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Beiträge mit dem Schlagwort ‘Super League’

New York drückt YB die Daumen

Guido Tognoni am Montag den 12. Februar 2018

Der FC Basel hat die Meisterschaft noch nicht erstickt: YBs Assale nimmt im St.-Jakob-Park den Ball an, 5. November 2017. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

YB-Sportchef Christoph Spycher wurde während seiner Laufbahn als Fussballer sicher nie von der «New York Times» beachtet. Doch dieser Tage war das der Fall. Die Young Boys werden von der prominentesten Zeitung Nordamerikas als Hoffnungsträger einer neuen Entwicklung beschrieben, nachdem selbst dem Korrespondenten der NYT nicht entgangen ist, dass die Berner vor dem FC Basel liegen.

Denn dem amerikanischen Sportpublikum graut es vor den Zuständen, wie sie in Europas Fussball herrschen: Dominanz der immer gleichen Clubs und deshalb fehlende Spannung. Aus diesem Grund sorgen die nordamerikanischen Profiligen seit je durch reglementarische Eingriffe für möglichst grosse Ausgeglichenheit. Beispiele sind das Draft-System, wonach die schlechtesten Clubs den ersten Zugriff auf die besten Nachwuchsspieler erhalten (wie die New Jersey Devils auf Nico Hischier), oder die Lohnbegrenzung für das gesamte Kader.

Bemerkenswert ist, dass die «New York Times» nicht nur die Dominanz der ewig gleichen Champions-League Favoriten beklagt und sich auch nicht an der Langeweile beispielsweise der Bundesliga aufhält, wo an der Spitze allenfalls die Frage interessiert, ob Bayern München jeweils mit 15 oder 20 Punkten Vorsprung gewinnt. Analysiert wird die Überlegenheit im Unterbau der Champions League: die 8 Titel hintereinander des FC Basel, die Serie von 12 Titeln des weissrussischen Meisters Bate Borisow, die Überlegenheit von Teams wie Celtic Glasgow (6 Titel in Serie), Dinamo Zagreb (gewann in den vergangenen Jahren 11 von 12 Meisterschaften), von Ludogorets Razgrad aus Bulgarien (6 Titel in Folge) und von Olympiakos Piräus, das in jüngster Vergangenheit 19 von 21 Titeln abholte. Die Meisterschaften dieser Länder seien zu reinen Prozessionen verkommen, wird festgehalten.

Der Fehler im europäischen Fussball

Entsprechend hat die B-Prominenz des europäischen Fussballs recht mühelos auch gut verdient: Für 50 Millionen Dollar verstärken Bayern München und Liverpool inzwischen nur die Ersatzbank, aber für Bate Borisov sind diese über die letzten fünf Jahre erzielten Einnahmen als Vorzimmerteilnehmer der Champions League noch mehr wert als die 68 Millionen Dollar, die der Analyst dem FC Basel anrechnet. Olympiakos Piräus hat in der gleichen Zeit sogar 125 Millionen Dollar an Uefa-Prämien verdient.

All diese Mannschaften finden ihr sportliches Glück in der Qualifikation für die Gruppenspiele, wie das dem FC Basel erneut gelungen ist. Dazu kommt der Verkauf der besten Spieler, die im Königswettbewerb ausgestellt werden können und allen schon deshalb mehr Transfergeld einbringen als manche gleichwertigen Kandidaten der nationalen Konkurrenz.

Hält YB diesmal durch? Sportchef Christoph Spycher. Foto: Thomas Delley (Keystone)

Allein die Tatsache, dass der FC Basel ausnahmsweise seiner nationalen Konkurrenz noch nicht enteilt ist, findet also bereits über die Grenzen hinaus Beachtung. Das deckt den Webfehler des europäischen Fussballsystems auf: Wer nicht an die Honigtöpfe der Uefa herankommt, kann von Erfolgen nur träumen. Als kommerziell benachteiligter Aussenseiter hat man nicht einmal mehr in den eigenen Ligen eine Chance, von der Champions League nicht zu reden.

Die Young Boys haben es in den vergangenen Jahren immer wieder irgendwie geschafft, letztlich als Verlierer dazustehen. Nichts gegen den FC Basel, aber drücken wir nun den Bernern die Daumen. Diesmal hat der FC Basel die Meisterschaft noch nicht erstickt, die Prozession ist ins Stocken geraten. Vielleicht halten die Berner für einmal durch, vielleicht führen sie dem Schweizer Fussball endlich neuen Sauerstoff zu.

