Schnapsidee Euro-Anbindung

Noch nicht dasselbe.

Die Vorschläge, wie die Schweiz mit dem starken Franken umgehen soll, werden zunehmend bizarrer.

Das Problem dahinter ist simpel: Wir können von uns aus nicht viel dagegen tun, wie die jüngsten Versuche der Nationalbank SNB gezeigt haben, den Euro gegen Franken aufzukaufen und damit die eigene Währung zu schwächen. Der Euro ist weiter abgesackt und dank der dadurch mit Euro vollgestopften Bilanz schreibt die SNB milliardenschwere Buchverluste. Jetzt wird die Nationalbank deswegen von Politikern und Presseerzeugnissen geprügelt. Dabei hat sie nur vergeblich versucht, was alle gefordert haben: den Franken zu schwächen. Auch die Kantone zittern bereits um den Gewinnanteil, den sie jährlich von der Notenbank erhalten, obwohl deren Zweck eigentlich gar nicht darin besteht, Gewinne zu schreiben.

Bizarr ist zum Beispiel der Vorschlag, den Devisenhandel der Schweizer Banken zu beschränken. Bizarr deshalb, weil das von einem tiefgreifenden Missverständnis zu den Ursachen der Probleme um den Euro zeugt und von einer Überschätzung des Einflusses der Schweizer Banken auf den Frankenkurs – hier die Details.

Hier mehr zum anderen Vorschlag – vorgebracht vom Ex-SP-Präsidenten Peter Bodenmann und dem Gewerkschaftsbund: den Franken an den Euro anzubinden – zumindest temporär.

Erstmals – je temporärer, desto wirkungsloser. Wenn auf den Märkten klar ist, dass die Nationalbank heute mit Eurokäufen interveniert, um morgen den Franken wieder ansteigen zu lassen, passiert mit den Wechselkursen nicht viel. Die Erklärung dazu ist dieselbe wie bei einer hypothetischen Voraussicht über die Aktienkurse der Zukunft.

Die Stärke des Frankens ist vor allem eine Schwäche des Euros – oder genauer:  ein Zeichen für die Krise in der Währungsunion. Worin liegt der Sinn, die Schwäche zu imitieren? Die Stärke des Schweizer Frankens ist kein Krisenphänomen – sondern im Gegensatz dazu Ausdruck der Stärke und des Vertrauens in die hiesige Wirtschaft.

Der Vertrauensvorschuss ist nicht bloss eine Grösse fürs nationale Gemüt. Er zeigt sich auch in einer zentralen wirtschaftlichen Grösse: dem Zinsniveau. Selbst das europaweit beneidete tiefe deutsche langfristige Zinsniveau ist aktuell rund doppelt so hoch wie das in der Schweiz. Würde die Schweiz den Franken für die Märkte glaubhaft an den Euro anbinden, würden die Zinsen sich denen in Deutschland angleichen, gerade weil der Währungsunterschied und die erwartete Geldpolitik keine Rolle mehr spielen würden. Höhere Zinsen bedeuten geringere Investitionen. Und ja, mit den guten Jahren für die Hypothekarschuldner wärs dann auch vorbei, für einige wohl auch mit dem Eigenheim. Die Bauarbeiter würden ihrer Gewerkschaft gratulieren!

Immerhin, der Notenbank kann dann niemand mehr für irgendwas einen Vorwurf machen. Ganz einfach, weil sie ihre Unabhängigkeit aufgeben müsste, denn das bedeutet die Anbindung einer Währung an eine andere. Die SNB würde faktisch zur Filiale der Europäischen Zentralbank EZB: Sie müsste die Geldversorgung, beziehungsweise die Leitzinsen stets nach dem richten, was die Euro-Währungshüter in Frankfurt tun, denn sonst würde der Franken entweder auf- oder abgewertet. Wir könnten nur hoffen, dass sich unsere Konjunktur gerade so entwickelt, dass die Leitzinsen der EZB hierzulande nicht in eine Rezession oder in eine Inflation münden. Dagegen könnte dann die Nationalbank nichts mehr tun. Und die EZB will und darf sich nicht nach dem freiwilligen Anbindungsland Schweiz richten.

Das wahrscheinliche Szenario einer baldigen Anbindung wäre natürlich eine steigende Inflation, denn die Forderung nach einer Anbindung macht ja nur Sinn, wenn der Franken zu einem tieferen Kurs als jetzt an den Euro gebunden wird. Um ihn zu schwächen, müsste die SNB daher die Geldmenge aufblasen – etwa über weitere Eurokäufe, tiefere Leitzinsen sind nicht mehr möglich. Ein zu starker Franken ist zwar für viele Exporteure fraglos schmerzhaft und für einige existenzbedrohend (und dadurch ein echtes Problem für die hiesige Konjunktur). Für die Bewohner des Landes bedeutet er aber eine erhöhte Kaufkraft, wie jeder als Tourist im Ausland heutzutage freudig feststellen wird. Damit wäre es vorbei.

Fast hätte ich die Banken vergessen. Die müssen irgendwie das zerrinnende Bankgeheimnis wett machen. Ein Finanzplatz mit einer stabilen unabhängigen Währung ist keine schlechte Voraussetzung als Ersatz dafür. Das würde bei einer glaubhaften Anbindung auch nicht klappen.

Übrigens hat das mit den Anbindungen historisch mehr schlecht als recht funktioniert. Das gilt ganz besonders für die Versuche in Europa (hier und hier). Auch deshalb hat man dort nationale Währungen abgeschafft und sie durch den Euro ersetzt.

Wieso fordern die Anbindungsfreunde also nicht gleich die Einführung des Euro?

Mit dem teuren Franken wärs dann glaubhaft und definitiv vorbei.

Wollen wir das?

Nachtrag:

Von Kommentatoren und auch in der öffentlichen Debatte werden immer wieder die radikalen Massnahmen der Nationalbank aus den 70er Jahren gegen ein Frankenhoch angesprochen – zum Beispiel die Negativzinsen. Das war Thema dieses Blogbeitrags. Die Schlussfolgerung: Die Bemühungen haben ihr Ziel verfehlt.

Keine Kommentare zu «Schnapsidee Euro-Anbindung»

  • Tony Müller sagt:

    ..es ist betrüblich und interessant wie viel gescheite Vorschläge da kommen….
    aber ein plausible Erklärung..Lösung sucht man vergeblich..
    -wie kann eine KMU mit einem Export Anteil von,€1’000’000 noch bestehen wenn die anstelle von
    CHf.1’550’000..nun nur noch CHfr 1’2’00’000…erhält
    .und wie soll die KMU somit noch die Saläre bezahlen..bei einem Verlust von.CHfr 350’000../ Jahr
    mf g Tony M..

  • Michael Schwarz sagt:

    Die Anbindung an EURO ist zwar keine optimale, aber eine schnellere Lösung. Es wäre bessere Strategie gewesen, wenn SNB den Weg der QE Prog. eingeleitet hätte. Die QE Prog. ist viel wirkungsvolle und effizient, als eine direkte Intervention EUR/CHF. Wenn SNB EUR/CHF intervenieren, muss USD/CHF Intervenieren, weil der Druck kommt sowohl von Seiten des EUR und von USD. Die Zusammenarbeit mit BOJ hat SNB sich nicht danach angestrebt. In dieser Situation ist ein Alleingang der SNB eine falsche Entscheidung – Überheblichkeit, Selbstüberschätzung.

    Das ist eine gute Lektion im Devisenhandel für die SNB, das Devisenhandel ist mehr Kunst als Wirtschaftswissenschaft. In der Wirklichkeit hat es mehr als nur zwei Dimension, die die Wirtschaftswissenschaftler vorstellen. Die freie Floating einer Währung ist besser als die Anbindung an einer anderen Währung, wenn man die Möglichkeit hat.

  • anh toan sagt:

    @Hampi 11.01 10.07: Teile Ihre Sicht 100 Pro, inkl. Ihrer Angst vor staatl. Kontrolle.

    • anh toan sagt:

      @Rolf Meierhans: Dort liegt mein volkswirtschafliches Verstaendnisproblem, Sie haben es richtig erkannt: Wie kann eine Waehrung auf Dauer nach aussen (Wechselkurs) aufwerten, wenn sie nach innen abwertet (Inflation)? Meiner Meinung nach ist dies ein Paradox und muss sich innert relativ kurzer Zeit aufloesen, es gibt entweder Deflation im Inland oder der Wechselkurs sinkt. Ich vertraue aber schon darauf, dass Herr Hildebrand dies bessser versteht als ich, und ich sehe auch, dass es in der Schweiz zur Zeit geschieht (Immobilien). Aber ich glaube nicht, das auf Dauer sein kann, was ich zur Zeit sehe!

      • Rolf Meierhans sagt:

        @anh toan. Ich glaube das ist kein Paradox und zwar deshalb, weil der CHF durch die SNB-Interventionen bereits inflationiert wurde. Der Grund wieso er zum EUR aufwertet liegt allein an der Tatsache, das dieser noch viel stärker inflationiert ist (vgl. Problematik reale/nominale Zinsen). Der CHF also nur relativ zum EUR aufgewertet hat. Im Verhältniss zu Gold etwa oder eben Immobilien, hat auch der CHF abgewertet. Viele Konsumgüter stammen aus dem Ausland. Hier hat der starke CHF relativ gesehen eine deflationäre Wirkung. BMW’s, Mercedes müssten darum eigentlich viel günstiger sein (die Produktionskosten haben sich trotz der starken EUR inflationierung (noch) nicht wesentlich erhöht in Deutschland). Diese Autos werden hier aber inflationiert, mangels Preissensibilität des Schweizers, und Aufgrund der Kartelle (zB AMAG). Hätte die Schweiz zudem Steppe wie Australien und könnte man Immobilien importieren wären die Immobilienpreise ein keineres Problem und der CHF könnte auch nach innen aufwerten.

        • anh toan sagt:

          @rolf meierhans: Danke, das hat viel geholfen, insbesondere der |Hinweis darauf, dass die Aufwertung nach aussen eben nur eine relative (zum Euro) Aufwertung ist. Das passt zwar auch auf die meisten anderen Waehrungen zu, nicht aber fuer Rohstoffe und Immobilien. Somit hat die Schweiz nur die Wahl, die Fehler der anderen zu kopieren oder mit dem hohen Aussenwert des Frankens zu leben.

          • anh toan sagt:

            @rolf meierhans nochmals: Ich bin nicht ueberzeugt, ob man alleine aus Preissteigerung fuer Immobilien und Rohstoffe auf Inflatiion schliessen kann. Sie weisen zu Recht auf die Kartelle in der Schweiz hin, davon gibts jede Menge. Ohne Kartelle haetten wir deflationaere Tendenzen nach innen und einen starken Franken nach aussen, dagegen koennte die NB vermutlich was tun, aber wir haben inflationaere Tendenzen nach innen und Aufwertung nach aussen, die NB ist gefangen von den Kartellen, die eine ungerechtfertigte Rendite einstreichen. (Prof Erbe: „Ein Kartell ist ein Zusammenschluss von Produzenten, zwecks Ausbeutung des Konsumenten“.) So gefaellts mir, so machts Sinn fuer mich: „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefaellt.“ Vielen Dank Herr Meierhans.

  • Peter Don Kleti sagt:

    @anh toan, ich versuche Ihnen zu folgen, sehe dabei aber folgendes Problemchen: Da diese Bonds in EUR notiert sind, muss die SNB also zuerst ihre CHF in EUR umtauschen, um damit nachher die EUR-Bonds zu erwerben. Mit dem ersten Geschäft, also dem Erwerb der EUR gegen CHF, versucht man den CHF zu schwächen. Das danach noch EUR-Bonds gekauft werden, hat keinen direkten Einfluss auf den CHF mehr und wäre eigentlich nebensächlich. Wenn da nur nicht das Risiko wäre, dass die SNB ihre EUR-Bond-Positionen in ihrer Bilanz ständig abwerten resp. abschreiben muss, was wiederum zu einem negativen Ergebnis der SNB-Rechnung führt. Die SNB ist es also, welche nachher auf einem Haufen Junk-Bonds sitzt. Eine Bank mit 3 Buchstaben hat dieses Gefühl auch schon mal kennen gelernt. Soll sich nicht so toll anfühlen, habe ich gehört.
    Sollte sich zwischenzeitlich nicht nur die Bonität der EUR-Bond-Emittenten verringert, sondern zur Krönung auch noch gleich der EUR tiefer bewertet sein, entsteht nebst den Abschreibungen auf den Anlagen auch noch eine Abschreibung auf der Währungsposition an.
    Also, super Sache diese Idee von den Spezialisten der Partei für die Kapitalismus-Ueberwindung…

    • anh toan sagt:

      Wie erklaere ich korrekt, dass das Bilanzergebnis der Nationalbank im Kern nur eine andere Darstellung der Wechselkurse des CHF (Buchwaehrung der NB) sind?; Steigt der Franken, macht die NB Verluste, faellt der Franken, macht die NB Gewinne: Steigt der Franken sind die Assets der Bank (Guthaben bei Banken, Devisenreserven, UBS-Fonds, Goldreserven) IN FRANKEN weniger wert (die CHF-Guthaben natuerlich gleichviel, nicht weniger, insgesamt aber weniger), faellt der Franken sind diese Assets der Bank IN FRANKEN mehr wert. (Im letzten Jahr ist Gold noch mehr gestiegen als der Franken, also gabs selbst in Franken noch Gewinne). Sie koennte dieser Gesetzmaessigkeit eigentlich nur mit shorten von Devisen entgehen (die NB verkauft USD/EUR die sie nicht hat, und kauft damit CHF (von dem sie unendlich viel hat). Waere aber ziemlich dumm, und noch sehr gefaehrlich, aber auf diesem Weg koennte sie bei steigendem Franken Gewinne machen. (Das Zinsgeschaeft der NB ist hier nicht beruecksichtigt)

      • Peter Don Kleti sagt:

        Naja, die NB ist auch ein Marktteilnehmer, d.h. auch wenn Sie vermutlich schwergewichtig im Geld- und Devisenmarkt aktiv sind, so können sie auch Wertpapiere und andere Assets erwerben und veräussern. Sie bilanzieren in CHF.
        Insofern könnte man schon sagen, dass wenn der CHF seit der letzten Bilanz schwächer geworden ist, ein Buchgewinn in CHF auf FW-Positionen resultieren muss.
        Ihre Philosophie, EUR ohne Ende zu kaufen, würde im Falle einer effektiv nachhaltigen EUR-Erholung (woran ich nicht glaube) für die NB-Bilanz zumindest schon funktionieren – hatte ich Ihnen vorhin vorenthalten.. Aber da andererseits dabei massig CHF gedruckt werden, haben Sie die Geldmenge nicht mehr im Griff – und das könnte früher oder später zur Hyperinflation führen. In der Folge einen Ratenschwanz an Zinsgeschichten, die dann auf Kreditnehmer, Mieter und Hypothekarschuldner zukommen.

