Der subtile Wertekrieg unter Frauen

Kein Mangel an Meinungen: zwei Mütter unter sich. Foto: Istock

Im letzten Sommer habe ich nach 17 Jahren als Sekundarlehrerin gekündigt. Ich wollte den permanenten Spagat von Familie und Beruf für eine gewisse Zeit aufheben, auch wenn ich diesen Spagat immer selbst gewollt hatte.

Nun aber sehnte ich mich nach Entschleunigung im Alltag. Und wünschte mir Musse, um über eine berufliche Neuorientierung nachzudenken. Den Lohnausfall von 40 Prozent Anstellung lösten wir so: Mein Einkommen hatte Kita-und Tagesschulkosten für drei Kinder gedeckt, und übrig blieb jeweils ein netter Batzen. Die Kosten für die Fremdbetreuung senkten wir deshalb auf nahezu null. Die weitere notwendige Budgetkürzung erwies sich in der Umsetzung als schwierig, worauf ich ab und zu Stellvertretungen in der Schule annahm.

Ernüchternde Bilanz

Wir alle kennen Aussagen wie «Hut ab vor Eltern, die 100 Prozent Familie und Haushalt managen, sie vollbringen täglich eine Höchstleistung. Dagegen ist Arbeit die reinste Erholung.» Sieben Monate später in ebendieser Rolle frage ich mich: Wieso verblasst die Achtung gegenüber diesen Tätigkeiten im gleichen Moment, in dem die reale Begegnung mit einer Familienmanagerin stattfindet? Denn ich spüre zunehmend den Widerstand einiger Fragenden, wenn ich meine Situation skizziere: «Aha? Du weisst immer noch nicht, was du beruflich machen willst? Ist dir zu Hause denn nicht langweilig?»

Es stimmt mich nachdenklich, dass ich mich rechtfertige, wenn man mich nach meinem Alltag fragt, der alles andere ist als Gelangweilt-im-Pyjama-Seifenopern-Schauen. Warum erkläre ich in entschuldigendem Tonfall, dass ich zurzeit «nicht richtig» arbeite, und echauffiere mich gleichzeitig über mich selbst, weil ich dies als Familienfrau doch sehr wohl tue? Wieso scheint meine Familienzeit weniger Bewunderung zu erhalten als das heraufgeschraubte Arbeitspensum einer Kollegin und Mutter?

Anerkennung – in jeder Mutterrolle

Wir Frauen sollten uns nicht rechtfertigen müssen, für welche Rolle in der Gesellschaft wir uns entscheiden, schrieb Regina Hanslmayr hier vor kurzem. Sie erwähnt, dass in ihrem Quartier die unterschiedlichen Rollen – ob Hausfrau oder erwerbstätige Mutter – geprägt seien von gegenseitigem Respekt. Ich spüre zwar einen gewissen Respekt für meinen Entscheid, auf den Stufen des Eigenheims zu stehen anstatt auf der Karriereleiter. Ich nehme aber Untertöne wahr, die Belächeln in sich tragen. Es ist sicherlich die Aufgabe jedes Menschen, der selbst gewählten Rolle im Leben ihren Wert zu geben. Aber wie geht das, wenn ich gleichzeitig höre: «Meine Schwägerin arbeitet nur 50 Prozent, obschon beide Kinder bereits in der Schule sind»?

Ich vermute, dass die Anerkennung einer Frau und Mutter prozentual mit ihrem Arbeitspensum im Beruf steigt, sobald sie nicht mehr Kinder stillt. Dass es in den letzten sieben Monaten vor allem Mütter waren, die Wertungen durchblicken liessen, schmerzt. Wir fordern Gleichberechtigung gegenüber Männern und lächeln uns solidarisch zu. Erheben aber gleichzeitig unsere Stimmen im Alltag gegen Vertreterinnen unseres Geschlechts. Hinter vorgehaltener Hand wird nicht nur über das salonfähige Arbeitspensum einer Mutter diskutiert, sondern auch in richtige und falsche Erziehung eingeteilt. Zu Powerfrau oder Mauerblümchen deklariert. Definiert, was eine gute Mutter ist und was nicht. Oder hört man irgendwo Männer, die über eine zu kurze Stilldauer wettern?

In meinen Ausführungen blieben Menschen unerwähnt, die mich bestärkten, mir Zeit zu lassen für berufliche Entscheidungen. Und die meine intensive Familienarbeit würdigen. Die gibt es zum Glück auch. Doch wie erleben Sie das im Alltag? Haben Frauen gegenüber anderen Frauen klarere Vorstellungen darüber, wie die Rolle der Frau in der Gesellschaft auszusehen hat? Wovon ist der Respekt für unterschiedliche Frauenrollen abhängig?

112 Kommentare zu «Der subtile Wertekrieg unter Frauen»

  • Frank Baum sagt:

    Eine sehr ehrliche Kolumne: Wenn sich Frauen unter Druck fühlen, dann nicht wegen Männern, die diesen Druck ausüben sondern wegen anderen Frauen. Das kann man nicht abstellen. Man darf es auch nicht abstellen. Jeder darf seine Meinung haben – das gilt auch für Frauen, die eben abschätzig über Hausfrauen denken (nachdem uns die Linken Jahre lang eingeredet haben, dass eine Hausfrau per definition unterdrückt sein muss, darf das auch nicht verwundern). Man darf sich nicht auf die Palme treiben lassen.

  • Maike sagt:

    Ich bin Hausfrau und es hat mich noch nie gestört, wenn es in einem Gespräch mit mir zu der herabwürdigenden Äusserung – nur Hausfrau – gekommen ist. Warum auch ? Würde ich mich besser gefühlt haben, wenn der oder die Gegenüber gesagt hätte: toll Du bist Hausfrau ? Super !! Ich weiss um meine Tätigkeit, mein Mann weiss um meine Tätigkeit und er werschätzt es auch entsprechend. Das reicht mir vollkommen. Ich brauche keine Bestätigung etc. von fremden Menschen für mein Selbstwertgefühl.

  • MiShee sagt:

    Tolle Sache, tolle Leute im Blog. Gute Inputs, danke. Alles, was mit Freude und Liebe gemacht wird, ist Gold wert. Auch Nichtstun, im weitesten Sinne. Besser als Vieles freud- und lieblos tun

  • Martina sagt:

    Das die Anerkennung einer Mutter prozentual mit ihrem Arbeitspensum steigt ist einfach nur Quatsch. Ich arbeite 100% und ernte dabei alles andere als nur Anerkennung. Ist mir aber völlig wurscht, weil die Situation für mich und die Familie so total stimmt.

  • Jacques sagt:

    Wir gestalten unser Familienleben so, wie wir es für gut finden. Es gibt keinen Grund, daraus gleich ein soziologische Studie zu machen. Menschen sind grundsätzlich verschieden. Was für A gut ist, muss nicht gut für B sein.

  • Kathrin Marmet sagt:

    Lieben Dank für diesen ehrlichen Bericht.
    Ich bin mittlerweile desillusioniert, was die Wertschätzung von Familien- und Hausarbeit (egal, ob von Mann oder Frau geleistet) in der Gesellschaft betrifft. Was kein Geld bringt, ist nichts wert: Das ist die harte Wahrheit. Alle, die Betreuung brauchen (ob alt, jung oder krank) sind Kostenverursacher. Darum sollte die nächste Generation so vernünftig sein, gar keine Kinder mehr aufzustellen, nur dann werden sie in den Augen der Gesellschaft ein „wertvolles“ Leben führen.

