Die Gefahr als Gefährtin

MAMABLOG-GEFAHR

Sicherheit ist erstens relativ und Gefahren sind zweitens pädagogisch mindestens so wertvoll, wie Holzspielzeug: Nach oben strebende Buben.

Selbst nicht ohne Fehl und Tadel, werf ich jetzt trotzdem einfach mal einen Stein, in der Hoffnung, dass es ordentlich scheppert. Immer wieder sagen mir Leute von ausserhalb, wir lebten hier im Paradies. Ja. Und es wird geprägt von Sicherheitsneurosen, Regulierungszwängen und der Angst vor Kontrollverlust. Es ist erbärmlich. Wir fürchten uns zu Tode. Das betrifft auch und vor allem unsere Kinder. Auf jedem Made-in-China-Spielzeug, das in die Bucht des Kinderzimmers gespült wird, wird vor der tödlichen Gefahr gewarnt, die verschluckbare Kleinteile mit sich bringen können. Will ich mit meinen Kindern in ein Auto einsteigen, muss ich zwei Kindersitze bei mir führen – was auch für Big Bags eine unzumutbare Herausforderung ist. Natürlich möchten wir unsere Kinder beschützen. Aber Sicherheit ist erstens relativ und Gefahren sind zweitens pädagogisch mindestens so wertvoll, wie Holzspielzeug. Kinder müssen lernen, sie zu meistern und Vertrauen in ihre Umwelt zu entwickeln. Wenn wir die totale Sicherheit wollen, tragen wir bald alle solche Jacken, wie Helge Schneider sie in einem Sketch beschreibt: erst eine Schicht Schweinefamilie, dann Beton, dann 40 cm Amalgan, etwa ein Kubikmeter Daunen, dann apfelsinenfarbene Zellulose, Gehacktes drum herum und dann ein Zirkuszelt von Zirkus Krone mit zwei Löchern für die Beine. Wollen wir das?

Nein.

Deshalb hier vier gefährliche Dinge, die sie ihre Kinder tun lassen sollten.

1. Wege machen. Je älter die Kinder werden, desto mehr vergrössert sich ihr Mobilitäts- Radius. Das sollte man ihnen zutrauen und zugestehen. Also nicht, wie ich, sich als lebendes Sprungtuch unter seinen Dreikäsehoch werfen, nur damit er niemals den Asphalt küsst. Und sie später auch nicht überall herumkarren. Kinder müssen ihrem Alter entsprechend ihre Wege alleine machen lernen, sei das in die Schule, die Klavierstunde oder zur Grossmutter. Ein Schritt, der wohl vielen Eltern schwer fällt, aber notwendig ist, damit die Kinder ihren eigenen Weg finden. Mit jedem Schritt, den sie alleine tun, erobern sie die Welt, die dereinst ihnen gehören wird.

2. Mit einem Taschenmesser spielen. Messer und Kinderhände sind zwar eine gefährliche Allianz – meine sind heute noch gezeichnet von zahlreichen kindlichen Versuchen, mir eine Flöte zu schnitzen. Aber Messer sind auch toll. Man kann Stöcke zuschnitzen, Bäume ritzen, Dinge herstellen. Kinder begreifen unmittelbar, dass das archaische Werkzeug eine spezielle Handhabe erfordert, die wiederum durch ein paar simple Regeln vermittelt werden kann: schnitze von dir weg, mach das Messer nach Gebrauch zu, richte es nicht gegen andere.

3. Bäume besteigen. Bäume sind etwas Schönes. Sie zu besteigen macht Spass und erweitert den Horizont. Jeder nach seinen Möglichkeiten und Grenzen. Hoch oben im Baumwipfel wird auch dem Verwegensten klar, dass das gefährlich ist. Dass er wissen muss, was er jetzt tut. Das zu schaffen, die Gefahr zu überwinden und heil wieder herunterzukommen – diese Erfahrung sollte jedem Kind vergönnt sein.

4. Grenzen überschreiten. Eine heikle Angelegenheit. Schliesslich fusst jegliche Erziehung auf dem Konzept, Grenzen zu setzen und den Nachwuchs dazu zu bringen, sie einzuhalten. Meistens haben die Grenzen einen Sinn und Zweck. Nun wachsen Kinder aber heran und überschreiten sie dabei notwendigerweise. Und wir Erzieher sollten das zulassen. Zusehen, dass die Vernunft nicht gleich über die Planke schreitet, das ja. Aber letztlich gehören gewisse Grenzüberschreitungen zu den lehrreichsten Erfahrungen überhaupt.

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228 Kommentare zu «Die Gefahr als Gefährtin»

  • heidi reiff sagt:

    @ Marcel

    Was die Quintessenz menschlichen Verhaltens betrifft bin ich bei den Büchern von Alice Miller der Kindheitsforscherin fündig geworden. Alice Miller hat sich vorallem mit Biographien von Männern auseinandergesetzt, Kafka etc. (In all den Büchern hat sich Alice Miller mit der Verleugnung des Leidens in der Kindheit auseinandergesetzt). Ich bin da recht kritisch, eine Rabenmutter hat nichts mit Emanzipation zu tun. Ich habe keine fixen Bilder im Kopf was Mann Frau betrifft. Leben ist Begegnung, ich mach da gute Erfahrung, nicht immer, kleine Veranschaulich persönlich. Ich stand am Bahnhof und wartete auf den Bus. Eine alte Frau kam vorbei und drückte mir ein Prospekt in die Hand. Meine Bemerkung war, wenn es sich um Missionierung handelt können sie das Prospekt behalten, nein nein sagte sie lächelnd und huschte ab in Windeseile, zu Hause hab ich das Prospekt angeschaut, irgendso eine Missionierungsfalle auf Papier gedruckt. „Klapperschlange hab ich im nachinein gedacht und den Prospekt im Papierkorb entsorgt“

    PS. Von mir aus hätte diese Bücher, die Alice Miller geschriebenhatauch ein Mann schreiben können.Michael Ende hat ein schönes Buch geschrieben „Momo“, war als Kind eines meiner Lieblingsbücher, Walt Disney etc. Mein innerer Fotoapparat funktioniert noch relativ gut, bin ziemlich akriebisch, geht auch ohne andere Menschen zur Sau zu machen und ohne Rache auch ohne Sack und Asche

  • vietcong sagt:

    @ max

    du stänkerst hier gegen klischee-emanzen, die es so nur in wenigen einzelfällen gibt. gleichzeitig vertritts du hier ein männerbild, dass für mich etwa deckungsgleich mit deinem emanzenbild ist. nämlich völlig wirklichkeitsfremd. ich muss sagen, ich bedaure dich ein wenig, dass du in so einer schwarzweissen welt lebst, wo du dich in solche idealbilder flüchten musst, denn offensichtlich funktionieren sie nicht wirklich.

  • Marcel sagt:

    @Anastasia C: „Nur ist es leider so,das meistens Männer mehr Macht auf dieser Welt haben und das ist auch nicht toll!!!“ Nun müssten wir nur noch genau definieren, wieviele von allen Männern die Macht in den Händen halten.

    Die einfachen Lohnsklaven sind es schon mal nicht- auch in der Summe nicht.

    Abgesehen davon: Unsere Gesellschaften werden mittlerweile von beiden Geschlechtern gleichermassen geprägt.

  • Anastasia C. sagt:

    @Max: Als ob ich mein Leben ohne Männer nicht im Griff habe…Sie erinnern mich mit Ihrer Aussage, an den Song „Elfenkläne“ von Orgi69

    @Marcel: Es stimmt mi9ch sehr traurig was Valerie Solanas Andy Warhol angetan hat. Nur ist es leider so,das meistens Männer mehr Macht auf dieser Welt haben und das ist auch nicht toll!!!

  • Marcel sagt:

    Der Begriff Kampf- und nichts anderes ist das Leben- ist vielen Frauen offenbar noch nicht geläufig genug. Man könnte jetzt böse sein und sagen. Dafür hatten sie ja bisher die Männer…

  • max sagt:

    @Anastasia C.

    Ich sagte nicht „auf Selbständigkeit pochen“ sondern sprach von wortreichen Selbständigkeitsüberzeungungen. Ich meine damit den gewöhnlichen Weiberklatsch darüber, wie das Leben sein sollte, wenn es so wäre, wie die Frauen sich das ausdenken beim Kaffeklatsch über die Männer und die Welt.

    Sobald es hart auf hart geht, sind solche Frauen auf richtige Männer angewiesen, die wissen wie man kämpft und sich durchschlägt.

    Als kämpfender Mann treffe ich zwar selber Entscheidungen. Aber ich bin nicht selbständig, sondern ich weiss wer wo ist, wer welche Arbeiten erledigen kann und ich trommle diese Leute zusammen, lasse jeden seinen Teil beitragen. Ich teile Ressourcen zu, plane die Abläufe, was bis wann erledigt sein muss und dann lasse ich die Leute ihre Sache machen. Aber ich bin nie selbständig.

    Man kann schon versuchen, die Welt so schön zu arrangieren, wie das die Emanzen gerne hätten. Nur sind das am Schluss nichts als ressourcenverschleissende schöne Arrangements.

    Genau darum behindert das Emanzengefasel die Frauen, wenn sie sich im wirklichen Leben zurechtfinden müssen.

  • Marcel sagt:

    @Max: Da hast Du recht- ganz zu schweigen von der Datenunsicherheit,der sich in jeder Statistik verbirgt- ein Umstand, der in diesem Falle auch nicht genügend beachtet worden ist. Nichts ist da sakrosankt.

    Anastasia C.: Natürlich gibt es Männer und Jugendliche, die Frauen aus mir völlig unverständlichen Gründen hassen. Lorena Bobbitt hat ihren Mann ja auch aus tiefstem Herzen heraus gehasst, ganz zu schweigen von Valerie Solanas, die den Männern nach dem Leben trachtete:

    „Das Leben in dieser Gesellschaft ist ein einziger Stumpfsinn, kein Aspekt der Gesellschaft vermag die Frau zu interessieren, daher bleibt den aufgeklärten, verantwortungsbewussten und sensationsgierigen Frauen nichts anderes übrig, als die Regierung zu stürzen, das Geldsystem abzuschaffen, die umfassende Automation einzuführen und das männliche Geschlecht zu vernichten.“

    Sie endete in der Psychiatrie- nachdem sie Andy Warhol zu vernichten versucht hat.

    Was wollten Sie genau implizieren?

  • Anastasia C. sagt:

    @Marcel: Ertst gestern las ich im „Spiegel“, das ein junger Mann in Deutschland durch sexuelle Probleme einen solchen Hass auf Frauen entwickelte, das er eine junge Sozialpädagogin tötete. Die sexuellen Probleme, die dieser junge hatte, konnten durch einen operativen Eingriff behoben werden. Durch diesen Mann wird gerade über die Sicherheitsverwahrung bei Jugendlichen disskutiert…

  • Anastasia C. sagt:

    @Max: Sie sagen, das Frauen die auf Ihrer Selbständigkeit pochen oftmals in Krisensituationen nichts taugen. Können Sie mir da ein konkrettes Beispiel nennen,oder ist das wieder so ein Punch gegen selbständige oder emanzipierte Frauen???

  • max sagt:

    @Marcel

    Es ist an sich immer zu erwarten, dass ein Teil der Unterschiede nicht erklärt werden können. Daraus auf „Diskriminierung“ aufgrund des Geschlechtes zu schliessen ist absolut abenteuerlich.

    Die Lohnstrukturerhebung eignet sich nur sehr bedingt, weil die Biographien der Arbeitnehmer nicht berücksichtigt werden. Vielleicht haben einfach mehr Frauen als Männer einen beruflichen Lebenslauf, der zu weniger Lohn führt.

    Zum Beispiel: Es wandern augenscheinlich recht viele Lehrerinnen in die Privatwirtschaft ab (wobei der Bericht nicht angibt, wieviele Lehrerinnen das sind). Wenn Arbeitgeber den gängigen Vorurteilen gegen Lehrer folgen, so mögen sie diesen schlechtere Löhne anbieten. Die Lehrer hingegen sind unter dem Druck, endlich vom Schuldienst loszukommen. Sie haben die Schnauze voll davon wie unsere Schulen zu sozialpolitischen Schlachtferden verunstaltet werden. Also akzeptieren Lehrer beim Absprung die schlechteren Bedingungen in der Privatwirtschaft. Lehrer, unabhängig vom Geschlechte wären schlechter gestellt. Sind zufällig mehr Frauen als Männer solche Lehrer, dann taucht dieser Unterschied genauso zufällig unter „unerklärte Unterschiede“ auf und wird in „Diskriminierung“ umgemünzt.

    Kurzum: Solche Statistik ist Scharlatanerie. Entweder wird der Lohnunterschied aufgrund des Geschlechtes statistisch gültig erklärt oder der Lohnunterschied ist nicht erklärt und dann ist er nicht erklärt. Und das bedeutet genau und ausschliesslich „nicht erklärt“, auch nicht „Geschlechter-vielleicht-doch-erklärt“.

  • Marcel sagt:

    Max, herzlichen Dank für Dein Feed-back! Dazu hätte ich auch noch einiges zu sagen. Wichtig scheint mir in gewissen Kreisen, dass man alte Behauptungen mit allen (rethorischen) Mitteln künstlich am Leben erhalten kann- wie das Beispiel Lohnungleichheit zeigt. Man spricht offiziell immer noch von 19,7 Prozent, um dann, sehr viel später- oder genauso spät, dass der oberflächliche Leser es gar nicht mehr erst liest- kleinlaut zuzugeben, dass von den ursprünglich angenommenen 19,7 Prozent (= 100 %) nur noch um 40- oder 7,8 Prozent- übrig bleiben. 40 Prozent „unerklärliche“ Faktoren (natürlich immer noch DER Skandal [Hauptsache Skandal]) von ursprünglich 100 Prozent bleiben offiziell zurück- d. h. 60 Prozent haben sich plötzlich in Luft aufgelöst. Diese Differenz betrachte ich als wirklichen politischen Skandal- die Diskriminierungsquote hat sich damit innert allerkürzester Zeit nahezu halbiert! Man stelle sich eine solche Streubreite bei anderen wissenschaftlichen Untersuchungen vor: Da müssten eine ganze Reihe von Leuten augenblicklich den Hut nehmen! Und abgesehen davon: Die erwähnten „unerklärlichen“ Faktoren sind erklärbarer, als vielen lieb ist, wie man u. a. dem WeWo-Artikel entnehmen kann. Doch das dürfte eine Art ideologischer Reserve sein: Wichtig ist, dass man weiterhin ungestraft von Lohnungleichheit sprechen kann- obwohl sie voraussichtlich kaum existiert.

  • max sagt:

    mamablog bitt um edit

    Der Abschnitt 3b) sollte korrekterweise heissen

    3b) dass Frauen über 40 wann immer möglich im Staatsdienst sind und deswegen viel weniger ***gut*** ausgebildete Frauen ***über 40*** in der Privatwirtschaft vorgefunden werden.

  • max sagt:

    @Marcel

    Habe mir soeben die von Ihnen zitierten „Frauenlöhne, Männerlöhne“ vom statistischen Amt des Kantons Zürich zuleide getan. (statistik.info 14/2007, Bentz und Tschannen).

    1) Es sind nur Daten aus der Privatwirtschaft verfügbar. Wir leben in einer Zeit, wo Staatsangetellte nicht einfach Beamten- oder Lehrerkarrieren machen. Sehr viele wechseln zwischen öffentlichem und privatem Sektor hin- und her. Unklar ist zudem ob die Selbständigen mit Kleinbetrieben erfasst sind.

    1a) Wir müssen nämlich davon ausgehen, dass Löhne nicht nur vom Arbeitgeber sondern auch von der Biographie des Arbeitnehmers abhängen, wie auch von der Beziehung des Arbeitnehmers zum Arbeitgeber.

    1b) In jedem Fall ist in dieser Erhebung die Grundgesamtheit nicht genügend definiert.

    2) Falls man von Lohngleichheit reden will, muss zwingend auch die Erwerbsarbeit erhoben werden, für die keine Steuern und keine Sozialabgaben entrichtet werden, das heisst eigentliche „Schwarzarbeit“, Naturalwirtschaft etc.

    3) Rein ideologisch begründet sind Aussagen wie:
    „Mit 16 Prozent Hochqualifizierten weist die Altersklasse der 30-40-jährigen … am meisten gut ausgebildete Frauen auf. Vor 30 Jahren war der Entsheid für eine höhere Ausbildung oder Weiterqualifikation … schwieriger als heute. ***Das hat zur Folge, dass ältere Frauen insgesamt weniger gut ausgebildet sind .. und .. einen tieferen Lohen erhalten.***“

    Für eine solche weitgehende Interpretation fehlt schlicht das Zahlenmaterial in diesem Bericht.

    3a) Genausogut könnte ich interpretieren, dass die Frauen vor 30 Jahren insgesamt mehr Glück hatten bei der Suche nach gut verdienenden Männern. Insbesondere die gut ausgebildeten Frauen über 40 hätten es überhaupt nicht nötig, in der Geldwirtschaft ihren Lebensunterhalt zu verrdienen. Deswegen steigt mit dem Alter der Anteil der schlechter ausgebildeten Frauen.

    3b) Genausogut könnte ich interpretieren, dass Frauen über 40 wann immer möglich im Staatsdienst sind und deswegen viel weniger ausgebildete Frauen in der Privatwirtschaft vorgefunden werden.

    4) Die einzige Erfolgsmeldung in dem Bericht ist, dass zwischen 1991 und 2005 die Anzahl erwerbstätiger Mutterpersonen um 29’000 zugenommen hat. Dies wird wieder in rein ideologischer Interpretation und ohne es mit Zahlenmaterial zu stützen auf die bessere Integration der Mütter in den Arbeitsmarkt zurückgeführt. (Sorry, aber die verwenden im Zusammhang mit „Mutter“ das Unwort „Person“).

    4a) Genausogut könnte ich behaupten, dass es im Kanton Zürich heutzutage wesentlich mehr Mutterpersonen aus dem Kosovo oder der Türkei gibt, die kaum Geld haben und deswegen arbeiten müssen in minderwertigen, unterqualifizierten und grossenteils sogar überflüssigen Berufen. (Wie zum Beispiel die Frauen, die im Coop 15 Sorten Mozarella, 20 Sorten Emmentaler 15 Sorten Raclettekäse, 140 Sorten Brot, 470 Sorten Schokolade und Schokoladenimitate, 200 Sorten Joghürtli ins Gestell hinein und wieder herausräumen).

    5) Das statistische Amt des Kantons Zürich hat keine eigenen Erhebungen gemacht, sondern einfach seine Zusammenfassung und politische Interpretation der Lohnstrukturerhebung des Bundes vorgelegt.

  • Marcel sagt:

    Nö, kurz und knapp, Pipi: Keine Probleme mit Frauen- es gibt soviele…

  • max sagt:

    @Lea

    Na ja, es wird schon ein bisschen länger dauern und mit Sicherheit ein geistiges Abenteuer.

    Ich schreibe diese Antwort in den Blog zu Magie der Geschichten, weil er dort besser hineinpasst.

  • Lea sagt:

    @max: Werden Sie Ihre Gedanken zum Nyquist-Shannon-Abtasttheorem hier schildern? Das würde mich ehrlich interessieren. Wirklich ehrlich gemeint, nicht als Trollerei.

    Was Sie als den repetitiven Aspekt in Emanzenargumentationen bezeichnen, kann eben als repetitiver Aspekt von Argumentationen als Versuch ideologischer Umsteuerungen gesehen werden. Interessiern würde mich dabei, ob mit dem Erkennen repetitiver Muster das von Ihnen vorher genannte Moirée-Phänomen umgangen werden kann.

    Repetitiv: erinnert auch an den Pavlov und seinen Hund. Ditto Werbung.
    In Umkehrung von steter Tropfen hölt den Stein
    Steter Stein trocknet den Tropfen

  • max sagt:

    @Marcel

    Die Lohnstudie auf dem von Ihnen angegebenen Link konnte ich problemlos herunterladen.
    „http://www.statistik.zh.ch/themenportal/themen/down.php?id=488&fn=2007_14.pdf“

    Das sind 28 Seiten und ich brauche wohl einen Moment damit.

    Im übrigen bin ich ziemlich kreativ im Moment.

    Das ***repetitive*** in den Emanzenargumentationen erlaubt sozialphilosopische Überlegungen über eine Analogie zum Nyqvist-Theorem. Sie könnte angewendet werden, um den Informationsfluss beim Ausfechten von Beziehungskonflikten zu untersuchen.

  • max sagt:

    Heieiei nochmals falsch.

    @mamablog, bitte löscht die zwei vorhergehenden Einwürfe von mir, der hier ist die gültige Version.

    @Heidi Reiff

    Die Antwort habe ich früher schon gegeben, verteilt vielleicht auf mehrere Einwürfe.

    a) In meinen persönlichen Leben bin ich ausschliesslich dann in Schwierigkeiten gekommen, wenn ich Frauen beim Wort nahm.

    b) Frauen, die sich wortreich mit Selbständigkeitesüberzeugungen über ihre Lebenspläne auslassen. Solche Frauen bewähren sich in der Not grundsätzlich nie. Sie behindern nur die richtigen Männer, die klar vorausschauend, strategisch auf Monate planen, Handlungsabläufe rational durchdenken, mit engen Ressourcen und Zeitnot taktisch richtig umgehen können, wenn man in der Not klar entscheiden und retten muss was zu retten ist.

