Ben Bernanke ist kein Idiot!

Von überall hagelt es heftige Kritik auf den Chef der US-Zentralbank. Selbst Sarah Palin fühlt sich mittlerweile dazu berufen. Grund ist die in der letzten Woche gefällte Entscheidung, mit weiteren 600 Milliarden Dollar Staatsanleihen aufzukaufen – das so genannte «Quantitative Easing». Auch «Never Mind The Markets» hat sich dem momentan auf den Märkten dominierenden Thema zwei Mal gewidmet (hier und hier).

Nach all dem Trommelfeuer an Kritik hier die Verteidigung: Ben Bernanke ist kein Idiot!

Dass die Deutschen und die Chinesen die US-Politik kritisieren, ist nachvollziehbar: Die zusätzliche Geldschwemme schwächt den Dollar, das heisst deutsche und chinesische Exportprodukte verteuern sich für die Amerikaner.

Ist ein schwächerer Dollar denn ein Übel für die Welt? Die Amerikaner haben bis zur Krise die Weltwirtschaft durch Konsum auf Pump auf Trab gehalten. Ein schwächerer Dollar ist daher ein Schritt hin zu einem grösseren weltweiten Gleichgewicht. Blöd nur: Exportnationen wie Deutschland und China müssen sich dann umorientieren – hin zu mehr Inlandkonsum. Ein schwächerer Dollar macht die Bevölkerung dieser Länder zwar reicher (sie können sich mehr US-Güter leisten), aber der einflussreiche Exportsektor leidet. Ein solcher Wandel braucht Zeit und führt zu Spannungen, national wie momentan vor allem international. So viel zur friedensstiftenden Wirkung von internationalen Wirtschaftsverflechtungen

Kritik kommt aber auch aus den USA selbst und von einigen Ökonomen. Drei Argumente werden am meisten ins Feld geführt:

Argument 1: Die Übung verfehlt ihre Wirkung auf die reale Wirtschaft
Argument 2: Die Übung führt zu einer hohen Inflation
Argument 3: Die Übung führt zu spekulativen Blasen in aufstrebenden Volkswirtschaften

Zuerst eine Klärung: Alle Wirkungen, die man dem «Quantitative Easing» ankreidet – auf die Währung, aufs Preisniveau, auf internationale Kapitalströme –  würden sich schon bei einer ganz gewöhnlichen expansiven Geldpolitik über tiefere Leitzinsen zeigen. Wer will denn eine solche Politik einem Land mit einer Arbeitslosigkeit von fast zehn Prozent ankreiden?

Um zu verstehen, warum die US-Notenbank diesmal anders vorgeht, muss man wissen, in welcher besonderen Lage sich die grösste Volkswirtschaft der Welt befindet. Sie lässt sich mit dem Begriff «Liquiditätsfalle» umschreiben, hier mehr dazu. Die Leitzinsen sind fast bei null und Banken wie Unternehmen horten das Geld, statt dass sie es in die Wirtschaft fliessen lassen – über Investitionen im Fall der Unternehmen oder über Kredite im Fall der Banken. Die ideale Lösung wären unter diesen Umständen zusätzliche Investitionen des Staates, doch das ist seit den Wahlen in den USA ausgeschlossen.

Argument 1 ist daher das grösste Risiko: Die Geldspritze hat nicht viel Wirkung – am ehesten noch, dass die Aktienkurse steigen und der Dollar fällt. Die US-Notenbank erhofft sich wenigstens über diese Kanäle mehr Nachfrage.

Argument 2 ist die Hoffnung, nicht die Gefahr, auch wenn das Ben Bernanke bei jeder Gelegenheit dementiert (hier oder hier) – immerhin gilt jede Inflation als Teufelszeugs (Thema für ein andermal). Wird wirklich eine höhere Inflation erwartet, lohnt sich das Horten des Geldes nicht mehr und die realen Zinsen sinken. Es wird mehr konsumiert und investiert, das Wachstum legt zu und die Arbeitslosigkeit sinkt – Ziel erreicht! Die Zentralbank muss dann – erst dann – das Geld wieder abschöpfen. Bisher tut sich an der Inflationfront allerdings nichts – leider. (Mehr dazu in diesem und diesem Beitrag von Paul Krugman).

Argument 3 stellt ein Risiko dar, das aber überschätzt wird. Dass Kapital aus reichen Ländern in die aufstrebenden flutet, ist auch eine Folge der deutlich besseren Konjunkturlage bei letzteren (dazu Weltbankchef Robert Zoellick). Das «Quantitative Easing» der US-Notenbank ist die einzige wirtschaftspolitische Massnahme, die den USA noch bleibt. Die ganze Welt kann nur hoffen, dass sie Wirkung zeigt.

Unter dem Strich verbleibt das Fazit:  «Quantitative Easing» ist nicht sexy, die Wirkung dieser Politik bleibt unbestimmt und ist mit Risiken verbunden. Aber:

Ist es eine schlechte Politik, wenn man sie mit ihrer Alternative vergleicht: Gar nichts zu tun?

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  • Claudia sagt:

    After reading these comments I really hope you Europeans get a sense of thankfullness after the dollar dodges so low your products will become unaffordable for Americans – and you can seek so called „stupid“ buyers of your products else where. Bonne chance!

  • Pffiiffikus Pippifax sagt:

    @Peter: Und im Zusammenhang von Entscheidungen gerade eines FED gibt es vermutlich sehr mächtige Interessensgruppen. Kürzlich wurden konspirative Gespräche aufgedeckt. Geplant war die Manipulation der Börse, so dass diese sehr reichen Herren und Damen noch reicher würden. Die ganze Diskussion sollte man vor dem Zusammenhang sehen, dass der Bankenreaktor noch vor kurzem beinahe eine Kernschmelze erfahren hätte. Das geht uns alle etwas an. Gerade wenn so ein mächtiges Land wie die USA ins schwanken kommt, kann dies für uns alle erhebliche Folgen haben. Nur schon die für de Fehde, ich glaube Paulson hiess der, mit dem Boss von Lehmann Brothers hätte für uns alle ganz schlimme Folgen haben können. Und um unsere paar jüdischen Mitbürger aus der Schusslinie zu nehmen, von all denen war so viel ich weiss keiner jüdischen Glaubens. Anhand der Diskussionen hier schätze ich mal, dass der goldene Weg irgendwo zwischen Inflation und hohen Zinsen liegt. Und das das Geld da sein sollte, wo Wertschöpfung entsteht, im richtigen Verhältnis. Je grösser das Ungleichgewicht, desto mehr fliesst Energie in Form von Geld. Ganz schlaue verstehen es eben, in diesen Fluss ein Turbinchen zu stellen. Und wehe wenn sich solche Schlaumeir zusammen tun:-) Wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche.

  • Michael Schwarz sagt:

    Das Problem beim Keynes Modell, ist es, dass wir die wirtschaftliche Entwicklung während der Krise nicht genügende Zeit geben, sich zu korrigieren, das Gleichgewicht wieder zu finden. Bevor der Markt sich richtig korrigiert und das Ungleichgewicht abgebaut hat, pusht die Zentralbank den Markt, womit der nicht in einer Deflation entwickelt – die Zentralbank baut im Markt, ohne sie es bewusst zu sein, das Ungleichgewicht auf, obwohl der Markt versucht es abzubauen. Da liegt das Problem, nämlich nicht der Markt, der nicht funktioniert, sondern der Eingriff der Zentralbank im Markt verschafft Problem. Viele Ökonomen behaupten, dass die Deflation eine Gefahr für die Wirtschaft sei, aber ohne die Deflation kann der Markt sich nicht das Ungleichgewicht abbauen. Die Zentralbank muss die Deflation teilweise zu lassen, womit der Markt eine Chance bekommt, sich zu korrigieren, das Ungleichgewicht abzubauen. Mit Zwang oder Subvention kann die Zentralbank die Situation nur noch verschlimmern.

