Die Freizeit für die Kirche opfern?

Geschmückte Gesichter des Weissen Sonntags: Erstkommunikantinnen auf dem Weg in die Kirche. Fotos: Alexandra Wey (Keystone)

Der katholischen Kirche sind die Schäfchen in den letzten Jahren gleich herdenweise davongelaufen. Doch es gibt noch genug Lämmer, für die der Religionsunterricht, kurz Unti genannt, immer noch stattfindet. Auch meine Tochter besucht diesen seit der 1. Klasse. Kommenden Frühling steht nun ihre Erstkommunion an. Ein Tag, der offenbar penibler Vorbereitung bedarf.

Es begann nach den Sommerferien. Der Unti-Elternabend fand zur gleichen Zeit statt wie der Elternabend der Schule. Da mir der Schulanlass mit der neuen Klassenlehrerin wichtiger war, ging ich dorthin und meldete mich pflichtbewusst vom Unti-Abend ab.

Doch so einfach ging das nicht. Zuerst bekam ich zu hören, dass der Elternabend «wirklich wichtig» wäre und man hoffentlich eine Lösung finden würde. Als ich nach mehreren Mails immer noch keine solche bieten konnte, da ich die Fähigkeit zur Zweifaltigkeit leider nicht besitze, hiess es trocken, man nehme meinen Entscheid zur Kenntnis. Vergebung oder zumindest ein Hauch Verständnis für das begründete Fernbleiben? Fehlanzeige.

Der Pfarrer kommt zum Hausbesuch

Den Fahrplan für die anstehenden Monate bekam ich dann halt zugeschickt – ein Papier voller Pflichttermine. Dass die Kinder vor der Erstkommunion den Ablauf zweimal einüben sollen, ist nachvollziehbar. Auch dass man das Erstkommunionskleid nur an einem einzigen Tag während eines Zeitfensters von 30 Minuten abholen kann und ich deswegen das Büro früher verlassen muss, ist in Ordnung.

Am Abend des grossen Tages steht noch eine Dankandacht auf dem Programm.

Doch warum sollen wir Eltern uns an zwei Sonntagmorgen zum «Elterntreff» einfinden und einen Monat später als ganze Familie zu einem Vorbereitungstag antraben? Und dann wäre da noch der Hausbesuch des Pfarrers: Er hat sich gewissermassen selber in unsere bescheidene Hütte eingeladen. Immerhin: Beim Termin dürfen wir mitreden.

Ist die Erstkommunion dann vorbei und sind alle müde von der Feier, heisst es gleich noch einmal: Aufraffen und ab in die Kirche. Am selben Abend steht nämlich noch eine Dankandacht auf dem Programm.

Aufwand in unerwartetem Ausmass

Sie fragen sich womöglich, weshalb ich mein Kind überhaupt in den Unti schicke, wenn mir das alles solche Mühe bereitet. Vielleicht sollte ich vorausschicken, dass ich den Aufwand in dem Ausmass nicht erwartet hätte. Als ich ein Kind war, lief das alles sehr viel unaufgeregter ab und meine Eltern hatten nichts anderes zu tun, als irgendwann vor dem wichtigen Tag mein Kleid abzuholen.

Aber ja, ich muss zugeben, dass ich sicher keine strenge Katholikin bin. Ich bete nie vor dem Essen und habe die letzten Jahre höchst selten eine Messe besucht. Überhaupt mag ich Kirchen lieber, wenn sie leer sind – meiner Meinung nach spürt man den speziellen Geist dieser Gebäude dann nämlich viel intensiver. Trotzdem glaube ich an Gott. Beziehungsweise an eine höhere Macht. Wie genau die aussieht? Davon habe ich, je älter ich werde, desto weniger genaue Vorstellungen.

Als ob der zeitliche Aufwand jemanden zu einem guten Christ macht.

Meine Tochter besucht den Religionsunterricht also nicht deshalb, weil ich sie unbedingt auf einen christlichen Weg bringen will. Sie soll sowieso selber entscheiden, woran sie glauben will. Vielmehr ist mir wichtig, dass meine Kinder die Grundlagen des Christentums als Teil unserer Kultur kennen lernen.

Ausserdem hat mir selber als Kind die Idee gefallen, dass es neben den Eltern noch jemanden namens Gott gibt, der immer auf einen aufpasst und mit dem man jederzeit über alles reden kann – auch wenn er nicht direkt Antwort gibt. Ich mag die Vorstellung, dass meine Kinder diesen Jemand auch zur Seite haben.

Lässt sich Christsein mit der Stoppuhr messen?

Momentan habe ich aber das Gefühl, dass den Kindern im Unti vor allem eines vermittelt wird: Die Kirche hat immer Vorrang. Wer zur Erstkommunion will, soll also gefälligst seine Freizeit dafür opfern. Als ob sich am zeitlichen Aufwand messen liesse, ob jemand ein guter Christ ist.

Ich werde, anstatt an den Elterntreff zu gehen, an meinem freien Tag trotzdem lieber meine 87-jährige Grossmutter besuchen. Der Gott, an den ich glaube, steht da voll dahinter.

Lesen Sie morgen im Mamablog einen Beitrag von Annett Altvater zum Thema: Mein Kind soll nicht in den Religionsunterricht.

118 Kommentare zu «Die Freizeit für die Kirche opfern?»

  • Gabriele Bronkalla sagt:

    Ich bereite seit ca. 14 Jahren Kinder auf ihre Kommunion vor. Und ja, es macht mir Spass. Was kein Spass macht, sind Eltern, denen der sonntägliche Messbesuch oder andere Termine in Zeit lästig sind. Ich bin der Meinung, dass Eltern schon mit einem guten Beispiel vorangehen. Es ist nicht nur eine Angelegenheit der Kinder sondern der gesamten Familie. Außerdem ist es ein überschaubarer Zeitraum. Sich ein wenig Zeit nehmen für Gott hat noch niwmanden geschadet vor allem in einer Zeit der ewigen Hektik.

  • Michael sagt:

    Ich finde die Erklärung, warum Frau Kuster ihre Kinder zum Unterricht geschickt hat gut, nämlich das sie die Grundlagen des Christentums kennen lernen sollten.
    Leider ist es im Verlauf jeglicher Religion nicht dabei geblieben, den Menschen ein Hilfsmittel zu sein. Religion hat in dem Moment die Unschuld verloren, als Menschen entdeckt haben, das man mit Religion andere Menschen zu seinen Gunsten beeinflussen kann. Stichwort Ablasshandel. oder Kriege die im Namen Gottes geführt wurden, wie die Kreuzzüge.
    Für mich würden die zehn Gebote mehr als genug sein, um das Zusammenleben zu regeln. Die Bibel braucht es nicht.

  • Susi sagt:

    Wow, seit ewigen Zeiten wieder mal beim Mamablog reingeschaut, und dann das!
    Mir ginge es genau gleich wie J.K., nach dem ersten Elternabend spielte ich sogar mit dem Gedanken, die Erstkommunionspläne zu streichen angesichts der vielen Termine. Vor allem hatte ich gemerkt, dass mein Plan (=outsourcen der religiösen Erziehung mangels Festigkeit des eigenen Glaubens) doch nicht so ganz aufging. Ich hab dann halt mitgezogen und mit der Zeit machte es mir richtig Freude, ich machte am weissen Sonntag sogar eine kleine Lesung (und kam mir hinter dem Mikrofon etwas heuchlerisch vor, es ging um die Einhaltung der Gebote…)

  • Susi sagt:

    Wow, seit ewigen Zeiten wieder mal beim Mamablog reingeschaut, und dann das!
    Mir ginge es genau gleich wie J.K., nach dem ersten Elternabend spielte ich sogar mit dem Gedanken, die Erstkommunionspläne zu streichen angesichts der vielen Termine. Vor allem hatte ich gemerkt, dass mein Plan (=outsourcen der religiösen Erziehung mangels Festigkeit des eigenen Glaubens) doch nicht so ganz aufging. Ich hab dann halt mitgezogen und mit der Zeit machte es mir richtig Freude, ich machte am weissen Sonntag sogar eine kleine Lesung (und kam mir hinter dem Mikrofon etwas heuchlerisch vor, es ging um die Einhaltung der Gebote…)

    Meine Haltung: Widerstand bringt hier vor allem Ärger. Mitmachen, wo es für einen passt, und wenn es nicht geht, die „Schelte“ an sich abprallen lassen.

  • Monika Schmid sagt:

    Liebe Frau Kuster
    Dass es auch andees geht mit der Erstkommunionvorvereitung zeigen viele andere Pfarreien.