    Dann kann ein richtiger Mann keinen demokratischen Powwow mit Ich-Bin-Auch-Gross-Frauen führen, sonst ist ein richtiger Mann schnell am Ende.

    c) Frauen wollen nur das eine, spätestens wenn sie Kinder haben: Ein gemachstes Nest. Sie lassen es sich mit Vorliebe von einem Mann machen oder sorgen dafür, dass es vom Staat gemacht wird. Fertig mit grossen Emazenworten also.

    d) Solches nervt. Wenn eine Frau nicht sagen darf, was sie wirklich sagen, fordern, wünschen will sondern andauernd überprüft, was sozial-feministisch akzeptiert ist, dann langt ein Mann grundsätzlich in die Sch…e egal, wie ernst er eine solche Frau nimmt.

    Wieder haben wir ein informationstheoretisches Problem. Der Emanzenspeak ist die Trägerwelle, was die Frau darauf moduliert, wären eigentlich ihre Wünsche. Nur leider bietet der Emanzenspeak keine Feinstrukturen, um solche individuellen Informationen sinnvoll abbilden zu können. Was bleibt, sind Fehlinformationen, sogenanntes Moirée.

    Und was hört der geneigte, sorgfältige Zuhörer am Schluss? “Du nimmst mich nicht ernst!” Und dann noch: “Gschpüüüürsch Du das eigetli nid sälber?”

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    @Marcel

    „Ich zum Beispiel leide nicht gerade an einem Mangel an Aufmerksamkeit vom anderen Geschlecht- was mich trotzdem nicht davon entbindet, Frauen gegenüber ausgesprochen kritisch eingestellt zu sein.“

    Eben, Sie haben ein echtes Problem!

  • Lea sagt:

    max hat sich Luft verschafft, ohne direkt ad hominem…. Kompliment.
    Leider hat max auch recht, dass es in diesem Thread nicht um Missbrauch geht,
    ausser die Baumrinde wird mit dem Sackmesser malträtiert.
    Da ist es dann so, dass in einer Michael Ende – Szene der Baum dann sich umdreht und mit seinen Ästen nach dem Malträtierer greift, worauf die Horde Goofen schreiend aus dem Wald rennt.

  • Eni sagt:

    @ Heidi Reiff

    Bin ihrer Meinung. Nur weil man seit 10000 Jahren Kinder schlägt, ist es keine Entschuldigung es heute auch zu tun, sonst müsste man ja konsequenzerweise auch immer noch in Höhlen hausen.

  • Marcel sagt:

    Das Eltern-Ich? Transaktionsanalyse, aha!

  • Marcel sagt:

    Nicht alle Männer, die eine kritische Haltung gegenüber Frauen allgemein- und eine noch Kritischere gegenüber dem Feminismus ganz im speziellen- pflegen, haben automatisch ein Problem mit Frauen, Frau Reiff. Auf so einen einfachen Nenner lassen sich kritische Geister nicht reduzieren- ausser mit ganz viel ideologischem Rückenwind. Ich zum Beispiel leide nicht gerade an einem Mangel an Aufmerksamkeit vom anderen Geschlecht- was mich trotzdem nicht davon entbindet, Frauen gegenüber ausgesprochen kritisch eingestellt zu sein. Abgesehen davon ist Ihr Vorwurf psychologisch nicht gerade fair, zielt er doch genau unter die Gürtellinie: Welcher Mann würde schon freiwillig zugeben, er habe Probleme mit Frauen? Wollen Sie mit dieser „Aussage“ Kritiker mundtot machen?

  • Auguste sagt:

    hmm…, aber eine interessante kommentatorin.

  • heidi reiff sagt:

    @ Max

    Haben Sie schlechte Erfahrung mit Frauen gemacht, dass Sie so wettern über Emanzen ?

    Allgemeines

    Ich habe mich vorallem für Psychologie interessiert, hab mir die Freudsche Psychoanlyse angelesen, Euphorisch wurde ich eine Freudianerin, psychologisch hatte ich immer eine Antwort auf Lager . Irgendwann in der Mitte meines Lebens bin ich auf die Bücher von der Kindheitsforscherin Alice Miller gestossen, ihr erstes Buch, – Das Drama des begabten Kindes – die erste Auflage dieses Buches erschien 1983 – Der einzige Buchverlag, wo sie das Buch verlegen konnte war der Suhrkamp-Verlag, (Jüdischer Verlag) von allen anderen Verlagen wurde das Gut auf Druck abgelehnt. Ihr letztes Buch heisst „Dein gerettetes Leben“ 1. Auflage 2007. Persönlich habe ich viel profitiert vom Gedankengut A. Miller. A. Miller hat sich weltweit eingesetzt für Kinder, hat auch Briefe an div. Päpste geschrieben wo sie das Schlagen der Kinder an den Pranger stellt, von Papstseite bekam sie nie eine Antwort. Wenige Menschen setzen sich ein für das Gedankengut von Alice Miller, hoffe es werden mehr. Es sind keine Prediger nach alter Väter Sitte, Moralin ist anscheinend der einfachste Weg, Spott und Häme. Fanatisch wird festgehalten „es war halt immer so.“ Ich habe meine Kinder nie geschlagen, hab auch Fehler gemacht, perfekte Menschen gibt es nicht, zentral ist doch, dass wir alte Muster anschauen und nicht blindwütig weitergeben, als Erwachsene haben wir die Chance, andere Entscheidungen zu treffen. Mein eigenes Eltern-Ich habe ich gedanklich vor Jahren auf dem Mond entsorgt mit dieser Aktion habe ich mir eigenen Freiraum erschaffen. Ich bin nicht die Jungfrau Maria.

  • Eni sagt:

    @ Lea

    Eine Mutter hat ihr Kind vor durch den Partner zu schützen, immer; und wenn sie es nicht tut ist sie eine Rabenmutter ebenso wie ein vater ein Rabenvater ist, der sein Kind nicht vor Gewalt schützt.

    Ein Kind ist immer hilflos, es ist Aufgabe der Eltern hilfe zu suchen wenn sie selber nicht imstande sind diese aus eigener Kraft zu gewährleisten.

    Man kann immer nach Ausreden suchen sein Kind nicht zu schützen oder nicht geschützt zu haben, aber schlussendlich ist es Gleichgültigkeit und Gefühlskälte und nicht anderes.

  • Marcel sagt:

    Ihr Kommentar wartet auf Freischlatung

    Ist das Absicht? Was soll das?!

  • Marcel sagt:

    @Max:

    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-44/artikel-2009-44-abgerechnet-wird-am-zahltag.html#commentsanker

    http://www.statistik.zh.ch/themenportal/themen/analyse_detail.php?id=488

    Bei zweitem Link ist die Studie interessanterweise nicht mehr abrufbar… Studien in gleicher Richtung vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)- Männer sind da offenbar gar nicht mehr vorgesehen (sollen schaffen gehen, verdammt nochmal!)- kommen übereinstimmend zu denselben Ergebnissen. Sogar im Sozialalmanach 2009 der Caritas spricht man nicht mehr von 20 Prozent Lohndifferenz- immerhin! In den Studien der erw. Stellen wird aber sowohl die Jahresarbeitszeit als auch die Anzahl Überstunden nicht berücksichtigt (s. Weltwocheartikel). Nun rechne: Offiziell sind es in der Schweiz z. Z. 19,7 Prozent Lohnungleichheit- minus die 60 Prozent erklärbarer Gründe, ergibt noch 7,8 Prozent Differenz. Und jetzt noch die Unterschiede zwischen Mann und Frau bei der Jahresarbeitszeit und die Anzahl Überstunden reinrechnen- fertig!

    Ergänzend sollte man auch einmal eine Studie darüber machen, wieviel Prozent Lohndifferenz es zwischen Männern gleichen Alters, gleicher Qualifikation, gleich langer Betriebzugehörigkeit, gleicher Stellung, gleichen Ausbildungsstandes, gleicher Lohnprozente etc. gibt. Da köme nmlich raus, dass es sogar unter Männern Lohndifferenzen gibt. Ungleichheiten gibt es zahlreiche in der Arbeitswelt, horizontale wie auch vertikale: Ausländer verdienen mitunter weniger als Ansässige, Älter mehr als Jüngere, Angelernte weniger als Gelernet etc.

    Lohndiskriminierung? Ein künstlich hochgehaltener Hokuspokus!

  • Lehrzeit sagt:

    Spätfolgenen durch Methamphetamine sind kein geschlechtsspezifisches Problem. Mir sind zwei Ex-Partygänger um die 50 bekannt, welche beide um die 50 IV-Fälle wurden wegen starkem Parkinson. Das scheint mir also doch eher eine Spätfolge eines allgemein konsum- und spassorientierten Lebensstils zu sein.

  • Marcel sagt:

    @Pipi: „In Deutschland ist nur in 3 % der Scheidungen, wo Kinder betroffen sind, Missbrauch ein Thema, da kann man doch nicht von “oft” spechen.“

    Gibt’s dazu auch Quellen, können Sie das belegen? Das hatten wir doch schon hier im Mamablog schon irgendwo. Meines Wissens nach sind Missbrauchsvorürfe in 50 Prozent aller Scheidungsfälle ein Thema. Gut, das ist nur eine kleine Differenz zu Ihrer Zahl, ich weiss. Trotzdem.

  • max sagt:

    @Marcel

    Als geschulter Statistiker ist mir leicht ersichtlich, wie man je nach Fragestellung die Antworten bekommt, die man haben will. Beim Bundesamt für Statistik sind die an der Sache interessierten Frauen, die angeblich beweisen können, dass die Frauen schechter verdienen.

    Das grosse Schlagwort letzte Woche war: Frauen schaffen am Freitag gratis (das heisst 20% weniger Lohn). Nur hat niemand nachgeprüft, ob diese Frauen überhaupt am Freitag schaffen!!!

    Zuerst muss einmal geklärt werden, welche Kriterien für den Arbeitgeber relevant sind. Was heisst gleiche Leistung, gleiche Qualifikation? Worauf schaut ein Arbeitgeber, wie wählt er aus?

    Die Arbeitgeber sind nämlich nicht blöde. Würden sie tatsächlich die gleiche Leistung und die gleiche Qualifikation zu 80% des Preises bekommen, dann täten sie ständig sich speziell nach Frauen umsehen, bevorzugt Frauen anstellen und damit die Löhne für diese Frauen in die Höhe treiben, bis sie sich gelegentlich an die der Männer anpassen. Man nennt das „Markt“.

    Aber es hat auch einen epistemologischen Hintergrund: Statistiken wie die vom BfS bilden nicht die Realität der Arbeitgeber, der Firmen und der Personalchefs ab.

    @Pippi
    Ja, man kann ganze blog Kommentare füllen mit umfangreichen Unterhaltungen über nichtexistierende Probleme. Jedes Kind will mit Messern umgehen können. Kaum je ein Kind wird Opfer sexueller Gewalt. Ich kann täglich Kindern den Umgang mit Gefahren lehren. Nichts kann ich tun für die Opfer sexueller Gewalt ausser ich stolpere darüber. Und dann ist der Fall so speziell, dass ich individuell und aus der Situation heraus das richtige tun muss. Dabei würden mir hochtrabende Frauenbefreiungskommentare überhaupt grad gar nichts nützen.

  • Marcel sagt:

    Max, hast Du übrigens bemerkt, wie lautlos dieses Jahr der Equal Pay Day über die Bühne ging..? Letztes Jahr ging man noch vorwurfsvoll mit roten Hand- und sonstigen Taschen auf die Strasse: Seht her, Männer, wie sehr ihr uns unterdrückt- schämt euch!

    Das hat seine Gründe, Gründe, die beispielsweise eine Pipi partout nicht anerkennen mag- warum, ist wohl klar: Wenn sich die Lohndiskriminierung jetzt auch noch als unhaltbare Behauptung herausstellt- was gäbe es dann noch herumzumäkeln? Was wird dann aus dem wohl gehegten und gepflegten Feindbild Mann..?

    Mann stelle sich das einmal vor: Eine Welt ganz ohne Feindbilder!

    Einfach in Luft aufgelöst!

    Da stünden die einen ja mit ganz schön abgesägten Hosen da..!

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Sehen Sie, max, das hier ist der Mamablog, da schreiben Frauen und Mütter darüber, was sie bewegt. Wenn es Ihnen nicht passt, verziehen Sie sich einfach!

  • max sagt:

    Und aus dem betreffenden wikipedia Artikel über Kurventechniken von Rally Fahrern:

    „Die Kurvenbahn, auf der sich das Fahrzeug beim Übersteuern bewegt, wird durch die ***Gasstellung*** geregelt.“

    So kriegen die Emanzen die Kurve auf ihren abenteuerlichen Geländefahrten. Mit dem Gaspedal statt mit dem Lenkrad.

  • max sagt:

    Von Sackmesser, Bäume klettern, seinen Weg selber finden, Verbote brechen — zu bösen kinderfickenden Männern. Ihr findet ja diesen Emanzen-Powerslie auch ohne die gütige Hilfe eines Roland Strasser. Ich glaube es einfach nicht, wie versessen man sein kann!!! Sackmesser für 99.95% aller richtigen Buben. Sexueller Missbrauch durch den Vater bei 0.05% aller armen Mädchen!!!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrtechnik#.C3.9Cbersteuern_und_Untersteuern

  • Lea sagt:

    @Pippi: „Ich kann es auch nicht nachvollziehen, wie eine Frau tatenlos zusehen kann, wenn ihr Kind misshandelt wird, aber ich kann eben nur für mich sprechen. Ich war nie in einer Beziehung, wo ich mit dem Rücken zur Wand stand, dass muss furchtbar sein, ein Alptraum.“

    „http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/7553/god-bless-the-child-and-the-mother-too/comment-page-5/#comment-15971“ sagt eigentlich genau, weshalb eine Mutter zum tatenlos Zusehen gezwungen sein kann.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    @Widerspenstige:

    Der Titel lautet:
    Was hat man dir, du armes Kind getan? / Jeffrey Masson, bei amazon

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    @Widerspenstige

    „Sigmund Freud – hat die These vehement vertreten, dass bei solchen Übergriffen das weibliche Geschlecht ‘hysterisch’ reagiere und die Eltern ja nicht mit solchen mädchenhaften sexuellen Phantasien ‘belästigen’ sollen!!“

    Genau mit dieser Kehrtwendung, denn es war eine Kehrtwendung, hat er seine eigenen Erkenntnisse und seine Patientinnen verraten, leider! Freud arbeitete als junger Arzt in einem Armenkrankenhaus in Paris und wurde dort zum erstenmal mit Missbrauchsopfern konfrontiert, daraufhin schrieb er den Aufsatz „Ueber die Aetiologie der Hysterie“, er wusste, was den Mädchen angetan wurde und hat das auch geschrieben. Daraufhin wurde er dermassen angegriffen von seinen Berufskollegen, dass er nach langem Hin und Her den Aufsatz zurück zog und sich von seinen Erkenntnissen distanzierte. Vielleicht hätte er sonst seine Reputation verloren. Das ist die Tragik! Die Psychoanalyse sollte endlich mit diesen alten Zöpfen aufräumen, es waren von Anfang an die falschen Zöpfe. Der Psychologe und Autor Jeffrey Masson beschreibt die ganze Geschichte in einem seiner Bücher, leider ist mir der Titel grad entfallen, aber die Bücher sind bei amazon erhältlich.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    @Eni

    Ich kann es auch nicht nachvollziehen, wie eine Frau tatenlos zusehen kann, wenn ihr Kind misshandelt wird, aber ich kann eben nur für mich sprechen. Ich war nie in einer Beziehung, wo ich mit dem Rücken zur Wand stand, dass muss furchtbar sein, ein Alptraum.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    @Lea

    „sondern absolute Zahlen des DoJ“. Was ist das, wo finde ich das?

    In Deutschland ist nur in 3 % der Scheidungen, wo Kinder betroffen sind, Missbrauch ein Thema, da kann man doch nicht von „oft“ spechen.

  • Marcel sagt:

    @Widerspenstige: „wieso Frauen immer ein Bein in der Arbeitswelt behalten sollten!“

    Ein Bein ist nicht genug. Drei wären besser.

  • vietcong sagt:

    @ Dani Kobler

    „Für PC Spiele evt, nicht aber für Spiele auf der Konsole. Und ist dann einfaches Youtube surfen nicht genauso pädagogische (bezüglich PC Kenntnissen) wertvoll?“
    ja, auch beim surfen werden kenntnisse benötigt. und ich spreche nur von killerspielen für den pc. bei konsolen haben sie recht.

    „Also ich hab anno C-64 auch Ballerspiele gespielt, und man musste keine Fantasie haben um in dem abzuknallenden Opfer einen Soldaten zu erkennen. Heute dürfte die Simulation noch besser sein.“
    dann wissen sie ja, dass ballerspiele nicht gleich menschen töten ist. simulation bleibt simulation.

    @ zysi

    „ihre meinung, ihre gedanken sollen es doch auch bitte bleiben oder lesen bei gelegenheit doch noch kurz was eine mutter aus winnenden meint die dazu freiwillig aus spass ein buch über unglückliche gegenheiten aus dem leben schreibt…irgendwo hier auf dem newsnetz“
    wenn meine gedanken dich nicht interessieren, dann lies sie nicht und reagiere auch nicht darauf. die tat von winnenden hat nichts mit computerspielen zu tun. eine einfache rechnung: rechne wieviele kinder diese spiele spielen, teile diese zahl durch die zahl der amokläufe. dann mach die gleiche rechnung mit: wieviele kinder haben probleme in der pupertät und teile auch diese zahl durch die zahl der amokläufe. dann werden dir die relationen vielleicht bewusst.

  • max sagt:

    @Lea

    Ich wollte ja nicht noch pipi, lala hinzufügen.

    In meinem Freundeskreis kann ich beobachten, wie 40jährige Kiffer den Umstieg nicht schaffen, wenn sich ihr Leben verändern sollte.

    Eigentliche Sorgen machen mir hingegen die Langzeitfolgen der Metamphetamine. Die Generation der Partygängerinnen ab Jahrgang ca. 1973 sind gemeint, deren Hirn verbrannt wurde und die vermutlich ab 50-jährig regelmässig zu IV-Fällen werden.

  • Eni sagt:

    @ Wiederspenstige

    @ Pipi Langstrumpf

    Ist es denn nicht die Aufgabe einer Mutter ihren Nachwuchs zu schützen? Um jeden Preis.

    Mein Ex-Mann wurde von sienem Vater massiv verprügelt mit Eishockeyschläger bis er kaputt war und dann noch die Faust ins Gesicht. Die Mutter schaute tatenlos zu. ich habe meine Ex- Schwiegermutter mal gefragt, ob sie denn auch geschlagen wurde. Ihr Antwort darauf:“ Nein, das hätte er nur einmal machen müssen, dann wäre ich gegeangen.“ Die Scheidung hatte sie dann eingereicht, als der Mann fremd gegangen ist, weil das eine Demütigung für sie war. Dass der Sohn verprügelt wurde, war ihr egal.

    Ich finde, dass wenn sich eine Frau von ihren Mann verprügeln lässt ist das ihre Sache, aber wenn sich „Mann“ (oder Frau) sich am Kind vergreift hat sie die Plicht einzugreifen.

    Auch heute würde ich niemals meiner Ex Schwiegermutter die Kinder alleine lassen.

  • Lea sagt:

    Statistiken zu domestic violence. Genauer arrest records, restraining orders und vollzogene Scheidungen. in den statistiken ist die verteilung männlich/weiblich nebenbei ziemlich genau die gleiche wie die statistische Verteilung von männlichen und weiblichen Einwohnern. Dies sind keine hochgerechneten Statistiken aus samples, sondern absolute Zahlen des DoJ.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    @Lea

    „Leider ist es eine Tatsache, dass die Missbrauchskarte bei einer Trennung/Scheidung oft gespielt wird und automatisch der Mann der Verdächtige und Vorverurteilte ist“.

    Worauf stützen Sie diese Aussage?

  • Lea sagt:

    @max: „gaga, dada, baba“ sind aber nur drei Worte, falls man diese als Worte bezeichnen kann…

    Sie kennen sicher das Wort Idiokratie. Der Begriff unterstützt die von Ihnen dargelegte These. Nur glaube ich nicht, dass es in 20 Jahren um Kiffen gehen wird, sondern eher die neueren ’stimmungsaktiven‘ Erzeugnisse der Pharma. Wie Robin Williams einmal sagte: „Why don’t they just invent the fuck-it-all pill“

  • max sagt:

    Warum eigentlich sind hier in diesem Blog so viele berete, lesende und schreibende Landeier im Forum, die dann gross verkünden, Hausfrauendasein sei Folter, Knechtschaft, Sklaverei, Lohnprostitution und überhaupt gehören die Goofen heutzutage professionell von Staates wegen betreut und die Mütter in die Fabrik und ins Büro und die Schweiz brauche immer noch mehr Einwanderer und noch mehr anonyme Wohnsilos wo Goofen zu verdummten Kiffern mutieren?

