Diebstahlschutz für Neugeborene

Mamablog

Gegen Kidnapper: In einem Spital in Birmingham bekommen Babys solche Fussfesseln. Foto: Getty Images

Erinnern Sie sich, wie Sie nach der Geburt im Spitalbett lagen und mit ihrem Neugeborenen kuschelten? Wie Sie dieses absolut perfekte Menschlein anhimmelten, seinen zarten Babyduft einatmeten, seine sanfte Haut berührten?

Stellen Sie sich vor, das Baby hätte in diesen Momenten stets ein Plastikteil um die Füsschen getragen. Einen Sender, wie ihn Läden an ihren Waren befestigen, damit diese nicht gestohlen werden. In England ist genau das in immer mehr Spitälern die Normalität. Und wir reden nicht von teuren Privatkliniken, sondern von ganz gewöhnlichen Spitälern des National Health Service.

Trägt man das Baby raus, geht der Alarm los

Der Grund für die «Fussfesseln» ist klar: Das Baby soll nicht unbemerkt aus der Geburtsabteilung verschwinden. Laut einer Broschüre des Pennine Acute Hospitals geht der Alarm los, sobald das Kind entweder die Geburtsabteilung verlässt, der Sender abfällt oder daran herumhantiert wird. In Amerika geht man offenbar noch einen Schritt weiter: Laut einer Userin auf Mumsnet.com bekommen dort auch Mama und Papa einen Sender. Nur wenn die Codes übereinstimmen, können die Eltern das Spital mit dem Kind verlassen.

«Total übertrieben», dachte ich zuerst, als ich davon gelesen habe. Es ist ja nicht so, dass jede Woche irgendwo ein Baby aus einem Klinikbettchen gestohlen wird. Doch dann erinnerte ich mich zurück, wie das damals war, als ich nach der Geburt meiner Tochter im Spital lag. Die allermeiste Zeit lag sie auf meinem Bauch, weil sie so viel besser schlief als im Beistellbettchen – und weil auch ich sie am liebsten möglichst nah bei mir hatte. Einmal aber holte die Hebamme sie in der Nacht zu sich ins Schwesternzimmer, damit ich ein paar Stunden schlafen und mich ein wenig von der strengen Geburt erholen könne. Anstatt ruhig einzuschlafen, wurde ich mit jeder Minute nervöser, weil mein Baby nicht mehr in Sichtweite war und ich befürchtete, jemand könne es unbemerkt aus dem Schwesternzimmer stehlen.

Die Urangst jeder Mutter

Ich war damals ziemlich durch den Wind von der langen Geburt inklusive Notkaiserschnitt und Schmerzmittel. Und doch glaube ich, dass sich meine Angstfantasien nicht alleine damit erklären lassen. Als Eltern tragen wir alle diese Urangst in uns, unser Kind auf irgendeine Art zu verlieren. Sie taucht während der Schwangerschaft auf und verschwindet danach nie mehr. Natürlich gilt es, das Kind trotzdem sein Leben leben zu lassen, es mit den Jahren immer mehr loszulassen. Direkt nach der Geburt aber ist das Baby noch so hilflos, dass wir gar nicht anders können, als es ununterbrochen zu beschützen. Bietet einem in dem Moment jemand einen Sender an, der noch mehr Sicherheit verspricht, ist es verständlich, dass man als Mutter zugreift.

Im Gegensatz zu England ist der Diebstahlschutz für Babys hierzulande noch kein Thema. Ein Sprecher der Hirslanden-Kliniken sagt auf Anfrage allerdings, dass bei ihnen alle Abteilungen sowie die Zugänge videoüberwacht seien. «Die Neugeborenenzimmer sind ausserdem mit einem Badge-Sicherheitssystem ausgestattet, und wir instruieren die Mütter, eine Pflegefachperson zu rufen, bevor sie das Zimmer verlassen.»

Im Universitätsspital Zürich bekommen die Babys gleich nach der Geburt das klassische, nicht elektronische Namens-Armbändchen. Sie verbringen danach entweder die ganzen Zeit bei der Mutter oder werden in der Neonatologie überwacht, «weshalb sich keine solche Sicherheitsmassnahme aufdrängt», sagt Professor Roland Zimmermann von der Klinik für Geburtshilfe. Und überhaupt: «In einem Land, in dem sich sogar Bundesräte ohne Bodyguards frei bewegen können, wäre ein solches System etwas über das Ziel hinausgeschossen.»

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75 Kommentare zu «Diebstahlschutz für Neugeborene»

  • tststs sagt:

    Ich lese hier immer wieder: passiert das überhaupt in der Schweiz? Noch nie davon gehört…kenne keinen Fall….
    Liebe Mitkommentierende, es gibt Verbrechen (und Unfälle), über welche die Polizei et al. schweigt. Hauptgrund: Gefahr der Nachahmung.

  • Thomas sagt:

    Kennt irgendjemand aus seinem Umkreis einen Fall, in dem ein Baby aus dem Spital geklaut wurde? Wohl kaum. Wenn wir wirklich jeder Angst mit Überwachung begegnen wollen, erschaffen wir uns eben selbst ein riesiges Openair-Gefängnis. Delikte und Unfälle wird es darin zwar kaum nicht weniger geben (Überwachungskameras führen zum Beispiel nachweislich NICHT zu weniger Delikten. Oder wer ein Baby entführen will, entführt es eben nicht aus dem Spital heraus sondern in einem unachtsamen Moment auf der Strasse.) Ich frage mich, weshalb wir es zulassen, dass einige wenige ihre Phobien auf alle überstülpen und damit den Rest der Welt in ein überwachtes Leben zwingen. Zudem: Solange es Produkte gibt, die diese Ängste bedienen, wird es auch Marketing geben, das diese Ängste entsprechend überzeichnen.

