«Mehr geschadet als genützt»

Muslimische Einwanderer hätten praktisch die gleichen Werte wie die Schweizer: Aufruhr im Paradies von Philipp Löpfe.

Muslimische Einwanderer hätten praktisch die gleichen Werte wie die Schweizer: Aufruhr im Paradies von Philipp Löpfe und Werner Vontobel.

Mein Newsnetz-Kollege Philipp Löpfe hat zusammen mit Werner Vontobel, Wirtschaftspublizist bei Ringier, ein Buch zu einem hochbrisanten und diskussionswürdigen Thema verfasst: Der Zuwanderung in die Schweiz. Der Titel: «Aufruhr im Paradies». Worum geht es?

Zuerst: Der Titel ist unglücklich gewählt. Er tönt nach Skandalgeschichten. Das Buch enthält sie zum Glück nicht. Hier wird nicht von einem Aufruhr berichtet, sondern von den vielen verschiedenen Aspekten der Zuwanderung – den positiven, wie den negativen. Doch die Autoren enthalten sich nicht einem Urteil – für sie ist die Entwicklung alles in allem negativ: Die Einwanderungspolitik hat nach ihrer Ansicht «mehr geschadet als genützt.»

Zum Inhalt: Die Autoren gehen einerseits auf die beiden wichtigsten Argumente ein, die aus ökonomischer Sicht für die Zuwanderung sprechen sollen:

  • Sie erhöht das Wirtschaftswachstum der Schweiz, allerdings nicht unbedingt pro Kopf. Doch weil seit einiger Zeit vor allem gut ausgebildete Arbeitskräfte – vor allem aus Deutschland – zuwandern, sollte auch die Produktivität der Wirtschaft zulegen. Ob die Einwanderung dazu führt, ist umstritten.
  • Die Zugewanderten ersetzen die notwendigen Arbeitskräfte, die für eine künftige Finanzierung der Sozialwerke notwendig sind. Denn die Schweizer selbst werden im Durchschnitt immer älter, womit der Anteil der Sozialleistungsempfängern immer stärker steigen würde, während die Anzahl der Zahler sinkt. Löpfe und Vontobel halten diesen Vorteil für gering. Das Problem der so genannten «Überalterung» könne zudem durch eine kinderfreundlichere Politik in der Schweiz und das Produktivitätswachstum entschärft werden.

Als negative Folgen der Zuwanderung heben die Autoren unter anderem die folgenden Punkte hervor:

  • Die Zuwanderung findet auf einer beschränkt verfügbaren Fläche statt. Das heisst die Zersiedelung nimmt immer weiter zu und auch die Verkehrsstaus.
  • Die Zuwanderung führt vor allem in den Städten zu steigenden Immobilienpreisen. Dieser Effekt ist umso grösser, wenn Reiche und gut verdienende Ausländer einwandern. Damit werden angestammte Bewohner verdrängt. In Anspielung auf die Entwicklung im Zürcher Quartier Seefeld, wo sich vor allem gut situierte Einwanderer aus Deutschland niederlassen, sprechen die Autoren von einer generellen Angst vor einer «Seefeldisierung» der Schweiz.
  • Die Einwanderung sorgt für Lohndruck durch neue Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt.
  • Die Wirkung der Einwanderung auf die Löhne und die Immobilienpreise und zusätzlich eine Steuerpolitik zugunsten von reichen Ausländern sorgt für eine grössere Ungleichheit im Land.

Trotz der insgesamt kritischen Sicht auf die Einwanderung bemühen sich die Autoren, auf keinen Fall ins rechtsnationale Fahrwasser zu gelangen. Während sie mit Zahlen nachweisen, wie wenig begründet die Sorge vor einer kulturellen Überfremdung bisher ist, lassen sie die bestehenden Ängste davor als irrational erscheinen. Muslimische Einwanderer haben dann praktisch generell die gleichen Werte wie die Schweizer, wie der folgende Abschnitt  aus dem Buch zeigt:

«Dabei teilen genau die Muslime, die gerne Minarette bauen würden, auch am ehesten unsere Werte. Sie wollen nicht den Westen islamisieren, sondern einen Ort haben, an dem sie ihre Gemeinschaft organisieren können, wo ihre Söhne Fussball spielen und ihre Töchter ungestört unter sich sein können. So gesehen müsste die SVP nicht Minarette verbieten, sondern dort ihren ‹Puurezmorge› veranstalten. Sie hätte damit grossen Erfolg.»

Bei den Lösungen der genannten Probleme wirken die Autoren etwas hilflos, was sie auch selber einräumen: «Weniger eindeutig sind die Schlussfolgerungen, die wir aus diesem Befund ziehen». Immerhin könne sich die Schweiz als kleine offene Volkswirtschaft «nicht ganz aus dem Rattenrennen des Steuer- und Standortwettbewerbs zurückziehen».

So schlagen sie die üblichen Massnahmen vor, die in diesem Zusammenhang meist gefordert werden: Verstärkte Integrationsbemühungen über Sprach- und Integrationskurse, mehr Entwicklungshilfe, striktere Einschränkung der Zuwanderung, Kostenwahrheit im Verkehr – um den Pendlerverkehr einzuschränken und die lokalen Netze zu stärken – und internationale Lösungen.

Keine Kommentare zu ««Mehr geschadet als genützt»»

  • Beat Zugger sagt:

    Also ich habe den Buchauszug „WIE DER DEUTSCHE MITTELSTAND IN DEUTSCHLAND VERARMTE“ von Herrn Löpfe gelesen! Alles was er aufführt ist richtig! Bloß die Rückschlüsse sind die völlig faschen! Ich bin geschäftlich sehr viel in Deutschland tätig! Durch das Senken der Lohn-Stück-Kosten haben es die D geschafft wettbewerbsfähig zu werden. In Kombination mit der Hohen Qualität und der Liefertreue ist dies echt ein Wettbewerbsvorteil! Gerade im Süddeutschen Raum gibt es Unternehmen welchen einen Exportanteil von 80% und Mehr nach Asien aufweisen können. Die Chinesen stehen Schlange. Selbst bei Lieferzeiten von 1 Jahr und mehr! Davon profitieren auch wir CH-Zulieferer! Ich kenne einen GB Manager der für einen D Automobilzulieferer arbeitet! Er hat den oben aufgeführten Bericht ebenfalls gelesen und nur gelacht! Er meinte nur: “ Ein niedriger Bodymaßindex ist doch gut für die Gesundheit! Das stimmt auch in der Wirthschaft!. Weltweit muß sich jeder im Maschinenbau an den D messen lassen!“ Und bezüglich Löhne! Haben sie sich mal erkundigt was ein Techniker bzw. Maschinenbauingenieur im Jahr verdient! Nicht selten bekommt man zum Gehalt noch einen Firmenwagen und eine Dienstwohnung. Das Lohnniveau in diesem Bereich entspricht fast dem der CH bei niedrigern Lebenshaltungskosten! Herr Löpfe meint die Ungelernten! Aber allgemein hat sich die Arbeitslosigkeit in D von über 5Mio auf unter 3 Mio gesenkt! Alle PIGGS-Staaten stehen in D Schlange und fragen nach Geld! Und dieses Geld kommt aus Asien! Wenn D einen Schnupfen hat können alle PIGGS-Staaten auf die Intensivstation!
    Auch wir CH hängen enorm vom D Markt ab! Hauptkunden vom CH Maschinenbau ist D!

    D hat seine Hausaufgaben gemacht und wird dafür noch kritisiert! Während die Arbeitslosigkeit in der CH steigt sinkt sie im Nachbarland! Steigen die Löhne bei den Facharbeitern und bei den Ingenieurberufen weiterhin so starkt dann wir es meines Achtens bald einen umgekehrten Trend geben. Dann werden viele CH ins Nachbarland umsiedeln. Löhne gleich hoch bei niedrigeren Lebenhaltungskosten = höhere Kaufkraft!

    Als Beispiel sei hier die Internetseite http://www.ingenieurskarriere.de genannt!

    Ich arbeite als CH auch für ein D Unternehmen. Allerdings in der CH. Ich kann mich echt nicht über meinen Arbeitgeber beklagen.

  • Rolf Raess sagt:

    Beide Journalisten haben beim rassitischen Hetzblatt Blick (Aera Uebersax z.B.) gearbeitet. Daher würde ich das Buch nicht kaufen…

  • Frank Schmid sagt:

    Ist ja eine ziemlich naive Beurteilung der Islamisierung. Es scheint, als ob die Autoren noch nie nach Tower-Hamlets in Ostlondon, Berlin, Malmo oder Rotterdamm gegangen sind, wo Juden und Schwule verfolgt werden sowie Frauen die sich nicht verschleiern mit dem Tod bedroht werden. An der islamischen Zuwanderung kann ich absolut nichts gutes erkennen. Ein Beschraenkung der Einwanderung aus islamischen Laendern wird in absehbarer Zukunft kommen, da fuehrt nichts daran vorbei.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Ohjee mine Hr. Schmid, oh j mine, Hr. Schmid. Fundamentalisten gibt es in Malmö, Rottredamm und Berlin, serh wohl. Viele davon gehören gerade in diesen Städten zu den ultrakonseravativen Nationalisten (Rechtsextremismus ist in diesen Städten hoch im Kurs). Sie haben recht, verschleierte Frauen, Juden und Schwule sind in rechtsextremen Kreisen immer wieder Opfer.
      Sorry. Wer genau hat die Berber aus Nordafrika mit Arbeitsverträgen nach Belgien, Holland, Frankreich und Spanien gelockt, wer genau. Wieviele davon haben sich absolut unproblematisch integrieren können. Dasselbe gilt für die Türken in D. Sie haben sich ebenso gut eingebürgert, wie die katholsichen Italiener, Spanier, Portugiesen es in protestantischen Städten auch getan haben.
      Xenophobie ist eine ernste Krankheit, aber sicher kein politisches Programm. PS. Der Bürgermeister von Rottredamm ( ist ein marokanischer Berber (Ahmed Aboutaleb), er macht seinen Job sehr gut.

  • Andreas Dombek sagt:

    @Rold Schuhmacher

    Wenigsten wir beide wissen, dass unser olle Peer Steinbrück mit keiner Kavallerie in der Schweiz hätte einreiten können, denn die allerletzte klassische Kavallerie hatten die deutschen Streitkräfte mit der berittenen russischen und antisowjetischen Kosakendivision besessen, welche nach der Gefangennahme und dem schmachvollem Wortbruch durch die US-Amerikaner 1945 an die SU übergeben wurden. Das schändliche und tödliche Ende dieser zig-tausender Menschen ist hoffentlich bekannt.
    Also nix ist mit deutscher oder amerikanischer Kavallerie in die Schweiz, man sollte wieder aus den Bunkern kommen! Aber, und das ist der Kern der Aussage vom Per, mit diesem Popanz kann man halt diebische Indianer sehr leicht aufschrecken. Wie man das aus den Western kennt. Immer über den Rio hinterher.

    Aber das hausgemachte und somit eigenverantwortete schweizerische Problem des langfristig zu geringen Steueraufkommens wird eine riesengroße Scharrte in der schweizerischen Bildungs- und Sozialpolitik hinterlassen. Man sollte, eigentlich müsste man, für seine eigene nationale geistige Fürsorge auf allen bildungs- und kulturorientierten Bereichen aufkommen und sich nicht aufs Ausland verlassen und dort bedienen. Der Preis wird noch höher sein als sich diese Witzfigur Mörgeli und diese SVP-Mannen das vorstellen können.
    Der Verlust des eigenen Agierens droht. Der Verlust der eigenen Entscheidungsfähigkeit ist absehbar. Der eventuell mögliche, aber trotzdem falsche Sonderweg auch im Kulturbetrieb führt nicht zum Ziel. Eine noch gigantischere Abgängigkeit von Nachbarländern, wie z. B. von Deutschland. Eine dann unanwendbare Abhängigkeit, schlimmer als vom Heroin-Händler, denn hierbei könnte man eine entsprechende Entzugstherapie begingen. Die Frage bleibt, wie sich die Schweiz diesem schon jetzt fast unaufhaltsamen Sog vernünftig entziehen kann. Es kann trotz der scheinbaren „Überflutung“ weiterhin zur Ausdorrung der schweizerischen Entwicklung kommen, wenn man zu wenig viel Geld (weil man ja sooooooooo niedere Steuern hat) in Bildung, Weiterentwicklung und Kulturfestigung investiert.
    Über vergleichbare Problemstellungen in der Wirtschaft möchte man aus Platzgründen und Höflichkeit lieber nicht sprechen

    Als Nachbar der Schweiz kann man sagen, die Politik in der Eidgenossenschaft wird weiterhin sehr spannend bleiben, wie sie sich aus einer selbstgelegten Schlinge zu befreien versucht.
    Das Problem dabei: Es ist kein Willy Tell in Sicht. Nur eine Windy Blocher.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Wir brauchen keinen Willy Tell, sondern die Kraft der Bürger. Willy Tell ist ein Mythos, dem sich Blocher und CO gerne bedienen. Ein Mythos verbindet, er ist aber untaglich als Basis für die Entwicklung des Landes. Mythen werden von populistischen Rhetorikern oft dazu gebraucht, die Massen hinter sich zu scharen. Nein, die Bürger (alle Bürger, nicht nur eine finanzstarke ureinheimische Elite), sondern alle Bürger machen die Schweiz aus, auch ihre Zukunft. Blocher ist ein Bürger und hat nur EINE Stimme, fertig.
      hre Schlinge verbanne ich auch ins Reich der Legenden, wir werden die Zukunft schon packen. Ich glaube wir haben gar nicht so schlechte Karten.

      • Urs Brock sagt:

        Ja Hr. Schumacher, und wie beinahe Kritikbefreit und überaus Effizient sich Mythen instrumentalisieren lassen um Partikularinteressen im Namen des Volkes bedienen zu können…

        Mythen bzw. der Glaube daran sind nun mal stärker als alles andere… dafür kippen diese aber auch genauso schnell weg wie sie gekommen sind. Damit das nicht passiert müssen diese konstant wiederverwendet werden…

  • Ueli sagt:

    @Baer
    Sie haben es auf den Punkt gebracht. Es ist der viel zu hohe Ressourcenverbrauch pro Person. All die Superschlauen, welche an einen „grünen Kapitalismus“ glauben, aber trotzdem jeden Tag 2 Stunden mit dem Auto rumfahren (meist just for fun) und meinen, dass mit dem Abstellen von 3 Atommeilern das Problem gelöst ist, sind genau dieselben, welche sich dann darüber empören, dass die Inder oder Chinesen auch alle ein Auto, einen Kühlschrank und Internet haben wollen und sich nicht mit ihrem 10 Mal tieferen Energieverbrauch begnügen.
    Kapitalismus ist „Anarchie der Warenproduktion“! Wieso sollte gerade dieses System, welches nur bei maximaler Ressourcenverschwendung bis jetzt funktionierte, aus unerfindlichen Gründen seinen Energiehunger in Zukunft drosseln?
    Ich habe echt genug von all diesen liberalen Neoökofaschisten, welche die Quadratur des Kreises mir erklären wollen, aber noch nicht einmal das Wirtschaftssystem begriffen haben, in dem sie tagtäglich leben. Im Endeffekt sind es immer noch die gleichen ignoranten Fortschrittsapostel…nur jetzt mit grünem Anstrich und heuchlerischer „Menscheitsrettungsmission“. In Wahrheit aber wollen sie alle nur ein Haus im Grünen und nicht gestört werden….

    • Urs Brock sagt:

      Sie meinen die Grün Liberalen… Oeko und ähnliche Mäntelchen, aber jeder soll machen dürfen was er will…

  • Andreas Dombek sagt:

    Folgend eine kleine Geschichte, die den absurden Vorwurf einiger Schweizer beleuchtet, an der Zuwanderung seien „die Linken und die Grünen“ schuld.

    Vor ca. 3 bis 5 Jahren habe ich als in Deutschland glücklich und zufrieden lebender deutscher Kleinstunternehmer von der schweizerischen Botschaft eine von mir so empfundene Bombardierung mit Info-, Werbe-, Aufklärungs- und Bettelbriefen erhalten, an sog. „Firmengründungsseminaren“ zur Gründung von Geschäftsunternehmen in der Schweiz, über die Steuerminderabführungen in Verhältnis D / CH, Erbschaftsplanung, Nachfolgeregelung, Familienzuzug und Wohnen u. v. m. in der Schweiz.
    Nach dem 13. Bettelbrief habe ich beim schweizerischen Herrn Konsul gebeten, dafür zu sorgen, dass diese Belästigungen aufhören mögen. Er sagte, da könne er kaum helfen, denn das sei eine Aktion der Bundesverwaltung in Bern mit der beauftragten „Location Switzerland – LS“. Meine Überlegung, ob sich möglicherweise hinter dem Kürzel etwa „die Linke“ der Schweiz verbürgt, also die „Left Switzerland – LS“ musste ich in dem Kehrichteimer geworfen werden. Es war tatsächlich die eidgenösische Bundesverwaltung, und die ist nicht durch Linke und Grüne verseucht. Die Briefe flatterten weiter ein und mein Zorn addierte sich. Dann kam Brief Nr. 22. Da habe ich den Entschluss gefasst, ab dem 23. Schreiben eine Entscheidung zu erzwingen. Als Deutscher darf man ja dass. Die Idee dabei war diese, sich vom alten Haudegen Kavallerie-General Perr Stonebridge in Berlin eine Schwadron Kavalleristen zu holen und dem Schweizer-Konsul mal einen überraschenden Besuch abzustatten. Da der Einsatz in Germany erfolgt wäre, hätte das Switzerland keinen Protest abgeben können.
    Zum Glück für den unglücklichen Konsul kam ab diesem Vorsatz kein Bettelbrief mehr. Deshalb kann der Konsul zufrieden seiner Pension entgegenträumen. Das ist das Glück der ………. .

    Zur Vervollständigung möchte ich noch sagen, dass seit etlichen Jahren auch von schweizerischen Institutionen, Gemeinden, Städten und sogar Kantonen, z. Schnappenzell, Ober- und Unterroden, dutzendweise Bettelschreiben mit vergleichbaren Inhalt angekommen sind.

