Warum haben die Ökonomen die Krise nicht vorhergesehen?

Zur Erklärung der Weltwirtschaftskrise wird trozt allem nicht an den Grundannahmen der Ökonomie gerüttelt: Olivier Blanchard, IMF-Chef und Verfasser des neusten Werkes zur Makroökonomie.

An den Grundannahmen der Ökonomie wird nicht gerüttelt: Olivier Blanchard, IWF-Chefökonom und Verfasser eines Lehrbuches zur Makroökonomie.

Warum haben die Ökonomen die Krise nicht vorgesehen? Diese Frage sorgt seit längerer Zeit für grosse Kontroversen. Viele behaupten, dass die Grundannahmen der Ökonomie unrealistisch seien und an einem überholten Menschenbild festhielten. Den Homo oeconomicus, der jederzeit vollständig informiert ist und darauf aufbauend optimale Entscheidungen trifft, gebe es nicht.  Kein Wunder, seien die Ökonomen blind für grosse Krisen.

Eine andere Meinung vertritt hingegen Raguram Rajan, Professor an der Chicago School of Business und ehemaliger Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF). In einem kürzlich erschienenen Artikel schrieb er:

«Ich würde behaupten, dass drei Faktoren unser kollektives Versagen im Wesentlichen erklären: Spezialisierung, die Schwierigkeit, Vorhersagen zu treffen, und die Losgelöstheit eines Grossteils der Ökonomen von der realen Welt.»

Die Erklärung von Rajan ist nicht weniger schmeichelhaft als diejenige der Modell-Kritiker. Aber sie hat ganz andere Implikationen. Wenn man davon ausgeht, dass die ökonomischen Modelle die Wirklichkeit ganz gut abbilden, besteht wenig Druck, die Ausbildung zu überdenken.

Mein Eindruck ist, dass Rajan die Mehrheitsmeinung vertritt und die Ausbildung deshalb unverändert bleiben wird. Die Lehrbücher werden nicht umgeschrieben, sondern allenfalls um ein Kapitel zur jüngsten Wirtschaftskrise angereichert. Olivier Blanchard, amtierender Chefökonom des IWF, hat es in seinem Lehrbuch «Macroeconomics» vorgemacht. In der eben erschienenen fünften Auflage beschäftigt er sich am Schluss auf zwanzig Seiten mit der «Global Crisis». Das Kapitel ist äusserst nützlich, aber beruht ausschliesslich auf bestehenden Modellen. Wer von einer grundlegenden Erneuerung der Ökonomie träumt, wird enttäuscht sein. Aber immerhin: Die Krise hat Eingang in die Lehrbücher gefunden.

131 Kommentare zu «Warum haben die Ökonomen die Krise nicht vorhergesehen?»

  • Anderson, who used in the Irish following a freshman season at Steinert, can take some fond memories with him. He’s been the winning goalie the past two Mercer County Tournaments, he was an AllTrentonian performer in the year 2011 and getting into the tourney finals he previously allowed just one goal.

  • Petermann sagt:

    „Warum haben die Ökonomen die Krise nicht vorhergesehen?“

    Weil es überbezahlten Minderleister sind.
    Grüße

  • Patrick Tigri sagt:

    Sag ich doch. Die „Wirtschaftswissenschaft“ ist eine handfeste Pseudowissenschaft. In der Validität ist sie vergleichbar der Astrologie und der Physiognomie.

    • Freiherr sagt:

      In Theokratien sind die Theokraten die Herren und die Juristen sowie Oecken die Huren der Politik! Dabei futieren sich die Juristen um die Interessen ihrer Klienten und die Oecken um primitivste Naturgesetze….

  • Peter Meier sagt:

    wenn ich (Ökonom) Hellseher wäre, würd ich nur noch zuhause sitzen und Lotto spielen.

  • Michael Schwarz sagt:

    Ich fordert und SNB und Hr. Hildebrand wiederholtes Mal auf, den Geldmenge rasch in der Schweiz anzuheben. Womit das Ungleichgewicht im Devisenmarkt rasch ausgleicht. Wenn der CHF Kurse wie bis heute so weiter entwickelt, werde die Schweiz in Zukunft massiv Probleme bekommen. Der Druck auf CHF muss die SNB schrittweise entschärft werden, das ist die Aufgabe der SNB. Bis heute hat die nicht richtig wahrgenommen. Es geht um nachhaltige Aspekte des CHF zu anderen Währungen. Die Schweiz hat jetzt eine gute Möglichkeit erhalten, eigne Wirtschaft anzukurbeln, dies sollte SNB diese Möglichkeit nutzen.

  • Freiherr sagt:

    @ Herr Schumacher:

    Auslaender oder gar EU-Freizueger (letztere bis hin zu Oma und Enkel) haben kaum Probleme beim Nachzug farbiger Familienangehoeriger. Auch ein Politmoerder, der sich in seiner Heimat nur ferntrauen liess, weil er sonst wegen Mordes eingelocht worden waere, kann seine dort bereits im zarten Kindesalter von 12 Jahren angelobte Braut nachziehen lassen. Diesbezuglich stimme ich Ihnen voll bei.

    Es sind einmal mehr eigene Buerger, vor allem lohn- und rentenabhaengige Auslandschweizer, die bei Heiraten oder Adoptionen selektiv mit buerokratischer Apartheid aufgrund geheim gehaltener Vorschriften (Handbuecher des EAZW fuer Zivilstandsaemter und Konsulate) inbezug auf Reiserechte, Anerkennung rechtskraeftiger staatliche Zivilstandsentscheide des zustaendigen Gaststaates, Aufenthaltsrechte und Buergerrechte (insbesondere der primitivste zivilisatorische Anspruch auf mindestens ein gleiches Buergerrecht fuer alle Kernfamilienangehoerigen) bis aufs Blut schickaniert werden, und diese Rechte viele Jahre lang verzoegert, wenn nicht gar ganz vereitelt werden.

    • Freiherr sagt:

      Und nun will die rote Justizministerin gar alls Ehen von unter 18jaehrigen unter Futierung der Suveraenitaet der zustaendigien schliessenden Heimat- oder Gaststaaten aberkennen und den Nachzug verweigern. Stellvertreterehen von Politschwerstverbrechern sollen jedoch weiterhin anerkannt werden, obwohl sogar die Nazis Ferntrauungen nur an der Front unabkoemmlichen Soldaten gestatteten, und die Schweiz solche Ehen ganz verbietet.

      Nun, ich bin auch kein Freund von Kinderehen oder gar ausserehelichem Kindersex. In Bigottgyonkratistan waere fuer Maenner gar ein Heiratsverbot unter dem 40. Altersjahr ein Schutz vor zu fruehem Ruin. Es ist jedoch heuchlerisch, einerseits Ehen zwischen 17jaehrigen zu sprengen, und andererseits – weltweit einzigartig – privilegierte Kasten Verdingkindsklavinnen ohne untere Altersgrenze schon im Primarschulalter straffrei schwaengern zu lassen….

    • Anh Toan sagt:

      @Freiherr: Auch wenn ich eine Vietnamesin heirate, und mit gemeinsamen Kindern hier lebe, werde ich dennoch nie ein vietnamesisches Buergerrecht erhalten, auch in den USA nicht: Das von der Menschenrechtsdeklaration garantierte Recht auf Familie garantiert mir nur, im Land meiner Frau wohnen und vermutlich damit auch arbeiten und wirtschaften zu duerfen, wieso aber ein Anspruch auf Buergerrecht, auf Grund seiner Natur vererbbar auch an zumindest spaetere Nachkommen mit einem anderen Auslaender? Dies zu gewaehren ist nicht unbedingt falsch, es als „primitivsten zivilisatorischen Anspruch“ zu bezeichnen jedoch schon.
      Geh woanders heulen, Maedchen

      • Freiherr sagt:

        Ja aber Deine Vietnamesin und ihre Kinder waeren bis 1971 sofort schweizerisch bepasst worden.

        Wenn eine Schweizerin einen Mann eines Nochrechtsstates heiratet hat sie auch 0 Probleme, da sie und ihre Kinder sofort mit dem Pass des Heimatstaates des Mannes beschenkt werden.

      • Freiherr sagt:

        Die Verweigerung des gleichen Buergerrechtes zerreist bei der geringsten Krise Familien und kann sogar dazu fuehren, dass Vater und Sohn als Wehrpflichtige verschiedener Staaten aufeinander schiessen muessen. Deshalb ist und bleibt es eines der primitivsten zivilisatorischen Rechte, um das sich die Schweiz vor allem gegen seine eigenen Buerger futiert….

        In Suedostasien werden Frauen, die einen Auslaender heiraten ausgebuergert, sobald sie das Buergerrecht des Mannes bekommen (bei Maennern von Nochrechtsstaaten in der Regel sofort). Das war auch in der Schweiz vor 1971 so. Die Schweiz misshandelt solche Frauen zu Unrecht als Doppelbuergerinnen. Auch wenn ihnen – im Gegensatz zur Schweiz im zweiten Weltkrieg – ohne internationale Pflicht Pass, Aufenthalts- und Bodenkaufsrecht belassen statt ohne jede humanitaere Ruecksicht abgenommen werden….

      • Freiherr sagt:

        In Suedostasien gibt die Heirat mit einer Staatsbuergerin oder Exstaatsbuergerin dem Ehemann nur die Toleranz eines jaehrlich zu erneuernden Visums unter scharfer fremdenpolizeilicher Kontrolle mit vielen Meldepflichten, das jederzeit widderrufen oder nicht verlaengert werden kann. Schon bei einer relativ kleinen strafrechtlichen oder administrativen Unstimmigkeit. Und nicht erst, wenn Totgeschlagene eine kriminelle Karriere seumen….

      • Freiherr sagt:

        „Das von der Menschenrechtsdeklaration garantierte Recht auf Familie garantiert mir nur, im Land meiner Frau wohnen und vermutlich damit auch arbeiten und wirtschaften zu duerfen“

        @ Herr Toan:

        Intressant. War mir bis jetzt nicht bekannt. Wo kann ich das nachlesen? In meinem Gaststaat durften bis dato verbrecherische Schweizer – auch wenn sie mit einer Staatsbuergerin oder Exstaatsbuergerin verheiratet sind – hoechstens im Knast noch laengere Zeit im Gastland bleiben….

        • Rolf Schumacher sagt:

          Welches ist ihr Gastland Freiherr? Zudem sind wir hier irgendwie vom Thema abgekommen, meine ich. In einer sich immer stärker globalisierenden Welt ist es wichtig, dass man den souveränen Nationalstaaten Freiheiten gibt bezüglich der Visavergaben etc. Dahingehden habe ich mit unserer schweizer Behörde nie grosse Probleme gehabt. Wenn sie als Marokkaner hingegen ins UK oder in die USA fahren wollen, dann wird die Visasache zu einem mühseligen Spiessrutenlauf. Und in der EU dürfen sie dafür unkontrolliert herumeiern, wenn sie mal drin sind, Grenzen gibt es ja keine mehr.
          Bulgarien und Rumänien sind noch nicht in die EU aufgenommen worden, weil sie die Grenzkontrollen (EU-Aussengrenze) nicht genüngend sichern können. Das ist doch einfach absurd. Ist denn den Deutschen ihr eigenes Land keine Grenzkontrolle wert? Wenn man einmal in Italien ist (aus Tunesien oder Libyen kann man über Oesterreich problemlos und unkontrolliert nach Deutschland reisen, ich finde das sehr schlecht.

        • Anh Toan sagt:

          @Freiherr: Wikipedia, Google, kommen Sie im 21. Jashrhundert an!

  • Freiherr sagt:

    „dass menschliche Freiheitsansprüche allgemeingültig sind.“

    @ Herr Hampi:

    Schade gelten die auch (noch) nicht in der Schweiz fuer – weltweit einzigartig – sogar sexuell versklavte Verdingkinder, die von privilegierten Kasten schon im Primarschulalter ohne untere Altersgrenze straffrei geschwaengert werden duerfen, und von Apartheid betroffenen Schweizern, deren farbigen Kernfamilien die primitivsten Reise-, Aufenthalts- und Buergerrechte buerokratisch jahrelang verzoegert und immer mehr ganz gekeult werden…..

    • Rolf Schumacher sagt:

      Werter Freiherr, da liegen sie falsch. Die Schweiz hat prozentuzal zur Bevölkerung einen sehr grossen Anteil gut integrierter auch farbiger Bevölkerungs anteil. Viele wurden zu Schweizern. Ich erinnere an daran, dass die Schweiz einen der grössten Tibeterdiasporaanteil hat, und dass bei uns verfolgte Tschechen, Slowenen, Ungarn, Iraner, Iraker, Angolaner, Jugoslaven etc ziemlich unproblematisch Aufnahem fanden. Es ist aber auch klar, dass sich ein kleines und zentral gelegenes Land auch vor Asylmisbräuchen schützen muss und die gibt es leider en masse.
      Menschen werden als Flüchtlinge aufgenommen und verdanken es in dem sie sieben acht Kinder in der Schweiz auf die Welt stellen die man dann nicht nur durchfüttern sondenr auch sozial versorgen muss. Das ist eine bodenlose Frechheit und ghört eigentlich drakonisch bestraft. Wenn wir weiterhin faire Asylpolitik anbieten wollen, dann muss auch ganz rigoros bei Misbräuchen durchgegriffen werden. Aber der Sozialbusiness ist eben auch ein Business, sehr viele top bezhalte Mensche (Sozialarbeiter, Psychologen, Aerzte, Wohnungsanbieter leben leider auch vom ausufernden Sozialbusiness, das ist die Kehrseite des sozialen Wohlfahrtsstaates, damit müssen wir uns beschäftigen, wenn wir nicht untergehen wollen.)

      • Taric Trent sagt:

        Na und ihre Kinder? Müssen die nicht durchgefüttert werden? Ich bitte sie konsequent zu sein und umgehend ihre Gattin sterilisieren zu lassen. Denn jedes Kind kostet den Staat.

      • Urs Brock sagt:

        @ Rolf Schumacher; Sozialbussines, Sozialindustrie… verächtliche Begriffe… eigentlich. Arbeitsindustrie, Humanindustrie, Ferienindustrie, Organindustrie, Menschenhandel, Humanressources… man gewöhnt sich an vieles.

        Wäre es nicht besser man würde sich dazu entscheiden mal aufhören stets mit den Füssen nach unten zu treten und dafür mal den Blick nach oben zu werfen um dort nach Fehlentwicklungen und deren Begründung zu suchen?

        Die dabei angetroffenen Beträge schlagen jeglichen Sozial-IV-ALV missbrauch um 100′ Faktoren….

        • Taric Trent sagt:

          Genau das wollte ich auch schreiben, des Bürgers Blick ist immer vor dem Heiligen gesenkt, entsprechend seiner sklavischen Natur, argwöhnisch nach unten, bettelnd und schwanzwedelnd nach oben verhält sich der Hund.

          • Freiherr sagt:

            Das haengt stark vom System ab. In Bibeltheokratien werden vor allem Maenner zu Lila Pudeln abgerichtet.

            In der Leer- und Wehsklaverei werden sie brutal gebrochen. In und nach der Ehe sind sie nur noch Zahlsklaven, die nix mehr zu melden haben.

            Frauen, die sich im Hinblick auf eine spaetere profitable Heirat und noch profitablere Scheidung um eine Leere druecken, werden kaum je diszipliniert, zumal sie auch von der Familien- und gar auch der Strafjustiz beguenstigt statt auch kandariert werden.

      • Hampi sagt:

        @Rolf Schumacher sagt:
        24. Februar 2011 um 14:04

        „Das ist eine bodenlose Frechheit und gehört eigentlich drakonisch bestraft.“

        Immer schön die von oben kommenden Schläge nach unten weitergeben. Eine bodenlose Frechheit und drakonische Strafen. Und umso besser, wenn die beschuldigte Menschengruppe schwach ist.

        Herr Schumacher, dass alle Menschen in einer bestimmten Entwicklungsphase viele Kinder haben, ist eine soziale Realität (wissenschaftlich erwiesen). Das ist im gemeinsamen Genpool der Menschen gespeichert. Daran werden sie auch mit drakonischen Strafen nichts ändern. Ausser sie wollten die Endlösung!

  • Hampi sagt:

    Nicht nur Ökonomen, sondern wir alle, sind unfähig, Krisen vorherzusehen.

    Oder wer hat die aktuelle Entwicklung in der arabischen Welt vorhergesehen?

    Schlimmer noch: die ausbleibende Freude und Unterstützung im Westen über die Freiheitsbewegungen sind ein weiteres Indiz, dass wir im Westen nur hobbymässig „links“ oder „rechts“ denken. Unsere individuelle Lebensweise lässt sich daher viel genauer durch das Wort „Opportunismus“ beschreiben.

