Papas 7 Anti-Stress-Regeln

«Du musst nur noch 148 Mails checken?» Überstunden beeinträchtigen das Familienleben. Foto: iStock

Letzte Woche habe ich 45 Stunden gearbeitet – nur in meinem bezahlten Job. Bevor Sie jetzt sagen «Tschannen, Sie angeschossenes Faultier» muss ich klarstellen: Vor zehn Jahren wäre das eine ruhige Woche gewesen. Doch heute steht in meinem Arbeitsvertrag eigentlich ein Pensum von 60 Prozent, und daneben gibt es noch den Brecht mit seiner Maslowschen Bedürfnishierarchie. Der will nicht nur schlafen, essen und in den Kindergarten. Er muss auch zur Kinderärztin, lädt Freunde ein und geht in den Schwimmkurs, schliesslich soll er gesund, sozial integriert und an der Wasseroberfläche bleiben. Drücken Sie die Daumen, dass er uns diesen Sommer im Freibad nicht mehr absäuft. Anyway … erwähnte ich den Haushalt?

Hallo nässendes Ekzem, mein alter Bekannter

Ich will hier kein Mitleid abholen. Mit nur einem Kind steht mir das kaum zu. Aber in meinem Job fällt manchmal weniger, manchmal mehr Arbeit an – wie bei einem Eichhörnchen vor Wintereinbruch. Und wenn drei Wochen lang wieder alles zusammenkommt, dann leidet nicht nur die Psyche. Auch mein Körper sagt mir dann: «So nicht, Freundchen!» Er kommuniziert traditionell über Ausschlag auf der Stirn und schmerzhafte Entzündungen im Mund. Jaja, Dinge, die Sie schon lange über mich wissen wollten.

Stress im Job war auch ohne Familie nicht harmlos. Wer im Privatleben keine Verpflichtungen hat und nur zum Schlafen nach Hause muss, kann wöchentlich locker 60 Überstunden machen. Bis die Sinnkrise im dunklen Mantel an die Tür klopft, um Schnaps und schwere Gedanken vorbeizubringen.

Familie, oh Quell güldener Glückseligkeit

Den Sinn des Lebens muss ich heute zum Glück nicht mehr suchen. Der sitzt auf dem Sofa und guckt «Shaun das Schaf».

Da ist ein Leben neben der Arbeit. Schön zwar, aber es reduziert den Stress nicht unbedingt – wie alle wissen, die schon mal mit einem Kind auf den Bus mussten, das «noch nicht fertiggespielt» hat. Und Überstunden im Job gehen vom Familienleben ab. Da kommt rasch ein schlechtes Gewissen auf, wenn das Kind spielen will und sein Vater «nur noch 148 Mails checken» muss. (Für den Ohrwurm können Sie mir später danken.)

Tschannens sieben Stressschutzregeln

Um meine Gesundheit und das Familienidyll nicht zu gefährden, habe ich mir ein paar Regeln auferlegt:

  1. Die Frau und ich planen unsere Arbeitszeiten gemeinschaftlich. Keiner unserer Berufe hat Priorität über den anderen. Klar kann ich mal einen Bus später nach Hause nehmen, aber kurzfristig und einseitig angekündigte Spätschichten gibt es nicht.
  2. Familientermine sind heilig. Der Schwimmkurs fällt nicht aus, weil Papa ein wichtiges Meeting hat.
  3. Stressige Phasen bei der Arbeit müssen begrenzt sein, ein Ende in ein, zwei Wochen absehbar. Ich lege im Voraus fest, wie gross der Leidensdruck werden darf.
  4. Ich erwarte, dass der Brecht auch mal allein spielt, wenn ich etwas im Homeoffice erledigen muss. Aber er soll meine Planung kennen: «Brechthold, ich analysiere noch eine Stunde lang Kernzielgruppen, und dann erzähle ich dir eine Geschichte vom gestressten Bären, der einfach nur Winterschlaf halten möchte.»
  5. Als Ausgleich immer mal wieder einen Tagesausflug mit der Familie einplanen. Am besten mit einem anschliessenden Ruhetag ohne Verpflichtungen.
  6. Den Haushalt mit minimalem Aufwand in Schuss halten. Fensterputzen kann man aufschieben, aber Wäscheberge und rattengrosse Knäuel aus Haaren und Staub sollen mich nicht noch zusätzlich stressen.
  7. Im Job liegt nie das Ende der Welt. Mein Stossgebet dazu lautet: «Im schlimmsten Fall schmeisse ich die Stelle hin und mache eine Weile nur noch Familie.»

Diese Regeln funktionieren erfreulich gut. Ich arbeite an zwei Erweiterungen, die ich aber noch einüben muss.

