Zu alt für Stöckelschuhe?

Wer schön sein will…: Stöckelschuhe lassen Frauen grösser, schlanker und weiblicher wirken. (Foto: iStock)

Schuhwerk ist Fetisch. Deshalb soll man einer Frau, die es nach einem Paar Absätzen gelüstet, nicht mit Vernunft kommen. Und deshalb fand ich auch die eine Frage immer schon von besonderer Blödheit: Darf man als Feministin Stöckelschuhe tragen? Genauso gut könnte man fragen: Darf eine Feministin noch Lust empfinden? Sollte der Feminismus an so etwas scheitern, hätte man sich gar nie die Mühe machen müssen, ihn zu erfinden.

Vielleicht fragen Sie sich, wie Frauen überhaupt auf die Idee kommen, nicht auf soliden Sohlen sicher daherzustampfen. Welche Art Wahnsinn sie dazu bringt, viel zu viel Geld auszugeben für Schuhe, die sie dann doch kaum je tragen. Weil sie damit nämlich wie betrunkene Zombies einhertorkeln müssen. Die Wissenschaft hat darauf einige Antworten: Schuhe seien kleine Gefühlsinseln, sagt etwa der Diplompsychologe Michael Thiel; Frauen kauften sie, um sich schön und sexy zu fühlen. Zahlreiche Studien belegen denn auch: Stöckelschuhe machen attraktiver, lassen Frauen grösser, schlanker, weiblicher wirken. Und evolutionär auf solche Eitelkeiten gepolt, werden wir Frauen zum Opfer der Biologie.

Erektile Dysfunktion ab 40?

Kommt dazu, dass das Fundament jeder modebewussten Frau ihre Füsse sind. Was mich betrifft, trug ich meine Stöckelschuhe immer mit allergrösstem Vergnügen. Wobei die Aussage nicht ganz wörtlich zu verstehen ist: Stögis zu tragen, ist vergnüglich, solange man vor dem Spiegel sein Erscheinungsbild mustert. Sobald man mehr als ein paar Schritte darin gehen muss, beginnen Zehen und Fussballen zu schmerzen, es wird zur Qual.

Trotzdem fragte ich mich immer, warum die meisten Frauen ab einem gewissen Alter freiwillig auf Absätze verzichten. Geht mit dem Alter denn nicht nur die Schönheit, sondern auch die Eitelkeit flöten? Leiden Frauen ab vierzig unter einer erektilen Dysfunktion, was den Willen zum Absatz angeht? Ich wäre da ganz anders, dachte ich. Falsch gedacht.

Nichts als Sneakers, so weit das Auge reicht

Es ist nicht die Eitelkeit, die flöten geht. Sondern die Geduld und der Wille zum Schmerz. Lange Jahre trug ich fast immer Stögis. Zunächst als Protest: Auf meiner ersten Arbeitsstelle entdeckte ich, dass Journalisten eine sehr modefaule und nachlässige Spezies sind. Ich wollte dagegenhalten, kleidete mich besonders sorgfältig und liebte es, zwischen den schlurfenden Kollegen herumzustöckeln. Als ich Kinder bekam, war das Büro für eine gewisse Zeit der letzte Ort, an dem ich nicht Mutter sein musste, sondern Frau sein durfte. Ich trug meine Stöckelschuhe mit Stolz, auch wenn ich mich jeden Abend dafür verfluchte. Denn erstens rennt es sich auf Absätzen sehr schlecht – und ich musste jeden Abend rennen, um meinen Zug zu erreichen. Und zweitens schmerzen nach einem Tag in diesen Folterschuhen die Füsse doch sehr.

Heute bin ich immer noch Journalistin, immer noch Mutter, immer noch Feministin. Aber Stögis trage ich nur noch in homöopathischen Dosen. Vielleicht muss ich niemanden mehr beeindrucken. Vielleicht bin ich auch einfach zu faul dazu. Oder zu alt. Vielleicht ist es aber auch bloss eine Modefrage: Wer sich heute auf den Strassen umschaut, sieht nämlich kaum mehr Stöckelschuhe, sondern bloss noch Sneakers, so weit das Auge reicht. Und so sehr ich Stögis liebe, Sneakers liebe ich mehr. Und letztlich gilt auch hier: Schuhwerk ist Fetisch. Einer Frau, die es nach Sneakers gelüstet, muss man nicht mit Eitelkeit kommen.

