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Mal ein paar Fragen an die Fans

Christian Andiel am Donnerstag den 16. April 2015
Bor. Moenchengladbach vs 1. FC Cologne

14. Februar 2015: Kölner Fans bereiten beim Spiel in Mönchengladbach ihren Platzsturm vor. Übrigens alles nur Einzeltäter. Foto: Keystone

Der Kollege Schifferle hat die Schreckensbilanz vor nicht allzu langer Zeit an dieser Stelle aufgezeigt, Tognoni hat vor wenigen Tagen nachgelegt, nachdem FCZ-Fans nach dem Spiel in Basel den Zugverkehr lahmgelegt hatten. Es ist zum Kotzen, es ist peinlich. Und es ist kein Ende in Sicht. Ein paar Fragen an die Adresse der Fans müssen erlaubt sein.

Warum eigentlich, Fans, stellt ihr immer wieder die Frage «Wem gehört der Fussball?»? Natürlich genauso regelmässig mit der gleichen Antwort, er gehöre logischerweise nur den Fans. Das ist Blödsinn. Der Fussball gehört allen. Den Sponsoren, den Spielern und Trainern, den Clubpräsidenten, den Medien, den Fans. Nicht einmal Sepp Blatter besitzt ihn allein, auch wenn er ganz fest davon überzeugt ist. Manchen Sponsoren und Präsidenten gehört ganz konkret ein Club, das ist schlimm genug, aber nicht zu ändern in der heutigen Welt. Ohne Geld geht nichts, das müssten gerade die Fans wissen, die gerne Randale machen, wenn die Spieler nicht gut genug sind, um die Liga zu erhalten.

Warum, Fans, seht ihr eure grossen Feinde immer noch bei der Polizei, bei den Clubs, bei den Medien? Eure grössten Feinde stehen im Fanblock direkt neben oder vor euch. Dass dann diejenigen, die Petarden in den Block mit den Fans des Gegners werfen, die auf Unbeteiligte losgehen, die rücksichtslos mit purer Gewalt agieren, dass die eben nicht geoutet werden von den anderen Fans, wird gerne mit Solidarität erklärt. Man sei kein Spitzel, kein Kameradenschwein. Abgesehen davon, dass diese Kasernenmentalität eh ein bisschen fragwürdig ist, muss man sich doch die Frage stellen: Mit wem bzw. welcher Art von Fan erkläre ich mich da eigentlich solidarisch?

FCZ gross

Vermummt wird der Bengalo gezündet im Letzigrund, drum herum herrscht beste Laune. Quelle: SRF

Das Problem hat meiner Meinung nach aber einen ganz anderen Hintergrund: Fans, die andere bei ihren Gewalttaten, Petardenwürfen und Platzstürmen sehen, haben schlicht die Hosen voll (was sehr nachvollziehbar ist). Sie wissen eben ganz genau, wozu diese Fans fähig sind, wenn sie herausfinden, wer den Mut hatte, sie gegenüber den richtigen Stellen namentlich zu nennen. So viel also zum Thema «Zivilcourage unter Fussballfans». Das ist, wie gesagt, verständlich, aber dann sollte man es auch so benennen und sich nicht mit seiner angeblichen Ehrenhaftigkeit brüsten.

Warum, Fans, habt ihr aber noch dazu das Gefühl, Fussballstadien würden nur gebaut, damit ihr eure Bengalos abfackeln könnt (und dazu, als Kollateralschaden quasi, manchmal halt auch noch die eine oder andere Person)? Zumindest bekommt man diesen Eindruck, wenn man Fanforen liest, euch bei Diskussionen zuhört. Zu eurer Info: Es gab Zeiten, da war die Stimmung in den Stadien auch vor der Bengalo-Zeit richtig gut, ausgelassen, fröhlich. Und manchmal auch nicht so gut, wenn das Spiel nicht so gut war. Es gibt ein Land (England), wo Bengalos verboten sind, und zumindest ich habe noch keinen Spieler gehört, der gesagt hat: «Premier League ist ganz okay, aber die Stimmung in Anfield ohne Bengalos ist ziemlich beschissen.»

Es gibt momentan ein bisschen Hoffnung. In Köln wurde jüngst ein Fan dazu verurteilt, den Schadensbetrag zu übernehmen, der durch sein Fehlverhalten dem Club aufgebrummt wurde. Er hatte einen Knallkörper geworfen, sieben Menschen wurden verletzt, das kostet ihn nun 30’000 Euro. Der 1. FC Köln will jetzt auch die 200’000 Euro Strafe von den Fans erstattet haben, die nach dem Platzsturm einiger vermummter Fans in Gladbach ausgesprochen wurden.

Mehr als ein bisschen Hoffnung ist das freilich nicht. Als die Kölner Clubführung der gesamten Gruppe, die schon vor dem Platzsturm immer wieder gewalttätig aufgetreten war, den Fanclub-Status absprach, gab es im nächsten Spiel Plakate mit dem Vorwurf der «Sippenhaftung», die aber so etwas von gemein sei. Dabei zeigte der 1. FC Köln tatsächlich endlich einmal die Konsequenz, die notwendig ist, auf die man bei anderen Vereinen aber immer noch wartet. Und deshalb gibt es an dieser Stelle bald einmal ein paar Fragen an die Clubs.

Christian Andiel

Christian Andiel

In Bayern aufgewachsen, ziemlich heftig mit dem 1. FC Köln verbandelt – und träumen darf man ja von Europa und Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

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65 Kommentare zu “Mal ein paar Fragen an die Fans”

  1. Ein "sogenannter" Fan sagt:

    So jetzt mal eine kurze Ansprache an all unsere Sicherheits-, Hooliganismus- und Fanexperten.
    Ich finde euch zum brüllen. Wie ihr Stammtischpolitiker bei jedem noch so kleinen Beitrag über Fussball poltert und euc darüber auslasst, dass man diese “sogenannten” Fans wie ihr sie nennt, am besten über Wochen einsperrt, öffentlich brandmarkt und am besten auch noch gerade erschiesst.
    Fussball ist nicht der Sport von Funktionären, Politikern die ihr mangelndes Charisma mit einer achso harten Hand kaschieren möchten. Fussball ist der Sport für den einfachen Bürger, zumindest war es einmal so. Zu diesen gehören auch die Kurven, welche sich für den Verein wie auch für die Fans einsetzen, ohne auch nur einmal einen einzigen Franken zu sehen. Diese Kurven sind es auch die Choreos machen, Spenden sammeln und sich für die Jugend engagieren. Wer denkt das solche Organisationen, die stolz, unverkäuflich und selbst reguliert sind , sich von irgendwelchen Stammtischhelden oder Sicherheitsdirektoren in Anzügen, etwas vorschreiben lassen, der hat definitiv ein Wahrnehmungsproblem.
    Jetzt werden gleich die Rufe laut: “Wer sich nicht an Gesetze hält der gehört eingesperrt!!!”. Die Personen die solche Parolen um sich schreien sind aber auch die Personen die bei anderen Artikeln bei denen es um die Jugend geht, rumstänkern das die Jugendlichen einfach nichts machen und sowieso verweichlicht und faul sind. Achso: Das eine ist nicht recht, dass andere ist aber auch nicht in Ordnung. Interessant…. Naja mit eurem Weg die Kurven zerstören zu wollen, zerstört ihr auch gleichzeitig die Stimmung in den Stadien. Mit der fehlenden Stimmung werden auch die Zuschauerschnitte sinken. Dies wird auch längerfristig die Folge haben, dass der ohnehin schon nicht gute Fussball in der Schweiz nur noch schlechter wird. Denkt mal drüber nach 😉 Als Vergleichsobjekt könnt ihr sehr gerne Italien nehmen. Dort gabs auch solche Marktschreier wie euch, nur mit dem kleinen Unterschied, dass in Italien tatsächlich ernst zunehmende Probleme mit Fans gab. Um zurück auf den Punkt zu kommen, nachdem man die Ultras aus den Stadien verbannt hatte, sank auch die allgemeine Qualität des Italienischen Fussballs. Vielleicht würde es dem einten oder anderen unter euch auch wieder einmal gut tun in ein Stadion zu gehen und sich die “kriegsähnlichen Zustände die dort Wochenende für Wochenende herrschen mit eigenen Augen zu betrachten. Weil wie jeder von euch allen wissen sollte, ist die verlässlichste Quelle immer noch die eigene.
    Zusätzlich würde ich euch auch noch raten mal mit einem dieser “kriminellen” Ultras zu reden. Sie werden euch bestimmt nicht gleich umbringen 😉
    Erkennen kann man die mit dem geübten Auge eines Fussballfans sehr einfach. Anonsten könnt ihr euch bei mir melden, ich mache euch sonst eine kurze Beschreibung verfassen. Aber gäu, nicht dann gleich dem Blick für den Internetpranger senden 😛

    Hochachtungsvolle Grüsse

    Ein “sogenannter” Fan

  2. R. Lehmann sagt:

    Naja, ziemlich plakative Fragen.
    Mal ganz kurz: Wer behauptet, an der Anfield Road herrscht generell gute Stimmung, hat schlicht zu viel Championsleague-Propaganda geschaut. Dass in England im Übrigen immer mehr Fackeln, Rauchtöpfe und dergleichen gezündet werden, wird auch gerne übersehen und ausgeblendet. Wieso dies wohl so ist?

