Glücklicher als Single?

Schön, wenn endlich die eigenen Bedürfnisse im Vordergrund stehen, wenn auch oft erst sehr spät. Auch eine Frau in den 60ern geniesst ihr Single-Dasein. Foto: iStoch

Hier wurde schon einige Male die Frage aufgeworfen: Ist man glücklicher als Single? Oder besser: Gibt es überhaupt ein glückliches Leben (als Frau) ohne Partner? Einer der werten Leser hat vor einigen Wochen auch konkret diese Frage gestellt: Warum sind Frauen ab einem gewissen Alter lieber allein?

Die Antwort ist ganz einfach: Weil Männer unglaublich anstrengend sind. Männer strengen Frauen viel mehr an als andersherum. Das sieht man vor allem an Seniorenpärchen. Wie abhängig die Männer von ihren Frauen sind, wie hilflos, auch bei den einfachsten Tätigkeiten, wie zum Beispiel einen Brief beantworten. Dabei standen sie ihr ganzes Leben in einer verantwortungsvollen Position im Berufsleben, haben Karriere gemacht, während sich die Frau um die Familie kümmerte, und jetzt, im Alter, werden die Rollen getauscht. Die Frau muss sich um ihn kümmern, obwohl er gar nicht so alt ist, aber er braucht einfach jemanden, er kann nicht alleine. Ich muss da nicht weit suchen, ich sehe das in meiner eigenen Familie.

Jetzt komm ich

Frauen hatten meistens ihr ganzes Leben die Bedürfnisse der Kinder und natürlich des Mannes im Kopf, und oft gar keine Zeit, sich Gedanken um die eigenen Bedürfnisse zu machen – geschweige, sich diesen zu widmen. Sind die Kinder aus dem Haus, melden sich diese Bedürfnisse langsam. Jeder Mensch hat das Recht, irgendwann in Rente zu gehen. Und auch wenn sich das jetzt komisch anhört: Eine Ehe zu führen, ist Arbeit, und auch keine leichte! Und eine Familie zu managen, ist ebenfalls eine schwere Aufgabe. Ich sehe, was meine Mutter geleistet hat und immer noch leistet – ohne sie wären wir alle aufgeschmissen gewesen. Ich habe da grossen Respekt vor, zumal ich ja Schwierigkeiten habe, mich selbst zu managen, und unfreiwillig vom Leben durch die Zentrifuge des Erwachsenwerdens geschleudert werde, um endlich ohne Hilfe klarzukommen. Sogar das ist eine Arbeit, die mich komplett auslastet im Moment.

Dreissig Jahre sind genug

Eine Beziehung zu führen, ist ebenfalls eine Arbeit. Männer sind anstrengend, auch wenn sie super sind, sie kosten sehr viel Energie. Fast alle Frauen haben das ihr ganzes Leben getan, eine Beziehung geführt, geliebt, gelitten, gehasst, Kompromisse gemacht, Rücksicht genommen, die grossen Gefühle erlebt. Und irgendwann braucht man das einfach nicht mehr, weil man das seit Teenagertagen hatte, man will etwas anderes. Die grosse Liebe oder eine schöne Partnerschaft sind nichts Verheissungsvolles mehr, man will Dinge erfahren, die man nur alleine erfahren kann. Sich geistig entwickeln, die Seele wachsen lassen. Ich habe vor vielen Jahren einen guten Kumpel, dessen Mutter, eine bekannte Theaterregisseurin, ich sehr bewunderte, gefragt, warum sie denn seit der Trennung von seinem Vater keinen Mann mehr an ihrer Seite hatte. Ich dachte damals auch so, wie die meisten denken: Sie ist klug, attraktiv, interessant – warum dann kein Mann? Seine Antwort hat mir sehr zu denken gegeben, damals. Und ist heute Realität geworden. Weisst du, sie sagt, sie habe dreissig Jahre ihres Lebens mit Männern in Beziehungen verbracht. Jetzt möchte sie auch dreissig Jahre ohne einen Mann verbringen. So einfach ist das.

123 Kommentare zu «Glücklicher als Single?»

  • irene feldmann sagt:

    So ist es.

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      na ja, frau feldmaus – zumindest haben sie noch hin und wieder sex, nicht. 🙂

      • Susanna sagt:

        Rittermann: Braucht es dazu einen Mann?

        • Philipp M. Rittermann sagt:

          natürlich nicht. drum rate ich auch jedem mann – „finger weg von der „modernen…“ frau.“

          • tina sagt:

            ah ja klar herr rittermann 🙂 wer würde denn darauf verzichten wollen dass einem pantoffeln und bier vor den tv gebracht werden und für saisonale wohnungsdekoration gesorgt ist, nicht wahr 😉

  • Christoph Bögli sagt:

    Einmal mehr etwas gar einfach gestrickt. Simpel gesagt hängt das – wie auch sonst fast alles – von den einzelnen Personen ab. Es mag Frauen und Männer geben, deren Leben gemanagt werden muss und bei anderen nicht, es gibt Frauen und Männer, die anstrengend sind, und solche, die nicht anstrengend sind, manche werden im Alter mühsamer, andere entspannter, manche sind irgendwann gerne alleine und andere lieber erst recht nicht. Und so weiter. Menschen sind nun einmal divers und vielschichtig, ganz unabhängig vom Geschlecht. Weshalb es immer etwas gar angestrengt und in öder Weise gestrig wirkt, aus ein paar verzerrten Einzelwahrnehmungen aus der eigenen peer group irgendwelche Mario-Barth-mässigen Klischee-Platitüden zu zimmern..

    • Ri Kauf sagt:

      Warum den so verärgert? Es GIBT Frauen für die ist das so. SIE dürfen es gerne anders leben. Ist das nicht toll?

      • Christoph Bögli sagt:

        Verärgert? Wie kommen Sie denn darauf? Das war nur eine nüchterne Betrachtung einer nicht sehr gelungenen Kolumne. Ärgerlich ist daran kaum etwas, ausser vielleicht, dass es einmal mehr zeigt wie weit verbreitet plumpe, altbackene sexistische Klischees noch sind..

    • julia müller sagt:

      Richtig.
      Alle die traumasierten Leute hier, man glaubts nicht. Trefft einfach die richtigen Entscheidungen – und macht für eure falschen nicht pauschal alle anderen verantwortlich, übernehmt die Verantwortung selber. Als ob das so schwierig wäre.