61 Kommentare zu «Zu alt für Stöckelschuhe?»

  • Martin Frey sagt:

    Stöckelschuhe sind eine von doch mehreren, letztendlich rational nicht gänzlich erschliessbaren weiblichen Besonderheiten. Aber schliesslich muss nicht alles rational sein im Leben. Was sicher ist: Frauen schauen sehr auf Füsse, bei sich, anderen Frauen, und bei Männern. Männer schauen auch auf Füsse, v.a. bei Frauen. Stögis können gerade in ihrer unpraktischen Irrationalität anziehend wirken, tun es aber lange nicht bei allen Frauen. Denn wie oft gilt auch da: man muss damit umgehen können.
    Dass Frauen ab 40 oft ihre Stögis in den Schrank stellen, hat wohl auch dieselben Gründe, weswegen sich viele die Haare zugunsten einer „praktischen“ oder noch schlimmer, „frechen“ Frisur abschneiden, und sich auch sonst nur noch bieder kleiden: Die Paarbindungsphase ist für viele doch vorbei.

    • tina sagt:

      nein das sind nicht die gründe, lies den blogtext doch nochmals

      • Martin Frey sagt:

        Die Sneakers, tina?
        Sneakers sind in, keine Frage, und Frauen gehen ja sehr gerne nach der Mode, aber Stöckelschuhe werden trotzdem immer ihren Platz haben. Nur nicht in der Garderobe vieler Frauen jenseits der 40, wobei wir wieder bei meiner These wären. Das Thema sind m. E. nicht die Sneakers, sondern der Cut jenseits der 40.

      • Michèle Binswanger sagt:

        Danke liebe Tina. Endlich fühle ich mich verstanden 🙂

        • Martin Frey sagt:

          Verstanden weswegen, Frau Binswanger? Das verstehe ich nun wirklich nicht ganz.

          • tina sagt:

            ich vermute, bezüglich dessen, dass Sie den blogtext nochmals lesen sollen, um zu erfassen, was die gründe sind, nicht mehr high heels zu tragen.
            ich finde es wahnsinnig anmassend, wie Sie bei praktisch jedem tagi blogtext glauben, dem autor erklären zu müssen, was die allgemeingültige wahrheit ist, in einer weise, als ob alle autoren auf Ihre kritik gewartet hätten. sehnsüchtig.

      • tina sagt:

        MF: „Es ist nicht die Eitelkeit, die flöten geht. Sondern die Geduld und der Wille zum Schmerz.“
        so einfach ist das.
        mir löschts jedesmal total ab, wenn ich Ihre abschätzigen texte lese, von denen Sie offensichtlich glauben, dass es „die wahrheit“ sei.

    • Barbara Grohé sagt:

      Lieber Herr Frey. Da kann ich bloss anmerken, dass kein Mann ab 40 für mich das Haar länger trug, darauf achtete dass die Plautze nicht über dem Hosenbund hing, und sich ab und zu mal ein modischeres Outfit kaufte – das zum Thema abgeschlossene Paarbindungsphase:))

      • Martin Frey sagt:

        Das tut mir leid für Sie, liebe Frau Grohe. Männer sind jedoch von dieser Metamorphose nicht ausgenommen, im Gegenteil. Auch wenn es viele Gegenbeispiele gibt, persönlich verstehe ich das nicht ganz. Weder bei Frauen noch bei Männern.

      • maettu sagt:

        … da haben Sie aber Pech gehabt, bei mir wäre Ihnen das nicht passiert :-)). LG, die Hoffnung stirbt zuletzt, nicht aufgeben!