    • Christoph Bögli sagt:

      Die Geschichte hat eindeutig zwei Seiten: ich finde es eher seltsam, wie in den letzten Jahren krampfhaft versucht wird, grösstenteils ziemlich banalen Tätigkeiten, die seit je her ohne viel Aufhebens nebenher erledigt wurden, in vermeintlich hochkomplexe, kaum zu bewältigende Vollzeittätigkeiten umzudichten, die unbedingt monetär quantifiziert und entschädigt werden müssen.

      Hausarbeit ist übrigens etwas, das eigentlich jeder – mit oder ohne Kinder, mit oder ohne Partner – erledigen muss, also halt eine simple, alltägliche Notwendigkeit. Dass das nicht besondere Wertschätzung erhält, ist darum eigentlich selbsterklärend. Andernfalls müssten wir uns ja permanent alle selbst auf die Schultern klopfen und kämen ansonsten zu gar nichts mehr.

  • Christoph Bögli sagt:

    Ich wundere mich immer, wie sich hier manche Autoren/innen von irgendeinem blöden Kommentar derart verunsichern lassen. Es ist ja nicht so, dass das nur exklusiv bei Müttern vorkommt, die meisten Menschen werden immer mal wieder damit konfrontiert, dass jemand den Lebensentwurf nicht versteht und sich deshalb zu einer grenzwertigen Aussage hinreissen lässt. Aber spätestens als Erwachsener sollte man sich davon wirklich nicht aus dem Gleichgewicht bringen lassen.

    Meine Frage an Frau Fessler wäre aber: wäre sie bereit gewesen, ihrem Mann die gleiche Freiheit zuzugestehen? Also das eigene Pensum auf 100% zu erhöhen und den Gürtel enger zu schnallen, damit dieser in Ruhe als Hausmann darüber nachdenken kann, was er so machen will? Denn da ist bei vielen plötzlich Schluss mit lustig..

    • Sportpapi sagt:

      „Meine Frage an Frau Fessler wäre aber: wäre sie bereit gewesen, ihrem Mann die gleiche Freiheit zuzugestehen? Also das eigene Pensum auf 100% zu erhöhen und den Gürtel enger zu schnallen, damit dieser in Ruhe als Hausmann darüber nachdenken kann, was er so machen will? Denn da ist bei vielen plötzlich Schluss mit lustig..“
      Ich habe das auch schon erlebt. Die Trennung bald darauf war aber unterschwellig auch damit begründet, dass sie unzufrieden war mit einem Mann, der nicht weiss, was er will (und wenig verdient in der Zwischenzeit…)

  • Brigitul sagt:

    Liebe Frau Fesseler,
    um ihre Fragen zu beantworten: Die Rolle der Frau in der Gesellschaft „hat“ nicht so oder ander auszuschauen, sondern sie schaut in der heutigen schweizerischen Gesellschaft so aus, wie Frau sich das wünscht. Überwiegend. Es gibt keinen Imperativ mehr. Mit allen Vor- und Nachteilen. Die da wären: Wenn man etwas MUSS, dann ist allein schon die kleine Abweichung eine Befriedigung. Wenn man alles KANN und DARF, ist die Befriedigung zu finden schon schwieriger.

    Zu ihrer zweiten Frage, wovon ist der Respekt bez. unterschiedlicher Frauenrollen abhängig? Das wissen sie doch selbst – davon, wie diese Rollen verkörpert werden. Wenn man zu hundert Prozent hinter dem stehen kann was man tut, dann macht sich das schon bemerkbar in der Wahrnehmung der Andern; und umgekehrt.

  • Ludwig Bergmann sagt:

    Kinder sind für uns alle unvergleichlich wichtig. Wenn wir alle keine zu arbeitsfähigen Menschen erzogenen Kinder hätten, würden wir alle später keine Altersversorgung mehr bekommen und würden wir alle später verhungern oder bei Krankheit hilflos zugrunde gehen. Wann gibt es für die lebenswichtige Arbeit der Mütter bei ihren Kindern endlich den leistungsgerechten Lohn nach dem Bibel wort „wer arbeitet, hat Anspruch auf seinen Lohn“?

  • R. Wenger sagt:

    „Mein Einkommen finanziert die Kosten der Betreuung und der Ferien“. Ich frage mich, ob hier der Preis nicht zu hoch war. Schliesslich sollen wir ja arbeiten, um zu leben und nicht leben, um zu arbeiten.

  • B. Bannier sagt:

    Dieses Belehrende, Lehrerhafte mag gut im Umgang mit Kindern sein.
    Bei der Politikerinnen nervt es schon lange.
    Endlich nerven die Forderungen der Feministinnen wenigstens schon mal die Mütter.

  • Etta Salsiccetta sagt:

    Man mag über die Diskussion denken was man will, was mich aber jedes Mal frappiert ist eine Aussage wie „Mein Einkommen finanziert die Kosten der Betreuung und der Ferien“. So denkt man immer an den „Zusatzverdienst“ der Frau, und das ist er eben nicht. Solche sprachlichen Muster halte ich für problematisch: Es ist doch vielehr so, dass beide Partner arbeiten, dieses Geld in den gleichen Topf wandert und dass auch beide an allen Familienkosten ihren Anteil haben. Auch der Mann zahlt die Betreuung mit, und die Frau das Essen und die Wohnung… Beide Partner tragen zum Familieneinkommen bei, und wenn eine/r nicht arbeitet, ist das Gesamteinkommen kleiner.

    • Marcel Zufferey sagt:

      Absolut richtig: Betrachtet man die durchschnittliche Sparquote hierzulande, dann hätten genug Väter ebenfalls allen Grund, ständig herum zu maulen.

      Tun sie aber nicht.

    • Christoph Bögli sagt:

      Wichtiger Punkt. Egal für welches Familienmodell man sich entscheidet, letztlich zählt ja die Summe der Einkommen und damit das gesamthafte, gemeinsame Budget. Dabei einzelne Posten herauszugreifen, die das spezifische Einkommen vermeintlich bezahlt, ist immer etwas bizarr. Aber komischerweise und leider gerade bei Frauen immer noch stark verbreitet, die häufig ihr Einkommen mit Betreuungskosten aufrechnen oder dieses als Nebenposten deklarieren, der für (gemeinsamen oder gar nur persönlichen) Luxus ausgegeben wird. Kein Wunder, dass die eigene Leistung so dann nicht als vollwertig betrachtet wird.

  • Simon Affentranger sagt:

    Ich nehme Ihren Kommentar auch mit Genugtuung zur Kenntnis. Feministinnen kämpfen nun seit über einem Jahrhundert darum, dass sich die Gesellschaft in diese Richtung bewegt, nämlich dass sich Frauen auch ökonomisch unabhängiger von Männern verhalten. Aber es trifft beide Seiten: Arbeiten die Frauen, sind sie Rabenmütter; arbeiten sie nicht, sind sie nicht selbstbestimmt. Als Teenager haben wir dauernd gehört, dass wir unser Leben nicht von der Meinung anderer abhängig machen können. Anscheinend müssen das die Frauen noch etwas mehr verinnerlichen. Wenn Sie mit Ihrer Wahl zufrieden sind, dann sollte das ausreichen und wirkt meist auch auf Ihr Umfeld überzeugend. Der Verdacht bleibt, dass Ihr Entscheid Sie selber nicht überzeugt. Meiner Meinung nach zu Recht, er ist höchst risikobehaftet.

  • Alex sagt:

    Meinem Mann ergeht dies ebenso. Fassungslose Blicke sind das Netteste. Aber wir verfolgen weiter was für uns stimmt und er wird bestimmt auch herausfinden was er noch machen will.