    Bengalos in den Händen gehalten sind nun mal in der Kurve akzeptiert, gehören dort hin und werden auch nicht verschwinden. Bengalos, die nicht geworfen werden (wie 99% der abgefeuerten Fackeln es sind), befinden sich ja auch nur in den Kurven und nicht im Familien- oder VIP-Sektor. Entsprechend wenig habe ich für die totale Ablehnung normal abgefeuerter Fackeln in jenen Sektoren übrig. Diese Pyros sind auch nicht mit Gewalt gleichzusetzen und gefährden niemanden mehr, als ein vorbeifahrender Zug in einem Bahnhof!!
    Wer Fackeln wirft, gehört nicht ins Stadion, das stimmt. Dass die Selbstregulierung in den Kurven sehr oft funktioniert, kann ich bestätigen, alles kann damit jedoch nicht verhindert werden. Entsprechend wird aber jeweils im Nachgang ziemlich klar “tacheles” geredet und das eine oder andere Hühnchen gerupft. Auch interne Strafen und z.T. Verbannungen erfüllen dabei den gewünschten Effekt. Davon braucht die Öffentlichkeit jedoch nichts mitzubekommen.

    Was dann auf Bahngleisen passiert, ist schlicht doof, dämlich, zu verachten. Keine Ahnung, was es bringen soll, solche Aktionen zu starten. Hier gibt es noch Nachholbedarf in den Kurven, wie auch bei der Polizei. Nach dem unrühmlichen Vorfall in SG vor ein paar Jahren wurde zumindest in Luzern in dieser Hinsicht viel intern gearbeitet, sodass solche Aktionen seither zum Glück nicht mehr vorgekommen sind.

    • s.k. sagt:

      99% ist etwas tief.. ich würde meine hand dafür ins feuer legen das es 99.999999% sind. es ist nämlich nicht so das 1 von 100 fackeln geworfen wird 😉 zumindest nicht in der schweiz wo mit abstand am meisten anti-fanpropaganda betrieben wird (kroatien und frankreich sind auch weit vorne in diesem bereich).

  3. FLABL sagt:

    1.Ich gehe seit nunmehr knapp 25 Jahre an Fussballspiele (Heim- und Auswärtsspiele). In dieser Zeit habe ich noch nie körperlichen Schaden davon getragen oder bin sonst in gefährliche Situationen geraten. In der gleichen Zeit wurde ich einmal auf der Strasse ausgeraubt, einmal beinahe angefahren, habe am Wochenende mehrfach Schlägereien miterlebt, habe mich mehrfach beim Sport verletzt und räume nach jedem Wochenende die Rückstände von Ausgänge/-Innen aus dem Vorgarten unseres Wohnhauses. Ich sehe also nicht wieso der Besuch von Fussballspielen gefährlicher sein soll als mein tägliches Leben.
    2. Es wird immer nur über das negative in den Fankurven berichtet. Selten erwähnt jemand welche positiven Seiten die Kurve und ihre Mitglieder haben. Es gibt zum Beispiel viele Menschen mit Behinderungen die ganz selbstverständlich in die Kurve integriert werden. An jedem Spiel treffen sich Menschen aus ganz vielen Gesellschaftsschichten und erleben gemeinsam den Fussball.
    3. Von allen Leute, die über die böse Jugend in den Kurven schreiben, möchte ich gerne einmal Wissen ob sie in ihrer Jugend (falls sie überhaupt einmal jung waren) keinen Blödsinn gemacht haben. Dazu ein Beispiel, das zwar nicht direkt mit Fussball zu tun hat, die Mentalität dieser Menschen gut beschreibt: Alter Mann (60+) schnauzt Teenager (+/- 16) im Tram an, weil er die Füsse, notabene auf einer Zeitung, auf dem Sitz liegen hat. Steigt aus dem Tram aus und geht, vor den Augen mehrerer Kinder bei rot über die Strasse so dass ein Auto stark abbremsen muss.
    4. Ich warte immer noch auf den Tag, an dem gefordert wird, dass bei einem Raserunfall mit Todesfolge unter Alkoholeinfluss gefordert wird dass alle Menschen mit den gleichen Kantonsnummernschildern für die nächsten vier Tage von den Strassen verbannt werden.
    5. Ein weiteres Beispiel im Bezug auf Doppelmoral wäre noch dieses: Wie geht es auf, dass die gleiche Politikerin, die an vorderster Front gegen Pyros kämpft, gleichzeitig aktiv gegen eine Verschärfung des Nichtraucherschutzes einsteht? Ich weiss man kann das nicht direkt vergleichen, weil Zigaretten erlaubt und Pyros verboten sind, aber wenn ich die Opfer des Rauchens mit denen von Pyros oder die Kosten für die Krankenkassen für diese miteinander vergleiche, komme ich eher zum Schluss sie sollte sich für den Nichtraucherschutz stark machen.
    6. Überlegt euch einmal, ob es in eurem Leben nicht auch schon etwas gegeben hat, dass für euch so wichtig war, dass ihr viel Geld, viel Energie und viel Herzblut hineingesteckt habt. Falls ja, dann könnt ihr verstehen, was Jugendliche antreibt, sich für ihren Verein und für die Kurve einzusetzen. Falls nein, versucht es euch einmal vorzustellen, denn nur dann könnt ihren etwa verstehen, was in einem Fussballstadion und in einer Fankurve abgeht.

    Danke und habe fertig!

  4. Fred Schönbächler sagt:

    Es gibt nur Nulltoleranz bei Pyros, und das ist auch sehr einfach durchzusetzen: Sobald der erste Feuerwerkskörper gezündet wird, wird das Spiel abgebrochen. Die Mannschaft, in deren Kurve der Pyro gezündet wurde, verliert das Spiel, es gibt keine Wiederholung und keine Wiederaufnahme des Spiels.

    Es geht nicht an, dass irgendwelche Fangruppen, die Vereine oder die Stadionbetreiber die Regeln machen. Die Regeln muss die gesamte Gesellschaft machen. So wie in allen anderen Lebensbereichen auch.

  5. Sven Schwarz sagt:

    MAL EIN PAAR FRAGEN AN DIE MEDIENSCHAFFENDEN UND NICHT-FUSSBALLSTADION-GÄNGER DIE SICH HIER TUMMELN:

    Warum werden die Fankurven immer als ganzes verurteilt?
    Warum wird behauptet dass gewalttätiges Verhalten in Fankurve akzeptiert bzw. goutiert wird?
    Warum gibt es nirgends mehr Kollektivstrafen (das Mittelalter ist vorbei) nur im Fussball wird danach gerufen? (Bspl.: Hooligan-Konkordat)
    Wieso wird Pyro (gezündet nicht geworfen) immer mit Gewalt gleichgesetzt?

    Ich glaube jeder regelmässige Stadiongänger weiss was ich meine.

    Danke schon im Voraus für Antworten

    • Mäse sagt:

      1. Siehe 2
      2. Gibts denn einen Fall wo die Kurve Gewalttäter (lassen wir die Pyros mal weg) gestellt und den Verantwortlichen übergeben haben? Solange dem nicht so ist, funktioniert die vielgepriesene Selbstreinigung oder Regulierung nicht. Man kann also die Übeltäter nicht identifizieren, was automatisch dazu führt, dass man die ganze Kurve aus gleiche Niveau hebt oder senkt. Dumm gelaufen, für die ‘Guten’ und gut gelaufen für die ‘Bösen’
      3. Steht im Konkordat ‘kollektiv’ und wird ‘kollektiv’ angewandt? Bitte um Beispiel
      4. Wird’s das? Der Fakt ist, es ist verboten. Und jetzt geben Sie mir genau einen Grund, warum eine gewisse Gruppe Menschen, namentlich Fussballfans, denkt, das Gesetz gehe ihnen am Arsch vorbei? Interessant wie gewisse Leute das Gesetz nach ihrem eigenen Gusto auslegen. Die Kurven reden immer von Gerechtigkeit und Respekt, leider sind beide Wörter nicht als Einbanhstrasse zu verstehen

      • Sven Schwarz sagt:

        2. Die Thuner Fankurve hat vor einem Jahr einen Pyrowerfer der Polizei übergeben.
        In “meiner” Fankurve wurde das nicht so gehandhabt, aber ich garantiere ihnen das der letzte Pyrowerfer nicht mehr in die Kurve kommt.
        Klar kann man davon halten was man will, aber es zeigt Wirkung.

