Mit dem Familienauto in die Klimakrise

Warum soll ich verzichten und andere nicht? Beim Auto zeigt sich, wie Bequemlichkeit über Moral siegt.
Mamablog

Familienglück auf vier Rädern: Es ist eben manchmal schon praktisch, so ein Auto. Foto: iStock

Wir hatten beide kein Auto, als wir uns kennen lernten. Zwei Jahre später standen wir im Bus. Klar hätten wir jemanden aufscheuchen und meiner Frau einen Sitzplatz erkämpfen können. Aber die Wehen kamen ja erst in einem Abstand von sieben Minuten. Nach viermal Wehen erreichten wir das Spital.

Gute acht Stunden dauerte unsere erste längere Reise mit dem knapp einmonatigen Brecht. Das mehrmalige Umsteigen mit Kind, Kinderwagen und Gepäck brach mein physisches und unser ökologisches Rückgrat. Noch im selben Monat taten wir, was spiessige Kleinfamilien in einem solchen Moment immer tun. Wir kauften uns einen gebrauchten Volvo Kombi.

Ich mag unser Auto

Gerne würde ich mich Ihnen grün wie eine reife Zucchetti im Morgentau präsentieren. Aber ich will auch ehrlich sein: Das Leben mit Familienauto ist schön. Ich liebe diese Freiheit, spontan irgendwo hinfahren zu können. Ich lade den Kofferraum mit Einkäufen voll, die ich nie zu tragen vermochte. Muss der Brecht zur Kinderärztin, fahren wir 20 Minuten statt mit dem Bus 50 Minuten vor dem Termin los. In die Ferien können wir unsere Wohnzimmereinrichtung mitschleppen.

Ich rede mir ein, dass ich mir diese Freiheit erarbeitet habe. Nicht finanziell, sondern moralisch. 15 Jahre habe ich auf ein eigenes motorisiertes Fahrzeug verzichtet, aus einer einzigen Überzeugung heraus: «Ein Auto lässt sich erst mit Familie rechtfertigen.»

Endlich sind wir diese Familie und fahren so oft wie möglich sinnlos durch die Landschaft. Haha, nein, natürlich nicht. Wir halten uns zurück, wie es selbst Zwingli nicht getan hätte. Unser Auto ist strikt ein Familientransporter. Weder meine Frau noch ich fahren damit zur Arbeit. Und wir haben den alten räudigen Diesel inzwischen durch ein sparsames Modell ersetzt.

«Wir sind imfall super ökologisch!»

Ausserdem schreiten wir ja auch sonst durchaus verantwortungsvoll durchs Leben. Wir essen kaum Fleisch, haben unser Haus wärmegedämmt, heizen mit Holz, sparen Strom und Wasser, vermeiden Abfall, ziehen im Garten unsere eigenen Zucchetti. Wir fliegen keine Kurzstrecken und Langstrecke etwa alle 7 Jahre.

Ich könnte diesem Rechtfertigungsmonolog zwölf weitere Beispiele anhängen, aber eines bleibt Tatsache: Wir haben ein Auto, obwohl es auch ohne ginge. Mit weniger Komfort, aber es ginge.

Klar überlegen wir zwischendurch, wieder autofrei zu leben. Dann sehe ich vor meinem inneren Auge, wie wir zu Fuss Taschen voller Bio-Lebensmittel nach Hause schleppen, Stückelbergers mit dem SUV vorbeifahren und Maximilian-Jason uns grinsend durchs Panzerglas zuwinkt. «So ja nun nicht», denke ich und weiss genau, was das im Umkehrschluss bedeutet: Erst wenn die anderen auf Luxus verzichten, bin ich bereit, auch etwas zu tun. Welch grandioses Vorbild für meine Kinder.

Kompensieren mit Zucchetti

Hier müsste langsam das Happy End einsetzen, aber Sie lesen die Geschichte eines Versagens. Ein Anschauungsbeispiel, wie die Bequemlichkeit über die Moral siegt. Wir werden unser Auto vorerst behalten und damit selbstkritisch aber eben doch mit 130 km/h abzüglich Toleranz in die Endphase der Klimakrise fahren. Vielleicht ist es ein kleines Versagen, doch all diese kleinen Einzelversagen braucht es, damit wir uns als Gesellschaft wild hupend an die Wand parken.

Um uns fürs Auto zu bestrafen, bleiben wir diesen Sommer zu Hause, essen Zucchetti aus dem Garten und gehen kürzere Strecken auch mal zu Fuss. Aber reicht das? Haha.

211 Kommentare zu «Mit dem Familienauto in die Klimakrise»

  • Barbara V.E. sagt:

    Bruder! (naja… vom Alter-Gefälle her eher Neffe oder Sohn oder so)
    Ich hatte auch lange ein schlechtes Gewissen wegen dem Auto. Aber echt: die Zeit die ich spare (erst als ich alleinerziehende Mutter war und jetzt pflegende Tochter) ist für mich unbezahlbar. Ich bin 1988 das einzige mal Langstrecke nach Kenya geflogen (Studienreise fürs Geschäft) und in den letzten 10 Jahren 1 mal nach Hamburg und 1 mal nach Berlin. Rest mache ich mit Zug oder mit gefülltem Auto. Unter der Woche pendle ich mit dem Zug zur Arbeit.
    Ich schäme mich nicht mehr, dass ich meine Bedürfnisse wahr nehme und mir technische Hilfe hole um mich selber zu unterstützen. Ich brauche Energie auch für mich (früher als geforderte Mutter, jetzt als Tochter einer bejahrten Mutter).

  • Kaspar Scheidegger sagt:

    Puh und ich überlege mir mit viel innerem widerstand ob ich nicht das grosse motorrad und das kleine zweitauto abschaffen soll und wir nur noch den familien VW caddy behalten sollen. Jetzt fühle ich mich mies.

  • Olivier Fuchs sagt:

    Die Grossraumabteile für Velos etc. in den Zügen, Trams und Bussen sind oft auch belegt mit grossen Kinderwagen, die nicht einfach zerlegt werden können. Es wundert mich daher, dass viele meinen, ein Auto sei unter allen Umständen unabdingbar. Es kann dann auch lustig werden, wenn sich verschiedene Leute so treffen. Es gibt meiner Erfahrung nach zwei verschiedene Gruppen von Neueltern: die starken, harten, welche bei ihrem Stil bleiben, und die anderen, die spätestens unter der neuen Situation umkippen.

  • Andreas Weibel sagt:

    Wir sind eine vierköpfige Familie. Es käme mir nicht im Traum in den Sinne, ein Auto anzuschaffen oder zu mieten. (Geschweige denn zu fliegen.)

    Wer auch nur ein bisschen Verantwortungsgefühl gegenüber der Zukunft seiner Kinder hat, macht das ebenfalls.

    • Tofa Tula sagt:

      Klimatalibanen gehen barfuss, vorzugsweise auf dem heissen Asphalt.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Und natürlich verzichten sie auf einen Grossteil aller Konsumgüter, die, dank der internationalen Arbeitsteilung, im historischen Vergleich geradezu sackbillig sind, konkret: Die Baumwollpflanzen zum Beispiel, die für den Stoff eines T-Shirts notwendig sind, pflanzen sie selber an, ernten und verarbeiten sie zuhause, und weben dann aus dem Rohmaterial genau den Stoff- vorzugsweise auf einem selber gebauten Webstuhl natürlich- aus dem die alternativen T-Shirtträume gemacht sind. Ähnliches gilt selbstverständlich auch für den Rechner, der das Schreiben dieses Kommentares erst ermöglicht hat: Die seltenen Erden, der für die Herstellung eines solchen Gerätes notwendig sind, graben sie im Garten selber aus, usw. usw. Mehr s. Kommentar von Glancy Mueller weiter unten…

    • Hans Minder sagt:

      @Tofa Tula und Zuffrey Marcel.
      Nicht andere angreifen, die Gutes für die Nachwelt zu tun versuchen! Wer kann, der soll halt auch sein Gemüse zu Hause anpflanzen oder den Pully aus Schafwolle vom Nachbarbauernhof stricken. Wer dies alles nicht schafft, dem sollte bewusst sein, dass er sich in Zukunft noch verbessern kann. Und NEIN, Veränderungen sind oftmals nicht über Nacht möglich….. deshalb ist es gut, wenn man dort anfängt, wo es am leichtesten geht….und ein bisschen Dekadenz oder Exzess ist auch nicht das Ende der Welt, wenn man diese Handlungen eben als Dekadenz und Exzess erkennt und nicht als notwendiges Menschenrecht für alle proklamiert.

      • Tofa Tula sagt:

        Herr Minder
        Natuerlich, irgendwann einmal muss man anfangen, jeder für sich und nach seinen Möglichkeiten. Was ich (mit Freude sogar) angreife, sind verbohrte Extremisten aller Art. Das meiste Unheil dieser Welt, haben wir solchen zu verdanken. Religiöse extreme Sekten, Exponenten extremer politischer Positionen links und rechts, extreme Neofeudalisten, extreme Genderfanatiker, extreme Umweltheilige (ja, die gehören dazu). Eine Ausnahme mache ich allerdings gerne bei musischen, bildenden und anderen Künsten, wo ein gewisses Mass an Verrücktheit schon wunderbares hervorgebracht hat. Weniger so beim Sport, wo sich später leider oft herausstellt, dass kleine Helfer mit im Spiel waren.

    • Barbara V.E. sagt:

      Lieber Herr Weibel
      Schön, wenn das bei Ihnen passt und sie das durch ziehen können. Ich bewundere alle die es schaffen.
      Dass ich jetzt weniger Verantwortungsgefühl hätte, was die Zukunft meiner Kinder/Enkel angeht, nur weil ich nicht auf ein Auto verzichte: das wage ich zu bezweifeln.

  • Hans Minder sagt:

    Ich denke, dass der Mensch ohne Exzesse gar nicht lebensfähig ist. Allerdings ist es wichtig zu erkennen, wann man einen Exzess praktiziert, um diesen auch vollumfänglich zu geniessen. Mit andern Worten: eine dekadente Reise per Auto in die Ferien ist vollkommen O.K. und vielleicht sogar lebensnotwendig, um nicht in Depressionen, Fanatismus oder lähmende Wut über Andersdenkende zu verfallen. Allerdings der Welt zu erklären, dass Autofahren wirklich das A+O sei und wir ja nicht unter einer Käseglocke leben, die uns von andern Klimasündern schützt, ist eben FALSCH (da lediglich zur eigenen Gewissensbereinigung gedacht). Wir müssen das Risiko abwägen: Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper ist genauso wichtig, wie eine nachhaltige Welt für die Nachkommen. Da braucht es Kompromisse

  • Alois sagt:

    Glücklicherweise waren unsere Vorfahren keine linksgrün indoktrinierten Fundamentalisten, sonst würden wir heute noch in der Höhle hausen.

    • Andreas Weibel sagt:

      Und wegen Leuten wie Alois werden wir wieder in den Höhlen enden.

      Wenn linkgsgrüner Fundamentalismus die einzige Lösung ist, wie wir den Klimakollaps verhindern können, dann muss die Menschheit halt linksgrün-fundamentalistisch werden, um ihre Zukunft zu sichern.

      • beat graf sagt:

        So ein Unsinn, Herr Weibel. Auch Linksgrüne und und Grüne brauchen eine Arbeit um zu überleben.

      • Vierauge sagt:

        @beat graf:
        nein, eigentlich brauchen wir alle Nahrung, Kleidung und ein Dach über dem Kopf, um zu überleben.
        Arbeit kann, muss aber nicht die materielle Grundlage dazu schaffen.

      • Marcus Ballmer sagt:

        @Vierauge: sorry, aber das ist ideologischer Quark.

      • beat graf sagt:

        Vierauge; und das alles wächst und baut sich von alleine. Und das Material steht gratis einfach so in der Gegend herum.

  • Rudolf sagt:

    Auf der Grundlage von Schuldzuweisungen oder Appellen an die Individual-Moral werden wir die Klima-Problematik nicht effektiv angehen können. Es braucht intelligente politische und ökonomische Entscheide (z.B. Preise, die die wahren Kosten unseres Konsum- und Wachstumszwangs abbilden; Lenkungsabgaben, die Umweltverbrauch bestrafen und sozialverträglich endlich mal von oben nach unten umverteilen etc.) und natürlich auch Verbote. Niemand hat ein Anrecht darauf, diese Welt zugunsten der eigenen Konsum-Hysterie noch ein bisschen mehr zu versauen (70% der Weltbevölkerung haben gar nicht die Möglichkeit zu solch gewissenlosem Verhalten). Ich bin allerdings dankbar für die vielen Einzelnen, die mit Charakter, Gewissen, Vernunft und Phantasie ihren ökologischen Fussabdruck verringern.

