Die Ökonomen und der Nationalbank-Entscheid

WAEHRUNG, WECHSELKURS, MINDESTKURS, EURO, SCHWEIZER FRANKEN, AUFHEBUNG, MINDESTKURSAUFHEBUNG, SNB, SCHWEIZERISCHE NATIONALBANK, UNTERGRENZE, KURSUNTERGRENZE, FINANZPOLITIK,

Da war der Euro-Mindestkurs von 1.20 Franken Geschichte: Nationalbank-Präsident Thomas Jordan gibt in Zürich den Beschluss bekannt (15. Januar 2015). Foto: Walter Bieri (Keystone)

Selten war die Zukunft so offen wie heute, einige Tage nach dem Entscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB), den Mindestkurs aufzugeben. Die Ökonomen sind zurückhaltend und vorsichtig. Niemand will der SNB das Leben unnötig schwer machen, aber es ist auffällig, wie zurückhaltend die Unterstützung ist. Die Risiken sind enorm.

Hier eine kleine Zusammenstellung von schweizerischen und internationalen Stimmen:

Mathias Hoffmann, Yvan Lengwiler, Ernst Baltensperger, Tobias Rötheli, Barry Eichengreen, Markus Brunnermeier/Harold James.

Wenn die Ökonomen sich einig sind, muss das natürlich nichts heissen. Alle erinnern sich an die Queen, die fragte: «It’s awful – Why did nobody see it coming?»

Trotzdem: Es gibt gute Argumente, zurückhaltend zu sein.

1. Die SNB hat immer betont, dass die Untergrenze wichtig sei, um Deflation zu verhindern. Mit der Freigabe des Wechselkurses riskiert man Deflation.

2. Die Europäische Zentralbank (EZB) startet am Donnerstag ihr Aufkaufprogramm. Es ist sehr schwierig vorauszusehen, wie sich das auf die Devisenmärkte auswirken wird. Wahrscheinlich ist eine weitere Abwertung des Euro, aber es muss nicht sein. Warum hat die SNB die Wirkung der EZB-Aktion nicht abgewartet, bevor sie den Ausstieg bekannt gab?

3. Wenn der Franken zu stark bleibt, muss die SNB wieder intervenieren. Das kann sehr kostspielig werden. Eventuell schwächt sich der Dollar ab, was zusätzlichen Druck ausüben würde. Die Bilanz der SNB würde sich dadurch noch schneller ausweiten, als wenn man die Untergrenze behalten hätte.

Es gibt Stimmen, die auf die Parallele zu 1973 verweisen. Damals trat die SNB aus dem Bretton-Woods-System der festen Wechselkurse aus. Es war ein ähnlicher Schock wie letzte Woche. Der Franken schoss in die Höhe, und die exportorientierten Branchen waren von einem Tag auf den andern gezwungen, völlig anders zu kalkulieren. Das habe man ja auch überlebt, lautet das Argument.

Die Grafik zeigt, wie sich der Franken gegenüber der DM und dem Dollar aufgewertet hat.

Präsentation1

Die Schweizer Wirtschaft überlebte in der Tat den Schock, aber der Vergleich mit der heutigen Situation ist nicht ganz tauglich. 1973 war der Schweizer Franken deutlich unterbewertet, das ist er heute nicht. Zweitens hatte man damals die Möglichkeit, die Arbeitslosigkeit zu einem grossen Teil zu exportieren bzw. in die privaten Haushalte zurückzuverlagern. Etwa 200’000 ausländische Arbeitskräfte und Zehntausende von Frauen verloren temporär ihre Stelle. Die Textil- und die Uhrenindustrie gerieten in existenzielle Probleme. Das geht heute in der Zeit der Personenfreizügigkeit nicht mehr.

So bleibt nur die Hoffnung, dass sich die Devisenmärkte bald beruhigen werden und den Franken wieder abschwächen werden. Darauf wetten kann man aber nicht. Der Safe-Haven-Effekt, der den Franken immer wieder nach oben treibt, könnte noch lange anhalten.

222 Kommentare zu «Die Ökonomen und der Nationalbank-Entscheid»

  • Anh Toan sagt:

    @seebueb: „Auf Ihre Begründung für den Aufwärtsdruck durch die MEI bin ich mal gespannt – möglichst in einem neuen
    Thread. “

    Ganz einfach, die MEI kann zu einem kompletten Alleingang der CH führen, als Land für Superreche, mit Spitälern und Schulen und Restaurants für Superreiche und Finanzdienstleistern für Superreiche ohne Industrie, ohne Export. Das geht mit einer starken Währung, der Aussenwert der Währung ist unwichtig bei diesem Modell

    Vor der Mei war ich der Ansicht, die CH geht grundsätzlich mit und irgendwann in die EU, ein zugewanderter Ort der EU, ziert sich halt ein bisschen, sind halt ein bisschen borstig die Hinter- und Ober- und Unterwäldler, aber ein Alleingang war nicht zu erwarten.

    • seebueb sagt:

      “ die MEI kann zu einem kompletten Alleingang der CH führen“

      Falls sowas tatsächlich eintreten würde, würde die Umstellung Jahrzehnte dauern.

      Allerdings ist das mMn nur eine theoretische Mölichkeit, die Ecopop-Abstimmung hat die wahren Kräfteverhältnisse gezeigt. Bei der MEI waren sehr viele Proteststimmen dabei, und da sie als Bilaterale-kompatibel verkauft wurde, hielten viele ein Ja für problemlos.

      Möglicherweise ist das MEI-Ja längerfristig sogar positiv:
      Vielen wird erst jetzt bewusst, wie wichtig die Bilateralen für uns sind, und was für ein Rattenfänger am rechten Flügel sitzt.

      • Anh Toan sagt:

        @seebueb: @Hampi hat geschrieben, der CHF wird die 0.86 zum Euro noch mal testen. Ich halte verdammt viel von seinen „Vorhersagen“, kann allenfalls einwenden, es wird die SNB verdammt viel kosten, dies zu verhindern.

        • seebueb sagt:

          Wenn ich Hampi richtig verstehe, meint er dass charttechnisch die Tiefstkurse kurz nach der Ankündigung bestätigt werden müssten. Dann gilt aber auch, dass die Lücke zwischen den 1.04 von heute Vormittag und 1.20 geschlossen werden „muss“.

          Teilweise war schlicht kein Markt mehr da, die IB-Charts implizieren, dass der Spread bis zu 18 Rappen betragen hat. Da wirken kurzzeitig zustande gekommene Extremkurse weitgehend zufällig.

          • Anh Toan sagt:

            Der Euro erholt sich im Moment wieder zum USD: Die 10 Jahre Treasuries rentieren noch mickrige 1.75 Prozent, daraus schliesse ich, der Markt erwartet, dass Yellen wegen der USD Stärke, die vorher (insbesondere Anfang 2014) eingepreisten Zinserhöhungen entweder kleiner ausfallen lässt oder in die weitere Zukunft schiebt.

            Die SNB hat erwartet, der USD steigt (wegen Zinserhöhungen) der Euro fällt (wegen QE), aber wenn sich USD und EUR einen Abwertungswettlauf liefern, sind Yen und CHF die Fluchtwährungen, insbesondere wenn der CAD, ZAR, AUD und NOK wegen sinkender Rotstoffpreise auch unter Druck sind: Die Japanischen Notenbank wehrt sich vehement gegen den schwarzen Peter, der CHF gerät in diesem Umfeld gewaltig unter Aufwertungsdruck.

            Ich bin echt gespannt auf die nächsten Wochen und Monate, auf alle Fälle würde ich, bei einer Wette, was länger existiert, klar auf EUR und gegen den CHF wetten.und ganz bestimmt würde ich zur Zeit nicht n der Schweiz investieren, um in die Welt zu verkaufen.

          • Hampi sagt:

            @Ahn Toan und Seebueb

            Eigentlich sagte ich, dass ich keine Ahnung habe, wohin der Euro/Schweiz geht.

            Der Instinkt sagt mir, dass der Trend, solange die Euro-Krise weitergeht, nicht ändert. Also gehen wir in Richtung 86 Rappen.

            Auf der anderen Seite ist der Euro/Schweiz bei Pari attraktiv bewertet, wenn man auf Kaufkraft und andere messbaren Werte Rücksicht nimmt (z.B. historisch). Zudem gibt es jetzt auch noch Negativzinsen und die Nati hat den Vorteil, dass nun Interventionen für „Franken-Horter“ gefährlicher sind als vorher.

            Meine einzig brauchbare Idee scheint, dass, solange sich diese gegensätzlichen Argumente in etwa die Waage halten, werden wir den „Kursschwerpunkt“ bei Pari haben.

          • Hampi sagt:

            Anh Toan
            27. Januar 2015 um 16:28

            Ich glaube und hoffe auch, dass morgen Janet Yellen andeuten wird, dass die erste Zinserhöhung nicht, wie die Mehrheit bisher dachte, diesen Sommer stattfindet, sondern sie vorest mal in den Herbst verschiebt (und dann wieder schauen).

  • seebueb sagt:

    Kenneth Rogoff im TA-Interview, unbedingt lesenswert.
    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/SNB-musste-nach-UntergrenzeAus-massiv-intervenieren/story/29607934

    Interessant finde ich nicht so sehr, was er sagt, sondern die Deutlichkeit mit der er es sagt, und dass dies von einer internationalen Koryphäe mit seinem Gewicht stammt. GR, wahrscheinlich auch andere PIIGS (möglicherwiese alles als Teil eines umfassenden Gesamtpakets) wird seinen defacto-Schuldenschnitt kriegen, wahrscheinlich in der Form von Zahlungsaufschub und reduzierten Zinsen damit Merkel und Schäuble nicht Lügen gestraft werden.

  • Anh Toan sagt:

    26-01-2015 09:00 ***SNB: Total CHF-Sichtguthaben in Woche zum 23.01. um 26,2 Mrd CHF gestiegen

    Sagt der Newsticker auf swissquote:

    Also die Nati hat weiterhin CHF verkauft, um den Kurs nahe der Parität zu halten, trotz erhöhter Negativzinsen. Ähnlich viele, wie sie gesagt hat, es im Januar gekostet hätte (100 Milliarden) den Mindestkurs zu halten.

    Ok, das war nur die erste Woche nach Aufgabe des Mindestkurses, aber warum sollte die zweite und die folgenden besser werden?

    • seebueb sagt:

      Der Anstieg umfasst nicht nur die Woche vom 23. Januar, stand irgendwo, sondern auch (ein bisschen was?) von vorher.

    • seebueb sagt:

      Irgendwo, TA oder FuW oder wo auch immer, stand dass der Betrachtungszeitraum auch vor der Woche vom 23.Jan umfasst.

      • seebueb sagt:

        Der Grund liegt darin, dass die Verbuchung (Settlement) erst zwei Tage nach Abschluss stattfindet. Zudem kann es durchaus sein, dass die SNB angesichts der Verwerfungen vermehrt aktiv.

        http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/SNB-musste-nach-UntergrenzeAus-massiv-intervenieren/story/29607934

        • ast sagt:

          Ich vermute dass die SNB versucht durch Interventionen ungefähr mit dem US$ eine Parität zu erreichen ( und zum Euro ca. 1.10). Man nimmt dann aber nicht mehr so hohe Investitionen in Kauf wie bisher, wird voraussichtlich im nächsten Schritt daher weitere eher kostengünstige Massnahmen (zum Beispiel Negativzinsen) ergreifen.

          Was aber sehr bedenklich ist im Moment, es gibt eine Tendenz für die Annahme dass die EZB mit ihren Massnahmen nicht erfolgreich sein könnte. Ich wiederhole es noch einmal und gerne immer wieder, es ist jetzt die Politik gefragt.

          Anders als in den USA gibt es in Europa viele einzelne Akteure an einen Tisch zu bringen, davon ist man derzeit leider sehr weit entfernt. Ursache für die Differenzen dürften die Sparmassnahmen der letzten Jahre sein, die offenbar am falschen Ort und bei den falschen Personen greifen.

  • Rolf Zach sagt:

    In meinen ersten beiden Beträgen habe ich unserer Problem der starken Schweizer Interessengruppen hinsichtlich Marktabschottung gegenüber dem Ausland (nicht nur der EU) behandelt und die Schweizerfranken-Kredite im Ausland in den Euro-Raum, die schlussendlich nicht nur die dortigen Banken betrifft, sondern auch ihre vielen kleinen Privat-Kunden. Meine Überzeugung ist es, dass unsere Macht-Elite sogar eine Zunahme der Arbeitslosigkeit (2 bis 3%) akzeptiert, um die Privilegien dieser Interessengruppen zu schützen. Ebenso wird schlussendlich, der Schweizer Finanz-Intermediär als Gläubiger, für die Schwierigkeiten der Schweizerfranken-Schuldner einstehen müssen. Könnte einige Pensionskassen empfindlich treffen.Der dritte Problembereich ist die internationale Liquidität der Reservewährungen und ihre Stellungen in diesem System. Im internationalen Devisenhandel hat der $ einen Anteil von 50 %, der Euro von 20 %, CHF von 3 %, weniger als der A$ und etwa so wichtig wie der Can$ und durch die Aufhebung des Mindestkurses wird sich sein Marktanteil noch verschlechtern. Der Schweizerfranken war bisher bei den Devisen-Reserven der Zentralbanken praktisch nicht vorhanden. Die Hot-Money Gewinner der jetzigen Situation, die man im Volumen grotesk überschätzt, werden ihre neu gewonnen Schweizerfranken behalten und somit wird der Kurs von 1 Euro zu 1 CHF bleiben. Für sie sind Schweizerfranken-Bestände nur ein Bruchteil von weniger als 5 % ihrer Liquidität und somit beherrschbar. Sie können auf uns Schweizer als
    masochistische Deflationisten zählen, der Schweizerfranken wertbeständiger als Gold trotz Negativzinsen. Eine letzte eiserne Reserve für allen Korrupten und Angsthasen. Den Schweizerfranken als internationale Transaktionswährung können
    wir vergessen. Die SNB war auch der Überzeugung, der $ werde sich im Gleichklang mit dem Franken gegenüber dem EURO aufwerten. Eine verhängnisvolle Fehlspekulation! Zweiter Stoss für das Abgleiten der Schweiz in eine Rezession.
    Wenn einige Kommentatoren meinen, das „Quantitative easing* der EZB sei nicht durchsetzbar wie bei der Federal Reserve Bank, täuschen sie sich gewaltig. Im Gegenteil, wegen den guten aussenwirtschaflichen Zahlen der EURO-Zone wird dies viel leichter zu bewerkstelligen sein als in den USA. Den für den Euro-Währungsraum sind die Einflüsse von aussen gering und damit kann die Konjunktur-Politik à la Keynes zum Erfolg geführt werden. Nicht behandelt habe ich den riesigen Ertragsbilanzüberschuss der Schweiz und die wahrscheinlich abnehmenden Gewinne der Schweizer Unternehmen.

  • Linus Huber sagt:

    Wer sich ein wenig vertieft in die ökonomischen Zusammenhänge einarbeiten will und der englischen Sprache mächtig ist, dem empfehle ich diese Analyse zum Thema ‚Falling Prices are “Really Bad” for You‘ zu konsumieren.

    http://www.acting-man.com/?p=35391

    • Maiko Laugun sagt:

      Danke. Die zitierte Nationalgarde ist übrigens nicht dazu da, menschenrechtswidrig auf das Volk einzuknüppeln, wie ich in der westlichen Presse auch schon lesen konnte. Nein, die bewachen die abgeriegelten westlichen Wohn-Compounds, wo es früher auch schon (als Einzelfälle) zu bewaffneten Terror-Anschlägen mit Toten unter der Nationalgarde jedoch nicht unter den Expats kam. Die riskieren also ihr Leben für die westlichen Ungläubigen. Der nun verstorbene König hat übrigens während des arabischen Frühlings angeordnet, dass sämtliche Firmen den saudischen Angestellten einmalig ein doppeltes Salär auszuzahlen sei, was vor allem die westlichen Firmen zwang, das Lohnbudget zu überarbeiten. Flexibilität ist also nicht nur (aktuell in der CH wegen der SNB) von der verwöhnten CH-Export-Industrie gefragt. In anderen Ländern ist das an der Tagesordnung. Ansonsten kann ich KSA nur empfehlen. Wer die Chance hat, dort unten zu arbeiten, sollte sie unbedingt nutzen. Ich würde jederzeit wieder dahin gehen.

  • Johnny Smith sagt:

    Eine starke Währung hat einige Vorteile, eine schwache Währung andere. Will man lieber die ’starke‘ DM oder die ’schwache‘ Lira?

    Der EUR, die neue Lira! Draghi sei dank!

    • Linus Huber sagt:

      Kurzum, wer eine Blase zum platzen bringt, darf nicht mit Begeisterung rechnen.

      • Johnny Smith sagt:

        Ja, das ist so. In dem Sinne „Hut ab“ vor Jordan. Er hat leider etwas zu lange gewartet, um aus dem Abwertungskrieg auszuscheren oder zumindest nicht mehr an vorderster Front mitzumachen, aber die Richtung stimmt.

        Draghi ist da leider nicht so lernfähig, dafür umsomehr machtgeil, uneinsichtig, egoistisch. Hauptsache er kann den EUR schwächen, seinen Job behalten und so tun, als würde er die Wirtschaft beeinflussen. Nun, die Geldströme und die Finanzmärkte beeinflusst er ja tatsächlich, der Wirtschaft gegenüber sind seine Massnahmen aber leider (oder zum Glück?) ziemlich ohnmächtig. Aber Draghi kann sich ja dafür im Lob der Finanzmärkte sonnen, was ihm offensichtlich viel wichtiger ist als die Realwirtschaft.

        • Maiko Laugun sagt:

          Ich würde einen Schritt weitergehen und behaupten, dass Draghi ausschliesslich zur Bedienung der Finanz-Aristokratie in Amt und Ehren erhoben wurde. Wo kämen wir auch hin, wenn die (hunds-)gemeine Realwirtschaft plötzlich am Throne der Elite sägen und sich an deren Honigtöpfen laben wollte?

          • Johnny Smith sagt:

            „dass Draghi ausschliesslich zur Bedienung der Finanz-Aristokratie in Amt und Ehren erhoben wurde“

            Ob das zielgerichtet und ‚verschwörerisch‘ erfolgt ist, weiss ich nicht. Seine Massnahmen waren bislang aber b>eindeutig auf die Wünsche der ‚Finanz-Aristokratie‘ ausgerichtet.

        • seebueb sagt:

          Ja, die Finanzindustrie wird das mit Sicherheit freuen, PIIGS-Anleihen u.ä. dürften massiv in die Höhe schiessen (geschossen sein).

          Falls der Euro längerfristig taucht, und darauf deutet der Kursverlust der letzten Wochen mMn hin, müsste sich das wegen der verbesserten Konkurrenzfähigkeit ausserhalb vom Euroraum in den Exportzahlen niederschlagen, und damit die Transmission in die Realwirtschaft tatsächlich klappen.

