Was ist eigentlich der Zweck der US-Notenbank?

Der Präsident des Federal Reserve Board: Ben Bernanke. (Bild: Keystone/ Susan Walsh)

Der Präsident des Federal Reserve Board: Ben Bernanke. (Bild: Keystone/Susan Walsh)

Das Federal Reserve System – die amerikanische Notenbank – feiert dieser Tage seinen hundertsten Geburtstag. Momentan steht die Institution in den Schlagzeilen, weil Fed-Chef Ben Bernanke am Mittwoch das an den Finanzmärkten lange gefürchtete «Tapering» ankündigte, die Drosselung der Anleihenkäufe (Quantitative Easing) von monatlich 85 Milliarden Dollar auf neu 75 Milliarden Dollar.

Da und dort wurde geschrieben, Bernanke stehe auf die Bremse – was natürlich komplett falsch ist. Passender ist dieses Bild: Statt mit 200 km/h fährt das Fed jetzt einfach noch mit 190 km/h (mehr Details zum Tapering-Entscheid hier).

Aber das bringt uns zur Frage: Was ist eigentlich der Zweck der US-Notenbank?

Würde man heute zehn Leute nach der Raison d’être der amerikanischen Zentralbank fragen, würden wohl neun mit «Sicherung der Preisstabilität» antworten. Und viele würden vielleicht noch das duale Mandat nennen, also die Sicherung der Preisstabilität sowie der Vollbeschäftigung in der Wirtschaft.

Doch weder das eine noch das andere ist im Gründungsdokument, dem Federal Reserve Act vom 23. Dezember 1913, erwähnt. Darin ist mit keinem Wort die Rede von Preisstabilität oder Vollbeschäftigung.

Wie kommt das?

Schauen wir’s uns genauer an: Die hundertjährige Geschichte des Fed lässt sich in drei Perioden von je gut dreissig Jahren Dauer unterteilen. Und in jeder Periode folgte die Notenbank sehr unterschiedlichen Prinzipien.

Auslöser für die Gründung der amerikanischen Notenbank war die Bankenpanik von 1907, die nur dank dem beherzten Eingreifen des New Yorker Über-Bankers John Pierpont Morgan gestoppt werden konnte. Mein Kollege Tobias Straumann hat in diesem Beitrag die Gründungsgeschichte des Fed sehr lesenswert dargestellt.

Der Zweck der Notenbank ist im Federal Reserve Act wie folgt beschrieben:

An Act to provide for the establishment of Federal Reserve banks, to furnish an elastic currency, to afford means of rediscounting commercial paper, to establish a more effective supervision of banking in the United States, and for other purposes.

Der Act bildete die gesetzliche Grundlage für die Etablierung von maximal zwölf Distriktsnotenbanken, deren Zweck es war, eine «elastische Währung» und die Rediskontierung von Schuldverschreibungen sicherzustellen. Dahinter stand der Gedanke, die Stabilität des Finanzsystems zu wahren, indem es via die Geschäftsbanken mit genügend Liquidität versorgt wurde, besonders wenn nach der Erntezeit der Liquiditätsbedarf der Agrarhändler kräftig stieg. Ebenfalls festgeschrieben im Act war die Aufsichtsfunktion des Fed über die Geschäftsbanken – mit dem Ziel, neue Bankenstürme (Bank Run) zu vermeiden.

Bis in die frühen Dreissigerjahre war das Fed also einzig die Hüterin der Finanzsystemstabilität, das Aufsichtsorgan und die Kreditgeberin in letzter Not für die Geschäftsbanken. Der Goldstandard sicherte die Preisstabilität, und das Thema Vollbeschäftigung interessierte offenbar noch nicht.

Dann schlug die Grosse Depression zu. Und das Fed versagte.

Als ab 1931 in den USA die Banken reihenweise kollabierten, agierte das Fed zu zögerlich und liess es zu, dass die Geldmenge in der deflationsgeplagten Wirtschaft sogar noch schrumpfte. Rund 10’000 der ursprünglich 25’000 Banken im Land wurden ausgelöscht.

1935 unterzeichnete Präsident Roosevelt den Banking Act, der dem neu geschaffenen Offenmarktkomitee im Fed die Pflicht übertrug, die «generelle Kreditsituation im Land» im Auge zu behalten. Das war einerseits eine Ausdehnung des Mandats, andererseits wurden die Kompetenzen des Fed mit dem Banking Act aber beschnitten: Das Gesetz gründete die Einlagenversicherungs- und Aufsichtsbehörde FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation) und die Wertpapierhandels-Aufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission). Die Notenbank musste einen grossen Teil ihrer Aufsichtsfunktionen an die neuen Behörden abtreten.

Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs begann die zweite Ära der Fed-Geschichte: die fiskalpolitische Dominanz.

Während des Krieges war die Notenbank de facto dem Schatzamt unterstellt und diente der Regierung als Finanzierungsquelle in der Ausgabe von Kriegsanleihen. Dieser Zustand endete jedoch nicht mit dem Kriegsende im Jahr 1945, sondern hielt noch viele weitere Jahre an.

Nach 1945 herrschte im Land grosse Angst vor einer Rückkehr der Massenarbeitslosigkeit, als Hunderttausende amerikanischer Soldaten nach Hause zurückkehrten. 1946 unterschrieb Präsident Truman den Employment Act: Dieser schrieb die Schaffung von Arbeitsplätzen als grundsätzliches Ziel der gesamten Bundesadministration fest. Das Fed ist im Employment Act in diesem direkten Zusammenhang zwar nicht explizit erwähnt, aber es wurde als selbstverständlich angesehen, dass die Notenbank Teil der Bundesadministration ist und es ergo auch ihre Aufgabe ist, für Vollbeschäftigung zu sorgen.

Bis 1951 blieb das Fed offiziell der verlängerte Arm des Schatzamtes. In diesem Jahr kam es zum Fed-Treasury-Accord, der der Zentralbank formell wieder politische Unabhängigkeit gewährte.

Wie die Ökonomen Kenneth Rogoff und Carmen Reinhart in diesem Papier anlässlich des Fed-Jubiläums überzeugend schreiben, dauerte die Ära der fiskalpolitischen Dominanz allerdings noch fast drei weitere Jahrzehnte an: Von den Fünfziger- bis in die Siebzigerjahre war die Zentralbank eine willige Vollstreckerin der sogenannten finanziellen Repression. Das Fed setzte Zinsobergrenzen auf Staatsanleihen und Spardepositen durch und bewerkstelligte auf diese Weise, dass im Land jahrelang negative Realzinsen herrschten – was den Effekt hatte, dass die Staatsschulden auf Kosten der Gläubiger langsam erodierten.

Wenngleich das Fed während dieser Zeit nach 1951 nicht mehr dem Treasury gehorchen musste, stellte sich die Notenbank doch willig in den Dienst des Schatzamtes.

Die dritte Phase im bisherigen Leben des Fed begann erst 1977 – als die USA unter einer heftigen Inflation litten – mit dem Federal Reserve Reform Act. Erst darin wurde das heute gültige duale Mandat des Fed offiziell festgeschrieben:

The formulation and implementation of monetary policy under this Act shall be governed by the national policy to promote maximum employment, production, and price stability.

Die Wahrung der Preisstabilität ist also erst seit 36 Jahren der offizielle Auftrag der US-Notenbank. Die Schaffung von Vollbeschäftigung explizit ebenfalls erst seit 36 Jahren, implizit seit 67 Jahren.

Wäre die Wahrung der Preisstabilität bereits in der Gründungsakte von 1913 festgeschrieben worden, müsste man dem Fed heute einen katastrophalen Leistungsausweis ausstellen, wie folgende Grafik von Reinhart und Rogoff zeigt:

NMTM_Fed_Dec13

Die blaue Kurve zeigt das Niveau des Konsumentenpreisindex, die rote Linie markiert die Gründung des Fed. In den letzten hundert Jahren haben sich die Konsumentenpreise in etwa verdreissigfacht, das heisst, der Dollar hat knapp 97 Prozent seiner Kaufkraft verloren.

Hier noch ein Link zu einem verwandten Thema: Der Historiker Harold James stellt in diesem Kommentar die Frage, ob es für China oder Europa wirklich erstrebenswert ist, die Führung des globalen Finanzsystems auf sich nehmen zu wollen.

68 Kommentare zu «Was ist eigentlich der Zweck der US-Notenbank?»

  • ast sagt:

    Heute Morgen habe ich gelesen dass der Film von Leonardo di Caprio, der einen der gierigsten Finanzmarktbetrüger der Wallstreet zeigt, an mehreren Börsenplätzen in Europa Premiere feiern konnte. Auch den Kultur Manager diverser Banken scheint der Film es Wert ihn den Mitarbeitern zum Sonderpreis anzubieten. Wo das geschah waren die Tickets innert Minuten ausverkauft.
    Und auch das hat viel mit den Aufgaben der US-Notenbank FED zu tun, aber mit wohl weniger bekanntem Hintergrund.