        Falls sich aber mein Szenario abspielen sollte, dann gibt’s eine „Familienpackung“ Buchverlust auf Assets UND Währung zugleich. Dann ist aber endgültig Schluss mit Ausschüttungen an die Kantone für ein Weilchen. Und wer finanziert eigentlich allfällige Defizite der NB? Die Aktionäre? Wer ist das?

        Ich finde, wenn man den Grossbanken vorwirft, sie sollen ihre Risiken i.S. Assets souverän im Griff haben, dann darf man das auch von der SNB erwarten – Too SNB to fail? `- wär in diesen Zeiten auch ein passendes Diskussionthema…

        • anh toan sagt:

          Die NB hat nur bei schwachem Franken ein aktuelles Geldmengenproblem, dann kann Sie die auslaendischen Staatsschulden/Devisen verkaufen, Solange der Franken stark ist (und die Verluste in der Bilanz stehen) hat die NB ein lediglich latentes Geldmengenproblem. Eine NB geht nicht pleite, allenfalls gibs Staatsbankrott, der entsteht aber durch Schulden in fremder Waehrung (Die Griechen etc, koennen keine Euro drucken), Schulden in der eigenen Waehrung sind kein Problem. Ueber nacht ging mir durch den Kopf, dass es wohl schlauer waere nicht nur EUR, sondern alle einigermassen soliden Waehrungen (USD/JPN/GPD/CAD/AUD/SGD/Yuan/etc) zu kaufen, da das Ziel der Aktion nicht Staerkung des Euros sondern die Schwaechung des Frankens ist, entscheidend ist unmengen Franken auf den Markt zu werfen und diese, wenn das Ziel erreicht ist und der Franken nicht mehr stark, auch wieder vom Markt nehmen zu koennen. Werden die Franken mit dem Helikopter ueber der Schweiz verteilt (roman Kretz 09.01 und andere), wird der Farnken auch geschwaecht, eine Abschoepfung der Liquiditaet ist aber nicht moeglich und der Franken koennte in einen Abwertsstrudel geraten.

          • Rolf Meierhans sagt:

            @anh toan: Ihre Ausführungen sind richtig. Der CHF würde geschwächt und die Wirtschaft gestärkt. Bloss nicht nachhaltig. Es verstärkt bloss die Inflationierung von Vermögenswerten in rascher Zeit mit einer hundertprozentigen nachfolgenden Deflation. Ausgelöst durch Aktiencrash oder Immobiliencrash wenn die SNB versucht die Liquidität abzuschöpfen.
            Wir hätten wohl einen Boom ähnlich wie momentan in Deutschland aber XXXL. Aber die SNB warnt ja jetzt schon davor, dass sich in gewissen gebieten der CH Immobilienblasen entwickeln. Wieso die gleichen Fehler begehen wie Griechenland und Irland vor einigen Jahren? Irland war Musterschüler in Wirtschaftswachstum, der Staat kaum verschuldet. Ökonomen haben vom Model Irland geschwärmt. Scheinbar machen Menschen immer die selben Fehler. Übrigens durch die Inflationierung der Vermögenswerte in Deutschland (Deutschland hat soviel importiert wie noch) wird auch die CH-Wirtschaft gestützt da D unser Hauptabnehmer in Sachen export ist. Das dürfte der Hauptgrund sein wieso unsere Exporte noch relativ gut laufen trotz starkem Franken.

  • anh toan sagt:

    Es erscheint mir zwar irgendwie gefaehrlich aber ich kann den Denkfehler nicht finden: Die Nationalbank kauft fuer sagen wir einfach mal ganz ganz viel Geld Euro Anleihen (und zwar deutsche und hollaendische, mein Modell beruecksichtigt keine Staatspleiten). Viel viel mehr als sie bisher gekauft hat. – Moment mal, nicht schon jetzt antworten, fertig lesen bitte – Selbstverstaendlich kauft sie mit Franken, denn Franken hat sie unendlich, solange der Franken stark ist (die Nationalbank kann Franken aus Papier herstellen). Sinkt der Euro, macht sie zwar riesige Verluste, jedoch eben in Franken. ist doch egal, kostet ja nur Papier und Tinte. Wird der Franken schwach (weil die Nationalbank wie bloed Euro kauft oder aus anderen Gruenden) macht sie Gewinne (in Franken), kann diese realisieren und mit dem Erloes den Franken staerken sprich die Geldmenge auch wieder reduzieren. Was die Nationalbank gemacht hat, war richtig, jedoch war sie nicht mutig genug, dies im notwendigen Umfang zu tun? Ehrlich, ich moechte diese Strategie auch nicht unbedingt als Nationalbankpraesident verantworten, denn die absolute Groesse der Zahlen ist beaengstigend! Aber ist es falsch? Die Nationalbank kann schlicht und einfach Euro aufkaufen bis der Franken faellt oder kaum anzunehmen, sie alle Euro gekauft hat. Eigentlich ist mein Beitrag hier fertig, da der Franken wohl schwach wird bevor es keine Euro zu kaufen mehr gibt, trotdem der Gedankengang gefaellt mir: Es kaeme zu einer Art unfreundlicher Uebernahme von Euroland durch die Schweiz: Die Schweiz AG gibt soviele neue Aktien (hier Banknoten) aus, dass sie alle Aktien der Euro AG kaufen kann, alles ohne einen Rappen Cash, nur Papier und Tinte. Und dann verkauft/schliesst die Schweiz die schwachen Teile der Euro AG, und verkauft den Rest an die Chinesen gegen USD. Sie ist den Euro losgeworden und hat die Taschen voller USD! I am the Antichrist, I am an anarchist

    • Rolf Schumacher sagt:

      Hmmm? Es gibt noch die Wirtschaft ohne andere Mittel, grosser Bruder. Man ist aufgerüstet in der heutigen Zeit. Die Schweiz würde diplomatisch enorm unter Druck gesetzt. Und wenn sie den EURO-wirklich als Zwergstaat derart unter Druck setzen würde und alle Warnungen in den Wind schlagen täte, dann müsste die Schweiz mit enormen Sanktionen und anderen Dingen rechnen.
      Derart krasse CH-Nationalbankspielchen ohne Einwilligung der EU-Zentralbank in Frankfurt, dem IMF und dem Basler Zentralbankengremium (BIZ) bedeutete Krieg ohne andere Mittel für die Schweiz. Wir sind nicht derart frei, wie wir immer meinen.

  • Peter sagt:

    Ich empfehle das Buch „Die Eurokrise“ von Hannich zu lesen. Interessantes Buch, da wird haarklein erklärt, warum die Anbindung einer Währung an eine andere unweigerlich zur Wirtschaftskrise führen wird. Die Argentinienkrise z.B. wurde durch die Anbindung des Peso an den Dollar erst richtig angefacht. Der Euroraum ist eine einzige „Anbindungsorgie“. Dabei sind die Volkswirtschaften in Ihrer Leistungsstärke viel zu unterschiedlich, als dass sie unter einen einzigen Währungshut passen würden. Von Anfang an hätte klar sein müssen, dass eine Transferunion nötig sein wird, um strukturschwache Regionen (Länder) zu finanzieren. Zum Vergleich: in Deutschland finanziert Bayern Mecklenburg-Vorpommern über den Länderfinanzausgleich mit, in der Schweiz gibt es auch einen kantonalen Finanzausgleich. Wie konnte es also passieren, dass die EU-Politiker vertraglich festschreiben liessen, dass kein Mitgliedsland für ein anderes zahlen würde. Das war von Anfang an fern ab von jeder Realität.

  • Danielis sagt:

    „Die EU ist der wichtigste Handelspartner der Schweiz. Ungefähr 60% (110 Mia.) der Exporte der Schweiz gehen in den EU-Raum, umgekehrt stammen 80% (130 Mia.) der Importe aus den Staaten der EU.“ (Quelle: OSEC: http://www.osec.ch/internet/osec/de/home/export/countries/eu/export.html). Wo es Verlierer gibt, gibt es auch Gewinner. Tatsächlich bedeutet ein schwacher Euro für sehr viele Schweizer Unternehmen (auch Exporteure) sehr viel günstigere Einkaufsbedingungen und für die Schweizer Konsumenten bedeutet dieser ein tieferes Preisniveau.

  • Roman Kretz sagt:

    Das einfachste wäre die SNB gibt jedem jedem Schweizer 1000.-Fr.das ergibt 1000×7000000 7000000000Fr.und der Staat
    kann dies wieder mit Steuern einfordern.Dadurch würde sich der Fr.sicher abwerten.

  • Pffiiffikus Pippifax sagt:

    @Hampi: Und wo ist der Haken? Wenn die Privatwirtschaft davon Nutzen zieht, wieso nicht?

    • Peter Don Kleti sagt:

      ..der Haken daran ist, dass man mit diesem Haken niemals einen vernünftigen Fisch fängt, da dieses Geld à fond perdu abgeschrieben werden kann und dazu noch inflationär wirkt und am Schluss über Steuereinnahmen reingeholt werden muss, welches jedem Fisch das Genick bricht.

    • Hampi sagt:

      @Pffiiffikus Pippifax
      Der Haken ist das Volk. Oder Politiker, die keine Visionen und Führungsqualitäten haben!

      @Peter Don Kleti
      Eine inflationäre Wirkung ist die Voraussetzung, um den Franken zu schwächen. Und das Geld wäre bestimmt nicht alles à fond perdu verloren. Selbst wenn alle Schuldner zahlungsunfähig würden, gäbe es zwar einen „Haircut“ (25-50 %), aber bestimmt keinen Totalverlust. Ausserdem wäre die Schweiz bei diesem Deal auf der gleichen Seite wie die Chinesen. Und die rechnen bestimmt auch nicht mit einem Totalverlust und haben in jedem Fall noch ein gigantisches „Nachdoppelungspotenzial“ (Annahme: was wir bis jetzt von den Chinesen gesehen haben ist erst der Anfang).

      Europapolitisch und strategisch gesehen für die Schweiz könnte das Ganze ein historischer Erfolg sein. Es wäre der grosse Befreiungsschlag, den die Schweiz benötigt, um nicht früher oder später unter die EU-Räder zu geraten. Die EU könnte gar nicht anders, als die Schweiz „gut“ behandeln (mindestens die nächsten 10 Jahre). Immerhin ist sie an ihrer Rettung beteiligt.

      • Peter Don Kleti sagt:

        Ich sympathisiere eher mit der Sichtweise von A.Krieger, 08.01.2011/18.35. Bin ja sonst gerne auch für etwas Hollywood, aber Ihr Vorschlag ginge mir jetzt wesentlich zu weit – und vorallem in die diametral entgegengesetzte Richtung von dem was ich mir vorstelle. Wie in den meisten Beiträgen vermisse ich auch hier die Eventualität des „erstens kommt’s anders, und zweitens als man denkt“. Kürzlich gab’s in diesem Blog einen interessanten Artikel über das Wissen, was andere glauben zu wissen, was die widerum glauben über andere zu wissen etc….

        Was, wenn die Chinesen sowohl in der EU wie im US$-Raum in wenigen Jahren einen Haufen Ihrer Devisen verloren haben? Und ich meine, nicht einfach so zufällig… In diesem Fall muss ich nicht unbedingt im selben Boot sitzen. Aus welchem Grunde sollen wir denn unter die Räder der EU kommen? Haben wir was verbrochen?

        M.M. nach ist das Währungsmanagement eines jeden Unternehmers eben Bestandteil einer erfolgreichen Geschäftsführung und nicht demokratisiert und öffentlich. Grosse Firmen mit ausl. Absatzmärkten arbeiten schon lange mit eigenen Finanzfachleuten. Die sind über Futures, Warrants, swaps etc. abgesichert. Das Argument, dass für KMU die Absicherung zu teuer käme, kann man aber offenbar nicht von der Hand weisen. Hier ist m.E. Aktion angebracht.

        Warum hört man die Branchen-Verbände nur klagen, aber bisher nicht mit innovativen Vorstössen vorpreschen?
        Die sollen Ihre Mitglieder zum Pooling von Fremdwährungsforderungen auf Monatsbasis beim Verband selbst anhalten.
        Dann kriegen sie von den beiden Grossbanken auch auf ultimo Monat verfallende, bis 1 Jahr Laufzeit, mit einem Spezialrabatt versehene und handelbare Kontrakte, um diesem Problem Herr zu werden. Damit wird per Dekret ein Finanzvehikel geschaffen, welches ausschliesslich von Verbandsmitgliedern erworben werden kann – also keine Spekulations-Begünstigung und freie Investoren. Dieses Model kann auch der Toursimusverband für seine Mitglieder anbieten (Swiss Tourism Qualified EUR Certificat = sog. STQC’s ;-)). Die Zertifikatisinhaber bezahlen Dank dem Pooling nur sehr geringe Versicherungskosten und sind über die Kontrakte zu 90% abgesichert.