  1. Irgendwann am späten Nachmittag sagen: «So, für heute ist fertig!» Zu oft will ich Dinge erledigen, wenn der Brecht eingeschlafen ist. Dabei wären gerade ruhige Abende Balsam für meinen Ausschlag.
  2. Wenn ich mit dem Brecht unterwegs bin, bleibe ich häufig in der gehetzten Stimmung und gebe Anweisungen wie: «So, jetzt zieh dich bitte zügig an.» Wie viel schöner wäre es, mich stattdessen seinem Tempo anzupassen. Einfach mal zehn Minuten am Boden sitzen, mit einer Socke am Fuss, während ich am anderen Fuss in Ruhe die Zehen zähle.

Was tun Sie, damit Arbeit und Familienleben nicht aufeinander losgehen? Verraten Sie mir Ihre Tricks in den Kommentaren.

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85 Kommentare zu «Papas 7 Anti-Stress-Regeln»

  • Hans Minder sagt:

    In der säkularen Gesellschaft -mit einem Leben- scheinen 1001 Regeln das Equilibrium zu garantieren. In Schweden mit einem schriftlichen Einverständnis vor jedem Stellungswechsel beim Liebesakt, bei den Tschannens mit 7 Geboten für den Erhalt des Familiensegens.
    Wir ersparen uns die Regeln und leben nach dem Motto ”die Ersten werden die Letzten sein.“ Wenn einer sich mehr nimmt, als er geben will, dann muss er dies nach seinem Zwischenstop auf dieser Erde halt im Nachleben verantworten können. Wie beim Klimawandel wollen wir kein Risiko bezüglich der Umwelt auf uns nehmen. Wenn’s dann keinen menschenverursachten Klimawandel gibt: Tant Pis! Gibt es keinen Gott…dann haben wir wenigstens sorglos die Höhen und Tiefen des Lebens genossen…ohne Unterschrift beim Stellungswechsel 🙂

  • Glasmost sagt:

    Toller, witziger Beitrag, thumbs up! Die Regeln 2,5,8 und 9 sind super.

    Und kein Maximilian-Jason, dafür nochmals thumbs up!

  • Renata Rubina Rolischo sagt:

    Zehen zählen ist ja noch rasch erledigt – „Zerscht mal use-fussele“ und alles dazwischen hervorchnüüüble 🙂
    TipTopp 🙂

  • Aquila Chrysaetos sagt:

    Witziger Beitrag! Regel Nr 9 nehme ich mir zu Herzen.

    Nummer 7 funktioniert für uns leider nicht, das könnten wir uns nicht leisten und Regel Nr. 2 ist schwierig, wenn beide Schicht arbeiten.

    Cool finde ich Ihre Einstellung zur Arbeit. Bei uns ist es auch so, dass manchmal viel läuft und manchmal weniger. Dann machen eigentlich auch alle ein extra Effort, damit die Arbeit erledigt ist. An ruhigen Tagen kann man dafür mit gutem Gewissen früher gehen oder etwas gemütlicher arbeiten. 9 to 5 funktioniert nicht überall.

  • Christoph Saner sagt:

    Regel Nr. 1: Nicht Papa werden. Aber eben, zu spät, gell?

  • Andrea sagt:

    Mich wundert, dass hier die Zeitfresser Nr. 1 nicht genannt werden: Smartphones!
    Wenn wir die nur wenn wirklich nötig zur Hand nähmen, hätten wir deutlich mehr Zeit, um das Leben zu geniessen.

    Zeit für die Partnerschaft! Die gibt es ja auch noch (nach Kind, Arbeit und Haushalt?)…

    • Das ist mir etwas zu einfach. Das Smartphone ist ja nicht Selbstzweck. Man macht etwas damit: News lesen, Kontakt zu Freunden halten, Fotos schiessen, etwas abklären, einkaufen. Oftmals Dinge, die ohne Smartphone zeitintensiver sind.

  • Lorena sagt:

    Ziemlich bünzlig, ja nichts spontan entscheiden, ja kein Stress oder Chaos – wie langweilig. Planen Sie eigentlich Ihre Zweisamkeit auch mit einer solchen Check-Liste?

  • Murmur sagt:

    Wenn mehr Aufgaben vorhanden sind als in eine 12stündige Aktivitätsphase hineinpassen, artet es in Stress aus. Ist so. Lässt sich auch durch 100 Regeln nicht ändern.
    Entweder die Rechnung geht auf oder eben nicht.
    Drum: Aufgabenmenge der Anzahl Stunden anpassen.
    Dann brauchts auch kein Yoga.

    • Ja gut, aber wie passt man die Aufgabenmenge der Anzahl Stunden an? Eben beispielsweise mit Regeln darüber, wie viel Arbeit man zulässt und wie/wo/wann man sie plant.

  • Jessas Neiau sagt:

    Das klingt nicht gerade, als würde da jemand eine wirklich wichtige Arbeit ausführen. Wenn selbst bei einer solchen Arbeit ein derart wirres Konstrukt von Regeln nötig ist, dann lässt das punkto Belastbarkeit des Arbeitenden wenig Gutes ahnen.

