Der einflussreichste Makroökonom

Ökonom Milton Friedmann, 1977. (AP/Eddie Adams)

War wohl der wichtigste Ökonom des 20. Jahrhunderts: Der inzwischen verstorbene Nobelpreisträger Milton Friedmann, 1977. (AP/Eddie Adams)

Je mehr man sich mit der Geschichte des makroökonomischen Denkens auseinandersetzt, desto mehr fällt einem auf, dass die offizielle Geschichte weitgehend mythologisch ist.  Von der Überhöhung von Keynes‘ Beitrag war in diesem Blog schon einmal die Rede (hier). Keynes war weder der erste noch der einzige, der in den 1930er-Jahren feststellte, dass die Geld- und Finanzpolitik kurzfristig grosse Wirkung hat. Trotzdem wird heute alles Denken, dass auf dieser Einsicht beruht, als «keynesianisch» bezeichnet.

Eine weitere Legende ist, dass der Monetarismus das totale Gegenprogramm zum Keynesianismus darstellte. Milton Friedman und Karl Brunner waren zwar im Gegensatz zu den Keynesianern gegen eine aktivistische Konjunkturpolitik, doch stellten sie die kurzfristige Wirkung der Konjunkturpolitik keineswegs in Frage. Sie waren vielmehr der festen Überzeugung, dass die Geldpolitik besser als die Finanzpolitik geeignet war, die Konjunkturwellen zu glätten. Die Geldpolitik kann an eine unabhängige Institution, die Zentralbank, delegiert werden, während die Finanzpolitik wegen des politischen Prozesses erst verzögert einsetzt und aufgrund von divergierenden Interessen verwässert wird.

So war es auch das Anliegen von Milton Friedman und Anna Schwartz zu zeigen, dass die Geldpolitik bei der Bekämpfung der Grossen Depression versagt hat. Anders als die Österreichische Schule waren sie der Meinung, dass die US-Zentralbank die Krise durchaus hätte lindern können und lindern sollen. Für die Österreicher (Ludwig von Mises, Friedrich von Hayek) hingegen war der dramatische Abschwung der 1930er-Jahre eine notwendige Korrektur, um die Überinvestitionen der goldenen Zwanzigerjahre zu korrigieren. Eine Linderung der Krise stuften sie als Symptombekämpfung ein, die später eine umso grössere Krise hervorrufen würde.

Es ist deshalb nicht überraschend, dass Milton Friedman grosse Mühe mit der Konjunkturtheorie der Österreichischen Schule hatte. Anlässlich des ersten Treffens der Mont-Pèlerin-Gesellschaft kam es zu grossen Differenzen mit Ludwig von Mises (Quelle: Gespräch von M. Friedman mit dem Magazin «Reason», Juni 1995):

Reason: But you knew Mises personally. Did you see the intolerance that you find in his method also in his personal behavior?

Friedman: No question. The story I remember best happened at the initial Mont Pelerin meeting when he got up and said, „You’re all a bunch of socialists.“ We were discussing the distribution of income, and whether you should have progressive income taxes. Some of the people there were expressing the view that there could be a justification for it.

Another occasion which is equally telling: Fritz Machlup was a student of Mises’s, one of his most faithful disciples. At one of the Mont Pelerin meetings, Fritz gave a talk in which I think he questioned the idea of a gold standard; he came out in favor of floating exchange rates. Mises was so mad he wouldn’t speak to him for three years. Some people had to come around and bring them together again. It’s hard to understand; you can get some understanding of it by taking into account how people like Mises were persecuted in their lives.

Wie nahe die Monetaristen dem Keynesianismus standen, ist auch Friedrich von Hayek nicht entgangen. In einem Interview kommt klar der grosse Abstand zwischen den Österreichern und den Monetaristen klar zum Ausdruck (hier). Friedman und Hayek teilten zwar viele politische Überzeugungen und standen beide den Republikanern nahe, aber als Ökonomen lebten sie auf ganz verschiedenen Planeten.

Auch ihre Wirkung könnte nicht unterschiedlicher sein. Hayek ist heute in der Mainstream-Ökonomie eine Nebenfigur, während das monetaristische Programm fast vollständig übernommen worden ist. Bradford De Long hat diesen Zusammenhang präzis nachgezeichnet (hier).

Es ist deshalb nicht übertrieben, wenn man Milton Friedman als einflussreichsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Die Idee, dass auch die Finanzpolitik in einer Depression eine wichtige Rolle zu spielen hat, mag zwar seit der Finanzkrise wieder an Aktualität gewonnen haben. Aber es dürfte unter den Ökonominnen und Ökonomen auch heute noch kein Zweifel bestehen, dass die Zentralbanken 2008-09 den entscheidenden Beitrag zur Abwendung einer Grossen Depression geleistet haben, nicht die Konjunkturpakete. Der Triumph des Monetarismus ist immer noch ungefährdet.