  • julia müller sagt:

    Bin dieses „Problem“ strategisch angegangen: Fragte mich: Sind „die anderen Frauen“ in der genau gleichen Situation wie ich (genau gleich viele Kinder im genau gleichen Alter wie meine usw.)?, hat ihr Mann den genau gleichen Job [mit dem genau gleich langen Arbeitsweg usw.] wie meiner?, hat er den genau gleichen Lohn?, die genau gleichen Arbeitszeiten?, haben „die anderen Frauen“ die genau gleiche Ausbildung wie ich, die genau gleiche Berufserfahrung, den genau gleichen Lohn, haben sie nach einer evtl. Familienpause die genau gleichen Jobaussichten wie ich? usw. usf. Ergebnis meiner „Studie“: Folge: Ich habe keiner „anderen“ Frau einen Vorwurf gemacht, machte mir eine von ihnen einen, antwortete ich, man könne ja nicht gut Äpfel mit Birnen vergleichen, hat allen eingeleuchtet.

  • A. Horvath sagt:

    @Frau Fesseler: Als Lehrerin hatten Sie doch bestimmt ein überzeugtes und erfülltes Auftreten, oder!? Dann haben Sie doch auch jetzt diese überzeugte und selbstbewusste Ausstrahlung! Dies gelingt Ihnen allerdings nur, wenn Sie auch wirklich die Freude und den Sinn in Ihrer jetzigen Tätigkeit gefunden haben und Sie dabei ehrlich zu sich selbst sind. Für diesen „Wertekrieg“ ist man in aller Regel nur dann empfänglich, wenn man selber Zweifel an seiner Entscheidung hat!

    • Zurbriggen Benjamin sagt:

      Sie bringen es auf den Punkt! In diesen Blogs werden leider zu oft diese „Wertungen der Anderen“ thematisiert… Dies zeugt von unsicheren Frauenbildern gerade bei den Frauen selbst…

      • julia smith sagt:

        Sehe ich genau so. Ich denke, würde es uns Frauen gelingen, das ständige „Gefallen-Wollen“ endlich runterzufahren und stattdessen nach unseren ureigenen Werten zu handeln, gäbe es sehr viel mehr Gleichberechtigung auf dieser Welt! Dasselbe würde übrigens auch den Männern gut tun!
        Leichter gesagt als getan, schon klar. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran!

  • Adriano Maranta sagt:

    Vielleicht ist es in dieser Diskussion interessant, wenn ich als 100%-iger Hausmann eine Anekdote berichte: Als ich einer (beruflich sehr aktiven) Bekannte von uns und Mutter von drei Kindern eröffnete, dass ich Hausmann bin (mit zwei Kindern im Vorschulalter), fragte sie mich, was ich denn sonst noch mache. Ich antwortete, dass ich mich auf die Kinderbetreuung und den Haushalt konzentriere, da meine Frau eine im Moment beruflich sehr anstrengende Phase (letzte Akkreditierungs- und Prüfungsphase zur Fachärztin) durchläuft und sie 150% draussen und ich 150% im Haushalt und der Kindererziehung arbeite. „Waaas!? Das ist aber nicht dein Ernst!? Machst du wirklich nichts?“ Hausmann zu sein ist spannend und eröffnet ungeahnte soziologische Einblicke.

    • Widerspenstige sagt:

      Ich habe Ähnliches gehört über meinen Mann, als er sich kurz nach der Geburt unseres ersten Kindes für 2 Jahre als Hausmann outete und sich erfrechte, mitten am Nachmittag mit einem Kinderwagen durch den Wohnort zu spazieren. Hatte er das Kind entführt? War er arbeitslos? Wo war die Mutter? Wieso kümmerte sie sich nicht um das Kind? Ich war mit dem Aufbau des eigenen Geschäfts beschäftigt und heilfroh, dass mein Mann diesen Knochenjob des Hausmannes übernahm. Das war vor über 30 Jahren ein Sakrileg. Er hielt mir den Rücken frei und dasselbe machen Sie jetzt für Ihre Frau, Adriano M. Ja genau, ungeahnte soziologische Einblicke ….. hihi.

    • Fragezeichen sagt:

      Wie soll uns, „nur Hausfrauen“ ernsthaft jemand ernst nehmen, wenn wir das nicht einmal für uns selbst fertigbringen? Weshalb müssen „wir“ und ständig mit den anderen vergleichen, weshalb unsere Arbeit als Hausfrau ständig selbst abwerten und in Frage stellen0
      Überlegt und entscheidet mit dem Partner, mit den Kindern was für e u r e Familie, e u r e Situation und auch für euren Lebensstil am besten ist und
      z i e h t das durch – unbeachtet was die anderen davon halten.
      Gerade die heutigen Frauen die soviel Wert auf Emanzipation legen, sollten das doch problemlos können..

    • Sportpapi sagt:

      150% in Haushalt und Kinderbetreuung? Sind wir wieder mal beim „härtesten Job der Welt“?

  • Anna sagt:

    ESMI, einen Sch****** muss ich. Das hilft mir seit 3 Jahren in vielen Lebenslagen. Entlich, mit fast 50 lebe ich mein Leben wie ich es will. Wer was darüber denkt isch mit schnuppe. Das ewige beobachten und sich erklären hat sich für mich erledigt. Zugegeben, ich habe mich mit einigen Leuten zerstritten, manche mussten über die Freundschaftsklppe springen aber ich lebe jetzt so wie ich das will, was andere wollen und für richtig halten ist ihr Ding.

    • Zufferey Marcel sagt:

      Bravo: Diese Einstellung täte noch vielen Frauen gut! Aber in unserer Dauererregungsgesellschaft ist das mitunter ziemlich schwer umzusetzen, zugegeben.

    • Widerspenstige sagt:

      Das muss Frau erst noch lernen: das unabhängig werden von Werten des nahen Umfeldes – ausser Frau bewegt sich in einem niveauvollen Zirkel mit wenig anmassender Bewertung des Lebensstil.

      Das entferntere Umfeld wie zB Arbeitsbereich schätzt eh eine unabhängige Mitarbeiterin bzw. Chefin. Distanziertes, aber wohlwollendes Auftreten ist lernbar und kann im privaten wie öffentlichen Bereich sehr bereichernd sich auf das eigene Leben auswirken. Ich sagte einer Nachbarin im Streit mit einer anderen Nachbarin direkt, dass sie diese nicht ignorieren müsse, aber sie einfach grüssen beim Vorbeigehen ist unverbindlich anständig. Sich nicht in ein Gespräch einlassen, wenn es nur Tratsch beinhaltet etc. eine andere Variante.

    • Nadja sagt:

      Genau. Das denkich mir mit 30ig schon. Das Leben ist zu kurz um es mir von anderen Meinungen bestimmen zu lassen.

  • Urs sagt:

    Darwin irrte sich!
    Die Antwort liegt in der Biologie. Man hat nämlich kürzlich festgestellt, dass die Frauen von den Ziegen abstammen, und die meckern ja bekanntlich die ganze Zeit.