    Die FED hat nämlich die Aufgabe Spekulationsblasen so lange wie möglich nicht platzen zu lassen, und wenn doch sofort neue Blasen in Gang zu setzen. Besonders deutlich konnte diese Aufgabe nach dem Platzen der Dotcomblase beobachtet werden, wo die FED als Reaktion die Zinsen senkte, was daraufhin die Immobilienblase generierte. Den Notenbankern war das durchaus bewusst, was man aus Kommentaren der Notenbankchef und Ratschlägen des späteren Nobelpreisträgers Paul Krugman ablesen kann. Die neue Dokumentation „Money for Nothing“ beschreibt diese weniger bekannte Aufgabe der FED, das gleichnamige Lied von Dire Streets aus dem Jahr 1985 gehörte zu Schlagern die der berüchtigte Finanzmarktbetrüger besonders mochte. Das Lied war das erfolgreichste Werk der damals berühmten Rockband. In der gleichnamigen Dokumentation Money for Nothing treten übrigens auch die neue FED Chefin Yellen auf, sowie der neue Vice -der ehemalige Notenbankchef Israels, Fischer. http://www.imdb.com/title/tt2752724/?ref_=ttfc_fc_tt

  • Felix Meier sagt:

    Ein zentraler Punkt ist in den ganzen Festlichkeiten nicht in den Medien aufgetaucht und beleuchted worden, der des Auditing.
    Das FED wurde in ihrer 100 jaehrigen Geschichte einzig in der Periode von Juni 2008 bis Juni 2010 von Buchpruefern kontrolliert. Dies erst nach zähen ringen und unter wachsenden Druck der Oeffentlichkeit .
    US GAO hat einen kurzen bzw. vollen Bericht ins Netz gestellt. Der Wortlaut ist so kompliziert,archaisch und mehrdeutig, dass man die Lust am weiterlesen schnell verliert; vermutlich die Absicht.
    Alle Versuche es einem (regelmaessigen) Audit zu unterziehen, hat es stets abgelehnt und zurueckgewiesen. Dies zeigt die eigentliche Macht des FED einmal mehr und wer das Sagen in Sachen Geld/Kredit/Zinspolitik hat.
    Der eigentliche Skandal ist, dass der US Senat bzw. Kongress es permanent vesäumen, die Kontrollinstrumente durchzusetzten bzw einzufordern.

  • Josef Anton sagt:

    Cantillon Effekt

    Der Cantillon-Effekt bezeichnet in der Ökonomie den Effekt, dass sich eine Erhöhung der Geldmenge nicht automatisch gleichmäßig auf alle Bereiche einer Volkswirtschaft verteilt, sondern in Stufen, wobei manche Bereiche (insbesondere der Banksektor und andere staatsnahe Firmen) zuerst profitieren, während der Rest der Volkswirtschaft später folgt. Benannt wurde der Effekt nach Richard Cantillon (1680-1734), der ihn in seiner „Abhandlung über die Natur des Handels im allgemeinen“ folgendermaßen beschreibt:

    „Wenn die Vermehrung des Bargeldes von Gold- oder Silberminen ausgeht, die sich in einem Staate befinden, so werden der Eigentümer dieser Minen, die Unternehmer, die Schmelzer, die Raffinierer und überhaupt alle jene, die dort arbeiten, jedenfalls ihre Ausgaben entsprechend ihren Gewinnen erhöhen. Sie werden in ihren Haushalten mehr Fleisch und mehr Wein oder Bier verbrauchen als früher, sie werden sich daran gewöhnen, bessere Kleidung und schönere Wäsche zu tragen, besser eingerichtete Häuser und andere erlesenere Bequemlichkeiten des Lebens zu besitzen. Sie werden daher einigen Handwerkern Beschäftigung geben, die vorher nicht soviel Arbeit hatten und die nun aus dem gleichen Grund auch ihre Ausgaben erhöhen werden; alle diese Vermehrungen der Ausgaben für Fleisch, Wein, Wolle usw. vermindern notwendig den Anteil der anderen Bewohner des Staates, die zunächst nicht an den Reichtümern der fraglichen Minen teilnehmen. Das Feilschen auf dem Markte oder die Nachfrage nach Fleisch, Wein, Wolle usw. die stärker ist als gewöhnlich, wird jedenfalls deren Preise in die Höhe treiben. Diese hohen Preise werden die Pächter veranlassen, in einem anderen Jahre mehr Boden zur Erzeugung dieser Dinge zu verwenden; diese selben Pächter werden aus dieser Erhöhung der Preise Gewinn ziehen und werden wie die anderen die Ausgaben für ihre Familien erhöhen. Diejenigen, die unter dieser Teuerung und unter dem erhöhten Konsum leiden werden, werden also zunächst die Grundeigentümer während der Laufzeit ihrer Pachtverträge, dann ihre Diener und alle Arbeiter oder mit festen Gehältern Angestellte sein, die davon ihre Familie erhalten. Alles diese müssen ihre Ausgaben entsprechend dem neuen Verbrauch einschränken und dies wird eine große Zahl von ihnen zwingen, den Staat zu verlassen, um anderwärts ihr Glück zu suchen. Die Eigentümer werden viele von ihnen entlassen und es wird dazu kommen, dass die übrigen eine Lohnerhöhung verlangen werden, um leben zu können, wie sie es gewohnt waren. Das ist ungefähr die Weise in der eine beträchtliche Vermehrung des Geldes aus Minen den Konsum erhöht und unter Verminderung der Einwohnerzahl größere Ausgaben jener, die zurückbleiben, zur Folge hat.“

    • Josef Anton sagt:

      Keynes:

      „Es existiert kein subtilerer, kein sicherer Weg die existierende Gesellschaftsordnung umzustossen als durch die Entwertung der Währung. Der Prozess vereinigt sämtliche versteckten Kräfte der ökonomischen Gesetze auf der Seite der Destruktion und tut dies in einer Art und Weise, welche nicht einer in einer Million fähig ist zu diagnostizieren.“

      • ast sagt:

        @Anton
        Die “Finanzwirtschaft” ist seit 2008 nichts mehr Anderes als ein elitäres Betrugssystem in welchem die Rädelsführer übler Schneeballsysteme von Notenbanken und Politik künstlich durchgefüttert werden. Investoren die sich massiv verspekuliert hatten werden dafür auch noch belohnt. 2013 konnte man mit Anleihen eigentlich bankrotter Staaten reich werden. Je mehr man sich auf dem Papier verspekuliert hätte, desto grösser der resultierende Gewinn via der „Rettungsschirme“ .

        Als Ergebnis davon ist der Westen auf Ebene der Ökonomie in einen postdemokratischen Zustand gefallen. Die Verfechter des Kapitalismus haben seit 2008 einen erstaunlichen Wandel mitgemacht, sie pfiffen plötzlich auf die sozialdarwinistischen Regeln des freien Marktes und klatschen der Rettung eigentlich insolvent gewordener Systeme zu. Meine Kritik am real existierenden Kapitalismus ist, die Regeln der Insolvenz gilt in der Krise nur für 90% der Bevölkerung,
        Das kapitalistische globalisierte G5 -Politbüro ist kein Kapitalismus aus dem Lehrbuch, sie ist eine Plutokratie.

    • Josef Anton sagt:

      Das Vergeben weiterer Kompetenzen und Macht an Institutionen, welche sich aufgrund fehlerhaften Theorien als untüchtig und fehlbar auszeichnen, findet einzig in staatlichen und staatsnahen Organisationen statt, da diese nicht den marktwirtschaftlichen Gesetzen ausgesetzt sind, wobei der damit verbundene Machtgewinn unproduktiver Teile der Gesellschaft die Wirtschaft und in der Konsequenz die Gesellschaft schrittweise in den Ruin führt.

  • Josef Anton sagt:

    Frage:

    Ich bin zu wenig bewandert in den detaillierten Regelwerken der Finanzindustrie, weshalb ich mich hier erkundigen will.

