Schenken und schenken lassen

MAMABLOG-Christine-Maier-01

Christine Maier, 44, ist Mutter von Naomi, 14, und Robin, 13. Seit 2001 moderiert die Zürcherin die Diskussionssendung «Club» auf SF 1. Vor drei Jahren übernahm sie auch die «Club»-Redaktionsleitung. Christine Maier ist mit David Dimitri verheiratet.

Morgen schreibt an dieser Stelle Chris von Rohr. Lesen Sie auch die bereits erschienen Beiträge: «Das dreckige Dutzend» von Mona Vetsch und «Kränkung bei Kerzenschimmer» von Bänz Friedli.

«Es git numme öppis ganz Chlises, wenn überhaupt», hab ich meinen Teenagern vor drei Wochen vollmundig verkündet, mit Blick auf Weihnachten und die Päcklischlachten der früheren Jahre. Unvergessen das Tohuwabohu, wenn alle Geschenke aufgerissen waren. Überall Papier, Bändeli, Gebrauchsanleitungen. Auf dem Sofa matte, satte Gäste mit einem Glas Wein in der Hand. Die Hausfrau – also ich – mit einem Abfallsack bewaffnet in den High Heels auf den Knien um den Baum rutschend, um Papier einzusammeln und Karton zu falten. Begleitet von meinen Kindern, die mitrutschen mussten. Was sie für einmal mit höchster Aufmerksamkeit taten. Schliesslich waren auch schon Playmobil-Monster und Gutscheine meiner weihnächtlichen Ordnungswut zum Opfer gefallen. Da mussten sie natürlich auf Nummer sicher gehen.

Jedenfalls sollten diese Zeiten vorbei sein. Nie, nie, nie mehr so, haben wir uns geschworen, mein Mann und ich. Schliesslich, und das erklärten wir unserem Nachwuchs mit Nachdruck, waren die Kinder schon das ganze Jahr über reich beschenkt worden, einfach so. Die Handys, der Laptop, das Tauchbrevet und und und. Die Kinder waren erstaunlich nachsichtig mit uns und fanden, dass das ganz o.k. sei und wir uns keine Sorgen machen sollten. Weihnachten würde sicher auch so ganz schön werden. Ich war ganz gerührt über das Verständnis der beiden. Und stolz darauf, dass unsere Erziehung doch noch Früchte zu tragen schien. Unsere Kinder waren nicht dem Konsumrausch verfallen, sie würden Weihnachten auch so geniessen. Wie wunderbar.

Die beiden zogen sich fröhlich in ihre Zimmer zurück, die sie bis auf Weiteres zur verbotenen Zone erklärt hatten. Geschenkpapier, Klebband verschwanden. Am Tisch flüsterten sie geheimnisvoll miteinander. Es weihnachtete. Ihre Eltern zerbrachen sich derweil den Kopf, was den «öppis Chlises» sein könnte. Ich wusste schon, was unsere Tochter sich von Herzen wünschte. Das sei hier nicht verraten. Und unser Sohn, klar, der würde so grosse Freude haben, an… Um es kurz zu machen: Ich habe es besorgt. Habe mich in den Weihnachtsrummel gestürzt und zu Hause eine geheimnisvolle Miene aufgesetzt.

Ja, ich war inkonsequent. Und ja, es hat mir Spass gemacht. Ich konnte einfach nicht anders. Meinem Mann hab ich nichts gesagt. Aber für ihn hab ich auch noch was gefunden, obwohl wir fest ausgemacht hatten, dass wir uns nichts mehr schenken würden. Er selber kam übrigens mit einem ganzen Sack voller «öppis Chlisem» von seiner Tour aus Frankreich zurück. Ohne es mir vorher gebeichtet zu haben. Wir mussten lachen. «Es ist ja nur einmal Weihnachten», meinte er. Und die Kids? Die waren nicht sonderlich überrascht über die Geschenke und erklärten ihren verdutzten Eltern: Sie hätten keinen Moment im Ernst daran geglaubt, dass wir unser Vorhaben durchziehen würden.

«Schliesslich sagt ihr das jede Weihnachten», meinten sie gleichmütig.

58 Kommentare zu «Schenken und schenken lassen»

  • Laura sagt:

    @Mia
    das kenne ich nicht, dass man sich gegenseitig per Brief Zeit schenkt, wobei, meine Tochter hat auch eine Reise geschenkt gekriegt von ihrem Gotti, das war auch Zeit zusammen eine neue Welt zu entdecken, sich Zeit nehmen um einander zu entdecken, ich kann da eigentlich nichts arrogantes feststellen, solange es von Herzen kommt und nicht gönnerhaft gemeint ist.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Vielleicht hat sich da auch ein Missverständnis aufgebaut? Die einen reden von „Zeit schenken anstelle Materielles“
    und meinen damit über die Festtage gemeinschaftliche Anlässe organisieren,
    bewusst/geplant zusammensein ohne dass jeder noch ein Geschenkpäckli mitbringt.
    Aber ein „Zeitgeschenk“ kann eben auch anstelle eines Päckli ein Kuvert mit von Mia genannten Zeilen, „Zeitverbringverordnung“ sein. Und ist dann einfach kein materielles Geschenk zum auspacken,
    sondern eines wo man, je nach Einstellung und vorheriger Absprache, mit jemandem irgendwohin muss oder darf.
    Und immer noch Geschenk und kein „edler Alternativgang“ dazu.
    Beides muss sich eigentlich nicht ausschliessen. Wir haben diese Ferien fast täglich Besuch und ich geniesse das total.
    Mitgebrachte Päckli der lieben Besucher trüben meine Freude darüber keinen Milimeter 🙂