    • Martin Frey sagt:

      @Thomas
      „Kennt irgendjemand aus seinem Umkreis einen Fall, in dem ein Baby aus dem Spital geklaut wurde?“
      Gegenfrage, kennen Sie jemanden, dessen Wohnung/Boot/Auto/Handy in Flammen aufging? Ich nicht. Und trotzdem zahlen ich jedes Jahr meine Versicherungsgebühren, wie Sie wohl auch.
      „Überwachungskameras führen zum Beispiel nachweislich NICHT zu weniger Delikten.“
      Das ist nachweislich falsch. Im Ggt. rühmen viele Behörden den Effekt solcher Kameras, der nicht zuletzt auch präventiver Natur ist. Womit wir wieder beim Thema wären.
      „Oder wer ein Baby entführen will, entführt es eben nicht aus dem Spital heraus sondern in einem unachtsamen Moment auf der Strasse.“
      Ist theoretisch möglich, wenn auch selten. Denn meist krabbeln Säuglinge nicht unbeaufsichtigt auf der Strasse herum.

      • 13 sagt:

        @ Martin
        Ja, ich kenne sogar zwei Familien, deren Wohnung resp. Haus gebrannt hat. Bei der einen hat man es relativ schnell löschen können, die andere hat alles verloren. Aber wieviele Brände gibt es denn in der CH im Gegensatz zu Entführungen?

      • Martin Frey sagt:

        Brände gibt es selbstredend häufiger, 13. Aber ich wollte damit darauf hinweisen, dass das Argument „Kennt irgendjemand…/kenne selber keinen Fall…“ stumpfsinnig ist. Weil es nichts besagt, da es eine rein subjektive Wahrnehmung ist.

      • 13 sagt:

        Nun, da hier noch niemand irgendwelche Zahlen liefern konnte und man sich bei jeder Nachfrage rauswindet, so z.Bsp. Mit Gegenfragen, bleibt einem nichts als eigene Erfahrungen. Fakts fehlen anscheinend, wobei es mir doch schwer fällt, zu glauben, dass über jede Kleinigkeit berichtet wird, aber angeblich x Fälle von Kindesentführungen aus Spitälern einfach unter den Teppich gekehrt werden. Daher sind alles andere Spekulationen. Genau so nichts aussagend.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Es ist ja nicht einmal Spekulation. Niemand kennt einen Fall, nicht aus persönlicher Erfahrung im Umfeld, nicht aus der Zeitung.
        Angeführt wird einzig ein Fall, in dem vor Jahren ein Drögeler auf der Suche nach Drogen in die Nähe einer Säuglingsstation gekommen ist.
        Richtig ist, dass eine Säuglingsentführung denkbar ist, und sie vermutlich auch mit sehr grossem Aufwand kaum zu verhindern wäre.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    In Geschäften sind zum Teil die billigsten Produkte mit einer Warensicherung versehen, aber umein Baby aber vor Entführung zu schützen (der Markt für Kinder, auch in Pädokreisen, wird immer grösser) macht man um so ein Teil ein Theater?

    • Sportpapi sagt:

      „(der Markt für Kinder, auch in Pädokreisen, wird immer grösser)“
      Ahja? Wo sind denn all die entführten Neugeborenen der Schweiz zu sehen?
      Und, nebenbei: Wer macht hier eigentlich ein Theater?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        In der Schweiz bisher vielleicht noch nicht, aber irgendwoher kommen ja all die missbrauchten Babys, Kleinkinder und Kinder, welche man „bestellen“ kann. Sowieso: woher wollen Sie wissen, dass keine in der Schweiz geborenen Kinder für solche Pädoringe missbraucht werden? Auch in der Schweiz blüht der Mädchenhandel (Prostitution). Werden diese Frauen nie schwanger? Wo verbleiben deren Kinder? Liebevoll von den Zuhältern ihrer Mütter durchgefüttert?

      • Sportpapi sagt:

        @Tamar: Jetzt geht aber die Fantasie etwas mit Ihnen durch!
        „Woher wollen Sie wissen…“. Ja, denkbar ist alles.
        Nebenbei: Wo blüht in der Schweiz der Mädchenhandel?

      • Martin Frey sagt:

        Ohne für TvS reden zu wollen, aber wenn man Ihnen SP zuhört, kriegt man schon den Eindruck, so etwas wie Kinderhandel gäbe es nicht.
        Dabei beziffert die UNICEF jährlich über 1 Mio Kinder als Opfer von Menschenhandel, Schätzungen zufolge werden jährlich rund 120000 Frauen und Kinder aus Ost- und Südosteuropa in westeuropäische Länder verkauft.
        Es gibt dafür grob gesagt drei Motive:
        -Kinder, die in die Prostitution gezwungen werden.
        -Kinder, die für ihre «Besitzer» betteln und stehlen müssen.
        -Die illegale Adoption, die stark zunehmend ist.
        Zu letzterem ein Bsp. aus den Medien (immer wieder Polen, ich weiss 😉 )
        https://www.luzernerzeitung.ch/panorama/kinderhandel-daenen-kaufen-polnisches-kind-ld.91639
        Wobei dieser Fall noch harmlos ist, die Motive der „Käufer“ an sich hehr.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Nun, es ist bekannt, dass mehrere Tausend Opfer von Menschenhandel in der Schweiz leben. Dass darunter auch Kinder sind, ist ebenfalls der Fall.
        Nur hat dieser Umstand, MF und TvS gar nichts mit dem Thema zu tun, denn diese Frauen bringen ihre Kinder kaum in den Kliniken zur Welt. Und wenn, intervenieren die Behörden schnell. Sollte ihnen ein Fall untergehen, was nicht auszuschliessen ist, so verlassen die Mütter mit ihren Babys die Klinik. Allfällige Sicherheitsmassnahmen würden da nichts nutzen. Es werden aber in der Schweiz keine Babys aus Geburtsabteilungen entführt und verkauft!

