Papi käme gerne – wenn er dürfte!

Jede Scheidungsgeschichte hat zwei Versionen: Eine Replik zum Beitrag «Papi kommt nicht».

Rabenvater? Männer werden manchmal schlicht von ihren Kindern ferngehalten. Foto: iStock

Vor kurzem erschien im Mamablog der Artikel «Papi kommt nicht». Darin schildert eine Mutter, wie schwierig es ist, den Kindern zu erklären, warum Papi heute nicht kommt, obwohl es abgemacht war und die Kinder sich darauf gefreut hatten.

Die Geschichte hat mich nachdenklich gestimmt und dazu veranlasst, diese Replik zu schreiben. Zunächst möchte ich der Mutter und insbesondere den Kindern mein Mitgefühl aussprechen. Ich finde es traurig, wenn ein Vater seine elterliche Verantwortung so sträflich vernachlässigt und dabei insbesondere seine Kinder grenzenlos enttäuscht.

Ich kann nicht verstehen, wie man seine eigenen Kinder derart vergessen und vernachlässigen kann. Ganz egal, was zwischen den Eltern geschehen ist, die Kinder können nichts dafür. Und sie lieben in aller Regel beide Elternteile, auch wenn diese das untereinander nicht mehr tun. Und das gilt absolut geschlechtsneutral. Auch wenn die Rollen in den meisten Fällen wie oben geschildert verteilt sind, so gibt es doch auch Fälle, die mit umgekehrten Rollenverteilungen genau gleich verlaufen.

«Entsorgte Eltern» mit Tränen in den Augen

Es gibt aber auch noch eine andere Version solcher Geschichten, und ich betone ausdrücklich, dass ich damit keinesfalls der Autorin etwas unterstellen möchte. Es gibt auch die Version, wo der betreuende Elternteil dem anderen für die Übergabe einen Treffpunkt A nennt, mit den Kindern dann aber zu Ort B fährt. Der andere Elternteil fährt ins Leere, die Kinder warten vergeblich und der betreuende Elternteil behauptet anschliessend, der andere sei nicht gekommen.

Sie denken, ich erfinde das? Sie glauben, so was gäbe es nicht? Dann lade ich Sie herzlich zu unserem Beratungstreffen für geschiedene Eltern ein, bei dem Woche für Woche Männer und Frauen sitzen, die ebensolche Geschichten erleben. Gelingt es dem betreuenden Elternteil, solche Spiele über einige Monate erfolgreich durchzuziehen, ist die Chance gross, dass die Kinder derart enttäuscht sind, dass sie den anderen Elternteil ablehnen, worauf die Behörden dann in aller Regel eine Sistierung des Kontaktes anordnen.

Die Betroffenen – wir nennen sie dann «entsorgte Eltern», weil sie an der Ausübung der elterlichen Sorge gehindert werden –, diese Betroffenen sitzen dann in unseren Beratungen, mit Tränen in den Augen, manchmal auch mit Wut im Bauch oder starr vor Enttäuschung. Sie sind fassungslos und können nicht begreifen, was mit ihnen und ihren Kindern geschieht.

Kinder brauchen beide Eltern

Diese Geschichten sind zum Glück nicht ganz so häufig. Jene der Autorin übrigens auch nicht. Darum, liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie in Ihrem Umfeld solche Geschichte hören, seien Sie sich bewusst, dass es durchaus zwei Versionen davon geben kann. Es kann sich zum Wohle der Kinder lohnen, genauer hinzusehen und die Ihnen erzählte Geschichte kritisch zu hinterfragen. Oder, falls Sie sogar Einfluss auf beiden Elternteile haben, vielleicht mal einzugreifen und dem einen, oder der anderen, zu erklären, was er oder sie damit bei den eigenen Kindern für seelische Schäden verursacht. Weder Rache noch Enttäuschung, weder die neue Freundin noch das eigene Seelenheil rechtfertigen die resultierenden seelischen Verletzungen der Kinder.

Elterliche Verantwortung beginnt mit der Geburt des Kindes und bleibt bestehen – ein Leben lang. Sie kann weder delegiert noch abgelehnt werden, sie darf aber auch nicht verweigert werden. Mit dem gemeinsamen Sorgerecht als Regelfall und der Einführung der alternierenden Obhut haben wir rechtlich gesehen grosse Fortschritte gemacht. Bei jenen Elternteilen, die ihre Verantwortung nicht selber erkennen können oder wollen, braucht es aber noch griffigere Massnahmen in der Umsetzung und Anwendung der Gesetze.

Kinder brauchen beide Eltern – dies gilt in fast allen Fällen. Es liegt also an uns, an der Gesellschaft, dafür zu sorgen, dass dies wenn immer möglich auch gewährleistet ist.

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145 Kommentare zu «Papi käme gerne – wenn er dürfte!»

  • KaRa sagt:

    Kinder haben gemäß § 9 UN- Kinderrechtskonvention und § 24 EU- Kinderrechtscarta das Recht auf Umgang mit beiden Elternteile.

    Wenn dieses Recht durch den Elternteil, bei dem das Kind lebt, verhindert wird und von den dafür zuständigen staatlichen Stellen (Jugendamt+Familiengericht) nicht durchgesetzt wird, ist davon auszugehen, das das Kind den anderen Elternteil nicht braucht.

    Hier stellt sich dann die Frage, warum in diesen Fällen das Kind Unterhalt und später ein evtl. Erbe benötigt und vom Staat auch durchgesetzt wird?

  • Hans Minder sagt:

    Elterliche Verantwortung beginnt bei ab der Zeugung eines Kindes, wenn nicht schon bei der Auswahl eines potentiellen Sex-Partners. Die Problematik ist, dass in keiner öffentlichen Instanz gelehrt wird, was einen potentiell guten Partner ausmacht. Noch fataler: die Werbetrommel des Kapitalismus hämmert Menschen ein, dass finanzieller Erfolg gleich „Guter Partner und solides Fundament für Familie gilt (Werbung für Autos/ exotische Reisen/Main-Stream Literatur&Film etc.).“ Somit tappen viele in eine Falle. Eltern müssen ihre Kinder über die richtigen Attribute bei der Partnerwahl aufklären, mehr noch als über Sex! Schulen sollten nachziehen. Dann wäre es auch wichtig, die Scheidung zu erschweren, da viele Partnerschaften ein momentanes Tief überstehen könnten; alles zum Wohl des Kinder

  • Katharina sagt:

    Sie schreiben: „Elterliche Verantwortung beginnt mit der Geburt des Kindes“, was aber nicht zutrifft, denn die elterliche Verantwortung beginnt mit der Auswahl des anderen Elternteils. Wer eine bezüglich der Kinder zur Kooperation unfähige Person als „Mit-Elternteil“ gewählt hat, sollte sich schon mal die Frage gefallen lassen, weshalb er/sie damals eigentlich dachte, die Person sei geeignet, ein gemeinsames Kind grosszuziehen. (Ja, es kommt vor, dass man sich in jemandem täuscht, aber auch das ist nicht gerade ein Empfehlungsschreiben fürs Kindererziehen.)

  • Vierauge sagt:

    nicht das Hauptthema, aber ich bin über diesen Satz hier gestolpert:
    „Elterliche Verantwortung beginnt mit der Geburt des Kindes und bleibt bestehen – ein Leben lang.“
    Das sehe ich anders. Wir (noch immer zusammen) haben 2 volljährige Söhne. Für die beiden haben meine Frau und ich nicht mehr die elterliche Verantwortung, die haben sie nun selbst. Natürlich helfe ich ihnen, wenn immer es nötig ist – aber Verantwortung trage ich nicht mehr.

  • Eleonore Grossmann sagt:

    Ich verstehe nicht, warum Sie diese Problematik als „Gegendarstellung“ von „Papi kommt nicht“ verstehen. Ich verstehe den Zusammenhang nicht.
    Das sind zwei verschiedene Probleme, die beide existieren und die im Prinzip nichts miteinander zu tun haben.
    Es wäre besser gewesen, einfach dem Thema „Kindesentzug“ oder wie immer man es nennen will, einen Artikel zu widmen, ohne irgendwelche Bezugnahmen. Die Aussage „Gegendarstellung“ schwächt Ihre Aussagen sehr ab.

    • Reto Seiler sagt:

      Da sehe ich schon einen Zusammenhang, denn „Papi kommt nicht“ kann ja eben auf die beiden beschriebenen Weisen geschehen. Hier wurde klargestellt, dass eben zwei und nicht eine mögliche Problemstellung dahinter stehen kann. Der Titel „Kindsentzug“ wäre deutlich schlechter gewesen, denn der zeigt nicht auf, dass hier eine Klarstellung einer einseitigen Darstellung eines poinierten Titels und dessen Inhalt korrigiert wird.

  • martin sagt:

    ich fänd es toll wenn grundsätzlich das gem. sorgerecht automatisch in kraft treten würde. damit wäre eine grosse hürde schon einmal beiseite…es sind nicht nur die eltern welche mühe haben-auch der staat schweiz mit seinen altertümlichen familiengesetzen…

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Das gemeinsame Sorgerecht ist schon seit Jahren in Kraft. Geändert hat sich nichts, ausser dem, dass jener Elternteil der sich Null um seine Brut kümmert, trotzdem überall mitreden darf.

      An mir ist dieser Kelch zum Glück vorüber. Ich hätte die gemeinsame Sorge angefochten, wenn diese denn ausgesprochen worden wäre.

      • Hans Meier sagt:

        „ausser dem, dass jener Elternteil der sich Null um seine Brut kümmert, trotzdem überall mitreden darf.“ Ihre Ausdrucksweise verrät viel über Ihre nicht abklingende Wut und Frustration. Vermutlich sind alle andere, vor allem aber Ihr Ex, an allem Schuld, was nicht rund läuft in Ihrem Leben. Dabei war es ja Ihre Entscheidung, mit ihm zusammenzukommen. Zumindest für Ihre offenbar miserablen Menschenkenntnisse müssten Sie sich schon selbst an der Nase nehmen.

    • Oliver Hunziker sagt:

      Hallo Martin,
      das gemeinsame Sorgerecht ist seit 2014 Regelfall, übrigens auch dank mir.
      Bei unverheirateten Vätern braucht es leider noch eine kleine Ehrenrunde bei der KESB, das ist aber in der Regel problemlos, da die Zustimmung der Mutter nicht erforderlich ist. Bei Kindern die nach dem 1.7.2014 geboren wurden, ist das also eine reine Formsache. Bei älteren Kindern hängt es davon ab, ob seinerzeit die Übergangsfrist von 1 Jahr genutzt wurde oder nicht. Falls nicht, wird es tatsächlich schwierig.
      Mehr darüber findest Du unter http://www.vev.ch

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Hans Hunziker

        Wenn sich ein Elternteil NICHT um seine Kinder kümmert, ist dieser tatsächlich ganz alleine an diesem Umstand Schuld, ganz unabhängig davon, ob es sich bei diesem Elternteil um meinen Alten handelt, oder um Ihre Wenigkeit, oder um irgend eine andere Person.