    Das Fazit: Die Zentralbank muss mit seiner geldpolitischen Massnahmen in Zukunft sparsamer umgehen, der Markt die Zeit geben das Ungleichgewicht abzubauen, sich zu korrigieren – der Vernunft wird die Aggressivität immer besiegen. Eine nachhaltige Wirtschafts- und Geldpolitik zu betreiben, muss man den Gehirn benutzen, nicht die Eier.

  • Heli-Ben weiss nicht mehr was tun, aber das tut er wenigstens überzeugend…

  • Pffiiffikus Pippifax sagt:

    @Rolf Schumacher. Sehr geehrter Herr Schumacher, wenn Sie bei Wikipedia etwas weiterlesen stehet da, dass der damalige zaristische Geheimdienst hinter diesem Papier vermutet wird. Teile der katholischen Kirche haben nur nachgeplappert. Mit diesem Link wollte ich nur darlegen, dass wer sucht -der findet, was ihm gerade passt. Trotzdem bin ich der Meinung, dass hinter vielen Verschwörungstheorien etwas wahres ist. Bei nicht mächtigen Leuten gibt es das auch, wie Mobbing oder üble Nachrede. Wieso sollen mächtige Leute die besseren Menschen sein. Was mich einfach skeptisch macht, ist die Darstellungsweise der hiesigen Medien gegen Amerikaner und Briten. Die Briten haben sich immer für eine ausgewogene Machtbalance eingesetzt. Und die Amerikaner wären am liebsten ganz unter sich. Mögen sie sich erinnern, wie die USA in den Krieg in Somalia hereingezogen wurden? Auch von Medien und Gutmenschen. Meine rein persönliche Meinung ist jedoch auch, dass die Aussenpolitik der USA teiweise sehr unklug war. Es fing nach dem 2. Weltkrieg mit der Ermordung eines gewählten Premiers in Iran an. Dann kam dieser eitle Pfau genannt Shah von Persien auf seinen Thron. Vieles ging schief. Hätten die USA in Vietnam den Krieg gewonnen, so hätten wir heute eine asiatische Industrienation mehr. Jetzt geht es eben etwas später auf die kapitalistische Reise. Was mich etwas hellhörig machte, ist Ihre Aussage zu einer Weltpolizei, einem Weltmilitär. Die technischen Möglichkeiten sind nun so weit, dass die notwendige totale Ueberwachung jedes einzelnen zentral durchgeführt werden kann. Nur ist es im Moment noch so, dass es allen auf der ganzen Welt immer besser geht. Die notwendige Revolution von der SIe sprachen kann erst statt finden, wenn der Hunger den einzelnen zerfrisst, besonders das Gehirn. Dafür braucht es zuerst einen wirklich grossen Knall, ich denke schon auch an das schlimmste, der kriegsmässigen Vernichtung von Infrastruktur und Personen. Um eine neue Weltregierung aufzubauen, brauchen Sie Personal. Leute die sie genaustens kennen, und die sie aus dem Sumpf raus holen. Wie damals die Nazis das machten. Aus dem kalten Wasser, in dem wir demnächst vielleicht allenfalls alle ertrinken werden. Dann wird Ihr jetziger Wunsch von der Weltarmee in Erfüllung gehen. Anhand des gelesenen gehe ich jedoch schon auch davon aus, dass es das auch nicht sein kann, was Sie wollen. Wer die neue Weltherrschaft einfach noch stört sind Leute mit Patriotismus, oder Nörgelerjounalisten die in den letzten freien Medien schreiben. Die werden gehasst, von den Kommunisten, den Nazis und der kommenden Macht. Die meisten werden diese totale Herrschaft jedoch lieben. Doch wieviele werden diese meisten noch sein? Und wer wird es sein? Eines werden sie jedenfalls nicht sein, Raucher und fettleibig. Die werden im Moment gerade ausgerottet.
    Die Alternative ist besser. Machtbalance und „Idioten„ wie Bernanke. Oder Churchill, der war Dick und Raucher. Gar kein Herrenmensch,eben. MVG

    • Rolf Schumacher sagt:

      1. Wer versteckt sich hinter Pippifax? Ich meinerseits habe nichts zu verbergen. 2. Wikipedia ist für mich keine Referenz. 3. Die USA haben ein Rüstungsbudget, welches jenes der 18 Nato Nationen, Russlands und Chinas übersteigt. Die USA lebt vom Krieg und für den Krieg. 4. Eine Weltpolizei (sollte NEUTRAL sein). Der Kanton Zürich kann sich auch nicht als Schweizerpolizist aufspielen, weil er am reichsten ist, oder? 6.Der Schah wurden von den Briten an die Macht gebracht, er war bloss eine britische Marionette. Die Briten hatten mit Indien genug Probleme, so dass es ihnen nur Recht war, dass sie einen willigen gekauften Repräsentanten im Iran stationieren konnten. Die Briten haben aber den iranischen Vizeminister Mossadegh erzürnt, weil sie 99% der Oeleinnahmen für sich beanspruchten. Der Vizeminister versuchte den Schah zu überzeugen, dass er einen neuen Vertrag aushandeln soll gemäss dem 50% des Oelgewinns dem iranischen Volk und 50% den GBR/USA gehören solle. Der Shah lehnte ab, in der Folge gabe es einen Volksaufstand und der Shah müsste ins Exil. Worauf die CIA mittels der Operation Ajax 1953 den Vizeminister stürzte. An der Operation waren ein Enkel des Präsidenten Roosevelt und ein Vorfahre von General Norman Schwarzkopf beteiligt (Norman Schwarzkopf befehligte die Operation Desert Storm). Madelaine Albright (US Aussenministerin) bestätigte dass die Operation Ajax von der Regierung Eisenhower bewilligt wurde. In der Folge kam der Schah zurück und mit ihm ein iranischer General (welcher wegen Nazi-Kollaboration von den USA inhaftiert wurde). Es folgte ein extrem blutiges Regiem mit massiver Unterdrückung des Volkes und einer unglaublichen Ausweitung des pompösen Lebensstils des Schahs. Zunehmend wurde das Volk wütender gegen das Terrorregime des immer perverser regierenden Schahs. Schlussendlich musste der Schah 1979 aus dem Iran gehen (D-FR-USA (Doppelspiel, denn sie hatten Saddam Hussein ausgebildet, mit Waffen vollgestopft und an die Macht im Irak gebracht) Ajatollah Chomenei kam zurück in den Iran aus Paris und es wurde aus Reaktion auf den Hass den man gegen die westlichen Besatzer (der Schah war ein Vasalle der Briten und der USA) ein islamischer Gottesstaat etabliert. Bereits ein Jahr später griff der von den USA mit Massenvernichtungswaffen ausgestattete Saddam Hussein den Iran an. Während acht Jahren lieferten sich der Iran und der Irak einen der blutigsten Kriege welche es in der Menschheitsgeschichte gibt. Saddam schreckte nicht davor zurück chemische Waffen gegen den Irak einzusetzen. Die Gräueltaten Saddams verstiessen massiv gegen die Genfer Konventionen trotzdem unterstützte die USA Saddam 1988 indem es von US-Flugzeugträgern zivile Iranische Flugzeuge bombardierte. Der Iran kapitulierte darauf. Die fadenscheinigen Gründe für die Invasion in den Irak und die Beseitigung des ehemaligen Freundes der USA durch die USA selber ist ein weiterer offensichtliher Wiedersrpruch. Nein weder die Briten noch die USA haben eine ehrliche und gute Aussenpolitik betrieben. Und wie am Beispiel Iran bewiesen muss man sehr skeptisch sein, wenn Briten oder Amerikaner jemanden zum Volksfeund oder aber Erzfeind erklären, sehr skeptisch. :9. Vom Stil her erinnern sie mich an Hr. Mörgeli.