  • Maike sagt:

    Das sind aber höchst spezielle Anti Stress regeln. Also in meinem Job, bei dem ich schon ein hohes Mass an Freiheitsgraden besitze, kann ich ein Besuch in der Schwimmhalle nicht höher als ein Firmenmeeting ansetzten. Auch kann ich keine stressigen Phasen in einem Projekt begrenzen – wer ausser einem Chef, der Dinge deligieren kann, kann das schon ? Im 3rd. Level Support ist Stress und Arbeitsende vorgegeben.
    Aber generell gebe ich ihnen recht, wenn möglich sollte man seine tägliche Geschwindigkeit dinge zu erledigen, den Kindern anpassen.

    • Sicher, diese Regeln sind nicht auf jeden Job und jede Person anwendbar. Ich kann meine Arbeitsmenge und stressige Phasen begrenzen, indem ich meinen Kundinnen sage: „Sorry, geht nicht.“ Natürlich hat dann oft die Kundin ein Problem und das will ich im Normalfall nicht. Aber ich will auch kein Burnout.

      Und zum Schwimmkurs: Wenn stattdessen meine Frau gehen kann, dann nur her mit dem Meeting. Ansonsten sehe ich nicht ein, einen Termin meines Kindes abzusagen, der seit Monaten im Kalender eingetragen ist. Wie wichtig und unverschiebbar kann ein Meeting sein? Wenn Sie Magen-Darm haben, gehen Sie ja vermutlich auch nicht hin.

  • Amerigo sagt:

    Das Kindertempo übernehmen ist eine sehr gute Methode, um runterzufahren. Warum eigentlich müssen wir den geplanten Bus erwischen? Tut es der nächste nicht auch noch? Manchmal macht man sich den Stress nur selber.

  • tststs sagt:

    Also wenn ich mir so Ihre Antworten durchlese, werter Herr Tschannen, dann würde ich doch behaupten, Sie haben Problem und Lösung schon längstens benannt: es ist Ihr Wesen, dass Sie Ihr Leben als stressig wahrnehmen lässt. Dementsprechend könnten Sie IMHO die 10.-Zen-Masterstufe im Yoga erreichen und wären immer noch nicht tiefenentspannt. Wozu auch? Diese Wesensart gereicht Ihnen manchmal zum Nachteil, hat aber auch seine Vorteile…

    • Es ist gut, sein Wesen zu kennen. Ich bin bestimmt nicht der natürliche Entspanner. Um so mehr muss ich mich bewusst an Regeln halten, um es eben doch hie und da zu schaffen. Denn leiden tu ich unter Stress ja nicht weniger als andere.

      Aber ich will mich nicht nur schlecht reden, ich habe auch ein paar Superkräfte. Zum Beispiel kann ich ganz gut während produktiver Tätigkeiten entspannen, zum Beispiel beim Aufräumen und Putzen.

      • tststs sagt:

        Ja, dann sind Sie ja schon ein Zen-Meister!
        Meditation -um noch mehr Gspürschmifühlschmi reinzubringen- ist ein Zustand und keine Tätigkeit. Wer glaubt, diesen nur im bewegungslos im Schneidersitz zu erreichen, sollte gleich nochmal auf Feld 1 zurück…

        Backen ist meine Methode….

  • Thomas sagt:

    Und was, wenn man mit jemandem zusammen lebt, welcher den Wäscheberg nicht kurz liegen lassen kann, und auch nicht die Fenster, auch nicht das Einkaufen (obwohl man noch 1.5 Liter Milch hat), und das Staubsaugen, und das mehrmalige am Tag Spielzeug aufräumen? Nicht, dass es nicht gemacht werden müsste. Aber es darf keine Dauer-Prio-1 haben. Am Wochenende und am Abend wird zuerst gehaushaltet, dann erst kommen die Kinder.
    Beneidenswert, wenn ihr miteinander solche Regeln leben könnt. Ich lebe diesbezüglich in einer partnerschaftlichen Stresshölle.

    • Amerigo sagt:

      Thomas – es wird sich nur ändern, wenn du dich änderst. Systemisch und so.

    • Enrico sagt:

      Da können sehr viele Männer mitfühlen.
      Das selbe ja auch mit den Kindern. Die Frau muss dauernd dazwischen fahren. Stress machen und nachher sich als Opfer darstellen, die alles machen muss.
      Auf diesem System sind ja auch die meisten Beiträge im Mamablogg aufgebaut.

      • seidenspinner sagt:

        Dann wechseln sie doch die Rollen. Sie bleiben zu Hause und haushalten/schauen für die Kinder.

      • tja... sagt:

        Enrico, nicht nur die Frau kann stressen. Klar die meisten sind auch für den Haushalt zuständig. Bei mir ist es aber tatsächlich der Mann, der einen Putzzwang hat. Seltene Sache….gibt es aber….

