Weshalb wir Erdöl essen

Punk Economics 7. (Screenshot)

Die Produktion von Nahrungsrohstoffen stagniert: Aus David McWilliams «Punk Economics 7». (Screenshot)

Frage: Was verbindet Rennpferde mit dem Ertrag aus dem Weizenanbau?

Die Antwort kommt weiter unten. Hier zunächst einige Zahlen:

Die Produktion von einem Kilogramm Fleisch verschlingt

  • Energie im Umfang von dreissig Litern Erdöl,
  • zehn Kilogramm Dünger,
  • bis zu 70’000 Liter Wasser und
  • führt zur Emission von vier Tonnen Treibhausgasen.

Das rechnet der irische «Punk-Ökonom» David McWilliams (in diesem Blogbeitrag schon einmal thematisiert) in seinem neusten Video vor. Der Film dauert elf Minuten, ist aber lohnenswert. McWilliams beginnt seine Reise mit der «Great Famine» in Irland im 19. Jahrhundert und spinnt dann seine Gedanken in die heutige Welt, mit steigender Bevölkerungszahl und wachsender Nachfrage nach Fleisch und Milchprodukten in Ländern wie China. Er schweift zwar für meinen Geschmack etwas gar weit ab (Problem der Fettleibigkeit im Westen, Profitgier der Nahrungsmittelhersteller), aber wie gesagt: lohnenswerte elf Minuten. Hier der Film:

Jetzt wendet jeder Ökonom freilich ein, dass Knappheit (in diesem Fall Knappheit an Lebensmitteln) die Preise steigen lässt, dieses Preissignal dann aber wieder ein höheres Angebot anzieht, was die Knappheit lindert.

Nun, gestiegen sind die Preise für Agrarrohstoffe in den vergangenen Jahren tatsächlich – in vielen Fällen sogar markant. Hier der Preischart für Weizen (in US-Cent je Bushel) im Zeitraum seit 2009 (Quelle: FuW):

Hier der Preis für Sojabohnen (in US-Cent, Quelle: FuW):

Und hier das Kursbild für den Preis von Mais (in US-Cent je Bushel, Quelle: FuW):

Sie alle sind zwischen 40 und 80 Prozent gestiegen. (Kleiner Exkurs: Preissteigerungen dieser Grösse in Grundnahrungsmitteln sind alles andere als trivial, wenn man sich vor Augen führt, dass Nahrung in vielen Entwicklungsländern – beispielsweise in Ägypten – bis zu 40 Prozent des durchschnittlichen Haushaltsbudgets ausmachen…)

Und wie sieht es mit der Angebotsausdehnung aus? Zweifellos sind an vielen Orten auf der Welt, etwa in Russland oder der Ukraine, noch massive Produktivitätssteigerungen im Agrarsektor möglich. Bloss: Kürzlich bin ich auf diese Grafik hier gestossen (in einer Studie von Jeremy Grantham vom Bostoner Vermögensverwalter GMO), und die regt zum Nachdenken an:

Die Grafik zeigt den Ernteertrag von Weizen in Frankreich (blaue Kurve), Deutschland (rot), Grossbritannien (grün) sowie von Reis in Japan (orange Kurve), in Hektogramm (100 Gramm) je Hektar Anbaufläche. Es ist eindrücklich zu sehen, wie die Produktivität von den Sechziger- bis in die frühen Neunzigerjahre in den meisten Fällen verdoppelt werden konnte. Seit gut fünfzehn Jahren bewegen sich die Kurven jedoch seitwärts. Es scheint, als sei das maximale Niveau an Ernteertrag in diesen hoch entwickelten Agrarländern erreicht worden.

Und hier kommt das Rennpferd ins Spiel. Grantham rechnet vor, dass Rennpferde während mehr als 5000 Jahren dahingehend gezüchtet wurden, dass sie schneller wurden. Seit bald hundert Jahren scheint aber eine Grenze erreicht zu sein. Rennpferde seien heute nicht messbar schneller als in den 1920er-Jahren, schreibt Grantham. Die Produktivitätssteigerung in der Rennpferd-Zucht hat ihr Limit erreicht.

Was, wenn auch der Anbau von Agrarrohstoffen in Sachen Produktivität sein Limit erreicht hat? Wenn das Angebot also nicht mit der steigenden Nachfrage Schritt halten kann und die Preise kontinuierlich weiter steigen?

Food for thought…

41 Kommentare zu «Weshalb wir Erdöl essen»

  • Stadelman Reto sagt:

    Ich gehe davon aus, einfach um mal kurz meine Meinung kund zu tun, (habe den Text noch nicht gelesen) dass in Zukunft fast alle Rohstoffe recycelt oder künstlich hergestellt werden müssen. Die Energie dazu werden neue Technologien liefern. Stichwort z.B. Fusionsreaktor oder neuartige Solarzellen. Zwar noch Fiktion, aber ohne einen technologischen Sprung dieser Art werden wir unseren Lebensstandard nicht halten können. Davon bin ich überzeugt. Und darum hoffe ich auf unsere Klügsten Köpfe im Cern und wo sie überall sitzen.