      • Pffiiffikus Pippifax sagt:

        Herr Mörgeli, den kenne ich sogar. Nein, da haben Sie auf den falschen Knopf gedrückt. Und Wikipedia ist ganz gut für einen ersten Einblick. Vertieftes oder sogar professionelles Wissen erwirbt man sich natürlich anders. Eine Weltpolizei, deren Akteure füdliblutt durch die Strassen geschleift werden wie in Somalia? Vergessen Sie es. Um alle Konflikte eben beherrschen zu könne, müssten Sie noch grössere Gewalt anwenden. So wie das die USA eben teilweise tut. Gegen Hitler, gegen Stalin, gegen Miosilovic. Die USA haben vorläufig noch die Meinung einer Mission. Sie würden sich besser um sich selber kümmern, und hätten eine ruhigere Kugel zu schieben. Es wäre Ihnen zu gönnen. Diesen ganzen „Nürnberger Prozess„ gegen die USA, den Sie da vortrugen, das erinnert mich schon an geschickte Propaganda. Das meine ich mit dem Hinweis auf die Weisen von Zion. Geheimdienste, Interessensgruppen, Lobbysten, meistens gute Rhetoriker, haben die Macht, Halbwahrheiten zu streuen. Dazu gehöt es, andere zu diffamieren. Die Aussenpolitik der USA ist über Strecken sehr unbeholfen, manchmal menschenverachtend. Eine Weltpolizei wäre viel schlimmer. Was leiser vor sich geht sind die Geldströme. Internationales Handeln findet ja streckenweise (noch) statt. Die Diskussion wie sie hier geführt wird, eher Inflation oder doch eher die Zinsen erhöhen, findet vermutlich auch in Kreisen statt, die vertieftes Wissen haben. Und wenn eine Art Weltpolizei, die im Dienst der Menschen steht, dann allenfalls auf dem monetären Sektor. Streckenweise wird das ja auch getan.

        • Rolf Schumacher sagt:

          Pfiffikus sie reden um den Brei herum. 1. Wer sind sie? 2: Weshalb unterstützte die USA zb Saddam Hussein und liefert Waffen, damit der gegen den Iran losmarschieren konnte, um ihn nachher abzusetzen. 3: Wie erklären sie den Irakern, dass es nie einen US Abzug geben wird, denn die über 10 riesiegen US-Basen (und Soldaten) werden bestehen bleiben.
          Hören sie auf mit der Unwahrheit die USA würde Weltpolizei spielen, weil sie sich moralisch dazu verpflichtet fühlt. Die USA hat seit dem 2. WK Land um Land nicht eingenommen, aber defakto mit ihren Stützpunkten indirekt besetzt. Wenn die Zürcher, zb vorhätten uns Berner zu befreien und einen Stützpunkt in Belp zu eröffnen und eine absolute Mehrheit zürichhöriger Berner in den Kantonsrat zu erzwingen, dann wären wir defakto von Zürich besetzt und alles andere als frei. Da könnten die Zürcher medial noch so von Befreiungsaktion, Befriedung und demokratischen Wahlen erzählen es wäre einfach nur eine saftige, dicke Lüge.

          • Rolf Schumacher sagt:

            A propos Somalia, Kongo, Ruanda etc weshalb hat da ihre Weltpolizei nicht eingegriffen? Unter Saddam gab es wohl Terror, aber keine Massenvergewaltigung, Hungersnöte etc.

          • Peter Don Kleti sagt:

            Rolf Schumacher, ich weiss weder wer Sie sind noch wer Pfiffikus ist. Spielt an dieser Stelle aber auch keine Rolle.
            Als „Zuleser“ Eurer interessanten Konversation verstehe ich Ihre Aufregung jetzt nicht ganz. Pffiffikus hat m.W. nicht behauptet die USA seien eine moralische Weltpolizei. Stattdessen, vermute ich, versucht er Ihnen mitzuteilen, dass auch das amerikanische Volk von einer Art „konsipirativen Macht“ geleitet wird. Im Kern erwähnt er „die leisen Geldströme“ und da finden sich in den erwähnten „Protokollen“, ob nun wahr oder nicht, ganz sicher Fakten.
            Ich habe die Schrift x-mal gelesen (..da ich sie beim ersten mal nicht vollständig nachvollziehen konnte ;-).
            Nicht die fantasievollen Details darin sind weltbewegend, aber schon die nachvollziehbaren, belegten Fakten zeigen ausserordentlich interessante Zusammenhänge zwischen Macht und historischen Gegebenheiten auf.
            Es steht ja jedem frei nur das aus solchen Schriften für sich raus zu nehmen, was einem als plausibel erscheint und auf das „Beigemüse“ zu verzichten. Falls Sie mal Zeit haben, lesen Sie’s trotz Ihrer Aversion trotzdem mal. Die antisemitschen und Ufo-Kapitel könnte man für meinen Geschmack ebenfalls auslassen…
            Schönen Sonntag und „erhellende Stunden“!

          • Rolf Schumacher sagt:

            Peter Don Kleti: Danke für die Antwort. Ich werde die Protokolle? versuchen zu lesen. Gut möglich, dass ich mich ereifert habe, ich habe in meinem Leben zuviel grotesk Ungerechtes gesehen und gehört, gelesen und verglichen. Bin viel gereist auch im nahen Osten und Südamerika.
            Das Wort Zion hingegen ist für mich ein Reizwort. Orthodoxe Extremisten gibt es in allen Glaubensrichtungen. Es war eine Schande ein ganzes Volk als Sündenbock abzuurteilen. An eine zionistische Verschwörung glaube ich absolut nicht. Es ist die Gier, welche den Menschen zu Lug und Trug treibt und eventuell auch Familien oder Clanverpflichtungen (bist Du einmal in der Mafia, kannst Du als Reumütiger kaum unbehelligt aussteigen, bei skull and bones Yale Brüdern und anderen Geheimbünden ist das möglicherweise ähnlich.

          • Peter Don Kleti sagt:

            @R. Schumacher: Verschiedene Autoren haben sich dem Thema angenommen. Dieser hier wird Ihnen nicht gefallen…
            http://unglaublichkeiten.net/lager/JanvanHelsingGeheimgesellschaftenundihreMachtim20Jahrhundert1993.pdf

  • Rolf Schumacher sagt:

    Lieber Pippifax ich habe kurz in der Allerweltsenzyklopädie Wikipedia die drei Waisen von Zion recherchiert. Es handelt sich scheinbar um ein konspiratives antijüdisches, haltloses Konstrukt. Ich habe den Inhalt nicht wirklich gelesen, weil für mich solche Quellen absolut uninteressant, weil einseitig und hassgeführt sind. Ich habe etliche Jüdische Kollegen(innen), auch solche welche von der CH aus für Israel in den Krieg gegangen sind. Das Volk ist immer heterogen und kann nie pauschalverurteilt werden. Es ist einfach nur blödsinn zu behaupten, die Macht würde bei einer Ethnie liegen. Was mich hingegen interessiert, ist zu erfahren was die Wallstreet genau ist. Immerhin, tanzt seit dem 2 WK die ganze Welt nach deren Pfeife. Weshalb ist der Dollar Weltwährung. Warum gibt es nicht ein Staatenloses ZB UNO-Franken? Wer hat die USA zur Weltmacht gemacht. Was taten die Väter der Familien Ford, Bush. Wer ist mit wem verwandt. Gibt es eine Elite in den USA, welche die Fäden der internationalen Finanzpolitik spinnt. Weshalb haben soviele US Firmen und private die deutschen nationalsozialisten Unterstützt. Weshalb haben dieselben Geldgeber auch den Bolschewistenaufstand in Russland unterstützt?
    Es ist wichtig, dass man hinter die Kulissen zu schauen wagt, um die aktuellen Geschehnisse begreifen zu können. Man muss wissen, dass der Irak und auch Iran schon mehr als einmal von GBR direkt, oder indirekt befreit wurde. Weshalb immer diese beiden Länder? Sind die USA-GBR wirklich die grossen Weltfriedenförderer. Wollen sie überhaupt Stabilität und Frieden für alle. Weshalb haben sie einen Saddam Hussein ausgebildet und an die Macht gebracht. Und ihn mit chemischen Waffen gegen Kurden und Iraner kämpfen lassen und nach 8 Jahren Kampf auch noch direkt in den Krieg eingegriffen indem sie zivile Flugzeuge abgeschossen haben (1988). Ich glaube es ist sehr richtig und auch wichtig, dass man gegenüber der US-Weltpolitik kritisch eingestellt ist. Das heisst nicht, dass man der chinesischen Geopolitik deshalb freien Lauf lassen müsste. Wichtig wäre es, eine wirkliche internationale Armee zu haben. Die Nato ist aber ein Spielzeug der USA und eben gerade haben FR und GBR ein Militärpakt geschlossen. Wir sind meilenweit entfernt von einer wirklich fairen Welteinsatztruppe. Protektionismus, Währungskrieg, unlauterer moderner Kolonialismus (China, USA, Russland) sind Keime für eine ganz unruhige Zeit.
    Fazit. Ich denke bloss laut nach und bin froh um Gegenargumente. Aber die kruden orthodoxen zionistischen Ideen haben genau so wenig mit Weltpolitik zu tun, wie jene der Dshihaddisten, der Opus Dei Anhänger, oder extremitische Puritanier, oder der buddhisten umbringenden rasenden Hindi.
    Religion in einer totalitären, aboslutistischen Form ist definitiv billigestes Opium für die Masse und für mich deshalb keinen Gedankengang wert. Mir ist wirklich egal wieviele Engelchen auf einem Stecknadelkopf tanzen könnten. Genauso egal ist es mir ob man einen oder mehrer Götter hat und ihnen der, die, das etc sagt.
    Zumal, wenn Religion zu Gewalt aufruft ist das eh ein total dreister Widerspruch dem jeder auch vernünftige Mensch nie Folge leisten darf. Lassen wir als das mit den Zionisten und lächerlichen Vermutung der Kabbala-Beschwörungsriten, oder was auch immer.
    Leider wurden in der Geschichte allzuoft Religionen dazu benutzt Massen zu bewegen. Die prassenden, hurenden, in Orgien untergehenden Päpste und Gegenpäpste sagen da schon etliches aus.
    Mit dem will ich nicht gesagt haben, dass eine Bergpredigt, wenn sie ehrlich gelesen und gelebt wird nicht wunderbare und tiefe Spiritualität beinhaltet.

  • Pffiiffikus Pippifax sagt:

    @Rolf Schuhmacher. Vielen Dank für Ihre fleissige Antwort. Welche Mächte und Möchtegernmächte das Desaster damals angerichtet haben ist schwer darzulegen. Vielleicht sagt Ihnen die Geschichte um die Waisen von Zion etwas. Das heisst nicht, dass Ihre Auflistung generell falsch ist. Ich möchte Sie nur nochmals daran erinnern, dass es die normalen Amerikaner waren, die uns vor dem Nationalsozialismus und später sogar von den anderen Hassfratzen, den Kommunisten bewahrten, und eben diesen Blutzoll zahlten. Auch für Südkorea, ein heute florierendes Land, während im Norden viele, einfach gesagt, vorzeitig verenden. Südkorea, da wo sich kürzlich die G-21 traf. Alle freuten sich, wie der flügellahme Adler USA dort vorgeführt wurde, endlich! Glauben Sie mir, z.Bsp im Schatten von China lässt sich nicht mehr so gemütlich segeln wie bis anhin. Vor dem Hintergrund der zukünftigen Entwicklungen kommt mir der Versuch von Herrn Bernanke eher als Verzweiflungstat vor. Der Mann ist bestimmt kein Idiot, sondern eher ein Ertrinkender, und Europa ist in seinem Schlepptau. Ueberlegen Sie doch mal, wieso kauft er 600 Milliarden Staatsanleihen? Der hat doch ganz andere Grundlagen als jeder andere. Der tut doch nichts anderes als den ganzen Tag über solche Entscheidungen zu brüten. Und trotz allem wage ich die wohl einsame These, dass die USA den Rest der Welt wieder einmal aus dem Schlamassel ziehen werden. Und zum Schluss möchte ich dem verehrten Untergangsprophenten Herrn Faber widersprechen; ich wette mit Ihnen, dass Europa bankrott geht. Und das ist nun keine Prophetie. Doch wen interessiert es. MVG.

    • Rolf Schumacher sagt:

      1. Die Waisen von Zion sagen mir gar nichts, was ist das? Ein Buch? 2: Bernacke ist sicher kein Idiot. Er tut wahrscheinlich was er tun muss. Er startet offensichtlich und bewusst einen internationalen ganz aggressiven Währungskrieg. 3: China ist sicher kein besserer Weltentyrann als es die GBR-USA sind.

  • Peter Bering sagt:

    Wieso? Selten schreibt Tagesanzeiger plötzlich eine Stellungname zum internationalen Wirtschaftsgeschehen. Wer ist eigentlich Herr Markus D Meier………? Wenn man die Medien in verschiedenen Ländern folgt, sieht man, dass jetzt die USA und ihr „Fed“ gerade in diesen Tagen fast überall gleiche „lokal verfasste“ Artikel gebucht haben. Es ist peinlich und es ist Propaganda. In Sachen Propaganda ist die USA sowohl in Breite als in Tiefe, Frechheit und Sophistikation unübertroffen. Aber die Lügen sind systematisch und mehr und mehr Leute und Länder haben nun die Nase viel mehr als Voll. Die US „Fed“ ist einfach eine private Mafia. TA sollte weder für die Sizilianische noch die Fed Mafia ein Sprechrohr sein.

  • Michael Schwarz sagt:

    Hallo, Tom. Das war auch meine Idee, weil eine Zinserhöhung eine psychologische Wirkung erzeugt wird. Das Problem ist es, dass Fed den Zins zu lange tief gehalten hat, somit hat die Fed ihre Glaubwürdigkeit bereits verspielt – die rasche Zinssenkung der Fed ist der richtige Massnahme. Aber Bernanke macht den entscheidenden Fehler – QE, anstatt die Liquidität, die der Markt nicht benötigt abzusaugen. Durch steigenden Zinsen verschafft eine positive Investitionsumfeld, wo USA für die in- und ausländische attraktiver ist als Asien oder Europa, Bernanke hat die Chance verstreichen lassen. Wie ich Bernankes Geldpolitik beobachtet habe, muss ich sagen, dass Bernanke überhaupt keine konkrete Strategie und Vorstellung hat, wie er diese Problematik entgegen wirken will. Der sicherste Weg ist nach dem Lernbuch zu handeln, womit er am Ende „wissenschaftlich gerecht fertigen“ kann – die wichtige Lösung interessiert ihm nicht.

    Ich habe auch in vorherige Beitrag geäussert, dass Bernanke von seiner Position entbunden wird, womit er die Situation nicht noch verschlechtern würde.

    Er hat den Name „Moneypress Ben“ in allen Ehren verdient.

  • Yves Latour sagt:

    Was wäre die Alternative zur QE-Politik?
    Gründung von Volksbanken und Transfer der staatlich garantierten Einlagen von Privaten und Nicht-Financials. Anschliessend die Abwicklung der Financials. Collaterals würden an die „Starken Hände“ oder an die neuen Volksbanken fallen. Preise würden fallen und es gäbe viele Eigentümerwechsel. Doch am Ende wäre viel unbelastetes Eigentum vorhanden und der neue Kreditzyklus könnte beginnen, wobei das Kapital in die Produktion und nicht in die Spekulation in höhere Preise fliessen würde.