    • ps sagt:

      «Umweltverbrauch» – gutes Wort!

    • Lisa sagt:

      Dass die grossen Würfe mehr bringen würden als die kleinen individuellen Bemühungen – das sehe ich auch so. Was aber nicht unterschätzt werden darf ist das Umdenken im Kleinen, das Bewusstsein für die Problematik. Denn ohne das kann man auch im Grossen rein garnichts verändern. Es ist ein langer Prozess, bis es in den Köpfen zur Erkenntnis kommt. Und genau deshalb braucht es unbedingt die persönlichen Bemühungen. Synergieeffekt.

      • Rudolf sagt:

        Ja, Lisa, ich bin voll und ganz ihrer Meinung. Ich bin hoch dankbar für die vielen Menschen in meinem Umfeld, die in ihrem persönlichen Leben umdenken und umsteuern (und das oft schon seit 30-40 Jahren, sonst sähe es heute vermutlich noch mieser aus). Und die sich dies von der Arroganz der „Ich bin doch nicht blöd“-Fraktion auch nicht kaputtquatschen lassen. Nur hat das Umdenken von so Vielen im Kleinen seit dem Beginn der Umweltbewegung den neoliberalen Backlash nicht verhindern können, der heute diese ganze Welt inklusive Pflanzen, Tieren, Luft, Wasser und Menschen zu einem riesigen Warenhaus umstrukturiert hat, an dem sich jeder gratis bedienen kann, solange es niemand verbietet, reguliert oder wahrhaftig bepreist.

    • Mike Radler sagt:

      … niemand hat ein Anrecht darauf die Welt zu versauen… aber jeder hat das Recht sich grenzenlos zu vermehren. Die von Ökopapis erzogenen Nachkommen werden dann ganz sicher nachhaltig leben.. und freiwillig verzichten… bei 4 Kindern reicht’s dann noch für 1000W pro Kopf… Sonst noch Illusionen?

      • peter müller sagt:

        Das Recht haben wir effektiv, aber wir machen nicht davon Gebrauch. In den Industienationen hinkt die Geburtenrate der Sterberate eher hinterher. Wie Sie auf die „grenzenlose Vermehrung“ kommen, bleibt wohl Ihr Geheimnis. Und ja, wenn nun die Ökopapis ihren Kindern noch eine nachhaltige Lebensführung beibringen, dann haben wir eine Chance.

    • Jon Caduff sagt:

      Bepreisung, Lenkungsabgaben, etc. widerspricht unglücklicherweise direkt Ihrer Forderung nach Umverteilung von unten nach oben.

      • Rudolf sagt:

        Deshalb schrieb ich auch über eine Umverteilung „von oben nach unten“. Bitte sorgfältig lesen.

      • Tofa Tula sagt:

        Sie sprechen es an. Umverteilung von „oben“ nach „unten“ funktioniert nur in ideologisierten Köpfen, es widerspricht der Natur, wo immer der stärkere, ueberlebensfaehigere das Sagen hat. Die Kunst ist es, da „oben“ einen Mindset wachsen zu lassen, der es zulässt, dass man denen da „unten“ soviel überlässt, damit diese zufrieden sind und nicht revolutionieren. Mit der Umwelt hat das aber relativ wenig zu tun. Menschen können es sich in weiten Temperaturbereichen einrichten. Beispiele dafür gibt es genug.

  • Alexa sagt:

    Lieber ab und zu Auto fahren, als 4-5 Mal pro Jahr mit dem Flieger in die Ferien fliegen. Auf beides verzichten wäre super, aber manchmal nicht möglich. Wir leben auf dem Land in einem Dorf ohne ÖV-Anschluss und haben deshalb auch ein Auto. Ich wurde bereits mehrfach von Menschen, die in der Stadt leben unserem Auto „kritisiert“. Aber genau diese Menschen, muss man dann am nächsten Bahnhof mit dem Auto abholen, weil sie nicht zu Fuss zu uns spazieren wollen :-). Und oftmals sind es noch die, die 4-5 Mal pro Jahr in die Ferien fliegen :-)). Also liebe Leute, seid bitte konsequent, wenn ihr schon andere an den Pranger stellt!

    • Ruedi sagt:

      Ihr Kommentar ist lustig. Einerseits rechtfertigen Sie sich für Ihr Auto, da Sie keinen ÖV-Anschluss haben, andererseits kritisieren Sie Ihre Besucher, die vom Bahnhof nicht zu Fuss zu Ihnen spazieren wollen. Sie ja auch nicht.

  • Hans sagt:

    Wir haben eine Familie, ein V8, ein Geländewagen, zwei Motorräder mit 150 und 200 PS, Rennvelos für den Sport und fliegen regelmässig in die weite Welt hinaus. Solange das nicht verboten ist und ich es mir leisten kann, sehe ich überhaupt keinen Grund, das nur wegen irgendwelchen links-grünen Klimahysteriker zu ändern.

    • Hotel Papa sagt:

      Wieso fühlt sich eigentlich immer, sobald wer etwas von verantwortungsvollem Lebenswandel schreibt, einer bemüssigt, die Drecksau rauszuhängen?
      Zu betonen dass du dich gern wie ein Unsympath benimmst, macht dich nicht besonders unabhängig oder frei.
      Es macht dich nur zu einem Unsympathen.

      • Ungrün sagt:

        Danke Hans – wenigstens einer ist ehrlich.. schliesse mich zu 100% an.. gerade diese Tage lasse ich das Auto 10Min vor dem Einsteigen schon an damit die AC die Fahrt erträglich macht und ganz ehrlich, ich fühle mich ausschliesslich gut dabei!

      • Jacques sagt:

        Hans beschreibt das Leben, wie es bisher tausende führen und berichtet ehrlich darüber. Das mach ihn zum „Unsympathen“.

        Unsere heutige Welt ist schon irgendwie schräg. Die Grünen schreien lauthals zu Mässigung und Enthaltsamkeit, später erfährt man dann in den Medien , dass eben diese Grünen die heutigen Vielflieger sind.

        Noch mehr Verlogen geht wohl nicht.

      • Maike sagt:

        @Ungrün – ist nicht so schlimm, das mit dem Vorglühen bei Deiner AC. Vermutlich eine Replika mit einem VW 1200 Motor.
        Wäre es nämlich eine Echte, hättest Du sicher schon mehrer Anzeigen von den lieben Nachbarn am Hals und hättest Bussen mit 60 Franken aufwärts blechen müssen.

    • Astrid Meier sagt:

      Das kann mir egal sein, Hans. Es ist ja nicht die Zukunft meiner Kinder. Geniess‘ also fröhlich weiter.

    • Rudolf sagt:

      Ihre Haltung, Hans, finde ich sozial und politisch hochproblematisch. Sie und viele ähnlich ignorante Mitmenschen zwingen mich dazu, mit meinen Steuern die Umweltschäden aufzufangen, die Sie sich „leisten“ (welche Arroganz, in diesem Zusammenhang von Leistung zu reden). Die Welt unserer Enkel noch ein bisschen mehr zu versauen, weil niemand mir das verbietet, ist unreif und verantwortungslos. Wirklich „ehrlich“ wäre es, die wahren Kosten des eigenen Tuns anzuerkennen und auch selbst zu bezahlen.

    • peter müller sagt:

      Ein starkes Argument für Verbote, danke!

    • Roger sagt:

      Diese nach mir die Sinflut Mentalität ist bezeichnend für unsere Gesellschaft. Deshalb glaube ich auch, dass der Mensch in den nächsten 150 Jahren aussterben wird. Das ist auch ok, weil diese Erde gut auf diese Spezies verzichten kann und sich vielleicht in ein paar tausend Jahren wieder erholt. En schönä 1. August, Hans!

    • Andreas Gehrig sagt:

      @Hans
      Denken ist nicht Ihr Ding. Wenn man Ihren Verbrauch auf die gesamte Menschheit extrapolieren würde, könnten wir der Katastrophe nicht mehr entgehen. Die Menge der kopflosen Verbraucher ist ein echtes Problem, die belasten die Umwelt locker 4-5x mehr als Durchschnitt, der hiesigen Bevölkerung.

  • Arska sagt:

    Finde den Blog vom Markus Tschannen interessant, erfrischend und vor allem – ehrlich. Im Moment gibts ja schon viel Geschreie da von wegen Klima, Flugschämen etc. Dahinter leider oft ziemlich wenig technisches Verständnis.

    • Hotel Papa sagt:

      Was bitte ist falsch daran, dass man mit kaum einer Tätigkeit mehr Ressourcen verschleudern kann, als mit Fliegen?
      Und der MIV kommt dicht dahinter.

      Auch und gerade mit technischem Verständnis.

  • Ueli Gerbet sagt:

    Familieauto und so alles kein Problem. Was mich aber stutzig macht, wie kann es sein, dass für den Gang zum Kinderarzt 50‘ mit dem ÖV oder 20‘ mit dem Auto aufgewendet werden müssen. Ist da vielleicht der Wohnort nicht ganz umweltgerecht ausgewählt worden?

    • Der Wohnort liegt gar nicht mal so schlecht. Zwar nicht im Zentrum aber gut ans Zentrum angebunden. Das beschriebene Problem hat man meist dann, wenn man von Stadtrand zu Stadtrand muss. Dann ist man mit dem Auto aussenrum rasch da, muss mit dem ÖV aber umsteigen und Anschlüsse abwarten. Sogesehen ist wohl eher die Kinderärztin schlecht gewählt, aber was heisst schon „gewählt“.

    • Lisa sagt:

      Es wäre schon toll, wenn man Arbeitsort und Wohnort immer schon dicht bei einander hätte und die ganze notwendige Infrastruktur noch dazu. Aber ziemlich illusorisch. Und dass man mit dem ÖV länger braucht als mit dem Auto, ist – trotz sehr gutem ÖV – doch nicht ungewöhnlich?

    • Hotel Papa sagt:

      Das sind die ganz normalen Zeitverhältnisse. Die Daumenregel: mit dem ÖV dauerts 2 mal so lange. Auch bei günstigem Wohnort. Einen ungünstigen Wohnort erkennt man daran, dass es mit dem ÖV überhaupt nicht geht.
      Was sich die MIV-Anhänger aber nicht gern klarmachen: Wieviel Zeit im Stau draufgeht, beim Parkplatzsuchen, und wieviel Flexibilität bei der Planung der Route man aufgibt, weil man immer zur abgestellten Dose zurück muss.
      Ausserdem habe ich mal eine Studie gesehen, die die Zeit, die man aufwendet, um das Geld zum Betrieb des Verkehrsmittel zu verdienen, auf die Fahrzeit draufschlägt und daraus eine Durchnittsgeswindigkeit errechnet. Da sieht das Auto plötzlich im Vergleich zum Velo verdammt alt aus…
      Ist ein bisschen überspitzt, aber es hilft als Denkanstoss.

      • Sportpapi sagt:

        Woher kommt diese Daumenregel? Bin nicht sicher, ob das wirklich stimmt…

      • Kurt Widmer sagt:

        Innerhalb der Stadt Bern stimmt diese Daumenregel für mich auch mit dem Velo. Der ÖV hat immer 10′ Grundzeitverbrauch durch Fussmarsch zur Haltestelle und Wartezeit. Und das Auto ist in etwa gleich schnell wie ein Velo und bei zunehmenden Distanzen nur schneller.

      • Lisa sagt:

        Für die Stadt Züri stimmt die Daumenregel annähernd – sofern ich nicht mitten in der Stosszeit unterwegs bin, brauch ich mit den ÖV deutlich länger als mit dem Auto. Schon öfters mit dem Geschäftswagen erlebt (mit dem ich auch eine Parkplatzgarantie habe – privat bleib ich beim ÖV).

      • Hotel Papa sagt:

        SP: Eigene Erfahrung. Und offensichtlich geht es anderen ähnlich.