        3. Zugfahrt-Zwang, Intimkontrollem und nicht Einlass trotz Ticket (in St.Gallen) sind Kollektivbestrafungen! Und übrigens mit Bundesgesetz nicht vereinbar.

        4. Niemand darf und kann sich über das Gesetz stellen! Auch keine Fankurve. Aber Pyro werfen und Pyro zünden kann und darf nicht gleich geahndet werden. (In dieser Beziehung wurden schon einige Vorschläge von Clubs von den Behörden abgelehnt)

        • Mäse sagt:

          Danke.
          2. kenne ich und natürlich gibts Ausnahmen
          3. Ich weiss nicht ob man das unter Kollektivstrafe oder notwendige Prävention ablegen kann, schön ist’s auf keinen Fall.
          4. Den Behörden sind dummerweise auch auch bei den besten Vorschlägen die Hände gebunden. Die können das Gesetz nicht einfach verbiegen, ansonsten die ‘andere Seite’ wieder losheult.

          Grundsätzlich: die von mir angesprochenen Punkte sind nicht meine persönliche Meinung sondern ein Versuch darzustellen, wie der ganze Rest solche Dinge wohl sieht. Dem ‘Problem’ wird man nur Herr, wenn beide Seiten zusammenarbeiten. Und auch dann wird es unter 1000 Kurvengängern immer ein paar Vollpfosten geben. Zu den Pyros: Ich gehöre klar zu den Befürwortern, aber kontrolliert, wie das zum Beispiel früher im alten Joggeli (hoffe erinnere mich recht) gehandhabt wurde. Aber auch dann, es ist eine Frage der Zeit, bis wieder einer denkt, dass das im Pulk doch viel den geileren Kick abgibt.

          Noch ein letzterPunkt, der mit seit Jahren beschäftigt: Die privaten Sicherheitsfirmen. Sie gehören raus aus den Stadien, sie sind meist dem Druck nicht gewachsen der auf sie ausgeübt wird.

          • Sven Schwarz sagt:

            Selbstverständlich, schreibe ich nur davon wie aus meiner Sicht erlebt habe. Hab aber immer mehr den Eindruck, dass die Debatte oft einseitig und polemisch geführt. (Eine grundsätzliche Tendenz nicht nur bei diesem Thema)

            Da geb ich Ihnen völlig recht, ohne Zusammenarbeit und miteinander reden geht gar nichts. Und da müssen sich auch die Kurven in die Pflicht nehmen.

            Das waren noch Zeiten 😉 Da hats auch niemanden gestört. Im Gegenteil: In den Medien war von der tollen Stimmung wie in Italien die Rede.

            Zu ihrem letzten Punkt: Da bin ich mir nicht ganz so sicher was am nützlichsten wäre. Ich war bis vor Kurzem der Meinung die Polizei hat im Stadion nichts verloren. Denke langsam auch dass es mal ein Versuch wert wäre.
            Nicht nur überfordert, sondern teilweise selber heiss drauf, dass es knallt.

  6. Armando sagt:

    Herr Andiel

    Sie haben ja bereits angekündigt, dass Sie demnächst auch ein paar Fragen an die Vereine stellen wollen. Vorgängig empfehle ich Ihnen die Lektüre folgenden Dokumentes:
    http://www.fanarbeit.ch/fileadmin/downloads/news/Netzwerk_Fanarbeit_Schweiz__FaCH__Haltungspapier_Pyro.pdf

    Die Fanarbeit wird ja von den meisten Vereinen unterstützt und ihre Haltung dürfte ähnlich sein.

  7. Roger Grob sagt:

    Ich bin dafür das die Clubs Kopfgelder aussetzen. Jeder Hinweis die zur Überführung einer einzelnen oder mehreren Personen führt die Pyrotechnisches Material im Stadion gezündet haben oder durch Chaotisches Verhalten sonst Schaden anrichtet ( zerstörte Sitze in den Stadien und SBB, Schaufenster, zerstörte Autos usw.) erhält 5000.– Prämie. Die Clubs müssten dies vorfinanzieren, ist aber eine sinnvolle Investition in die Zukunft da davon auszugehen ist das es dann bald keine Bussen von den Verbänden mehr gibt, weil Ruhe eingekahrt ist. Ich bin mir sicher das diejeneigen die jetzt wegschauen und etwas von Kameradschaft erzählen sich bei 5000.– Franken nochmals zu überlegen ob der Nachbar wirklich so ein guter Kamerad ist und sich das hinschauen nicht lohnen würde…..

  8. Douglas Bader sagt:

    Guten Abend Herr Andiel
    Ihren Blog ist sehr gut gemeint und man kann mit ihm einverstanden sein oder nicht. Tatsache ist einfach dass man mit diesen selbsternannten Fans nicht reden kann. Oder hat jemand in dieser Welt je vernünftig mit Kürbisse reden können?

  9. Urs Huber sagt:

    Diesem Beitrag kann ich gar nicht genug zustimmen. Insbesondere der Aussage, dass der Fussball allen gehört.

    Die Leute im “Fan”-Sektor, Stehrampe oder wie auch immer, haben tatsächlich das Gefühl, sie seien wichtig für diesen Sport. Dabei ist niemand wichtiger als das Spiel selber. Und diese “Fans” sind gerade dabei, den Fussball abzuschaffen.

    Ich träume davon, mit meinen Kindern ins Stadion gehen zu können, ohne Angst zu haben, Opfer von gewalttätigen Auseinandersetzungen zu werden.

  10. Fritz sagt:

    Sind das nun Fragen an die Fans oder an die Chaoten? Und ich habe noch eine Frage an die Schreibtischtäter auf den Redaktionen: Habt ihr ernsthaft die Illusion man kann die gesellschaftlichen Problem lösen in dem man sie nur im Fussball anpackt?

  11. Pascal Meister sagt:

    Richtig, der Fussball gehört allen. Mehr als allen anderen gehört er aber der Wirtschaft, sprich den Sponsoren. Für die geladenen Gäste im Stadion und auch für den Konsumenten zuhause vor dem Bildschirm darf nichts den sauberen Eindruck der Marke beeinträchtigen. Darum wird versucht, alle störenden Elemente aus dem Blickfeld zu entfernen. Da passen gröhlende, besoffene Fans mit Pyros nicht ins Bild, obschon sie es eigentlich waren, die dieser Sportart zu dieser heutigen Popularität verholfen haben. Die Kulisse soll sich gefälligst den Normen entsprechend verhalten, immer schön auf Sitzplätzen sitzend notabene. Da verstehe ich den Frust des einfachen Mannes schon ein wenig, der sich von Wirtschaft und Politik immer mehr aus dem Stadion gedrängt fühlt. Wer nicht genug zahlt (um auf der Haupttribüne Platz nehmen zu dürfen), muss in Kauf nehmen, durch die Sicherheitskontrollen die Hälfte der ersten Halbzeit zu verpassen. Im Stadion ist es nicht minder mühsam, wenn man vor und nach dem Spiel sowie auch in der Pause mit Werbung und Musik vergewaltigt wird, und zwar so laut, dass man sein eigenes Wort fast nicht mehr versteht und sich schon gar keine Fangesänge anstimmen lassen. Wo früher Anhänger mitfeiern konnten, steht heute eine sterile Meisterfeier an, bei welcher sich vor allem Funktionäre und Politiker feiern lassen und im Hintergrund die Emirates-Stewardessen Spalier stehen. In Deutschland wird ein junger Mann mit dem Down Syndrom zum Torschützen des Monats gekürt. Spieler, die auf dem Platz (und vielleicht auch daneben) mit allen Wassern gewaschen sind und beim nächsten besserbezahlenden Verein anheuern, werden in eine Vorbildrolle zu Antirassismus- und Akzeptanz-Kampagnen genötigt oder müssen vor den Spielen noch ein vorgefertigtes Sprüchlein ins Mikrofon brabbeln. Was soll diese verlogene politische Korrektheit? Reicht es nicht, dass der Fussball schon von Politikern und Vertretern der Wirtschaft als Öffentlichkeitsarbeits-Plattform missbraucht wird, indem Reden gehalten werden und Hände von frisch gekürten Siegern geschüttelt werden (oder sogar für ein paar medienwirksame Fotos die Mannschaftskabine aufgesucht wird)? Da unsere Gesellschaft heutzutage nun mal vor allem aus Schäfchen besteht, die alles nachahmen, was sie im Fernsehen vorgesetzt bekommen, muss man sich doch nicht wundern, wenn sie sich auch im Fernsehen profilieren wollen und sich ebenfalls publikumswirksame Auftritte im Stadion verschaffen. Am besten lässt man jeder Art von Fan sein Plätzchen. Sollen sie doch Pyros abfeuern, gebt ihnen am besten einen eigenen Sektor. Wer nämlich seinen Freiraum hat, der kümmert sich vor allem um sich selbst und seinesgleichen und hat nicht das Gefühl, dass er andere verprügeln oder mit Fackeln bewerfen muss. Aber was weiss ich schon, ich bin ja nur ein Fussballliebhaber, der das Spiel liebt und dem ganze eventmässige Brimborium darum gewaltig auf den Kecks geht.