  • Sibylle Weber sagt:

    Diese Pflichttermine sollen unter anderem verhindern, dass an der Erstkommunion Eltern in der Kirche sitzen, die keine Ahnung vom Ablauf haben, weil sie nie an einem kirchlichen Anlass waren. Und die gemeinsamen Anlässe sollen speziell den Kindern zeigen: ‚Kirche ist etwas, das die ganze Familie einbezieht, eure Eltern sind da mit auf dem Weg.‘ Wer das nicht will, sollte sich wirklich überlegen, wofür man das Ganze macht.
    Ich weiss, wovon Sie sprechen, wenn Sie sich über den grossen Aufwand beklagen. Aber begleiten Sie ihre Kinder nicht auch zum Sporttraining, wollen die Trainer kennenlernen, die mit den Kids unterwegs sind und opfern Zeit, um passende Sportkleider zu kaufen?

  • Katholische Kirche im Kanton Zürich sagt:

    Sehr geehrte Frau Kuster, was für ein Ärger! Zuerst Datenkollision und dann klassische Nicht-Kommunikation der Pfarrei. Dass da der tiefere Sinn der mit Daten verbundenen Vorbereitung auf der Strecke bleibt, kann ich nachvollziehen. In der Erstkommunion geht es um das für uns Katholiken zentrale Sakrament der Eucharistie. Wir glauben, dass Jesus Christus ganz gegenwärtig ist. Wo die Hinführung zu diesem Glaubensgeheimnis kinds- wie erwachsenengerecht gestaltet ist, verlieren die Termine den Pflichtcharakter und werden ein intensives Stück persönlicheGlaubensweg. Ich wünsche Ihnen, dass dies gelingt und Sie im Frühling mit Ihrer Tochter und der Familie ein wunderschönes Fest der Erstkommunion feiern dürfen.
    Arnold Landtwing, Kommunikation katholische Kirche im Kanton Zürich/Generalvikariat

  • R. Wenger sagt:

    Wenn ein Verein meine Freizeit überbeansprucht trete ich aus

  • Mutter von vier sagt:

    Der ganze Unti ist doch auf freiwilliger Basis. Das Kind kann den Unti auch besuchen, ohne Erstkommunion zu feiern. Der findet dann ausschließlich während der Schulzeit statt. Entscheidet es sich mit den Eltern für das Fest, geht es nicht um „opfern“ der Freizeit, sondern um das Ja sagen zu einer neuen oder anderen Freizeitbeschäftigung während einem Jahr, die maximal vier Halbtage in Anspruch nimmt.

  • Christoph Daum sagt:

    Bin selber nicht katholisch, habe aber die Erstkommunion zweier Enkel aktiv miterlebt. Sie wurden altersgemäss vorbereitet und die Eltern hat man zu Beginn des Kommunionsunterrichtes und zwei Wochen vor dem Fest einbezogen. Im Gottesdienst wurden die Kinder altersgemäss und auf sehr verständliche Art angesprochen und in die Feier mit einbezogen. Für mich eine gute Erfahrung. Die im Blog beschriebene Aktivitis dürfte letztlich abschreckend wirken. Schade und unnötig.

  • Hedy sagt:

    Die Intention, aus welcher Sie Ihre Tochter zur Erstkommunion schicken wollen, hat sich mir noch nicht erschlossen. Ohne Vorbilder wird aus den Kindern nichts.

  • Jeannine Grüninger sagt:

    Die hippe Lifestyle-Surferin nimmt die katholische Kirche als Vorwand für eine Häme-Schreibe. Als Grossstädterin ist sie ja aufgeklärt und will ihr Christentum nicht mit der Stoppuhr messen. Wie witzig und schlagfertig formuliert!
    Und entlarvend peinlich. Jeanette Kuster ist Mutter, Journalistin und Kommunikations-Fachfrau. Sie hat in den Ressorts Lifestyle und Kultur als Redaktorin gearbeitet. Und trotzdem versteht sie nichts von Kultur oder Religion, geschweige denn von den Sakramenten und katholischen Riten. Ihre Sicht weise ist vordergründig und voreingenommen, die Ansichten festgefahren, ihr Vorurteil gefällt, bevor sie auch nur ein Wort schrieb. Erstkommunion ist nur exotische Dekoration, die temporär hipp ist. Mehr stört nur ihre biedere geistige Gartenzwergidylle.
    Peinlich.

  • Florian Keller sagt:

    Für religiöse Leute gilt das Gleiche wie für Raucher: Ihr habt andere und insbesondere Kinder von eurem Gift fernzuhalten.

  • Christiane sagt:

    Mein Eindruck: Kommunion, Konfirmation,Taufe, Hochzeit – alles so schöne Feste, die viele unbedingt „mitnehmen“ wollen. Was aber (inhaltlich) daran hängt, soll gefälligst nicht die Kirche bestimmen. Es wird ein „Dienstleister Kirche“ gewünscht. Leute, dann macht euch doch lieber ein „Willkommensfest“ anstatt einer Taufe, später eine Jugendweihe oder ähnliches. Da kann es dann ganz nach eurer Nase gehen.

  • Seymour Collins sagt:

    Hauptsache man ist „Anhänger“ einer der zwei Mehrheitsvereine, zahlt pünktlich die Kirchensteuer, aber im Grunde hat man keine Ahnung um was es wirklich geht. Ist halt wie eine Versicherungsprämie, für den Fall, dass es im eigenen Leben etwas rüttelt. Dann können Sie immer noch in ein „Gotteshaus“, wo dieser spezielle Geist weht, ein Kerzlein anzünden. Nicht zu vergessen die Beerdigungen, Hochzeiten (ist ja sooo schön in der Bergkapelle), das frohe Lichter- und Geschenkfest Ende Jahr und natürlich das Schoggihasenfrühlingsfest, wo die Kleine im weissen Kleidchen und Kränzchen so härzig aussieht.
    Wie sagte Pedro Lenz so schön in seinem Wort zum Sonntag über Leute wie Sie: „Öppis gloubeni gloub scho, mo mou!“
    Aber Achtung! Alles hat mal ein Ende: Offenbarung 18:21-24.

    • Solani sagt:

      Dass wohl alles mal ein Ende hat, ist durch bisherige Erfahrung und Beobachtungen anzunehmen. Es ist aber äusserst gewagt zu behaupten, dass das Ende durch einen starken Engel, der einen Stein ins Meer schmeisst, eingeleitet wird.

  • Hans Minder sagt:

    Es geht nur schlecht als „lauwarmer“ Gläubiger. Wenn alles andere Vorrang hat, dann muss die Katholische Kirche aprupt reagieren. Leider kennen viele Katholiken ihren Glauben sehr schlecht. Z.B. wollte eine gläubige Bekannte ihre Ehe segnen und dann die Kinder taufen lassen, obwohl ihre Ehe (mit einem Nichtgläubigen) bereits auf der Kippe war. Der Priester verweigerte dies, was die Bekannte komplett aus der Bahn warf. 1 Jahr später reichte ihr Mann dann die Scheidung ein. Da ihre Ehe nicht gesegnet war, konnte sie diese problemlos annulieren. Sie konnte wieder heiraten (diesmal einen Gläubigen und in der Kirche), und nun sind ihre Kinder getauft. Die Katholische Kirche kann nicht einfach von der Bibel abweichen, wenn es ihr gefällt…auch wenn dies ihr „mehr Schäfchen“ einbringen würde

  • ralfkannenberg sagt:

    Ihr Beitrag verwundert mich sehr: was Sie beschreiben hat wenig mit der katholischen Kirche zu tun wie ich sie kenne. Vielleicht sind da einige übereifrige Repräsentanten dieser Kirche am Werk, die es zwar gut meinen aber nicht gut tun. Andererseits stelle ich auch fest, dass Sie dieser Kirche keinen sonderlich hohen Stellenwert einräumen, wie Sie ja selber betreffend der Häufigkeit Ihrer Messebesuche schreiben, so dass es sich in Ihrem Fall lohnen könnte, mit der Erst-Kommunion noch zuzuwarten, bis Ihr Kind volljährig selber entscheiden kann, ob es das überhaupt will, und dann auch einen Pfarrer seines Vertrauens wählt. In solchen Fällen wird dann die Erstkommunion meist auch zusammen mit der Firmung durchgeführt und man spart sich einen möglicherweise als „lästig“ empfundenen Anlass.