          Die Frage ist allerdings, ob der Euro-Boost auch bei den „Bedürftigen“ ankommt, oder ob er nicht die bereits Stärkeren überproportional begünstigt. Mit anderen Worten, profitieren die PIIGS mehr oder die Nordländer?

          • Johnny Smith sagt:

            „Transmission in die Realwirtschaft“
            Wir haben bislang zwei grosse Beispiele mit QE im grossen Stil. Die USA sind zwar besser unterwegs wie Europa was die Wachstumszahlen angeht. Das Wachstum ist aber, egal über welchen mittleren (oder gar längeren) Zeitraum man glättet, mager und bestenfalls mittelmässig. Die Zeiten von 5% und mehr Wachstum scheinen vorbei zu sein und das trotz (oder gerade wegen?) versuchtem Rückenwind von enormen Staatsdefiziten und Zinsen während Jahren auf Null und QE bis zum Abwinken. Fakt ist: die aktuelle Erholung ist die schlechteste nach irgendeiner Rezession seit diese gemessen werden. Und zum zweiten Beispiel, in Japan scheint QE noch weniger zu funktionieren (was die Realwirtschaft betrifft), Japan ist ein gutes Jahr nach Start des QE in die vierte Rezession innert weniger Jahre gefallen. Wo QE hingegen sehr gut funktioniert, ist, dass sich der überschuldete Staat problemlos weiter seine Defizite finanzieren kann. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

            Ich glaube, dass eine Währungsabwertung nur dann wirkt, wenn sie enorm stark ausfällt (zB wenn GR aus dem EUR austritt). Und die Frage ist natürlich auch gegen wessen Währung. Den USD/Amerika? Oder ist Asien, Südamerika, Osteuropa die Konkurrenz? Dort sind die Kosten doch nach wie vor so viel tiefer, dass Europa sich nicht primär über den Preis differenzieren und behaupten kann. Aber einverstanden, eine Währungsabwertung müsste in der Theorie etwas Linderung verschaffen.

            Die Profiteure von grenzenlosem QE sind zum Ersten und Zweiten und zum Dritten die vermögenden Anleger. Wenn dann überhaupt ein kleiner Effekt auf die Realwirtschaft überschwappt dann sind es wie Sie antönen vermutlich die ‚bereits Stärkeren‘ und höchstens homöopathisch die ‚Bedürftigen‘.

          • Maiko Laugun sagt:

            Ich glaube, dass selbst eine starke Währungsabwertung bestensfalls den Status Quo sichern kann. Der Technologie-Vorsprung des Westens schmilzt täglich und kann schon sehr bald Geschichte sein. Ohne höheren Standard und Qualität (auch Luxusprodukte) wird die Realwirtschaft so oder so Schwierigkeiten bekommen, sich auf dem Weltmarkt noch zu behaupten. Neue Technologie ist zudem ein zwei-schneidiges Schwert. Man denke da (z.B.) an Roboter in Werkshallen, Drohnen (für zivile Zwecke) und auch an die 3D-Drucker (in China wurden kürzlich ganze Häuser mittels 3D-Drucker hergestellt), welche zusätzlich Arbeitsplätze vernichten. Mit dieser Tatsache sind auch die ‚Developing Countries‘ konfrontiert, allerdings noch nicht so stark und zudem noch immer mit weit günstigeren Produktionskosten. Was bleibt dann noch? Eine auf Staatsschulden basierende und durch QE zusätzlich geförderte Dienstleistungs- u. Konsumgesellschaft, wo sich die Menschen mangels Arbeit noch gegenseitig die Haare schneiden können?

          • Linus Huber sagt:

            @ Johnny

            Das Problem ist weniger das Ausmass, sondern der Transmission-Mechanismus, welcher defekt ist. Das Geld muss direkt an die Menschen gehen und nicht einzig das Bankensystem zur weiteren Kannibalisierung der Realwirtschaft resp. der Menschen unterstützen. Besser erklaert dies z.B. Steve Keen oder Raúl Ilargi Meijer:

            http://www.debtdeflation.com/blogs/manifesto/
            http://www.theautomaticearth.com/bunch-of-criminals/

          • seebueb sagt:

            Aus meiner Sicht befinden sich Nordamerika, (West-)Europa und Japan wegen unterschiedlichem Bevölkerungswachstum (0,7% ggü 0.3-0.4% ggü 0.0 bis minus 0.2%) sowie unterschiedlichen Alterspyramiden in nur schwer vergleichbaren Situationen. Schwaches (negatives) Bev.wachstum plus Verschiebungen in der Alterspyramide führen langfristig zu massiven Veränderungen bei Angebot und Nachfrage (sowohl Güter als auch Finanzen), und als Konsequenz in der Wirtschaftsentwicklung insgesamt. Deshalb dürfte der Vergleich der verschiedenen QE-Erfolge von vornherein hinken.

            Wie sich das ganze in China entwickelt, muss sich zeigen. Die Bev.pyramide zeigt wg. der 1-Kind-Politik (welche bereits zaghaft gelockert wird) eine ähnliche Struktur wie bspw in der CH (welche dank den kinderreichen Ausländern verglichen mit Westeuropa hervorragend dasteht), zudem besteht weiterhin grosses Aufholpotential ggü. dem Westen. Alles in Allem gute Voraussetzungen, auf jeden Fall bessere als insbesondere in Japan.

            Ich bin mir nicht sicher, ob die Währungssituation nicht letztendlich ein Nullsummenspiel darstellt: Eine generell schwächliche Währung bedingt (ist Folge von) höhere inländische Inflation, welche Teil der nominalen Zinsen ist und diese somit erhöht. Eine einmalige Abwertung hingegen erhöht die ex-post Risikoprämie und wird in den Jahren danach über höhrere Risikoprämien zumindest teilweise wieder eingefordert.

            Was neue Technologien betrifft (Maiko) – das Thema beschäftigt die (westlichen) Gesellschaft(en) im Grunde genommen seit Beginn der industriellen Revolution, je nach Definition auch schon davor. Auch bspw mit Einführung der „Roboter“ (weitgehend automatische Fabriken bspw. in der Autoindustrie) wurden ähnliche Prognosen gemacht.

          • Johnny Smith sagt:

            @ Maiko

            Ja, der Westen verliert wohl weiterhin an Boden bzw. an noch vorhandenem Vorsprung. Da hilft auch noch so viel QE nichts. Vermutlich ist QE langfristig sogar negativ, da ‚Schumpeter‘ nicht richtig wirken kann.

            @ Linus

            Sie sprechen einen weiteren Grund an, weshalb QE bottom line vermutlich sogar negativ ist: die Subventionierung des Bankensystems. Aber diese haben halt ihren ex-GS Draghi an den Schalthebeln platzieren können.

            @ seebueb
            „hinkender Vergleich“

            Sie haben selbstverständlich recht, dass sich die verschiedenen Wirtschaftsräume nicht eins zu eins vergleichen lassen (und Danke für die Hinweise zum Thema Bevölkerungsstruktur bzw. deren Veränderung). Es ging mir darum zu zeigen, dass die beiden vorliegenden QE-Beispiele kaum positive (USA) oder gar negative Resultate (Japan) auf die Realwirtschaft zeitigten. Hoffen, dass dies in Europa besser wäre, darf man immer… ich glaube nicht daran.

          • Linus Huber sagt:

            Folgendes Interview gibt einen gute Idee, was zu machen wäre. Schlusswort „don’t trust the economists!“ (vertrauen Sie nicht den Ökonomen).

            http://www.debtdeflation.com/blogs/2015/01/22/interview-with-gordon-long-on-financial-repression/#utm_source=feed&utm_medium=feed&utm_campaign=feed

          • Johnny Smith sagt:

            Sogar eine US Bank erklärt: „QE Benefits Mostly The Wealthy“ JPMorgan Admits, And Lists 8 Ways ECB’s QE Will Hurt Everyone Else“ http://goo.gl/7cj3OI

            1) Lower bond yields can increase pension fund and insurance company deficits.
            2) QE potentially creates asset bubbles by lowering asset yields by so much relative to historical norms, that an eventual return to normality will be accompanied with sharp price declines.
            3) By potentially allowing unproductive and inefficient companies to survive, helped by ultra low debt servicing costs, QE can hinder the creative destruction happening during a normal economic cycle.
            4) The wealth effects that come with QE are not evenly distributing. The boost in equity and housing wealth is mostly benefiting their major owners, i.e. the wealthy.
            5) QE can exacerbate so called “currency wars”.
            6) QE hurts banks. Commercial banks are facing the risk of shrinking interest rate margins and profitability as there is little room to lower deposit rates, which are close to zero, as lending rates collapse. (gegenteilige Argumentation zu oben angeführter Subventionierung des Bankensystems, wobei dort v.a. Investmentbanken)
            7) The ECB looks set to inflict similar damage to European repo markets as government collateral will be withdrawn at a pace of close to €45bn per month from March onwards.
            8) QE creates political frictions which could escalate in the future once QE becomes a negative carry trade for central banks, i.e. when the interest on excess reserves starts rising above the yield they receive on their bond holdings.

          • Maiko Laugun sagt:

            Meines Wissens ist die EZB gar nicht legitimiert, QE zu tun. In einer Diktatur können Gesetze beliebig zur Erhaltung der eigenen Macht geändert oder ganz ausser Kraft gelassen werden. In einer Finanz-Aristokratie macht man einfach eine Art Notrecht geltend. Am Inhalt ändert das nichts. Mit feiner Klinge sagt Draghi: „L’etat, c’est moi!“

          • Johnny Smith sagt:

            @ Maiko

            Für jemanden ohne politisch Agenda ist das Verbot der monetären Staatsfinanzierung (Art. 123 AEUV) eigentlich klar und deutlich. Monetäre Staatsfinanzierung ist für die EZB verboten. Wie das so häufig ist bei Liars äh ich meine Lawyers biegen sie das so hin wie es den ‚Mächtigen‘ so passt.

            Sie haben recht, Draghi benimmt sich wie “L’etat, c’est moi!” und hat sich vorher noch das Feigenblatt der unter Druck stehenden (darf ich käuflich sagen?) EuGH oder zumindest des Generalstaatsanwalt vom EuGH ‚organisiert‘.

          • Anh Toan sagt:

            Draghi sagt: L’Euro c’est moi
            Jordan sagt: Le franc, il est à vous (spéculateurs)

          • seebueb sagt:

            Das EuGH-Urteil wird erst für den Herbst erwartet, das vor ein paar Tagen ist nur ein Gutachten. Umso bedenklicher ist, dass die EZB agiert, als sei es bereits gefällt, und damit den EuGH letztendlich vor vollendete Tatsachen stellt.

          • Johnny Smith sagt:

            Ja, das Urteil des EUGH ist noch nicht gefällt. Ich glaube allerdings nicht, dass dort noch eine klare Grenze gegen das überbordende QE gezogen wird. Eher noch vielleicht durch das Deutsche Bundesverfassungsgericht. Dies darf (und muss) sich ja noch äussern, was den deutschen Beitrag an die eigentlich verbotene monetäre Staatsfinanzierung und das Nichtbeistandsgebot angeht bzw. ob dadurch die Budgethoheit des deutschen Parlaments verletzt wird. Aber das scheint bei der EU oft so zu sein, dass Paragrafen wie die beiden genannten oder auch die Maastricht-Kriterien 3% Defizit und 60% Schuldengrenze nicht das Papier wert sind, auf dem sie stehen. Eine Verfilzung von Finanz-Aristokratie (Maiko) und Polit-Aristokratie.

          • Maiko Laugun sagt:

            Darf man schreiben, dass ein Blog wie der vorliegende ausschliesslich dazu dient, mit unterschiedlichen Meinungen die fantasievollen Konstrukte der Elte zu analysieren, um dann am Ende gemeinsam festzustellen, dass das gemeine Volk in jedem Falle über den Tisch gezogen wird? 🙂 Im Sinne von übergeordneten Interessen hier noch ein unterhaltsamer Artikel: http://www.atimes.com/atimes/World/WOR-02-231214.html

          • Linus Huber sagt:

            @ Maiko

            Ein interessanter Artikel.

            Da kann ich Ihnen nur beipflichten. Ob NSA, fehlende Transparenz allgemein bei Regierungen oder speziell im Bereiche von TPP, Tisa und ähnlichen Verhandlungen, ob die Ukraine, der Mittlere Osten etc. etc.; alles deutet in die gleiche Richtung, in welcher etwelche wohl ihren feuchten Traum zu verwirklichen suchen. Demokratische Entscheide wirken hierbei oft störend und der Kreis der politischen Parteien schliesst sich insofern, dass die Ziele der extremen Linken immer stärker denjenigen der extremen Rechten gleichen.

          • Linus Huber sagt:

            Und hier ein Artikel, welcher erläutert, wie Demokratie (selbst indirekte) schlussendlich zu Ungunsten von „Big Business“ reagieren dürfte, da das System zu stark ausgereizt wurde.

            http://www.reuters.com/article/2015/01/26/poland-mortgages-franc-idUSL6N0V51NW20150126

            Die wahnwitzige Idee, jemandem eine Hypothek in einer fremden Währung zu offerieren um temporär reduzierte Kosten in der Form tieferer Zinsen zu ermöglichen, vernachlässigte wohl die notwendige Sorgfalt die potentiellen politischen Implikationen einer Demokratie zu berücksichtigen. Diese Entwicklung dürfte sich in den kommenden Jahren verstärken, denn die Bevölkerung erwacht langsam aus dem Schlaf.

          • Linus Huber sagt:

            „This is the real takeaway from the Greek elections: a new politics that supports capitalism but rejects Neoliberalism is possible.“

            Auch dies ist ein sehr lesenswerter Artikel.

            http://www.forbes.com/sites/stevekeen/2015/01/26/dawn-of-a-new-politics-in-europe/

  • Anh Toan sagt:

    Wäre der Mindestkurs noch da, hätten wir Gewinne in unseren Pensionskassen, im AHV Ausgleichsfonds und an vielen anderen Orten, dank Draghi. Vielleicht gibt’s auch ein bisschen Inflation, das wäre ja gut, sage nicht nur ich, sondern auch Jordan.

    Jetzt ist er Weg, wir haben Verluste in den Pensionskassen, in den staatlichen müssen wir die Löcher auch stopfen, wir bdiskutieren über Negativzinsen von 10% und Einführung von Bargeld und anderen Kapitalverkehrrestriktionen, wir müssten nicht darüber diskutieren, ob die Grenzgänger nun billiger arbeiten sollen, und ob sie uns dann nicht den Job wegnehmen, also vielleicht besser alle weniger Lohn bekommen sollen (Erhöhung der Arbeitsproduktivität sagt JSA), aber wir bekommen billiges Benzin, mit dem wir zu keiner Arbeit fahren können, und darum zu keinem Einkauf über die Grenze: Nur die Rentner sind abgesichert, aber nur so lange, bis sich die Löcher nicht mehr verdecken lassen, dann gibt’s auch Rentenkürzung, weitere Reduktionen des Umwandlungssatzes.

    Ein starker Franken hilft nur dem, der ihn hat.

    Ich bin überzeugt, das erste Szenario wäre für den CH Arbeitnehmer besser, als dass, was wir jetzt haben.

  • Hermann sagt:

    Die Schweiz ist ein Land der Glückseligen. Alles was Jordan tun muss, ist Schweizerfranken drucken und diese werden sofort von jenen begehrt, die denken, der Dollar verschwinde bald als Weltwährung und der Euro sei sowieso nichts wert. Dann werden die fetten Gewinne an alle Schweizer als Gratislohn verteilt. Wenn man dann noch in Konstanz einkauft, ist das Glück vollkommen. Arbeitslosigkeit gibts nicht mehr, denn niemand muss dann arbeiten.

  • Anh Toan sagt:

    „Es hätte im Januar 100 Milliarden gekostet“ = Wir sind unter dem Druck zusammengerochen, obwohl wir gesagt haben, wir werden jedem Druck standhalten und können das.

    Je mehr die Nati peeart, umso weniger verständlich wird der Entscheid.

    • Hampi sagt:

      Anh Toan
      22. Januar 2015 um 09:51

      Wenn Jordan sagt, dass die Wirtschaft nun Zeit hatte, um sich auf einen starken Franken vorbereitet zu haben, während er zuvor genau dieser Wirtschaft „einbläute“, dass er die Untergrenze verteidigt auf „Teufel komm raus“, dann tönt das richtig niederträchtig !

      Viele haben jetzt die Vermutung, dass die Nati mehr wusste, als der Rest. Das ist meiner Meinung nach Humbug. Tatsächlich ist es viel einfacher:

      Ein Investor, der in Panik gerät, ist der beste Indikator, dass er seine Position im schlechtesten Moment zumacht, oder zumachen muss !

      • Anh Toan sagt:

        Keine Angst, Ihr könnt Euch auf mich verlassen, ich bin gross und stark….

        (…und wenn es brenzlig wird, bin ich auch ganz schnell im weglaufen)

        Hat mein Freund m Urlaub mehrmals versichert, (Freund weil er seine Schnelligkeit im Weglaufen nicht weggelassen hat)

        • Hampi sagt:

          Aber als Aussenstehender ist es natürlich einfach zu kritisieren. Die Welt, bist du im „Tal des Leidens“, sieht anders aus.

          Ich kann nachvollziehen, dass es nicht einfach ist, wenn dir aus JEDEM Winkel dieser Welt milliardenweise Euros zufliegen. Und alle, mit einem Lächeln auf dem Gesicht, sagen dir „danke vielmals“ für die „20 %-Prämie“, die du mir schenkst.

          Jordan ist ein gutes Beispiel, wie man die Wendung „Calling a bluff“ erläutern kann.

          • Hampi sagt:

            Die Frage ist, wer bekommt recht: Der Schweizer Aktienmarkt der klar und deutlich einbricht, oder der Devisenhandel, der immer noch auf „Flucht in den Schweizer Franken“ gestellt ist.

            Die Schweizer Wirtschaft wird leiden. Aber: wird sie im Vergleich zum Euro-Raum mehr leiden oder nicht, ist entscheidend.

          • Anh Toan sagt:

            Schon, aber er hat einen Royal Flush weggeworfen (unbegrenzte Mittel) statt zu zeigen.

            Er sollte nicht spielen, wenn er nicht an seine Karten glaubt, oder nicht glaubt, diese spielen zu können. Er hätte das Blatt wegwerfen sollen, als er es von Hildebrand übernommen hat.

            Ich glaube, Hildebrand hätte gekauft, bis ihn das Volch gelyncht hätte, der hatte Eier, Jordan ist ein Theoretiker, der Angst bekommt, wenn der Nullen viel werden vor dem Komma, und es real ist und nicht abstrakte Theorie.