      • Sportpapi sagt:

        @Lisa: Ja, ohne Parkplatzsuche. Ausserdem ist man nun mal häufig während der Stosszeit unterwegs, wie die meisten…

  • Zufferey Marcel sagt:

    Die letzten 10 Jahre hatten wir kein eigenes Auto mehr: Als zentral lebende Familie reichte da ein Mobilityabo. Kein eigenes- aber vor der Haustüre ein praktisch immer verfügbares Mobilityauto zu haben, hat vollauf gereicht. Aber eben: Arzt im gleichen Haus, Einkaufscenter ums Eck, Bahn wenige Schritte entfernt und der See in fünf Minuten zu Fuss erreichbar (oder die Voralpen in zwei Stunden ;-)… das ist wahrscheinlich eine ziemlich privilegierte Lebenssituation. Ja, und dann ist/war da noch Zürich: In 30 Minuten mitten im Zentrum per Zug! Ohne eigenes Auto leben? Kein Problem, aber…

    • Hotel Papa sagt:

      Jup. So siehts aus.
      Aber der Familientraum ist immer noch das Häuschen im Grünen. Der sich, weil ihn so viele teilen, immer weiter weg von den Zentren verschiebt.

      • Gerhard Engler sagt:

        Mein Familientragödie ist mitten in Winterthur. Ohne Auto, mit drei Kindern

      • Sportpapi sagt:

        Die halbe Schweiz (mindestens!) wohnt in absoluter ÖV-Nähe zu einer (Gross-)Stadt.

      • Hotel Papa sagt:

        SP: Sicher, aber da ist man mit dem ÖV erst im Zentrum. Zum Endziel geht es dann IDR wieder radial nach aussen. Ein Leben mit ÖV geht, keine Frage (mache ich mein ganzes Leben von nicht unbeträchtlicher Länge), aber es führt zu Einschränkungen.

      • Zufferey Marcel sagt:

        @Hotel Papa: Aber diese Einschränkungen sind auch eine Gewohnheitsfrage, finde ich. Sobald man kein eigenes Auto mehr hat, muss man einfach anders planen. Distanzen gewinnen so eine ganz andere Bedeutung. Und je länger die Distanz, desto bequemer der Zug. Am Destinationsort in ein Mobilityauto umsteigen- et voila!

      • Sportpapi sagt:

        @HP: Ja, es gibt für alles im Leben Vor- und Nachteile. Und ja, es gibt Einschränkungen. Aber meist bin ich mit ÖV in vergleichbarer Zeit am Ziel (öfters auch mal schneller, manchmal langsamer), aber sicher pünktlicher und entspannter.
        Und ich habe Zeit zum lesen…

  • glancy mueller sagt:

    ich bin der meinung, dass gewisse fakten nicht unerwähnt bleiben dürfen. so blasen etwa die 15 grössten containerschiffe während eines jahres mehr schwefeldioxid in die luft als alle 760 millionen autos auf unserem planeten (quelle: arte-doku, on-demand, falls jemaand interesse hat). natürlich darf das keine entschuldigung sein, nicht selbst etwas zu tun. aber ich bin der meinung, dass man nicht dem kleinen bürger alles madig macht, was spass macht und oft auch eine notwendigkeit ist. warum werden beispielsweise benzinschleudern nicht wirksam progressiv mit abgaben belastet? wenn jeder seinen 6-,8- oder 12-zylinder gegen einen verbrauchsarmen schlucker tauscht, wäre schon viel gewonnen. und dass die grossen schiffe nicht besteuert werden, kommt eh nur den wenigen besitzern zugute.

    • Punix sagt:

      Naja… und die Containerschiffe sind rein zum Selbstzweck unterwegs …? Oder vielleicht weil uns Konsumenten egal ist, wo ein Produkt herkommt? Und weil die globale Arbeitsteilung uns Konsumenten bei der Schnäppchenjagd hilft?

    • Hotel Papa sagt:

      Die Lieblingsausrede heute, die Schiffahrt. Wenigstens hier korrekt dargestellt an der Schwefelproblematik. In der Regel kommt die Behauptung, dass die paar Schiffe gleich klimawirksam seien wie die zitierte Menge Autos.
      Markus Tschannen stellt es korrekt dar: Ich weiss dass ich sündige, aber ich bin vor der Bequemlichkeit eingeknickt.
      Ich sündige dieses Jahr bei der Flugreise. Das negiert in drei Wochen Ferien die ganze Selbstkasteiung mit 8000 km Velopendeln.
      Einfach ehrlich sein mit sich selber, statt mit dem Finger auf andere zu zeigen.

    • Nina Burgherr sagt:

      Dass die Schiffe nicht besteuert werden, kommt in erster Linie den KonsumentInnen zugute, die so weiterhin billig Güter kaufen können, die weiter gereist sind als die DurchschnitsschweizerInnen das ganze Jahr. Wir hier sind es, die mit unserem Kaufverhalten mitbestimmen, wie viele dieser grossen Schiffe unterwegs sind. Einige Menschen hierzulande sind tatsächlich auf billige Güter angewiesen, doch lange nicht alle, welche diese Güter kaufen.
      Ganz generell gilt im Kapitalismus: Die Nachfrage bestimmt das Angebot (natürlich könnte man mit dem Verzicht auf nachfragegenerierender Werbung da auch noch was machen. Nur das würde ja die KonsumentInnen als nicht-selbstbestimmte Wesen entlarven, was der Grundidee des FDP-Liberalismus widerspricht)

    • Rolf Maag sagt:

      Nur ist leider kohlendioxid eines der wichtigsten treibhausgase und nicht schwefeldioxid…

    • Zufferey Marcel sagt:

      In der Sache völlig richtig, Glancy. Ich will jetzt nicht in die Rechtfertigungsfalle geraten, so von wegen: Ja, diese Frachtschiffe, bei denen muss zuerst etwas passieren (während ich mich mit demonstrativem Nichtstun hervor tue), aber die globalen Zusammenhänge sollte man bei all dem derzeitigen Klimaschutzktivismus zumindest nicht ausser acht lassen: Dem kleinen Bürger jede Form von geografischer Bewegung madig zu machen und gleichzeitig die internationale Arbeitsteilung (Globalisierung) nicht einmal ansatzweise infrage zu stellen, hat halt eben so ein Geschmäckle. Mobilität ist letztendlich ein hoch politisches Anliegen- und in ärmeren Weltgegenden zudem auch noch eine absolute Notwendigkeit, Stichwort Arbeitsmigration!

  • Jacques Bonhomme sagt:

    So ist sie eben: „Die normative Kraft des Faktischen – Ecce homo“ 😉
    p.s.: Volvo-Kombi ist ein guter,solider Familientransporter. Wie früher die Peugeots 504/505 Break auch. Löwenmässig. Die werden in Afrika immer noch als Taxis eingesetzt. Längst amortisiert, bei Geld und CO2.

  • Nina Burgherr sagt:

    Ich denke, dass jede und jeder für ihr oder sein Verhalten geradestehen muss. Wer weiss, wie umweltschädlich gewisse Verhaltensweisen sind und diese trotzdem praktiziert, handelt im wahrsten Sinne in diesem Moment unvernünftig. Das ist nun nicht wirklich ein Verbrechen, aber halt eben irrational. Da gibts dann auch nichts zu beschönigen und Ausreden und Ausflüchte (zum Beispiel: „aber X ist noch viel schlimmer“) helfen niemandem – insbesondere nicht dem Klima – irgendwie weiter. Wer hingegen die Erkenntnisse zum Einfluss verschiedener Verhaltensweisen auf die Klimaerwärmung ignoriert, der ist ganz einfach dumm.

  • peter müller sagt:

    Alles eine Frage der Einstellung. Wir haben 2 Kinder und kein eigenes Auto. Wenn’s denn wirklich mal nicht anders geht, gibt’s ja noch Mobility, was bei uns im Schnitt vielleicht 5x / Jahr der Fall ist. Im Land mit dem weltbesten öffentlichen Verkehrsnetz funktioniert das tiptop. Wocheneinkauf passt locker in den Veloanhänger, schafft man auch ohne Batteriemotörli am Velo und man kann sich erst noch das Geld und die Zeit für die Muckibude sparen. Verkaufen Sie Ihre Blechkarosse und geniessen Sie mit dem Geld, das Sie dafür ausgeben lieber das Leben.

    Schon bald wieder 37°C. Wie heiss muss es noch werden, bis wir es begreifen?

    • Peter Müller sagt:

      Das weltweit beste ÖV-Netz in der Schweiz ist wirklich Tatsache. Allerdings hilft das nicht gegen das schlechte Benehmen anderer Fahrgäste insbesondere im Umgang mit dem Mobiltelefon. Ich will einfach kein dümmliches Handygeplapper mithören, was auch deutlich mehr nervt als die Gespräche anwesender. Entsprechend kommt der ÖV nur dann infrage, wenn es wirklich nicht anders geht.

      • peter müller sagt:

        Luxusproblemchen. Nobel geht die Welt zugrunde!

      • Maike sagt:

        Seit 2006 benutze ich intensiv den ÖV im Raume Zürich rund um die Uhr und habe solche Situation noch nie erlebt. Eher das Gegenteil war der Fall, das gerade kritisch aussehende Menschen von ihrem Sitz aufgestanden sind, um einem altem Menschen ihren Platz anzubieten. Und dümmliches Handygeplapper hört man auch auf der Strasse, auf der Parkbank neben einem und als gedämpftes Getuschel im Kino. Mein diesbezügliches Highlight war auf der Toilette als die Dame neben mir an ihr Handy ging und den Anrufer zusammenfaltete, wie er sich unterstehen könnte, sie auf dem WC anzurufen. Und das war real, kein ausgedachter Fake !!

    • Peter Müller sagt:

      Luxusproblem? Nicht dann, wenn man – wie bereits selbst erlebt – mit Prügel bedroht wird, wenn man sich über die Belästigung eines Dauertelefonierers beschwert. Und die Zugbegleiterin hat herzlich wenig getan, den aggressiven Handy-Süchtigen in die Schranken zu weisen. Meine Gesundheit ist mir wichtiger. Was interessiert mich die Erde in 50-80 Jahren, wenn ich im Hier und Jetzt im ÖV spitalreif geschlagen werde?

      • Werner Graf sagt:

        Dass das Ihnen passiert ist, ist natürlich unangenehm. Mit Ihrer Aussage versuchen Sie jedoch das Risiko hochzuspielen, als ob man im ÖV unmittelbar um sein Leben fürchten müsste. Das ist schlicht rufschädigender Blödsinn.
        Es werden nicht täglich dutzende ihm ÖV angegriffen, weder absichtlich noch fahrlässig.
        Alleine die SBB hat 1.25 Mio Passagiere pro Tag. Wenn man nicht unnötig rechthaberisch eine problematische Situation provoziert, ist die Wahrscheinlichkeit eines Vorfalls minim.

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Da ich ein langjähriger Veganer mit 40-jähriger dunkelgrüner Vergangenheit bin espare ich mir aus Selbstschutz das Durchlesen der aktuell 81 Kommentare.
    Nur zwei Sätze: wir fahren nicht in die Klimakrise, wir sind mitten drin und ohne einen heute noch nicht erkannten ökologischen gegenteiligen Prozess steht GAME OVER bereits in Flammenschrift an der Wand.
    Sorry, aber ein bisschen Panik muss schon noch sein für all die mich umgebenden Ignoranten und Brachial-Egoisten.

  • Jürgen Baumann sagt:

    Die Familienkutsche (ich hatte auch diverse) ist solange gut, wie die Allgemeinheit bereit ist mein privates Vergnügen zu subventionieren und mich nicht für die Vollkosten für Umwelt- und Gesundheitskosten aufkommen zu lassen. Deshalb befürworte ich eine CO2-Abgabe auf alle klimawirksamen Emissionen. Für die Nutzung von Brenn- und Treibstoffen stelle ich mir vor, dass diese vorhersehbar steigen. Also etwa 1 CHF pro Liter oder m3 Erdgas und Jahr oder in einer anderen Zeiteinheit (ich wäre persönlich für pro Jahr und 1 CHF).
    Und ja
    – ich fahre auch noch Auto (elektrisch mit eigener PV)
    – ich habe auch eine Heizung (50% Biogas)
    – ich bin auch Gelegenheitsvegetarier
    – wenn ich schon fliegen muss kompensiere ich
    – und auf Strecken unter 1000 km nehme ich den Nachtzug …

    • Jacques Bonhomme sagt:

      Im Gegenteil. Mit den jetztigen Treibstoffsteuern (Benzin/ Diesel) wird doch auch der ÖV quersubventioniert. (Heizöl ist günstiger als Diesel; beides aber ‚Petrol‘). Postauto/ Busse fahren auch mit Diesel. Und die Bahn/ Tram z.T. auch mit Kohle- oder Atomstrom. Ich nehme an, sie sind auch gegen AKW’s (aus ideologischen Gründen).