  • Kiki sagt:

    Frau Fesseler, warum machen Sie Ihr Befinden von der Zustimmung/Kritik anderer Frauen abhaengig? Tragen Sie auch kein Lila mehr, wenn jemand sagt, die Farbe sei nicht mehr in? Wenn es einem wichtig ist, was die anderen denken, dann ist der beste Weg, gleich mitzuteilen, was sie zu denken haben (=Selbstmarketing): Ich hab mir eine Auszeit aus der Berufswelt genommen; ich find das toll; ich hab jetzt viel mehr Energie und Aufmerksamkeit fuer meine Kinder und das zahlt sich aus; etc.
    Viele Schweizer sind wertend und jetzt darauf zu warten, dass man ihnen auf die Schultern klopft und ihren Entscheid bejubelt, das verdirbt die Freude am neuen Lebensabschnitt, garantiert!

  • Thomas Frei sagt:

    Bewerten ist der Anfang allen Elends.

  • Marcel Stäheli sagt:

    Ich würde die Frage noch viel allgemeiner stellen: Wieso bewerten sich Frauen ganz allgemein ständig gegenseitig? Das fängt schon im Kleinen an. Besucht man ein Abendessen mit befreundeten Paaren, so fängt die Frau nicht selten schon auf dem Nachhauseweg an, über die anderen Anwesenden zu urteilen und sie zu bewerten. Lustigerweise weiss ich von meinen Freunden, dass sie auf der Heimfahrt mit ihren Freundinnen / Frauen jeweils dasselbe erleben…. Und die Bewertungen gegenüber den anderen Frauen sind selten besonders wohlwollend…

  • Sportpapi sagt:

    Ach, zum x-ten Mal die immer gleiche Nabelschau. Natürlich gibt es bei jedem Lebensentwurf andere Menschen, die meinen, das kommentieren zu müssen. Wobei das vielleicht ja sogar besser ist, als die Sprüche hinter dem Rücken. Und ja, vielfach sind das auch andere Frauen.
    Na und?
    Aber eines fällt wieder einmal auf: Dieses weibliche Privileg, in grossem Umfang selber bestimmen zu können, ob und in welchem Umfang man ausser Haus arbeitet.
    Habe jedenfalls noch nie von einem Vater gehört, dass er die Stelle aufgibt, um etwas mehr Muse zur Selbstfindung zu haben… (und wenn, dann müsste er sich wohl noch ganz anderes anhören, zuerst einmal von seiner Frau).

    • Zufferey Marcel sagt:

      Ja, Teilzeit zu arbeiten, ist ein Privileg der Frauen. Das musste sogar eine der Gründerinnen dieses Blogs, die heute bei der NZZ arbeitet (Name vergessen), in einem Interview zugegeben.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ein Privileg schweizerischer Frauen. Bevor ich in die Schweiz kam, kannte ich niemand, der weniger als 100% arbeitet. Meine Kinder kennen auch keinen, der etwas derart Absonderliches tut.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Also die deutschen Zahlen zu den Familienformen sagen da etwas ganz Anderes. Allerdings sind die Unterschiede zwischen Ost und West sehr gross. Die DDR selber muss man differenziert betrachten: Meistens waren die Mütter in hohen Arbeitspensen beschäftigt, aber den Hauhalt mussten sie nebenbei auch noch schmeissen.

      • tina sagt:

        nun hätte ich aber wirklich gerne von euch 3en die begründung, wieso zum geier das männer nicht können sollen. ich konnte schon teilzeit arbeiten bevor ich kinder hatte ;-). und die arbeit die ich machte um geld zu verdienen, die hättet ihr alle auch machen könnten. im grunde habt ihr hier in der schweiz ja sogar die wahl, sozialhilfeempfänger zu sein und gar nicht zu arbeiten. ihr alle

      • Zufferey Marcel sagt:

        Warum? Weil die Einkommen auf Vollzeitbasis sehr ungleich verteilt sein können, zum Beispiel. Das, was der Mann bei Teilzeit weniger verdient, muss die Frau wieder wett machen.

      • tina sagt:

        äh also ich habe nicht auf kosten von jemand anderem gelebt. ich nehme an, ihr alle hattet auch mal eine zeit in der ihr noch nicht verheiratet wart.
        wobei ich in der zeit, in der ich teilzeit arbeitete, ja trotzdem ich nicht verheiratet war meinen damaligen freund durchfütterte. ja genau, das was der mann weniger verdient, muss die frau halt verdienen 😉

      • tina sagt:

        also dann nehme ich diese nicht-antworten als „ja, wir hätten können, haben aber bevorzugt vollzeiterwerbstätig zu sein“. es wundert mich nicht wirklich, und ich finde das auch nicht verkehrt. aber man muss nicht so tun, alsob das nicht eure recht freie wahl war. die wahl hat einen preis, klar.

      • maia sagt:

        auf Grund dessen der Unterhalt berechnet. Als dann die Trennung kam, blieen die Kinder selbstverständlich bei der Mutter und die Väter musste sofort Unterhalt zahlen.
        Ganz so einfach ist es dann eben doch nicht mit dem Teilzeitarbeiten der Väter. Kommt noch dazu, dass Mütter den Vätern oft die Kompetenz absprechen „richtig“ für die Kinder zu sorgen.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Tina, bei allem Wohlwollen: Aber manchmal habe ich den Eindruck, du willst ganz gezielt nicht verstehen. Oder welchen Teil meiner Antwort genau hast du nicht verstanden?

      • tina sagt:

        welchen teil meines beitrags hast du nicht verstanden zuffrey?

    • maia sagt:

      @Tina: Ich bin jetzt zwar nicht einer der Herren, aber ich antworte jetzt doch, was ich so in meiner Umgebung feststelle: Wenn eine Frau schwanger ist, dann ist es in der Regel sie, die sagt, wie viel/wenig sie noch arbeiten möchte. Ich habe auch schon gefragt, was sie den tun würden, wenn der Mann auch nur noch 50% arbeiten möchte – keine hat die Frage auch nur ansatzweise verstanden. Schliesslich muss ja jemand das Geld nach Hause bringen. Die Autorin hat sehr gut beschriebe, wie das in der Regel läuft. Eigentlich hätte da ja auch der Mann eher einmal das Recht auf eine Auszeit. Anderseits kenne ich auch 2 Väter die „Hausmann“ wurden. Da sie nicht verheiratet waren, musste ein Unterhaltsvertrag abgeschlossen werden. In diesem wurde ein fiktives Einkommen angenommen und …

      • Sportpapi sagt:

        Sehr richtig, maia. So läuft es nun mal.
        Aber natürlich können auch die Männer bereits als Single teilzeit arbeiten und nur gerade verdienen, was sie aktuell für ein schönes Leben brauchen. Geht alles.

      • maia sagt:

        Dummerweise habe ich den zweiten Teil meines Post’s am falschen Ort platziert:

        maia
        9. April 2018 um 21:05 Uhr

        auf Grund dessen der Unterhalt berechnet. Als dann die Trennung kam, blieen die Kinder selbstverständlich bei der Mutter und die Väter musste sofort Unterhalt zahlen.
        Ganz so einfach ist es dann eben doch nicht mit dem Teilzeitarbeiten der Väter. Kommt noch dazu, dass Mütter den Vätern oft die Kompetenz absprechen „richtig“ für die Kinder zu sorgen.

      • tina sagt:

        danke sportpapi. es geht also.

      • tina sagt:

        danke maia! aber man kann ja auch schon bevor man schwanger ist über einkommensverteilung sprechen. wie ich erwähnte: ich selber war immer nur teilzeiterwerbstätig und das nicht in frauenberufen. das hätten alle männer hier auch so machen können, genau wie ich.
        offensichtlich ist diese option einfach gar nicht auf dem radar der männer, nicht?

      • maia sagt:

        Ja, klar – bevor Sie Kinder hatten. Da kenne ich sehr viele Männer die das ebenso tun. Das ist aber hier nicht das Thema.