          • Anh Toan sagt:

            Nicht Jordan hat geblufft, sondern die, welche glaubten, bzw. zu Recht annahmen, er könne das Blatt nicht spielen, denn seinen Royal Flush kannten Sie: Er hätte mit seinem Blatt erhöhen sollen (Heraufsetzung der Untergrenze), und deren Bluff callen-

            Er hatte die besten Karten, die anderen haben geblufft.

          • Hampi sagt:

            Bin mit allem einverstanden. Aber vom Royal Flush musst Du noch: im Rücken ein Volk, dem man Unabhängikeit viel einfacher verkaufen kann, als immer mehr Euros, plus populistische Politiker (Fall Hildebrand) „abdiskontieren“…

          • Anh Toan sagt:

            @Hampi. Ja, aber ich hätte mir an Jordans Position gesagt: Ich spiele mein Blatt, solange ich Präsi der Nati bin, so wie man es als Profi spielt, bis die mich absetzen, feuern oder lynchen, ist es mein Job. Gebt ihr mir den Job, mache ich ihn so, wie ich es für richtig halte, ich bin nicht der Matrose des Eigners, ich bin der Kapitän des Schiffes, und wem es gehört ist mir egal. Und wenn es Euch nicht passt, setzt mich ab, feuert mich, findet einen anderen, wenn ihr nur einen Mann braucht, der hampelt wenn ihr am Schnürchen zieht, bin ich ohnehin nicht der Richtige für Euch.

            It’s all in a days work.

          • Hampi sagt:

            Anh Toan
            22. Januar 2015 um 13:57

            Mario Draghi scheint besser zu deinen Beschreibungen zu passen…

          • Linus Huber sagt:

            @ Hampi

            Mario Draghi scheint besser zu deinen Beschreibungen zu passen…

            Auch ich bin gelegentlich gleicher Meinung mit Ihnen, wie z.B. bei dieser Aussage.

            😉

          • Anh Toan sagt:

            @LH

            Da sind Sie ja sogar mit mir gleicher Meinung

  • Karin Gut sagt:

    „Eventuell schwächt sich der Dollar ab, was zusätzlichen Druck ausüben würde.“
    Diese Sichtweise halte ich für mehr oder weniger falsch. Euro und Dollar sind die zwei gewichtigsten Währungen, schwächt sich die eine ab, wird die andere quasi stärker. Relevant ist letztlich nur was CHF im Mix zu USD und Euro macht. Deshalb wäre die Kursbegrenzung von anfang an am besten auf einen Mix aus USD und Euro gemacht worden. SNB Direktionsmitglied Fritz Zurbrügg sagte nach dem Ende, man habe ich noch eine Neudefinition auf einen Mix aus USD und Euro überlegt. Ich bedaure sehr dass diese Einsicht bei der SNB so viel zu spät kam, wenn man sich das besser durchgedacht hätte, dann hätte man von Anfang an einen Währungmix (z.B. auch noch mit Pfund etc) als Referenz genommen. Hat die SNB leider nicht – ein zig-Milliarden-Fehler.

  • ast sagt:

    Leider können Ökonomen den Politikern ihre Arbeit nicht (mehr) abnehmen. Politiker können durch ihre Arbeit im Parlament und der Regierung (wie in der Vergangenheit verpasst) jetzt den Frankenkurs wieder selber beeinflussen, was die SNB nicht mehr kann oder will. Thja Pech gehabt, liebe Politiker, nun müsst ihr mal selber in die Hände spuken.

    • ast sagt:

      Nachtrag, was ich oben geschrieben habe scheint seit Heute nur noch für die Schweiz zu gelten, denn die Europäischen Politiker sind jetzt vom EZB -Tsunami in die Ecke gefegt worden. Wenn Politiker wie Merkel gegen den Drachen Mario kämpfen wollten, wäre ihnen soeben mit der EZB -Billionen- Feuersbrunst der Teppich unter den Füssen weggesengt worden.

      Während in der Schweiz vor kurzem Platz für die Politik gemacht wurde, geschieht in Europa gegenteilig eine tragische Utopie -die nicht aufgehen kann -und die deshalb langfristig nichts Nachhaltiges gegen die vielen arbeitslosen europäischen Menschen verspricht. Es ist ein Stimulus -Programm für die obersten 10% in Europa -schon wieder eine Super -Mastkur für Jene die es gar nicht nötig haben, die Börsenspekulanten und ihre wohlhabenden Kunden.

      • Linus Huber sagt:

        @ ast

        Ich stimme Ihnen zu.

        Die durch die Geldpolitik betriebene Umverteilung von unten nach oben wird immer offensichtlicher. Das Ziel, damit den angestrebten Konsum wirklich zu beflügeln, sehen wir langsam in Japan sich zu einem Rohrkrepierer zu entwickeln. Der Transmissionsmechanismus der Geldpolitik wurde durch den immer währenden Stimulus der letzten Jahrzehnte überbeansprucht und ist jetzt defekt. Aber eben, den „Boogey man“ in der Form von sinkenden Preisen ist auf Teufel komm raus zu vermeiden, selbst wenn dies an irgend einem unbestimmten Zeitpunkt zum Kollaps des Systems führen muss. Das fehlerhafte Dogma, welches sinkende Preise mit oberflächlichen Erklärungen als negativ einstuft, muss mit Vehemenz verteidigt werden. Interessanterweise kommen die gleichen Zentralbanker im Falle vom fallenden Ölpreis zu einem anderen Schluss, nämlich dass dies für das Wirtschaftswachstum förderlich sein soll. Schön, wenn man als Entscheidungsträger derart konzeptionsfreies Denken an den Tag legen darf und keine Konsequenzen zu erwarten hat.

      • Maiko Laugun sagt:

        @ast: Dannn sollten die Pleitegeier USA und EU vielleicht mal von ihrem hohen Ross herunter steigen und einen Blick nach China werfen. Auch ohne ein 1-Parteien-System einzuführen, könnte man hier zumindest einen Punkt lernen, nämlich dass ein Land und sein Volk (Volk, nicht Volch!) als ein Gesamt-System zu begreifen ist. Als ein Teil-Aspekt davon ist die Zentralbank direkt in die politischen Entscheidungen eingebunden, welche mittlerweile Hunderte von Millionen Menschen aus der Armut in den Mittelstand gehoben hat und nicht nur der Elite dient. China hat sich gewandelt, ohne einen Paradigma-Shift zu vollziehen. Am Grundgedanken des Gesamt-Systems wurde nicht gerüttelt. Früher waren (fast) alle gesamthaft arm, heute nicht mehr. Im Westen kann das nur funktionieren, wenn sich die politische Elite nicht mehr von der modernen Finanz-Aristokratie und deren Werkzeuge (Zentralbanken) kaufen lässt, was wohl einer Utopie gleich kommt.

        • Linus Huber sagt:

          @ Maiko

          Sie haben natürlich recht, dass China in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte erzielte. Aber so rosig wie Sie dies sehen, mag es in China aufgrund der hohen Anzahl an Fehlinvestitionen (z.B. Geisterstädte) und den daraus anstehenden Abschreibern nicht unbedingt sein. Der anerkannte Ökonom und Professor an der „Peking University’s Guanghua School of Management“ verfolgt die Entwicklung gut. Ich nehme zwar an, dass Ihnen sein Blog bereits bekannt sein dürfte, jedoch sollte dies nicht der Fall sein, finden Sie hier den Link:

          http://blog.mpettis.com/2014/12/how-might-a-china-slowdown-affect-the-world/

          • Maiko Laugun sagt:

            @LH: Danke für den Link. Habe ihn aus zeitlichen Gründen erst kurz überflogen. Bei westlichen Professoren neige ich zur Vorsicht. Einzelne (Ich nenne hier die Namen nicht) geben online (!) freimütig zu, dass sie wohlbehütet in ihrem Uni-Campus in Beijing oder Shanghai unter ihresgleichen sitzen, vom wahren Leben in China keine Ahnung haben, blindlings den ihnen vorgelegten Zahlen vertrauen und daraus ihre Schlüsse ziehen. Es gibt sogar einzelne, die nicht mal wissen, dass A) Arbeitslosenzahlen nicht offiziell erfasst werden, B) Wohnungen in Geisterstädten von privaten Personen aus kulturellen Gründen für ihren Nachwuchs (Ohne Wohneigentum keine Heirat!) längst gekauft, aber noch nicht bezogen sind (was natürlich die Schuldenfrage noch nicht klärt); oder vom Staat der ärmeren Bevölkerung (Wanderarbeiter) gratis (Staatskosten) zur Verfügung gestellt werden, C) Eigentum nach 70 Jahren automatisch an den Staat zurückgeht und wieder neu gekauft werden muss, D) An Bauprojekten oftmals Private und sogar die Bauarbeiter selbst beteiligt sind, E) Privatschulden, von Privat zu Privat (keine zuverl. Zahlen, jedoch mutmasslich sehr hoch) häufig ohne neue Kredite direkt mit Schuldenschnitt abgeschrieben werden. …. Es gäbe noch vieles mehr. China birgt (Schuld-)Gefahren, keine Frage! Trotzdem ist es der Westen, wo die Reichen unter Auspressung des Mittelstandes und konstanter Staatsschuldenerhöhung zu Lasten der Allgemeinheit reicher werden.

  • Rolf Zach sagt:

    Viele Kreditnehmer in den EU-Ländern von Zentral-Europa haben sich ohne Absicherung mit Milliarden in Schweizerfranken
    verschuldet und haben jetzt gewaltige Probleme, den Zins- und Rückzahlungsdienst auf diesen Schulden zu leisten. All diese Schweizer Banken, die sich daran beteiligt haben, werden gewaltige Probleme kriegen. Die Höhe der Schulden kennt man ungefähr, aber es ist ein absolutes Schweigegebot, wer daran beteiligt ist. Eines ist klar, weder die Zentralbank der einzelnen Schuldner-Staaten noch die EZB wird diesen NIcht-Eurozonen-Gläubiger irgendwelche Hilfestellung geben. Die beteiligten Banken werden sich daran gewöhnen müssen, ihre Guthaben umzuschulden und zu erstrecken. Ebenfalls wird z.B. Polen nicht zulassen, dass die säumigen Schuldner aus ihren mit Schweizerfranken-Hypotheken verschuldeten Häuser vertrieben werden. Und wenn doch die Seltenheit der Vertreibung der Schuldner eintritt, wer will diese Wohnungen übernehmen. Sollen wir nach Polen auswandern und diese Wohnungen beziehen. Die ganze Angelegenheit erinnert mich an Island und die Sub-Prime-Krise in den USA, aber ohne die gnädige und verständnisvolle FED für die Gläubiger.

  • Rolf Zach sagt:

    Man kann es nicht genug wiederholen. Wir haben starke inländische Interessengruppen, die für eine vollständige Marktabschottung gegen aussen sind. Sie sind nicht nur gegen die EU, sie wollen auch ihren Besitzanteil verteidigen, wenn es um ein allfälliges Freihandelsabkommen mit den USA geht und sie haben peinlich darauf geschaut, dass ihre Privilegien in den Freihandelsabkommen z.B. mit China und Japan gewahrt werden, was unsere schlechtere Abkommen eingebracht hat, als wir es ursprünglich erwarteten. Unsere Landwirtschaft ist die teuerste der Welt und hat hinter sich überhaupt kein Fitness-Programm, wie man es erneut von der Export-Industrie verlangt. Würden wir der EU beitreten, würde Brüssel sich am liebsten ins Mausloch zurückziehen, wenn sie diese Schweizer Agrarwirtschaft ins gemeinsame Agrar-Budget übernehmen müsste. Ebenfalls sind wir ein Markt der Kartelle, der Wettbewerbs-Verzerrung, der privilegierten Import-Monopole und weiteren Einrichtungen, die unsere Konsumenten quälen. Die Bürgerlichen reden vom Abbau von Reglementen, Steuern und natürlich das Lieblingsthema, Abbau des Sozialstaates inkl. AHV. Blocher ist der Bannerträger dieser Bewegung, aber sein Jünger Brunner spricht natürlich nicht über einen allfälligen Abbau der Privilegien der Marktabschottungs-Gruppen, die Parteikasse könnte ja ins Defizit geraten. Wie viel mehr Arbeitslosigkeit wollen wir akzeptieren, damit dieser in Augen der EU-Gegner paradiesische Zustand weiterhin blüht und gedeiht?

  • Linus Huber sagt:

    Wurden meine Kommentare wie z.B. meinen Bezug zu Lagarde zu diesem Artikel entfernt oder täusche ich mich? Sollte dies der Fall sein, – Bravo an die Redaktion und deren Sinn fuer Meinungsfreiheit.

    • Anh Toan sagt:

      Ja schade um Ihren Bezug zu Lagarde zu diesem Artikel.

      Vielleicht nahm sich die Redaktion die Freiheit zu meinen, Ihr Bezug zu Lagarde zu diesem Artikel könne sich andernorts besser entfalten, es gibt ja so viele Foren, wo man meinen darf.

    • Hampi sagt:

      Linus Huber
      22. Januar 2015 um 02:58

      Für einmal bin ich derselben Meinung mit Ihnen !

      Bei mir kommt es ab und zu vor, dass die Kommentare einfach nicht veröffentlicht werden.

      • Hampi sagt:

        Und wie ich sehe, funktioniert es nach einem Tag, auf einmal wieder.

        • Linus Huber sagt:

          @ Hampi

          Es ist angemessen, solche Informationsunterdrückung im Kontext zu betrachten, denn mein Kommentar scheint tatsächlich eliminiert worden zu sein.

          http://www.washingtonsblog.com/2015/01/obama-imprisoned-whistleblowers-times-longer-presidents-combined.html

          • Linus Huber sagt:

            Übrigens war es ein eher banaler Kommentar, in welchem ich Dr. Jordan gratulierte, dass er sich nicht vorgängig mit der dies beklagenden Lagarde (IWF) abgesprochen hatte (was mich freute, denn so konnte sie die daraus gewonnene Information nicht nutzen).

          • Anh Toan sagt:

            Das Recht auf Meinungsäusserungsfreiheit darf der Staat nicht einschränken. Die Drittwirkung dieser Freiheitsrechte, also z.B. diese private nicht staatliche, Plattform verpflichtet ist, jede Meinung zu veröffentlichen, wird zwar von linken, europäischen Juristen immer mehr ausgebaut, und damit die Freiheit dieser Plattform selbst unterdrückt, aber ich denke, selbst der linkeste und europäischste Jurist, besser wohl Juristin, behauptet nicht,, dass ein privater Blog, mindestens solange er nicht eine Art Monopolstellung bei der Meinungsbildung hat, verpflichtet ist, alle Kommentare, welche an sich legal sind, zu veröffentlichen.

            Aber beruhigen Sie sich, Herr Don Kischote, das war Technk, da sind keine Windmühlen.

          • Anh Toan sagt:

            Wer sich so sehr für Meinungsfreiheit einsetzen möchten, schlage ich Ihnen Dawit Isaac vor:

            „Dawit Isaak, der vor Jahren Schweden verließ, um in seinem Heimatland Eritrea am Aufbau einer unabhängigen Presse mitzuwirken – und wegen seines Engagements verhaftet wurde -, ist mit dem in diesem Jahr zum 50. Mal verliehenen Pressefreiheitspreis „Goldene Feder der Freiheit“ ausgezeichnet worden, der alljährlich vom Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) vergeben wird.“

            Quelle Finanznachrichten.de

            Dies war 2011, inzwischen ist Dawit Issac 14 Jahre im Gefängnis, ohne Anklage, ohne Besuch von Familie oder Anwälten. Er kann keine Pressekonferenzen geben.

      • ast sagt:

        gerne wollte ich mehr zum Thema sagen, aber „der Blog“ erlaubte es offenbar nicht.

        • seebueb sagt:

          Ja, manchmal ist die Software echt zum. K…
          Aber jetzt geht es doch?`

          • ast sagt:

            Es scheint drauf anzukommen was man schreibt, der Punkt war ein Versuch ob der Blog überhaupt noch Texte von mir annimmt.
            Das was ich Heute Nacht ausführlich in ca. 5 Sätzen schreiben wollte ist aber weg. Ich hatte es 5 mal versucht (in Varianten) zu posten, aber es ist mir nicht gelungen. Da ich nicht weiss warum der Text nicht angenommen wird, habe ich es aufgegeben nochmals das Gleiche oder etwas Ähnliches zu posten.

          • Marcel Senn sagt:

            Das alte Aergernis bei NMTM — habe mich auch schon oft geärgert — da gibt man sich Mühe, sucht sich Daten raus, schreibt einen langen Beitrag und dann verschwindet der einfach im Nichts! Darum immer vorher abspeichern, aber leider kann man ihn dann auch bei späteren Versuchen und leicht abgeändert auch nicht posten….schon sehr seltsam!
            .
            Manchmal verleidet es einem dann einfach….sehr schade! Was ich schon NMTM Beiträge für die Katz geschrieben habe – gäbe bald schon ein Büchlein…

          • seebueb sagt:

            Ja, das geht mir oft auch so. Das dumme dabei ist, dass es nicht mal eine Fehlermeldung gibt. Aufteilen plus leicht abändern hilft bei mir jedoch oft.

            Mit Firefox kann ich mir das vorherige Abspeichern sparen, mit „Back“ ist mein Post auch im Fehlerfall noch verfügbar.

  • Gilles Goodman sagt:

    Inflation und Geldmenge hin oder her, die einzig richtige Massnahme gegen die Euro-Schwemme wäre, auch bei uns die Franken-Notenpresse anzuwerfen und den Markt mit Franken zu fluten.
    Bei nächster Gelegenheit im Laufe der nächsten Monate oder Jahre hätte man diese Franken-Schwemme wieder sachte reduzieren können.
    Zumindest wäre die realwirtschaftlichen Folgen verzögert und gemildert worden.
    Unsere Koryphäen vom SNB-Chef bis zum Bundesrat für Wirtschaft sind der aktuellen Situation in keiner Weise gewachsen.

  • Iracema Castro sagt:

    offenbar scheint es in der Schweiz nur Hellseher und Besserwisser zu geben die die Zukunft kennen und mehr wissen als der Direktor der SNB. Ein bisschen Optimismus und wenn das nicht hilft Fatalismus können nicht schaden. Das Argument mit der BRD ist falsch, denen geht es nur so gut weil der Euro so schwach ist, was der BRD einen Wettbewerbsvorteil verschafft, gegen die schwächeren, angeschlagenen Volkswirtschaften in der Eurozone. Umverteilung oder scheitern

  • Was soll der Stuss? Zitat: “ 1973 war der Schweizer Franken deutlich unterbewertet, das ist er heute nicht. “ Ein Franken ist in anderen Währungen genauso viel Wert, wie die Inhaber anderer Währungen bereit sind, zu zahlen. Anders wäre es höchstens, wenn wir den Franken an den Wert des Goldes binden täten. Das hat ja das Schweizervolk neuestens abgelehnt.

    • Claudio Hammer sagt:

      War da neulich mal eine Schweizerfrankengoldanbindungsinitiative??? Da schein ich was verpasst zu haben oder Sie Herr Brechbühl was ziemlich missverstanden haben! Ich glaub das zweite trifft eher zu!