    Und da ein Ölschock für (fast) niemanden „opportun“ ist, vergessen wir einfach (selektive Verdrängung), dass menschliche Freiheitsansprüche allgemeingültig sind.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Wenn man mit gesundem Menschenverstand denkt (nicht egoistisch) kann man die meisten Krisen voraussehen. Ich bin kein Wahrsager, aber ich habe einiges kommen sehen. Dollarsturz-Euroschwäche-Jugenaustände- kleine Tumulte-Krieg-grosser Krieg. Viele welche seit den 70er Jahren die Yuppi Welt kritisch beobachtet haben und einwenige Geschichtsinteresse haben konnten das auch voraussehen.

      • Hampi sagt:

        @Rolf Schumacher

        Alles hat ein Einde und langfristig sind wir alle Tod. Im weiteren Sinne sind das Vorhersagen.

        Aber unter einer präzisen und korrekten Vorhersage verstehe ich vor allem die richtige Einschätzung des zeitlichen Ablaufes.

    • Freiherr sagt:

      @ Herr Hampi:

      Die „aktuelle Entwicklung in der arabischen Welt“ wurde nicht nur vorhergesehen, sondern gar geplant. Es mag hin und wieder einen echten Zufall geben. Aber wo sich „Zufaelle“ auffaellig heufen, steckt in der Regel ein (oft verbrecherischer) Plan dahinter!

  • Alain Burky sagt:

    Sogenannte Trendforschung mit langfristigen Aussagen grenzt fuer mich an Scharlatanerie.
    Die Aenderung eines Parameters kann das ganze theoretische System zum Einsturz bringen.
    Selbst Einstein soll auf die Frage „Wieviel Wissenschaftler braucht es um ihn zu widerlegen?“,
    gesagt haben: Einer genuegt.

  • Anh Toan sagt:

    @Freiherr an diversen Orten:
    „- Nachdem die ganze Familie Jahrzehnte Kohl gefressen hatte, um dem Kapitalschmarotz fuer einen bescheidenen Karnickelstall fast das halbe Nettofamilieneinkommen abladen zu “duerfen”, hatte ich Verstaendnis fuer meinen Vater, dass er diesen nicht bundesgerichtskonform fuer mein Studium opfern wollte und verzichtete darauf, ohne ihn bundesgerichtlich ins Recht zu fassen.“ Sie beklagen sich, dass der Sohn eines Hauseigentuemers kein Stipendium erhalten hat: Der Staat kann nicht den Mittelstand unterstuetzen.
    „- Bereits im amerikanischen Buergerkrieg wurden einfache Schweizer Soldaten auf beiden Seiten allein wegen ihrer militaerischen Qualifikation innert wenigen Jahren hohe Offiziere“: Die Schweiz war damals das Armenhaus Europas, und fremde Kriegsdienste oder die katholische Kirchwe die einzigen Adfressen, an welchen ein Unterklassesohn Karriere machen konnte, etwa wie heute in USA fuer die farbige Unterschicht die Armee die einzige Aufstiegsmoeglichkeit bietet.
    „- Die Formel selber ist wohl eher das Werk eines Mathematikers“ Die meisten mathematischen Formeln sind das Werk von Phisikern (Newton, Einstein), aber auich Volkswirte koennen Mathe!
    „- Der Basler Daigg hat die schon vor Jahrdunderten kurz gefasst: “Me gytt nytt, und laebt nie vo de Zinse, sondern numme vo de Zinseszinse!” Die Sacher-Erben unterstuetzen in Basel das Theater, das Kunstmuseum und den FCB, und auch sonst bekommt man aus diesen Familien eine Menge unterstuetzung fuer gemeinnuetzige (lokale) Veranstaltungen.
    „- Wenn einer nur einen Franken bei Jesu Geburt auf ein mickriges Dreiprozentsparbuch gelegt haette, koennte er – mit Zinseszinsen und unversteuert – ein paar Weltkugeln aus purem Gold kaufen! Anfaengermatematik!“ Wenn aber jeweils 3 seiner Kinder erfolgreich das Fortpflanzungsalter erreicht haetten, und sich entsprechen fortgepflanzt haetten, haette heute jedes seiner URurur…grosskinder ziemlich genau Null. Anfaengermathematik. Etwa gleich dumm waere zu sagen, wenn jemand bei Jesu Geburt einen Ampfelbaum gepflanzt haette, und aus jeder erfolgreichen Apflernte drei neue Baueme gepflanzt haette, waere heute die ganze Welt mit Apfelbauemen bedeckt!
    „- Als das Duo Ebner-Blocher visionierte statt schaute und den Kopf auch noch unter die Lombardierungsguillotine steckte, fiel allein die Schweizerboerse (ohne die ueblieche Medienjeremiade) um mehr als die Haelfte.“ Da ich mich nicht an einen Kursverlust von mehr als 50% der CH-Boerse errinnern kann, hab ich auf der Webseite der SNB eine Statistik gefunden, die den groessten Verlust auf Jahresendbasis mit etwa 40% ausweist (Oelkrise und Rezession in den 70ern).
    „- Die Nazoecken haetten eigentlich die Aufgabe, den Politikern zu helfen, die Volkswirtschaft so zu schustern, dass dem Buerger auch alle privaten Beduerfnisse an Waren und Dienstleistungen sowie anstaendig entloehnten Arbeitsplaetzen ohne jede Toleranz von Sklavenhalterallueren erfuellt werden“: Ich weiss nicht, wo in den Verfassungen den Volkswirten diese Aufgabe, oder ueberhaupt irgendeine spezielle Aufgaben uebertragen wird. und die Erfuellung ALLER privaten Beduernisse an Waren und Dienstleistungen und die Forderung eines anstaendig entloehnten Arbeitsplatzes auch fuer Menschen, die dreimal die Woche nicht rechtzeitig auiftauchen, erscheint mir utopisch.
    „- ….hat die Schweizer Armee diesen Auftrag von 1515 bis 1971 vollumfaenglich erfuellt.“ Wikipedia sagt zur Geschichte: „Die erste gesamteidgenössische Armee wurde 1798 in der Helvetischen Republik begründet“
    „-Aussser dass die Vietnamiesen ihre die international sogar fuer Kriegsgefangene vorgeschriebene Hoechstlast von 25 kg nicht ruecken- und gelenkkeulend selber schleppten, sondern dafuer, und fuer die Hochglanzpolitur ihrer Schuhsohlen (falls sie diesen Bloedsinn auch abfeierten) Traegerinnen und Betreuerinnen requirierten….“ Der Vietcong hatte keine Schuhe, Frauen geraubt und versklavt schon. Der Krieg in Vietnam wurde von den Hippies in USA beendet, nicht vom Vietcong gewonnen. Hitler hat die Schweiz nicht angegriffen, weil so die Al;lierten seine Nord-Suedverbindung und seine Schwerindustrie nicht bombardieren konnten. Es erscheint mir vermessen zu behaupten, die CH-Armee haette eine Militaermaschinerie stoppen koennen, die ganz Europa ueberrollt hat. Die Schweizer haben sechs Tage die Woche fuer Hitler gearbeitet, am Sonntag haben sie in der Kirche gebetet, er verliere den Krieg (Max Frisch).
    „- 1918: Wahlrecht (zum Glueck ohne Stimmrecht) fuer deutsche Frauen“ Also lieber eine Diktatur als Wahl- und Stimmrecht fuer
    Frauen.
    @Rolf Schumacher: Waehrend bei Ihnen das Grosskapital fuer alles verantwortlich ist, sind es bei Freiherr die Frauen. Finden wir keinen Suendenbock, muessten wir uns mit den eigenen Maengeln/Defiziten auseinandersetzen.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Lieber grösster Bruder. Es ist nicht das Grosskapital, welches die Schuld trägt, sondern die Eitelkeit und Gier einiger weniger machtgeiler Menschen, welche es bewegen. Sie sind es, welche uns von ihren eigentlich wertlosne Papierfetzen abhängig machen und uns so Freheiten und Freizeit klauen.
      In eine der reichsten Familien einheiraten oder darin geboren werden sind die unblutigen Möglichkeiten für ein aufgeblähtes Ego sich auf Kosten der Massen zu bereichern (Ghadafisöhne, Vasella, Spuhler etc etc etc), List, Lug.Trug und Schummelei (Gutenberg) die andere. Oder aber man macht eine Revolution um an das grosse Geld zu kommen (Mu3mmar al Ghadhafi). Ach herrje wie lächerlich sind sie unsere Vorbilder und Verantwortungstärger. Ich lass mir auch in Zukunft meine Hosennur vom eigenen Hosenträger tragen, da weiss ich was ich habe.

      • Anh Toan sagt:

        @Rolf Schumacher: Hier gebe ich Ihnen recht: Wer reich wurde, will mehr Reichtum, wer maechtig wurde, will mehr Macht, weil dieser Status erreicht wurde, weil er mittels Unterordnung aller anderen Interessen erkauft wurde: Die ganze Lebensplanung wird daruf ausgelegt, reich (Topmanager) oder maechtig (Toppolitiker) zu werden, wobei reich und maechtig sich in unserer Welt nicht unbedingt trennen lassen, jedoch bei weitem nicht kongruent sind (Zuckerberg ist nicht sehr maechtig, der Papst nicht reich (die Kirche schon). Alleine Ambinationen auf Macht oder Reichtum sind aber nicht verwerflich, ohne diese Ambitionen gebe es keine Entwicklung. Viele Topmanager und sogenannte „Bankster“ sind Secondos oder Arbeiterkinder, die sich mit Studium, Intelligenz, Wille und Einsatz nach „oben“ gearbeitet haben. Schon vor dreissig Jahren galt die Regel unter Personalchefs, den akademisch geschulten Sohn des Arbeiters demjenigen des Akademikers vorzuziehen, der Arbeitersohn will, was der Akademikersohn schon hatte! Die Karriere hat ihren Lebensort, ihre Familienplanung, ihren Kleidungs- und Sprachstil bestimmt, sie haben ihre Seele verkauft um ihre Ziele zu erreichen. Aber nichts ist umsonst, und es ist deren freie Entscheidigung dies zu tun, genauso wie es die freie Entscheidung eines erwachsenen Menschen sein sollte, sich Heroin in den Arm zu schiessen und nicht an diesem Spiel teilzunehmen.

        • Rolf Schumacher sagt:

          Auf die Entwicklung der letzten Jahrhunderte könnte die Menschheit getrost verzichten. Die aufgeklärte Industrialisierung hat uns schneller gemacht und lässt uns länger Leben. Nur tun dies einige Wenige auf Kosten der Natur und der Mehrheit der Menschen. Dekadenter als in den letzten zwei Jahrhunderten hat sich der Mensch nie benommen. Wenn die Ostgoten gegen die Byzantiner rannten, oder die Westgoten in Spanien einmarschierten oder die Langobarden Italien aufwühlten, oder die Vandalen von den Hunnen vertrieben bis nach Karthago durchrannten, waren das blutige und barbarische Taten aber es hat der Natur nicht den Atem gekostet. Und es wurde ehrlich Mann gegen Mann gekämpft. Heute entscheiden die geschniegelten Herren an der Wallstreet wo Morgen gehungert und Krieg geführt wird und das grosser Bruder ist die hinterf—-( pardon aber dies Machetschaften verdienen keinen besseren Ausdrck) unehrenhafteste Art sich Geld und somit Macht zu sichern.
          Blocher hat das Apartheitregime gerühmt und mit ihm Geschäfte gemacht, sowas darf doch in einer zivilisierten Welt nicht Bundesrat werden. Aber eben, man entsetzt sich über die wütenden und scheinbar unzivilisierten Araber. aber sieht nicht wer sie gegeneinander aufbringt und wer den Hass zu verantworten hat. Italien, Frankreich, UK und die USA gehörten ganz dick bestraft und für ihre post- II-WK Schandtaten müssten sie Reparationen zahlen bis zum Sankt Nimmerleinstag
          Hitler zur Macht verholfen (Ford, Standard Oil, Schiff, Warburg d.h. ROTHSHILD, Rockefeller, Prescott Bush)
          Nazi SS-Offiziere für Rüstungsindustrie und Raumfahrtprogramm in die USA geholt.
          Hiroshima, Nagasaki mit Atombomben beladen
          Korea (Anthraxbomben über Zivilisten von Kampfjets gelassen)
          Vietnam mit agent orange berieselt
          eigene Soldaten Nuklearversuchen ausgesetzt.
          Alliende gestürzt und Pinochet den Schlächter zur Macht verholfen.
          Mit der Operation Ajax den fairen iranischen Innenminister gestürzt und den Schah gestüzt (um ans Oel zu kommen)
          Saddam Hussein mit Waffen vollgempumpt damit er ein Jahr nach Rückkehr Chomeneis den Iran grundlos angreifen konnte. Von 1980- 1988 hat man Saddam Hussein hudertausende von fast wehrlosen Kurden und Iranern wie Karnikel abschiessen lassen. Man hat zugelassen, dass Saddam Hussein europäische und amerikanische B und C-Waffen einsetzte. Und hat am Ende des Krieges (88) mit US-Flugzeugträgern iranische zivile Passagierflugzeuge abgeknallt.
          Danach hat man das während 60 Jahren von einem Krieg ins andere getrieben Iran mit Sanktionen und Boykotten übersät, so dass die iranische Bevölkerung heute noch wie in einem Gefängnis lebt.
          Man grundlos den Irak und Afghanistan angegriffen (Saddam Hussein und die Taliban wurden vom Westen ausgebildet)
          Heute sterben im Irak und Afghanistan trotz Gutenbergs und Obamas, Sarkozys und Browns Truppen täglich Zivilisten.
          Frankreich hat einen total instabilen hochkorruptes Afrika hinterlassn und Sarkozy hoffiert all diese kriminellen Regimes wie auch Italien mit Gadhafi ins Bett ging.
          China, Indien, USA, Frankreich kaufen sich fruchtbares afrikanisches Land und daneben verrecken die lokalen Bauern.
          Und Europa subventioniert den Export von viel zu teuren Agraprodukten…..
          Sorry wer Weltbusiness betreibt und da reichen schon Börsenspielchen (denn Cyberwar ist auch War) der steckt mit dem Teufel unter einer Decke.

          Man könnte die Liste noch extrem verlängern.

          Freie Entscheidung Grosser Bruder darauf hat jeder Anrecht, aber er darf mit seiner Freiheit nicht andere Freiheiten einschränken, da liegt ihr Denkproblem.
          Aber eben ökonomie und ethisch denken gehen ebensowenig zusammen, wie der Scharfrichter seine Hände auch nie in unschuld waschen kann.

          Ich habe sie erlebt die CEOs in Spitälern, die Heerscharen von eitlen Karriereisten, die Pseudowissenschaftler an Zentrumsspitälern und bei Gott (wenn es ihn gibt) ich habe am meisten in den ganz kleinen peripheren Spitälenr gelernt, weil da Aerzte am Arbeiten waren, die eine BREITE Ahnung vom Arbeitsalltag hatten und sich nicht hinter eiteln Standesdünkel versteckt hielten.

        • Anh Toan sagt:

          @Rolf Schumacher: „Auf die Entwicklung der letzten Jahrhunderte könnte die Menschheit getrost verzichten“ Ohne Antibiotika waere ich vermutlich schon zweimal gestorben.

    • Freiherr sagt:

      @ Herr Toan:

      Sie schreiben die Vietmins und Vietcongs ebenso zu unrecht klein, wie gewisse „Schweizer“ ihre Grossvaeter, die zu hunderttausenden in bruetender Sonne und eisiger Kaelte die Grenzen und Tunnels bewachten. Haette Adolf der Kurze angegriffen, so haetten nicht allierte Bomber den Transit bombardieren muessen, sonder die Schweizer haetten eigenhaendig Gotthard, Loetschberg und Simplon in die Luft gejagt. Besonders beeindruckt haben mich die Fluchtstollen der Vietcongs mit den Engpaessen, an denen die zu fetten Amis haengen blieben.

      Der Hauptunterschied ist, dass die Wehrpflicht in Vietnam nur dss Wehren und unmittelbar dafuer benoetigte dringende andere Arbeiten umfasst. Waehrend Bau, Transport, Betreuung und Reinigung wenn immer moeglich ausgelagert werden….

      Ein aehnlich wehrhaftes Volk wie die Viets und Schweizer waren die Jugoslawen. Adolf besetzte zwar das Land innert weniger Tagen. Er behielt aber nur die Kontrolle ueber wenige Stuetzpunkte. Verschiebungen waren nur noch in grossen Konvois mit massivem Schutz moeglich. Schliesslich rueckten die Nazis nur noch mit mindestens 12 Divisionen auf Partisanenjagd aus, Dabei eroberten sie gar einmal die Hosen Titos; er selber aber entkam in Unterhosen aus dem Fenster. Die US-Angriffskrieger wussten sehr wohl, warum sie Milo kriegsverbrecherisch mit Luftangriffen auf die zivile Infrastruktur kapitulationsreif bombten. Haetten die Amis Mann gegen Mann kaempfen muessen, waere der Welt wohl der verbrecherische Angriff auf und die dito Besetzung von Afganistan und Irak erspart geblieben.

