Tesla und das Gute am Kapitalismus

Tesla Motors CEO Elon Musk delivers Model X electric sports-utility vehicles during a presentation in Fremont, California September 29, 2015. Tesla Motors delivered the first of its long-awaited Model X electric sports-utility vehicles on Tuesday, a product investors are counting on to make the pioneering company profitable after years of losses. REUTERS/Stephen Lam - RTS2CJW

Setzt alles auf eine Karte. Elon Musk. Foto: Stephen Lam (Reuters)

Jeder Bilanzanalyst, Controller oder sonstige Erbsenzähler muss sich die Haare raufen, wenn er einen Blick in die Unternehmenszahlen des Autoherstellers Tesla wirft. Diese Firma geht gigantische Risiken ein. Das hat sich auch in der letzten Woche wieder bestätigt, als CEO und Verwaltungsratspräsident Elon Musk die jüngsten Zahlen präsentiert hat.

  • Das Unternehmen schreibt seit Jahren Verluste, die überdies auch noch zunehmen. 2013 waren es 74 Millionen Dollar, 2014 bereits 294 Millionen und im letzten Jahr sogar 889 Millionen Dollar. Im ersten Quartal 2016 allein belief sich der Verlust auf 282 Millionen Dollar. 
  • Die Verschuldung ist enorm und sie steigt laufend an: Die Nettoverschuldung (Fremdkapital abzüglich Cash und Debitoren) ist von 2,7 Milliarden Dollar 2014 bis zum ersten Quartal 2016 auf 6,4 Milliarden Dollar angestiegen. Die gesamte Verschuldung (Fremdkapital) macht mittlerweile beinahe 90 Prozent am gesamten Kapital aus. Ende 2014 belief sich dieser Anteil noch auf 83 Prozent.
  • Die Firma verbrennt bisher mehr Cash, als sie generiert. Im Jahr 2015 belief sich der operative Cash Flow (Stufe Nettoumlaufsvermögen) auf -524 Millionen Dollar, 2013 lag dieser Wert mit 265 Millionen noch im positiven Bereich.
  • Die Aufnahme neuer Gelder nach Rückzahlung von Schulden (Nettofinanzierung) steigt ebenfalls jährlich weiter: 635 Millionen Dollar waren es 2013, 1,5 Milliarden Ende 2015, allein im ersten Quartal kamen erneut 715 Millionen Dollar dazu.
  • Um per Kredit Geld aufzunehmen, das er dann in seine Unternehmen Tesla, SolarCity und SpaceX steckt, hinterlegt Elon Musk Aktien dieser Unternehmen in seinem Bestand als Sicherheit. Damit erhöht er sein Risiko im Fall eines ungünstigen Geschäftsverlaufs oder eines Preiszerfalls der Aktien allerdings erst recht. Denn in diesem Fall muss er weitere Sicherheiten liefern, bzw. hinterlegte Aktien verkaufen.

Schaut man nur die Bilanz, die Erfolgs- und die Geldflussrechnung an, müsste daher klar sein: Hier sieht alles nach Scheitern aus. Wie viel besser stehen mit Blick auf die Zahlen andere Firmen, sogar aus der IT-Branche, da. Etwa Anbieter von Onlinedienstleistungen aller Art, die zuweilen eine hohe Marge abwerfen, weil es wenig kostet, sie einem grösseren Nutzerkreis zugänglich zu machen.

Gerade das Beispiel von Tesla zeigt, wie wenig Zahlen für sich gesehen über die Perspektiven eines Unternehmens aussagen, und mehr noch: Das Beispiel steht auch für das Gute am Kapitalismus – oder, um einen weniger belasteten Begriff zu verwenden: Es steht für ein Beispiel echten Unternehmertums, für das, was den wirtschaftlichen Fortschritt ausmacht. Das heisst:

  • Ein Unternehmer setzt alles auf eine Karte, er glaubt an seine Produkte und tut deshalb alles dafür. 
  • Er geht Risiken ein und macht auch gar keinen Hehl daraus. Und die Risiken werden nicht – wie so oft – verschleiert.
  • Die Risiken geht Elon Musk auch persönlich ein. Seine einzige – von ihm wieder ins Unternehmen investierte – Bezahlung besteht in einem Lohn von 37’500 Dollar pro Jahr, weil das die Mindestlohnvorschriften des Staates Kalifornien so vorschreiben. Ansonsten lässt er sich Optionen auf das eigene Unternehmen gutschreiben, womit er sich noch mehr an dessen Erfolg bindet.
  • Risiken eingehen, heisst nicht, verrückt zu sein: Die Autos von Tesla stellen echte Innovationen auf dem höchsten verfügbaren technologischen Niveau dar und können daher nicht so rasch kopiert werden. Zudem stossen sie auf grosses Interesse und sie können international abgesetzt werden.
  • Für die Chancen spricht auch, dass der Bruttogewinn bei Tesla positiv ist. Das heisst, wenn man vom Erlös der verkauften Autos die unmittelbaren (variablen) Herstellungskosten abzieht, bleibt ein Überschuss zurück. Was ungedeckt bleibt, sind die Fixkosten: Hauptsächlich für Forschung und Entwicklung, Administration und Marketing. Dazu kommen noch die Zinsen für das aufgenommene Geld und die Steuern. Das Risiko besteht letztlich darin, die Fixkosten auch langfristig nicht decken zu können. Je grösser aber der Absatz – und Musk ist hier sehr ambitioniert – desto geringer wird der Anteil der Fixkosten und je grösser das Gewinnpotenzial.

Nun ist Elon Musk als Milliardär nicht jemand, der sich um sein tägliches Brot sorgen muss. Doch das ist hier nicht der Punkt. Wenn es ihm nur um viel Geld geht, warum der ganze Stress, das ganze Risiko? Und es geht im Kern auch nicht um Musk oder um Tesla. Wie schon die Pioniere der Verhaltensökonomie Daniel Kahnemann und Amos Tversky festgehalten haben, werden echte Unternehmer nicht durch nüchterne Berechnung angetrieben – in ihren Worten vielmehr durch eine Art Selbstüberschätzung – und gerade dies bringt die Menschheit weiter, obwohl viele Unternehmen tatsächlich scheitern.

Das unternehmerische Denken und Handeln steht im Gegensatz zu einer besonderen Bürokratie, wie sie in grösseren Unternehmen, unter Buchhaltern, Controllern und Beratern besonders verbreitet ist, die einen übermässigen Einfluss auf die Unternehmensführung ausüben. Hier zählen Excel-Tabellen mit gesicherten Zahlen: sicheren Gewinnen, sicheren Margen, sicheren Umsätzen. Mit «sicher» sind hier Geschäftsmodelle gemeint, die bereits Erfolg hatten.

Die Folge ist, dass solche «sicheren» Geschäftsmodelle gerne kopiert oder gekauft werden und das Beschreiten von Neuland wenig Anhänger hat. So wird dann in Bereiche investiert, die gerade deshalb wiederum leicht kopiert werden können und werden, sodass die schönen Zahlen sehr schnell ihren Glanz verlieren können. Kein Risiko einzugehen, erweist sich dann auf die Dauer als das grösste Risiko überhaupt.

 

255 Kommentare zu «Tesla und das Gute am Kapitalismus»

  • Anh Toàn sagt:

    Gehalt von Elon Musk:

    Er will jetzt Aktien verkaufen, für 2.8 Milliarden, um Steuern zu bezahlen auf seine Optionen, die er in Tesla Aktien gewandelt hat:

    Ich halte mich da an die Steuerverwaltung: Die sagen, er habe mindestens etwa 6 Milliarden verdient, vor Steuern und diese in Tesla Aktien investiert. 6 Milliarden seit der Gründung von Tesla 2003, ergibt 500 Millionen pro Jahr. Hat er verdient, sagen die Steuern, die dürfen vieles wissen und fragen und kommen zu diesem Schluss.

    500 Millionen jedes Jahr, 40 Millionen jeden Monat, rund 2 Millionen pro Arbeitstag.

    • Anh Toàn sagt:

      Diese Kosten sind nirgendwo in der Erfolgsrechnung, sie werden direkt im Eigenkapital gebucht, der Anteil der übrigen Aktionäre (Kostolany nannte sie Idioten) an Tesla wurde einfach um den Betrag reduziert: Die haben keine Rechnung von der Steuerverwaltung bekommen, ausser sie hätten Aktien mit Kursgewinnen verkauft.

      Wie viele Milliarden haben die paar Autos gekostet, die Tesla bisher gebaut hat? Wie viel Cash ist verbrannt worden?

      Aber wetten gegen GS? (Kaufempfehlung, am nächsten Tag kommt Kapitalerhöhung, GS offeriert wohl schon, alles eine Frage des Preises). Nein, nicht gegen GS. Wann geht GS raus aus Tesla, scheint mir die Frage zu sein.

  • Anh Toàn sagt:

    Kynetische Energie in Bremsen zu vernichten ist angesichts der heutigen Möglichkeiten dumm. Bremsenergierückgewinnung wird wohl bald jedes Auto haben.

    Ich kann mir auch Antriebskonzepte vorstellen, bei denen der von einem Generator produzierte Strom von Elektromotoren in Vortrieb gewandelt wird. Der Generator kann dann mit einer konstanten Leistungsabgabe sehr effizient laufen. Batterien sind nur als Puffer für Höchstleitung (Beschleunigung, Bergauffahrt) notwendig, können somit relativ zu reinen Elektrofahrzeugen sehr klein ausgelegt werden.
    .

    • Peter Schmid sagt:

      Bei einem Elektrofahrzeug ist der Elektromotor/Generator zur Rekuperation schon gratis dabei und es braucht keinen Verbrennungsmotor mehr.
      Dank der Rekuperation ist das Batteriengewicht wenig entscheidend sondern insbesondere der Luftwiderstandsbeiwert und dort schneidet ein Elektrofahrzeug mit flachem Unterboden wesentlich besser ab.

      Schauen Sie sich mal diese Grafik an:
      http://www.carbonorder.com/assets/large/roadfig22.png
      Tesla hat übrigens inzwischen die $200/kWh bereits unterschritten.

      • Orakel sagt:

        Ein Elektroauto ist kein perpetummobile. Ein Tela Model S hat in der Stadt einen deutlich höheren Verbrauch als ein BMW i3, der rund 800 kg leichter ist. Dafür das Tesla die 200$/kwh unterschritten hat zockt Tesla aber seine Kunden jetzt ganz schön ab beim S 70 kostet die Option für 5 kwh mehr 3300 Euro. Beim I3 bietet BMW jetzt zusätzliche 11 kwh für nur 1200 Euro an

        • Peter Schmid sagt:

          Immerhin, inzwischen haben selbst Sie bemerkt, dass Tesla Profit macht…

          • Anh Toàn sagt:

            Heh?

            Profit macht, wehr mehr einnimmt als ausgibt, wer Kunden abzockt und dennoch mehr ausgibt als einnimmt, macht keinen Profit.

          • Peter Schmid sagt:

            Niemand muss Zubehör kaufen – überhaupt muss Niemand einen Tesla kaufen.

            Das mit dem Zubehöraufpreis ist im übrigen ein alter Hut – nur hat sich daran früher kaum jemand gestört.

            Wenn man von einem nichtsproduzierenden und nichtsmitrisikonehmenden Generalimporteur abgezockt wird, bezahlt man offensichtlich gerne einen saftigen Aufpreis…

          • Peter Schmid sagt:

            Und um Sie jetzt noch richtig zum Kochen zu bringen:
            Die 5kWh extra Kapazität werden angeblich alleine über die Firmware per Funk freigeschaltet und die Kunden wissen das offensichtlich.

            https://teslamotorsclub.com/tmc/threads/slipping-delivery-dates-for-model-s.67863/page-3#post-1515399

          • Orakel sagt:

            @Peter Schmid :
            Das Tesla wohl mittlerweile nur noch 75kwh-Akku-Packs verbaut und die per software im Einstiegsmodell begrenzt, ändert doch nichts daran , das Tesla dafür zusätzlich 3300 Euo verlangt .Wahrscheinlich wird es auch ähnlich laufen wie mit der 90kKwh-Option , nach kurzer Zeit wurde da das 85 kwh-Akku-Pach vom Markt genommen und es bliebt nur noch die 90-optin mit dem höheren Preis.Offensichtlich versucht Tesla zur Zeit über offene und versteckte Preiserhöhungen die Lücke in der Bilanz zu verkleineren

          • Peter Schmid sagt:

            Wie der Artikel erklärt, ist Tesla ein kapitalistisches Unternehmen und nicht Mutter Teresa.

            Wenn Tesla sogar Kunden findet, die bereit sind für ein einfaches Firmware-Update 3300 Euro zu bezahlen, dann spricht das umso mehr für’s Produkt.

        • Orakel sagt:

          Tesla macht keinen Profit. Im abgelaufen Quartal waren schon die Kosten für Produktion , Vertrieb und Verwaltung 68 Millionen höher als die Verkaufserlöse .Insgesamt lag der Verlust bei 268 Milionen $ fast 20.000 $ pro verkauften Fahrzeug.Und ob viele Kunden bereit sind die 3300 Euro für lächerliche 5 KWH zu zahlen wird sich erst noch zeigen müssen. Tesla versucht ja jetzt über Preiserhöhungen die Verluste zu begrenzen , auch nach dem Facelifting vom Model S gab es ein saftige Preiserhöhung von fast 5 Prozent.So besonders gut sehe auch die Verkaufszahlen vom April in Europa nicht aus
          Holland 135 nach 371 im März ,Deutschland 86 nach 267,Norwegen 96 nach 487,Schweden 52 nach 142.,

          • Peter Schmid sagt:

            Die Verkaufszahlen sind demnach stetig angestiegen.

            Das sieht nicht gerade nach einem Flopp aus…

          • Orakel sagt:

            @Peter Schmid :
            von wegen stetig angestiegen im April zeigen die Zahlen ein starken Einbruh. Über die links rechts außenneben der Tabelle können sie auch zu den nationalen Statistiken kommen. Und besonders interessant ist dort der Einbruch in Norwegen um mehr als 50 % zum Vorjahr. Norwegen war letztes Jahr noch Telas zweitgrößter Markt nach den USA .

          • Peter Schmid sagt:

            Im Q1 2016 wurden immer noch 60% mehr Teslas verkauft als im Q1 2015.

            Hier von einem starken Einbruch zu sprechen ist doch absurd.

          • Orakel sagt:

            Es geht um den April und da sind die Zahlen für den Absatz in Europa Rückläufig. Und auch im ersten Quartal sind weltweit nur noch 12,420 Model S verkauft worden nach 17,272 in Q4/2015.

          • Peter Schmid sagt:

            Wie gesagt: Im Q1 2016 wurden immer noch 60% mehr Teslas verkauft als im Q1 2015.

            Und warum schliessen Sie explizit die Verkaufszahlen für das neue Model X aus?

          • Orakel sagt:

            Auch sie können nicht leugnen das es in Q1 einen Absatzrückgang beim Model S von fast 28% Prozent gegen über Q4/2014 gab Und selbst einschließlich dem neuen SUV warren es rund 2500 weniger als im Vorquartal.

          • Peter Schmid sagt:

            Erzählen Sie keinen Schmarren.
            Gemäss Ihrem eigenen Link sind im Q4/2014 insgesamt 9’834 Fahrzeuge verkauft worden und
            im Q1/2016 14’810 Fahrzeuge verkauft worden.

          • Orakel sagt:

            Kleiner Tipp fehler es solte natürlich Q4/2015 heissen , das ist ja auch das vorhergehende Quartal und da waren es 17,272

      • Orakel sagt:

        Kunden die bereit sind für weniger als 20 km zusätzliche Reichweit 3300 Euro zuhahlen sind selbst schuld . Aber um aus den roten Zahlen zu kommen reicht dasTesla bei weitem nicht.

  • Nick Schaefer sagt:

    Bleiben wir bei der Aktienanalyse:
    Der – notabene – freie – Aktienmarkt bewertet diese Geldvernichtungsmaschine sehr hoch.
    .
    Sind diese Investoren alles Trottel?
    Im Sinne von „10 Millionen Fliegen können nicht irren, also esse ich auch Kuhmist“?
    .
    Versuchen wir es umgekehrt.
    Nehmen wir an, es gibt eine rationale Erklärung.
    Welche könnte dies sein?
    .
    Da gab es doch die Sache mit dem Klimawandel.
    Wissenschafltich ist dort längst alles klar:
    Wollen wir weiterhin bequem leben, ohne Klimaflüchtlinge, ohne dass New York, LA, London, Amsterdam und Shanghai im Meer verschwinden, dann müssen wir unseren CO2-Ausstoss in der OECD um 80% senken.
    Global müssen wir ihn um 50% senken.

    • Orakel sagt:

      Die Börse ist kein zuverlässiger Indikator, ähnlich absurde Bewertungen gab es Ende der neunziger Jahre bei der Dotcom-Blase und die ist schließlich auch mit lautem Knall geplatzt. Börsenblasen ohne echte Substanz sind im Verlauf der Börsengeschichte über kurz oder lang alle geplatzt angefangen mit den Tulpen.Tesla ist selbst im Hochpreissegment nicht in der Lage ausreichende Verkaufserlöse zu erzielen um die Kosten für Produktion, Vertrieb und Verwaltung zu decken.Ganz davon zu schweigen die hohen Entwicklungskosten für weitere Modelle und Investitionen zu finanzieren.

      • Nick Schaefer sagt:

        Tesla MarketCap: $30 bn.
        World Equity MarketsCap: $300’000 bn.
        .
        Tesla ist die einzige Firma, welche das gesamte Knowhow in diesem Segment hat.
        Dazu auch die einzige Firma mit einem stimmigen Marketingkonzept.
        Das Produkt ist hervorragend gut.
        Machen Sie eine Probefahrt: Ihr altes Auto wird Ihnen danach nur noch leid tun.
        .
        Der Klimawandel zwingt uns zur Aufgabe allen fossilen Verkehrs (sowie aller fossilen Heizungen, und aller fossilen Kraftwerke).
        .
        Wie hoch würden Sie die einzige Firma bewerten, welche das Knwohow hat, um den privaten Autoverkehr auf eine coole, und geniale Art, auf elektrisch umzustellen?
        Wären 0.001% oder 0.01% der Kapitalisierung der weltweiten…

        • Orakel sagt:

          Tesla hat selbst in den USA einen Marktanteil von von unter 0,2 Prozent, Tesla hat auch keineswegs das Elektroauto erfunden . Nissan hat von seinem Leaf bisher weltweit rund doppelt so viele Fahrzeuge verkauft wie Tesla.Gut die Fahrzeuge von Nissan sind nicht cool für Leute mit einem Einkommen über 300.000 $. Diese kleine finanzschwache Börsenblase hat keinesfalls das Potential den Weltmarkt für PKW umzukrempeln. Selbst von der Gigafactory stehen erst 14% vom Gebäude, und ohne weitere Kapitalerhöhung wird Tesla weder die Gigafactory fertigstellen können noch die Produktionskapazitäten auf eine halbe Million ausbauen können.

