Wann Verhütung eindeutig Männersache ist

Familienplanung abgeschlossen? Mit einem Eingriff übernimmt der Mann Verantwortung für die Verhütung und erspart der Frau die Einnahme von Hormonen. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Kennen Sie die Szene aus «The Wolf of Wall Street», wo sich Leonardo DiCaprio mit ausgebreiteten Armen feiern lässt? So ungefähr bin ich im Kantonsspital Winterthur gestanden, als uns die Ärztin verkündete: «Es sind Zwillinge!» Keine Sekunde dachte ich daran, wie sich unser Leben dadurch verändern würde oder wie streng es werden könnte. Ich freute mich einfach, und ich fällte eine Entscheidung: Das wars!

Tatsächlich habe ich exakt zu dem Zeitpunkt für mich den Entscheid getroffen, mich unterbinden zu lassen, sofern die Kinder gesund zur Welt kommen. Meine Frau war in der nachfolgenden Diskussion zurückhaltender, obwohl wir uns vor der Schwangerschaft eigentlich einig waren, nicht mehr als zwei Kinder zu wollen. «Du sollst dir doch nichts verbauen, falls wir uns trennen sollten!»

Eine Frage der Kinder, keine Frage der Liebe

Doch für mich ist klar: Kinder haben nichts mit einer Beziehung zu tun. Will heissen: Meine Überzeugung, dass zwei Kinder genau richtig für mich sind, hat nichts mit der Anzahl Frauen zu tun, mit denen ich hoffentlich gar nicht mehr zusammen sein werde. Kommt hinzu, dass ich mit diesem Eingriff einerseits Verantwortung für die Verhütung übernehme und anderseits meiner Frau die ständige Einnahme von Hormonen erspare.

Also begann ich mich rund um den ersten Geburtstag unserer Jungs vertieft mit dem Thema Vasektomie zu beschäftigen – vorher hatte ich keine Zeit dafür, denn das Leben war überraschenderweise tatsächlich etwas anders und etwas strenger geworden. Schnell zeigte meine Recherche, dass die Operation für den Mann ambulant und günstig durchgeführt werden kann und deutlich ungefährlicher ist als ein vergleichbarer Eingriff bei der Frau.

Werte Väter, zeigt Eier!

Obwohl ich im Bekanntenkreis einige Horrorstorys hörte – die Klöten werden blau wie Enzian oder gross wie Wassermelonen! –, blieb ich bei meinem Entscheid und meldete mich beim Urologen an. Danach gings fix: Vorgespräch führen, Fackel unterschreiben, und zwei Wochen später wurde schon das Messer gewetzt. Heulen wie ein Wolf musste ich dabei nicht, im Gegenteil: Die Operation verlief problemlos und zwei, drei Tage später war ich bereits wieder schmerzfrei.

Seitdem sind zwei Jahre vergangen. Verändert hat sich weder meine Stimmlage noch die Libido. Und ebenso wenig verändert hat sich meine Einstellung: Verhütung ist in langjährigen Beziehungen mit Kindern eindeutig Männersache. Werte Geschlechtsgenossen, zeigt Eier, und zwar im wortwörtlichen Sinn!

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132 Kommentare zu «Wann Verhütung eindeutig Männersache ist»

  • Vierauge sagt:

    Vasektomie ist eine hervorragende Verhütungs-Methode, ich stimme dem Autor in allem zu. Ich habe das nach dem 2. Kind auch machen lassen und es ganz genau so erlebt wie er.

  • Hans Minder sagt:

    @Sportpappi
    Maennlicher Zyklus: Sperma hat eine Reifezeit, eine Hochbluete (hohe Aktivitaet) und eine begrenzte Ueberlebenszeit im maennlichen Depot (Verfallsdatum).
    Unterbindung: Viele Versprechen werden nicht eingeloest, auch jene des „Keine Kinder mehr zu wollen.“ Wir wissen nicht eindeutig, ob sich das Rueckgaengig-Machen der Vasektomie nicht schaedlich auf ein Kind auswirkt. Ich gehe nicht davon aus, dass jemand eine Rueckgaengigmachung strafrechtlich verbieten moechte. Bei NFP wissen alle Beteiligte zu jeder Zeit, was geschehen wird oder eben nicht. In die natuerlichen Funktionen des Koerpers wird nicht eingegriffen, und dies zur Risikoverminderung fuer den Nachwuchs.

  • Roger sagt:

    Kein halbwegs intelligenter Mann überlässt die Verhütung einer Frau. Einer Frau kann man niemals und nirgends trauen. Und trauen sollte man eine Frau schon gar nicht. Wer ein glückliches, sorgenfreies und langes Leben mit gut gefülltem Portemonnaie will, sollte unbedingt meine beiden ersten Sätze befolgen! Das ist eine Garantie!

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Ooh, Sie tun mir soooo leid… Wirklich.

      Wissen Sie: mein Exmann lügt, betrügt, stiehlt, hintergeht, bezahlt keine Alimenten (ich habe mich von ihm getrennt NACHDEM er MIch belogen, betrogen, bestohlen, hintergangen hat) und kümmert sich auch sonst nicht um meine Kinder.

      Würde ich alle Männer über einen Kamm scheren…..

      Sollten Sie übrigens auch nicht tun.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Was mir in den Kommentaren von Männern auffällt ist das Gegenargument, dass dem Mann mit der Vasektomie die Chance auf eine Zweit/dritt/viertfamilie genommen wird. Da frage ich mich, ob denn diese Männer konsequenterweise als zukünftige Partnerinnen auch Frauen in Betracht ziehen, die schon Kinder mit mehreren Männern haben. Ich für meinen Teil jedenfalls möchte keinen Mann, der schon breit gestreut hat. Auch finde ich es den „bestehenden“ Kindern gegenüber nicht fair.

  • Hans Minder sagt:

    Männer, zeitgt Verantwortung und Reife…und nicht eure Eier, wie im Bericht geschrieben!
    Wer sich unterbinden lässt, kann ohne das Risiko eines weiteren Kindes fremdgehen oder braucht auch innerhalb der Beziehung keine Selbsbeherrschung anzuwenden…wann immer die Natur ruft, dann kann auch dem Testosteron-Schub seine Freilauf gewährt werden….
    Verhütung sollte weder die Sache des Mannes, noch die Sache der Frau sein, sondern es sollen beide genauso viel Verantwortung tragen. Nur so kommt eine Gleichberechtigung zu stande.
    Natürliche Familienplanung (NFP) tut genau dies. Wir praktizieren seit Jahren NFP und haben dabei viel über den natürlichen Zyklus des Gegenübers gelernt. NFP ist 99,7% sicher, wenn richtig angewandt, was wir zu 100% bestätigen können.

    • Frank Lauer sagt:

      die natürliche Familienplanung beruht doch auf der Beobachtung des weiblichen Zyklus. Wo genau ist da der Mann involviert? Das ist eine Methode, die analog zur hormonellen Verhütung, von der Frau durchgeführt werden muss, sonst geht es nicht.

    • Sportpapi sagt:

      @Hans Minder: Was hat denn Ihre Frau über Ihren männlichen natürlichen Zyklus gelernt?
      Und seit wann ist Selbstbeherrschung ein Selbstzweck?
      Und warum ist es nicht ok, wenn der Mann die Verhütung ganz übernimmt, und damit auch noch das Restrisiko und die lästige NFP entfällt?
      Sie kommen mir hier ziemlich sektiererisch daher!
      Ach ja, als Einzelfall kann man übrigens keineswegs ein statistisches Risiko bestätigen oder widerlegen. Vielleicht haben Sie bisher einfach Glück gehabt! Und wenn nicht, berichten Sie es uns dann auch?