    • Freiherr sagt:

      @ Herr Toan:

      Die Keulung der „Visionaere“ war eine Uebung von wenigen Wochen. Da kommen sie auf Jahresendbasis nicht weiter. Der SPI wurde – ohne dass auslaendische Boersen aehnliche „Erschuetterungen“ verzeichneten – innert Wochen von rund 8000 auf rund 3500 runtermanipuliert, und nachdem sich die Baenkster der „visionaeren“ Aktienpakete und Blochers Lombardausfallzahlung bemaechtigt hatten, ebenfalls innert Wochen wieder ungefaehrt auf altes Nivo hochgefahren.

      Gegen die Baenkster verlieren alle. Und heute keulen sie sich gar auch gegenseitig….

  • Rolf Schumacher sagt:

    A propos Ghaddhaffi und die Jugend, welche nicht hinter ihm steht. Libyen ist das reichste Land Nordafrikas. Viele Gastarbeiter aus Tunesien und Marokko arbeiten sehr gern in Libyen, weil es eine anständige Infrastruktur hat und rechte Löhne gibt. Insgesamt leben in Libyen 1 Million Gastarbeiter. Die Schulausbildung ist nicht schlecht und die Arbeitslosigkeitsquote für nordafrikanische Verhältnisse tief.
    Gadhafi hat König Idris, welcher im 2. WK mit den Alliierten kämpfte und vor allem die Italiener unterstützte gestürzt. Weil Idris das Oel an seine Freunde in Italien und UK verscherbelte und das eigene Volk und Land sträflich vernachlässigte. Gut bezahlt wurden lediglich die Stammesfürsten des Landes, damit keine Opposition gegen Idris aufkommen konnte.
    Ghaddhafi hat nach seiner Machtübernahme versucht einen eigenen nordafrikanisch-sozialistisch-islamischen Weg zu gehen. Er hat dafür gesorgt, dass die Infrastruktur im Land verbessert wurde, Schulen gebaut wurden und Arbeitsplätze geschaffen wurden. Unter Ghadhaffi ging es dem Land besser. Sein religiöser Panarabismuswahn war sicher schlecht und hat geschadet. Die Verstaatlichung der Oelfirmen warfen viel Geld für den Ghaddafi-Clan und die Stammesfürsten ab. Die Familienstreitereien der Ghaddafis sind schon fast legendär.
    Aber es muss hier in diesem OEKONOMENFORUM auch gesagt werden, dass UNICREDIT (immerhin wurde ja ein Unicreditmitarbeiter als Nachfolger von Oswald Grübel gehandelt) mit 7% den Ghaddafis gehört. Ghadhafi ist somit der grösste Aktionäer der Mafiabank Unicredit. Und bekannter Grossaktionär von Fiat ist er auch.

    Man kann Ghadaffi sicher Grössenwahn und Extremismus nachsagen, aber ich würde mich hüten zu behaupten, dass er der libyschen Jugend für afrikanische Verhältnisse ein schlechtes Fundament gelegt hat.
    Und falls es zum Bürgerkrieg unter den verschiedenen Stämmen (und dieser Krieg wird sicher nocht geschürt von aussen) kommt, dann wird man die libyer sicher machen lassen, zu wertvoll ist das Petrolland. Immerhin sind Oeltrusts (US-Standardoil-Hitlerdeutschland) ja bekannt dafür auf Krieg zu setzen.

    Wheres the place
    ainon
    upon Tripolis
    comon Texaco
    Shell calls
    Fair is foul and foul is fair
    Hover through the fog an filthy air

    • Hampi sagt:

      Rolf Schumacher sagt:
      24. Februar 2011 um 11:06

      Was Gadaffi in der Vergangenheit, vor allem dank des unverschuldeten Ölreichtums, dem Volk gegeben hat, ist zurzeit nostalgische Nebensache.

      Wir sollten uns auf den Gestesgestörten der Gegenwart konzentrieren, der die eigene Bevölkerung willkürlich abschlachtet. Denn wenn wir in einigen Wochen/Monaten von den Greueltaten im Detail erfahren werden, ist es zu spät. Wie so oft!

    • Freiherr sagt:

      Ist zwar auch offtobpic.

      Aber darauf koennen Sie einen lassen, dass auch in Libyen die USA ihre dreckigen Pfoten im Spiel haben.

      Die USA erwaegt gar schon eine Flugverbotszone, obwohl dafuer einzig der UNO-Sicherheitsrat zustaendig waere.

      Und der von der Aussenclownin genasfuehrte Bundesrat beschlagnahmt gar Gadaffis Guthaben, obwohl der noch amtierendes Staatsoberhaupt ist. Ein weiterer Bruch internationalen Rechtes, wie bei der Futierung um Zivilstandentscheide zustaendiger Gast- oder Heimatstaaten….

      • Hampi sagt:

        @Freiherr

        Es ist eine relativ bekannte Tatsache, dass in Libyen vor allem Europa (hallo Schweiz) ihre Pfoten im Spiel hat.

        Eine „No-Fly-Zone“ und zwar sehr, sehr schnell, wäre ein wirksames und konkretes Mittel, um sich nicht nur verbal und heuchlerisch zu entsetzen, sondern auch faktisch etwas gegen den Völkermord (gegen das eigene Volk) zu unternehmen. So könnte wenigstens verhindert werden, dass Militärhelikopter und Kampfflugzeuge Unschuldige abschlachten und dass der Geistesgestörte keinen Nachschub mehr an „low-life“ Söldnertruppen erhält.

        Leider ist der UNO-Sicherheitsrat in solchen Fällen normalerweise nicht handlungsfähig, weil es dort vor allem um politische Machtspielchen tiefster Schublade geht. Und aus diesem Grund würde wohl China nicht zustimmen.

        • Hampi sagt:

          @(Un)Freiherr

          Es stimmt mich bedenklich, dass wir „live“ zusehen können, wie ein Genozid vonstatten geht, und jemand völlig bieder und empathielos nur die Einhaltung internationalen Rechts im Kopf hat. Und im gleichen Gedankenzug gibt er noch seinen Anti-Alles (Anti-Amerikanismus, Anti-Frauen….) zum besten.

          Gibt es eigentlich im UNO-Sicherheitsrat auch Frauen?

          • Freiherr sagt:

            Die „friedlichen Demonstranten“ haben nicht nur gepluendert und gebrandschatzt, sondern gar Politisten aufgehaengt. Damit haben sie jedes Recht auf Sonderschonung verwirkt.

            Entweder hat der UNO-Sicherheitsrat das globale Gewaltmonopol. Oder jede Angriffskriegsverbrecherbande kann nach ihren Oelinteressen bestimmen, wann sie einen suveraenen Staat angrieft. Als in Ruanda eine Million genoziert wurden, haben weder USA noch NATO einen Finger geruehrt. Deren Pech war, dass sie nicht auf einem Oelsee leben….

          • Hampi sagt:

            „Deren Pech war, dass sie nicht auf einem Oelsee leben….“

            …..oder weil Empathielose wie sie jetzt, auch damals das Drama mit technokratischen Fragen zum internationalen Recht verdrängt haben.

          • Freiherr sagt:

            Mit sonst hirnloser Empatie allein laesst sich das Gewaltmonopol des Staates oder der „internationalen Gemeinschaft“ nicht durchsetzen. Schon gar nicht gegen Moerder, Pluenderer und Brandschatzer….

          • Hampi sagt:

            ……..und Drogensüchtige und Ausländer (haben sie noch vergessen)

          • Hampi sagt:

            ….ach ja, und Al-Qaeda auch noch, hahahahahaha

          • Hampi sagt:

            @Freiherr

            Wenn es ihre Art ist, Genugtuung zu spühren, wenn Revolutionsführer Muammar Al-Gadafi selbstsicher in Paris in einem Beduinenzelt wohnt, dann ist das ihr gutes Recht. Und schön ist es allemal, wenn er es dem westlichen Kapitalschmarotz wieder mal so richtig zeigt. Und dass der irre „Übervater“ umringt ist von einer Armee aus Frauen, törnt vielleicht ihren machoerotischen Geschmack an. Auch das ist legitim und ihr gutes Recht.

            Nicht legitim und heuchlerisch ist aber, dass sie allgemein durch ihre Kommentare den Eindruck machen, mit den Machthabern nichts Gemeinsames am Hut zu haben. Aber wenn es um einen absolutistischen Machthaber wie Gaddafi geht, von dem man mit ziemlicher Sicherheit sagen kann, dass er mindestens jetzt geistesgestört ist, da machen sie einen Kniefall. Und zwar nur, um die vorherige Bewunderung eines Revolutionsführers nicht in Frage stellen zu müssen.

          • Freiherr sagt:

            Die Queen laesst sich ja auch von Maennern bewachen. Und ihre Vorfahrin Viktoria liess gar waehrend fast eines Jahrhunderts vom kanadischen Eismeer bis zum neuseelaendischen Christchurch zig Regimenter von Soldaten fuer ihre koloniale Grossfrausucht massakrieren oder sich massakrieren lassen! Warum solls nicht mal umgekehrt laufen? Schon Stalin hat bewiesen, dass Frauen vollwertige Frontsoldaten sind, wenn sie ohne Frauenbonusse zum Kriegsgenuegen nacherzogen und ausgebildet werden!

            Machthaber und Buerokratie braucht jedes System! Aber keine Angriffskriegs- und Besatzungsverbrecher. Bringen Sie auch nur ein (unverfaelschtes) Zitat, in welchem ich mich nicht nur gegen Machtimissbraucher ausgeschrieben habe.

      • Anh Toan sagt:

        @Freiherr: Immerhin kennt (vermutlich) die Aussenclownin den Unterschied zwischen Sperrung von Guthaben und Beschlagnahmung, und Sperrung ist kein Bruch internationales Rechtes, wenn die Anspruchsberechtigten zweifelhat sind.

        • Freiherr sagt:

          Sperrung und Beschlagnahmung ist ghupft wie gsprungen. In beiden Faellen wird dem legalen Besitzer die Verfuegungsgewalt entzogen.

          Und das hats gegen einen noch amtierenden Staatspraesidenten noch nie gegeben! Eine Schweizerische Premiere mehr bei der voreiligen Einmischung in fremde Haendel. Falls Gadafi den Aufstand mit in Europa bewaehrtem Standrecht doch noch keult, wuerde die Schweiz einmal mehr dumm aus der immer dreckigeren Waesche gucken….

          • Anh Toan sagt:

            @Freigherr: Bei Beschlagnahme wird die Verfuegungsgewalt dauern entzogen, bei Sperrung voruebergehend (zwecks Feststellung des Berechtigten). Lernen Sie doch Deutsch, um diesen Unterschied zu verstehen brauchts kein Jurastudium.

          • Freiherr sagt:

            Auch ohne Jurastudium kann ich Ihnen nachhelfen, dass Sie eine Beschlagnahmung mit einer Einziehung verwechseln. In Rechtsstaaten ziehen nur Gerichte von der vollziehenden Gewalt Gesperrtes oder Beschlagnahmtes endgueltig fuer den Staat oder seine Kassen ein. In der Schweiz machts aber auch der von der Aussenclownin genasfuehrte Bundesrat (zB mit den Duvaliermillionen).

            Aber auch dieses Detail spielt im seit 1971 Exrechtsstaat Schweiz ohnehin kaum mehr eine Rolle….

          • Anh Toan sagt:

            @Freiherr: Vielleicht haben Sie Recht, wobei ich an den meisten Orten bei Beschlagnahme Gewahrsamsbruch des Beistzers finde, sprich das Geld muesste von den Banken abgeholt, und nicht einfach die Konten gesperrt werden. Es ist mir aber schleierhaft, warum dies voelkerrechtswidrig sei, immerhin gibts ernsthafte Zweifel an der Anspruchsberechtigung des Ghadhafi Clan’s. Aber Sie wollten auch schon seinem Schlaegersophn Hannibal, der aus privaten Gruenden in der Schweiz weilte, diplomatische Immunitaet gewaehren. Im Rechtsstaat muss die Polizei eingreifen, ich hab damals in Aegypten gesagt, dass sich die Reichen und Maechtigen in der Schweiz vieles kaufen koennen, aber sie koennen nicht mal philippinische Dienstmaedchen verpruegeln. In Lybien konnten (hoffentlich zu Recht Vergangenheitsform) die Reichen und Maechtigen philippinische Dienstmaedchen auch umbringen, nur so zum Spass! Und Sie reden von Voelkerrecht!

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Toan:

            Wie bereits erwaehnt ist es ghupft wie grsprungen, ob der Staat der hortenden Bank verbietet Gadfi das Geld auszuzahlen, oder ob der Staat einen Panzergeldtransporter losschickt, um die Milliarden in seinen Politterrorkerkern zu bunkern. Uebrigens zieht ein Rechtsstaat beschlagnahmte Gelder nur fuer die eigene Staatskasse und nicht als Geschenk fuer auslaendische ein….

            Ich spreche keiner Polizei das Recht ab, misshandelte Menschen – ob es nun Frauen oder „nur“ Verdingkindsklaven sind – aus einer akuten Misshandlung oder Freiheitsberaubung zu befreien. Die Misshandelten befanden sich aber nicht mehr in Hanibals Haenden, als dieser und seine hochschwangere Frau in den selektiven Politterrorkerker abgefuehrt wurden.

            Inhabern von Diplomatenpaessen – insbesondere Angehoerigen von Staatsoberheuptern – wird aber gemaess internationaler Usanz auch in Staaten, in denen sie nicht akkreditiert sind und somit eine Strafverfolgung nicht gegen Voelkerrecht verstoeest, eine Vorladung ausgefolgt, der fruehestens 48 Stunden nach ihrer Ausfolgung zu befolgen ist. Es steht dann dem Vorgeladenen frei, vorher auszureisen. Die Genfer Diplomatenmisshandlung fuehrt nun dazu, dass sich auch Schweizer Dipolimaten nur noch in Laendern sicher fuehlen kornnrn, in denen sie akkreditiert sind.

            Weiters unterschaetzen sie die filipinische Konsularbuerokratie. Die holt ihre eigenen Buerger statt nur Auslaender aus jeder ausufernden Lohnsklaverei….

          • Freiherr sagt:

            Uebrigens, ein Staat, der eigene Kinder in private Verdingsklaverei mit brutalst durchgesetzter Arbiets- und struktureller Sexsklaverei versenkt, sollte sich nicht allzu heuchlerisch echauffieren, wenn mal eine erwachsene Diplotmatenmagd eine Schelle aufs freche Maul abbekommt….

  • Stefan Degen sagt:

    Warum können Ökonomen die Krisen nicht voraussehen? Welche Ökonomen? Einige haben es doch angekündet. Um es auf andere Wissenschaften zu übertragen. Warum sterben Menschen bei Operationen? Die Ärzte lernen doch wie es geht. Warum stürzen Flugzeuge ab? Warum sinken Schiffe?

    Die Modelle der Volks- und Betriebswirtschaft sind grösstenteils richtig, sie nennen jeweils auch gleich die Einschränkungen, darum auch der Begriff Modell. Jedoch kann so eine Krise auch nur in Kombination mehrerer Modelle erklärt werden, jedoch, welche Modelle nimmt man?

    Ich denke, die Fragestellung für diesen Artikel wurde ganz einfach falsch formuliert.

  • Freiherr sagt:

    Der Hauptfehler bleibt, dass der Gaul am Schwanz aufgezeumt bleibt:

    Die Nazoecken haetten eigentlich die Aufgabe, den Politikern zu helfen, die Volkswirtschaft so zu schustern, dass dem Buerger auch alle privaten Beduerfnisse an Waren und Dienstleistungen sowie anstaendig entloehnten Arbeitsplaetzen ohne jede Toleranz von Sklavenhalterallueren erfuellt werden. So wie es vor 1971 wenigstens auf bescheidenstem Nivo teilweise sogar funktionert hatte. Die Euffnung von Milliardenguthabenbergern ist durchaus kein primaeres Ziel der Nazoeckonomie.

    Dann durfen die Betriebswirte im Rahmen des von der Politik vorgegebenen auch ihren Gewinn maximieren.

    Inzwischen haben aber alle Oeckensorten versagt. Im Zuge der Globalisierung gieren Oecken und Politiker unisono darnach, primaer die Guthabenberge der Konzerne und ihrer Aktionaere zu maximieren. Ohne jede Ruecksicht auf die Rechte und Beduerfnisse der Konsumenten und Lohnsklaven. Statt der Besitzstand der Buerger wird das „Risiko“kapital der Kapitalschmarotzer staatlich geschuetzt.

    Die Marktwirtschaft ist der Planwirtschaft vorzuziehen. Aber so kandariert, dass die die Beduerfnisse der Buerger und Konsumenten besser befreidigt als diese. Bevor auch die Politiker eines Tages merken, dass man(n) weder Aktienkupons, noch Sozialamtsgutscheine essen kann, wenn den (noch) fleissigen Produzenten brauchbarer Waren und Dienstleistungen mit Kapital- und Sozialschmarotz sowie Keulung des staatlichen Gewalt- und Machtmonopols endgueltig der Garaus gemacht worden ist….

