Erinnern Sie sich an Ihre Erstklasslehrerin?

Jedem Erstklässler seine Frau Stähli: Eine gute Beziehung zur Lehrperson ist leider nicht selbstverständlich. (Foto: iStock)

Meine erste Lehrerin hiess Fräulein Stähli. Sie war gross und schlank, und wie alle Lehrpersonen und Schülerinnen in den Siebzigerjahren trug sie gestreifte Pullis. Auf dem Klassenbild aus dem Jahre 1977 ist es ein blau-weiss gestreifter, um genau zu sein. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man beim Betrachten von Klassenfotos aus dieser Zeit meinen, gestreifte Pullis hätten damals zur Schuluniform gehört.

Fräulein Stähli lehrte uns Lesen und Schreiben. Ich erinnere mich daran, wie sie uns das ch lehrte: Auf einem Bild an der Wandtafel sass ein König auf einem Stuhl, hinter dem ein grosser Stein lag. Der König war aus irgendeinem Grunde sehr traurig, aber das spielte eigentlich keine Rolle. Wir Erstklässler sollten vor allem erkennen, welche Buchstaben sich im Bild versteckten. Das c war der Stein, das h der Stuhl, doch keines von uns gescheiten Kindern fand die Lösung.

Von meinem ersten Schuljahr in Paul Klees einstigem Geburtshaus in Münchenbuchsee sind mir neben dem traurigen König nur noch einige Erinnerungsfetzen geblieben: dass ich die Steintreppe hinuntersprang und mir dabei den Fuss verknackste; dass ich beim Malen eines Regenbogens das – aus meiner Sicht – hässlichste Bild produzierte und mich sehr dafür schämte und dass ich eine Geschichte über Schnecken schrieb, die «Schnuckli und Schnackli» oder so ähnlich hiess und die Fräulein Stähli und ihrem Ehemann so gefiel, dass sie monatelang davon schwärmten.

Irgendwann verlor ich den Kontakt zu Fräulein Stähli, doch ich vergass sie nie. In meinem Gedächtnis blieb sie immer «meine gute Erstklasslehrerin».

Das Wiedersehen nach vier Jahrzehnten

Als ich genau vierzig Jahre nach meinem Schuleintritt mein erstes veröffentlichtes Buch in den Händen hielt, kam mir plötzlich Fräulein Stähli in den Sinn. Schliesslich war sie es gewesen, die mir Lesen und Schreiben beigebracht hatte! Spontan lud ich sie zur Buchvernissage ein, nachdem ich ihre Adresse im Internet ausfindig gemacht hatte. Ich war nicht sicher, ob sie sich an mich erinnerte bei den Mengen an Kindern, die sie in den letzten Jahrzehnten unterrichtet hatte. Und wenn sie sich erinnerte, würde sie meiner Einladung folgen?

Als sie am Abend der Vernissage zusammen mit ihrem Mann den Raum betrat, erfasste mich augenblicklich ein Gefühl der Wärme. Wir begrüssten uns wie alte Freundinnen. In der Hand hielt sie die Geschichte über die Schnecken, die ich 1977 geschrieben hatte. Ich war gerührt, und schlagartig wurde mir bewusst, was Fräulein Stähli zu einer guten, nein, zu einer hervorragenden Lehrerin machte und weshalb diese Begegnung nach so vielen Jahren solche Glücksgefühle in mir auslöste: Es war die Gewissheit, dass sie mich, die anderen Kinder und ihre Arbeit aufrichtig geliebt hatte.

Das Geheimnis hervorragender Lehrpersonen

Im Nachhinein fragte ich mich, ob ein bisschen Liebe zu den Goofen und zum Job reicht, um eine gute Lehrperson zu sein. Nein, natürlich nicht. Es braucht bedeutend mehr, um den Lehrerberuf kompetent ausüben zu können. Aber die Liebe zu den Kindern und zur Arbeit ist die Grundlage, die eine hervorragende Lehrperson vom Rest der Masse abhebt. Ohne diese Basis kann das Leben der Kinder und auch der Eltern enorm schwierig werden.

Ich wünsche mir deshalb, dass alle Erstklässler und Erstklässlerinnen eine Frau oder einen Herrn Stähli haben, an die oder an den sie sich für den Rest ihres Lebens mit dem gleichen Glücksgefühl zurückerinnern werden, das ich all die Jahre über beim Gedanken an Fräulein Stähli empfand. Zu gönnen wäre es allen.

 

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93 Kommentare zu «Erinnern Sie sich an Ihre Erstklasslehrerin?»

  • diva sagt:

    ja, ich erinnere mich an sie. aber vielmehr blieb mir frau haas, unsere singlehrerin in der sek in erinnerung. sie hatte es schwer mit uns, uns im zeitalter von beatles und stones, mozart näher bringen zu wollen. aber sie tat es so stur, dass wir sie bald frau mozart nannten. als ich frau haas jahre später wieder traf, weil ich in zwischen die klassische musik für mich entdeckt habe und selber klavier spielte, erklärte sie mir ihre damalige motivation: sie war ganz behütet in einem reichen elternhaus aufgewachsen, durfte studieren, ans konsi gehen, das lehrersemi machen. dann kam sie uns, ins arbeiterviertel der stadt und war erschüttert. da die klassische musik «ihr leben» war, wollte sie uns diese freude bringen… ja, das tat sie – wenigstens bei mir. danke frau haas!

  • Christian Künzi sagt:

    Meine erstklass Lehrerin war ein sadistischer Teufel. Sie klebte dickes Isolierband den Schwatzenden auf den Mund und riss dieses vor Schulschluss mit einem Ruck ab – es bluetete. Als Linkshänder erhielt ich regelmässig „Tatzen“ mit dem Lineal, mit dem Resultat, dass ich nun rechts schreibe – und fast der einzige bin der das geschriebene lesen kann.

  • Aunt V sagt:

    Danke, danke, danke Frau Hofmann für diese schönen Worte! Ich habe gerade eine Träne abgewischt. Ja, die Kinder und ihre Arbeiten bedeuten uns etwas – jedenfalls den meisten Lehrpersonen. Ich erinnere mich an meine Schüler, habe mit einigen noch Kontakt über Facebook und bin so stolz, zu sehen, was aus ihnen geworden ist. Kinder in ihrem Leben ein Stück zu begleiten und mit ihnen zu lernen, ist eine schöne Aufgabe.

  • Doris sagt:

    Als Kind mit einem Herzfehler konnte ich nicht am Turnunterricht oder an Klassenlagern teilnehmen. Frau Elsie Züttel (Ende der 1950-er Jahre) erkannte mein erzwungenes Anderssein, förderte mich im Zeichnen und Malen und lud mich einmal explizit zu sich nach Hause ein. Es gab eine Zwetschgenwähne mit viel Schlagrahm, das war eine grosse Ehrerbietung für mich. Sie war eine „Fröili“ , streng aber gerecht und wurde 98 Jahre alt. Vergessen werde ich sie nie.