  • Richard sagt:

    ‚Wenn der Franken zu stark bleibt, muss die SNB wieder intervenieren. Das kann sehr kostspielig werden.‘ Eine Zentralbank kann Währungsschwankungen ausgleichen, ähnlich einem Kondensator der einen Stromkreis glättet. Keine Zentralbank kann aber eine strukur- und system bedingte Schieflage zwischen Währungen dauerhaft ausgleichen. Dies ist m.E. der einzige nachvollziehbare Grund für die Aufgabe der Kurslimite. Die Wirkung der EZB-Massnahmen sind voraussehbar, im Blick auf diese war es Zeit zu handeln. – Das Problem ist außerhalb der SNB zu lösen, man wird sich den Marktverhältnissen stellen müssen.

  • Fritz Gysin sagt:

    Da sieht jeder nur seinen Garten. Wer verliert, klagt, war gewinnt, versteckt sich. Es ist doch ein Nullsummenspiel. Und die Schweiz als Ganzes gewinnt! Wir importieren mehr als wir exportieren. Das heisst das Einkaufen bringt mehr Gewinn als das Verkaufen Verlust ergibt. Nur die Solidarität IN der Schweiz funktioniert nicht. Die Kleinen sollen lieb sein und nicht ins Auslang gehen und Coop/Migros verkauft vorläufig den teuren Stock zu Euro 1.20, die Armen. Die Grossen unter sich sind da knallhart. Wer 100 Mio zufällig gewonnen hat, streicht ein und wer sie verliert geht vielleicht in Konkurs. Die Arbeitslosen sind da kein Thema, dafür hat man die von den Kleinen finanzierte Arbeitslosenkasse. Die Politik muss nicht unterstützen, sondern befehlen. Die Preise müssen 20% sinken, dann können auch die Löhne sinken und wir hungern trotzdem nicht.

  • Hans Ernst sagt:

    Ich schätze etwas wird vergessen. Der Negativzins von 0.75% ist vermutlich nur der Einstiegsschritt. Mit den 0.75% wird nur einmal getestet, was passiert wenn man Negativzins einführt und ob diese allenfalls genügt. Höher geht man noch nicht, um nicht gleich zu überschiessen. Denn ab einem gewissen Negativzins könnte der Franken auch massiv zu fallen beginnen. Falls der Franken sich jedoch nicht halbwegs stabilisiert, wird die SNB oder die Politik den Negativzins notfalls massiv anheben bis auf 10% oder 20% oder noch mehr und weil das dann einen Aufschrei im Inland von den Sparern und Firmen gibt, wird dieser Negativzins hauptsächlich auf jene beschränkt werden, die nicht mitreden können und für die es auch schwierig wird, das Geld sich bar auszahlen zu lassen, das heisst auf diejenigen, die vom Ausland Geld in die Schweiz bringen.

    • seebueb sagt:

      Ab einem gewissen Punkt werden Konto-Guthaben durch Bargeld ersetzt – ohne zusätzliche Massnahmen sind 10% Negativzins illusorisch, schon -2% scheint wenig realistisch.

    • Maiko Laugun sagt:

      Wohl ein weiterer Grund, weshalb schon lange die Forderung zur Abschaffung des Bargeldes im Raume steht. Ich lasse mich gerne belehren, wenn ich einer Fehlüberlegung unterliege. Es steht aber jedem offen, ein CHF-Konto bei einer ausländischen Bank im Ausland zu führen. Inwiefern das Sinn macht für Firmen und/oder In-/Ausländer (in der CH oder im Ausland lebend) muss jede(r) selbst wissen. Die legale Möglichkeit dazu besteht aber.

      • seebueb sagt:

        Negative Zinsen sind eine junge Erscheinung, das Bestreben nach Abschaffung von Bargeld besteht schon lange. Unwahrscheinlich, dass die beiden ursächlich zusammenhängen.

        Ein CHF-Konto im Ausland nützt wohl nichts. Die Auslandsbank braucht eine Gegenseite für ihr CHF-Guthaben, sei das die SNB direkt oder eine andere Bank, letztendlich läuft alles was den CHF betrifft bei der SNB zusammen. Die SNB bebucht die Konti der Banken (inkl. der CHF-Konti der ausländischen Zentralbanken), und die geben das einfach weiter, bis hinunter zum einzelnen Kunden, wo immer der auch sitzen mag.

  • Dani Keller sagt:

    Eine Fortsetzung der Sendung Schawinski? 3 Männer, 1 Meinung….
    Könnte man den 3 kritischen Argumenten nicht auch noch 3 gegenteilige Argumente anfügen?
    Herr Straumann, so blasen Sie nur ins gleiche Horn wie die restlichen Medien.. obsolet.

    • Marcel Senn sagt:

      Keller: Sie haben ja Ihre Optimisten: Dr. Blocher „mached euch kei Sorge“ und Johann „I feel good“ Schneider-Amman, der eine Rezession einfach wegreden kann – hat er heute morgen gerade wieder mal worthülsengewaltig demonstriert!!!
      .
      Das sind doch genug andere Hörner — ich bin froh macht Herr Prof. Dr. Straumann bei diesem Chörli nicht auch noch mit!!

  • Felix Stern sagt:

    Jordan hat einen Blödsinn gemacht. Keiner glaubt ernsthaft, dass er die Schweiz derart nachhaltig, wirtschaftlich ruinieren wollte, wie er es eben tat. Er kann jetzt nichts dazu sagen, aber er hat wohl selber nicht mit so einer heftigen Reaktion gerechnet – immerhin gab er ja zu Protokoll, dass in seinen Augen die Märkte jetzt überschiessen. Er hat die Situation eben falsch interpretiert.

    Interessant finde ich die Reaktion jener, die diesen schritt begrüssen. Zum einen gibt es die Anarchisten, die immer in die Hände klatschen, wenn etwas schlechtes passiert, weil sie ja schon immer von der Apokalypse gesprochen hatten – höchste Zeit, dass zumindest ein teil davon wahr wird. Dann gibt es die Liberitären, die glauben, eine wirtschaftliche Rezession sei ein Schlankheitsprogramm, das die Wirtschaft fitter mache und eine depression sei nur ein etwas intensiveres Training. Auch das geht an der Realität vorbei. Letztlich gibt es Leute, die behaupten, dass die Massnahme ja zeitlich begrenzt sein musste und irgendwann das Ende kommen musste -warum also nciht jetzt? Dem kann man nur entgegnen: warum denn gerade jetzt? Wir können diese Massnahme so lange weiter verfolgen, wie wir wollen. Die Bilanz der SNB spielt dabei keine Rolle. Sie kann ja per Definition nicht Pleite gehen. Das wäre also egal gewesen. Wenn Jordan aber sagt, dass die Unterstützung des Wechselkurses so lange weitergezogen werde, als dass durch die Aufhebung keine Deflation zu erwarten sei, dann hat er eben falsch gehandelt. Genausogut wie jetzt damit aufhören hätte er noch weitere 3 Jahre diesen Kurs verfolgen können. Die ganzen Schwanengesänge auf den EUR kommen ja nur aus der Situation heraus. Wie oft wurde der Dollar schon für tod erklärt und doch kommt er immer wieder stark zurück. Das wird auch beim Euro der Fall sein. Es ist nur unklar, wann. Für unser aller Wohlfahrt wäre s am besten gewesen, wenn Jordan eben diesen Moment abgewartet hätte, bevor er handelte. Aus seinen Interviews geht ja hervir, dass er glaubt, genau diese Situation sei heute singetreten. Leider war genau das ein grosser Irrtum.

  • Martin Holzherr sagt:

    Paul Krugman hat mindestens schon 3 Kommentare zum SNB-Entscheid geschrieben und vergleicht heute die Situation in Hongkong (Dollarraum) mit der in der Schweiz (Euroraum). Sein Schluss: Hongkong sei in einer ähnlichen Situation wie die Schweiz, aber die Hongkonger werden nicht klein begeben wie es die Schweiz getan hat, weil in Hongkong die Hartwährungs-Ideologie, die es im Umfeld der Notenbank gibt, keine Anhänger hat.

    http://krugman.blogs.nytimes.com/2015/01/21/a-tale-of-two-pegs/

    • Marcel Senn sagt:

      Holzherr: Da kommen mir doch gleich all die Hong.Kong Käfigshaltungsvergleiche im Vorfeld der Ecopop Abstimmung wieder in den Sinn. Aber mit der Aufwertung des CHF werden wir ja jetzt sicher eine gesundedende mittelschwere bis schwere Rezession bekommen bis 2016 und dann gibt es auch wieder weniger Einwanderung und in Folge Dichtestress (ausser beim RAV) und die Hongkong-Horrorvorstellungen in den Köpfen der Schweizer wieder schwinden und durch anderen Horror ersetzt!
      .
      Immerhin hat Hong-Kong mit 329 Mrd $ Reserven und einem BIP von rund 275 Mrd $ schon über 100% Reserven im Verhältnis zum BIP — soweit wollten halt Herr Jordan & Co die SNB nicht kommen lassen.

  • Marcel Senn sagt:

    Der russische Rubel fällt weiter, der Franken steigt wieder unter die €-Parität und der SMI fällt wieder nach dem kurzen Rebound von Montag und Dienstag —- „Zufälle“ gibts 🙂

  • Krugman in A Tale of Two Pegs:

    Remember, there was no forcing event in Switzerland; as far as the finances go, the SNB could have maintained the peg forever. It was the nagging from hard-money types that led to the debacle. Meanwhile, Hong Kong has managed to wrap the very same policy in libertarian clothes, and there’s no problem.

    http://krugman.blogs.nytimes.com/2015/01/21/a-tale-of-two-pegs/

    Oder anders gesagt: wo sind die Liberalen Fixer, die Fasser trinken und Fein predigen, wenn man sie braucht?

  • fraefin sagt:

    So einfach:
    Der EU beitreten; so haben wir ebenfalls die Währung Euro,

  • Marcel Senn sagt:

    Die erste grosse Schadenswelle hat die vergleichsweise grosse NIIP der Schweiz angerichtet — die ist netto zwar „nur“ 784 Mrd Mrd positiv für die Schweiz, aber brutto mit 4067 Mrd Guthaben der Schweizer im Ausland fast 7x das BIP der CH – und das ist sehr hoch. Die USA mit einer aktuell negativen NIIP von minus 6500 Mrd $ hat bei den Bruttowerten rund 25’000 Mrd Guthaben von Amerikanern im Ausland und 31500 von Ausländern in den USA — also nur 1.5x den Wert des US-BIP! (NB die stieg seit 2010 von rund -1.5 Bio$ auf aktuell historischen Rekordsumm von -6.5 Bio $ – auch hier, die Amis leben nur auf Pump resp. ausländ. Investitionen)
    .
    Die NIIP hat zuerst mal Europa getroffen – deutsche Städte, polnische, kroatische, oesterreichische etc et Hyposchuldner (nur Hypos von Ausländern im Ausland mit CHF rund 140 Mrd Fr), Broker und Hedge Funds weltweit usw usw — hinterlassen schon eine Spur in Milliardenschäden, weil all die Schulden um 18% gestiegen sind!
    .
    Aber auch all die schweizer Firmen/Privatpersonen müssen bei ihren Vermögen im Ausland (in Fremdwährungen notiert) 18% oder noch mehr abschreiben — prominentes Opfer die SNB selber mit aktuell rund 90 Mrd Verlust, dann Pensionkassen, AHV-Fonds, schweizer Privatkontoinhaber von Eurokonten aber auch Beteiligungen und Immobilien! Bei einer Aufwertung von akt. rund 18% haben diese Schäden bei 4067 Mrd CH Auswärtsguthaben (gemäss SNB per Sept 2014) ein Verlustpotential von rund 730 Mrd – gut es werden nicht alle Verluste gleich schädlich und unmittelbar sein – aber doch eine gewaltige Summe!

    • Maiko Laugun sagt:

      @Marcel: Da ich genau wie Du und weltweit ca. weiteren 700K ein Ausland-Schweizer bin – und deshalb bestenfalls noch ein Bürger 2. oder gar 3. Klasse – so möchte ich trotzdem oder gerade deswegen noch anfügen, dass auch viele von uns durch die Mindestkurs-Verteidigung massiv in CH-Werten enteignet wurden. Durch die Rückgängigmachung der SNB hat dies in meinem Falle in China zu einer ‚Rückerstattung‘ von rund 15% geführt. Soll man einem reuigen Dieb nun dankbar sein oder befürchten, dass er einen wieder bestiehlt? Ich tippe auf das zweite und ziehe alle meine Vermögenswerte in der CH ab. Gruss nach Uruguay! 🙂

      • seebueb sagt:

        Die 15% waren lediglich aufgeschoben, aber nicht aufgehoben, unter dem Strich ist es ein Nullsummenspiel.

        • Marcel Senn sagt:

          Seebueb: Na ja — so haben in den letzten 3 Jahren x ausländische Kommunen und Private zinsgünstige Kredite in CHF aufgenommen und sind reingelaufen. Das Problem war ja der Schock der rapiden Aufwertung.
          Unter dem Strich hätten wir vermutlich besser schon seit 2011 mit einem €-Kurs von vermutlich zw. 1.05 – bis 1.10 dahingeseucht und die Arbeitslosigkeit wäre halt 1-2% höher gewesen – dann wären auch viel weniger Immigranten gekommen und so Abstimmungen wie die MEI wären gar nie angenommen worden — aber die wird uns jetzt sicher auch noch genügend zusätzliche Probleme bereiten zu den neuen Problemen seit 15.1.2015!
          .
          Das ist halt wenn man die unangenehmen Dinge hinauszögert – irgendwann kommen die mit voller Härte zurück! Angesichts der aktuellen Situation war der MK ex-Post ein sehr teuerer Fehler!!! Und wir haben jetzt eine praktisch handlungsunfähige Zentralbank — nur der Negativzins bleibt noch, aber der wird auch verdammt schädlich sein für unsere Altersvorsorgewerke und auch für die grossen Firmen!!

          • seebueb sagt:

            Ich habe den Eindruck, dass wir weitgehend übereinstimmen:

            Sie sprechen die Geschwindigkeit an. Wäre eine abgestufte Umsetzung denn nicht erst recht eine Einladung gewesen, in die bereits begonnene Richtung zu spekulieren?

            Es ist nicht Aufgabe der SNB, vor Verlusten zu schützen, aber sie soll nach Möglichkeit für (relative) Stabilität sorgen. Die Geschwindigkeit der Änderung war sowohl 2011 als auch heute ein Problem, deshalb ist der Cap für mich auch heute noch durchaus OK, aber die günstige Gelegenheit für die Aufhebung in der 2.Hälfte 2013 hätte genutzt gehört, zwei Jahre für die Anpassung müssen genügen. Das wiederum würde es heute erlauben, eine neue Grenze zu setzen um erneut einigermassen Planungssicherheit zu gewährleisten.

            Wer einen Carry Trade eingeht, darf sich nicht wundern wenn das Ganze schlecht rauskommt (gilt generell, there’s no free lunch). Ich sehe Null Veranlassung für Mitleid insbesondere bei Nicht-Privaten. Wien bspw verlautbart, dass sie unter dem Strich trotz der jüngsten Verluste weiterhin schön profitabel sind: 700Mln Bruttogewinn minus 300Mln Verlust wegen der SNB.

            P.S.:
            Ich halte nichts von der Detailinformation/-steuerung à la Fed, das führt nur zu einerseits vermeintlicher Sicherheit mit der Konsequenz, dass Reserven reduziert und Hebel erhöht werden, und andererseits dem Anspruch, dass gefälligst keinerlei Überraschungen auftreten, was geradezu einer Aufforderung gleichkommt, in die angekündigte Richtung zu spekulieren und möglichst grossen Hebel zu benutzen. Selbstverständlich schwatzen die Financials hier auf die eigenen Mühlen.

          • Anh Toan sagt:

            @seebueb

            Jedes Exportgeschäft ist ein Carrytrade, ausser man kann Fakturierung in CHF durchsetzen, was selten gelingt:

            Nach Vertragsschluss ist man Long Fremdwährung (die vom Kunden versprochene Zahlung nach Lieferung und Rechnungsstellung) netto die in Fremdwährung anfallenden Kosten, also im Umfang der in Zukunft in CHF fällig werdenden Kosten um die versprochene Leistung zu erbringen. Man kann nun diesen Carry Trade mit einem „formellen“ Carrytrade in die Andere Richtung absichern, und damit seine Fremdwährung Long / CHF short Position covern, decken, asicern oder „bekleiden“ (kein „naked short „mehr)

            Gilt umgekehrt für Importeure.

            P.S: Der Erfolgsfaktor der Schweiz war ihre Stabilität, Vorhersehbarkeit, Kalkulierbarkeit, auch wegen der Behäbigkeit. der Politik. Dies hat die Schweiz erfolgreich zerstört mit der Politik der letzten 25 Jahre (EWR Nein, Bilaterale ja, jetzt vielleicht doch nicht mehr wegen PFZ, aber vielleicht doch weiterhin Bilateral. Mit welchen Unsicherheiten, mit welchen Wechselkursen und welcher Volatilität dieser Wechselkurse bereits bestehende Unternehmen leben können, ist eine Seite, aber wer beschliesst zur Zeit Investitionen in der Schweiz für ein Produkt, dass er in die ganze Welt verkaufen möchte (Weltmarktfähiges Produkt mit hoher Wertschöpfung)? Es gibt nur einen Grund für Investitionen in der Schweiz: Die Erwartung, vom Hochpreismarkt in der Schweiz zu profitieren (z.B: Aldi, Lidl und ich)

          • seebueb sagt:

            Wg Carrytrade stimme ich zu, bin mir allerdings nicht sicher, worauf Sie hinaus wollen.

            Falls Sie meinen, dass die SNB das unternehmerische Währungsrisiko absichern soll, so halte ich das (abgesehen von heissen Phasen) für falsch, das ist eines der stinknormalen Unternehmerrisiken. Wieviele Unternehmer jammern, wenn die Währungswette zu ihren Gunste läuft? Wer will kann das einigermassen problemlos absichern, wer das nicht tut reduziert zwar ein bisschen seine Unkosten schaut aber allenfalls in die Röhre. So ist das nun mal.

            Die Frankenstärke/-überbewertung zeigt, dass die Stabilität weiterhin als gegeben wahrgenommen wird, Sie sollten den Präsens verwenden.

            Zudem sorgen wir selbst mit den Rekord-Exportüberschüssen für Franken-Nachfrage, was den Höhenflug andauern lässt, ihn allenfalls noch verstärkt. Der tiefe Ölpreis (pro Kopf in der CH täglich 10kg Erdöläquivalent, davon 2/3 fossile Träger) dürfte ihn zusätzlich verstärken. Wer einen schwächeren Franken fordert, müsste gleichzeitig entweder mehr Importe oder weniger Exporte fordern.

