Wird China bald demokratisch?

Die Führung der Kommunistischen Partei Chinas erhebt sich zur Nationalhymne, 8. November 2012. (Foto: Keystone)

Die Chinesen werden reicher – aber nicht unbedingt demokratischer: Die Führung der Kommunistischen Partei Chinas erhebt sich zur Nationalhymne, 8. November 2012. (Foto: Keystone)

Hu Jintao, der scheidende Präsident der VR China, hat wenig Überraschendes zum Abschied gesagt. Die Kernbotschaft lautete: weiterhin schnelles Wirtschaftswachstum und Einparteienherrschaft. Bis 2020 soll sich das durchschnittliche Einkommen verdoppeln.

Wird es der Kommunistischen Partei Chinas gelingen, den bestehenden Kurs in den nächsten zehn Jahren weiterzuführen? Seit langem gibt es dazu zwei konträre Meinungen. Die eine Seite glaubt, dass die VR China einen anderen Weg als der Westen gehen und sich eher in ein grosses Singapur verwandeln wird. Das heisst: Das Pro-Kopf-Einkommen wird das westliche Niveau erreichen, ohne dass die Staatsform wesentlich geändert werden muss. Vielleicht wird die Partei nicht mehr so repressiv gegen Oppositionelle vorgehen, aber im Grunde kann sie weiterhin autoritär regieren und durchgreifen, wenn die Bürgerinnen und Bürger zu frech werden.

Die andere Seite glaubt, dass eine Demokratisierung unvermeidlich ist. Der Vergleichsmassstab ist nicht der Westen, sondern Südkorea und Taiwan. Beides sind Länder, die lange Zeit diktatorisch regiert wurden, aber ab einem gewissen Wohlstandsniveau unter dem Druck der Strasse zum demokratischen System übergegangen sind. In Südkorea fanden 1987 freie und direkte Präsidentschaftswahlen statt, in Taiwan 1996.

Die folgende Grafik zeigt den Zusammenhang zwischen Wohlstand und Demokratie. Man kann daraus ablesen, dass in Südkorea die Demokratiebewegung an Schwung gewann, als das durchschnittliche Einkommen pro Person die Schwelle von 5000 US-Dollar überschritt (um genau zu sein: 1990 International Geary-Khamis Dollar, eine internationale Vergleichsgrösse). In Taiwan setzte dieser Prozess etwas später ein, d. h. erst etwa ab 10’000 US-Dollar Jahreseinkommen pro Person.

Die Grafik zeigt auch, dass die VR China die Schwelle von 5000 US-Dollar längst überschritten hat. Es existiert also bereits eine Mittelschicht, die mehr Freiheit und Mitbestimmung fordern und die Einparteienherrschaft bekämpfen wird. Gemäss dieser These müsste es in den nächsten zehn Jahren zu einer schlagkräftigen Demokratiebewegung in der VR China kommen.

Wer hat recht? Das ist schwer zu sagen, denn die VR China ist viel grösser als Südkorea und Taiwan. Der Vergleich ist heikel. Ausserdem stehen Südkorea und Taiwan seit langem unter dem Einfluss der USA, die am Ende des Kalten Krieges politische Reformen guthiessen oder sogar forcierten. Die VR China ist eine Welt für sich.

Anderseits ist es schwer nachvollziehbar, warum in der VR China andere historische Gesetze gelten sollen. Gerade weil das Land so gross ist, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass das Regieren für die KP China irgendeinmal zu schwierig wird. Und wenn es einen schrägen Vergleich gibt, dann ist es derjenige mit Singapur: Die VR China hat rund 1,3 Milliarden Einwohner, Singapur etwas mehr als 5 Millionen Einwohner.

Und dann gibt es noch die berühmte Regel, dass es bisher keine Partei geschafft hat, länger als 74 Jahre die Politik zu regieren. Der Rekord stammt von der KPdSU, der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, die von 1917 bis 1991 ununterbrochen allein regierte. Wenn die KP China diesen Rekord egalisieren will, muss sich mindestens bis 2023 halten. Das könnten elf lange Jahre werden.

62 Kommentare zu «Wird China bald demokratisch?»

  • Timmyyyyy sagt:

    Wenn ma überlegt das sich manche Provinzen in Falle von Protesten abspalten werden, sollte man nicht von einem ganzem China sprechen, es kann schneller gehen als wir denken!

  • ast sagt:

    Sehr viele grosse Internetseiten wie Wikipedia, Facebook, Google Docs, WordPress.com, Sony usw. können auf dem Festland in China nicht aufgerufen werden, sie werden geblockt. Suchbegriffe wie Diktatur und ähnliche Worte ergeben in China aufgerufen eingeschränkte Suchresultate, das Wort Demokratie ist fast vollständig geblockt. Ich verstehe nicht wie man mit einem solchen Land auch noch Freihandel betreiben kann -und damit langfristig auch die Demokratie bei uns gefährdet.

  • „Im Grunde ist Politik nichts anderes als der Kampf zwischen den Zinsbeziehern, den Nutznießern des Geld- und Bodenmonopols, einerseits und den Werktätigen, die den Zins bezahlen müssen, andererseits.“

    Otto Valentin (Warum alle bisherige Politik versagen musste)

    Ob dieser sinnlose Kampf mit diktatorischen oder „repräsentativ demokratischen“ Mitteln ausgefochten wird, macht von einem höherem Standpunkt aus betrachtet keinen großen Unterschied, denn nicht die „hohe Politik“, sondern allein die Qualität der makroökonomischen Grundordnung bestimmt den Grad der Zivilisiertheit, die der Kulturmensch erreichen kann:

    „Die Entwicklung vom Herdenmenschen, vom Teilmenschen zum selbständigen Vollmenschen, zum Individuum und Akraten, also zum Menschen, der jede Beherrschung durch andere ablehnt, setzt mit den ersten Anfängen der Arbeitsteilung ein. Sie wäre längst vollendete Tatsache, wenn diese Entwicklung nicht durch Mängel in unserem Bodenrecht und Geldwesen unterbrochen worden wäre – Mängel, die den Kapitalismus schufen, der zu seiner eigenen Verteidigung wieder den Staat ausbaute, wie er heute ist und ein Zwitterding darstellt zwischen Kommunismus und Freiwirtschaft. In diesem Entwicklungsstadium können wir nicht stecken bleiben; die Widersprüche, die den Zwitter zeugten, würden mit der Zeit auch unseren Untergang herbeiführen, wie sie bereits den Untergang der Staaten des Altertums herbeigeführt haben.“

    Silvio Gesell (4. Vorwort zur NWO)

    Der bevorstehende, eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation, der die „hohe Politik“ überflüssig macht, setzt die Überwindung der Religion, den Erkenntnisprozess der Auferstehung, voraus.

    http://www.juengstes-gericht.net

  • ast sagt:

    „Besonders wir Europäer sollten daher vielmehr darauf achten, dass wir nicht verchinesen“ … ist schon in vollem Gange, ich teile diese Sorge.

  • Lao Shi sagt:

    Theoretisch wüsste ich schon, wie China zu demokratisieren wäre, wenn ich wüsste, wie man dies 1.3Mia. Menschen aufoktroiert. Realiter stehen dem aber fundamentale Verschiedenheiten entgegen. Westliche Demokratie setzt westliches Rechtsstaats-verständnis voraus, was wiederum eine legistische Rechtsordnung voraussetzt, was auch bei uns auch nur halbwegs richtig funktioniert. China hat demgegnüber seit 2500 Jahren kein legistisches Rechtssystem mehr und wird wohl – trotz zaghaften Versuchen – keines einführen. Realität ist, dass der Kongress der KPC klar auf die harmonische Gesellschaft setzt und von oben durchsetzt. Dies ist mehr konfuzianisch als legalistisch. So wird auch die grassierende Korruption eher als Störung der Harmonie wie als Gesetzesverletzung betrachtet, wie überhaupt das gesamte Strafrecht. Interessant an dieser Diskussion ist, dass einige chinesische Intellektuelle Demokratie fordern, obschon sie die Problem der Demokratie resp. deren Grundlagen nicht verstehen und die meisten Westler China nicht verstehen. Das gemeine Volk in China hat mehr als jedes andere verstanden, was es bedeutet, dass Regierungen kommen und gehen. Besonders wir Europäer sollten daher vielmehr darauf achten, dass wir nicht verchinesen, weil wir keine übergreifende Identität stiftende Kultur (mehr) haben falls die politischen Systeme zusammenbrechen.