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Ja, das haben viele Männer nicht auf dem Radar. Die bereiten sich darauf vor, mal eine Familie zu versorgen.

      • tina sagt:

        genau. und das ist nun die schuld der frauen? es ist ja löblich, aber es ist kontraproduktiv

      • tina sagt:

        maja, doch, das ist das thema, exakt das. vielleicht müssen männer halt doch selber etwas tun um teilzeit zu arbeiten. und nicht warten, dass frauen sie – ja was denn? zwingen?

      • tina sagt:

        oder mit anderen worten sportpapi und maia: die männer wählten frei und selbstbestimmt vollzeiterwerbstätigkeit, in der annahme, dass das so sein muss und gewünscht ist und gut kommt. ich finde exakt da muss man eben ansetzen: männer müssen aktiver, bewusster, konsequenter wählen

      • maia sagt:

        Das Thema ist doch eher, wie es denn läuft, wenn Kinder da sind. Da gelten für Frauen dann oft Abmachungen, welche vorher gemacht wurden nicht mehr. Ich kenne eher Männer, die von Frauen „gezwungen“ wurden Vollzeit zu arbeiten. Für die Frau hat sich mit dem Kind alles geändert, deshalb wird das Pensum reduziert……. wer soll dann für das „fehlende“ Einkommen sorgen? Oder wie ich schon erwähnte: Bei einer Trennung werden meist die Kinder der Mutter zugesprochen (völlig unabhäning ober er oder sie die Hauptbetreuung übernommen hatte) und er muss Unterhalt zahlen. Woher soll denn das Geld kommen?

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Mit anderen Worten: Die Weichen bezüglich Familienmodell werden schon früh gelegt. Wenn die Frau schon als single reduziert und ohne grosse Ambitionen arbeitet, muss sie sich dann auch nicht wundern, dass der Mann halt mehr verdient.
        Warum sollte es sinnvoll sein, in seinen „besten Jahren“ teilzeit zu arbeiten?

  • lara sagt:

    ich wünschte mir ein wenig mehr realitätssinn, sprich altersvorsorge, scheidung, wiedereinstieg etc. sowie schlicht die erkenntnis, dass männer welche mit 40+ kein leitende funktion haben oder einfache büezer sind genauso behandelt werden. nur weil ‘man’ frau und mutter ist, hat frau kein anrecht auf mehr anerkennung. aber es sind ja gerade wir mütter, die meist männer mit karriere mehr respekt zollen. da sollen alle zuerst bei sich anfangen.

  • Respekt muss man sich verdienen sagt:

    Das Hauptproblem ist, dass Mütter immer meinen Sie haben Respekt verdient. Diesen muss man sich aber auch mal verdienen. Nur weil Frau ein Kind hat soll die ganze Gesellschaft jetzt applaudieren und vor Ehrfurcht zittern? Frauen bekommen schon seit Anbeginn der Menschheit Kinder, das ist keinerlei besondere Leistung sondern wird von Milliarden von Frauen auf der Welt einfach umgesetzt. Sie wollen Respekt und Anerkennung? Dann verdienen Sie sich diesen auch. Retten Sie Leben als Polizistin, Sanitäterin, Ärztin usw. kämpfen sie für Sea Shepherd 6 Monate auf See gegen Walfänger… es gibt so vieles was Frau tun kann aber kommt endlich mal weg von dieser ewigen Opfer- und Prinzessinnen Haltung.

    • Widerspenstige sagt:

      Doch, jede Mutter hat Respekt verdient, denn sie hat neues Leben geschenkt unter ziemlich schmerzhaften Bedingungen. Das darf nicht verniedlicht werden oder weniger Wert sein als ‚Leben zu Retten‘. Wer das nicht will oder kann (das Gebären), der/die muss sich eher Respekt verdienen durch andere Leistungen für die Gesellschaft. Aber es soll keine Entschuldigung sein gegen das Leisten einer Erwerbsarbeit oder mindestens die Einzahlung der eigenen Mindestbeiträge an AHV/IV/EO.

      • Dreifachpapi sagt:

        Ja, so kann man /frau das sehen. Jede Mutter hat per se Respekt verdient. Interessant ist aber, dass Väter offenbar nicht per se Respekt verdient haben, zumindest in diesem Forum nicht. Nein, sie müssen sich immer erst noch beweisen. Vollzeiternährer reicht nicht, er muss auch noch mindestens gleich viel Hausarbeit erledigen. Sonst wird im mehr oder weniger offensiv ein „Pauschaleren“ vorgeworfen. In dem Sinne hat „Respekt muss man sich erst verdienen“ auf die ewigen feministischen Widersprüche aufmerksam gemacht.

  • Cybot sagt:

    Arbeitet eine Mutter nicht, wird sie belächelt, arbeitet sie, ist sie eine Rabenmutter. Gelästert wird immer, völlig egal, was man macht. Man kann die Lästerer lediglich ignorieren oder ihnen aus dem Weg gehen. Wer mein Familienmodell nicht akzeptiert, den brauche ich nicht in meinem Freundeskreis.

  • Maurizio sagt:

    Leider stelle ich als Mann auch immer wieder diesen Wertekrieg unter Frauen fest, was ich sehr schade finde. Meinerseits versuche ich in meinem Familien- und Freundeskreis (Männer und Frauen) auf dieses Thema zu «sensibilisieren». Beste Grüsse

  • Luzia sagt:

    Liegt der Konflikt möglicherweise in Ihnen selbst? Wenn ein Teil von Ihnen am Wert der Familienarbeit zweifelt, ist es schwierig ganz zufrieden zu sein mit der eigenen Entscheidung. Und dann hört frau die kritischen Stimmen besonders.

  • Klärli Benz sagt:

    Ich wüsste nicht, warum ich eine solche Entscheidung beklatschen sollte. Mal ganz abgesehen davon, dass es wirtschaftlicher Nonsens ist, zu Hause zu hocken, tun Sie mit Ihrer Entscheidung auch der stagnierenden Gleichberechtigung keinen Gefallen. Natürlich, jede darf das selber entscheiden! Aber warum sollten das andere toll finden? Über Hausfrauen denke ich in etwa das gleiche wie über Verkäufer oder Coiffeusen: „Nett. Aber mir wäre das zu wenig.“

    • Synn sagt:

      Unglaublich, Ihre Arroganz. Sie wären dann aber wohl eine der ersten die aufschreit, gäbe es diese und ähnliche Berufe bzw. deren Dienstleistungen nicht mehr…

    • Berta sagt:

      „Über Hausfrauen denke ich in etwa das gleiche wie über Verkäufer oder Coiffeusen: „Nett. Aber mir wäre das zu wenig.““
      Woher nehmen Sie Ihre Überheblichkeit gegenüber diesen anstrengenden Berufen?

    • Martin Frey sagt:

      „Über Hausfrauen denke ich in etwa das gleiche wie über Verkäufer oder Coiffeusen: „Nett. Aber mir wäre das zu wenig.““
      Also was mich betrifft, habe ich sowohl vor Hausfrauen wie auch vor den erwähnten, durchaus anspruchsvollen Berufen bedeutend mehr Respekt als vor Ihnen, Frau Benz.

    • Klärli Benz sagt:

      @ Synn und Berta: Meine Überheblichkeit kommt vielleicht daher, dass ich selber in einem solchen Beruf gestartet habe und mich trotz Kind hochgearbeitet habe. Von Arroganz kann keine Rede sein. Wie gesagt, ich finde es „nett“, wenn Leute das machen. Wer aber jahrelang in solch einer Sackgasse festhockt, bekommt von mir jetzt auch nicht gerade grosse Anerkennung. Wofür auch? Es ist ja keine besondere Leistung.

