Aufklärung schützt vor sexueller Gewalt

Indem Eltern das schwierige Thema ausblenden, tun sie dem Kind keinen Gefallen.

Weder der Körper noch die damit verbundenen Gefühle sind Tabuthemen. Foto: icon0.com (Pexels)

Es gibt Themen, die möchte man als Eltern am liebsten ausblenden. Sexueller Missbrauch von Kindern ist so eines. Doch bloss weil wir es ignorieren, verschwindet ein Problem bekanntlich nicht. In besagtem Fall macht Wegschauen das Ganze sogar noch schlimmer. Denn nur wenn wir offen mit dem Nachwuchs über Sexualität reden, wachsen unsere Kinder zu selbstbewussten Persönlichkeiten heran, die wissen, wann sie sich wehren dürfen.

Bloss: Wie geht man als Mutter und Vater an das Thema heran? Zum Beispiel via Bilderbuch. Eines der bekanntesten ist «Mein Körper gehört mir!» von Dagmar Geisler, das gerade neu aufgelegt wurde zum 25-Jahr-Jubiläum. Das Buch ist für Kinder ab 5 Jahren geeignet und erklärt dem Nachwuchs in einfachen Bildern und Worten, dass keiner das Recht hat, meinen Körper zu berühren, wenn ich das selber nicht will.

Viele Eltern sind verunsichert

«Vor zwanzig Jahren war es allgemeiner Konsens, dass das Thema Sexualität mit Kindern behandelt werden soll. Und die Aufklärungsbücher dieser Zeit waren sehr explizit», erinnert sich Dagmar Geisler. Heute spüre sie eine grosse Verunsicherung bei vielen Eltern. «Ich führe diese zum Teil darauf zurück, dass durch die ständige Verfügbarkeit sexueller Themen in den elektronischen Medien der Wunsch entsteht, das Kind davor zu schützen.»

Viele Eltern versuchen deshalb, das Thema erst einmal ganz auszublenden. Damit tut man dem Kind allerdings keinen Gefallen. «Ein Kind, das möglichst früh in einer liebevollen Atmosphäre aufgeklärt wird, weiss, dass es bei diesem Thema vertrauensvolle Ansprechpartner hat, und ist dadurch besser geschützt», so die Autorin. Auch die Stiftung Kinderschutz Schweiz schreibt, dass Kinder «aus Familien mit strengem moralischem Klima, wo Sexualität tabuisiert wird, häufiger Opfer sexueller Ausbeutung werden als Mädchen und Jungen, die eine emanzipatorische Sexualerziehung erhielten».

Das bedeutet jedoch nicht, dass man einem Kindergärtler schon im Detail erklären muss, wie der Geschlechtsakt funktioniert. Vielmehr geht es darum, von Beginn weg zu signalisieren, dass weder der Körper noch die damit verbundenen Gefühle Tabuthemen sind. Will das Kind also wissen, weshalb Mama und Papa nackt so unterschiedlich aussehen, sollte man die Frage nicht mit einem «Dafür bist du noch zu klein» abtun, sondern eine altersgerechte Antwort geben.

Das Kind sagt, wann es umarmt werden will

Mindestens so wichtig ist es, dem Kind von klein auf beizubringen, dass es selber bestimmt, wie viel Nähe es wünscht. Manchmal hat auch das anhänglichste Kind keine Lust auf Küsschen und Umarmungen. Das gilt es zu respektieren, ohne gekränkt zu reagieren. Nur so lernt das Kind, dass es in Ordnung ist, auf seine eigenen Gefühle zu hören und Nein zu sagen – auch zu Menschen, die es gern hat.

Wie viele Kinder in der Schweiz tatsächlich betroffen sind von sexuellem Missbrauch, lässt sich nicht exakt sagen. Laut dem Ratgeber «Sexualerziehung bei Kleinkindern und Prävention von sexueller Gewalt» der Stiftung Kinderschutz Schweiz legen die vorhandenen Studien nahe, dass jedes dritte Mädchen und jeder neunte Junge mindestens einmal vor dem 16. Geburtstag Opfer von sexueller Gewalt wird. Am häufigsten passieren die Übergriffe im Alter von acht bis zwölf Jahren. Und: Gut ein Drittel der Gewaltausübenden sind zum Zeitpunkt des Übergriffs selber minderjährig.

Sexuelle Gewalt passiert auch online

Sexuelle Gewalt bedingt nicht immer direkten Körperkontakt. Auch Exhibitionismus gehört dazu oder verbale sexuelle Belästigung. Und hier kommen das Internet und die sozialen Medien ins Spiel. In der Jubiläumsausgabe von «Mein Körper gehört mir!» wurde das World Wide Web erstmals integriert. «Diese Anpassung war mir sehr wichtig», sagt Geisler, «weil es heute ja nicht nur körperliche Übergriffe gibt, sondern eben auch mediale Inhalte, die verstörend auf das Kind wirken können.»

Die Chance, dass das Kind eines Tages solche Bilder im Netz zu sehen bekommen wird, ist relativ gross. Hat es von klein auf gelernt, dass man über alles reden kann, wird es bestimmt besser damit umgehen können.

81 Kommentare zu «Aufklärung schützt vor sexueller Gewalt»

  • Angela Frey sagt:

    @Sportpapi
    Es ist für eine Fünfjährige, der mitten in der Nacht der erigierte Penis eines erwachsenen Mannes in den Mund gedrückt wird, nicht ganz einfach, nein zu sagen. Kommt dazu, dass es auch jemanden braucht, der/die das kindliche Nein (am Abend: „ich will nicht ins Bett“; am Morgen: „heut nacht kam wieder ein Einbrecher“) verstehen kann und will und der/die dann auch entsprechend handeln kann und will.
    Sexueller Missbrauch ist nicht nur ein Begriff, eine Floskel, ein Diskussionsthema, es ist ein hochkomplexes, oft systembedingtes Geschehen, das wenig mit „Gebrauch“, sondern sehr viel mehr mit Übergriff und Grenzüberschreitung zu tun hat. Sich dies einfach mal für wenigstens 2 Minuten ganz konkret vorzustellen, bevor man einen solchen Kommentar postet, finde ich das Minimum.

    • Sportpapi sagt:

      @Angela Frey: Wenn Sie sich die zwei Minuten Zeit genommen hätten, ihren Kommentar am richtigen Ort zu platzieren, wüsste ich wenigstens, worauf er sich bezieht.
      Ich gehe allerdings davon aus, dass diese schlimmsten Formen von Kindsmissbrauch sich nicht ausgerechnet durch die Erziehung/Aufklärung durch die Eltern verhindern lässt, oder?
      Wenn Sie mir konkret zeigen, wo ich in meinen Haltungen falsch liegen, können wir gerne sachlich weiterdiskutieren.

      • Angela Frey sagt:

        Mein Kommentar bezog sich auf den Ihrigen von 16.26: „Für mich ist es zudem ganz schwer nachvollziehbar, dass jemand in der Not nicht mindestens nein sagen kann. Ist das wirklich so? Unter welchen Voraussetzungen? Und würde die gleiche Person dann nicht sogar auch ja sagen?“
        Und auf Ihren Kommentar: „Oder ich war damals schon irritiert, was für Behauptungen manchmal aufgestellt werden, die nicht belegt werden können.“
        Das tönt für mich einfach zu sehr nach: Ich kann es mir nicht vorstellen, also kann, darf es nicht sein.
        Sexuelle Übergriffe sind wohl für die meisten unvorstellbar. Aber dann anzudeuten, die betroffene Person hätte „wenigstens nein sagen können, sollen, müssen“, finde ich sehr gefährlich.

