Warum wurde die Schweiz im Zweiten Weltkrieg verschont?

General Guisan (2.v.r.) und Offiziere auf Schloss Jegenstorf. (Foto: Stiftung Schloss Jegenstorf)

Hat die militärische Kraft der Schweiz die Nazis abgeschreckt? Im Bild: General Guisan (2.v.r.) und Offiziere auf Schloss Jegenstorf. (Foto: Stiftung Schloss Jegenstorf)

Es gibt in der Schweizer Geschichte eine Reihe von Themen, die immer wieder für neue Kontroversen sorgen, etwa die Staatsbildung im Spätmittelalter, die Frage der Neutralität in der Frühen Neuzeit, die Bedeutung Napoleons für die Verfassungentwicklung oder die späte Einführung des Frauenstimmrechts. Aber es gibt bis heute kein historisches Thema, welches die Gemüter stärker bewegt als der Zweite Weltkrieg. Vor allem eine Frage drängt sich immer wieder auf: Warum wurde die Schweiz von Nazi-Deutschland verschont?

Grob gesagt dreht sich die öffentliche Diskussion immer um zwei Erklärungen: Militär und Wirtschaft. Die militärische Erklärung betont den Abschreckungseffekt des Reduits, die wirtschaftliche die Kollaboration mit Nazi-Deutschland. Zur Stützung der zweiten Erklärung berufen sich die Diskutanten jeweils auf den Bergier-Bericht, der in 25 Studien die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und Deutschland erforscht hat. Und mit grosser Wahrscheinlichkeit sind die Anhänger der wirtschaftlichen Erklärung weit zahlreicher als die Anhänger der militärischen Erklärung. Noch in den 1980er-Jahren war es umgekehrt.

Dass die Bedeutung der Wirtschaft in den letzten drei Jahrzehnten stärker berücksichtigt worden ist, kann man nur begrüssen. Es ist weltfremd zu glauben, ein Krieg sei nur von rein militärischen Überlegungen geleitet. Gleichzeitig aber drängt sich immer mehr der Eindruck auf, die wirtschaftliche Erklärung habe sich zu einer neuen Orthodoxie verfestigt. Mit dem Hinweis auf den Bergier-Bericht wird so getan, als ob der neuste Forschungsstand keine andere Deutung der Vergangenheit mehr zulasse.

Wer sich aber nur etwas länger mit dem Bergier-Bericht auseinandergesetzt hat, weiss, dass eine solche Verkürzung unzulässig ist. Vor allem aber widerlegt der Bericht die Behauptung, dass die Schweizer Wirtschaft den Krieg verlängert habe, was darauf hinweist, dass die Kooperation der Schweizer Wirtschaft nicht entscheidend für Nazi-Deutschland gewesen war. Im Schlussbericht des Bergier-Berichts heisst es (S. 543-544):

Die These, wonach die von der Schweiz erbrachten Dienstleistungen, Exporte und Kredite den Kriegsverlauf auf bedeutsame Weise beeinflussten, konnte nicht erhärtet werden. Dies hängt weniger mit einer generellen «Unwichtigkeit» der schweizerischen Exportlieferungen und Finanzplatzdienstleistungen als mit der gigantischen wirtschaftlichen Dimension dieses Kriegs sowie mit den vielfältigen Faktoren, welche die Kriegswirtschaft und den Frontverlauf bestimmten, zusammen. Strategische Bombardierung, Kampftaktik der militärischen Protagonisten, Kommunikationssysteme und Informationskrieg sind wichtige Faktoren, auf welche die Schweiz nicht oder zumindest nicht direkt und relevant einwirken konnte. Weder die Waffenlieferungen noch die Finanzierung strategischer  Rohstoffe hatten damit einen nachweisbaren Effekt auf die Dauer des Kriegs. Die Kommission fand keine Hinweise, die in diese Richtung wiesen.

Dass die wirtschaftliche Erklärung zu einseitig ist, zeigt auch der Vergleich mit anderen neutralen Kleinstaaten, etwa mit den Niederlanden. Die niederländische Wirtschaft war vor dem Krieg äusserst eng mit Deutschland verbunden, nicht nur über den Güterverkehr, sondern auch über die Finanzdienstleistungen. Als 1930 die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) gegründet wurde, kam Amsterdam nicht in Frage, weil es als zu deutschfreundlich eingestuft wurde. Die enge Verbindung der niederländischen Wirtschaft mit Deutschland half jedoch nichts. Im Frühling 1940 wurde das Land in wenigen Tagen erobert, weil eine Besetzung für die deutsche Kriegsstrategie von grosser Bedeutung war.

Wenn der Krieg zwischen Deutschland und Frankreich anders verlaufen wäre, hätte es durchaus sein können, dass auch die Schweiz besetzt worden wäre. Da Frankreich sich unerwartet schnell geschlagen geben musste, blieb eine Eskalation aus, und ab Sommer 1940 begann das deutsche Heer mit den Vorbereitungen des Feldzugs gegen die Sowjetunion. Der Krieg entfernte sich wieder von der Schweizer Grenze. Es bestanden zwar Pläne für einen Überfall auf die Schweiz, aber Hitler und die deutsche Heeresleitung hatten ab 1940 ganz andere Prioritäten.

Mit anderen Worten: Es war Glück, unglaubliches Glück, dass die Schweiz im Zweiten Weltkrieg verschont wurde.

217 Kommentare zu «Warum wurde die Schweiz im Zweiten Weltkrieg verschont?»

  • Calmberg sagt:

    Im allgemeinen sehe ich bei vielen Kommentaren keinen Bezug auf die spekulative Sicht des Hitlerregimes und weiteren einflussnehmenden Strategen im zweiten Weltkrieg.

    Wenn ich nun die einzig plausible Erklärung liefere, dass Polen und weitere Länder die darauffolgend angegriffen wurden, auch neutrale Staaten gewesen wären, könnte hiermit die Situation schon erklärt werden.

    Es handelt sich im Falle der Schweiz bei der Reduit-Idee lediglich um eine Dienstleistung für die Deutschen und anderer Länder und im weitesten Sinne für die Errichtung Israels wie bei der angestrebten Reduitschweiz als Institution für Eventualitäten als auch für eine Finanzinsel wie aus einer möglichen späteren Defensivsituation ersichtlich. Um die tatsächliche Situationskomik zu verschärfen handelt es sich lediglich um eine angestrebte Inselideologie der ersten Stunde.(Auch bereits
    1930 per excellence vordefiniert, was das Bankgeheimnis betrifft) Somit haben wir auch aus einem strategischen Moment heraus die Erklärung für das spätere Erwachen einer Nation aus einem Bauernstaat.

    Ich bitte zu beachten, dass von Italien und von Frankreich aus bereits eine Invasion mit gewöhnlichen Kriegsmitteln zur damaligen Zeit und auch des weiteren mit Mitteln um das Finanzsystem der damaligen Schweiz vorübergehend lahmzulegen für eine deutsche Invasion die Hinterfragung der militärischen Stärke der Schweiz in keinen Moment gegeben ist.

    Um den schauderhaften Chauvinismus einiger Schweizer in diesem für möglich gehaltenen „historischen Moment“ etwas noch spürbarer zu verdeutlichen, wäre es in einer nicht vorgesehenen Konfliktsituation seitens der Bevölkerung in einigen Teilen der Schweiz zu entsprechenden friedlichen Verhandlungen gekommen.

    Welches Land hält sich nun für so einzigartig ausser der Schweiz nicht in ein Konfliktfeld einbezogen zu werden, wenn dies
    nicht vorgesehen ist. Welches Land könnte dies ändern? Ich denke wir sind alle bewusst oder unbewusst Teilnehmende eines
    Internationalen Schachspiels.

  • Georges sagt:

    Noch nie was von Operation Tannenbaum gehört?

    Hitler hatte die Invasion der Schweiz schon geplant. Sie hiess Operation Tannenbaum.

  • werner sagt:

    Tja, spannend. Allen sei gesagt, niemand überfällt seine Bank. Und warum würden flüchtende Juden als Beispiel zurückgeschickt? Man wusste doch um deren Schicksal.

  • Beat S. Eberle sagt:

    3. Was taugte die Reduit-Strategie militärisch?

    Ich bin kein Militär. Falls also jemand den Eindruck gewinnt meine Meinung sei nicht fundiert: KORREKT.

    Reduit-Strategie in Kürze:
    – Grenztruppen leisten an der Grenze Gegenwehr
    – Eine Zwischenstellung um den Angriff zu verzögern
    – Eigentlicher Widerstand im Alpengebiet

    Die Reduit-Strategie beinhaltet nicht:
    – Evakuierung der Zivilbevölkerung in das Reduit
    – Partisanenkrieg / Guerillakrieg

    Diese Strategie ist nur durchführbar, wenn die Truppen VOR dem Einmarsch mobilisiert und in die entsprechenden Zonen vorrücken. Ein erfolgreicher Rückzug NACH dem Angriff (beschränkte Transportmittel, Fluchtbewegung von Zivilisten, Bedrohung der dt. Luftwaffe…) ist ausgeschlossen. Der Widerstand von Grenztruppen und Truppen der Zwischenstellung wird in kurzer Zeit (Stunden, Tagen) gebrochen und grosse Truppenteile werden abgeschnitten.

    Der militärische Sinn der Verzögerung entzieht sich meiner Logik (Verzögerung wozu, wie lange?).

    D.h. organisierten Wiederstand der CH-Armee im gebirgigen Teil der CH. Faktisch eine Belagerung. Was ist dabei zentral?

    – Nur so viele Leute mitnehmen wie für unbedingt für die Verteidigung notwendig. Zusätzliche Menschen verkürzen nur die Durchhaltezeit (Verpflegung). (Rest der Armee?)

    – Versorgung von aussen. –

    – Entsatz von aussen. –

    – Der Verteidiger kann sich länger aus Reserven versorgen als der Angreifer, der Angreifer muss die Belagerung abbrechen. –

    – UMFANGREICHE Vorbereitungen (Gestaffelte Stellungen, Bunker, Logistik, Kommunikation, Vorräte, Produktionsstätten, Rohstofflager, sanitäre und medizinische Versorgung…) Diese Voraussetzungen und Mittel waren 39 kümmerlich und konnten in den Jahren 40/41 nicht ausreichend aufgestockt werden. Die CH war damals nicht in der Lage, die Armee so zu rüsten, damit sich diese rein materiell mit NS-Streitkräften messen konnte.

    Wie solche Belagerungen ausgehen gibt es Beispiele:
    (Stalingrad 42, Corregidor 42, …)

    Grüsse
    Beat

    • Schulthess Oliver sagt:

      ich denke Nazi Deutschland hätte sehr grosse Verluste gehabt und hätte eine riesen Armee in den Schweizer Alpen gebunden.
      Die Anzahl von 450 000 Schweizer Soldaten mag für eine Armee wie die von Nazi Deutschland klein sein, wenn man jedoch bedenkt, dass Tito`s Armee in Jugoslawien sehr erfolgreich war, mit nur etwa 250000 Kämpfern ,denke ich ,die Armee wäre durchaus in der Lage gewesen den Nazi`s eins auf den Deckel zu geben. Allemal war die Armee der Schweiz nach Stalingrad im Vorteil, weder in der Luft noch zu Lande hätte Hitler genügend Divisionen gehabt um lange in der Schweiz durchzuhalten!

      • Beat S. Eberle sagt:

        Hallo

        Warum sollte NS-Deutschland bei einem Einfall in CH schwere Verluste erleiden?

        NSD habt halb Europa im Sturm erobert. Darunter durchaus auch Feldzüge in Gelände, welches für Panzer- und Luftwaffenoperationen alles andere als ideal war. Die Wehrmacht hat Millionenheere geschlagen. Bis im Winter 41 schlug das Heer jeden Gegner innert Wochen vernichtend. Erst in diesem Winter 41 erlitt das Heer wirklich schwere Verluste an der Ostfront.

        Die Wehrmacht war gerüstet innerhalb eines begrenzten Operationsgebietes für eine beschränkte Zeit hoch effizient zu kämpfen. Keine Kriegsmacht konnte der Wehrmacht innerhalb dieses Operationsgebietes die Stirn bieten.

        Wir können nicht wissen was wäre wenn. Jedoch gibt uns die Geschichte des 2WK keine Anhaltspunkte, dass Widerstand à la Réduit-Strategie für die CH militärisch erfolgreich hätte sein können. Meine Gedanken zur Strategie habe ich oben erläutert. Ebenso dass Partisanenkrieg nie ein Element der Réduit-Strategie war.

        NB: Partisanenkrieg war nach Artikel 1 der Haager Landkrieg-Ordnung faktisch nicht zulässig. Na ja, hat damals schon niemanden interessiert…

        Und noch was, das mit ‚auf den Deckel‘ und NSD hätte nicht durchgehalten gegen die CH… Das nenne ich mal gesundes Selbstvertrauen. Aber NSD hatte zu wenig Selbstvertrauen in die eigene militärische Leistungsfähigkeit um es mit dem Kleinstaat CH aufzunehmen? Also die Wahrnehmung des 2WK aus der Optik CH führt zuweilen zu verblüffenden Resultaten.

        Beat

  • Beat S. Eberle sagt:

    Zurück zur Frage: Warum wurde die Schweiz nicht von NS-Deutschland angegriffen?

    Ich denke in Hitlers strategischem Kalkül spielte die Schweiz zu ihrem Glück keine Rolle.

    Alle Schweiz spezifischen Argumente wie Schweizer Armee und deren Widerstandswillen, Reduit, Schweizer Rüstungsindustrie, Schweizer Finanzplatz, Schweiz als Tummelplatz für die Geheimdienste,… das alles ist sehr interessant. In Anbetracht der Ausdehnung des 2 WK, der Menge der Ressourcen die dafür eingesetzt wurden und der Opfer und Zerstörungen… die Schweizer Ressourcen sind in diesem Kontext schlicht und ergreifend UNBEDEUTEND.

    Ich habe fertig.
    Grüsse
    Beat

  • Beat S. Eberle sagt:

    So next one:

    2. Hat sich die CH mit einer vorsichtigen Politik – man nannte sie hier ‚Kuschelpolitik, ‚Kollaboration‘, … – ihre Sicherheit erkauft?

    Die Geschichte zeigt doch gerade wie schwierig (oder unmöglich) es war eine erfolgreiche Politik mit NSD zu verfolgen:
    – Die Tschechoslowakei hat eine friedliche Politik versucht bis zur totalen Selbstaufgabe: gescheitert 38,
    – Österreich hat eine Politik versucht: gescheitert 39,
    – Polen hat Konfrontation und Kampf versucht: gescheitert 39,
    – Dänemark: gescheitert 40,
    – Lux: gescheitert 40,
    – Holland und Belgien haben Neutralität versucht: gescheitert 40,
    – Frankreich hat Appeasement, Defensive und Kampf versucht: gescheitert 40,
    – Vichy-Frankreich hat Kollaboration und Bündnis versucht: gescheitert 42,
    – England hat Appeasement, Defensive und Kampf versucht: Dank dem Kanal gewonnen 1945 (Total ausgeblutet und wirtschaftlich abhängig von USA, keine Chance mehr das Empire langfristig zusammenzuhalten, Machtpolitisch geschwächt.)
    – Die SU hat Kollaboration und Kampf versucht: gewonnen 1945 (Unfassbare Verluste an Menschen, Infrastruktur, etc.)…
    – Ich kürze hier ab (2000 Zeichen). Die Liste lässt sich recht einfach erweitern und schliesst auch alle Bündnispartner von NSD mit ein. Politik zu Deutschland gescheitert. Und zwar völlig, total, komplett, 100%ig gescheitert, mit unfassbarem LEID und TOD und ZERSTÖRUNG.

    – Folgende Staaten haben eine erfolgreiche Politik geführt: Schweden, Spanien, Portugal, Türkei Irland und die Schweiz. Dabei ist CH durch seine Nähe zu NSD klar das am stärksten bedrohte Land.

    Ich bin durchaus offen für Kritik an der CH-Politik im WK2. Jedoch sollten die genannten Tatsachen nicht vergessen werden. Die Gefahr war real, die Angst berechtigt, der Spielraum für Fehler gering und der Einsatz hoch, sehr hoch.

    Grüsse
    Beat

  • Beat S. Eberle sagt:

    Nachdem sich die Diskussion etwas beruhigt hat versuche ich mal die Themen etwas zu sortieren:

    1. Was war KEIN Grund, dass NS-Deutschland die Schweiz NICHT angegriffen hat?

    Ich bin kein Historiker. Aber soweit ich den WK2 kenne können wir folgende Gründe ausschliessen:

    – NSD hatte sicher nicht grundsätzlich zu wenig Selbstvertrauen in die eigene militärische Leistungsfähigkeit um es mit einem Kleinstaat aufzunehmen. (Das ist so offensichtlich, da füge ich mal keine Argumente an.)

    – NSD hatte keine Hemmungen in schwierigem Terrain Krieg zu führen (siehe: Eroberung Norwegens 40, Offensive durch die Ardennen 40, Balkanfeldzug 41, Eroberung Kretas 41, Kampf in der afrikanischen Wüste ab 41, Kampf von Nordfinnland gegen Sowjetunion ab 41, Vorstoss in den Kaukasus 42, …).

    – NSD hatte keine Hemmungen sich kurz entschlossen (oder unüberlegt) in Konflikte zu stürzen. Auch Konflikte, welche hohes Risiko (Verluste, Verzettelung der Kräfte, schwer zu bezwingende Gegner…) und geringen strategischen Gewinn versprachen wurden ‚relativ spontan aufgenommen’. (Balkanfeldzug 41, Afrikafeldzug 41, Kriegserklärung an USA 41, …)

    Lapidar gesprochen bestand also für die Schweiz während WK2 grundsätzlich eine hohe, latente Gefahr ausgehend von NSD und auch von Italien. Die Gefahr wurde kleiner, als die militärischen Ressourcen dieser Staaten mehr und mehr gebunden wurden. Jedoch konnte NSD fast bis zum Ende des Krieges immer wieder Kräfte freimachen für neue Fronten und Offensiven (Truppenkontingente nach Tunesien Ende 42, Besetzung von Vichy-Frankreich 42, Abriegeln von Durchbrüchen an der Ostfront ab 42, Stabilisierung der Westfront 44, Ardennenoffensive 44,…).

    Diese Gefahr führte logischerweise dazu, dass die Schweizer NSD nicht provozieren wollte und eine ‚vorsichtige‘ Politik verfolgte.

    Zu dieser Politik schreibe ich einen eigenen Beitrag. Mir gehen hier die Zeichen aus.

    Grüsse
    Beat

  • Rolf Zach sagt:

    Von allen ausländischen Banken, die Deutschland vor 1931 Kredit gewährten, waren die Schweizer Grossbanken durch das Stillhalteabkommen Deutschlands mit den ausländischen Gläubiger am meisten gefährdet. Deswegen sind die Eidgenössische Bank und die Basler Handelsbank 1945 untergegangen. Die Schweizer Diskontbank hat es schon vorher Konkurs gemacht und
    die Schweizerische Volksbank musste vom Bund gerettet werden. Wir haben praktisch die Hälfte unserer Grossbanken verloren.
    Weder Frankreich, Grossbritannien noch die Niederlande erlebten solche Banken-Zusammenbrüche. Das wichtigste Thema der
    GL-Sitzungen der CH-Grossbanken war, wie reduziert man diese deutschen Kredite aus dem Stillhalteabkommen. Das Vertrauen
    des Publikums beruhte auf dem Goldbestand der SNB, deshalb dieser unbedingte Wille der Schweiz im 2. Weltkrieg Gold anzuhäufen. Es war das Ziel der Eliten mit einer intakten Währung aus dem Krieg kommen. Die CH-Grossbanken gaben den Deutschen vor 1931 nicht Handelsfinanzierungen wie Holland sondern Investitionskredite. Der Bankverein versuchte 1941 die
    Kredite so zu reduzieren indem er den Amerikanern einredete, dass die deutschen Industrie-Töchter in den USA CH-Gesellschaften seien (Schering, Heyden, IG Chemie). Die US-Wertschriften der Schweiz gehörten den Kunden der Banken und
    nicht den Banken selber. Ohne unsere Goldliebe wäre es unserem Schweizerfranken sehr schlecht gegangen. Die Grossbanken
    waren nicht stabil, deshalb war belgische Hehler-Gold absolut notwendig. Die wahrste Information im 2. Weltkrieg war die wöchentliche Bilanz der SNB in der NZZ. Dieses Hauptziel der Währungsstabilität hat natürlich unser moralisches Verhalten
    stark beeinflusst und die Banken machten aus dem Bankgeheimnis ein Fetisch. Aus den genannten Gründen deponierten reiche Juden ihre Liquidität lieber in Paris und London. Die Nazis haben 1940 die Schweizer Direktoren der jüdischen Ignaz Petscheck Gruppe kaltlächelnd aus den Aufsichtsräten ihrer deutschen Fabriken hinausgeworfen.