        Meine Menschenkenntnisse, in welcher Form auch immer vorhanden, oder auch nicht, haben keinen Einfluss auf das Verhalten von anderen Personen. Also ist Ihr Kommentar überflüssig und trägt nichts zum Thema bei, ausser Ihren eigenen Frust an mir abzulassen.

        Ich habe übrigens meinem Alten die gemeinsame Sorge vorgeschlagen, mit der Bedingung 50:50 Betreuung und oh Wunder; er hat abgelehnt!!!! So habe ich das alleinige Sorgerecht beantragt und bekommen 🙂

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Im Übrigen hätte mein Alter selbst dann KEIN Sorgerecht bekommen, wenn ich nicht in der Lage dazu gewesen wäre, für meine Kinder zu sorgen oder gestorben wäre. Mir wurde seine Unfähigkeit von behördlicher Seite bestätigt. Meine Kinder wären also fremdplatziert worden. Auch daran ist nur der Unfähige alleine schuld und nicht ich, oder Sie.

        Und danke der Nachfrage: seit ich meinen Ex entsorgt habe, läufts in meinem Leben bestens, bis auf den Unfall meines Jüngsten, woran ausnahmsweise aber nicht der Erzeuger die Schuld daran hat, aber ICH auch nicht.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Oliver Hunziker

        Und Sie sorgen auch dafür, dass die gemeinsame elterliche Sorge tatsächlich auch gelebt wird, oder darf jeweils der eine Elternteil weiterhin die Rosinen herauspicken ohne Konsequenzen?

        Warum werden bei gemeinsamer Sorge keine Pflichten auferlegt, welche bei Nichteinhaltung nicht den Verlust des Sorgerechts nach sich zieht?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ich finde einfach, dass nicht das gemeinsame Sorgerecht generell hätte eigeführt werden sollen, sondern dass man endlich damit anfängt, zu sanktionieren, wenn Elternteile sich nicht an das Scheidungsurteil halten, indem sie zB dem anderem Elternteil die Kinder entziehen, keine Alimente bezahlen, die Betreuungspflicht/Besuchspflicht nicht einhalten ect

        Gemeinsame Sorge ist lächerlich, wenn sie nur dazu dient, dem nicht beobhutendem Elternteil volles Vetorecht und Mitbestimmungsrecht einzuräumen, ohne dass dieser bindend Pflichten hat.

        Generelle gemeinsame Sorgerecht ist in der jetztigen Form ein Pseudogesetz, mehr nicht.

      • Hans Minder sagt:

        @Tamar von Siebenthal.
        Ein Gesetz kann nicht alles regeln. Die Gerichtssäle wären voll von Streitereien/Klagen von gegenseitig anklagenden Elternteilen. Sollte kein Privatdetektiv involviert sein, ist es oft auch schwierig zu beweisen, wer nun wo eine Verfehlung zu verantworten hat.
        Wichtig ist, wie auch in vielen andern Lebenssituationen, die Eigenverantwortung. Wenn dem Vater Ihrer Kinder bei Ihrem Tode sogar von offizieller Stelle das Sorgerecht aberkannt würde, dann ist doch die Frage berechtigt, WESHALB mit diesem unfähigen Menschen eine Familie gegründet wurde. Sollte der Vater Ihrer Kinder erst nach der Familiengründung seelisch erkrankt/abgestürzt etc. sein, dann trifft Sie keine Mitschuld. War er vorher schon komplett unfähig, dann müssen Sie ihre Mitschuld akzeptieren.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Hans Minder

        Mit Eigenverantwortung haben Sie prinzipiell recht, aber was soll man tun, wenn der eine Elternteil diese Eigenverantwortung nunmal nicht wahrnimmt/wahrnehmen will?

        Mein Alter wurde als Kind schwer misshandelt und war schon kaputt, als ich ihn kennengelernt habe. Ich bin dem Irrtum aufgesessen, dass wenn ich nur genug tue und gebe, dass er „geheilt“ wird. Ich habe gegeben, gegeben, gegeben und nichts bekommen, bis meine Suizidgedanken Alltag wurden. Ich war derart kaputt. Heute weiss ich, dass er gar nie „geheilt“ werden wollte, weil es bequemer ist, sich in seiner Opferrolle auszuruhen und an einem Fussabtreter (mir) den Frust abzulassen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Minder Teil 2

        Ja, es war meine Wahl. Ich war sehr jung, als ich ihn kennengelernt habe und ohne Selbstbewusstsein. Ich kam nicht von ihm weg und weil alle immer so von ihm begeistert waren, dachte ich immer, dass es MEINE Schuld ist, dass es so schwierig ist, weil ich nicht gut genug bin. Darum habe ich immer mehr und mehr gegeben, bis ich nicht mehr konnte. Mein Alter und seine Familie gaben mir natürlich auch immer die Schuld, bis heute.

        Nun habe ich den Spiess ganz einfach umgedreht und weise die Schuld von mir. Ich habe alles getan, bis ich selber kaputt war. Mir hat keiner geholfen, ich musste selber aufstehen und für meine Kinder sorgen und funktionieren.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Minder Teil 3

        Meine Kinder sind sehr gut rausgekommen. Wohl auch deswegen, weil ich die Kurve (mindestens gegen aussen hin) gekriegt habe. Ich bin sicher, dass wenn ich beim Erzeuger geblieben wäre, meine Kinder ebenso abgestürzt wären wie er.

        Diese Auswirkungen dieser „Hölle“ auf mich sind noch heute Bestandteil meines Lebens. Obwohl ich sehr glücklich bin, bin ich schwer angeschlagen, was manchmal mehr mal weniger bemerkbar ist.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Minder teil 4

        Ja, die Partnerwahl war meine Schuld. Trotzdem lasse ich mich nicht mehr von solchen wie Ihnen kleinreden. Ich habe weitergekämpft, wo andere längst aufgegeben haben. Ich war in unterster sozialer Schicht und habe mich aus dem Dreck erhoben, meinen Kindern zuliebe, während der Alte weiter Opfer spielt und NICHTS, NICHTS dazu beigetragen hat, dass es meinen Kindern auf irgendeine Weise gut geht.

        Die Trennung ist das Beste, was ich meinen Kindern „antun“ konnte. Wie viele sogenannte intakte Familien bekommen nichts auf die Reihe? Einfach einmal damit aufhören, auf Geschiedenen herumzuhacken. Ich kenne genug „glückliche“ Familien, wo die Kinder abstürzen, aber niemand kritisiert dort. Die Eltern sind ja verheiratet.

      • Martin Langhard sagt:

        @von Siebenthal
        Ihre Erklärung in Ehren, aber lassen Sie sich nicht von unbekannten bedrängt fühlen. In der Schweiz herrscht die Ansicht keiner dürfe zu irgend einer Zeit Fehler begehen. Die Akzeptanz und der Umgang mit Fehlern ist eines der grössen Defizite welche die schweizer Kultur hat.
        Fehler zu begehen ist aber unvermeidlich und solange wir daraus lernen und das beste daraus machen brauchen wir uns dafür nicht schlecht zu fühlen oder zu rechtfertigen.

      • Hans Meier sagt:

        „Mein Alter wurde als Kind schwer misshandelt und war schon kaputt, als ich ihn kennengelernt habe. “ Und trotzdem können Sie es hier nicht unterlassen, andauernd und pausenlos auf ihm herumzuhacken. Sie haben sich für die Beziehung zu einer offensichtlich kranken Person entschieden, also tragen Sie auch die Verantwortung. Niemand sonst.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Martin Langhard

        Danke für die aufmunternden Worte.

        Ich neige dazu, mich von angeblich perfekten Leuten niedermachen zu lassen, obwohl ich eigentlich weiss, dass es oft gerade bei diesen Saubermännern/frauen unheimlich stinkt, wenn man bei denen hinter dem Ofen nachsieht.

      • Hans Minder sagt:

        @Tamar von Siebenthal
        Danke für die ausführliche Erklärung. In Ihrem Fall trifft Sie aus meiner Sicht tatsächlich keine Schuld. Es gehört zur Aufgabe der Eltern, einem Kind zu erklären, welche Persönlichkeitszüge ein potentieller Vater haben muss. Junge, unerfahrene Menschen denken oft, sie könnten Berge versetzen. Wie ein bekannter Psychiater mal gesagt hat: „Meine Patienten zahlen mir viel Geld, damit ich sie heile…und es gelingt mir in den meisten Fällen nicht!! Was denken Sie den, Sie könnten als Laien einen Menschen heilen, der die eigene Heilung vielleicht selbst gar nicht will!“ Es ist nun wichtig, diese schmerzliche Erfahrung mit Ihren Kindern und dem Rest der Welt zu teilen, damit die nächste Generation bei der Partnerwahl besser ausgerüstet ist.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Hans Minder

        Danke vielmal. Ihre verständnisvollen Worte überraschen mich und erfreuen dafür umso mehr.

        Ja, ich war über Jahre einem Psychoterror ausgestzt, auch manipulativen Spielchen usw und keiner will etwas gemerkt haben oder hat mir geholfen.

        Was Heilung angeht: heute weiss ich, dass Psychologen zwar einen Anstoss geben können, aber Heilung ist nur durch einen Heilungswusch möglich, aber dieser fehlt meiner Erfahrung nach den meisten, weil eine verletzte Seele eine Ausrede für alles ist. Meiner Meinung nach wissen auch vetletzte Seelen sehr wohl, was richtig oder falsch ist, aber wenn ein bösartiger Charakter vorhanden ist, benutzt man die Verletzungen dazu, um andere vorsätzlich zu verletzen, zu schikanieren und mitunter in den Suizid zu treiben.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Hans Minder teil 2

        Nun, ich bin noch da und ich bin froh darüber, aber niemals werde ich vergessen oder vergeben können. Dafür ist mein Erinnerungsvermögen zu ausgeprägt.

        Danke vielmal

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Hans Meier

        Mit kaputt meine ich nicht krank, sondern durch und durch bösartig, durchtrieben und manipulativ.

        Nein, ich übernehme keine Verantwortung mehr für ihn. Dass soll er selber tun oder seine Mutter, welche die nicht nur zugelassen hat, sondern als Zuschauerin daneben stand.

        Eines seiner manipulativen Spielchen war zB mich anzurufen, seinen sofortigen Suizid anzukündigen und dann über Stunden nicht mehr ans Telefon zu gehen. Ich bin bis heute sicher, dass er sich über meine panischen Anrufversuche köstlich amüsiert hat.