    Da grundsätzlich jeder Kredit mit dem Vertrauen in die Fähigkeit des Schuldners diesen in der Zukunft zurückzuzahlen, verknüpft ist, beinhaltet er immer ein Risiko. Um nun zwecks Transparenz eine aussagekräftige Kennzahl für die tatsächliche Sicherheit einer Bank zu erreichen, müsste eigentlich einzig die Bilanzsumme (plus max. potentieller Verlust von Off-Balance Positionen; maximaler Verlust, damit die Banken es vorteilhaft finden, diese Positionen in der Bilanz aufzuführen) verwendet werden, um den Hebel zu berechnen. Inwieweit nach Markt zu bewerten ist, stellt natürlich ein weiteres Problem dar, welches zu bereinigen ist, jedoch kann kein selbstkreiertes Modell als Bewertungsgrundlage dienen. Inwieweit schätzen die Blogger hier eine solche Kennzahl als mögliches Qualitätsmerkmal einer Bank im Vergleich zu anderen Banken ein?

    Es geht mir nicht darum, inwiefern dies nun erstrebenswert wäre, sondern einzig um die Bewertung der Aussagekraft solch einer Kennzahl.

    • Ahn Toan sagt:

      Ein Hebel ist mathemässig ein Bruch bzw. eine Multiplikation. Bilanzsumme ist einer der Faktoren (bzw der Nenner), welcher ist der zweite? Oder wollen Sie sagen der Hebel sei die Bilanzsumme im Quadrat?

      Die Aussagekraft einer aus einer einzigen Grösse berechneten Kennzahl, ist so gross, wie die Aussaggekraft dieser Grösse (Bilanzsumme).

      Was wollen Sie rechnen???????

  • Fred Ruegg sagt:

    Es scheint mir die wichtigste Frage wird nicht beantwortet.
    Warum ist das ganze Weltzentralbanken system unter der Macht der USA, besonders nach dem 2.WK und dann noch mehr nach den 1980 Jahren und der Losloesung vom Gold Standard, in ein geheimes, von einer kleinen, & wie es auch scheint wie Terroristenorganisationen tun, strikte geheim gehaltenen Identitaeten mit Sperrminoritaeten in jedem Zentralbankboard der IMF Mitgliedernationen sitzen, und unter gefaelschten Namen und Paessen sich herumbewegen und auch so in der BIZ in Basel, deren Gebaeude und Areal CH exterritorial sind, und weder in irgendeiner Form unter CH oder der Jurisdiktion und Rechtfertigung irgend eines Staates der Welt unterstehen.Wenn mich jemand auf irgendein parlamentarisch gutgeheissenes staatliches Gestz hinweisen kann waere ich dankar, das einer ZB die Verantwortung, noetigen Kompetenzen,Budget, Rechenschafts & Informationspfglicht gegnueber dem Parlamen & der Regierung klar vorschreibt und so ein unter dem Gestz des Landes funktionierendes Staatsorgan ist.
    Und warum muessen die Staaten das Geld ob in Giralgeld als Zahlen in Konten oder das Bisschen Papiergeld, das realwertmaessig nicht einmal persoenlichen taeglichen Notduerftigkeiten genuegt, von diesem geheimen und nicht verntwortbaren Geheimklub,von Banken & andern akkreditierten Institutionen geborgt werden, die dann das Geld ihren Kunden leihen als Geschaetskredite,Hypotheken,Konsumentenkredite, wobei diese Banken der privat kontrolierten im Geheimen funktionierendenZentralbank Zins bezahlen muessen (wo ist die Rechenschaft an die Buerger was diese mit diesem sog.Geld machen??) der natuerlich dem Zins zugeschlagen wird den die Banken mit ihrem Gewinn &Spesen fuer Risiko den Kunden verrechnen. Warum kann nicht das Staatliche Schatzamt und so ein unter staatlichen Gesetzen stehende Regierungsamt ,& so mit vom Buerger erforderlichen Transparenz und Rechenschaftspflicht, diese Kredite ueber von den (Buerger)Aktionaeren kontrollierten Banken direkt ihren Kunden ausleihen? Das so klarerweise von privaten Sonderinteressen aufgebaute GeheimsystemSystem stellt ja dem Staat Kredite aus fuer sogenate Giralgelder, das heisst in einer Kolonne schreibt die ZB die Schuld die der Staat aufnimmt & in einer anderen Kolonne fuehrt sie die Rueckzahlungen auf. Das ist eine Operation die nur Papier und Tinte brauchte,heute aber nur Komputer Eintragungen. Hinter diesem Geld steht absolut kein realer Wert aussser man zaehle die Bueroarbeit als solchen, was klar ein Unsinn ist. Sonst macht die ZB uebrhaupt nichts ausser abhalten von geheimen Sitzungen mit vor der Oeffentlichkeit und der Regierung nicht ausweisbaren Spesen oder Protokolle. Die Giralzahl im SchuldenKonto der ZB hat einzig die Bedeutung dass der Staat durch seine Banken, (denen er aber nichts zu befehlen hat das nicht die BIZ durch die IMF vorher gutgeheissen haben) den Betrag Giralgeld mit den ZB Zinsen als Grundlage fuer die Zinsen die die Bank ihren Kunden belastet, in ihrer Wirtschaft in Umlauf zu bringen, so dass fuer dieses Geld ein Realwert erarbeitet werden muss. Merke wohl, das Giralgeld als Darlehen der ZB an den Staat hat keine Realwert Bedeutung, es wird aber dem Staat nur gut geschrieben mit der Verpflichtung durch seine Bewohner und Steuerzahler einen Realwert zu erarbeiten der Austauschbar ist gegen andere Realwerte.zB. Ich arbeite, bekomme Banknoten oder Kredit in meinem Bank Konto als Lohn mit dem ich dann Nahrung, Wohnung & Steuern bezahlern soll, & so geht es im Kreis herum bis mein Arbeitgeber mit meiner hochwertvollen Beteiligung soviel Realwert gechaffen hat den er gegen das Geld seiner Kunden verkauft um schliesslich der Bank nach Darlehensvertrag das Darlehen zu begleichen.D Wohlverstanden die ZB ruehrt da keinen weiteren Finger mehr. Sollte mein Arbeitgeber das Darlehen nicht zurueckzahlen , dann wird ihm sein Haus, seine Fabrik & was er sonst noch besitzt von der Bank weggenommen. d.h. Dafuer, dass er von der Bank Giralgeld (Fantomgeld) erhealt muss er seinen Realwertbesitz als Sicherheit hinterlegen und das ganze Risiko uebernehmen ob sein Geschaeft erfolreich sein wird oder nicht. Wenn er knapp davon kommt fein, wenn nicht wird sein Leben zerrissen. All dies fuer einen anfaenglich wertlosen Fantomgeld Betrag.Noch unterstrichen,fuer jeden Franken die me3ine Bank hat aus Aktienkapital plus Kundenspahreinlagen ,konnte sie nach BIZ Verordnung 2, bis zu 200 Franken Giralgeld von der ZB bekommen um ihren Kunden auszuleihen und reiche Aktionaere zu machen .Mir scheint, dieses System ist Menschenfeindlich und die die es uns aufdruecken und zu ihren Sklaven machen muessen durch direkte Buergerinitiativen zu ihrer Entlarvung und zu Rechenschaft gezogen werden. Gleichweis die verantwortlichen Politiker die mithelfen uns Buerger hinters Kicht zu fuehrren.

  • Josef Anton sagt:

    Schöne Weihnachten und ein erfolgreiches Neues Jahr wünsche ich allen Kommentatoren und speziell den Autoren, welche sich mit ihren Artikeln oft auch grosser Kritik auszusetzen wagen. Etwelche Kontroversen bedeuten keineswegs, den guten Willen und die positiven Absichten des Verfassers zu hinterfragen.

    • Johnny Smith sagt:

      Ich schliesse mich gerne an. Allen frohe Festtage!

    • Urs Lehmann sagt:

      Yup, Frohe Festtage und en Guete Rutsch!

      • ast sagt:

        Auch ich wünsche schönste Feiertage und ein offenes Gehör für sozial positive Botschaften.

        Leider können Notenbanken keine Sozialpolitik betreiben, und der Weihnachtsmann kommt nicht aus New York.

        Das Wichtigste zum Fest kommt aber nicht von dort wo das Notenpapier gedruckt wird, es schlummert oder wacht in uns selbst. Für Geld kann man nicht alles kaufen, und auch wer viel Geld besitzt sollte zu Weihnachten über Besitztum und Verteilung nachdenken, am Besten ganz ohne Hilfe aus dem Vatikan.

        Die Politik hilft den Notenbanken bei ihrer Arbeit, sollte man meinen. Das ist gegenwärtig im Westen wenig der Fall, wovon man nach dem letzten Artikel über „Zombies“ aber ausgehen muss. In den letzten Jahren befindet sich die Politik auf einem Weg mit stets dem gleichen Inhalt, so als ob es noch nie etwas Anderes gegeben hätte als Sparen, besonders beim Sozialen. Man tut in der Politik so als wäre ALV, AHV, IV und BVG schon immer da gewesen. so als ob man stets einen Nutzen davon hätte bei diesen Systemen immer abbauend einzugreifen. Weder der Weihnachtsmann hat daran Freude noch langfristig die Notenbank, ja letztlich nicht einmal die Reichen. Abbau und Sparen ist manchmal notwendig, aber manchmal auch nicht.