  • Peter Schütz sagt:

    Wie hätte die deutsche Propaganda mit den „Blitzkriegerfolgen“ dagestanden, hatte man für die Schweiz deutlich länger mit grösserem Einsatz gebraucht. Dies hätte Zweifel an Führung und Endsieg aufkommen lassen und der Kampfmoral arg schaden können. Es wurde Nutzen und Schaden abgewogen und die wirtschaftliche Seite trug dazu bei. Es gab also nicht nur einen Grund.

  • Linus Huber sagt:

    Es braucht wohl zuerst Jugendarbeitslosigkeit von 50plus% bis Sozialisten staatlich festgelegte Mindestloehne in Frage stellt.

    http://elpais.com/elpais/2013/05/31/inenglish/1370013481_405760.html

  • Linus Huber sagt:

    @ Thomas ernst

    Josef Ackermann, Chairman of the Board, Zurich Insurance Group Ltd
    Mark C. Fishman, President, Novartis Institutes for BioMedical Research
    Felix Gutzwiller, Member of the Swiss Council of States
    Thomas J. Jordan, Chairman of the Governing Board, Swiss National Bank
    Martin Taylor, Former Chairman, Syngenta AG
    Daniel L. Vasella, Honorary Chairman, Novartis AG

    Aus einer Liste der Teilnehmer des Bilderberg Meetings.

    http://www.telegraph.co.uk/news/politics/10095943/Osborne-Clarke-and-Balls-to-attend-Bilderberg-Group-meeting.html

    • Linus Huber sagt:

      Interessanter Aspekt. Von 6 sind 2 von Novartis, 1 von Syngenta, sowie Gutzwiller, welcher als Arzt wohl ein wichtiger Einfluss zugunsten von Novartis/Syngenta im Parlament ausueben duerfte. Also 2/3 fokusiert auf Novartis/Syngenta.

  • Adriano Granello sagt:

    Phänomenal die Anzahl Kommentare zu diesem komplexen, von Wünschen, Mythen und unschönen Realitäten bestimmten Thema, nur Diskussionen über Gott und Religionen vermögen jeweils ähnlich viel Interesse zu wecken! Zufall ist dies gewiss nicht, denn wie nahe sich Schweizer Nation und Gottesglaube sind, zeigt schon die Präambel unserer Bundesverfassung, die bis auf weiteres „Im Namen Gottes, des Allmächtigen!“ lautet. Und wie es sich bei allen Glaubensfragen verhält, eine definitive ‚Wahrheit‘ gibt es nicht, wird es nie geben und – vor allem – darf es nie geben. Denn würde man die gesamte Geschichte der Willensnation Schweiz, nicht nur die Zeit von 1933 bis 1945, mit der gleichen Akribieunter die Lupe nehmen und zur Diskussion stellen, würde aus dem seit dem 19. Jahrhundert gepflegten Mythos wohl ganz schnell ein jämmerlicher Scherbenhaufen werden. Nicht Tapferkeit, edle Gesinnung oder gar ein Ur-Demokratie-Gen waren die Gründe für die Eingeständigkeit der im heutigen Nationalstaat verbundenen Gebiete der Schweizerischen Eidgenossenschaft, sondern die über Jahrhunderte andauernde völlige wirtschaftliche Unwichtigkeit des Landes aus Sicht der Grossmächte Deutschland und Frankreich. Denn vor der ‚Entdeckung‘ des romantisch verklärten Tourismus und der Schaffung der Banken, der Industrie und der Verkehrsinfrastruktur, wurde der überwiegende Teil der kleinen Schweiz als eine unzugängliche und zu nichts zu gebrauchende Steinwüste wahrgenommen, die man guten Gewissens links liegen lassen konnte.
    .
    Auch wenn dies nicht zu unserem Selbstbild passen will, bis heute spielt der Kleinstaat Schweiz in der Wahrnehmung der meisten europäischen Völker eine untergeordnete bis gar keine Rolle. Doch gerade dieses „Nichtexistieren“ der Schweiz erlaubt uns den viel beschworenen eigenen politischen Weg und hat das Land wohl auch vom heissen Krieg zwischen 1939 und 1945 bewahrt.

    • Rolf Zach sagt:

      Man kann es auch konkret sagen. Trotz Gotthard war das Tirol (Kupferbergbau) für die Habsburger viel wichtiger als die Schweiz und sie waren sich mit den Franzosen einig, die Schweiz als Puffergebiet zu belassen. So gewährten die Grossmächte uns 1648 die Unabhängigkeit und wir akzeptierten sie mit innerlicher Überzeugung. Die Schweiz war ab 1848 nicht mehr eine „Quantité négligeable“, was uns half die beiden Weltkriege neutral und trotz allem relativ anständig zu überleben. Auf dieses Resultat können wir mit Demut stolz sein. Es sollte uns aber nicht hindern, die Angelegenheit genau zu untersuchen. Falsche Mythen führen zukünftig zu einer falschen Politik. Jugoslawien ist dafür ein abschreckendes Beispiel.

  • Martin sagt:

    Haette Hitler den Krieg gewonnen, dann waere die CH automatisch erobert gewesen…..ohne das je eine Nazi- Bombe eine Schweizer Stadt getroffen haette.

  • Martin Cesna sagt:

    Es gibt einen bösen Gedanken, dass die Reduit-Idee eventuell ein Befehl von ausserhalb gewesen sein könnte. Der hätte etwa so lauten können: Schweizer Truppen 80 Kilometer hinter die nördliche Grenze zurückziehen. Dann wäre General Guisan allerdings eher ein Ausführender denn der Initiant gewesen.
    Die nachmalige militärische Ruhe nach der Operation „Tannenbaum“ und später ist fast zu gespenstisch ruhig.

  • Linus Huber sagt:

    Und welche Lehren ziehen wir eigentlich aus den Entwicklungen, welche zum 2. WW fuehrten?

    Die zunehmende Machtkonzentration einhergehend mit einer rigorosen und aktiven Indoktrination der Bevoelkerung sind meist Vorbote von Kriegen. Um Kriege zu verhindern, gilt es zentrale Macht zu limitieren und moeglichst viele politische Entscheide auf der tiefst moeglichen Ebene zu beschliessen.

    Wenn wir heute die Situation beobachten, erkennen wir weltweit, dass Entscheidungstraeger immer mehr Macht anstreben und natuerlich immer unter dem Mantel der Erklaerung „zum Wohle der Gesellschaft“. Die USA ist wohl federfuehrend in dieser Beziehung, wo die Exekutive sich immer ruecksichtsloser verhaelt und jede vermeintliche Krise (ob 911, 2008) dazu verwendet, die eigene Macht zulasten der Freiheit der Gesellschaft auszubauen. Wie bei meisten Entwicklungen, ist die USA zeitlich betrachtet den Europaeern ein wenig voraus, wobei wir uns mit dem EU-Konstrukt nicht unbedingt zu verstecken haetten.

    Ein kleiner Abstecher in die Gegenwart.

    • Peter Schmid sagt:

      „Die zunehmende Machtkonzentration einhergehend mit einer rigorosen und aktiven Indoktrination der Bevoelkerung sind meist Vorbote von Kriegen. Um Kriege zu verhindern, gilt es zentrale Macht zu limitieren und moeglichst viele politische Entscheide auf der tiefst moeglichen Ebene zu beschliessen.“

      ganz klar der bisher intelligenteste Beitrag hier. Es freut mich sehr dass es doch noch Menschen gibt die diese Gefahr erkennen.

    • Anh Toan sagt:

      @Linus Huber: „Wenn wir heute die Situation beobachten, erkennen wir weltweit, dass Entscheidungstraeger immer mehr Macht anstreben“

      Woran erkennen wir das? Haben Sie eine (weltweite) Statistik gefunden, wieviel Kilo Macht welcher Entscheidungsträger vor 10 Jahren hatte und wieviele heute?

      Wohin genau muss ich hinsehen, beim Betrachten „der Situation“? Muss ich Ihre Beiträge lesen oder besser etwas von Elron Hubb?

      Sie sagen so unbestimmt „die Situation“, damit wir nicht wissen, wohin wir schauen sollen (wo ist die Situation?) und Ihnen oder besser Ihrem Guru glauben.

      Hau ab zu Deinem Guru!

      • Johnny Smith sagt:

        @ Anh Toan

        Ich habe bislang Ihre Fähigkeit zu besonderen Formulierungen geschätzt und an anderer Stelle auch schon gelobt (auch wenn unsere Interpretationen nicht immer die gleichen sind). Wieso Sie jetzt gegen Linus Huber aber persönlich ausfällig werden (Hau ab zu deinem Guru!) entzieht sich meiner Kenntnis und ist keine Meisterleistung.

        Zu Ihren inhaltlichen Fragen/Bemerkungen: Natürlich haben Sie recht, die Definition und wohl noch mehr die Quantifizierung von Macht sind beide nicht klar geregelt und machbar. Dennoch erscheint es mir legitim, in einem solchen Blog die persönlichen Eindrücke (denen ich mich im Übrigen anschliessen kann) zu formulieren. Auch früher wurde unter dem Deckmantel „zum Wohle der Gesellschaft“ nach Macht gestrebt. Aber Extremismus (nach allen Seiten, eben auch nach staatlicher Allmacht) führt oft zu Krieg, Protektionismus und Wirtschaftskrieg (vielleicht nicht in dieser Reihenfolge…).

        • Anh Toan sagt:

          @Johnny Smith: Rein nach Wahrscheinlichkeit müsste sich ein Scientologe hier tummeln. Wer, ausser Linus Huber, passt in diese Ecke? Um es rauszufinden, sag ich, „Hau ab zu Deinem Guru!“

        • Anh Toan sagt:

          @Johnny Smith: Religiosität bei Herrn Huber (Gott = Markt) haben schon andere bei Herrn Huber festgestellt. Ultraliberales Gerdankengut, getarnt als Gutmenschentum, als religiöse Überzeugung vorgetragen, das ist doch Scientology?

        • Anh Toan sagt:

          @Johnny Smith: Herr Huiber beklagt, dass Politiker Illusionen verkaufen, und versucht, uns das theoretische Modell der Oekonomen vom freien Markt als anzustrebende Realität, oder noch mehr als verlorene Realität, zu verkaufen.

        • Anh Toan sagt:

          @Johnny Smith: „Dennoch erscheint es mir legitim, in einem solchen Blog die persönlichen Eindrücke (denen ich mich im Übrigen anschliessen kann) zu formulieren.“

          Mag sein, ich bin zu formalistisch, aber die Formulierung „erkennen wir“ weist wohl nicht auf einen im Pluralis Majestatis formulierten „persönlichen Eindruck“ hin.

          Im Gegenteil ist es der Versuch, das Denken des Lesers zu lenken, zu beeinflussen, zu manipulieren (Herr Huber kennt noch mehr Wörter dafür….), fraglich ist erscheint mir nur, ob dies vorsätzlich oder fahrlässig, bewusst oder unbewusst, zu „guten“ oder „bösen“ Zielen versucht wird.

        • Anh Toan sagt:

          @Johnny Smith, Thomas ernst und Andere, die schon grundsätzlich meinen arroganten und agressiven Ton kritisierten: Die Veranstaltung hier steht unter dem Logo der Pistols: Wer Pogo noch nicht mag, kann ja zu den hinterkleinkirchheimer lederhosenkniesockenbuben gehen.

          • Johnny Smith sagt:

            @ Anh Toan

            Im Gegenteil, ich sage es noch einmal. Ich kritisierte bislang überhaupt nicht einen arroganten und agressiven Ton Ihrerseits (weder grundsätzlich noch bislang in einzelnen Fällen), sondern ich lobte Ihr störrisches (im positiven Sinne), kritisches Hinterfragen. Dies ist Ihnen mE hier aber absolut nicht gelungen.

          • Thomas ernst sagt:

            @ Anh

            Ich schliesse mich Johnny vollumfänglich an. Ad hominem Attacken sind auch dann kein Zeichen hochstehender Diskussionskultur, wenn ich michnselbst gelegentlich dazu hinreissen lasse.

            Wenn Sie mit dem Inhalt der Beiträge uneinverstanden sind, können Sie sich auch ohne persönliche Angriffe artikulieren.

            Insbesondere gegenüber einem Stammteilnehmer dieser Diskussionsrunde, der bislang keineswegs durch rüpelhaftes Benehmen negativ aufgefallen wäre, schienen mir normal höfliche Umgangsformen angebracht. „Hau ab“ zähle ich ebensowenig dazu, wie eine Scientologen-Unterstellung. Man könnte ja auchbauf die Idee kommen, der Anh sei bloss ein von der EU bezahlter Troll, ein korruptes Mietmaul, bloss weil Sie den Stellenwert von EU und Euro anders sehen, als manche hier.

            Helfen Sie doch einfach mit,,das Niveau hoch zu halten.

          • Anh Toan sagt:

            @Anh Toan

            Beware of the man who works hard to learn something, learns it, and finds himself no wiser than before… He is full of murderous resentment of people who are ignorant without having come by their ignorance the hard way.

            Kurt Vonnegut, „Cat’s Cradle“

          • Johnny Smith sagt:

            @ Anh Toan

            Das ist es, was ich so schätze an Ihren oft herrlichen Formulierungen… sofern Sie mir mit Ihrem Votum nicht unterstellen wollen, dass ich lernunwillig und ignorant sei, geschweige denn meine Ignoranz nicht merken würde 😉

    • Anh Toan sagt:

      @Linus Huber: Wer ist ein Entscheidungsträger? Ist, sagen wir mal der Vorsteher der Steuerwaltung NW auch ein Entscheidungsträger? Ist der CEO von Swissquote auch ein Entscheidungsträger?

      Wenn Sie „heute“ mit einem früheren Zustand vergleichen wollen, kommen grundsätzlich unendlich viele frühere Zustände in Frage. Sie müssen sagen, mit welcher Zeit Sie vergleichen (heute mit gestern, heute mit vor 10 Jahren, vor 100 Jahren)

      Woran erkennen Sie, dass Merkel mehr Macht hat als Adenauer hatte? Sie sagen ja auch nur, die streben heute nach mehr Macht, habern diese gar nicht unbedingt, aber woran Sie dieses Machtstreben messen, um es vergleichen können, erschlöiesst sich mir nicht.

    • Anh Toan sagt:

      @Linus Huber: Um es endlich auf den Punkt zu bringen:

      Wie messen Sie Macht?

      • Linus Huber sagt:

        @ Anh Toan

        Die Zentralisierung von Macht mag auf verschiedenen Ebenen erfolgen, sowie formell wie informell. Nehmen wir einmal die Zentralbanken als Beispiel. Wenn Sie nicht in der Lage sind zu erkennen, wie sich diese Institute ueber allgemeine sowie teilweise legal festgelegte Regeln hinwegsetzen oder diese umgehen, kann ich Ihnen leider nicht mehr helfen. Wenn Sie nicht in der Lage sind, dass immer weitere gesetzliche Grundlagen aufgrund von vermeintlicher Krisenbekaempfung ignoriert oder kurzfristig ausser Kraft gesetzt oder unterlaufen werden, kann ich Ihnen ebenfalls nicht helfen.

        Es geht nicht um die einzelnen Massnahmen in sich, sondern um die Richtung und Intensitaet einer Entwicklung. Es ist fuer mich eher schon fast verwunderlich, dass ein Mensch versehen mit Ihrer Intelligenz nicht in der Lage ist, mithilfe verschiedener Punkte des Mosaiks einigermassen die Entwicklung eines Bildes zu erkennen.

        Machtkonzentration heisst nichts anderes, als dass am Entscheidungsprozess immer weniger wirklich informierte Menschen beteiligt sind und auch immer weniger Menschen wirklich ueber die verschiedenen tatsaechlichen Hintergruende informiert sind. Dies erfordert einen immer hoeheren Aufwand an medialer Beeinflussung der Massen, um die Tatsachen zu verschleiern. Lesen Sie einfach die Schlagzeilen und ueberlegen Sie bei jeder, wer daraus Vorteile zieht und aus welchem Grunde diese Schlagzeile wohl zustande kam. Ich rate Ihnen ein wenig an Naivitaet, welche sehr wohl anziehend wirken mag auf andere Menschen, abzulegen.

        • Anh Toan sagt:

          @Linus Huber: „…kann ich Ihnen nicht helfen“

          Suchte ich Hilfe zu den richtigen Erkenntnissen zu gelangen, ginge ich in die Kirche.

          Wenn ich die „weltweite Situation“ betrachte, sehe ich, dass die Entscheidungsträger immer weniger Macht haben: Ein sehr effizientes Machtbegrenzungsmittel ist Rechenschaftspflicht. Die Tätigkeit der Entscheidungsträger ist heute einer permanenten und umfassenden Rechenschaftspflicht unterworfen, jede echte oder angebliche Verfehlung ist unverzüglich allgemein bekannt. Die vierte Gewalt im Staat (Medien) war früher viel abhängiger von der Macht, heute kann jeder seine Meinung oder nur ihm bekannte Tatsachen in Sekundenschnelle breit verbreiten, früher konnten dies nur „Entscheidungsträger“. Diese können gar nichts mehr tun ohne laufend von allen Seiten überwacht zu werden.

          So, jetzt habe ich, genauso generell und damit letztlich weitgehend nichtssagend, das Gegenteil von Ihnen behauptet. Ich will Ihnen nicht helfen zur richtigen „Erkenntnis“ zu gelangen. So arrogant bin ich denn doch nicht.

          Es gibt entweder unendlich viele oder keine einzige richtige Sichtweise. Richtig gibt es nur in Theorien / Modellen. Aber das ist nicht immer richtig!

          Ich sehe reale Machtlosigkeit der von Ihnen sogenannten

          • Johnny Smith sagt:

            @ Anh Toan

            Wenn ich sehe, wie bislang und wohl auch im und nach dem Prozess mit dem „kleinen“ Bradley Manning umgesprungen wird, habe ich meine Bedenken, inwiefern die von Ihnen zu Recht angesprochenen medialen Möglichkeiten zu Transparenz vom Einzelnen heute schon und auch künftig genutzt werden können. Es gibt neue Möglichkeiten im Vergleich zu früher, doch die Repression des Bürgers durch den (hier US-) Staat wurde leider noch nicht besser. Es gibt auch andere, weniger aktuelle Beispiele.

            Ein immer wieder von Linus Huber angesprochenes ‚Problem‘ ist ja auch, dass eine Handvoll (vielleicht auch zwei) Zentralbanker weltweit extrem weitreichende Entscheidungen treffen in einem Umfang, der weitab vom bislang gesehenen liegt. Auch hier sehe ich eine Machtkonzentration bei ‚wenigen‘. Nicht, dass dies mMn für die Realwirtschaft viel nützen würde (es hat aber offensichtlich grossen Einfluss auf die Finanzmärkte), aber es erhöht die Risiken: eine Diktatur mit einem guten, fähigen Alleinherrscher wäre ja in der Theorie eine gute Staatsform, ich ziehe aber trotzdem die Demokratie mit all ihren Mängeln vor, denn es gibt – so hat die Geschichte immer wieder gezeigt – keine andauernd richtig entscheidenden Diktatoren. Natürlich und auch ersichtlich sind auch Demokratien nicht vor grossen Fehlentscheiden gefeit, allerdings erachte ich Systeme mit vielen ‚Marktteilnehmern‘ als flexibler. Diese dürften somit langfristig (frei nach Darwin) erfolgreicher sich durchsetzen als machtkonzentrierte Systeme wie zB. Dikaturen, die, wenn der Diktator sich weit aus dem Fenster lehnt und irgendwann eben mal falsch liegt, untergehen.

          • Anh Toan sagt:

            @Johnny Smith: „Manning“

            Manning ist primär Soldat und nicht „Bürger“, und als Soldat verlkiert er einen grossen Teil seiner bürgerlichen Freiheitsrechte. Das mag falsch sein, ist aber keineswegs neu!

            Kein Land der Welt reagiert mit Gelassenheit, wenn Sodaten Geheimnisverrat begehen. Und wer nur schon mal in einer Armee, und nicht mal in einem Krieg war, hat dafür durchaus Verständnis.

            In der Schweiz wurde der Landesverräter Ernst S erschossen, die Todesstrafe gabs in der Schweriz in Kriegszeiten als Androhung noch bis 1992 für Landesverrat. Manning war im Krieg, er hat Glück, nicht stand(wider-)rechtlich erschossen worden zu sein.

          • Johnny Smith sagt:

            @ Anh Toan

            Mal ehrlich, das Video, das Manning zu veröffentlichen geholfen hat (fragen Sie mich bitte nicht nach anderen Dokumenten, ich habe den Fall Manning nicht im Detail studiert, zudem sind sie ja anscheinend ‚geheim‘), ist ja wohl nur aus einem Grund als geheim klassifiziert: die Kriegsmacht USA will die hässliche Fratze (die jeder Krieg hat) nicht zeigen und unter dem Deckel halten.