  • Enrico sagt:

    Da kommt mir schon fast die Galle hoch. Aber in der heutigen Zeit, der „ich bin so gestresst, was Du nicht ?“, aber Zeit haben das jedem 2 Stunden am Tag Zeit zu erklären.
    Meine ältere wurde letztes Jahr konfirmiert. Sie hatte viele, viele Stunden aufgewendet, bis Sie Ihre Punkte hatte. Ja auch ich hatte Gespräche mit unserem Pfarrer. Aber wir kennen uns ja gut. Mir wäre auf jeden Fall nie in den Sinn gekommen, das als Arbeit oder Belastung zu empfinden. Gut, ich bin auch keine Frau !
    Bekannte von mir haben einen Fussball-Knaben und ein Leichtathletik-Mädchen. Was die Umherkarren ! Ja, das wäre auch mir viel zu viel. Aber Ihr Stress ? Ist doch eigentlich nur Peinlich l

  • Altheer Mark sagt:

    Wir hatten nur einen Eltern-Infoabend und konnten bei dieser Gelegenheit das Kommunionsgewand aussuchen. Ich war nicht da. Meine Frau ging alleine. Ich habe auf die Kids aufgepasst. Es sei eher ein lustiger Apéro gewesen an dem ein paar Infos besprochen worden seien. Sehr zwanglos, locker aber informativ. Dann waren da noch 1-2 freiwillige Termine die wir aber nicht besuchten. Die Kommunion selber war eine schöne Zeremonie ohne nachgelagerte Termine oder Verpflichtungen. Alles in allem würdig und trotzdem nicht steif oder mit übertriebenen Anforderungen seitens der Kirche. Wahrscheinlich kommt es sehr auf die Personen der Kirche an die das Ganze machen. Tja…

  • Solani sagt:

    Mein fünfjähriger Sohn konfrontiert mich gelegentlich mit Fragen zum Christentum. Besonders Jesus beeindruckt ihn, seit er ein Kruzifix zu Gesicht bekam. Er will wissen, weshalb Jesus getötet wurde, was INRI bedeutet und ob Jesus Laserstrahlen aus den Augen schiessen kann. Ich beantworte seine Fragen so objektiv wie möglich und betrete mit ihm auch mal eine Kirche, wenn er überprüfen will, ob es dort ein Skelett zu sehen gibt. Aus meiner Sicht reicht das.

    • zysi sagt:

      Aus meiner Sicht ist es schade, dass Sie damit zufrieden sind. Scheinbar fragt er ja nicht ziellos (Mk 10, 13-14 ff.)…..
      Ob für Ihren Sohn das Gleiche gilt, können Sie besser beurteilen.

      • Solani sagt:

        So ein Kruzifix ist halt schon eindrücklich, da kommen Fragen auf. Ein Kind in einem abgelegenen Dorf in Nepal stellt seinen Eltern andere Fragen als mein Sohn an mich. Kein Kind der Welt interessiert sich aus dem Nichts für Jesus. Das Christentum ist ein Teil seiner Umgebung, ich will meinem Kind diesen Aspekt der Welt nicht vorenthalten. Wie geschrieben, versuche ich seine Fragen objektiv zu beantworten. Die Fragen entspringen kindlicher Neugierde zu Beobachtungen aus dem Umfeld, sicher nicht einem natürlichen Verlangen nach spiritueller Indoktrination.

  • Nicole sagt:

    Ich habe den Artikel zu lesen begonnen, weil ich dachte: „Ach, so schlimm ist das doch nicht!“ – Ich habe es bei unserem Sohn als recht entspannt angesehen (1 gemeinsamer Vormittag der ganzen Familie und 1x Basteln abends; den Rest haben die Kinder selber gemacht; am Tag selber mussten wir auch nicht nochmals abends in die Kirche….).
    Als Katholikin kann ich nur sagen – das ist NICHT DIE KATHOLISCHE KIRCHE – sondern das ist die Handhabung in Ihrer Gemeinde. Auch die fehlende Koordination mit den Elternabenden – das ist übel. Bei uns gab es auch schon Kollisionen – dann ist einer der Elternabende verschoben worden.
    Ich bin froh, da zu wohnen, wo wir wohnen. So haben die Kinder und wir noch Freude an der Kirche. 🙂

  • Roland K. Moser sagt:

    Die 3 psychischen Krankheiten Judentum, Christentum und Islam gehören endlich aus der Öffentlichkeit verbannt.

    • Synn sagt:

      Wo kann ich unterschreiben? Als hätte die Aufklärung nie stattgefunden… eine Welt ohne Religionen und anderen verschwurbeltem Esokram wäre definitiv eine bessere.

      • Emil Eugster sagt:

        Keine Angst, Herr Moser hat auch schon einen Ersatzreligion für sie parat. Das Mantra dazu betet er seit Jahren in den Foren herunter.

  • Mina Peter sagt:

    Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, wie man als gebildete Mutter seine Tochter einer Institution anvertrauen will, die sexistisch ist, Kinder systematisch missbrauchen lässt, und viele Arme ins Elend treibt, da sie die Geburtenkontrolle noch immer verteufelt. Es ist kein Wunder, dass die katholische Kirche sich so anmassend verhält. Das haben meine Eltern zum Glück schon vor 50 Jahren gemerkt den Katholiken den Rücken gekehrt.

    • Synn sagt:

      Meine leider nicht, ich musste mich dann selber distanzieren. Eines der grössten Geschenke die ich meinen Kindern machen konnte, ist sie nicht mit diesem Verein zu behelligen. (Humanistische) Werte kann man trotzdem vermitteln.

      • Hans Minder sagt:

        @Mina Peter.
        Zur Abwertung der Frauen: Die Maria wird im Katholischen Glauben verehrt, wie keine andere Erdenbürgerin. Nicht einmal der heilige Petrus oder Paul haben diesen Status. Der Katechismus des Katholischen Glaubens besagt: Gott ist weder Mann noch Frau – er ist beides.
        @Synn
        In vielen hilfreichen Bereichen unserer Gesellschaft (Schulen, Spital, Militär, Politik etc.) gibt es leider kriminelle, die ihre Macht ausnutzen. Was wäre unsere Gesellschaft jedoch ohne Schulen/Spitäler/Militär/Politik? Die Frage ist jene: Was wäre unsere Welt ohne Glauben….Wer einmal versteht, dass die Kirchgemeinden aus vielen „Kranken“ bestehen, die dank ihres Glaubens ihr Defizit im Griff haben, dann wird einem Angst und Bange, wenn diese „Angeschlagenen“ ihren Halt verlieren sollten.

    • Emilio Steiner sagt:

      Wissen Sie, dass es statistisch belegt ist, dass 99,5% des Missbrauchs in der Gesellschaft in der Sie leben gemacht wird und nur in der Kirche 0,5%, was aber für mich absolut auch nicht sein darf. Aber bleiben Sie bei den Fakten und reden nicht von Systematik, denn so sind Ihre Aussagen schon deswegen irrelevant!

      • Mina Peter sagt:

        @Steiner: Diese Statistik ist mir nicht bekannt, bitte nennen Sie doch die Quelle. Die Anzahl der missbrauchten Kinder und auch Erwachsener ist genug hoch, so dass ich dieser Institution mein Kind sicher nicht anvertrauen würde. Wie einem komischen Nachbarn auch nicht.
        Dazu die vorgelebte Abwertung der Frauen, was muss sich ein Mädchen dabei denken?

    • Emilio Steiner sagt:

      Gerne gebe ich Ihnen, Frau Mina Peter die Quelle an:
      „Fakten & Fiktion“ von Josef Bordat in ‚Der Tagespost‘ vom 20.9.2018. Übrigens eine Zeitung, die an Ethik und Moral hohe Ansprüche stellt und nur zu empfehlen ist.

  • Thomas Bieri sagt:

    Vielleicht hätten Sie vorher über eine Konfessionsänderung nachdenken sollen? Bei uns Protestanten gibt es bloss die Konfirmation und nicht wie bei den Katholiken Kommunion UND Firmung. Also schon mal weniger Termine. Besonders für die Eltern.

    Wobei, kommt es auf den Pfarrkreis oder den Kanton an?

    Denn aufgrund meiner Frau besuchen meine Kinder ebenfalls den katholischen Unterricht. Allerdings im Kanton Bern. Kein Hausbesuch des Pfarrers. Nur einen Informationsabend, sowie einen Abend wo ein Kreuz für die Feier der Kinder gebastelt wurde. Habe das aber nicht als mühsam empfunden. Der Bastelabend war ganz amüsant.

    • Hans Hasler sagt:

      Wählt man seine Religion wirklich danach aus, wo es am wenigsten Elternabende etc gibt?
      Sollte man sich nicht eher mal fragen ob man an die Inhalte der Lehre glaubt und wenn nicht, dann ganz aus der Kirche austreten?

  • Dahlia Meier sagt:

    Ich weiss wieso ich darauf beharrt habe dass unsere Kids reformiert und nicht katholisch aufwachsen.

  • Hans Hasler sagt:

    Gemessen an der Bedeutung (für Gläubige bzw. der Kirche) scheint mir der Aufwand doch sehr klein zu sein. Ein Hausbesuch des Priesters, ein paar Elternabende (wohl auch um mal den Eltern auf den Zahn zu fühlen) sind für die Erlösung und das Ewige Leben im Reich Gottes wohl ein sehr geringer Preis.
    Das Problem wird eher sein, dass die Autorin eigentlich gar keine gläubige Katholikin ist.

    • Independent sagt:

      Moment mal…. ich zitiere:

      „Gemessen an der Bedeutung (für Gläubige bzw. der Kirche) scheint mir der Aufwand doch sehr klein zu sein. Ein Hausbesuch des Priesters, ein paar Elternabende (wohl auch um mal den Eltern auf den Zahn zu fühlen) sind für die Erlösung und das Ewige Leben im Reich Gottes wohl ein sehr geringer Preis.“

      WEnn ich Sie richtig verstehe, ist das also alles was es braucht für „die Erlösung“ und „das Ewige Leben im Reich Gottes“ ein paar Termine? Ok, mit dem könnte ich auch leben. Ich darf also trotzdem noch die Nachbarin anstarren, stehlen und lügen? Top… ich dachte das Ganze wäre vieeel strenger.. Na dann, danke Herr Hasler!