    • Kein Schnudderihung sagt:

      Liebe Doris, meine Erinnerungen als Bub in einem damaligen Arbeiterquartier (hintere Länggasse) an das rothaarige Fräulein Züttel sind leider ziemlich anders (s.weiter unten). Ich erinnere mich aber auch noch an ihren Hund, einem Spaniel. Und als ich einmal in einem Aufsätzchen etwas von einem „Vorsteherhund“ schrieb, hat sie mich sogar ohne Ohrfeige korrigiert, d.h. den korrekten Ausdruck hingeschrieben. Auch ich vergesse sie nie.

  • Peter Stutz sagt:

    Mein erster Lehrer hiess Brunner 1955 in Schlieren und er war ein Arschloch.
    Ich habe später oft daran gedacht in zu finden um ihn mit ein paar saftigen Ohrfeigen an seinen früheren Schüler zu erinnern.

  • IUrs Fellmann sagt:

    Unser Primarlehrer war ziemlich alt und ein Sadist. Wir mussten die Tatzenruten – verlangt wurde elastische Haselnuss – selber schneiden gehen und wurden am nächsten Tag damit geprügelt. Alternativ kam ein kantiger LIneal zum Einsatz. Ein Mitschüler ist im ersten Stock aus dem offene Fenster gesprungen, um einer solchen Prozedur zu entgehen. Er blieb blutend am Boden liegen und wurde von der Sanität abgeholt. Danach gab es einen Tumult im Schulzimmer und der Stärkste von uns Drittklässlern hat dem Lehrer einen Kinnhaken verpasst. Der Dorfpolizist mit seinem Hund hat dann für Ruhe gesorgt.
    Die Klasse wurde bis Ende der Woche nach Hause geschickt. Vom Lehrer und vom Mitschüler haben wir danach nichts mehr gesehen oder gehört. So war mein Primarschulerlebnis 1959 in der Schweiz.

  • Simone sagt:

    Schön, wenn die Lehrpesonen auf allen Stufen ihre Schüler*innen gern haben.
    Als Mutter ist mir das mit Abstand am Wichtigsten.

  • Anh Toàn sagt:

    Mein Primarlehrer, – Attenhofer hiess er, wir machten was mit Ratten draus – war ganz ok, aber wenn er Geige spielte tat es richtig weh. (Nicht nur beim hohen C ein bisschen wie bei Lindenberg’s „Klavierlehrerin“)

  • R. Wenger sagt:

    An meinen Primarlehrer kann ich mich gut erinnern. Es war ein junger Mann und hiess Kull. Er ist leider sehr früh verstorben. Schon damals, in den Dreissigerjahren, hatte er für den Unterricht sehr fortschrittliche Ideen. Nach einem grossen Eisenbahnunglück in Frankreich brachte er eine Tageszeitung und als das Jugendbuch von Erich Käsnter „Emil und die Detektive“ erschienen war, dieses in den Lese- Unterricht mit. Daraus durfte ein Schüler (damals waren die Schulen noch geschlechtergetrennt) so lange vorlesen, bis er einen Fehler machte. Dann kam der nächste daran

  • Franz sagt:

    Meine Erstklasslehrerin, Frau Sutter, war eine böse Frau. Sie hatte mich schon am zweiten Tag vor der ganzen Klasse blossgestellt, weil ich die Hausaufgaben falsch gelöst hatte. Streng katholisch war die Frau, das haben auch ihre Kinder zu spüren bekommen. Zucht und Ordnung hat da geherrscht. Alles was Spass gemacht hat, war des Teufels – schrecklich.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Ging mir genau gleich. Nur hiess sie nicht „Fraux XY“, sondern „Fräulein“. Darauf legte sie Wert. Wenn man etwas nicht wusste oder eine falsche Antwort gab, erhielt man „Tatzen“: Hiebe mit dem Lineal auf die Handfläche. Aber so, dass man Striemen davontrug, die noch tagelang brannten. Kopfnüsse teilte sie auch gerne aus. Es war eine schlimme Zeit und hat mir die Lust auf Schule nachhaltig verdorben. In der Sek hatte ich das Pech, nochmals einen solchen Drachen aushalten zu müssen. Die teilte zwar keine Hiebe mehr aus, aber ihr Liebhaberei war, einem vor der Klasse zu beschimpfen und blosszustellen.

      • marianne pomeroy sagt:

        Es ist suspekt, dass die zwei Personen welche sie beschreiben weiblich waren. Ich mag mich bezüglich ihres ihres Alter täuschen. Aber waren damals nicht die meisten Lehrpersonen männlich?

    • k. miller sagt:

      @marianne pomeroy: Ich bin 1970 eingeschult worden – allerdings in Deutschland. Auf der Primarschule gab es fast aussschliesslich Lehrerinnen, nur wenige Lehrer. Auch meine älteren Brüder erzählen nur von Frl. XY, und nicht von Lehrern. Selbst mein Vater (eingeschult in den Dreissigern auf dem Dorf) hatte eine Lehrerin. Erst auf dem Gymi hatten wir mehr männliche „Lehrpersonen“.

  • Mira sagt:

    Ich erinnere mich vom Kindergarten bis zur Oberstufe an alle meine Lehrerinnen und Lehrer. Einen Lehrer hatte ich besonders gerne und er hat sogar ein Buch geschrieben. Liebe Grüsse an E. Brenn, damals Lehrer in Thusis. Mira

    • Lichtblau sagt:

      Meine Lehrerin in der Unterstufe hat damals keine eigenen Bücher geschrieben, wohl aber ihr Vater welche illustriert („Knirps“). Ich habe sie als echte Beauty und tolle Motivatorin in Erinnerung. Warum wir Zürcher Mädchen in ihrem Unterricht aber keine Hosen tragen dürften, verstehe ich bis heute nicht. Falls Sie hier mitlesen, Frl. Brunner/Frau Morel?

  • jean-pierre neidhart sagt:

    Ja, an die erste Lehrerin kann ich mich bestens erinnern. Die war immer ganz lieb und nett mit Ausnahme, wenn ich mit der linken Hand schreiben wollte. Dann kam die Bambusrute zum Einsatz und ich wurde gezwungen, mit rechts zu schreiben.

    • Widerspenstige sagt:

      Ich erinnere mich auch an jene Tage, als ich als geborene Linkshänderin in der 1. Klasse zum Rechtsschreiben verdonnert wurde vom Primarlehrer. Eine Demütigung der besonderen Art, denn das galt in den 1960-er Jahren als abnormal. Das werde ich meiner Lebtage nicht vergessen, denn es war eine Verletzung meiner Identität. Erst seit der neusten Hirnforschung weiss man mehr über den Schaden, welcher dies in der linken und rechten Hirnhälfte verursacht. Mein Widerstand gegen Willkür und Zwang ist u.a. auf diese Demütigung zurückzuführen.

      Es wäre toll, wenn Medien wie auch Kulturschaffende sich in Literatur, Film, Theater diesem vernachlässigten Thema annehmen würden.

