Eigentlich mag ich Kinder …

Es gibt auch Nichtraucher-Beizen oder Grill-Restaurants. Was spricht also gegen kinderlose Cafés? Foto: Chevanon Photography (Pexel)

Es gibt auch Nichtraucher-Beizen oder Grill-Restaurants. Was spricht also gegen kinderlose Cafés? Foto: Chevanon Photography (Pexel)

Kinder sind grossartig. Ausser beim Tête-à-Tête im Edelschuppen. Und eigentlich auch nicht beim Nachmittags-Cappuccino in einem dieser Shabby-Chic-Urban-Feeling-Kafis (viel Holz, wenig Platz). Dort sitze ich gern bei Sonnenschein, Kafi latte und Zigi und tue so, als würde mich das Treiben um mich herum inspirieren für meinen nächsten Artikel oder Blog. Was für einmal tatsächlich funktioniert hat.

Obwohl ich schon jetzt weiss, dass es bei weitem einfacher wäre, diesen Blog nicht zu schreiben (für mich zumindest). Andererseits bin ich hier sozusagen die Ausserirdische vom fernen Planeten «Kinderlos und frei» und werde im Rahmen dieses Aussenseiter-Status meine Meinung jetzt kundtun. Also Achtung: Ab hier wirds hart für alle #nieohnemeinekinder.

Orte, wo jeder weiss, was ihn erwartet

Diesen Sommer entsetzte die Nachricht eines Restaurants unseres deutschen Nachbarn auf der Insel Rügen mindestens die Hälfte der Gesellschaft (mit und ohne Nachwuchs gleichermassen): Keine Kinder unter 14 Jahren ab fünf Uhr abends erwünscht. Ja, und? Find ich gut, dachte ich. Fände ich sogar noch besser, wenn das auch für eine der netten Espresso-Bars im schönen Züri gelten würde. Und bitte bereits ab zwei Uhr nachmittags.

Mit dieser Meinung bin ich bis jetzt vorsichtig hausieren gegangen. Dennoch, ich weiss: Ich bin nicht alleine. Aber trotzdem. Geht nicht! Ausgrenzung! Diskriminierung! Kinderhass! Böse, böse, böse. Aber mal ehrlich: Es gibt Nichtraucher-Beizen (eigentlich nur Nichtraucher-Beizen), es gibt Grill-Restaurants (ohne Vegetarier), es gibt Veganer-Diners (ohne alles), es gibt Gourmet-Tempel (ohne Preislimite) – alles klar zweckdefinierte Orte, wo jeder weiss, was ihn erwartet.

Ein friedliches Nebeneinander

Wieso also kein kinderloses Kafi? Keine besorgte Mutter grämt sich mehr über Zigirauch, der beharrlich Richtung Kinderwagen zieht, keine freischaffende Nicht-Mami stört sich über umkippende Trottis oder Kinder, die den Tisch zum Wackeln, den Cappuccino zum Kippen und den Status auf Level «supergenervt» bringen.

Manchmal sind solche Orte einfach das, was sie vorgeben zu sein. Keine versteckte Diskriminierung, keine vorurteilsbehaftete Ausgrenzung: Eine klare Definition, die Sinn und Zweck regelt und so ein friedliches Nebeneinander ermöglicht. Wie gesagt: Eigentlich mag ich Kinder. Und so gesehen ist Zürich gross genug für uns alle.

Lesen Sie auch Die Badi als kinderfreie Zone, Kinder verboten.

168 Kommentare zu «Eigentlich mag ich Kinder …»

  • Christian Schäuble sagt:

    Unter dem Strich ein toller Bericht. Ich – selbst Vater – würde solche Restaurant begrüssen. Warum? Weil ich dann alle Nörgler auf genau diese Gastrobetriebe hinweisen könnte, wenn ich mit meinem Kind (…welches ja nicht leben soll sondern einfach nur nach geregelter Norm zu funktionieren hat!) etwas essen gehe und es versuche, Stück für Stück in die Gesellschaft zu integrieren. Ich würde mich dadurch alles andere als ausgegrenzt vorkommen. Ganz im Gegenteil: Ich hätte damit die Möglichkeit, die Stänkerer eben auszugrenzen. „Wenn’s dir nicht passt: Zwei Strassen weiter ist kinderfreie Zone!“ Einfacher könnte man es mir als Vater gar nicht mehr machen. In diesem Sinne: PRO kinderfreie Restaurants – alle sind zufrieden.

  • Andrea Mordasini, 3014 Bern sagt:

    So Horrorszenarien mit im Restaurant herumschreienden, herumrennenden Kindern haben wir noch nie erlebt, weder mit den eigenen noch mit fremden Kindern. Und wir gehen ab und zu auswärts essen, auch mit den Kindern. Was mich traurig macht, ist die Haltung eniger Leute Kindern und Familien gegenüber, die die Kinder am liebsten aus dem öffentlichen Raum (Restaurants, Hotels, Flugzeuge,…) verbannen möchten und sie per se als Stör- und Lärmfaktor betrachten. Kinder gehören aber genau so in unsere Gesellschaft, unseren Alltag und unser Leben wie alle anderen auch und nicht in ein „Paralleluniversum*. Wir bevorzugen aber eh in erster Linie Orte und Lokale, wo ALLE (Junge, Alte, In- und Ausländer,,…) gleichermassen herzlich willkommen sind und niemand ausgeschlossen und diskirminiert wird.

  • Johanna sagt:

    Was da von Lesern geschrieben wird, die NICHT kinderlos sind, ist echt haarsträubend und äusserst kindisch! Bitte werdet erwachsen!
    Was die Autorin geschrieben hat ist witzig, unterhaltsam und auch nicht todernst… Was habt ihr für ein Problem, wenn sie einfach Mal gerne ungestört in einem ruhigen Kaffee (oder Bar) einen Kaffee trinken will? So what?
    Der Autorin ein grosses Kompliment! Finde diesen Artikel cool!

  • P. Arbeiter sagt:

    Ach ja, an den 13. Die Grosseltern kümmerten sich um die schreienden Kinder, indem sie alle 10 Min. rein und raus gingen . Also, schreiend raus an den Tischen vorbei und schreiend rein, an den Tischen vorbei, und dies gute 2 Std. Schreiend versuche ich jetzt, dies Ihnen zu erklären, verstanden?

    • 13 sagt:

      Nicht ganz. Ich frage mich halt immer wieder, wo all die Restaurants sind, wo IMMER irgendwelche störenden, schreienden, herumrennenden Kinder auftauchen, die ALLE Leute um sich nerven. Wir gehen häufig essen, mehrmals vom Monat. Vom Migrosrestaurant bis zu Haute Cuisine, mit Kindern oder ohne, in der Schweiz und im Ausland und ich mag mich an keinen einzigen Vorfall erinnern, wo ein Kind gestört hätte.

  • Die da sagt:

    Es würde sicher viele gut tun selber etwas mehr Kind zu sein, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, mal zu schreien, zu weinen oder mal so richtig laut zu lachen.

  • P. Arbeiter sagt:

    Gerade am letzten Freitag erlebt. Mein Partner und ich freuten uns auf ein gediegenes Essen in einem bekannten Restaurant. Oh je, ein Kindergeschrei ginge ja noch, aber es waren 2 jährige Zwillinge, die sich offenbar nicht wohlfühlten und ohne Unterbruch brüllten. Die Eltern blieben sitzen, es mussten die Grosseltern aufstehen und nach draussen gehen. Die Gäste, wir inbegriffen, schrien uns an, eine Unterhaltung war nicht mehr möglich. Nicht die Kinder sind es, nein, die Eltern, die absolut keinen Anstand, weder noch selbst eine Erziehung genossen. Nun wird auch dieses Hotel ab 19.00h keine Gäste mehr mit Kleinkindern mehr annehmen. Frage ist, was haben 2 jährige Kinder davon, bis nach 22.00h in einem Lokal zu verbringen.

    • 13 sagt:

      Was geht es Sie an, ob die Eltern oder die Grosseltern mit den Kindern rausgehen? Scheinbar wurden ja die Kinder, nachdem sie schrien aus dem Restaurant entfernt, damit sie eben niemanden mehr stören. Warum mussten Sie sich dann anschreien, wenn die Kinder draussen waren?

  • Sila sagt:

    Mich stören auch Eltern, die gar nichts sagen oder intervenieren, wenn ihre Kinder wirklich alle Grenzen ausloten. Selber gehöre ich zu den Eltern, die eher zu viel sagen, wenn unsere Kinder mal etwas lauter werden, mich für unangebrachtes Verhalten meiner Kids schäme, und sicher allzu gediegene Restaurants aus Prinzip meide. Alle Kinder aus Prinzip aus einem Restaurant verbannen? Und die nervigen Erwachsenen nicht? Da sollte doch eher ein Schild stehen mit Verhaltensregeln resp. einer Vision, wie man im Restaurant miteinander umgeht. Das fände ich toll: „in diesem Restaurant sind alle Menschen willkommen, die aufeinander Rücksicht nehmen, tolerant sind, fair miteinander umgehen und in Ruhe ein feines Essen geniessen möchten“. Auch Erwachsene können stören und nerven.

  • Fru sagt:

    Solche Diskussionen gibt es wohl nur in der Schweiz…das kinderunfreundlichste Land! Wo man wirklich das Gefühl hat unerwünscht zu sein mit Kindern, sei es bei der Arbeit oder im öffentlichem Raum. Schade!!!

  • Lisa sagt:

    Was für eine künstliche Aufregung. Wenn mir eine Horde Kinder nichts ausmachen, gehe ich in die SchniPo-Beiz im Zoo und wenn ich mein elegisches Moment pflegen will, gehe ich in eine Bar, wo eh keine Kinder sind. Und wenn ich schnätternde Expats-Frauen will, gehe ich unter der Woche um 11 Uhr ins Café an der Goldküste und wenn ich ein Schattenplätzli mit saurem Most will (ohne Kinder) sitze ich am Nachmittag ins Buschänzli. Der wahre Wirtschaftsgeograph weiss, wo welche Klientel verkehrt!

    • Maru sagt:

      Um so richtig in den „Genuss“ vom mittelprächtig erzogenen Kindern und gewöhnungsbedürftigen Müttern (nicht nur Expats-Frauen übrigens) zu kommen, hätte ich da noch einen weiteren heissen Tipp für Sie: IKEA am Mittwochnachmittag oder – besser noch – IKEA-Restaurant, Samstagmittag. Da wackeln nicht nur Mutter und Kind(er) einher, sondern meist auch der Erzeuger samt Servierwägeli vollgeladen mit Köttebullar und Pommes seinen Liebsten hinterdrein und bedient die ganze fünfköpfige Familie von vorn bis hinten, derweil das Mutti wie wild auf ihrem Smartphone herumwischt als ob es kein Morgen gäbe, die lieben Kleinen ihr offenbar gewohntes Spektakel vollführen bis der Tisch ins Wanken gerät und sich obendrein noch reichlich mit Ketchup einsauen. Ein wahrer Schmaus für Aug und Ohr..