    Ich lese hier von Eurer wilden schönen Kindheit aber um nichts in der Welt sollen Eure Kinder so aufwachsen? Und glaubt Ihr im Ernst ein einziges davon werde in 20 Jahren fähig sein, mehr als fünf Wörter an einem Stück so zu schreiben, dass man mehr als gaga, dada, baba versteht?

  • Lea sagt:

    @Widerspenstige: Meines Wissens ist Sigmund Freud in der Psychoanalyse auf dem Büchergestell für alte Antiquitäten. Grundsätzlich sehe ich nicht, wie ein durch Übergriffe traumatisiertes Mädchen bei einem männlichen Therapeuten soviel Vertrauen finden kann, dass es überhaupt zum Vorfall sprechen kann.

    Leider ist es eine Tatsache, dass die Missbrauchskarte bei einer Trennung/Scheidung oft gespielt wird und automatisch der Mann der Verdächtige und Vorverurteilte ist.

    Sie können das Thema Missbrauch des Missbrauchsvorwurfs nicht einfach mit der Perversion von Pädophilen und dem Trauma der Übergriffe ad acta legen.

    Zu den Übergriffen selber: die meisten sind innerhalb der direkten Familie. Sie haben somit relativ wenig mit der Krankheit Pädophilie zu tun.

  • Widerspenstige sagt:

    @Pippi Langstrumpf

    ‚…Missbrauch des Missbrauchs, schön wär’s, dann gäbe es keine traumatisierten Kinder. Die Päderasten sind eben nicht zwangsläufig primitive Prolls, sie kommen auch aus der intellektuellen Elite, und die wissen sich sehr gut und absolut skrupellos zu schützen und ihre Interessen zu verteidigen.‘

    Genau das ist die Perversion des Ganzen, dass sie sich sehr gut zu schützen wissen und es gar als ‚Hysterie‘ und ‚Mädchenphantasien‘ abtun und sich taub stellen.

    Dazu wird zur Zeit in 3sat in der Sendung ‚in treatment‘ dieses brisante Thema aus Sicht der Psychoanalyse in Form einer wirklich für einmal interessanten Serie wöchentlich am Mittwoch um 22.25h gezeigt. Hier geht es u.a. auch um ‚das vorsichtige Herantasten‘ und im besten Fall um ‚Aufklärung‘ von sexuellen Übergriffen auf Mädchen und Frauen, welche als PatientInnen durch einen Therapeuten namens Paul Watson (brillant gespielt von Gabriel Byrne!) darüber in den Therapiesitzungen berichten oder eben nicht darüber reden können, da immer noch traumatisiert.

    Wieso ich das hier erwähne?

    Weil speziell der Blog (das Blog?) zu ‚in treatment‘ zeigt, wie Laien und Therapeuten mit diesem Thema umgehen und sich manipulieren lassen durch gewievte Dogmen innerhalb der Psychoanalyse bzw. der Psychiatrie. Und jetzt komme ich zu den intellektuellen Eliten: gerade der hochgejubelte Psychoanalytiker schlechthin – Sigmund Freud – hat die These vehement vertreten, dass bei solchen Übergriffen das weibliche Geschlecht ‚hysterisch‘ reagiere und die Eltern ja nicht mit solchen mädchenhaften sexuellen Phantasien ‚belästigen‘ sollen!! Speziell ein Psychologe regt sich bei jedem seiner Blogeinträge darüber auf und hat es ziemlich provokativ zum Thema schlechthin im Blog gemacht. Es stehen einem Laien bereits die Haare zu Berge, wenn man davon erstmals hört! Stossend ist aber noch mehr, dass diese These von Freud munter weiterhin in der Psychoanalyse vertreten und den PatientInnen unterstellt wird. Das ist so unglaublich, dass es mich immer weniger wundert, dass Frauen noch Jahre danach – wenn nicht jahrzehnte! – nicht darüber sprechen KÖNNEN! Hier ist Aufklärung dringend nötig und die Medien müssten mehr Klarheit darüber schaffen. Es geht mir nicht um Verteufelung der Psychiatrie und deren Machenschafften, aber sachliches und differenziertes Hinterfragen von Thesen, die mehr als fragwürdig sind.

    Mütter schweigen nur dann, wenn sie sich in einer Patt-Situation wähnen und nicht von heute auf morgen die Scheidung einreichen können – aus rein finanziellen Gründen und auch aus Angst vor ihrem herrischen Mann denke ich mal. Und dann sind wir wieder beim Punkt angelangt, wieso Frauen immer ein Bein in der Arbeitswelt behalten sollten!

  • Lea sagt:

    @max: P->((Q->R)&(~S v R))

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    @Eni

    Das irritiert mich auch, dass es offenbar Mütter gibt, die so wenig eigenständig sind, dass sie Ahnungen, die sie wohl meistens haben, wenn etwas ist, einfach verdrängen. Wenn es dann zur Scheidung kommt, werden diese Vermutungen der Anwältin gegenüber halt geäussert, man geht ja nicht hin und sagt, ich will die Scheidung, Punkt. Da gibt es viele Gespräche, vieles kommt an die Oberfläche, das sonst nie ein Thema war, weil es die Hoffnung gab, dass sich etwas bessert, wenn man nicht am fragilen Gleichgewicht rüttelt. Die Verdrängung geht bis zur Selbstverleugnung. Wenn diese Hoffnung weg ist, nehmen die Dinge ihren Lauf.

    Ich kenne einige Fälle, wo sich die inzwischen erwachsenen Kinder gewundert haben, dass die Mütter nichts bemerkten/bemerken wollten oder konnten, wie auch immer. Dazu muss man wissen, dass in diesen Familien oft ein Klima der Kontrolle herrscht, die von dominanten Ehemännern ausgeübt wird. Nicht nur die Kinder fürchten den Vater, sondern auch die Frauen ihren Ehemann. Vor einigen Wochen war im TagiMagi ein erschütternder Bericht einer solch gestörten Familie, da hat die Mutter nicht nur weggeschaut, sondern den Missbrauch bewusst geschehen lassen, sie war unfähig, etwas dagegen zu unternehmen, eine unglaubliche Ohnmacht.

  • Eni sagt:

    @ Marcel

    Gut geschrieben. Vieles trifft zu, vieles nicht. Nehme auch nicht an, dass alles todernst gemeint ist.

    Meine Kinder sind 7 und 11. Sie sind angeschnallt im Auto,tragen auf Skiern und Velo Helm und bekommen auch gutes Schuhwerk. Dass sie dadurch zu Weicheiern werden glaube ich nicht. bin einfach der Meinung, dass es vermeidbare Unfälle ( bei Autounfall an der fronscheibe kleben, beim Velofahren am Trotttoirrand den Schädel spalten usw) und unvermeidbare ( Kleetergerüst, mit Messer schneiden, kleine Brandwunde usw) Unfälle gibt.

    Es gibt leider viele Eltern die sehr veranwortungslos gegenüber ihren Kindern sind, dazu zähle ich durchaus jene die ihre kinder ohne Sitz tranportieren oder ihre Kinder in Wassernähe nicht beaufsichtigen.

    Ja, auch ich lebe noch, aber es gibt auch solche die noch Leben könnten wenn………..

    @ PipinLangstrumpf

    Also, wenn eine Mutter erst bei der Scheidung diesbezüglilch Verdächtigungen äussert gibt mir das schon ein mulmiges Gefühl. Haben denn diese Mütter vorher das einfach geduldet und gedeckt oder wollen sie einfach ihren alten eins reinbrennen. Möchte das nicht entscheiden müssen. Diese psychologischen Abklärungen dauer ja dann auch bis zu 2 Jahren und wenn der Vater dann unschuldig ist, hat sich das Kind trotzdem schon entfremdet. In meinem Wohnort gab es einen Turnlehrer der immer kontrolliert hat, ob ja die Mädchen alle Duschen und hat auch mal eien Klaps auf den nackten Po gegeben. Weiss nicht wie lange 30 Jahre vielleicht. Etr hat bis zur Pensionierung gearbeitet und wurde nie zur Rechenschaft gezogen. War selber nicht betroffen aber kann nicht verstehen, dass die Eltern nie was gesagt haben.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    @Widerspenstige: „Aber unschuldige Väter zu stigmatisieren und dies als Scheidungsgründe von Frauen als Waffe anzuwenden geht in Richtung Sadismus! No go!“

    Klar, da brauchen wir gar nicht zu diskutieren, falsche Anschuldigungen sind immer verwerflich. Ich denke, in den meisten Fällen sind es nicht bewusst falsche Anschuldigungen, die gemacht werden, sondern Befürchtungen, Ahnungen, die geäussert werden, und dann nehmen die Dinge ihren Lauf. Und dagegen, muss ich sagen, weiss ich kein Rezept. Der „Missbrauch des Missbrauchs“ wurde von bestimmten Kreisen ganz bewusst und aus höchsteigenen Interessen aufgebauscht, das ist genau so verwerflich wie das Gegenteil. In diesem Zusammenhang möchte ich nur noch darauf hinweisen, dass auch Kritikern des Leiters der Odenwaldschule, der seit 1999! immer wieder beschuldigt wurde, mit dieser Keule entgegnet wurde, Missbrauch des Missbrauchs, schön wär’s, dann gäbe es keine traumatisierten Kinder. Die Päderasten sind eben nicht zwangsläufig primitive Prolls, sie kommen auch aus der intellektuellen Elite, und die wissen sich sehr gut und absolut skrupellos zu schützen und ihre Interessen zu verteidigen. Sogar der allseits angesehene Hartmut von Hentig hat gern auch die sogenannte Knabenliebe in der Antike verklärt. Auch wenn der sich nie etwas zu Schulden kommen liess, ist das für Päderasten wie ein Freibrief.

  • Widerspenstige sagt:

    @Marcel: hurrah, ich lebe noch!
    Auch wenn ich bereits im zarten Alter von 3 Jahren – aus Trotz! – meine Stirn gegen einen Granithauseingang gerammt habe, weil ich die Waschkelle nicht in der Waschküche holen wollte. ‚Nein, nein, die Kelle hole ich nicht!‘ habe ich mit dem Kopf wie wild hin und her geschüttelt und – wumm! – landete dieser in der Hauswand. Mami brachte mich wütend und verzweifelt glaube ich zugleich (‚dieser freche Goof‘) zu Fuss, Papie war am Arbeiten, zu einem – achtung jetzt kommt’s – Tierarzt! der die klaffende Wunde mit groben Stichen an der Stirm vernähte. Es gab keinen Arzt sonst in der Nähe und sie tat das Nächstmögliche für sie auf dem Land. Noch heute sieht man diese Trotzwunde und die Narben. Ein Denkzettel eben. Dann mit dem Dreirad unterwegs und eine Klingel gebastelt – vom grossen Bruder – und beim Herumrasseln ist die Nadel, welche das Provisorium einer Klingel zusammen hielt, zu Boden gefallen und ich barfuss mitten hinein. Autsch! Blutend musste meine Mutter mich in den 4. Stock inauf tragen und auf jeder Stufe ein Blutstropfen…Mit etwas Kirsch auf die Stichwunde und Pflaster wurde eine Blutvergiftung verhindert.

    Dann bin ich von einer Leiter gestürzt – die Eltern waren beim ‚Chriesilesen im Heimetli‘ – direkt auf den Rücken und hat mir den Atem verschlagen. Noch wochenlang hatte ich Atembeschwerden und eine Beklemmung in der Brustgegend. Beim ‚Räuber und Poli-Spielen‘ zünftig das Knie im Kies aufgeschlagen, dass die darin versteckten Kieselsteine nur mit Honig-Umschlägen (Vater war leidenschaftlicher Imker) als Zugsalbe wie durch ein Wunder nach einigen Tagen wieder zum Vorschein kamen. Vorher wieder ein ‚Gutsch‘ Kirsch drauf ( vom Grossvater selber gebraut!) zur Desinfektion, was höllisch brannte aber nützte. Arztbesuch wegen so einer ‚Kleinigkeit‘ war kein Thema. Die Wunde heilte irgendwie und ich wurde nebst obligatem Geschimpfe meiner Mutter über meine Wildheit mit Hausarrest abgestraft.
    Auch Stelzenlaufen war so ein Abenteuer und so weiter und so fort…:-))

  • max sagt:

    @Marcel

    Ich oute mich, geboren vor 1978 (warum eigentlich diese Jahrzahl?)

    Da wären noch: Bubelen mit Feuer im Wald, verbrannte Fingerkuppen, spielen im kalten Wasser, bis Zehen und Lippen blau waren ohne nachher mit Vicks eingeschmiert zu werden.

    Die Lehrer riefen zuhause an, wenn mir Mist bauten und die Eltern diskutierten nicht mit dem Lehrer herum, sondern verpassten dem Buben eine Ohrfeige und wir sind doch nicht beim Psychiater.

    Fuhr einer von uns mit dem Velo auf dem Trottoir in die Schule, dann war am nächsten Tag der Dorfpolitzist im Klassenzimmer und erteilte eine halbe Stunde Verkehrsunterricht. Die Nachbarn hatten den Tarif durchgeben. Das gleiche galt, wenn wir einfach so über die dicht befahrene Hauptstrasse rannten statt die Unterführung zu nehmen.

    Dafür gab es kaum ein Velo ohne Achti in den Rädern und man brauchte kein vollgefedertes Mountainbikes, um über die Trottoirränder zu hopsen.

    Liess im Pfadilager einer das Konfibrot verkehrt herum auf den Waldboden fallen, dann war das Waldbodenmischung und wurde als Delikatesse angeboten. Keiner musste schwer krank mit Brechmitteln gefüttert zum Arzt gefahren werden deswegen.

    Die Mami einen von uns in die Schule zu bringen, das wäre unseren Mami nicht in den Sinn gekommen. Sie waren Hausfrauen in produktiven Haushalten und hatten Arbeit zu erledigen.

  • Marcel sagt:

    Bist du vor 1978 geboren? Dann lesen:

    Wenn du nach 1978 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun? Aber du solltest trotzdem weiterlesen, um zu verstehen, warum die Pampers-Generation, zu der du ja auch gehörst, keine Helden hervorbringen wird!

    Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten!

    Wir sind Helden!

    Warum?

    Wir saßen im Auto:

    – ohne Kindersitz,
    – ohne Sicherheitsgurt
    – ohne Airbag!

    Unser Bett war mit Farbe voller Blei und Cadmium angestrichen! Auch die bunten Holzbauklötze, die wir uns begeistert in den Mund steckten …

    Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.

    Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen!

    Wenn wir zu faul zum Laufen waren, setzten wir uns hinten auf das Fahrrad unseres Freundes – natürlich ohne Helm! Der strampelte sich ab und wir versuchten, uns an den Stahlfedern des Velosattels festzuhalten!

    Unsere Schuhe waren immer schon eingelaufen durch Bruder, Schwester, Neffe, Freunde der Eltern oder so. Auch das Fahrrad (nicht Mountain-Bike!!) war meistens entweder zu gross oder zu klein!

    Überhaupt hatte ein Fahrrad keine Gangschaltung. Und wenn doch, dann nur eine mit 3 Stufen! Und wenn du einen Platten hattest, lerntest du vom Vater, wie man das selber flicken konnte! (Am Samstagnachmittag – mit Wassereimer, Schlauchwerkzeug, Schmirgelpapier und Gummilösung …)

    Wasser tranken wir vom Wasserhahn und nicht aus Flaschen!

    Einen Kaugummi legte man am Abend auf den Nachttisch und am nächsten Morgen steckte man ihn einfach wieder in den Mund!

    Wir aßen ungesundes Zeug (Schmalzbrote, Schweinsbraten,…), keiner scherte sich um Kalorien und wir wurden trotzdem nicht dick!

    Wir tranken Alkohol und wurden nicht alkoholsüchtig!

    Wir tranken aus der gleichen Flasche wie unsere Freunde und keiner machte deswegen ein Theater oder wurde gleich krank!

    Wir verließen frühmorgens das Haus und kamen erst wieder heim, wenn die Strassenbeleuchtung bereits eingeschaltet war. In der Zwischenzeit wusste meistens niemand, wo wir waren … und keiner von uns hatte ein Handy dabei!

    Wir haben uns geschnitten, die Knochen gebrochen, Zähne raus geschlagen und niemand wurde deswegen verklagt. Niemand hatte Schuld – außer wir selbst. Das waren ganz normale, tägliche Unfälle und manchmal bekamst du hinterher sogar (als erzieherische Zugabe) noch eins auf den Po!

    Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders.

    Wir hatten nicht: Playstation, Nintendos, X-box, 200 Fernsehsender, Videos, DVDs, Dolby-Surround-Sound, iPods, eigene Fernseher, PCs und Internet, Jahreskarten im Fitness-Club, Handys … Wir hatten Freunde!

    Wir gingen einfach raus und trafen uns auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu denen nach Hause und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer Eltern!

    Keiner brachte uns und keiner holte uns!!

    Das Fernsehprogramm begann erst um 18 Uhr ! Die Eltern bestimmten, was und wie lange „TV-geglotzt“ wurde!

    Wir bauten Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar!

    Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir uns auch nicht besonders viele Augen aus!

    Wir spielten Strassenfussball, und nur wer gut war, durfte mitspielen. Wer nicht gut genug war, musste zuschauen und lernen, mit der Enttäuschung umzugehen! Da half nur Training! Und das ging auch ohne Kinderpsychiater und Rorschach-Test!

    Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbeurteilung!

    Wir machten unsere Pausenbrote selber, nahmen am Morgen einen Apfel mit, und wenn wir das vergassen, konnte man in der Schule nichts kaufen! McDonalds? Burger-King? Döner-Bude? Snack-Bar? Imbiss-Stand? Pizza-Ecke? M-Take-Away? Selecta-Automat? FEHLANZEIGE!

    Zur Schule gingen wir (auch im Winter) zu Fuss! Schulbusse?? Gab´s nicht!

    Wir bumsten quer durch den Gemüsegarten, hatten jede Menge Sex. Wir wussten nicht immer, wer gerade mit wem, aber das war egal! Wir mussten uns die Pornos nicht aus dem Internet laden, wir machten sie selber!

    Wenn deine Mutter zum Abschied in der Türe stand oder Dir aus dem Fenster nachwinkte, warst du eine Memme … Und kam sie sogar als Begleitschutz mit, na dann Gute Nacht!

    Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstieß, war klar, dass die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel herausboxten. Im Gegenteil: Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei!

    Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht.

    Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung.

    Mit alldem mussten wir umgehen und wussten wir umzugehen!

    Geboren vor 1978!

    Gehörst D U auch dazu ?

    Gratuliere!

    Wir sind HELDEN!

    Geboren nach 1978 ?

    So, jetzt wisst ihr Warmduscher und Weicheier das auch!

  • max sagt:

    Autsch, edit

    @Pippi Langstrumpf

    1) Die Dunkelziffer ist das was man nicht weiss, nicht das was man weiss. Ihr Satz widerspricht sich logisch. Zudem gibt es noch ein epistemologisches Problem. Wenn man von einer Dunkelziffer redet, dann projiziert man das Bekannte in einen Bereich des Unbekannten und tut so, als wäre im unbekannten das gleiche aufzufinden wie im bekannten
    2) Tabu ist worüber man nicht redet. Riesiges Mediengeschwätz jedenfalls ist kein Hinweis auf ein Tabu, sondern höchstens ein Anzeichen, dass man von der individuellen Wahrnehmung, der komplexen Realität ablenken und die Leute aus ihrer persönlichen Verantwortung herausnehmen will.
    3) Dunkelziffer und Tabu sind Modewörter von wichtigtuerischen universitären Gleichstellungsforscherinnen, die sich ihrer Arbeit beraubt sähen, würde man anerkennen, dass das wesentliche längst gesagt wurde und die Probleme entweder gelöst oder nicht existent sind.

  • max sagt:

    @Pippi Langstrumpf

    1) Die Dunkelziffer ist das was man nicht weiss, nicht das was man weiss. Ihr Satz widerspricht sich logisch. Zudem gibt es noch ein epistemologisches Problem. Wenn man von einer Dunkelziffer redet, dann projiziert man das Bekannte in einen Bereich des Unbekannten und tut so als wäre im Unbekannten das gleiche aufzufinden wie im Bekannten
    2) Tabu ist, worüber man nicht redet. Riesiges Mediengeschwätz jedenfalls kein Zeichen Hinweis auf ein Tabu, sondern höchstens ein Hinweis, dass man von der individuellen Wahrnehmung, der komplexen Realität ablenken und die Leute aus ihrer persönlichen Verantwortung herausnehmen will.
    3) Dunkelziffer und Tabu sind Modewörter von wichtigtuerischen universitären Gleichstellungsforscherinnen, die sich ihrer Arbeit beraub sähen, würde man anerkennen, dass das wesentliche längst gesagt wurde und die Probleme entweder gelöst oder nicht existent sind.