      • 13 sagt:

        @ Widerspenstige
        Eine Freundin wurde noch Ende der 80er Jahre umgepolt. Hier in der Schweiz, jedoch in einem sehr ländlichen Teil.

      • jean-pierre neidhart sagt:

        Tut mir leid, dass es sie auch erwischt hat. Diese Behandlung, welche auch von den Eltern unterschtuezt wurde, hat mich, was gestalterische Faehigkeiten angeht, absolut runtergezogen. Ich bin allerdings nicht mehr sauer auf diese Leute, welche immer besser gewusst haben als ich, was fuer mich gut ist. Die Kinder der heutigen modernen Zeit tun mir richtig leid bei dem Mist der ihnen aufgezwungen wird. Da hat sich in den letzten 50 Jahren wohl nicht viel veraendert.

      • Beat Schenker sagt:

        Also so genau kann ich mich nicht erinnern, immerhin ging ich bereits in der 1 Klasse wegen Umzug in zwei verschiedene Schulen. Ob es im zweiten Teil des Jahres ein Lehrer oder Lehrerin war weiss. ich nicht mehr.
        Was ich weiss das als wir noch den Bleistift verwendeten mein Schreiben jeweils als Beispiel gezeigt wurde.
        Das änderte sich Rasch als die Tinte ins Spiel kam, als Linkshänder mit dem offiziellen Material das reinste Desaster.
        Nun die Lehrperson hat schnell erkannt das es mit der Rechten nicht geht. Hat uns einen Laden empfohlen die einen Patronen getriebenen Fühler hatten, der auch für Linkshänder geeignet war. Dieser Fühler mit der schnell Trocknenden Tinte wirkte Wunder.
        Leider wollte kaum ein Lehrer/in danach diesen Fühler akzeptieren.

      • Martina sagt:

        Ich, Linkshänderin, hatte im Jahre 1994 (!) einen Primarlehrer, der mich Seitenweise Texte mit dem Fülli schreiben liess und sie jedes mal wieder vor mir zerriss wenn etwas verschmiert war. Furchtbar!! Zum Umpolen auf die rechte Hand hat er mich damit aber nicht gebracht.

  • Ruth Nauser sagt:

    Ich erinnere mich am liebsten an meinen 3. und 4. Klasse Lehrer Jon Godly. Er erzählte uns immer Balzli Geschichten und einen Käse machten wir auch. Er sah immer mehr in mir als meine eigenen Eltern, und dafür danke ich ihm von Herzen. Herr Godly hat mich mal an der Hand genommen und ist mit mir in die Papeterie gegangen, hat mir neue Farben, Bleistifte und einen Gummi gekauft. Ich durfte mir auch einen Spitzer aussuchen; einen hellblauen mit Wolken. Auch wenn das 30 Jahre her sind, habe ich Ihnen das nie vergessen Herr Godly, danke! Aber in den „Unterschlüch“ würde ich jetzt nicht mehr im Berghüttli schlafen;-) Alles Liebe, Ihr Ruthli

  • Meine Erstklasslehrerin war grossartig. Ich hatte die Windpocken und konnte deshalb nicht mit auf die Schulreise. Als ich wieder gesund war, ging sie mit mir ins Naturhistorische Museum.

    Zum Glück muss ich gar nicht in Erinnerungen schwelgen. Sie ist heute die Lehrerin meines Kindes.

  • 13 sagt:

    An meine Erstklasslehrerin erinnerte ich mich nicht, dafür an die Zweitklasslehrerin umso mehr: Frau Müller.
    Sie hatte kein leichte Aufgabe: eine Anpassungsklasse mit 9 Schülern, gemischt 2.-7. Klasse, aus verschiedenen Ländern und mit sehr wenig bis gar keinen Sprachkenntnissen. Sie war ganz alleine, ohne Fachlehrer, Teamteaching oder ähnliches. Und sie hat das mit Bravour gemeistert und dafür gesorgt, dass alle ihre Schüler und Schülerinnen innert eines Jahres gut deutsch sprachen und auch die schweizerischen Eigenheiten kannten, ohne sich auch nur ein einziges Mal abschätzig oder rassistisch über die Kulturen geäussert zu haben. Wenn ich heute sehe, wie holpernd ausländische Kinder integriert werden, wünschte ich mir mehr Lehrpersonen von ihrer Sorte.

  • Eva Duse sagt:

    Ich hatte ebenfalls grosses Glück mit meinen Primarlehrerinnen! Frau C. Hälg, frisch ab Semi, nahm uns 1976 im Schulhaus Schanzengraben entgegen und begleitete uns einfühlsam in die Schulzeit und durch die ersten 3 Jahre. Durch sie wurden wir von Kindergärtler/innen zu Schüler/Innen.
    Frau S. Schmid (4.-6. Klasse) eilte ein absurd schlechter Ruf voraus. Zum Glück glaubten meine Eltern den Gerüchten nicht! Sie ist bei aller Liebe zu Frau Hälg mit grossem Abstand die beste Lehrperson, die mir je begegnet ist! Sie lehrte uns Gerechtigkeit, Fairness und unterband jegliches Petzen, Hänseln, Mobbing schon im Keimstadium. 158cm klein war sie, aber eine charismatische Wucht. Frau Schmid, falls Sie dies lesen, herzlichste Grüsse.

  • Alex Schmid sagt:

    Natürlich erinnere mich an „Fräulein Schweizer“ im Bachmatt Schulhaus. Ich als Erstklässler mit einem Schulthek mit einem Deckel aus Kalbsfell habe sie wirklich gemocht. Gelernt haben wir auch was, aber vor allem war sie lieb. Leider niemals je wieder etwas von ihr gehört. Ich hoffe und wünsche, es gehe ihr gut.

  • tamburini sagt:

    An die Unterstufe erinnere ich mich nicht so gut, ausser dass mich die Buben von hinten an den blonden Zöpfen gezogen haben. Jedoch schwärmte ich jahrelang von meiner Kindergärtnerin Fräulein Wurster (ich Jahrgang 56). In der Schule wollte ich stets in den Kindergarten zurück. Bei ihr musste man die braun gewordene Banane nicht mehr essen und bekam Zwieback aus einer Büchse. Sie schimpfte nie und lachte oft. Ja das war in den 60-er. Da war der Kindergarten noch zum Spielen da, zum sich wohl fühlen. Die Spielsachen hatten wir zu Hause nicht. Zu Hause spielten wir Kinder draussen, bei Regen im Keller und im ganzen Treppenhaus. Niemand schickte uns weg.

