Was Japan über China lehrt

Wirtschaftswunderland? Containerschiff aus China.

Wirtschaftswunderland? Die Erfahrung mit Japan mahnt zur Skepsis: Containerschiff aus China.

In China läuft zur Zeit ein grosses Währungsexperiment, wie der Tages-Anzeiger unlängst berichtete. Seit Juli 2010 ist es in Hongkong erlaubt, die chinesische Währung Renminbi frei zu benutzen, während im restlichen China weiterhin starke Einschränkungen bestehen. Mit dieser Teilliberalisierung versucht China, den Renminbi langsam in eine internationale Währung zu verwandeln, ohne die Kontrolle zu verlieren. Das Ziel der chinesischen Führung ist es, die Abhängigkeit vom Dollar schrittweise zu lockern.

Warum geht China so zögerlich vor? Warum löst sich das Land nicht schneller vom Dollar? China sitzt auf einem grossen Berg von US-Staatsanleihen, die mit dem fallenden Dollar ständig an Wert verlieren. Auf die Dauer ist das ein grosses Verlustgeschäft.

Die Antwort auf diese Frage liegt einmal mehr in den Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit. Einige asiatische Länder haben in den 1990er Jahren zu ungestüm liberalisiert, so dass sie am Ende des Jahrzehnts in eine grosse Krise gerieten. In den 1980er Jahren haben einige nordische Länder (Finnland, Norwegen, Schweden) unvorsichtig liberalisiert, was schwere Bankenkrisen zur Folge hatte.

Aufgrund der zahlreichen gescheiterten Versuche gehen viele Beobachter davon aus, dass auch die chinesische Liberalisierung mit Rückschlägen verbunden sein wird (hier eine gute Übersicht). Ich teile diese Skepsis und bin eher zurückhaltend, was die grosse China-Begeisterung anbelangt. Das Land ist jetzt schon eine wirtschaftliche Super-Macht, keine Frage, aber die unkritische Bewunderung erinnert mich an die 1980er Jahre, als die Rede vom japanischen Wunder keine Grenzen mehr kannte. Bald folgte die grosse Ernüchterung, und heute gilt Japan als Sanierungsfall.

Keine Kommentare zu «Was Japan über China lehrt»

  • Karin Gut sagt:

    „China sitzt auf einem grossen Berg von US-Staatsanleihen, die mit dem fallenden Dollar ständig an Wert verlieren.“
    Stimmt nicht wirklich. Der USD pendelt wie andere freie Währungen um die jeweilige Kaufkraftparität. Tatsächlich sinkt die US-Kaufkraft und damit der Wert des USD. Aber Chinas US-Staatsanleihen werfen rund 3% Zinsen ab. Wenn also der USD in 10 Jahren 33% an Wert verliert, dann bleibt der Wert von China’s „Staatsanleihen-Berg“ trotzdem erhalten.

  • Freiherr sagt:

    @ Herr Meierhans:

    Das weiss ich auch nicht, insbesondere wenn den Amis die Keulung der Ernaehrungssuveraenitat ihrer thumben Pudel mit deren Aufreizung zur Keulung ihrer Landwirtschaft durch extremen Freihandel und Offenhaltung ihrer Lohndoemperschleusen, und dann die Monopolisierung des Nahrungmittelexprotes gelingt. Sie werden dann ihren Mais nicht mehr zu Treibstoff verfluessigen, sondern pro exportierten Boeschel einen Tanker voll Oel oder ein paar Dutzend Rolex abwuchern und importieren….

  • Rolf Meierhans sagt:

    Wenn man die beiden Länder Japan und China nicht durch die Währungspolitische Brille anschaut, dann erscheint mir persönlich eher China ein Sanierungsfall zu sein. Umweltverschmutzung, Korruption, Kasinokapitalismus, Inflation, Vetternwirtschaft, kaum Rechtsstaatlichkeit, Medienzensur etc. etc.

    Japan hat wenn schon Luxusprobleme, wie die Schweiz übrigens auch.

    • Freiherr sagt:

      @ Herr Meierhans:

      Noe, Verdingkindsklaverei gar mit neuerdings auch legalisierter sexueller Ausbeutung, braune Apartheid ala Nazis und Buren gegen farbige Kernfamilien von Schweizern, Abzockung der Fleissigsten unter das Existenzminimum, Erwachsenen“schutz“ mit privater „Schutz“haft, Neofeudalismus usw. pp sind alles andere als nur Luxusprobleme. Da haetten die Aussenclownin und andere globale Menschenrechtsbelehrer mehr als genug am eigenen Buerger (wieder) zu verbessern statt rasant weiter zu verboesern!

      Dass nun China, wie zuvor andere asiatische Staaten, seine Nahrungsgrundlagen mit Umweltversauung und Wassermissbrauch fuer industrielle Zwecke keult, trifft zwar zu. Aber die Schweiz potenziert nicht nur ihre Nahrungssuveraenitaets- und Umweltprobleme, sondern gar auch ihre Infrastruktur-, Arbeitsmarkt-, Wohnungsmarkt-, Energieversorgungs- und Sozialprobleme mit braungelbschwarzem Lohndoemping und schwarzrotgruenem Lohndoempernachzug aller Art und Unart….

      • Rolf Meierhans sagt:

        @Freiherr:
        Ich bestreite kaum die Existenz eines der von Ihnen genannten Probleme, sofern ich sie den auch richtig verstehe. Der mündige Bürger hat es bei uns ja eigentlich in der Hand, entsprechend darauf einzuwirken (dank direkter Demokratie/Gesetzgebungsverfahren etc).

        Nur leider wird dem Bürger halt ständig Honig ums Maul geschmiert. Sowohl von den Vertretern des Kapitalschmarotz wie aber auch des Sozialschmarotz, wobei ich den Sozialschmarotz für vernachlässigbar halte solang es nicht den Bankensozialismus betrifft.

        Mir ist es zB ein Rätsel wieso Kapitalgewinne nicht zu versteuern sind, Dividenden aber schon? Kein Wunder wird der fleissige Arbeiter unwissentlich abgezockt, wenn er glaubt der mickrige, nicht zu versteuernde Kapitalgewinn auf seinen 5 Novartis Aktien käme hauptsächlich ihm zugute. Den Zusammenhang, dass deswegen sein Lohn um 30-50% gekeult wird mit der Einkommenssteuer sieht er nicht.

        Allerdings ist das Exportieren der Umweltverschmutzung, oder auch outsourcen der Produktionstätigkeit genannt, von hier nach China wie sie selber sagen auch keine Lösung. Aber wie soll denn der Schweizer Verdingkindsklave sich sein importiertes Baumwollhemd und sein importiertes Essen leisten bei all den potenzierten Problemen die Sie nennen?

        • Anh Toan sagt:

          @Rolf Meierhans: Wenn Kapitalgewinne grundsaetzliich steuerbar waeren, waere Zuckerberg an den Kapitalgewinnsteuern auf seine Facebook-Beteiligung pleite gegangen und Facebook muesste im Konkurs versteigert werden. Besteuerung von Kapitalgewinn ist im Kern Besteuerung zukuenftiger Gewinne bereits heute, den der Unternehmenswert entsteht aus den erwarteten zukuenftigen Gewinnen. Ein grosser Teil der Kapitalgewinne sind aber ohnehin keine Gewinne, sondern nur realer Werterhalt in Anbetracht von Inflation, das kann man doch nicht besteuern. Wenn ihr Haus ueber die Jahre im Wert steigt, haben Sie doch keinen wirklichen Gewinn, Sie haben noch immer das gleiche Haus an gleicher Lage. In Frage kommt alsonur Besteuerung lediglich „realisierter“ Kursgewinne. Ich sehe aber keinen Grund, warum ein Realisierungstatbestand (Verkauf, Erbschaft, Schenkung etc.) den grundsaetzlichen Ueberlegungen widersprechen sollte, den eigentlich aendert nur der Eigentuemer, der vorher dargestekllte Zusammenhang im Sinne von Besteuerung von fiktiven oder zukuendftigen Gewinnen bleibt erhalten. Und als letztes, oder vielleicht eher weiteres, kaeme dann noch das Problem der Verrechnung mit Verlusten: Ich habe mit UBS waehrend 10 Jahren Gewinne erzielt, jetzt aber kein Gewinn mehr, netto haette ich Steuern bezahlt, nee, haette ich nicht, denn ich haette unter diesen Bedingungen keine Aktien gekauft. Eine Besteuerung von Kapitalgewinn wie Einkommen, ist absoluter Schwachsinn, da Kapitalgewinn nicht nur juristisch, sondern auch wirtschaftlich eben nicht Einkommen ist

          Die einzigen vernuenftigen Steuern sind Konsumsteuern und Lenkungsabgaben: Nicht wer was schafft nimmt der Gesellschaft weg, wer konsumiert nimmt weg, und so unsozial, wie die Linken behaupten, sind Konsumsteuern nicht.

