Wirtschaftswunderland

Für uns scheint der hohe wirtschaftliche Wohlstand so selbstverständlich, dass es einen Blick von aussen braucht, um ihn zu verstehen.

Für uns scheint der wirtschaftliche Erfolg so selbstverständlich, dass es einen Blick von aussen braucht, um ihn zu verstehen: Durchstich des Gotthard-Basis-Tunnels, Oktober 2010.

Die Schweiz hat eine ausserordentlich erfolgreiche Wirtschaft, aber die Geschichte des Erfolgs wird selten dargestellt. Das letzte Buch, das auf ein grösseres Publikum zielte, stammt aus dem Jahr 1969: «Das heimliche Imperium: wie die Schweiz reich wurde», geschrieben von Lorenz Stucki.

Nun ist endlich ein neues Buch zum Thema erschienen: «Wirtschaftswunder Schweiz – Ursprung und Zukunft eines Erfolgsmodells», herausgegeben von R. James Breiding und Gerhard Schwarz. Es ist vielleicht kein Zufall, dass beide Herausgeber in die Schweiz eingewandert sind. Für die Alteingesessenen scheint der hohe wirtschaftliche Wohlstand so selbstverständlich zu sein, dass er keine weiteren Fragen aufwirft. Ein grosser Fehler.

Das Buch enthält 14 historische Porträts von Branchen, in denen Schweizer Unternehmen Besonderes geleistet haben und immer noch leisten. Das Geleitwort stammt von Harold James (Princeton University), der die Erfolgsfaktoren elegant und treffend auf den Punkt bringt. Sein filmisches Zitat, das ihm aus Ausgangspunkt für die Diskussion der Schweiz-Klischees dient, muss man sich merken:

Im Film «Der Dritte Mann» sagt Orson Welles (als Harry Lime) die berühmten Zeilen: «Italien hatte in den 30 Jahren Herrschaft der Borgias Krieg, Terror, Mord und Blutvergiessen erlitten – und dabei Michelangelo, Leonardo da Vinci und die Renaissance hervorgebracht. Die Schweiz hingegen hatte Brüderlichkeit und fünfhundert Jahre Demokratie und Frieden, und was hat sie dabei geschaffen? Die Kuckucksuhr!»

Natürlich alles falsch, angefangen bei der Kuckucksuhr, die im Schwarzwald, nicht in der Schweiz erfunden wurde, aber dennoch wahr, weil es viele glauben.

Umrandet werden die historischen Kapitel durch eine einleitende Bestandesaufnahme der Schweizer Wirtschaftskraft und einem Schlusswort, das die Ursachen und Rahmenbedingungen des Schweizer Wirtschaftswunders diskutiert. Letzteres ist besonders interessant, weil es über die Fallbeispiele hinausgeht und die Zukunftsfähigkeit zu beurteilen versucht. Die Herausgeber Breiding und Schwarz stellen folgende drei Kernelemente ins Zentrum (S. 400):

Erstens erweisen sich die Armut (an Bodenschätzen), das ungünstige Klima in grossen Teilen des Landes und die Binnenlage als Segen und nicht als Fluch. Sie zwingen zu besonderen Anstrengungen und führen zu einem anderen Verständnis von Wohlstand als in von der Natur stärker begünstigten Gebieten.

Zweitens machen Kleinheit und Vielfalt das Verständnis des Fremden und Andersartigen sowie eine gewisse selektive Offenheit zur Notwendigkeit.

Drittens schliesslich wächst aus diesen Eigenheiten eine einmalige Balance zwischen individueller Selbstverantwortung und genossenschaftlicher Solidarität.

Aus meiner Sicht kann man die Grundlagen des Schweizer Modells nicht besser beschreiben, als es Breiding und Schwarz in diesen drei Punkten getan haben. Das Buch ist ein Meilenstein und verdient viele Leserinnen und Leser.

Keine Kommentare zu «Wirtschaftswunderland»

  • Anh Toan sagt:

    Der Wohlstand der Schwez ist ganz Allgemein der Wohlstand der entwickelten Welt gegenueber den Schwellenlaendern. In den Schwellenlaendern halten wir unsere billigen Arbeitskraefte, schliessen diese von unserem Arbeitsmarkt aus, und koennen darum mit unseren hohen Gehaeltern viel mehr ihrer billigen Produkte kaufen und uns im Urlaub billig bedienen lassen. Wir verbrauchen deren Rohstoffe und geben Ihnen dafuer Papier, frueher haben die noch Glasperlen genommen! In der globalisierten Welt muss die herrschende Schicht das im Dreck lebenden Proletarier nicht mehr sehen, und mit herrschender Schicht meine ich die entwickelte Welt als Gesamtheit.

    • Freiherr sagt:

      Vor ein paar Jahrzehnten war mein Gaststaat noch ein Agrar- und Turistikstaat mit gemuetlichem Umgang, Die Industrie beschraenkte sich auf den Inlandbedarf (v.a. Montage von Pickoeps fuer Farmer aus japanischen Teilen). Keiner hatte viel, aber fast alle genug. Wasser hatte es sowohl fuer die Reisfelder als auch fuer die bequemen Turibadewannen mehr als genug.

      Heute sind die Exportindustrien nach der Abzocke von Zoll- und Stuergeschenken und Profiten bereits auf der Flucht in Laender mich noch chinesischeren Loehnen. Das Wasser ist aufgebraucht und verdreckt, die Luft verpestet. Fuer den Billigturismus wurden Billigsparduschen angeschlagen und die Badewannen rausgerissen. Die Frauen sind statt auf dem Reisfeld oder beim Betreuen entweder fuer ein Trinkgeld bei den Kaufheuslern (wie im Welschen vor 100 Jahren: „Ils ont uner titelire sous le ventre!“), oder in mit europaeischen Steuer- und Kirchensteuergeldern finanzierten Zwangsmissionierungsbastelstuben….

      In Anbau, Bau, Betreuung und Reinigung arbeiten – wenn ueberhaupt fast nur noch aermere Auslaenderinnen….

      Auch die fuer die Betreuung zu feinen oder faulen Schweizer Gynokratinnen jammern nach Filipininnen, die ihnen statt der maennlichen Refraktaere die alten Hintern putzen. Und falls sie tatsaechlich zugelassen werden, wird ihnen der Groepaz wahrscheinlich auch ein Apartheideheverbot aufjochen….

  • Rolf Schumacher sagt:

    Indra Nooyi hat in Indien studiert (Madras resp. Kalkutta) und dann bei Johnson-Johnson eine Stelle erhalten. Scheinbar hat sie sich da erfolgreich durchgesetzt. Ihr Grossvater war ein lokaler Richter und der Vater ein Banker. Sie hat dann einen Bewerbungsbrief an die Yale University geschrieben und wurde aufgenommen und der Staat habe sogar Stipendien bezahlt.
    Nach erfolgreichem. Nachdem sie den Master in Yale absolviert hat, hat sie bei BOSTON CONSULTING eine Stelle erhalten. Sie hat dann etliche Jahre bei Motorola und ABB gearbeitet im Management. Dann hat sie über den Sport Chicago Bulls Pepsi kennengelernt und ist scheinbar in diesen Konzern eingestiegen. Pepsi-Pizza Hut-etc ist ja ein gigantischer Konzern.
    Ein Erfolgsmärchen fast so schön wie Slumdogmillionar.
    Wie ist es, wenn man ganz hinter die Fassaden schauen könnte. Die Inder sind in den USA in Management und vor allem auch im Finanzwesen eine ganz wichtige Gruppe. Negativschlagzeigen hat der Finanzier Rajaratnam gemacht, welcher wegen Insiderwissen im Hedgefondgeschäft angeklagt wurde.
    Ich weiss nicht ob man wirklich so einfach aus Indien zu einem finanzierten Yale Studium kommt. Ich weiss nicht ob man nach dem Yale Studium einfach so reibungslos bei Boston Consulting starten kann.
    Schön wenn die Geschichte so wie sie erzählt ist stimmt. Das würde für die USA sprechen.
    Danke Hampi für den Hinweis.

  • Hampi sagt:

    Der Vergleich von Orson Welles ist nicht korrekt, weil die Kuckucksuhr nicht in der Schweiz erfunden wurde (man lernt immer dazu). Das bedeutet logisch betrachtet nur, dass die Grundaussage leider noch mehr an Substanz gewinnt. Schliesslich haben wir ja nicht einmal die Kuckucksuhr erfunden.

    Für mich ist die Schweiz aber nur ein Symbol in dieser Aussage. Denn es trifft auch ganz allgemein zu: „gesättigte“ Menschen sind weniger kreativ, weniger erfindungsfreudig. Sie sind auch konservativer, weil Veränderungen nicht (so stark) herbeigesehnt werden.

    Aber es gibt auch unter den „gesättigten“ Ländern Unterschiede. Beispielsweise sind die USA (Google, Apple, McDonalds, Intel, Gillette, etc.) deutlich kreativer und erfindungsfreudiger als die Europäer. Dies ist vor allem so, weil der Arbeitsmarkt in den USA mehr Gewicht (im Vergleich) auf Leistung und Verdienst (merit) legt.

    So ist denn auch der Chef der Deutschen Bank ein Schweizer und jener der Citigroup ein Inder. Damit will ich nicht sagen, dass Ackermann weniger leistet, sondern nur, dass ein indischer Chef in Europa nicht so gut vorstellbar ist, ungeachtet seiner Leistung/Verdienst.

    • Hampi sagt:

      Und in der Schweiz erinnere ich mich, dass es früher viele tamilische Flüchtlinge gab, aber keine/keiner schaffte es soweit, wie die Chefin von Pepsi (Indra Nooyi).

  • Thomas Müller sagt:

    Kommpliment an alle Redaktoren dieses Blogs. Liest sich alles sehr beschwingt und zeitweise auch verständlich. Ich meinerseits habe nicht studiert. Habe keinen höheren Fachabschluss. Habe keinen Doktor etc. Ein kleiner Mann des Volkes, könnte man sagen. Ich habe eine Berufsausbildung absolviert und bin seit 15 Jahren als Verkäufer in der Schweiz tätig. Und wissen Sie was? Es gefällt mir! Nun war ich schon in einigen Ländern dieser Welt und habe erhebliche Unterschiede festgestellt. 1. Pünktlichkeit: Vereinbaren Sie mal mit einer Belegschaft von 50 Arbeitern in Südamerika einen Arbeitsbeginn um morgens halb acht. 2. Geben Sie einem KMU in Amerika den Auftrag einer Renovationsarbeit Ihres Hauses mit telefonischem Kostenvoranschlag. 3. Verkaufen Sie irgend ein Gut im heutigen Russland ohne sich einen oder auch zwei Wodka zu genehmigen usw. Sie mögen alle rechtbehalten mit Ihren Aussagen, aber für mich fällt und steht ein grosser Teil des „Wirtschaftswunders Schweiz “ mit der Tugend und des Gewissens der gewöhnlichen Arbeitskräfte in diesem Land! Zins hin oder her.

  • Frau Malzahn sagt:

    Es gibt eine Schweiz, aber es gibt keine Schweizer mehr.

  • Taric Trent sagt:

    Alles ausserökonomische Faktoren, das muss ja von einem Ökonomen kommen. Fordere grosse Investitionen in die genannten 3 Eigenheiten, man könnte zum Beispiel die Flüsse umlenken um sämtliche natürlichen heimischen Produktionsfaktoren zu eliminieren. Generiert sicher riesieges Wirtschaftswachstum. Oder man hört auf die Regierung, denn die weiss schon warum ihr Laden läuft: Tiefe Kapitalsteuern und für die Qualität billige Arbeiter.

    • pete sagt:

      dass die schweiz kein rohstoffreiches land ist, könnte ihr durchaus geholfen haben. 2/3 der ärmsten menschen der welt leben in den rohstoffreichsten ländern der welt. natürlich sind die rohstoffe nicht der einzige grund für die armut. scheinbar ist ressourcen-reichtum aber eine erhebliche quelle für eine vielzahl von unterschiedlichen problemen..
      .als einstieg in die thematik: http://de.wikipedia.org/wiki/Ressourcenfluch

  • Hampi sagt:

    Es gibt verschiedene Gründe, vor allem die drei im Text erwähnten, die das „Wirtschaftswunder Schweiz“ erklären können.

    Zusätzlich oder ergänzend finde ich auch die „direkte Demokratie“ einen wichtigen Punkt. Zwar nicht direkt für die Wirtschaft, aber für die Stabilität. Und Stabilität ist eine Wunderwaffe, wenn es um wirtschaftliche Gedeihung geht. Das heisst, dass die Schweizer nicht unbedingt intelligenter oder arbeitsamer als ihre EU-Nachbarn sind, sondern sie können einfach öfters an der Urne Dampf ablassen. Das fördert das Bewusstsein des „eigenverantwortlichen Staatsbürgers“ schon von jung an.

    Und dadurch haben Politiker in der Schweiz weniger Blankovollmachten. Der in der Schweiz ständig viel notwendigere Konsens mag zwar so langweilig wie eine Kuckucksuhr sein, aber er fördert die Stabilität und verhindert die Dominanz von Führer-Figuren (siehe Blocher im Vergleich zu Berlusconi). Der Preis dafür ist leider etwas viel „Mittelmässigkeit“ (Gnomen und so), aber nichts ist eben wirklich perfekt 🙂

    Langfristig gesehen bedeutet Stabilität und Demokratie (nebst Reichtum, Wohlstand, etc….), dass sich die Menschen vergleichsweise unbehinderter der Verwirklichung ihres persönlichen Potenziales widmen können. Und das ist pure Produktivitätssteigerung.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Italien, Protugal, Spanien, Greichenland sind auch Demokratien, funktionieren diese? Was wenn alle Länder der Welt demokratisch wäre dann der Wohlstand gleichmässig verteilt? PS die USA ist auch eine Demokratie, aber eine bankrotte.

      • Hampi sagt:

        Rolf Schumacher sagt:
        23. März 2011 um 14:49

        Kein Land der Erde ist eine Demokratie. Es ist höchstens auf dem Weg dahin. Die richtige Demokratie ist ein Idealzustand, ebenso, wie die gerechte Verteilung. Aber im Vergleich zum Idealzustand gibt es Länder, die weiter fortgeschritten sind als andere. Und ich behaupte, dass wenn man das Glück, Rohstoffe zu haben, unterdrückt, dann gilt: je mehr (richtige) Demokratie, desto mehr Wohlstand und desto gerechter verteilt.

