7 Irrtümer beim Basteln mit Kindern

Sie wollen Ihrem Nachwuchs ersparen, was Sie in Ihrer Kindheit erlebten? Dann nehmen Sie die Bastelkiste hervor und kreieren mit Ihrem Kind etwas Tolles, das nicht nach fünf Tagen Staub ansetzt.

Wenn Sie dabei die grössten Fettnäpfchen auslassen, wird auch Ihr Sprössling Freude haben. Dafür haben wir für Sie die Erfahrung erprobter KinderbastlerInnen zusammengetragen. Die meistgenannten Irrtümer sind:

1. Nach Alter basteln

Bastelanleitungen werden gerne mit genauen Altersangaben versehen. Lassen sie sich davon nicht ins Bockshorn jagen. Es geht nicht darum, wie alt ihr Kind ist, sondern was es kann. Altersangaben sind eine Orientierung, ausschlaggebend ist aber, ob der Nachwuchs bereits schneiden, falten, leimen kann.

Quatsch sind Altersgrenzen nach oben. Freude am Basteln kennt keine Limite. Das haben wir nicht erst bei der Produktion der folgenden drei Videos festgestellt.

 2. Geschenke für Erwachsene

Kinder bereiten ihren liebsten Bezugspersonen gerne eine Freude. Aber sie basteln bereits im Kindergarten und der Schule reihenweise Geschenke für Eltern, Gotte, Götti und alle anderen – nur nicht für sich selber. Das können Sie ändern.

Sie werden sehen: Die Kleinen sind mächtig stolz auf Dinge, die sie selbst gebrauchen können. Zum Beispiel bedruckte Kleider oder Turnbeutel:


Aus alt mach neu: Stempeln ist simpel und vielfältig. (Video: CP)

3. Zeitangaben vertrauen

In der Anleitung steht, das Bastelprojekt dauert nur 30 Minuten, doch Sie sind bereits eine Stunde am werkeln? Das liegt nicht an Ihnen. Erstens sind die Vorbereitungen in der Regel nicht einberechnet und zweitens kommt es meistens anders als optimal.

Vielleicht ging der erste Versuch schief oder Sie mussten bei den Materialien improvisieren. Nehmen Sie sich immer mehr Zeit als angegeben und quetschen Sie das Basteln nicht zwischen zwei fixe Termine.

4. Selber fertigbasteln

Der Klassiker: Sie haben sich fest vorgenommen, etwas Lässiges zu basteln, an dem Ihr Kind beim Machen seine Freude hat. Also haben Sie den Kleinen gefragt, ob ein Holzauto als Schlüsselbrett für Opa okay ist. Wildes Nicken. Und jetzt sitzen Sie alleine am Tisch. Ihr Sprössling ist genervt ins Zimmer abgezischt.

All die Details anmalen, das war zu kompliziert. Jetzt vollenden Sie das Werk. Es ist ja nicht mehr viel. Und sie wollen auch das Wohnzimmer nicht nochmals in ein Atelier verwandeln. Beides richtig, doch Sie nehmen dem Kind das Erfolgserlebnis. Und sich vielleicht bei der Nase. Etwas Simples, etwa ein Brett mit einem Bild, hätte auch genügt. Opa hat sowieso Freude.

5. Basteln nur an Weihnachten

Die besinnliche Zeit vor Weihnachten bietet sich an, Selbstgemachtes zur festlichen Ausstattung der eigenen vier Wände beizusteuern. Doch spätestens nach den Drei Königen verschwinden diese Utensilien im Estrich oder Keller. Warum nicht etwas basteln, das auch über die Weihnachtszeit hinaus Freude macht? Zum Beispiel Windlichter, einfach herzustellen aus alten und neuen Materialien:


Nicht nur für die Weihnachtszeit geeignet: Windlichter für jede Jahreszeit. (Video: CP)

6. Fixe Vorhaben

Kinder haben nicht die selben Ansprüche und Vorstellungen wie Erwachsene. Sie basteln spontan und emotional. Mit Plänen oder Skizzen können sie nichts anfangen. Werfen Sie Ihr inneres Bild vom Endprodukt über Bord. Es kommt sowieso anders. Das ist völlig okay.

So entsteht Kreativität – und Freude an der Sache, auch bei Ihnen. Und vergessen Sie den Vergleich mit anderen Kindern. Aufgaben exakt ausführen muss der Nachwuchs genug früh und oft. Dafür ist Basteln das falsche Spielfeld.

7. Nur unter Anleitung

Kinder schmieren sich auch mal Farbe in die Haare oder Leim auf die Hose. Doch schneller als gedacht kommt der Moment, an dem Sie nicht mehr gebraucht werden. Dann wollen die Kleinen mit Freundinnen oder Freunden werkeln. Dazu braucht es nicht viel, wie dieser Vorschlag zeigt:


Lustiges Basteln zu Zweit: Gipsmasken beflügeln die Fantasie. (Video: CP)

 

Welche Erfahrungen haben Sie beim Basteln mit Kindern gemacht? Schreiben Sie Ihre Tipps und Tricks in die Kommentarspalte.

4 Kommentare zu «7 Irrtümer beim Basteln mit Kindern»

  • Rudi Stump sagt:

    Schöne Tipps, unsere Kinder haben immer grösste Freude daran Sachen selbst zu machen und wir sind immer wieder beeindruckt, welche Geduld und Leidenschaft Kinder dabei aufbringen können.

  • Mark Schradet sagt:

    Da hatten Sie aber vor 9 Tagen einen besseren Blogbeitrag zu diesem Thema. Und das noch ganz ohne Sponsoring (aber besseren Links zu Tipps)

    • Adadmin sagt:

      Wir freuen uns, wenn Sie die ganze Vielfalt des Blogs wahrnehmen. Dazu gehören neuerdings auch gesponserte Beiträge, da jedes Angebot finanziert werden muss. In diesem Sinn: Viel Spass mit der selbstgemachten Pasta – und viel Freude in der Vorweihnachtszeit.

  • Peter sagt:

    Das mit dem Selber-Basteln ist bereits ein Running-Gag bei uns. Die Aufmerksamkeitsspanne bei unserem 6-Jährigen beträgt etwa 15 Minuten. Für Windlichter hätte er wohl keine Nerven – wir auch nicht;)

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