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Der ach so böse Leipziger Bulle

Christian Andiel am Donnerstag den 9. Oktober 2014

Die deutsche 2. Liga präsentiert das Böse im Fussball schlechthin. Und das momentan sogar auf Rang 4, also in unmittelbarer Nähe zu den Aufstiegsplätzen. Die Millionarios aus Leipzig, die sich mit dem Geld von Red-Bull-Erfinder Dietrich Mateschitz quasi nach oben geschlafen haben. Die Fans der Traditionsclubs machen mobil, endlich haben sie einen Nachfolger für die mittlerweile etablierte TSG Hoffenheim mit Milliardär Dietmar Hopp gefunden.

Gewiss, es ist nicht schlau, die Clubstruktur bei RB Leipzig so aufzubauen, wie es Mateschitz tat: Durch exorbitant hohe Mitgliedsbeiträge von 800 Euro verwehrte der Verein «normalen» Mitgliedern den Zugang. Der deutsche Fussballverband versuchte zumindest halbherzig gegen diese und andere Einschränkungen vorzugehen. Dies wurde freilich auch von Juristen als fragwürdig angesehen, am Ende blieb nichts übrig, als Leipzig auch die Lizenz für die 2. Bundesliga zu erteilen.

Keine Sache des Erbrechts: Die 2. Bundesliga ist offen für alle – auch für Millionarios.

Keine Sache des Erbrechts: Die 2. Bundesliga ist offen für alle – auch für Millionarios.

Doch sei die Frage erlaubt: Wie viele Fans anderer Clubs sorgen sich wirklich um die juristischen Probleme? Haben sie nicht eher Angst, dass da noch ein Neuling kommt, der «ihrer» Mannschaft den Platz in der Liga streitig macht? Durchaus berechtigt. Sportdirektor Ralf Rangnick leistete schon in Hoffenheim sportlich eine vorbildliche Aufbauarbeit, die im Zetern über die neureichen Eindringlinge unterging. Die Neuzugänge bei RB Leipzig auf die neue Saison hin hiessen: Thomas Dähne, Massimo Bruno, Stefan Hierländer, Zsolt Kalmar, Terrence Boyd, Ante Rebic, Marcel Sabitzer, Lukas Klostermann. Die prominentesten Namen waren Marvin Compper (mit ihm hat Rangnick schon in Hoffenheim gearbeitet) und Rani Khedira (sein Bruder Sami wurde in Brasilien Weltmeister). Mit Mateschitz’ Milliarden wären ganz andere Namen möglich. Das interessiert aber weder Rangnick noch Trainer Alexander Zorniger, sie arbeiten mit Jungen, sie haben ein Konzept.

Und damit unterscheiden sie sich von vielen dieser Traditionsclubs, deren Fans heute noch denken, ein Platz in der Bundesliga ist eigentlich Sache des Erbrechts. Hat denn jemand etwa Köln, dem HSV, Duisburg oder Rostock verboten, mit einer Strategie oder einem Konzept zu arbeiten? Natürlich, die Voraussetzungen für Erfolg – etwa ein schickes Trainingszentrum, ein fähiges Betreuerteam – sind mit Red Bull im Rücken einfacher umzusetzen. Aber haben sich all die anderen überhaupt darum bemüht, die Rahmenbedingungen zu schaffen, statt viel Geld in den Erwerb und das Gehalt mittelmässiger Kicker investiert wurde? Freiburg hat gezeigt, wies geht. Und schlechter oder gar böser ist das in Leipzig nicht, bloss weil die Anschubfinanzierung prächtiger ausgestattet war.

Und wie ist es mit dem Vorwurf, Hoffenheim und Leipzig hätten keine Fankultur? Tja, wenn man sieht, was diese Fankultur immer wieder mal so anrichtet, etwa jüngst bei den Jadgszenen zwischen Lauterer und Karlsruher Fans – im Familienblock des Betzenberg! – dann muss man dazu nicht viel sagen.

«Jetzt wieder auf Kurs»: Die Zweitliga-Premiere von RB Leipzig gegen Aalen.

«Jetzt wieder auf Kurs»: Die Zweitliga-Premiere von RB Leipzig gegen Aalen.