            Nein, neu ist das keineswegs, das sehe ich genauso. Aber es ist ein Zeichen wie früher und heute Staaten reagieren und mit ‚kleinen Fischen‘ umspringen, wenn sie sich in ihrer Allmacht angegriffen sehen. Wie gesagt, es gibt auch weniger aktuelle, oft auch weniger extreme Beispiele, welche auch nicht ausschliesslich Soldaten betreffen.

            Um aber egoistisch zu argumentieren: Manning betrifft mich weniger, aber die Entscheide von wenigen Zentralbankern betreffen mich durchaus. Ein ‚Diktator‘, den ich mir nicht ausgesucht habe (aber das liegt wohl in der Natur von Diktaturen).

            Auch hier, dieser ‚Diktator‘ ist ja nicht neu. Aber bislang war er ein Diktator im überschaubaren Rahmen mit begrenztem Mitteleinsatz. Und diesen Rahmen verlassen die ‚Zentralbank-Diktatoren‘ immer mehr. Im Moment sollte ich mich am Soma der steigenden Asset-Preise ja freuen wie ein Kind an Süssigkeiten (wie schön ist doch der wealth-effect), was ich aber störrischerweise nicht mache, da ich darin unwägbare Risiken sehe. Vielleicht bin ich ja auch nur ein verbockter Pessimist? 😉

          • Thomas ernst sagt:

            @ Johnny

            verbockt keineswegs. Sie denken nur etwas weiter, als die meisten Leute.

          • Linus Huber sagt:

            Es geht nicht um ultra-liberale Positionen an sich, sondern um die eingeschlagene Richtung. Wenn wir heute unser Wirtschaftssystem betrachten, marschieren wir schrittweise in Richtung Planwirtschaft, in welcher der Staat zunehmend entscheidet, wer nun die Gewinner und Verlierer im System sein sollen. Dies eroeffnet Tuer und Tor zu Nepotismus, Vetternwirtschaft, Korruption und legalisiertem Diebstahl. Es ist geradezu grotesk, dass nachdem wir den Sturz Russland vor 24 Jahren feierten, unser westliches System sich der ehemaligen und nachweislich erfolglosen Ideologie der staatlichen Planung immer staerker naehert. Alles ist eine Frage des Masses. Es ist immer deutlicher erkennbar, dass der Wohlfahrtsstaat in der heutigen Form nicht wirklich die erzeugten Wunschvorstellungen zu erfuellen mag, da sich die Gesellschaft natuerlich entsprechend der offerierten staatlichen Unterstuetzung entsprechend positionierte und viele Programme dadurch die Regeln der Nachhaltigkeit verletzen.

            Wenn wir nun die Frage der Macht ansprechen, muessen wir erkennen, dass viele Staaten heute die Ueberwachungskapazitaeten sowie die polizeilichen Kapazitaeten zwecks Unterdrueckung von Unruhen sehr stark ausbauen. Solange wir eine noch auf echten demokratischen Werten bestehende Gesellschaft haben, mag dies nicht weiter ein Problem darstellen. Jedoch erlauben solche Faehigkeiten sehr wohl, in sehr kurzer Zeit eine diktatorische Fuehrung zu etablieren. Es geht doch nicht um das jetzt und heute, sondern um die subversive Veraenderung, welche schrittweise und fast unbemerkt fortschreitet. Es braucht einzig eine tiefgreifende Krise und ein System kann kippen, indem man aufgrund von gerechtfertigtem Politikverdruss, sich fuer einen charismatischen und medienwirksamen aber dominanten Persoenlichkeit entscheidet, welcher endlich das bestehende korrupte System bereinigt.

            Es gibt unzaehlige Beispiele, welche die Korruption bestaetigen, z.B. Aufhebung der Regel fuer Banken Assets nach Markt zu bewerten.

  • ermes bernardi sagt:

    diese fröntler saubande und sympatisanten gehört heute noch erschossen.

  • Johann Binder sagt:

    Von denen,die hier schreiben,hat wohl fast sicher niemand im 1.und ich glaube auch,im 2.Weltkrieg, Jahre lang Militaerdienst getan.Wir haben es als Kinder erlebt,fast nichts zu essen,Lebensmittelmarken,etc.Den Vater sahen wir im Jahr nur fuer kurze Zeit.Mein Grossvater hat unter General Wille Dienst getan.
    Hatte im Beruf und auch im Sport das Glueck,Offiziere kennen zu lernen,die in Nordafrika und in Russland dabeiwaren.Sie alle waren keine „Nazis“,auch Doppelbuerger waren dabei.Man musste einfach gehen,sonst haette man nicht lange gelebt.Leider war mein Vater auch in der Schweiz dabei,als Desserteure erschossen wuerden,einige haben nach spaeteren Aussagen,bewusst daneben gezielt.Ich bin ueberzeugt,was obige genannte,mir immer wieder bestaettigt haben,hat die Wehrmacht die Schweiz umgangen,weil es voraussehbar war,dass es sehr hohe Menschen- und Materialverluste gegeben haette.Ich,im Mitteland damals gelebt,waere sicher nicht mehr am Leben.Dank all Denen,die damals fuer uns Alle bereit waren.
    Unser Land war damals bereit,das Reduit,voll ausgebaut.Heute grauts mir,ich bin kein Militaerfan,wie man Milliarden Steuergelder vernichtet,das ganze Reduit,wo in einem Kriegsfall,fast die ganze CH-Bevoelkerung geschuetzt ueberleben haette koennen,zerfaellt.Die Mehrheit der heutigen Bevoelkerung glaubt anscheinend der Propaganda,dass es nie mehr Krieg geben wird ! Dabei gibt es taeglich Kriege,es wird darueber berichtet,leider schon ganz nahe von Europa.Mir gefaellt auch der „Wirtschaftskrieg“ gegen unsere Schweiz gar nicht.Europa ist am abstuerzen,wer das nicht sieht,verdraengt.Bitte wacht auf,wir haben bis heute immer noch eine Demokratie,wenn wir die auch noch abschaffen,ist das der Untergang unseres noch guten,konkurenzfaehigen,schon Jahrhunderte alten Landes.

  • Ralph Kocher sagt:

    Kurzfassung:
    Mit den Zahlungen von Frankreich konnte das eben geschaffene Reich erblühen. Das Platzen der Blasen setze Allem ein Ende. Das satte Lethargie-Gewohnte begehrte auf.
    MfG, RK.

    • Thomas ernst sagt:

      aehm – sollte diese Absonderung von aneinandergereihten Zeichen etwas bedeuten, oder waren die Buchstaben bei Ihnen nur gerade über…?!

  • Lidija Jametti sagt:

    In 55 Zeilen ca. zu erklären warum die Schweiz im 2-ten Weltkrieg verschont wurde ist eine nicht nur undankbare Sache, sondern ein Versuch die ganze Periode der Jahre nach der Kapitilation Deutschlands im Jahre 1918 nach dem 1-ten Weltkrieg, der 4 Jahre dauerte, die grosse Depression zwischen den Jahren 1929-1939 und die Geschichte des II WW bis zum Jahr 1945, sondern ein Ding der Unmöglichkeit. Zwischen den Jahren 1905 und bis zum Jahr 1917 die Entwicklung der Sowietischen Revolution, das muss auch in dieser Geschichte berücksichtigt werden. Das ist nicht seriös in einer Kurzfassung die Schweizer Position zu erklären und es reichen sowohl die Berichte der Bergier Kommission als auch die vielen Schriften zum Ablauf dieser vieler Jahre bis zum 9. Mai 1945 nicht. Mit diesem Versuch reduziert Herr Straumann die Schweizer Geschichte und die ganze Welt-Geschichte dieser 2 Weltkriege gegen die ganze restliche Welt, die Geschichte des Deutschlands Kapitulation am 9 Mai 1945. Dazwischen liegen beinahe 45 Jahre Jahre Weltgeschichte und die Geschichte 2 Welkriege, die Deutschland angezettelt habe. Diese Geschichte auf die Schnelle aufzuschreiben und zu begründen ist nicht so simpel, wie Herr Straumann sie verstehen möchte.

  • Georg Stamm sagt:

    Die Verschonung der Schweiz 1939-45 hat sicher mehrere Gründe, wobei die relativ gute Landesverteidigung zusammen mit dem schwierigen Gelände einer der wichtigeren sein dürfte. Eine gewisse wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem 3. Reich war wohl unumgänglich, obwohl die sog. Bergier-Kommission glaubte, den Moralfinger erheben zu müssen. Man vergisst leicht, dass die Schweiz völlig von den Achsenmächten eingeschlossen war (ausser einem kleinen Korridor bei Genf). Hätte die Schweiz verhungern sollen ? Hätte unsere Industrie zu Grunde gehen sollen ? Die USA verstanden unsere Neutralität nicht und verhielten sich eher feindlich. Vermögen und Gold wurden blockiert. Der deutsche Führer, Hitler, war allmächtig. Ein Wort von ihm im Jähzorn hätte Divisionen gegen die Schweiz marschieren lassen. Sind sich die Schweiz-Kritiker dessen bewusst ? So etwas kennt man heute nicht mehr, so jemanden gibt es nicht mehr. Das sollt man gelegentlich berücksichtigen beim Urteil über die Schweiz im 2. Weltkrieg.

    • Thomas ernst sagt:

      Churchill hat nach dem Krieg den CH-Beitrag während des Krieges, vor allem die geistige Landesverteidigung, ausdrücklich gelobt. Das wollten die Bergiergutmenschen auch nie wahrhaben.

    • Ueli sagt:

      @Georg Stamm
      Es war eben nicht das „Minimum“ an Zusammenarbeit mit den Nazis, wie Sie das gerne hätten. Die Schweiz hat Neutralität vorwiegend geheuchelt um sich auf Kosten anderer zu bereichern. Die „riesige Gefahr“, welche Sie hier an die Wand malen wurde weder vom Bundesrat, noch von der Industrie, noch von den Banken so gesehen. Ganz im Gegenteil – der Bankenplatz Schweiz kam durch den 2. Weltkrieg erst so richtig in Schwung. Der Bevölkerung wurde natürlich ein strammer General vorgesetzt, der die Moral an der Heimatfront (Arbeitsfront?) gehörig anheizen sollte – Anbauschlacht für den Pöbel, Champagner für die Elite!

      • Peter Schmid sagt:

        Au ja, die Schweiz hat sich ja sooooo bereichert während des Krieges. Das war sicher auch der Grund weshalb die Rezepte aus jener Zeit so phantasievoll das wenige Vorhandene streckten.
        Man kann wohl sagen dass die Schweiz nach dem Krieg von der intakten Infrastruktur und der erhöhten Nachfrage von Gütern aus Europa profitierte. Und auch der Bankenplatz kam NACH dem Krieg in Schwung. Aber zu behaupten die Schweiz hätte sich „bereichert“ ist doch ein starkes Stück. Dass die hiesige Industrie durch Erpressung für die Deutschen produzieren musste kann ja wohl nicht als „Bereicherung“ bezeichnet werden und hat sich ganz sicher niemand gewünscht (denn ebensogut hätte man ja an die Allierten liefern und sich dort „bereichern“ können. Nur hatten die uns nicht im Würgegriff). Sie können auch davon ausgehen dass die (ja schon bestehende) Industrie auch ohne Krieg ihre (dann halt nicht Kriegs-)Produkte produziert hätte und nicht einfach von 1939 bis 1945 still gestanden wäre (wäre das auch „Bereicherung“ gewesen?).
        Nur mal wieder zur Erinnerung; dieser „Bereicherungsgrund“ existierte weil wieder einmal einer der ewig gleichen Kriegstreiber in Europa sich an einem andern Land mit Gewalt „bereichern“ wollten. Wären alle Länder dieser Welt neutral und hätten in ihre Verfassung einen Artikel der die eigene Armee als ausschliessliche Verteidigunsarmee definiert, dann gäbe es keine Kriege, und die Armeen bräuchte es nicht und die dadurch frei werdenen Resourcen könnten dafür verwendet werden die Armut zu bekämpfen…..

        …. und man müsste dann nicht seine Zeit damit verschwenden Länder anzugreifen welche sich erfolgreich aus einem Krieg raushalten konnten welchen sie weder angefangen noch verlängert haben der „Bereicherung“ zu bezichtigen.

        • Rolf Zach sagt:

          Das Prokopfeinkommen der Schweiz hat von 1939 bis 1945 abgenommen. Der notwenige Konsum für die breite Bevölkerung wurde sichergestellt und effizient verteilt, obwohl bis Ende 1944 der Deutsche besser konsumierte als der Schweizer. Der Goldbestand wurde durch eine positive Leistungsbilanz erhöht und durch den Ausfall der Niederlande und Frankreichs konnten wir uns als Finanzplatz Nr. 1 für Deutschland und Italien etablieren. Langfristige Investitionen haben wenige stattgefunden (Sustenstrasse). Der Bunkerbau des 2. Weltkriegs ist ein guterzähltes Märchen, die wirklich relevanten Festungen sind ein Produkt des Kalten Krieges. Anrüchig im privaten Bankenbereich war der Wertschriftenhandel mit von den Nazis gestohlenen Aktien (Royal Dutch) mittels gefälschter Affidavits. Die berühmten Holocaust-Vermögen sind eine Legende. Die Legende hat sich durch dummes Verhalten der Schweizer Banken verfestigt.
          Sie meinten, wenn der Bund die Aufgabe der Feststellung dieser Vermögen übernehme, könnte das Bankgeheimnis verloren gehen und die Alliierten würden das ganze deutsche Privatvermögen kassieren.

        • Ueli sagt:

          @Peter Schmid
          „Aber zu behaupten die Schweiz hätte sich bereichert ist doch ein starkes Stück“.
          Nein, Herr Schmid, ein „starkes Stück“ ist es, dass man noch im Jahre 2013 am Mythos der Schweizer Neutralität festhält.
          Fakt ist nämlich, dass die Nazis nur in der Schweiz ihre Kriegsbeute zu Geld machen konnten:
          Beschlagnahmte Wertpapiere und Zentralbankgold der besetzten Länder (90% des deutschen Goldes) wurden von den schweizer Banken in hoch konvertible CHF verwandelt. Damit konnte Deutschland dann strategische Rohstoffe einkaufen.
          1941 wurde dem „guten Kunden“ Adolf Hitler noch ein Kredit von über 1 Milliarde CHF als Kredit für den Russlandfeldzug gewährt.
          Unter militärischen Gesichtspunkten war die „Alpenfestung“ eine hirnrissige Strategie. Aber wirtschaftlich machte es sich bezahlt, da 2/3 der Soldaten nicht direkt gebraucht wurden und somit nach Hause geschickt werden konnten. Ein grosser Teil dieser Arbeitskräfte hat dann Rüstungsgüter für den Export produziert, welcher vorwiegend an die Achsenmächte ging – übrigens ohne „grossen Zwang“ – es war einfach nur ein „Bombengeschäft“ und das wollte man sich nicht mies machen lassen von irgendwelchen „roten Pazifisten“.
          Die Banken waren also die Hehler Hitlers und die schweizer Exportindustrie, der verlängerte Arm der deutschen Waffenschmieden.

          • Peter Schmid sagt:

            Wo genau ist nun Ihr Argument „Ueli“? Wie genau hat denn die Schweiz davon profitiert (ausser dass sie nicht angegriffen wurde) dass die Nazis ihren Bankenplatz benutzten? Wo liegt hier der Tatbestand der „Bereicherung“? Wenn Sie den Bergier-Bericht gelesen hätten, dann wüssten Sie auch dass die Wirtschaftleistung der Schweizer für die Deutsche Kriegsmaschinerie nicht ausschlaggebend war, da zu gering.
            Zudem möchte ich gerne von Ihnen Beweise sehen dass die Soldaten welche nach Hause geschickt wurden als Arbeiter für die Kriegsmaschinerie der Deutschen benutzt wurden. Aus meinem Familienkreis und dem meiner Freunde, weiss ich dass diese Männer schlicht und einfach nach Hause gekehrt sind und dort in ihren Jobs gemachtt haben.
            Was Sie hier als Argumente gegen den „Mythos“ vorbringen hat weder Hand noch Fuss, genauso wenig wie Ihre subjektive Meinung dass die Alpenfestung eine „hirnrissige“ Strategie gewesen sei und wird auch von Schweiz-Kritischen Berichten wie dem Bergier-Bericht in keinster Weise unterstützt. Wenn man dann noch bedenkt dass die Schweiz weitaus mehr Aufbauhilfe in Deutschland als z.B. die USA geleistet hat dann wird Ihr Vorwurf der „Bericherung“ noch abstruser.
            Sie ignorieren hier bestätigte Tatsachen die von unabhängigen (und eher Schweiz-Kritischen) Historikern zusammengefasst wurden, aber loben dann ein Statement das einfach mal behauptet dass Deutschland die Schweiz nie angreifen wollte als objektiv. Dabei weiss man heute dass, obwohl Hitler anfänglich einen Einmarsch in die Schweiz verboten hatte, seine Generäle da völlig anderer Meinung waren und Pläne für eine Invasion der Schweiz ausgearbeitet hatten. Dann aber wieder ignorieren sie ein Statement desselben Kommentators das Aussagt dass die Deutsche Bevölkerung während des Krieges (bis 1944) weniger Mangel hatte als die CH? Sie hören was Sie hören wollen, aber einen Beweis für die „Bereicherung“ der CH ist dies bei weitem nicht.

          • Ueli sagt:

            @Peter Schmid
            Ehrlich gesagt, weiss ich überhaupt nicht wo ich überhaupt anfangen soll um ihre „Kritik“ zu „würdigen“.
            1. Ich habe den Bergier-Bericht gelesen. Und ich finde es lobenswert, dass Sie sich auf diesen Bericht beziehen, da dies eine exzellente Quelle von Informationen ist.
            2. Ich habe nie behauptet, dass die schweizer Hilfe, ob Banken oder Exportindustrie, ausschlaggebend (im Sinne von kriegsverlängernd) war – dazu war die Schweiz tatsächlich ein zu „kleines Licht“.
            3. Aber – und hier kommt das entscheidende „aber“ – gab es auch Alternativen zum damaligen Opportunismus und die Schweiz muss sich jedenfalls heute nicht damit rühmen auch nur ansatzweise Widerstand geleistet zu haben – ganz im Gegenteil – so lange man konnte hat man profitiert.
            4. Ich verweise auf den Bergier-Bericht, der ganz klar aufzeigt, dass 2/3 der Soldaten tatsächlich nach Hause (sprich an den Arbeitsplatz) geschickt werden konnten und dies auch das Kalkül der damaligen Entscheidungsträger war.
            5. Es ist nicht meine Meinung, dass die „Alpenfestung Schweiz“ militärstrategisch eine „hirnrissige Idee“ war, sondern niemand anders als der Generalfeldmarschall Montgommery (dem Sie wohl was Militärstrategie anbelangt nicht das Wasser reichen können) hat dies geäussert.

          • Beat S. Eberle sagt:

            @ Ueli

            Zu „5. Es ist nicht meine Meinung, dass die “Alpenfestung Schweiz” militärstrategisch eine “hirnrissige Idee” war, sondern niemand anders als der Generalfeldmarschall Montgommery (dem Sie wohl was Militärstrategie anbelangt nicht das Wasser reichen können) hat dies geäussert.“

            1. Jepp, der Monty der versteht was von Militärstrategie.

            2. Persönlich teile ich Montys Einschätzung. Tut aber nichts zur Sache.

            3. Wichtig ist zu verstehen, wie Monty 1945 beim Vorstoss nach Deutschland von der Thematik ‚Alpenfestung‘ beeinträchtigt wurde:

            Monty befehligte damals die 21. Alliierte Heeresgruppe am nördlichen Teil der Front. Sein Ziel war EIN konzentrierter Stoss nach Deutschland hinein mit dem Ziel Berlin. Befürchtungen des US-Geheimdienstes (Leute in der Schweiz) veranlassten Eisenhower als OB der alliierten Bodenstreitkräfte in Europa, den Schwerpunkt nach Süden (Bayern, Österreich) zu verlagern.

            Die Befürchtungen gingen dahin, dass sich die NS-Streitkräfte im Alpengebiet verschanzt und eine Reduit Strategie verfolgen könnten, angelehnt an die Schweizer Reduit Strategie. (Aus Reserven selbstversorgend, ohne Hoffnung auf Entsatz und ohne Hoffnung dass sich der Gegner in absehbarer Zeit zurückziehen muss, schmoren im eigenen Saft bis zum totalen Untergang…).

            Tatsächlich stiessen dann die alliierten US Truppen ohne starke Gegenwehr in diese Zonen vor, während sich der aus Montys Sicht zweifellos wichtigere Vorstoss nach Berlin und zur Ostsee verzögerte. Die Alpenfestung der Deutschen wurde nicht vorbereitet und die Reduit Strategie auch nicht versucht.

            Grüsse
            Beat

      • Thomas ernst sagt:

        @ Ueli

        Ist jetzt aber selbst für Sie eine eher peinliche Einlassung. Null Fakten, nur Polemik. Wie wäre es mitbeinem sachlichnfundierten, substantiellen Beitrag?