          • Urs Brock sagt:

            Ich finde das die systematische verlagerung von direkten Steuern hin zu indirekten Steuersystemen wie etwa die MWSt. asozial ist. So wird in keinster Weise der Einkommens und Vermögenszuwachs geregelt/gesteuert was wiederum in den heutigen extemen Einkommens und Vermögensscheren resultiert…

            Fragt sich was die Gesellschaft mehr braucht, zuwachs an Milliardären und Millionären (mit vorzug OECD Steuerbefreit) oder doch eine Form von ausgleichender Gerechtigkeit in Form von progressiven Umverteilungssystemen und Steurn/Abgaben nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit?

            So wie das heute abläuft partizipiert die Gesellschaft (Nationen, Kantone, Städte, Gemeinden, Regionen, Individuen) nicht an den Mrd. Profiten, nicht an den Produktivitätssteigerungen, nicht von der Besteuerung höchster Einkommen und Vermögen und schon gar nicht in Form von Löhnen die eine positive Relation zu den vorgenannten haben…

          • Rolf Meierhans sagt:

            @Anh Toan: Wieso muss Zuckerberg Kapitalgewinne zahlen? Solange er keine Gewinne realisiert, in dem er Beteiligungen verkauft, muss er auch keine Steuern zahlen. Die Steuern wären zudem wohl in den Beteiligungen bereits eingepreist, sonst würde er sie zu dem entsprechenden Preis nicht verkaufen.

            Sie haben aber recht. Die Kapitalgewinnsteuer wäre eine Besteuerung zukünftiger Gewinne. Aber das ist ja kein Problem wenn sie denn anfallen bzw eben realisiert werden. Solange sie nicht realisiert werden sind es Buchgewinne und müssen nicht versteuert werden. Angenommen Sie hätten UBS-Aktien gekauft, von 2004 bis jetzt. Unterm Strich haben sie trotz Dividende verloren. Trotzdem haben Sie Steuern bezahlt auf Ihren Dividenden. Insofern sehe ich es unproblematisch auf realisierten zukünftigen Gewinnen Steuern zu zahlen auch wenn sich später dann herausstellt, dass diese Gewinne gar nicht anfallen werden und Kapitalverluste entstehen. Von mir aus könnten diese Verluste auch mit anderen Gewinnen verrechnet werden.

            Und wieso sollte Kapitalgewinne juristisch kein Einkommen sein? Die Jurisprudenz ist eine Normative Wissenschaft. Da ist eben gerade nix in Stein gemeisselt. Und wirtschaftlich ist Kapitalgewinn sehr wohl Einkommen, Kein regelmässiges ja aber dennoch Einkommen.

            Bezüglich Werterhalt und Inflation, sie haben recht, dass wäre nicht fair. Aber sagen Sie das mal einem Armen der kein Kapital hat und auf einmal das doppelte zahlt für seine Schüssel Reis. Ist das Fair?

          • Anh Toan sagt:

            @Rolf Meierhans: Wenn nur realisierte Kapitalgewinne besteuert werden, waere Zuckerberg nicht pleite, da haben Sie recht, ich habe aber mit grundsaetzlicher Besteuerung eben realisierte und unrealisierte Kapitalgewinne gemeint, denn selbstverstaendlich ist diese Eingrenzung nicht. Besteuern Sie also nur realisierte Kursgewinne, verhindern Sie die Realisation der Gewinne, wozu es aber keinen vernuenftigen Grund gibt, ausser dem Geldbedarf des Staates. Es fuehrt zu „wirrem“ Verhalten der Steuerpflichtigen: Weil die kantonalen Grundstueckgewinnsteuern zur Immobilitaet der Schweizer gefuehrt haben, musste der Bund ueber Steuerharmonisierungsgesetz die Kantone zwingen, die Steuer auch bei Ersatzbeschaffung in einem anderen Kanton aufzuschieben. Habe ich UBS Aktien, kann ich diese nicht in CS tauschen, wenn Bankaktien hoch bewertet sind, ich riskiere beim Verkauf von UBS Gewinne zu versteuern, mit denen ich die spaeter allenfalls eintreffenden Verluste auf CS nicht verrechnen kann. Sie koennen sich hunderte solcher Beispiele ausdenken. Auch erschweren Sie z.B. Fusionen massiv, ausser Sie betrachten Fusionen nicht als Realisation. Die Verrechnung mit Verlusten ist extrem aufwendig, und das ganze, wie Hampi weiter unten sagt, weitgehend ein Nullsummenspiel. Im Ergebnis kompletter Schwachsinn.

            Bei einem Kapitalgewinn fliesst kein „Geld“ in die Taschen des Eigentuemers, lediglich ein Vermoegensgut wird vom Markt anders bewertet. Somit ist Kapitalgewinn kein Einkommen. Was die Realisation daran aendern soll ist mir schleierhaft, wird doch bei der Realisation nur das Gut in ein anderes getauscht, die Realisation ist also auch kein Einkommen. Es fliesst zwar jetzt Geld der Gewinn ist jedoch vielleicht ueber Jahrzehnte entstanden, vielleicht war der Eigentuemer im Zeitpunkt als der Gewinn entstanden ist, nicht mal in der Schweiz steuerpflichtig.

            Falls Spekulation schaedlich ist, kann man allenfalls eine Spekulationsgewinnsteuer einfuehren, bei kurzfristigem Halten von Anlagen. Dies ist aber in der Schweiz bei natuerlichen Personen meistens als selbstaendige Erwebstaetigkeit ohnehin steuerbar und AHV-Pflicht, bzw. wird im Rahmen der Gewinnbesteuerung der juristischen Personen bereits besteuert.

            @Urs Brock:Konsumsteuern sind auf dieser Welt die gerechtesten Steuern, weil selbst Drogenhaendler, Schwarzarbeiter, Pauschalbesteuerte, Ausl;andswohnsitzvorgeber, notorische Pleitiers, ueberhaupt alle bezahlen muessen. Ja, nicht im Umfang ihrer wirtschaftlichen Leistungskraft, jedoch im Umfang ihres Konsums: Ich finde es richtig, wenn ein asketisch lebender Milliardaer wenig Steuern bezahlt, er nimmt niemandem was weg, er schafft nur etwas und laesst es da wenn er stirbt.

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Toan:

            Bei den Lenkungsabgaben gehe ich mit Ihnen einig. Wobei diese angemessene Zoelle zum Schutz der Binnenwirtschaft zu beinhalten haben. Extremer Freihandel ist ebenso keulerisch wie zu hohe Zollmauern! Aber keine abgeshen von der Abzocke sinnfreien Verbrauchssteuern, welche die Steuerbelastung derjenigen potenzieren, die den groessten Teil ihres Einkommens verbrauchen oder sich gar fuer den Verbrauch verschulden muessen. Geradezu pervers wirds, wenn Schuldzinsen nur noch von Kapitalschmarotz, aber nicht von Lohnsklavereibrosamen abgezogen werden duerfen!

            Ergaenzt mit einer bescheidenen Kapitalverkehrssteuer von einem halben Prozent (die Baenkster zocken Courtagen von mehreren Prozent ab), insbesondere zur Vermeidung von Blitzarbitragegewinnen, indem Milliarden zwecks Ausneutzungen von Promilledifferenzen von Coutagen- und Steuerfreien innert Sekundenbruchteilen im Dreieck rumgeschoben werden.

            Ergaenzt mit einem Ersatz der Familiensippenhaftung unter Volljaehrigen durch eine mindestens 50-prozentige Erbschaftssteuer (mit einer hohen Freigrenze, aber Keulung aller Verwandtenrabatte) zwecks Minimierung der Kapitalschmarotzdynastien und der Kettenverschuldung von Lohnsklavenfamilien. Ich hab nix dagegen, wenn ein Kaufheusler, der sich rechtzeitig vor der Nazifluchtsteuer aus Deuschland abgesetzt hat, im Langensee eine Insel kauft, sich darauf einen Palast ala roemische Kaiser bauen laesst und sich dort mit einer Yachtflotille und freiwilligen nackten Jungfrauen, die ihm nicht nur als Schiffsmaedchen dienen, sondern in seinem Swimmingpool auch nach Raepplern tauchen, sich aber sonst ohne Megascheck Eheschein von Hals bis Knoechel bedeckt halten, bis zur Bahre maximaler verlustiert als je ein roemischer Kaiser. Ihn allerdings auch noch mit dem Schweizerpass zu beschenken und den Loewenanteil seines Erbes nicht wegzusteuern war des Lustigen eindeutig zuviel!