        Die beiden Grossbanken haben ein solches Produkt nächste Woche zur Emission bereit, man muss sie nur kurz kontaktieren, gell…

        • Hampi sagt:

          Die EU-Räder werden zunehmend (eigentlich jetzt schon spürbar!) zum Schweizer Problem. Vielleicht ist einer von den vielen möglichen Gründen vergleichbar mit den US-Rädern. Und zwar dort, wo sie die Schweiz vor kurzem so überfuhren, dass diese dabei ihre eigenen Gesetze brechen musste. Und die Schweiz, um den US-Rädern zu entrinnen, scheute nicht davor, ein paar Hundert Bankkunden zu verraten. Der einzige Unterschied zu einer Bananenrepublik im Stile von Hugo Chavez ist dabei, dass die Schweiz in der Defensive war, während Hugo Chaves meistens in der Offensive ist.
          Hat die Schweiz dabei etwas verbrochen? Nein, eigentlich nicht. Dabei frage ich Sie: spielt das überhaupt eine Rolle?

          • Peter Don Kleti sagt:

            Dies ist einzig und allein durch unsere Gutmenschen-Fraktion mit ihrem vorauseilenden Gehorsam und unbegrenzter Harmonie-Sucht zu begründen. Würden wir hier in der CH etwas mehr Geschlossenheit vs. ausländischen Begehren an den Tag legen, dann hätte unsere Aussenpolitik auch tatsächlich eine Chance konzeptionell vorzugehen.
            Wenn unseren aussenpolitischen Vertretern aber ständig in den Rücken gefallen wird, dann ist halt auch keine pragmatische Aussenpolitik machbar (ungeachtet dessen, welche Partei jetzt gerade das EDA inne hat).
            Es gibt in keinster Weise eine plausible Legitimation für die derzeitigen EU/IWF-Begehren genauso wenig wie für die „Mutter aller innenpolitischen Totsünden der letzten 700 Jahre“, der Auslieferung von Kundendossiers an die USA!

            Zum Dossier UBS/USA lässt sich objektiv nur noch feststellen, dass bis heute keine verständliche, plausible Argumentation für diese Aktion geliefert werden konnte. Speziell in Anbetracht der Trümpfe welche UBS hatte, jedoch nie ausspielte. Ergo, für mich stinkt das massig nach Hochfinanz o.ä. Spielchen. Vielleicht sollten wir mal bei Mr. Schumacher nachfragen, wo genau der „Haken“ liegt, der ist belesen in dieser komplexen Thematik… Na? Don Schumacher, any comments?

          • anh toan sagt:

            @Hampi: Richtig, um die Daten an die USA herauszugeben, musste mal wieder die Bundesverfassung misshandelt werden. Und @Peter Don Kleti auch richtig, ein bisschen mehr Selbstbewusstsein in der CH-Aussenpolitik waere dringend notwendig. Jedoch, die schweizer Sichtweise zu Bankgeheimnis und Auskunftsverweigerung wurde in der Welt nicht mehr verstanden und akzeptiert, sie waren Auslaufmodelle und darum kein grosses Opfer. Heute zahlen Staaten Millionen an Diebe, um an Daten zur Steuerhinterziehung zu kommen und eine Mehrheit der Buerger findet dies richtig). Hab da noch so ne Drehbuchidee: Gangster kommt mit HG in Bank, legt USB Stick hin und Zettel. Auf dem Zettel steht: „voll machen“. Und ihr zwei aergert Euch ueber Aufgabe des Bankgeheimnisses?

          • Andreas Dombek sagt:

            @Großes Bruder anh toan

            Da man junge und aufstrebende Stückeschreiber etwas fördern sollte, möchte ich Ihnen eine wohllöbliche Hilfe angedeihen lassen.
            Man sollte bei der von Ihnen skizzierten Drehbuchidee zur geplanten Schmierenkomödie natürlich den Prolog nicht vergessen: Ein mitteleuropäischer Staatsgebilde duldet, deckt und fördert (!?!) gerissene Diebe, Finanzpiraten, Betrüger und Berater, welche andere Nachbarstaaten um mehrer Billionen von Geldern erleichtern.
            Erst dann kann natürlich das Hauptstück als Gangsterschmonzette mit Dieben einer „DVD, die goldene Eier legt“ geschrieben werden. Das gibt doch Ihrem ansonsten etwas faden Stück die noch fehlende Handlungslinie, Kontur und Würze sowie die geforderte Schärfe.
            Als krönenden Abschluss in diesem Schurkenstück kann wirkungsvoll in einer Räuberhöhle hoch in den Bergen das Szenario aufgebaut werden, wie dieser zuvor vermeintliche unschuldige und beraubte mitteleuropäische Staat mit den Räubern aus dem bösen Norden die Konterbande im Dunklen und Verborgenen gemeinsam, still und heimlich aufteilt.
            Denn es wird von dem erlauchten und staunenden Publikum auf dem schweizerischen Parkett gerne vergessen, dass im wirklichen Leben und auch bei dieser erpresserischen Räuberpistole mit der sog. „Beuteteilung“ zwischen der Schweiz und z. B. Deutschland die erbeuteten deutschen Schwarzgelder aufgeteilt werden. Für mich das mitteleuropäische Wort des Jahres 2010: Beuteteilung!
            Die saubere Betrüger erhält 25 % und der elende Dieb erhält 75 % dieser rückzuführenden Gelder in den Norden. Man ist erstaunt: Der Dieb wird vom Geschädigten auch noch belohnt. Schakal und Hyäne fressen am selben Aas. Wohl bekommts, Mahlzeit, en guete! Fast wie im wirklichen Leben.
            Fazit:
            Hier versagt die gern apostrophierte fleckenlose Moral. Asche auf das Haupt des Menschen, der hier eine gerechte Theaterkritik oder gar ein „moralisches“ Urteil fällen möchten! Drum lieber Stückeschreiber, springen Sie über den berühmten Schatten und tauchen Sie in das Land der Erleuchtung ein. Beweisen Sie Mut.

          • Hampi sagt:

            @anh toan
            Geärgert habe ich mich nur wegen der Art und Weise, wie das Bankgeheimnis ausgehebelt wurde. Wie sie sagen, war das Bankgeheimnis ein Auslaufmodell und deren Abschaffung (oder Entschärfung) eine Frage der Zeit. Das wussten auch die Banken selbst, denn auf diesem Hintergedanken gründete ein guter Teil der Expansionsstrategie der alten UBS (Onshore-Banking in Europa/USA). Nur die Schweizer Politiker, in ihrer gewohnten Igelstellung, haben das Thema verdrängt und deshalb völlig verschlafen. Und als es dann hart auf hart kam, zeigte sich, dass die Schweiz ihre Karten in diesem Pokerspiel nicht zu spielen wusste. Die USA hingegen hatten zwar gute Karten, aber es war insofern nur ein „Bluff“, weil ein Zusammenbruch der UBS nicht nur für die Schweiz, sondern auch für die USA katastrophal gewesen wäre (in jenem Moment).

            Die Argumente, dass es das Bankgeheimnis nicht mehr geben sollte, kann ich gut nachvollziehen und verstehen. Aber die Angst, dass der Staat die Bürger immer mehr „unter Kontrolle“ hat, überwiegt bei mir.

  • Hampi sagt:

    Wenn man wirklich möchte, dass der Schweizer Franken relativ schnell schwächer wird gegenüber dem EURO, dann wäre die wirksamste Methode die „China-Variante“:

    Die Schweiz müsste den Markt überraschen mit der Publikation, dass in grösserem Stil die Schuldpapiere von Irland/Portugal/Griechenland/Spanien aufgekauft worden sind und weiterhin werden…..

    Und die EU würde der Schweiz die Füsse küssen 🙂

  • Markus sagt:

    Gratuliere,
    ein meiner Meinung nach wirklich fundierter Artikel, der den Nagel auf den Kopf trifft und das Problem an der Wurzel beleuchtet. Endlich einer der den Mut hat zu sagen, dass man eigentlich nichts machen kann und nicht in einen, heute leider häufig sichtbaren, Aktionismus verfällt. Und es ist halt so im Leben, wenn man selber stark ist, hat das nicht nur Sonnenseiten, aber sie überwiegen deutlich. Das sollten wir uns wirklich bewusst sein und nicht dauernd jammern über die wenigen Schattenseiten.
    PS: ich bin Geschäftsführer einer Dienstleistungsfirma die 35-45 Prozent ihres Umsatzes in Deutschland in Euro macht, die meisten Löhne zahlen wir aber in CHF, es ist wirklich hart!

  • anh toan sagt:

    Beim lesen Ihrer Replik zu Herrn Nussbaum, war mein erster Gedanke: „Das Dementi ist die Bestaetigung des Geruechts“ (Ich glaube von Stanislaw Jerzy Lec). Warum?

    Ihr Gedicht ist bei der deutschen Romantik einzuordnen, bei Wikipedia hab ich dazu, zugegebenermassen sehr selektiv, was folgt gefunden: „Die Hinwendung zur eigenen Kultur bedeutete zugleich eine stärkere Hinwendung zur Sagen- und Mythenwelt des Mittelalters.“ und „Im politischen und kulturgeschichtlichen Sinn wird Romantik als Gegenströmung zur Aufklärung und zum Rationalismus eingeordnet. So kann die Romantik als Wegbereiter des Nationalsozialismus verstanden werden.“

    So passend das Volkslied:
    „Mir Senne heis luschtig, mir Senne heis guet
    hei Chaes u Angge, das git ys guets Bluet“

    (das Blut der Schweizer ist besser als das Blut der anderen……

    und noch was aus der romantischen Literatur, das auch noch bald zweihundert Jahre spaeter die Mentalitaet der Schweiz treffend beschreibt, aus Gotthelf, Geld und Geist

    „….aber aus den Fenstern sieht man die Berge, die so kühn und ehrenfest Trotz bieten dem Wandel der Zeiten, dem Wandel der Menschen.“

    also der a priori negative Wandel kommt von aussen, und laesst sich erfolgreich abwehren.

    Nichts fuer ungut Herr Schumacher, ich habs halt eher mit den Satirikern als mit den Romantikern: Satiriker kommen zwar sehr boesartig daher, erweitern durch andere Sichtweisen jedoch Horizonte, und vor allem nehmen sie sich dabei selbst nicht ernst (Satire hat im Unterschied zu Zynismus Humor). Sie bringen mich zum Denken, vor allem aber zum Lachen. Romantiker bringen zum Trauemen.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Ein Traum, ein Traum, ein fahler Traum
      es ist das Leben nichts als Schaum

      so gehts im Leben nicht um Realität
      sondern um persönliche Integrität

      reines Denken, selbstbewusstes Tun
      sind realer Bogen über dem Leben
      köstlich schmeckt! witzelt darauf ein eitles Huhn,
      mein Traumkorn auch ohne tief zu denken.

      Hedonistisch goldne Kröner jagend
      jagt es munter bis zum Lebensabend.

      doch dann wer will da viel sinieren
      das Huhn gebraten beim dinieren
      beisst in die saftigste Traumhuhnbrust
      beim Fressen denken?, man hat nicht Lust.

      So frisst im Traum ein Mann dies Huhn
      Schnitt, der Traum ist aus der Film vorbei
      die Huhntraumtaten, welche alle im Geiste ruhn
      brechen wild aus und suchen dem Huhn ein Ei.

      so wird es neu in einen Traum geborn
      um zu leben und zu leiden
      die Taten bestimmen die Wahl von beiden
      dem süssen Leben und bittrem Leiden

      Die Moral von dieser Geschicht, Moral tut weh, denn sie hat Gewicht mit Gicht.
      Man lacht, macht Spass und wills nicht glauben und lügt vorm Spiegel von Angesicht zu Angesicht.
      Das Inferno und Dante sind ein alter Zopf
      naiv wer denkt, ein dummer Tropf.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Lieber Grosser Bruder. Geniales visionäres Denken ist zauberhaft. Totes, verworrenes Gedankenstemmen dagegen rational analytische Flunkerei. Der Tanz der Teile ist das Leben. Wer die Teile tötet, um sie zu berechnen hat das Leben sicher nicht erfasst. Blind treibt die Oekonomenherde Yale und Harwardkraut wiederkäuend, die einfältigsten Zusammenhänge nicht sehend, dem sicheren Abgrund zu.
      Es ist einfach sich billige Freuden mit Geld zu kaufen. Es ist eine grosse Kunst im Denken selbst Befriedigung zu haben. Das erste ist flüchtig und macht deshalb süchtig, das letztere ist dauerhauft und macht deshalb frei.

  • E.Meyer sagt:

    Die Schweiz sitzt auf einem angsägten Ast! Spätestens 2012 chlöpft’s!

  • Andreas Dombek sagt:

    Investors Mär vom großen Glück
    oder
    Dr. Eisenbarth lebt

    Es war einmal der gute Doktor Eisenbarth,
    der kurierte Investoren nach sehr delikater Art.
    Konnt machen, dass sie gläubig investierten,
    sich dabei verzockten und auch noch blamierten.

    Er erstellte bei diesen Investoren unter Hypnose,
    in den Geldsäckeln hätte ein jeder eine Thrombose.
    Die Investoren erschrocken ob dieser Diagnose,
    glaubten Dr. Eisenbarths investigativer Prognose.