          • Peter Schmid sagt:

            In die Gigafactory hat Panasonic ebenfalls Milliarden investiert.

            Und ein allenfalls zu hoher Börsenpreis ist doch kein Beleg für einen zukünftigen Misserfolg.

          • Orakel sagt:

            @Peter Schmid
            Panasonic hat bis jetzt insgesamt 128 Millionen US-Dollar investiert, da fehlt noch viel bis zur Milliarde . Seit Baubeginn hat Tesla 380 Millionen US-Dollar investiert. Auch da fehlt noch viel bis zu den 2 Milliarden die Tesla selbst investieren wolte nach dem Plan auf seiner Webseite zur Gugafactory
            http://teslamag.de/news/gigafactory-panasonic-hat-im-letzten-quartal-die-investitionen-verdoppelt-8620

          • Peter Schmid sagt:

            Die Gigafactory produziert Batterien für 500’000 Fahrzeuge pro Jahr (entspricht der Produktionsrate des 3er BMW).
            Der Tesla 3 soll voraussichtlich für einen Durchschnittspreis von $42k verkauft werden.
            Über eine Fabrik-Amortisationszeit von 7 Jahren entspricht das einem Umsatz von $147 Mrd.

            Da darf die Fabrik doch hoffentlich auch ein paar Mrd USD kosten. Zumal es hier um das wesentlichste Element des Fahrzeugs handelt (Verbrennungsmotor, Auspuff, Katalysator/Partikelfilter, Getriebe, Kardanwelle, Kühler, Tank etc.) fällt ja alles weg.

          • Orakel sagt:

            @Peter Schmid:
            Laut dem Plan auf seiner Webseite wollte Tesla direkt 2 Milliarden $ investieren . Bisher hat Tesla aber laut Governor’s Office of Economic Development (GOED) von Nevada erst 380 Millionen $ . Fehlen also noch mehr als 1,6 Milliarden $.Das ist mehr als die Barmittel die Tesla in seiner letzten Bilanz ausgewiesen hat.Und entgegen ihrer Behauptung hat Panasonic bis jetzt noch keine Milliarden in die Gigafactory investiert sondern nur 128 Millionen $r,Panasonic scheint hier recht zögerlich zu investieren.Um die Gigafactory bis Ende 2017 auf volle Kapazität zu bringen müsste man die Investitionen gegenüber dem Q1/2016 in den kommenden Quartalen verfünffachen

          • Peter Schmid sagt:

            Die Fabrik ist ja noch nicht fertiggestellt, da muss man hoffen, dass Sie noch keine 2 Milliarden verbraten haben.

            Und Panasonic liefert insbesondere die Fertigungsanlagen und die können offensichtlich nicht in einem halbfertigen Gebäude installiert werden.

            Immerhin haben Sie inzwischen festgestellt, dass mit Hilfe dieser Fabrik über 100 Milliarden umgesetzt und somit Investitionen von $2 Milliarden problemlos gerechtfertigt werden können, angesichts der Tatsache, dass bereits letztes Jahr ganz ohne Gigafabrik bereits $4.05 Milliarden umgesetzt worden sind.

          • Orakel sagt:

            Umsatz heißt nicht Gewinn .Voriges Jahr hat Tesla bei $4.05 Milliarden fast 900 Millionen Verlust gemacht.
            neben der Gigafactory muss Tesla auch noch in zusätzliche Fertigungslinien für 400.000 Model S investieren. Und da Telsa mittlerweiile eine Nettoverschuldung von 6,4 Milliarden Dollar und die Eigenkapitalquote nur noch bei 10 Prozent liegt, ist Tesla ohne größere Kapitalerhöhung bald reif für Chapter 11

          • Peter Schmid sagt:

            Die Gigafactory produziert Batterien für 500’000 Fahrzeuge pro Jahr (entspricht der Produktionsrate des 3er BMW).
            Der Tesla 3 soll voraussichtlich für einen Durchschnittspreis von $42k verkauft werden.
            Über eine Fabrik-Amortisationszeit von 7 Jahren entspricht das einem Umsatz von $147 Mrd.

            Da darf die Fabrik doch hoffentlich auch ein paar Mrd USD kosten. Zumal es hier um das wesentlichste Element des Fahrzeugs handelt (Verbrennungsmotor, Auspuff, Katalysator/Partikelfilter, Getriebe, Kardanwelle, Kühler, Tank etc.) fällt ja alles weg.

          • Peter Schmid sagt:

            Wie Ihnen Herr Stadelmann schon gesagt hat, hat Tesla zahlreiche Möglichkeiten die notwendigen zusätzlichen Mittel zu erhalten.
            Angesichts des hohen Bedarfs ist das keine wesentliche Schwierigkeit.

        • Marcel Senn sagt:

          Schaefer: World Equity Market Cap ist aber keine 300 Billionen sondern aktuell um die 60 Billionen $ gemäss World Federation of Stock Exchanges.

  • Francis Gerz sagt:

    Guter Artikel von MDM!
    Die Zukunft ist elektrisch (als Energieträger) und die Mobilität wird demzufolge AUCH elektrisch sein, das sollte HEUTE doch jeder (…) verstehen … Strom als Energieträger wird bald „gratis“, sobald die Speicher vorhanden sind.
    1 Tag Sonne auf Erde bringt genügend Energie für 1 Jahresverbrauch der Erde … (think about that)
    Und zu den wandelt sich die Mobilität gewaltig in Richtung autonomes Fahren, Sharing … Und da ist halt TESLA 20 Jahre weiter als die Dinos von heute.
    Und da hätten wir noch ein kleines Klimaproblem in Form von CO2…
    Wer heute die Zeichen der Zeit nicht erkennt … ist blind
    Also wird TESLA ein Megaerfolg (sorry guys)

    • Orakel sagt:

      Nicht wieder dieser Unsinn von wegen „die Sonne schickt keine Rechnung“.Strom ist alles andere als gratis. Nur in südlichen Ländern ist Photovoltaik ohne staatliche Subventionen konkurrenzfähig. An autonomem fahren arbeiten fast alle großen Autokonzerne. Daimler hat mittlerweile seit einem halben Jahr die Genehmigung sein System für selbstfahrende LKW’s auf der Autobahnin Baden-Würtemberg zu testen.Daimler ist auch am Carsharingunternehmen Car2go beteiligt.
      Tesla ist bis jetzt eher ein Fass ohne Boden , und im Grunde die größte Börsenblase nach Dotcom und den Tulpen, bei dem die Verluste schneller wachsen als der Umsatz

      • Peter Schmid sagt:

        Bei der letzten PV-Auktion lag der durchschnittliche kWh-Preis im nebligen Deutschland bei 7.4 cents /kWh (d.h. die tatsächlichen Stromerzeugungskosten sind wesentlich tiefer, sonst würde der PV-Strom nicht zu diesem Preis offeriert):
        http://www.pv-magazine.com/news/details/beitrag/fourth-german-solar-draws-128-mw-at-average-price-of-eur-741-cents-kwh_100024096/#ixzz45WtfrPMv

        Das neue Kernkraftwerk in England kostet 12 cents/kWh plus Inflationsausgleich über 35 Jahre plus Endlager plus Rückbaukosten plus 100% Uranabhängigkeit: https://www.tagesschau.de/ausland/stromanbieter-101.html

        • Orakel sagt:

          Im nebligen Norddeutschland waren da keine Anlagen dabei. Die Bieter haben im übrigen 2-Jahre Zeit ihre Anlage zu realisieren. Im ersten Quartal hat sich auch gezeigt, daß zur Zeit fast keine Anlagen aus den Ausschreibungen realisiert werden, im Grunde erwartet alle das die EU die Mindestpreise für chinesische Module in den nächsten beiden Jahren aufheb,t und dann die Modulkosten um 20 % sinken, was dann ca. 10 % niedrigere Investitionskosten bei einer Freiflächenanlage bedeutet. 7,4 Cent liegt deutlich über dem durchschittlichen Börsenstrompreis, die Differenz tragen die deutschen Endverbraucher.In Deutschland werden schon lange keine AKW mehr gebaut.

        • Peter Schmid sagt:

          Doch das sind ausschliesslich PV-Anlagen in Deutschland und Deutschland ist nun mal kein sonniges Land.
          In Dubai sind bereits 2.6 cents/kWh für PV-Strom erreicht worden:
          http://energyload.eu/energiewende/international/rekord-solarstrom-dubai/

          Der Börsenstrompreis ist inzwischen unter den Stromerzeugungskosten nahezu aller Kraftwerke.
          Der meiste Strom wird allerdings nicht zum Börsenstrompreis verkauft. Zudem ist es immer noch besser ein bereits bestehendes Kraftwerk unrentabel zu betreiben als gar nicht zu betreiben, da die Kredite und das Personal so oder so bezahlt werden müssen.
          Das verhält sich gleich wie z.B. unrentable Örbohrinseln – die Kredite müssen bedient werden.

          • Peter Schmid sagt:

            Erst dank den erneuerbaren Energien sind die Grosshandelspreise in Deutschland signifikant gesunken.
            Davon profitiert die Deutsche Industrie enorm.

            Mal ganz abgesehen davon, dass die erneuerbare Industrie in Deutschland hunderttausende Arbeitsplätze geschaffen hat und die Energieträgerabhängigkeit wesentlich reduziert hat.
            https://www.unendlich-viel-energie.de/themen/gute-gruende

            Falls Deutschland nach wie vor jedes Jahr über 7 GW an PV installieren würde, entspricht das tatsächlich weniger als 0.05 cents/kWh bei den jetzigen Vergütungen.

          • Orakel sagt:

            Das Photovoltaik in sonnenreichen Ländern ohne Subventionen auskommt hatte ich schon oben geschrieben..Die Zahl der Arbeitsplätze in der Solarbranche in Deutschland ist mittlerweile auf ca. 30000 gesunken.Durch die Umlage der Kosten für die Förderung auf die Endverbrauchen plus 19 % Mehrwert steuer hat Deutschland Strompreise für Endverbraucher die 40% höher sind als im Schnitt der EU.Ein weitere Zubau von 7,5 Gigawatt wie zwischen 2010 bis 2012 würde innerhalb von 4 Jahren dazu führen das die alleine die Photovoltaikanlagen im Sommer über Mittag mehr Strom erzeugen würden wie Deutschland braucht..
            Nach dem aktuellen EEG wird die Förderung vom PV bei erreichen von 52 GW auslaufen

          • Orakel sagt:

            Obwohl Deutschland kein sonnenreiches Land ist hat es welltweit nach China die zweithöchtse installierte Leistung an PV-Anlagen und pro Kopf die höchste Zahl von allen größeren Staaten.Allerdings kostet ein kwh aus deutschen Photovoltaikanlageniim Schnitt immer noch über 31 Cent. Man hat in Deutschlanbd versäumt in Zeiten als Photovoltaik noch sehr teuer war den Fördertopf zu deckeln.So kam es dann zu einem enormen Boom als die Chinesischen Modulhersteller den Markt aufrollten und die Kosten viel schneller sanken als die deutschen Einspeisevergütungen. Nach dem man die Einspeisevergütung dann massiv gekürzt hat ist der Zubau dann auch massiv zu rückgegangen

          • Peter Schmid sagt:

            Tatsächlich ist der PV-Boom eingebrochen, weil die Grösse der Anlagen massiv limitiert worden ist und auch ständig neue Auflagen zum Schutz der grossen Stromkonzerne eingeführt worden sind.

            Abgesehen davon, dass die Strompreise für die Haushalte wenig relevant sind, da diese Kosten im Gegensatz zu den restlichen Lebenshaltungskosten wenig einschenken und der Haushaltsstromverbrauch durch simple Massnahmen wie Steckerleisten, effiziente Beleuchtung, Pfannendeckel etc. einfach reduziert werden kann.

          • Peter Schmid sagt:

            Anstatt den Strom besteuern könnte Deutschland die importierten fossilen Brennstoffe besteuern und mit der EEG-Umlage belasten und so langfristig wesentlich mehr Wertschöpfung in Deutschland generieren.
            Deutschland tut das nicht, weil weder die Reduktion der Abhängigkeit von Krisenregionen noch die Reduktion des CO2-Ausstosses eine ernsthafte Priorität geniesst.

            Die PV-Vergütungen sind heute so gering, dass sie keinen Einfluss auf die Stromkosten haben können und deren massive Limitierung ist deshalb volkswirtschaftlich betrachtet unsinnig. http://www.pv-fakten.de/

          • Orakel sagt:

            @Peter Schmidt
            Unsinn der PV-Boom in Deutschland ist eingebrochen weil die Einspeisevergütung so weit gesunken ist , das es sich für private Hausbesitzer nur noch an guten Standorten rechnet.Im letzten Jahr ging übrigens mehr als 40 % der installierten Kapazität auf Freiflächen Anlagen mit mehr als 1 MW. Viele dieser Anlagen werden mitlerweile von den Stromkonzernen geplant.Auch das Märchen der Photovoltaik das bei Erreichen der Netzparität der große Durchbruch erreicht würde ist längst wieder legt.Weil ohne Speicher kaum mehr als 30 % Eigenverbrauch erreichbar ist, kam ab 2013 der große Einbrauch obwohl die Einspiesevergütung deutlich unter dem Endverbraucherpreis lag

          • Orakel sagt:

            Am letzten Wochenende um 11 Uhr deckten Photovoltaik und Windenergie mehr als 90 % des deutschen Stormbedarfs , und da es nicht genügend Speicherkapazitäten in Deutschland gibt wurde wieder viel Strom exportiert, weil man die Grundlastkraftwerke nur begrenzt regeln kann.Um 20 Uhr lieferten die Photovoltaik anlagen dann nur noch 0,53 GW .Das zeigt überdeutlich das die Entscheidung die Förderung von Netzeinspeisung von Strom aus Photovoltakanlagen richtig ist. Mit Photovoltaik und Windkraft läßt sich keine sichere Stromversorgung für ein Industrieland organisieren , solange es keine finanzierbaren Speichermöglichkeiten gibt

          • Peter Schmid sagt:

            Falsch.
            Früher sind 80 MW PV-Anlagen verbaut worden und die konnten Einspeisvergütungen beziehen.
            Damit ist schon längst vorbei die Leistung wurde massiv begrenzt und aufwändige Direktvermarktung eingeführt.

            Wie gesagt: Deutschland könnte überschüssige PV-Leistung problemlos in Warmwassertanks speichern.
            Leider ist der Strom massiv besteuert, während importierte fossile Brennstoffe nicht besteuert werden. Selbst der selbsverbrauchte PV-Strom wird besteuert.
            Aus diesem Grund wärmt über 90% Deutschland ihr Wasser mit fossilen Brennstoffen – sogar wenn eine PV-Anlage auf dem Dach sitzt.

          • Peter Schmid sagt:

            Abgesehen davon, dass Europa mehr als genügend hydraulische Speicher hat und Übertragungsleitungen günstig sind bzw. bereits existieren.

            Deutschland braucht gemäss VDE erst ab 80% EE Speicherkapazität, sofern Deutschland explizit auf die Speicher der Nachbarländer verzichten würde: http://www.chemieingenieurwesen.de/VDE-Studie_Energiespeicher_Kurzfassung.pdf
            Wie gesagt: 99% der Leute realisieren nicht, dass wertvolle Benzinenergie seit Jahrzehnten teuer im Sekundentakt verbremsstaubt wird. Es macht deshalb noch viel weniger Sinn günstigere Solar- und Windenergie bei seltenen wolkenlosen Bisen zu speichern. PV und Wind kann zudem ohne Bremsbeläge geregelt werden.

          • Orakel sagt:

            Was soll der Unsinn Strom aus großen Freiflächenanlagen in Warmwasser zu speichern das macht überhaupt keinen Sinn. Selbstverbrauchter Strom aus Dachanlagen bis 10 KW wird entgegen ihrer Behauptung auch nicht besteuert. Aber auch bei 12,3 Cent Einspeisevergütung macht es mehr Sinn den Strom ins Netz zu speisen als damit Warmwasser zu erzeugen um dann ca. 6 Cent Heizkosten zu sparen .

          • Peter Schmid sagt:

            Herr Orakel.
            Überlegen Sie doch ausnahmsweise einmal für 5 Rappen:
            Angenommen Sie bräuchten die Bremse bei Ihrem Diesler nur gerade einmal an jedem x-ten Wochenende, würden Sie dann in ihrem Fahrzeug einen Speicher mit Generator einbauen um diese sehr seltene Bremsenergie speichern zu können anstatt verbremsen zu müssen?

          • Peter Schmid sagt:

            Es fällt eine EEG-Umlage auf selbstverbrauchten Strom an:
            http://www.sfv.de/artikel/zur_eeg-umlagepflicht_auf_eigenverbrauchten_solarstrom.htm

            Wenn fossile Brennstoffe anstatt Strom besteuert würde, würde es sehr wohl Sinn ergeben selbst verbrauchten Strom in Warmwasser zu wandeln.

          • Peter Schmid sagt:

            Seit 2016 erhalten selbst 100 kW PV-Anlagen keine Einspeisevergütungen mehr und müssen den Strom direkt vermarkten. Bei diesem hohen bürokratischem Aufwand, werden solche PV-Anlagen nicht mehr verbaut.