          • Urs Brock sagt:

            Anh Toan sagt: 19. Februar 2011 um 22:55;

            Konsumsteuern die gerechtesten Steuern? Seltsam, wenn doch die tiefen bis mittleren Einkommen den grössten Teil ihres Einkommens dafür hergeben müssen wärend Einkommens- und Vermögenskräftige Individuen immer kleinere Teile des verfügbaren Einkommens für Konsumsteuern hergeben müsen. Die nämlich spielen mit dem übriggebliebenen Teil an Kapital herum und warum soll darauf keinerlei Steuern und Abgaben bezahlt werden?

            Das Land in dem Sie nun leben hat mit dem von ihnen favorisrten Steuersystem nicht die geringste Möglichkeit jemals etwas auf die Beine zu stellen was wir heute als fortschrittliches und modernes Land wahrnehmen… Mein Eindruck von Südost-Asien-Indien ist eher der, das die einen in „gated communities“ leben wärend der grösste Teil der Bevölkerung „draussen“ verarmt…

            Denken Sie das die Schweiz (auch viele andere EU Länder) das wäre was heute in vielen Ansätzen für die meisten Menschen die hier leben noch zu haben/bezahlen ist wenn man vor 50-100 Jahren Ihr Steuer- und Abgabensystem als Grundlage genommen hätte? Wohl eher nicht… Aber keine Angst, auch die Schweiz ist auf dem besten Weg dorthin wo Sie wollen… das Leben hier wird für die meisten Menschen hier unerträglich werden.

            Welcher Milliardär und Millionär (die vermehren sich Weltweit wie Fliegen) stribt und lässt einfach alles liegen? Beispiele?

            Es geht nun mal nicht ohne Progressive direkt Besteuerungssysteme -> Umverteilung von oben nach unten, es geht auch nicht ohne das Prinzip der Wirtschafltichen Leistungsfähigkeit zu Berücksichtigen.

            Jede Gesellschaftlich/Politisch/Oekonomsiche Debatte in in den EU Ländern und auch den USA dreht sich meiner Meinung nach um folgende Feststellung: Das es im heutigen links-rechts Schema nicht mehr darum geht Freiheit -Staat gegenüber zu stellen sondern Freiheitlich-Gemeinschaftlich gegen Autoritär-Privat-wirtschaftlich.

            Das gerade die Schweiz (sowei alle anderen Neoliberal gesteuerten Nationen) auf einen Privatwirtschaftlich-Autoritäres Gesellscshaftssystem hinsteuert ist in vielen Aspekten offensichtlch. Da kann auch die viel gerühmte Schweizer Direkt-Demokratie nicht hinwegtäuschen… so traurig das auch ist.

          • Anh Toan sagt:

            @Urs Brock: Das Land in dem ich lebe, hat nach dem Krieg versucht, eine gerechte, sozialistische Gesellschaft zu bauen, bis sie woertlich verhungert sind. Seither herrscht faktisch radikaler Kapitalismus,20-30% der Bevoelkerung haben absolut ein klein wenig gewonnen, relativ zu anderen sind sie aermer geworden. Aber immerhin haben auch diese 20-30% ausreichend Nahrung, sauberes Trinkwasser, ein Fahrrad, vielleicht auch Fernseher, Kuehlschrank und sogar ein altes Moped. Ein gewaltiger Unterschied in 20 Jahren. Auch die armen Vietnamesen wollen nicht zurueck zum Sozialismus. Habe auf meinen Reisen noch ein anders „sozialistisches“ Land besucht: Eritrea: Dort haben 80% der Bevoelkerung weder ausreichend Nahrung, nicht mal Schuhe, geschweige ein Fahrrad oder gar Moped, in ziemlich genau den gleichen 20 Jahren wurde ueberhaupt nichts besser. In Vietnam kann man vieles kritisieren, betrachtet man objektiv, was Vietnam in zwanzig Jahren erreicht hat, bleibt nur Respekt.

            „Welcher Milliardär und Millionär (die vermehren sich Weltweit wie Fliegen) stribt und lässt einfach alles liegen? Beispiele?“ Haben Sie schon einen gesehen, der was mitgenommen hat?
            Es mag zynisch sein, ist aber dennoch war: Wenn Sie denen, die was schaffen zuviel wegnehmen um es denjenigen zu geben, die warum auch immer nichts auf die Reihe kriegen, haben am Schluss alle nichts, die finale Konsequenz des Kapitalismus (am Schluss hat einer Alles) erscheint mir weniger beaengstigend, immerhin gibts noch was.

            @Freiherr i.S. Erbschaftsteuer: Wenn Christoph Blocher seine EMS Chemie auf seine Kinder uebertraegt, gibts die Ems Chemie nicht mehr in dieser Form bei 50% Erbschaftssteuern, das gleiche gilt fuer Roche, Kudelski, Synthes, Swatch, im Kern alle grossen erfolgreichen Unternehmen mit einem privaten Grossaktionaer. Aber auch Bauern und Kleinhandwerker haben grosse Probleme, Ihren Betrieb auf die Nachkommen zu uebertragen.

          • Urs Brock sagt:

            Anh Toan sagt: 20. Februar 2011 um 09:20 ;
            Die wegfallende Unterstützung innerhalb der sozialistischen Länder durch Russland war meiner Ansicht nach der Hauptverursacher das u.a. Vietnam (nebst allen anderen ex. GUS Ländern) vor ca. 20 jaahren Oekonomisch auf den Boden gefallen ist.

            Wie bei jedem System (egal ob Sozialistisch oder Kapitalistisch) bei dem ein oder mehrere Rädchen entfernt werden, stopt das ganze. Dehalb defienieren ja auch alle anderen Länder strategische Ressourcen deren Kontrolle man lieber selber hat. In Vietnam dürfte das nach wie vor der Agrarsektor sein…

            Vietnam wird, soweit ich weiss, bis heute von der Kommunistischen Partei und anderen Fraktionen zentralistisch und in gemeinsamer Absprache gesteuert. Von totaler liberalisierung und Kapitalsmus kann man höchstens in einzelnen Sektoren sprechen…

            Es wird dort also massiv Umverteilt und Gesteuert. Gesteuert werden auch die Direktinvestitionen aus dem Ausland die sicher viel zu Vietnams Erfolg beitragen…

            Auserdem hängt Vietnam wie viele Entwicklungsländer am Gängelband von Mrd. Krediten deren Zinsrückzahlung wohl wie üblich den grössten Teil des erwirtschafteten Wohlstands wegfrisst… also Exportiert wird, anstatt für lokalen AAufbau benutzt werden zu können.

          • Anh Toan sagt:

            @Urs Brock 20.02 10:16: Die vietnamesische Regierung nennt sich wie die chinesische kommunistisch oder sozialistisch oder was auch immer, handelt jedoch klar kapitalistisch, mit Ausnahme der staatl. Monopolisierung der Grosswirtschaft. Dort erzielt der Staat Einkommen, mit welchem er in erster Linie seine eigenen Funktionaere finanziert. Faktisch ist m.E, die kommunistische Partei eher eine Kaderschmiede, das System versucht fuer mich eine „Diktatur der Besten“ frei von Ideologie. Ho Chi Minh wird als „Landesvater“ verehrt, nicht als Kommunist. Eine Menge Leute bezeichnen die Partei aber auch schlicht als Mafia, welche die Haupteinkommensstroeme abkassiert und unter sich verteilt. Asien ist fuer Demokratie noch viel weniger reif als Europa (vgl. Sie bitte meine Diskussion mit Michael Schwarz weiter oben), darum ist wohl ein Einparteiensystem nicht so falsch hier. Ich kann aber in einem Land ohne minimalste staatliche Existenzsicherung beim besten Willen nicht ein sozialistisches System erkennen.

            @Urs Brock betreffend Steuern/Agaben: Ich glaube wir zwei koennten uns darauf einigen, die Sozialabgaben auf Gehaelter durch zusaetzliche MWST-Prozente zu ersetzen. Wenn Sie jedoch dazu nicht Hand bieten, muss ich Sie als sehr weit links einstufen.

          • Urs Brock sagt:

            Anh Toan sagt: 20. Februar 2011 um 11:09;

            Na ja, die Details der Kommunistischen Regierung in Vietnam habe ich jetzt nicht so genau betrachtet. Die zentralistische Steuerung bleibt aber trotzdem…

            Was die Ansicht anbelangt ob eine Regierung/Oekonomie korrupt ist wird ja gebildet ob man davon profitiert oder nicht… man bewegt sich innerhalb der Filzbälle oder nicht… man füllt sich den Filzbällen zugeordnet oder nicht. Als The Economist Leser weiss ich das ein gewisses Mass an Korruption, Neudeutsch Lobbying, als essentiel eingestuft wird.

            Leider werden all jene dabei nicht berücksichtigt die das Kapital für die Meinungs- und Gesetzkäufe nicht aufbringen können. Ueblicherweise und auch in der Schweiz, die Mehrheit der Bürger.

            Beide, also Linke und Rechte verzeihen jeweils Ihren Parteien so einiges was die Gegenseite als negativ einstuft bzw. banalisieren.