      • Hans Minder sagt:

        @Frank Lauer.
        Nein, NFP beruht darauf, dass beide Partner den Zyklus beobachten und die unterschiedlichen Formen des weiblichen Schleims kennenlernen. Und um es bildlicher zu verfassen: Ein Aussenstehender kann den Schleim besser analysieren, als die Frau selbst, sofern sich genügend Vertrauen zwischen beiden Partnern vorfindet.

    • Hans Minder sagt:

      @Sportpappi
      Maennlicher Zyklus: Sperma hat eine Reifezeit, eine Hochbluete (hohe Aktivitaet) und eine begrenzte Ueberlebenszeit im maennlichen Depot (Verfallsdatum).
      Unterbindung: Viele Versprechen werden nicht eingeloest, auch jene des „Keine Kinder mehr zu wollen.“ Wir wissen nicht eindeutig, ob sich das Rueckgaengig-Machen der Vasektomie nicht schaedlich auf ein Kind auswirkt. Ich gehe nicht davon aus, dass jemand eine Rueckgaengigmachung strafrechtlich verbieten moechte. Bei NFP wissen alle Beteiligte zu jeder Zeit, was geschehen wird oder eben nicht. In die natuerlichen Funktionen des Koerpers wird nicht eingegriffen, und dies zur Risikoverminderung fuer den Nachwuchs.

      • Sportpapi sagt:

        @Hans Minder: Das mit dem männlichen Zyklus verstehe ich gerade nicht.
        Ansonsten halte ich Verzicht und kein Sex während der fruchtbaren Tage allerdings auch für einen starken Eingriff in die natürlichen Funktionen des Körpers…

  • Tomina Liebherr sagt:

    Es gibt auch die Kupferspirale für Frauen. Ich finde die super. Die Frauenärztin macht diese rein und man hat 5 Jahre Ruhe. Ich hatte nur etwa drei Tage Schmerzen. Ich bin sehr zufrieden. Meine Blutungen haben sich auch nicht verändert, ich muss keine Hormone nehmen und mein Freund braucht kein Kondom. Zudem sind die Kosten vertretbar. Ich habe etwa 400.- bezahlt, was eigentlich ganz günstig ist für 5 Jahre Verhütung.

  • Lina Peeterbach sagt:

    Eine Sterilisation macht übrigens auch als Frau Sinn, unter gewissen Umständen: beim Kaiserschnitt mit unserem 3. Kind, kurz nach meinem 40. Geburtstag, habe ich mich unterbinden lassen. Das ging ohne zusätzlichen Aufwand / Kosten.
    Ich werde, auch aufgrund meines Alters, keine weiteren Kinder mehr haben wollen / können, egal wie mein Leben bzw. meine Beziehung weitergeht. Das passt für mich völlig. Meinem Mann habe ich hiermit erstens die Ops erspart, und zweitens die (sehr theoretische) Option auf weitere Kinder offen gelassen – für Männer ist das auch mit 45 noch eine realistische Möglichkeit, als Frau ohnehin nicht mehr wirklich. Wir sind beide sehr zufrieden mit der Enrscheiding und geniessen ein sorg- und hormonloses Sexleben.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Es macht tatsächlich Sinn als Frau, nach vollendeter Familienplanung, bei einem KS die Sterilisation mit einzuplanen. Wenn aber ein Mann die Vasektomie verweigert, mit dem Vorwand, eine Option auf eine Zweitfamilie haben zu wollen, wäre ich als Partnerin, harmlos ausgedrückt, leicht angesäuert.

      Eltern sollen für jene Kinder schauen, die schon da sind, anstatt ständig neue zu produzieren, für welche sie ähnlich wenig Verantwortung übernehmen, wie für die Alten Kinder.

      Persönlich kenne ich keinen einzigen „Vater“ mit Kindern von mehreren Müttern, welche Ihre Verantwortung in emotionaler und/oder finanzieller Sicht wahrnehmen.

  • Sam Fuller sagt:

    In der Tat. Schnipp Schnapp und gut ist es. Ich machte es auch. Erst im nachhinein erfuhr ich, warum viele Männer davon absehen: es kommt etwas weniger Sperma beim Erguss. Ich denke, dass hier das pornoverseuchten Männerbild eine Rolle spielt, das man(n) das als kränkend empfindet.

    Was noch zu erwähnen ist: Der Eingriff ging gut, danach hatte ich aber über ein Jahr Schmerzen bei der Ejakulation. Doch das nahm ich (gerne) in Kauf, denn wenn die Frau verhütet sind die Nebenwirkungen doch viel wesentlicher.

    Und meine Freund hat sich mit 40 jährig unterbinden lassen mit 48 jährig rückgängig gemacht und wieder Vater geworden. Auch das gibt es.

  • Sam Fuller sagt:

    In der Tat. Schnipp Schnapp und gut ist es. Ich machte es auch. Erst im nachhinein erfuhr ich, warum viele Männer davon absehen: es kommt etwas weniger Sperma beim Erguss. Ich denke, dass hier das pornoverseuchten Männerbild eine Rolle spielt, das man(n) das als kränkend empfindet.

    Was noch zu erwähnen ist: Der Eingriff ging gut, danach hatte ich aber über ein Jahr Schmerzen bei der Ejakulation. Doch das nahm ich (gerne) in Kauf, denn wenn die Frau verhütet sind die Nebenwirkungen doch viel wesentlicher.

  • Christa Sommler sagt:

    Sie haben eine gute Frau, die Sie darauf hingewiesen hat, Sie könnten es auch mal bereuen. Rückgängig geht es sehr schwierig. Ich habe gehört so um die fünfzig prozent Chancen. Alles gute.

    • Sam Fuller sagt:

      Der Zeitabstand zwischen Sterilisation und der Wiederherstellung der Samenleiter ist entscheidend,
      Nach drei Jahren sind über 80% Eingriffe erfolgreich , nach 10 Jahren sinkt das auf eine ca. 30% Erfolgsquote.

  • Mina Peter sagt:

    Finde ich sehr vorbildlich vom Autor. Auch mein Mann hat so entschieden.

  • sepp z. sagt:

    Um Verhütung endgültig zur Männersache zu machen, müsste Politik und Gesetzgebung nun noch zulassen, dass Männer ihre Spermien einfrieren und aufbewahren dürfen. Zeitlich unlimitiert, und auch gesunde Männer.

  • Martin Waldner sagt:

    Es gehört wohl zum modernen Geschlechterdialog, dass Ratschläge an Männer immer als moralische Forderungen zur Verbesserung der Situation von Frauen verpackt sein müssen, um salon- und mehrheitsfähig zu sein. Wie hier die Unterbindung, um der Frau die Pille oder eine Operation zu ersparen. Mehr Männer von der Operation überzeugen würde Herr Vogt vermutlich mit eigennützigeren Argumenten – z.B. der Sicherheit vor ungewollten Kindern ohne vom blinden Vertrauen in die Partnerin abhängig zu sein. Nur wäre dann der gleiche Ratschlag eben tendenziell gegen Frauen gerichtet und würde schnell in die „toxische“ Ecke gerückt.

