Schlafmangel macht Kinder dumm und dick

Sogar eine halbe Stunde weniger Schlaf pro Nacht hat einen Einfluss auf die Schulleistungen der Kinder

Jede verlorene Stunde Schlaf hat einen Einfluss auf die Schulleistungen der Kinder.

Schlaf ist ein Dauerbrenner in Gesprächen unter Eltern: Am Anfang tut man alles dafür, dass das Baby oder Kleinkind endlich ein- und durchschläft. Dann muss man sich plötzlich anstrengen , um den Teenager morgens noch wach zu bekommen. Es gibt unzählige Untersuchungen zum Babyschlaf und längst weiss man auch, dass das Schlafbedürfnis von Teenagern sich ändert, dass sie morgens mehr Melatonin ausschütten als Kinder und Erwachsene und deshalb ein früher Schulbeginn, wie in der Schweiz, nicht leistungsfördernd ist. Eine brandneue Studie, die anfangs Jahr im Magazin «Sleep»  veröffentlicht wurde, legt den Eltern nun ans Herz, dafür zu sorgen, dass der Nachwuchs um zehn spätestens im Bett liegt. Denn Jugendliche, die früher schlafen, sind leistungsfreudiger, ausgeglichener und weniger depressiv.

Wenig gekümmert haben sich Forschung und auch Eltern bisher um den Schlaf der ABC-Schützen. Zwischen dem dritten und zehnten Lebensjahr der Kinder fällt der Schlaf plötzlich von der elterlichen Prioritätenliste. Weil die gröbsten Einschlaf- und Durchschlafprobleme inzwischen bewältigt sind und die Kinder das elterliche Schlafensdiktat noch ohne grosses Murren akzeptieren. Doch offenbar schlafen auch viele Primarschulkinder zu wenig. Genauer: Rund eine Stunde weniger als noch vor 30 Jahren. Und das scheint einen dramatischen Effekt auf Intelligenz, Benehmen und sogar die Figur zu haben.

Avi Sadeh von der Tel Aviv Universität hat vor ein paar Jahren die Hirnleistungen von  77 Grundstufenschülerinnen (9- und 11-jährig) und Schülern untersucht. Die eine Gruppe hat über drei Tage rund eine Stunde mehr geschlafen als die andere. Nach der dritten Nacht wurden die Kinder neurobiologisch getestet. Der Leistungsunterschied, der eine Stunde Schlaf ausmachte, war grösser als der zwischen einem 11- und einem 9-jährigen Kind. In Sadehs Worten: «Der Verlust von einer Stunde Schlaf über mehrere Tage setzt die kognitive Kapazität des Gehirns um zwei Schuljahre zurück.»

Sadehs Ergebnisse wurden von jeder neuen Studie bestätigt. Paul Suratt von der University of Virginia zieht nach seinem Test von Schreibleistungen der Unterstufenschüler gar das Fazit: «Schlaf hat auf den IQ von Kindern genau so einen grossen Einfluss wie elterliche Frühförderung». Warum das so ist, erklärt Matthew Walker von der renommierten Berkeley Universität folgendermassen: Das kindliche Hirn speichere im Schlaf das Gelernte ab. Jede Fähigkeit werde in einer anderen Schlafphase bearbeitet: Das Vokabular einer Fremdsprache etwa werde vom Hypocampus in einer frühen, traumlosen Schlafphase abgespeichert, während die Hörerinnerungen in der REM-Phase memoriert werden. Das Problem sei, dass sich heute die Schlafdauer umgekehrt proportional zum Lernstoff verhalte. Das heisst, Kinder müssen immer mehr Stoff bewältigen, schlafen aber immer weniger. Nicht zuletzt, weil sie neben den Hausaufgaben auch noch Musik, Sport und andere Kurse bewältigen. Und die Eltern immer später von der Arbeit zurückkehren.

Doch nicht nur die Noten, auch das Gewicht hängt offenbar vom Schlaf ab: Sämtliche Studien über das Schlafverhalten von Kindern haben nämlich bestätigt, dass Kinder, die länger schlafen, weniger Übergewicht auf die Waage bringen, als Kinder, die weniger schlafen. Ab ins Bett, kann Mutter da nur noch sagen. Und zwar zeitig!

Wie sorgen Sie dafür, dass der Nachwuchs genug schläft? Wie strikt soll die Bettroutine sein? Und wann können/sollen Jugendliche selbst über ihre Schlafenszeiten entscheiden?

89 Kommentare zu «Schlafmangel macht Kinder dumm und dick»

  • Dr. Bärenthal sagt:

    „Am schlanksten bleiben die Kinder übrigens, wenn sie schon vor dem Abendessen ins Bett gehen. “
    Lieber „Hihi“ leider liegst Du absolut falsch. Die Ursache warum Menschen, speziell hier angesprochen die Kinder dick werden, liegt nicht an der Zuführung zu vieler Kalorien! Nein! Die Ursache liegt vielmehr in einer Schädigung der „biologischen Maschine“, des Körpers selbst.
    Zu wenig Schlaf, steht direkt in Verbindung mit zu wenig Melatonin, dem sogenannten Schlafhormon der Zirbeldrüse. Was allerdings nur wenige Menschen wissen:<>
    Ja ja die Wissenschaft von heute, daß sind die Irrtümer von morgen. Schon vergessen. Aber zählt mal ruhig weiter Kalorien. Davon leben mehr Menschen als es Dicke gibt (Diäten, Pharma usw.) . Nachhaltig reparieren kann man die Maschine allerdings nur, wenn man die Säuredepots mit Hilfe ausgesuchter Mineralien und Spurenelemente (alles basisch), sowie einer physikalischen Wiederbelebung, des geschädigten Metabolismus, mit Hilfe von wechselnder Erzeugung + und- Ionen im Körper, selbst reaktiviert. So gesehen sollte man es nie soweit kommen lassen. Ausreichend ruhiger Schlaf, einem erholsamen Schlaf, daß ist Reorganisation im Körper. Ein Garant für Gesundheit und langes Leben. Bleiben sie stark!

  • mamisu sagt:

    Leider wurde im Artikel nicht erwähnt, wie lange denn ein gesunder Schlaf dauern sollte.

  • HaegarCH sagt:

    Ich sehe, wir haben alles richtig gemacht. Unsere Kids (16 und 14) müssen um 21 Uhr ins Bett. Am Freitag und Samstag dürfen sie freiwillig (heisst, wann sie wollen) ins Bett, da sie am Samstag und Sonntag ausschlafen. Meine Frau ist Hausfrau und daher zuhause, wenn die Kids heim kommen. Das ist für die Kinder sehr gut und sie finden es auch toll. Vielleicht sollte man schon sich überlegen auf alte Familienstrukturen zurück zugreifen, wobei ich es offen lasse, ob Vater oder Mutter zuhause sein sollte.

  • hans muster sagt:

    ojemine,
    natürlich kann das verwendete studiendesign kausalität nachweisen.