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: „Unter Kinderhandel versteht man die Verbringung eines Kindes an einen anderen Ort, die Übergabe an eine Drittperson oder die Entgegennahme eines Kindes mit dem Ziel, das Kind auszubeuten.“
        Und das soll also in der Schweiz „blühen“?
        Ganz abgesehen davon, dass wir mal von Babys gesprochen haben, dann wieder von „Mädchen“, und vermutlich bezüglich Prostitution dann eigentlich eher doch wieder von Jugendlichen. Kann man alles in einen Topf schmeissen?
        Ich möchte ja keineswegs blauäuig daherkommen. Aber es gibt einen Grund, warum ich keine Zahlen für die Schweiz finde (und auch Sie offenbar nicht), warum Ihr „Beleg“ relativ harmlos ist und wiederum nicht in der Schweiz.
        Nie habe ich gesagt, die ganze Welt hätte es so gut wie wir!

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        „Und das soll also in der Schweiz „blühen“?“
        Selbstverständlich ist Kinderhandel auch in der Schweiz eine Realität. Es waren Sie, der in diesem Thread mit TvS den Eindruck erweckten, so etwas existiere nicht.
        Was richtig ist (@13) dass der international organisierte Kinderhandel mit unserem Ausgangsthema (der heutigen aktuellen CH-Situation) nicht, oder zumindest nicht direkt zu tun hat. Meine Ausgangsaussage dazu war lediglich, dass es einen Markt gibt, gross und lukrativ. Und dass Kinderraub wie vieles andere letztendlich nur eine Frage der Rahmenbedingungen ist. Dazu einen Link zu Spanien:
        https://www.nzz.ch/international/kinderraub-in-spanien-der-erste-prozess-findet-statt-ld.1398211

      • 13 sagt:

        @ Martin
        Ja, und ganz offensichtlich sind die Rahmenbedingungen in der Schweiz 2019 so, dass keine Kinder geraubt werden. SP hat schon recht, wenn er darauf hinweist, dass deine Beispiele alle bis auf den Versuch! vor 8 Jahren nicht aus der Schweiz stammen…

        @ SP
        Gut, ich weiss nicht, was du unter „blühen“ verstehst, aber ich nehme nicht an, dass du den Menschenhandel in der CH ganz verneinst, oder? Nur sind die Opfer meistens aus dem Ausland in die Schweiz gebracht und nicht hier entführt worden.

      • Tamar von Sebenthal sagt:

        Und nur weil es in der CH bisher keine solchen Fälle gibt, soll man Babys nicht vor Diebstahl schützen? Warum muss man warten bis etwas passiert?

        Ich binde nicht einmal meinen Hund vor einem Laden an, aber Babys lässt man unbesufsichtigt in der Abteilung, wo jeder Zutritt hat?

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: „Es waren Sie, der in diesem Thread mit TvS den Eindruck erweckten, so etwas existiere nicht.“ Eher nicht. Vielmehr ist es wie so oft so, dass ich massive Übertreibungen nicht einfach als Fakt stehen lassen kann.
        @13: Unter „blühen“ versteht ich, dass da gerade ein „Markt“ im Trend ist und seine beste Zeiten erlebt. Also konkret, dass da in der Schweiz ein Kinderhandel mit Hunderten oder Tausenden Kindern betrieben wird, und mindestens so sehr wie im umliegenden Ausland.
        Also wie etwa im Beispiel Spanien.

      • Sportpapi sagt:

        @Tamar: „Ich binde nicht einmal meinen Hund vor einem Laden an“.
        Und das ist jetzt der Massstab?

      • tina sagt:

        tamar: ich schriebs unten schon
        ich habe ja meine söhne auch im spital zur welt gebracht. danach waren sie bei mir. nicht irgendwo in „einer abteilung“ ohne mich.
        null verwechslungsgefahr. und wenn mir jemand eines meiner babys hätte entreissen wollen, wärs wohl am einfachsten gewesen, das irgendwo beim spazieren im wald zu machen und nicht im spital.
        babys sind heute ncht mehr in säuglingszimmern weg von der mutter.
        vergiss „abteilung, zu der jeder zutritt hat“

  • Kurt sagt:

    Den einen die Ängste vor Ausländern, den anderen die Ängste vor Kinderklau. Ängste wollen bedient und bewirtschaftet werden.

  • Anya Meyer sagt:

    „Fussfesseln“? Really? Mein Kind kam in den USA zur Welt und es hatte einen Chip am Nabel. Ich konnte mit ihm trotzdem ueberall hin, ich musste mich nur beim Personal melden. Wenn jemand ohne mich oder meinen Mann mit dem Kind weggegangen waere, waere das gemeldet worden. Von „Fesseln“ keine Spur. Einfach eine Sicherheitsmassnahme. Unnoetig? Vielleicht. Uebertrieben? Vielleicht. Aber „Fesseln“, „gechipte Kinder“ etc. ist ebenfalls voellig uebertrieben. Ich bin nicht jemand der sein Kind staendig ueberwacht und es kann problemlos alleine in den Kindergarten gehen etc. Ich schaetze seine Privatsphaere, aber kurz nach der Geburt, wo man noch bissl groggy und nicht ganz sich selber ist, hat mich diese Sicherheitsmassnahme jetzt ueberhaupt nicht gestoert. Seltsames Empoereritis hier…

  • Reincarnation of XY sagt:

    Da wir nicht wissen, welche Umstände in den entsprechenden Ländern/Spitälern herrschen und wie die Befindlichkeit der dortigen Eltern ist, können wir nichts über die Massnahmen sagen.