  • Walter Jegi sagt:

    Danke für Ihre Stellungsnahme,Herr Ast. Ich möchte auf die Ausgangsfrage dieses Blogs zurückkommen. „Wird China bald demokratisch?“ Ich bin überzeugt,dass China,mit der Umsetzung der innerhalb der KP zurzeit in Diskussion stehenden nötigen sozialen Reformen noch lange an der Macht bleibt. Das wünschen sich hier in den Städten die meisten Menschen,mit welchen ich täglich spreche. Die vom Westen als „Monster“ wahrgenommene KP Chinas gibt es so nicht.Die Leistung der Regierung in den letzten 30 Jahren ist gewaltig. Zum Beispiel; der Ausbau von Infrastruktur in China ist im gleichen Massstab gewachsen,wie er in der demokratischen ( ? ) USA verlottert. Im Bereich Menschenrechte muss hier noch einiges gemacht werden,aber wo in der Welt nicht ,frage ich Sie ? In der demokratischen Schweiz wurde in den 30’ern noch auf Demonstranten geschossen,nicht vergessen!
    Die KP wird nicht den Ast absägen,auf dem sie sitzt! Kommen Sie nach China,Sie werden Staunen ! Gruss aus Zhuhai

    • J. Kuehni sagt:

      Hr. Jegi: Der Augenschein vor Ort kann täuschen. Die gewaltige, wirtschaftliche Dynamik in Chinas Städten ist enorm beeindruckend. Der auf relativ breiter Basis steigende Wohlstand der Bevölkerung relativiert dabei natürlich die Begrenzung von individuellen Freiheiten durch die authoritäre KP-Regierung.

      Für dieses Phänomen gibt es aber einen Präzedenzfall aus dem 19. Jahrhundert: Nach seiner Gründung 1871 entwickelte das Deutsche Reich über einen Zeitraum von knapp 40 Jahren eine wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Dynamik, die in ihrer globalen Auswirkung mindestens ebenso einschneidend war wie der heutige Aufstieg Chinas. Die Berichte von ausländischen Besuchern tönten damals ähnlich enthusiasmiert und optimistisch wie ihr heutiger Bericht aus Zhuhai (so à la „Der Kaiser wird nicht den Ast absägen, auf dem er sitzt“ etc. ;-)) Ein grosser Teil der damaligen Wirtschaftselite (insb. aus den USA) bevorzugte offen die authoritäre Regierungsform Deutschlands gegenüber ihrer eigenen, zuhause praktizierten, „chaotischen“ Demokratie. usw.

      Wir kennen heute den weiteren Verlauf dieser Geschichte: Die Wachstumsdynamik Deutschlands verlangsamte sich, die innenpolitischen Bruchlinien und Spannungen traten dadurch offen zutage, um von diesen Spannungen abzulenken, suchte der Kaiser nach aussenpolitischen Abenteuern und Antagonismen (s. „ein Platz an der Sonne“) und der Rest ist Geschichte. Der grösste Schock für die damaligen Zeitgenossen war, wie wenig Skrupel dieses vielbewunderte, zivilisierte Land der „Dichter und Denker“ bei seinem Angriffskrieg zeigte.

      Eine analoge Entwicklung Chinas mag vielleicht unwahrscheinlich sein, der Punkt ist aber, dass sie aufgrund der authoritären Regierung nicht ausgeschlossen werden kann. Zumindest würde ich meine Hand nicht für den gutartigen Charakter der KP-Parteiführung ins Feuer legen.

      • Walter Jegi sagt:

        Herr Kuehni,vielen Dank für ihre lehrreichen Ausführungen. Interessante Sichtweise . Ich denke wir Alle wollen niemals im Zusammenhang mit der zukünftigen chinesischen Geschichte vom deutschen Präzedenzfall sprechen .Soweit darf es niemals kommen.Ich wundere mich noch Heute,dass im Land der grossen Denker,Dichter und Philosphen sowas möglich wurde…….. Ich sehe auch dass die Wachstumsdynamik sich hier in China verlangsamt.Die Absatzmärkte im Westen sind zum Teil zusammengebrochen. Als Beispiel; ein befreundeter chinesischer Fabrikbesitzer hat sich bei mir beklagt,dass die Bestellungen aus Europa in einzelnen Ländern bis zu 80%. ! zurückgegangen seien. Auch erwarte ich dass hier die Imobilienblase in den nächsten Jahren platzt. Mein Optimismus ,dass China die kommenden Probleme friedlich händeln
        kann, begründet sich darin, dass die KPC vermehrt auf den Binnenmarkt setzt. Das garantiert Beschäftigung. Ich würde
        aber für keine Regierung der Welt meine Hand ins Feuer legen. Mein Vertrauen in die Menschen hat bei mir schon einige Brandwunden an den Händen hinterlassen….

    • ast sagt:

      Herr Jegi, ein Laie im Bezug auf Asiatische Kultur bin ich nicht, ich lebte über eine Jahr in Asien -während meiner jungen Jahre 1980. Ich kenne zum Beispiel wie die Beziehungsnetze der Eliten aufgebaut sind, welche Hoffnungen und Sorgen die Menschen haben. Auf die Frage ob China Demokratisch wird noch der Hinweis auf die chinesische Geschichte, das Land hatte breits einmal während einer kurzen Zeit eine Ausrichtung auf Demokratie. http://de.wikipedia.org/wiki/Bewegung_f%C3%BCr_eine_Neue_Kultur

      Ich sehe keinen Grund weshalb eine neu aufkommende konfuzianische Ausrichtung nicht eine Demokratie ermöglichen könnte. Auch in Japan haben wir eine Demokratie die mit der des Westens nur in ihrer Struktur konform geht, nicht aber auf die Aufklärung des Westens baut. Ich habe ehrlich gesagt weniger Bedenken was den Wandel in China anbetrifft zu einer Demokratie als die Sorge dass bei uns genau das umgekehrte statt findet. Plötzlich könnten wir vor dem Problem stehen dass die Chinesen eine Art konfuzianische Demokratie installieren, während bei uns Diktaturen um sich greifen und die Aufklärung vergessen geht.

  • ast sagt:

    Herr Jegi, besten dank für ihre Antwort. Sie schreiben: „Das Selbstverständniss in der Wahrnehmung der eigenen ,über Jahrtausende entstandenen oder gewachsenen Kultur macht die unterschiedlichen Denkweisen und Mentalitäten der Völker und Ethnien aus.“

    Unter kultureller Globalisierung verstehe ich nicht die Aufgabe der eigenen Identität, vielmehr aber die Erweiterung der eigenen Kultur, indem man sich über Andere Ethnien besser kundig macht. Unter diesem Aspekt wird das diplomatische Geschick ausbaut, welche in einer wirtschaftlichen Globalisierung schlichtweg Überlebenswichtig ist. Sie irren sich, wirtschaftliche Globalisierung ohne politische und soziale Globalisierung führt zu globalen Verständigungs-Problemen, letzlich zum Wirtschaftskrieg. Herr jegi, ihre städtischen Chinesen die sich im Konsumverhalten nach Westen ausrichten sind das Ergebnis eines noch immer laufenden Experimentes der KP. Und zwar hatte die KP seinerzeit unter Deng Xiao Peng beschlossen regional unterschiedliche Wirtschaften einzurichten. Genauso wie sich die Chinesen in den Städten nach Westen ausgerichtet haben so streben nun aber die „Landbevölkerung“ des Nordens und Ostens in China die Wirtschaftnormen in diesen Experimentalstädten an. Das ist es was in China derzeit zu Problemen führt, die unterschiedliche interne Globalisierung. Die Idee der KP man könne einfach irgendwo Experimente an Menschen durchführen und hätte dann später bei Erfolg noch die Kontrolle über die Ereignisse, sind sehr Blauäugig. Genauso Blauäugig handelte der Westen als er begann die Produktion ohne sozialen Ausgleich bei der eigenen Bevölkerung nach China und Indien zu verlagern.