            Das Sozialwesen mit MWSt. % finanzieren? Was denn noch alles? Ja, das hätte Sie wohl gerne… Ich hingegen sehe nicht ein das ab bestimmten Einkommens- und Vermögensverhältnissen nicht’s mehr zur Gesellschaft beigetragen wird. Je mehr auf die finanzierung auf indirekten Steuern/Abgaben verlagert wird, desto mehr haben die ahängig Beschäftigen als Last zu tragen…

            Warum soll ich das gut finden?

            Ausserdem, warum lässt man mich nicht mein eigenes Wohn- Arbeits- und Steuerdomizil unabhängig vom jeweils anderen aussuchen?

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Toan (i.S. Erbschaftssteuer):

            Ich habe ausdruecklich eine hohe Freigrenze befuerwortet, die noch selber produktiv arbeitende Ein- bis Dreimannbetriebe, wie auch Besitzer eines nur bescheidenen Karnickelwohnstalles (zumindest weitgehend) ausnimmt.

            Die von ihnen erwaehnten Konzerne unterliegen nie einer Erbschaftssteuer. Solten sie durch Konkurs „sterben“, loesen sich sogar auch ihre Nettoschulden haftungsfrei in Luft auf! Deshalb waeren sie auch mit einer Nettovermoegessteuer, die diesen Namen verdient, zu belegen. Wer mit Arbeit (immer weniger moeglich) oder mit Speckulation oder Wucher (in Bibeltheokratien heute – ergaenzt durch die verfehlte Scheidungsscheidenvergoldung – der „Normal“fall) sich einen sorgenfreien Lebensabend – auch in Saus und Braus – verdient, soll diesen geniessen koennen.

            Wenn aber Aktienpakete vererbt werden (soweit sie nicht schon zu Lebzeiten zumindes praktisch steuerfrei an die Erben verschoben wurden), sollen Kapitalschmarotzdynastien nicht ewig leistungslos ueberfettet werden. Es steht ihnen frei, zur Bezahlung der Erbschaftssteuer Aktien zu verkaufen oder zu lombardieren. Beides schwaecht den finanziellen Status der AG um kein Jota. Aber zwingt Urur…..enkel wieder produktiv zu arbeiten, statt nur – wie der Erschaffer oder Erraffer – in Saus und Braus schwelgend Coupons zu schneiden….

          • Anh Toan sagt:

            @Urs Brock 20.02 12:15 : Die Fianzierung vopn Soziallasten ueber MWST fuert zur Entlastung des Arbeitsentgeltes von Abgaben. Wie viele, z.B. Freiherr, finde ich es ungerecht, wenn Erwerbseinkommen hoeher besteuert wird als Kapitaleinkommen, es ist aber schlichtweg dumm Erwerbseinkommen am staerksten zu belasten, wenn man Arbeitslosigkeit reduzieren will.
            Aber wie ich schon an anderen Orten geschrieben habe, die wirklich Linken wollen nicht die Arbeitslosigkeit reduzieren, sie wollen das Kartell derjenigen die Arbeit haben, vor der Arbeitslosen schuetzen. Denn dort liegen die Gewerkschaftsbeitraege und Parteisteuern, sie denken nicht weniger kapitalistisch als die Liberalen.

          • Hampi sagt:

            Anh Toan sagt:
            20. Februar 2011 um 13:24

            Ja, wie soll ich denken, dass zwischen einem Neoliberalen und einem Sozialisten irgendein substantieller Unterschied besteht? Etwa weil beide gleich anfällig auf Korruption sind? Sind jemandem Unterschiede im Ausnützungsgrad, wenn es um persönliche Bereicherung geht, bekannt? Kann man wirklich objektiv sagen, wer von beiden der bessere Mensch ist, wenn beide automatisch vorhersehbar immer das Gegenteil des Anderen sagen (per default und sektenmässig) ? Wie kann man auf die abstruse Idee kommen, dass jemand, der alles Heil im Staat sucht oder der Andere, dessen Heil der Nicht-Staat ist, recht haben könnte? Gehören wir etwa nicht zu den „höheren“ Lebewesen ? Dürfen wir die verfehlten Experimente (auf beiden Seiten) nicht sehen, sondern müssen immer an was glauben? Glauben, wie in der Kirche?

            Man sollte den Fortschritt auf dieser Welt gleichsetzen mit der Unabhängigkeit des Volkes vor dogmatischen Glaubensgemeinschaften.

          • Urs Brock sagt:

            Anh Toan sagt: 20. Februar 2011 um 13:24 ;

            Bei verlagerung der Steuer- und Abgabensysteme von direkten zu indirekten Systemen wird eines ausgeschaltet. Es wird nicht mehr berücksichtigt wieviel jemand hat… d.h. jegliche Steuern und Abgaben werden zu Kopfsteuersystemen.

            In der inzwischen immer mehr verworrenen Argumentation Neoliberaler Verfechter wird selbst eine Kopfsteuer als die sozialste betrachtet weil alle unabhängig vom Einkommen und Vermögen gleichviel bezahlen. Nun, man kann das tun…

            Das ist aber nicht meine Ansicht.

            Störend finde ich zudem noch die Plafonierung von Steuern und Abgaben, ab bestimmten Einkommen und Vermögen verlaufen diese Flach oder sinken sogar… d.h. je reicher jemand ist desto geringer der % Anteil. Eigentlich dachten selbst die Neolibeeralen Verfechter das dieses so akkumulierte Kapital wieder verwendet wird für Investitonen in die Realwirtschaft, das ist aber nicht geschehen… grösste Teile dieser Kapitalakkumulation wurden und werden für Spekulation verendet.

            Auch davon hat die Gesellschaft nicht’s… Oder?

            Arbeit besteuern oder Kapital. Von mir aus beides… das hat bestens funktioniert. Das sie nun die Linken und Gewerkschaften beschuldigen die einen gegen die anderen auszuspielen ändert aber nicht’s daran das die Besteuerung via indirekte Systeme ausser den Kapitaleigentümern sonst niemandem etwas bringt. Zu was sosnt soll die MWSt. gut sein als jegliche Kapitaltransaktionen von Abgaben zu befreien… so wie diese das heute macht.

            Die MWSt. wurde nicht umsonst eingeführt…

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Hampi:

            Man(n) kann sich immerhin in Geschichtsbuehchern umsehen, welche Systeme sich bewaehrten und welche verschuett gingen. Zu den letzteren gehoerten nun mal alle Imperien (wovon die letzten zwei auch achon marod sind).

            Die besten Resultate brachten saeckulare Rechtsstaaten ohne gekeulte Gewaltentrennung, mit einer soliden Grundlage von Bauern und Beamten, auf denen dann eine soziale Marktwirtschaft und leider auch die mehr oder weniger korrupten staatlichen und privaten Kleptokratien bluehen koennen. Es ist wohl kaum Zufall, dass mit Abstand die meisten Schweizer nach Frankreich auswandern. Die Tuerkei wiederum hat gezeigt, dass ein starker saeckularer Staat sogar die Islamisten kandarieren kann.

            Der saeckulare Rechtsstaat hat die Freiheit aller – auch der Vermoegenslosen – zu schuetzen. Und nicht nur die der ins Machtvakuum draengenden reichen Privaten oder gar Kirchen, welche nur an der eigenen Freiheit interessiert sind, aber die Vermoegenslosen versklaven, wenn kein starker Staat dies mit einem klaren Sklavereiverbot verhindert, und auch kompromisslos private und religioese Machtanmasser oder gar Gewaltanwender deckelt statt deckt…..

          • Hampi sagt:

            @Freiherr

            Sie meinen die besten Resultate, aber aus humanistischer Sicht gesehen. Leider funktioniert die Welt nicht nur nach „humanistischen“ Kriterien. Imperien mögen aus dieser Sicht schlecht sein, aber deshalb sind wir sie noch lange nicht los. Zwar gehen Imperien, wie das Römische, unter, aber bis jetzt sind sie immer noch durch andere ersetzt worden. Das Imperium der USA kann nicht untergehen, solange die Konkurrenten (Europa/Russland weiterhin, China bis vor kurzem) noch schwachsinniger sind. Ein Imperium ist nicht perfekt, aber perfekter im Verhältnis zum Rest. Die USA werden ihren Imperialstatus vielleicht verlieren, weil sie von einem Aspiranten wie zum Beispiel China verdrängt/besiegt werden.

            Aber von einer Welt, die ohne Imperialismus tickt, sind wir noch weit entfernt!

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Hampi:

            Humanismus sollte eigentlich das hoechste Ziel des Menschen sein. Imperien neigen dazu, sowohl die eroberten Heloten als gar auch ihre eigenen Buerger weit unter tierisches Nivo bis hin zur Keulung der primitivsten Grundrechte und in Bibelthoekratien gar Grundbeduerfnisse zu druecken.