  • fufi sagt:

    Das hat mein Vater auch gemacht, nach 2 Kindern.
    Allerdings tat er es erst mit etwa 48 Jahren.
    Und er hat’s bloss getan, auf dass er künftig gefahrlos hat fremdvögeln können.

    • Hans Hasler sagt:

      Gefahrlos? Siphilis, Tripper, Calmyden, Hepatitis B, HIV,…

    • Joerg sagt:

      Manche machen es schon viel viel früher. Unverständlich. Aber schwer zu beurteilen denn bei jedem einzelnen spielen noch weitere Faktoren und Aspekte mit.

    • Lukas O. Bendel sagt:

      @fufi:
      Es tut mir leid, dass Ihr Vater fremd ging – und Sie in die Paarprobleme Ihrer Eltern hineingezogen wurden (wohl von Ihrer Mutter).
      Aber nicht alle Männer/Väter wollen vögeln fremd (oder wenn ihnen diese Formulierung lieber ist: Auch Frauen/Mütter vögeln fremd), weshalb die vorliegende Diskussion nichts mit Ihrer Geschichte zu tun hat – und nicht davon belastet werden sollte.

  • Peter sagt:

    Verhütung ist nicht reine Männersache, sondern es müssen sich beide gemeinsam daran beteiligen. Im Fall einer Vasektomie ist es allerdings Sache des Manns, sich gut zu informieren, damit er eine Entscheidung treffen kann.

    Aber warum gleich eine Vasektomie? Ausser Kondom und Pille gibt es ja auch noch die Spirale. Das ist weniger endgültig, aber belastet die Frau nicht mit Hormonen.

    • WasserratteHH sagt:

      Lieber Peter. Das zeigt, dass Sie leider keine Ahnung haben. Die (Hormon)spirale belastet sehr wohl mit Hormonen….

    • Nadja sagt:

      Doch, Peter, auch die Spirale hat Hormone. Es sei denn, man wählt die Kupferspirale. Die dann gerne mit verstärkten Schmerzen und stärkeren/längeren Blutungen einhergeht.

      • Elisabeth sagt:

        Und ich hatte eine als eine der ersten Frauen in der Schweiz eine Plastikspirale und wurde 1970 trotzdem schwanger. Der Joke meines Arztes: das Kind kommt mit der Spirale in der Hand auf die Welt.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Genau Peter: für Verhütung sind beide verantwortlich, aber Hauptsache nur die Frau wird damit belastet, während Ihr einziger Beitrag zur Verütung Ihr blabla ist.

  • Andrea sagt:

    Und wenn die Beziehung intakt bleibt, den beiden Kindern aber etwas zustösst? Ein schlimmer Gedanke, den ich aber trotzdem nicht vernachlässigen würde.

    • Sportpapi sagt:

      Ok. Sie meinen, man müsste doch Ersatz nachproduzieren können?
      Ja, ein schlimmer Gedanke!

    • Gerhard Engler sagt:

      Mein Arzt hat mir bei der Vasektomie gesagt, dass diese mit 90% Chance wieder Rückgängig gemacht werden kann.

    • Katharina Werder sagt:

      Wenn ein Kind stirbt, kann man es nicht einfach durch ein anderes ersetzen. Die Trauer um das Verlorene wird kein bisschen gemildert im Gedanken an die Möglichkeit, ein neues Leben in die Welt setzen zu können. Ich weiss das aus leidvoller Erfahrung, Michael war und ist nicht Sebastian, und so soll es auch sein. Michi ist übrigens ein „Gotteskind“, er schmuggelte sich trotz Verhütung in unser Leben. Ich hätte mich nicht getraut, nach dieser Katastrophe, nochmals Mutter zu werden.

      • Andrea sagt:

        Ich weiss es auch aus leidvoller Erfahrung. Natürlich kann das Nachfolgekind das verstorbene nicht ersetzen. Trotzdem ist es der grösste Trost und unser grösstmögliches Glück nach dem grossen Unglück. @Sportpapi: Ihr unsensibler Kommentar zeugt davon, dass sie wohl nie in dieser Situation waren.

    • Reto Vogt sagt:

      Selbst dann habe ich immer noch zwei Kinder und möchte keins mehr.

    • Manu sagt:

      Ihr Kommentar liess nicht darauf schliessen, dass dies ihnen passiert ist und hinterlässt auch jetzt noch Zweifel: Sie sprachen von einem Gedanken, nicht von einem Ereignis.
      Wem das passierte, würde eher nicht so schreiben, oder?

      • Andrea sagt:

        Ihr Kommentar, resp. Ihre pietätlose Unterstellung ist zu tiefst verletzend. Meine ursprüngliche Idee war nämlich nicht, meine persönliche Geschichte kund zu tun. Ich tat es weil es Katharina ebenfalls getan hat und weil ich merkte, dass mein Kommentar ohne Kenntnis der konkreten Situation auf Unverständnis stösst. Mit Gedanke meinte ich, dass jemand, der vor so einer Entscheidung steht, an diese Situation kurz denken sollte, auch wenn sie gottseidank höchst unwahrscheinlich ist. Wir sind nämlich sehr froh, wieder eine Familie sein zu dürfen.

    • Dahlia Meier sagt:

      Selber Mutter eines verstorbenen Kindes kann ich den Gedanken leider nicht teilen. NIE wäre mir die Idee gekommen, nochmals eines zu wollen wenn meinen Erdenkindern etwas zustossen sollte.
      Aber so denkt jeder anders.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Andrea

        Ich schliesse mich Sportpapi an.

        Zudem würde ja nicht nur das Kind des Vaters sterben, sondern auch jenes der Mutter. Wie soll diese ein neues Kind „produzieren“, wenn sie selber keine Kinder mehr bekommen kann? Leihmutter, oder soll sie eines kaufen?

        Sowieso: warum sollen Männer mit neuen Partnerinnen noch mehr Kinder zeugen? Sie sollen sich besser um jene kümmern, die schon da sind, anstatt die alten Kinder zu entsorgen und neue herzustellen.

  • Felix Frei sagt:

    Ich finde es ja gut, dass sie das gemacht haben. Allerdings habe ich mit ihren Texten im allgemeinen etwas Mühe. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie gerne Applaus hätten für ihre Taten für mich gehört jedoch sowas zur Selbstverständlichkeit und dies muss man auch nicht ausbreiten…

    • Reto Vogt sagt:

      Nö, ich brauche keinen Applaus. Ich finde es ein wichtiges Thema und schreibe deshalb darüber. Ich halte es noch lange nicht für eine Selbstverständlichkeit, weshalb dem Thema ein bisschen Öffentlichkeit gut tut. So übrigens auch bei meinem anderen Text zum Thema Teilzeitarbeit.

    • Alle Achtung sagt:

      Dennoch ist es gut darüber zu berichten, denn diese Selbstverständlichkeit ist weit entfernt davon auch nur annähernd so hohe „Anwender“ zu haben wie die Verhütungsmethoden, bei denen die Frau alleine die Verantwortung trägt

    • Jänu sagt:

      Den Eindruck habe ich auch. Etwas zu viel showing off!

  • Muttis Liebling sagt:

    Formaljuristisch handelt es sich bei der Vasektomie um vorsätzliche Körperverletzung, welche in den meisten Staaten der Welt auch entsprechend geahndet wird. Ärzte sind zwar befugt, die Epidermis zu durchdringen, aber nur bei Vorliegen einer medizinischen Indikation, die in dem Fall klar nicht gegeben ist. Traurig dass sich dennoch Kollegen finden, die sich dafür hergeben und traurig, dass die Justiz nicht einschreitet.