    • Linus Huber sagt:

      @ Ast

      Und genau so blauaeugig handeln Ben und Mario in ihrem Bestreben, die Fehler der Vergangenheit mit noch groesseren Dosen des gleichen Giftes zu korrigieren. Die negativen Nebenwirkungen sind massiv aber statistisch nicht leicht erfassbar, da es sich um weiche Werte handelt, welche aber grundlegend entscheidend sind fuer eine Gesellschaft (Gesetze, welche einigermassen dem Gerechtssinn entsprechen, Verantwortung fuer sein eigenes handeln, Nachhaltigkeit in allen Aspekten).

    • J. Kuehni sagt:

      @Jegi & Ast: Die reflexartige Verteidigung von lokalen, „kulturellen Identitäten“ kaschiert wohl häufiger als wir denken eine blosse Verteidigung von etablierten Wirtschaftsstrukturen und eingefleischten Partikularinteressen. Zumal die jeweils beschworenen Identitäten oftmals mitnichten „über Jahrtausende“ gewachsen sind. (Als Beispiel sei hier die SVP genannt, die sich anlässlich ihrer Anti-Minarett-Kampagne als Hüterin von Frauenrechten aufspielte, die sie noch kurz zuvor selbst immer vehement bekämpft hatte). Andererseits zeigt das Beispiel der Schweiz, dass selbst kleinsträumige kulturelle Identitäten trotz 150 Jahren CH-Bundesstaat nicht komplett verschwunden sind; die Mentalitäts-Unterschiede zwischen Deutschschweiz, Romandie und Ticino sind ja auch noch im 21. Jahrhundert geradezu mit Händen zu greifen.

      Im Bezug auf die Herausforderung des westlichen Demokratieverständnisses durch China ist der Rückgriff auf „kulturelle Identitäten“ besonders trügerisch: Geht es doch bei dieser „Konfrontation“ für uns Europäer explizit um die Erhaltung von universellen (= lokale Kulturen transzendierende) politischen Errungenschaften, ohne die auch unsere lokalen „Eigenheiten“ weitgehend entwertet sein würden…

  • Walter Jegi sagt:

    Herr Ast,Sie sprechen auch von Globalisierung der Kulturen. Das Selbstverständniss in der Wahrnehmung der eigenen ,über Jahrtausende entstandenen oder gewachsenen Kultur macht die unterschiedlichen Denkweisen und Mentalitäten der Völker und Ethnien aus. Globalisierung im wirtschaftlichen Sinne ja,aber niemals auf Kosten des Verlusts der eigene Ethnizität . Dieser Preis der „Gleichmachung“ aus wirtschaftspolitischen Überlegungen wäre mir wirklich zu hoch.Mit der Gleichmachung der Kulturen berauben Sie die Menschen ihrer Identität .Für eine gerechte Verteilung der Güter sorgen auch Heutzutage noch am besten kleine Minoritäten.Es gehört auch zur chinesischen Kultur ,dass innerhalb Familienclans wie auch Businessclans grosse Loyalität herrscht.
    Ich spüre hier in China jeden Tag den Puls der städtischen Bevölkerung.Der Mittelstand wächst rasant.Junge Chinesen orientieren sich in ihrem Konsumverhalten stark nach dem Westen.Diese Zeichen hat die Regierung aufgenommen.Wenn es der KP gelingt,in absehbarer Zeit soziale Reformen umzusetzen,werden sie noch lange an der Macht bleiben.Ich traue das der KP zu,denn die Chinesen sind eines nicht,dumm!

  • ast sagt:

    Lüsungsvorschläge

    Wir haben nun gesprochen über die Entwicklung in China, aber ich habe den Eindruck als ob sowohl der Westen als auch die Chinesen noch nicht begriffen haben welche Vorteile sich aus der Zusammenarbeit zwischen ihrem grossen Kollektiv und den individuellen Entitäten des Westens ergeben könnten. Die Globalsierung wurde auf wirtschaftlicher Ebene vollzogen, aber nicht auf kultureller Ebene und nicht auf sozialer Ebene. Die soziale Globalisierung läuft weit hinter der politischen Globalisierung hinterher und noch weiter der Wirtschaftlichen.
    Das Ergebnis ist das was wir vor uns sehen, eine permanente Finanzkrise, sich auflösende Demokratien im Westen und in China ein Kollektiv das glaubt ohne strenge hirarchische Kontrolle und Abschottung des eigenen Volkes gegen aussen würde das Chaos ausbrechen (in Anbetracht dieser Furcht gelangt diese These intern in der Partei oft zitiert auch immer wieder in den Westen -wo diese Angst zitiert wird).

    Wie gewohnt will der Westen die Probleme innerhalb unzähliger demokratischer Subsysteme lösen, übersieht dabei aber das ungeheure Potential das mit einem China zu haben wäre -das selbst sein Kollektiv in die Realität globalisiert und in der Welt eine verantwortungsvolle Rolle an der Seite des Westens übernimmt mit dem Ziel das Wohl der Weltgemeinschaft zu fördern um das eigene Wohl zu sichern. Ich wünsche mir somit ein China dass seine Nase über die grosse Mauer streckt und dabei nicht glaubt wie „die Borg“ andere Gesellschaften assimilieren zu müssen um das eigene Kollektiv über ihre Blackbox auszudehnen. Das Kollekti China muss lernen die westliche Sicht des Individuums anzunehmen und in ihr eigenes Wesen zu integrieren.

    Meine Lösung für die Zukunft heisst also -China muss lernen globale Verantwortung zu übernehmen.

    • Thomas ernst sagt:

      …das lässt sich nur auf Basis rationaler Ueberlegungen erreichen, nicht mit blindem Hurra-Parteipatriotismus und kruden Ueberlegenheitsmaerchen von der natürlichen Führungsrolle der Chinesischen Kultur.

  • Martin Holzherr sagt:

    @Lao Shi: „Das chinesische Volk identifiziert sich mit ihrer reichen Kultur und nicht über individualistische Ideen. “
    Mein Eindruck ist eher der, dass die modernen Chinesen sehr materialistisch eingestellt sind. Sie streben nach Geld und Wohlstand und sind auch stolz darauf materiell etwas errecht zu haben. Das ist der wahre Grund, warum Demokratie nicht das Hauptziel des durchschnittlichen Chinesen ist. Übrigens unterscheiden sich die Chinesen in diesem Punkt kaum von den meisten Westlern. Auch hier im Westen denken die Menschen mehr an ihr eigenes Wohl als an so hehre Ideale wie die Demokratie oder die Kultur. Doch wenn man nichts erreichen kann, weil ein paar Bessergestellte sich selbst bedienen, dann kann eben Demokratie eine Lösung sein.

    • Anh Toan sagt:

      Es gibt aber (noch) einen wesentlichen Unterschied: Die Chinesen streben nach materiellem Wohlstand und sozialer Anerkennung primär für ihre Familie, nicht für sich als Individuum, vielleicht geben sie dies aber auch nur noch vor. Wer weiss schon, was ein Chinese denkt?