          • Orakel sagt:

            @Peter Schmid : Eigenverbrauch
            Vielleicht solten sie den verlinkten Artikel auch mal ganz lesen und dort vor allem den Abschnitt
            „Keine EEG-Umlage zu zahlen ist bei“
            •Neuanlagen mit einer installierten Leistung von höchstens 10 kW und einem Eigenverbrauch von höchstens 10 MWh pro Kalenderjahr
            Darauf habe ich sie auch schon hingewiesen, aber nachlesen scheint nicht ihre Stärke zu sein.
            Ihren Vorschlag die Energiesteuer auf Erdgas und Heizöl zu verzehnfachen, dürfte wohl keine Regierung überleben,auch in der Scwiz dürften sie dazu keine Mehrheit finden
            PS: sie wissen um wieviel höher der Anteil der Photovoltaik in Deutschland im Vergleich zur Schweiz ist , oder muss ich es ihnen…

          • Orakel sagt:

            @Peter Schmid : Speicher
            vielleicht sollten sie auch die Studie die sie verlinken mal lesen und dann korrekt zitieren:
            „Speicher werbis zu einem EE-Anteil von 40 % nur in geringem Umfang zur Speicherung von EE-Strom benötigt“
            „Bei einem Anteil erneuerbarer Energien von 80% werden in einem volkswirtschaftlich günstigen Szenario zusätzlich zu den heute vorhandenen Speichern etwa 14b GW bzw. 70 GWh ( 5 Stunden ) an Kurzzeitspeichern und ca. 18 GW bzw 7,5 TWh ( 17 Tage) Langzeitspeichern benötigt

          • Peter Schmid sagt:

            Nicht alle Leute wohnen, arbeiten, kaufen, lernen, turnen, landwirten etc. in kleinen Einfamilienhäusern.
            Auf die meisten Dächer passen mehr als 10 kW.
            Mit < 10 kW Anlagen kommen sie auf keinen grünen Zweig.

            Die Langzeitspeicher hat Deutschland dank den bereits existierenden Methanpeicher bereits. Die können mit Methan aus Biomasse gefüllt werden können und weisen eine Speicherkapazität von 200 TWh aus.

            Die Kurzeitspeicher von 70 GWh kann Deutschland zum einen über existierende Pumpspeicher selbst abdecken und zum anderen über den Stromhandel mit den Nachbarländern.
            Die Schweiz hat bereits eine Speicherkapazität von 8815 GWh.

          • Peter Schmid sagt:

            Erzählen Sie keinen Schmarren – nirgends habe ich behauptet Energiesteuern zu verzehnfachen.
            Sondern die Steuern auf Strom reduziert und die Steuern auf fossile Brennstoffe entsprechend kostenneutral erhöht werden.
            Ausserdem sollte die EEG-Umlage vom Strom auf die fossilen Brennstoffe überwälzt werden.
            Da das kostenneutral ist, ist das für die Verbraucher irrelevant.

            Klar würde ein solches Vorhaben von der etablierten Energiesektor massiv bekämpft.
            Wie heisst es schon wieder: „Heizen mit Öl – entschieden richtig.“
            Auch wenn das Öl von der ISIS und von korrupten Ländern geliefert wird, welche Fundamentalisten finanzieren und Flüchtlingswellen anheizen?

          • Orakel sagt:

            @Peter Schmidt::Anlagen > KW:
            in Deutschland gibt es 12 Milionen Einfamilienhäuser für die macht eine PV-Anlage mit mehr als 10 KW keinen Sinn weil sie nicht viel mehr als 10 % des Stroms selbstverbrauchen können.Nur mit der Einspiesvergütung rechnet sich das nicht. Da machen zur Zeit 5 KW-Anlagen am meisten Sinnn weil damit Eigenverbrauchsquten um die 30 % erreichbar sind und die Stromersparnis höherbist wie die Vergütung für selbstverbrauchtn Strom.
            Für Mieter kommt eine PV ohnehin nicht in Frage .
            Und zu ihrem Geerde über Methanspeicher , der Wirkungsgrad ist miserabel und die Kosten sind derzeit viel zu hoch

            Es gibt auch nicht annänher Trassen um 14 GW in die Schweiz zu tra

          • Orakel sagt:

            @:Peter Schmid. Kosten neutral:
            Natürilch müßten sie die Energiesteuer auf Heizöl und Erdgas ungefähr verzehnfachen damit ihr Vorschlag PV-Strom zur Warmwasser zu nutzten Sinn macht.Nur dann erhöhen sich die eingsparten Heizkosten auf etwa 12 Cent und ungefähr auf die Höhe der Einseisevergütungfpür Anklagen bis 10 KW, oder alternativ die Vergütung halbieren .Allerdings dürfte eine Partei die vorschlägt die Heizkosten in Deutschland durch Steuererhöhung zu verdoppeln Probleme mit der 5-Prozentklausdel bekommen. Als Schweitzer haben sie die EEG -Umlage nicht verstanden , die ergibt sich aus der Differenz der Einspeisevergütung zum mittleren Bösenpreis.

          • Peter Schmid sagt:

            Selbstverständlich rechnen sich kleine PV-Anlagen bei den jetzigen Vergütungen und werden deshalb ja auch weiterhin verbaut. 12,31 cents/kWh entspricht bei 900 kWh/kWp und 20 Jahren Vergütungsdauer, 2216 Euro/kWp.
            Komplette < 10 kWp PV-Anlagen gibt's für weniger als 1300 Euro/kWp:
            http://www.photovoltaikforum.com/angebote-f41/36160-7kwp-1245eur-winaico-1250eur-solar-world-t112524.html

            Das Problem ist jedoch, dass die Rahmenbedingungen dauernd geändert werden und die Hausbesitzer verunsichert sind oder das Dach auch noch sanieren müssten, die finanziellen Mittel nicht haben oder grundsätzlich eine Abneigung gegen Solarenergie haben.

          • Peter Schmid sagt:

            Deutschland hat heute eine Koppelleistung zu den Nachbarländern von gegen 20 GW.
            Diese Leistung kann problemlos ausgebaut werden.

          • Peter Schmid sagt:

            Sie haben die Einspeisevergütung nicht verstanden.
            Es muss ein Topf gefüllt werden um die Vergütungen für die EE-Anlagen zu finanzieren.

            Heute wird dieser Topf über eine Umlage auf den Strom gefüllt (das mit der Börsendifferenzrechnung wurde im übrigen erst vor einigen Jahren eingeführt und ist doch kein unveränderliches Gottesgesetz).
            Diese Umlage kann stattdessen auf fossile Brennstoffe umgelegt werden. Das ist technisch kein Problem.

          • Peter Schmid sagt:

            Die riesigen Methanspeicher existieren bereits und die Biogasanlagen ebenfalls.
            https://de.wikipedia.org/wiki/Erdgasspeicher

            Heute fahren die Biogasanlagen mit Vollast durch unabhängig davon ob der Strom benötigt wird.
            Zukünftig kann dieses Biogas in die bereits existierenden Speicher gespeist werden und nur dann verstromt werden, wenn ein Bedarf existiert.

          • Peter Schmid sagt:

            Erdgas und Heizöl kostet momentan etwa 6 cents/kWh.

            Das heisst es braucht gerade mal eine Verdoppelung und sicher keine Verzehnfachung, zumal ja auch Wärmepumpen eingesetzt werden können und Dinge wie Öltanks und Kaminfegerkosten wegfallen.

            Solange die Strompreise entsprechend gesenkt werden und diese Änderung Schrittweise über einige Jahre eingeführt wird, ist das politisch umsetzbar.
            Wie gesagt: Natürlich nur wenn die Reduktion der Abhängigkeit von importierten Brennstoffen und die Reduktion der Treibhausgase von den Entscheidungsträgern gewünscht wäre.

          • Orakel sagt:

            @Peter Schmid Verdopplung der Heizkosten
            Die Energiesteuer auf Erdgas beträgt zur Zeit 0,55 ct/kWh ,ihr Vorschlag bedeutet eine Verzehnfachung der Steuer und eine Verdopplung der Heizkosten für Millionen deutscher Haushalte, das wird ganz sicher nicht komen. Aber als Schweitzer können sie ja versuchen in der Schweiz ein entsprechendes Refrendum zu beantragen.
            Von Stromgestehungskosten verstehen sie offensichtlich nichts mit iher Milchmädchenrechnung. Und natürlich macht es Sinn möglichst viel Strom selbst zu verbrauchen wenn die die Einspiesevergütung nir 12,31 Cent beträgt der Strom aus dem Netzt aber 28 Cent kostet.

          • Peter Schmid sagt:

            Nochmals:
            Wenn statt dem Strom die fossilen Brennstoffe besteuert und mit der EEG-Umlage belastet werden, kostet der Haushaltsstrom offensichtlich keine 28 cents mehr sondern ist dann wesentlich günstiger.

            Der Grund weshalb die Franzosen und Schweizer im Gegensatz zu den Deutschen ihr Brauchwasser vielmehr elektrisch aufbereiten, liegt im Wesentlichen an der Besteuerung des Stroms.

          • Orakel sagt:

            Peter Schmid : fossile Brennstoffe besteuern
            weder die Schweiz noch Frankreich haben zehnmal höhere Energiesteuern auf fossile Brennstoffe wie Deutschland.
            In Frankreich wird vor allem deshalb viel mit Strom geheitzt weil frankreich nachts Gewaltige Überksapazitäten mit seinen AKW’s hat.Ich bin im übrigen auch kein Fan der EEG-Umlage , die dazu noch mit 19 % Mehrwert steuer belastet wird , der Staat hätte die Subventionen für Wind und Solaranlagen aus Stermitteln übernehmen sollen.
            Aber auch mit 20 Cent ist der Strom aus dem Netzt immer noch terer wie die Einspeisevergütung . Im übrigen machen Dachanlagen auch nur dann Sinn wenn zumindest ein Teil des Stroms auch lokal verbrauch wird .

          • Peter Schmid sagt:

            Frankreich als auch die Schweiz bietet den Strom unter anderem auch wegen den Überkapazitäten absichtlich günstig an. Zum Beispiel mit Niedertarif während der Nacht.

            Deutschland kann neben der Reduktion der Steuern auf Strom auch flexible Niedertarife einführen um bei hohem Stromangebot Strom in Warmwassertanks zu speichern.

        • Orakel sagt:

          @:Peter Schmid: Stromhandel
          Es macht für Deutschland volkswirtschaftlich nicht viel Sinn Strom der über das EEG gefördert wird mit mehr als 7 Cent Einspeisevergütung für 3 bis 4 Cent in Nachbarländer zu exportieren.Das führt zu niedrigeenr Strompreisen in unseren Nachbarländern zu lasten der deutschen Endverbraucher auf die die EEG-Umlage umgelegt wurd

          • Peter Schmid sagt:

            Deutschland handelt seit Jahren Strom mit seinen Nächbarländern.
            Es gibt keinen Grund zukünftig auf den Stromhandel zu verzichten.

            Wenn Deutschland die elektrischen Verbindungen zu den Nachbarländern kappen und stattdessen massive Speicherkapazitäten aufbauen würde, wäre etwa so wie wenn die Schweiz die Swiss zwingen würde, sämtliche Passagierflugzeuge zu eliminieren und beginnen würde eigene Passagierjets zu entwickeln.

          • Orakel sagt:

            @:Peter Schmid
            Es geht nicht darum den Stromhandel zu kappen , sondern darum das es keinen Sinn macht Photovoltaik in Größenordnungen auszubauen die im Sommer zu hohen Stromüberschüssen führen und die dann billig ins Ausland zu exportieren zu Lasten der deutsche Endverbraucher.Aber da der 52 GW-Deckel jetzt wohl doch im neuen EEG bleibt, bei dem die Subventionen für Photovoltik auslaufen , wird das nicht passieren
            PS: zur Zeit ist mehr als 40% der in Europa installierten Photovoltaikleistung in Deutschland installiert.
            Die Schweiz liegt da ziemlich weit zurück

          • Orakel sagt:

            @Peter Schmid :Stromexporte
            Die höchsten deutschen Stromexporte gingen übrigens in den letzten Jahren nach Holland.Immer wenn es in Norddeutschland besonders viel Windstrom gibt, steigen die Exporte nach Holland wegen fehlender Stromtrassen von Nord nach Süddeutschland. Da Holland aus historsischen Gründen kaum Kohlekraftwerke, hat aber sehr viel Gaskraftwerke fahren die Holländer dann ihre Gaskraftwerke runter importieren den deutsche Strom für 3 bis 4 Cent für den die Berteiber der Windmühlen mindestens 7 Cent erhalten zu lasten der deutschen Endverbraucher

          • Peter Schmid sagt:

            PV braucht kein EEG.
            Wie gesagt: Die Rahmenbedingungen können auch anders gesetzt werden um PV attraktiver zu machen.
            Z.B. eben EEG-Umlage auf importe fossile Brennstoffe und keine EEG-Umlage auf Eigenverbrauch, so dass z.B. ein Einkaufszentrum, ein Gewerbebetrieb, eine Fabrik, eine Bürogebäude etc. entsprechend seinen Dachstrom straflos selbst konsumieren kann.

            Stimmt, die Schweiz hat noch weniger Interesse an der Förderung von PV-Strom.
            Zum einen lassen es unsere Volksvertreter zu, dass wir 20 Mrd Franken zu viel für Importprodukte mit 0% Schweizer Schöpfung bezahlen und zum anderen begrenzen sie die Einspeisevergütungen für PV-Strom auf 0.1 Mrd Franken…

          • Orakel sagt:

            @Peter Schmid : PV braucht kein EEG.
            So ein Unsinn . Wenn man die feste Vergütung aus dem EEG aufheben würde und den PV-Strom nach dem Börsenwert vergüten würde , wäre der Zubau noch näher bei Null. Schon bei der aktuellen Förderung von 12, 31 Cent ist der Zubau massiv eingebrochen. mit 3,5 Cent rechnet sich das selbst in optimalere Lagen nicht. Und als Alternative für fossile Brennstoffe taugt PV ohnehin nicht weil sie in der Heizpeirode kaum Strom liefert

  • Marc Dieter sagt:

    Es ist die Frage, ob das gigantische Risiken zum Guten sind. SpaceX soll zum Mars fliegen, das ist nicht Tesla, aber Herr Musk.
    SpaceX würde ich mit 2,5 Milliarden ansetzen. Die Paypalmilliarden sind in Paypal drin, es ist die Frage, ob die jemals rausgeholt werden können. Ist es eine Weltraum-Hype oder eine Umwelt-Hype? Die Software simuliert Schnelligkeit, deshalb ist die Reichweite höher und die Beschleunigungswerte sind weit unter 6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Gigafabrik ist zu groß
    um Skaleneffekte für Tesla zu bringen. Der Supercharger hat bereits Probleme gemacht in Norwegen, ein Fahrzeug ist abgeschmolzen. Ob die Technik das beste ist, wird die Zukunft zeigen.

    • Peter Schmid sagt:

      Hier ist ein Mercedes-Benz nicht nur geschmolzen sondern gleich lichterloh abgebrannt, nachdem er ausgerechnet mit einem Tesla zusammengestossen ist, welcher dabei notabene kein Feuer gefangen hat: http://5minutes.rtl.lu/grande-region/luxembourg/903363.html
      Wird Mercedes-Benz nach diesem Vorfall überleben?

    • Peter Schmid sagt:

      Auch SpaceX verdient übrigens an jedem Versorgungsflug zur ISS.

      • Orakel sagt:

        Das bezahlt der amerikanische Steuerzahler. Space X ist aber eine eigenständige Firma mit andere Eigentümerstrutur als Tesla

        • Peter Schmid sagt:

          Ja und? Ohne Steuerzahler gäbe es wohl auch keine Regionalzüge und somit keine Stadler AG.

          • Orakel sagt:

            Der Vergleich von Regionalzügen mit dem Prestigeobjekt ISS ist mehr als gewagt. Space-X ist im übrigen kein Börsennotiertes Unternehmen wie Tesla und veröffentlicht auch keine Bilanzen . Von daher kann man die finanzielle Situation von Space-X schwer beurteilen

          • Peter Schmid sagt:

            Andere würden behaupten, dass anstatt in Regionalzüge besser in günstigere Trolleybusse auf separaten Buslinien/Trassen investiert worden wäre und die Raumfahrt für den Erkenntnisgewinn unverzichtbar ist.

            Item, warum werden Firmen wie z.B. Lockheed nicht kritisiert, obwohl Lockheed seit Jahrzehnten nahezu ausschliesslich vom Steuerzahler lebt?

      • Orakel sagt:

        Ob bemannte Raumfahrt notwendig ist , scheint mir mehr als fragwürdig. Ein bemannter Marsflug verursacht gewaltige Kosten , und gerade ein Elon Musk ,der aus der Softwarebranche kommt sollte wissen das man den gleichen Erkenntnisgewinn mit einem Bruchteil der Kosten mit unbemannten Sonden erreichen kann.Den Auftrag von der NASA der ihm ermöglich hat die Falcon 9 zu entwickeln , gab es doch auch nur weil die USA sich nach dem Ende des Shuttles nicht alleine auf die Russen verlassen wollten bei der Versorung der ISS.
        Lockheed ist primär ein Rüstungskonzern der vor allem Kampfflugzeuge baut.Er lebt auch ganz gut vom Export seiner Kampfflugzeuge

        • Peter Schmid sagt:

          NASA verwendet mehrere Lieferanten.

          Lockheed baut die Atlas Rakete, welche zu 100% vom Steuerzahler bezahlt wird aber nicht wiederverwendbar ist.

          Die Raketen von SpaceX sind günstiger und wenn sie später wieder verwendet werden können, ist das Einsparungspotential enorm.

          Die Raketen müssen prinzipiell auch nie bemannt werden.

          • Orakel sagt:

            Die Atlas 5 wird von der ULA gebaut , einem Joint Venture zwischen Boeing und Lockheed . Sie verwendet in der Startstufe das russische Triebwerk RD-180 . Sie hat auch eine deutlich höhere Nutzlast als die Falcon 9 von Space-X.
            Die wenigen Raketenstarts sind im Vergleich zu den Kampfflugzeugen von Lockheed Kleingeld, alleine für die F35 hat Locheed Bestellungen für mehr als 2500 Kampfflugzeuge.
            Bis jetzt gab es noch keinen einzigen Start mit einer wiederverwendeten Rakete durch Space-X. Auch steht der beweist noch aus ,ob wiederverwendete Raketen kosten sparen, und auch ob sie eine hohe Zuverlässigkeit haben

          • Peter Schmid sagt:

            Was wollen Sie damit sagen? Wenn SpaceX stattdessen zu teure Kampfflugzeuge bauen würde, dann wäre keine Kritik angebracht?

          • Orakel sagt:

            @Peter Schmid
            Lockheed haben sie ins Spiel gebracht im Zusammenhang mit Space-X. Und ich habe ihnen erklärt das Lockheed primär ein Rüstungskonzern ist., bei dem die die paar Raketenstarts der Atlas 5 eine eher untergeordnete Rolle spielen.Ich habe auch Space-X nicht kritisert, sodnern sie darauf hingewiesen das die Flüge zur ISS vom amerikanischen Steuerzahler finziert werden.