  • Mia sagt:

    @laura etc.: nein, ich finde es nicht arrogant, für jemanden Zeit zu haben, sich Zeit zu nehmen. Ich finde es arrogant, Zeit zu SCHENKEN. Das ist ein Unterschied. Diese netten, an Weihnachten überreichten Briefchen, in denen ein Gutschein steckt im Stil von „Omi abholen im Altersheim und in die Stadt zum Käffelen“, „Gutschein für gemeinsames Shopping“ und so weiter. Das finde ich sogar elend arrogant.

    Deine Wünsche sind ja nett, aber es wird immer Zeiten geben, da wir alleine sind und uns einsam fühlen. Damit müssen wir alle rechnen.

  • Thomas sagt:

    …nix winnetouch, ich steh eher auf cowboys.

  • Thomas sagt:

    …jaja, der edle wilde, wusste schon immer, dass du heimlich auf winnetouch stehst.

  • Katharina sagt:

    mich aergern deine karl may links. ich sag dir auch weshalb: die richtigen native amercians die ich in gila bend kenne, sind ausserordentlich liebe menschen. und kultur haben die. weit mehr als viele andere leute.

  • Thomas sagt:

    …ranger (einzahl), von mir auch hombre, aber von dem wollen wir noch den zaster.

  • Katharina sagt:

    diesmla war es ausnahmsweise keine weisheit, sondern wiki und babelfisch und dann redigiert.

    was ist dein problem mit den rangers?

  • Thomas sagt:

    ,,,danke katharina für deine weisheiten. du behältst sie besser für dich. wikipedia kennen wir schon. viel spass mit ranger,

  • Katharina sagt:

    Viracocha ist der Schöpfungsgott in der Prae-Inca und Inca Mythologie.

    Entsprechend dem Mythos, der durch Juande Betanzos überliefert wurde, stieg Viracocha vom See Titicaca (oder manchmal von der Höhle von Pacaritambo) während der Zeit der Dunkelheit auf, um Licht hervorzubringen. Er machte die Sonne, Mond und die Sterne. Er machte die Menschheit, indem er in Steine atmete, aber seine erste Kreation waren hirnlose Riesen, die ihm missfielen. So zerstörte er sie mit einer Flut und bildete ein neue, bessere (Menschen) von kleineren Steinen. Viracocha verschwand schließlich über den Pazifischen Ozean (durch das Gehen auf dem Wasser) und kam nie zurück. Er wanderte auf der Erde umher, als Bettler verkleidet, unterrichtete seine neuen Kreationen in den Grundlagen der Zivilisation, und vollbrachte zahlreiche Wunder. Er weinte, als er die Lage der Geschöpfe sah, die er hergestellt hatte. Es wurde gedacht, dass Viracocha zu mühsamen Zeiten wieder erscheinen würde. Pedro Sarmiento de Gamboa bemerkte, dass Viracocha als „ein Mann mittlerer Höhe, weiß und in einer weißen Robe wie ein Alb angekleidet“ beschrieben wurde, „sicher ringsum die Taille, und dass „er einen Stab und ein Buch in seinem Händen trug.“

    Übersetzt vom englischen Wikipedia-Eintrag: http://en.wikipedia.org/wiki/Viracocha

    Ich finde den Mythos sehr humorvoll.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Lea: immerhin haben Sie uns mit einer Nachdenkliste beschenkt, sind also ganz profan auf so ein altes Ritual reingefallen?
    Aber jetzt mal im Ernst wegen dummen und überholten Ritualen, haben Sie selber Kinder? Und da gibts Rituale höchstens aus Spass oder um die nachuntenziehenden Emotionen loszuwerden?
    Ich denk auch ohne Rasterfeldverschiebung lässt sich das Thema Rituale/Geschenke entspannt angehen… .

  • Thomas sagt:

    …für esoterik ist unsere katharina zuständig, lea.