    Da in all diesen Institutionen wohl zu 100 % nur „die Linken und die Grünen“ lesen und schreiben können und auch noch die Entscheidungsträger stellen, ist es absolut gerechtfertigt, all die selbstgemachten „Fehler und Probleme“ dieser supergroßen und übermächtigen schweizerischen linken Gruppierung in die Schuhe zu schieben.

    Fazit:
    Die Schweizer könnten sich überlegen, vernünftige Steuern festzulegen, um dadurch genügend Finanzmittel für Ausbildung, Universitätsstudium und sonstigen anderen Bildungsinstitutionen zu überlassen, anstatt sich lässig und kostensparend immer öfters die „benötigten“ Leutchen im Ausland zu holen. Das wird sich in baldiger Zukunft sicherlich rächen.
    Ein schönes Beispiel gibt es in der römischen Geschichte: Die Übernahme der Funktionen und der Macht durch die Germanen vor 1.600 Jahren in Rom.

    Das möchte man doch nicht: „Die Schweiz. Das zweite Rom“. Dieser Titel und das dazugehörige INNERSCHWEIZERISCHE Problem des langsam beginnenden inneren Zusammenfallens der Schweiz soolte ein Inhalt eines selbstkritischen Werkes sein. Also ein europäisches Problem mit immenser Sprengkraft. Immer gern verdrängt, nie ausdiskutiert.
    Da macht man sich als Nachbar der Schweiz schon seine eigenen Gedanken, denn bei uns wurden durch einen Österreicher innerdeutsche Vorurteile immer mit „die …….“ begründet.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Die deutsche Einwanderung ist für die allermeisten Schweizer kein Problem, ganz im Gegenteil. Das Land hat massiv von Deutschland profitiert. Deutschland ist auch unser wichtigster Handelspartner, die politischen Beziehungen sind (trotz Kavallerieinvasionsandrohung etc) exzellent. Man darf die Mörgeli gehässigen Deutschattacken nicht ernst nehmen. Mörgelis Professur wurde von einem Deutschen weggeschnappt. Das hat ihm sehr weh getan, dehslb jault er und die SVP bisweilen auch auf. Aber für die Schweiz, die UNI und die Studenten ist das igut so, denn Mörgeli hat als Propagandaminiser der SVP schlicht nicht genug Zeit für seriöse Forschung und Ausbildung. Und als SVP Oberpolitiker ziemt es sich ohnehin nicht am Tropf des Landes zu kleben. Freischaffender Wissenschaftler müsste er werden, Hr Mörgeli, um der SVP-Ideologie zu entsprechen.

    • Peter Schmid sagt:

      Falsch. Für die im Buch angesprochenen Probleme (Zersiedelung, Immobilienpreise, druck auf Erhohlungsräume, Infrastruktur) trifft es rein nichts an woher die Zuwanderung kommt. Lediglich bei der Kriminalität ist dies so.

      Es geht um die viel zu grosse Masse in viel zu Kurzer Zeit, und nicht von woher diese Masse kommt. Deshalb ist es bis jetzt (obwohl es im Volk gärt) noch nicht zu übergriffen auf Ausländer gekommen.

      Aber der Herr Dombek hat recht; es sind die Bürgerlichen Politiker die uns diesen Schlamassel eingebrockt haben, wärend die linken Parteien diese Wirtschaftswanderung stillschweigend akzeptierte und sich der Asylindustrie widmete.

      Dass Volk würde nun aber gerne auf politischem Wege Gegensteuer geben. Problem ist nur dass unsere Politiker dies nicht wollen (obwohl einige behauptenn dass sie eine Einschränkung der Zuwanderung unterstützten würden). Es wird sich nun in den nächsten Jahren zeigen ob es zu sozialen Unruhen kommen wird (der Zuwanderungsdruck hält an, und die Politik verhindert alles) oder ob das Ganze friedlich gelöst werden kann.

      Im gegensatz zum Deutschland der 30er Jahre ist die Schweiz nämlich in der Glücklichen Lage dass ihr direkt-demokratische Instrumente zur Verfügung stehen deren Anwendung bis jetzt ebensolche extrem Rechts- oder Links-Positionen erfolgreich verhindert haben. Die grössten Gräuel-Nationen dieser Welt (Drittes Reich, Stalin’s Russland……..) sind alle in Ländern entstanden in denen die Mitspracherechte des Volkes kaum vorhanden waren (und Wahlen alle paar Jahre können ja wohl nicht als „Mitspracherechte“ bezeichnet werden).

      Wenn dann aber natürlich eine Initiative zur Beschränkung der Zuwanderung (welche sich notabene nicht gegen die schon hier anwesenden Ausländer richtet), von der Wirtschaft und ihren Politikern-Handlangern mit allen Mitteln verhindert, aufgeweicht und verzögert wird, und das Volk angelogen wird und ihm gedroht wird, oder die Initiative schlicht und einfach für Ungültig erklärt wird, dann wird dies natürlich Wasser auf die Mühlen der Rechtsradikalen sein. Leider hat sich in letzter Zeit ganz klar gezeigt dass die Politik ausschliesslich für die Wirtschaft und die Globalisierung arbeitet, nicht aber für die einheimische Bevölkerung.

      • Urs Brock sagt:

        Hr. Schmid,

        die Mitspracherechte bez. der EU Bilateralen wurden listigerweise in ganze Packete zusammengefasst so das es oft nicht möglich war den „fünfer und das weggli“ haben zu können… Das gleiche mit dem selektiven Ausstieg der Verträge, entweder man löscht das ganze Packet oder man muss so weitermachen wie bisher… sollte ware Demokratie nicht zulassen das die Bürger den „fünfer und das weggli“ zur Auswahl haben und entsprechnd mitreden können? Oder wäre das um Demokratischen Ansprüchen gerecht zu werden schon zu „frech“?

        Kommt noch dazu das wir über den grösseren Anteil der Verträge nicht mitreden konnten, es wurden aber trotzdem Partikularinteressen bedient. Namentlich die von Unternehmen und deren Verbänden. Da stellt sich mir schon die Frage was sich die Verhandlungsparteien dabei dachten…

        • Peter Schmid sagt:

          Es ist meine Meinung dass die Vertragspartner durchaus das Recht haben in ihren eigenen Interessen solche Päckli zu schnüren. Wenn man aber dem Schweizer Bürger die Vor- und Nachteile dieses ganzen Packets auf ehrliche Weise erklärt hätte und nicht nur einseitig die Vorteile aufgeführt, allfällige Nachteile abgestritten und zusätzlich noch mit Drohungen gewürzt hätte, wäre wohl die Abstimmung über die Bilateralen und die PFZ völlig anders verlaufen. Vor allem im Anbetracht dessen dass es uns im Vorfeld dieser Abstimmung im Vergleich zum Ausland herrvorragend ging.

          In der Tat ist inzwischen so dass viele Schweizer die ich kenne Bereit wären mit weniger auszukommen, bzw einen Einschnitt in die Wirtschaft begrüssen würden (und damit auch die Kündigung der Bilateralen in Kauf nehmen würden), wenn dafür die Chancen für unsere Kinder und Enkel auf ein menschenwürdiges Leben noch intakt wären.

          Ja Herr Brock ich gehe hier mit Ihnen einig; das Schweizer Volk hat sich von der durch die Wirtschaft gekauften (Lobbying) lügenden Politikern zu einer austauschbaren, manipulierbaren, manöverierbaren Masse von Arbeitskräften (Menschen sind wir in derern Augen schon lange keine mehr) umformen lassen.

          Es ist höchste Zeit dass der Souverän die ihm in der Verfassung zugestandene Macht zurückholt.

          • Rolf Schumacher sagt:

            Mit der verbalen Waffe “ der Volkssouverän “ hat blocher schon manches Rededuell gewonnen. Wie setzt er sich aber in Realität für den Volkssouverän ein.
            1: Landwirtschaft: Blocher fordert freien Markt d.h. weniger Subventionen.
            2: Wirtschaft: Freier Markt und Personenfreizügigkeit wereden von Blocher und Ziehsohn Spuhler gewollt. d.h. viele ausländische Mitarbeiter in der EMS-Chemie (Lohndumping?) Ziehsohn Peter Spuhler produziert sogar in Polen, das ist noch viel günstiger und droht der Schweiz als NR mit Auswanderung.
            3: Keine Staatskontrolle für Banken: UBS Fusion von Blocher und Ebner gewollt. Blocher und Spuhler waren VR dieser Bank. Das 60 Millarden Loch, welches die beiden Volkssouveränanbeter Blocher und Spuhler mitzuverantworten hatten, schoben sie aber auf den geliebten Volkssouverän ab.
            Ich kann das Wort Volkssouverän auf der Politbühne nicht mehr hören.

          • Peter Schmid sagt:

            Wow Herr Schuhmacher. Ihnen sind die Argumente schon vor zwei Tagen ausgegangen, deshalb konstruieren Sie nun einfach wild Zusammenhänge wo keine sind, wettern über einen kleinen Teil der Schweiz (als ob das Problem Massenimmigration nicht die ganze Schweiz betreffen würde) und dreschen in primitiver Weise auf die einzige Frau in diesem Blog ein (das scheinen Sie sogar selber gemerkt zu haben, immerhin mussten Sie ja gleich anhängen „dass Sie Frauen mögen“ – wer’s glaubt wird Seelig).

            Wie Sie das in der Bundesverfassung verankerterte Wort ‚Souverän‘, welches auch beihnahe in jedem Abstimmungsbüchlein zu lesen ist, mit einem Politiker des 21igsten Jahrhunderts in Verbindung bringen und es auch gleich noch ausschliesslich auf diesen Politiker beschränken ist schon faszinierend. 🙂 Wirklich selten so gelacht….

            Da ich Sie aber nach Ihren völlig wirren und obstrusen letzten Posts nicht mehr Ernst nehmen kann, werde ich hier auch die Diskussion abbrechen.

  • Albert Baer sagt:

    Es sind nicht so sehr die Anzahl Menschen das Problem, als der viel zu hohe Ressourcenverbrauch (Boden, Energie, Konsum allg.) pro Person. Der Zürcher Autor P.M. hat in seinen Büchern (u.a. „Subcoma“ und „Neustart Schweiz“) ausgearbeitet, wie eine nachhaltiges Leben gestaltet sein müsste, um lebenswert zu sein: Menschen organisieren sich in vorwiegend selbstverwalteten lebendigen Nachbarschaften von ca. 500 Personen. Diese Nachbarschaft erbringt zahlreiche Grunddienstleistungen für die Mitglieder (u.a. Essen, Waschen) aber auch für andere Nachbarschaften. Jede Nachbarschaft ist verbunden mit einem Landwirtschaftsland in der Nähe, mit dem der grösste Teil der Ernährung sichergestellt wird. Zusammen stellen sie eine MikroAgro-Gemeinschaft dar. Durch die Organisation in Nachbarschaften treten Synergieeffekte auf („Soziale Energie“ spart Energie), sodass pro Ressourceneinheit viel mehr Lebensqualität erreicht werden kann („4-Sterne Nachbarschaften“). P.M. ist als Mitbegründer der alternativen Wohnprojekte Kraftwerk 1 und 2 ein erfahrener Praktiker.

    • Thomas Ernst sagt:

      @Albert Baer

      Klingt alles wahnsinnig toll und nachhaltig – nur leider werden regelmässig die sozialen Interaktionen, die Nachbarschaftskontrollen, die Blockwartmentalität und der Gruppendruck auf „Abweichler“ völlig ausgeblendet, der eine solche enge Gemeinschaft typischerweise nach sich zieht.

      Vor 100 Jahren waren die Leute froh, wenn sie der geistigen Enge der bigotten Dorfgemeinschaft entfliehen konnten, sofern sie konnten. Heute wird dieser Mief als tolle Errungenschaft gepriesen, nachdem man die Anonymität der Grossstädte kennengelernt hat. Wenig Neues unter der Sonne.

      Meine Prognose: Die Generation meiner Kinder wird sich niemals freiwillig in so ein Korsett einzwängen lassen. Da ist ja schon der Anpassungszwang einer gewöhnlichen Zweier-/Liebesbeziehung an der Grenze des Machbaren….

      • Albert Baer sagt:

        Wie das klingt ist nicht von Belang. Solche „Modelle“ werden sich auch nur durchsetzen, wenn sie in der Praxis gegenüber anderen Lebensformen wirklich als Gewinn erlebt werden. P.M. hat als Praktiker in seinem Buch „Subcoma“ einiges an Wissen zusammengetragen, wie ein Gemeinschaft gestaltet sein muss, damit sie eben nicht zu bigotten Dorfgemeinschaft wird.

    • Anh Toan sagt:

      @Albert Baer: Ihr Modell ist bei Ameisen ziemlich erfolgreich. Menschen funktionieren aber andersals Ameisen!

  • Rolf Schumacher sagt:

    Vision Schweiz:
    a) Die Schweiz besteht aus urbanen, klar definierten Gebieten in denen in die Höhe geaubt wird. In diesen Regionen müssen attraktive Ausbildungs- Arbeitsplätze geschaffen werden. Um dieses Ziel zu erreichen muss Foederalismus nicht geopfert werden, man könnte fünf grosse Wirtschaftsregionen schaffen.
    1) Nordwestschweiz (Basel-Jura-Aarau-Luzern) 2) Zentralschweiz und Zürich (Zürich-Uri, Schwyz, Unterwalden-Tessin). 3 Ostschweiz (St. Gallen-Schaffhausen, Thurgau, Glarus, Graubünden, Appenzell A.R und I.R.) 4) Bern-Freiburg, Wallis 5) Romandie: Geneve-Neuchatel, Vaud.
    In diesen Zentren müssten die Ausbildungszentren (Hochschulen aller Art und Berufsschulen) eng mit der lokalen Industrie zusammenarbeiten. Synnergien aller Art wäre wünschenswert.
    Was würde gegen ein grünes Detroit (alternative Fahrzeug-Antriebe) in Biel sprechen? Was gegen die bereits bestehende Pharmahochburg um Basel (to big to fail Novartis müsste aufgeteilt werden, kleinere kompetitive innovative Unternehmen müssen gefördert werden) etc etc etc.
    Die Zentren der fünf Regionen (Geneve-Bern-Basel-Zürich-St. Gallen.-sowie Brig und Lugano müssten mit einer Hochgeschwindikeits Metro verbunden werden. Wichtig an dieser Swissmetro ist selbstverständlich, dass es auch in den Agglomerationen einen Stopp gibt. ZB Basel-Olten-Bern-Thun-Brig oder Basel-Brugg-Zürich-Zug-Luzern-Bellinzona-Lugano-Chiasso. Oder Basel-Brugg-Zürich-Winterthur-St. Gallen.
    Auf dieser Metrostrecke muss es möglich sein, alle 15 Minuten einen Zugkomposition loszuschicken.

    Die Urbanisierung der Schweiz kann nicht mehr aufgehalten werden. Das heisst aber nicht, dass man deswegen die ganze Natur opfern muss. Wir werden regionale Erholungsparks haben.

    Schwarzmalerei bringt uns nicht weiter. Und es kann einfach nicht sein, dass unsere Väter sich an Land und Infrastruktur bis zum geht nicht mehr selbstbedienen konnten und nun den nachfolgenden Generationen kaum Platz zum Atmen geben.
    PS es gibt in New York (obwohl es sehr dicht überbaut ist, sehr viele bewusst frei gehaltene Flächen. Das kann man auch in Zürich-Zug-Rapperswil-Baden so machen. Denn Zürich ist nicht nur in Zürich.
    Auf Long Island (Broocklyn) oder Richtung Queens, oder im Hinterland von Jersey City, oder sogar in Manhatten selber der bekannte Central Park , sowie up town Bronx, auch Westharlem (am Hudson River) viele grosse Grünflächen zum Joggen. Viele dieser Parks sind gar nicht überfüllt. Aber wie Menschen halt so sind, am liebsten zeigen sie sich und ihre Super- Körper da wo es am meisten Menschen hat.
    Was in NYC möglich ist, sollte auch in Zürich machbar sein. Die Ueberbevölkerung hingengen ist, wie oben auch schon gesagt wurde ein weltweites Problem.

    Man muss an der Vision Schweiz bauen und nicht an ihr verweiflen.
    Ja ja ja jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, denn wir steigern das Bruttosozialprodukt
    aber nicht nur, denn gleichzeitig wollen wir auch die Lebensqualität erhalten und unseren Nachkommen, wenig Schulden und eine intakte Natur im Berner Oberland, Zürcher Oberland, Wallis, Graubünden, Tessin, Vaud und im Jura erhalten. Regionale Parks zum Ausspannen, Nachdenken und auch um Sport zu machen.

    Ich sehe unsere Zukunft, auch wenn einige Zürcher schwarz sehen, gar nicht schwarz. Komisch, dass immer jene am pessimistischen sind, welche am meisten haben, nicht?

    Die CVP wird genau in diese Richtung vorwärts machen, daran glaube ich ganz fest. Three cheers for New-Switzerland. God bless the swiss-alps. 😉 We must be grateful for every fault we discern. Clearing them is the very duty of the wise ones. Auch wenn es die perfekte Lösung nie geben kann. Denn jede Tat ist fehlerhaft. Das ist gut so, denn auch nach vier Generationen müssen die Menschen noch Herausforderungen haben, auch in der Schweiz.

    • Thomas Ernst sagt:

      @Rolf Schumacher
      Ja, ich glaube auch, dass die CVP in Richtung Pessimismus vorwärts machen wird. Sie ist ja auch auf sehr gutem Wege dazu!