Konstruktiv zu vielen Chischten

Christian Zürcher am Donnerstag den 29. September 2016
Marco Schneuwly of Lucerne reacts after he scored the first goal for 1-0, during the UEFA Europa League third qualifying round first leg soccer match between Swiss Club FC Luzern and Italian Club US Sassuolo, in Lucerne, Switzerland, Thursday, 28 July 2016. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Spiele 8, Tore 7, Quote 0,88: Marco Schneuwly (Luzern) hat am tatkräftigsten an der hohen Trefferquote der Super League mitgewirkt. Foto: Keystone

Schon einmal die Super-League-Tabelle etwas näher betrachtet? Klar, man sollte Vaclik an den Pfosten fesseln, dem Balanta Betonschuhe anziehen und beim Doumbia Eisenplatten in die Hosen einnähen. Basel ist etwas gar überlegen, das stimmt.

Doch das ist hier für einmal nicht das Thema. Denn ein zweiter Blick offenbart, in der Super League werden Tore geschossen, was das Zeug hält. 3,42 Treffer sind es bisher pro Partie, und damit über eine halbe Chischte (nicht zu verwechseln mit den Chischten von Andy R. aus H. mit Ableger bei YB und Weingut in F.) mehr pro Spiel als in europäischen Ligen wie der Premier League, Bundesliga, Primera División et al.

Aber nun fertig mit dem Geschwätz, her mit den Zahlen.

Weil sich die verschiedenen Ligen an unterschiedlichen Zeitpunkten der Meisterschaft befinden, sei hier die Anzahl Spielrunden zum Messzeitpunkt erwähnt.

Bereits vergangenes Jahr schwang die Super League obenaus, wenn auch damals die Differenz noch etwas kleiner war.

Das bringt uns zur Frage: Warum ist das so? Es lassen sich dafür verschiedene Anhaltspunkte finden, aber keine Argumentation, die diese Torhohheit vollends erklärt.

  • In der Super League spielen zurzeit praktisch alle Mannschaften einen konstruktiven Fussball – Toreschiessen, und nicht -verhindern, ist das Ziel. Das beginnt bei Aufsteiger Lausanne. Dessen Trainer Fabio Celestini sagte der NZZ, entweder würden seine Spieler seine Ideen begreifen, oder eben nicht. Das ist mal eine Haltung. Sie führt zu 2:7-Niederlagen wie gegen YB, zu 4:4-Unentschieden wie gegen Thun, aber auch zu 5:0-Siegen wie gegen Vaduz. Weil andere Aussenseitermannschaften wie Lugano, Vaduz oder Thun ebenfalls eine spielbejahende Philosophie pflegen (sie spielen teilweise gar mit Gegenpressing), fallen auch in ihren Spielen zahlreiche Treffer. In anderen Ligen mag das anders sein: Da mauert ein HSV gegen den FC Bayern ein Spiel lang, da setzen finanziell schlechtere Mannschaften den Fokus auf die Defensive und eine gute Organisation.
  • Gute Verteidiger finden ist schwierig und vor allem teuer, das sagen Schweizer Sportchefs immer wieder. Also schauen sie sich im eigenen Nachwuchs oder in der Challenge League um. Das kann gut gehen wie bei einem Fabian Schär oder einem … ja, man tut sich gerade schwer, andere Beispiele zu finden. Vielleicht gilt es noch bei Michael Lang oder Jan Bamert, doch diese Strategie führt zumeist eben doch dazu, dass letztlich die Qualität fehlt. Kommt dazu, dass das Geld tendenziell eher für Stürmer und Mittelfeldspieler investiert wird als für Verteidiger. Die Konsequenz: Die Abwehr ist Mal für Mal überfordert.
  • Eine Kombination aus den beiden oben genannten Punkten ist folgende: Trainer wie Celestini, Tami, Manzo oder mit Abstrichen auch Zinnbauer (halt sehr erfolglos) verfolgen ein offensives Spielsystem, das anspruchsvoll zugleich ist. Weil also die Qualität fehlt, zeigen sich die Abwehrreihen oftmals entblösst, was folgt, sind Fehler und Tore.
  • Wo sind sie nur geblieben? Da wären wir wieder bei Vaclik – die guten Torhüter fehlen: Früher gab es Yann Sommer, Roman Bürki und Beat Mutter. Heute stehen Daniel Lopar, Guillaume Faivre oder Peter Jehle zwischen den Pfosten. Es fehlt ihnen an Liebe zum Arbeitsgerät, immer wieder lassen sie es fallen. Das war nun zynisch. Item. Ich bleibe dabei, früher war alles besser, nur dass heute mehr Tore passieren. Das ist doch auch was.

Achtung, Fremdprämienverbot!

Florian Raz am Montag den 23. Mai 2016
Uli Forte verspricht St. Gallen einen Lastwagen Bier. (Keystone)

Uli Forte verspricht St. Gallen einen Lastwagen Bier. (Keystone)

Liebe Fans des FC Zürich, ihr müsst jetzt ganz tapfer sein. Wahrscheinlich kann euch der Uli Forte im letzten Spiel gegen den FC Vaduz nicht mehr helfen. Und das, nachdem er die Mannschaft im nur vielleicht zu spätesten Moment so richtig aufgeweckt hat. 2:2 in Sitten und so.