    • Urs Brock sagt:

      Am Ende geht es darum ob wir (die Zivilgesellschaft) es wieder akzeptieren das die Oekonomie ein Teil der Demokratie und Staatlicher Gewalt ist genauso wie die Oekonomie ein Subset der Sozialwissenschaften ist.

      Viele Glauben tatsächlich das die Oekonomie ein Subset der Mathematik ist weil deren Glaubenssätze so logisch daherkommen und im allgemeinen im Volksmund schwer zu weiderlegen sind.

      Heute ist die Demokratie als ein Subset der Oekonomie akzeptiert mit all den bekannten „Sachzwängen“ mit denen dieses heutige Selbstverständnis genährt und gehegt wird… Die Länder Europas werden in sich imemr mehr ausbreitende Armut gespart was Oekonomisch nicht mal nötig wäre. Dann aber kommt wieder die Logik des internationalen Steuerwettbwerbs daher (äusserst listig gefördert von den OECD legitimierten Steueroasen die den Nationen jegliche Gegenwehr verunmöglichen) in dem sich alle Länder gegenseitig noch den letzten Teil Wohlstand vom Butterbrot sparen um mithalten zu können…

      Die ausgelutschte Ausrede von den Zwängen der Globalisierung müsste endlich mal als überholt, ja sogar als falsch akzeptiert werden. Entsprechende Debatten müssen in einer breiteren Oeffentlichkeit Debatiert werden. Zudem müssen wir aufhören mit Billigstlohnländern konkurieren zu wohlen… besser, ja intelligenter wäre den Weg nach vorne zu gehen anstatt sich von den alten Paradigmen hetzten zu lassen… Ein Kampf den gerade die Industrienationen nicht gewinnen können… die global agierenden Konzerne aber sehr wohl.

      • Freiherr sagt:

        Der extreme Freihandel bringt global japanische Priese und chinesische Loehne, wobei die Differenz vom Kapitalschmarotz abgesogen und die Binnenwirtschaften der armen kleinen Laender und der thumben reichen kleinen Laender gekeult wird.

        Die von den Neoglobalkommunisten angestrebte „Demokratisierung“ mit Beteiligung am und Bewahrung des „Risiko“kapitals hat sowohl als Volkseigene Betriebe, als auch als Genossenschaften versagt.

        Dem Lohnsklaven reicht es, wenn der Halter herrische Allueren abfeiert, da braucht er nicht noch rote Arbeiterverraeter, die als Verwalter „seines“ Pansionsabschmelzkapitals den Lohnsklaven zusaetzlich sekkieren und den Halter von seinem Risiko fuer das „Risiko“kapital befreien.

        Der Lohnsklavenhalter soll ueber das Kapital und dessen Allokation allein bestimmen, aber auch das volle Risiko allein tragen. Starke Gewerksachften haben sich darauf zu beschraenken, Lohndoemperschleusen zu schliessen, Gesetze und Vertraege durchzusetzen, welche die Rechte und Wohlfahrt der Lohnaklaven sichern, und diese sowohl vor Sklavenhalterallueren aller Unart bis hin zu unbezahlten Ueberstunden aller Unart zu schuetzen, als ihnen auch ein angemessenes Stueck der Produktivitaet statt Brosamen als Grundlage gemeinsamer Wohlfahrt garantieren, und bei Versagen der Politik oder des Kapitalschmarotz ein menschenwuerdiges Ersatzeinkommen ohne ruinoese Schickanekleptokratien als abzockende Maden im Speck der Sozialversicherungen zu garantieren….

        • Urs Brock sagt:

          Aber aber, wo und wie haben „die“ Genossenschaften versagt… oder anders, warum wurde nicht erreicht was man ursprünglich errichen wollte? Korrekturen sind da schon nicht mehr möglich…oder was?

          Das Konzept von Genossenschaften ist ja eigentlich ganz gut… und auch heir verlangt ja niemand das weder die Genossenschafter noch die Bevölkerung bei indiviuellen Eintscheidungen jedesmal den Finger hochhalten muss bevor man weitermachen kann…

          Man muss ja nicht gleich von keinen Mitspracherechten in’s andere Extrem verfallen…

          Die Ansätze sich die Oekonomie unter mehr Partizipation der Bürger einzurichten wurden wohl zahllose Knüppel zwischen die Beine geworfen. Ignoranz und Nichtpartizipation in Form von Aussschluss sind da wohl nur die einfacheren „HIlfs“mittel um solchen Ideen wie etwa Mitpsrache das Lebenslicht auszuhauchen..

          Trotzdem, ich denke das wird der Weg sein um aus der aktuellen authoritären Kommandowirtschaft mit dem primären Anspruch der 3 monatigen Rechtfertigung vor den Finanzmärkten rauszukommen…

          • Freiherr sagt:

            In Exjugoslawien und (als VEB) in der DDR.

            Unter faehigen Kommandanten ist das aerarische System am Leistungsfaehigksten. Kriegfuehrung ist Konkurrenz in ihrer unmenschlichsten Form, welche die Leistungen maximiert und die Betreuung minimiert (Triage: Wird nicht wieder Kriegs- oder wenigstens Garnisonsverwendungsfaehig: sterben lassen!).

            Das GroePazmotto des GFM-Rommel-Bewunderers: „Der Auftrag kommt zuerst,“ hat im Krieg allgemein, und in Kesselabwehrschlachten insbesondere durchaus seine Berechtigung. Allerdings verwechselt der GroePaz Krieg und Frieden, und die Rettung von Familie, Volk und Vaterland mit der weiteren Auswucherung seiner Milliarden, wenn er seine Heloten ohne Ruecksicht auf deren Beduerfnisse im tiefsten Frieden wie Offizierslaufburchen in Stalingrad fast rund um die Uhr missbraucht….

            Dem lohnsklavenhaltenden Kapitalschmarotzer muss die alleinige Befehlsgewalt und damit auch Verantwortung ueberlassen werden. Wenn er aber anfaengt, seine Lohnsklaven wie andere Rohstoffe ohne Ruecksicht auf deren Gesundheit, Leib und Leben zu verbrauchen, statt nur mit Respekt vor ihren Grundrechten und Beduerfnissen zu gebrauchen, muesen ihm starke Gewerkschaften und ein starker Staat nicht nur auf die Finger schauen, sondern auch so klopfen, dass es (wieder) viel mehr kostet als einbringt. Das Portemonnee ist der weitaus empfindlichste „Koerper“teil des Kapitalschmarotzers!

            Das wichtigste ist mit Schliessung der Lohndoemperschleusen, den Arbeitsmarkt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Vor 1971 waren Anmassungen der Lohnsklavenhalter nur in Monopolberufen ein Problem. In der freien Konkurrenzwirtschaft konnte man(n) schon am naechsten Montag oder Ersten bei einem korrekteren Lohnsklavenhalter zum mindestens glechen Lohn anfangen. Der vielleicht gar abgelaufene Fischbroetchen als zusaetzlichen Zucker verteilte, statt die Esser fristlos zu entlassen, weil zehn neue Lohndoemper auf der Matte draengeln….

            Solange mehr Auslaender oder eingebuergerte Stellen besetzen als es Arbeitslose gebuertige Schweizer gibt, sollten die ganzen Ausgaben der ALV aus einer Lohndoempinggewinnsteuer finanziert werden, und gebuertige Schweizer solange betaggeldet werden, als ihnen nicht mindestens drei fixe Stellenangebote mit hoechstens drei Prozent weniger Lohn als sie vor der Arbeitslosigkeit verdienten, in ihrem Beruf unterbreitet werden koennen….

  • StefanB sagt:

    Es ist ganz einfach: der homo oeconomicus existiert nicht: weder denkt ein Mensch nur rein rational, noch verfügt er über vollständige Informationen. Zum ersten Punkt: bei den allermeisten Menschen wird die Ratio nur verwendet, um die unbewusste Entscheidung zu rechtfertigen. Diese unbewusste Entscheidung wird aber nicht vom Grosshirn, sondern vom limbischen System getroffen, das entwicklungsgeschichtlich uralt ist und auf „mag ich/mag ich nicht“ entscheidet.
    Der zweite Punkt: Ein Mensch, der alle Informationen hätte und aufgrund der Analyse dieser Informationen entscheiden müsste, würde verhungern, bevor er überhaupt eine Entscheidung treffen könnte, was er denn nun essen sollte. Allein die Analyse dieser Informationen würde zu lange dauern. Kommt dazu, dass nie alle Informationen verfügbar sind, um eine Entscheidung zu treffen: Es stehen dem freien Informationsfluss mehrere Punkte im Weg: zum einen behindern Betriebs-, Patent- und Produktionsgeheimnisse die Verfügbarkeit der Information, zum anderen ist der Mensch nur beschränkt fähig, Informationen aufzunehmen, und auch Informationen benötigen eine Weile, bis sie vom Punkt der Entstehung zum Konsumenten gelangen, wobei sie auf diesem Weg auch verändert und verfälscht werden können.

  • Ueli sagt:

    Je mehr eine „Sozial(sic!)wissenschaft“ mathematische Modelle produziert, desto skeptischer sollte man werden.
    Pure Ideologie versteckt sich sehr gerne unter einem Deckmäntelchen von Pseudorationalität. Kurz gesagt: Wer was zu verbergen hat, bastelt am besten für jede simple Wahrheit oder Unwahrheit seiner „Religion“ eine mathematische Formel und lässt diese von Millionen halbgebildeteter Pennäler nachbeten.
    Glaubt hier im Forum denn wirklich jemand, dass es den Mächtigen dieser Welt um Wahrheit geht?
    Die meisten Schulökonomen sind atheisische Priester, die es es aber sehr angenehm finden von Staat und Kirche durchgefüttert zu werden…

    Shakespeare im Timon von Athen:
    „Gold? Kostbar, flimmernd, rotes Gold? Nein, Götter!
    Nicht eitel fleht`ich.
    So viel hievon macht schwarz weiss, hässlich schön;
    Schlecht gut, alt jung, feig tapfer, niedrig edel.
    Dies lockt…den Priester vom Altar;
    Reisst Halbgenesnen weg das Schlummerkissen;
    Ja, dieser rote Sklave löst und bindet
    Geweihte Bande; segnet den Verfluchten;
    Er macht den Aussatz lieblich, ehrt den Dieb
    Und gibt ihm Rang, gebeugtes Knie und Einfluss
    Im Rat der Senatoren; dieser führt
    Der überjähr`gen Witwer Freier zu;
    Sie, von Spital und Wunden giftig eiternd;
    Mit Ekel fortgeschickt, verjüngt balsamisch
    Zu Maienjugend dies. Verdammt Metall,
    Gemeine Hure du der Menschen, die
    Die Völker tört.“

    • Rolf Schumacher sagt:

      Sehr gute Passage aus dem Shakespeare. Aber das Uebel kommt nicht vom Gold, sondern vom Menschen der damit handelt.
      Wir brauchen Menschen die ehrlich arbeiten, nicht teure Oekonomen, Politiker etc die uns dauernd üblen Sand in die Augen schleudern.
      In einem Kommentar im Tagi hat ein Banker zugegeben, dass alleine das Insiderwissen massgebend ist an der Börse wirklich Renditen zu erwirtschaften.
      Jeder der das Insiderwissen nicht hat ist wie ein Blinder, welcher die üppigen Weiden beschreiben sollte. Einer der aber das Insiderwissen hat, kann strohdumm sein und trotzdem satte Gewinne einfahren.
      Söihäfili-Söideckili heisst doch das bekannte Oekonomen-Politologen Motto. Auf Latein oder Englisch will mir die fachidiotische Uebersetzung gerade nicht einfallen.
      A propos Weltwirtschaft würde ich einen Abschnitt aus Macbeth heranziehen

      When schall we three meet again
      in thunder, lightning or in rain
      when the hurlyburly s done
      when the battle s lost and won
      That will be ere the set of sun
      Where the place?
      upon New York City!
      there to meet with Bernanke
      I come Goldman Sachs!
      JP-Morgan calls!
      FAIR IS FOUL AND FOUL IS FAIR
      HOVER THROUGH THE FOG AND FILTHY AIR.

      • Freiherr sagt:

        @ Herr Schuhmacher:

        Es kommt ja wohl nicht von ungefahr, dass das Baenkstereigenkapital mit mindestens 25 % rentieren „muss“ (nach dem Motto „Wenn sich die Zahlen nicht aendern, aendern sich die Gesichter!“ und das Pansionsabschmelzkapital gar zum Teil mit Negativzinsen abgezockt statt aufgezinst wird….

        • Hampi sagt:

          @Freiherr

          Es ist mir ehrlich gesagt unerklärlich, dass alle Marktteilnehmer (oder wenigstens die Aktionäre der Banken) Abzocker sind, ausser die Pensionskassen. Gibt es Unterschiede zwischen den Pensionskassen und dem Rest der Marktteilnehmer, was die Intensität der Profitorientierung betrifft?
          Manchmal bekomme ich das Gefühl, dass die Pensionskasse das „off-balance-sheet“-Vehikel des unschuldigen Bürgers ist. Zuständig für die Drecksarbeit.

        • Freiherr sagt:

          @ Herr Hampi:

          Wie Herr Schumacher richtig bemerkt, wird bei Baenksters schon dafuer gesorgt, dass die Hochprozentigen ins Toepfchen gelegt und der Schrott ins Pansionskassenkrioepfchen ausgelagert wird.

          Als das Duo Ebner-Blocher visionierte statt schaute und den Kopf auch noch unter die Lombardierungsguillotine steckte, fiel allein die Schweizerboerse (ohne die ueblieche Medienjeremiade) um mehr als die Haelfte. Sobald die Baenkster die Ausvisionierten fuern Appl undn Ei ausgekauft hatten, stiegen die Kurse ebenso diskret wie rasant wieder wie sie gefallen waren. Das einzig politive daran war, dass der GroePaz auch mal solidarisch blechen musste, statt wie sonst ueblich die Verluste anderen ueberlassen konnte.

          Und der S“V“P-Baenksterexperte, der die Glanzidee mit rotierenden Baenstern statt serioesen Karrierebeamten in der Finma hatte, regte oeffentlich an, den Pansionskassen einen Nullzins zu garantieren. Ergo ein Nullzins gar als besondere Huld, aber ohne Teuerungsausgleich!

          Einer der Hauptgruende der Niedrigstzinsen sind die Pansionskassenbillionen im Kapitalabschmelz- statt dem bewaehrten inflationssicheren Umlageverfahren. Da werden dann auch Heuser bis zum letzten Dachziegel hipoteziert und Leute absichtlich in die Schuldenfalle gelockt. Schliesslich ist die Ausfallratte wegen der brutalen Inkassomethoden sogar bei Kleinkrediten nur rund ein Prozent. Den Abschreiber machen dann die Steurverwaltungen, weil Zinsen statt Steuern bezahlt wurden, und schliesslich landen die finanziell Hingerichteten bei den Steuergelder verteilenden Sozialaemtern.

          Zurueck zum sicheren Umlageverfahren fuer Lohnsklavereirenten! Mit obligatorischer Anlage der Puffermilliarden in Staatsobligationen….

          • Hampi sagt:

            @Freiherr

            Sicheres Umlageverfahren? Wenn nicht einmal Gadaffi mehr seiner Jugend sicher sein kann, glaube ich kaum, dass dies einer Gerontokratie mit der hiesigen Jugend gelingen würde.

            Selbst ein Sklavenlohn strahlt schöner, bevor er ein paar Rentner mitfinanzieren muss.

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Hampi:

            Immerhin hat das Umlageverfahren in Deutschand sogar nach verlorenen Kriegen und Inflationen nur kurz gestottert und bald wieder voll funktioniert. In der Schweiz wird der AHV auch schon seit der Einfuehrung der Konkurs profezeit, aber sie gedeiht bestens.

            Und wenn den heutigen Lohnsklaven nicht mehr bis zu einem Drittel ihres Lohns fuer den eigenen Kapitalabschmelz abgezockt wird, koennen sie die Umlage wieder locker finanzieren, so wie auch die heutigen Alten seinerzeit die Umlage fuer Ihre Alten finanziert hatten….

  • willi aerne sagt:

    Ich habe den Eindruck, dass die Diskussion zum Thema ziemlich entgleist ist.

  • Urs Brock sagt:

    Vorhersagen, was wollen wir überhaupt damit erreichen und wie präzise können und müssen diese sein?

    Etwas Messbares, etwas Vergleichbares, etwas Bewertbares? Bewertungen sind an und für sich schon lustig…da stets bewertet wird was wir absolut nicht messen können… deshalb haben „alle“ menschlichen Systeme unschärfen eingebaut ohne die wir nicht’s zustande bringen könnten. So exakt wie wir sein wollen werden wir nie sein. Soexakt wie wir gerne sein wollen können wir nicht sein weil wir nicht’s damit gewinnen würden was den Mehraufwand gerechtfertigen würde.