  • Hihi sagt:

    Am schlanksten bleiben die Kinder übrigens, wenn sie schon vor dem Abendessen ins Bett gehen. 😉

  • Eni sagt:

    @ Amélie

    Ich ‚zwinge‘ meine Kinder auch während der Schulzeit früh ins Bett, aber das sie in der Regel innerhalb 10 Min einschlafen kannn es so falsch nicht sein.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Ich bin mir ziemlich sicher dass von den Kindern, die in der Schule Mühe haben, die allerwenigsten zu früh ins Bett gezwungen werden. Und bei denen, wo das restliche Rundum stimmt, weisen vermutlich die mit dem optimaleren Schlafprotokoll auch die bessere Leistungsbereitschaft auf. Um das geht es hier.

  • Amélie sagt:

    Ich stimme Mark Müller im letzten Punkt voll zu. Die Missachtung dieser Grundregel Korrelation nicht gleich Kausalität kann zu gefährlichen Trugschlüssen führen. Und gerade in der Pädagogik sind so viele Faktoren involviert, dass direkte Kausalität sowieso schwierig nachzuweisen ist. Tendenzen kann man ausmachen, wenn überhaupt.

    Nicht zu vergessen in Sachen „mehr Schlaf, höhere Leistungsfähigkeit“ ist die Gefahr, dass erzwungene Nachtruhe auch den gegenteiligen Effekt haben kann. Ein Kind, das zu früh zum Schlafen geschickt wird und den Schlaf deshalb nicht finden kann, kann ernsthafte Schlafstörungen entwickeln. Nicht nur Einschlaf-, auch Durchschlafstörungen. Es gibt keine Formel, die für alle passt, es gilt die richtige Formel für jedes Individuum zu finden.

    Selber halten wir es so, dass unsere Kinder „früh“ in ihr Zimmer gehen, bettfertig, und dann noch lesen dürfen, bis sie müde sind und schlafen wollen/können.

  • Mark Müller sagt:

    @Brunhild Steiner:

    Mit sicherheit hat der schlaf einen positiven effekt, aber sie können wohl davon ausgehen, dass eine drogensüchtige mutter, die aus irgendeinem grund alles falsch macht, ausser ihre kinder rechtzeitig ins bett zu schicken, eher depressive kinder hat, als perfekte eltern, die per zufall den einzigen fehler machen, kinder nicht rechtzeitig ins bett zu schicken…

    das mag ein konstruiertes beispiel sein, aber es verdeutlicht einfach, wie unnütz und schlichtweg irreführend diese studie ist. anstelle irgendwelche regeln zu befolgen wie kinder früh ins bett zu schicken, solltem an sich eher darauf konzentrieren grundsätzlich gute eltern zu sein….

    diese studie bringt keine weiteren erkenntnisse als das sich genug schlaf, genau wie gesunde ernährung, zuneigung, sportliche aktivität und alles andere „gute“ sind tendentiell positiv auswirkt, ich denke das wussten wir schon vorher. Das heisst aber noch lange nicht, das sie ein Kind, das wenig schlaf braucht, oder depressive veranlagungen hat a priori „gesünder“ machen können, wenn sie es früher ins bett schicken… die korrelation ist wohl ziemlich sicher viel grösser als die kausalität, aus den schon genannten gründen…

    es ist ja offensichtlich, das schlafmangel allerhand probleme mit sich bringt, dies ist aber offensichtlich unterschiedlich von kind zu kind, und zu glauben, man könne es noch besser machen, wenn man es einfach noch früher ins bett schickt, ist einfach nur falsch, vor allem statistisch gesehen…

    ps: aus irgend einem grund zeigt es „ungleich“ Zeichen nicht an, darum: statistik regel nummer 1: korrelation ungleich kausalität!

  • Brunhild Steiner sagt:

    @lisi: 10.39 schade, würde die Kommentare schon vermissen!

    @Wilhelm the H.: „Die Ursache der „Bevölkerungsverfettung“ liegt im extremen Mineralienmangel!“
    Genau, auf jeden Fall mit Sicherheit nicht an veränderten Ess- und Bewegungsgewohnheiten, schon gar nicht am zuwenig schlafen und sich in dieser Zeit vielleicht mit Junkfood zustopfen!
    „Im Grunde verhält es sich auch hier , wie mit der CO² Lüge! Da hilft nur eines – lernt Denken nicht Gedachtes!“
    Richtig, die CO 2 Lüge müsste noch grossgeschrieben und fettgedruckt werden, damit nun endlich auch dem Hinterletzten klar wird was wirklich los ist. Wie steht es eigentlich um Ihr Schlafprotokoll?

    @Mark Müller: „wenn sie also glauben, dass sie wirklich grossen einfluss auf den gefühlszustand ihres kindes haben,
    nur weil sie ceteris paribus das kind früher ins bett schicken, sind sie ziemlich sicher auf dem irrweg“
    Woraus Sie diesen Glauben ableiten ist mir schleierhaft, womit sie aber garantiert nicht auf dem Irrweg ist,
    ist die Überzeugung mit grosszügig ermöglichtem Schlaf für eine mehr oder weniger konstante gute Leistung
    für die nächsten Jahren und mehr zu sorgen, eine bessere Investition in die Zukunft unserer Kinder kann ich mir nicht vorstellen! (Neben all dem anderen was hier schon ausführlichst diskutiert worden ist)

  • lisi sagt:

    @Mark Müller

    Ja das kann bestimmt auch sein, also wäre hier die Frage was war erst das Huhn oder das Ei. Schlafmangel oder Depression.

    Bei unserer dritten Tochter war es aber ganz klar so, dass sie sich gerne nach oben orientiert hat. Also wenn die grossen Schwestern spät vom Sport nach Hause kamen, wollte sie noch kurz warten und die beiden sehen. Dann wurde noch ein wenig erzählt, gelacht etc. normale Rituale halt in einer Familie. Bis sie dann im Bett lag und noch ihr Gutenachtgeschichtli und die fünf Minuten mit Mami oder Papi alleine hatte wurde es einfach zu spät. Es wurde dann meist 20.45Uhr oder mal 9.00Uhr.

    Bemerkbar machte sich das ganz schleichend mit Spannungskopfweh, Konzentrationsproblemen und zu guter letzt mit Leistungsproblemen in der Schule. Beim Kopfweh versuchten wir erst die Ursachen zu erforschen und so bekam das Kind als erstes eine Brille (vom Augenarzt, also begründet), danach versuchten wir es mit noch mehr Aufmerksamkeit usw. (Sie ist das Mittlere von 5 Kindern). Ein Besuch beim Hausarzt brachte nach einem halben Jahr endlich die Lösung, er wollte, dass wir ihm schildern was das Kind alles so macht und wie der Tag ausschaut. Er riet uns dann zu einem Schlafprotokoll. Es waren bei ihr „nur“ ca. eine halbe Stunde Schlaf die täglich fehlten, aber die Summe hatte langfristig wirklich negative Auswirkungen. Sie wirkte aber nie übermüdet oder abgeschlagen, deshalb suchten wir das „Problem“ zuerst am falschen Ort. Heute schläft sie um 20.15 Uhr und es geht ihr wieder gut. Konzentration und Schule sind bereits wieder viel besser und Kopfweh hat sie längst keines mehr. Von daher finde ich, hat der Artikel von Nicole Althaus viel Fleisch am Knochen. Mein Kind ist zwar nur ein Kind und keine Studie aber meine Feldstudie.