    • Sportpapi sagt:

      @Martin Frey: Da kann ich jetzt nicht ganz folgen. Die Frisur wird fast noch mehr als bei Jüngeren gepflegt und gehärtet, und vor allem gefärbt. Und auch die Maske im Gesicht wird nicht weniger, sondern teilweise immer noch dicker aufgetragen.
      Nein, das Bemühen zu gefallen sehe ich bei den meisten Frauen unbeirrt vom Alter.
      Wobei ich mit etwas mehr (sportlicher) Natürlichkeit durchaus gut leben könnte, ebenso wie mit einigen grauen Haaren.
      Und wie soll man mit einer Frau Pferde stehlen können, die auf High Heels herumstolziert…?

      • Martin Frey sagt:

        Sie sind wohl auch eher der sportliche Typ, SP… 🙂 insofern wundert mich Ihr Post nicht.
        Pferde stehlen mit High Heels wäre ein Akt der Unvernunft. „Dem Anlass entsprechend“ wäre da wie oft das Stichwort.

        • Sportpapi sagt:

          Richtig, Martin Frey. Aber dann würden die meisten Frauen eben so selten High Heels tragen, dass sie – wie meine Frau – gar nicht wüssten, wie das geht.
          Aber die Kernaussage war eigentlich, dass die meisten älteren Frauen nach wie vor sehr wert und Zeit in ihr Äusseres investieren. Sie haben nur eine andere Vorstellung, was altersgerecht ist.

    • Maria Cavi sagt:

      ich, ü 70 und gut in Form, trage seit eh Stöckel, Sneakers, hohe Schnürschuhe – was gerade passt.
      Und meine, jetzt weissen Haare, trage ich lang, als Pferdeschwanz oder Zopf.
      ICH bin ICH – seit jeh, warum soll ich das ändern, nur, weil ich älter bin oder in (oder nicht gerade in einer) Paarbindungsphase?
      Die Stöckel müssen ja nicht gerade 15 cm sein)

  • Mrs Katana sagt:

    Ich bin 37J, w, und habe noch nie Stöggelischuhe getragen (und es wird sich sogleich nicht ändern). Mein Motto ist: Sneakers for life, denn in der Tat, man weiss nie, wann man/frau mal rennen muss.

  • Heide-Rose Decurtins sagt:

    Nun wenn man sich den STrassenbekag anschaut, ist dies doch kein Wunder. Zürich nur noch Pflastersteine – in Basel Rheinkiesel – also bitte, was soll ich da noch mit spitzen hohen Absätzen, die mich wohl grösser – noch grösser als ich bin erscheinen lassen und was heisst elegant ? Wenn ich hier und da die Leute beobachte wie sie sich getruen auf die Strasse zu gehen, da kann ich nur noch von Geschmacks-Verwahrlosung sprechen. Fussleiden sind nicht von ohne, also lieber bequeme Sneakers, auf denen wir fast alle hin schweben…..

  • tine sagt:

    werde in ein paar Tagen 42.. und trage immer noch gerne High Heels, ob beim Essen mit Mädels oder mal im Büro.. Klar nicht jeden Tag aber hab mehr „Hochhackige“ als Sneakers im Schuhschrank.. Leiden hin oder her, fühl mich darin besser .. schöner .. whatever..

    • Gerhard Engler sagt:

      Ich freue mich, dass es Frauen wie Tine gibt. Das Leben wird dadurch interessanter und schöner.

      • Christine Goldinger sagt:

        Naja, wenn stögelischuhe tragende Frauen, reichen um das Leben für Sie interessant zu machen, dann muss dieses Leben ja schon ziemlich langweilig sein…

    • ma sagt:

      Ist ja eigentlich egal was für Schuhe Sie tragen, dass Sie aber mit 42 noch mit Mädels essen gehen gibt mir da schon mehr zu denken. Möchten Sie sich nicht langsam mit erwachsenen Menschen umgeben?

  • diva sagt:

    der vorteil von sneakers? in denen kann man im notfall rennen!

  • sam davis sagt:

    Interessant, was Frauen/Männer sich alles antun, um geliebt/bewundert zu werden bzw. um Anderen zu gefallen.