    Drum Leser bleib vorsichtig und sei sehr gewarnt,
    es gibt noch viele Heilsbringer a la Dr. Eisenbarth.
    Gloria, Viktoria, widewidewitt juchheirassa!
    Gloria, Viktoria, widewidewitt, bum bum.

  • del piero sagt:

    wer sich für Beschäftigung, sprich Arbeitsplätze und keine Wettbewerbs Nachteile einsetzen will, der kann sich eine Anbindung gut vorstellen.
    Wer für noch mehr Gewinne der Banken, Globalen Versicherungen und Konzere einsteht…, der findet das eine Schnapsidee.
    die Zukunft wird zeigen wer richtig liegt.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Man mag es rausschneiden oder wegzensieren. Aber ich schalte mein Nussbaumgegengedicht nochmals auf. Hat mich immerhin 20 Minuten Hirnarbeit gekostet.

      Der Weg ist gepflastert mit Leid und Glück
      er geht immer vorwärts nur selten zurück.
      Wir haben gelernt aus bewegter Geschichte
      statt Blut vergossen zusammengesessen beim Suppengerichte
      aus Feinden verlässliche Freunde gewonnen
      Gräben zugeschüttet und uns besonnen
      Freie Städte, Land, See und Berg
      zusammen eins, man nannte es Schweizerzwerg
      ein Staat gar munzig neutral und friedlich
      der Hass bleibe draussen wir mögen es lieblich
      mit starker Hand helfen wir jedem Schwachen
      fremder Händel gehöre nicht zu unsren Sachen
      die Freiheit der Franken unsre Souverenität
      opfern wir nie, nicht der höchsten Rotgoldautorität.

      Spott über andere vergiessen ist diabloische Rhetorik.
      Entbehrt jeder ethisch korrekten Methodikt
      deshalb musss der Spötter innerlich wissen
      dass seine Worte vom Weltenwind zerrissen
      scharf und sicher, die Gesetze verlangen es so
      zurück in den eigenen Garten, siehe, da brennt es schon LICHTERloh.

      Der Lichtbringer mag wohl zauberhaftes Gaukellicht bringen.
      Aber er ist nicht Licht, nein, dazu verdammt ewig darum zu ringen.

  • Friedrich Lorenz sagt:

    Noch nicht dasselbe ?
    Wahrlich nicht. Wenn man schaut, was man für 10 Euro im Südbadischen bekommt, und was in Basel für 12 Franken 50.

  • Friedrich Lorenz sagt:

    Noch nicht dasselbe ?
    Wahrlich nicht. Wenn man schaut, was man für 10 Eoro im Südbadischen bekommt, und was in Basel für 12 Franken 50.

  • Friedrich Lorenz sagt:

    Noch nicht dasselbe ?
    Wahrlich nicht. Schaut man, was man für 10 Euro bekommt im Südbadischen, und was für 12 Franken 50 in Basel.

  • Pffiiffikus Pippifax sagt:

    Falls der Franken abgewertet wird, verlieren einige ausländische Bankkunden sehr viel Geld, und ziehen ihr Geld ab. Was hat das wirklich zu bedeuten für den Zinssatz? Falls sich der Franken/Eurokurs noch mehr zu ungunsten der Exportwirtschaft entwickelt, wird die Exportwirtschaft noch mehr belastet. Die Löhne der Arbeitenden müssten runter. Dies wäre weniger schlimm, wenn die Preise auch sinken würden. Nur wird der Schweizer von Politikern bestohlen und verarscht indem wir für alles mehr bezahlen. 280 g Irischer Hohrücken gleich 23 Franken, in der Migros! Vielleicht kann uns Aldi weiter helfen, vielleicht.

    • Rita Rosenweich sagt:

      Sie haben wohl recht, Herr Pippifax, es wird wohl darauf hinauslaufen, dass wenn der Franken weiter so stark aufwertet, man bei uns das Lohnniveau wird senken müssen, zumindest bei der breiten Mittelschicht. So kommen wir in eine ähnliche Situation wie D vor ein paar Jahren, als der Euro so stark wurde und das Land international kaum mehr wettbewerbsfähig war. Mit dem Unterschied, dass D aber in der EU ist und mit dem Euro Teil eines grossen Währungsraums war, und das Lohnniveau bei uns im Verhältnis sehr viel stärker sinken müsste, und die Lebenshaltungskosten schon immer deutlich höher waren, als in D. Die Schere wird sich also weiter öffnen. Und spüren wird es der Mittelstand. Mal sehen, wann hier der Groschen fällt, dass man sich die Hoffnung, durch niedrige Steuern und Fleiss ein wenig vom Leben der Reichen abschneiden zu können?

  • A Krieger sagt:

    Danke für den Beitrag. Man hört in den Medien sonst wirklich nur Blödsinn darüber. Ich frage mich, ob diese Politiker und Unternehmer es nicht besser wissen, oder ob es ihnen egal ist, aber die eigene Währung zu schwächen schadet jedem, der ein Sparkonto oder Pensionskassenguthaben hat. Den Franken zu schwächen bedeutet Inflation und schleichende Zerstörung der Ersparnisse der Mittel- und Unterschicht. Die Reichen können sich verschulden (sie bekommen keine Hypothek ohne dass sie schon Geld haben) und profitieren so von der Inflation. In Drittweltstaaten werden die Ersparnisse der Bevölkerung ständig weginflationiert, die Folge ist, dass es dort keine Mittelschicht mehr gibt. Die einzigen, die dort ein gutes Leben führen sind die Superreichen und korrupte Politiker und Beamte und Miliätärs.

    Die SNB hat übrigens schon eine Menge CHF gedruckt und damit Euro- und USD-Anleihen gekauft. Die USA und die EZB kaufen wenigstens die eigenen Staatsanleihen. Was sie den einen Bürgern (Sparern) wegnehmen kommt wenigstens dem Staat zugute (die Schulden haben weniger wert). Die Schweizer zahlen dank den SNB Interventionen die Staatsschulden der Amerikaner und der EU-Länder! Vielen Dank, Herr Hildebrand!

    Aber da ist ja nichts zu danken, wahrscheinlich werden sie den Lohn dafür nach ihrer Amtszeit von ihrem Ex-Arbeitgeber (dem Hedge Fund Moore Capital) in Form eines VR-Mandats bekommen. Es würde mich wundern, wenn dieser Fonds nicht einen Haufen SNB-Bills in CHF zu von der SNB subventionierten Devisenkursen gekauft hat. Das ist nämlich genau das Geschäft dieses Global-Makro-Fonds und Herr Hildebrand ist für diesen Fonds den Notenbankern der Welt hinterhergeflogen, um an Informationen zu kommen (googeln Sie mal den Bilanz Artikel über Hildebrand). Die Weltwoche hat wohl recht, dass HIldebrand zum teuersten Bankmanger der Schweizer Geschichte wird…

  • Urs Brock sagt:

    Aufschlussreich für mich ist, das offensichtlich niemand sich mehr auf liberalisierte Märkte verlassen möchte.

    Hat man sich in den vergangenen +20 Jahren besonders intensiv darauf konzentriert alle möglichen Regel- und damit auch Schutzmechanismen ersatzlos zu streichen wundert sich so mancher wie man das ganze den am besten wieder in den Griff bekommt…

    Was hier vor allem fehlt ist eine gemeinsame Basis darüber was man eigentlich erreichen möchte. Konzentriert man sich ultimativ auf die Währung, i.e.Stabilität, schützt man allgemein die Kapitalbesitzer… wärend alle anderen sehen können wo sie bleiben. Das ist es nun was wir alle haben… meiner Meinung nach aber nicht der Weisheit letzer Schluss da etwa Arbeitslose in gigantischen Ausmassen auftauchen die man nicht mehr los wird…

    Ein weiterer Knackpunkt der nicht aufgeht ist der globale Niedrigst- oder sogar Gratissteuerwettbwerb- oder noch perverser Subventionswettbewerb zwischen den Ländern. Hier geht es eigentlich für den Grossteil der Menschen nur nach unten… für die Zivilgesellschaftlichen Ansprüche bleibt da irgendwann kein Krümel mehr übrig…

    Wollen wird das wirklich auch in Zukunft so konsequent durchziehen wie heute… in der Schweiz und auch in der EU? Ich finde mit dieser Strategie der Ultrastablien Währungen und doch flexiblen Wechselkurse (Paradox, nicht war?) , verbunden mit dem Wahn sich auf Exporte zu konzentrieren hat sich so manches Land erhebliche Nachteile eingehandelt… Grob gesagt, die Binnenmärkte sind am sterben, die National Kaufkraft lässt Jahr für Jahr nach… es werden Exporte gefördert…

    …die aber vertragen sich schlecht mit starken Währungen…

    Man hat also den Teufel der „Verschwendung und Ineffizienz“ mit dem Belzebub ausgetrieben… blühen tun damit aber keinesfalls die Staaten und deren Bewohner sondern eine Handvoll global agierender Investoren und Multinationale Konzerne die zudem mehr und mehr Gewinne und Kapital unter sich aufteilen…

    Und der Rest der Menschheit?

  • Norbert Nussbaum sagt:

    Aber aber, Herr Don Kleti, wer dürfte denn so vergesslich sein? Natürlich erinnert sich noch mancher dazumal beschworenen „Gelben Gefahr“. Das sie mglw. wegen „den linken Gutmenschen“ nicht beim Namen genannt werden darf, hat sicher damit zu tun, dass es sich auch um eine „rote Gefahr“ handelt. Ich schlage daher vor, in Zukunft von einer „Gelb-roten Gefahr“ zu sprechen. Wie Sie aber auf die Idee kommen, dass wir noch weitere 100 Jahre auf die Segnungen des Kommunismus à la CN in CH warten müssten, bleibt mir ein Rätsel. Wissen Sie schon, was in 100 Jahren in CH passieren wird? Und passiert alles andere bis dahin nur ausserhalb der CH?

  • Peter Don Kleti sagt:

    Ach ja, fast vergessen. Jetzt wo die Chinesen gerade Europa aufkaufen, da wär’s natürlich höchste Zeit den EUR zu übernehmen und vorallem sofortigstens der EU beizutreten. Sonst ist der Zug nach Peking dann definitiv abgefahren und die Einführung des Kommunismus in der CH muss weitere 100 Jahre auf sich warten. Schade. Also, hopp Hr. Bodenmann!

  • anh toan sagt:

    Der CHF ist seit 50 Jahren mehr oder weniger ueberbewertet, zumindest, wenn man die Kaufkraftparitaet als Masstab nimmt (aus Schweizer Sicht war im Ausland immer das meiste billiger). Die schweizer Exportwirtschaft ist dennoch konkurrenzfaehig, im Kern, weil sie lernen musste, das herzustellen, was die anderen nicht koennen, bzw. in einer Qualitaet, die andere nicht bieten koennen. Denn so ein Produkt laesst sich auch zu einem hohen Preis verkaufen. China stellt her, was alle koennen, nur viel billiger. Grundsaetzlich ist festzuhalten, dass ersteres eine viel stabilere Exportwirtschaft mit hoher Wertschoepfung foerdert, waehrend zweites konstant auf eine schwache Waehrung (oder tiefe Loehne) angewiesen ist, um ueberhaupt rentabel zu sein. Die Zinsen in Euro sind zwar, wie Sie schreiben Herr Meier, nominell hoeher als in CHF, real (Zins-Inflation) sind die Zinsen fuer gute Schuldner in Euroland jedoch eher tiefer (Zinsatz ab ca. 6Monaten in EUR +1Basisprozent zu CHF, Inflation Euroland mindestens +1 Basisprozent zu CHF.) Entscheidend ist jedoch der reale, nicht der nominale Zinssatz, wie die ungarischen Eigenheimbesitzer mit grosser Shortposition CHF (Hypothek) bitter erfahren mussten.

    Die Schweiz befindet sich in einer Position der Staerke: Sie kann der EU beitreten oder den Alleingang erfolgreich weiterfuehren, wie immer klarer wird muss sie im zweiten Fall jedoch damit leben, mit starker Waehrung, hohen Grundstueckspreisen, relativ geringen Sozialabgaben, tiefen Steuern und hohen Loehnen (jedoch nur Arbeitsplaetze fuer Hochqualifizierte) eine Insel der Reichen in Europa zu werden. Im kleinen Masstab laesst sich dies beobachten in Zermatt, St. Moritz, Verbier, Zug, bald ganz ZH). wo ’normalsterbliche“ Schweizer allenfalls noch leben koennen, wenn Sie seit langem Wohneigentum haben. Der kleine Gewerbler oder Buezer haben in dieser Schweiz keinen Platz und werden zum Aussenseiter der Gesellschaft. Sie muessen ins Toggenburg ziehen und von dort nach Zuerich pendeln, um in ihren ehemaligen Kneipen in Zuerich die zu Gourmettempeln wurden, die Reichen in der Hoffnung auf Trinkgeld bedienen zu duerfen. Abschliessend sei erwaehnt, dass eine solche Schweiz sich hervorragend eignet, von populistischen Politikern in der EU als Suenbock dargestellt zu werden: Was vor 70 Jahren die Juden waren, koennten in zwanzig Jahren die Schweizer sein. Will die SVP eine solche Schweiz? Die Schweiz in der EU mit Euro waere mir sympathischer, vermutlich etwas weniger reich, aber noch lange nicht arm (die Deutschen und Hollaender werden in der EU auch nicht zu Griechen).

    • Rita Rosenweich sagt:

      Sollte sich, anh toan, Ihre Prognose als richtig erweisen (und vieles spricht derzeit dafür) und die Geschichte sich wiederholen, dann jedoch diesmal nicht als Tragödie, sondern als Burleske.