    • tja... sagt:

      Thomas, ich versteh dich ganz gut. Habe das gleiche Problem zu Hause. Bei mir ist es aber mein Ehemann, der den Haushalt zu „streng“ nimmt…

    • tststs sagt:

      Wo ist das Problem?
      Da ist ja immer schon geputzt, bevor Sie es für nötig empfinden…. 🙂 🙂

      Nein ernsthaft, sicherlich ein weit verbreitetes Problem, aber IMHO so leicht lösbar (das sage ich als Direktbetroffene). Entweder beide akzeptieren die unterschiedlichen Charektere und die daraus entstandenen Konsequenzen (dass immer einer mehr putzt/aufräumt, weil es ihn früher stört; oder man bezahlt zu gleichen Teilen eine Putzfrau.

      • Lisa sagt:

        @tststs: ich glaube, es geht hier nicht nur um den Anteil der Arbeit. Sondern auch um den Stress der entsteht, wenn ständig jemand am rumwirbeln ist. Da können Papa und Kind gemütlich auf dem Boden sitzen und spielen…. wenn Mama ständig dazwischenfunkt mit aufräumen und dass sie ausgerechnet jetzt eben diesen Boden staubsaugen will und so weiter – das erzeugt dann eben auch Stress bei Papa und Kind. Ich kenne so einen Fall, da wurde extra eine Putzhilfe eingestellt… und trotzdem meint die Mama immer noch, sie müsste vorputzen…

    • Silvia sagt:

      Thomas : ich würde nie akzeptieren mit jemanden zu leben der so sturr und psychorigid ist wie ihre partnerin es ist. Das ist ja wie man sagt „zum davonlaufen“. Ordnungsfimmel und Putzfimmel, wer kann das schon ertragen ? Weg zum Psychiater !

  • 13 sagt:

    Also, wenn Sie die Nr. 1 tatsächlich schaffen und nicht nur bluffen, haben Sie meine tiefste Bewunderung und ich hätte gerne einige Tipps dazu. Nicht wegen des gemeinschaftlichen, das ist kein Problem, aber das „Planen von Spätschichten“ funktioniert zumindest hier selten bis nie. Es wird eher nach dem Motto gelebt: „Der Mensch plant, Gott/Schicksal* lacht“. Dass das nicht in Stress ausartet, hilft ein gutes Umfeld und die Erkenntnis, dass es eine Wunschvorstellung gibt und eine Realität, die halt nicht immer mit dieser übereinstimmt. Und das ist auch gut so.
    Der Rest gefällt mir gut. Man sollte sich öfters vor Augen halten, was wirklich wichtig ist.

    * Beliebiges einsetzen, was zur eigenen Überzeugung passt

    • Bei Nr. 1 muss ich etwas differenzieren. Da geht es mir eher darum, die Familie bzw. meine Frau nicht zu versetzen. Ich spreche mich mit ihr ab oder schätze ab, wann ich an einem externen Arbeitstag nach Hause komme. Manchmal kann ich es nicht genau abschätzen, aber wenn ich sage „heute arbeite ich etwa bis 15:00“ dann gehe ich auch spätestens um 15:30 auf den Bus. Kurzfristige Verlängerungen sind echten Notfällen vorbehalten.

      Aber: Nachtschichten kann es trotzdem geben. Zu Hause, wenn der Brecht im Bett ist. Nr. 1 ist also nicht wirklich eine ursächliche Anti-Stress-Massnahme, sondern sorgt lediglich dafür, dass der Stress nicht die Familie in Mitleidenschaft zieht.

  • Helen sagt:

    Ein paar kleine Tipps, die vielleicht helfen:
    – Was auch immer Sie entspannt, sie müssen es einplanen und auch konsequent einhalten. Das kann 20 Minuten Power-Nap im Büro sein, ein Spaziergang, ein Buch/Magazin für 30 Minuten lesen oder Netflix:). Aber diese Zeiten sind fix.
    – Kompensieren Sie die Überstunden so rasch wie möglich, nicht zu lange aufschieben. Ein, zwei Tage mit mehr Zeit helfen enorm, Stress abzubauen.
    – Planen Sie einen Abend nur zu zweit, geteiltes Leid ist halbes Leid. Und im Stressalltag kann man oft nicht in Ruhe darüber sprechen.
    – Fokussieren Sie sich darauf, was wirklich wichtig ist und was nicht soo wichtig ist. Erledigen Sie in Stresssituationen nur die wichtigen und auch dringlichen Dinge. Unnötiges Zeugs kann warten.

    • sophie sagt:

      Helen : Markus geht eben nicht gerne spazieren. Aber wie wäre es mit einer Pizza um die Ecke ? Einfach sich entspannen ohne verleidende Gespräche zu führen ? Also so wie es jetzt ist, haltet das Markus nicht mehr lange aus. Wenn dann das zweite Kind kommt, wäre eine au-pair eine gute Idee, aber eben, es braucht dann noch 1 Zimmer und in einem Dorf würde sie sich langweilen.