  • Widerspenstige sagt:

    Ich stimme Ihnen voll zu, Pippi Langstrumpf, dass JEDER Fall einer zuviel ist, was sexueller Missbrauch an Kindern – speziell sind es vorallem Mädchen – angeht. Es war zulange ein Tabu und es wurde nur darüber getuschelt – die Gerüchteküche in Dörfern angekurbelt und mit roten Ohren darüber phantasiert – aber die Täter unbehellligt ihren Alltag leben lassen. Das ist fast so schlimm wie die Taten selber – wenn nicht noch schlimmer! Was jetzt in den heiligen Reihen der Kirche an die Oberfläche gespühlt wird – und hier alles Knaben! – ist hanebüchen! Aber es dürfte nur die Spitze des Eisbergs sein…

    Aber unschuldige Väter zu stigmatisieren und dies als Scheidungsgründe von Frauen als Waffe anzuwenden geht in Richtung Sadismus! No go!

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    @Eni

    Wenn man also weiss, wie hoch die Dunkelziffer in diesem Gebiet ist, ist es umso wichtiger, dass man genau hinschaut. Wenn nun eine Frau in einer Scheidungssituation ihrer Anwältin gegenüber solche Vermutungen und Bedenken äussert, kann die gar nicht anders, als dem nachgehen. Damit ist noch nichts bewiesen, es ist eben dann Sache des Gerichts, herauszufinden, was wahr ist, ob das Kind verletzt wird oder nicht. Bei einem unschuldigen Vater ist so etwas traumatisierend, aber wie willst dieses Problem lösen? Ueber Missbrauch oder möglichen Missbrauch zu sprechen, darf nicht wieder zu einem Tabu werden, damit werden die Falschen geschützt.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    @Eni

    Alles ist zu hoch in diesem Bereich, das dürfte es überhaupt nicht geben, aber ich sprach von den Relationen. In Deutschland berichtet zum Beispiel jede 4.! Frau, dass sie als Kind in der einen oder andern Form sexuell ausgebeutet wurde, das kann von Berührungen bis zu Vergewaltigungen jeglicher Form gehen, das ist der Skandal! Bei Männern ist es immer noch jeder 10. der entsprechende Erfahrungen in seiner Kindheit oder Jugend machen musste. Nur ein Bruchteil dieser Delikte oder Verbrechen wurde aufgedeckt und von der Justiz verfolgt.

    Wir hatten z.B. in unserem Dorf einen Uhrmacher, von dem war bekannt, dass er immer wieder Mädchen belästigte, wie weit er ging, wusste niemand so genau. Er musste dann hin und wieder einige Zeit „höckle“, so nannte man das verniedlichend, wenn er im Gefängnis des Bezirksgerichtes eine Strafe absitzen musste. Seinem Geschäft hat das nicht wesentlich geschadet, die Leute gingen trotzdem dorthin. Dann gab es noch einen Bäcker, er hatte eine äusserst attraktive Tochter, es war bekannt, dass er sie missbrauchte, sie bekam dann im Teenageralter ein Kind, die Gerüchte, dass es das Kind des Vaters sei, wollten nie verstummen. Ich spreche hier von einem in jeder Hinsicht durchschnittlichen Dorf, in dem es hingenommen wurde, dass Kinder in ihrer Integrität verletzt wurden. Das Tabu war nicht die Tat, sondern das darüber sprechen.

    Es gab noch viele andere Fälle, wie ich später von Direktbetroffenen erfahren habe, ich habe hier nur die allgemein bekannten aufgelistet.

  • Eni sagt:

    @ Pipi Lagstrumpf

    3% Prozent dünkt mich aber eine sehr hohe Zahl. Glaube nicht, dass es überschaubar ist mit so vielen Fällen

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Brunhild, schauen Sie, eigentlich habe ich schon alles gesagt, wenn Sie meine Argumente nicht zu überzeugen vermögen – was den Missbrauch des Missbrauchs angeht, um auch noch diese Baustelle aufzureissen, möchte ich Ihnen gern die Relationen aufzeigen (in Deutschland, Sie sprachen auch von Deutschland): In gerade einmal 3 % aller Scheidungen ist der Missbrauch überhaupt ein Thema – Sie sehen, das Problem ist überschaubar. Wie oft dann von falschen Anschuldigungen gesprochen werden kann und wann diese zutreffen, ist noch nie in einer seriösen, representativen Studie erhoben worden. Das solche Geschichten fast nur verbrannte Erde zurücklassen, immer, ist eine Tragik, bedenken Sie aber auch, wieviele Kinder ihre Missbrauchsgeschichte NIE aufarbeiten konnten, aus den verschiedensten Gründen, die Dunkelziffer ist in diesem Gebiet erschreckend hoch. Der gerade laufende Skandal um Kirchen und Schulen zu diesem Thema, weitet sich in Deutschland und Oesterreich immer mehr aus.

    Ich möchte mich hier nicht mehr weiter auslassen, ich kenne die andere Seite zu gut.

    Ich wünsche Ihnen auch ein schönes Wochenende!

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Pippi Langstrumpf: dann wären Sie vielleicht gerade ausreichend beschwingt für eine Antwort auf meinen 00:46post im Kinderdramathread von gestern?… schönes Wochenende!

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    @Auguste

    Brad Paisley, werde ich tun, merci – und danke für die Blumen, Sie schmeicheln mir…..

  • Auguste sagt:

    @ pippi

    hmm…, ich finde die posts von milica ratnitskij interessant. ihre ansprache an ihre tochter vor ein paar wochen war ein besonders guter denkanstoss. er führte zu einem kleinen experiment bei mir – darüber ein ander mal. „superwoman“ ist allerdings etwas humorlos und das lässt sie leider ziemlich wenig charmant daher kommen – im gegensatz zu ihnen.

    einen recht amüsanten weg auszudrücken, wie wir „kerle“ („macho“ is for whimps) im grunde funktionieren hat der da gefunden: youtube – brad paisley – i’m still a guy. wählen sie einen clip mit text/lyrics, wenn sie mal 4 minuten zeit haben und wieder von leichten zweifeln am andern geschlecht beschlichen werden.

  • zysi sagt:

    …oder lesen sie bei gelegenheit…..

    und

    ….unglückliche gegebenheiten….

  • zysi sagt:

    @vietcong

    das meinte ich mit langen, wendigem hals – wenn sie sich folgende zeilen nochmals, mehrmals durch den kopf gehen lassen

    denn ich töte keine leute im computer. ich klicke mit der maus auf eine stelle des bildschirmes und dann läuft eine animation ab, die formal einem sterbenden menschen nachempfunden ist. ich töte keinen menschen.

    und zusätzlich können sie die bambergsche thematik einfliessen lassen und nun? die giraffe verstanden?

    ihre meinung, ihre gedanken sollen es doch auch bitte bleiben oder lesen bei gelegenheit doch noch kurz was eine mutter aus winnenden meint die dazu freiwillig aus spass ein buch über unglückliche gegenheiten aus dem leben schreibt…irgendwo hier auf dem newsnetz

  • Dani Kobler sagt:

    @ vietcong:
    Ich glaube du machst es dir ein bisschen einfach mit den Computer (Killer) Spielen.

    >> den kindern widerum kenntnisse im umgang mit computern verschafft
    Für PC Spiele evt, nicht aber für Spiele auf der Konsole. Und ist dann einfaches Youtube surfen nicht genauso pädagogische (bezüglich PC Kenntnissen) wertvoll?

    >> ein 3D modell, das zwar entfernt an einen menschen erinnert

    Also ich hab anno C-64 auch Ballerspiele gespielt, und man musste keine Fantasie haben um in dem abzuknallenden Opfer einen Soldaten zu erkennen. Heute dürfte die Simulation noch besser sein.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    @Auguste, da bin ich ja beruhigt, wobei……..wenn frau es recht bedenkt, manchmal, aber wirklich nur dann und wann…… nein, lassen wir das.

  • Auguste sagt:

    @ pipi

    hmm…, macho? wo denken sie hin? ich bin nur ein clown.

  • Auguste sagt:

    hmm…, sehen sie, milica ratnitskij, wir machten damals überhaupt keine geschlechterunterscheidung. wer beim spiel dabei war, war dabei – mädchen oder junge spielte überhaupt keine rolle. ausnahme im goal, wo mädchen einfach eine katastrophe sind, selbst als profis. ihr vermutung greift zu kurz. jedes alter hat seine spiele und aus untauglichem schuhwerk kann dann plötzlich sehr taugliches werden und umgekehrt. wer da gleich an sexobjekt denkt, sollte die dinge vielleicht etwas vorurteilsfreier angehen.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    @Auguste

    Na, ist’s der freitägliche Uebermut, der Sie ein bisschen den Macho raushängen lässt…..? 😉

  • Milica Ratnitskij sagt:

    @ Auguste: „Die“ Mädchen gibt es ja sowieso nicht. Ich habe rosarote Sandalen gehasst – aber Highheels trage ich heute trotzdem gerne. Und einem Buben, der mich im Bäumeklettern oder Wettlaufen geschlagen hätte, bin ich auch nicht begegnet… Ist das für Sie ein Widerspruch? Und kann man Mädchen / Frauen erst zu etwas „brauchen“, wenn sie zum Sexobjekt taugen, wie Ihr Post vermuten lässt?

  • Auguste sagt:

    hmm…, anzufügen wäre, ab dem zeitpunkt als die sandalen mit mindestens 8 cm aufgerüstet wurden, änderte sich das mit der „unbrauchbarkeit“ schlagartig.

  • Auguste sagt:

    hmm…, mädchen waren schon in ein paar disziplinen unbrauchbar: im goal , beim trotti-rennen (sie gewannen kein einziges!) und bei allem wo man anderes schuhwerk gebraucht hätte, als rosarote oder weisse sandalen.

  • Milica Ratnitskij sagt:

    Guter Artikel, finde ich. Die vier Punkte bringen es wirklich „auf den Punkt“! Darf man noch hinzufügen, dass dies auch – und ganz besonders – für Mädchen gilt? Dass man auch Mädchen ihre Wege gehen, auf Bäume klettern und mit Taschenmessern spielen lassen soll? Und es absurd und falsch wäre, im Sinne einer frühen „Geschlechtskonditionierung“ den Mädchen davon abzruaten, es bei Jungs aber zu fördern? Keine Angst, es entwickeln sich so nicht zwangsläufig „unweibliche“ Frauen aus diesen Mädchen! Aber es zeigt dem Mädchen, dass es als gleichwertiger Mensch wahrgenommen wird, dass ihm ebenso viel zugetraut wie dem Buben (oft sind Mädchen im vorpubertären Alter ja den Jungs auch körperlich gewachsen!). Und es fördert das körperliche und seelsiche Selbstbewusstsein der angehenden Frauen, wenn ihre frühe Bewegungs- und Abenteuerlust nicht im Keim erstickt wird durch Mahnungen à la „das machen Mädchen nicht“! Was habe ich mich mit meinem Bruder auf Bäumen und im Wald und fremden Gärten herumgetrieben, was haben wir für wilde Räuber und Poli-Spiele gespielt, wie haben wir uns mit den Nachbarskindern geprügelt und Verfolgungsjagden geliefert! Nie hatte ich Angst vor Jungen oder glaubte, etwas nicht tun zu dürfen, nur weil ich ein Mädchen war. Später habe ich problemlos zu akzeptieren gelernt, dass die Männer stärker sind, nicht aber zwangsläufiger mutiger, geschickter, ausdauernder oder ich wehleidiger. Ich kann eine solche Kindheit allen Kindern – und gerade den Mädchen – nur wünschen. Meine Weiblichkeit und Attraktivität beim männlichen Geschlecht hat darunter jedenfalls nicht gelitten!

  • Eni sagt:

    @ Cara Mia
    @ Studimutter

    Wir könnten ja eine Club der Glucken gründen 🙂

    Cara

    Ja diese Zecken; zum Glück haben Sie es Frühzeitig bemerkt. Meine Nichte hatte das auch mal, aber ist auch sofort bemerkt worden.

    Es war eine Schieloperation die von seinem Unfall herrührte. Das schlimmste was hätte passieren können wäre eine anschliessende Netzhautablösung gewesen was eine erblindung zur Folge haben könnte im schlimmsten Fall. Habe mir natürlich schon Gedanken gemacht aber musste mir einfach sagen, man könnte auch mit einem Auge leben. Beim Rest der Risiken ( Narkose usw) habe ich dann einfach gesagt, dass ich nichts mehr hören will. War dann auch Tapfer bis man mir mitgeteilt hat, dass alles gut gegangen ist, die Emotionen habe ich erst losgelassen.

  • vietcong sagt:

    @ zysi

    „wo liegt für sie der unterschied im relaen töten oder im fiktiven?“

    eine gute frage, aber sie ist falsch. denn ich töte keine leute im computer. ich klicke mit der maus auf eine stelle des bildschirmes und dann läuft eine animation ab, die formal einem sterbenden menschen nachempfunden ist. ich töte keinen menschen. du müsstest fragen, was denn die faszination sei, am computer etwas (sehr vereinfacht) simuliert nachzuspielen. damit hättest du dir die antwort aber selber schon gegeben: es ist das spiel das fasziniert. der mensch ist ein spielerisches und neugieriges wesen. und in einem spiel, oder computerspiel, werden primär diese zwei triebe befriedigt. dazu kommt der jagd- und sammeltrieb dazu. dieser wird in allen sportarten ausgelebt, so auch auf den virtuellen sportplätzen.
    nochmal zurück zur frage: es gibt kein fiktives töten. töten ist immer real, weil nur ein lebendes wesen sterben kann. ein 3D modell, das zwar entfernt an einen menschen erinnert kann nicht sterben. es kann einen animationszyklus durchlaufen, der visuell zwar daran erinnert, aber mit der realität eben gar nichts zu tun hat.

    @ Georg

    einverstanden, es ist ein detail. jedoch eines das von einem reporter fotografiert wurde und jetzt im internet steht und im besten falle dadurch von irgendjemandem aufgegriffen und weiterverfolgt wird. es wird genau jene leute unterstützen die die todesstrafe wieder einführen wollen und da kenne ich nun mal kein pardon. wehret den anfängen!

    „Zweitens ist der Prozessbericht dermassen verstörend und tragisch (Autopsie von Babies!), dass ich mich frage, weshalb Du ein so unwesentliches Detail herauspflückst.“
    ich verfolge diesen prozess nicht wirklich, ich bin nur über dieses bild gestolpert. eine autopsie ist normal, aber dass man die bilder der mutter zeigte finde ich so ziemlich das niederste was man nur tun kann. wie wenn das irgendjemandem etwas nützen würde. da du aber vom kleinen detail sprichst, möchte ich dir ein grosses zitat nahelegen: kleine, dinge soll man mit grosser ernsthaftigkeit tun. grosse dinge mit kleiner ernsthaftigkeit.
    möglicherweise übertreibe ich ja auch… es hat mich halt berührt und da musste ich etwas frustschreiben.

    @ Cara Mia sagt

    „es ist am Thema vorbei, deshalb. Was hat die Todesstrafe damit zu tun, dass man Kinder an die lange Leine lassen sollte und wie wir Eltern damit umgehen können?“

    nichts. es hatte mit dem kindsmordfall zu tun. das war und ist eines der themen dieses blogs. ihre ich-sag-nichts-weils-nicht-zum-thema-gehört-mentalität ist genau das, was ich mit der wegschaugesellschaft meine. alles und jedes gehört zusammen und jeder und alles hat miteinander direkt und indirekt zu tun. ich finde sehr wohl, dass dies thema hier hingehört.

  • Ashiro sagt:

    Diese Liste kann man beliebig verlängern. Kurzum, Kinder brauchen auslauf. Denn nur wer die Welt erforscht kann diese auch beurteilen. Dies Gilt für Gefahren genauso wie für alle anderen Entscheide im Leben. Danke für den tollen Beitrag

  • Cara Mia sagt:

    @studimutter: man muss einfach stur auf sein Gefühl achten und sich manchmal hinterfragen, ob es sachlich gerechtfertigt ist. Und ein DICKE Haut entwickeln, gegenüber allen, die einen abwechselnd vorwerfen, man würde vernachlässigen oder überbehüten. Man ist eh immer schuld, also kann man sich um die Meinung der Umwelt gerade so gut foutieren.

    Mein Wildfang landete auch immer in Tümpeln, Bächen und dergleichen in dem Alter. Hatte immer Ersatzklamotten in der Tasche, eine Zeitlang.

  • studimutter sagt:

    @ cara mia: 🙂 genau. Es gibt halt diese „Sorgenkinder“. Meine Schwester war Stammkundin im Notfall und ich war das erste mal bei der Geburt meines Sohnes im Spital.
    Letzte Woche war ich mit einer Freundin und Kinder bei den Enten, ich lief meinem Kleinen die ganze Zeit hinterher, weil ich kenne diesen kleinen Tolpatsch. Die Freundin meinte nur, ich sei schon etwas gluckerhaft (bin ich nicht) und promt fiel mein Sohn in den Tümpel. Bei Minustemperaturen…

  • Cara Mia sagt:

    Ich höre jetzt auf, nachzudenken, aber im Moment behandelt sie noch eine Narbe nach, einen Schnitt in der Hand, etwa 4 x 1 cm lang. An einer metallischen Türgarnitur hängengeblieben, erst kürzlich… Nun, vielleicht ist meine noch nicht sehr entwickelte innere Ruhe in Bezug auf dieses Kind nicht vollständig unverständlich!

  • Cara Mia sagt:

    @studimutter: das braucht man dann noch, diese dämlichen Bemerkungen. Hättest sagen müssen, das gehöre bei Euch dazu, ab und zu ein Bein brechen… Ah ja, meine Jüngste hat sich auch noch die Finger gebrochen einmal, in der Autotür… mit der Zeit fällt mir noch viel ein, scheint mir.

  • studimutter sagt:

    waaaaas??? ihr Kind hat das Bein gebrochen???? mit zwei Jahren? Was haben Sie gemacht? Na, was wohl, das Kind spielen lassen!

  • Cara Mia sagt:

    @Eni: Ah ja, diese Zecken hatten wir noch, Neuro Borreliose hatte sie, unglaubliche Kopfschmerzen und dann Antibiotikabomben… wenn man sich halt immer durch die Büsche schlägt!

  • Cara Mia sagt:

    @Eni: man kriegt dann diese Anrufe, und auch wenn es „nur“ eine Gehirnerschütterung ist, bis man es definitiv weiss, wenn das Kind dann so weiss daliegt und erbricht… Naja, da muss man als Mutter halt einfach durch. Den Heli hatten wir noch nicht. Augen sind natürlich der Horror…

  • Eni sagt:

    @ Cara Mia

    verstehe Sie voll und ganz. Natürlch waren es Kleinigkeiten bis auf den Blinddarm, aber man ängstigt sich ja schon jesesmal.

    Bei mir ging es bis jetzt nur einmal zur Sache, darür richtig mit Heli und allem Brimborium.

    Vor 2 Wochen hatte mein Kleiner noch eine unfallbedingte Augen -OP aber für meinen Kleinen ist Krankenhaus wie Kaffee trinken gehen

  • Cara Mia sagt:

    @vietkong etc.: es ist am Thema vorbei, deshalb. Was hat die Todesstrafe damit zu tun, dass man Kinder an die lange Leine lassen sollte und wie wir Eltern damit umgehen können? Ihr könnt ja einen eigenen Blog aufschalten.

  • Eni sagt:

    @ Gnoctiev

    Wäre gerne auf Ihren Bericht zur Todesstrafe eingegangen, aber Sie haben erwähnt, dass Sie nicht reagieren können wenn Ihr Name verkehrt herum geschrieben ist.

    Natürlich darf es in einem Rechtstaat keine Todestrafe geben, aber wnigstens soolten solche Monster lebenslänglich hinter Gitterund, dass heisst; bis Sie im Sarg heraus getragen werden müssen, alles andere ist eine Frechheit gegenüber der Allgemeinheit.

    Wenn man selbst betroffen ist habe ich wie Georg Verständniss wenn diese gefordert wird.

    Wenn jemand meinen Kindern etwas antun würde, ganz bestimmt würde ich Vergeltung üben; Selbstjustiz nennt sich das.

  • Cara Mia sagt:

    @Eni: 😉 ist eine kleine „Wildsau“ gewesen. Für den Blinddarm konnte sie nichts, aber sonst: gebrochene Zehen, Fleischwunden (Pfadi, Messer), Gehirnerschütterungen, na, das ganze Programm irgendwie. Die Pfadis haben nicht unbedingt sehr zimperliche Spiele, und sie ist der Typ „man gibt ALLES“. Jetzt ist sie Pfadileiterin und weiss mit ihrer Erfahrung genau, wie sie gewisse Verletzungen behandeln muss! Aber eben, ich bin immer noch ab und zu in einem Zustand erstarrter Lähmung, wenn sie unterwegs ist, und muss mir predigen, dass sie nun älter und vernünftiger ist, naja, theoretisch…

  • Georg sagt:

    @vietcong
    Kann nur für mich sprechen; ich habe nicht reagiert weil erstens nicht öffentlich die Todesstrafe gefordert wurde. Es handelt sich um einen Todeskranz mit einer offensichtlich sehr emotionalen Karte welche irgendwo aufgelegen ist. Gegen was soll man da opponieren? Das jemand von diesem Schicksalsschlag betroffen eine solche Forderung stellt? Eventuell sogar ein Angehöriger? Denke das ist angesichts des schrecklichen Verbrechens nachvollziehbar und ich masse mir nicht an, zu beurteilen wie ich als Betroffener reagiert hätte.
    Zweitens ist der Prozessbericht dermassen verstörend und tragisch (Autopsie von Babies!), dass ich mich frage, weshalb Du ein so unwesentliches Detail herauspflückst.