      • julia müller sagt:

        Nachtrag: Meine Antwort gehört zur Ausführung von CB.

        • tina sagt:

          eben. verantwortung übernehmen, entscheidungen fällen. und dazu gehört halt auch, festzustellen, dass die sorte männer, die ich interssant finde, als partner so anstrengend sind dass ich es mir nicht leisten kann oder will. eigenverantwortlich. ich habe es sogar versucht mit beziehungen mit männern, die nicht anstrengend sind, aber das war leider langweilig.

          • Wäis Kiani sagt:

            hihi, genauso ist es bei mir auch. Die allerschlimmsten… und ich bin selbst auch schlimm. Muss mich kurz erholen, dann wieder: Auf in den Kampf!! Liebe Grüsse

          • Reiner Zufall sagt:

            Ist bei mir umgekehrt auch so. Die anstrengendsten Frauen sind die Interessantesten. Und ehrlich gesagt, will ich sie mir leisten, denn ohne sie ist es irgendwie doch doof. Betreut werden muss ich selbst allerdings auf keinen Fall.

          • julia müller sagt:

            Und dann, tina, liegts (nur) an den von Ihnen ausgesuchten Männern???

          • flori antha sagt:

            Blöd.

          • tina sagt:

            reiner zufall: nein, mein leben ist nicht öde, ich kann ja alles andere, nur nicht eine partnerschaft.
            julia: ausgesucht? das war schon gegenseitig. ich sage 1. nicht alle männer und 2. ist es gut möglich, dass andere menschen die selben männer nicht anstrengend finden. aber an mir lag es nicht, dass sie anstrengend waren :). es geht hier ja nicht um schuld sondern um selbsterkenntnis

  • Peter Ehrenreich sagt:

    … das gilt auch für Männer !

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      stimmt. mit einem unterschied. der enttäuschte mann geht keine kompromisse mehr ein – die enttäuschte frau greift dann oft zu den enttäuschten männern. see what i mean?

      • tina sagt:

        textverständnis ahoi herr rittermann. hier geht es um frauen, die lieber auf eine partnerschaft verzichten, weil es ihnen zu anstrengend ist. nix frust, nix enttäuschung, nix trostpreis, nix fauler kompromiss.

  • Willi sagt:

    Ich (69, m) erlebe das gerade nicht wie beschrieben. Kleine Hilfen im Umgang mit IT-Geräten oder im/am Haus und im Garten sowie Überraschungen beim Einkaufen und in der Küche sind bei meiner Partnerin herzlich willkommen. Voraussetzung ist allerdings: Wir leben bezüglich Hobbys/Freitzeit/Ausgang/Kultur oft zwei verschiedene Leben. So gesehen bin ich nicht anstrengend für die Partnerin. Sie kann sich wünschen, wieviel Gemeinsamkeit für sie zuträglich ist. Oft stelle ich fest, dass der Wunsch für gemeinsame Aktivitäten von ihrer Seite kommt. Das richtige Mass von Gemeinsamkeit und Unabhängigkeit ist das zentrale Element.

  • Ruth sagt:

    Wie wahr! Ich hätte meine Gefühle und Bedürfnisse nach über 45 Jahren in Beziehungen nicht besser beschreiben können.

  • Siena sagt:

    Na, da finden wir uns ja…. Ab einem gewissen Alter also doch Single mit zwei Optionen….. :-))

  • Esther sagt:

    Was mir auffällt: Frauen um die 50ig, die seit einiger Zeit alleine leben, sind extrem verbittert. Bei jeder Gelegenheit ziehen sie über Männer her, als wären diese Schuld an ihrem selbstgewählten Leben. Oft bekennen sie sich als Feministinnen, und sehen sich als benachteiligte Opfer einer Welt voller Männer.
    Das klingt nie wirklich glücklich. Glücklich ist anders.

    • Ri Kauf sagt:

      Mir fällt das Gegenteil auf. In meinem Umfeld sind die Frauen um die 60 und alle fit und unternehmungslustig. Diejenigen mit Männern sind das auch aber sie fühlen sich vielfach eingeschränkt. Aber das kommt auf den Partner an. Ich kenne aber nur 2 wirklich gute Beziehungen. Da ist weder der eine noch der andere eine Bremse für das eigene Leben.

    • Balu sagt:

      wohl nur in deiner Wunschvorstellung! Neidisch?

  • Lionel Scheffer sagt:

    Nach dem Tod meines Vaters ist meine Mutter wieder aufgelebt, hat ihren Führerschein wieder hervorgeholt, und ist mehrmals pro Woche auf dem Tennisplatz anzutreffen gewesen.

    • Reiner Zufall sagt:

      Das hätte sie doch auch zu Lebzeiten Ihres Vaters tun können und müssen. Erst aufzuleben, wenn der Partner weg ist, halte ich für falsch. Ich bin froh, wenn meine Partnerin ihre eigenen Interessen hat und diese auch alleine auslebt, oder eben zusammen, wenn es ihr passt. Ich muss gar nicht überall dabei sein, alles mitbestimmen wollen und was weiss ich sonst noch.

      • julia müller sagt:

        Absolut richtig, RZ.
        Diese Verschwendung von Lebensqualität, als ob man da nicht rechtzeitig was ändern könnte …

  • Alexander Wetter sagt:

    sehr einseitig geschildert – sicherlich gibt es (viele) Männer, die ihre Gattinnen nicht unterstützen : aus welchem kulturellen Umfeld stammen diese Männer ? in meinem Umkreis gibt es mehrere Frauen, die ihre Männer daran hindern „etwas zu tun“, wie zB Einkaufen, Waschmachinen und Staubsauger bedienen, und einiges mehr – viele Männer kochen gerne (manche auch sehr gut), aber „dürfen“ nicht – meines Erachtens, handelt es sich dabei eher um Mangel an gegenseitigem Respekt und offen, ehrlich miteinander, nicht gegeneinander, zu reden, wie auch gegenseitige Kompromissbereitschaft. Es ist keine Einbahnstrasse, nicht für sie, nicht für ihn

  • plop sagt:

    Hm, ich freu mich ja auch schon auf meine eigene Wohnung und Leben mit weniger Mann und Familie in ca 10 Jahren, trotzdem mag ich diesen Artikel nicht. Ich frage mich nämlich, wie sich das als Mann lesen würde…

    • Balu sagt:

      Schon deinen Mann eingeweit in deine Pläne? Versteckspiel ist feige.