  • Mark Müller sagt:

    @Nicole Althaus:

    sie und wohl auch die Studie machen typische statistische Fehlüberlegungen wie sie in medizinischen und sozialwissenschaftlichen Studien wie Sand am Meer zu finden sind, und Journalisten sich mit inbrunst auf solche Fehlüberlegungen Stürzen

    der Grundsatz Nummer 1 in Statistik: Korrelation Kauslität !!!

    Nur weil die Bettgehenzeit in irgendeiner Form mit Gefühlstzuständen korreliert, heisst das noch lange nicht das sie zwingend Gefühlstzustände beeinflusst:

    Es könnte genau so gut sein, das Eltern, die ihre Kinder ein stabilieres umfeld bieten, Kinder tendentiell früher ins Bett schicken, oder das Kinder, die nicht zu depressionen Neigen tendentiell mehr schlafen, oder depressive menschen weniger schlafen können!!

    gerade in Studien wo keine kontrollierten experimente möglich sind, wie in dieser Studie, ist kausalität praktisch nicht nachweisbar…

    Ich behaupte nicht, das Schlaf keinen einfluss hat hat auf den Gefühlstzustand, ich behaupte aber der effekt ist minim, sprich der gefühlstzustand hat viel den grösseren einfluss auf den schlaf, und das stabile umfeld, das oft mit geregelten bettzeiten einhergeht, hat einen viel grösseren einfluss:

    wenn sie also glauben, dass sie wirklich grossen einfluss auf den gefühlszustand ihres kindes haben, nur weil sie ceteris paribus das kind früher ins bett schicken, sind sie ziemlich sicher auf dem irrweg

  • Wilhelm the H. sagt:

    Nun gut, hier wird die Wirkung von „Schlafmangel“ beschrieben und die stimmt im großen und ganzen so. Warum lassen sich die Autoren nicht herab auch die bio-chemischen Ursachen zu benennen – den eigentlichen Wirkmechanismus? Melatonin – eigentlich das Hauptentgiftungssystem des Körpers – reguliert zusammen mit dem Glutathionsystem der Leber den Zell pH-Wert! Entgiftet, definitiv den Körper!! Fett macht halt nicht Fett! Im Gegenteil, es wird unter anderem zu Regeneration der Organellen benötigt! Die Ursache der „Bevölkerungsverfettung“ liegt im extremen Mineralienmangel! Säuren lagern sich im Bindegewebe ein, wenn es dem Körper an Entgiftungsleistung durch Melatonin oder Glutathion mangelt – Punkt! Säuren sind das stärkste bekannte Zellgift überhaupt. Aber wer will daß schon so genau wissen. Ganze Wertschöpfungsketten hängen an unseren falschen Ernährungstheorien. Nun wie gesagt Beweise für meine Behauptungen liegen schon lange vor. Ich kann euch den Weg zeigen, machen und denken muß jeder selbst für sich. Im Grunde verhält es sich auch hier , wie mit der CO² Lüge! Da hilft nur eines – lernt Denken nicht Gedachtes!

  • Shlomo sagt:

    @ althaus: gut zu wissen und danke für die argumente! Ob sie dann aber nützen werden…

  • Shlomo sagt:

    @ toby: yes

  • Auguste sagt:

    @ toby

    hmm…, ihr beitrag ist keine schlechte überleitung zum heutigen „helden-thema“. offenbar gibt es hier leute, die bereit sind, dem „bunten kraut“ am rechten glockenrand zu leibe zu rücken und ihm nicht kampflos das feld überlassen. das „bunte kraut“ mag es gar nicht, wenn man ihm etwas von seiner eigenen, bitteren medizin verpasst. das winseln nach redaktioneller hilfe zeigt es jeweils deutlich. rückzug ist keine option – kinder brauchen eltern, die hinstehen, auch wenn es zwischenzeitlich wie kindergarten anmutet. nebenbei, man weiss ja nie zum voraus, wann der interessanteste beitrag zum thema abgeschickt wird.

  • lisi sagt:

    @toby
    Danke, genau es ist schade, dass hier kein Austausch mehr zu den eigentlichen Themen stattfindet. Inzwischen besuche ich genau aus diesem Grund den Blog nur noch selten.

  • Roland Strasser sagt:

    @Walter: „Untergebene“? sie kommen mir vor wie ein aristokratenarsch im feudalismus.
    spricht doch bände, dass ihre „untergebenen“ so unfroh nicht sind, dass Sie nicht anwesend sind…

  • toby sagt:

    Als relativ frischgebackener Papa schau ich immer mal wieder in den Mama(!)-Blog und finde die Artikel in der Regel sehr interessant, gut geschrieben und überlegenswert. Danke an Frau Althaus und Frau Binswanger für die regelmässige Horizonterweiterung.
    Die Kommentare allerdings, die kann man seit einiger Zeit glatt vergessen. Dass es in jedem Intenet-Forum ein paar Profilneurotiker gibt, die gerne auch mal an Verfolgungs- und anderen Wahnvorstellungen leiden, ist ja nichts neues. Am Rand der Gauss’schen Glockenkurve wächst viel buntes Kraut. Aber dass ein Grossteil der Diskutanten inzwischen nichts besseres zu tun hat, als sich dann Seitenlang mit diesen Trollen auseinanderzusetzen, wundert mich schon sehr.
    Die Beiträge zur Sache muss man inzwischen fast mit der Lupe suchen. Stattdessen wird weiträumig und pauschal politisiert, persönlich verunglimpft und vor allem: ganz viel RECHT GEHABT! Ein ziemlich unglaublicher Kindergarten ist das hier geworden. Und Ihr wollt ernsthaft über Erziehung diskutieren? Na servus.

  • maia sagt:

    @manu: Ist die Schule wirklich strenger und schwieriger geworden? Vielleicht bin ich einfach dumm, aber eigentlich war es zu meiner Schulzeit „normal“, dass man täglich Schularbeiten machen musste, dass der grössere Teil der SchülerInnen um 21.00 h im Bett war, auch am Wochenende Schularbeiten machte und nicht in den „Ausgang“ konnte. Unsere Freizeitaktivitäten waren in der Regel sehr beschränkt, weil die Schule an erster Stelle stand.