    • F. S. Ochsner sagt:

      „Die Kinder/Familienplanung abgeschlossen hat“ . Ein grösseres Unwort gibt es in der Geschlechtermedizin wohl nicht. Muss denn der Hinterletzte „undsverroden“ Kinder in sein Leben „einplanen“? Ich will keine Kinder, meine Frau auch nicht und beide blitzten wir mehrmals bei Ärzten ab, bei denen ich mich unterbinden lassen wollte. Wir hz es jetzt machen lassen – im Ausland.

    • 13 sagt:

      Vielleicht weil „Einwilligung“ in der Justiz auch noch eine Rolle spielt? Jede Operation ist eine vorsätzliche Körperverletzung. Da spielt die medizinische Indikation keine Rolle. Diese dürfte erst bei der Frage der Rechtfertigung entscheidend sein. Wie eben die Einwilligung auch…

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Medizinische Ethik und die Ärztlichen Standesregeln sind da eindeutig. Die Vasektomie ist wegen fehlender medizinischer Indikation unabhängig von der Einwilligung ein Verstoss gegen beides. Deshalb darf der Arzt die im Gegensatz zu einer Therapie auch ablehnen.

      • 13 sagt:

        @ ML
        Wie kommen Sie dann auf die Justiz? Ein Verstoss gegen die Standesregeln der Ärztegesellschaft wird intern gelöst, wie auch ethische Fragen. Mit der Justiz hat das wenig zu tun.

      • Muttis Liebling sagt:

        #13

        Die Justiz muss dazu eine Haltung haben. Entweder wird es stillschweigend geduldet oder es muss irgendeinen Gesetzeszusatz geben. Analog sind ärztlich vorgenommene Beschneidungen, die sind m.W. auch irgendwie juristisch geregelt.

        Demgegenüber gibt es Patienten, die betteln um die Amputation einer gesunden Extremität und da ist es eine Straftat, die sich aber formal in nichts von der Vasektomie unterscheidet.

    • Peter sagt:

      Wenn ich mich, nach umfassendem Informieren etc., für so einen Eingriff entscheide und dem Arzt den entsprechenden Auftrag gebe, halte ich das für problemlos.

    • Mark Schradet sagt:

      Willkommen im Jus-Studium!
      Selbst der Haarschnitt kann ohne Einwilligung eine vorsätzliche Körperverletzung sein.
      Hier die Justiz herbeizurufen, wenn ein Mann nicht mehr zeugen können möchte ist hingegen absolut übertrieben.
      Schön, wenn Männer ihre Triebe im Griff haben – finden Sie nicht?

    • Sportpapi sagt:

      @ML: Als historisch interessierter Mensch würde mich schon interessieren, welches diese „die meisten Staaten“ sind bzw. ob es die auch in Europa gibt. Ist es nicht so, dass solche absurden Geschichten z.B. in Deutschland seit mehr als 50 Jahren vom Tisch sind?

    • Katharina Werder sagt:

      Dann müssen Männer in Zukunft die Frauen halt nehmen wie sie sind, denn dann mit Ihrer Argumentation geht die ganze Plastische- und Wiederherstellungschirurgie den Bach hinunter. Es gibt nun mal keine medizinische Indikation dafür, weibliche Körperteile nach dem gerade vorherrschenden Schönheitsideal zu verkleinern oder zu vergrössern. Schon no schade, gäll.
      Aber egal, Hauptsache Sie finden eine passende Ausrede, um den Frauen die Bürde der Verhütung zuzuschieben.

    • Papperlapapi sagt:

      Verhütung ist selbstverständlich ein Gebiet in dem die Medizin aktiv ist (Pille, Stäbli, Spirale…) und die Vasektomie bei abgeschlossener Familienplanung ein indizierter medizinischer Eingriff. Sie verstösst weder gegen das Gesetz noch gegen die Standesordnung.

    • Maike sagt:

      Da stellen sich mir doch echt die Haupthaare auf ! Fehlt nur noch das hier was religiöses angeführt wird, so in der Art, das eine Vasektomie gegen den göttlich Willen wie – seit fruchtbar und mehrert Euch – ist. Aber ich darf mich gerne mit Hormonen vollpumpen lassen, von denen man nicht genau weiss, ob sie nicht karzinogen sind, oder soll mir widernatürliche Dinge einführen, nur damit der Mann seine ungetrübte Freude haben kann.
      Das steht Muttis Liebling aber voll im Abseits.

    • Christina sagt:

      Und all die Schönheitsoperationen sollen eine medizinische Begründung haben? Weil die Frau sonst depressiv wird? Weil sie sonst keinen Mann findet, und das ist eine Krankheit?Weil vermeintliche Schönheit nach Modevorstellungen gesund ist?

    • Alle Achtung sagt:

      was gilt denn bei Schönheits-OPs?

      und was gilt bei der Einnahme von Medikamenten mit potentiell tödlichen Komplikationen mit gleicher Indikation (also Verhütung?)

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Und wieder einmal Muttis Liebling: Vasektomie bezeichnet er als Körperverletzung, aber der Abtreibungen in unbegrenzter Anzahl pro Frau als normales Verhütungsmittel ist er zugetan. Wiederlich

  • Tina sagt:

    Danke für den Beitrag! Die Vasektomie wird m.E. viel zu wenig diskutiert. Es ist daher gut, wieder mal einen Erfahrungsbericht dazu zu lesen. Ich kenne in meinem Bekanntenkreis nur einen Mann, der dies gemacht hat (sein jüngstes Kind war damals 8). Auch bei ihm hatte ich den Eindruck, dass er eine sehr genau Vorstellung davon hat, was Vaterschaft und Kinderbetreuung für ihn bedeutet, und dass die Kinderfrage – egal, was in seinem Leben noch kommen wird – für ihn wirklich abgeschlossen ist. Das liegt vielleicht auch daran, dass er sich die Betreuung der Kinder mit seiner Frau teilt und dies vermutlich auch im Falle einer Scheidung tun würde. Wenn also der Autor sagt, er könne sich nicht vorstellen, noch mehr Kinder zu betreuen, dann wird das schon stimmen.

    • Muttis Liebling sagt:

      Es gibt genügend Biografien, in welchem Männer ab 60, das Ende der ersten Ehe und Familie liegt 10- 20 Jahre zurück, einen zweiten Versuch starten.

      Mit 40 verfügt ein durchschnittlicher Mann weder über die Erfahrung noch die Reife, das 4. Quartester zu überblicken und zu planen. 80 Jahre Lebenserwartung schreien ja regelrecht nach zwei aufeinanderfolgende Familien mit einer hinreichend langen Pause dazwischen.

      • Coco sagt:

        Ohne Ihnen Hypermoral unterstellen zu wollen – stelle nur ich eine geringfügige Inkonsistenz mit Ihren in anderen Kommentaren geäusserten Ansichten zum idealen Reproduktionsalter?

      • mupdiver sagt:

        Schon mal überlegt, was die Kinder von einem Vater hat, der mehr als 40 Jahre älter ist ? Die interessiert die Lebensweissheit des Pappas nicht die Bohne. Die wollen raus, die wollen was erleben, als Bube wollen sie vielleicht mit dem Vater Fussball spielen gehen…..
        Alle Väter > 50 Jahre wollen in meinen Augen doch nur der Welt zeigen, das sie immer noch in der Lage sind, Kinder zu zeugen. An die Kinder selber wird dabei nicht gedacht !