50 Kommentare zu «Der einflussreichste Makroökonom»

    • Linus Huber sagt:

      @ Oliver

      Genauso wie das wirkliche Gegenteil von Liebe nicht Hass (beides intensive Gefuehle) ist, sondern Gleichgueltigkeit, ist Neoliberalismus nicht das Gegenteil zur Planwirtschaft (beide Ideen sind verbunden mit Planung als zentraler Aspekt) und hat damit auch nichts mit der urspruenglichen Idee des Liberalismus zu tun.

  • Geraldine sagt:

    Die Position Deutschlands erscheint mir in Bezug auf die verordneten Sparmaßnahmen ziemlich scheinheilig. Innerhalb Deutschlands wird umgehend antizyklisch reagiert. Wenn andere Länder betroffen sind, drängt man aber zu umfangreichen Sparmaßnahmen. Als wüssten die Deutschen nicht, welche Probleme damit einhergehen. Die absehbaren Folgen sollten Deutschland doch spätestens seit der Weimarer Republik bekannt sein. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

  • Linus Huber sagt:

    Heute wuerde Ludwig von Mises hoechstwahrscheinlich sagen: “You’re all a bunch of central planers.” (Ihr seid alle eine Haufen Zentralplaner)

    Es ist geradezu ironisch, wenn man dies auf dem geschichtlichen Hintergrund betrachtet, in welchem das Wirtschaftsmodell der Zentralplanung 1989 zum Zusammenbruch der Sowjet Union fuehrte.

  • Thomas sagt:

    Was vielleicht manche Leser übersehen:

    Der Titel hier lautet “Der einflussreichste Makroökonom.”

    Von “gescheit” oder “weitsichtig” oder “klarsichtig” oder “wegweisend” oder “erhellend” oder “nützlich” oder so ähnlich steht da im Originalbeitrag nichts. Da steht nur “einflussreich”.

    Fazit: Es sind nicht unbedingt die hellstsichtigen Menschen, die mit der Gabe der klaren Sprache und verständlichen Erklärungen, welche am meisten Einfluss haben. Genialität und Einfluss sind offensichtlich zwei orthogonale Konzepte. Auch in der Ökonomie. Leider.

    • Thomas ernst sagt:

      sorry… nachdem der Beitrag lange in der Freigabe gedümpelt hat, ist er nun doppelt. Segnungen der Technik!

      • Michael Schwarz sagt:

        @Thomas Ernst:

        Einflussreiche Ökonomen sind Nobelpreisträger. Es geht nicht um die Wirtschaftswissenschaft selbst, viel mehr geht es um Ruhm und Autorität. Die Medien verkauft den Nobelpreisträger wie Gurus der Wirtschaftswissenschaft. Die Frage muss man heute ernsthaft stellen, wie viel wert hat der Nobelpreis in der Wirtschaftswissenschaft.

  • Michael Schwarz sagt:

    Wenn die Inflation die Lösung des Wachstumsproblems wäre, wäre die afrikanischen Staaten an stärksten wachsenden Staaten. Die Hypothese Inflation, Wachstum und Arbeitslosigkeit können bis heute nicht mit Daten beweisen. Trotzdem glaubt man daran, dass die Inflation die Lösung alle Probleme sei. Wo bleibt dann die wissenschaftliche Objektivität?

    Wenn der Markt nur noch von QE Prog. der Zentralbank überleben kann, dann haben wir ein ernsthaftes Problem, welches grösser als vor der Krise. Interessieren die Zentralbanker diese Tatsache, nein. Sie werden weiter so machen wie bisher, gegen allen wissenschaftlichen Widersprüchen und Widerstanden.

  • Hans Kohler sagt:

    Milton Friedman als einflussreichsten Ökonomen zu bezeichnen, ist sicher angemessen. Aus meiner Sicht war er aber auch (zumindest eine Zeit lang) ein radikaler Vertreter des ’skrupellosen Kapitalismus‘ und ‚Katastrophen-Kapitalimus‘; also für Personen und Institutionen, die Not, Angst, Chaos und Disastern dazu nutzen, um persönliche Gewinne daraus zu schlagen. Ein Konzept dieser Art, das reinsten Kapitalismus ohne soziale Komponente propagiert, kann auf Dauer keinesfalls gutgehen. Zudem halte ich den abschliessenden Satz „Der Triumph des Monetarismus ist immer noch ungefährdet.“ für riskant, denn der Monetarismus hat negative Auswirkungen mitgebracht, die man in einer solchen Aussage berücksichtigen sollte. Wie sollte man eine der Kernaussagen, dass ein marktwirtschaftliches System bei flexiblen Preisen (etc). zu einem stabilen Gleichgewicht tendiert, aus heutiger Sicht beurteilen? z.B. wenn eine Bankenkrise zu staatlicher Unterstützung führt? Hat dann der Markt versagt, oder stellt die Monetarismus-Aussage bezüglich der Selbstregulierung des Marktes einen unvollständigen, wenn nicht sogar einen unrealistischen Ansatz dar?