        Offenbar, wenn man jahrelang nichts anderes getan hat als auf die Bremse zu stehen, haben manche vergessen wo das Gaspedal für den gemeinen Bürger liegt, Gas geben wurde auf abstruse Weise alleine den Notenbanken und den Teppich Etagen in der Wirtschaft überlassen. Selbst die Grünen und die Roten wollen heute sparen, ein Zeichen das es Zeit wäre um den Schmutzli aus dem Sack zu lassen und den Damen und Herren der Politik den Allerwertesten zu versohlen?

        Notenbanken liegen zu sehr im Mittelpunkt des Interesses, sie sind es jedenfalls nicht welche die aus dem Boden geschossenen Suppenküchen finanziell betreiben.

  • Michael Schwarz sagt:

    Die Geldpolitik Benankes ist direkt verlinkt mit Obama’s Wirtschaftspolitik. Die Abwertung des Dollars ist ein Anzeichen des Versagens Obamas. Das war voraus zu sehen, weil Obama ein Jurist ist, keine Ahnung von der Finanzierung der sozialen Programme. Wie ich zuvor gesagt habe, Obama ist kompetent in der sozialen Fragen, aber nicht in wirtschaftlichen Fragen. Er betreibt Augenwächerei wie seine Vorgänger; wie gesagt reine Zeitverschwendung, weil der meister Us-Bürger wirtschaftlich geht schlechter als vor der Krise – das ist das Ergebnis Obamas llusorischen Sozialpolitik.

  • Nicolas Pidoula sagt:

    Die Aufgabe und das Ziel der FED ist ganz einfach: Die Weltherrschaft. Die letzten Jahre zeigen, wie persvers das Ganze geworden ist. Bernanke und Co. treten auf wie Hohepriester mit dem angeblichen Auftrag, die Welt zu retten. Was sie tatsächlich machen, ist genau das Gegenteil. Sie schicken Menschen, Völker und Nationen in die Sklaverei. Sie stürzen ganze Wirtschaften und Demokratien ins Chaos, produzieren riesige Finanzblasen, die nach dem Platzen Main-Street ausbluten und Wall-Street fett werden lässt. Und die fehlgeleiteten Schafe starren wie gebannt auf irgendwelche orakelhaft inszenierte Sätze, so als ob die Rettung der Welt von diesen Bankstern abhängen würde. Zentralisitsch monetär geleitete Sklavenstämme – das will die FED. Das will die EZB. Dafür steht die BIZ in Basel. Jeder der das nicht sieht, ist blind. Es gibt nur eine Reaktion auf diese Zustände: Zerschlagt die FED und CO, so lange es noch möglich ist.!

    • MB sagt:

      Da kann ich nur zustimmen. Der FED ist ein Bankenkartell, dass gegründet wurde um alle Konkurenten weltweit in Schach zu halten. Die Frage ist wem nützt das;nur den Eigentümern des FED. Das FED ist nicht staatlich sonder privat, es gehört den Privatbank in den USA. Wem gehören diese; einigen Familienclans, die alles daran setzen, dass das System so bleibt wie es ist. Die Welt mit dem Zettelgeld zu fluten und Kredit zu sprechen.
      Das Geld regiert die Welt. Doch wer regiert das Geld, das FED. Rothschild hat schon gesagt;“ gebt mir die Macht über das
      Geld und mich interssiert nicht wer die Gesetze eines Landes macht“. Dieser keine Satz hat es in sich und macht deutlich worum es geht. Infaltionsbekämpfung als Aufgabe tönt gut doch das interessiert diese Herren nicht.
      Die Macht über die Finanzwelt ist interessanter und generiert Milliarden.
      Wäre das FED nicht und würden keine $ gedruckt die Welt hätte beinahe keine Kriege mehr. Wer sich jedoch gegen den
      $ als Zahlungsmittel und gegen das Drucken setzt bezahlt das mit dem Leben, siehe JFK.
      Wer sich als Oelnation weigert sein Rohöl nicht mehr mit $ bezahlen zu lassen, riskiert eine Krieg mit den USA. So erging es Saddam H. Bin gespannt was mit dem Iran und Venezuela passiert, die haben sich ebenfalls vom $ losgesagt??
      Die UNO, EZB, IMF sind alle leider ferngesteuert vom gleichen Clan. Sie bringen keinen Nutzen, nur Leid.
      ich empfehle allen: Die Kreatur von Jekyll Island zu lesen und ebenfalls; Was sie nicht wissen sollen. Da gehen einem die
      Augen auf.

  • Gautier Irgendwo sagt:

    Ja das möchte ich auch schon lange wissen.?

  • Josef Anton sagt:

    @ Authoren

    „Nudging“ ist ein Begriff, welcher sich verstärkt ausbreitet und wäre vielleicht ein Artikel Wert.

  • Marcel Senn sagt:

    Also ein Happy Birthday zum 100jährigen am 23. Dezember wünsche ich jetzt der FED nicht, dafür ist mir diese Institution doch zu obskur – aber man könnte doch noch ein Ranking machen der besten resp. schlechtesten FED Chairmans seit 1913

    Für die schlechtesten fallen mir folgende Kandidaten ein: Alan Greenspan 1987-2006, Eugene Meyer 1930-33, Eugene R. Black 1933-34 und Helicopter Ben 2006-13

    Der beste FED Chairman aller Zeiten: fällt mir jetzt keiner ein — vielleicht wirds ja die erste Dame im Männerclub?

  • Zlatko Jukic sagt:

    Freuen wir uns doch über die Fed. Schliesslich ist die Dollar-Inflation das Schmiermittel der Weltwirtschaft.

  • Marcus sagt:

    Eine wichtige Frage. Man könnte sie auch anders formulieren: „Welchen Zweck haben eigentlich Zentralbanken?“ Die Grafik von Frau Reinhart und Herrn Rogoff sagt eigentlich alles bzw. wie „erfolgreich“ die Fed seit ihrer Gründung gewesen ist.

  • urs lehmann sagt:

    Ich frage mich, welche(s) Mass(e) für die Inflation bis 1913 genommen wurde. Von der Unabhängigkeit bis 1913 hatten die USA verschieden Währungen welche „weggeworfen“ wurden weil sie wertlos geworden waren(z.B. Greenback, Legal Tender Act 1862). Das müsste stupende Inflation (kumuliert wohl im 4stelligen Bereich) zeigen, die Grafik zeigt jedoch nichts derartiges.

    Wurde vielleicht vor 1913 Gold als Masstab genommen? Dummerweise hätte das nichts zu tun mit der Inflation der Vorgängerwährungen.

    Heisst das, dass der Ersteller der Grafik eine bestimmte Kurvenstruktur zeigen *wollte*? Wenn ja, wozu? Geht es vielleicht darum, die Arbeit der Fed schlechtzureden?

    • Josef Anton sagt:

      Nein, es zeigt, dass die vorhergehenden Währungen so stark an das Gold gebunden waren, dass schlussendlich Gold der wahre Massstab darstellte. Mit der Gründung des Fed wurde jedoch längerfristig die Bevölkerung zu solch einem Ausmass an die Währung des $ gewöhnt, dass die Abkopplung vom Gold in 1971/72 reibungslos verlief und nachfolgend die Geldpolitik nach Belieben der indoktrinierten Oekonomen betrieben werden konnte (unbegrenzte Macht).

      • Urs Lehmann sagt:

        Dem widerspricht z.B. der Continental Dollar (1776-1780), der innerhalb weniger Jahre praktisch wertlos war. Dem wird die Grafik mit den dargestellten 100% Inlation nie und nimmer gerecht.

        Derartige Diskrepanzen tauchen bei einer seriösen Arbeit nicht einfach so unter, die potenziellen Gründe dafür liegen auf der Hand.

  • ast sagt:

    Eine für andere Nationen wichtige politische Entscheidung war der „Monetary Control Act 1981“ DIDMCA. Mit diesem Act wurde der FED nicht nur die Aufgabe zugewiesen bei Bedarf US Staatsschulden aufzukaufen, vielmehr kann die FED seitdem auch Staatsschulden anderer Nationen halten. Der Act war aber massgeblich gegen Zins -Obergrenzen gerichtet und erlaubte es fortan Banken ihr angestammtes Geschäftsfeld auszuweiten. Der Act gilt als endgültiger Durchbruch zum Monetarismus.