    Bei uns scheint ein Namensarmband ausreichend zu sein. Das Baby ist fast nonstop bei der Mutter, von Diebstahl haben wir noch nie gehört und Verwechslungen wurde nun durch Namensarmband vorgebeugt.

  • Maike sagt:

    Zu meiner Zeit als ich meine Kinder geboren habe, wurde ab und an darüber philosophiert, ob es möglich wäre, das Kinder einmal vertauscht werden würden.
    – Gibt es nicht auch mehr oder weniger nette Kinderfilme darüber ? Oder auch Kinder, die vollkommen unzufrieden mit ihren Eltern sind, die irrwitzigerweise spekulieren, das sie im Babybett vertauscht wurden ?
    Aber ich frage mich ernsthaft, ist diese Vorsichtsmassnahme nicht nur mit einem Hype weltfremder Verschwörungstheoretiker und -innen zu begründen ?

    • lisa sagt:

      Ich dachte als Kind, ich wäre adoptiert. Wie sich Jahre später herausstellte, dachten etliche Freundinnen ähnliches als Kind. Wer zwischendurch mal sauer auf die Eltern ist und halbwegs Phantasie hat, kommt auf diese Gedanken.

  • Sportpapi sagt:

    „Als Eltern tragen wir alle diese Urangst in uns, unser Kind auf irgendeine Art zu verlieren. Sie taucht während der Schwangerschaft auf und verschwindet danach nie mehr.“
    Ja, eine solche Urangst gibt es sicherlich. Wobei die meisten dabei vermutlich eher an Krankheit oder Unfall denken, als an eine Entführung. Und selbst da ist es nicht sinnvoll, sich von Ängsten das Leben bestimmen zu lassen.
    Eine solche Fussfessel hätte uns im (unbewachten…) Geburtshaus jedenfalls sehr irritiert, bzw. vor allem die Begründung dafür.

    • 13 sagt:

      Das sehe ich gleich.
      Natürlich spürte auch ich Angst, v.a. vor SIDS, dass es sich verschluckt, aus dem Bett fällt, ich etwas verpasse, was zur Verletzung oder Tod führt, aber nicht vor Entführung. Eine Fussfessel dürfte diese Angst erst noch schüren.
      Beim ersten Kind musste ich mich während der 5 Tage im Spital medizinisch behandeln lassen, dies auf einer anderen Station. Das Kind blieb während dieser Zeit täglich für 30 min. im Säuglingszimmer, da es nicht raus durfte. Da hatte ich Bedenken, dass niemand da ist, wenn es weint, aber sicher nicht, dass es entführt wird.
      In England überrascht mich das noch mehr, da dort doch ambulante Geburten üblich sind, soviel ich weiss. Allerdings kenne ich die Entführungsstatistik nicht.

  • alexandra weber sagt:

    Traurig – leider – doch es ist so.
    Babys CHIPPEN – ????????
    ewz

  • Martina sagt:

    Ich habe 3 kleine Kinder. Das jüngste ist 2 Monate alt. Aber ich kenne diese Angst nicht. Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Eltern diese irrationale Angst haben. Kindesentführungen passieren beinahe ausschliesslich von einem Elternteil. Geschichten wie der Fall Maddy sind sehr selten.
    Ich kontrolliere aber jedes Mal wenn das Baby länger schläft als üblich, ob es noch atmet. Ich weiss nicht, ob das rationaler ist.

    • Martin Frey sagt:

      @Martina
      „Ich kontrolliere aber jedes Mal wenn das Baby länger schläft als üblich, ob es noch atmet. Ich weiss nicht, ob das rationaler ist.“
      Es ist nicht rationaler, aber (genauso) verständlich. Ich konnte zb. als ich Vater wurde gewisse Filme nicht mehr sehen. Auch das legte sich wieder, und rational erklärbar war das alles nicht. Darum geht es aber auch nicht primär.

    • tststs sagt:

      Das erste Mal mit Baby im Auto? 32kmh sind plötzlich hart an der Grenze zur Raserei.
      Und an der Ampel wird diesem Grün auch nicht mehr vertraut… 😉

  • Karl-Heinz sagt:

    Nun wäre noch interessant, wer stiehlt in England Säuglinge? Was sind das für Leute?

    • Gerhard Engler sagt:

      einfache Antwort: Niemand in England stiehlt Babys. Lesen Sie den Artikel.

      • Karl-Heinz sagt:

        „Im Gegensatz zu England ist der Diebstahlschutz für Babys hierzulande noch kein Thema.“

        „Gegen Kidnapper: In einem Spital in Birmingham bekommen Babys solche Fussfesseln.“

  • Martin Frey sagt:

    Es ist wie immer bei solchen Berichten. Es wird heissen: völlig übertrieben diese Angelsachsen-wer kennt schon so einen Fall-Gefahr durch Autos ist viel grösser. Dabei klar, Babies werden vertauscht, oder auch mal gestohlen. Auch wenn das Risiko bei uns klein ist. Aber Verrückte gibt es genug. Und in der CH muss IMMER zuerst etwas schlimmes passieren bevor man handelt. So hiess es auch immer: Stalker sind eigentlich harmlos. Und darum ist Stalking in der CH nicht mal ein Straftatbestand.
    Sicherheit wird im Gesundheitswesen allgemein relativ klein geschrieben. Man verlässt sich lieber aufs „hatten wir noch nie“ Prinzip.
    8 Jahre ist es her, als ein bewaffneter Mann die Geburtsabteilung der erwähnten Hirslanden stürmte und wieder rausspazierte. Die „Kameras“ waren billige Attrappen.