Christian Andiel

Christian Andiel

In Bayern aufgewachsen, ziemlich heftig mit dem 1. FC Köln verbandelt – und träumen darf man ja von Europa und Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

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30 Kommentare zu “Der ach so böse Leipziger Bulle”

  1. blackball sagt:

    Lesenswertes für die Herren Andiel und Nussknacker.

    http://suedkurve.koeln/wp-content/uploads/2016/09/Flyer-RB-Leipzig1.pdf

    Das dürfte dann den “Aufsatz” des Herrn Andiel endgültig widerlegen.

  2. blackball sagt:

    Schön, wenn den vermeintlichen Experten (C. Andiel und der User Nussknacker) regelmässig die eigene Inkompetenz um die Ohren gehauen wird.

    http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/658277/artikel_rb-reduziert-mateschitz-abhaengigkeit—trio-kein-thema.html

    [Zitat kicker] Weitere Abschlüsse sind geplant und auch nötig, um die Financial-Fairplay-Vorgaben der UEFA zu erfüllen [/Zitat kicker]. Nee, ne. Siehe dazu auch meinen Post vom 09.10.2014, 11:04 h …

  3. blackball sagt:

    Wieder ein schwarzer Tag für den Fussball.

  4. Alex sagt:

    die Kompetenz muss dem Autor spätestens im Mittelteil abgesprochen werden. Rostock hat ein sehr gutes Konzept und im Verhältnis zu ihrem Budget ein sehr grosse und “schickes” Trainingszentrum. Ein Blick auf die Jugendmannschaften und ihre Erfolge hätte für schnelle Aufklärung gesorgt.
    Was aber fehlt, ist Geld, was in Leipzig urinfarbend, klebrig, ekelhaft süss sprudelnd fliesst.

    Disqualifiziert Herr Blogger XY-der-sich-mit-dem-Thema-RB-billige-Klicks-erhofft.

  5. Meier sagt:

    Gegen die Argumente kann man relativ wenig einwenden. Trotzdem steht es mir als Fussball-Fan frei, diesen Verein aus tiefstem Herzen zu verabscheuen. Genauso wie RB Salzburg widert mich RB Leipzig einfach nur an, ich kann es nicht ändern. Dafür bin ich zu sehr Traditionalist, als dass ich solche Retorten-Vereine gutheissen könnte. Ich freue mich auf hoffentlich zahlreiche Niederlagen der Leipziger gegen Traditions-Teams der 2. Bundesliga. Auch das jährliche Scheitern der Salzburger Bullen in der CL-Quali ist immer wieder ein Highlight. 🙂

  6. BVB for Ever sagt:

    Ich finde den Beitrag gelungen und auch die kritischen Kommentare informativ. RB Leipzig ist sicherlich eine Bereicherung für den dt. Fussball. Eine Gefahr sehe ich nicht, wenn Konzerne Geld verpulvern. Das Kosten Nutzen Verhältnis ist viel zu hoch als dass es eine Inflation von diktatorischen Oligarchen oder Firmen geben wird.

  7. Leipziger sagt:

    Na zum Glück haben es ja alle anderen Sponsoren im Europäischen und Weltweiten Fussball nur auf Fussball abgesehen. Wer glaubt, das diese nicht Ihr Produkt bermarkten wollen, lebt in einer anderen Welt. Mich würde ja mal interessieren, ob es überhaupt Firmen als Sponsoren gibt, von denen keine Werbung in welcher Art auch immer es im Gesponserten Verein/Stadion gibt.

  8. Nein zu RB sagt:

    Ach wissen sie….
    Es geht einfach darum, dass Vereine wie Red Bull es nur auf die Werbung und nicht auf den Fussball abgesehen haben.

    Und wieder einmal wurden Fans als Verbrecher dargestellt. Traurig sowas!!!!!!!!

  9. Martin Buichner sagt:

    Herr Andiel hat vollkommen recht. Das RB-Projekt in Leipzig ist cool und ich würde mich sehr freuen, wenn sie die 1. Bundesliga aufmischen würden. Klar ist Geld dahinter, aber das Konzept ist sportlich und setzt auf die Jungen – wenn die dann gegen die Bayern spielen, wird es spannend – und zwar für alle.