    Aus meiner Sicht hat die FED mit der gewaltigen Inflation des US$ weniger zu tun als die neuen Möglichkeiten (Deregulierung) die Banken mit diesem Act erhielten. Deregulierung und Privatisierung gelten seither als (zweifelhafte) Zauberworte, um Krisensituationen zu überwinden. Seither stiegen die Zinsaufwendungen von Staat und Banken, die Grundlage für die hohe Staatsverschuldung und die Konsumenten-Preis Inflation.

    Die Geburt des Monetarismus mit ihn begünstigenden Rahmenbedingungen führte zu einer starken Zunahme der Wertschöpfung in der Finanzindustrie, welche später auch die umfassende Deindustrialisierung im Westen einleitete.Aus meiner Sicht werden die Möglichkeiten der FED stark überschätzt, die Gesetzgebung aber stark unterschätzt.

  • Marcel Senn sagt:

    Bei der Werterhaltung des USD hat die FED wirklich nicht sehr gut gearbeitet – was 1913 noch 1 USD kostete, kostet heute $ 23.54. Und bei der akutellen Verschuldung der USA bleibt eigentlich nur Inflation, um die Verschuldung so teilweise abzubauen, aber solange die Geldumlaufgeschwindigkeit auf den heutigen historischen Tiefstständen rumdümpelt und die Geldschwemme nicht in der Wirtschaft ankommt, wird die Inflation eher tief bleiben und die Verschuldung weiter steigen, va. mit den aktuellen unausgeglichenen Budgets.
    Die projektierte Verschuldung per Ende der Amtszeit von Obama sind 20 Bio $ – ein weiterer Negativmeilenstein in der Geschichte der USA und auch der FED, die bis dann vermutlich auch schon eine Bilanzsumme von 5 Bio oder ev. noch mehr haben wird.

    • Josef Marti sagt:

      Der CHF/$ Kurs lag seit den 50er Jahren bis Ende Bretton Woods anfangs 70er wegen der festen Kurse ziemlich konstant bei ca. 4.30, um danach abzustürzen. Im Festkurssystem konnte die Inflation nach Europa exportiert werden, während unter flexiblen Kursbedingungen Ende 70er als die Inflation aus dem Ruder lief der Kurs auf ca. 1.50 fiel. Danach kam die Reagansche Hochzinspolitik und Rüstungswettlauf was den Kurs 1985 zwischenzeitlich bis auf ca. 2.80 gehoben hat, um sodann 1990 wieder auf unter 1.50 abzustürzen. Seither gehts etwas ruhiger und gleichförmiger weiter abwärts.
      Bei einem Land mit chronischem Handelsdefizit und unvergleichlicher Konzentration von Ressourcen in der Rüstung und Kriegswirtschaft konnte diese Kursentwicklung wahrscheinlich zumindest in der Zeit seit dem 2. WK auch von einer Fed nicht entscheidend positiv beeinflusst werden; zu hoch sind die aussenpolitischen und imperialistischen Prioritäten denen sich die Wirtschaft stets unterzuordnen hat; auch wenn natürlich gewisse Konzerne und deren in der Regierung sitzende Exponenten (zB. D. Cheney) sich immer wieder als Kriegsgewinnler dumm und dämlich verdienten.

  • David Steiner sagt:

    „der Dollar hat knapp 97 Prozent seiner Kaufkraft verloren“. Diese Aussage ist nur dann richtig, wenn man so blöd war und die Dollarscheine unter die Matratze gelegt hat. Wer aber die US Dollars nur schon in Staatsanleihen geschweige denn in den Aktienmarkt investierte, machte massiv!! vorwärts. Der US Dollar hat so gesehen überhaupt nichts an Kaufkraft verloren.

    • Zlatko Jukic sagt:

      Man muss aber auch die „hedonische Preisermittlung“ berücksichtigen:

      Die Kaufkraft des USD ist zwar gesunken, aber dafür haben die meisten Produkte heute einen sehr viel besseren technologischen und qualitativen Standard.

      Nehmen Sie einen VW Golf: Er kostet heute in der Basisversion viermal soviel wie 1974. Wenn Sie sich das Design, die Motorentechnik, die Verarbeitungsqualität und die Zuverlässigkeit anschauen, hätte man auch damals schon liebend gerne den vierfachen Preis bezahlt. Also kein „echter“ Preisanstieg. Ähnlich sieht es bei Unterhaltungselektronik, Computern etc. aus.

  • A. Koch sagt:

    Fig. 1 zeigt „Preisstabilitaet“. Noch Fragen?

  • will williamson sagt:

    Nach Griffin (Die Kreatur von Jekyll Island, Kopp Verlag) wurde die FED explizit dazu geschaffen, um konkursreife Banken auf Kosten des Steuerzahlers (Bailout) zu retten.

    • MarkD sagt:

      Nach Walt Disney nehme Dagobert Duck jeden Tag ein Geldbad…

    • urs lehmann sagt:

      Ich meine gelesen zu haben, dass während der grossen Depression gegen 10’000 Banken (von etwa 25’000 vor der Krise) Konkurs gingen. Damals gingen Banken Konkurs wie jedes andere Unternehmen, mit der Folge dass i.d.R. auch die Sparer bluten mussten, teilweise praktisch alle Ersparnisse verloren.

      Wie erklärt sich Griffin diesen Umstand? Wieso wurden sie stattdessen nicht durch die Fed gerettet?

      Verwechseln Sie vielleicht die Fed mit der FDIC?

      Als Reaktion auf die Grosse Depresesion wurde 1933 die FDIC gegründet welche seither Einlagen versichert, und im Konkursfall die Banken abwickelt. Die bisherigen Eigner gehen vollständig leer aus, allfällige Verluste werden tatsächlich durch die Allgemeinheit getragen, aber die sind erstens kleiner als bei einem „normalen“ Konkurs und zweitens für die Allgemeinheit viel leichter tragbar als für einzelne Personen.

      Also was soll an diesem Mechanismus schlecht (bösartig, verwerflich) sein?

      • Josef Anton sagt:

        @ Urs

        Dies ist eigentlich die grösste Perversion des Mechanismus, welchen sie hier als nicht verwerflich einzustufen versuchen, nämlich die Tatsache, dass es verhältnismässig reibungslos und unbemerkt ablaufen kann und somit nicht als Uebel wahrgenommen wird, sondern die Allgemeinheit sich derart daran gewöhnte und sich in ihrem Verhalten dementsprechend anpasste, was hingegen den Grenzwert des damit vermeintlich erreichten „Nutzens“ massiv reduziert.

        1. Er verlagert die Kosten des Kreditrisikos unbemerkt vom Risikoträger auf die nichts ahnende Allgemeinheit, womit sich die Risikobereitschaft massiv ausweitet, was insgesamt der Systemsicherheit abträglich ist.
        2. Er eröffnet Tür und Tor zu Willkür, Lug und Betrug, indem eine kleine Anzahl von Entscheidungsträgern über das Ausmass der Umverteilung entscheiden.
        3. Er setzt eine nicht nachhaltige Entwicklung der dauerhaften Geldentwertung in Gang, welche aufgrund des marktverzerrenden Einflusses die falschen Anreize erzeugt (z.B. das „something for nothing“ syndrom, Fehlinvestitiionen, culture of immediate gratification etc.) und von der man nicht mehr loskommen kann ohne massive schmerzliche Einschnitte, womit sich das Fed in eine Art „prisoner’s dilemma“ manövrierte.
        4. Er akzentuiert zunehmend die zyklischen Ausschläge, was zu immer stärkerer Volatilität führt (wir werden gegenwärtig daran gewöhnt), womit an einem Zeitpunkt in der Zukunft wohl die Kontrolle verloren geht.

        ….

        • Urs Lehmann sagt:

          Sie benutzen Pronomen ohne anzugeben, worauf Sie sich beziehen, das macht Missverständnisse sehr wahrscheinlich. Ich gehe mal davon aus, dass „er“ sich auf den Mechanismus der Abwicklung durch die FDIC bezieht.

          1) Falsch. Die im Kreditgeschäft tätigen Banken sind zwangsversichert, FDIC bestimmt die nach Risiko abgestuften individuellen Prämien. Die Kosten für die Abwicklungen werden mit diesen Prämien bezahlt, d.h. schlussendlich bezahlen die Kreditgeber,aka Sparer, die Kosten. Zusätzlich ist zu beachten, dass die Kreditgeber (aka Sparer) weder die Zeit, noch das Wissen, noch die Informationen haben um das Risiko vernünftig genau abzuschätzen.
          2) Grundsätzlich korrekt, trifft jedoch auf jede Konstellation zu bei der „viele“ Aufgaben und Kompetenzen an „wenige/einzelne“ delegieren, dafür gibts Kontrollorgane, Rechnungsprüfung, etc. Mit anderen Worten, ein Null-Argument
          3) Was hat die Abwicklung von konkursiten Banken mit der Förderung von Inflation zu tun? Was ist marktverzerrend? Und was wären Alternativen die keine massiven Folgekosten erzeugen?
          4) Seufz. Was wird volatiler? Wer kontrolliert, und was?