      • Elmar Scherrer sagt:

        Aus Ihrer Sicht kann man also nur aus ideologischen Gründen gegen AKW’s sein? Dass diese Technologie u.U. ganze Landstriche unbewohnbar machen kann, und dass wir noch immer keine Lösung für die Endlagerung des hochgiftigen Abfalls haben, sind somit reine Ideen und keine Realität? Wurde uns Fukuschima nur vorgegaukelt, von irgendwelchen Ideologen?
        Achten Sie mehr auf Ihren Sprachgebrauch! Sonst enttarnen Sie sich schnell gleich selber als Manipulator.

  • Punix sagt:

    Mensch Tschannen, bei mir haben Sie voll den Finger in die Wunde gelegt – kurz vorm Wohnmobil Urlaub und in der Woche wo die Kinder täglich zum Ferienkurs gefahren werden: Schlechtes Gewissen geweckt! Aber ich versuche mich rauszureden, dass ich ansonsten das Auto selten nutze, Einkäufe zumeist mit dem Velo mache (mehrere kleine Einkäufe beugen auch Food Waste vor), wir zuletzt vor mehreren Jahren geflogen sind und wir schon deutlich weniger Fleisch essen als noch vor einigen Jahren. Wenn jeder ETWAS macht (und dafür nicht an anderer Stelle überkompensiert) ist doch auch schon was erreicht… oder?

  • Peter Pan sagt:

    Ich weiss ja nicht, was der Autor unter einer Fernreise alle 7 Jahre versteht, aber wenn man den Flug nach New York nimmt (weit genug?), so könnte die Diesel Familienkutsche mit dem Pro Kopf CO2-Ausstoss gut 16000 KM fahren, aber das sowohl als einzelne Person, wie zu zweit, dritt, viert oder auch zu fünft. Zu dritt nach NewYork wären es dann 48000km mit einem Diesel…
    Nicht Auto besitzen, nicht Autofahren, nicht Fleisch essen, nicht irgendwas ist das Problem, sondern die Menge und der Umgang damit. Habe auch einen alten Volvo, der weniger Diesel verbraucht als im Hochglanzprospekt beworben wird. Bei welchem Neuwagen ist das so? Einkaufen gehe ich trotzdem zu Fuss oder mit dem Velo.

    • Unsere eine Reise in 7 Familienjahren ging an ein Hochzeitsfest nach Los Angeles. Für 3 Personen macht das knapp 11 Tonnen CO2. Mit unserem aktuellen Auto verursachen wir diese Menge CO2 in 85’000 Kilometern. Schon interessant, solche Rechnungen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Interessant wären tatsächlich mal Modellrechnungen, welche die zu erzielenden Gewinne ermitteln, würden alle der 15% Menschen, welche in den Industriestaaten leben, auf jeden individuellen Vorteil aus Energiedissipation verzichten.

        Dagegen die Rechnung, wenn alle ihre individuellen Nutzungen maximieren. Ich habe die leise Vermutung, da kommt irgend etwas von 1-2% der Gesamtspannbreite bei heraus. Individuell ist so gut wie nichts zu holen. Aber ich weiss es nicht.

        Ein Panzer braucht 80 l Diesel für eine Kilometer. Die US- Armee verbraucht mehr nachwachsende Ressourcen als alle lateinamerikanischen Länder zusammen.

    • Maike sagt:

      Ich kann sie beruhigen Herr Tschannen, soviel CO2 haben Sie mit Ihrem Trip nach LA nicht erzeugt.
      Ein Flug nach LA verbraucht ca. 70 Tonnen Kerosin (Quelle fair-in-air, Airbus 340). Eine Tonne Kerosin, wenn es vollständig verbrannt wird, erzeugt 3.15 Tonnen CO2 (allg chemisches Grundwissen). Unter der Annahme, das der Flieger mit 300 Personen besetzt war, ergibt das für sie Drei nur 4.41 T CO2. Letzteres ist reine Mathematik.

  • gabriel sagt:

    ich kenne mich mit verkehr und mobilität (ist nicht das gleiche) ein wenig aus und möchte zum verkehrsverhalten der familie etwas sagen. erstens, ein auto besitzen und ein auto nutzen sind zwei komplett verschiedene sachen. die familie verhält sich in einem fall sehr vorbildlich (nutzung) und im anderen fall (besitz) ziemlich ok; als familie nutzen sie das auto meistens zu viert, das ist weitaus umweltfreundlicher als im tesla alleine rumzufahren. bravo. ein auto besitzen ist heute nicht mehr zwingend notwendig, aber da es sich um ein 15jährigen volvo handelt, der schon vermutlich 200’000 km auf den buckel hat, muss sich die familie auch hier kein schlechtes gewissen machen. optimieren könnte man aber noch; zum beispiel die nutzung des autos mit einer anderen familie teilen.

    • Gerhard Engler sagt:

      Hahaha : ein Auto zu haben ist HEUTE nicht mehr zwingend nötig. Was würde wohl mein Großvater dazu sagen. Er hatte nie ein Auto.

  • Bernhard PIller sagt:

    Ein Auto zu viert ist ökologischer als jeder Zug!
    Besser ist nur „weniger Autos zu viert“.

    • Alam sagt:

      Wie gross ist der Anteil der Autos, die mit 4 Leuten gefüllt ist? Zu 90% sitzt einer allein drin.

    • Muttis Liebling sagt:

      ‚Ein Auto zu viert ist ökologischer als jeder Zug!‘

      Wie viele sitzen bei Ihrer Rechnung im Zug?

    • Hotel Papa sagt:

      Nach welcher verbogenen Rechnung?
      Wenn es hier um faule Argumente geht, dann rechnen die gleichen Leute mit einem zu 5% ausgelasteten Zug, die sich sonst über die überfüllte SBB und das schlechte Benehmen der Mitfahrer beklagen.
      Laut mobiltoo.ch ist ein mit 4 Personden besetztes Auto immer noch nur halb so effizient wie ein durchsnittlich besetzter Zug.

      • Kurt Widmer sagt:

        Ein Auto zu viert ist selbstverständlich ökologischer als ein Zug zu viert. Jeder vergleicht Äpfel wahlweise mit Birnen, Orangen oder Bananen um sich seinen Energieverbrauch schönzurechnen.

    • Roger sagt:

      Was nicht erwähnt wird ist, dass viele Auto eine Klimaanlage haben, was dem Klima schadet. Was man aber auch vergisst ist, dass viele Jobs (Autobauer/Entwickler, Zulieferer, Tankstellen, Strassenbau/Unterhalt, Garagen, Autoprüfstellen, Strassenverkehrsämter & Gerichte, Polizeiüberwachung, Überwachung ruhender Verkehr, Strassenbeschilderung, Sanität, Abschlepp- und Pannendienst etc) vom Autoverkehr abhängen. Diese zusätzlichen Emissionen der erwähnten Posten kommen in keiner Statistik vor.

      • Tofa Tula sagt:

        Gehen Sie mal in die USA, dort wo es heiss und feucht ist, und erklären Sie mal den Leuten dort, dass die Klimaanlage der Umwelt schadet und sie besser darauf verzichten sollten. Dann gehen Sie in die grossen Metropolen in China, Indien und anderen Ländern in Asien und wiederholen dort die Übung. Der Zug ist abgefahren.

  • Meinrad Inglin sagt:

    Was ist Moral? Warum ist autofahren unmoralisch? Warum ist nicht-autofahren moralisch? Die Schreibe ist etwas wirr. Ein kleinbürgerliches und spiessiges linkes Rechtfertigungsnarrativ. Typisch für Situations-Ethiker (das sind Leute, die ihre ethischen Massstäbe der gegebenen Situation anpassen). Unmoralisch handeln nur anderer. Ethisch ist, was ich tue. Und das kann sich jederzeit ändern, gilt aber nicht für Drittpersonen.

    • Peter Müller sagt:

      Ausserdem ist die ÖV-Nutzung aus meiner Sicht reinster Masochismus. Das hat weniger mit der Qualität des Angebots der SBB zu tun, als vielmehr mit dem schlechten Benehmen anderer Fahrgäste. Insbesondere ist es einfach nervtötend, das dümmliche Handy-Geplapper Telefon-süchtiger Mitreisender zu hören – nein Danke! Selbst bei der vielgescholtenen Deutschen Bahn gibt es im ICE Ruhebereiche in der zweiten Klasse, bei der arroganten SBB nicht.

    • Danke für die Blattkritik, Herr Inglin. Es hat mir sehr geholfen, mich besser kennen zu lernen.

      • Gabi Bossert sagt:

        @Peter Müller, die autonom fahrenden Gäste benehmen sich auf den Straßen nicht anders. Je nach Machtgefühl potenter. Scheint auch den Sinn auszumachen mit den schweren, hohen Karossen.

    • Mira sagt:

      Sie schreiben hier „linkes Rechtfertigungsnarrativ“. Ich bin immer wieder erstaunt, wie man Umweltschutz und Klimaverantwortung mit Links assoziert. Ich bin nie weiter links der Mitte gewesen, sehe mich eher als rechts-liberal. Und habe mich immer für den Umweltschutz stark gemacht. Denn wir haben nur eine Umwelt und ich möchte sie meinen Kindes-Kindern nicht kaputt machen resp. möchte ich mein Rentnerleben dereinst nicht in einem Bunker verbringen, weil man an der Oberfläche nicht mehr überleben kann.

  • Heinrich Blatti sagt:

    Wunderbar wie sich alle hier rechtfertigen. Ich gebe es wenigstens ohne Wimpern zucken offen zu: Wir fliegen viel, fahren viel Auto, essen Fleisch, haben verstaubte Velos im Keller und ich selber meide den ÖV so gut es geht. Ich bin dafür aber gerne bereit, zusätzliche Abgaben z.B für eine CO2-Steuer zu entrichten..

    • Arthur Künzler sagt:

      Das könnten Sie ja schon längst! Mit jedem Flug z.B. Ihre Offenheit in Ehren, aber wie glücklich macht Sie Ihre Klimaverschmutzung, jetzt wo Sie wissen, was Sie damit anrichten? Tun Sie für Ihre Gesundheit etwas Gutes und putzen Sie Ihre Velos, damit Sie sie benutzen können!
      Damit auch noch zu prahlen, was Sie anrichten ist schon ziemlich schräg!

    • Peter Müller sagt:

      Warum soll ich auf Grund des Klimahypes auf Autofahren und Fliegen verzichten. Wir vergleichen gerne die Situation, z.B. was die Gletscher betrifft, mit dem Jahr 1850. Ist den Leuten eigentlich klar, dass die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Zeit grosser Hungersnöte und Auswanderung gab? Warum will man unbedingt in diese Zeit zurück. Der Klimawandel existiert definitive, und er ist mit grosser Wahrscheinlichkeit Menschen-gemacht. Was aber nicht stimmt, ist die Behauptung, dass der Klimawandel nur negative ist. Das wollen uns nur die Jünger der Klima-Religion einreden, und daher bin ich auch nicht zum Verzicht bereit.

      • sonic sagt:

        @PM: Sagt der Herr Peter Müller, Klimaexperte, anhand des Gedeihens seines Gummibaums im klimatisierten Büro und der Crema seines Espressos. Danke für die Erleuchtung!

      • Hotel Papa sagt:

        Ruhen Sie sich noch zwei, drei Jahre auf Ihrer Taschenlüge aus.
        Dann dürfte es auch dem Hinterletzten klar werden, was im Moment abgeht.

      • Roger sagt:

        @Peter Müller: Also bitte erklären Sie mir, was den am Klimawandel so positiv sein soll?

  • Cédric Ruckstuhl sagt:

    Ich nehme eigentlich immer das Auto, weil ich Autofan bin und gerne Auto fahre. Es ist einfach ein Vergnügen – die Technik, es ist so bequem, und ich habe einen super schönen Wagen.
    Der einzige ÖV, den ich benutze, ist das Flugzeug.

    • Arthur Künzler sagt:

      Von wegen Technik: wie wäre es mal mit einem E-Bike, da tun Sie für Ihre Gesundheit was Gutes und geniessen die umweltfreundliche beste Technik gleich mit.
      Ihr Auto werden Sie bald nicht mehr gross im Nahverkehr benutzen „müssen“.
      Seit ich ein E Bike fahre, benutze ich das Auto höchstens einmal in der Woche.

    • Thomas Meier sagt:

      Sensationell! Ich hätte es selbst nicht besser schreiben können!