        PS: Die USA sind nicht bankrott, nur die Wahrscheinlichkeit dafür ist gestiegen, was zum Glück (noch) nicht ganz dasselbe ist.

        • Anh Toan sagt:

          @Hampi: Aber haetten wir den Idealzustand erreicht, waere dies ja todlangweilig! Jede Veraenderung waere negativ, wuerde das Perfekte imperfekt machen. Da es der Idealzustand ist, sehen dies auch alle ein, darum koennten wir nicht mal ueber hypothetische Veraenderungen diskutieren, und ich muesste, vor lauter Langeweile, eine anarchistische Revolution starten.
          Talking Heads:
          Everone is trying
          to get to the bar
          The name of the bar
          the bar is called heaven
          The band in heaven,
          they playe my favourite song
          play it once again
          play it all night long
          Heaven is a place
          a place where nothing ever happens

      • Freiherr sagt:

        @ Herr Schumacher:

        Ohne EURO wuerden die nach wie vor funktionieren.

        Die erste europaeische Demokratie, die nach 1971 – sogar ohne EURO – bankrott ging war uebrigens Island! Trotz (oder wegen?!) dem ersten Rang in der Gynokratisierungsrangliste….

  • Chantale sagt:

    Die Schweiz ist nur dank ihrer Ausländer erfolgreich – darum ist bei Gotthard-Bild auch eine bayerische Fahne im Mittelpunkt! Sorry, und die Bayern haben auch mit den Bernern den schönsten Dialekt.

    • Freiherr sagt:

      Am erfolgreichsten war die Schweiz mit weniger als 5 Prozent Auslaendern. Aber noch familiaerer und humanitaerer Oeffnung. Es verhungerte niemand, und jeder bekam die notwendige Pflege. Die Neutralitaetsschutzschulden von weit mehr als 100 % des BSP schmolzen wie Schnee an der Maerzensonne und die Staats- und Sozialkassen prosperierten. Je mehr Lohndoemper und Nachzug aller (Un)art, umso rasanter gings wieder bergab….

      Die Wirtschaft hat sich dem vorhandenen Volk anzupassen und nicht umgekehrt. Mussten die sozialisierten Kosten des Lohndoempings und des Nachzuges aller (Un)art allein aus einer Lohndoempinggewinnsteuer aufgebracht werden, haette der Spuk ein schnelles Ende. Die paar Raeppli Stundenlohndoempinggewinn rentieren nur, wenn die Billionenkosten fuer Generationen sozialisiert statt den Verursachern aufgepuckelt werden….

      • Rolf Schumacher sagt:

        Ohne ausländische Gasarbeiter hätte die Schweiz, wie Deutschland auch den Nachkriegsboom nicht hingekriegt. Italiener, Portugiesen, Spanier und seit dem Jugoslawienkrieg und dem Fall der Berliner Mauer auch Arbeiter aus dem Osten haben uns sehr unterstützt vorwärts zu kommen. Die Integration von Gastarbeiter ist immer ein Zeichen von Prosperität. In Drittweltländer (es hat jemand moniert dort würde es keine Sehenswürdigkeiten geben, was ich ganz anders empfinde, es gibt einen immensens Schatz an Sehenswürdigkeiten in Drittweltländern).
        Es ist an uns den Sozialstaat nicht derart aufzublähen, dass er uns nicht alle Substanz wegfrisst. Wenn man 500`000sfr Agrasubvnetion an einen Bauernhof ausschüttet, wenn man sinnlose Millionenprojekte (e health, Armee EDV-Chaos, Tiefbauleichen, beste Armee der Welt Ambitionen etc) schnürt und die eigene Grossbank mit Milliarden unterstützen muss und Superreiche in Herrliberg fast fiskalgratis wohen lässt, sind sicher nicht die Ausländer in der Schweiz am allfälligen Versagen schuld.

        • Freiherr sagt:

          Wie sage schon Paracelsus: „Con granum salis!“ (Was in kleinen Dosen Medizin ist….)

          Gegen hoechstens 5 Prozent, in einem humanitaeren Notfall – mit ausreichender Ernaehrungssuveraenitaet ohne Rationierung der Lebensmittel gar auch fuer eigene Buerger – gar 10 Prozent Auslaender waere nix einzuwenden, wobei das rein gewinnsuechtige Lohndoemping ohne Familienbande zu Schweizern auf Roteure in Anbau, Bau, Betreuung und Reinigung beschraenkt, und „unentbehrliche“ Spezialisten ihre „Unentbehrlichkeit“ mit hohen Mindestloehnen beweisen und mindestens zwei Schweizer in ihrer unentbehrlichen Spesialitaet zu unterweisen haetten….

          Zurzeit wird von den Schweizer Lohnsklavenhaltern wieder mal der Informatikermangelblues gejammert. Diese Nummer zogen auch schon mal die deutschen Lohnsklavenhalter unter Schroeder ab. Schroeder: „Okay, Mindestjahreslohn 100 000 DM, 5-Jahresbluecard!“. Und siehe da, es kam nur ein kleiner Bruchteil der angeblich benoetigten Inder, da fuer standesgemaesse Loehne fast genug EU-Informatiker gefunden werden konnten….

          • Rolf Schumacher sagt:

            Das ist richtig, Lohndumping ist schlecht. Wenn sie aber unsere SVP-Fabrikanten (Spuhler) betrachten, betreibt er noch schlimmerres, er lagert die Fabrikation einfach nach Polen aus. Andere Grossindustrielle drohen ebenfalls lauthals mit Abwanderung.
            Netto: Wenn die Arbeitgeber (FDP-SVP (Bauern welche Rumänen und Polen schwarz arbeiten lassen) die Arbeitsverträge einhalten würden, müsste niemand vor Lohndumping Angst haben.
            Es ist nie die Schuld der Ausländer, dass es Lohndumping gibt, sondern der Arbeitgeber die perverse Spielchen mit den Arbeitnehmern und dem Staat spielen.
            Zum Glück nehmen in der Schweiz im Vergleich zum Ausland die meisten Betriebe ihre soziale Verantwortung gut wahr. Im grossen und ganzen denke ich, dass wir einen durchaus gesunden Werkplatz haben und die Bedingungen für Arbeitnehmer in der Schweiz mehr als gut sind.

        • Anh Toan sagt:

          @Rolf Schumacher; Entschuldigung fuer das Verwechseln der Vornamen, Sie haben sich aber schon angesprochen gefuehlt? Rassistische Statements machen mich wuetend, ich hoffe nie indifferent gegenueber Rassismus zu werden! Strafanzeige wuerde ich auch nicht erstatten, wenn ich in der Schweiz waere, ich halte mich am liebsten fern von Polizei und Justiz. In diesem Statement zeigen Sie eine andere Seite, Ihre wirklich beleidigende Aussage ueber Juden haben Sie aber noch immer nicht korrigiert. Und wenn Sie nich immer nicht verstehen, was ich meine, helfe ich Ihnen vielleicht damit:
          “Schweizer Kinder oder Kinder von Katholiken, oder Kinder von Aerzten, oder Kinder von Vaetern mit Vorname Rolf, Kinder von Roma, Kinder von Prostituierten, Kinder von werden wie auch orthodox arabische Kinder schwer in ihren persönlichen Freiheiten eingeengt, das ist eindeutig klar und offensichtlich.”:
          Koennen Sie eigene Fehler akzeptieren, oder stellen Sie an sich den Anspruch goettlicher PerfektionVielleicht war meine Formulierung unpraezise: In Schwellenlaendern finden man an den Orten die keine anerkannten Sehenswuerdigkeiten aufweisen….Also dort, wo keine Touristen oder Expats sind, (fast) niemand auch nur ein wenig Englisch spricht etc. etc.

    • Freiherr sagt:

      Das waere uebrigens mal ein nuetzliches Thema mit der Schaffung neuer matematisch begruendeter Erkenntnisse fuer eine Schweizer Nationalfondsstudie, statt der staendigen weitgehend fakten- und fisikrenitent tendenzioesen Neuerfindungen von schon laengst durchschauten Raedern….

  • Alligator sagt:

    Es befinden auf Schweizerbanken offiziel ca. 2000 Milliarden ausländisches Vermögen (Auch diverse Diktatorengelder)… solche volle Banken erlauben natürlich diverse Investitionen und höhe Löhne… würde mich schon wundern, was passiert, wenn weniger Diktatoren -und Schwarzgelder in die Schweiz fliessen würden…. Darum sollten wir vielleicht weniger überheblich andere Länder belächeln, sondern unsere Banken und Wirtschaft so reformieren, dass falls eines Tages diese Blutgelder und Schwarzgelder nicht mehr da sein sollten, die schweiz immer noch wirtschaftlich funktionieren kann

  • Hans Saurenmann sagt:

    Giorgio hat es auf den Punkt gebracht, die Region Schweiz hat eine mindestens 10.000 jaehrige Geschichte mit verschiedenen Geschichts Falten. Die Hospitaler und die Templar sind ein zusaetzlicher Begruender unser neueren Geschichte und werden in keiner Weise bei der heutigern Geschichtsreibung gewuerdigt. Uebrigens war Oezi ein Teil der Region Schweiz und schon in den 70 gern. Roman ist auf der richtigen Spur die Menschen werden geform durch die Umgebung, gleich wo sie herkommen oder sind die Appenzeller nicht Urschweizer und kommen aus dem fernen Osten, die Kelten waren auch in der Mongolei, bin Stolz das ich wahrscheilich auch Neandertaler Blut in meinen Adern fliess. Die Geschichte wirds beweisen, wenn es auch noch ein bisschen dauert!!

  • Rolf Schumacher sagt:

    Der Zwingli, Calvin und Luther waren ganz sicher Wegbereiter des Kapitalismus. Es durte dank ihnen Zinsgeschäfte getätigt werden wie bei den Juden auch. Leider brach damit auch eine ganz asoziales System aus. Wer die Verhältnisse im industrialisierten London sah, dem musste einfach so speiübel werden, dass er das Kommunistische Manifest schreiben musste. Der Puritanismus a la USA ist eine heuchlerische von Doppelmoral durchdrungene Scheingesellschaft. Einerseits gibt es überall Charityanlässe andererseits darf Geld alles. Wenn ich sage, dass die Puritanier die hässlichsten JIHADDISTEN der Welt sind, liege ich kaum falsch. Denn all die Krieg welche in God Bless Americas Namen ausgetragen wurden sind schier endlos. Es geht nicht um Religion es geht um menschliche Triebbefriedigung. Und wie ist das mit den Oberpuritaniern, man ist empört wenn ein Politiker Prostiuierte besucht, aber man findet es absolut OK wenn im Irankrieg 1 Million Menschen sterben um den US-UK Durst nach Oel zu befriedigen und die Bush-Methodisten-Taschen zu füllen.

    @Schwarz-dann geht aber der Weltpancalvinismus nicht auf. Man kann nicht reich werden, wenn niemand konsumiert. NEIN der Calvinismus wurde von wenigen reichen Säcken (JP-Morgan, Rothschild, Rockefeller etc) einfach ausgenützt. Man konnte so schön Geld scheffeln, als der Puritanismus das Gelscheffeln legitimierte. In katholischen Gebieten, wäre das nicht möglich gewesen. Zinsgeschäfte waren verpönt, weil man schon damals die Schuldenfalle in welche die breiten Massen getreiben werden, erkannte.
    JP-Morgan, Rothschild, Bush, Blocher etc würden ihre persönliche Götter ganz sicher sehr schnell verkaufen, wenn es ans Eingemachte ginge. Und a propos Juden. Wer die orthodoxe Judensiedlung in Broocklyn einmal besucht hat, sieht, schnell, dass die Menschen da nicht wahnsinnig reich sind. Es ist eine Mär zu glauben, dass nur weil Zinsgeschäfte erlaubt sind eine ganze religiöse Gruppe davon profitieren würde. Es sind immer nur ganz wenige und jene die derart unverschämt abszocken haben ganz sicher nichts mit Religion an Hut.

    G.W.Bush ist sicher ehrlicherer Whiskeysäufer, als er Methodist ist.

    • Freiherr sagt:

      Zudem sich GW Busch, als er die eigenen Knochen fuer den bigottynokratischen Welt-GW hinhalten sollte, von seinem Vater protegiert vor dem Kriegseinsatz in Vietnam gedrueckt, und seine „Wehr“pflicht in der „Luftwaffe“ der Natonalgarde von Texas abgefeiert….

      Der Angriffskriegsverbrecher und Oraloffischer Clinton ist sogar ein totaler Vietnamrefraktaer!

      • Rolf Schumacher sagt:

        Ja so sind sie die Oberpuritanier. Sie lassen das Volk in Askese fast verhungern und fordern ihnen alles ab (Zwangsheiraten) und selber benehmen sie sich derart verantwortungslos und dekadent. Der ehemalige jüdische Präsident muss in den Knast wegen mehfacher Vergewaaltigung und sexueller Belästigung. Er ist kein puritanisch-jüdischer Einzelfall. Früher waren die Operpuritanier unantastbar, man hat sie einfach machen lassen.
        Es gibt kein Land das derart Ressourcen anderer Menschen frisst wie Amerika, wo ist da die Askese? Es gibt kein Land auf der Welt in dem mehr Maenner ins Ausland fahren um ihre sexuellen Gelüste völlig unkontrolliert auszuleben. Lateinamerika muss den Hinternherhalten für die bigotte Sexprohibition in den USA: Die Puritanier und Juden sind eine die menschliche Natur aufs hässlichste misachtende Kultur. Fragen sie mal wie gut es sich als Homosexueller in Lousiana oder Texas lebt??? Tut er es nicht heimlich ist es gut möglcih, dass er einem tot geglaubten Ast des Kuklusclans zum opfer fällt, oder von einem ultrapatriotischen Republikaner gepiesakst wird. Und ich habe die orthodoxen jüdischen Kinder in Broocklyn gesehen. Sie sind stigmatisiert fürs Leben. Die Amis müssen nicht die arabischen Völker befreien, die werden es auf ihre Art schon tun. Sie sollten einmal in ihrem Land für echte Freiheiten sorgen, die gibt es nämlich nur für Dollarmilliardäre, aber sicher nicht fürs breite Volk. Welches dazu misbraucht wird den fetten Broken die Kinder zu hüten, die Schuhe zu putzen und sie in Uebergrossen gepanzerten Limousinen 300m zum nächsten Einkaufszentrum zu fahren.

