3. BRD:
          – ~40% der Einkommen in den Gebieten der ehemaligen DDR sind Sozialtransfers => AfD + Linke im Aufschwung, SPD + CDU keine Volkspartei mehr

          • Maiko Laugun sagt:

            @MA: Nach Ihrer Argumentation – „Massenverelendung“ – krepieren also in Griechenland, Spanien und Deutschland die Kinder schon nach der Geburt, so wie in Afrika, weil sie nichts zum Fressen haben?

            Seltsam nur, dass die trotzdem alle nach Europa wollen.

          • Markus Ackermann sagt:

            Präzisierung zur BRD durch Marcel Fratzscher im Echo der Zeit vom 16.3.2016:
            – Die unteren 40% in der BRD können nichts sparen: leben von der Hand in den Mund. In keinem anderen €U-Land haben die unteren 40% weniger als in der BRD
            – Die unteren 50% verdienen real weniger als vor 15 Jahren
            – Viele mit Berufslehre wurden zu sog. „Aufstockern“, können also nur mit staatlicher Sozialhilfe überleben. „Beispiel Ostdeutschland: 40% erhalten die Hälfte oder mehr durch staatliche Leistungen. Das zeigt, wie hoch die Abhängigkeit vieler Menschen in Deutschland von Transferleistungen des Staates ist.“
            http://www.srf.ch/play/radio/popupaudioplayer?id=426a769a-feb8-4e51-9f22-e003a0f355dd

          • Anh Toàn sagt:

            Wie sagte der prekarisierte ü50, was er denn mit dem Geld gemacht hätte:

            30 Prozent versoffen mit Freunden
            30 Prozent für Autos, Mopeds, Boote
            30 Prozent für Frauen

            aber ärgern tun ihn die verschwendeten 10 Prozent

          • Maiko Laugun sagt:

            Dann gibt’s ja bald viel Platz in Europa, wenn nur schon ca. 32 Millionen Deutsche (40%) sich nach Afrika aufmachen, um der „Massenverelendung“ in Europa zu entgehen, plus noch die Spanier und Griechen etc.. Die können dann alle auf dem Weg dahin auf dem Mittelmeer den arabischen und afrikanischen Flüchtlingen zuwinken.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Laugun
            Die Aufstocker sind nur diejenigen MIT Lohn. Hinzu kommen noch die RenterINNEN und die Erwerbslosen …
            Ebenfalls am 31.3.2016 kam diese Reportage zu Äthiopien:
            http://www.srf.ch/play/radio/popupaudioplayer?id=c318659c-abc8-40ba-b9fb-86918d893e08
            „Heute bin ich ein alter Mann, der übel riecht. … Ich weiss, dass es auf der Welt Menschen gibt, die jeden Tag duschen können. Aber ich kann mich seit 8 Monaten nicht waschen.“ Vor 2 Monaten warf er seinen Spiegel weg, weil er seinen Anblick nicht ertrug
            Herr Laugun, Sie machen einen Denkfehler: Sie wollen ein Massenelend mit einem anderen aufrechnen. Dies ist nicht logisch, sondern zynisch (auf Deutsch: Menschen verachtend)

          • Maiko Laugun sagt:

            Dann folgen wir also alle in MASSEN dem Aufruf von @Markus Ackermann und Jammern und Weinen über unsere MASSENVERELENDUNG, denn wir sind die Guten, wir sind die WEISSEN und haben als einzige das Recht, zu definieren, was die wahren Bobo’s auf diesem Planeten sind. Und dazu gehören bestimmt nicht die dekadenten Probleme der afrikanischen Weicheier mit ihren Hungersnöten oder der arabischen Weicheier mit ihrem Verlust von Hab und Gut und mentalen und/oder physischen Kriegsverletzungen. Mit solchen Lappalien vergleichen wir uns nicht. Menschen verachtend und zynisch sind die Afrikaner und Araber (etc.), welche unser Leid in Form von MASSENVERELENDUNG nicht erkennen. Das hatte ich vergessen.

          • Markus Ackermann sagt:

            1. Nun, Herr Laugun. Mit Ihrem letzten posting disqualifizierten Sie sich selber. Dazu muss man nichts entgegnen
            2. Zum Rest
            Ja, es gibt eine Beziehung zw. (fehlender / dysfunktionaler) Demokratie und MASSENVERELENDUNG:
            a) In einer funktionierenden Demokratie wird die ausgebeutete Mehrheit die ausbeutende Minderheit abwählen … PRÄZIS DARUM setzen Ausbeuter auf Lobbies und die politische Entrechtung der Mehrheit (meist via Funktionäre / PolitikerINNEN)
            b) Ohne Mittelstand (z.B. weil Massenverelendung) können Rechtsstaat und Demokratie nicht funktionieren (mangels Träger). Die Ausbeuter / Mächtigen brauchen dies nicht
            3. Der else-case heisst
            GREXIT
            BREXIT
            AfD
            Orban
            Trump
            etc. pp

          • Maiko Laugun sagt:

            1. Haben Sie aber 🙂
            2: Massenverarmung ist nicht gleich Massenverelendung, wobei auch die Verarmung im VERGLEICH ein Jammern und Weinen auf hohem Niveau ist . Darum ging es mir. Sonst korrekt.
            a) Korrekt.
            b) Korrekt, sofern man die Begriffe tauscht: Zuerst kommt die relative Verarmung, erst dann die Verelendung, bei beiden zuerst vereinzelt und dann in Massen.
            3: Lass ich mal so stehen.

  • Martin sagt:

    Wenn man mit 50 Jahren nicht mal mehr einen Stellenwechsel hinbekommt, und man längerfristig bis 67 arbeiten soll – dann machen solche Eingriffe in die Personenfreizügigkeit Sinn.

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