      • Martin Frey sagt:

        Leistung ist relativ, Frau Benz.
        Bin mir grad nicht sicher, wer die grössere Leistung an den Tag legt, die Coiffeuse die den ganzen Tag sich die Füsse in den Leib stehend einen kreativen, präzisen Job machen muss. Oder irgendjemand der im HR Dossiers von rechts nach links sortiert oder im Finanzwesen Zahlen von links nach rechts schiebt.
        Man kann Jobs im Verkauf, oder im Coiffeursalon gerne als „Sackgasse“ bezeichnen, rein pekuniär, sowie hinsichtlich einer angemessenen Altersvorsorge mag das auch stimmen. Trotzdem muss jemand diese Jobs machen. Und wenn diese Leute diesen Job gut machen, verdienen sie den Respekt, den Sie vermissen lassen.

      • Klärli Benz sagt:

        Da wird mir so einiges unterstellt. Ich habe Respekt vor allen Menschen, die anderen keinen Schaden zufügen. Aber ich muss nicht jeden Lebensweg wahnsinnig beeindruckend finden. Ich habe gesagt, ich finde es nett. Das soll heissen, es ist mir Wurscht! Es ist mir zB Wurscht ob Frau Fesseler zusätzlich einer Erwerbsarbeit nach geht oder nicht. Sie wünscht sich aber mehr Anerkennung und ich frage mich wofür?

      • Mara Klein sagt:

        Danke Frau Benz, wider jeder politischen Korrektheit, aber ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Mein Berufsabschluss: Köchin, nett. Sicher auch anstrengen. Aber auf Dauer?
        Jeder anständige Mensch verdient Respekt, aber warum sich eine Frau, welche das Privileg hat, einen Mann zu haben, der genug verdient für 3 Kids und Frau, mehr Anerkennung wünscht, für dass sie weniger leistet als vorher, ist schon nicht so ganz einleuchtend.
        Von der Altersvorsorge ganz zu schweigen.

    • Maura Hailey sagt:

      Und genau darum geht es, Klärli. Jede Mutter findet seinen eigenen Wert beim Herausfinden ‚was bekommt mir?, ,wie will ich mein Leben mit meinen, um meine Kinder herum gestalten‘? Wenn genug Geld vorhanden ist, umso leichter herauszufinden, was für mich ‚zu viel ist‘! Früher waren Kita‘s nicht vorhanden, die traditionelle Rollenverteilung weit verbreitet. Drei Kinder, grosser Haushalt (ohne Putzhilfe) und Mann oft im Ausland unterwegs, gab oft zu viel zu tun. Heute – mit dem Wissen darum, wie schwierig es ist, nach 11 Jahren Mutter-/Haushaltarbeit gäbe ich den Job nicht mehr ganz auf. Vergleiche bringen es einfach nicht – weil die Entscheidung „Fulltime Mutter“ zu individuell ist. Die super Powerfrauen gibt es nicht. Was für mich stimmt, mache ich mit mir ab, ist meine Verantwortung!

  • Trudi sagt:

    Endlich jemand der auch so empfindet! Mich stört das schon lange, dass man als Frau nur wahrgenommen wird, wenn man Arbeit, Kinder und Haushalt unter einen Hut bringt. Ich hatte immer ein kleines Pensum gearbeitet auch als meine Kinder klein waren, einfach, weil wir es uns nicht anders leisten konnten und ich zudem das Glück hatte, dass die Grossmutter in dieser Zeit die Kinder hütete! Ich habe Kolleginnen die waren „nur“ Mutter und Hausfrau während die Kinder zur Schule gingen. Diese Mütter habe ich immer sehr bewundert! Sie strahlten immer und waren mit sich und der Welt zufrieden. Wie wäre es, wenn wir einmal unsere Kinder fragten, was sie davon halten?

  • fabian sagt:

    Als Mann musst du dir genau diese Vorwürfe von den Feministinnen auch anhören. Wo die Frau als Huscheli am Herd beschimpft wird, wird der auswärts arbeitende Mann als Patriarch und Unterdrücker der Frau zu Hause beschimpft.

  • franziska widmer sagt:

    diese mütter haben einfach zuviel freizeit. sie sind unsicher und gleichzeitig überschätzen sie sich massiv.
    zeit, dass die mütter die kinder mit 3 jahren in die tagesschule bringen und ihren teil der kosten durch arbeit selber decken.
    in der heutigen zeit können die männer nicht mehr alles selber finanzieren und die kinder brauchen keine rundum betreuung von hobby psychologinnen.

    • Eduardo sagt:

      Wer schafft sich ein Haustier an, um es dann fünfmal in der Woche 8 bis 10 Stunden pro Tag ins Tierheim zu bringen?

      Bei der Betreuung ausgerechnet ihrer eigenen Kinder erwartet man von Müttern jedoch dieses bizarre Verhalten, damit sie den Arbeitgebern zur Verfügung stehen und die linken Ideologen zufriedenstellen.

      KiKri, KiTa und GaTaSchu – Kapitalisten, Feministinnen und Marxisten ausnahmsweise mal einig Hand in Hand, einer der nützliche Idiot des anderen: Die Kapitalisten wollen (unter Applaus der Finanzminister) frisches Arbeiterinnenmaterial requirieren, die Feministinnen wollen die Frau vom Kind (und vom Mann) befreien, und die Marxisten wollen endlich die verhasste bürgerliche Kleinfamilie zerschlagen. So kommen alle drei dank „progressiver Familienpolitik“ auf ihre Kosten.

    • Widerspenstige sagt:

      Eine 100%-Hausfrau muss Mann sich leisten können, gerade in einem kapitalistischen Land. Auch dann muss er für sie und die Kinder bezahlen, wenn er sich eine andere (Haus)frau angelacht hat. Tja, so geht das Spiel.

      • Christoph Schnyder sagt:

        @Widerspenstige: Sie haben doch oben geschrieben, dass Sie sich selbst auch mal einen Hausmann gehalten haben. Und wenn es damals dann zur Trennung gekommen wäre? Hätten Sie ihn dann auch freudig voll-alimentiert bis das jüngste Kind 16 ist, oder am besten gleich bis zur Rente? Während er sich mit seiner Neuen vergnügt und diese als Ersatzmutter ihrer Kinder installiert? Ehrliche Antworten bitte. Genau darauf läuft nämlich ihr höhnisches „Tja, so geht das Spiel“ hinaus.

      • Sportpapi sagt:

        Die Widerspenstige hat das schon früher mal ganz ehrlich beantwortet.
        Natürlich wären die Kinder ihr zugestanden.
        Schliesslich ist sie die Mutter…

  • Gloria sagt:

    Bei solchen Artikeln gehen mir sofort diese warum-Gedanken durch den Kopf. Warum werten wir Frauen einander ständig? Warum glauben wir zu wissen, wer wann wieviel wieder arbeiten sollte? Wie es richtig ist? Und wieso bestimmt jemand was richtig ist?
    Mir scheint, wir sind alle auf der Suche. Nach der richtigen Balance. Wir, Familie, Arbeit, Freunde, Haushalt, Garten, Hobby etc. Alles soll Platz haben und erst noch gesellschaftlich anerkannt sein. Dabei hängt doch vieles von Wertvorstellungen ab. In einem anderen Umfeld würdest du Bravos hören. Statt belächeln und zufrieden den eigenen Weg zu überhöhen, würden wir uns besser gegenseitig unterstützen. Egal ob wir den Weg richtig finden. so sind wir immer nur mit uns beschäftigt, statt aktiv zu gestalten.