    • Vierauge sagt:

      wie sich das als Mann lesen würde? Das kann ich Ihnen sagen: ich finde den Text sehr verallgemeinernd und für mich (und einige andere, die ich kenne) unzutreffend.
      Vermutlich gibt es solche Männer, denen beim Eierkochen das Wasser anbrennt, aber „die“ Männer sind das sicher nicht. Und wie einige hier geschrieben haben, kann man auch in einer Beziehung unabhängig sein.
      Andererseits freut es mich, dass die von Frau Kiani beschriebenen Frauen auch ohne (Paar-)Beziehung glücklich sind.

  • Pjotr Müller sagt:

    Man könnte den Artikel auch umgekehrt schreiben. Man ersetze Frauen durch Männer und Männer durch Frauen – das Ergebnis ist ebenso schlüssig.
    Wahrscheinlich liegt die Wahrheit also woanders: nicht Männer sind anstrengend, sondern die Beziehungen sind es (manchmal).

  • Martin sagt:

    So, so, wir Männer sind also anstrengend? Ich könnte ganze Bände damit füllen, wieso Frauen anstrengend sind! Das Problem ist doch, dass die Frauen gar nicht nachvollziehen, was wir Männer ihnen erzählen und am Schluss behaupten sie einfach irgendwas. Wenn Frauen alleine sein wollen, bitte, mich stört das nicht, aber ich will einfach nicht mit ihnen reden. Viele Frauen wollen immer nur reden. Vieles ist einfach Quatsch, was Frauen so rauslassen. Mühsam, anstrengend und teilweise an Dummheit kaum zu überbieten. Ich als Mann kann sehr gut ohne Frauen leben, hätte aber gerne ein Freundin, aber eben, das ist nicht so einfach. Schade entwickeln sich viele Frauen zu Lesben und Männerhassern. Das war’s dann wohl. Muss man wohl im Ausland Frauen suchen.

    • Donald Duck sagt:

      Das Schöne an Ihrem Kommentar, wie z.B. auch von Willi und A. Wetter, sind die persönlichen und gemässigten Schilderungen eigener Erfahrungen ohne pauschale und emotionale Anklage. Damit kann man etwas anfangen. Andererseits sind die weiblichen Kommentare, die froh sind, endlich die lästigen Männer loszuwerden, vielsagend über die Schreiberinnen. Bei Letzteren is das Kleinmachen der Männer vermutlich Routine. Um solche Frauen herum hat es nachvollziehbar keine ‚guten‘ Männer. Kommt noch hinzu, dass deren Männer vermutlich hauptsächlich an Haus und Herd beitrugen und jetzt schlecht gemacht werden. Eigentlich ein sehr kindischer Charakterzug.

      • Carolina sagt:

        DD: Klären Sie mich doch bitte auf: ist Ihr Post Realsatire, Ironie oder ernst gemeint?
        Gez: wieder so ein Weib, das nix kapiert!

        • Vierauge sagt:

          Carolina, ich bin ein Man und habe Martins und DDs Ausführungen auch nicht kapiert. Wahrscheinlich war’s ironisch.

          Lesen Sie lieber meine differenzierten und sprachlich befriedigenden Posts *haha*

    • Nin K. sagt:

      @Martin: Was quatschen denn die Frauen so die ganze Zeit, dass Sie nicht hören wollen? Geben Sie mal Beispiele. Ich möchte mich gerne etwas amüsieren.

  • Marc van Houten sagt:

    Und genau darum ist es so wichtig, dass man sich jederzeit Ich-Zeit rausnimmt… sodass man sich nicht mit einer Hauruck-Übung „befreien“ muss.

  • Jo Mooth sagt:

    Na ja, ein Clichee, das leider oft zutrifft, das vom mühsam alternden Mann und der noch lange attraktiven Frau, die nun endlich auch leben möchte. Die Folge eines oft langweiligen Leben, allen gesellschaftlichen Erwartungen entsprechend, natürlich Kinder, natürlich Mann mit Karriere, und natürlich besorgt sie vor allem den Haushalt. So könnte der Grund für das im Alter bevorzugte Singleleben nicht nur im immer debileren Mann liegen, sondern überhaupt im Wunsch, endlich auch mal Freiheit zu geniessen. Das wäre aber bestimmt auch früher möglich gewesen, ob mit oder ohne Mann. Jeder Mensch, und sei er noch so Frau, hat die Chance, ein freies Leben zu führen, Also warum nicht gleich, in jungen Jahren?

  • Lala sagt:

    Ihr bestes Beispiel ist, dass Männer nicht wissen sollen wie man einen Brief schreibt? Uhm.. Ja..
    Ein besseres Beispiel wäre wohl „Rechnungen bezahlen“, wobei da aus meiner Erfahrung jeweils ein Partner das wärend der Ehe übernahm und der andere entsprechend keine Ahung hatte. Welcher das ist variert aber stark.

    Das ganze auf „Anstrengung“ zu schieben ist lächerlich.
    Mit dem alter wird halt der Fortpflanzungs/Sexualtrieb geringer, da wird das alleine Leben attraktiver.

    Mich näm aber wirklich wunder, was genau an Männern „anstrengend“ ist. Die erscheinen mir was Ihre Bedürfnisse/Ideen/Wünsche angeht meist pflegeleichter als Frauen ;).

    • Irene sagt:

      Männer, nach der Rente um ihren Beruf beraubt, tun endlich das was die Frau ja schon seit Jahrzehnten gerne wollte; er untersützt sie im Haushalt. Und was passiert? Die Frau sieht IHR Reich in Gefahr, es könnte plötzlich Aenderungen geben, auf Deutsch; da pfuscht ihr jemand ins Handwerk – und schon empfindet frau Mann als anstrengend. So erlebe ich es bei meinen Verwandten in diesem Alter. Vielleicht sind Frauen einfach weniger flexibel? Haben Angst ihre Alleinherrschaft aufzugeben? Ich glaube ein neues Hobby für beide (ob gemeinsam oder einzeln) wäre eine gute Lösung – und die Einsicht, dass die Götter die sie rief (ein Mann der ENDLICH Zeit hat und hilft) halt auch erfordert, dass Frau etwas loslassen lernt …

      • Alain sagt:

        Ich habe mir die ‚Freiheit‘ genommen, den grössten Teil des Haushalts an mich zu reissen. Na ja, meine Partnerin geht noch zur Arbeit (80%). Kann das also ganz diskret erledigen. Mit kleinen, schnellen Erfolgserlebnissen à la Freddie Mercury (Queen). Zur vollsten Zufriedenheit des ganzen Haushalts.