        Das ging so lange, bis ich ihn einmal bei so einem Telefonat gesagt habe, dass er es doch bitte, bitte tun soll und ich mich über die Witwenrente freuen würde. Von da an war dieses Spiel zu ende und ein neues begann.

  • Helen sagt:

    Erstaunlich, wie man sich darüber aufregen kann, ob es jetzt eine Replik ist oder nicht. Der Artikel ist differenziert. Warum ist das Verlangen nach einer „Auge-um-Auge“ Geschichte grösser als das Verlangen nach einer Verbesserung der Kinderrechte? Egal wer wie seine Pflicht als Elternteil nicht wahrnimmt, sollte doch dafür sanktioniert werden. Kinder leiden in jedem Einzelfall, und in der Summe werden Schicksale erschaffen, die man als Gesellschaft zu verhindern versuchen sollte. Ich wäre dafür, die elterliche Sorgepflicht im Gesetz detaillierter zu definieren, speziell bei Trennungen, und entsprechende Sanktionen bei Zuwiderhandlung auszuführen. Und jedem Trennungskind wird im Streitfall ein „Kinderrechtsbeauftragter“ zur Seite gestellt.

  • Borer Alex sagt:

    Vielleicht sollten wir, das heisst Mann und Frau, auch mal über das Wort „alleinerziehend“ nachdenken? Mein Vorschlag: „getrennt erziehend“.

  • Peter Muster sagt:

    Vielleicht zieht sich ein Elternteil aus Schutz und Ohnmacht zurück?
    Vielleicht erhält das Kind dadurch eben keinen seelischen Schaden? Vielleicht der kämpfende Elternteil auch nicht und bleibt dafür Lebensfähig, weil ein aussichtsloser Kampf auf Dauer kaputt macht- vor allem dann, wenn die Rechte so unausgeglichen sind!
    Dann von Egoismus zu sprechen, wenn nur ein Elternteil spuren, kämpfen, betteln und sich bewegen muss, zeugt von Naivität und ist anmaßend.
    Alimente an eine Millionärstochter zahlen, die in den Steuerunterlagen kein Vermögen besitzt, aber ceo von mind. 3 Firmen ist, ohne je eine Betriebswirtschaftliche Entscheidung getroffen zu haben, oder Arbeitsvertrag unterschrieben zu haben?! Dabei selbst vom Existenzminimum leben, weil man 50% betreuen will??? So läufts!

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Auch das gibt es, obwohl es das NICHT geben dürfte, genauso wie es keine Eltern geben dürfte, welche sich nicht um ihre Kinder kümmern.

      Man spricht auch immer von Einzelfällen, aber für die betroffenen Kinder, Väter und Mütter ist es Alltag.

      Viel Kraft

  • Oliver Hunziker sagt:

    @Alle die sich am Begriff „Replik“ stören.
    Der Begriff Replik bezieht sich einzig auf den Titel.
    Dieser lautet „Papi kommt nicht“ – die Replik lautet „Papi würde gerne kommen wenn…“
    Der Artikel schildert eine andere Situation als jene von Frau Hager. Andere Ausgangslage, andere Umstände – nur eines bleibt gleich – die Kinder sehen ihren Vater nicht. Und nur das ist es, was zählt.

    Vielen Dank an Alle für die konstruktiven Diskussionsbeiträge.

  • tststs sagt:

    Und jetzt auch noch mein Senf…äh…. Lösungsvorschlag 🙂

    1. Keine Norm festlegen: Sofort aufhören einen Regelfall bei der Scheidung durchzuziehen (egal ob wie früher das alleinge Sorgerecht – meist bei der Frau – oder die heutige Standardregel mit dem geteilten Sorgerecht). Es gibt hier schlicht keinen Normfall. Es werden individuelle Vereinbarungen getroffen; ist ein Paar nicht mehr alleine dazu fähig, wird im Beisein eines Richters/Mediators/o.ä. eine Vereinbarung aufgesetzt; wenn die Wünsche unvereinbar sind, dann wird sich an den letzten Jahren vor der Trennung/Scheidung orientiert: wer hat wie viele Betreuungsanteile übernommen, wer hat wie viel finanzielle Anteile geleistet.

    • tststs sagt:

      2. Kinder sind keine Privatsache: Wird sich nicht an die Regeln gehalten, schreitet der Staat sofort ein.
      Wer Alimente nicht bezahlt, soll sofort lohngepfändet werden.
      Wer sich nicht an Vereinbarungen betr. Obhut hält, verliert per sofort seine Obhutsrechte; bei Nicht-Herausgeben: sollte der andere Partner nicht einspringen können, werden die Kinder in einer staatlichen Einrichtung untergebracht (jaaa, Kinder gehören nicht ihren Eltern und es sollte kein Recht geben, dass sie eher in die Obhut der Eltern, denn des Staates gehören); bei Nicht-Besuch: Unter Androhung einer unbedingten Busse muss der „Nicht-Erscheindende“ den Behörden eine kurze Begründung hinterlassen. Somit gibt es eine objektive Wahrheit für die Kinder, nicht nur die Erzählungen des anderen Elternteils!

      • Lisa sagt:

        hmm… mit dem ersten Post bin ich sehr einverstanden, mit dem zweiten weniger. Warum: Schreitet der Staat auch ein, wenn in einer „normal funktionierenden Familie ohne Scheidung“ mal das Geld knapp wird, die Eltern Probleme bei der Terminkoordination haben oder ein dem Kind versprochener Ausflug nicht stattfindet? Mir ist da der Senf etwas zu scharf 😉

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Lisa

        Da muss ich Ihnen zustimmen. Einen Tag nachdem ich die Rechtkrafts-Bestätigung meiner Scheidung erhalten habe, kam eine Vorladung der Kindsbehörde ins Haus geflattert, zwecks Kindsvermögen-Inventar. Beim Termin mahnte man mich schulmeisterisch, dass ich das Kindsvermögen nicht antasten dürfe. Darauf meinte ich, was er denn in „intakten“ Familien gegen Kindsvermögendiebstahl unternehme. Darauf wusste er keine Antwort und ich verbat mir ausdrücklich den Generalverdacht.

    • 13 sagt:

      @ tststs
      Keine Regelfälle und einheitliche Rechtsprechung heisst in der Juristensprache Willkür und wäre kaum mit der EMRK vereinbar. Der Rest wird ja so gemacht. Zuerst eigene Vereinbarungen (diese sind auch in der Mehrzahl, nur hört man davon seltener), dann ein Versuch vor Gericht eine Vereinbarung hinzukriegen und wo das scheitert kommt ein Entscheid.
      Die Durchsetzung ist neben dem grossen staatlichen Eingriff auch eine Ressourcenfrage. Wieviel Steuergelder stehen denn einem zerstrittenen Ex-Paar während 15 Jahren Besuchsrechtsregelung zu? Ich sage ja nicht, es soll nicht mehr getan werden, aber vieles stellt man sich auch zu einfach vor. Das ist es aber nicht.

  • Barbara V.E. sagt:

    Mein Ex-Mann ist nach der Scheidung ins Tessin und später zurück in sein Heimatland im Norden der EU gezogen. Wochenendbesuche waren nicht möglich. Das Kind verbrachte fast alle Schulferien bei ihrem Vater. Er rief jeden Abend an. Jeden einzelnen Abend. Ich hasste es. Aber sagte nichts. Im Nachhinein muss ich sagen: er hat es richtig gemacht. Er bekam Schulfreuden und -stress mit. Hörte was abgelaufen war am Tag. Ein kleines Stück Alltag war so möglich.
    Meine Tochter ist nach der Lehre zu ihm gezogen und hat dann auch die Nachteile des täglichen Zusammenlebens mit ihm kennen gelernt. Aber konnte sich so als Erwachsene selber ein Bild machen.
    Als Scheidungseltern sollte man seine Eitelkeit ablegen und dem Kind und seiner Beziehung zu beiden Eltern Raum lassen.

    • Peter Muster sagt:

      Traurige Realität!
      Als Verfechter der Gleichstellung möchte ich anmerken, dass die proklamierte Teilung von Beziehung und Verantwortung nur dann möglich ist, wenn BEIDE Elternteile Einlagen für die Zukunft der Kinder und sich selbst einbringen, BEIDE dieselben Konsequenzen einer Trennung tragen müssen, BEIDE dieselben Betreuungsrechte haben, BEIDE im Zweifel sich einen Anwalt leisten können, BEIDE wesentliche Informationen über ihre Kinder erhalten, BEIDE dieselben Entscheidungsrechte erhalten, BEIDE dieselbe MACHT besitzen Entscheidungen zu treffen…etc… hiervon sind wir weit entfernt! Dies würde eine geteilte Verantwortung ermöglichen. Griffigere Maßnahmen, wenn die Grundlagen nicht gleichgestellt sind?! Kinder ohne 1 Elternteil finden sich nicht täglich in einem Loyalitätskonflikt..

  • Frank sagt:

    Guter Beitrag, fair, differenziert.

    Vielen Dank an die Redaktion, dass auch mal eine Stimme von ausserhalb der feministischen Sphäre zu Wort kommen darf. In der heutigen Medienwelt keine Selbstverständlichkeit, Kompliment.

    Es ist durchaus korrekt, dass der Autor als „Replik“ auf den vorherigen Artikel bezeichnet wird. Der vorhergehende war ja nicht bloss ein ‚Tatsachenbericht‘, sondern auch ein politisches Statement. Ich zitiere das Ende des Papi-kommt-nicht-Beitrags:
    „Für ein stehen gelassenes Fahrzeug bekommt man auf der Stelle einen Strafzettel verpasst. Bedenklich, dass man für mehrfach stehengelassene Kinder vor Gericht ein Sorgerecht erhält.“ Solche Aussagen darf man fairerweise mit einer Replik begegnen.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Und mit diesem Statement hat die Autorin recht: warum darf man nicht ungestraft falsch parkieren, aber über Jahre ungestraft seine Kinder vernachlässigen? Was hat das mit Feminismus zu tun? Ich gehe mal davon aus, dass die Straflosigkeit bei Rabenmüttern genauso eine Tatsache ist, wie bei Rabenvätern. Was also soll daran feministisch sein?