        • Freiherr sagt:

          Der reiche Ami muss nur noch bis Nevada, seit Kuba von Fidel geschlossen wurde. Dort gibts in Frauenfarmen jeder (Un)art jede Spezialitaet, aber nur fuer sehr reiche. Dagegen machen komischweweise die sonst global dem Lohnsklaven spasskeulenden Gynokratinnen goar nix. Dafuer wandern Dirne und Freier in allen anderen Staaten der USA und in immer mehr bigottgynokratisierten Lila-Pudel-Staaten fuer einen in jeder Hinsicht harmlosen Auto-BJ in den Knast….

          Uebrigens ists Logo: Je groesser der sexuelle Notstand in der Heimat, umso groesser der Sexturismusbedarf….

    • Anh Toan sagt:

      @RS: Sich als Humanisten geben, und dabei soviel Antisemitismus verstreuen, diesen Spagat schaffen nur Katholiken. Genauso wie die Katholen den Spagat schaffen, das Zinsverbot als Schutz fuer die Armen zu verkaufen: Ist es, wie im mittelalterlichen Europa oder im heutigen Vietnam, fuer breite Bevoelkerungskreise unmoeglich, mittels Erwerbsarbeit einen gewissen Wohlstand zu erreichen, bleibt, ausser der Kriminalitaet, nur die Aufnahme von Kredit um mittels Spekulation „nach oben“ zu kommen. Das katholische Zinsverbot war (duerfen gute Katholiken heute Zins nehmen?) ein Instrument zur Aufrechterhaltung der bestehenden Herrschafts- und Besitzverhaeltnisse. Kostolani hat gesagt, wer viel hat. kann spekulieren, wer ein wenig hat, darf nicht spekulieren, wer nichts hat, muss spekulieren! Zinsverbot schuetzt nicht die Armen, es schuetzt die Reichen vor dem Aufstieg der Armen. Glauben Sie denn wirklich, dass die Reichen im Mittelalter so gut waren, um sich um die Probleme der Armen vor ihren eigenen Interessen zu kuemmern? Erst mit dem Aufkommen des Neoliberalismus (was immer das ist) oder Kapitalismus, wurden die Reichen boese?

      • leo's schale sagt:

        Richtig @Anh Toan, Kompliment.

      • Rolf Schumacher sagt:

        Die semitische Sprache ist die Wiege unserer abendländischer Kultur. DIe alten arabischen Sufis (erlaubt mir auch das die persischen (nicht Semiten) sind mir heute noch wertvolle Begleiter. Die Sumerer haben das Bankwesen erfunden und der Gesetzescodex von Hammurabi ist noch heute wervtvoll. Wer meint die Greichen oder die Römer wären unsere kulturelle und religiöse Basis irrt. Assyrer, Babylonier, Hetiter waren jene Völker, welche uns Licht ins Dunkle gaben.
        A propos Hebräer. Althebräischer ist ein kananitischer Dialekt. Und kananitisch ist eine arabisch-semitische Sprache. Die Juden sind aus den Golfstaaten nach Palästina ausgewanderte Araber. Und somit einfach ein Volk unter vielen Völker der semitischen Sprachgruppe. Dass sich die Juden in der babylonischen Gefangenschaft sehr viel Wissen aneignen konnten (Justiz aber auch Bankwesen (Zinswesen) liegt daran, dass die Babylonier sehr zuvorkommend mit ihren Kriegsgefangenen umgegangen sind. Die Hebräer durften Schulen besuchen und auch wie die Einheimischen am Geschäftsleben teilnehmen.
        PS: Dass die Römer die Hebräer ca. 30 nach Christus als einziges Land aus der Vielvölkerprovinz Palästine geschickt haben, liegt daran, dass die Juden schon damals meinten sie seien das auserwählte Volk. Sie haben deshalb zig mal in Palästina einen Bürgerkrieg (um den Tempelberg) angefangen. Mir ist nicht bekannt, dass die Römer sonst ein Volk aus einer ihrer Provinzen vertreiben hätten.
        Zusammenfassend: Die Juden sind ein klitzekleiner Bestandteil der semitischen Völker. Und die semitischen Völker waren die Begründer unserer Zivilisation, Kultur und Religion. Ich bin kein Antisemit, sondern ich bewundere die Kunstfertigkeit dieser Völker in vielerlei Hinsicht.
        Was ich aber nicht mag. Ist wenn sich ein Volk als auserwähltes (merhbesseres Volk) hinstellt und in fremde Länder eindringt um diese zu besetzen und die einheimische Bevölkerung zu vertreiben.
        Gehen sie mal in ein Flüchtlingslager in Libanon oder Jordanien Hr. Toan. UK, FR, USA haben sicher nicht gut daran getan den Israelischen Staat derart zu unterstützen.
        PS: Wenn ich in Zürich die orthodoxen Juden sehe, stören diese mich nicht. Ich frage mich nur, was die Kinder welche derart Stigmatisiert sind alles erdulden müssen. Ob Burka oder orthodoxe Judentracht ich finde beides nicht mehr ganz Zeitgemäss, aber das ist geschmackssache. Ich bin sicher dafür, dass man weder das eine noch das andere verbietet. Die Menschen sollen frei sein im Ausleben ihres Glaubens, solange sie nicht andere belästigen. Jedes Volk ist aus Menschen zusammengesetzt und Menschen leiden auf der ganzen Welt unter den gleichen Stärken und Schwächen, an ein auserwähltes Volk glaube ich nicht. Im Gegenteil.

        • Anh Toan sagt:

          @Rolf Schuhmacher: Ich mag auch nicht, dass sich die Juden als auserwaehltes Volk betrachten, ich mag das auch nicht bei den Japarn, Chinesen, Amerikanern, Schweizern (Giorgio Girardet, Sie an anderen Orten schon, auch wenn Sie es hier verneinen, der Freiherr sowieso, sogar gelegentlich Urs Brock), Franzosen, Vietnamesen, Brasilianern, Eritreern, Tibetern, Italienern, Spaniern, den Ost und den Westgothen, den Roemern, Griechen, Preussen und Bayern noch vor Deutschen, Ich frage mich, zugegeben mit gleichem Unrecht, was Ihre Kinder so alles erdulden muessen!!!

          • Rolf Schumacher sagt:

            Also Anh Toan bewegen sie sich mal einen Monat lang in eienr Burka oder einem orthodoxen jüdischen Gewand. Mal schauen ob sie dieselben Erfahrungen machen, wie wenn sie die Durchschnittskleidung eines Schweizers oder Bayern tragen. Jüdische Kinder werden wie auch orthodox arabische Kinder schwer in ihren persönlichen Freiheiten eingeengt, das ist eindeutig klar und offensichtlich.

          • Anh Toan sagt:

            @Rolf Schuhmacher: Gebe Ihnen recht, ich finde es auch schwer persoenlichkeitsverletzend, einem Jungen kurze Lederhosen mit Hosentraegern und Wollsocken anzuziehen!
            Im Ernst: Generell juedische Kinder werden in der Persoenlichkeit verletzt, arabische aber nur, wenn Sie orthodox sind?

            Ihr Antisemitismus (dieses Wort wird allgemein in der deutschen Sprache verwendet, und ich werde es weiterhin tun, auch wenn Sie der Meinung sind, es sei das falsche Wort) ist widerlich! „Jüdische Kinder werden wie auch orthodox arabische Kinder schwer in ihren persönlichen Freiheiten eingeengt, das ist eindeutig klar und offensichtlich.“: Alle Kinder die erzogen werden auf dieser Welt, werden schwer in ihren persoenlichen Freiheiten eingeschraenkt, sie unterstehen der elterlichen Gewalt, die nahezu absolutistisch ist. Dies liegt in der Natur von Erziehung. Juedische Kinder werden gebildet und es werden Ihnen ethische (und religioese) und soziale Werte vermittelt. Zu behaupten diese wuerden grundsaetzlich in der Persoenlichkeit verletzt ist, ist hinterhaeltigster fiesester Antisemitismus, denn wuerden Sie behaupten Juden wuerden ihre Kinder fressen, waere Ihr Antisemitismus fuer (fast) jeden durchschaubar. Es zeigt die Mentalitaet, welche zu der staatlichen Wegnahme der Kinder der Roma gefuehrt haben. Waere ich in der Schweiz, wuerde ich Strafanzeige einreichen:

            Strafgesetzbuch Artikel 261 bis Absatz 2:
            „wer öffentlich Ideologien verbreitet, die auf die systematische Herabsetzung oder Verleumdung der Angehörigen einer Rasse, Ethnie oder Religion gerichtet sind,“

            ist genau was Sie tun, seher geehr4ter Herr Doggter

          • Anh Toan sagt:

            @Rolf Schumacher: Es sind nicht die Glatzkoepfe in Springerstiefeln die gefaehrlich sind, sondern die widerlichen kleinen spiessigen Brandstifter wie Sie, die unter humanistischem Deckmaentelchen (Kinderschutz) derart braune „hartes Wort fuer weiche Masse mit 7-8 (Doppel S) Buchstaben“ verbreiten.

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Schumacher:

            Langsam wird klar, fuer wen Herr Toan lohnschreibt….

          • Anh Toan sagt:

            @Freiherr: Sie sind zu schlau, um so was Primitives zu schreiben, dass Sie sich aufregen, wenn bibeltheokratische Gynikraten sich in Ihre Kernfamilie einmischen, es Sie aber kalt laesst, dass der Doggter genau das macht, zeigt, dass Sie die noch feigere, noch spiessigere, noch hinterhaeltigere Dreckschleuder sind, die sich aber hinter den etwas mutigeren Dreckschleudern wie unserem Herrn Doggter verstecken.

            Und waere der Arttikel 261bis Absatz 2 noch mit Geschlecht ergaenzt, waeren Ihre primitiven frauenhasserischen Absonderungen auch strafbar! Aber das ist fuer Sie nichts Neues!

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Toan:

            Eine heute im Europaparlament Steuergelder zersteubende Freundin von Politmoerdern, Nehmer von Schweizer Geiseln, und Zerlegern von Botschaften befreundeter Staaten, versuchte schon vor vielen Jahren als Nationalraetin, auch die Gynokratinnen mit pseudomajestaetischem Kollektivschutz zu privilegieren, schiffte aber damit ab….

          • Freiherr sagt:

            Der Herr Doggter schreibt nicht – wie Sie – wider besseres Wissen. Eine Studienreise wuerde ihn – im Gegensatz zu Ihnen – eines Besseren belehren.

          • Urs Brock sagt:

            Hr. Toan, mir ist keine Nation bekannt die in ihren (Aus)bildungsunterlagen nicht wenigstens ein paar Seiten präpariert hat um Mythen und Legenden aber auch „Tatsachen“ Berichte über die eigenen Helden und Heldentaten unter den Nachwuchs zu bringen… Dies mehr oder weniger frei gelogen und geschönt. Aber dann, nicht jeder von uns muss Geschichte studieren…

            Es wachsen alle dermassen „indoktriniert“ auf das manche ein Leben lang fest daran glauben Ihre Heimat, Ihr Land sei der Massstab aller Dinge. Die nationalen Medien sind voll von Berichten von heimischen Gewinnern die es dem rest der Welt gezeigt haben um den Mythos der überragenden Fähigkeiten und Einzigartigkeit aufrecht zu erhalten…

            Die Japaner und Chinesen streiten sich seit Jahren über die Inhalte der Geschichtsbücher in Japan die von Heldentaten erzählen und die Chinesen auf Millionen von Opfern verweisen… usw. Den Schweizern wird über die Legenden der Wehrhaftigkeit im WW II erzählt und der Apfel wird nach wie vor durchbohrt…

            So wachsen wir (Menschen) auf… nicht immer wahr, oft übertrieben, aber auch nicht wirklich tragisch… nun stelle man sich mal das umgekehrte vor. Es wird uns von Anfang an beigebracht wie dumm, schusselig, niederwertig und unfähig wir im Vergleich zu anderen Nationen und Kulturen sind. Ich denke viele von uns würden mit geneigtem Kopf durchs leben schleichen… und in’s Ausland würde sich auch niemand getrauen…

            Dann kommen noch laufen die berichte über technische Fortschritte

            😉

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Schumacher:

            In Politterrorjuxtizprozessen wird nicht mehr DER Taeter verlangt, sondern ein „Taeter“ der nicht seine Unschuld beweisen kann. Das sogar auch schon bei unpolitischen Verbrechen. Wenn ihre Frau ueber den Jordan geht und Sie kein Alibi haben, sind sie schon reif. Und haben Sie ein Alibi wird versucht, Ihnen eine Anstiftung zu unterschieben.

            In Rechtsstaaten werden Fernmeldegeheimnisse in Friedenszeiten hoechstens zum Staatsschutz und zur Verhinderung von Mord, Brandschatzung und Pluenderung staatlich gebrochen. Im Entwurf zur neuen Strafprozessordnung, welche das Fernmeldegeheimnis sogar fuer organisationsfreie gewaltlose Kleinverbrechen keulte, war denn auch die Pseudomajestaetsbeleidigung nicht aufgefuehrt, zumal sie nicht nur gewaltlos, sondern gar „nur“ ein Vergehen und kein Verbrechen ist. In einer zusaetzlichen Differenzbereinigungrochade tauchte dann der Art. 261bis systemwidrig ploetzlich und ohne jede Begruendung auf und blieb drin….

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Toan:

            Sie erliegen der gleichen Verwechslung wie alle Lila Pudel. Nicht alle Frauen sind Gynokratinnen, und nicht einmal alle GynokratInnen sind Frauen (die Lila Pudel lassen gruessen!).

            Kasten, die sich Sonderrechte anmassen oder gar gegenleistungslose Abzocke, sind die Privilegien mit Wiederunterwerfung unter saeckulares Recht zu keulen. Sogar gegen – Familien keulende statt betreuende -Gynokratinnen waere aber Hass zuviel der Ehre….

            Wie weit die gynokratische Zwangsmissionierung (mit Maisons d’envol fuer Bastlerinnen statt Beitragerinnen zum BSP) in Vietnam schon gediehen ist, kann ich nicht beurteilen. In „meinem“ Gaststaat setzt sie ungefaehr mti dem Geburtsjahrgang 1971 ein. Aber auch viele aeltere Exexportgewerbeomas sind nach der Sonderzwangsmissionierung mit Kollaboration der zur Erwachsenen-Sittenpolizei (abgesehen von einem Homopaedofall alle paar Monate ist der Kindersexturismus fast nur noch eine gynokratische Propagandaente) mutierte besoders bevollmaechtigte Aidspolizei zu faulen Leistungsbetruegerinnen degeneriert. Jedenfalls ist in „meinem“ Gaststaat der Kindersex ablsolut verboten und mit hohen Mindestfreiheitsstrafen bewehrt und nicht wie in der Schweiz – weiltweit einzigartig – fuer privilegierte Kasten ohne untere Altersgrenze straffrei….