    • Linus Huber sagt:

      @ Hans

      Es ist eben nicht das Versagen des Marktes selber, welcher das Problem produzierte, sondern die zunehmende und verzerrende Manipulation zwecks Vermeidung jeder konjunktureller Abschwaechung, die impflizierte Staatsgarantie (Greenspan put), welche sich in der falschen Bewertung von Risiko ausdrueckte. Die Deregulation der Banken stellte eine Fortsetzung des eingeschlagenen Weges dar. Wir muessen lernen wirtschaftliche Volatilitaet zu begruessen und nicht mit geldpolitischen Massnahmen zu vermeiden, da das letztere nicht nachhaltig ist und schlussendlich zu einer das ganze System bedrohenden Situation fuehrt. Dort sind wir heute angekommen und das Grundproblem „Manipulation“ wird noch immer nicht anerkannt, sondern auf Teufel komm raus noch verschaerft.

  • f.a. blume sagt:

    friedmann >> chicago-boys >> allede-sturz >> förderer der militärdiktaturen >> regenfreund >> neoliberaler >> befürworter vom reinen kapitalismus ohne soziale auffangwerke
    .
    es gibt aber auch posistive aspekte
    negativen einkommensteuer >> abschaffung der wehrpflicht in friedenszeiten >> legalisierung von marihuana >> bildungsgutscheinmodell
    .
    leider wurden bis anhin nur die schlechtesten ratschläge befolgt
    – was bei unseren bürgerlich konservativen lobbysten-politikern nicht verwundert
    .
    friedman kämfte auch gegen eine SOZIALE marktwirtschaft
    – und existenzsichernde löhnen

    • Oliver sagt:

      Ja, aus heutiger Sicht sind einige seiner Vorschläge geradezu radikal links einzustufen. Leider sagt das mehr über die heutige Sicht aus, als über die Valabilität seiner ökonomischen Ideen. Ich denke, man kann dem Artikel insofern zustimmen, als die Analyse und das dazugehörige Weltbild der Monteristen und seiner Vorgänger nach wie vor einen grossen Einfluss auf die heutige Debatte haben, dies aber in den meisten Fällen eher zu bedauern als zu begrüssen ist. Ausserdem klaffen Wortlaut und Realität oft weit auseinander (siehe Kommentar Baer oben), aber hat bisher nicht zu der notwendigen Überarbeitung der zugrunde liegenden Modelle geführt. Selbsterhaltungstrieb, Interessenskonflikte und kognitive Verzerrungen scheinen stärker zu sein, als das Prinzip der Wissenschaftlichkeit.

    • ast sagt:

      Dank Milton Friedman, Richard Nixon, G. Shultz und „Chicago Boys“ und Folge-Ökonomie der Reagonomics und des Thatcherismus, dem nachfolgenden Blair/Schröder/Sozi-Kapitalismus mit dem Namen „dritter Weg“ kann es heute so viele Milliardäre geben wie noch nie zuvor in der Geschichte. Mexikos (US$) -Supermilliardär und Spaniens Euro- Super-Ortega wären ohne die Öffnung der Geldschleusen der jetzt Weltweit nach oben offenen Fiat-Money Skala kaum möglich geworden. Auf den unteren Stufen ist die Möglichkeit der Vermögensvermehrung aber zunehmend ausgedünnt worden, weshalb Europa als DER Hohepriester neoliberaler und „dritter Weg“ -Sparprogramme kurz vor der Opferung seiner Auto -Industrie und anderer Industrien angelangt ist.

  • Oliver sagt:

    Aber es dürfte unter den Ökonominnen und Ökonomen auch heute noch kein Zweifel bestehen, dass die Zentralbanken 2008-09 den entscheidenden Beitrag zur Abwendung einer Grossen Depression geleistet haben, nicht die Konjunkturpakete.

    Es braucht gar keine Konjunkturpakete damit Finanzpolitik funktioniert. Der Unterschied zwischen heute und 1929 sind die progressiveren Steuern und grosszügigeren Sozialleistungen, die die automatischen Stabilisatoren in Gang setzen. Da kann jedes Monetaristenpaket einpacken.

    • Oliver sagt:

      Und gab es einen einzigen Ökonomen in der Monetaristentradition, der die Krise präzise und begründet vorhergesagt hat? Mir ist keiner bekannt.

      • Linus Huber sagt:

        Es gab verschiedene Oekonomen, welche die Krise voraussahen, unter andern z.B. Steve Keen oder Claudio Borio (BIS), welcher von Greenspan schon 2003 nur herablassend belaechelt wurde.

  • Thomas sagt:

    Was vielleicht manche Leser übersehen:

    Der Titel hier lautet „Der einflussreichste Makroökonom.“

    Von „gescheit“ oder „weitsichtig“ oder „klarsichtig“ oder „wegweisend“ oder „erhellend“ oder „nützlich“ oder so ähnlich steht da im Originalbeitrag von Tobias Straumann nichts. Da steht nur „einflussreich“.