            Die Imperien sind – bis auf zwei bereits durch und durch marode – alle verschuett gegangen. Mit immer kuerzeren Halbwertzeiten und immer hoeheren Schulden- und Leichenbergen. Und die Bibel eignet sich ebensowenig wie der Koran als Grundlage weltlicher Rechtsprechung! Im besten Fall schrumpfen Imperien zu saeckularen Demokratien (Tuerkei, Frankreich). Andere koennen zwar auch ihr Kerngebiet retten, pflegen aber ihre Theokratien bis zum Konkurs weiter. Andere werden von anderen Imperien entweder durch Besetzung direkt oder ueber ruinoese Reparationen geknechtet.

            China hat (im Gegensatz zu Japan und Deutschland) seit Jahrhunderten keine Gebietsansprueche mehr gestellt. Tibet stand schon sehr lange unter seiner Oberhoheit, auch wenn von der staatlichen Verwaltung mangels Rentablilitaet abgesehen und diese der einzigen budistischen Theokratie ueberlassen wurde. Auch die ihre Nase von Indien her dorthin streckenden Englaender sahen aus dem gleichen Grund davon ab, es den Chinesen zu klauen und ihrem Kolonialraubreich einzuverleiben. Die den neokolonialen Auf- und Auskauf von Handels“partnern“ ermoeglichende Globalisierung wurde auch nicht von den Chinesen erfunden. Allerdings werden sie immer mehr zu Auskeufern als Ausgekauften….

          • Hampi sagt:

            @Freiherr

            Hätte die Schweiz zwanzigmal mehr Einwohner bei gleicher Kaufkraft und Armeegrösse, dann würde sie ohne Zweifel im Imperialwettbewerb obenauf schwimmen.

            Die USA sind etwa 40 mal grösser als die Schweiz und haben etwas weniger Kaufkraft. Aber das Kriterium der absoluten Grösse (Einwohner, Armee, Wirtschaft) ist anscheinend wichtiger, als die Kaufkraft des Einzelnen. Die USA sind zwar in erster Linie wegen ihrer Wirtschafts- und Militärmacht faktisch die dominierende Macht. Aber den Imperialstatus erlangen sie erst, weil ein grosser Teil der Welt die sozialen und kulturellen Ideale der USA entweder kopiert (Europa, Japan) oder bewundert (Afrika, Asien, Südamerika). Dabei geht die weltweite Bewunderung bis hin zur Liebe. Ansonsten könnte man den weitverbreiteten Hass auf die USA nicht erklären.

            Man fragt sich, warum Europa, dessen Kaufkraft knapp an das der Staaten heranreicht, und das sich auch in Sachen Wohlstand sehen lassen kann, nicht ebenso bewundert oder gehasst wird. Mit ein Grund ist bestimmt, dass noch vor 22 Jahren eine Mauer unseren ganzen Kontinent durchzog und auch wir uns erst so richtig durch die USA inspirieren lassen wollten.

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Hampi:

            Ich sehe nix besonders bewunderns- oder gar liebenswertes in einem Volk, von dem zuerst ein Teil als verfolgte Verbrecher und ein anderer Teil als verfolgte Bigotte eingewandert ist, einen Teil ihres Staatsgebietes den Indianern abgenoziert und einen anderen ihren suedlichen Nachbarn abgeklaut haben.

            Und das heute aus rund je einem Viertel Verbrecher und Bigotte und der Haelfte bigotten Verbrechern, insbesondere auch Kriegs- und Besatzungsverbrechern besteht. Das Peitschensklaverei betrieb und Lohnsklaverei mit nur kurzzeitigem staatlichem Netz nur fuer die Massen statt auch fuer die wenigen lange Zeit Beduerftigsten betreibt. Und zuerst im laeteinamerikanischen Hinterhof Kolonialismus, und jetzt auf fast allen Kontinenten Neokolonialismus mit gynokratisch verschaerfter bigotter Zwangsmissionierung und sozialer Subversion betreibt….

            Aber Hass waere wiederum vielzuviel der Ehre….

        • Anh Toan sagt:

          @Urs Broch nochmals: Ich bin fuer sozialen Ausgleich, was Europa und die Schweiz machen in diesem Bereich ist aber pervers: Haette ich (knapp 50 Jahre, 2 Haende und 2 Beine und 1 Kopf, ca TCHF 250 Vermoegen), keine Unterhaltspflichten) eine kleine Wohnung in der Schweiz gemietet, statt mich abzumelden als ich auf eine grosse Reise ging, haette ich erhalten: Zuschuesse von 90% zur KK, zu den Mietkosten, Rueckverguetung VST waere mehr als Verrmoegenssteuern, Einkommenssteuern ohnehin 0.00. Ich waere zum Nettoempfaenger staatl. Sozialleistungen geworden! Dann haette ich die bezuschusste Wohnung einem Studenten oder illegeal anwesendem Auslaender untervermietet und mir damit ein Einkommen generiert. Ich wusste schon vor 10 Jahren, dass ich mir ein IV-Rente wegen Einordnungsproblemen „ergattern“ koennte. Tut mir leid lieber Urs Brock, das hat nichts mit Umverteilung von stark zu schwach zu tun, sondern mit Umverteilung von fleissig zu faul.

          • Urs Brock sagt:

            Anh Toan sagt: 20. Februar 2011 um 09:43 ;

            Ahaa, sie würden sich also also als Empfänger von unten her am System gesundbeissen… aber das sind Minibeträge und stehen in keiner Relation zu dem was die anderen von oben her vom System abbeissen…

            Da stehen sich Beträge in Mrd. höhe denen in Mio. höhe gegenüber.

            Gerade kürzlich mit jemandem Debatiert…. Er würde wegen einigen schwarzen Schafen gleich allen die Leistungen kürzen um ja keine Schmarotzer zu unterstützen und ich sage das ist mir egal da die meisten auf irgendwelche Leistungen aus Umverteilungssystemen angewiesen sind und man nie alle Schmarotzer eliminieren kann…

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Toan:

            Ihr „Vermoegen“ bestand wohl im Kapitalabschmelzbetrug der zweiten Seule statt dem unbedingten und realen Umlageanspruch vermoegensloser Lohnsklaven in sozialen Rechsstaaten bis zur Bahre. Aktivierbar nur bei Auswanderung mit totaler Keulung der entsprechenden Rentenrechte. Mit dieser Augenwischerei wird auch den Alten ein Vermoegen unterstellt, von dem die in der Heimat bleiben monatlich nur ein paar Fraenkli sehen.

            Bei der IV gibts nur noch scheininvalide Auslaender, denen im vollen Wissen um ihre fehlende Invaliditaet Renten zugesprochen wurden (die kosovarischen fronttauglichen Terroristen und Politiker lassen gruessen), um sie loszuwerden. Nachher schickt man ihnen in krasser Verletzung fremder Suveraenitaet private Kettenhunde auf den Hals, die in Rechtsstaaten verbotene oder staatlichen Beamten vorbehaltene Spionage im Privat- und gar Intimbereich betreiben. Schweizer gibts nur noch Scheingesunde, die trotz medizinisch (wenn auch nicht immer fotografisch) festgestellter Arbeitsunfaehigkeit zu Vollzeitpraesenz an einem „Arbeits“platz mit Rentenklau, Psychoterror und Medikamentendopingkeule genoetigt werden. Wobei private Arbeitgeber fuer die fehlende Arbeitsfaehigkeit der Praesenzsklaven von der „I“V voll subventioniert werden!

            Die Berentungsratte von Schweizern liegt weit am globalen Schwanz, diejenigen von Auslaendern bei der „Schweizer“ IV weit an der globalen Spitze!

          • Anh Toan sagt:

            @Freiherr: Da ich mich nur sehr kurze Zeit in meinem Leben als eigentlicher Arbeitnehmer verknechtet habe, durfte ich das beste am BVG-System geniessen: Mich davon zu verabschieden und mich eigenverantwortlich um meine Altersvorsorge kuemmern, ausser AHV. Auch das Risiko von Erwerbslosigkeit zwang mich zu Vermoegensbildung. Ich haette mich als Arbeitnehmer ehrlich gesagt gezwungen gefuehlt, soviel wie moeglich rauszuholen mittels Erwerb von Wohneigentum.

        • Freiherr sagt:

          @ Herr Toan:

          Da haben Sie leider recht. Um die Anzahl der Beitrager zu maximieren machen sich die Gewerkschaften gar zu Stiefelknechten der Lohndoempingprofiteure, welche die Loehne minimieren und den Kapitalschmarotz maximieren….

          Die Gewerkschafter von 1919, welche die Schliessung der Lohndoemperschleusen fuer den gewinnsuechtigen Produktionsberech, die Reduktion (statt Ausuferung) der Arbeitszeit und die – wenn auch immer mager gebliebene – Beteiligung am Produktivitaetsfortschritt erkaempften, wuerden im Grab rotieren, wenn sie die heutigen Arbeiterverraeter sehen koennten bzw. muessten…..