  • manu sagt:

    Was, wenn die Kinder zu dritt oder gar zu viert in einem Zimmer schlafen müssen und sich notgedrungen bei Krankheit ec, gegenseitig wecken ec.? Da sind wir dann gleich beim Wohnproblem, ich denke eben nicht nur die Schule ist strenger und schwieriger geworden sondern auch das Wohnen! Ach ja, ich weiss schon, dann stellt man eben keine oder „nur“ 2 Kinder auf, heisst es dann lapidar, als ob das die Lösung der Probleme wäre…

  • Anastasia C. sagt:

    @Mäxchen: Ich arbeite, denke ich, hart und trotzdem darf zum Teil bis 12 Uhr mittags schlafen. Man muss sich nur einen passenden Beruf suchen, dann klappt`s auch mit dem Ausschlafen…
    Spiessertum und Bünzligkeit gibt es überall auf der Welt, auch in der Schweiz.

  • Anastasia C. sagt:

    @Auguste: Nein, bei mir fliesst kein Kosaken-Blut durch die Adern. Ich glaube nur ossetisches, wenn es den einen internationalen Unterschied zwischen den verschiedenen Blut-Typen gibt…

    @Pipi: Bei mir fliesst auch kein Tataren-Blut durch die Äderchen. Ausserdem liegt Odessa nicht auf der Krim…

  • adlerauge sagt:

    hey max, langsam haben glaub ich alle hier gecheckt, dass die linke für sämtliche politischen und gesellschaftlichen missstände allein verantwortlich ist und du nach deinem erkenntnisstand zu urteilen die weisheit wohl jeden morgen schüsselweise zum frühstück löffelst.

  • maia sagt:

    Würden die Kinder wirklich mehr schlafen, wenn die Schule erst um 9 Uhr beginnen würde? Sie würden dafür ja später heimkommen so gegen 18.00/18.30 h. Müssten dann noch Aufgaben machen, essen, Freizeit, sich für den nächsten Tag vorbereiten und und…… Also ich denke das Ganze würde sich schlicht und einfach verschieben. Sehe ich übrigens hier, wenn die Lernenden die gleitende Arbeitszeit so toll finden, erst um 9 Uhr mit der Arbeit beginnen und irgendwann merken, dass sie dann eben auch länger bleiben müssen …….

  • max sagt:

    @Walter
    Und wann schlafen Sie? Und meinen Ihre Untergebenen, sie würden geführt?

    @Roland Strasser
    Der war gut von wegen im Ausland ist alles besser, weil man ja dort in den Ferien war.

    Bei meinem ersten Aufenthalt in den USA stand ich einmal an der Böschung des träge durch die Felder fliessenden Connecticut, zwischen wilden Büschen, im dunkeln sinnend. Auf einmal war mir das eine klar: Ich werde nie, wirklich nie mehr sagen, die Schweizer seien bünzlig. Ich kenne kein Land, das so weltoffen, modern, vernetzt ist wie unseres hier.

    Und ja, wir arbeiten hart dafür und können das nur, wenn wir ausgeschlafen sind. Leider sehe ich immer mehr 30 oder 35-jährige wie sie vier mal pro Woche die halbe Nacht im Ausgang sind. Was die tagsüber zu leisten imstand sind, weiss ich nicht.

    Und leider gibt es die politische Linke, die uns weismacht, unser Wohlstand sei geschenkt, werde von anderen bezahlt und wo es Probleme gibt, müsse man sich nicht persönlich kümmern, weil ja Väterchen Staat alles mit genug Geld aus dem Weg schaffen kann.

    Neuerdings wundere ich mich, wie das herauskommt, jetzt wo die bösen Banken nicht mehr Milliarden an Steuern zahlen, wo die Bankangestellten keine Boni zum Versteuern mehr haben.

  • Ich muss zu meiner Schande gestehen: Bei uns liegen die Kinder abends um 20:00 Uhr im Bett, weil Mama und Papa müde sind. Aber gut zu lesen, dass man ihnen damit etwas Gutes tut.

  • Walter sagt:

    @Roland Strasser
    Spät aufstehend heisst nicht zwingendermassen faul sein. Da unser Schweizer Wohlstand zum grossen Teil im Dienstleistungssektor erwirtschaftet wird, können wir von flexibeln Arbeitszeiten profitiieren. Ich bin zwischen 20 und 4 Uhr am produktivsten. Viele meine Untergebenen arbeiten besser nach dem 8 – 17 Uhr Schema. Da wir aber miteiinander reden, ergänzen wir uns fast perfekt. Zum Glück muss ich nicht mit Betonköpfen wie ihnen arbeiten.

  • Roland Strasser sagt:

    „hihihi…ich bin auch eine nachteule…hohoho, ja die schweizer frühaufsteher sind bünzli…hhehehe…keine lebensqualität…hihihi die doofen bünzli…kicherkicher…“

    wenn man im ausland vor allem in den ferien war, erscheint es dort immer besser als zuhause. wenn man länger dort ist, sieht mans plötzlich etwas anders. die schweiz als frühaufsteher-nation macht schon sinn, weil wir weder weltmacht noch rohstoffreich noch besonders schlau wären.

    „wer feiern kann, der kann auch am morgen früh aufstehen“ – nehmen sie sich den spruch meiner grossmutter zu herzen. vielleicht sind sie dann weniger frustriert und eklig, wenn sie nicht erst nach mittag die storen hochlassen.

    la vita e troppo breve! zu kurz, um es schlafend, verkatert, erschöpft oder müde zu geniessen!

  • max sagt:

    @auguste
    Also, als meine Verlobte in die Schweiz kam, da lernte sie ganz schnell zwei Wörter Deutsch „Gruusig Bubi, Max“. Soviel Deutsch beherrschte sie nach zwei Tagen – ich absolut keine Ahnung, wo sie solche Wörter aufgeschnappt hatte. Aber sie war ein Sprachtalent. Aber das war vor sehr vielen Jahren. So von wegen „andere Ferkeleien“.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Nastia, jaja der Alkohol….

    Die Tataren sind eine Bevölkerungsgruppe im ehemaligen Sowjetreich. Tapfere Krieger etc., sie wurden gern romantisch verklärt, weil sie früher wild und eigensinnig waren. Der berühmte Tänzer Nurejew war z.B stolz auf sein Tatarenblut.

  • Auguste sagt:

    @ anastasia c.

    hmm…, evtl. von den krim-tataren.

  • Anastasia C. sagt:

    @Pipi Langstrumpf: Was für Tatarenblut??? Die grössten Probleme der Ex-Sowjetländer, sind: Perzovka, Wodka und Ararat.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Nastia

    Oder Tatarenblut?

  • Anastasia C. sagt:

    @Pipi Langstrumpf: Nun, ich glaube das Schul- und Feriensystem gibt es noch in den meisten Ex-Sowjetländern. Das Problem ist später dann die Armee, Arbeit oder Uni. Dort hat es dann ganz andere Methoden. Leider…

  • Auguste sagt:

    @ anastasia c.

    hmm…, manchmal brauchts ein paar dramen, um ein komödiant zu werden. fliesst kosaken-blut in ihren adern?

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Ja ja, die Tessiner, beneidenswert!

    Ah, und die Ukrainer wissen scheinbar auch, was Lebensqualität ist…..