  • maja sagt:

    Wollen die uns jetzt die nächsten 50 Jahren mit solchen Artikel nerven?

  • Daniel Gygax sagt:

    Im Film sagt David McWilliams (9:00…) „the more money we print, the higher the prices of food“ denn „printing money is nothing more than robbing for consumption today from the ressources of tomorrow“. Das scheint mir eine sehr interessante These; doch ich verstehe nicht ganz. Welcher Ökonom kann diesen Zusammenhang in einfachen Worten erklären? Sie Herr Dittli? Danke.

    • Linus Huber sagt:

      @ Daniel

      Printing money produziert grundsaetzlich hoehere Preise, wobei die Frage natuerlich darin besteht, was genau mit „printing money“ gemeint ist. Wird die Basis-Geldmenge erhoeht, kommt es einer Verwaesserung einer Waehrung gleich und ist nicht ganz vergleichbar mit der Erhoehung der Kreditmenge im System. Erhoehung der Kreditmenge produziert ebenfalls hoehere Preise, aber ist heutiger Konsum zulasten der Zukunft. Dies setzt natuerlich voraus, dass das geschaffene Kreditvolumen auch wirklich zurueckzahlbar bleibt, was je laenger desto staerker ein grosses Fragezeichen sein duerfte.

      Es ist eine komplexe Angelegenheit, welche nicht in in paar Saetzen gut zu erklaeren ist, da verschiedene Ebenen mit beeinflusst werden.

  • Peter Brunner sagt:

    Wenn die Ueberbevölkerungsexplosion so weitergeht, muss ich noch dieses Jahr Weizen-, Reis-, und Mais-Aktien kaufen, Das lohnt sich. denn ich will ja am unstillbaren Hunger der Entwicklungshilfe-Empfänger dick profitieren.
    Mein Gewissen werde ich erst wieder einschalten, wenn der Papst Präservative nach Afrika schickt.
    Da kann ich aber sehr lange warten . .So in etwas 20 Jahren werden die Afrikan- und Asien-Kontinente leergefressen sein . .

    • Thomas sagt:

      @ Peter Brunner

      Das ist eher eine kurzfristig interessante Strategie. Bis in 20 Jahren wird sich die Bevölkerungszunahme aus rein demografischen Gründen (Peak Child war 2010) soweit abgeflacht haben, dass der Schweinezyklus in die depressive Phase kommt.

      Mit Hilfe von Mikrokrediten sollten bis dahin die fleissigen Bevölkerungen (d.h. im wesentichen alle Entwicklungsländer, ausser den islamisch dominierten) selber auf die Beine gekommen sein. Das Potential ist noch gross.

  • Thomas ernst sagt:

    @ Martin

    Ihre Ueberlegungen zum Anteil tierischer Proteine an der Ernährung sind gut und wichtig. Sie zeigen, dass in der Diskussion ein grosser Anteil von unfundierten Annahmen, leeren Behauptungen und Vorurteilen herumgeistern. Viele erkennen deshalb vor lauter Fehlinformation (politisch oft gewollt) die wichtigen Zusammenhänge nicht mehr und stürzen sich dann mit Eifer auf die falschen Massnahmen.

    Leider verfallen Sie am Schluss selber in die Falle der undifferenzierten Pauschalbehauptungen. („Ein Fleischkonsum…wäre für DIE MENSCHEN nicht gut“)

    Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Menschen höchst verschieden sind, insbesondere was die Ernährung betrifft. 90% der Ernährungsberater und 97% der Leute haben keine Ahnung von den vielen relevanten Einflussfaktoren sondern plappern unkritisch das nach, was ihnen eine Pseudoautorität ( Staat, der Professor etc) verklickert hat.

    Wie man heute wissen könnte, gibt es verschiedene Ernährungstypen. Wer ein genetisch älteres Körpermodell hat (zB sichtbar an einer Blutgruppe, die noch keine Antikörper kennt, wie Gruppe 0/Rh neg, so wie die Jaeger und Sammler vor 1 Mio Jahren) ist weniger gut auf Getreide/Milch adaptiert und braucht eher mehr Eiweisse.

    Das Alter spielt eine grosse Rolle. Ackerbau gibts erst seit etwa 10’000 Jahren. Als Mehl eine wichtige Quelle für Kalorien wurde, hat der Selektionsdruck sehr rasch dafür gesorgt, dass Kinder und Erwachsene Im reproduktionsfähigen Alter dieses Uebermass N Kohlehydraten verwerten konnten. Klar – wer das Brot oder die Kartoffeln nicht verdauen kann und Fleisch benoetigen würde, wird schneller verhungern, keine Kinder haben, Darwin lässt gruessen. Es gibt aber keinen evolutionären Druck, dass diese Fähigkeit, mit zuviel Kohlehydraten umgehen zu können, auch dann noch aufrechterhalten wird, wenn man keine weiteren Kinder mehr macht. Daher haben wir im Westen heute diese Diabetes2-Schwemme.