    • Il fifone sagt:

      Hihi 😀

  • Marta Kley sagt:

    Wir haben zwei Kinder aus ökologischen Gründen ohne Auto grossgezogen. Man muss sich halt einfach darauf einstellen. Man sucht sich einen mit ÖV erschlossenen Wohnort mit viel Infrastruktur in der Nähe. Einkäufe kann man sich auch liefern lassen. Ist zwar auch ein Auto, aber sinnvoller, als wenn sich jeder mit 400 PS seine zwei Würstchen holt. Mit dem eingesparten Geld kann man sich locker auch mal ein Taxi leisten, ein GA und ein schönes Velo dazu. In die Ferien fährt man mit leichtem Gepäck. An den meisten Orten dieser Welt kann man alles was fehlt kaufen. Kinder fahren viel lieber Zug als Auto. Für Teenager muss man nicht als Chauffeuse herhalten. Ich habe nicht das Gefühl auf etwas verzichtet zu haben, im Gegenteil. Man kann ohne eigenes Auto ein richtig gutes Leben führen.

    • graf beat sagt:

      Man kann auch mit einem Auto ein richtig gutes Leben führen. 400 PS braucht es auch nicht und die meisten Autos, bezahlbaren Familienkutschen werden so um die 150 PS haben.
      Sicher kann man alles kaufen was man nicht mitnehmen wollte. Ist dies sinnvoll? Wohl kaum, hat man ja alles doppelt. Und ich möchte Sie sehen, mit zwei Kindern, Hund und dem üblichen Gepäck mit dem OeV z.B. nach Spanien an den Strand oder nach Disentis in die Skiferien fahren.
      Und Nachtchauffeur war ich für meine beiden Teenies gerne. Die beiden waren echt dankbar. Mit 17 war dann die Fahrerei sowieso vorbei. Mit dem letzten Zug in den Ausgang, mit dem ersten wieder nach Hause, so in etwa.

      • sonic sagt:

        Wieso soll man nicht mit öV mit zwei Kinder in die Skiferien können? Wir machen das immr so.. Ok wir haben keinen Hund..

    • Thomas sagt:

      Unser Auto ist gross, Verbraucht mit 5 Liter aber zuviel in der Praxis. (halt deutsche Technik, der K9K ist sparsamer als der EA288) Hat 105 PS und reicht auch auf deutschen Autobahnen mehr als.

    • Tor Grant sagt:

      @ Marta Kley
      Auch die ÖV produzieren CO2! Auch das Velo hat Teile aus fernost, also auch CO2

      @ sonic
      Skiferien? Na klar, mit den ÖV und ganz CO2 neutral. Zur Erinnerung, die Skiferien, enden nicht mit dem ÖV fahren.

      Ihr beide beruhigt euer Gewissen mit einem „pseudo CO2 freien Leben“. Krass diese Einstellung.

  • Guy Brinnan sagt:

    Die Antwort wäre einfach: Eine konsistente, alle Aktivitäten gleichermassen erfassende CO2-Steuer, die langsam ansteigt, um (realistische) Klimaziele zu erreichen. Und die voll durch Steuersenkungen in anderen Bereichen kompensiert wird, damit sie sozialverträglich ist.

    Dann wäre transparent, was wie viel CO2 verursacht, jedem z.B. klar, dass massvolles Autofahren harmlos ggü. Langstreckenflügen oder alten Heizungen ist. Jeder müsste für das verursachte CO2 zahlen und hätte einen Anreiz, weniger zu verursachen. Und die Vermeidung würde marktgerecht dort passieren, wo es am meisten Sinn macht.

    • Tina sagt:

      Absoluter Quatsch. Das CO2-Steuern ist doch nur für das Gewissen des Volkes. Mit einer CO2-Steuer verbessern wir die Situation nicht, denn die damit erwirtschafteten Gelder fliessen nicht etwa in Regenwaldaufbauprojekte, ändern nicht das Verhalten der Industrie und reduzieren somit nicht das CO2. Denn die CO2 Steuer müsste schon sehr hoch sein, dass die Leute auf Grund des Geldes auf dieses und jenes verzichten. Und wenn die Steuer so hoch ist, dass sie den gewünschten Effekt hat, haben wir eine krasse 2. Klassen Gesellschaft, in der die Reichen sich alles erlauben können, weil sie es bezahlen können, anstatt dass sie mit gutem Beispiel vorangehen würden.

      • Guy Brinnan sagt:

        ALLE Massnahmen, die ALLE Schweizer machen, sind nur für das Gewissen und werden keinerlei Effekt auf das Klima haben. Wenn Sie einen Effekt haben wollen, müssen Sie Inder, Chinesen, Amerikaner überzeugen, viele hundert Millionen von ihnen, und dann erst wird’s was.

        Aber mit einer CO2 Steuer würde die Schweiz maximal effizient klimaverträglich umgebaut und könnte eine Vorbildfunktion einnehmen, nicht nur in was gemacht werden sollte, sondern auch wie.

  • Anh Toàn sagt:

    Wir haben auch ein Familienauto. Wir fahren damit etwa 6’000 Kilometer pro Jahr, zur Zeit sind wir zu dritt, also 2000 Kilometer pro Kopf, bald sind wir zu viert und mehr Kilometer werden es dann auch nicht werden, dann sind es 1’500 Kilometer pro Kopf und Jahr: So viel fahren auch Leute, die kein Auto besitzen, mit Sharing, Taxi, Mietwagen etc. Auch kaufen wir Strohhalme

    Wir bewohnen (und heizen) aber nur rund die Hälfte des durchschnittlichen schweizerischen Wohnraumes pro Kopf.

    Statt Familien das Familienauto zu verbieten, könnte man auch Singleleben verbieten: Wer alleine Leben will, muss in einer WG leben, Einpersonenhaushalte haben vermutlich meistens auch ohne Auto einen grösseren CO2 Ausstoss pro Kopf.

    • Ali Ferkous sagt:

      Ein Einpersonenhaushalt halt einen kleineren CO2-Ausstoss als ein 6-Personenhaushalt, du hast mit Garantie 2 aktuelle und vor allem zukünftige CO2-Produzenten zu viel produziert, um dich hier gross aufzuspielen, Toni!
      Deine beiden überzähligen Balge werden das CO2-Gleichgewicht auch zukünftig stören!

      • Anh Toàn sagt:

        Also wenn schon könnte man zumindest einer der „überflüssigen Balge“ schon meiner „Partnerin in Crime“ anlasten. Oder halt beide zur Hälfte. Aber warum nicht meinen Eltern, hätten die nicht, hätte ich nicht, und dann sind wir dann bei Adam und Eva, hätten die nicht…

      • Sev Schneider sagt:

        Hoffen wir alle, dass bald ein verlässliches Instrument zur Messung der genauen CO2-Emissionen pro Person zur Verfügung steht, am Besten öffentlich zugänglich. Dann könnten wir uns endlich gegenseitig effektiv ans Bein pinkeln, vielleicht irgendwann sogar unter Mithilfe von Sanktionen seitens des Staates.

    • Anh Toàn sagt:

      Nachtrag: Ich wäre dafür, den motorisierten Individualverkehr zu verbieten, dann würde ganz vieles noch praktischer werden ohne Auto. Aber im Winter den Säugling und das Kleinkind so anziehen, dass die Weg zur „Tankstelle für den Säugling“ bzw. der an diesem Tag Vollzeit arbeitenden Mutter, oder zum Kinderarzt, ohne Erfrierungserscheinungen überleben, braucht ziemlich viel Zeit und Geduld. Und mit 2 Kindern im Fahrradanhänger kauft man dann auch nicht noch Mineralwasser (ich drinke Hahnenburger, aber Säuglinge und kleine Kinder nicht), ein Sonderpack Milch (bin kein Veganer, nicht mal Vegetarier, kaufe einfach viel weniger von dem Zeugs) und ein Dreier Pack Windeln (auch die sind ökologisch verwerflich) weil Aktion, auf dem Nachhauseweg. Ein Auto ist manchmal verdammt praktisch.

      • Anh Toàn sagt:

        Ich bemühe mich, mich zu mässigen, unnötiges zu reduzieren, vielleicht aus schlechtem Gewissen über meinen grossen ökologischen Fussabdruck. Ich habe eine Vietnamesin geheiratet, was immer wir machen, wo immer wir leben, haben wir (und unsere Kinder) Familie, Freunde, Interessen in Vietnam und in der Schweiz. Das geht auch mit dem Zug, oder einem Schiff, man kann auch dahin segeln. Aber solange die anderen fliegen, reduzieren wir die Flüge, lassen jedes zweite Jahr aus, aber wir fliegen auch. Ich fühle mich keineswegs besonders gut, aber mich interessieren Schritte, welche unsere Gesellschaft insgesamt ökologisch besser machen, und dann bin ich durchaus bereit, auch „Opfer“ zu bringen, verteidige nicht meine Interessen. Aber wenn nur ich verzichte, ändert nichts, ausser bei mir.

  • Steff sagt:

    Besorg dir ein Velo mit Lastenanhänger, da kriegst du fünf Migrossäcke rein. Und Spass machts auch noch .
    PS. Habe ein etwa gleialtriges Kind, besitze aber keinen Volvo Kombi

    • Guy Brinnan sagt:

      Wenn ich einen Familieneinkauf mache, kaufe ich mehr als bloss 5 Migrossäcke.

      Ausserdem kleine Faustregel, die Menschen ohne Auto aber nicht wissen werden (und wollen): Mittellange Ausflüge, z.B. von der anderen Seite der Stadt in den Zoo, dauern mit ÖV statt Auto doppelt so lange, mit Velo dreimal so lang. Je weiter weg, desto grösser natürlich die Unterschiede, es sei denn es geht von HB zu HB, was wir als Familienausflug aber so gut wie nie machen (und wir wohnen nicht beim HB).

      Zum Pendeln wäre das Auto in der Stadt Wahnsinn. Nur zum Einkaufen & für Ausflüge verursacht es aber nur sehr massvoll CO2. Jeder Langstreckenflug verursacht ein Vielfaches.

      • Sportpapi sagt:

        Genau genommen ist ein Auto nur für Einkommen und Ausflüge finanzieller Wahnsinn. Aber jedem das seine.
        Und gell, diese doppelte Zeit, sofern sie denn stimmt, kann sinnvoller genutzt werden als im Auto, wo jeder auf seinem Sitz angeschnallt ist.
        Und dann braucht man bei Zoo noch einmal so lange, bis man weit weg einen Parklplatz hat…

  • M. Cesna sagt:

    Hoffentlich fahren Sie einen alten Volvo, der schon mehrfach um die Welt gefahren ist kilometermässig.
    Sie dürfen ihn bloss nicht verschrotten, da eine Neuanschaffung ja auch wieder die Umwelt belastet.
    Die Kiste ist stabil genug, dass auch die Reparaturkosten nicht ins unendliche wachsen im Gegensatz zu den neuen Plastikdosen.

    • Ich bin ja mit ihnen einig, dass man die graue Energie nicht vernachlässigen darf. Aber bei den Antriebstechnologien von Autos hat sich so viel getan, dass gewisse alte Kisten einfach wirklich stillgelegt gehören.

      • Tor Grant sagt:

        Dies bedarf einer Erklärung, Markus Tschannen

      • Eine ganz, ganz grobe Rechnung: Die Energie, die ein Auto in der Produktion benötigt, entspricht etwa der Energie, die man mit demselben Auto während ein bis zwei Jahren durchschnittlicher Nutzung verbraucht. Fahren Sie nun einen 20-jährigen Wagen weitere 10 Jahre, statt einen neuen mit dem halben CO2-Ausstoss zu kaufen, tun Sie der Umwelt keinen Gefallen. Und bei CO2 ist die Rechnung noch recht harmlos. Aber es gibt Schadstoffe da ist der Ausstoss in den letzten zwei Jahrzehnten massiv gefallen.

  • Marie glaser sagt:

    Mit dem ÖV zur Geburt ins Spital? Kein Taxi gerufen? Ich nehme an deine Frau hat dich verlassen nach dieser respektlosen selbstverliebten Aktion! Überhaupt finde ich dass es Zeit wird, dass Männer keine ironischen selbstverliebten pseudointellektuellen Texte mehr veröffentlichen .

    • Lorena sagt:

      Taxis stossen CO2 aus, und dann sind es meist noch Diesel, oh Graus. Man muss schon konsequent sein, wenn man hier ständig den Weltretter und Gutmenschen markiert.