  • Anh Toàn sagt:

    „Wir“ haben Stress, weil wir zu viele Pläne haben: Während wir eine Aufgabe erledigen, denken wir schon an die nächste und die übernächste auf unserer „to do list“. In Vietnam ist mir aufgefallen, dass die sehr viel arbeiten (70 Wochenstunden sind für viele normal, Wäsche von Hand waschen, Wischen und Nass aufziehen statt Roboterstaubsauger), aber keinen Stress haben. Weil Plan haben die auch keinen, die sind dann dafür sehr gut in Chaosmanagement, im Improvisieren. Aber ihr Kopf ist einzig bei dem, was sie gerade im Moment tun, und das geht so lange, wie es braucht bis es fertig ist, und erst dann wird darüber nachgedacht, was als nächstes kommt. Ein wenig wie Kinder, leben die im Moment:

    Ich denke, den Vietnamesen würde etwas mehr Plan guttun, uns etwas weniger davon.

    • tststs sagt:

      Also hüben wie drüben Stress, einfach aus anderen Gründen…. 😉

      • Anh Toàn sagt:

        Nein, ohne Plan, kein Stress.

        Mein Lieblings Antistress Lied: Fanta 4: Lass die Sonne rein“

        „…Deshalb denke nicht an morgen, denk nur in der Gegenwart
        Denkst du nur auf diese Art, dann hast du Sorgen eingespart
        ….
        Leb und fühl im Augenblick, hör auf zu viel zu denken
        Sag dir alles was passiert, passiert nur für mich allein
        Und deshalb ist es wunderschön, also lass die Sonne rein.“

        Mein Antistress Filmheld, Forrest Gump: Er hat keinen Plan (nicht mal wie er seine Liebe bekommt), das Leben passiert ihm, er nimmt es wie die Pralinen aus der Box, man weiss vorher nicht was drin ist, akzeptiert was kommt.

        Stress hat viel mit Überforderung zu tun: Wir glauben machen zu können (unsere Kinder zu „guten“ Erwachsenen etc.) aber: „Shit happens!“

      • Anh Toàn sagt:

        Der Taugenichts von Eichendorff, ist mein Antistressheld der Literatur.

    • Einverstanden. Ich stresse mich oft, weil ich zu sehr in der Zukunft lebe. Vermutlich ist das sogar mein Hauptproblem – nicht nur was Stress angeht.

      • Helen sagt:

        Was mir auch hilft ist immer mal wieder die Frage stellen: was passiert im schlimmsten Fall, wenn ich dieses Meeting verschiebe oder mir für diese Präsi „nur“ 2 Std statt 3.5 Zeit nehme? Oft passiert nämlich nichts Schlimmes. Wir sind so perfektionistisch getrieben, aber das stresst uns immer mehr, weil mehr Aufgaben zusammen kommen. Weniger ist manchmal absolut in Ordnung, wenn es negativen Stress vermeidet. Und wenn man die Energie hat, dann ist es halt mal mehr.

  • Beat sagt:

    Also, meine 2jährige Tochter versuchte verzweifelt, ihre schmalen Socken über die weit entfernten, grossen Füsse zu kriegen. Da dies nicht klappte nahm sie irgendwann meine Socken und lief stolz damit umher, ohne das ich mich dazu setzen musste. Ich liebe es, Kinder zu beobachten und sie so viel wie möglich, zu selbständigen Lösungen zu animieren.
    Und dann gibt auch kurze klare unmissverständliche Anweisungen, SEAT AND EAT, FIRST EAT THAN SWEET, die prägen sich sofort auch ins Kurzzeitgedächnis…. Und sind leicht zu wiederholen.
    Versucht es mal mit TRICK von
    Esther Wojcicki

    • Karl Lakritze sagt:

      Prima. Das geht aber noch kürzer: PLATZ, SITZ, FRISS. Kurz, verständlich und funktioniert. Zumindest bei Hunden.

  • Thomas Weiss sagt:

    Ich weiss ja nicht was Sie für eine 60% Stelle halten, aber Angestellte arbeiten in der Regel zwischen 40 und 42 Stunden pro Woche… für 100% wohlbemerkt und ja das ist auch etwas Branchenabhängig. Mag ja sein dass Sie das ironisch gemeint haben, aber wenn nicht würde ich Ihnen raten nochmal über die Bücher zu gehen was ihr Arbeitgeber da von Ihnen verlangt.

    • Ja 45 Stunden heisst, dass ich letzte Woche etwas mehr als Vollzeit gearbeitet habe, obwohl ich eigentlich in Teilzeit angestellt bin. Mein Arbeitgeber hätte sicher Verständnis, wenn ich das nicht stemmen könnte. Das sind keine angeordneten Überstunden sondern einfach Arbeit, die anfällt und ich will meinen Job ja gut machen. Es gibt auch Wochen, in denen ich deutlich weniger als meine 24 Stunden Sollarbeitszeit leiste.