    Fazit: Es sind nicht unbedingt die hellstsichtigen Menschen, die mit der Gabe der klaren Diktion, welche am meisten Einfluss haben. Genialität und Einfluss sind offensichtlich zwei orthogonale Konzepte. Auch in der Ökonomie. Leider.

  • Paul Linder sagt:

    Es wirkt immer ein wenig einfältig, wenn sich Experten auf nur eine Theorie stützen. Theorien sind Hilfsmittel und keine Religionen. Jede Auslösung und Dauer einer Krise erfolgt auf leicht bis stark unterschiedliche Weise. Dem muss Rechnung getragen werden. Krisen um 1929, 1984 oder 2007 sind nicht identisch, höchstens verwandt. Wir können uns auf einige Erfahrungen und Theorien stützen, aber besonders die heutige Krise ist so noch nie entstanden und hat auch zu tun mit all den neuen Technologien wie Internet, Computer/Automatisierungen usw. und nicht zuletzt in Folge dieser mit einer Beschleunigung von Informationen und zugleich einer Art neuer babylonischer Medienverwirrung, wie sie noch nie analysiert werden konnte. So macht sich mehr Ratlosigkeit breit und wir segeln auf offener See. Da hilft nur, aufmerksam, klug und besonnen zu Handeln, statt in Grabenkämpfe zu verfallen.

    • Thomas ernst sagt:

      Ahh! Diesen Satz müsste man in übermannshohen goldenen Lettern an die Fassade jeder Uni und Hochschule über dem Eingang montieren:

      „Theorien sind Hilfsmittel, keine Religionen“

      Danke @Paul

      • J. Kühni sagt:

        Theorien sind zwar wirklich nur „Krücken“, allerdings muss man sich in der Praxis eben oft mit einer gewissen Entschlossenheit auf eine solche abstützen, um überhaupt in irgend eine Richtung gehen zu können.

        Und darin liegt das Dilemma: Politische und wirtschaftliche Akteuere investieren ihre persönliche Reputation öffentlich in ein bestimmtes Gedankengebäude und leiten daraus konkrete Entscheidungen mit entsprechenden Konsequenzen ab. Erweist sich die Theorie als inpraktikabel oder wird sie durch die Realität (stückweise und zunehmend) widerlegt, sind die wenigsten in der Lage, ihren Irrtum ebenso öffentlich einzugestehen und sich folgerichtig zur nächsten, besseren Krücke rüberzuhangeln. Stattdessen wird in der Regel ein doubling down im Sinne der ursprünglichen Ideologie durchgestiert.

        Faktisch sind Paradigmenwechsel daher selten ohne substanziellen „Personalwechsel“ auf breiter Basis zu haben. Was dies im Bezug auf die Malaise des globalisierten Wirtschaftssystems generell (und die Handhabung der Eurokrise im speziellen) bedeutet, kann sich jeder selber ausmalen.

  • Karol Sleczkowski sagt:

    Weder in der Wirtschaftswissenschaft noch in der Physik kann es im Kontext ihrer experimentellen Überprüfung keine potentiell widerspruchsfreie Theorien geben.
    Eine experimentelle Bestätigung einer Theorie ist kein logischgültiger Beweis ihrer Allgemeingültigkeit oder Wahrheit.
    Es besteht nämlich keine Kausalität zwischen der n-ten und der nächsten Überprüfung einer Theorie.
    Der Euro ist noch keine Währung im eigentlichen Sinne des Wortes, sondern ein geldpolitisches Experiment, von dem man immer noch nicht sagen kann, ob es gelungen oder doch gescheitert ist.
    Ehe das nicht einigermassen geklärt ist, kann der Euro schwer einer Geldtheorie unterzogen werden.

    • Thomas sagt:

      @ Karol

      Die Absicht einer Überprüfung würde voraussetzen, dass die Experimentatoren (Kohl, die EU, die Regierungen??) vorher deklariert hätten, welchen Effekt sie durch die Einführung einer Einheitswährung für derart unterschiedliche Volkswirtschaften sie erwarten, und aufgrund welcher Überlegungen.

      Diejenigen, welche sich diese Überlegungen gemacht hatten, waren die vielen Ökonomen, welche lautstark und intensiv vor dem EUR gewarnt hatten.

      Die Politiker hatten wie immer nur nebulöse Versprechungen und unüberprüfbare Behauptungen vorzubringen („Frieden“, Wohlstand, Gerechtigkeit und ähnliche Leerformeln).

      Wer das Experiment schon derart beschi**en aufsetzt, kann auch aus den Ergebnissen keine Schlüsse ziehen. Europolitiker: Ungenügend, setzen!

  • will williamson sagt:

    korrigierte Version:
    NATIONAL ECONOMY AND THE BANKING
    SYSTEM OF THE UNITED STATES
    Under this act $40,000 000,000 of liquid money was created to finance the World War. At financed not only the United States but financed to the extent of billions of dollars Great Britain, France,
    Italy, and their allies. „That one act won the war,“ said John
    Skelton Williams, the Comptroller of the Currency.
    The United States came out of this war in a highly prosperous condition. This prosperity was the result of the expansion of credit and currency which enormously stimulated production and employment.
    In 1921 those in control of the Federal Reserve System contracted credit and currency by the use of the great powers of the Federal Reserve Act. It resulted in depression.
    Again in 1929-32 another depression followed the contraction of the money supply. And a third depression took place in 1937 from a similar cause.