  • Christine Goldinger sagt:

    Stöckelschuhe sind so ziemlich das doofste, was Frau sich, ihren Füssen und ihrem ganzen Körper antun kann. Da darf man mit 40 ruhig etwas vernünftiger werden – besser sogar noch früher.

    • tina sagt:

      das stimmt so nichtmal. bei gewissen rückenleiden verhilft ein absatz zu einer besseren haltung und damit zu weniger schmerzen

      • Helena sagt:

        Die Füsse gehen da drin kaputt, die vielen Hammerzehen und Hallux valgus, die man im Fitnessstudio sehen kann, sprechen Bände. Und an der Ferse ständig Pflaster. Nein danke, ohne mich.

      • Kerstin sagt:

        Es gibt sicher bessere Methoden, um zu einer besseren Haltung und einem gesunden Rücken zu kommen. Ganz abgesehen davon ist ein Halux valgus auch sehr schmerzhaft und nichts schönes.

      • Mona sagt:

        Einen Absatz ja, bis ca. 5 cm, aber keine Stöckelischuhe. Meine Pédicure ist jedesmal von meinen ‚60-jährigen’ Füssen begeistert, weder Hallux, Hammerzehen, Hühneraugen oder andere Schädigungen. Übrigens latsche ich nicht in Birkenstock-Schuhen umher.

  • Sophie Blanc sagt:

    Kommt auf die Figur und die Beine an ! Eine elegante und trotzdem diskrete Frau kann ruhig solche Schuhe tragen. Am Abend, für besondere Gelegenheiten oder weil sie sich wohl fühlt damit.

  • Gabriella sagt:

    Ich bin bereits über 55 und trage immer noch gerne hohe Absätze. Zuhause am liebsten barfuss. Jede, wie sie möchte. Was ich jedoch unsäglich finde, wenn Frauen sich mit hohen Absätzen nicht fortbewegen können und meinen, sie hätten Sneakers an den Füssen.

  • Paolo Martinoni sagt:

    Ich weiss nicht, warum Frauen auf Stöckelschuhe stehen, sie gerne tragen. Ich muss und möchte es auch nicht wissen, das geht mich ja zum Glück nichts an. Dazu kann ich aber sagen: Dass der Anblick einer Frau auf Stöckelschuhen mich schneller schaudern lässt als eine kalte Dusche im Winter, was ich übrigens sogar begrüsse – ist doch Begehrlosigkeit ein ganz schöner seelischer Zustand im Alltag. Insofern halte ich Stöckelschuhe für eine unschöne, aber durchaus tolle Erfindung …

  • Claude Fontana sagt:

    Das leben ist zu kurz(könnte jeden moment zu ende sein) um es mit leid und unnötigen Komplikationen zu füllen. Es reicht, wenn stögis neben dem Bett (oder Spiegel)stehen, wenn es um Eitelkeit geht. Alles was mit rationalität zusammenhängt, ist Alltagstauglich. Das leben braucht keine zusätzliche „Würze“, ausser die Geschmacksknospen sind Abgenutzt.

  • Laura Fehlmann sagt:

    Jenseits der 40??? Das liest sich fast, als ob man nach 40 schon mit einem Fuss im Grab stünde. High-Heels kann frau in jedem Alter tragen. In den Ostländern und in Italien stellt sich keine Frau die Frage, ob sie noch Stöggis tragen darf – ausser sie hat ein Fussproblem. Leider setzen viele Frauen in unseren Breitengraden auf Bequemschuhe und auf alles, das möglichst unsexy wirkt.

    • sam davis sagt:

      genau, stögis sehe ich v.a. an russischen frauen bzw. in ostländern.
      vermutlich habe ich auch deshalb oft das gefühl, dass die zeit dort in gewissen kreisen/gebieten die zeit stehengeblieben ist in den 70er jahren, wo frauen dem mann gefallen wollen und sich verunstalten, auch too much make up. sklavinnen der werbeindustrie….

      • Laura Fehlmann sagt:

        In den Ostländern herrscht einfach eine andere Kultur als bei uns. Zwar Stögis und Make-Up, aber superintelligente und selbständige Frauen! Flache Schuhe und unsexy Kleider bedeuten noch lange nicht, dass frau eigenständig und unabhängig ist!