          • Anh Toan sagt:

            @Urs Brock: Sie haben recht, ueberall gibt es Mythen, die eigene Nation sei die beste, nur in einem Punkt weiche ich von Ihnen und der grossen Mehrheit auf der Welt ab: Ich finde es tragisch, da hier die Wurzel von Rassismus liegt: Niemand ist besser oder schlechter auf Grund dessen, was seine Vorfahren oder Landsleute gemacht haben! Stolz und Scham gibt es nur fuer eigene Taten, nicht auf Grund von Geburt!

      • Urs Brock sagt:

        Hr. Toan , was denken Sie woher der Begriff Wucherzins kommt und warum überhaupt musste der angewendet werden? Aktuelles Beispiel wo der Begriff Wucherzins Anwendung findet sind hier die Kreditgesetze… Wucherzins bedeutet ja, das die Schulden ab einem bestimmte Zinsfuss nie mehr mit den vereinbarten Raten zurückbezahlt werden können…

        Der Armutsschutz bzw. der Schutz der Armen vor den Reichen den Sie im Zusammenhang mit Zinsen erwähnen erkenne ich nicht…. wenn das alles ja so gut ist, warum überhaupt werden Klein-Kredite Gesetzlich geregelt.

        Ihr Hr. Kostolani spricht für die die genügend haben. Sieht es nicht eher so aus das… wer viel hat spekuliert, wer wenig hat sollte nicht spekulieren und wer gar nicht’s hat kann nicht spekulieren…

        Wer viel hat ist nicht auf Kredite angewiesen, wer wenig hat ist u.U. auf Kredite angewiesen und wer gar nicht’s hat bekommt keine Kredite (oder wie früher üblich zu Wucherzinsen oder beim Pfandverleiher)

        Eine einfache redefinition und die Welt sieht ganz anders aus… Links, Mitte, Rechts, Liberal, Neo…

        • Anh Toan sagt:

          @Urs Brock: Was ist Ihnen lieber wenn Sie mit Erwerbsarbeit kein Auskommen finden koennen: Ein Kredit zu Wuckerzinsen oder kein Kredit. Was ist Ihnen lieber, wenn Sie keine Medikamente kaufen koennen: Ein Pfandleiher der Sie um Ihr letzes kleines bewegliche Vermoegen beraubt oder kein Kredit und damit keine Medikamente. Derjenige der einen Kredit zu Wucherzinsen gibt, kann dies nur tun, weil dem betreffenden Schuldner niemand zu einem tieferen Zins Kredit gibt, sonst wuerde sich der Schuldner das Geld dort ausleihen.
          Die Aermsten kaufen am meisten Lotterielose: Es ist neben Hahnenkaempfen und Sportwetten die Spekulation der ganz armen. Die naechst armen mieten Immobilien moeglichst langfristig und versuchen diese teurer unterzuvermieten, was funktioniert, wenn im Laufe der langfristigen Mietdauer die Mietzinsen steigen (Investitionsvolumen 2 Monatsmieten). Das sind die zugaenglichen Spekulationsformen der Armen und Kleinen, die Sie ueberall auf der Welt finden koennen, Und aus Sicht der Armen und Kleinen ist dies alles andere als dumm, lieber eine 10% Chance nach oben zu kommen, als keine Chance, ausserdem hat man nichts wirklich zu verlieren sondern nur was zu gewinnen, und wer nicht angreift, sprich spekuliert, kann nun mal nicht gewinnen.
          Naja. der Trick mit dem Zinsverbot hat schon im Mittelalter funktioniert, er scheint noch immer zu funktionieren. Und die Reichen und Maechtigen wurden erst seit Queen Victoria boese!

          • Urs Brock sagt:

            Hr. Toan, jetzt habe Sie aber was erwähnt was ich vergessen hatte… die Lotterien. Das hole ich in dem Fall noch nach…

            Nun, ich weiss nicht wie weit man sich in den Jahrhunderten vor und zurück Bewegen soll um Vergleiche machen zu können, ähnlich wie bei der Geographischen Ausdehnung… Das macht die Argumentation leider nicht einfacher, noch dazu mit Einwegkommunikation.

            Den Effekt das Zinsverbote die Menschen in die Armut treiben sehe ich leider, trotz ihrer Beispiele, nach wie vor nicht. So absolut wie Sie das darstellen, als entweder Wucher oder gar nicht’s ist die Welt ja nicht. Zinsverbote unterbinden ja nicht automatisch das Geldverleihen und ich könnte mir Vorstellen das diese Regeln eben auch nicht ohne Ausnahmen ausgekommen sind… das Zinsverbot also u.U. eben keine Gültigkeit hatte…

          • Anh Toan sagt:

            @Urs Brock: Mittelalterliche Gesellschaftsstrukturen koennen Sie heute in Suedamerika, Afrika, Asien (ex Japan, mit offenen Augen selbst in Singapore) fast ueberall sehen, wo es keine „Sehenswuerdigkleiten“ gibt. Weiter oben schreibt jemand von 15% Armut in der Schweiz, Diese 15% haben mehr Wohnraum und bessere medizinische Versorgung als sich mit Entgeld fuer Erwerbstaetigkeit auch mit qualifizierter Ausbildung (Hochschulabschluss) in Schwellenlaendern kaufen laesst.
            Ein zinsloser Kredit ist ein Geschenk, die Erfuellung einer sittlichen Pflicht oder Dummheit.

          • Rolf Schumacher sagt:

            Mal schön langsam grosser Bruder. Ich habe sehr wohl jüdische Freunde. Es geht hier gar nicht um die Religion an sich. Ich bin überzeugt, dass das hebräische Wissen (Kabbala, Talmud etc) spirituell sehr sehr wertvoll sind. Ich bin auch der Meinung.
            Ich frage mich nur, ob es sinnvoll ist Kinder derart in die Pflicht zu nehmen, dass sie a) für aeusserlich für alle erkenntlich dieser oder jener Religion angehören, b) in ihrer freien Entwicklung durchaus sehr stark eingeschränkt sind. Das gilt für die Amish, Kopftuch tragende Muslims und die Amish in ihrer religiösen Bauerntracht.
            Man darf doch woh in einer christlichen Gesellschaft noch fragen, wieso ein Kruzifix in den katholischen Gemeinden der Schweiz nicht mehr an öffentlichen Wänden hangen soll; das Kopftuch fallen muss, aber die orthodox jüdische Kleidung unantastbar ist. Das ist doch einfach inkonsequent.
            Antisemit bin ich weiss Gott nicht. Ich bin aber ganz entschieden dagegen, dass einige Völker mehr dürfen als andere, das kann und darf nicht sein. Die katholischen Kreuzzüge und das brutale Missionieren waren genau so falsch wie es auch falsch war einen jüdischen Staat mitten in arabischen Gebiet zu errichten. Das hat nichts mit der Religion zu tun, sondern einfach mit machtpolitischer Dummheit.
            Es wäre wichtig in nahen Osten Frieden zu haben. Aber wie kann ein Israel zur Ruhe kommen, wenn die arabischen Staaten dauern durch die Israel-Freunde (UK, USA, FR) kolonialisiert werden. Der Kreuzzug gegen Libyen wird sicher erneut für Unruhen in Israel sorgen. Mit dem Sarkozy Feldzug ist, falls die Alliierten gewinnen, höchstens FR, UK, USA leicht gedient, weil sie zu billigem Oel kommen, aber es ist erneut viel Geschirr, dass nahen Osten zerschlagen wird.
            Das schlimmste Vergehen auf Erden ist die Pauschalveruruteilung von Völkern. Dazu gehört aber nicht nur die Diskrmimnierung anderer, sondern es ist genauso schlimm sich selber als von Gott auserwähltes Volk über andere zu stellen.
            Religionen wird von areligiösen Machtmenschen oft zu machtpolitischen Zwecken misbraucht, das ist fern von jeder Spiritualität und Weisheit, welche in jeder (auch der jüdischen) grossen Welreligion stecken würde.

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Toan:

            Wenn die Aussenclownin mit ihrer als „Entwicklungs“hilfe getarnten religioesen, wirtschaftlichen und sozialen Subversion die Hochschulabschluesse inflationiert und das Handelbilanzdefizit maximiert, entsteht in den „beschenkten“ Schwellenlaendern nicht Wohlstand, sondern blanke Not und Anarchie. Auch fuer ganz arbeitslose oder nur noch bastelnde HochschulabschluesserInnen….

          • Anh Toan sagt:

            @Urs Schumacher: Zeigen Sie Ihren juedischen Freunden Ihre Kommentare und meine Antwort. Ihre Freunde werden Ihnen erklaeren, dass es antisemitistisch ist und zwar knueppeldick. Vielleicht hat der Freiherr mit seiner Andeutung recht, und Sie verstehen nicht, was Sie schreiben. Im Gegensatz zu Ihnen, der Ospel und Co grobfahrlaessiges Handeln vorwirft, stellt das CH Strafrecht grobfahrlaessige Rassendiskriminierung nicht unter Strafe.

          • Rolf Schumacher sagt:

            Ach wie gut, dass niemand weiss, dass ich nicht Urs Schumacher hiess.
            Wissen sie Anh Ton was sie gechrieben haben? Mir ist kein Urs Schumacher in diesem Blogg aufgefallen. Könnte es sein, dass sie sich geirrt haben? Nicht dass sie wieder einen Wutausbruch haben, aber ich frage einfach mal, voll naiv wie ich bin.

  • Ich bin ein Anhänger des Einfachen. Aus der Analyse der Börse, weiss man, dass Firmen, mit wenigen Eigentümern, deutlich besser performen, als solche mit puliverisierter Eigentümerschaft. Davon abgeleitet wage ich die These, nur der echte Eigentümer kontrolliert im Sinne der Organisation. Das gleiche gilt für die Schweiz. Dank der direkten Demokratie kontrolliert der Eigentümer (Volk) direkt und im Sinne der Organisation (Schweiz). Das heisst: Das politische System ist für den Erfolg verantwortlich.

    • Urs Brock sagt:

      Hr. Rapazzo, wenn Sie „von besser Performen“ reden. Was genau meinen Sie damit?
      Die Finanzmarktindikatoren,
      Die geschaffene Arbeitsplätze,
      Die Lohnentwicklung,
      Die Arbeitszeitmodelle
      Den Aktienkurs
      Die Dividenen
      Die Anzahl Aktionäre
      Die Beteiligungen
      Die Marktdurchdringung
      Die Produkte und Servicequalität
      Die Beziehungen zu den Lieferanten
      Die Beziehungen zu den Kunden
      Die AGB’s die üblicherweise das Schweizer OR missachten und dem zufolge auch die Kunden.

      usw…

      und nun zur Demokratie, den Mitspracherechten, den Volksabstimmungen, dem National- und Ständerat, dem Bundesrat, dem Budget der Parteien und dessen Quellen…

      😉

      • @Urs Brock: An der Börse gibt es nur ein Mass, der Aktienkurs, er widerspiegelt alle anderen Indikatoren.

        • Rolf Schumacher sagt:

          Der aktuelle Aktienkurs ist ein Hauch von Nichts. Wichtig ist zu wissen wie sich der Akeinkurs in einer Woche entwickelt. In der Zockerwirtschaft geht alles nur um Insiderwissen. Der Realbezug der Aktie zum jeweiligen Unternehmen ist absolut verloren gegangen. Oder finden sie eine Seifenblase ist ein stabiler gehaltvoller Ball. Aktien steigen, weil die Menschen giereig sind, schon lange nicht mehr weil die Unternehmen grundsolide wirtschaften. Die Zeiten der stabilen bluechips sind vorbei. Sehe ich das etwa auch mit dem blinden Fleck? Oder schimpft mich irgendeine Frau Opportunis, deswegen?

          • Hampi sagt:

            „Aktien steigen, weil die Menschen gierig sind…..“

            Und wenn die Aktien sinken, sind dann die Menschen nicht mehr gierig?

            Wenn nein, dann ist Ihre Aussage nicht sehr aussagestark!

          • Rolf Schumacher sagt:

            Lieber Hampi soll das ein Witz sein. Man muss Blasen auch platzen lassen. Das Geld das die gierig dekadenten Insider wegfressen wird von den insitutionellen Anlagespezialisten geliefert. Man könnte auch sagen. Die Masse liefert den Stoff zur Völlerei der Oberabzocker und die institutionellen Anleger sind die Zuhälter an der Börse.

        • Urs Brock sagt:

          Ja Hr. Rappazzo, in den Indices steckt ein haufen Informationen aber leider nur ein Massstab der zählt… die Profite.

          In den Indices der Finanzmärkte erkennt man somit nicht wie es den anderen Stakeholdern versus den Shareholdern ergeht… und, besonders übel, der Kurs steigt etwa bei Entlassungen, Lohnsenkungen, Steueroptimierungen usw…. je mehr von diesen Gesellschaftlichen negativ Indikatoren erfüllt werden desto mehr Performance, desto mehr Beifall… ein äusserst übles und rückständiges Mass der Dinge.

          Kommt noch dazu das ich die 3 Monatsberichterstattung exklusiv z.Hd. der Ansprüche der Finanzmärkte bzw. der dahinter steckenden Investoren genau so Rückständig finde… auch davon hat der grösste Teil der Gesellschaft nicht viel, es wird aber sehr viel daran ausgerichtet.

  • Michael Schwarz sagt:

    Korrektur: Calvinismus spricht von Produktivität und Askes, nicht vom Konsum.

  • Michael Schwarz sagt:

    Ich habe von einiger Zeit über der Entstehung des Kapitalismus geschrieben, welches der deutsche Soziologe Max Weber einen entscheidenden Beitrag zur Erklärung des Frühkapitalismus geleistet hat. Die calvinische Arbeitsethik ist von der Überzeugung, dass die Arbeitsamkeit vom Gott gegeben ist, wer seine Zeit mit Luxus, Schlaf oder Vergnügen verschwendet, ist ein Sünder. Die calvinistische Glaubensreligion ist der Überzeugung, dass der Mensch produzieren und konsumieren muss, womit er glücklich ist. Wenn wir einen Blick auf dem Übersee werfen, dann wissen wir warum die USA von einer Krise zu anderer Krise schlittert. „The american way of life“ ist ein Sackgasse, sowie der Calvininsmus. Die Wirtschaftsstruktur und Wirtschaftskultur des 21. Jhs. entstehen auf eine globale Ebne, der Calvinimus, welcher das Leben des Menschen seit letzten 400 Jahren diktiert hat, gehört zum Müll, wie das neoliberale Kapitalismus.