  10. Roland Schrepfermann sagt:

    Es ist mal richtig erfrischend, einen wertfreien Beitrag über den Zustand im Profi-Fußball zu lesen. Das ständige (hirnlose) Gerede über “Fankultur” und das Verteufeln von RB-LEIPZIG kann man langsam wirklich nicht mehr hören

  11. Holger S sagt:

    Schön wie Sie die Fakten die zum Protest führen einfach so zur Seite schieben und den Kritikern vorwerfen “neidisch” zu sein. Das Problem ist nicht das Konzept oder die sportlichen Erfolge dieses Konstrukts. Es geht einzig und alleine darum, mit Hilfe des Fussballs ein (erst noch hässliches) Getränk noch besser verkaufen zu können. Und es geht auch darum, dass die 50+1 Prozent-Regel die im Deutschen Fussball zum Glück immer noch gilt, einfach umgangen wird und die DFL guckt zu. Das ist der Stein des Anstosses. Das mit den Brause-Millionen gut gearbeitet wird, hat bei dieser Debatte rein gar nichts verloren. Das hat nichts mit dem Thema zu tun. Und schlicht polemisch ist der Hinweis auf die Krawalle beim Derby zwischen dem FCK und dem KSC. Dort wo keine Leidenschaft herrscht kann es auch nicht dazu kommen, dass diese benutzt wird oder halt ab und an mal überbordet. Und sonst ist das ganz einfach die Argumentation der Law and Order-Fraktion die in den Fussballfans im allgemeinen und in den Ultras im speziellen das Grundübel unserer Gesellschaft sehen. Dass tausende Spiele ohne jegliche Vorkomnisse auskommen, wird einfach ausgeblendet…ein völlig unsachlicher Artikel. Schade.

    • PatPat sagt:

      Ich muss Ihren Kommentar hinterfragen…bzw. Sie bitten sich selbst zu hinterfragen…

      Sie schreiben: “… Es geht einzig und alleine darum, mit Hilfe des Fussballs ein (erst noch hässliches) Getränk noch besser verkaufen zu können…” Also finden Sie es okay, wenn Autokonzerne (VW, Alfa) oder Energieversorger (Evonik), die für Umweltverschmutzung mitverantwortlich sind eine bessere Alternative? Ich selbst mag das Getränk RedBull auch nicht, weil es mir nicht schmeckt. Jedes Unternehmen, was im größeren Umfang Sponsoring leistet ist hauptsächlich an der Vermarktung seiner Produkte und Marke interessiert…weder Sport noch Region sind da entscheident. Die Telekom kann überall werben, machts auf der Brust der Bayern… LG wirbt in Leverkusen….könnt so weiter machen.

      Was die 50+1 Regel angeht, sie ist vertretbar jedoch veraltet. Financial Fairplay wäre die bessere Alternative…das würde den großen Vereinen mal gut tun…diese werden immer reicher und die kleinen Clubs kommen gar nicht hinterher, weil sie sportlich gar nicht oben Mitspielen können und so auch keine Einnahmen durch internationale Wettbewerbe generieren können.

      Leidenschaft gibts auch bei uns in Leipzig…keine sorge…weiß nicht wie sie sich ausdrückt in anderen Vereinen, aber hier sitzt zumindest der Fanblock nicht stillschweigend über 90 minuten da, sondern feuert SEINE Mannschaft an. In anderen Vereinen wird eher der Gegner schlecht gemacht…

  12. blackball sagt:

    Keine Ahnung und trotzdem einen Artikel schreiben. Es geht weder um “Erbrecht” (was selbst in Köln keiner mehr behauptet, sollten Sie als angeblicher Köln Fan eigentlich wissen …) noch um “Angst”, dass ein Klub dem eigenen, heissgeliebten “den Platz streitig macht”. Es geht vielmehr darum, dass sowohl LEV, WOB, Hoffenheim wie auch Leipzig den Wettbewerb massiv verzerren und klar gegen die 50+1 Regel verstossen. Mateschitz und Hopp verfügen über Geldmittel ohne Ende, welche über eine Stiftung (Hoffenheim) oder durch Quersubventionierung (Leipzig/Salzburg) den Vereinen zur Verfügung gestellt werden, während sich die anderen Klubs über Sponsoring, Werbung, Beiträge, etc. finanzieren. Im Gegenzug erhalten Mateschitz/Hopp nahezu die alleinige Verfügungsgewalt über den Verein.