        • Ueli sagt:

          @Thomas ernst
          Ihnen sind offensichtlich die Argumente ausgegangen. Also reiten Sie einen persönlichen Angriff, der nicht wirklich viel zur Diskussion beiträgt. –
          Überlassen wir das Urteil den anderen Blogschreibern.

  • Res Bühlmann sagt:

    Doch wage ich jetzt einmal zu behaupten, dass die Schweiz für Deutschland eine Art „Afghanistan“ geworden wäre; ab 1941-42 hat sich nämlich die Armee besser organisiert. Durch die Verminung der Passstrassen und die geübten Alpenpatroullien hätten sie den Nazis grossen Schaden zufügen können…so lächerlich wie dies klingen mag

  • Martin Holzherr sagt:

    Die Schweiz wurde von einer Invasion der deutschen Armee verschont weil die Kosten/Nutzen-Rechnung grössere Kosten ergab als Nutzen zu erwarten war. Die Schweiz war ja kein Hindernis für Nord-Süd-/Waffentransporte, ihre Industrie lieferte sogar Waffen an die Deutschen und eine Invasion unvohersehbarer Dauer und fragwürdiger Stabilität hätte solche Waffenlieferungen eher gefährtet als verbessert. Auch das Bunkern von Vermögen in den Schweizer Banken stand nicht nur Verfolgten der Nazis offen sondern auch den Nazis selbst: Gelebte Neutralität eben.

  • Walter Kunz sagt:

    Welcher Leser will das wohl einwandfrei wissen, da uns ja die Presse, sogar schon
    solche Fragen stellt?

  • Kurt Bucher sagt:

    Es würde manchem der gescheitschreibenden Kommentatoren wohl anstehen, sich bei der Lösung der zahlreichen gegenwärtigen Probleme unseres Landes zu profilieren. Ueber Geschehnisse vergangene Zeit – welche sie nicht selbst erlebt haben – zu spekulieren und über Leute zu urteilen, welche ihre Hauptaufgabe, nämlich Land und Bevölkerung aus dem Krieg heraus zu halten, mit Ach und Krach erfüllt haben, ist … sagen wir: billig. Wäre das Land in den Strudel der Ereignisse geraten, so wären einige der spätgekommenen Experten jetzt nicht hier und die Ueberlebenden von uns Alten müssten auf die wertvollen Gratisratschläge verzichten.

  • Mike Keller sagt:

    Ich habe wirklich keine Ahnung, was diese Geschichte angeht. Aber gibt es denn keine Aufzeichnungen in Deutschland, welche den Fall Schweiz dokumentieren? Solche Dinge wurden doch bestimmt protokolliert. Entscheidend ist ja vielleicht eher schon die damalige Deutsche Sicht und Entscheidungsfindung und weniger was wir Schweizer uns zusammendichten.

    • Thomas ernst sagt:

      @ Mike

      Es gibt im Gegenteil sehr sehr viele verschiedene Aufzeichnungen, überall, in DE,,CH, AT, USA etc. Das Problem ist, diese zu sichten, gewichten, und Schlüsse zu ziehen. Dies machen dann Historiker, die ihre subjektiven Vorurteile dann als Ergebnis wissenschaftlicher Forschung verkaufen…

  • Dilek Demirel sagt:

    Ich schliesse mich ebenfalls der Theorie an, dass die Schweiz schlicht zu unbedeutend war für einen Angriff. Eine weitere habe ich noch im Sack, ich glaube, die kursiert u.a. in Italien herum, ich kann sie aber nicht belegen: Mussolinis Schwiegermutter soll Tessinerin gewesen sein… Vielleicht weiss da jemand genauer Bescheid?

    • Res Bühlmann sagt:

      Mussolini hat nachdem er die Pläne der Gotthardfestung gesehen hat, seine Pläne geändert und sich auf den Simplon gerichtet. Auch dort hätte er sich ( bewiesenermassen ) mit seiner schlecht ausgerüsteten Armee schwer blamiert..

      • Martin Cesna sagt:

        Mit einem alten Eisenbahnwaggon hat er den „Gotthardlern“aber dennoch mächtig Eindruck gemacht!

    • Thomas ernst sagt:

      @ Dilek

      Die Schwiegermutter??!!

      Das wäre ja ein sofortiger Angriffsgrund gewesen…

  • René sagt:

    Niemand greift seine eigene Bank an.

  • Peter Richter sagt:

    Ich möchte die Rolle der Schweiz im zweiten Weltkrieg überhaupt nicht ruhen lassen.
    Faire Artikel wie z.B. von Tobias Straumann sind wichtig, wenn ich auch nicht immer gleicher Meinung bin.
    Auf keinen Fall soll man das Schlusswort ideologischen Fanatiker wie
    Mitglieder der Bergier-Kommission Kreis und Tanner überlassen.
    Auch gegenüber amerikanischen „Experten“ in der Bergier-Kommission bin ich äusserst skeptisch,
    weil versucht wird eigene Verfehlungen an einen hilfreichen Trottel weiter zu reichen,
    z.B. Juden-Flüchtlingsstop in die USA,
    Mitnahme von einigen 100 Tonnen Nazigold/Raubgold bei Merkers Thüringen am Kriegsende ( siehe Wikipedia).

    • Ueli sagt:

      @Peter Richter
      Sie machen sich es aber auch einfach. Jeder Historiker, der die Schweiz nicht mit ihrer rosaroten Brille sieht, wird einfach mal als „ideologischer Fanatiker“ difamiert und schon muss man sich mit anderen Meinungen nicht mehr aufhalten. Ja, so funktioniert „Wissenschaft“ – nicht.

      • Peter Richter sagt:

        Sie haben mich falsch verstanden!
        Faire Kritik und Aufarbeitung von Unrecht z.B. Judenstempel usw. sind sehr wichtig!
        Aber bitte wissenschaftlich ausgewogen, mit realistischen Zahlen und Fakten,
        ohne übereifrigen ideologischen Hintergrund.
        Sie erinnern sich? In den 70-80er Jahren war es geradezu ‚en Vogue‘
        die Schweiz in die Pfanne zu hauen (z.B.La Suisse n’existe pas).
        Es kann auch nicht sein, dass z.B. amerikanische Experten die Schweiz beurteilen,
        welche mit der Aufarbeitung der eigenen Geschichte dagegen sehr zurückhaltend sind.
        Die grossen humanitären Leistungen der Schweiz während dem zweiten Weltkrieg,
        werden auch immer wieder ignoriert.

  • Reinhard Kreis sagt:

    Das Kapital der Schweiz ist Rechtssicherheit und Bankgeheimnis. Privates Vermögen bleibt privat und war bisher geschützt. Das betraf auch das Privatvermögen der deutschen Führung und das ist heute noch so.
    Die Führung kennt den Zustand und die Zerbrechlichkeit der eigenen Verhältnisse und schätzt deswegen den Schutz des eigenen Vermögens in der Schweiz. Aus diesem Grund hat Deutschland unter Hitler die Schweiz nicht besetzt und wird es auch heute nicht tun.

    • Thomas ernst sagt:

      @ Reinhard.

      So ungern ich Sie korrigiere – der Anfang muss realistischerweise heissen: „Das Kapital der Schweiz WAR die Rechtssicherheit…“

      Seit sich Evelyne Wendehals Widmer-Schlumpf mithilfe der ahnungslosen Linken in den Bundesrat gelogen hat, ist in der Schweiz der Rechtsstaat Dispositionsmasse der machtgeilen Linken und billige Eintauschware im Schachern mit den US-Despoten.

  • Gerold Meier sagt:

    Der bedingungslose Verteidigungswille der Schweizer Soldaten des Aktivdienstes (es galt: zehn Deutsche Nazis für einen Schweizer), auch angespornt durch mythische Geschichten wie die von Winkelried, St. Jakob an der Birs und Verteidigung der Bastille in Paris, sowie die für die Deutschen unerwartet starke Bindung zahlreicher Naziarmeen in Russland und in der Ukraine liessen einen Angriff als wenig zielführend erscheinen.

    Warum die Deutschen nicht vorher angegriffen haben, als die Verteidigung noch schwächer war? Die hätten wohl nicht genügend Kapazitäten für KZs gehabt, denn kaum ein Schweizer hätte lächerliche Dinge wie mit „Heil Hitler“ zu grüssen, mitgemacht.

    • Heinz Fackel sagt:

      Hat es überhaupt für die Achsenmächte Sinn gemacht die Schweiz anzugreifen? Nein. Erstens wurden in der Schweiz schon fleissig Rüstungsgüter ausschliesslich für die Achsenmächte produziert. Zweitens brauchte amn die Schweiz als Bankenplatz und Konten hatte man ja dort auch noch. Viertens war die Schweiz gar nicht drauf bedacht den Achsenmächten zu schaden. In toto war die Schweiz zu unbedeutend und nie eine strategische Gefahr. Warum sollte man sie dann angreifen..

      Die Redouit ist doch daher ein einziger Mythos. Selbstverständlich hätte sich die schweizer Armee in die Bergfestungen zurückziehen können. Selbstverständlich wären Angriffe auf die Festungen verlustreich gewesen. Aber hätten die Deutschen überhaupt die Hochgebirgsfestungen angreifen müssen? Der Rückzug ins Hochgebirge ist so ähnlich wirksam, wie mit einem Schwert bewaffnet vor einem Löwenrudel auf einen Hochsitz zu flüchten. Klar kommen die Löwen nicht an einen ran, aber man kann auch nicht runter und irgendwann wird man hungrig und es ist kalt. Ausserdem sitzen Frau Kind und Produktionsstätte in den besetzten Gebieten, da kapituliert man besser. Irgendwie hätte man sich arangiert.

      • Linus Huber sagt:

        Eine fragwuerdige Darstellung. Nachdem der Vormarsch quasi am Fusse der Alpen zum Stillstand kommt, eroeffnen sich immer wieder Moeglichkeiten zur Guerilla Kriegstaktik. Die vorherrschende Meinung, dass man einfach ruhig in der Sicherheit des Bergs vor sich her vegetiert, ist mangelhaft.

      • George Aengenheister sagt:

        Lieber Heinz, nicht jede Fackel leuchtet hell. Die Tragödie eines imperialen Gedanken inklusive seiner Verbreitung liegt in dem Zwang, an allen Fronten eine Triage nach Plansoll zu machen. Töte die freien Geister und ersetze sie durch willfährige Puppenspieler mit einer dicken Kanone und verbreite Schrecken. Der Feind des Imperialisten ist jede Art von Stillstand. Weil dann der Support der Sieg heil Schreier wegbröckelt. Machtgeile riechen jede Art von Kapitulationswillen auf Meilen hinweg und der Geruch treibt sie vorwärts. Deshalb ist der Wehrwille die wichtigste Bürgerpflicht. Und wehrlose Frauen werden an der Gewalt immer leiden, zuviele nutzlose Halbstarke mit Hormonüberschuss auf dieser Welt. Wir müssen Alternativen finden, sinnvolle Beschäftigung für ein nutzbares Einkommen zum Beispiel. Und wir scheitern schon kläglich an dieser einfachen Aufgabe.

  • Bernie Bosshart sagt:

    Es gibt noch andere Gründe, aber die kann man heute nicht mehr hören, lesen. Die eine Quelle kannte ich selbst, die andere habe ich gelesen – sie sind voll unabhängig voneinander. Das gelesene entstammt aus einem Seitental im Baselland bei Liestal. Da erlebten einige ganz spezielles als die Deutschen Militärs vor dem geplanten Ueberfall auf die Schweiz nahe der Grenze waren. „Durch den Glauben wird die Schweiz bewahrt als Kriegsschauplatz“: Es dürfte noch Leute aus BL geben, die Kenntnis vom vorbeschriebenen Erlebnis haben.
    Unabhängig davon hatte ein Deutscher Ingenieur (den man nach Dachau bringen wollte – was nicht gelang) ein analoges Erlebnis mit dem Satz: „Durch den Glauben bleibt die Schweiz bewahrt als Kriegsschauplatz“. Diese Erlebnisse sind bei verschiedenen Kreisen seit Jahrzehnten aus Originalquelle bekannt. – Die öffentlichen Medien schweigen auch hierüber eisern..

    • Thomas ernst sagt:

      …verstehe den Witz hier nicht. Was ist passiert, wem wo, und was bedeutete das praktisch?

      • Bob Baumeister sagt:

        …13.05.1940 (Pfingstsonntag abends) – die legendäre Himmel-Erscheinung von Bruder Klaus…

        • Thomas ernst sagt:

          Die NZZ hat 2010 einen Artikel zur Gedenkfeier in Waldenburg gebracht. Keineswegs totgeschwiegen. Ausserdem spricht ja auch der Autor des Originalbeitrags von Glück – was wäre das anderes als die Hand Gottes? Für jene, die an sowas glauben…

          • Tyler Lupus sagt:

            Okkultismus ist die Metaphysik der „dummen Kerle“.

          • Bob Baumeister sagt:

            @Thomas Ernst – *Glauben* heisst ja bekanntlich auch *Nicht Wissen*…ich glaubte im obigen Kommentar von Herrn Bosshart diese „Legende“, die ich vom Hörensagen kannte, erkannt zu haben…vielleicht meldet sich Herr Bosshart noch einmal und erzählt auch noch etwas über den Ingenieur?!

            Eine grandiose, verschollene *okkultige* Geschichte erzählte uns vor langer, langer Zeit unser Klassenlehrer in der Bezirksschule:

            Nach dem 2. Weltkrieg lernte dieser in London persönlich einen ehem. Mitarbeiter der Berliner Sternwarte kennen und erfuhr die folgende Geschichte:
            Der *GRÖFAZ* hätte ALLE(!) Entscheidungen anhand der Sternen-Konstellationen vorgenommen! Daten, Zeiten („seit 5 Uhr 45 wird zurückgeschossen“), Angriffe u.s.w. wurden nicht den Generälen überlassen – sondern „berechnet“….und wegen der grandiosen Anfangs-Erfolge war diese Wahnvorstellung geboren, *er* sei der wiedergeborene *Grösste Feldherr aller Zeiten – Gaius Julius Cäsar* und vollbringe was in den Sternen eben vorbestimmt sei….!
            Dieses Geheimniss wurde für viele Mitarbeiter der Berliner Sternwarte zum Todesurteil (1941 Geheime Astrologen-Gesetze – Liquidation der Mitwisser)….

  • Christoph sagt:

    Wir waren für die Alliierten zu unbedeutend. Die Benelux-Staaten, Norwegen, Griechenland und zwangsläufig auch Jugoslavien, sie standen eigentlich nie auf Hitlers Liste. Diese Angriffe waren die Reaktionen auf die, vornehmlich britischen, Aktionen. Selbst Polen war kein eigentliches Ziel, hätte Hitler nicht angegriffen, wäre Stalin schon 1939 an der deutschen Grenze gestanden. Hitlers eigentlicher Plan bestand darin, zusammen mit den Franzosen und Engländern, gegen die Sovjets zu kämpfen.
    Wir sind nicht so wichtig, wie wir uns selbst nehmen.

    • Heinz Fackel sagt:

      Bravo! Endlich mal ein trockener Gedanke.

    • Ueli sagt:

      @Christoph
      „…Diese Angriffe waren die Reaktionen auf die, vornehmlich britischen, Aktionen.“
      Sie machen also die Briten dafür verantwortlich, dass die Nazis fast ganz Europa unterwarfen? Die Ardennenoffensive der Nazis verlangte nun mal, dass die neutralen Benelux-Staaten ohne Kriegserklärung überfallen werden mussten, sodass einerseits ein Überraschungsmoment und ein späteres Täuschungsmanöver möglich waren – was das mit den Briten zu tun hat ist mir schleierhaft? Norwegen wurde auf Drängen der deutschen Marine (Dönitz, Raeder), auch wiederum aus strategischen Gründen, besetzt. In Griechenland und Jugoslawien mussten die Nazis ihrem Waffenbruder aus Italien zu Hilfe eilen, da diese unfähig waren das kleine Griechenland im Alleingang zu besetzen.
      Polen wurde bekanntlich durch den Hitler-Stalin-Pakt aufgeteilt und Stalin hatte im Jahre 1939 sicherlich nicht im Sinne an der deutschen Grenze zu stehen. Das Ziel der Nazis war die Herrschaft über ganz Kontinentaleuropa und Russland. Die Engländer wären nur dann möglicherweise eingeknickt, wenn Hitler sie in Dünkirchen vernichtend geschlagen hätte, die Luftschlacht über England somit einen anderen Sieger gekannt hätte und die Invasion der Insel ein „realistisches Szenario“ gewesen wäre. Mit der ersten Bombe auf London war der „Bündnispartner England“ für die Nazis gestorben – vor allem unter so einem „glühenden Deutschenhasser“ wie Churchill es war.

  • Andi sagt:

    Es gab schlichtweg keinen Grund die Schweiz anzugreifen. Frankreich wurde innert kuerzester Zeit ueberrannt und besetzt, das Gleiche mit Belgien und Holland mit dem Zugang zur Nordsee und dem Atlantik. Wenn die Franzosen groesseren und laenger anhaltenden Wiederstand geleistet haetten waere das etwas anderes gewesen und der Angriff auf die Schweiz waere dann wahrscheinlich erfolgt. Militaerisch gesehen waere das Ende innert kuerzester Zeit erfolgt. Das Reduit spielte keine Rolle. Die Berge versuchen zu erobern haette keinen Sinn gemacht. Die wichtigen Industrieanlagen und alles sonst Wichtige befindet sich nicht in den Bergregionen. Mit Italien an der Suedgrenze war ja auch ein Verbuendeter der Deutschen. Die Schweiz hat auch alles geliefert was die Deutschen wollten, sei es Kriegsmaterial oder im Finanzsektor. Wenn es Lieferungen gegeben haette die Kriegsverlaengernd waren dann haetten sicher auch die Allierten die Konsequenzen gezogen und diese Industrien und Produktionsstandorte in der Schweiz bombardiert und vernichtet. Entscheidend waren zwei andere Faktoren die gar nicht erwaehnt wurden. 1. die Entmachtung des Oberkommandos der Wehrmacht im Sommer 40, Hitler machte den Mann zum Chef dem er als einzigem vertraute und die noetigen Kompetenz zusprach, naemlich er selber. Das Entkommen der Englischen Armee aus Duenkirchen mit der Rettung von ueber 300000 Mann war der erste grosse Fehler der Deutschen.2. der Angriff der Italianer auf dem Balkan wo sie erhebliche Schwierigkeiten hatten und die Deutschen zu hilfe kommen mussten. Diese Hilfeleistung verzoegerte damals den Russlandfeldzug um wahrscheinlich entscheidende 4 Wochen. Haetten die Deutschen die Sowjetunion 4 Wochen frueher angegriffen wie tatsaechlich geschehen dann waere es wahrscheinlich gewesen dass sie diesen vor Einbruch des Winters siegreich beendet haetten. Also im Endeffekt weder Glueck noch wirtschaftliche und militaerische Ueberlegungen sondern einfach der Kriegsverlauf. Seien wir froh!

  • Bauer sagt:

    Was fürchtete das nationalsozialistische Deutschland am meisten? Was wollte man um jeden Preis verhindern?
    Den Kriegseintritt der USA!
    Hitler konnte und wollte keinen Konflikt mit den USA. Das, sowie die massive Unterstützung der Allierten seitens der USA, hat die Schweiz vor den Plänen der Wehrmacht gerettet.

    • Beat S. Eberle sagt:

      Wenn Hitler den Kriegseintritt der USA so fürchtete, dann hätte er sich vielleicht die Kriegserklärung verkneifen sollen.
      Meinen Sie nicht Bauer?

      Aber sie haben schon recht: Das industrielle Potential der USA und die Zähigkeit und die Leidensbereitschaft der Sowjets waren entscheidende Faktoren für den Ausgang des WK2.

      Grüsse
      Beat

  • Cybot sagt:

    Einseitige Erklärungen sind immer einseitig. Die Realität hingegen ist es eher selten. Und trotzdem versuchen Menschen immer wieder, „die eine Ursache“ für komplexeste Ereignisse zu finden, offenbar ist auch der Autor dieses Artikels davor nicht gefeit. „Glück“ soll nun also die neue alleinseligmachende Erklärung sein? Na viel Spass damit, bis zur nächsten einzig richtigen Erklärung.