    Das ist auch der Grund, warum wir durch der Globalisierung unsere Identität verliert, weil wir gezwungen sind, die alte Vorstellung und Überzeugen ablegen zu müssen, uns die neue Identität in der Welt wieder zu finden. Alle Ausländer und viele jugendliche Schweizer sind der Meinung die Schweiz sei Reich, aber wenn wir mit PPP/ pro Kopf mit Deutschland vergleichen würden, dann verdienen wir weniger als die Deutscher. Die ökonomische Daten zeigen dies deutlich, deshalb verstehe nicht, warum die Deutscher alle in der Schweiz kommen wollen, obwohl in Deutschland sie vergleichbar besser verdienen, sowie warum 50% der Studenten an den Unis, sind Deutscher. In Deutschland zu studieren ist vergleichbar günstiger als in der Schweiz.

    Wenn alle wie die Schweizer seine Geschäftstätigkeit mit calvinistischer Arbeitsethik betreiben würden, dann gibt es keine Unterhaltungsindustrie. Die Geschäftszahlen der Unterhaltungsindustrie sprechen eine andere Sprache. Wenn wir alle Calvinisten sind, werden wir in Askes leben müssen, das Vermögen auf die Seite legen. Der Konsum, die Investition werden zusammenbrechen, sowie die gesamte Wirtschaft. Solche republikanische Sicht der Dinge gehört zur Vergangenheit, die Zukunft wird die unterschiedliche Kultur und Gesellschaft zusammen wachsen. Wie ich bereits vor einiger Zeit formuliert habe, die Globalisierung des 21. Jhs. basiert auf der Globalisierung der Kultur. Die Welt wird noch kleiner und kompakter – der Mensch überschreitet langsam seine biologische Grenzen, was ich als eine wichtigste Entwicklungsschritte der menschlichen Evolution bewerte.

    • Urs Brock sagt:

      Hr. Schwarz, der Calvinismus gehört wie der Neolibrale Kapitalismus auf den Müll… denke ich auch, vor allem bei letzterem. Gerade eben habe ich aber einen Artikel über den Zustand diverser US Gemeinden in der WOZ gelesen welche die Neoliberale Agenda auf neue höhere Pdoeste zu heben scheint. Nun wenn ja alles gute nach wie vor über den Atlantik schwimmt und hier früher oder später mit offenen Armen empfangen wird…

      Aber lesen Sie mal:
      US-Bundesstaaten in der Krise
      Profit privat, bankrott der Staat

      http://www.woz.ch/artikel/2011/nr11/international/20495.html

      und sagen Sie mal wie den dieser neuste Hype aufgehalten werden soll… oder soll er das eben genau nicht? Die verlockung scheint angesichts der Schulden gross, doch die Gemeinschaftlich/Sozialen Kosten sind unermesslich…

      • Thomas Ernst sagt:

        @Urs Brock:
        Der WOZ-Artikel besteht leider nur aus Meinungen, nicht aus Fakten. Er ist daher für den ideologisch unvorbelasteten Leser wertlos.

        • Urs Brock sagt:

          Hr. Ernst, Sie sind lustig, wirklich.

          Wie oft verifizieren Sie den die Inhalte von dem was Sie lesen auf „Fakten“ und wieviel Zeit wenden Sie dafür auf? Was denken Sie wie oft Sie, aber auch alle anderen, die täglich zu verarbeitenden Informationen auf Fakten überprüfen? Praktisch, so im täglichen Leben eigentlich nie… sie bzw. wir würden vor lauter Verifikationsaufwand nicht mehr sehr weit kommen…

          Versuchen Sie mal den täglichen Wetterbericht auf Fakten zu prüfen…

      • Michael Schwarz sagt:

        Ich war wie viele Europäer, der Ruf des „American way of life“ gefolgt, aber heute steht ich zu solcher Vorstellung kritisch kritisch über. Wenn Sie die amerikanisch Tee Party Bewegung verfolgt haben, sowie vor kurz erscheint Beitrag in dem Schweizer Fernsehen zu diesem Thema, ist die Situation in den USA beunruhigend. Der Zerfall der Demokratie durch den Aufstieg der Neokapitalisten in der US-Politik, kann zur Gefahr für die demokratische Gemeinschaft werden. Das ist auch der Grund warum Obamas Sozialpolitik und Wirtschaftspolitik nicht durchsetzen können – es hängt mit dem Bildungsniveau der Bevölkerung zusammen.

  • Anh Toan sagt:

    Die Schweizer sind in erster Linie im Ausland reich, in der Schweiz sind sie es deutlich weniger. Zu einem grossen Teil basiert der Reichtum auf der Ueberbewertung des CHF. Dies relativiert den Reichtum der Schweiz betraechtlich. Mit einem deutschen Gehalt kann man oefters im deutschen Restaurant essen als mit einem auf Grund der Position vergleichbaren schweizer Gehalt im schweizer Restaurant. Fuer das schweizer Gehalt muessen mehr jaehrliche Arbeitsstunden geleistet werden, als fuer das deutsche Gehalt (kuerzere Wochenarbeitszeit, mehr Ferien, mehr Feiertage).
    Europa musste zweimal im letzten Jahrhundert neu aufgebaut werden, in der Schweiz war die Infrastruktur intakt und die Unternehmen konnten profitieren und weitgehend konkurrenzlos eine Marktstellung gewinnen, die sie nachher nur noch zu verteidigen oder gar auszubauen brauchten. Waere ich geschichtlich interessierter Volkswirt, wuerde ich in diese Richtung recherchieren, die Logik in diesem Ansatz erscheint mir ueberzeugend.

    • Freiherr sagt:

      @ Herr Toan:

      Wenn „Rest“europa wiedermal spinnt und ums Verrecken ins Feuer springen will, mussTe ja die Schweiz bis 1971 nicht um der Grossfrausucht militaerisch unbedarfter, aber umso kriegsgeilerer Gynokratinnen willen nachspringen. Zudem uebefuellt die Schweiz sogar soweit, dass Lebensmittel sogar fuer die eigenen Buerger bis knapp ueber die Hungergrenze rationiert wurden.

      Kriegsverhinderung statt Kriegsgeilheit hat sich von 1515 bis 1971 bestens bewaehrt. Es wurde davon vom Kapitalschmarotz zwar massiv aber sehr einseitig profitiert (ein bescheidener Teil der Kriegsgewinne wurde nur beim ersten Weltkrieg mit einer Kriegsgewinnsteuer abgeschoepft), aber das in noch schaerfere Wehr-, Lohn- und Steuersklaverei gedrueckte Volk und der Staat leisteten auch vielen Kriegsopfern gesundheits- und lebensrettende Hilfe!

    • l. schäfer sagt:

      @Anh Toan, zu Ihrer Meinung muss ich Ihnen vollumfänglich recht geben. Gründe für die „profitable“ Mentalität der CH gäbe es noch viel mehr aber dazu würde hier weder zeit noch platz reichen um sie alle aufzuzählen. Fakt ist aber: geht’s den wichtigen EU Staaten insbesondere wie DE wirtschaftlich gut, geht’s auch der CH gut, etc. Die CH schwimmt ergo schon immer im Strom der führenden umliegenden Staaten mit, hat aber im Krisenfall nicht die selbigen Verantwortungen zu tragen, etc…. Aber wie lange noch?

  • Die drei genannten Punkte finden sich schon in der Schweiz um 1400 ausgebildet: eine republikanische Verfassung, die von den Humanisten und später von Macchiavellti als „römisch tugendhaft“ beschrieben wurde, führte dazu, dass die Juden etwa 1401 in Zürich nicht verbrannt sondern noch bis 1424 „bewirtschaftet“ wurden: Rechtssicherheit vor Populismus. Der Calvinismus, der die Arbeitsamkeit und die Toleranz theologisch unterfütterte, steht dem Judentum näher als dem Katholizismus (siehe die Geschichte New Yorks). Die reformierten Stadtrepubliken hatten eine genossenschatlich, meritokratisch-patrizische Verfassung, die selbst im „Ancien Régime“ dank der Vorstellung eines „Gottesstaates“ und der Pfarrer als meritokratischen Eliten auch zu Erneuerung (Buss- und Bettag, Umkehr zur Tugend) fähig war und blieb. Mit dem Calvinismus war die Schweiz stets mit den ökonomischen „hot spots“ Schottland, Niederlande, Britannien, Südafrika und USA verbunden. Die Vorstellung der Eidgenossen „Gottesvolk“ zu sein, stiftete Verbindungen auch zu Israel. Die Schweiz wird sich nun auf die Epoche des „pazifischen Calvinismus“ (Südkorea, China!) ausrichten müssen, wie sie stets ein neutraler „britischer Keil“ in Kontinental-Europa war, könnte sie nun zu einem „calvinistisch-asiatischen“ neutralen Keil im sozialistisch-katholischen Grosseuropa (sollte dies die Euro-Krise überleben) werden.

    • Anh Toan sagt:

      Absolut richtig, protestantisch-calvinistische Arbeits- und Sparsamkeitsethik („me git nyt“ des Basler Daigg soll ethisch korrekte Sparsamkeit nicht Geiz ausdruecken) sind (oder waren?) ein wesentlicher Pfeiler des schweizer Wohlstands.

      • Freiherr sagt:

        Die „ethisch korrekte“ Sparsamkeit des Basler Daigg („me laebt nur vo de Zinsesnzinse!“) beinhaltete auch die Ausbeutung Rund um die Uhr von Bauernfamilien (samt kleinen Kindern), die nebst der Landwirtschaft in ewiger Schuldknechtschaft jede „freie“ Minute Baender fuer die Baendelbasler weben mussten, um die Steuern und Zinsen zu bezahlen und nicht ganz zu verhungern.

        Als allerdings der Basler Kapitalschmarotz 1833 zum Teufel gejagt wurde, mutierten bald die Grossgrundbesitzer zu neuen Sklavenhaltern, die insbesondere Waisen und Kinder von landlosen Schuldnern ebenfalls Rund um die Uhr als bezahlter statt kostender Knecht- und Magdersatz mit dem Ochsenziemer zur Sklavenarbeit in Haus, Stall und Feld trieben. Und die Liestaler Familiengestapo ist auch heute wieder eine der uebelsten weit und breit….

      • Rolf Schumacher sagt:

        Ja in Portugal, Griechenland etc wird auch massiv gespart aber die Staate gehen trotzdem vor die Hunde. Und Christoph Blocher hat auch sparen gepredigt. Und nur weil er jeden Rappen gespart hat ist er jetzt mehrfacher Milliardär. Er hat jeden Rappen ehrlich erspart. Nichts ergaunert, nichts getürkt, keine Absrpachen, keine unkoscheren Geschäfte, alles ehrlich ersparen, dann wird man Multimilliardär. Auch Peter Spuhler hat es nur dank sparen geschafft Milliardär zu werden. Auch bei Marcel Ospel waren nicht die Millionen Saläre Schuld, dass er Multimillionär geworden ist weil er derart gespart hat. Sieht euch mal an was für einen Lebensstil die asketischen Obersparprediger selber für sich Leben. Eine eigene Kunstammlung, ein Schloss……..das nennt sich sparen. Denn man hätte ja statt nur ein Schloss hundert Schlösser kaufen können, oder? Und einen Anker hat Blocher auch nicht gespart, weil er bewusst ein Sparzeichen setzen wollte, dafür hat er scheinbar hundert andere gekauft, aber den einen aus Spargründen eben nicht. So geht das?

        • Anh Toan sagt:

          @Rolf Schumacher: Ein Mercedes oder ein Rolls Royce sist das billigste Auto dieser Welt, weil es den geringsten Wertverlust aufweist. Bhagwan hat mit dem Kauf von unzaeligen Rolls Royce eine Publicity erreicht, fuer welche andere Unmengen Geld ausgeben. Die von ihm gekauften Rolls Royce sind sogar noch im Wert gestiegen, da es ein Bhagwan Rolls wurde. So sparen Reiche (oder Schlaue?).

          • Rolf Schumacher sagt:

            Schade, dass sie mein schallendes, donnerndes Lachen nicht hören, Schade. Aha so sparen also schlaue Reiche. Würde mich wundernehmen wie dumme Reiche sparen? Und meinen sie, dass ein Blocher Anker auch einmal wertvoller sein werde als ein normaler Anker?

    • Anh Toan sagt:

      @Giorgio Girardet: Nochmal gelesen, nochmal gelesen….grandios! Ich liebe „calvinistisch-asiatisch“, ohne es zu wissen, sind die Asiaten calvinistisch! Passt!

    • Andreas Dombek sagt:

      @ Giorgio Girardet

      Kopfschüttel, Kopfschüttel.
      Da erschein schon wieder mal der Wahn des schweizerischen „Gottesstaates“ aus dem nationalen / nationalistischen Schreckenskabinett. Wie in etlichen anderen Ihrer Schreiben hängen Sie auch hier wieder der Schweiz dieses „Gottgnadentum“ penetrant an.
      Als geschichtsgebeutelter Deutscher möchte ich auf einige „Gottbegnadete“ Wesen verweisen, die auch leierartig auf ihr eigenes Gottgnadentum hingewiesen haben: Wilhelm der gottberufene Letzte, Duce der Gottbegnadete, Adolf der Gottvorhergesehene und natürlich Francisco der Gottgesandte. Herr Girardet, Sie sehen, in welcher Gesellschaft man sich befindet, wenn man die Realität überstrapaziert. Man sieht’s doch, was das für „gottbegnadete“ Menschen diese Gespenster waren.

      Den Calvinismus kann und muss man realistisch auch nur als eine Spielart der menschlichen Entwicklung sehen. Dabei aber sich auch noch die Chuzpe erlauben, Gott sich näher zu dünken als all die anderen Menschen und durch selbstübersteigernde Behauptungen, durch ausbeuterische Betätigung sich einer göttlichen „merkantilen und finanziellen Belohnung“ gewiss zu sein, zeigt schon von einer arg gigantischen religiösen und humanen Desorientierung. Das ist doch schon Blasphemie.

      Solcherart Geschichtchen und dreisten Gottesbeweise haben sich die in der Menschlichkeit geschwächten und geldorientierten Calvinisten zur Selbstentschuldigung ihrer habgierigen Handlungen ausgedacht. Denn Gott lässt sich durch klimpernde Geldbeutel nicht bestechen. Das sollten Sie Aufgrund Ihres Ausbildung doch besser wissen, oder.
      Bedenken Sie bitte, Gott lässt sich durch Geld nicht erkaufen, auch nicht durch das nach calvinistischer Art erworbene!
      Da sei nur auf die „Proto-Calvinisten“ verwiesen, welche Jesus mit gekonnter Hand aus dem Tempel Gottes verjagte. Eventuell ändert sich auch für Gott die Einstellung hierzu, wenn er mal eine EC-Karte haben sollte.

