Her mit dem Müttergeld!

Wir brauchen einen Lohn, der Mütter vor Altersarmut bewahrt. Foto: Pexels

Sobald ihr Kind da ist, erhalten Schweizer Mütter 14 Wochen Mutterschaftsurlaub. Danach kehren sie zurück an ihren Arbeitsplatz. 14 Wochen sind eine unzumutbar kurze Zeit – für Mutter und Kind. Obwohl die Schweiz eines der reichsten Länder der Welt ist, liegt sie mit dieser «Lösung» im europaweiten Vergleich an letzter Stelle.

In den meisten europäischen Ländern können Mütter eine bezahlte Auszeit von mindestens einem Jahr nehmen; in Deutschland und Österreich haben Frauen sogar die Möglichkeit, ihre Elternzeit auf bis zu zweieinhalb Jahre auszuweiten.

In einer gerechten Welt, in der Männer und Frauen gleich behandelt würden, würde man den Müttern ein Jahr Mutterschaftszeit gewähren; den Vätern anschliessend ein Jahr Vaterschaftsurlaub. So müssten sie das Kind in den ersten zwei Jahren nicht fremdbetreuen lassen, nur weil die erwerbsabhängigen Eltern den (oft herzlosen) Bedingungen der Arbeitgeber verpflichtet sind.

24 Stunden Aufmerksamkeit

In der Schweiz reduzieren die meisten Frauen, die Mütter geworden sind, ihr Pensum. Sie arbeiten fortan Teilzeit – bestimmt auch deshalb, weil sie sich um ihre Kinder kümmern möchten. Das ist einerseits – klar! – schön und sinnstiftend; anderseits aber auch anstrengend, weil Kinder 24 Stunden am Tag Aufmerksamkeit einfordern.

Frauen arbeiten also im Büro und nach Feierabend nahtlos zu Hause weiter, wo der Nachwuchs hungrig ist und der Wäschekorb überquillt. Weil Kinderbetreuung und Haushalt aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht als Arbeit gelten, verdienen Frauen zu Hause nichts. Würden sie diese Arbeit niederlegen und streiken, würden Kinder verhungern und die Wohnung im Müll versinken.

Weil Frauen Teilzeit arbeiten, verdienen sie weniger. Das hat einschneidende Folgen – auch für die Zukunft, wenn es um die Pensionskasse geht. Die meisten Frauen verdienen ohnehin mit ihren Teilzeitjobs kaum so viel, dass sie allein eine Familie stemmen könnten; Wohnungsmieten, Steuern und Krankenkassenprämien fressen praktisch das ganze Einkommen weg, hinzu kommt die teure Fremdbetreuung, die ja beansprucht werden muss, damit man als Eltern arbeiten kann.

Frauen erhalten also Geld, das sie sofort wieder ausgeben müssen. Allerdings so wenig, dass sie kaum oder nur wenig Pensionskassengelder – die 2. Säule – sparen können, weil erst ein Einkommen über 24’000 Franken versichert ist. Der Grossteil der Männer hingegen arbeitet trotz Nachwuchs Vollzeit – nach der Pensionierung erhalten sie zusätzlich zur AHV eine Rente aus der Pensionskasse. Frauen bleibt im Pensionsalter oft nur eine staatliche AHV-Rente – das sind im besten Fall 2350 Franken, die kaum fürs Leben ausreichen. Immerhin berücksichtigt die AHV, dass sich Mütter um Kinder kümmern, deshalb wird ihnen eine Erziehungsgutschrift angerechnet.

Frauen sind immer noch abhängig

In unserer Gesellschaft ist es also so, dass Frauen, sobald sie Mütter werden, weniger verdienen und wenig bis nichts für ihre Pensionskassen-Rente ansparen können. Obwohl sie mehr arbeiten als je zuvor in ihrem Leben. Dass Mütter weniger verdienen, obwohl sie für die Gesellschaft einen Grossteil der Arbeit bewältigen, weil sie Kinder zu Erwachsenen grossziehen, wirkt sich auf die sogenannte Unabhängigkeit der Frauen aus.

Unabhängigkeit – die Emanzipation der Frauen – ist auch heute nach wie vor keine Realität für das weibliche Geschlecht. Geändert hat sich einzig die Tatsache, dass Frauen heute zu Hause und ebenfalls im Büro arbeiten. Auch können sie die gleiche Ausbildung machen wie Männer, in der Arbeitswelt hingegen werden sie diskriminiert; sie erhalten weniger Lohn und werden oft mit assistierenden Arbeiten beschäftigt. Befehlen ist immer noch Männersache, während im Niedriglohnsektor vorwiegend Frauen beschäftigt sind.

Es stellt sich die Frage, ob Frauen heute tatsächlich emanzipiert sind – obwohl sie mehrheitlich arbeiten. Und es darf weiter gefragt werden, ob Erwerbsarbeit Frauen tatsächlich «unabhängig» macht, wie es ja immer wieder beschwörend heisst.

In einer nicht nur nach männlichen Bedürfnissen ausgerichteten Welt würde den Frauen allein die Tatsache, dass sie ein Kind auf die Welt gebracht haben, angerechnet werden. Die Mühsal einer Schwangerschaft, die Strapazen einer Geburt, den oft zerschleissenden Job einer Mutter, die sich jahrelang um ihre Kinder kümmert. Allein dafür müsste sie lebenslang belohnt werden. Bei uns aber ist Mutterschaft ein Makel, für den die Frauen bezahlen müssen.

Für ein monatliches Entgelt

Führen wir ein Müttergeld ein! Ein Betreuungsgeld oder – wie auch immer – eine Mütter-Rente, die Frauen ein Leben lang für Schwangerschaft, geburtliche Strapazen und das Sich-Kümmern um ihre Kinder entschädigt. Ein Lohn, der Mütter vor Altersarmut bewahrt und ebenfalls vor der Abhängigkeit eines Mannes oder eines missgünstigen Chefs. Ein solches monatliches Entgelt würde Frauen einen Schritt weiter in die viel beschworene Unabhängigkeit führen.

Würde ich ein monatliches Einkommen erhalten, allein dafür, dass ich Kinder bekommen habe und nun aufziehe, würde ich – nebst dem, dass ich jeden Tag koche, putze, einkaufe und aufräume – eine Ausbildung zur Yogalehrerin machen, weitere Bücher schreiben, Italienisch lernen und an Tagen, an denen die Sonne scheint, baden gehen. (Okay, die Kinder nehme ich dann mit!)

Was würden Sie mit diesem Geld tun?

Lesen Sie weiter zum Thema: Ist ein Hausfrauenlohn die Lösung?, Warum es den Frauentag nicht braucht, «Nichts ist nur einem Geschlecht vorbehalten»

193 Kommentare zu «Her mit dem Müttergeld!»

  • mamma mia sagt:

    manager: „was – du arbeitest nur 3 tage?“
    alleinerziehende mutter: „ja – die anderen zwei tage bin ich mutter, hausfrau, ersatzpapa, künstlerin, gärtnerin, königin und mädchen für alles…
    mit nachtschichten & wochenenddiensten… unbezahlt – aber unbezahlbar!“ (baleki)

    mütter leisten zu viel, und die leidtragenden sind oft auch die kinder. warum sind so viele alleinerziehende auf dem sozialamt? für babys & kleinkinder ist es viel stress, morgens um 7 in der kita abgeliefert zu werden. ein 3 monate altes baby… ich habe nach dem mutterschaftsurlaub 3 monate unbezahlt genommen, mein ganzes „vermögen“ war weg – aber fürs kind war es mir wert. aber auch 6 mt sind zu früh. ein neues system für eltern und kind. ohne frau gibt es keine nächste generation. bravo diesem mutigen artikel!

    • Sportpapi sagt:

      „warum sind so viele alleinerziehende auf dem sozialamt?“ Die Frage sollte auch lauten: Warum gibt es überhaupt so viele Alleinerziehende? Die meisten Kinder haben doch Mutter und Vater!

  • mamma mia sagt:

    „für wen zeugen sie kinder, frau soundso..?“ erstens braucht es zwei und zweitens kann nur eine frau die harte arbeit auf sich nehmen – oder möchten die väter ihren körper für diese aufgabe zur verfügung stellen? bis 20 kilo oder mehr innerhalb weniger monate zunehmen, einen milcheinschuss nach anstrengender geburt erleben und 24std täglich da zu sein – weil ein baby kein hund ist, den man in der garage abstellen kann bis am nächsten tag. mütter sind helden! auch wenn wir mütter 8 std auswärts arbeiten, können wir dem kind nicht einfach futter aus der dose geben und ins bett stecken. auch für nachtdienste, krisenintervention, mutterliebeeinsätze, etc sind wir 24 h erreichbar. haushalt? 7 tagewoche? gebt uns wenigstens eine menschenwürdige anfangszeit: >1 jahr elternurlaub freiwillig.

    • Sportpapi sagt:

      @mamma mia: Wo in Ihrem Universum der 24h rund ums Kind kommen denn eigentlich die Väter vor? Mindestens ein Jahr Elternurlaub, und das bei jedem Kind wieder? Und danach, wie geht es weiter?

  • Micheline Banzaf sagt:

    Endlich einen Artikel der genau das Ausspricht was mir schon lange Kopfzerbrechen macht. Denn für eine bevostehende Pensionierung gibt es infoveranstaltungen, aber für werdende Mütter in einem Arbeitsverhältnis nicht. Betreffs der Finanzierung im Alter etc……..

  • Sonusfaber sagt:

    Für wen, Frau Stillhart, zeugen Sie? Für mich? Aus Liebe zur Heimat oder zum Wohle der Menschheit? Aus religiösen Gründen, weil es nämlich zu einem „guten“ Leben gehört, noch mehr Geschöpfe in die Welt zu setzen zur Ehre Gottes? Wider Ihren Willen also bzw. aus absolut selbstlosen Gründen? Meine Frage kommt daher, dass ich mir sonst all ihre Forderungen, die ich mir eh nicht erklären kann, noch weniger erklären könnte. Denn ich finde sie unerhört unverschämt, von einer Frechheit sondergleichen! Derart, dass es mir übel geworden ist beim Lesen ihres Textes! Seien wir ehrlich: Sie zeugen Kinder für sich selbst und nur für sich selbst, aus rein egoistischen Gründen, was ja auch absolut in Ordnung ist. Ich aber bin nicht bereit, Ihnen diesen Luxus zu finanzieren. Nicht im Geringsten!

  • Ondine sagt:

    Grundeinkommen

  • Edith sagt:

    Bei all den Debatten „ Jungen Frauen, alten Frauen. Prinzessinnen und weiss der Geier was noch für Frauen. Aber eigentlich geht es ja ums Kind, obwohl in. den Kommentaren kaum erwähnt . Bei manchen Leuten frage ich mich manchmal ob die jemals Kinder waren. Diese kleinen Wesen können ganz schön anstrengend sein und fordern ganz schön viel Aufmerksamkeit. Stimmt man könnte sie auch stundenlang vor dem Fernseher parkieren ,selten aus dem Bettchen nehmen oder sich gar nicht für sie interessieren. Bei Kinder kommt zudem unverhofft oft, und alles muss wieder neu geregelt werden. Vielleicht könnte eine Zeitagentur da einiges bewirken . Ich schenke dir Zeit beim Einkaufen und ich schaue zu deinem Kind wenn es krank ist. Bei den Älteren klappt dieses Modell gut.

    • Theresa sagt:

      Oh ja, bin auch dafür! 1Jahr bezahlter Urlaub um meine private Entscheidung ausleben zu können endlich meinem Hobby nachzugehen! Der eine will für Ironman trainieren, der nächste eine Weltreise machen, japanisch studieren, seine Welpen erziehen – oder eben sich ein Kind zulegen. Wenn schon, dann gleiches. Recht für alle! Kinder soll jeder bekommen wer mag, aber wenn man sein Hobby finanzieren lassen möchte, dann soll man das auch anderen zugestehen. Oder halt, kann es sein, dass Mütter /Väter ihr Hobby (das Kind) wichtiger und finanzierungswurdiger finden als mein Hobby? Stimmt, ich machst für mich, Mütter würden zum Kind gezwungen und wollen keins!

  • Alfred sagt:

    Mich kotzt dieses Gejammer so was von an!!!
    Wer es sich nicht leisten kann, soll es sein lassen. Zu erwarten, dass man 1 Jahr bezahlten Urlaub erhält, ist arrogant! Man muss sich im Leben immer entscheiden. Das ist auch beim Kinderkriegen so. Entweder Kinder, oder viel verdienen und Freiheit. Beides

  • Hans Müller sagt:

    Wenn sie sich keine Kinder leisten können, weil Sie keine finanzielle Eigenverantwortung übernehmen wollen (Sie können Ihre Kinder 100% der Zeit in eine Kita stecken. Wenn Sie das nicht tun, ist das Ihre freie Entscheidung, also können Sie auch die Konsequenzen einer solchen selbst tragen), dann sollten Sie keine Kinder haben. Wir können die fehlenden Kinder mit Migranten füllen. Dann gehts auch schneller mit der Sharia Einführung, die ja gemäss Uno menschenrechtskonform ist. Dann schauen wir mal, was aus dem „Ich-will-dies-und-das-von-der-Gesellschaft-bezahlt-bekommen“-Blogg-Universum so geschrieben kommt. Das wird spannend.

    • tina sagt:

      meine güte… herr müller, wenn die kinder 5jährig sind, gehen sie nämlich sowieso 20 stunden wöchentlich in den kindergarten und danach in die schule. bis dahin kann man sie auch an 3 tagen fremdbetreuen lassen. schwarzweissdenken ist fast immer ganz weit entfernt vom richtigen leben

  • Nadine sagt:

    So wie Sie es schreiben, ist das Kinderkriegen und -haben eine wahre Belastung, die Frauen ohne Gegenleistung zerstört. Ich dachte immer, dass Muttersein von vielen als wünschenswert und seligstiftend bezeichnet wird. Ich frage mich, wieso man (frau) in dem Fall überhaupt Kinder kriegt? Das weiss man ja bereits im Voraus. Ist es nicht auch ein bisschen egoistisch, von der Gesellschaft dann zu erwarten, dass diese den Lohn für diese Einstellung zahlt? Übrigens haben auch kinderlose Paare die Belastung nach 10 Stunden Arbeit zuhause noch den Haushalt zu machen, zu kochen, der Vereinstätigkeit nachzugehen und/oder Verwandte oder Bekannte zu betreuen. Wer Kinder als Belastung ansieht soll bitte keine kriegen.