  • Lea sagt:

    Weihnachten – Schenken und beschenkt werden – Rituale

    In den alten Kulturen hatten sie Rituale für alles. Eingebildete Götter würden zuhören und Sachen regeln. Wirklich!? “ He Viracocha… Hier ist die Angelegenheit ….. “

    Sogar heute geben Leute ihre Energie zu etwas, das sie nicht beschreiben können, aber ich nehme an, dass es Hoffnung bringt und etwas für sie bedeutet. Nehmt zum Beispiel ein Ereignis am Times Square Montags. „Good Riddance Day“. Bringt Eure schlechten Erinnerungen zu Papier und zerreißt dieses. Möchtet Ihr nochmals darüber nachdenken, … tut es bei der Arbeit oder zuhause. Notiert Eure schlechten Erinnerungen. Einige Leute mögen das Papier verbrennen, andere zerfetzen, um Zorn und Frustration freizugeben.

    Denken außerhalb des Kastens… alles was Ihr tut, ist, zu versuchen, Euer Rasterfeld zu verschieben, um anzuziehen, was Ihr wünscht. Wenn machbar dann wird es geschehen, wenn nicht, wird es nie geschehen. Alles geht so vorwärts, wie Ihr programmiert wurdet, Euer Leben hier zu durchspielen, bis wir uns von der körperlichen Krücke loslösen und zum Licht zurückkommen.
    Rituale scheinen mir dumm und überholt zu sein; es sei denn zum Spaß oder um etwas emotionales freizugeben, das Euch unten hält. Könnte Euch helfen, einen Geliebten loszulassen, der Euch angepinkelt hat. “ F“ Wort erlaubt….

    Das Nachdenken über Euer Leben der vergangenen 10 Jahre ist eine andere gute Weise, zu erforschen, wer Ihr wart und wer Ihr geworden seid. Fragen über…. Damals und jetzt:

    Position des Hauses
    Job-… Karriere-… Geschäft
    Finanzsituation
    Ausbildung
    Partner
    Familienstand
    Nahe Freundschaften
    Reisen
    Emotionale Gesundheit
    Körperliche Gesundheit
    Geistige Gesundheit
    Lieblingsfilme, Bücher, Fernseherscheinen
    Ziele im Leben – was war mir wichtig?
    Ansicht der Wirklichkeit und Ihres Schicksals.

  • Martin Wissler sagt:

    Weihnachten ist nur ein Geschäft für den Umsatz zusteigern. In der Welt gibt es genügend Völker die Hunger haben. Wir werfen das vorige Essen in den Abfall. Wir brauchen eigentlich zum Leben wenig, Daher verzichte ich auf die Weihnachtsfeier, und Spende das Geld meinem Pate in TIBET. Er freut sich wenn er dieses Geld erhält.

  • Koebi sagt:

    Komplimänt zu dem soo härzig gschriebne Biitrag – so schöön zum schmunzle!

  • Rahel sagt:

    @ Thomas

    Weihnachten ist nur dann Scheisse, wenn man sie alleine verbringt!

  • Stefan sagt:

    @Thomas: Warum ist Weihnachten Scheisse? Wenn es so scheisse ist, sollte man es vielleicht abschaffen, und arbeiten gehen. wäre das nicht noch mehr Scheisse? 😐

    Und ja, heute gibt’s nichts wertvolleres, als Zeit, die man mit einem vereinsamten Menschen verbringt. Als wir uns um die demenzkranken Schwiegereltern an weihnachten kümmerten, habe ich erkannt, dass sie uns nicht dankbar ansahen, weil wir ihnen viele Geschenke mitgebracht hatten, sondern ganz einfach, weil wir da, für sie da waren und uns um sie kümmerten. Und warum mus es immer der 24. Dezember sein, an dem man sich etwas schenkt? Wir halten es so, dass wir nicht an Weihnachten schenken, sondern wenn wir Lust haben, dem anderen unsere Liebe zu zeigen, oder wenn wir wissen, dass er/sie etwas „kleines“ gebrauchen kann: ein neues Schlüsseletui, ein Portemonnaie, usw.

  • Klaus Fleisch sagt:

    Und dann fragen sich die Eltern – zurückkommend auf den Beitrag von Christine Maier – warum sich die Kinder an keine Regeln halten wollen und keine Grenzen kennen. Warum sollten sie auch, wenn es nicht nicht mal die „Alten“ tun.

  • Thomas sagt:

    Weihnachten ist Scheisse und gottseidank vorbei.

  • Monsieur de Hummel sagt:

    Natürlich ist das (auch) schön. Aber wie schon gesagt wurde, es ist morlaisch nicht unbedingt besser, nur Zeit zu schenken. Lieber nur Zeit mit jemandem verbringen, als ihm gezwungenermassen ein Geschenk zu machen, das ist klar. Aber wenn man z.B. mit jemandem Zeit verbringt, weil man sich wieso auch immer dazu verpflichtet fühlt, ist das dasselbe.

    Wenn man sich mag und sich umeinander kümmert (oder im Notfall auch mal ohne das „Mögen“), ist das natürlich immer schön. Nur stört mich ein wenig, dass Geschenke geben fast schon als etwas Negatives angesehen wird. Ähnlich der Ansicht, dass die armen Leute automatisch die herzlicheren und besseren wären als die besser verdienenden.
    Denn wenn du nicht unter dem Existenzminimum leben würdest und deine Nachbarin auch nicht, würdet ihr euch vielleicht ja auch etwas schenken, wenn ihr Lust hättet. Somit ist keines besser als das andere, alleine auf das Motiv kommt es wohl an.