  • Serge Mueller sagt:

    „Weil Männer unglaublich anstrengend sind.“ Frauen auch. Darum sehe ich irgendwie nicht ein, wieso auch dieses Thema ums Verrecken „gegendert“ werden muss.

  • Random Guy sagt:

    Wie man in den Wald nörgelt, jammert es zurück. Zum Glück gibt es auch entspannte Frauen, die mit sich und ihrem Leben zufrieden sind. 🙂

  • Ana sagt:

    Sie haben genau das geschrieben, was auch denke! Mit 37 eine Scheidung hinter mir und die Liebe beerdigt!

  • Sportpapi sagt:

    Die Frauen, die Beziehungen nur als aufwändige Arbeit sehen (die zudem ausschliesslich von den Frauen geleistet wird), die tun mir richtig leid.
    „Warum sind Frauen ab einem gewissen Alter lieber allein?“ Ist das denn so? Oder betrifft das nicht vor allem die Frauen, die schon mehrere gescheiterte Beziehungen hinter sich haben? Die glücklich verheirateten werden so etwas jedenfalls nicht sagen.
    Und: bleiben sie denn wirklich allein? Oder halten sie den Partner nicht einfach auch etwas Abstand? Was vermutlich vielen Männern in dem Alter auch recht ist.
    Ach ja, wenn schon die eigene Familie die Referenz sein soll: Mein Vater ist heute 100% Hausmann, während meine Mutter kaum weiss, wie die Geräte zu bedienen sind.

    • Sportpapi sagt:

      Ach ja, mein Grossvater hingegen wusste nicht mal, wo die Socken versorgt sind, als Grossmutter starb. Kein Wunder: Er war Arzt und hat bis ins hohe Alter umfassend gearbeitet, während sie schon sehr früh sich auf den Haushalt zurückzog.
      Wäre er früher verstorben, hätte sie keine Ahnung von allen Finanzen, Behördengängen, usw. gehabt. Aber sie wäre gut versorgte gewesen, finanziell. Immerhin.

    • Balu sagt:

      Ja, ist oft so. Ich hab einfach keine Lust mehr, als bessere Hausangestellte dem Herrn hinterher zuputzen etc. Beziehung ja, zusammen wohnen nie wieder.

      • Sportpapi sagt:

        Das ist schön. Und die Männer haben wohl auch keine Lust mehr, als bessere Goldesel ihren Partnerinnen das Leben zu finanzieren. So ist es halt, wenn man mal auf dieser Schiene ist.

  • Karl S sagt:

    Hmm….ist das jetzt ein sexistischer Text? Ich glaube ja ! Und warum wehren sich die furchtbar anstrengenden Männer nicht? Weiss nicht. Lebe seit 25 Jahren mit einer anstrengenden, sprachbegabten Frau zusammen, aber ich möchte nicht zum Single tauschen. Und wie sagte meine Grossmutter als Grossvater starb. „Schade, jetzt habe ich niemanden mehr, mit dem ich so schön streiten kann!“ Ich wünsche allen Lesern, schöne Weihnachten!

  • Papperlapapi sagt:

    Sehr verallgemeinernd. Es mag Frauen geben, die im Alter gerne alleine sind und es mag Männer geben, die sich im Alter bedienen lassen.
    Meine Grossmutter war jahrelang schwer krank, der (10 Jahre ältere) Grossvater hat mit 80 begonnen, den Haushalt zu führen.
    Meine Schwiegermutter ist unerwartet verwitwet. Bei den Bankgeschäften, der Administration, Behördengängen, Steuererklärungen ist sie auf Hilfe angewiesen, weil das stets der Ehemann gemacht hat. Den übrigen Haushalt führt sie problemlos und unternimmt durchaus mehr als mit ihrem häuslichen Ehemann. Trotzdem ist sie oft bedrückt und vermisst ihren Mann sehr…. Ihre „man“-Formulierungen sind unzutreffend, das Spektrum an unterschiedlichen Erlebensweisen, Verhalten und Bedürfnissen verschiedener Menschen (nicht nur Frauen) gross.

  • Marc Braun sagt:

    Liebe Frau Kiani,
    ich bin in Ihrem Alter & geniesse das Alleinsein & das Leben in meinem eigenen Rythmus. Sie sagen, dass Sie nicht in einer Beziehung sein wollen, weil Männer so sind wie sie glauben dass sie sind. Also sind die Männer irgendwie daran Schuld. Nun könnte ich nach meiner Erfahrung in meiner Ehe auch pauschal sagen, dass Frauen anstrengend sind & viele Beispiele dazu nennen. Doch solche Pauschalurteile finde ich, greifen zu kurz. Unsere Bedürfnisse verändern sich & sind sehr individuell & manche Bedürfnisse lassen sich einfacher allein leben als in einer Beziehung. Trotzdem ist jede Lebensform ein Kompromiss. Dinge gemeinsam und Nähe und Harmonie und Verständnis und Vertrautheit und füreinander da zu sein zu erleben sind wunderschön. Unabhängigkeit zu erleben auch.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    machen sie sich selbst mut, frau kiani? 😉

  • marsel sagt:

    Von 14 – 64 sind Frauen auch anstrengend, Männer müssen das auch ertragen. Ab 65 sind dann die Männer anstrengend, und weg ist die Frau, weil „glücklicher als Single“ sein will? Schöne neue, feministische Welt.

    • Vierauge sagt:

      noch so ein Verallgemeinerer *argh*
      Das hat nichts mit Feminismus zu tun, sondern damit, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Das nennt sich Erwachsensein!

  • Peter Berger sagt:

    Frauen sind sehr anstrengend. Fast alle Männer haben das ganzes Leben eine Beziehung geführt, geliebt, gelitten, gehasst, Kompromisse gemacht, Rücksicht genommen. Fällt Ihnen etwas auf?