  • Die Schweiz hatte KEINE Macht an sich zerrende Regierung.
    Die Schweiz war strategisch sehr gut aufgestellt – mit klarer Politik und dem richtigen General.
    Heute würde die Politik im Berner Bau nur schon beim Gedanken eines Einmarsches von Feinden zusammenbrechen und
    flehend für das eigene Leben kuschen. Das Volk wäre dieser heutigen Regierung EGAL!
    Die Schweiz ist bescheiden, arbeitsam,, zurückhaltend und wurde intelligent regiert.
    Dank sei heute noch General Guisan.
    Alexandra weber

  • Alfred Siffert sagt:

    Also wir haben extrem mit NS-Deutschland kooperiert. In der Nacht sind hunderte von Zügen Nord-Süd durch die Schweiz gefahren. Und der Onkel von meinem Urgrossvater hatte eine kleine Uhrenfabrik und hat tausende Zeitzünder nach Deutschland geliefert. Ich will nicht wissen, wieviele der CH-Exporte nach Deutschland gingen. Ich weiss auch, dass wir Tonnen von Aluminuim nach Deutschland verkauft haben. Wenn ich Hitler gewesen wäre, hätte ich diese schaffigen Schweizer auch weiter für mich arbeiten lassen, die Eisenbahn in der Nacht genutzt und mich gefreut, dass die Schweizer so sympathisieren und noch einen J-Stempel erfinden und Juden an der Grenze nach Hause schicken. Und zum Reduit: Super Sozial = Militär hockt im Bunker in Kandersteg und unsere Frauen und Kinder wären im Unterland vergewaltigt und in KZ gesteckt worden. Wie man auf sowas stolz sein kann??

    • Peter Schmid sagt:

      Das es angeblich Schweizer waren welche den Judenstempel erfanden stimmt nachweislich nicht. Der Beobachter, welche diesen Unsinn verbreitete hat dieses Lügenmärchen inzwischen zurückgezogen und sich auch dafür entschuldigt.

    • Thomas ernst sagt:

      @ Alfred

      Hitler wollte die Juden zunächst nur loswerden, nicht umbringen. Man hat verschiedene Exilplätze bis hin nach Madagaskar evaluiert. Wenn da ein paar Tausend in die Schweiz geflüchtet sind, war das in Hitler’s Kalkül nicht unangenehm. Insbesondere da er ja den Besitz der Flüchtlinge konfiszierte.

      • Ueli sagt:

        @Thomas Ernst
        1942 – als die Todesmaschine der Nazis auf Hochtouren lief haben die Schweizer die Grenze dicht gemacht. Genau zur gleichen Zeit haben die Schweden ihre Grenzen geöffnet.
        Der kuriose Plan, die deutschen Juden nach Madagaskar zu deportieren, stammte von Hjalmar Schacht, doch da Hitler sowieso die Sowjetunion angreifen wollte gab es die neue Anweisung des Auswärtigen Amtes, welche lautete:
        „Der Krieg gegen die Sowjetunion hat inzwischen die Möglichkeit gegeben, andere Territorien für die Endlösung zur Verfügung zu stellen. Demgemäss hat der Führer entschieden, dass die Juden nicht nach Madagaskar, sondern nach dem Osten abgeschoben werden sollen.“
        Ihre Behauptung, dass die Nazis die Juden „zunächst“ nicht umbringen wollten – ist genau so falsch.
        Hitler hat schon in mein Kampf geschrieben: „Hätte man nur zu Kriegsbeginn (1914) einmal zwölk- oder fünfzehntausend dieser hebräischen Volksverderber unter Gas gehalten!“ Die Vernichtung der jüdischen Rasse wurde unter den Händen eines Berufsmörders namens Heydrich systematisch betrieben. Der „Auftrag“ wurde ihm 1941 von Göring gegeben. Alle entscheidenden Funktionsträger im NS-Staat waren nicht nur informiert, sondern begeistert.

  • Bauer sagt:

    Was fürchtete das nationalsozialistische Deutschland am meisten? Was wollte man um jeden Preis verhindern?
    Den Kriegseintritt der USA!
    Hitler konnte und wollte keinen Konflikt mit den USA. Das, sowie die massive Unterstützung der Allierten seitens der USA, hat die Schweiz vor den Plänen der Wehrmacht gerettet.

    • Peter Schmid sagt:

      Die USA wären wohl kaum früher in den Krieg eingetreten nur weil Hitler die Schweiz angegriffen hätte. Wenn man bedenkt dass es dazu den Angriff auf Pearl Harbor gebraucht hat….

      • Rolf Zach sagt:

        Hitler wollte wie gesagt keinen Krieg mit den USA. Trotzdem glaubte er mit dem „Chef-Juden“ Roosevelt nach Pearl Harbour könne er mit einem eher schwachen Amerika rechnen. Er hoffte inständig, Japan könne derartige Schläge austeilen, dass sich die USA komplett auf den Pazifikkrieg Konzentrieren müssten. Der U-Boot der Amerikaner gegen die Deutschen hatte bereits vor Pearl Harbour begonnen. Es war für Hitler, dass es nicht mehr lange dauern würde, dass die USA in den Krieg eintreten würden als Spitze der jüdischen Weltverschwörung. Der Mann spielte va-banque und seine bisherigen Erfahrungen
        bestätigten ihn meistens. Bulgarien wollte Herbst 1941 zwischen Stalin und Hitler vermitteln. Stalin wollte, Hitler überlegte.
        Gut nachzulesen bei Kershaw und Tooze.

  • Hanspeter Zuppiger sagt:

    Wenn man ein zerklüftetes Land meiden kann, dann meidet man es, und räumt es dann erst am Schluss auf.
    so einfach.

  • Bruno sagt:

    …und jetzt sind wir alle noch klüger…. bis zu den nächsten, noch neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen.
    „Die Klugen meistern das Leben, die Wissenschafter durchleuchten es und schaffen neue Schwierigkeiten“

  • Peter Richter sagt:

    Schweizer haben einfach Mühe über eigene Erfolge zu berichten!
    Beispiele sind die Wirtschaftsleistung, humanitäre Hilfe, Kriegswiderstand usw.
    Wir hauen uns lieber gleich selbst (ungerechtfertigt!) in die Pfanne ….

    • Peter Schmid sagt:

      Wir entschuldigen uns sogar noch dafür dass wir die beiden Weltkriege relativ unbeschadet überlebten. Und wenn man gewisse Berichte (oder Kommentare) in den Zeitungen liest, will man uns sogar am liebsten für diese zwei Weltkriege verantwortlich machen. Man kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus…

  • walter roth sagt:

    Herr Baader………….

    Hätten sie einmal die Lagebrichte des Oberkommandos der Wehrmacht gelesen, sie wüssten wie wertvoll eine besetzte Schweiz für die gewesen wäre.
    Ein Land mit deutscher Sprache, mit einer Million an qualifizierten Arbeitskräften, einer starken Maschinenindustrie und das in einer Zeit wo man zwar millionen Kriegsgefangene hatte, aber der qualifizierte Deutsche an der Front stand und der nicht durch einen Kolchosbauern aus der Sovietunion zu erstzen war.

    Zudem hätten die Schweizer Armee-Materialbestände genügt un die Waffen-SS über Monate mit dem Kiegsmaterial zu versorgen das diese benötigten.
    Den diese waren es ja, die die Beuttewaffen der europäischen Armeen aufbrauchten.
    Ein qualifizierter Werkplatz der für den totalen Krieg gearbeitet hätte, der wäre wirklich Kriegsverlängernd gewesen.

    Rohstoffe waren ein Problem, aber kein entscheidendes, wenn wir mal von den Hydrierwerken absehen die am Schluss des Krieges kaum noch Benzin liefern konnten.

    Sicherlich wäre bei einem anderen Kriegsverlauf irgendwann das Problem Schweiz an die Reihe gekommen, andererseits, hätte die gewusst das sich der Kieg zu einer Abnutzungsschlacht entwickelt, sie hätten die Schweiz vor Russland einzunehmen versucht.

    Dazu hätten aber die paar Gebirgsjäger-Divisionen niemals ausgereicht.

    Also es gibt da viele Gesichtspunkte bei der Sache.

    • Rolf Zach sagt:

      Die Schweiz war nach der Besetzung der Niederlande viel zu wichtig als übriggebliebenes Finanzzentrum mit starker Währung um besetz zu werden. Ebenfalls wie hätte man es mit Italien aufteilen sollen. Deutsche Touristen in einem italienischen Davos oder Ascona. Das war für jeden Deutschen, Nazi oder nicht Nazi, ein Graus. Die Schweiz war nützlich für alle Kriegsparteien.

      • Peter Schmid sagt:

        Da liegen Sie nicht per se falsch Herr Zach. Allerdings bestanden durchaus Pläne die Schweiz zwischen Deutschland und Italien aufzuteilen. So erhob Mussolini Anspruch auf die Kantone Tessin, Graubünden, Wallis, sowie dass Urserental im Kanton Uri. Die Deutschen wiederum erhoben Anspruch auf die restliche Deutschschweiz sowie grosse Teile der Westschweiz.

  • Bernhard Schärer sagt:

    Die Erkenntnis, dass die Schweiz im zweiten Weltkrieg schlicht und einfach Glück hatte, mag heute bei den Historikern angekommen sein. Friedrich Dürrenmatt hatte dies auch schon geschrieben.

    • xyxyxy sagt:

      genauso wie sie und ich schlicht und einfach Glück haben, dass wir heute noch Leben und noch nicht von einer Krankheit oder einem Unfall dahingerafft worden sind –

      letztlich könnte man ALLES auf diese simple Formel reduzieren, irgendwie wäre es immer richtig
      nur intelligent wäre das nicht

  • Karl Wiegand sagt:

    Es ist gut und auch notwendig, dass man die Geschichte aufarbeitet. Dass da auch Negatives zum Vorschein kommt ist logischerweise auch klar. Was noch dazu kommt ist, dass man im Nachhinein immer alles besser und klüger beurteilen kann als während einer Episode. Ich meine, die Schweiz muss sich nicht allzu viele Vorwürfe machen. Zur damaligen Zeit war es als unbesetztes Land, mitten in von Deutschen besetzten Ländern sehr schwierig seine „Unabhängigkeit“ zu wahren und das Land resp. die Bevölkerung so gut wie möglich zu versorgen, was viele ja auch miterlebt haben.

    Was die Gefahr einer Besetzung stark herabminderte war „Gott sei Dank“ die grössenwahnsinnige Unfähigkeit des Naziregimes und auch seiner Verbündeten. Spätestens als ganz Europa von der Wehrmacht besetzt war, zeigte sich deutlich, dass die Human-Ressourcen, also die Anzahl Soldaten und die Arbeitskräfte, aber auch die wirtschaftliche Kapazität, die zur Verfügung stehenden Rohstoffe, die Kapazität in Forschung und Entwicklung von Waffen etc. gegen so viele Feinde, darunter Russland und mit Kriegseintritt der damals grössten Wirtschaftsnation, die USA, keine Chance hatte. Auch wenn Deutschland die Produktion ungeheuer steigerte, blieb das grösste Problem, der Treibstoff ständig akut.

    Es war wie Erich von Mannstein in seinem Buch „Verlorene Siege“ schrieb: Militärisch war es immer zu wenig und es kam immer zu spät.

    Die Schweiz hat da keinesfalls zur Verlängerung des Krieges beigetragen. Den Krieg verlängert hat nur die Verbissenheit der Deutschen und die Rücksichtslosigkeit des Regims gegenber Menschen, dem eigenen Volk, den Menschen aus den besetzten Gebieten, den Kriegsgefangenen und den geschundenen, unglücklichen Juden.

    Ich meine, dass man der damaligen Schweiz wenig Vorwürfe machen kann, sie musste sich einfach so gut wie Möglich der Situation anpassen um irgendwie die Zeit zu überstehen. Wie das Ende Deutschlands aussehen würde, konnten sicher sehr viele Menschen lange vor Kriegsende voraussehen.

  • walter roth sagt:

    Nanana…..

    Also ob eine Entscheidung so oder anders ausfällt ist immer die Summe aller verfügbaren Faktoren, so auch hier.
    Es auf Glück zu reduzieren ist so abwegig wie nur die Abschreckung anzunehmen.

    Allerdings, war die Abschreckung ein wesentlicher Teil.

    Die Deutsche Wehrmacht war zwar ungeheuer professionell, mit dem Erobern eines befestigten Gotthardmassives hatte aber keine Armee der Welt von damals Erfahrung.
    Selbst jene Isonzo-Schlachten usw. in ersten Krieg sind da kein geeignetes Beispiel. ja eher abschreckend.
    Der Krieg in en Bergen wäre ein unterfangen über Monate oder Jahre geworden und zudem nur von erstklassigen, in der Ausbildung sehr teuren Truppen überhaupt zu führen gewesen.
    Es gab nirgends Festungen wie diese und die Lagen auch noch in den Bergen.
    Sewasthopol war da das einfachere Unterfangen.

    Also, …..kann man nicht genügend abschrecken, kommt man etwas mit der Wirtschaft entgegen, oder man gibt Kredite, so entsteht ein Gesamtpacket welches zum entsprechenden „Entscheidungs“-Resultat führt.
    Die Armee war aber ein Eckpfeiler darin ohne den es nicht funktioniert hätte.

    Ich habe übrigens alle OKW Lageberichte des Krieges einmal gelesen, ich kann mir vorstellen vor welche Probleme diese kleine Schweiz die Wehrmacht gestellt hätte.
    Natürlich hätten sie 3/4 des Landes erobert, aber der Rest hätte sie eben beschäftigt und beschäftigt und…..
    ….im Rest des Landes wären immer noch derart viele Waffen in der Bevölkerung das eine längere Kontrolle dessen noch viel schwieriger hätte werden können, wie das in Franckreich der Fall war.
    Wie sich die Moral der Schweizer eintwickelt hätte, naja, das ist hier wohl die Frage die man mangels Tatbeweis nie abschliessend wird klären können. Aber es hätte in jedem Haushalt ein paar Patronen und eine Waffe gehabt, ganz im gegensatz zu allen anderen besetzten Ländern in Europa die ihren Bürgern deren Besitz schon seit langem Reglementierten.

    • Peter Schmid sagt:

      Sehr gut formuliert Herr Roth.

    • Linus Huber sagt:

      Dies ist ein guter Kommentar.

    • Rolf Zach sagt:

      Deutschland wollte die Schweiz nie angreifen, ausser vielleicht im Sommer 1940, aber auch damals war die Wahrscheinlichkeit gering. Was Deutschland wollte, dass unsere Industrie für sie arbeitete und das sie möglichst viel Clearing-Schulden anhäufen konnten. Die Knebelung unserer Presse diente auch, dass die deutsche Elite nicht durch gute Informationen über die Weltpolitik zu sehr beunruhigt würde. 1943 bockte die Schweiz als Gläubiger und schickte die Armee wegen der dadurch verursachten Arbeitslosigkeit in die 2. Mobilmachung. Die Sache wurde schliesslich wieder angekurbelt durch die Lieferung Deutschlands von geraubtem belgischen Gold. 1943 sagte der berüchtigte Ulrich Wille während einer Reise nach Deutschland der deutschen Generalität deutlich, dass ihr Krieg verloren sei. Sie wollten es nicht glauben, aber die Verschwörungen fingen an. Fröhlicher informierte den BR im November 1942 „C’est foutu, das Dritte Reich“!

      • Ueli sagt:

        @Rolf Zach
        Endlich mal ein Kommentar, der sich nicht mit Mythologien beschäftigt, sondern ein paar Fakten aufzählt.
        Thanks

  • chris norman sagt:

    Ps.: vielleicht kam der Schweiz aber auch einfach nur zugute, das Hitler ein extremer Wagnerfan war, welcher von der Schweiz schwärmte und IN der Schweiz seine schöpferischsten Jahre hatte. Man konnte bei König Ludwig sehen, wie sehr Wagner ihn beindruckte…….Naja, auch das sollte mal erwähnt sein!

  • chris norman sagt:

    Es ist ja auch heute so, und das mehr denn je: Die Schweiz kann sich militärisch leider, wenn überhaupt nur verteidigen, aber nicht wehren. In den Waffenkammern der modern aufgerüsteten Staaten liegen Systeme bereit, welche man bis vor ein paar Jahren nur aus James Bond Filmen kannte. Wenn sich die Schweiz gegen solch hocheffiziente Waffensysteme verteidigen wollte, so wäre die schweizer Zivielbevölkerung aufs extremste in Mitleidenschaft gezogen….und da wäre noch nicht einmal ein einziger Fuss eines Angreifers auf schweizer Boden. So ist es, und eben gerade heute mehr denn je, schon anzunehmen, das es die beste Verteidigung ist, wenn man ausländische Diktatoren und führende Staatsleute dazu einläd, in der Schweiz ihre Wertanlagen und Immobilien zu haben, denn das eigene Gut greift man nicht an……

  • Daniel Zollinger sagt:

    Hitler hat ja gesagt: „Die Schweiz das Stachelschwein, holen wir im Rückzug ein!“ Aber dazu kam es ja nicht mehr!

  • Tin Schob sagt:

    Der Verstand hätte offenbar auch hier gerne einfach EINEN Grund – viele Zeitgenossen (ob es früher anders war, weiss ich nicht) denken am liebsten monokausal, das ist halt praktisch: 1 Grund, 1 Schuldiger, voilà. Dass man in diesem Artikel neben verschiedenen Gründen (es gibt ja noch weitere, die nicht erwähnt sind) auch dem grossen Glück noch einen Stellenwert gibt, finde ich gut.

  • Christoph Bremser sagt:

    Die Schweiz hat mit Nazi Deutschland nicht fraternisiert, darum standen ja in Dübendorf ME-109 Kampflieger, frisch ab Werk, für die Schweizer Luftwaffe. Ach ja, und die Güterzüge von Italien nach Deutschland, nein nicht gefüllt mit Esswaren sondern mit Menschen jüdischen Glaubens, würden plombiert und von den Schweizer durchgewunken. Nur Träumer und kalte Krieger glauben an den Storch und wollen uns erzählen, dass uns die Reduit Strategie beschützt hat.

  • Gerold Meier sagt:

    Der bedingungslose Verteidigungswille der Schweizer (es galt: zehn Deutsche Nazis für einen Schweizer Soldaten), auch angespornt durch mythische Geschichten wie die von Winkelried, St. Jakob an der Birs und Verteidigung der astille in Paris, sowie die für die Deutschen unerwartet starke Bindung zahlreicher Naziarmeen in Russland und in der Ukraine liessen einen Angriff als wenig zielführend erscheinen.

  • Jean Claude Simonin sagt:

    Aus meiner Sicht sind mehrere Faktoren im Spiel: Der Wehrwille des Volkes, eines kluge Diplomatie, eine recht komplizierte Topographie, eine kluge Regierung sowie, und nicht zuletzt,eine gesunde Portion unverdientes Glück

  • Dieter Meier sagt:

    Viele brauchen einfach die Reduittheorie um die ewig nicht bewiesene Kompetenz der schweizer Armee und die alte Mär des wehrhaften Schweizers hoch zu halten. In der hervorragenden Doku des SRF mit Zeitzeugen des Krieges wurde klar gesagt, die Armee war damals miserabel ausgerüstet und hätte keine Chance gehabt gegen ein hoch gerüstetes Deutschland. Und wie wenn Deutschland damals sonst überall nur im Flachland gekämpft hätte… lächerlich…

    • Peter Schmid sagt:

      Am Beispiel Afghanistan kann man aber sehr gut sehen wozu eine im Gebirge (im Gegenteil zu Afghanistan sind die Bunker in der Schweiz in Granit und nicht in Sandstein) verschanzte Armee fähig ist, auch wenn sie schlecht ausgerüstet ist. Man hat geplant Teile des Mittellandes aufzugeben, zugkunsten eines Partisanen-Krieges aus den Alpen. Ein potentieller Invasor kann zwar am Anfang recht viel Boden gewinnen, wird aber das Land auf längere Zeit nicht halten können/bezeihungsweise Teuer dafür bezahlen müssen. Eine Erfahrung welche sowohl die Soviets, wie auch die USA machen mussten.

      • Heinz Fackel sagt:

        Als ob der damals lebende Schweizer mit einem Paschtunenkrieger, der sein ganzes Leben nur Krieg und Gewalt kennengelernt hat vergleichbar wäre. Partisanenkrieg………. wenn man so was nur hört. Da spricht jemand, der keine Ahnung vom Krieg hat. Fragen sie mal die Russen, wie auf Partisanentätigkeit seitens der Wehrmacht reagiert wurde. Da kommt keine Lagerfeuerromantik auf.

        • Linus Huber sagt:

          Es geht wohl weniger um Lagerfeuerromantik, sondern um den Grad des Kampf- und Aufopferungswillens.

          Die Schweiz als Unwillensnation hat eine geschichtliche Tradition in dieser Beziehung und ob berechtigt oder einzig aufgrund von Sagen, wuerde ich diese Bereitschaft trotz etwelcher gegenlaeufiger Entwicklungen nicht unterschaetzen. Das Selbstverstaendnis ist ein nicht zu unterschaetzender Faktor.

        • Peter Schmid sagt:

          Hier spricht niemand von Lagerfeuerromantik Herr Fackel. Aber in der Vergangenheit hat die Schweiz ähnliche Taktiken schon erfolgreich angwandt, sonst wären wir schon längstens in den umliegenden „befreundeten“ Ländern aufgegangen oder hätten nie die Unabhängigkeit erreicht. Wir mögen zwar nicht an Krieg gewohnt sein (die derzeitige Generation der Deutschen/Italiener/Franzosen übrigens genau so wenig), aber wenn ein Land von einer Besatzungsmacht unterdrückt wird dann sinkt die Moral der Besatzer mit der Dauer der Besatzung, während der Widerstand je länger je stärker wächst. Kein Land kann auf längere Zeit mit Gewalt besetzt werden und das Verlangen der Schweizer sich freiwillig einem unserer Nachbarländer anzuschliessen hält sich (gelinde gesagt) in Grenzen.