      • Hans Hasler sagt:

        Na , ich habe die christliche Heilslehre kann nicht erfunden. Umd bei den Katholiken kommt noch etwas Beichten dazu. Aber sonst ja. So läuft das mit der Erlösung. Was glauben denn Sie ist der Sinn der Kommunion?

  • Laila sagt:

    Ich, ich, ich…
    da hat Kirche, da hat Christentum offensichtlich keine Chance.
    Ich will, dass meine Tochter…

    • Jeanette Kuster sagt:

      Es ist ein Blogpost, dh per definitionem ein persönlich gefärbter Text in Ich-Form. Alles klar liebe Laila?

      • Laila sagt:

        Sicher, Ich kann Meine Befindlichkeiten einem grossen Publikum unterbreiten, das dann Mich tröstet und Mir zustimmt.
        Böse katholische Kirche, Du, nämlich!

  • Frederic sagt:

    Wir hatten doch auch 9 Jahre Religionsunterricht und noch 4 Jahre Unterweisung. Für mich war das reine Unterhaltung, denn die Fragen, die ich hatte, konnte mir kein Pfarrer beantworten. Mit 20 war ich frei und konnte denken was ich wollte. Was ich bis heute beibehalten habe, denn: reife Seelen denken selber und suchen nach den Antworten – ein Leben lang!

    • Emil Eugster sagt:

      „Mit 20 war ich frei“
      Von Geburt an waren sie demnach unfrei. Ein Gefangener der Kirche. Grausam!

  • fuchur sagt:

    Ich staune! Für alle erdenklichen Hobbies und Ausflüge wird die Freizeit gerne „geopfert“. Nur wenn die Kirche einige Daten verbindlich machen will, schreien alle laut auf!

  • Anya Meyer sagt:

    Damit hier nicht nur betupfte Katholiken ihren Senf dazu geben, hier noch meine Meinung als „Religion und Kultur“-Lehrerin sowie Atheistin: Ich denke, der Einfluss des Christentums auf unsere Kultur wird im schulischen Unterricht besser behandelt als im kirchlichen Religionsunterricht, wo eher „teaching in“ als „teaching about“ betrieben wird. Natuerlich muss jeder selber wissen, was er fuer sich und seine Kinder will, aber erst den kirchlichen Unterricht und „Segen“ wollen und sich dann darueber beklagen, dass es Zeit und Aufwand kostet, da kriegt man dann halt nicht so viel Mitleid. In der Schule werden diese Themen ohne Elternaufwand besprochen und diskutiert… Aber eben, nur meine Meinung.

  • Sebastian F sagt:

    Nach den Kindermissbrauchskandalen der katholischen Kirche, vertraue ich doch meine Kinder nicht dieser Institution an.

    • 13 sagt:

      Nachdem über 80% aller sexuellen Übergriffe auf Kindern zu Hause und im bekannten Umfeld und mehr als 80% durch Männer begangen werden, würde es wohl Sinn machen, ganz allgemein ein Kind nie mit einem bekannten Mann, egal ob Vater oder Onkel, alleine zu lassen. Das würden jedoch die meisten Menschen zurecht als stark übertrieben bezeichnen und von Vorverurteilung und Kollektivschuld sprechen, denn über 99% der Männer missbrauchen ja keine Kinder.
      Die Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche sind wie alle anderen Missbrauchsvorfälle auch, zu verurteilen, zu verfolgen und die Verantwortlichen zu bestrafen. Da gibt es nichts zu beschönigen oder zu bestreiten. Keine Frage. Auf welchen Prozentsatz der Priester, Mönche, Katecheten etc. trifft das aber zu?

      • Reincarnation of XY sagt:

        13 – das ist doch eine sehr dürftige Verallgemeinerung.
        Der Missbrauch von Menschen hat in der Kirche systemische Tradition.
        Das beginnt mit der Lehre, dass der Mensch schuldig für sein Menschsein ist (Erbsünde) und die ewige Folter in der Hölle verdient hat.
        Und daraus folgte, dass es legitim ist Menschen (Kinder) zu schlagen, Menschen zu foltern, Selbstkastaiung zu zelebrieren und Exorzismen durchzuführen. Der Mensch als Sünder, beinhaltet auch die Lehre, dass Sex Sünde ist. Einzige Ausnahme: im Sakrament der Ehe, und zwar NUR UM Kinder zu zeugen (deshalb ist auch Verhütung verboten.) In katholischen Einrichtungen wurden Kinder systemisch missbraucht, nicht nur Einzelfälle. Und die Täter systemisch von der kirchlichen Obrigkeit selbst gedeckt.

      • 13 sagt:

        „13 – das ist doch eine sehr dürftige Verallgemeinerung.“
        Sag ich doch.
        Der (sexuelle) Missbrauch hat in sehr vielen Bereichen systematische Tradition, die Kirche ist nur eines davon. Viel Gewichtigere sind Massenvergewaltigungen als Kriegswaffe, Festigung Unterdrückung der Frauen durch sexuelle Übergriffe etc. Auch sonstige Gewalt an Kindern ist systembedingt. Dabei ist auf sämtliche Diskussionen darüber, ob ein generelles Verbot der Körperstrafen für Kinder auch in der Schweiz ins Gesetz soll oder nicht. Ich werde hier keine Glaubensdiskussion führen, kein Bedarf, und von Einzelfällen spricht niemand. Aber die kath. Kirche besteht nicht nur aus Missbrauchsskandalen resp. Tätern. Das ist tatsächlich eine sehr pauschalisierte und unzutreffende Verallgemeinerung.

    • Marusca sagt:

      Ach Sebastian, dann dürften Sie Ihre Kinder noch gar mancher Institution nicht anvertrauen, sie vor Sportclubs und sonstigen Zirkeln, vor allem aber vor Ihrer männlichen Verwandtschaft, dem gesamten Freundeskreis und sogar von der Schule fernhalten. Und mal davon abgesehen, schadet es Ihren Kindern mit Sicherheit nicht, sich – nicht zuletzt auch der immer spärlicher vorhandenen Allgeneinbildung junger Leute wegen – auch etwas mit der eigenen Religion auseinanderzusetzen wenn ich an all den Schwachsinn denke, für den die lieben Kleinen (und die Grossen sowieso) heutzutage mit einer geradezu gedankenlosen Selbstverständlichkeit sonst noch ihre Zeit versauen, von der sie ja stets behaupten, keine zu haben.

  • Stefan W. sagt:

    Ich bin auch kein eifriger Kirchgänger, aber ich war immer der Überzeugung, dass zu einer vernünftigen Allgemeinbildung auch Wissen über die religiösen Grundlagen unserer Kultur gehört. Auch wenn die heute keiner mehr ernst nimmt, lassen sie sich doch nur schwer wegdiskutieren. Und wir waren ausserdem der Ansicht, dass unsere Kinder sich mit dem für einen vernünftigen Entscheid nötigen Wissen gewappnet für oder gegen die Kirche entscheiden sollen. Deshalb war es bei uns so, dass sie bis zur Firmung dabei bleiben mussten. Die Elternabende fand ich genauso wenig erhebend, wie die der Schule, aber beim Unti wurde wenigstens nie erwartet, dass beide Eltern antanzen, so dass wir uns abwechseln konnten. Das vereinfachte auch die Terminfindung.

    • Synn sagt:

      Wissen ja im Sinne wie man auch über den zweiten Weltkrieg Bescheid weiss, im Sinne von Allgemeinbildung halt. Aufdoktrinieren hingegen sollte strafbar sein.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Ich finde es super, dass Sie wollen, dass Ihre Tochter etwas von der kulturellen Bedeutung des Christentums versteht und dass Sie sich auch Gedanken um eine spirituelle Entwicklung machen (auch wenn das Konzept des unsichtbaren Freundes, auch seine Gefahren birgt, über die man sich unbedingt tiefergehende Gedanken machen sollte). Aber diese Dinge bequem einer so zweifelhaften Institution zu überlassen, DAS kann ich nicht verstehen.
    Super, wenn die Kirche Sie ihre Anspruchshaltung wieder spüren lässt, dann müssen Sie sich wenigstens ein bisschen Gedanken machen, ob Sie ihr Kind wirklich in der Bildung dieser wichtigen Fragen, dieser Institution überlassen wollen.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Hm, ich finde nicht, dass ich das Thema ganz der Kirche überlasse. Wir haben z.B. eine Kinderbibel zu Hause, die der Pfarrer uns bei der Taufe geschenkt hat. Die Kinder finden die Geschichten superspannend und so habe ich immer wieder daraus vorlesen müssen bzw dürfen. Ich erkläre Ihnen auch, weshalb man Weihnachten feiert und was hinter Ostern steckt.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Super – haben wir auch gemacht.
        Persönliche Frage: denken Sie auch über diese Geschichten nach? Was diese Geschichten eigentlich vermitteln? Sündenfall, Sintflut, etc.
        Stimmen die Aussagen dieser Geschichten mit Ihren Werten, Ihrem Weltbild und Ihren pädagogischen Grundsätzen überein?