  • Katharina sagt:

    „…da ist die rote socke wieder!“ Was soll das? Powertrip als Gatekeeper in der Spaetschicht?

  • Becky sagt:

    Nach dem unsere Kinder (4 & 2 J.) letztes Jahr an ca. 5 Abenden jeweils soviele Geschenke auspacken konnten, wie wir früher an ganz Weihnachten, haben wir dieses Jahr rigorose Geschenke-Spar-Parolen durchgeben. Mit teilweise etwas pikierten Minen haben sich dann Verwandschaft und Bekanntschaft daran gehalten, und kein Wettschenken veranstaltet. Die Kinder haben es mit echter Freude und konzentriertem Spielen mit den wenigeren und kleineren Geschenken gedankt!
    (Schliesslich wollen wir Eltern auch noch etwas zu Schenken haben 😉
    Mein Mann und ich schenken uns sehr gerne etwas. Dieses Jahr wussten wir jedoch von einander, dass zündende Ideen ausgeblieben sind und haben auf Verlegenheitsgeschenke und den damit verbundenen Stress verzichtet.
    In der Familie ziehen wir Lose – so kann man sich in Ruhe um ein passendes Geschenk kümmern.

  • Katharina sagt:

    @mira:

    das mit der Gegenleistung zu Geschenken hab ich nicht so gesehen/erkannt. Aber was Du wegen Abhängigkeitsverhältnis sagst, hat schon was. – Wohl der Grund, dass Geschenke Austauschen hinterfragt wird. In der Situation, so wie Laura es schildert, ist mein Vorschlag vielleicht etwas dumm.

    Ich finde, dass der Aspekt miteinander Zeit zu verbringen und das Gefühl der Gemeinschaft miteinander zu teilen, das wichtigste ist. – das war die Lektion, die ich bei meiner Mitwirkung in der Obdachlosen-Küche am 24. lernte. Ich wollte eigentlich zuerst dort nicht mithelfen – aus Angst vor meinem eigenen psychologischen Gepäck.

    Aber wie ich schon geschrieben habe, hatten alle eine sehr schöne Zeit. auch wenn davon etwas auf meine Kosten war. (Thommy Knockers, gäll Thomas 😉 und ne watsch’n kriegst Du nicht mit denen – Silverlake war ja auch mal eine Computerplattform)

    ich habe im Thread über TS etwas wegen Quantenfluktuationen geschrieben. ich sehe es so, dass unser umgekehrter Weg am Ende dorthin zurückgeht.

  • Laura sagt:

    @Thomas
    Tessiner sind sprachbegabt!

  • Thomas sagt:

    …da ist die rote socke wieder!

  • Laura sagt:

    @Katharina
    Ich mach keinem einen Vorwurf, ich weiss auch nicht, wie ich reagieren würde, wenn meine Eltern krank wären. Leider bin ich auch nicht in der Lage, meiner lieben Nachbarin Geschenke zu kaufen, ich lebe selber unter dem Existenzminimum mit meinen Kindern, aber ich denke, es geht auch ohne.
    Ich lebe erst seit ein paar Jahren in der Wohnung hier, vorher hat jeder für sich alleine Weihnachten gefeiert, aber seit wir hier leben, hat sich das verändert, ich als Alleinerziehende, meine drei Nachbarinnen, die alleine leben und das ältere Paar, das meinen Kindern die Ersatzgrosseltern sind, wir feiern Weihnachten zusammen, schenken uns einfach ein bisschen Zeit und vielleicht auch ein bisschen heile Welt, in der jeder zu jedem steht und jeder jeden mag. Jeder steuert zum Fest bei, was er kann, eine feine Flasche Wein, einen Kuchen, ein selber gebackenes Brot, was braucht es da noch mehr Geschenke? Ist es nicht Geschenk genug, dass man in dieser Zeit nicht alleine ist? Dass jemand da ist, mit dem man lachen und mit dem man auch weinen kann? Für meine Kinder ist es auf jeden Fall erfahrungsreich, wenn sie sehen, was sie mit ein bisschen Initiative und ein bisschen Zeit alles bewirken können. Klar kann man argumentieren, dass sich in jemanden hinein fühlen um das passende Geschenk zu machen auch Zeit kostet, aber was ist das im Vergleich dazu, einen kranken Menschen lachen zu sehen und sagen zu hören, dass er an seiner vielleicht letzten Weihnachten glücklich und zufrieden gewesen ist.

  • Nelly sagt:

    Liebe Christine und Familie

    Schön wenn Weihnachten mit Kindern gefeiert wird und man sich kleine Geschenke macht, die man liebevoll füreinander ausgesucht hat.
    Es gibt aber auch Weihnachten, da kommen die erwachsenen Kinder gar nicht mehr nach Hause, einfach so… wegen Meinungsverschiedenheiten oder anderen Vorstellungen von Weihnachten.