    Nur schon das ablesen der Zeit oder der Temperatur verdammt uns dazu unschärfen zu akzeptieren. Es geht nicht anders oder will hier jemand jedesmal irgendwelche Messprotokolle durchlesen die uns am Ende nur mitteilen wie ungenau/genau die abgelesenen Werte sind?

    Die einen schauen sich ihr ganzes Leben lang die Wetterberichte an obwohl die vorgetragenen Interpretationen maximal zu 50% eintreten… Viele spielen auch, Lotto oder was weiss ich auch immer, egal wie klein auch die mathematischen Wahrscheinlichkeiten sind…

    Unser gesammtes Leben besteht aus unschärfen und die angebliche Rationalität die viele von uns (mit ihrer Stimme oder geschriebene Worten vortragen) als Massstab aller Dinge vor sich hertragen kann nur besser verstecken das, eben… alles unscharf ist.

    Nun, um hier beim Thema zu bleiben… Oekonomische Vorhersagen gibt es nicht wirklich, egal wieviele gemessene Daten wir auch dort reinpacken… wir werden aber eben nie alle zur Verfügung haben. Es kann ja keiner in die Zukunft blicken und auch keiner ist sich aller Variablen bewusst die eta ein Gesellschaftssystem beeinflussen. Wer das mal akzeptiert hat, hat es meiner Meinung nach leichter.

    Die Menschen die heute hier so leben haben irgendwie verlernt unschärfen zu akzeptieren und streiten sich heute um Differenzen die man bis vor ein paar Jahren mit einem Handschlag erledigt hätte. Zudem packen wir alle unvermeidlichen Unschärfen in unser angeblich rationales Zahlensystem um die Unsicherheiten des Lebens messsbar zu mchen. Dabei merkenwir gar nicht wieviel wir damit eben nicht messen… das wäre auch viel zu aufwändig. Doch wir lassen nicht ab, wir machen uns damit etwas vor und gleichzeitig in vielen Fällen das Leben schwer. Die politisch/gesellschafltiche Diskussion zeigt dies täglich…

    Eine der grössten Beschränkungen die wir uns heute selber auferlegen ist die Steuerung möglichst vieler Gesellschaftlicher Aspekte bzw. deren Wert mittels der Bilanzierung an deren Ende 2 angeblich völlig rationale erzeugte absolute Zahlen stehen die uns die Welt erklären… Doch wir sind nicht mal in der Lage damit unsere Fehler zu korrigieren weil diese genau mit diesem in sich geschlossenen System erzeugt worden sind…

    Lassen wir ein paar Unschärfen zu… auch in den Oekonomischen Prognosen… dazu müssen wir es wohl zulassen das wir eben nicht die rational denkenden Individuen sind die wir heute sein müssen.

    Wer fängt an? Der Arbeiter, der Aktionär, der Investor, der Buchhalter, der Gemeinderat, der Philosoph, der Politiker…

    😉

    • Michael Schwarz sagt:

      @Urs Brock: Sie haben eine wichtige Problematik angesprochen, die Wirtschaftswissenschaftler weitergehend ignoriert haben. Nämlich, ob die Wirtschaft überhaupt steuerbar ist, ob die geldpolitischen Eingriffe der Zentralbank die Situation stark verschlechtern könnten. Wie weit darf die Zentralbank in der Privatwirtschaft eingreifen und in welchen Situationen darf die Zentralbank eingreifen? Welche ethische Grundlage sollte die Geldpolitik der Zentralbank danach richten.

      Wie ich vor einiger Zeit schrieb, dass die Arbeitslosigkeit und schwaches Wachstum nicht durch die Abwertung der Währung kompensieren lässt. Das Wirtschaftswachstum kann nur durch die Innovation und Qualität der Produkte, sowie die politische, rechtliche Stabilität und die Währungsstabilität erreichen. Das ist die grundlegende Aufgabe der Wirtschafts- und Geldpolitik eines globalisierten Landes, wie USA. Das ist der Arroganz der FED und Bernankes, wo mit den Wirtschaftstheorien, die die Wirklichkeit nicht alles abbildet, blenden.

      Ich glaube, dass Bernanke die Schwierigkeit seiner Aufgabe weitergehend unterschätzt hat. Seine geldpolitische Massnahme hat eine globale Effekt, welche er nie voraus sah. Jetzt haben wir die Inflation, die Beranke seit zwei Jahren danach angestrebt hat, aber die Arbeitslose sind deutlich zurückgegangen. Das war seine Begründung für seine QE Prog. Ich würde sagen, Bernanke hat sich verspekuliert. Die blinde Überzeugung und Glauben an ökonomischen Modellen, die die Wirklichkeit nicht mehr alles abbildet ist, werden zum Untergang der USA führen. Wann wird die Amis bewusst werden, mit solcher Geldpolitik, nicht mehr weiter gehen kann.

      • Urs Brock sagt:

        Ich finde der Baer hat in seinem Blog eine interessante Zusammenfassung eines Teils bisheriger Oekonomischer Theorien und deren Paradigmen beschrieben.

        http://www.tracksofthoughts.blogspot.com/ Die Trostlose Wissenschaft

        Ihr „geliebter“ Bernanke bewegt sich in diesem beschränkten Rahmen weil tatsächliche Alternativen nicht erwünscht und/oder nicht zugelassen werden. Dies solange wie die Schäden von den Bürgern getragen werden… oft mit dem Fall in die Arbeitslosigkeit und in Folge Armut als Repressionsfaktor. Die viel gerühmte Flexibilität der US Oekonomie basiert auf dem Mio. Heer von Arbeitern die flexibilisiert gefeuert und angestellt werden…

        So lässt sich tatsächlich feststellen das man stets die „oberen“ Klassen in einer quasi geschützten Werkstatt hat operieren lassen wärend man die unteren und unterste Schicht den brutalen Härten liberalisierter Märkte (stets im Sinne der Gehörigkeit) ausgesetzt hat. Dies schon früher mit den gleichen Methoden wie dies heute gemacht wird…

        Einerseits eine Pseudotrennung von Kirche und Staat (wobei beide Ihre Hände aufhalten) und den Bürger in ihre jeweils logisch anmutenden Moralisch/Gesellschafltichen Regeln gepackt hat aus denen die meisten ihr ganzes Leben nie austreten werden…

        So betrachtet zieht sich das durch die Jahrhunderte… eine Erlösung davon brachte in seiner Gesammtheit eigentlich mal der K. Marx mit seinen alternativen Feststellungen. Kein Wunder wurde und wird der in Persona bis heute auf grimmigste verfolgt… generell mit tief sitzenden Unwahrheiten die zudem noch von den Bürgern selber heftigst verteidigt werden…

        Letztens auf einem Zuckerpäckli gelesen: „…. Man beginnt als Herr seines Lebensstandards und endet als sein Sklave…“ was irgendwie zementiert das… nun ja, das es eben so ist. Die Freiheit der Bürger manifestiert sich um grössten Teil in der Freiheit der Konsumgüterauswahl… beschränkt nur durch den Lohn.

        • Freiherr sagt:

          Wobei ab 1971 der Wahlbedarf je laenger je mehr gekeult wurde, und die Lohnsklaven netto nicht mehr reicher geworden sind, sondern nur die Zahlreicher, die kaum den Zwangsbedarf, geschweige denn einen Wahlbedarf decken konnten….

      • Anh Toan sagt:

        @Michael Schwarz: Ist die Frage nicht, ob Bernanke ueberhaupt die Moeglichkeit hat, anders zu handeln? Ohne expansive Geldpolitik waeren noch mehr Hauseigentuemer pleite (hoehere Zinsen), was Zusammen mit bestenfalls stagnierenden Aktienmaerkten den Konsum und die Banken beeintraechtigt, natuerlich auch den Arbeitsmarkt, Das US Defizit waere noch groesser wegen groesserer Zinslasten. Da die Glauebiger der USA im Ausland sitzen (China und Japan) wuerden diese in erster Linie von (relativ) hohen Zinsen und starkem USD profitieren. Und die gesetzlichen Aufgaben der US Notenbank sind ganz klar nicht nur Waehrungsstabilitaet. Die USA denken viel kapitalistischer als Europa (vgl Demokraten mit Sozis in D,F). Bernanke wird fuer seine expansive Geldpolitik nicht nur von Ihnen kritisiert, aber von anderen nur ganz selten grundsaetzlich, meistens nur in der Hoehe oder Methode. Ich glaube nicht, dass ein US Notenbankchef den USA ein Austeritaetsprogramm verordnen koennten. Viele der Kommentarschreiber hier glauben, es gaebe unglaublich maechtige Menschen auf dieser Welt, was zum Glueck komplett falsch ist. Auch die „Maechtigen“ sind gefangen in den tatsaechlich existierenden Realitaeten und haben selten wirkliche Optionen. Ihre Sicht Herr Schwarz ist volkswirtschaftlich global betrachtet durchaus richtig und wissenschaftlich scharfsinnig, ob eine entsprechende Geldpolitik faktisch durchsetzbar ist, ist eine andere Frage, und das einzig entscheidende Kriterium am Schluss bleibt: „The Show must go on“!

        • Michael Schwarz sagt:

          @Anh Toan: „The Show must go on!“. Das ist das Problem welches die USA zurzeit damit konfrontiert. Bernanke übernahm die Tradition seines Vorgängers, wo erst durch dessen expansive Geldpolitik die USA zu heutigem Dilemma geführt hat. Man ist nicht gewillt die Tradition aufzugeben, einen neuen Weg zu schlagen, obwohl weis man mit traditionellem Weg, das Problem in den USA weder kurz-, mittel- noch langfristig gelöst werden können, man tut es trotzdem. Das grenzt an Dummheit.

          Was würde Bernanke jetzt tun, der Zins anheben, das muss er, weil er die globale Inflation selbst verursacht hat durch sein Gelddrucken. Die Situation in den USA hat sich nicht verbessert, weder im Arbeitsmarkt noch im Immobiliensektor. Die Stimulus hat sich nicht gewirkt, weil in den USA die Investitionsmöglichkeit fehlen. Die Wirtschafts- und Geldpolitik müssen für eine bessere Investitionsklima in den USA sorgen. Dies hat weder Obama noch Bernanke verstanden. Obama bittet jetzt die Unternehmen in den USA zu investieren, anstatt an der Verbesserung der Investitionsklima zu arbeiten.

          Ich habe bereits andere Vorschläge beschrieben, wo die US-Wirtschaft richtig simuliert, ohne Zwang. Obama und Bernanke betreibt seit zwei Jahren eine Art „Zwangwirtschaft“, wo die Investitionsklima stark darunter leidet. Die Definition „Zwangwirtschaft“: wenn Sie nicht in der Wirtschaft sofort investieren, werde ich Ihre Investition inflationieren, dabei vergisst er, dass der Finanzmarkt global ist, somit zwangt er die Investoren nach Substitution in Schwellländern zu suchen. Obama hat sein eignes Interesse über das Interesse des Volkes gesetzt, nämlich wollte er wiedergewählt werden, deshalb zieht er kurzfristige Lösung vor, als nachhaltige Lösung.

          Die nachhaltige Lösung braucht mehr Zeit, aber löst die Probleme in den USA langfristig. Die nachhaltige Lösung ist auf die expansive Geldpolitik zu verzichten, stärker USD, Innovative Produkte, Technologie zu fördern, gleichzeitig muss die Unternehmensteuer geschenkt werden, Zunahme der Einkommen und Vermögensteuern. Die Massnahme, die die Investitionsklima verbessert sollten, muss Obama in der Betrachtung ziehen.

          Die Menschen, die mit Immobilien verspekuliert haben, müssen für sich selbst schauen, somit muss der Staat solche Menschen und Unternehmen fallen lassen.

          • Anh Toan sagt:

            @Michael Schwarz: „Die Menschen, die mit Immobilien verspekuliert haben, müssen für sich selbst schauen, somit muss der Staat solche Menschen und Unternehmen fallen lassen.“ Dass koennen Sie in einer Demokratie nicht tun, wenn deren Anzahl so gross wie in den USA ist (1/3 der Hauseigentuemer offiziell, steigen Zinsen, fallen Preise weiter, sind es 50%). Das ist politischer Selbstmord!

          • Michael Schwarz sagt:

            @Anh Toan: Die Hypothekarzinsen in den USA haben sich nicht gesenkt, weil die Käufer höhe Risikoprämie verlangen. Die Senkung des Leitzinses hat sich bei der Reduktion der Hypothekarzinsen kaum Wirkung gezeigt. Es bewirkt ehr das Gegenteil, nämlich der Anstieg der Hypothekarzinen. Die Zinssenkung Bernankes dient nicht die Reduktion der Hypothekbelastung.

            Ich gebe Ihnen recht, wenn solche Menschen fallen lassen würden, wäre für Obama ein politischer Selbstmord gleich. Aber das Geld zu verschenken, ist auch keine Lösung; das wäre Sozialismus pur, was wiederum zur Verschlechterung der politischen Stabilität führen würde, das verschlechtert wieder die Investitionsklima. Die Tatsache ist es, dass Obama und Bernanke in einem Fallen sitzen, dies sollte sie anspornen neue Wege zu suchen, aber das geschieht es nicht. Das ist der Grund warum ich sie kritisiere. Der Weg der Inflation und Abwertung ist keine Lösung, werden das Problem nur noch nachhaltig verstärken.

          • Michael Schwarz sagt:

            @Anh Toan: Obama und Bernanke sitzen im Falle. Die einzige Lösung ist von expansiver Geldpolitik zu verabschieden. Die jahrelange falsche Geldpolitik der Fed und die Wirtschaftspolitik der US-Regierung, haben die USA untergewirtschaftet. Das Problem der USA ist nicht mehr rein amerikanisches Problem, sondern hat es globale Dimension erreicht, es wird alle Industrieländer und Schwelländer treffen, bis heute diese Problematik der USA in EU weitergehend unterschätzt wird.

            Der Wirtschaftsbericht Obamas hat die Problematik klar beschrieben, aber bei der Umsetzung und Lösungsansätze versagt die USA. Obama ist zwar ein guter Rhetoriker, aber mit dem Rhetorik löst keine Probleme.

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Schwarz:

            Ohne Inflation oder ein Fiskus, der diesen Namen verdient und die Guthabenberge in allen Rattenloechern kappt, kann die Zinseszinswirtschaft nur bis zur naechsten Revolution derer, die kein Brot mehr haben, weil die Kapitalschmarotzer zuviel Kuchen essen, funktionieren….

            Die Japaner haben unter dem Besatzerstiefel deflationiert; die Schweizer machens – mit uebelster Beklauung des Lohnsklaven und Kleinkonsumenten – „freiwillig“ unter dem Diktat der verschlagenen Braungelbschwarzen in unheiliger Allianz mit den zu Globalkommunismusillusionisten verkommenen Sozialdemokraten.

            Aber auf ein System, das eineseits oben Kapitalschmarotzerdynastien ueber Jahrtausende ausufern und auswuchern laesst und unten Erbschuldsklaven immer tiefer unter ein menschenwuerdiges Existenzmiminum drueckt, werden Sie (hoffentlich!) vergeblich warten….

  • Hampi sagt:

    Würden alle Ökonomen jede Krise vorhersehen, würde es keine Krisen mehr geben. Oder gibt es Krisen, weil Ökonomen die Krise nicht vorhersehen können?

    Egal, sicher ist, dass wenn Ökonomen notorisch Krisen vorhersehen könnten, dann wären nicht nur, wie anh toan sagt, die Ökonomen stinkreich, sondern auch ich. Und wer weiss, da alle Ökonomen auch heisst, nicht nur neoliberale, vielleicht sogar Urs Brock 🙂

    Am meisten bewundere ich Ökonomen, wenn sie fähig sind, einen halbbewussten Zustand, den man als Laie spührt oder erahnt, in eine glasklare Formel zu reduzieren (Schuldenfallenformel, siehe Blogbeitrag vom 12.1.11).

    Fast so, wie ein guter Schriftsteller fähig ist, ein tiefes Gefühl in Worten geradeso nachzubilden.

    • Freiherr sagt:

      @ Herr Hampi:

      Die Formel selber ist wohl eher das Werk eines Mathematikers. Der Oeck bestimmt dann „nur“ noch, wie er sie anwendet, missbraucht oder ignoriert.

      Ohne starken Staat oder starke Inflation gibts auch eine Guthabengrenze, ab der man(n) und alle Nachkommen nicht mehr produktiv arbeiten muessen. Der Basler Daigg hat die schon vor Jahrdunderten kurz gefasst: „Me gytt nytt, und laebt nie vo de Zinse, sondern numme vo de Zinseszinse!“

      Wenn einer nur einen Franken bei Jesum Geburt auf ein mickriges Dreiprozentsparbuch gelegt haette, koennte er – mit Zinseszinsen und unversteuert – ein paar Weltkugeln aus purem Gold kaufen! Anfaengermatematik!