    • Maru sagt:

      Um so richtig in den „Genuss“ vom mittelprächtig erzogenen Kindern und gewöhnungsbedürftigen Müttern (nicht nur Expats-Frauen übrigens) zu kommen, hätte ich da noch einen weiteren heissen Tipp für Sie: IKEA am Mittwochnachmittag oder – besser noch – IKEA-Restaurant, Samstagmittag. Da wackeln nicht nur Mutter und Kind(er) einher, sondern meist auch der Erzeuger samt Servierwägeli vollgeladen mit Köttebullar und Pommes seinen Liebsten hinterdrein und bedient die ganze fünfköpfige Familie von vorn bis hinten, derweil das Mutti wie wild auf ihrem Smartphone herumwischt als ob es kein Morgen gäbe, die lieben Kleinen ihr offenbar gewohntes Spektakel vollführen bis der Tisch ins Wanken gerät und sich obendrein noch reichlich mit Ketchup einsauen. Ein wahrer Schmaus für Aug und Ohr..

  • Heinz sagt:

    Was für ein nicht-problem. Da kann ich nur den Kopf schütteln. Ich habe auch keine Kinder. Sehe nicht wie Kinder stören in der Beiz. Die Idee einer Beiz ist es doch, sich mit Leben zu umgeben. Sonst kann man ja auch zu hause bleiben.

  • Marc sagt:

    Eigentlich sind Kinder nur dann wirklich ein Problem, wenn sie ohne Aufsichtspersonen Fussball gucken gehen, und auf der Hin- oder Heimfahrt es bitzeli Unfug machen wie: unsachgemässe Benutzung von öffentlichen Transportmitteln, Frust ablassen, Anderdenkende nerven und ein wenig verhauen, und allgemein danach so tun als wären sie schon erwachsen.
    Also die möchte ich im Restaurant nicht sehen. Als Kinderloser.

  • Jo Mooth sagt:

    Dieser Text geht runter wie dunkles Schokoeis. Inhaltlich bin ich auf der Linie der Autorin, selbst kinderlos, gewollt. Aber daran liegt es nicht. Die Zeilen hätt‘ ich auch verschlungen, wenn sie inhaltlich das Gegenteil verkündet hätten. So gut geschrieben, dass der Inhalt sozusagen Beilage ist! Bitte gelegentlich mehr von ihr.

  • Theobald Fankhauser sagt:

    Manch ein Kind legt mehr Tischmanieren an den Tag als manch ein Erwachsener. Spielsachen am Tisch sind tabu, aber der Erwachsene ergötzt sich an einer Mattscheibe. Diskussionen und Lachen, das lieben Kinder, auch einmal etwas albern. Erwachsene schweigen sich meist an. Kindern reicht ein einfaches Essen und sie haben FREUDE, manch ein Erwachsener kann sich ab seinem CHF 100.00 Vier-Gänge-Menü nicht erfreuen, weil er nicht zulässt, dass der soziale Aspekt seinen Einfluss nehmen kann. So wird alles sozialisierte und gesellschaftliche verboten, dass nur noch der Egoist an seinem Kaffee an seinem eigenen Tisch in seinem Kaffee sich ab seiner Selfie-Verkrüppelung auf Social Media ergötzen kann (und innerlich weint).

  • Beatrice sagt:

    das würde ich begrüssen! und ich habe kinder (sind zwar ’schon‘ 16 bis 19) aber ich nerve mich oft auch gewaltig. und zwar weniger wegen der kinder, sondern eher wegen den eltern, die den kleinen alles durchlassen.

    hat sich doch letztens eine mutter grausig genervt über die verkaeuferin einer boutique, als diese ihr erklaerte, ihre ca 6-8 jaehrigen kinder sollen doch bitte mit ihren velos nicht in den laden fahren.

    wie wollen die kids wissen, dass das nicht geht, wenn ihnen die eltern die regeln der gesellschaft nicht erklaeren?

    also, ich stimme dafuer: einzelne cafe’s duefen durchaus erwachseen vorbehalten sein, damit man in ruhe seinen expresso trinken und was lesen kann.

    • k. miller sagt:

      Im Kern sind es eben nicht die Kinder, die stören – sondern die Eltern, die bei überbordendem Verhalten nicht eingreifen. Normales Kinderverhalten (weinen von Babys, Aufstehen vom Tisch bei Kleinkindern inkl. neugieriges Herumgehen usw.) stört mich absolut nicht. Wenn ein Kind jedoch anfängt an meinem Stuhl rumzuzerren und die Eltern nur mal kurz desinteressiert hinschauen aber nichts unternehmen – dann bin ich auch sauer. Aber nicht auf das Kind, sondern auf die Eltern. Fazit: „Verbot“ nicht für Kinder, sondern für Eltern, denen das Verhalten ihrer Kinder egal ist. Aber gut – zum Glück sind das Einzelfälle!

  • Lautaro sagt:

    Was heisst hier „es gibt Nichtraucher-Beizen oder Grill-Restaurants“ ?
    Es gibt nur „Nichraucher-Beizen“.
    Warum soll es „kinderlose Cafes“ geben, aber keine „Raucher-Beizen“ ?

  • Jänu sagt:

    Habe auch zwei Kinder und finde, die Autorin hat recht. Es ist mir auch schon passiert, dass ich in eine Erwachsenenumgebung komme (im Gegensatz zum Kinderspielplatz) und dann hampelt und schreit und produziert sich ein 6-Jähriger und die zuständigen Eltern machen nichts. Wenn dann ein Erwachsener das Kind, durchaus nett, fragt, ja fast bittet, ob es etwas ruhiger sein könnte, weil man sich doch sonst gar nicht mehr versteht, kommt von hinten die Bemerkung: „Aber es ist doch nur ein Kind.“
    Es ist doch ganz einfach: Wenn die (eigenen) Kinder, weil zu jung, zu lebhaft, zu müde, eine ganz Gesellschaft stören, dann sollte man sich einen anderen Ort suchen, wenn es geht. Wer das nicht tut, dem mangelt es an Respekt oder sozialem Einfühlungsvermögen oder ist einfach nur erziehungsfaul.

  • Martin Vischer sagt:

    Ich habe eine viel bessere Idee. Kinderlose erhalten einen Abzug bei der AHV – bei der AHV-Rente versteht sich.
    Der Generationenvertrag besagt u.a.: 2,1 Kinder je Frau.
    Das ist für die Rentensicherung elementar. Wer also das soll nicht erreicht, muss eine Kürzung bei der AHV-Rente hinnehmen. Das ist auch insofern sozial als die Kinderlosen als Doppelverdiener ohne Verpflichtungen ihren Lebensabend locker selbst verdienen können.

    • Hans Kasper sagt:

      Finde ich eine sehr gute Idee. Man könnte auch so sagen: wer keine Kinder hat, bezahlt doppelt AHV ein. – Ausserdem bin ich für stellvertrenes Kinderwahlrecht, das heisst, wer Kinder hat, erhält bei Wahlen entsprechend mehr Stimmen, bis diese 18 Jahre alt sind. Dann ist Schluss mit lustig für die DINK-Abräumer, die psychopathisch gegen alles sind, was echtes Leben beinhaltet. In Deustchland brachte diesen Vorschlag die FDP ein, immerhin 30% des Bundestages stimmte parteiübergreifend dafür. So abwegig ist das also nicht. – Ansonsten sind Beizen ja kinderfrei ab 18 Uhr. Wer vorher in die Beiz geht, sollte sich fragen, ob er nichts besseres zu tun hätte. Ich jedenfalls kann mir das nicht erauben, weil ich Kinder habe und diese sinnvoller zu betreuen suche.

      • Amélie sagt:

        Machen das Kinderlose nicht sowieso? Meine kinderlose Freundin hat zeitlebens gearbeitet und dabei Karriere gemacht. Entsprechend ihre Beiträge an die Allgemeinheit (Steuern, AHV-Beiträge etc.). Ich hingegen habe mir nicht nur mehrere Jahre Mutterschaftspause gegönnt, sondern nachher vor allem Teilzeitarbeit und Teilverzicht auf Karriere. Meine direkten Beiträge sind demnach deutlich kleiner. Indirekt liefere ich natürlich drei potentielle Steuerzahler.

    • maia sagt:

      @MV: und wie ist es mit denjenigen, die kinderlos sind, weil sie sich Kinder schlicht und einfach nicht leisten können und nicht der Öffentlichkeit auf der Tasche liegen wollen; mit all den ungewollt kinderlosen; und und und…..

      • Einzelkind sagt:

        Die masslose Vermehrung ist das weitaus grössere und vor allem längerfristige Übel als ein mögliches temporäres Loch in der AHV!
        Ihrem Vorschlag stimme ich aber dennoch sofort zu, wenn Kinderlose im Gegenzug keinerlei Institutionen für Familien und Kinder mehr quersubventionieren müssen…!

      • clbr sagt:

        Weniger Rente für Kinderlose? Ja denken Sie mal nach: dann müssten Kinderlose auch weniger Steuer zahlen dürfen: minus Schule, Kindergärten, usw. Weniger Krankenkasse: keine Gebähr und Brutaufzuchtskosten. Ihr Vorschlag ist einfach eine saublöde Idee, denn es ist wohl niemand aus Geiz kinderlos, es kann einfach Schicksal sein. Ah ja, was machen Sie bei kinderlosen Paaren? Klären Sie da ab, durch wen die Kinderlosigkeit verursacht wurde, und der/ die andere kriegt die volle Rente?

    • Anh Toàn sagt:

      @Martin Vischer Die aktuelle Regelung entspricht doch ihrem Wunsch. Zwar erhalten nicht kinderlose Abzüge, dafür gibt es Gutschriften für die mit Kindern. Im Ergebnis ist das doch das Gleiche.

  • Biit sagt:

    Frau Ambs-Keller die ja Kinder mag und explizit betont keine Kinder zu haben, aber Katzen. Tipp: Schappen Sie sie ihren Starbögskaffeepapkarton und sitzen sie in den Wald. Sau ruhig dort.