        Und diese Institution… die seit ihrer historisch überprüfbaren Existenz Machtmissbrauch praktiziert, und ein Hort ist gegen Aufklärung, gegen Frauenrechte, …? Eine Institution, die systematisch Kindesmissbrauch vertuscht (um es mal ganz vorsichtig auszudrücken) und deren Sexuallehre (kennen Sie sie überhaupt?) nach wie vor fundamental in ihrer Lehre ist?

        Haben Sie sich über Sie wirklich tiefgehend Gedanken gemacht, dass Sie ihr Kind, ihr anvertrauen?

      • Jeanette Kuster sagt:

        Berechtigte Fragen. Ich muss zugeben, ich bin begabt darin, Geschichten während des Vorlesens spontan abzuschwächen / umzuformulieren /etwas wegzulassen, wenn mir gewisse Dinge nicht passen. Vor allem aber rede ich gerne mit den Kindern über die Geschichte, die ich vorgelesen habe – ob die nun aus der BIbel stammt oder aus einem normalen Kinderbuch. Wir diskutieren, was wir gut fanden und was nicht oder was man evt aus der Geschichte lernen kann.

        Die Kirche an sich…..schwierige Frage. Sagen wirs mal so: Ich mache mir gerade aktuell viele Gedanken zum Thema…

      • Emil Eugster sagt:

        Kinderbibel ist so etwas, wie die unangenehmen Sachen aus der Bibel herausgestrichen und nur die netten Dinge drin gelassen. Da erfahren die Kinder nicht, was die Töchter von Lot mit ihm gemacht haben, nachdem ihre Mutter zur Salzsäule erstarrte.
        Das heisst sie belügen ihre Kinder doppelt. Erstens damit, dass sie ihnen die Geschichten darin als wahr verkaufen und zweitens, dass sie ihnen einen Teil der Geschichten aus der Bibel vorenthalten.
        Religiöse kennen keine Scham, wenn es darum geht Kinder zu belügen.
        Der Glauben der Kindern als Wert eingetrichtert wird macht sie zu den perfekten Opfern von Menschen, die sie missbrauchen wollen.

  • Schaad Franz-Othmar sagt:

    Tja, würde Ihre Tochter auf eine Ballettaufführung hin üben und Sie müssten ebenfalls so viele Termine auf sich nehmen, wäre es Ihnen dann auch zu viel? Kann es sein, dass das Pfarramt auch Sie als Mutter miteinbeziehen möchte, in dieses wichtige Ereignis für Ihr Kind? Also auch Sie vorbereiten?
    Es scheint leider so, als sei die Erstkommunion Ihrer Tochter für Sie lediglich eine Pflichtübung. Schade. Sie berichten in keiner Weise darüber, was dieser grosse Tag für Ihre Tochter bedeutet? Haben Sie schon mal an Ihre Tochter gedacht oder kreisen Ihre Gedanken vornehmlich um Sie selbst?
    Schade, können Sie die Vorfreude und Vorbereitung Ihrer Tochter nicht ein wenig nachempfinden. Ich würde es mir für Ihre Tochter und für Sie von Herzen wünschen!

    • Jeanette Kuster sagt:

      Naja, wenn meine Tochter für so eine Tanzaufführung üben würde, gäbe es vermutlich keine extra Ballett-Elterntermine. 😉 Es ist ihre Erstkommunion, nicht meine. Warum also soll ich mich an mehreren Anlässen auf den Tag vorbereiten, nota bene nur unter Erwachsenen, ohne Kinder? Und: Es gibt mMn einen grossen Unterschied zwischen „miteinbeziehen“ und „hier sind die Termine,kommen Sie gefälligst!“. Ich glaube, das ist es, was mich am meisten stört, diese Haltung, dass man sich anzupassen hat. Und wenn man nicht jedes Mal rennt, bekommt man die Unzufriedenheit sehr deutlich zu spüren.

    • Emilio Steiner sagt:

      Ja, danke Herr Schaad!
      Eine bessere Antwort gibt es nicht und dies an eine Mutter, die gewiss das Allerbeste für ihr Kind wohl will!

  • Christina sagt:

    Im Schulunterricht Religion bzw. Ethik geht es nicht um Glauben, sondern um Wissen und Bildung. Der kirchliche Unterricht, sei er katholisch oder reformiert, sollte dagegen die Basics der Glaubensinhalte und die Sozialisation in der jeweiligen Kirche und das Erfahren von Religion, z.B. auch durch die Teilnahme an Ritualen vermitteln. Die heutige junge Elterngeneration erhielt landauf landab im kirchlichen Unterricht nur Formalia der Religion vermittelt, die schon vor 20 Jahren hinter den schon damals diskutierten modernen theologischen Überlegungen nachhinkten. Heute raufen sich die Kirchen die Haare, wieso dieser Generation ein kurzes kirchliches Happening genügt. Soll das anders werden, müssen sich die Eltern eben engagieren, oder konsequenterweise austreten. Was auch ok ist.

    • Reincarntion of XY sagt:

      Unser Kind wollte freiwillig den Religionsunterricht besuchen, natürlich haben wir ihm das erlaubt.
      Wir waren erstaunt, wie wenig der Religionsunterricht mit Wissen und Bildung zu tun hatte. Frank und frei wurden tendenziöse Märchen erzählt (ein Christ entgeht dem Märtyrertod durch einen Scherenschnitt), biblische Geschichten abgeändert, bis hin zu fanatischen Aussagen.
      Zum Glück sind wir humorvolle Leute und unser Kind aufgeweckt, so dass wir diesen schulunwürdigen Unterricht sinnvoll reflektieren konnten.

      Aber da stimme ich mit ihnen überein: engagieren oder austreten. Am lächerlichsten ist die Haltung, dass man eine Institution mit Steuern und eigenen Kindern am Leben erhält, an die man selbst nicht glaubt.

      • Christina sagt:

        Je nach Kanton ist der Religionsunterricht anders konzipiert, staatlich und überkonfessionell oder kirchlich mit möglicher Dispensation. Im Kanton Bern ist das Fach ein Bildungsfach und in der Regel gibt es folglich keine Dispensationen. Ich hatte einmal in der Schulverwaltung eine Beschwerde eines muslimischen (!) Vaters, mit Belegen. Da standen so Sätze wie: „Unser Herr Jesus Christus…“. Sowas geht gar nicht. Der Vater hat vollumfänglich Recht bekommen. Tatsache ist, dass viele Lehrkräfte im Fach Religion weder ausgebildet noch dafür geeignet sind. Die unterrichten dann so, wie sie meinen, dass Religion geht. Die beste Religionslehrerin, die ich kannte, war jüdischen Glaubens, war in moderner Religionswissenschaft belesen und wusste um die Irrungen und Verirrungen von Religion.

      • 13 sagt:

        @ Christina
        Im Kanton Bern ist der Religionsunterricht nach LP21 ein Teil des NMG-Unterrichts, aber auch früher war es ein Teil von „Religion und Lebenskunde“ und bietet eine Übersicht über die Religionsgemeinschaften. Dies hat nichts mit dem Religionsunterricht einzelner Kirchen zu tun, diese sind streng von der Schule getrennt. Vom NMG in der Schule kann man sich logischerweise nicht dispensieren lassen. Zum kirchlichen Unterricht hingegen wird man nicht verpflichtet, dieser ist freiwillig. Das war schon so als ich in den 90er-Jahren in die Schule ging und ist auch heute noch so. Vermischen sollte man das aber nicht. Andere Kantone haben den kirchlichen, religionsspezifischen Unterricht in der Schule, ist aber im Kt. Bern verpönt.

    • Lisa sagt:

      Wenn die Kinder tatsächlich christliche Glaubensinhalte vermittelt bekämen, würde ich auch eher hinter dem Unterricht stehen (nicht hinter der christlichen Erziehung). Stattdessen werden die Kinder stundenlang mit irgendwelchen Feelgood-Wischiwaschi-ethnischen-Gemeinplätzen beträufelt, die meist recht evangelikal angehaucht sind, an Kerzenabenden, Filmvorführungen, beim Basteln. Wenn schon, dann weniger aber konzentrierte Stunden, in denen die Bibel, die historischen Hintergründe und den Inhalt des Glaubensbekenntnisses gelehrt wird. Und das könnte man durchaus altersgerecht machen.