  • Eni sagt:

    @ Cara Mia

    12 mal in 1 1/2 Jahren ist schon krass. Was hatte denn Ihre Kleine alles?

  • zysi sagt:

    @vietcong

    wo liegt für sie der unterschied im relaen töten oder im fiktiven?

  • san sagt:

    @lisi, fünf kinder, wow. ich bewundere das sehr, ist sicher sehr streng aber auch sehr schön!
    ich hatte gestern nicht richtig gelesen, habe gemeint sie seien ruth. daher meine antwort, die für sie warscheinlich ein wenig komisch war. sorry!
    aber was sie geschrieben haben 13:40 über ihre frauenärztin, wie sie sie beruhigt hat, hat mich sehr berührt.

  • vietcong sagt:

    es ist ja schon bezeichnend für unsere wegschaugesellschaft. da wird öffentlich die todesstrafe gefordert, ich schreibe einen bericht darüber und keiner reagiert. jaja, die welt wird sich auch ohne unser zutun verändern. nur wohin, darüber darf man dann im nachhinein weinen.

  • vietcong sagt:

    @ Matthias

    danke! ein wertvoller beitrag!

    ich möchte anmerken, dass ich es unterstützen würde, killerspiele zu verbieten. damit wird nämlich das interesse der kinder auf die spiele geradezu wachgerüttelt. was dazu führt, dass sie anfangen die spiele illegal zu beschaffen, was den kindern widerum kenntnisse im umgang mit computern verschafft und somit einen vorteil gegenüber den ‚legalen‘ kindern. ganz abgesehen von den dingen die man dann innerhalb der spiele noch zum eigenen vorteil gegenüber den anderen lernt 🙂

  • Cara Mia sagt:

    Vielleicht liegt es in der Natur der Sache? MÜSSEN Mütter einfach ängstlich sein, damit die Spezies überhaupt überlebt? Jedenfalls in einem gewissen Rahmen.

    Schwierig finde ich auch, dass Kinder so unterschiedlich sein können. Mit einer meiner Töchter war ich innert 18 Monaten zwölf Mal auf der Notfallstation, kein einziger Fehlalarm, sie kannten sie beim Namen, und Basel ist ja nicht gerade ein Dorf. Man braucht das als Mutter nicht wirklich. Ich bin wohl deshalb ihr gegenüber sehr viel vorsichtiger, als der älteren gegenüber, etwa wenn sie mit dem Fahrrad nachts unterwegs ist und dergleichen. Da bin ich nie ruhig.

  • Matthias sagt:

    @ Killerspiel Kritker
    Ich denke die meisten jungen Gamer kennen sich mit Geschichte besser aus als die nicht Gamer.
    Mal abgesehen davon lernt man nirgends besser als in Killerspiele wie kurz so ein Soldaten leben ist und wie untoll der Krieg. 😉

    Für die Geschichtsstunde gibts dann noch einige Strategiespiele, wobei man sich ein Echtzeit Strategie Spiel etwa so vorstellen muss wie Schach nur das beide Spieler quasi immer wieder einen Zug machen können. Also ein Schachspiel mit weit über 100 Züge pro Minute. 😛

    Für die die mehr auf taktik und weniger auf hektik stehen gibts natürlich auch noch rundenbasierte strategie spiele, dies jahr kommt ja ein neues Civilization raus und auch der Vorgänger ist ja durchaus noch gut spielbar.

    Civilization 5 trailer:
    http://www.youtube.com/watch?v=dT_CUPaiRbQ

    Civilization 4 trailer:
    http://www.youtube.com/watch?v=EuiM7Ycbm-k

    So lernen eure Kinder nicht nur wie man die Welt erobert sondern gleich auch noch einiges an Geschichtswissen und Allgemeinbildung nebenbei. Nicht das es nicht auch für Erwachsene lehrreich ist. 😉

  • Andre sagt:

    Liebe Frau Binswanger,

    Wenn nur alle Eltern so denken würden wie Sie, wären die Kinder von heute viel glücklicher. Ich sehe meinen Neffen und vor allem meine Nichte, die mit jedem Wagnis, das sie bestehen, selbstbewusster werden. Man sieht ihnen den Stolz richtig an. So sieht eine glückliche Kindheit aus!

    Herzliche Grüsse!

  • Eni sagt:

    @ max

    Mit Sackmesser hantieren sie bie mir auch und Gemüse schneiden.Erste Hilfe Kurs tönt gut.

  • Eni sagt:

    @ San

    Meine Nachbarn haben eher ein kleines Auto und bringen 3 Kindersitze ins Auto, Sie müssen scih keine Sorgen machen, das Sie jetzt ein neues Auto kaufen müssen. Probieren Sie’s mal aus, es geht bestimmt

  • max sagt:

    @Eni

    Ich habe das drum speziell geschrieben wegen ihrer ständigen Sorge um den Buben. Ein Mann könnte ihn lehren mit einem Messer zu hantieren, etwas zu schnitzen. Das würde ihm helfen, selber etwas gefährliches zu meistern. Ihnen würde es etwas Verantwortung abnehmen, weil sie beobachten, dass der Bub es einmal von jemand anderem lernt.

    Ein Mann könnte ihrem Buben auch zeigen, wie man Druckverbände anlegt, wenn das Blut in hohem Bogen aus einer Arterie spritzt. Oder er könnte ihm zeigen, wie man einen bewusstlosen nach einem Atemstillstand Mund zu Nase beatmet. Das wäre für ihn ein Abenteuer. Er ist gross genug, um so etwas zu lernen. Und er könnte es Ihnen stolz vorführen. Es würde für Ihre Familie die Katastrophenperspektive in eine lustigere Richtung verschieben.

    Das sind einfach so Geschichten, die ich mir ausmale. Sie können sich andere ausmalen. Wenn Sie sich so ängstigen, dann haben Sie offensichtlich eine sehr lebendige Phantasie. Aber die können Sie auch lustiger nutzen.

  • Eni sagt:

    @ Max

    Der Schulweg dauert normal maximal 10 Minuten und an diesem Tag brauchte er für den Schulweg 55 Minuten.

    Die Kinder verbringen ja auch Wochenenden bei ihrem Vater, nur nicht so regelmässig wie es sein sollte.

    Im Sommer sind sie viel draussen und da sind natürlich auch Väter da und wenn es um Kämpferlispiele geht sind meine sofort dabei vor allem mein Kleiner. Er ist völlig fixiert auf Männer. Auch wenn wir mit männlichen bekannten etwas unternehmen, hängen sie sich denen ans Hosenbein. Ist mir schon bewusst, dass für meine Kinder ein Mann im Haus wichtig wäre, aber woher nehmen und nicht stehlen?

  • Florian sagt:

    Wie hat es schon 1919 der Pädagoge Janusz Korczak in seiner „Magna Charta Libertatis“ so hart formuliert:

    1. Das Recht des Kindes auf seinen Tod
    2. Das Recht des Kindes auf den heutigen Tag
    3. Das Recht des Kindes, so zu sein, wie es ist

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    @lisi

    Schön, 5 Kinder, hätte ich auch gern gehabt, oder jedenfalls 4 😉 Viel Glück!

  • lisi sagt:

    @gargamel
    Ja das ist wohl wahr. Bei meinen anderen Kindern war ich dann auch viel gelassener. Aber obwohl, jung beim ersten Kind, nahm ich das damals wirklich sehr schwer. Wenn doch das Bauchschlafen so gefährlich ist, wieso muss den ausgerechnet mein Kind auf dem Bauch schlafen? Aber inzwischen ist sie bald 13 und schläft noch immer gerne auf dem Bauch. Mit der Zeit nahm ich das auch locker, was ich aber nicht weiss, ist wie hätte ich reagiert, wäre wirklich etwas passiert. Hätte ich mir das ganze Leben lang die Schuld gegeben, da mir ja alle gesagt haben es sei nicht gut? Ich glaube das blockiert heute auch viele Eltern auf ihre Intuition zu hören. Da diese manchmal eben nicht gleich dem Wissen ist, welches wir haben. Ja es ist wirklich skandalös, wenn man Eltern Angst macht, egal ob im Wochenbett oder auch anderswo.
    Damals wusste ich ja auch nicht, worauf ich mich noch einlasse;-) dass da noch Blutvergiftungen, Löcher im Schädel, Scherben im Kopf, Platzwunden, Beil im Finger etc. usw. kennen lernen werde.

    @Obelix
    Kompliment, da haben Sie aber sehr vorbildlich reagiert und dies hilft allen bestimmt mehr als wenn der Trainer zusammengestaucht worden wäre. Toll auch, dass der Club mitmacht.

    @san
    Dann wünsche ich eine entspannte Schwangerschaft. Das dritte Kind empfand ich als das „geschenkte“ Kind, denn da läuft vieles einfach so von alleine.
    Ja es stimmt man kann sich auch zu gut informieren. Bei mir war es so, dass ich noch recht jung und ziemlich sorglos schwanger war, die Schwangerschaft auch genoss usw. und im Spital beinahe einer Gehirnwäsche unterzogen wurde. Ich war danach ganz verunsichert, die selben Hebammen und Schwestern hatten mir aber nix gesagt, wie schmerzhaft ein Milcheinschuss etc. sein könnte. Damit durfte ich dann zu Hause wieder alleine klar kommen. Inzwischen habe ich einen guten Mix aus Intuition, Urvertrauen in die Kinder und Fachwissen welches man sich so im Laufe der Zeit aneignet. Jetzt mit 5 Kindern bleibt einem eh nix anderes übrig als viel Gelassenheit, Ruhe und Vertrauen zu haben ;.)

  • Georg sagt:

    @Hedon Zweifel
    „Nun muss der Arzt wohl ins Gefängnis, weil“…dieser ihm verschreibungspflichtige Medikamente verabreicht hat ohne Jacko zu beaufsichtigen.

    Beim Junkie greifft die Eigenverantwortung nicht mehr.

  • Hedon Zwiefel sagt:

    niemand will für irgendwas die verantwortung übernehmen……..

    Wie M. Jackson, der lesen und schreiben (Packungsbeilagen !?) konnte und im Alter von 50 Jahren eine Überdosis an Medikamenten zu sich nahm und daran verstarb. Er war für sein Leben nicht verantwortlich! Sein Arzt war dafür verantwortlich! Nun muss der Arzt wohl ins Gefängnis, weil ????

    Liebe Eltern bringt euern Kindern so früh wie nur möglich die Verantwortung für ihr eigenes Leben bei.

  • vietcong sagt:

    jetzt hauts mir den nuggi weg! man sehe sich hier mal das bild 9/10 an:

    http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/linkes-ufer/Zwillingsmord-Wer-hat-das-getan-Warum-schrie-der-Vater-immer-wieder/story/24068813

    ich will mich ja jetzt nicht aufblustern oder wieder in irgendwelche fettnäpfchen treten, dafür ist mir das thema zu ernst, aber kann man tatsächlich, angesichts eines mordes an kindern, die todesstrafe für den täter fordern? hallo? auf der einen seite, durch den mord moralisch durchgeschüttelt, verständlicherweise – aber auf der anderen, gleich selber zum mörder werden? finde ich absolute scheisse und ein tiefflieger seltener güte. es ist mir ja sowas von verständlich, wenn einem bei einer solchen tat die sicherungen durchknallen, aber man sollte doch gerade deshalb zu besinnung aufrufen, anstatt weiter feuer zu legen. tut mir leid, der musste jetzt raus. mir kommt da einfach immer und immer wieder dieselbe redewendung in den sinn:

    pass auf, wenn du ein monster tötest, dass du nicht selber zu einem wirst!

  • san sagt:

    @lisi, ich kann ihnen z.t. nachfühlen, bin auch mit dem 3. kind schwanger. aber ich habe die angst nach dem 1. kind ein wenig verloren bzw. bin sicherer geworden. mir ist die 1. schwangerschaft noch sehr präsent. wollte mich erkundigen, hab bücher und in foren gelesen und wurde immer unsicherer. eigentlich konnte man alles nur falsch machen in der schwangerschaft und mit dem säugling. zuerst droht bei fast allem eine früh-/ oder fehlgeburt, dann wenn es da ist der kindstod usw. irgendwann, ich weiss nicht was der auslöser war besann ich mich darauf auf mein inneres zu hören. mit dem fahre ich viel besser weil ich sicherer bin.

    ich glaube nicht, dass nur die eltern schuld sind an der überbehütung. ich glaube es liegt an unserer zeit: die unglaubliche anzahl an kindersitzen für jede gewichtsklasse/alter (zukünftig bis 12, übrigens ist mir ein rätsel wie wir das machen mit 3 kindern), die helme (aber auf keinen fall auf dem spielplatz), die schoner, sicherheitsvorkehrungen für jede sportart, die spielsachen nach norm xy, die ernährung der kinder. die medien, die uns überhäufen mit negativen infos. niemand will für irgendwas die verantwortung übernehmen……..

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    @Lehrzeit

    Ja, ermüdend und peinlich, wie sie versucht, mit Tabubrüchen (gääääähn) Aufmerksamkeit zu erregen.

  • max sagt:

    Ich habe mich auch schon lange gefragt wann die Lotti endlich Pippi macht. (Sorry, der musste sein!)

  • max sagt:

    @Obelix.

    Das Bravo gehört Ihnen, weil Sie eine Problemlösung sich ausdachten und dem Club, weil sich die Sache gut angehört und die Anregung genutzt hat.

    Anderswo gingen entweder die Eltern mit Vorwürfen auf den Trainer los. Oder der Club täte harmlos und so als wäre alles gar kein Problem. Also haben beide Seiten gut gehandelt .

    Ihre Tochter hat später etwas, was sie als „Geschichte aus dem wahren Leben“ in den mamablog schreibt und alle sagen, die macht sich nur wichtig und so viel Geschichten erlebt einer gar nicht in seinem Leben. Oder sie erzählt es Ihren Enkelkindern und alle staunen und machen grosse Augen.

  • Lehrzeit sagt:

    @Pippi: oh da bin ich aber froh! Frau Rist finde ich total ermüdend, da haben wir schon wieder eine Gemeinsamkeit entdeckt.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    @gargamel

    Ich doch auch, weiss gar nicht, warum ich das falsch schrieb. Leider hat es mir der Gring nicht zugegeben, es gleich zu ändern.

  • gargamel sagt:

    @pippi: at last! als grosser astrid lindgren fan habe ich dieses fehlende „p“ nur ganz schlecht ertragen…

    besten dank! 😉

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    @Redaktion, bitte freischalten

    Ich muss meinen Nick anders schreiben, die andere Schreibweise erinnert zu sehr an Frau Rist, mit der ich keinesfalls in Verbindung gebracht werden möchte.

  • Obelix sagt:

    @ Vertrauen in Betreuungspersonen: Vor 6 Wochen wollte ich meine Tochter von Training abholen. Die Gspänli trainierten unter der Aufsicht des Trainers wie gehabt. Meine Kleine sass heulend und frierend auf dem Bänkchen mit unnatürlich herabhängendem Arm. Ein Blick sagte mir, dass die Schulter ausgerenkt sein muss. Hab sie gepackt, umgezogen, ins Spital verfrachtet, Diagnose Schulter raus und Schlüsselbein angeknackst. Vollnarkose, Operation, das volle Programm. 6 Wochen Trainingsausfall. Und jetzt? Soll ich auf den Trainer wütend sein, weil er den Ernst der Lage nicht erkannt hat? Ich habe woanders angesetzt: Ich habe dem Clubvorstand nahegelegt, er solle einen erste Hilfe Kurs für alle Trainer beantragen, mit Schulung bezüglich Lesoma und Ausrüstung in der Eishalle. Wer sind die Ansprechpersonen, wo ist das Material etc. Dieser Kurs wird nun im Sommer durch den lokalen Samariterverein durchgeführt. Und meine Tochter darf diese Woche wieder beim gleichen Trainer üben.

  • vietcong sagt:

    @ gargamel

    nein, das war mir nicht bewusst. aber ich glaube man erkennt schnell, mit wem man diskutieren kann und mit wem nicht.

  • gargamel sagt:

    @lisi: muss natürlich heissen:
    wenn doktrin war, dass kinder auf dem bauch schlafen sollen, ist es ein wunder, dass die mehrzahl der gestorbenen kinder in bauchlage starben..?

  • gargamel sagt:

    @vietcong:
    zündeleien sind so ein pupertätsding, das ich mir bewahrt habe. weil: erstens weckt das die leute auf und zweitens sind die leute meist auch etwas ehrlicher, wenn sie ein klein wenig berührt werden. im unterschied zu einem troll, dem es nur ums zeuseln geht, tue ich es, weil ich damit eine diskussion auslösen will.

    ihnen ist schon klar, dass der strassertroll sein wüten genau so gerechtfertigt hat..?

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Auguste

    In London…… jetzt bin ich aber wirklich neidisch!

  • Auguste sagt:

    @ hedon zwiefel

    hmm…, ich habe lange in london gelebt und bei besuchen machte auch immer wieder diese erfahrung. die jungen hatten überhaupt keine probleme sich dort zurecht zu finden – mit den „erwachsenen“ war das manchmal schon etwas schwieriger.

  • gargamel sagt:

    @ilsi: meine frau ist hebamme und von der weiss ich, dass die aktuellen „gefährlichen“ einflüsse für plötzlichen kindstod schneller ändern als modetrends (die überspitzung ist von mir, nicht von meiner frau). meine generation wurde auf den bauch gelegt, weil die rückenlage gefährlich war…
    es ist ein skandal, dass ihnen offensichtlich von medizinischem personal so angst gemacht wurde. die wahrheit ist ganz einfach, dass man nicht weiss, was plötzlichen kindstod verursacht.

    btw. wenn doktrin war, dass kinder auf dem rücken schlafen sollen, ist es ein wunder, dass die mehrzahl der gestorbenen kinder in rückenlage starben..?

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Nein max, das behaupte ich nicht, aber es ist schwierig, jemanden zu finden.

    Ich weiss übrigens genau, welcher Frauenarzt. Ich habe damals im selben Spital gearbeitet wie der, ein schrecklicher Typ, dem ich aus dem Weg ging, er hatte eine wirklich widerliche Ausstrahlung. Ich habe das damals meiner Freundin erzählt, als er kurz darauf den Mord beging, waren wir echt geschockt. Ich habe es noch jedesmal, wenn ich nicht auf mein inneres Stopp-Gefühl geachtet habe, bereut.

  • max sagt:

    @Hedon Zwiefel
    Selten so gelacht in diesem Blog!!!

  • *sigh* sagt:

    @Hedon Zweifel:
    http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/der_bundesrat_wird_zum_babysitter_1.2822539.html
    Brauche ich noch weiter aufzuzeigen in welche Richtung wir uns bewegen?

  • Hedon Zwiefel sagt:

    *sigh*
    Wenn es so weit kommt, dass Kinderbetreuung Zertifiziert, wird, dann wandere ich aus.
    Habe als Jugendlicher Jungschi geleitet, als Kinderlager und Schulausflüge mitgeleitet und mit Nachhilfeunterricht und Babysitting Taschengeld verdient und alles ohne Zertifizierung abgesehen von Lagerleiterkursen. Mich hat das im Leben weitergebracht und diejenigen, die ich betreut habe auch.
    Anektote nebenbei:
    2-wöchiger Schulausflug nach England mit ca. 100 Teenies (12-13 aus 2 Klassenstufen), ein Lehrer und ca. 10 Hilfsleiter (Maturanden, ehemalige Maturanden der gleichen Schule). War keine Problem trotz Bombenalarm in Londons U-Bahn. 2 Jahre später fanden die Eltern das gehe nicht. Es müssen noch „Erwachsene“ – 4 Elternvertreter mitfahren.
    Jetzt ratet mal wer am meisten Betreuung gebraucht hat, am meisten Mühe gemacht hat, am schlechtesten Englisch konnte und als erstes verloren ging?

  • Ruth sagt:

    entsetzten

  • Ruth sagt:

    @ lisi

    du hast ja recht. mein kopf weiss das ja..aber das herz….
    ich hoffe bei kind nr. 3 sehe ich das ein wenig lockerer, unseren sohn hab ich erst nach einem jahr zum nani gegeben…. war ich bescheuert!!!
    aber ich bin ja gegen aussen völlig cool:-) meine kinder sehen nie mein entsetten gesichtsausdruck.
    wenn ich daran denke, wo ich früher als raufgeklettert bin usw.

  • max sagt:

    @Pipi Langstrumpf

    Die eigene Intuition gebrauchen und der Vertrauen, das finde ich sehr wichtig. So können Sie viel besser aussortieren, welche Gefahren die Kinder ausprobieren dürfen und bei welchen Sie von vorneherein der Sache nicht trauen.