    • Sportpapi sagt:

      Nun ja, schön, wenn die italienischen Mamas noch High-Heels tragen. Anonsten sind sie ja eher dafür bekannt, nach der Hochzeit schnell mal massiv Gewicht zuzulegen…

    • Paolo Martinoni sagt:

      @Laura Fehlmann: Warum „leider“? Beiseite, dass Bequemschuhe in meinen Augen keineswegs Frauen unsexy machen – sind Sie tatsächlich der Ansicht, Frauen müssten sexy wirken, alles meiden, was sie unsexy wirken lässt? Warum denn? Es ist so schön, so befreiend, nicht gefallen zu müssen, nicht gefallen zu wollen – finden Sie nicht?

      • Laura Fehlmann sagt:

        @Martinoni: Es spricht doch nichts dagegen, wenn Frauen sexy wirken. Geht auch ohne Stöckelschuhe. Aber alles meiden was unsexy wirkt, wäre etwas krass. Denn beim Putzen und Jäten sind High-Heels und Strapse nicht unbedingt nötig. Sie haben recht, es ist befreiend, nicht in den Spiegel schauen zu müssen. Aber sich hübsch und sexy zu finden macht ebenfalls Spass.

  • Frederic sagt:

    Frauen sind nie zu alt, für Stöckelschuhe. Aber selten intelligent genug, um auf diese lächerlichen Stelzen zu verzichten. Wenn man mir erzählen will, dass eine Frau damit besser oder eleganter aussieht, dann greife ich mir an den Kopf.

  • Jürg sagt:

    Für mich ist eine Frau sinnlich, wenn sie sich selbst attraktiv findet, ihren Frieden mit ihrem eigenen Körper geschlossen hat und Lust empfinden/zeigen kann, mit oder ohne Stöckelschuhe. Wir alle haben mehrere Dimensionen und Sinnlich-sein ist keine 24h Aufgabe. Nur situativ halt, dann wenn Frau es will. Stöckelschuhe gehören nicht unbedingt ins Bett, die Werkstatt oder das Gartenbeet. Ins Büro? Na ja, als Mann darf ich eine Frau am Arbeitsplatz eh nicht attraktiv finden, das wäre politisch völlig inkorrekt, hat frau mir gesagt.

  • Ruedi Raggebass sagt:

    Ach Frau Binswanger,
    Wenn Sie dieses Thema schon anschneiden, dann müssen Sie aber – gleichzeitig – die Frage in den Raum stellen, weshalb Frauen – im selben Alter – die Länge ihrer Haare plötzliche so stark reduzieren… Wo in jungen Jahren nur sehr wenige Frauen einen Pixie – Cut oder sonst eine Kurzhaarfrisur spazieren führen, wimmelt es – mit zunehmendem Alter – doch nachgerade von weiblichen Menschen welche sich – oft vom Dorfcoiffeur – einen derben Kurzhaarschnitt verpassen lassen. Ein Schnitt welcher sie jeglicher Attraktivität beraubt und damit in die Nähe eines Neutrums führt… Aber – es ist nur eine Frage der Bequemlichkeit bzw. des sich in einer langjährigen Beziehung (zu) wohl und (zu) sicher fühlens… Bei den Männern zeigt es sich an der Wampe und am nachlässigen Outfit…

  • Boris Horlacher sagt:

    Schöne Schuhe mit Absatz können einfach super aussehen bei einer Frau! Die Absätze müssen auch nicht besonders hoch sein – dezent reicht völlig. Und mit dem Alter hat das nichts zu tun…..finde ich zumindest 🙂

  • Hansli sagt:

    Warum ab 40. Ich kenne in meinem Bekannten- und Freundeskreis nur eine einzige Frau die mit Stöckelschuhen herumläuft. Die Anzahl während dem Studium und später bei der Arbeit ist null. Das gilt auch für Parties und sontsige Anlässe.