    • Martina sagt:

      Total arrogant von Ihnen, der Frau von Herr Tschannen ihre Souveränität absprechen zu wollen. Sie hat ja wohl mitentschieden wie ins Spital gefahren wird!

    • Marie. Die Alternative wäre, dass Leute mit einem Gesellschaftsbild, bei dem der Mann über den Transport der schwangeren Frau entscheidet, keine selbstverliebten Kommentare mehr veröffentlichen. Oder alle machen halt weiterhin, was sie wollen.

    • Lisa sagt:

      @ Marie Glaser: ist das Ironie oder ernstgemeint? Falls letzteres: Ich glaub kaum, dass Frau Tschannen zur ÖV-Fahrt gezwungen wurde – die kann selbst denken und entscheiden.
      Ihr Statement ist so schräg, dass ich heftigst hoffe, dass Sie es humorvoll gemeint habe. Zwar schlecht verpackt, aber das sei Ihnen in dem Fall verziehen…

    • maia sagt:

      Vielleicht wollten sie ja auch einfach das bequemere Transportmittel nehmen…..
      Es gibt doch kaum etwas Unbequemeres als in einem Autositz festgebunden zu sein und sich kaum bewegen zu können.

    • Lichtblau sagt:

      Ich musste mich sogar zu Fuss in die Klinik schleppen! Okay, die „Pflegerinnenschule“ lag gleich um die Ecke. Genau wie die Elternberatung, der Kinderarzt, die Krippe und die ebenfalls zu Fuss erreichbaren Arbeitsplätze. Goldene Zeiten! Und trotzdem hatten wir ein Auto, das aber selten benutzt wurde. Heute geht’s auch ohne — das letzte ist zusammen mit dem Kind kürzlich ausgezogen. Aber das wachsende Bewusstsein spielt schon auch eine Rolle.

  • Frank Zuffnik sagt:

    Solange der Untergang besser rentiert als Ueberleben, ist ja klar, was konsumiert wird.

  • Sportpapi sagt:

    Man kann ein Auto haben oder nicht, aus was für Gründen auch immer. Aber man kann durchaus auch Familie haben ohne ein Auto. Und doch, auch der Einkauf funktioniert.
    Was mich aber generell ärgert ist, dass die Autos ja immer weniger Energie brauchen – würden. Wenn man das nicht umgehend mit mehr Grösse, Gewicht und immer neuen Gadgets kompensieren würde. Etwas kleiner wäre doch nicht weniger mobil, oder?

    • Einverstanden, obwohl ich als autoaffiner Mensch schon verstehen kann, wie man sich zu grossen und grossmotorigen Fahrzeugen hingezogen fühlt.

      Wir haben bei unserem Auto sehr bewusst die Grösse gewählt, die man für bald zwei Kinder, Kinderwagen und Reisegepäck benötigt. Es ist kein Kleinwagen geworden, aber auch kein SUV und nicht einmal mehr ein Kombi. Das Problem kommt meistens mit dem dritten Kind. Da ist man mit dem 5-Plätzer rasch einmal aufgeschmissen.

      • Michael Müller sagt:

        „Das Problem kommt meistens mit dem dritten Kind.“ Kinder zu haben ist an sich schon umweltschädlich – und spätestens beim dritten spielt es keine Rolle mehr, was für ein Auto man fährt.
        Das soll hier jezt kein Angriff auf Familien sein sodnern bloss ein Hinweis, dass es widersprüchlich ist drei Kinder zu haben (mit allem drum und dran) und sich dann beispielsweise den Kopf zu zerbrechen über die ach-so-bösen Plastiksäckli in der Migros.

    • Lia Mia sagt:

      Was meiner Meinung immer vergessen geht ist, dass nicht alle in Zürich wohnen mit perfekten ÖV-Anschluss. Ich wohne auf dem Land. Von zu Hause bis zur Arbeit sind es 30 km. Unterwegs muss ich noch mein Kind in die Kita bringen. Das dauert 35 Minuten. Mit dem ÖV würde das über zwei Stunden dauern. Bei aller Liebe zum Klima: ich muss Geld verdienen um meine Rechnungen zahlen zu können und 4 Stunden pro Tag statt einer Stunde stehen in keinem Verhältnis.

      • Sportpapi sagt:

        @Lia Mia. Das geht nicht vergessen. Aber ich wohne in der Agglomeration Zürich, WEIL ich kein Auto möchte.
        Wieder: Jedem das seine.

  • Stefan W. sagt:

    Nicht nur haben Sie sich als pöhser Sünder geoutet, sondern auch noch als Sicherheits-Hallodri: Auf Ihrem Symbolbild sind weder die Beifahrerin noch die Kinder angegurtet, und der Hund auf dem Schoss ist sowieso ein No-Go. Der Airbag würde ihn im Un-Fall durchs Auto katapultieren.
    Jaja, ich weiss, ist nur ein Stockphoto-Symbolbild… (Welches symbolisieren soll, wie sie sich einen Familien-Auto-Urlaub vorstellen)

    • Maike sagt:

      Wollte ich auch so schreiben – so ein Bild als Aufhänger geht garnicht. Allein, wenn man genau hinschaut ist die Beifahrerin doch angegurtet. Unten rechts sieht man ein Stück Gurt und oben ist er hinter ihren Haaren versteckt. Der Rest stimmt aber zu 100%. Einmal plötzlich ordentlich bremsen müssen und Hund und Kinder kleben an der Frontscheibe !

    • Röschu sagt:

      Hier folgt in Kürze eine Entschuldigung des Autors mit dem Hinweis, dass nicht er selbst, sondern irgendeine andere (nicht benennbare?) Macht, für Titel, Bilder, Bildunterschriften, etc. verantwortlich sei.
      .
      Alles schon gehabt im MB – aber dennoch für mich weiterhin unverständlich, weshalb Autoren und Autorinnen weiterhin die Veröffentlichung ungeprüfter Inhalte unter ihrem Namen zulassen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Es ist bei allen mir bekannten Zeitungen üblich, dass Titel und Illustration nicht vom Autor gewählt werden darf. Dafür sind Marketing- Leute, nicht Journalisten oder in dem Fall Publizisten, zuständig.

      • Nicht gerade Marketingleute, sondern schon auch Journalisten, aber ja. Das ist tatsächlich so ein klassisches Redaktions-Ding, über das man bei einem Blog streiten kann. Auf der anderen Seite bin ich faul und deshalb ganz froh um eine Bildredaktion.

        Mit dem heutigen Bild kann ich gut leben. Es zeigt halt symbolisch, dass sich die Blagen auf den billigen Plätzen typischerweise einen Dreck um die aktuelle Gesetzeslage scheren. Und den Hund hat die Familie wohl einfach nicht sehr lieb.

      • Maike sagt:

        Die aktuelle Gesetzeslage kenne die Blagen mit Sicherheit nicht, dazu sind es halt Blagen – im Gegensatz zu den Eltern. Letztendlich würden die ja auch die Busse zahlen, lieber Herr Tschannen. Oder ziehen sie es Ihrem Sohn vom Taschengeld ab ? Nach dem Motto – Unwissenheit schützt vor Strafe nicht ?

      • Mein Kind ist zum Glück (und das ist wirklich pures Glück) sehr gesetzestreu im Auto. So gesetzestreu, dass wir nie daran dachten, die Kindersicherung einzuschalten … bis dann mal ein anderes Kind auf der Autobahn die Türe öffnete.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    die ganze klimadebatte ist sowas von verlogen. die grossen emissionserzeuger bleiben unbehelligt, und u.a. die ch-regierung pisakt lieber die kleinen. die debatte ob fliegen, autofahren oder schiffsreisen ist müssig.
    die lobby steuert die massnahmen. es ist auch hier und IMMER eine frage des geldes. da kann man demonstrieren gehen wie man will. und hier ist zu sagen, dass gerade die junge generation einerseits mal freitags auf die strasse geht für das klima und andererseits erfreuen sich gerade die flugreisen bei den 20 – 40- jährigen steigender beliebtheit. aufhören mit der diskussion. „des bringt nix.“ sorry. der planet wird die menscheit automatisch aussondern, wenn’s ihm reicht….

    • Maike sagt:

      Wohl war – nachdem man uns vorgerechnet hat, wieviel schädliches CO2 die Produktion rumänischer Online Pornos ausmacht, sind jetzt die Haustiere im Fokus !
      Interessiert es keinen, wieviel CO2 bei diesen Formel 1 Rennen produziert werden ? Oder hat sich schon jemand mal weltweit für die CO2 Produktion der ganzen Fussballbundesligen interessiert ? Die Kreuzfahrtschiffe könnte man alle mit einem Landstromanschluss versehen, das sie in einem Hafen ihre Diesel zur Stromerzeugung abstellen könnten. Nö, machen wir nicht sagen die Reeder – zu teuer. Und die Politik lässt sie gewähren…

      • M. Cesna sagt:

        Geht nicht, da ihr Treibstoff sich sonst in eine Art Bitumen verwandeln würde, der dann sämtliche Rohre im Motor verstopfen würde. Die Reparatur davon würde lange dauern und wäre viel zu teuer.
        Schiffstreibstoff ist eben oft Schweröl.

      • Es gibt bereits Frachtschiffe, die am Hafen mit Solarzellen betrieben werden und Orte, an denen die Schiffe in Küstennähe nicht mit Schweröl fahren dürfen. Da wäre wohl technisch und Gesetzlich schon einiges machbar.

      • Lisa sagt:

        Es gibt sogar schon Fracht-Segelschiffe. Hocheffizient. In dieser Richtung ist viel in Entwicklung. Aber bis zur massentauglichen Umsetzung dauert es seine Zeit – nicht nur was Technik betrifft, sondern auch das Umdenken in den Köpfen. Was zwar frustrierend, aber auch normal ist. Auch wenn solche Entwicklungen (zu) langsam gehen – besser eine Schnecke als eine tote Schnecke…

    • Hans Jung sagt:

      Dieser Vorwurf kommt dauernd, nämlich dass die Klimaaktivisten am nächsten Tag in die Ferien fliegen, ihren Abfall liegen lassen, völlig inkonsequent seien usw.
      Eine Frage von mir: Woher wisst ihr das, woher. Interviews geführt? Umfragen gestartet? Heimlich gelauscht? Privatdetektive engagiert?
      Sorry, aber diese Pauschalvorwürfe und Verurteilungen und extrem nervend und dienen doch nur dazu, das eigene schlechte Gewissen zu besänftigen.

      • Heinrich Blatti sagt:

        Schauen Sie den Müll an nach Zürich-Fest, Street-Parade, Caliente, allen Open Airs etc. ALLES Events, die hauptsächlich von jungen Menschen besucht werden…. Ist schon so, demonstrieren und danach die importierte Mango mampfen und dann mit Easy Jet, Ryan Air etc. in den Billigurlaub!

      • Thomas Meier sagt:

        Geh mal an den Flughafen Zürich zum Semesterende….

      • Hans Jung sagt:

        Genau Herr Blatti, es sind dieselben, die demonstrieren, nicht wahr. Sie wissen das, woher auch immer, Sie bestätigen genau meine Aussage, danke.

      • Elmar Scherrer sagt:

        Junge Menschen sind ja bekanntlich alle gleich. Identisch, sozusagen, eine Person. Deshalb sind auch alle Jungen gleichzeitg drogenabhängig, abstinent, hyperintelligent, dumm, fleissig, faul, Junge halt!
        Beim Duchlesen solcher dämlicher Kommentare komme ich mir immer unglaublich intelligent vor, was wohl auch der Grund ist wieso ich solchen Müll überhaupt lese. Ein bisschen Selbstkritik hat ja noch nie geschadet…

  • Karl Kramm sagt:

    Ihr solltet euch schämen. Wer weiss ob Brecht nicht auch so wird wie Maximilian-Jason im SUV? Denn der gewöhnt sich jetzt schon mal an diese Selbstverständlichkeit und glaubt, dass sei eines der Menschenrechte. Wie wärs wenn ihr als selbstdeklarierte Wenigfahrer auf das „Auto haben“ verzichten würdet und stattdessen ein Car-sharing nehmen würdet? Das Kind zum Kinderarzt auf dem Velo bringen und statt 20 Minuten sogar nur 15 Minuten vorher gehen? Auch schon überlegt wieviel Parkfläche ein prallgefülltes Kinderarztwartezimmer benötigt? Warum überhaupt 50 ÖV-Minuten von der Kinderarztpraxis wohnen und so weit vom nächsten Bioladen? Verdichtet euch gefälligst in ein Dorf/Stadt das euch unmotorisiert die gleiche Bequemlichkeit bietet! Oder ist’s der Traum vom selbstgdämmten EFH?