      • Hampi sagt:

        Rolf Meierhans sagt:
        19. Februar 2011 um 15:30

        Der SMI ist zurzeit tiefer, als vor zehn Jahren. Das würde heissen (stark vereinfacht), dass der Staat mehr Kapitalgewinnsteuern zurückzahlen müsste, als er kassiert hätte. Und da der Staat in guten Börsenjahren die Kapitalgewinnsteuern bestimmt nicht auf die hohe Kante legen würde, müsste er die Rückzahlung in schlechten Börsenjahren durch andere Steuereinnahmen subventionieren.

        Auch wenn man annimmt, dass der tiefe Stand des SMI eine aussergewöhnliche Situation ist, kann man argumentieren, dass die Börse weitgehend ein Nullsummenspiel ist und deshalb die Änderung des Vermögens (Kapitalgewinn/verlust) rein distributiv ist. Wenn einer gewinnt, dann verliert ein anderer. Also wäre auch die Kapitalgewinnsteuer, wenn auf die Börse angewendet, langfristig ein Nullsummenspiel.

        Oder sehe ich da was falsch?

        • Rolf Meierhans sagt:

          @Hampi: So gesehen haben Sie recht. Was die Einen ihrem Einkommen zurechnen, können Andere diesem abziehen. Allerdings fiele die Steuer nicht alleine auf SMI-Kapital sondern gesamtschweizerisch an. Die Steuer funktioniert aber tatsächlich nicht in einem Deflationsszenario. Ich frage mich, ob man einen Gewinn aus einem Short-Trade als Kapitalgewinn qualifizieren kann. Dann würde es funktionieren. Dennoch, ich muss wohl nochmals über die Bücher.

  • Freiherr sagt:

    @ Herr Schwarz:

    Die Unterwerfung der Weltwirtschaft wird den Amis nur gelingen, wenn sie ihr Agrarmonopol mit Genmist, Patentmissbrauch, Keulung der Landiwrtschaft der thumben Pudel und Aufkauf oder wirtschaftliche Ruinierung der paar noch starken Agrarexportstaaten, erfolgreich durchziehen koennen.

    Nachdem die Amis und ihre Pudel sich ums internationale Recht gar bis hin zur Neoapartheid ala Nazis und Buren gegen farbige Kernfamilien ihrer eigenen Buerger futieren, erstaunt es nicht, dass immer mehr Staaten (zurzeit noch nur) fuer ihre Binnenwirtschaften gegen neokoloniale Allueren zu Zwangslizenzen und anderen Retorsionen greifen….

    Ein suedostasiatischer Staat hat gar schon einmal alle gewinnsuechtigen statt anstaendigen Moechtegernaltkolonialisten rausgeschmissen. Er war der einzige weit und breit, welcher dann der altkolonialen Ausbeutung und Zwangsmissionierung entging….

    Uebrigens, nicht nur Oecken, sondern auch Juristen sollten obligatorisch wenigstens ein Jahr Mathematik studieren muessen. Wie bei Politikern ist ihre Matematikresistenz nebst der Geschichtsresistenz und Frontexpertenrenitenz der Hauptgrund fuer ihre Megaflops….

  • Anh Toan sagt:

    In Vietnam sehe ich es, aus dem was ich lese (Immobilienbewertung zu Erwerbseinkommen), schliesse ich, China ist ziemlich gleich. Es laueft das gleiche Spiel wie in den USA: Aufwertung von Immobilien schafft Kaufkraft. Wie lange noch? Die steigenden Zinsen sind der Anfang vom Ende…….

    @Michael Schwarz: ….,und damit z.B. auch fuer die Hoffnungen der USA, am Export nach Asien zu gesunden. Jetzt schreiben Sie es ja so, dass ich damit selbst kein Problem haette, wenn ich anderer Ansicht waere. So gefallen Sie mir!

    • Michael Schwarz sagt:

      @Anh Toan: Ich gebe Ihnen recht, dass kurzfristig bringt die Geldpolitik Bernanks für die USA Vorteile. Man kann Schuld abbauen, auf Kosten der Investoren, gleichzeitig kann er den USD unter Druck setzen, womit er die Privatinvestoren vertreiben kann. Wenn das eine Verbesserung der Investitionsklima in der USA dienen soll, hätte Bernanke seine Dissertation von Fremden abgeschrieben.

      Wie ich wiederholt gesagt habe, dass Bernanke nur die kurzfristige Vorteile verfolgen, was mittel- und langfristig zum Problem führen wird. Sie müssen sich folgende Fragen stellen: Wie hat die USA geschafft, sich so zu verschulden, das passiert nicht von heute auf morgen. Die Antwort ist: 1. Jahrzehntelange expansive Geldpolitik zum Gunst der Politiker, welche wiedergewählt werden wollen, d.h. die Politiker haben jahrelang die Wählerstimme gekauft, durch tiefere Steuer und Steuergeschenke, zum Last der Staatsverschuldung. 2. Die Wirtschaftspolitik und Wachstumspolitik der USA setzen nur auf die Binnenkonsum, wo die Innovation in der Industrie, Industrieproduktion, sowie die Exportwirtschaft vernachlässig hat. Bsp. die Autoindustrie. Die kurzfristigen Vorteile werden durch den Marktmechanismus ausgleichen, somit verschwindet mittel- und langfristige die kurzfristige Vorteile, die durch der Abwertung USD sich ergeben hatten.

      Die Unfähigkeit der Fed auf mittel- und langfristige Geldpolitik einzustellen, zeigt, das Fed keine klare Ziele vor Augen hat. Man tut das, was momentan verlangt wird, ohne mittel- und langfristig sich zu positionieren. Das Fazit: Fed handelt planlos ohne nachhaltige Ziele zu verfolgen, so wird Bernankes Geldpolitik zur Gefahr der Weltwirtschaft. Den Beweis sehen wir jetzt, nämlich steigende Rohstoffpreise Weltweit, das wird USA selbst auch treffen.

      • Anh Toan sagt:

        @Michael Schwarz: In USA verschulden die Politiker den Staat mit Versprechen von unfinanzierbaren Steuererleicherungen, waehrend die europaeischen Politiker den Staat mit unfinanzierbaren Sozialleistungsversprechen verschulden. Statt USA und Europa passt der Satz auch mit Kapitalisten und Linken. Da das so ist in Demokratien, muessen Staatshaushalte konstant Nahe am Kollapps sein, weil dort waeren sie ohnehin sehr bald wieder. Nur Diktaturen koennen gesunde Haushalte haben, in Demokratien wuerden diese sofort gepluendert: Es darf nie was zum pluendern da sein!

        • Michael Schwarz sagt:

          @Anh Toan: Zur Ihrer Aussage: „in Demokratie würde diese sofort geplündert“. Deshalb müssen die Politiker in der Demokratie besonders verantwortungsvoll mit dem Staatshaushalt umgehen, als in Ländern, die Diktature, Kommunismus oder Sozialismus herrschen. Wenn die Politiker versuchen mit Steuererleichterungen und Steuergeschenken die Wählerstimme kaufen zu wollen, dann ist die Zeit die Bürger und Bürgerinnen auf die Strasse zu gehen, die Politiker klar zu machen, was die Bürger und Bürgerinnen wollen.

          Sie müssen sich fragen stellen, wer für die Verschuldung eines demokratischen Staates verantwortlich ist, nämlich dessen Bürger und Bürgerinnen, weil sie genau so käuflich und kurzfristig orientiert sind, wie die Politiker. Wenn die Bürger und Bürgerinnen in einer demokratischen Staat von Politiker die Führung erwarten, dann ist das ein Irrtum in grossem Ausmass. Die Bürger und Bürgerinnen müssen die Politiker sagen was das Ziel ist und was sie wollen.

          • Anh Toan sagt:

            Die Deutschen gehen gegen Abwrackpraemie auf die Strassen??????????????????

          • Urs Brock sagt:

            Michael Schwarz sagt: 19. Februar 2011 um 19:07

            „….wenn die Bürger und Bürgerinnen in einer demokratischen Staat von Politiker die Führung erwarten, dann ist das ein Irrtum in grossem Ausmass. Die Bürger und Bürgerinnen müssen die Politiker sagen was das Ziel ist und was sie wollen….“

            …das setzt aber auch vorraus das die Bürger eines Landes vom Anfang des Lebens eine Basis erhalten die solche Informations- und Kontrollmechanismen verständlich und kontrollierbar macht. Das wäre u.a. die viel zitierte 4’te Gewalt des Staates, die Medien. Schön wäre es wenn’s denn dann so wäre… aber,

            …. wie schon K. Marx richtig feststellte haben Medien die Profite generieren müssen ein Problem mit den zu publizierenden Informationen. Die sind u.a von den Werbekunden abhängig. Wie das mal dem TA vor ca. 20 Jahren passierte als die Tendenz SVP Kritisch war hat die Emily Frey AG die Werbung gestrichen…

            Was denken sie wie simpifiziert wir hier werden würden wären die üblichen Informationsquellen der Bürger ausschliesslich unter privater Kontrolle? Vielen ist zudem das freie System Internet ein Dorn im Auge…. das würde man am liebsten komplett zensurieren und alle Webseiten auf Whitelists reduzieren. Ansätze dafür sind auch in den Demokratischen Industrienationen zu genüge da.