      • Christina sagt:

        Ja, und dann zeugen sie im Grossvateralter Kinder, denen sie nicht gewachsen sind, mal ganz abgesehen davon, dass ihre Spermien mit dem Alter immer schlechter werden.

      • Muttis Liebling sagt:

        Selbstverständlich halte ich nichts vom Vaterwerden ab 40. Aber ich gestehe einem 31- Jährigen in erster Ehe auch nicht zu, Entscheidungen über diesen engen Rahmen hinaus zu treffen. Meist ist das zu kurz gedacht.

  • 13 sagt:

    Hmmm und einmal mehr: Wer was mit seinem Körper macht, kann nur derjenige selbst entscheiden. Gleich wie ich mich nie von einem Mann zu einer hormonellen Verhütung drängen lassen würde, finde ich nicht, dass man Männer zu einer Vasektomie drängen kann. Selbst die Partnerin kann es vielleicht anregen, mehr aber nicht, der Entscheid liegt bei ihm. Und ein Text, der impliziert, dass Männer, die das aus welchem Grund auch immer nicht tun, „keine Eier zeigen“ (was auch immer das bedeuten soll) ist einfach nur unnötig. „Eindeutig Männersache“? Kaum. „Eindeutig Privatsache“ würde eher zutreffen. Schön, stimmt es für den Autor, hoffentlich stimmt es inzwischen auch für die Partnerin, aber warum das Gleiche für alle stimmen soll, wird damit nicht beantwortet…

    • Sportpapi sagt:

      @13: Verhütung ist eben nicht Privatsache, sondern eine Paaraufgabe.
      Da ist es mir lieber, dass man klar formuliert, was man sich vom Partner wünscht. Als dass man das Gegenüber vor vollendete Tatsachen stellt, mach damit was du willst. Es ist auch der Ton, der entscheidet, und die Grundhaltung zu Fragen der Partnerschaft.

    • 13 sagt:

      @ SP
      Ich gebe Dir teilweise recht. Natürlich ist es Aufgabe des Paares dafür zu sorgen, dass eine Verhütung vorliegt, zumal ja die Entscheidungen des einen die Entscheidungen des anderen erheblich beeinflussen. Auch empfinde ich eine ehrliche und offene Kommunikation in einer Partnerschaft selbstverständlich. Nichtsdestotrotz bleibt der Eingriff in den Körper insofern Privatsache, als das letzte Wort derjenige hat, den es betrifft. Mein Mann dürfte jederzeit sagen, er fände es schön, wenn ich die Pille nehmen würde. Sie mir täglich in den Morgenkaffee mischen eher nicht.
      Was wäre denn deiner Meinung nach im umgekehrten Fall? Der Mann will bestimmt keine weiteren Kinder, die Frau ist sich noch unsicher. Darf er sich unterbinden lassen?

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Was wäre denn deiner Meinung nach im umgekehrten Fall? Der Mann will bestimmt keine weiteren Kinder, die Frau ist sich noch unsicher. Darf er sich unterbinden lassen?“
        Soll die Beziehung bestehen bleiben? Wie will man miteinander das gemeinsame Leben führen?
        Wenn man sich nicht einig ist, muss mal so lange diskutieren, bis man eine Lösung hat. Wenn immer der „das letzte Wort“ hat, der gerade am Drücker ist, und damit eine Beziehung zu einem ständigen Machtkampf wird, dann wird sie kaum lange (ewig!) Bestand haben.

      • 13 sagt:

        Nochmals: Selbstverständlich sollte in einer Beziehung diskutiert, gesprochen und einander zugehört werden. Das würde ich doch nie bestreiten, auch wenn das anscheinend Dein Eindruck ist. Aber man kann ja bekanntlich kein halbes Kind bekommen. Wenn der Wunsch bei einem da ist und der andere wirklich schlicht kein weiteres Kind will und keiner den anderen auch nach 2 Jahren Diskussion „überzeugen“ konnte, was macht man dann? Entscheidet dann nicht letztlich trotzdem jeder für sich, wie er mit dieser Pattsituation umgeht? Eine Beziehung ist eine Gemeinschaft zweier Menschen, aber doch keine Symbiose. Gerade weil die zwei verschieden denken und fühlen, führt es zu Konflikten. In denen aber am Schluss jeder entscheidet, zu wievielen Kompromissen er bereit ist.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Konflikte erfordern, dass man gemeinsam Lösungen findet. Es gibt eben nicht nur schwarz-weiss, oder „keine halben Kinder“. Sondern es gibt Gründe, warum man etwas mehr oder weniger oder gar nicht will, und dazu noch die Frage, wie wichtig einem das Thema ist. Und Entscheidungen bei einem Thema beeinflussen auch Entschiedungen bei anderen.
        Ich bestreite nicht, dass du auch für Diskussionen bist. Aber ich sehe einmal mehr, dass dir „das letzte Wort“ wichtiger ist als die Beziehung. Das ist eine Grundhaltung, die ich nicht teile. Vermutlich, weil ich das „lebenslang“ auch so meine, und nicht mit der Option „dann gehe ich halt wieder“ spiele. Was, nebenbei, auch die Machtfrage in der Beziehung beeinflusst.

      • 13 sagt:

        In dieser speziellen Frage gibt es allerdings tatsächlich nur ein schwarz-weiss resp. ein Kind oder eben nicht.
        Und Du irrst Dich gewaltig. Mein Mann und ich wären schon lange nicht mehr zusammen, wenn das meine (oder seine) Einstellung wäre, denn es gab bei Gott nicht nur Highlights die letzten fast 20 Jahre. Allerdings ja, gefällt mir persönlich die Vorstellung, dass sich jemand trotz Möglichkeit eines Auswegs! immer wieder dafür entscheidet, bei mir zu bleiben, als dass ich weiss, dass er das tut, weil er nun mal irgendwann gesagt hat und sich dadurch gebunden sieht.
        Das ändert aber nichts daran, dass jeder für sein eigenes Glück zuständig ist. Ein Kind zu zeugen um dem anderen ein Gefallen zu tun, erachte ich als schwierig. Die Bedingungen können aber den Entscheid beeinflussen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ein Kind nicht zu zeugen, obwohl dieses gerade der grösste und wichtigste Wunsch des Partners/der Partnerin wäre, halte ich allerdings für mindestens genauso schwierig. Eben, es ist ein ständiges Abwägen, und nicht nur für sich entscheiden.

      • 13 sagt:

        Nun, auch das „Nachgeben“ des Kinderwunsches des Partners ist eine eigene Entscheidung. Aber doch, bin ich der Meinung, dass ein Kind nur gezeugt werden sollte, wenn das beide wollen. Was natürlich nicht ausschliesst, dass es auch im anderen Fall von beiden geliebt wird.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Du merkst schon, dass dies jetzt wieder schwarz/weiss, bzw. prinzipiell ist.
        Ich schrieb ja extra, dass im Gespräch die Positionen geklärt werden sollten. Es ist eben ein Abwägen, wessen Nachgeben letztlich klüger oder weniger schmerzhaft ist.
        Kann sogar sein, dass man aus einem ganz bestimmten Grund kein Kind mehr möchte. Und man diesen Grund beseitigen bzw. relativieren kann, indem man dazu einen Vorschlag macht.