  • Anastasia C. sagt:

    @Auguste: Eine Komödie ist schwieriger zu spielen als ein Drama. Deswegen denke, das Komödianten die besseren Menschen sind.

  • Auguste sagt:

    hmm… tief in meinem herzen bin ich halt ein scherzkeks.

  • Anastasia C. sagt:

    @Pipi Langstrumpf: Das ukrainische Schulsystem ist immer noch das System der Sowjetunion. Und von den Schul- und Ferienzeiten ist es schon toll. 3 Monate Schulferien. Je 2 Wochen Ferien im Frühjahr,Herbst und Winter. Für die Kleinen beginnt dauert der Unterricht von 8 Uhr bis 12: 30 Uhr. Die Grossen haben von 13 Uhr bis 18 Uhr Schule. Während meiner Schweizer Schulzeit habe ich meinen fast gleichaltrigen Cousin Arsen um seinen Stundenplan beneidet.

    @Auguste: Sie haben es aber irgendwie witziger vorgetragen,fast wie Orgi…

  • Laura A. sagt:

    @Pipi Langstrumpf

    die Tessiner 🙂 Eigentlich sind es nur 11 manchmal auch 11 1/2 Wochen, aber fast 3 Monate.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Laura A. Wer hat schon drei Monate Sommerferien, wo er einfach so in den Tag hineinleben kann?

  • Auguste sagt:

    @ anastasia c.

    hmm…, könnte aus maxen’s regelwerk sein – anhang „pick-up lines und andere kleine ferkeleien“.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Ja, das wäre die Lösung. Aber in der Schweiz sehe dafür schwarz, es wird eine Frage der Moral daraus gemacht, d.h. ein fleissiger und anständiger Schweizer/Schweizerin, WILL im Morgengrauen aufstehen. Wer das nicht will, ist ein Faulpelz, meine Grossmutter sagte jeweils „am Abend wird der Faule wach“.

  • Laura A. sagt:

    @Pipi Langstrumpf
    ich wäre sofort dabei, wenn man vor allem ab der Oberstufe erst um 9 Uhr anfangen würde. Teenager aus dem Bett zu kriegen am Morgen ist schier ein Ding der Unmöglichkeit.
    Aber bitte lass uns die Sommerzeit, während der 3 Monate Sommerferien hier gibt es für unsere Kinder nichts schöneres als bis um 22 Uhr draussen zu sein und auch wir Eltern geniessen die lauen Abende und wen kümmert es schon, ob die Sonne am Morgen um 6 oder um 7 aufgeht?

  • Anastasia C. sagt:

    @Pipi Langstrumpf: Das mit der Sommerzeit und auch das mit dem Biorhytmus stimmt. Am Besten, finde ich, wäre es, wenn es man in allen Berufen gleitende Arbeitszeiten hätte. Dann könnte jeder, dann wann er wollte seine Arbeitszeit abarbeiten.

  • Anastasia C. sagt:

    @Auguste: Aus welchem Orgi-Pörnchen haben Sie den Satz gemopst???

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    In unserer Familie sind wir alle Eulen, also ist frühe Schlafenszeit ein Problem. Andererseits bin ich überzeugt, dass Schlafmanko sich negativ auswirkt, in allen Bereichen. Da der senkrechte Schweizer andere nur als seinesgleichen akzeptiert, wenn sie beim ersten Hahnenschrei aufstehen, sind die Konflikte programmiert.

    Als meine Kinder noch zur Schule gingen, gab es feste Schlafenszeiten, d.h. sie waren im Bett, lagen aber teils noch lange wach und waren am Morgen nur schwer zu wecken. Ich habe mir immer gewünscht, dass die Schulen erst um 9 h begonnen hätten, das wäre eine Wohltat gewesen. Neueste Untersuchungen zeigen klar, dass sich für Jugendliche ein späterer Schulbeginn nur positiv auswirkt, also, worauf warten wir?

    Mein innerer Rhythmus ist sehr ausgeglichen, wenn ich frei habe, gehe ich zwischen 24 h und 01 h ins Bett und erwache zwischen 8 h und 9 h. Aber eben, meistens muss ich um 6.30 h aufstehen. Wenn jeweils wieder die Sommerzeit angesagt ist, leide ich während 2 Monaten wie ein Hund, von mir aus könnte man diese „Errungenschaft“ sofort streichen, da sie eh‘ nichts bringt. Es gab keine Einsparungen im Energiebereich, ich sehe nur Nachteile. Diese ständigen Wechsel sind eine „Furzidee“, das wissen inzwischen viele, aber niemand hat den Mut, daran etwas zu ändern.

  • Auguste sagt:

    hmm…, „wenn du schlank und klug bleiben möchtest, sollten wir jetzt miteinander ins bett gehen.“ …könnte funktionieren.

  • Eni sagt:

    Auch bei mir gibt es immer wieder Diskussionen um die Schlafenszeit. Vor allem mein 10 Jähriger findet 20.30h zu früh (für den 8 Jährigen ist um 20.00 Feierabend) aber solange ich beide morgens noch wecken muss, denke ich dass sie diesen Schlaf brauchen. Der Grosse hat 3 mal wöchentlich Frühstunde und muss dann um 6.15 raus und die anderen 2 Schultage um 7.00h
    Ich selber schlafe seit der Geburt meines Grossen massiv zu wenig und habe oft Mühe, da möchte ich doch wenigstens meinen Kindern einen guten Start in den Tag ermöglichen.

  • Anastasia C. sagt:

    @Pipi Langstrumpf: Was halten Sie davon, wann sollte man Kinder ins Bett schicken??? Und ab wie viel Jahren dürfen die Kinder/ Jugendlichen selber bestimmen???

  • Anastasia C. sagt:

    @Pipi: Ja,sicher doch.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Danke, Nastia, es geht mir gut, dir auch?

  • Anastasia C. sagt:

    @Pipi Langstrumpf: Merci,aber ich bin schon seit 12 Uhr wach.
    Wie geht`s Ihnen???

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Nastia, schon aufgestanden, guten Morgen!

  • Anastasia C. sagt:

    @Laura A: Das mit der eule kenne von mir selber, zum guten Glück habe ich jetzt einen Beruf der an meine biologische Uhr angepasst ist, doch in der Schulzeit war das Aufsteh`n am Morgen der Horror für mich…

  • Bionic Hobbit sagt:

    Ich habe mal in Afrika gearbeitet und war sehr von der Bettgehtechnik beeindruckt. Die Kinder im Chefarzthaushalt (so an die 12 Stueck) liefen so lange rum, bis sie irgendwo einschliefen, der aelteste (ca 18j) hat sie dann eingesammelt und ins Bett getan. Das war aber eher so um die 20h fuer alle. Die Kinder waren den ganzen Tag draussen und dann abends muede, und im Fernsehen gab es fuer sie nichts. Da gab es nie Geschrei.

    Meine eigenen Kinder sind noch so klein und regeln ihr Schlafbeduerfnis perfekt selber.