    Wieso wird es nicht versucht? Viele der Reichsten und Einflussreichsten dieser Welt würden vollständig ausradiert, weil sie ihr Eigentum zu sehr belastet haben und die nominell fixierten Schulden die gefallenen Eigentumspreise bei weitem übersteigen würden. Genau dieses Eigentum würde in andere Hände wechseln. Da die politische Linke dies nicht versteht, nie verstehen wird und sich gar nicht für diese Zusammenhänge interessiert, könnte QE für die latent überschuldeten Vermögenden funktionieren.

  • Michael Schwarz sagt:

    Ich bin der Meinung, dass der „Moneypress Ben“ kein Vollidiot ist, er weisst genau was er tut, schliesslich hat in MIT, Havard studiert und ein paar Bücher geschrieben. Die Gründe sind folgende: 1.Bernanke steht unter politischem Druck Obamas. 2. Die wirtschaftlichen Machtposition der USA weiterhin zu erhalten. 3.Wenige Alternativ bleibt üblich. 4. Bernake ist nicht gerade kreativ in der Lösungssuche.

    Die Lösung aus Lernbüchern sind nicht die richtige Lösung der Investitionsprobleme. Der Markt hat ausreichende Liquidität, also das Problem liegt bei der Investition, nicht bei Liquidität. Das Problem ist es, wenn QE und Investition dieses Mal nicht direkt korreliert.

    DIE LÖSUNG:

    1. Fed Zins tief halten, gleichzeitig die überflüssige Liquidität, die nicht investiert wurden, durch das Verkauf vom Anleihe abzusaugen. Die Verzinsung des Anleihen wird steigen, das ist der Preis, den man zahlt – Zins künstlich tief zu halten. Der Dollar wertet auf, somit wird USA für ausländische Investoren attraktiv. Die ausländische Investition ist der Treibende Kraft für US Wirtschaft, weil die Amis selbst längste pleite sind – die haben über dessen Verhältnisse gelebt, somit haben die Amis kaum Ersparnis zu investieren. Die wichtigste Aufgabe der Fed ist, attraktive Investitionsbedingungen für ausländische Investoren anzubieten, sowie die Währungsstabilität zu gewährleisten. Die QE bewirken genau das Gegenteil, was die US Wirtschaft braucht, die Erholung für mehrere Jahre verlängert.

    2. Die veraltete Vorstellung und Haltung gegenüber der Rest der Welt muss die USA aufgeben, weil die USA diese Haltung nicht mehr leisten können. Die enge Zusammenarbeit mit anderen Zentralbanken sind entscheidend für den Erfolg. Die Aussage, dass Dollar unsere Währung ist, und nur uns etwas angeht, ist keine richtige Haltung, sie verhindert die Zusammenarbeit.

    3. Die Aussage, dass die Inflation die Investition ankurbelt, ist ein typisches Lernbuchmodell. Das Kapital ist heute absolut mobil, mit Inflationszwang, die Investition anzukurbeln, funktioniert heute nicht mehr. Die Investition funktioniert auf Anreize, nicht durch Inflationszwang, wie Bernanke darunter verstanden hat.

    4. Die indirekte Subvention der pleite Hausbesitzer ist keine nachhaltige Lösung, schliesslich leben wir nicht in Sozialismus. Die pleite Hausbesitzer müssen das Konkursrecht nutzen, langsam wieder hoch kommen. Das Steuergeld zu verschenken, ist sicher keine Lösung, wie bis jetzt Obama gemacht hat. Der Staat ist für die Privatverluste nicht verantwortlich.

  • Pffiiffikus Pippifax sagt:

    Die Bevölkerung der USA ist der Regierung um einiges zuvor. Die Sparquote steigt, und für die Kinder, die in allen Ethnien reichlich vorhanden sind, sparen die Eltern für die Ausbildung. Es wäre den Amis zu gönnen, wenn das FED und die Regierung in Zukunft ähnlich wirtschaften würden. Was mich etwas betrübt ist, dass die hier schreibenden Europäer dermassen über die USA richten. Ein Land, das einen sehr hohen Blutzoll für den Frieden in Europa leistete.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Kleine Gegenfrage. Wer finanzierte die NSDAP? Wer profitierte vom 2. WK am meisten? Stand der Dollar vor dem 2WK als Weltwährung zur Debatte? Recherchieren sie mal nach, wie die Wallstreet mit Hitler zusammenarbeitete. Die fünf wichtigen Wallstreet Banken zusammen mit Royal Dutch Company, Henry Ford, Rockefeller jun, Grossvater Bush (via Baron Thyssen), haben keine sauberen Westen meine ich. Ach ja und da gab es noch die New Yorker (INVESTEMENTBANK) Loeb und Kuhn. 1933 trafen sich der Vertreter (Treuhänder) dieser Bank Hr. Warburg (welcher die Bank später auch gerade übernahm) im Hotel Adlon in Berlin und US-Offiziere mit Hitler, Göring, von Heydt… PS: die Besagte Bankd Loeb und Kuhn wurde also von Warburg übernommen und später fusionierte sie mit der bekannten INVESTEMENTBANK LEHMANN BROTHERS. Ein wahrer Teufelskreis, nicht? Weshalb man darüber im Nürnbergerprozess nichts erführ, weshalb die Archive (Abegg Archiv Zürich) welche die Transaktionen bewiesen hätten alle verschwanden. Das müsste man die damalige Grossfinanz und Politik in den USA fragen dürfen.
      Quelle Karlheinz Deschner „Der Moloch“ Heyne-Verlag

  • Tom sagt:

    Unkonventioneller Vorschlag:

    Wie wäre es mit einer Zinserhöhung? Damit wird die Inflationserwartung nach oben gepuscht, das Geld nicht mehr gehortet, es fliesst wieder für Investitionen und Konsum, die Arbeitslosigkeit sinkt…usw,usf..

  • Dani Kobler sagt:

    Die USA tun genau wie die restlichen Länder genau das was sie denken das für ihre Wirtschaft das beste ist, und sie werden es auch dann tun wenn absehbar ist das andere an dieser Medizin krepieren werden. Interessant um nicht zu sagen gefährlich wird es wenn der andere nicht Vietnam, Argentinien oder Mexico ist, sonderen China. Was kann und wird China tun um die USA vom Schlucken der Pille abzuhalten. Idiotische ist, versuchen das rauszufinden.

  • Martin Gfeller sagt:

    Mehr auf Fakten setzen, wäre für uns alle, nicht nur für Herrn Diem, vorteilhaft:
    Fakt 1: Die Politik des billigen Geldes und der Dollarfluten der USA haben deren Wirtschaft bis heute nichts gebracht und sind wirkungslos verpufft.
    Fakt 2: Japan versuchte Ähnliches, scheiterte aber mit dieser sehr ähnlichen Politik kläglich.
    Fakt 3: Die von den USA verursachte Finanzkrise war unter anderem auch die Folge von Greenspans Politik des billigen Geldes, die zur Immobilienlblase führte. Dies zeigt, dass diese Währungspolitik nicht nur nichts bringt, sondern auch gefährlich ist.
    Fakt 4: Bernanke sei kein Idiot, meinen Sie, Herr Diem. Da geb ich Ihnen recht. Doch ist dies eine Garantie für kluge Entscheide? Im Gegenteil, wenn es darum geht, rücksichtslose Machtinteressen durchzusetzen und die Welt anzulügen, stellen solche Leute sogar noch grössere Risiken dar.
    Fakt 5: Es sei immer noch besser, als gar nichts zu tun. Nicht gerade ein starkes Argument, Her Diem. Wenn man keine klugeren Konzepte hat, soll man es eben sein lassen – also allemal besser nichts zu tun als das Falsche.