  • Patty sagt:

    Die Stöckelschuhe machen zusätzlichen Lärm im Grossraumbüro ohne Teppich. Das kann nerven. Extrem sogar! Okay, manchmal mehr, manchmal weniger, je nach Umständen und natürlich je nach Häufigkeit. Dennoch: Warum kann man nicht Rücksicht nehmen, muss dem Ego nachgeben, täglich mit Stöckelschuhen poltern, sich demonstrativ laut Platz markieren und den Bonus Frau-Sein noch mehr ausspielen??? Wenn es nur ab und zu ist, verstehe ich das, aber täglich?

  • Champedissle sagt:

    Es war und ist mir schleierhaft, warum sich moderne Frauen das antun und Schuhe anziehen die möglicherweise für erotische Stunden genau richtig, zum Laufen aber denkbar ungeeignet sind.
    Was will uns „Frau“ sagen, wenn Sie hochhackig in der Gegend herumläuft. Mir sind Männer die mit Stöckelschuhen die Gegend unsicher machen, ausserhalb des Nachtlebens wenig bekannt.
    Ständig wird uns Männern vorgeworfen, dass wir bei Frauen nur das Sexuelle sähen. Wieso um Himmels Willen verkleiden sich denn die Frauen derart unmöglich?

  • marsel sagt:

    Stöckelschuhe sind sicherlich ungesund und eigentlich unnötig, aber Turnschuhe sind einfach nur scheusslich, wenn man nicht gerade eindeutig sportlich angezogen ist.

  • Max sagt:

    Eher hätte mich die Frage interessiert, wer die Stöckelschuhe erfunden hat. Ich vermute: ein Mann, Unternehmer, auch im PR-Bereich tätig. Auf jeden Fall, obwohl nicht Frau, kann ich mir nicht vorstellen, dass Stöckelschuhe gesund sind, oder sie sich gut anfühlen beim Tragen körperlich betrachtet.

  • Raimondo Civetta sagt:

    Im argentinischen Tango ist der Stöckelschuh nicht nur üblich, sondern oft der schillerndste Blickfang. Pflicht ist er jedoch keineswegs, und viele der gern so tanzenden Damen sind über 40.

  • Max sagt:

    Ha, gehört zu den Absatzschuhen, konnte nicht herausfinden, wers erfunden hat. Sind im 17./18. Jahrhundert aufgekommen und in verschiedenen Variationen von Frauen und Männern getragen worden, auch der Stöckeltyp. Der aber dann ab dem 20. Jh nur noch von Frauen getragen wurde. Schade eigentlich, find ich als Mann. Werd mir morgen gerade ein paar Stöckelschuhe besorgen wegen dem 17.Jh.-Feeling.

  • Hans Minder sagt:

    Die deutsche Sprache hat hier ihren Vorteil: „Leidenschaft“ beinhaltet das Wort „Leiden.“ Wenn jemand freiwillig für andere „leidet, “ kann dies sehr anziehend wirken. Wer möchte sich nicht in einer Gesellschaft wieder finden, die im Spiel wie auch im Ernstfall gerne bereit ist für den anderen zu leiden? Vielleicht ist es so, dass Menschen über 40 kaum Bereitschaft zum „Leiden“ zeigen, da ihr Rucksack infolge unverarbeiteter Krisen der Vergangenheis so drückt, dass sie sich nur noch in Richtung Sonnenseite bewegen möchten. Dann wird oft beschuldigt mit den Worten: Was ich heute will und tue ist perfekt, und wenn der andere nicht so denkt, dann zur Hölle mit ihr/ihm!! Menschen „ohne schweren Rucksack“ scheinen auch ab 40 nicht ungern zu leiden, was sie sehr attraktiv macht

  • Reto Meyer sagt:

    Darf man als Mann überhaupt was schreiben ohne gleich flambiert zu werden?
    Stöckelschuhe sehen zu gewissen Anlässen oder Gegebenheiten einfach schöner an Frauen mit schönen Kleidern aus. Nicht zum Wandern, aber auch sonst mal zwischendurch. Warum soll die Frau ihre Weiblichkeit auch mit 60 nicht zeigen dürfen? Das Altersrad hat sich in den letzten 30 Jahren nun hier wirklich 30 Jahre nach oben geschoben.
    Mich langweilt diese Jeans – Sneakers – Kurzhaar und Pulli uniformiertheit heute – sehen alle gleich aus . Wie erwähnt mit den Haaren – den Schweizer Frauen Kurz Haarschnitt Ü50 sieht man meilenweit – schrecklich langweilig.
    Muss allerdings auch sagen – Männer können noch schrecklicher aussehen – hier fehlt es zu 80% an grundlegendem Geschmack ohne jegliches Interesse dazu.