      Das Resultat der grenzenlosen Weltspekulation, die uns Menschen als gigantische Blasen zu ersticken droht, haben wir m. E. auch solchen calvinistischen und geldgierigen Entwicklungssträngen zu „verdanken“. Der Verweis auf New York, also das alte calvinistische Neu Amsterdam, entlarvt dies und auch Sie vollends. Da braucht man doch nicht noch die Juden einzubinden.

      Meine unterschwellige Empfindung war schon immer, dass hier in der Mitte Europas möglicherweise der verlorene Stamm Israels leben müsste mit solch einer bigotten Einstellung.
      Würde eine kleine Empfehlung geben: Den Keil aus der Denke entfernen und Mensch bleiben.
      Kopfschüttel, Kopfschüttel. Habe trotzdem noch Hoffnung.

      • Lieber Dombek, wir werden hienieden wohl kaum übereinstimmung finden. Die Demarkationslinie der Meinungsverschiedenheit ist das Diktum Luthers zu Zwingli 1528 in Marburg: „Ihr habt einen andern Geist“. Denn wahrlich es braucht schon einen ganz anderen Geist um derart Kraut und Rüben durcheinander zu werfen, wie sie es tun. Gottesbeweis? Das sei Ferne. Ich weise einzig darauf hin, dass sich die Schweiz als „Eidgenossenschaft“ als ein zur Transzendenz hin offenes Staatswesen versteht, das keineswegs mit absolutistischen Gottesgnadentum oder Auserwähltheitsideen von Diktatoren in eine Reihe zu setzen ist. Aber wer sich dem Vulgär-Atheismus verschrieben hat (Feuerbach lässt grüssen) nachdem er erst dem lutherischen Götzen, dann dem Wilhelminischen Götzen und schliesslich dem Hitlergötzen nachgerannt ist, dem fehlt dann jegliches Besteck, um in Religionsfragen differenziert zu operieren. Was Sie uns hier auftischen ist eine Mickey-Mouse-Version einer Vulgärmarxistischen Ausbeutungsgeschichte, in der die Schweiz ein parasitäres Raubnest im Herzen Europas darstellen soll. Dem deutschen Michel in seinen Wäldern waren beim reinen Bier die Ideen der Schweiz immer suspekt: genossenschaftliche Selbstverwaltung, ohne zentrale Führung? ohne Spiessrutenlaufen und Kadavergehorsam? Dem deutschen Michel unvorstellbar. Der Luther hasste den Calvin aus tiefstem Herzen, denn er verstand sich als Lakai der Fürsten, das Widerstandsrecht des Calvinismus war dem hierarchieseligen Germanen stets ein Gräuel, der immer bis zur letzten Patrone die Götterdämmerung als Schicksal seines gottverordneten Führers erdulden will.
        Andererseits gilt es den entfesselten neoliberalen Katho-kapitalismus der späten 70er und 80er Jahre scharf vom „Calvinismus“ zu unterscheiden. Denn Calvin erlaubte das Zinsnehmen, aber nur in einem mässigen Bereich von 5 bis 7%. Wer also von Renditen von 10, 15 oder 25 % daherquatscht, der darf sich nicht mehr „Calvinist“ nennen, sondern er ist teil des blasenbildendenden neoliberalen irrationalen Wirtschaftswahn. Und dieser hat in den Wäldern Germaniens weit leichteres Spiel gehabt, als in kommunalen Administrationen der Schweiz. Der Zustand der deutschen Landesbanken und der Kommunen, die ganze Infrasturkturen in wolkige Leasing-Geschäfte verwickelten legt ein beredtes Zeugnis vom Mentalitätsunterschieb zwischen Eidgenossen und Teutonen ab.
        Dem deutschen Pfundskerl war die Schweiz noch immer als „Schweizerkas“ verdächtig, aber stets ein Faszinosum und Tremendum, denn der Deutsche traut den Selbstbeglückungstheorien, die er in der Welt lärmend verkündet stets so wenig, dass er immer noch ein paar Fränkli auf ein Schweizer Konto ins sichere bringen will. Leider hat ihm die Geschichte darin recht gegeben. Lieber Dombek, sie mögen das spiessig, bigott, lustfeindlich, etc. pp. nennen, das historische Faktum ist: das Modell ist erfolgreich.

        • Urs Brock sagt:

          Hr. Girardet, richtig das Modell ist erfolgreich. Abgesehen von den üblichen, meist sich aus Oekonomischen Philosphien ergebenden, eben dann nicht so erfolgreichen Bereichen. Wenn ich mir die Filzberge genauer ansehe die da trotz Gemeindeversammlung und Mitspracherechten überall spriessen würde ich das Modell als eben nicht so erfolgreich ansehen…

          Immerhin wird Demokratie hochgehalten, aber es wird von Interessengruppen alles unternommen um eben den Einfluss der Mitspracherechte zu eliminieren oder mindestens zu kontrollieren und/oder sogar zu lenken. Dazu zählt u.a. das Informationsmonopol der Gemeindeblättchen und auch der Regionalmedien… Das weglassen oder publizieren von Informationen zu lokalen Abstimmungen sowie die Möglichkeit zusammen mit dem Gemeindeblättchen grad auch noch Interessengeleitete Informationen von nicht politisch gewählten Gruppen (Gewerbeverein etc) beizulegen kann eben auch nur gemacht werden weil das System im laufe der Jahre „unterwandert“ wurde.

          Was in diesem Kontext heisst, das es einige gibt die sich Demokratische Strukturen besser zu eigen machen können als andere, aber nicht zum nutzen vieler sondern zum eigenen. Zahllose selbstverständlichkeiten haben sich da eingeschlichen welche leider auch noch von der passivität der Bürger quasi legalisiert worden sind. Die Passivität oder auch die nicht Teilnahme am politischen Tages-Geschäft durch die Bürger sollte ja nicht auch noch dazu verleiten sich Freiheiten zu nehmen welche unter genauer Betrachtung zumindest moralisch zu hinterfragen sind. Sicher aber nicht im Sinne des Auftraggebenden Bürgers zu sehen sind…

          Es wird also mit einer selbstverständlichkeit entschieden und diese Entscheidungen gerechtfertigt mit Argumenten wie “ tja wenn es den Leuten nicht passt so sollen diese sich halt informieren“ was aber am Ende eine zynische Sichtweise auf eine Demokratie ist.

          Ist Demokratie eine Holschuld oder eine Bringschuld was das Informationsbedürfnis anbelangt?

          Die Bürger wählen ja ihre Volksvertreter damit diese sich den Aufgaben annehmen welche die Bürger mit dem Wahlverfahren delegiert haben… theoretisch. Man soll sich als Bürger also auch mal zurücklehnen können und ein gewisses Mass an Vertrauen arbeiten lassen können.

          Ich habe mich auch schon öfters gefragt ob ein System wie die Schweiz nur möglich ist wegen der grösse des verwalteten Gebietes. Schaut man auf andere Kleinstaaten weltweit scheint es so das diese sich eher an höhen und tiefen anpassen könne als grössere Gesellschafts-Systeme….

        • Anh Toan sagt:

          @Giorgio Girardet: Leihe ich jemandem 100 zu 6%, besorge mir aber 80 zu 3% (da ich meinem Glauebiger bessere Sicherheiten leisten kann als mein Schuldner mir) erziele ich eine Rendite von 18% (6-2.4/20) auf die 20 Eigenkapital. Ist dies Suende im Sinne Calvins?

        • Andreas Dombek sagt:

          @ Giorgio Girardet

          Noch mehr Kopfschüttel.

          Sehr geehrter Herr Girardet.
          Eine Übereinstimmung besteht doch nicht darin, dass man unwidersprochen und ohne Diskussion die andere Meinung übernimmt. Ihren „anderen“ Geist will ich Ihnen nicht absprechen, jedoch möchte ich diesen auch nicht haben. Wenn man Ihre Schriften und auch diese Blogeinträge liest, erkennt man das offen dahergetragene Nationalgesülze. Sie sollten einfach berücksichtigen, dass jetzt 2011 nach Christi ist und Sie Ihre Einstellung anderen Menschen, die nicht die göttliche Gnade haben, Eidgenossen oder Schweizer zu sein, auch eine Meinung zugestehen müssen. Denn Calvinismus können Sie doch behalten, aber konstruieren Sie daraus doch nicht als Meßlatte für Ihr eigenes „gottgefälliges und einzigrichtiges“ Handeln und unterstellen Sie um Gotteswillen nicht den Anderen die von Ihnen postulierten Übelkeiten. Solche vergleichbaren dreisten und durch keine sachlichen Beweise erbrachten Überlegenheitsgefühle haben in Deutschland und anderen Ländern in die Katastrophe geführt.

          Wenn man sich die politische Gegebenheit in Mitteleuropa betrachtet, wird man feststellen, dass die CH und FL noch keinen extremen Nationalismus hatte. Die Frage sei jedoch erlaubt, ob aber die Fahrt in diese Richtung ganz langsam und durch solche Menschen wie Sie nicht doch langsam Fahrt aufnimmt.

          Wenn Sie nur mir oder Anderen eine marxistische Ausbeutungsgeschichte unterstellen, da muss man sich fragen, ob Sie die Geschichte der Eidgenossenschaft und der späteren Schweiz überhaupt kennen. Auch diese strotzt so von Mord, Totschlag, Betrug, Raub, Verrat, Kriegs- und Raubzügen, Unterdrückung der eigenen Landsleute, anderer Landschaften und fremder Menschen, usw, usw.. In welcher historischen Disneywelt leben Sie denn?

          Sie müssen sich darauf einstellen, dass solchen nationalistischen Ergüssen widersprochen werden wird. Diese sind unerträglich, da man dachte, man hätte den Nationalwahn nach 1945, spätestens ab 1989 überwunden. Man ist nicht mehr in den 1930-er Jahren. Schauen Sie doch bitte auf Ihr Kalenderblatt, ob da noch das Blatt den Datumseintrag vom 07.Mai 1945 trägt.
          Die Eidgenossen sind in jeder Hinsicht auch die Kinder der selben Germanen, die Sie in Ihrer nationalistischen Verblendung natürlich nur in den teutonischen Wäldern verorten. Das gleiche altvordere Gen in den Körpern dieser ach so extrem unterschiedlichen Menschen beiderseits des „deutschen“ Rheins!

          Aus opportunistischer Worthygiene möchte ich auf gewisse, von gewissen Schweizern und gewissen schweizerischen Institutionen bei vielen Nachbarvölkern durchgeführte Raubzüge gar nicht eingehen. So etwas lässt sich nicht mal mit der römisch-papistischen Morallehre rechtfertigen. Mit der des degenerierten Calvinismus auch nicht. Ob Sie all das überhaupt begreifen können?

          Nun, es ist schon auffällig, dass der von Ihnen bejubelte Calvinismus ca. 500 Jahre benötigte, in der Eidgenossenschaft / Helvetik / Schweiz die sog. Erfolgshöhe der jetzigen Zeit zu erreichen. Denn bis ca. 1900 ist die Schweiz auch nicht das überlegene System gewesen. Der „Erfolg“ kam dann, als sich Europa durch die eigene Vernichtung hinter die Schweiz gesellen musste.
          Ironisch ist es schon: Der eigene Fortschritt durch Rückschritt der anderen Länder.

          Herr Girardet, nicht die Schweiz als solches ist unisone spießig, sonder ich halte Sie als einen bigotten Spießer. Und das im Jahre des Herrn 2011.

          • leo's schale sagt:

            BRAVO und Kompliment für Ihr treffendes Statement, @Andreas Dombek: «…Der eigene Fortschritt durch Rückschritt der anderen Länder….» oder wenn andere sich streiten freut sich der/die Dritte und profitiert von „Problemen“ anderer. Das nennt man ganz einfach parasitär, Punkt!

          • Roman Günter sagt:

            @Anderas Dombek: „…der eigene Fortschritt durch Rückschritt der anderen Länder…“ ist ein sehr dogmatischer Gesichtspunkt und wird der tatsächlichen Situation nicht gerecht. Sie blenden aus, dass viel Initiative und Unternehmungen in der Schweiz entstanden sind, da genau diese dogmatische Haltung, sei es religiöser oder politischer Natur, viele Menschen aus dem angrenzenden Ausland in die Schweiz immigrieren liess um hier von freieren Bedingungen zu profitieren. Profitieren im Sinne einer Symbiose. Das ist immer relativ zu Zeit und Gesellschaft zu betrachten und werten. Das Bewusstsein nationaler Identität ist in den letzten Jahren kaum durch innere Kohärenz sondern eher durch Missgunst und Druck von aussen, wie Sie auch wieder schön zeigen, entstanden. Dass die SVP auf dieser Welle reitet, kann man als Collateral-Dammage betrachten und hat nichts mit einer braunen Seele zu tun.
            Anyway, lesen Sie das Buch!

          • Andreas Dombek sagt:

            @Roman Günter

            Natürlich ist meine Schreibe kein Dogma, denn in der Kürze der Schreibfläche kann man nur scherenschnittartige Aussagen tätigen. Dogmen überlasse ich lieber den Calvinisten.

            Es erstaunt mich und anderseits auch nicht, dass Sie die schweizerische Identität, so wie man es in Ihrem Schreiben deuten muss, auf äußere „Missgunst und Druck“ zurückführen. Auch meinerseits wird dies durch Sie in meiner Schreibe ohne Berechtigung suggeriert. Welcher Neidgesellschaft herrscht den in Ihrem Land. Eventuell verstehen und begreifen auch Sie nicht, dass es nicht angeht, selber Negativeigenschaften anderen Menschen unterzuschieben, aber bei einer Gegenreaktion mit gleichem Kaliber dann in eine extreme Weinerlichkeit zu verfallen.

            Ballen Sie doch die Fast nicht immer im sack, legen Sie doch Ihre Fast sichtbar für alle Beteiligte auf den Tisch. Die Zeiten ändern sich. Überlegen Sie und Herr Girardet einmal, was für unrichtige Aussagen da getätigt werden.
            Mein Prinzip ist z. Z.: Auf einen groben Keil a la Girardet fällt ein grober Hammer a la Dombek.
            Das finde ich doch ein gerechtes Spiel. Und nicht das geduldige und unterdrückte hinnehmen von Untatsächlichkeiten.