  • BrummelBrot sagt:

    Ich selbst bin auch eine „Familienmanagerin“. Bereits kurz nach der Geburt fing die Fragerei an: „Wann gehst du wieder arbeiten?“. Jetzt werden die Fragen bohrender und ständig muss man sich anhören „also wir können uns das ja nicht leisten“.
    Mein Mann ist nicht Krösus und wir können uns nicht alles leisten. Na und?
    Ich bin es leid, hören zu müssen, dass das doch nicht erfüllend sein kann. Ob ich mich nicht schäme, dem Mann auf der Tasche zu liegen und was ich denn für den Sohn für ein Vorbild sein will. Der fände so ja nie eine Frau, weil man heute einfach nicht mehr Zuhause bleibt als Mutter. Ich sei eine Schande für die Emanzipation. Wahlfreiheit? Niemals.

    Andere Mütter und es braucht keine Feinde mehr …

  • Karin Keller sagt:

    Warum? Fragen Sie mal Ihre Kolleginnen Wais und Binseanger, die machen das dauernd…!

  • Maike sagt:

    Sie haben doch selbstständig entschieden, den Job zu kündigen und sich irgendwie neu orientieren. Das haben sie doch gänzlich ohne zu die Zuhilfenahme anderer gemacht oder ? Also ! Wenn jetzt diese Schlaumichel mit irgendwelchen Kritiken oder Bemerkungen ankommen, ihre Entscheidung in Frage zu stellen oder gar negativ zu bewerten – so what ?
    Ziehen sie Ihr Ding durch, so wie geplant. Ich habe bei ähnlichen Aktionen in meinem Umfeld festgestellt, das die grössten Meckerer eigentlich nur neidisch gewesen sind, das ich mir etwas getraut habe und sie nicht. Letztendlich leben Sie Ihr leben für sich und Ihre Familie. Nicht dafür, das es anderen gut geht !!

  • Claude Fontana sagt:

    Bin zwar keine Geschlechtsgenossin, Pflichte aber Machwaswetsch zu: Jemand, der sein Urteil über andere als wahrheit ansieht, will nicht umgestimmt werden. speziell Mütter nicht.

  • Maura Hailey sagt:

    Das Problem des Belächelns einer Mutter und Hausfrau 100% ist weiss Gott keine Neuheit. Ich fühlte mich sehr minderwertig, als ich mich entschlossen habe, 3 Kinder zu begleiten, solange es eben nötig war. ‚Uff dr fuule Hutt hogge‘, ‚Dümli drülle‘ etc vor allem von meinen 2 Schwestern, eine Vollzeit in Politik, die andere Staatsanwältin. Nach 11 Jahren nahm ich einen 50% Job an – schlecht bezahlt, ebenfalls minderwertig etc. Trotz Weiterbildungen keine Chance mehr auf einen ‚guten‘ Job, weil die 11 Jahre als ‚Lücke‘ bewertet wurde! Und das vor 25 Jahren. Heute bin ich stolz auf meine jungen Familien, die sich aufteilen bei Arbeit und Kinderbetreuung; und ich, nach einer Auswanderung und Zweitausbildung hatte meine Nische gefunden! Vollmutter sein ist ein ‚Knochenjob‘ – ich liebte ihn!!!

  • tina sagt:

    erwerbstätige eltern machen doch das alles auch, was ein nicht erwerbstätiger elternteil mit schulpflichtigen kindern macht – halt einfach zusätzlich zur erwerbsarbeit. ausser dass die erwerbstätigen nicht auch noch jeden tag zmittag machen und nicht jeden tag schon um 15:30 ready stehen sondern 2 stunden später.
    was das nicht-erwerbstätig-sein als eltern so anstrengend macht ist die einseitigkeit.
    wenn von 2 elternteilen einer nicht erwerbstätig ist, ist das doch ein luxus, den sich nicht jeder leisten kann. wieso erwartet man für luxus noch hochachtung? ich finds schön, wenn leute eine weltreise machen, ein boot oder ein pferd besitzen, aber wenn jemand dafür achtung wie bei einer besonderen leistung erwartet, finde ich das schon sehr seltsam

    • lara sagt:

      sehe ich genauso. bei den familienfrauen kommt nämlich postwendend die unterschwellige botschaft ‘ich gebe meinen kindern mehr’

      • Sportpapi sagt:

        Wenn man nicht (unter anderem) der Meinung wäre, das sei für die Kinder das beste, würde man es wohl nicht tun…

      • mila sagt:

        Woher kommt eigentlich die fixe Idee (oder vielmehr die Behauptung), es ginge vor allem darum, was das ‚Beste‘ für die Kinder ist? Im Allgemeinen geht es um die Bedürfnisse (und allgemeinen Lebensumstände) einer ganzen Familie. Also auch um die der Eltern. Ich habe jedenfalls immer ein paar offene Fragezeichen, wenn mit dem (ausschliesslichen) ‚‚Kindswohl‘ argumentiert wird. Respektive, dieses als (ausschliessliches) Rechtfertigungsargument herangezogen wird.

      • lara sagt:

        ich hoffe, dass wir alles das tun was wir als gut befinden. nur muss man diese persönliche meinung (welche ja nur auf diese familie zu trifft) ja nicht allen unter die nase binden und meinen man wüsste was für alle andern gut/richtig ist.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Viele Familien sind der Meinung, es sei für die Kinder das beste, vorwiegend durch die Eltern (meist Mutter) im eigenen Haus betreut zu werden.
        Ist einfach so.
        Deshalb beschränkt sich die Fremdbetreuung meist auf zwei, höchstens drei Tage.

    • mila sagt:

      Es stimmt schon, es gibt den Typus: „ich steck für meine Kinder zurück, dafür verdiene ich Applaus“. Auch gerne in der Variante: „wir bescheiden uns (mit einem Einkommen), dafür verdienen wir uns Applaus“. Und es gibt auch einfach Menschen, die leben das, was ihnen ganz persönlich zu einem bestimmten Zeitpunkt wertvoll ist, und Zufriedenheit bringt. Und umgekehrt leben lassen, ohne Aufwertungszwang durch Abwertung. Ich bin sehr froh, dass zumindest in meinem näheren Umfeld zufrieden-leben-und-leben-lassen gilt. Das stimmt mich immer wieder positiv genug, um mich aufs Wesentliche zu besinnen. Statt mich zu sehr von dem irritieren zu lassen, was ‚man‘ (frau) von so gemeinhin von mir denkt. Die Welt ist durchaus bunter (und freundlicher), als es manchmal im MB den Anschein hat. 😉

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Leben und leben lassen ist das eine. Dennoch ist es doch ganz natürlich, dass man auch das eine oder andere beurteilt und bewertet. Nur schon, um den eigenen Weg zu finden.

      • mila sagt:

        Das stimmt so eben nicht ganz. Der Punkt ist der: man trägt die eigenen Schuhe, und in denen muss es passen. Obwohl es noch ganz viel andere Schuhe gibt. Ich kann auch ein anderes Paar ganz toll finden, und mich an ihrem Anblick erfreuen. Und trotzdem für mich befinden, dass sie für mich nicht ganz das Richtige sind, weil meine Füsse nun mal anders sind.