    • Merry sagt:

      Hahahahahaaaaaa du hast so keine Ahnung. Vereinsleben! Hihihihi so eine freiwillige, erholsame Abendbeschäftigung mit Freunden, die man auch mal ausfallen lassen kann, ist kein Vergleich zu Kids abholen, ihre Stimmung auffangen, znacht kochen, Küche machen, Streit schlichten, Kinder baden, Zähneputzdiskussionen, ins Bett bringen, Wasser holen, Geschichte, Lied, Licht ab, Licht an, Lieblingskuscheltier suchen etc… nach einem 10-Stunden-Arbeitstag ohne richtige Pause weil man alles erledigen will in einem Teilzeitarbeitsverhältnis!
      Es geht doch nur darum Frau und Mann die gleichen Möglichkeiten zu bieten bzgl. Altersvorsorge. Wovon habt ihr alle Angst?! Man will euch ja nichts wegnehmen.
      Tolle Antwort auf die Frage nach Gleichstellung: erfreu dich an deinem Kind. Das ist Lohn genug.

      • Sportpapi sagt:

        @Merry: „Es geht doch nur darum Frau und Mann die gleichen Möglichkeiten zu bieten bzgl. Altersvorsorge.“
        Haben sie die nicht?

  • Maria sagt:

    Frau Stillhart, mir gefällt ihr Mut immer wieder Themen anzusprechen, die oft so gar nicht gut bei einigen Lesern ankommen. Schade, dass immer versucht wird, Sie niederzubrüllen. Aber auch wenn viele Leute laut wegen Ihrer Kommentare protestieren, hat diese Masse nicht immer recht. Sie wissen schon, getroffene Hunde bellen …
    Seien Sie weiter unbequem. Mir gefällt das wirklich sehr!

    • Melanie sagt:

      Genau!
      Ich finde ihre Beiträge erfrischend und immer etwas provokant. Aber wenn uns die Vergangenheit eines gelehrt hat, dann, dass man es als Frau nicht sehr weit bringt, wenn man immer schön angepasst ist und nichts fordert!

    • tina sagt:

      mich stresst es, wenn ich wegen solchen schrägen forderungen von anderen frauen mir vorwerfen lassen muss, ich würde mich durchfüttern lassen, wisst ihr. ich erwarte kein ansehen dafür, dass ich für mich und meine familie sorge, aber ich habs wirklich wirklich satt, mit solchen frauen in einen topf geworfen zu werden. und dann muss man sich noch mangelnde solidarität vorwerfen lassen. es kann mir ja eigentlich egal sein, mich habe einfach mein ding gemacht und mache es weiter. aber texte in der art wie hier sind wirklich kontraproduktiv und erschweren den leuten das leben, die längst für sich und ihre familie sorgen. ich nenne es prinzässligetue. wohl zuviel aschenputtel geschaut. :)))

    • mamma mia sagt:

      mamma mia – wir sind noch weit weg von emanzipation und gleichberechtigung, bei männern sowie frauen! erinnert euch an die eigene kindheit!! …das mami war fast immer zuhause und für die kinder da, der papi fast immer weg. praktisch oder? auch toll kein schlüsselkind zu sein.. leider ein veraltetes model. frauen brauchen gleichberechtigung, obwohl sie biologisch anders ticken als männer. es ist eine totale umstellung, mutter zu werden, körperlich, finanziell, beruflich… ein kleinkind braucht in der ersten zeit ein zuhause und ein starke bindung zu mindestens einem elternteil. mütter brauchen zeit für die umstellung. die systeme im norden sind viel familienfreundlicher.. ps der artikel ist super!! anerkennung für uns frauen. wir sind helden! ein neudenken ist angebracht in dieser zeit!

      • Sportpapi sagt:

        @mamma mia: Ich verstehe kein Wort, was Sie sagen möchten. Früher war Mama zu Hause, was irgendwie nicht gut war. Aber Kleinkinder brauchen ein Zuhause und eine starke Bindung zu mindestens einem Elternteil. Und wenn ich Sie richtig verstehe, sollte das in der Regel schon die Mutter sein. Also doch wieder klassisch? Und doch die Systeme im Norden preisen, wo kaum eine Mutter bei den Kindern bleiben kann?
        Ja was denn nun?

  • Elternpower.ch sagt:

    Spricht mir aus dem Herzen! Danke für diesen Artikel.

  • Thomas Baumann sagt:

    Führen wir doch ein Männergeld ein, das Männer lebenslang dafür entschädigt, dass sie im Durchschnitt einige Jahre weniger lang das Leben geniessen dürfen als Frauen… Nein, das würde ich nicht fordern, das ist halt einfach Schicksal. Könnte man bitte einmal aufhören, immer etwas fordern zu wollen?
    Warum für die Pensionskasse sparen, wenn man mit den Ergänzungsleistungen (steuerfrei) oft gleichviel erhält? Frauen beziehen einen Grossteil der EL.
    Erwerbs- und Haushaltsarbeit zusammengenommen arbeiten Männer mehr als Frauen.
    Kinder werden nicht verhungern. Oder glaubt jemand, Männer sind so herzlos, dass sie ihre Kinder verhungern lassen würden??
    Frauen können sehr wohl streiken – macht doch einen Gebärstreik! Oder zwingt euch jemand, schwanger zu werden? Euer Bauch gehört euch!

  • romeo sagt:

    Und wann werde ich dafür entschädigt, niemandem auf der Tasche zu liegen und keine Forderungen für die Konsequenzen meiner Entscheide zu stellen?

  • Kurt sagt:

    Immer diese Mär von dem niedrigeren Lohn der Frauen. Es ist ein Erfindung, die nicht wahrer wird, wenn sie dreist wiederholt wird.

    Im Gegenteil zeigen neue Untersuchungen in globalen Firmen wie Google, dass Männer für die gleichen Jobs erheblich schlechter bezahlt sind. Ein Link bsp zur ny-times, die darüber berichtet. Es sind also Männer, die für gleiche Leistung weniger Lohn erhalten.

    „Google Finds It’s Underpaying Many Men as It Addresses Wage Equity“, 4. März 2019
    https://www.nytimes.com/2019/03/04/technology/google-gender-pay-gap.html

    • Melanie sagt:

      @ Kurt: es wird auch nicht weniger wahr wenn ständig behauptet wird, dass es den Lohngap nicht gibt. Und das Googlebeispiel finde ich wunderbar: Sobald Männer benachteiligt werden, gibt es die grosse Schlagzeile! Es scheint fast, dass nur genug laut geschrien werden muss, damit etwas geschieht. Aber sobald eine Frau schreit, ist sie eine „Feminisitin“.

      • Kurt Normann sagt:

        Bitte bitte zeigen Sie mir „die grosse Schlagzeile!“ betreffend einer Diskriminierung der Männer.
        Bitte, habe ich noch nie gesehen.
        Wenn man Überzeit (unbezahlt und bezahlt), Fehltage, Studienrichtung, Gefahrenzulage, … einrechnet, dann ist der sogenannte „Lohngap“ nicht mehr vorhanden.
        Frauen verdienen aber im Schnitt wirklich weniger, hauptsächlich weil sie mehr Teilzeit arbeiten und sich vorallem Jobs suchen die schlecht bezahlt sind.
        Nur werden auch Männer in diesen Jobs gleich schlecht bezahlt, man findet sie dort einfach weniger. Um das zu beheben, müsste man Frauen zwingen nicht mehr z.B. an der Kasse oder als Coiffeur zu arbeiten. Viel Glück dabei.
        PS: 98% der tödlichen Arbeitsunfälle betreffen Männer. Nur so zur Info.

  • Klärli Benz sagt:

    Frau Stillhart bringt es auf den Punkt. Care-Arbeit ist unbezahlt, da sie nicht bestreikt werden kann. Es ist der einzige unterschied zu allen anderen Arbeiten, die der Gesellschaft nutzen bringen und nicht im privatwirtschaftlichen Auftrag erbracht werden. (Also z. B. alles, was durch Steuergelder bezahlt wird)
    Dieser Umstand macht betreuende Personen zu Abhängigen ihrer Partner und Ex-Partner und führt sie in den sozialen Abstieg, der bis und mit Rentenalter bestehen bleibt.
    Während Alter, Krankheit, Unfall und Arbeitslosigkeit versichert sind, ist es die Elternschaft nicht. Gerade in der Zeit, in der für das Kind gesorgt werden müsste, stehen die grössten Ausgaben an. Es braucht eine Sozialversicherung für die ersten ca. 12 Elternjahre!

    • Dan sagt:

      Care-Arbeit? Seit wann ist das Familienleben Arbeit? Dann gehen die gar nicht in die Skiferien, sondern in die Care-Ferien, dass der Staat bezahlen soll? In welcher verdrehten Welt leben sie denn? Die fordern Geld, weil sie sich als Heldin der Fortpflanzung sehen, als einen besseren und vorbildlichen Menschen, dem eine staatlich Wurfprämie zusteht. Das hatten wir schon mal…

      • Klärli Benz sagt:

        @ Dan: Dass das, was ganz offensichtlich Arbeit ist, nicht als solche entschädigt wird, ist ja gerade das diskutierte Problem. Im übrigen fordere ich kein Geld, sondern möchte es gerne einzahlen: in eine Sozialversicherung für Eltern. (Mein Kind ist schon erwachsen.)
        Das Wort „Wurfprämie“ sagt mehr über Ihr persönliches Defizit aus als über meinen Ausgangspost.

      • Sportpapi sagt:

        @Klärli Benz: Der Punkt ist nicht, ob es Arbeit ist oder nicht. Sondern wer diese Arbeit bestellt und entsprechend entschädigt.
        Auftraggeber hier sind die Eltern selber.
        Würde „die Gesellschaft“ Care-Arbeit bestellen, würde sie sicherlich auch ein Wörtchen mitreden wollen, wie diese Staatskinder versorgt und erzogen werde sollen, und zudem kostengünstige, rationelle Lösungen suchen. Und das will ja wohl niemand…

  • Jenne sagt:

    Danke! Sie sprechen mir aus dem Herzen. Jedoch erreichen werden wir in der Männerdominaten Schweiz leider nichts!

    • Sportpapi sagt:

      @Jenne: Machen Sie doch mit anderen Frauen eine Initiative. Sicherlich werden die Frauen, die ja in der Schweiz die Mehrheit der Stimmberechtigten bildet, alle gerne zustimmen…

  • Dan sagt:

    Lustig ist immer die Behauptung, dass Frau „gratis“ zu Hause arbeitet – augenfällig weiss Frau nicht, wer die Wohnung und das Essen bezahlt – es ist Ihr Partner, mit dem sie diese Modell vereinbart hat, es gibt ein gemeinsames Konto. Wir sind erwachsen, oder? Hier arbeitet gar niemand gratis, im Gegenteil, Familien sind hochsubventioniert. Wem soll ich meine Hausarbeit als Single verrechnen? Meinem Nachbarn? Richtig ist, dass Lohnverzicht ausgeglichen werden sollte und die Altersversorgung geregelt sein muss. Warum andere das finanzieren müssen, bleibt allerdings ein Rätsel. Geil ist eine Freundin von mir, die umgekehrt nicht bereit war, ihrem Partner das „Zuhause bleiben mit Kind“ zu finanzieren. So blöd scheinen nur Männer zu sein, zumal ihnen genau das hier noch vorgeworfen wird…

  • Fabiola sagt:

    Es ist aus meiner Sicht schlicht nicht durchdacht. Was ist mit all den Vätern, welche für die Kinder schauen? Wäre der Artikel die Gleichstellung würdigend auf beide Geschlechter bezogen geschrieben, man könnte sehr viel unterstützen. So einseitig jedoch nicht.

    Habe im Umfeld einige Kolleginnen, welche nach acht Wochen freiwillig wieder arbeiten gingen, weil ihnen zu Hause der Deckel auf den Kopf fiel.

    • Esther Villa sagt:

      @Fabiola : diese Mütter hätten auf keinen Fall Kinder zu Welt bringen sollen.

      • Leksi sagt:

        @Esther Villa „diese Mütter hätten auf keinen Fall Kinder zu Welt bringen sollen.“

        Aha, weil Sie meinen, dass nur eine ständig anwesende „Haus-„Mutter eine gute Mutter ist? Ob sie das erfüllt mit Kindern allein zu Hause zu sein, eventuell dabei sozial vereinsamt oder intellektuell unterfordert spielt keine Rolle? Und die Väter? Die zählen nur als Samenspender und finanzieller Support um Rechnungen zu bezahlen?
        Stop shaming working mums!
        Um Kinder zu glücklichen Menschen aufzuziehen brauchts nicht EIN MAMI zu hause, sondern ein ganzes Netzwerk an Familien und Freunden und eventuell Betreuern, die sich gut aufeinander abstimmen können und das Kind mit seinen Bedürfnissen wahrnehmen können.

  • Tina sagt:

    Dieser Artikel gefällt mir ganz und gar nicht! MÜTTERgeld?? Und was, wenn ich als Mutter Vollzeit arbeite und der Vater Teilzeit? Soll er dann kein Geld kriegen oder wie? Höherprozentiges Arbeiten (nach einer bestimmten ELTERNzeit, die länger als 14 Wochen andauern sollte) müsste einfach selbstverständlich sein – egal ob Mann, Frau, mit Kind, ohne Kind etc. Alles andere ist Luxus und Familien die sich diesen leisten wollen, sollten dafür selber in die Tasche greifen. Der Staat soll bezahlen, damit Mama jahrelang zu Hause bleiben kann?!? Das find ich daneben.

    • Tina sagt:

      PS: Frauen SIND nicht immer noch abhängig, sie MACHEN sich abhängig. Indem sie eben eine solche Familienstruktur auswählen, in der sie wenig oder nichts verdienen. Das kann aber jeder selber entscheiden – Kinder sind meines Wissens kein Hindernis, sich auch als Frau beruflich zu verwirklichen.