  • Albert Baer sagt:

    Welchem Ökonomen glauben Sie eher?

    Dem akademisch gebildeten Mann da oben oder dieser Frau mit ihrer Praxiserfahrung in der Schenk-Ökonomie.

    http://www.ted.com/talks/lang/de/amanda_palmer_the_art_of_asking.html

    Happy Mind Blowing!

    • Thomas ernst sagt:

      @ Albert

      Danke für den Re-Post. TED selbst ist ja ein Beispiel, für die Ökonomie der Fülle (Schenkökonomie). Alle TED-Präsentationen sind ausnahmslos gratis im Internet verfügbar. Die Präsentation der von Ihnen verlinkten Amanda Palmer istbein brilliantes Beispiel, wie das funktionieren kann.

      Nichts fürchten die 1%er mehr, als die Schenkökonomie. Daher versuchen sie ja auch, dievFreiheit des Internet mit allen Mitteln (FACTA etc) zu kastrieren und die Menschen wieder ins Gefängnis der Mangelökonomie zu sperren. RIAA, CIA, Hollywood, NSA, MAD, Bundesanwaltschaft,, FINMA,… alles die gleichen Verbrecherorganisationen im Dienste der FatCats.

      • Albert Baer sagt:

        Sie sagen es!

        Der Witz ist ja, dass die Schenk-Ökonomie nur funktioniert, weil der Mensch beziehungs- und empathiefähig ist.
        Die Markt-Ökonomie hingegen entmenschlicht den Menschen zum anonymen, egoistischen Marktteilnehmer und die unsichtbare Hand des Marktes sorgt auf wunderbare Weise für alles. Nach dieser Ideologie entsteht nur eine positive Welt, wenn man alles menschliche ausschaltet.

        Wir müssen endlich out-of-the-box denken. Ausser der experimentgeleiteten Verhaltensökonomie wie ein Ernst Fehr sie betreibt, ist Ökonomie wirklich nur in Formeln gepresste Ideologie.

        • Thomas ernst sagt:

          …und Ideologie ist nur verkappte ökonomisch Glaubenslehre. Kein politisches System ohne intrinsische ökonomische Glaubenssätze. Einfach ’ne andere Form von Religion. Nur teurer.

        • Linus Huber sagt:

          @ Albert

          „Die Markt-Ökonomie hingegen entmenschlicht den Menschen“

          Ich frage mich, ob die Markt-Oekonomie dies bewirkt oder die Manipulation der Markt-Oekonomie. Ich persoenlich bin eher der Ueberzeugung, dass die Manipulationen und das Umverteilen von Risiken vom Risikonehmer auf die Allgemeinheit langfristig negative gesellschaftliche Auswirkungen erzeugt, da diese Situation das Verhalten der Gesellschaft durch falsche Anreize veraendert. Wohlverstanden handelt es sich um eine kaum bemerkbare Veraenderung des Selbstverstaendnisses, indem man die persoenliche Verantwortung fuer das Funktionieren der Gesellschaft schrittweise an eine anonyme zentralplanerische staatliche Institution abtritt und somit glaubt, sich eine groessere persoenliche Freiheit errungen zu haben. Es wird vergessen, dass niemand diese Verantwortung wirklich uebernehmen kann, ohne dass man schlussendlich auch an Freiheit verliert.

  • will williamson sagt:

    NATIONAL ECONOMY AND THE BANKING
    SYSTEM OF THE UNITED STATES
    „Under this act $40,000 000,000 of liquid money was created to
    finance the World War. At financed not only the United States but
    financed to the extent of billions of dollars Great Britain, France,
    Italy, and their allies. „That one act won the war,“ said John
    Italy, and their allies. „That one act won the war,“ said John
    Ske ton Williams, the Comptroller of the Currency.
    The United States came out of this war in a highly prosperous
    condition. This prosperity was the result of the expansion of credit
    and currency which enormously stimulated production and employment.
    In 1921 those in control of the Federal Reserve System contracted
    credit and currency by the use of the great powers of the Federal
    Reserve Act. It resulted in depression.
    Again in 1929-32 another depression followed the contraction of
    the money supply. And a third depression took place in 1937 from
    a similar cause.
    Ske ton Williams, the Comptroller of the Currency.
    The United States came out of this war in a highly prosperous
    condition. This prosperity was the result of the expansion of credit
    and currency which enormously stimulated production and employment.
    In 1921 those in control of the Federal Reserve System contracted
    credit and currency by the use of the great powers of the Federal
    Reserve Act. It resulted in depression.
    Again in 1929-32 another depression followed the contraction of
    the money supply. And a third depression took place in 1937 from
    a similar cause.
    rosperous
    condition. This prosperity was the result of the expansion of credit
    and currency which enormously stimulated production and employment.
    In 1921 those in control of the Federal Reserve System contracted
    credit and currency by the use of the great powers of the Federal
    Reserve Act. It resulted in depression.
    Again in 1929-32 another depression followed the contraction of
    the money supply. And a third depression took place in 1937 from
    a similar cause.
    The Federal R