  12. Rüdiger sagt:

    FANatische Menschen verhalten sich halt nun mal fanatisch. Wäre sie richtige Individuen, würden sie nicht Dritte in Mitleidenschaft bringen. Wer sich auf die Mütze geben will im Kollektiv, soll doch eine Sporthalle mieten und sich da auf den Sack geben. Und die Choreos…Lächerlich meiner Meinung nach aber Geschmacksache. Aber eben so sind sie die FANatiker

  13. Francesco Di Napoli sagt:

    Die Gesetze, die im Artikel und in den Kommentarspalten gefordert werden, bestehen längst. Seit kurz vor der EM08 werden harte Strafen ausgesprochen. Hohe Bussen, Gefängnisstrafen, Rayonverbote, Meldepflichten,… Alles längst in die Praxis umgesetzt.
    Es ändert offensichtlich nichts an der Sache. Die Besucher der Fussballstadion – seit Jahren beliebte Prügelknaben in der Schweizer Medien- und Politiklandschaft – sind letztendlich ein Abbild der Gesellschaft. Und von dieser Seite ist dieses Problem auch anzugehen.
    In der Generation von Herr Andiel waren noch mehr Freiräume vorhanden. Es gab genügend Orte um sich kreativ auszutoben (auch wenn dafür schon damals hart gekämpft werden musste), die Liste der illegalen Betäubungsmittel war noch nicht halb so lang wie sie heute ist und man konnte auch mal einem eins auf die Nase geben, ohne gleich eine Anzeige am Hals zu haben. In unserer überregulierten Gesellschaft, die uns von den Babyboomern geschaffen wurde, sieht es anders aus. Festivals werden von anwesender Polizei überwacht, besetzte Gebäude werden gewaltsam geräumt, der Besitz von Drogen wird hart Bestraft, die Überwachung von Gebäuden und öffentlichen Plätzen ist mittlerweile Standart,… Ich könnte die Liste noch um unzählige Beispiele erweitern.
    Vielleicht würde es den älteren Generationen gut tun, zu akzeptieren, dass die Jugend ihre Freiräume benötigt und auch nutzt. Fussballfans werden um ihren Lebensstil kämpfen, ganz egal wie viele Gesetze sich unsere Politiker noch einfallen lassen.

    Und zu guter letzt:
    Pyrotechnik ist kein Verbrechen. Entgegen Ihrer Annahme, dass die Fackeln “meistens auf dem Feld entsorgt werden” weiss ich mit Sicherheit, dass das schlicht und einfach falsch ist. Wenn Sie sich etwas mehr als eine halbe Stunde mit dem Thema beschäftigt hätten, wüssten Sie, dass in Schweizer Stadion meist keine einzige Fackel den Weg aufs Spielfeld findet. Nur wenn es mal passiert, weiss danach die ganze Schweiz davon.
    Wenn Sie sich wirklich gefährlichen Umgang mit Pyrotechnik anschauen wollen, empfehle ich Ihnen auf Youtube nach “Neukölln Neujahr” zu suchen. Aber das ist ja auch Neujahr. Ein anerkannter Feiertag und kein Fussballspiel mit Horden von mit Drogen vollgepumpten Kinderfressern.

    Alles was ich mir wünsche, sind ein bisschen differenzierter Beiträge zu diesem Thema. Die suche ich auf Tagesanzeiger leider vergebens. Aber das ist auch wieder logisch, denn die Journalisten haben es mit jahrelanger Hetze gegen Fussballfans schon längst verspielt. Es hat wohl keiner mehr lust, Auskunft zu geben was wirklich läuft in der Kurve. Somit bleibt es bei emotional geschriebenen und schlecht recherchierten Beiträgen wie dem Ihren.

  14. miscellaneous sagt:

    Sabotage, Sabotage
    Cup-Halbfinal in St.Gallen gesehen? Ja, das sind die mit dem Hooligan-Konkordat.
    Die haben Feuer löschen müssen. Sah aus wie ein Kabelbrand.
    Wann kommen mal ein paar Fragen an die Politik.
    Wie kann es sein, dass eine Behörde quasi im Alleingang Verordnungen kreiert, die vom Volk dann als Gesetze abgesegnet werden sollen? Für deren Korrektur es dann Initiativen braucht. Und in wie fern ist das vom Parlament gewollt um den schwarzen Peter von sich zu weisen? Die Tabuisierung gesellschaftsrelevanter Themen und die Unart Gesetze durch die Hintertür zu schaffen, enden zwangsläufig vor den Richter. Auch wenn es jener in Strassburg ist. Hier geht es nicht mehr um Fussball.

  15. Beat bürki sagt:

    Ist die Gewalt zunehmend? Das würde ich gerne mal belegt sehen. Und wie wurde die Gefährlichkeit der fackeln genau ermittelt? Wieviele verletzte gab ein den letzten 25 Jahren denn wegen Pyro? Da gibt es gefährlicheres, z. B. Joggen, Fahrrad fahren, engagieren sie sich da auch? Oder wie ist die Gleichung? Geht es etwa doch um was anderes? Fühlt sich etwa der fernsehkonsument belästigt, wegen des kurzzeitigen Nebels? Und Herr andiel bestätigt, wegen der klickzahl?
    Es wäre wirklich toll, wenn jemand mal den Vorschlag von einem erlauben des legalen und vernünftigen zündens durchrechnen würde. Weniger security, weniger Konflikte, daher weniger Polizei, kosten und verletzte als bisher. Einfach mit klaren Regeln, kein werfen keine böller, etc. Macht mal darüber einen Artikel.

  16. Kurvengänger sagt:

    Diese endlose Diskussion ist doch reinste Polemik und billige Stimmungsmache.. Es wird nicht differenziert; zu viele Leute mit zu wenig Ahnung sprechen von Dingen, von denen sie nichts verstehen; Politiker ohne echtes Profil nutzen dieses Thema, um sich in Szene zu setzen; der Wutbürger, der noch nie in einer Kurve gestanden hat und folglich auch nicht im Geringsten von der Sache betroffen ist, schreibt sich seinen Frust und seinen Hass in der Talkback- Funktion vom Leib.. Gibt es denn wirklich nichts Schlaueres, über dass man sich nicht viel eher aufregen und was man wirklich in den Medien thematisieren sollte? Steigende Mieten, sinkender Wohnraum, Atomstrom, verzockte Pensionskassengelder, etc, etc. Stattdessen schreiben sensationsgeile Online- Zeitungen (zu denen leider je länger je mehr auch TA- Online gehört) über die bösen Fussballfans.. Ein echtes Problem unserer Generation. Und noch was, für all jene, die keine Ahnung von der Sache haben: Wieso sollte ich Leute verpfeiffen, welche ich A nicht kenne, und von denen es mir B egal ist, was sie machen? Bin ich verantwortlich dafür, wenn jemand eine Fackel zündet? Nein.. Zudem werden Leute, welche genau deshalb in der Kurve stehen, weil ihnen die Stimmung da gefällt, sicherlich nicht Leute verpfeiffen, welche für genau diese Stimmung sorgen.. Aber ja, diesen Zusammenhang sehen wohl so einige (inkl. dem Verfasser dieses Blogs) wohl nicht.