      • Sportpapi sagt:

        @Angela Frey: 16:26 bezog sich aber explizit auf erwachsene Personen. Und Sie bringen als Antwort darauf das 5jährige Kind, das sich tatsächlich nicht wehren kann?
        Und es ging explizit um die Grauzone der Fälle, in denendie zwei beteiligten Personen die gleichen Vorfälle offenbar sehr unterschiedlich bewerten. Etwas, das vermutlich häufig vorkommt.
        „Oder ich war damals schon irritiert, was für Behauptungen manchmal aufgestellt werden, die nicht belegt werden können.“ Dabei ging es um Ursache-Wirkung bezüglich Pornographie. Also wieder ein anderes Thema.
        Ihr „gefährlich“ verstehe ich nicht. Was ist daran gefährlich?
        Gefährlich finde ich hingegen, wenn man so in seinen Vorstellungen gefangen ist, dass man gar nicht mehr liest, was da genau und in welchem Zusammenhang steht.

  • Andrea Primus sagt:

    Folgende zwei grossartige Tipps die ich diesbezüglich erhalten habe:
    1. „Sprich mit deinen Kindern über Sexualität/Aufklärung solange es noch keinem der Beteiligten peinlich ist.“
    Wir integrieren Aufklärung in den Alltag. Fragen werden altersgerecht beantwortet und die Botschaft lautet immer: es ist dein Körper und du entscheidest darüber.

    2. Geheimnisse! Es gibt gute Geheimnisse (Geburtstagsüberraschung etc.) und schlechte Geheimnisse (erzähl es niemandem, sonst…). Geheimnisse die sich nicht gut anfühlen/falsch anfühlen darf man verraten/teilen. Ich erhoffe mir dadurch, dass sich die Kinder bei solchen „Droh-Geheimnissen“ an uns Vertrauenspersonen wenden und wir helfen können und eine Bedrohung verhindern oder beenden können.

  • Hans Minder sagt:

    Problematisch ist, wie die heutige Gesellschaft nicht mehr lehrt, in welches Umfeld Sex gehört. Schulen hier in der USA erklären bereits Vor-Pubertierenden, wie die Entdeckung der eigenen Sexualität in allen Formen und Verbindungen unproblematisch und sogar fördernd ist. In dieser Grauzone von sexuellen Experimenten (vermehrt kommt es hier vor, das Gruppen von Mädchen einen passiven/schüchtern Jungen einladen und mit ihm kollektiv herumexperimentieren; andererseits wird den Mädchen von Mainstreem-Medien eingetrichtert, ein GUTES Mädchen sei permenent zum Sex bereit) ist Kindsmisbrauch unweit.
    Wir erklären unseren Kindern, dass Sex mit Verantwortung gleichzusetzen ist. Wer bereit ist, für den Sexpartner wie auch die Elternschaft Verantwortung zu übernehmen, der ist reif genug für Sex.

  • Lina Peeterbach sagt:

    Ich möchte hier noch anfügen, dass auch das aufgeklärteste Kind Opfer werden kann. Ich verstehe zwar die Grundaussage des Artikels, und schliesse mich an: Aufklärung und Ermutigung zur Selbstbestimmung und Grenzen setzen ist auf jeden Fall positiv. Trotzdem heisst das noch lange nicht, dass das Kind sich dadurch besser schützen kann. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass ein Kind sich in den seltensten Fälle zur Wehr setzen kann, wenn ein Erwachsener es sich als Opfer ausgewählt hat. Vorsicht mit solchen Aussagen, die die Verantwortung vom Täter weg verlagern!
    Viel zentraler in diesem Kontext ist das Vertrauensverhältnis mit den Eltern, damit das Kind Ansprechpartner hat, und sich kein systematischer Missbrauch entwickeln kann, bzw. dieser möglichst im Keim erstickt werden kann.

    • Franka sagt:

      Opfer kann jeder werden, das stimmt und da bin ich völlig bei Ihnen. Insbesondere was das Vertrauensverhältnis zu den Eltern angeht. Wenn ein Kind aber die Sprache hat und das Bewusstsein, was richtig und falsch ist, dann wird es sich (statistisch gesehen) eher und schneller Hilfe holen (können) als ein Kind, das durch das alles völlig verunsichert ist und nichtmal erklären kann, was passiert ist, weil es das ganze gar nicht einordnen kann. Je jünger desto schwieriger, das ist auch klar.

  • Sportpapi sagt:

    Eine Aufklärung, die den Umgang mit Nacktheit und Sexualität vor allem problematisiert, statt erst mal auf die schönen Seiten hinzuweisen, halte ich für falsch und für einen Rückschritt.
    Und es ist richtig, Übergriffe zu benennen und zu kritisieren. Aber nicht jeder Übergriff, nicht jeder verfrühte Kontakt mit Pornographie etc. führt automatisch zu einem Trauma. Und schon gar nicht, das ist tatsächlich wichtig, wenn man zuhause offen darüber sprechen kann.

    • 13 sagt:

      Selbstverständlich ist Sexualität nicht zu verteufeln und es wird ja gerade ein offener Umgang postuliert, aber genau so wie Du es schreibst, geschieht Kindermissbrauch in sehr vielen Fällen: Den Kindern wird eingeredet, es sei doch schön, sie geniessen es doch auch, aber es soll ein süsses Geheimnis bleiben. Die Kinder geniessen vielleicht sogar die Aufmerksamkeit und unterdrücken alles andere. Schliesslich sagt ihnen eine Autoritätsperson, es sei schön und es mache sie glücklich. Sie wollen die Person ja auch glücklich sehen. Zudem sind sie vielleicht stolz darauf, nun auch als gross betrachtet zu werden, dass sie bei dem schönen mitmachen dürfen. Genau darum realisieren sehr viele erst viel später, worum es sich wirklich handelt. Ein solcher Ansatz ist sehr gefährlich.

      • 13 sagt:

        Nicht immer geschieht ein Übergriff unter Anwendung physischer Gewalt. Nicht einmal unter Erwachsenen. Oftmals ist es gerade psychische Gewalt. Oder ein Erstarren des Opfers. Was natürlich viel schwerer zu beweisen oder auch schon nur nachvollziehen ist und es dann heisst: „Ich dachte, das gefällt ihm*ihr.“ und oftmals wird es sogar vom Täter geglaubt.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Diese Art von Kindermissbrauch lässt sich aber auch mit bester Erziehung kaum verhindern – zumal wenn es von den Erziehungsberechtigten ausgeht.
        Und doch bleibe ich dabei: Ständig werden nur noch Übergriffe thematisiert, als ob Sex in erster Linie ein Problem, eine Gefahr wäre. Und wir haben eine Gesellschaft, die sich immer mehr einschränkt, die immer mehr Gesetze, immer mehr Misstrauen kennt, die immer lustfeindlicher und prüder wird.
        Dass es gleichzeitig weniger Übergriffe gibt, habe ich nicht mitbekommen.
        Dafür heisst es heute immer: Du musst selber wissen, ob du das willst – was bei den meisten ankommt als: das ist offenbar nicht normal, also sollte ich das wohl besser nicht wollen…

      • Sportpapi sagt:

        @13: „„Ich dachte, das gefällt ihm*ihr.“ und oftmals wird es sogar vom Täter geglaubt.“
        Davon bin ich überzeugt. Zumal, wenn es kein Erstarren gibt, sondern ein aktives Mitmachen. Ist ja auch nicht selten, dass man erst am nächsten Tag merkt, dass man eigentlich gar nicht wollte…
        Für mich ist es zudem ganz schwer nachvollziehbar, dass jemand in der Not nicht mindestens nein sagen kann. Ist das wirklich so? Unter welchen Voraussetzungen? Und würde die gleiche Person dann nicht sogar auch ja sagen?