  • Pascal Meister sagt:

    Da wir mittlerweile weitgehend die Gleichstellung der Geschlechter erreicht haben (per saldo aller Differenzen wie Rentenalter, Dienstpflicht usw.), verlagert sich nun der Kampf wohl von den gewollt (und ungewollt) kinderlosen Menschen zu den Eltern. Muss das sein? In der heutigen Realität unserer Gesellschaft ist das Kinderkriegen eine Option und keine individuelle Notwendigkeit! Es gibt bereits Kinderzulagen, Steuererleichterungen und kostenlose Schulen bis zu den Universitäten. Was wollen die freiwilligen Eltern denn noch alles…?

    • Klärli Benz sagt:

      Fortpflanzung freiwillig? Das stimmt aus der individuellen Perspektive. Im Kollektiv gilt das Selber-Schuld-Argument aber nicht. Die Menschheit pflanzt sich fort, ansonsten existiert sie nicht. Jene, die dies tun, in der Gemeinschaft zu stützen, dient allen. Ganz besonders dem Nachwuchs.

      • Enrico sagt:

        Und vor allem der Umwelt !
        Beim größten Problem der Menschheit der Überbevölkerung solchen Unsinn zu schreiben!
        Oder eben Frauen top top Denkweise!

      • Enrico sagt:

        Also meine Kinder schliefen mehr als 12 Stunden am Tag.
        Ich ging spazieren und genoss die Sonne. Daneben der Kinderwagen. Ich war glücklich.
        So stressfreie Zeit hatte ich selten im Leben.
        Mir tun solche Menschen einfach nur unendlich leid in ihrer Welt.
        Mensch hat das schönste, und ist total frustriert !

  • Samuel Müller sagt:

    Frau Stillhart, ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Ihre Forderungen in Erfüllung gehen – derweil ich meine Koffer packe und meine Ersparnisse in einer karibischen Steueroase in Sicherheit bringe.

  • Christine Fürst sagt:

    Tja, wir tun uns halt immer noch unglaublich schwer mit dem bedingungslosen Grundeinkommen, dem Bürgergeld! Wir hatten ja erst kürzlich die Gelegenheit, uns ernsthaft damit auseinander zu setzen. Aber eine richtige Diskussion fand kaum bzw. gar nicht statt.
    Wenn man das doch ernsthaft in Angriff nimmt, kann man mit AHV, ALV, IV, BVG, Mutter- oder Vaterschaftsurlaub, Müttergeld und solchen Spässen endlich abfahren! Jeder bekommt vom Staat das selbe bezahlt, monatlich, Erwachsene 100% und Kinder 50%, das ganze Leben lang. Wer dann noch zu wenig hat, muss selber schauen, arbeiten gehen, private Vorsorge betreiben.
    Dann würde man auch schnell sehen bzw. wissen was die Frauen und Männer wirklich wollen! Kinder, Karriere, Faulenzen oder Money, Money, Money….

    • PhunkyMonkey sagt:

      sie haben vergessen zu Erwähnen, dass die Heinzelmännchen extra eine Gelddruckfabrik aufgebaut haben, und der Osterhase der CEO des ganzen ist. Und das Verteilen noch Gratis und Franco übernimmt

  • Kurt sagt:

    Immerhin haben Mütter 14 Wochen Mutterschaftsurlaub. Männer sind noch viel schlechter dran: Sie haben 1 Tag zu gute (einen Tag!). Also bevor man die 14 Wochen erhöht, soll man erstmal bei den Väter nachbessern.

    • 13 sagt:

      Ich bin ja 100%ig für den Vaterschaftsurlaub und der eine Tag ist eine Frechheit, aber Sie wollen im Augenblick der Geburt und kurz danach die Mutter hoffentlich nicht mit dem Vater vergleichen? Die 14 Wochen dienen ja nicht nur der Babybetreuung, sondern auch der Erholung der mutter von der Schwangerschaft und Geburt. Und dann wäre da noch das Stillen, dass sich einspielen muss (sofern man stillt).

  • Maya Sulzer sagt:

    Es ist in der Tat stossend, dass weibliche Arbeit nicht gewürdigt wird. Ich war da konsequent. Ich rührte zuhause KEINEN FINGER, bis wir die Hausarbeit nicht gerecht aufgeteilt hatten. Ich bin finanziell unabhängig, und wenn mir ein Mann nicht passt, sieht er mich schnell von hinten, ob nun mit Kind oder ohne. Ich arbeite in einem Kaderjob und mein Mann wusste, auf was er sich einlässt. Wir haben eine Putzfrau, die alle zwei Wochen unterstützt und eine Tagesschule für den Sohn, die uns an zwei Tagen pro Woche entlastet. Ich kann allen Frauen nur empfehlen sich nicht die ganze Hausarbeit aufs Auge drücken zu lassen. Lassen Sie ihren Mann in seinem Dreck versauern, dann merken sie schon dass er schnell zu waschen, bügeln, kochen lernt. Und wenn er motzt: da ist die Türe. Bye bye.

    • Sportpapi sagt:

      „Ich bin finanziell unabhängig, und wenn mir ein Mann nicht passt, sieht er mich schnell von hinten, ob nun mit Kind oder ohne.“
      Ich nehme an, Sie lassen dann das Kind beim Vater, oder?

      • Alex Schwarzer sagt:

        Ich als Mann, bin da auch konsequent. Ich rührte zuhause KEINEN FINGER, bis wir die Hausarbeit nicht gerecht aufgeteilt hatten. Ich bin finanziell unabhängig, und wenn mir meine Frau nicht passt, sieht sie mich schnell von hinten, ob nun mit Kind oder ohne. Ich arbeite in einem Kaderjob und meine Frau wusste, auf was sie sich einlässt. […] Lassen Sie ihre Frauen in ihrem Dreck versauern, dann merken sie schon dass sie schnell zu waschen, bügeln, kochen lernt. Und wenn sie motzt: da ist die Türe. Bye bye.

    • Jan sagt:

      Dann sorgen Sie in Ihrem Kaderjob dafür, dass auch einfach Angestellte sich Ihren Standard leisten können. Ach ja, was ist mit der Putzfrau? (Wieso eigentlich automatisch Frau) ? Verdient die auch genug, dass sie zu Hause nicht selbst putzen muss?

    • Florian Senn sagt:

      Denken Sie nicht, dass Sie ein Kommunikationsproblem mit Ihrem Partner haben?

    • Lisa sagt:

      Schön. Ja, selbstständig sollte Frau sein. Aber nicht so überheblich, wie es in dem Post rüberkommt. Als ob jeder Mann nur darauf aus wäre, seiner Frau die Hausarbeit aufs Auge zu drücken. Als ob jeder Mann keinen Finger rühren würde, wenn Frau nicht den ihren erheben würde. Wie gesagt, im Grundsatz richtig, aber nicht in der Art und Weise.

    • sophie sagt:

      Maya : da ist so keine Liebe in ihren zeilen ???

  • tststs sagt:

    1. Diese MÜTTERgeld ist alles andere als emanzipiert (auch nicht, wenn man es den Männer zu gleichen Teilen zugesteht).
    2. Ich lese hier: Kinderkriegen ist nicht Privatsache, Kinder gehen alle an.

    Ich sage (also Kinderlose): Absolut richtig. Ich bin gerne bereit, meinen Teil für die Kinder beizutragen; gerne kann man die KK-Prämien für Kinder abschaffen, von mir aus noch mehr Geld in die Bildung pumplen, bin an vorderster Front dabei für die Recht der Kinder zu kämpfen. Kein Rappen meiner Steuern reuen mich da.
    Was ich aber IMHO schon genug unterstütze (und IMHO teilweise sogar in die falsche Richtung) ist das Lebensmodell zweier Erwachsener; und wenn das Modell hauptsächlich auf Fremdfinanzierung beruht, finde ich das gar nicht mehr läss….

    • 13 sagt:

      Als Mutter dreier Kinder bin ich völlig einverstanden. Einfache Geldzahlungen sind da nicht angebracht. Hingegen jedoch ein System, das nicht dazu führt, dass sich Leute, die versuchen, sowohl eine Familie zu haben wie auch selber Verantwortung wahrzunehmen, nicht völlig abarbeiten und letztlich auch entgegen dem Wohl ihrer Kinder handeln müssen. Der 14-wöchige MU z. Bsp. hat nichts mit Selbstverantwortung zu tun. Dieser dient einzig und allein der Wirtschaft und auch das nur kurzfristig, weil jede Frau, die es sich annähernd leisten kann, sagt, dann lasse ich es. Und sich tatsächlich lieber auf einen Dritten (den Vater) und/oder Gesellschaft verlässt. Es sollte attraktiv sein, Verantwortung zu übernehmen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Der 14-wöchige MU z. Bsp. hat nichts mit Selbstverantwortung zu tun.“ Nein. Er dient dem Schutz der Mutter.
        Selbstverantwortung wäre, wenn die Eltern frühzeitig etwas Geld gespart hätten, um eine Verlängerung des Elternurlaubs (oder einen Urlaub des Vaters) selber finanzieren zu können.
        Wieso dient ein Urlaub der Wirtschaft? Und was hat das damit zu tun, dass Mütter danach vielfach keine Lust mehr haben, zur Arbeit zurückzukehren? Weil offenbar Haushalt und Kinderbetreuung attraktiver sind und man es sich leisten kann. Eigenverantwortung wäre hier, auch mal ein paar Jahre in die Zukunft zu schauen.
        Aber auch das machen ja die meisten, die zumindest mit einem Bein im Job bleiben, aber gleichzeitig akzeptieren, keine Karriere zu machen.

      • Leila sagt:

        Ich ging nach 14 Wochen gerne wieder arbeiten (allerdings teilzeit 50%). Ich hätte mir eine Verlängerung leisten können, war aber ganz ok, 14 Wochen.

  • MissYa sagt:

    Wie sieht die Lösung aus wenn der Vater zu Hause bleibt und die Mutter zu 100% arbeitet. Kriegt der Vater dann auch Müttergeld oder die Mutter die schon Lohn bezieht?! Wenn man solche Forderungen geltend macht, muss man schon auch darauf achten, dass sie zum Zeitgeist passen. Man kann nicht als Frau für die Gleichberechtigung kämpfen und dann nur von Müttergelder sprechen.
    Übrigens würde ich mir lieber eine Pensumreduktion leisten um mit den Kinder mehr Zeit zu verbringen und nicht um meinen Hobbys nachzugehen. Frau Stillhart scheint mir Ihre Prioritäten nicht ganz richtig zu ordnen. Auch weil man sich ja, im Normalfall, bewusst für eine Familie entscheidet und auch die negative Seiten tragen muss wie weniger Lohn oder halt eine tiefere Pension.

  • tststs sagt:

    @MF?????????
    Ich bin doch nicht der Arbeitgeber dieser Autorin?

  • Rémy sagt:

    Die Lösung auf das Problem ist ganz einfach, so einfach dass es mich wundert dass noch keine darauf gekommen ist seit 50 Jahren:
    Gebärmutterstreik!
    Glaubt mir, wenn im Jahr X die Geburtenrate auf 0.0 Kind/Frau sinkt, werden ALLE Forderungen im Jahr X+1 erfüllt sein. Wenn nicht, dann halt nochmal 0.0 Kind/Frau im X+1, spätestens im X+2 wird noch draufgezahlt dass ihr babies kriegt.
    Bedingt halt einfach, das jede ihren Kinderwunsch um 1 oder 2 Jahre verschiebt…und dass alle Frauen untereinander solidarisch sind

    • Sportpapi sagt:

      Lustige Idee.
      Viel relevanter wäre ja, mit dem Partner frühzeitig zu besprechen, wie das weitere Leben mit Kind geregelt werden soll. So dass beide zufrieden sind, und keine/r sich benachteiligt fühlt.
      Aber dafür müsste man halt Klartext sprechen und allenfalls auch einen Konflikt aushalten. Z.B. dass nicht beide gleicher Meinung sind, wie viel Betreuung das Kind wirklich von den eigenen Eltern braucht.

      • Leila sagt:

        Nicht alle finden die Situation so schlimm wie von der Autorin erwähnt… ich fühle mich sehr privilegiert hier in der CH. Und mit Jobsharing 80/50-60% ging es bei uns alles in allem recht gut auf.

  • Ralph Kaiser sagt:

    „In einer gerechten Welt, in der Männer und Frauen gleich behandelt würden, würde man den Müttern ein Jahr Mutterschaftszeit gewähren; den Vätern anschliessend ein Jahr Vaterschaftsurlaub.“

    Ist das für Singles auch gerecht? Oder sollen die gefälligst still sein und das Portemonnaie aufmachen, damit die Autorin ohne Verzicht ihrem Fortpflanzungs- und Muttertrieb frönen kann?

  • Marianne sagt:

    Muttergeld bekommen Sie schon jetzt, allerdings in der Form von Steuersubventionen für nicht erwerbstätige Ehepartnersowie über verschiedene Vergünstigungen (Familienprämien, Familientickets, Familienrabatte, etc.). Die Allgemeinheit hat Sie nicht damit beauftragt, Kinder zu bekommen, Sie hätten das ruhig auch ganz seinlassen können, wenn Ihnen diese Art der Bezahlung nicht zusagt. – Natürlich könnte die Gesellschaft dazu übergehen, Care-Arbeit marktgerecht zu bezahlen, dazu müssten aber Subventionen abgeschafft und die verschiedenen Beteuungsmodelle nach Kosten und Nutzen verglichen und transparent finanziert werden. Schlussendlich wäre es wohl für alle (inkl. Kinder) sowohl besser und günstiger, Kitas zu finanzieren, statt Eltern, ob nun via Lohn oder wie jetzt über Steuervorteile.

    • Christine Fürst sagt:

      Wieso soll soll die öffentliche Hand Kitas finanzieren? Wenn Kitas so begehrt wären, würden diese nur so aus dem Boden spreissen, die arbeitenden Eltern können sich das doch leisten (Doppeleinkommen)! Wenn die öffentliche Hand das finanzieren soll, muss zuerst über die Entschädigung für alle diejenigen gesprochen werden, welche diesen Vorteil nicht hatten! Was ungerechteres gegenüber bereits bestehenden Eltern gibt es gar nicht! Wieso soll ich das für andere finanzieren, wenn es mir selber nicht auch zu Gute kommt?!