    • Roland Strauss sagt:

      Endlich mal eine kluge Antwort. 2% Inflation ist übrigens keine Preisstabilität. Der US Dollar hat 96% seines Wertes seit der Einführung der privaten und verfassungswidrigen Federal Reserve eingebüsst.

  • Mario Keller sagt:

    Ich kann Ihren Argumenten nur schwer folgen, Herr Diem. Die USA begehen Währungsmanipulationen riskantesten Ausmasses, beschuldigen aber gleichzeitig China und Deutschland. Und ihr Argument: „Ist es eine schlechte Politik, wenn man sie mit ihrer Alternative vergleicht: Gar nichts zu tun“? Ich meine: Nichts zu tun ist immer noch besser als Falsches oder ein solches Spiel mit dem Feuer zu wagen. Vielleicht müssen auch die USA lernen, Krisen auszustehen. Und: Schon Greenspan hat mit der Politik des billigen Geldes die Grundlagen für Spekulationsblasen gelegt und Japan scheiterte mit einer ähnlichen Wirtschaftspolitik.

    Ich meine: Die USA sanieren sich auf dem Buckel der Weltwirtschaft und der Schwellenländer mit Währungsmanipulationen und destabilieren einmal mehr die gesamte Weltwirtschaft. Wer eine marode, zunehmend wettbewerbsunfähige Wirtschaft hat und lernunfähig ist, dem bleibt wohl nichts anderes übrig – als dann Ländern wie Deutschland und China zu massregeln und auch noch allen Ernstes Exportquoten aufzwingen zu wollen.

  • René sagt:

    „Argument 3 stellt ein Risiko dar, das aber überschätzt wird.“ Aus US-Sicht ist das sicher vernachlässigbar, aus Sicht der potentiellen Risikobereiche und -länder von Spekulationsblasen nicht. Darunter werden wieder jene leiden, die für alles herzlich wenig dafürkönnen (z.B. Mieter).

  • david sagt:

    Ben Bernanke ist mit der Neuen Weltordnung unter einer Decke, die Disinformation die man von den Massenmedien bekommt is absolut absurd…das kann ja alles noch lustig werden wenn die ganze Kacke in die Luft geht.

  • Michi sagt:

    Oh, ich habe die Bush Mutter gesehen. Nicht schlecht. Sie hätte Präsidentin werden sollen. Nur, wie kann Sie ihrem Sohn beibringen, dass er völlig versagt hat. Mit absteigender Intelligenz in der Familie ist das auch schwierig.

  • Michi sagt:

    Nein, Bernanke ist kein Idiot. Es ist nicht seine Schuld, dass die USA keine soziale Gerechtigkeit kennt, keine Solidarität. Er ist nur der Sklave des Geldes und muss Geld aufnehmen um für das Geld zu bezahlen. Die Chinesen besitzen Amerika, nicht die Amerikaner.

  • Samuel sagt:

    Seit Ende des Goldstandards 1973 hat sich die US-Geldmenge ungefähr verzwanzigfacht. Die FED-Bilanz hat sich in den letzten zwei Jahren verdreifacht. In den nächsten 6 Monaten wird sie sich um mindestens 30% ausweiten. Es geht immer schneller. Das ist faktisch Inflation. Diese Inflation wird den Wohlstand der USA und von weiten Teilen der Welt zerstören. Hohe Inflation führt ist immer begleitet von Lebensmittel-Knappheit. Die USA werden kaum einsichtig sein und sich für verfehlte Geld- und Fiskalpolitik entschuldigen, sondern einen schuldigen suchen und finden: China. Dann gibt´s den 3. Weltkrieg.
    Paul Krugman schlägt vor, die FED-Bilanz von 2´000 auf 10´000-12´000 zu erhöhen. Und so jemand kriegt einen Nobelpreis! Dann sollte jede Hausfrau einen kriegen. Hochmut kommt vor dem Fall. Aus diesen Gründen ist Ben Bernanke ein absoluter Vollidiot.

    • Peter Don Kleti sagt:

      Aus Sicht der Mächtigen, Sachwerte- und Immobilien-Besitzer ist Inflation nicht das geringste Problem und könnte im vorliegenden Falle der USA aufgrund der bevorstehenden Währungsabschwächung gar absichltich herbeigeführt werden (Schulden-Abbau real…).
      Insofern dürfte es sich bei Mr. Bernanke kaum um einen Vollidioten, sondern eher um den offiziellen „Sprecher“ der erwähnten „Fraktion“ handeln. Bis zum Konflikt mit China dürfte aber noch etwas Zeit vergehen – schauen wir morgen mal nach Seoul, vielleicht zeigen sich da neue, überraschende Tendenzen?

      • Samuel sagt:

        Richtig, ich gehe nicht davon aus, dass Bernanke insofern ein Idiot ist, als dass im jeglicher Intellekt fehlt. Keinesfalls. Hitler war auch intelligent, aber auch ein Vollidiot. Bernanke wird die USA zu 100% entschulden. Gratulation! Gegen Inflation kann man sich gut absichern. Doch die meisten Leute werden das versäumen. Und Leute ohne Vermögen können sich nicht absichern.

  • Cybot sagt:

    Ist schon interessant, wie alle immer besser als die Profis wissen, was zu tun wäre. Ob es funktioniert oder nicht weiss man ohnehin erst hinterher, aber wenn es funktioniert, dann interessiert es natürlich niemand mehr. Oder es war einfach „Zufall“.

    • Rolf sagt:

      haha die Profis! selten so gelacht! die Profis, welche uns sagen, dass die Babys vom Storch kommen, der Weihnachtsmann im Wald wohnt, Häuserpreise nur steigen können (wegen wachsendem Wohlstand), Lehmann Papiere eine sicher Sache sind, der Goldpreis nix mit Inflation zu tun, sondern ein willkürlicher Preisindex als Massstab zu gelten hat. Also Leute, Hirn ausschalten und auf die Profis hören, dann kommt alles gut!

      • Rolf Schumacher sagt:

        Es kann nicht funktionieren. Die Häuser sind gebaut. Das Land aufgekauft. Die Reichen kleben an ihrem Reichtum und verhalten sich immer asozialer. Das System in Westeuropa und den USA ist derart verkrustet, dass eine saftige Revolution (Generationenaufstand) vielen Ländern ins Haus steht. Die Jugend gibt sich nicht weitere Jahrzehnte damit zufreiden mit der Geburt automatisch auch die Arschkarte gezogen zu haben, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Zolas Germinal und Karl Marx Manifest, sowie die faschistische Propaganda in Italien, Deutschland, USA, GBR konnte nur greifen, weil es dem Volk schlecht ging. Wir sind wieder genau an diesem Punkt angekommen. Der Masse geht es schlecht, sie sieht keine Perspektiven, es wird auch heute wieder Lenins und Goebbels etc geben, welche die Massen zu wütenden Horden werden lassen. Die aktuelle Ungerechtigkeit (Superreiche, Spitztenceos) stinkt zum Himmel. Es wird Aufstände geben. Insbesondere weil unsere Politiker nicht anders können als ihren reichen Mäzenen weitere Steuergeschenke zu geben. Das wiederum macht den Mob rasend.
        PS: Ich bin kein Linker. Ich lasse mich in keine Ecke treiben. Ich bin bloss ein Beobachter der Geschehnisse.

        • Michi sagt:

          Ja, schon. Aber in den USA führen Missstände nicht zu Veränderungen. Die grosse MASSE sitzt vor dem TV und schaut football wie im alten Rom. Solange die spielen, auch wenn die Wirtschaft verrottet, machen die Leute nichts. Die riesige Masse ist träge, fett und dumm. Ein paar glamour girls wie Pelosi machen Schlagzeilen. Aber das ist nur eine eitle Zicke, die ihren italienischen Namen nicht verdient hat. Das beste im Moment, sind die fast explodierten Bomben. Dort geht nichts ab ausser potentiell eine Bombe.