      • Rolf Schumacher sagt:

        Wartens sies nur ab Hr. Ernst. Die CVP hat die letzten Jahre sehr gute Arbeit (ich spreche nicht von Show), sondern REIGIERUNGSARBEIT geleistet. Die CVP hat sich die letzten acht Jahre massiv verändert. Sie ist von einer konservativen Landpartei zu einer urbanen Mittepartei geworden. Ihre Verankerung in der Wirtschaft ist geblieben, ( ohne gesunde Wirtschaft funktioniert kein Sozialsstaat!) aber sie hat sich auch für Nachhaltigkeit und Einhaltung von Werten (Ethik und Moral) eingesetzt. Es darf verdient werden, es darf auch extrem viel verdient werden, aber es darf nicht verantwortungslos gearbeitet werden, damit man viel verdient. Die NACH¨-MIR-DIE-Sintflut Mentalität ist schlecht.
        Zudem hat die CVP erkannt, dass die Erhaltung der Landschaft (für das Volk als Naherholungsgebiet, die Landwirtschaft als Arbeitsfläche und die Zukunft (Bauprojekte) wichtig ist.
        Leuthard hat deshalb vor kurzem gesagt, dass verdichtetes Bauen unbedingt gefördert werden muss. Man kann in der CH einfach nicht in die Fläche bauen, man muss in die Höhe bauen dürfen. Zudem hat sie erkannt, dass der Pendlerverkehr nicht mehr unbeschränkt zunehmen kann (auf dem vorhandenen Strassen-. und Schienennetzt stossen wir an Grenzen). Gleichzeitig ist aber Flexibilität gefragt, d.h. wenn jemand in Bern wohnt, aber in Zürich eine Arbeit findet musss er halt pendeln.
        Das sind nun die Probleme, welche wir in Zukunft angehen müssen. Aenderung der Baureglemente (Ausnutzungsziffer muss aufgehoben werden). Und die Ballungszentren könnten mit einer Swissmetro verbunden werden.
        Die CVP will eine moderne, kompetitive und saubere Schweiz. Ein attraktiver Werk und Ausbildungsplatz und sie wird sich auch ganz stark für die Landschaft (Landwirtschaft, Ressourcen (Holz, Wasser), Tourismus) einsetzen und weiterhin für einen angemessenen Sozialstaat und Stärkung des Mittelstandes und der KMUs einsetzen.
        Sie hat gute Leute, von Pessimismus merke ich nichts. Die CVP hat Visionen für eine moderne Schweiz.
        Die CVP repräsentiert ein Gesamtpacket sie ist ganz bewusst keine Extrempartei. Sie ist weder der Grossfinanz, noch den Gewerkschaften, noch einem Herlibergergeneral, noch der Kriche verpflichtet, noch extremen Flower Power Utopien. Die CVP ist eine m. E: ganz vernünftige Mittepartei.

        • Thomas Ernst sagt:

          @Werbespeech-Schumacher
          Schön, dass wenigstens noch Sie für die CVP sind. Leider hat sich diese ehemals relativ gradlinige, wenn auch katholisch-papistisch durchseuchte Partei inzwischen primär als Anti-SVP-Linksanbiederungsorganisation geriert. Gutmenschentum, political correctness (ein anderes Wort wäre „Lügen“) statt Ehrlichkeit, etc. etc. Auch den CVP-Funktionären geht es 1. um die Prfünden und den Machterhalt, 2. um persönliches Einkommen, Auskommen und Bereicherung, und vielleicht 5. oder auch erst 10. um die Qualität der Schweiz als Lebensraum.

          Da helfen auch Ihre schönen und wohlmeinenden Worte nicht viel. Und an den Urnen haben wir’s eben grad gesehen. Aber – weil nicht sein kann was nicht sein darf (typisch CVP) blenden Sie das alles natürlich aus. Tja – wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

          • Rolf Schumacher sagt:

            Wir werden sehen Hr. Ernst. Der politischen Mitte gehört die politische Zukunft der Schweiz. Die Mitte besteht aus CVP, BDP und GL. Die Schweiz muss sich weiterentwickeln, die Zeit des Sonderbundskrieges ist schon lange vorbei. Die Schweiz lebt schon lange die christliche Oekumene. Uebers xenophobe SVP-Minarettverbot reden wir hier bewusst nicht. Aber ich glaube, dass die vier bereits gebauten Minarette in der Schweiz bedeutend weniger geschadet haben, als die vier UBS-SVP-Banker Ospel-Kurer-Spuhler-Blocher.
            Wir haben Glaubensfreiheit Hr Ernst, wir nehmen das ernst, Hr Ernst.

    • Peter Schmid sagt:

      Und Sie und Ihre Kinder leben dann noch selbsverständlich noch im grünen unverbauten Napfgebiet und werden dafür sorgen dass dort ganz bestimmt kein Land mehr eingezohnt wird….ihre positive Haltung gegenüber der völligen Zubetonierung der Schweiz in Ehren; glauben Sie denn wirlich dass es für die Schweizer Bevölkerung eine wünschenswerte Entwicklung ist wenn wir vor die Wahl gestellt werden; Beton-Silo, oder auswandern? Sind Sie in letzter Zeit ausserhalb des Napfgebietes wandern gewesen und haben alle zwei Minuten die nächste Wandergruppe gekreutzt? Das wird trotz verdichtetem Bauen ganz sicher nicht besser werden!

      Nicht jeder kann einer völlig zugebauten Schweiz so viel positives abgewinnen wie Sie, vor allem auch weil jeder weiss dass uns das Geld für den Ausbau der Infrastrukur fehlt (für die Swiss-Metro wär ich auch zu haben). Die Lösung? Mehr Steuern für den Bürger und sie haben bald einmal einen Volksaufstand à la Nordafrika an der Hand. Mehr Steuern für die Unternehem, und diese Wandern ab…. aber das würde ja auch wieder einige Probleme lösen….

      • Rolf Schumacher sagt:

        Ich habe 1 Kind und werde bewusst nicht mehr haben wollen. Ich lebe in einer Agglomeration in einem Wohnblock. Wir brauchen zu dritt 90m2 Platz. Am Fuss des Napf habe ich eine schöne, wilde Kindheit verbracht, ich kenne die Gegend und liebe sie als Naherholungsgebiet.

        A propos Wandern. Ich kenne extrem viele Touren und mir begegnen wenig Menschen. Wenn sie an Pfingstsonntag bei schönem Wetter auf den Gurten wandern, ist es normal, dass ihnen viele Wanderer begegnen. Gehen sie aber mal an Randzeiten oder bei schlechtem Wetter auf den Gurten und sie werden staunen, wie einsam man auf dem berner Hausberg sein kann. Zudem gibt es tausende von abgelegenen Gebieten die es zu entdecken gibt, Nicht nur das Napfgebiet ist ein solcher Ort, Hogant-Eriz-Kandertal-Chiental-Schwarzenburg-Schwarzsee-………….es gibt tausende von Naherholungsgebieten in der Schweiz, tausende.
        Zeigen sie mal einen Entlebucher, oder einen Appenzeller Journalist, welcher über die Ueberbevölkerung in der Schweiz jammert. Sorry das Geschwafel kommt vor allem aus dem verwöhnten Stadtkanton Zürich. Und wenn es in Zürich stinkt, dann stinkt es in der ganzen Schweiz, auch wenn ausserhalb Zürich nichts zu reichen ist und das stinkt hier im Berner Oberland vielen gewaltig.
        Nächstes mal vielleicht statt von Kloten nach NYC zu reisen, wäre ein Abstecher ins Gasterental angebracht. Loepfe hätte da hinten sicher nie so ein Buch schreiben können, hätte er es trotzdem versucht, hätte er die letzten Kapitel wahrscheinlich in Münsingen fertig schreiben müssen.

        • Peter Schmid sagt:

          Obwohl es ja bei Ihnen keine grossen Sinn zu machen scheint, aber noch einmal. Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung lebt nun einmal in dem sich sehr schnell zubetonierenden Mittelland und diese Kinder werden nie eine wilde Kindheit wie Sie sie noch erleben durftern erfahren.

          Wir müssen uns wohl darauf Einigen dass Sie ganz offensichtlich in irgend einer Weise von der PFZ profitieren oder davon profitiern zu hoffen (noch irgendwo nicht eingezontes Land?). Die Mehrheit der Schweizer (nicht nur aus Zürich, was haben Sie eigentlich gegen diesen Kanton? Sie haben schon mitbekommen dass ich nicht in Zürich – nicht mal im Kanton – wohne?) tut das nicht.

          • Rolf Schumacher sagt:

            Ich habe nichts gegen Zürich. Aber wenn die schweizer Wahrnehmung nur auf Zürich-Genf-Basel und Umgebung fokussiert ist, dann habe ich mühe. Die USA bestehen ja auch nicht bloss aus NYC-Los Angeles und Chicago.
            Um verdichtetes Wohnen kommen wir nicht herum, basta. In der Schweiz ist jeder m2 eingezontes Land. (Landwirtschaftszone ist auch eine Zone, nicht wahr?). Sogar in Kanada und Australien gibt es mittlerweilen kaum mehr wirklich freie Flächen, damit müssen wir uns abfinden. Wie es ausshiet, wenn dereinst die Gletscher in Grönland geschmolzen sind, weiss ich nicht. Vielleicht wird es da einmal nicht eingezontes Land geben. Aber kaum lange, denn das würde sicher sehr schnell von China, Indien, USA oder sonst einer Wirtschaftsnation aufgekauft werden. In Afrika herrscht ebenfalls ein perverser Landausverkauf.
            Nochmal
            Zürich ist ein schöner Kanton, aber er ist nicht die Schweiz. Auch das Mittelland ist bloss ein Teil der Schweiz.

  • Urs Brock sagt:

    Kommt noch dazu das viele Gesellschaftliche Probleme ihre Ursachen tatsächlich in der sich immer weiter öffnenden Schere der Einkommens- und Vermögensverteilung haben…

    die OECD stellt fest…

    http://www.oecd.org/document/53/0,3343,en_2649_33933_41460917_1_1_1_37419,00.html

    Mehr Ungleichheit trotz Wachstum? – Einkommensverteilung und Armut in OECD-Ländern

    http://www.oecd.org/document/28/0,3746,de_34968570_34968855_41474972_1_1_1_1,00.html

    The gap between rich and poor and the number of people below the poverty line have both grown over the past two decades. The increase is widespread, affecting three-quarters of OECD countries. The scale of the change is moderate but significant.

    The rise in inequality is generally due to the rich improving their incomes relative both to low- and middle-income people.

    Und nun wie geht’s denn weiter? Die ungleichheiten werden verursacht u.a. durch Abgaben und Steuern die Degressiv berechnet oder sogar ganz eliminiert werden. Dazu kann man sich mal mit der Schweizersichen Steuergesetzgebung befassen die in den vergangenen +15 Jahren die hohen und höchsten Einkommen und Vermögen laufend weniger belastet hat wärend die unteren mehr belastet worden sind.

    Die Mehrbelastungen ergeben sich u.a aus Kopfsteuersystemen, Pauschalgebühren und Abgaben, Abgaben und Steuerplafonierungen, Pauschalbesteuerung, Persönliche Steuerabkommen, verlagerung der Belastung auf indirekte Steursysteme wie die MWSt, Streichen von Abzugsmöglichkeiten bei den Steuern, Progressionsanpassungen…

    Alle diese Massnahmen schützen die hohen und höchsten EInkommen und vermögen vor Belastungen wärend die Einkommen aus Arbeit stärker belastet werden. Würde man sich endlich mal auf andere Finanzierungsfundamente einigen wäre auch die Einwanderung kein grösseres Problem. Leider aber werden die negativen Konsequenzen einfach an die Beschäftigen ausgelagert die sich fortan mit der überlasteten Infrastruktur herumschlagen müssen…

  • Ende EU sagt:

    Der Fehler im Buch ist offensichtlich und beabsichtigt: Die bilateralen Verträge werden als unumgängliches Übel dargestelt. Fakt ist jedoch, dass vor den Bilateralen alles besser war. Sowohl innen- als auch aussenpolitisch. Das Freihandelsabkommen von 1972 mit der EU wird als nicht existent dargestellt. Es braucht die bilateralen Verträge nicht.

  • Muster sagt:

    Löpfe fällt immer wieder als staatsgläubiger, linker Autor auf. Wie üblich ist er auch in diesem Buch negativ gegenüber dem Steuerwettbewerb eingestellt; denn der interkantonale und interkommunale Wettbewerb dämpft die Steuerlast. Linke pflegen immer neue Steuern und Abgaben zu erfinden oder bestehende wollen sie erhöhen: Denn viele Linke arbeiten direkt bei der öffentlichen Hand oder im sog. Kulturbereich, der ebenfalls von den Steuerzahlern lebt. Gegenüber den Muslimen ist er positiv eingestellt, wie die meisten Linken: unerklärlich ist warum, pflegt doch kaum eine der grossen Religionen eine derart frauenfeindliche Einstellung wie jene der Muslime. Vielleicht weil sie so unschweizerisch ist? Kritische Meinungsäusserungen zu seinen Artikel pflegt er jeweils zu löschen.

    • Anh Toan sagt:

      @Muster: Ja genau, wir Schweizer sind stolz darauf, als eine der ersten Nationen der Welt das Frauenstimmrecht eingefuehrt haben, das Familienrecht (Der Mann ist das Haupt der Familie) wurde etwa gleichzeitig mit der Anerkennung des heliozentrischen Weltbild der katholischen Kirche angepasst. Die Katholen haben dafuer seit Galilei etwa 500 Jahre gebraucht, waehrend wir Schweizer uns in weniger als hundert Jahren, also nicht einmal fuenf Generationen den ersten breiteren Emanzipationsbewegungen angepasst haben. Sie haben absolut recht, sehr geehrter Herr Muster, Frauenfreundlichkeit ist eine typisch schweizerische Einstellung, darum ist die SVP fuehrend in frauenpolitischen Anliegen in der Schweiz.

  • Schuchig, Egolf sagt:

    Eine Frage der Wahrnehmung: die Einwanderer sieht man, jedoch die die sie holen sieht man nicht. Noch interessanter: diejenigen die Einwanderer jetzt für ihre politischen Kampagnen missbrauchen, beschäftigen diese auf der anderen Seite in ihren Firmen – wie viel Ausländer arbeiten bei der EMS-Chemie? (sehr Viele!) Hier könnte man sagen es bedeutet im Falle von Herrn Blocher, Wasser predigen, aber selber Wein trinken.

  • Peter Schmid sagt:

    Herr Läubli, die Zuwanderung in die Schweiz ist weit über dem Level der weltweit jährlichen Bevölkerungszuhname. Und natürlich kann eine solche Masseneinwanderung für ein Land negativ sein. Auch wenn weltweit die Bevölkerung abnehmen würde, hätte dies keine Einfluss auf die negativen Folgen einer Masseneinwanderung in ein kleines Berg-Land.

    Ich würde sogar behaupten, da ja die meisten Einwanderer der letzten Jahre aus einem westlichen industrialisertem Land mit abnehmender Bevölkerungszahl kommen, dass die derzeitige Masseneinwanderung in die Schweiz nur sehr wenig mit dem weltweiten Bevölkerungswachstum zu tun hat.

    Und gemäss Ihrer Logik dürfen deshalb dürfen wir Schweizer nun die negativen Folgen (obwohl nun mittlerweile ein grosser Teil der Bevölkerung direkt betroffen ist) dieser Masseneinwanderung nicht mehr benennen. Denn sonst wären wir ja alles Rassisten…….. ehrlich manchmal kann ich nur noch den Kopf schütteln.

    • Rabe sagt:

      Sie haben Herrn Läublis Text nicht genau genug gelesen. Er sagt nicht, die Einwanderung zu kritisieren sei per se rassistisch, sondern dies sei dann der Fall, wenn man nicht gleichzeitig auch die globale Bevölkerungszunahme in die Überlegungen miteinbezieht. Ihre Aussage, dass Deutschland (ich nehme jetzt mal an, dass dies das Land ist, welches Sie nicht explizit benennen, sondern umschreiben) eine Bevölkerungsabnahme erlebt, möchte ich zudem bezweifeln, denn wie erklären Sie sich, dass dort genau dieselben Probleme bezüglich Einwanderung wie hier diskutiert werden?
      Ich finde die Punkte 2 und 3 von Herrn Läubli durchaus bedenkenswert, auch wenn ich nicht unbedingt der Ansicht bin, dass damit die Ansichten der beiden Buchautoren automatisch auf den Kopf gestellt werden.
      Meine Befürchtungen gehen eher in die Richtung, dass die ganze Sache letztlich nicht zu durchschauen ist. Die einen profitieren direkt, die anderen indirekt, die Verlierer gibt’s auch in diesen zwei Sorten, sodass es sein kann, dass ich zwar direkt davon profitiere, indirekt aber zu den Verlierern gehören kann, ohne es zu merken, resp. ohne den Zusammenhang zu sehen. Oder umgekehrt. Die Frage, wie es bei einer anderen Art der politischen Ausrichtung bez. Einwanderung aussähe, ist noch schwieriger, also gar nicht zu beantworten, was es nicht einfacher macht. Es kann sein, dass es einen rel. grossen Anteil an direkten Verlierern geben wird (und nur das, was die Menschen direkt erleben, nehmen sie auch wahr), denen es irgendwann den Deckel lupft, mit unabsehbaren Konsequenzen. Es kann auch sein, dass man dann durchaus Verständnis dafür haben kann, nur, was wir dann nicht wissen werden, ist, ob es anders besser gekommen wäre. Die Menschheit macht zwar die Geschichte, aber der einzelne Mensch war schon immer nur ein Spielball der Geschichte und insofern ohne jeden Einfluss.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Der Schweiz geht es sehr gut, sie ist ein unglaublich attraktives Land. Dass viele Menschen versuchen in unser Land zu kommen versteht sich. Es ist an der Politik einen guten Mittelweg zu finden. Die Grenzen einfach zu betonieren wie es die Lega Ticinese vroschlägt ist einfach nur dumm. Es braucht eine harte Hand in der Asylpolitik (Nause Reto darf zum Beispiel die nächtliche Dealerei vor der Reitahlle nicht akzeptieren). Zudem müssen knallhart die Kosovaren in ihr freies Land zurückkehren. Man sollte sich sogar überlegen, ob man die Renten der Ausländer auch auf das Lohniveau ihrer Heimatländer herunterstuft. Es sollte mehr Saisonarbeiter geben und der Familiennachzug darf nicht mehr automatisch erfolgen. Kriminelle müssen sofort ausgeschafft werden und sollten nicht noch einen Fussballclub (Xamax) kaufen dürfen.
      All diese Dinge sollen sachlich in der Politik und in Tageszeitungen diskutierte werden. Bücher darüber zu schreiben, um die Massen so auf ein Tehma einzuschiessen, so wie es Tilo Sarazzin tat, finde ich mehr als nur bedenklich.
      @Taric trent: Ganz genau, die 1 Kinderpolitik sollte auch bei uns gefördert werden. Die indischen-tamilischen Extralargefamilien dürfen nicht einfach so akzeptiert werden.
      @Reber Schmarotzer müsen hart angegangen werden, da haben sie recht. Es ist aber ganz gefährlich Afrikaner pauschal als Sozialparasiten abzutun. Man muss jene ausschaffen, die keine Verantwortung übernehmen. Es gibt (gerade in der Westschweiz) auch Afrikaner die sich hervorragend und absolut verantwortungsbewusst in unsere Gesellschaft eingegliedert haben. Vorurteile und Pauschalverurteilungen sind bringen nichts. Es braucht der politische Wille zum Durchgreifen, das Durchgreifen darf auch von Schweiezrn, welche das Sozialsystem misbrauchen nicht halt machen. Ein nicht kompetitiver Staat kann auch keine guter Sozialstaat sein, da gebe ich ihnen Recht.