  • Yves sagt:

    Wundervolle Geschichte. Vorallem auch, weil auch ich ein Erstklässer des „oberen Schulhaus“ in Buchsi war. Leider kannte ich „Ihre“ Frau Stähli nicht. Aber an „meine“ Frau Bürki erinnere auch ich mich gerne zurück.
    Ich denke, die Leidenschaft und Freude am Lehrerinnenberuf ist leider nicht mehr dieselbe wie noch vor 30 Jahren…

  • Ines Zimmermann sagt:

    Fräulein Hofer aus Boppelsen, 1978. Ich sehe sie noch heute: Feierlich Leseblätter für unsere „Ganzheitliche Lesefibel Anneli und Hansli“ verteilend. Und wie andächtig wir sie studiert und stolz zu unser immer grösser werdenden Sammlung legen durften. Oder wie sie uns einen Zuber mit einem grossen Mocken Seife hingestellt und uns sachte zum Waschen unseres Turngwändlis „gezwungen“ hatte – samt Foto für Mami und Papi. Mein Gesicht darauf sprach Bände. Was ihre Idee dahinter war? Wohl um uns Jahrzehnte später noch daran zu erinnern, Arbeiten mit Bedacht anzugehen.

    Fräulein Hofer habe ich leider nie mehr gesehen. Die Fibel jedoch mich vor 11 Jahren in meine zweite Heimat Australien begleitet. Vielleicht nicht mal so schlecht, sollte es mit meinem Deutsch mal zu hapern anfangen 😉

    • Lace sagt:

      @Ines,die Fibel hatte ich 1978 in Rom an der Schweizer Schule.!;-)

      • Lisa sagt:

        Iss, Anneli, iss! Ich konnte bei Schulbeginn fliessend lesen – meinte ich jedenfalls. Was ich wirklich tat: ich konnte die Fibelblätter auswendig, weil mein Bruder damit gelernt hatte. Irgendwann ging das Vorsagen ins richtige Lesen über. Und meine Lehrerin habe ich und hat die ganze Klasse geliebt. Sie ist heute 80 und kommt an jedes Klassentreffen.

  • Roland K. Moser sagt:

    Ich erinnere mich daran, dass sie äusserst agressiv und bösartig war. Darf ich die Geschichten hier niederschreiben?

    • Max Berchtold sagt:

      Wieso nicht? Unsere Lehrerin hat die Buben heftig geohrfeigt, wenn sie etwas nicht konnten. Nicht einmal die Brillen, die sie zahlen musste, konnte sie davon abhalten.

  • marianne pomeroy sagt:

    Meine Primarlehrerin war die erste Person die mich wahr und ernst nahm. Ich kam aus einer zerrütteten Familie welche mich nicht beachtet, mich ignorierte und etwa jedes Jahr fremdplatzierte. Ich durfte den Kindergarten nicht besuchen und konnte mir weder ein gesundes Selbstwertgefühl noch ein gewisses Mass an Sozialkompetenz aneignen. In der Primarschule erfuhr ich dann dass ich auch Jemand bin. Meine Lehrerin (sie hatte gerade das Seminar beendet) wusste Bescheid über meinen bisherigen „Lebenslauf). Sie hat mich behutsam auf ein „normales“ Leben vorbereitet. Ich bin ihr heute noch sehr dankbar!

  • Karl-Heinz sagt:

    Ich erinnere mich an meinen Erstklasslehrer mit seinem Holzbein und seinem Haselnussprügel. Um nach der Pause wider ins Klassenzimmer zu gehen, mussten wir auf dem Hof in Zweierreihen antreten.

  • Kein Schnudderhung sagt:

    >> „…ein bisschen Liebe zu denGoofen…“ Meine Erinnerungen an die erste Lehrerin sind grösstenteils negativ. Uns Buben mochte das gealterte Fräulein im Länggassquartier der 50er Jahren gar nicht: Täglich Ohrfeigen für irgendeinen, und ja, nach sieben Rechenproben (bei mir 6 mal eine 6 und 1 mal eine 5), gab es dann Note 5 im Zeugnis! Positiv bleibt in Erinnerung, dass sie jeden Morgen den Unterricht mit einem Lied begann (Morge früeh, wenn d’Sunne lacht…)

  • Lina Peeterbach sagt:

    Mein Erstklasslehrer war von der „alten Schule“, wir waren seine letzte Klasse vor der Pensionierung. Er litt spürbar darunter, dass er keine körperlichen Strafen mehr anwenden durfte. Trotzdem hatte er das Herz am rechten Fleck, und als er vor ca. 10 Jahren uralt und dement starb war ich traurig. Er hatte definitiv Leidenschaft für seinen Beruf und ein ganzes Dorf geprägt.
    Danach kam ein junger, dynamischer Lehrer, in den ich mit meinen 8 Jahren unsterblich verliebt war. Er hat uns vor allem Humor gelehrt, und das ist eine unschätzbare Lektion fürs Leben.
    Danke für die schönen Rückblenden, die Sie mir an den Zmorgetisch beschert haben.
    Allen Lehrern ein grosses Merci, alles Gute und vor allem viel Nerven: sie machen einen wichtigen Job, der sicher nicht leichter wird!!

  • mila sagt:

    Ich merke gerade, dass alle meine Klassenlehrer bis und mit Sekundarschulstufe untypischerweise Männer waren. Ich erinnere mich dankend an sie, an ihren wissenszentrierten und -fördernden Unterricht, wesentlich stärker geprägt haben mich jedoch meine Kindergartenlehrerin und mein Französisch- und Lateinlehrer in der Sek. Letzterer war mir ein Mentor, einige wegweisende Entscheide im Hinblick aufs Gymi führen zurück auf ihn. Was er mir (weiter-)gegeben hat, lässt sich nicht in wenige Zeilen fassen. Herr B, o Captain. Ich hoffe, irgendwo da oben, im bewegten Blauen, haben sie genug Bücher für Sie.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Ja ich erinnere mich.
    Sie verschenkte uns die Pullis von ihrem Sohn, der schon älter war.
    Sie warf einmal meine Lieblingszeichnung, die ich ihr geschenkt habe, in den Abfalleimer des Klassenzimmers. (Bauernhof mit Heuhaufen und Güggel drauf, und noch mit einem Zug im Hintergrund)
    Ich konnte das nicht verstehen, weil sie doch ausdrücklich gesagt hatte, wie schön die Zeichnung sei, und wie sie sich darüber freue.
    Es hat mich nicht besonders traumatisiert. Die Erwachsenen gaben uns nie mehr Verständnis oder zeigten nie mehr Taktgefühl. Es war die normale Welt, wie wir sie erlebten, ohne uns darüber Gedanken zu machen.

  • Michael sagt:

    Und wie ich mich an Frau Eddelbüttel erinnere ! Es war 1964 als ich eingeschult und von ihr unterrichtet wurde. Nach der zweiten Klasse brach dann für mich eine Welt zusammen, als sie verkündete, das sie uns ab der nächsten Klasse nicht mehr unterrichten würde.
    Aber – O-Ton Frau Eddelbüttel – nach den Sommerferien lade ich Euch alle zu Kuchen bei mir ein.
    Ich warte heute noch auf die Einladung….

  • Pauline sagt:

    Unser 1.. Klassenlehrer,Herr Hobi,war ein ausgesprochen lieber Lehrer.Wir haben viel gelernt.Er war sehr ausgeglichen und gab uns das Gefühl uns gerne zu haben und sich jeden Tag auf uns zu freuen!

  • Urs sagt:

    Nein, da ich einen Lehrer hatte.