  • Rolf Zach sagt:

    Eine Zeitreise zurück. Sollte man 1858 in die Suezkanal-Gesellschaft von Ferdinand de Lesseps investieren und auch in seine Panamakanal-Gesellschaft von 1879? Die erste Gesellschaft wurde ein Blue Chip erster Güte, eine Aktie für Witwen und Weisen bis 80 Jahre später Nasser kam. Die zweite erwartete ein unrühmliches Ende mit einem enormen politischen Skandal in Frankreich, wo auch der berühmte Gustave Eiffel daran nicht unschuldig war. Was kann man daraus lernen? Wenn man das Unternehmen nicht von Grund auf kennt, Finger davon lassen. Bei Kapitalerhöhungen nicht mitmachen, aber bei Sanierungen, wenn sie neues Geld brauchen. Handeln wie die Spinne im Netz, zuschlagen und verspeisen.

  • peter.huber sagt:

    Mit dem Tesla fährt man 600kg Batterien spazieren, knapp das Gewicht des Smart mit dem Energieäquivalent von etwa 25kg benzin. Irgendwie habe ich mir Innovation anders vorgestellt. Der Wow-Effekt kommt also nicht von der Physik sondern vom Marketing.. Auf Tesla wette ich keine Schraube ..

    • Reto Stadelman sagt:

      Mit dieser Einstellung würden wir noch in 100 Jahren mit Benzin und Diesel fahren. Ja das Marketing ist sehr gut. Aber die Fakten eben auch. 300 bis 400 Kilometer Reichweite sprechen für sich. Das ist wie beim iPhone. Das Marketing war super. Aber das Produkt an sich hat eben auch neue Standards gesetzt. Und auch die Forschung kommt langsam voran. Echte Innovation wird durch Tesla also sicher nicht verhindert. Ganz anders als durch andere Firmen. Tesla wird meiner Meinung nach zukünftig zu einem ganz grossen Autobauer.

      • Orakel sagt:

        Vom IPhone hat Apple im zweiten Produktionsjahr mehr als 11 Millionen verkauft und ordentliche Gewinne gemacht.Vom Model S hat Tesla im vierten Produktionsjahr 50.000 verkauft und fast 900 Millionen $ Verlust gemacht bei etwas mehr als 4 Milliarden Umsatz . In den USA wurde im letzten Jahr 17 Millionen PKW verkauft , um dort nur 20 % Marktanteil zu bekommen bräuchte Tesla sieben Gigafactorys nur für die Batterien,mit Investitionskosten von mehr als 35 Milliarden $ und zusätzlich Kosten in ähnlicher Höhe für die Fahrzeugproduktion.

        • Reto Stadelman sagt:

          Schauen sie sich mal den Konzernwert von z.B. VW an. Selbst jetzt nach dem Skandal liegt er im Bereich dieser 35 Milliarden Euro. Autos zu produzieren kostet nunmal sehr viel Geld.
          Das alles spricht nicht gegen Tesla. Schaft Tesla den Durchbruch, wird es für die anderen Hersteller nur um so schwieriger mitzuziehen, weil auch ihnen die Batterie-Kapazitäten fehlen. Je länger sie warten, umso schwieriger wird es für sie, selber mit hohen Produktionszahlen in den Markt einzusteigen.
          Der Nokia Moment kommt sicherlich nicht so schnell bei den Autos, aber er kommt. Und er wird schmerzhafter sein als bei Nokia. Viel schmerzhafter…

          • Orakel sagt:

            Der aktuell hohe Börsenwert nützt Tesla wenig , die Mittel sind ja nur zum Bruchteil ins Unternehmen geflossen. Beim Börsengang hat Tesla nur 226 Millionen Dollar eingenommen. Es nützt Tesla wenig das diese Aktien seither um 1300 % gestiegen sind. Die Gelder sind in die Taschen von Aktionären geflossen die Ihre Kursgewinne realisiert haben , wie zum Beispiel Daimler 2014. Wie sie richtig erkannt erfordert Autos zu produzieren sehr viel höhre Investitionen wie die Produktion von Handy’s.Tesla muss jetzt erst mal beweisen das es den Umstieg von einem Kleinserienhersteller zur Massenproduktion auch bewältigen kann. Und Tesla muss auch zeigen wie es den Ausbau finazieren will.

          • Reto Stadelman sagt:

            @Orakel
            Tesla kann neue Aktien emitieren. Bei dem aktuellen Börsenwert können Milliarden eingenommen werden. Der Vergleich mit VW sollte nur aufzeigen, dass es möglich wäre, die Billanz noch massiv aufzublasen. Das Geld wird ziemlich sicher fliesen. Fremdkapital durch die Banken oder EK durch Aktien. Irgendwer beist an. Ich zweifle daran, dass es Tesla nicht gelingen wird, die Umstellung von Kleinserie auf Grossserie zu meistern. Tesla hat schon viel geschaft. Diese Umstellung wird auch noch gelingen.
            Und wenn es dies geschaft hat, dann müssen die anderen Hersteller wirklich aufpassen… Ich weiss nicht wie lange es dauert, eine „Giga Factory“ zu bauen, aber über Nacht pasiert das nicht…

    • Dani sagt:

      Dein benzin wird gefördert rafiniert verbraucht für das unmengen an energie ,der transport geschweige ab und zu umwelt katastrophen,verschmutzung,das fraking wenn du das alles besser findest als batteryen spazieren fahren na ja von dem her kann das e auto resikelt werden und ab 30 000 km ist es co2 neutral,oder dein benziner jedes jahr teure sevice oilwechsel.. Da ist ganz klar ein e auto vorne.
      Und mit einem e auto machst du viele kilometer wo du in der zwischenzeit an deinem benziner viel geld für reparaturen ausgibst schaue mal google erd in der wüste wo sie oil bohren da liegen oil seen. Voll mit rssten apfall,das totale unweltdysaster,da bin ich mit meinem tesla super habby

      • Orakel sagt:

        Die Rohstoffgewinnung für die Batterien ist auch eine ziemliche Umweltsauerei .

        • Martin Rüger sagt:

          Gegenüber Öl ? Ich weiss ja nicht aber Event Horizon war auch ne Riesensauerei und im Gegensatz zu Öl/Benzin das verbrannt wird, können die Batterien recycled werden, somit sieht die Bilanz auf längere Zeit viel besser aus und in Teslas Batterien werden keine seltenen Erden verbraucht. Und die Batterien können später noch als Bufferspeicher verwendet werden, natürlich ist jeder Schaden der an der Umwelt verursacht wird per se nicht gut.

  • Herbert Schmucki sagt:

    Na ja, man sollte nicht unerwähnt lassen, dass Tesla Milliarden von staatlichen Zuschüssen und Erleichterungen erhielt, wo – wenn man so will – am Ende der Steuerzahler ins Risiko geht. Zudem „dürfen“ die „traditionellen“ Autofirmen bei Tesla, das als „Zero Emission“ gilt, CO2-Zertifikate kaufen, damit sie ihre Autos weiter in den USA absetzen können. Sie finanzieren so natürlich Tesla mit. – Natürlich ist Tesla bei einer Betrachtung, welche alle Faktoren einbezieht, ebenso wenig „Zero Emission“ wie die anderen Hersteller…

    • Peter Schmid sagt:

      Tesla hat gar keine Zuschüsse vom Steuerzahler erhalten, sondern ein verzinstes Darlehen, welches Tesla längst mitsamt ZIns zurückgezahlt hat.

      Übrigens, selbst wenn sie sämtliche Kirchen in Moscheen umwandeln würden und den Klimawandel weiterhin als Verschwörung gegen die Ölscheiche abtun, werden Sie nichts daran ändern können, dass die Ressourcen der Ölscheiche limitiert sind.

      Die Elektrifizierung der Mobilität steht alternativlos da.

      • Anh Toàn sagt:

        Verzicht auf bzw. Reduktion von Mobilität ist einzige Alternative.

        Vor allem Verzicht auf Flugreisen.

        Tesla kaufen ist Ablasshandel für Umweltsünden: ich bin so ökologisch und fahre mit dem Tesla zum Flughafen….

        • Peter Schmid sagt:

          Niemand sagt, dass ein Tesla ökologischer als ein Velo oder der ÖV sein soll.
          Aber ein Tesla S ist nun mal ökologischer als eine Mercedes S-Klasse und ein Tesla 3 ökologischer als ein Mittelklassewagen mit Verbrenner

      • Herbert Schmucki sagt:

        Na ja, allein der Staat Nevada hat letzthin zusammengezählt 1.3 Mia USD an Incentives für den Bau der Batteriefabrik gesponsert in Form von Steuerverzicht auf 20 Jahre, handelbaren Tax-Credits usw. Kalifornien hat ähnliche Incentives in kleinerem Umfang angeboten, damit Arbeitsplätze geschaffen werden. Vom Cash-Kredit, den die Firma vom Staat erhielt sei hier nicht einmal gesprochen. – Ich gehe mit Ihnen allerdings einig, dass Elektro-Mobilen wohl die Zukunft gehört. Tesla wird dann allerdings längst im Rahmen einer Exitstrategie an Daimler gegangen sein…

      • Herbert Schmucki sagt:

        ah, noch etwas: Wissen Sie wer die weitaus grössten nachgewiesenen Oelreserven hat? Kleiner Tip: es sind nicht die Scheichs. Das entsprechende Land ist gerade von seiner unfähigen Regierung in die Pleite geführt worden… Natürlich können die Scheichs (v.a. die Saudis als No. 2) am günstigsten produzieren (ca. USD 3-8 pro bbl). Bei einem Preis von USD 50-70 pro bbl (wir waren auch schon über 100 USD) sind aber noch ganz andere Reserven da, und die halten immer länger. Wir haben heute die Peak-Nachfrage nach Oel überschritten und sind nicht auf Peak-Produktions-Niveau.

        • Peter Schmid sagt:

          Auch diese Reserven sind begrenzt – insbesondere dann wenn auf die Elektrifizierung der Weltwirtschaft zum Schutze der Ölscheiche verzichtet wird.
          Zudem: Pro Fass Öl muss dann übrigens mindestens 2 Tonnen Ölsand prozessiert werden.

          • Orakel sagt:

            In Venezuela geht es nicht um Ölsand , aber offensichlich haben sie obigen Post von Herbert Schmucki nicht verstanden .Fakt ist das Ende vom Öl werden wir wohl nicht erleben.

          • Peter Schmid sagt:

            Doch Venezuela erreicht insbesondere durch Ölsand hohe Reserven.

            Das Ende von bezahlbaren Öl kann durchaus erreicht werden, wenn auf die Elektrifizierung der Weltwirtschaft verzichtet wird. Die Nachfrage nach Öl ist von 77 Mio Barrel pro Tag (2001) auf 92 Mio Barrel pro Tag (2014) angestiegen, obwohl sich der Ölpreis in diesem Zeitraum verfünffacht hat.

            In diesem Winter ist trotz warmen Temperaturen weltweit mehr Öl konsumiert worden als je zuvor. Allerdings wurde entsprechend auch wesentlich mehr Öl produziert: https://www.eia.gov/forecasts/steo/report/global_oil.cfm

            Momentan wird übrigens kaum mehr in neue Quellen investiert. Ohne Abhängigkeitsreduktion -> Preisausschläge Ahoi.

          • Orakel sagt:

            Der Ölpreis ist seit 2014 um mehr als 60 Prozent gefallen.Das hat doch die unsinige Legende vom Peak-Oil widerlegt. Steigt der Ölpreis dann werden auch Ölvorkommen interessant die sich bei niedrigen Ölpreisen nicht rechnen. Und die USA werden bei steigenden Ölpreisen nicht das einzige sein das dan auf Fracking setzt

          • Martin Rüger sagt:

            @Orakel, Fracking ist dann wieder gut aber Lithium Abbau für Batterien eine Riesensauerei ? komisch ich würds genau anders sehen und würde lieber kein Fracking haben.
            Und was hat Peak Oil mit dem tiefen Preis zu tun ? Also was ich so gelesen habe hats da paar andere Gründe, wie dass die Verknappung auf dem Markt nicht mehr zieht, weil alle wissen was die einzelnen Opec Staaten beim letzten Versuch gemacht haben. Und neuerdings darf der Iran ja auch wieder verkaufen, ist auch nicht grade ein kleiner Produzent.
            Und wie passt das alles zusammen, wenn man lesen darf, dass selbst Saudi Arabien sich finanziell vom Öl lösen will

          • Peter Schmid sagt:

            Obwohl sich der Ölpreis verfünffacht hat, ist die Ölproduktion nicht wesentlich angestiegen.
            Das belegt, dass die Produktion nicht einfach ohne enorme Investitionen erhöht werden kann.
            Wenn sich der Preis eines Konsumguts verfünffacht, steigt die Produktion nicht nur leicht an, sondern verfünffacht sich mindestens.

            Der Ölpreis ist neben Opec und Iran auch tief, weil in den letzten Jahren viel Ölförder-Investitionen getätigt wurden und diese Kredite bedient werden müssen.
            Sobald die neuen Quellen versiegen und nicht rechtzeitig ergänzt werden und der Bedarf nicht z.B. durch Ersatz von Ölheizungen durch Wärmepumpen reduziert wird, wird der Ölpreis zwangsläufig wieder massiv…

          • Orakel sagt:

            @Martin Rüger:
            in dem Fall geht es nicht darum ob das umweltfreundlich ist , sondern darum , das sich außerhalb von Europa niemand um Umweltschäden durch Fracking kümmert. Das der Ölpreis so starck gefallen ist liegt am Fracking in den USA. Dadurch haben die USA weniger Öl importiert.Und weil die Opec-Länder ihre Produktion nicht gedrosselt haben und auch Russland für Putins Rüstungsprogramm so viel fördert wie noch nie seit dem Ende der Sowjetunion war ein Überangebot auf dem Markt .Der Iran hat hierbei keine Rolle gespielt wird. Er wird aber jetzt dafür Sorgen das es keine schnelle Preiserholung gibt.

  • peter.huber sagt:

    Mit dem Tesla fährt man mehr als 600Kg Batterien spazieren, knapp das gewicht des smart. Ernergiemässig entsprechen die 600kg etwa 25kg Benzin. Ist das Innovation?
    Wirkliche Innovation, wie ein 1-liter auto, Brennstoffzellenfahrzegue oder künstliches Benzin mit CO2 aus der Atmossphäre wären mehr Risiko wert, Tesla ist ein produzierter Hype der den real existierenden physikalischen Unsinn überdeckt.
    Ich würde da nicht auf Tesla wetten ..

    • Reto Stadelman sagt:

      Und gleich nochmal: Der Verbrennungsmotor ist schwerer als die Elektromotoren. Von Getriebe und Antriebswelle gar nicht zu reden. Aber diese 200kg vergessen sie einfach mal kurz… Der Gewichtsvorteil einer LimousineBMW 5er Limousine sinkt dann recht schnell auf 400kg gegenüber einem Tesla Modell S.
      Das ist fast so lustig wie die „Well-to-Tank“ Ausreden. Die Effizienz für die Förderung, Herstellung und den Vertrieb von Benzin und Diesel werden da massiv geschönt.
      Wenn man ohne Vorbehalte auf die Elektromobilität schaut, erkennt man ihre Vorteile.

      • Orakel sagt:

        Sie räumen doch selbst ein das ein 5 BMW , der etwa die gleichen Abmessungen wie Tesla Model S hat rund 400 kg leichter .Und auch beim Preis ist ein BMW 535i der ungefähr dieselbe Motorleistung hat wie Teslas Einstiegsmodel rund 26.000 Euro günstiger.

        • Peter Schmid sagt:

          Der 535i kostet gemäss Schweizer Webseite ab 73’900 CHF und der Tesla S ebenfalls gemäss Schweizer Webseite ab 78’700 CHF, wobei die Betriebskosten wesentlich tiefer sind.

          • Orakel sagt:

            @Anh Toàn.
            da dürften sie recht haben. In Kalifornien liegt das Durchschnittseinkommen eines Teslafahrers bei ca. 300.000 $.Die leisten sich den Tesla dann als Zweit- oder Drittfahrzeug.. Und von Los Angeles nach San Francisco nimmt auch Sankt Elon das Flugzeug wenn er zwischen seinen Firmen Tesla und Space-X pendelt

        • Reto Stadelman sagt:

          Nimmt man noch eine Tankfüllung hinzu, nehmen wir 50 kg als Mittelwert, reduziert sich aber der Gewichtsunterschied immer weiter… Ich räume ein das ein Tesla schwerer ist. Aber nicht 600 kg, sondern wohl eher 300 bis 350 kg. Der Abstand sinkt also.
          Was ändert das an meiner Aussage? Der Vorteil der Elektromobilität bleibt bestehen. Worauf ich aufmerksam machen wollte, ist das Kritiker Zahlen bemühen die in der Realität nicht stimmen und so versuchen, den Tesla schlecht zu reden.

          • Orakel sagt:

            Nun belegt haben sie ihre angeblichen Vorteile der Elektromobilität mit keinen einzigen Argument.Es bleibt das ein erhebliches Mergewicht nötig ist um eine halbwegs aktzeptable Reichweite zu erreichen.Und auch dann bleibt die deutlich schlechtere Alltagstauglichkeit. Auch beim Tesla ist die Reichweite weniger als halb so groß wie beispielsweise beim obgenannten BMW 535 I. 30 bis 40 Minuten Ladezeiten sind auch der Mehrzahl der Autofahrer zu lang.Bei Fahrten innrerhalb der Schweiz spielt das ohnehin keine Rolle, weil die Entfernungen so gering sind das die Baterien von Tesla ohne nach zuladen ausreichen.

          • Anh Toàn sagt:

            @Orakel „Bei Fahrten innrerhalb der Schweiz spielt das ohnehin keine Rolle, weil die Entfernungen so gering sind das die Baterien von Tesla ohne nach zuladen ausreichen.“

            Ich habe erhebliche Zweifel, ob ich mit einem 5 Jahre alten Tesla im Winter mit 4 Personen, Gepäck und Dachbox von Basel bis ins Engadin käme, oder nicht irgendwo am Julier mit leeren Batterien stehe und riskiere, im Dunkeln zu erfrieren.

          • Peter Schmid sagt:

            Abgesehen davon, dass es immer mehr Supercharging Stellen gibt: Für solche Ausnahmefälle könnten Sie sich ja auch einen Bus mieten, dann sparen sie sich ja auch noch gleich die Dachbox.