            Ja, die Investitionen werden wahrscheinlich sinken, aber so schwarz wie Sie malen wird’s kaum kommen, sonst hätte angesichts der 1.20 der Exportsaldo in den letzten Jahre nicht auf Rekordniveau verharren dürfen (2013 war glaub sogar neuer Allzeitrekord).

            Statt den jetzt zu verbuchenden Verlusten der SNB hätte der Bund einen 50Mrd-Fond (oder ähnliches) einrichten können, mit dem im Sinne eines abfedernden Konjunkturprogramms bspw die Erneuerung der Basis-Infrastruktur (Kanalisation bspw) forciert werden könnte (der Zustand der Strassen sieht für mich Laien OK aus). Angesichts des Zinsniveaus sehe ich wenig, was auch jetzt noch dagegen sprechen würde, ich finde Ospels Idee durchaus interessant. Allerdings muss man sich bewusst sein, dass mit einer derartigen Konjunkturstütze über die stärkere Wirtschaft auch der Franken gestützt und der aktuelle Kurs wohl perpetuiert wird.

          • Anh Toan sagt:

            „Wer einen Carry Trade eingeht, darf sich nicht wundern wenn das Ganze schlecht rauskommt “

            Darauf will ich hinaus:

            Selberschuld wer Märkte im Ausland erschliesst, statt in einem Kartell die CH Konsumenten auszubeuten.

          • Anh Toan sagt:

            „Falls Sie meinen, dass die SNB das unternehmerische Währungsrisiko absichern soll, so halte ich das (abgesehen von heissen Phasen) für falsch,…“

            Ja sind wir nicht in einer „heissen Phase“

            Meine Wertung: Der Nati ist es zu heiss geworden, (100 Milliarden im Januar hätte es gekostet, sagt die Nati), da zieht sie lieber die Finger zurück, rettet ihre Bilanz und „unser“ Geld, haben Sie viel von „unserem Geld“, ich leider nicht), statt die Wirtschaft und damit die Jobs.

          • seebueb sagt:

            Was den Carrytrade betrifft:
            Selber schuld wer einigermassen günstig versicherbare Risiken nicht absichert.

            Natürlich sind wir in einer heissen Phase, aber niemand weiss, wie heiss es noch wird – scheinbar ist die SNB zur Erkenntnis gelangt, dass die Risiken zu gross werden. Als ich vor einem Jahr den Ausstieg hier erstmals forderte, war der Euro bei 1.23-1.25 und ein Ausstieg hätte, falls überhaupt, wohl nur wenig Turbulenzen verursacht. Das würde heute eine Wiedereinführung bei 1.05 oder 1.10 ermöglichen und erneut Planungssicherheit schaffen.

            Die Frage ist, ob die SNB tatsächlich die Bilanz hätte beliebig verlängern können. Falls nein, wäre sie früher oder später zum Ausstieg gezwungen gewesen, und im Eintretensfall wäre der Verlust wegen der noch längeren Bilanz, und allenfalls noch tieferem Fall, entsprechend höher gewesen.

            Mit den aktuellen 70Mrd Verlust hätte bspw. 5% zusätzliche Arbeitslosigkeit während 5 Jahren finanziert werden können (60k Jahresentschädigung). Stattdessen liegen die nun in den Taschen Dritter.

          • Anh Toan sagt:

            Wenn Sie im Ausland einen Markt erschliessen, Marktanalyse, Kundenbeziehungen aufbauen, Bewilligungen einholen, Logistik organisieren, wieviele Jahre denken Sie, dass es dauert vom Entscheid bis zu einem Return on Investment?

            Wohl in den seltensten Fällen weniger als 5 Jahre, da machen Sie zum ersten oder zweiten mal einen Gewinn damit, vorher war es nur Kosten, also eher 10 bis 15 Jahre, und auf diese Zeit lässt sich keine Währung absichern.

            Aber wenn nun der CHF ein so grosses Volatilitätsrisiko hat, macht das Kapital ganz schnell, was Sie verlangen: Es investiert dort, wo es verkaufen will, oder dort, wo die Währung ausreichend Stabilität garantiert (USD EUR). Absicherungsstategie für weltmarktfähige Produkte: Auf keinen Fall im höchst volatilen CH Währungsraum investieren, das mittel. bis langfristige Wechselkursrisiko ist nicht absicherbar, entweder EU oder USA

            Um die CH Exportunternehmen mache ich mir keine Gedanken, die legen die Produktion noch mehr ins Ausland oder ziehen ganz weg, einmalig können die die Verluste verkraften, wenn sie ihre Hausaufgaben gemacht haben. Gedanken mache ich mir um die Arbeitnehmer in die Schweiz. Die Jobs kommen auch nicht zurück, wenn der Franken dann fällt, zumindest nicht, bis wir zu einem Billigland geworden sind.

          • Anh Toan sagt:

            Selbst JSA benutzt schon das R Wort, auch wenn er ganz entschieden sagt, es gäbe sicher keine Rezession.

            Mit wieviel Wachstum rechnet denn JSA für 2015 und 2016? Vor dem Komma eine Null, nach dem Komma nochmal eine Null oder vielleicht auch eine vier, ist für mich nicht ganz sicher keine Rezession, sondern eine schwarze Null. Und von da ist die Rezession ganz nah. Und steigt der Franken dann weiter oder fällt nicht (die Leute kaufen ja auch Gold weil da drin immer Wert sei, dass kann man vom CHF genauso falsch behaupten, wird es ganz hässlich, mit Depression, sinkenden Immobilienpreisen, Bankenpleiten.

            Ich bereite mich auf den Einstieg in den deutschen Markt vor, als BackOffice können wir das auch. Ich gehe nicht mit dem CH Mart unter, aber bis er unter geht, gibt’s arte Franken, dann halt weichere Euros, besser als keine harten Franken.

            Nicht ein weicher Franken ist hart für die CH Bevölkerung, (Tschuldigung @Ausandschweizer) keine harten Franken verdienen zu können ist hart für die CH Bevölkerung.

          • seebueb sagt:

            Wenn Sie 5 Jahre brauchen um ins Ausland zu expandieren, dann heisst das dass Sie dort eine Niederlassung inkl Produktion/Distribution und mind. teiweise Backoffice aufziehen (bspw Aldi+Lidl). Da haben Sie automatisch einen weitgehenden Hedge drin. Bieten Sie jedoch Ihre Dienstleistung im Ausland an (DL-Export), was wahrscheinlich Ihre eigene Strategie ist, so sind 5 Jahre massiv übertrieben (werfen Sie 100k auf für eine Marktstudie?).

          • seebueb sagt:

            A propos Volatilität:
            Von Juni 2001 bis Aug 2011 hat der CHF ggü dem USD um etwa 140% zugelegt, die Geschwindigkeit phasenweise mit heute vergleichbar. Offenbar war das durchaus handhabbar.

            Was geschieht, wenn das Handtuch geworfen werden muss, haben wir gerade gesehen. Nur wäre in Zukunft der Verlust wahrscheinlich noch viel massiver gewesen.

          • Anh Toan sagt:

            @seebueb: „Bieten Sie jedoch Ihre Dienstleistung im Ausland an (DL-Export), was wahrscheinlich Ihre eigene Strategie ist, so sind 5 Jahre massiv übertrieben (werfen Sie 100k auf für eine Marktstudie?).“

            Haben Sie sowas schon mal gemacht?

            Gerade Dienstleistungen brauchen das Vertrauen des Kunden. Vertrauen wächst langsam. Da reichen nicht ein paar Inserate.

            Ich jedenfalls habe, noch jedesmal rund fünf Jahre gebraucht, um einen vernünftigen Kundenstamm für ein neues Dienstleistungsunternehmen auf zu bauen, selbst in meinem „Heimmarkt“.

            Die USD Abwertung von 2001 – 2011: Wenn Sie die Charts vom Höchst zum Tiefst ansehen, dann sehen alle Charts extrem aus, Verändern Sie die Parameter um ein paar Monate auf beiden Seiten, in welche Richtung ist egal, ist die Abwertung des USD nur noch halb soviel.

          • seebueb sagt:

            Sie schreiben weiter oben von, nix als Kosten in den ersten fünf Jahren, d.h. keine (nennenswerten) Einnahmen, das ist die Aldi-Situation. Sollten Sie statt Kosten eigentlich Verlust gemeint haben, dann sagen Sie selbst dass die Gewinnzone (bzw. in etwa eine Null, sei sie nun rot oder schwarz) klar vor Ablauf der ersten fünf Jahre erreicht wird.

            Was den Chart betrifft, bin ich mit dem Einwand einverstanden. Jedoch gilt er genauso auch für die aktuelle Situation, da noch nicht abschätzbar ist ob dies ein Ausreisser ist oder die neue Normalsituation.

          • Anh Toan sagt:

            @seebueb:

            Die Gewinnzone sollte im vierten oder fünften Jahr erreicht werden, damit sind aber die Verluste der ersten 3 Jahre noch nicht gedeckt.

          • Anh Toan sagt:

            @ssebueb: In meiner Branche und in vielen anderen gilt als erster, ganz summarischer Ansatz zur Unternehmensbewertung bei einer Übernahme, ein Jahresumsatz. Darauf hat man üblicherweise Gewinne, von 7-15 Prozent.

            Also 10 Jahre braucht man in etwa, um seine Investition zurück zu bekommen, wenn man ein Unternehmen übernimmt (Synergien, Verbesserungen mal weggelassen), dann hat man aber erst sein investiertes Geld zurück, noch immer nichts verdient. Wäre es viel billiger, den Umsatz selber aufzubauen, würde niemand ihn zu diesem Preis kaufen.

          • seebueb sagt:

            LOL, selbstverständlich haben Sie entsprechend verdient, das Unternehmen besteht ja weiterhin!

            Allerdings lassen die 7-15% Rendite das allgemeine Aufheulen erst recht deplatziert erscheinen.

          • Linus Huber sagt:

            @ Anh Toan

            Auch Ihnen darf ich einmal ein Lob erteilen, indem Sie offensichtlich einen kleineren Betrieb betreiben. Solche Firmen schaffen Arbeitsstellen, während Grossfirmen diese eliminieren und zugleich oft auch aufgrund ihrer Finanzkraft durch Lobbying-Aktivitäten demokratische Werte zu untergraben versuchen. Hier ein kleiner Ausschnitt, welcher die Bedeutung solcher Firmen erläutert und wie sie sich gegenüber den Grossen behaupten können.

            http://www.newyorker.com/business/currency/small-bountiful-small-business-craft-beer

            Statistische Erhebungen (ich habe die Quelle nicht zur Hand, kann mich aber erinnern) zeigen allerdings, dass z.B. in den USA die Anzahl von Neugründungen von solchen Firmen in den letzten Jahrzehnten stark rückläufig war. Trotzdem empfehle ich die Idee „Small is beautiful“ sich wieder verstärkt anzueignen, was indirekt eben auch die Verschiebung von Entscheidungen auf eine tiefere hierarchische Ebene darstellt.

          • Anh Toan sagt:

            @Seebueb: LOL, das Unternehmen besteht aber nur, wenn es noch besteht, dass heisst, wenn ich nach 10 Jahren keine Rendite mehr habe )z.B. wegen enormen Währungsschwankungen da wo ich produziere), dann ist mein Unternehmen wertlos minus Sozilaplan0

          • Anh Toan sagt:

            @LH

            Danke dass Se mich als niedrigere Ebene bezeichnen, das machen meine Freunde, die zum Teil Topmanager in Grossbetrieben sind, nichtt).

            Ich schaffe Arbeitsplätze in Vietnam und drücke damit das Lohnniveau in der Schweiz.

            Ich mach für Kleinunternehmen, was die grossen schon lange machen, das BackOffice in ein Tieflohnland auslagern.

            Ich mach das alles nur, weil ich nicht früh aufstehen und kein grauen und braunen Anzüge tragen will, nicht um die, sondern um meine Welt zu verbessern.
            .

          • Anh Toan sagt:

            @seebueb

            Die Aktien welcher an der CH-Börse kotierten Unternehmen sind die letzten Tage am meisten gefallen? Die Aktien der Unternehmen, welche in der Schweiz produzieren und in die Welt verkaufen. Das ist, wenn der CHF zum Anti-Geld der Welt wird, wenn die Funktion der Werterhaltung vor der Funktion des Zahlungsmittels kommt, kein Geschäftsmodell mehr.

          • seebueb sagt:

            Die ganze Aktion hat letztendlich die Allgemeinheit etwa 10’000 pro Kopf gekostet. Auch hier:
            Gewinn privatisieren, die Verluste werden auf die Allgemeinheit abgewälzt. Beschämend!

            Und natürlich ist die SNB, die den Sturz (inkl. Korrektur der Aktienkurse) unter immensen Kosten verzögert hat, in Ihrem Weltbild schuldig. Der Überbringer der schlechten Nachricht wird seit Tausenden von Jahren geköpft, diese liebgewordene Tradition muss unbedingt beibehalten werden!

          • Anh Toan sagt:

            @seebueb: Schuldig in meinem Weltbild ist der Schweizer Stimmbürger, der glaubt, besser als der Rest Europas zu sein, der Starke ist am Mächtigsten allein. Hochmut ist eine Todsünde, er kommt vor dem Fall.

            Die Nati hat mit dem Mindestkurs einen Weg gefunden, die Folgen verfehlter Spar- und Isolationspolitik zu mildern, nun will sie nicht mehr, aus sorge um ihre Bilanz, die gar nicht wichtig sei.

          • Anh Toan sagt:

            @seebueb: Es wird uns viel mehr als 10 Riesen kosten in den nächsten 3 Jahren, es wird vielen ihren Job kosten, oder einen Teil ihres Einkommens (interne Abwertung).

            Ich würde mich freuen, wenn ich in 3 Jahren feststellen muss, mich geirrt zu haben.

          • Anh Toan sagt:

            Könnte ich, würde ich Jordan fristlos feuern wegen Feigheit vor dem Feind oder Arbeitsverweigerung.

            Louis quatorze hatte ürigens recht: In der Monarchie definiert sich der Saat nicht über Staatsvolk und Saatsgebiet, sondern einzig über den Monarchen: Völkerrechtssubjekt sind nicht die paar m2 in Rom, sondern ist der Papst, Amen.

          • seebueb sagt:

            @LH
            Hochmut kommt vor dem Fall:
            Lob verteilen kann nur, wer in einer übergeordneten Position ist, die anderen anerkennen, gratulieren, etc.

            @AT
            Wie treffsicher Ihre Konjunkturprognosen sind, haben wir letzten Frühling gesehn mit Ihrer Prognose anlässlich der MEI.

            Nur so nebenbei:
            Mit dem aktuellen Schaden auf der SNB-Bilanz können locker 5 Jahre 5% zusätzliche AL finanziert werden (8% für 3 Jahre). In Anbetracht der jüngeren Geschichte ist es unwahrscheinlich dass die aktuelle Situation derartige Kosten verursachen wird.

          • Anh Toan sagt:

            @seebueb: Ich sehe einen Zusammehang zwischen der Annahme der MEI und dem Aufwertungsdruck auf den CHF.

            und die Prognosen wurden gesenkt, ob da die MEI dafür verantwortlich ist, oder andere Gründe, kann ich nicht sagen:

            http://www.fuw.ch/article/cs-und-bak-basel-senken-wachstumsprognosen:

            „Die Schweizer Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal 2014 nicht vom Fleck bewegt.“

            Ich habe, soweit ich mich erinnere gesagt, bald werden wir die ersten Revisionen der Wachstumsprognosen nach unten sehen, hat jemand im Laufe des Jahres 2014 die Prognosen erhöht? Für 2014 und 2015?

          • Anh Toan sagt:

            Hätte die SNB den Mindestkurs nicht aufgegeben, hätte sie keinen Schaden in der Bilanz und wir nicht mindestens 2, wenn nicht 5 Prozent mehr Arbeitslose im nächsten Jahr.

            Wir werden uns bald in die EU und den EUO retten, Blocher hats gemacht, indem er alle anderen Wege verbaut hat, wird er alt genug, wird er sich noch damit brüsten, warten Sie es ab.

          • Anh Toan sagt:

            Jetzt hab ich’s gefunden, was ich damals geschrieben hab’_

            Ahn Toan

            24. Februar 2014 um 19:31

            Ich bin überzeugt, wir werden bereits in wenigen Wochen die ersten Revisionen nacht unten von Wachstumszahlen sehen. Danach die Revisionen der erwarteten Arbeitslosigkeit noch oben. Keine krasse Veränderung, aber eine negative, und dies alleine auf Grund der Ungewissheit, wie es weiter geht. Keine Unternehmen werden fluchtartig die Schweiz verlassen, aber sind Investitionsentscheide zu treffen, gilt, die Schweiz ist, zumindest zur Zeit, zu unsicher.

            Mit diesem Volksentscheid haben die Schweizer ganz souverän die wesentlichste Grundlage ihres wirtschaftlichen Erfolges zerstört: Die Kalkulierbarkeit!

          • seebueb sagt:

            Das was Sie als Zitat angeben, tönt etwa so wie ichs in Erinnerung habe.

            Die Prognosen wurden leicht gesenkt von 2,3% im 1Q14 (1. Quartal 2014) auf aktuell 1,8% (Seco), allerdings wurde nicht die Inlandkonjunktur als Grund angegeben sondern der sich schlechter als erwartet entwickelnde Export (gem Bulletins Juni und Sept). Die Reduktion beträgt im wesentlichen die Differenz, welche durch das Nullwachstum im zweiten Quartal verursacht wurde. Auf den Export hat die MEI keinen Einfluss, derart schnell und einmalig (nur 1 Quartal lang) sowieso nicht.

            Als Konsequenz wurden auch die Schätzungen für 2015 leicht reduziert, von 2,7% im 1Q14 auf aktuell 2,4%

            Vorläufig fehlen die Grundlagen für Schätzungen der Arbeitslosenzahlen.

            Die SNB als Lender of Last Resort darf das Risiko nicht eingehen, durch allfällige MASSIVE Turbulenzen im Euroraum übergrosse Risiken in den Büchern zu haben und in der Handlungsfähigkeit stark eingeschränkt zu werden – stellen Sie sich bloss mal vor was geschieht, falls sich der EuGH im für den Herbst erwarteten Urteil zum EBZ-QE nicht an die vor kurzem publizierte Empfehlung des Gutachtens halten sollte.

            Auf Ihre Begründung für den Aufwärtsdruck durch die MEI bin ich mal gespannt – möglichst in einem neuen
            Thread. Allgemein wird ja die Nettozuwanderung als wesentlicher Grund für das Wachstum angesehen, und darum die MEI als wirtschaftsschwächend, was spätestens ab Umsetzung wiederum den CHF schwächt.