    • Martin Gebauer sagt:

      Hey Kurvengänger, du hast nichts verstanden. Wutbürger? Ja klar! Und zwar wütend auf die Jugendlichen die jedes Wochenende das Fussballfest zerstören. Diese unerzogenen Tyrannen, die meinen sie dürfen alles und für sie gelten keine Regeln habe ich sowas von satt. Ich war schon in der Kurve als du noch am Schoppen gesaugt hast. Glaub mir, ihr seid keine Fussballfans sondern ein Haufen von respektlosen Zerstörern. Ein paar wenige von euch schaffen es offenbar alles was an Fankultur noch da war, kaputt zu machen. Offensichtlich kennst du auch den Unterschied zwischen Verantwortung übernehmen und Verpfeifen nicht. Wäre die Kurve am Fussball und ihrer Fankultur etwas gelegen, würde sie sich selber regulieren und die Verbrecher, Gewalttäter und Hools in euren Reihen ächten. Entweder habt ihr alle die Hosen voll oder es ist euch schlicht egal wenn andere halb Tod geprügelt werden. Aber so wird das heute gemacht. Immer sind die anderen Schuld. Die böse Polizei, der Staat, die Medien. Nur ja keine Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen. Solidarität? ein Fremdwort. Ihr aus den Kurven seid wohl auch zu dumm um zu merken, dass ihr in erster Linie euren Vereinen schadet. Pro Pyro 3 Punkte Abzug, dann kann man den FCZ bald in der 2. Liga Regional bewundern. Mir egal. Mein FCZ existiert eh nicht mehr. Ihr habt ihn kaputt gemacht…

      • Serge de la Rey sagt:

        Interessanter Gedanke! Dann würde sich die Frage stellen, ob die ‘Fans’ mit den Pyros dann noch Freude an ihrem Spielzeug hätten. In der 2. Liga gibt’s ja keine Medienaufmerksamkeit mehr…

  17. Armando sagt:

    Sehr geehrter Herr Andiel

    Sie wollten Fragen an Fans stellen und geben teilweise selber die Antwort. Vielleicht sollte man die Fans auch mal anhören. Hier zumindest meine persönlichen Antworten auf die von ihnen gestellten Fragen.

    Warum eigentlich, Fans, stellt ihr immer wieder die Frage «Wem gehört der Fussball?»?
    Habe mir diese Frage eigentlich noch nie gestellt. Aber es ist glaub auch klar, dass Sponsoren, Medien, Investoren etc. ohne die Fans nicht soviel Interesse am Fussball hätten.

    Warum, Fans, seht ihr eure grossen Feinde immer noch bei der Polizei, bei den Clubs, bei den Medien?
    Glaube nicht dass die Mehrheit der Fans diese Gruppen als Feind sieht. Viel mehr sehe ich den Gegner im sportlichen Sinne als „Feind“. Und dementsprechend halt auch dessen Fans, zumindest während des Spiels.

    Mit wem bzw. welcher Art von Fan erkläre ich mich da eigentlich solidarisch?
    Man steht zusammen, singt und trinkt ein Bier. Klar ist man zum gleichgesinnten Fan solidarisch. Auch wenn einem nicht jedes Verhalten gefällt. Ist in der Familie oder im Freundeskreis ja auch nicht anders. In extremen Fällen auf Zivilcourage resp. auf Denunzianten zu hoffen ist sehr utopisch, da es auch ausserhalb des Fussballs nicht der Fall ist.

    Warum, Fans, habt ihr aber noch dazu das Gefühl, Fussballstadien würden nur gebaut, damit ihr eure Bengalos abfackeln könnt?
    Habe grundsätzlich nichts gegen Bengalos. Sofern diese kontrolliert und sachgemäss eingesetzt werden. Es gibt einige Vereine, die mit ihren Fans dafür auch pragmatische Lösungen gefunden haben.
    Da sie leider auch als Wurfgeschoss missbraucht werden, verstehe ich jedoch wieso man sie offiziell verbieten möchte.

    Als Anmerkung:
    Grundsätzlich sollte der Begriff „Fan“ generell in den Medien etwas differenzierter behandelt werden. Teilweise könnte man meinen alle Zuschauer im Stadion würden Pyros zünden und seien gewaltbereit, alkoholisiert und voll mit Drogen.

  18. WhovanKuense sagt:

    Ich persönlich finde diesen Aufschrei und diese mediale Hetze gegen Kurvenbesucher echt wieder ein typisches Beispiel wie die Medien versuchen meinungsbildend zu schreiben. Ich selber bin Saisonkartenhalter in einer Fussballkurve und es sind vereinzelte die für Chaos verantwortlich sind. Das Problem ist, dass mittlerweile die Kurven die Einzelgänger nicht mehr im Griff haben. Aber ich und alle meine Freunde waren weder an Randalen oder noch irgendwelcher Prügeleien beteiligt und ich finde das gehört sich auch schlicht und einfach nicht. Lustig finde ich nur als z.B: noch vor Jahren als das ganze Stadion brannte, Benni Turnherr noch sagte “schauen sie sich mal dieses tolle Fussballfest an” und heute existiert eine regelrechte Hetzjagd gegen Pyros obwohl diese (natürlich wenn nicht auf Unbeteiligte geworfen) wirklich das kleinste Problem sind. Pyros finde ich persönlich nicht schlimm. Es kann nicht sein, dass man mit denen unbeteiligte Angreift aber rein neben einer Choreo zum Support absolut super. Knallkörper sind da eine andere Sache und sind wirklich verzichtbar. Fussball “Chaoten” sind einfach ein super Sündenbock wenn Zeitungen öffentliche Meinungen anzuregen oder von was abzulenken zu versuchen. Im Jahre 2003, 2004 oder 2005 war die Situation nach jedem Spiel ein totales Chaos und es waren schlägereien im Gange im und rund ums Stadion mit riesen Gruppierungen, das alles exisitiert heute gar nicht mehr so. Zugegeben letzten Sonntag in Basel hat sich wieder ein echtes Eklat abgespielt und das war nun wirklich nicht Nötig es ist halb so schlimm wie noch vor 4-5 Jahren und trotzdem ist der Aufschrei so riesig. Desshalb ist diese Hetzjagd völlig Überissen und absolut dämlich.. Liebe Polizei wenn ihr einen “Fan” sieht der euch angreift und euch Böller anwirft, dann verhaftet diesen einfach anstatt zuschauen und danach wieder über die ach so bösen Fussball Fans zu maulen. Angriffe auf Polizei haben nichts mit Fussball zu tun, Choreos schon. Das ist nun mal so! Heute lese ich dass es immer heisse es seien nicht alle aber dem sei doch so und Fussball solle abgeschafft werden und so lächerliche Stammtisch Motzereien, aber dann greift mal durch anstatt Hetzjagden zu betreiben. Und jetzt noch einmal: Es sind nicht alle Kurvenbesucher Meth-Süchtige, Koksabhängige Prügel Pyromanen wie ihr das malen wollt. Mal Überlegen in der Kurve stehen z.B. 2000 Fans – ca. 30-50 sind auf Bilder zu sehen wie sie sich daneben benehmen- Man rechne! Wären es wirklich alle und es würden 2000 Menschen in Pratteln oder im Stadion randalieren und sich aggresiv verhalten, dann würde es ein bisschen anderst aussehen. Liebe Grüsse – Ein friedlicher Kurvenbesucher und Fussball Fan, Cheers

    • Serge de la Rey sagt:

      Das ist ja alles gut und schön. Aber es ist auch ein ‘wehret den Anfängen’ was da mitschreibt. Es soll ja eben nicht mehr zurück gehen sondern besser werden!
      Man darf nicht vergessen, dass sowohl Pyros als auch Knallkörper ‘Waffen’ sind, die in den Händen von höchst emotionalen Menschen sind. Knallkörper müssen zwingend geworfen werden. Wie geht es übrigens dem – russischen?? – Torhüter, der kürzlich von eben so einer Waffe ausser Gefecht gesetzt wurde?
      Und was sagen Sie zu dem Umstand, dass wenn ein Spiel aus Fansicht aus den Fugen gerät, zig Pyros auf dem Spielfeld landen?

  19. Anna sagt:

    https://vimeo.com/61666083
    Diese Dokumentation sollten sich mal alle ansehen, die Argumente gegen die Fans finden, ohne überhaupt richtig differenziert und tiefgründig recherchiert zu haben.

  20. Heinrich Hansen sagt:

    Ganz einfach:
    – Vermummungsverbot durchsetzen
    – Für Pyros, Böller usw. gesetzlich die Einfuhr über Internet und den Verkauf (oder mit Lizenz wie ein Waffenschein) verbieten.
    – Pyros und Böller verwenden unter Strafe stellen
    und schon ist Ruhe im Karton. Denn die wenige mit krimineller Energie kann man dann viel leichter einkassieren als wenn es eine Menge normaler Fans gibt, welche die Möglichkeit halt einfach nutzen

    Abe solange man mit der Einfuhr und dem Verkauf dieser Dinge Geld verdienen kann wird natürlich in der Schweiz nichts verboten.