            Hier ist es ohnehin Rätselhaft weshalb Leute grosse Geländewagen kaufen, obwohl sie wohl kaum jemals mit 7 Personen durch einen Bach waten müssen.

          • Anh Toàn sagt:

            @Peter Schmid

            Also ich kauf mir einen Tesla, und wenn ich ein Auto brauche, um mit der Familie ins Skiwochenende zu fahren, oder nach Italien in den Urlaub, miete ich einen Benziner oder Diesler? Und den Tesla kaufe ich, weil er so cool aussieht in der Garage? Wer fährt denn noch alleine in der Stadt Auto?

          • Anh Toàn sagt:

            @Peter Schmid

            Jede Wette, die Mehrheit der Tesla Käufer hat Zugang zu einem „richtigen“ zusätzlichen Automobil. Und dann wird die Sache mit der grauen Energie kompletter Nonsense unter Umweltgesichtspunkten.

          • Reto Stadelman sagt:

            @Orakel
            Der Vorteil der Elektromobilität ist die Effizienz der Energieumwandlung. Während Verbrennungsmotoren immer noch etwa 70% als Wärme in die Luft abgeben, sind Elektromotoren viel effizienter. Auch können Elektromotoren die verschiedensten Primärenergien nutzen wie Sonne, Wind, Atom, Gas oder von mir aus auch Ölkraftwerke. Das Platzangebot, der geringe Wartungsaufwand (Überraschungen mit der Batterie mal ausgenommen) etc. Die Vorteile sind meiner Meinung nach klar ersichtlich.
            @Anh Toàn
            Mit der Batterie steht oder fällt alles. Aber wie schon anderswo geschriebeb: Ob die Energie aus Batterien oder Brennstoffzellen etc. kommt, wird sich noch weisen.

          • Anh Toàn sagt:

            @Reto Stadelmann: „Ob die Energie aus Batterien oder Brennstoffzellen etc. kommt, wird sich noch weisen“

            Dann sind wir uns einig, dass zur Zeit die Batterien nicht wirklich tauglich sind, aber taugliche Batterien (oder Brennstoffzellen, oder Stromleitungen über oder unter (Induktion) den Fahrbahnen) zur Zeit nicht existieren?

            Die Batterien im Elektroauto sind gleich schwer, auch wenn diese zu 80 Prozent entladen sind, werden die nicht leichter.

            „Supercharging“ also Schnelladung mögen keine Batterien, die ich kenne. Und um den Tesla bei der Oma die man besucht zu laden, braucht man auch eine Steckdose, welche deutlich mehr als 10A à 220 Volt liefert, oder man bleibt 2 Tage.

          • Anh Toàn sagt:

            Wenn in unserer Tiefgarage mit etwa 60 Plätzen abends nach der Arbeit so 25 Tesla Strom saugten, gingen vermutlich in der Siedlung die Lichter und Fernseher und Kochherde aus.

          • Peter Schmid sagt:

            Wie gesagt: Ins Engadin kommen Sie sorgenlos auch mit dem Tesla oder sonst nehmen Sie halt den Vereinatunnel oder laden das Auto zwischendurch, wenn sie so ängstlich sind.
            Wenn Sie allerdings jedes Wochenende mit Dachbox und Grossfamilie über den Julier ins Engadin fahren wollen, sollten Sie sich vielleicht besser gleich einen Bus anschaffen oder im Engadin gleich eine Stelle suchen.

            Nochmals: Tesla ist eines der wenigen Unternehmen, welche sich ausnahmsweise um die zwangsläufig notwendige Elektrifizierung der Weltwirtschaft bemüht. Klar wäre es besser wenn die Leute anstatt mit Luxuslimousinen mit einem Twike rumfahren würden. Nur wäre Tesla dann schon längst Konkurs gegangen.

          • Peter Schmid sagt:

            Für 50 kWh in 12 Stunden werden im Schnitt 4 kW benötigt.
            Eine Herd mit Bachofen kann maximal 10 kW ziehen.
            Wo liegt das Problem?

            Angesichts des anscheinend weiterverbreiteten Hasses gegenüber Tesla, sieht es zudem nicht danach aus, als würden die Tiefgaragen bald mit Teslas gefüllt sein.
            Mal ganz abgesehen davon, dass Tesla ja nur gerade 500’000 Autos pro Jahr produzieren wird und die kleine Schweiz alleine schon 300’000 Neuwagen von ihren Generalimporteuren zum Schweizersonderpreis kauft.

          • Peter Schmid sagt:

            Und nochmals: Der Tesla S ist eine Luxuslimousine welche ökologischer als konventionelle Luxuslimousinen ist, aber sicher nicht ökologischer als z.B. ein veganischer, kinderloser Velofahrer.

          • Anh Toàn sagt:

            @Peter Schmid

            „Für 50 kWh in 12 Stunden werden im Schnitt 4 kW benötigt.
            Eine Herd mit Bachofen kann maximal 10 kW ziehen.
            Wo liegt das Problem? “

            Problem 1: Der Tesla ist nach 12 Std halb geladen
            Problem 2: 10 KW bei 220 Volt gibt 45Ampère Stromstärke, bei 16A fällt die Sicherung der Küche raus, bei 10A ein „normale“ Haushaltsicherung

            Sie träumen, erfinden Zahlen.

          • Stadelman Reto sagt:

            @Anh Toàn
            Ja wir sind uns einig. Die Batterie ist die Schwachstelle bei Tesla. Ob sich dieses Modell wirklich durchsetzt weiss ich nicht. Das wäre auch eine Möglichkeit für z.B. BMW anzugreifen. Soweit ich weiss, haben die mit Wasserstoff schon lange experimentiert. Würden die Europäer ein Netz von Wasserstofftankstellen aufbauen und die nötigen Fahrzeuge anbieten, könnten sie Tesla das Wasser abgraben. Das ist aber natürlich nur rein hypothetisch.
            Im Moment reagieren die anderen Fahrzeughersteller nur zögerlich. Und je länger sie zögern, desto eher wird Tesla das Batteriesystem etablieren. Die anderen können sich dann den Aufbau der Infrastruktur sparen. Aber das ist kein echter Vorteil…

    • Dani sagt:

      Na ja was vw gemacht hat ihre kunden betrogen,und belogen,und jetzt sind sie erwischt worden.
      Und das kostet viel geld,da wird vw auch noch bluten sammelklagen bussen. Autos umbauen anpassen.
      Das könnte sogar wenns dumm kommt diesem autobauer das genick kosten,jedenfals ich bin kein vw kunde mehr einer weniger,darum ist mein tesla bestellt und kommt im juni,und i h freue mich,das ich keinen vw gekauft habe.
      Bin nur ein ex kunde ist ja nur ein auto aber bei vielen kunden merkt das diese betrüger firma auch bye bye vw

      • Orakel sagt:

        Nun ja wenn sie sich einen Tesla leisten können, dann war sie wohl kaum VW-Kunde

      • Peter Müller sagt:

        Eigentlich betrügen alle Autobauer, denn die angegebenen Verbt´räuche hält keiner auch nur annähernd ein. Nun wird gerade in den USA gegen Peugeot ermittelt und Mitsubishi hat sich schon entschuldigt….

        • Orakel sagt:

          Ach und was ist mit Tesla . Die Reichweiten die Tesla in Europa angibt sind doch völlig realitätsfremd .
          Und auch bei der Motorleistung seiner stärksten Variante hat Tesla geschwindelt , die Batterien können diese mehr als 700 PS garnicht liefern. Mittlerweile hat Tesla sie in der EU um mehr als 200 PS nach unten korrigiert auf anraten seiner Anwällt , weil das gegen EU-Recht verstößt

          • Martin Rüger sagt:

            Naja dann sind aber alle Angaben aller Autohersteller völlig realitätsfremd, weil alle mit dem gleichen Test bewertet werden, was man von dem Test halten will ist eine andere Geschichte.
            Es sind übrigens die Motoren die wirklich über 700 Ps liefern könnten, btw auf der Schweizer Homepage von Tesla wurde dieser Fakt schon immer sauber ausgewiesen, weil einerseits die maximale Motorenleistung und die maximale Batterieleistung sauber ausgewiesen wurde, Messung von der EMPA. Ich kann nicht für die anderen Länderspezifiischen Seiten sprechen, nehme aber mal an, dass dies dort auch ausgewiesen wurde, dass es aber vordergründig so beworben wurde, ist siche nicht sauber gewesen

          • Orakel sagt:

            @Martin Rüger:
            Der NEFZ ist bei allen Herstellern fern aller Realität . In der EU soll er ab 2017 durch den realitätsnähere WLTP ersetzt werden.
            BMW hat aber beim I3 neben der Reichweite nach NEFZ noch eine zweite praxisnahe Reichweitenangabe gemacht, wohl umseine Kunden nicht zu verärgern.

    • Orakel sagt:

      @Reto Stadelman:
      Die Effizienz von Elektromotoren ist für PKW-Nutzer kein besonders wichtiger Faktor.Elektroautos sind stand heute deutlich teurer und haben eine deutlich eingeschränkte Alltagstauglichkeit. Deshalb entscheiden sich ja auch mehr als 99,5% aller PKW-Käufer weltweit gegen ein Elektroauto. Und auch beim Tesla wird man sehen wie das nach 8 Jahren aussieht am Gebrauchtwagenmarkt , wenn nach Ablauf der Garantie ein Defekt der Batterie einen wirtschaftlichen Totalschaden bedeutet.

      • Stadelman Reto sagt:

        Tesla hat es geschaft, viele Altagsprobleme aus dem Weg zu räumen. Und die Effizienz ist leider noch kein Argument, aber wenigstens die tiefen Stromkosten (im direkten Vergleich mit Benzin oder Diesel) sollten es sein. Ich habe mal eine Rechnung gemacht mit der Strecke die mein Vater täglich zurücklegt. Er würde jährlich über 2000 Franken sparen mit einem Tesla Modell 3. Nach 5 Jahren gibt das ein hübsches Sümmchen. Vorausgesetzt, er muss nicht die Batterie für 15’000 auswechseln…

        • Anh Toàn sagt:

          @Reto Stadelmann

          Wenn man aber die ganzen Steuern auf Benzin oder Diesel rausnimmt, bleibt keine Ersparnis mehr: 2/3 von dem, was wir beim Tanken bezahlen, sind Abgaben für den Strassenbau und auch anderes.

  • J. Kuehni sagt:

    Hmmm. Anstelle von BMW / Mercedes etc. würde ich wie der Teufel aufpassen, dass sich hier nicht die iPhone-Geschichte wiederholt (wie geht es eigentlich Nokia heutzutage?). Musk bastelt ja nicht bloss irgendwelche Autos, sondern ein komplettes Moblitätssystem mit E-Tankstellen und Home-Batterien (deren überschüssige Speicherkapazität in Zukunft auch noch an den Smartgrid verkauft werden kann). Das neuste Modell wird kostenmässig „breitentauglich“ und sieht auch noch sexy aus. Plus der Silikon-Valley-Mystizismus ist potenziell mehr als ein Marketing-Gag: Welcher Autobauer in Europa hat solche Plattformen zur Verfügung?

    • J. Kuehni sagt:

      Mit dem Dieselskandal haben die noch vor kurzem beinahe unangreifbaren deutschen Autobauer ihren weichen Unterleib gezeigt: Bescheissen anstatt innovieren.

    • Reto Stadelman sagt:

      Ganz Ihrer Meinung. Die etablierten Hersteller in Europa verschlafen gerade eine (R)Evolution der Mobilität. Das kann plötzlich schnell gehen. Aber die alten Herren in der Generalversammlung scheuen die Innovation wie der Teufel das Weihwasser. Ich verstehe das nicht.

      • Orakel sagt:

        Wenn man sieht das alleine für die Gigafactory Investitionen von mehr als 5 Milliarden $ nötig sind und das gerade mal für eine halbe Million Elektroautos reicht, da sollte klar sein wie schief die Vergleiche mit Apples IPhone sind.Allein in den USA wurden letztes Jahr 17 Millionen PKW verkauft weltweit über 70 Millionen.In Teslas Heimatmarkt USA sind die Verkaufszahlen auch leicht rückläufig .eine Untersuchung von IHS Automotive ergab das sich in den USA nur 49,9 Prozent der Elektroautobesitzer beim Neuwagenkauf wieder für Autos mit Elektromotor entschieden, also mehr als die Hälfte wechselte wieder zu einem Auto mit Verbrennugsmotor

        • Martin Rüger sagt:

          Naja bei den Elektrorüben der Konkurrenz glaube ich 49.9 Prozent sofort 🙂 wie sieht es mit den Tesla Käufern aus, ich denke da sieht es ein wenig anders aus.
          Und die Gigafactory scheint die Kapazität für mindesten 1 Mio Autos zu haben, weil ich habe noch nichts davon gehört, dass für das Ziel 2020 mit 1Mio Teslas eine neue Gigafactory nötig wäre.
          Haben Sie einen Link dazu, dass in den USA die Bestellungen der Teslas rückläufig ist, mir ist nichts davon bekannt, aber man kann ja nicht alles wissen.

          • Orakel sagt:

            Bei der Einkommensschicht der Teslakäufer in den USA, die im Jahr mehr als 300.000 $ verdient, ist es zur Zeit in einen Tesla zu fahren. Aber das ist ein Marktanteil von weniger als 0,2 % in den USA.Tesla gibt auf seiner Web-Seite immer noch 35 GWh als geplante Kapazität an für die Gigafactory. Zur Zeit stehen auch erst 14 % vom Gebäude . Musk hat auf seiner Bilanzpressekonferenz auch keinerlei Angaben zu Investitionskosten für den Fertigbau der Gigafactory und dem Aufbau neuer Fertigungslinien für 400.000 Model 3 gemacht, und auch zur Finanzierung hat er wenig gesagt.An der Börse scheint das nicht so gut angekommen zu sein, der Abwärtstrend hat sich fortgesetzt.

          • Martin Rüger sagt:

            @Orakel.
            1. schön dass Sie versuchen zu antworten, leider nicht auf meine Gegenfragen wie zum Beispiel den 49.9 Prozent bei den Tesla besitzern.
            2. ich kenne einige Leute mich eingeschlossen die sich ein Model S leisten könnten und ich hätte einen gekauft, wäre ich nicht grade im Aufbau einer neuen Firma, von denen verdient aber keiner über 200k. gut auch keiner unter 100k.
            3. Mit den 35GWh haben Sie recht die langen eigentlich nur für ca 600’000 Model 3, aber Panasonic liefert auch noch Batterien wenns nötig ist, die arbeiten sehr stark mit Tesla zusammen.
            4. was die Börse abgeht ist nicht unbedingt ein guter Indikator ob etwas Sinn macht, siehe 2008 SubPrime.

          • Orakel sagt:

            @Martin Rüger :
            Die Untersuchung von IHS Automotive ist nicht nach Herstellern aufgeschlüsselt.Die Einkommensangabe von 300.000 $ gibt das Durchschnittseinkommen eines Teslafahrers in Kalifornien an.
            Der Börsenkurs ist für Tesla wichtig weil Musk auf seiner Bilanzkonferenz schon angedeutet hat das eine Kapitalerhöhung notwendig wird für die Beschleunigung der Produktionsplanung.
            Schon für die Steigerung der Investitionen um 50 % in diesem Jahr zur ursprünglichen Planung reichen die Barmittel von Tesla nicht.

    • Anh Toàn sagt:

      @J. Kuehni: Jetzt bekommt die deutsche Autoindustrie Subventionen, um ein Elektroauto zu bauen. Hätten sie früher gestartet, hätten sie selber bezahlen müssen.

      • J. Kuehni sagt:

        Wie gesagt: Es geht nicht bloss darum, irgendein Elektroauto zu bauen, sondern um ein integriertes Gesamtsystem. Nicht nur Tesla arbeitet daran, sondern auch Google und Apple (deren Einladung zur Zusammenarbeit wurde von den Deutschen eben ziemlich hochmütig abgelehnt). Im Moment sind das alles noch irgendwelche herumschwirrenden Einzelteilchen; GPS, Google Maps, Autopilot, dynamische Verkehrsdistribution, Unfallverhütung, Haus und Auto als Energiespeicher und -produzenten. Plötzlich fügt sich daraus ein neues Gesamtbild zusammen und im greisen Europa werden sich die langen Gesichter wieder fragen „warum haben wir nicht selber daran gedacht?

        • Orakel sagt:

          Google hat gerade einen Vertrag mit Fiat Chrysler geschlossen. Da geht es weniger um Elektroautos sonder um autonomes Fahren. Fiat Chrysler hat sich bisher auch keineswegs mit Aktivitäten für Elektroautos hervorgetan. Und auch ein so finanzstarker Konzern wie Apple schreckt vor dem aufbau einer eigenen kapitalintensiven PKW-Produktion zurück. Daimler ist im übrigen mit seinen Photovoltaik-Speichersystemen in Deutschland deutlich weiter als Tesla.Für seinen Photovoltaik-Speicher „Mercedes Benz“ kooperiert Daimler unter anderem mit EnBW, SMA sowie einigen Großhändlern. Rund 500 Installateure werden zur Zeit für die Beratung und Installation vor Ort geschult.

          • Peter Schmid sagt:

            PV-Speicher machen übrigens im Europäischen Netz wenig Sinn, da der Tagesstrombedarf in Deutschland trotz Niedertarif und trotz Solarstrom immer noch höher ist als der Nachtstrombedarf, PV-Energie im Warmwassertank als Wärme gespeichert werden kann, Europa über rund 200 TWh hydraulischer Speicherkapazität besitzt und PV Energie inzwischen so günstig ist, dass nicht jede kWh gespeichert werden muss – dass Abregeln von PV-Anlagen verbraucht ja nicht einmal teure Bremsklötze.
            (Die Benzinenergie an den Rädern ist wesentlich teurer und wird gar im Sekundentakt verbremsstaubt anstatt gespeichert – mal abgesehen von den paar Hybridfahrzeugen.)