    • Brunhild Steiner sagt:

      wo’s eben, wie schon weiter unten vermerkt, schon lange nicht mehr so ruhig ist…

      • Biit sagt:

        Luftschutzkeller?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Biit

        schätze mal dort ist zuwenig Holz dabei, auch wenn man mit viel Goodwill „shabby chic“ reininterpretieren könnte, aber ruhig wärs wohl tatsächlich…
        Wobei ich dann das (ruhige 😉 )Café doch ebenfalls lieber hätte…

  • Carina Leone sagt:

    Wieso das Gezeter? Ich hätte auch nichts gegen ein Café/Restaurant, das seine Zielgruppe konkret definiert. Ich habe es im Urlaub z.B. sehr geschätzt, einen Abend in einem Restaurant zu dinieren, wo Kinder unter 12 keinen Zutritt hatten. Es gibt sogar ganze Hotels, die keine Kinder unter 16 erlauben. Und was ist mit all den Discos, die Ü30-Parties veranstalten und somit alle unter 30 „diskriminieren“? Ich finde das schon richtig und die Gedanken der Autorin keineswegs abwägig.

  • Urban Zuercher sagt:

    Als selbst kinderloser Zürcher kann ich Ihr Anliegen ein wenig nachvollziehen. Und dann eben doch nicht.
    Es gibt genügend Gaststätten in Zürich, die auf natürliche Art kinderfrei sind. Ohne Verbotsschild an der Türe, einfach so! Die heissen dann etweder Sternen, Rössli etc. und jetzt wirtende Kurde/Jugo/evtl. noch Italiener führt schlicht ne Knelle weiter…. Einfach so, unauffällig, mit Stammgästen und Laufkundschaft. Aber praktisch ohne Goofen.
    Was Sie aber suchen, ist „eine der netten Espresso-Bars im schönen Züri“. Also schlicht und einfach ein Hipster-Spunten, ausgestattet mit Shabby-Chic und Dutt am Barista… Problem: Die Kundenzielgruppe kommen in die Jahre und was ist wohl das nächste Projekt zum sich selber verwirklichen? Kinder! Darum macht das Sinn, wie es heute ist.

    • Widerspenstige sagt:

      Gute Analyse, Urban Z!
      Dieser Aspekt wurde noch gar nicht breiter diskutiert und ist wohl des Pudels Kern: Kundenzielgruppen werden älter und was mit 30 Jahren galt, wird mit 40 oder 50 Jahren eben verändert wahrgenommen von derselben Kundenzielgruppe. Nur mit anderen Lebensumständen. Eben mal noch kinderfrei herumgezogen, dann später mit Kindern das Stammlokal gerne wieder besucht und plötzlich ist der Stammkunde mit Kind nicht mehr willkommen? Naja, wer es sich leisten kann, schliesst Zielgruppen mit individualisiertem Angebot eine nach der anderen einfach aus ….

      P.S. Das Wort ‚Goofen‘ ist umgangssprachlich situativ bedingt eher negativ besetzt und heisst gerne einfach ‚Kinder‘

      • Urban Zuercher sagt:

        Das mit den Goofen war ein literarischer Kniff (ich Poet, ich….)
        In der Beiz anscheinenend laut und nicht gern gesehen, darum Goof.
        Weiter unten als Selbstverwirklichungsprojekt und deshalb viel positiver, darum Kind. Vielleicht hätte ich Schätzelis schreiben sollen… 😉

  • normaler Papa sagt:

    „Eigentlich mag ich Kinder…“ schon in der Überschrift liegt der Systemfehler. Ich mag Doppelkopf, ich mag gutes Essen, ich mag Kinder. Das bedeutet für diese Vorlieben, die ich habe würde ich alles andere stehen und liegen lassen, wenn es denn geht. Zum Beispiel sind wir während der WM zu Bekannten gefahren, um dort zusammen ein Spiel anzuschauen. Ich habe fast die ganze Zeit mit den Kindern im Garten gespielt und bin nach dem Spiel sehr zufrieden wieder heimwärts gefahren, weil ich Kinder mag. Das heißt nicht dass ich immer (meine) Kinder um mich haben muß, aber es drückt aus, dass ich mich entsprechend verhalte, wenn ich etwas/Kinder mag. Ich hoffe für Sie, dass Sie keine Kinder haben, weil Sie „eigentlich Kinder mögen, aber… “ und nicht ein anderer Grund Sie davon abhält.

  • Michèle Prévôt sagt:

    Genau wegen derart denkenden Menschen haben wir in Zürich eine Zweiklassen-Gesellschaft, die mit und die ohne Kinder. Familien sollen sich gefälligst aus dem öffentlichen Raum fern halten, damit die Kinderlosen in Ruhe Zigis rauchen können. Denn die Kinder stören ja auch im Tram auf dem Weg in den Zoo, auf dem Trottoir und sind in dieser Stadt überhaupt unerwünscht. Deshalb kriegt man mit dem Kinderwagen auch nie Vortritt oder Hilfe. Das zeigt auf, welches Niveau von Menschlichkeit und Rücksicht in dieser Stadt herrscht. Diese Ballung an Egozentrik kann nur von einer kinderlosen Person kommen, sozusagen ein erwachsenes Kind das Espresso trinken darf.

    • Sibylle Ambs-Keller sagt:

      Eine kinderlose Person ist für Sie also ein Kind, das Espresso trinken darf… Das klingt, als wäre man erst richtig Erwachsen, wenn man ein Kind in die Welt gestellt hat. Eine gewagte Aussage. Ich sehe mich durchaus als erwachsen, mündig und urteilsfähig. Schliesslich rauche ich meine Zigarrette ja auch brav in den dafür eingezonten Bereichen, pöble keine fremnden Menschen an und halte mich auch sonst an die gesellschaftlichen Regeln. Ganz ohne Kind.

      • Hans Kasper sagt:

        „Eine kinderlose Person ist für Sie also ein Kind, das Espresso trinken darf… Das klingt, als wäre man erst richtig Erwachsen, wenn man ein Kind in die Welt gestellt hat.“

        — Ja, genau.

    • Beauregard Remington sagt:

      „Eigentlich mag ich Kinder …“. Ähnliche Argumentation wie z.B. „Ich bin ja kein Rassist, aber …“?

      • Mika sagt:

        Ich mag Kinder nicht und es ist mir auch vollkommen egal, was andere von mir denken.

      • Aquila Chrysaaetos sagt:

        Als soziales Wesen ist es keinem normalen Menschen egal was andere von ihm denken. Ihre Aussage hat etwas psychopathologisches an sich.

    • Michael Sander sagt:

      Chapeau!

    • Brunhild Steiner sagt:

      so ein Quatsch!
      Wir haben in dieser Stadt DREI Kinder grossgezogen und sehr selten „nie Vortritt oder Hilfe“ erlebt!

      Aber ein Miteinander bedingt auf ein beiden Seiten ein bisschen Effort, vielleicht hat geholfen dass wir nicht automatisch davon ausgegangen sind, uns müssten nun überall die roten Teppiche ausgerollt werden?

      • Jo Mooth sagt:

        Manche (nein, nicht alle!) Familien zimmern sich ihre eigenen gesellschaftlichen Regeln und erwarten, dass sie von allen übernommen werden.
        Aber es gibt noch den anderen Lebensentwurf.

  • Sportpapi sagt:

    Es gibt Bereiche, in denen Kinder vielfach explizit nicht erwünscht sind: Ruhezonen, Wellness-Bäder, Saunen, usw.
    Es spricht nichts dagegen, dass es auch entsprechende Cafes gibt, die auf „Ruhe“ ausgerichtet sind.
    Aber es gibt wohl Gründe, warum diese „Marktlücke“ bisher noch nicht so entdeckt wurde.

  • Angie sagt:

    Ein Artikel, der nur viele Klicks generieren möchte und wo ein Aufeinander – Draufhauen in den Kommentaren schon vorhersehbar ist . Absolut unnötig , aber passt zur Gesinnung, dass keine Kinder in Cafés etc erwünscht sind.

    • Biit sagt:

      Genau! Frau Ambs-Keller die ja Kinder mag und explizit betont keine Kinder zu haben, aber Katzen. Tipp: Schnappen Sie sie ihren Starbögskaffeepapkarton und sitzen sie in den Wald. Sau ruhig dort.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Biit

        entschuldigung, aber in den Stadtwäldern ist es schon lange nicht mehr ruhig…, wenn nicht die, ehm, Kinder…, rumlärmen, dann ist es ein kläffender Hund oder das klickklack der Supersportlichen…

  • Franco Sommer sagt:

    Naja, es gibt ja auch kinderfreie Ferienanlagen ab 16+. Wenn es mich selten mal überkommt, mein Geld für ein paar Tage Urlaub am Strand mit all-inclusive Buffet zu verschwenden, dann wähle ich auch solche Lokale. Wer hat schon Lust am Pool das Buch in Plastikfolie einzupacken, weil irgendwelche Kinder Wasserspiele veranstalten? Wer mag schon Sand im Cocktail am Strand, weil unvorsichtige Kinder dauernd darüber stolpern? Oder von frechen Kindern unter der Tür des Klohäuschens hindurch beim bewältigen der zickigen Verdauung beobachtet werden? Das gleiche gilt auch für Bars, Kaffees, Restaurants und FLUGZEUGE. Guter Artikel, Frau Ambs-Keller. Den Kindern wirft ja niemand etwas vor. Nur den Eltern, die Anstand und Privatsphäre etwas seltsam auslegen.

  • New Mum sagt:

    Ich habe ein Kind und kann den Wunsch nach einem ruhigen Kafi nachvollziehen. Würde mich nicht stören wenn ich weiss das Kafi XY eine Kinderfreie-Zone ist. So wie ich mein Kind auch nicht in den Gourmet-Tempel mitnehmen würde.
    Umgekehrt ist es aber auch schön, wenn man in einem normalen Restaurant mit Kindern essen gehen kann, ohne dass die Bedienung schon beim Wort Kinderstuhl ins Schwitzen gerät. Gegenseitige Toleranz ist wie bei vielem auch beim Thema Kinder angebracht.

  • Andi sagt:

    Ich stimme 100% zu! Ein Zusammenleben in einer Stadt bedeutet auch, sich gegenseitig Freiraum zu geben. Stellt euch eine Beziehung vor in der man 24/7 aneinander klebt und alles zusammen macht. Das wäre weder normal noch gesund. Ich hoffe, dass bald jemand den Mut hat so etwas umzusetzen. Ich wäre garantiert dort.

  • Beni Schwarzenbach sagt:

    Ich verstehe das Problem nicht. Zürich ist schon heute die mit Abstand kinderfeindlichste Stadt der westlichen Welt. Sie beweisen das gerade wieder mit Ihrer impertinenten Arroganz, die Sie (ziemlich kläglich) hinter einer Fassade urban-hipster-mässigen Pseudolockerheit zu verstecken versuchen. Oder geht es Ihnen nur um Provokation, um Klicks zu generieren?
    99,9% der Gastrobetriebe sind absichtlich kinderuntauglich gestaltet. Anstatt zu behaupten, man könne mit den Kindern ja irgendwo anders hin, könnten Sie, Frau Ambs-Keller, eine Liste der Betriebe erstellen, in denen Kinder erwünscht sind (d.h. im Minimum Kinderstühle, Kindermenu, Spielecke). Ausser dem Migros-Resti wird Ihnen da wohl nicht viel in den Sinn kommen. Ich bin gespannt.