    Da steht man ohne Geschenke da, weil niemand vorbei kommt, um beschenkt zu werden.

  • Thomas sagt:

    …ob die Tessiner das Englisch auch verstanden hätten?

  • mueti sagt:

    Je länger ich hier die Kommentare lese, desto mehr habe ich das Gefühl, ich passe nicht wirklich hierher.

  • mira sagt:

    @Katharina
    Geschenke fragen immer nach einer Gegenleistung. Wir fühlen uns nicht wohl, wenn wir beschenkt werden und nichts zurückschenken können. Und wenn jemand hinter dem Rücken einer Person ihr Geschenk bezahlt, dann versetzt das diese Person in ein ungutes Abhängigkeitsverhältnis. Denn diese Person wird das Bedürfnis haben, das wieder wettzumachen. Dieses Verhalten kann nicht verstandsmässig ausgeschaltet werden, da dieses Verhalten der Rasse Mensch angeboren ist. Siehe dazu auch: Caldini. Die Psychologie des Überzeugens. Daher finde ich es richtig, wenn Laura dieser Person nichts schenkt. Und da Laura ebenfalls knapp bei Kasse ist, hat sie ja auch gar keine andere Wahl.
    Ich finde Laura’s Verhalten der Nachbarin gegenüber schön. Unschön von ihr ist jedoch, Zeit gegen Geschenke aufzuwägen, da es sich um verschiedene Kategorien handelt. Zeit als „moralisch höherstehend“ zu bewerten ist sehr fragwürdig.

  • Ela sagt:

    Mich macht das “ wir machen uns keine Geschenke, gäll“ jeweils obersauer. Ich mache sehr, sehr gerne Geschenke. Es macht mir echt Freude, wenn sich die Gelegenheit bietet, dass ich jemandem etwas (zugegeben, wertmässig kleines) schenken kann. Nur kommt mit gewisser Regelmässigkeit vor Weihnachten die Abmachung auf, dass man sich nichts schenkt. Und an Weihnachten merke ich dann jeweils, dass ich die einzige Nuss bin, die sich daran gehalten hat. Das macht mich dann üblicherweise dermassen sauer, dass ich versucht bin den Krach unter dem Weihnachtsbaum eigenhändig vom Zaun zu brechen.

  • Katharina sagt:

    @Laura:

    das war eine sehr liebe Geste Eurer Nachbarin gegenüber.

    Auch wenn es aus der Distanz so ausschaut, dass der Sohn kaltherzig mit seinem Karibik-Trip kaltherzig ist, kann ich mir auch vorstellen, dass es schwierig ist, mit dem Thema Tod (wegen Knochenkrebs) umzugehen. Aber es ist feige, dann einfach davonzurennen. Vielleicht gibt es aber für sein Verhalten eine Vorgeschichte. Ich denke da an Dinge wie Co-Dependency.

    Das finanzielle Problem mit dem Geschenk hätte ich so gelöst, dass ich mit ihr was einkaufen gegangen wäre und dann diskret im Laden meine Kreditkarte an das Verkaufspersonal gegeben hätte. Beim Auschecken hätten die dann Eurem Gast gesagt „It’s already taken care of‘. – Würde, Dignity.

  • Katharina sagt:

    Als ich den Passus wegen den High Heels und auf den Knien las, dachte ich mir, oh nein, nicht wieder so wie beim vorhergehenden Eintrag mit den falschen Grössen.

    Aber mir hat Christine Maiers Beitrag gefallen, weil ich ihn ehrlich fand. und er gibt einen Einblick über den respektvollen Umgang zwischen Eltern und Kindern.

    Wir hatten ja anders gefeiert am 24. Der Forrest Gump Moment mit meinen pair o‘ knockers fanden alle dermassen lustig, dass am Schluss alle UNISONO lautstark den Spruch wiederholten.

    Den Gschänkli-Trip wollten wir auch nicht machen. aber wie Christine schreibt, war dann doch ein kleines Päckli am morgen da für mich. da waren auch Kugeln drin. die sind dann mit einer art faden miteinander verbunden. den Rest des Spiels kann ich hier nicht schildern. Aber schön war das dann, mucho caliente.

  • Rahel sagt:

    @ Laura

    Ich finde das eine wunderschöne Idee von Euch als Familie. eine einsame Person mit Euch Weihnachten feiern zu lassen!