    Zur Frage der Kinder, die viel Sport treiben: ich denke, solange es den Kindern Spass macht und die schulischen Leistungen stimmen, ist das ok. Wenn nicht, wuerde ich den Sport halt reduzieren. Das ist auch nicht brutaler als Computerspiele reduzieren oder Fernsehzeit limitieren.

  • Laura A. sagt:

    @gugus
    Das Problem hatte ich auch lange Zeit mit meiner Tochter, die ist eine Eule, am Abend nicht ins Bett, dafür am Morgen auch nicht auf. Ich habe aber ganz fest an meinem Zeitplan festgehalten, Vorschulalter um 19:30 Feierabend, ab der 1. Klasse 20:00 Bettzeit, aber der Oberstufe 21:00 Lichterlöschen. Auch wenn sie ruhig im Bett liegt kann sich ihr Körper erholen, deshalb gab es auch keine Bücher, kein Licht, keine CD’s mehr. Jetzt ist sie 16 und geht ins Gymi,selbständig zu Bett geht sie aber immer noch nicht, wenn ich sie machen lassen würde, dann würde das täglich 23 Uhr, weil sie noch dies und das machen muss, ihr kommt immer etweas in den Sinn, was noch unbedingt am selben Tag erledigt werden muss. Also mache ich auch heute noch um 22 Uhr Lichterlöschen, damit sie am nöchsten Tag ausgeruht konzentrazionsfähig und sozialverträglich ist.

  • hansueli sagt:

    Irgendwie hat das Thema was von wieviel darf man Eltern vorschreiben und wo ist die Grenze überschritten. Hatten wir doch auch erst gerade hier oder?

  • lisi sagt:

    @Max
    Einen Mittagsschlaf? Die kommen um 12.15 von der Schule mit Hunger im Bauch. Wir essen gemeinsam ein richtiges Mittagessen, dies braucht seine Zeit und unterhalten uns über Schule, das Leben, dies und das. um 13.00 Uhr werden die Schulsachen für den Nachmittag gepackt (also Thek umpacken) und dann geht es ab zur Schule.

    Wochenende, ja da kann doch Schlaf nachgeholt werden, obwohl es da auch Studien gibt die sagen, das nütze nichts oder nur wenig. Da Schlaf weder vor- noch nachgeholt werden könne.

    Könnte man die Diskussion links / rechts nicht beiseite lassen? Wenn man alle Eltern so einfach in eine Schublade stecken könnte, wäre das soooo einfach, es gäbe nur drei. Links Mitte Rechts, fragen Sie mal die Lehrer wie viele Schubladen die für die Eltern benötigen 🙂 da reichen drei nie und nimmer. Nicht alle links gerichteten erziehen ihre Kinder gleich und auch nicht alle rechts gerichteten. Sondern bald jede Familie sehr individuell für sich.

    Mehr Turnhallen, ja das wäre toll. Am liebsten noch mit einem Lernschwimmbecken. Obwohl wir in unserer kleinen Schulgemeinde doch deren drei haben (Turnhallen nicht Schwimmbecken), eine davon neu und sehr gross. Dennoch ist das Bedürfnis grösser als das Angebot. Also wäre das Jammern auf sehr hohem Niveau.

    @marina
    Doch natürlich, aber Kinder bleiben nicht ewig klein. Sie werden grösser und nähern sich uns Erwachsenen an. Teenies kann man nicht einfach um 19.00 Uhr in ihr Zimmer sperren. Auch verschieben sich die Bedürfnisse der Eltern, man hat am Wochenende wieder mehr Freiraum oder unter Tage. Man möchte sich auch mit den Kindern austauschen und oft bleibt da nur der Abend. Da die Kinder immer mehr Schule haben und eben Sport oder sonnst ein Hobby.

  • xyxyxy sagt:

    @yves

    ganz im süden – ok – das kenne ich,
    nur gehen dann die kinder halt nicht um 22.00 uhr ins bett, sondern erst nach mitternacht
    das zum ersten
    dann ist es im winter auch nicht anders und es entscheiden eigentlich nicht die temperaturen, sondern einzig und allein lust und laune….
    zweitens in vielen ländern ist es nun auch nicht soviel heißer als bei uns im hochsommer

    drittens viele sind bei uns aufgewachsen oder leben schon viele jahre in der Schweiz, dort gibt es als keinen grund, wegen der temperatur – es ist dann einfach die mentalität, dass man nach lust und laune essen oder schlafen soll und dass nur die eltern kinderlieb sind, welche eben den kindern keine feste regeln oder keinen festen Rhythmus zutrauen.

  • gugus sagt:

    ich kann meinen sohn (5einhalb) schon um 8 ins bett stecken. mache ich auch meistens. schlafen tut er allerdings erst gegen halb 10. er braucht einfach nicht mehr schlaf als von 21.30 bis 7.30. was soll ich machen? ich kann ihn ja schlecht zum schlafen zwingen. übrigens schaut er bücher an und/oder hört noch cds, er ist dabei ruhig und entspannt.

  • max sagt:

    @lisi

    Die Frage habe ich mir schon gestellt, wenn die Kinder im Snowboardtraining sind und dort zweimal pro Woche hingehen. Wie wäre es wenn Ihre Kinder einen Mittagsschlaf hätten? Oder wie gut geht das mit Ausschlafen am Wochenende?

    Es ist sehr schade, dass es nicht mehr Turnhallen gibt. Das Geld würde dort sinnvoller ausgegeben als für irgendwelche abstrusen „Verkehrsberuhigungsmassnahmen“. Aber dann täten unsere linken und grünen ja etwas für die Volksgesundheit. Und die ist bekanntlich verwerflich, weil gesunde Menschen selbständig, lebenstüchtig und von der Fürsorglichkeit des Staates unabhängig sind.

  • max sagt:

    @Walter
    Dann diskutieren Sie doch einfach das diskussionswürdige.

    @Yves
    Ich hatte einen sehr interessanten und lebendigen Studienkollegen, der das so formulierte: Er wisse nie wirklich, was ich ernst meine und was nicht. Mit mir diskutieren, sei spannend und anregend. Aber diese Ungewissheit halte er fast nicht aus.

    @Hansjörg
    Ich prahle nicht mit meiner Intelligenz sondern beschreibe einfach die Fakten und zwar nur dort wo diese Fakten etwas zum Diskussionsthema beitragen.

    @Sebastian Krüger
    Schaden tun eben nicht die altmodischen Glühlampen. Diese sind nicht nur weniger hell als Sonnenlicht, sondern strahlen auch wenig blaues Licht. Das Problem ist mit den Energiesparlampen, die in Leuchtstoffröhrentechnik gemacht werden. Diese strahlen im Vergleich sehr viel blaues Licht ab. Und selbstverständlich kann ein Raum mit künstlichem Licht genau so hell beleuchtet sein wie mit Tageslicht.