  • Hans Hasler sagt:

    Ich hoffe, dass der Artikel eine geziehlte Provokation ist und nicht wirklich ernst gemeint.
    Müttergeld zementiert das Rollenbild der Frau als nicht ernst zu nehmende Person. Der Vorschlag, dass dann die Frau (wohl mit mindestens einem Master wenn nicht gleich einem Doktorat) dann eine Yoga-Ausbildung machen kann, haut nochmals in die gleiche Kerbe – von Frauen kann wohl keine echte Leistung erwartet werden (ist nicht mein Bild – aber das, das im Text vermittelt wird).

    • Hanna Klein sagt:

      Danke Herr Hasler, schön geschrieben!

    • Nina sagt:

      Herr Hasler, Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ich, berufstätige Mutter (60%) zweier kleiner Kinder, kann mich in diesem Artikel nicht erkennen. Ich arbeite nicht 100%, weil ich primär Zeit mit meinen Kindern verbringen will. Und ja, ich habe eine Lohneinbusse. Aber dafür habe ich (neben den anstrengenden Arbeiten im Haushalt und mit den Kindern) auch manch schönen Nachmittag auf dem Spielplatz oder in der Badi. Das hat man nicht wenn man arbeitet (und Geld verdient). Alles kann man leider nicht haben!

  • Heinz sagt:

    Und wer soll das bezahlen?

    Ich sehe es jedenfalls nicht ein, mit immer höheren Steuern und Abgaben die Lebensentwürfe anderer Leute zu finanzieren. Die Familiengründung ist eine private Entscheidung, und dann soll man dies nicht auf Kosten anderer Leute tun.

    Solch eine Denkweise „Ich will Kinder, und andere sollen bezahlen“ ist einfach egoistisch.

  • Anh Toàn sagt:

    „Würden sie diese Arbeit niederlegen und streiken, würden Kinder verhungern und die Wohnung im Müll versinken.“

    Ich habe schon mal geschrieben, Frauen, insbesondere Mütter, nehmen sich zu wichtig. Es gibt auch Fälle, wo sich die Mutter aus dem Staub macht, oder ungewollt durch Krankheit oder Tod keinen Beitrag leistet, aber dennoch verhungern die Kinder nicht und die Wohnung versinkt auch nicht im Müll.

    Vergleichbar wären Aussagen wie: Würden Väter nicht Steuererklärungen ausfüllen, würden die Familien eingeschätzt und von abstrusen Steuerforderungen in den Ruin getrieben. Würden Väter sich nicht ums Auto kümmern, würden die Mütter im Winter mit Sommerreifen ihre Kinder gegenseitig massakrieren.

    Tenor des Textes: Ich will tun, was ich will, und ich will bezahlt werden dafür.

    • Anh Toàn sagt:

      Ich bin ein Anhänger eines bedingungslosen Einkommens: Da kann jeder, nicht nur Mütter, tun was er will und wird bezahlt. Aber die Bezahlung ist nicht dafür, was er tut, sondern weil er ist.

    • Martin Frey sagt:

      Für einmal ganz bei Ihnen, AT.

  • Kerstin Moser sagt:

    BRAVO FRAU STILLHART!
    Wahnsinnskampfrede, habe bei jedem Abschnitt applaudiert, ausser beim Schluss, aber der ist ja nicht ernst gemeint?
    Der heutige Feminismus ist in der Vergangenheit stecken geblieben. Gleichstellung wird zu oft als Gleichmachung gefordert. Frauen sollen wie Männer sein + leben, dann haben sie Gleichstellung verdient. Frauen + Männer sind aber leider nicht gleich, solange die Frauen schwanger sind, Kinder auf die Welt bringen + stillen. Schläckt ke Geiss wäg.Trotzdem haben Frauen Anrecht auf gleiche Rechte.
    Warum sind kl. Pensen nicht PK berechtigt? Warum sollen insbesondere Frauen Armutsgefährdet sein?
    Ich verstehe Stillharts Schreibe so: verlange viel, damit sich wenigstens etwas ändert. Vergessen wir nicht wieviel Druck in der CH nötig war fürs Frauenstimmrecht..

    • Martin Frey sagt:

      @Moser
      „Warum sind kl. Pensen nicht PK berechtigt? Warum sollen insbesondere Frauen Armutsgefährdet sein?“
      Es steht allen Frauen frei, ihr Pensum dementsprechend hoch zu halten, und damit Verantwortung für sich, ihre Familien und last but not least ihre Altersvorsorge zu übernehmen. Genauso wie es allen Frauen frei steht, Kinder zu gebären oder eben nicht. Das ist das schöne an einer gleichberechtigten Gesellschaft wie unserer: Wir haben die Wahlfreiheit. Dummerweise aber auch die damit verbundene Selbstverantwortung.

      • Nala sagt:

        Wer ein zu kleines Pensum für 2. Säule hat, kann sich ja selber eine 3. Säule einrichten und entsprechend bis 20% des Einkommens dort einbezahlen. Aber Frau muss halt Selbstverantwortung übernehmen. Das ist inzwischen etwas abhanden gekommen.

        Denn die Arbeit die sie zuhause leisten soll bezahlt werden – und zwar vom Ehemann (sofern er seine Frau „für sich“ arbeiten lässt). Weshalb zum Geier sollte der Staat zahlen? Und weshalb sollen Frauen, die keine Kinder kriegen können, nichts erhalten? Sie machen das ja nicht extra.

      • Kerstin Moser sagt:

        @ Nala, von fast nichts 20% fürs Alter einzahlen, dann noch Kinderbetreuung bezahlen,.. Sie merken schon, dass dann gar nichts übrig bleibt?

      • Kerstin Moser sagt:

        @Frey,
        Sprechen wir von kinderlosen Frauen, dann stimme ich Ihnen absolut zu. Frau kann arbeiten, ihr Pensum so hoch wie nötig wählen, 100% ist kein Problem. Die Probleme fangen erst mit Kindern an. Ausgaben und Organisation von Fremdbetreuung, ist Teilzeit im erlernten Beruf möglich oder macht Frau halt, was sie kriegen kann und wird dementsprechend tiefer bezahlt. Aus kinderloser Sicht sind wir gleichberechtigt, wie viele Frauen werden gekündigt wegen den Kindern? Und erhalten dann keine Anstellung, weil man ja auch eine ohne kleine Kinder nehmen kann? Ich habe 1:1 erlebt, wie die Arbeitswelt auf Mütter reagiert. Mit Gleichberechtigung hat das wenig zu tun. Eher mit Diskriminierung.

      • Sportpapi sagt:

        @Kerstin Moser: Der Blick hat gerade eine Kampagne geführt und ebenfalls berichtet, dass Mütter entlassen worden sind.
        Bei genauerem Hinschauen hat man aber gesehen, dass eigentlich vor allem die Forderungen nach (tiefer) Teilzeitarbeit nicht erfüllt worden waren.
        Ich weiss, es ist schwierig, hier die richtigen Entscheidungen zu fällen. Aber es gibt nun mal kein Recht auf teilzeit. Auch Mütter könnten 100% weiterarbeiten, zumindest nach einem gewissen Unterbruch. Und wenn die Familie ihre Kinder selber betreuen möchte, dann ist es immer noch die Entscheidung der beiden Eltern, welches Elternteil zu Hause bleibt. Oder steht irgendwo, dass dies die Mutter sein muss?

      • Martin Frey sagt:

        Diese Wahlfreiheit trifft auf Frauen mit Kindern genauso zu wie auf kinderlose, Frau Moser. Kein Mensch sagt, dass all die Frauen, kaum haben sie ihr erstes Kind, quasi reflexartig ihr Pensum zurückfahren sollen. Die, die es tun, tun es, weil sie es möchten, und sie richten sich in der Mutterrolle so ein, weil es einem Bedürfnis zu entsprechen scheint. Es gibt genug Beispiele von Leuten, nicht zuletzt auch hier im MB, die einen anderen Weg einschlagen, Verantwortung übernehmen, sich Aufgaben und Verpflichtungen mehr oder weniger paritätisch teilen.
        Der Rest ist eine Organisationsfrage. Dass dieser oben skizzierte Weg (zumindest vordergründig) einfacher ist, behauptet niemand. Mich stört nur, wenn man ständig mit dem gewählten Weg hadert und die Schuld dafür anderweitig sucht.

      • tststs sagt:

        @Kerstin Moser:
        1. Woher der Anspruch „dass etwas übrig bleibt“?
        2. Es gibt genügend Länder (1.,2. und 3. Welt), die uns beweisen, dass man auch als Mutter 100% (was immer genau dies auch bedeutet) arbeiten kann.
        Ich bin total bei Nala: frau ist selber dafür verantwortlich, dass sei anständig (also gerecht und gesetzeskonform) entlöhnt wird. (Und zu bezahlen hat der Auftraggeber und nicht der Staat)

      • tststs sagt:

        Und bitte nicht falsch verstehen: wenn jemand weniger arbeiten will um mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen, dann ist das absolut i.O. (ja ich kanns sogar nochvollziehen); aber auch hier gilt: es lebe ein jeder mit den Konsequenzen.

        (Ich z.B. arbeite schon mein ganzes Leben teilzeit, die finanzielle Einbusse ist mir der Gewinn an Zeit und Qualität wert)

    • PhunkyMonkey sagt:

      Frau Moser, Ihre Kommentare fallen durch den dümmlichen Spruch „Schläckt ke Geiss wäg“ auf.
      Was wollen sie damit eigentlich sagen?
      Dass Männer und Frauen nicht gleich sind? Ist klar, das eine sind Frauen, das andere Männer. Nicht Gleichgestellt sind beide. Die einen einfach vom Regulator her nicht. Dabei handelt es sich aber um die Männer. Das ewige rumgeklage Ihrerseits nervt einfach nur noch. Echte Gleichstellung sieht anders aus…. Schläckt ke Geis weg…

  • 13 sagt:

    Was soll der letzte Absatz? Genau wegen solchen Aussagen nimmt man Frauen nicht ernst und das schadet in erster Linie Frauen, die es durchaus darauf anlegen, unabhängig zu sein und nicht in erster Linie gut zu heiraten, obwohl das Schweizer System das zweite fördert.
    Ich bin in einigen Punkten einverstanden, jedoch mit gleichberechtigteren Forderungen:
    – 18 Monate Elternzeit, davon je 2-3 Monate exklusiv für jedes Elternteil.
    – danach Anspruch auf Reduktion des Pensums für beide bis zur Einschulung.
    – Förderung flexibler Arbeitsmodelle
    – Abschaffung des Koordinationsabzuges
    – angemessene Subventionen bei Betreuung und vollständige Abzugsmöglichkeit bei den Steuern
    – keine Ehegattenbesteuerung
    – Lohngleichheit umsetzen
    Volkswirtschaftlich würde sich das rasch lohnen.

    • Martin Frey sagt:

      @13
      „Genau wegen solchen Aussagen nimmt man Frauen nicht ernst und das schadet in erster Linie Frauen, die es durchaus darauf anlegen, unabhängig zu sein und nicht in erster Linie gut zu heiraten, obwohl das Schweizer System das zweite fördert.“
      Das ist der Punkt. Mittlerweile betrachte ich die Beiträge der Autorin als Glosse, als etwas unglücklicher Versuch, auf einer Metaebene sarkastisch zu sein. Aber ich kann mich täuschen…
      Bizarr ist, zwischen allen Surrealitäten hat es das eine oder andere Körnchen ernster Anliegen: Die Frage nach der Emanzipiertheit, nach der Altersvorsorge, nach einer Elternzeit, usw.
      Dein Forderungskatalog sind teils Maximalforderungen, 13. Und ob sich das volkswirtschaftlich rechnen würde, steht auf einem ganz anderen Blatt. Bewiesen wurde das nie.

      • 13 sagt:

        Warum Maximalforderungen? Bis auf die klaren Zahlen beim Punkt 1 sind es mehrheitlich nur Stossrichtungen. Die konkrete Ausgestaltung könnte noch diskutiert werden. Ich bin einfach der Meinung, dass wenn wir Gleichberechtigung überhaupt wollen, wovon ich nicht immer bei allen überzeugt bin (Männer wie Frauen), das die entscheidenden Punkte sind, die berücksichtigt, geprüft werden könnten. Denn diese fördern m.E. das System der Einverdiener- oder Zuverdienerfamilien resp. Ehen, denn bei nicht verheirateten Paaren läuft ja immer noch manches anders. Die Liste ist weder sacrosant noch abschliessend.
        Das sich aber eine höhere Erwerbsquote der Mütter lohnen würde, davon bin ich überzeugt.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „Das sich aber eine höhere Erwerbsquote der Mütter lohnen würde, davon bin ich überzeugt.“
        Ich auch, wie Du weisst, aus verschiedenen Gründen. Aber ob all die Massnahmen tatsächlich quasi naturgemäss zu einer höheren, und v.a. auch substantielleren Erwerbsquote führen würde, davon gehe ich eben nicht aus. Das meinte ich.
        Viele Deiner Ansätze sind diskutabel bis prüfenswert. Nur die Elternzeit von 18 Monaten halte ich für eine nicht realisierbare Maximalforderung. Und aus Ländern mit derart hohen Eltern/Vaterzeiten wissen wir, dass dies teils so gar nicht gewünscht ist. Eine moderat erhöhte Elternzeit mit Wahlfreiheit (Du weisst ja, der Vorschlag der FDP der bei der SP keine Unterstützung fand) ist jedoch realisierbar und wünschenswert. Ueber die Höhe kann man diskutieren.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich bin der Meinung, dass die meisten der genannten Punkte viel mit Sozial- und Familienpolitik zu tun haben, aber vielfach gerade gar nichts mit Gleichstellung.
        Und sie fördern meist auch nicht wirklich die Einverdiener- oder Zuverdienerehen, sondern ermöglichen diese, wie auch heute schon Doppelverdienerehen (ganz oder teilzeit) möglich sind. Was du möchtest, ist das von dir bevorzugte Modell einseitig zu fördern und zu subventionieren.
        „Das sich aber eine höhere Erwerbsquote der Mütter lohnen würde, davon bin ich überzeugt.“ Aber nur, wenn die Massnahmen zum Ziel führen, und die höhere Erwerbsquote der Mütter nicht durch einen entsprechenden Rückgang bei den Vätern kompensiert wird. Aber wir leben ja nicht für die Volkswirtschaft, sondern für uns…