          • Patrick Ordys sagt:

            Vielen Dank für Ihren Beitrag. Ihre Grundannahme, dass die Schweiz (so wie 1943-44 Jugoslawien oder wie derzeit in Afghanistan) sich in Richtung Partisanenkrieg entwickeln würde, ist zutiefst romantisch, aber militärisch naiv. Es mag sicher sein, dass am Anfang einer Invasion eine grössere Zahl Widerstand gegenüber einem potentiellen Invasor leisten würde. Aber mit der Zeit würde es bröckeln. Wir sind hier nicht am Hindukusch, in Jugoslawien oder im vietnamisischen Dschungel sondern in einem der am reichsten, am besten erschlossensten und am dichtesten besiedelten Länder der Welt. Die Schweiz insgesamt und selbst der Alpenraum ist viel zu klein, zu gut erschlossen, viel zu dicht besiedelt und ohne ein funktionierendes Hinterland und ohne Verbündete (so wie die Taliban aus Pakistan unterstützt werden oder die Jugoslawen durch die Alliierten unterstützt wurden) wären und sind nicht in Sicht. Zudem: Woher soll oder wäre der Wehrwillen (ge)kommen? Die meisten Eidgenossen wollen ihre Ruhe haben und nicht ihr Leben, Ihre Familien, ihre Gesundheit, ihren Privatbesitz, ihre Frauen oder sonstiges gefährden oder gar verlieren und sich nicht auf sich gestellt in aussichtlose militärische Abenteuer stürzen, von denen niemand weiss, wo sie anfangen und wo sie aufhören. Und das beschreibt auch die heutige militärische Lage der Schweiz. Wenn es hart auf hart kommt, werden einige sich wehren, aber früher oder später wird die Mehrheit der Schweizer genug davon. Da hilft auch kein noch so ehrenvoller Mythos.

          • Peter Schmid sagt:

            @p. Ordys. Ich kenne persönlich genügend Leute die diesen Wehrwillen zeigen, aber es ist klar dass dieser von Kanton zu Kanton verschieden ausgeprägt ist. Und es ist durchaus so dass der Wehrwillen gebrochen werden kann (z.B. in dem die Bevölkerung von einer Besatzung profitiert, wenn es ihr besser geht als vor der der Besatzung). Ob dieser Wehrwillen auch in einem neuen Krieg bestand hätte weiss wohl niemand, aber in Anbetracht dessen dass die Eidgenossenschaft auch 700 Jahr nach ihrer Gründung noch besteht, würde ich diesen Wehrwillen niemals unterschätzen.

          • Linus Huber sagt:

            Alles ist eine Frage der Gewichtung, welche auf kulturellen Erwaegungen beruht. Es mag sehr laecherlich toenen, wenn man die Sagen von Willhelm Tell, Winkelried etc. hier aufwaermt, jedoch sind diese kulturellen und vielleicht auch geschichtlichen Ereignisse unsere auf verschiedenen Ebenen eingehauchtes Selbstverstaendnis. Ein Mensch entwickelt enorme Faehigkeiten und Kraft, wenn er sich in einer vermeintlich aussichtslosen Situation befindet. Der Drang sich zurueck in falschen Konfort im Kreise seiner Familie zu begeben mag sicher eine gewisse Gewichtung in der Abwaegung verschiedener Faktoren einnehmen. Jedoch duerfte diese Idee eher eine schwache Auswirkung zeigen, wenn menschliches Selbstverstaendnis, welches den wirklichen Schutz von Heimat und Freiheit als oberstes Gut einstuft, eher auf schwachen Fuessen stehen. Wer will sich schon mit Weicheiern und Warmduschern laengerfristig anbiedern.

  • Reto Koller sagt:

    60 Jahre später haben sie es trotzdem geschafft und ohne Blutvergiessen.

  • George Aengenheister sagt:

    Die Analyse scheint mir einfach: Invasoren brauchen flaches Gelände, um schnell und effizient Landgewinn zu erreichen. Die Strategie heisst eine Schneise plattwalzen direkt zum Machtzentrum. Eine 20 km breite Kampfwalze im Vormarsch mit Zweihunderttausend Mann und Panzerung inklusive Luft-Unterstützung ist schwer zu bremsen und die rasche Kapitulation ist fast sicher. Mit derselben Armee in die Alpen fahren ist hoffnungslos, die Invasoren werden zerrieben und hätten sich rasch zu einem nicht ernstzunehmenden Gegner verwandelt. Deshalb war die Reduit-Strategie ins Gebirge sorgfältig durchgedacht. Einfaches Gelände preisgeben und aus gutem Versteck den Feind aufreiben macht jeden Angreifer platt und lächerlich, genauso wie wir heute noch über die Habsburger am Morgarten lachen. Die Deutschen hätten sich die Zähne an uns ausgebissen, zächi Sieche halt, die Schweizer, mit ihren Sackmessern und ihrem Wehrwillen. Chapeau!

    • Patrick Ordys sagt:

      Lieber Herr Aengenheister: War Ihr Beitrag Ironie oder bleibt dem aufmerksamen Leser nur zu sagen: Des Menschen sein Traum ist sein Himmelreich?

      • Josef Marti sagt:

        Darum waren wir später im kalten Krieg auch so erfolgreich, mit Innovationen wie Gnägi-Liebli und Notkocher 71.

      • James sagt:

        Patrick Ordys
        Ziehen sie den Beitrag von G.A. nicht ins lächerliche. Bedenken sie was eine kleine Armee oder Partisanen in unwegsamen Gelände gegen grosse Armeen schon ausgerichtet haben. Z.B. in Vietnam oder in Afghanistan usw. Ich halte die Reduit – Strategie für sehr Mutig ( Aufgabe des Mittellandes ) aber die einzige effektive Verteidigungsmöglichkeit.

      • Thomas ernst sagt:

        @ Patrick

        Georges Analyse ist durchaus korrekt und militärisch einwandfrei. Der Humor am Ende erfrischt und lockert das Thema auf.

        Wenn Sie der Analyse misstrauen, so schauen Sie doch mal, wie erfolgreich die Amis im Flachland nach Bagdad vorankamen, und wie sie sich im Afghanischen Bergland, in Vietnam, im Peshawar die Zähne an den materiell unterlegenen Gegnern ausgebissen haben.

        Was gottseidank ungetestet blieb, war die Frage, ob mit den Familien in der Hand der Nazis sich nicht die Soldaten aus dem Mittelland im Reduit hätten erpressen lassen, und wie lange der Widerstand hätte durchgehalten werden können.

    • Peter Müller sagt:

      Ich frage mich immer, ob die Reduit-Strategie so einfach zu exekutieren gewesen wäre!? Wären das Militär mir nichts Dir nichts ins Gebirge gegangen und hätte die Bevölkerung den Deutschen überlassen? Was nützt es, verkohlte Erde zu verteidigen..?

      • Max Dick sagt:

        Genau so ist es, wie Herr Müller sagt. Militärisch gesehen wäre die Strategie Reduit schon einigermassen aufgegangen (jedenfalls solange die Essensvorräte in den Reduits gereicht hätten, aber ob man sie dann ernsthaft durchgezogen hätte, wenn die Deutschen die gesamte Zivilbevölkerung als Geisel gehabt hätte, naja. Als Abschreckung sicher gut, aber wären die Deutschen doch gekommen, hätte die CH wohl das einzig Vernünftige getan: Bedingungslos kapituliert.

      • Peter Schmid sagt:

        Schauen Sie sich mal die Karten aus dieser Zeit an. Das Reduit hätte sich bei weitem nicht nur auf ein paar wenige Bunker beschränkt. Im Gegenteil; es gab auch als erste Stufe ein „vorgeschobene Stellung“ das weite Teile des Mittellandes umfasste und dazu dienen sollte die Dt.Armee solange aufzuhalten bis die Bevölkerung evakuiert werden konnte (diese Linie ist heute noch gekennzeichnet durch zahlreiche Panzersperren. Das tatsächliche „Reduit“ erstreckte sich dann auch in einem Breiten Band vom Zürichsee bis zum Wallis.

        • Patrick Ordys sagt:

          Sicher möchte ich hier niemandem zu Nahe treten. Aber sowohl Antoine Wyss (09:09) als auch T. Straumann, fassen es zusammen: Das die Schweiz oder auch Schweden nicht Opfer einer deutschen Besatzung wurde, hat mehr mit den Prioritäten der Nazis zu tun, z. B. im Bereich der Militärstrategie – Vorbereitungen und Durchführung des Angriffs auf die UdSSR und dessen Verlauf sowie der geplanten Auseinandersetzung der Nationalsozialisten mit dem „Bolschewismus“ (Vernichtung des ideologischen Todfeinds / Eroberung des europäischen Teils der Sowjetunion), als mit den ehrenwerten Verteidigungsbemühungen der Schweiz. Es scheint für viele Beiträger geradezu psychologisch ein Problem zu sein, dass sich die Deutschen in der Gesamtschau während des 2. WK ohnehin nur wenig mit der Eidgenossenschaft beschäftigt haben. Das Reduit spielt für die Pläne Hitlers in dem Zusammenhang kaum eine Rolle. Es war in erster Linie eine psychologische Botschaft nach Innnen, an das Schweizervolk. Eine langfristige militärische Auseinandersetzung hätte die Schweiz mit NS-Deutschland – vor dem Hintergrund der schieren Masse an Menschen, Technik und Material der Deutschen (zumal die Schweiz keine Verbündeten und auch keine militärische Erfahrung mit grösseren Operationen besass) sicher nicht durchgestanden. Das wusste auch der damalige Bundesrat. Wenn man sich die militärische Wucht, die grosse Erfahrung, die enorme Aggressionsbereitschaft und den rücksichtslosen Kampfeswillen der Deutschen (der eben auch nicht vor eigenen Verlusten halt macht, vgl. Waffen SS, etc.) hatten wir einfach Glück, dass sie nicht hier her gekommen sind.

          • Peter Schmid sagt:

            Da stimme ich Ihnen zu Herr Ordys. Das Reduit war bei weiten nicht der einzige Grund weshalb uns Hitler nicht angegriffen hat und Glück sowie Kollaboration gehöhrten sicher auch dazu. Trotzdem wusste Hitler dass der Preis bei einer gewaltsamen Invasion durch einen schmutzigen Partisanenkrieg zu hoch gewesen wäre für das was Ihm die Schweiz gebracht hätte. Dadurch hatte der Reduitgedanke nicht nur einen pyschologischen Effekt auf die Schweizer Bevölkerung, sondern auch auf eine potentiell angreifende Macht.
            Weshalb Sie glauben dass uns die mangelnde Aufmerksamkeit der Deutschen während des Krieges gestört hat, ist mir schleierhaft. Glauben Sie mir, ich kenne genügend Menschen aus der Kriegsgeneration die das absolut nicht gestört hat. Je weniger Aufmerksamkeit, desto besser. Was wohl auch die Strategie der Schweiz während des Krieges bestimmte. So wurde zum Beispiel die einheimische Presse zensuriert, nur um nicht die Aufmerksamkeit von Hitler auf sich zu ziehen.
            Im übrigen wäre wohl genau ein solcher Partisanenkrieg auch heute noch einer der erfolgversprechendsten Verteidigungstaktiken für ein solch kleines Land wie die Schweiz. Man „piekst“ die Grossen Invasoren so lange bis sie entnervt aufgeben und das Land wieder sich selbst überlassen. Wenn die Kosten und die Menschenleben in einem Besatzungkrieg für die Besatzungsmacht ein kritisches Mass übersteigt sorgt die fallende Moral der Besatzer (an der Front und in der Heimat) für genügend politischen Druck um eine Besatzung aufzugeben.

  • Max Dick sagt:

    Man kann einfach nur der damaligen Regierung und Aktivgeneration danken, die damals einfach alles richtig gemacht haben. Vor Hitler weder gekuschelt à la Österreich, noch sich zu provokativ verhalten. Ob das jetzt damals perfektes Kalkül war, oder das Glück des Tüchtigen, spielt keine Rolle. Zu den weiteren Gründen, dass es nicht zur Tragödie kam: Wohl sowohl die Banken, wie auch die angekündigte Sprengung des Gotthards, und dann der allgemeine Kriegsverlauf, der es für Hitler gar nie notwendig gemacht hat, die Schweiz zu besetzen. Und vielleicht haben die Reduits in den schützenden Alpen auch etwas beigetragen zur Abschreckung, auch wenn sie militärisch im Ernstfall die Ausgangslage nicht gross geändert, den Fall der Schweiz allenfalls verzögert hätten.

  • Jalaflo sagt:

    Habt ihr auch schon mal überlegt, dass Gebet die Ursache hätte sein können. Wieso hat Bruder Klaus im Flüehli Ranft bei Sachseln Tag und Nacht gebetet.
    Und wieso haben alle Fahrzeuge von Hitler nicht funktioniert als er bereit war die Schweiz zu überrennen. Viele haben am Himmel eine Hand gesehen die das Stop Zeichen machte.
    Schaut mal unter Niklaus von der Flüeh nach.
    Gebet ist eine sehr starke Sache und kann in jeder Lebenslage helfen, wenn man es nicht zu Eigennutz verwendet.

  • dodimi sagt:

    Die Schlussfolgerung aus dem Bergier-Bericht lässt zu, dass alle Faktoren zusammengenommen die CH-Neutralität begünstigt hatten. Hinzu kam die strategische Lage der Schweiz als Nord-Süd bzw. Ost-West-Verbindung hinzu. Doch, da die Wenigsten heute noch in der Lage sind, die damalige Situation der Schweiz noch aus eigener Erfahrung an wichtiger Stelle (milit.-wirtsch.) zu schildern, wird auch in Zukunft durch Wiederaufwärmen „alter“ Geschichten diese nicht klarer werden. Mein Grossvater selig war Sprengmeister für das Thurgau und stets der Ueberzeugung, dass die Wehrbereischaft der Schweiz hoch ein zu stufen war, und sie durchwegs den Deutschen gross Verluste gebracht hätte. Sein Glaube, sein Himmelreich!

  • Antoine Wyss sagt:

    Ein guter Artikel, aber wie der Autor schon richtig feststellt: für viele Schweizer scheint der Umstand, dass ein Einmarsch Hitler-Deutschlands nicht irgendwie durch Zutun der Schweiz verhindert wurde, sondern wohl primär Folge der militärstrategischen Überlegungen der Wehrmacht / der Spinnereien Hitlers war, unerträglich.

    Geradezu grotesk wird das militärische Argument, wenn man sich mal die Mühe macht, z.B. durch Osteuropa und Russland zu reisen. Die unglaubliche Intensität und Brutalität – und die gigantischen Mengen an „Mensch und Material“, welche die Nazis in ihren Feldzügen gegen Polen und die UdSSR mobilisierten spotten jeder Beschreibung. Zur „Strafe“ für den warschauer Aufstand schleiften die Nazis die Stadt – die schon damals 4x so gross war wie das heutige Zürich. St. Petersburg wurde 900 Tage lang belagert und beschossen – am Ende frassen sich die Leute buchstäblich gegenseitig.
    Der „legendäre“ Abwehrwillen der Schweiz ist für mich primär eine Wohlfühlmärchenstunde, die sich nie der Realität stellen musste.
    Bezeichnender Weise bin ich während meiner Reisen, egal ob in Baltikum oder z.B. nach Wolgograd (Stalingrad) NIE einem Schweizer über den Weg gelaufen und kaum ein Guide konnte sich überhaupt an einen Eidgenossen erinnern, der mal vorbeigekommen wäre.
    Glaubt irgendjemand ernsthaft irgendeine Schweizer Festungsbesatzung hätte nicht kapituliert, wenn die SS zur Bestrafung angekündigt hätte, die Heimatdörfer der jeweiligen Soldaten so lange Einzuäschern – inklusive Bewohnern, bis die Soldaten die Stellung übergeben?

    • Peter Schmid sagt:

      Ich habe den Zusammenhang zwischen der Situation dass Sie auf Ihren Reisen im Baltikum keine Schweizer angetroffen haben und der Tatsache dass Hitler die Schweiz nicht angegriffen hat nicht begriffen…..

  • Max Bader sagt:

    Die Schweiz wurde nicht angegriffen, nicht weil sie wirtschaftlich bedeutend war, sondern weil sie wirtschaftlich unbedeutend war. Es gab weder wichtige Rohstoffe zur Kriegsführung noch war sie für die Lebensmittelproduktion interessant. Es ist „produktiver“ das Land selber zu besetzen, als nur Handel zu betreiben, da man so direkten Zugriff auf die Ressourcen hat. Natürlich hätte Hitler die Schweiz ohne grössere Probleme eingenommen, aber sie war es nicht wert, Soldaten und Material zu verlieren, welches die Wehrmacht unbedingt benötigte. Nachher verschob sich das Kriegsgeschehen sowieso weg von Mitteleuropa. Es waren wohl mehrere Gründe für den Nichtangriff auf die Schweiz. Glück gehörte sicher auch dazu.

    • Hans-Jürgen sagt:

      Meiner Ansicht nach haben Sie völlig recht mit Ihrer Theorie. Und ich bin dazu noch der Meinung, dass die Wehrmacht die Schweiz nicht angriff, weil die meisten Nazigrössen ihr Vermögen sowie die den Juden geraubten Wertsachen an einen sicheren Ort deponieren wollten. Und das waren nun einmal die schweizer Banken auf dieser friedlichen Insel.
      Und wer zündet denn seinen eigenen Tresor an? Und es konnten sicher auch viele Familienangehörige dieser Verbrecher den Schutz der Schweiz geniessen.

      • Schulthess Oliver sagt:

        @Hans – Jürgen, die Deutsche Armee war ja noch nicht einmal in der Lage das flache Jugoslawien zu befriedigen!
        Die Partisanen Armee von Tito bestand nie mehr als aus 300000 Mann. Die Schweizer Armee war zu dem Zeitpunkt grösser und das Gelände der Schweiz ist schwieriger!
        Abgesehen davon hatten wir auch etwa 700 Jagdflieger nimmt man eine Abschiess Quote von 5 zu 1 ( was damals der Realität entsprach ) hätte Deutschland über 3000 Flieger gebraucht um die Schweiz zu erobern!
        Das sind Fakten und keine Spielereien! Klar ist eine ganze Infrastruktur und ein schwacher Bundesrat besser für Deutschland…..welche Parallelen tuen sich den da auf zu heute, erschreckend!

  • Sven E. sagt:

    Der Reduit war auf jeden Fall wesentlicher Grund. Die Angriffspläne aus Hitler’s Führungsstab sind ja nicht mehr unter Verschluss. Da drin ist nachzulesen, dass man am Terraingewinn Mittelland/Seeland kein grosses Interesse hatte, sondern am kurzen Weg zu den Italienern. Dadurch hätte man jedoch die Alpen überqueren müssen. In den Dokumenten ist nachzulesen, dass man befürchtete, nur unter grössten Verlusten durchzukommen, weil sich alle militärischen Kräfte in den Bergen verschanzt hatten. Deshalb sah man von einem Angriff mindestens so lange ab, bis der Russlandfeldzug erfolgreich zu Ende geführt ist. Das ging ja dann Gott sei Dank in die Hose. Insofern hat der Reduit dank seiner abschreckenden Wirkung gerettet.

    • Ueli sagt:

      Das ist wohl jedem „fähnchensteckenden“ Gymnasiasten zu dieser Zeit aufgefallen, dass Terraingewinn im Mittelland/Seeland total sinnlos und nur der Weg zu den Italienern, die ja den Nazis sowieso keine Steine in den Weg gelegt haben, „interessant“ gewesen wäre. Abgesehen davon haben die schweizer Behörden vorbildhaft kooperiert und haben weder Konti einfrieren lassen, noch sonstigen „Unsinn“ angestellt. Hätten die Nazis den Engländern in Dünkirchen den entscheidenden Schlag versetzt und die folgende Luftschlacht für sich entscheiden können – wären die stolzen Eidgenossen wohl schon anfang 40er Jahre den Nazis um den Hals gefallen und hätten all ihre „heldenhafte Neutralität“ über Bord geworfen.
      Die „Entscheidung“ fiel erst, als die Amerikaner offiziell in den Krieg eintraten…zu diesem Zeitpunkt war es dann auch wiederum für den „fähnchensteckenden Gymnasiasten“ klar – wer die Schlacht im Endeffekt gewinnen wird.

      • Anh Toan sagt:

        @Ueli

        Wenn die Züge durch den Gotthard zwischen Italien und Deutschland verkehrten, und die Schweizer Armee stand links und rechts vom Gotthard, dann denkt ein so schändlicher Geselle wie ich darüber nach, ob die Schweizer Armee die wichtigste Verbindung der Achsenmächte „beschützt“ hat oder die Frauen, Kinder und Alten im Mittelland.