      • Urs Brock sagt:

        Hr. Schumacher, trotz ihrer ausführlichen Argumentation… bewegen Sie sich mit ihren Vorschlägen bereits im Bereich einer braunen Suppe…

        1. Kindpolitik in China ist ein Desaster giganischen Ausmasses.
        Die Renten den Lebenshaltungskosten im Ausland anpassen wo doch die Leute ihr Leben lang einezahlt haben? Geht’s noch…
        Was bitte sind Schmarotzer? Der Sozialabhängige, der IV Renter oder die Steuerhinterzieher die es sich in den OECD legtimierten Steuroasen gemütlich machen, ihren Reichtum aber mit der hiesigen Infrastruktur gerafft haben?

        • Rolf Schumacher sagt:

          Die einzige braune Supe die ich kenne ist die Baslermehlsuppe und die ist lecker.
          M. e. muss die AHV eine soziale Institution bleiben. Es kann also nicht sein, dass ein Rentner bei uns nur knapp über die runden kommt, aber einer der im Kosovo lebt mit demselben Geld wie ein Lokalfürst leben kann. Die Aufgabe der Rente ist es ein Minimum für den Lebensunterhalt bereitzustellen. Nur so können wir gewährleisten, dass auch in Zukunft alle eine AHV Rente beziehen. Einer der in Thailand lebt, soll eine bedeutend tiefere Rente kriegen, als einer der in der Schweiz lebt, alles andere ist ungerecht.
          Ein Sozial-Schmarotzer ist einer, der von der Arbeit der anderen lebet, auch wenn er selber arbeiten könnte. Ein Sozialschmarotzer ist der, der verantwortungslos mit den Ressourcen des Sozialstaates umgeht.
          Wer das Sozialsystem misbraucht, schadet allen, damit habe ich mühe.
          A propos Steuerhinterzieher. Wir haben unsere Gesetze. Die sollen eingehalten werden. Unsere Banken müssen aber sicher nicht im Auftrag der EU Fiskalpolizei spielen. Der Nachweis der Steuerhinterziehung muss aus dem Land der Kunden kommen, nur dann soll Rechtshilfe gewährleistet werden. IN DUBIO PRO REO, alles andere ist Willkür. Und falls sie offen Steuern hinterziehen wollen können sie das in den USA und UK sehr einfach. Die Trusts bieten sich dazu ebeneso an, wie einige Bundesstaaten der USA und zb die englischen Kanalinseln. Der schweizer Finanzplatz arbeitet äusserst vorbildlich mit den ausländischen Behörden zusammen. Die USA, UK, Singapore, China, Russland sind viel unberechenbarer.

          Guten Wochenanfang noch.

          • Anh Toan sagt:

            @Rolf Schumacher: Ziehe ich als Rentner nach Japan, bekomme ich dann mehr Rente?
            1-Kind Politik fuert zur Abschaffung der Familie: Ohne Geschwister gibt es auch keine Tanten und Onkel, keine Cousin und Cousinen. Familie ist mehr als Vater/Mutter/Kind und zwei exklusive Paare Grosseltern fuer jedes Kind. Sind die Eltern/Grosseltern reich, wird das einzige Kind verwoehnt, sind sie arm oder krank, wird das Kind spaeter mit der Unterstuetzung Betreuung etc. (in CH ueber AHV und KK) ueberdfordert. Was nicht heisst, dass eine 1-Kind-Poklitik zwingend das groessere Problem ist, als eine aus Geburtenueberschuss resultierende Bevoelkerungsexplosion. Kann mich noch gut ans Schimpfwort „Einzelkind“ aus meinen WG-Zeiten fuer unsoziales Verhalten errinnern.

          • Rolf Schumacher sagt:

            Sehe ich nicht ganz so. Die Bevölkerung kann nun mal nicht andauernd wachsen. Deshalb sollte der Trend ganz klar weg von Grossfamilien gehen. Man kann ein Einzelkind sehr gut aufziehen. Gehen sie mal in die Grossfamilien nach Italien, Spanien oder Nordafrika und sie werden sehen, dass eine Grossfamilie auch zu einer massiven Belastung werden.
            Es ist dumm paschal zu sagen Grossfamilien seine die bessere Variante, um Kinder aufzuziehen. Es gibt gute Beispiele von Grossfamilien und auch 1 Kind Familien. Die Welt verlangt aber momentan ganz klar die Entwicklung hin zur Einkindfamilie. Wer jetzt schreit, wer soll dann all die Alten einmal ernähren, dem kann ich nur entgegen halten, dass in der Politik der Altenbetreuung und auch Selbstverantwortung viel getan werden musss. Momentan kann man mit der Betreuung betagter Menschen viel Geld verdienen, das finde ich problematisch. Die Zukunft muss der Jugend gehören, die ältere Generation muss immer Abstriche machen, das ist das natürlichste der Welt.

            Schauen sie sich dei Bevölkerungsentwicklung der Grossfamilen liebenden Länder, wie Indien, Bangladesch, Nordafrika, Schwarzafrika etc an. Was haben diese Kinder in diesen Ländern für Perspektiven? Unter Google Bevölkerung sehen sie die Demographische Kurve jedes eingegebenen Landes. Vielen Kindern in benannten Ländern bleibt nichts anderes übrig, als auszuwandern und das Glück anderswo zu suchen. Die Schlepperbanden machen so ein dickes Geschäft und in den industrialisierten Ländern verdienen die Sozialarbeiter, Anwälte, Administration am Problem der Wirtschaftsflüchtlinge. Ein anderes Problem dieser unkontrollierten Entwicklung ist die Ghettoisierung der immigrierten Grossfamilien, wie ZB in Frankreichs und Spaniens, Indiens, Nordafrikas aber auch in den US- Grossstädten.
            Sorry, wenn man Kinder liebt, muss man ihnen auch eine echte Chance geben. Kinder sind weder eine Altersvorsorge, noch billige Mitarbieter noch Zeitvertrieb für Arbeitslose.
            Kinder sind das schönste der Welt, aber Kinderhaben ist auch mit einer ganz grossen Portion Verantwortung verknüpft. Es ist auch nicht Aufgabe des Staates (wie viele Immigranten, aber auch Einheimische in unserem Land meinen) die ganze Verantwortung abzunehmen.

          • Anh Toan sagt:

            @Rolf Schumacher: Es gibt ja nicht nur 1 Kind und 10 Kinder, ausserdem wollen viele nicht mal 1 Kind. Wie soll in einer Demokratie die Zukunft der Jugend gehoeren, wenn die Alten die Mehrheit sind. Dies ist genau das Problem der Schweiz, das Thomas Meier weiter oben anspricht: Die Demokratie wird zur Gerontokratie: Die Alten sitzen auf den steuerbeguenstigten Vermoegen (Wohneigentum mit Hypozinsabzug, Energiesparmassnahmen bei 140m2 fuer 2 Personen) und lassen sich von den Jungen subventionieren (PK-Rente mit 7,2% Umwandlungssatz, KK, AHV, Rentenabzug bei Steuern, SBB-Verguenstigungen etc. etc), und ueberlassen die Finanzierung von Arbeitslosen und Erwerbsunfaehigen auch den Jungen.

          • Rolf Schumacher sagt:

            Wie soll es weitergehen, wenn ein Haufen Alte und nur wenig junge eine Gesellschaft ausmachen.
            Die Indianer haben es ganz natürlcih gemacht. Fühlte sich einer alt und müde, zog er sich aus dem Gesellschaftsleben zurück, überliess das Feld den Jungen und starb.
            Heute geben wir Milliarden von Franken aus um, um jeden Tag Leben zu kämpfen. Wir brauchen täglich Spitex, einmal wöchentlich den Arzt und besetzen als alleinstehender betagter Mensch ein ganzes Einfamilienhaus.
            Rücksicht müssten die älteren Menschen nehmen, ganz einfach Ahn Toan, Rücksicht. Sehr wohl könnte eine überalterte Gesesschaft funktionieren. Aber wenn natürlich jeder im Kopf hat sich möglichst mit 50 jahren frühpensionieren zu lassen und bis dahin soviel Geld wie möglich auf zusammen zu raffen, sind meine Gedanken völlig wertlos.
            Einmal mehr scheitert die Machbarkeit an den Schwächen der Menschen.

          • Anh Toan sagt:

            @Rolf Schumacher: Das wirkliche Problem laesst sich nicht mit Ruecksicht loesen: Alte Menschen wollen keine Veraenderung, sind sie in der Mehrheit, gibts keine Entwicklung. Ich lebe in Vietnam, weil es hier viele junge Menschen gibt, die Neues nicht als Bedrohung sondern als Bereicherung betrachten. Das Stimm- und Wahlrecht koennte man aber 14 jaehrigen schon geben, zum Ausgleich fuer die 90jaehrigen, denen der Pfarrer oder die Tochter(oder direkt der zu waehlende Politiker) beim Ausfuellen des Zettels hilft. Ich kann halt gar nichts mehr sehen….Immerhin koennen 14-jaehrige die Wahlunterlagen lesen.

      • Peter Schmid sagt:

        @Rabe. Ich habe Ihnen gestern hier die Links zum Bundesamt für Statistik in Deutschland sowie die der Schweizerischen Eidgenossenschaft, die meine „Behauptungen“ unterstützen, herausgesucht und kopiert. Aber leider hat es der Zensurist nicht für nötig Befunden die Links zu prüfen (dann hätte er eigentlich herausgefunden dass die Links ’sauber‘ waren und auf offizielle Seiten von zwei Staaten führten), sondern hat sie der Bequemlichkeithalber einfach gelöscht.

        Ich würde Ihnen aber Anraten dass Sie sich die Statistiken selber mal Anschauen.

  • Thomas Läubli sagt:

    Ringier und Tamedia – da kann ja heute nix Gescheites mehr dabei rauskommen. (1) Die Zuwanderung als negativ zu bewerten, ohne die globale Überbevölkerung zu kritisieren, ist fremdenfeindlich und rassistisch. (2) Den Fokus nur auf das Wirtschaftswachstum zu legen, ist heute obsolet. Zum einen sind (a) ökonomische Kriterien wie andere geisteswissenschaftliche relativ (ich erinnere an das Geschrei über die Studie der Uni zum demokratischen Level der Schweiz) und zum anderen werden andere Faktoren, welche Vorteile & Chancen die multikulturelle Gesellschaft bringt, ausser Acht gelassen. (3) Ob die heutigen Probleme nicht vielmehr mit der Unterschicht generell (Stichwort: Verdrängungskampf am Arbeitsplatz) und den Privilegien der Superreichen zu tun haben, müsste ebenfalls untersucht werden. (4) Ferner sollten Journalisten im Zeitlalter von Wikileaks und des Lobs von Whistleblowern offenlegen, welche Partei sie wählen.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Thomas Läubbli. Guter Kommentar bis auf den letzten Punkt. Journalisten sollten offenlegen von welcher Partei sie den Auftrag zum schreiben eines Buches erhalten haben. Was sie wählen geht uns nichts an.
      Wenn einer etwas im Austrag einer Partei tut, dann soll es auch so deklariert werden. Früher war das ganz klar, da gab , linke, liberale, konvervative Zeitungen. Heute ist das kaum (ausser Weltwoche) mehr so zum Glück. Aber wenn einer ein Auftragsbuch schreibt, dann muss er dazu stehen, wer sein Auftragsgeber ist, meine ich.

  • Martin Kreidel sagt:

    Nachdem von den Herren Vontobel beim „Blick“ und Löpfe hier schon mehr als genug oberflächliche Plattitüden zu Wirtschaftsthemen abgesondert wurden, halten sie sich also nun für berufen, ein Buch zu veröffentlichen, das Ist-Zustände beschreibt, die jeder, der sich in der Schweiz aufhält, sowieso längst sieht, und darauf zu verweisen, wie sehr man sich bemüht hat, nicht in´s rechtsnationale Fahrwasser zu gelangen, welches dann aber genau mit den getroffenen Äußerungen bedient wird.

    Davon abgesehen, daß es weder möglich noch hilfreich ist, die Überfremdungsangst anhand von Zahlen wissenschaftlich widerlegen zu wollen – denn sie ist nuneinmal da und sie ist auch nachvollziehbar – müßte bei einer echten Analyse mehr herauskommen als Schuldzuweisungen z.B. an die deutsche Wirtschaftspolitik seit der Wiedervereinigung. Oder die Einführung bzw. Ausdehnung der PFZ und deren Koppelung an die bilateralen Verträge.

    Die verfehlte Siedlungspolitik, die gierige Erhöhung von Mieten, die Überlastung des ÖPNV, das nach wie vor stattfindende Anwerben ausländischer Arbeitskräfte durch schweizer Firmen sind zunächst einmal auf den Mist der schweizerischen Wirtschafts- und Bildungspolitik gewachsen. Diese kann man hinterfragen, tut es aber noch nicht. Denn bislang hat in starkem Maße die Wirtschaft das Sagen, die eben doch profitiert hat. Nun, da man merkt, daß deshalb noch nicht die ganze Schweiz profitiert hat, muß es schweizerische Lösungen geben – das Buch bleibt Vorschläge schuldig, der Bundesrat, mehr oder weniger eine Lobbyisten-Clique, hat keinen Mut, die Wirtschaft will so weitermachen wie bisher, und wie an den Lesermeinungen in den online-Foren unschwer zu erkennen ist, kocht die Volksseele derweil hoch und der doch angeblich so sehr an den schweizer Interessen interessierten Volkspartei fällt wiederum nichts anderes ein, als „die Ausländer“ zu verteufeln. Mit dem Verweis, man sei seinerzeit bei der Abstimmungsvorlage zur PFZ „angelogen“ worden, zeigt man wieder nur mit dem Finger auf andere.

    Innerhalb der Schweiz kann man von mir aus zeigen, auf wen man will, aber es ging wohl in der schweizer Wohlstandsblase zu lange zu gut (unter anderem, weil fertig und teils teuer in ihren Heimatländern Ausgebildete angezogen wurden, die sofort in schweizer Sozialsysteme einzahlen aber sie doch kaum belasten), als daß man sich noch einiger Fakten erinnern würde, die doch in der Schweiz und nicht im bösen Ausland geschaffen wurden. Soll man doch PFZ kündigen und alle, die keinen Job mehr haben, sofort ausweisen, sofern man dann bereit ist, die Konsequenzen nicht nur zu diskutieren, sondern auszuhalten – und das ist man nicht, die sich ewig im Kreis drehende Diskussion beweist es deutlich.

    WO IST DENN NUN DER SOUVERÄN? WO IST DER RUNDE TISCH MIT ALLEN BETROFFENEN? WO IST DIE EINHEITLICHE STIMME, MIT DER MAN GEGENÜBER DEM AUSLAND AUFTRITT?

    Das besagte Buch der selbsternannten Fachleute taugt dazu gar nichts.

  • Robert Müller sagt:

    Aufwachen bitte! CH=Wirtschaftsdikatatur, Demokratie=Volklore. Oder glaubt hier im Forum allen Ernstes jemand, dass gegen die Einwanderung etwas unternommen wird? Spuhler&Co wollen weiterhin günstig produzieren und dick kassieren. Eure Initiativen werden von euren „Volksvertretern“ in Bern solange gedeichselt, verzögert und ins Gegenteil verdreht (vgl. Abzockerinitiative, Steuergerechtigkeitsinitiative), wie’s den wahren Herren in diesem Unschuldsland in den Kram passt.

    • Simon sagt:

      Genau. Ob ihr eine Stunde länger im Stau stecken bleibt interessiert einen Spuhler&Co einen Dreck, Hauptsache die Kasse stimmt. Ausserdem kann er mit Privatjet jederzeit der helvetischen Enge entfliehen und in einer Privatfinaca auf Mallorca oder so relaxen – schöne Orte gibts überall auf der Welt – und in der Schweiz werden’s immer weniger weil dieses Land zum Kuppelplatz der Welt verkommt.

  • Rolf Schumacher sagt:

    Jene die angst vor dem Fremden haben, sind sich selber am fremdesten.