  • Marina sagt:

    Eine Frage an alle Eltern, deren Kinder erst spät ins Bett gehen: Wollt ihr nicht auch mal Feierabend haben und Zeit für Euch als Person oder Paar haben?

  • lisi sagt:

    Interessantes Thema
    Bis die Kinder ca. 7 oder 8 sind ist dies noch relativ einfach. Wie handhaben es aber die Eltern von Kindern die viel Sport treiben? Bei unseren ist dies manchmal eine echte Herausforderung. Da die Vereine die Turnhallen meist erst am Abend erhalten. So kommt unsere 12 jährige drei Mal die Woche erst um ca. 20.30 Uhr nach Hause muss dann noch Essen und duschen. Da wird es schnell 21.30 Uhr, die 10 jährige betrifft dies auch schon 2 mal die Woche.
    Schlaf ist sehr wichtig, unsere dritte, blieb an manchen Tagen dann einfach auch auf und der gesammte Feierabend verschob sich. Ihr merkte man das aber bald an. Wir führten dann ein Schlafprotokoll und es ist schon extrem, was eine halbe Stunde hier und eine dort so ausmacht, als Summe auf die Woche oder einen Monat. Nun sind wir wieder viel strenger mit ihr. Dennoch wie machen andere Eltern dies, wenn die Kinder eben nicht früher heimkommen wegen dem Sport/Hobby?

  • Stefan W. sagt:

    @Max Nein, sondern über eine der häufigsten Klagen von älteren Menschen bei der Arztkonsultation. Und Kaffee hilft nicht îmmer, ebensowenig wie die meisten anderen Patentrezepte. Aber das ist hier nicht das Thema, sondern war nur eine Analogie. Dass der Schlafbedarf individuell verschieden ist, scheint mir nicht nur sonnenklar, sondern kann ich auch in meiner eigenen Familie täglich sehen. Deswegen kann eine fixe Regel wie „Kinder gehören um [Uhrzeit ihrer Wahl einsetzen] ins Bett“ ganz grundsätzlich nicht wirklich sinnvoll sein.
    Sinnvoll kann es allenfalls sein, die lieben Kleinen um [Uhrzeit Ihrer Wahl einsetzen] in ihr Zimmer zu schicken, damit die Eltern noch ein wenig Zeit für sich haben, aber das ist ebenfalls individuell unterschiedlich.

  • Yves sagt:

    xyxyxy: Ganz im Süden macht das lange aufbleiben wegen der Hitze Sinn. Über Mittag wird dafür 2 Stunden geruht. Siesta genannt.

    max: lol. Von der humoristischen Seite betrachtet sind deine Beiträge immer lesenswert.

    Um 19:30 Uhr ist bei uns für alle Feierabend. Je nach Alter darf dann noch CD gehört oder gelesen werden. Mir scheint, dass ein immer gleicher Rythmus und Ablauf sehr wichtig ist.

  • xyxyxy sagt:

    was mir auffällt: Leute aus dem vielgelobten „kinderfreundlichen“ Süden, haben genau die Angewohnheit, ihre Kinder solange aufzulassen.
    Meine eigenen mediterranen Verwandten kritisieren uns, wenn unsere Kinder um 8 im Bett sind: das sei ja unmenschlich, man würde den armen Kleinen das Leben vorenthalten etc.
    Gleiches erleben wir auch mit unseren Nachbarn.

    Für mich brauchte es keine wissenschaftliche Studie, sondern es ist einfach offensichtlich: KInder welche einen Rhytmus haben, zeitig zu Bett gehen sind ausgeglichener und zufriedener und Eltern, die täglich einen Feierabend geniessen können ebenso.

  • max sagt:

    @Stefan W.

    Sie schreiben wohl über senile Bettflucht. Die passiert bei arterienverkalkten alten Menschen und kann mit Koffein behoben werden.

  • max sagt:

    @Hansjörg

    Aha, das war nur die Verlängerung der Sommerzeit zu Dreifuss‘ Zeiten.

  • Stefan W. sagt:

    Das individuelle Schlafbedürfnis ist bei Kindern genauso unterschiedlich wie bei Erwachsenen. Unser jüngster (7) braucht weniger Schlaf, als der Älteste (11).
    Und ebenso wie bei Erwachsenen hat es bei Kindern keinen Sinn, sie zu mehr Schlaf zwingen zu wollen, als sie biologisch brauchen. Wer länger zu schlafen versucht/gezwungen wird, als biologisch nötig, bezahlt dafür mit schlechterer Schlafqualität. Bestes Beispiel: Ein älterer Mensch geht um 10 Uhr ins Bett und will bis 6 schlafen. Weil ihm das nicht gelingt, klagt er über Schlafstörungen und nimmt Schlaftabletten. Dabei wäre die Lösung einfach: Er müsste bloss die 6 Stunden schlafen, die er braucht, anstatt sich 8 Stunden im Bett zu quälen. Zurück zum Thema: Wenn ein Kind einen Schlafbedarf von 8 Stunden hat, ist es sinnlos, es zu 9 Stunden zwingen zu wollen.

    Ich musste immer um 9 ins Bett, habe dafür unter der Bettdecke bis 10 oder 11 gelesen. Mit anderen Worten: Die erzieherischen Massnahmen zur Erhöhung der Schlafdauer waren relativ sinnlos.

    Es führt kein Weg daran vorbei, individuell auf die Kinder einzugehen: Wenn sie tatsächlich leistungsschwach, müde und lustlos sind, dann haben sie möglicherweise zuwenig Schlaf. Wenn sie fit und ausgeglichen sind, dann haben sie offensichtlich genug Schlaf und es ist unsinnig, sie früher ins Bett zu schicken.

  • Rebekka sagt:

    Ich denke es ist eine Sache der Erziehung. Meine älteste Tochter (7J.) geht um 19:30 Uhr ins Bett,die Mittlere (2J.) um 19 Uhr und die Jüngste (6Mt.) um 20 Uhr. Das ist auch im Sommer kein Problem, da man ja tatsächlich die Fensterläden schliessen kann!
    Wenn die Kinder es gewohnt sind veranstalten sie auch kein Theater. Abgesehen davon sind meine Kids unausstehlich wenn sie spät ins Bett kommen, was aber am Wochendende und in den Ferien durchaus vorkommen darf. Warum so kompliziert ? Mich erstaunt nicht, dass viele Eltern total kaputt sind, wenn die Kinder um die selbe Zeit wie die Eltern ins Bett gehen.

  • Hansjörg sagt:

    @max
    Für jemanden, der so mit seiner Intelligenz prahlt, lassen Sie manchmal schon besonderen Stuss raus.
    Frau Dreyfuss wurde 12 Jahre nach Einführung der Sommerzeit in den Bundesrat gewählt.
    Die Grünen haben ja die absolute Mehrheit und diktieren dem Schweizer Volk, welche Glühlampen zu benutzen sind.