      • Christoph Bögli sagt:

        Man könnte es auch weniger euphemistisch „Selbstausbeutung“ nennen.. 😉
        Was ja leider in diversen Branchen gängig wenn oft auch verständlich ist. Gerade wenn man eine an sich interessante und motivierende Tätigkeit hat, stolpert man relativ schnell in diese Falle. Wenn man das in anderen Wochen wirklich kompensieren kann und darf (also nicht nur der Arbeitgeber es wirklich erlaubt, sondern man selber auch), dann mag das ja so angehen. Meine Beobachtung ist allerdings, dass die Mehrzahl sich beim Kompensieren nicht annähernd so viel zugesteht wie in den stressigen Wochen drauf geladen wird. Gerade wenn die Überstunden nicht explizit registriert werden, sondern man Handgelenk mal Pi flexibel arbeiten soll.

      • Erwerbsarbeit ist immer ein Geben und Nehmen. Selbstausbeutung existiert, klar. Aber es ist schwer zu sagen, wo sie beginnt. Ich arbeite manchmal gefühlt hart oder mehr als ich möchte, aber: Mein Arbeitgeber bezahlt mein Leben. Ich finde, das ist ein ganz ordentlicher Deal.

        Aber Überstunden registrieren und vollständig kompensieren – da bin ich sofort dabei. Ist bei uns zum Glück selbstverständlich.

    • Laurence sagt:

      Herr Tschannen arbeite nicht Überstunden, sondern die Mehrstunden sind mehr als das Soll. Den Gleitzeitsaldo kann er dann wieder abbauen. Das ist ja der Witz am Gleitzeimodell. Überstunden ist etwas ganz anderes: das sind Stunden über die maximale Arbeitszeit hinaus. Also so 50 plus. Ist bei Teilzeit fast nicht möglich.

  • Sabine Meier sagt:

    Ohh wie schön! Punkt 9 hat mich ganz besonders angesprochen. Ich möchte auch Zehen zählen!

    • Barbara V.E. sagt:

      Punkt 9 war auch immer mein Problem. Ich habe 100% gearbeitet mit fixen Arbeitszeiten. Und ich war alleinerziehend, keiner der für uns eingekauft hat o.ä.
      in den Ferien nahm ich mir alle Zeit. Das Kind durfte sich in der Zeit verlieren. In London viermal die gleiche Rolltreppe hoch und runter fahren. Oder stundenlang am See den Entchen zu geschaut oder in der nächst grösseren Stadt auf dem Bänkchen gesessen und den Leuten und Tauben und Tram zu geschaut.
      Das hat uns beiden gut getan und davon zehrten wir.
      Heute ist das „Kind“ 26 Jahre und ist froh, dass sie gelernt hat, dass es eine Zeit für die Arbeit gibt und Zeit zum verplempern. Ihr Lehrmeister hat es mir gedankt und sie hatte nie Probleme an Arbeitsstellen. Sie hat als Kind gelernt, woher das Geld zum Leben kommt.

  • Jeanne sagt:

    Tja, wie Markus so schön bemerkt ist nicht der Stress alleine das Problem, sondern der Ausgleich dazu. Adrenalin- und Kortisolabbau mittels Entspannung. Denn, wenn man das nicht tut, ist das Ekzem die logische Konsequenz. Nur ist die Entspannung mit Job und Brecht (und bald wird ein Wesen die Familie bereichern, das seinen Schlafrhythmus noch lange nicht an dem der anderen anpasst..) ein schier unmöglicher Akt. Ausser man nimmt die Entspannung ernst, plant sie ein und übt sie diszipliniert! Markus ist da schon auf gutem Weg zur entspannten Grundhaltung. Innehalten, Schnecke angucken, warten bis die Socke am Fuss ist, fasziniert beobachten wie das Kind mit Knöpfen und Reissverschluss kämpft (und dabei lernt). Tief einatmen, Zeit planen für Langsamkeit und Stillstand.

    • Manche Menschen können das auch von Natur aus gut – abschalten und sich entspannen. Ich bin darin leider unglaublich schlecht.

      • Jeanne sagt:

        Dann wird es höchste Zeit zu üben. Niemand ist schlecht in irgendwas. Man kanns einfach noch nicht sehr gut, oder gut, reicht auch. Und sie sind auf gutem Kurs mit ihren Regeln ;).

      • Ja, ich hoffe, ich werde besser. Bald habe ich eine Woche Ferien und ich habe mir diesmal wirklich vorgenommen, am Strand nicht zu arbeiten.

      • Jeanne sagt:

        Nicht hoffen: tun! Wenns bei mir nicht klappt sehe ich mir so ein Meterband an (gratis in jedem do it oder beim Schweden). Die Jahre die vergangen sind. Die die ich noch eventuell habe(wenn mich weder ein Auto verkarrt oder früher Krebs mich killt). Und ich frage mich: Wieviel von meiner kostbaren Lebensenergie investiere ich in Leerläufe und vermeidbaren Stress. In Ärger. In nach Dingen nachhetzen? Der Job ist wichtig? Macht mich zwar kaputt, aber das ist normal. Bin ja kein Weichei! Und dann, zägg, Burnout, oder Deckel zu. Sorry, nö. Wer diese Hetzerei als heiligen Gral verehrt, bitte sehr. Allen wurde Verstand gegeben. Man kann den auch benutzen um besser zu leben. Im Sinne von einfacher, langsamer. Schöne Ferien!