  • Sportpapi sagt:

    Ist das jetzt die Replik, wie angegeben? Auf jeden Fall ist der Beitrag, wie zuletzt auch angemahnt, sachlich und ausgewogen. Und in den verschiedenen Missständen, die angesprochen werden, eher zu wenig prägnant. Man könnte z.B. schon deutlicher ausführen, wie es kommt, dass Fehlverhalten teilweise sogar bestraft wird. Und auch mal die politsch korrekte Erwähnung beider Geschlechter weglassen, wenn die Verteilung der Betroffenen doch ganz klar ist. Hier sind wir uns ja anderes gewohnt.
    Insofern. Ja, etwas so sollten solche Beiträge daherkommen. Aber eine Replik ist es bei dieser Ausgewogenheit und alle den Eiertänzen, ja nicht angriffig zu erscheinen, dann doch nicht.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Alle die sich an der Titelsetzung aufhängen; einmal mehr: die sind in aller Regel nicht von den Schreibenden gewählt, sondern redaktionsseits bewusst so formuliert dass es Leute ins Gefäss zieht…. gilt oft auch fürs mitgelieferte Bildmaterial.

    • 13 sagt:

      @ BS
      Es geht doch nicht um den Titel, sondern Aussagen wie Replik und andere Version. Beides kommt im Text vor, nicht im Titel.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Schade, ich hätte mehr erwartet als dieser Beitrag. Ein Beitrag von einem betroffenem Vater/Elternteil, dem das Kind böswillig entzogen wird und nicht wischiwaschi von jemandem, der solche Fälle eher als Therapeut/Betreuer als Aussenstehender mitbekommt.

    Der Beitrag von Frau Hager ist/war authentisch, während dieser hier vom Hörensagen herkommt.

    Womit der Autor natürlich recht hat ist, dass Kinder eigentlich beide Elternteile bräuchten, aber was will man machen, wenn der eine Elternteil seinen Pflichten nicht nachkommt? Leider ist es manchmal auch tatsächlich besser, wenn der Kontakt zum einen Elternteil möglichst selten oder gar nicht besteht.

    • Röschu sagt:

      „…aber was will man machen, wenn der eine Elternteil seinen Pflichten nicht nachkommt?“
      .
      Als Einzelbetroffener: Aufhören seinen Teil der Verpflichtung (i.d.R. dürften dies im vorliegenden Fall Unterhaltszahlungen sein) zu erfüllen.
      .
      Als Gesellschaft: Darauf hinwirken, dass wir faire Verfahren für alle bekommen, z.B. indem wir eine Vorverurteilung durch voreingenommene Behörden, die „in aller Regel eine Sistierung des Kontaktes anordnen“, anprangern und bekämpfen.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Bei direkt Betroffenen sind meist die Emotionen authentisch. Ihre Schilderungen sind aber in den wenigsten Fällen objektiv, Tamar.
      Und dann haben wir wieder das Problem, dass wir die Gegenseite nicht gehört haben. Mir scheinen also die Aussagen von Therapeuten und Scheidungsanwälten objektiver und hilfreicher.

      Aber ist schon klar, das Bedürfnis der Leser ist leider der emotionale Kick. Doch das bringt uns leider nicht weiter, wie das aktuelle politische Weltszenario uns eindrücklich zeigt.
      Wir sollten uns also wünschen, dass die Presse wieder wegkommt von ihrer emotionalisierten Berichterstattung, hin zur nüchternen Beschreibung von Sachverhalten.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Röschu

        Im Fall meiner Kinder kümmert sich der Erzeuger weder um diese, noch zahlt er Alimente. Welche meiner Verpflichtungen soll ich also bitte einstellen?

        @ Roxy

        Meine Schilderungen entsprechen schlicht den Tatsachen. Der Alte knackt in Kürze die 200’000.- er Grenze an Alimentenschulden (bei meinen Kindern, es ist noch eine geschiedene Zweitfamilie da) und meine Kinder haben in das letzte Mal letzten Silvester gesehen, weil der Alte sein Singleleben führt.

        Ob emotional oder objektiv: der Erzeuger meiner Kinder ist ein egoistische Haufen D…. Sorry, man kann einen Versager nicht gutreden und was meine Wenigkeit angeht, möchte ich das auch nicht.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Und ja klar: der Erzeuger streitet das alles ab, aber vor Gericht konnte ich alles belegen, während er nur nachweislich Lügen auftischte und dümmliche Ausreden suchte. Es war und ist echt lustig, wie er sich im selben Satz selber widerspricht und es nicht einmal merkt, weil es unmöglich ist, sich alles zu merken, wenn man schon lügt, bevor man den Mund aufmacht.

    • Lisa sagt:

      Ich bin ganz froh, dass die Replik nicht von einem Betroffenen kommt, denn das puscht die Emotionen hoch und es gibt ein „Für“ und „Gegen“. Zudem kennt man auch genug Geschiedene im Umfeld… irgendjemand hat da sicher auch eine krasse Geschichte zu erzählen. Mir ist diese relativ sachliche Darstellung lieber und dies bringt uns gesellschaftlich auch weiter.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Roxy

        Und ja: offensichtlich gehöre ich zu jenen, welche an einem Narzissten hängengeblieben sind und viele Jahre nicht wegkonnten. Klar, meine Schuld. Nun habe ich mich getrennt, was ja auch wieder nicht recht ist. Was denn nun?

      • Reincarnation of XY sagt:

        Tamar fassen Sie meinen Meinung nicht auf Sie persönlich gemünzt.
        Sie verpassen nie eine Gelegenheit ein gutes Wort über ihren jetzigen Mann fallen zu lassen, mit dem es offenbar ja auch seit Jahren ganz gut klappt…. das spricht für Sie. Ich nehme ihnen das voll ab, dass Sie durch die Hölle gingen und für ihren Teil etwas gelernt haben, was solche Typen betrifft.

        Aber würden Sie nur einen Blog schreiben, dann könnte wirklich niemand wissen, ob ihre Schilderungen objektiv sind. Das ist das grosse Problem mit Betroffenheitsberichten aus erster Hand: wer will wissen, ob das objektiv ist, ob es sich wirklich so zugetragen hat?

        Deshalb scheinen mir Beiträge von Mitarbeitern von Anlaufstellen für Frauen und Männer sinnvoller.

    • Oliver Hunziker sagt:

      Liebe Frau von Siebenthal, Sie unterstellen mir eine Distanz zum Thema, von der Sie nicht wissen können, ob es sie gibt. Ich bin weder Therapeut noch Betreuer und in vielen Fällen auch nicht wirklich Aussenstehender. Ich bin im Gegenteil recht nahe an den Fällen dran und weiss sehr gut, wovon ich rede. Aber ich wähle eine gewisse Distanz zu den Emotionen und versuche, das Thema sachlich daher zu bringen, da dies in der Regel zu mehr Akzeptanz führt. Natürlich ist da weniger Kitzel und Action dabei, dafür aber mehr Inhalt.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Oliver Hunziker

        Sorry, das sollte eine einfache Kritik sein und nicht ein Angriff. Der Begriff wischi-waschi ist sicher unglücklich gewählt, aber mir fiel kein sachlicher Begriff ein und tut es noch immer nicht.

        Was ich tatsächlich kritisiere ist eigentlich nicht Ihr eigentlicher Beitrag an sich, sondern das Ungleichgewicht zum Beitrag von Frau Hager. Ich meine einfach, dass man einen betroffenen Vater selber hätte zu Wort kommen lassen, um in etwa Gleichstand mit dem Beitrag von Frau Hager zu haben. Irgendwie unfair, wenn man betroffenen Vätern nicht dieselben Emotionen zugesteht wie Müttern. Das macht die Sache für Väter irgendwie kühl und unwichtig, was es halt nicht ist.

        Ich hoffe, Sie können meinem Gedankengang folgen, bzw mein Geschreibsel richtig deuten.

        FG T vS

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ RoxY

        Ok, sorry. Da Sie mich namentlich erwähnt haben, habe ich Ihren Kommentar auf mich bezogen.

        Ja, meine Exbeziehung war die Hölle und hat mich fast mein Leben gekostet. Man unterstellt mir sehr oft Männerhass, was nicht zutrifft. Ich hatte den schlimmsten Ehemann und habe jetzt den besten und zudem die besten Söhne.

        Trotzdem danke, dass Sie mir glauben. Es ist für mich oft schwierig, über Jahre totgetrapelt worden zu sein und sich dann ständig anhören zu müssen, dass man die andere Seite auch anhören muss, um sich ein Bild zu machen. O-Ton von meinem Ex vor dem Scheidungsrichter: „ich weiss NICHT, warum meine Frau sich scheiden lassen will. Das stimmt alles nicht“. Ja, das ist die Ansicht von seiner Seite.

  • Random Guy sagt:

    Danke für diesen ausgewogenen, neutralen und niemanden diffamierenden Beitrag. Viel mehr Texte von dieser Sorte würden dem Blog gut tun.

  • Muttis Liebling sagt:

    ‚Kinder brauchen beide Eltern‘

    Eben, deshalb schliesst man bei der Geburt ein 20- jähriges Scheidungsmoratorium. Bei 90 Jahre Lebenserwartung und der Seltenheit von Kindern kann man 20 Jahre fix verplanen und gegen persönliche Intentionen leben. Individuell glücklich werden kann man auch noch, wenn die Kinder erwachsen sind. Scheidungen mit Kindern sind tabu.

    ‚Es liegt also an uns, an der Gesellschaft‘

    Wir bilden keine Gesellschaft, wir bilden die Bevölkerung. Wir können die Gesellschaft nicht gestalten. Die Gesellschaft wird in Demokratien von der Verfassung und den nachgeordneten Gesetzen gestaltet. Das ist wie beim Klima. Wir können es nicht gestalten (auch wenn das so kuschelig klingt), das muss die Politik tun. Die Gesellschaft abstrahiert von Menschen und auch vom Wir.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      „Deshalb schliesst man bei der Geburt ein 20 jähriges Scheidungsmoratorium“ Zitat Ende.

      Im Prinzip richtig und ich kenne tatsächlich zwei Elternpaare, welche im Einvernehmen ihre Beziehungen als WG weiterführten, bis die Kinder ein gutes Alter erreicht haben. Was aber, wenn der eine Elternteil sämtliche Bemühungen torpediert, betrügt, lügt, stiehlt und eine WG verunmöglicht? Was, wenn über die Verhältnisse gelebt werden, der eine Elternteil in „Luxus“ schwelgt und für die Restfamilie kein Geld für Nahrung da ist? Wie will man da ein Trennungsverbot durchziehen?

      • Muttis Liebling sagt:

        Dann hätte derjenige niemals Partner und Elternteil eines eigenen Kindes werden können. Menschen sind aussergewöhnlich berechenbar, nach dem 3. Geburtstag ändert sich am Charakter nichts mehr. Da stehen die Chance gut, sich vor der zeugenden Kopulation oder bis zur 12. SSW ein Bild zu machen.