      • 13 sagt:

        @ MF
        „Nur die Elternzeit von 18 Monaten halte ich für eine nicht realisierbare Maximalforderung.“
        Nicht realisierbar aus wirtschaftlichen Gründen? Falsch. V.a. würde dies einmal mehr im Widerspruch dazu stehen, dass Du ja davon ausgeht, dass ein Militärdienst für alle realisierbar wäre, obwohl die Kosten höher wären.
        Nicht realisierbar in der heutigen politischen Umgebung und angesichts der Tatsache, dass Änderungen in der Schweiz sehr langsam geschehen? Einverstanden.
        Der FDP-Vorschlag war auch völlig lächerlich und am Ziel vorbei. Aber der FDP nimmt man die Familienfreundlichkeit etwa so gut ab, wie ihr neuentdecktes Umweltbewusstsein. Schön, dass sie es versucht, aber wirklich ernst zu nehmen, ist das nicht.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Sprechen wir nun von Gleichstellung zwischen den Geschlechtern oder von Gleichstellung zwischen den privaten Rollenmodellen? Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich der Meinung bin, dass es sinnvoller wäre, Zweiverdiener-Familien zu fördern, allerdings in dem Mass, dass sie trotzdem noch eine Familie sein können, ohne in der völligen Überforderung zu enden, anstatt sich die Wahlfreiheit einiger so teuer stehen zu lassen, dass diejenigen, die nicht darunter fallen, das Doppelte leisten können.
        „Aber nur, wenn die Massnahmen zum Ziel führen, und die höhere Erwerbsquote der Mütter nicht durch einen entsprechenden Rückgang bei den Vätern kompensiert wird.“ Eben nicht. Wenn alle drin bleiben, steigern auch alle ihr Pensum, wenn Kinder grösser werden und sind unabhängiger.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Sprechen wir nun von Gleichstellung zwischen den Geschlechtern oder von Gleichstellung zwischen den privaten Rollenmodellen?“
        Für mich hat das nichts miteinander zu tun (obwohl es laufend vermischt wird). Ich bin für Gleichstellung der Geschlechter und gegen jede Einmischung in private Angelegenheiten, wie etwa die Wahl eines Rollenmodells.
        Es ist auch nur scheinbar eine Vereinbarung zwischen Familie und Beruf, wenn man einfach einen langen Urlaub hat und gar nicht bei der Arbeit ist.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „Nicht realisierbar aus wirtschaftlichen Gründen? Falsch. V.a. würde dies einmal mehr im Widerspruch dazu stehen, dass Du ja davon ausgeht, dass ein Militärdienst für alle realisierbar wäre, obwohl die Kosten höher wären.“
        Dienstpflicht, nicht Wehrpflicht, 13! Das ist ein Riesenunterschied. Mir schwebt eine Dienstpflicht für alle mit Wahlfreiheit zwischen Zivil- und Militärdienst vor.
        Eine Mutterschaft ist ein Entscheid aus freien Stücken und sehr persönlichen Motiven, und hat mit der Gesellschaft primär nichts direkt zu tun. Insofern hinkt der Vergleich eben doch.
        Theoretisch realisierbar wäre noch vieles, realpolitisch machbar ist wenig, wie Du richtig sagst. Wir sollten aber nicht vergessen, dass die Schweiz letztendlich auf pragmatischen Konsenslösungen aufbaut.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Ja. Der Mensch arbeitet genau 18 Monate in seinem Leben und wenn er wegen der Kinder 2x 9 Monate zu Hause bleibt, dann ist er gar nicht mehr bei der Arbeit. Vereinbarkeit ist auch gegeben, wenn kurzzeitig ein Platz gewährleistet ist, den man wieder antreten kann.

        @ MF
        „Dienstpflicht, nicht Wehrpflicht, 13! Das ist ein Riesenunterschied. Mir schwebt eine Dienstpflicht für alle mit Wahlfreiheit zwischen Zivil- und Militärdienst vor.“
        Das ändert gar nichts am Umstand, dass während dieser Zeit durch die EO der Lohnausfall gedeckt wird UND die Dienstleistenden auch noch unterhalten werden müssen (Nahrung, Unterkunft, Versicherung und im Fall des Militärs auch noch teure Ausrüstung), während bei der Elternschaft ja nur der Lohnersatz anfällt.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Der Mensch, der zwei Mal 9 Monate Auszeit nimmt, aber ansonsten Vollgas im Beruf tätig ist, hat auch kein Problem mit seiner Karriere…

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „Das ändert gar nichts am Umstand, dass während dieser Zeit durch die EO der Lohnausfall gedeckt wird UND die Dienstleistenden auch noch unterhalten werden müssen (Nahrung, Unterkunft, Versicherung und im Fall des Militärs auch noch teure Ausrüstung), während bei der Elternschaft ja nur der Lohnersatz anfällt.“
        Das ist richtig, trotzdem ist es nicht vergleichbar, da das eine einem Dienst an der Allgemeinheit gleichkommt, das andere nicht.
        Dass eine allgemeine Dienstpflicht auch Mehrkosten verursachen würde ist unbestritten, nur geht es nicht darum. Es geht primär um Gleichstellung, sowie um unzählige Aufgaben zuhanden unserer Gesellschaft, die durch Militär- und Zivildienstangehörige erfüllt werden. Last but not least sind solche Dienste eine nationale (soziale) Klammer.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Mit der Karriere nicht, aber er hat je nachdem Probleme damit diese 2x 9 Monate zu finanzieren. Zudem geht ja „Vollgas“ (wie immer durch Männer ohne Betreuungspflichten definiert) auch mit einem 18monatigen Kind nur bedingt.

        @ MF
        „Das ist richtig, trotzdem ist es nicht vergleichbar, da das eine einem Dienst an der Allgemeinheit gleichkommt, das andere nicht.“
        Das ist jetzt Deine persönliche Meinung, keine Tatsache.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „Das ist jetzt Deine persönliche Meinung, keine Tatsache.“
        Nein, so definiert es die Mehrheit der Bevölkerung, der Politik und Stände. Es ist es eher umgekehrt: Du bist wie viele Linke grundsätzlich gegen das Militär und eine wie auch immer geartete Dienstpflicht, wenn ich Dich richtig gelesen habe. Das ist aber weder eine Mehrheitshaltung noch die unserer Verfassung.
        Worüber man diskutieren kann: inwiefern Kinderkriegen ein Dienst an der Allgemeinheit sein soll. Obwohl ich grundsätzlich beipflichte, dass Kinder und Familienpolitik im nationalen Interesse sind, halte ich dieses Argument auf individueller Ebene (wie RoXy und andere) für falsch und auf nationaler Ebene für problematisch. Zum letzteren gibt es genügend historische Beispiele bis zum heutigen Tag.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ja, wie so oft muss man sich optimale Lösungen auch leisten können.
        „Zudem geht ja „Vollgas“ auch mit einem 18monatigen Kind nur bedingt. Ja. Gilt aber für Männer und Frauen gleich.
        Zum anderen: Du sprichst immer wieder an, dass „Männer ohne Betreuungspflichten“ die Regeln machen. Ich dachte ja, die Arbeitszeit in der Schweiz sei gesetzlich geregelt (bzw. teilweise in Sozialpartnerschaft), und damit demokratischen Entscheidungsprozessen unterstellt. Wir alle können also genauso über Wochenarbeitszeiten abstimmen wie über eine zusätzliche Ferienwoche. Und auch in den Parlamenten sitzen nicht nur kinderlose Männer…
        Aber klar, wer vorwärts kommen will, macht dies im Wettbewerb mit anderen, die dafür viel Zeit investieren. Und wieder auch nicht alle kinderlos sind…

    • Sportpapi sagt:

      @13: Grössere Abzugsmöglichkeiten der Betreuung bei den Steuern wird gerade aktuell durch die SP bekämpft…
      Ansonsten sehe ich deine Anliegen, bin aber in den meisten Punkten nicht einverstanden. Weil ich diesen Ausbau des Sozialstaates und die damit verbundenen Kosten/Behinderung der Wirtschaft nicht als angemessen empfinde. Aber auch, weil sich solche Lösungen als Bumerang für die jungen Frauen zeigen könnten – man stellt sie dann einfach nicht mehr an.
      Mit flexiblen Arbeitsmodellen ist beidseitige Flexibilität gemeint? Meistens sind mit Betreuung beschäftigte Eltern ja nicht wirklich flexibel…
      Angemessene Subvention bei Betreuung haben wir doch schon an den meisten Orten. Oder nicht?

      • 13 sagt:

        @ Sp
        „…wird gerade aktuell durch die SP bekämpft…“
        Und das verbietet mir nun eine eigene Meinung dazu zu haben, oder wie soll ich diesen Einwand verstehen?
        „bin aber in den meisten Punkten nicht einverstanden.“ Ach wirklich? Überrascht mich sehr 😉
        „Behinderung der Wirtschaft“ Ja, die stetige Frage: Wen wollen wir glücklich sehen? Die Menschen oder die Wirtschaft?
        „Bumerang“: Eben nicht, denn für den AG ändert sich nicht viel, ob er eine Frau oder einen Mann anstellt, beide haben die gleichen Rechte.
        „Flexibilität“: Die Flexibilität der Eltern hängt von der Flexibilität der Betreuung ab.
        „…haben wir doch schon an den meisten Orten“ An vielen, nicht allen, und nicht überall genügend Plätze. Zudem ist die Einkommensgrenze, dass sie wegfällt, oftmals sehr tief.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Da du ansonsten vielfach stramm linke Positionen vertrittst, wollte ich das nur erwähnt haben.
        Wir wollen sowohl die Menschen, als auch die Wirtschaft glücklich sehen. Hängt ja auch etwas zusammen…
        Bumerang: Es geht nicht um Rechte, sondern die Ausnutzung dieser Rechte. Und da zeigt die Erfahrung halt etwas anderes.
        Ja, Flexibilität der Betreuung wäre ein weiterer Punkt, dem ich sogar zustimmen würde.
        An vielen Orten haben wir mehr als genügend Plätze. Und die Einkommensgrenze hat ja etwas mit „angemessen“ zu tun, oder? Die Stadt Zürich beispielsweise schiesst da weit übers Ziel hinaus.

      • 13 sagt:

        Nö, Du wolltest nur etwas provozieren. Richtig wäre ja eh gewesen „auch die SP“, aber eben. Ich denke lieber selber.
        Welche Erfahrung? Das von mir skizzierte System hat ja keine Erfahrungswerte in der Schweiz. Aber vermutlich würden wir dann tatsächlich feststellen, dass all die Männer, die rufen, sie wollen bei den Kindern gleiche Rechte, sie dann doch nicht wollen, wenn es konkret wird. Ich kann nicht reduzieren, würde dann nicht greifen. Und umgekehrt. Aber es würde mehr Möglichkeiten für diejenigen eröffnen, die es ernst meinen.
        Womit schiesst ZH über das Ziel hinaus? Tagesschulen? Ja, kann sein. Bei der KITA hört die Subvention meines Wissens jedoch schon recht früh auf (CHF 100’000?), was dazu führt, dass sich die Arbeit für gut ausgebildete nicht lohnt. Völlig sinnwidrig.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Bist du sicher, dass es „auch die SP“ heissen muss? Auf jeden Fall die SP. Und das aus durchaus nachvollziehbarem Grund, wie ich finde.
        Erfahrungen gibt es aus dem Ausland zuhauf. Wieder einmal: Wer im Job weiterkommen will, wird ein solches Recht vermutlich nicht voll ausnutzen.
        Zürich schiesst übers Ziel hinaus, weil die Stadt Subentionen bis 200 000 Franken Nettoeinkommen gibt. Tagesschulen sowieso.
        Sinnwidrig ist es, soziale Beiträge und Subventionen an Leute auszuzahlen, die bereits genügend Geld haben. Hilfe zur Selbsthilfe sieht anders aus. Die Arbeit lohnt sich für gut ausgebildete und gut verdienende trotzdem. Sofern sie wirklich lieber arbeiten als Haushalt führen und Kinder betreuen möchten. Wieder einmal: Mit finanziellen Anreizen können Reiche nicht geködert werden.

  • Sommer sagt:

    Ihre Argumentation zieht nicht. Sie hinterlässt den Eindruck dass Sie Ihr Müttergeld eher für Italienischkurse und Yoga wollen, als für die Existenzsicherung im Alter. Dafür wäre ja eigentlich schon die AHV zuständig, die so viel ich weiss laut Verfassung einen würdevollen Lebensunterhalt im Alter garantieren sollte. Dass sie das nicht tut, ist nicht nur für Mütter ein Problem. Im Übrigen denke ich dass Ihre Forderung teilweise berechtigt ist. Es bräuchte aber auf jeden Fall einen politischen Diskurs, ob die Arbeit der Mütter ein Dienst an der Allgemeinheit ist, und daher von der Gesellschaft entlöhnt werden soll, oder ob diese Arbeit Privatsache ist und von Ihren Empfängern, dem Vater und später im Leben in vielen Fällen den Kindern, entlöhnt werden soll, wie bisher üblich.

    • Kerstin Moser sagt:

      Ich nehme an der Schluss war nicht Ernst gemeint (Yoga etc..). Sie argumentiert sehr kohärent und der Schluss fällt da zugegeben total aus dem Konzept. War wohl der agent provocateur am Schluss am Werk.

    • Nala sagt:

      Die AHV soll keineswegs einen würdevollen Lebensunterhalt garantieren. Sondern lediglich die Existenzsicherung. So plusminus macht sie das (wenn man denn im Alter z.B. in eine WG ziehen würde). Die 2. Säule sollte den Lebensstandard erhalten. Das wäre dann der „würdevolle Lebensunterhalt“. Wenn man allerdings weiss, dass 1. und 2. Säule zusammen 60% des letzten Einkommens abdecken ist auch ziemlich klar, dass das mit dem würdevoll knapp werden könnte.