  • Anni sagt:

    Ein sehr schöner und ausgewogener Kommentar! Dankeschön.

  • Daniele G. sagt:

    Das ganze Leben ist mühsam – wie ein endloser Selbstverwirklichungstrip …

  • Ri Kauf sagt:

    Wie wahr. Ich sehe das in meinem Umfeld. Der Mann der einen Freundin kann nicht einmal selber einen Brief schreiben obwohl er früher in einer Bank und danach selbständig gearbeitet hat. Er kann auch keinen Nagel einschlagen. Wenn ich mit den beiden unterwegs oder bei ihnen auf Besuch binm heisst es dauern zu meiner Freundin: wo ist das, wann gibt es Mittagessen, wohing gehen wir heute, ….usw. – Die andere Freundin muss dauern anhören wie schlecht es ihm geht und er hängt antriebslos vor der Glotze….. – Ich habe mich befreit. Auch ich habe immer an der Beziehungskiste gedreht und geschraubt, organisiert und gemacht. Getrennte Wohnungen helfen viel, dass man seine Freiheit bewahren kann.

  • Paolo Martinoni sagt:

    Beziehungen können auch für Männer extrem anstrengend sein. Und nicht nur Frauen, sondern auch Männer haben Bedürfnisse , die oft jahrelang zurückgestellt werden (müssen) um der lieben Beziehung willens oder aus beruflichen Gründen. Es gibt jedenfalls einen wesentlichen, folgenschweren Unterschied zwischen Frauen und Männern: Letztere werden viel früher entwöhnt als Mädchen, bekommen viel weniger Streicheleinheiten als ihre Schwestern von den Eltern, müssen schon als Kinder stark sein, dürfen nicht weinen, nichts schwach sein und so, so dass sie mit einem Manko, mit einem „seelischen“ Defizit heranwachsen. Vor allem deshalb sind sie so sehr, auch als Erwachsene, auf Frauen angewiesen, von ihnen so sehr abhängig emotional. Insofern haben Männer viel weniger Glück als Frauen im Leben.

  • Hotel Papa sagt:

    Wir haben verstanden. Frau beklage sich dann aber bitte nicht, wenn Mann in jungen Jaren nicht mehr für das Hochrisiko-Roulette Familiengründung zu haben ist. Das ist dann, wenn er nur verlieren kann.

    • Hotel Papa sagt:

      Aber beim jungen Mann heiss sowas dann natürlich Peter Pan Syndrom…

    • Pascal Meister sagt:

      Sehr einverstanden. Gerade mit dem neuen Unterhaltsrecht ist man als Mann noch schlechter dran als zuvor, wenn es Kinder gegeben hat. Wer nicht supergerne Kinder hat und dafür hohe emotionale und finanzielle Risiken einzugehen bereit ist, lässt sich als Mann besser unterbinden.

  • Ralphi sagt:

    Ist Ihnen die Courage verloren gegangen..?

  • Sina Müller sagt:

    Das passiert, wenn Frau denkt, dass Mann sie glücklich machen muss. Besser selber Verantwortung übernehmen und auch vom Partner Verantwortung einfordern. Geben und nehmen. Sich von klischierten Erwartungen lösen zugunsten der eigenen Bedürfnisse und der des Partners. Dann wird die Beziehung partnerschaftlich, freiheitlich und lässt sich so auch länger aushalten. Emanzipation eben. Aber richtige, nicht einfach schöngeredeter Männerhass.

  • Ralphi sagt:

    Einen guten Ratschlag möchte ich Ihnen auf den Weg für’s neue Jahr mitgeben, ob Sie ihn annehmen oder nicht ist Ihre Sache. Versuchen Sie es doch einmal mit einem Miteinander der Geschlechter, statt einem ewigen Gegeneinander. Eine andauernde Ausspielung derselben bringt auf Dauer nichts und nur gegenseitigen Verdruss.

  • Belo Zibé sagt:

    Das klingt alles blumig , plausibel und einfach,so wie es in den Wartezimmer Hochglanz-Magazinen oder esoterisch-psychologischen Ratgebern allenthalben zu lesen ist.Eines bleibt aber immer reichlich unklar-woher kommt die »Penunze« für die nächsten 30 Jahre ohne den anstrengenden Mann,wenn sich die Frau ausschliesslich mit den Kindern, dem »Stressor« und nicht mit sich selbst oder ihrer Karriere beschäftigt hat? Bei den Dargestellten handelt es sich meist um Frauen einer bestimmten Gesellschaftsschicht.Über Frauen an der Kasse,der Gastro u.a , erfährt man kaum etwas.Das wäre ja auch zu langweilig.Eine Theaterregisseurin muss es mindestens sein. »The best things in life are free if you got money« und da kommt nicht selten der »Stressor« wieder ins Spiel.

    • Wäis Kiani sagt:

      Entschuldigung, vielleicht sind Sie hier falsch? Wo schreiben Kassierinnen und wo haben Bedienungen ihre Blogs? Gehen Sie dahin, da erfahren Sie vielleicht das, was Sie suchen. LG

    • tina sagt:

      belo: oh das ist umgekehrt. ich zum beispiel, und damit bin ich nicht alleine, habe leider ein flair für männer, die ihre finanzen nicht im griff haben oder probleme mit erwerbstätigkeit ansich, wie auch immer. jedenfalls war ich immer schon erwerbstätig, habe auch immer meinen jeweiligen partner mitfinanziert. mit kindern musste ich entscheiden wen ich noch durchfüttern kann und selbstverständlich fiel die wahl auf die kinder. deren vater hat nie etwas für sie ausgegeben, im gegenteil

      • tina sagt:

        mein ob ist anspruchslos und nicht gut bezahlt, aber ich arbeite trotzdem gar nicht so ungern.
        ich bin nicht frustriert, ich treffe entscheidungen. wenn ich früher falsche entscheidungen traf, versuche ich mich zu bessern und treffe demnach andere entscheidungen.

    • Daniele G. sagt:

      Theaterregisseurinnen sind eine wichtige Zielgruppe. Schon rein Anzahl mässig, an der Gesamtpopulation der Bevölkerung.