    Nebenbei: Musste schon vor vielen Jahren für Notfallraketen auf dem Schiff (!) eine Lizenz für die Handhabung haben, dito ist der Einkauf per Post nicht möglich.Die Entsorgung nur an lizenzierten Stellen möglich. Tja, scheinbar gibt es da Unterschiede.
    Und äh, ungefährlich ?? Schon mal versucht, so etwas im Flugzeug mit zu nehmen…….

  21. Helbling Karl sagt:

    Herr Andiel: Logisch prangern die Fans in den Kurven die mit den Pyros nicht an. Grund: denen gefällt das, darum stehen sie auch dort. Das Problem ist die Gleichung der Medien: abbrennen einer Bengale = Gewalt. Das stimmt nicht. Lustigerweise machen die gleichen Medien das bei Nachtski-Rennen (Schladming etc) oder bei Skispringen nicht. Dort sind dann die gleich heissen Fackeln Stimmung. Würde das abbrennen von Bengalen ENDLICH normal thematisiert wäre schon wahnsinnig viel gar nicht so schlecht. Auch das reinschmuggeln und der Ärger am Eingang wäre Geschichte. Aber das will man wohl gar nicht.

  22. Bernard Fernandez sagt:

    Spätestens mit dem Satz “Es gibt ein Land (England), wo Bengalos verboten sind, und zumindest ich habe noch keinen Spieler gehört, der gesagt hat: «Premier League ist ganz okay, aber die Stimmung in Anfield ohne Bengalos ist ziemlich beschissen.» haben Sie sich leider komplett unglaubwürdig gemacht. Die Stimmung ist an der Anfield meistens nämlich total beschissen. Wie in den meisten Stadien der Premier League. Nicht umsonst singen Kurven aus dem Festland-Europa die englischen Fans in deren Stadien meistens in Grund und Boden. Das hat aber nichts mit fehlender Pyrotechnik zu tun, sondern schlicht damit, dass es sich in England schlicht nur gewisse Gesellschaftssichten noch leisten können zum Fussball zu gehen weil die Karten derart horrend teuer sind, dass ein normaler Arbeiter dies schlicht nicht bezahlen kann. Im Übrigen wurde in englischen Stadien als der Fussball dort noch bezahlbar war und es noch Stehplätze gab, auch massenhaft Pyrotechnik eingesetzt und die Stimmung war viel besser.

  23. Gurtner sagt:

    Das Problem Knallkörper in den Fussballstadien begann vor mehr als zehn Jahren. Leider haben die Fussballclubs das Ausmass wie wir es heute haben verharmlost und unterschätzt. Hätten die sie damals konsequent durchgegriffen und nicht auf Dialog gehofft, wäre Ordnung in den Stadien. Heute ist es zu spät. Der Dialog zwischen Club und Fans hat versagt. Verloren hat der Fussball! Schade!

  24. Fussballfan sagt:

    Geschätzter Herr Andiel

    Entgegen Ihrer Aussage ist es tatsächlich so, dass in England die Stimmung in den letzten Jahren massiv gelitten hat.
    Die Frage stellt sich jedoch, ob dies tatsächlich einen Zusammenhang mit dem Abbrennen von Pyros hat oder ob dies
    einfach auf die fehlenden Stehplätze zurück zu führen ist. Letzteres ist wohl warscheinlicher.
    Aber auch die Diskusion, dass die Stehplätze aufgelöst werden sollen ist ja omnipräsent und für eben diese Diskussion
    liefert das Beispiel England schlagkräftige Argumente.

  25. stefan voegele sagt:

    Es braucht keine Fragen an die Fans. Es braucht endlich das durchsetzen der Gesetze durch die Polizei, denn diese hat in unserem Land das Gewaltmonopol. Alles andere ist nur Geschwafel. Diese “Fans” schaden dem Fussball.

    Ebenfalls dem Fussball schaden die Korruption in den Verbänden, die vollständige Kommerzialisierung des Sports, das Zusammenarbeiten mit Mafia- Organisationen ( Gazprom etc..).

    Die FIFA und die UEFA müsste zu transparenten Strukturen finden und die Clubs sollten, als Vorschlag, nicht mehr Umsatz machen dürfen als Vierfache der Zuschauereinnahmen.

    Dies würde die finanziellen Verhältnisse wieder ins lot bringen.

  26. jenny sagt:

    Herr Andiel
    Sie zerstören hier die “heilige” Bundesliga, welche hier in der Schweiz als Vorbild für Zucht und Ordnung steht, wie können Sie
    aber leider ist Ihr Text genau so “veralgemeinert” wie diese von Ihren Schweizer Kollegen
    woher wissen eigentlich die schreibende Zunft, dass von den Fankurven, keine Massnahmen ergriffen werden? Woher kommen die steten behauptungen es werde nichts getan seitens der Fankurven?
    In Deutschland, Holland, Belgien, also den sogenannten “Vorzeigeländern” gab es dank dem rigorosen Eingreiffen der Polizei IN den Stadien mehr Verletzte (auf beiden Seiten inkl. Sicherheitspersonal) als von Pyros (über Böller müssen wir gar nicht diskutieren, das ist wirklich nur was für Hirnlose) eine Lösung habe ich auch nicht nur “kotzten” mich diese diskussionen immer wie mehr an, sie sind einseitig zu “lasten” der Fussballfans (nicht nur Kurven) oder meinen Sie ich als ü50 finde es lustig auf Schalke in einen Koridor gesperrt zu werden welcher kaum 20 cm breit ist und mich anschliessend von “frustrierten” sicherheitsleuten nackt auszuziehen, anschliessend nach 1 Meter wieder betatschen zu lassen und schliesslich ein 3.mal nochmals ganz ganze prozedere, genützt hat es nichts, es wurde trotzdem “gezündet”
    je länger und exessiver die Behandlungen beim einlass ausfallen, je mehr sympatiere ich für und gegen diesen “Sicherheitswahn”, zumal uns seit 30jahren noch nie etwas passiert ist, von seite der Fussballanhängern
    die “Verletzungen” welche wir in diesen Jahren “erlitten” haben wurde uns vom sogenannter offizieller Siete zugeführt, unkontrolliertes Gummischrot abfeuern, Tränengas in die Menge werfen welche in einen Zug einsteigen wollen oder eine “grosszügige” Dusche durch einen Wasserwerfer auf dem Weg in das Stadion
    aber ich weiss, mit gelaufen, = selber schuld

  27. Lionel Werren-Bujuti sagt:

    Wenn ich in die Kurve gehe, nehme ich es in Kauf, bzw. finde es sogar lässig, wenn Pyros gezündet werden. Die daraus resultierenden Risiken (Verletzungen, Tod) nehme ich dafür im Übrigen gerne in Kauf.

    Wer Probleme damit hat, kann sich abseits des harten Kerns der Fankurve platzieren oder den Match ganz einfach in einem anderen Sektor verfolgen.

    Was Leute, die noch in einer Fankurve standen dazu befähigt vorzuschreiben, was dort erlaubt sein sollte oder eben nicht, kann ich nicht nachvollziehen.

    • Philipp sagt:

      Herr Werren, wissen Sie überhaupt, wovon Sie sprechen? Haben Sie dem Tod schon einmal ins Auge geschaut? Bei solch einem Schwachsinn, den Sie hier von sich geben, wundert es einem nicht, dass die Fankultur pauschal in einen (Gewalt)topf geworfen wird. Ich schreibe dies, weil ich schon in den 70er Jahren in der Muttenzerkurve stand und mir darum durchaus erlauben kann, Ihre Bemerkungen als Schwachsinn zu deklarieren.

      • Martin Gebauer sagt:

        @Philipp: Niemand wirft alle in den selben Topf. Wenn im Letzigrund fast jedes Spiel unterbrochen werde muss, weil beissender Rauch minutenlang ein Spiel verhindert dann ist das einfach daneben. Als langjähriger Matchbesucher (mehr als 40 Jahre) sage ich, beim FCZ sind ganz viele in der Südkurve gewaltbereit. Es ist keine Minderheit. Es sind wohl immer die selben die mit zerstören, randalieren, prügeln usw. beginnen aber die anderen ziehen mit. Meine Eltern wohnen neben dem Letzigrund und dürfen an jedem FCZ Spieltag die anschliessende Zerstörung bewundern. Farbbeutel, zerstochene Autopneus, abgebrochene Rückspiegel, zerschlagene Fensterscheiben, brennende Container, blinde Wut gegen die Polizei. Hört doch endlich auf mit der Gänseblümchen- und Friede-Freude-Eierkuchen Romantik. In der Realität herrscht jeden Samstag Krieg im und ums Stadion. Klar sind die Choreos und Gesänge toll! Unbedingt mehr davon. All den Gewaltmist bitte bleiben lassen!