Aber dann  hat der Uli einen entscheidenden Fehler gemacht: Er hat dem FC St. Gallen Bier versprochen für den Fall, dass sich der tatsächlich noch einmal dazu aufraffen sollte, in Lugano eine vernünftige Leistung abzurufen. Und nein, er hat nicht ein oder zwei Bierchen versprochen. Sondern gleich «einen Lastwagen» voll davon.

Homer Simpsons Bier-Tagtraum. (via GIPHY)

Klingt harmlos? Ist es keineswegs. Wir haben da mal nachrecherchiert. Zum Beispiel: Wie viel Bier passt in einen Lastwagen? Die sympathische Familienbrauerei Feldschlösschen hat kürzlich den Auftrag erhalten, 30’000 Hektoliter Bier nach Frankreich zu verschicken. Dazu benötigt sie 300 Lastwagen, macht also 100 Hektoliter Bier pro LKW.

Wir nehmen jetzt mal an, der Herr Forte erhält das Bier zum Einkaufspreis, den Gastronomen bezahlen. Das kommt offenbar auf rund 300 Franken pro Hektoliter. Macht summa summarum 30’000 Franken, die der FCZ-Temporär-Trainer aus seinem Portokässeli bezahlen müsste. Die Lieferung lassen wir mal aufs Haus der Brauerei gehen.

30’000 Franken also. Das sind immerhin 10’000 Franken mehr, als die Luganesi Igor Djuric und Patrick Rossini 2015 den Spielern des FC Schaffhausen in einem Couvert zukommen liessen. Damals ging es um den Aufstieg in die Super League, und die Schaffhauser siegten gegen Servette, den einzigen verbliebenen Konkurrenten Luganos, 2:1.

Djuric und Rossini wurden damals von der Liga erst für zwölf Spiele gesperrt. Das wurde danach zwar auf zwei Spiele reduziert, aber da war es für Rossini bereits zu spät: Er war von FCZ-Präsident-Eigentümer-Sportchef Ancillo Canepa fristlos entlassen worden. Die zwei werden das Ganze irgendwann vor Gericht miteinander aufarbeiten.

Wir halten also fest:

  1. Demnächst wird Uli Forte von der Liga für zwölf Spiele gesperrt.
  2. Ancillo Canepa löst seinen Vertrag zwei Spiele vor dessen Beendigung auf.
  3. Danach senkt die Liga die Sperre auf zwei Partien.
  4. Forte verklagt den FCZ auf die Cupfinalprämie.
  5. Cupsieger wird entweder Canepa oder Djuric.
  6. Absteiger auch.

Die Rangliste der Sportchefs: Heitz ist der Beste

Thomas Schifferle am Mittwoch den 11. November 2015
Nachspielzeit

Die Top 3 der Super-League-Sportchefs: Georg Heitz (Mitte), Andres Gerber (links), Manuel Huber. Fotos: Keystone

1. Georg Heitz (Basel)
Es ist ja gut möglich, dass er das, was er kann, in seiner Zeit als Journalist gelernt hat. Das spricht für ihn und seinen früheren Berufsstand. Heitz ist lange unterschätzt worden, weil ihm Gigi Oeri nur den Titel eines Sportkoordinators zubilligte. Und weil der heutige Präsident und Mehrheitsaktionär Bernhard Heusler viel vom Ruhm für die Endlosserie an Erfolgen abbekommen hat. Aber Heitz ist ein cleverer Kenner der Szene, guter Beobachter und mit einer Auffassungsgabe ausgerüstet, die so schnell ist wie sein Finger, mit dem er Anrufe entgegennimmt.

2. Andres Gerber (Thun)
Wer mit Thun nie Gefahr läuft, in Abstiegsgefahr zu kommen, wer mit Thun in die Europa League kommt, wer für Thun Spieler wie Luca Zuffi verpflichtet, die später Stammspieler in Basel werden, wer für Thun einen Trainer wie Urs Fischer holt, der als Zürcher perfekt ins Berner Oberland passt, wer sich nicht scheut, auch zur missglückten Wahl mit Ciriaco Sforza zu stehen, wer mit Thun all den finanziellen Problemen trotzt – der hat sich in der Rangliste der Sportchefs Platz 2 verdient. Bei Gerber fragt sich nur eines: Wie gut wäre er an einem Ort, wo es weit weniger beschaulich zu und her geht als in Thun?

3. Manuel Huber (GC)
Er ist in der Not Sportchef geworden, weil die Vereinsführung im Mai überraschend zur Einsicht gelangt war, mit Axel Thoma gebe es kein Weiterkommen. Huber, eigentlich der Geschäftsführer, darf mit seinem Namen für einen überragenden Entscheid stehen, für den besten überhaupt, den ein Super-League-Club diesen Sommer getätigt hat: die Verpflichtung von Kim Källström. Zudem hat er Munas Dabbur den Wunsch eines Wechsels nach Palermo ausgeredet und ihm klargemacht, dass er nur für einen bestimmten (Millionen-)Betrag weiterziehen darf. Allerdings profitiert er auch von einer Personalie, die noch sein in Ungnade gefallener Vorgänger zu verantworten hatte. Dank Thoma kann Pierluigi Tami als Trainer beweisen, dass er mehr kann, als nur die Schweizer U-21 zu betreuen.