  • Laura sagt:

    @Monsieur de Humme
    ich werde dann heute Abend nach der Arbeit meine Nachbarin, bei der vor kurzem Knochenkrebs diagnostiziert worden ist und deren Sohn es vorgezogen hat, sie mit einem neuen Fernseher alleine zu lassen um in die Karibik zu fliegen mit seiner neuen Flamme, fragen, ob sie es auch als gönnerhaft empfunden hat, dass sie mit uns Weihnachten feiern konnte. Ach ja, die liebe Frau ist Sozialhilfe Empfängerin und kann es sich nicht leisten Geschenke zu machen, nicht mal an Weihnachten und nicht mal „öpis Chliises“. ich denke, wir hätten diese liebe Frau sehr in Verlegenheit gebracht, wenn wir auch noch Geschenke verteilt hätten. Aber die meisten von den Schreibenden hier, wissen wohl nicht, wie es sich anfühlt, wenn man alleine ist und was es bedeutet, wenn jemand da ist, der zuhört, aufrichtig zuhört, gerne zuhört, Anteil nimmt und nicht bloss die Augen verschliesst, weil es einfacher gehen würde.

  • Monsieur de Hummel sagt:

    @ Laura

    Arroganz finde ich auch etwas hart, aber der Ausdruck „Zeit schenken“ kommt auch etwas gar gönnerhaft daher…Entweder man macht an Weihnachten etwas zusammen oder halt nicht. Wenn man es tut, würde ich aber nicht unbedingt davon sprechen, dass Zeit verschenkt wurde.
    Auf jeden Fall schenkt derjenige, der nur Zeit mitbringt, mit Sicherheit am wenigsten, da die materiell Schenkenden unweigerlich auch Zeit dafür opfern…;)

    Btw, gegen High Heels tragende Frauen auf Knien hat doch kaum ein Mann etwas einzuwenden. Ich auf jeden Fall würde mich stets freuen, derartiges unter dem Christbaum vorzufinden. 😉

  • Rahel sagt:

    Viele Jahre war es bei uns Brauch, unter uns Erwachsenen Lösli zu ziehen wer wen beschenkt. So bekam einfach jede/r je ein Geschenk. In den letzten Jahren schenkten wir Erwachsenen uns nichts mehr. ( Dieses Jahr haben wir alle in dieser Hinsicht versagt, grins, aber irgendwie haben wir alle es genossen, auch mal wieder zu schenken und beschenkt zu werden ). Auch schon haben wir ein Kässeli aufgestellt und jede/r hat am Weihnachtsabend im Kreis der Familie den Betrag eingeworfen den er/sie sonst in etwa für Geschenke ausgegeben hätte. Der so zusammengekommene Betrag haben wir dann an eine Hilfsorganisation geschickt.

  • Lukas Engler sagt:

    Wer auf sein Geld achten muss, der kann es sich gar nicht leisten, an Weihnachten mehr als etwas Chlises zu schenken. Frau Maier hat allerdings Geld im Überfluss!

  • Laura sagt:

    @Mia
    du findest es also arrogant, dass man sich gegenseitig so weit achtet, dass man auf TV, PC, Spiele, Telefone verzichtet nur um sich zusammen zu setzen und sich zu unterhalten über so viele Dinge, über die man im Alltag mit Schule, Arbeit, Training, Freunde nicht Zeit hat? Ich persönlich finde es viel unpassender, wenn mir jemand ein Geschenk andrehen will, wenn ich etwas will, dann kaufe ich es mir selber. So hat jeder seine persönliche Art und Weise, wie er das mit dem Schenken ansehen will/kann. Aber von Arroganz zu reden, nur weil man gewisse Dinge anders sieht, das grenzt für mich an eine Frechheit.
    Ich denke auch nicht, dass man Zeit werten kann, aber, ich wünsche dir für alle Zukunft, dass immer jemand für dich da sein möge, der dir seine Zeit schenkt, grad in diesen Tagen.

  • mira sagt:

    Wir schenken uns auch nur eine Kleinigkeit: Und bei uns heisst das: z.B. ein Buch, ein spezieller Badezusatz, ein Portemonnaie, Rumkugeln, ein Set schöner Kerzen, eine DVD oder ähnlich Dimensioniertes. Es kostet nur selten über CHF 30.-/40.-, wichtiger ist vielmehr, dass man sich Gedanken gemacht hast, was der Person Freude machen würde. Wir hatten bis anhin auch keine Probleme, uns an unsere Abmachung zu halten… Die Kinder stellen hier natürlich eine Ausnahme dar… !
    „Zeit schenken“ finde ich auch etwas merkwürdig, denn an Weihnachten ist man ja sowieso schon zusammen. Zeit zusammen verbringen ist kein Ersatz für Geschenke, wenn auch ebenfalls sehr schön.
    Zu den High-Heels: Schönheitsempfinden ist (zum Glück) sehr individuell! Und wenn sich jemand darin wirklich schöner fühlt, dann ist das doch klasse! Kurbelt a) das vorweihnachtliche Schuhgeschäft an 😉 b) gibt Gesprächsstoff für Klatschbasen und c) kriegt der Mann mehr Sex (da Frau sich sexy fühlt) und damit gibts d) weniger Ehekrach. Und diejenigen Frauen, die diesen Firlefanz nicht nötig haben, die heiraten dann Männer wie Renée 🙂

  • andré sagt:

    beschenkte zu ermahnen ist wirklich klasse … und menschen aus (dir) fremden laendern nach automodellen zu kategorisieren ebenso …

  • Marcel sagt:

    Genau so ist das jeweils auch bei mir an Weihnachten- und wenn, dann öppis ganz Chlises.