    Als meine jüngste Cousine zum ersten mal einen Frauenarzt brauchte, wähl meine Tante einen aus und ging zuerst selber hin für ein eigene Untersuchung. Sie traute der Sache überhaupt grad gar nicht. Exakt auch dieses komische Gefühl, wie Sie es beschreiben. Der betreffende Frauenarzt hat wenige Monate später seine Ehefrau grauslich ermordet.

    Nur im Ernst, Sie wollen jetzt nicht unterstellen all die Nachbarn bei Eni im Dorf seien Zuhälter und Päderasten?

  • vietcong sagt:

    @ Hotel Papa sagt

    wär ja schön langweilig, wenn ich nur reden würde, wenn ich was zu sagen hätte. wenn man dann noch fordern würde, dass nur gesprochen werden sollte, wenns auch sinn macht und wichtig ist, dann würde der planet verstummen.

    zündeleien sind so ein pupertätsding, das ich mir bewahrt habe. weil: erstens weckt das die leute auf und zweitens sind die leute meist auch etwas ehrlicher, wenn sie ein klein wenig berührt werden. im unterschied zu einem troll, dem es nur ums zeuseln geht, tue ich es, weil ich damit eine diskussion auslösen will. klappt nicht immer, aber oft genug.

    meh dräck! meh farb! meh füür! 😉

  • lisi sagt:

    @Ruth
    Ohjee, ja das kenne ich und unsere älteste Tochter war zum Entsetzen aller, auch uns, auch noch ein Bauchschläfer! Sie schlief keine Minute, ausser sie wurde auf den Bauch gelegt. Aber genau das wurde uns ja zuvor eingetrichtert, dass wir dies nicht dürfen. Gemerkt haben wir es, da sie nur wiegend auf unserem Brustkorb einschlief. Mir hat damals geholfen, dass meine Kinderärztin mir sagte, dann soll dieses Kind auf dem Bauch schlafen, denn auf dem Bauch zu schlafen ist bestimmt gesünder als nicht zu schlafen. Zudem hat sie mich lange und ganz streng angeschaut, mir gesagt ich sei jetzt eine Mutter und werde immer Angst haben. Das müsse ich akzeptieren, ich hätte es aber in den Händen was ich daraus mache. Denn erst sorgen wir uns um das Ungeborene, um das Neugeborene, das Kleinkind, das Kind, das Schulkind, den Teenie, den jungen Erwachenen usw… Ich müsse das aushalten und dies ende erst mit meinem eigenen Tod und sie hoffe das dauert noch lange. Es könne nicht sein, dass ich die nächsten 50-70 Jahre in Angst verbringe. Das hat mir irgendwie die Augen geöffnet.

  • Hotel Papa sagt:

    Das ganze hat auch mit (Ur-)Vertrauen zu tun. Vertrauen ins Kind, Vertrauen ins Schicksal (nicht immer das schlimmste erwarten).

    Wie soll ein Kind lernen, Vertrauen in die Welt, die es trägt, zu entwickeln, wenn es bei den Eltern ständig Angst warhnimmt?

  • Hedon Zwiefel sagt:

    @Ruth. Halte folgendes vor Augen
    „Das Leben ist eine sexuell übertragbare Krankheit, die immer tödlich endet!“
    🙂

  • *sigh* sagt:

    @gargamel:
    Aber genau da liegt doch der Hund begraben! Die wenigsten können (wollen) sich 24/7 um den Nachwuchs kümmern. Die Frage zum Vertrauen in fremde Aufpasser muss auch gestellt werden. Das Wissen um das schlechte Gewissen des Fremdaufpassers ist für machne Eltern nicht genug und so zwingen sie manche Fremdaufpasser zu völlig überzogenen, die Kindheit entschärfenden (= nicht erziehenden) Sicherheitsmassnahmen.
    Könnte man sogar so weit gehen und den Eltern die „Schuld“ geben wenn dem Kind unter Fremdaufsicht etwas passiert? Schliesslich haben sie es in deren Obhut gegeben..

    @Hedon Zweifel:
    Und genau so finde ich es auch richtig.
    Wenn nun aber verlangt wird, dass der Staat eine Zertifizierung aussprechen muss damit man weiss bei wem die Kinder sicher behütet werden, wird dem ganzen „gemeinsamen Erziehen“ ein Bärendienst erwiesen. Jeder Fremderzieher wird sich hüten, das fremde Kind auch nur der kleinsten Gefahr auszusetzen weil die Angst vor juristischen Schritten zu gross ist. Das betrifft im übrigen nicht nur physische Gefahren, so läuft z.B. auch der Lehrer, der zulässt, dass ein Kind mit „Mobbing“ umzugehen lernt, und nicht sofort Hilfestellung leistet bzw. Deeskalation betreibt, Gefahr von den Eltern belangt zu werden. Wer will sich unter diesen Umständen noch um fremde Kinder kümmern?

  • Hotel Papa sagt:

    @lisi: „Ich glaube viele Eltern neigen Heute dazu weil die Kinder alles geplante Wunschkinder sind. Wir sind ja froh, können wir die Familienplanung heute selber gestalten, die Folge davon ist aber das jedes einzelne Kind heute viel kostbarer erscheint.“

    Zusatzeffekt davon: die alten Eltern. Mit 24 geht man unbeschwerter mit Erfahrungen suchenden Goofen um, als mit 38.

    Plus die 1.8-Kind Familie. Wir waren sechs zu Hause. Da hatte die Mutter keine Zeit, alle zu verhätscheln. Sie hat aber immer gesagt, es sei mit jedem weiteren einfacher geworden, wir hätten uns gegenseitig beschäftigt und betreut.

  • Ruth sagt:

    also ich bin ja das obergluckenmami… im versteckten:-) als meine tochter zum ersten mal in der pfadi war, und sie mir danach alles erzählte, war mein erster gedanke: NIMM SIE WIEDER RauS!!! hab ich dann aber nicht.
    aber wisst ihr, wo man mir am meisten angst gemacht hatte? im spital. als mein sohn auf die welt kam, wurde mir so eingeschärft was ich alles machen muss um dem kindstod zu vermeiden. es war schlimm…. so sehr, das ich heute noch, wo mein sohn 2 1/2 jahre alt ist immer nachschauen gehe, ob er noch atmet.
    und im moment bin ich schwanger…warum tu ich mir das an? nochmals horror freiwillig erleben…. unter meiner nicht so ganz natürlichen haarfarbe bin ich bestimmt schon schneeweiss:-)

  • lisi sagt:

    Wunderbarer Artikel kann ich nur unterschreiben, Wasser und Feuer wurden ja bereits ergänzt.

    @Pippi Langstrumpf
    Danke für Ihre Einblicke in die eigene Kindheit. Heute wurde mir einmal mehr bewusst, welches Privileg ich mit meinen fünfen habe. Sie dürfen mit viel Raum und Platz unbeschwert gross werden.

    @Lehrzeit
    Ja das ist ein separates Thema die ausserfamiliäre Betreuung, aber es gibt auch Beispiele wo es dort klappt. Durfte einmal Einblick gewinnen in einen Montessori Kindergarten in Zürich Witikon, dort haben kleine Dreikäsehochs im zarten Alter von 3-4Jahren ihr Mittagessen mit scharfen Küchenmessern zubereitet. Gegessen wird dort immer aus Porzellangeschirr und Gläsern. So lernen die Kinder wenn etwas runter fällt geht es kaputt und man kann sich an Scherben verletzen etc. Das war vor ca. 10 Jahren. Aus den damaligen Eindrücken habe ich viel mitgenommen und kann nur sagen meine Kinder haben so viel profitiert.

    Wieso aber werden trotzdem viele Kinder heute überbehütet. Ich glaube viele Eltern neigen Heute dazu weil die Kinder alles geplante Wunschkinder sind. Wir sind ja froh, können wir die Familienplanung heute selber gestalten, die Folge davon ist aber das jedes einzelne Kind heute viel kostbarer erscheint. Starb früher ein Kind, wurde einfach ein neues gezeugt. Das heisst natürlich nicht, dass die Eltern früher nicht traurig waren, aber man nahm es irgendwie einfach als Schicksal hin. Bei meinen Grosseltern und Urgrosseltern sowieso, starb in jeder Familie mindestens ein bis zwei Kinder. Heute leben wir in dem Glauben alles kontrollieren, planen und steuern zu können. Es ist nicht besser und nicht schlechter als früher, aber einfach ganz anders.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    max, Männer, die ab und zu Kinder hüten wollen, vertrauenswürdig sind in JEDER Beziehung, die wachsen nicht auf Bäumen. Als mein Sohn in der Pfadi war, gab es da plötzlich einen erwachsenen Mann, der auch mitmachte, die Kinder fanden das toll. Er hat dann sogar ein Wochenende organisiert, um mit Jungs, die wollten, etwas zu unternehmen, zelten und so. Mein Sohn wollte auch, unbedingt, ich kannte den Mann nicht, wusste nur, dass er Kinderarzt war, habe ihn angerufen und nacher ein blödes Gefühl gehabt. Ich erlaubte meinem Sohn nicht, teilzunehmen, obschon ich von beiden Seiten bearbeitet wurde und es Tränen gab. Jahre später hat sich herausgestellt, dass dieser Kinderarzt ein Päderast ist. – Glück gehabt, mein Gefühl war richtig, obschon ich in diesem Moment gar nicht konkret an so etwas dachte.

  • max sagt:

    @Eni

    Also abgesehen von Ihrer dramatischen Panik: Wie lange braucht der Bub für den normalen Schulweg und um wieviel Minuten war er objektiv, messbar zu spät?

    Haben Sie meinen Einwurf von heute früh gelesen von wegen ein Mann sollte ab und zu den Buben hüten und was der mit Ihrem Kleinen spannendes machen könnte?

  • Auguste sagt:

    @ sisifee

    hmm…, sagen sie ihren jungs, dass es ihnen dann und wann zu gefährlich ist. das löst auch dort einen nützlichen denkprozess aus. kinder wissen auch von selbst, wenn etwas gefährlich ist. was mein jugendfreund, ein absolut furchtloser auf dem sprungbrett, im sommer machte – war für mich no way! ausser vielleicht, wenn manuela unten gestanden wäre.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @sisifee, ich würde mich überzeugen, ob sie wirklich sicher sind beim Klettern, ihnen gewisse Regeln beibringen, worauf sie achten müssen etc. und auch Grenzen setzen. Wenn ich sehen würde, dass sie unsicher und überfordert sind, darauf aufmerksam machen, fragen, wie man solche Situationen händeln kann. Ich musste mehrmals meinen Sohn vom Baum holen, weil er zwar rauf, aber nicht mehr runter konnte. Das ist mir aber auch schon mit jungen Kätzchen passiert.

  • Hedon Zwiefel sagt:

    @sigh
    JA.
    ABER. Ich will natürlich wissen, in wessen Obhut ich meine Kinder gebe, bis sie in einem Alter sind in dem ich Ihnen Selbstverantwortung zutrauen kann.
    Ich bin selber so erzogen und ich hatte eine tolle, freie Jugend. Es ging soweit, dass ich mit 10 Jahren spontan zu Bekannten (kinderreiche Familie) für zwei Wochen in die Ferien bin. Die Eltern waren nicht zuhause. Habe ihnen eine Notiz hinterlassen und die kleine Schwester. konnte mündlich rapportieren. Es gab in der Weltgegend noch kein Telefon zu der Zeit. Aber es war kein Problem.

  • Eni sagt:

    @ Sisifee

    Einfach nur umdrehen

  • Eni sagt:

    @ Pipi Langstrumpf

    Ja der Verkehr war natürlcih früher nicht so enorm, auf der Strasse vor unserem Haus fahre täglich 10000 Autos vorbei, viele davon mit massiv überhöhter Geschwindigkeit, obwohl Tempo 50 erst nach dem leitzten Fussgängerstreifen aufgehoben wird. Es ist schon schlimm: Beim Radar bremsen sie ab und beschleunigne danach ins Bodenlose auf den Streifen zu

  • gargamel sagt:

    @*sigh*: ich glaube praktisch alle hier diskutierenden gingen von situationen aus, in denen die kinder sich in deren eigenen obhut befinden… ich auf jeden fall.
    das mit der fremdobhut ist dann nochmals ein ganz anderes kapitel, das ist schon klar… ich hatte schon ein ganz schlechtes gewissen, als sich der nachbarsjunge bei uns eine gröbere beule holte…

  • Sisifee sagt:

    An alle: Man scheint sich ja ziemlich einig zu sein, Kinder Gefahren erleben zu lassen (was ich selbst auch super finde…) Das ist ja alles wunderbar. Aber:

    Was macht Ihr mit Euren Ängsten? Ich selbst beiss mir oft auf die Zähne bei meinen zwei Jungs, befürchte aber, dass ich meinen Horror beim Klettern in 4 oder 5 m Höhe doch nicht wirklich gut verbergen kann. Soll ich offen dazu stehen? Sie verbergen? Eine Anti-Glucken-Therapie machen?

  • *sigh* sagt:

    Liebe Eltern,
    habt ihr den Gedanken „Lasst sie sich doch verletzen, nur so lernen sie was Gefahr heisst“ auch zu Ende gedacht?
    Seid ihr wirklich bereit, die Kinderkrippe, die Nachbarn, den Sportverein, die Schule, usw. usf. nicht zu verklagen, wenn sich das Kind in deren Obhut (schwerwiegend) verletzt?
    Solange der Anspruch „dem Kind darf unter Fremdaufsicht auf keinen Fall etwas passieren“ aufrechterhalten wird, werden sich viele (miterziehende) Personen hüten, sich nicht juristisch abzusichern und daraus resultierend überbehütende Regeln aufstellen.
    Ich gehe noch einen Schritt weiter: Wärt ihr bereit, den genannten Mitmenschen absoluten Freiraum in Sachen Risikointerpretation zu gewähren – sich auf deren gesunden Menschverstand zu verlassen?
    Denkt mal darüber nach..

  • Hotel Papa sagt:

    Natürlich gehört die eigene Erfahrung dazu. Aber auch Aufklärung. Oder willst Du einen 6 Jährigen am ehemaligen Platzspitz unbegleitete Erfahrungen machen lassen?

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @gargamel, da bin ich aber froh……

    @eni, das ist verständlich, wenn ein Kind so schwer verletzt wurde wie Deines, ist man traumatisiert. Ausserdem kann man nicht verallgemeinern, in meiner Kindheit gab es vielleicht einen Fünftel des Strassenverkehrs von heute. Ich habe meinen jüngeren Sohn, der immer wild und unkontrolliert war, bis zum 11. Lebensjahr an die Hand genommen, wenn wir die Strasse überquerten, er hasste das, gleichzeitig bewies er immer wieder, dass es nötig war, weil er so hibbelig und unaufmerksam war.

  • Tobi sagt:

    @HOtel Papa: Ich denke aber das dies zur Realität gehört wie sich mit dem Messer schneiden oder vom Baum fallen. ich wusst mit 6 schon was ein junkee macht oder wie ich mich gegenüber aggresiven mitschülern verhaltenkann. manchmal gabs auf die Schnauze oder umgekehrt.. doch das lernst du nur durch selbststudium. Die klassische Erziehung sollte der Rahmen für die eigenen Erfahrungen bilden-

  • Hotel Papa sagt:

    @Lehrzeit: „Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Krippe, Horten und Tageschulen wollen vor allem vermeiden, dass sich ein Kind verletzt, weil das erstens ihre Aufsichtspflicht tangiert und zweitens logistische Probleme mit sich bringt, die sie tunlich vermeiden wollen.“

    Kann ich als Gefühl aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Mir ist es mal passiert, dass ein Schutzbefohlener (Schulkamerad vom Sohn) sich unter meiner Aufsicht beim wilden Spielen auf dem Spielplatzkarrussell einen Knochenriss am Arm geholt hat. Das Gefühl muss man nicht haben. Erst recht nicht, wenns der Broterwerb ist.

  • gargamel sagt:

    isst 4 kilo dreck, natürlich… sooooo misanthropisch bin ich dann doch nicht drauf… 🙂

  • Lehrzeit sagt:

    Ausgezeichneter Artikel! Leider muss auch zu diesem Thema der negative Effekt von ausserfamiliärer Tagesbetreuung angemerkt werden. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Krippe, Horten und Tageschulen wollen vor allem vermeiden, dass sich ein Kind verletzt, weil das erstens ihre Aufsichtspflicht tangiert und zweitens logistische Probleme mit sich bringt, die sie tunlich vermeiden wollen. Viele Kinder werden vom Kindergarten bis Ende der Mittelstufe von 8 Uhr morgens bis 18 Uhr abends betreut auf eine Art, die in erster Linie Verletzungen und Regelübertritte verhindern will – und zwar meist von Frauen. Wie schon geschrieben wurde, haben Männer meiner Erfahrung nach eine risikofreudigere Einstellung. Es wundert mich nicht, dass einige der so zurückgebundenen Jungs später mit extremen Selbstgefährdungen (Rasen z.B.) von sich hören lassen. Vielleicht wollen sie die latente Angst loswerden, welche ihnen ihre ganze Kindheit über eingeflösst wurde?
    Glücklich das Kind, welches Eltern hat die ihm Naturerfahrungen gestatten, in denen es seine Grenzen austesten kann. Abenteuer in Wald und Feld gehören zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen.

  • gargamel sagt:

    @xy…: zwischen taschenmesser benutzen bzw. auf bäume klettern und auto entwenden und auf spritztour gehen ist ja doch noch ein unterschied.

    und zu zumindest meinem beispiel mit dem schwarzpulver: das war ja nichts, wovon meine eltern was ahnten… sowas bindet man ihnen ja nicht auf die nase…

    @hedon zweifel: unser spruch war jeweils: „ein normaler mensch ist 4 kilo dreck im jahr, ein pfadi 10“

  • Eni sagt:

    @ Yves

    Mein Grosser konnte mit 6 schwimmen und mein Kleiner (71/2) erst seit 3Monaten aber nur ein paar Züge. Der Groose darf sei tletztem Sommer alleine im Nichtschwimmer und seit diesem Winter alleine im Grossen Becken aber ich schaue immer wo er ist. Vorher habe ich meine kinder am Wasser nicht aus den Augen gelassen, es ict schnell etwas passiert und auf andere Leute verlasse ich mich nicht.

  • Hotel Papa sagt:

    @Hedon, 13:43

    Heh! So habe ich das noch nie formuliert gesehen; trifft die Sache aber genau.

    @vietcong: Was genau bezweckst Du mit Deinen Zündeleien? Du kennst das Prinzip: „Wenn man nichts zu sagen hat, einfach die F… halten!“?

    @Tobi: Zum Thema Gewalt, Drogen, (Umgang mit Fremden)
    Anderes Prinzip als beim Ursprungsartikel. Klar gibt es auch hier Überbehütung. Aber hier kann es nicht darum gehen, sie einfach ihre eigenen Erfahrungen machen zu lassen, hier geht es eher um klassische geleitete Erziehungsaufgaben.

  • Eni sagt:

    @ Cara Mia
    @ Max

    Ich versuche meine besorgnis so oft wie nötig zu verstecken, ansonsten kann sich der Kleine ja gar nicht entwickeln. Aber im Herbst hatten wir Chilbi auf dem Schulhausplatz meines Sohnes. Obwohl ich ausdrücklich verboten hatte nach Schulschluss zu schauen wie dei Bahnen aufgestelllt wurden, kam mein Kleiner am Mittag nicht nach Hause. Um 12.10 h bin ich dann losgespurtet ( ging natürlich davon aus, dass mein Kleiner den Chilbimanne zuschaut. Als ich beim Schulhaus ankam, weit unc breit kein Kind zu sehen, rnnte ums Schulhaus herum und dann wieder nach Hause und da war mein Sohn auch noch nicht und habe Panik bekommen (Kindsentführung und das ganze Programm) bin dann wieder aus dem Haus gerannt und da kam mein Kleiner singend um die Ecke. Ja, und da bin cih ausgeflippt und habe ziemlich gelärmt. Habe einfach panik, dass etwas passiert sien könnte.

    @ Hedon Zweifel

    Habe selber auch mal die Küche angkokelt ( aber da war ich 18)

    Wir wohnten in einem Holzahaus mit einem uralten Gasherd der neben dem Fenster stand. Habe nicht auf den Vorhang geachtet und es gab eien Stichflamme. Ich war so in Panik, dass ich nicht mal mit Wasser gelöscht habe einfach nur geschrien, meine Mutter konnte dann löschen. Seit diesem Tag habe ich nie mehr en einen Gasherd angefasst.

  • lisa sagt:

    achtung werbespot:
    lässer als die normalen schweizer sackmesser finde ich die opinel-kindermesser. sind bequem zu halten, lassen sich ring öffnen, arretieren, hauen wie der teufel und lassen sich gut selber nachschleifen.

    merci tuusig, werde ich gleich dem osterhasen petzen! shallallaa, schon wieder ein „problem“ weniger 🙂

  • Hedon Zwiefel sagt:

    @Tobi
    zu 4. Dreck
    Jeder Menschbraucht im Jahr 1 Pfund Dreck. Wenn er es nicht so bekommt, muss er es in der Apotheke holen.

  • vietcong sagt:

    @ max

    btw: dschungel-mörder? wer hat denn agent orange eingesetzt? wer war also der dschungel-mörder?