    • Marie Bornand sagt:

      @ Reto : Sie haben recht ! In der Schweiz lebende Italiener finden schweizer Frauen sehr unfeminin. Alles muss immer praktisch sein und unisex. Schuhe mit Absätzen sehen viel eleganter aus und geben eine ganz andere Silhouette. Wenigstens zum Ausgang sollte man sich schon ein wenig Mühe geben. Aber auch für den Ehemann.

  • Michi sagt:

    Die unheimliche Psychologie der High Heels

    ( Titel googeln, dann findet ihr mehr.)

    Geb’s ja als Mann unumwunden zu: Diese „Dinger“ haben manchmal durchaus ihren Reiz. Raffinierte wissenschaftliche Experimente bestätigen, was Generationen von Frauen intuitiv gewusst haben: High Heels erregen männliche Aufmerksamkeit.
    Der berühmte Schuhdesigner Christian Louboutin brachte das mal so auf den Punkt: „Der High Heel formt den Körper, er verschiebt den Schwerpunkt nach vorne, was dazu führt, dass man den Po herausreckt, das Kreuz durchdrückt, was wiederum die Oberweite betont. Er macht aus der geraden Körperlinie eine S-Kurve.“

    Und jetzt? Bin ich ein Chauvi? Oder bloss „Opfer“ von euch Frauen, die um diesen Verführ-Effekt irgendwie Bescheid wissen?
    Nur zu, sagt’s mir!

    • Marie Bornand sagt:

      @Michi Natürlich wirken Frauen viel erotischer mit Absatzschuhen. Aber man kann auch sagen dass hier die Männer auch nicht auf sich schauen, Schuhe, Frisur usw sind vielmals nicht modern und ein wenig vernachlässigt.

  • Irene feldman sagt:

    Die Weiblichkeit ist eine Inneres Gefühl. Eine Frau die sich dieser bewusst ist lebt diese und deshalb ist es weniger abhängig davon ob sie ein Kleid und hohe Schuhe trägt.

  • Hannes H. Müller sagt:

    Stögeli fördern übrigens den Fersensporn. Also immer schön jeden Morgen richtig dehnen (die Sehne. Wie das geht findet man auf Internet). No joke.

  • Musikus sagt:

    Jede(r) soll doch Schuhe mit Absaetzen tragen koennen, oder nicht? Egal ob Mann oder Frau. Es ist ja so, dass ganz frueher nur wohlhabende Maenner Schuhe mit Absaetzen trugen; von dort kommt auch der Ausdruck „well-healed“ (auf gut Deutsch: vermoegend, reich, wohlhabend). Meiner Meinung nach soll jede und jeder selber entscheiden koennen, ob sie/er Schuhe mit hohen Absaetzen tragen will, und welche Hoehe die Absaetze haben sollen, denn Mode ist persoenlich und sollte nicht von „irgend jemandem“ vorgeschrieben werden, wie es leider geschieht.

    • Peter sagt:

      Ich kann das nur bestätigen. Schuhe mit hohen Absätzen sehen einfach sexy aus. Da meine Frau und ich die gleiche Schuhgrösse haben und wir auch sonst ziemlich gleiche Interessen haben, finden wir so die ein oder andere Party, wo wir beide solche Schuhe tragen können. Am Anfang war das für mich echt gewöhnungsbedürftig, mittlerweilen geht es recht gut.
      Schade das die Gleichberechtigung hier noch arg in den Kinderschuhen steckt, das wir Männer solche Schuhe nicht auch in der breiteren Öffentlichkeit tragen können. Mir wäre es recht.

Kommentar

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