    • Max Demian sagt:

      Eine Antwort könnte in der Tat sein, dass berufstätige Partner ihre zuhause bleibenden Partner entlöhnen müssen. Das wäre dann das Ende der Machokultur.

      • Sportpapi sagt:

        Das wäre dann so richtig Macho-Kultur. Ich würde also meine Frau für die Hälfte der Arbeit zu Hause (für die andere Hälfte ist sie ja selber zuständig) zu marktüblichem Lohn anstellen. Natürlich mit detailliertem Jobbeschrieb und jährlichem Mitarbeitergespräch. Und wenn sie nicht gut arbeitet, wird sie ersetzt…

      • Max Demian sagt:

        @sp
        ja, das wäre fair. Fortschrittliche Paare, die ich kenne, machen das heute schon, einfach ohne zwang…

  • Werder sagt:

    Ich stimme der Idee, dass die Arbeit einer Mutter zuhause entlohnt wird, vollunfänglich zu, wenigstens in Bezug auf die Möglichkeit der Partizipation an einer Pensionskasse. Warum nicht den Müttern ein hypothetisches Salär ( gemessen an demjenigen einer Nanny, Köchin, Putzkraft) anrechnen, auf welchen sie Beiträge in eine Pensionskasse einzahlen können und somit ebenfalls -als gleichsam arbeitende Individuen- an diesem Versicherungsschutz teilhaben können?

    Schade, dass der Beitrag am Schluss in die Ironie abfällt ; es müssen in der Tat Lösungen her für die Mütter zuhause !!!!

    • Kerstin Moser sagt:

      Ich bin absolut Ihrer Meinung. Bravo!

    • Reincarnation of XY sagt:

      Bitte rechnen!
      Wer wird denn, von einem fiktiven Einkommen, in eine gebundene Vorsorge einzahlen?
      Und zwar so viel, dass es denn auch substanziell etwas bringt?

      Wenn Sie 20 Jahre 5000.- Fr. einzahlen haben Sie (bei den heutigen Zinsen) gerade mal 100’000.- Fr., das ergibt ihnen eine Rente von gerade mal 500.- Fr. monatlich.

      Aber die wenigsten würden von einem fiktiven Einkommen noch 5000.- auf ein Sperrkonto einzahlen. Und das ist ja immer noch zu wenig.

      Wir können es drehen und wenden wie wir wollen. Wenn wir nicht auf dem Existenzminimum leben wollen, müssen wir Geld verdienen. Und wenn wir ab 65 nicht auf dem Existenzminimum leben wollen, müssen wir jahrzehntelang ziemlich viel Geld auf die Seite tun. (Viele sind dazu nicht bereit.)

    • maia sagt:

      @werder: Und wie ist das mit der Arbeit des Vaters zu Hause?

    • tststs sagt:

      @Werder
      Wieso hypothetisches Salär? Noch einmal: Arbeit wird vom Arbeitgeber bezahlt.
      Wenn sich jemand mit Kost und Logis (ohne Beitrag an Sozialwerke) abspeisen lässt, dann habe ich…sorry… relativ wenig erbarmen.

  • Papperlapapi sagt:

    Bundesverfassung Art. 6: Da steht: “ Jede Person nimmt Verantwortung für sich selber wahr und trägt nach ihren Kräften zur Bewältigung der Aufgaben in Staat und Gesellschaft bei.“
    Da steht nicht: „Väterchen Staat versorgt die Mütter mit umfassendem Wohlfühlprogramm.“

    • 13 sagt:

      Und das Gebären und Aufziehen der zukünftigen Gesellschaft ist natürlich keine achtenswerte Aufgabe in Staat und Gesellschaft? Das ist ein umfassendes Wohlfühlprogramm?

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „Und das Gebären und Aufziehen der zukünftigen Gesellschaft ist natürlich keine achtenswerte Aufgabe in Staat und Gesellschaft?“
        Nein, natürlich nicht. Im Gegenteil. Aber dummerweise skizziert die Autorin nichts weniger als ein umfassendes Wohlfühlprogramm….

      • Röschu sagt:

        In Zeiten der massiven Überbevölkerung ist es zumindest diskutabel ob „das Gebären und Aufziehen der zukünftigen Gesellschaft“ achtenswert ist…

      • 13 sagt:

        @ M.F.
        Nur im letzten Abschnitt. Aber das sollte nicht zum Gegenteil verleiten.

        @ Röschu
        Neben der absoluten Zahl sollte man auch noch ein Blick auf die Bevölkerungsverteilung werfen. In unseren Breitengraden liegt die Überbevölkerung, sofern es sie überhaupt gibt, nicht an den Kindern…

      • Papperlapapi sagt:

        @13: Meine Frau und ich teilen Erwerb und Hausarbeit gleichberechtigt zu gleichen Teilen. Natürlich ist das eine achtenswerte Aufgabe.
        Das berechtigt aber nicht nach (weiteren) Zusatzleistungen zu schreien. Wir haben die Kinder nicht für unsere Nachbarn, nicht für unsere Gemeinde, den Bund, sondern für uns. Die Gesellschaft bezahlt uns Kindergeld, der Arbeitgeber meiner Frau richtet zusätzlich eine „besondere Sozialzulage“ aus, die Gesellschaft finanziert unseren Kindern die Schule und Ausbildung.
        Das reicht, den Rest können wir eben aus eigenen Kräften tragen. Ich bin der Gesellschaft für die geleistete Unterstützung dankbar, statt zusätzlich eine bezahlten Yogaausbildung und Finanzierung von Badibesuche zu verlangen. Wohfühlprogramm!

    • Veronica sagt:

      Richtig! Die Generation im „gebärfähigen“ Alter schreit immer nur „ich will, ich will, ich will!“. Gleichzeitig ärgern sie sich über die Umverteilung von jung zu alt. Es sind aber genau die Alten (pensioniert und ü50), die das alles finanzieren sollen und bereits finanziert haben — Stichwort „Bildung“. Vielleicht wäre es einfach an der Zeit, zuerst einen Beitrag an die Gesellschaft zu leisten und danach zu schreien „ich will!“ Man lese hierzu den Artikel in der SoZ vom 10.3.2019 mit dem Titel „Das Konzept ‚Junge Frau'“.

      • 13 sagt:

        @ Veronika
        „Vielleicht wäre es einfach an der Zeit, zuerst einen Beitrag an die Gesellschaft zu leisten und danach zu schreien „ich will!“ “
        Und wie genau soll das biologisch umgesetzt werden? Kinder nach 50? Oder noch besser ab 65, dann erübrigt sich gleich die Vereinbarkeitsfrage. Es gibt Gesellschaften, da werden die Kinder mehrheitlich von den Grosseltern aufgezogen, aber ob das das Beste ist?
        Wenn ich 50 bin, ist mein jüngstes Kind 17, die anderen beiden volljährig. Dann habe ich die Möglichkeit und die Ressourcen, um diejenigen Eltern, die dann kleine Kinder haben, zu entlasten (im Sinne von viel arbeiten, viel Steuern/Abgaben bezahlen). Lieber dann als mit eine 4-monatigen Baby zu Hause.

    • Heinz sagt:

      Und in ökologischer Hinsicht ist das Kinderkriegen nicht positiv zu sehen. Jeder Mensch mehr bedeutet mehr Ressourcenverbrauch.

      • Max Demian sagt:

        So ist es, bei den ganzen Umverteilungs- und Gleichstellungsdiskussionen kommt diese Persoektive oft zu kurz.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Frau S. mittlerweile merkt ja bald jeder, dass Sie keinen Bezug zur Realität haben. Aber ich geb ihnen folgenden Rat, frei nach Kant und Jesus, mit auf den Weg: Verlangen Sie nichts von anderen, was Sie zuerst selbst nicht tun.

    – Die „oft (herzlosen)….. Arbeitgeber“ – Frau S. gründen Sie doch selbst eine Firma. Schaffen Sie doch zuerst mal Jobs, die Menschen über Jahre ein sicheres Einkommen garantieren. Dann können Sie darüber reden.
    – Eine Rente für ein schönes Leben nach Lust und Laune? Verdienen Sie zuerst soviel Geld, dass Sie Hinz und Kunz deren Hobbys finanzieren können (z.B. Autos tunen !!). Würden Sie das tun?
    Sie haben sich nicht die geringste Mühe gemacht, zu verstehen wie Ökonomie funktioniert, was hinter der Erfolgsgeschichte unseres Wohlstandes steht.

  • Sandro Studer sagt:

    Es braucht noch 10 bis 20 Jahre um zu verstehen, dass die tiefe Geburtenrate die Sozialwerke unbezahlbar machen wird. Es sei denn wir kompensieren diese weiterhin mit einer entsprechenden Zuwanderung. Dies ist das Modell der Schweiz, wir verhalten uns parasitär, bilden zu wenig aus, haben zu wenig Kinder und schaffen uns selbst ab. Kinder gehen alle etwas an, aber wir leben in einer Zeit wo man glaubt man könne dann schon alles einkaufen oder eine App herunterladen die dann schon alles regeln wird. Das gibt ein böses erwachen. Wer sagt Kinder sind Privatsache dann möchte ich, dass die AHV abgeschafft wird und damit der Generationenvertrag. Aus welchem Grund soll ich verzichten und Kinder grosszeihen damit diese dann Leute finanzieren die keine haben?

    • Reincarnation of XY sagt:

      1. Niemand hat Kinder für die anderen, für den Staat … es sei denn man ist ein gehirngewaschener Untertan.
      Wir haben Kinder aus dem Selbsterhaltungstrieb. Und es zeigt sich, je mehr Wohlstand der Homo Sapiens hat, je weniger Kinder hat er.
      Gerade dort, wo das Überleben weit weniger gesichert ist, als bei uns, haben die Menschen markant mehr Kinder.

      Das sind die Fakten und jetzt denken Sie einfach mal darüber nach.
      Ich habe auch Kinder, ich fände es auch schön, wenn mir der liebe Gott dafür ein Haus, Garten und Vergnügungen finanzieren würde.
      Aber eben, das tut der liebe Gott nicht. Und dass mein Nachbar das macht ist absurd, denn ich mache es ja für meinen Nachbarn auch nicht.

      • Reincarnation of XY sagt:

        2. Der Generationen Vertrag der AHV funktioniert in Zukunft nicht mehr, weil es uns so gut geht.
        Die AHV wurde 1948 gegründet. Damals war das Durchschnittsalter eines Mannes 66 Jahre. Sechs zahlten ein, um dessen kurzen und bescheidenen Lebensabend zu finanzieren.

        Heute leben wir 20 Jahre länger, im Schnitt. Und haben viel höhere Ansprüche als das Existenzminimum.

        Deshalb können die Lösungen von damals nicht mehr unsere heutigen Bedürfnisse zufriedenstellen.

        Kluge Menschen beschäftigen sich zuerst mit den Fakten, wenn sie nach Lösungen suchen. Zu 99% taugen die Lösungen von gestern nicht mehr für morgen, weil sich die Umstände grundlegend geändert haben.

      • 13 sagt:

        @ roxy
        Ich bin immer wieder fasziniert, was für Dinge Sie einfach zu entscheidenden(?) Fakten ernennen. Es ist völlig egal, ob jemand ein Kind bekommt, weil man ein „gehirngewaschener Untertan“ ist, weil man Babys so süss fand oder weil man betrunken an der Party kein Kondom gefunden hat. Das spielt für die Diskussion hier überhaupt keine Rolle. Letztlich ist es eine Tatsache, dass wir, unabhängig davon, wie ein Generationsvertrag in Zukunft aussehen wird, auf die nächste Generation angewiesen sind. Womit sie eben gerade nicht Privatsache ist, sondern es eine staatliche/gesellschaftliche Pflicht/Aufgabe ist, eine Generation zu schaffen, die a) existiert und b) in der Lage ist, ihren Teil zu erfüllen. Kinder sind eben kein privates Hobby.

      • 13 sagt:

        PS: Man sollte aufhören, nur von der AHV zu sprechen. Die zukünftige Generation stellt auch neue Arbeitskraft dar:
        Wer wird die alten, kinderlosen Leute denn von A nach Z fahren? Wer wird ihnen das Gipfeli backen und verkaufen? Wer wird sie pflegen und behandeln? Wer ihr Geld verwalten? Wer ihren Abfall wegtragen und entsorgen? Oder die Leitungen instandhalten, damit sie telefonieren können? Wer die Zeitungen drucken, die sie lesen? Die Kleider herstellen und verkaufen?
        Die Antwort ist einfach: die heutigen Kinder von Leuten, die eben nicht kinderlos geblieben sind. Und von denen heute als „Privatsache“ gesprochen wird. Das sind Fakten, über die man nachdenken sollte.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Die Zeiten, da es quasi eine Gebärpflicht gab, als Mutterschaft als Dienst am Vaterland wahrgenommen wurde, sind zum Glück vorbei. Heute haben wir dafür Fristenregelungen…
        Ich freue mich, dass nach wie vor so viele (mehr oder weniger) junge Menschen das Abentuer Familie wagen und Kinder in die Welt setzen. Aber das tun sie für sich, nicht für mich. Dennoch ist es üblich und sinnvoll, dass die Gesellschaft hier unterstützt, wo es nötig ist. Am allermeisten mit (teurer) Bildung!
        Aber irgendwo ist dann auch wieder genug. Doch, letztlich ist der Entscheid für Kinder ein ganz privater.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Die Fristenregelung, die Du gerne verschärfen willst, gell?
        Nochmals: Wir sprechen hier über die Folgen der Familiengründung. Was die Motivation war, ist für diese Fragen völlig unerheblich. Nein, ich habe mein Kinder auch nicht „fürs Vaterland“ bekommen. Ändert das etwas daran, dass sie einiges Tages hoffentlich als verantwortungsvolle Bürger diesem nützlich sein werden?