      • Thomas ernst sagt:

        …die Fokussierung auf die Familie, statt auf das Individuum ist ein deutliches Signal, dass die mythische Kulturstufe dominiert und der Rationalismus noch keine starke Stellung errungen hat. Entspricht Europa am Vorabend der Aufklärung, ca 1650…

  • Lao Shi sagt:

    Meiner Erfahrung nach sind die meisten Chinesen -auch gebildete- ziemlich unpolitisch abgesehen von den 700 Mio. ungbildeten Bauern. Westliche Demokratie ist eigentlich unchinesisch. Das chinesische Volk identifiziert sich mit ihrer reichen Kultur und nicht über individualistische Ideen. Man sollte auf den neuen Premier Xi hören, der kennt seine „Pappenheimer“. In China ist Chaos jederzeit näher als Demokratie. Dies zu verhindern ist grösstes Problem der KPC. Es gibt Dinge ob denen der Westler erblasst, welche trotz Kulturrevolution unausrottbar scheinen. Wir haben hier unsere eigenen Probleme und sollten uns auf diese konzentrieren. Es interessiert in China ohnehin keine Sau, was westliche Gutmenschen zu ihren internen Angelegenheiten meint.

    • Anh Toan sagt:

      @Lao Shi: „das chinesische Volk identifiziert sich….. nicht über individualistische Werte.

      Kann es nicht sein, dass diese individualistischen Werte, insbesondere die Emanzipation der Frau, welche wie die Pizza von Europa nach Amerika gelangten, auch wie die Pizza von Amerika nach China gelangen?

      Sind diese Werte nicht vielleicht schon von einer jungen Generation chinesischer Frauen übernommen worden, welche vom neue Premier Xi noch nicht als seine Pappenheimer wahrgenommen werden?

      Emanzipation kommt vom römischen ex mancipatio, aus der Hand (manus) geben, Hand ist die Macht des Familienhauptes (Mann) über den Rest der Familie. Die Emanzipation widerspricht dieser Macht, und damit den traditionellen Familienstrukturen im Sinne einer die Lebenszeit der Individuen überdauernden Organisation. Die Familie ist, viel mehr als der Staat oder das Volk, der kollektive Wert im Unterschied zu den angesprochenen individualistischen Ideen des Westens.,

      Solange nicht eine gesellschaftliche Revolution in China stattfindet, das heisst solange sich die Gesellschaft nicht die individuellen gesellschaftlichen Freiheiten des Westens nimmt, erscheint das Verlangen nach politischer Freiheit nur schwer vorstellbar. Dass jedoch beides gleichzeitig passiert, erscheint mir durchaus vorstellbar, auch, dass es bald passiert, denn die jungen chinesischen Frauen treten bereits in der Gesellschäftswelt sehr selbstbewusst auf, die westliche Wahrnehmung und die der politischen Führung, hinken der Realität nach.

      • Thomas ernst sagt:

        @ Anh

        Ich würde noch weiter gehen: China kann die Frau nicht zurück an den Herd schicken, weil sie auf die Wirtschaftsleistung von knapp 50% der Bevölkerung nicht mehr verzichten kann. Schon gar nicht in Konkurrenz zum Westen.

        Andererseits fordern die emanzipierten, ausgebildeten, leistungsfähigen jungen Frauen unweigerlich ihren Anteil an der Macht, die heute bei alten Männern konzentriert ist.

        Fazit: China befindet sich im unauflöslichen Dilemma, und wird unweigerlich in eine Krise geraten.

        PS: wohin es führt, wenn man die weibliche Hälfte der Bevölkerung von Ausbildung, Wirtschaft und Gesellschaft fernhaelt, sieht man im muslimischen Arabien und Asien. Rückständig, arm, dumm und manipulierbar. Wenn das Oel zuende ist, wird man sehen, wie inferior die muslimisch dominierten Gesellschaften tatsächlich sind.

    • Martin Holzherr sagt:

      Es ist ein Mythos, Chinesen würden sich nach getaner Arbeit untereinander stundenlang Geschichten über die glorreiche chinesiche Kutlur und Vergangenheit erzählen und ein Portrait ihres geliebten Parteiführers oder Maos über das Ehebett hängen.
      Chinesen forderrn wie Bürger überall Rechtsstaatlichkeit. Sie empören sich, wenn ihr Haus ohne Einsprachemöglichkeit einem Neubau weichen muss. Sie empören sich über Korruption und Ungerechtigkeit.
      Es ist den Chinesen unwichtig ob man die oben beschriebenen Dinge mit Demokratie bezeichnet oder nicht. Da haben sie recht. Aber dass auch die chinesischen Bürger nach Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit streben und sie Korruption verurteilen, davon kann sich jeder der die chinesichen Medien und Mikroblogs verfolgt, überzeugen.
      Die Vorrechte von Parteibonzen und ihre ungerechtfertigte Bereicherung werden nun aber einmal am besten in einer demokratischen Regierungsform bekämpft. Deshalb ist Demokratie auch für Chinesen ein Thema.

      • Thomas ernst sagt:

        …allerdings ist das, was uns von den USA, Brüssel oder Berlin als „Demokratie und Rechtsstaat“ vorgespielt wird, nicht dazu geeignet, das Vertrauen in diese pseudodemokratische Masche der 1%er zu wecken. Hier ist die Abzocke und Selbstbereicherung der Eliten nur subtiler via ESM, Target2 und andere Betrugsmechanismen organisiert, statt über gradlienige, ehrliche Bestechung…

    • ast sagt:

      @ Lao Shi, Sie schreiben „…Wir haben hier unsere eigenen Probleme „.
      Es stimmt zwar dass wir unsere eigenen Probleme haben, allerdings sind gewisse Probleme der Chinesen durch die Globalisierung nun eben auch Probleme des Westens (und umgekehrt). Der Mangel von Chinas Gruppenbewusstsein war schon seit über Tausend Jahren -die Missachtung anderer Menschengruppen -„die Mauer“ des Kollektiv wurde dann auch immer wieder überrannt. Schuld daran waren dabei meistens auch die Chinesen selbst, welche die Entwicklung anderer Gruppen ausserhalb ihrer Blackbox etnweder falsch interpretierten oder den Wert für das eigene Kollektiv unterschätzten.

      Das eigene Kollektiv wird in Chinaa selbst dann präferenziert, wenn die Logik eine Ausweitung des Gruppenbewusstsein erforden müsste. China hat sich einer Globalsierung angeschlossen ohne aber selbst dafür eine Bewusstsein erreichen zu wollen. Ich bin der Ansicht dass der Weg als Individuum genauso komplex und mit Fallstricken versehen ist wie die Vertetung eines sinnvollen Gruppenkollektiv. Im Moment machen wir im Westen Fehler, aber leider auch die Chinesen -sie sind mit Verlaub gesagt alleine als geschlossenes Kollektiv nicht mehr Überlebensfähig.

  • Mark Angler sagt:

    Die Tatsache, dass China als multiethnische Nation heute nur durch vielfältige Repression gegen Innen als formaler Staat überhaupt gehalten werden kann, lässt mich vermuten, dass China eine ähnliche Zukunft haben wird, wie die ehemalige Sowjetunion. Letztere ist v.a. unter dem ökonomischen Druck von Aussen zerbrochen (relativ mussten immer mehr der zur Verfügung stehenden Ressourcen in den Wettbewerb mit dem Konkurrenten USA gesteckt werden, was auf die Dauer infolge Mangelerscheinungen im Inneren vom Volk nicht mehr getragen wurden) und gleiches könnte auch China passieren.
    Zwar gilt China aktuell als Wirtschaftswunder, die Wachstumsraten dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass China international massgeblich deshalb wettbewerbsfähig ist, weil es seinen Wechselkurs massiv manipuliert (bewusste Unterbewertung) und damit zu tiefen Preisen auf den internationalen Märkten operieren kann. Das wird nicht ewig so bleiben, die Wirtschaftsräume Nordamerika und Europa schwächeln bekanntlicherweise bereits. Brechen diese Märkte für China weg, wird das dem chinesischen Aufschwung einen deutlichen Dämpfer verpassen.
    Gleichzeitig steigt der Wohlstand im Land. Steigender Wohlstand hat in allen Nationen bisher zu steigenden Produktionskosten geführt. Die tiefen Gehälter sind der zweite grosse Wettbewerbsvorteil in China. Auch dieser ist durch die aktuelle Entwicklung mittelfristig gefährdet.
    Beide Trends werden zu einem geringeren Wirtschaftswachstum führen. Gleichzeitig ist dieses Wachstum innerhalb des Landes sehr ungleich verteilt. Dies führt zu regionalen Spannungen, genauso, wie wir sie in Europa haben. Das beginnt mit ökonomischen Spannungen und endet in sozialen Spannungen. Griechenland zeigt, wohin eine solche ökonomische Spannung führen kann – ich lese gerade, dass die rassistischen Übergriffe massiv zugenommen haben.
    Am Ende eines solchen Prozesses stehen soziale Unruhen, kriegerischen Auseinandersetzungen und in letzter Konsequenz der Zerfall der Nation.