    • Brunhild Steiner sagt:

      ist sie das?
      Haben Sie sich mal mit dem ziemlich breiten Angebot von Freizeitangeboten aller Arten auseinandergesetzt?
      Kostenlose Zahnkontrolle in den städtischen Schulzahnkliniken, kostenlose Untersuchungen beim schulärztlichen Dienst, Bibliothekangebot (ebenfalls kostenlos!)?

      • Lichtblau sagt:

        Echt? Da habe ich „mein Zürich“ mit kleinem Kind aber ganz anders erlebt. Hilfe dann, wenn wir sie brauchten, super Spielplätze, Freizeitangebote … Und natürlich jede Menge toller „geheimer“ Orte, die sich mit Kind entdecken liessen – allerdings eher abseits von biederen Spielecken.

  • Angewidert von peinlichen Mamas sagt:

    Ohje, Da kommen die „Mütter der Nation“ aber direkt steil aus der Kurve.
    Inhalt nicht verstanden? Liegt vielleicht daran, dass man mit 13 die Schule abgebrochen hat um Mustermami zu werden. 3+ lässt grüssen.
    Rauchfrei ist für alle richtig, kinderfrei nicht. Es müssen nicht alle Menschen akzeptieren, dass orientierungslose Mütter ihre Kinder überall mit hinnehmen. Wenn kinderlose Menschen (oder Menschen, die temporär mal ohne Kinder unterwegs sein wollen) einen Platz suchen, der ihnen Ruhe gibt, ist das so in Ordnung. Da haben die Obermütter einfach mal geflissentlich das Ma.. zu halten und das zu akzeptieren. So wie sie Akzeptanz für ihre fehlgeleitete Helikopter-meine Kinder müssen überall mit hin und alle haben das zu respektieren-Philosophie erwarten.

  • Röschu sagt:

    (Zu) viele Eltern begreifen einfach nicht, dass nicht die gesamte Gesellschaft immer und überall auf Ihre Kinder gewartet hat.

    • Michael Sander sagt:

      Glauben Sie umgekehrt, dass die gesamte Gesellschaft auf Ihre Arroganz und Ihre Dünkel gegenübern Kinder gewartet hat? Wohl kaum.

      • Röschu sagt:

        @Michael Sander
        Nein, denn sonst würde ich ja fordern, dass Kinder komplett aus der Öffentlichkeit zu verschwinden hätten.

  • Peter Mohler sagt:

    Typisch DINKY !

  • W. Meyer sagt:

    dieser blog scheint eher eine Denk-Falle zu sein;) oder Autorin fällt selber drauf rein…!?
    „Zigirauch, der beharrlich Richtung…..“ …..hier könnte jetzt alles mögliche stehen (Kind, Erwachsener, Essen, frische Luft, etc)……
    Issue heutzutage im allgemeinen: nimmt noch jemand auf den anderen Rücksicht?!?! cheers

  • 13 sagt:

    Und zuletzt frage ich mich: Kann man einen Blog nicht wie jeder andere Mensch im Büro schreiben? Oder meinetwegen im Homeoffice? Vielleicht finden ja andere an ihren freien Tagen die Omnipräsenz und das Getippe auf dem Laptop auch nervig, wie ich zum Beispiel. Ein Café ist nämlich kein Kindergarten, aber auch kein Arbeitsplatz (Servicepersonal und co. ausgeschlossen). Sie fordern aber, dass man ihnen gratis in der Öffentlichkeit einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt und dann soll der doch bitte ruhig sein, damit Sie in Ruhe arbeiten können und die anderen sollen sich anpassen? Nun, so funktioniert das Zusammenleben eben nicht…gleich, wie es mein Problem ist, wenn ich mich wegen des Laptops ärgere, so tun halt auch andere etwas, was sie Sie ärgert. Und ja, das ist Ihr Problem.

    • Sibylle Ambs sagt:

      Liebe(r) 13 – ich habe den Blog im Büro geschrieben. Von dem her habe ich niemanden genervt mit lauten Tastaturgeräuschen im Kaffee. Aber für die Themensuche muss ich schon meine vier Wände verlassen und mich umsehen, was draussen vor sich geht.

      • 13 sagt:

        Gut, der Ausdruck „freischaffende Nicht-Mütter“ hat mich etwas anderes vermuten lassen. Aber trotzdem noch einmal, nur damit ich das richtig verstehe:
        Sie gehen raus, um Inspirationen für den Mamablog, bei dem es ja bekanntlich um Kinder und Elternschaft geht, zu sammeln, weil Sie das in Ihren (kinderlosen) vier Wänden nicht können und wünschen sich dafür einen kinderlosen Ort, damit Sie Ruhe haben, während Sie sich umsehen, was so in der Welt mit Kindern los ist?

      • Martin Frey sagt:

        Haha, Treffer, versenkt, 13, ebenso ihre anderen Kommentare. 🙂

      • Hans Kasper sagt:

        Ist es denn in Wahheit nicht vollends unnütz, überhaupt einen solchen Blog zu befüllen? Das käme mir mit meinen Kindern nie in den Sinn, selbst im Café hätte ich dafür sicher keine Zeit.

    • Widerspenstige sagt:

      Dieselben Gedanken gemacht beim Lesen des heutigen Blogs. Ich kann nur hoffen, dass etwas hängen bleibt bei der Gastautorin und sie die nötigen Konsequenzen für sich zieht. Gastrecht in einem Café ausnutzen bis das Servicepersonal nach einer Stunde Richtung Türe weisen muss. Das würde dann aber als absolute Frechheit ausgelegt und in einem erbosten Artikel enden. Mir wäre es recht, wenn wenigstens Cafés kein Zugang für TipperInnen auf Labtops und NörglerInnen jeglicher Art zulassen würden.

  • Peter Schmucki sagt:

    Wenn in einer Gesellschaft die eigenen Generationen ausgegrenzt werden, egal ob alt oder jung, wie soll dann das Zusammenleben mit anderen Kulturen funktionieren. Die Zeit der Grosskommunen scheint vorbei zu sein. Nun pflegen wir das Ego im urbanen Singlehaushalt und halten uns in altersnivellierten Hipster-Biotopen auf.

  • no0815girl sagt:

    Ein Restaurant oder Café ist kein öffentlicher Ort, sondern der Besitzer hat Hausrecht und kann bestimmen, wer rein kommt. Und jetzt mal ehrlich, wenn eines von 100 Cafés in Zürich Kinder verbieten würde, wäre das echt nicht tragisch, es gibt ja genug Alternativen.
    Würden wir in einer perfekten Welt leben, wo alle Kinder perfekt erzogen wären und niemals andere Gäste stören, müssten wir das gar nicht diskutieren. Aber die Welt ist nicht perfekt und unerzogene Kinder existieren.

    Wenn jetzt das einzige Restaurant weit und breit in einem abgelegenen Dorf das machen würde, könnte ich den Aufschrei ja noch verstehen, aber in einer Stadt, wo es 100 Alternativen gibt? Warum muss man da unbedingt überall sein vermeintliches Recht durchstieren?

    • Widerspenstige sagt:

      Also wer sich no0815girl nennt, sollte schon mehr Weitblick mitbringen bei so einem Thema. Doch der letzte Satz ist der Wegweiser und deutet an, dass die Folgen von ‚….sein vermeintliches Recht durchstieren‘ absehbar sind, wenn man die Sachlage der individualisierten Restaurants oder Cafés zu Ende denkt. Oder sind Begriffe wie Apartheid, Diskriminierung, Rassismus doch abstrakter als gedacht?

    • Barbapapa sagt:

      Es ist gefährlich gewisse Menschen auszugrenzen.Was würde dann als nächstes kommen?Unerzogene,stillose Egoisten haben wir ja schon genug!

    • Lina Peeterbach sagt:

      Ich fände es nicht schlimm, wenn einzelne Cafés Kinder „verbieten“ würden. Denke das regelt sich durchaus meist von selbst – Eltern mit kleinen Kindern gehen meist freiwillig an solche Orte, wo sie merken, dass es mit Kindern besser als anderswo funktioniert. Die hippen und ganz schicken Cafés sind da meist schnell aus dem Rennen.
      Was mich an Ihrem Kommentar aber etwas stört, ist dass „störende Kinder“ = „unerzogene Kinder“. So einfach ist das nicht. Ein Kind stört durch z.B. Lachen, Weinen, Herumrennen, tollpatschig sein, neugierig sein etc. Nicht alle dieser Dinge deuten direkt darauf hin, dass es unerzogen ist. Es liegt in der Natur von Kindern, dass sie manchmal laut und auffällig sind.
      (Daher verstehe ich als Kleinkindmama das Bedürfnis nach kinderfreien Orten durchaus.)

    • Carolina sagt:

      Ich bin in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der Kinder nur begrenzt in Hotels und Restaurants zugelassen waren – ist auch heute noch so. Das stimmt für mich so, denn – Sie haben da mMn Recht – es gilt Hausrecht.
      Aber ich gebe mal zu bedenken – nur so als kleine Provokation -, was für einen Aufschrei es gäbe, würde man Rentner vom frühabendlichen Einkauf verbannen (Coop könnte ja auch Hausrecht geltend machen), Asiaten wegen der omnipräsenten Selfiesticks und Handys nicht reinliesse oder ein absolutes Handy-/Laptop-/Kopfhörer-Verbot erliesse. Ich habe immer den leisen Verdacht, dass man, wenn man selber betroffen wäre, empört wäre, aber das einzusehen hiesse ja, aktive Toleranz zu leben.

  • 13 sagt:

    Das Problematische am Beitrag finde aber nicht einmal die Forderung an kinderlose Cafés. Glauben Sie mir, ich wäre manchmal sehr froh, wenn Menschen mit solchen Einstellungen, ihren eigenen begrenzten Platz hätten und uns Mütter mit den nervtötenden Blicken verschonen würdet, weil wir uns erlaubt haben, unsere Kinder vor Erreichen der Volljährigkeit auf die andere Seite des Gartenhaags zu lassen.
    Das Problem ist die direkte Verbindung: „Kinder = störend, nervig, lärmend“. D.h. man ärgert sich heute nicht mehr über das herumrennende Kind (würde ich meine in einem Café ausserhalb einer extra Spielecke nie lassen), sondern bereits dessen Anblick, Anwesenheit.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Nun, 13, die Autorin würde nun wohl anmerken, dass dies „ein Blog“ sei und deswegen „überzeichnet“ und … von wegen „Humor nicht verstehen“ etc. –
      Aber sehen Sie, manchmal geht es uns halt so, dass wir hinter allen „witzigen“ Schlaufen auf den eigentlichen Inhalt des Gesagten eingehen.
      Und ja Sie haben recht, sie sagt: Kinder nerven per se, immer. Deshalb wünscht Sie sich auch ein Verbot. Und dann ganz, ganz mustergültig kommt auch noch der Satz: „Ich hab ja nichts gegen Kinder, aber….“
      Auch diesen Satz kennen wir doch, aus einer bestimmten Ecke.