          • Orakel sagt:

            Im letzten Jahr wurden in Deutschland über 10.000 PV-Speicher installiert , die über ein Förderprogramm vom BMWi bis zu 30 % subventioniert wurden. Auch Tesla wollte mit seiner Powerwall auf den deutschen Markt, weil der wegen der hohen Strompreise in Deutschland am attraktivsten ist. PV-Strom als Warmwasser macht von den Kosten keinen Sinn . Die Speicherkapazität von Pumpspeichern in Deutschland beträgt 40 gwh,.Die Speicherkapazitäten in Skandinavien nützen hier wenig weil die Stromtrassen dorthin fehlen. Bei kleinen Dachanlagen trägt die stark gekürzte Einspeisevergütung (12,31 Cent) in Deutschland nicht mehr die Kosten,ganz ohne Eigenverbrauch rechnen sich Dachanlagen nicht mehr.

          • Reto Stadelman sagt:

            @Orakel
            Na dann hoffen wir mal, dass die lieben Deutschen Autobauer etwas auf die Beine stellen. Denn wenn sie das nicht schaffen, dann gebe ich J. Kuehni Recht. Das kann dann plötzlich ganz schnell gehen. Es dauer vielleicht noch bis ins Jahr 2025, aber plötzlich können die Edelmarken keine Autos mehr absetzen, weil ihre Kundschaft lieber Tesla fährt. Und dann ist es eben schon zu spät… Ein langer schmerzhafter Abstiegskampf wird beginnen. Opel wäre so ein Beispiel. Heute geht es Opel wieder gut. Aber für die europäischen Autobauer wäre das dennoch sehr schmerzhaft.

          • Orakel sagt:

            @ Reto Stadelman:
            Es kann eben nicht ganz plötzlich gehen weil doch Tesla gerade zeigt das schon der Aufbau einer Batteriefabrik für eine halbe Million Elektorautos mehere Jahre braucht und Investitionen von mehr als 5 Miliarden $ erfordert.
            Und selbst in Teslas Heimatmarkt USA kaufen im Segment der Oberklasslimusinen mehr als 75 % aller Käufer keinen Tesla.

          • Reto Stadelman sagt:

            @Orakel
            Nichts ist so wankelmüttig wie der Mensch. Es dauert lange eine Giga Factory zu bauen, aber Käufer zu beeinflussen eben nicht. Wenn sich Tesla erst mal im Massenmarkt etabliert hat und die Bedenken weg gehen, können die Verkaufszahlen schnell kippen. Und wenn das der Fall ist, brauchen die etablierten Autobauer sehr lange um zu reagieren.
            Mir gefällt einfach nicht, wie träge die Europäer auf Tesla reagieren. Europas Autoindustrie bietet eine Menge Arbeitsplätze. Auf diese sollte man achten. Wenn das bedeutet, Milliarden zu investieren, dann muss das getan werden. Ob die höheren Manager, typischerweise männlich, weiss ü.50, das wirklich verstanden haben, bezweifle ich…

        • Peter Schmid sagt:

          Warmwasser mit PV-Strom macht nur aus politischen Gründen wenig Sinn, weil Strom in Deutschland im Gegensatz zu importierten fossilen Brennstoffen massiv besteuert wird und Batteriespeicher unsinnigerweise subventioniert werden.
          Deutschland braucht keine eigenen Pumpspeicher, da die Alpenländer und Skandinavien genügend davon haben und bereits eine hohe Koppelleistung zur Verfügung steht ,welche wesentlich günstiger ausgebaut werden kann, als Keller jemals mit Batterien gefüllt werden könnten.
          Das Problem ist nicht die gekürzte PV-Einspeisevergütung sondern die Tatsache, dass PV-Strom im Gegensatz zu importierten fossilen Brennstoffen mit neuen Gebühren und Auflagen belastet wurde.

          • Peter Schmid sagt:

            Abgesehen davon, dass Kellerbatterien momentan die fossile Stromproduktion am Tag anheizen, weil der Solarstrom unsinnigerweise nicht ins Netz gespiesen wird.

            Skandinavien und die Alpenländer haben zusammen bereits eine Speicherkapazität von über 100 Mrd kWh.
            Selbst wenn die Kellerbatterien nur 100 €/kWh kosten würden, müsste Deutschland mindestens 10’000 Mrd Euro investieren um die gleiche Kapazität zu erreichen.

            Übertragungsleitungen gibt’s für weniger als ein Promille dieser Kosten.
            http://electrical-engineering-portal.com/analysing-the-costs-of-high-voltage-direct-current-hvdc-transmission

          • Orakel sagt:

            Zwischen Deutschland und den skandinavischen Ländern gibt es keine aussreichenden Stromtrassen. NordLink wird erst 2019 fertig und kostet fast 2 Milliarden Euro. Mit der Summe könnte man fast eine Million Solarspeicher fördern. Das 623 km lange Hochspannungskabel soll eine Leistung von 1400 MW nach Norwegen übertragen. Kleine Dachanlgen bis 10 kw Leistung werden in Deutschland nicht mit Gebühren belastet.Die Einspeisevergütung ist imer noch ein wichtiger Faktor , weil ohne zusätzliche Speicher , sind höchsten Eigenverbrauchsquoten von 30 % möglich.

          • Orakel sagt:

            Welchen Sinn machen nach ihrer verqueren Logik dann Dachanlgen die erheblich höhere Kosten haben als Freiflächenanlagen? Wenn die Eigentümer nicht einen Teil selbst verbrauchen ,und ihren Stromverbrauch komplet aus dem Netzt beziehen, dann haben sie den gleich Strommix wie alle anderen .

      • Orakel sagt:

        @Reto Stadelman:
        Auch die Reservierungen vom Model 3 sind weit vpm Massenmarkt entfernt
        Laut dem Model 3-Tracker sind das in Deutschland gerade mal 23861 Reservierungen in Europa insgesamt unter 90.000 .
        http://model3.ocasual.com/
        Das Model 3 soll ja in etwa so groß wie ein Audi A4 sein .Allein in Deutschland sind in der Mittelklasse ,zu der der A4 gehört ,letztes Jahr 423 746 Pkw verkauft worden.

        • Stadelman Reto sagt:

          Und waren das alles Neuwagen? Je nach Quelle der Statistik werden da Wiederverkäufe dazugezählt. Aber selbst wenn es neue Autos sind: Finden sie nicht auch, dass fast 1/4 der Bestellungen der Mittelklasse ein Achtungserfolg sind? Und das in Europa, dem Kontinent der besten Autobauer. Von einem US Unternehmen. Und die würde ich nicht wegen ihrer Qualität kaufen. Das ist genau das was ich meine, wenn ich den Europäern zu grosser Vorsicht rate. Der Nokia Moment schleicht näher und näher…

          • Orakel sagt:

            Die Statistik vom KBA zählt nur Neuzulassungen. 23.862 sind 5,3 % von 423,746 in der Mittelklasse in Deutschland, also ein ähnlich niedriges Niveau wie beim Model S in der Klasse der Luxuslimusinen in Deutschland.Weit davon entfernt ein IPhone ähnlicher Effekt zu sein.
            In Frankreich (3.851) und England (13.095) und Italien (5.098) sind die Zahlen im Model3-tracker sogar noch dürftiger als in Deutschland. Nennswerte Marktanteile eigentlich nur in Norwegen( 9.111) und Schweden(9.436) wo es sehr hohe Subventionen für Elektroautos gibt

  • Martin sagt:

    Als Überschrift könnte man auch „Griechische Nationalbank“ nehmen, nur a. wissen wir alle, wie das geendet hat und b. wäre der Ton im Artikel nicht so freundlich. Ich bin nicht gegen Tesla und auch nicht gegen E-Autos, aber gegen das ganze Theater, welches deswegen und wohl wegen ein paar Investoren dort, gemacht wird. Die Tesla Aktie ist extrem hoch bewertet und wenn ich lese, dass sich die Verschuldung extrem gesteigert hat und immer noch nur Verluste realisiert werden, dann ist das kein gutes Zeichen.

    • Marcel Senn sagt:

      Und wie hat es denn geendet bei der „griechischen Nationalbank“?? Mit über 95% der Griechenlandhilfen seit 2010 wurden private „Investoren“ und auch viele nichtgriechische Banken „gerettet“!

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-hilfsmilliarden-retteten-vor-allem-banken-a-1090710.html

      Ich glaube nicht, dass die Tesla Aktionäre dereinst auch gerettet werden, falls das Ding dann nicht funktionieren würde, resp. nicht genügend Absatz gemacht werden kann!
      .
      Erkennen Sie den Unterschied? Die ganzen „Wohltäter“ von IWF, EZB, EU haben in Griechenland vor allem ihr eigenes Geld „gerettet“ – kein Wunder haben wir schon wieder massive Unruhen in Athen!

      • Martin sagt:

        Der Unterschied liegt darin, dass eine Nationalbank für ein Land unerlässlich und systemrelevant ist. Da geht es nicht um die Rettung von irgendwelchen Geldern, sondern um die Rettung einer Volkswirtschaft! Merke: Ist die Nationalbank pleite, dann leidet die gesamte Wirtschaft und nicht bloss ein Unternehmen. Eigentlich wollte ich darauf hinaus, dass bei Tesla wohl irgendwann der Knall und Fall kommt. Da muss bloss ein wenig die Nachfrage sinken. Ein gefährliches Spiel von Musk. Die anderen Autobauer, vor allem die deutschen und japanischen, können einen Tesla im 0,Nichts auf die Beine stellen, sogar noch mit guten Crashtest Ergebnissen.

        • Marcel Senn sagt:

          Martin: Eine Nationalbank kann auch mit einer Unterbilanz weiterfunktionieren und wie ich ja beschrieben habe wurde die gr. Volkswirtschaft ja kaum gerettet sondern primär die Gelder der (ausländischen) Investoren.
          .
          2009 wurde General Motors ja auch gerettet, weil es für systemrelevant und unerlässlich angeschaut wurde – die Erholung des Konzern hat den Rettern dann recht gegeben.
          .
          Sicher riskiert Musk viel, aber das wissen auch die Tesla Aktionäre — alles nach dem Motto — No Risk, no Fun!

          • Martin sagt:

            Ich denke GM wurde vor allem gerettet, weil „to big to fail“. GM ist ein riesen Unternehmen, mit tausenden Angestellten. Wie bei uns die Banken. GM ist nicht systemrelevant, aber ein riesen Arbeitgeber. Zu Griechenland: Stellen Sie sich mal vor, die Gläubiger hätten ihre Forderungen geltend gemacht; am Schluss wäre es in Griechenland so herausgekommen, wie in Deutschland vor dem WWII. Die Wirtschaft wäre kollabiert. Tausende auf der Flucht, eine Völkerwanderung, wie sie jetzt mit den Syrienflüchtlingen stattfindet. Hätten Sie das als besser empfunden?

          • Marcel Senn sagt:

            Martin: Seit dem Ausbruch der Krise sind auch schon ein paar hunderttausend Griechen „geflohen“ in andere EU Ländern, aber auch Australien etc – die Bevölkerung ist nur noch am schrumpfen, obwohl aus den Nachbarländern wie Albanien, Bulgarien, Rumänien ein paar hunderttausend Arbeitsimmigranten kamen in den letzten Jahren.
            Und zumindest Teilbereiche der gr. Wirtschaft und Sozialsystems sind schon kollabiert und ein Ende ist dort noch lange nicht abzusehen.

          • Martin sagt:

            @Senn: Aber sicherlich nicht so stark, wie wenn nichts unternommen wurde. Natürlich kann eine Nationalbank auch mit einer negativen Bilanz weiter existieren, aber irgendwann läuft es aus dem Ruder. Dadurch dass Griechenland in der EU ist, geniesst es einen gewissen Schutz. Wie schon gesagt: Wenn Tesla noch mehr Schulden anhäuft ohne Wachstum, geht es irgendwann pleite, viele Gläubiger verlieren Geld und es muss nicht gerettet werden, wie eine Nationalbank. In der Finanzkrise hat es ein paar Privatbanken „verjagt“ sozusagen. In den USA gingen schon viele Autobauer pleite.

        • Reto Stadelman sagt:

          Ach, Tesla muss also zuerst seine Kapazitäten massiv ausbauen, aber die anderen Hersteller können in „0,Nichts“ ein solches Auto auf die Beine stellen? Genau das bezweilfe ich eben ganz stark. Auch die anderen Hersteller benötigen Batterien. Es ist eher möglich, dass Tesla sich als Batterieproduzent etabliert und der Konkurrenz so viel wertvolles Geld aus der Tasche ziehen wird.

          • Orakel sagt:

            Zur Zeit setzt keiner der große Autokonzerne auf die NCA-Zellen von Panasonic die Tesla in seinen Batterien verwendet. GM verwendet beim Chevi Bolt in der 60kwh-Batterie 288 großformatige Zellen von LG .Auch Daimler hat jetzt einen Vertrag mit LG geschlossen und bezieht von dort Zellen für sein Batteriewek in Kamenz. Auch für den Audi Q6 der in Brüssel ab 2018 produziert wird bezieht Zellen von LG. BMW bezieht die Zellen für den I§ von Samsung.

  • Daniel Siegenthaler sagt:

    Es ist eben gerade nicht der Kapitalismus, der dieses Wunder möglich macht, sondern die heimliche Währung Aufmerksamkeit, die letztlich alles bestimmt. Ein Kapitalist würde niemals diese Risiken eingehen, ein Global Leader wie Musk hingegen schon, denn in der Währung Aufmerksamkeit hat er längst gewonnen, selbst wenn er alles Geld verlieren würde. Nun verhält es sich bei den potenziellen Käufern genauso, denn auch sie suchen letztlich Anerkennung bei ihren Familien, Freunden und künftigen Liebhabern. Diese Emotionen, welche Musk über seine Marke Tesla vermittelt, ist ihnen den satten Aufpreis zu einem Verbrenner mehr als Wert. Auch sie verhalten sich aus kapitalistischer Sicht irrational.

    • Martin sagt:

      Nicht unbedingt. Gewisse Produkte, vor allem Luxusgüter, sind relativ krisensicher. Unabhängig wie hoch der Preis ist, werden diese von der Kundschaft gekauft. Meistens handelt es sich dabei aber eher um ein kleineres Kundensegment. Musk nutz einfach die Neo-Hippie-Welle geschickt aus bzw. sie spielt ihm in die Hände. Klimaerwärmung jeden Tag in den Zeitungen, haufenweise Veganer, Vegetarier, Hippsters usw. Es ist genau die selbe Kundengruppe, wie sie Apple hat. Hauptsächlich Hippster Yuppies, die keine Ahnung von wirklichem Umweltschutz haben, der Legalize-it Gesellschaft usw. Ich erlebe diesen Hippie-Flashback in die 70-iger jeden Tag. Autos wie in den 70-igern, wären mir lieber.

      • Daniel Siegenthaler sagt:

        Eben genau. Diese Konsumenten verhalten sich erst rational, wenn man die Ökonomie der Aufmerksamkeit betrachtet, obwohl ihr Konsumgut vom rein funktionalen Nutzen her überteuert wäre. Von daher muss man diese Komponente auch berücksichtigen, wenn man die Risiken von Musk und seiner Investoren beurteilt. Wie ich unten selber anmerkte, wäre ein Zusammengehen von Tesla mit Apple eine Win-Win-Situation. Das Kundensegment wäre fast identisch, es würden sich enorme Synergien eröffnen. Ein gratis iPhone für jeden Vorbesteller eines iCars, mit einem Emblem auf der Rückseite, welches ihn als künftigen Besitzer eines iCars ausweist, würde das iPhone-Land Schweiz in Nu in ein iCar-Land verwandeln.

        • Martin sagt:

          Gut möglich, was Sie da sagen. Sehe das so wie Sie, dass sich Apple und Tesla Kunden überschneiden. Leider haben Sie auch mit dem iPhone Land Schweiz recht… Ich persönlich bin überhaupt kein Fan von Apple, was natürlich in den Augen der Applekunden total unverständlich ist. Wäre ich Apple, würde ich Musk vielleicht ein paar Kundendaten verkaufen, für gezielte Werbung? Oder für das Management von Apple einen Deal mit Tesla ausarbeiten, für den Kauf von Autos?

          • Daniel Siegenthaler sagt:

            Nein, Apple soll Tesla übernehmen und als Dank Elon Musk zum CEO ernennen. Mask hat das Charisma eines Steve Jobs, dessen Kapital an Aufmerksamkeit seinen wirtschaftlicher Erfolg begründete. Apple sitzt auf einer Viertelbillion Dollar Barvermögen, verströmt mit Cook aber den Charme eines Buchhalters. Beide Seite könnten nur gewinnen. Dank Apples Milliarden würde Musk den Markt auf Jahre hinaus dominieren. Der Ankündigung, in den nächsten 2 Jahren je 100 Mia investieren zu wollen, hätte die Konkurrenz absolut nichts entgegenzusetzen. Dies wären ganz neue Massstäbe. Apples Kurs würde nie gekannte Höhen erreichen, zum Ärger jener Miesepeter, die nicht investiert waren.

      • Marcel Senn sagt:

        „Autos wie in den 70-igern, wären mir lieber.“
        .
        Sie meinen diesen tonnenschweren ineffizienten Benzinsäufer von damals??

        • Martin sagt:

          Haben Sie schon mal die schönen Designs der Amischlitten der ’70 Jahre gesehen? Richtige Muscle cars, mit V8 Power und ganz bösem Sound, einfach herrlich! Zum Glück kann man heute Mopar Motoren und Teile für diese Autos kaufen und sie neu aufsetzen. Einfach hammer Autos! Da können Sie mit Ihrem Tesla wo anders rumdüsen. Sagen Sie mir doch, was haben Sie gegen einen Lincoln Mark V mit einem V8, 8,2 L Motor mit 400 PS? Damals bauten die Amis noch richtige Autos. Sie haben das begriffen und einige Modelle neu lanciert. Einfach spitze!

          • Rolf Zach sagt:

            Genau wie der Kerl bei Top Gear mit seinen Beurteilungen. Auf alle Fälle sind die Emotionen mehr Wert fürs Herz als kalter Rationalismus fürs Gehirn und ob Tesla in der Gesamtbilanz mehr für die Umwelt tut als ein Benziner ist noch nicht substantiell erhärtet. Es braucht noch 5 bis 10 Jahre, wo es wirklich offensichtlich nachweisbar ist.