    • Linus Huber sagt:

      „In 1921 those in control of the Federal Reserve System contracted
      credit and currency by the use of the great powers of the Federal
      Reserve Act. It resulted in depression.“

      Und trotz Anhebung der Zinsen in diesem Abschwung war die Wirtschaft innerhalb 2 Jahre wieder am wachsen. Wenn wir nicht faehig sind fuer 2 Jahre eine Verjuengerung der Wirtschaft in der Folge eines vorhergehenden aufgrund inflationaerer Geldpolitik kreierten Aufschwungs in Kauf zu nehmen, kommen wir eben zur heutigen Situation.

  • H.Tricker sagt:

    > „Je mehr man sich mit der Geschichte des makroökonomischen Denkens auseinandersetzt, desto mehr fällt einem auf, dass die offizielle Geschichte weitgehend mythologisch ist.“

    Weil man (im Gegensatz zur Physik) nur sehr begrenzt relevante Experimente durchführen kann, handelt es sich eben nicht um eine Wissenschaft sondern weitgehend um Glauben.

    Frühere Nobelpreisträger waren sich öfters darüber im Klaren, bei den heutigen Würdenträgern gilt ihr Glaube meist als sakrosankt.

    • Thomas ernst sagt:

      @ H.Tricker

      Ihre Unterscheidung von Ökonomie und Naturwissenschaften ist korrekt. Das hindert die Physikprofessoren aber keineswegs, ihre mythischen Glaubenskonstrukte zu errichten: String-Theorie, Higgs-Boson, Dunkle Energie/Dunkle Materie sind alles reine Märchengeschichten, ohne überprüfbaren Gehalt.

      Und die sog. Naturwissenschaftler wir Dawkins scheuen sich auch nicht, Andersdenkenden mit Lügen und Betrug das Leben zu vermiesen und sie von den Unis zu mobben. Lesen Sie mal Rupert Sheldrake: Die Wissenschaftslüge. Soviel zu den Naturwissenschaften. Wir sollten uns also nicht zuviel auf die „manipulationsfreie“ Physik einbilden, und schon gar nicht von oben herab auf die Ökonomen hinunterschauen.

      • Martin Holzherr sagt:

        @Thomas ernst
        Sie bestätigen aufs deutlichste den Unterschied zwischen Naturwissenschaft und Ökonomie als Wissenschaft.
        String-Theorie ist heute in der Physik in Verruf geraten gerade weil es eben Spekulation ist und sich keine Experimente ausdenken lassen, die sie entweder bestätigen oder widerlegen.

        Nennen sie mir mal eine ökonomische Theorie, die verworfen wurde, weil sie in der Realität weder überzeugend bestätigt noch widerlegt werden kann.

        • Thomas ernst sagt:

          @ Martin

          Das grösste Problem der Wirtschaftswissenschaften ist ja gerade, dass sich Ökonomie nicht im Labor betreiben lässt. Man kann zwar – wie der absolut herausragende Ökonom Ernst Fehr in Zürich bewiesen hat – einzelne Aspekte von ökonomischem Verhalten im Labor experimentell testen. Fehr hat bekanntlich bahnbrechende Erkenntnisse zur Ökonomie des Mitgefühls in weltweit durchgeführten Experimenten erarbeitet. Er wurde dafür auch vom Dalai Lama ausgezeichnet.

          Aber – sobald man Erkenntnisse über die Funktionsweise der Wirtschaft publiziert, ändern sich die Regeln. Nehmen wir an, jemand findet statistisch heraus, dass „sell in May, buy in October“ eine tatsächliche Erfolgsformel ist. Sobals das alle wissen, ist sie keine mehr, da nun alle mit ihrem gewinnsüchtigen Verhalten genau diese Regel unterlaufen, um ihre Schnäppchen zu dealen.

          Diese doppeltrekursive Wirkung von Erkenntnissen gibt es in der klassischen Physik nicht. Dem Billardball ist es wurscht, ob Sie seine Bahn berechnen oder nicht. Masse, Trägheit und Reibung ändern sich nicht, wenn wir ihren Einfluss kennen.

          Da Ökonomie immer mit Menschen zu tun hat, die ihr Verhalten aufgrund von blossen Informationen ändern (können), ändert jedes neue publizierte Forschungsergebnis den Forschungsgegenstand.

          Das passiert zwar in der Quantenphysik nachweislich auch, doch dort wird es in eleganten Begriffen (Unschärferelation, Verschränkung, Wellenkollaps, Tunneling, Überlagerung) sauber verpackt und zur Seite gelegt, damit das mechanisch-materialistische Weltbild der Physiker nicht gestört wird.