      • 13 sagt:

        Sicher ist das schwarz-weiss, das bejahe ich ja und bin dabei der klaren Überzeugung, dass es 2x ein Ja braucht, um bewusst ein Kind zu zeugen.
        „Kann sogar sein, dass man aus einem ganz bestimmten Grund kein Kind mehr möchte. Und man diesen Grund beseitigen bzw. relativieren kann, indem man dazu einen Vorschlag macht.“
        Das ist richtig und das meinte ich oben mit:
        „Die Bedingungen können aber den Entscheid beeinflussen.“
        Man sollte aber nicht davon ausgehen, dass der andere, auch wenn man diese Gründe aus der Welt schafft, plötzlich doch ein Kind will und dann sogar enttäuscht sein, wenn das nicht zutrifft.

    • Niklas Meier sagt:

      Die Formulierung „Eier zeigen“ hat der Autor wohl nur aufgrund des Themas gewählt und um sich ein klein wenig männlicher als der Rest zu fühlen.
      Mal wieder eine Moralkeule. Die Zuschreibung von „Männlichkeit“ ist in diesem Zusammenhang dann aber in Ordnung.
      Wenn Sie schreiben 13, dass das reine Privatsache und Entscheidung des Betroffenen ist und auch noch Ihr Befremden betreffend der Formulierung äussern, dann bin ich, erstaunlich, absolut Ihrer Meinung.

      • Reto Vogt sagt:

        Genau, Eier zeigen im Sinn von: Sie auf den OP-Tisch legen und mutig sein. War bei dem Thema eine Steilvorlage.

  • Benedikt Kramer sagt:

    Der Autor hat sicher in einem Punkt recht, nämlich dass ein Mann (oder eine Frau) sich dann unterbinden lassen sollte, wenn ER sicher ist, dass ER selbst (und nicht „das Paar“) keine Kinder mehr haben will, egal was kommt. So wie bei ihm selbst, für ihn also definitiv der richtige Entscheid. Leider fängt er dann gleich wieder an zu vermischen. Mit Sprüchen wie „Verhütung ist in langjährigen Beziehungen mit Kindern eindeutig Männersache“ unterstellt er Männern, die sich nicht unterbinden lassen, Verantwortungslosigkeit bzgl Verhütung (ein jahrzehntealtes Klischee, das man heute schon einmal hinterfragen darf) und impliziert, dass man eben doch „als Paar“ entscheiden sollte, dass der Mann sich unterbindet. Das erzeugt Druck auf Männer, die sich vielleicht weniger sicher sind als er.

  • Niklas Meier sagt:

    Vasektomien lassen sich ja in der Regel rückgängig machen wenn man sich nach ein paar Jahren das Ganze dann doch noch anders überlegt.

    • Martin Frey sagt:

      Stimmt. Die Resultate sind aber sehr durchzogen, da ist jede Tatooentfernung erfolgversprechender. Und wenn man unter der Prämisse „ich kann ja wieder auf den Entscheid zurück kommen“ sich unterbinden lassen will, sollte man es besser lassen. Aus demselben Grund werden seriöse Operateure dann davon zurecht Abstand nehmen.

    • bea balu sagt:

      nein, im ersten Jahr ist die Chance ganz gut, danach nimmt sie ab und nach 5 Jahren ist sie praktisch gleich null.

    • 13 sagt:

      Klappt allerdings nur bei ca. 50% und je länger die Vasektomie zurück liegt, desto mehr sinken die Chancen, dass es klappt…

      • Niklas Meier sagt:

        Danke für die Ausführungen.
        Ich wollte damit eine Vasektomie nicht als Standardverhütung beliebt machen.
        Wenn man allerdings alle Eventualitäten mit einbezieht, könnte man sich dann nie dafür entscheiden.

  • Fritz sagt:

    Würde ich nie machen. Falls man sich trennt oder einer der Partner stirbt, dann geht das Leben weiter und zwar meist in nicht vorhersehbaren Bahnen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie diese Entscheidung nie bereuen werden.

    • Papperlapapi sagt:

      Für mich war nach 2 Kindern klar, dass ich keine weiteren mehr möchte (unabhängig vom weiteren Verlauf des Lebens) und so habe ich mich vor ca. 8 Jahren (Mitte 30) unterbinden lassen.
      Für meine Frau und mich stimmt es so.

    • Hermann sagt:

      Stimmt absolut. Meine Frau starb unerwartet und ich lernte nach einiger Zeit meine zweite Frau kennen mit der ich einen Sohn habe, für den ich sehr dankbar bin. Ich denke, dass man Kinder nicht einfach macht, sie werden einem geschenkt, auch wenn das altmodisch klingen mag.

  • Jänu sagt:

    Das hat mit klassischer Verhütung nicht viel zu tun, das ist eine Sterilisation. Ihr Text ist viel zu undifferenziert und der Titel erst recht, wen nicht gar anbiedernd. Da sage ich also meinem 16-jährigen Sohn: Lass dich vasektionieren, statt dass du Kondome verwendest oder sie die Pille. Also, an wen richtet sich Ihr Text? Oder wollten Sie einfach nur mitteilen, was Sie für sich entschieden haben und wie toll das doch für alle ist?

    • Christian sagt:

      Steht da was von klassischer Verhütung? Der Autor schreibt klar, unter welchen Umständen die Variante für ihn gepasst hat. Ebenfalls ist Sterilisation was komplett anderes. Wollten Sie eine differenzierte Diskussion starten oder einfach nur mitteilen, wie doof sie den Artikel finden?

      • Samira sagt:

        Sterilisation ist operative Unfruchtbarmachung bei Erhalt der Keimdrüsen und deren Funktion – somit ist die Vasektomie eine Sterilisiesation – vergleichbar mit dem durchtrennen der Eileiter.

    • Kathy sagt:

      Lesen hilft: Verhütung ist in langjährigen Beziehungen mit Kindern eindeutig Männersache. 

    • Reto Vogt sagt:

      Dass Vasektomie nicht Verhütung, sondern Sterilisation sein soll, ist reichlich spitzfindig.

      Natürlich richtet sich der Text nicht an Minderjährige oder kinderlose Männer. Er soll eine Erfolgsgeschichte sein und Männer, deren Kinderplanung abgeschlossen ist, dazu anregen, Verantwortung zu übernehmen.

    • balu sagt:

      Wie kommen sie darauf?! Natürlich nur, wenn die Familienplanung für einen abgeschlossen ist. Und ja, das kann Mann sogar selber und frei entscheiden, ober weitere Kinder haben will oder nicht.

    • Timo sagt:

      Pille oder Kondom?

      Beim typischen gebrauch hat das Kondom ein Pearl-Index von 12-15. Ich finde nicht das dies akzeptabel ist und es sollte zusammen mit einer weiteren Methode verwednet werden. Die Pille hat einen typischen Pearl-Index von 8, dies ist auch noch sehr hoch.

  • Elena sagt:

    Bravo. Mein Mann war genau gleicher Meinung wie Sie.
    Schönen Tag noch,
    Elena

  • Marcel Simmig sagt:

    Also wollen sie aus ihrer Überzeugung alle Männer zur Unterbindung anregen? Egal in welchem Lebensabschnitt sich der Mann befinden könnte? Also auch der 18 jährige sollte sich unterbinden lassen? Für einen Journalisten wirkt mir ihre Anregung sehr unüberlegt und vielleicht hätten Sie sich etwas mehr Zeit zur Verfassung lassen sollen. Ihre Frau ist eine bodenständige Person, sie ein toller Romantiker. :o) Das ist schön, aber generell den Anreiz zur Unterbindungsempfehlung setzen zu wollen ist falsch. Schön dass Sie sich dazu durchgerungen haben, ich habe mit 2 Frauen wunderbare Kinder. Mein Leben verlief nicht so schön „straight forward“ und ich bin froh, hab ich nach meiner ersten Frau diese Entscheidung nicht getroffen, weil dann würde es 2 wundervolle Menschen weniger geben.