    Das Buch ist ein gefährliche 1-Augustwahkampfpetarde. Das Problem sind nicht nie die Fremden, sondern immer die Einheimischen.
    1) Zersiedelung. Wieviel Platz beansprucht ein durschnittlicher Schweizer, wieviel ein durchschnittlicher Gastarbeiter. Sind es vor allem Fremde, welche im Grünen wohnen? Hat Löpfe diese Zahlen, oder schreibt er einfach im Auftrag?
    2) Lohndruck: Wenn der Lohn gedrückt wird, hat unsere Politik versagt. Mindestlöhne sollten eingehalten werden. Das muss aber auch für die Polen und Rumänen gelten, welche auf SVP treuen Höfen (im Schatten) arbeiten.
    3)Ueberalterung ist ein enormes Problem der Schweizer. Katastrophal ist vor allem auch, dass viele sich vom Staat durchfüttern lassen und ihr Geld geschickt lange vor dem teuern EInzug in ein Altersheim den Kindern (für die steigende Zersiedelugn der Schweiz) verschenkt haben. Wir werden grösste Mühe haben in 10 Jahren die anfallenden Pensionierten durchfüttern zu können, vor allem wenn eine Pensionskasse nach der anderne kollabieren wird. Denn besser und ehrlicher als die UBS-Barone werden die Pensionskassenchefs unser Vermögen kaum verwalten. Falls doch, bin ich positiv überrascht. AUch dieses Problem hat gar nichts mit den Ausländern in der Schweiz zu tun.
    4)Wenn Asylanten und Illegale in der Schweiz durchgefüttert werden, hat der Staat versagt. Wenn Löpfe zb gratis in der Migros essen kannn und auch noch ein Bett angeboten erhält, ist es doch völlig absurd wenn die Migrosangestellten und der konservative Teil deren Führung, dann gegen Löpfe wettern würden.
    5) Wir werden extrem viele Arbeiter brauchen. Denn der gut ausgebildete Schweizer macht viele Arbeiten nicht mehr. Fabrikarbeiter, Strassenbau, Spital, Gastronomie, Landwirtschaft etc funktioniert ohne Gastarbeiter nicht. Man müsste auf das System Saisonarbeiter zurückgreifen.
    6) Immobilienpreise. Es sind sicher die armen Einwanderer, welche die teuren Zürcherwohnungen mieten? Welch ein Schwachsinn, welch ein Blödsinn, versucht uns da Löepfe zu verkaufen? Und Loepfe wie ist es mit den Exilschweizern in Thailand etc. Rechnen sie mal durch wer wo mehr Schaden anrichtet, bezüglich Immobilienmarkt.

    Grund an einer Misere sind nie die Fremden, sondern immer die Eigentümer.
    Es ist billig von einem Journalisten wie Löpfe ein solches Buch zu schreiben, nur weil in Zürich die Immobilienpreise derart explodieren. Der Immobilenmakrt boomt, weil die Gier der Menschen unendlich gross ist. Es sind die gutbetuchten, die die Preise explodieren lassen und die Schweiz ist so ziemliche das reichste Land der Welt.
    Es ist schick in Immobilien zu investieren. Löpfe sollte lieber ein kritisches Buch über die Gier der Menschen schreiben (Immobilienhaie in Zürich, Pensionskasseninvestements in Spanien (fragen sie mal in Spanien nach, was da eine Wohnung kostet und wieviel ein Spanier im Durchschnitt verdient. Oder schreiben sie mal ein ehrliches Buch über die bescheidenen, patriotischen Sparer am Herrliberg ohne sich für deren Propaganda vor den Karren spannen lassen.
    Aber eben, man will mit fressen am Tisch der Ueppigkeit, auch als Journalist und wenn man dazu auf die armen Hunde unter dem Tisch eindreschen muss (weil der Gastgeber dies so will) ist das einfach, denn diese Hunde haben keine guten Anwälte, man hat also nichts zu fürchten.

    Ae Gutä Löpfe.

    • Peter Schmid sagt:

      1) Und die 80’000 Neuzuzüger pro Jahr wohnen natürlich in einem 1-Zimmer Erdloch von wo aus sie sich direkt zum Arbeitsplatz beamen? Sorry Herr Schuhmacher, aber die Schweizer Strassen sind voll von Pendlern mit D-Nummern. Nicht nur über die Grenze, sondern auch von der Innerschweiz, dem Aargau und dem Thurgau nach Zürich und wieder zurück. Wenn man bedenkt dass ein sehr grosser Anteil der neu Eingewanderten inzwischen eine CH-Nummer hat, ist der tatsächiche Anteil der ausländischen Pendler weit über dem sichtbaren. Soviel zu Einwanderen die gemäss ihnen natürlich nie im Grünen wohnen würden.
      Seit der Einführung der PFZ musste die Schweiz jedes Jahr eine Stadt in der Grösse von Thun, ausschliesslich für diese Einwanderer bauen. Nun zu behaupten die Zersiedelung sei nur wegen den Schweizern (die sich natürlich selbstverständlich alle ein Haus leisten können) ist eine Frechheit!

      2) Was nützt es einen Mindestlohn von 4’000 Franken einzuführen, wenn es hauptsächlich die Löhne des Mittelstandes sind, die unter der EU-Einwanderung leiden?? Der grösste Teil der Zuwanderer aus der EU komt aus Deutschland, dagegen sind die paar „Polen und Rumänen“ bei den Bauern Peanuts. Wissen Sie eigentlich wieviele Deutsche in ihrer Bewerbung schreiben „der Lohn spielt keine Rolle“, und „ich arbeite auch gerne für weniger“. Bei uns im Betrieb ist dies bei ca. 2/3 der Bewerbungen aus dem Ausland der Fall.

      3) Wie genau hilft es der Schweiz wenn innerhalb 4 Jahre über 350’000 Leute einwandern die dann zwar zum grössten Teil in unsere Sozialwerke einzahlen, aber wegen denen dann in der nächsten Generation noch x-fach mehr gezahlt werden muss? Die Sozialwerke lassen sich nicht durch ein Schneeball-system retten!
      Ja, es hätte ein paar magere Jahre gegeben, aber die Struktur der Schweizer Bevölkerung hätte sich mit der Zeit eingependelt. Nun hat man durch eine völlig übermässige Masseneinwanderung die ganze Problematik noch verschärft, immerhin müssen spätestens in 20 Jahren nun noch hundertausende mehr „durchgefüttert“ werden. Woher das Geld dazu dann kommen wird wage ich mir gar nicht vorzustellen.

      4) Hier stimme ich Ihnen zu. Die bestehenden Gesetzte müssten in der Schweiz endlich rigoros angewendet werden. In keinem anderen Land werfen so viele Asylanten den Pass weg und erhalten dann als „Sans-Papiers“ noch Staatshilfe.

      5) Dies ist nun mal ein Rattenschwanz. Je mehr Einwanderer, desto mehr Bautätigkeit (nicht nur Wohnen, sondern auch Infrastruktur). Komischerweise hatte es vor der PFZ und der damit verbundenen Masseneinwanderung auch schon immer genügend Leute für diese Jobs. Momentan ist übrigens die Arbeitslosenquote bei den schlecht Ausgebildeten besonders hoch.

      6) Wieso denken Sie eigentlich dass die Einwanderer arm sind? Denken Sie wirklich dass die englischen und amerikanischen Manager in einem billig-Wohnsilo wohnen? Ja, fragen Sie doch einmal bei den Wohnungsvermittlern in Zürich an. Es ist nun mal in der Tat so dass viele der Mitteslstands-Wohnungen an Einwanderer aus D, UK und USA gehen.

      Und zu guter Letzt; jeder der (notabene freiwillig) in die Schweiz gekommen ist hat dies aus eigenen (meistens finanziellen) Gründen getan. Wie war das noch mal mit der Gier und mit dem „fressen am Tisch der Üppigkeit“? Denken Sie etwa das gelte nur für Schweizer?
      Es gibt in der Tat einen sehr kleinen Prozentsatz der Schweizer die von der Masseneinwanderung profitiert haben, wahscheinlich sind es diesselben die uns im Vorfeld der Abstimmung der PFZ angelogen (es wir zu keiner Masseneinwanderung kommen, im Notfall würden wir die Ventilklausel anwenden, unsere Löhne werden nicht tangiert werden…..), und gedroht (die Bilateralen werden gekündigt, den Schweizern wird es schlechter gehen) haben. Die grosse Menge aber (über 90%) hat nun die Nachteile zu tragen, und da sind die gestiegenen Immobilienpreise leider nur ein Punkt davon.

      Wir haben nun die Bilateralen und die PFZ, aber es geht der Mehrheit der Schweizern nicht besser, sondern schlechter als vorher!

      • Rolf Schumacher sagt:

        1) Wenn es Pendler sind ist s ja nicht so schlimm
        2) a muss ihr Betrieb ja nicht die günstigsten, sondern darf sehr wohl die teuersten Arbeiter nehmen (er ist frei) b) wenn es sich um Pendler handelt ist s ja halb so wild. Denn die Wohnen ja in D richtig und in der CH nur ganz, ganz einfach.
        3)völliger Blödsinn. Ausländer sind nicht kränker als Schweizer. Und wenn es darum geht zum Rech zu kommen, kennen die Schweizer sehr viele Tricks und haben auch keine Sprachbarriere. Die meisten IV-Renter sind Schweizer, darunter hat es leider auch etliche schwarze Schafe. Es geht um den Misbrauch, egal ob ein Schweizer, oder ein Ausländer ihn begeht, oder. Oder ist es für sie weniger schlimm, wenn ein Schweizer klaut, als wenn es ein Ausländer tut. Falls ja haben sie eine bedauernswert schiefe Logik.
        4)
        5) Wieviel Wohnfläche braucht ein Schweizer (Ferienwohnung, Hauptwohnung etc) im Vergleich zu vor 50 Jahren. Wir brauchen verdammt viel Platz.
        6)die Schweiz besteht nicht nur aus Zürich. Es würde Löpfe und ihnen extrem gut tun mal aus Zürich herauszukommen. Fahren sie mal um den Napf herum, wieviele englische Manager wohnen da? Bin gespannt auf ihre Zählung.
        PS: Wenn sie meinen, dass sie als Urschweizer unbedingt im Schloss Rhäzuns wohnen wollen und sich nerven, dass da ein deutscher Secondo (Familie kam aus Würtenberg (1861)) Namens Christophe Blocher residiert, finde ich das schlimm. Blocher hat nach dem tödlichen Herzinfarkt von Hr. Oswald die Familie Oswald überzeugt, dass ohne ihn die EMS-Chemie untergehen würde. Der deutsche Secondo Blocher hat dann für 40 Millionen sfr (woher das Geld?) die Firma als junger Jurist gekauft. Das ist doch eine super Erfolgsgeschichte, später wurde er als Einwandererkind sogar rechtsaussen Bundesrat.
        Peinlich finde ich es also, das ein Urdeutscher wie Blocher gegen deutsche Einwanderer wettert. Beschimpft er sich beim Zähneputzen auch regelmässig im Spiegel?

        • Peter Schmid sagt:

          Zu erst einmal Herr Schuhmacher, Sie scheinen meine früheren Beiträge in anderen Blogs nicht gelesen zu haben, denn dann wüssten Sie dass ich nicht SVP wähle. Ich bin mir nicht ganz sicher ob Sie überhaupt mitbekommen haben dass eine Umfrage ergeben hat dass 67% der Schweizer eine Begrenzung der Zuwanderung wünscht? Ich kann Ihnen versichern dass nicht alle davon SVP-Wähler sind.

          1) ??? Was ist an ausländischen Pendlern anders als bei Schweizerischen? Sie haben die Schweizer beschuldigt „im Grünen wohnen zu wollen“ und behaupten nur dieses Verhalten sei an der Zersiedelung der Schweiz schuld. Und nun sagen sie es ist nicht so schlimm, wenn ich Sie darauf Aufmerksam mache dass die Neuzugewanderten dies genauso machen???

          2) Mit dieser Aussage bestägigen also den Druck auf die Schweizer Löhne und unterstützen ihn sogar noch?

          3) Ich rede hier von der AHV. Dass ein Ausländer kränker ist als ein Schweizer haben Sie wohl auch im Kaffeesatz gelesen, ich habe nicht im entferntesten davon etwas gesagt oder auch nur angedeutet, der „völlige Blödsinn“ ist also Ihrer Fantasie zuzuschreiben. Dies alles ändert nichts an der Tatsache dass die nächte Generation in 20 Jahren (wenn nämlich die AHV für die Massen an Neu-Eingewanderten ausbezahlt werden muss) ein riesen Problem haben wird.

          5) Ja wir brauchen mehr Platz als früher, das tun aber die Neuzuzüger auch. Gehen Sie mal ins Wallis und zählen dort die Ferienwohnungen der Deutschen. Unsere Infrastruktur kann die viel zu schnelle Einwanderung auch nicht schlucken, deshalb braucht es auch dort rege Bautätigkeit (die es in diesem Ausmasse nur für die Schweizer nie brauchen würde).

          Zum Schluss möchte ich anmerken dass die Masse das Problem ist und nicht das Individuum. Ich persönlich kenne sehr viele ausländische Mitbürger. Mit vielen bin ich befreundet. Das Problem dass die Mehrheit der Schweizer nun hat durch die unkontrollierte Masseneinwanderung der letzten Jahre ist die rapide gesunkene Lebensqualität durch:

          — übervolle/überloffene Erholungsräume
          — schlechtere oder stagnierende Löhne
          — höhere Mieten (Glücklich ist derjenige der seine Mietwohnung noch vor der PFZ bezog)
          — mehr Stress auf dem Arbeitsweg (entweder übervolle Züge mit z.Teil nur Stehplätzen, oder Stau)
          — Verbaung/Zersiedelung unserer schönen Landschaft
          — sich im eigenen Land fremdfühlen
          — mehr Mühe bei der Jobsuche

          Wie gesagt, es ging uns Schweizern vor den Bilaterlalen und der PFZ besser.

          • Rolf Schumacher sagt:

            1)ein deutscher Pendeler, der in D einen festen Wohnsitz hat, kann sich hier keine riesiege Wohnung leisten. Abgesehen von den paar wenigen, welche einen Kaderjob haben. PS: Ohne deutsche Aerzte wäre in der Schweiz die medizinische Grundversorung nicht mehr gedeckt. Sie sind es die an abgelegenn Orten noch eine Hausarztpraxis übernehmen, sie sind es die gewillt sind Bereitschaftsdienst zu machen etc etc. Scheizer Jungärzte sind ziemlich bequem geworden. Jenen die hart arbeiten eine angemessene Wohnung zur Verfügung zu stellen ist mehr als nur recht.
            2) Es braucht Wettbewerb. Wir haben die Personenfreizügigkeit. Die schweizer dürfen auch frei in der EU-Zone arbeiten. Flankierende Massnahmen gegen den Lohndruck ist Sache unserer Politik.
            3)Es sind nicht die Massen der NEUZUWANDERER an welche die AHV ausbezahlt wird, sondern die geburtenstarken Jahrgänge (50-75), welche die AHV ins wanken bringen werden. Die Zuwanderer von heute, werden die Steuerzahler von morgen sein. Und sie werden auch wenn die Steuerbelastung extrem steigen wird, nur sehr schwer unsere geburtenreiche Jahrgänge durchfüttern können.
            4)fehlt erneut
            5)Das ist das Problem der Tourismusdestinationen. Man lebt von diesen, reichen Touristen. Fragen sie mal in St. Moritz, Verbier, Andermatt, Gstaad, ob die reichen Ausländer unerwünscht sind.

            Peter Schmied: Soll man die Schweiz zum Unesco.-Weltkulturerbe erheben. Mit dem Label das einzig ethnisch gesäuberte Land der Welt. Sieht so ihre Vision der Schweiz aus?

            Ich denke nicht.
            Meine Vision

            1: 1. Kind-Familie
            2: Hartes Vorgehen gegen Illegale. Sans Papiers darf es international nicht mehr geben. Wenn ein Afrikaner nicht mehr weiss woher er kommt, ist das nicht das Problem Europas, dann sollte er in einen afrikanischen Staat (oder internationales afrikanisches Camp auf afrikanischem Boden) abgeschoben werden können. Fertig.
            3. Gutqualifizierte ausländische Arbeiter, welche eine Arbeitsbewilligung erhalten sollen dieselben Arbietsrechte haben wie Schweizer, auch dieselben Löhne.
            4. Ausschaffung von Kosovaren etc. wenn ihre Heimatländer stabil sind.
            5: In die Höhe Bauen
            6: keine Panik machen

          • Peter Schmid sagt:

            Herr Schuhmacher, ich habe langsam das Gefühl dass Sie mich absichtlich nicht verstehen wollen, denn sonst würden Ihnen wohl die Argumente ausgehen????

            1) Es gibt x-Tausende von EU-Immigranten die aus der Innerschweiz, dem Aargau und dem Thurgau (d.H sie haben sehr wohl eine Wohnung in der Schweiz!!!) jeden Tag nach Zürich pendeln. Dabei handelt es sich auch nicht nur um Kaderleute, sondern auch um Dachdecker, Angestellte im Bürobereich, Servicepersonal…. . Ihre Theorie wonach die Neuzugüger nahe am Arbeitsplatz wohnen würden und nicht im Grünen, stimmt also nicht!!

            Und hören Sie endlich auf zu behaupten es seine nur ein paar wenige die hier eine „angemessene“ Wohnung beanspruchen würden. Es sind ganz hoch offiziell und vom Bund bestätigt ca. 80’000 pro Jahr. Und zum von Ihnen künstlich kreierten zumsammenhang mit den Ärtzteproblem, dies hat wohl mehr mit dem Numerus Clausus zu tun als mit der bequemlichkeit der Schweizer. Ihre rassistischen Aussagen können Sie sich also ruhig schenken.

            2) freier Wettbewerb funktioniert nur wenn die Voraussetzungen für alle gleich sind. Wenn die Schweizer in ihrem eigenen Land wegen „Titel-Mania“ diskriminiert werden funktioniert Wettbewerb nicht. Dass die Politik flankierende Massnahmen ergreifen muss ist ja wohl klar.

            3) Sie sind sich schon bewusst dass ein extrem hoher Anteil der Neuzuwanderer aus der EU zwischen 30-45 ist? D.H. sich eben auch noch in diesen Geburtenstarken Jahrgängen bewegt??? Jeder der ein Problem lösen will in dem er es auf spätere Generationen verschiebt fehlt wohl der Weitblick. Dass Sie dann auch noch eine 1. Kind Politik vorschlagen (wie verträgt sich denn dass mit Ihrer Theorie des immerwährenden Wirschaftswachstum durch Bevölkerungszuhname?) überrascht mich weiter nicht.

            5) Natürlich ist es ein Problem der Touristendestinationen, leider kann aber eine Gemeinde den Verkauf einer Ferienwohnung an einen in der Schweiz ansässigen Ausländer nicht verwehren. Aber auch dies ändert immer noch nichts daran dass Ihre Theorie, wonach die Neueinwanderer ganz bestimmt nicht für die Zersiedelung in der Schweiz verantwortlich sind, nicht stimmt.

            Zu Ihrer Vision.

            1) 1-Kind Politik nur wenn die weltweit durchgeführt wird und auch weltweit rigoros durchgesetzt würde (was wohl sehr unwahrscheinlich ist). Alles andere ist schlicht und einfach Genozid.