      • Orakel sagt:

        Die Kundengruppe von Apple hat kein Durchschnittseinkommen von 300.000 $ im Jahr. Das IPhone hat schon ein Jahr nach seiner Einführung mehr als 11 Millionen Käufer gefunden und Apple ordentliche Gewinne beschert . Tesla hat in 4 Jahre gerade mal 100.000 Models verkauft und trotz der hohen Preise ständig steigende Verluste produziert , letztes Jahr fast 900 Millionen $ bei etwas mehr 4 Milliarden $ Umsatz.Bis jetzt ist es Musk aber gelungen ständig neue Risikoinvestoren zu finden. Musk hat zwar ein ähnliches gutes Marketing wie Jobs, aber anders als Jobs ist er kein guter Geschäftsmann

        • Martin Rüger sagt:

          1. die Gigafactory welche notabene die Batterienproduktion der ganzen Welt einfach mal so verdoppelt, kostet halt ein wenig, sowas nennt man Investition, die sich übrigens bereits lohnt, da man die PowerWalls damit produziert.
          2. der Ausbau der Produktionsstätten für das Model 3 kostet auch noch ein wenig.
          3. wären nicht so viele Autos vorbestellt worden wäre dieses Jahr mit einer schwarzen Null abgeschlossen worden, was aber durch höhere Investitionen verbrannt wird, weil die Nachfrage so gigantisch ist, dass das Ziel von 2020 auf 2018 vorverlegt werden musste. Wäre ich ein anderer Autohersteller würde ich in den Tisch beissen bei so vielen Reservationen, ohne nennnenswerte…

        • Orakel sagt:

          Die Verkaufserlösen von Tesla decken zur Zeit nicht die Kosten für Produktion , Vertrieb und Verwaltung. Tesla hat Vertriebs- und Verwaltungskosten die mehr als 2 mal so hoch sind als im Schnitt der Branchen. Mit seiner derzeitigen Kostenstruktur macht Tesla schon Verluste ohne Forschungs- und Entwicklungskosten und Investitionen zu berücksichtigen.Und nach dem ersten Quartal deutet nichts daraufhin, das Tesla die versprochen schwarze Null in Q4 erreicht hätte

  • Max Blatter sagt:

    Ich stimme praktisch in jedem Punkt mit Markus Diem Meier überein – ausser im Gebrauch des Wortes „Kapitalismus“: Dieser Begriff steht für mich eben gerade für diejenige Art der Ökonomie, die nur in Geldeinheiten rechnet und deshalb jegliche Innovation und Kreativität abwürgt. Genau wie es der Sozialismus seligen Angedenkens auch getan hat: zwar mit einer diametral entgegengesetzen Ideologie, aber mit dem gleichen Resultat. Echtes Unternehmertum verträgt sich wohl mit keiner Ideologie!

    • Franz Kaufmann sagt:

      Richtig, Unternehmertum hat vor allem mit Arbeit/Leistungswillen zu tun. Natürlich hilft Kapital dabei. Aber echtes Unternehmertum mit Kapitalismus gleich zusetzen ist falsch.

    • Linus Huber sagt:

      Sie sprechen einen interessanten Punkt an. Zweifelsfrei dürfte das Unternehmertum ein wichtiger Faktor im kapitalistischen System spielen. Die Frage, welche sich mir aufdrängt, ob sich das Erfolgsmodell „Unternehmertum“ im Umfeld des durch zunehmende Vetternwirtschaft korrumpierten Kapitalismus verändert hat. Die massive Expansion des Bankensektors ueber die letzten 30 Jahre beruhte zu einem nicht unerheblichen Teil auf indirekten Subventionen der Regierungen (Zentralbanken), also auf dem auf Vetternwirtschaft beruhenden Modell von Kapitalismus. Die Banken fuhren damit lange Zeit gut, bis sie jetzt allerdings zunehmend als Schmarotzer wahrgenommen werden.

    • Linus Huber sagt:

      Um zurück auf Tesla zu kommen, müsste wohl der Aspekt untersucht werden, inwiefern Neufirmen, welche von Beginn zu einem hohen Anteil mit etwelchen staatlichen Subventionen rechnen und den vom Kunden finanziell vertretbaren Nutzen ohne diese Subvention fragwürdig wird, von Erfolg gekrönt wurden. Es gilt hier zwischen gut etablierten Firmen, welche die Gesetzgebung zu ihren Gunsten zu beeinflussen verstehen und einer neu und noch wenig vernetzten Firma zu unterscheiden. Mir kommen diesbezüglich keine anderen Beispiele in den Sinn, sondern glaube, dass die meisten erfolgreichen Unternehmen zuerst einen unbestrittenen Kundennutzen erzeugten, bevor sie Marktmacht gewinnen konnten.

  • Matthias Vogelsanger sagt:

    Hochrisiko Ansätze sind weder neu noch per se „richtig“. Ob Teslas Wette aufgeht wird sich weisen. Höfliche Skepsis ist angebracht. Ich selber vermute, dass Tesla wegen Liquiditätsproblemen in spätestens in 5 Jahren von einem traditionellen Autobauer de facto übernommen wird. Im Idealfall wird es als vielversprechender „Merger“ dargestellt, „worst case“ für Musk wäre als Blender in die Wüste geschickt zu werden.

    • Peter Schmid sagt:

      Ich hoffe es ist Ihnen wenigstens bewusst, dass Tesla bereits seit Jahren existierende Autos verkauft und deren Besitzer derart begeistert sind, dass sie bereits Modelle bestellen, welche erst in 2 Jahren erhältlich sein werden.

      • Anh Toàn sagt:

        Nix Bestellung – crowd funding

        • Peter Schmid sagt:

          Abgesehen davon, dass Tesla die Anzahlung zwingend zurückbezahlen muss, falls Tesla nicht liefern kann.
          Tesla verkauft bereits seit Jahren Autos und ein crowd funding käme zu diesem Zeitpunkt offensichtlich viel zu spät.
          Oder glauben Sie Tesla verfügt über eine Zeitmaschine mit dem sie in die Vergangenheit reisen kann, um die bereits passierte teure Entwicklung des Tesla Roadster, Tesla S, Tesla X und selbst des Tesla 3 finanzieren zu können?

          Es ist überhaupt erstaunlich, dass es Tesla soweit gebracht hat, obwohl Elektrofahrzeuge selbst von Ländern nicht unterstützt werden, welche Öl zu 100% importieren müssen. Von der Kriegstreiberei der ölproduzierenden Ländern mal ganz zu…

          • Anh Toàn sagt:

            400’000 die USD 1’000 einzahlen sind schon eine crowd.

            Und ja, Tesla muss das zurück zahlen, die Frage ist, ob die das können, bzw. erscheint ziemlich offensichtlich, dass sie es nicht können, wenn sie ihre Versprechungen nicht erfüllen können: Das Geld liegt nicht auf Sperrkonten, sondern wird laufend verbrannt.

            Dass Tesla die Versprechungen nicht erfüllen kann, erscheint mir ziemlich wahrscheinlich, (sie Kommentar von @Matthias Vogelsanger): Keine Erfahrung in der hochkomplexen Autoindustrie mit unzähligen Zulieferern. Da kann man nicht wie bei Software mit Updates nachbessern.

          • Peter Schmid sagt:

            Bis jetzt hat Tesla zumindest bereits 2 verschiedene Modelle erfolgreich lanciert und verkauft.

            Das Konkursrisiko war bei den ersten beiden Modellen offensichtlich noch wesentlich höher, weil sie dann noch nicht auf die Erfahrung inklusive Zulieferkette zurückgreifen konnten, was sie jetzt ja können.

          • Anh Toàn sagt:

            „erfolgreich“?

            Der Verlust des letzten Quartalsberichts geteilt durch die Anzahl produzierter Fahrzeuge, beträgt fast USD 20’000.00 pro Fahrzeug.

          • Anh Toàn sagt:

            Lieferverzögerungen, Rückrufaktionen, die Kunden haben es bisher Tesla verziehen. Wie lange noch?

          • Peter Schmid sagt:

            Jedes Fahrzeug ist profitabel.
            Verluste werden wegen den enormen Investitionen generiert. Innovation und Wachstum gibt’s nun mal nicht gratis.

            Übrigens, wenn Unternehmenssteuern stetig sinken, haben Unternehmen auch einen entsprechend geringeren Anreiz in die Forschung und Entwicklung zu investieren. Das mag zwar gut sein für die superreichen Unternehmensbesitzer aber weder das Unternehmen noch die restliche Wirtschaft kann davon langfristig profitieren.

          • Anh Toàn sagt:

            Flügeltüren im Model X: Haben noch nie richtig funktioniert. (Auch im berühmten Flügeltüren Mercedes nicht, nicht bei den Lambos.) Aber wer schon alles hat, und nicht weiss wohin mit der Kohle, kauft auch ein Auto mit Flügeltüren, sieht halt geil aus.

          • Anh Toàn sagt:

            Jedes Fahrzeug ist profitabel, sagt auch der Beitrag, aber ohne Entwicklungskosten:

            Hyundai hat den Mitsubishi Pajero als Hyundai Galloper weitergebaut, für ein Appel und ein Ei die Produktionsstrassen und Rechte erworben und konnte das Auto für etwas über dem halben ursprünglichen Preis verkaufen und sich dumm und dämlich verdient.

            Warum machen sämtliche Massenhersteller auf Platform und bauen die gleichen Motoren in die untercshiedlicsten Modelle: Wegen der Entwicklungskosten, Produktion^kostet kaum mehr etwas, um es etwas überspitzt zu formulieren.

            Wie kann man ein Auto bauen ohne Entwicklungskosten?

          • Orakel sagt:

            @Peter Schmid „Jedes Fahrzeug ist profitabel“
            Ihre Behauptung jedes Fahrzeug wäre profitable ist schlicht und einfach falsch. Tesla hat zwar eine ganz nette Bruttomarge, bei der nur die Produktionskosten berücksichtig weden. Aber Tesla hat auch sehr hohe Vertriebs- und Verwaltungskosten und die haben die Bruttomarge in den letzten 3 Quartalen schon ins Minus gedrückt. Das übergeht Märchenonkel Musk auf seinen Presekonferenzen immer nonchalant. Und natürlich muß ein Unternehmen auch seine Entwicklungskosten refinanzieren . Das operative Ergebnis von Tesla in Q1 lag bei minus 248 Milionen $

      • Matthias Vogelsanger sagt:

        Meine Einschätzung habe ich im vollen Bewusstsein gemacht, dass Tesla bereits Fahrzeuge im Luxussegment verkauft. Ebenso ist mit bewusst, dass die Massenproduktion von Autos kein triviales Unterfangen ist, und dass Tesla in diesem Bereich noch keinen Leistungsausweis hat.

    • Daniel Siegenthaler sagt:

      Tesla könnte gar nichts besseres passieren, als von Apple übernommen zu werden. Apple könnte problemlos sofort 200 Mia Barvermögen in Supercharger und neue Produktionslinien investieren. Allein die Ankündigung würde einen nie dagewesenen Hype und ein Erdbeben in der Branche auslösen. Statt der läppischen 1 Mio Fahrzeuge bis 2020, würde Apple eher 20 Mio anpeilen, welche über ihre vielen Apple Stores vertickert werden könnten. Die Marge auf Autos ist wesentlich höher als jene bei Gatgets, womit der Gewinn nachhaltig gesteigert würde. Mit einem geapfelten iCar als Special Edtion des Model 3 könnten sie problemlos nochmals 5000 Dollar draufhauen. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

      • Giuseppe Vessicchio sagt:

        Daniel Siegenthaler: „Die Marge auf Autos ist wesentlich höher als jene bei Gatgets“

        Genau. Und Papst Franziskus ist buddhistisch.

        • Daniel Siegenthaler sagt:

          Sorry, mein Fehler: Ich meinte natürlich den Gewinn pro Einheit in absoluten Zahlen. Der Umsatz von Apple stagniert, einfach weil ein iPhone nie mehr als 1000 Dollar kosten wird, die iWatch bei ähnlich hohen Entwicklungskosten weniger als de Hälfte. Dieser Nachteil kann mit höheren Stückzahlen nicht wettgemacht werden, weil der Markt weltweit praktisch gesättigt ist. Möchte Apple weiter wachsen, geht das nur über höherpreisige Produkte mit höherer absoluter Marge.

      • Orakel sagt:

        Sie wissen offensichtlich nicht wovon sie reden. Alleine die Gigafactory erfordert Investitionen von mehr als 5 Milliarden $ ohne Fahrzeugproduktionen.Für 20 Millionen Elektroautos wären nur für die Batterien Investitionen von mehr als 100 Milliarden $ nötig. Es im übrigen auch noch völlig offen die NCA-Zellen auf die Tesla setzt wirklich ein ausreicherndes Entwicklungspotential haben um wirklich den Massenmarkt unter 30.000 Euro erreichen zu können. Sollte effizientere Zellchemie bis 2020 reif für die Massenproduktion werden , wäre die Gigafactory ein Fehlinvestition und Tesla pleite

        • Martin Rüger sagt:

          öhm seit wann will Tesla oder Apple 2020 über 20 Millionen Autos bauen, also was soll diese Zahlenspielerei?
          die Gigafactory ist darauf ausgelegt jegliche Art Zellen produzieren zu können, wieso sollte das eine Fehlinvestition sein, Elon Musk ist sicher nicht so blöde wie sie offensichtlich denken.

          • Orakel sagt:

            Die Zahl von 20 Millionen hat User Daniel Siegenthaler genannt .Aber Apple scheint ohnehin kein Interesse an Tesla zu haben . Aktuell verhandelt Apple mit Magna Steyr in Graz für sein I-Car.Dort läuft zum Jahresende der Vertrag mit BMW zur Produktion von 2 Mini-Varianten aus.

        • Daniel Siegenthaler sagt:

          Nein,die Fertigungsschritte für Batterien sind im wesentlichen identisch, egal mit welchem Substrat gearbeitet wird. Die Investition ist nicht verloren, auch wenn es technische Neuerungen gibt. Das Volumen von 20 Mio Einheiten ist branchenüblich und für Produkte dieser Komplexität und Preisklasse nötig, um kostendeckend arbeiten zu können. Tesla rentiert im Moment nur deshalb nicht, weil ihr Produktionsvolumen schlicht lächerlich ist im Vergleich zur Konkurrenz. Musk würde ohne fremde Hilfe viel zu lange brauchen, um die Produktion auf ein kostendeckendes Mass auszuweiten. Die nötige Investitionen steigen nicht linear mit dem Produktionsvolumen, die erwähnten 200 Mia müssten reichen.

          • Orakel sagt:

            Auch das ist Unsinn, VW und Toyota , die beiden größten Autokonzerne der Welt , bauen jeweils Ungefähr 10 Milionen Fahrzeugre im Jahr.Die Permiumhersteller BMW und Mercedes Cars haben mit jeweils um die zwei Millionen PKW’s im Jahr ein höhere Umsatzrendite als VW und Toyota.Und auch Ferrai erzielt mit rund 7000 Fahrzeugen im Jahr eine ordentliche Nettomarge.Im übrigen denkt Apple nicht daran in die sehr kapitalintensive PKW-Produktion ein zu steigen, sondern versucht einen Auftragsproduzent für sein Icar zu finden.

          • Daniel Siegenthaler sagt:

            @Oracle Ich halte daran fest: Ein Produktionsvolumen von nur einer Million ist für einen unabhängigen Produzenten nicht wirtschaftlich. Fiat musste sich mit Chrysler zusammentun, um wieder profitabel zu werden. Die kleinere Produzenten sind alles Anhängsel grösserer Konzerne und werden nicht selten als Imageträger von diesen indirekt Quersubventioniert. Dies gilt auf für Ferrari. Selbst VW mit 10 Mio. Fahrzeugen ist nur profitabel, weil die ganze Produktpalette auf wenigen Plattformen besteht. So kann die Investition in Modelle und Produktionslinien über Jahrzehnte verteilt werden. Tesla ist ein Anhängsel von Mercedes, anders hätten sie kein einziges Fahrzeug produzieren können.

          • Daniel Siegenthaler sagt:

            @Oracle Um sich vom Konglomerat um Mercedes emanzipieren zu können, also nicht mehr von deren Gnaden abhängig zu sein, müsste Tesla eine kritische Masse von gegen 10 Mio Fahrzeugen erreichen. Nun schlage ich aber vor, dass Tesla gleich 20 Mio Fahrzeuge anstreben soll, was einem Marktanteil von 25% entspricht. Sie werden einwenden, nur ein Verrückter würde eine solche Strategie fahren, da Tesla mit einer völlig neuen Technologie in einen gesättigten Markt eintritt. Nun hat Apple unter Steve Jobs mit dem iPhone das selbe getan. Es hat mit einem Telefon ohne Tastatur Nokia aus dem Markt gedrückt. Steve Jobs war nicht verrückt, er war nur ein unfassbar mutiger Visionär — wie Elon Musk.

  • Maiko Laugun sagt:

    „Kein Risiko einzugehen, erweist sich dann auf die Dauer als das grösste Risiko überhaupt.“

    Gerade Start-Ups haben Schwierigkeiten, Investoren zu finden. Das Risiko ist den Investoren zu hoch – und nicht den Erfindern, eine unsägliche Bürokratie kommt noch dazu.

    Schon seit vielen Jahren entstehen bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren kaum mehr Brandfälle. Nun baut Tesla ausgerechnet Autos mit Lithium-Ionen, welche meines Wissen dafür bekannt sind, schnell zu überhitzen und deshalb eine Brandgefahr darstellen.

    • Marcel Senn sagt:

      Maiko: Nur wie lange wird es noch Oel geben? Gemäss meinen Berechnungen/Schätzungen bei abnehmendem EROEI und leichten Verbrauchssteigerungen linear extrapoliert bis ca 2070 — regional (z.B. Venezuela, ev. Kanada) noch einige wenige Jahrzehnte länger.
      Vielleicht war auch das Oelpreisdumpingpowerplay der Saudis bis vor kurzem nur eine ausgeklügelte Finte um der Welt vorzugaukeln, dass die Saudis noch um die 260 Mrd Fass hätten (offizielle Zahlen) um den Aramco IPO besser resp. teurer zu vermarkten. Vielleicht hat es schon sehr viel weniger Oel, als uns das die Saudis vorgaukeln – die Wahrheit kennen dort nur ganz wenige – das ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Welt!

      • Orakel sagt:

        Die Saudis haben nicht die größten Ölreserven , die von Venezuela sind größer.Saudiarabien hat aber die niedrigsten Förderkosten von den größten Ölproduzenten.Europa bezieht auch vergleichsweise wenig Öl aus der Golfregion.Da kommt viel mehr aus Russland und der Nordsee.