4. Fredy Bickel (YB)
Mit dem FCZ Meister 2006, 2007 und 2009, Cupsieger 2005, Champions-League-Teilnehmer 2009. Und mit YB? Da ist er verantwortlich dafür, dass der Verein noch immer als Wohlfühloase wahrgenommen wird. Natürlich versteht Bickel sein Handwerk, dafür ist er auch schon lange genug dabei, und er profitiert bei seiner Wahrnehmung davon, ein geschickter Verkäufer seiner selbst zu sein. Nur weiss keiner besser als er, dass er bei der Finanzkraft der Gelb-Schwarzen irgendwann einen Titel präsentieren muss. Irgendwann wird nicht mehr diese Saison sein, aber 2017 muss das spätestens der Fall sein.

5. Giorgio Contini (Vaduz)
Gemach, gemach, natürlich trägt jetzt Bernt Haas den Titel Sportchef spazieren. Aber das tut er erst seit ein paar Tagen. Und darum ist das, wofür Vaduz steht, das Werk von Giorgio Contini. Ohne Mittel hat er sich eine Mannschaft zusammengestellt, die sich in der Super League ganz ansehnlich schlägt – und die vor allem ganz ansehnlichen Fussball spielt.

6. Christian Constantin (Sion)
Er macht gute Transfers, keine Frage. Dafür stehen Konaté, Assifuah, Lacroix, Vanins oder Salatic. Nur lässt sich auch sagen, wer so viel Personalumsatz macht wie Constantin, der kann sich gar nicht davor retten, zwischendurch einen guten Griff zu tun. Ohne den Besitzer-Präsidenten-Mäzen-Sportchef Constantin wäre Sion nicht das, was es ist: ein Verein mit Potenzial, der sich aber immer wieder selber im Weg steht.

7. Angelo Renzetti (Lugano)
Er ist die Tessiner Ausgabe von Constantin. Mit Zdenek Zeman ist ihm ein Coup gelungen, und wenn Zeman den Aufsteiger zum Ligaerhalt führt, darf Renzetti in dieser Rangliste getrost zwei Positionen vorrücken.

8. Rolf Fringer (Luzern)
Viel hat der frühere Trainer, der auf einmal seine Berufung als Sportchef entdeckt hat, bislang nicht bewiesen. Den besten Zuzug der letzten Zeit hat sein Vorgänger Alex Frei getätigt. Das ist die Verpflichtung von Markus Babbel als Trainer. Die Frage ist nun, ob Fringer über die Saison hinaus mit Babbel arbeiten will. In Luzern, einem Ort, der traditionell anfällig ist für Gerüchte, heisst es schon, er denke an Uli Forte.

9. Christian Stübi (St. Gallen)
Zugegeben, die Klassierung ist nicht fair. Zu wenig lang ist Stübi als Nachfolger des ungeliebten Heinz Peischl im Amt, um derart schlecht eingestuft zu werden. Aber zum einen muss einer Neunter sein. Zum anderen ist Neunter besser als (abgeschlagener) Zehnter. Und kann Stübi ganz schnell vorrücken, wenn sich die Verpflichtung von Trainer Josef Zinnbauer zum Glücksgriff entwickelt.

10. Ancillo Canepa (FCZ)
Ausser Trainer ist er alles: Präsident des Verwaltungsrates, Vorsitzender der Sportkommission, Mitglied der Marketingkommission, Vorsitzender von FCZ plus (was immer das genau ist), Mitglied der Finanzkommission, Mitglied der Gesamtleitung (was nun immer auch das ist), und damit es ihm nicht langweilig ist, steht er auch noch der Technischen Leitung vor, die zumindest gemäss Organigramm mit ihm allein besetzt ist. Der FCZ ist Canepas Werk, allenfalls noch das seiner Frau, die in sechs Kommissionen sitzt und vor allem das Geld gibt. Aber Canepa ist der, der für sich in Anspruch nimmt, den Fussball zu verstehen und sich darum einen Sportchef sparen zu können. Wie viel er davon versteht, zeigt sich in der Zusammensetzung des Kaders, den Leistungen auf dem Platz und der Platzierung in der Tabelle.

Psst … der FC Basel ist gar nicht gut

Florian Raz am Dienstag den 3. November 2015
Meister der Täuschung: Der FC Basel mag die Tabelle mit grossem Vorsprung anführen. Experten sind sich aber einig: Die Basler sind diese Saison gar nicht gut.