    Es kommt dann jeweils sackweise.

    Für die Kinder gerne jedes Jahr wieder, schliesslich ist Weihnachten. Und da ich ein grossen Kind bin, schenkt mir meine Frau amix auch noch etwas Chlises. Und ich ihr auch.

    Eine zeitlang habe ich es tatsächlich geschafft, dass man sich zu Weihnachen gegenseitig nichts mehr schenkt. Ich hab’s dieses Jahr im Bekanntenkreis auch wieder versucht.

    Nächstes Jahr werde ich es voraussichtlich wieder versuchen.

    Und Übernächstes Jahr auch. Und Überübernächstes. Und Überüberübernächstes. Und…

  • Sonja sagt:

    Wir schenken uns nichts mehr, haben dieses Jahr alle verkündet. Ich als einzige bin dann mit leeren Händen zur Feier gekommen. Hoffe ich habe jetzt das Durchhaltevermögen es nächstes Jahr wieder durchzuziehen. Bis sich dann alle daran halten.

  • René sagt:

    @Mia: Echt!? Ich glaub’s irgendwie einfach nicht: Also Du läufst an Weihnachten zuhause tatsächlich in Highheels herum? Schön machen und solch unpraktische Dinger anzuziehen sind doch zwei Paar Schuhe. Sogar der Vergleich passt. Irgendwie, hehe.

  • Mia sagt:

    @Daniel Zimmerli: wer die Empathie nicht aufbringt, lässt es wirklich besser oder übergibt ein Nötli…Aber um die Welt wäre es besser bestellt, wenn man sich darum bemühen würde, hinzuhören.

  • Daniel Zimmerli sagt:

    – ach ja, geschenkt haben wir uns dieses Jahr nichts. Das war abgemacht von Anfang an. Schön wars zusammen am Weihnachtsabend.

  • Mia sagt:

    @rené: ich, zum Beispiel, ebenfalls. Pflege mich an Weihnachten (und wenn ich sonst Besuch habe) halt schön zu machen und Birkenstöcke sind nicht so das, was mir gefällt. Aber ich habe zwischenzeitlich Gesellschaft, meine Töchter, die sammeln auch, wenn auch nicht mehr wegen Playmobil.

    @martin wissler: beim Schenken geht es nicht darum, ob man etwas braucht oder nicht oder ob man sich mit dem Elend der andern Halbkugel solidarisieren will oder nicht. Da gäbe es andere Möglichkeiten, den Ärmsten dieser Welt WIRKLICH zu helfen. Es geht darum, sich für einmal in einen andern Menschen hineinzufühlen, an ihn zu denken, was ihm wohl Freude machen könnte. Dies ist eine Kunst. Vor allem, wenn man sieht, wie viele Leute einfach das schenken, was ihnen selbst gefällt, ohne einen Gedanken an den andern. Etwa das Messer von Max, sorry, Max. Ein Geschenk mit Pflegeanleitung, weil der Beschenkte nichts davon versteht, dürfte fragwürdig sein, und die leuchtenden Augen kamen vielleicht von den Kerzen…

    An den andern denken, wer ist er, was mag er, das ist wichtig.

    Zeit schenken ist – meines Erachtens – arrogant. Denn dann muss der Beschenkte seine Zeit ja dem Schenkenden ebenfalls schenken. Oder ist die Zeit, die der Schenkende schenkt, mehr wert, als diejenige des Beschenkten? Weil der arme Kerl im Altersheim im Rollstuhl sitzt und sich über jeden Besuch noch so freut? Dann ist es noch schlimmer, Zeit zu schenken, denn dann signalisiert man ja nachgerade, dass man sich zu diesem Besuch herablässt, der eine angewiesener auf die Zeit des andern ist. Schrecklich.

  • Daniel Zimmerli sagt:

    Jene die versprechen, nichts zu schenken und es dann doch tun sind wahrscheinlich auch jene, die am meisten entäuscht sind, wenn für sie nichts unter dem Weihnachtsbaum liegt. Ertrage den Widerspruch von herbeigeredeten, zufriedenen unbeschenkten Menschen am Heiligabend nur schlecht. Irgendwie verlogen. Entweder – oder, aber dann von Anfang an, Frau Mayer.

  • René sagt:

    Welche Hausfrau kriecht in Highheels unter dem Weihnachtsbaum herum?

  • Tamara sagt:

    Schenken ist nicht der Hauptgrund, gehört aber einfach zu Weihnachten, für mich ein schöner Brauch. Wurde auch schon diskutiert. Man kann’s mit Praktischem verbinden: Bei uns gibt’s jeweils Schul- oder Sportsachen. Handies, Laptop oer Tauchbrevet müssten wohl mangels Budget dann Gotti und Götti (teil-)finanzieren.