      • tststs sagt:

        Genau, unveränderbar. So wie sich der Körper nicht verändert im Laufe der Zeit, so verändert sich auch der Geist nicht…

        Ich liebe meine Freundinnen über alles; aber bei der einen oder anderen weiss ich schon ganz genau, weshalb sich ihre Männer genau in diese Frau verliebt haben, sich aber von der Mutter ihrer Kinder dann scheiden lassen wollen!
        (und kommen Sie mir jetzt nicht damit, dass auch dieser Charakterzug schon mit 3 Jahren angelegt war, aber erst mit dem Kind durchgebrochen ist 😉 )

    • Lea sagt:

      Eltern die nur wegen der Kinder zusammenbleiben, haben kein glückliches Sexualleben und beginnen sich früher oder später fast immer zu hassen. Worunter vor allem die Kinder leiden. Manchmal sogar mit Kampfscheidungen und Streits die über die Kinder ausgetragen werden
      Meine Eltern haben sich glücklicherweise getrennt, als sie sich noch schätzten. Wodurch ich eine ausserordentlich glückliche Kindheit hatte (grosse „Familie“, bei Bedarf hatte immer jemand Zeit für mich, viele Freiheiten, keinen streit zwischen Erwachsenen…)

      PS: mein Tipp an alle Scheidungseltern oder die die es werden möchten: Kommuniziert direkt mit den Kindern (statt über den/die Ex) und achtet darauf, dass sich die Kinder selbständig vom einen zum anderen Wohnort wechseln können.

    • 13 sagt:

      Eine tolle Idee. Bis auf einige Tatsachen, wie dass ein solches Moratorium weder bindend noch durchsetzbar ist. Und dass es für Kinder überhaupt nicht in jedem Fall das Beste sein muss, wenn die Eltern zusammenbleiben.
      Ich habe auch eine Freundin, deren Eltern so eine Vereinbarung hatten. Als sie sich trennten, sie war 21, schmiss sie eine Party und meinte nur: „Endlich!“. Und seither beendet sie jede Beziehung bei der kleinsten Schwierigkeit aus Angst auch mal in so eine Ehe-WG gefangen zu sein…

      • tststs sagt:

        Nach wie vor bin ich der Überzeugung, dass die Scheidung meiner Eltern ein Glücksfall für mich war.
        1. Die Hölle einer WG mag ich mir gar nicht vorstellen.
        2. Eine tolle Kindheit mit 4 Grosselternpaaren!
        3. einen supertollen Stiefvater erhalten (und auch ein Stiefmami, aber da es Wochenendbesuche und Ferien waren, hatte sie wirklich keine erzieherische Aufgabe/Einfluss)
        4. Es erleichtert die eigene Suche nach Glück doch ungemein, wenn man im Bewusstsein aufwächst, dass es mehr als einen Weg gibt 😉

      • Markus sagt:

        Ich fänd’s durchaus angebracht, wenn das Parlament alternative Partnerschaftsformen definieren würde, z.B. eine Norm, dass jene Paare, welche Kinder machen, sich auf 20 Jahre hinaus verpflichten (detailliert), für die Kinder bestmöglich zu sorgen. Danach wären die Partner ohne weitere Verpflichtungen frei, ihr Leben individuell (oder gemeinsam, wenn gewünscht) zu gestalten – jede/r für sich verantwortlich.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Muttis Liebling

        Tja, dann war ich offensichtlich zu blöd zu wissen, dass sich Menschen nicht ändern. Das liegt vielleicht daran, dass ich nicht wie Sie immatrikuliert habe.

        Mein Ex wurde als Kind schwerst misshandelt,seine „Mutter“ stand jeweils daneben und unternahm ….. NICHTS.

        Irgendwie bin ich dem Irrtum aufgesessen, dass seine zerstörte Seele heilen wird, wenn ich nur genug tue und gebe und gebe und gebe. Er aber befand, dass er gar nicht geheilt werden will, sondern dass es bequemer ist, mich als Fussabtreter zu benutzen und mich für sein besch… Leben büssen zu lassen. Ansonsten hätte er sich nämlich selber bemühen müssen und das ist ihm zu anstrengend.

        Nach 14 Jahren bin ich dann aus der Hölle entkommen. Spät, aber immerhin bevor ich MEINEM Leben ein Ende setzte.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ ML Teil 2

        Übrig geblieben sind chronische Depressionen und chronisches Burnout, was es ja Ihrer Ansicht nach gar nicht gibt.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Markus

        Eltern SIND gesetzlich verpflichtet, für ihre Kinder zu sorgen, nur; was wollen Sie tun, wenn sie es eben NICHT tun? Kein Gesetz kann ein Elternteil dazu zwingen, Zeit mit seinen Kindern verbringen und auch Zahlungen können nur bedingt erzwungen werden. Wenn der zahlungspflichtige Elternteil sich durch Kurzarbeitslosigkeit immer wieder den Betreibungen entzieht. Bis das B-Amt merkt, dass die Person wieder arbeitstätig ist, vergeht fast ein Jahr. Wie also wollen Sie Gesetze verschärfen, wenn schon die bestehenden NICHT greifen, wenn gewisse Eltern sich dagegen stemmen. Sie können weder einem renitenten Elternteil das Kind auf den Rücken binden, noch können Sie betreiben, wo nichts da ist.

  • Fabian Käser sagt:

    Guter Blog-Beitrag, aber weshalb ist dies eine „Replik“? Ich nehme an Sie waren ja nicht mit der anderen Autorin verheiratet oder widersprechen ihren Erläuterungen?
    Ich habe auch in meinem Umfeld schon beide Seiten mitbekommen und ich finde es auch enorm wichtig, dass diese Unterschiedlichen Erfahrungen auch gehört und publiziert werden.
    Aber diesen Blog als „Replik“ zu beschreiben wäre nicht nötig gewesen, denn die Erfahrungen der Autorin waren genau so real wie ihre. Ich hätte diesen Blog deshalb eher als „die andere Seite“ oder als „die Kehrseite“ bezeichnet.

    • tststs sagt:

      Wobei man auch den Begriff „Kehrseite“ falsch verstehen könnte; es ist eben nicht die andere Seite oder Kehrseite einer bereits bekannten Geschichte. Es geht um eine ANDERE Geschichte.

  • Entsorgte Mutter sagt:

    Danke für den Beitrag Herr Hunziker.

  • Esther sagt:

    Die Eltern sollten einander nie vor den Kinder kritisieren, es ist schon so schwer für sie dass die Eltern nicht mehr zusammenwohnen.

    • werner sagt:

      Richtig, liebe Esther! Aber auch nicht schon, so lange man noch verheiratet ist! Denn die Wirkungen sind genau die gleichen und zwar seit das Kind überhaupt Stimmungen unterscheiden kann und das ist sehr früh!

    • Ibis sagt:

      +Die Eltern sollten einander nie vor den Kinder kritisieren+
      Wieso denn nicht. Konstruktive Kritik am Partner/Expartner schadet den Kindern doch nicht. Im Gegenteil: die können lernen wie man richtig streitet. Und wie werner gut bemerkt hat: Kinder nehmen Stimmungen sehr feinfühlig auf. Gerade unterdrückte und nicht verbalisierte Aggressionen….

    • Sportpapi sagt:

      Aber in einem nationalen Blog, wie die erste Autorin, das ist sicherlich nicht so schlimm…

  • 13 sagt:

    Eine andere Geschichte haben sich damals viele Leser gewünscht. Und es wäre gut, eine solche zu hören. Das Problem, Herr Hunziker, ist, dass Sie dies nicht tun. Sie halten zu einem Fall, den Sie nicht kennen, „eine Replik“, erzählen „eine andere Version“ und selbstverständlich ist das eine Unterstellung. Sie erzählen nicht von einem Vater, der von den Kindern ferngehalten wird, und von denen gibt es sehr viele, sondern behaupten indirekt, dass sei in den Fällen, in denen er nicht kommt, auch der Fall, was kaum je stimmt. Ihre Geschichte ist tatsächlich selten. Meistens sagt dann eine Seite klar und deutlich, sie gäbe die Kinder nicht her und schiebt Gründe vor.
    Zu behaupten, es gäbe wenige, die sich nicht kümmern, ist jedoch falsch. Diese Fälle kommen dann einfach nicht zu VEV.

    • Martin Frey sagt:

      @13
      Meine Gefühle ob des heutigen Beitrages sind etwas gemischt, ganz ehrlich. Einerseits muss man honorieren, dass überhaupt jemand, der nicht zu den feministisch gestrählten Papabloggern gehört, sich hier zu dem Thema äussern darf. Und er tut das nach meinem Empfinden auf wohltuend sachliche Art, versucht nicht mittels tränenfeuchter Kinderaugen Emotionen zu bedienen sondern vermittelt Verständnis für alle Seiten, insbesondere aber für die Situation der Kinder.
      Dabei führt er aus, wie manipulativ auch Mütter vorgehen können um bestimmte Situationen schaffen, Väter ins Messer laufen zu lassen und somit Bilder zu skizzieren. Dass er dies aber in dem Kontext unter der Prämisse „Replik“ tut, ohne den spezifischen Sachverhalt des letzten Beitrages zu kennen, ist ebenso manipulativ.

      • 13 sagt:

        @ martin
        Ich hoffe richtig verstanden zu werden. Ich finde es gut, dass er zu Wort kommt. Ich verfolge seine Voten oft, bin nicht immer einverstanden, aber schätze die Arbeit grundsätzlich sehr. Ich hätte es auch gut empfunden, wenn ein entsorgter Vater seine Geschichte hätte erzählen können. Aber was eine „Replik“ auf einen „Erfahrungsbericht“ ist, ist eigentlich klar und die steht ihm m.M.n. nicht zu. Und ich erachte es nicht als Zufall, dass er eine eher spezielle, seltene Geschichte erzählt. Ja, Mütter können manipulativ sein. Sie können den Kindern einreden, wie schlecht der Vater schaut, dass sie traurig sind, wenn sie gehen oder Anschuldigungen streuen, um die Behörden zu beschäftigen. Das sind die meisten Fälle, davon spricht er aber nicht.

      • 13 sagt:

        Und dann fällt er noch in das häufige Experten-Fettnäpfchen: wer immer nur eine Seite sieht und hört, erhält schnell den Eindruck, die andere gäbe es nicht resp sei selten, was jedoch falsch ist.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        Ich glaube, Dich schon richtig verstanden zu haben. Persönlich war mir der Autor kein Begriff, aber wie oft nehmen Journalisten halt sog. Experten die sich quasi naturgemäss anbieten, von denen sie wissen, dass sie formulieren können, etc. Mehr Mühe will man sich meist nicht machen, wenn man selber nicht mit hohem Engagement hinter dem Thema stehen kann. Dann ist dem Volksmund quasi genüge getan.
        Persönlich schätze ich einfach, dass er sich nicht auf Niederungen einlässt wie sonst andere Leute hier. Andererseits gäbe es wohl genug andere, eindrückliche Anschauungsunterrichte wie Du fairerweise anmerkst, man müsste ihnen nur die Plattform offerieren. Und soweit wollte man halt wohl nicht gehen, nehme ich an.
        MaW: Das war eine Auslegeordnung, ein Erfahrungsbericht tönt anders.