    • Sportpapi sagt:

      @Martin Frey: Ich halte es für sehr vernünftig, sich an die realen Gefahren zu halten, diese auch zu bewerten, und bei der Prävention auch eine Kosten-Nutzenanalyse vorzunehmen. Wobei bei den Kosten keinesfalls nur finanzielle Kosten gemeint sind, sondern das Schüren von Angst und Beklemmung, ohne dass wirklich ein Grund dafür besteht.
      Und nein, in der Schweiz werden Babies nicht gestohlen. Wäre das so, würden Sie ja Fälle nennen oder gar eine Statistik vorweisen.
      Und der Drogensüchtige, der vor Jahren VOR der Geburtsabteilung gestoppt wurde: Wie genau hätte der Vorfall verhindert werden können?

      • Martin Frey sagt:

        Sie gehören halt bekanntermassen zur „hatten wir noch nie“ Fraktion, SP. Trotzdem, oder gerade deswegen ist Ihre apodiktische Aussage „Und nein, in der Schweiz werden Babies nicht gestohlen.“ natürlich Unsinn. Wie wenn Sie Garantie für 9 Millionen Einwohner ablegen könnten.
        Meist sind es psychisch angeschlagene Frauen die versuchen, Babies zu stehlen. Zumindest in Ländern wie unseren, sprich D oder auch das UK. Wo das System Pate steht, oder die Verhältnisse korrupt oder chaotisch sind, geht die Zahlen dann schnell in die Tausenden. Wie in Spanien früher, oder Ländern wie Haiti heutzutage. Und zwar einfach darum, weil es einen Markt gibt, einen notabene grossen und lukrativen.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: „Sie gehören halt bekanntermassen zur „hatten wir noch nie“ Fraktion.“ Ich würde ja eher sagen: Zur „Halten wir uns mal an die Fakten“-Fraktion, und nicht an die „Meine Angst ist gerechtfertigt, auch wenn sie nicht wirklich begründet ist.“ Aber jedem das Seine.
        Zum Unsinn: Wie viele Babies wurden denn in den letzten 10 Jahren in der Schweiz von Fremden aus Geburtsabteilungen gestohlen.
        Nein, ich kann keinerlei Garantien abgeben, dass es nie passieren wird. Alles ist möglich.
        Aber beschreiben Sie doch mal angemessene Massnahmen, die jedes erdenkliche Verbrechen, oder hier eine Babyentführung, wirksam verhindern könnte.

      • Martin Frey sagt:

        Es ist ein bisschen wie die Diskussion vor einer Woche unter dem Titel „Geh nicht mit einem Fremden mit“: Es passiert so wenig, weil die Leute aufpassen. Und nicht, weil es keine Verrrückten mit entsprechenden Absichten gibt, wie Sie das behaupten.
        M. E. schadet es nicht, sich bezüglich Erfahrungen an anderen Ländern zu orientieren. Und ich sehe gerade nicht, weshalb es falsch sein sollte, ganz allgemein den Sicherheitslevel in den Spitälern etwas zu erhöhen. Immerhin gibt es nahezu täglich Angriffe aufs Personal, und auch die kommen iaR nicht in den Medien.
        Ein Badge-System für die Geburtenabteilung ist das Minimum. Das USZ-System dünkt mich zudem durchdacht. Es würde aber auch nichts schaden, das sowieso bestehende Namens-Armbändchen mit einem Chip zu versehen.

      • Sportpapi sagt:

        „Es passiert so wenig, weil die Leute aufpassen.“ Das ist jetzt eine ziemlich gewagte und sehr gesuchte Behauptung. Wenn jemand in der Schweiz ein Kind entführen wollte, könnte er oder vor allem sie das vermutlich ohne grösseren Schwierigkeiten tun. Es passiert trotzdem nicht.
        Und ja, die Namens-Armbändchen. Keines meiner Kinder hatte je so eines. Gibt mir eher zu denken, dass solche nötig sind.

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        „Und ja, die Namens-Armbändchen. Keines meiner Kinder hatte je so eines.“
        Kein Wunder, Sie haben ja auch Geburtshäuser regulären Geburtskliniken vorgezogen. Sie haben demzufolge ganz offensichtlich kein Problem mit einem gewissen Restrisiko in solchen Belangen, aber die Diskussion hatten wir ja auch schon. Ich möchte dies nicht nochmals eröffen, mir ist bewusst, dass Sie die Prioritäten oft einfach anders setzen. Was an sich legitim ist.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Das Restrisiko, dass unser Kind in einer offenbar relativ anonymen Klinik verwechselt werden könnte?
        Dieses Restrisiko sind wir definitiv nicht eingegangen!

      • tina sagt:

        meine kinder sind im spital zur welt gekommen. man hat dann das baby nach der geburt bei sich. das wird nicht in eine abteilung mit 100 anderen gesteckt, fern von der mutter

      • 13 sagt:

        @ Martin
        „Es passiert so wenig, weil die Leute aufpassen. Und nicht, weil es keine Verrückten mit entsprechenden Absichten gibt, wie Sie das behaupten.“
        Spielt das überhaupt eine Rolle? Es passiert sehr wenig. Also scheinen doch die vorhandenen und nicht-vorhandenen Sicherheitsmassnahmen auszureichen, nicht?
        Was würde denn ein Chip am Namensbändchen ändern? Ausser den Kosten? Wer ein Kind entführen will, wird das ja eh als erstes abmachen. Das geht sogar ohne Schere.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „Spielt das überhaupt eine Rolle?“
        Kann man so sehen.
        „Es passiert sehr wenig. Also scheinen doch die vorhandenen und nicht-vorhandenen Sicherheitsmassnahmen auszureichen, nicht?“
        Jein. Analog den Kindsentführungen, die früher auch häufiger waren. So gibt es Länder, wo Entführungen von Neugeborenen nicht selten sind, so zb. in China. Jedes Teil à CHF 3.70 im Zara ist mit einem Chip gesichert und für unsere Kinder soll uns das reuen?
        „Was würde denn ein Chip am Namensbändchen ändern?“
        Wie auch andere Massnahmen ein zusätzliches Stück Sicherheit, so auch vor etwaigen Verwechslungen. Ich sehe einfach keine Nachteile (Du schon?) sondern nur Vorteile. Panikmache verorte ich deswegen nicht.
        Apropos, irgendwelche verirrten Möchtegernmütter gehen meist nicht sehr planmässig vor.