      • Danke. Das Leben ist nie perfekt. Ich habe mir einiges – zu weiten Teilen auch meinen Job – ganz gut eingerichtet. Klar, ich kann hier und da auch an meiner Arbeitslast und -einteilung feilen, aber dass ich grad so knapp vor dem Bornout stehe, das wäre dann doch eine übertriebene Darstellung.

      • Jeanne sagt:

        Nein, ich glaube sie haben es sehr viel besser im Griff als die allermeisten. Ich kenne sie nicht, aber ihre Texte strömen so was wie eine entspannte Grundhaltung aus. Oder emotionale Intelligenz. Wie sie wollen. Und Humor. Nein, um sie mache ich mir keine
        Sorgen :).

  • Andrea sagt:

    Grosses Kino, Herr Tschannen, danke! Ihre stets humorvollen, (selbst)ironischen und stilsicheren Beiträge sind eine grossse Bereicherung für den Mamablog.

  • moseru sagt:

    Was für ein toller Beitrag! Ich mag ihre Blogs wirklich immer, aber diesen finde ich nochmal besonders. Ich glaube, dass wir alle diese sieben Regeln anweden könnten, ob mit oder ohne Kinder und dann wäre die Welt ein bisschen ein netterer Ort.
    Besonders berührend finde ich aber Punkt 9; weils eine so typische Sitatuon ist, die einem mit jedem Kind passiert und ich nachvollziehen kann, dass es einem manchmal zu Weissglut treibt. Gleichzeitig sind das die Momente, die Kinder zu etwas besonderem machen, sie sind halt nicht einfach kleine Menschen, sie haben völlig andere Prioritäten als wir, und das ist so toll und spannend und sollte viel häufiger Platz haben.

    • This is not a drill sagt:

      Ich schaff es einfach nicht, in solchen Momenten die Ruhe zu bewahren. So kann ich in ruhigen Zeiten noch so viel reflektieren – in der Hektik bin ich dann wieder total gestresst wenn rumgetrödelt wird. Der Schulbus, der Schulbus! Ach herrje.

      Früher war ich viel lockerer. Eigentlich wären ein paar Minuten Verspätung kein Weltuntergang aber für mich fühlt es sich im Moment manchmal so an.

      Maybe I should start eating a few microgram of magic mushrooms each morning… Christ.

      • tststs sagt:

        Insofern es für die Kleinen der Weltuntergang ist, wenn das Rüebli im Teller schepps zum Erbsli liegt und deswegen ein armageddoneskes Gezetter für mindestens 15 Minuten angerissen wird, dann dürfen Eltern auch einmal ob ein paar unbedeutenden Minuten Verspätung die Contenance verlieren!

        Maybe you should… 🙂

  • Stefan Ritz sagt:

    Das Tempo vom Kind übernehmen im Alltag finde ich eine der Besten Anti-Stress Massnahmen. Klar der Bus fährt und die Zeit ist abgemacht. Doch ich erlebe immer wieder, wie mein Sohn mich mit seiner Gemütlichkeit mir einen Schritt voraus ist, das Leben zu nehmen wie es ist. Wenn Sie eine Grossstadt in diesem Tempo erleben sind sie plötzlich 6 Stunden im Zoo oder haben rund 20 Minuten zur nächsten U-Bahn-Station, statt die Sehenswürdigkeiten der Stadt gesehen zu haben müssen. Ich schätze dies sehr, obwohl ich mich immer wieder neu drauf einstellen muss. Tragisch aber wahr.

    • Das perfide ist halt: Genau dann wenn kindliche Gemächlichkeit am besten täte, ist sie am schwersten zu schaffen. Weil … „es wäre ja schön, jetzt alles gemütlich zu nehmen, aber heute haben wir einfach keine Zeit dafür“.

  • Jan Holler sagt:

    Das ist jetzt ein guter Text! Herr Tschannen, Punkt 10 fehlt aber noch: Bleibe beim Einzelkind. Ihr Entscheidung für die kommende Brechtin wirft die ganze schöne und durchaus sinnvolle Liste über den Haufen. Das wird nicht klappen. Die einzige Lösung für Sie: Wer 60% arbeitet, der soll nur 60% arbeiten.

    • Danke sehr. Klar, rein von der Arbeitslast her ist ein Kind sicher besser als zwei. Allerdings bringen zwei Kinder bestimmt auch mehr Freude als eins und damit potenziellen Stressausgleich. Vielleicht rede ich mir das jetzt auch einfach schön.

      Wenn es denn mal wirklich sein muss, könnte ich sicher näher bei den 60% bleiben als ich es heute tue. Das Pensum und Überstunden sind allerdings nur ein Aspekt. Örtliche und zeitliche Flexibilität sind zumindest mir auch wichtig. Damit kann man einen Teil der Arbeitslast gut abfedern.