    • Sally Tomato sagt:

      Leider können sich alle fortpflanzen. Jeder kriegt Kinder. Für einen Job oder eine Schule, braucht es entsprechende Qualifikationen. Kinder kriegt eifach jeder.

    • Carolina sagt:

      Stimme Ihnen absolut zu, 13. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: das (englische) Dorf, in dem meine Schwester lebt, hat kürzlich darum gebeten, dass Mütter mit ihren Kindern, wenn sie sie am Nachmittag von der Schule abholen (Schule bis 15 oder 16 Uhr) nicht mehr die Trottoirs vor der Schule verstopfen (hier geht es um ca 15 Minutes/täglich). Als ein Elternpaar anfragte, wie es denn mit den Scootern für alte und behinderte Menschen sei, die vor allem am Morgen die Trottoirs, die Geschäfts- und Café-Eingänge verstopfen, wurden sie gefragt, ob sie etwas gegen alte Leute hätten……..
      Ich persönlich finde, ein Beizer darf selber bestimmen, wen er hineinlässt – theoretisch. Aber wie weit geht das Selbstbestimmungsrecht? Alte, Schwarze, Frauen? Aber bei Kindern scheint sich das nicht zu stellen….

  • Widerspenstige sagt:

    Hihi …. die Gastautorin hat sich wohl in der Blog-Haustür verirrt; kann ja mal vorkommen, so ganz ohne Kinder im Alltagsleben. Ich als dreifache Mutter hake so ein Ansinnen gelassen unter ‚jugendlicher Leichtsinn, das gibt sich wieder, wenn sie mal erwachsen geworden sind‘, ab. Next theme please. o_o

  • 13 sagt:

    Rauchen, Fleisch essen oder eben nicht, wenig oder viel fürs Essen bezahlen ist alles eine eigene Wahl, die man jederzeit kurzfristig oder für immer ändern kann. Es kein Zustand, wie das Kindsein. Der Vergleich wird darum nicht besser, je öfters er gehört wird.
    Kinder aus Restaurants etc. auszuschliessen ist das Gleiche wie Frauen/Männer auszuschliessen, Menschen gewisser Nationen, Hautfarben oder Glaubensrichtungen auszuschliessen. Oder man stelle sich vor, ein Gastrobetrieb schreibt an die Türe: Ab 60 Jahren ist der Zutritt verboten. Es herrscht (in der Schweiz, in D ist es ja ein bisschen anders geregelt), grundsätzlich Vertragsfreiheit und damit kann ein Café das machen. Aber es herrscht eben auch Meinungsfreiheit und darum ist auch ein Shitstorm dagegen genau so berechtigt.

    • Muttis Liebling sagt:

      Es ist nicht das Gleiche, wenn man horizontale Ausschlüsse tätigt, wie wenn es sich um vertikale handelt. Die Altersbegrenzung von Kulturgütern, wie Filme, Bücher, usw., gibt es, seitdem es Handel mit Kulturgütern gibt. Es unterstellt lediglich eine biografisch verschiedene Rezeptions- und/ oder Handlungfähigkeit im Rahmen von Kultur, Politik, die vertikal zu unterstellen, über Geschlecht, Ethnie zu unterstellen, negativ diskriminierend wäre.

  • DaKn sagt:

    @Studer. 1) Heterosexuelle, die heftig knutschen, stören nicht? 2) Ist es nicht allgemein so, dass wir etwas tolerant sein sollten, aber dass auch Menschen mit Kindern nicht davon ausgenommen sind? Wenn das Hipster-Elternteil in den gleichen engen, überloffenen Kaffes rumhängen wollen, schön und gut, wenn sich die Kinder mehr oder weniger benehmen ideal, nichts dagegen. Aber wenn sich das Kind nach einiger Zeit nicht beruhigt und der liebe Mit(-Kinder-)Mensch mich verächtlich anschaut, weil ich genervt bin, dass nochmals eine Runde bestellt wird, dann bin ich der Böse, obwohl ja allen Beteiligten klar ist, dass Kindchen nicht nochmal ne halbe Stunde gelangweilt dasitzen möchte. In den Momenten möcht ich mehr Verständnis von Mit(-Kinder-)Menschen für mein Bedürfnis nach kinderlosem Kaffee.

  • mila sagt:

    Nun, ins hipp-urbane Café mit eklatantem Platzmangel gehe ich, wenn überhaupt, grundsätzlich auch lieber alleine (so wie vermutlich die meisten Eltern). Meine Tochte ist keine Ruhigsitzerin (ausser sie ist gerade mit Essen beschäftigt), entsprechend vermeide ich unnötige Stresssituationen, wenn ich mich eigentlich ebenfalls kurz entspannen wollen würde. Aber es wäre dann durchaus nett, wenn gegenseitiges Rücksichtnehmen von allen praktiziert werden würde. Zum Beispiel auch von den Laut-Telefonierern. Dann würde es wohl im gemeinschaftlichen Miteinander auch ohne explizite Angebote und Verbote klappen.

    • tina sagt:

      was ist denn am laut telefonieren schlimm? ich finde, das hat einen nicht zu tangieren. oder etwa so fest, wie wenn einer glace isst oder schuhe, die man hört. meine güte. man hört halt etwas

      • Carolina sagt:

        Ich finde Laut-Telefonieren genauso schlimm bzw nicht schlimm wie Kindergeschrei – manchmal stört es mich, manchmal nicht. Aber ich lebe nun mal nicht im luftleeren Raum, man sollte sich wahrscheinlich irgendwann darauf einstellen, dass es auch an uns selber Dinge gibt, die andere nerven. So leid es mir tut, aber das Zusammenleben bringt gewisse Nachteile mit sich – mit dem Unterschied, dass ich, wenn ich mal wieder genervt bin, schreienden Kleinkindern und ihren sichtlich peinlich berührten Eltern mehr Toleranz entgegenbringen kann als einem lauten Vieltelefonierer. Und so sind wir alle etwas anders – aber kategorisch den Ausschluss des einen oder anderen zu verlangen, geht mir viel zu weit.

      • Peter Müller sagt:

        Ich frage mich ständig, warum diverse Leute immer und überall telefonieren müssen. Ich möchte das Geplapper anderer Leute in öffentlichen Verkehrsmitteln einfach nicht hören, und Telefon-süchtige Mitmenschen sind auch der Grund, warum ich den ÖV weitgehend meide.

        Wenn Kinder Krach machen, habe ich deutlich mehr Toleranz. Kinder haben nun einmal Bewegungsdrang, und eine Zugfahrt oder das Sitzen im Restaurant ist einfach langweilig. Erwachsene dagegen sollten soviel Anstand mitbringen, dass sie wissen, dass gerade Telefonieren in nächste Nähe erheblich stört. Übrigens ist es sogar wissenschaftlich erwiesen, dass bei gleicher Lautstärke Telefonieren weitaus mehr stört als die Unterhaltung von anwesenden Personen (man hört nur das halbe Gespräch, anderer Tonfall, Pausen und erneutes Reden)

    • mila sagt:

      Ich hab auch nichts gegen Kurzgespräche. Aber wenn eine/r neben mir Ewiggespräche im Café/Restaurant/Zug führt, empfinde ich das als störend. Und unhöflich. Der öffentliche Raum ist nicht die eigene gute Stube, oder das Büro – das versuche ich auch meiner Tochter beizubringen.

      • tina sagt:

        mir gehts da wie carolina. verschiedene dinge nerven verschieden fest zu verschiedenen zeiten. aber wo mehr leute auf engerem raum sind, braucht es etwas grosszügigere toleranz. so eine grosszügigere toleranz ist auch in weniger bevölktertem gelände angenehm, nicht zuletzt auch für einen selber.
        also ich habe imfall meine kinder imfall auch erzogen. 🙂 auch zu toleranz.
        eben, manchmal nerven mich sogar klackklack geräusche von absätzen. sind leute, mit klackklack-schuhen unhöflich? nein, ich habe nur gerade eine niedere reizschwelle.

      • k. miller sagt:

        Kommt darauf an, ob es Hintergrundgeräusche sind (die kann ich locker ausblenden) oder ob es so laut bzw. intensiv ist, dass ich vom eigenen Gespräch oder vom Lesen abgelenkt werde. Den Laut- und Vieltelefonierern kann man entgegenwirken, in dem man zwischendurch Verständnisfragen stellt („ist Marc jetzt der Freund von Tanja oder von Lena?“) oder Bemerkungen macht („die Cindy ist aber wirklich eine Schlampe“). Gut geeignet auch bei geschäftlichen Telefonaten, bei denen man den Firmennamen oder den Namen des Geschäftspartners erfährt…

      • mila sagt:

        Toleranz bedingt Gegenseitigkeit. Ich kann mein Kind – je nach Umstand – nicht einfach ‚abstellen‘ (will ich auch gar nicht). Wobei es einen Unterschied gibt zwischen laut fröhlich und laut wütend sein. Da kann man auch mal ein Café/Restaurant verlassen, wenn es für andere extrem störend wird. Genauso, wie man für ein langes Gespräch in den Zug-Zwischengang gehen könnte. Kurzum: Rücksichtnahme kann man nicht nur einfordern, man sollte sie auch leisten.

      • tina sagt:

        ah ich meinte toleranz im sinne von bereich, den man nicht wahrnimmt. so wie fehlertoleranz, bei der weniger heftige fehler nicht ausschlag geben und keine korrektur erfolgt.
        nicht im sinne von einer opferhaltung, also kein mehr oder weniger bemühtes hinnehmen.
        grosszügig im sinne mehr bandbreite, nicht im sinne eines geschenks.
        ja natürlich muss man gegenseitig rücksicht nehmen! ich sehe nur nicht, warum man öffentliches telefonieren als unhöflich betrachtet. eben, da ist man halt nicht weit entfernt von dem, der veranstaltungsplakate von betonpfosten unter autobahnbrücken kratzt „haben da nichts zusuchen“

      • 13 sagt:

        Spannend finde ich ja eigentlich immer wieder, dass Telefonate oft als störend empfunden werden, aber direkte Gespräche nicht, obwohl diese ja doppelt soviel Lärm machen, also nicht doppelt so laut sind, aber halt durchgehend, im Gegensatz zum Telefon, wo zwischendurch Ruhe herrscht. Oder liegt es doch daran, dass man nicht durchgehend mitlauschen kann?