    Das nur zwei kleine Hinweise. Leider behindert die Lebensmittelmafia hier Vieles.

  • Andi C sagt:

    Die Vergleiche die mit den Charts angestellt werden sind irreführend. Wenn schon sollte man Weltmarktpreise mit der gesamten Weltproduktion an Getreide vergleichen. Daraus könnte man dann allenfalls Schlüsse ziehen. Hier vergleicht man Äpfel mit Pferdeäpfeln…

  • Martin Holzherr sagt:

    Der Beitrag startet ja mit dem riesigen Energie- und Rohstoffaufwand um ein Kilogramm Fleisch zu produzieren, geht dann aber schon als nächstes zum Getreideanbau, dem dortigen Preisanstieg und der jetzt einsetzenden Stagnation in den Eträgen. Damit stellt sich die Frage of Fleisch ein für die Welternährung gefährlicher Luxus ist, denn unter vielen Produktionsbedingungen braucht es Getreide als Futter für die fleischproduzierenden Tiere. Das führt dann automatisch zur Schlussfolgerung (die allerdings im Text nicht explizit gemacht wrid), dass wir die Ernährungssituation deutlich verbessern könnten, wenn wir unseren Fleischkonsum einschränken würden. Doch diese Schlussfolgerung ist nur dann korrekt, wenn
    1) die Produktion Fleisch tatsächlich überwiegend andere Nahrungsmittel (eben Getreide) benötigt und
    2) Wenn der Fleischkonsum anteilsmässig bedeutend ist in der menschlichen Ernährung.
    Zu 1) wurde bereits von Ralph Sommer und anderen Kommentatoren erwähnt, dass auch Gras als Futter dienen kann und sich Grasland meist nicht als Getreideanbaufläche eignet.
    Zu 2) muss man sagen, dass die Bedeutung des Fleischkonsums für die menschliche Ernährung häufig überschätzt wird. In der Schweiz ist der Pro-Kopf-Fleischkonsum bei 50 kg pro Jahr. 1 kg Fleisch liefert etwa 1500 Kilokalorien also etwas weniger als den Tagesbedarf an Kalorien. Damit liefert Fleisch in der Schweiz also nur 10-15% der konsumierten Kalorien.
    Zudem gibt es grosse kulturelle Unterschiede im Fleischkonsum. In den USA werden 120 kg pro Kopf konsumiert, in Indien weniger als 5 kg pro Kopf. Im Weltdurchschnitt wird etwa 38 kg Fleisch pro Kopf verzehrt. Die Schweiz ist also vom Weltdurchschnitt gar nicht so weit entfernt und dieser Weltdurchschnitt ist durchaus vernünftig, denn er bedeutet, dass weniger als 10% der konsumierten Kalorien aus Fleisch bestehen. Ein Fleischkonsum wie in den USA für alle Menschen wäre allerdings nicht gut.

  • lucius mayer sagt:

    Wie wäre es mit der Forderung und Förderung einer nachhaltigen Senkung der Bevölkerung in Ländern, die die höchsten Geburtenüberschüssee aufweisen? Die nach wie vor wuchernde Weltpandemie Menschheit wird, wenn es weiter geht wie seit 1600, eine eventuelle Steigerung der Nahrungsmittelproduktion vertilgen.

    • Thomas ernst sagt:

      @ Lucius

      Sie sind nicht auf dem Laufenden. Die Weltbevölkerung wird sic ( ohne Berücksichtigung von Kriegen und Seuchen) in 30 Jahren bei 10 Milliarden stabilisieren und dann langsam zurückgehen. Kann man aus der Anzahl heute bereits geborener Babies weltweit hochrechnen.

      Ihre lineare Extrapolation ist einfach nur unqualifiziert. Wer auf falschen Zahlen basiert, wird viel Blödsinn behaupten und dumme Entscheidungen treffen.

  • Andreas Dombek sagt:

    Herrlich. Der Ansatz von Herrn Dittli zündet einen herrlichen Adrenalinstoß aus. Die richtige Frage zum richtigen Thema zur richtigen Zeit ans richtige Publikum in der richtigen Zeitung! Hoffentlich wenigstens.

    Die gestellten Fragen kann (soll) man als Menetekel auffassen, denn der Umbruch läuft augenscheinlich. Wird der Fleischerzeugung Paroli geboten, taucht die Frage auf, was für Alternativen durch den Korn-, Knollen- und sonstiges Nutzpflanzen denn wirklich geben sind. Bei der Viehwirtschaft wird eigentlich Grünzeug benötigt. Dieses hat die gute Eigenschaft, durch die Wurzelverflechtung den Mutterboden zu stabilisieren und die Wasserhaltung günstig zu beeinflussen. Bei den „seligmachenden“ Kornfrüchten ist die Oberfläche meist blank und der Erosion faktisch schutzlos ausgeliefert.
    Fährt man z. B. durch die Lande von Mecklenburg-Vorpommern, kann man bei den gemeinten Massenpflanzungen den Mutterboden sterben sehen. Eine beginnenden, nein, schon vorhandene Kleinwüstenei mit Tendenz zur Kleinwüste, mitten in Europa! Zuerst stirbt der extensiv ausgeplünderte Boden, dann verhungert der Mensch.