      • Barbara V.E. sagt:

        Und zwei Kinder bespassen sich gegenseitig: Bekannte haben, mit 5 Jahren Altersunterschied, ein 2. Kind bekommen. Die Kleinere wird jetzt 2, die Grosse 7. Am Wochenende war ich dort und habe mit der Mamma genäht und die beiden haben miteinander gespielt und miteinander die Zeit vertrieben. Als die Grosse noch allein war, waren wir Erwachsene die Entertainer oder mussten die „mir ist laaaaaaaaangweiiiiilig“-Phasen länger aushalten, als jetzt.
        2 Kinder zu haben, hat auch seinen Reiz.

  • Marie sagt:

    Sie haben ein enormes Pensum an Arbeit, Beschäftigungen, und dann noch das Kind und den Haushalt. Ich finde dies definitiv zu viel. Denn Sie haben noch dazu sicher viele Telefone und mails, nie sind sie „sorgenlos“. So sehe ich die Dinge wenn ich Sie lese. Ein bisschen bremsen !
    Eine halbtagshilfe für den Haushalt und die Wäsche z.B. und um 18 Uhr sagen sie STOP, es längt für heute. Das wünsche ich Ihnen.

    • Hui, eine Haushaltshilfe kommt mir nicht ins Haus.

      Das „nie Sorgenlos“ sein ist tatsächlich mein Hauptproblem, hat aber mehr mit der Persönlichkeit zu tun als mit der effektiven Arbeitslast. Ansonsten arbeite ich natürlich nicht jede Woche 45 Stunden – es können auch mal sehr wenige sein. Und um Kind und Haushalt muss ich mich zum Glück auch nicht alleine kümmern. Alles in allem: Ja, Stress ist mir nicht fremd, aber ich glaube ihn im Griff zu haben.

      • Elisheva sagt:

        Warum kommt Ihnen denn eine Haushaltshilfe nicht ins Haus?

      • Weil ich ein pingeliger Mikromanager bin und die Haushaltshilfe nicht in Ruhe arbeiten lassen würde. Ausserdem bereitet mir der Haushalt ziemlich viel Freude. Es gibt da eigentlich nicht viel, was ich gerne abgeben würde.

  • Marie sagt:

    Hallo ! Ja, da haben sie mir gerade leidgetan. Was ich Ihnen vorschlage ist wie sie sagen „Irgendwann am späten Nachmittag sagen: «So, für heute ist fertig!»“ Sie nehmen viel zu viel auf sich, dieses Gefühl habe ich nach Lektüre.
    Als ich (habe meine Tochter alleine aufgezogen ab dem 3. Jahr) nach Hause kam nach der Arbeit, haben wir allmählich gegessen und dann ging es spazieren ! Wir wohnten in einem sehr schönen Gebiet mit blick auf den Genfersee. Also wir nahmen unser kleinen fröhlichen Hund. Unsere „Promenade“ immer dieselbe weil so schön, dauerte eine halbe Stunde, die machten wir jeden Abend gegen 19 Uhr, auch im Winter, dann mit dem Schlitten. So erzählten wir uns gegenseitig unseren Tag, ganz natürlich und alles kam raus, lustiges und ernstes. Dann war Feierabend.

    • Täglich spazieren ist eine gute Idee. Es ist nicht unbedingt der beste Stressabbau für mich persönlich, aber vielen Leuten tut ein Spaziergang im Wand bestimmt gut.

      • tststs sagt:

        Jup, so ein gepflegter Spaziergang gegen die Wand hat noch so manchen Stress abgebaut 🙂 🙂 🙂

    • Holger sagt:

      Das ist die schönste Erinnerung, die ich an meinen Vater besitze. Unzählige Male einen Abendspaziergang machen. Etwas vom schönsten für mich dass es gibt.

      • Beatrice sagt:

        Lieber Herr Tschannen, ich bin ein stiller Fan von ihren Texten. Sie haben schon so manches Schmunzeln/Lachen in mein Gesicht gezaubert. DANKE.

      • Ahh ich weiss nicht. Spazieren stresst mich irgendwie. Laufen tut man doch, um irgendwo hin zu gelangen und dann macht man das zügig, damit man rasch ankommt.

        Hmpf, ich habe wohl wirklich ein Problem.

      • tststs sagt:

        Hahaaaaa, verkommt bei Ihnen der Spaziergang zum Marsch? Kenn‘ ich. Eben, man will von A nach B kommen…zackzack.

      • Genau so. Mit meinem Marschtempo finde ich in Bern nur schwer Mitspazierer.

    • Marie sagt:

      Holger : gell ? für mich auch. Ich liebe die Natur und die innerliche Ruhe die uns einen Spaziergang bringt. Auch erzählt man sich sachen die man sonst vielleicht nicht gesagt hätte, weil sie zu emotionel sind. Von niemanden wird man gestört, man lauft friedlich neben einander. Auch ich habe schöne Erinnerungen an Spaziergänge am Sonntag morgen mit unserem Vater weil die Mutter ein feines Mittagessen kochte.

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