  • tommaso sagt:

    Meine (Jg. 66) Unterstufenlehrerin machte Karriere im Militär und fehlte darum regelmässig. Diese Wochen hatten wir jeweils Praktikanten (oft Männer, interessanterweise). Die haben wir geliebt. Die Lehrerin ist mir nur wegen ihres übersteigerten Selbstbewusstseins und dem zackigen Ton im Turnunterricht im Gedächtnis geblieben.

  • Marie Bornand sagt:

    Ich erinnere mich gut an Frl Golder in Hinwil, ZH. Sie war lieb, hatte blondes Haar mit einem Chignon. Nachher sind wir leider ins Welschland umgezogen aber ich habe lange Hinwil vermisst.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Die Wirkung/Prägung von Lehrern kann nicht genug wertgeschätzt sein; und zwar auf allen Stufen!
    Es ist nicht nur die Wissensvermittlung, sondern auch „weiche“ Faktoren wie Wertschätzung, Ermutigung, Beistand und vieles mehr die helfen können das eigene Potential zu entdecken/entwickeln; besonders wenn das zuhause nicht so klappt. Aber um das gewährleisten zu können braucht es entsprechenden Raum.

    Ein bisschen irritiert mich das „Fräulein“, ich hatte auch „Fräuleins“, aber die waren dann wirklich unverheiratet; hat Frau Stähli tatsächlich auf dieser Anrede bestanden?

    • Karin Hofmann sagt:

      Liebe Brunhild Steiner, Fräulein Stähli war damals noch unverheiratet und es wäre deshalb niemandem in den Sinn gekommen, sich als unverheiratete Frau anders als mit Fräulein vorzustellen. Das änderte sich ja zum Glück Mitte der Achtzigerjahre.

    • Martin Frey sagt:

      Früher bestand der Begriff Fräulein als offizielle Bezeichnung für eine berufstätige Frau, typischerweise eine Lehrerin, Frau Steiner. Ein weiteres, wunderschönes Beispiel für etwas an sich normales, in anderen Sprachen immer noch durchwegs übliches, welches durch eine gewisse, oft ideologisch getriebene Linguistik irgendwann mal bekämpft wurde und wohl erst dadurch eine bestimmte Konnotation erhielt.
      Interessanterweise gab es vor knapp zehn Jahren eine deutsche Untersuchung zur Akzeptanz von „Tabu-Wörtern“, darunter auch Fräulein. 47 Prozent der Befragten gaben an, Fräulein selbst zu verwenden. 44 Prozent sagten aus, es nicht zu verwenden, jedoch sich auch nicht daran zu stören. Lediglich 7 Prozent empfanden die Benutzung als ärgerlich oder abstoßend.
      Blase Realität 🙂

  • Roland K. Moser sagt:

    „…Eine gute Beziehung zur Lehrperson ist leider nicht selbstverständlich…“
    Ich habe sehr negative Erinnerungen an meine Erstklass-Lehrerin.
    Darf ich 2 Anekdoten über sie bringen? Die Rot-Grünen kommen aber gar nicht gut weg, und das war im Jahr 1974.

    • marianne pomeroy sagt:

      Können sie ihre „heutige“ rechtsgerichtete Haltung nicht mal zur Seite schieben? und einfach neutral berichten?

  • Muttis Liebling sagt:

    Man kann weder eine gute, noch eine schlechte ‚Lehrperson‘ sein, weil dieses Kunstwort keine Entsprechung in der Realität hat. In der Realität gibt es entweder die Berufsgruppe der Lehrer, welche alles umfasst, was lehrt. Männer, Frauen, lehrende Computerprogramme, usw..

    Oder, im Ausnahmefall, die Ausüber des Lehrerberufes. Dann muss man Auflistungen wie ‚Lehrerinnen und Lehrer‘ schreiben, was immer hässlich und auch unvollkommen ist. I.A. reicht es und ist sprachlich die erste Wahl, den von allen anderen Merkmalen ausser dem Lehren abstrahierenden Rollennamen ‚Lehrer‘ zu benutzen.

    Wenn sich gelegentlich Amtssprachen herausbilden, ist das Ausdruck sprachlicher Inkompetenz. Man spricht Amtssprachen aber niemals ausserhalb von Ämtern. Auf keinen Fall in kulturellen Medien.

    • Meyra sagt:

      Kein Mensch kauft Ihnen das ab.

    • Michael sagt:

      Amtssprachen haben sich beileibe nicht aus sprachlicher Inkompetenz herausgebildet, sondern um juristisch einwandfreie Begriffe zu schaffen. So hat der Begriff Lehrperson durchaus eine Entsprechung in der Realität. Es bezeichnet eine Einzelperson in einem geschlechtsneutralen Terminus. Gerade heute in diesem metoo Umfeld macht man sich angreifbar, wenn man versucht mit dem Begriff DER Lehrer oder DIE Lehrerin zu arbeiten. Die Lehrperson bezeichnet einen Lehrer – egal welchen Geschlechtes.
      Und sprachen, sei es Slang, Amtssprache, Jugendsprache etc. wird sicherlich überall gesprochen. Ein – man spricht nicht … – ist sowas von daneben, digga.

      • Martin Frey sagt:

        Hier handelt es sich um ein ML’sches Lieblingsthema, Michael: Die Semantik, in dem Fall der Generische Maskulinum. Der Begriff „Lehrer“ ist dabei eine Rollenbezeichnung und wie „Mensch“ geschlechtsunabhängig, die Verwendung ausserhalb feministischer Linguistik und verwandter Kreise durchaus noch üblich. Der Begriff Lehrperson hat zwar mittlerweile Einzug gehalten, wirkt aber wie viele solcher „Kreationen“ künstlich und distanziert, zumindest für meine Begriffe. Ob es sich lohnt, darüber Diskussionen zu führen, keine Ahnung.
        Der Beitrag ist eine schöne Danksagung an eine Gattung Berufe, die Kinder über alle Massen für ihr Leben prägen und die ihren Beruf oft als Berufung verstehen. Und die deswegen genug Wertschätzung, Respekt und last but not least gute Entlöhnung verdienen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Der Begriff ‚Lehrperson‘ hat zwar mittlerweile Einzug gehalten. Aber nur in der Amtssprache. Nicht in der Umgangssprache und nicht in der Literatur, in der Sprache gepflegt wird. Es ist ein Unwort.

        Ein Lehrer ist wie ein Minister ein Amt, keine Person und wer Ämter personalisiert, hat Böses im Schilde.