            Dieses Demokratieinherente problem, die eigenen Bürger von Anfang an nicht aussreichend und neutral für die Teilnahme am politischen Geschehen zu bilden, haben alle Länder… Staatskunde etwa gilt als nicht Effizient und zu wenig Renditeorientiert um im Budget der Schulen genügend berücksichtig zu werden. Gewisse Interessenvertreter wollen das eigentlich nicht… die zu intensive Teilnahme der Bürger da man lieber macht was man will aber nicht was der Bürger will.

            Zudem verkennen die meisten, das Demokratie nie von unten erkämpft wurde sondern immer von oben zugeteilt.

  • Michael Schwarz sagt:

    @Tobias Straumann: Ich stimme Ihre Analyse 100%ig zu, wenn Sie regelmässig meine Kommentare gelesen haben, wissen Sie es. Es ist ein schlechtes Zeichen, dass der Preis für Nahrungsmittel in China so rasant steigt, dass mit der Anhebung der Zinsen kann kaum etwas ausrichten, weil die Inflation in China bereits eigne Dynamik entwickeln hat. Es wird für die Chinas Zentralregierung schwierig werden, die Inflation im Land zu bekämpfen. Vor allem der rasche Zunahm der Lebensmittelpreise ist ein Anzeichen dafür, dass die Wirtschaft Chinas in der Richtung der Hyperinflation sich entwickelt, und die Hyperinflationsszenario in China mit der konstanten Zunahmen der Inflation immer wahrscheinlich wird.

    Die Unternehmen, die mit Begeisterung in China investieren, weil das Wachstum in China zweistellig ist, sollten Sie bald warm einziehen. Die Gefahr für die Wirtschaft der Industrieländer aus China ausgehen wird bis heute weitergehend unterschätzt. Das trifft auch die USA, sowie Bernanke. Der Anstieg der Rohstoffpreise ist auf die expansive Geldpolitik der Fed zurückzuführen, wo Bernanke die Konsequenz und den Folgen seine eigne Geldpolitik immer noch nicht klar ist. Wenn die Wirtschaft Chinas durch der Inflation zusammenbrechen würde, werde auch die US-Wirtschaft treffen, d.h. Bernanke schneidet sein eignes Fleisch, sabotiert eignes Wirtschaftswachstum der USA.

    Ich habe im meinen Kommentare mehreres Mals Bernanke Geistig eingeschränkt kritisiert, weil er die Dinge durch seine Brille des Phillipp-Modells betrachtet, er sehe die Dinge nicht ganzheitlich. Wie ich wiederholt gesagt habe, die Wirtschaftswissenschaft ist keine exakte Wissenschaft, ist auch keine Mathematik, sondern ehr mit Philosophie, Soziologie und Kunst verwand, deshalb ist die Wirtschaftswissenschaft so faszinierend als die Naturwissenschaft.

    • Anh Toan sagt:

      @michael schwarz: Ich fand Sie manchmakl einfach dieses kleine bisschen ueber der, anstatt hart an der Grenze. Grundsaetzlich gebe ich Ihnen recht: Bernanke treibt mit seiner Zinspolitik und QE2 (und folgende?) die Inflation der Rohstoffe und damit in erster Linie der Nahrungsmittel: Bernanke ist aber nur Vorsitzender der FED und damit den USA verpflichtet. Der USD ist die Weltreservewaehrung, was meiner laienhaften Meinung nach bedeutet, dass die Nachteile einer Waehrungsabwertung deutlich kleiner werden. Vielleicht gibt es gar keine Nachteile, wenn doch Volkswirte schon generell Abwertung als Rezept empfehlen. Sie koennen das System mit dem USD als Weltwaehrung kritisieren, Bernanke aber muessen Sie aus US Interessen betrachten. Immerhin sind steigende Nahrungsmittelpreise kein Problem fuer USA (Wieviel aendern sich die Preise bei Starbucks oder Nespresso, wenn der Preis fuer Kaffee steigt?), hohe Zinsen aber fuer 1/3 der US-Mittelklasse, welche „underwater“ sind!

      • Rolf Meierhans sagt:

        „Immerhin sind steigende Nahrungsmittelpreise kein Problem fuer USA“
        Ja schon ein bisschen zynisch wenn man bedenkt das 13% von lebensmillelmarken leben. Und arbeitslose ihr essen aus Abfalleimern fischen. Aber sie haben schon recht. Verhungern muss in USA niemand, zumindest theoretisch.

        • Freiherr sagt:

          @ Herr Meierhans:

          In den USA fehlts halt an der Grundsicherung, welche vor dem Verhungern oder kriminell werden bewahrt.

          Und die Versicherungen verhindern – wie immer mehr auch in der Schweiz – nicht mehr den finanziellen GAU der mit Grossschaeden wirtschaftlich dauernd gekeulten, sondern halten nur noch die Massen der nur kurz Erwerbslosen ohne oder mit einem minimalen Selbstbehalt ruhig….

        • Anh Toan sagt:

          Ja, Abstraktionen sind, wenn man die Konsequenzen fuer den (schwachen) Einzelnen nicht untersucht, oft zynisch, mir ging es jedoch vor allem darum, was folgt aufzuzeigen:

          Kaufen Sie in Vietnam auf dem Markt Lebensmittel, sind 50-80% des Preises direkt fuer Lebensmittel, kaufen Sie bei Wal-Mart eine Pizza, sind vielleicht 10% des Preises fuer Lebensmittel, der Rest fuer „Produktentwicklung/Marktforschung, Konservierungs-, Farb- und Geschmackstoffe, Verteilung, Lagerung, Transport, Verpackung, staatl. Lebensmittelkontrollaufwand und Marketing/Werbung/Verkauf. Verdoppeln sich die Preise fuer Grundnahrungsmittel, wird die Pizza bei Wal-Mart 10% teurer, der Reis auf dem Markt in Vietnam jedoch 70-90%. Die Auswirkungen von steigenden Lebensmittelpreisen sind fuer diejenigen gering, welche in erster Linie mit Markennamen versehene verarbeitete Lebensmittel kaufen (Darum mein Hinweis auf Starbucks und Nespresso), was in USA bei breiten Bevoelkerungsschichten der Fall ist. Der zweite Punkt ist der Anteil der Nahrungsmittel im Familienbudget (In USA wohl etwa 10% und zwar inkl. der Darlegungen oben, sprich fuer eigentliche Nahrungsmittel grob 1%. In Schwellenlaendern liegt dieser Anteil bei etwa 40-80%.

          • Rolf Meierhans sagt:

            @Anh Toan: Richtig so sehe ich das auch. Deshalb verstehe ich nicht, das man Inflation als gute Lösung sehen kann, wenn damit Wirtschaftsprobleme auf die ärmsten der Armen abgeschoben werden.

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Toan:

            Richtig.

            Umso duemmer, wenn eine Landwirtschaft als Garantin der Nahrungsautonomie wegen ein paar Prozent von einem bis zwei Prozent gekeult wird. In der Schweiz gibt der Helotenhaushalt fuer Versicherungsgaengster und andere Kapital- und Bodenzinsschmarotzer das Mehrfache aus wie fuer Nahrungsmittel.

            In Suedostasien gibt der Kuli am Strassenrand fuer eine Mahlzeit einen Stundenlohn aus. Eine von der mit Staats- und Kirchensteuergeldern des Entsendestaates finanzierte bibeltheokratischen Zwangsmission aus dem Einsatz fuer Kind, Familie, Volk und Vaterland freigekaufte KMU-Buchhalterin, Stickerin, Strickerin oder Missionarsmagd zahlt in der Auslandfiliale des bibeltheokratischen Kaufhauses fuer eine aehnliche, etwas besser und mit Aercon garnierte Mahlzeit einen Taglohn eines Kulis. Davon muss der „Wirt“ fuer die Karnickelstall“kueche“ dem Kaufheusler eigengewinnkeulend rund einen Drittel seines BruttoUMSATZES abdruecken!

      • Michael Schwarz sagt:

        @Anh Toan: glauben Sie nicht alles was Volkswirt sagen. Der Grund warum die USA schamlos verschulden kann, weil der USD ständig abwerten kann. Es besteht keine Motivation zu sparen, wenn man das Finanzinstrument „Abwertung“ in der Tasche hat. Ich wette mit Ihnen, wenn die USA die Möglichkeit der Abwertung des USD nicht gäbe, dann wird das Verschuldungsproblem in nächsten 10 bis 20 Jahren vom Tisch sein.