      • Martin Frey sagt:

        @SP
        „Für mich ist es zudem ganz schwer nachvollziehbar, dass jemand in der Not nicht mindestens nein sagen kann. Ist das wirklich so?“
        Ich glaube, Sie machen auch hier den Fehler, zu sehr von sich selbst und den eigenen (fehlenden) Erfahrungen auszugehen. Offenbar können Sie sich nicht vorstellen, dass jemand wie gelähmt ist, quasi in Schockstarre, oder betrunken, sonstwie neben sich oder unfähig, sich „angemessen“ zu wehren was auch immer damit gerne impliziert wird.
        Ich bin kein Anhänger der „Ja-Doktrin“, denn man kann nicht alles vertraglich regeln, im Intimbereich schon gar nicht. Es gibt da zuviel Wechselwirkungen, „Grauabstufungen“, Spiel mit dem Gegenüber. Ich denke, in den meisten Fällen sexueller Uebergriffe ist klar, dass der Wille des Opfers nicht vorhanden war.

      • Martin Frey sagt:

        @SP/13
        /Schwierig wird es in einem Graubereich, wo Frau/Mann irgendwie mitmachen ohne Gegenwehr aber eben vielleicht nicht ganz willentlich. Zudem verstehen wir wohl nicht alle dasselbe unter sexueller Gewalt. Wo beginnt, wo endet das, beim Anstarren, Grabschen bereits? Beim Küssen ohne Lust, Sex ohne wirkliche Lust, vielleicht um Erwartungen zu erfüllen? Zudem ist ja das Fehlen von expliziter Einwilligung nicht zwingend gleichbedeutend mit Unwilligkeit. „Nein heisst Nein“ ist nicht dasselbe wie „Kein Ja heisst Nein“, wie mal Malena das schön formulierte. Es gibt Abstufungen der Un-/Willigkeit, die sich im zeitlichen Verlauf ändern können, bei Mann und Frau, in beide Richtungen.
        Hier liegen wohl die Herausforderungen, wenn man Änderungen am Sexualstrafrecht vornehmen will.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        wirklich, nach den vielen Artikeln hier drin zu diesem Thema, mit vielen Berichten von Betroffenen welche die Hintergründe/das System darlegten, mit Informationen von verschiedensten Fachleuten welche die Entwicklungen/entstehenden Abhängigkeiten erklärten;
        ist es für Sie immer noch ganz schwer nachvollziehbar?

        Das ist nun für mich nur sehr schwer nachvollziehbar und irgendwie ziemlich ernüchternd. Legten Sie doch immer sehr Wert darauf gerne dazulernen zu wollen?

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Ich bin ja mit allem einverstanden. Aber ja, das mit der Stockstarre kann ich mir nur im absoluten Notfall, in Todesangst sozusagen, vorstellen. Unter heftiger Bedrohung. Aber nicht quasi als häufig vorkommender Standard. Und ja, bei völliger Betrunkenheit. Aber das merkt man dann auch wirklich.

      • Sportpapi sagt:

        @Brunhild Steiner: „nach den vielen Artikeln hier drin zu diesem Thema, mit vielen Berichten von Betroffenen welche die Hintergründe/das System darlegten, mit Informationen von verschiedensten Fachleuten welche die Entwicklungen/ entstehenden Abhängigkeiten erklärten;“
        Ja, die vielen Artikel hier mit umfassenden Informationen aus erster Hand sind offensichtlich an mir vorbeigegangen. Oder ich war damals schon irritiert, was für Behauptungen manchmal aufgestellt werden, die nicht belegt werden können.

      • 13 sagt:

        @ SP
        „Und wir haben eine Gesellschaft, die sich immer mehr einschränkt, die immer mehr Gesetze, immer mehr Misstrauen kennt, die immer lustfeindlicher und prüder wird.“
        Woraus folgerst Du das? Die Gesellschaft wird stattdessen eher offener gegenüber Sexualität auch ausserhalb demjenigen, was bisher als Norm betrachtet wurde (heterosexuelle Ehe), d.h. mehr Rechte im Konkubinat, mehr Rechte für homosexuelle Beziehungen, sogar Ausnahmen vom Zölibat. Aber der Grundsatz bleibt, dass es sich um einvernehmliche Beziehungen resp. sexuelle Kontakte handeln muss.
        Und nein, auch ein nein, ist nicht immer möglich. Neben der Schockstarre ist auch die Bewusstlosigkeit zu nennen. In denen Fällen wäre aber eben auch ein ja nicht möglich.

      • 13 sagt:

        Weil Du Dir das nicht vorstellen kannst, heisst es nicht, dass das nicht passiert. Und dass soviel einfach mal mitmachen und am nächsten Morgen einen Übergriff behaupten, ist ein Mythos, durch nirgends belegt. Allerdings bleibt auch da der psychische Druck, der nicht ausser Acht gelassen werden darf. Gerade in einem Abhängigkeitsverhältnis, weshalb diese Fälle besonders schützenswert wären.

        @ MF
        „Ich denke, in den meisten Fällen sexueller Uebergriffe ist klar, dass der Wille des Opfers nicht vorhanden war.“
        Ähm, von den rund 10% aller Fälle die überhaupt angezeigt werden, führen rund 10% zu einem Urteil. Damit ist diese Frage eben gerade nicht klar. Und noch schwer beweisbar, wenn eine ausdrückliche Abwehr vorliegen muss. Genau darum geht es ja beim „Ja heisst ja“.

      • Martin Frey sagt:

        13
        „..von den rund 10% aller Fälle die überhaupt angezeigt werden, führen rund 10% zu einem Urteil.“
        Das liegt aber wohl kaum an den angeblich unklaren Umständen, sondern an (sorry) unserer sog. „Strafjustiz“, die offenbar nichts dabei findet, dass ein Drittel der verurteilten (!) Vergewaltiger nie ein Gefängniszelle von innen sehen.
        Dass unter einer solchen Prämisse leider nur sehr wenige Opfer den Gang durch die Instanzen wagen, verstehe ich zwar ein Stück weit, bedaure es aber sehr.
        Ohne ein Experte zu sein, vermute ich, dass das Problem nicht die Gesetze sind, sondern wie so oft deren Anwendung. Das „Ja heisst Ja“ wird an diesem Vollzugsproblem wenig ändern.
        Ganz ehrlich, ich habe Mühe mit unserem Justizwesen, weshalb ich versuche, meine Schnittstellen damit zu minimieren.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Woraus folgerst Du das?“ Alltagserfahrung! Deine Öffnungen beziehen sich auf eine ganz andere Ebene.
        Und das Thema Abhängigkeit/Macht halte ich für eine grosse Grauzone. Da verstehen wir ganz sicher etwas anderes darunter. In sexuellen Bereichen liegt die Mach in der Regel bei den Frauen, da sie meist über dieses knappe Gut verfügen.
        Selbst da, wo der Fall eigentlich klar ist – z.B. alter Professor und junge Studentin – ist es doch keineswegs klar, wer eigentlich seine Macht missbraucht.