          • Linus Huber sagt:

            „Danke dass Se mich als niedrigere Ebene bezeichnen, das machen meine Freunde, die zum Teil Topmanager in Grossbetrieben sind, nichtt).“

            Sie scheinen unverbesserlich in Ihrer wohl teilweise absichtlichen Auslegung, alles auf sich persönlich umzumünzen, zu sein. Die tiefer liegende Entscheidungsebene hat einzig insofern mit der Bedeutung der Akteure zu tun, indem die Folgen einer Entscheidung entsprechende höhere gesellschaftliche Auswirkungen erzeugen, unabhängig von der Qualität der Entscheidung.

            Der Grund meines Lobes bezieht sich nicht auf diesen Umstand, sondern darauf, dass Sie persönlich Verantwortung übernehmen, respektive Risiko tragen. In dieser Beziehung überschatten Sie spielend viele der heutigen von Ihnen angesprochenen Top-Manager und Unternehmensführer, welche keineswegs persönliches Risiko eingehen, sondern sich eher möglichst risikofrei durch die Beeinflussung der Regeln zu bereichern versuchen, was wohl unter anderem die immer schwächere Zahl an Unternehmensgründungen mitbegründet.

            Die Motivation ist immer, dass man auf persönlicher Ebene, in welcher Form auch immer, profitiert, ein normales menschliches Attribut. Die bestehenden Regeln (leider viel zu viele) zu seinem Vorteil zu nutzen ist nicht verwerflich.

          • Anh Toan sagt:

            @LH: Sie verstehen aber auch gar nichts:

            Indem ich Ihr Lob als Beleidigung auffasse, drücke ich aus, dass ich es nicht brauche, es mir am A vorbei geht, ich bin weder Dein Kind, ich bin nicht Ihr Schüler oder Student, Sie sind weder mein Chef, noch mein Guru, indem Sie mich loben setzten Sie sich über mich.

            Widerlicher, niederträchtiger Kerl bist Du und willst ich loben: Fick Dich!

          • Anh Toan sagt:

            Ich bin nicht besser, weil ich Verantwortung übernehme, ich kann mich nicht einordnen. (Hab doch gesagt, ich will keine braunen und schwarzen Anzüge tragen)

            Du glaubst, du bist Gott, könntest sagen, wer besser und wer schlecher ist.

            De Unternehmer sind besser als die Manager, am schlechtesten von allen sind die Politiker, kurz vor den Staatsangestellten (Bürokraten):

            Mann bist Du überheblich!

          • Anh Toan sagt:

            Lou Reed Endless circle:

            The bias of the father runs on through the son
            And leaves him bothered and bewildered
            The drugs in his veins only cause him to spit
            At the face staring back in the mirror

            How can he tell a good act from the bad?
            He can’t even remember his name
            How can he do what needs to be done
            When he’s a follower and not a leader?

            The sickness of the mother runs on through the girl
            Leaving her small and helpless
            Liquor files through her brain with the force of a gun
            Leaving her running in circles

            How can she tell a good act from the bad
            When she’s flat on her back in her room?
            How can she do what needs to be done
            When she’s a coward and a bleeder?

            The man if he marries will batter his child
            And have endless excuses
            The woman sadly will do much the same
            Thinking that it’s right and it’s proper

            Better than their mommy or their daddy did
            Better than the childhood they suffered
            The truth is they’re happier when they’re in pain
            In fact, that’s why they got married

          • Linus Huber sagt:

            Ok, sagen wir einfach, dass ich es als bewundernswert betrachte, wenn jemand, aus welchen Gründen auch immer, fähig ist unternehmerisches Risiko zu tragen.

          • Anh Toan sagt:

            @LH: Und wenn jemand nicht fähig sind, verachten Sie ihn:

            Sie sind noch immer af der gleichen göttlichen Ebene.

      • Marcel Senn sagt:

        Hallo Maiko: Uruguay als die Schweiz Südamerikas ist sauteuer geworden!! Teuerste Benzinpreise in ganz Lateinamerika – vor kurzem noch Fr. 1.63 jetzt noch zw. 1.45 bis 1.50, dritthöchste Strompreise der Welt — da bin ich doch persönlich auch ganz froh um diese Bugetentlastung!! Auch Argentinien, wo ich ja auch noch ca 1 Woche pro Monat lebe ist vom 30.9.2014 bis 14.1.2015 für mich um über 30% teurer geworden — jetzt nur noch so um die 12-15% (gut vorher wars wieder mal saubillig und der Schwarzmarkt blühte mit fast 80% über dem offiziellen Kurs — jetzt haben die einen neuen ZB Präsidenten, der diesem Treiben Einhalt geboten hat und die Differenz ist „nur“ noch um die 50% von Schwarzmarkt zu offiziellem Kurs)!
        .
        Werde ein Grossteil meiner Gelder in CHF glaub auch langsam in USD umtauschen bei der nächsten Schwächephase, wenn der Dollar 0.80 zum $ wieder mal gekratzt werden!
        .
        Gruss nach China —- wie geht es denn Eurer Megablase dort – wird sie bald mal platzen, oder kann die KP diese mit planwirtschaftlichen Massnahmen noch etwas hinauszögern???

      • Maiko Laugun sagt:

        @seebueb: In meinem Falle (50+) mag dies ansatzweise richtig sein. Aber erklären Sie dies einem Rentner im Ausland ohne Vermögen, welcher monatlich seine AHV in CHF zur Deckung seiner Lebenskosten wechseln muss (bei z.B. 15% Wechselverlust) und deshalb logischerweise in den letzen Jahren an Lebensqualität einbüsste. Aber eben, sind ja nur Bürger der 2. oder 3. Klasse. Das interessiert in der CH ja niemanden, selbst wenn es Landsleute sind.

        @Marcel: Zumindest der Immobilienblase wurde durch Regierungsmassnahmen schon mal wirkungsvoll entgegen getreten. Die Wohnungspreise sind schon seit über einem Jahr sehr stabil, je nach Gegend sogar leicht rückläufig. Um China muss man sich keine Sorgen machen. Ist bestimmt richtig, in Deinem Falle teilweise auf den USD zu setzen. In meinem Falle erfolgt die Umschichtung aktuell nach Hong Kong und teilweise direkt nach China. Schön ist, dass man bei den Chinesischen Banken auch Fremdwährungs-Konti führen kann, z.B. CHF, EUR und USD, was ich auch schon vorher tat. Dadurch kann man schnell auf die Massnahmen der westlichen Kreuz- u. Raubritter reagieren und wechseln! 🙂

        • Marcel Senn sagt:

          Maiko. Aber das Gesamtkreditvolumen von mittlerweile rund 28 Billionen $ bei einem BIP von 10 Bio $ ist doch schon ziemlich erschreckend! Vor allem faulen da x schlechte Krediten in den Bilanzen von Banken etc. dahin, bis es irgendwann zu Liquiditätproblemen kommt.
          Ich traue Eurem chinesischen Märli nicht wirklich über den Weg, da wird doch manipuliert was das Zeugs hält – ähnlich wie die Ratings in der Housing Bubble in USA damals — und ob man planwirtschaftlich eine Soft-Landing hinkriegt ist doch sehr fraglich….

          Und jetzt wird gemäss dem Prawda-Nachfolgeorgan (Wahrheit :-)) RT eine chinesisch-russische Rating Agentur gegründet. Da werden die USA vermulich ein BB- bekommen und Russland mindestens AA+ :-))

          http://rt.com/business/222175-russia-china-rating-agency/

          • Maiko Laugun sagt:

            @Marcel: Danke. Die RT ist immer eine willkommene Abwechslung zur westlichen Lügen-Propaganda. Die Zahlen in China sind immer schwierig einzuschätzen. Ein Beispiel: Die Arbeitslosenzahlen werden seit bald 20 Jahren konstant mit ca. 4% angegeben, obwohl diese offiziell nirgendwo erfasst werden. Ich nehme an (weiss es aber nicht), dass dies für andere Bereiche ebenfalls gilt.

            Vielleicht sollte die SNB sich mehr auf den RMB konzentrieren und nicht nur auf den EUR u. USD …. (??)

        • seebueb sagt:

          Mir scheint, Sie rechnen falsch herum, ein Rentner im Ausland hat soeben 15% Aufwertung erfahren.

          • seebueb sagt:

            Wenn schon, müssten Sie sich über die verlorene Kaufkraft beschweren. Dass Sie sogar versuchen, in die entgegengesetzte Richtung zu argumentieren, lässt tief blicken.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Seebueb: „….ein Rentner im Ausland hat soeben 15% Aufwertung erfahren.“ Habe ich etwas anderes geschrieben? Ich sprach von der Zeit zwischen 2011 und jetzt: „…in den letzten Jahren an Lebensqualität einbüsste.“ Dann ersetzen Sie eben ‚tief blickend‘ „Lebensquaität“ durch „Kaufkraft“.

          • seebueb sagt:

            Achso, ich dachte Sie meinen die Aufhebung.

            Man kann es nie allen recht machen, und die SNB hat nun mal den Auftrag, für die CH (geografisch gesehen) zu arbeiten. Falls sich jemand 2. oder 3. Klasse fühlt, so steht es ihm frei, zurückzukehren.

          • Maiko Laugun sagt:

            @seebueb: Oder unter Zwang, falls die SNB langfristig an der Verteidigung des Mindestkurses festgehalten hätte. Dann kämen eines schönen Tages, weil sie die Lebenskosten nicht mehr berappen können, 100K mittellos in die CH zurück, direkt in die Sozialwerke. Aktuell ist es umgekehrt. Es verlieren wohl einige in der CH ihren Job und verursachen Kosten und die Ausland-Schweizer bleiben wo sie sind. Um bei Ihren Worten zu bleiben. Es ist bestimmt ein „Nullsummenspiel“. Allen kann man es nicht recht machen. Das stimmt.

          • seebueb sagt:

            Klar, die SNB ist verantwortlich, falls sich jemand das Leben im Ausland nicht mehr leisten kann.

          • Maiko Laugun sagt:

            Klar, die SNB ist verantwortlich, falls die dumme Export-Industrie zu blöd ist, sich einem harten CHF anzupassen! 🙂

          • Linus Huber sagt:

            @ Maiko

            🙂 Jetzt hauen Sie aber in die offene Wunde.

  • Michael Schwarz sagt:

    Jordan setzt auf die Hoffnung der Marktmechanismen und fundamentalen Makrodaten, weil er von EMH überzeugt ist. Ich habe nach seinem Amteintritt vor 4 Jahren in diesem Blog über Jordan geschrieben. Er hat zwar in seiner Diss. den zusammenbruch des Euros vorausgesagt, aber das bedeutet nicht, er die Situation weiterhin richtig beurteilen kann – es ist Glückstreffer. Jordan war und ist ein Theoretiker, und von Makrotheorien ist er überzeugt, ohne sich klar zu werden, das weit nicht ausreicht um die Situation im Markt richtig zu beurteilen. Er arbeitet mit Annahmen, die nicht überrüft wurde sind, setzt auf die Hoffnung und Diktat des Marktes.

    SNB hat in Riskmanagement versagt. Sie die Schweizer Wirtschaft in einer Risksituation gebracht, wo die ökonomischen Risiken nicht mehr steuerbar werden. Das ist unnötig und dumm. Die Hoffnung auf baldige Zinserhöhung in den USA ist verfrüht. Dies zeigt die Abhängigkeit der SNB von FED. Wir müssen uns zugeben, dass wir von der Geldpolik und Wirtschaftpolitk der EU und USA abhängig. Die Unabhängigkeit kostet, diese Kosten will die SNB nicht tragen – das ist der Widerspruch in deren Strategie.

  • It’s awful – Why did nobody see it coming?

    Wie schrub schon Johann Wolfgang von Goethe in „Iphigenie auf Tauris“: Du sprichst ein großes Wort gelassen aus!

    Das ist sowohl Gretchenfrage als auch des Pudels Kern (ebenfalls Goethe): Wie kommt es, dass von all den Tausenden von Professoren der Ökonomie an den Hunderten von Hochschulen weltweit, die heute und morgen und in einer Woche, einem Monat, einem Jahr Tausende von Studenten in der Kunst der Ökonomie unterweisen, kaum ein Dutzend die Finanz- und Schuldenkrise erkannt hat, die sich vor ihren Augen wie ein Orkan zusammengebraut hatte?

    Ich habe die Herren Straumann und Diem Meier bei Schawinski schwitzen und unter elenden Qualen die Worte „Ich weiss es nicht…“ aussprechen sehen. Tatsache ist doch, dass wir uns in einem totalem Blindflug befinden. Keiner weiss, was passiert, und langsam dämmert es dem Volk, dass der Medizinmann keine Ahnung hat, weshalb kein Regen fällt, obwohl er doch schon die Hälfte aller Töchter des Dorfes der Gottheit hat opfern lassen.

    Wir wissen heute im Zuge der Finanzkrise und ihren Folgen mit Bestimmtheit, dass u.a. die folgenden Aussagen der Ökonomie und ihrer Priester empirisch falsch sind:

    Freie Märkte führen zu optimaler Allokation der Resourcen.
    Im perfekten Wettbewerb ist der Preis gleich den marginalen Kosten.
    Finanzmärkte sind effizient.
    Mindestlöhne führen zu Arbeitslosigkeit.
    Steuern mindern die allgemeine Wohlfahrt.
    Steuererleichterungen für Reiche und Unternehmen führen zu Investitionen.
    Hohe Steuern unterbinden die Leistungsbereitschaft.
    Liberalisierungen sind wohlstandsmehrend.
    Freihandel ist wohlstandsmehrend.
    Staatsbetriebe sind ineffizient.
    Privatbetriebe sind effizient.

    Auch dem starrsinnigsten Quacksalber dämmert es irgendwann, dass eben vielleicht doch seine Schlangenöl-Medizin schuld daran ist, dass seine Patienten reihenweise elendiglich verrecken. Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Ökonomie zur Einsicht gelangt, dass die während der letzten 30 Jahre gelehrten Theorien schlicht nicht funktionieren, und dass unser Wirtschafts-Zug führerlos dahinrast.

    Tatsächlich hatten einige nahmhafte Ökonomen nach der Finanzkrise zugegeben, dass sie auch eine Krise der Ökonomie war, und dass es Zeit sei, die Theorien zu überdenken, mit denen sie die nächste Generation der Ökonomiestudenten zu indoktrinieren im Begriffe waren. Aber natürlich wollte der mainstream nichts davon wissen und verneint inzwischen, dass es eine Krise überhaupt je gegeben hat, denn immerhin hatte man sie ja bewältigt. Oder wie ich zu sagen pflege: Wir haben die Wirtschaft mit Massnahmen, die nicht funktionieren, vor einer Krise gerettet, die gemäss Theorie gar nicht passieren kann.

    Wir bedinden uns im Blindflug, und die Regeln der Lehrbücher funktionieren nicht. Welcher Wahnsinnige würde in einer solchen Situation sagen, man man müsse mit Liberalisierungen, Unternehmenssteuer-Reformen, Freihandelsverträgen wie TTIP und TiSA weitermachen, wie bisher?

    • Josef Marti sagt:

      Genau das haben all die Wahnsinnigen in Bern bereits verordnet.

      • Linus Huber sagt:

        @ Josef

        🙂 Ich spüre ihre unendliche Liebe für unsere Bundesregierung, für die durch Lobbying-Aktivitäten verwöhnten Politiker, welche natürlich einzig zum Wohle der Bevölkerung handeln, denken und entscheiden, und für den aufgeblähten Staatsapparat in jedem Wort. Ich denke, dass jedes gesellschaftliche System aufgrund der menschlichen Attribute auch dieser Menschen über Zeit zu einer Vetternwirtschaft verkommt, wenn es nicht gelegentlich gründlich durchgerüttelt respektive erneuert wird.

    • Luisa sagt:

      @Sommerer: Ein Mantra fehlt noch: Nobelpreisträger haben immer Recht.
      Was die Theorie nicht sagt:
      FreieMärkte führen zu inadäquaten Anhäufungen von Ressourcen.
      Im perfekten Wettbewerb… heisst: Nobody is perfect, also ist auch der Wettbewerb so perfect as Nobody…
      Finanzmärkete waren einmal effizient, heute wirken sie wie die Mafia.
      Mindestlöhne sind staatl. Eingriffe, die wir nur dort wollen, wo es uns Arbeitgeber entlastet.
      Steuererleichterungen für Reiche führen zur Explosion der Luxusindustrie.
      Stuererleichterungen für Unternehmen führen dazu, dass Unternehmen sich wie Banken verhalten, statt zu investieren.
      Hohe Steuern unterbinden die Leistungsbereitschaft, wie die USA das in den 1960er u.1970er Jahren bewies. (Häkhäm)
      Lieberalisierungen sind wohlstandsmehrend für die Reichen.
      Staatsbetriebe sind effizient.
      Privatbetriebe sind effizient bei bei optimaler Grösse, andernfalls sind sie bürokratischer als der Staat. (Beispiele: Siemens, IBM, Nestlé, Bosch, Mercedes etc.)
      Und schliesslich:
      Oekonomie ist KEINE Wissenschaft, sondern ein Lesen in der Glaskugel, weil sie den wichtigsten Faktor der Wirtschaft vernachlässigt: Den Menschen!

    • Michael Schwarz sagt:

      An der Unis werden mit Annahmen gelernt, die Studierenden verstehen nicht bei empirische Umsetzung, weil sie es auswendig gelernt haben. Es liegt in der Anwortung der Prof., sondern an den Studierenden. Das ist der Unterschied zwischen Lernen und Studieren. Heutige Studenten sind Lernmachine, das Ziel der Degress zu erreichen und Punkt zu sammeln. Niemand interessiert sich für die ökonomische Wahrheit, das ist nicht der Bestandteil des Studiengangs in Ökonomie. Wie ich zuvor geschrieben habe, die Finanzkrisen sind auch eine akademische Krise.

  • Goldinger Marc sagt:

    Wenn morgen die EZB-Götter verkünden, für wieviele Milliarden (gar Billionen?) sie Schrottanleihen aufzukaufen gedenken, werden wir wissen, wie klug die SNB gehandelt hat. Und dann dürfen uns wieder alle profilierungssüchtigen Ex-Preisüberwacher und Gewerkschafts-Ökonomen die neue Welt erkären. Auch danach gilt frei nach Mark Twain: „Langfristig sind wir alle tot.“

    • Rolf Zach sagt:

      Na, Bernanke und seine FED waren auch nicht gerade zurückhaltend im Aufkauf von Schrottanleihen, vor allem im Hypotheken-Bereich. Dies ging damals auch in die Milliarden von $. Hätte die FED dies nicht gemacht, hätte die SNB einen Riesen-Verlust wegen dem Aufkauf von 50 Mrd. CHF UBS-Subprime-Papiere gehabt. Der EZB ist es ziemlich egal, was die SNB tut und nicht tut, gleiches gilt für die FED. Wie bei der FED wird sich das EZB-Programm sich als Segen auswirken und die Volkswirtschaft der Eurozone beleben. Wenn die SNB und ihre Befürworter der Aufgabe des Mindestkurses, auf einen allfälligen Zusammenbruch der Euro-Zone spekulieren, hat sie die Wirklichkeit auf dem falschen Fuss erwischt.Man sollte bei der SNB nicht Spekulation sagen, sondern eher Vorsicht, obwohl es die gleichen Auswirkungen hat wie eine Spekulation. Ich beharre auch auf meiner Ansicht bezüglich der Aussenwirtschaft der Eurozone, die ist einfach meilenweit besser als die der USA und sie hat einen Einfluss, obwohl alle Ökonomen nur die Binnenkonjunktur betrachten. Es ist sehr schwer Keynes durchzusetzen, wenn die betreffende Volkswirtschaft stark im Ausland verwurzelt ist und über keine Reserve-Währung verfügt, die Eurozone muss aber diese Vorbehalte nicht beachten.