    • Norbert Nussbaum sagt:

      Zu Ihrem Schreckensszenario, dass allerhand Drehbuchschreiber-Phantasien weckt: Man stelle sich vor „Im Reduit 2“, spielt im Jahre 2033, der Euro-Mob schlägt alles kurz und klein, Euro-Führer einer bankrotten EUdSSR blasen zum Angriff auf die Festung Schweiz. Dort indessen bis an die Zähne bewaffnete Reiche mit ihren Militärstäben in Luxushotels in St.Moritz, Verbier, Gstaad etc. die Abwehr vorbereiten. Von denen werden die „Normalsterblichen“ schliesslich in den Kampf geschickt. Ob da die Hoteliers mitspielen werden?

      Danke übrigens für Ihre Blumen aus Anlass meines bescheidenen Schüttelreims. Ich verstehe die Anspielung im Titel dieses Blogs („never mind the bullocks“) als Aufforderung, ein wenig Punk-Anarchie in die Diskussion zu bringen – und in den Chor der 100000 Narren mit einzustimmen. Ihre Beiträge zu lesen ist immer ein Genuss. Selbst wenn ich hier der oberste Gutmenschen-Zensor wäre, ich würde sie auf keinen Fall löschen ;-).

  • Christian Uebelhard sagt:

    Der Schreiber ist anscheinend ein typisches „Produkt“ der neoliberalen oekonimischen Schule- sein Credo jedenfalls erinnert an TINA (There ist no alternativ) von Thatcher. Der Patient wird vom Arzt als unheilbar kank erklärt und das wars dann….

    Oder ist ein ein Lobbist der Banken ? Vielleicht ist er aber auch einfach nicht sehr kreativ beim Lösen von Problemen…

    Jedenfalls möchte ich gerne von ihm lesen, was er dann den eventuellen zehntausenden von Arbeitslosen erzählen will und wie er diese finanzieren möchte, falls diese für die Realwirtschaft ungünstige Wechselkurssituation weiter anhält oder sich noch verschäft….

    Ich als „Laie“ bin weiterhin Anhänger des Negativ- Zins- Ansatzes für die Problemlösung- Verweise auf die angebliche Wirkungslosigkeit in der Vergangheit (wo sind die Belege dafür ?) sind jedenfalls für mich kein Grund, diese Ansatz nicht gründlich zu prüfen. Das ist etwa so rational wie ein Enkelkind nicht Autofahren möchte, weil sein Grossvater mit einem damaligen Auto tötlich verunglückte. Besser das Enkelkind verweigert die heutigen Autos weil es rational erwarten kann, sich damit seine eigene Zukunft ziemlich schwierig zu machen durch noch mehr CO2 in der Athmosphäre… Noch besser, es hört nicht auf neoliberale Oekonomen weil die völlig ratlos oder ignorant sind bei einem Marktversagen….

    • Rolf Meierhans sagt:

      Wie ich weiter Oben schon geschrieben habe, ist der erhalt von zehntausenden von Arbeitsplätzen nur über eine Quersubventionierung möglich. There is no free lunch, and there will never be one! Durch eine Schwächung des CHF steigen die Lebenserhaltungskosten für jeden Schweizer, vor allem für die ärmeren Schichten!
      Lieber die Steuern erhöhen und den Mehrertrag zum Erhalt der Arbeitsplätze investieren als ausländisches Kapital mit einer Abwertung des CHF zu subventionieren!

  • Norbert Nussbaum sagt:

    Robinsonade für die Insel (wenn es auf dem Festland kracht)

    Ich lieg‘ und besitz‘ auf meiner Insel meine Franken,
    Sein Wert ist real, und ich ganz neutral.
    Das darf nicht Spekulation, kein Zufall sein,
    Tüchtigkeit allein macht so mir ewig Wohlstand mein,
    Mit Tapferkeit das Sturmgewehr im Schrank seh‘ ich
    Dem drohend‘ Krieg der irren Vaterländer zu,
    Denn Inflation und Populisterei waren nie im Kern das Wesen mein,
    Doch wenn es dorten ist vorbei,
    Berat‘ ich gerne sie mit meiner Moralisterei.
    Ich habs schon immer gewusst, vielleicht auch gesagt:
    Gerecht ist gerecht, Rettung tut Not.
    Aber eines weiss ich ganz gewiss:
    Die Wahrheit, die ist eure Sache nicht,
    Und deshalb zahle ich für niemand niemals nicht.

    • Demarmels sagt:

      So gut ist dieses sch…. Gedicht auch nicht, dass es gleich drei mal kommen muss. Du bist doch genau so einer von denen, die hier nur profitieren und sich keine Gedanken darüber machen, wer hier das Geld erarbeitet, das die Linken mit vollen Händen für sich selber ausgegeben.

      • Rita Rosenweich sagt:

        Ich vermute, Herr Nussbaum ist dafür zuständig, die Dankesbriefe an die besten Steuerzahler Zürichs zu verfassen, in die Umschläge zu stecken, und dann zur Post zu tragen. Er weiss also sehr genau, wer hier das Geld erarbeitet und wer es mit vollen Händen ausgibt.

      • anh toan sagt:

        Das Gedicht ist so gut, dass saemtliche anderen Kommentare, inklusive meiner eigenen geloescht werden sollten!

        Nicht, weil man nicht eine andere Meinung verteten darf, sondern weil die im Gedicht karikaturiesierte Meinung hunderttausendfach aus Kommentaren zu lesen ist. @Demarmels: Mir ist die intellektuelle Leistung die ich in diesem Gedicht sehe wertvoller, als alles Geld das Sie in Ihrem ganzen Leben erarbeiten werden. Und ich gebe zu, haette ich nichts zu fressen oder koennte meine Arztrechnung nicht bezahlen, wuerde ich anders denken.

      • Norbert Nussbaum sagt:

        was weisst du denn was ich erarbeite? falls ich meinen laden hier zumachen muss und nördlich des rheins wieder aufmache, stehen hier ein gutes dutzend auf der strasse. sei froh, dass ich noch guten mutes bin, über den starken franken zu lachen und zeit für solche reimlein habe. und du pass auf, dass du dir beim nächsten schiessbefehl nicht ins knie schiesst…

        • Demarmels sagt:

          Was genau ist das für ein Laden, den du angeblich hier hast, was produzierst du mit den fast zwölf Mitarbeitern und warum tust dus nicht in Deutschland? Wenn Deine Angabe über deine Unternehmertätigkeit in der Schweiz stimmen: Chapeau. Sonst: hasta la vista. Angeber brauchen wir keine. Schmarotzer, die das linke Gedankengut in Gedichtform verherrlichen schon gar nicht. Und wie ist das gemeint mit dem Schiessbefehl? Denkst du, dass in deinem Gastland Schweiz alle schiesswütige Rechtsextremisten sind, ausser den Linken?

  • Norbert Nussbaum sagt:

    Teilweise grotesk, wie sich einige hier in die Tasche lügen:

    Robinsonade für die Insel (wenn es auf dem Festland kracht)

    Ich lieg‘ und besitz‘ auf meiner Insel meine Franken,
    Sein Wert ist real, und ich ganz neutral.
    Das darf nicht Spekulation, kein Zufall sein,
    Tüchtigkeit allein macht so mir ewig Wohlstand mein,
    Mit Tapferkeit das Sturmgewehr im Schrank seh‘ ich
    Dem drohend‘ Krieg der irren Vaterländer zu,
    Denn Inflation und Populisterei waren nie im Kern das Wesen mein,
    Doch wenn es dorten ist vorbei,
    Berat‘ ich gerne sie mit meiner Moralisterei.
    Ich habs schon immer gewusst, vielleicht auch gesagt:
    Gerecht ist gerecht, Rettung tut Not.
    Aber eines weiss ich ganz gewiss:
    Die Wahrheit, die ist eure Sache nicht,
    Und deshalb zahle ich für niemand niemals nicht.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Werter Hr Nussbbaum sie müssen uns die Schweiz nicht erklären in absurden Possen. Das Land ist klein und der Wohstand sicher nicht nur selber erarbeitet. Das Schicksal hat der Schweiz nicht immer sauber in die Hände gespielt, das ist aber nicht der Fehler des Volkes. Trotzdem sind wir stolz auf unser kleines unabhängiges Land mit gut funktionierender direkter Demokratie. Wir werden es für keine hidden agenda freiweillig opfern, nie. Die Schweiz zieht wegen ihrem Bankgeheimnis und ihrer Stabilität nicht nur Gutes an, das ist uns klar. Wir haben auch hot targets z.B Bank for international Sttelments (BIS) in Basel. Wir haben leider auch Lenin beherbergt, welcher im plombierten Zug mit Millionen US-Dollars ausgestattet den widerspänstigen Alexander vom Sockeln hohlen sollte. Basel war Drehscheibe für viele absurde geostrategische Spielchen, unter welchen die Welt (Palästina) noch heute leidte. Auch dieses Problem ist nicht auf dem Mist des CH-Volkes gewachsen. Wir wissen sehr wohl, dass unser Land oft für internationale Machtspiele misbraucht wurde. Wir versuchen aber trotzdem anständig und bescheiden unseren EIGENEN Weg zu gehen. Wir haben immer kooperativ mit der Welt zusammengearbeitet und unsere Verantwortung als europäisches Land sehr wohl seriös wahrgenommen. Wir bezahlen Milliarden für Europa und das ist korrekt so. Aber wir beharren auch auf unsere Eigenheiten und unsere Soveränität, welche ganz klar an unsere (zum Glück) relativ gut für das Volk und den Staat arbeitende Nationalbank (i. Gegensatz zur Bank of England oder dem FED)
      Ich hoffe, dass das CH-Volk und die Regieurng wird sich weder durch alfällige giftige internationale Anti-CH-propaganda noch gebastelte Events aus der Ruhe bringen lassen. Wir werden veruschen unseren Weg als friedliches Land und verlässlichen Partner auf alle Seiten möglichst korrekt zu gehen.
      Der Weg ist gepflastert mit Leid und Glück
      er geht immer vorwärts nur selten zurück.
      Wir haben gelernt aus bewegter Geschichte
      statt Blut vergossen zusammengesessen beim Suppengerichte
      aus Feinden verlässliche Freunde gewonnen
      Gräben zugeschüttet und uns besonnen
      Freie Städte, Land, See und Berg
      zusammen eins, man nannte es Schweizerzwerg
      ein Staat gar munzig neutral und friedlich
      der Hass bleibe draussen wir mögen es lieblich
      mit starker Hand helfen wir jedem Schwachen
      fremder Händel gehöre nicht zu unsren Sachen
      die Freiheit der Franken unsre Souverenität
      opfern wir nie, nicht der höchsten Rotgoldautorität.

      Spott über andere vergiessen ist diabloische Rhetorik.
      Entbehrt jeder ethisch korrekten Methodikt
      deshalb musss der Spötter innerlich wissen
      dass seine Worte vom Weltenwind zerrissen
      scharf und sicher, die Gesetze verlangen es so
      zurück in den eigenen Garten, siehe, da brennt es schon LICHTERloh.

      Der Lichtbringer mag wohl zauberhaftes Gaukellicht bringen.
      Aber er ist nicht Licht, nein, dazu verdammt ewig darum zu ringen.

      • anh toan sagt:

        Herr Schumacher, es schockiert mich, wie selektiv Ihre Wahrnehmung ist: Fuer Negatives machen Sie entweder Schicksal („Das Schicksal hat der Schweiz nicht immer sauber in die Hände gespielt, das ist aber nicht der Fehler des Volkes“), oder Andere („Auch dieses Problem ist nicht auf dem Mist des CH-Volkes gewachsen. Wir wissen sehr wohl, dass unser Land oft für internationale Machtspiele misbraucht wurde.“) verantwortlich. Das schweizer Volk selbst jedoch ist kooperativ, serioes, korrekt und bezahlt. Herr Schumacher (an anderem Ort), es gibt nicht weisse und schwarze Banker, alle Banker sind grau (vielleicht sogar woertlich ha, ha,). Es gibt weder weisse noch schwarze Politiker/Staaten/Aerzte/Journalisten/Buchhalter/Hebammen/Raucher//Priester/Auslaender/Appenzeller, ich weiss, es bedeutet Orientierungsverlust und das macht Angst, aber alles und alle (inkl Rothschilds/Ospels/Blochers/Chinesische Fuehrung/BIZ/EU) ist grau. Mir wurde zu Mut geraten (Andreas Dombek 10. Januar 2011 um 22:15), mutig ist, seine eigenen Ueberzeugungen in Frage zu stellen. Descartes hat damit angefangen, er hat die grundlegenste Ueberzeugung die es gibt in Frage gestellt, naemlich seine eigene Existenz. Damit hat er rationales Denken begruendet. Herr Schumacher, seien Sie mir nicht boese, Ratschlaege eines grossen Bruders sind schmerzhaft, denn Sie sind wie Punkrock: Hart, direkt, ehrlich! Und um Ihnen auch meine Liebe zu zeigen: Wuerde ich nicht daran glauben, dass Sie Ihren Horizont erweitern koennen, wuerde ich mir nicht die Muehe machen und schweigen.