      • 13 sagt:

        „die Verwendung ausserhalb feministischer Linguistik und verwandter Kreise durchaus noch üblich.“
        Hahaha, danke für den Lacher.
        Ich hatte vor zwei Wochen ein Kommentar zum Mietrecht in der Hand, las etwas nach und bemerkte plötzlich, dass anstatt des generischen Maskulinums zwischen den Geschlechter abgewechselt wurde. Da wurde als mal vom Mieter, mal von der Vermieterin, mal von der Richterin, mal vom Anwalt gesprochen. Ach, war das schön zu lesen. Es ist noch nicht durchgekommen, aber Sprache entwickelt sich. Lehrperson höre und lese ich auch im Alltag, ausserhalb der Schule. Soviel zum Unfug, dass das nur in der Amtssprache stattfindet.
        „Ob es sich lohnt, darüber Diskussionen zu führen, keine Ahnung.“
        Das tut es. Weil Sprache sichtbar macht.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        Die Aussage mit der Amtssprache stammt von ML.
        Freut mich übrigens, wenn ich Dich amüsiert habe. 🙂 weiss zwar nicht was Du mit einem einzelnen Kommentar zum Mietrecht beweisen möchtest, und wer das geschrieben hat. Aber der Verdacht ist schon nicht von der Hand zu weisen dass es sich dabei eben um „Verwandte Kreise“ handelt. (Cave Blasengefahr!)
        Ein Zitat 1:1 aus dem Tagi heute beim Thema Pflegevorlage:
        „Jedoch müssen sie nach dieser Bedarfsabklärung mit dem Arzt Rücksprache nehmen, weil die Kasse die Leistungen nur zahlt, wenn sie vom Arzt angeordnet wurden.“
        Generische Maskulinum in Reinkultur, verwendet als das normalste der Welt. Das ist die Realität da draussen, und kaum jemand stört es. Weil ohne negative Konnotation die Sprache somit logisch und einfach bleibt.

      • Muttis Liebling sagt:

        Der Kulturphilosoph Robert Pfaller, der auch Rollenkonzept Huizingas im deutschsprachigen Raum verbreitet hat, hat dem Thema der praktischen Sprache ein ganzes Buch gewidmet.

        Erwachsenensprache. Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur. Fischer Taschenbuch 2017.

      • 13 sagt:

        @ Martin
        Ich wollte damit sagen, dass man es doch durchaus auch ausserhalb feministischer Texte findet, denn ein Kommentar zum Mietrecht gehört klar nicht in diese Blase. Geschrieben übrigens von einem Mann und herausgegeben vom Mieterinnen- und Mieterverband (ja, auch ganz schön).
        Natürlich heisst das nicht, dass das generische Maskulinum nicht immer noch (viel zu) weit verbreitet ist.
        Dass aber die Medizinerwelt ja nicht gerade Vorbilder beim Thema Gleichberechtigung sind, wissen wir ja spätestens seit Natalie Urwyler, oder?
        Logisch ist dabei eigentlich nicht, die Hälfte der Bevölkerung einfach unsichtbar zu machen, im Falle der „Lehrer“ sogar die Mehrheit. Aber warum das wenige stört, darüber könnte ich jetzt eine Stunde referieren, patriarchale Sozialisierung und so 😉

      • Martin Frey sagt:

        @13
        Wir wissen wohl beide wo der Mieterinnen- und Mieterverband politisch und gesellschaftlich so steht. 😉 Sage auch ich, obwohl ich auch Mitglied bin. Und dass es auch männliche Feministen gibt, wissen wir spätestens, wenn wir regelmässig den Papablog verfolgen.
        Mein Beispiel war ein ganz normaler Beitrag im Tagesanzeiger, kein medizinspezifischer Artikel. Zur Medizinerwelt nur kurz: Der Prix Courage für Urwyler finde ich natürlich super, ein starkes und wichtiges Zeichen innerhalb der Branche, und völlig verdient wenn man die Machtverhältnisse etwas kennt.
        Zu den Sprachveränderungen, die nicht natürlich entstehen, sondern „von oben“ aufoktroyiert werden: Neue Vorschläge werden sich dann durchsetzen, wenn sie praktisch, nachvollziehbar sind, sowie eine Verbesserung darstellen.

      • 13 sagt:

        Nun, gerade das „nachvollziehbar“ ist doch eine Sozialisierungsfrage. Darauf wollte ich hinaus. Die Frage der Praktikabilität ist weniger wichtig. Wenn etwas der Bevölkerung wichtig ist/wird, dann wird es auch möglich gemacht, wenn nicht, dann nicht. Ich mag ja den Spruch: „Wer will, sucht Wege, wer nicht will, sucht Gründe“ sehr gerne. Er erscheint mir auch hier passend.
        Sprache und Gesellschaft (wie auch das Recht!)beeinflussen sich gegenseitig. Das ist keine Einbahnstrasse, wo sich die Sprache nur aufgrund gesellschaftlicher Entwicklung ändert. Wenn wir in der Sprache dafür sorgen, dass Rassismen und Sexismen möglichst wegfallen, dann beeinflusst das die Gesellschaft. Ein Diktat von oben, das weit vor seiner Zeit kommt, hingegen, wäre tatsächlich wenig sinnvoll.

      • 13 sagt:

        PS zu Urwyler:
        Der Preis ist erfreulich, das Urteil aber noch viel wichtiger. Leider hat das nicht in allen Köpfen etwas bewirkt. Schnegg spricht ja immer noch von „keinem Handlungsbedarf“. Ob Pulver nun etwas bewirken kann/wird oder sich da ganz raushält? Schauen wir mal.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Martin Frey

        Sprache kann sich auch von oben wandeln. Aber es muss homogen erfolgen. Das Heim der Sprache ist immer noch die Literatur und da finden regelmässig Wortschöpfungen statt. Aber derart hässliche Doppelwörter wie Lehrperson, Studierende, wird man nie in einem Roman lesen., weil es ausser der schrecklichen Ästhetik keine Notwendigkeit dafür gibt.

        Der Lehrer, der Leser, usw. wird allen Ansprüchen gerecht. Die Umkehr in ein generisches Femininum wie man manchmal liest, z.B. die Schweiz als Bewahrerin von Neutralität, ist dann gleich oberlächerlich, weil die Schweiz ja eine Sache ist und generisch kein Geschlecht hat.

      • Sportpapi sagt:

        Hm ja, feministische Sozialisierung und so. Die Sprache wird mit Zwang in Form gebracht, weil kaum jemand sie mit Herzblut verteidigt. Und weil es dann holpert und polpert, verwendet man halt Disclaimer.
        Wundert mich nur warum eigentlich bei Tätern, Verbrechern usw. niemand die konsequente Verwendung der weiblichen Form verlangt und das auch konsequent ausbleibt.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Du gibst ja zu, dass diese „Umerziehung“ erfolgreich ist resp. sein kann. wenn ich das Wort Baggerfahrende höre, dann taucht bei mir durchaus die Frage auf, warum es so genannt wurde, womit ich automatisch mit dem Umstand, dass wohl auch Frauen dabei sind, konfrontiert werden. Betreffend Täter etc. bin ich durchaus konsequent. Da wäre auch eine Anpassung wünschenswert, wobei diese wie bei den Baggerfahrenden angesichts des kleinen Prozentsatzes der Frauen weniger praxisrelevant ist als bei Lehrpersonen oder Studierenden. Es ist allerdings einmal mehr bezeichnend, dass ein „what about“ kommt.
        Gegen die Unleserlichkeit, die jedoch gemäss der Studie keine ist, gäbe es auch andere Möglichkeiten als das generische Maskulinum und den unsäglichen Disclaimer.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „wenn ich das Wort Baggerfahrende höre, dann taucht bei mir durchaus die Frage auf, warum es so genannt wurde, womit ich automatisch mit dem Umstand, dass wohl auch Frauen dabei sind, konfrontiert werden. “
        Oder man merkt einfach, dass sich jemand sehr bemüht, politisch korrekt zu schreiben. Egal, ob da irgendwo noch eine Frau Bagger fährt oder nicht.
        Und natürlich ist es unleserlich. Nur weil es verstanden wird, heisst das noch lange nicht, dass der Text flüssig und schön daherkommt.