            Bin gespannt ob es in diesem Buch auch ein Kapitell über die schweizerische Schattenwirtschaft bezüglich der Kapitalentführung fremder Länder geben wird. Dies ist wohl nicht enthalten. Solch eine eigenkritische Pflanze wächst nicht in jedem Lande.
            In den letzten ca. 60 Jahren wurden wohl etwa 500 Mrd Euro unversteuert aus D nach CH transformiert. Mit größter Mithilfe von Finanzpiraten. Dies würde in D ein Steueraufkommen von ca. 125 Mrd generieren. Und da erregen sich einige Indianer, wenn man von Kavallerie spricht, wie der gute olle Onkelchen Peer Steinbrück.

            Ihrer Empfehlung, dieses Buch zu lesen werde ich natürlich nachkommen. Es wird bald in der Bibliothek in der Uni oder Hochschule greifbar sein, denn Bücher, die mein Vorurteil bestätigen, kaufe ich nicht.

        • Roman Günter sagt:

          @Urs Brock: Sie kritisieren, dass sich mehrere Menschen zusammen tun, um ihre Ideen zu besprechen und schlussendlich ihre koordinierte Meinung kund tun und versuchen Einfluss zu nehmen? Sie distanzieren sich von allen Gruppen, Vereinen, etc. und finden es unerträglich, dass Sie als Individuum nicht mehr Einflussmöglichkeiten haben? Nun, Sie stellen Machtansprüche, welche vermutlich das letzte Mal vom Sonnenkönig so in dieser Form geäussert wurden. Bringen Sie sich ein! Nur so funktioniert Demokratie. Die Informationspflicht ist absolut nicht zynisch. Unsere Volksvertreter sind nicht unser delegierter Verstand und die Mitgestaltung unseres Staates ist kein ‚Akt der Gnade‘.

          • Urs Brock sagt:

            Ah. Hr Günter, ich stelle keine Machtansprüche… werde ich da falsch verstanden?

            Das zusammekommen von Individuen oder Gruppen um sich zu besprechen um koordiniert vorgehen zu können finde ich legitim. Ich hab ja auch nicht’s anderes gesagt…

            Der Versuch der Beeinflussung ist mir ebenfalls egal… doch wie weit soll man nun mächtige Interessen gehen lassen, nur um einem Machtanspruch Folge zu leisten? Einige können und machen das elegant mit Studien, Medien, Publireportagen, Werbung usw. wärend andere diese Sprachrohre eben nicht zur Verfügung haben…

            …nur weil diese sich nicht professionell in der Oeffentlichkeit bewegen können… sind diese auf die Fähigkeiten der Volksvertreter angewiesen… Wieder andere haben gute alte Verbindungen… gehören die tatsächlich so tief in die Politik das die Anliegen der Bürger nicht mehr wahrgenommen werden oder Partikularinteressen bedient werden?

            Die Wähler delegieren die Volksvertreter und somit auch ein gewisses Mass an Vertrauen und Fähigkeiten, wie sonst soll man den Wahlprozess denn verstehen? Das man jemanden schickt der permanent überwacht werden muss weil schon zu Beginn kein vertrauen vorhanden sein darf? Ueberwacht werden sollte das ganze dann natürlich trotzdem durch die Medien… ist ja theoretisch auch so vorgesehen… sicher aber nicht durch den einzelnen Bürger, der muss ja schliesslich arbeiten und hat gar keine Zeit noch die Kapazität dazu…

  • Yves Namel sagt:

    @Schumacher/15:10: Sehe ich das falsch? Ja, und zwar völlig. Aber Sie werden Ihr Urteil nicht ändern. Fragt sich nur, weshalb Sie noch hier leben.

    • Urs Brock sagt:

      Das heisst im Umkehrschluss das Sie denken das alle die hier leben sich mit allem abfinden und/oder alles völlig kritiklos hinnehmen müssen?

    • Rolf Schumacher sagt:

      Weil ich die Schweiz leibe, lebe ich noch hier. Ich liebe die Menschen, die Kultur, die Berge und auch die Lebensqualität. Ich bin wahrscheinlich patriotischer als mancher Zueri-Broker. Ich würde für mein Land durch die Hölle gehen. ABER ich muss nur wiel ich das Land liebe nicht zum verklärten chauvinistischen Märchenerzähler werden.

      Let s face facts. Die Welt würde ohne Schweiz problemlos auskommen, die Schweiz ohne den Rest der Welt hingegen nur mit extremsten Einschränkungen der Lebensqualität. (All die reichen Pseudopatrioten, würden als erste in bessere Länder abreisen).

      Man kann sein Land mögen, ohne Luegen zu müssen, oder?

      • l. schäfer sagt:

        Bravo Herr @Rolf Schuhmacher! So einfach und klar ist das.

      • Yves Namel sagt:

        Tja, Herr Schumacher, dann sind Sie der Opportunist, der in Ihren Zeilen durchdringt: Sie finden die Grundlagen unserer Existenz (das ist die Wirtschaft) völlig falsch und recht eigentlich korrupt, profitieren davon aber gleichwohl ganz bewusst. Die Schweiz macht nämlich per Zufall aus, was sie ist (trifft im Übrigen für jedes Land zu). Also: Statt oberflächlich klug daherschreiben zu wollen, täte ehrliches Denken not. Aber das ist heute nicht mehr in, denn in ist, wenn man sich als Gutmensch gibt. Wieviel innere Widersprüchlichkeit dies bedeutet, ist völlig egal. Die Welt ist komplex geworden; nicht alle schaffen es, diese Komplexität zu durchschauen. Das tue ich auch nicht. Ich enthalte mich aber konsequenterweise auch apodiktischer Urteilsfällung und prophetischem Getue.

        • Rolf Schumacher sagt:

          Jööö sie haben mich offensichtlich ganz falsch verstanden.Ich bin kein Gutmensch ich bin einer der gerne bis aufs Mark schaut. Mir ist falscher Friede nicht liebe, harte konstrunktive Konfrontaiton hingegen schon.
          Ich finde unser Wirtschaftssystem nicht falsch und korrupt in toto. Es ist kein schlechtes System, es gibt viele schlechtere. Es ist aber ziemlich naiv zu meinen, dass ein System nicht steter Anpassung an die Geschehnisse braucht. Und die Schweiz hat sich eine Zeit lang sehr wohl sehr unvorsichtig benommen (UBS, Libyenkrise, Swissair). Grössenwahn ist für einen Grosstaat schon schädlich für einen Kleinststaat kann er aber schnell man tödlich sein. Kritiker sind die besten Freunde des Weisen. Ich kritisiere, weil ich verbessern will, weil ich an die Schweiz glaube, sonst würde ich mir sicher keinen Kopf darüber machen. Ich bin nicht der Marcel Opsel Nach mir die Sintflut Typ. Ich sage bloss, dass man jeden Tag hart und ehrlich arbeiten soll. Viele der Vorzeige CEOS tun dies NICHT. Und das wage ich laut und deutlich zu kritisieren. Das heisst noch lange nicht, dass das CH Wirtschafts und Politsystem marode ist. Wir haben viele sehr gute KMUs und vor allem herrausragende Berufs und Fachhochschulen. Gut ich bin der Meinung, dass die HSG überflüssig ist, dieses Statement hat aber auch eine leicht provokative Note. Denn ein guter CEO sollte vor allem ein guter Buchhalter sein. Vasellas, Ospels, Markwalde, Spuhler sind aber vor allem Showstars und Schnorrer. Daran muss sich was ändern und ich glaube in die Richtung tut sich auch was und das ist gut so.
          Opportunist? Ein Opportunist ist einer der stets hinter der Fahne der Gewinner steht, ohne etwas für das Gewinnen zu tun. Und einer der das Team sofort wechselt, wenn es nicht mehr zu den Winnern gehört.
          Diese Art ist mir fremd. Ich bin meinen Prinzipen treu geblieben. Ich bin einen persönlichen harten Weg sehr geradlinig gegangen. Ich hätte oft die Wahl gehabt mir es in irgend einem sehr gediegenen Nest behaglich zu machen und faul zu profitieren und die Klappe zu halten. Ich wurde getreten, rausgeworfen weil ich unbequem war, ich habe viel aufs Spiel gesetzt, weil ich meinen Prinzipen treu bleiben wollte. Ich habe jeden Bazen (auch während dem Studium selber verdient, oder mit Zinsen zurückbezahlt, ich habe auf Geldgöttis verzichtet. Ich habe aufgeblähte Bildungsinstitute und werbeträchtige Publikationen gemieden. Ich habe da meine Nase rein gesteckt wo niemand hin wollte, weil es zu mühsam oder zu eklig war. Ich muss mich ganz sicher nicht schämen und habe keine Mühe im Land in dem ich geboren heut für meine Arbeit Lohn zu verlangen.
          Ich sehe meine Aufgabe hier in der Schweiz und werde das auch durchziehen. Ich sehe sehr viele schweizer Qualitäten und bin stolz auf die.
          Das Anbiedern der Züri-Bahnhofstrassen Yuppies und der Basler Taigg Brüder mit dem zentralschweizerischen Brauchtum gehen mir hingegen auf den Sack. Einerseits schweizer Werte wie Zuverlässigkeit, Bescheidenheit, Qualität, Seriosität (UBS, Swissairdebakel) mit Füssen treten, aber dann an jedem Alphorntreffen und jedem Schwingeranlass als Pseudopatriot plakativ auf der Ehrentribüne sitzen, das ist dekadenteste und lächerlichste Heuchelei.
          Sind der König von Herliberg, oder Marcel Ospel wirklich heilige unantastbare schweizer Identifikationsfiguren? Oder darf man sie als ehrlicher Steuerzahler ganz kritisch hinterfragen? Ich tue meinen Dienst für alle Leute die zu mir kommen gerne, ich habe bewusst immer auf jegliche Art von Werbung verzichtet und lasse keinen Vertreter direkt an mich ran. Ich übernehme jeden Tag ganz alleine die Verantwortung für mein tun. Ich habe weder einen Anwalt noch sonst einen Stab von Fachkräften zur Verfügung (ganz im Gegensatz zum Doppelhochglanzdoktor Daniel Vasella). Ich erlaube es mir und getraue mich auch laut und deutlich zu sagen, was ich nicht akzeptiere.
          Ich bin also in ihren Augen ein Opportunist? Dann müssen sie mir schon erklären, was sie unter Opportunist verstehen.
          Ihre Argumentation ist in sich leider auch noch wiedersprüchlich. Wie kann man bitte schön oberflächlich klug schreiben. Ist das das Gegenteil von tiefgründiger Blödheit?

          • Yves Namel sagt:

            Das ist es ja, Herr Schumacher. Sie wären glaubwürdig, würden Sie auf Ihr billiges Ospel-, Vasella- und Wen-sonst-noch-Bashing verzichten. Ich sehe in Ihrem Schreiben leider keine Analyse; Sie leben v.a. von Thesen, deren Begründung Sie sich dann zurechtzimmern. Aber Sie tun das ja nur für sich und damit niemandem schaden. Wenn Sie aber glauben, mit wilden verbalen Rundumschlägen überzeugend zu wirken, irren Sie sich gewaltig. Das mag einigen in diesem Blog passen, genügt aber in der Realität bei Weitem nicht. Nochmals: Die Realität ist komplexer, als Sie hier weismachen wollen. Die Realität ist auch für Ospels und Vasellas komplexer. Und die machten und machen weiss Gott nicht alles richtig, brauchen ihre Stäbe und so weiter. Das ist aber nicht per se schlecht, wie Sie zu behaupten scheinen. Dass ein paar wenige sehr viel Geld erhalten, ist auch kein Grund, deren Arbeit schelcht zu reden. Immerhin gibt es gerade dort, wo sehr viel Geld bezahlt wird, Entscheidungsträger (= Aktionäre), die damit einverstanden sind. Man muss das nicht mögen, man sollte einfach so sorgfältig sein, die Hintergründe auszuloten und sich mit Scheinbegründungen nicht zufrieden geben, nur weil sie schön populistisch tönen. Schliesslich zeugen auch Ihre angedeuteten Verschwörungstheorien von Argumentationsnotstand. Wäre es wirklich so, wie Sie und viele hier zu glauben scheinen, nämlich, dass irgendein Schurke im Hintergrund die Fäden zieht, dann würden gerade Sie nicht mehr schreiben können, was Sie schreiben. Vergessen Sies also: Es gibt keine Verschwörung, es gibt einfach zunehmend Markt und Märkte und damit ein ständig wechselndes Auf und Ab und Hin und Her von Möglichkeiten, Chancen und Risiken. Unperfekte Menschen treten auf diesen Märkten auf, treffen Entscheidungen und haben mal Glück, mal Pech. Das ist Wirtschaften, das ist ganz grundsätzlich Leben. Und je weniger man (sprich Staat oder sonstwer) hier eingreifen und einen bestimmten Plan verwirklichen will, desto besser. Der Sozialstaat Schweiz und alle anderen haben davon in den vergangenen Jahrzehnten profitiert, das sollte auch Ihnen klar sein. Und darauf lässt sich aufbauen, lassen sich Probleme der Zukunft angehen. Alles andere scheint mir ziemlich wert- und hilfloser Nonsense zu sein.

          • Freiherr sagt:

            Die „Realitaet“ ist erstaunlich einfach, wenn man(n) sich auf Natur“gesetze“ und den darauf bauenden Code Napoleon zurueckbesinnt, statt sich vom familien- und staatskeulenden monumentalen Schaumschlag der unheiligen bigottgynokratischen, Politik und Juxtiz durchseuchenden Allianz von Kapitalschmarotzern und wehr- sowie erwerbsarbeitsfaulen Damen blenden laesst.

          • Urs Brock sagt:

            Yves Namel sagt: 23. März 2011 um 22:59 Hr. Namel, vor ein paar Jahren, es geht hier um die Firma BMW, hatten die Eigentümer d.h. die Quant Familie den Eindruck die Renditen seien nicht hoch genug. Wohlgemerkt, nicht das nicht vorhanden sein war Grund für die Intervention sondern das diese zu tief waren… Der damalige VR, CEO oder wer auch immer hat darauf entschieden 6000 Mitarbeiter zu entlassen…

            Die Indices stiegen wie gewünscht, die Rendite war da wo man sie haben wollte… Dies nur zum Thema Aktionäre, Eigentümer, Verantwortliche in grossen Konzernen. Nicht zu vergessen die Mrd. Profite die generell von Börsenkotierten Unternehmen ausgewiesen werden… Es nagt also keiner der Akteure hier am Hungertuch und doch stimmt eben damit nicht alles… bzw. sollte man diese Strukturen ganz sicher nicht einfach so hinnehmen… Owbhl, die zur Verfügung stehenden Ressourcen dieser Entitäten um eine positive Meinungsbildung zu erzielen sind gigantisch… Man sollte also die Macht nicht einfach verharmlosen und sicher nicht unterschätzen.