        • Rolf Schumacher sagt:

          Punkrock und Heavy Metal halte ich sehr wohl aus.
          Sie haben mich falsch verstanden. Das CH-Volk ist ein heterogener Haufen. Egoismus und Altruismus ist genauso verteilt wie überall auf der Welt. Aber wir haben ein System, welches zum Glück, einigermassen vernünftig mit seinen Bürgern umgeht. Wir haben einen Wohlstand, der es uns erlaubt einigermassen besonnen und ruhig zu leben. Jede Masse kann von Populisten erfasst werden und zu unkontrollierbaren Aktionen verführt werden. Auch in der Schweiz ist das sehr wohl möglich. Wenn man unseren Wohlstand (Sozialleistungen, Kaufkraft, tiefes Zinsniveau) schwächen würde, dann hätten wir auch in der Schweiz schnell eine gehässige Masse.
          Ich meine, dass es wichtig ist, die Eigenschaften die wir in der Schweiz zum Glück haben behalten können (sfr und nicht EU Beitritt) zu stützen.
          Der Euro Beitritt ist Nonsens, weil er unsere Souveränität untergraben würde.
          Wir werden unsere Pficht gemäss IWF wahrnehmen und wir können falls der Franken wirklich extrem ansteigt, für KMUs, welche in den Euro oder Dollarraum exporteiren müssen einen schönen Teil der Verluste als Steuererleichterung für die Unternehmen kompensieren, oder während der extremsten Zeit sogar Subventionen zahlen. Marktverzerrung hin oder her, wenn der sfr explodieren sollte, ist es allemal besser das Problem so abzufedern, als den Franken in einer Panikaktion aufzugeben.
          Ich habe diesen Vorschlag am Montag einem CH-Politiker gemacht, den ich nicht nennen will und mir gedacht, hoffentlich erzähle ich da keinen Käse. Heute habe ich im Tagi- Interview mit Hr. Straumann gelesen, dass er das auch ähnlich sieht, ich bin erleichtert. Denn ich bin wirklich absolut kein Wirtschaftsspezialist.
          Lieber anh toan. Es ist wichtig, dass wir versuchen unsere eigene schweizer Linie anständig und fair zu fahren. Es gibt Werte in diesem Land für die wir international immer noch geschätzt werden. Und deshalb auch, mein viellieicht zu schwülstiges Gedicht. Denn ohne die Mehrheit, geht in der direkten Demokratie nichts, deshalb darf man sie auch mal einwenig zu fest loben. Denn wer sie nicht vor den Karren zu spannen vermag, der wird mit samt Karren im Morast untergehen.
          A propos schwarze und weisse Banker. Der mit dem weissen Kittel trägt einen schwarzen darunter und der mit dem schwarzen Kittel traut zu seiner Farbe zu stehen und trägt den weissen darunter. Alles ist grau, jeder Mensch schwach. Deshalb finde ich nicht die schwarzen Banker schlimm. Ein Staat der nicht gegen grobfahrlässig handelnde Banker vorgeht hingegen schon. Den Banker dürfen sehr wohl kriminell sein, aber sie müssen dafür auch hart bestraft werden.
          PS. Meinen sie (subjektiv) wirklich, dass Ospel, Kurer und Spuhler nicht zur Verantwortung gezogen werden sollten? Die UBS-Methoden in den USA waren sicher nicht koscher, oder? Immerhin hat die Bank eine hohe Busse bezahlt und das Bankgeheinis angetippt.

          • anh toan sagt:

            Freue mich ehrlich ueber Ihre Antwort, nichts fuer ungut. Betreffend Ospel u.Co: Bis heute habe ich nirgendwo etwas handfestes ueber konkretes, straf- oder aktienrechtlich relevantes Fehlverhalten gefunden. Ich rede nicht von Entscheiden). Ospel waere ein so beliebtes Ziel (er war in breiten Kreisen unbeliebt lange vor Finanzkrise), ein Journalist oder auch Sie wuerden es finden und publik machen bzw zur Anzeige bringen. Die Leute, die mit ihm die Hilfen ausgearbeitet haben von der Nationalbank und vom Finanzdep. sind doch nicht nur bloed und lassen einen Verbrecher laufen. Es gibt im Strafgesetzbuch einen Artikel zu Misswirtschaft, der trifft etwa, was Sie Ospel vorwerfen, aber eben nicht ganz. Ich weiss nicht, dass er nichts verbrochen hat, aber ich weiss nicht, was er verbrochen hat. Es tut mir leid, aber ich finde Ihre Vorwuerfe an Herrn Ospel selbst als Hypothese/Roman unglaubwuerdig: Wieso sollte ich als Ceo unverhaeltnismaessige Risiken eingehen? Was koennte ich Gewinnen: ein bisschen mehr Geld (Bonus) hab aber schon viel, was koennte ich verlieren: meinen Job, mein Ansehen, damit vielleicht meine Lebenspartnerin, sprich Alles! Uebertriebene Risiken geht nur ein Ceo ein, der frueher erlittene Verluste „still“ decken moechte. Ospel hatte kein Interesse, uebertriebene Risiken einzugehen, und als Banker kennt er das verhaeltnis zwischen Gewinn und Risiko, das ist sein Geschaeft, er ist bestimmt nicht dumm. Das die gesamte Branche zu hohe Risiken einging, weiss man heute, aber dies war der Finanzwelt klar. Die US-Justiz hat die UBS schlicht und einfach erpresst, ist dort ziemlich gaengig: Wie Toyota war die UBS einfach zu gut, hat laufend Marktanteile gewonnen. Herr Schumacher, der grosse Teil dieser Steuersuender sind geborene US-Amerikaner, die nicht in USA leben, darum haben Sie ein Konto im Ausland. Nach dem Verstaendnis der meisten Staaten dieser Welt, sind diese Hinterzieher nicht mal steuerpflichtig in USA, nach US Verstaendnis schon. Und sowohl, das von mir geschaetzte Bankgeheimnis als die von mir genauso geschaetzte Nichtauskunftserteilung bei Hinterziehung, waren Auslaufmodelle und mussten ohnehin ueberwunden werden. Nebenbei Herr Schuhmacher, der Finanzplatz Schweiz steht international besser da als vorher. Auslaendische Banken eroeffnen in der Schweiz Niederlassungen und schaffen Arbeitsplaetze. Nicht eine Bank ging pleite in der Schweiz, das wird im Ausland wahrgenommen!

  • Norbert Nussbaum sagt:

    Teilweise grotesk, wie sich einige hier in die Tasche lügen:

    Das Reimlein von der Insel

    Ich bin ein Schweizer, ich bin ein Franken,
    mein Wert ist real, und ich neutral.

  • Hampi sagt:

    Das ist wahrlich eine Schnapsidee! Die Schweiz profitiert seit Jahrzehnten von der internationalen Stellung des Schweizer Frankens in vielerlei Hinsicht. Daraus resultiert vor allem, dass die Schweizer substanziell weniger Zinsen bezahlen als die übrige Welt. Und dazu ist es noch ein Paradebeispiel, wie Reichtum in der Bevölkerung relativ gerecht und vor allem sehr breit gestreut werden kann. Zusätzlich hat die Schweiz in den letzten zehn Jahren davon profitiert, dass der Euro, wie man jetzt klar sieht, deutlich überbewertet war (d.h. der CHF unterbewertet).

    Und jetzt, nach Jahrzehnten des Profitierens funktioniert die Logik kurzfristig einmal umgekehrt, und schon schreien alle nach einem billigen Franken. Aber das ändert nichts an der einzigen Möglichkeit, was die Schweiz unternehmen kann (ohne sich lächerlich zu machen):
    Mithilfe und Hoffnung, dass der Euro dieses Jahr gerettet wird!

  • Alex Ustinov sagt:

    Relativ zum Euro und zum Dollar ist der CHF ein sicherer Hafen (solide Wirtschaft, solide Handelsbilanz, solide Staatsfinanzen …). Nun „segeln“ viele Anleger – auch Spekulanten usw. in diesen sicheren Hafen – kaufen CHF und stecken sich diese CHF vereinfacht gesagt unter die Matratze. Eine zusätzliche Nachfrage nach CHF steht somit einem begrenzten Angebot von CHF gegenüber. Die Schweiz ist relativ zum Euroraum und den USA ein kleines Land mit einem relativ kleinen Angebot an eigener Währung, dementsprechend heftig ist folglich der Anstieg des CHF – dieser kann also ziemlich schnell durch die Decke schiessen. Somit ist der CHF – ein ideales Ziel – auch für Spekulanten.

    Um nun diese zusätzliche Nachfrage „mit einem gezielten, satten Apfelschuss“ zu treffen – die Kaufkraftparität auf einem vernünftigen Niveau zu halten, ist es nötig, zusätzliche CHF anzubieten (z.B. Kauf von schweizer Obligationen durch die SNB, …) und gleichzeitig den Märkten zu kommunizieren, dass man als SNB den CHF aktiv auf einem vernünftigen Kaufkraftparitätsniveau gegenüber Euro und Dollar … halten wird – so wird auch die Kauflust der CHF-Spekulanten abgekühlt. Damit dies möglichst inflationsfrei und zinsneutral über die Bühne geht, muss die zusätzlich angebotene CHF-Geldmenge ziemlich genau der zusätzlichen Nachfrage nach CHF entsprechen.

    In einer zweiten Phase – wenn der CHF gegenüber Euro und Dollar wieder einen vernünftigen Kurs hat (Vor-Währungskriegs-Niveau), die Wirtschaft im Euroland und den USA wieder „besser unterwegs ist“, soll die SNB die angehäuften Euros und Dollars (200 Mia.) wieder verkaufen und die dadurch erhaltenen CHF gleichzeitig wieder auf dem Markt investieren (Kauf von schweizer Obligationen, vielleicht auch diverse Rohstoffe, … ). Somit wird das Währungsrisiko minimiert (Verlust 30 Mia. CHF im 2010) und die CHF-Geldmenge gleichzeitig nicht reduziert. Somit kann dieser Verlust von 30 Mia. CHF im besten Fall wieder in eine schwarze Null umgewandelt werden. Sobald sich die Lage an der Währungsfront wieder einigermassen normalisiert hat, kann die SNB die zusätzlich angebotene CHF-Geldmenge wieder abschöpfen, um Inflation und Zinsen stabil und tief zu halten.

    Wir sind eines der wenigen Länder, das gegenüber China eine positive Handelsbilanz hat – damit das auch in Zukunft so bleibt, brauchen wir für den Export, den Tourismus … einen CHF-Kurs im vernünftigen grünen Bereich. Nicolas Hayek hatte immer darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, einen gesunden Branchenmix im Land zu fördern und Innovation, Forschung und Entwicklung in der CH zu halten. Ein gesunder Branchenmix kann nur durch einen vernünftigen CHF-Kurs erreicht werden – sonst wandert Produktion, Innovation und Forschung ins Ausland ab. Wie sich das anfühlt, bekommen im Moment die USA mit einer Arbeitslosigkeit von 10% zu spühren.

    • rüdiger hilge sagt:

      wenns so gemacht würde kommt noch mehr dampf unter den kessel und ich gebe der ganzen sache nur noch max.10 jahre

      • Rolf Schumacher sagt:

        Soso. Das bekommen die USA zu spüren. Aber der Dollar ist doch extrem tief. Weshalb also hat das Silicon Valley geblüht als der US-Dollar auf Höchstkurs war? Weshalb nur boomte die Autoindustrie in England als das Pfund bei 8sfr lag? Ihre Panikmache ist grotesk. Wenn der Euro zum sfr in den Keller sausen sollte, dann gibt es erst mal Krieg. Und dann werden die Karten neu gemischt. Eine Hyperinflation erhitzt das Volksgemüt, das wissen die Strippenzieher doch bestens. Wir müssen durch die Phase des überteuerten sfr hindruch, es gibt keine Alternative.
        Wenn aber kurzsichtige CEOS und Oeconomen auf Panik machen, könnte der BR einmal mehr ins Trudeln geraten und zusammen mit der SNB unberechenbar reagieren. Momentan sieht es gut aus.

        • Rolf Schumacher sagt:

          Und noch was ganz entscheidendes. Eine stabiler Franken ist unsere beste Verteidigung, wer ihn aufs Spiel setzt, begeht in meinen Augen sowas wie Hochverrat.
          Als kleines Land haben wir nicht die Möglichkeit entscheidend ins Weltgeschehen direkt einzugreifen. Wir können aber als glaubwürdiges neutrales UNABHAENGIGES Land zu vermitteln versuchen (was die Schweiz seit dem 2 WK hervorragend gemacht hat) und uns weiterhin für Frieden und solide Entwicklungshilfe einsetzen. Treten wir der Währungsunion bei ist unsere Souveränität, Eigenbestimmung dahin (auch bei einer Ankoppelung) und unsere Neutralität wäre auch keine mehr. Denn wir wären Teil der vereinten Nationen Europas. Das darf nicht sein.

          • Alex Ustinov sagt:

            Das Ziel ist ein stabiler CHF: Wir wollen verhindern, dass der CHF-Kurs durch die Decke schiesst. (Auch die VW-Aktien sind während der Finanzkrise durch Spekulationen mal kurzfristig durch die Decke geschossen). Wenn Angebot und Nachfrage nach CHF beide bei 100 liegen, ist alles OK. Nun übersteigt jedoch die Nachfrage nach CHF das Angbot (CHF ist ein sicherer Hafen). Das heisst, das Angebot ist bei 100, die Nachfrage bei 120. Um den CHF stabil zu halten, wollen wir nun ganz einfach das Angebot um 20 auf 120 erhöhen (Kauf von CH-Obligationen, Angebot von CHF an Geschäftsbanken, … ) – der CHF bleibt stabil – steht wie ein Granitfels in der Brandung. Dies ist auch zinsneutral und inflationsfrei. Jede Firma macht dasselbe – das Ziel ist, die Nachfrage genau zu treffen, nicht zuviel und auch nicht zu wenig anzubieten, was – das gebe ich zu – als Schweizer Nationalbank ziemlich schwierig ist.

            Wenn der CHF lange überbewertet bleibt, wandert die Produktion teilweise ins Ausland – damit auch ein Teil der Forschung und Entwicklung, Innovation, welche mit der Produktion eng verbunden ist. Das wollen wir verhindern.