    • Fritz Bünzli sagt:

      Ich habe mir in der Tat etwas mehr von Artikel erwartet. Lauer Artikel ohne Fleisch am Knochen. Scheint eher so, als erhoffe sich Herr Hunziker ein paar Stimmen mehr für seine Nationalratskandidatur (persönliche Ansicht: für mich ein No-Go solche Artikel im Rahmen des Mamablogs kurz vor den Wahlen zu publizieren). Gäbe sicher bessere Vertreter um die Sicht der Väter darzustellen (insbesondere wenn man sich die Anzahl der Kommentierenden Männer hier so ansieht). Fail.

      • Think Positiv sagt:

        Herr Bünzli, ja, man könnte meinen, dieser Artikel kommt gezielt vor den Nationalratswahlen. Ich finde das jetzt aber nicht schlimm. Es gibt Nationalratskandidat*innen, die werben mit provokativen Kampagnen oder geben Wahlversprechen, die nett klingen Oder dann gibt’s Menschen wie Oliver Hunziker, die zeigen, in welchen Themen sie kompetent sind. Wenn ich das Engagement von Oliver Hunziker beobachte, so kommen seine Medienmitteilungen immer sehr zeitnah. Wie in vielen anderen Fällen/Beispielen will er aufklären, dass es immer auch eine andere Seite hat und das macht er fair, differenziert. kompetent und sachlich.
        Sie wünschen einen besseren Vertreter um die Sicht der Väter darzustellen. Machen Sie einen Vorschlag. Ich wüsste keinen.

      • Oliver Hunziker sagt:

        Lieber Herr Bünzli,
        Wenn Sie sich die Mühe machen wollen, ein wenig über mich nach zu lesen, würden Sie Ihre Meinung vielleicht etwas revidieren. Ich melde mich seit 15 Jahren zu diesen Themen zu Wort, in den Medien, im Alltag, in der Politik und in der Fachwelt.
        Denken Sie wirklich ich würde damit aufhören, nur weil jetzt grad Wahlen sind?

      • Martin Frey sagt:

        @Bünzli
        Auch gewählte Volksvertreter dürfen Meinungen, Anliegen, und Engagements haben. Sie sollen sich auch nicht vor Wahlen in Quarantäne begeben müssen, finde ich. Und wenn ich mir so anschaue, was Politiker und Politikerinnen anderer Parteien völlig unbesehen von den anstehenden Wahlen insbesondere in der Sonntagspresse sowie in der Wochenpresse Woche für Woche über uns ergiessen, dann verursacht das weit mehr körperliche Schmerzen als die grundsätzlich sachlichen Argumente des heutigen Autoren.

      • Frank sagt:

        Ich begrüsse es geradezu, dass jemand aus der Politik Väteranliegen thematisiert. Noch seltener als Väteranliegen werden bloss noch Männeranliegen wahrgenommen.
        Ich kenne viele Männer, die fühlen sich relativ heimatlos in unserere Politlandschaft. Die suchen händeringend nach Kandidaten oder Kandidatinnen, denen sie die Stimme geben können.

    • Röschu sagt:

      „Sie halten zu einem Fall, den Sie nicht kennen, „eine Replik“, erzählen „eine andere Version“ und selbstverständlich ist das eine Unterstellung“
      Was genau können (bzw. wollen!) Sie am folgenden Satz nicht verstehen, 13? „Es gibt aber auch noch eine andere Version solcher Geschichten, und ich betone ausdrücklich, dass ich damit keinesfalls der Autorin etwas unterstellen möchte.“

      • 13 sagt:

        Oh, ich verstehe ihn sehr gut. Er reiht sich in die lange Reihe von „Ich bin kein Sexist/Rassist/Kapitalist*, aber….“-Sätzen ein. Nur das Statement, dass man etwas nicht ist, reicht eben nicht, um es wirklich nicht zu sein. So reicht es auch hier nicht zu behaupten, man unterstelle nichts, wenn man es dann doch tut. Anstatt die angeblich andere Version einer Geschichte zu erzählen, die er gar nicht kennt, könnte er auch eine andere erzählen. Eine eines entsorgten Vaters, die ebenso häufig vorkommt.

        * beliebig zu erweitern

      • tststs sagt:

        „Es gibt aber auch noch eine andere Version solcher Geschichten, und ich betone ausdrücklich, dass ich damit keinesfalls der Autorin etwas unterstellen möchte.“
        Ich möchte dir ja nicht sagen, was für ein Trottel du bist, aber gern tun würde ich es schon. 😉
        Come on, natürlich macht er permanent Unterstellungen, er schafft es sogar in dem Satz, der eigentlich davon handeln soll, dass er ekien macht!. Vllt gibt es von dieser Geschichte tatsächlich nur eine Version! Vllt. handelt der Vater wirklich in voller Absicht so ohne dass die Mutter „etwas dafür kann“. Vllt würde der Vater die Geschichte genau so schildern.

      • Röschu sagt:

        @13
        „Anstatt die angeblich andere Version einer Geschichte zu erzählen, die er gar nicht kennt, könnte er auch eine andere erzählen.“
        Aber genau das tut der Autor doch!? Mit der Bemerkung „dass ich damit keinesfalls der Autorin etwas unterstellen möchte“ schafft er Distanz zur Geschichte von O. Hager.
        .
        „Eine eines entsorgten Vaters, die ebenso häufig vorkommt.“
        Da bin ich anderer Meinung. Es spricht mMn sehr für den Autor, dass er eben gerade nicht eine weitere emotionale „auf-die-Tränendrüse-drückende“ Geschichte vorlegt, sondern eine sachliche Diskussionsgrundlage schafft.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Scharfsinnig beobachtet 13. Ich gebe ihnen recht.
      Halten wir doch einfach fest, dass wir stets beide Seiten hören sollten, bevor wir ein Urteil fällen. Es gibt wirklich nichts, was es nicht gibt.

      Je krasser aber die Story über einen Ex-Partner ist, umso mehr gehen bei mir die Alarmglocken an. Wie konnte es so weit kommen? Ja, es kann passieren, dass wir dem Charme eines Narzissten erliegen und dann sein leidgeprüftes Opfer werden. Aber oft, wenn auch nicht immer, aber dennoch oft, ist eine Beziehung/Familie nicht zufällig auf unterstem Niveau zerfahren.
      Die Hölle sind oftmals nicht nur die anderen.

      • 13 sagt:

        Alles richtig, roxy. Aber wir sollten auch festhalten, dass hier eben nicht die andere Seite der gleichen Geschichte erzählt wird. Ich zumindest habe es nicht so verstanden, dass Herr Hunziker Frau Hagers Ex kennt und für ihn spricht. Damit ist es nicht die andere Seite, keine andere Version oder Replik (wobei das Wort aus juristischer Sicht, die ich Herrn Hunziker zutraue, ohnehin komisch gewählt ist, aber ok, gehen wir vom allgemeinen Wortverständnis aus). Es ist eine andere Geschichte, die mit Frau Hagers Erfahrungsbericht nichts zu tun hat.

      • tststs sagt:

        „Halten wir doch einfach fest, dass wir stets beide Seiten hören sollten, bevor wir ein Urteil fällen“
        Und das, was übrig bleibt (also was von keiner Seite gesagt wurde), ist dann meist die tatsächliche Lage! 😉

      • tina sagt:

        tststs, ja ich habe mich auch immer total gut amüsiert, wenn man mir nicht glaubte, meinem ex aber schon. und die ganz besonders schlauen dann sowas wie du sagten oder gerechtigkeitshalber die schuld 50:50 verteilten.
        ihr könnt euch vom zuhören kein bild machen. woher nimmt man diese arroganz bloss.
        von beratungs- und hilfsstellen erwarte ich allerdings, dass sie wenigstens mit der zeit merken, wie der hase läuft, vorallem wenn es eindeutige indizien gibt.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Einverstanden 13 – aber so wollte er ja auch nicht verstanden werden, deshalb ist es wohl offensichtlich, dass er das Wort „Replik“ falsch gewählt hat.
        Ich denke die ganze Aufregung hier ist aber nicht, weil all so ein feinsinniges Sprachgefühl haben, sondern weil das Thema offenbar grosse Emotionen schürt.

        Ich für meinen Teil verstehe nicht, wie man so sehr für das eigene Geschlecht Partei ergreifen kann. (Ich meine in dieser Sache nicht Sie!)
        Es gibt anständige Menschen, weniger anständige und richtiggehend abgründige, geschlechtsunabhängig. Ich finde, das sollte jeder vernünftigen Person selbstverständlich sein.

      • Reincarnation of XY sagt:

        tststs – Menschen sind verschieden. In meinem Freundeskreis reden alle sehr ausgewogen über ihre Exen. Hat wahrscheinlich damit zu tun, dass meine engsten Freunde ähnliche Werte haben wie ich.

        Solche Leute wie Sie sie beschreiben, sollten wir hinter uns lassen. Die bringen uns definitiv nicht weiter.

    • Sportpapi sagt:

      @13: Ich verstehe dich gerade nicht. Du hast doch immer dafür plädiert, jeden Einzelfall, jede Schildung ernst zu nehmen, und jegliche Einordnungen abgelehnt.
      Jetzt plötzlich spielen Häufigkeiten doch eine Rolle, die Beschreibung des Einzelfalls wird zur Unterstellung? Obwohl dieses Mal keineswegs der Anschein erweckt wird, dies sei quasi der Normalfall. Nur dass es häufiger vorkommt, als man vermutlich meint.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Man sollte aber durchaus zwischen Einzelfall und allgemeiner Schilderung unterscheiden. Hätte Herr Hunziker einen Fall vorgestellt, bei dem es so läuft (Mutter gibt falschen Ort an), hätte ich nichts gesagt. Dieser wäre tragisch. Er bezeichnet dies aber als „Replik“ und „andere Version“ der gleichen Geschichte und natürlich ist das eine Unterstellung.
        Das es selten vorkommt, sagt er, nicht ich. Ich könnte da zustimmen, so einer kam mir tatsächlich noch nie unter. Ihm offenbar schon, aber auch selten. Aber er behauptet gleichzeitig, Fälle die ähnlich gelagert sind, wie diejenigen von Frau Hager seien selten und da widerspreche ich. Diese sind eben einfach nicht bei VEV.