        • Ueli sagt:

          @Anh Toan
          Natürlich hat man diese wichtige Verbindung „beschützt“ und die Strategie erlaubte noch ein paar weitere Vorteile.
          Einerseits waren die Nazis auch die grössten Importeure für Kriegsgerät aus der Schweiz und für den Russlandfeldzug gab es für Hitler als „kleines Geburtstagsgeschenk“ nochmal 1 Milliarde Schweizer Franken von den ach so neutralen Banken. Der „heroische Finanzplatz“ profitierte natürlich auch im hohen Masse davon, dass ein „paar zehntausend“ Juden an der Grenze in den sicheren Tod geschickt wurden und somit viele, vorher in Sicherheit gebrachte Kapitalien, den Banken blieben. Bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts verlangten die Banker von den Hinterbliebenen der Opfer einen „amtlich beglaubigten Totenschein“ (der wurde natürlich in Auschwitz auch jedem Juden ausgestellt), für den Zugang auf ein Nummernkonto.

        • Anh Toan sagt:

          Oder sollte gar einfach die Armee im Réduit vor dem Krieg gerettet werden?

          Zuerst ein satirischer Gedanke, doch welche Organisation hätte bei einem deutschen Einmarsch im Mittelland (statt Holland) einen Souveränitätsanspruch wenn auch nicht relevante Souveränität, vertreten können? Es war also vielleicht berechtigt, die Armee vor dem Krieg in Sicherheit zu bringen. Aber die Bevölkerung zurück zu lassen erscheint mir als „fähnchensteckenden“ Reisbauer auf Anhieb nur damit rechtfertigbar, dass die feindlichen Armeen allenfalls „tendenziell“ feindlich waren.

      • Peter Schmid sagt:

        @Ueli. Welche „Entscheidung“ sprechen Sie hier an? Es ist inzwischen klar dass der damals schwache Bundesrat am liebsten eingeknickt wäre (oh diese Parallen zur Gegenwart), aber ebenso ist klar dass die Frontisten/Kollaborateure in der Bevölkerung absolut keine Standbein hatten und die Bevölkerung die Initiative von General Guisan begrüsste und voll hinter dem Prinzip Reduit stand (und nicht hinter der Haltung des Bundesrat).

    • James sagt:

      Ich halte die Reduit Strategie für eine entscheidende Massnahme, bedenkt man wieviele Ressourcen durch einen Kampf im Gebirge, ohne schwere Artillerie, hätten gebündelt werden müssen und mit vielen Verlusten verbunden gewesen wäre ist klar dass abwarten für die Wehrmacht klüger war. Bei einem Endsieg wäre die Schweiz ohnehin nicht überlebensfähig gewesen, und hätte sich Hitler DE anschliessen müssen.

      • Georg sagt:

        Dies scheint auch mir die plausibelste Erklärung zu sein. Es gab schlichtweg keinen strategischen Grund die Schweiz in den ersten Kriegsjahren zu besetzen. Und ab 1942 wurden die verfügbaren Ressourcen anderweitig benötigt. Die Mmilitärische Stärke der Schweiz spielte m.E. eine untergeordnete Rolle. Wer glaubt Frankreich und Russland besiegen zu können, hätte sich auch die Schweiz zugetraut.

    • Martin Cesna sagt:

      Wenn man diese Reduitarmee etwa ein halbes Jahr im Reduit hätte sitzen lassen, nur Männer, ohne Frauen, wären die alleine schon wegen dem dauernden Dosenfutter langsam eingegangen oder langsam erfroren.
      Vielleicht war die Wirkung von Papa Bührle mit seinen Oerlikon-Kanonen doch wirksamer.

      • Schulthess Oliver sagt:

        Lieber Martin,
        man nehme mal die Mitrailleure des Füs Bat 90, die waren so lange am Gotthard ( über Jahre ), dementsprechend wurden sie Gotthard Mitrailleure genannt.
        Die Oerlikon Kanone hat ihren Siegeszug wirklich nur im Ausland gemacht, tatsächlich hatten wir in der Schweiz Kanonen von der W+F Bern. Fast die doppelte Schusskadenz und auch die 1 1/2 fache Reichweite. Die Oerlikon war schlecht sogar so schlecht, dass sie alle kurz nach oder noch während des Krieges ausgemustert wurden.

  • Jan Friedrich sagt:

    Sehr guter Beitrag. Aus Geschichte sollte man lernen, um nicht die gleichen Fehler nochmal zu machen. Die Schweiz hat Deutschland indirekt unterstützt. Das ist verwerflich. Andere Staaten haben aktiv bei der vernichtung von Millionen Menschen mitgewirkt. Das ist verbrecherisch! Die Schweiz hat ihre Neutralität bewahrt, auch in einer Zeit, in der es nicht opportun war neutral zu sein, bei so einem mächtigen Nachbarn. Deshalb können die Schweizer auf ihre Geschichte stolz sein! Die Pläne des Schweizer Militärs im Falle einer deutschen Invasion sind in diesem Fall nur eine geschichtliche Randnotiz, wie der Autor richtig beschreibt.

  • Tom Meier sagt:

    Ich denke, dass es dazu mehrere Gründe gab, welche die Schweiz vor einem Krieg verschonten!
    1. Die Verkehrsachse D – Italien sollte nicht zerstört werden.
    2. Der Jugoslawienfeldzug wurde begonnen ( Bedarf an Gebirgstruppen war hoch).
    3. Mussolini blieb in Griechenland hängen…also musste ihm Hitler mit Gebirgstruppen massiv unterstützen.
    4.Und im Osten wurde der Russlandfeldzug begonnen! Die Ostfront war die grösste Front der Geschichte!
    Das heisst, dass unendlich viele Truppen gebunden waren und für die Schweiz ein deutlich höherer Bedarf nötig gewesen wäre, als von der Grösse her vergleichbare Länder! Laut „Wehrmachtsdossier Schweiz“ hätte man mit über 300’000 toten deutschen Soldaten gerechnet!
    Ob der Reduitgedanke funktioniert hätte, wurde glücklicherweise nie geprüft! Die Schweiz war zu diesem Zeitpunkt sicher besser vorbereitet als die meisten anderen Länder!
    Hätte der Bundesrat zu diesem Zeitpunkt nur aus Pilez-Golat Leuten bestanden und an Stelle von Guisan wäre Wille zum General gewählt worden, dann wären wir wie die Österreicher angeschlossen worden!
    Es war v.a. General Guisan, welcher den Widerstandsgedanken aufgebaut hat in der Schweiz und nicht der schwache Bundesrat zu dieser Zeit!

    • Thomas ernst sagt:

      @ Tom

      Aus meiner Sicht war das Reduit ebenso eine erfolgreiche Propagandamasche, wie ein militärisches Konzept.

      Sie tun Pilet-Golaz übrigens Unrecht. Neue Untersuchungen zeigen, dass seine scheinbare Rückgratlosigkeit gegenüber DE raffiniertes Kalkül war: Vorne willfährig, aber tatsächlich hat PG gegen die Nazis passiven Widerstand geleistet, verzögert und behindert, wo er konnte, ohne dass es den Deutschen einen Vorwand zu harten Massnahmen lieferte.

      Er nahm die persönlichen Anfeindungen durch grosse Bevölkerungsteile in Kauf, um dem Land die Unabhängigkeit zu bewahren. Seine Aufzeichnungen wurden erst lange nach seinem Tode zugänglich. Welch ein Dienst an der Nation.

      Und nun vergleichen Sie mal die Haltung unserer Frau Wendehals Finanzministerin, die Rechtsstaat und gewöhnliche Bankangestellte, Treuhänder etc. durch Geheimabkommen den US-Schergen ausliefern will, um sich links anzubiedern und persönliche Macht zu gewinnen. Da geht es nur um Egoismus.

      • Tom Meier sagt:

        @Thomas Ernst
        Die Aussage seiner früheren Aufzeichnungen sind mir nicht bekannt, aber ich werde sie mir gerne anschauen…Danke!

        Anzumerken ist aber auch, dass die Idee vom Reduit nicht zwingend von Guisan stammte, sondern von seinem Adjudanten ausgedacht wurde! Das Reduit hat sicher sehr stark geholfen, den Widerstandsgedanken weiter auszubauen in den Köpfen der damaligen Bevölkerung!

        Auch wenn man das Einte nicht mit dem Anderen verbinden sollte, ist es vielleicht auch angebracht, die Rolle der Banken in den USA genauer anzuschauen! Die haben nämlich US-Recht gebrochen, in dem sie aktiv Steuerhinterziehung supportiert haben!
        Ich bin auch kein Fan von EWS, ich bin politisch absolut nicht rotgrün (bin bürgerlich), aber die momentane Situation haben uns die Banken mit ihrem Verhalten eingebrockt! Aber…die Geschichte wird zeigen, wer’s am besten gemacht hat!

  • René Jost sagt:

    Zu Beginn des Krieges hatte die Schweiz tatsächlich grosses Gluck, dass sie von Natzideuschland nicht überfallen wurde. So riet die deutsche Heeresleitung 194 Hitler dringend davon ab, mit seinen Panzerdivisionen durch die Ardennwählder zu faren, um Frankreich anzugreifen. Er tat es dennoch, und das trug entscheidend dazu bei, dass Frankreich nach wenigen Wochen kapitulierte. Da die französische Heeresleitung wie die deutsche einen durch die Ardennen geführten Panzeragriff für unmöglich hielt, war die Gegend bei Sedan entsprechend schwach besetzt. Hätte Htler auf seine Generäle gehört, wäre ihm nichts anderes übrig geblieben als die Maginotlinie südlich, d.h. durch die Schweiz zu umfahren, da für ihn ein Frontalagriff auf dieselbe nicht in Frage kam.
    Dass die Schweiz den ganzen Zweiten Weltkrieg unbeschadet übrestand, verdankt sie ausschliesslich dem von den alliierten Sodaten auf den Schlachtfeldern Europas vergossenen Blut. Hätte Htiler disen Krieg gewonnen, hàtte er unser Land mit Scherheit nicht in Ruhe gelassen..

    • Thomas ernst sagt:

      @ Rene

      Die Behauptung, die Schweiz hätte „ausschliesslich“ wegen der Alliierten Kriegsanstrengungen den 2WK ohne Besetzung überstanden ist nicht belegt und bleibt eine blosse Meinung.
      Der angemessene Ausdruck wäre wohl „nicht zuletzt“ oder ähnlich.

  • Carlo Pierro sagt:

    Wer greift schon seinen eigenen Tresor an?

  • René Bitterlin sagt:

    Nur um am Schluss das Wort ‚Glück‘ als Grund für den ausgebliebenen Angriff heraus zu kristallisieren, braucht’s die lange Einleitung nicht, Herr Straumann.

  • markus gerat sagt:

    vielleicht einfach weil alle diktatoren und anderen spinner ihr geld in der schweiz gebunkert hatten?

    • Clemens Battaglia sagt:

      Laaaaaangweilig, immer wieder das gleiche Mantra! Haben sie ausser Banken-Bashing auch noch intellektuellen Inhalt, der in diesem Blog relevant sein könnte?

      • Mario Montecarlo sagt:

        Die Erklärung mag laaaaangweilig sein,doch sie stimmt!Jeder,der mit wachem Sinn Zeitung liest,bekommt das mit.Es ist schlicht und einfach eineTatsache.

        • Peter Richter sagt:

          @ Montecarlo, M. Gerat
          Wenn all die Kohle in der Schweiz war,
          wäre das ein Grund mehr gewesen die Schweiz anzugreifen.

        • Peter Schmid sagt:

          Ja natürlich; der Herr Montecarlo weiss natürlich genau weshalb die Schweiz im WW2 nicht angegriffen wurde. Und da der Herr Montecarlo als selbsternanter WW2 Spezialist selbstverständlich immer Recht hat, können wir sämtliche schon publizierten Werke, welche weitaus vielschichtigere Antworten auf dieses doch etwas anspruchsvollere Problem bieten, getrost ignorieren. (achtung Sarkasmus)

        • Sven E. sagt:

          Die Erklärung könnte falscher nichts sein. Das Schweizerische Bankkundengeheimnis wurde in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts genau zu dem Zweck geschaffen, Vermögenswerte verfolgter Menschen vor dem Zugriff durch die damals stärker werdenden Diktatoren in Europa zu schützen.

          • xyxyxy sagt:

            Danke Sven – aber es bleibt wohl unnütze Liebesmüh solche stupenden-Populisten-Nachschwätzer irgendwie zum Nachdenken bewegen zu wollen.
            Solche Leute mögen es einfach: Ein Bösewicht, der für alles verantwortlich ist – und sie sind dagegen.

      • Thomas ernst sagt:

        @ Mario

        Jeder der mit wachem Sinn die gleichgeschalteten Mainstream-Medien liest, hat von dem, was tatsächlich abgeht keine Ahnung.

    • Thomas ernst sagt:

      @ markus

      Können Sie ihre Behauptung irgendwie mit Fakten belegen?

  • Walter Bossert sagt:

    Wenn schon, wie richtig festgestellt wurde, die Ansichten und Meinungen über die Rolle der Schweiz im WK dauernd ändern, dann wäre es angebracht dieses Thema jetzt ruhen zu lassen und die Veränderung und Verfälschung der Tatsachen nicht noch weiter zu treiben, sonst wird sicher noch so ein Phantast auf die Idee kommen, nicht Hitler sondern DIE Schweizer hätten den Krieg geführt. Aus meiner Kindheit weis ich dass alle gelitten haben und zwar so sehr, dass viele Leute von heute stat anzupacken am Boden liegend ihre Unwichtigkeit beweinen würden. Mit der tollpatschigen Diplomatie, welche unsere Regierung heute an den Tag legt, würden sicher noch mehr Kleine ans Messer geliefert, siehe Bankpersonal!

    • Thomas ernst sagt:

      @ Walter

      Ja, wir können nur Gott danken, dass wir im 2WK nicht solche Verräter wie EWS im Bundesrat hatten.

  • Benny sagt:

    Warum soll es nur einen Grund geben und nicht eine Kombination aus mehreren Gründen? Ist die angedrohte Sprengung der Alpenübergänge eine militärische oder eine wirtschaftliche Angelegenheit?

    • Bruno sagt:

      Sie haben den Text entweder nicht gelesen, oder nicht verstanden.

      • xyxyxy sagt:

        der Text – Bruno – deutet ja die Multikausalität an. Einzig das im Titel vorhandene „Reduit-Drohung vs. wirtschaftliche Kollaboration“ deutet auf dieses lächerliche, nicht über kindergarten Niveau gehende, entweder/oder. Aber der Text sagt ja, dass es nicht so einfach ist.
        Natürlich war es alles miteinander: Reduit-Drohung (ähm und ja: kleine Partisanen-Armeen in den Bergen können auch eine Grossmacht massiv schädigen, siehe heutige militärische Konflikte) + wirtschaftliche Kollaboration + äussere Kriegsumstände auf die man keinen Einfluss hatte.
        Ich frage mich, warum das so schwer zu verstehen sein sollte.
        Diese Multikausalität kann man natürlich auch einfach „Glück“ nennen, aber damit wird man wiederum einen falschen Eindruck vermitteln.

      • Thomas ernst sagt:

        @ Bruno
        Ihr Einwurf ist kein inhaltlicher Beitrag. Bringen Sie eine Begründung.

        Ich stimme Benny völlig zu: Historische Enrwicklungen sind niemals monokausal erklärbar, es sind immer viele Faktoren. In casu sind sicher mit einzubeziehen: militärisches und wirtschaftliches Agieren der Schweiz, Zufall und Glück, militärisches und wirtschaftliches Agieren der Alliierten und von neutralen Drittstaaten (zB Iran, Argentinien) sowie interne Verhältnisse der Achsenmächte DE, IT, JP.

        Sicher ist auch, dass sich der genaue Einfluss und die gegenseitigen Beziehungen zwischen den Faktoren niemals wird feststellen lassen.

  • Gunnar Leinemann sagt:

    Scheinbar haben viele Schweizer die damalige Angst vor Deutschland irgendwie kollektiv vererbt bekommen.. denn sonst würden nicht so viele heute der irrationalen Meinung sein, die EU sei die Fortsetzung deutscher Grossmachtsfantasien mit anderen Mitteln. Und was diejenigen angeht, die tatsächlich der Überzeugung sind, die Schweiz hätte durch militärische Abschreckung überlebt: Da mischt sich infantile Naivität mit einer schier unglaublichen Arroganz. Vielleicht ist es genau diese Arroganz, die bei vielen noch heute die Wahnvorstellung befördert, die Schweiz sei eine vollkommen autarke und unantastbare Insel, die sich von Nichts und Niemandem etwas zu sagen lassen braucht. Auch solche Träumer muss es wohl geben…

    • Ali Ferkous sagt:

      😀 Ich kenne einen Niederländer, der behauptet, nach 2 verlorenen Weltkriegen hätten die Franzosen (die haben nur immer Dank den anderen „gewonnen“) und Deutschen beschlossen, statt um die Vorherrschaft in Europa zu konkurrenzieren, es künftig mit Kooperation zu versuchen. Seit kurzem haben sie auch noch Rollen vertauscht: Frankreich musste sich definitiv als Grande Nation verabschieden…

    • Peter Schmid sagt:

      Ich warte immer noch auf ein Argument von Ihnen das nicht einfach nur ein pauschales Schweizer-Bashing ist Herr Leinemann.
      Tatsache ist dass die Schweiz am zweiten September 1939 zur Generalmobilmachung aufrief (einen Tag bevor Länder wie England und Frankreich auf den Einmarsch von Hitler in Polen vom 1. September reagierten) und ihre Grenzen schloss.

      Ein zu starkes Deutschland löst übrigens nicht nur bei den Schweizern ein extrem ungutes Gefühl aus, sondern bei den meisten Einwohnern Europas (nicht gleich EU). Wenn in Notsituationen (wie die Griechenlandkrise) die Kanzlerin und der franz. Präsident zusammen mehr oder weniger im Alleingang bestimmen wie die EU reagieren soll (wie dies zu Anfang der Griechenlandkrise der Fall war) dann hat dies auf alle demokratisch denkenden Menschen (egal aus welchem Land) die Wirkung einer schrillen Alarmglocke.

      …und wenn man mal die Europa-Karte von 1944 und diejenige von 2013 vergleicht dann sind die Parallelen auch augenfällig.

      • Heinz Fackel sagt:

        [Zitat]…und wenn man mal die Europa-Karte von 1944 und diejenige von 2013 vergleicht dann sind die Parallelen auch augenfällig.[Zitat Ende] Die Einstellung, dass die Schweiz sich mit einer Wagenburg Mentalität gegen ein übermächtiges, von Deutschland beherrschtes, Europa wehren muss und man am besten mit gühender Lunte neben den Pass-Sprengladungen zu sitzen sollte wie 1944, ist ausser bei Betonköpfen zum Glück nicht mehr vorhanden. Dieser Beissreflex verhindert nur, dass man sich mit der schweizer Kollaboration in Weltkrieg II kritisch auseinander setzt.

        In Europa geht es um einen einehitlichen Konsenz nach demokratischen Strukturen. Dieser ist sehr viel schwerer herzustellen als in der kleinen Schweiz. Aus diesem Grund wird auch innerhalb der EU so viel diskutiert, was wiederum der These der dt. Hegonomie widerspricht.

        • Peter Schmid sagt:

          Dass die Schweiz mit Deutschland im WW2 kollaboriert hat um zu überleben wird von niemandem abgestritten und wurde allerspätestens im Bergier-Bericht aufgearbeitet und ist hier auch nicht der Streitpunkt. Sie werden auch feststellen dass kaum ein Schweizer irgendetwas gegen ein föderalistisches Eurpa oder einen wirschafltichen Bund hat. Und gegen Diskussionen hat sowieso niemand etwas. Leider ist die derzeitige EU weit von einem föderalistischen Bund gleichberechtiger Staaten entfernt und zieht immer noch kräftig in eine andere Richtung. Dies hat sich klar wärend der ersten Phase des Griechenlandkrise gezeigt. Zu meinem vergleich mit der Landkarte kann ich nur noch anfügen, dass sogar die Rethorik welche aus Deutschland (Kavallerie) oder Brüssel (ein weisser Fleck) kommt, je länger je mehr an diese äusserst dunkle Zeit erinnert. Da gelobe ich mir doch das „Wagenburgdenken“ vor allem auch in Hinsicht auf den ansteigenen Unmut der Bevölkerung in vielen EU-Ländern, welchen diese Entwicklung ebensowenig behagt wie die von Ihnen so verächtilch bezeichneten „Betonköpfen“.