      • 13 sagt:

        „In sexuellen Bereichen liegt die Mach in der Regel bei den Frauen, da sie meist über dieses knappe Gut verfügen.“
        Jede 5. Frau wird Opfer sexueller Gewalt und das ist Deine Schlussfolgerung darauf? Wow!
        welche Alltagserfahrungen? Dass man die Frechheit hat, Frauen und Mädchen beizubringen, dass sie sich wehren dürfen? oder dass es nicht ihre „eheliche Pflicht“ ist?

  • Hans sagt:

    Problematisch ist, wie die heutige Gesellschaft nicht mehr lehrt, in welches Umfeld Sex hineingehört. Schulen hier in der USA erklären bereits Vor-Pubertierenden, wie die Entdeckung der eigenen Sexualität in allen Formen und Verbindungen unproblematisch und sogar fördernd ist. In dieser Grauzone von sexuellen Experimenten (vermehrt kommt es hier vor, das Gruppen von Mädchen einen passiven/scheuen Jungen einladen und mit ihm kollektiv herumexperimentieren; andererseits wird den Mädchen von Mainstreem-Medien eingetrichtert, ein GUTES Mädchen sei permenent zum Sex bereit) ist Kindsmisbrauch unweit.
    Wir erklären unseren Kindern, dass Sex mit Verantwortung gleichzusetzen ist. Wer bereit ist, für den Sexpartner wie auch die Elternschaft Verantwortung zu übernehmen, der ist reif genug für Sex.

  • Pascal Rüegger sagt:

    Es ist schon so. Nur wenn unsere Kinder von zartesten Kindergartenbeinen an schon genau wissen, was Schwule, Bisexuelle und Transgender sind und dass man sein Geschlecht eigentlich frei wählen und selberbestimmen kann, nur dann sind sie sicher vor Pädophilen. Weil Transgender sein, oder wenigstens einer werden wollen, ist der beste Schutz gegen Sexualtäter, hier ist der logische Zusammenhang ist ja offensichtlich.

  • Regula Lehmann sagt:

    Sexualaufklärung leistet, wenn sie entwicklungssensibel ist, tatsächlich einen wesentlichen Beitrag zum Kindesschutz. Überschreitet sie hingegen die individuelle Schamgrenze des Kindes, kann sie kontraproduktiv sein. (Ekel und Verletzung des kindlichen Schamgefühls kann zum Verstummen führen.) Präventiv wirken Eltern, die ihren Kindern signalisieren, dass jede Frage gestellt werden darf. Mütter und Väter, die im Fall von Übergriffen nichts bagatellisieren oder unter den Tisch kehren, um das Gesicht zu wahren. Und natürlich Eltern, die sich selber und ihren Medienumgang im Griff haben.
    Die weit verbreitete Akzeptanz und der Konsum von grenzverletzender, menschenverachtender und gewalttätiger Pornografie stellt ein hohes Risiko für Übergriffe auf Kinder dar.

    • tststs sagt:

      Wenn Eltern signalisieren, dass alle Fragen gestellt werden dürfen, woher sollte ein Kind dann Scham oder gar Ekel mit diesem Thema in Verbindung bringen 😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tststs
        weil das Kind den Eltern gegenüber selber den Zeitpunkt seiner Fragen bestimmt, und somit seinen ganz persönlichen Rhytmus damit gehen kann.

        Im Gegensatz zu einem vorgegebenen Stoffplan (auf Kigastufe, untere Primar), der eben nicht auf die Fragen wartet; sondern „Antworten“ „Informationen“ liefert, die nicht alle Kinder zu diesem Zeitpunkt schon haben möchten.

    • Martin Frey sagt:

      Beim ersten Teil könnte ich noch unterschreiben, Frau Lehmann, beim letzten Abschnitt aber wäre ich vorsichtiger. Ein derart klarer Zusammenhang zu Pornographie wie von Ihnen relativ apodiktisch dargestellt ist ziemlich strittig. Wahrscheinlich sind andere Einflüsse und Umstände relevanter.

      • tststs sagt:

        Und ich dachte, Scham ist ein Gefühl, dass sich einstellen sollte, wenn man ( selber oder durch andere) merkt, dass man „etwas ausserhalb des Akzeptablen gemacht/gedacht hat“ (um es mal ganz weit zu formulieren).
        Wenn sich ein Kind wirklich schämt, mit den Eltern über Sexualität zu sprechen (und ich mein nicht einfach ein Unwohlsein, sondern wirkliche Scham), dann muss diese Scham ebenfalls thematisiert werden und nicht einfach „ich lass dir jetzt deine Grenzen“. Denn wie soll ein Kind sich im Fall der Fälle getrauen, über einen Missbrauch zu sprechen, wenn es nicht einmal über den „Normalfall“ sprechen kann.

        (Und wohlverstanden, diese Scham muss nicht von den Eltern her kommen, das Umfeld kann genauso „Schuld“ daran sein.)

      • tststs sagt:

        Sorry, die Antwort hätte weiter unten hingehört.

    • 13 sagt:

      @ Martin
      Und welche wären das? Übergriffe entstehen in erster Linie in einem Umfeld, in dem die Sexualität anderer Menschen „käuflich“ oder „konsumierbar“ ist und damit die Selbstbestimmung über diese nicht bei diesem Menschen verbleibt. Wenn solche menschenverachtende Darstellungen und auch Handlungen als Normalität verkauft werden, wie sollen dann Jugendliche (1/3 aller Übergriffe auf Kinder werden von Minderjährigen ausgeführt!) wissen, dass das nicht in Ordnung ist. Damit stellt natürlich diese Art von Pornografie ein Risiko da, nicht nur für Übergriffe auf Kinder.

      @ tststs
      Scham ist ein natürliches Gefühl, dass Kinder auch entwickeln, wenn man es ihnen nicht auferlegt. Auch bei dem Thema brechen Kinder oft ab, wenn es ihnen zu detailliert wird. Darauf ist zu hören.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Übergriffe entstehen in erster Linie in einem Umfeld, in dem die Sexualität anderer Menschen „käuflich“ oder „konsumierbar“ ist und damit die Selbstbestimmung über diese nicht bei diesem Menschen verbleibt.“
        Auch der Verkauf der Dienstleistung Sexualität kann (und muss) selbstbestimmt sein. Ein Verbot hingegen ist es definitiv nicht.
        Und welche Gesellschaft wäre der Gegenentwurf zu diesem Umfeld? Wo gibt es das, und wie sind die Übergriffsquoten dort? Null?