      • Reincarnation of XY sagt:

        Danke SP – besser hätte ich es nicht sagen können.
        13 – ja, das meinte ich.
        Wir legen uns nicht Kinder zu „für die Gesellschaft“.
        Aber klar, eine Gesellschaft sorgt sich für ihr eigenes Wohlergehen.
        Das tut unsere Gesellschaft mehr, als zu irgendeiner Zeit in der Menschheitsgeschichte. Bei uns muss niemand seine Kinder verkaufen, um zu überleben. Bei uns haben alle Kinder Zugang zu medizinischer Versorgung und zu Bildung. Und wir machen uns stetig Gedanken, wie wir unser System noch verbessern können.
        Über solche Vorschläge (wie z.B. die von Ihnen) kann man ja dann diskutieren, abwägen und darüber abstimmen. Aber unser System ist erstmal eine hervorragende Leistung, die zuerst mal geschätzt werden sollte, denn sie ist alles andere als selbstverständlich.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Du siehst den Widerspruch aber schon zwischen Kinderkriegen quasi als Dienst an der Gesellschaft zu verstehen, und andererseits einer Fristenregelung?
        Und ja, wir veruchen, unsere Kinder zu wertvollen Mitgliedern unserer Gesellschaft zu erziehen. Heisst aber nicht, dass die Gesellschaft ohne unsere Kinder zusammenbrechen würde.

      • tststs sagt:

        Ganz ehrlich, Sie machen alle einen entscheidenden Denkfehler: es gibt keine Antwort auf die Frage „Warum wollen wir Kinder kriegen?“
        Kinder kriegen ist Natur, die Frage „Warum“ ist Kultur.
        @13: Ich verstehe Ihren Grundgedanken, möchte ihn jetzt aber doch ein wenig weiter spinnen (evtl. bis fast nach Absurdistan 😉 )
        Wenn ich als Kinderlose ein Interesse daran habe, dass Kinder als zukünftige Dienstleister an mir in die Welt gesetzt werden (und ich meinen finanziellen Anteil leisten muss), dann überlege ich doch irgendwann, ob es mich nicht günstiger kommt, wenn ich dies „outsource“; zum Preis von einem Schweizer Kind bekomme ich doch mindestens 5 Chinesen, die mich rundum versorgen…

      • 13 sagt:

        @ roxy
        Die Frage, warum die Motivation zum Kinderkriegen von Belang ist, bleibt offen.

        @ SP
        Du hast die Fristenregelung ins Spiel gebracht, nicht ich. Aber ich habe aus diesem Kommentar, gepaart mit dem zu G.B.s Beitrag, folgendes gelernt: Man soll der Gesellschaft einen Dienst erweisen. Herumballern und Jassen gilt als Dienst an der Gesellschaft. Zu diesem Zweck macht es auch Sinn sich währenddessen vollumfänglich von der Gesellschaft finanzieren zu lassen. Kinder zu anständigen Bürgern erziehen nicht, darum hat man das möglichst selber zu finanzieren (bis auf die Schule versteht sich). Nun, auch du wirst nicht überrascht sein, dass ich das anders sehe 😉

      • Sportpapi sagt:

        @13: Herumballern und Jassen? Das ist ja wohl etwas genauso klischeehaft, wie wenn ich die Tätigkeit einer Mutter mit täglichem Kaffeekränzchen und Teleshopping bezeichnen würde…

      • Röschu sagt:

        @13
        Der Vergleich hinkt gewaltig:
        – Militärdienst: unfreiwillige, zwingend zu leistende Pflicht
        – Kinder kriegen: freiwillige, individuelle Wahl

      • 13 sagt:

        @ SP
        Oder mit Yogastunde und Badibesuchen. Oder „Wohlfühlprogramm“. Nicht wahr? Aber bitte, klär mich auf: Was hast Du so Grossartiges während deines Dienstes für die Schweizer Gesellschaft getan?

        @ Röschu
        Pflicht, weil manche, SP inkl. daran festhalten. Aus meiner Sicht wäre es freiwillig.

      • Reincarnation of XY sagt:

        13 Ich finde es immer wieder interessant, dass Sie, von sämtlichen Argumenten die ich nenne, zielstrebig eine saloppe Aussage aufgreifen, die leicht angreifbar ist und sämtliche echten Argumente komplett unter den Tisch fallen lassen.
        Z.B. das Argument: dass ausgerechnet die Völker mit dem grössten allgemeinen Wohlstand am wenigsten Kinder haben. Das ist ein objektiv beweisbarer unleugbarer Fakt.
        Wenn unser Anliegen wirklich „mehr Kinder pro Frau ist“, dann müssten wir unsere Sozialversicherungen abschaffen, denn genau in den Ländern, wo es diese nicht gibt, haben die Leute (aus eben diesem Grund) mehr Kinder.
        Nicht sehr romantisch, aber das ist nun mal die Realität.

        So nannte ich noch weitere Argumente, aber sie reiten auf der fragwürdigen Motivation rum.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Für MICH ist die Motivation NICHT von Belang. Die Autorin vermittelte das, weil sie eine Rente fordert, da das Kinderkriegen quasi Staatsdienst sei.
        Aber so könnte nur jemand argumentieren, der aus Fahnentreue Kinder für den Staat gebiert. Und seien wir ehrlich niemand von uns hat das gemacht.
        Deshalb erlaubte ich mir zu erwähnen – neben meinen vielen konkreten Argumenten (finden Sie sie?) – das wohl niemandes Motivation für Kinder die sei, sie dem Staat zu opfern.

        Ja, ich wundere mich, dass sie von allem was ich sagte, nur das mitbekommen haben, noch dass Sie den Kontext dieser Aussage verstanden haben.
        Mir scheint es nicht so kompliziert. Ich hoffe Sie nehmen mich nicht als Gegner war. Es geht doch hier um Kommunikation.

    • Kerstin Moser sagt:

      Studer, ich stimme Ihnen zu.
      Die Kinder hat man nicht dem Staat oder den Arbeitgebern zu Liebe, aber wer Kinder hat, frönt nicht nur dem Selbsterhaltungstrieb sondern liefert Nachwuchs, der in die Ahv einzahlt sowie Kunden für all den Konsum, den die Wirtschaft an die Kunden bringen will.
      Ja, die Menschen werden älter, das ist ein Fakt. Den sozialwerken ist aber nicht gedient, wenn wir weniger Kinder bekommen, sondern eben mehr Kinder haben, zwecks Umverteilung.

      • Max Demian sagt:

        Wer Kinder hat, hat auch weitere ressourcenverbrauchende, umweltzerstörende, klimatreibende Wesen in die Welt gesetzt und heutzutage diese Entscheidung in vollem Bewusstsein getroffen. Da nützt der ganze grüne-bio-papperlapapp gar nichts. Auch diese Kosten müssen gedeckt werden.
        Sehen Sie nicht, dass es für Ihren Ansatz immer mehr Menschen braucht? Das kann ja unmöglich die Lösung sein, oder denken Sie schon?

    • Hans Hasler sagt:

      Haben Sie wirklich Angst, dass die Schweiz am Aussterben ist? Etwas arg unrealistisch. Zuwanderung ist eine Realtlität. Mit allen Positiven und Negativen Effekten. Aber um zu wenige Kinder müssen wir uns echt nicht sorgen.

    • C. von Waldkirch sagt:

      Lieber Herr Studer, gemach,gemach! Wer keine Kinder hat, hat vorher auch AHV-Beträge bezahlt und die Alten seiner Generation finanziert. Insofern hat er die eigene AHV vorfinanziert. Zudem hat er Steuern bezahlt, manchmal rel. viel, da er ohne Kinder kaum Abzüge machen kann und oft viel verdient hat. Wer keine Kinder hat, finanziert trotzdem das Bildungswesen mit, ca. 30 % des schweizerischen gesamten Staatshaushaltes.

  • Röschu sagt:

    „Obwohl die Schweiz eines der reichsten Länder der Welt ist, liegt sie mit dieser «Lösung» im europaweiten Vergleich an letzter Stelle.“
    Vielleicht ist die Schweiz ja gerade deshalb eines der reichsten Länder, weil sie nicht jeder und jedem jahrelang Gelder hinterherwirft…

    • Kerstin Moser sagt:

      Ja, und vielleicht entsteht dann der Reichtum auf dem Buckel der Frauen?Sehr löblich.
      Wenn unsere Nachbarn den Eltern mehr Luft verschaffen können (finanziell, Zeit), warum können wir das in der Schweiz nicht auch? Sind wir weniger fähig?

      • Sportpapi sagt:

        @Kerstin Moser: Auch die Schweizer Frauen haben einen vergleichsweise hohen Lebensstandard. Sie können es sich sogar vielfach leisten, nicht vollzeit zu arbeiten…

  • tststs sagt:

    Natürlich soll die Arbeit bezahlt werden, und zwar vom Arbeitgeber! Und der ist jetzt weissgott nicht der Staat…

    • Martin Frey sagt:

      Wenn Sie, tststs, für den Arbeitgeber arbeiten, soll er sie bezahlen. Das ist richtig.
      Nur, sagen Sie mir einen Grund, weshalb er Sie darüber hinaus aushalten und Ihre Hobbys finanzieren soll?

    • Muttis Liebling sagt:

      Wenn Ihnen jemand Arbeit gibt, warum soll er Ihnen diese Gabe auch noch bezahlen? Ich bekommen immer nur Geld für die von mir geleistete Arbeit. Gegeben hat mir Arbeit noch nie jemand, ich wüsste auch nicht, wie das technisch ablaufen sollte.

  • Hannah Kern sagt:

    Vielleicht hätten sozialschwache prozentual mehr Kinder, als wer auf die staatlichen Unterstützung nicht angewiesen ist. Kinderkriegen als Berufsziel so zu sagen.
    Bevor Frau den Staat ruft, sollte sie sich zuerst versichern, dass der gewählte Vater den gleichen Lebensplan verfolgt. Heisst in unseren Fall: Papa arbeitet 80% (geht gegen der viel vorgebrachten Ausrede auch in leitender Possition) ich 60%. Ja, ich weniger, weil ich das möchte und mir meine Kinder diese finanzielle Einbusse Wert sind, nicht weil der Papa nur Kinder bespasst und den Haushalts liegenlässt oder so. 2 Tage Kita. Mehr Geld vom Staat ist immer toll, aber wer dafür bezahlen muss, kann sich dafür vielleicht einen Italienischkurs weniger leisten. Was abgeschafft gehört, ist der Koordinationsabzug, da stimme ich zu.

  • Jo Mooth sagt:

    Das ist ein Anreiz zum Kinder haben und daher aus meiner Sicht verkehrt. Eine deutsche Lehrerin fordert richtigerweise genau das Gegenteil: 50’000 Euro für jede Frau, die keine Kinder hat. Frauen, die keine Kinder haben, machen mehr Karriere und verdienen mehr. Das ist der richtige Weg angesichts der
    Überbevölkerung.

    • Anna Meier sagt:

      Ich bin voll bei Ihnen. Ich denke es ist eine Illusion zu glauben, dass viele Kinder die AHV sichern. Erst muss noch genug Arbeit für alle da sein damit sie überhaupt in die AHV einzahlen und dann muss auch noch der Wille zum arbeiten vorhanden sein. Angesichts der rasanten Zunahme der Überbevölkerung……nein Danke!

      • Erynno sagt:

        Aufgrund Ihrer Argumentation nehme ich an, dass Sie im Falle von Pflegebedürftigkeit auf intragenerationelle Solidarität setzen und konsequent auf die Dienstleistungen wie die Gesellschaft des Nachwuchses anderer Leute verzichten. Ich persönlich stelle mir das Leben ausschliesslich unter VertreterInnen der gleichen Alterskohorte ungemein bereichernd vor!

      • Jo Mooth sagt:

        Erynno, hören sie doch auf mit der alten Leier. Wenn wir uns weiter so vermehren, gibt es bald keinen Platz mehr, um sie zu pflegen. Junge Menschen gibt es noch für Jahrzehnte im Überfluss, sie kommen aus den armen Ländern zu uns, grad rechtzeitig, um uns Alte zu pflegen. Und wenn dereinst nur noch Alte die Welt bevölkern sollten, gibt es unter ihnen immer noch jüngere Gesunde, die die älteren Kranken pflegen können. Wenn die Zahl der Menschen dann doch noch mal abnehmen sollte, kann Frau Stillhart ihren Beitrag ja nochmals posten.

      • Erynno sagt:

        Mooth, was Sie hier postulieren, ist Ihren unverdient glücklichen Geburtsumständen in ein Erstweltland geschuldet. Sie meinen, Erstwelteltern stünden Ihnen gegenüber in der Schuld und implizieren Gerechtigkeit als Prinzip. Nun, diese dürfte auch ökonomische Gradienten zwischen Erstwelt- und anderen Ländern einschliessen – Zynismus des Privilegierten nennt man Ihre Haltung gemeinhin. Er macht Ihr Ansinnen nicht valider.

  • sophie sagt:

    Sybille Stillhart : ich weiss nicht ob sie sich bewusst sind das noch vor 20 Jahren die 6 wochen pausen bei einer Geburt nicht unbedingt bezahlt waren ? Ich arbeitete in einer amerikanischen Firma und das motto war „Kinder zu haben ist eine private Angelegenheit“ dies ist nicht unsere Verantwortung. Also gab es 6 Wochen frei aber unbezahlt. Stellen Sie sich also vor Frau Stillhart was für einen Fortschritt schon gemacht wurde ? Und man verlangt immer mehr und mehr.

    Im Grund jedoch bin ich mit Ihnen einverstanden, schon immer dachte ich dass eine „Hausfrau und Mutter“ vom Staadt etwas erhält, weil sonst gehen sie arbeiten und das ist für die Kinder nicht gut, die ersten Jahre. Wenn man Frauen entlöhnt damit sie mit den Kinder bleiben können dann hilft man der ganzen Gesellschaft.

    • 13 sagt:

      @ Sophie
      Wenn schon Geschichtskunde, dann bitte richtig: Vor 20 Jahren gab es keinen bezahlten Mutterschaftsurlaub, weil der Verfassungsauftrag, der bereits 1945 in die Verfassung verankert wurde, erst 2005, also 60 Jahre später, umgesetzt wurde, wie es so oft bei Frauenanliegen der Fall ist. Und ja, es war ein erster wichtiger Schritt. Aber das heisst nicht, dass nun die nächsten 200 Jahre nichts getan werden soll. Es ist eine Schande, dass wir im europäischen Schnitt derart hinterherhinken und klar braucht es da weitere Schritte (die vermutlich wieder rund 50 Jahre brauchen werden, die berühmten Schweizer Uhren ticken im Inland ja immer etwas langsamer). Amerikanische Verhältnisse wünschen sich wohl hier eher die wenigsten.