    So kann man mit solchen Argumenten vom scheinbar „ökologischen Sündenfall“ doch noch die Welt retten. Wen verwundert es, sind doch diese gemeinten Körnerpflanzen aus kargen Böden kommend von außerhalb von Europa zu uns gebracht wurden und dann maximal domestiziert worden. Die Kuh hingegen ist historisch ein europ. Tier, also hier heimisch und also der Natur hoffentlich nicht zu sehr schädlich. Das hingegen die politischen Leitochsen mit ihrer dauernden Flatulenz das politische Klima verpesten kann man derzeit nicht widersprechen.

    Zur Fischerei: Gibt’s kein Erdöl wird es auch keine Hochseefischerei geben, denn mit Segeltechnik wird die Fangquote wohl auf ein Hundertstel reduziert. Also auch kein guter Ausblick.

    Also eine gezielte Reduktion tut Not, um eine anstehende Mangelwirtschaft zu verhindern. Ein zweiter, dritter oder gar vierter Blick lohnt sich immer.

    • Thomas sagt:

      @ Andreas

      „Gibt’s kein Erdöl wird es auch keine Hochseefischerei geben, denn mit Segeltechnik wird die Fangquote wohl auf ein Hundertstel reduziert.“

      Dafür würden sich die Bestände in kurzer Zeit wieder erholen (wie bereits während des 2.Weltkriegs sichtbar geworden, als wegen der U-Boote die Fischerei praktisch zum Erliegen kam). Das gibt eine Kompensation Newtto eher 30% statt nur 1%.

      • Andreas Dombek sagt:

        @Thomas

        Ihrer Ausführung ist zuzustimmen.
        Mit den von mir gemeinten 1 % sind nicht die dann erholenden Fischbestände gemeint, sondern die der Kapazitäten der zukünftigen Schiffe für die Hochseefischerei im Vergleich zu heurigen Fischereiflotten.

        Gibt es keine Derivate des Erdöls mehr, gibt’s halt keine Riesenschiffe, welche die Hochsee leer fischen können. Ohne Erdöl gibt’s eventuell wieder hochseetaugliche Segelschiffe mit der gemeinten Kapazität von den ca. 1 %.

        Man kann, sollte oder muss mit einem kompletten Zusammenbruch der Hochseefischerei rechnen, wenn sich das besagte erdöl-energetische Gebrechen einstellt. Denn die jetzige technische Ausrüstung mit Elektro-, Hydraulik-, Pneumatik- und Kühlungs-Ausrüstungen basieren nun mal auf der Energie-Generierung durch Treibstoffe aus Erdöl. Ohne Öl keine Funktion an den Winschen, Ladekränen, Luckenverschlüsse und Tiefkühlanlage mit Antrieben von bis zu mehreren Hundert Kilowatt. Vom Schiffsantrieb von zigtausenden Kilowatt ganz zu schweigen. Da ist dann wohl Wind- und Menschenkraft notwendig, die natürlich die geforderte technischen Vorhaltung NIEMALS erfüllen können.

        So gesehen ist dies nur ein winzigkleiner und unbedeutender Fliegenschiss auf der Straßenkarte in die Zukunft, aber solche winzigen Details zeigen eindeutig, dass langsam eine generelle Reduktion an der menschlichen Hybris notwendig scheint.

        Aber es gibt einen kleinen positiven Ausblick: Die erste technische Evolution steht gewiss nach diesem energetischen Fiasko in Lauerstellung. Hoffentlich, aber bei den uns an der Nase herumführenden Politikern ist jedoch Vorsicht angebracht!

        Dér Ökonomie-Blog im TA ist doch recht lustig. Kaum schreibt man etwas von der Hochseefischerei, tauchen am journalistischen Horizont die Piraten auf. Und die sind aus Helvetien und auch noch mit rot-weißer Augenklappe.
        Ich krieg’s nicht mehr! Grüezi und Ahoi, Käptn Häkli.

  • Linus Huber sagt:

    Wenn sich wirklich ein Mangel einstellen sollte im Bereiche des Angebotes von z.B. Rindfleisch, wird wohl mehr Schweinefleisch oder Gefluegel gegessen werden. Ebenfalls bieten die Meere noch enorme Reserven von ungenuetzter Nahrungsmittelproduktion. Allerdings bin ich nicht sonderlich bewandert mit der Materie, sodass meine Aussage fehlerhaft sein mag.

    Jedoch bin ich ueberzeugt, dass sofern wir nicht alles regulieren, manipulieren und kontrollieren wollen, der Mensch sehr erfinderisch sein duerfte, seine Bedarf an Nahrungsmittel abzudecken.