          • Josef Anton sagt:

            Ich habe den Bezug zu wenig erklärt. Ich spreche mit meinen Punkten den Mechanismus an, welcher das Fed verwendet, die Kosten des Kreditrisikos via entsprechender Geldpolitik vom Risikoträger auf die Währung zu verlagern. Dies fördert die Risikobereitschaft zu solch einem Ausmasse, dass dadurch neue und noch stärkere Systemrisiken entstehen. Es ist erstaunlich, wie oft erklärt wird, dass das Fed die Welt quasi gerettet hat, wobei niemand zu erkennen scheint, dass wir einzig den ersten Teil dieser Aktionen erlebten und die nachfolgenden Konsequenzen der Geldpolitik der vergangenen 4 Jahre noch gar nicht abzuschätzen vermögen. Auch in 2006/07 glaubten alle, dass das Fed alles im Griff hat. Der Unterschied zu jenem Zyklus (2003 – 2009) liegt heute darin, dass sich die meisten Risikonehmer bewusster sind, und glauben, schnell genug reagieren zu können. Auf individueller Ebene ein völlig rationales Verhalten, aber bei vertiefter Betrachtung des Ausmasses der gleichgepolten Verhaltensweise eine systemgefährdende Situation.

          • Rolf Zach sagt:

            Nach meiner Kenntnis war die Einlageversicherung eine segensreiche Institution für die USA. Nach 1970 und besonders nach 1980 kamen die Neo-Liberalen dort an die Macht, womit sie den Geist und Moral dieser Behörden untergruben. Ein
            klassisches Beispiel ist das Sparkassendebakel in den 80er Jahren. Übrigens haben Mellon und seine Kumpane 1931
            die „Reconstruction Finance Corporation“ gegründet um Schaden von ihren Banken abzuwenden. Die grosse Mehrzahl
            überliessen sie ihrem Schicksal. Mellon war berüchtigt für den Satz „liquidate labor, liquidate stocks, liquidate farmers, liquidate real estate… it will purge the rottenness out of the system. High costs of living and high living will come down,
            peope will work harder“ und das unter Hoover, der als Präsident nicht korrupt war und sehr intelligent, aber engstirnig.

          • Urs Lehmann sagt:

            @Josef
            zu 2) siehe erste Antwort. Mit dem Rest bin ich grundsätzlich einverstanden

            Die Entwicklung ist mMn um ein Vielfaches länger. Dazu gehören die Lateinamerikanische Schuldenkrise inkl. Brady Bonds, Tequilakrise, S&L, und wahrscheinlich noch einige mehr. In allen diesen Fällen wurden „harte Konsequenzen“ vermieden indem die Kosten auf die Öffentlichkeit überwälzt wurden.

            Die Frage ist allerdings, was bei anderem Vorgehen die wahrscheinlichen Auswirkungen gewesen wären. Wenn ich mir z.B. die Konjunkturschwankungen der letzen 40 Jahre anschaue (etwa ab Ende Bretton Woods) so wurden bisher wenigstens grosse Abstürze vermieden. Auch die aktuellen Arbeitslosenzahlen liegen durchaus im historisch normalen Range.

            Die ganze Welt weiss, oder müsste es zumindest wissen, dass endloses Schuldenmachen im heute allgegenwärtigen Umfang langfristig nicht funktioniert trotzdem machen alle weiter wie bisher. Ich behaupte, dass in den Demokratien die Wähler kollektiv kein Interesse an Lösungen im Stil von „hart aber nachhaltig“ haben. Ganz in der Art von, „wir alle wissen, dass wir uns mehr bewegen sollten“ aber nur wenige verhalten sich danach. Darum hat auch die Rettung der UBS durch die SNB relativ gesehen kaum Echo ausgelöst, genauso wie die Euro-Untergrenze.

          • Josef Anton sagt:

            @ Urs

            Die Zwangsversicherung ist ein roter Hering, indem sie das Vertrauen der Sicherheit vermittelt und somit die Problematik auf die nächst höhere Hierarchie-Stufe hebt (also Richtung System-Sicherheit). In anderen Worten bewirkt sie dadurch genau das Gegenteil bewirkt, was der System-Sicherheit dient, indem sie einerseits die Vorsicht des Investoren gegenüber den Banken reduziert und andererseits eine verstärkte Risikobereitschaft der Banken fördert.

            Es wäre vorteilhaft, dass Anleger/Sparer/Investoren aufgrund von hoher Transparenz bestimmen, mit welcher Bank sie arbeiten wollen, anstatt sich einzig nach Gefühl oder Einstufung der Service-Leistung und Konditionen für eine Bank zu entscheiden, womit Banken mit tiefer Eigenkapitalquote wohl verstärkt vermieden würden.

          • Urs Lehmann sagt:

            Wollen Sie tatsächlich behaupten, Sie seien fähig als einzelner die Quartals- und Jahresbilanz einer Bank detailliert, korrekt (nach welchem Massstab?) und zeitnah zu beurteilen? Und Ihr Nachbar kann das natürlich auch, und die Putzfrau sowieso.

          • Josef Anton sagt:

            @ Urs

            Ich kann Ihre Zweifel gut verstehen, denn wurden wir nicht seit vielen Jahrzehnten darauf konditioniert, unsere Selbstverantwortung vermehrt und vertrauensvoll an etwelche staatliche Organisationen zu übertragen, womit es fast unvorstellbar ist, dass es auch in die andere Richtung gehen könnte.

            Sie erklären es eigentlich selber, dass heute den Bilanzen der Banken aufgrund der Komplexität kaum mehr zu trauen ist.

            Es dürften sich schnell Banken entwickeln, welche aufgrund der hohen Transparenz verbunden mit hoher Eigenkapitalquote einen Wettbewerbsvorteil erarbeiten. Wenn sich ein Bedarf nach erhöhter Transparenz meldet, verändern sich viele Parameter, wie z.B. mögen sich neue Geschäftsmodelle entwickeln, welchen diesen Bedarf abdecken, oder verändert sich die Kultur in den Banken, indem sie sich verstärkt darum bemühen, diese zu liefern. Die Medien begleiten und fördern solch einen Prozess im Allgemeinen.

          • Urs Lehmann sagt:

            Wenn Ihre Behauptung stichhaltig wäre, hätte die UBS in den letzten Jahren massive Einbussen im Inlandgeschäft verzeichnen müssen, viele Kunden hätten gewechselt zu weitgehend im traditionellen Kreditgeschäft tätigen Banken.

            Wenn Ihre Behauptung stichhaltig wäre, wären die traditionellen Anlagefonds weitgehend durch kostengüstige ETF
            verdrängt worden. Usw usf.

            Der Homo Oeconoicus ist inzwischen widerlegt, der Mensch handelt höchstens teilweise rational. Im Zweifelsfall vertraut er dem Verkäufer (oops, Kundenberater der Bank seines Vertrauens), und nicht irgendwelchen kalten Zahlen.

          • Josef Anton sagt:

            Ich beschrieb ja genau den Umstand in Bezug auf Einlagenversicherung, Liquiditätsbereitstellung etc., welcher heute eben nicht zutrifft. Es ist offensichtlich, dass sich daher die persönliche Selbstverantwortung der Anleger nicht einstellte.

          • Urs Lehmann sagt:

            Sorry wegen der späten Antwort.
            Weihnachten halt 🙂

            Mir scheint, wir nehmen dieselben Tatsachen gleichartig wahr, ziehen jedoch unterschiedliche Schlüsse daraus. Mit meinem vorherigen Post wollte ich aufzeigen, dass risikobewusstes Verhalten spätestens durch die Rettung der UBS hätte ausgelöst werden müssen. Ebenso das Positionspapier der FINMA vom August 2013 (im Extremfall Sanierung systemrelevanter Banken unter Einbeziehung von Sparguthaben unter Berücksichtigung der versicherten 100k pro Kunde [google: finma sanierung abwicklung]), trotz Berichterstattung z.B. in der NZZ ist kaum eine Reaktion erfolgt.

            Dies zeigt nach meinem Dafürhalten dass höchstens in Extremsituationen eine Reaktion erwartet werden kann. Deshalb halte ich zusätzliche Information für nutzlos (im Grunde haben wir das eh schon mit den Ratingagenturen, mal unbesehen davon was man von denen halten mag).