    • ast sagt:

      Zum Teil würde ihre Thesen vertreten, allerdings sind die daraus resultierenden Zukunftsprognosen so unsicher wie das Wetter.

      Ein zentraler Punkt ist Ihnen dabei eintgangen Herr Angler, nämlich dass der Westen nur deshalb sein Volk noch einigermassen zusammen halten kann -weil Foxconn und Konsorten uns mit Billigarbeit allerlei günstige Produkte zu produzieren vermag. Wenn die Produktionskosten in China steigen, dann steigen die Produktpreise nicht nur in China, sondern auch bei uns im Westen. Ich könnte mir vorstellen dass die Möglichkeit von Uruhen durch den Wandel in China zuerst über dem Westen hereinbricht.

      • Mark Angler sagt:

        Einverstanden – die Anfänge sehen wir mit Blick nach Griechenland bereits.

        Der Euro übt einen ökonomischen Zwang auf Europa aus – unterschiedlich leistungsfähige Nationalökonomien wurde die gleiche Währung übergestülpt.Hatten die südlichen Ökonomien vor dem Euro über ihre eigene Währung die Möglichkeit ihre Leistungsdifferenz zu den Wirtschaftsnationen wie Deutschland über einen entsprechenden Wechselkurs zu entkoppeln (und bei Bedarf die Auslandschulden über Abwertung des Kurse auf ein erträgliches Mass zu reduzieren und so die Nationalökonomie zu entlasten, ohne den Binnenmarkt dabei zu beschädigen), so ist der Euro heute eine Zwangsjacke, in der diese Leistungsdifferenzen nur noch über Schuldenmachen ausgleichbar ist. Und natürlich hängt die Wirtschaftsleistung der starken Euronationen direkt von diesem Schuldenmachen ab – würden die Südländer keine Schulden machen, wären die notwendigen Mittel für den Import jener Güter, welche die Exportnation Deutschland produziert, nicht verfügbar. Und damit wäre auch das Wirtschaftswachstum der Exportnationen zu relativieren. Mit anderen Worten: das Schuldenmachen der Südstaaten istr der Wohlstand der Nordstaaten.

        Nun, da die Südländer unter ihrer Schuldenlast zusammenbrechen (und keine Chance haben, diese zu begleichen – Sparen führt noch mehr in die Katastrophe, da die Wirtschaft damit strukturell, nicht nur konjunkturell, zusammenbricht), hat das ebenso negative Effekte auf die Nordländer – auch dort geht die Wirtschafsleistung merklich zurück.

        Die sozialen Spannungen sind vorprogrammiert, nur, dass in Europa kleinere und historisch gewachsene Strukturen bestehen. Die Länder haben die Option auf die Voreurozeit zurückzufallen und sich wieder stärker auf ihre Binnenmärkte zu konzentieren. Der absehbare Trend, dass über steigende Produktionskonsten Produkte aus chinesicher Herstellung teurer werden, ist für den Binnenmarkt eine Chance – plötzlich können Produkte wieder kompetitiv im eigenen Land hergestellt werden.

        • J. Kuehni sagt:

          Die von ihnen vorgetragene Interpretation der Eurokrise (nach Paul Krugman) ist sicher die bestmögliche Beschreibung dieses Problems. Dass die europäischen Länder nach einem – wie auch immer gearteten – Zerfall von Euro und EU einfach so auf ihre nationalen Binnenmärkte zurückfallen können, halte ich allerdings für Wunschdenken. Produktionskosten hängen neben den Arbeitskosten auch vom Zugang zu Ressourcen und externen Märkten ab; die Zeiten, wo sich einzelne europäische Länder diesen Zugang kraft ihres industriellen Vorsprungs mit militärischen und finanziellen Mitteln überall auf der Welt sichern konnten sind aber definitiv vorbei.

          Demokratie, Rechtsstaat und soziale Errungenschaften nach westeuropäischem Muster haben paradoxerweise nur eine Überlebenschance, wenn ein Souveränitätstransfer auf die europäische Ebene gelingt. Dieses Gelingen beinhaltet die Einrichtung eines effizienten, demokratisch legitimierten Föderalstaates nach dem Subsidiaritätsprinzip inkl. gebündelter Wirtschafts- und Aussenpolitik sowie einem funktionierenden Transfersystem zum Ausgleich von wirtschaftlicher Ungleichheit als Lösung für die Eurokrise. Falls der Transfer nicht gelingt (leider die wahrscheinlichste Entwicklung), werden die europäischen Nationen ihre Zukunft als „Klientenstaaten“ von externen Supermächten fristen. Inklusive weitgehender Übernahme von kulturellen und politischen Normen, zu denen wir dann gar nichts mehr zu sagen haben.

  • Martin Cesna sagt:

    Wenn Wohlstand real entsteht und nicht irgendwie entlehnt worden ist, bedeutet das, dass der Staat mit seiner Umgebung offenbar gewinnträchtig in Beziehung treten kann. Das geht über längere Zeit aber nur per Bildung, da ausser Autos Know-How-Produkte gewinntauglich sind (Computer, Apples, High-Tech, etc.). Wer Bildung verteilt, lehrt seine Bürger aber auch besser hinschauen, mitreden und eben sich Einmischen zur weiteren Verbesserung der Qualität des Staates und auch des eigenen Lebens. So wird das Nächste ein geforderter vermehrter Umweltschutz sein und noch weiterer Einbezug von Bevölkerungsteilen, die ihre Kinder auf bessere Schulen schicken wollen.
    Was ist denn Demokratie? Nicht nur dummes Mitquatschen, sondern aktives Mitgestalten des Lebensraumes, um bessere Lebensbedingungen zu erreichen, auch international. Dazu muss jeder sein Wissen und Bildung einbringen.
    Das wird in China passieren. Die Partei wird gut tun, diesen Prozess nicht zu behindern, da ansonsten das Land langsam verkommt und die Lebensqualität und Produktivität sinkt.
    Krieg? Das verheizt nur die jungen Leute, die ja die Zukunft des Landes darstellen.

  • Linus Huber sagt:

    Ich gehe mit den Darstellungen von Ast und Kuehni einig und danke fuer die erweiterte Ansichtsweise in Ihren Beitraegen.

    Um das Thema der schrittweisen Untergrabung westlicher demokratischer Werte noch ein wenig weiter zu spinnen, will ich noch ein zusaetzliches Problem kurz erlaeutern.

    Der Umverteilungsmechanismus der westlichen Staaten ist langsam ein immer staerkerer Hinderungsgrund fuer wirkliche und auf demokratischer legitimierter Basis moegliche Veraenderungen. Sofern die Elite es versteht, jene welche von der Umverteilung vermeintlich profitieren hinter sich zu scharen, entsteht eine Art Diktatur der Mehrheit sowie ein politischer Stillstand. Viele Leute glauben, dass der Staat ihren Lebensstandard quasi garantieren wird und sie einfach jene waehlen muessen, welche ihnen am meisten versprechen. Z.B. profitieren heute 47% der Amerikaner mehr Benefits vom Staat als dass sie in direkten Steuern zu berappen haben. Dabei werden Aspekte indirekter Belastungen nicht erkannt, wie z.B. Mehrwertsteuern oder Geldentwertung etc. Dieser Umstand verhindert, dass sich das system veraendernde Kandidaten vermoegen durchzusetzen.