      • mila sagt:

        Telefonate im Normalbereich stören mich nicht, tina. Ich denke schon, dass Du weisst, welche ‚spezielle‘ Telefoniergattung gemeint ist… 😉 Und 13, Direktgespräche werden im Normalfall nicht in einer Lautstärke geführt, dass auch der hinterletzte Sitznachbar den Inhalt mitbekommen soll… Es ist eine Technikfrage. Für Vieltelefonierer gibt es Kopfhörer, damit stört man niemanden – die Teenies wissen das idR, übrigens.

      • tina sagt:

        ja eben 13, das meinte ich doch

      • tina sagt:

        ah mila, du meinst wirklich laut, also so brüllend? gibts das? dann hätte ich dich wirklich missverstanden. ich dachte, du meintest einfach laut im sinne davon dass das halbe tram mitkriegt worum es geht. also normale gesprächslautstärke.
        muss man weniger laut sprechen wenn man in ein mikro am kopfhörer spricht? ich telefoniere selten mit dem handy, ich texte eher, ich weiss es wirklich nicht. peinlich sowas, eigentlich…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tina
        @13
        es gibt Untersuchungen zu diesem Thema (habe aber keinen Verweis)
        Die Einwegkommunikation von Handies wird von den meisten als belastender/störender empfunden, weil es nur die eine Hälfte des Dialoges ist- im Gegensatz zu Gesprächen wo man den Verlauf 1zu1 mitbekommt.

        Auch wenn man sich bemüht, das Hirn versucht offenbar unweigerlich sich die fehlenden Gesprächsteile selber auszufüllen, und das verursacht dann den höheren Stresspegel. Jedenfalls bei der grösseren Mehrheit.

      • mila sagt:

        Ja, ich meine die Brüller. Die im normalen Gespräch ganz sicher nicht die gleiche Lautstärke aufbringen (zumindest nicht alle…). Die Sache ist auch die, ohne Kopfhörer hört man das telefonische ‚Gegenüber‘ schlechter. Und wird selbst automatisch lauter. Scheint so ein menschliches Ausgleichphänomen zu sein… Ich habe keinen Studienverweis dazu, aber habe es auch schon an mir selbst beobachtet – und nicht nur im Zusammenhang mit Telefonieren.

      • tina sagt:

        ja das kann ich mir vorstellen, dass es dazu studien gibt :). ich glaube, das mit dem halben gespräch ergänzen wollen kann man wegtrainieren wenn man will. unser gehirn filtert dermassen viel weg permanent, da wird man das doch wohl auch noch hinbekommen. ausser man ist ein GRAUSAM NEUGIERIGER MENSCH, dann muss man natürlich wissen, was die andere person sagt 🙂

  • Sandro Studer sagt:

    Wer keine Kinder in der Gesellschaft akzeptiert oder selber hat sollte auf einen Grossteil seiner AHV verzichten müssen. Das heutige System ist schlicht untragbar und begünstigt ausschliesslich Egoisten. Davon ausgenommen jene die gerne Kinder hätten und keine bekommen können.

    • Vreni Heimer sagt:

      SS : immer die extreme !

      • Sibylle Ambs sagt:

        Lieber Sandro Studer – Wieso soll ich auf einen Grossteil meiner AHV verzichten (… weil ich keine Kinder habe), wenn ich mein ganzes (bisheriges) Leben gearbeitet habe und somit einen Teil der Altersvorsorge mitfinanziere? Vielleicht sogar einen grösseren Teil als andere, da ich keine Kinder habe und somit mehr arbeiten kann? Ihre Forderung macht keinen Sinn.

      • Heidi Merz sagt:

        Weil die AHV eben nicht so funktioniert, liebe Sibylle: Sie bekommen nicht deshalb später Rente, weil Sie heute zahlen, sondern weil dereinst dann die heutigen Kinder für Sie zahlen. Nur dann hat es dann nämlich Batzeli für Sie im Kässeli. Dass Sie heute zahlen, gibt Ihnen nur das Recht auf die Rente, nicht die Garantie. Letztere steht und fällt damit, ob jemand das Kässeli dereinst für Sie füllt. Deshalb heisst es ja „Generationenvertrag“.
        Was mich viel mehr ärgert als Meinungen, sind uninformierte Journis.

      • Sandro Studer sagt:

        @Merz: Danke ihnen, wenigstens jemand hat es begriffen.

    • Sibylle Ambs-Keller sagt:

      Liebe Heidi Merz- Das Prinzip der AHV ist mir schon klar. Mir erschliesst sich aber nicht die Forderung, warum man (gem. Aussage Sandro Studer) sein Recht auf AHV verwirkt, wenn man keine Kinder in die Welt setzt. Ich bin der Ansicht, Kinder oder nicht ist eine persönliche Entscheidung und keine Pflicht im Leben.

      • Heidi Duse sagt:

        Es geht nicht um eine Kinderpflicht. Sondern darum, wie das AHV-System funktioniert. Sie zahlen für die RentnerInnen von heute. Die heutigen Kinder zahlen dereinst für Sie mit, und Sie leisten qua kinderlos nichts für den Erhalt der AHV von morgen, nichts für Ihre AHV. Das ist nicht schlimm, so lange andere Menschen dafür sorgen, dass es dereinst immernoch mehr Erwerbstätige gibt als Rentner/innen. Aber alle, insbesondere jene (Kinderlosen), welche so leicht von den Kindern anderer genervt sind, sollten sich dies vor Augen halten. Auch, dass die Kinder von heute Ihnen eines Tages im Pflegeheim den Hintern abwischen müssen, sofern Sie nicht vorher das Zeitliche segnen. Deshalb ist etwas mehr Respekt gegenüber den Generationen von morgen durchaus angebracht.

      • Jane Doe sagt:

        Naja, Kinderlose unterstützen dafür mit ihren Steuern viele Dinge, wovon nur Familien profitieren können. Ich würde sagen, das ganze System gleicht sich in etwa aus und beide Seiten sollten nicht so engherzig sein.

      • Jo Mooth sagt:

        Und Kinderlose zahlen für die Alten von heute und deren Kinder. Bei der 2. Säule zahlt jeder für sich. Darum gibt es ja beide Konzepte. Ach ja, auch Raucher kommen stets mit der AHV, die sie mit den Tabaksteuern (und bisweilen mit ihrem vorzeitigen Ableben) sichern, angeblich. Aber viel macht das leider nicht aus.

      • Magnanime sagt:

        @duse, ich bin 70jährig alleinstehend, selbständig und arbeite noch immer 100%. Ich zahle auch noch immer AHV/IV mit dem Abzug von 16000 auf dem Umsatz pro Jahr. Und ja, ich habe die AHV bis 69 aufgeschoben und kriege dementsprechend mehr Rente. Das mit dem Kinderkriegen ist nicht so einfach und eindimensional, wie es von Einigen hier dargestellt wird. Ich wurde sehr jung schwanger, meine Familie hat mich unter Druck gesetzt abzutreiben, mir wurde Zwangssterilisation angedroht, jaja die guten 60er Jahre, die Forelsche Psychiatrie. Dieses Ereignis hat mich sehr traumatisiert. Ich bin aber immer offen gewesen für die Belange jenseits und über der Familie, bis jetzt.

      • Heidi Merz sagt:

        @Magnanime: Ich betreibe weder Alten- noch Kinderlosen-Bashing. Und ungewollt Kinderlose haben mein besonderes Mitgefühl, weil dies ein harter Brocken zum verdauen und akzeptieren ist.
        Was ich bashe, ist die ignorante und egozentrische Hatz auf Kinder und Eltern, und zwar von Leuten, die eines Tages gerne ihre AHV von besagten heutigen Kindern finanzieren lassen. Kinder sind die Zukunft und ein eigenes Völkchen, das Respekt verdient, und zwar von allen. Nichtsdestotrotz ist es mir egal, wenn einige Lokale „no kids“ deklarieren. Da gehe ich dann halt nicht hin.

  • Michael Sander sagt:

    Ja, es gibt Restaurants für alle möglichen Vorlieben. Aber keines dieser Restaurants schließt irgendjemanden aus. Dass Kinder aufgrund von Jugendschutz zu gewissen Orten keinen Zugang haben, ist normal. Auch bei Clubs entscheidet oft der Nasenfaktor darüber, wer rein darf oder nicht. Aber „Kinder müssen draußen bleiben“ bei normalen Restaurants und Cafés? Mit dem gleichen Recht könnte man auch alte Menschen aussperren, weil diese beim Essen zuweilen schmatzen und ausserdem die eigene Ästhetik stören. Unerhört und geschmacklos? Richtig! Alte Menschen gehören ebenso dazu wie Kinder. Man kann sich seine Mitmenschen an öffentliche Orten nicht aussuchen. Eine pauschale Diskriminierung aufgrund körperlicher Merkmale oder aufgrund von Alter ist indiskutabel.

    • K sagt:

      richtig so! Ausschliessen geht gar nicht. Und der Vergleich der Autorin, dass es auch rauchfreie Cafes und Grillrestaurants gibt, hinkt gewaltig, diese schliessen niemanden aus. In ein Grillrestaurant kann ich auch als Veganer, werde da ev. einfach nicht satt.

  • Bettina sagt:

    Ich möchte keine Kinder verbannen – aber manchmal ganz einfach an die Eltern appellieren: „Ihr seid zuständig.“
    Wer mit Kindern ins Restaurant geht, hat die Erziehungsaufgabe nicht an der Garderobe abgegeben. Auch wenn das Gespräch mit der Freundin interessanter ist wie das Kind, dass sich ganz einfach langweilt und lieber in einem Umfeld wäre wo es spielen kann.

    Es gibt ein Nebeneinander. Wenn jeder und jede etwas Rücksicht nimmt. Da bin ich mir sicher.

  • Sportpapi sagt:

    Wenn ein Cafe nur von „freischaffenden Nicht-Mamis“ leben kann, die alle paar Stunden wieder mal ein Glas Wasser bestellen, nur zu. Jeder Wirt kann selber entscheiden, wie er sich positioniert.
    Ich wundere mich ja nur, dass solche Nicht-Mamis im MB schreiben. Oder ist das einfach zur Provokation gedacht?

    • Sandra sagt:

      Als ob Papas und Mamas mit ihren Plagen mehr konsumieren würden als „alle paar Stunden wieder mal ein Glas Wasser“. Banale Unterstellungen, Sportpapi, gehören zu Ihrer Masche, und einmal mehr verfangen Sie nicht. Gehen Sie doch öfters mit Ihrer Familie zum Waldspielplatz Würste braten oder ins Migros-Restaurant, dort passen Sie hin und haben sodann fraglos auch viel weniger Zeit, Ihre simple Sicht auf die Dinge der Welt zu verbreiten.