      • 13 sagt:

        „Und welche Gesellschaft wäre der Gegenentwurf zu diesem Umfeld? Wo gibt es das, und wie sind die Übergriffsquoten dort? Null?“
        So gut wie nirgends. Es gibt auch nur sehr wenige egalitäre Gesellschaften ohne patriarchale hierarchische Strukturen auf der Welt. Sofern ich weiss, nur wenige indigene Völker in Südamerika sowie einige weitere in Asien.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Du hast also zu deiner Behauptung keinerlei Belege.
        Auch ohne auf das „patriarchal-hierarchisch“ einzugehen: Auch in einer egalitären Gesellschaft kann es selbstverständlich Menschen geben, die die Dienstleistung Sex verkaufen.

    • Martin Frey sagt:

      @13
      Bei deiner Replik an tststs schliesse ich mich vorbehaltlos an.

      Natürlich wäre es naheliegend, Zusammenhänge zwischen Pornokomsum und sexuellen Übergriffen zu postulieren, aber meines Wissens ist schon die angeblich so schädlich Auswirkung auf Jugendliche gar nicht so eindeutig belegbar. Erstaunlich viele können das offenbar sogar relativ gut abstrahieren. Ein Zusammenhang mit Übergriffen zu belegen dürfte noch schwieriger sein, auch wenn es bestimmte Kategorien an Übergriffen gibt, wo sich Gruppen von Tätern so „inspirieren“ lassen.

      • Martin Frey sagt:

        /Das Gros der Übergriffe haben als Hintergrund wohl eher andere Umstände (wobei dort oft natürlich nicht altersentsprechender Pornokomsum ebenfalls an der Tagesordnung ist): zerrüttete Verhältnisse, emotionale Verwahrlosung, Drogen, Alkohol, Machtgefälle/Abhängigkeiten, dann sicher tabuisierter/bigotter Umgang mit körperlichen Integrität und Sexualität, patriarchale Strukturen. psychische Vorerkrankungen usw.
        Was sicher ist: echte Pädosexuelle (lange nicht alle Kinderschänder gehören dazu) haben einen Riecher dafür, wer sich als Opfer eignet und wo wie anzusetzen ist. Ein Ambiente, welches sie begünstigt, zieht sie dementsprechend an wie Motten das Licht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Martin Frey
        „Erstaunlich viele können das offenbar sogar relativ gut abstrahieren.“
        Vor kurzem ist eine diesbezügliche Studie publiziert worden, deren Schlussfolgerung ich aber sehr anzweifle. Bilder haben einen enorme Kraft, bei aller kognitiver „Abstrahierungskompetenz“, die Bilder und was damit an „Information/so sollte es sein“ auf diesem Gebiet transportiert wird sind nicht zu unterschätzen und überfordern viele Jugendliche, Jungen wie Mädchen. Zumal die Entwicklung und das eigene herausspüren/die eigene Phantasie vorweggenommen wird.
        Und nicht zu vergessen, für zu viele Erwachsene ist es auch nicht mehr eine „beglückende Ergänzung“, sondern eine Sucht mit schwerwiegenden Folgen. Bloss spricht man nicht darüber. Dahinter ein Milliardenbusiness.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        Als Unbedenklichkeitskriterium einzig und alleine die vollzogenen Übergriffe (resp jene die überhaupt erfasst werden!) in Kombination mit Pornokonsum zu nehmen empfinde ich als sehr oberflächlich.
        Die schädlichen Auswirkungen auf die Entwicklung von Selbst/Fremdbild, Selbstwahrnehmung, das Einordnen der körperlichen Veränderungen; kurzum die gesamte Entwicklung von körperlicher, emotionaler und geistiger Reife wird bei dieser Studie mAn nicht erfasst.

      • Sportpapi sagt:

        @Brunhild Steiner: Am Schluss zählt also das eigene Bauchgefühl viel mehr als alle Studien?
        Es gibt noch viel mehr, was auf unsere Jugendlichen (und die Erwachsenen) einprasselt, als „nur“ Pornographie. Manches prägt positiv, manches negativ – aus meiner Sicht. Aber auf einen gemeinsamen Nenner werden wir uns wohl nur in den wenigsten Bereichen einigen können. Porno scheint mir da persönlich noch relativ harmlos .

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        es sind nicht „alle Studien“, sondern eine Publikation welche zu den von mir angezweifelten Schlüssen kommt.
        Und dies nicht basierend auf „Bauchgefühl“, sondern aus dem was ich von Betroffenen und in entsprechendem Umfeld tätigen Organisationen weiss, von verschiedensten Erfahrungen im Schulumfeld usw usw

      • Sportpapi sagt:

        @Brunhild Steiner: Unser Jugendlichen wachsen in einem Umfeld auf, das in vielen Bereichen nicht mehr ist, wie es zu unserer Zeit war. Der einfachere Zugang zu Pornos ist nur ein kleiner Faktor dabei. Und es scheint, dass heute jede/r sich die schlechten Faktoren heraussuchen kann, die ursächlich für alle möglichen Probleme der Jugendlichen sein sollen.
        Grundsätzlich geht es aber unseren Jugendlichen gut, und es sind keinerlei pauschale Entwicklungsstörungen festzustellen, oder? Und wenn, dann wird kaum übermässiger Pornokonsum das grösste Problem darstellen.
        Ansonsten bitte ich Sie, das mal etwas präziser auszuführen, damit wir auf die konkrete Ebene gehen und diskutieren können.
        Und vielleicht mal die eine oder andere Studie anführen?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:

        ich soll präziser ausführen, nachdem Sie weiter oben konstatieren dass „Ja, die vielen Artikel hier mit umfassenden Informationen aus erster Hand sind offensichtlich an mir vorbeigegangen. Oder ich war damals schon irritiert, was für Behauptungen manchmal aufgestellt werden, die nicht belegt werden können.“
        Wobei das „nicht belegt“ ja eigentlich immer meint „nicht in Ihrem Sinne belegt“.

        Nein danke.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: An mir vorbeigegangen war eigentlich eher ironisch gemeint. Erinnere mich eigentlich nicht an viele solche Texte.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Man muss nur Diskussionen verfolgen, in denen es darum geht, ob Kinder den Eltern, Göttis, Tanten, Omas und Onkeln auf Befehl Küsschen (oft genug auf den Mund) verteilen müssen, um zu wissen, wie es um die körperliche Integrität bei Kindern geht.

    Ich selber hatte diese Diskussion auch unzählige Male innerhalb meiner Familie und ständig wurde ich als Übermutter tituliert und wenn ich betonte, dass Kusszwang sexueller Missbrauch sei, war man empört darüber. Naja, ich habe meine Ansichten bez meiner Kinder immer durchgesetzt, auch wenn dann beleidigte Leberwürste zurückblieben.

    • Sportpapi sagt:

      Hm ja. Aber wenn dann mal ein paar Schuljungen den Handschlag verweigern, dann schreit (fast) die ganze Schweiz nach neuen Gesetzen und der Bundesrat muss sich mit dem Problem befassen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        Sie wollen dies tatsächlich vergleichen? Selbst nachdem sich im Nachhinein herausgestellt hat dass betroffene Familie, besonders deren Familienoberhaupt, sich alles andere als unserer Gesetzeslage zugewandt positioniert? Und das Ganze ein weiterer Versuch des Vereins I.Z-Rates war eine Art Unterdrückungssystem zu behaupten?