    Ein Aspekt, welcher hier gar nicht angesprochen wird, besteht natuerlich im Umstand, dass die manipulative Geldpolitik in verschiedenen Bereichen von Preisfindung immer hoehere Instabilitaet produziert. Es duerfte wohl allgemein bekannt sein, dass sich seit 2009 immer mehr Investoren sich auf genau diese lebensnotwendigen Produkte fokussieren (sowie auf den ganzen Bereich der Rohstoffe und Edelmetalle), was mittelfristig wohl auch die Preisentwicklung beeinflussen duerfte. Eine kleine aber trotzdem nicht erfreuliche Nebenwirkung der Gelddruckerei.

  • Ich wage hier einmal einen dilettantischen Versuch eines mikroskopischen Ansatzes zum ersten Schritt einer Lösung eines winzigen Teilaspekt des Problems:

    Wenn es stimmt, dass auf Grasland nur Viehzucht sinnvoll betrieben werden kann,
    wenn es weiterhin stimmt, dass etwa in der EU Beiträge zur Stillegung von Ackerland bezahlt werden (um Agrarpreise künstlich hochzuhalten),
    wenn daher also grosse Flächen Nutzland brach liegen, und man diese Brachflächen, statt sie brach liegen zu lassen, genausogut begrast werden könnten (unter der kühnen Annahme, dass Gras überall wächst),
    wenn ich weiter annehme, dass Wiederkäuer als Hauptverwerter von Gras schon vor der Menschheit exisieren konnten, d.h. grundsätzlich keine „Betreuung“ durch letztere benötigen,
    dann müssten doch eigentlich grosse Herden Wiederkäuer auf grossen Weideflächen praktisch ohne Energie-, Arbeits- und Kosten-Aufwand (man nennt das wohl „extensiv“) gezüchtet werden können, oder nicht?

    Welche technischen Gründe sprechen dagegen? Ich weiss, dass es Ökonomen, Politiker, Unternehmer, Spekulanten und andere Leute gibt, die 1000 Gründe gegen diese Idee von Praktisch-Gratis-Fleisch vorbringen können, aber könnte man — wenn keine technischen Gründe dagegen sprechen — diese Leute nicht einfach auf ein Schiff setzen und dasselbe dann im Meer versenken?

    Egal, war nur ein dummer Gedanke.

    • Nachtrag: Obiger Gedankengang nimmt den Inhalt des Videos zum Nennwert und daher die Behauptung, dass aufstrebende und (relativ) reicher werdende Volker früher oder später ebenfalls Fleisch auf ihrem Speisezettel haben möchten. Natürlich sollte man mehr Getreide essen (Getreide ist ein Gras, nicht?), aber trockenes Brot ist auch nicht jedermanns Sache. Zusammen mit einem „Serbila“ (wie mein Grossvater sagte) geht ein Stück Brot bedeutend leichter hinunter.

      • ast sagt:

        Mir scheint vor allem Alpenländer wie die Schweiz werden weiterhin Fleisch produzieren (müssen), denn nur Tiere wie Kühe und Schafe sind in der Lage die zum Teil schwer zugänglichen pflanzlichen Ressourcen in den Anbaugebieten über 800m sinnvoll für den Menschen zu verwerten. Auch der Einsatz von Kunstdünger in den Alpen ist nicht zu empfehlen.

  • ast sagt:

    Ein interessanter Beitrag Herr Dittli, die Nahrungsmittelverorgung der Welt ist tatsächlich ein Problem, vielleicht ist das für die Menschheit sogar noch gefährlicher als sich das David Mc Williams im Zusammenhang mit Erdöl zusammengerechnet hat. Es gibt nähmlich neben Erdöl ein fast noch wichtigeren Grund, weshalb es dem Menschen in den letzten Jahrzehnten gelungen ist Nahrung für mehrere Milliarden Menschen zu erzeugen -das Medium dazu heisst Phosphor -und wie Erdöl scheint es bald um einiges knapper zu werden. Die Kombination einer Verteuerung von Erdöl und Phosphor (Kunstdünger) ergibt eine Hebelwirkung die es gemäss der Berechnung eines Soziologen nur noch für 1 Milliarde Menschen erlaubt diese Erde zu bevölkern. Zeitfenster ist etwa 30 Jahre, bis dahin muss sich die Menschheit entsprechend angepasst haben, wie auch immer.

  • Markus Knoll sagt:

    Abgesehen davon, daß die Herstellung von Kunstdünger einen Haufen fossiler Energie verschlingt:
    In ca. 50 Jahren gehen die natürlichen Phosphatvorkommen zur Neige.
    DAS wird sich biel katastrophaler auf die Erträge auswirken.