        • Paul Wagner sagt:

          Very well said. Although I am pro buisness, ich verstehe auch nicht wie viele Millionen oder Milliarden einer haben muss.

        • lui casutt sagt:

          der masse geht es schlecht? sehe ich nicht so. jeder hat seine bleibe, sein tv, sein auto u. wer ein job hat, hat zu funktionieren u. tut dies auch. motzen liegt nicht drin, sonst reichts nicht mehr für’s bier am wochenende. der mensch ist von grund auf träge u. bequem.
          ich seh’s ähnlich wie sie, rolf schumacher, nur der zeitpunkt, der ist noch in weiter ferne. das wird m.e. noch viel dekadenter, bevor’s zusammenbricht. und wenn’s dann soweit ist, muss wieder irgend ein feindbild her. ich ahne schon, wer das sein könnte. darf ich hier aber nicht schreiben. es gibt kräfte, die treiben es gar heftig auf die spitze…
          so oder so, spannende zeiten stehen uns bevor!

          • Rolf Schumacher sagt:

            Nein ist er nicht. Er ligt in ganz naher Zukunft. Die USA, muss sich freischlagen. Wie gesagt in den 20ern gab es noch wilde Parties in Berlin. Man freute sich über den Aufschwung. Man wähnte sich dank Völkerbund in Sicherheit. Wie Berlin Ende 30er aussah wissen wir aus gut erhaltenen historischen und Propaganda-Dokumenten.
            Macht, Gier, Sex stehen über Vernunft, Ethik und Moral auf dieser Welt. Dagegen hilft alles Lamentieren in Blogs NICHTS: Man kann höchstens hoffen, dass wir in der Schweiz unsere Sache in den kommenden Jahren GUT und einigermassen fair machen werden. Und wir können uns selber bei der eigenen NASE nehmen. Die anderen Nasen kriegen wir nicht zu fassen, der freie Wille lässt sie immer wieder wegspringen.

  • Franz Sutter sagt:

    Die Herren und Damen vom FED wissen genau was sie tun, sie sind ja eine Privatbank und können es sich nicht leisten in schlechten Ruf zu kommen. Wer es genau mal wissen will für was der FED dasteht und um was es ihm geht, es gibt genug Infos selbst auf youtube um sich nicht verblenden zu lassen

    • lui casutt sagt:

      klartext darf hierüber ja nicht geredet, resp geschrieben werden, sonst droht zensur. auch weltbank u. imf sind unter der selben ‚obhut‘.
      ich sage dazu nur: der krug geht zum brunnen…
      für all diejenigen, die’s noch nicht begreifen wollen, ein kleiner denkanstoss: wer genau profitiert von qe2? genau, die banken. und wer steckt hinter den banken…? dann wissen wir auch, wer genau das geld kontrolliert.
      bernanke ein idiot? der weiss aber haargenau, was er tut!

  • Martin Holzherr sagt:

    Die USA destabilisieren die Weltwirtschaft um sich selber ins Trockene zu retten. Für die USA ist es damit Zeit, Abschied von der Weltführungsrolle zu nehmen. Ein langsamer Abschied zwar, der im ökonomischen Bereich jetzt schon beginnt und schliesslich in 20 Jahren sogar den militärischen Bereich erfassen wird.

  • Rolf sagt:

    Man könnte genauso gut Geldfälschern Druckerpressen überlassen und sie auffordern das Geld zu verkonsumieren. Der Effekt wäre der Selbe, wenn nicht sogar besser. Tatsache bleibt, der folgende Konjunkturanschub ist nur „gekauft“, auf Kredit, nicht Kapital.
    Das einzig Richtige wäre Deflation, was der unseligen Finanzbranche endlich das Genick brechen würde. Solang aber die Finanzoligarchie in der USA das sagen hat, wird sich die dortige Wirtschaft nicht erholen. Der Markt lässt sich auf lange Sicht aber nie überlisten. Spätestens wenn die ultimative Blase platzt, die Blase aller Blasen, die Dollar-Blase nämlich, ist Ende Fahnenstange (vgl. Yen, welcher vor dem Platzen auch weltweit Kredit-Geld Nummer 1 war).

    • Rolf Schumacher sagt:

      Es wäre gut, wenn Du Dich mit Vor- und Nachname einloggen könntest. Sonst gibt es Verwechslungsmöglichkeiten, wir haben sonst schon Verwirrung genug! Nicht?

  • L. Scholz sagt:

    Ben Bernanke ist (k)ein Zocker??? Schäuble und die anderen Kritiker haben da insgesamt völlig recht und sind auch bestimmt kompetenter, wie Figura (meistern der EU-Krise) zeigt! Das wiederum asst natürlich den ewigen DE-Neidern gar nicht. Aber daran hat man sich in DE schon längst gewöhnt und fährt sein „Ding“ konsequent durch. Erfolg haben im Leben ist einmal mehr aufstehen als man hingefallen ist! Wer will die Deutschen dazu noch belehren? Die ewigen Neider etwa?

    • Matthias sagt:

      Als Deutscher sollten sie ihre Rechtschreibung besser beherschen.
      Und ein Land in dem die Endlager auslaufen und die Autobahnen aus billig Beton gebaut werden und verlottert aussehen kann man nunmal nicht ernst nehmen. Herr Schäuble ist ein durchgeknallter Faschist der sich für die Armee im Inneren eingesetzt hat.

      • Leo Schale sagt:

        @Matthias, auch ein kleiner Schweizer Neider? Was wissen denn Sie als einfältiger Schweizer denn schon vom Autobahnbau und von D. Rechtschreibung? Suchen Sie da nicht verzweifelt irgendwelche kleinkarrierten Argumente in Flüchtigkeitsfehlern anderer? Und wie wollen ausgerechnet Sie einen ausländischen Politiker als durchgeknallt beurteilen? Leben Sie selber etwa in einer Klapse? Manchmal wäre tatsächlich „Füsse still halten“ besser als peinliches, bzw. unqualifiziertes Gekeife!

        • Matthias sagt:

          Jaja, ist gut. Wir neiden euch… eure hohen mindestlöhne, eure tolle infrastruktur, eure tolle BILD Zeitung und nicht zuletzt euer demokratisches Regierungssystem. Wir sind auch sehr traurig das wir nicht mit unseren Geldern Griechenland finanzieren durften.

          Ach kommen sie, der gute Mann Schäuble wollte den Bundestrojaner, Videokameras an jeder Ecke, die Bundeswehr im innern, … man könnte meinen er wollte die STASI wiederbeleben. Aber vermutlich mochte er die GESTAPO mehr. Sonst wär er ja bei der Linken.

      • L. Scholz sagt:

        ha, ha… Rechtschreibung (lächerlich!) und durchgeknallter Schäuble. Wie einfältig, Herr „Matthias“. Wie infantil, primitiv und insbesondere durchgeknallt sind eigentlich die Wirrköpfe der SVP mit dem vom Volk vergötterten Obersenilus C. Blocher? Sein kürzliches Interview (9/11 NY, bzw. Einstürzewar doch an Peinlichkeit und irrer Verwirrtheit nicht zu überbieten. Und solch hemdsärmligen, hysterischen und keifenden „Dummschwätzern“ rennen die Schweizer nach? Die haben doch nicht alle Frösche im Teich. So lächerlich wie Tragisch!

        • Matthias sagt:

          Blocher ist auch ein Deutscher Secondo. Denken sie darüber nach.