      • Martin Kreidel sagt:

        Daß Ihnen, Herr Schmid, in Ihrer generellen Überempfindlichkeit nicht paßt, was Herr Leinemann schreibt, heißt nicht, daß er nur pauschal die Schweiz basht. Er zieht einen Vergleich mit dem heutzutage eher anzutreffenden, weltfremden Deutschenbashing, und da gebe ich ihm Recht. Welche Strategie die CH im WW2 auch immer gehabt haben will, ich denke, sie war einfach nicht wichtig genug für Deutschland. Und wenn auch auf ganz andere Weise, ist sie es heute wieder nicht – in keinem anderen Land, auch nicht einem seinerzeit von der Wehrmacht überfallenen, arbeitet man sich ständig dermaßen an Deutschland ab wie in der Schweiz. Es hat keinen Zweck, auf der angeblichen Neutralität herumzureiten, wenn man in Wirklichkeit lieber bedeutungsvoll gewesen wäre. Im Gegensatz zu DE hat sie ihre Geschichte weitgehend schöngefärbt und mythisiert (sogar diejenige, die noch viel weiter zurück liegt), aber nicht aufgearbeitet. Da das bei uns so ganz anders läuft, ist jedem bewußt, daß unter anderem die Einbettung in die EU ein zu mächtiges Deutschland bislang verhindert hat. Den Rest betrachte ich als weitgehend wirtschaftlich neidgetrieben, wir sind schließlich der Kriegsverlierer. Wenn sie der Meinung sind, Deutschland bestimme, wie die EU auf „Notsituationen“ zu reagieren habe, sind Sie eben der falschen Meinung und bestätigen damit nur Herrn Leinemann´s Ansicht. Oder waren Sie bei den EU-Gipfeltreffen dabei? Und die schrille Alarmglocke läutet in der Schweiz, die mangels Erfahrung (sind Sie froh) beim Thema Krieg seit Jahrhunderten nicht mitreden kann, etwas allzu oft – leider vor allem am Stammtisch. Sie werden´s nicht glauben: Demokratisch denkende Menschen gibt es auch in Demokratien, die nicht nach schweizer Muster gestrickt sind.

        • Peter Schmid sagt:

          Sie scheinen ncith gross um Ausland gelebt zu haben Herr Kreidel, dann wüssten Sie nämlich dass dieses „Deutschenbashing“ wie Sie es nennen überhaupt nicht Schweiz-spezifisch ist. Tatsache ist; niemand (und am allerwenigsten die USA und England) ist an einem zu starken Deutschland interessiert. Die schrillen Alamrglocken läuten denn auch längst nicht mehr nur in schweizer Ohren (wie ich schon im obigen Kommentar geschrieben habe). Ob und weshalb die Deutsche Wehrmacht die Schweiz nun überfallen hat oder nicht ist dabei nicht relevant, sie war eine Bedrohung für die Schweiz. Dabei ist mir auch völlig egal wie wichtig die Schweiz für Deutschland ist (muss die Schweiz das überhaupt sein?).

          Sie haben vielleicht auch bemerkt dass hier im Forum absolut niemand behauptet dass es nur die Abwehrhaltung der Schweiz gewesen sei welche dazu geführt hat dass wir nicht angegriffen wurden. Im Gegenteil, wir weisen darauf hin dass dies einer von vielen Punkten gewesen sein könnte. Was Herr Leinemann aber ständig macht ist; er benutzt jeden nur möglichen Blog als Anlass dafür einfach über Schweizer zu wettern ohne jedoch auch nur im Anatz auf das geschriebene im Blog (der Bog-Author schreibt ja schliesslich dass wir nur wegen des Glücks nicht angegriffen wurden) oder in den Kommentaren einzugehen. Ich kann deshalb seine Kommentare nicht als wirkliche Beteiligung in dieser Diskussion werten und werde solche niveaulosen und meistens nah an der Rassismusgrenze befindlichen „Beiträge“ auch in Zukunft immer Blossstellen, ob Sie dies nun als Überempfindlichkeit werten oder nicht.

    • Dani Meier sagt:

      Herr Leinemann, warum ist denn die Sprachregelung von wegen neues Europa, man müsse mit der Zeit gehen usw. so eng mit der damaligen Unzeit verbunden? Warum soll man einen undemokratischen Monster“staat“ welcher sich noch in die kleinsten Ritzen menschlichen Daseins einmischt nicht fürchten und ablehnen? Sie mögen eine solche Organisation gut finden und uns auch zurückgebliebene arrogante Naivlinge schimpfen, damit kann ich sehr gut leben. Wie solche Organisationen jeweils enden, hat die Geschichte zur genüge gezeigt. Es wird dieses Mal nicht anders werden. Mir tun einfach die unschuldigen Opfer leid, die jeweils die Zeche für Grössenwahnsinn Ihrer, Herr Leinemanns, Idole bezahlen müssen. Und wegen der „kollektiven Angst“ der Schweizer: Gehen Sie doch ein paar Meter über die Grenze in irgendeine Richtung von Deutschland aus, und Sie werden feststellen, es ist an anderen Orten noch viel schlimmer mit dieser natürlich völlig unbegründeten „Angst“…
      Die Schweiz war nie eine autarke Insel, aber wegen dem muss sie sich nicht dauernd fremden Richtern, Politikern und Staatsformen an den Hals schmeissen, wie es heutzutage schon viel zu oft passiert (Über die Qualität der Schweizer Politiker breiten wir hier besser den Mantel des Schweigens aus). Die Schweiz ist immer gut gefahren damit, wenn sie sich auf ihre eigenen Stärken und Tugenden verlassen hat. Und so soll es auch weiterhin sein. Und wenn man die europäische Landkarte von 1848 mit heute vergleicht, so ist sie damit sogar fast perfekt gefahren…

    • Ernst Abegg sagt:

      1943 bestand innerhalb der Wirtschaftshauptverwaltung der SS eine Arbeitsgruppe, die sich mit der Frage der Weiterentwicklung Europas nach einer allfälligen Niederlage des Deutschen Reiches befasste. Sie kam zum Schluss, das Sinnvollste sei die Schaffung eines „Europäischen Wirtschaftsraums unter Deutscher Führung“. Ein Mitglied der Gruppe hiess Ludwig Ehrhardt. Nachzulesen bei Ralph Giordano, „Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte“ (1989).

  • Eduard J. Belser sagt:

    Unser Vater hat uns immer erzählt, wie erleichter er, seine Geschwisster und seine Eltern wahren, als sie am Radio die Meldung von der Niederlage von Hitlers 6. Armee bei Stalingrad hörten. „Das ist endgültig der Anfang vom Ende der Nazi-Terrorherrschaft“, hat sich dann zum Glück bestätigt.

  • Thomas Nauser sagt:

    @Marcel Senn: …deshalb gabs in Italien ja auch keine nennenswerte Menge Faschisten, oder? So einfach ist es nicht!

  • Marcel Senn sagt:

    Wenn wir nicht viersprachig wären, hätten wir uns vermutlich wie die Oesterreicher mit einem Blumenkrieg Hitler an den Hals geworfen – Fröntler gabs ja mehr als genug in der Deutschschweiz…aber unsere „exotischen“ Minderheiten die Welschen, die Ticinesi und die Bünder haben uns vermutlich vor diesem Blödsinn bewahrt…Merci, Grazie, Grazia!

    • Marcus Ballmer sagt:

      Rund etwa 10 Prozent der Bevölkerung gehörten den sogenannten „Fröntlern“ an, sagen verschiedene Dokumente übereinstimmend. So konnte die Frontenbewegung beispielsweise nie mehr als einen Sitz im eidgenössischen Parlament erringen. Dass man sich Hitler an den Hals geworfen hätte, wenn die Westschweizer und Tessiner nicht gewesen wären, ist eindeutig falsch. Etwa so falsch, wie die Behauptung, die Armee oder die Wirtschaft allein hätte den Krieg verhindert. Im Tessin waren übrigens verhältnismässig etwa gleich viele Anhänger den Faschisten, also Mussolini statt Hitler, zugetan.

    • Patrick Tanner sagt:

      Bitte keine Geschichtsklitterung, werter Herr Senn. Bei den Nationalratswahlen 1935 gewannen die Frontisten nur gerade je einen Sitz in Zürich und Genf. Im November 1933 gewannen die Frontisten bei den Grossratswahlen in Genf 9 % der Stimmen.
      1939 verloren die Frontisten wieder alle Parlamentssitze und verschwanden in der Versenkung, gesamtschweizerisch erlangte sie noch weniger als 1,5%. Also, hören Sie auf mit der tatsachenwidrigen , unwahren und diffamierenden Behauptung, die Deutschschweizer hätten sich den NationalSOZIALISTEN an den Hals geworfen. Man sollte bei den Tasachen bleiben und nicht aus dogmatisch-ideologischer linker Verblendung Unwahres behaupten!

      • Hansrudolf Ott sagt:

        Ich bin froh, dass deratige Tatsachen nicht in Vergessenheit geraten, viele möchten die Geschichte nach deren Gusto deuten. Ein Sprichwort zur Schlussfolgerung des Thomas Straumann:

        Jeder ist seines Glückes Schmied…..:!

        So viel zur Behauptung, dass wir nur viel Glück gehabt haben sollen. Warum wohl wurden die Prioritäten bei der Besetzung
        der Kleinstaaten so festgelegt, dass die Schweiz am Schluss der Liste stand ? War dies nur Glück ?

        • Vinxi sagt:

          Ich würde auch kein Land plattmachen wenn ich den Luftraum und Schienennetz sowie eine intakte Wirtschaftsinfrastruktur uneingeschränkt nutzen dürfte. Ein paar Kartoffeln auf den Gräber setzten, et voilà, die Bevölkerung ist damit auch schon besänftigt. Zum Glück ist die Sch….e vorbei, leider sterben die Erinnerungen auch mit uns. Aber, das letzte was von mir zugeschüttet wird, ist mein Mittelfinger – mein eigener Hitlergruss!!!

      • Peter Weierstrass sagt:

        Und es ist Geschichtsklitterung, den angeblichen „Sozialismus“ am Nationalsozialismus zu betonen.

        Hitler wollte so bei der KPD und bei der SPD Wählerstimmen abgraben. Massive Beschäftigungsprogramme waren auch Teil dieses Manövers.

        • Thomas Meier sagt:

          Ahja, und was sagt uns das über die Nähe von Sozialismus zu Nationalsozialismus aus? Beide Ideologien sind demokratiefeindlich, beide haben radikale Anhänger, beide führten zu Diktaturen, beide führten zu Krieg, beide führten zum Tod von Mio. von Menschen usw. Es gibt auch heute noch auffällig viele Leute in der rechts- bzw. linksextremen Szene, welche von der einen auf die andere Seite gewechselt haben. Letztendlich geht es bei (National)sozialismus primär um Extremismus. Sozialismus hat es dank der intellektuellen aber unterdessen wissenschaftlich längst als falsch bewiesenen Theorie einfach geschafft salonfähig zu bleiben. Dabei übertrifft Stalin und Mao Hitler ja fast noch an Grausamkeit und es ist eigentlich völlig verwerflich, dass man hier nicht die gleiche Ablehnung zeigt wie bei Rechtsextremen oder z.B. Islamisten.

          • Heinrich Hodler sagt:

            Mao hat wesentlich mehr Menschen umgebracht als Stalin und Hitler zusammen…Das ist sein Verdienst, trotzdem pilgern immer noch Milllionen von Chinesen jedes Jahr zu seinem Grab…http://i.imgur.com/eyUnc.jpg <- als Vergleich…Die Gefahr des Sozialismus/Kommunismus liegt wahrscheinlich bei der Zentralisierung der Macht. Daher wurde dieses System von Diktatoren auch immer wieder genutzt..Waehrend Kapitalismus zwangslaeufig zu einer Verteilung der Macht fuehrt…Das sieht man ja auch in den sozialistischen "Demokratien" in Suedamerika…

        • Ali Ferkous sagt:

          stimmt, Peter Weierstrass, wenigstens wenn man die Doktrin von Stalin folgt, welche bis heute von der Linken eingehalten wird: indem man den NationalSozialismus einfach in Faschismus umbenennt. Hätte das zur Zeit der Nazis gestimmt, hätte es in Deutschland keinen Widerstand aus aristokratischen Kreisen gegeben (v. Stauffenberg) – im faschistischen Ständestaat hätten die Aristokraten den „gottgegebenen“ Platz behalten können. In der Verfolgung der Juden und Dissidenten unterschieden sich die beiden Regimes bloss im Grad der Industrialisierung und der Lückenlosigkeit…

          Jetzt brauchen Sie uns nur noch zu erklären, wie man aus sozialistischer Perspektive den Abfall von der Sozialistischen Internationalen des Festredners am Zürcher 1. Mai 1913, dem Chefredaktor des sozialistischen «Avanti!» aus Mailand, Benito Mussolini, erkärt. Die katholische Inquisition hätte ihn einen Ketzer genannt – und die sozialistische Inquisition?

          • Chris Hauser sagt:

            Herr Ferkous, der Adel und Geldadel war schön an der Seit von AH, wie übrigens auch die CH-Rechten (Wille & Co.) sehr grosse Sympathien hegten für diesen Herrn und seine Ideen. Wie wollen sie den Herr Filippo Leutenegger benennen, der einst Gründer der WoZ war und heute Statthalter von Blochers Gnaden und rechtskonservativer FDPler ist?

          • B. Müller sagt:

            1933 hat der deutsche Reichstag den Ermächtigungsgesetzen zugestimmt, die Hitler diktatorische Befehlsgewalt gaben. Nicht nur die Nazionalsozialisten haben zugestimmt, sondern auch alle bürgerlichen Parlamentarier! Als einzige Partei wandten sich die Sozialdemokraten geschlossen gegen das Gesetz. Viele von ihnen wurden anschliessend verfolgt und in Konzentratrationslager gesteckt. Von Stauffenberg andererseits machte unter den Nazis eine Militärkarriere und wandte sich erst gegen Hitler, als der Krieg schon verloren war.

        • Patrick Tanner sagt:

          @Weierstrass, Mussolini war erwiesenermassen ein Mitglied der Sozialistischen Partei Italiens bevor er seine eigene faschistische Partei gründete. Die Vorgängerpartei der NSDAP hiess Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands. Gemeinsam war beiden Parteien, dass sie den Kapitalismus mit der Begründung der freimaurerischen Plutokratie und des Finanzjudentums ablehnten und wie die Kommunisten eine etatistisch-zentralistisch-gelenkte Volkswirtschaft mit einem 4-Jahresplan und einem stark ausgebauten Sozial-Wohlfahrtsstaat mit staatlich garantierter Arbeitsstellenzuteilung (natürlich nur für arische VolksGENOSSEN) propagierten. Das Programm der NSDAP ist gespickt mit Programmpunkten aus dem sozialistischen Umverteilungsgiftschrank und der strikten Ablehnung des Kapitalismus und sogar der Marktwirtschaft. Da schliesst sich der Kreis zu den ganz Linken. Wegen der Kriegswirtschaft konnten die Nationalsozialisten ihre völkisch-etatistisch-sozialistischen Ideen nicht umsetzen. Sie waren auf die nationalkonservativen Industriellen angewiesen und hofierten ihnen darum. Denen lagen nur ihre Profite am Herzen. In der CH waren übrigends die Politiker und Unternehmer der FDP am anfälligsten für die wirtschaftliche oder/und ideologische Kollaboration mit dem Deutschen Reich, vornehmlich aus oppotunistisch-pekuniären Gründen. Am standhaftesten gegen die Nazis waren die schweizerischen Sozialdemokraten und Gewerbler sowie Bauern der Bauern und Gewerbe-Partei und der linksliberale Grütli-Verein. Die Katholisch-Konservativen waren auch nicht ganz sattelfest, was die Abgrenzung zu Deutschland anbelangte.

          • Jan Holler sagt:

            Die Extreme hat sich schon immer getroffen und in der Extremen verschwinden die Unterschieden und die Gemeinsamkeit, zusammengefasst unter dem Begriff Totalitarismus tritt hervor. Es spielt an sich nur eine kleine Rolle, wo der Ursprung liegt, ob links oder rechts, die Ausprägung ist stets sehr ähnlich: Von der vorderhand friedlichen Ideologie zum nihilistischen Hass. Die Folgen sind stets gleich: Unterdrückung, Mord und Krieg.
            Die Debatte, ob der Nationalsozialismus ein Sozialismus war ist alt, war immer falsch und ist nicht auszurotten. Jede totalitäre Ideologie bedient sich bei gesellschaftlichen Strömungen. Wie anders sollte sie das Volk erst verführen, um an die Macht zu gelangen.
            Die Schweiz wurde sicher aus vielen Gründen verschont, die Darlegung im Bergier-Bericht ist zumindest schlüssig. Wir können heute nur interpretieren und Wahrscheinlichkeiten bestimmen, warum und weshalb die Dinge so gelaufen sind, wie sie erlitten wurden. Bestenfalls lernen wir aus der Vergangenheit. Das kann aber nicht gelingen, wenn wir Begriffe, die mit der heutigen Bedeutung geladen sind mit denen aus der Vergangenheit vergleichen oder gleichsetzen. Nicht zu vergessen, die Ausführungen einiger Vorschreiber hier im Thread, die nachweisen, dass die Sozialisten (und deutschen Kommunisten) zu den Ersten gehörten, die ihre Stimme gegen die Nazis erhoben und dafür der Freiheit und des Lebens beraubt wurden, neben vielen anderen, die Widerstand leisteten.
            Heute ist wichtig, dass wir am Humanismus festhalten, ihn immer wieder erkennen und suchen. Mir persönlich ist diese dumpfe Ablehnung vieler Schweizer gegen Ausländer zuwider. Sie ist so pauschal, sieht nie den Menschen und setzt die guten mit den schlechten gleich. Wir haben auch eine Partei im Lande, die diese Ressentiments bedient und nutzt. Da soll doch niemand kommen und die Linke immerfort für alles zur Verantwortung ziehen. Ablehnung von Reichtum kann man nicht mit Ablehnung gegen Menschen gleichsetzen.

      • Pierre KOHLER sagt:

        Die politischen Extreme sind in Genf tatsächlich beängstigend stark: vor dem Krieg die Frontisten (Oltramare), nach dem Krieg die Kommunisten (Hediger, Grobet etc) und seit ein paar Jahren die Grün(-roten) (Leuenberger, Mugny). Das strahlt aus nach Nyon und entlang dem Jura.

      • Robert Kreuzer sagt:

        @P Tanner:
        „aus domatisch-ideologischer linker Verblendung“
        ich finds interessant, dass sie jemandem dogmatisch-ideologische Verblendung vorwerfen, wenn sich jemand kritisch mit der Vergangenheit der CH auseinandersetzt und ihn dann gleich als Linken bezeichnen. Es gab und gibt auch Bürgerliche, welche sich gegen den Faschismus stell(t)en und mit der Vergangenheit der Schweiz nicht glücklich sind 😉

        • Patrick Tanner sagt:

          Zitat Senn: „Wenn wir nicht viersprachig wären, hätten wir uns vermutlich wie die Oesterreicher mit einem Blumenkrieg Hitler an den Hals geworfen – Fröntler gabs ja mehr als genug in der Deutschschweiz…“ Das werfe ich Herrn Senn als Geschichtsklitterung vor. Gegen eine kritische Haltung der Schweiz und der damaligen Politiker im 2. WK habe ich gar nichts, finde sie sogar nötig.

    • oliver keller sagt:

      Falsch, Herr Senn, Guisan war ein strategisches Genie und unsere berittene Tachermusik hätte es der Wehrmacht schon gegeben, nur deshalb wagten die sich nicht anzugreifen.

      • parlamentsschreck sagt:

        Und was war mit dem General Wille?

        • R. Stutz sagt:

          Der gehört in den 1. Weltkrieg…

          • Patrick Tanner sagt:

            Herr Stutz, der Sohn General Willes war jedoch als Brigadier im Generalstab vor dem Ausbruch des 2. WK im Gespräch als General. er wurde jedoch wegen seiner „Deutsch-Freundlichkeit“ und weil er sich zuwenig von den deutschen Nationalsozialisten abgrenzte, zurecht kaltgestellt. General Guisan hat aus seiner Ablehnung gegenüber den Nationalsozialisten nie einen Hehl gemacht. Bei ihm war bekannt, dass er gegenüber den Franzosen und Allierten freundlich gesinnt war.

          • will williamson sagt:

            Wille war der General im 1. WK. Sein Generalstabschef war Theophil Sprecher von Bernegg. Deshalb hiess es damals:
            „Was Wille will und Sprecher spricht, das tue gern und murre nicht!“

          • Patrick Tanner sagt:

            Werter Herr Williamson, war Ihnen bekannt, dass General Wille zuhause und mit seiner Frau und seinen Kindern nur Hochdeutsch sprach und darum sein Sohn als hoher CH-Militär vor dem 2. Weltkrieg nur sehr schlecht Zürichdeutsch sprechen konnte und auch darum im Militär und bei seinen Untergebenen unbeliebt war. Als dann auch noch seine Deutsch-Freundlichkeit bekannt wurde, wurde er zurecht „kaltgestellt“ und der frankophile, rechtsliberale General Guisan wurde anstatt ihm CH-General während dem 2. WK.

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