        Allerdings sollte sich der Bund mit derartig orchestrierten Vorkommnissen beschäftigen!

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        Nichts passiert ohne Grund, SP.
        Genau wie ein neunzigjähriger Mensch nicht einfach so mal 40 Grad Fieber entwickelt, verweigert auch ein Schüler nicht einfach so mal den Handschlag mit Frauen (!). Ein verweigerter Handschlag ist in unseren Breitengraden nicht nur ein Affront erster Güte (was die Protagonisten meist partout nicht verstehen wollen) sondern ein Symptom einer zugrunde liegenden Weltanschauung, analog einem Schüler der plötzlich anderen mit H.- Gruss begegnet.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Sportpapi

        Ihr Vergleich ist mehr als nur lächerlich und Sie wissen das aus. Zur Begrüssung oder zum Abschied die Hand zu geben, ist in unserer Kultur der Höflichkeit geschuldet. Es ist auch allgemein bekannt, dass die Familien besagter Jungen ziemlich renitent sind und sich offenbar nicht mit unseren Gesetzen, Gepflogenheiten und Grundsätzen nicht identifizieren können. Ich würde meinen, diese Leute wären in einem Land, in dem deren Weltanschauung (Frauen sind Dreck) völlig normal ist, besser aufgehoben wären.

        Solche Vorkommnisse mit Kusszwang zu vergleichen, ist schlicht billige Propaganda.

      • Sportpapi sagt:

        Ja, ich weiss, dass das Beispiel gesucht ist. Aber so ist es nun mal, wenn man grossartig Grundsätze verkündet, die man dann doch wieder über Bord wirft.
        Woher wissen wir denn, warum Kinder plötzlich den (offenbar in der Verwandschaft auch üblichen) Kuss verweigern? Müssen wir nun die Gründe erforschen und gewichten?

  • Einur Jakobson sagt:

    Was für eine verklemmte und spiessige Schreibe! Die Perversen sind heute Leute und Organisationen, deren Geschäftsmodell ein behaupteter Missbrauch ist. Dazu gehören Kinderschutzorganisationen und KESB, ein Heer von Sozialarbeitern und Psychologen, von Experten und staatlich bezahlten Juristen. Pervers ist die heutige gutgemeinte Definition von sexuellem Missbrauch: ein Jugendlicher, der seine Geschlechtsteile fotografiert – ohne Publikation oder Social Media – macht sich der Produktion von Kindersexbildern schuldig und wird kriminalisiert. Die Institutionen der katholischen Kirche werden mit Kindersex verbunden; die Aufarbeitung der DDR Jugendorganisationen wird in Deutschland zwar von einer Kommission betrieben und systematisch politisch verhindert.
    Auch Kinder sind sexuelle Wesen.

    • tststs sagt:

      Wenn Sie nicht zwischen Körperlichkeit und Sexualität unterscheiden können, sollten Sie das Kommentieren besser lassen.

    • Martin Frey sagt:

      @Jacobson
      Eigentlich ist mir nicht ganz klar worauf Sie hinaus wollen, aber das ist eine rechte Gemengelage von Nonsens. Kindsmissbrauch kann man gar nicht überschätzen, die Verbreitung ist immens, diese von Ihnen kritisierten (warum wohl?) Organisationen haben alle Hände voll zu tun und selber keine Partikularinteressen. Vielmehr ist es heute noch so, dass es je nach Umfeld eine sehr hohe Dunkelziffer gibt.
      Dass die katholische Kirche heute vielerorts mit Kindsmissbrauch in Verbindung gebracht wird hat sie ganz alleine sich selber, der eigenen Sexualmoral und dem systematischen Wegschauen zu verdanken. Andere, ebenso rigide religiöse Instanzen (Koranschulen) werden wohl eines Tages ebenfalls von ihrer Vergangenheit eingeholt werden, nur ist die Gesellschaft noch nicht soweit.

    • Martin Frey sagt:

      @Jakobson
      Ja, Kinder sind sexuelle Wesen, von Geburt an sogar. Und jetzt? Gibt es Ihnen, oder anderen das recht, die sexuelle Integrität des Schutzbefohlenen, und darum handelt es sich nämlich, zu verletzen? Bei Erwachsenen und Kindern besteht immer ein Gefälle, sogar Jugendliche hinken nicht selten geistig der körperlichen Reife hinterher. Darum gibt es den Jugendschutz, welches eine Errungenschaft der neueren Zeit und aufgeklärteren Gesellschaften darstellt.
      Die in den 80er Jahren angestrebte Liberalisierung der Pädosexualität aus der rotgrünen Ecke ist grandios gescheitert, hat Unmengen an Leid und viele Verirrungen mit sich gebracht. Erst ein Teil dieser dunklen Episode ist aufgearbeitet, die Gerechtigkeit für die Betroffenen blieb dabei weitgehend auf der Strecke.

      • 13 sagt:

        …nicht zu vergessen, die so gefeierte 68er-Bewegung. Ansonsten ganz bei Dir, Martin.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        … die waren mitgemeint, 13. 😉
        Mitsamt allen Strömungen wie Reformpädagogik sowie deren Verirrungen (Odenwald usw.) Die Anfänge gerade letzterer waren ja noch viel früher.
        Ich finde immer wieder interessant, was für Leute mit welchen Ansichten bei dem Thema sich zu- und einschalten…

      • 13 sagt:

        Ach ok, ich wusste nicht, dass Du eine sehr grosszügige Auslegung vertrittst, was denn unter „80er“ fällt 😉 Mir war die Erwähnung noch wichtig, gerade weil hier in den Blogs vor Kurzem „Woodstock“ und co. wieder mal als das Paradies auf Erden gefeiert wurde und die Schattenseiten vergessen gingen.
        Aber eben, wir sind uns da einig.

      • Martin Frey sagt:

        Ja und nein, 13. Die „sexuellen Befreier“ Ende 70er und 80er Jahre waren natürlich eine Folge der immer wieder gerne glorifizierten 68er Jahre, die ja auch nicht an einem Jahresdatum festzumachen sind. Politisch manifestiert wurden die Vorstösse aber im genannten Zeitraum, mit den letzten „Zuckungen“ bis in die heutige Zeit. Erst vor wenigen Jahren hatte man genug Distanz für eine teils schmerzhafte (zb Grüne in Deutschland) Aufarbeitung des Geschehens, mit der einen oder anderen Ikone die heute in einem anderen Licht betrachtet wird.
        Auch bei uns gab es ja solche Ikonen der „Reformpädagogik“, die zuerst mal vom Sockel gestossen werden mussten. Leider ohne Konsequenzen für Täter und Mittäter/-wisser, Verjährung sei dank.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: „Bei Erwachsenen und Kindern besteht immer ein Gefälle, sogar Jugendliche hinken nicht selten geistig der körperlichen Reife hinterher.“ Insofern ist der Jugendschutz, den ich grundsätzlich richtig finde, auch eine Erfordernis unserer Zeit, in der Jugendliche in ihrer geistigen Reife eher gebremst als gefördert werden.