            2) Ja, stimme ich zu
            3) Dies ist rechtlich gesehen heute schon der Fall. Die Löhne werden von der Wirtschaft gedrückt (auch weil sie es dank unerschöpflichen Nachschub können) nicht vom Staat. Gemäss Ihrem Vorschlag würder dies dann Bedeuten dass die Schweizer Löhne noch mehr Sinken würden. Und da erwarten Sie allen Ernstes dass wir diese Entwicklung gut Heissen sollen und uns nicht wehren sollen?
            4) Ja, auch dies hätte schon längstens geschehen sollen.
            5) Dies löst überhaupt nichts, ausser dass die Lebensqualität in solchen Karnikelställen noch weiter sinkt. Die Infrastruktur müsste genauso angepasst werden, und auch der Druck auf die Erholungsräume wird dadurch nicht etwa kleiner.
            6) sagen die, welche ausschliesslich von der PFZ profitieren……dass die Mehrheit der Bevölkerung darunter leidet ist ihnen ja egal.

            Mein Vorschlag (zusätzlich zu Ihren Punkten 2 und 4):
            1.) Rigorose Inländervorrang bei der Jobvergabe. Dies müsste entsprechend kontrolliert und bei Vergehen hart bestraft werden.
            2.) Die Schweiz braucht ein Immigrationssystem ähnlich demjenigen von Kanada, Australien nicht eine für uns tödliche PFZ. Dies erlaubt genügend Fachkräfte für die Wirschaft ins Land zu holen, aber nur wirklich soviel wie es braucht. Wir sollten auch endlich auffhören uns in allen Bereichen der EU anzubiedern. Die Schweiz ist international besser vernetzt als die meisten andern EU-Länder, ziehen wir einen Nutzen daraus. Die EU wird uns eh bei der nächst besten Gelegheit wieder in den Rücken fallen. Unser Handeslbilanz mit der EU ist zu unseren Gunsten, ein bisschen Selbstvertrauen würde uns nur gut anstehen.
            3) Firmen aus dem Ausland die einfach nur ihre eigenen Mitarbeiter mitbringen wollen, soll die Ansiedelung verwehrt werden (die Steuern dieser Firmen decken die durch die Firma entstanden Volkswirtschaftlichen kosten nämlich niemals).
            4) Aufhebung des Numerus Clausus für Schweizer Studenten und bereitstellen von zusätzlichen Studienplätzen für Mediziner. Es wollen tausende Schweizer Medizin studieren, aber dürfen nicht!
            5) Aufwertung der Schweizer Schulabschlüsse. Understatement ist passé, so werden wir nur von den Grosschnurris überrannt. Unsere Schulabschlüsse sind auf einem sehr hohen Niveau, benennen wir sie auch demenstprechend.

        • Peter Schmid sagt:

          6) den habe ich noch vergessen. Ich wohne nicht in Zürich und Umgebung, und das Napfgebiet kenne ich arbeitshalber sehr gut. Wieviele Jobs für englische Manager hat es denn im Umkreis von einer Autofahrstunde? Natürlich sieht man dort das Problem (noch) nicht so stark! Leider kann es sich die Mehrheit der Schweizer nicht aussuchen wo ihr Arbeitsplatz ist.

          • Rolf Schumacher sagt:

            Komis nur, dass sich Zürich als internationale Wirtschaftsmetorpole geben will, dabei aber Angst vor dem Fremden hat. London und NYC wären nicht da wo sie heute sind, ohne Ausländer. Ueberfremdung ist der Preis einer internationalen Stadt. Wobei die Schweiz zum Glück nicht die schwere Last von Immigranten aus Kolonien hat. Das ist der Preis UK, FR, NL, B, I etc. Die haben echt massive Probleme, dagegen ist die Situation bei uns noch absolut harmlos.

          • Peter Schmid sagt:

            Eine Weltstadt zu sein hat nicht damit zu tun wie viele Ausländer es hat. Der Ausländeranteil in z.B Tokio und Bejjing ist extrem klein, und viel kleiner als derjenige in Zürich. Wo sehen Sie nur diesen Zusammenhang? Ist nach Ihrer Theorie Zürich wegen des extrem hohen Anteils and Ausländern nun eine grössere Weltstadt als London und Berlin?

            Übringens; die Einwanderung in diejenigen Länder die in der Vergangenheit mittels Kolonien andere Kontinente ausplünderten (UK, FR, D, NL und I) ist beträchtlich kleiner (oder sogar Negativ) als diejenige in die Schweiz. Massive Proleme haben nicht die sondern wir, und dies obwohl wir nie solche Kolonien hatten.

  • Rolf Schumacher sagt:

    @Stierli sie haben absolut recht, aber es ist eben Wahlkampftime. Was die wahren Finnen, oder Orban können, werden Mörgeli und Co schon auch fertig bringen. Mörgeli ist immer für eine historische Ueberraschung gut, mir ist sein unbewilligtes KZ-Interview noch gut in Erinnerung.

  • Hanspeter Zürcher sagt:

    „Aufruhr bei der Tamedia“, dies wäre einmal ein Titel! Aber Herr Löpfe lenkt lieber ab, obwohl dieser Verlag in den letzten Jahren 200 Personen entlassen hat und nun wiede über 100 Millionen Reingewinn schreibt!

  • Hampi sagt:

    Wenn man vom Idealzustand (Wishful-Thinking) ausgeht, ist alles, was nicht dem Idealzustand entspricht, negativ.

    Insofern ist es auch negativ, dass die Schweiz (zwar nur ein bisschen) bei der Wirtschaftskrise „mitmacht“.

  • Reber Franz sagt:

    Wer Sozialist, Kommunist oder Grüner ist, denkt und schreibt als solcher. Wer ein Bürgerlicher ist, der schweizerische Traditionen, Eigenheiten, Gesetze usw. bewahren bzw. respektieren will, denkt und schreibt als solcher. Für mich ist es immer wieder erschreckend, wie Linke und ihre Sympathisanten Andersdenkende verleumden, diffamieren, verhetzen und mit Häme überziehen. Und sie machen dies auch mit Politikern, denen sie intelligenzmässig weit unterlegen sind. Daran ändert such ein mit Steuergeldern (von Mittelstand und KMUs) finanziertes Hochschulstudium nichts; es wird keine Intelligenz vermittelt und der Charakter bleibt proletarisch. Dass die Zuwanderung von ungelernten und arbeitsunwilligen Menschen vor allem aus dem Osten (den ehemaligen sozialistischen Arbeiterparadiesen) sowie aus Afrika gestoppt werden muss, sollte eigentlich jedem verantwortungsvollen und vernünftig denkenden Bürger einleuchten, spätestens dann, wenn er an die Zukunft seiner Kinder – so er welche hat – denkt. Oder ist es vielleicht das heimliche Ziel der linken Maffia, die schweizerische Identität zu zerstören, indem sie den Kapitalismus überwindet? Aber: Was immer auch heute geschrieben und gezankt wird, nach meiner Auffassung ist die Menschheit definitiv vergänglich………. .

    • Urs Brock sagt:

      Hr. Reber…

      das mit der linken, heimlichen Zerstörung Schweizerischer Identität und da auch gleich noch den Kapitalsmus einbeziehen ist nur wirklich irgendwie lustig…

      Ist Ihnen noch nie in den Sinn gekommen das die Schweiz, wie die meisten anderen Nationen auch, für viele Strömungen der Gesellschaft eine Heimat sein kann, muss und es auch ist?

      Die Linken hängen genau so wie Sie an ihrem Land, dem Lebensraum, an der Arbeit und der Familie und vieles mehr… heimlich ist da gar nicht’s. Zudem denke ich das es ziemlich egal ist ob jemand nun bürgerlich, konservativ oder links oder irgendwo in der Mitte ist weil die primären Ansprüche sich so stark nicht unterscheiden…

      Gesunde Umwelt, faire Arbeitsbedingungen, bezahlbarer Wohnraum, bezahlbare Lebenshaltungskosten wie Lebensmittel, Gesundheit, Bildung, Vereine, Freizeit und vieles mehr. All diesen Ansprüchen muss man gerecht werden ohne das jemand systematisch ausgegrenzt wird…

      Die Mittel dazu unterschieden sich jedenfalls auch nicht so sehr, dafür braucht man Geld und den Willen etwas anzupacken. Was sich aber unterscheidet ist die Ansicht wer wieviel von dem ganze Kuchen abbekommen soll bzw. wer da wieviel bezahlen/beitragen soll…

      Nun, wenn ich mir den % Anteil vom Lohn, etwa meiner KK Prämien so ansehe und vergleiche mit jemandem der 5x oder 10x oder 50x mehr verdient als ich… Was, Ihrer Meinung nach soll man den nun mit dieser Situation anfangen?

      Sind nun die heutigen Kopfprämien der Weisheit letzter Schluss oder wäre vieleicht doch die Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des einzelnen mehr zu berücksichtigen?

      😉

  • Anh Toan sagt:

    Warum schreibt niemand ein Buch darueber, ob Blonde oder Gruenauegige, oder Uebergewichtige,oder Pferdeliebhaber, oder Linkshaender oder Anwaelte der Gesellschaft mehr nuetzen oder schaden?

  • Hansli sagt:

    „Mehr geschadet als genützt“

    Ist wohl ein Witz. Ohne Ausländer könnten die meisten Betriebe dichtmachen und die Produktion auslagern. Das ist ganz einfach Realität. Die Ausländer erhalten die Produktion in der Schweiz.

    • Hans Ulrich Suter sagt:

      Versuchen wir es doch mal!

      • Rolf Schumacher sagt:

        Heissen sie nicht Schlüer, Herr Ulrich Schlüer. Haben sie sich im Namen geirrt. War nur so eine Frage, manchmal muss man den Menschen einwenig nachhelfen, ich mache das gerne.

  • Hansli sagt:

    Die meisten Zuschriften die ich lese sind in etwa: Ich will spätestens um 5 aus dem Büro, möglichst viel Freizeit, den BMW, die Villa mit Seesicht, die Hausfrau die meine Brut aufzieht….. Das kombiniert mit möglichst geringem persönlichem Aufwand.

    Wir erleben nur die Globalisierung. Entweder wir produzieren zu Weltmarktpreisen oder die Produktion wird ausgelagert. Eigentlich ein ganz normaler Vorgang in der Marktwirtschaft. Jeder der höhere Löhne fordert kann sich selbständig machen und einmal sehen woher das Geld kommt. Daher stagnieren die Löhne, aber nicht die Lebenshaltungskosten. Aber natürlich sind daran die bösen Einwandere schuld.

    • Peter Schmid sagt:

      Wollten Sie mit diesem Post auch etwas Aussagen, oder sind Sie einfach nur am poltern? Arbeitet gemäss Ihnen der Schweizer weniger als die Einwanderer?
      Ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung sagen dass in unserem (Gross-) Betrieb gerade die Bewerbungen aus dem grossen Kanton wie von Ihnen beschrieben tönen.

  • Kurt Stierli sagt:

    Die Herren Autoren haben vergessen dass ohne gut ausgebildete Ausländer in vielen Bereichen (fast) gar nichts mehr gehen würde. Oft werden am Beispiel von Spitälern oder allgemein am Beispiel vom Pflegebereich aufgezeigt wie wir von Immigranten abhängig sind. Aber das greift viel zu kurz. Nehmen wir als Beispiel den Prime Tower in Zürich. Ohne ausländische Ingenieure, Techniker und Handwerker, von der Planung bis zur Realisation, gar nicht möglich ihn zu bauen. Wir können praktisch jedes andere Bauwerk in der Schweiz aufzählen, ohne Immigranten geht gar nichts. In der Haustechnik, Sanitär, Heizung, Klima Lüftung, Kälte, Elektro sieht es genau gleich aus, ohne ausländische Arbeitskräfte geht nichts. Wir müssten eigentlich jedes Jahr -zig Millionen z.B. nach Deutschland überweisen für die Ausbildung dieser Fachkräfte. Wieviel kostet ein Arzt- oder Ingenieurstudium einen Staat? AHV? Wir können froh sein dass diese Leute viel einbezahlen und wenig beziehen, sie helfen sogar noch mit unsere AHV zu sanieren. Leider ist der Titel des Buches sehr populistisch, könnte im Auftrag der SVP geschrieben worden sein. Die stecken leider geistig immer noch im Reduit. Wir schreiben aber das Jahr 2011!

    • Peter Schmid sagt:

      Dass ein grosser Teil dieses Arbeitsvolumens (für verdichtetes Bauen, mehr Krankenhäuser, mehr Spitäler) aber nur wegen der Masseneinwanderung die in viel zu kurzer Zeit unsere Infrastruktur überlastet hat überhaupt nötig ist, ignorieren Sie natürlich. Auch die Tatsache dass sich an Schweizer Unis ca. 30% ausländische Studenten tummeln interessiert Sie natürlich nicht.

      Jeder Einwanderer der in die Schweiz gekommen ist, ist hier weil er einen Profit für sich gesehen hat. Nicht weil er uns etwas gutes tun will!
      Wenn Sie sich hier so echauffieren und denken dass die Schweiz die Ausbildungskosten an das umliegende Ausland zahlen sollte, appelieren Sie doch an Ihre Landsmänner dass diese Ihre Arbeitskraft im eigenen Land einsetzen. Und wieso Sie das Gefühl haben dass ein Einwanderer (wenn er mal Alt wird) weniger AHV bezieht als ein Schweizer ist mir auch schleierhaft. Für jeden der kommt muss die nächste Generation einmal sorgen, und in den letzten 4 Jahren sind 350’000 gekommen!!

    • wuh sagt:

      Ja, warum fehlen diese Leute bei uns? Müsste vielleicht etwas in Ausbildung investiert werden?

      • Peter Schmid sagt:

        Ja und Nein, unsere Volksschulen sind auf einem sehr hohen Niveau und auch unsere Lehrlingsausbildung ist top, sowie auch die UNIS.

        Zum einen müsste endlich der unsägliche Numnerus Clausus für das Medizin-Studium für Schweizer Studenten aufgehoben werden. Jedes Jahr möchten tausende von Schweizer Matura-Absolventen Medizin Studieren, und nur wenige Hundert werden zugelassen. Dass dann noch ein beträchticher Anteil dieser limitierten Studienplätze an Ausländer vergeben wird ist schlicht und einfach eine diskriminierung der Schweizer Jugendlichen.

        Wenn schon Numerus Clausus, weshalb dann nicht bei Fächern mit einem Überschuss an Studenten? Wir brauchen nun mal nur eine beschänkte Anzahl an Psychologen und Germanistikern.

        Zum Andern muss entweder die Schweizer Lehre zum Bachelor angehoben werden (denn genau solche „hochqualifizierten“ drängen nun auf den einheimischen Arbeitsmarkt), oder es muss den neu zugezogenen Firmen klargemacht werden dass ein ausländischer Titel (ausser er ist von einer Elite-Uni) nur sehr selten einem Schweizer Titel entspricht.

        Auch werden wir von der Wirtschaft angelogen. Ich kenne etliche Schweizer die (obwohl hochausgebildet, zum Teil mit Doktortiteln) Mühe haben bzw lange brauchten um eine Stelle zu finden. Alle diese Schweizer sind Jung, haben keine Lücken im Lebenslauf, und kommen gerade aus denjenigen Fachgebieten wo es immer heisst „wir brauchen die Ausländer“. Einer ist Mikrobiologe, einer Artzt und zwei haben Informatik studiert.

        • Bin absolut einverstanden mit dem Beitrag von Peter Schmid. Die ewigen Lügen des schweizerischen Arbeitgeberverbandes sowie deren Mitglieder, dass wir nicht genügend qualifizierte Leute im Land verfügen ist reine Zweck-Propaganda. Es geht hier darum gezielt den Lohndruck zu verschärfen und eine nachhaltige soziale Wirtschaftsentwicklung zu verhindern. Kürzlich hatte der welweit grösste Nahrungsmittel-Konzern mit Sitz in der Schweiz eine Stellenausschreibung als Transportspezialist verhandlungssicher in französisch, englisch, spanisch und deutsch.
          Es wurde ein französischer Grenzgänger mit BAC+ eingestellt (mit Basis-Kentnissen in spanisch und kein deutsch…). Der 53 jährige Schweizer mit 25 Jahren Transport Erfahrung und fliessend 4-sprachig wurde nicht berücksichtigt.. !!

          • Urs Brock sagt:

            Das mit den Jobs geht etwa so das man Stellen ausschreibt mit endlosen ja unrealistischen Anforderungen.

            Es ist ja nicht so das darüber keine Statistiken gesammelt werden… hauptsache man kann nachweisen das im Inland kein geeigneter Kandidat gefunden wurde und somit „gezwungen“ war sich einen im Ausland zu suchen… Dies trotz der PFZ… aber man will ja schliesslich gut dastehen und das alles rechtfertigen können… innenpolitisch.

            Man wird hier auch die Arbeitslosen nicht mehr los… ein Teil davon wurde nun an die Sozialämter transferiert, bei einigen wurden die massnahmen so brutalisiert das noch mal einige aus den Arbeitslsoenstatistiken fliegen und alle könne sich gegenseitig den Rücken kraulen.

            Nur die daheim gebliebenen fragen sich wo den der Erfolg all dessen geblieben ist… und darf sich beim Nachrichten sehen die dahinfliegenden Finanzmarktdaten am unteren Bildschirmrand ansehen…

      • Jutta Maier sagt:

        Das sehe ich auch so. Ich glaube nicht, dass es in der Schweiz weniger Spezialisten gibt, sie haben nur eben Anrecht auf mehr Lohn als ein Ausländer, dem man nur 80% eines CH-Lohnes zu bezahlen hat. In der Schweiz sind mittlerweile viele Akademiker arbeitslos, und an den Unis tummeln sich ausländische Professoren. Das will mir nicht in den Kopf.

        • Anh Toan sagt:

          @Jutta Meier: Erwerben Schweizer das Anrecht auf mehr Lohn durch Geburt? Wie frueher der Adel? Oder was bitte genau ist daran anders?

          • Urs Brock sagt:

            Hr. Toan, da ich nun mal einer von denen bin die hier, in einem der reichsten Länder der Erde leben, will ich auch etwas davon haben… gerechtfertigt oder?