    • Urs Brock sagt:

      Mit präzisen Vorhersagen un dem eliminieren von künftigen Krisen wäre es wie beim Wetter das kontrollieren könnte…

      In dem Moment wo man sich das Wetter selber basteln kann wird es mindestens soviel Ansprüche an das Wetter geben wie heute Prognose abgegeben werden… währe diese Wettermschine nun besser bei einem Diktator aufgehoben oder in einer Demokratie? Könnten die Kapitalisten oder die Sozialisten „besser“ damit umgehen und wie defineirt man besser mit der zusätzlichen mit der Macht einer Wetttermaschine?

      Unzählige Kriege und Reevolution würden sehr wahrscheinlich auch nicht ausbleiben…

    • Hampi sagt:

      @ Freiherr
      „Wenn einer nur einen Franken bei Jesum Geburt auf ein mickriges Dreiprozentsparbuch gelegt haette, koennte er – mit Zinseszinsen und unversteuert – ein paar Weltkugeln aus purem Gold kaufen! Anfaengermatematik!“

      Zum Glück hat Jesus Franken genommen und nicht Deutsche Reichsmark 🙂

  • Baer sagt:

    Ich finde, es sollten sich alle die hier eifrig schreibenden, belesenen Köpfe einmal einfinden zu einer kleinen Wanderung, ins Safiental vielleicht oder auf den Säntis, mit Würsten und Sirup im Gepäck, und dann wandern, braten und trinken, ein bisschen Farbe ins Gesicht kriegen eben, und villeicht kämen Herr Straumann und Herr Meier sogar mit und würden die Diskussionen im Schach halten, und dafür schauen, dass man sich nicht verirrt und nicht alle in verschiedene Richtungen laufen.

    • Freiherr sagt:

      Aber ja das Wasser fuer den Sirup nicht vergessen:

      Ein Missionar hat sich in der Wueste verlaufen und kriecht mit letzter Kraft dahin. Kommt eine Karawane:

      „Wasser, bitte Wasser!“

      „Wasser haben wir leider nur genug fuer uns selber. Aber wir koennten Ihnen eine Krawatte verschenken.“

      „Nein, „danke“ dass Sie mich verdursten lassen, statt selber auch zu verdursten.“

      Kommt die zweite Karawane, gleiche Diskussion.

      Schliesslich erreicht der Missionar mit letzter Kraft ein Oasenbordell.

      „Wasser, bitte Wasser“ fleht er den Tuerschleger an.

      „Wasser haetten wir zwar im Ueberfluss, aber ohne Krawatte duerfen wir Sie nicht reinlassen!“

  • Opa Wolfi sagt:

    Wärend des Studiums haben wir die Ökonomie-Studenten mit dem Witz geärgert…… Was ist wenn ein Ökonom eine Ameise verschluckt?….Antwort: dann hat er mehr Grips im Bauch als im Kopf. Das war 1974….. den Witz kann man noch heute erzählen.

  • Marc sagt:

    Der homo oeconomicus ist überall sichtbar. Er ist aber ein sehr kurzsichtiges Geschöpf. Sein Handeln ist geprägt von einer Sicht des kurzfristigen Vorteils. Oekonomen nennen dies auch Gier. Welches war denn das Hauptmotiv für die Globalisierung? Die Möglichkeit mehr Profit zu machen indem man billiger produzieren kann. Dass dies langfristig zum grössten Booemerang aller Zeiten (insbesondere für Europa wirtschaftlich und für die Welt klimapotitisch) wird, war seit langem absehbar. Nur unbequeme Wahrheiten die erst mittelfristig eintreffen sind in unserer oekonomisch kurzlebigen Welt nicht gefragt und werden vor allem auch von den Medien nicht wahrgenommen. Nur was offensichtlich ist findet EIngang in die Berichterstattung.

    Die Wirtschaft ist heute geprägt von Finanzinvestoren, welche kurzfristig denken und auch basierend auf kurzfristigem Erfolg bezahlt werden. Die Immobilienkrise in den USA wurde von vielen Leuten korrekt vorhergesagt. Nur solange sich das Rad dreht zahlt es sich für niemanden aus abzuspringen. Im Gegenteil! Für das Vorhersagen des Platzens von Spekulationsblasen gibt es kein Prognosemodell , da dies nur vom zweiten Faktor abhängig ist, welches den homo oeconomicus treibt, nämlich die Fucht alles wieder zu verlieren. Der Auslöser kann irgend ein Faktor sein, welcher nicht notwendigerweise mit dem Bilden der Blase in Zusammenhang steht. Dies zu prognostizieren ist unmöglich. Wer also als Oekonom oder einfach als Mensch mit gesundem Menschenverstand zu früh warnt wird nicht ernst genommen, das es der Gier zuwiderläuft.

  • René sagt:

    Michael Schwarz: Was Sie in Ihrem letzten Satz beschreiben (mathematische Formeln), habe ich im allerersten Punkt gemeint. Mathematische Formeln mögen hilfreich sein, sind aber m.E: für geisteswissenschaftliche Zwecke lediglich ein Teil der Wahrheit.

    Mit Ihrer Ausführung zur Wirklichkeitsbildung bin ich einverstanden. Momentan scheint ja die „Wirklichkeit“ darin zu bestehen, bestehende Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen. Jeder halbnormale Mensch weiss, dass das nicht funktionieren kann auf die Dauer. Ein weiterer Fall, wo wir unsere Wirklichkeit einmal anpassen werden müssen.

    • Freiherr sagt:

      @ Herr Rene:

      Sind Sie sicher, dass die Welt nicht bald wieder eine Scheibe ist, bei Strafe der Blendung und des Scheiterhaufens fuer Bestreiter?

    • Freiherr sagt:

      Wobei die Schulden kein unleosbares Prolem sind.

      Schon nach der franzoesischen Revolution verschwanden die auf Louisdor lautenden Schulden mit der nationalen „Rasur“ von Louis Capet auf dem „Rasoir de la Nation“….

      Humaner ist es, die Guthabenberge nur fiskalisch auf ein unschaedliches Mass zu stutzen…. wenns rechtzeitig moeglich ist….

    • Michael Schwarz sagt:

      @René: Ich stimme Ihre Aussage zu, dass die Mathematik ein Teil der Wahrheit repräsentiert. Was ich nicht zu stimme, ist Ihre Aussage, dass Schulden mit Schulden zurzeit bekämpft wird. Ich würde aktuelle Situation folgende formulieren: Bernanke versucht die Schulden mit Inflation zu bekämpfen, einerseits bewirkt die Abwertung des USD, andererseits die Investition im Inland zu fördern. Das ist das altes Konzept der US-Notenbank, weil dieses Konzept seit Jahrzehnt funktioniert. Das ist auch der Grund warum den Wert des Dollar ständig verlor. Das ist auch der Grund warum die Rohstoffpreise und Nahrungsmittelpreise seit Mitte 2010 rasant anstieg, d.h. die geldpolitische Massnahme der FED ursacht eine globale Inflation., welche Bernanke sich nie daran dachte. Die globale Wirtschaft und Finanzströme werden heute zur Realität, was die ökonomischen Modelle aus der Vergangenheit solche Veränderung nicht berücksichtigt wurden. Es gibt Einflussfaktoren, die in der Vergangenheit nicht existiert haben, oder vernachlässigen können, aber heute grössere Einflüsse auf das Ergebnis ausüben.

  • Michael Schwarz sagt:

    @René: Ich bin einverstanden mit Ihrem Urteil, aber die Ökonomen haben wichtige Funktion in der gesellschaftlichen und ökonomische Struktur. Die Aussage und Analyse der Ökonomen haben entscheidende Einflüsse auf dem Kapitalmarkt, obwohl die Analyse und Aussage der Ökonomen nicht immer die Wirklichkeit zu treffen, aber sie verändert die Erwartung der Investoren, somit verändert auch die Kapitalströme.

    Die Wirklichkeit ist die, die wir als Wirklichkeit akzeptieren, somit wird die zur Wirklichkeit. Die Wirklichkeit entsteht aus unserem Verstand, wenn unserer Verstand als wirklich wahrnehmen, wird es wahr. Die Frage ist es, wie wollen wir die Wahrnehmung des Menschen mit mathematischen Formen beschreiben, das ist eigentlich was das ökonomische Modell tun.

    • Freiherr sagt:

      @ Herr Schwar:

      Oder wie sich die Bibeltheokraten in Politik und Juxtiz implizit ausdruecken:

      Es ist wurscht wie etwas ist. Es kommt nur daurauf an, was man daraus tuerkt….

  • René sagt:

    Warum die Ökonomen die Krise nicht vorausgesehen haben? Weil…
    …ihr Weltbild zu sehr von der (menschlichen) Realität abweicht.
    …sie zu sehr davon profitiert haben, die bisherigen Paradigmen nicht in Frage zu stellen.
    …die aktuelle Vernetzung der Informationen sich nicht in ihren Modellen widerspiegelt.
    …ihre Modelle „überreif“ und zu spezialisiert sind.
    …die wenigen Rufer in der Wüste als Clowns diskreditiert wurden.
    …(weitere Punkte möglich).

    Bin gespannt, ob diese Zunft es schafft, ihre Glaubwürdigkeit wieder zu erlangen.

    • Freiherr sagt:

      Wie bei anderen Geisteswissenschaften gibts Oeckensorten wie Sand am Meer. Von serioesen Analysten, die Erkenntnisse von exakten Wissenschaften respektieren, bis zu Hobinationalraeten mit grossen Schnauzen und kleinem Hirn, die den (anderen) Politikern nach dem Mund reden, und privat aus den selber propagierten oder gedudeten politischen Fehlern pirvates Kapital schlagen.

      Krass wars bei der Missgeburt des EURO. Hoechstkaraetige Deutsche Professoren und Schweizer nichtakademische, aber fronterfahrene Experten haben vor dessen GAU (auch in den Kommentarspalten dieser Zeitung!) ausdruecklich gewarnt. Vergeblich. Die deutschen Professoren gaben gar ihrem Verfassungsgericht Gelegenheit, einen katastrofalen politischen Fehler juristisch zu keulen. Vergeblich! So nahm der politische Bloedsinn seinen Lauf. Und wie immer gibts einen Salto Mortadella rueckwaerts hoechstens nach einem totalen Machtwechsel. Ansonsten werden krasse und teure politische Fehler lieber mit noch monumentalerem Bloedsinn, bis hin zur Ablenkung durch einen Krieg kurzfristig zugepflastert. Und das Geschichtsbuch hat wieder ein Kapitel mehr von immer wieder gleichen oder aehnlichen Fehlern von geschichts-, fakten, naturgesetz- und expertenrenitenten Politidioten….

  • Nadine Binsberger sagt:

    Es spielt keine Rolle, ob Blanchard oder andere „Ökonomen“ ihre Grundannahmen hinterfragen oder nicht. Eine vermeintliche Wissenschaft, die auf falschen Grundannahmen basiert, kann keine funktionierende Wirtschaft gewährleisten. Das zeigt sich schon dadurch, dass selbst die Ökonomen sich bei Bedarf Werkzeugen bedienen, die ihren „Theorien“ völlig entgegenstehen. Z.B. wird Konkurrenz als das A und O einer freien Marktwirtschaft gepredigt, aber Monopole werden angestrebt und mit allen Mitteln verteidigt. Oder Der Staat soll nur ja nicht intervenieren, aber wenn die Banken, der Tourismus oder die Landwirtschaft nicht anders überleben können, dann wird ganz schnell nach dem Staat gerufen.

    Nicht, dass ich etwas gegen korrektive Eingriffe durch die Gemeinschaft hätte. Aber die vermeintlich herrschenden Regeln der Ökonomie werden nur sehr selektiv angewendet – je nachdem, ob man davon profitiert oder nicht, jedenfalls immer zulasten der anderen wirtschaftlichen Akteure.

  • Michael Schwarz sagt:

    Ich habe in der vergangenen Beiträge darüber geschrieben, dass in Schweizer Hochschule teilweise chinesische Verhältnisse des Drills herrscht. Das ist der Konsequenz wenn wir die Wissenschaft mit monetären Interessen verbinden – Lernen für Geld. Die Tatsache ist es, wenn man ein paar Bücher auswendig gelernt hat, kann man daraus viele Vorteile ziehen, hauptsächlich man kann sich gut verkaufen. Ich betone wiederholtes Mal – Wissen ist nicht gleich verstehen. Die Materie zu verstehen, braucht ein Menschenleben, oder zwei; etwas zu wissen, brauchen Sie 5 min.

    Die Standard-Modelle sind vereinfachte Darstellung der Wirklichkeit, d.h. in solchen Modellen wird viele unwichtige Verhaltensvariable ausgeklammert, vereinfacht. Das ist der Grund warum die Standard-Modelle nicht mehr richtig funktioniert, nicht weil die Standard-Modelle falsch wären. Ein aktuelles Beispiel: steigende Rohstoffpreise. Die Preise steigen nicht wegen der Knappheit der Rohstoffe, sondern die expansive Geld der Zentralbank, gleichzeitig die fehlende Investitionsmöglichkeit. Der Ausweg ist in Rohstoffe nzu investieren – Beschränkte gegen unbeschränkte Ressource zu tauschen, womit man vor Inflation schützen kann. Das löst ein Prozess aus, wo die Produzenten und Händler die Rohstofflage aufbauten, weil Sie hoffen, dass die Preise weiter steigen werden. Die Rohstoffspekulanten fragen die Waren nach, weil sie auf noch höhe Preise spekulieren. Das Standard-Modell des Nachfrage und Angebotes hat sich nicht versagt, sondern die Grafik in anderer Richtung verschoben, als man vorgesehen hat. Das ist auch der Grund warum der Preis für Kaffe verdoppelt hat, nicht weil die Chinesen anstatt Tee alle auf Kaffe umgestellt haben, deshalb widerspricht ich die Aussage von Hr. Löpfe, die er in seinem Artikel über steigende Nahrungsmittel publiziert hat.

    Die Zukunft liegt in latenten Zuständen, durch jede kleine Veränderung zu einer anderen Zukunft führen könnte. Es hängt von Zusammensetzung der Ereignissen ab, ob man die Zukunft voraussagen kann. Die Zukunft ist unscharf, die entsteht erst in dem Gegenwart. Die Zukunft ist ein wahrscheinlicher Ausgang der Zeit.

    Der menschliche Geist ist beschränkt, weil er von einem System geschaffen, und zu einem System gehört, somit wird er eine Systemgrenze gesetzt. Die Tatsache ist es aber, dass wir unsere geistige Systemgrenze längste nicht erreicht haben.

    • Freiherr sagt:

      @ Herr Schwarz:

      Noe, wenn Politiker und Geises“wissenschafter“ endlich wieder aufhoeren, sich um primitivste geschichtliche, matematische und physikalische Binsenwahrheiten zu futieren, muss in den Geschichtsbuechern nicht immer wieder ein Kapitel ueber die immer wieder gleichen Fehler geschrieben werden.

      Ein Beispiel fuer viele:

      Vor vielen Jahrzehnten wurden die Haftpflichtgrenzen fuer Motorfahrzeughalter von 50 000 auf 5 Millionen an- oder gar ganz aufgehoben. Matematiker errechneten die erforderlichen (bescheidenen Mehrpraemien) zur Euffnung der Reserven fuer den Fall eines GAUs. Anstatt aber diese Mehrpraemien fuer diese Aeuffnung zu reservieren, wurde mit den Kapitalien einersteits gar auch im Ausland speckuliert, und andererseits die Aktionaersdividenden noch mehr ueberfettet.

      Schleudertraumatiker wurden dann von Versicherungsjuristen und in deren Sold ihren Genfer Eid verratenden Moechtegernmengeles um ihre Entschaedigungen ganz betrogen oder zuerst an die IV und dann gar an das Sozialamt abgschoben. Mit Deckung statt Deckelung durch die selektive Poltterrorjuxtiz. Die in einem Urteil gegen ein ausnahmsweise gesetz- statt Unrechtsprechungstreues Vordergericht gar stinkfrechoffen gestand „Es geht um Haftungsbeschraenkung!“ oder im Klartext: „Wir futieren uns fuer die Rettung der Milliarden der politisch Maechtigen um Recht und Gesetz!“

      • Michael Schwarz sagt:

        @Freiherr: Sie müssen meine Kommentare genauer durchlesen. Sie sollten mit Ihrem Geschwafel aufhören; kommen Sie endlich zum Punkt Ihrer Kernaussage mit einem Satz. Sie haben offensichtlich nicht gelernt die Dinge einfach und direkt zu beschreiben, dies gehört zur modernen Hochschulausbildung, welche Sie beherrschen müssen.

        • Thomas Ernst sagt:

          @ Michael Schwarz 14:41:
          Danke. Sie sprechen mir aus der Seele. Einmal so ein Geschwurbel pro Jahr ist nett. Mehrmals wöchentlich ist es unerträglich – also überpringe ich den Beitrag von FH unlesend.

          • Freiherr sagt:

            Fuer Wahrheitsallergiker durchaus weiter zu empfeheln!