            Das was Sie als Nebelpetarde bezeichnen, ist aus meiner Sicht der Daseinszweck sine qua non jeder Versicherung: Die Absicherung des entsprechenden Risikos. Dass eine Versicherung allenfalls keinen lenkenden Einfluss hat (da stimme ich Ihnen grundsätzlich zu), ist aus meiner Warte kann kein Argument für ihre Abschaffung, schliesslich ist Verhaltenslenkung nicht Zweck sondern allenfalls Sekundäreffekt.

          • Josef Anton sagt:

            Ich stimme Ihnen zu, dass Verhaltensveränderungen, sofern nicht durch ein einschneidendes Erlebnis verursacht, sehr langsam funktionieren, wobei chf 100k (es geht ja schliesslich nur um Konto- und nicht Depotbestände) eine allgemein hohe Versicherung darstellt. Die gegenwärtigen Rating-Agenturen sind nicht wirklich in der Lage, eine aussagekräftige Rating zu offerieren, sondern hinken meist den Gegebenheiten hinterher.

            Ich verstehe den Sinn einer Versicherung sehr wohl, jedoch muss man sich bewusst sein, dass je anonymer und je artfremder die einzelnen Mitglieder der Versicherten, desto höher liegt die Gefahr einer Ausweitung des risikoreichen Verhaltens vor (Reduktion der persönlichen Verantwortung / Vermeidung von vermeintlichen persönlichen Nachteilen im Verhältnis zu andern Versicherungsmitgliedern), was dadurch die Systemsicherheit sowie die Nachhaltigkeit negativ beeinflussen dürfte.

    • Josef Anton sagt:

      Ein interessanter Umstand sind die folgenden Fakten:

      Heutige Bilanzsumme des Fed: $ 4,000,000,000,000
      Heutiges Eigenkapital des Fed: $ 54,980,000,000
      Hebel: 72,8

      Dies verdeutlicht die Verlagerung der Probleme der Banken auf die nächst höhere Hierarchie-Stufe.

      • Marcel Senn sagt:

        Josef Anton: So sieht halt die spätkapitalistische Symptombehandlung aus – wie bei einem Sterbeskranken werden nur noch die Schmerzen mit Morphium resp. Geldschwemme behandelt — eigenlich weiss man, dass er zum sterben verdammt ist, also man macht ihm die letzten Tage, Monate oder im besten Fall Jahre noch so erträglich wie möglich!
        .
        Und da ja China mittlerweile auch zu einem ernsthaften Todeskandidaten geworden ist und sich zu Japan, Europa und den USA gesellt, wird es nicht mehr allzulange dauern, bis das Gesamtkonstrukt High-End-Kapitalismus kollabieren wird.
        .
        Für mich als Oekonomen und Finanzkrisenspezialisten ist das ja eigentlich wie Weihnachten – wenn man beim Untergang live dabei sein kann…sarkasmus off

        • ast sagt:

          Viele interessante aktuelle Daten bietet die US- „Schuldenuhr“:

          http://www.usdebtclock.org/index.html

          Würden diese Zahlen auch nur im Ansatz ernst genommen (werden müssen), dann würde gleich Morgen gar nichts mehr funktionieren.

          Offensichtlich ist es aber so dass diese fürchterlichen Daten keinerlei Rolle mehr zu spielen scheinen, selbst wenn über 42 Millionen US-Amerikaner von Lebensmittel Marken leben müssen.

          Es wird vom Ende der Wirtschaftskrise gesprochen, obwohl die Schuldenuhr mit fast allen Paramenter auf einem Stand spielen, wo Schulden niemals mehr abgebaut werden können (ohne Schuldenschnitt).

          Ich erinnere mich wo der IWF bereits bei der Hälfte solcher Schulden von einem nicht mehr Rückgängig zu machenden Desaster gesprochen hatte, das man nur noch mit Notmassnahmen angehen könne. Heute scheint das alles Schnee von Gestern, selbst Irland sei auf dem guten Weg -mit einer Verschuldung wo man besser gar nicht mehr hinsieht.

          Da muss also irgend etwas ganz krummes laufen, wenn bei einer Verschuldung von 150’000 US$ pro Steuerzahler (bei Durchschnitts Sparguthaben ca. 7000 US$) und ca.1/3 der Bevölkerung die „nicht arbeitet“ ( 91 Millionen „not in labor force“der höchste Wert in der Geschichte der USA) bereits von einem Wirtschaftsaufschwung in den USA gesprochen wird.

  • urs lehmann sagt:

    Auch hier entsteht durch den Massstab (die y-Achse) ein völlig irreführender Eindruck. Die verlinkte Grafik zeigt den CPI 1913-2012 mit logarithmischer SKala.

    http://www.myimg.de/?img=CPI19132012b230e.gif

    • Johnny Smith sagt:

      @ urs lehmann

      Sie haben recht, dass für so lange Zeiträume und starke Entwicklungen ein logarithmischer Massstab sinnvoll ist. Dennoch kann man aus der Grafik im Artikel folgende Aussage machen:

      Die Grafik von MD zeigt (unabhängig von der Skalierung), dass vor der Gründung des FED während ca anderthalb Jahrhunderten netto der Geldwert stabil blieb und nach der Gründung des FED Geld deutlich an Wert verlor.

      Noch interessanter wird es, wenn man betrachtet, mit wie viel Geldmengenausweitung welches Wirtschaftswachstum erreicht wurde. Dann zeigt sich der katastrophale Leistungsausweis des FED in den letzten ein/zwei Jahrzehnten (wobei natürlich auch andere Faktoren eine Rolle spielten).

      • Rolf Zach sagt:

        Batra liefert darauf eine klare Antwort. Seiner Ansicht nach hat sich die Entwicklung der Konjunktur in den USA als unstabil und mit Inflation entwickelt, seitdem die Löhne dort dem Produktivitätsgewinn seit 1980 hinterher hinken und sich das Lohngefälle ständig ausweitetet, anlog der Entwicklung der 20er Jahre. Auch innerhalb des Segmentes des Lohnanteil am Volks-einkommen ist die Ungleichheit ständig gewachsen, was die Nachfrage nachhaltig schädigt. Nur die Verschuldung kann die Konjunktur am Leben erhalten und ein weiteres Anwachsen der Arbeitslosen-Heere verhindern. Weil der Kongress die Reichen nicht besteuern will, muss die FED mit ihrer Politik die Konjunktur am Leben erhalten. Hier hat sie im Gegensatz zu den 30er Jahren eindeutig nicht versagt. Mit dem Aufkauf der Subprime-Schrottpapiere ist sie eigentlich eine Sozialhilfe-Institution. Da beim Lohngefälle nichts gemacht wird und die Leistungsbilanz trotz Schwächung des $ weiterhin tiefrot ist, sind die Daten nicht sehr erfreulich und die Erholung mühsam. Erschreckend wird es dann, wenn die Reserve-Währungs-Stellung verloren geht. Übrigens die ganze Welt äfft diese Politik des Lohngefälles nach.

        • Urs Lehmann sagt:

          Macht im Grossen und Ganzen Sinn. Das würde auch den Trickle-Down-Effekt widerlegen (lassen sich die underdogs eigentlich gerne auf den Kopf pissen?)

          • will williamson sagt:

            Ich hab vor x Jahren eine Vorlesung besucht, an der der Referent (sein Name ist mir entfallen) überzeugend nachgewiesen hat, dass das mit dem „trickle-down“ als Folge der Globalisierung überhaupt nicht funktioniert – entgegen den gebetsmühlenartig wiederholten Behauptungen.

      • Urs Lehmann sagt:

        Die grundlegende Frage ist allerdings, ob es fair ist die Fed an der Inflation zu messen, war ja lange Zeit nicht Teil des Auftrags. Auch 1977 kommt sie erst an dritter Stelle.

        Noch viel interessanter wäre eine Gegenüberstellung von Anzahl und Ausmass der Krisen und deren Auswirkungen, Schwankung des BIP-Wachstums pro Kopf, und ähnliches. Wenn ich mir z.B. die Inflation 1916-1922 anschaue, notabene unter von einigen hier hochgelobten Goldstandard, überkommt mich das kalte Grausen:
        12.6, 18.1, 20.4, 14.5, 2.6, -21.3, -2.3

        • Johnny Smith sagt:

          @ Urs Lehmann

          Leider werden oft nur die Extreme diskutiert. Auf der einen Seite der Goldstandard, der wohl die (langfristige) Geldwertstabilität gut stützt, dafür aber extrem starr und unflexibel ist und damit kaum auf Krisen und Depressionen reagieren kann. Auf der anderen Seite die heutige zügellose Zentralbankpolitik (mit der FED an der Spitze), die jegliche Relationen verloren hat, bereits kleinste Wachstumsrückgänge bekämpfen zu scheinen will und damit unwägbare Risiken in Kauf nimmt.