      • 13 sagt:

        SP, siehst du den Unterschied, zwischen den beiden Aussagen?
        a) Es gibt Väter, die sich nicht um ihre Kinder kümmern.
        b) Du sagst, dass du dich um deine Kinder kümmerst. Ich will dir ja nichts unterstellen, kenne dich ja gar nicht, aber jede Geschichte hat doch zwei Seiten. Und es gibt viele Mütter, die schildern, dass sich ihre Männer nicht kümmern. Komm doch mal vorbei und höre ihnen zu! Denn es ist schon wichtig, dass Väter sich kümmern.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Schon beim ersten Text haben ganz viele die einzelne Geschichte als stellvertretend für andere, ähnliche empfunden. Deshalb habe sich viele ja auch geärgert.
        Heute hiess es: „Es gibt aber auch noch eine andere Version solcher Geschichten, und ich betone ausdrücklich, dass ich damit keinesfalls der Autorin etwas unterstellen möchte.“
        Eben, nicht dieser einen Geschichte, sondern solcher Geschichten (Mehrzahl), also von Vätern, die ihre vereinbarten Vater-Pflichten nicht einhalten.
        Also: a) Es gibt Väter, die sich nicht um ihre Kinder kümmern.
        b) Manchmal glauben die (weinenden) Kinder aber auch nur, dass Väter sich nicht kümmern, weil dem Vater falsche Termine angegeben werden.
        Ansonsten wurde erfreulicherweises intensiv versucht, keine Pauschalisierungen vorzunehmen.

    • Andreas O. sagt:

      Liebe/r 13
      Sie wünschen eine „andere Geschichte“. Damit meinen Sie evtl. die Schicksalsdetails eines betroffenen Elternteils. Ich bin einer dieser entsorgten Väter, denen Oliver Hunziker im Rahmen seiner Beratungstätigkeiten beim VeV begegnet. Er weiss, wovon er spricht.
      Ich hätte mich noch so gerne an der Erziehung, Betreuung, Entwicklung,…. meiner Kinder beteiligt, wurde aber daran gehindert vom anderen Elternteil. Gerichtlich ist alles entschieden: Ich habe das gem. Sorgerecht, muss meine Alimente zahlen und betreue meine Kinder jedes 2. Wochenende. Letzteres ist leider nicht möglich, weil der andere Elternteil Argumente ins Feld führt, die weder Hand noch Fuss haben. Details können Sie gerne bei mir persönlich in Erfahrung bringen, gehören aber nicht in die Öffentlichkeit.

      • 13 sagt:

        Lieber Andreas
        Danke für Ihre Offenheit. Auch ich bin in dem Bereich beruflich tätig, wenn auch in anderer Position als Herr Hunziker. Ich kenne Geschichten wie Ihre, finde sie furchtbar und unterstütze jegliches Bestreben, diese öffentlich zu machen, aber auch politisch und juristisch zu verbessern. Auch wenn ich eher der Meinung bin, dass es in der Rechtssprechung hapert und nicht in der Rechtsetzung. Den Lead müsste da das Bundesgericht übernehmen. Nur bin ich der Meinung, dass Ihr Fall, von denen es viele gibt, nichts direkt mit demjenigen von Frau Hager zu tun hat. Das sind zwei verschiedene Geschichten. Beide tragisch, aber verschieden.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Natürlich sind es verschiedene Geschichten. Aber in meinen Augen haben sie sehr viel miteinander zu tun.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Was denn?

      • Sportpapi sagt:

        @13: Dass sie eine Folge des Missstandes sind, dass beiden Eltern gerichtlich angeordnet vollständig unterschiedliche Rollen zugewiesen werden. Die Mutter behält die Familie bei sich und ist für deren Versorgung (fast vollständig) allein zuständig. Wenn das so ist, warum sollte sie dann den Ärger wegen der väterlichen Besuche/Mitsprache überhaupt aushalten?
        Und der Vater soll eine Familie finanzieren, die er unter Umständen gar nie mehr sieht, oder nur noch sehr beschränkt. Es wundert nicht, dass es Väter gibt, die Zahlungen einstellen, oder Besuchstage als ihr Recht, und nicht ihre Pflicht anschauen.
        Dass die Rollenverteilung im Streitfall bei beiden Seiten Ärger auslöst, der sich in fiesem Verhalten äussern kann, liegt für mich auf der Hand.

      • 13 sagt:

        Nun, ich halte es für sehr naiv anzunehmen, dass es solche Probleme bei alternierender Obhut nicht gibt, dass eine solche in jedem Fall das richtige wäre oder dass sie jeder leisten kann und will (und ich spreche her keinesfalls von der Mutter). Sie mag so etwas wie ein Idealzustand wirken, aber das Leben ist nicht nur rosarot. Du weisst, ich bin ein grosser Verfechter davon, aber man sollte die Realität nicht ganz aus den Augen verlieren.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Alternierende Obhut als Grundsatz führt dazu, dass beide Elternteile in der Verantwortung verbleiben. Auch wenn sie dann doch wieder in Absprache andere Lösungen miteinander treffen.
        Das löst nicht alle Probleme, ist aber eine ganz andere Grundhaltung.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Zur Verantwortung verpflichtet zu sein und Verantwortung tatsächlich zu tragen, sind aber zwei verschiedene paar Schuhe. Zur Verantwortung verpflichtet, wären die Eltern auch so, unabhängig der Obhut. Wenn aber einer sich weigert, diese zu tragen, entweder weil er sich nicht kümmert oder auch keine Bindungstoleranz aufbringt, dann ist der Titel letztlich völlig egal.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ja natürlich. Aber was soll das jetzt hier? Ja, es gibt Väter und Mütter, die ihrer Verantwortung nicht nachkommen.
        Die Mehrheit ist aber nicht so. Und da ist es nun mal entscheidend, ob man sie voll in er Verantwortung belässt, oder quasi auf die Ersatzbank schiebt.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Es ist auch auffällig, wie du dich hier auf alle möglichen Nebenaspekte einschiesst.
        Dabei haben wir endlich mal einen Text, der relativ sachlich und ausgewogen das Thema aufgreift. Wohltuend anders, als wir es uns hier sonst gewohnt sind. Entsprechend geht es für einmal eben nicht in erster Linie um das „sie aber auch“, auch wenn dies natürlich Teil der Replik ist. Sondern um einen Aufruf an beide Eltern, sich anständig zu verhalten.

    • Oliver Hunziker sagt:

      @13: Ich habe ein Beispiel gewählt, welches verdeutlicht, wie Entfremdung funktioniert. Es gibt unzählige Möglichkeiten, Kinder vom anderen Elternteil fern zu halten. Die meisten davon laufen so subtil wie im geschilderten Beispiel und nicht so offen und transparent wie Sie es schildern.

      Ich habe glaub überdeutlich gemacht, dass ich mich nicht auf den Fall beziehe, der von Frau Hager geschildert wurde. Natürlich sind nicht alle Väter die nicht kommen solche, die nicht kommen dürfen. Aber es sind eben auch nicht alle Väter die nicht kommen, solche die keine Lust haben. Das wollte ich aufzeigen, insofern ist es eben auch eine Replik.
      Und ja, die Eltern die sich um ihre Verantwortung drücken, kommen tatsächlich nicht zu uns. Leider – denn ich hätte ihnen einiges zu sagen.

      • 13 sagt:

        Herr Hunziker,
        Sie wollen also ernsthaft sagen, sie kennen mehr Fälle, wo die Mutter einen falschen Treffpunkt angibt (oder der Vater einen falschen versteht, wir wollen ja nicht urteilen), als wo die Mutter die Kinder dazu bringt nicht gehen zu wollen oder sie offen festhält, es sei nicht gut für die Kinder? Ich habe einiges erlebt, bis hin zu Selbstmorddrohungen von Müttern, wenn das Kind sie verlässt, aber das echt noch nie. Aber nun gut.
        Ich bleibe dabei, dass es gut war, Sie zu Wort kommen zu lassen. Aber ich halte es für falsch, Frau Hager persönlichen Erfahrungsbericht als Aufhänger zu nehmen. Denn eine andere Version der Geschichte können Sie ja nicht erzählen. Warum also? Replik ist ohnehin irreführend. Diese würde ja ihr zustehen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Das wollte er nicht ernsthaft sagen. Hat er doch nicht einmal angetönt, oder?
        Aber wenn es dir schon so wichtig ist, auf der Bezeichnung Replik herumzureiten: Ich erinnere an die Irritation, dass die Autorin damals bewusst unterschlagen hat, was denn der (angegebene) Grund für das Nichterscheinen des Vaters war.

      • 13 sagt:

        @ sp
        Er schreibt, die meisten laufen subtil wie von ihm geschildert und nicht so transparent, wie von mir beschrieben. Darum die Nachfrage.
        Ich erinnere daran, dass Frau Hager einen persönlichen Erfahrungsbericht geschrieben hat und den auch so betitelt. Ich erwarte nun mal von Texten, dass sie das sind, was sie angeben zu sein. Ein Tagebucheintrag ist nicht das Gleiche wie eine wissenschaftliche Studie. Und will man einen allgemeinen neutralen Bericht schreiben, schreibt man eben keine Replik und v.a. keine andere Version eines Erfahrungsberichtes.

      • maia sagt:

        @13: Ich habe in meinem Bekanntenkreis gleich mehrere Fälle, in denen es mehr oder weniger so geht, wie Herr Hunziker beschreibt: Falscher Ort, falsche Zeit, den Kindern erzählen, Papa kommt heute, obwohl nichts abgemacht ist usw. usf. und ich habe beruflich damit nichts zu tun.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Es kommt eben schon auf die Zusammenhänge an. Wenn auf einer solchen Plattform Erfahrungsberichte veröffentlicht werden, ist das etwas anderes als im privaten Tagebuch.
        Die Frage ist also, wie kommt der Text bei den Lesern an, welche Botschaft wird mit der Publikation mitgeliefert.
        Und da ist es nun mal so, dass niemand an Zufälle glaubt, und man einen Erfahrungsbericht nur als genau den bezeichnen sollte.
        Insofern ist auch die Replik nicht auf diesen einen Fall, sondern das aufgeworfene Thema ausgerichtet. Egal, ob man dem dann Replik sagen muss.

      • 13 sagt:

        @ maia
        Ok, dann haben Sie aber ein spezielles Umfeld. Aber ich möchte noch einmal festhalten: nicht ich habe es als selten bezeichnet, sondern der Autor. Ich kann mich dem höchstens anschliessen.

  • Michel sagt:

    Zum ersten Teil des Satzes „Kinder brauchen beide Eltern – dies gilt in fast allen Fällen“: Es gibt Fälle, in denen es gut ist, wenn einer der beiden Elternteil oder gar beide auf immer und ewig verschwinden.