    • Marcel Zufferey sagt:

      Ja, Menschen wie die Autorin haben es halt mit Drehbüchern zu tun, während wir mit Drehmomentschlüsseln hantieren müssen. Ich komme (mit gewissen Einschränkungen) selber aus der Drehbuchschicht. Nichts und niemand ist selbstreferentieller, als die Drehbuchkaste! Viele von ihnen leben in einem selbst gebauten Echoraum und haben kaum mehr Kontakt nach aussen. Deshalb kritisiere ich solche Menschen auch so gerne: Weil ich ganz genau weiss, wie sie ticken und wo man sie abholen kann 😉

      So, und nun bitte ich euch, mich zu entschuldigen, meine Lieben: ich muss es mir jetzt noch ein bisschen bequem machen auf meinem crèmefarbenen Cassina-Sofa und das Handbuch von meinem neuen Range Rover Vogue durchblättern. Ach, Kinder: An Weihnachten doch einfach herrlich hier oben in St. Moritz…

  • Belo Zibé sagt:

    Tina, jener Flair wahrscheinlich : Jedoch eines Tags (und der Tag war blau)
    Kam einer, der mich nicht bat.
    Und er hängte seinen Hut an den Nagel in meiner Kammer,
    Und ich wusste nicht mehr, was ich tat.
    Und als er kein Geld hatte,
    Und als er nicht nett war,
    Und sein Kragen war auch am Sonntag nicht rein,
    Und als er nicht wusste,
    Was sich bei einer Dame schickt……
    …Ja, da musste so viel geschehen,
    Ja, da gab’s überhaupt kein Nein.
    (Brecht)
    Die letzten beiden Strophen von Brechts »Barbara Song« dürften dieses »Flair« auf den Punkt bringen.Danach platzt die Seifenblase und wird zum blog,wo die »pöhsen« Männer dann ihr Fett abbekommen.

    • tina sagt:

      hey ich habe nichts über böse männer geschrieben. ich habs recht gut mit männern :).
      leider aber fehlt mir jeglicher sinn für pösie 😉 darum verstehe ich den sinn von brechts text leider nicht.
      ich habe mir kürzlich gedanken gemacht: ich mäkle nicht an meinen freunden herum. sie sind für mich gut, so wie sie sind, mit allen ecken und kanten. wenn ich mir nun überlege wie wir es hätten in einer partnerschaft, würde ich vieles nicht hinnehmen, was mich bei einem freund nicht stört. was ist das problem aussenstehende, wenn ich schreibe, dass ich ein flair für männer habe, die mir für eine partnerschaft zu anstrengend sind?

      • tina sagt:

        beispiel:
        einer mochte nunmal akrobatischen, anstrengenden sex und das war sein hauptinteresse. ich sage doch nicht dass der böse ist. andere menschen werden das an ihm schätzen. ich fands 1. zu anstrengend und 2. hatte ich daneben zu wenig zeit für anderes.
        es war mir (mir persönlich) zu einseitig.

      • Reiner Zufall sagt:

        Was heisst schon anstrengend? Manche Ecken und Kanten können jede Anstrengung wert sein!

        • tina sagt:

          klar! ich mag ecken und kanten! die betonung lag auf MIR ZU anstrengend. da gibt es doch nichts zu deuteln, wenn ich sage, mir ist etwas zu anstrengend, dann ist das so 🙂

          • tina sagt:

            meiner meinung nach habe ich doch exakt das ausgesagt von anfang an: ich MAG ecken und kanten. ich habs probiert mit männern die weniger davon haben, das war mir zu langweilig. ich verstehe nicht, wie du zu deinem einwand kommst

          • Reiner Zufall sagt:

            Nun, das Sex-Beispiel oben. Hier geht es ja eigentlich nicht um „anstrengend“, sondern um „zu einseitig“. Wenn das im obigen Beispiel fast alles war, was der Partner zu bieten hatte, dann verstehe ich, dass es zu einseitig war. Hier ist wohl eher das Einseitige eben das zu Anstrengende. Wenn du wirklich Ecken und kanten magst, müsstest du dann nicht billigend in Kauf nehmen, dass es anstrengend wird? Genügend Ecken und Kanten sind immer anstrengend, aber eben auch spannend und erfüllend. Ich meine, du kannst das Eine (Ecken und Kanten) nicht ohne das Andere (Anstrengung) habe. Ich würde eher von der positiven Seite her kommen. Ich lasse mich auf die Ecken und Kanten und die unvermeidbare Anstrengung ein. Eine Partnerschaft, die nicht oder nie anstrengend ist, wäre mir zu langweilig.

          • tina sagt:

            neinnein, das war schon nicht alles, was der mann zu bieten hatte, es war bloss das was ihn zu 97% interessierte (was sich kaum geändert hat). mich hätten auch andere dinge interessiert.
            wenn ich sage, das war mir zu anstrengend, dann ist das so mein guter :). ich bin allerdings ja auch nicht marathonläuferin gäll.
            „wenn du sagst… dann müsstest du…“: warum sollte ich irgendwas müssen? eben muss ich nicht. wäre ja noch schöner :). ja gut, jene, die ohne partnerschaft nicht können, die müssen wohl. wie erwähnt habe ich null probleme mit den ecken und kanten, solange sie mich nicht in einer partnerschaft tangieren.
            ja eben, als ich noch keine kinder hatte, hatte ich auch kapazität für anstrengende partnerschaften. zur zeit möchte ich das nicht.

    • Daniele G. sagt:

      „Ja, mach nur einen Plan!
      Sei nur ein grosses Licht!
      Und mach dann noch’nen zweiten Plan
      Gehn tun sie beide nicht“. – auch Bert Brecht.
      (Ballade von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens).

      • tina sagt:

        mir gefällt der titel :). ich mag menschlichte unzulänglichkeiten grundsätzlich :). nur ausbaden mag ich nicht alle von jedem.
        ich sage ja nicht dass das ein guter plan ist, es ist nichtmal ein plan. aber tatsache ist, dass mir meine partner das leben immer schwer gemacht haben. das konnte ich mir leisten bevor ich kinder hatte und kanns mir auch bald wieder leisten. ob ich es mir leisten will wird sich zeigen. vielleicht ändere ich ja mal meinen männergeschmack, vielleicht kommt das besser. vielleicht finde ich bessere wege.