    • Nussknacker sagt:

      Na hier hat wohl einer gar keine Ahnung von den Lizenzbedingungen der DFL! Die 50+1 Regel gilt ausdrücklich nur für Vereine die ihre Profi-Abteilung in eine GmbH, AG usw ausgegliedert haben. Dies ist bei RBL jedoch nicht der Fall. RasenBallsport Leipzig e.V. geht als reiner e.V. ins Rennen. Daher kann RBL überhaupt nicht gegen 50+1 verstossen. Wie Du nun dazu kommst, RBL verstosse “ganz klar” gegen die 50+1 bleibt Dein Geheimnis! Bitte erst informieren und/oder nachdenken, bevor man hier auf der populistischen Anti-RB-Schiene fährt, sonst wirds lächerlich!

    • blackball sagt:

      Ach ja, passend zum Thema

      http://www.spiegel.de/sport/fussball/dietmar-hopp-darf-die-mehrheit-bei-1899-hoffenheim-uebernehmen-a-1009253.html

      Jahrelang wurde in Hoffenheim gelogen und betrogen was das Zeug hält (Hopp strebt nicht die Übernahme des Vereins an; Hopp mischt sich nicht in das operative Geschäft ein; etc.). Spätestens bei Bundesligapielen wie Ehrmann Oberschönegg – Haribo Bonn und spätestens dann, wenn die Spieler wie die Werbesäulen der österreichischen Operettenliga herumlaufen, wird auch der letzte Fussballfan sein/e Dauerkarte/Sky-Abo künden.

      Die “beste Liga der Welt” führt sich ad absurdum. Es wird Zeit, dass FFP endlich eingeführt wird und diesen Konstrukten der Riegel geschoben wird. Englische Verhältnisse allez …

  13. Schlawiner sagt:

    Witzig. Nur ein Kommentar hochgeschalten – und zwar ein unterstützender. Was kritisch ist, ist wohl nicht erwünscht.

  14. Michael Stein sagt:

    Der Einstieg in den Artikle verkürzt auf groteske Art und Weise die Strukturen und das Ziel von RedBull Leipzig. Man kann trotz 800 Euro Aufnahmegebühr nicht Mitglied werden, denn Mitglieder sind Angestellte von RedBull und sie haben das satzungsmäßige Recht jeden Antrag auf Mitgliedschaft abzulehnen. Und von diesem Recht wird Gebrauch gemacht. RedBull hat die Lizenz von vorm. SSV Makranstädt aufgekauft und einen vermeintlichen Profiklub installiert. Ziel und Zweck des sog. Vereins ist nicht der Fußball oder gar die Region, sondern die Vermarktung der hauseigenen Dosen.Für die Schweiz würde das bedeuten, Herr Hayek kauft den FC Zofingen, investiert, benennnt den FC Zofingen in SWAT-CH Zofingen um, verbindet sein Logo grafisch mit einem Fussball und rollt dann alle Ligen von hinten auf und Mitgleider des vereins sind ausschl. Manager von SWATCH Herrn hayek schwebt dabei ausschließlich der Vertrieb seiner Uhren vor. Ziel ist die CL. Hat die CH keinen festen Platz in der CL, geht Herr Hayek mit seinem Konstrukt nach Ostdeutschland, z.B. Glashütte, und kauft den Glashütter Sport-Verein von 1924 e.V. Auch in Glashütte liegt der Fussball am Boden un die region freut sich, künftig erstklassigen und europäischen Fussball zu sehen. Die region blüht auf, so lange SWATCH-Uhren verkauft werden können.
    DER Unterschied zu den großen Klubs ist, Herr Hayek ist nicht Sponsor sondern der “Verein” selbst. In Zukunft spielen dann Nestle, MIGROS, etc. in einer LIGA und Mitglieder treffen sich auf Aktionärsversammlungen. Und der Autor hätte sich die Mühe machen können RB zu hinterfragen. Es gibt noch vielmehr Kritikpunkte, aber mit Traditionsvereinen hat diese Thematik nichts zu tun, sondern mit Vereinsfussball und den zugehörigen Satzungen und Statuten.