      • Linus Huber sagt:

        „Es ist sehr schwer Keynes durchzusetzen“

        Wow, es handelt sich eher darum, dass die als keynesianisch bekannte Geldpolitik seine Wirkung schrittweise verliert respektive sich die langfristig negativen Auswirkungen dieses fehlerhaften Dogmas sich zunehmend melden.

  • T. Gysin sagt:

    Die SNB ist unabhängig von der Politik – und das ist gut so. Nicht gut ist aber die Art und Weise des Ausstiegs aus dem Mindestkurs. Für mich ist der Erklärungsversuch von T. Jordan nicht glaubwürdig, denn noch am 5. Januar hat er folgendes Bekenntnis abgegeben: «Für den Chef der schweizerischen Nationalbank bleibt die Verteidigung des Mindestkurses auch nach zwei Jahren «absolut zentral». Die Deflationsrisiken hätten in letzter Zeit zugenommen, so Jordan.» Und nun sollen also alle Probleme gelöst sein, die Unternehmen hätten ja 3 Jahr Zeit gehabt, um sich auf diesen Schock vorzubereiten. Die Realwirtschaft wird von einer Sekunde auf die andere um ihren Erfolg gebracht. Der Zeitpunkt ist zudem wunderbar gewählt, zumindest für die Steuerverwaltung. Der Euro-Kurs per Ende 2014 ist Grundlage für die Steuererklärung, nicht der 2 Wochen später geltende Kurs. Die SNB hat mehr Macht als Bundesrat, Parlament und das Volk zusammen. Dann sollte das Direktorium sich ihrer Verantwortung auch bewusst sein und nicht derart folgenschwere Entscheide treffen. Der Erklärungsversuch der SNB beweist, dass am 06.09.2011 nie und nimmer dieser unsägliche Mindestkurs hätte eingeführt werden dürfen, denn die Situation zu damals hat sich überhaupt nicht verbessert, eher noch verschlimmert. Wie ich gelesen habe, war T. Jordan nie überzeugt von der Anbindung an den Euro. Warum in aller Welt hat er diese Massnahme immer und immer wieder als das Ei des Kolumbus bezeichnet? Den Entscheid hat die SNB-Spitze gefällt, die Suppe müssen wir alle auslöffeln.

    • Kurt Weber sagt:

      Ihre persönlichen Steuerangelegenheiten in Ehren, aber die Nationalbank hat darauf keine Rücksicht zu nehmen. Und es war kein Schock, sondern eine Aufhebung einer temporären Massnahmen.

    • Josef Marti sagt:

      Er hat alles richtig gemacht. Eine Wirkung konnte nur mit einer totalen Überraschung erzielt werden, sodass die Heuschrecken voll auf dem falschen Fuss erwischt wurden; Schadenfreude ist halt die schönste Freude. Ich vermute dass einige betroffene Fondsmanager jetzt eine Schadenersatzklage in Strassburg machen werden wegen Verletzung der EMRK. Der Steuerzahler wird diese Verluste deshalb am Schluss übernehmen müssen, weil alles andere menschenverachtend wäre.

    • T. Gysin sagt:

      @ Kurt Weber: Es geht doch nicht um meine persönlichen Steuern, sondern um Probleme, welche der Wirtschaft obendrauf erwachsen. Es geht auch nicht um richtig oder falsch, sondern darum, dass er die Unternehmen in Sicherheit wiegte, indem er immer und immer wieder bezeugte, dass der Kurs mit allen Mitteln gestützt wird. Dies war ganz klar eine Panikreaktion der SNB-Spitze, weil sie plötzlich kalte Füsse bekam. Die Situation war nämlich die gleiche wie vor dem 6. September 2011!

      • Kurt Weber sagt:

        Dieser Ausstieg war lange und sorgfältig geplant. Wer glaubte, dass die Nationalbank eine Vorankündigung macht, irrt gewaltig und wurde kalt geduscht, mit Recht.

  • Iten sagt:

    Was sind das für dunkle Wolken die da über Jordan aufziehen?
    Anscheinend hat er die die Welt in das Tal der Tränen geführt.

    Das haben sich alle redllich verdient.

  • Kurt Weber sagt:

    Jeder Laie hat gewusst, dass der Mindestkurs eine zeitlich begrenzte Massnahme, die wie die Einführung ohne Vorankündigung eines Tages aufgehoben werden wird. Jetzt war dieser Tag gekommen und die Experten geben sich überrascht. Die Gewerkschaftsspitze forderte vor kurzem unrealistische 1.40 und hat damit ihre Kompetenz selbst lächerlich gemacht

  • Peppercorn sagt:

    „Etwa 200’000 ausländische Arbeitskräfte und Zehntausende von Frauen verloren temporär ihre Stelle. Das geht heute in der Zeit der Personenfreizügigkeit nicht mehr.“, schreibt T.S.
    Ich sage, das geht doch, weil heute im Ch – Arbeitsmarkt viele mit Zeitarbeitsverträge gemäss dem deutschen Vorbild (dort mehr als 40%) angestellt sind. Der Zeitarbeitsvertrag endet dann einfach und diese gehen in die Arbeitslosigkeit.
    Steigen die Arbeitslosenzahlen ist das Gift für den Sfr. und für Anleger. Ergo wird der Sfr. wieder schwach, vielleicht noch schwächer als viele wollen oder dachten. Man kann nur hoffen, dass nicht zu viele KMU pleite gehen bis der Sfr. wieder schwächer ist.

    • Linus Huber sagt:

      Ja, das mag längerfristig eintreten. Allerdings dürfte das gutausgebaute Sozialsystem durch die darin neu aufzufangenden Ausländer derart strapaziert werden, dass wohl ein Verlust der Kaufkraft für die Bedürftigen damit verbunden sein dürfte.

  • Alfred Trunz sagt:

    Das Thema wird uns leider noch einige Zeit beschäftigen. Wer zuletzt richtig liegt wird sich zeigen. Ich vermisse in all den Diskussionen fast immer den Bezug auf die gesamtwirtschaftlichen Umstände. Der Entscheid der NB ist nach meiner unmassgeblichen Meinung besonders auch unter diesem Aspekt zu sehen. Die NB hat auf wirtschaftliche Gegebenheiten im Ausland keine wirkungsvollen Einflüsse, sie kann diese nur so gut wie möglich berücksichtigten. Dazu kommt, dass sich gezeigt hat, dass das Bankengeschäft mehr Spekulation als etwas anderes ist.Wenn wir nun sehen, was mit den Schweizerfrankenkrediten im Ausland passiert, stellt sich mir die Frage, ob die NB mit Ihren Frankenstützungen nicht indirekt diese Kredite sehr lange mit gestützt hat. Risikodiversikation ist ein Muss, wenn aber zuviel auf einen Risikoträger kommt, ist das fatal.

  • Ingo Hoffmann sagt:

    Warum begreift die Schweiz die Frankenstärke nicht ebenso als zeitlich begrenzten Wohlstand wie Norwegen sein Erdöl? Die heutige Frankenstärke darf nicht in Weil am Rhein im Kaufrausch ausgegeben werden, sondern muss auch für kommende Generationen bewahrt werden. Wenn die Politik der Frankenstärke nicht entgegenwirkt, wird die Schweiz zu einem Geldspeicher für Fluchtgeld („Save Haven“) verkommen. Die Schäden in der Realwirtschaft mit dem Wegfall von Arbeitsplätzen und der Auslagerung von Know How wird die kommenden Generationen der Schweiz treffen. Warum also nicht einen Staatsfonds nach norwegischem Vorbild? Wenn alle Welt Franken haben will. Dann sollen sie ihn doch haben. Soll die Schweiz doch CHF 500 Mrd. über 10 Jahre zu Null Prozent über eine Anleihe aufnehmen. Mit dem Geld kann sie sich dann in globale Unternehmen einkaufen. Sei es eine Exxon, eine Daimler, General Electric oder was auch immer. Plötzlich hat das Land renditetragende Realwerte, die es bislang nicht hatte (Rohstoffe, Automobilindustrie etc.). Dieser Aufgabe, ein nominales Versprechen der Schweiz gegen Realwerte zu tauschen, konnte die SNB nicht auf Dauer gewachsen sein. Das ist nicht ihre Aufgabe. Die Politik hingegen, die einen längeren Horizont im Auge hat, sollte sich jedoch einmal Gedanken machen, ob mit dem Instrument eines Staatsfonds nicht nur der Frankeknkurs im Zaum gehalten werden kann, sondern auf Dauer für den Souverän auch mehr Wert geschaffen wird. Und sollte noch mehr Nachfrage nach Franken kommen, gibt es sicherlich noch weitere attraktive Realwerte, die die Schweiz dafür eintauschen kann.

    • Josef Marti sagt:

      Schön wärs. Die gekauften Lakeien in Parlament und Regierung haben genau das Gegenteil vor, nämlich mit Sparpaketen in Infrastruktur und Bildung und Steuersenkungen das Land im Interesse der Rohstoffmultis und der Finanzindustrie so zu ruinieren, dass nach Entsorgung der Bevölkerung nur noch eine reine Fluchtoase übrig bleibt.

      • Rolf Zach sagt:

        Ich kann Herr Marti nur zustimmen. Wir werden beherrscht von starrsinnigen Ideologen, die niemals uns Schweizern den Genuss eines „Wealth Funds“ gönnen mögen. Lieber werden auf Kosten unseres Sozialstaates riesige Abschreibungen bei der SNB gemacht, ein Zustand der für viele SVP und FDP Politiker und die mit ihnen verbundenen Geldmengen-Ökonomen eine reine Wellness-Oase ist. Sie lieben ihren Masochismus. Die Nationalbank muss jetzt unbedingt ihre inländischen Aktien verkaufen. Der Kauf von Schweizer Standardwerten jetzt, wie z.B. Nestle, Novartis, Roche, Swatch und Holcim ist sicher ein Verbrechen.

      • seebueb sagt:

        Man kann den Auftrag an die SNB natürlich ändern. Nur ist sie dann keine Bank mehr, sondern ein Hedgefond mit Notenpresse. Der Hebel würde zwischen 10 (vor der Aufhebung) und unendlich liegen (falls das EK jetzt negativ sein sollte), und es wäre anzunehmen, dass die Währungspolitik massgeblich von den Auswirkungen auf den Fond beeinflusst würde.

        Und das fordern genau die, die sonst immer über die pösen Bankster herziehen. Und noch dazu, dass der Fond mit unverantwortlich hohem Hebel arbeitet, was sonst (IMO richtigerweise) kritisiert wird.

    • Roli sagt:

      Die einzige Lösung wäre ein Staatsfond gewesen!
      Warum wird diese Lösung nicht in Betracht gezogen, für mich völlig unverständlich. Die SNB bedruckt Papier und es entstehen 1000er Noten (man kann auch Giralgeld erschaffen), damit könnte die SNB „hard assets“ kaufen, also NOMINALWERTE. Ein „free lunch“. Aber sicher keine Obligationen resp. Staatsobligationen der verschuldeten Staaten, wie es bisher hauptsächlich geschah; dafür Aktien, Dividendenpapiere von schuldenfreien Firmen mit Marktmacht, Immobilien und Gold.
      Diese Anlagen würden jedes Jahr Dividenden in die Kasse spülen zum Nutzen der AHV und der Steuerzahler. Bis jetzt hat die SNB hauptsächlich (Deutsche) Staatsanleihen gekauft und den Kurs in die Höhe getrieben, und die Zinsen nach unten, sodass z.B. der Deutsche Staat nur noch 0.45% Zins für 10-jährigeAnleihen bezahlt. Dank den tiefen Zinsen für die Schuldenlast hat Deutschland letztes Jahr eine schwarze Null geschrieben. (Die Schweizer haben mitgeholfen den Deutschen Staatshaushalt zu sanieren!)
      Die überraschende Freigabe des Frankenkurses ist ein Diebstahl an den Sparern, die Pensionskassen dürften 5% Deckungsgrad oder mehr verloren haben.
      Der Einkaufstourismus wird weiter steigen und der Schweiz entgehen ca. 500 Mio. CHF MWST.
      Den Banken entgehen Einnahmen, durch die um 15% entwerteten Kundenvermögen sind die Einnahmen der Banken gesunken, denn die Vermögensverwaltungskosten sind in Basispunkten vom Totalvermögen geschuldet. Einer Bank mit 100 Mia. Kundengelder entgehen so mindestens 50 Mio. CHF. Es wird Kostensenkungen, lies Entlassungen und Frühpensionierungen geben. Die KMU’s werden ebenso Kosten reduzieren müssen, Auslagerung ins Ausland oder Kurzarbeit mit Entlassungen werden kommen.
      Der Staat wird weniger Steuern einnehmen, auch werden die Treibstoffsteuern massiv sinken, es wird keinen Tanktourismus mehr geben, Diesel und Benzin sind im Ausland billiger geworden wie in der Schweiz, der Preis ist wegen gesunkenem Ölpreis ebenfalls gesunken.
      Die Ausgaben werden wegen den steigenden Sozialausgaben grösser wie geplant. Die Bauindustrie im Wallis und in Graubünden werden dieses Jahr einbrechen,(dank der Zweitwohnungsinitiative) was zu Entlassungen und sinkenden Steuern (Grundstückseuern) führen wird. Auch die Hotellerie wird leiden.
      Der Staat muss sein Budget überarbeiten. Kurz es war ein Schnellschuss. In einem Abwertungswettlauf gestartete mit dem Dollar, gefolgt vom Yen und jetzt dem Euro, kann sich die Schweiz nicht alleine dagegen stemmen. Die Flut ist zu gross.

      • Anh Toan sagt:

        JSA empfiehlt ja zuvorderst der Industrie „Erhöhung der Arbeitsproduktivität“, also tiefere Löhne an gleichviele Angestellte oder gleiche Löhne an weniger Angestellte. Wie komme ich nur darauf, dass dann teure alte Schweizer entlassen, und im gesamtwirtschaftlichen Interesse junge billige Ausländer mindestens behalten werden?

        Die Nati kann keinen Staatsfonds machen, trotz aller Unabhängigkeit und Freiheit fehlt ihr die Kompetenz dazu. Die Politik hätte statt einem Staatsfonds (Geld im Ausland anlegen), besser in die CH Infrastruktur investiert, Defizite gemacht mittels Erhöhung von Sozialleistungen, Beiträge an Bildung und Forschung. Da hätte die Schweizer Bevölkerung etwas von, und dank der Defizite und wachsenden Schulden die Wirtschaft einen tieferen Wechselkurs. Aber wenn der souveräne Bürger Schulden als Teufelszeugs betrachtet, sich freut, wenn seine Währung steigt und steigt, und wenn er dann den Job verliert, die EU, Politiker, Manager, Eliten und Ausländer verantwortlich macht, hat er verdient, mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen zu leben.

        • Anh Toan sagt:

          Die Mehrheit der CH Stimmbürger ist über 50 Jahre alt, sie sind schon Rentner oder warten darauf, bald Rentner zu sein. Diese Gerontokratie bestimmt die Richtung, die Entscheide der Schweiz. (Umwandlungssatz ist Rentenklau an den Jungen). Aber sie entzieht sich dabei ihrer Verantwortung gegenüber der jüngeren Minderheit, noch mehr der Stimmbürger als der Bevölkerung, die müssen auch mit den Entscheiden der anonym und damit immun handelnden Gerontokraten leben.

          • Linus Huber sagt:

            „Diese Gerontokratie bestimmt die Richtung, die Entscheide der Schweiz. (Umwandlungssatz ist Rentenklau an den Jungen). Aber sie entzieht sich dabei ihrer Verantwortung gegenüber der jüngeren Minderheit“

            Na ja, höhere Staatsverschuldung, uneingeschränkte Zuwanderung sowie die fehlende Nachhaltigkeit mancher sozialen Programme, sind ebenfalls Mechanismen zulasten der nachfolgenden Generation.

          • Anh Toan sagt:

            Warum? Die Schulden entstehen aus Investition in Infrastruktur (wird von den jüngeren länger benutzt), Bildung und Forschung (das sind ach die Jüngeren), und Sozialbeiträgen (sozial schwach sind bei uns Kinderreiche Familien und Alleinerziehende): Machen wir diese Ausgaben geschickt, erhalten die jüngeren und die zukünftigen Generationen den Mehrwert (Nutzen abzg. Schulden)

            Se sehen nur die Kosten (Schulden), den Nutzen unterschlagen Sie.

          • Anh Toan sagt:

            Ich wünsche den reichen Alten, dass alle Ausländer wegziehen aus der Schweiz, dass Sie bekommen, was Sie sich wünschen, Ihr habt es Euch verdient: Die zahlen dann keine KK Prämien mehr, welche die Alten subventioniert, keine AHV Beiträge mehr, keine BVG mehr, die Ihr Ihnen mit dem Umwandlungssatz klaut, keine Billag Beiträge ans Schweizer Rentner Fernsehen (SRF) mehr, putzen nicht mehr Euer 140m2 EFH oder Eure Hintern im Pflegeheim, renovieren nicht mehr Euro Häuser und Wohnung, tragen Euren Müll nicht mehr weg, wischen Euch nicht mehr die Strassen, bedienen Ec nicht mehr im Restaurant und im Wellnesscenter auf KK,

            Ich wünsche es Euch von ganzem Herzen, das Eure Wünsche vollständig in Erfüllung gehen, und alle Ausländer weggehen aus der Schweiz: Dann seit Ihr wieder unter Euresgleichen, Heim Schweizer Sonnenschein hat leider kein Personal, die Küche bleibt kalt, macht Euch doch ein Brot, die Bettwäsche wird nicht mehr gewaschen.

          • Anh Toan sagt:

            Ach Ihr könnt Euch kein Brot machen, weil die Bäckerei der Migros ohne Ausländer kaum was hinbekommt, und was die mitten in der Nacht noch machen, kommt nicht ins Migros, der Chauffeur war Ausländer.

            Dumm gelaufen!

          • Anh Toan sagt:

            Und selber hinfahren mit Eurem Audi könnt Ihr auch nicht, auch wenn ihr jetzt wieder dürft, selbst blind und taub, weil es gibt kein Benzin, der Tankwart, der Chauffeur des Tanklastzuges, der Automech für den Service: Alle waren Ausländer.