      • Sportpapi sagt:

        Sandra, Sie haben völlig recht. Wie kann man nur in einem so hochstehenden Blog so simpel diskutieren.
        Die „Plagen“ waren wohl ein freudscher Verschreiber…

      • Sibylle Ambs-Keller sagt:

        Lieber Sportpapi – Jeder Wirt kann selber entscheiden, da haben Sie recht. Sie fragen sich zudem, was dieser Beitrag auf dem MB macht: Die Welt besteht nun Mal nicht nur aus Müttern, Vätern und Familien, da gibt es noch die Anderen und ihre Sicht auf die Dinge. Kann unter Umständen auch mal interessant sein, etwas darüber zu lesen. Als ‚freischaffende Nicht-Mami‘ lese ich den MB aus reinem Interesse am Thema.

      • Sportpapi sagt:

        @Sibylle Ambs-Keller: Meine Frage war ja eigentlich, ob es sich Wirt leisten können, sich auf ein beschränktes Publikum zu fokussieren. Die Wirte, die ich kenne, können das nicht. Weshalb auch die Kunden letztlich Kompromisse erleben.
        Und ja, man sollte vielseitig interessiert bleiben. Aber es gibt schon einen Grund, warum es hier mittlerweile 17 verschiedene Blogs gibt, die man nach persönlichen Vorlieben aufsuchen kann. Aber gut, kinderlose Cafes haben immerhin etwas mit (abwesenden) Kindern zu tun…

    • Lichtblau sagt:

      Hm. Die Autorin ist Texterin und Journalistin. Sie wird wohl kaum ganze Tage für diesen Artikel gebraucht haben – in der Regel ist das in der Zeit geschafft, in der man zwei Tassen Kaffe trinkt. In „normalem“ Trinktempo, notabene.

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Das war jetzt aber ehrlich gesagt auch nicht gerade nett. Ich dachte immer, solche Texte hätten eine tagelange Entstehungsgeschichte…
        Aber es stimmt schon, der Seitenhieb war unnötig.

  • Rosa Rettich sagt:

    Ist dieses Kinder-in-Cafés-Problem eigentlich tatsächlich eines? Ich bin nicht selten mal in einem Kafi oder Restaurant (in Zürich) unterwegs. Im Restaurant abends begegnen mir höchst selten Kinder. Im Kafi schon, und ja, da waren auch schonmal welche dabei, deren Eltern etwas besser hätten auf sie aufpassen können… einmal oder zweimal. Grösstenteils stören sie mich kein bisschen. Dass andere hier tagtäglich von dieser berüchtigten Sorte von unerzogenen Gören behelligt werden sollen, finde ich daher etwas seltsam und, es soll mir verziehen sein, unglaubwürdig.

    • Klärli Benz sagt:

      @ RR: Das denke ich jeweils auch, wenn ich sowas lese. Ich habe seit JAHREN kein nerviges, unerzogenes Kind mehr gesehen. Eines pro Dekade mag ich verkraften.

      • Divi D. sagt:

        Bin ich froh, dass ich offenbar nicht die einzige bin, die offenbar immer das Glück hat, in Cafés oder Restaurants zu sein, in denen sich diese schlimmen, verzogenen, unanständigen und unbeaufsichtigten Kinder nicht tummeln. Obwohl – letztens hat ein Kleinkind am Tisch nebenan sicher 3 x seinen Nuggi auf den Boden geschmissen, vielleicht hätte ich mich daran stören sollen….

  • Reincarntion of XY sagt:

    Es gibt schon lange Beizen die ab 16 oder ab 18 sind. Ich sehe kein Problem, wenn auch ein Kafi das machen will.
    Allerdings habe mich in einem Kafi oder feinen Restaurant noch nie an Kindern gestört. Ich sehe auch nicht übermässig Kinder an Orten, die irgendwie chillig sein sollen, und nicht das Migrosrestaurant oder McD -Flair versprühen.
    So stellt sich einmal mehr die Frage. Sind die hippen Städter vielleicht einfach neurotisch geworden? Unfähig die kleinsten Berührungspunkte auszuhalten? Dass sie, die an sich Toleranten, sich gleich nach Verboten sehnen, die alles regeln und sie vor möglichen Kontakten mit Andersartigen verschonen?

    • Ka sagt:

      ich sehe da schon ein Problem. Von der Anschrift: „Kinder unerwünscht“, ist es dann nicht weit zur Anschrift: „Homosexuelle unerwünscht, Schwarze unerwünscht, Kopftuch unerwünscht“
      Cafes, Restaurants sind grundsätzlich für alle zugänglich, man hat sich als Kunde einfach an ein paar Regeln des Zusammenlebens zu halten. Raucher dürfen nicht Rauchen und die Kinder dürfen nicht schreien zwischen den Tischen herumrennen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        nun es steht ja dann nicht Kinder unerwünscht sondern Ab 16 Jahren oder so ähnlich.
        Ein Erwachsenen Kaffee, so wie es Erwachsenen Beizen, Nachtclubs, Partys oder Filme gibt. Nichts grundlegend Neues, also.

        Natürlich ist es immer eine Gratwanderung zwischen „Freiheit gewähren lassen“ und „wehret den Anfängen“ zu entscheiden.
        Man kann beides übertreiben.
        Aber grundsätzlich bin ich für Freiheit und möglichst wenig Verbote. Verboten sollte nur werden, was anderen schadet.
        Bei Toleranz geht man am besten selbst mit gutem Beispiel voraus.

      • Muttis Liebling sagt:

        Das ist formal falsch. Alter ist bezüglich Lokalität eine Horizontal-, Homosexualität, Geschlecht, Ethnie jeweils eine Vertikalstruktur. Kinder sind auch im Altenheim seltener, als es im Kindergarten umgekehrt der Fall ist.

    • tina sagt:

      „die hippen städter“ :). es sind imfall nicht alle städter hipp. aber ja, ganz sicher ist es so, dass man sich eher auf die nerven geht, wenn man zu wenig rückzugsmöglichkeiten hat. das wird aber auch falsch interpretiert: zum beispiel finde ich es sehr nachvollziehbar, dass man durch kopfhörer und display abgrenzt, wenn man frühmorgens dicht an dich in den öv sitzen muss.
      aber die leute haben verschiedene bedürfnisse, und „sie“, die städter, sehnen sich nicht kollektiv nach verboten ;-). es unterschreiben ja auch nicht alle, die auf dem land wohnen, initiativen gegen kuhglocken

  • Anne sagt:

    Ein Kafi sollte ein Ort sein indrm jeder Mensch ohne Ausnahme sein darf.Es ist doch auch ein Begegnungsort.Will man alleine sein,bleibt man am besten Zuhause!Ja,kleine Kinder nerven mich auch mal,obwohl ich selbst Mutter bin.Würde mir aber nie in den Sinn kommen ein Kafi zu besuchen,dass Menschen ausgrenzt!

  • Lichtblau sagt:

    Der Wunsch nach einem solchen Café ist absolut legitim. Wenn ein Ort eine klare Ansage macht, gibt es eigentlich nichts zu diskutieren. Ich hoffe aber, dass der heutige Mamablog trotzdem ein paar Kommentare erhält.

    • Ka sagt:

      ja und was würden sie sagen, wenn ein Café nur verschleierten Frauen offen stünde? oder nur dunkelhäutigen? oder nur blond und blauäugig? ist doch eine klare Ansage!
      wir bewegen uns hier auf dünnem Eis!!

      • Lichtblau sagt:

        Gar nichts – da es sich ja um vereinzelte Lokale inmitten eines extrem breiten Angebots handeln würde und jeder die freie Wahl hätte. Zudem geht es ja um Ruhesuchende. Verschleierte Frauen, dunkelhäutige Menschen und Blondinen sind ja nicht per se laut.

        Und wir reden hier von Zürich – in einer Kleinstadt wäre solches natürlich suboptimal.

  • Andreas Meier sagt:

    Endlich einmal eine Person, die den Mut findet, das zu schreiben, was viele Leute denken.
    Meine Anregung: Ein Kinderrestaurant, wo sich nur Gäste mit Kindern aufhalten können (als Ausgleich).

    • Lace sagt:

      Solche Probleme gibt es nur hier in der Schweiz!Tolerant sein und nicht so tun als ob!Wenn Etwas oder Jemand stört,kann man es ja sagen!Ausgrenzung ist immer schlecht!

    • Reincarnation of XY sagt:

      „Endlich mal jemand der den Mut hat….“
      Diesen Satz hört man ja in diesen Zeiten vor allem aus einer Ecke…

      Man müsste mal psychologisch analysieren, weshalb 20-30% unserer Mitmenschen, in unserer freien Welt stets das Gefühl haben, sie würden unterdrückt und lebten in einer unfreien Welt. Denn ehrlich Herr Meier, freier als heute waren wir noch nie. Wir dürfen reden und glauben und anziehen was wir wollen und es gibt 100 verschiedene Kaffees, in denen jeder nach seinem Gusto Kaffee geniessen kann.
      Wer sich da immer noch unfrei fühlt, der sollte echt mal über die eigenen Probleme reflektieren.

  • Colisa sagt:

    hmm…eine etwas bünzlige Einstellung. Dann machen wir jetzt auch Cafes mit Verboten für Alte, Ausländer, reine Frauenkafis oder Beizen mit Hundeverbot.
    Schöne Welt. Kinder sind halt das pralle Leben, wenn man Ruhe will soll man zuhause bleiben oder in den Wald spazieren gehen.
    Besser wäre es den Mut zu haben, Eltern anzusprechen wenn sich die Kinder wirklich unangemessen benehmen. Wir sollten uns gegenseitig ein wenig erziehen, dann klappt auch das Zusammenleben.

  • Muttis Liebling sagt:

    Man kann das gern verallgemeinern und nicht ständig mit Problemen in Bonsai- Dimension langweilen. Nichts in der realen Welt ist gleichverteilt. So wie es keinen Grund gibt, jeden öffentlichen Ort jeder Untergruppe zugänglich zu machen, so gibt es auch keinen Grund, irgendwelche anderen Quotierungen zu fordern. Das Ungleiche ist das Wesen von Leben. Gleichheit gibt es erst ab dem Tod.

  • dres sagt:

    In gewissen Bars / Restaurants haben (Klein-)Kinder schlicht nichts verloren. Und man sieht eigentlich auf den ersten Blick, wo man mit Kids halbwegs stressfrei bis sogar genüsslich essen/trinken/sich stilvoll betrinken kann.