        • urs sagt:

          bravo, meine rede!

        • Raymond Allaman sagt:

          Wie es beim FCZ ist, weiss ich nicht. Ich besuche jedes GC-Heimspiel – ja genau; ich bin derjenige! – und von den Zerstörungen bzw. Kriegszuständen, die Sie hier beschreiben, habe ich noch nie etwas gesehen. Meine Buben (sieben und fünf Jahre alt) freuen sich immer, wenn sie mitkommen dürfen; genauso wie all die anderen zahlreichen Kinder, die ich jeweils am Spiel sehe.

    • Carlo sagt:

      Lionel Werren-Bujuti nimmt für sich sogar das Risiko von Verletzungen und Tod in Kauf? Unglaublich!!! Igerndwie muss – falls vorhanden – in seinem Gehirn der Blitz eingschlagen haben. Weitere Diskussion überflüssig

      • Thomas Plüss sagt:

        Sollte eigentlich klar sein, dass es sich hierbei um einen reinen Troll-Kommentar handelt.

        • Studer Adalbert sagt:

          Lionell Werren müsst ihr nicht ernst nehmen. Er schreibt seit Jahren peinliche Kommentare in jegliche Foren. Mittlereile schätze ich wird er ca. 17 Jahre alt sein.

          • Reot sagt:

            Ha, und genau das liegt das Problem! All die bösen Jungs mit den Fackeln sin in der Regel Kinder im alter von 14-18 Jahren. Ihr wollt das Problem in den Griff bekommen? Einlass ins Stadion ab 18 oder in Begleitung eines Erwachsenen.
            Im übrigen gehe ich seit rund 20 Jahren an fast jedes Heimspiel des FC Basel. Bedroht gefühlt oder angst gehabt hab ich noch nie. Ist aber immer wieder interessant zu sehen wenn Familienväter mit Ihren Kinder dort stehen wo’s auch mal knallen kann. Aber man ist halt sensationsgeil und möchte mal was erleben wenn man Mama daheim gelassen hat.

  28. Jan sagt:

    Und ich habe mal eine Frage an die Behörden.
    WANN BEGINNT IHR UNSERE BESTEHENDEN GESETZE AUCH SO UMZUSETZEN IM BEREICH DER FANGEWALT?
    es wäre vielen damit gedient diese gesetze umzusetzen und nicht nach jeder eskalation davon zu sprechen “…es gab keine verhaftungen…” “…die vereine sind schuld das die erziehung der eltern versagt hat…” “…die vereine sind schuld das analphabeten oder die mit dem dicken portemonnaie sich mal austoben wollen…”

    ich kann das BlaBla von seiten der krawallmacher wie auch von seiten der behörden nicht mehr hören.
    krawallmachern ist es egal wann wo und weshalb irgendwie krawall zu machen oder irgendwas zu zerstören. 99% der anderen ist dies nicht egal. aber die behörden machen ALLES mögliche gegen 99% und vor 1% wird gekuscht…

    • Paul Müller sagt:

      Und ich kann nicht mehr hören, dass man das blosse Abbrennen von pyrotechnischem Material mit Gewalt gleichsetzt, obwohl praktisch nie was passiert. Ich – notabene als Haupttribünenbesucher – erfreue mich in der Regel ob der Kreativität unserer Schweizer Kurven, auch darüber sollte man mal sprechen! Wer organisiert Choreographien (mit oder ohne Pyro), ist bei Wind und Wetter an jedem Spiel seines Vereins, sorgt für die tolle Atmosphäre? Die Kurven.. 95% der Empörten in den Internetforen kennen wohl den Fussball nur vom TV-Sofa aus.

      Pyros werden in fast allen Ligen Europas regelmässig gezündet, gerade im Süden und Osten noch in viel verstärkterem Ausmass als in der Schweiz. Man sollte das also nicht dramatisieren und solange alles geordnet abläuft, da halt auch weiterhin etwas kulant sein.

      Gewalt gegen Personen, Sachbeschädigungen und Störungen des Verkehrs gehen hingegen gar nicht – da bin ich auch für harte individuelle Bestrafungen. Wenn man aber den Fans mal etwas entgegenkommt und diese nicht beim geringsten Zwischenfall gleich wieder pauschal als “Chaoten”, “Gewalttäter” oder sonst was qualifiziert, wird auch das Gewaltpotential zurückgehen.

      In der Summe ist heute ein Stadionbesuch in der CH oder D weniger gefährlich als vor zwanzig, dreissig Jahren – steigende Zuschauerzahlen (ja, auch in der Schweiz) beweisen dies doch eindrücklich.

      • Petra sagt:

        Es gibt Regeln – auf und nebem dem Fussballplatz. Genauso wie ein Foul im Strafraum mit einem Penalty bestraft wird, gehört sich auch, Regelverletzungen neben dem Platz (sprich im und ums Stadion, bei der An- und Abreise, etc.) zu ahnden.
        Gemäss Reglement der Swiss Football League sind Pyros im Stadion verboten. Also gibt es keine Ausrede, Pyros zu zünden. Schluss, Ende und Aus.
        Und die Ausrede betr. Choreopgraphien mit Pyros – einfach lächerlich. Eigentlich sollten Fans ja wegen dem Fussballspiel ins Stadion gehen. Dank den dicken Rauchschwaden der Pyros sieht man das Spiel teilweise nicht mehr – ich weiss, wovon ich spreche. Ich gehe regelmässig ins Stadion.

        • Sina sagt:

          liebe Petra, dann sind sie auch noch nie schwarz gefahren, sind noch nie zu schnell gefahren, haben noch nie falsch parkiert, und haben noch nie sonst irgendein gesetzt verletzt oder gedehnt? DAS glaub ich Ihnen nicht… verbote und Gesetze gibt es viele…das heisst noch lang nicht, dass die alle gut, verständlich und sinnvoll sind.
          ich weiss nicht, wie lange sie schon ins Stadion gehen und möchte auch nicht persönlich werden, aber doch – es gibt viele leute – welche wegen der Stimmung ins Stadion gehen und nicht NUR wegen dem spiel… und für gewisse gehört halt Fussball – pyro – choreo – Gesang – gefluche – Bier mit alkohohl – usw. alles zu einem guten fussballspielbesuch. nur weil sie anders sind, können sie ja nicht für die Gesellschaft sprechen…

          • urs sagt:

            das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun. selbstverständlich kommt es tagtäglich zu übertretungen, aber hier schaden, ja SCHADEN die fans ihren clubs. und von zeit zu zeit gibts dann auch verletzte. choreos sind ziemlich wichtig für fussballspiele (aber sicher nicht eminent). pyros wiederum sind nur gefährlich; ist nichts schönes (ok, über geschmack lässt sich streiten), stinken (und wie) und führen in der regel zu einer mehr als miserablen sicht aufs geschehen. damit müssen andere leute erdulden, dass irgendein depp das abfackeln so läss findet.

            ach ja, ich bin sozusagen neben dem letzistadion aufgewachsen und geh seit jahren an spiele – in letzter zeit ist es mir aber einfach zu mühsam, geld in die hand zu nehmen, um im spielgenuss gestört zu werden.

          • Jürg Schmid sagt:

            Kurz und bündig. Wenn für sie Pyro zum Fussfall gehören, dann bleiben sie doch bitte einfach zuhause. Sie sind verboten und haben an einem Fussballspiel einfach nichts zu suchen. Ich bin seit rund 40 Jahren ein fegelmässiger Besucher in den Stadien und ich schäme mich seit Jahren über diese Idioten die sich Fan schreien aber im Fussball nichts zu suchen haben.

        • Thomas Müller sagt:

          «Im Osten und Süden fackeln sie auch Bengalos ab, also dürfen wir das auch» erinnert mich an das Gestürm eines kleinen Kindes, das neidisch zu seinem älteren Bruder blickt, der am Abend eine halbe Stunde länger aufbleiben darf.

          Es ist doch ganz einfach: Pyros sind von Gesetzes wegen schlicht und einfach verboten! Punkt, Ende, aus! Auf der deutschen Autobahn darf ich auch so schnell fahren wie ich will, in der Schweiz aber nur 120 km/h. Selbstreflexion ist den Fussballfans ein Fremdwort. Schuld sind seit Jahren stets die anderen.