  • vietcong sagt:

    @ max

    es tut mir leid, aber es gab keine volksarmee die vietnam infiltriert hätte. höchstens die chinesische/kambodanische und die haben sie zum teufel gejagt. es gab innerhalb des landes einen bürgerkrieg, das ist etwas anderes. hättest mal lieber ein buch gelesen als flugis gebastelt.

    hier lies:

    „Die Vietnamesische Volksarmee (VVA) entstand nach dem Ende des Vietnamkrieges im Jahre 1975 aus der siegreichen Nordvietnamesischen Volksarmee (NVA).

    Sie ist an russischer Technik orientiert. Das Standardgewehr ist immer noch die berühmte AK-47. Die Volksarmee ist nicht mit den Vietcong oder Việt Minh identisch. Sie ist heute die Armee von Vietnam.
    Geschichte.

    Der Vorgänger der Vietnamesischen Volksarmee war die „Bewaffnete Propagandaeinheit“ des Kommunistenführers Ho Chi Minh, die seit Dezember 1944 die französische Kolonialmacht in Vietnam bekämpfte. Im Jahre 1979 war sie außerdem am Chinesisch-Vietnamesischen Grenzkrieg beteiligt, in dem sie eine chinesische Invasion abwehrte.“

  • xyxyxy sagt:

    jetzt erzählt ja jeder seine Heldengeschichten und man könnte denken, dass es das Problem Überbehütung gar nicht gibt, weil ja alle, aber auch wirklcih alle total dagegen sind. klatsch – klatsch

    also von mir auch eine Heldengeschichte: mit 16 klaute ein Freund von mir seinem Vater das Auto und obwohl er noch nie vorher gefahren war und eigentlich keine Ahnung hatte, kurvten wir über 200km durch die Schweiz und fuhren mit 180km/h auf der Autobahn – glücklicherweise erwischte uns am Ende die Polizei, so dass dies unser einziger Ausflug blieb
    Mit dem Töffli fuhr ich meisten ohne Licht (kaputt da Töffli zu schnell fuhr) – ohne Licht auf Landstrassen und damit ich der Strasse auch im dunkeln folgen konnte auf dem weissen Mittelstreifen. Meine Eltern waren so „cool“ dass sie nicht einmal wussten, dass ich kein Licht am Mofa hatte.

    Fazit: wir haben Grenzen überschritten, wichtige Erfahrungen gemacht und NICHTS ist passiert….

    dumm nur, dass es eben nciht immer so glimpflich abläuft und andere Kinder und Jugendliche weniger Glück haben….
    Tja, also ich möchte nicht, dass meine Kinder jeden Unsinn auch machen, den ich gemacht habe (und einige Dinge sind halt heute nicht mehr gleich wie früher) …

    Mein Vorschlag: Vielleicht sollte man also von dem Freudigen: „Wir sind alle ganz cool“ – feeling wieder runterkommen und darüber diskutieren, wo man dann eben doch auch Grenzen setzt (setzen muss), oder gewissen Ängsten nachgibt.

    Im übrigen ist es auch nicht so, dass Kinder die überbehütung erleben, einfach programmierte Angsthasen und Loser werden. Glücklicherweise sind Kinder nämlich Individuen, die man nicht einfach durch unsere Steuerung programmieren kann. Beispiel: kenne einen Jungen welche extrem ängstliche Eltern hat. Als er dann auf den Skiern stand, entwickelte er sich trotz allen „nicht zu schnell“ – „Vorsichtig“ Rufen zu einem ziemlichen Rennfahrer.

  • Auguste sagt:

    hmm…, wenn man daran glaubt, dass das geheimnis von erfolgreichen staaten: gute regierung, gute bildung und gute infrastruktur sind, dann würde ich nicht zu sehr an der säule öv rumrütteln.

  • max sagt:

    @vietcong

    8) kennen am Schluss den Unterschied zwischen Dschungelmördern nicht und wissen nicht welche Volksarmee in Südostasien welches Land infiltriert haben.

    Dann lieber Bücher lesen und Flugi bauen und die gleichen Fähigkeiten erlernen.

  • Tobi sagt:

    Zusätzliche Punkte die ein Kind lernen sollte:

    1. Gewalt: Der vernünftige Umgang mit Gewaltsituationen muss bereits im Kindergarten gelernt sein heute.

    2. Drogen (Zigaretten, Drogen chem/natürl.) sollten in manchen Orten starke Aufklärung gemacht werden..Aufklären nicht wegschauen.. Ihr Kind schaut irgendeinmal hin…

    3. Ausländer und anderssprechende: Der Umgang mit Ausländer macht einem Kind solang nichts, bis die Eltern ihnen eintrichtern das die Leute schlecht sind oder was auch immer. Aber sie sollten keine Angst davor haben wie die letzen Generationen..

    4.“ Dreck essen“:Lassen sie Kinder Kinder sein und spielen wo sie wollen. übertrieben Hygienefanatiker machen ihre Kinder krank (Hautkrankheiten, Anfälligkeit etc etc. ) und verhindert den Aufbau von Abwehrstoffen.

    es gäb natürlich noch viele Punkte aber im wesentlich sollte doch die Meinung sein:

    Wer nicht lernen will muss fühlen…!

  • max sagt:

    @Hotel Papa

    Ich weiss nicht, wie schnell im Durchschnitt jeder Arbeitsplatz neu eingerichtet wird. Es gibt ständig neue Investitionen. Gewerbebetriebe werden an bessere Lagen umgesiedelt. In unserem Kanton werden grosse neue Verwaltungsgebäude hochgezogen.

    Die Kriterien für die Standortwahl sind u.a. die Verkehrserschliessung. Aber nie wird in Betracht gezogen, wo die Arbeitnehmer wohnen und wo sie wohnen wollen. Man könnte mit grosser Regelmässigkeit die Arbeitsplätze in die Nähe der Wohnorte zügeln.

    Pro Jahr den Pendlerverkehr um 3% zu vermindern, würde innerhalb von 15 Jahren den Pendlerverkehr um einen Drittel verkleinern. Das wäre ein realistisches Planungsziel. Die Väter wären mittags wieder zuhause. Ihr Arbeitsweg wäre um zwei Stunden pro Tag kürzer. Sie könnten mehr Zeit mit Familie und Kindern verbringen. Das Haushaltsbudget würde entlastet. Der Staat könnte sein Geld wieder für Schulen und Berufsbildung ausgeben statt für die Subventionierung von immer mehr ÖV.

  • Auguste sagt:

    hmm…, in einem land wo man nicht mal einen kleinen weissen ball über eine wiese dreschen kann, ohne zertifikat….

  • Hotel Papa sagt:

    @max: „Sie beschreiben von den wichtigsten Gründen, warum hier in der Schweiz der Pendlerwahnsinn gestoppt werden muss!“

    Dann betrachten wir doch einmal die Konsequenz:

    1. Für die Kinder ist auf dem Land aufwachsen am besten.
    2. die Pendlerwirtschaft schiebt die Grenze zwischen Land und Stadt immer weiter hinaus
    3. Arbeit gibt es in der Stadt
    4. Papi muss arbeiten, Mami soll nicht.
    5. Mami lebt also auf dem land mit den Kindern
    6. Papi soll ja, wegen 2. nicht pendeln, lebt also in der Stadt
    7. Papi sieht die Kinder am Wochenende.

    Klingt erstrebenswert.

  • Hotel Papa sagt:

    @Yves: „Willst du denn eine unprofessionelle Kinderbetreuung?“

    Jedenfalls lieber unprofessionell (sprich Amateur) von jemand berufenem, als von einer überlasteten, theoretisch geschulten, diplomierten Fachkraft.

    Das „verprofessionalisieren“ sehe ich jedenfalls nicht als ein besonderes Qualitätskriterium in diesem Bereich an.

  • max sagt:

    @Yves

    Ja, eigentlich denke ich, Mütter können sich gegenseitig aushelfen, wenn die eine Verschnaufpause braucht oder zum Einkaufen weiter weg muss, so sollten auch Nachbarn da sein, die einspringen. Der Unterschied ist, dass es dann freiwillig sit, dass man sich organisieren und absprechen muss, dass man „Bitte“ sagen können muss.

    Wird die Kinderbetreuung von Staates wegen professionell organisiert, dann dürfen die Frauen hingehen und Forderungen stellen. „Bitte“ brauchen sie nicht mehr zu sagen. Das nennt man dann „Sozialkompetenz“.

    @Pipi Langstrumpf

    Sie beschreiben von den wichtigsten Gründen, warum hier in der Schweiz der Pendlerwahnsinn gestoppt werden muss!

  • vietcong sagt:

    @ frau Binswanger

    einen fünften punkt haben sie vergessen! den wichtigsten!

    kinder müssen killerspiele spielen!
    warum?
    1) lernen sie so mit computer umzugehen. auf spielerische weise.
    2) lernen sie sich in 3D welten zurecht zu finden. sehr wichtig!
    3) lernen sie den unterschied, zwischen realität und fiktion.
    4) schulen sie auge-hand-geist-koordination. multitasking eben.
    5) lernen sie strategische taktiken.
    6) sind sie ruhig.
    7) machen sie nichts dümmeres.

  • gelsomina sagt:

    achtung werbespot:
    lässer als die normalen schweizer sackmesser finde ich die opinel-kindermesser. sind bequem zu halten, lassen sich ring öffnen, arretieren, hauen wie der teufel und lassen sich gut selber nachschleifen.

  • Yves sagt:

    @max: „Warum glauben Sie im Ernst, professionelle Kinderbetreuung sei eine Notwendigkeit und würde die Selbständigkeit und das Selbstvertrauen der Kinder fördern?“

    Ähm. Willst du denn eine unprofessionelle Kinderbetreuung?

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Yves: Da finde ich auch verantwortungslos, aber wenn Deine Kinder schwimmen können, sind sie auch ein Beispiel für die andern in der Klasse, die wollen das dann auch, weil es „cool“ ist, wenn man schwimmen kann.

    Hier die verschiedenen Erlebnisse zu lesen ist fast wie in einem Bilderbuch von früher zu blättern, aufregend und farbig.

    Ich konnte so frei aufwachsen, weil beide Eltern zu Hause arbeiteten, es war immer jemand da, ausserdem noch die Grosseltern, die unten im Haus wohnten. Wir waren auch mehrere Kinder, dass die Grossen auf die Kleinen aufpassen, war selbstverständlich. Diese Möglichkeiten sind in der Stadt oder der Agglomeration heute nicht mehr gegeben, respektive viel seltener, also brauchen wir eine professionelle Betreuung für die Kinder, sonst hängen sie rum, in der Stadt, in den Einkaufscentren etc. Klar brauchen das Kinder, die auf dem Land aufwachsen, in den Nähe von Bauern und Wald, auch heute noch viel weniger. Man kann aber schlecht fordern, dass in der Stadt keine Kinder wohnen dürfen, weil die Stadt nicht wirklich kinderfreundlich ist.

    Meine Kinder sind in der Stadt und am Stadtrand aufgewachsen, weil es vor 25 Jahren, als ich meinen ersten Sohn bekam und nicht verheiratet war, nur in der Stadt möglich war, einigermassen unbehelligt zu leben – Stadtluft macht frei – das war schon im Mittelalter so. Zu dieser Zeit unverheiratet ein Kind zu bekommen hiess auf dem Land, ein „verworfen Weib“ zu sein. Wie schon erwähnt, die soziale Kontrolle war immer da, wer sich Freiheiten herausnahm, wurde geschurigelt, das brauchte ich nicht. Es war eben nicht nur idyllisch, sondern auch eng, z.T. intolerant und bevormundend. Als Kind merkte ich das weniger, ich hatte innerhalb der Familie viele Freiräume. Als ich erwachsen war, wurde erwartet, dass ich heirate und Hausfrau werde, für mich ein absolutes no go! Ich wusste zwar nicht genau, wo mein Weg war, aber ich wusste immer sehr genau, wo er nicht ist.

  • O. O. sagt:

    Bereits im Primarschulalter fuhren wir mit dem Velo auf den Gotthard – einfach um die rasante Talabfahrt zu haben,

  • Auguste sagt:

    hmm…, eine der tollsten mutproben war damals vom heuboden in den darunter stehenden vollen heu-ladewagen zu springen – errol flynn-stuff.

  • Auguste sagt:

    @ max

    hmm…, auf hinterbänken ist schon so manche abstruse idee geboren worden, die, gottlob, das licht der welt nicht überlebte.

  • Dani Kobler sagt:

    Ich denke Kinder können sich sehr wohl an Verbote halten, solange es nicht zuviel sind. Erst dann werden die Verbote interessant und locken.
    Auf dem Bauernhof durften wir so ziemlich alles, aber ausdrücklich gewarnt (und zwar dramatisch) oder verboten wurde nur weniges:
    – vor dem offenen Güllenloch
    – dem Silo
    – hinter Maschinen / Traktoren zu sein
    – der Kreissäge mit Riemenantrieb

    Rückblickend fällt mir auf das Feuer nie ein Thema war, obwohl zeuselnde Kinder ja der Horror jedes Bauern sind.
    Und das der Viehhüter ein geeignetes Instrument ist um den die Gefahr und Wirkung von Elektizität zu erfahren.

    Das hingegen 1 Meter hinter einer Kuh recht gefährlich ist gehört wohl in die „Klug durch Schaden“ Kategorie.

  • Auguste sagt:

    hmm…, wir lieben cowboys, indianer und natürlich die us-kavallerie. wenn nur die pferde im richtigen leben nicht so grosse tiere wären. im gegensatz zu meiner schwester bin ich kein guter reiter, aber ich kann mich ordentlich auf einem pferd halten.

    wenn ich mit meinen beiden cowboys zu ihrer tante gehe, besuchen wir sie oft im reitstall. da stehen dann die pferde angebunden an den typischen balken wie vor dem saloon. man würde ja eigentlich jetzt gerne hin gehen, die zügel cool losbinden, sich draufschwingen und dann davon preschen – wenn die viecher doch nur nicht so respekteinflössend gross wären und man nicht einen bunten velohelm auf hätte, anstatt eines richtigen cowboy-huts. und überhaupt, bei diesen komischen sätteln kann man das gewehr nirgendwo richtig reinstecken. gut haben wir jeweils noch ein sackmesser dabei, um 2 kg budget ruebli zu halbieren und gute voraussetzungen für eine vorsichtige annäherung zu schaffen.

    bin mal gespannt, wann der erste sich überwinden wird und aufsitzen will für eine runde diesen sommer.

  • gargamel sagt:

    wir (mein bruder und ich) hatten damals in der werkstatt meines grossvaters einen sack schwarz“pulver“ gefunden. pulver in an anführungszeichen, weil’s eben kein pulver war, sondern kieselförmig. das zeugs kam aus dem berg/tunnel-bau, und kieselförmig war’s natürlich aus sicherheitsgründen.
    nur machten diese sicherheitsgründe das zeugs für uns unbrauchbar… man konnte es nicht zünden. also brachten wir’s in eine brauchbare form, indem wir es mit einem hammer zu pulver zerkleinerten!

    mir stehen heute noch die haare zu berge, wenn ich an diese schnapsidee zurückdenke… und was für ein heidenglück wir hatten, dass nichts passierte…

  • heidi reiff sagt:

    Kinder sind ja neugierig und experimentierfreudig, zentral ist für mich, dass bei Experimenten immer ein Erwachsener auf Distanz im Hintergrund ist. Alles Berühren war verboten in meiner Sozialisation, ich hab trotzdem zum Glück Wege gefunden, einige Experimente zu machen. Mit 9 Jahren stieg ich im Basler Freibad aufs 1m oder 3m Sprungbrett und stürzte mich ins tiefe Wasser, von alleine kam ich wieder an die Oberfläche, es ist einfach so passiert. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste in dieser Beziehung bin ich schon recht vernünftig geworden.

    Mein erwachsener Sohn ist Autist, als Bub ist er gern auf Bäume geklettert. Ich bin mit ihm oft als er klein war im Wald spazieren gegangen, vor giftigen Waldbeeren sog. Blaubeeren im Wald musste ich ihn nie warnen, vermutlich hat er einfach instintiv wahrgenommen was giftig ist, die eigene Intuition ist ein guter Wegbegleiter.

  • max sagt:

    Ehemm Pipi Langstrumpf

    Ich will ja jetzt die friedliche Stimmung nicht vermiesen.
    Ich lese zum ersten mal wirklich privates aus Ihrem eigenen Leben. Sie sind unabhängig und doch behütet aufgewachsen.

    Warum glauben Sie im Ernst, professionelle Kinderbetreuung sei eine Notwendigkeit und würde die Selbständigkeit und das Selbstvertrauen der Kinder fördern?

    Heute gibt es grüne Politkerinnen wie zum Beispiel Frau Nationalrat Franziska Teuscher. Die verkündigte vor drei Jahren in der Tageszeitung, sie sei für moderne Familienpolitik. Der Staat müsse gefälligst in den Sommerferien eine professionelle Kinderaufsichtstante bezahlen, die ihre zwei 8 und 9 jährigen Buben im Freibad überwache. Ihre Buben könnten angeblich nicht alleine sich in der Badi vertörlen.

  • san sagt:

    super beitrag!!! ich bin aufgewachsen mit rollschuhen, velo, trottinet ohne helm, schienbein-/handgelenk-/ellbogenschoner. auf bäume klettern war normal. die abkürzung zum kindergarten und zur schule (1 km entfernt) ging durch ein steiles tobel. der schulweg war zwar lang, aber auch immer wieder spannend. das erkunden eines zerfallenen bauernhauses war ein riesiges abendteuer (endete mit einem schnitt im finger eines alten beils…).
    ich versuche meine kinder nicht zu sehr zu bemuttern und sie ihre erfahrungen machen zu lassen (aber sie müssen halt trotzdem einen helm tragen auf einem fahrbaren untersatz…). ich habe mir geschworen, wenn sie dann in den kindergarten, bzw. in die schule kommen werden sie nicht gefahren.
    ich finde man sollte abschätzen, was das kind kann und ihm auch einmal einen sturz zutrauen. mein 11/2-jähriger sohn will nun auch schon trotti fahren und stehend die treppe hinauf gehen. ich beobachte ihn wie er es macht und lasse ihn so wie ich es verantworten kann. bremse ihn aber wenn er übermütig die rutschbahn runter springen will. meine tochter 31/2 hilft beim kochen und rüstet auch ab – und zu das gemüse mit einem spitzigen rüst -messer (ein kleines schnittli im finger kann da auch mal sein)
    man kann den kindern viel mehr zutrauen als man denkt und sie geniessen es!

  • Yves sagt:

    @Pipi Langstrumpf: So aufzuwachsen kann heute als Privileg angesehen werden. Ich habe ähnliche Errinerungen an meine Kindheit. Wir verbrachten jede freie Minute beim benachbarten Bauer oder im Wald.

    Kinder und Wasser ist ganz speziell. Meine Kinder können schon alle mit Drei ohne Flügeli etc schwimmen und sind alle extreme Wasserraten (vererbt?). Klar können Kinder mit 3 Jahren noch nicht stundenlang schwimmen, aber genügend lang für ein sicheres Gefühl, wenn sie an einem Teich oder Brunnen spielen. Und fallen sie dann mal ins Wasser, kriegen sie keine Panik.

    Die meisten Kinder lernen das Schwimmen erst in der Schule. Von 30 Kinder in der Klasse meines Sohnes konnte er und noch ein anderes Kind schon schwimmen und tauchen. Das ist doch grobfahrlässig von den Eltern.

  • gargamel sagt:

    @lumbadox: diese amis! eine simple, unbestrittene (selten soviel einigkeit hier im blog erlebt) weisheit, und die machen gleich ein seminar daraus! 🙂

  • max sagt:

    WASSER

    Kaum konnte ich als 7-jähriger Schwimmen, wollte ich alleine ins grosse Becken. Mein Vater fand, das erlaube er mir erst, wenn ich ihm beweise, dass ich eine ganze 50m länge schwimme ohne abzustehen. Kaum von den Spanienferien zurück lud ich ihn zur Schwimmprobe und machte die 50m locker. Da war ich 8 und mein Vater sagte, ich sei noch zu klein und er hätte nicht gemeint, dass ich das so schnell schon könne. He nu, so sind Eltern und Regeln.

    Zu Wasser und Feuer kommt noch Verkehr. In allen drei Fällen muss ein Kind genug gross sein, um überhaupt die Gefahr richtig einschätzen zu können. Das ist nicht das gleiche wie ein Messer.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Wir, meine Geschwister und ich, sind sehr frei aufgewachsen, auf dem Land, wir hatten Umschwung, eine grosse Werkstatt. Den Umgang mit Werkzeugen haben wir schon früh gelernt, ich habe z.B. an verregneten Sonntagen gerne an der Drehbank gearbeitet, mit Holz, oder an der Bandsäge, das sah mein Vater zwar nicht gern, aber er hatte es auch nicht ausdrücklich verboten. Auch das Autofahren haben wir uns selbst beigebracht, da war ein ausrangierter VW-Bus, mit dem sind wir manchmal auf dem eigenen Gelände herumgekurvt.