  • Raymund Hofstetter sagt:

    Ich wäre als Kind auch lieber mit Mami in den Supermarkt gegangen und hätte innert 30 Minuten meine Konfirmation erworben, statt während eines Jahres 20 Testate für besuchte Gottesdienste abzuholen. Und auch meine Eltern waren nicht sehr gläubig, haben aber mitgemacht, wo verlangt. Wenn Ihnen alles zu mühselig ist, dann melden Sie Ihr Kind doch in der Klubschule zu einem Kurs „Religionen“, „Christentum“ o.ä. an. Unglaublich Ihre Schreibe und Ihre Haltung – pseudotolerant und pseudoengagiert. Wie Sie selbst schreiben, ist das in ein paar Monaten vorbei – also was soll das ganze Gezeter und Gemecker. Yoga-Termine und Fussball-Abende (oder was sonst Ihre Leidenschaft ist), gibt es auch dann noch.

  • Victor Brunner sagt:

    Ja liebe Frau Kuster, sie sollten halt nicht die leere Kirche besuchen, da erfahren sie wenig vom Alltag, und die Kinder in die Kirche mit dem vollen Programm schicken! Abseits stehen und sich dann als Journalistin mokieren scheint mir etwas peinlich! Aber ihre Haltung entspricht dem Zeitgeist, dabei sein und doch nicht dabei sein! Kritisieren aber nicht Teil der Veränderung sein, Wellness anstelle Engagement!

    • Jeanette Kuster sagt:

      Lieber Herr Brunner, ich war als Jugendliche 6 Jahre lang Ministrantin – freiwillig übrigens. Ich habe also ziemlich grossen Einblick in die Kirche erhalten. Da darf ich heute zum Ausgleich auch mal in eine leere Kirche sitzen.

      • Victor Brunner sagt:

        Besser wäre sich in der Kirche einbringen und dort die Kritik anbringen, soviel Zeit „opfern“ wäe sinnvoll!

      • Emilio Steiner sagt:

        Schön Frau Kuster, dass Sie 6 Jahre der Kirche gedient haben. So haben Sie gespürt, was in der Messe geschehen ist und was es bedeutet die Hostie empfangen zu dürfen und gestärkt dadurch in Liebe und Aufopferung hinauszugehen in den Alltag und Gutes tun.
        Wie klein ist dann – auch zum Wohl des eigenen Kindes -Zeit zu finden in seiner Freizeit, um es auf dem Weg zur Kommunion zu begleiten und hinter ihm zu stehen. So wie Sie damals Dienst in und mit ‚Ihm’ ehrfürchtig leisteten.
        Als getaufte Christin mögen Sie Ihre Verantwortung spüren, auch wenn es Umkehrung braucht sich erneut in den Dienst des Allerhöchsten zu stellen.

  • tststs sagt:

    „meine Eltern hatten nichts anderes zu tun, als irgendwann vor dem wichtigen Tag mein Kleid abzuholen.“ Gefühlt oder tatsächlich?

    Und um das Ganze zu relativieren: Wie viel (Frei)Zeit wenden Sie für Weihnachten auf? 1 Abend+2 Halbtage+30 min+1 ganzen Tag? Oder doch ein wenig mehr?

    Ja, Verpflichtungen stinken hie und da… aber… come on…

    • Jeanette Kuster sagt:

      Ich habe sie extra gefragt, bevor ich den Text geschrieben habe: Es war tatsächlich so.
      Ich habe kein Problem mit Verpflichtungen, solange ich den Sinn dahinter verstehe. Und solange ich auf ein bisschen Verständnis stosse auf der Gegenseite, wenn nicht jeder Termin passt.

      • tststs sagt:

        „Ich habe kein Problem mit Verpflichtungen, solange ich den Sinn dahinter verstehe.“ ???
        Da tun sich mir gleich zwei weitere „come on“s auf:
        1. Wieso Verpflichten Sie sich denn, wenn Sie den Sinn nicht verstehen?
        2. Wenn Sie den Sinn nicht verstehen, bedarf es evtl eines weiteren Termines, der Pfarrer erklärt Ihnen den Sinn sicher gerne 😉

        Ich bin weissgott kein Fan der christlichen Kirche, aber dass sie an gewissen Routinen/Terminvorgaben/Verbindlichkeiten festhält (allen voran die rkk) und sich nichtn ur nach dem Gusto der Schäfchen richtet, hat durchaus auch seine lehrreichen Momente.

      • Jeanette Kuster sagt:

        Was ist denn Ihrer Meinung nach der Sinn von solchen Elterntreffs am Sonntagmorgen? Und verpflichte ich mich tatsächlich dazu, indem ich meine Tochter in den Unti gehen lasse?

        Meine Tochter hat übrigens den Pfarrer gefragt, warum er uns besuchen wolle. Er meinte, sie seien als Untiklasse ja auch bei ihm zu Hause gewesen. Hm… 😉

  • Emilio Steiner sagt:

    Der Artikel zeigt in einer solchen Klarheit auf, wie widersprüchlich und rosinenpickend ihr Verhalten ist. Zeigt aber auch auf, dass Sie den christlichen Auftrag durch die Taufe ihres Kindes nicht wahrnehmen und sich wie im Sündenfall das Recht nehmen über Gut und Böse zu entscheiden. Die Kirche möchte mit den Sakramenten einen Weg aufzeigen wie ein Mensch in Liebe und Wertschätzung sein Leben verbringen kann. Hören Sie hin liebe Mutter KUSTER, es tut nämlich gut, etwas davon zu erfahren wie ein Mensch auf die Welt gekommen ist, um zur Umkehr sich einzusetzen und dadurch sogar den Kreuzestod auf sich zu nehmen. Lifestyle mag Götzendienst sein, besonders dann, wenn er einseitig und absolut ist. Es liegt an Ihnen diese Grenzen zu sprengen und Ihre eingegangene Pflicht einzulösen.

    • Carolina sagt:

      Ihr Kommentar reicht aus, um mich wieder daran zu erinnern, warum wir unsere Kinder nicht haben taufen lassen! Wir haben sie allerdings, als wir in dieses Land kamen, in den Unti und den Religionsunterricht gehen lassen, denn wir waren und sind der Meinung, dass unsere Kultur wesentlich durch Christen- und Judentum geprägt sind. Das, was im Unti ‚gelehrt‘ wurde (weniger im Religionsunterricht, in der noch eine gewisse Wissensvermittlung stattfand), hat uns davon überzeugt, dass sich seit unserer eigenen Kindheit recht wenig getan hat: immer noch wurden mit Drohungen, Missioniererei, Angstmacherei und salbungsvollem Geschwurbel Kinder wie Idioten behandelt. Also haben wir die Konsequenzen daraus gezogen und sie – auch ganz ohne Kirche – zu anständigen, kritischen Menschen erzogen.

      • Emilio Steiner sagt:

        Carolina, verstehe ich etwas falsch? Sie lassen ihr Kind nicht taufen und schicken es trotzdem in den Unterricht? Wäre ja löblich, wenn Sie so die Geschichte Jesus Christus ihrem Kind näher bringen wollten. Aber daraus abzuleiten, es werde den Kindern gedroht, Angst gemacht usw. und dazu wie Idioten behandelt, dann projizieren Sie etwas, um sich selbst zu rechtfertigen.
        Lesen Sie doch einmal den neuen „Youcat for Kids“ den Jugendkatechismus, der wird Sie über den vermittelten Inhalt im Unsgi aufklären und gewiss auch Ihnen den Weg zur Wahrheit und Objektivität aufzeigen.

  • Homer Simpson sagt:

    Absolut unverständlich, wie man seine Kinder heutzutage noch den Fängen dieser Organisation ausliefern kann. Wenn sie mit 18 unbedingt einer solchen Sekte beitreten wollen, kann man das nicht verhindern, aber dazu ermutigen sollte man sie nicht.

  • Heide sagt:

    Na etwas Freizeit dürfte für etwas Religösität schon „geopfert“ werden. Es wird ja auch Zeit genommen sich mit Gamen etc etc zu befassen. Ich mag mich noch gut erinnern, dass im Vorbereitungsunterricht nicht nur Bibellesungen waren, sondern auch über menschliche Werte gesprochen wurde.
    Ich frage mich wirklich welche <Weltanschauung hier vertreten wird. Ich kenne Fälle bei denen die Kinder auch entscheiden durften, ob Erstkommunion oder auch Konfirmation. Später entschieden sich einige der "Jungen" dafür zur Freikirche zu gehen – und da kam das "grosse Geheul" bei den Eltern. Die Kath Kirche muss sich erneuern, ohne Frage, doch wie soll das gehen, wenn den Kindern das Fundament nicht gezeigt wird.

  • H.Decurtins sagt:

    Na etwas Freizeit dürfte für etwas Religösität schon „geopfert“ werden. Es wird ja auch Zeit genommen sich mit Gamen etc etc zu befassen. Ich mag mich noch gut erinnern, dass im Vorbereitungsunterricht nicht nur Bibellesungen waren, sondern auch über menschliche Werte gesprochen wurde.
    Ich frage mich wirklich welche <Weltanschauung hier vertreten wird. Ich kenne Fälle bei denen die Kinder auch entscheiden durften, ob Erstkommunion oder auch Konfirmation. Später entschieden sich einige der "Jungen" dafür zur Freikirche zu gehen – und da kam das "grosse Geheul" bei den Eltern. Die Kath Kirche muss sich erneuern, ohne Frage, doch wie soll das gehen, wenn den Kindern das Fundament nicht gezeigt wird.