      • Hans M. sagt:

        Auch hier würde sich ein Blick ins Ausland lohnen! Wie würde es um Deutschland stehen ohne den Rest der Welt? Wie würde es um die USA stehen wenn sie komplett isoliert wären? China? Saudi Arabien? Was würden die Araber machen wenn der Rest der Welt ihr Öl nicht mehr wollte? In der global vernetzten Welt die wir heute haben kann kein Land mehr ohne den Rest der Welt seinen Lebensstandard beibehalten.

        Kein Land dieser Welt ist bloss durch sich selbst Reich geworden und genau so auch die Schweiz. Das heisst aber nicht dass die Schweiz ausschliesslich durch die Lage im Zentrum Europas zum Reichtum gekommen ist!

        • Rolf Schumacher sagt:

          Nein, nein natürlich nicht. Es gibt keien Absprachen, keine Korruption, keine Kartelle, keine käuflichen Aufsichtsgremien (Oelkatastrophe vor New Orleans), oder Atomkatastrophe in Japan, Bopal, Seveso, Schweizerhalle, Tierversuche. Nein sie sind alle unschuldig die Verantwortlichen, ich geissle mich heftig. In Politik und Wirtschafts gibt es offiziell nur ganz ehrliche Menschen. Ich verneige mich vor deren scheinbaren Unschuld.
          Conspiracy ist in den USA ein übles politisches Fluchwort, es kommt dem Hochverrat gleich. Sicher weil alle Weisswesten Politiker kein Blut auf ihren Westen kleben haben wollen. In puritanischen US Augen sind Verschwörungstheoretiker selbstverständlich an allem Uebel in der Wetl schuld, denn sie beschwören es ja.
          Ich nehme dieses Kreuz auf mich, was solls. Nur Hunde mit schlechten Gewissen bellen brutal, ich kann deren Brutalität durchaus aushalten. Ihr Gekläff kratzt mich wenig.

        • Rolf Schumacher sagt:

          @Brock. Und wissen sie weshalb die Familie Quandt so reich wurde, dass sie sich BMW nach dem 2 WK kaufen konnte. Schauen sie sich mal den Film das Schweigen der Quandts an (Doku NDR (glaube ich) auf youtube sehbar. Die Quandts waren hatten einen Batterieindustriebetrieb. Und da während dem 2 WK Unmengen von Batterien gebraucht wurden, haben die Quandts mit den Nazis ein Milliardengeschäft gemacht. Schlimm ist, dass sie auf ihrem Firmengelände eigene Konzentrationslager hatten und in Belgien sich von den Nazis zwangsenteignete Industriebetriebe unter den Nagel rissen. Die quandtschen Firmen wurden bei den massiven Bombardements der Alliierten verschont und ebenso kamen die Quandts (obwohl sie Zwangsarbeiter und KZ hatten) im Nürnbergerpozess ungeschoren davon. Fazit der Geldadel und neureiche Industrielle schlemmern vor allem im Krieg toll mit und sie haben nach dem Krieg keine Justiz zu befürchten. Es werden nur die Politmarionetten, die gewählten Pappnasen gehängt. Die Finaz bleibt unverschont. Die Liste der Banken und Betriebe welche am 2 WK massiv provitiert haben ist extrem lang und alle sind sie ungeschoren davongekommen, mehrheitlich. So geht das. (Ford, Standard Oil (Texacco, Shell, BP), JP-Morgan-Bank, Lehmann Brothers (früher Kuhn und Lobe) etc etc etc etc.

      • Taric Trent sagt:

        Na klar, mein Hund mag sogar Scheisse. Die Geschmäcker sind verschieden..

        • Yves Namel sagt:

          Tja, Herr Brock, was machen SIE denn, um die von Ihnen bejammerte Macht zu brechen, in einer Art und Weise notabene, die uns die Annehmlichkeiten unserer Zeit langfristig erhalten würde? Ich bleib dabei: Die Realität ist komplexer, als man denkt. Wären all die Klugschreiber in diesem Blog an den Machthebeln, dann würden sie wohl nullkommanichts bescheidener werden in ihrem Urteil. Mir scheint auch, dass die meisten Blogschreiber nicht einmal den Titel des Blog gelesen haben. Er heisst: Never mind the markets.

          @ Freiherr: Zum Glück tragen Sie keine Verantwortung für irgendwas auf dieser Welt – wenn man Ihre Ergüsse liest, hofft man nur, dass das so bleiben möge.

          @ Trent: ?

          • Urs Brock sagt:

            Tja, Hr. Namel, Sie meinen vermutlich die Annehmlichkeiten der entlassenen Mitarbeiter… aber dann, so einfach ist die Welt tatsächlich nicht… auch dann nicht, wenn man sich weiterhin an den Glauben der Vorteile liberalisierter Märkte haftet…

  • Andreas Dombek sagt:

    Nö. Kristallklar! Begründung folgt.

    Das mit der fränkischen Teilung im anderen Blog löst doch hoffentlich keine „atomare Frankenspaltung“ bei den Banken aus! ;-), 😉

    • Rolf Schumacher sagt:

      Nein in der Schweiz ist das Frankenreich noch zusammen. Der Röstigraben ist zum Glück bis jetzt ein rein virtueller Graben geblieben. Esperons qu il soit toujours ainsi.

  • Hartmann Sandro sagt:

    Nur das die Kuckusuhren aus dem Schwarzwald und nicht aus der CH kommen

  • Rolf Schumacher sagt:

    Die drei Punkte mögen schon stimmen, aber andere drei Punkte sind wesentlich entscheidender.
    1. Die Schweiz wurde seit dem 1WK als neutrale Drehscheibe für internationale Wirtschaft-Politik gebraucht.
    2: Die Schweiz wurde als sicherer Finanzpaltz und Welttresor gbraucht (Kein Land wäscht weisser als die Schweiz. Persilbank, da weiss man was man hat. Guten Abend.)
    3: Die Schweiz ist zum heimlichen Kopf des Frankenreichs und der jüdischen Diaspora (somit von den Angelsachsen akzeptiert) geworden.

    Ohne diese Bedingungen wäre die Schweiz noch heute so mausearm wie vor dem 1 WK.

    Waeren Frankreich, Deutschland-Italien in der Vergangneheit und auch noch aktuell nicht derart wichtige Wirtschaftsnationen und deren Sprachen nicht Weltsprachen, wäre die Schweiz nie was sie heute ist. ZB wäre Russland und de Türkei weltpolitisch tonangebend, würde sich zb die Slovakei als ähnlicher neutraler und sicherer Hafen anbieten.

    Sehe ich das falsch?

    • algren sagt:

      Ja, wie immer…

      • Maria Halder sagt:

        Ja, denn es gibt viele Laender, die weisser waschen. Italien und Frankreich sind nun vielleicht immer noch Wirtschaftsnationen, aber eher im Abstieg und ihre Sprachen, aehem…, kaum Weltsprachen. Von Deutsch als Weltsprache wollen wir gar nicht erst reden. Aber, Herr Schumacher, ich wuerde ihnen doch mal raten, ein paar Jahre in einem anderen Land zu leben. Sie wuerden da gewiss ihren Horizont etwas erweitern. Laestern ist ja einfach, vor allem gegen den Kapitalismus. Aber Profitieren tut man dann halt doch gern.

        • Rolf Schumacher sagt:

          Natürlich geniesse ich den Lebensstandard in der Schweiz, ich zahle aber auch hier Steuern und bin hier geboren. Wäre ich in einem Drittweltland geboren, würde ich die Herausforderung in diesem Land annehmen.
          PS: Es gibt viele Menschen die in der Schweiz, welche psychisch krank sind, mehr als in armen Ländern. Und ich kenne die Welt glaube ich nicht schlecht. Ich habe schon im Ostblock und in Drittweltländern gelebt. Im Ostblock zusammen mit Mäusen und Ratten in einem Zimmer. So schnell haut mich nichts um.

    • l. schäfer sagt:

      Nein, das sehen Sie völlig richtig und das wissen die meisten Kenner der Geschicht, bzw. Entwicklung. Die Schweiz hat sich immer im Schosse der europäischen Laänder gesonnt und sogar von Kriegen und deren diversen Parteien profitiert (insbesondere v. DE), etc. Ihre Frage verstehen wir natürlich als ironisch gemeint. Sie haben nur den zwinkernden Smily vergessen.

      • Roman Günter sagt:

        Interessanterweise reicht Vielen das historische Verständnis immer nur bis zu einem der zwei Weltkriege. Dabei wird immer über die Amerikaner gelästert, für welche die Geschichtsschreibung mit dem Sezessionskrieg angefangen habe. Die Schweiz (Region, nicht Bundesstaat) hat eine mehrhundertjährige Wirtschaftsgeschichte(n), darunter einige äusserst interessante und erfolgreiche. Sorry, Schumacher und Schäfer, Sie sehen das komplett falsch.

        • Urs Brock sagt:

          Naja es hat ja jeder so seine blinden Flecken im Leben… also, erzählen Sie doch was da äusserst interessant und erfolgreich war und bitte auch für wen… und was war das für eine Region die Sie da erwähnen?

          • Roman Günter sagt:

            Als Region wird ein geographischer Abschnitt bezeichnet. Da sich wirtschaftliche und soziale Entwicklungen schlecht an ein Drehbuch halten, können Bezeichnungen, wie zum Beispiel „Schweiz“, nicht als Universalbegriff verwendet werden. So gibt es für die Schweiz verschiedene Formen und Verwendungen. Nicht erst als moderner Bundesstaat seit 1848. Geographische Gegebenheiten verändern sich normalerweise nur über einen sehr langen Zeitraum, daher nützt die Bezeichung eines Gebietes oder einer Region eher für eine geschichtlichen Würdigung. Damit wollen wir uns aber nicht mehr länger damit auseinandersetzen. Sind Sie wirklich interessiert an der Geschichte, lesen Sie nach unter „Industrialisierung in Europa“ oder über die „Textilhandel in Europa“. Auch einen Blick in die „Maschinenindustrie in Europa“ wäre eine wahre Fundgrube in Bezug auf die Schweizer Wirtschaftsgeschichte. Und damit wäre wir erst in der neueren Geschichte. Im Kontext mit der Geschichte Europas kann die Schweiz nicht auf Profiteur und Bauernstaat reduziert werden, wie es immer gern getan wird.

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Brock:

            Fuer WEN ist die Preisfrage!

            Bis Napoleon herrschte Feudalismus. Nach Napoleon wurde der auf die Verdingkinsklaverei beschraenkt, waehrend der abghalfterte Adel und Kaptialschmarotz seine Erraffungen bei den Baenkstern vor der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfaehigkeit rettete.

            Heute feiert der Feudalismus, auch gegen Erwachsene, Urstaend, von der neobraunen selektiven Apartheid, ueber die Keulung der Loehne und die Explosion der Abzocke der Lohnsklaven in den finanziellen Ruin, ueber die Familiengestapo mit Versenkung auch erwachsener Opfer in private „Schutz“sklaverei, bis hin zur Delegation des Strafvollzugs und den Zivildienstes von (nur maennlichen) Refraktaeren an private Trinkgeldsklavenhalter….

          • Urs Brock sagt:

            Hr. Freiherr, Für WEN ist immer die Preisfrage wenn es um Erfolgs- oder Misserfolgsdeklarationen geht… die unbeliebte, ungeachtete, unbeachtete, unbedarfte… Frage die sich leider oft um konkrete und verbindliche Antworten ziert…

            😉

          • Mme de Boudry sagt:

            @Günter: die Mehrheit der Schweizer war bis 1918 bitterarm, Punkt. Egal was an unserer Kultur jetzt wie erfolgreich nach Wirtschaftslehrbuch xy war.

            @Freiherr: meine Rede.
            p.s. 15% der Schweizer sind heute Armutsbetroffen – BfS (SILC 2009)
            & Gleichberechtigung fäng bei Dienstpflicht für Frauen an! =)

          • Roman Günter sagt:

            @Mme de Boudry: Die Mehrheit der Europäer war bitterarm. Das ist doch schon mal eine Erfolgsmeldung, vorher war es die grosse Mehrheit in der Schweiz, welche bitterarm war, heute sind noch gegen 15% arm. Wenn Sie jedoch die wenigen gutsituierten Adeligen im restlichen Europa als Beispiel für deren Fortschrittlichkeit gegenüber der ‚armen‘ Schweiz betrachten, dann…fällt mir dazu nichts mehr ein.

            Ich sehe in einigen Kommentaren eine unterschwellige Wut auf den Pragmatismus, welcher in der Schweizer Entwicklung sicher eine grosse Rolle gespielt hat. Woher dieser heilige Zorn (Pseudopatrioten, Sklaverei, Schmarotzer, Familiengestapo, Züri-Broker, etc., etc.) kommt, wäre doch einmal eine schöne Frage in diesem Blog. Oder die Frage, ob soziale Absicherung für Alle wirklich eine so gute Idee ist. Oder ob Demokratie mit ‚Wohlstand für Alle‘ gleichzusetzen ist. Einen Blick ins Ausland zu werfen, wäre auch in dieser Hinsicht lohnenswert.

          • Freiherr sagt:

            @ MdB:

            Wenn eine gruene Lautsprecherin verkuendet: „ICH WILL vor jedem Herd 50 Prozent Maenner sehen!“, ist es durchaus berechtigt zu fordern: „ICH WILL hinter jedem Sturmgewehr 50 Proaent Frauen sehen!“

            @ Herr Roman:

            Romantisieren sie ruhig weiter. Sie wurden wohl an die Sonnseite gespuelt (wenn nicht gar dorthin geboren!)

  • Baer sagt:

    Als weiteren kritischen Punkt würde ich ergänzen, dass die wichtigsten Schweizer Institutionen ausser der Unternehmung – Verein, Genossenschaft und dezentrale politische Einheiten – das demokratische Prinzip der Mitsprache beinhalten. Somit wurde der produktive Geist der Kooperation und Gleichheit in die Unternehmungen – als „Gratis-Ressource“ sozusagen – eingebracht, welche Unternehmungen selbst mangels demokratischer Mechanismen nicht hervorbringen.

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