            Warum soll ich und all die anderen einfach blöd rumstehen und alles fressen was uns von den Unternehmensverbänden und deren Sprachrohre die Politiker vorgesetzt wird? Entweder ich lebe hier und darf mit Recht gewisse Anforderungen stellen anstatt nur die oben genannten oder das ganze macht irgendwann nicht mehr viel Sinn für die die hier geboren und aufgewachsen sind und eigentlich vorhaben weiterhin hier zu bleiben…

            Ausserdem bin ich Grundsätzlich dafür das die Globaliserung endlich auch mal was für die Menschen macht anstatt nur für die Investoren, Aktionäre und Finanzmärkte… Ich habe es ziemlich satt dauernd mitansehen zu müssen wie ein Teil sich dumm reich Rafft wärend der Rest anfängt am Hungertuch zu nagen… verstehen Sie das? das ist keine Fatamorgana… seit die Globalisierung mehr und mehr durchgesetzt wird verarmen mehr und mehr Menschen anstatt das diese reicher werden… Anstatt das die Armen verschwinden vermehren sich diese in nie zuvor erahnten Ausmassen.

            Der Meinung ist überraschenderweise auch der IMF und die OECD… ach ja die Weltbank hat sich auch in diese Richtung geäusert… nur falls Sie einmal mehr denken ich schriebe hier nur dummes Zeug. Was denken Sie passiert mit den Menschen in den Bankrotten EU Nationen? Freuen die sich einfach Masslos über Lohnsekungen von 25% oder Rentenkürzungen von 50% oder Entlassungen , Arbeitslosigkeit oder konstant steigende Lebenshaltungskosten?

            Hier in der Schweiz liegt der Durchschnittlohn bei 5600.- was meiner Meinung nach eine riesen Sauerei ist wenn man nur schon die Miete, die KK Prämien und die Lebensmittel davon abzieht….

          • Anh Toan sagt:

            @Urs Brock: Hier in Saigon (nicht generell Vietnam) liegt der Durchschnittslohn bei etwa 200USD, gleichviel kosten etwa 16-55m2 Wohnraum (je nach Lage/Ausbau). Rolf Schumacher schreibt weiter unten, wie eher bescheiden er auf 90m2 lebt, zu dritt. Hier lebt man zu dritt auf 8-12m2, als Arzt vielleicht sogar auf 30-40m2. Herr Brock, bitte verstehen Sie mich nicht falsch, weder will ich solche Verhaeltnisse in der Schweiz, noch finde ich sie woanders gut. Aber das Gejammere und Geheule bei durchschnittlich 5600 pro Monat geht mir auf den Sack. Und wenn ich das Schweizer Preisniveau beruecksichtige, geht es mir noch immer auf den Sack. Und wenn dann noch eine Kommentotorin meint, sie haette ein (Geburts-)Vorrecht auf 20% mehr Lohn, wird mein Hals so dick, dass ich mir erlaube, dieses Vorrecht in Frage zu stellen.

  • K.Kunz sagt:

    diese Streitereien bewegen sich auf einem Niveau welches erschrecken muss.
    Fakt ist herrn Löpfe geht es darum sich als Experte zu deklarieren (als ob er dies je gewesen wäre) und insbesondere die SVP zu verteufeln.

  • Karl Bolliger sagt:

    Das glauben nur diejenigen, die in den 60iger Jahren stecken geblieben sind: „Die Zugewanderten ersetzen die notwendigen Arbeitskräfte, die für eine künftige Finanzierung der Sozialwerke notwendig sind.“ Auch die Zugewanderten erwerben Rentenansprüche, für welche Rückstellungen gebildet werden müssen – der „Rentenklau“ an den Ausländern hat mit den Sozialversicherungsabkommen und den Bilateralen Verträgen mit der EU definitiv sein Ende gefunden.

  • Harald Jenk sagt:

    Die Einwanderung ist zunächst einmal ein Zeichen das es uns gut geht und dass die Schweiz attraktiv ist. Seien wir stolz darauf und freuen wir uns darüber. Was als Probleme der Einwanderung geschildert wird, sind vor allem Probleme des Bevölkerungswachstums an sich. Diese Probleme lassen sich aber lösen, wenn man nur will. Im bereits überbauten Siedlungsraum hat es mehr als genug Platz, allerdings muss man diesen besser nutzen, d.h. verdichtet bauen. Das braucht nicht einmal eng zu sein. Hochhausquartiere mit Tiefgaragen verfügen über riesige kinderfreundliche Grünflächen, statt Quartiere mit Einfamilienhäusern mit Parkplatz braucht es Quartiere mit Reihenfamilienhäusern mit Quartiergarage und Spielstrassen. Dicht besiedelte, städtische Quartiere sind lebendig, weil sie viele Geschäfte und Beizen ermöglichen, die dank kurzen Wegen erst noch zu Fuss oder mit dem Velo erreichbar sind. Mit gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften liessen sich günstige Mieten realisieren und die Grösse der Wohnung der Grösse des Haushaltes anpassen. Die Priorität muss in Zukunft aber bei der Planung liegen, die Gewinnmaximierung der Landeigentümer muss hintenan stehen.

    • Urs Brock sagt:

      Hr. Jenk,

      das verdichtete bauen klingt stets irgendwie „intelligent“ und erhebt so quasi einen ultimativen Anspruch auf die Lösung… in der Gemeinde in der ich wohne ist aber nun bald mal fertig mit verdichten da in den vergangenen ca. 10 Jahren die Bevölkerung von 2500 auf 3500 gewachsen ist. Innerhalb des Zentrums hat es nur noch Reste von Ruheplätzen und Grünflächen… das sind in der Regel die, die man nicht profitabel bewirtschaften kann.

      Verbaut. Verbaut…. zu spät.

      Profitieren tun damit primär die Landeigentümer durch die Zonenpläne und die damit verbundene zauberhafte Wertvermehrung die am Ende bei einer handvoll Individuen hängen geblieben ist. Die Gemeinde, die Bürger haben davon rein gar nicht’s… Sekundäre Profiteure sind eine handvoll Bauunternehmer, Architekturbüros, Restauants und Lädeli. Dies sind die einzigen Anspruchshalter die bedient werden…

      Die Gewinnmaximierung der Landeigentümer ist bereits über die Bühne… Die restlichen Menschen die dort bereits wohnen müssen sich damit abfinden… trotz Gemeindeversammlungen, aber wegen Filz und Vetterliwirtschaft. Danke schön…

      Die einst grosszügige Infrastruktur ist heute komplett überlastet. Parkbänke, Parkplätze, Restaurants, Schwimmbad usw. sind permanent voll.. . der ständige Lärm,auch wegen der Nachtruhe und deren grosszügiger Auslegung, gibt nimmt einem noch den letzten Rest an Gesundheit.

      Wegziehen ?! Ja klar, aber bitte warum soll ich von meinem gewählten Wohnort flüchten müssen? Ist das die einige Antwort? Sehen Sie, das mitden dicht besiedelten Quartieren ist so eine Sache wenn man am morgen früh wieder zur Arbeit muss. Das funktioniert nicht… wenn andere bis am frühen morgen unterm Fenster lärmen und sich der Beizenbesitzer über seine Umsätze freut…

      Generell gut finde ich gemeinnützigen Wohnbau aber auch Landeigentum… die Mieten sind auch masslos gestiegen und nehmen einem Durchschnittsverdiener schnell mal 1/3 des Lohnes weg…

      • Knopf sagt:

        All die Probleme die sie schildern, könnte man durchaus lösen, wenn man wollte. Aber eben, einfach auf die Einwanderer eindreschen ist halt viel einfacher.

      • Marcos sagt:

        Verdichtetes Bauen = in die höhe Bauen und dabei bestehende Grünflächen erhalten

  • Bruno Dreier sagt:

    Die Linken habe alle vor etwas Angst und versuchen nun das Phänomen irgendwie zu erklären, dabei geraten sie wie immer in Erklärungsnotstand. Die berechtigte Angst besteht aus den Volksinitiativen welche in der pipeline sind, eine von den Schweizer Demokraten und eine von der Umweltschutzorganisation ecopop: für eine Stabilisierung der Bevölkerung. Und auch die SVP arbeitet an einer ähnlichen Initiative, so viel ich weiss. Davor haben die Linken Angst, denn eine derartige Initiative würde vom Volk mit grossem Mehr angenommen!

    • Taric Trent sagt:

      ecopop, da ist der Binswanger auch dabei. Schreibt der hier nicht auch ab und zu seine Zinskritik auf? Oder ist das nur ein Binswanger-Groupie? Ecopop kämpft „aus Umweltschutzgründen gegen das Bevölkerungswachstum – und dagegen, in die fremdenfeindliche Ecke gestellt zu werden. Bisher mit wenig Erfolg“. Und der wird ihnen auch in Zukunft nicht beschieden sein, wenn die Bevölkerungszunahme ausschliesslich über die Zuwanderer bekämpft wird. In China gab es die 1-Kind-Politik. So sieht nicht-fremdenfeindliche Bevölkerungspolitik aus, gibt es nämlich auch.

      • Maja sagt:

        Dafür wurden viele Mädchen nach der Geburt getötet oder schon vorher abgetrieben. So sieht menschenfeindliche Bevölkerungspolitik aus.

      • roy licht sagt:

        Entschuldigen sie, aber überlegen sie mal was sie da gerade gesagt haben.
        Ich bin NIEMALS ihrer Meinung. Was erlauben sie sich eigentlich?
        Sehen Sie. Genau solche Menschen wie Sie sind Ursprung der meisten Probleme.

        • Taric Trent sagt:

          Lachhaft zu denken Bevölkerungspolitik komme ohne Gemeinheiten aus. Ich habe hier nicht für Bevölkerungspolitik geworben sondern die Autoren des Buches, nur dass das mal klar ist.

      • Jutta Maier sagt:

        Und hat in China nie funktioniert…

        • Rolf Schumacher sagt:

          Doch Jutta Meier, sehr wohl hat es funktioniert. Sehen sie sich die Demographische Kurve Indiens (das Land der riesen Familien) und Chinas an. Sehr wohl hat es funktioniert. Und wenn es keine Mädchen mehr geben würde, würde sich ja das Bevölkerungsproblem von alleine lösen. ;-))
          Und da die Mädchen ja nicht mehr hinter den Herd wollen, sondern die Karriere im Kopf haben, macht es doch gar nichts wenn sie bereits als Knaben auf die Welt kommen, oder. ;-))
          PS: Ich liebe Frauen, aber Frauen.

  • Thomas Meier sagt:

    Zum Thema Sozialwerke durch Zuwanderung finanzieren: „Löpfe und Vontobel halten diesen Vorteil für gering.“ Würde mich mal interessieren, wie sie zu dieser Annahme kommen? Vorallem was sind dann die Alternativen? Die steigenden Krankenkassenprämien, Steuern zur Finanzierung der Sozialwerke usw. werden alle von den Jungen getragen werden müssen und sind „die Schuld“ der Alten. Keine Zuwanderung aber dafür die Jungen ausnehmen, ist sicher eine gute Lösung und führt bestimmt nicht zu Konflikten…

    • Urs Brock sagt:

      Hr. Meier,
      es gibt keine „Sozialwerke“ die finanzierbar mit Kopfprämien sind… d.h. wenn nicht die Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bei der finanzierung berücksichtigt wird, dann wird das nie was.

      Es ist auch nicht möglich moderne und zukunftsgerichtete Gesellschaftsysteme so wie wir dies heute noch wahrnehmen mit Flat Tax Systemen zu finanzieren. Auch hier wieder, die missachtung der Wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit lässt das nicht zu…

      Das ausspielen von den Alten gegen die Jungen oder einfach allgemein Gesellschaftlicher Gruppen (Invalide gegen Gesunde, Arbeitslose gegen Arbeitende, selbstverschuldete Kranke gegen selbstverschuldete Gesunde usw) ist billigster Populismus und ändert in der Regel nicht’s daran das sich die wirtschafltich leistungsfähigeren entsprechend beteiligen sollten es aber immer weniger tun…

      • Thomas Meier sagt:

        Das hat meine Frage jetzt aber nicht beantwortet bzw. was hat das mit Kopfprämie und FlatTax zutun? z.B. in der Krankenkasse bezahlen die Jung hauptsächlich ein, beziehen aber nur wenig Leistung. Natürlich werden Junge auch alt, aber weil es mehr Alte als Junge hat, finanzieren die Jungen mehr als sie müssten (es sollte quasi einen „Generationentöpfe“ geben. Das gleiche ist bei der AHV, die Alten leben zu lange. Weil die Leute im Schnitt älter werden als das System vorsieht (ich frage mich jedes Mal wie man so dumm sein konnte das nicht einzubauen), haben sie zu wenig einbezahlt. Es entsteht ein Defizit, was wer bezahlen muss? Die Arbeitenden, sprich die Jungen usw. Gleiches Spiel bei der PK usw. Immer hinterlässt die alte Generation Defizite, welche dann die Jungen tragen sollen, aber Zuwanderung darf es natürlich auch nicht geben…

        • Urs Brock sagt:

          Die finanzierung von Rentensystemen kann nur erfolgreich sein wenn in diese eine gewisse Solidarität eingebaut wird…

          Die Jungen bezahlen für die Alten oder die Arbeitenden bezahlen für die Renter oder die gesunden für die Kranken. Das alleine reicht aber nicht weil die Standardeinkommen der Beschäftigen alleine das nicht können. Deshalb muss zusätzlich noch eine Progressionsstufe dazugenommen werden…

          Oder man sorgt dafür das massiv mehr Einzahler vorhanden sind als Bezüger. Da dies mit den Geburtenraten schwach aussieht macht man das halt mit der Zuwanderung was aber eben nur funktioniert wenn auch sozialabgabenpflichtige Arbeitsplätze geschaffen werden. Sonst haben nur die Arbeitgeber etwas davon.

          Auf die EInwanderer könnte man aber verzichten wenn sich die hier verantwortlichen in Politik und Wirtschaft sich endlich mal dazu durchringen könnten die Abgaben bei sehr hohen Einkommen auch mit einzubeziehen. Das wollen die aber nicht…

          Finanzierbar ist das alles ohne Probleme ohne das normalen Angestellten unter höheren Abgaben zu leiden hätten… geht alles ohne massive Zuwanderung wenn nur die bürgerlichen sich endlich mal dazu durchringen könnten auch höchste Einkommen zur finanzierung heranzuziehen…

          Zuwanderung ist heute anscheinend der politisch einfachere Weg… Die Schweiz ist nicht das einzige Land ….

          • Anh Toan sagt:

            @Urs Brock: Es wuerde mich freuen, von Ihnen nur mal so ansatzweise zu lesen:
            1. Was sind hoechste Einkommen (1% oder 40% der Steuerpflichtigen, 100’000 oder 1 Mio pro Jahr)?
            2. Wieviele Steuerpflichrtige gibts mit so hohen Einkommen in der Schweiz?
            2. Wieviel mehr sollen die mit Abgaben belastet werden (aktuel bereits bei knapp. 50%)?
            3. Wieviel Mehreinnahmen entstehen damit?
            Errinern Sie sich an Schweden etwa 1980, als Astrid Lindgren (nicht gerade die typische Kapitalistin) sich ueber einen Steuersatz von rund 100% beklagte? Ich habe gefunden, dass 4000 Schweizer ueber eine Million Einkommen versteuern, ich nehme mal an, es waeren im Durchschnitt dieser 4000 2’Mio Jahreseinkommen. Werden diese jeweils mit 0.5Mio zusaetzlich belastet (Immerhin verbleibt den Pflichtigen ja so noch etwa 25-40% ihres Einkommens, ha, ha) entstehen Mehreinnahmen von 2Mrd.: Damit lassen sich bestimmt nicht alle finanziellen Engpaesse in der Schweiz loesen! Bei Ihnen, sehr geehrter Herr Brock, toents immer so nach: „Bezahlen die Superreichen etwas mehr, ist alles kein Problem.“! Polemik!

          • Urs Brock sagt:

            Hr. Toan, Ich ziehe heir keine exakten Grenzen. Was ich meine sind die EInkommen die irgendwann mal von Abgaben befreit sind oder in den Genuss einer Degression kommen…. das kann je nach dem schon bei ca. 130’000 anfangen…

            Trennen sie nur mal diejenigen die Ihr Einkommen aus einem Angestelltenverhältnis bekommen und diejenigen die Ihr Einkommen aus Kapitaltransaktionen bekommen…

            Dann verstehen Sie ev. was ich meine…

            Gerade beim KK System mit den unsäglichen Kopfprämien wäre sehr viel erreicht wenn sich hier die beteiligung endlich auch mal nach der Wirtschafltichen Leistungsfägigkeit orientiert. Das gleiche bei der Arbeitslosenkasse…

      • Thomas Ernst sagt:

        @Urs Brock
        Es wäre deutlich einfacher, wenn Sie Ihre Haltung – die ja überall immer dieselbe ist – auch entsprechend kurz fassen würden: „Die anderen sollen zahlen!“ So sieht doch Ihre Vorstellung aus. Dass Steuern legalisierter Diebstahl sind, interessiert ja keinen.

        • Urs Brock sagt:

          Hr. Ernst,
          ohne Steuern bzw. den damit verbundenen Umverteilungseffekt würde man lediglich erreichen das eine kleine Gruppe sehr reich ist wärend der Rest in der Armut versinkt…

          Denken Sie sich mal was komplexeres aus als „Steuern sind legalisierter Diebstahl“ dann wird’s auch interessanter…

          Uebrigens, nächstes Jahr werden private Klinikkonzerne bzw. die Investoren dahinter mit Steuergeldern gesundfinanziert weil die Patienten sich dann bei jeder Klink, egal ob staatlich oder privat, behandlen lassen können… die Kantone sind verpflichtet das Geld sowohl an staatliche und private Kliniken zu transferieren…

          Ein sauberer Start für die Investoren und der sichere Niedergang der staatlich-gemeinschafltich finanzierten Krankenhäuser… warten Sie mal ab wie teuer das ganze noch wird wenn erstmal die privaten Klinkbetreiber ihre Rendite- und Profitanforderungen druchsetzen können… mit Steuergeldern.