    @Mia „Ist das Konzept Familie…“ 25.12. 13.34h: Gratuliere, geht mir auch so. Und im Rückblick hat man das eine oder andere gelernt. Wie ging das nochmals mit „Verwandten sind die einzigen Bekannten, die man sich nicht aussuchen kann?“ 🙂

    @max: Hauptsache, sie kann das Ding gebrauchen und hat Freude daran. Fehlt nur noch die Räucherwurst, die Sie zu kaufen vergessen haben…

  • Stefan sagt:

    ja, das kenn ich auch: man bespricht immer wieder, dass man sich doch „nichts, schlimmstenfalls etwas kleines“ schenkt – und tuts dann doch! Wobei „klein“ wohl nicht die physischen, sondern die monetären Dimensionen meint. Oder sollte ein Paar Ohrringe mit echten Perlen, Platin und Gold, im Wert von einigen tausend Franken (und somit fast ein Monatslohn) nur „etwas kleines“ sein?

    Ich selbst habe wirklich nichts geschenkt, denn ich schenke meiner Partnerin jedes Jahr mich selbst; da hat sie dann mit mir das Geschenk!

  • Laura sagt:

    Man kann auch Zeit schenken, Zeit inne zu halten, Zeit zum Reflektieren, Zeit zum Lachen und Zeit um einander zu zuhören. Meine beiden Teenager sind vor dem kerzenerleuchteten Tannenbaum gestanden und haben verkündet, dass Weihnachten jedes Jahr schön sei, weil wir uns ganz bewusst Zeit schenken, etwas, was in userer schnelllebigen Zeit fast verloren geht und wie sehr sie es schätzen, dass wir uns jedes Jahr darauf besinnen, dass wir nicht nur uns selber diese zeit schenken sondern auch Menschen, für die andere keine Zeit haben wollen. Ich denke, so lernen meine Kinder viel mehr über sich selber und über die Kostbarkeiten im Leben.

  • Martin Wissler sagt:

    Liebe Christine Maier ! Ich hab mich dazu entschlossen, keine Geschenke zu machen, nicht weil ich geizig bin, sondern wir haben hier auf dieser Seite der Halbkugel alles was wir wollen. Ich unterstütze die, die jenigen die kein so schönes Leben haben wie wir.
    Hier in Europa gibt es auch solche, die Schenken aus Prestige gründen. Es kann doch nicht sein, dass einer aus der Familie keine Geschenke mitbringt. Obwohl wir abgemacht haben, keine Geschenke zu machen. Niemand hält sich daran. Jeder will am anderen eine Freude machen. Und was ist unterem Jahr, da würde eine Umarmung oder ein liebes Wort mehr helfen, als die Geschenke. Ich verzichte auf alle Geschenke lieber ein liebes Wort einige schöne Stunden miteinander verbringen, die man so oder so wieder irgendwie entsorgen muss.

  • Susanne Zbinden sagt:

    Die Inkonsequenz der Eltern, das kennen wir. Aber so ein Handy, ein Laptop oder ein Tauchbrevet kann man auch zu Weihnachten schenken.

  • max sagt:

    Also hier ist noch das Bild von dem Messer:

    http://charles-couttier.com/Le-Compagnon

    Ist so etwas ein kleines Geschenk oder doch ein grosses?

  • max sagt:

    Ich verstehe nicht: Was ist ein grosses Geschenk und was ist etwas kleines?

    Wäre gross so etwas wie ein M5 zum 18. Geburtstag bei den Jugo?

    Was ist mit dem handgeschmiedeten Messer, das ich kürzlich verschenkte etwas kleines?

    Es war ein Messer aus traditioneller Fertigung aus dem Aveyron, aber im schlichten modernen Design. Das Messer ist kleiner als ein Schweizer Armeemesser und mit einfachen und übersichtlichen Formen, einem duftenden Griff aus Wachholderholz.

    Die beschenkte weiss nicht allzuviel über Messer und hat unmöglich einen Anhaltspunkt, was den Kaufpreis angeht. Darum fand ich es notwendig, sie zu ermahnen, dass es schon nicht nur ein Küchenschnitzer sei und gepflegt werden sollte.

    War das jetzt ein mickriges Geschenk zu einem vierzigsten Geburtstag?
    Dann sah ich die leuchtenden Augen der Beschenkten – etwas ungewöhnliches bei dieser ruhigen, immer etwas distanzierten und ausdruckslosen Person.

  • Rolf Schütz sagt:

    Liebe Christine Maier! Vielen Dank für diesen Bericht aus dem wahren Leben! Genau so läuft es auch jedes Jahr bei uns ab… und trotzdem (oder eben genau deshalb) ist Weihnachten immer wieder schön!! Was ich noch zusätzlich sagen wollte (hat aber nichts mit Ihrem Blog zu tun): sie sind nicht nur noch immer die kompetenteste Frau im Schweizer TV, sondern auch die Schönste!! Herzliche Grüsse und ein gutes neues Jahr!

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