  • Coco sagt:

    Ich vergleiche die Mitgliedschaft bei einer Kirchgemeinde gerne mit einer Vereinsmitgliedschaft. Wer sich für die Teilnahme an Vereinsaktivitäten verpflichtet hat, erbringt eben die vereinbarte Leistung.
    Wenn Eltern entscheiden, dass ihre Kinder eine religiöse Initiation durchlaufen (die Erstkommunion ist gemäss RKK ein Sakrament und damit ein Initiationsritus), scheint es mir normal, dass sie ihren Teil beitragen und eben nicht eklektisch. Damit eine Person sich in Glaubensfragen frei entscheiden kann, ist eine gewisse Tiefe in der Auseinandersetzung notwendig, welche sich vielleicht nicht immer geschmeidig in den Terminkalender einfügt – dr‘ Fünfer und s‘ Weggli git’s nit!
    N.B.: Mir persönlich ist jegliches Glaubenssystem zu eng!

  • maia sagt:

    Ich frage mich , warum so unterschiedlich gewertet wird. Zeit für „die Kirche“ aufzuwenden ist irgendwie speziell. Genausogut könnte da Fussball, Klavier, Singen, Ballett, usw. usf. stehen.

    • Röschu sagt:

      „Die Kirche“ hat ein Monopol auf Erteilung der Sakramente. Sie haben somit die Wahl nach den Bedingungen der Kirche mitzumachen oder es ganz sein zu lassen.
      .
      Hingegen kann auch dem Fussballverein im Nachbarsdorf beigetreten werden; eine unliebsame Instrumentenlehrperson ist schnell auswechselbar, etc.

      • maia sagt:

        Es gibt einerseits verschiedene Konfessionen und zweitens kann durchaus auch der Unterricht im Nachbarsdorf besucht werden.

      • Röschu sagt:

        „Es gibt einerseits verschiedene Konfessionen…“
        Dann zählen Sie mir doch bitte die vielen Konfessionen auf, welche die Erstkommunion als Sakrament anerkennen.
        .
        „…zweitens kann durchaus auch der Unterricht im Nachbarsdorf besucht werden.“
        Dieser wird aber von der gleichen Kirche durchgeführt…

      • maia sagt:

        Gut, wenn einem dieses Sakrament so wichtig ist, dann bleibt einem wohl nichts anderes übrig. Wenn ich Fussballspielen lernen will, kann ich das auch nicht im Musikunterricht…… Aber die ungeliebte Lehrperson kann sehr wohl gewechselt werden, wenn der Unterricht an einem anderen Ort besucht wird.

  • Seraphim Weibel sagt:

    Warum Katholisch? Haben Sie ihrer Tochter erklärt, dass sie aufgrund ihres biologischen Geschlechts diskriminiert wird und gerne Kirche putzen und ihre eigenen Kinder an Eltern abende schleifen wird dürfen aber spirituell ein Krüpel bleibt der niemals die würdevollen Ämter bekleiden darf? Das Kinder von Priester nicht annerkannt sind und diese Pristerfrauen qualen erleben? Das homosexuelle Krank sind und keine Sakramente erfahren dürfen obwohl 30% der Priester homosexuell sind? Die Kath Kirche missachtet die schweizerische Verfassung und ist doch staatlich annerkannt. Ein Skandal! Muslime könnten sich das nie leisten. Es gibt diverse Alternativen. Warum bleiben sie in diesem Verein der Menschenrechte verletzt?

    Das ist die eigentliche Frage, und nicht wie die Agenda gesetzt wird.

    • Maria sagt:

      Lieber Herr Weibel mit dem Engelnamen, Sie haben leider nur die Negativpunkte dieser Kirche aufgezählt, welche leider stimmen. Aber meine Erfahrung in dieser Kirche hat mich im Leben viel Positives erleben lassen, Gebet, Rituale und Gesang konnten mich aus Krisen herausführen. Stille, leere Kirchen können einem in Meditation und Gebet helfen, die Hektik unserer Zeit zu verlangsamen und den täglichen Anforderungen besser zu begegnen. Dies nur ein kleiner Gegenaspekt zu Ihrer Pauschalbeurteilung der Kirche.

  • 13 sagt:

    Das scheint ja sehr unterschiedlich zu sein. Wir haben es letztes Jahr „durch“ und hatten nicht so viele Termine, zumindest nicht die Eltern, die Kinder hatten schon mehr, wurde aber so aufgezogen, dass sie ihren Spass daran hatten. Für die Eltern gab es einen Elternabend, einen Samstagnachmittag in der Kirche mit dem Kind und eine Stunde Palmflechten eine Woche zuvor. Zudem konnte man sich melden, um die Kirche zu schmücken. Wer da nicht half, wurde gebeten, während der Feier ein paar Sätze zu lesen. Auch gut, ist ja kein grosser Aufwand. Pfarrerbesuche zu Hause oder ähnliches gibt es hier nicht, das Kleid bekamen die Kinder an einer Unterrichtsstunde. Auch die Anprobe, umnähen etc. wurde alles von der Kirche selber organisiert.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Das hatte ich vermutet, dass es nicht überall so extrem ist. Mir scheint die Kirche in unserem Ort generell sehr streng und tendenziell auch eher rückwärtsgewandt zu sein.

      • Martin Frey sagt:

        Ich denke, es gibt innerhalb der RKK mittlerweile sehr viele Strömungen und divergierende Haltungen, die oft nicht mehr viel gemein haben. Wie man auch den jüngsten Äusserungen verschiedener Bistümer zur Pädophilen/Missbrauchsdebatte ablesen kann.
        Wir machten allein schon im Rahmen unserer Hochzeitsvorbereitungen teils erschreckende Erfahrungen, letztendlich dann aber auch wieder gute.
        Es sind die Menschen die darüber entscheiden, ob die Bilanz einer Religion unter dem Strich eine positive ist.

      • Jeanette Kuster sagt:

        Das sehe ich genauso @MF. Ich hatte als Kind einen wunderbaren Pfarrer als Untilehrer – er war vermutlich der Grund, weshalb ich nachher sogar Ministrantin wurde, obwohl meine Familie eigentlich nie zur Messe ging. Sein Nachfolger war leider das Gegenteil – weshalb ich mich gegen die Firmung entschieden habe. Zuviel „Wenn du dieses und jenes nicht machst, firmen wir dich nicht…“. Leider erinnert mich die Kirche in unserem Ort sehr an den zweiten Fall.

      • 13 sagt:

        Das ist ganz sicher so. Auch wir haben da ganz verschiedene Erfahrungen gemacht, inkl. derjeniger, dass „lockere“, progressive Pfarrer nicht immer besser sind, wenn dieses „Lockersein“ soweit geht, dass eine Zuverlässigkeit fehlt (von vergessenen Taufterminen bis hin zu der falschen Rede…).
        Ich sehe es aber durchaus so, dass auch die Kirche mit der Zeit gehen soll und auch muss und eine Selbständigkeit, Individualität ist ein Teil unserer Zeit. Gerade darum muss keiner in eine Glaubenskrise verfallen, wenn er/sie zwar zur Kirche steht, aber nicht alles zu 100% unterstützt. Tut man doch auch sonst nicht immer, sei es bei der favorisierten Partei, Verein, Arbeitgeber oder auch Familie.

  • Jo Mooth sagt:

    Die Grundlagen des Christentums sowie weiterer Religionen werden zumindest im Kanton Zürich doch bereits in einem Schulfach vermittelt? Ich würde mein Kind nie in einen kirchlichen Religionsunterricht schicken; als ehemaliger Zwangs-Protestant litt ich im Konfirmandenunterricht und den obligatorischen Kirchenbesuchen am frühen Sonntagmorgen wie später in der RS. Hätte ich ein Kind, würde ich ihm die Entscheidung eines allfälligen Kirchenbeitritts überlassen, wenn es volljährig wäre. Ich würde es daher nicht taufen lassen. Meine Eltern wussten auf meine Frage, weshalb sie mich taufen liessen statt mich bei den Juso einzuschreiben nie eine Antwort…

    • Jeanette Kuster sagt:

      Das stimmt, aber ich glaube, in der Schule werden die Religionen wirklich nur sehr knapp angesprochen. Dafür viele verschiedene, was ich toll finde. Übrigens zwinge ich meine Kinder nicht in den Unti, meine Tochter will die Stunde freiwillig besuchen. Evt ändert das nach der Erstkommunion, wenn ihre Freundin nicht mehr hingeht.