    • tststs sagt:

      Ich bin total bei Ihnen, Herr Frey!

      Als erstes kommt mir halt immer in den Sinn: Nützts nüt, so schadts nüt!

      Ich mein, ich finds schon erstaundlich:
      -Airbag: kommt zu 99% nicht zum Einsatz, gehört aber standardmässig in jedes Auto
      -Versicherungen: schliessen wir ab, in der Absicht, hoffentlich nie davon Gebrauch zu machen.
      -Alarmanlage: Fürs Haus, fürs Auto, fürs Handy
      -Chip/Besitzanzeige: Haustiere, Autoschlüssel, Smartphone

      Aber wehe, man will die gleichen Massnahmen für sein eigenes Kind ergreifen, dann gilt man als paranoid…

      • Martin Frey sagt:

        Danke, tststs. 🙂 meine Worte, nur besser formuliert.
        Der Aufwand für das bisschen mehr Sicherheit bei dem Restrisiko wäre weiss Gott überschaubar.

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Solches kommt mir manchmal auch als erstes in den Sinn. Und dann beginne ich, darüber nachzudenken. Und stelle fest, dass häufig zusätzliche Sicherheitsmassnahmen den ungewollten Nebeneffekt haben, dass sie einschränken, behindern und vor alle Ängste schüren. Muss man Eltern gleich nach der Geburt wirklich erklären, dass sie gut aufpassen sollen, weil ihr Kind entführt werden könnte? Wirklich?
        Und nein, ich habe keinerlei Alarmanlagen. Und nur das versichert, was ich muss, oder wo realistischerweise mit einem Schaden gerechnet werden muss. Wenn die Entführungswahrscheinlichkeit eines Babys auch bei 1 Prozent läge, würde ich Sicherheitsmassnahmen auch unterstützen…

      • tststs sagt:

        Nun ja, SP, dies wäre der Fall, wenn jemand noch nie etwas von Alarmanlagen gehört hätte, und jetzt steht ein Vertreter vor der Tür und erzählt einem, dass man unbedingt eine solche brauche.
        Ich zäume das Pferd aber von der anderen Seite auf: man hat Ängste/Sorgen und will diesen mit Hilfe von div. Mitteln Abhilfe verschaffen (in welche Kosten/Nutzen, sprich Aufwand/Risiko-Verhältnisse diese Sachen wirklich stehen, ist eine andere Frage).
        Aber eben, diese „nüchterne Analyse“ ist nicht gerade die Stärke des Menschen; oder wieso schliessen Sie am Morgen Ihre Haustüre ab? Oder wieso diskutieren wir lieber über 15 verirrte Jihad-Jugendliche pro Jahr und nicht die über die 3 schwerstmisshandelten Babies pro Tag?

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: „oder wieso schliessen Sie am Morgen Ihre Haustüre ab?“ Mache ich das? Und wenn ja, dann weil die Versicherung im Schadensfall sonst nicht zahlt? Und weil es tatsächlich hin und wieder Einbrüche gibt?
        „Oder wieso diskutieren wir lieber über 15 verirrte Jihad-Jugendliche pro Jahr und nicht die über die 3 schwerstmisshandelten Babies pro Tag?“ Machen wir das? Ich nicht!
        Ja, nüchterne Analyse ist schwierig. Aber man kann nun mal nicht übertriebenes Verhalten damit rechtfertigen, dass „der Mensch“ zu rationalem Verhalten nicht fähig ist!

    • Thomas sagt:

      Martin Frey: Es gibt diesen tollen Song „Trusted“ von Ben Folds, den kann ich Ihnen wärmstens empfehlen. Vor allem die Zeile: „…if you can’t trust, you can’t be trusted…“

    • 13 sagt:

      @ martin
      Bei dem Thema geht wirklich ein bisschen die Phantasie mit dir durch. Nochmals: von welchen Zahlen sprechen wir? Ja, früher gab es mehr, heute schaut man besser hin. Super, also Ziel erreicht, was noch?
      Ladendiebstähle gibt es jeden Tag in jedem Laden. Wie war das mit den Babies?
      Ich sehe tatsächlich nicht, was ein Chip bringen könnte ausser Verunsicherung. Die Zahl von 0 auf 0 senken? Verwechslungen? Heute, wo Babys bei der Mutter sind (Neonatologie ausgenommen) und jede Baby bereits Minuten nach der Geburt fotografiert wird? Kennst du wirklich Schweizer Fälle von Verwechslungen?
      Dass man in China anders auf seine Kinder aufpassen sollte, ist hingegen klar. Das steht aber hier nicht zur Debatte.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        Weisst du, bezüglich Sicherheit in den Spitälern bin ich etwas vorbelastet, ohne in die Details gehen zu wollen. M. E. wird klar zuwenig gemacht, oder die vollmundigen Versprechungen (Hirslanden) halten nicht stand wenn es darauf ankommt. Wenn der Typ vor 8 J. gewollt hätte, hätte er ein Blutbad anrichten oder mit 2-3 Babies rauslaufen können. Das Spital hätte das nicht mal gemerkt. Genauso wie sie andere Delikte selten merken.
        Aber es ist richtig, dass mir die Situation auf den gängigen Gebärabteilungen nicht den Schlaf rauben. Für den courant normal ist die CH wie üblich gut gerüstet. Aber mE ist das genau das Problem: die CH geht (wie auch viele Kommentierende) immer vom courant normal aus.
        Eine vorausschauende Haltung sieht vor und orientiert sich an anderen Erfahrungen.