Meister der Täuschung: Der FC Basel mag die Tabelle mit grossem Vorsprung anführen. Experten sind sich aber einig: Gut sind diese Basler wirklich nicht.

Irgendeiner muss diese unangenehme Wahrheit mal an die Öffentlichkeit bringen. Bislang ist sie nur gewispert worden – in den Presseräumen und in den Interviewzonen der Schweizer Stadien. Fussballreporter, da nehme ich mich auf keinen Fall aus, sind so etwas wie die moderne Version der vielzitierten Waschweiber. Wer rechtzeitig vor dem Spiel da ist, um die vom Heimclub gesponserte Pasta zu futtern, erfährt so manches, was es danach nicht unbedingt bis in die Zeitungsspalten schafft.


Fussballreporter am Pasta-Büffet (Abbildung ähnlich).

Wer all die Informationen, Gerüchte und Meinungen gewissenhaft sammelt, der kann zu Erkenntnissen kommen, die anderen verborgen bleiben. Und dies hier ist so eine: Der FC Basel ist in dieser Saison gar nicht gut. Doch, doch, glauben Sie mir. Basel in Vaduz? Nicht gut. Basel gegen die Young Boys? Gar nicht gut. Basel in Zürich? Nicht so gut. Basel in Bern? Vielleicht halb gut, aber doch Verlierer.

So wird das geraunt vor den etwas angetrockneten Tortellini al pomodoro oder den leicht lampigen Spaghetti bolognese, beim Gang zu den Spielerinterviews und vor den Pressekonferenzen mit den Trainern. Und weil so viele Fachleute unmöglich falsch liegen können, hier der Blick auf eine durchschnittliche Super-League-Tabelle einer Saison, in der der FC Basel nicht gut spielt:

Tab SL

Was zur Frage führt: Wenn ein nicht gut spielender FCB vier Runden vor der Winterpause bereits weiss, dass er das neue Jahr als Leader beginnen wird, was sagt das dann über die Konkurrenz aus?

Wir könnten jetzt das lustige Lied von der Schweizer, Zitat Murat Yakin, «Gurkenliga» anstimmen. Aber wenn der aktuell Fünfte der Super League im Europacup gegen Rubin Kasan, Bordeaux und den grossartigen FC Liverpool (okay, jenen der Vor-Klopp-Ära) bestehen kann, darf das schon als Indiz für die eigentlich vorhandene Qualität in der Schweizer Liga gelten.

Wenn derselbe FC Sion danach aber spielt, als sei er ein komplett anderer und in Lugano 0:3 untergeht, dann sind wir aber schon mittendrin in der Antwort darauf, warum der FCB die Liga derart dominiert: Er ist ein Meister der Konstanz. Die Konkurrenz mag mal hier ganz grundsätzlich ein gutes Spiel zeigen und dort sogar eine starke Halbzeit gegen die Basler. Basel aber unterschreitet praktisch nie ein gewisses Niveau. Brillant mag das Team von Trainer Urs Fischer derzeit vielleicht nicht auftreten. Aber wer den FCB in einem Spiel schlagen will, der muss 90, 93 oder halt 95 Minuten lang besser sein. Und wer tatsächlich auch mal Meister werden möchte, muss 36 Runden lang durchhalten.

Diesen langen Atem hat in dieser Saison offenbar niemand. Die Grasshoppers können ihn gar nicht haben, so dünn ist ihr Kader aus finanziellen Gründen. Und jene Gegner, die sich vor der Saison als Herausforderer gebärdet haben? Kaum hatte die Saison begonnen, waren auch schon ihre Trainer entlassen. Und jetzt sind beim FC Zürich und den Young Boys Männer am Ruder, die für sich in Anspruch nehmen, mindestens bis zur Winterpause einfach mal eine Bestandesaufnahme zu machen und nebenbei noch etwas Aufbauarbeit für künftige Grosstaten zu leisten.

YB und der FCZ haben die Meisterschaft verloren, bevor sie überhaupt begonnen hatte. Weil sie Ende letzter Saison nicht den Mut hatten, reinen Tisch zu machen und einen Neuanfang zu wagen. Stattdessen hofften sie nach durchzogenen Saisons darauf, dass sich alles irgendwie einrenken würde. Tat es aber nicht. Und mit dem Trainerwechsel warfen die beiden Clubs zugleich ihre ganze Sommervorbereitung auf den Misthaufen der Fussballgeschichte.


Ein hoffnungsfroher FCB-Konkurrent peilt hohe Ziele an (Abbildung sehr ähnlich).

Was jetzt noch bleibt im laaaangen Warten bis zum Saisonende, ist einerseits die Hoffnung auf einen plötzlichen, monatelangen Systemausfall in Basel, der noch etwas Spannung zurückbringen könnte. Und andererseits darauf, dass wenigstens die Young Boys die schon wieder eingeläutete Zwischensaison so nutzen, dass sie wenigstens 2016/17 endlich bereit sind, die Basler anzugreifen. Allen anderen Clubs traut man den Part des ernsthaften FCB-Konkurrenten ja schon gar nicht mehr zu.