  • Claude sagt:

    Frau Kiani will schon seit sie Blogs schreibt keine Beziehung mehr. Weshalb sie sich immer noch mit einer abgibt? keine Ahnung. Ein Abhängigkeitsverhältnis?Scheidungsprozess zu mühsam?Ich könnte noch 20 weitere Unterstellungen anfügen, aber dann würde ich ja einen Blog Schreiben. Scheint leicht verdientes Geld zu sein,wenn man aus Geschlechterseparatismus Geld machen kann.
    Ob man als Single glücklicher ist, hängt von der Selbständigkeit einer Person ab.Und der fähigkeit sich selber glücklich zu machen.Viel glück damit. Sowas funktiniert kurzzeitig. Aber über längere Zeit? Von wem kommt denn die bestätigung, dass man was erreicht hat?
    Die endlose smalltallk welle rollt weiter, und tiefergehende, oder offene Gespräche, gibts nur mit Partner,oder professioneller betreuung. Letzteres kostet.

  • Eduardo sagt:

    Nun ja, schauen wir die Gegenseite an: Was soll einen Mann ab einem gewissen Alter (individuell verschieden, aber meistens so ab 45, 50) noch gross an einer gleichaltrigen Frau reizen, das über das Interessante (Intelligenz, Bildung, Talent, Liebenswürdigkeit) einer beliebigen Person (weiblich oder männlich) hinausgeht? Die erotisch-sexuelle Anziehung ist halt leider dahingeschwunden und damit der Hauptgrund, sich noch auf eine Beziehung einzulassen. Klar, dass dies den Feministinnen nicht passt, soweit sie sich überhaupt für Männer interessieren.

    Käme es nur auf die sog. inneren Werte an, würden auch heterosexuelle Männer mit anderen Männern zusammenziehen oder die Altersheime mit ihrem riesigen Angebot an Frauen geradezu belagern. Beides geschieht aber nicht und wird nie geschehen.

    • Vierauge sagt:

      ist das Satire oder sind Sie ernsthaft der Meinung, dass sich eine Beziehung nur wegen des Sexes lohnt? Falls letzteres, dann tun Sie mir leid.

  • Felix sagt:

    Haarscharf am Glück vorbei.
    Von Natur aus ständig im Kampf um irgendwas.
    Nicht mal me myself and i werden 100% glücklich trotz aller Ablehnung jeglicher reizvollen Personen aber anstrengenden Nebenwirkungen im Sein.
    Ja, da hilft dann wirklich nur leblose Puppe, einschaltbarer Roboter oder es bleibt beim egoistischen Wundern über die komplizierte Menschheit.
    Wie gehabt. Irgendwie Schade. Soviel krankhafte Selbstverwirklichung.

  • Bernd Dumm-Wiebrot sagt:

    Ach Herrgöttchen. Aber wenn es die Frauen brauchen und sich selbst nicht eingestehen können, dass sie selbstverschuldet allein sind im Alter. Ich habe lieber eine jüngere Frau an meiner Seite, die interessiert ist an Sport, Literatur und Wirtschaft als eine frustrierte die nur noch über ihre Kinder, ihren Schmuck diskutiert und nebenbei Gala liest und Lindenstrasse schaut. Ist jetzt auch recht einseitig. Und aus einem Beispiel eine allgemein gültige Feststellung gemacht. Dann passt es ja hierhin.

  • Roland Stuber sagt:

    „Weil Männer unglaublich anstrengend sind. Männer strengen Frauen viel mehr an als andersherum.“
    Echt jetzt? Ist genau andersrum für die allermeiste Zeit des Lebens!
    Männer mögen nur nicht dauernd darauf hinweisen denn DAS ist zu anstrengend!!

  • Christian sagt:

    Ja, Sie brauchen keinen Mann. Bis Sie Ihre Einkaufstaschen hochtragen müssen.

  • Hans Minder sagt:

    Es gäbe keine Nahrung/Ärzte/Liebhaber mehr, schafften nicht eine Vielzahl von Kollektiven die Grundlagen dieser Grundbedürfnisse. Selbsternannte Einzelgänger sollten als Selbstversorger/Eremit etc. durch die Welt gehen. Den Kraftakt des kollektiven Lebens an andere abzugeben, um selbst von dessen Früchten zu profitieren grenzt an Kognitive Dissonanz. Diese Selbstverwirklichung ist nicht haltbar. Hat früher ein Mann die Familie ernährt, dann verdient er im Alter die Unterstüzung der Frau. Kümmert sich eine Frau sich um ihren Mann, dann verdient sie ein Leben lang gegen Gewalt verteidigt zu werden. Der Staat alleine kann den Schutz und das leibliche Wohl jedes Einzelnen nicht garantieren. Moderne Familien teilen sich die Aufgaben, allerdings geht es auch hier ohne kollektiven Kraftakt nicht

  • maia sagt:

    Ich hatte zum Glück noch nie eine Beziehung zu einem Mann die anstrengend war und Energie kostete. Die Männer in einem Umfeld sind für mich sehr berreichernd und wir geben uns gegenseitig Energie. Deshalb hätte auch im Alter sehr gerne eine Beziehung, auch wenn ich jetzt glückliche Single bin. Für mich hängt das glücklichsein nicht vom Beziehungsstatus ab.

  • Diego V. sagt:

    Ja, die meisten Männer sind anstrengend und oft ziemlich dumm. Aber die zehn biblischen Plagen sind im vergleich zu euch, liebe Damen, ein wellness Event mit kuschel Faktor! Ihr solltet euch mal überlegen wiso wir uns diese gekacker und gezicke antun. Ja. Genau darum. Und nur darum!

  • Heinz Müller sagt:

    Mit 60ig ?? Ich war mit 30 schon soweit „die Seele wachsen zu lassen“. Diese ganze Anstrengung… wozu? Beziehungen sollen einem doch das Leben verschönern, nicht zur lebenden Hölle machen. Single sein ist wunderbar.

  • Martin Thalmann sagt:

    Als Mann muss ich sagen: Frauen sind auch sehr anstrengend und haben meist das zwanghafte Bedürfnis den Mann als «Nacherziehungsprojekt» anzuschauen. Viele Männer werden wie Kinder behandelt von Ihren Partnerinnen – selbst Unterhosen werden durch die Frau erworben. Das dauernde sich austauschen mit dem Partner und kommunizieren mit anderen wichtigen Bekannten mal ganz ausgenommen. Da schliesse ich mich Frau Kiani an und bleibe gerne (…ausser im Bett) ohne Frau im Leben.