          • H.Trickler sagt:

            @Thomas ernst 11h16:
            Gerade weil die grossen Theorien nicht experimentell verifiziert werden können, müssten ihre Verfechter sich vorsichtiger äussern! Das ist in den letzten zig Jahren immer weniger der Fall und darauf zielt meine Kritik.

            Nicht dass ich denke dass die Quantenphysik die Wirklichkeit auch nur annähernd erkläre, aber in Berechnungen hat sie sich allemal sehr bewährt. Ihr Seitenhieb zielt daher ins Leere.

      • H.Trickler sagt:

        @Thomas ernst:
        In der Physik gibt es natürlich auch Missstände, Manipulationen und Grabenkämpfe, aber als Ganzes ist man sich doch immer bewusst, was zuverlässig experimentell bewiesen und was Spekulation ist. Nur Nebenbei: Die Existenz des Higgs-Teilchens wurde 2012 am Cern in Genf zweifelsfrei experimentell bewiesen!

        • Thomas ernst sagt:

          @ H.Trickler

          Sie realisieren offenbar gar nicht mehr, wie sehr inzwischen selbst die Physik ins mythischen Paradigma der gemeinsam zelebrierten Märchen zurückgefallen ist.

          Das Higgs-Boson wurde keinesfalls zweifelsfrei, sondern lediglich mit grosser Wahrscheinlichkeit aus einem obskuren Datenhaufen, der von noch obskureren Sensoren irgendwie zusammenmanipuliert wurde, rechnerisch extrahiert. Das kann man nun glauben, oder auch nicht. „Wir haben ein Signal bei 125 GeV“, „Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 1:1Mio“,
          „Das Signal passt hervorragend zu unserem Standardmodell…“

          Was bitte hat das alles mit Realität zu tun? Etwa ähnlich viel, wie ökonomische Modelle. Also, lieber Physiker, bleibe bescheiden und fühle mit den Ökonomen, statt Dich überheblich als unangreifbarer Hard-core Wissenschaftler aufzuspielen…

  • Linus Huber sagt:

    Sehr guter Artikel – Danke

    Aus dem Link:

    „It is better, in fact, to analyze macroeconomic policy by considering the long-run implications of rules. Finally, any sound view of stabilization policy must recognize how limited are its possibilities for success.“

    So, welcher der heutigen Oekonomen ist wirklich faehig die Langzeit-Implikationen inflationaerer Geldpolitik zu erkennen? Ich wuerde mal sagen, vielleicht kein einziger, wenn man als Langzeit nicht 5 oder 10 Jahre bezeichnet sondern sowas wie 50plus Jahre.

  • Benedict Giger sagt:

    Uugh, einer der übelsten Sorte. Und dann mussten Maggie und Ronald sein menschenfeindliches Gedankengut auch noch umsetzen. Was das Ganze zur Folge hatte kann man superb in D. Harvey’s „A Brief History of Neoliberalism“ lesen. Eine wirtschaftswissenschaftliche Horrorstory….

    • ast sagt:

      Friedman hütete bis zu seinem Tod das grösste US-Staatsgeheimnis der frühen 70er Jahre, zusammen mit Nixons Finanzminister George P. Shultz. Er hatte mit Erfolg alles unternommen diesen Teil der Nixon Akten vor der Öffentlichkeit zu verbergen. trotz Wategate Untersuchung. Shultz war extra unter Ronald Reagan nochmals in die Politik zurückgekehrt um mit dem Präsidenten die später Reagonomics genannten „Reformen“ weiter zu vertiefen. Hören wir Nixon nach Bekanntgabe der Schliessung des so genannten Goldfensters 1971: „Ich bin jetzt eine keynesianische Wirtschaft“, die im Volksmund mit Milton Friedmans Finanzpolitik assoziiert wurde. Nun zum Geheimnis, der Satz geht eigentlich via Friedman auf den Liberalen Vernin Harcourt zurück, welcher am 11. August während einer Rede über Arbeiter -Löhne anmerkte: „Wir sind jetzt alle Sozialisten“., nach Reagan hiess der Code dann „Wir sind jetzt alle Thatcheristen.

      Und das bedeutsame Geheimnis dahinter? Es geht im Kern um die Idee eine Art Sozialismus für Reiche einzurichten, so wie früher die Sozialisten für die Arbeiter. Das war die Idee Friedmans, Shultz und Nixons, nämlich ein Gegengewicht zu den kostenaufwändigen Auslagen Kennedys und Johnsons zu schaffen, mit dessen Hilfe die Reichen nicht gefährdet würden. Dazu musste das Goldfenster geschlossen werden, um die Geldmenge beliebig in die Höhe treiben zu können. Es musste darauf geachtet werden dass die Druckerei der FED nicht nach unten verteilt werden kann, das Geld zu nahezu 100% in die oberste Schicht der kapitalen Eliten einfliesst. Es ging also darum das durch Roosevelt und Keynes geöffnete Laissez-faire zu hintertreiben womit den kapitalen Eliten und dem Markt die politische Führung in der Zukunft zugetragen werden sollte.