Der schönste Tag der neuen Saison

Florian Raz am Freitag den 17. Juli 2015
Glauben Sie mir - so schön wie vor dem Anpfiff wird die Saison nie mehr. YB-Spieler präsentieren ihr neues Trikot.

Glauben Sie mir – so schön wie vor dem Anpfiff wird die Saison nie mehr. YB-Spieler präsentieren ihr neues Trikot.

Heute Freitag ist ein besonderer Moment. Es ist der schönste Tag der Super League, Ausgabe 2015/16. Und zwar mit Abstand. Geniessen Sie, liebe Fussballanhängerin, kosten Sie den Moment aus, lieber Fan! Nie mehr wird die Liga so perfekt sein wie heute.

Zu keinem Zeitpunkt wird das Raum-Zeit-Kontinuum derart grandios ausser Kraft gesetzt wie in der Sommerpause des Fussballs. Alle Teams dürfen gleichzeitig an der gleichen Stelle stehen, ohne dass die Logik dagegen aufbegehren kann. Ein Drittel der Liga wird Meister, der Rest kommt mindestens in den Europacup oder hat zumindest absolut nichts mit dem Abstieg zu tun. Es ist pure Magie.

Die Young Boys? Transfersieger! Die «Berner Zeitung» befindet gewohnt zurückhaltend, YB habe «prächtige Aussichten, den ersten Meistertitel seit 1986 zu gewinnen». Und plötzlich wird in Bern sogar ganz offiziell das sonst so gescheute «T»-Wort in den Mund genommen. YB will einen T I T E L gewinnen. Und, da schmunzelt der YB-Präsident Werner Müller, «in Europa ist das Ziel kaum zu erreichen». Gut, hat sich die Schweiz unter SVP-Anleitung schon längst aus Europa in die innere Migration verabschiedet, da wird das schon klappen mit dem aussereuropäischen Titel. «Das Timing wäre perfekt», findet die «BZ». Und okay, das klingt dann schon ein wenig danach, als wolle man sich 30 Jahre Wartezeit ein wenig schön saufen. Aber lassen wir das.

Ancillo Canepa Praesident des FC Zuerich freut sich ueber den Sieg beim Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem Grasshopper Club Zuerich im Stadion Letzigrund in Zuerich, am Freitag, 29. Mai 2015. (KEYSTONE/Valeriano Di Domenico) .....

Setzt auf die Kondition seiner Spieler: FCZ-Präsident Ancillo Canepa.

Der FC Zürich? Hatte schon letzte Saison eine eigentlich total erfolgreiche Mannschaft, der nur leider jeweils etwas früh der Schnauf ausgegangen ist. 20 Punkte habe das Team in den letzten Minuten verloren, rechnet FCZ-Präsident Ancillo Canepa der «NZZ am Sonntag» vor. Aber darum ist jetzt ja Konditionstrainer Alex Kern da. Und schon ist die körperliche Konstitution so fantastisch, dass Yassine Chikhaoui die letzte Woche vor dem Saisonstart freibekommt. Wäre ja auch schlecht, so eine übertrainierte Nummer 10.

Der FC Sion? Hat spielerisch «die grösste Substanz der Liga», wie Verteidiger Reto Ziegler äusserst bescheiden befindet. Der FC Basel? Wird sowieso die nächsten 100 Jahre Meister. Weil: Geld schiesst eben doch Tore.

Nur das Tattoo fehlt noch: FCL-Trainer Markus Babbel.

Der FC Luzern? War in der letzten Rückrunde natürlich nicht das am wenigsten schwache Team einer merkwürdig wankelmütigen Liga – sondern das fast beste. Wenn das so weitergeht und sich Trainer Markus Babbel endlich das FCL-Logo tätowieren lässt, wo soll das noch enden?

In St. Gallen freuen sie sich auf Tranquillo Barnetta, sagt Präsident Dölf Früh. Und weil Vorfreude die schönste Freude ist, warten sie noch heute. Der FC Vaduz stellte letzte Saison mit 28 Treffern die schwächste Offensive der Liga. Jetzt schiesst er vor dem Saisonstart 42 Tore in 5 Spielen. Zweiundvierzig! Und das gegen Teams mit klingenden Namen wie SP La Fiorita oder Werdenberg Auswahl.

Die Grasshoppers schliesslich stehen kurz davor, den Wirtschaftsnobelpreis zu gewinnen. Denn wer einen radikalen Sparkurs fahren kann und gleichzeitig einen Kim Källström aus dem nicht als Billigmetropole verschrienen Moskau verpflichtet, der macht auch aus griechischer Ödnis wieder blühende Landschaften. Mit links.