    • dres sagt:

      Kleine Ergänzung: Etablissements mit Kinderverbot (abgesehen von jenen mit Einlass ab 18/21 Jahren) würde ich dann allerdings schlicht und ergreifend boykottieren. Kommt dazu, dass mir urbane Hippster-Läden mit Platzmangel ohnehin nicht zusagen – auch ohne Kids nicht. Freue ich mich auf die Ferien in bella Italia…

  • tina sagt:

    kinder raucht oder isst man nicht, darum klappt der vergleich mit nichtraucherbeizen und grillrestaurants nicht.
    seltsam, was die einen lustig finden. oder so als lustig verkauft tatsächlich ernst meinen. einfach aufpassen, dass man als nächstes nicht anfängt veranstaltungsplakate von betonpfeilern unter autobahnbrücken runterzukratzen. das ist die gleiche schiene. meine kinder sind inzwischen gross, und wenn ich lust auf kein kindergeräusch habe, gehe ich nicht ausgerechnet mittwochnachmittags in die badi

    • Lichtblau sagt:

      @Tina: Ihr unter Autobahnbrücken Plakate von Betonpfeilern runterkratzender Unmensch („das hat hier nichts verloren bzw. nichts zu suchen!“) hat mir schon weiter oben ein sehr lautes Grinsen entlockt. Auch wenn die meisten von uns davon (noch?) weit entfernt sind – ein Bild das bleibt.

      • tina sagt:

        🙂
        ja das bild hat sich mir auch eingebrannt… dieser mann existiert, ich habe ihn nicht erfunden. und als geistige haltung sowieso….

  • Hans Huber sagt:

    Guter Beitrag!
    Und noch etwas: Es sind nicht die Kinder schuld sondern die Eltern, die ihre Kinder nicht erziehen können bzw. dies „dem Ipad überlassen“ und/oder völlig antiautoritär tun.
    Man sollte Erziehungkurse für werdende Eltern einführen, auch für die Kulturbereicherer, bevor diese sich reproduzieren damit allen die hiesigen gesellschaftlichen Pflichten und Normen nähergebracht werden.
    Dies würde den Lehrern etc. enorm viel Stress ersparen, da sie nicht für die Erziehung der Kinder zuständig sind sondern für die Ausbildung.
    Dies scheinen viele Eltern vor der Reproduktion zu vergessen!! Eltern sind für die Erziehung zuständig!

    • Papperlapapi sagt:

      Ich bin viel im öffentlichen Verkehr, in Restaurants, in Cafés. Vielleicht 3 mal im Jahr geht mir ein Kind auf die Nerven. 2 mal kann ich den Eltern keinen Vorwurf machen (z.B. Kleinkind schreit nachts um 2 Uhr auf dem Campingplatz 30 Minuten wie am Spiess). Etwa einmal im Jahr wundere ich mich über die Eltern (z.B. Spiel am Smartphone, Ton auf der höchsten Lautstärke). Die allermeisten Eltern machen es meiner Meinung nach toll.

      • Carolina sagt:

        Das sehe ich genau gleich, Papperlapapi. Ich kann an einer Hand die Situationen aufzählen, dass Eltern sich wirklich mal überhaupt nicht um ihre schreienden und tobenden Kinder gekümmert hätten. In der Regel sehe ich Eltern, die – wie ich früher! – peinlich berührt sind und am liebsten im Boden verschwinden würden. Kinder haben Phasen, in denen sie unberechenbar, nervig und fast nicht kontrollierbar sind – die allermeisten Eltern lernen irgendwann, damit umzugehen. Da braucht es keine genervten Reaktionen von aussen, sondern vielleicht einfach mal ein freundlicher Zuspruch! Das wäre dem Zusammenleben ungemein zuträglich!

  • Esther Villa sagt:

    in der Schweiz sind alle restaurants nichtraucher ! Sowie kinos, museen, usw. Richtig so !

  • Esther Villa sagt:

    Frau Sibylle Ambs-Keller, sie sprechen als ob sie von D kommen denn hier gibt es das nicht dass man das Trotti oder der Kinderwagen ins Café mitnimmt ! Wenn die Kinder noch so klein sind, ist es besser ein anderes mal zum Kaffee zu gehen, alleine oder mit einer Freundin oder Kollegin. Man sollte immer auch an die anderen denken. Ich spreche jetzt von einem Café wo man hingeht beim shopping oder so.

    • Anna Meier sagt:

      Meinen Sie das ernst, dass in der Schweiz niemand das Trotti oder den Kinderwagen ins Café mitnimmt oder ist das ironisch gemeint? Ich kenne das anders. Da werden ganze Fuhrparks in ein Café geschleppt und alles wird hemmungslos belegt inklusive der Erwartung, dass alle andern Gäste das so hinzunehmen haben. Sind ja schliesslich Kinder.

    • Sportpapi sagt:

      Gibt es nicht? Ernsthaft?

      • Elsie sagt:

        Ernsthaft! Genau so kenne ich das auch von Cafés in der Altstadt und in den sogenannt hippen Quartieren in Bern. Ein, den anderen Gästen gegenüber, super ignorantes Verhalten der Eltern. Das Café ist ein gemeinschaftlich genutzter Ort und nicht das erweiterte Kinderzimmer.

      • Elsie sagt:

        Ernsthaft! So kenne ich das auch von Cafés in der Altstadt und in sogenannt hippen Quartieren in Bern. Ein, den anderen Gästen gegenüber, super ignorantes Verhalten der Eltern. Das Café ist ein gemeinschaftlich genutzter Ort und nicht das erweiterte Kinderzimmer. Ich würde es sehr begrüssen, wenn mehr Café-Besitzer*innen den Mut haben, Eltern darauf aufmerksam zu machen.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Kinder gehören zum Leben und unsrer Zukunft,
    was nicht bedeutet dass sie deshalb in jedes Restaurant/Café gehören müssten.

    Solange das nicht flächendeckend eingeführt wird und fast unmöglich irgendwo Einlass zu finden, sehe ich damit keinerlei Problem, im Gegenteil!
    Wenn wir Eltern es nicht hinkriegen uns als einigermassen verträgliche „Dienstleistungsnutzer“, notabene in einem nicht generös bezahlten Sektor!- zu präsentieren, müssen wir uns nicht wundern wenn es am anderen Ende irgendwann mal kippt.

    Und an alle „im Süden und sonstwo herrscht diesbezüglich das Paradies und super Toleranz!“- vielleicht was das öffentliche Leben/Teilnahme/Kinderlärm betrifft; aber aufs Ganze gesehen gehts unsren Kindern, trotz Restaurantverboten, hierzulande immer noch wesentlich besser!!!

  • Esther Villa sagt:

    In Amerika gibt es sogar wohnhäuser ohne Kinder. Warum ? Weil nun alle leute arbeiten und abends müde nicht noch kindergeschrei hören wollen, auch nicht nachts oder am wochenende ! Das kann ich absolut verstehen wenn sie selbst keine Kinder haben. In der Schweiz nimmt man die kinder nicht ins Restaurant oder dann es ist ein Familientreffen vor Weihnachten oder so. Im süden hingegen ist es normal die kinder mitzunehmen. Also ich würde sagen hier in der Schweiz braucht es keine „kinderfreie“ restaurants ! Natürlich muss man ihnen erklären wenn man sie mitnimmt, dass sie möglichst ruhig und still sein sollen damit sie nächstes Mal vielleicht auch wieder mitkommen können.

    • Angie sagt:

      Ich nehme meine zwei Kinder trotzdem auch hier in der Schweiz mit ins Restaurant, auch wenn man das angeblich nicht tut. So eine blödsinnige Aussage.

    • Peter Schmucki sagt:

      Der Süden hat die tiefste Geburtenrate von Europa. Dort fallen Kinder nicht auf und die Lautstärke verteilt sich auf alle Altersklassen.

  • lara sagt:

    Vorallem als Mutter möchte ich solche Orte. Wenn ich den mal ohne Kinder unterwegs geniesse ich die kinderfreien Kafis/Restaurant. Bitte kommt mir nicht mit ‚schlechte Erziehung‘ … Fast alle Kinder unter 5 können laut werden und brauchen halt auch Platz. Ich wäre nur froh, gäbe es für kalte und nasse Tage im Winter mehr Orte für mit Kindern.

    • mila sagt:

      Erkundigen Sie sich doch mal, ob Sie ein Familienzentrum in Ihrer Nähe haben – ich bin froh, gibt es diese (Spiel-)Option für uns in der kalten Jahreszeit. Meist werden dort auch kleinere Kurse (gemeinsam Musik machen, Basteln, Geschichtenerzählen, Natur erkunden…) angeboten. Eine super Sache.

  • Thomas Abderhalden sagt:

    Es gibt eigentlich nur eine Gruppe, die ich konsequent aus Restaurants verbannen würde, und das sind die Raucher, und auch die nur, wenn sie rauchen. Drinnen dürfen sie ja sowieso nicht mehr, aber wir haben gerade eine lange Outdoorsaison hinter uns Meine Sympathien Raucherinnen vs. Mütter sind da also klar verteilt. Ich überlege gerade fieberhaft, ob mich ein Kind in einem Restaurant überhaupt schon je genervt hat, und ich kann mich echt nicht erinnern. Von diesen immer wieder zitierten Szenen, wo die Eltern ihren Nachwuchs einfach gewähren lassen, lese ich zwar oft, sehe sie aber nie. Irgendwie denke ich für mich immer, wenn ich mich über spielende Kinder nerve, bin ich innerlich tot. D.h. nicht, dass ich alles toleriere, aber wenn es ein Problem gibt, sage ich es einfach.

  • Romea Studer sagt:

    Liebe Sybille, ich bin total deiner Meinung. Wenn ich endlich mal ohne Kinder in den Edelschuppen gehen kann, stören mich die knutschenden schwulen am Nebentisch auch extrem. Auch die fette Kuh, die Pizza statt Salat isst und ständig so laut lacht geht mir auf den Sack. Ich finde, zu den Kindern sollte man auch Homosexuelle und dicke Menschen aus Restaurants verbannen. Es kann doch nicht sein, dass ICH, wenn ICH denn schon mal unterwegs bin, mich auch noch tolerant zeigen muss und Menschen aushalten muss, die anders sind als ich!!
    Mal ehrlich: Dein Vorschlag ist einfach das Letzte.

    • Eveline sagt:

      HAHA was für ein genialer Kommentar! Bin zwar nicht 100£% deiner Meinung, eher so 80-90%, aber danke dafür :D.

    • R.E. Michel sagt:

      @Studer: und weshalb müssen wir immer alles ertragen? Ich finde es auch bemühend, wenn Kinder sich nicht benehmen können und wie wild durch’s Restaurant oder Kafi rennen und rumlärmen. Ich habe die ganze Woche durch Lärm verursachten Stress und wäre froh, wenn ich wenigsten im Restaurant meine Ruhe hätte.

      • Colisa sagt:

        how I said: wer Ruhe will verzieht sich an einen ruhigen Ort!

      • Peter Schmucki sagt:

        Vielleicht ist das Kafi der falsche Ort, sie können nach einer lärmigen Woche auch zuhause ein Kaffee trinken oder noch besser auf einer Bergwanderung aus der Thermosflasche.

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