  • Peter Colberg sagt:

    Zitat: „Nun, gestiegen sind die Preise für Agrarrohstoffe in den vergangenen Jahren tatsächlich – in vielen Fällen sogar markant.“

    Das Steinkohle und Erdöl eine entscheidende Rolle im rasanten Wirtschaftlichen Wachstum seit der Industriellen Revolution gespielt haben ist eine unumgängliche Tatsache. Ohne diese ehemalig billige Energie, die wir innerhalb eines Zeitraums von zirka 250 Jahren verbraucht haben werden, wäre es nicht möglich gewesen riesige Agrarflächen mechanisch zu bearbeiten und durch Kunstdünger die Agrarerträge zu steigern. Zudem sind die verfügbaren Agrarflächen mit dem Anstieg der Bevölkerung im Rückgang. Das bedeutet auch das der enorme Aufwand punkto Agrarrohstoffen und Wasser zur Produktion von Fleisch total irrsinnig ist.

    Wir stehen jetzt in einer kritischen Zeit einer exponentiel wachsender Weltbevölkerung und exponentiel steigender Nachfrage für Agrarprodukte, wobei die Epoche des billigen Erdöls doch allmählich zu ende geht (der Schiefergas und Oel Boom der USA wird nur von kurzer dauer sein). Die logische Folgerung dieser Lage ist ein starker Anstieg der Preise von Agrarrohstoffen und der diversen Endprodukte punkto Nahrungsmittel, was in Ländern mit geringen Einkommen zu einer akuten Hungersnot führen wird – wobei die Westlichen Länder mit der kommenden Knappheit des Erdöls dies auch stark spüren werden.

    Das ist keine Hiobsbotschaft, sondern eine kommende Realität die uns alle betrifft, und wo es jetzt gilt sobald wie auch nur möglich realisierbare Alternativen im Sinne zukünftiger Energiequellen zu entwickeln, aber auch die optimale Nutzung der noch verfügbaren Agrarrflächen zu fördern. Fleischproduktion als Quelle von Protein muss soweit wie möglich durch gesündere vegetarische Alternativen ersetzt werden, vor allem in Ansicht des hohen Verbrauchs von Agrarrohstoffen, Wasser, und Energie um ein Kilo Fleisch herzustellen.

    Ohne billige, leicht verfügbare Energie kann die gegenwärtige Weltbevölkerung sowieso nicht ernährt werden.

    • Thomas ernst sagt:

      Die Weltbevölkerung wächst nicht mehr exponentiell und wird sich bei 10 Milliarden stabilisieren und etwa 15 Jahre später beginnen zurückzugehen. Die Anzahl Babies von heute bestimmen, wie hoch die Bevölkerung in 30 Jahren sein wird.

      Wenn man die Wegwerfquote von (je nach Quelle) 30%-55% der Primärproduktion halbieren könnte, hätten wir bereits heute genügen Nahrungsmittelproduktionskapazitaet für „Peak Man“ (den wir in rund 30 Jahren erreichen werden). Ausser die Big Boys veranstalten einen lustigen Weltkrieg auf dem Planeten oder verseuchen grosse Teile der Bevölkerung mit einem künstlich hergestellten SchweineVogelgrippevirus, wie auch schon. Dann reichst schon früher für alle, die dann noch übrig sind.

  • Daniel Meier sagt:

    Ich sehe, das Problem auch und es ist klar, dass etwas geändert werden muss. Nur kann es sein, dass in den entwickelten Ländern, die Produktion nicht mehr steigt, weil das Einkommen der Bauern ertragsunabhängig geworden ist, Stichwort Subvention pro Anbaufläche?

  • heinrich sagt:

    Hier ist natürlich nicht der massive Anbau von Energiepflanzen im Westen berücksichtigt. Interessanter wäre der Ertragszuwachs pro Hektar, der meines Wissens nach weiter steigt. Das Problem ist nicht Mangel an Innovation, sondern schlechte Politik, die lieber Hunger zulässt als das grüne Gewissen belästigen möchte.

  • Martin Holzherr sagt:

    Die landwirtschaftlichen Erträge steigen also kaum noch in Ländern, die intensive Landwirtschaft betreiben. Es ist ganz klar, dass das eine wichtige Ursache, eine wichtige Motivation für Land Grabbing ist, also den Aufkauf von Land beispielsweise in Afrika durch chinesische oder arabische Firmen und Staatsholdings. Denn in Afrika wird oft eine wenig produktive traditionelle Landwirtschaft betrieben und diejenigen, die das Land aufkaufen, betreiben anschliessend eine industrialisierte Form der Landwirtschaft. Es stimmt natürlich, dass intensive, industrialisierte Landwirtschaft auch auf fossile Rohstoffe z.B. in Form von Öl für landwirtschafltiche Maschinen oder von Erdgas für die Herstellung von Düngemitteln angwiesen ist.
    Wir werden also eine Ausweitung von intensiver Landwirtschaft erleben bei weiterhin hohen oder steigenden Preisen für Nahrungsmittel und immer mehr ärmere Menschen werden aus der Landwirtschaft verdrängt werden und damit auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sein.