  • Rolf Zach sagt:

    Leutwiler war stolz, mit der Einführung der Negativzinsen 1978 die Schweiz vor einer Wirtschaftskrise bewahrt zu haben und dies war auch in der Erdölkrise 1980 hilfreich, die wir mit einem geringen Defizit der Ertragsbilanz überstanden haben inkl. einer geringen Zunahme der Arbeitslosigkeit. Welche Armseligkeit war dagegen die Politik der SNB in den 90er Jahren.
    Viele Exportunternehmen, die jahrzehntelang in unseren Schulbüchern als stolze Beispiele erwähnt wurden, verschwanden.
    Wollen wir diese Geldmengen-Politik wiederholen, die zusammen mit der Ablehnung des EWR 1992 uns substanziell geschadet hat. Erstens hat Professor Baltensperger Unrecht, wenn er von einem stärkeren Dollar spricht, die Märkte zeigen etwas anderes und die $ Aufwertung gegenüber dem EURO ist gering und die amerikanische Notenbank will diese Aufwertung nicht. Zweitens haben wir noch einen derartigen politischen Wirtschafts-Filz in unserem eigenen Land, der von bürgerlichen Mehrheit gestützt wird, dass wir hier riesige Probleme kriegen. Die Gretschenfrage ist doch einfach, kann die Schweizer Volkswirtschaft einen Schweizerfranken ertragen, der die Reservewährung der Reservewährungen ist. Wer dies bejaht wie die NZZ, kann vielleicht recht haben, aber die Realität spricht dagegen. Wollen wir die AHV auf dem Altar einer völlig abgehobenen Währung opfern? Man kann natürlich gegen die $ und Euro-Flut schwimmen und sich dabei wohlfühlen, nur ist die Gefahr zu ertrinken sehr gross. Unsere Volkswirtschaft ist auf der Güterseite sehr dynamisch und auch verletzbar, es zählt nicht nur die Geldmenge wie Berner Schule und die jetzige SNB-Leitung meinen. Man hätte auch die Negativzinsen zuerst massiv erhöhen können für das „Hot Money“. Das man es nicht gemacht hat, bleibt ein Geschmäckle zurück.

    • Anh Toan sagt:

      @Rolf Zach: „Die Gretschenfrage ist doch einfach, kann die Schweizer Volkswirtschaft einen Schweizerfranken ertragen, der die Reservewährung der Reservewährungen ist.“

      Ich sehe da einen Weg:

      Sind wir zu teuer, um Wert zu schaffen und auch zu exportieren, importieren wir Wert, das Kapital zu unseren Banken (wir sind ja frei und souverän und können unsere Gesetze wieder auf Steuerhinterziehung optimieren), aber besser noch, wir importieren das Kapital mit den Reichen, darf dürfen wir für die putzen ihre Villen an der Sonne, ihren Hintern in den Luxuspflegeheimen, wir dürfen ihre verzogenen arroganten Bengel in den Luxus Schulen lehren, ihre Mauern bewachen oder ihre Buchhaltungen führen. Dass uns diese Jobs auch noch die Ausländer wegnehmen, verbietet der Inländervorrang.

      „Man hätte auch die Negativzinsen zuerst massiv erhöhen können“

      Ganz genau, ich hab es aber erfunden: Wenn die Negativzinsen nun Jordans Wunderwaffe sind, warm hat er damit nicht die 1.20 verteidigt?

      Aber steht der Kurs in 3 Monaten bei etwa 1.15 und in neun bei 1.23, ohne dass die Nati CHF verkaufte, nur mit allenfalls erhöhten Negativzinsen (quasi: Die 1.20 wurden nur attackiert, weil die Grenze da war), ist Jordan mein Held.

      • roger mafli sagt:

        In 3 Monaten bei 1.15 … in 9 Monaten bei 1.23. So wird’s bestimmt nicht kommen! Es wäre klüger man würde sich endlich an der Realität orientieren statt Träumereien vom „starken Euro“ nach zu hangen. Die jetzige Misere ist ja bereits das Resultat von völlig falschen Einschätzungen. International erwartet man eher eine Abwertung auf 0.97 bis nächstes Jahr.

        • Anh Toan sagt:

          Eine von, ich riskiere sogar unendlich, vielen möglichen Zukunften wird Realität, später. Alle anderen nicht.

          • Anh Toan sagt:

            Man kann die Zukunft auch im Rückspiegel suchen.

            Wissen die internationalen Erwartungen bei 0.97 bis nächstes Jahr, ob Jordan eine andere Realität als sie kennt, er bessere Informationen hat, und wissen die, ob er einen Plan hat, und wenn ja, welchen, und vielleicht noch einen Plan B? An welchen Realitäten orientieren Sie sich?

            Wie viel haben sich die internationalen Erwartungen in den letzten 12 Stunden so verändert? Auf Grund welcher Realität?

            Da liegt der vernünftige Grund für die Zurückhaltung.

          • Marcel Senn sagt:

            Anh: Aus Ihren Abwertungsphantasien von vor wenigen Monaten ist wohl nichts geworden — Sie träumten ja noch davon, dass die SNB der MK auf 1.25 oder gar 1.30 anheben wird — ich rechnete es durch bei 1.15 oder 1.10 — und jetzt sind unsere Phantasien nur noch Makulatur — die SNB ist faktisch pleite mit aktuell plus minus Null EK und die Märkte (resp. die Aengste von Fluchtgeldinhabern) werden entscheiden wo der CHF zum € etc. stehen wird!
            .
            Werden spannende Zeiten für uns Oekonomiebegeisterte und hässliche Zeiten für die Schweiz. Gut wir beide als Auslandsschweizer sind ja mal vorläufig „Krisengewinnler“! — mal schauen wie es langfristig aussehen wird – wenn ich da an die AHV etc denke…

          • Anh Toan sagt:

            @Marcel: @Michael Schwarz hat hier das gleiche empfohlen wie ich: Abwertung auf 1.25 ruiniert die Spekulanten, wie es raus gekommen wäre, weiss niemand.

            Meine Lohnerhöhung für 2015 an „meine“ Vietnamesin wurde trotz deren Grosszügigkeit in USD, in CHF bereits im Januar zu einer Kostenreduktion. Aber wenn meine Kunden in der Schweiz keine harten Franken mehr haben, helfen hohe Margen auf keinen Umsatz auch nichts. Meine Frau spart viel von ihrem Lohn in CHF, um in Vietnam ihrer Familie zu helfen, für das Alter zu sparen. Das wurde viel mehr Wert in Vietnam, aber wenn ihr Chef sie nicht mehr braucht, weil er sein Zeugs zu einem wesentlichen Teil ins Ausland verkauft, oder halt eben nicht mehr, weil zu teuer, hilft ihr der Gewinn auf ihre Ersparnisse nicht wirklich.

          • seebueb sagt:

            Für jeden Verkäufer braucht es auch einen Käufer, für jeden „rauf“-Part braucht es einen „runter“, Spekulant oder nicht.

            Egal ob gesteuert oder nicht, wird der CHF von 1.20 auf 1.00 aufgewertet trifft es die einen, wird stattdessen auf 1.40 abgewertet trifft es die andern, in beiden Fällen gleich hart, und in beiden Fällen dürften ein paar hopsgehen. Was die Spekulanten betrifft, ist es egal welche von beiden Varianten Realität wird.

          • Anh Toan sagt:

            @seebueb: im Sinne von Bestrafung böser Spekulanten stimmt was sie schreiben.

            Wenn aber die Nati en Ziel erreichen will, nämlich den Franken zu schwächen, ist es nicht egal, ob die, welche darauf spekulieren, das sie dieses Ziel erreich, der die welche dagegen spekulieren, ruiniert.
            Jetzt wurden, die, welche gegen die Nati spekulierten, „belohnt“, die welche an die Stärke der Nati glaubten, bestraft. Als die Nati lehrt die Märte: Wenn ihr glaubt, was wir sagen, seit ihr selber schuld. das geht, aber nur einmal für lange Zeit.

            Vertrauen ist viel einfacher zerstört, als aufgebaut..

        • DeutschMANN sagt:

          0.97 ist mir zu wenig. Erst bei 0.65 werde ich meine AHV und sonstigen Säulen in diesem unwirklichen, fremdenfeindlichen Land auflösen, wieder zurück nach Potsdam gehen und dort leben wie die Könige damals…

          Solange müsst ihr mich hier wohl noch ertragen…

        • DeutschMANN sagt:

          Also irgend etwas stimmt hier nicht. Ich antworte auf: roger mafli 21. Januar 2015 um 09:35
          und meine Antwort erscheint ganz woanders. Kann mir bitte jemand sagen woran dies liegt? Merci.

          • Anh Toan sagt:

            Sie sind Deutschmann und wollen noch reklamieren hier bei uns?

          • Linus Huber sagt:

            @ DeutschMANN

            Ich kann Ihnen diese Frage zwar nicht beantworten, aber auch Ihre Sicht der Dinge ist hier willkommen. Je diverser die Meinungen, desto offensichtlicher die Komplexität und die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtungsweise.

          • seebueb sagt:

            Ihre Antwort wurde schon richtig platziert, nur werden halt Antworten auf das Post von Anh Toan vom 21. Januar 2015 um 11:57 (richtigerweise) vor dem Ihrem platziert.

      • Thomas sagt:

        Zinsen können nicht unendlich ins Negative gesenkt werden. Denn sobald der Negativzins die Lagerhaltungskosten für Bargeld übersteigt, rentiert es für Geschäftsbanken ihre Guthaben bei der SNB in bar zu beziehen und in den eigenen Tresoren zu bunkern (und ja, das ist nicht abwegig). Dann läuft die Geldpolitik ins Leere und nur einschneidende Massnahmen wie die Einschränkung des Bargeldumlaufs etc. könnten gegensteuern.

    • Anh Toan sagt:

      Der Köppel halt:

      Köppel schlägt in der „Welt* folgenden Weg vor

      „Der starke Franken wird durch die sprunghafte Aufwertung wohl eine Blutspur produzieren, aber mittel- bis langfristig wird er die Industrien und Dienstleistungsbetriebe wie bisher in der Wirtschaftsgeschichte zwingen, innovativ zu sein, hervorragende Produkte zu produzieren und sich auf Märkte mit hoher Wertschöpfung zu konzentrieren“

      Ich halte den für nicht sehr realistisch, kommentiere mit

      +Klar und wenn der Franken auf 5 Dollar steigt, bekommen die Schweizer vier Arme und zwei Köpfe, wegem Käse und der Butter und der Demokratie.“

      • Tom sagt:

        Was Köppel da von sich gibt, ist stimmt exakt mit Blochers Kommentar am Tag nach dem SNB-Entscheid zur Freigabe des Frankenkurses überein. Es fällt mir immer schwerer, zu glauben, das Köppel nicht auf irgendeine Weise von Blocher gesponert wird, um His Masters Voice rundum herauszuposaunen.

  • M. Howald sagt:

    Die Hoffnung, dass sich die Devisenmärkte bald beruhigen werden (weil es zu „Übertreibungen“ gekommen sei) und sich der Franken wieder abschwächen wird, ist laut Umfragen am meisten verbreitet. Dazu beigetragen hat nicht zuletzt Nattionalbankpräsident und Bundesrat. Es ist aber auch zu hoffen, falls diese optimistische Haltung nicht zutreffen sollte, nun sofort Plan B und C vorbereitet wird.

  • Roland K. Moser sagt:

    Aus meiner Sicht hat Thomas Jordan das Richtige bzw. einen Teil des Richtigen gemacht.
    Die Schweiz zu klein, um die benötigte grosse Menge EUR aufzukaufen. Als Schlussfolgerung daraus hätte die Schweiz gar nie via Währungskäufe intervenieren dürfen.
    Eine Alternative war und ist, den EUR-Kurs beim gewünschten Kurs zu fixieren. Über kurz oder lang wird aber auch das scheitern, weil der EUR immer schwächer wird, und demzufolge nachgezogen werden müsste.
    Der EUR ist Ramsch und ein Kurs von 1 : 1 angemessen, evt. auch noch tiefer. Weil der EUR Ramsch ist, muss die SNB-Bilanz davon gereinigt werden. Im Verlauf der nächsten 2 Jahre sind, ausser den minimal benötigten Reserven, alle EUR gegen Gold zu verkaufen. Sonst kommt es dann gar nicht gut.

    • Anh Toan sagt:

      Die Schweiz wollte CHF verkaufen, und hat dafür alles gekauft, was es so gab und wo die Märkte gross genug waren für soviel Kohle. Die Stärke des CHF am EUR zu begrenzen, hat damals am meisten Sinn gemacht (wichtigste Aussenwährung, klare Ansage an die Märkte, was bei einem Währungskorb selbst aus zwei Währungen viel schwieriger ist)

      Der USD ist genauso gefallen, wie der Euro bei der Aufhebung der Untergrenze, ist auch Yen und Pesos und Kreuzer und Taler dieser Welt, auch ihr Gold mit Oel und Kupfer und noch viel mehr

      es geht nicht um schwachen Euro, es geht um starken Franken.

      • Roland K. Moser sagt:

        Im Artikel geht es um den EUR.
        Und der USD wird schwächer, nicht nur in Bezug auf den CHF.
        Und das Öl ist nicht wegen dem starken Franken so billig, sondern weil die Hersteller die Abzocker-Preise halbiert haben.
        Und das Gold wird günstiger, weil die Spekulations-Banken langsam aus der Spekulationsspirale aussteigen (Die letzten beissen die Hunde :-), weil sie genug abgezockt haben. Als nächstes kommt wieder ein Nahrungsmittel kurz in die Spekulationsspirale.

      • Philipp Rittermann sagt:

        das ist falsch, herr toan. der euro ist das problem, nicht der franken.

        • Sehe ich auch so.
          Der EUR ist schwächer geworden und nicht der Franken stärker.

        • Anh Toan sagt:

          das ist falsch, Herr Rittermann, der Euro ist das Problem des Franken.

          Die Europäer können jetzt, wie die Amis schon lange, sagen:

          Es ist unsere Währung, aber Euer Problem.

          Der starke CHF ist aber unser Problem, wir haben den nicht mehr für uns, die kaufen ihn uns weg. Und dann gibt es kein Geld für unsere Löhne, sorry, die Europäer, deren Währung fällt, haben alle Franken gekauft. Und dann gibt’s keinen Zins an den Vermieter, und von ihm nicht an die Bank, und dann muss die Bank gerettet werden, aber es gibt keine Franken. Ach nein, das geht dann umgekehrt, die zinsen sind dann negativ, wir erhalten dann Geld vom Vermieter statt vom Arbeitgeber, weil die Bank gibt ihm die Negativzinsen weiter, und der als Negativmiete an uns: Ist es richtig so, in etwa?

          • Philipp Rittermann sagt:

            in etwa ja. nur. aufgrund der horrenden euro-zukäufe seit 2011 – um den euro zu stützen…, befinden sich die banken überhaupt im dilemma, welches sie beschreiben. es kann doch nicht die wahrheit sein, dass wir zwischen „teufel und belzebub“ wählen können; und genau so kommt mir das hier vor. und unter diesem aspekt ist mir eine eigenständige währungspolitik nach wie vor lieber, als vom ausland abhängig zu sein und an deren schulden teuer partizipieren müssen. -> siehe bitte auch meinen untenstehenden kommentar an herrn studer.

        • Anh Toan sagt:

          das ist fast richtig herr rittermann: der Euro ist das Problem des Frankens, also deren Schwache Währung ist unser Problem.

          • Marcel Senn sagt:

            Anh: Mancher dieser Schnäpplijäger wird sich vermutlich noch einen schwächeren Euro wünschen, damit er noch billiger pöstelen kann und merkt dabei gar nicht, wie die CH da mit in den Abrund gezogen wird! Gut wenn der Job dann mal weg ist, wachen gewisse vielleicht auf!
            Der Euro und auch $ etc. werden tatsächlich zum Problem des Frankens, wenn dieser infolge zunehmender Krisen in der Weltwirtschaft (Euroraum, China usw) noch mehr zur Fluchtwährung wird und weiter aufwertet — denn dann ist Heidiland tatsächlich irgendwann mal abgebrannt!!

          • Eben doch der EUR schwach. Danke.
            Der CHF hat sich in seiner Qualität nicht verändert. Wenn sich der Preis in Bezug auf andere Währungen ändert, hat das höchstens mit Spekulationsskäufen zu tun.

          • Anh Toan sagt:

            Aus der Sicht von Roland K wurde alles billiger am letzten Donnerstag.

            Aus der Sicht de Welt wurde der CHF teurer, am letzten Donnerstag, alles Andere war, verglichen mit dem sich verteuernden CHF und ausgenommen von ein paar Brokeraktien und Hedgefonds, welche nur ungenügend hedgten, und vielleicht noch dem Rubel (die Russen sagen, alles wurde teurer), ziemlich ruhig.

          • Anh Toan sagt:

            NOVN vorher: ca. 97 CHF = 100 USD
            NOVN nachher ca 85 CHF = 100 USD

        • Peter Studer sagt:

          Was hilft Ihnen dieses Wissen Herr Rittermann. Selbst wenn der Euro das Problem ist, unsere wichtigsten Handelsmärkte rechnen mit ihm. Man kann sich nicht gegen eine globale Währungspolitik stemmen.

          • Philipp Rittermann sagt:

            wissen sie, herr studer. mit der realität habe ich mich abgefunden. trotzdem ist für mich persönlich der begriff „globalisierung“ das unwort des jahrzents. dito entwicklung bringt einige „sieger“ und viele verlierer hervor. die sog. globale währungspolitik ist von abhängigkeiten geprägt – ja. aber ist das gut? meines erachtens nein. sie fördert die staats-überschuldung, sorgt für eine ungerechte ressourcenverteilung und fördert die spekulation. und das ganze gebilde ist so komplex geworden, dass man meist nur noch reaktiv agieren kann. eine „globale währungspolitik“ könnte ich nur dann befürworten, wenn sämtliche bankinstitute eine abkehr von spekulativen geschäften fokussieren würden. und da, ja da gehe ich mit ihnen einig, herr studer – das wird höchstens im märchen passieren.

    • Paul Oertli sagt:

      Der EUR soll Ramsch sein?
      Warum geht es dann der BRD so glänzend? Zwar ist sie der grösste Nettozahler in der EU. Gleichzeitig ist sie aber dank der guten Wirtschaft in der Lage, den Staatshaushalt zu sanieren. Und die deutsche Wirtschaft ist Export-Weltmeister, wächst und legt massiv Reserven an.
      Die Schweiz aber verharrt in Isolation und Starrsinn und verliert ihren Werkplatz. Super.

      • seebueb sagt:

        „Warum geht es dann der BRD so glänzend?“

        U.a. weil DE dank EU-Mitgliedschaft in einer, relativ zur DM gesehen, unterbewerteten Währung rechnet und handelt.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.