      • 13 sagt:

        Ich meinte eher das Thema „Kindesentführung“.
        Und doch halte ich Verhältnismässigkeit für das entscheidende Wort hier. Ich sehe es auch bei den Gerichten. Nach dem Attentat in Zug 2001 wurden in etlichen öffentlichen Gebäuden die Sicherheitsmassnahmen verstärkt. In anderen nicht. Ob diese dazu führten, dass es keinen vergleichbaren Vorfall gibt, kann ich nicht beurteilen, Tatsache ist aber dass auch in den Gerichten, in die Menschen frei reinspazieren können, nicht mehr passiert als in den abgeschlossenen.
        Nimm auch Schulen. Niemand kann einen Amoklauf in einer Schweizer Schule zu 100% ausschliessen. Und doch wäre ich über Metalldetektoren beim Eingang sehr irritiert und wohl nicht als einzige.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Sagte ich schon mal, dass man beim letzten Umbau unserer Schule amoksichere Türen eingebaut hatte. Man weiss ja nie.
        Mit dem Resultat, dass die Primarschüler die Türe nicht mehr aufbrachten, weil sie zu schwer war…

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Selbstverständlich hätte das Spital gemerkt, wenn da jemand mit der Waffe in der Hand eingedrungen wäre, und ein Blutbad angerichtet hätte. Dafür braucht es keine Kamera.
        Und ja, das gleiche könnte ein Amokläufer in jeder Schule, jedem Zug, jedem Kino, in allen möglichen Umgebungen tun. Wie wollen Sie das verhindern?
        Und vor allem, wie wollen Sie das verhindern, ohne Ängste zu schüren, ohne Freiheiten einzuschränken, ohne Geld zu verwenden, das an anderen Stellen, ebenfalls z.B. gesundheitsrelevant, viel besser eingesetzt würde?

      • Martin Frey sagt:

        @13
        Grundsätzlich hast Du recht. Aber ich gebe auch zu bedenken, dass wir allen Unkenrufen zum Trotz (@Bischof) immer noch in einem sicheren Land leben. Und trotz der von linker Seite heraufbeschworenen Problematik einer hohen Schusswaffendichte gibt es wenig Amokläufe bzw. überhaupt Delikte mit regulären Schusswaffen. Wenn jemand aber so etwas tun will, gibt es meist keine 100% Sicherheit. An den Schulen sowieso, hier wäre so etwas absurd, da bei uns Gangkriminalität kein grosses Problem darstellt. Man muss immer Aufwand vs. Ertrag (in dem Fall Sicherheit) abwägen. Der Aufwand einer etwas gesicherteren Geburtsabteilung dünkt mich einfach minim, auch unter der Prämisse dass die Spitäler sowieso mehr in die Sicherheit investieren müssten.
        Daher nochmals, was spricht dagegen?

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        „Selbstverständlich hätte das Spital gemerkt, wenn da jemand mit der Waffe in der Hand eingedrungen wäre, und ein Blutbad angerichtet hätte.“
        Nachher sicher, aber Sie haben es eben nicht bemerkt, bis es passiert ist. Und er seelenruhig rausspazieren konnte.
        „Dafür braucht es keine Kamera.“
        Doch. Eine funktionierende, mit einem funktionierenden Sicherheitssystem hätte umgehend eine angemessene Reaktion auslösen können.
        „Und ja, das gleiche könnte ein Amokläufer in jeder ….. tun. Wie wollen Sie das verhindern?“
        Das kann man nicht verhindern. Aber das ist auch nicht ganz dasselbe. In einer Geburtsabteilung gibt es so etwas wie eine Sorgfaltspflicht. Immerhin liegen da Mütter und Neugeborene, die auch immer wieder von ersteren in die Spitalobhut abgegeben werden.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Nein, das wusste ich nicht. Heisst das, dass die Kinder nun im viel wahrscheinlicherem Brandfall nicht rauskommen? Oder wenn der Amokläufer schon drin ist?

        @ MF
        Ja ja, die Linken und die hohen Schusswaffenanzahl, die Rechten und die Massen an krimineller Ausländer und trotzdem passiert wenig 😉
        Natürlich spricht nichts gegen manche Massnahmen. Nur ist die Gegenseite halt immer eine gewisse Panikmache.
        „Frau Hebamme, warum gibt es jetzt diesen Chip? Bei ersten Kind gab es das noch nicht.“
        „Ja, wissen Sie, wir schützen unsere Babys jetzt besser gegen Entführungen.“
        „Waasss? Mein Kind könnte entführt werden?“
        Hmm..

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Ich gebe meine Kinder auch in die Obhut der Schule, ohne dass ich von ihr ein umfassendes Sicherheitsdispositiv verlangen würde. Und was wäre denn die „angemessene Reaktion“ gewesen, die aktuelle ausgeblieben ist? Der Eindringling wurde ja abgewiesen, offenbar. Und wie schnell sollte denn so eine Eingreiftruppe, wenn das die Idee wäre, vor Ort sein?

      • Martin Frey sagt:

        @13
        Der mit den Schusswaffen musste ich bei dem Thema, wo wir uns sowieso schon offtopic bewegen (Kinderhandel, Ausländer…), natürlich einfügen. 🙂 So haben halt alle ihre Gebiete die sie gerne entrückt von realen Zahlen beackern. 😉
        Aber weshalb gehen wir abschliessend nicht zu den Modellen zurück, wie im Text erwähnt?
        „…geht der Alarm los, sobald das Kind entweder die Geburtsabteilung verlässt, der Sender abfällt oder daran herumhantiert wird.“
        Das dünkt mich niederschwellig, und man müsste den Eltern gegenüber nicht mal was von Entführungen u.ä ausführen. Nochmals, ich glaube, viele Leute wären instinktiv einfach beruhigt (und nicht beunruhigt wie Du das antönst). Egal wie real die Angst ist. Aengste sind nun mal nicht rational. Müssen sie auch nicht zwingend sein.