          Diebstahl ist auch die Fallpauschalensystematik die nächstes Jahr aktiv wird. Egal wie krank jemand ist, entspricht ein Kranker nicht mehr den Rendite und Profitkalkulationen ist es fertig mit versicherten Behandlungen… Die sogenannt blutigen Entlassungen dürften eher zur Regel denn zur Ausnahme werden…

          In einer Nachbargemeinde hat sich der Regionale Filzberg eine wunderbare Konstruktion für den Betrieb eines Alterheims für Zahlungskräftige Pensionäre ausgedacht. Es wird ein 24h Betrieb angeboten wobei das Personal vom Gemeindeeigenen Altersheim angestellt wird und je nach Bedarf auch beim privaten Altersheimbetrieber arbeiten muss. Das gesammte Personalrisiko, also Verwaltung, Ausbildung, Löhne etc. hat man ohne Gewinnrecht auf das Gemeindeeigene Altersheim verlegt… wärend die Profite exklusiv bei den privaten Investoren bleiben.

          Von wegen Steuern sind Diebstahl ! Diebstahl ist u.a. Korruption und Filz… Kopfsteuern sowie Abgabeplafonierungen fallen auch in diese Kategorie. Ebenfalls dazu gezählt werden kann auch noch der Warenkorb für die Preissteigerungsberechnung und demzufolge auch die stetig steigenden Lebenshaltungskosten… Die offizielle Inflation der Schweiz ist viel zu tief und spiegelt nicht die realen Kosten und deren Steigerung wieder.

          Die völlig überrissenen Rendite- und Profitanforderungen der Immobesitzer und den daraus folgenden Meitzinsen für Wohraum sind ebenfalls Diebstahl…

          Für all die Menschen die ihr durchschnittliches Einkommen (ca. 5600.- in der Schweiz) aus einem Angestelltenverhältnis beziehen sieht die Welt nun mal anders aus als die eines Investors oder jemandem der einige 100’000 oder sogar Millionen p/A erhält… Ja?

          😉

        • Urs Brock sagt:

          Hr. Ernst,

          ist ihnen auch schon aufgefallen das die Produktivitätfortschritte sowie das oft gerühmte BNP als Indikatoren für Fortschritt und Wohlstand schon seit Jahren (in den USA seit ca. 30 Jahren, in der Schweoz seit ca. 15 Jahren) nicht mehr beim Grossteil der Bevölkerung ankommt? Die meisten Menschen haben von diesen Messwerten, so positiv diese auch jedesmal dargestellt werden,… nicht’s.

          Das gleiche ist der Fall bei den Finanzmarktindices die wohl stetig steigen und auch euphorisch bejubelt werden, wie auch die Profite, doch auch hier… bei den meisten Menschen kommt da nicht’s an. Die Lohnentwicklung stagniert oder sinkt je nachdem in welchem Bereich man arbeitet… steigen tut diese zum grössten Teil bei den CEO’s, einer handvoll Bonuswirksamer-Angestelltenverhältnisse sowei bei den Aktionären…

          Der Rest der Bevölkerung darf in’s Gras beissen und/oder sich die Butter vom Brot sparen.

          Die Lebenshaltungksoten stagnieren oder sinken aber überhaupt nicht… Was also soll diese Konstruktion den für die Menschen gutes tun bzw. wie kann das bewerkstelligt werden?

          • Thomas Ernst sagt:

            @Urs Brock (07:48 / 08:10)
            Ich finde Ihre Beiträge ja wirklich erfreulich. Fakten und Überlegungen und Argumente. Wirklich vom Besseren hier, was man von Ihnen liest. Allerdings scheint mir Ihre Argumentation auf 2 grundlegenden Fehlüberlegungen zu basieren:

            (1) Ich habe gesagt „Steuern sind Diebstahl“ und nicht „…der einzige Diebstahl“. Ihre vielfältigen Ausführungen über die immer zahlreicheren und raffinierteren Wege, wie „die am Drücker“ uns Normalos das Geld aus der Tasche ziehen, sprechen für sich. Ich könnte noch ein paar Beispiele aus Banken, Versicherungen und der Steuerverwaltung (!) anführen.
            ABER: Die vielfältigen anderen Diebstähle rechtfertigen den als „Steuern“ (manchmal auch als „Solidaritätsbeitrag“) verwohlpackten Diebstahl eben auch nicht.

            (2) Sie unterstellen stillschweigend, dass „der Staat“ ein fairer Schiedsrichter und Garant für ordentliche, im echten Wortsinne RECHT-mässige (nicht bloss gesetzmässige) Behandlung aller sei. Dies ist schon lange nicht mehr der Fall. Es war letztlich der Staat, der als Werkzeug der Mächtigen diente, mit dem nicht nur die perversesten Gesetze durchgedrückt wurden, sondern der auch noch unter dem Vorwand des „Gemeinwohls“ die freiwillige Unterordnung unter die Knechtschaft eingefordert wird. Freiheit dient allenthalben als Nebelpetarde, damit wir nicht merken, wieviele Fesseln (von Buchpreisvorschriften über Radio-/TV-Gebühren bis zur Kirchensteuer für Unternehmen) wir tragen.

            Leider ist der Staat mit dem schlechten Beispiel vorangegangen. Die Politiker (und die Medien) sind die grössten Lügner im Lande, dicht gefolgt von den Sozialschmarotzern (d.h. Grosskapital und Sozialindustrie). Je grösser und undurchsichtiger der Staat, desto übler die Perversionen.

            Ihr Beispiel vom Altersheim zeigt ja gerade, dass die Privaten sich ohne den Staat längst nicht so gut bereichern könnten.

            Die Antwort kann also keineswegs lauten „Alle Macht dem Staate“, insbesondere nicht einer Zentrale. Die Schweiz ist nur deswegen bisher relativ (RELATIV) freiheitlich geblieben, weil der Zentralstaat eben deutlich weniger regeln kann, als anderswo, und weil Otto Normalverbraucher gelegentlich ein kräftiges NJET sprechen kann.

            Meine Antwort auf die Problematik ist: (1) Transparenz herstellen. In ALLEN öffentlichen Belangen MUSS ALLES transparent sein. Von Politikereinkommen bis zu den Staatsakten. (2) Dezentralisieren und Aufteilen der Macht. (3) Radikale Reduktion der Sozialindustrie, dafür ein bedingungsloses Grundeinkommen von 3’500 CHF/Mt für jeden. Wer dieses bezieht, muss aber solange auf sein Stimmrecht verzichten. (4) Abschaffen der Progression. 15% Steuern für alle, 42’000 CHF Grundfreibetrag für alle. (5) Wettbewerb anzetteln, welcher „Reiche spendet mehr“ und entsprechendes Sozialprestige fahren. Dafür die schmarotzenden Politiker in der Versenkung verschwinden lassen.

            Notgedrungen etwas skizzenhaft hier, aber ich meine, die Grundidee wird durchaus sichtbar.

          • Urs Brock sagt:

            Thomas Ernst sagt: 17. April 2011 um 11:29
            Diebstahl weil einige sich so quasi mit Steuergeldern gesunderhalten wärend an anderen Orten… gespart wird. Damit bin ich einverstanden… so oder so, mir wäre es ohne Steuern sympatischer aber eine funktionierende Alternative zum aktuellen Umverteilungssystem habe ich noch nicht gefunden…

            Ich erwähne den Staat als Unheilsbringer deshalb nicht so explizit weil ich den Eindruck habe das bereits unzählige staatliche, das sind für mich gemeinschaftlich finanzierte Systeme, abgebaut oder sogar Ersatzlos eliminiert worden sind… Das hat auch nicht’s mit der oft zitierten Staatsquote zu tun die ja nach wie vor als zu hoch angesehen wird… Ich bin nicht jemand der einfach ohne weiteres Nachdenken ,also Sinnlos aus Prinzip, Macht an irgendeine Institution abgeben möchte…

            Die Menschen haben aber schon viele Rechte verloren die ausschliesslich zu Gunsten von Investoren/Aktionären beschlossen worden sind. Ein Bespiel sind die AGB’s welche fantasievoll aber eben doch am OR vorbei abgefasst werden. Ich möchte gerne mal wissen wieviele Bürger hier schon von solch höherwertigen Interessen und um der Unternehmerischen Freiheit zu huldigen über den Tisch gezogen worden sind… von wegen Treu und Glauben. Dazu wurde, wie Sie sagen, der Staat als Machtvolles Instrument missbraucht…

            -Bei der Transparenz bin ich dabei
            -Dezentralisieren von Macht… Gut, aber wie wird man die lokalen Filz- und Korruptionsberge los bzw. kann diese Kontrollieren und Massregeln?
            -Sozialindustrie… ein böses Wort für etwas inherent gutes für die aus dem System gefallenen. Ich favorisiere auch eine Art Grundeinkommen, bin aber nicht bereit die Mitsprachrechte dafür zu verkaufen.
            -Progression auf keinen Fall abschaffen. Viel eher bin ich dafür das der Mittelstand umdefiniert d.h. höher angesetzt wird… der darf ohne weiteres bis 500’000 gehen anstatt wie heute bis ca. 100’000
            -Wettbewerbe für Reiche so wie die Benefizgalas in den USA? Danke nein… Ich finde eine mit Rechten und Pflichten ausgestattete „Sozialindustrie“ besser als die Suppenküchensystematik als eine weitere soziale Freizeitbeschäftigung der Reichen… ohne Rechte für die Empfänger.
            Viel eher erwarte ich, das sich die Reichen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln für eine „bessere für alle“ Gesellschaft einsetzen und dies auch kommunizieren… Es liegt auch an den Reichen und deren Partikularinteressen sich von Lobbying abzuwenden, doch die tun das nicht.

            Ich will keine Neoliberal durchsetzte Gesellschaft…

    • Jutta Maier sagt:

      Es ist nicht unbedingt „den Alten“ anzulasten, das unsere Krankenkassenprämien so in die Höhe schnellen: Flüchtlinge treiben sie auch in die Höhe: viele Schwarzafrikaner sind AIDS-krank, leiden an Tuberkulose und lassen sich dreimal im Jahr ein Kind abtreiben (alles belegt!), und die KK brauchen das Geld zum Betreiben derer, die nicht mehr zahlen können oder wollen.

      • Thomas Ernst sagt:

        @Jutta Maier

        Nun ja, die linksdurchwachsene Sozialindustrie hat jahrelang darauf hingearbeitet, dass die Einwanderung direkt in die Soziale Hängematte möglich wird. Alle die Linkspolitiker, die Asylanwälte und die Asylindustrie, das ganze Krankenwesen leben ja sehr gut davon.

        Als Reaktion legt die SVP – an sich eine marginale Bauernpartei (Bauern inkl. Familien = < 8% der Bevölkerung) – immer weiter zu. Darauf hin haut die Linke auf die SVP ein.

      • Rolf Schumacher sagt:

        @Jutta Meier. Völliger Schwachsinn Jutta Meier. Das letzte Lebensjahr eines Menschen ist das teuerste Lebensjahr. Die Altenmedizin frisst riesen Gruben ins KK-System. Die aufgeblasene und intransparente Administration lebt von den ausufernden Kosten und unternimmt nichts dagegen. ZB 10% des Umsatzes werden für Administration abgezogen. Es schenkt also der KK extrem ein wenn sie statt 10 Millionen eine Milliarde umsatzt macht, mit unwesentlich mehr Personal. So geht das in der Schweiz und da liegt auch der Gesundheitsschweinehund begraben. Wir haben 90 KK in der CH. Die paar Asylanten mit multiresitenter Tuberkulose, Interruptios und HIV positive sind sicher nicht die teueren Patienten.
        FALLS: HIV Medikamente wirklich derart teuer sind, dann ist das auch ein Fehler der Politik. Vasella und CO müssen die Daumenschrauben aufgesetzt werden. Es gibt Medikamente, die einfach nicht zu teuer sein dürfen. Auch das hat nichts mit Asylanten zu tun.
        Es ist geschmackslos den Fehler bei den Schwächsten im System zu suchen, aber es wir dauernd gemacht.
        @Alle. Es gibt extrem viele Jutta Maiers in der Schweiz (aber auch in Finnland, Schweden, Ungarn, Tschechien, Belgien…). Die Rechtspopulisten leben von diesem Klientel. Die frustrierten, Sündeböcke suchenden, Bürger sind leider auch die treusten Wähler.
        Die SVP wird genau auf der Linie Jutta Meier politisieren und mich würde es nicht erstaunen, wenn sie in den Wahlen weiter zulegen würden.
        Jutta Meier wünsche ich alles Gute. Differenzierteres Denken kann man nicht wünschen, wenn Scheuklappen aufgesetzt sind, sind sie aufgesetzt.

        @Jutta Meier. Es gibt viele arbeitslose Akademiker. Sorry wenn jeder, wirklich bald jeder Schweiz ein Hochschulabschluss in der Tasche hat, erstaunt mich das nicht. Uns werden bald einmal die normalen Arbeiter fehlen. Und die teuren arbeitlosen akademischen Unbrauchbaren werden uns extrem belasten.
        ZB in Polen, Tschechien, wie in den USA macht jeder Einheimische einen Hochschulabschluss. Die Qualität der Abgänger ist z Teil miserabel. Erstaunt es alos, dass jeder zweite „Akademikder“ in Warschau arbeitslos ist. Schauen sie mal wieviel Tourismus, oder Oeknomomie studiert haben in diesen Ländern. Polen und Tschechien haben sich damit ein grosses Problem eingefangen. In diesen Ländern, wie in den USA und UK hat man es verpasst gute Berufsschulen (die schweiz ist dahingehend vorbidlich) zu schaffen.
        Polen braucht gute Bäcker, Mauerer, Dachdecker etc die Damen im Deux Piece und hochhackigen Schuhen braucht es wirklich nicht, um ein Land aufzubauen.

  • Kurt Hauser sagt:

    Jetzt dämmerts langsam auch den Linken und Netten!

    • Taric Trent sagt:

      Die Autoren gelangen nicht ins rechtsnationalistische Fahrwasser weil sie sich schon seit jeher darin bewegen. Beiden ist gemein, dass sie keinen Begriff vom Kapital haben, nicht wissen was Geld ist, nicht erklären können was die öknonomsichen Phänomene überhaupt sind. Es handelt sich um ökonomische Laien, die für Staatsinteressen in die Tasten greifen und ihren Beitrag für die Nation leisten.

    • Urs Brock sagt:

      Ich halte dagegen und hoffe auf mehr Tiefgang…

      …wärend die bürgerlichen und frechen nach wie vor von den Massenhaft selektierbaren Arbeitsuchenden profiteren… wunderbar um Löhne zudrücken und erst noch die Auswahl !!! Dies alles noch mit der Schweizerfahne in der Hand und Lobgesang im Mund…

      JA?

      Mit einfachen Parolen kommt man im Leben genau wie weit… Hr. Hauser?

    • Matthias sagt:

      Nur den Rechten dämmerts nicht, das die Chefs die Sie und ihre Freunde durch Ausländer ersetzen meistens in der SVP sind. Und das einzige was die SVP macht ist ebendiesen Leuten Steuervergünstigungen zu vergeben.

    • Ueli sagt:

      @Kurt Hauser
      Keine Angst Herr Hauser! „Die braven Linken“ waren schon immer auf ihrer Seite.
      Vor 120 Jahren als meine UrUrUr-Grosseltern noch lebten schrieb ein gewisser Robert Seidel in der Zürcher „Arbeiterstimme“: „Die Herren Unternehmer sollen einmal Patriotismus üben und in erster Linie ihre Landsleute beschäftigen. Das zu verlangen, hat das schweizer Volk ein Recht, denn nicht der italienische Arbeiter, sondern der schweizerische muss im Falle des Krieges der Herren Eigentum mit Leib und Blut beschützen, nicht der italienische Arbeiter, sondern der Schweizer Arbeiter muss Militärdienst tun, er muss Steuern bezahlen und er muss dem Staate Kinder aufziehen. Was ist das für ein Vaterland, das die eigenen arbeitswilligen, das Haus hütenden und beschützenden Kinder ohne Arbeit und Brot lässt, während es die fremden aufnimmt und ernährt? Was würde man von einer Familie sagen, in der die eigenen Kinder der Not ausgesetzt, fremde aber gehätschelt werden?
      Es ist eine schändliche Pflichtverletzung von Schweizer Behörden, wenn sie mit des Volkes Geld Paläste bauen und dabei nicht einmal des Volkes nützlichste Kinder beschäftigen, wie es in Bern geschehen ist und wie es in Zürich auch geschieht. In Bern baut man das Berner Museum, in Zürich gar das Landesmuseum mit Italienern, während die eigenen Landeskinder arbeits- und brotlos herumlungern. – -“ Die rassistischen Tiraden die jetzt noch folgen würden, erspare ich Ihnen und den anderen Lesern.
      Alter Kaffee frisch aufgebrüht schmeckt eben immer noch nicht gut.

      • Hans Herbst sagt:

        @Ueli: da haben Sie voll und ganz Recht. Ich fände es aber auch gut, wenn die besten Flecken Schweizer Bodens auch noch für Schweizer zu erwerben blieben; oder wenn Bürger oder alteingesessene Einwohner einer gewisser Gemeinden auch im Rentenalter noch bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung stünde; oder Top-Manager aus dem englischsprachigen Raum nach 20 Jahren Tätigkeit in Zürich endlich Ihr SBB-Ticket am Schalter auf Deutsch ordern könnten und und und. Ganz sicher hat der zitierte Robert Seidel vor 120 Jahren Patriotismus nicht gleichgesetzt mit einer eindimensionalen Stärkung des Finanzplatzes und einer Dauerparty für Superreiche.

        • Taric Trent sagt:

          Ist doch kein Problem, Hans Herbst, als Reicher (oder berühmter) ist man schneller Schweizer als Sie auf die Uhr schauen können, sie können daher beruhigt sein: Die besten Flecken Boden sind auch in Zukunft für Schweizer zu erwerben. Fragt sich nur was sie davon haben, wenn Schweizer vorkaufsberechtigt sind, weil beides können sie natürlich schon nicht haben: Reiche und bezahlbaren Wohnraum! Also bitte überprüfen sie ihre Widersprüche, entweder Kapitalismus oder Sozialismus, beides geht nicht.

    • Hoppla Schorsch sagt:

      «La Suisse n’existe pas»

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