    • Sie müssen mir kein schlechtes Gewissen einreden, das habe ich schon. Und auch die Alternativen kenne ich. Bei uns wäre es der Bus – Velo und Carsharing eher weniger. Die Vorbildfunktion gegenüber dem Brecht ist tatsächlich das, was mich am (teil)automobilen Lebensstil am meisten stört.

      Es der klassische „Traum“ vom übernommenen Elternhaus, der uns an einem verkehrstechnisch nicht ganz günstigen Ort wohnen lässt. Ohne diese Ausgangslage würden wir wohl in der Stadt wohnen und kein Auto haben. Aber wann entscheidet man schon ohne eine bestimmte Ausgangslage.

  • Martin Frey sagt:

    Dieser Beitrag, von dem ich eine Zeit lang überzeugt war, dass es sich um eine Glosse handelt, lässt mich etwas ungläubig zurück. Kann es wirklich sein, dass man mit einer derartigen Leichenbittermiene durchs Dorf läuft, sich das Büsserhemd überstreifen möchte und gleich selbst an den öffentlichen Pranger stellt, nur weil man ein Familienauto hat? Hat die Klimaaskese den Katholizismus bereits derart abgelöst? Sind die im Jutesack heimgetragene, überteuerten Biozucchini der neue Ablasshandel?
    Nur um das festzuhalten: einzig eine Leiche hat den biologischen Fussabdruck von Null. Allein ihre Twitteraktivitäten dürften die Ökobilanz ihres vernünftig eingesetzten Familienautos übertreffen.
    Lieber Herr T, vergessen Sie nicht zu leben, entspannen Sie sich etwas, und va geniessen Sie!

    • Röschu sagt:

      Apropos Ablasshandel, heute im TA zum Thema Olympia 2020 in Tokio:
      „Das Wunder, mit dem Tokio den gigantischen Sportanlass der Welt für vier Tage klimaneutral macht, heisst: Emissionshandel. Gemäss Kyoto-Protokoll können reiche Länder armen Staaten Ausstossrechte abkaufen. Dann zählt das CO2 nicht, das sie ausstossen.“
      Der Kauf der Emissionsrechte wird dabei übrigens durch Sponsoren finanziert.
      .
      Dieser Klimahype ist letztlich nichts anderes als Heuchelei und erinnert tatsächlich an die Mittelalter-Methoden der katholischen Kirche.

    • sonic sagt:

      Ach Herr Frey das ist ist jetzt etwas billig! Ein bisschen hinterfragen der eigenen Gewohnheiten und Bequemlichkeiten schadet niemandem.. Die Omnipräsenz der Blechkarre hat nun wirklich nicht nur fürs Klima nicht so erbauliche Folgen! Und nein, diese Erkenntnis hat nichts mit Moral zu tun, es geht da um ein paar Fakten. Steigen Sie mal von ihrem hohen Benzinross herunter und überlegen Sie, was der übermässige Gebrauch von Autos so alles bewirkt. In Ihrem Umfeld, Im Land, global. Der persönliche Verzicht ist nicht der letzten Weisheit Schluss aber das vollständige Ignorieren von Fakten und das Lächerlichmachen von Menschen, denen solche Dinge nicht am A.. vorbei gehen auch nicht.

    • Herr Frey, eine Glosse wird man in einem Blog wohl selten finden. Aber: Sie dürfen den Text schon auch etwas literarisch verstehen, das ist nicht falsch. Tatsächlich gehe ich ja nicht täglich mit Leichenbittermiene durchs Dorf. Ich mache mir aber immer wieder Gedanken über mein Leben und dessen Auswirkungen? Sie nicht? Schön, wenn Sie innere Widersprüche einfach wegwischen können. Ich persönlich muss die Verarbeiten, zum Beispiel indem ich sie Ihnen hier auftische.

      • Martin Frey sagt:

        „Ich mache mir aber immer wieder Gedanken über mein Leben und dessen Auswirkungen? Sie nicht?“
        Doch. Und nein, ich wische nichts weg. Ich versuche mit mir und meiner Haltung im reinen zu sein, und das aus meiner Sicht richtige zu tun. Was ich aber nicht tue: mich nach irgendwelchen Hypes zu richten, und dabei Fakten zu vernachlässigen. Zudem bin ich mir einer gewissen „Imperfektion“ bewusst, und kann damit auch ein Stück weit gut leben. Denn so ist das Leben.

  • marsel sagt:

    In der Agglo mit ihren nicht mehr vorhandenen dezentralen Einkaufsmöglichkeiten ist man wohl dazu verdammt, ein Einkaufsuto zu haben. Aber alle 7 Jahre ein Flugreise, damit kann man echt vieles kompensieren, auch ein Auto. Finde sogar ich als überzeugt autofreier zu Fuss Einkäufer. Ich würde sogar sagen: weiter so!
    Ich fliege auch nicht, habe kein Auto, aber unser altes Haus ist halt schon ein ziemlicher Energiefresser, und Würste hab ich auch lieber als Sojaplätzli. In der Summe ergibt das wohl deutlich mehr CO2, leider. Wichtig ist doch, was wir unseren Kindern auf den Weg mitgeben, oder? Schauen wir doch einfach, dass nicht noch eine EasyJet-Generation heranwächst und schicken sie mit dem Zug quer durch Europa.

    • Grundsätzlich müssen ja alle die für sich richtige Mischung aus Verantwortung und Gönnung finden. Eine fliegt nicht und isst dafür Fleisch, der andere hat ein Auto und bezieht dafür Ökostrom. Oft kommen dann halt erst die schwierigen Fragen: Wie sehr darf man sich auf seinen „guten Taten“ ausruhen? Wie viel Gönnung muss wirklich sein?

    • Sportpapi sagt:

      In der Agglo hat es keine Einkaufsmöglichkeiten? Wo bitte soll denn das sein?
      Ist es nicht eher umgekehrt, immer mehr grosse Einkaufszentren stehen in der Agglo?

      • marsel sagt:

        Diese modernen Tempelanlagen stehen zwar oft in der Agglo, aber nicht bei den Leuten, sondern auf der grünen Wiese, und auch da nur vereinzelt. Hier in der Stadt habe ich 200m von zu Hause ein kleineres Einkaufszentrum. Die allerwenigsten Agglobewohner sind so nahe dran, und dann müssten sie wohl auch noch Umwege fahren mit dem ÖV, im dümmsten Fall sogar bis in die Stadt zum Umsteigen.

  • Lorena sagt:

    Jezt sind wir aber alle wahnsinnig entäuscht von Ihnen Herr Tschannen. Ein Auto, ich bin fassungslos. Wie können Sie es nur wagen.

  • Vreni sagt:

    Für eine Familie finde ich es OK ein Auto zu haben. Was mich erstaunt : Sie reisten 8 Stunden mit einem 1-monatigen Kind ? Das finde ich jetzt aber wirklich egoistisch. Ein neugeborenes muss sich zuerst erholen und nicht stundenlang reisen. Unbedingt in die Ferien zu fahren wenn das Kind noch nicht mal jährig ist finde ich wirklich nicht zumutbar für das Kind.

    • Peter Müller sagt:

      Ich hoffe, das war Ironie. Auf jeden Fall habe ich herzlich gelacht.

    • Wovon muss sich das Kind erholen? Vom Schlafen? Es ist ihm ja nun wirklich egal, ob es in einer Tragetasche im Zug strampelt oder zu Hause auf der Decke. Wir sind mit dem Brecht übrigens zu seinen Grosseltern gefahren. Die hätten mir was erzählt, wenn wir ihnen ihren einzigen Enkel erst mit jährig gezeigt hätten.

    • maike sagt:

      ..und warum konnten die Grosseltern nicht zum Kind kommen ??

  • Luca Meier sagt:

    Um dem Klima wirklich einen Gefallen zu tun, müsste man auf Nachwuchs verzichten. Schlussendlich verursacht der Mensch den CO2-Ausstoss. Ein zusätzliches Auto macht die bereits schon miserable Klimabilanz des Menschen nicht mehr viel miserabler.

    • Alexander Wetter sagt:

      Nachwuchs verzichten : ja in Afrika, im arabisch-muslimischen Raum, Indien und Süd-Ost-Asien. Der Nachwuchs in Europa, Russland, Australien und Nord-Amerika (bei der weissen Bevölkerung) ist doch sehr überschaubar

      • Anh Toàn sagt:

        @Alexander Wetter: Der Nachwuchs der „weissen Bevölkerung“ produziert aber viel mehr CO2 als der Nachwuchs bei der farbigen Bevölkerung!

        Ihr Kommentar ist zutiefst rassistisch. Und sonst komplett inhaltsleer. Weisse Kinderlein sind kein Problem, farbige Kinderlein dürfen nicht sein.

        Kotz!

      • PILLER BERNHARD sagt:

        Anh Toàn,
        Sie müssen einfach mal die Definition von Rassismus nachlesen. Rassismus ist eine Herabsetzung einer anderen Rasse (wenn es so etwas überhaupt gibt). Wenn Sie auf Eigenschaften hinweisen, die hauptsächlich auf die Bevölkerung auf anderen Kontinenten zutreffen, ist dies nicht rassistisch. Auch wenn die mehrheitlich andere Hautfarben haben. Sonst wäre jeder Vergleich mit anderen Regionen rassistisch und nicht mehr möglich.

      • Elmar Scherrer sagt:

        @Piller: wer wie A.Wetter indirekt fordert, dass alle ausser der „weissen Bevölkerung“ (denn da gibt es ja anscheinend kein Problem???) bitteschön Geburtenkontrolle betreiben sollen, ist eindeutig Rassist.
        Wenn er nur darauf hingewiesen hätte dass die Geburtenraten je nach Region verschieden sind, dann wäre es nicht rassistisch (gem. Ihrer Einwände).
        Da es biologisch gesehen ohnehin keine Rassen gibt beim Menschen, und der Rassismus somit wissenschaftlich ohnehin widerlegt ist, lassen sich die Rassisten in erster Linie anhand solcher Forderungen erkennen.

      • Anh Toàn sagt:

        Herr Piller, gemäss dem Kommentar von Herrn Wetter sind auch die iranischen Kinder, weil arabisch-muslimisch (Fertilitätsrate etwa 1.7%), oder die südkoreanischen (Fertilitätsrate 1%), weil südostasiatisch, zu viel auf der Welt. Nicht Zuviel sind die Kinder der orthodoxen Juden, oder der quäkenden Christen in den USA. Die sind weiss, nicht muslimisch, nicht südostasiatisch.

    • Muttis Liebling sagt:

      Klar, wenn alle auf Nachwuchs verzichten, gibt es den Klimaschädling Mensch in 100 Jahren nicht und deshalb können die lebenden Exemplare bis dahin machen, was sie wollen.

      Man kann aber auch Kinder bekommen und sich nach deren Geburt umbringen. Dann wird der familiäre Fussabdruck nicht grösser. Der Möglichkeiten sind viele, der Ausreden noch mehr.

  • Peter Steinmann sagt:

    Wir sind auch eine kleine Familie, zwei Kinder, zwei Erwachsene. Kein Auto, aber ca. Alle 6 Wochen ein paar Stunden Mobility. Geht bestens, und ist viel günstiger. Und ja, Zug fahren wir auch nicht viel, es gibt ja fast alles in Fahrrad-Distanz.

    • Maike sagt:

      Man kann sogar mit Mobility zum Kinderarzt Herr Tschannen. Arzttermine werden doch meist im Voraus geplant, oder ? Selbst in den Urlaub könnte man mit einem Leihauto. Punktuell natürlich teuer, aber immer noch billiger als wenn man sich für 50TCHF und mehr einen Bus anschafft, der dann doch die meiste Zeit ungenutzt vor der Türe steht.
      Mein Mann fand es im übrigen toll, das man bei den Leihwagen immer die neusten Modell zur Verfügung hatte. Und jedes passte perfekt zur aktuellen Familiensituation.

      • Naja, wenn ich dann für jede Arztfahrt und jeden Urlaub ein Auto miete, dann kann ich auch gleich meins behalten.

        Aber Mobility gibt’s in unserer Nähe ohnehin nicht. Soll natürlich keine Entschuldigung sein, wir haben ja selber entschieden, wo wir leben.