            Was wir dadurch erreichen: ein CHF aus Granit, der so stabil da steht wie das Matterhorn, Unabhängigkeit, Stabilität, Innovation, ein langfristiges, stabiles Wachstum, Souveränität, Eigenbestimmung, Neutralität, Vertrauen, ein stabiler Finanzplatz und einen kühlen Kopf. Ist doch cool Mann?

    • Rolf Meierhans sagt:

      Absolut unmöglich was Sie schreiben. Sie können den CHF nicht zinsneutral und inflationsfrei schwächen. Schauen Sie doch mal nach China!

  • rüdiger hilge sagt:

    schnapsidee mit 0 oder 8liter alkohol p.a.wenn ich alles zusammenzähle wird ein beitritt der schweiz zur EU (LEIDER)mit oder ohne eigenen währungsverlust nichr mehr langfristig (15-20 jahre) zu verhindern sein.Bis dahin gilt:Business at usual.finde ich auch nicht gut, ist aber so!!

  • Josef sagt:

    So, wenn weltweit täglich 72 Mia CHF gehandelt werden UND wenn des tägliche BIP in der Schweiz 3 Mia CHF beträgt, warum soll da die Spekulation keinen Einfluss auf den dramatischen Wertanstieg des Franken haben?
    Es kann doch realwirtschaftlich nicht sein, dass der Franken innert zweier Jahre plötzlich 25% mehr Wert ist. So plötzlich haben die Europäer auch wieder nicht schlecht gewirtschaftet.
    Wenn die Spekulation Trends so zuverlässig vorweg nimmt, warum ist dann der Franken nicht schon vor 5 Jahren gestiegen?
    Fazit: Die kurzfristige Spekulation ist durch eine Tobin-Steuer massiv zu bremsen! Nur so lassen sich die ungesunden schnellen Schwankungen verhindern. Die Kurse würden sich asymptotisch den realen Werten nähern, statt mit happigen Überschwingern.

    • Hampi sagt:

      @Josef
      Wenn die Schweiz als einziges Land die Tobin-Steuer einführen würde, wäre dies nicht nur lächerlich, sondern auch noch katastrophal für den Finanzplatz. Und da es im Moment ziemlich klar ist, dass die USA nichts von dieser Steuer halten, existiert diese Möglichkeit leider in der Realität nicht.

      • Josef sagt:

        @Hampi: Es geht an dieser Stelle nicht so sehr darum, wie und ob so eine Steuer umsetzbar ist, sondern um die Erkenntnis, dass etwas geändert werden muss. Wenn die Finanzwelt mit dem derzeit 30-fachen der Realwirtschaft jongliert, kann das doch nur in einer Katastrophe enden. Wenn soviel Spielgeld vorhanden ist, kann man jedes Land und jede Währung in die gewünscht Richtung zwingen. Das Fatale dabei ist nicht, dass eine gesunde Spekulation den „richtigen“ Wert finden oder vorweg nimmt, sondern dass das ganze Spiel mit dieser Wertfindung gar nichts mehr zu tun hat. Wann erkennt man den endlich, dass man den Neoliberalismus hier und da in die Schranken weisen muss. Über das Wie kann man sicher noch lange diskutieren, aber über das Dass sollten wir uns schleunigst einigen.

        • Hampi sagt:

          @Josef
          Meine bisherige Erkenntnis, dass Spekulanten etwa so wichtig sind in einem kapitalistischen System, wie Aasfresser im Masaimara-Naturschutzgebiet in Kenia.
          Wer anders wäre fähig, der absolut perversen Ausgabenpolitik des Westens endlich einen Riegel zu schieben? Viel unmoralischer als jeder Spekulant ist derjenige, der sich mit Schulden (bezahlen können´s die Nachkommen) ein Paradies bauen will!

          • Hampi sagt:

            Sorry: meine bisherige Erkenntnis IST, ……

          • Josef sagt:

            @Hampi: Bleiben wir mal bei den Spekulanten: Vielleicht braucht es sie wie das Salz in der Suppe. Was man aber offensichtlich nicht wahrhaben will, dass man die Suppe auch versalzen kann. Dann ist sie eben auch ungeniessbar.
            Ich bin nicht gegen die Spekulanten, aber gegen deren ungebremste Ausuferung. Ich bin auch dafür, dass die Wirtschaft möglichst ohne Reglementierung funktioniert. Die Neoliberalen möchten den Staat aber gleich ganz abschaffen. Die Aufgabe des Staates ist aber, Rahmenbedingungen zu setzen, innerhalb denen die Wirtschaft frei ist und extreme Auswüchse verhindert werden. Nur so kann sie letztlich allen dienen. Und um das geht es doch – oder vielleicht doch nicht?

          • Hampi sagt:

            @Josef
            Ich bin auch kein Freund der Neoliberalen. Und bestimmt sind die Deregulierungen während der W.Bush-Jahre mitverantwortlich am Entstehen der Krise.
            Aber die Krise, die wir in Europa haben, hat unterdessen nicht mehr viel mit Neoliberalismus zu tun. Das aktuelle Problem in Europa ist, dass während der Boomjahre die Staatsbudgets ausser Kontrolle geraten sind. Konjunkturell bedingte Umstände haben den Staaten viele Extra-Milliarden während der Boomjahre eingebracht. Der Fehler war, dass die Staaten nicht vorhergesehen haben, dass dieser Steuersegen rein temporär ist. Sonst hätten sie nämlich diese hochvolatilen Steuern nicht in langfristige (weil meist lebenslange) Beamtenjobs umgewandelt. Und jetzt, wo diese Extra-Steuern nicht mehr reinkommen, sieht man sofort, dass sich das Ausgabenmonster selbst zerfleischen wird, wenn man es nicht unter Kontrolle bekommt!

          • Hampi sagt:

            Und aus verschiedenen Gründen hat die Schweiz diese Probleme nicht, ergo, ist der Euro tief und der CHF hoch. Das ist ein völlig normaler, in einem kapitalistischen System sogar natürlicher Vorgang, den man nur mit sehr viel Steuergeldern manipulieren kann, aber nicht sollte! Denn die Exportindustrie in der Schweiz ist hochprofesionell und privat; deshalb muss sie mit solchen Zuständen alleine fertig werden. Der Staat sollte nicht schon wieder, wie bei den Banken, die Probleme der Privatindustrie „sozialisieren“!

    • Demarmels sagt:

      Ausser Steuern fällt den Linken nichts ein. Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen staatlicher Eingriffe dürfen wir ja dann nach der Überwindung des Kapitalismus ausgiebig geniessen. Nur die linken Bosse werden in der vorauszusehenden Misere versorgt sein. Finger weg vom Franken! Effektiv gehören allerdings schon heute die linken Berufe zu den bestverdienenden Schichten in der Schweiz, alles auf Kosten des Steuerzahlers. Kein Wunder, dass die SP kein schlimmeres Vergehen kennt, als Steuerhinterziehung. Warum die Linken und angeblich einige Unternehmer den Franken schwächen wollen ist nicht einzusehen. Ein starker Franken zwingt unsere Unternehmen zur Produktivitätssteigerung und macht sie fit. Nicht umsonst fahren die international tätigen schweizer Unternehmen ungeachtet des angeblich zu hohen Frankens solide Gewinne ein. Im Gegenzug sind die Importe aus dem Ausland wesentlich günstiger. Die Teuerung bei Energie, Rohstoffen etc. wäre wesentlich höher, bei einem schwachen Franken. Was allerdings die Linken nicht kümmert, da ihre Einkommen vom Steuerzahler jährlich der Teuerung angepasst werden. Auch das Gejammer des Tourismussektors ist verfehlt. Der starke Franken zwingt diese Unternehmen die ungesunde einseitige Ausrichtung auf die deutschen Nachbarn massiv zu überdenken. Genau genommen bringen die Deutschen Schnäppchenjäger (womöglich im Camper und aus Deutschland mitgebrachtem Essen) dem schweizer Tourismus schon lange keine Rendite mehr, belasten jedoch massiv die teure Infrastruktur.

    • A Krieger sagt:

      Josef: Wenn z.B eine Firma einen Auftrag erhält, dann hat sie zu einem bestimmten Preis offeriert. Sie wird den ganzen Auftragswert absichern (mit Ausnahme der Rohstoffe und Vorleistungen aus dem Ausland). Muss sie z.B. einen grösseren Teil im Ausland produzieren, so wird sie wieder ein gegenläufiges Termingeschäft für diesen Teilbetrag machen. Dasselbe geschieht bei allen Entscheidungen, bei welchen Geschäfte in Fremdwährungen involviert sind. Die meisten Termingeschäfte laufen auch nach 3, 6 oder 12 Monate ab und müssen erneuert werden. Diese Termingeschäft werden aber alle addiert, es werden nicht die Nettopositionen publiziert bei den Handelsvolumen. Wenn Sie z.B. glauben, dass Griechenland seine Schulden zurückbezahlt, so können sie z.B. deren Staatsanleihen kaufen und bekommen etwa 10% Zins. Sie können das Euro-Risiko absichern und zahlen dafür die Zinsdifferenz (aber zwischen guten Euro- Schuldnern und den CHF-Zinsen) von ca. 3%. Dann haben sie 7% Zins und „tun etwas gegen die Spekulanten“. Aber sie „spekulieren“ auch mit Währungen und das Devisen-Handelsvolumen steigt an. Bei Einführung einer Tobin-Steuer wäre es für Ausländer einfach teurer griechische oder spanische Anleihen zu kaufen, was noch höhere Zinsen in diesen Ländern zur Folge hätte.

      Sie sehen, es ist schwierig zu definieren, was Spekulation ist. Wieso halten sie ein CHF-Sparkonto und nicht ein Euro-Konto? Damit spekulieren Sie auch auf eine Aufwertung des CHF.

      • Josef sagt:

        Gerne nehme ich meine Einwende zurück, wenn Sie mir mit Zahlen belegen können, dass die täglichen 72 Mia. CHF-Devisenhandel zum grössten Teil auf reine Absicherungsgeschäfte der realen Wirtschaft zurück zu führen sind.

  • rolf leiser sagt:

    Am sinnvolsten wäre es den angeschlagenen EU Ländern zu helfen, dass würde den Euro stärken.
    Wird sicher nicht gemacht, da Unsere Herren in Bern in die EU möchten.
    Mit allen Mitteln wird auf ein EU Beitrit hingearbeitet.
    Der schwache Euro hat auch viel possitives für die Schweiz, wir haben keine Rohstoffe und können Diese nun sehr günstig einkaufen.

  • Demarmels sagt:

    Was die Herren Rechsteiner und Bodenmann da fordern, passt genau in die Strategie die die SP sich für die Präsidentschaft von Calmy ausgedacht hat: Mit allen Mitteln so nahe an die EU heran, dass ein Beitritt am Schluss nur noch ein kleiner Schritt ist. Dazu gehört, dass sich Calmy von früh bis spät über den Druck aus der EU beklagt, dem man nicht mehr standhalten kann. Selbstverständlich verschweigt man dem Stimmvolk, dass dieser Druck von der SP selber bei jeder Gelegenheit bei EU-Leuten bestellt wird. Weiter gehört zur Strategie, dass die linken Medien uns täglich berichten, wie wir ohne EU aufgeschmissen sind. Heute z.B. ist es der Dioxinskandal in Deutschland, vor dem wir nicht gewarnt wurden, weil wir nicht in der EU sind. Die Anbindung des SFR an die EU und damit die Aufgabe der eigenen Währungspolitik der Nationalbank wäre ein Husarenstreich für die SP. Weiter wird eifrig berichtet, dass rechtsradikale Parteien der EU den Anschluss an die SVP suchen. Eine elegante Verunglimpfung der SVP. Gottseidank werden die Winkelzüge der SP immer offensichtlicher. Der Bundesrat hat Calmy die im Hauruckverfahren angeforderte Sondervollmacht für „Verhandlungen“ mit der EU zum Glück verweigert. Die SP hasst offenbar die Schweiz und tut alles, um uns Bürger zu beunruhigen. Ihre Ziele sind die Abschaffung der Armee (damit sie die Bürger nicht vor einem linken Staatsstreich schützen kann), die Einführung des Kommunismus (bei dem die linken Bosse in der allgemeinen Miserie privilegiert sind) und, eben, der Anschluss an die EU. Was das Volk will, interessiert in dieser Partei keinen etwas. Die Arbeitslosigkeit und die Anzahl der Sozialbezüger steigt, dank Einwanderungsschwemme aus Deutschland und ruinösen Mindestlöhnen, zu denen keine Leute mehr eingestellt werden. Eine Aufgliederung der Arbeitslosenstatistik nach Herkunftsländern, Berufen, Anwesenheitsdauer und Immigrationshintergrund wird dem Volk verheimlicht. Dafür wissen wir dank den hochbezahlten Statistikern, wieviel Alkohol ein Schweizer pro Jahr trinkt. Wobei selbst Zahlen irgendwie unglaubwürdig sind. Jedenfalls fragt sich mancher, wer seine 8 Liter Alkohol im Jahr trinkt.