          • Michael Schwarz sagt:

            @Thomas Ernst: man fragt sich warum die Ökonomen vor Problemen und Krisen nicht warnen. Das ist der Grund, weil man verspottet wird, wenn über ernsthaftes Problem und von Korrekturen sprechen. Die Menschen interessieren sich nicht für Probleme; die Menschen wollen unterhalten werden.

            Ich möchte alle Kommentatoren wieder in der Erringung rufen, dass wir in diesem Forum über die aktuelle Wirtschaftsprobleme und Lösungswege diskutieren sollen, vor allem eigne Problemanalyse veröffentlich, womit alle an der Lösung arbeiten können. Es ist kein Plattform für Selbstdarsteller der Egoisten.

  • Anh Toan sagt:

    Es gab auch eine Menge Oekonomen, welche die Krise vorhergesehen haben, die Frage ist nur, ob diese Oekonomen nicht immer Krisen kommen sehen, und frueher oder spaeter recht haben (z.B. Roubini, Faber). Wenn ein Chefoekonom der Weltbank von der Schwierigkeit von Vorhersagen redet, oder noch schlimmer schreibt, weil dann hatte er mehr Zeit zum Ueberlegen, ist er, tut mir leid, dumm! Denn Vorhersagen sind unmoeglich, nicht schwierig. Selbst Wettervorhersagen fuer mehr als 2-3 Tage sind weitgehend unbrauchbar. Koennten Oekonomen die (wirtschaftliche) Zukunft vorhersagen, waeren Oekonomen die reichsten Menschen auf dieser Welt. Historiker glauben nicht, die Zukunft vorhersagen zu koennen, Oekonomen schon, und wecken damit entsprechende Ewartungshaltungen. Vielleicht koennen wir die Zukunft nur nicht erkennen, weil wir versuchen, sie im Rueckspiegel zu finden. Wer die Zukunft in Lehrbuechern sucht, ist so dumm wie Kurt Vonnegut’s „Held“, der ein Buch ueber den Weltuntergang basierend auf Fakten schreiben will. „You don’t need eyes to see, you need vision“: Allenfalls Visionen (nicht wissenschaftlich, intuitiv und unexakt) erlauben, zukuenftige Entwicklungen, wenn auch sehr ungenau und vielleicht komplett falsch, vorherzusehen. Orwell hat Wikileaks in 1984 nicht vorgesehen!
    Ich kann als Oekonom festellen, dass die chinesischen Immobilien massiv ueberbewertet sind, ich kann aber nicht mal sagen, ob eine deutliche Korrektur kommt, denn diese Ueberbewertung koennte sich ueber steigene Erwerbseinkommen statt fallende Immobilienpreise korrigieren, geschweige denn, WANN eine entsprechende Korrektur kommt.
    Ich kann als Oekonom festellen, dass Gold, betrachtet man den industriellen Nutzen, massiv ueberbewertet ist, falls aber wieder ein Waehrungssystem mit Golddeckung eingefuehrt wird, muesste Gold noch viel hoeher bewertet werden, sonst gaebe es zuwenig Gold.
    Und in diesen Gedanken ist noch nicht mal beruecksichtigt, dass Vorhersagen die Zukunft beeinflussen, sprich die Zukunft eine andere waere, wenn die Vorhersage nicht gemacht worden waere.

  • Baer sagt:

    Eine Methode, die für den Anfang Sinn machen würde, wäre es doch einfach, die Oekonomen zu fragen, die exakt prophezeihten, was passieren würde. Da gibt es nur 10-20 Oekonomen: Roubini, Stiglitz, Baker, Schiff, evtl. Taleb… Wäre das nicht am einfachsten?

    • Thomas Forster sagt:

      Erstens gibt es eine Menge von Oekonomen, die alle Arten von Voraussagen machen. Da ist es wie bei der Boerse wo sogenannte Experten DOW 20000 prophezeien und andere die ihn bei 5000 sehen. Und welchem glaubt man nun?

      Dann ist es auch so, dass Voraussagen, die man nicht gern glaubt, machen einfach keine Schlagzeilen. – Dass das Erdoel knapp wird und dass es innerhalb der naechsten 5-10 darum Wirtschaftskrisen geben wird scheint klar. Im 2010 kamen wahrscheinlich um die 7 Studien heraus (US, UK, etc.) welche alle zum gleichen Schluss gekommen sind. IEA (International Energy Agency) revidiert die vorhandenen Reserven immer mehr nach unten. Die Kategorie „Oil fields yet to be found“ wird in ihren Charts immer groesser. Obwohl der Oelpreis massiv teurer wurde in den letzten paar Jahren waren die Erdoelproduzierenden Laender nicht in der Lage die Produktion zu steigern.

      Wir werden wohl erst darueber lesen wenn der Oelpreis bei 250$ ist. Und dann wird wohl wieder die gleiche Frage gestellt: warum hat das niemand vorausgesagt.

      • Ernst Lacher sagt:

        Ich gehe mit Thomas Forster einig. Es ist das billige Erdöl, das uns den heutigen Wohlstand ermöglicht hat. In Zukunft werden wir mit weniger, viel weniger, und viel teurerem Oel leben müssen. Anschliessend werden auch die Erdgasvorräte knapp. Diese Faktoren übersehen Oekonomiepropheten gerne, sie stützen sich auf Modelle der Vergangenheit, die in Zukunft wertlos sind.
        Der künftige Preis für Erdöl wird die ganze politische und soziale Landschaft verändern und ich würde mich wundern, wenn die neuen Verteilkämpfe nicht in heftige Kriege münden. Aus der Sackgasse führen einzig globales sparsames Haushalten mit Energie und das Engagement für Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien.
        Ernst Lacher

      • Freiherr sagt:

        @ Herr Forster:

        Wie sagte schon der olle Churchill „Ich glaube nur noch Statistiken, die ich selber gefaelscht habe“ und der noch ollere Lenin: „Wie gewaehlt wird ist wurscht, wichtig ist nur we gezaehlt wird“. Was frueher nur im Krieg oder unter Verbrechern ueblich war, wird heute je laenger je mehr zum „Courant normal“ der Wirtschafts“elite“. Unter dem schon unter den Braunen und Roten „bewaaehrten“ Motto: „Jede Luege, die oft genug wiederholt wird, wird vom thumben Teil des Volkes als Wahrheit geglaubt.“

        In „der Lage“ waeren die erdoelproduzierenden Laender sehr wohl, aber nicht mehr willig, ihr Oel fuer 10 Doller pro Fass zu verschleudern und den ganzen Gewinn in die Taschen der Erdoelkonzernaktionaere laufen zu lassen.

        Uebertreiben werden sies aber nicht. Sonst muessten die Amis, welche heute schon Mais zu Treibstoff verfluessigen, das 240 Millionen Menschen ernaehren koennte, diesen Missbrauch nicht einmal mehr exorbitant subventionieren, sondern koennten gar daraus Exportprofite schlagen….

  • Urs Brock sagt:

    Eigentlich muss keiner nach Antworten suchen. Nicht wirklich, denn die Reichsten Bürger unter uns haben bereits wieder mehr als vor der Krise… ein kleiner Schluckauf im Vergleich zu einem mehr als 40 järhigen Arbeitsleben….dort also nicht wirklich Problematisch. Im Gegenteil. Schaut man sich die Profite der Globalen Konzerne an ist man bereits weiter als vorher… dei gleichen dummen Indikatoren feiern früöhliche Urständ wärend der gröste Rest der Bevölkerung weiterhin forsch zu noch strengeren Sparmassnahemn aufgefordert wird…

    Ob die Krise nun vorhergesehen werden könnte oder nicht ist wohl solange nicht relevant als das die Hauptverursacher der Globalen Spekulation die Schäden nicht selber bezahlen müssen. Schon nach Ende der DOT Com Bubble wolte niemand, bis auf ein paar wenige, wissen was da warum passierte…

    Bezahlt haben auch dort die Schafe die jeden morgen zu einer Herde zusammengetrieben worden sind…

  • Freiherr sagt:

    Es gibt in der Schweiz zwei Organisationen, die vorgemacht haTTen, wie es allein funktioniert:

    Der Aerar von 1871 bis 1971:

    Im Gegensatz zu monarchischen Heeren hatten in der Schweiz nur als Rekruten Ausgehobene den Marschallstab im Tornister. Es wurde keiner mehr General, ohne dass er als Rekrut selber die Schuhsolen (ab1914) auf Hochglanz poliert hatte. Auf etwas konnte sich jeder verlassen: Was auch immer ihm kommandiert wurde, der Kommandant wusste aus eigener Erfahrung, was er kommandiert. Jeder Kommandant musste lueckenlose Kommandoerfahrung auf jeder Stufe nachweisen. Zur Beschlussfassung konnte er seine Spezialisten beiziehen. Aber die Befehle musste er in alleiniger Verantwortung erteilen. Und ein militaerisch unbedarfter Bundesrat, der nicht aus eigener Erfahrung an der Front oder wenigstens in der sechswoechigen Brutalisierung zum Kriegsgnuegen wusste, dass Kriegsverhinderung wichtiger ist als Kriegfuehrung, war noch die Ausnahme statt die Mehrheit.

    Der Zoll von 1921 bis 1971:

    Nur wer als Grenzwachtrekrut oder Zollaspirant angefangen hatte, hatte den Marschallstab im Tornister. Uniformierte PTT-Beamte und Schraubenverkaeufer mussten sich in schaerfsten Pruefungen als Beste behaupten und bauten den Zoll in seiner inzwischen vergangenen einfachen Perfektion mit Primat des unkomplizierten Dienstes am Kleinkunden und der Sicherheit von Familie, Volk und Vaterland auf. Auch Juristen – die sich allerdings nur in Krisenjahren fuer die Minibesoldung interessierten – hatten ihre Chance; aber sie mussten auf ihre Privilegien ausdruecklich verzichten, und als Zollaspiranten eintreten und sich hochdienen, statt als quereinstigende Oberzolldirektoren oder gar Grenzwachtkommandanten ohne Fronterfahrung den Besserwissi zu markieren….

    • Rolf Schumacher sagt:

      Das sind falsche Nostaligen. Damals hat es nur so gewimmelt von Offizieren aus adeligem oder neureichem Haus in Politik und Militär. Si dr öpper oder nämte dr Lohn? Aussage von Madame de Meuron. Wer sein Geld mit Handarbeit verdient gehörte sicher nicht zur Elite. Und für einen normal Sterblichen (dazu gehörten 95%) war es unerschwinglich ein Studium zu machen.

      • Freiherr sagt:

        @ Herr Schumacher:

        Noe, das war nur in der Zeit von 1848 bis 1871.

        Nachdem jeder zuerst seine Schuhsohlen selber (ab 1914 gar auf Hochglanz) polieren musste, und schon fuer den ersten Spagetti drei ganze RS mit je 6 Wochen brutalster und lebensgefaehrlicher Rundumdieuhrabrichtung zum Kriegsgenuegen durchstehen musste, ist das Interesse des Land- und Kapitalschmarotz am Dienst am „Vaterland“ massiv gesunkten.

        Ebenso sank das Interesse der privilegierten Frauen am Dienst am „Vaterland“, seit sie nicht mehr im ersten Ausgang Korporalin und im ersten Urlaub Letnantin sind, und mit weniger Truppendienst als ein maennlicher Leutnant gar Einsterngeneralin werden konnten….

        Mit dem Studium gehe ich mit ihnen einig. Nachdem die ganze Familie Jahrzehnte Kohl gefressen hatte, um dem Kapitalschmarotz fuer einen bescheidenen Karnickelstall fast das halbe Nettofamilieneinkommen abladen zu „duerfen“, hatte ich Verstaendnis fuer meinen Vater, dass er diesen nicht bundesgerichtskonform fuer mein Studium opfern wollte und verzichtete darauf, ohne ihn bundesgerichtlich ins Recht zu fassen. Schliesslich sind nur Auslaender im Ausland von der Familiensippenhaftung fuer Volljaehrige befreit, die gar – als benierte Asylbetrueger – voll vom Staat stipendiert werden….

    • Anh Toan sagt:

      @Freiherr: Schon mehrmals reden Sie von Fronterfahrung und ich verstehe dies miliaerisch. Ich kenne aber keine Front die eine schweizer Armee je hatte, ausser man bezeichnet streikende Arbeiter als Krieg. Das Wort Front beinhaltet kriegerische Auseinandersetzung, die kennt jedoch kein Mitglied der CH-Freizeit-Nostalgie-Sandkastenkriegspiel-Armee. Fronterfahrung haben Israelis, Amis, Englaender, Legionsmitglieder und andere Soeldner in der westlichen Welt, alle anderen mit Fronterfahrung sind in Rente. Schuhputzdrill ist nicht Fronterfahrung. Und Offiziere hoeher als Leutnant verstecken sich beim ersten Fronteinsatz hinterm Offputz.

      Erzaehlen Sie doch mal was von Ihrer persoenlichen Fronterfahrung.

      • Freiherr sagt:

        @ Herr Toan

        Mir gehts um die Sache, nicht um die (Selbst-)keulung von Personen.

        Die Schweizer haben von 1315 bis 1515 ihre militaerischen Faehigkeitn im eigenen Interesse mehr als ausreichend bewiesen. Dann haben sie gerade noch rechtzeitig bis 1971 von imperialen Abenteuern abgesehen, und sich mit ihren bescheidenen Untertanengebieten zufriedengegeben. Schweizer Soeldner waren aber sehr gesucht. Wobei sich aber die Schweiz vor 1971 fuer Solddienste bezahlen liess, statt Neutralitaet und Frieden fuer fremde imperiale Interessen auf Kosten des eigenen Steuerzahlers aufs Spiel zu setzen.

        Bereits im amerikanischen Buergerkrieg wurden einfache Schweizer Soldaten auf beiden Seiten allein wegen ihrer militaerischen Qualifikation innert wenigen Jahren hohe Offiziere. Ein fuer die Peitschensklavenhalter ein Gefangenenlager verwaltender Caepten wurde gar von den Lohnsklavenhaltern gehaengt, obwohl die Behandlung der Gefangenen durch die Lohnsklavenhalterpartei kaum besser war und viele Peitschesnklavenhalter gar genoetigt wurden, die Waffen gegen ihre Staaten zu fuehren!

        Im zweiten Weltkrieg wurden kriegfuehrenden Militaerattaches eine hundsgewoehnliche, zum Wehrdienst gepresster Verband mit brutalsten und gefaehrlichsten Gefechtsuebungen vorgefuehrt. Um deren Proteste zu daempfen wurde dann gar behauptet, es habe sich um Freiwillige gehandelt. Ein Offizier einer kombattanten Truppe gestand mir sogar, dass es in seine Offiziersschule schlimmer war als im Konzentrationslager.

        Auch im tiefsten Frieden wird nicht nur die sechswoechige Brutalisierung zum Kriegsgenuegen ohne Ruecksicht auf Gesundheit, Leib und Leben der Soldaten durchgezogen. Keulende Kader werden regelmaessig freigesprochen oder mit Ministrafen beguenstigt. Auch nachher wird eine brutale Disziplin aufrechterhalten, die kriegfuehrende Nationen fuer Fronttruppen laengst abgeschafft haben. Zumal im ersten Weltkrieg mit kaiserlichem Knopfputz an die Front versetzte Schleifer eine ausgesprochen hohe Sterblichkeitsratte mit Luftloechern aus komischen Richtungen im sadistischen Hirn aufwiesen. Sogar in der Wehrmacht wurden Hoechstleistungen nur noch bei Bedarf verlangt. Insbesondere nach Einsaetzen mit chemischen Aufputschmitteln (zB Thaipillen) bei Offensiven oder in Kesselabwehrschlachten waren ausreichende Ruheperioden in der Heimat oder unproblematischen Besatzungszonen vorgeschrieben. Solange die Uniform mit sichtbarem Pleitegeier den internationalen Anforderungen auf Erkennbarkeit genuegte, wurde auf ihre Perfektionierung bis zum Hochglanz der Schuhsohlen verzichtet.

        Obohl die zum Kriegsgenuegen brutalisierten Schweizer inzwischen gelernt haben, dass Kriegsverhinderung wichtiger ist, als die Befriedigung von Grossfrausucht auch an Saergen gefallener Soldaten, brauchten sie bis 1971 keinen Vergleich zu scheuen!

        Der Begriff Front wird jetz gar von gewinnsuechtigen Privaten fuer die Perfektionierung des Betrugs am fachlich unterlegenen Kleinkonsumenten missbraucht.

        Zurecht wurde er aber von den Beamten gebraucht, die noch Recht und Gesetz statt dem Hintern ihres Vorgesetzten verpflichtet gegen Gewalt- und Wirschaftsgaengster die Reste des Gewalt- und Machtmonopls des Staates nach bestem Wissen und Gewissen durchzusetzen versuchten, ab 1971 oft unter Opferung nicht nur ihrer Gesundheit, sondern gar mit steigender Gefahr der Gewalt an Leib und Leben gegen sich und gar auch ihrer mit Namensschildern statt nur Nummern im Frontdienst geouteten Familien….