        Das Fazit: die Verschuldung entsteht, weil die USA den Dollar abwerten kann, oder die Abwertung führt zur Verschuldung. Sie können es drehen wie Sie wollen. Wir sehen hier einen Abwertung- und Verschuldungsspirale.

        • Freiherr sagt:

          Wenn die Schulden auf USD lauten gibts bei einer Abwertung keine Verschuldungs- sondern eine Entschuldungsspirale.

          Die Deutschen Kriegsschulden in Mark schmolzen von Zigmilliarden durch die Hyperinflation auf ein paar neue Reichspfennige ab!. An denen in Fremdwaehrungen stotterte Deutschland aber bis vor wenigen Monaten fast ein Jahrhundert lang ab…..

          • Rolf Meierhans sagt:

            Das stimmt doch nicht! Eine Notenbank druckt kein Geld, sie vergibt nur Darlehen welche theoretisch alle zurückbezahlt werden können. Werden keine neuen Kredite aufgenommen sinkt die Geldmenge. Was Sie meinen ist eine Währungsreform, ein Kapitalschnitt was auch immer.

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Meierhans:

            Was soll daran nicht stimmen?

            Jede Notenbank druckt Geld (oder laesst es drucken). Sie gibt zwar die Noten nur lombardiert heraus. Das hauptsaechliche Lombradierungsvehikel sind aber in zum Eigengebrauch oder gar zur globalen Verschenkung (mit Geizmaximierung gegenueber den eigenen Vermoegenslosen) verschleuderischen Staaten Staatsobligationen.

            In der Schweiz werden daran mit Milliardengewinnen die privaten Baenkster beteiligt. Sie kassieren fuer Staatsanleihen weit ueber 2 Prozent Zinsen, lombardieren aber diese Anleihein bei der Nationalbank fuer Fastgratisgeld. Die Amis haben diese Schlaufe nun kurzgeschlossen, indem die Notenbank mit durchdrehender Presse direkt Staatsanleihen im Megapack aufkauft, was die (anderen) privaten Profiteuere (sogar Notenbanken funktionieren in gewissen „Republiken“ zum privaten statt zum gemeinsamen Nutzen) vom bonbensicheren Zinswucher ausschliesst….

          • Rolf Meierhans sagt:

            @Freiherr: Nun Banken bekommen Zinsen für Staatsobligation weil sie Staaten langfristig Kapital zur Verfügung stellen (5, 10, 30 Jahre) und somit ein Ausfallrisiko zu tragen haben. Diese Sicherheiten (Lombardvehikel) können sie für kurzfristige momentane Nullzinskredite einsetzen wie sie richtig schreiben. Und sich an der Zinsdifferenz plus der Emission und dem Handel von neuen Anleihen etc dumm und dämlich verdienen, richtig. Das wirkliche Problem ist aber, dass sie das Ausfallrisiko gar nicht zu tragen haben wie wir am Beispiel Griechenland/Irland sehen!! So gesehen macht es gar keinen Sinn das Staaten den Banken überhaupt Zins für ihre Anleihen zahlen. So gesehen ja macht es sogar Sinn, dass Bernanke etc Anleihen von den Banken aufkaufen. So zahlt der Staat die Zinsen nämlich an sich selbst, zumindest indirekt. Die Banken verdienen aber auch so noch genug am ganzen Schwindel. Bernanke verkauft ihnen die Anleihen dann wieder zurück wenn wir die Inflation haben, einfach zum halben Preis und gewisse Bänker dürften somit „den Short-Trade“ ihres Lebens gemacht haben.

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Meierhans:

            Eben!

            Und waehrend Pansionskassengelder im Kapitalabschmaelz- statt Umlageverfahren mit Minuszinsen beklaut werden, wird Hyposchuldnern weiterhin mindestens 3 Prozent abgezockt….

          • Rolf Meierhans sagt:

            @Freiherr: Nun vom Schweizer „Kapitalschaelzverfahren“ brauchen wir gar nicht zu sprechen. Das dies nichts taugt versteht sich von selbst.

            Das Geld für die 3% Hypozinsen wären auch kein Problem wenn die Banken denn gewillt wären das Ausfallrisiko dafür tatsächlich zu tragen. Aber nein sie schmeissen dieses Geld so schnell wie möglich aus den Bilanzen (mittels Boni, Dividenden) um die 25% EK-Rendite zu erreichen.

            Wenn dann die Immo-Blase hier in der Schweiz platzt kommen sie gezwungenermassen wieder angekrochen bei der SNB und dem Steuerzahler, man solle ihre Bilanzen retten, ansonsten sie bedauerlicherweise gezwungen wären, die halbe Schweiz auf die Strasse zu stellen.

            Sie sehen Freiherr, nicht die Zinsen (Kapitalschmarotz) sind das Problem. Der systemimmanente Moral Hazard, für geleistete Zinsen die versprochene Leistung (Ausfallrisiko) nicht erbringen zu müssen, ist das Problem.

        • Karin Gut sagt:

          Jedes Land kann seine eigene Währung abwerten, man muss nur die Inflation hoch gehen lassen. Dann sinkt automatisch auch im internationalen Vergleich die Kaufkraft und die Währung wiird abgewertet. Normalerweise will aber jeder Staat eine möglichst kaufkräftige Währung (denn sein „Staat“ ist seine Bevölkerung, und konsumieren wollen alle, also kaufen und zwar könstig). Deshalb wertet normalerweise kein Staat seine Währung ab und bekämpft Inflation.

          Das Spiel geht also am Schluss umgekehrt: Die USA müssen sich wegen ihrem Handesldefizit verschulden. Um sich verschulden zu können, müssen sie relativ hohe Zinsen zahlen. Die hohen Zinsen ergeben eine höhere Inflation als in anderen Währungsräumen. Langfristig gesehen liegt die Inflation in den USA mehr als 1.5% höher als in der Schweiz. Der USD verliert also jedes Jahr im Schnitt mehr als 1.5% an Wert gegenüber dem CHF. Die US-Kaufkraftparität sinkt also mit 15 bis 20% pro 10J zu gunsten der Schweiz.

    • Karin Gut sagt:

      Gewiss, China ist eine Gefahr. Andererseits auch die westlichen Industrienationen waren und sind eine Gefahr, nicht für China natürlich, aber für unzählige namenlose Bauern und Bergleute irgendwo im „Süden“. Aber lassen wir das…

      China wird aber nicht nur eine Gefahr sein, China wird auch eine Stabilitätsstütze sein. China wird EU-Staaten und der USA Geld aus seinen Währungsreserven leihen. In Spanien und anderen PIIGS Staaten hat das schon begonnen. Klar, das gibt einen schleichenden Ausverkauf, China wird noch stärker. Aber was nimmt man für die Konsumitis nicht alles in Kauf….

  • Hampi sagt:

    Einerseits gibt es Ähnlichkeiten zwischen dem aktuellen China und dem Japen der 80er-Jahre. Wie die Chinesen jetzt, kauften auch die Japaner die halbe Welt zusammen. Auch damals schien, als ob die Geldquellen der Japaner unerschöpflich waren. In der Schweiz zahlten die Japanischen Banken traumhafte Löhne, um hiesige Händler abzuwerben. Aber ihr Kaufrausch konzentrierte sich vor allem auf die USA. So war Ende der 80er-Jahre halb Hawaii in japanischen Händen. In der dekadenten Schlussphase wurden die japanischen Käufer immer exzentrischer. So trieben sie die Preise von Kunstwerken und Wein in die Höhe. Und, wie meistens, profitierte auch die Schweiz von diesem Boom: Schweizer Uhren-Firmen, wie Hayeks SMH/Swatch, wurden zu Goldeseln.

    Andererseits gibt es aber zwischen dem japanischen und dem chinesischen Wirtschaftswunder im jetzigen Vergleich auch grosse Unterschiede. In den Achziger Jahren war es üblich, dass Japaner ihren Ruhestand im Ausland verbrachten. In den USA (und ich nehme an auch anderswo) entstanden viele Siedlungsgebiete mit japanischen Rentnern. Da das Leben in Japan schon damals sehr teuer war und der Yen sehr stark, lag dies auf der Hand und wurde sogar staatlich propagiert.
    Es ist wahrscheinlich, dass wenn der Renminbi frei (oder mindestens freier) handelbar wird, die Chinesen auch viel stärker auftreten würden in der Welt. Und allmählich werden sie, wie die Japaner, auch dekadent werden………………und dann kommt der Rückschlag!

    Wenn man bedenkt, dass zurzeit die Auslandkäufe der Chinesen einem strategischen Schema (diszipliniert/vorsichtig) folgen und die Lebenskosten immer noch sehr tief sind, kann man aber damit rechnen, dass es bis zur Dekadenz noch einige Jahre dauern wird.

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