        • Peter Wyss sagt:

          Auch ich habe eine Jahreskarte (Gegentribüne) und auch ich bin gegen Pyros – aber wo ist denn die Verhältnismässigkeit, wenn 50 oder mehr Polizisten wegen einer brennenden Fakel ausrücken? Stellen sie sich mal vor es würde einer an einem Banntag eine Pyro zünden und alle schreien nach der Polizei die den Täter sofort ins Gefängnis stecken soll. Lächerlich oder? Aber im Stadion soll die Polizei drastisch einschreiten? Im Stadion gelten die gleichen Gesetze wie woanders. Also soll man auch gleich vorgehen. Warum macht man im Stadion so ein Theater um sachen die anderswo keinen interessieren? Das gillt vor allem auch für die Medien, die aus jeder Fackel ein riesen Drama machen. Als der FCB damals wieder aufgestiegen ist wurden die Fackeln von den Medien noch gefeiert: wow was für eine tolle Stimmung. Heute: Oh mein Gott Hooligans brennen das Stadion ab.

      • Sina sagt:

        die Aussagen von Paul Müller kann ich absolut unterschreiben… !

        noch einmal mehr zum Beispiel England, wo immer wieder jeder damit kommt. informiert euch doch bitte zuerst. es ist nicht gelöst, sondern das “Problem” hat sich verlagert… schaut euch die unteren ligen an… oder geht mal in ein Pub am Matchtag. klar in den Stadien der 1. Liga in England is es ruhiger, aber nur, weil sich kein normaler dort mehr ein ticket leisten kann… .

        zum Thema pyro / gewalt, sehe ich es ebenso… hört endlich auf, pyro oder bengalos zu kriminalisieren… früher hiess es bei jeder fackel (waren übrigens damals schon heiss) dass die beste Stimmung herrsche… und wenn kein feuerwerk, dann auch nicht beim 1. August oder bei silvester. wann wird endlich begriffen, dass es andere lösungen geben würde, welche einen versuch wert wären, anstatt immer mit Repression gegen pyro zu antworten? sogar beim skifahren werden fackeln abgebrannt und dann wird ebenfalls auch von “super Stimmung” gesprochen.. ist einfach alles ein bisschen scheinheilig.
        zudem wenn man sich die menge der Zuschauer in der schweiz anschaut, und wieivel wirklich passiert ist es ein schwindender %-satz… am Sechseläuten ist mehr passiert als im Stadion am Wochenende… !!

        und ja, ich bin auch gegen gewalt, aber es ist ein gesellschaftsproblem. warum haben immer alle das gefühl, dass der Fussball oder die leute dort dieses lösen müssen/können? das beginnt ganz woanders…

        ich bin immer noch überzeugt, wenn man endlich betreffend der pyros eine andere lösung findet, wird auch eine gewisse gewalt zurückgehen… aber Repression ist leider immer einfacher durchzusetzen. und jeder, der sagt, dass es früher auch ohne pyro ging, sollte sich ebenfalls nochmals informieren.

        • Thomas sagt:

          Bin gespannt, was Sie sagen, wenn Sie einmal mitten in der Menschentraube sind, wo Pyros abgefeuert werden und
          eine Fahne, ein Plakat und Kleider zu brennen beginnen. Man denke an das Bradford-Drama mit der brennenden Tribüne.

          Wohin werden die Pyros “entsorgt”? Genau, meistens werden sie auf den Platz geworfen und so fast als Waffen benutzt. Pyros sind unlöschbar und haben in einer Menschenansammlung nichts verloren.

          Ja, es ist noch nicht viel passiert, aber muss wirklich zuerst eine Katastrophe passieren, bevor man schlauer wird?

          Eine Choreo mit Pyro ok, aber bitte nicht mitten in Menschenmengen, sondern gesichert mit genügend Abstand…

          • Sina sagt:

            zu ihrem letzten satz… DAS wäre schon lange möglich, wenn man es nicht kriminalisieren würde, sondern wie früher das ganze organisiert abbrennen würde… aber da sich viele so quer stellen, wird es dazu immer gewalt benötigen… es kamen schon genug vorschläge, dass man pyro in einem abgesperrten Sektor und mit absprache abbrennen würde, aber genau da kam dann wieder die Repression. man hätte dann nämlich keine Argumente mehr, das riesen aufgebot der Polizei zu rechtfertigen… . und eben, wie schon erwähnt… am 1. August und silvester wird mehr unkontrolliert abgebrannt wie an jedem Fussballspiel, Eishockey spiel oder auch skirennen (schlimmer noch, beim skifahren spricht man jeweils von super Stimmung) was sagen sie dazu?

          • Helbling Karl sagt:

            thomas. logisch werden die fackeln unsachgemäss entsorgt, da sich die fans dem repressions-Apparat entziehen wollen. würde man nicht so ein affentheater um die paar bengalen machen, würden die fans diese einfach normal hinlegen nachdem sie begrannt haben,

          • jenny sagt:

            Bradford hette nichts mit Pyro zu tun
            da wurden einfach zuviele Menschen in einen Sektor “gestopft”

      • Christoph Meyer sagt:

        Ohne jetzt gross nach zu recherchieren: Steigende Zuschauerzahlen? Auf welchem Planeten leben sie denn? Einige Ligen haben zugelegt, andere wiederum stagnieren, andere haben eindeutig Zuschauer verloren. So auch die höchste Schweizer Fussball-Liga. In den 60er und 70er Jahren kamen bei Basel und YB vielfach mehr Zuschauer als die heutigen Stadien fassen, auch der FCZ und GC spielten im Letzigrund und Hardturm vor grösserer Kulisse. Unvergessen sicherlich auch die 30’000 Zuschauer (wohl mehr) gegen Eintracht Frankfurt im UEFA Cup 1976. Und heute? Knapp 10’000 und die können sich nicht wie die Zuschauer damals friedlich verhalten?
        Dieser Kuschelmuschelkurs die sie da proklamieren Herr Müller hat in eine Sackgasse geführt, da hinaus führt nur noch eine harte Hand…

        • jenny sagt:

          1976 haben sich die Fans auch nicht NUR friedlich verhalten
          es war nur so, dass sich keiner dafür interesiert hat von der Press

          wenn sie sich schon auf “früher” stützen, da “durfte” man(n) sich noch abseits des stadions treffen und sich zu vermöbeln, daher war alles so “friedlich”
          aber pyros gab es damals schon und zwar mehr als heute vorstellbar

          und die privaten hatte halt noch keine Handys, damit man ja nahe genug aufnahmen machen konnte

          • urs sagt:

            aber das ist mir ja total egal, wenn sich die leute die schädel einschlagen wollen. das können sie ja auch. was stört, ist dass ich beim besuch von spielen immer wieder gewalt erlebe. nicht immer persönlich, aber ich beobachte. das ventil der gesellschaft ist schon ok – das braucht es (früher gab es dafür kriege). aber fussball sollte friedlich sein und ein spass. und ich sollte nicht angst haben, wenn ich mit meinen kindern ins stadion gehe, dass ich angepöbelt oder verprügelt werde (beides schon geschehen – neben den kindern!). muss dann denn sein?

            dass es ein gesellschaftliches problem ist: da sind wir einer meinung – aber dann muss man den leuten eben die gelegenheit geben, sich zu messen. von mir aus im wald oder der allmend – das waren noch richtige hooliganzeiten (ich erinnere an die schlachten während der wm 98 in frankreich zwischen maghrebinern und engländern oder an die schlachten in deutschland zwischen deutschen, holländern und engländern). aber doch nicht im stadion, wo es a) gefährlich für andere ist und b) andere in ihrer freiheit beeinträchtigt werden.

      • SrdjanM sagt:

        “95% der Empörten in den Internetforen kennen wohl den Fussball nur vom TV-Sofa aus.”

        Weil sie sich zum Teil nicht mehr trauen in ein Stadion zu gehen?
        Und was ist der „geordnete Ablauf“ bei der Verbrennung von bis 2000° heissen Feuerwerkskörpern in einer Menschenmenge?
        Oder reden wir erst darüber wenn jemand erblindet oder sonst wie schwer verletzt wird?

        • Raymond Allaman sagt:

          Die Flamme einer stinknormalen Kerze ist genau gleich heiss wie die einer Pyrofackel. Wenn Sie vor haben, ihren nächsten Geburtstag mit einem Kuchen mit Kerzen darauf zu feiern, wäre es aus Sicherheitsgründen also empfehlenswert, niemanden einzuladen. Nicht dass noch jemand erblindet oder sonst wie schwer verletzt wird.

  29. bruno bortolotti sagt:

    Dass die SBB nach der Randale den Schaden bezahlt, ist für mich unverständlich. Die Verursacher müssen eruiert und gebüsst werden und für den angerichteten Schaden aufkommen. In der Hoffnung, dass diese bengalischen Knallpetardenköpfe eingedämmt werden und ich als Vater mit meinen Kindern ein Fussballspiel im Stadion ohne Angst besuchen kann.

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