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Tag 1-3: Die Abenteuerreise beginnt

maximilian am Dienstag den 1. Juli 2014

Sonntag war es endlich soweit. Nach einer Abschiedsfeier mit Freunden sind wir früh morgens aufgebrochen. Nach vier Monaten Planung und vielen Hürden bei schweizerischen, deutschen sowie russischen und kasachischen Behörden, sitzen wir jetzt schon seit über 2500 Kilometern in unserem Krankenwagen, einem umgebauten Renault Master Baujahr 2006, auf dem Weg Richtung Ulaanbaatar, Mongolei. Während Freunde und Familie nach Brasilien blicken und Neymar und Co. anfeuern, begeben wir, Max & Moritz, uns auf eine Abenteuerreise Richtung Zentralasien. Vom behüteten und geregelten Leben in Zürich werden wir über Osteuropa quer durch die Türkei, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgistan und Sibirien sowie durch die weite und von Nomaden besiedelten Steppe der Mongolei fahren.

Die Idee kam bei einem Feierabendbier im Zürcher Niederdörfli. Eine längere Reise nach Asien wolle ich machen, erzählte ich einem Kollegen. Wo und wie wusste ich noch nicht genau. So erzählte er von der Mongol Charity Rally und ich wusste schnell – das passt! Abenteuer, viele Länder, viele Probleme und auch noch für einen karitativen Zweck; so wollte ich es haben.

Dann der Anruf nach London. Moritz, ein ehemaliger Kommilitone und guter Freund, war überraschend schnell überzeugt und mit an Bord. Die Planung konnte beginnen. Die Entscheidung, ob man die Rallye mit einem normalen Auto oder mit einem Krankenwagen in Angriff nehmen würde, stellte sich nicht, denn die Chance, einen Krankenwagen durch die Wüste Gobi zu manövrieren, gibt es nicht oft im Leben. Dazu kommt, dass diese Fahrzeuge gebraucht werden. Der Erfolg der medizinischen Grundversorgung in einem so dünn besiedelten Land hängt von der mobilen Infrastruktur ab und die Krankenhäuser sind dankbar für eine solche Spende. Das heisst aber: das Fahrzeug in einem anständigen Zustand zum Ziel zu bringen.

Nach all der Planung und den ersten 1100 km kamen wir vorgestern rechtzeitig zum Elfmeterschiessen zwischen Costa Rica und Griechenland am Tresen einer Altstadtkneipe in Budapest an, und gönnten uns das lang ersehnte Bier. Am nächsten Morgen, erfrischt in einem der ältesten Thermalbäder der Stadt, machten wir uns auf Richtung Belgrad. Nach einer eher unspektakulären Strecke mit viel Regen und unfreundlichen Grenzbeamten fanden wir recht schnell unser Hostel und wurden nach anfänglichen Koordinationsschwierigkeiten bestens willkommen geheissen. Mit selbstgebrannten Pflaumenschnaps (Sliwowitz, 11 Jahre alt und natürlich der beste im Land!) und ersten Versuchen uns die Landessprache beizubringen, war alles anfängliche Fremdeln schnell vergessen. Ein super Start! Heute geht es dann gleich weiter. Wieder 1000 Kilometer. Ziel ist Istanbul, wo wir uns einen Tag gönnen werden, um die Stadt zu erkunden und Freund ezu treffen.

Wie es weiter gehen wird auf dieser Reise und ob wir es überhaupt schaffen werden, den Krankenwagen sicher bis nach Ulaanbaatar zu bringen, werden wir in den nächsten Wochen in diesem Blog berichten. Denn dank der grosszügigen Unterstützung von Sunrise und der Tamedia werden wir auch in Ländern wie Kasachstan und der Mongolei bestens vernetzt bleiben und mit Bildern und unseren literarischen Versuchen von dem Abenteuer berichten. Nach Istanbul werden wir die erste grosse Herausforderung, die Fähre von Baku, Azerbaidjan, nach Aktau, Kasachstan, meistern. Wer sich ein Bild davon machen will sollte mal versuchen, den Fahrplan zu finden….

Für die Digitalen unter euch hier unsere Facebook-Seite.

Liebe Grüsse von der E75 Richtung Nis, Serbien.

Max & Moritz

 

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7 Kommentare zu “Tag 1-3: Die Abenteuerreise beginnt”

  1. Daria sagt:

    Wer glaubt, online den Fährenfahrplan von Baku nach Aktau zu finden, scheint mir etwas sehr blauäugig für solch eine Reise zu sein. Hinfahren, sich umsehen, warten, Tee trinken, warten, Fähre verpassen weil überbucht, warten, warten..
    Trotzdem viel Spass und natürlich erfolgreiches Ankommen!

  2. Jan sagt:

    Gute Reise, bitte Krisengebiete umfahren. Kein Kidnapping mit Lösegeldern, dann selber schuld. Es gibt genug Beispiel von solchen Adventure Trips. Schweizer sind fette Beute für Terrorgruppen.

    • Hansli Ohnesorg sagt:

      jaja, immer wieder die sörgeli vom braven steuerzahler. oje, wie erbärmlich. lass doch die jungs die reise machen und geniessen. missgunst, des schweizers grösste schwäche….

  3. Dominic hafner sagt:

    Abgesehen davon, dass ich von kasachstan direkt nach china gereist bin war ich letztes jahr auf der selben route unterwegs…nicht motorisiert, sondern auf dem fahrrad…
    Wūnsche den 2 jungs viel spass und neue eindrūcke auf ihrem abenteuer!!!

  4. Gaby & rolf sagt:

    Hallo Max& Moritz,
    Wir werden diese Reise im kommenden Frühjahr mit einem kleinen 4×4 Reisemobil machen und euer Blog mit großem Interesse verfolgen. Wir wünschen euch nur gute Erlebnisse und keine Pannen. Alles gute und eine schöne Reise

  5. Natia-Marta sagt:

    Ihe seid Hammer. Ich bin auch sehr gespannt wie Batumi in 10 Jahren aussehen wird.

  6. Le Genevois sagt:

    Hallo ihr zwei!

    Seit 18 Jahren wohnhaft in Genf, aber in Baden/Wettingen aufgewachsen, habe ich 2010 selbst an der Mongol Rallye teilgenommen. Zusammen mit einem holländischen Freund sind wir mit einem alten Mercedes Krankenwagen nach Ulan-Bator gefahren, wobei wir die südlichere Route via Iran gewählt hatten.

    Die Reise war ein voller Erfolg, sowohl was die persönlichen Erfahrungen angeht, als auch finanziell, schafften wir es doch, fast 8,000 englische Pfund sowie die Ambzulanz zu spenden.

    Ich wünschen Euch beiden viel Glück und Erfolg auf eurer Reise! Und gebt in der mongolischen Steppe/Wüste nicht auf – es wird alles von euch und eurem Fahrzeug abverlangt werden…

    Link zu unserem Blog: http://mongolrally2010.wordpress.com/2010/07/