    Zum Thema, kann ich nicht viel sagen, da ich keine Kinder habe. Ich nehme aber an , dass auch jedes Kind einen eigenen Schlafrhythmus hat und die ideale Lösung gefunden werden muss. Ich hatte beispielsweise nie Probleme mit früh aufstehen und war als Kind manchmal um 5 im Garten Beeren pflücken. (Ich habe mir damit mein Sackgeld verdient)
    Kinder die sich viel bewegen, sind wohl schneller müde und haben den längeren und gesünderen Schlaf als Kinder die, die ganze Zeit vor dem Fernseher verbringen. Daher ist es logisch, dass diese Kinder auch eher dicker sind.

  • Sandro Piras sagt:

    @Max, auch ohne Sommerzeit wars um 20:00 im Juni noch sehr hell, ich kann mich da sehr gut erinnern. Und wie jemand anders erwähnt hat -> Fensterläden und dicke Vorhänge helfen das Problem einigermasse zu bewältigen mit seinen Vor- und Nachteilen.

    Ich musste unter der Woche auch immer um 20:00 ins Bett und hörte die anderen (damals hauptsächlich italienischen) Kindern noch draussen spielen. Meine Mutter, obwohl Italienerin, hat immer gesagt der Schlaf sei wichtig für die Konzentration in der Schule und ich musste bis in die Teenagerzeit um 20:00 ins Bett. Mache ich bei meinen Kinder auch so.

    In Italien pflegt man zu sagen (habs immer wieder von meiner Mutter gehört) „Il letto si chiama Rosa, se non si dormi, ti riposa“ oder „Il letto è fior di rosa, se non dormi, ti riposa“ (gibt verschiedene Varianten). Im Sinn, dass auch wenn wir im Bett nicht schlafen, es uns trotzdem ausruht.

    Ich habe dann etwa ab 15 angefagen zwischen 21:00 und 21:30 ins Bett zu gehen. Ich denke es macht Sinn darauf zu achten, dass Jugendliche unter der Woche bis 22:00 im Bett sind.

    Ich denke, als Erwachsene (offenbar belegen das Studien) ist ein Schlaf zwischen 6-8 Stunden gesund. Weniger aber auch mehr Schlaf ist nicht gesund/förderlich. Ausserdem hilft es, wenn man möglichst um die gleiche Zeit ins Bett geht und wieder aufsteht. Seit ich darauf achte, kann ich morgens viel besser aufstehen.

  • Tanja sagt:

    Stelle in meinem Freundeskreis fest, dass selbst relativ kleine Kinder (5-8) bis um 22.00/23.00 Uhr aufbleiben dürfen. Dafür kommen sie am Morgen für Kindergarten und Schule kaum aus dem Bett. Die Mütter jammern zwar, dass sie die Kinder am Morgen nicht aus dem Bett kriegen, aber die Schlussfolgerung, dass eine etwas frühere Bettzeit am Abend vielleicht nützen könnte, darauf kommt anscheinend keine……….*überrascht*

  • Tommaso sagt:

    Die Sommerzeit wurde 1981 in der Schweiz eingeführt, Ruth Dreifuss 1993 in den Bundesrat gewählt. Rechne!

  • Kaiser Petra sagt:

    Tolles Niveau hier……

  • Walter sagt:

    @max
    Ja klar. Die böse Ruth ist eines morgens aufgewacht und hat beschlossen „Heute führe ich die Sommerzeit ein umd die Kinder noch dümmer zu machen, damit ich und meine linken Freundinnen sie in Zukunft noch besser manipulieren können.“ Dies hat sie dann mittels Notrecht an der bürgerlichen Mehrheit im Parlament vorbei umgesetzt.

    Ihre Weigerung zur aktuellen Situation Stellung zu nehmen und nur aus ihrem reichen Erfahrungsschatz zu schöpfen ist doch lediglich eine Ausrede. So müssen sie den Tatbeweis für ihre Thesen nicht erbringen. Eigentlich schade, einige ihrer Denkansätze sind durchaus eine Diskussion wert.

  • Sebastian Krüger sagt:

    @Max
    > Also, finden Sie es lustig, im Sommer um halb acht die Fensterläden
    > zuzumachen und die Vorhänge zu ziehen, damit die Kleinen
    > einschlafen können?

    Man muss nur etwas mehr nach Norden gehen, nach Hamburg oder Schweden, dort wird das genau so gemacht und geht gar nicht anders… Warum sollen wir in der Schweiz damit ein Problem haben?

    > Dass die Melatonin-Produktion….
    Mag sein, aber die Strahlungsintensität einer Glühlampe ist absolut lächerlich im Vergleich zur Sonne. Ein paar Glühbirnen bringen absolut nichts.

    Also: Alles nicht so wild.

  • max sagt:

    @Anastasia C

    Ihre Frage wurde schon mehr gestellt. Leider gehört sie zur Kategorie aktulle persönliche Verhältnisse. Ich gebe also keine Auskünfte zu meinem Beruf, zu verheiratet ja oder nein, eigene Kinder ja oder nein.

    Meine Geschichten handeln von meiner Vergangenheit.

  • Anastasia C. sagt:

    @Max: Haben Sie den Kinder oder passen Sie mal auf welche auf???

  • max sagt:

    @hansueli

    Also, finden Sie es lustig, im Sommer um halb acht die Fensterläden zuzumachen und die Vorhänge zu ziehen, damit die Kleinen einschlafen können?

    Dass die Melatonin-Produktion gehemmt wird von bläulichem Licht ist wissenschaftlich mit grosser Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Melatonin steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus. In der Natur ist Licht am Mittag wesentlich blauer als am Abend.

    Der Unterschied zwischen dem Licht von Energiesparlampen und rötlichen Glühlampen zwar nur etwa 1200K aus. Aber das Spektrum der Energiesparlampe ist nicht kontinuierlich und hat einen hohen Blauanteil.

  • Sam sagt:

    Wieder einmal ist nach dem ersten Post von max die Schuldfrage geklärt und eine weitere Diskussion erübrigt sich 😉

  • hansueli sagt:

    Ich wurde in der Primarschule auch um 8 ins Bett gesteckt, davor sogar um 7 und bin heute froh drum. War zwar nicht immer so lustig aber sinnvoll.

    @Max: Erster Satz super! Über all den unqualifizierten, oberflächlichen Stuss der danach kommt kann ich nur den Kopf schütteln.

  • max sagt:

    Die Kleinen gehören um 8 ins Bett. Und warum ist das heute nicht mehr so?

    Schuld sind die Linken und die Grünen:

    Wegen Ruth Dreifuss haben wir die Sommerzeit und es ist schwierig, die kleinen um acht Uhr im Bett zu haben.

    Wegen der Grünen haben wir die Energiesparlampen statt der Glühbirnen. Der höhere Blauanteil des Fluoreszenslampenlichtes bremst die Melatonin-Produktion im Vergleich zu abendlichem Glühlampenlicht.

    So funktionieren Ökologen und Sozialfanatiker: Man schreibt den Menschen Neuerungen vor um des Vorschreibens willen und ohne die Konsequenzen zu bedenken.

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