Und dann erst der FC Lugano! Entlässt seinen Aufstiegstrainer, unter dem die Tessiner die beste Abwehr der Challenge League stellten. Und holt Zdenek Zeman, der bedingungslose Offensive predigt. Vermutlich, weil Angriff schon immer das beste Rezept eines Aufsteigers war, der sein Kader kaum verstärkt hat.

Ciriaco Sforza, Trainer des FC Thun, mit der ersten Niederlage waehrend dem Burkhalter-Cup zwischen dem FC Thun und dem FC Wohlen am Freitag, 26. Juni 2015, in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Sowieso 5 Plätze besser als sein Ruf: FC Thun-Trainer Ciriaco Sforza. Bilder: Keystone

Bleibt der FC Thun. Dort ist jetzt Ciriaco Sforza – und wo Sforza ist, kann es nur gut kommen. Ausserdem landen die Oberländer sowieso immer rund fünf Plätze weiter oben, als sie die vermeintlichen Experten sehen.

Keine Frage: Wäre Faust ein Fan eines Clubs aus der Super League gewesen, Mephisto hätte leichtes Spiel gehabt. Zwei Sätze bloss braucht es, um seine Seele zu verwirken: «Verweile doch! Du bist so schön!» Jetzt ist der Moment, sie auszurufen.

Denn ab morgen Samstag spielen sie schon. Dann sitzen wir wieder in den Stadien. Und unten spielt zum Beispiel Thun gegen GC.

Serienmeister FC Basel: Es ist wie mit der Sonne

Florian Raz am Donnerstag den 21. Mai 2015
FUSSBALL, SUPER LEAGUE, NATIONALLIGA A, NLA, LNA, MEISTERSCHAFT, SAISON 2014/15,  FCB, FC BASEL, FC BASEL 1893, BSC YOUNG BOYS, YB,

Barfüsserplatz, 17. Mai 2015. Das Bild könnte natürlich auch aus dem Mai 2014, 2013, 2012, 2011 oder 2010 stammen.

Der FC Basel stand rein rechnerisch noch gar nicht als Meister 2015 fest, als mir, sozusagen als Basler Vertreter auf einer Zürcher Redaktion, eine Idee für einen Artikel angetragen wurde. Es wäre doch schön, wenn prominente Baslerinnen und Basler im «Tages-Anzeiger» erzählen würden, wie langweilig es sei, dass der FCB die Liga schon wieder gewinne. Ja, musste ich zugeben, das wäre in der Tat schön. Also, für den Tagi. Für die bekannten (und auch für weniger bekannte) Basler wohl eher weniger, ausser sie wollten die Anzahl ihrer Facebook-Freunde sowieso markant reduzieren.

Ausserdem verkennt der Wunsch nach gelangweilten Baslerinnen die Realität. Es entspricht schlicht dem Basler Selbstverständnis, Meister zu werden. Es ist wie mit der Sonne: Mal geht sie etwas früher auf, mal etwas später. Im Schnitt aber erscheint sie jeden Tag – ohne dass das jemand langweilig fände. So ist es in Basel mit dem Fussball: Der FCB wird mal etwas früher Meister, mal etwas später, im Schnitt aber wird er Meister.

Das mag den Geruch von Routine haben. Aber Langeweile? Das ist etwas für die Menschen in der restlichen Schweiz. In Basel hält man seit fünf Jahren einen Zuschauerschnitt von 29’000 und führt Diskussionen darüber, welche Meisterfeier die bessere sei: die spontane nach jenem Spiel, in dem der Titel gesichert wird – oder doch die offizielle nach der Pokalübergabe? Ganz unter uns: Die spontane Meisterfeier ist natürlich weitaus lustiger.

Es war übrigens nicht immer so, dass der Basler unabhängig von der sportlichen Spannung ins Stadion gepilgert ist. 1973 gewann der Club zwar seinen fünften Meistertitel in sieben Jahren, trotzdem kamen 35 Prozent weniger Fans als 1972 ins Joggeli. Die «Basler Nachrichten» berichteten von einer «gewissen Sattheit».

Der Unterschied zu damals: Heute schreibt der FCB seine eigenen Geschichten, die die Fans unterhalten. Ganz unabhängig davon, welche anderen neun Clubs gerade die Liga füllen, um ihm den nächsten Titelgewinn zu ermöglichen: Siege über englische Top-Clubs (Liverpool), Ikonen, die ein Jahr vor Vertragsende zurücktreten (Streller), Trainerentlassungen nach Meistertiteln (Yakin), japanische Nationalspieler, die höchstens auf der Tribüne Platz nehmen dürfen (Kakitani), Millionentransfers zu Weltclubs (Salah), ehemalige Champions-League-Sieger, die in erster Linie im Cup gegen Erstligisten eingesetzt werden (Samuel), argentinische Fussballromantiker, die um der alten Liebe willen verpflichtet werden (Delgado), Nachwuchsspieler, die man gesehen haben muss, ehe sie später mit Bayern (Shaqiri) oder Barcelona (Rakitic) um den Gewinn der Champions League spielen.