        • AlbertGanz sagt:

          Ich glaube wir sind vom Thema abgekommen.

          Früher war alles, aber auch wirklich alles, besser! Und ein hoch auf das Militär. Es stifftet Sinn und macht uns glücklich.

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Toan:

            Falls Sie mich meinen muss ich Sie enttaueschen. Ich war nicht nur im Militaer lange zuvorderst und zuunterst, und musste mich nachher hinter dem Schreibsklavenschreibtisch ueber den praxisuntauglichen Mist der Quereinsteiger aergern.

            Wenn die Nazis nicht schlaug genug gewesen waeren, ihre Operation Tannenbaum zu schubladisieren, waers wahrscheinlich aehnlich abgelaufen wie fuer die Amis in Vietnam. Aussser dass die Vietnamiesen ihre die international sogar fuer Kriegsgefangene vorgeschriebene Hoechstlast von 25 kg nicht ruecken- und gelenkkeulend selber schleppten, sondern dafuer, und fuer die Hochglanzpolitur ihrer Schuhsohlen (falls sie diesen Bloedsinn auch abfeierten) Traegerinnen und Betreuerinnen requirierten….

          • Anh Toan sagt:

            @Freiherr: Mit Schreibtischtaeter hab ich gemeint, ein Leben lang in einer Armee, aber nie im Krieg! Was fuer ein Frust oder halten Sie es mit den Oeschis: Jetzt hatten die so ne schoene Armee, und was machen sie damit? Schicken Sie in den Krieg!

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Toan:

            Noe.

            Fuer mich hat eine Armee – insbesondere eine Wehrpflichtarmee – den Hauptauftrag, den Krieg zu verhindern und die Neutralitaet sowie die Unabhaengigkeit soweit moeglich ohne Krieg oder gar ungebetene Einmischung in fremde Haendel zu behaupten. Abgesehen von Napoleon – welcher immerhin von 1798 bis 1912 die Familien- und insbesondere Exfamiliensippenhaftung und bis 1971 den Feudalismus keulte, hat die Schweizer Armee diesen Auftrag von 1515 bis 1971 vollumfaenglich erfuellt.

            Buergerkriege gabs fast nur wegen dem papistischen bzw. ketzerischen Turmmonopol. Von dessen Fall 1847 bis zum Turmmonopol der nun unheilig allierten Christen 2009 wurden die Religionskriege fast nur in den Medien und ab 1995 (vom weiblichen Stimmvolk angenommener Maulkorb fuer den Suveraen) auch Gerichtssaelen ausgefochten. Jetzt ufern sie wieder auf die Strasse, und spaeter vielleicht gar wieder die Schlachtfelder aus….

            Fuer die Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung musste die Armee vor allem in der deutschsprachigen Schweiz vor allem deshalb eingesetzt werden, weil eine Polizei im heutigen Sinne weitgehend fehlte. Grosse Landkantone hielten nur minime Landjaegerkorps unter den Waffen, die – wie der Name sagt – praktisch nur Flottante und Vaganten (ver)jagten und bei Delikten gegen das Heiligtum Eigentum gerufen wurden. Schlegereien unter Maennern und die Misshandlung von Kindern (auch durch Frauen) waren bis hin zur Keulung von Verdingkindsklaven jedoch kaum je ein Thema fuer die „Polizei“ oder gar Juxtiz. In der Regel begnuegten sich die Armeeeinheiten mit der militaerischen Besetzung der Ortschaften unter einem Ortskommandanten und dem Wachtdienst vor allem zum Eigenschutz. Waffengebrauch gegen aktiven oder gar passiven Widerstand der Zivilbevoelkerung war hoechst selten, zumal die Schweiz kein Standrecht zum Schutz der Ruhe und Ordnung wiederherstellenden Wehrpflichtigen kennt, wenn sie von einem zahlenmaessig weit ueberlegenen Poebel angegriffen werden….

        • Anh Toan sagt:

          Was war 1971? Da wurde alles anders? Frauenstimmrecht? Sie sind nicht dicht, tut mir leid!

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Toan:

            1918: Wahlrecht (zum Glueck ohne Stimmrecht) fuer deutsche Frauen

            1933: Ermaechtigungsgesetz, das den Fuehrer auch zum Gesetzgeber- und -keuler macht

            1933: Der Fuehrer schaetzt zwar die Frauen als thumbes Wahlvieh, schliesst sie jedoch wohlweislich vom passiven Wahlrecht (das die „legale“ Einfuehrung einer Diktatur ermoeglichte) wieder aus

            1935: Wehrpflicht leider nur fuer Maenner

            1942: 300 000 Mann und einige freiwillige Offiziersmatratzen werden in Stalingrad eingeschlossen

            1943: Fast 100 000 Mann, wovon 18 000 kampfunfaehig Verwundete gehen in sowjetrussische Kriegsgefangenschaft. Schwerstverwundete mussten kerngesunden Offiziersmatratzen in Goerings Luftbruecke den Vortritt lassen

            1945: Nur 27 Jahre nach Einfuehrung des Frauenwahlrechtes kapituliert das Deutsche Reich und verliert seine Suveraenitaet faktisch bis 1990 und formell bis auf Nimmerwiedersehen….

            1955: Nur rund 5 000 oder 5 Prozent der in Stalingrdad gefangenen Maenner sind in die BRD oder DDR zurueckgekehrt

          • Anh Toan sagt:

            @Freiherr: Dann war Eva Braun wohl schuld?

          • Rolf Schumacher sagt:

            Freiherr ich kann ihre Wut gut verstehen. Aber enervieren sie sich nicht, es bringt nichts. Wir sind hier in einem ökonomischen Forum. Und wenn der Oekonome halbwegs sachlich und klug argumentieren will, dann haben wir loriotsches Kabarettniveau, wenn er aber angegriffen wird schlägt er mit niveaulosen Mitteln zurück gegen die Didis Nonstop Nonsens Inhalte noch wie hochstehende Klassik ausschauen.
            PS: Haben sie schon mal den total bekloppten „Komiker???“ Beni Hill gesehen, wenn er von einer Horde irgendwas im Schnelllauf verfolgt wird? Das unkontrollierte hilflose Gezapple kommt dem in die Enge getriebenen Oekonomen noch am ähnlichsten.
            Ehre, Verantwortung, Ethik und Moral wenn sie diese Worte deutlich und stoisch wiederholen bringen sie jeden Oekonomen ins Irrenhaus, jeden. Denn nach Benni Hill Gezapple kommt das ökonomische Burn out m.a. W. Zentranlsicherungsbrand.
            Schöen Woche noch.

        • Andreas Dombek sagt:

          @Herr Frei

          Da Sie laut Ihrer Diktion wohl auch noch ein Veteran der für die Eidgenossen wenig schmeichelhaften Schlacht bei Marignano sind, möchte man Sie darauf hinweisen, die aus dieser „patriotischen eidgenössische Battaglia“ die richtigen Konsequenzen zu ziehen und über wahre „Helden“ lieber etwas leiser zu schreiben.

          • Rolf Schumacher sagt:

            @Dombek. Es geht nicht darum wie es in Marignano war, oder eben nicht. Es geht nicht darum wie die Karreireverhältnisse im Militär genau waren, denn das zu erruieren ist unmöglich, weil menschliche Verhältnisse immer heterogen sind. So ha est die A-kriecher auch schon zu Zeiten der Assyrer gegeben. Es gab aber auch schon zur Zeit der Sumerer Menschen, welche sich aus Verantwortungsgefühl und Ehrgefühl für eine Gesellschaft aufopferten. Leider sind diese Menschen ganz extrem in der Minderheit, damals wie heute. Und werden von den aufgeblasenen und ausgelassenen oft belächelt und noch schlimmer behandelt.
            Freiherr stört sich daran, dass stupide Karrieristen aufopfernden, fähigen, zuverlässigen Mitarbeitern vor die Nase gesetzt werden. Freiherr nervt sich, dass Blender in Wirtschaft und Politik die arbeitenden Massen unanständig aussaugen und nie zur Rechenschaft gezogen werden. Ospel, Kurer, Blocher, Spuhler, Rohner, Vasella, Brabek spielen ihre Spielchen auf Kosten von vielen Menschen und z. Teil auch Tieren. Sie dienen weder einem Land noch dem Volk sondern vor allem sich selber und dem Shareholder. Und die ganz grossen Shareholder das sind wiederum ganz wenige, welche mit dem Geld der arbeitenden Massen zocken.
            Kein Oekonome, kein CEO kann sich aus der Verantwortung reden. Sie haben wohl viel verdient und fette Renditen in guten Jahren abgeworfen, aber sie haben keine nachhaltigen Lösungen erschaffen. Sie haben kleine Betriebe aufgekauft, sie haben Arbeitslplätze weltweit zerstört (rationalisiert, restrukuriert, optimiert). Sie haben die Politik zu einer Hure ihrer eigenen Interessen gemacht. Und Brabek meint, dass auch noch das Wasser einen Wert hat und vermaktet werden soll.
            Bravo das haut dann die letzten Afrikaner und Asiaten sicher auch noch um.
            Die alten vollgefressenen Herren werden aktuell vom wütenden Mob weggefegt in Nordafrika. Der Grund dass diese perversen Autokraten gehen müssen, ist, dass sie ihre Güter an ganz wenige Superreiche verteilt haben und ihre Rohstoffe nach Europa und in die USA geliefert haben. Das Volk hat wenig bis gar nichts von diesem Reichtum erhalten.
            Ich glaube das sind Dinge die Freiherr nicht mag, auch wenn er sich anders ausdrückt. Die Heuchelei und Verarschung der Superreichen und Karriereisten.
            Schauen sie sich doch den deutschen Kriegsminister Gutenberg an. Der behauptet ganz dreist, er habe nicht bemerkt, dass 70% seiner Dissertation WORT FUER WORT abgekupfert sei. Möglicherweise weiss er es wirklich nicht, weil er die Arbeit von einem Ghostwriter hat schreiben lassen. Das ist eine übliche Methode bei reichen und dreiseten Dummköpfen, eine sehr, sehr übliche und weitverbreitete Methode übrigens, sich eitel-gescheit schreiben zu lassen. Es gab mal einen Professor der Chirurgie in der Schweiz, wir haben uns den Spass gemacht auszurechnen wieviele Pubplkationen dieser Professor pro Tag hat schreiben müssen. Es wären zig gewesen. Daneben hat er noch eine grosse Klinik geführt, Sprechstunde gemacht und stundelnag operiert.
            Professoren haben oft Heerscharen von Assistenten welche in ihrem Namen publizieren. Und wissenschaftliche Heftli wie New England Journal, British Medical Journal etc drucken sehr schnell eine Publikation, wenn sie aus dem richtigen Haus vom richtigen Professor kommt. zB. Harward ist nicht nur für Daniel Vasella ein guter Werbeträger sondern auch für die Journals.
            Es ist ein einziger grosser eitler Zirkus, der uns vor die Nase gehalten wird. Ein ganz ekliger Zirkus.

          • Freiherr sagt:

            @ Herr D“om“:

            Die alten Eidgenossen zogen durchaus ihre traefen Konsequenzen aus dem militaerischen Debakel von Marignano. Sie zogen sich diszipliniert zurueck und liessen bis 1971 konsequent die Finger von militaerischem Imperialismus.

            Ob sie bis 2015 auch die Finger vom politischen und wirtschaftlichen Moechtegernimperialismus ohne Kanonenboote und Atombomberflotten lassen ist leider zweifelhaft. Obwohl sie bereits vor der Jahrtausendwede einmal abgewatscht wurden, wobei ein hoechstkaraetiger Karrierediplomat noch knapp sichern konnte, dass es fuer den Steuerzahler bei einem blauen Auge blieb. Unds jetzt dauernd von allen Seiten Watschen setzt. Die wegen rotierenden Baenksterdillettanten in der Finanzmarktaufsicht statt serioesen Karrierefrontexperten nun bereits das Bankgeheimnis, den Verlass auf Kundentreue, einige Zigmilliarden Steuergelder und gar fuer die Rettung einiger Baenksteraersche den Rechtsstaat gekostet haben….

          • Andreas Dombek sagt:

            Ach Herr Frei,
            es löst in diesen trüb-traurigen Tagen schon eine gehörige Portion Heiterkeit aus, wie Sie es fast immer in einmaliger Art und Weise schaffen, in einem riesigen Bogen von der vorgegebenen Wirtschaftsthematik zu einer surrealen Hypersupergermanomania zu gelangen.

            Dies bezeugt eigentlich eine unerschöpflich große Phantasie- und Schaffenskraft, die sich leider wohl nur in den Vorgängen erschöpft, artfremde und unterschiedliche Vorgänge einfach so zu neuen und unrealistischen Gebildekonstrukten zu vereinigen.
            Aber die europäischen Ideen, Hintergründe und Absichten dringen augenscheinlich durch Ihre nationale Polarisationsbrille nicht durch. Das ist das Problem Ihrer unrealistischen Vorhersehung bezüglich der europäischen Entwicklung. Auch bei Ihnen generieren sich augenscheinlich Ängste, Unwissen oder eventuell sogar Vorurteile nach Art der Chrüsimüsi in selbsterfüllungserwartenden Vorhersehungen für das Untergehen des „anderen Europas“. Dies ist wirklich echt schade.

          • Freiherr sagt:

            @ Herr D“om“:

            Die Deutschen sind seit 1918 die Zahlmeisterweltmeister. Wenn Sie sich jetzt auch noch fuer die Missgeburt EURO kaputtkrampfen und kaputtzahlen wollen – wobei hoechstens einmal mehr die Bankster, aber niemals der EURO auf Dauer gerettet werden kann – sei ihnen das unbenommen. Aber deswegen muss ja die Schweiz nach dem Knopfputz und der Sohlenpolitur des kaiserlichen Aerars und der nazistischen, unter dem bigottgynokratischen Besatzerstiefel massiv verschaerften Exfamiliensippenhaftung nun nicht auch noch diesen Bloedsinn von den Deutschen abkupfern.

            Obwohl schon der Ziehvater des mitlitaerisch unbedarften „Maedchens“, das einen Hochgebirgkskrieg in Afganistan, einen Wuestenkrieg in Darfur und einen Dschungelkrieg im Kongo mit einer Pfingstwanderung der FDJ in die Karpaten verwechselt, schon vor Jahrzehnten treffendst festgestellt hat: „Ein Beitritt der Schweiz wuerde die EU bereichern.“ Allerdings hat er vergesen beizufuegen: „…. und die Schweiz auch verarmen!“

  • Rolf Schumacher sagt:

    Der Mensch ist von Haus aus geistig beschränk, sehr beschränkt sogar. Statt sich in Demut und Zurückhaltung wegen seiner Beschränktheit zuhalten, verkleidet er sich mit von Hochschulen abgesegnetem „Unwissen“, um zu blenden, zu manipulieren und abzuzocken. Die Manipulatoren unter sich sind organisiert eine verschworene Bande. Nobelpreise (Obama erhielt den Friedensnobelpreis ,-)) sind genauso lächerlich, wie all die anderen Auszeichungen, Ehrungen und Titel. Der beschränkte Mensch im Anwalts-Doktor-Diktator-etc Kostüm bleibt trotz allem Ornat was er ist ein bemitleidenswerter beschränkter und wegen seinem Schmuck auch lächerlich eitler Mensch.
    Keine Revolution, keine Krise ändert etwas an der Tatsache der Beschränktheit der Menschen. Keine Hochkultur hat es geschafft fair und gut zu funktionieren, keine.
    Es ist müssig über Theorien der Menschen nachzudenken, es bringt nichts. Wer sich mit der Weisheit der Menschheit beschäftigt, beschäftigt sich mit hoch Absurdem und toxisch Trügerischem, aber sicher nicht mit der Weisheit an sich.
    Und je weiter sich der Mensch entwickelt, ums so heftiger vermag er wegen seiner neuen Mittel aber bleibenden Dummheit die Welt zu zerstören.
    Nichts zu wollen, ist der einzige Ausweg. Diogenes war einer der gescheitesten Menschen, der dumme August (pardon Alexander, aber was den Griechen der Alexander war den Römern der Augsutulus) stand ihm lediglich vor der Sonne.
    Der machthungerige Mensch will Sex und Geld, dafür verkauft er sein Hirn und seine Seele zu einem Schleuderpreis. Its Business stupid, dirty Business. No brain just testicles stupid thats what leads our leaders.
    Zurück zum Text. Lieber Hr. Straumann, sie können doch nicht Weisheiten erwarten in Lehrbüchern, welche von analytisch zerstörenden Menschen ausgedacht und geschrieben werden.

    Mit der Gleichung 1+1=2 haben sie genau soviel zerstört wie mit der Aussage Jesus und Gott sei dieselbe Person. Viele Kriege, sehr viele sogar wurden wegen unserer eitlen Dummheit ausgetragen.
    Und es wird so weitergehen. Denn eitle Menschen welche an die Macht wollen wird es immer geben.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.