    Wir hatten schon als Kinder ein Luftgewehr und als unser ältester Bruder in der OS seine Pistole bekam, hat er uns am Sonntag das Pistolenschiessen beigebracht, wir waren damals um die 11 Jahre alt. Als ich das meinen Kindern erzählt habe, waren das wie Geschichten aus einem fernen Land für sie. Ich kann mich nicht erinnern, dass es mir mal wirklich langweilig war. Wenn man traurig war, war da immer ein Büssi, das einem tröstete, natürlich durfte es auch ins Bett, sich dort putzen, bis am Ende auf dem Leintuch ein Sandhäufchen war. Die Mutter protestierte zwar, aber irgendwie verstand sie uns auch. Auf dem Bett liegen, ein spannendes Buch lesen und dazu ein Kätzchen streicheln, war durch nichts zu toppen, wenn man traurig war.

    Wir waren selten krank, obschon wir weniger Impfungen hatten, die einzige längere Krankheit, an die ich mich erinnere, war eine Keuchhusteninfektion mit etwa 11 Jahren. Auch von Unfällen blieb ich weitgehend verschont, ausser einem Unfall, wo ich mit dem Velo in einen Pflug fuhr, der auf der Strasse! parkiert war, passierte nie etwas. Ich hatte dann ein Loch im Kopf, das wurde genäht und heilte problemlos ab. Sobald wir schwimmen konnten, durften wir auch alleine ins Schwimmbad. Im Winter war es die Eisbahn, niemand hatte Zeit, uns dauernd zu begleiten, was auch nicht nötig war, alle Kinder waren dort allein. Als ich mit 9 Jahren Ballettstunden nahm in der nächsten Stadt, ging ich da mit dem Bähnchen alleine hin und wieder zurück. Meine Mutter wusste, dass sie sich auf mich verlassen konnte. Es war eine andere Zeit, alles war kleinräumiger und die soziale Kontrolle auf dem Land ausgeprägt.

    Meine Kinder sind viel weniger frei aufgewachsen, schade!

  • kaugel sagt:

    @gargamel: 😀 ich meinte natürlich, wovor eltern sich heutzutage sonst noch so fürchten.

  • Gotti sagt:

    Mein Gottebub (2 ½ Jahre) darf bei seiner Gotte mit dem Küchenmesser Obst in Stückchen schneiden. Am Anfang zeigte ich ihm, wie man das Messer hält, jetzt sage ich nur noch, dass er langsam schneiden soll. So gibt es wenigstens nur einen kleinen Schnitt in den Finger. Der Kleine lernt mit dem Messer umzugehen, übt die Feinmotorik und der Apfel schmeckt erst noch viel besser.
    Bei einem Spaziergang im Wald merkte ich, dass er gerne einem kleinen Pfad in den Wald hinein gehen möchte. Doch er getraute sich nicht. So streckte ich ihm meine Hand hin und wir marschierten los. Auf dem Rückweg schritt er dann voller Selbstvertrauen alleine voraus.
    Und natürlich habe ich ihn schon aufgefordert, auf einen Baum zu klettern… er hat ihn dann wenigstens umarmt.

  • gargamel sagt:

    wasser hat für mich schon noch eine andere dimension (und keine balken!). klettern & schnitzen lasse ich meine kids schon auch mal alleine, weil ich das gefühl habe, dass sie die regeln verinnerlicht haben (messer) bzw. ihre grenzen relativ gut einschätzen können (klettern).
    im wasser will ich wissen, wo sie sind und habe konstant ein auge auf sie… mindestens solange sie nicht sicher schwimmen können.

  • zysi sagt:

    generell bin ich dankbar einen text von frau binswanger lesen zu können, wo wir feststellen, dass die eigenen willensentscheidungen von kindern etwas zu wagen ihnen auch die nötige eigenverantwortung vermittel, die dringend notwendig ist, in möglichweise den meisten bereichen, die wir bisher diskutieren; d.h. karft der eigenen anstrengung ist das leben zu gestalten; da wo hilfe notwendig wird, kann sie dann von eigenverantwortlichen in gütiger haltung reich gegeben werden.. so generieren wir private freiheit zum wohle aller.

    dazu ein zitat von wolfgang sofsky:

    Privatheit sorgt für Abstand und verschafft der Person einen sicheren Platz in der Welt. Wie frei eine Gesellschaft ist, bemisst sich daran, inwieweit jeder sein Leben nach eigenem Gutdünken führen kann. Wie unfrei ein Staat indes ist, zeigt sich daran, inwieweit er den Bürger zum Untertan degradiert und ihn fortlaufend überprüft, überwacht und versorgt.

  • Peter Kyburz sagt:

    *unterschreib*

    Der Sicherheitswahn und das Bestreben, jegliches Risiko für unsere Kinder zu minimieren, entwickelt sich immer mehr zum Gesundheitsrisiko. Treibende Kraft dahinter ist unser unseliger Hang, sofort nach (juristisch) Schuldigen zu suchen, wenn etwas passiert.

    Ein Link zu einem (us-amerikanischen) Autor, der ein sehr wichtiges Buch darüber geschrieben hat, was Kinder für ein gesundes Aufwachsen wirklich brauchen: http://richardlouv.com/ – Last Child in the Woods

  • zysi sagt:

    @gargamel
    wollte auch korrigieren, danke auch hedon zweifel….

    das cheminée zuhause gibt enorm viel hin für verhaltensregeln, grenzen etc.

    holz bringen und auftischen ja, das zündhölzli darf auch gezückt werden und zwischen den knienden beinen von vätu gehts dann ums anzünden, so nach den ersten zwei-drei verbrochenen klappts dann; anschliessend schön ruhig auf dem bananensack hinsetzten und zuhören und staunen……

    @kaugel: wasser klaro / velos (heute auch schon ein politikum mit helmen und so…..???)

  • gargamel sagt:

    @kaugel: und die liste ist noch länger: von mauern fallen, überfahren werden, sich prügeln, ausgenommen werden, entführt werden…
    ich hoffe doch sehr, dass ich sie falsch verstehe und sie mit dieser liste nicht die erfahrungen meinen, die ein kind machen sollte… weil, spätestens ab „ausgenommen werden“ bin ich nicht mehr so ganz mit ihnen einverstanden.
    😉

  • gargamel sagt:

    @hedon zweifel: sorry, das feuer kam ja von ihnen… aber so wie ich zysi einschätze, sieht er das auch so…

  • kaugel sagt:

    noch ein punkt: wasser. das element fehlt hier in der sammlung noch. hab‘ von meiner mutter gehört, dass ich im alter von etwa vier jahren warten wollte, bis sie und mein kleiner bruder aus dem denner zurückkamen, und es dann extrem opportun fand, auf dem rand des grossen marmorbeckens im „uster 77“ zu balancieren, prompt reinfiel und beinahe ersoff.

    mittlerweilen selber vater, finde ich es ziemlich krass, dass meine mutter mich so bereitwillig vor dem laden warten liess. ich kann mir derzeit nicht vorstellen, diese coolness aufzubringen. desbezüglich ist auch interessant, dass im falle meiner eltern mein vater eher der hysterische war und meine mutter die gelassene. radfahren mit meinem vater war anfangs eine echte tortur: wir mussten immer vor ihm fahren, dass er uns sehen konnte, und mein bruder, der gern bögelte und gelegentlich auch mal ein bisschen spät abbremste, wurde angebrüllt aus schierer panik, wie das sonst selten bis nie vorkam.

    und die liste ist noch länger: von mauern fallen, überfahren werden, sich prügeln, ausgenommen werden, entführt werden…

  • Hotel Papa sagt:

    Womit wir beim Grenzen überschreiten sind…

  • Hotel Papa sagt:

    @max: „Wir haben Bäume nie geritzt.“

    Ich habe, ein einziges Mal. Ich hatte einen Lieblingsplatz hoch im Wipfel einer Hagbuche am Waldrand. Da habe ich meinen Indiandernamen auf einem Ast verewigt. Mit schlechtem Gewissen (aber nur ein Bisschen…)

  • gargamel sagt:

    @zysi: richtig, feuer gehört ganz klar auch dazu!

    @max: unsere welten scheinen eine kleine schnittmenge aufzuweisen! bäume ritzen geht nicht, das wurde mir auch so beigebracht. was einem natürlich nicht daran hinderte, das hin und wieder doch zu tun (messer- und axtwerfen musste ja auch geübt werden, und nicht immer war ein alter baumstrunk zu hand), aber immerhin mit einem nicht ganz guten gewissen…

  • Jeremiah sagt:

    Jaja, die Sackmesser. Sollte ein Kind unbedingt haben. Um da die Gefahr des plötzlichen zuschnappens zu minimieren empfehle ich allen Eltern meiner Kinder in der Jungschi eines zu kaufen das eine Feststellvorrichtung hat. Oder ab etwa 3ter Klasse einen Dolch. Und ja, natürlich scharf geschliffen. Ein Schnitt mit einem scharfen Messer wächst bei anständiger Behandlung (Desinfizeiren und so) meiner Erfahrung nach schneller und schöner zu als von einem stumpfen Hegel.
    Meine Kinder hatten mit ca 3-4 Jahren ihr erstes Sackmesser. Und wir haben auf dem Balkon zusammen an Stecken rumgeschnitzt. Bis jetzt (6Jahre später) hat sich immer noch keines geschnitten. Ich denke je früher ein Kind lernt mit einem Messer umzugehen, desto sicherer arbeitet es damit.

  • max sagt:

    Wir haben Bäume nie geritzt. Das war die zweite Instruktion nach: Vom Körper weg schnitzen. Haben wir genau gleich ernst genommen.

  • Cara Mia sagt:

    Jüngere Tochter: Holzstück (1x1cm) im Schienbein, in Draht gerannt, Hals verletzt, Daumen bis auf Knochen eingeschnitten (Taschenmesser), Zehen vielfach gebrochen, Hirnerschütterungen, Wirbelsäule verschoben (von Baum gefallen). Das, was mir so in den Sinn kommt. Jetzt wird sie langsam ruhiger. Ältere Tochter: nichts dergleichen, irgendwie weniger wild, nicht eigentlich ängstlicher. Ich: naja, wie die Kleine… Bänderrisse, Nase gebrochen, undsoweiterundsofort…

  • Hedon Zwiefel sagt:

    Fünftens Feuer und Hitze:
    Ich finde das gehört auch in die Kollektion. Wer nicht hören will muss fühlen. Jedes Kind sollte sich mal eine Brandblase holen damit es SPÜRT, was es heisst, wenn die Eltern sagen: „Achtung heiss!“ Diese Erfahrung ist notwendig für den Umgang mit Feuer.
    Ich hatte Angst selber Streichhölzer anzuzünden. Aber als dann die kleine Schwester den Mut hatte es zu tun, konnte ich es nicht auf mir sitzen lassen. Sie hat danach mit 4 fast das Haus angezündet. Es bleib zum Glück beim Loch im Teppich. Aber solche frühen Erfahrungen mit Gefahren sind so prägend, dass es dem Kind für immer EINGEBRANNT bleibt, was Lebensgefahr bedeutet. Gut zureden und Logik prägen sich nie so tief ein.

  • zysi sagt:

    @an alle kaputten finger 😉

    mittelfinger links, keine fingerkuppe mehr, die lag dann mit ca. 7j im kehrrichtcontainer, wegen dem versteckspielen, gefunden wurde ich nicht, aber gerannt bin ich zu „Mutti“ pünktlich aufs mittagessen noch kurz ins spital – das war mein geburigeschenk an mutti

    beim werken mit grossvatern in seiner boutique für schwerter und schilder aus holz, mit dem stechbeutel die linke daumenballe angehobelt, naja – der war heftig

    kurzum: jede narbe gibt die erfahrung und prägung die nötig ist…..

  • Hotel Papa sagt:

    @Gargamel zum Thema Bäume Ritzen: Da kommt wieder das Problem, dass wir viel zu viele Menschen sind, die sich auf viel zu engem Raum drängen. Die in die Rinde geschnittenen glühenden Liebensbotschaften sind ein Problem für die Buche beim Grillplatz, wo sich Kunstwerk an Kunstwerk reiht.

    Ein einzelnes Ritzwerk irgendwo im Wald juckt den Baum aber wenig bis gar nicht. Jedenfalls finde ich bei der Güterabwägung „durch und durch gesunder Baum“ gegen „Erlebnis eines Kindes“ überwiegt das letztere.

    Was natürlich nicht heisst, dass man den Kindern den Respekt auch vor diesem Lebewesen nicht einimpfen soll.

  • gargamel sagt:

    @max Und für einmal sind Emanzen, Machos und Frauenversteher friedlich um dasselbe Lagerfeuer versammelt.
    Also danke Michèle Binswanger.

    aber sie müssen ihr messer abgeben, max, wir wollen ja die friedliche stimmung nicht sprengen, nur weil sie sich wieder mal selber verletzen und wir dann alle in die notaufnahme fahren müssen… sie dürfen dafür „an den ufern des mexico rivers“ anstimmen und wir singen alle mit. 🙂

  • Hotel Papa sagt:

    Dafür versinnbildlicht die mit dem Zaun sehr schön, was der Lohn der Überwindung des Hindernisses ist.

  • max sagt:

    Die Foti von dem Buben im Baumwipfel war lustiger als die mit dem Zaun, belebend, abenteurlich.

  • Georg sagt:

    @Scarhand
    Bei mir sinds nicht ganz soviele, aber die Holzsäge aus der Pfadi hat deutliche Spuren hinterlassen. 😉

    Zum Artikel;
    Well done, gefällt mir gut. Meine Mutter war/ist auch sehr überängstlich. Scheint generell eher ein Mammi-Problem zu sein. Ein Beispiel: In einem meiner letzten WK’s waren wir in einer Zivilschutzanlage stationiert. Daneben resp. darüber war ein Schulhaus. Natürlich war das Interesse seitens der Kids riesig, vor allem die Buben wollten oft mit uns reden („händ Si Militärschoggi?“). Nach Drei Tagen fing das Theater mit einer Mammi-Gruppe an. Es sei unzumutbar, dass Kinder ein Gewehr sehen…das würde sie traumatisieren. 🙂

  • max sagt:

    Und für einmal sind Emanzen, Machos und Frauenversteher friedlich um dasselbe Lagerfeuer versammelt.
    Also danke Michèle Binswanger.

  • max sagt:

    Ich bin übrigens dafür, dass Kinder von Anfang an scharfgeschliffenes Werkzeug bekommen.

    So haben sie von Anfang an Respekt vor der Gefährlichkeit. Und die Eltern wissen auch grad, dass sie das Kind als erstes instruieren und bei den ersten Versuchen beaufsichtigen.

    Stumpfe Werkzeuge verleiten zum Murksen und das ist viel gefährlicher.

    @gargamel

    Also der zerschnittene linke kleine Finger war heftig. Das möchte ich nicht noch einmal haben.
    Die anderen Verletzungen waren harmlos. Auf meiner Haut bleiben immer Narben zurück auch von vergleichsweise kleinen Wunden.

    Ob Sie mir keine Messer geben täten? Väter wissen nicht immer alles. Womit wir bei Punkt 4 auf Michèle Binswangers Liste wären: Überschreiten von Grenzen.

  • Hotel Papa sagt:

    Was soll man zu solch einem Beitrag sagen ausser Beifall klatschen?

    BRAVO!

    Es müssen nicht Bäume sein. Ich habe als Bub die Burgruine in der Nachbarschaft des Schulhauses erkundet. Das gehört noch heute zu meinen lebhaftesten Erinnerungen.

  • gargamel sagt:

    @max: also ihnen würde ich kein messer in die hand geben! ich hab‘ ja auch einige „kriegsverletzungen“ an meinen pfoten (die dümmste stammt vom messerspiel, wie man es aus der „roten zora“ kennt). wenn man mit den dingern aber so offensichtlich nicht umgehen kann wie sie, sollte man es lassen…

    @cara mia: schnitzen, klettern etc. geht nur via „learning by doing“… mir hilft, dass ich als alter kindskopf halt kein problem damit habe, selber mit auf den baum zu steigen und so einerseits eingreifen und andererseits vorzeigen kann. beim messer dasselbe: ich sitz da gerne mit meiner tochter hin, und wir beide schnitzen an irgendwas rum und reden über pippi oder michel oder saurier oder ritter oder was auch immer… ich liebe diese vater-tochter momente… 🙂

  • claudia sagt:

    Sehr schöner Artikel, merci. Dies ist ein ziemlich grosser Streitpunkt zwischen mir und meinem Mann, da er immer nur überall die Gefahren sieht, und die Kinder am besten gar nichts dergleichen machen sollten (bäume klettern, schnitzen, Schere benutzen). Ich bin genau der gleichen Meinung wie Frau Binswanger, die Kinder müssen auch lernen mit Messern umzugehen, sie müssen auch selbständig zur Schule/Sport gehen können. Und das Problem sind nicht die Kinder, die haben davor nämlich keine Angst, aber die Eltern müssen lernen loszulassen.

  • max sagt:

    Also da sind noch mehr Narben:

    Falte zwischen Daumen udn Zeigefinger scharfes Blech, ca. 40 Jahre. Zeigefingerknöchel, Sackmesser, ca. 14 Jahre. erstes Zeigefingerglied, Sackmesser, ca. 28 Jahre. Weitere drei Schürfwunde am ersten Zeigefingerglied, aber alle ab 38 Jahre beim Handwerken an meinen Möbeln.

  • Cara Mia sagt:

    Das ist richtig. Aber dennoch müssen wir Mütter warnen, zur Vorsicht mahnen, das ist wohl unsere Rolle. Wir können ja nicht einem Kind, das noch nicht so reif ist sagen, da, klettere mal auf den Baum und schnitz Dir was Nettes.

    @Eni: ich war früher überängstlich und habe hart daran arbeiten müssen, dies ansatzweise los zu werden… Wichtig ist, dass Du Dir das bewusst bist und den Kindern auch so kommunizierst. Sie verstehen das und unterstützen sich gegenseitig, so bald sie älter werden. Einzelkinder sind da schlechter dran.

    Beispiel gefällig? Gestern schlief ich früh ein, wachte um halb elf auf, noch keiner da, sie hatten Pfadfindersitzung. Erschreckt rief ich die jüngere auf dem Handy an. Sie nahm ab, antwortete geduldig, fertig. Heute morgen entschuldigte ich mich dann, weil ich gehypert hatte. Sie lächelte bloss und sagte: macht doch nichts, Mammeli, wir kennen Dich. Man darf also auch so sein, wie man ist, wenn man dabei selbstkritisch genug ist… 😉

  • max sagt:

    @Eni

    Gut wäre, wenn Ihr Kleiner ab und zu von einem Mann gehütet würde.

    Der könnte dem Buben zum Beispiel ganz ruhig zeigen, wie er richtig mit einem Sackmesser umgeht. Oder er könnte ihm erste Hilfe lehren, wie man eine Druckverband macht oder Mund zu Nase beatmet.

    Das alles gibt dem Bub Respekt vor den Gefahren. Es nimmt Ihnen etwas Verantwortung ab. Und der Bub kann Ihnen zeigen wie gross er schon ist.

  • Eni sagt:

    Ich weiss aus selber dass ich meine Kleinen eher etwas überbehüte aber nach dem Unfall kann ich nicht aus meiner Haut heraus, es ist sehr schwierig loszulassen. Beim Grossen habe ich weniger Mühe, da er vernünftiger ist.

  • hansueli sagt:

    na da wütet wohl mal wieder der Zensurteufel 😀

  • gargamel sagt:

    zu den wegen möchte ich noch anfügen (für stadtkinder): alleine tram- und busfahren gehört auch dazu.

    zu den messern: keine bäume ritzen! haselstöcke abschneiden geht aber in ordnung…

    ansonsten bin ich 100% einverstanden. und besten dank für das helge-zitat. der kerl ist einfach famos! 🙂

  • max sagt:

    Ich lese den Titel und weiss schon welche Autorin darunter steht.

    Messer: Meine linke Hand hat keinen einzigen Finger ohne eine Narbe. Das stellte schon meine ganz allererste grosse Lieben in zärtlichen Stunden fest.
    Daumenbeere: Holzsäge mit 17.
    Daumenwurzel: zweimal Pfadimesser, einmal mit 9 und einmal mit 11, im Abstand von 1cm

    Zeigefingerwurzel: Skiliftseil. Vorderstes Glied Brotmesser, durch das Nagelbett hindurch, 12 Jahre. Zweites Glied Sackmesser, 35 Jahre.

    Wurzel kleine Narbe beim Falz, Herkunft nicht erinnerlich. zweites Glied grosse Schürwunde, Herkunft nicht erinnerlich, vermutlich eine Eisensäge.

    Ringfinger: zweites Glied vermutlich Dornenhecke oder so, ca. 13 Jahre. Vorderstes Glied Sackmesser 23 Jahre.

    kleiner Finger: Vorderstes Glied der Länge nach zerteilt, Sackmesser, Handchirurge musste die Sehne nähen, einstündige Operation.

  • hansueli sagt:

    toller Beitrag! Finde auch dass viele Kinder überbehütet sind und gewiesser Erfahrungen zu spät machen. Auch müssen immer weniger für Ihre eigenen Taten gerade stehen (z.b. wenn bei jeder schlechten Note gleich der Lehrer angerufen wird).

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