        • Marcel Senn sagt:

          Orakel: Ich weiss, dass Venezuela noch etwas über 30 Mrd Fass mehr ausweist als SA seit ein paar Jahren – aber das ist meist Shale Oil zweiter oder dritter Qualität und auch viel teurer zu fördern.
          .
          Nur Saudiarabien weist schon seit ca 1990 immer zw. 260 bis 268 Mrd Fass aus – förderte aber seither jedes Jahr zw. 7-9 Mrd Fass — und ob wirklich noch soviel Oel da ist, das wissen nur wenige.

  • Markus Affolter sagt:

    Es ist beindruckend, was Musk mit Tesla und SpaceX schon erreicht hat und noch erreichen wird. Leider sind solche Unternehmesaktivitäten in der Schweiz ( und speziell der Westschweiz) nicht machbar, da die Belastung des Unternehmers durch die Vermögenssteuer so gewaltig wäre, dass Musk der Cash schon lange ausgegangen wäre.

  • Marcel Senn sagt:

    Musk vs. z.B. Blythe Masters, die ab 1994 begonnen hat sogenannte „Kreditausfallversicherungen“ (zuerst als BISTRO Broad Index Secured Trust Offering) und später als CDS bekannte Finanzinstrumente für J.P. Morgan zu promoten und dafür später als „Queen der Wall Street“ bekannt wurde.
    Musk versucht immerhin die Menschheit einen Schritt voran zu bringen (und weg vom Oel), während Masters mitgeholfen hat die Welt bis 2008 an den Rand des Kollapses zu bringen – Masters hat bei für sie limitierten Risiko fett abgezockt, Musk begnügt sich mit $ 37’500 & riskanten Optionen.
    Good Capitalism vs Bad Capitalism
    Neue Finanzinstrumente bringen die Menschheit kaum mehr weiter, Teslas ev. schon!

  • Orakel sagt:

    Die Vertriebskosten sind keine Fixkosten. Der Posten Vertrieb und Verwaltung stieg in den letzten Quartalen schneller als der Umsatz. In den letzten 3 Quartalen war war Posten auch größer als das Bruttoergebnis.Tesla hat für Vertrieb und Verwaltung Kosten die mehr als doppelt so hoch sind wie im Schnitt der Branche. Offensichtlich verursacht Teslas Vertrieb über schicke Verkaufsshop in den Innenstädten der großen Städte sehr hohe Kosten Es ist alles andere als ein gutes Zeichen wenn die Verkaufserlöse von Tesla nicht ausreichen um die Kosten für Produktion ,Vertrieb und Verwaltung zu decken.Mit seiner derzeitigen Kostenstruktur würde Tesla auch ohne weiter Investitionen Verluste machen.

  • Anh Toàn sagt:

    „Er geht Risiken ein und macht auch gar keinen Hehl daraus. Und die Risiken werden nicht – wie so oft – verschleiert.“

    Naja, wenn kommuniziert wird, man hätte 276’000 Bestellungen für das Model 3, halte ich dies schon für „Verschleierung“, denn die Besteller können jederzeit zurücktreten und erhalten ihre Anzahlung von USD 1’000 zurück: Die haben nichts bestellt, sondern einen zinslosen Kredit mit unbestimmter Laufzeit gewährt.

    • didi klement sagt:

      Es sind aber 400’000 Besteller und die haben Geld gezahlt um erster zu sein wenn das Model 3 dann auf den Markt kommt. Zum Teil sind das Spekulanten die das Auto dann weiter verkaufen, zum Teil Fans die dabei sein wollen. Die grosse Masse der Käufer hingegen hat jetzt keine 1000 Dollar investiert sondern wartet auf das Produkt und wird dann einsteigen, wenn das Auto endlich fährt. In diesem Sinne sind 400’000 Besteller ein Vielfaches an Käufern wert, nicht nur einfach ein Hype der Morgen vorbei ist. Ich weiss heute schon das ich ein Model 3 oder Model X oder Model S anschaffe, wenn der nächste Autokauf fällig ist, bestellt habe ich aber noch nicht weil das in 2.5 Jahren stattfinden wird.

    • Peter Schmid sagt:

      Es sind übrigens bereits 400’000 Bestellungen und die Bestellbedingungen sind kein Geheimnis.

      • Anh Toàn sagt:

        Bestellungen, von denen jederzeit zurück getreten werden kann, sind keine.^

        • Peter Schmid sagt:

          Sie sind ja richtig neidisch…

          • Anh Toàn sagt:

            Nein, short Tesla

          • Peter Schmid sagt:

            Ich bin gar nicht in Tesla investiert.
            Allerdings ist mir bewusst, dass es langfristig keine effektive Alternative zur Elektrifizierung der Weltwirtschaft gibt und Tesla zumindest eines der wenigen Unternehmen ist, welches das verstanden hat.

  • Josef Marti sagt:

    Solche Beispiele wo reiche Leute jahrelang ihr Geld in ihre überschuldete und mit Rangrücktritten am Leben erhaltene Gesellschaft buttern gibt es tonnenweise. Nach dem Gesetz der grossen Zahl muss ja wohl wenigstens einer mal Erfolg haben. Ob die gesamthaft gewaltige Kapitalvernichtung durch wenige Erfolge übertroffen wird ist fraglich; beim Tesla wäre es zu hoffen.

  • Kristina sagt:

    Wenn, wird der einzige Verlierer der Name Tesla sein. Als ich letzte Woche vor einer Statue des Nikola Tesla in einer Strasse mit seinem Namen stand, dachten wir über die Namens- bzw. Lizenzrechte den Namen Tesla zu benutzen nach. Wie würde so ein Vertrag aussehen? Wie bilde ich das in einer Excel-Tabelle ab? Da überlege ich mir gerade, eignet sich diese Firmengeschichte den heiligen Gral des Kommunikationscontrollings auszumachen? Ich meine, ich lese Tesla und gleich daneben kommt eine Bestellung rein? Potential, oder alles Google das?

    • Marcel Senn sagt:

      Wieso denn auch? Der 1943 ziemlich verarmt in einem New Yorker Hotel verstorbene Nikola Tesla bekommt doch mit der nach ihm benannten Automarke postum noch viel Ehre und wird so (ausser in technikbegeisterten Insiderkreisen) einer breiteren Oeffentlichkeit bekannt gemacht.
      .
      Nikola Tesla kann ja auch nichts dafür, dass sein Vater Tesla geheissen hat!
      .
      PS Wir haben jetzt in den USA einen grössenwahnsinnigen Präsidentschaftskandidaten, der meint sein Name sei mind. 3 Mrd $ wert. Irgendwann langts dann mit der Vermarktung von warmer Luft resp. Nachnamen.

      • Kristina sagt:

        Willkommen in der neuen Welt. Da bezahlen wir sogar für heisse Luft. Nach kurzer Konsultation mit meinem alten Ego bin ich der Meinung, dass das der Rohstoff der Zukunft ist. Vorausgesetzt es hat genügend Kühlräume.

  • Wobi sagt:

    Schön geschrieben

  • Rolf Rothacher sagt:

    Tesla ist bloss eine Wette darauf, dass die Regierungen die Menschen irgendwann zu Elektroautos zwingen werden. Doch das wird mit grosser Sicherheit nie stattfinden bzw. Tesla wird vorher den Bach runter gehen.
    Der Kapitalismus bietet dieses Risiko-Kapital auf diese Wette. So war es jedoch immer schon, wurden doch auch die Schiffe samt Besatzung von Magellan von Kaufleuten bezahlt. Und als ein einziges der vier gestarteten mit Gewürzen beladen tatsächlich nach Europa zurückkam, ging für diese Kaufleute die Rechnung auch auf. Bei Tesla wird das nicht der Fall sein.

    • Peter Schmid sagt:

      Es wird tatsächlich nie stattfinden, dass die Ölscheiche auf ewig Öl für ihren Verbrennern bzw. den Verbrenner ihrer Nachkommen liefern werden können.
      Diese Tatsache ist physikalisch gegeben und kann auch nicht geändert werden, wenn ihre Nachkommen konvertieren und die Kirchen durch Moscheen ersetzen.

      • Reto Stadelman sagt:

        Meine Rede. Warum das von so vielen Leuten, eben Erbsenzählern, nicht eingesehen wird, ist für mich fragwürdig. Die Gesetze der Logik und Physik sind auf der Seite von Tesla. Und trotzdem ist der Widerstand gross. Da soll man die Menschen noch verstehen…

        • Anh Toàn sagt:

          Die Gesetze der Physik sind eben nicht auf Seiten von Tesla: Seit 100 Jahren arbeitet die Wissenschaft an tauglichen Batterien (Speicherung von Strom). Noch immer wird am meisten „Strom gespeichert“, indem Wasser in einen Stausee hochgepumpt wird, um es wieder runter zu lassen.

          Solange noch ein einziges Haus mit fossiler Energie geheizt oder gekühlt wird, ist Elektromobilität Nonsense: Ein Haus kann man mit einem Kabel ans Stromnetz anbinden. Solange fossile Brennstoffe zur Stromerzeugung verwendet werden, ist Elektromobiltät Nonsense. Solange mein Smartphone nicht wenigstens eine Woche ohne Stromnetz auskommt, glaube ich nicht an Elektromobiltät.

          • Peter Schmid sagt:

            Wenn alle auf Elektromobilität inklusive Tram, Trolley-Bus und Bahn verzichten würden, würde die Volkswirtschaft am Verkehrsinfarkt unweigerlich zusammenbrechen.

            Abgesehen davon, dass Elektroautos keine Stauseen mitführen können und ein Elektroauto auch dann noch wesentlich effizienter als ein Diesler/Benziner ist, selbst wenn es zu 100% mit Gaskraftwerksstrom betrieben wird: die 500 km Reichweite reichen vollkommen

            Da würden sich übrigens die Ölscheiche freuen: Selbst wenn 99.9999% aller Häuser auf Wärmepumpen umgesattelt hätten, dürfte gemäss ihrer Vorstellungen nach wie vor kein einziges Elektroauto auf unseren Strassen rumfahren.

          • Anh Toàn sagt:

            Würde man mit die Fahrzeuge zentral steuern, könnten auf Autobahnen die Autos in einem Abstand von 0.5 Meter fahren, und damit der Luftwiderstand dermassen reduziert werden, dass der Verbrauch um 90 Prozent reduziert werden könnte.

          • Reto Stadelman sagt:

            @Anh Toàn
            Da bin ich nicht ihrer Meinung. Die Effizienzsteigerung bei der Verwendung von z.B. modernen Ölkraftwerken ist hoch. Der Vertieb fällt weg und wird durch das Stromnetz ersetzt.
            Für das heizen ist die Sache genau umgekehrt. Da sind fossile Energieträger ganz vorne mit dabei. Aber das macht nichts. Wir müssen nicht vollständig auf fossile Energien verzichten. Zumindest noch nicht. Aber ihre Nutzung muss sehr effizient gestaltet werden. So effizient, das private Fahrzeuge nicht mehr mitkommen. Gleichzeitig müssen andere Energielieferanten ausgebaut werden.
            Bei der Forschung mit Batterien hat sich einiges bewegt. So schlecht steht die Wissenschaft nicht da.

          • Reto Stadelman sagt:

            @Anh Toàn
            Die Elektromobilität kommt. Ob es wirklich Batterien sein müssen, dass wird sich noch zeigen. Es gäbe auch Wasserstoff als Alternative. Aber die Verwendung von fossilen Brennstoffen für die Fortbewegung macht immer weniger Sinn. Das bedeutet nicht, dass wir von heute auf Morgen daraus aussteigen können. Wir werden noch lange auf fossile Energien angewiesen sein. Aber die Tendenz ist eindeutig.
            Und man darf ja auch träumen. Was passiert wenn es wirklich gelingt Fusionskraftwerke in Betrieb zu nehmen? Eben, träumen darf man.

          • Anh Toàn sagt:

            @Reto Stadelmann

            Wasserstoff produziert in der Wüste oder Offshore, wo es windig ist, akzeptiere ich durchaus als Alternative.

            Wie schlecht Batterien sind, zeigt doch jedes Smartphone, oder mobile GPS-Gräte: die kann man klein bauen, problemlos sogar in eine Uhr, aber auf die Bergtour muss eine Autobatterie mitschleppen, damit es 12 Stunden GPS Signale empfangen kann….

        • Orakel sagt:

          Die Physik ist eben nicht auf seiner Seite, und die Ökonmie erst recht nicht. Sowohl Kosten als auch Gewicht für batteriebertriebene Pkw’s sind viel zuhoch.Und in den großen Städten geht Emoblität eher über Straßenbahnen und U-Bahnen wo man keine tonnenschweren Batterien braucht und die Energie über Oberleitungen bezieht

  • mathis sagt:

    Also wenn ich den Bericht lese, könnte ich denken, dass dieser Musk ein Teufelskerl ist.
    Was macht er ganz genau? Batterien in Autos einbauen?!?
    Ist sicher eine hübsche Geschichte, aber noch nicht das Ende aller Erfindungen.
    Ohne den Politischen Rückhalt, der für Tesla extrem ist, wäre diese Geschichte schon lange am Sterben. Die neue Fabrik für Batterien ist eine super Sache, aber leider auch nicht neu!
    Alte Technologie ein wenig preiswerter produziert…… Interessant wird es erst, wenn die Batterien um einen Faktor 100 besser werden….

    • James sagt:

      So wie damals bei swatch wohl Hayek auch nicht innovativ war weil er ja nur Uhren ein wenig billiger gemacht hat, kann ja auch jeder wie wir heute sehen. Aeber die JKunst is eben der Zeitpunkt und die Art etwas zu tun und insbesondere überhaupt etwas zu tun

    • Anselmus sagt:

      Was machen denn DaimlerBenz, BMW und VW genau? Seit 100 Jahren Dampflokomotivtechnologie auf Raeder schrauben und seit 10 Jahren noch ein steinzeitliches Navigationsgeraet dazupappen. Fahren Sie 1h einen Tesla und danach zB einen Audi A7 und sie werden ganz genau merken, was Tesla macht. Ich fuer meinen Teil werde nie mehr im Leben ein Verbrenner Auto kaufen.

      • Orakel sagt:

        Elektroautos sind fast genauso alt wie Autos mit Verbrennungsmotor. Das erste Elektroauto von Flocken in Deutschland kam schon 2 Jahre nach nach der Patentanmeldung von Carl Benz. Im Jahr 1900 hatten sie in den USA einen Marktanteil von 38%. Sie wurden dann aber schnell vom Markt verdrängt weil die Reichweiten der Batterien zu gering waren.Wirklich viel geändert hat sich daran bis heute nicht.Auch Tesla zeigt das man Batterien braucht die mehr als eine halbe Tonne wiegen, um in etwa so weit zu kommen wie mit 25 kg Benzin.Von den Kosten ganz zu schwiegen .Auch in Teslas Heimatmarkt USA liegt der Marktanteil von Elektroautos aktuell nur bei 0,4 % trotz 7500 $ Taxcredit.

      • Anh Toàn sagt:

        @Anselmus: Aber in den Urlaub, da fliegen Sie, gell. Weil Sie können Ihren Tesla ja nicht aufladen unterwegs.

    • Wuschy sagt:

      Faktor 100?
      D.h. dass die Autos danach statt 450km 450000km weit fahren… also, erst DANN wird es interessant? D.h. wenn z.B. die Batterien nur 400000km weit kommen, ist es natürlich höchst uninteressant… schon klar

      • Peter Schmid sagt:

        Stimmt, erst wenn sie auch noch Ebola vernichtet und Weltfrieden gebracht haben, dürfen Elektroautos ernsthaft in Betracht gezogen werden…

    • Peter Müller sagt:

      Von Batterien haben Sie keine Ahnung, oder? Selbstverständlich ist, was Musk gemacht hat eine riesen Leistung. Oder haben Sie schon einmal eine Autofabrik von Grund auf aufgebaut und das basierend auf einer Technologie? Ausserdem hat er das Elektroauto salonfähig gemacht und das ist für sich alleine schon eine grosse Leistung…

      • Orakel sagt:

        Wirklich viel weitergebracht hat Tesla die Froschung für effizientere Zellen bisher nicht. Tesla verbaut tausende von Zellen von Panasonic in seinen Akkus mit einem Gewicht von über einer halben Tonne.Die verbaut er dann in ein teures Luxusfahrzeug das mehr als 2 Tonnen wiegt. Durch gutes Marketing hat es Musk aber geschaft , das sein Model S bei der reichen Oberschicht in Kalifornien Kultstatus hat.Nissan war auch schon 2 Jahre vor der Markteinführung mit seinem Leaf auf dem Markt und davon auch bis heute ungefähr doppelt so viele Fahrzeuge welweit verkauft wie Tesla. Aber für die reiche Oberschicht in Kalifornien ist der nicht standesgemäß

  • Herbert Anneler sagt:

    Was man von Musks Führungsstil hört, würde ich bei ihm nicht investieren. Er ist ein Kapitän, der mit „volle Kraft“ voranstürmt – je schneller aber das Schiff, desto grösser und widerständiget die Bugwelle. Die Mannschaft rackert sich immer mehr jenseits eines nachhaltigen Kräftebudgets ab, aber das Schiff wir immer langsamer und langsamer. Aus Musk könnte auch ein Kapitän Ahab werden. Und je schneller seine Unternehmen wachsen, desto schwieriger sind sie zu führen. Kurz: Musk ist eine Ausnahmeerscheinung, die ihm die Sicht auf die menschliche Komponente seiner Unternehmen versperrt. Aber letztlich sind es die Menschen, die zum Erfolg führen. Mal abwarten..,

    • Cybot sagt:

      Natürlich könnte er zu Captain Ahab werden. Er könnte aber ebenso gut zum nächsten Steve Jobs werden. Und dann ärgerst du dich, dass du nicht investiert hast. Wie es herauskommt, wird natürlich erst die Zeit zeigen, deshalb heisst es ja „Risiko“. Da muss jeder selbst wissen, ob er das eingehen will oder nicht.

      • Orakel sagt:

        Es ist eher unwahrscheinlich das man jetzt noch mit Tesla große Gewinn macht . Seit 2014 Daimler seinen Anteil an Tesla mit 1000 % Gewinn abgestoßen hat läuft die Aktie seitwärts mit sehr hoher Volatilität.Iim Grunde ist die Aktie seither nur für kurzzeitige Speklulanten interessant.. Jobs hat seine IPhones übrigens nie selbst produziert , sondern sie von Foxconn , einem der weltweit größten Hersteller von Elektronik- und Computerteilen, produzieren lassen.
        PKW-Produktion ist dazu auch erheblich komplexer und kapitalintensiver.

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