  • K. Peter sagt:

    Schlimm ist hier vor allem, dass es für den Mann notwendig ist, sich von allen möglichen Vorwürfen abgrenzen und volles Verständnis für die Gegenseite zeigen zu müssen, und zugeben zu müssen, dass es meist die Männer sind, die ihrer Pflicht nicht nachkommen. Das nimmt an dieser Replik die Hälfte des Textes ein und sollte nicht nötig sein. Der Rest des Textes ist dann auch noch geschlechtsneutral gehalten.

  • Lia sagt:

    mit Verlaub, aber die Geschichte der Autorin kommt zu Hauf vor. Vater geniesst sein neues Singleleben und vergisst darob seine Kids – das ist häufiger der Fall als der Papi, der mehr als die gesetzlich festgelegten Tage mit den Kindern verbringen möchte. Ich habe zum Glück einen solchen Expartner, der seine gesamten Ferien mit den Kindern verbringt und sie mehrere Wochenenden hintereinander zu sich nimmt – aber dass der Vater sich abwendet, da er ja auch sonst im Familienleben nicht präsent war (Kindererziehen ist ja Frauensache), ist sehr wohl sehr, sehr präsent.

    • Dreifachpapi sagt:

      Woher wissen Sie das? Haben Sie eine Statistik oder ist Ihr eigenes Leid der Gradmesser, wie die Welt generell ist? Die Geschichten, dass der Vater seine Kinder nicht sehen darf sind häufiger als Sie annehmen.

    • Random Guy sagt:

      Können Sie dieses „viel, viel mehr im Fall“ auch mit irgendwelchen Quellen belegen, oder ist das eher so wie ein Bauchgefühl?

    • socrates sagt:

      Also in meinem Umfeld ging die Trennung meistens von der Frau aus, der Vater hat dann alles verloren, Kinder, Frau, Haus etc. Ja, klar zahlen soll er natürlich noch. Dass die Familie viel Geld braucht und der Vater oft lange Stunden arbeitet um der Familie einen gewissen Wohlstand zu bieten, hat nun mal die Konsequenz, dass er oft abwesend ist. Bei einer Trennung sind die Väter sind noch so froh, wenn es eine einigermassen gerechte Sorgerechtsregelung gibt.

  • Dani sagt:

    Das Problem ist dass das Thema immer auf einer emotionalen Schiene gefahren wird, und nicht im Sinne für die Kinder. Es geht um Verletzung, um Lügen und Intrigen, es geht um Gier (Geld) und Macht und gerade mit letzterem kommen Menschen nicht klar und nutzen sie aus: Gerade dann wenn sie verletzt und wütend sind. Eigentlich müsste man jeden Elternteil konsequent strafrechtlich verfolgen wenn er anfängt die Kinder aufzuhetzen und abzuschirmen und so dem anderen Elternteil seine Rechte aberkennt. Das muss soweit gehen dass Mutter oder Vater in ein Erziehungsheim müssen, wo sie wieder lernen wie man im Sinne von anderen Interessen handelt, und nicht für seine Eigenen. Ich kann jeden Elternteil verstehen der gewalttätig wird, weil ihm auf unfaire Weise jegliches Recht aberkannt wird.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Besten Dank für diesen wichtigen Beitrag. Geradelinig, unaufgeregt, nüchtern, sachlich.

    Glücklicherweise sind solche traurigen Fälle die Ausnahme. In meinem Bekanntenkreis gibt es zwar die eine oder andere unglückliche Scheidung, welche für die Kinder sicher nicht ideal ist, aber eine solche Niederträchtigkeit, wie hier beschrieben, habe ich persönlich noch nie erlebt.

    Trau, schau wem. Je mehr unterstes Niveau wir in unserem Freundes- und Bekanntenkreis erleben, um so mehr sollten wir uns fragen: Mit was für Menschen geb ich mich ab? Was für Menschen ziehe ich in mein Leben?

  • tststs sagt:

    Wieso lässt man nicht einfach eine betroffene Person zu Wort kommen?

    • Martin Frey sagt:

      Er ist ja scheint es durchaus selber betroffen, auch wenn er nicht in persönlichem Verhältnis zum letzthin geschilderten Fall steht.
      Dass er nicht mit den selben Stilmitteln agiert sondern auf Ausgleich und Verständnis bedacht ist, finde ich jetzt eher positiv.

      • tststs sagt:

        Natürlich, das hätte man auch machen können (und ich wäre dem auch nicht abgeneigt).
        Aber dieser Beitrag soll ja das“Gegengewicht“ zum anderen Beitrag sein. Dieser war auch ein emotionaler, subjektiver Bericht. (Wäre der erste Beitrag auch von einem „Experten“ und nicht aus der Sicht der Betroffenen selbst geschrieben worden, wäre es natürlich etwas anderes…)

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Mir scheint, die Art wie das Thema hier abgehandelt wurde, viel passender. Als ein emotional und aus einer Sicht beschriebener Einzelfall, der Emotionen auslöst, aber nicht eingeordnet wird. Der in meinen Augen ganz klar als Beispiele für viele, als Missstand vorgestellt wird, sich aber doch wieder der Kritik und Reaktion entzieht, weil er ja doch nur eine persönliche Beschreibung eines schlechten Erlebnisses sei (und die politischen Forderungen dazu unterschlagen werden).

    • Entsorgte Mutter sagt:

      Ich bin eine betroffene Person und würde meine Geschichte nie öffentlich machen das würde den Kinder nur noch mehr Leid zufügen.

      • tststs sagt:

        Das haben Sie soeben gemacht (natürlich ohne Details) und ich denke nicht, dass Ihren Kindern deshalb Schaden/Leid droht.
        Aber es ist selbstverständlich das gute Recht eines Jeden, Erlebnisse zu teilen oder nicht!

    • Klärli Benz sagt:

      Vielleicht, weil man diese Person nicht gefunden hat? Dass Kinder von ihren Vätern im Stich gelassen werden, kommt zu Hauf vor. Dass Mütter die Kindsväter mit fiesen Tricks fern halten, ist sehr sehr selten.

      • Martin Frey sagt:

        Wer sucht, der findet, Frau Benz.
        Wer nicht sucht, weil er/sie vielleicht auch gar nichts finden will, findet auch nichts.

      • maia sagt:

        @Klärli Benz: Bitte legen Sie die Quellen offen, die Ihre Behauptungen belegen – danke vielmals.

      • Klärli Benz sagt:

        @maia: Das ist ein Blog und keine wissenschaftliche Arbeit. Das BfS erhebt diese Missstand meines Wissens leider nicht. Was teilweise erhoben wird, ist die schlechte Zahlungsmoral der Väter, welche ja auch widerspiegelt, wie sehr sie sich kümmern oder eben nicht. Ich denke, die Schweiz ist da mit Deutschland durchaus vergleichbar: „Einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zufolge erhält etwa die Hälfte der Alleinerziehenden keinen einzigen Cent von ihrem Expartner. Ein weiteres Viertel bekommt zwar etwas, doch nur jeder vierte Unterhaltspflichtige begleicht den vollständigen Betrag.“ Quelle: faz 4.11.17.

      • Klärli Benz sagt:

        @ Martin Frey: Die Redaktion wollte also gar keinen Betroffen zu Wort kommen lassen? Warum nicht? Wäre doch viel interessanter gewesen.
        Aber ja, sie haben Recht: Nach langem Suchen hätte man vielleicht tatsächlich ein solches Opfer finden können. Nur frage ich mich, was es bringt, die Ausnahme gegen die Regel aufzuwiegen.

      • Martin Frey sagt:

        Also nochmals die Frage an Sie, Frau Benz, woher glauben Sie zu wissen, was hier die Regel und was die Ausnahme ist? Was macht Sie in dem Gebiet so bewandert, dass Sie sich mit der Behauptung, dass solche Personen nicht zu finden wären, derart zum Fenster hinauslehnen dürfen?
        Selber bin ich nicht in dem Gebiet tätig, kenne aber trotzdem mehrere solcher Fälle. Seltsam, nicht?
        Ueber die Motivation der Redaktion kann und will ich nicht spekulieren. Aber klar ist, sie hat damit einer allgemeinen, wiederkehrenden Forderung einmal nachgegeben.

      • Markus sagt:

        Kann maia’s Antwort nur beipflichten.

      • Sportpapi sagt:

        @Klärli Benz: Dass Mütter den Vätern ihre Kinder vorenthalten kommt viel zu häufig vor!

      • Meieriesli sagt:

        @Benz
        Dabei unterschlagen Sie, dass nur 52,7% der Väter mehr als 1134€ netto verdienen, d.h. genug um tatsächlich zahlungspflichtig zu sein. Das steht im selben Artikel den Sie zitieren und gehört ebenfalls erwähnt.

        Soviel zum Thema Ausgewogenheit und Fairness, das scheint nicht alles andere als Ihr Ding zu sein.

      • maia sagt:

        @Klärli Benz: Och, wenn das so ist dann schreibe ich hier mal: Dass Mütter die Kindsväter mit fiesen Tricks fern halten kommt zu Hauf vor. Dass Kinder von Vätern im Stich gelassen werden, ist sehr sehr selten!?!? – Im Ernst jetzt: irgendwie sollte man solche Behaupungent schon wenigsten annähernd begründen könnnen. Und da genügt es nicht, ein paar Fälle im Umfeld zu kennen.
        Und wenn Sie dann schon auf eine Studie hinweisen, dann bitte doch auch auf den Umstand, den Meieriesli angefügt hat.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Danke!
    Grundproblem scheint mir ua in der Haltung „Familie ist Privatsache, niemand und nichts hat da reinzureden“ zu liegen.
    Sie ist eben nicht Privatsache, destruktives Verhalten wie oben und anderswo beschrieben hat Auswirkungen die weit übers „private“ hinausgehen.

    Nach wie vor plädiere ich für mehr Unterstützung in Form von Kursangeboten, bspw mit Gutscheinsystem, und „Trennungs/Scheidungsbegleitung“, zwingend nach dem ersten schiefgelaufenen Besuchstermin damit sich Situationen wie im Text gar nicht erst etablieren können.
    Kein „Unabhängigkeit&Freiheit-Slogan“ rechtfertigt es, dass ein Elternteil derart ausgebremst und Kinder nachhaltig geschädigt werden können.

  • TiPeMe sagt:

    Genau! Danke für diese Ergänzungen! Es lohnt sich immer, beiden Seiten zuzuhören und -als Aussenstehende- Tempo und Emotionen rauszunehmen. Nicht werten, nicht schieben, sondern bremsen, abkühlen, objektivieren und fragen!

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