  15. Marius sagt:

    Es geht doch gar nicht ausschliesslich ums Geld, das ist wie Sie richtig geschrieben haben auch anderswo vorhanden. Was aber nicht geht, ist den Clubnamen und das Clublogo zu ändern! Das ist etwa so, wie wenn Ihnen jemand Ihren Namen und Ihren (Kleidungs)Stil ändern würde ohne dass Sie das auch möchten. Ebenfalls stört mich, wenn das ganze als Event-Tempel und nicht mehr als Fussballstadion daherkommt. Wenn ich irgendwelche rb-fähnchen schwenken müsste und mich in ein Konstrukt von rb zwägen muss – nein danke. Zu guter Letzt geht es nicht, wenn ein nicht mal ortsansässiges Unternehmen den Fussballclub als Marketinginstrument Missbraucht, weshalb ich auch deutlich weniger Probleme mit Bayer04, Wolfsburg, etc habe.

  16. Simon Moser sagt:

    Dann hoffen wir doch alle mal auf den Rasenballsport Köln e.V., gället Sie, Herr Andiel.

  17. chuncho sagt:

    Es bleibt abzuwarten, was in 1-2 Jahren mit RB Salzburg passieren wird. Falls Leipzig aufsteigt und sich für die Euroleague oder Championsleague qualifiziert, wird Mateschitz die Österreicher fallen lassen – Da die UEFA es nicht zulässt, dass der selbe Eigentümer mit zwei Teams in ihren Wettbewerben vertreten ist.
    Die Gefahr bei diesen Moneybag-Eigentümern ist ja immer die, dass sie eines Tages die Lust an ihrem Spielzeug verlieren zugunsten etwas anderem.

  18. Raymond Allaman sagt:

    Uh, Herr Andiel, jetzt habe Sie aber die grösste Todsünde im deutschsprachigen Fussballraum begangen: RB Leipzig verteidigen. Jetzt kommt sie dann bald und wird Sie auf dem virtuellen Scheiterhafen verbrennen: die heilige Fussballkultur-Inquistion.

  19. Schlawiner sagt:

    Widerlich! Wie man einen solchen Verein noch schön reden kann ist mir unbegreiflich. Was, wenn in Zukunft noch mehr Konzerne mit ihren Vereinen kommen. Plötzlich heissen die Duelle RB Leipzig vs. Heineken Aalen oder Durex Braunschweig vs. Novartis Basel. Die “tollen Fans” dieser Retortenclubs sind nichts weiter als Marketinggags. Der Verein ein industrielles Erzeugnis. Würde “mein” Verein plötzlich in ein Marketinggag umgewandelt, ich würde ihm sofort den Rücken kehren. Ich find’s wesentlich weniger tragisch, wenn sich ein paar Hohlköpfe mal auf den Deckel hauen, als wenn ein paar Tausend Hohlköpfe einen Konzern abfeiern. Fussball war immer eine ruppige Angelegenheit, ein Sport für das Proletariat. Da war und ist Herz, Leidenschaft – auch wenns halt mal gescheppert hat (ohne dies verharmlosen zu wollen).

    • madmax sagt:

      Wie kann man nur so viel Blödsinn schreiben.Die Zeiten haben sich nun mal geändert,ob Dir das passt oder nicht.Basta.Ich feiere keinen Konzern, nur weil ich anständigen Fußball sehen möchte.

      • Yannick sagt:

        Ich gebe Schlawiner zu 100 % Recht. Die Zeiten haben sich nun mal geändert? In meiner Meinung rechtfertigt das nicht, dass irgendwelche Konzerne ohne Bezug zum Verein diesen “aufkaufen” und diesen als Werbegag missbrauchen. Die Fans, welche seit Jahren für Stimmung sorgen und sich für den Verein aufopfern, schauen danach einfach machtlos in die Röhre. Es ist eine bedenkliche Entwicklung, dass immer mehr Konzerne den Vereinen die Seele rauben, ohne Rücksicht auf die Tradition.
        Sollen sie doch von Grund auf einen neuen Verein gründen.

    • RUDI sagt:

      Dies ist die Wahrheit und nicht schöngeredet.

    • giacomo sagt:

      Und in der nächsten Spielsaison spielt Bayer 04 Leverkusen gegen RB Leipzig, falls Letzterer den Aufstieg schafft.

    • martin sagt:

      Gebe Schlawiner zu 100% recht. Und Leute wie Madmax haben keine Ahnung von Fankultur!

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