      • Jo Mooth sagt:

        Wenn sie wirklich freiwillig hin will finde ich das ok. „Freiwilligkeit“ entsteht in dem Alter allerdings nicht selten (also auch bei mir damals) in einem Umfeld, das die Entscheidung in die Richtung sanft fördert. Auch dass die Religionen in der Schule nicht ausführlich behandelt werden, finde ich gut, handelt es sich doch um irrationale Denkmuster, deren Verdienst im Wesentlichen darin besteht, zur Kultur beigetragen zu haben. Wer dann mehr wissen will, wohlan… Ansonsten kann Ihre Tochter in der Tat auch noch nach der Kommunion entscheiden, was sie denn mag.

    • Hotel Papa sagt:

      Im Prinzip ist die Konfirmation / Firmung die Frage an den jungen Erwachsenen, ob er in dieser Kirche mittun will.
      Nur formuliert das aus gutem Grund keiner der Verantwortlichen für den Firmlingen so.

      Die Kinder eine religiöse Erfahrung machen zu lassen ist nicht schlecht. Die kindliche Seele ist in dem Alter offen für so etwas und es tut ihr auch gut.

      Wird dann das Urteilsvermögen wach, stellen sich die jungen Menschen angesichts der Information, die ihnen heute zur Verfügung steht, die richtigen Fragen automatisch. Voraussetzung ist aber natürlich, dass vorher nicht massive Indoktrination stattfindet.

      • Carolina sagt:

        Ich habe einfach zu oft erlebt, dass Konfirmation und Kommunion nicht als Bekenntnis zur jeweiligen Kirche gelten, sondern als relativ lästige ‚Pflicht‘, die junge Menschen ableisten, weil am Ende saftige Geschenke winken und die Eltern sie qua Taufe sozusagen zwangsangemeldet hatten. Danach ist dann das Thema Kirche oft genug wieder abgemeldet. Deshalb habe ich hier eher zynische Gedanken!

    • Thomas Ungläubig sagt:

      Das Einzige, was mich bewogen hat, den öden Konfirmandenunterricht, die ebenso öden Zwangsgottesdienste und schliesslich das peinliche Ritual der Konfirmation (den letzten Gottesdienst meines Lebens !) über mich ergehen zu lassen, war die Aussicht auf den Göttibatzen, welchen ich umgehend in den Erwerb des heiss ersehnten Töfflis investiert habe …

  • Brunhild Steiner sagt:

    Das scheint eine spannende Woche zu werden 😀
    fast bereue ich meine Ferienabwesenheit… .
    Werde mich nächstes Woe durch alle Beiträge und Kommentare lesen.

    • Seeländer sagt:

      Eigentlich sollten sie währen den Ferien ihre Freizeit dem lesen von Blogs und schreiben von Kommentaren widmen, bei manchen leuten ist es aber wohl eine selbstverständlichkeit, demlArbeitgeber die Zeit zu stehlen und dies während der Arbeitszeit zu machen…. Und wenn man dann mal Ferien hat, zu bedauern dass einem die eigene Zeit dafür zu Schade ist.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Seeländer

        naja, liegt wohl daran dass ich noch nie einem Arbeitgeber mit lesen/kommentieren die Arbeitszeit zweckentfremdet habe.
        Schön wenn Sie das ebenso halten!

    • Martin Frey sagt:

      Gehe ebenfalls von einer spannenden Woche aus. 🙂
      Zum Inhalt noch kurz: die RKK ist sicherlich rigider und vereinnahmender als die reformierte Seite. Wohl nichts aber im Vergleich zu Freikirchen, orthodoxen Juden oder Muslimen. Religionen sind vereinnahmend und wollen soweit möglich unsere Leben bestimmen, den Takt unseres Lebens vorgeben. Das führt irgendwann zwingend zu Konflikten mit unserer freiheitlichen, hochindividuellen Lebensweise.
      Andererseits kann eine Religion auch nicht zu beliebig werden. Analog politischen Parteien führt dies wohl oder übel zu Bedeutungslosigkeit.
      Und ja, gerade in der RKK kommen Opfern und Selbstkasteiung eine zentrale Rolle zu. Obwohl ich nicht ganz sicher bin welches das grössere Opfer ist: Elterntreff in der Schule oder in der Kirche. 😉

      • Ka sagt:

        @Martin Frey: ich dachte auch immer, dass die reformierte Kirche weniger rigide und vereinnahmender sei. Lustigerweise habe ich dann genau das Gegenteil erlebt. Reformierte können sehr puristisch sein und die katholische Kirche hat eine sehr lange Kultur des Verzeihens und Vergebens. Kürzlich bei einer Abdankung predigte der katholische Priester gar, dass die wichtigste Aussage des Katholizismus nicht die Nächstenliebe sei, sonder die echte uneingeschränkt Vergebung. Hat mir doch sehr viel zu denken gegeben. Ich bin übrigens keiner Religion zugehörig und weiss nicht mal ob ich an einen Gott glauben soll.

      • Reincarnation of XY sagt:

        KA – Priester erzählen viel, wenn der Tag lang ist. Eigentlich kann jeder erzählen, was er will.
        Uneingeschränkte Vergebung… ähem dann müsste man ja die gesamte katholische Sakramentallehre widerrufen und als Nonsense abtun.

        Natürlich sind die Katholiken oft viel toleranter, obwohl sie eigentlich viel rigider als alle anderen sind. Im positiven Sinne ist es tolerant, im negativen Sinne eine durch die Beicht- und Sakramentlehre kultivierte Doppelmoral. Im Stile von „Du kannst ein Mafiosi sein, das ist egal, solange du bei Mutter Kirche bist und die Sakramente erhältst.“ Da ist man sehr tolerant. Einschränkung: solange man katholisch ist.

        PS
        Es gibt auch PfarrerInnen die lehren eigentlich Humanisums. Find ich gut. Ist nur nicht wirklich Christentum.

      • Thomas Bieri sagt:

        @KA: Der grosse Unterschied zwischen dem Protestantismus und der Katholizismus ist der, dass im Protestantismus jeder für selbst verantwortlich ist, während im Katholizismus immer jemand da ist, welcher verzeihen kann und die Schuld übernimmt.

        Daher ist der Protestant eher puristischer veranlagt, während es der Katholik weniger genau nimmt, da mit ein bisschen Busse (Beten, Rosenkranz, finanzielle Abgeltung usw.) jeder Fehltritt abgewälzt werden kann.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Martin Frey:
        hab offenbar übersehen, dass das ja gar nicht eine Themenwoche, sondern bloss zwei Beiträge betrifft; schade, jedoch wieder gut was die Nachleseinvestition angeht.
        Wenigstens ist @Susi wieder mal aufgetaucht, war toll nach langer Zeit erneut was von ihr zu lesen :-D,
        ansonsten, es ähnelt eigentlich sehr den Uraltverläufen zu diesem Gebiet.

  • Muttis Liebling sagt:

    Gott verlangt keine Religion und weder Gott noch Religionen verlangen nach einer Kirche. Zu Gott kann man verschiedene Verhältnisse haben, aber keines davon muss eine äussere Form finden.

    Als zu der Römisch Katholischen Kirche in einem Verhältnis stehend, möchte ich den Blog richtig stellen. Noch nie hatten wir weltweit so viele Mitglieder wie heute und niemals wuchs die Mitgliederzahl schneller als heute. Nur in Europa schrumpft Zahl und Einfluss, in Nordamerika war der immer unbedeutend. Südamerika haben wir durch politische Fehler verloren. Denn die RKK ist eine politische Organisation. Gott braucht keine Kirche.

    Den lutherischen Kirchen jenseits von evangelikal laufen die Mitglieder davon und das hat nachvollziehbare Gründe, die ich nicht legitimiert bin, zu nennen.

  • Sportpapi sagt:

    Die vielen Termine erleben wir gerade auch. Allerdings ist viele frei wählbar (aber bei viel verplanten Kindern halt doch schwierig). Wir haben aber glücklicherweise immer gute Lösungen gefunden.
    Auf der anderen Seite finde ich es richtig, dass die Kirchen nicht immer noch niederschwelliger werden im Kampf um neue Mitglieder.

  • Meier sagt:

    Grüezi Frau Jeanette Kuster, Danke für Ihre Offenheit und Ihrem Bericht.
    In der Erziehung ist mir als Mensch aufgefallen, es heißt z.B. die Muttersprache, somit ist hier sicherlich die Mutter gemeint, welche ihre Aufgabe besonders gut wahrnimmt, für das wertvolle Menschenleben.
    Will man inhaltlich oder die Organisation in Ihrem Bericht hervorheben? Vielleicht haben Sie für sich einmal den Abschnitt „2.Chronik 18,4“ gelesen?
    Es stellt sich die Frage, ob die PostModerne, heute, wirklich unsere Weltanschauung richtig steuert?
    Wie können Kinder richtig entscheiden, wenn Alles erlaubt ist und edle Werte schlicht kompostiert werden?
    Ihnen wünschen wir gutes Gelingen und einen Vater der Sie auch unterstützt.

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