    Unter diesen Umstaenden ist es mehr oder weniger der Elite ueberlassen, Form und Inhalt der Rechtsstaatlichkeit zu bestimmen und sich bildende Entwicklungen freiheitlicher und selbstbestimmender Bewegungen zu untergraben sowie durch den Ausbau der Inneren Sicherheit (Ueberwachungsstaat mit offizieller Begruendung der Terrorgefahr) wird schrittweise die Moeglichkeit erarbeitet, Ansaetze solcher Ideen auch mit Gewalt im Keime ersticken zu koennen.

    Die Hinterfragung der politischen Machtstruktur und des krebsartig wachsenden Verwaltungsapparates wird immer schwieriger werden und das Individuum immer staerker den teilweise willkuerlichen Entscheiden von einzig auf persoenliche Macht ausgerichteten Funktionaeren ausgeliefert. Anstatt den Wald an Gesetzen und Regeln zu reduzieren, wird er immer undurchsichtiger fuer den einzelnen Buerger.

    • Thomas ernst sagt:

      Treffende Analyse.

      Machtfiguren, Profiteure (EWS, Steinfueck, Draghi und Konsorten) und Mainstreammedien versuchen nicht ohne Erfolg, genau dies zu verschleiern.

      Und eine willfährige Entourage aus FDP, GLP, BDP und ähnlich charakterschwachen Figuren unterstützt sie eifrig mit breiter Zunge.

      • ast sagt:

        Vor einigen Jahren hatte die Credit Suisse eine Studie herausgegeben in welcher die Autoren erklärt hatten, warum sie glauben dass die Schweiz in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung Vorteile gegenüber anderen Ländern hätte. Es wurde vermerkt dass eine funktionsfähige Demokratie keine zu ungleiche Verteilung der Einkommen erlaube. Demokratie könne nur dann gut funktionieren wenn die Menschen das Gefühl haben dass Alle an einem Strick ziehen, jeder auch auf das Wohl seines Nachbarn achtet.

        Wenige Jahre später hat die CS Group und andere Finanzkonzerne massiv begonnen selbst mit diesen Grundsätzen zu brechen. Die Ungleichverteilung der Einkommen innerhalb der Konzerne hat zugenommen, und in der Wirtschaft haben wir heute generell extrem hohe Ungleichgewichte. Die Banken und deren Politische Lobby sind dabei die Demokratie massiv zu gefährden -und die Banken haben solche Thesen früher selbst auf ihren Internet-Seiten publiziert. Einer Studie zu Folge lehnen heute über 70% der Griechen die Demokratie ab, eine Folge der ungleichen Verteilung in Europa. es wird also tatsächlich immer gefährlicher -und wir sind durchaus dabei unter dem Druck der globalisierten Lobbys und der Politiker die ungeliche verteilung auch in er Schweiz zu festigen.

        • Thomas sagt:

          @ast

          Ich fürchte, die Jungs von der CS haben Ursache und Wirkung verwechselt: In einer Gesellschaft mit mässiger Einkommensdisparität kann eine (direkte) Demokratie gut funktionieren.

          Demokratie, noch nicht mal direkte, führt aber leider nicht automatisch zu weniger Auseinanderklaffen des Reichtumsniveaus. Das sieht man in allen mehr oder weniger demokratischen Ländern heute leider nur zu gut.

  • Michael Schwarz sagt:

    Es ist immer noch eine Illusion, dass China demokratisch wird. Die Sklaverei gehört zur Kultur Chinas, in der Vergangenheit und auch im Gegenwart. Es muss viel mehr getan werden, um die Demokratie in China einzuführen. Der erste Schritt zur Demokratie ist die Aufklärung.

    • Michael Schwarz sagt:

      Der Glauben, dass die Chinese alles erreichen können, wenn sie es wollen, stellt sich als einen Irrtum dieses Jhs. aus. Man ignoriert die Probleme, die aus rasantem Wachstum entstanden sind. Die ökonomischen Daten, die von chineischer Regierung publiziert wurden, sind unglaubswürdig. Allein die Inflationsdaten stimmen nicht mit der realen Inflation überein. Die Inflation stieg in China in letzten 10 Jahren um fast 6000 Prozent. D.h. das Wirtschaftsmodell Chinas ist langfristig nicht stabil.

      • Thomas ernst sagt:

        @ Michael

        Worauf stützen Sie Ihre Behauptung von den 6’000 %?
        Was verglichen mit was hat sich in den letzten 10 Jahren versechzigfacht?

  • J. Kuehni sagt:

    Ob China jemals eine Demokratie nach westlichem Muster wird, ist vielleicht weniger dringend als die Frage, ob sich diese Demokratie hier im Westen überhaupt noch lange halten kann. Immerhin unterminiert die Globalisierung nicht nur (kleinere) Diktaturen, sondern macht auch lokale, demokratisch legitimierte Regierungsformen in offenen Gesellschaften zunehmend impotent. Der real praktizierte Kapitalismus erweist sich dabei (entgegen weitverbreiteter Propaganda) weder als Champion noch als Substitut für Demokratie & Rechtsstaat, eher im Gegenteil: Die globale Business-Elite hat nicht das geringste Problem mit authoritären Regimes, weder in China, noch in Russland. Ein Missverständnis, dass auch der EU (die zwar nur indirekt & teilweise demokratisch legitimiert ist, immerhin aber ein Bündnis von demokratischen Staaten bleibt) zum Verhängnis zu werden droht.

  • ast sagt:

    Die Frage lässt sich auf einen einzigen Nenner bringen der beantwortet werden muss: Ist Demokratie langfristig notwendig um erfolgreich Wirtschaftspolitik betreiben zu können?
    Die Antwort gebe ich gleich selbst: Nein, der Markt benötigt Demokratie nicht unbedingt. Wer Demokratie braucht sind die Menschen mit emotionaler Intelligenz, nicht aber die Wirtschaft.

    Wird China wie ein Konzern der Wirtschaft geführt, dann kommt Demokratie nicht automatisch, genauso wenig wie bei Siemens, der Deutschen Bank oder der UBS. Der Trugschluss den sich viele machen ist folgender: Der Mensch als Gattung ist der Evolution ausgesetzt, die Bedingungen unter welcher sich der Mensch entwickeln (aber auch degenerieren) kann ist vielfältig. Demokratie entspringt eindeutig einer gestalterischen Leistungskraft des Menschen, aber die kann sich über lange Perioden auch zurückbilden (zum Beispiel ist das im Westen bereits im Gange). Es ist vorstellbar dass der Mensch auch als „Ameisenstaat“ überleben könnte. Die Frage geht auf die Existenzfrage zurück, die Sinnfrage des Seins. In China stellt sich die Seinsfrage mehr in der Gruppe, weniger im Individuum. Daselbe Problem haben auch die Japaner, deren Demokratie ist mit westlichen Vorstellungen (aus der französischen Revolution) bis heute nicht vergleichbar.

    • ast sagt:

      Noch hinzu gefügt, selbst auf Wikipedia (man lese den Artikel über Japan, Demokratie -politisches System) wird von einer lediglich formalen Ähnlichkeit der Demokratie gesprochen, aber in der Executive würden wir das heit nicht als funktionierende Demokratie bezeichnen, infolge unserer Kultur der Aufklärung. Demokratie kam in Asien unter dem Druck des Westens in Gang, und weil der Westen damit erfolgreich war. Nun aber haben sich die Zeichen umgekehrt, China wird in wenigen Jahren die USA als Nr 1 der Wirtschaft abgelöst haben. Dies wird zu einem Trendsetter der Entwicklung, der möglicherweis in den Westen zurückstrahlt -und die Demoratie bei uns gefährdet. Mir stellt sich also eher die Frage -sind wir unserer Demokratie noch sicher? Tun wir genügend im Sinne der Aufklärung um sie zu erhalten? Aus meiner Sicht eindeutig NEIN, was eine der Ursachen für die Finanzkrise ergeben hat (Ungleiche Einkommensverteilung mit in der Folge ausgelöster Kredit und Schuldenproplemen).