  • Heinz Martin sagt:

    Wieso werden die englischsprachigen Zitate nicht ins Deutsche übersetzt? Der der Author von der irrigen Meinung aus, dass jeder Englisch können muss?

    • Anh Toan sagt:

      @Heinz Martin: Nein, nicht jeder, aber jeder mit Bildung!

      Vielleicht könnte man auch noch Bildchen verlangen, für diejenigen die nicht lesen können?

  • Michael Schwarz sagt:

    Die theoretischen Ökonomen und Ökonominnen müssen sich fragen stellen, ob die Korrelation zwischen Inflation und realem Wachstum besteht. Die Wirtschaft kann theoretisch ohne Inflation wachsen, deshalb die Entstehung der Inflation ein Versagen der Zentralbank ist – bei optimale Steuerung wird keine Inflation entstehen. Der Mythos der Inflation und Konsum ist hartnäckig, wie Inflation und Wachstum.

  • Baer sagt:

    Ich verstehe nicht, wie man zu diesem positiven Urteil kommen kann. 2003 gab Friedman in der FT selbst zu, dass er die Politik der Geldmengensteuerung nicht mehr so forcieren würde. Er hatte bemerkt, dass Zentralbanken die Geldmenge kaum steuern können, und dass die Inflation und die Geldmenge kaum korrelierten. Das Experiment der SNB bestätigte das. Überdies ist die Theorie, dass eine übermässige Ausdehnung der Geldmenge die Inflation verursacht, keineswegs den Monetaristen zu verdanken, sondern viel älter. Ich sehe weder etwas Neues noch etwas kohärentes noch etwas empirisch belegtes in dieser Theorie. An der neoklassischen Interpretation von Keynes ist jedoch auch nichts Aufregendes. Das Prinzip der effektiven Nachfrage wurde z.B. bereits 1767 von James Steuart beschrieben.

    • Linus Huber sagt:

      @ Baer

      Ich erkenne, dass Sie ein wenig irritiert sind ueber diesen Artikel. Ich hoffe, dass er Sie anspornt, vertieft nachzudenken.

      „Er hatte bemerkt, dass Zentralbanken die Geldmenge kaum steuern können, und dass die Inflation und die Geldmenge kaum korrelierten.“ Sicherlich nicht, wenn sie die Regeln bankenfreundlich gestalten. Warum dies? Weil Banken das ihnen anvertraute Geld nicht entsprechend des Anlagehorizonts des Bankkunden anlegt, sondern wir einen „Duration-Missmatch“ zwischen aktiver und passiver Bilanzseite zulassen. Ansonsten gaebe es tatsaechlich keine Moeglichkeit eines Bank-Runs.

      Wenn man einen wirklichen Langzeitchart (von z.B. 1775 bis heute) ueber den cpi in den USA betrachtet, kann man erkennen, dass die inflationaere Geldpolitik mit der Gruendung des Fed in 1913 begann, einen kurzen aber wichtigen Schnaufer in den 30iger Jahren einlegte um danach unangefochten fort zu fahren. Die Idee, dass manipulative Geldpolitik keinen Schaden erzeugt, liegt im Interesse der Oekonomen, welche sich mit dieser Manipulation beschaeftigen. Es gab waehrend der nicht inflationaeren Periode der Geldpolitik (vor 1913), als eine negative Inflationsrate mit anstaendigem Wirtschaftswachstum einherging, womit die Verbindung zwischen der Notwendigkeit inflationaerer Geldpolitik um Wirtschaftswachstum zu erzeugen in sich zusammenbricht.

      Die sogenannte Teuerung (Konsumentenpreisindex) ist inkorrekt als Indikator fuer Geldpolitik zu verwenden und wenn schon, muss dies so gehandhabt werden, dass ueber die Periode von mehreren Jahren sich darin keine Inflation zeigt, was eindeutig nicht der Fall ist.

      • Marcel Senn sagt:

        Huber: Kann man alles mit dem Inflationskalkulator nachrechen http://www.usinflationcalculator.com/ – was 1913 einen USD kostete, kostet heute USD 23.36…
        Zum Vergleich: In der Schweiz kostete 1913 ein kg Brot Fr. 0.37, ein kg Kartoffeln Fr. 0.12, ein kg Rindfleisch 1.93, Lohn/h in der Textilindustrie Männer Fr. 0.45 / Frauen Fr. 0.3 – Fazit die Löhne sind in der CH überdurchschnittlich gewachsen…

        • Linus Huber sagt:

          @ Oliver

          Sehr guter Kommentar.

          Jetzt duerfen wir auch noch die neuen Stabilisatoren fuer die 1% mit beruecksichtigen, welche in der Form der Rettung des Finanzsystems abgespult wurden und wir realisieren, dass es eben schlussendlich ein finanzpolitischer Akt war (siehe Staatsverschuldungsentwicklung), welcher schrittweise die Mittelklasse dezimieren duerfte.

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