      • 13 sagt:

        @ mf
        Mit dem kleinen Unterschied, dass die Folgen der Reduzierung von Schusswaffen bei Privatlersonen und die Folgen einer restriktiven Einwanderungspolitik oder Rassismus nicht ganz die Gleichen sind….
        Aber in dem Fall hätten meine Kinder beide so einen Alarm ausgelöst, diese haben es nämlich selber abgebracht. Ich sehe schon die Panik, wenn es in der Nacht losgeht. Nun, da bin ich tatsächlich klar anderer Ansicht. Schon deshalb, weil ich nicht glaube, dass diese Angst tatsächlich weit verbreitet besteht. Ausser man schürt sie.

  • Ursel sagt:

    Ich erinnere mich, dass die Schweiz einmal als sicherstes Land galt in Bezug auf Kriminalität! Das ist jetzt sicher 25 Jahre her. Aber auch in Bezug auf Baby-Kidnapping wird sich die Schweiz so etwas ähnliches wie im Artikel beschrieben einfallen lassen – die „Globalisierung“ hat nämlich schon lange auch auf dieses Land übergegriffen!

    • 13 sagt:

      Die Schweiz IST eines der sichersten Länder der Welt. Sie war es und ist es immer noch. Die Kriminalitätsrate ist seit Jahren sinkend. Das Kidnapping von Fremden (also nicht von Eltern) kommt alle paar Jahre einmal vor.
      Wovon genau sprechen Sie also?

      • Regina Bischof sagt:

        Weshalb sind denn 87 % aller Insassen in überfüllten Schweizer Gefängnissen Ausländer ? – Kann es sein, dass 87 % der Kriminalität nicht hausgemacht, sondern importiert ist ? – Und wie hat sich der Ausländeranteil in den vergangenen 25 Jahren entwickelt ? – Bitte beachten Sie die Fakten und die Realität und entfernen Sie das Brett vor dem Kopf.

      • 13 sagt:

        @ R. Bischof
        Der Ausländeranteil bei Straftaten ist seit Jahren gleich. Der Anteil sogenannter Kriminaltouristen hat sogar abgenommen. D.h. dass die Anzahl der durch Ausländer verübten Straftaten im gleichen Verhältnis abnehmen wie diejenigen der Schweizer.
        Wo haben wir denn überfüllte Gefängnisse?
        Brett? Nein. Eher eine Statistik. Aber was sind schon Fakten vs Polemik?

        https://amp.tagesanzeiger.ch/10551476

      • Regina Bischof sagt:

        @13. – „Der Ausländeranteil bei Straftaten ist seit Jahren gleich.“ – Alleine dieser Satz zeigt, wie Sie die Situation beschönigen. – Denn das wichtigste Wort haben Sie bewusst vermieden. Wenn Sie die Realität und die Fakten abbilden wollten, müsste Ihr Satz heissen: „Der Ausländeranteil bei Straftaten ist seit Jahren gleich HOCH.“ – Fast 90 % der Kriminalität ist importiert. – Sprechen Sie mal mit Leuten der Justiz und welchen, die in einer Haftanstalt arbeiten. Das würde Ihren Horizont erweitern.

      • 13 sagt:

        Lesen Sie den Artikel. Der Anteil beträgt rund 39%. Seit Jahren. Haben Sie auch Belege für Ihre Zahlen oder sind Ihnen Vorurteile genug?

        Ja, ich kenne die Justiz sehr gut und kann das Besagte nur bestätigen.

      • Martin Frey sagt:

        @Bischof
        Ich bin der letzte, der Ausländerkriminalität schönreden möchte, aber zuerst müssten Sie selber wissen wovon Sie reden. Ganz abgesehen davon, dass die Ausländerkriminalität hier gar nicht das Thema ist….
        Reden Sie von Beschuldigungen, Strafklagen oder Urteilen, reden Sie von U-Haft oder Strafvollzug? Einzig in der U-Haft sind Ausländeranteile über 80% normal, aber das ist nicht dasselbe wie Strafvollzug. Zudem müssten Sie wenn schon unterscheiden zwischen der ausländischen Wohnbevölkerung in der CH, Asylsuchenden, sowie Kriminaltouristen. Sowie der Deliktkategorie, bei gewissen Delikten sind Ausländer übervertreten, bei gewissen aber auch Schweizer.
        Wie auch immer, Ihre Aussagen, so wie Sie sie getätigt haben, sind nicht richtig.

      • 13 sagt:

        Ergänzung: in der UHaft sitzen v.a. Ausländer weil neben dem racial profiling, das sicher eine Rolle spielt, bei ihnen naturgemäss die Fluchtgefahr höher ist.

  • Marylou sagt:

    Halte elektronische Fussfesseln für Babies auch für übertrieben. Aber nach der Geburt meines Kindes vor 2 Jahren hatte ich im Spital dieselbe panische Angst, schon nur, wenn ich kurz geduscht habe und die Geräusche aus dem Zimner mit schlafendem Baby nicht mehr gehört hatte. Auch während den ersten Wochen zuhause bin ich manchmal nachts mit der Angst aufgewacht, dass das Baby weg sein könnte. Ich kann mich erinnern, dass ich über mich erstaunt war, da ich sonst nicht besonders ängstlich bin. Es ist dann immer weniger oft vorgekommen.

    • Stefan Furrer sagt:

      Ich bezweifle sehr, dass man während dem duschen die Geräusche eines schlafenden Babys wahrnehmen kann…

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