      • Thomas ernst sagt:

        @ ast

        Ihre materialistische Analyse ist m.E. korrekt, ebenso die politischen Schlussfolgerungen. Sie übersehen aber das zentrale Element:

        Das wesentliche Element, das den Menschen zum Menschen macht, ist seine Entscheidungsfreiheit. Diese wird im mythisch geprägten Politiksystem am ehesten durch die (idealerweise direkte) Demokratie abgebildet.

        Wer dem Menschen, unter welchem Vorwand auch immer (sozialistische Schutzphantasien, Kampf gegen den „Terror“ = CIA, FEMA, …) seine Freiheit stiehlt, entmenschlicht den Menschen und macht ihn zur blossen Konsummaschine.

        Wie die Kommunisten, so die Sozialisten, die Nazis, die US-Amerikaner, die Taliban, ….

        • ast sagt:

          Guten Tag Herr Ernst, in dieser Hinsicht „Entscheidungsfreiheit“ gibt es eine westliche Ansicht, aber auch eine Asiatische. Die meisten Asiaten würden die Entscheidungsfreiheit dem Kollektiv zuweisen (das hirarchisch organisiert ist) während wir hier (noch) das einzelne Individuum meinen. Aus meiner Sicht kann man die Gattung Mensch als ein einziger Organisamus ansehen, als Gruppenkollektiv, aber auch als Einzelwesen. Meine Philosophie ist, je nach zu behandelnder Materie eine entweder Westliche -oder dann östliche Position einzunehmen. Etwas vereinfacht würde das heissen -für Dinge von denen ich selbst zu wenig verstehe setze ich auf das Kollektiv -bei Dingen bei denen ich mich selbst als Kompetent erachte setzte ich auch das Individuum als Entität mit Entscheidungsfreiheit. Demokratie erlaubt tatsächlich die Kombination dieser Sichtweisen -man kann die Meinung einer Partei nachkommen -oder aber sich seinen eigene Position zur Referenz machen. Nun ist der Unterschied zwischen Ost und West im Wesentichen, dass die Asiaten praktisch immer der Position einer ihr vermeintlich übergeordneten Partei nachkommen, während wir im Westen (noch) annehmen das wir stets die eigene Entscheidungsfreiheit hätten. Die Asiaten glauben nicht an die unumschränkte eigene Entscheidungsfreiheit, ich vermute dass dies ihnen dort langfristig Vorteile verschafft -dann nämlich wenn sie ab und zu auch lernen in spezifischen Fällen autark als Individuum zu handeln.

          • Thomas ernst sagt:

            @ ast

            Ich sehe, verstehe und akzeptiere Ihre Position.

            Aus einem evolutionären Blickwinkel der die kulturelle Evolution der Menschheit (und analog dazu des Einzelnen) ins „Big Pictuer“ integriert sind die Ansätze aber nicht gleichwertig, sondern der Osten hinkt hinterher.

            Konkret: Die kulturelle Evolution kann in folgende Schritte gegliedert werden:
            1 – natürliche Ebene. Urmenschen bzw Säuglinge bis ca 8 Mt. Vorbewusste Ebene.
            2 – magische Ebene. Jaeger&Sammler, bzw Kleinkinder bis ca 4jahre.
            3 – mythische Ebene. Ackerbau & Viehzucht, Zivilisation, Pyramiden. Bei Kindern bis ca 12 Jahre.
            4 – rationale Ebene. Aufklaerung, Wissenschaft, Descartes, Newton bzw Sekundarschule, Gymnasium.

            In mythisch dominierten Gesellschaften wie Arabien und Asien ist der Clan, Die Partei, bzw jedes andere hierarchische Gebilde, das die mythischen Bedürfnisse nach Sagen, Märchen, Drama, Sieg und Kampf befriedigt, im Vordergrund.

            In (wenigstens ansatzweise) rational-wissenschaftlichen Gesellschaften wie dem Westen spielt das Individuum mit seinem Denken, seinen Interessen und Fähigkeiten eine zentrale(re) Rolle, obwohl auch hierzulande mythische Kräfte (Parteien, Fussballclubs, Firmenhierarchien, Wahldramen und Geschichte(n)) eine sehr zentrale Rolle spielen.

            Wenn man erkennt, dass das rationale Denken das mythische und das magische überlagert (aber nicht ersetzt), dann ergibt sich eine evolutionär vorgegebene Entwicklungrichtung. Diese sagt uns, dass die Asiaten zwingend eine stärker rationale Denkweise entwickeln müssen, um voranzukommen.

            Die Zukunft ist pluralistisch (gleichzeitige Verwendung aller Kulturebenen), was voraussetzt, dass man sich mal bis zur rationalen Ebene entwickelt hat, und dann die geistige Flex hat, die Ebenen parallel zu leben.

  • Philipp Rittermann sagt:

    die partei-funktionäre werden sich hartnäckig an ihrer macht klammern. da die schere zwischen der stadt- und der -landbevölkerung jedoch immer grösser wird, und auch die junge generation je länger je offener ihren unmut bekundet, denke ich, dass in rund 5 jahren wohl auch in china eine gewisse form der demokratie einzug halten wird.

    • hagmann werner sagt:

      Wir sollten erstens zugeben, dass wir China nicht verstehen und zweitens auf der Hut vom Kommunismus sein. Die
      Stalinisten/Maoisten sind noch nicht ausgestorben. Ihr Ziel ist das Selbe wie dasjenige von Adolf war. Wir erobern die ganze Welt. Stalin war 1945 traurig, weil er am Kriegsende mit seinen 100000 enden von Panzern und 1000000 Falschirm -Springern Europa nicht bodigen konnte. groteskerweise dank Adolf, welcher in seinem Wahn der Blitzarmee von Stahlin
      Zuvorkam. Die Dummerchen von Bern haben O Ahnung von Geschichte sonst wären sie nicht beim sparen beim Militär so fleissig. China macht mit den Tiefpreisen den Westen kaputt. Siehe EU und USA. Der 3. Weltkrieg wieder made bei bolsch

  • Gautier Irgendwo sagt:

    Auch wenn China zum Beispiel etwa so oder ähnlich wie die Schweiz würde, ist es noch lange keine reine Demokratie?

  • chinna wird sich von der DIKTATUR zur OLIGARCHIE ( ab 2015 ) und dann folglich zur DEMOKRATIE um sich danach in 5 regional-nationale DEMOKRATIEN zu formieren ( einschliesslich TIBET )

    • John Miller sagt:

      5 regional-nationale Demokratien? Wer hat Ihnen denn den Mist erzählt. Glauben Sie an Märchen oder haben Sie einfach keine Ahnung von China so wie 99,9% der Westler?

      • Rudolf Schmid sagt:

        inklusive „John Miller“!

      • Thomas ernst sagt:

        @ John Miller

        Haben Sie neben der hier sinnfreie abgesonderten Polemik auch noch irgend etwas substantielles, informatives beizutragen?