    • Trächsel Andy sagt:

      Den Franken an den Euro koppeln, ist und bleibt der grösste Schwachsinn, was ist denn los! Natürlich trifft es einen Teil der Wirtschaft, aber die hat es vorher schon getroffen, wenn man den ganzen Betrieb auf Europa -Abnehmer einstellt!
      jetzt erst recht, es gibt aber auch Firmen die profitieren, wie Migros und Coop, Aldi, Ldl + Co, welche in der EU billig einkaufen und es in der Schweiz teuer verkaufen. Oder gar Zweifel Chips 100g zu € 2.49 / CHF 3.18 die wunderbar in Deutschland verkaufen, dann noch die andere Wirtschaft, die die Produkte gar nicht mehr in die Schweiz einführen, sondern in Polen, Bulgaieren und Co. einkaufen bzw. produzieren lassen und es dann innerhalb der EU verkaufen ohne dass der Kunde merkt, dass es von dort kommt.Wiederum andere kaufen inder EU preiswert ein und exportieren danach das gefertigte Stück und verdienen immer noch eine ganze Menge. Die ganze Anbindung an den Euro, hat aber zur Folge, dass viele in den Grenzgebieten zur EU keine kleinen Kursgeschäfte mehr machen können und dies bringt mehr Verlust als positiver Erfolg, dies ist wohl nur ein kleiner Teil, aber diese Kaufkraft geht verloren.
      Die EU ist ein schwerfälliger Brocken eigener Händler und sie gleicht einer Organisation wie der Mafia, ein Unterschied besteht noch, die EU ist legal und die Mafia ilegal!!!!

    • Agarwal sagt:

      Danke. Dies ist eine richtige Einschätzung der linken SP-Genossen. Der neue Parteiprogramm übertrifft bei weitem den Kommunistischen Manifest….Die Geschichte des Ostblock zeigte, dass schon nach wenigen Jahren nichts zum Umverteilen übrig geblieben ist, dann beginnt das Ende des Kommunismus (oder dem. Sozialismus).

    • Reto Derungs sagt:

      Ich kann Ihrem Beitrag nur beipflichten. Wenn ich einige der hier publizierten abstrusen Verschwörungstheorien lese oder zur Kenntnis nehmen muss, dass nicht wenige „Volkswirtschafter“ von eigenen Gnaden mit dem ökonomischen Blindenstock einhergehen, beginne ich zu verstehen, warum die SP (v.a. auch ihr immer noch aktiver Hotelier aus Brig) überhaupt noch Anhänger hat. Immerhin ist der jüngst in der Presse bejammerte Rechtsrutsch bei den Jungen ein Silberstreifen am Horizont.

  • C.Weissmann sagt:

    Der hohe Schweizerfrankenkurs ist wohl zu einem grossen Teil durch das Vertrauen in die Stabilitaet der Schweizerwaehrung begruendet. Um diesen fuer die Wirtschaft und insbesondere auch den Tourismus unguenstigen und auf Grund der Kaufkraft ungerechtfertigt hoehen Kurs entgegenzuwirken, bietet sich Moeglichkeit, Negativzinsen fuer auslaendischen Guthaben in Schweizerfranken einzufuehren, wie dies schon in den siebzigerjahren der Fall war. Meines Wissens bestehe die gesetzlichen Grundlagen fuer eine solche Massnahme immer noch.

    • Rolf Meierhans sagt:

      Also mein Broker zahlt mir auf Tageszinsbasis bereits einen Negativzins auf meine CHF short Positionen von 0.033%
      Ich frage mich ob eine Beschränkung auf „ausländisches“ Kapital umsetzbar ist. Kann das nicht leicht umgangen werden via Strohfirmen, Off-shore Banking von CH-Banken etc?

      • Rolf Schumacher sagt:

        können sie den ersten Satz einem erklären der von „transparenten“ Bankgeschäften keine Ahnung hat ?? würde mich interessieren. Negativzins auf Taeszinsbasis ????? das begreife ich absolut nicht.

        • Rolf Meierhans sagt:

          Der Zinsatz berechnet sich ja in etwa nach der Bonität des Schuldners, der Dauer des Kredits, der Inflationserwartung und einer Produktivitätszuwachsbeteiligung. Da im Devisenhandel mein Broker als Kreditgeber den Kredit 24/7 also „täglich“ kündigen und die eingegangen Positionen glatt stellen kann, tendiert sein Verlustrisiko dank gestellter Margin gegen Null. Angenommen er geht kurzfristig von einem Deflationsszenario von 2% aus, ist der relative Zins wieder positiv (2.00%-0.033%=1.967%). Da der Kredit wie gesagt täglich gekündigt werden kann, werden die Zinsen entsprechend täglich angepasst und gerollt.

  • Willi Grab sagt:

    Um die Spekulation mit dem Franken zu stoppen, muss die Schweiz den Euro ueber Nacht einfuehren. Das toent nun sehr aggressiv, ist es aber nicht. Damit haette die Schweiz innerhalb Europas eine stabile Waehrung, ob die nun gegen aussen (US$, Yen, GB-L etc) schwankt ist weniger wichtig, weil dann alle grossen Players (USA, Japan, EU) dieselben Interessen vertreten (Stabilitaet, resp, tiefe Kurse) Die Spekulation kann mit den grossen Waehrungen weniger spielen und aus dem Gleichgewicht bringen. Innerhalb der EU gibt es, wie in den USA gute und schlechte Schuldner, die entsprechende Zinsen zahlen muessen. Damit koennen Schweizer Firmen weiterhin mit tiefen Zinsen rechnen. Das „too big to fail“-Problem (Banken, Grosskonzerne, Griechenland, Irland, Spanien, Kalifornien) muss durch griffige Vorschriften (im Fall von Firmen) und Schuldenbremsen (im Fall von Staaten) kontrolliert werden. Die Schweiz kommt nicht um Ausgleichszahlungen in Europa herum: entweder sie zahlt direkt oder ueber einen stark schwankenden Franken mit ungewissen Folgen fuer die Schweizer Wirtschaft. Und den Kopf in den Sumpf des heimatlichen Reduits zu stecken, wie das die SVP will, bringt nur kurzfristige Waehlerstimmen. Sobald sie den Kopf aus dem Sumpf ziehen, werden die Leute staunen, was um sie herum geschehen ist.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Die Iteltaktik ist sicher auf die Dauer eine schlechte Taktik. Aber den sfr zu Grab zu trageh, Hr Grab ist auch nicht sehr weitsichtig. Denn die EU hat in Brüssel ein Reduit geschaffen wie es einzelne Nationalstaaten zuvor noch nie zustande gebracht haben. Brüssel ist ein Bollwerk von Reglementen, Paragraphen, Beamten, Beratern, Politikern nein sorry politischen Verwaltern und Lobbyisten. Die EU hat in Brüssel ein bürokratisches Reduit geschaffen, dass das Gotthard vom Impackt her bei weitem UEBERSTEIGT.
      Nein Hr. Grab, das sfr Grab graben wir nie aus freien Stücken. Gerne hätte ich es in einer apodiktischen kantschen formuliert. Nur gibt es leider, oder zum Glück, das Absolute in der Realität nicht.

    • Thomas Forster sagt:

      Herr Grab, ich finda Ihren Vorschlag voellig daneben. – Niemand weiss, ob der Euro ueberhaupt ueberleben wird. Und in so einer Situation soll die Schweiz ueber Nacht den Euro einfuehren?

    • L. Schale sagt:

      Richtig, @Willi Grab, Ihr Vorschlag ist absolut nicht daneben und einer ernsthaften Prüfung zu unterziehen. Die Ideallösung wird’s nicht geben, aber die Idee des Euro-Übernehmens ist auch eine von mehreren. No Risk no fun oder zu lange überlegen, zaudern und lavieren hat selten zum Ziel geführt und Angstmacherei spielt nur den Machthungrigen in die Hände. Also auch mehr an die sogen. guten Schuldner denken statt nur immer ängstlich an das schlimmste Szenario von Totalpleite aller Staaten zu denken. Wie gesagt, die Schweiz hängt mittendrin und ist, bzw. kann es wieder werden der abhängigste Staat von Europa! Keiner kann sich auf seinen Lorbeeren ewig ausruhen und in seinem erträumten Schneckenhaus zurücklehnen. Die Welt dreht sich weiter und Stillstand ist und bleibt Rückschritt!

  • Christian Gross sagt:

    So-so jetzt wird es wird „erklarte“ wie gut ein starker Franken ist. Leute, als jemand der schon etliche jahre in USA, Deutschland, Frankreich, Turkei, etc, etc gelebt hat ist eine starker waehrung ein „Macho Man“ eingenart. Fuer ein land des einzige des zaehlt ist ob leute einkaufen, essen, und leben kann. Alles anders ist irrelevant. Die grund fuer den schwachen Euro is nicht die Euro zone, sondern ein haufen „speculators“.

    Die USA, Japan, und UK haben groesser geld probleme, aber die welt denkt der Euro ist ein problem? COME ON PEOPLE! Was hier passiert ist des nicht vielen passt des ein neue waehrung macht hat. Nichts mehr, nichts weniger. Und leider wird die Schweiz in diesen „krieg“ mit reingezogen.

    • Hans Müller sagt:

      Das oben Erklärte sind Fakten aus der Wissenschaft und aus mehreren Jahrhunderten an Erfahrung mit Geldpolitik. Das hat nichts mit einer Erklärung zu tun, wie gut ein starker Franken ist. Wenn Sie diese Hintergründe nicht kennen, warum meinen Sie zu wissen, dass alles den Spekulanten zuzuweisen ist.

      Es geht hier auch nicht um die Macht einer neuen Währung, sondern schlicht und ergreifend um eine Problematik im Konzept des Euros. Die Mobilität der Arbeitnehmer innerhalb Europas und die Stärke (Schwäche) der Zentralregierung führen zu einem Misstrauen gegenüber dem Euro. Die Problematik in Bezug auf den Euro ist deshalb ein Vertrauensproblem und die wenig Einheit demonstrierenden Politiker tragen natürlich auch nicht zum Vertrauen bei.

      Machtpolitik ist, was die Amerikaner machen, die schwächen ihren Dollar bewusst mit den Programmen des FEDs. Ich würde vorschlagen, das eine oder andere Buch zu lesen über die Goldstandards/ Bretton Woods/ vlt. auch etwas zur chinesischen Währungspolitik…

  • Rolf Schumacher sagt:

    Nein, das kann man nicht wollen. Denn wenn man es wollte, würde man damit die nationale Eigenverantwortung auch abgeben. Für die populistische Blocher-SVP wär eine EURO-Koppelung hingegen ein ideologisch schier unendlich grosses Waffenarsenal. Jeden eigenen hausgemachten Fehler würden sie frech der EU-Zentralbank unterjubeln. Die Bluthunde der SVP haben gezeigt wie schwach sie sind im übernehmen der Verantwortung. Blocher-Spuhler-Ospel-Kurer haben ihren Kopf aus der Schlinge gezogen ohne ein Haar daran zu lassen.
    Zum Glück ist die Schweiz nicht am EURO gehangen als Blocher-Ospel-Kurer den Finanzplatz Schweiz völlig verantwortungslos fast an den Abgrund geritten haben. Sie hätten sonst unisono ihr eigenes Versagen kaschiert, indem sie die Schuld der EU-Bürokratie zu geschoben hätten. Joe Ackermann versteht sich darin sehr gut.
    Es ist wichtig, dass wir diese Verantwortung nicht abgeben und es ist ebenso wichtig, dass wir mit jenen die verantwortunglos mit unserer nationalen Wirtschaftsstabilität umspringen ganz hart ins Gericht gehen. Wir müssen nicht über die EURO-Koppelung sprechen, sondern über die Verantwortung, welche unserer Politik und Justiz als ehrlich greifendes Kontrollorgan gegenüber grobfahrlässigem Handeln im Management von systemrelevanten Betrieben innehat. Die Justiz hat sich nicht an die UBS Aufarbeitung gewagt und BR hat sich völlig unseriös aus der Affäre gezogen. Frau Leuthard meinte, man könne es ja mit einer Sammelklage versuchen. Das Risiko für das Versagen der Elite hätte erneut die Volksmasse tragen müssen. Zudem hätte sie als Bundespräsidentin und Juristin wissen müssen, dass das schweizerische Strafgesetz Sammelklagen nicht zulässt. Und wer die Dynamik von US-Sammelklagen kennt, weiss, dass es bei Sammelklagen immer auf einen Geldstrafenkomprosmiss hinausläuft. Sammelklagen enden nie in einer wirklichen Verurteilung des Angeklagten. Sondern man einigt sich über die höhe des Bussgeldes. Im Fall UBS hätte dann die Bank (sprich die Kunden und der Staat) das Geld bezahlt und Ospel; Kurer, Spuhler wären ungeschoren davongekommen.
    Wir sollten aus dem dämlichen Schwarzpeterspielen herauskommen in der Schweiz. Wenn der Rechtsstaat in der hohen Wirtschaft nicht funktioniert, müssen wir über gar nichts mehr diskutieren auch den EURO-Beitritt. Dann wäre es ehrlicher wenn offene und nicht gedeckte anarchisch brachiale Zustände herrschen. Willkür ist zwar eine Kür aber keine ethisch-moralisch ästhetische.

    • anh toan sagt:

      Bindet die Schweiz an, uebernimmt Sie eigentlich den Euro und nennt ihn Franken oder nicht? Ich finde, jeder darf den Euro nennen wie er will.

  • Rolf Meierhans sagt:

    In der Tat eine Schnapsidee!! Eine Anbindung hätte den gleichen Effekt wie einen Fluss zu stauen ohne Abflussmöglichkeit. Der Fluss sucht sich einen anderen Weg ans gleiche Ziel, hört aber sicher nicht auf zu fliessen.
    Man stelle sich vor der Franken wäre an den Euro angebunden und würde also noch immer zu 1:1.50 gehandelt. Für jeden Euro den man in CHF wechselt würde man jetzt eine Subvention von 0.25 CHF erhalten zum momentanen realen Wechselkurs. Die Folge, der CHF wäre erst recht Attraktiv, da er aber nicht aufwerten kann, wäre eine massive Preisinflation in CH die Folge. Das Leben für die Schweizer wird um den Betrag teurer um welchen der CHF künstlich tief gehalten wird.
    Summa summarum: Es wäre ein Nullsummenspiel mit Umverteilungseffekt.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.