      • Leila sagt:

        Mietwagen im Ausland kostet in der Regel nicht so viel. 2-3 Mobility im Jahr auch nicht. Wir fahren GA, mit zwei Kindern, und ich möchte nicht tauschen, unsre Kids auch nicht. Wocheneinkauf im Veloanhänger, 1x Jahr Leshop. Für Kinderarztnotfälle würde ich mir, falls 50 Min. Anfahrt nicht mehr drinliegen, ein Taxi nehmen. Und was Leute in die Ferien mitnehmen, die mit Auto fahren, da staune ich jeweils. Bei uns ist es ein Rollkoffer pro Person und Rucksack. Ging auch mit Kleinkindern, damals halt noch mit vollgestopftem Kinderwagen dazu und einzelne Male mit Gepäck im Voraus aufgeben.

    • Lisa sagt:

      Mobility funktioniert bestens in der Stadt. Aber schon in der Agglo wird’s schwieriger – je nach dem wo man lebt. Und so richtig auf dem Land wird es fast unmöglich. Ich lebe in der Stadt und habe seit Jahren kein Auto, wofür auch. Aber würde ich aufs Land ziehen, wäre vermutlich meine erste Anschaffung ein fahrbarer Untersatz. Denn auch mit dem ÖV wird es häufig schwierig – hier in der Stadt guck ich nie nach den Abfahrtszeiten, das nächste Tram kommt eh gleich. Aber auf dem Land muss man das regelrecht planen. Von daher hätte ich auch kein schlechtes Gewissen mit Auto. Manchmal muss man einfach pragmatisch sein. Gerade wenn man sonst umweltmässig gut unterwegs ist.

  • Theo Martinez sagt:

    Entscheidend fürs Klima ist ja nicht, ob man ein Auto hat, sondern wieviel man damit fährt.

    • Peter Müller sagt:

      „Je nach Gesamtfahrleistung entstehen 15 bis 20 Prozent der CO2-Emissionen bei der Produktion eines Pkw und ein Prozent beim Recycling.“ (Quelle – Internet) Sicher ist der Wert plus-minus diskutabel, aber Ihre Aussage kann man so schlicht nicht stehen lassen.

      • Urs Wille sagt:

        Nun, bei einem Familienauto, dürfen Sie die Emissionen im Schnitt durch drei teilen. Bitte die Situation nicht in den gleichen Topf werfen, wie den 2,5 Tonnen-Panzer eines langgezogenen Kind, das den für die tägliche Fahrt zur Arbeit „braucht“.

    • Muttis Liebling sagt:

      Es soll inzwischen Glasgaragen massgeschneidert für den 911- er geben.

  • Karin Stepi sagt:

    Wenn jeder Mensch der industrialisierten Welt jenes CO2 vermeiden würde, dass ihm/ihr leicht fällt, wäre schon viel getan. Ich empfehle die dreiteilige SRF Dok plus „Ein einziger Planet: Weniger ist mehr“‘ zu schauen.
    Tun kann jeder etwas! Aber Kasteien muss sich niemand, denn Herr und Frau Schweizer allein können nämlich auch mit bestem Willen, den Planeten nicht retten!

  • Mira sagt:

    Ich habe mich jahrelang massivst eingeschränkt und habe versucht, mein Umfeld für das Thema zu sensibilisieren, und das schon vor 20 Jahren. Ich kam aber irgendwann zum Schluss, dass das nicht viel bringt. Ich sehe, wie täglich viel Strom von der Industrie verschwendet wird, wie Reiche ohne zu überlegen für eine Party in den Privatjet steigen und das Littering immer mehr zunimmt, um nur einige Erkenntnisse zu teilen. Was ich an Verschwendung sehe, kann ich alleine nicht richten. Und wenn alle anderen ein so verschwenderisch Leben führen, warum soll ich denn leben wie ein Amish um dieses Fehlverhalten zu kompensieren? Heute kann ich ohne schlechtes Gewissen in einen Lift steigen, ich mache immer noch mehr wie die meisten anderen.

    • Maike sagt:

      Am besten kann man sein Umfeld sensibilisieren, wenn man es ihnen vormacht. Aber was vollkommen fehl am Platze ist, wenn man ihnen ihre – mit eigenen Augen gesehen – verschwenderische Lebensweise vorhält. Das geht garnicht und weckt eher Widerwillen. Wie man ja hier zu Hauf liest. Es ist richtig, alleine kann man es nicht richten, auch die komplette Schweiz wird es nicht schaffen. Aber das ist noch lange kein Grund, es nicht zu versuchen. Oder in den anderen Schlendrian verfallen, und sich einen fetten SUV für die 200 m zum COOP anzuschaffen.

      • Mira sagt:

        Absolut richtig, mit gutem Beispiel vorangehen ist auch immer noch meine Devise. Andere missionieren und vorschreiben zu wollen, z.B. die Treppe zu nehmen, kommt nicht gut an und hat oft einen gegenteiligen Effekt. Das musste ich schnell feststellen. Aber wenn zwei sagen, sie nehmen die Treppe (nicht mehr und nicht weniger), kommt vielleicht ein Dritter mit und das nächste Mal ein vierter. Auf den persönlichen Vorteil aufmerksam machen (z.B. wir sitzen sonst schon den ganzen Tag, ich brauche etwas Bewegung 😉 kommt auch gut an. Alles in allem so wenig wie möglich thematisieren und so viel wie möglich vorleben (am besten nicht demonstrativ). Damit war ich bis jetzt am effektivsten.

  • Rolf Rothacher sagt:

    Lustig finde ich vor allem, dass Europa glaubt, die Welt würde bei ihrer Klima-Hysterie mitmachen, dass Europa bloss Vorbild sein muss.
    Doch die „Weltgemeinschaft“ bringt es noch nicht mal fertig, die letzten Regenwälder zu schützen oder den Walfang einzustellen. Unsere Politiker scheinen den Verstand verloren zu haben. Selbstverständlich lassen sich die Menschen in Panik versetzen oder zumindest ängstigen. Doch zu mehr als zu weniger Wohlstand führt all das nicht, was sich die Klima-Hysteriker ausdenken. Was Europa teuer umstellt oder abschafft, interessiert die restlichen 7’000 Millionen Menschen schlichtweg nicht. Und haben wir unseren Wohlstand erst aufgegeben, kann Europa noch nicht einmal mehr mit dem Scheckbuch weltweit Politik betreiben.

    • Maike sagt:

      Herr Rothacher, sie sollten ihre Weltbild etwas neu justieren. Zum einen handelt es sich nicht um eine Klima-Hysterie. Zum anderen reagiert die Welt nicht spontan auf irgendwelche Erkenntnisse. Das geht langsam voran. Nur weil Europa die Wichtigkeit der Regenwälder höher einschätzt als es Brasilien tut, heisst es noch lange nicht, das man da daruf reagiert. Man kann ihn aber wirtschaftlich bekommen – aber das dauert alles seine Zeit. Und mal ehrlich, wir leben auf so einem hohen Wohlstandsniveau, da wird es uns ein bisschen weniger sicherlich nicht wehtun.

      • Arthur Künzler sagt:

        Herr Rothacher, Klimademos gibt es nicht nur in Europa, falls Sie das noch nicht wissen. Weltweit wird auf die Strasse gegangen, sogar in Trumps Amerika, das den Klimawandel nicht kennt. Und in Bolzonaros Paradies finden fast jeden Tag Proteste gegen seine Politik statt, von denen wir aber nichts wissen.

  • Suter sagt:

    Zwischendurch ein elektrisches Cargo-Bike fahren, ein sog. Carvelo! Etwa für den Arztbesuch oder den Wochenendeinkauf. Kann in vielen Städten und Gemeinden stundenweise gemietet werden, ist hip, zeitsparend, umweltfreundlich & und macht Spass! Liebe Grüsse

  • Lorenz Schmid sagt:

    OK genug gebeichtet, geniess den Sommer! Dein kleiner Brecht tut‘ s vermutlich. Ich hoffe nur dass Du es Ihm mit Deinen Klimareligiösen Anfällen nicht vermiest!
    Gruss aus unseren Camping-Wander Ferien, mit dem Auto!

    • Elmar Scherrer sagt:

      Ich hoffe dass Sie mit Ihrer Umweltzerstörer-Nach-Uns-Die-Sintflut-Religion nicht die Sommer aller kommenden Generationen vermiesen, die dann weniger das Problem haben auf ein bisschen Komfort zu verzichten, sondern eher an Lebensmittel und Wasser zu gelangen.
      Im Ernst: Sie mögen die Dinge vielleicht etwas anders sehen als der Autor, oder ich, aber Umweltschutz als „religiösen Anfall“ abzutun ist einfach himmeltraurige manipulative Polemik (und im Moment in rechtspopulistischen Kreisen der letzte – verzweifelte? – Schrei). Niemand will Ihnen aktiv Ihr Auto wegnehmen, es gibt einfach einen Trend in Richtung mehr Nachhaltigkeit, und das ist auch gut so. Also entspannen Sie sich und freuen Sie sich doch wenn andere etwas tun.

      • Peter Piana sagt:

        Guten Tag Hr. Scherrer
        ich bin so froh das Sie unter der Käseglocke der Schweiz leben. Es gibt da ja keine Jetstream die Staub und Dreck transportieren und auch keine Vulkane die Asche ausspucken. Keine rissigen Tanker oder Containerschiffe die nur Schweröl als Betriebsstoff haben und der Dreck via Jetstream über die Käseglocke Schweiz gelangt.

      • Elmar Scherrer sagt:

        Lieber Herr Piana, da bin ich aber froh um diese Käseglocke, die somit auch verhindert dass unsere Abgase in die Luft der Nachbarländer gelangt. Sonst kämen die ja womöglich noch auf die Idee, uns zum Klimaschutz zu nötigen.
        Tut mir leid, aber Sie müssen schon etwas logisches und sinnergebendes auf meine Kommentare antworten, sonst werde ich zuweilen noch polemisch. Denn ich habe echt keine Lust, erwachsenen Leuten die Welt zu erklären wie einem Kindergärtner.

      • Tim Meier sagt:

        Wie einer, der daran glaubt, dass in 10 Jahren die Welt untergeht wenn nicht „sofort“ was (was genau denn?) unternommen wird. Hat schon was mit Klima-Religiösität zu tun. Wer ein paar Jahre auf dem Buckel hat, der hat all die Flops der Weltuntergangssekten mitbekommen. Der hat auch die markante Verbesserung der Luft- und Wasserqualität in den letzten Jahrzehnten miterlebt.
        „Nachhaltigkeit“ ist auch so ein Mode-Begriff. Fragen Sie mal Ihre Gross-Eltern Die haben genau so gelebt. Die hatten vielleicht kein Auto, aber dafür mit Kohle geheizt.
        Also, cool down, das kommt schon gut – auch ohne Hysterie, sinnlose Bevormundungsversuche und dauerndem Finger-Pointing auf „Rechtspopulisten“.

      • Elmar Scherrer sagt:

        Tim Meier: Sie liefern mir einen Steilpass!
        Ich denke nicht dass die Welt in 10 Jahren untergeht, also lassen Sie Ihre Unterstellung bitte stecken.
        Ausserdem wurden Luft und Wasser nach Jahrzehnten der sorglosen Verschmutzung wieder besser, gerade WEIL auf die damaligen Warner (Sie nennen sie „Weltuntergangssekten“) dann endlich irgendwann einmal gehört wurde (als die Kinder husteten und das Wasser stank).
        Unsere Grosseltern wuchsen noch in einer Welt auf, wo das Bewusstsein der beschränkten Ressourcen noch kaum vorhanden war weil vieles noch nicht übernutzt war, so wie heute.
        Und wenn Rechtspopulisten Vogel-Strauss spielen, und das auch noch mit Lügen rechtfertigen, dann werde ich das kritisieren, unabhängig davon ob Sie nun mit Ihrem Modebegriff „Hysterie“ auffahren.

      • Lorenz Schmid sagt:

        Diesen „Nachhaltigkeits Trend“ wie sie es so schön ausdrücken lebe ich schon lange aktiv nach, ohne mir aber das Büsser Mäntelchen umzuhängen.

      • Realist sagt:

        Scherrer, Nachhaltig wäre wenn die Schweiz sich wieder Richtung weniger Leute pro KM2 sich bewegte, aber leider ist die Gier der Wirtschaft wie auch die Linke Romantik dagegen.
        Allgemein sollte die Fertilität auf diesem Erball gestzlich durch die UNO geregent werden.
        Aber Leider auch hier gilt je Menschen in einem Staat je mehr Macht über Andere.

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