        Blosses Geblödel bringt hier niemanden weiter. Also: bringen Sie Substanz ein, oder gehen Sie ins Pfefferland…

    • Rudolf Schmid sagt:

      die chinesen brauchen jemanden der ihnen sagt was sie zu tun und zu lassen haben. chinesen koennen mit demokratie nicht umgehen. wie zum beispiel auch italien. das taiwanesiche parlament zeigt es am besten. da vergeht fast kein monat ohne schlaegerei im parlament. wer es nicht glaubt soll mal „youtouben“.
      und sagt nicht ich weiss nicht wovon ich spreche. taiwan ist mein 2tes zu hause

  • Martin Holzherr sagt:

    Die wichtigsten Figuren in der chinesischen Partei sind sich des oben beschreibenen Problems bewusst. Kürzlich las ich, viele von den Parteiführeren hätten Alex de Toqueville gelesen, der das Reformlager ebenso wie die konservativen Hardliner zum Nachdenken bewegt:
    „What the two camps are feuding about is, in essence, the verity of de Tocqueville’s apercu that revolutions erupt not when people suffer the most, but rather when their lives start improving, as the lives of today’s young generation have done spectacularly. Both camps tacitly see today’s China as an ancien regime that is in crisis.“
    Dieses Problem wird im Artikel Democracy in China, The popularity of Alexis de Toqueville in the Middle Kingdom besprochen.

    Chinas Parteiregime steht also in den Augen der Hardliner und Konservativen vor der Gefahr gerade durch Lockerlassen der Zügel, durch teilweise Zugeständnisse und Teildemokratisierung einen Prozess in Bewegung zu setzen, der vergleichbar mit der Auswirkung von Gorbatschevs Glasnot und Perestroika, der schliesslich zum Kollaps der Sowjetunion führte.
    Die Reformer dagegen glauben, dass es keine Alternative zur Demokratisierung gibt: „“If the CCP wants to regain the public’s confidence and avoid a bottom-up revolution, it must embrace genuine systematic democratic change in the country,“

    Die Parteibonzen könnten allerdings durch solche Reformen all den Reichtum zu verlieren, den sie sich jetzt für sich selber und für ihre Familien und Verwandten angeeignet haben.

  • Gion Saram sagt:

    Die Dauerhaftigkeit des chinesischen Erfolgsmodells wird erst ersichtlich wenn es in China zu einem dauerhaften Wachstumseinbruch kommt oder zu einer Katastrophe in der die Unfähigkeit des Staates offensichtlich wird. In der Sowjetunion war dies beispielsweise die Tschernobylkatastrophe.

  • …dicker kann man, wie das Foto deutlich zeigt, auch OHNE Demokratie!
    Mehr als der Hälfte (50%) der abgebildeten Personen sind FETTLEIBIG!!????
    Mehr als 100 Millionen Chinesen sind schon fettleibig…
    Wie die mediterranische „Diät“, auch die chinesische „Diät“ wird sofort „ungesund“, sobald man mehr (Kalorien) isst als der Körper verbrennen kann…. nach dem Motto: „Gesund essen und dick sterben“!

  • Ralf Schrader sagt:

    Warum solte China so dumm sein, so etwas Ineffizientes wie Demokratie einzuführen? Kleine Länder kann man so vielleicht regieren nicht aber China. Ausserdem wird immer gern vergessen, dass China im Prinzip seit 2300 Jahren die gleiche Staatsform hat. Mao war auch nur ein Kaiser und die KP ist nur die moderne Form der höfischen Elite. China ist gut so wie es ist und überholt den Westen auch wegen der überlegenen Kultur. Die müssen sich vom Westen mit seinen zweifelhaften Werten nichts abschauen.

    • Alois Krieger sagt:

      Worin ist die chinesische Kultur dem Westen überlegen? In ihrer Rückständigkeit? Die bürokratischen Strukturen haben bewirkt, dass die Chinesen schon im 19. Jahrhundert dem Westen hinterherhinkten und die stolze, riesige Macht vom kleinen Inselreich Grossbritannien besiegt wurde. Seitdem hinkt China dem Westen hinterher. Erst als Deng Xiaoping angefangen hat, Reformen nach westlichem Vorbild einzuführen, ging es wieder aufwärts mit dem Land. Und wenn die Reformen nicht weitergehen, dann bleiben die Chinesen ein Volk von Billigarbeitern, die zu tiefen Löhnen zum Profit von Parteibonzen schuften.

    • Walter Jegi sagt:

      Trotz allen Nachteilen ist Demokratie für die Völker immer noch die effizienteste Staatsform .Warum soll China in ferner Zukunft nicht demokratisch regiert werden können ? Grosse Länder wie die USA oder die EU funktionieren auch mehr oder weniger demokratisch.Was für die politische Zukunft Chinas gut ist ,wird der schnell wachsende,immer besser ausgebildete Mittelstand dieser neuen Wirtschaftsmacht stark beeinflussen. Diese junge ,erfolgshungrige Generation ,die unter den Privilegien der KP Regierung schnell zu Wohlstand und Reichtum gekommen ist,wird sich hüten,den schlafenden Panda aufzuwecken. Solange es die KP versteht,die Vorderungen des Volkes einigermassen zu befriedigen,werden sie an der Macht bleiben.
      Viele ältere Chinesen erinnern sich an ihre arme Jugendzeit ; Am Morgen kochte die Mutter eine Reissuppe,der Vater ass den Reis,die Mutter und die Kinder tranken das Reiswasser. Das war das tägliche Frühstück.Der Vater ass den Reis,um Kraft zu haben für die harte Arbeit. Heute essen dieselben Menschen täglich Fleisch ,Gemüse und Reis! Reisen ins Ausland,machen Ferien,kaufen Wohnungen. Warum sollten diese Menschen das System ändern wollen? Es gibt aber auch eine grosse Masse unzufriedener,welche für ihre Interessen kämpfen und eine Demokratie fordern.China steht somit vor grossen Herausvorderungen.Die Welt schaut gespannt nach China………

      Kulturen sind in ihrer komplexen Entstehung so unterschiedlich ,dass ich mich nicht erdreise ,sie gegeneinander auszuspielen.

    • Andy Dreyer sagt:

      Herr Schrader, ihre Argumente überzeugen nicht besonders:
      – Indien ist auch eine Demokratie und die sind bald fast gleich gross wie China. Zugegeben, Indien ist ziemlich chaotisch, aber auch da gehts wirtschaftlich immer besser.
      – Auch Europa hatte Jahrtausende lang die gleiche Staatsfrom und wurde von Kaisern, Königen und Fürsten regiert. Trotzdem hat sich das geändert
      – Kultur: Die KPC war lange Zeit auch damit beschäftigt diese Kultur zu zerstören. Da ist nicht mehr viel Chinesisches übrig geblieben. Wohl auch ein Grund wieso soviele Leute heute in China vorallem einen westlichen Lifestyle pflegen und verrückt nach westlichen Konsumgütern sind.
      – Werte: Es gibt heute wohl keine Gesellschaft die materialistischer und geld-geiler ist als China. Man definiert sich vorallem über Geld und Statussymbole die man sich damit leisten kann. Frage mich ob das wirklich so tolle Werte sind

    • yvo montani sagt:

      ihnen gefallen allmachtsfantasien?
      es ist doch immer wieder erstaunlich, wie leute mit halbwissen oder einfach nachgeplappertem um sich werfen. china hat kultur. china ist bedeutend. die westliche kultur muss sich – auch nicht über die letzten paar tausen jahre gesehen – irgendwo verstecken. beide seiten könnten von einander lernen. und natürlich: beide seiten haben auch zweifelhafte werte.

    • Rudolf Schmid sagt:

      waren sie schon einmal in china? vermutlich nicht! die chinese haben kein kultur mehr. die chinesische kultur wurde vom kunmingdang (Chiang Kai-shek) nach taiwan gebracht. was in china uebrig ist, ist der glaube an geld. alles ist auf das geld ausgerichtet. das zeigt auch der budismus der hier praktiziert wird. kultur kann man nicht kaufen. die kpd hat hier gute arbeit geleistet und durch gezielte hirnwaesche 80% der bevoelkerung unter kontrolle gebracht.

  • Alois Krieger sagt:

    Die Mafia in Italien war länger an der Macht als jede politische Partei. Chinas Führung ist wohl eher damit zu vergleichen, sie haben den ideologischen Ballast abgeworfen, die Machthaber konzentrieren sich vor allen darauf, ihren eigenen Wohlstand zu mehren.

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