So dreht sich der FCB fröhlich um sich selbst. Und passt damit ganz gut zur Stadt, die sich sowieso gerne mit sich selber beschäftigt, ohne sich dabei im Geringsten langweilig vorzukommen.

P.S. Sollten Sie Baslerin oder Basler sein (gerne prominent) und sich über die vielen Meistertitel des FCB langweilen: Ich freue mich über ihre Zuschrift auf florian.raz@tamedia.ch

Basler Meistermaler

Florian Raz am Donnerstag den 23. April 2015

Seit 1487 kennt die Kunstgeschichte den namentlich unbekannten «Basler Meister». Seit Ende April kennt das Internet die Basler Meister 2015. Wir danken an dieser Stelle Shkelzen Gashi für die Verbreitung obigen Beweisbildes, das uns den Tag versüsst hat.

Beim Basler Topskorer wollen wir deswegen auch gleich unsere Kunstbetrachtung beginnen. Auffällig erscheint zunächst einmal die Pinselhaltung, die einen ähnlich filigranen Umgang mit dem Malwerkzeug vermuten lässt #wie #ihn #Gashi #auch #mit #den #Hashtags #beweist.

Gashi bleibt mit seinen kräftigen Punkten scheinbar ganz auf der abstrakten Ebene. Das könnte aber auch eine Täuschung sein. Hat er gar schlicht die Stellen im Tor markiert, an denen in dieser Saison seine Bälle an den Goalies vorbei geflogen sind? Ein vielschichtes Werk, das noch viel zu reden geben wird.

Ziemlich simpel dagegen wirkt das Werk ganz im Vordergrund, das wir Philipp Degen (im Bild links mit Malstempel in der Hand) zuordnen. Er stellt in seinem Werk die Ursprungstrennung von seinem Zwillingsbruder David noch im Mutterbauch dar. Es ist das ewige Thema des Zwillings, das hier auf anschauliche, wenn auch ästhetisch durchaus anspruchsvolle Art und Weise dargestellt wird.

Bei Marco Streller (rechts) fragen wir uns, ob die Flecken auf der Hose bereits beim Kauf vorhanden waren. Sein Bild folgt in Anlehnung an den Anthroposophen Rudolf Steiner der Farbenlehre Goethes, was bei Strellers Herkunft nicht erstaunen kann. Schliesslich spielte er bei Aesch und Arlesheim, also bloss in Kirschsteinspuckdistanz zum Steiner-Zentrum in Dornach entfernt. Einziger Bruch ist die klare weisse Linie. Ein eindeutiger Hinweis darauf, dass er demnächst einen Strich unter seine aktive Karriere setzen wird.

Fabian Schär (Dritter von links) hält sich ganz an Robert Ryman, der seit 40 Jahren weisse Bilder malt.

Robert Ryman.

Robert Ryman.

Schär spielt mit dem Vorwissen, beziehungsweise Nicht-Wissen des Betrachters. Wo wird der Verteidiger nächste Saison spielen, erzwingt er den Abgang ins Ausland, bleibt er in Basel? «Spekuliert bloss weiter!», scheint uns Schär mit seinem Werk zuzurufen, «die Zukunft ist ein weisses Stück Papier – und wenn die richtigen Zahlen draufgeschrieben werden, dann unterschreibe ich.»

Ein Pragmatiker ist Fabian Frei (mit SPR-Aufschrift). Ein Blatt, ein Ziel, lautet seine Losung. Den Roller hat er fest gepackt, das Papier ist flächig, mit einem leichten Verlauf, bemalt. «Auftrag erfüllt!», scheint sein Blick zu sagen. Ein Werbevertrag mit dem Ostschweizer Flachmalerverband ist denkbar.

Eher der Performance zugeneigt sind hinten Behrang Safari und Davide Calla, die das Filmplakat von Susi und Strolch nachspielen.

Susi (r.) uns Strolch.

Susi (r.) und Strolch.

Calla beweist ausserdem mit seiner Fingerhaltung, dass er weiss, dass Raiders jetzt Twix heisst (ältere Semester erinnern sich). Ob das nun schon als gesellschaftskritisch durchgeht? Wir sind noch nicht ganz überzeugt.

Und damit zum letzten Bild, vorne rechts, das wir Matias Delgado zurechnen. Ganz hübsch, sicher, aber vielleicht etwas zu lieblich für die grosse, weite Kunstwelt. Wir sehen grosse Chancen, das Bild bei Ikea® massentauglich zu vermarkten.

Alles in allem: ein starker Jahrgang, diese Basler Meister 2015. Irgendwie sogar noch besser als der Bundesrat 2010:

Der Bundesrat des Jahres 2010 präsentiert stolz seine Gruppenarbeit.

Der Bundesrat des Jahres 2010 präsentiert stolz seine Gruppenarbeit.