  • Daniel Wigger sagt:

    Natürlich ist es möglich, dass irgendwann eine Plafonierung der Zusatzerträge je Hektar erreicht wird. Jedoch liegt noch einige Steigerung in der Ausdehnung der angebauten Fläche drin. Halb Ex-UdSSR liegt brach, China kauft ganze Landstriche in Afrika auf für den Anbau von landwirtschaftlichen Gütern. Europa pflanzt immer noch zu viel Gras an und zu wenig Getreide.

    Damit will ich nicht sagen, dass wir kein Problem haben. Aber die Ertragssteigerung ist nur eine Variable in dieser Gleichung.

    Daniel Wigger
    (Vegetarier)

  • Luzia O. sagt:

    Der Kurzfilm zeigt gut die Problematik. Wir haben es relativ gut in der Schweiz. Weltweit gäbe es auch genügend Nahrung für alle. Tatsache ist, dass wir Futter aus Schwellenländern importieren müssen, um unsere Hochleistungskühe durchzufüttern und die Überschüsse, die wir produzieren, d.h. jenes Fleisch, das bei uns kaum jemand isst – verkaufen wir bilig z.B. nach Afrika. Wir nehmen kaum wahr, wie schädlich dieser unselige Kreislauf ist. Kaum jemand fragt sich, was wir mit dieser Praktik anrichten. In Südamerika, Afrika oder in Europa. Die Natur wird genauso geschädigt, wie unsere Gesundheit. Länder werden gegeneinander ausgespielt – so dass der Bauer in Afrika keine Chance mehr hat – Hauptsache wir können unsere Steuern senken – was kümmern uns Menschen, die wir nicht kennen? Wir spenden doch regelmässig – und brauchen folglich nicht weiter nachzudenken – oder etwa doch? Der Rilm zeigt die Problematik sehr gut. Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer mehr. Das ist in jedem Land so und auch unter den Ländern zu beobachten. Es braucht ganz dringend eine Korrektur unseres Systems – der Kollaps wird auch für uns nicht lustig sein.

    • Nadine Binsberger sagt:

      @Luzia O. 8:58: Ich teile Ihre Meinung, ausser dass „der Kollaps“ nicht lustig sei. Meiner Ansicht nach ist das, was heute passiert, überhaupt nicht lustig. Wenn das endlich einmal zu Ende ist, dann fängt der Spass endlich an. Dann können wir endlich in jeder Hinsicht vernünftig wirtschaften. Das wird bestimmt interessant und lustig. Je früher wir damit anfangen, desto „lustiger“ wirds. „Nicht lustig“ wirds nur, wenn wir das Alte zusammenbrechen lassen, aber möglichst lange Zeit nichts Neues auf die Beine stellen. Aber dann wären wir schön blöd. Und das sind wir bestimmt nicht.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Ihrem letzten Satz „Und das sind wir bestimmt nicht“ kann ich nicht zustimmen. Wir SIND schön blöd – wir haben es zur Genüge bewiesen. Die Rechnung dafür wird gesalzen sein resp. sie ist es schon lange. Weltweit sterben massenweise Tier- und Pflanzenarten aus. Der gefrässigen Konsumentenmasse geht dies am Arsch vorbei. Hauptsache, das Quäl-Fleisch ist täglich auf dem Teller und das Bankkonto ermäglicht den Flug in die Ferien und täglich 2 Mal 20 Minuten Endlos-Duschen.

  • Martin mayer sagt:

    Wieso geht die Skala beim Weizen von 0 -90000 beim Reis aber von 40000-70000? So kann man die Zahlen für Reis und Weizen nicht gut vergleichen.
    Übrigens können beim Reis bis zu 3 Ernten pro Jahr eingefahren werden. Nicht in Japan aber in subtropischen und tropischen Länder.
    Mit Hydro und Aeroponik kann der Ertrag noch weiter gesteigert werden vor allem bei Gemüse.
    Zudem kann man schon Fleisch künstlich herstellen da gibt es dann nur Filet und keine Knochen, Bindegewebe und anderes ungeniessbares.
    Rennpferde könnte man noch einiges schneller machen. Nur ist heute Doping verboten, früher war das aber Gang und gäbe.

  • Rudolf Hunziker sagt:

    Es ist ein Denkfehler, anzunehmen, dass alle essbaren Tiere mit Mais und Soja gemästet werden.
    Gerade im Grünland Schweiz gibt es keine Alternative zur Tierzucht. Man kann nicht überall, wo Gras wächst, auch Ackerbau betreiben. Das lernt ein Bauer schon im ersten Lehrjahr.

    • Ueli Hoch sagt:

      Da gebe ich Ihnen völlig recht! Der Anteil des Fleisches das aus natürlicher, resp lagegerechter Produktion stammt ist wohl eher der Kleinere.