  • Mich Meier sagt:

    Ja, genau.
    So halte ich es auch bei meinen Kindern.
    Sachlich erklärt wie andere Themen auch. Sie sind gerade 6 und 7.
    Mit dem Alter kommen dann wohl noch Details dazu.

  • 13 sagt:

    Ich kann mir ehrlich gesagt, nicht vorstellen, dass heute zurückhaltender aufgeklärt wird, als früher. Meine Mutter hat uns im Primarschulalter mittels eines Lexikons und vieler Fremdwörter aufgeklärt. Verstanden haben wir nichts, das Eigentliche lernten wir von Freund*innen und aus der Bravo. Bei allen anderen war es ähnlich. Heute kenne ich kein Kind, wo es zu Hause ein grosses Tabu wäre. Auch meine wussten durchaus im Kindergartenalter wie ein Kind entsteht, warum auch nicht. Und „mein Körper gehört mir“ ist bereits im Kindergarten ein Thema.
    Bei der sexuellen Gewalt gibt es m.E. zwei andere Punkte, die viel eher Einfluss haben, als die angeblich schlechte Aufklärung:
    1. Sexuelle Gewalt wird allgemein bagatellisiert. Auch gegenüber erwachsenen Frauen (und Männern).

    • 13 sagt:

      V.a., aber bei weitem nicht nur, im Netz ist die „die soll sich nicht so anstellen“ und „ist nur überempfindlich“ Ansicht noch weit verbreitet. Und überhaupt ist doch alles nur Spass…..Wie soll das Kind in einem solchen Umfeld lernen, dass es falsch ist?
      2. Es wird immer noch, weniger als früher, aber durchaus noch, immer wieder die Selbstbestimmung des Kindes über den eigenen Körper einfach übergangen. Mit Festhalten und Zwang wickeln oder Zähne putzen ist ok, festhalten gegen den Willen, aufessen etc. auch, aber das Kind soll dann merken, dass xy plötzlich nicht ok ist und sich wehren? V.a. dann, wenn die sexuelle Gewalt gegenüber Kindern oftmals ja nicht einmal als Gewalt rüberkommt, sondern dem Kind eingeredet wird, wie schön es doch ist? Das geht doch keineswegs auf.

      • Sportpapi sagt:

        Immer wieder erstaunlich, wie Beiträge einfach nicht erscheinen. Für eine Diskussion aber nicht wirklich förderlich.
        1) Bagatellisiert auf der einen Seite, dramatisiert auf der anderen. Etwas mehr Differenzierung wäre vermutlich sinnvoll.
        2) Selbstbestimmung vs. Fürsorgepflicht. Die Eltern verlangen, dass das Kind gut Zähne putzt, aus gutem Grund. Genauso wie ich die Kinder davon abhalte, auch körperlich, auf die Strasse zu rennen.
        Und in der Schule müssen sie dann Zweierreihe laufen und sich die Hände geben!
        So einfach ist es eben nicht.

      • 13 sagt:

        Das „dramatisiert“ ist Deine Ansicht. Nicht meine.
        Bei der Strasse ist es klar, da man sofort reagieren muss. Da geht das Leben vor. Zähne können auch ohne Zwang geputzt werden. Die Zweierreihe in der Schule ist auch nicht sacrosant. und meistens darf man wenigstens wählen, wem man die Hand gibt.
        Aber ja, auch hier: Bringen wir doch den Kindern bei, dass ihre körperliche Selbstbestimmung nichts zählt, sondern die Erwachsenen das Wort haben. Und daneben, dass diejenigen, die sich gegen Übergriffe wehren, nur dramatisieren.
        So werden wir ganz sicher sexuelle Gewalt gegenüber Kindern verhindern können. Sofern das überhaupt das Ziel ist.

  • Muttis Liebling sagt:

    Von Seiten der Medizin und Politik kann man sicher sagen, Aufklärung hat noch nie etwas genutzt. Etwas zu wissen ist nicht gerichtet handlungsanleitend. Aufklärung empfiehlt man entweder aus Hilflosigkeit – man muss doch etwas tun, nur was ? – oder weil auch Aufklärung ein Geschäftsmodell für sinnlose Vereine und noch sinnlosere Ratgeberliteratur geworden ist.

    Wenn es um etwas herum Ratgeber und bewegte Menschen gibt, kann man mit hinreichender Sicherheit sagen, dass es nichts taugt. Die Menschheit hat 70’000- 120’000 Jahre Kulturgeschichte erfolgreich bewältigt, ohne dass es engagierte Menschen, Vereine und Ratgeber gab. Das bleibt auch so in Zeiten der Selbstdarsteller und Gewissheitspropheten,

  • Anh Toàn sagt:

    „Kinder aus Familien mit strengem moralischem Klima, wo Sexualität tabuisiert wird, häufiger Opfer sexueller Ausbeutung werden als Mädchen und Jungen, die eine emanzipatorische Sexualerziehung erhielten“

    Das ist nicht, weil die sich schlechter wehren können, das ist, weil in ihrer Nähe viel mehr potentielle Täter sind. Am meisten potentielle Täter finden sich in der Institution mit höchstem moralischem Klima und extremster Tabuisierung von Sexualität, nämlich in der katholischen Kirche.

    Der Satz sagt so viel wie: Kinder die einem Villenvorort aufwachsen, haben ein viel geringeres Risiko, auf der Strasse erschossen zu werden, als Kinder, die in „Problemvierteln“ aufwachsen.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Ihr Argument mit der kath Kirche mag bis vor 30 Jahren gestimmt haben, aber seit keiner mehr dazu gezwungen wird Pfarrer zu werden, oder ins Kloster einzutreten, sind solche Sprüche schlicht nur noch Geschwätz.

      Fakt aber ist, dass Misshandlungen und Missbrauch meist von engen Familienmitglidern oder Freundeskreis der Eltern vollzogen wird und häufig auch bei Frömmlern.

      Ausserhalb des ensten privaten Kreises werden die Täter heute wohl häufiger bei Sporttrainern, Tagesmüttern oder in Krippen zu finden sein als in der Kirche, denn Pfarrer halten sich heuzutage eine Geliebte. Nicht ofiziell, aber offensichtlich.

    • Martin Frey sagt:

      @AT
      Am meisten potentielle Täter finden sich in Institution und Milieus mit höchstem moralischem Klima und extremster Tabuisierung von Sexualität, darunter u.a. in der katholischen Kirche als bekanntestes Beispiel.
      Das wäre die korrekte Formulierung.
      Sexuelle Übergriffe sind kein Privileg des Vatikans, die katholische Kirche, respektive die Gesellschaften die sich als katholisch bezeichnen, sind einfach weiter in ihrer Aufarbeitung als andere. Das ist alles.
      Es wäre mehr als naiv zu glauben, dass das anderswo, wo die Umstände vergleichbar sind, irgendwie besser laufen würde.