    • Reto Vogt sagt:

      Chapeau, was Sie da alles rauslesen. Ganz sicher nicht will ich 18-Jährige dazu anregen, sondern Familien, deren Kinderplanung abgeschlossen ist.

    • Martin Frey sagt:

      Sehe ich ähnlich, Herr Simmig. Und dann noch mit Schlagzeilen à la „Werte Väter, zeigt Eier!“, fehlt nur noch „echte Männer weinen nicht“ und ähnliches. Etwas undifferenziert ist das ganze ja schon dargestellt. Was richtig ist, und was man dem Autoren zugute halten muss, dass er die eine oder andere falsche Vorstellungen versucht zu nehmen, indem er diffusen Aengsten entgegen tritt. Was ebenfalls richtig ist, die männliche Unterbindung ist im Vgl. zu weiblichen ein Klacks. Aber trotzdem oder gerade deswegen sollten derartige definitive Entscheide nicht aus einem postpartalen Gefühlssturm entstehen, sondern wohlüberlegt, und auf jeden Fall erst im „richtigen“ Alter gefällt werden.

      • Sportpapi sagt:

        „Zeigt Eier“ ist hier ein Wortspiel, das doch passt – ob es übermässig lustig ist, muss jeder selber entscheiden.
        Echte Männer übernehmen Verantwortung wäre ja meine Übersetzung.

      • Niklas Meier sagt:

        Es wäre dann wohl vielmehr „echte Männer weinen“..es geht ja darum, die Bedenken beim Verlust der Zeugungsfähigkeit, sprich Männlichkeit als Schwäche darzustellen Herr Frey.

      • Martin Frey sagt:

        Genau, Herr Meier.
        Und damit bedient der Autor letztendlich sogar Stereotypen, bezüglich sich selber, wie auch der anderen Männer die aus welchen Gründen auch immer anderer Ansicht sind. Die aktuell so verpönte „toxische Männlichkeit“ lässt grüssen. 🙂

      • Niklas Meier sagt:

        Ok, das wird langsam kompliziert Herr Frey.
        Der Autor ist demnach bemüht, die klassischen Rollenbilder aufzubrechen und der toxischen Männlichkeit zu begegnen, verfällt dabei aber in eben genau solche Muster die dabei angeprangert werden? Interessant.

      • 13 sagt:

        @ SP
        „Echte Männer übernehmen Verantwortung wäre ja meine Übersetzung.“
        Diesem Satz würde ich ja zustimmen, die Aussage des Textes ist aber etwas andere, denn „Verantwortung übernehmen“ wird hier gleichgesetzt mit „sich unterbinden lassen“, was schwierig ist. Zumal dann die Weiterführung dieser Argumentation heisst: „Echte Männer lassen sich unterbinden“ oder eben auch im Umkehrschluss: „Wer sich nicht unterbinden lässt, ist kein richtiger Mann“.

        @ MF
        Was ist denn das „richtige Alter“?

      • Sportpapi sagt:

        @13: Und so falsch ist die Zuspitzung ja auch nicht. Je nach Situation und Alternative.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Gerade weil jede Situation, jedes Paar und jeder Mensch verschieden ist, empfinde ich sie als sehr falsch. Ein unterbundener Mann ist nicht weniger und nicht mehr ein Mann als einer, der sich nicht unterbinden lässt. Nicht einmal dann, wenn Angst oder auch die Einstellung, Verhütung sei Frauensache, der Grund für die Weigerung ist.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Wir können uns natürlich von jeglichen Konzepten der Männlichkeit entfernen, und diese Kategorie ganz abschaffen, die ja sowieso nur noch als toxisch gilt.
        Ich habe allerdings nach wie vor eine Idee von Männlichkeit, von männlichen Tugenden. Die eben unter anderem beinhalten Verantwortung übernehmen für seine Familie, für seine Frau, für sie zu sorgen und sie vor unnötigen Problemen bewahren.
        Wenn die Alternative hier also bedeutet, sie nimmt weiterhin die Pille, oder lebt mit dem Risiko einer wirklich nicht mehr erwünschten Schwangerschaft, dann gibt es für mich eigentlich keine Alternative zu einer Unterbindung.
        Aber ich verstehe schon, dass manche Männer Angst davor haben. Dürfen sie auch, obwohl sie Männer sind…

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Ich wäre überglücklich, wenn wir uns von allen Konzepten der Rollenbilder befreien könnten, aber soweit sind wir natürlich noch nicht. wer aber den Begriff „Männlichkeit“ mit „toxischer Männlichkeit“ gleichsetzt, der hat den zweiten Begriff nicht verstanden und ist vermutlich aus verletztem Ehrgefühl auch nicht dazu bereit, sich mal mit der Definition auseinanderzusetzen.
        „Die eben unter anderem beinhalten Verantwortung übernehmen für seine Familie, für seine Frau, für sie zu sorgen und sie vor unnötigen Problemen bewahren.“
        Worin unterscheidet sich denn nach dieser Definition die Männlichkeit von der Weiblichkeit? Verantwortung für meine Familie übernehmen, für sie zu sorgen, auch für den Mann etc. ist doch genauso der Inbegriff der Aufgaben einer Frau.

      • Martin Frey sagt:

        @Meier
        Tönt in der Tat so widersprüchlich für mich. Andererseits, die genannten Argumente werden ja immer wieder gerne hervorgezogen, wenn es um Männer geht. Und sie funktionieren ja auch. 😉
        @13
        Bin heute wieder ganz auf Deiner Linie. Mich stört dieses absolutistisch-wertende, woran man Männlichkeit festmacht, doch etwas.
        Und zum richtigen Alter. Ja, das gibt es wohl nicht, so etwas ist ein sehr persönlicher Entscheid. Aber wie Du richtig sagst:
        „Letzteres schon darum, weil man wichtige Entscheidungen möglichst ausgeschlafen fällen sollte. Idealerweise entscheidet man, ob man noch ein Baby will, dann wenn man keines mehr hat.“
        Dem gibt es aus meiner Sicht nicht mehr viel hinzuzufügen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Wenn wir uns von allen Rollenbildern befreien, heisst das ja nicht, dass wir kein Ideal mehr hätten, an dem wir uns orientieren könnten. Sondern nur, dass Männer und Frauen das gleiche haben.
        Und das fände ich schade.
        Und hier: Ja, mutig sein ist auch männlich. Ist ja so, dass viele Männer vermutlich durchaus einsehen, dass eine Unterbindung klug wäre. Aber sie getrauen sich nicht. Oder eben, sie drücken sich vor der Verantwortung und hoffen, dass die Partnerin (weiterhin) das für sie löst.

  • stuffy80 sagt:

    So ist es! Auch ich, Vater von 2 Kindern, habe den Eingriff durchführen lassen. Ein Zahnarzt besuch ist wesentlich schlimmer. Da alles noch funktioniert wie vorher, ausser dass nicht mehr «scharf geschossen» wird, ist das Sexualleben mit meiner Partnerin sorgenfreier und besser geworden.
    Kann eine Vasektomie jedem empfehlen, der die Familienplanung abgeschlossen hat.
    Übrigens: je nach Zusatzversicherung werden die Kosten bis zu 75% übernommen.