  • Hans sagt:

    Schlimm. Aber dass eine Frau 60 werden muss bis sie mal an sich denkt, hat weniger mit den Männern als mit dem gemeinsamen Rollenverständnis der Schweizer Paare zu tun. Sobald die Kinder aus dem Haus sind wird geschieden. Da kommt man sich als Mann ziemlich veräppelt vor. Und die Frau sollte sich fragen, weshalb sie sich und in ihrer Beziehung ihr halbes Leben lang verleugnet hat. Den Kindern zuliebe? Vielleicht. Dem Mann zuliebe? Wer weiss.
    Sicher ist, dass man glücklicher gewesen wäre, wenn nicht…

  • Kurt sagt:

    Alternde Frauen sind schlicht nicht mehr attraktiv für gleichaltrige Männer.
    Da kann Frau noch lange so tun, als hätte sie keinen Bock mehr auf Männer – die Realität ist wohl eher, dass sie niemand mehr will.

  • Anni sagt:

    Das kann ja auch nicht das Rezept sein, dass man sich 30 Jahre zusammennimmt, verbiegt und dann zum Befreiungsschlag ausholt, wenn die Kinder draussen sind und fortan allein als Frau durchs Leben gehen will. Also so anstrengend sind jetzt Männer auch wieder nicht. Meiner jedenfalls nicht bzw. immer weniger, weil er mir so vertraut ist. Und wenn es mal so ist, dann lass ich ihn halt in seiner Höhle. Er kommt dann meistens besser gelaunt wieder hervor. Als wäre ich als Frau nicht in vielen Belangen auch in seinen Augen nervtötend. Aber wo die Liebe hinfällt 😉 Und ich freue mich eigentlich auf die nächsten 30 J, wenn wir wieder verrückte Dinge tun können, frei haben, nicht mehr so eingespannt sind, reisen uvm. Also ich stell mir das schön vor, v.a auch die Nähe und Vertrautheit.

    • Vierauge sagt:

      vielen Dank, Anni, Ihr Kommentar hat mir sehr gefallen! Genau so geht es mir mit meiner Frau seit >30 Jahren und hoffentlich noch viele weitere.
      Ich wünsche Ihnen auch viele erlebnisreiche Jahre!

  • Matthias sagt:

    Man kann sich auch alles schönreden oder schönschreiben.
    Wenn ich eben nicht beziehungsfähig bin oder nicht den richtigen abbekomme dann muss ich halt das beste daraus machen und den Umstand akzeptieren. Und genau das wird hier beschrieben.

  • andy sagt:

    Fleissige Schreiber, Denker und Arbeiter sind oft im Leben (Familie, Beziehung etc.) auch auf den vorderen Plätze der Verlierer zu finden.

    Gilt auch für in der weiblichen Deutsch Form. 😉

    Bescheiden, Dankbar und Gelassen sein, bewirkt mehr als man glaubt.

  • Fredi Hitz sagt:

    Man stelle sich vor in diesem Artikel würden die Geschlechter vertauscht werden, der Aufschrei der ach so aufopferungsvollen Frauen wäre gigantisch und die Männer würden einmal mehr zu Teufeln stigmatisiert werden. Oder warum genau sind in den Werbungen die Frauen immer die Schlauen und Gewitzten, währenddem Männer oft als Tollpatsche und Halbschuhe dargestellt werden?

    • tina sagt:

      ich denke man kann das wirklich genauso gut umgekehrt lesen und es ist ja nun nicht so, dass man das selten zu lesen kriegen würde: männer, die über ihre frauen jammern.
      männer machen das doch selber gern: sich als tolpatsch und ein wenig trottelig hinstellen. nichtzuletzt wenn es um haushalt geht, der dazu eingesetzt wird, damit sie die mühsamen haushaltarbeiten nicht machen müssen („du kannst das ja sooo gut!“)

  • Rey sagt:

    Sie beschreiben die Situation treffend; viele Männer werden nie erwachsen, sieht man ja an den Kommentaren hier. Aber bei der Analyse bleiben Sie auf halbem Weg stehen. Denn eine Ehe ist ein System, und beide Beteiligten kreieren die Wirklichkeit. Viele Frauen machen sich die Unterstützung ihrer Männer zur Lebensaufgabe, sei es, weil sie selber mutlos sind, selbst etwas auf die Beine zu stellen, sei es aus Angst, sei es aus Bequemlichkeit. Es gibt viele Helikoterehefrauen, die es ihren Männern aus egoistischen Motiven ermöglichen, unselbständig zu bleiben. Und so erhalten dann BEIDE, was sie verdienen und beide nicht, was sie wollen.

    • Sportpapi sagt:

      Wobei ich ja gerade nicht sicher bin, ob diese „Helikopterehefrauen“, die es ihren Männern ermöglichen, unselbstständig zu bleiben, denn selber selbstständig sind.
      Verdienen sie ihr eigenes Geld? Regeln sie die Familiengeschäfte? usw.
      Vielmehr ist es doch so, dass viele Partnerschaften recht symbiotisch ablaufen, und man sich mit jedem Jahr mehr auch gegenseitig abhängig macht. Zumindest sehe ich das in „traditionellen“ Beziehungen so, und ich gehe mal davon aus, dass vor allem die als „anstrengend“ empfunden werden. Was ja nur geht, wenn man die Leistungen des anderen einfach ausblendet.

      • Rey sagt:

        Nein, diese Frauen sind genauso abhängig von ihren Männern wie umgekehrt. Und auch sie schaffen es nicht, sich unabhängig zu machen. Eine Beziehung zu beenden heisst namlich, die Symptome zum Verschwinden zu bringen. Und nicht, das Problem zu lösen.

      • tina sagt:

        symbiose ist ein gefährliches pflaster

    • tina sagt:

      ist das nicht ein bisschen bequem, diese vielpropagierte haltung, männer würden von ihren frauen daran gehindert zu putzen? die armen, unterdrückten männer.

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Normalerweise höre ich ja eher, dass die Frauen wegen ihren Männern nicht arbeiten gehen können. Die armen, unterdrückten Frauen.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.