    • 13 sagt:

      Richtig, Tamar. Die katholische Kirche als Monopol des Kindesmissbrauchs eignet sich etwa so gut, wie der böse Mann im Gebüsch. Natürlich gab und gibt es Missbrauchsfälle, diese sind vollumfänglich und konsequent zu benennen und zu verurteilen, was die katholische Kirche ganz sicher nicht genügend getan hat, keine Frage, aber der grosse Teil des Missbrauchs findet nicht im Religionsunterricht oder bei der Beichte statt. Und auch sind die meisten Priester, Bischöfe etc. natürlich keine Kinderschänder. Aber es hilft vielleicht vielen, ruhiger zu schlafen, wenn sie das Böse genau definieren können und damit denken, dass man durch das Fernhalten der Kinder von der Kirche Missbrauch verhindern kann.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Nachtrag:

        Natürlich kommt sexueller Missbrauch auch dort gehäuft vor, wo man dem Opfer die (Mit-) Schuld gibt, will heissen in eher frömmlerischen Kulturen und Gemeinschaften, wo Opfer oft genug sogar bestraft und geächtet werden. Bei Amischen zB heisst es dann ganz einfach: „ein gutes Mädchen TUT sowas nicht“, oder „bei einem guten Mädchen hätte Gott SOWAS nicht zugelassen“. Was in sexueller Hinsicht (freiwillig oder unfreiwillig) zwischen Mann und Frau passiert, ist persönlich, darüber spricht man nicht.

        Bei moslemischen Kulturen gehen die Bestrafungen von Opfern bis zu Auspeitschung und Todesstrafe.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Nachtrag 2

        Sexueller Missbrauch ist wahrlich keine Erfindung der kath Kirche, sondern findet in überhöhtem Masse überall dort statt, wo ein starkes Machtgefälle und Gelegenheit herrscht. Will eben heissen Familien, Sportvereine, Krippen, patriarchaische Religionsgemeinschaften ect

        Bei den Fällen der kath Kirche haben nicht nur die Täter zu diesem Ausmass beigetragen, sondern auch oft die Eltern der Opfer, die alles unter den Teppich kehrten und ebenso dem Opfer die Schuld gaben.

        Zudem ist die kath Kirche die einzige religiöse Instanz, welche sich mittlerweile immerhin, wenn auch nicht im angebrachtem hohen Masse, sich um die Aufarbeitung und Aufklärung dieser Fälle kümmern, während ÜBERALL munter weiter missbraucht wird. Je rückständiger, desto mehr und ungehemmter.

      • Martin Frey sagt:

        Hier für einmal ganz bei Tamar.
        Es ist nachgerade typisch bei allen Formen von Übergriffen, dass den Opfern eine Mitschuld wenn nicht gar DIE Schuld überverantwortet wird. In patriarchalen Gesellschaften (um dem in meinen Augen in dem Zusammenhang etwas deplatzierten Begriff „Kultur“ aus dem Weg zu gehen) redet man dann gerne von „hat Schande über uns/die Familie/unsere Ehre/das Familienoberhaupt“ gebracht. Aber auch klassische Schweizer Pädokriminelle sind Meister darin, sich selber als Opfer hinzustellen, meist gepaart mit Schuldgefühlen beim realen Opfer. Die Eltern, wie Tamar richtig sagt, sind meist ebenso Meister im Wegschauen/sich etwas vormachen, bis zuletzt. Man sieht nur, was man sehen will, meist mit der Konsequenz dass dem Opfer durchs Band nicht geglaubt wird.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Martin Frey

        Da bin ich nicht derselben Meinung. Oft wussten die Eltern, dass das Kind Opfer von Übergriffen ist/war, aber es war ihnen schlicht egal. Das Einzige was nicht egal war ist, dass das Kind nun ein angebissener Apfel war.

        Dasselbe bei körperlichen Misshandlungen: der eine Elternteil schlägt zu und der andere schaut zu. Es ist ihnen schlicht egal.

    • Anh Toàn sagt:

      Katholische Kirche und Aufarbeitung pädophiler Übergriffe in einem Satz, Herr Frey, wo arbeitet die katholische Kirche auf, was hat der Papst konkret getan? Habe ich etwas verpasst?
      „Vor dreissig Jahren “ Nonsense, die Sache ist so aktuell wie eh und je, vielleicht in der Schweiz weniger, dafür in Afrika, Südamerika, Philippinen.

      Aber es geht mir nicht um die katholische Kirche, aber wenn Statistik zeigt, dass aufgeklärte Kinder seltener Opfer werden, zeigt dies noch keine Kausalität in die Richtung. Die sind nicht aufgeklärt, weil die in einem patriarchalen reaktionären Umfeld aufwachsen, und in einem solchen Umfeld haben Kinder Erwachsenen nicht zu widersprechen. Ich behaupte, mehr macht die Statistik auch nicht, die Aufklärung ist nicht kausal.

      • Martin Frey sagt:

        Der Vatikan würde wohl gar nichts aufklären wenn er nicht müsste, AT. Es sind die Zivilgesellschaften und die Justiz im Westen, allen voran in den USA, die den Vatikan nachgerade dazu zwingend indem er vor beinahe existenzielle Probleme gestellt wird. Nachdem der Vorgänger des jetzigen Papstes, der Teil des Systems war, noch alles abstritt und die Schuldigen deckte indem man sie meist weit wegbeförderte um Gras über die Sache wachsen zu lassen, stellt sich der jetzige Papst immerhin der Herausforderung, zumindest nach aussen. Allein das hat ihm aber intern viel Kritik und noch mehr Feinde eingebracht. Aber die Einschläge kommen auch näher 😉 und machen auch vom innersten Machtzirkel (Pell) nicht mehr halt.
        Es wird in der nächsten Zeit spannend sein zu sehen, wohin die Reise geht.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Ahn

        Klar, die katholische Kirche hat das Monopol im Kindsmissbrauch. Deswegen bieten in diversen Ländern Väter und Brüder auf offener Strasse die eigenen Kinder/Geschwister Pädophilen zum Gebrauch an. Darunter einige osteuropäische Länder aber auch in Asien zB VIETNAM im grossen Stil. Ist das auch von der katholischen Kirche aus? Sie wollen mir doch nicht erzählen, dass Sie in Ihren diversen Aufenthalten in Asien nichts davon bemerkt haben wollen? Es ist ja so bequem die kath Kirche zum Bock zu machen und vor allen anderen Unrecht die Augen zu verschliessen.

      • Anh Toàn sagt:

        Man kann keine Institution verantwortlich machen für einzelne Taten von Mitgliedern. Aber dafür, sich zu weigern, irgendetwas zu ändern, um solches zu verhindern. Es gibt halbherzige Anstrengungen einzelner Landeskirchen, aber die RKK in Rom hatte doch so ein Week-End gemacht im Vatikan und herausgekommen ist gar nichts, ausser Schuldzuweisungen an Andere.

  • tststs sagt:

    „Das bedeutet jedoch nicht, dass man einem Kindergärtler schon im Detail erklären muss, wie der Geschlechtsakt funktioniert.“
    Wieso nicht? Man muss nicht jede Spielerei ausführen; aber dass Fortpflanzung prinzipiell so funktioniert, dass der Mann das Glied in die Scheide einführt und den Samen abgibt, und dass Sexualität heisst, dass man sich selber und gegenseitig überall und auf alle möglichen Arten berühren kann, ist jetzt weiss Gott nicht zu viel Erklärung (vor allem wenn ich manchmal Eltern zuhöre, wie sie den Kids bei allen anderen Themen alles ins Detail erklären, damit die kleinen Humboldts, Goethes und Pestalozzis ja nichts verpassen).

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