    • Michael sagt:

      Mee Too ! Habe zwei Mädels in die Welt gesetzt – reicht. Deswegen war es kein grosser Gedanke, eine Vasektomie machen zu lassen. Das Interessante daran war, das ich mich unten herum komplett rasieren musste. Nachdem der Eingriff vollzogen war, habe ich das zum beidseitigen Gefallen beibehalten. Meine Frau hatte dann die Pille abgesetzt und unser Sexualleben bekam danach einen richtigen Kick.

      • G. I. Lette sagt:

        Das freut mich sehr für dich, Michael. Und für deine Frau auch. Aber trotzdem eine kleine Info: Den Kahlschlag kann Mann im Fall auch ohne Schnipp-Schnapp-Schnäbi-ab machen. Ganz ehrlich!

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Muss gerade schmunzeln, dass Mann eine Vasektomie machen lassen muss, um auf den Geschmackvon Intimrasur gebracht zu werden…

  • Christian sagt:

    Ich stimme dem Autor in jedem Punkt zu und hab genau die gleiche Entscheidung getroffen. Männer zeigt Eier!!! Und wer sich über allfällige Schmerzen beklagt, sollte kurz überlegen, welche Schmerzen eure Frauen während/nach der Geburt hatten und dann vielleicht aufhören zu klagen.

  • Coco sagt:

    Sie haben Ihre Entscheidungen getroffen und konsequent gehandelt – châpeau!

  • Brunhild Steiner sagt:

    Wie alt waren Sie da?

    Ich rate jedenfalls allen Familien sich Optionen offen zu lassen, es ist nicht ungewöhnlich auch ein paar Jahre nach dem ersten/den ersten Kindern nochmal auf Platz eins gehen zu möchten. Hat man da aber schon zu Vasektomie/Tubenligatur gegriffen wird es schwierig.
    Nicht hormonelle Verhütung ist mMn sehr empfehlenswert, zu früher cut eher nicht. Besonders nicht wenn man sich dampfwalzenmässig auf eine Überzeugung beruft welche nicht auch diejenige des Partners/Partnerin ist, und jegliche Veränderungsmöglichkeit ausschliesst; eine Offenheit, dass man nicht immer für sich die Selbstüberzeugung die Hand ins Feuer legen kann finde ich auf diesem Gebiet sehr wichtig.

    • Reto Vogt sagt:

      Ich war 31. Und wie geschrieben: Zwei Kinder sind genug, egal was nachher noch kommt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Reto Vogt

        danke für die Antwort, aber tut mir leid, mit 31 sind Sie diesbezüglich für mich eher auf der „jungen Seite“, und auch das „egal was nachher noch kommt“ der jugendlichen Selbstsicherheit bezüglich Lebensüberzeugungen geschuldet.

        Möglich dass Sie ihr treu bleiben, genauso möglich dass sich das bis 40 radikal wandelt- ich finde es nicht klug so etwas als schon in-Beton-gegossen zu deklarieren; das Leben spielt manchmal sehr anders, gut wer das mitberücksichtigt.

    • 13 sagt:

      Da kann ich mich Brunhild nur anschliessen. Wir waren auch immer von der 2-Kinder-klassische- Familie überzeugt. Bis dann einige Jahre nach der Geburt von Nr. 2 ein Kinderwunsch kam, mit dem wir nie gerechnet haben und unsere Kleine würden wir nie mehr missen wollen. Es spricht nichts dagegen, wenn der Entscheid definitiv ist, den Schritt auch vorzunehmen. Im Gegenteil. Aber sich etwas Zeit lassen, nochmals überlegen, mit dem Partner/der Partnerin besprechen etc. macht Sinn. Das Leben besteht nicht aus Verträgen, die einmal getroffen nie abgeändert werden dürfen. Zudem bin ich der Überzeugung, dass solche Entscheidungen nicht während der Schwangerschaft oder kurz danach getroffen werden sollten. Da tickt man einfach anders.

      • Sportpapi sagt:

        Er hat sich ja ein Jahr Zeit genommen. Und sich noch einmal informiert. Und dann entschieden.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Bis zur Durchführung, den Entscheid fällte er ja zuvor:
        „Tatsächlich habe ich exakt zu dem Zeitpunkt für mich den Entscheid getroffen, mich unterbinden zu lassen, sofern die Kinder gesund zur Welt kommen.“
        Während die Bedenken der Frau beiseite gewischt wurden aufgrund etwas, das sie während der Schwangerschaft gesagt hat:
        „Meine Frau war in der nachfolgenden Diskussion zurückhaltender, obwohl wir uns vor der Schwangerschaft eigentlich einig waren, nicht mehr als zwei Kinder zu wollen.“

        Aber ich spreche nicht über das Abklären möglicher Risiken, Kosten etc., die evtl. den Entscheid umstossen könnten, sondern über den Entscheid an sich. Ein Jahr nach der Geburt sollte wenn schon der früheste Augenblick sein, überhaupt darüber nachzudenken…

      • Sportpapi sagt:

        @13: Du willst ein Denkverbot?
        Die Frau hat ihre Bedenken ja auch begründet: «Du sollst dir doch nichts verbauen, falls wir uns trennen sollten!» Pffff!
        Aber nichts davon, dass sie noch einmal ein Kind gewollt hätte.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        auch bei ihr kann sich noch was ändern, zumal wir auch nicht wissen ob der Schreibende diesbezüglich alles auf den Tisch gelegt hat; wie gesagt, unter 40 und mit „erst“ zwei Kindern finde ich permanente Lösungen schwierig. Zu vieles könnte sich noch ändern.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: mündige Menschen müssen täglich Entscheidungen treffen, manchmal auch einschneidende. Wir können ihnen das weder abnehmen, noch verbieten.
        Nur mit den Konsequenzen leben, das müssten sie dann allerdings auch.

      • Papperlapapi sagt:

        @BS: Die Vasektomie ist in der stabilen, auf Dauer angelegten Partnerschaft („bis das der Tod Euch scheidet“) nach abgeschlossener Familienplanung eine tolle, sichere Verhütungsmethode. Wenn beide Partner etwa gleich alt sind, ist das oft Anfang/ Mitte 30. Natürlich kann man zuwarten bis 45. Dann ist die Fruchtbarkeit bei ihr allerdings vorbei, da kann Mann sich die Unterbindung dann auch sparen. Entscheidungen im Leben beinhalten immer ein Restrisiko. Ich war mir Mitte 30 sicher, keine Kinder mehr zu wollen und bereue die Unterbindung bisher (nun Mitte 40) nicht.

      • 13 sagt:

        An dem Argument ist nichts falsch. Und zudem heisst ja das eine Argument nicht, dass andere nicht in Frage stehen. Ich verbiete niemanden ein Denken. Entscheidungen treffen sollte man hingegen zur „richtigen Zeit“. Und meine Ansicht ist nun mal, dass diese Entscheidung weder bereits vor einer Schwangerschaft, noch während oder dann kurz danach (d.h. ca. im ersten Lebensjahr). Letzteres schon darum, weil man wichtige Entscheidungen möglichst ausgeschlafen fällen sollte. Idealerweise entscheidet man, ob man noch ein Baby will, dann wenn man keines mehr hat.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Es ist gut, wenn man starke Überzeugungen hat und danach lebt.
        Aber offenbar haben andere Menschen andere Prinzipien, und kommen damit auch gut klar.

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