  • Brenner sagt:

    Ach, Frau Stillhart – mit Ihrem Bild von Familie vor Augen hätte ich nie selber eine gegründet.
    Aus dem ZGB:
    „Die Ehegatten sorgen gemeinsam, ein jeder nach seinen Kräften, für den gebührenden Unterhalt der Familie.
    Sie verständigen sich über den Beitrag, den jeder von ihnen leistet, namentlich durch Geldzahlungen, Besorgen des Haushaltes, Betreuen der Kinder oder durch Mithilfe im Beruf oder Gewerbe des andern.“
    Die Absprache, wie sich ein Paar die Familien- und die Erwerbsarbeit teilt, kann und soll nicht delegiert werden. Dafür „den Staat“ verantwortlich zu machen zeugt von wenig Eigenverantwortung.
    Dasselbe gilt für jegliches Erwerbseinkommen: Es steht ihnen frei, dieses nach Gutdünken aufzuteilen, oder einfach in einen grossen Topf einzuzahlen.

  • Kathy sagt:

    Ähm danke, aber nein danke. Diese Idee ist so schlecht, da weiss ich gar nicht wo anfangen. 1. Ein 20% Job ist ein Hobby, keine Arbeit. 2. Die Kinderbetreuung müsste günstiger werden, damit es sich für alle lohnt, arbeiten zu gehen. 3. Keine Frau bei uns wird gezwungen Mutter zu werden, warum sollte sie dann eine extra Mütterrente erhalten? 4. Wo bleibt da der Anreiz für Väter, sich stärker einzubringen? 5. Wir wollen Gleichberechtigung – nicht weniger, aber auch nicht mehr.

  • Anja Jakob sagt:

    Ich bin ebenfalls Mutter von zwei Kindern. Ein längerer Mutterschaftsurlaub wäre toll, aber eine Mütter-Rente ist definitiv zu viel verlangt. Hingegen wären flexiblere Arbeitszeiten und flexiblere Väter und Arbeitgeber (im Sinne von Väter, die gewillt sind ihr Pensum zum Wohle der Familie und Frau zu reduzieren und Arbeitgeber, die auch Männern reduzierte Pensen anbieten) wünschenswert. Denn eigentlich sind Kinder sowohl dem Vater wie auch der Mutter zuzuschreiben (nicht aber der Allgemeinheit). Somit tragen Vater und Mutter die Verantwortung und auch die Verantwortung, dass es Vater und Mutter in ihrer Rolle wohl und die Zukunft gesichert ist.

    • Esther sagt:

      Anja : ich hatte 2 Kolleginnen welche beide 3 Söhne alleine erzogen, ohne Pension ! Die beiden waren sehr tapfer und immer guter Laune. Morgens um 4 schon kochten sie im voraus da alle 3 Söhne nach hause kamen (essen in der Schule gab es noch nicht). Stellen sie sich vor wlch ein Krampf ! Einer der Väter war im Ausland und verdiente fast nichsts und der andere hatte sich aus dem Staube gemacht und niemand wusste wo er war…. Das ist nun ca. 30 Jahre her. Nur so zum sagen : die Väter sind längstens nicht so verantwortungsbewusst wie die Mütter. In der Natur ist es auch immer das weibchen, also die Mutter, die sich um ihre kleine kümmert. Selten hilft auch das Mänchen. Ich meine : es ist in der Natur der Dinge dass Müttern die kleinen aufziehen, sei es nun gerecht oder nicht.

    • Nala sagt:

      Dann sollten Frauen einfach solche Väter suchen und sich nicht die Macho-Männchen anlachen, die sich dann einen Teufel um die Kinder scheren. Kann ja wohl kaum der Staat sein, der dem Manne vorschreibt, dass er nun Teilzeit zu arbeiten hat, weil sein Frau auch arbeiten gehen können soll.

      • Anja Jakob sagt:

        @ Nala: Nichts anderes schreibe ich. Vielleicht habe ich es nicht eindeutig genug geschrieben. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass nicht der Staat einspringen muss, sondern dass die Väter und Mütter das selbst zu organisieren haben.

  • tina sagt:

    wenn fremdbetreuung teuer ist, dann weil die eltern einen hohen lohn haben. fremdbetreuung braucht man nur für kurze zeit. man sollte die kosten dafür als investition betrachten und vom höheren lohn abziehen.

  • Muttis Liebling sagt:

    ‚…eine Ausbildung zur Yogalehrerin machen, weitere Bücher schreiben, Italienisch lernen und an Tagen, an denen die Sonne scheint, baden gehen.‘

    Das sind Gründe, die deutlich gegen das Muttergeld sprechen. Alles andere aber auch, nur nicht so deutlich.

    • Vreni sagt:

      Muttis Liebling : bin mit Ihnen einverstanden. Muttergeld ist nicht für hobbies aber für die Kinder damit sie jemanden zu Hause haben zum verweilen und nicht zum studieren !

      • Muttis Liebling sagt:

        Wenn wir etwas nicht brauchen, dann sind das > 1000 Buchneuerscheinungen im Jahr und Yogalehrer wie Yogaschüler. Aber es erscheinen derzeit 90’000 deutschsprachige Bücher im Jahr, was ganze Wälder über einem kurzen Umweg als Ladenhüter im Buchhandel in den Reisswolf führt.

  • tina sagt:

    frauen arbeiten teilzeit weil sie ihre zeit für ihre kinder haben WOLLEN. und wer nicht ganz blöd ist, arbeitet eben nicht nur so wenig, dass nichts in die PK gezahlt wird. es sind nur wenige jahre, in denen kinder fremdbetreut werden müssen und wenn das viel kostet, dann weil die eltern viel verdienen.
    natürlich kann man keine führungsposition haben mit einem 30% pensum, oder?
    wenn schon, dann kann man ja ein BGE für alle fordern, bloss sehen alle vorschläge dafür bisher leider immer so aus, dass die, die auf beiträge aus sozialversicherungen angewiesen sind, dann massiv schlechter dastehen, und die, die es ganz sicher nicht nötig haben, die eigentlichen profiteure wären

    • Kerstin Moser sagt:

      Die Pk hat nicht nur mit dem Pensum zu tun, sondern auch mit dem Lohn. Frauen sind überdurchschnittlich im Niedriglohn Segment tätig, auch weil dort Teilzeit möglich ist. Blöd sind diese Frauen sicher nicht. Schwierig sind auch Anstellungen im Stundenlohn, ein Monat wird viel gearbeitet, ein Monat wird man weniger gebraucht… Schon reicht es nicht für PK. Meiner Mutter ging es so, sie kam fast nie auf ein Einkommen, das Pk berechtigt war, obwohl sie hart gearbeitet hat und sicher nicht blöd war. Daher bin ich auch für einen gesetzlichen Mindestlohn.

      • tina sagt:

        die limite für pk ist 26000 oder sowas. wenn man weniger verdient, arbeitet man aber auch wenig. das meinte ich.
        ich selber habe mehrere kleine stellen und bei einer davon reicht es mir auch nicht für den mindestbetrag. ich weiss schon wies ist 🙂

  • tina sagt:

    dann doch gleich ein BGE für alle.
    ich bin soeben fertig mit kinder grossziehen und so wahnsinnig strapaziös war das jetzt auch wieder nicht. ausserdem freiwillig. „im büro“? glücklich, wer im büro arbeiten kann. ich bin extra da hin gewechselt, wegen den normierten arbeitszeiten. habe jahrelang gelitten, aus meinem beruf dafür ausgestiegen zu sein aber wenn ich mich jetzt so umschaue: leute ohne kinder sind nunmal nicht glücklicher, auch wenn sie ihre karriere ungestört machen konnten.

    • Muttis Liebling sagt:

      Statt BGE kann und wird man schrittweise Lebensnotwendiges aus der Wirtschaft heraus nehmen und als Sozialleistung unentgeltlich anbieten. Bis man Schritt für Schritt Geld und Erwerbstätigkeit vollständig abschafft.

      In solchen platten Texten wie der oben wird ständig Arbeit mit Erwerbstätigkeit verwechselt. Dabei resultiert schon heute >50% des Erwerbes nicht aus mit Arbeit gleichzusetzenden Tätigkeiten.

      Der Trend ist genau umgekehrt, als oben gefordert. Immer mehr heute noch mit Erwerb verbundene Tätigkeiten werden aus der Wirtschaft heraus genommen (zuerst die med. und sozialen Berufe wie Kinderbetreuung) und unentgeltlich geleistet werden. Dafür zahlt niemand Miete oder Geld für Lebensmittel, oder Kinderbetreuung, bis eben Geld ganz verschwindet.

  • Tobias Harder sagt:

    Ich bin mit Ihnen, Frau Stillhart, einverstanden. Es braucht einen längeren Mutter- sowie Vaterschaftsurlaub. Die Vorzüge einer solchen Anpassung sind längst bekannt. Ein Muttergeld finde ich aber kontraproduktiv für die Gleichbehandlung der Geschlechter. Es ist unbestritten, dass die Schwangerschaft und Geburt viel von der Mutter abverlangt, und dies sollte anerkannt werden. Aber die darauffolgende Erziehung ist und sollte nicht nur Sache der Mutter sein. Als Vater wasche ich ebenfalls Wäsche, kümmere mich um die Kleine, räume auf und arbeite gleichzeitig. Wir kriegen hierfür Kindergeld, was wir vielleicht ins Elterngeld umtaufen müssten. Ob der Betrag angemessen ist, lasse ich dahingestellt.

  • Leila sagt:

    Frauen, übernehmt Verantwortung! Verantwortung dafür, mit welchem Partner ihr Kinder habt. Verantwortung dafür, wie ihr mit eurem Partner Gleichstellung lebt! Verantwortung dafür, welches Familienmodell ihr wählt, mit den damit verbundenen Vor- und Nachteilen! Gleichstellung beginnt bei der Einstellung, in der Partnerschaft und in Verantwortungsübernahme. Ich bin glücklich über die familienergänzenden Betreuungsangebote, die es mittlerweile in der CH gibt. Damit muss kein Paar darauf verzichten, auswärts erwerbstätig zu sein und als Frau kann ich dafür sorgen, dass ich Rente im Alter habe. Wir haben Möglichkeiten, die unsere Eltern und Grosseltern noch nicht hatten.

  • Martin Frey sagt:

    Ich kann’s langsam nicht mehr hören, der mantramässige Rundumschlag verbunden mit einem schon fast kindlich anmutenden Wunsch- und Forderungskatalog. Ein Jahr Mutterschaftsurlaub, ein Jahr Vaterschaftsurlaub, on top noch die Yogaausbildung, Bücher schreiben, die (gratis?) Badi… weshalb nicht gleich 10 J. lang? Nach jeder Geburt? Dann sind wir nämlich in einem kommunistisch anmutenden Utopia mit BGE angekommen…. nur wie üblich bleibt die Autorin ein paar Antworten dabei schuldig:
    – wer will das?
    – wer bezahlt das?
    – mit wessen Geld?
    – und wer hält dabei Institutionen, Wirtschaft, Forschung uä am laufen? Die Frauen sind ja dann trotz Quote im Yoga?
    – aus persönlichem Interesse: wenn ich jeden Tag den Güsel raustrage, kriege ich dann eine Jacht? Bezahlt das die Autorin? 😀

    • Jürg. sagt:

      Meine Frau wird von der Pensionskasse 1000.- Franken mehr pro Monat erhalten als ich, obwohl sie weniger arbeitet..
      Ohne meine Frau wäre ich arm dran.

  • Sportpapi sagt:

    „Würde ich ein monatliches Einkommen erhalten, allein dafür, dass ich Kinder bekommen habe und nun aufziehe, würde ich – nebst dem, dass ich jeden Tag koche, putze, einkaufe und aufräume – eine Ausbildung zur Yogalehrerin machen, weitere Bücher schreiben, Italienisch lernen und an Tagen, an denen die Sonne scheint, baden gehen. (Okay, die Kinder nehme ich dann mit!)“
    Ach, da würde ich gleich auch mitkommen. Schliesslich bin ich emanzipierter Vater, und dadurch auch gestresst. Die Kinder lassen wir derweil in der (Tages-)Schule.

    • Martin Frey sagt:

      Die Frage bleibt, SP, wer arbeitet dann noch in der (Tages-) Schule, unterrichtet und betreut unsere Kinder, wenn wir alle in der Badi sind? 😉

      • Sportpapi sagt:

        Die Kinderlosen. Sind ja selber schuld, dass sie sich der gesellschaftlichen Verpflichtung, Kinder zu haben, entziehen…

      • Martin Frey sagt:

        Ach so? 🙂 Das ist ja super!
        Dann fragen wir doch mal zb. tststs: Ob Sie wohl ein Mehrfaches an Steuern zu zahlen bereit ist, damit Leute wie die Autorin jahrelang auf ihre Kosten den ganzen Tag in die Badi können?

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Ich glaube, sie tun tststs heute unrecht.

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        „Ich glaube, sie tun tststs heute unrecht.“
        Wenn dem so sein sollte, entschuldige ich mich in aller Form.

      • tststs sagt:

        @MF?????????
        Ich bin doch nicht der Arbeitgeber dieser Autorin?

        Der Arbeitgeber der Autorin für diesen Text ist der Tagi (o.ä.)
        Der Arbeitgeber für die Putzarbeit zu Hause ist sie selber, ihr Partner und ihre Kinder.

        @SP: Thx 😉

      • tststs sagt:

        Von „Unrecht“ würde ich jetzt nicht sprechen 🙂
        Ich glaube langsam, ich weiss, wo Sie mich missverstanden haben. Und bis es auch Ihnen auch auffiel, habe ich mich zurückgelehnt und genossen 🙂 🙂 🙂

        Eben, es bezahlt jeder für die Arbeit (oder die daraus entstandenen Leistung – um auch ML gerecht zu werden), die er in Auftrag gegeben hat. Wer seine Frau zur Putz- und Hütefrau macht (was absolut ok ist), der zahle den Lohn. Resp wenn frau merkt, dass kein Geld reinkommt, dann soll sie an die richtige Türe, aka des Partners und nicht die des Staates, klopfen.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.