          MMn sollten Zentralbanken unbedingt einen Spielraum haben, um auf Krisen zu reagieren. Dieser Spielraum sollte aber erstens auf Krisen beschränkt sein und zweitens relativ klein sein (sicher keine Vervierfachung der Bilanzsumme innert weniger Jahre!). Noch besser, wenn ähnlich zu einer Neuschuldenbremse auch die Geldmengenausweitung über einen Zyklus hinweg nur den Umfang des Wirtschaftswachstums annehmen dürfte. (Apropos Zyklus: die Frage ist wohl eher, wo ist hier der Zyklus? Ein Rückgang der Geldmenge ist ja mit den jetzigen Verantwortlichen leider absolut undenkbar.)

          Es ist ja wirklich nicht einzusehen, weshalb über fünf Jahre nach der Finanzkrise bei Wachstum von +1 bis +2% (im letzten Quartal sogar kurfristig +4.1%!) überhaupt jemand auf die Idee kommt, Geld zu drucken. Damit wird weder das Wirtschaftswachstum angekurbelt (FED Studie: “Asset purchase programs like QE2 appear to have, at best, moderate effects on economic growth and inflation.” (http://goo.gl/bvrTHP)), noch die Schere zwischen arm und reich reduziert. Das Gegenteil ist der Fall.

          • Urs Lehmann sagt:

            Hört sich an nach einem vernünftigen Apell an den Pragmatismus der Anspruchsgruppen (Zentralbanker, Politik, Wirtschaft, Bevölkerung, etc). Das setzt voraus, dass alle ihren Egoismus etwas zurückschrauben, was mMn kaum Erfolgsaussichten hat. Nur als Bsp, in den USA hat sich das Schuldendach („debt ceiling“) bereits als nutzlos, wenn nicht sogar als kontraproduktiv (government shutdown) erwiesen. Auch die allgemeine Entwicklund bzw die übrigen typischen Reaktionen (auf beiden Seiten des grossen Teichs) laufen leider genau in die andere Richtung.

            Der verlinkte Artikel bzw. die Studie auf der er basiert, greift mMn zu kurz: Wer (bald) pensioniert wird, rechnet per Pensionierung mit Kaufkraft X. Wegen der finanziellen Repression wird nicht mehr konsumiert, sondern im Gegenteil mehr gespart um Kaufkraft X trotzdem zu erreichen (vgl. Japan). Zusätzlich steigt wegen den „unkonventionellen“ Aktionen der Zentralbanken das Risiko einer Fehlplanung, weshalb erst recht mehr gespart werden muss – Mieter können die benötigte erhöhte Sparquote noch nicht mal über die reduzierten Hypozinsen (teil-)finanzieren.

          • Josef Anton sagt:

            @ Urs

            Sie sind auf dem richtigen Weg in Ihrer Analyse. Egoismus ist einer verschiedener Eigenschaften des Menschen und darf nicht als Übel dargestellt werden, wie z.B. auch nicht Mitleid, Mitgefühl, der Drang nach Unabhängigkeit, Freiheit, Anerkennung und Sicherheit etc. etc.

            Aus meinem Blickwinkel ist es wichtig, dass wir weniger an Selbstverantwortung an zentralistische Organisationen, welche eine eigene Dynamik des Wachstums und der gesellschaftlichen Anonymisierung entwickeln, delegieren, sondern uns darüber bewusst werden, dass dadurch das System extrem inflexibel und über Zeit aufgrund von Reflexivität die Regeln der Nachhaltigkeit verletzt.

    • alien sagt:

      Hm, Urs, hörmal, irgendwas geht hier nicht auf. Aus der Grafik im Artikel geht hervor, dass die Preise bis 2009 aufs 30-fache gestiegen sind, im verlinkten Graph ist es das 500-fache. Was stimmt jetzt? Ein weiterer Fall der Faktenresistenz der Wirtschaftsgrössen? Oder ihres schlampigen Umgangs mit der Genauigkeit?

  • Eric Schmid sagt:

    Hr. Dittli, dies ist so etwa das Schlechteste was Sie je geschrieben haben. Es hört sich wie die Aufzählung der Werbebroschüre des FED an, nichts mehr. Man kann noch so schöne Sätze schreiben wie man will, Fakt ist, dass die ganze Politik der FED einzig und allein der Besitzer dient und dies sind nicht die Vereinigten Staaten von Amerika und ihre Bürger, sondern wie wir alle wissen, private Institutionen und einflussreiche Familien. Ob die FED bei der grossen Depression versagte, sei dahingestellt. Jedenfalls konnten sich die Besitzer der FED relativ billig die Konkurrenz einverleiben oder vernichten und ihr Monopol sichern. In der jetzigen Krise wurden ungefähr 18 Billionen US$ durch die Politik des FED von den Steuernzahler Richtung Banken verschoben. Die jetzige Geldschwemme dient auch nur den Banken und den Aktienbesitzern (bis zum Platzen der nächsten Blase).

    • Ahn Toan sagt:

      @Eric Schmid: „Fakt ist, dass die ganze Politik der FED einzig und allein der Besitzer dient…..“

      Nein, das ist kein Fakt, sondern Ihre Wertung.

      Sie haben ein Auto, das gerhört Ihnen. Der Bundesrat macht eine Verordnung, wer dieses Auto steuert, nach welchen Grundsätzen zu steuern ist, wann es wohin gefahren wird. Der Fahrer liefert die Fahrtenschreiber an den Bundesrat, wenn der Bundesrat will, entlässt er den Fahrer und setzt einen anderen ans Steuer. Wird das Auto mit Gewinn verkauft, erhalten Sie höchstens Ihren Einkaufspreis und eine bescheidene Rendite:

      Ein Liberaler wie Sie müsste doch hier Enteignung schreien!

      • will williamson sagt:

        Einmal mehr: Griffins „Die Kreatur von Jekyll Island“ lesen und man weiss, wofür die FED steht. Das Buch stammt aus dem Jahr 1994, also einige Jahre vor der aktuellen Krise.

    • Ahn Toan sagt:

      Die Aktionäre der FED sind Eigentümer. „Besitzer“ im Sinne tatsächlicher (Hier könnte man faktischer benutzen) Herrschaft, Macht über die FED ist der US Staat (Kongress vor allem), nicht bei den Eigentümern.

      Besitz und Eigentum sind etwas anderes, Meinungen und Fakten auch, ohne Sprache ist denken unmöglich, darum waren früher Taube doof. Heute können diese Sprache und damit Denken lernen.

      • Vladimir Mitrovic sagt:

        Schön wär’s. Wer Billionen drucken und verteilen kann, hat genug Budget um einen Kongress zu kontrollieren der proforma sie kontrolliert. Politiker die den FED Besitzern nicht in den Kram gepasst haben und sich nicht korrumpieren liessen, sind schnell wieder verschwunden oder ermordet worden. Sämtliche ermordete US Präsidenten wollten die Macht des FED beschneiden. Schauen/hören Sie sich z.B. Reden von JFK zu dem Thema an. Natürlich kann man alles schnell als Verschwörungstheorie abtun, doch mit etwas nachforschen kommt man dann doch ins Grübeln.

        • Mitchi sagt:

          .. aus diesem realitaetsverzerrenden bericht wird ersichtlich was die aufgabe des tages anzeigers ist? Freie korrekte information? Von wegen.

      • will williamson sagt:

        Section 7. Division of Earnings (auszugsweise aus dem Federal Reserve Act):

        (a) Dividends And Surplus Funds Of Reserve Banks.

        Stockholder Dividends.
        In General. After all necessary expenses of a Federal reserve bank have been paid or provided for, the stockholders of the bank shall be entitled to receive an annual dividend of 6 percent on paid-in capital stock.
        Dividend Cumulative. The entitlement to dividends under subparagraph (A) shall be cumulative.
        Deposit Of Net Earnings In Surplus Fund. That portion of net earnings of each Federal reserve bank which remains after dividend claims under subparagraph (1)(A) have been fully met shall be deposited in the surplus fund of the bank.

        (b) Use of Earnings Transferred To The Treasury. The net earnings derived by the United States from Federal reserve banks shall, in the discretion of the Secretary, be used to supplement the gold reserve held against outstanding United States notes, or shall be applied to the reduction of the outstanding bonded indebtedness of the United States under regulations to be prescribed by the Secretary of the Treasury. Should a Federal reserve bank be dissolved or go into liquidation, any surplus remaining, after the payment of all debts, dividend requirements as hereinbefore provided, and the par value of the stock, shall be paid to and become the property of the United States and shall be similarly applied.

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