    • tina sagt:

      ich finde ja, wenn schon genderlen, dann könnte man es „lehrende“ nennen, wie man ja auch „studierende“ sagt. und „lernende“ statt SuS :). aber man könnnte es einfach als bezeichnung auffassen anstatt als männliche oder weibliche tätigkeit. es hat doch mit dem geschlecht nichts zun, sondern mit der tätigkeit

      • Muttis Liebling sagt:

        ‚Lehrende‘ ist ja noch schlimmer als Lehrperson. Wenn der Lehrende sein Pausenbrot verspeist und damit seinen Mund anderweitig beschäftigt, hört er automatisch auf Lehrender zu sein und geht zum Kauenden über. Mancher wird dann auch zum Schmatzenden.

        ‚Lehrer‘ erfüllt alle Erwartungen, der Begriff bezeichnet ein Beruf und Berufe haben keine menschlichen Eigenschaften, kein Geschlecht, keine Haarfarbe, nicht einmal eine Muttersprache, Intelligenz, usw. usf..

    • 13 sagt:

      Das Wort „Lehrer“ wird nie Frauen miteinschliessen, egal wie oft Ewiggestrige das wiederholen, welche Disclaimer gesetzt werden oder welche abstrusen Erklärungen dafür hervorgekramt werden. Dass der Gebrauch des generischen Maskulinums nicht dazu geeignet ist, dass Frauen tatsächlich mitgelesen und mitgemeint werden, sollte inzwischen jedem bekannt sein.

      • Muttis Liebling sagt:

        Das Wort ‚Lehrer‘ schliesst Frauen weder ein noch aus. Es ist ein Rollenbezeichner. Menschen können diese Rollen einnehmen- sind Lehrer – aber das charakterisiert die Rolle nicht. Die Rolle selbst enthält keinen Bezug zum Rolleninhaber, hat keine menschlichen Eigenschaften, wie das Geschlecht des Rolleninhabers es wäre.

      • Michael sagt:

        @13 – das ist, speziell bei dieser Bezeichnung richtig. Lehrer waren früher fast ausschliesslich Männer. Frauen spielten da eine Nebenrolle. Wer diese Bezeichnung verwendete, meinte damit immer nur männliche Personen. Den Lehrerinnen legte mann sogar ein Zölibat auf – wurde in der Schweiz erst 1962 abgeschafft…

      • Sportpapi sagt:

        @13: Zuerst hat man den Frauen erfolgreich beigebracht, dass sie sich da nicht mitgemeint fühlen dürfen, nur um dann zu erkären, dass sie sich nicht mitgemeint fühlen…
        Wir haben neue Zeiten, es gibt keine Fräuleins mehr und die Frauen einer Gruppe werden immer noch speziell erwähnt. Damit kann ich leben. Dass es aber vielfach diese Disclaimer für einen Sachverhalt braucht, der eigentlich immer schon selbstverständlich war, zeigt auf, dass es sprachlich irgendwie vielfach halt schon nicht aufgeht, unschön oder unpraktisch wird.
        Immer, wenn von den „Studierenden“ die Rede ist, geht bald mal Gelächter los, und „Wir Lehrpersonen“ tönt nach wie vor einfach nur doof.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Der Disclaimer ist eine doofe Alibiübung, um halbpatzig vorzugeben, dass man Frauen nicht ausschliesst, ohne dass man bereit ist, die Sprache tatsächlich anzupassen und die Frauen wirklich mitzumeinen. Es ist auch nachgewiesen, dass es nicht funktioniert. Dislaimer hin oder her, wer Texte mit dem generischem Maskulinum liest, stellt sich darunter nur Männer vor. Bei „Lehrer“ ohnehin absurd, da es ja viel mehr Lehrerinnen gibt als Lehrer. Ob Studierende (was ist daran lustig?), Studenten und Studentinnen oder abwechselnd ist mir eigentlich egal, aber Frauen müssen mitgenannt und nicht mitgemeint sein.
        Umgekehrt wurden seit je für Männer in typischen Frauenberufe einzelne Wörter erfunden und niemand kam auf die Idee, sie seien bei Krankenschwester, Hebamme und co mitgemeint…

      • Sportpapi sagt:

        @13: „wer Texte mit dem generischem Maskulinum liest, stellt sich darunter nur Männer vor.“
        Ich nicht.
        Aber zum „nachgewiesen“ würde ich gerne etwas lesen, wenn du dazu eine wissenschaftliche Erkenntnis hast.

      • Muttis Liebling sagt:

        Das mit dem sich etwas unter Idiomen vorstellen, stammt aus den Erkenntnissen einer unlängst neu erfundenen Wissenschaft, der Psycholinguistik. Die ist zwar schon von der Begriffsbildung her ein Widerspruch, aber das heute so. Logik ist von gestern.

        Selbst wenn es Menschen mit so erheblichen Sprachproblemen gäbe, sich unter einem Berufsbezeichner einen Berufsausüber vorzustellen, beträfe das nicht Linguistik, sondern Semantik.

        Aber es stimmt eben auch nicht. Was das generische Maskulinum bedeutet, steht im Duden und wer es anders benutzt, benutzt die deutsche Sprache regelwidrig. Man formuliert ja auch eine mathematische Formel nicht um, nur weil die Meisten Formeln nicht verstehen.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Hier nur kurz: Für mehr müsste ich suchen:
        https://econtent.hogrefe.com/doi/full/10.1024//0253-4533.19.12.3

        Eine Frage: was antwortet Deine Frau, wenn man sie nach ihrem Beruf fragt? Sagt sie „Ich bin Lehrer“? Wenn ich Dir von meinem Vorgesetzten erzähle, stellst Du Dir ihn also im Kleid und Pferdeschwanz vor? Unter „Baggerfahrer“ kommt bei dir das Bild von Bagger fahrenden Frauen? Unter „Kitabetreuerinnen“ auch Männer? Es geht nicht darum, ob Du es ok findest, sondern nur, was vor dem geistigen Auge erscheint. Nun, bei mir erscheint, das was gesagt wurde. Und das geht vermutlich den allermeisten Menschen so.
        Gäbe es eine feministische Sozialisierung, wie Du schreibst, bräuchte es weder Zwang noch Disclaimer, es wäre normal beide zu nennen. Nun, gibt es aber eben keine…

      • 13 sagt:

        @ ML
        Das ist doch schlichter Blödsinn und ein Ablenken von der Realität. Sie schreiben oben von irgendwelchen Romanen und meinen damit aber eigentlich Romane alter weisser Männer, die zwar durchaus gebildet, aber gleichzeitig oftmals weltfremd sind. Nicht etwa heutige oder breitere Literatur. Weil die meisten Menschen mathematische Formel nicht einfach so anwenden können, werden Hilfsmittel erfunden. Das Komplizierte und nur einer Minderheit zugängliche wird damit der breiten Masse zugänglich gemacht. Die Sprache wird auch vereinfacht, verkürzt, angepasst und damit sichergestellt, dass die Menschen es verstehen. Dazu gehört aber auch das Bestreben, dass sie das verstehen, was wirklich gemeint ist und nicht irgendetwas, was die Ewiggestrigen mal definiert haben…

      • Muttis Liebling sagt:

        @13

        In der Literatur der letzten Jahrzehnten gibt es eher mehr Autorinnen als umgekehrt. Das ist ein charakteristischer Unterschied zu anderen Kunstrichtungen, wie z.B. Musik. Ich habe das schon mal erwähnt, weil es wichtig ist für das Rollenverständnis der sozialen Geschlechter.

        Aber auch die Frauen, deren Romane 2018 im Literaturclub oder in druckfrisch rezensiert worden, benutzen das generische Maskulinum. Es sei denn, sie meinen explizit Personen und nicht Rollen. Dann drücken sie das aber eleganter aus.

        Ihr Fehler besteht darin, eine Kategorie (Ordnungsfaktor des Denkens) wie ‚Lehrer‘ mit dem zu Ordnenden zu verwechseln. Die politischen Gründe hinter dieser Trivialisierung der Sprache sind einsichtig. Allein dieser plumpe Hintergrund sollte abschrecken.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Meine Frau sagt, sie sei Lehrerin. Sie fühlt sich aber mitgemeint, wenn es heisst, Lehrer verdienen zu wenig, oder wenn vom Lehrerteam die Rede ist. Also immer dann, wenn es um die Gruppe geht.
        Und vermutlich würde man heute wirklich nur an Männer denken, wenn von Lehrern die Rede ist, weil in dieser Berufsgattung die Wendung Lehrerinnen und Lehrer oder Lehrpersonen Standard ist. Aber ansonsten hat es schon stark mit Erwartung und Erfahrung zu tun. Also mit der Häufigkeit, mit der die Geschlechter in dieser Gruppe tatsächlich vertreten sind. Also ja, auch bei den „Baggerfahrenden“ sehe ich vor dem geistigen Auge Männer, bei den „Kitamitarbeitenden“ eher Frauen.
        Ich weiss nicht, ob Sozialisierung oder Umerziehung hier richtig ist. Aber die Regeln wurden jedenfalls geändert.

      • Sportpapi sagt:

        Aber ich erinnere jetzt noch einmal daran, wie konsequent man die Erwähnung von Frauen vielfach weglässt, wenn es um weniger erfreuliche Gruppen geht. Um Mörder und Täter, um Steuerhinterzieher, usw.
        Letztlich ist es ja auch egal. Bis zu einem gewissen Grad ist geschlechtersensible Sprache ja einfach umsetzbar, stört nicht und bringt zusätzliche Information.
        Aber dass es auch mal zu aufwändig oder unverständlich werden kann zeigt sich eben darin, dass Disclaimer verwendet werden.

      • 13 sagt:

        @ ML
        Das ist kein „Fehler“, ich verstehe durchaus, was Sie meinen, bin nur weder damit einverstanden, noch glaube ich ernsthaft, dass das allgemein so gelesen/verstanden wird, was nochmals ja eigentlich die Hauptmotivation sein sollte, Sprache überhaupt anzuwenden. Ich glaube auch nicht, dass Frauen die Rolle „des Lehrers“, „des Arztes“ etc. einnehmen wollen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ob wollen oder nicht. Es gibt nur die Rolle, die Berufsbezeichnung Lehrer. Lehrerin ist keine Rolle, sondern immer nur eine Frau, welche die Rolle Lehrer inne hat.

        Wenn man das verwechselt, kommt man in Schwierigkeiten. Aber so wie ich es erwähne, ist es im Duden geregelt. Sonst wird es schwierig, Kombinationen wie Lehrer- Schüler- Verhältnis zu bilden.

        Solche Uminterpretationen ohne jede Not machen es zudem schwierig, ältere Literatur zu lesen. Bei Lehrer mag es noch angehen, aber bei politischen oder diplomatischen Ämtern, die protokollarisch geregelte Bezeichnungen haben, wird es mühsam.

        Deswegen die einfache Regel, das generische Maskulinum meint immer eine Kategorie. Man darf es nicht benutzen, wenn Inhalte der Kategorie gemeint sind.

    • Susi sagt:

      Oh weh, in welchem Jahrhundert sind Sie den stecken geblieben?

    • Jänu sagt:

      Kann mich an meine Lehrerin aus der ersten Klasse erinnern, sogar den Namen kenne ich noch. Habe sie gut in Erinnerung, aber nie mehr im Leben angetroffen. Ob sie noch lebt?
      MB, ja Lehrperson, ein wirklich abweisender Begriff. Doch noch viel schlimmer finde ich die Bezeichnung: SuS. Da heisst es im Klassenbrief: Die SuS haben sich versammelt und sind…

      • Lisa sagt:

        Was immer SuS sind, sie sind zum Glück noch nicht bei uns angekommen. Bitte, Jänu: klären Sie mich auf!!!

      • Martin Frey sagt:

        Was immer SuS sind, ich glaube, dass will ich gar nicht so genau wissen. Bitte klären Sie mich, jänu, über so etwas nicht auf! 😉

    • marianne pomeroy sagt:

      Was wollen sie mit ihren „Ausführungen“ genau sagen? Ich glaube nichts. Sie sind heute einfach schlecht aufgestanden . . . kann passieren.

    • marianne pomeroy sagt:

      Mein Kommentar betrifft nicht nur die Aussagen von „Muttis Liebling“ sondern gilt auch allen folgenden „gefühlten“ hundert Weissagungen. Eine pseudointellektuelle Abhandlung des Lehrberufs war nicht gefragt. Lediglich, wie uns unsere erste Lehrerin, unser erster Lehrer in Erinnerung geblieben ist. Punkt.

  • Nina sagt:

    Meine Erstklassleherin werde ich nie vergessen. Heidi Jenni aus Landquart. Bei ihr lernte ich alles übers Leben, man erhält nur dann goldene Sterne, wenn man über längere Zeit etwas gut gemacht hat. Dann lernte ich über Kühe etwas und wie man Butter macht, und ich lernte mich durchzusetzen, denn ich musste Alex klar machen, dass mein Schäfchen fürs Krippenspiel das hübschere war als seines. Ich setzte mich durch. Ich habe oft versucht sie später im Leben wieder zu finden. Vergeblich. Leider. Ich hätte ihr gerne persönlich gesagt, wie unglaublich toll sie ist.

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