        Ich kann mich natürlich auch hinstellen und sagen: mei, was sind die unbequem. So was würd ich meinen Füssen nie antun! Und insgeheim ein bisschen (oder ein bisschen mehr) neidisch sein auf den schicken Pfennigabsatz. So schaut es aus, in meinen Augen.

      • tina sagt:

        in letzter zeit habe ich manchmal keine ahnung was du mir sagen willst mila :). ich habe auf die autorin reagiert mit meinem text. sie wundert sich, warum sie als 100% familienfrau (mir ist das wort schon ein graus) nicht mehr achtung erhalte.

        wenn die 100% familienfrau darum findet, sie habe hochachtung verdient weil es das beste für die kinder sei wenn die mutter zuhause ist, dann heisst das ja im gleichen atemzug dass sie findet, ich mache meinem mutterjob weniger gut als sie. also soll ich gleichzeitig mich eine schlechtere mutter finden um sie ihr zuliebe hochzuachten? nunja 😉

      • mila sagt:

        Ich habe eigentlich auf Lara reagiert. Und die Mutter zumal in diesem Text hat sich eine Auszeit genommen, um sich längerfristig beruflich neu zu orientieren (also nicht die ‚das Beste für die Kinder‘-Argumentation).

        Ich finde, Du kannst Dir selber auf die Schulter klopfen. Du hast aus einer schwierigen Situation heraus das Beste für Dich und Deine Kinder geleistet. Weshalb solltest Du Dich von Hausfrauen runterbuttern lassen? Keiner (oder kaum einer) von uns kommt durchs Leben ohne schmerzliche Abstriche von ursprünglichen Plänen, ohne Verluste, ohne Zugeständnisse an Lebenssituationen. Für mich besteht insofern auch kein Grund, allein darum arbeiten zu gehen, damit es ‚fair‘ ist gegenüber Müttern, die arbeiten müssen. Aber ich stelle mich auch nicht über diese Mütter,

      • mila sagt:

        auch nicht über die, die arbeiten wollen. Ich gehe davon aus, dass alle grundsätzlich am Kindwohl orientiert sind, und ihr Bestes geben. Und dieses ‚Beste‘ hat viele Gesichter, nicht nur ein einzig ‚richtiges‘.

      • tina sagt:

        ah das war gar nicht an mich gerichtet mila, danke ;-).
        ja genau. ich denke eben auch, man kann davon ausgehen, dass die leute gerade für ihre kinder sehr viel tun und sich auch sehr gedanken machen. die möglichkeiten sind verschieden, die ansichten auch.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Solange ich mich für andere Menschen interessiere, solange werde ich auch (für mich) werten und bewerten, was sie machen.
        Verurteilen wäre dann etwas anderes…

  • Thomas sagt:

    Jede Familie muss für sich einen „Modus vivendi“ finden. Es ist nicht einfach, Familie, Beruf und die persönlichen Bedürfnisse unter einen Hut zu kriegen.
    Ich glaube jedoch nicht, dass nur Frauen sich kritisieren. Ich spüre oft als Mann und Teilzeitarbeitender Zurückhaltung, wenn ich erkläre, wie wir uns aufgeteilt haben. Natürlich gibt es auch Bewunderung (und Neid). Ich kann jederfrau und -mann versichern, dass der Kindertag der strengste Tag in der Woche ist. Trotzdem möchte ich dieses Privileg der Familienzeit nicht missen.

  • Helene sagt:

    „Und wünschte mir Musse, um über eine berufliche Neuorientierung nachzudenken. “
    Nun, vielleicht fragen deshalb Ihre Bekannten, ob Sie nun endlich wissen, was Sie arbeiten wollen? Ich finde, das tönt doch eher nach midlife crisis als nach dem Stein der Weisen, den Sie hier gefunden zu haben glauben.
    Für mich jedenfalls gibt’s durchaus objektive Gründe, warum beide Elternteile Erwerbsarbeit nachgehen sollten (allenfalls sowieso besser nicht nur 40%…). Und wenn’s nur ist, um mein eigenes Geld zu verdienen!

  • Aha sagt:

    Frauen müssen sich meist nach jedem Kind beruflich neuorientieren, da nicht jede das Glück hat in einen Job zurückgehen zu können der ein niedrigeres Arbeitspensum zulässt. Ich erlebe diese Neuorientierung nun zum zweiten Mal. In meinem Umfeld erlebe ich viel Unterstützung. Wir Frauen sollten uns in vielerlei Hinsicht gegenseitig mehr unterstützen und zusprechen, egal für welchen Weg wir uns entscheiden. Hauptsache man selber ist mit sich und seiner “Aufgabe” glücklich. Wieviel Anerkennung man für diese neue Aufgabe bekommt, sollte die Wahl der beruflichen Entscheidung nicht beeinflussen. Diese Anerkennung macht letztendlich nicht halb so glücklich wie das Bauchgefühl den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.

    • Sportpapi sagt:

      „Frauen müssen sich meist nach jedem Kind beruflich neuorientieren, da nicht jede das Glück hat in einen Job zurückgehen zu können der ein niedrigeres Arbeitspensum zulässt.“
      Das geht Männern eigentlich genau so. Oder gibt es ein Naturgesetz, das verlangt, dass Mütter nach der Geburt nur noch reduziert arbeiten können?

  • Jänu sagt:

    Denke, Frau sollte lernen, die vermuteten Meinungen anderer zu ignorieren. Einfach weniger oder gar nicht zuhören und auch nicht trotzdem Gehörtes durch die negative Interpretationsmaschine laufen lassen.
    Der Artikel von Hanslmayer transportiert einige (Vor)urteile und ist genau in der Art der subtilen Werterei, die hier beklagt wird.
    Was wirklich bitter in der Schweiz ist: Da rackert man Jahre lang mit reduziertem Pensum, nur um dann festzustellen, dass man sozusagen nichts davon ausser etwas Bestätigung und viel Stress durch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat.

  • Tino sagt:

    «Es stimmt mich nachdenklich, dass ich mich rechtfertige, wenn man mich nach meinem Alltag fragt…» Warum auch? Minderwertigkeitsgefühle sind fehl am Platz. So ich nicht will, brauche ich Fragen nach meiner beruflichen Tätigkeit nicht zu beantworten. Neugier ist sehr verbreitet. Niemand zwingt mich, sie zu befriedigen. Ein Hinweis, dass man «zu Hause arbeite», kann durchaus genügen.
    Natürlich ist die Arbeit in der Regel für die Familie kostenlos, nichts wert ist sie deshalb keineswegs. Sie ist mir bestens bekannt, habe ich sie doch selbst lange Zeit mit Befriedigung ausgeübt, viel Erfahrung gesammelt und unterbrochen mit zeitweiliger Lehrtätigkeit. Nicht viele haben diese Freiheit.

  • Colisa sagt:

    Zum 1000sten….
    Einfach selbstbewusst sein, zu dem stehen was macht. Nicht so viel Wert auf andere Meinungen legen. Leute fragen teils aus echtem Interesse, teils aus Neugierde. Sich darüber freuen. Sie halten einem nur den Spiegel hin.

    • Cybot sagt:

      Auch ein wichtiger Punkt. Viele Leute fassen ja jede Frage gleich als Kritik auf, obwohl sie überhaupt nicht wertend gemeint war.

  • Machwaswetsch sagt:

    Sie machen das schon gut, keine Angst! Aber warum wollen Sie unbedingt Anerkennung von Personen mit denen Sie einzig verbindet, dass sie auch weiblich sind und auch Kinder haben? Die werden sie nie alle zufrieden stellen können.. Gruss von einer Geschlechtsgenossin

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