      • Frank Baumann sagt:

        Herr Hunzker und Hochseil: Leider ist es so, dass alle Tiere mit Soja etc. gemästet werden. Bei Grasfütterung würde es viel zu lange gehen, bis die Tiere „schlachtreif“ sind. Und die alleinige Grasfütterung wäre niemals effizient genug. Wenn schon müsste man aufhören Fleisch zu konsumieren: Für 1 kg Fleisch werden 17 kg Getreide verfüttert… Ein völliges Misseverhältnis.

        • roland meister sagt:

          Herr Baumann bitte bleiben sie ehlich. Ich selber bin Biobauer und Mutterkuhhalter. Ich und viele meiner Kollegen haben noch nie Soja verfüttert. Um diesen Difamierungen ein Ende zu setzen haben die Mutterkuhhalter in Ihr Produktionsreglement ein Sojaverbot aufgenommen obwohl kaum einer jemals Soja gefüttert hat. Es wird viel geschrieben
          das auf die Schweiz nicht zutrift z.B. der wasseverbrauch da wird von bewässerten Ackerflächen ausgegangen die den Grundwasserspiegel absenkt und dann Pauschal auf jedes Kilogramm Fleisch hochgerechnet. Haben sie schon einmal eine bewässete Wiese oder Alpweide gesehen. Ich nicht und Grundwasser darf in der Schweiz auch nicht zur bewäasserung eingesetzt werden sondern nur aus sogenannt liestungsfähigen Oberflächengewässer und das ist bewilligungs und kostenpflichtig. Aber wenn Sie imprtiertes Biligfleisch essen wird das natürlich aus irgend einer Intensivmast stammen. Sie als Konsument entscheiden wie Ihr okologisch Ihr Produkt ist. Wenn aber Vegetarier werden werden viele klimatisch und tografisch benachteiliget Gebiete keine Nahrunsmittel mehr Produzieren weil der Mensch kein Grasfresser ist aber nur Gras af diesen Flächen wächst.

          • francesco magistra sagt:

            ich hab alle kommentare mit interesse verfolgt. sie sprechen eigentlich von klichés, sie unterliegen aber selber welchen: ich bin fleisch produzent in uruguay; unsere exportware ist erstklassig, so nahe zu „bio“ wie vermutlich keine andere, dazu leben die tiere frei auf der weide. wenn sie von billiges importfleisch schreiben meinen sie vielleicht das von den USA, mit hormonen und antibiotika gestopft: während wir unsere Tiere 2 1/2 im Freien weiden lassen (d.h.: kein soja, keine zusatzstoffe, bloss weideland) werden die amerikanischen Tiere schon nach 1 1/2 Jahre geschlachtet. Dazu: wir kriegen KEIN Rappen Unterstützung in jeglicher Form, im Gegenteil, wir zahlen dem Staat auf das Verkaufserlös happige Steuern.

        • Hans sagt:

          Verfüttern Sie Mais?

    • Nadine Binsberger sagt:

      @Hunziker 7:45: Getreide ist auch ein Gras.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      „Gerade im Grünland Schweiz gibt es keine Alternative zur Tierzucht.“ Ein stupider Kommentar eines von der Bauern- und Futtermittel-Lobby Programmierten. Wo Gras wächst, wachsen auch der Lage angepasste Pflanzen. Aber zu den Pflanzen muss man schauen und kann sie nicht vergammeln lassen wie die Schafe und dabei noch dick Subventionen einsacken ! Hoffentlich werden wir schon bald gezwungen, auf die völlig unmoralische „Fleischproduktion“ zu verzichten. Das würde auch die Gesundheitskosten drastisch senken, wenn gleichzeitig noch der ganze Fastfood-Müll verboten würde.

      • Thomas ernst sagt:

        Ich würde mal mit dem giftigen Industriemüll anfangen zu verbieten, d.h. Alles Fast- und Fertigfood, Konserven etc.

        Dazu würde es völlig genügen, die ganzen E-Nummern zu verbieten und nur noch solche Zusatz- und Konservierungsmittel zuzulassen, die schon unsere Grossmütter kannten.

        Das wird aber sicher nicht passieren, weil die Foodindustrie die PolitikerInnen fest im Griff hat.

  • Ueli Hoch sagt:

    Dass wir irgendwann mal nicht mehr genügend Nahrungsmittel produzieren können, ist noch weit weit weg. Denn, mehr als 1/3 der produzierten Nahrungsmittel gelangen heute nie auf den Teller, weil diiese entweder wegen „ungenügender“ Qualiität bereits nach der Ernte aussortiert werden, bei der Weiterverarbeitung „verloren“ gehen oder ohne zu Essen entsorgt werden (der grösste Anteil).
    Zudem für die Herstellung von 1000 Kalorien Fleisch, brauchts 10’000 Kalorien pflanzliches Futter. Ohne dass man gleich zum Vegetarier wird, liegt auch da noch viel „Spar“-Potential drin.

    • Nadine Binsberger sagt:

      @Hoch 7:33: Nach meinen Informationen sind es sogar über 50% der Lebensmittel, die wir wegwerfen (nicht nur 33%).

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