          • L. Scholz sagt:

            @Matthias, nochmals Irrtum Blochers Vorfahren hetten um „TD Ecken“ was mit DE zub tun, aber wie schon gesagt: “Füsse still halten” besser als peinliches, bzw. unqualifiziertes Gekeife! …oder besser, gehen Sie nochmals zur Schule und zum Arzt. Es besteht der Verdacht, dass Sie nebst hochgradiger Ungebildetheit auch noch krank sind.

    • Hampi sagt:

      @L. Scholz:
      Das ist genau das Problem der aktuellen EU: Kopf-in-den-Sand-Politik!
      Jedes EU-Land fährt sein „Ding“ konsequent durch. Die Tatsache, dass es da eine gemeinsame Währung gibt, interessiert kein Schwein. Auch die Griechen meinen, dass alle neidisch sind darüber, dass sie früher in Rente gehen können.

      Aber die zentrale Frage ist damit noch nicht vom Tisch: Was machen die Hauptarchitekten der aktuellen EU (oh, ich gebe neidvoll zu, dass da Deutschland prominent vertreten ist!) jetzt? Jetzt, wo wir sehen, dass die EU in ihrer jetzigen Form nicht möglich ist?

      Die Euro-EU besteht zurzeit aus Deutschland, das ein Wachstum hat, das selbst die Boomzeiten übertrifft, und andererseits aus Ländern wie Griechenland, Irland, Portugal, ……. die faktisch mehr oder weniger bankrott sind. Es braucht keine besonderen Fähigkeiten um vorauszusehen, dass diese Situation früher oder später zur Katastrophe führt. Und das würde wohl auch für Deutschland bedeuten, dass das „Ding“ nicht mehr durchgefahren werden könnte.

      Und aus diesem Grund wäre es nützlich, wenn das wirtschaftlich wichtigste Land in der EU etwas mehr „Leadership“ und Verantwortung zeigen würde.

      • L. Scholz sagt:

        Da gebe ich Ihnen teilweise recht @Hampi. Aber das mit dem „Leadership“ ist derzeit, bzw. mit der aktuellen deutschen Regierung nicht so einfach. Diese „Nichtregierung“ zerfleischt sich momentan selbst. Die meisten Deutschen sehnen sich nach kompetenteren Politiker-Typen wie Guttenberg, Steinbrück und nicht zu vergessen Gauck als Bundespräsi statt diesem weichgespülten Politlobbyisten Wulff. Das Duo Markel & Sarko ist übrigens auch nicht gerade beruhigend, bzw. förderlich, aber ein bisschen Konsequenz, bzw. Durchstehvermögen (meinte ich übrigens mit: „sein Ding durchziehen“) muss schon sein, denn wie heisst es doch immer so treffend: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut, bzw. nobody is perfekt, alles ist im Fluss od. besser gesagt; in Arbeit, etc… Will Heissen: die EU ist eine gute Idee, hat schon viele Fortschritte erzielt trotz ihrer „Jugend“ (ca. erst 60 J.) und wird hoffentlich immer weiterentwickelt (wie übrigens die ganze Welt UND der CH !). Nach dem Motto: Stillstand = Rückschritt !

        • Hampi sagt:

          @L. Scholz
          Sie haben natürlich auch recht, dass viele Euro-Länder neidisch sind auf Deutschland. Das ist nicht verwunderlich, wenn man die vergleichsweise gute Wirtschaftslage in Deutschland betrachtet. Dabei hatte Deutschland nicht nur Glück (tiefer EURO-Kurs), sondern es wurden wirtschaftlich gesehen auch nötige Reformen gemacht: so konnte Deutschland, hauptsächlich durch eine moderate Lohnpolitik, an Konkurrenzfähigkeit und Produktivität gewinnen. Während der gleichen Zeit geschah in Spanien (und anderen Problemländern) genau das Gegenteil.

          Aus diesem Blickwinkel betrachtet, kann man tatsächlich sagen, dass die Problemländer selber Schuld sind. Aber es ist trotzdem naiv, vorauszusetzen, dass die „Volksmeinung“ in Ländern wie Spanien dies auch so sieht.

          In Spanien (zum Beispiel) betrachtete man vor der Krise Deutschland als Vorbild. Es bestand dann zwar schon ein beträchtliches Wohlstandsgefälle zwischen den beiden Ländern, aber die Spanier waren trotzdem stolz darauf, sich mit Deutschland zu vergleichen und dabei festzustellen, dass die Distanz immer kleiner wurde.

          Nun befinden wir uns in der Phase, wo den Menschen in den Problemländern allmählich bewusst wird, dass der Traum der “EU-Wohlstandsidee” nichts weiter als ein schönes Märchen war.

          Natürlich sind die Problemländer vor allem selber Schuld an der ganzen Misere. Doch es gibt auch Faktoren, wo sie nichts dafür haben: eine zu starke Währung. Und es ist logisch, dass dies dazu führen wird, dass die Unter-Wasser-stehenden Länder die Währungsfrage und andere externe Störfaktoren zu den Hauptargumenten für ihre Opferrolle benutzen werden. Und das zielt genau……auf Deutschland.

          Und deshalb sollte sich Frau Merkel endlich daran machen, um ihre Bevölkerung vorzubereiten, dass sie bald vor dem folgenden Dilemma stehen wird:

          Zwei Möglichkeiten:

          1. Deutschland zahlt viele, viele Milliarden mehr oder weniger “a fond perdu” und rettet dadurch die EU

          2. Die EU bricht auseinander und Deutschland wird viele, viele Milliarden zahlen, respektive als Gläubiger nicht mehr zurückerhalten. Zusätzlich verliert Deutschland einen flotten Heimmarkt von ca. 200 Mio. Menschen.

          Die Qual der Wahl 😉

          • Hampi sagt:

            Hinweis: Möglichkeit 1 ist um ein vielfaches billiger, aber es hat leider den Nachteil, dass die Deutschen fortan mit dem Gedanken leben müssen, dass sie „über den Tisch gezogen wurden“.

          • Hampi sagt:

            Hinweis für Frau Merkel: Sobald der EUR/CHF-Kurs unter die Tiefstkurse von Anfang September (knapp unter 1.28) fällt, sollte sie eine Antwort parat haben.

  • Hampi sagt:

    Soviel ich mich erinnere ist die Hauptaufgabe (die “raçon d’être” sozusagen) der FED die Preisstabilität. Und die FED erachtet schon seit vielen Jahren (glaube ich), dass 2 % Inflation p.a. ungefähr das idealste Umfeld ist, um Preisstabilität zu haben.
    Deshalb versucht die FED im Rahmen ihrer Möglichkeiten, den Markt so zu beeinflussen, dass er in Richtung 2 % CPI (Konsumentenpreise, ca. Inflation) tendiert.

    Nun ist im Laufe dieses Jahres genau das Gegenteil eingetroffen: Die Konsumentenpreise sind seit August schon auf tiefem Niveau wieder weiter gesunken.

    Und nun wundern sich alle und sind entsetzt, dass die FED mit “Quantitative Easing” ihrem wichtigsten Auftrag nachkommt: PREISSTABILITÄT!

    Natürlich ist das ein Risiko und heisst “Geld drucken” und alles böse auf der Welt. Aber das ist leider die Welt in der wir leben. Und die Frage ist nicht “Wollen wir Quantitative Easing oder nicht ?”, die Frage ist: Wollen wir QE2 oder DEFLATION ? Und die Antwort ist klar, falls man Deflation als das schlimmere Übel als Inflation betrachtet.

    Das sollten auch Kritiker wie der deutsche Finanzminister und saure Ampfel Schäuble wissen. Deutschlands Wirtschaft profitiert momentan ausserordentlich von einem Effekt der jenem des “Quantitative Easing” in der Konsequenz sehr ähnlich ist: eine tiefe Währung.

    Also sollte Deutschland vielleicht zuerst die eigenen innereuropäischen Problemchen lösen, bevor es andere Länder ankreidet!

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